'»l» 1 ^)/< Pränunicratioilsprei« : Im Eomptoll gllnzj. »^ » > ^^D N. H, d,»I^!. N. >°>.50. Für dieZutteUili!« ins Halls Samsli!g/ l 4. August Insert iouSgedilhi bis lu ZeNcü: imal «0 ll., ^^ >/»^^ !im.>j,»sr., 8m. !!I.!sü,i!l pr.^elle i!!i.l>tl.,^i!!.«lr., »?^«l»H Amtlicher Mil. ,, °^e. k. ni-d k. Apostolische Majestät haben mit ^höchster Entschließung vom II. Juli d. I. dem ^bticsihci' konstant!!, Grabovszkl) v. Apadia ',c Wiivd? cincs f. f. Truclisesscn alw gnädigst zu vcl' , Dcr Iustizininister hat dcn LandesgerichlSrath bci "'^Krcisgrrichte in Ungaiisch-Hiudisch Gustav Ritter ^,^ l e l l w u g > E a r i o n über scili Axsnchc» in gleicher '9e»schasi ^,i„ LandcSgclichlc in Brim» übcrsctzt. Nichtaintlicher Theil. Vr«s Dcust mid „Morning Hcrold." , Der streng-ronscrvativc londoner „Morning Herald" "Pst lin die bekannte Acnßcrung des Rcichskanz'lcrö i» ^ "Udget-Eommission dcr Reichsraths-Dclcgalion, daß ^, '^ucr sci^ ^it apodiktischer Ocwißheit zu behaupten, tm "^^ sci gesichert, daß man aber für lange Zeit h^' friedlichen Pcriodc in Europa entgegengehe, für l>li l, !' "^^ ^'^ Friede vier Jahre anfrecht erhallen ^ ?' unc nicht uninteressante Beleuchtung dcr gegen-dess ^- europäischen Siluation. DaS conservative Blatt, , '^>l Connexionen sehr weit hinansrcichcn und das gc-, üttinaljcn als Organ des Prinzen von Wales gilt, hc» ^ ^''^ Schwester, die Kronprinzessin von Prcn-^' 'llit dcm Berliner Hofe eng befreundet ist, findet, ^s ?^ Politik des Grafen Äenst eine eminent friedliche, '"htigc und offene sci. n>„ ^^ '!'t zu beachten, daß die Schriftsteller des „Mor-^ Herald" sich zu großem Theile aus der englischen ^ ^utcnwclt rccrntircn. Nicht bald könnte man ein Hi/'^, namhaft machen, das im Leben höher gestellte ^ ^bcitcr hat. Die Diplomaten dcr conservatiucn 3^/'' )Ur Zcit um so mitthcilsamcr, weil sie nicht am di^sind."pflegen im „Herald" ihren Ansichten Ans-llez ^ geben, und man pflegt darum dcn Acnßcrnngcn "vcrald" einiges Gewicht beizulegen. h^uch dcr nnS vorliegende Artikel des „Morning ^ " Ichcint aus dcr Feder eines cnglifchcn Diplo- ^ Gossen zu sein, denn er zeigt große Vertraut- Rit„^ ^ll früheren nnd jetzigen diplomatischen Ber- ^ ,^M in Deutschland, was bekanntlich sehr schwer !si!cl»'"gen ist. Der Artikel gibt übrigens dnrch Au- lheil^'l ans daö, man möchte sagen vertrauliche Ur> ^.^^ diplomatischen Welt über dcn Grafen Brust Anhaltpunkte für die Vermuthung, daß dcr Verfasser desselben den Grafen Benst persönlich, vielleicht anö dein diplomatischen Vcrk.hr tenncn müsse. Abcr nicht um des Verfassers willen möchten wir um den Artikel dcS „Morning Herald" Gewicht gelegt haben, sondern weil auch bei diesem Blatte die größte Unbefangenheit zu erwarten , und weil cS gewiß nicht uninteressant ist, zu sehen, wie sich das radicale Frankreich nnd das confer vativc England in dem einen Puuktc begcguen, daß die Politik Acnsl'S eine für Oesterreich segensreiche, für Europa friedcnsucrbürgende fei. Die Ancrkcnnnng, welche das Blatt den persönlichen Vorzügen und dcr großen Begabung dcS Lcitcrs dcr auswärtigen Angelegenheiten dcr österreichisch-ungarischen Monarchie zollt, fallt weniger ins Gewicht, wiewohl wir überzeugt sind, daß man sich iu gewissen Krcifcn eines gewissen Staates mehr darüber ärgern dürfte, als über das Lob, das der östcr-rcichischcu Politik gespendet wird. Ucbrigeus ist dcr „Morning Herald" nicht völlig einverstanden mit dem Grafen Acnst, in dessen obeitirtcr Aeußerung über dcn Frieden in Europa er eine räthsclhaftc Phrase sieht. Der „Herald" sagt, er gelranc sich zu sagen, was Graf Äcust sich zu sagen nicht getraute, daß nämlich der Friede Europa'S vorderhand gesichert ist. Bezüglich Preußens ist wohl das englische conservative Blatt überzengt, dasselbe strebe die Absorbirnng Deutschlands an nnd snchc nach nnd nach alle deutschen Staaten in Abhängigkeit von sich zn bringen; aber der Umschwung in Frankreich erscheint ihm als die sicherste Friedensgarantie. Die wenigen Tage, während welcher Kaiser Napoleon mit sich zn Rathe ging, wie er der Interpellation des Tiers-parti gegenüber sich verhalten solle, seien entscheidend für die Geschicke Enropa'S gewesen. Kaiser Napoleon hätte leicht die Franzosen für dcn Krieg gegen Preußen fanatifiren können ; da er vorzog, durch Reformen statt dnrch Kricgöopcralioncn die Franzosen zn gewinnen, sci dcr Friede gcsichcrt. Unzweifelhaft hat die Deduction des Tory.-BlattcS viel für fich, aber fichcr ist es auch, daß ein Blatt lcichtcr wagen darf, ctwaö zn sagen, als ei» Staatsmann, ans den, wie der „Herald" von Bcust sagt, die Augen Europa's gerichtet sind. Graf Äeust darf sich uicht ohuc Weilers für dcn Fricdcnsbe-stand verbürgen, wie ein nächstes bcslcS Blatt, am wenigsten lhnt man das in einem Budgctausschussc, wenn gerade das Kriegsbudget berathen wird. Bezeichnend für die Anschauungen der englischen Tories sind die Aeußerungen deö „Herald" über das Phantom cincr österreichisch-französischen Allianz. Eine solche Allianz sci ein Spiegelbild. Graf Bcust sei viel zu weise, als daß er das eiserne Würfelspiel wieder ans-neh'nc'1 wollte, in welchem Schlesien gewonnen, aber anch Böl'mcn verloren werden könnte. Wenn Graf Bcnsi, in dessen Redlichkeit nnd Offenheit dcr „Herald" sein vollstes Vertrauen seh!, die Möglichkeit eines französisch preußischen Krieges im Auge habe, deule er gewiß uicl.t daran, daß Oesterreich an demselben lheilnchme. 4. Sitzung der DclWlion drö Rlichsralhcs'. Wien, U). August. ^ci'lich,) Barou W c i ch <5: Am 1. Jänner 1870 übernimmt dcr norddeutsche Anno die gcsammtc diplomatische Vertretung für die in demselben enthaltenen Staaten; es ist also nur angemessen, wenn das Gleiche anch von uuS bezüglich dcr im norddeutschen Bunde cuthaltcucn Staaten beobachtet wird. DieS briugt mich zn dein Antrage: „Die k. k. Missionen in Mecklenburg, Hessen-Darm-stadt nnd Sachsen sind anzulassen und die Geschäfte derselben der k. k. Gesandtschaft in Berlin zn übertragen." (Der Antrag wird unterstützt.) Dclcgirler Dr. Nechbaucr sagt unter Anderem: ES liegt mir ferne, die kirchlichen Interessen irgend' wie zn berühren. Ich habe mit Rom blos als mit einer politischen Macht zn thun, imd als solche steht sie für mich eben anf dem Standpunkte von Hcssen-Darmstadt. Im Gegentheile, Hessen-Darmstadt steht auf eigenen Füßen, während Rom nur dnrch französische Bajonncttc nnd dnrch die Wunder des Ehassepol aufrecht erhalten wird. Allerdinas wünsche ich, daß an dcn Orten, wo das politische ^cben pnlsirt, bei dcn Großmächten die diplomatische Vertretung erhalten werde; nnn gehen von Nom zwar sehr pulsireude Einflüsse aus, aber sie sind nicht solcher Natur uud bedürfen daher cincr ganz anderen Vcrtrctnng, als dnrch einen Botschafter; Nom ist also nicht eine politische Individualität vou jenem Einflüsse, nm dcn Botschaftcrpostcn dort zn erhalten; ich bin d,i' her für die Aufhebung dieses BotschaftcrpostcnS; cS wurde zwar gestern schon betont, man müsse die Gefühle der Katholiken schonen; nun, ich bin selbst ein Gefühlsmensch nnd achte das Gefühl eines Jeden, besonders, wcnn eS anf innerer Ueberzeugung bernbt nnd ich bin daher weit entfernt, den Gefühlen dcr Katholiken irgendwie cntge-gcnzntrctcn; allein ich glaube, das katholische Gefühl äußert sich nicht dadnrch, daß wir einen Botschafter mit einer goldgestickten Uniform in Rom habcn, dem wir 100.000 fl. Funetionszulagc geben; das kotholischc Gefühl ist Sache dcr innern Ueberzeugung, der höheren religiösen Erbauung, und nicht Sache eines Botschafters in Rom. Nach dcn gegenwärtigen Verhältnissen muß ich mich aber uinsomchr gegen dcn Fortbcstand dieser Botschaft auSsprechen. Ich kann manchmal nicht umhin, Die Liel'c .;u drn Alpen. Äus dlin Englisch?». ^ der°" ""m Genüssen im ^ebcn ist keiner größer l ^>>'e ti '" "^" lN" ^"^ km^- laugen, slanbigen ^'Yt. D °" ^lMS an dcn Anßcnlinicu dcr Schweiz au-3^ nien^"^ Epikuräer dcS verfeinerten Vergnügens ?l>t ^ "^ Nachts nach Basel reisen; er bietet dcr ?'