^^ Samstag, 10. Jänner 1903. 122. Jahrgang. MMcher Zeitung. l« '" ii, haldMrin N « ^°/^,rsenbun<,: ga»z,Hl)riu 20 li halbjährig 15 «. Im Kontor: Z°»z-I"Iern,o b tzV 4 u,i,,„"^ ^'^ Stellung ,„« H^u« «anzjöhrlg 2 X. - InstrtionS«,ebühr: ffilr tlcinc ^^^^^ «u , geilen l.0 d. aros».« per Ieilr 12 t>^ bei üfteim Wicberholliogen per Zeile 6 k. Die «Laibachrr Ieitiing» erscheint !Wtrip ^^^d hiemit bekannt geniacht, daß ini Laufe ^.^" ? ^^ kne regelniäßigen Verhant.lungs° noden dos k. k. Patontgerichtshofos am l^n">"^ l' März, 23. Juni und 6. Oktober be-nien werden. Wien, am 2. Jänner 1903. Vom k. k. Patmtgerichtshofe. ^ Der l. l. Präsident: Prandau m. p. Nichtamtlicher Teil. England. Man schreibt aus London: Vei der Ersahwahl zu H""" hat die Regierung eine nicht zu beschöni. ^,^'derlage erlitten. Der Bezirk des klassischen Latzes wählte nun schon durch l>ine Reihe von l.^t konservative Abgeordnete mit starker Majo- ^ ^ ^"storbene McCalmont errang ini ^ mmö^ /^!'^^rheit von nicht weniger als 1N77 ^?aaw^/7^^ ^"' damals Chamberlain als ß ^ ^".' tue Wahlen die Parole ausgegeben, ^nl md Nor.^ ^°"^" Stnmnenden als Pro- beraten ^I < Stimmen, diebmal rangen die -X e a^ ^?^- ^ Stinnnen. Was an dem liat ^."^/^) haben sich rund 8!i00 Wähler be- ^-l"^ ^^uunen für die Liberalen, welche mehr u? ^ wurden, verschlingen aber dieses ganze ^H di, c? ^ ^^ u'n fast 12W gestiegen. Sodann .»rd^ "^'"vatwen inn 390 Stimmen geschwächt en ^ ^ ^°bl fast sämtlich auch für die Libe- "»tr^ ^?"" wurden. Das starke Anwachsen der '!'tiv^n V .""""^ uud das Abbröckeln der Konser- "pisckw ^ "^ dieser Wahl besondere, vielleicht „^'^ Bedeuwng, zumal sie unter den augenblick- lichen Verhältnissen erfolgt. Es läßt sich nicht verkennen, daß der Wahlkampf in keiner Weise über lokale fragen, sondern über solche der inneren wie äußeren Politik ausgefochten wnrde, welche für die Regieruug von höchster Wichtigkeit sind. Im Vorder» gründe der Wahlkampagne stand auch die Venezuela-nisä>e Politik des Kabinettes. Es läßt sich schon jetzt mit Sicherheit voraussagen, daß sie beim Beginne der nächsten Parlamentssession zum Ausgangspunkte schärfster Angriffe gemacht werden wird, und zwar nicht nur von liberaler, sondern auch von unionists scher Seite. An zweiter Stelle handelte es sich um die Unterrichtsbill. An dritterStelle kam die bevorstehende Natifizierung der Zuckerkonvention. Die Negierung muß, wie schon öfters betont, die Ratifizienmg mit allen Mitteln durchdrücken. Die Mehrheit der Abgo geordneten hat auch klar erkannt, daß die Regierung durch ihre ganze Haltung sich in dieser Frage schon lange vorher die Hände gebunden hatte. Immerhin bieteil die Gegner noch in letzter Stunde alle Mittel auf und auch den beiden Kandidaten zu Newmarket wurde die Frage vorgelegt, wie sie sich zu stellen gedächten. Der liberale Kandidat Nose erklärte sofort, er fei zwar ein enthusiastischer Imperialist, aber er könne für keinen Teil des Neia>s, auch für Westindien nicht, in der Brüsseler Konvention und ihren Folgen einen wahren Vorteil erblicken. Er müsse das Abkommen fiir einen Einbruch in die altbewährten Prin-zipien des Freihandels halten, nnd auf alle Fälle würde der englische Konsument