^ ,* «>D M «2 Freitag am TV. November «»57 5.V Hl'üü- unc> .fciertaq.'. läqlich, NIU, foi'tcl sammi »en Äcilag.'n im l5omulc>r ganzjährig ! l fl., h a I l>, a h r i g ö ft. 30 lr., Nii< ^"'7 ,^7 .^(.mw '^' ^ « ^ ^' '>' ^'^^"g >»'.; Ha,^ su,5 l,albiäl,ri., :j" lr. me!ir zu entrichte». Wit ber Post vortofrei l5 ff. balbjähri^ 7 ii. .-i" kr. - I»se r t io ,^g eb» br sür eine Spaltkeile «der den R.um derselben, ist für einmalig !Y '.')'lV f f n dr.im.iqc 6 kr. C. M. u. '. w, ?'. dicse» Gebühren i,^ «och der Insertio»sstä»N'el vr. lO fr. fur eine jedeSm.lige Einschaltung hi>,?>, ^'H«n''^n'ra l',7^ ^ "' kr. mr -^ Mal, > ff. w lr. fur 2 M.! «nd 5<» kr. f>,r ! Mal (mit Inbegriff des InsertionsslünN'cl-,._________________ illllllichl's Chril. <5^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. November d. I. zum Domherrn an dem Domkapitel zu Vrixen den Dekan uno Pfarrer zn Flanrling, Johann Steger, allergnädigst zu ernennen geruht. Se. k. l, Apostolische Majestät haben mit Aller' höchster Einschließung vom 17. November d. I. den Ober-Kriegs-Buchhalter und Vorstand des Militär-Zentral - Rechnungs - Departements, Vrnno Saßt?, P'm Sektionsrath bei dcr Obersten Nechnuugskontrols-Behörde allcrgnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller» höchster Entschließung vom Ili. November d. I. den Nol'ile, Giovanni Baltista Paoli zum Dcputirten bei dcr venetianischeu Zentral-Kongregation fur den adeligen Besitz in der Provinz Novigo allergnädigst zu ernennen geruht. Der Iustizminister hat die Staatsanwältc Dr. Mori; Ritter v. Schmerling in Korncnbnrg und Angnst v. Pflug! in St. Polten, dann den Obcr-Itaatsanwalt.Stcllvcrtrcttr in Wien, Ludwig Kumpf. miller, und den Nathssekrctär Alexander Edlen v. Vcuth in Wien. zu Landcsgcrichtörätheu für das Landesgcncht in Wien ernannt. Der Iustizministcr hat den Vtlkowiua'cr Bezirk« amts.yldjuukteu Jakob Ritter v. Simonowicz zum Natyssckil-tä'r ">,d Stantsa,lN'.,lts . S»l'»llt!iti junkten des Vezirkgcrichtes in Neuhaus ernannt. Dcr Ilistizminister hat den Vezirkamts'Aktuar in Gabel. Franz Ar lt. zum Gerichtsaojunklen des Kreisgerichtes in Neicheubcrg ernannt. Der Iustizminister hat den Hilfsämter.Direk-tionsadjllukten bei dem Landesgerichte, in Prag, Au> qustiu Hauusch. znm Direktor, und den Prager Landesgerichls'Official Franz Förster, zum Direk-tions-Adjunkten der Hilfsämter flir das neu zu er> richtende Handelsgericht in Prag ernannt, und die nach dem Ersteren in Erleolgung kommende Dirck» tions'Adjunktknstellc bei den HilfZamtern des Landes-Gcrichtes in Prag dem dorligm Osfizial Franz T t> sar, verliehen. Veränderungen m der k. k. Armee. V c f ö r d c r u u g e u: In dem Sr. k. k. Apostolischen Maftüät Aller« höchsten Namcn fiil)rciirsn Küliisftcr ° Neginlcute Nr. 1: dcr Major Wilhelm Graf W c st p l) a l c n . dcs Kürassier'Regiments Kaiser Nikolaus von Rußland Nr. 6, zum Oberstlieutenant. Im Kürassier-Rcgimcutc König von Sachsen Nr. 3: die Rittmeister Adolf Schwarz, des Kü. rassicr'Regiments Graf Wallmoden Nr. 6, und Friedrich v. Holbein, des Dragoner»Regiments Freiherr v. Horvltth Nr. 0, zn Majoren. Im Kürassier-Negimente Kaiser Nikolaus von Rußland Nr. 61 dcr N'.ltmcistcr Moriz Wal ze sch u. Waldbach, des Kürassier - Regiments Konig von Sachsen Nr. 3, zum Major. Im Kürassier-Regiment? Graf Wallmorcu Nr. 6: der Oberst Alfred Fürst Wind ischa ratz. des Sr. k. k. Apostolischen Majestät Allerhöchsten Namen fülireudsn Kürassier' Regiments Nr. 1, zum Rea> mei'ls.Kommandanten. und der Major Adolf von Mengen, dcs Kürassier'Regiments König von Sachsen Nr. 3 , zum Oberstlieutenant. In dem Sr. k. k. Apostolischen Majestät Mer-höchsten Nameu fübrcudeu Dragoner'Negimcntc Nr. 3.- der Major August Karren, dieses Regiments, zum Oberstlieutenant, und der Rittmeister Leopold Freiherr u. Stmrlnik, des Dragoner > Regiments Prinz Eugen von Savoycn Nr. 6, zum Major. Richtamllichl'r AM. O e st e r r e i ch. Wien. 2^.. Nov. Ihre Majestät die Kaiserin haben dem Kreuzer-Vereine zur Unterstützung von Wiener Gewerbsleuleu deu Betrag vou 30 ft. aller« gnädigst bewilligt. — Se. Majestät der Kaiser Ferdinand haben der Gemeinde Zohse (Bezirk Landskron) zum Aus. baue der dortigen Vclkapellc einen Veitrag von 4l)0 Gulden gespendet. — Ihre Majestät die Kaiserin Karolina Augusta hadcn die Summe vou zweitausend Gulden als Beitrag für die durch die Pulver-Explosion in Mainz Verunglückten zu widmen geruht — Ihre k, Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Sophie ftahsn zur Vertbkilung unter die Armen dcr Stadt Monza 390 kne gespendet. — Mit AlkrböchNer Genehmigung ist deu poli» tischen