^>>sck -^ ""^ b"' nnintcrcssantcn Einförmigkeit n ^llM ^'""' ihren trügen Flüsfcn und endlosen ii^'lw, 3 " -. ^' um dcr abendlichen Kühle nnd all-l? °>l, ^"^'ling zu den großen Alpen willen, die 'e do,, m/'? des Tages erwarten. Es ist in dcr umhast '""l)Uiansen. daß er einen Wechsel in dcr l. ^llcnd «.! '")^" beginnt. Die Felder weiten sich Wicsengrund anS, bewässert von ^^"^lifcr , - '^"'! tuc ^i,i,c Schwcizcrdislcl wächst it», ""»e der sa,,s! "". ^"' Schencr. Fichten beginnen die he 'Ü die Sm,n!'^^"bl'" ^rgc zu schmückeu; und z >'ük ' "st ftc«>'. untergegangen, die Sterne treten irr»^ ^eise.d"^^"" die Schaar kleinerer ächter; > . ^ dic w° !' ^ l« ssewiß, er kann sich nicht H ^»,t .!, °?^k""ntc, vielgeliebte, magisch erfri-z» «"' ""d deü ,'n?^ °^l)ört, ,on dcn beschneiten 'N's?"' dic lc<^ ^" ^lr°u'cn bewässerten Wiesen '« °, "" wenn ,. !ü'^ "'^ ''^ «oll seltenen Gc-^ N"/ '" s f '' ^"lel erreicht hat, vermag man i'dtt s"cl).,cn l ,n''s "" '""" ^" ^s"'"' Rhein unter ll'Ncn W3n ?.^" und weiß, daß der Mond """" Ichcint uud über der Stadt, unter den Brücken, zwischen Weideland und Berggipfeln, über den stillen, bcrgmngürtetcn Thälern, bis hinauf zn dcn Eishöhlen, wo die Gewässer entspringen; da gibt eS nichts gleich diesem, in allein, was die Erfahrung dcS Reifens bietet. Wir mögcn das mittclläudischc Meer bei Marseille mit Euthusiasmuö begrüßen; wir mögen, Rom bei dcr Porta del Popolo betretend, mit Stolz darüber nachdenken, daß wir dcn Ziclpnntt unserer Pil-gcrfahrt erreicht habcn nnd uns endlich unter welter-schulternden Erinncrnngcn befinden. Doch weder Rom noch die Rlvicra gewinnen unsere Herzen gleich dcr Schweiz. Wir pflegen nicht in London, ihrer gedenkend, wachend im Bette zu liegen, wir sehnen uns uicht so sehr, wcnn das Jahr hcrnmgctommcn, sie wiederzusehen. Unsere ^icbe für fie ist ^weniger eine Leidenschaft als jcnc, welche wir für die Schweiz hcgcn. Warnm mm ist eö so? Was, uach all' diesem, ist die ^icbc zn den Alpen? Wann nnd wo hat sie ihren Ursprung genommen? Es ist leichter, diese Fragen zn stellen, als sie zu beantworten. Die classischen Nationen haßten die Berge. Griechische nnd römische Dichter sprechen mit Widerwillen und Abscheu von ihnen. Nichts tonnte für einen Höfling des Augustus niederdrückender sein. als dic Residenz zu Aosta, obwohl er dort seine Theater und Triumphbögen fand. Wo immer clasfifchc Gesinnung die Oberhand halle, war dicS dcr Fall. Ecllini'S Memoiren, geschrieben auf dem Höhcu« punkte heidnischer Renaissance, drücken wohl die Abneigung aus, welche ein Florentiner oder Römer für die ungastlichen Wildnisse dcr Schweiz empfand. Drydcn in seiner Widmung an den „indischen Kaiser" sagt: „Hohe Gegenstände, cS ist wahr, ziehen dcn Blick an, doch er schaut mit Schmerz zu zerklüfteten Fclfcn nnd! unfruchtbaren Bergeu auf und haftet nicht gespannt au irgend einem Gegenstand, dem es nn Schatten nnd Grün, ihn zn crsrcucn, fehlt." Addison und Gray hatten leine besfcrc Epitheta als ..rauh," „schrecklich" uud dergleichen für Alpenlaudschaftcu. Der classische Sinn war dem EuthusiaSinus für bloße Natur entgegen; menschliche Interessen waren zn vorwaltend und das Leben iu dcr Stadt nahm alle Interessen in Anspruch; um uicht vou dein zu sprechen, was vielleicht dcr gewichtigste Grund war: daß Einsamkeit, mittelmäßige Bequemlichkeit uud uuvollkommcnc Reiscgclcgcnhcitcn Gebirgsgegenden besonders unangenehm machten. Es ist unmöglich, Knust oder Natnr zu genießen, während man uou Müdigkeit nnd Kälte leidet, die Angriffe von Räubern fürchtet nnd nicht weiß, ob man am Ende dcr Tagereise Speise nnd Obdach finden wird. Noch war es anders im Mittelalter. Damals hatten die Menschen entweder keine Mnßc vor Krieg und Kampf mit dcn Elementen, oder weil sie ganz mit dem Heil ihrer Seelen beschäftigt waren. Doch als die Ideen des Mittel» alters in Verfall gerathen waren, als die Künste dcs VebcnS die Menschen von knechtischer Unterwerfung unter die täglichen Lebensbedürfnisse befreit halten, als die Knechtschaft religiöser Tyrannei abgeschüttelt war und politische Freiheit die volle Entwicklnng des Geschmacks und dcr Neigungen gestattete, als überdies die classischen Ueberlieferungen ihre Kraft verloren halten nnd Höfe und Eotcrieu ein zu cugcS Feld für die Thätigkeit des ManucS wurden: da plötzlich, wurde die Entdeckung gemacht, daß die Natur in fich selbst überschwänglichc Reize besitze. Es .mag absurd erscheinen, dies alles nebeneinander zu stellen, doch ist cS kein Zweifel, daß die französische Resolution, dic Kritik der Vibcl, pantheistischc Formen dcr GottcSverchruug, Landschaftsmalcrci, Reisen in dcn Alpen und die in der Poesie verherrlichte Natur, alles Zel« 1372 meine Gefühle auf mich einwirken zu lassen, und ich muß gestehen, daß meine Gefühle seit einiger Zeit dnrch dic Nachrichten auS Rom auf's schwerste aufgeregt worden sind. Hätte ich einen Einfluß auf die Geschichte Oesterreichs gehabt -^ es mag vielleicht ein Glück für Oesterreich sein, daß es nicht der Fall war - so hätte ich die Allocution mit der augenblicktichcu Abberufung des Bot schaftcrs in 9loin beantwortet, denn, wenn der Herrscher eines anderen Staates sich herausnimmt, dic verfassungsmäßige Gesetzgebung eines Staates vor aller Welt als null und uichlig zu bezeichnen, dcn Staatsbürger gegen das Gesetz aufzuhetzen und ihm aufzutragen sich dem Gerichte des StaatrS nicht zu stellen, so möchte ich wohl bezweifeln, ob irgend ein Staat in Europa dies so geduldig hingenommen hätte. Die geistliche Verbindung wird durch die Aufhebung dcS Botschafterpostens in Rom ohnehin nicht berührt. Wir haben ja einen Kardinal in Rom, dem wir WM Gulden zahlen, damit er nuscre geistlichen Interessen wahre, und wir haben eine Masse von Kirchcnfürstcn, die auch österreichische Staatsbürger sind und welche die österreichischen, wie die kirchlichen Interessen wahren sollen. Ich stelle daher den Antrag - „Die hohe Delegation wolle beschließen, der Botschaftcrpustcn sci anfzulassen und der diplomatische Verkehr mit der römischen Regierung, so wie die Vertretung der dortigen Interessen der österrei-chischen Staatsbürger durch einen Geschäftsträger mit dem Range und Gehalte ciucS LcgatiousratheS und einer im Verhältnisse der Theuerung zn bestimmenden Functions' zutage zu besorgen." Delcgirlcr Professor Dr. Neumann: In Beziehung auf die kirchlichen Dinge und österreichischen Gefühle nehme ich einen ebenso cnlschicdencu, in gar keine Transaction sich einlassenden Standpunkt ein, als der verehrte Herr Vorredner. Aber das ist lein Grund, warum wir Uou einem Extrem in daS andere fallen sollen; wir müssen den Thatsachen Rechnung tragen nnd dürfen nicht über» sehen, daß Oesterreich ein Staat ist, der 27 Millionen Katholiken zählt - wir dürfen Frankreich nicht nachstehen, nnd daß Frankreich einen Botschafter in Rom hat, das wäre