infolge, der emporschnellenden Preise in Znlunft viele Millionen mehr bezahlen müssen. D-er Rcgierungs-Kandidat Vrassey hat anf die Herausforderung gar nicht geantwortet. Nenn nun auch die Natifiziernng eigentlich keine Frage ist, weil sie, wie gefagt, nicht zweifelhaft, fein kann, fo hat doch auch diefer Pnnkt zur Verminderung der Stimmen für den Negierungs-Kandidaten beigetragen. Die Wahl in Newmarket bot jedenfalls ein Stimmungsbild, wie es der Durchschnittsstimmung des Landes entsprechen dm-fte. Die Neise des Kolonial» set'retärs ist der einzige große, tatsächlich, schwer zn übertreffende Trumpf, den die Regierung noch in Händen hält. Das zeigt anderseits wieder deutlich, lvie fest die Hauptmitglieder des Kabinettes zuein° ander halten und nach einer Nichtung arbeiten. Wenn das auf der anderen ^eite auch der Fall wäre, würde man in Välde vor entscheidenden Neuwahlen stehen. Politische Uebersicht. Laibach, 9. Jänner. Sonntag versammelt sich in Prag das Exekutiv-komitee der jungczechischen Partei, um über die Ela» borate der Regierung und das weitere Vorgehen in den Verständigungskonferenzen zu be-schließen. Die „Politik" wendet sich gegen die von« linken jungl,'zechisck)en Flügel angeblich propagierte Taktik, mit Rücksicht auf den Inhalt des Elaborates jedes weitere Verhandeln einzustellen. Das lväre ge-wiß der schlechteste Dienst, der der czechischen Sache erwiesen werden könnte. Vor der Vetätigung einer solchen Politik müsse man daher die Iuugczechen bei Zeiten warnen. Der Obmann des Iungrzecheullubs Herr Dr, Pacül habe an einer Veratung der czechischen Konferenzteilnehmer mit großem Nachdrucke erklärt, er werde vor keinem demagogischen Anstürme der Na» dikalen zurückweichen und uur das Interesse deä cze»-chischen Volkeo sich vor Augen halten. Deshalb sei zu hoffen, daß die Leitung der czechischen Politik sich nicht auf den Standpunkt der starren Negation stellen, sondern mit positiven Vorschlägen hervortreten werde, die geeignet wären, der Oeffentlichteit lind insbeson-dere den maßgebenden Parteien zu bezeugen, daß die Vei-treter des czechisäM Volkes gerne bereit seien, bei Lösung der Sprachenfrage das größte Entgegen« kommen zu dokumentieren, daß es aber nicht angehe, auch noch weiter geltende Rechte dem czechischen Volke streitig zu machen. Die „Neue Freie Prefse" meint, bei einem etwai-gen Wiederaufnehmen der Obstruktion im rommeuden Se ss i o n s a b schn i tte müßte die Session schon nach wenigen Tagen zu Ende sein, denn die Brüsseler Konvention lege den Signatarmächten die, Pflicht auf, die Ratifikatious Urkunden längstens bis 1. Febr. beim belg. Ministerium des Aeußern in Brüssel zn hinterlegen, widrigenfalls die übrigen Signatare das Recht haben, den Vertrag unter sich allein in Kraft zu setzen, so daß die Annahm» der Konvention im Wege des tz I^l erfolgen müßte, falls das Abgeordnetenhaus versagen sollte. Da am ^ Feuilleton. Philharmonische Gesellschaft. Mitgliedtr.Konzert am 4. Iiinner und III. Kammelmufil. «bend am 6. Jänner 1903. W^nd auch 'Nischen Nells^? ^ranstaltuugen der Philhar» 5 d^n iii ^M' dem III. Mitglieder°Konzerte die den bekannten n überall Vi,^ ^/humanns bewahrheiteten: Streber wi«^^ bio Ziele die würdigsten NI. verholt sich alles in häherer Verwand- 6 da5u"Mi^?