Flüchtliuqe'i Ladislaus Il'es. Karl Kowwrald, Ludwig Kosztka. Ludwig v. Török. Emmerich Ko« vacs, Gilsiav St. Vurchard, Samuel S^ibo und Iodai'N Ess»r aus Un^ari,, Josef Kaszal', Alexander Fischer und Franz Neudeudach n,:S dem Temeser Bannte, Johann M. Gruudl'eck. Johann Topolnicki l!,i» Adam v. Hoszowski aus Galizien. dann Grc» gor Viws in Siebenbürgen, über ihr Ansuchen die straffreie Nückkchr in den österreichischen Kaiseistaat beivilligt worden. — Immer zahlreicher sprechen sich die Stimmen kompetenter Autoritäten dahin aus, daß »„ter cilieu Vorlag?», welche an die dritte, letztlich in Wien stau- Feuilleton. Gine Fahrt zum Tode. «^ic „Neue Pr. Ztg." erhält ans London, l 8, November, folgende höchst spannende Schilderung: Nasch rennt über dic donnernden Schienen der Dampfzug mit Siebcnmcilenschr.elligkcit in dcr Stunde. Neg über die grünen Gefilde Northumberland^, weg über Hügel und Ebcuc. vorbei mi fleißigen Stadien und stillcu Weilern . immcr weiter geranut zum Ziele! Nings umher in unsäglicher Schöne ausgcgossc» ru het die Stille des englischen Herbstes mit ihrem man. nigfaltigkll Farbcl'.dnst und stiehlt sich träumerisch hinein in den großen Waggon zu den mciugen P"ssa-liieren. Der Eine singt, dcr Andere liest. Es ist ^uc so cigcnc Schwelgcrci des Gefühls, in heftiger Bewegung seincu Zwecken entgegen zu eilen und sich ^'ig zu missen mitllerwc,le in Vorbedacht und Nach, l^kcu. Und wie dcr Abend sinkt vom Nebel be< feitet und im Zwielicht nur, die bunten Laternen henwrtretcn an deu Signalstangcn dcr b^hn. mag '"ohl Mancher eine reiflichere Muße gefunden H^'U ^u emcm Vlickc ireiter rückwärts als der Abfahrls-^k. und weiter vorwätö. als bis wolun sie die Vil> '^^ ssllöst. All' unser Eilen geht ja nur die Tour i"m Grabe und unserer freudigstcu Geschäftigkeit war« ^ ^r große Haltpunkt. Alles Werben und Rin« u^". so lange wir athmen. — Aber, o Himmel, was lp'ucn wir hier im Wagcn? Was im Düster der Nacht kräuselt sich graulich empor? Dort m der Ecke Niccheu Sie, seheu Sie es nicht? Hierher, Slr, lnerhcr. um Gotteswilleu, es ist Rauch! Dcr Wagen brennt. —--------Auf uou ihren Sitzen springen die Passagiere. Elwa ein Dutzend Damen wird nach dem entferntesten Theil des Waggons geflüchtet. Die Fenster klirren zusammen unter den Faustschlägeu der meuigen Männer. Wählend dcr eiuc Tbcil eulschlos« seu uach dem Herde dcs Feuers schreitet, beginut der andere sein Hilfegcschrei uach Außeu. Ieue sindcu die Ledcrbekleiduug der cincn Ecke schwellend und kni> stcrnd, schon entsteigt au einem Punkt dcr gesammc!« tcu Glut die leckende Fiammc, Flugs wirft man c>ie Uebcrröcke ab. Mau drückt sie und stopft sie ge-gegen die rauchenden Stellen und sucht dem Feuer 5ic Luft zu entziehen; man drängt sich und stößt sich und räth sich und mübt sich. Weiter glschrien, Ihr an der andern Seite, weiter geschrien, wcim Euer > Lcbcu Euch lieb ist! Wir hier vermögen es nicht zu meistern. Seht. da springt so ein neues Flamm» chen auf im hinteren WinlcI. Ist's nlcht. wie ein Irrwisch, hier und dort, huschend und zuckend im bläulichen Schimmer? Zllgldrückt, Freund, wir ha»! bcu uns nimmer im Leben aesche». aber was mein Leben erhält, bewahrt cmch das Dci»e , und siehe, wie ich arbeite selber für mich und Dich. — M'cr die Glut wuchs und schrill; rückwärts Schritt ! um Schritt wichen ihre Vekampfer. Gelang es ih»! neu die Fiammc nicht zur Lohe werden zu lassen, so vermehrte ihr Webrcn doch den Rauch. Es war zum Sticken. Längst schon hatten die Dame,, sich zu den Schreiern am Fenster gestellt, ^er im Rasseln und Knattern des Zuges verhallte ihr wirrer Ruf. Mau vereint sich zum stoßweißcn Geschrei auf Kommaudo, daß die gesammelte Stimm? Aller eher durchdringe. Selbst die Löscher, schon gefährlich uabe im Geleite des züngelnden Elements, zählen deu Takt des Kom» mando's und schreien mit. Wie aus der Seele schrien die Armen! Bald der. bald jener Rock, den sie nl ihrem verzweifelten Werke verwandt, sing Feuer und muhte brennend hinausgeworfen werden ins Land. Die Damcmuäntcl sind au die Reihe gekommen. Shawls. Westen und Tascheutücher folgen nach; man denkt an Strümpfe und Lcmenzeug. In röthlicher Gluth über ibnen breitet sich die Lederdecke des Wc,-gcus und düster hoch oben ein sternenloftr. schweigender Himmel, da kem anderer Lout gehört wiro iu Luft und Feld. als jenes verderbende Schmettern des Zuges, und keine Hilfe sich bietet, als auf der Slc" tion, wo zwanzig Menschen binnen einer halben Stunde gefunden werdeu müssen als verkohlte Leichen, ein Schreckniß und Schauder den Ltbendigcn. So den. kcu Sie. Und weiuen und beten und mül>n sich und zittern, und hin durch die Nacht reißt sie's zum Grabe, zum nabereu fürwahr, als sie's eben gedacht! Freund, lich im befriedigten Sinnen des Zwielichts war thiieu der Ruheyafen erschienm, und nun so jäh — was stirbt es sich schwer. — Da hält der Zug, es ist eine Zwischrnstation. uub sie sind gcrellet oeni Ll-l'f»,' dir Einen ohnmächtig, die Anderen im sei'sscklicheli Bewußtsein der rbeu'noch drohenden. «I'" "l'erttan-deueu Gefahr vermögen sie siä) l'ennrkl.ck z" n'""k>', werden gefunden u»o heransg.ho^» zu LMt u.w ^ ben So geschah's vor emia"' ^agm. RN9« gefundene Versammlung des internal 0!i>','cn statisti schcn Kongrcsscs gebracht wnrden, »ää"'l ?