schon ein hinlängliches Motiv für uns, gleichfalls einen solchen dort zn haben. Denn Sie kennen ja die An maßnng, die Frankreich wiederholt im Orient als die alleinige beschützende Macht der Katholiken erhoben hat. Wir dürfen der Thatsache nicht die Augen verschliß ßcn, daß dieser Greis in Rom ohne Eisen nnd ohne Gold noch immer eine Großmacht repräsentirt (bravo! rechts), nnd wir dürfen die Thatsache nicht ignorircn, daß auf die äußere Erscheinung des Mamies, vorausgesetzt, daß er sonst ein tüchtiger, gewiegter Mann und guter Oestcrrcichcr ist, sehr viel aulomiut. Znfolge diplomatischer Usance vertritt der Botschafter die Person des Monarchen uud kann daher direct mit dem Staatsoberhaupte verkehren. Gerade jetzt bedürfen wir einer nachdrücklichen und äußerlich impouircud auftretenden Rcpräsentirung in Rom; gerade jetzt bedürfen wir eines Mannes, welcher die Autorität des Staates nnd seiner Gesetze gegenüber von unangemessenen und ungcmcsscncn Ein- und Ucbcr-griffcu männlich bewahren kann. Das Acußere ist hier mit dem Innern in unzertrennlicher Verbindung, sinte« malen wir in einer Welt der Sinne leben und nicht blos in einer Welt der Ideale. Ich halte daher die Aufrechterhaltung der Botschaft in Nom für eine Nothwendigkeit. Präsident stellt bezüglich des Autrages Rech- baucr die UnterstützungSsrage. (Der Antrag wird unterstützt.) Baron Weichs spricht für den Rechbauer'schen Antrag. Dclcgirter Abt Helfers to rfer: Die Ausdrücke der Allocutiou nehmen sich allerdings nicht gut auS in deutscher Tprachc, aber die Allocution ist in lateinischer Sprache gehalten worden (Heiterkeit) und dort sind die Ausdrücke solche, welche nicht gegen Oesterreich allein, sondern in jedem ähnlichen Falle überhaupt angewendet werden, wenn sich der apostolische Stuhl gegen irgend eine Ansicht oder Lehre erklärt. Ich muß mir von meinem Standpunkte als katholischer Priester einige Bcmerknngcn erlauben. Nicht als Oiooro i»ro ämno will ich sprechen, sondern von einem andern Standpunkte. Ich bin Katholik und habe ein Recht cS zu sein, denn die Slaatsgruudgcsctzc gewähren Glaubens- nnd Gewissensfreiheit. Nicht die weltliche Macht, sondern das kirchliche Obcrhanpt ist es, welches der Katholik in Rom verehrt und findet. Beide zu trennen, ist dem Katholiken nicht möglich. Sobald man nun sagt: der weltliche Staat von Rom ist ein Staat dritten Ranges, man brauche also dort keinen Botschafter, ist dadurch dem katholischen Bcmnßtsein nnd dem katholischen Gefühle Wehe geschehen. Fragen Sie die ^5> Millionen Katholiken in Oesterreich, weitaus die größte Zahl derselben würde Ihnen antworten: Nein! und wenn cö an meinen letzten Kreuzer ginge auS meiner Tasche, ich würde ihn opfern und der Botschafter in Rom müßte blcibeu. (Unruhe linko.) Ich will nicht lengncn, daß unsere finanziellen Zustände übel sind, aber es gibt manche Dinge in unserem Budget, wo cS vielleicht leichter wäre zu sparen, als gerade da. Nun aucr zahlt doch hier offenbar der Steuerträger, uud die 25> Millionen Katholiken in Oesterreich sind der weitaus größte Theil der Steuerträger. Aus diesem Gruude muß ich mich gegen den Antrag des Dr. Rcchbancr aussprccheu. Dcleairter Dr. Klier spricht für den Ausschuß' aulrag, Dr. Sturm für den Rcchbaucr'schcn Antrag. Dlleairler u. Fiquly spricht gegen Fürst Iablo« now ski für den AuSschußanlrag. Dclcgirter Baron WcichS: Ich habe bereits im Ausschüsse darauf IiiucMncscl!, daß die russische Regierung hier kciueu Gesandten acereditirt hat. uud daß folgerichtig dem diplomatische!! llsuS gemäß auch die leserliche Rcgicruu.1 in Petersburg keinen Gesandte» accrcditirt hat. Dieser Zustand dauert schon durch a-l-dcrthalb Jahre und cS ist leine Aussicht, daß er sich ändern werde. Nun finde ich sür den Gesandten l»300 Gulden Gehalt, daun Functioliszulagc und Ouartiergeld für 1^70 eingestellt, im Gauzcu 47.700 fl. Ich möchte mir nun die Frage erlauben, brzicht der Geschäftsträger dicfc FurictionSzulagc uud Quarticr-acld odcr nicht? Und, wcim rr sie bezicht, »inter welchem Titel bezicht cr sie? Denn mir ist nicht bekannt, daß ein Geschäftsträger in solch.'r Höhe dolirt ist. Eventuell möchte ich mir dm Antrag erlauben: „Bei Post 47 „Rußland" ist der Gehalt und die Functiouszulagc für deu Gesandten mit 47.000 fl. zu streichen". (Der An< trag wird nicht unterstützt.) Die Debatte wild hicranf geschlossen. Reichskanzler Graf Bcnst: Die vorausgegangene Debatte hat sich über zwei Fragen erstreckt. Die erste betrifft die Einziehung der Gesandtschaften bei den Re- gierungen des norddeutschen Vundcö mit Ausnahme del t. preußischen, und die andere den Gesandtschaftspo!^ in Rom. Auch diese Gegenstände waren schon bei st»' hcrcn Verhandlungen der Delegationen in Berath»^ und ich möchte uicht iu Wiederholungen verfallen. ^M ist es nicht aanz abwcislich, daß ich auf EinigcS M"' komme, was ich bei den früheren Sitzungen sagte. Im Allgemeinen muß ich zu dcm, was der »icchu Herr Delegirte Dr. Rcchbancr über dic Entbehrlich^ der Gesandtschaften bei einigen kleineren Regierung saate, abermals bemerken, daß hier in» AllgciM^ Rücksichten eintreten, welche dieser Ansicht nicht bcpfl^ ten lassen. Es ist, wie ich schon damals crwayutc, ^ wie das ja auch bei allen größeren Regierungen gcl^ ten wird, für die Ausbildnng einer guten Diplom^ sehr wesentlich, daß die Zahl derjenigen Posten, ^ Diplomaten verwendet werden, nicht zn sehr bcschlü^ bleibt. Hiczii tritt noch der Umstand, daß, obscho» "' dirccte Verkehr uulcr deu großeu Höfen allerdings ^ hauptsächlichen Maßstab z»r Beurtheilung der D>>^ gibt, dennoch sehr häufig der Fall eintritt, daß gw' an den kleineren Residenzen Informationen zu säM'.'! sind, welche für die Regierung und für die diplomats Thätialcit sehr werthvoll werde». Auch bei früheren Sitznngcil ist bemerkt wort^' daß überhaupt die Diplomatie in Folge der ncitt^ Vcrlchrsvcrhaltuissc entbehrlicher werde; ich habe scl!^ damals Gelegenheit genommen nud erlaube mir h^ darauf hinzuweisen, daß gerade diese Betrachtung ^ doppelte Scitr hat. . Ganz gewiß sind heute die Vcrbinduugcn der ^ gieruugen und Völker viel leichter und häufiger, als" früheren Zcitcu; allein wenn mau überhaupt noch ^' Nothwendigkeit anerkennt, ci,ic Diplomatie zu halte" ^ und dic wird freilich von den anderen Staaten a»^ launt —, dann muß mau erwägen, daß gerades l Leichtigkeit der Verkehrsmittel, die Schnelligkeit dcs ^ le^raphcn das diplomatische Handwerk gegen früher b, deutend csschm.rcn, weil von Tag .zu Tag neue 6l's">^ mingen hervortreten, welche beobachtet sein müsse" "^ dene» unter Umständen sehr rasch begegnet werde» "'^ während in früherer Zeit das diplomatische Meli"' f' sehr bequemes und leichtes war, wo ein Gesandter!', wochenlang überlegen konnte, was cr schreiben "'" lhnn solle. . Nachdem nun dcr Reichskanzler filr die V-'ibcp tung des römischen GcsandtschaftsposlcuS gespr^' wendet cr sich gcgcn den Antr^ des Baron W c l/ und sagt: Dcr Herr Delcgirtc Baron Wcichs hat c>^ Antrag gestellt, dcr allerdings nicht unterstützt w"^ indessen znr Aufklärung erlaube ich mir zu bcmcl/ daß nicht clwa zuerst von Rußland auS eine Abbcrus^' erfolgt ist, der wieder eine hiesig Abberufung crfo^^ sondern dcr letzte als außcrordtittlichcr Gcsandtcl^ Petersburg beglaubigte Diplomat, sah sich aus Pi'^j rücksichtcn veranlaßt, sciue Entlassung zn nehmen. ^! hiesig Gesandte Rußlands wurde zum Botschafters nach Paris befördert nnd natürlich, nachdem wir "' ' sofort besetzten, hatte daö die Reciprocität zur ^ Dcr Grund aber. warum bis jetzt der Gcsandlsll>', Posten als solcher nicht bcsctzt wurde, liegt in dcr Sck^ ligteit, Jemanden zn finden, dcr mit den gebotenen ^.