^^llverk des Abends brachte L«.6ur. Mozarts Symphonie ' picken ^vorrief, edn durch die Auf5?^^'^' ^e m neuester Zeit Ascher Oper n.! s^ b"'"a ^" Offenbachs phanta. ^k die Smnvb.?"' ^"«tunF gefunden haben, >d ^hnu Non^' infold geschildert. „Liebe ^t golt nuf ° ?n «'"ben Geisterstimmen, die 'bsftrHch r '^b'llen Purpurfchimnn>r und in un° ^die f^m^^l'cht.äiew. wir den Gestalten ''ngem Spl^ ' ? '" "M N"hen winkend, in Die au^7 ^"^ b"^ die Wolkon fliegen." Dirigenteiieigenschaften des ' ^ulsmn^AZ ,? ^ ? ° brer, die sich in den '" b"^V/'brungen d^ letzten Zeit so glän- > '" pnstisck 7^'^.^^ Einheiten der Par- ^M'nVK^ treten und be- N' treffliche Orchester z-u nc-uem siegreichen Erfolge. Es wurde mit Schwung, Feuer uud einer Hingebung gespielt, die des herrlichen Werkes würdig war und seitens des zahlreichen Publikums begeisterte Anerkennung fand. Herr Professor Friedrich Grützmncher aus Köln a. Rh., als hervorragender Cellist bekannt, machte dem ausgezeichneten Rufe, der ihm voranging, alle Ehre. Schon die Wahl des Violoncellkonzertes in einem Satze von Robert Volkmann, unseres Erin-nerns in Laibach noch nicht aufgeführt, erwies seine eriiste Künftlerschaft, denn das Werk atmet Ernst und Geist uud wandelt nicht die ausgetretenen Pfade der in ihrer Mehrzahl leider so gehaltlosen Virtuosen» kunzerte fürs Eello. Der Freiheit der Form durch Unterbrechungen mit Rezitativen, Kadenzen, Passa» ger steht die Schönheit und Klarheit des musikalischen Ausdruckes gegenüber und fesselt das Interesse des Zuhörers bis zum Ende. Das Konzert ist zudem orckMeruiäßig gedacht, die Instrumentierung fein uud gehaltvoll. Vesouders bestechend wirkt bei dein Künstler der durchaus edle, große Ton, voll schönen Wohlklanges, der auch die für das Eello so gefähr° lichen Klippen der hohen Lagen einwandfrei überwindet. Seine Technik ist glänzend', die enormen Schwierigkeiten, oft gegen die Natur des Instrumentes gerichtet, bewältigte Herr Grützmacher mit eleganter Leichtigkeit uud einer sicheren Meisterschaft, die in dem Virtuosenstücke „Am Springbrunnen" von Davidoff das Publikum zu heller Begeisterung hinriß. Aus der Tiefe herausgeholt, mit dem Adel künsl-lcrischer Ueberzeugung trug der Künstler das herrliche ^äa^io aus dem Klarinettemniintett von Mozart nnd eine sordinierte Melodie von Saint°Saims vor. Der kräftige, männlich-gesunde und freie, dabei von tief«-Empfiudung getragene Gesangston vermittelte den ungetrübtesten Geuuß. Ueber stürmisches Verlangen gab der Künstler Schumanns „Träumerei" zu. Das Konzert leitete Franz Schuberts anmutig» italienische Ouvertüre ein, die mit freundlichem Woh^ behagen aufgenommen wurde. Fräulein Gifela Seehofer aus Wien trug das Rezitativ lind die Arie aus dem „Orpheus" von Gluck mit OrclMerbegleitung und Lieder von Wolf, Franz und Vrahms vor. Die Sängerin verfügt über einen beachtenswerten Mezzosopran von Kraft lm> Umfang, der aber besouders in der Mittellagc noch sorgsamer Schuluug bedarf. Gute musikalische Anlage nnb Schule zeigte das verständnisvolle Eindringeil ili den Geist der Kompositionen-. das Publikum ehrte die Gastin durch Beifall nach jedem Liede. — -X- Der am t>. Jänner veranstaltete Kammermusik» abend bildete ein festliches Ereignis in dem Musik» leben unserer Stadt, da cr die 1W. Auffühnma bst, seitdem im Jahre 1880 Musikdirektor Zöhrer mlt dcm verewigten Gesellschaftsdirektor Dr, Nees-b a ch e r zur Gründung eines Kammrrnmnttonoes einen Wagner-Abend veranstaltet lintte und von der Direktion im Jahre l.