>!> n»qe. mein interessanten Mittheilungei, der MiiMlcrien deö Innern, dcr Finanzen und der Justiz über uerschie-deilc Zwcigc dcr Vcrwaltnng ?c^ St^asshallshaltcs, die ethnographische Karle dcs Kaiscrstaatcs samm! dcu 3 biöder crschienencn Bänden dcs zugehorigei'. Tcrtcs von» Fleiherru von Czocvnig. die melstc Anfmcvksam-kcit ai,f sich gezogen und die einstimmigste Ancrfeu-nling gefunden dat. Oesterreich hat eine Periode sciucr Geschichte zu> rückgclegt. iu wc'cher mehr a!s in jcdcr früheren die Doppelfrage der Nationalitäten.Bcrechlignng und d,r Staatscinheit bei zahlreichen Aillässen in einander griff. Die neueste Geschichte zeigt, wohin die unklcne Auf' fassung dieser gegenseitige,! Beziehungen führte. und es können die Ergebnisse dieser Geschichte nicht klarer unc bündiger gewürdigt werdcu, als dnrch die Ve« inerkllng Ozocrnig's, daß der Mißbrauch des ?cano> nalilätprin^tps in rode Gewalt ausartn, und die Nationalität dcr Führer der geistigen Entwickelung der Voller gleich jcdem anderen Elemente der Staats» kraft an dem Bestände des Staates nicht ungestraft rütteln uno dnrch ihre Macht das histoiische Rccht vcrorängcn könne. Jene Ullklardcit 5er Auffassung aber ging größtcnthcils aus dcr mangelnden Kcnnt» niß der ethnographischen Verhältnisse im Raume uno in der Zei: hervor. Wenn man einen Blick ans die früheren litcra-rischcn Leistungen im Gcdicic der Ethnographie Ocstcr» rcichs wirft, so muß inan sich gestehen, daß vor der erstcu (nicht in die Oeffentlichkeit gelaugten) Bcarbci> tuug der jcßt vorlica/ndcn Karte höchstens die allgc° meinsten Daten über die Schciouiig der großen Sprach-grnppcn mit einiger Verläßlichkeit aufgestellt werben konntcü. von dcn nügemein luichiigcn Sprachinseln und den Sprachmischungen längs der Ethnographischen Scheidelinien kaum Jemand mehr als eine sehr un> bestimmte Vorstellung besaß. Und wie sonderbare Aeußerungen fielen selbst über die einigem Eindringen in die charakteristischen, namentlich die sprachlichen Momente eines Volkslhums offen sich darbiclendc Sondcrung des ruthcnischen Zweigs der großen sla» vischcn Völkerfamilic von der polnischen, mit welcher WillknrUchkeit wurde zuweilen die Ziffer der Angehö« rigen jeder einzelnen großen Sprachgruppe angesetzt und wieder verändert! In ethnographischer Beziehung, wie in mancher anderen war der Kaiserstaat eine telrl» incnß'mll,, obwohl die gewichtigsten Rücksichten dahin drängten, den Schleier zu heben, welcher so viel Bedeutsames umhüllte. Noch viel schlechter war es mit dem Begreifen der gegenwärtigen Zustände in ihrer Entwickelung aus der Gesammtheit dcr vorangegangenen bestellt, daß namentlich im Norden der Alpen die deutschen den Beruf übernommen haben, die christlich europäische Gesittung zu stützen und weiti'l zu ciitwick stigcn Einflüssen sich dingeben lind die Früchte davon in dem raschen Aufbinden idrcr eigenen Kullnr crn> tcten; dieses und manches andere wäre nicht so däu> sig verkannt worden. wenn das Buch der ethnogra« phischcn Geschichte aufgeschlagen worden wäre. Abgesehen von dem fachwissenschaftlichen Urtheile über tieft Ausarbeitung und die ihr zu Grunde lic» gcnde Kritik, darf und soll hier gesagt werden, daß l Czoernig's Werk ein epochemachendes in der österrci'! chischcn Literatur, ein epochcniachendcs in der ethno-l graphischen Literatur auch außerhalb Oesterreichs bleibt. Hicbei kam bisher noch die Einschaltung nicht in Betracht, welche nntcr dcm Titel «Oesterreichs Neugestaltung" die Hälfte des l. Bandcs jenes Wer> kcs einnimmt. Der Neubau unseres Vaterlandes. wie er sich seit ncnn Jahren vor unseren Augen gestaltete, ist in jeder Rücksicht großartig und staunenswerth. Abn noch hattc sich kein Verslich, ihn darzustellen, über die fragmentarische Skizzirung einzelner Partien des gc< staltenreichcn Bildes erhoben, und Oesterreich muß deßhalb mit besonderem Danke ein Welk aufnehmen, weiches unter den begütlstigendsten Umständen in An< griff genommen, nicht nur das Geschehene nach allen Richtungen vollständig verzeichnet, sondern auch unter Nachwcisung der bereits gewonnenen Resultate naä, dcm inneren^ Zusammenhange durchdringt und au einander knüpft. Der besondere Abdruck dieser Ab theiiung, deren Herausgabe als abgesondertes Werk rie erste Bnchhandlmig Deutschlands, I. G u Colta übernommen bat, wird als einer dcr wichtigsten Vel' träge zur Geschichte Neu.Oesterreichs n»f die ehren vollste Amrkenuung auch im großen Publikum zählen können. (Oest. Korr) Trieft. 