„ teln diesen Posten übernimmt. Wenn dic hohe ^^, gation 20.000 fl. zulegen will, so wird sich die S^ rigkcit um Vieles vermindern (Heiterkeit); ich hofl,^, ^ übrigens zu beseitigen. Inmillelst wurde ein Gcs^ ' cheu der nämlichen Bewegung einer neuen Renaissance sind. Beschränkungen jcdcr Art sind dieses Iahrhun» dcrt abgeschüttelt, alle Formen sind zerstört, alle Fragen anfgeworfen worden. Dcr classische Sinn liebte es, zu ordnen, zu schaffen, UcbcrlicfcrtcS festzuhalten, Gesetzen zu gehorchen. Wir sind intolerant gcgcn Allcö, was nicht einfach ist, vorurteilsfrei grgcn Veriährung, frei-heitlicbcud wic dcr Wiud und natürlich wie die Klippen dcr Bcrge. Wir gchcn, diescn Geist der Freiheit zwischen den Alpen zu nähren. Was die jungfräulichcu Wälder Amcrika's deu Amerikanern, das sind uns dic Alpen. Was es ist, daS uns an diescn ungeheuern fchncegctröntcn Blöcken und Mauern von Granit be-zaubcrt, das ist schwer zu analysircn. Warum. während wir sie so anziehend finden, sich unsere Voreltern von dcr vierten Generation und Jedermann vor ihncn so schr davon abgestoßen fühlten, ist ein anderes Geheimniß. Wir können cS nicht erklären, wclchc Wechselwirkung zwischen unsern menschlichen Seelen uud diesen Unebenheiten dcr Erdoberfläche, die wir Alpen nennen, besteht. Tennyson spricht von „Einer unbestimmten Empfindung von Eutzückcu — Mit dcr wir auf zu Al-pcuhöhen blicken" und diese Unbestimmtheit schließt die Definition aus. DaS Interesse, welches physische Wissenschaft für Natlirgcgcnständc wachgcrufcu, hat etwas damit zu thun. Ncugicrde uud dcr Rciz der Neuheit erhöhen dieses Interesse. Keine Städte, lcinc cnltivir^ teu Landstriche Europa's, wie schön sie auch feiu mögen, bilden solch einen Gegensatz zn unserm londoner ^cben alö die Schweiz. Dann sind es auch die Gesundheit uud Freude, dic vou Bewegung in ftcicr Luft herrühren, die durch gutcn Schlaf erfrischten Sinne, das durch eine leichtere uud dümicrc Luft rascher fließende Blut, unsere Lebensweise, das Zerbrechen der Elassrnprivilegien, die Ausbreitung dcr Erziehung, welche beiträgt, das Individuum größer und die Gesellschaft kleiner zu machen; was die Einsamkeit dcr Gcrgc so erfrischend macht. Die Leichtigkeit des Reifens und fortgeschrittene Bequemlichkeit lassen unsern Geist frei, die Schönheit der Natur zu genießen, die wir suchen. Auch unser Gemüth ist vorbereitet, mit dcr unbelebten Welt zu sympathisircn. Wir haben gelernt, auch daS Uniuersnm 'als ein Ganzes und auf uus fclbst als auf eincn Theil davon zu blicken, verwandt durch enge Bande dcr Freundschaft all seinen übrigen Gliedern. Shcllcy'S, Wordsworth's. Göthe's Poesie hat uns dies gelehrt; wir sind alle mehr oder weniger Panlhcislcn, Anbeter von „Gott in der Natur," überzeugt vuu dcr AUgcgcuwart des allbclebeuden Geistes. So, indem wir die Alpen bewundern, sind wir nur Kiuder des Jahrhunderts. Wir folgen blindlings fcincr Eingebung, und währcud wir in dieser Extasc dem Zuge unseres eigenen Wesens zu folgen glauben, vollziehen wir nur eiuc Rolle, sür wclchc wir seit unserer Kindheit, durch die Atmosphäre, iu der wir lcbtcu, cr-zogcn worden sind. Eö ist cbcn diese Unbcwußtheit und Allgemeinheit des Impulses dcm wir gehorchen, dic es so schwer machen, ihn zn analysircn. Geschichte dcr Gegenwart zu schreiben, ist schwer; dcn Geist dcS Zeitalters in dcm wir leben, zu dcfiniren, ist noch schwerer; Rechenschaft zu geben von „Eindrücken, wclchc alle ihre Macht der Identität mit sich selbst verdanken," ist das schwerste von Allem. Es muß uns genügen, zu fühlen ohne zu aualysircn. Rousseau hat das Ansehen, die Liebe zur Natur erfunden zu haben. Vielleicht ist er cS, dcr in dcr Literatur zuerst die Freuden des Lebcus in den Bcr-gen, der Fußtouren, „^oic wi^ounierc," geschildert hat, Fern von Höfen und Schulen und Städten, wic es seitdem zur Mode geworden. Bürgerliche Geburt und Geschmack, seine /^ thümlichen religiösen uud socialen Ansichten, sein !^> Selbstbewußtsein, alles in ihm begünstigte die ^li^ lung dcr Naturanbctnug. Doch Rousseau w^r ^,.' allciu uoch schöpferisch in dieser Hinsicht. Er w^,. cincr dcr ersten, dcr cinc ncuc Idec dcr wacl)!^,,., Mcuschhcit erfaßt und ausgedrückt hat. Den» ^!, wclchc dic Ol'igiucllstcn in ihrer Einwcihuug nc^ ^ riadcn zu scin scheinen, sind nur solche, die dm'l" , burt uud Erziehung an einen Platz gestellt sind, t" ,, das schwebende Glaubcnöbctcnntniß dcr ganzcn ^.^ tion auffangen können. Sie gleichen dcn crstc>'/^ einer Epidemic, wclchc dcr Mittelpunkt dcr A»!^ ^ und dcr sich ausbreitenden Krankheit werden. A 'lil von Ronsscau'S Größe war die französische Nano^v tonangebende. Iu Politik, in Literatur, in dcr -^, uud in der Philosophie halte sie einige Zeit dc>^ schmack Europa's bestimmt. Doch daö Gefühl, ,'^^ znerst iu Rousseau's Wcrkcu einen klaren und M«^ / Ausdruck gefuudcn halle, offenbarte fich bald ' ^ Kunst und Literatur anderer Völker. Göthc. Wo^^' nud dic früheren Landschaftsmaler zeigten, daß ^iis' l land und England nicht wcit hinter Frankreich ^/! geblieben waren. In England ist dicse Liebe M' .ste" , um ihrcr selbst willen einheimisch, nnd war zl / Zeiten cin charakteristisches Zeichen unseres ^F Darum ist es nicht überraschend, daß unscr Lclicl > ^ Literatur uud Kunst in der Entwicklung des ^^ von welchem wir sprechen, obenan stehen. Unsc" ,„ ^ Maler und Prosaisten gaben in dieser Hinsicht .^ d< daukcn Europa's Ausdruck, Unsere Reisenden, ^i,l Aufsuchung des Abenteuerlichen und Malerisch^ 5L ^ Alpenklub, haben auS der Schweiz eincn cngl'!^ melplatz gemacht. 1373 ^agcr ernannt und da man sah, daß auf längere Zeit ^r GesandtschaftSpostei! als solcher nicht bekleidet wer» dc« tonnte, so hiclt inaü es siir uuabwcislich, dem Gc° Wfliilsii^er doch die Funclionszulagc, wcnn auch nichl °^ Gihalt, zn gcwährln, niu dort damit den Aufwand ^ Machen, der doch nothwendig ist nnd nicht nutzlos "l'^'wcl'd^t bleibt. Ich mußte diese Frage berühre», damit man dcn ^liit zusaiumcnhängcndcn, rein zufälligen Umständen ">chl cil'c politische Bedeutung beilege. Bcrichicrstatter Dr. van der Straß: Ich kann '"'ch zwar für groüc diplomatische Aucl^geu nicht gut ^warmen, jedoch muß ich auf Beschlüsse Nucksicht neh> ^n, welche in zwei in ganz kurzer Zeit uorhcrgcgau-stneii Delegationen gefaßt worden sind. Da wurden ^»liche Anträge wie hculc abstellt, und ich kann es bahcr der Neuerung nicht verarge», wenn sie die alten Mlen, wie sie in den früheren Delegationen genchinigl ^nrdcn find, loicdcr in'ö Präliminarc e,nstelll. Dem Antrage des Herrn Baron Weichs ist theil ^isc schon seitens des Ausschusses dadurch nachgekommn worden, daß die Auflösung der Gesandtschaft in vmnburg beantragt worden ist, so wie bezüglich Sach-cns dadurch, daß die Ausladen, die mit dieser Gesandtschaft verbunden sind, etwas verringert werden. Der «Mlicsland dieser Gesandtschaft ist in dcn früheren Dc-Kationen nuö dcn heute insbesondere uom Delcgirlcn ^^- Klier hervorgehobenen Gründen beschlossen worden Und es töilnc daher in dieser Richtung dem Anöschnß-u»tragc bcigctrctcn werden. In Mecklenburg besteht leine ^sondere Gesandtschaft, sondern dic Funktion derselben flieht der Gesandte in Berlin. Ich habe bereits im Ausschüsse den Antrag gestellt, .