^ der Aeschlnß aenM worden war, alljährlich iin Winter vier KmmnermuNlabende ^' ' Welch hoher Wert der Pflege der Kammermusik inuewolmt, die der reinste Ausdruck des musikalischen Gedankens ist, lvie os der aufopfernden Kuustlx'geiste» rung des Konzertmeisters, Herrn Hans Ge, rstner, gelang, gleichwertige Mitwirkende zn gewinnen und heranzubilden, wie es die vortrefflichen Aufführungen Laibacher Zeitung Nr. 7. 56 10. Jänner 19 Zuckererport von allen Parteion gerade die Ezechen das allergrößte Interesse haben, nieint das VIatt, daß die Czecheil die Obstruktion diesinal beiseite lassen werden, wodurch zugleich der Verständigungsattion gedient würde. — Der Krakauer „Czas" betont, in den Gerüchten über die Maßnahmen, die ergriffen werden solleil, wenn die Verständigungs-Konferenz nicht zum Ziele führt, sowie ill der Art, wie diese Gerüchte von der öffentlichen Meinung aufgenommen werden, liege eine ernste Warnung für die Obftruk' tionsparteien und für das Parlament überhaupt. Wenn die Mitglieder der Konferenz Erwägungen der Vernunft noch zugänglich seien, so sollten diese Gerüchte bewirken, daß die Konferenz mit einem Positiven Ergebnisse abschließe. — „Dziennik Polski" führt aus, der Kampf zwischen der Negierung, welche einen für Oesterreich günstigen Ansgleich zu stände gebracht habe und auf deren Seite fich die Wählerschaften be-finden, einerseits und den Obstruktionsparteien des Reichsrates anderseits müsse entweder mit der Kapi» tulation der Obstruktion oder mit einer Durchhauung des gordischen Knotens unter dem Äeifalle von ganz Oesterreich enden. Es sei wohl noch möglich, daß die Verständigungs ' Konferenz Wandel schaffe; geschehe dies nicht, dann werde weder der Ausgleich, noch die Regierung Schaden leiden, sondern das Parlament, welches es dahin gebracht habe, die unpopulärste In» stitution im Staate zu sein. Die „Ostdentsche Rundschau", anknüpfend an die Beratungen der alldeutschen Vertrauensmännerversammlung, die eine neue Par» teiorganisation beschlossen hat, gibt der Meinung Ausdruck, die Alldeutschen müßten schon jetzt für jene Deutfchen und mit jenen Deutschen, die heute noch nicht alldeutsch sind, zu wirken trachten. Daralls ergebe sich die Pflicht, mit anderen deutschen Parteien, vor allem natürlich mit den nächststehenden, zusam-menzuwirken. Am 8. d. M. erschien der Päpstliche Nuntius T a -liani in Begleitung des Uditore Nicotra im Wiener Nathanse,'wo er festlich empfangen wurde und in den Empfangssaal des Bürgermeisters Doktor Lueger geleitet wurde. Der Nuntius sprach dem Bürgermeister den Dank des Papstes für die Iubi-läums-Denkmünzo der Stadt Wien aus und überreichte dem Bürgermeister Dr. Lueger ein vom Papste eigenhändig unterfertigtes Schreiben. Die Petersburger „Novosti" besprechen in einem der Bedeutung des