24. November. Gestern starb hier dcr Konsul der freien Stadt Frankfurt. Herr Moriz Schar ff. — Die Kommerzial-Zollämter Basovizza nd Opoina. im Gebiete uoi, Triest, sind anfge^ oben worden. Venedig. 25. Nov, Die Armeercdnktion ist' bereits i» ooücr Ausführung begriffen ^ so wird die Bin»enftotli!lc auf dem Lago maggiore und Garda° See gänzlich aufgelöst und die Donallflottille um eine Kompagnie vermindert; jene der Lagunen aber behält idren gsgcnwältigcn Stand bei, gibt dagegen die zur Bewachung ?er Flotlilknelablisslmcntg u»o zur Vrr> ,'cbling de^ Packetdiciistcö auf jenen See's nölhigcn Dctachenieuts dahin ad. Diese Maßregel kommt um so überraschender, da erst vor Kurzem in Riva am Gavdaftf ei» großartiges Arsenal errichtet worden ist — cine dcr größttn Müitärbanten Oesterreichs. Man sirht mit Spannung jenen w'it«rtU Vcrfügu»ae»t eni> gcgen. welche das Schicksal d.escr mititärischcn Schö> pfung definitiv «egeln weroc-i, d^'un es ist unwahr» scheinlich, daß an ein Aufgeben derselben auf oicsen See'u gedacht wc'.'de, nachdem man ein so kostbares und ausgedehntes Material (darunter mehrere Dam» pftr u. s. w.) zu ihr^r Gründung verweuott hat llild die letzten Felozüge ihre Nützlichkeit dargethan haben. (Triester Ztg.) Deutschland. Aus Maiuz, 20. November, wird gemeldet: Man ist noch immer nut dem Aufräume!' verschütte' ter Wohnungen beschäftiget, und soll heute Vormittag wicdcr so glücklich gewesen sein, zwei Personen zu retlen. Auch hat man wieder mehrere Todte gefun-ds». darunter einen jungen Bildhauer, welcher noch mü Meißel uno Schlägel in der Hand am Tische saß. Die Nachricht, daß Kinder iu den Schulen ver> unglückt seien, ist unrichtig; in dem weiblichen E» ziclmngSinstitut kamen zwar viele, jedoch nur kleine Vcrlehungcu vor. und in tinev Knabenschule, nade dem Gauthor, kamen, wie durch ein Wunder, alle unversehrt davon. Zwei Töchlcr eines österreichischen Offiziers wurlen auf dein Spazicrgange mit ihrem Vater von herabfallenden Sieinen, oie eine sehr ge> fährlich, verletzt, Ucber die Ursache dcr Erplosion gehen in der Stadt allerlei Gerüchte. Eines der am meisten geglaubten hält das Unglück für ein Werk teuflischer Bosheit, Man sagt. der Aufseher des Thur> mcs habe sich Untrrschleife von Pulver, das er an Private verkauft, zu Schulden kommen lassen, uud um dcr Entdcckuug zu cnlgehlN, welche durch die Räumung des Magazins unvermeidlich gewesen, habe er sich und den Thurm in die 5.'uft gesprengt. Die Schildwache. wclchc auf dcr Wache gestanden und mit dem i.'eden dauon gekommen. soll ihn kurz vor> her am oocr im Tlnn'mc gcscdcn habe». Am 18. wurde, das steht fest, nicht im Thurme gearbeitet. Italienische Staaten. — Wie man aus No m. 18. d.. schreibt, wird die berühmte Bibliothek ecr finstlicheu Familie AI' bmu vrrsteigelliugswcise losgeschlagen. Ihr eigentli« cher Gründer war der Kardinal Alcss^nvro Albani. der sie auf 30.0U0 Bände brachte uud Winkelmann zu seinem Bibliolhckar ernailutc. Ictzt ist die Fami« lie Albani ausgestorbcu uild ihre Erbcu, riue römische Familie und die Castelbarco von Mailand, lassen den Vüchcrschotz versteigern, nachdem sie selbst elmn Theil desselben an sich gezogen. Einen andern Theil brachte dil- Regierung an sich. der Nest kommt unter den Hammer. —. <2inc in N o m cingetroffcnc telegraphische Depesche meldet de>» Tod res Kardinal'Patriarchen von Lissabon. Frankreich. Paris. !6. Nov. Herr i!everrier bemerkte, als er die meteorologischen Bulletins der uerwichencu Woche rer Akademie dcr Wissenschaften vorlegte, daß von dcn nächsten Tagen au auch Petersburg mit in die Reil^ der auswärtigen meteorologischen Statio> »eu auftrcten wcrde. und man dürfe auf um so gc> uancre Veobachtllngcn zählen, als Großfürst Constan» tin in Höchsteigener Pcrson die Arbeit eines Koric> spondeuten des Pariser Observatoriums übernom» nnn habe. Großbritannien. London, 20. Novcnwcr. Die Königin hielt gestern in Windsor Hof, um die siamesischen Gesand. ten in vollem Staate ,zn empfangen. Diese wurden vom Bahnhose in königlichen Staatswagen nach dcm Schlosse geführt, in dessen großem Hofe eine Ehrenwache aufgestellt