^ die FunktionSzulagc des Gesandten in Berlin in ^Uler Eigenschaft als Gesandter in Mecklenburg ans ^ Hälfte redncirt werde, dagegen ist aber geltend gc-'!^cht worden, daß die Dotation des Gesandten in Ber-^ "" sich zu klein sei, und daß es keineswegs wün->Henswerth ist, durch die Verringerung seiner Funttions-^llge als Gesandter von Mecklenburg seine Bezüge noch 3^ 5U vermindern nnd dieser Anschauung hat sich der ""schuß angeschlossen. P bezüglich Hesscn-Darmstadts kenne ich die speciellen ^Mtnissc nicht genan gcuug, um die Nothwendigkeit es Bestehens dieser Gesandlschaft zu befürworten, in-^8 Se. Er;cllcnz hat ans dcn Forlbestand derselben /^wicht gelegt, nnd die Auslagen sind nicht sehr be^ tutend. Bezüglich NomS bin ich der Ansicht, daß der Aenwärtige Moment keineswegs geeignet wäre. um dicscn Mchciftcrpostcn aufzulassen. Die Rcgicrnng ist dcn ^llschen der Volksvertretung insofcrne nachgekommen, ^ dic Bezüge der Botschafter herabgesetzt wurdcu. In /s vorigen Delegation ist die Auflassung zur Sprache ,Mmcn; allein cS wurde der Fortbestand derselben Gossen und es ist daher der Regierung nicht zu vcr-^". wcnn sie Genehmigung der Einstellung dieser Post " Eeitc der Delegation erwartet. H Dic Eigenschaft als weltliches Oberhaupt des Kir< 2^als und die Eigenschaft als Oberhaupt der katho-^" Kirche läßt sich nun und nimmer trennen, Die ^M'dlnngcn, welche über die Aufhebung des Eoncor-^ ^führt werden, werden nicht nur mit dem weltlich Herrscher des Kirchenstaates, sondern auch mit dem tüftle der katholischen Kirche geführt. Der Bot- schafter in Rom ist also sowohl als Botschafter beim weltlichen Herrscher des Kirchenstaates als auch bei den: Oberhaupte der katholischen Kirche anzusehen. Es wäre sehr wünschcnswcrlh eine Modificirung des Concordats auf gütlichem Wege zn erzielen. Es würde dies einem großen Theile der Bevölkerung Oesterreichs zu großer Befriedigung gereichen und es muß auch der Regierung erwünscht sein, daß sie alles auf demjenigen Wege, welcher einem großen Theile der Staatsangehörigen der erwünschtere ist, erreicht. Wohl bin ich nicht zufrieden mit der großen Lang» muth, mit der die Regierung vorgeht. Trotzdem lasse ich die vergangenen Dinge in Vergessenheit nnd stelle mich für dcn Moment mit dein Inhalt der Note oom 2. Juli entschieden zufrieden. Es ist noch durchaus feine ausgemachte Sache, daß auf gütlichem Wege eine Vereinbarung mit Rom zu erreichen sein wird. Ich halte es aber nicht für zweck mäßig, dieselbe nun auch noch durch eine finanzielle Maßregel zu erschweren. Ich empfehle daher die Anträge des Ausschusses zur Annahme. Es wird zur Abstimmung geschritten. Zunächst ge-langt der Antrag des Baron Neicks ans Anfhcbung der Gesandtschaften in HessenDarmstadt, Mecklenburg und 3achsen zur Abstimmung. Derselbe wird abgelehnt. Sodann gelangt der Ausschußantrag znr Abstimmung. Derselbe wird angenommen. Der Antrag des Dr. Ncchbauer aus Aufhebung der römischen Botschaft wird abgelehnt, dagegen die Ausschuß antrage zwei und drei angenommen. Berichterstatter Dv. van der Straß verliest d:n Ausschußbcricht über die außerordentlichen Ausgaben zu Titel 2. Die außerordentlichen Auslagen werden nach dem Anttagc des AnSschusscs mit der uom Ausschüsse bczüg' lich der Rcuomrung des Palastes der österreichischen Votschaft in Rom gestellten Resolution angenommen Hierauf wird die Sitzung um 3 Uhr geschlossen. Nächste Sitzung morgen. Tagesordnung: Fortscz-znng der heutigen. Oesterreich. Prä«, 12. August. (Setze rst r i ke.) Mehr als die Hälfte der Typographen haben dic Kündigung zurück« genommen. Ueber Verwendung des Vorstandes des Vnch-druckergremiums wurde gestern der größere Theil der in-haftirten Setzer aus der Haft entlassen. öembrrg, 12. August. (Unionsfcie r.) Nach dem gestern anläßlich der Lnblincr Unionsfcicr in der Dominicaner-Kirche abgehaltenen Gottesdienste hiclt der Provincial eine Predigt, worin er znm innigen Anschlüsse und zur Unterstützung Oesterreichs aufforderte. Uuslaud. Lissabon, 10. August. (Die Pairslammcr) hat mit 25 gegen Ui Stimmen ein Mißtrauensvotum gegen daS Ministerium angenommen. — Die Deputirtcn-lammer genehmigte mit !>0 gegen 46 die Eonecssion für die südliche Eisenbahn. Gerüchtwcisc verlautet, daß der Sturz dcS Ministeriums bevorstehend sri. — 12. August. (Die Demission) des Ministeriums wurde angenommen. Der Herzog von Lonl«' wurde mit der Bildung eines neuen Eabinets betraut. Aus dem Vcrichtosaale. (Schwurgerichtsverhandlung gegen L. N. Zimmermann, Redakteur der „Freiheit," wegen Vergehens der Aufwiegelung.) Graz, 10. August. Während um ^ Uhr der Gerichtspräsident im Taale der Geschwornen und in Gegenwart des Etaatsauwaltes, des Angeklagten und seines Vertheidigers die Auslosung der Schwurrichter vornimmt, hat sich der Vcrhandlungssaal dicht mit Zuhörern gefüllt. Gegenüber dem Gerichtstifche be» findet sich die Anklagebank/ rechts vor dem Gerichtshöfe sind zwei Bänte für die Geschwornen, diesen gegenüber die Tische für dcn Vertreter der Staatsbehörde uud dcn Ver-theidigcr. Um drei Viertel auf zehn Uhr erscheint der Gerichts-Hof, dic Geschwornen, der Staatsanwalt, der Angeklagte und seiu Vertheidiger. Auf der Geschworncnbank nehmen Platz die Herren: Dr. Erkengcr, Dorninger, Czomor, Schor», Vöhm, Noxcr, Aßmann, Klemcntschiewitsch, Dr. Dissaucr, Blaschck, Etocklasa und Gabrielv. Ueber die Verhandlung selbst berichtet die „Tagespost" : Der Vorsitzende Oberlandesgerichtsrath Kautzner er-öfsnct die Verhandlung mit einer kräftigen Ansprache. Der Schriftführer ruft den Fall aus, worauf an dcn Angeklagten die Fragen wegen der Generalien gerichtet werden, unter dereu Beantwortung er bezüglich feiner Confession sagt: „Ich habe kein Glaubcnsbeke'nntuiß!" Es erfolgt hierauf die Beeidigung der Geschwornen und die Verlesung der Anklage. Dieselbe beruht auf zwei Artikeln in Nr. 18 der „Freiheit" vom 4. März d. I. unter den Ueberschriften: „Rundschau" und „Aus dem Abgeordnetenhause." In dem ersten Artikel legt sich der Verfasser die Frage vor: „Warum mit der nnabweislichen Wahlreform gezaudert werde?" und beantwortet dieselbe dahin, daß dies um einer Zahl jener „Erwählten des Volkes" willen geschehe, die recht wohl wissen, daß es mit all' ihrer gehorsamsten Herrlichkeit aus sein muß, wenn einmal die geschlossene Phalanx wirtlicher Voltsvertreter in jeuen Saal einrlickt, der schon fast zur ministeriellen Kanzlei geworden ist. Diese Herren fühlen sich wohl auf ihrer Voltsvertrauenspfriinde und sie wollen noch recht lange und recht ungestört dasfelbe Voll „vertreten, daö ihueu im Herzen fchon längst den Laufpaß gegeben hat." Im zweiten Artikel ist ein Passus bean-standet, in welchem der bekannte Ausspruch eines preußi- > scheu Feldherrn: „Was nützt mich der Mantel, wenn er uich jcrollt ist?" heißt: „Was nützt uns die Geschäftsordnung, wenn sie die Geschäfte nicht so ordnet, daß sie liegen bleiben?" Bezüglich der ersten der incriminirten Stellen findet die Anklage, daß in dem Gegensatze zwischen „Erwählten des Volkes" und der „Phalanx wirklicher Voltsvertreter" eine Ironie liege, welche als Schmähung und Verspottung des Abgeordnetenhauses geeignet ist, zur Verachtung der Volksvertretung aufzureizen. Der Angeklagte erklärt auf die Frage deö Präsidenten, daß in diesem Artikel keine Beleidigung des Abgeordnetenhauses liegt, da er als Verfasser desselben