abgelaufenen Jahres im politischen Leben Oesterreich-Ungarns gewidmeten Artikel die folgen der Reise des Grafen Lambs» dorffnachWie n. Das Blatt sagt nnter anderem: „Der im Jahre 1W2 erneuerte Dreibund hat Oester-reich'Ungarn die Möglichkeit nicht genommen, seine freundschaftlichen Beziehungen zu Rußland zu befestigen und die Politik des Einvernehmens mit Nußland in den Balkan-Fragen, welche dem österreichischrussischen Balkan-Abkommen von 18l)7 zugrunde gelegt wurde, zu entwickeln und fortzusetzen. Den Höhepunkt diefer Politik bildete die Reise des Grafen Lambsdorff nach Wien. Obwohl die Ergebnisse dieser politischen Reise noch unbekannt sind, so unterliegt es doch keinem Zweifel, daß die Wiener Beratungen eine wichtige Ergänzung der Petersburger Abmachungen vom ^ahre 1897 waren. Der Petersburger Besuch des Erzherzogs Franz Ferdinand im verflossenen Jahre war in diesem Ideengange ein bemerkenswertes politisches Ereignis." In Kopenhagen verlautet, daß anläßlich des 85. Geburtstages des Königs Kaiser Wilhel m, der Z a r und König Eduard nach Kopenhagen kommen werden. Tagesueuigleitcu. — (Die neue Rechtschreibung.) Der bekannte Verfasser der in den bayerischen Schulen überall eingeführten „Sprachübungen". F. Dittmar, behandelt die neue Orthographie scherzhaft in folgenden Regeln: In Tal, Tat, Ton, in Tor, Tür. Tran, ist's h für immer abgetan. Die Tränen weint man ohne h; der „Thron" steht unerschüttert da, Man trennt, es ist ein seltsam Ding, nun Hal-te, schwit-zen, En-gerling. Fremdwörter schreib nach deutscher Art, wenn sie nicht fremde Form gewahrt. Zum Beispiel: Bluse, Gips, Pomade, auch Kots, Likör und Schokolade, dagegen Chaise, Tour, Logis, Cafü, Journal und Jalousie! Nach Vorschrift setzt man nun die Zeichen wie Punkte, Strichpunkt und dergleichen. Das Komma wird ..Beistrich" genannt und künftig sparsam angewandt. Schreibt man ein Wort bald groß, bald klein, bescheiden klein wird's beste sein. — (Lustiges vom Nedalt ion Z ti sche) veröffentlicht der Verner „Bund". Es sind journalistische „Stilblüten", die hier der Ocffeutlichlcit preisgegeben werden. Da wird der Zeitung zum Beispiel berichtet: „Kurz vor Abgang oes letzten Berner Bahnzuges animierten sich gestern zwei lunge Burschen am Bahnhöfe in A. mit cmcm Revolver..." 3in>' Probe des „großen Stils", dir vielen Berichterstattern :igen ist. gibt ein Bericht über eine Rauferei zwischen Ita-dienern. Der Verfasser schildert den Vorfall und fährt dann sort: „Als der Polizist kam. begann eine wahre Hascnflucht in die benachbarte Gasse, wo die Helden die freiheitlichen Institutionen wiederum schändeten." Er meint natürlich, oaß die Italicner weiter gerauft haben. Es ist ja nicht schon, zver eine unleugbare Tatsache, daß sogar Berichte über Todesfälle oft Stoff zum Lachen geben. Voll Wehmut schreibt einer: „Wohl flackerte sein Lebensflämmchen noch einigemal hcllleuchtend auf, aber es hat nicht sollen sein. )er Tod gibt seine Opfer bekanntlich selten heraus." Einem Zteuerbcamten wird bei seinem Tode nachgerühmt: „Trotz ?er Strenge des Gesetzes hatte er stets ein humanes und mit-sühlrndes Herz." In einem kleinen Blatte war zu lesen: .Schon wieder schloß der Tudescngcl am 