war. Um 1 Uhr fand die Einfüh» rung dcr Gesandten im Thronsaale Statt, wo die Königin, in Begleitung ihres Gcmals, dcr Prinzeß Royal, des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, des Earl of Clarendon uud mehrerer Hofdamen, cine Adresse der Gesandtschaft in Empfang nahm. Dieselbe bittet die Königin um Annahme dcr überbrachten Gc> schenke lind spricht sich dankbar über die Frcundschafts» beweise aus, die dem Könige von Siam uno desscn Gesandten zu Theil gewordcn sind. Nachdem die Königin diese Adresse mit einigen freundlichen Wor> ten erwiedert hlMe, wurden die Gesandten iu die WaterlooGaUcric gclcitct. wo ikncn zu Ehrcn cm prachtvolles Frühstück, zu dcm viele Gäste des Hofes geladen warcn. aufgetragen war. — Die Geschenke bcst<-hen ans einer goldcnc.l, mit Edelstcincn verzier« tcu Krone, ctnem Hal^gcschmeidc mit Rubinen, ei« mm Stern aus Diamanten, einem mit,Rubinen be° schien Gürtcl, einem Thronscssc!, einer scltencn, mit Edelsteine» vcrzicrtcn Muschel, eincm Bcchcr i.nd ci-ncr Schale alls Achat, cincm Slaatu-Palankin, ei> ncm Prachtsatce! sammt Zaum, cincr Masft goldener liuo si,l'crncr Gefäße, reichl'.csticktcr Sonncnschirmc liild aildcrcr Scllcnhcitcn, daruntcr cm Gcmäldc, oas dcn Hof der Köiuge von Siain darstellt. — Nach' lcm die Gesandten das Schloß besichtigt hatten, fuhren ste mit der Eisenbahn nach London zurück nud ließen sich iü! Staaf'?w>i^'n d^r Königin ibrc Zigar> rcn vortrefflich schmcckcn, — Das Parlainent wird. wic die „Morning Post" imldet, ulit einer Thronrede eröffnet wcrdcn, oie gleich seiner ganzen Sitzungs-Pcriode gelten wird. Ei» Rcforin Antrag wird, demselben Blatte zllfolge. von Seiten dcr Regierung schwerlich in Aussicht gc' sttllt werden. Bczüglich dcr Finanzen wird man sich d^bin einige«, die Bank'Aktc von Neuem eincm Aus° schttsft zn überweisen. Bis Weihnachten wird voraus« sichtlich nur von Finanzen und Indien gesprochen wer> dcn können Im Sommer gesellt sich China, und wer wollt? sagcn, was sonst noch? dazn, — Das Oberhaus wird fünf neue Peers zu bewillkommnen haben: Viscount Milton. bisher N. l". für Wicklow. und jetzt Earl Fitzwiliiam- Lord Robert Grosvcnor. zuletzt N. I'. für Middlescr, jeyt Barou Edury; Lord Cadross, dcr das Earldom Vnchan geerbt hat' dcn Earl of Fife, dcr als Baron Skinc in die englische. Peerage eingetreten ist, und Baron Macaulay. Alle fünf wcrdcn auf dcr ministericllcn Scitc dcö Hauses Platz nehmen. — In's Unterhaus ziebcn vier' neue Mitglieder ein: John Bright für Birmingham, an die Stclle des verstorl'snen Munl),' der ehrenwerthc George Bvug für Miodlcser,' Arthur Nussel für Tavistock, und Zor für Olddam. Vier andere Sitze sind erledigt, aber noch nicht ausgcschricbcn. London. 21. Nov. Der «Advertiser" schreibt übcr Rußland, es habe «die Unverschämtheit", den kaum ein Ial'r alten Pariser Fricdensvertrag in einem seiner wichligsten Punkte mit Füßen zu treten. Auf nichts sci so großes Gewicht gelegt worden, wie auf die Nennalisirüng dcs schwarzen Meeres und dcn freien Handelsvnkehr „aller Nationen" darauf. Das habe man als emen wirklichen nnd praktischen Ge< winn ausposamtt. Nun sperre Rnßland rigenmaä)' lig über :!0 Häfcn an dcr Ostküste dcs Pontus, theils um scine nirsieuvswo allsdrücklich oder rechtlich "»er» k^innle Herrschaft übcr Tschelkcssi^ii z„ behaupten, tbnls um in sichcrcr Heimlichkeit seinen Bau cincr l ponuschcn Kriegsflotte zu betreiben, und so dcm Pa« riser Vertrag scinc Verachtling noch gründlicher nnd unverschämter zu bezeigen. Wcun England das l)in< gchcn lasse, so gehe scin Ansehen verloren. ! — Dem „Globe" zufolge wcrdcn künftig alle nach Indien bcstimmlcn Truppen den Ucberlandwcg ! cmschlagcn. Man hat gcfnilden. daß 1l)00 Viailn monatlich ül'cr Slic; lcicht zll befördern sind. London, 18. November. Die „Gazelta" bringt die Ernennung von Sir Jodn Lavrencc (Ober> kommissaiius im Pcndschal') zum Großkrruz. dcs Gc« ncralmajor Henry Havelock U'w dcs Obnstelt Wilson (dcr das Bclagcruugsheer vor Delhi kommanvirlc) zu Koinmanoclircil, dcs Obersten Van Cortlandt und des Oberstlicutcnant Cbamberlain ,;u Mitgliedern des Bath-Ordens. — Iu eiucm besoüdcrc» Memorandum wird bemerkt, daß Oberst Neill und Oberstliculenant Nicholson dcn Koaimandeurrang i:^ demselben Ordcit crdallcn haltcn, wälcn sie nicht vor dcm Feinde gc> f^illc». Spanien. — Es wird aus Gibraltar unter dcm 14. November gcschrisben, daä an diesem Tage das eng. lischc Dampfschiff „Rhone" und der Marscillcr Drei« lnastcr „Adolph lind Laura" an einander gerannt sind. iii Folge dessen das lehte Schiff untersank. Dcr englische Schiffskapiiän. Namens Glovcr. benahm sich bei diesem traurigeu Anlasse mit empörender Unmensch» lichkcit. Er ließ die Verunglückten. welche auf scin Schiff sich retteten, gar nicht verpflegen, und schlug auch die inständige Vittc des franz. Sclnffkapiiäns, er möchic doch zwei Pcrsoncu retlcn, die auf Trümmern dcü uiittigsgangeiicn Schiffcs sich angeklammert hat' tt», rundiveg ab. Sobald die Kunde von dicseM Schifflnnch nach Gibraltar gelangte, dot die Handels« lind die königliche Marine Alles auf, um die Schiff' brüchig,» aufznsucheu. allein sie fanden nur einzelne Brcltcr des Nütergcgangcncn Schiffcs. Die ganze Stadt ist übe: den Kcipilän Glcvcr äußerst erbittert. Türkei. Agram. 