nur cine Fraction des Hauses im Sinne gehabt und gemeint habe, gegen welche er zu seinem Angriffe gute Gründe hatte. Das Wort „Vertraueuöpfründe" findet er als Bezeichnung der hohen Diäten, welche die Abgeordneten beziehen, von denen manche wenig dafür thun, ganz erklärt, und in dem Worte „Laufpaß" nur einen humoristischen Ausdruck, aber kciue Schmähung. Der Vertheidiger beantragt, dem Angeklagten die Frage vorzulegen: ein ^ größte Periode in unserer Geschichte war nur ln borausachcndcr Schatleu davon. Znr Naturanbe-bcti, ^'^ckkehren, hieß nur die Gewohnheiten des elisa-bi„^schen Zeitalters wieder aufnehmen, verändert aller-^s^.burch^cn Wechsel der Religion nnd Politik, der ^ 'Haft u„d Wissenschaft, welche die letzten drei silbc,, b"te umgearbeitet haben, doch immer noch die-!»,..,' in ihrer ursprünglichen Vicbc zu einem freien, Eec '"bcncn Leben in Feld nnd Wald und auf der tiy,,' "cgcnwärtig ist der Genius der französischen Nc^ dcz v'" classischer: Er lehrt zn dem Zeitalter Ludwig 'st »^ »urück und RousscauismuS in ihrer Literatnr ^llpc ^° 6""'b clnc Neuerung und Paranlhcsc, wie z^ I^'b Drydcnismns in der unsrigcn gewesen. Wie ^'l»i?> . b" Reformation, so herrscht noch jetzt das ^üln-e !^ Element in dem modernen Eharattcr vor. ^Nen - ^" ^ Iahrhnnderte, von denen wir auSgc-l'iebe -'"'^ lMtc das lateinische die Oberhand. Unsere sl'lict s! ^" ^lpcn ist ein gothischer, teutonischer In-^lich ' ^puthisircnd mit allem, waS unbestimmt, un-^ best, "" ^l^ zu nntcrwcrfen, bekämpfend allcö ^S kon, " "'^ Wcmatisch i" unserm Genius ist. !> Ucli/.'^"" s"""hl im Individnnm. als im wci- ?""" vn l ^ Literatur und Kunst bemerken. Der er Licblw ^''^'""Sinn. der Leser lateinischer Poeten. ^'s , ,,^" ln-Manter Konversation, der Besucher von """g. s.'rn, Thon's, fein in seiner persönlichen Erschci- üllcr l>m,üt!n' '" bcr Wahl seiner Ausdrücke, entgegen 'bc vor: .!. ^'^'^'^"' A"strcngung, die Stadt dem (!'Mnde>, ?.' lann den Zauber der Alpen nicht tief . "st Mis^s, ' """" M""nc wird dic germanische >' U' einem ^"^ lehr "' dagegen ankämpfen l^l wird """ ^""ck katholisch zu sein. wcnn er " Ärch!'t/f""b er finden, daß sein Gefallen an gothi-""ur und moderner Malerei sich beinahe in Abneigung verkehrt vor der wachsenden Bewunderung für griechische Peristyle und die mcdicüischc Venus. Wenn in Hinsicht auf Speculation alle Männer entweder Pla-touiler odcr Aristotcliancr sind, so sind sie in Hinsicht auf den Geschmack alle entweder Griechen odcr Germanen. Gegenwärtig herrscht das Germanische, daS Unend. lichc, daS Natürliche vor; das Griechische, daö Endliche hat die Anwartschaft auf die Zukunft. Wir. die wir so viel über daS Gefühl für die Alpcn sprechen, siud Ge» schöpfe, nicht Schöpfer nnfcrcS EulluS; — eine eigenthümliche Rcflcxion, welche zeigt, um wie viel größer der Mcnfck als die Menschen, um wie viel großer der Grund dcS Zeitalters, in welchem wir leben, als unsere eigenen Gründe, ihre Bestandtheile und ihr Inhalt. Vielleicht ist es nnscre moderne Richtung zum ..Individualismus", waS uns die Alpen so theuer macht. Gesellschaft ist ein verschwindend kleiner Punkt, keine Ansprüche an menschliche Sympathien werden gemacht -^ da gil't es keine Nothwendigkeit, uns im Sclavcnjoche mit unseren Mitmenschen abzuquälen. Wir dürfen allein sein, unsere cigcncn Tiäumc träumen, die Tiefen unseres cigcncn Wcscns erforschen, ulM dcn Borwurf der Selbste sucht, ohne dcn ruhelosen Wunsch, in ihrer Thätigkeit, in ihrem Gelderwerb odcr in ilircm Streben nach Rubm uns mit ihnen zn vereinigen. Für die gewöhnlichen Bewohner der Alpen ist dieser Mangel geselliger Pflichten nnd Vortheile uolhwendigclweisc barbarisirend, j.a bru-talisircnd. Doch für Menschen, ermattet von zu vieler Eivilisalion und betäubt von dem Gcräusch großer S'ädte, ist er unalaublich erfrischend. Dann findet in dcn Bergen anch die G.'schichtc keinen Platz. Die Alpen haben weder Verganacnhcit, noch Gegenwart, noch Zukunft. Die menschlichen Wesen, welche an ihren Abhänge» leben, sind im Kampfe mit der Natur, klammern sich um ihre lahle Existenz an den Boden, suchen unter Felsen Schutz vor Lawinen, bauen zerstörenden Strömen Dämme entgegen, die jeden Früh' ling wieder ucrnichtct wrrdcn. Der Mensch, der in dcr Ebene alles ist, ist hier nichts. Seine Künste nnd Wissenschaften nnd Dynastien, seine Art nnd Weise zu leben, seme Denkmäler, seine Eroberungen und Niederlagen, fordern in Italien oder Egypte» unsere volle Aufmerksamkeit. Doch hier sind die Berge, seit undenk« lichen Zeiten dieselben, wie sie gcwcscn, wie sie sind und wie sie sein werden, dcr Schauplatz, auf welchem die ^eele frei athmet, auf welchem sie sich selbst allein fühlt. Rings nm sie auf allen Seilen Gott und Natur, die hier das Angesicht Gottes und nicht die Sclavin dcS Menschen ist. Der Geist dcr Welt hat hier noch nicht gealtert, Er ist so jung wie am ersten Tage; und die Alpen sind ein Symbol des selbstschaffendei!, sich selbst genügenden, sich selbst genießenden Universnms, daS für seine eigenen Zwecke lrbt. Denn warnm schmüt» lcn sich die Abhänge mit Blumen, bedecken sie sich mit GraS, und dcr nnzugänalichc Rand schwarzer Felsen mit Büschcln purpurner Schlüsselblumen, sich blähender stolzer Tigerlilien? Warum läßt die Dämmerung einen Morgen um dcn andern die Gipfel des Monte Rosa unbeachtet über Wollen und Nebel erglänzen? Warum jauchzt dcr Strom, antwortet im Donner die Lawine, warum rufen die Bäume und Felsen und Fluren ihr: „Heilig, Heilig, Heilig?" ^ Sicherlich nicht für uns. Wir sind zufällig hier und selbst die wenigen Menschen, deren Augen gewöhnlich an dicscn Dmacn haften, sind todt für sie. -- Die Aaucrn wissen nicht einmal die Namen der Blumen, die dort blühen, nnd sie scnfzer, neidisch, wenn Ihr ihnen von dcn Ebenen Lincolnshire,; und dcn russischen Steppen erzählt. (Fortsetzung folgl,) 1374 „Ob und welche Ursache er zur Verfassung dieses Artikels gehabt hade?" Das geschieht; Zimmerman» antwortet, daß es der heftige Widerstand war, auf welchen die Wahlrcform vci einer Coterie des Abgeordnetenhauses stieß, welcher im Zusammenhange »nil einigen Briefen des Abgeordneten Dr. Noser, die ihm von dem Adressaten mitgetheilt wnr-deu, ihn veranlaßten, diesen Artikel zu schreiben. Auf Antrag dcö Vertheidigers werden diese Briefe verlesen. Es schreibt d.'r Abgeordnete Dr. Roser an den Dr. Holzinger: Nachdem ich gestern für die liebe „Lotterie" gesattelt war, mußle ich mit Staunen vernehmen, daß dieser Gegenstand von der Tagesordnung „abgesetzt" wurde, um bei der Bndgetbcrathung wieder ins Leben gerufen zu werden. Der Präsident erklärte, es könne dieser Gegenstand „nicht in einer nnd dcrseldeu Session beantragt" werden, - das Haus stimmte bei und ich mußte nur das Maul abwischen. Sie lclegraphircn, daß ich trotz der „Geschäfts ordnung" für die Anshebnng plaidiren soll. Das geht nicht - an die „Geschäftsordnung" mnß sich jeder halten. In einem anderen Briefe an Dr. Holzinger heißt es: Ick (Noscv) werde dein« Budget mit Dreschflegeln gegen das Vollo d'reinschlagcn. Der Wille ist fest, aber das Haus ist - zu schwach. Die Regierung respectirt auch die Beschlüsse dcö Hauses gar nicht; so z. B. habe ich voriges Jahr für die Herabsetzuug der Telegraphen^ gebühr plaidirt. Der Autrag wurde vom Hause augcnommen, kam aber bisher noch nicht zur Ausführuug, - Will mau inlcrpcllircn, so muß man betteln nm Unterschriften. So ist es ja auch mit