24. August einen Ucteranen sanft in seine Arme." Sehr lustig ist oft die falsche »lnwendung gewisser sprichwörtlich gewordener Redensarten, .Die alte Kaserne muh nun auch dem Zahn der Zeit weihen", schreibt der eine, der andere behauptet: „Die Tücken )cs Schicksals bergen noch viel in ihrem Schoße!" Zum Zchlusse noch ein paar parlamentarische Stilblüten: Im Ttändcrat äußerte einmal ein Redner: „Diese Sceschlange ollten wir doch noch in dieser Woche zum Abschluß bringen." Hn der Diskussion über eine Aahnhofanlage wurde der schöne 2atz gesprochen: „Meine Herren, die Achillesferse, der hei-eiste Punkt ist die Stirnseite des Bahnhofes." Bei der Zoll-arifberatung behauptete ein Redner, „die Fabrikanten uachcn den Malern das Blciweiß mundgerecht." Im Natio-lalrate rief ein Redner mit Nachdruck: „Da liegt der Hase m Pfeffer, meine Herren, bewußt oder unbewußt!" — (Der Alkohol und die Kälte.) H kürzlich erschienenen Werke I^a kwllu 1'l>1ui'<;. i» ^ der Herzog der Abruzzen seine Nordpolexpedition be<; sind einige Seiten auch den sanitären Verhältnissen ^ pcditionötorps gewidmet. Der Schiffsarzt Eavalli W kommene Enthaltung von jeder Art Alkohol vorgfH und bieErfahrungen bestätigten die Richtigkeit dieser 1 wcise. Nur dadurch tonnten die ungeheuren Kältegl<^. standen werden, unter denen die Mitglieder der ^ verhältnismäßig nicht zu sehr gelitten haven. Caval seine Meinung über den Alkohol in folgenden M' sammen: „Der künstlichen und vorübergehenden 6> durch Alkohol folgt eine Depression, eine Abnahme del und eine Erschlaffung der geistigen Fähigkeiten, iuel^ gefährlich für uns gewesen wäre, die wir mit Aufl^ tcit, Wachsamkeit und Geistesgegenwart allen tückisH fällen, denen wir ausgefetzt waren, standhalten mußtl — (Vom zerstreuten Professors „Rheinischen Courier" wird geschrieben: Der deuOf fcssor ist nicht der einzige Gelehrte, von dem man st^f sante Geschichten zu erzählen pflegt, Eine Anekdote, ? nur schwer zu übertreffen ist, berichtet man augeh von einem schottischen Professor. Dieser wurde ciiiei., in dringenden Geschäften aus seinem Bureau gerü^ klebte an seine Tür eine Notiz des Inhaltes, daßz 3 Uhr wiederkommen werde. Zufällig wickelte si^o das Geschäft bedeutend schneller ab. als er gebacht h^ so kam es. daß er bereits um ^2 zurücklehrte. Als stl auf die an seiner Tür klebende Notiz fiel, blieb er eiih ment stehen und las sie durch. Dann, nachdem ihm ^ halt derselben gründlich zum Bewußtsein getomnck setzte er sich auf die Treppe und wartete geduldig bilg — (Vorsicht mit Katze n.) Daß man K°! kleinen Kindern, die sich nicht selbst zu helfen vernioO allein lassen darf. zeigt wieder der folgende Fall: Eih hatte sich in Dresden in das Zimmer.' in welchem zh geborene Kinder ohne Aufsicht lagen, eingeschlicW sprang auf das Bett und Iratztc spielend an den Oe!) Die Verletzungen waren geringfügig, trotzdem rief ^ Arzt; allein für das eine Kind zu spät, es starb inf^ Blutvergiftung. z — (Der Bazillus der Hundswut g' den?) Aus Rom wird gemeldet: Professor Sorich Universität Pavia hat heute seinen Kollegen mitgch habe den Mikro - Organismus der Hundswut entdtl» dessen Reinkultur hergestellt. n — (Eine Uniform für Trunken^ Aus