2K. Nou- Eine Konrspondcnz aus Cattaro vom 16. d. bcrichtct, daß dcr Fürst uou Montenegro in cincr Kundmachung seinen Unterthans» jcdwcdcn Verkehr mit der Türkei untersagt hat. )n Folqc dcsscn ist dcr ganze Handelsverkehr, ^e freie Schifffahrt am See von Skutari l'is "" d»e Haildelsplätze Nieka und Vir und jede Hm.dclskom« «OVV muuikation überliaupt aufgehobeu. Dirse kriegerische Maßregel gereicht nicht so sehr dcn Türken als den Montenegrinern selbst zum groütcn Nachtheile, indem dicsc dadurch vl'rhiudert sind, Gegenstände, deren sie bcuöthigen, billig zu kaufeu, und im Gegensatze ihre Erzeugnisse auf bequeme und vortheilhafte Weise an Mann zu bringen. — Von Cetinje gehen fortwährend Munitionsvor.äthc nach Kuci und an andere uou dcn türkischen Expcditionstruppcu bedrohte Punkte ab und binnen Kurzem dürfte irgcud eine bedeutende Waft feuthat daselbst stattfinden. Das Schicksal der un» glücklichen Kucicr, die so oft. bald von den Monteue» grin'rn. bald von dcn Albanescu geplündert und de« zimirt wurden, abgesehen von den inneren Unruhen, ist bcmitlcideuswerth. Die Bevölkerung, genöthigt, Nets uutcr Naffeu zu stehen, vernachlässigt den Felo. bau lind die Piebzucht und gerälh in Armuth, da doch sonst dieser L>n,dstrich so reich an Z.rc.ilicu uno Vieh war, daß er damit einen großen Ekporl nach Alba» nien betricl'. Viele Familien sal)c» sich bereits geuö. thig<. daS i,'aud ,^u urrlasscu und nach Albanien aus» znwanderu, um dort Nuhe und Sicherheit zu suchen. Die Anhänger der Türken werden von ihren eigenen Brüdern, die für dcn Fürsten sind, verachlel, gemißhandelt und gctödtct. Rechnet man hiezu dic Gewalt-thaten, Erpressnngcn und Plünderungen uou Seile der mouleuegrinischeu Würdenträger, so kann n>an sich einen Begriff von dcm unglücklichen Zustand die> scr Gegend machen. Die Türkei müßte sich cinma! definitiv entschließen, die Kncicr vor den montenegrinischen Bedrückungen zn schützen, oder der Sonuerä nität über dieselben zu entsagen. n»d so die nuglückli' chcn Einwohner vor dem endiichci! Nliiue zu bc> wabrcn. Von der montenegrinischen Grenze, W. November, wird der „Agr. Ztg." geschrieben: Die Zwistigkciien, Tödtuugen und Beraubungen zwischen d'cn Bewohnern Grahouo's nnd jencu von Korenic in der Herzegowina sind fortdauernd. Dicse Konflikte sind mit schlecht vcrheblter Absicht oon Mou° tcnegro angeregt, um letztere dahin zu bringen, sich von der türkische,, Herrschaft zu emauzipiren. Da die Majorität der Bewohner von Korcnic muselmäuiu'ich ist und aus den alten Feudalisleu Grahovo's bestcyt, so sind sie der montenegrinischen Propaganda in der Herzegowina im Wege. Daö ist gewiß, daß ohi,e dcu'männlichen Widerstand der Korcnicer die montc. licg'iü'sche Partei viel Terrain iu der Herzegowina ^cwinncu würde; vielleicht schcn wir auch binnen Kurzem dieses Land in Aufruhr, da auch von cinzcl» nc„ Serben unter der Hand z» Gunsten Montenegro's gearbeitet wird. Der Ort Zubci. der fast ganz vou Serl'cn bcwoyi't ist, l>at sich offe», för Monicncssi^ crllärt und unterläßt kein Mittel, anch dic übrigcu Nachbarorte zur Nachahmung zu bewegen. Bis jeht ist es gelungen, den Ort Krnscvicc auf ihre Seite zu bringen. Der Fürst uou Montenegro sandte nach Zubci dcn Popen Matanovic. um dcn Ort zu or> aanisircn, aber die Zubccr lieben dcu Raub mchr uud dachtcu schon daran, das Gebiet der Sutorma unter dem T'tel einer Eroberung zn Gnnsleu Mon> ^negro's zu überfallen; uno schon wurden dic dieß-sälligll, VDrfehrungl'N getr^ffli,, nls die Sache ruch' l'ar waro nnd der Eft'lndi, der iu der Suloriua bc< Ichligt. ciue Truppenabtbcilling aus Trebigne ton,' >"cn ließ „»id so die Et'Pldition vereitelte. Ucbrigcnö Olsten die ^^s^^ftcn Znbci und Krnsevicc schon seit N'ttN'srei, I.chrcn durchans keine Abgaben an die ,"ttkei und schlosstu sich offen Montcncgro an. Es lst lvahr, daß lbr Beispiel der Treulosigkeit wahrscheinlich keine Nachahmung finden werd/, aber es ist dieß ooch für Montenegro ein Schritt nach