dem Schulgesetze- das liegt schou Monate lang im Cabinet des Kaisers. Dort ruht es. — Ich warlc nur, bis Nechbaucr die Petition von Graz wegen des Lotto überreichen wird; meine von der Volksversammlung von Fünfhaus wurde mir einfach - mit Hinweisuug anf die Gcschäftsordiiliug zurückgestellt! - - Ihre „Nede über das Lotio" habc ich vertheilt; sie hat Sensation gemacht. In einem dritten Briefe: Inliegend sende Ihnen den Bericht des Budgclansschnsses über die mir zugesendete Pc titiou; es bleibt wie immer beim Alten, das Scheusal lst wieder lebensfähig. Ich werde Samstag, wo dieser Bericht znr Bcrhaudluug kommt, das Wort ergreifen, cbcnfo anch Dr. Stamm, nnd werde beantragen, die Ziehungen auf die Hälfte zu reduciren; ich bin aber überzeugt, daß höchstens 10 bis W sich erheben werden. Auch den zweiten Artikel „Aus dem Abgeordnetenhause" lielveffcnd, verwahrt sich der Augeklagte gegen die vermeinte Schmähung, welche darin liegen soll, indem er für sich dasselbe Recht in Anspruch nimmt, welches die Witzblätter ausüben, indem sie in schueidcuder Weise sich über das Vorgehen einiger Abgeordneten mit Bild nud Wort lustig machen. Die Einleitung zu dem Aufsatz bezeichnet den Begriff Ordnung in rein humoristischer Weise; nnd das Ganze ist eben nur wieder gegen die Fraction des Abgeordnetenhauses gerichtet, weil von demselben, obgleich sich mehrere Volksvcr-sammlnngen für die Abschaffung des Lotto ausgesprochen hatten, über den treffenden Antrag des Dr. Roser zur Tagesordnung übergegangen wurde. Der Präsideul bemerkt, daß nach der Geschäftsordnung das Haus hiezu gezwungen war nnd deshalb nicht zu tadeln ist. Gegen die humoristische Behandlnng der Sache könne gar leine Einwendung stallsinden, doch müsse dabei das Abgeordnetenhaus, nickt in der öffentlichen Achtnng herabgesetzt werden. Der Angeklagte entgeguct, daß dies in seinem Artikel nm so weniger geschehen sei, als er >a einige Abgeordnete namentlich ausgeuommeu und damit eben die Ko-tcric als solche bezeichnet habe. Auf Antrag des Staatsanwaltes fragt der Präsident den Angeklagten: „Ob nnd welchen Erfolg er eigentlich erzielen wollte?" woranf Zimmcrmann antwortet, daß diese Artikel mehr geeignet gcwefen wären, das Volk über die augeregte Sache aufzuklären, als die officiösen Blätter. Präsident: Haben Sie den Erfolg erreicht? Angeklagter: Ich glaube es. Der Staatsanwalt veautragt die Vorlesung eines dritten, in derselben Nummer der „Freiheit" unter dem Titel „Brennesseln" enthaltenen Artikels, worin die Abgeordnelen „k. k. privilegirtc Hofboxcr für Freiheit, Recht und Regierung" genannt werden, und über welchen anfänglich auch die gerichtliche Verfolgung eingeleitet, später aber aufgelassen worden war. Der Vertheidiger protestirt dagegen und beantragt seinerseits die Verlesung von Artikeln ans dem „Gra-zcr Volksblatt" nnd dem „Neuen Wiener Tagblatt", worin sehr abfällige Urtheile über das Abgeordnetenhalls in scharfer Form nnd eine von Dr. Roscr in einem Wiener „Denw-tratenvcreinc" abgegebene Acn^crullg über einen Theil seiner Collcgen im „Abgcordnetenhausc" cuthalten ist, die wohl ganz geeignet war, den Redakteur der „Freiheit" zur Vcr-öffeullichuug seiucr entschiedenen Meinung zu veraulasseu, nachdem also cin Mann gesprochen hatte, der wirtlich ei» Voltsvertreter im Herzen des Volles ist. Der emphatische Ausdruck, mit welchem Dr. Kosjek das Letzte gesprochen, regt die Zuhörer zu einem stürmischen Bravo an. Der Präsident ermähnt dringend zur Ruhe. Der Gerichtshof beschließt die Nichtvorlcsung des Artikels in den „Brcnnncsseln" , weil dieser nicht der Gegenstand der Anklage ist, dagegen die Vorlesung der vom Vertheidiger überreichten Artikel aus vier Wiener Blättern. Nach den Plaidoycrs des StaatSanwalteö und des Vertheidigers wurde das Urtheil gefällt, das, wie wir schon berichtet, anf Nichtschnldig lantete. Die Verkündigung dieses Urtheils wurde vom Pnblicum mit,Beifallsrufen aufgenommen. Vocale 5. — - (Erneuuung.) Der Iustizmiuister hat die erledigte Notarsstellc in A delsberg dem quiescirten Ae-zirksamtsoorstehcr Paul Beseljak verliehen. — (Concnrs.) Bei dem k. k. Bezirksgerichte Friesach, resp. im Falle einer Ucbersetzung bei einem andern Bezirksgerichte Kärntcns, ist die Bezirksrichterstelle mit dem Gehalte jährlicher I.'HOO st. und dem Vorrückuugsrcchte in die höhere Gehaltsstufe per 1500 fl. zu besetze». Bewerber haben ihre Gesuche bis 30, August d. I. beim Präsidium des Landcs-gcrichtcs Klagcufurt zu überreichen. — (Vom Theater.) Dem Theater-Consortium ist es gelungen, den Dresdener l. Hoffchauspieler Herrn Titzen-thaler für eine Reihe vou Gastrollen zu gewinnen. Damit die nächste Saison recht vielversprechend beginne, wird Herr T. gleich in den ersten Tagen als Graf Esser dcbütiren uud dann sein Gastspiel als erster Held uud Liebhaber fortsetzen. Herr T. ist vor mehreren Jahren, als ganz junger Mann, schon über unsere Bretter mit viel Geschick geschritten, hat vcreits damals gefallen uud sich seither an den Bühnen vou Oldenburg, Dresden, Leip zig, Riga u. f. 10. zum Künstler ausgebildet, so daß uus seine Bühnenwirksamkeit gennßvolle Theater - Abende in sichere Allssicht stellt. — Für die nahende Thcatcrsaison rüstet sich unser Consortium mit allen Mitteln, es wird neue Garderobe hergestellt, im Parterre werde» zweckmäßige Anordnungen bezüglich der Sperrsitze getroffen, wornach für die Folge in der Mitte kein Stehraum mehr für das Pu blicum, sondern uur so viel Raum gelassen werden wird, als behufs des Zuganges nöthig ist uno wodurch den uu-angeuehmen Szenen, die fönst an bcfuchtcu Abcudeu beim Erscheinen der Eperrsitzinhabcr regelmäßig vorzufallen pflegten, vorgebengt wird. Dadnrch wird natürlich der Zu-schaucrraum des Parterres uicht geschmälert. Auch auf der Nobel Galerie wcrdeu Sperrsitze angebracht und außerdem Restaurationen nnd zweckmäßige Verbesserungen vorgenommen. — (Auf dein Untcr-Loibl) wurden in Folge des letzten Regens, wie die „Klagenf. Z." mittheilt, 2 Brücken nnd der dazwischen befindliche Straßcuthcil weggeschwemmt uud ist hiedurch die Verbiudung für Passagiere gehemmt; die Briefbeförderung bleibt jedoch intact, indem die beschädigte Stelle durch Postboten nmgangen werden kann. — (Diöcefa n v e r ä n d e r u ngen.) Die Pfarre in Michelstctten wurde dem Herru Georg Varl, Pfarrer iu Kragen, verliehen. Die Pfarre Kraxen wnrde am 4. d. M. ausgeschrieben. — Wir machen hierdurch auf die im heutigcu Blatte stehende Annonce der Herren Stcindeckcr k C 0 in p. in Hamburg besonders aufmerksam. Es handelt sich hier um Staats-Lose zu einer so reichlich mit Haupt-Gewinnen ausgcstatteueu Vcrlosnng, daß sich anch in unserer Gcgcud eine sehr lebhafte Vetheilignng voraussetzen lläßt. Dieses Unternehmen verdient um so mehr das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgaranticn geboten sind und auch vorbcnanntes Haus durch ein stets streng reelles Handeln und Auszahlung zahlreicher Gewinne allseits bekannt ist. <5v»rcsvouden;. Aut, Tbcrkrain, 12. Angnst. Der heftige Regen uud Sturm, der in der Nacht vom 10. auf den 11. wüthete, hat die Fcldfrüchtc stark beschädigt. Der türkische Weizen, der eine so ergiebige Ernlc versprach, wurde meistens gebrochen; die Kartoffeln, die ohnehin nicht viel versprachen, sind durch de» Regen noch schlechter geworden, uud das Obst, das auch nicht sehr reichlich vorhanden war, wnrde halbreif von den Bäumen geschüttelt. An die Stelle der