Saigon in der französischen Kolonie CochinclM gcmeldct: Um die unter den Truppen übcrhand^ Trunksucht zu bekämpfen, befahl General Coronal,« Zutnnft jcncSoldatcn, welche dreimal wegen TrunlciH straft werden sollten, eine besondere Uniform zu ^ haben, durch welche sie als Trunkenbolde geleit würden. ^ — (Sardinen werden heuer ieucr ^ Der Sardinenfang an der französischen Küste ist ^ unvergleichlich schlecht ausgefallen; hunocrttauscnbb scheu im Departement Finist5re, die sonst von diesel strie leben, befinden sich in bitterster Not. 1 — (Moderne V o r g i a s.) Vor dem Nck< Zuchtpolizeigerichte stand vor kurzem eine Prosts „Wahrsagerin". Mrs. Bryan, unter der Anklage dt>!« Pfuscherei, Die Angeklagte erklärte dem Polizei richte^ yrrl wimmle von Leuten, welche nnr zu gern Oif^ werden möchten, wenn sic sich nur immer die gcN^ Gifte verschaffen könnte». Sie, Frau Bryan, selbf vielfach Besuche von Frauen empfangen, welche von ^ verlangten, welches leine Spur zurücklasse, um den ^ aus dem Weg zu räumen, und gleiche „Wünsche" heg^ Männer, ihre Kundeil, bezüglich ihrer Ehefrauen., Bryan gab zu. daß sie all solchen Leuten ein schweb mit ihren gehaltvollen Vortrags-Ordnungen zuwege brachten, das Publikum an die Kammermusik zu gewöhnen, wie aus der Gewohnheit allmählich ein Bedürfnis wurde und immer weitere Kreife für die edle, intime Kunst gewonnen wnrden, haben wir feit Jahren in nnferen Berichten gefchildert. Es ehrte den Kunstsinn der Verehrer, hauptsächlich aber Ver-ehrerinnen der Kammermusik in hohem Maße, daß sie dm Anlaß benutzten, um der KaniiM'rmusikver-einignng ihre Anerkennung in festlicher Weise znm Allsdrucke zu bringen. Zu diesem Zwecke widmeten sie durch Vermittlung von Frau Ernestine R a ö iö, Gemahlin des k. k. Hofrates und Finanzprokurators Dr. Raöiö, deren künstlerische Mitwirkung als ausgezeichnete Pianistin bei den seinerzeitigen Kam-mermusikaufführungen noch in angenehmer Erinne» rung lebt, und derselben befrenndeten Damen die Mittel zur feierlichen Veranstaltung. In sinniger Art waren Konzertsaal nnd Podium mit Pflanzen dekoriert, das Konzertklavier und die Notenpulte schmückten Lorbeergewinde und Blumensträuße. Den erhebendsten Anblick gewährte aber das zahlreiche Publikum, das im Festgewande in freudiger Stilnmnng den schönen Saal füllte. Vor Beginn der Aufführung versammelten sich alle Kammermusiker mit den Herren Musikdirektor Zöhrer und Konzertmeister Gerstner und die Direktionsnlitgliedcr im Küustlerziinmer. Gesellschaftsdirektor Herr Landesgerichtsrat I. Hauffe n geleitete die Damen Ernestine Ra^iö und Marie Wettach als Abgesandte der Frauenvereinigung zn den Künstlern und richtete an Konzertmeister Hans Gorstner herzliche Worte, welche der Feier des Anlasses galten. Frau Ernestine N aöii: überreichte sodann Herrn G e r st n e r in prachtvoller Umhüllung rine wertvolle Widmung, die der Gefeierte tiefbewegt entgegennahm. Als die Künstler der Kammermusik-Vereinigung das Podium betraten, begrüßte sie langandauernder, stürmischer Beifall. Es näherte fich ihnen nun Frau Marie Wettach, Gattin des Direttionsmitgliedes Herrn Heinrich Wetta ch, begleitet von Fräulein Edith B o ck, Tochter des Herrn Primararztes