Vorwärts, und was beachtcuöwcrtl) ist. versucht Mouteuegro in dem Augenblicke, wo die ganze. Wclt an seine Unler> werfling der Pforte gegenüber glaubte, dieser fort> während Unruhe und Störungen zu bereiten. Tagsnenigfeileu. — Oft staunte mau schou über die ungeheure Fruchtbarkeit des Alexander Dumas. Ein Pvozcß. welcher nächste Woche das Gericht beschäfügs» soll. Wird das Publikum iu die Geheimnisse der Kolllibo. ration tlüwcibcü. — 1? dcr besten, vislgeleseusleu Nomane von Dumas, tarunler: Dcr Niücr von H.,r> Mental. Silvandire. die drei Musketiere, Montc-Christo. ^^ Jahre später, Königin Margot. die Dame von ^lontsoreau, der Bastard vou Maul^on. der Ritter ^°u MaisouRouge. die Fünfundvierzig, Memoiren ^!"es Arztes. Vicomte-v. Bragelonnc. die schwarze ^.Mpe. Auge Pilou u. s. w. sollen uämlich ihr Da. ^"' mehr oder weniger der Feder uno der Phantasie ^s Herrn Maqurt verdanken. Dafür solllc Mr.iu. °" Dumas demselbeu binnen 11 Ichrcn 1i!0.000 ^- bezahifn. Wie es jedoch scheint, blieb cicse Bc> ^'Wng unerfüllt nnd dx-r Mitarbeiter des H^rrn ^ lima^l Vater verlangt mm Antheil au deu Autor-^,^le„ sämmtlicher Werke uuo ^0.000 Fr. Entschä- «ung. Al>uokat Marie wird für idu pl.udircu. -n»^,^ Mau liest in l-iusr Korrtsp^nds,,-. des «Pays" aus Calcutta: Die Heldin uu>^cr Salons ist iu diesem Augenblick die schöne Miß Jameson, drren künftiger Gemal, der junge Kapitän W-------zu Lnck« >,ow furchlliar verwundet wurde. Da cr das liuke Auge und eiueu Theil deö Backens verlor uuo für seiu ganzcs Lcdcu enlstlUt ist, so licaufiragte er cinl', seiner Freunde, Miß Iamesou vorzustellen, daß er cs für Ehre uuo Pflicht halle, ihr Wort zurückzugeben. „Antworten Sic Georg" . sagte das junge Mädchen, „daß, so lange ein Stück von seinem Körper übrig sein wird, groß genug, um seine Seele zn enthalten, ich mich als seine Frau betrachten weroc und nicht ciuwiUigeu kauu. mein gegebenes Wort zurückzuneh-me::." — Was dieses Benehmen noch edler erschei» neu läßt, ist das große unabhängige Vermögen oer schönen Iaimsou und oie Armuth ocs jungeu Offi» ziers, der nichts Hal als feinen Degen. > Innsbruck, n,er Alois Haider, welche sich bereitwilligst, mil Stricken versehen, sogleich zur Rcttuug dcs Verunglückten auf deu Weg machten uud iu der gleichfalls kurzen Zeit von 2^ Stunden, uud gerade uoch zur rechtcuZeil aulnugten, um nicht nur denselben mittlerweile durch Herausziehen aus der Eisschlucht, sondern auch seinen schon hull) erstarrten jüngeren Bruder uou der Gefahr dcs Erfrierens zu erretten. Beide wurden sodauu, ersterer au den Händcn und Knien stark verletzt, in die Alphütte gc» tragen, wo sie übernachteten und sich wieder erhoNln. Da ol'iae 4 Mainirr. welche mit großer Aufopferung und jedenfalls nicht oyuc ci^iic Gefäyrdnim diese zwei Engländer retteten, vou denselben' imci, ibrcr vor der Behörde abgckgteu Aussage auf eine i>n Verhältnisse ihrer That kaum ncnnenswerthc Weis? entlohnt wurden, drei vou ihucu erhielten nur 1 st. EM. jeder, und dcr vierte 2 Frankeustücke, so faud die k. k. Statthalterci sich veranlaßt, jedem dcr 4 Rctttr iu Anerkcnuuug ihrer lobcnswcrihen That eine angemessene Belohnung aus dcm für Lcbensrettuugrn bestimmten Aerarialjondc zukomme» zn lassen. (N. f. T. u. V.) — Die PulvercLplosioncn schcinci, leider epide» misch ;u werden. Wlc der ,,K, Zlg." aus Nonsa hl vom 10. November berichtet wird, sprang daselbst am verflossenen Mittwoch in der Nachbarschaft die au dcr KirSpc liegende Pulvermühle der Gebrüder Hcuser mit furchtbarem Douncr u„d wurden dadurch mehrere Gebäude auf die schrecklichste Weise auseinander gc< sprengt, doch glücklicher Weise Niemand beschädigt. Eiu anderer Fall fand in dcr Pulverfabrik der vcr> einigten Pulvcrfabrikautcu bei Mulden in Nordholland Statt, welche dem Hauptgebäude bedeutenden Scha« den zugefügt uud die Fabrik zum Stillstände gebracht hat. Ein junger Mann ist dabei umgekommen. Auch die Qsnabrückcr cutgingen vor wenigen Tagen durch den Hrldeumuth eines Fcuerwcrkmcisters der großen Gefahr eiucr Pulvererplosio»,. Der «Zcituug für Norbdeutschland" wird hierüber aus Osnabrück ge> schriebcu: Bis vor ungtsähr 4 Wochen wirb Jeder, der dcu Wcg auf dcr Ecller Straße ucich der Lü'l ging. auf dcr Stelle, wo früher der Pulvcrschoppen stand, mehrere Pulverwagru haben stehen stvcu. Viel' leicht keiner der Spaziergänger wird jedoch gewußt haben, daß diese Wagcu sämmtlich mit zündbarem Feuerwerksmatcrial gefüllt warcu. Am 16. Oktober mm bemerkte die dort stellende Schildwachc plötzlich um Mittag, daß aus einem dieser Wagen Dampf aufstieg; Nc rief dcn Fcuerwerksmcistkr zu Hilfe und dieser beherzte