drückenden Hitze ist eine, man kann sagen, empfindliche Kälte getreten; die Alpen sind ganz verschneit, selbst vou der nur ll50 einträchtigen nicht dic Schlagfestigkeit des Heeres. Mr< tens befürwortet den Antrag Wachters; Spiegel, gcgci' die Erhöhung der StavSofficiciSgagei', wünscht ErhöhlM des L^'hus der Soldalcu. sobald die Staatskl'äftc ^ ;lilasscu. Neumann vertheidigt deu vom Kriegsminister licantl'aglcn Präseuzstand. Die Sitzung daucit fort. Wien. IZ. August. (Tr. Ztg.) Die National-bank beabsichtigt eine Elhöhung dcs Wcchsclescompt^ Dic Nachricht, das Hall'jahrscrll'äguiß dcr Creditactic» betrage zwanzig Gulden, ist verfrüht. Die Nachr^l vou der Abberufung Wimftffeus in Oerlin ist cine tc»' denziöse preußische Erfindung. Pest. I.'j. Augnst. (Tr. H.) Die Reichstagseröff' nung erfolgt nm 10. Octobcr. Es wird cine Masses petition behnfs Aufhebung der ungarischen Klöster vo^ bereitet. Paris, 12. August. Dcr Kaiser hat sich <>>" leichte Unpäßlichkeit zugczogcn, jedoch gcstcrn McudS d>c Senatoren empfangen; sciuc Abreise iu das Lager 00» Ehalons wurdc auf Samstag verschoben. — Dic Kram' ljeit des Kricgsminislcrs Nicl lM sich uerschlimmcl'l, scin Zustand ist hoffnungslos. — Im Senate n»'ld wHlirschciulich Dcvienue zum Berichterstatter ernai»^ werden. Die Seuats'Eommission hat hcnte das Amc^ dcmcnt Sailige's in Berathung gczogm, welches s^ den ssall, als dcr Senat cin von dem gesetzgebende» Körper votirtts Gesetz verwerfen würde, die Vildi»^ einer gemischten Commission von Sexatoien und DeP^ lirlcn znr Begleichung dcS Streites vorschlägt, Trlegraphisclie Tvrc»isrlcozi;sr uom Iü. August. 5 5pnv, Mclulliqm'i! «->.«!>. - 5»vn'c. M.talliqm'S mit Atai^ !>>'" Novrmbrr:^)!!!s>!!l (>2<)5», — 5uerc. ^alioiial-Aillchri! 7^, — 18<>^ Zlalllsattll'hcu 100.50 — Vaulactirn 770. — Clcditncticu .-M^' - ^oudml 123,90. — Silber 1^0.75. - K, t Ducatm 5> U^>. Verstorbene. Den <). August. Aüdrras M'um, Taglöhner, alt/'/ Ial'rc, im Civilspital; Iatob Poddoröck, Iuwolmcr, alt^i>I""'' in der Polancn'ovstadt >1ir. ii«, und Auwu Urbauia, t t. Fiua^. Oberc,ufscl,er, alt 3.'l Jahre, i» der Kratanvorstadt ^lir. 4Z, ^, drei au dcr Lünqeutuberculose. - Dem Herru Josef Jaw ' Condlictein', seiil jiiud Johanna, alt 4'.Jahre, in der St. P^^ »orstadt Äir. 7tt an der blandic>en Bräune. ^,, Den 7. Ä ll g u st. Maria Pirz, Inwohnerin, alt 65 I^ im Cimlspital an der Vtllhr. ,,< ' Deu «. A n c, u st, Herr Elias Szmitn'clStl, t. l. GcolNl' alt 32 Jahre, im Civilspital am Gticlfluss'e, — Anna ^»p' , Institut^arme, alt 73 Jahre, in dcr Stadt M'. 132 an dür"l> , - Äi. N., cin Vam'nihirt, bei 1« Jahre alt, ist am Moorss"''^ iiu ^aidaäifluß ertrunleu gesunden und vou da uach St. A'^ üdcrtrüssei! wulden, ^ Den 10. August. Michael Zollner, Imvuhncr, a>t < Jahre, im Civilspital an dcr Nlihr. Karl Pcccric, I»^!, ^ armer, alt »>4 Jahre, im Vcrsorciungshausc ^ir. 5> am ZchlP^/ Dcn 11. Allq u st. Dem Herrn Johann Äudciwald, Ä'N> schmicdmcistcr und Hausbcslker, sein Kind Iohailu, alt 1! H iiate, in dcr Stadt vir. 111 an der Nul,r. ..... Mathias s"" alt !'»8 Iakrc, im Civilspital an der (Yehirulähmuuss. „<,«l- Dcu 12. August. Tcm Hcrru Martin Pe'trin. T'!^ meiste, sein Kind Paul. alt 11 Mouatc. in der Karlsliidl"^ slabt Nr. 2l an dcr Nlchr. Der hochw. Herr Maf"" «»-Gcstriü. Fianzislailcr-Ordcu^rlcstcr, alt 30 Jahre, iu dcl " sincrvllrstadt Nr, 16 an der knotigen ^»mgmsiicht, ^^^ Angekommene Fremde. Älu l l, August. u.'» Ttadt Wie». Die Hcricu: Sicün:hufcr, AssecnrambcaMll' „^ Glaz - Markovic. Glasarbeiter, lion Wien. — ^"bc> ^i>> drilln., von Outischcc. - Vivat. Fabritödin'clur, vo" ^ T<-— l). Ouszltt, uon Hrastnisz. — i!cchner, Handelsm., ^ mcschuar. — Chrimani, von Zcgg. , ^ Elefant. Die Herren: Rosenberg und Zucker, von ^ zga»' Sotcsch, Ina/nimr. nnd Oermal. von W^en, — Ma"c>^^,,. unteriichmer, ans Obrrlrain. — Vrcgar, Privatier, ^"^tn'^ Tlcumann, Kansm,, vo>, Venedig, -- Ravilsch. ^»c»' von Rad!na,i>!t!dols. — Ucm Priuatnertehr ein Aufgeld l'c>n 20 bis 26 fl- Dnuebm wurden Actirn der Ansslobanl mit "118 bis 420 eingesetzt, wcih- <0 nutirtrn Wienei'liank gewannen znm Course l«9 5<> drei Gulden. Von Bahupapicren waren Nmdbahn unverändert zu 23llhll uud wi? ^^" ""^ Grund der Iiohnl Pnlisrr Cours!', erstere bil< 4^'2, letztere auf ^?8 sticken. Auch andere Effecte» warm im Course hoch gehattm, so ^. Ä, VodciicrcditActieu, wclche zwischen .'iiiil l> .^l»^ ucrtchrim. Rente beider Onttuini.u und l>V vvu 16ö4 bliedeil so ziemlich slaliouiir, ^ose uo» I860 waren starl offcrirt. In der zweiten Hälfte drr Börse ermatteten die Course auf der «zn, i,'ii,ic. Man iwtirle bei Echlus« deti ArrichteS: ^. Allacmeine Staatsschuld. Fiil 100 sl. «, , . Geld Waarr ^heilliche Staatsschuld zu 5» pCt.: ""otcii vclzintil, Mai-November <;2,«0 62,70 " ^ " Frlirliar-Auciusl 6^.60 62.70 " Silber „ Jänner-Juli' . 71.N' 72.- 2' " ,. April-October. 71.i«) 72.-- ?tutranlehcn rückzahlbar (?) , 9X.25 ^.50 ">e v I, i«-j9 ... . '. 24?.- 24^.- " « 1854 (4 °/,) zn 250 fl. 92/i0 9^, ^ " .. I860 zn 5.00 fl, . . l0,.- 101,20 " « 1860 zu 100 fl. . . 103.-- 10^,5,0 ^' .. 1864 zu 100 fl. . . 124. - 124.20 7°l«-Doniäuri!^Pfandbriefe zu "" ft. ö W. i» Silber . . 122.- 122,50 U' wr,mdtntlast»lnas-0blia.atio,"«. Für 100 fl. ,>>,, Geld Wanre ^ ?,lnm .... ,. 5pCt, ?.'j.^5 9ii.75 »m......5.. 75.... 75,75 "ltder-Oestcrrcich. . ,. 5 .. l)2.75 93.25) ^Oelwreich . . .. 5 „ W.- 94,- 3^cubl!raeu ..... 5 „ ^), 80.5.0 ^lttellmnl ... .. 5> « 9275. 93.25 "^r» ......5. ^ .. 8,5.0! O. Actie», von Nanki„stit,,tel,. Geld Waare Aliglo.iislrrr. Aanl.....418,50 419. Anglu-unaar. Aaut .... 117,50 118... Aoocu-Crcd!ta»stlllt . . , . :l1,l.— 31«.— CrrditauNalt f, Handel u. Gew. . 310.20 311, Creditaustalt, alldem, uugar. . . HI 50 112.— Escomfttc-Gesellschaft, u, ö. . . 917..- 919--Frauro-österr. Baut . . , .149 25 149.75 Gcmralblliil.......8l»,25 80.75 Nlllioiiülbaiil.......773—775 - Pereiusbaul.......133 75 134.25 Pertehrsbank.......140.- 140.25 «». Actieu vo>« TrauSportmlterneli' munsscn. Geld Waare Alfold-Fimuaner Vahu . , .179.50 180. Vöhm, Westbahli.....226.50 227 50 Carl^'udwig-Bahil.....265.50 266.-- DouaurDampfschifff. Gcsellsch. . 615,— 616 — Elisabeth-Mcstbahu.....196. 196.50 Fcrdinlllld«-9l0lol,ahu , . . 2295.-2300.' Filnsllrchcn-Äarcser-Äahu . . 190.- 190.25 Fran,-Iosept)S.Bal)>i .... 1»?. 1«?,25 Lcml>erg-Ezern,-Iasst)er-Vllhu . 208.50 209, l!Ioyd. üsterr........375.- 380,— ! Geld Waarr j Ollluibuö lerste Enlission). . . 265. - 267.— Rudols^Aahn...... 174.50 175.- Siebmbiirger Bahn ... 178.25 178.75 Staatsbahtl....... 419.- - 42!.— Silddahn . ...... 277.90 276.10 Slld nordd Verbind. Bah» , . 172 75 173.25 Theiß-Bahn....... 273,- 273.50 Tramway........ 155.75 189,25 «. Pfandbriefe (für 100 sl) Allg. üft, Ooden-Eredit?lllstllll Geld Waare uerlatlbar ,n 5 pCt, iu Silbe,- 109.- 109 25 dto.in33I.nIctz.zu5pEt.iilö.W. 91,40 9170 ililltlonalb. auf ü. 30. verloSb. zu 5 PCt........ 94.90 95,- Orst, Hypb. zu 5'/, pCt. rllckz. 1878 9^.5" 99.- l'.ng. Bod.-Creb.-Äust. zn 5V, M. 92.— 92.50 »'. Prioritätsobliaativnen. 5 103 fl. ü. W. Geld Waare Elis,.Westb. i» S. verz. (I. Emiss.) 91 - 91,50 Ferdiullttds.Nordb, in Silb. ver,, 107.75 108,25 Frauz-Ioseph8«lll,u .... 94.50 94.75 G.(iarl-l,'ndw.B.i,S.uerz.!,Em. 102.50 1l'3.- i Geld Waare Ocslerr. Norbweslliahii .... 93,50 93.70 Siebeub. Vahu in Silber verz. . 91, 91 25 Staatsb. G.3"/..!. 5,00Fr. „!,Em. 1