Manu begab sich s^ich mit 6 Gc> meinen, obgleich cr wußte, welche Gefahr ihm drohte, an dcn Wagen heran, packte die eisernen Kistcu, nut welchen derselbe beladen war. ab uno fand iu cincr dieser Kisten das Feucrwcrksmalcria!. besonders ^uchlkugcln. ganz verzehrt und dabei war die Kiste so erhitzt, daß sie bereits das Holzwerk dcs Wagens angekohlt halte. I Aus Tyr„a>, oom 2l. d. M. wiro geschrie-bcn: Eine haarsträubende Mordtbat wuroe unlängst 5u N.Gurab b'gangcu. Der dortig Tchwrinhirt K., dessen Eheweib vor Kurzem gestorbeil war, tödtete sein? zwei Kiuoer im freien Felde auf die gräßlichste Weile. Er schuitt ulcrst dec 12jähr!,'.en Tocht.r die Keylc eittzwei, schlitzte dann dem iijHl^igeu Söhuleiu dcn Pauch auf und verfttzte ihm mehrere Stict'wu:^ dcn, woran der Arme verblutete. — Darauf wollte ocr unnatürliche Vater sich selbst durch ei:^!, Hals' schnitt cnllcibcn. vollführte die That nur kalb und wurde dcm Arm der Gerechtigkeit überliefert. — Nun schmachtet er hier im Gefängniß dere-ts anßer Le< bensgefahr und wmdet ror i er habe aus ^cbeusübcr« druß „ uud um seine Kinder dem Erdsnungrlnachc zu entreißen, so gehandelt. > Eiuen bedeutenden Schatz Hai ma:: in ciu'm alten, dcr Stadt Paris angchörigen Haufc dcr Nue dcs Carines am 20. d. gefunden. Ein Ofensetzer, der eincn Kamin repariren sol'te. entdeckte in einem alteu Waudschraukc. d.sscu mau sich schon seit linger Zeit nicht mehr bedientt, neuu Sackc Geld. Diese Säck^ enthielten, dcr eine 7009, die audercn jeder 8000 LivreS in Scchs^ivres-Thalcrn mit dem Bild-nisse Ludwig's XVl. nnd dcr Jahreszahl 179l. Zwei dieser Säckr trugen die Adresse des Bsschofs vou Gloudcve und einer die des Herrn Ducros. Vikarius von St.'Iaqucs'dU'Haut-Pas. Die Adressen sind ua-lürlich nutzlos, da die bctreffcndcn Personcu schun seil langer Zcit nicht mel'r eristiren. Das Geld fällt d^ der zur Hälfte an die Stadt, als Eigcmbümenn rcs Hanses. uub zur Hä!fcc au dcn Finder. Dicfcr Fund h-.tt iu dcm betreffenden Viertcl große Srnsaüon ge> macht, uud es werden nuu dort'übcraü N.ichsnchnn-gcn nach verborgenen Schätzen veranstaltet. Telegraphische Depeschen. Mailand. 24. Nov. Der Umsatz ans dem Gctrcidemarkt war anch iu verflossener Woche sehr qn'ing und bloß auf deu Bedarf beschränk!. Auf dcm Seidcnmarktc ist die Geschäftslosiglcit uoch durch dru fortwährend he.rschenden Geldmangel gesteigert wor. dcn nnd die Preise sind äußerst gcdrüclt. Berlin. 23. Nov. Das ^Main^r Journal" meldet mit fetler Schliff in offiztösrr Weise. bei der Bimdesnnlilärlomnnssiou sei Antrag gtlttllt. dcn alteu Kästrich mit allcn Gebäuden uach dem Werthe vor dcr Erplosion anznkaufcil. Handels- imd Geschäftsberichte. Wareneinfuhr aus a,»slä«dischcn Häfen in Trieft Am 2l. Noocmbcr. Von Vombai: 6 V. ^ammsfcllc. ^0 F, Gin« ^>n''^^ ^' ^"lnnvoUe. Ni7U Büffcll'örncr, ,^00 ^. Pseftc.-; von Genua: !) Z. «Itc ^me, ^0 ^ Colofon'.nm. 30 S. Caeao, 498 ^ Sooa. Nitrat, 119s St. Gelbholz, 45 Z Tal'a 7 ^ Safran, 37 Z. Oel; vou Mcssina.- 467 F.^Wesn.' bccrcn, ^ Z. Zuronensaft. 1 K. Essenzen. 30 V Haselnüsse, 24 Z. Mandeln, 24 Z, Aprlloscnklrne 40 Z. Kappern, 80 F. Sardellen,^ 200 K, K. Euro-' ncn, 109 S. Leinsamen. 3 B. Eapilv^l'ere, 3 F. Bmlbstein u. a. W.; von Patras: 31^.406 Pft>' , Korinthen; von Ealamata i 137.347 K. uud 32. dclu; vou Orloua: 2 Z. Feigen. 9 ^. Wein. l10 Z, Maudclu. (Tr. Ztg.) (Hetreid - Durchschnitts - greife ,» Lliil'ach a„, 2'), '.llc'veinbcr lk57. Ei» Wiener Metzen Marftprcis>^m«- Weizc»......... 4 ! ^ ^1,. Ki,'rn...... Z ^ ^ 2 Halbfsllcht ... . ^_ ii 2l^. Gklstc ... '''__! ^ H 47'/. Hirse . . . . .'^ ! . ^ - - > - -^ ^^ Hndcn . . . . ^ — ! ^ '^ ^ Kuf„r„tz........- j ^ 3 ^ (^.' dcm mstri^n M.r,il'.richt pom 25. d. M. »'.r... die hirr berichtigst si«d>________^»»»^»»«»»«»l»»»»«»»«»,»«. Druck uud Verlag vou I<,naz v. ttlcinwayr H F.'Vamderg in Redakteur: F. Bambcrss. V örsr ll d c v i cl) t j mis dem Abendblatte der östcrr. kais. Wiener Zeitung, l Wien 2«. November. Mittags l Uhr. Die schon Anfangs für alle Effclte günstige Stimmung srhüktc stch in. Verlause dc^ Gcschaftcs nanuiltlich für Industrie-Papicr«,'. welche auch in steigender Tendenz schlössen, — Staats- Papilic w^rcu beliebt und fest. — Devisen, »lit Ausnahme von London, welches begehrt blieb, vorhanden, Natil)!m! - Aulciiiil ^l 5, "/« ^>^ '^^ ' , Nnl.lnn u. I. lii.'il 8. U. ^l! .'i"„ !>2 <»3 ?ol'.ll'. Vcnet. Anl.heü zu 5"/„ 95-'.)b '/, Staatsschulduerschrnbungen zu 5°/,. 8«'/. ^tjU'/, detto ^ ., 4'/.°/« 70'/.-70'/. d^ttn .. ^V« U3'/.^3'/, detto « :^7« 50-5tt>/, detto ., 2'/."'.. ^«V.-40V. detl> « !'/, ,6-iß'/. Gloggnitzcr Oblig) ».. Rück;, .. 5 '/« ^