Dr. Emil Bock, mit zwei prachtvollen Lorbeerkränzen mit weißroten Schleifen, die namens der Verehrerinnen der Kammermusik von Frau Wett ach mit einer schön empfundenen, die Bedeutung des Abends und die Verdienste des Mnsik» direltors, Herrn Josef Zöhrer, als Gründers der ^taniinermufikvereinigllng und des Konzertmeisters, Herrn Hans Ger st ner, als Leiter derselben würdigenden Ansprache, an die Gefeierten überreicht wurden. Namens des Instituts Huth überreichte Frl. Ieuniker dem verehrten Lehrer desselben, Herrn Hans G e r st ner, ebenfalls eineil schönen Lorbeerkranz'. Im Vereine mit dem Gaste Herrn Grütz-m acher eröffneten die Herren G er st n er, F u n -tek, Christoph, Wett ach und Csavojäcz den unvergeßlichen Abend mit Johannes Vrahms Streichscrtett «ji. 18 in N 6ur. Das geniale, in Beethovmschem Geiste komponierte Werk trat in seiner berückenden, edlen Schönheit, dank dem idealen Schwung, der geistigen Beherrschnng der Koniposition und der Feinheit der Ausarbeitung glänzend zutage. Die gleichen bestechenden künstlerischen Eigen- schaften, die uns im Laufe der Jahre fo viele h reiche Anfführungen vermittelt hatten, zeichn^' feinsinnigen, in .^raft und Wärme nnd echtt'l, lalischer Schönheit dahinströmenden Vortrat Mendelssohn anmutigem llangschönen Oktt'tt ^ ausgeführt durch die Herren Ger st n er, ^ ckerl, Dr. Sajovic, Fuutek, Christ W etta ch, G r ü tz in a ch e r nnd Csauoj ü c> Vewundernswert erschien hier vor allein die l seitige Unterordnung und die packend znr ^ gebrachten dynamischen Abstufungen. Das P»^ brachte nach jedem Satze den Künstlern dir l^ sk'n Ovationeil. Herr Friedrich G r ü tz in a, ch e r. spielte mit' Josef Zöhrer zwischen den beiden Kanim^ werken die Sonate für Violoncell und Pia" <>1>. 6 in 1?'l llcberreich an enormen technischen Schwierig appelliert sie in gleicher Weise an die Meist^ beider Teile, lind beide wurden ihr gerecht. T^ phoue Klaviersatz des ersten Satzes erdrückte diugs das Eello, hingegen kamen die edlen ^ stelleil des Andante und die eigenartig - ^ Zwiesprache des letzten Satzes zwischen E^'l^' Klavier wirksam zum Ausdrucke. Ueber slii^ Beifall entzückte Herr Grützm acher, dc'<" G er st n er namens der Kammermusitm'N'^ einen mächtigen Lorbeerkranz überreichte, da? ' klliii noch dnrch den edlen Vortrag des LcM^ Händel. Laibachcr Zeitung Nr. 7. 57 10. Jänner 1903. >owr in Rechnung bringe, wofür sie ihnen eine harmlose Mischung von Wasser. Zucker und Kochsalz gebe. Der öffent-lche Anllager erinnerte bei diesem Anlasse an die erschreckende jahl von Giftmorden, die seit Jahresfrist in Ncwyorl vor-^mnmen sind, ohne daß es möglich geworden wäre. den >>>rn beizulommen. Im Zusammenhange damit ist die -"i,ache erwähnenswert, dah in den Vereinigten Staaten m Jahre 1902 8384 Mordtaten verübt worden sind. Lolal- und Provinzial-Nachllchtcu. Alpenvcrcinsfcst am 17. Jänner 1903. Nachdem ich dcm kleinen Manne an der Zahlstelle die cnangten 2 X verabreicht und hiefür eine Eintrittskarte Saiten habe. werde ich von der mich umdrängenden Menge " der N.chtung des Festsaales fast getragen. «.».. ^ ./ Umgänge steht rechts eine Gruppe reizender >aen',!I '-'."'.^" ^'luchern Alpenfträuhchen verab-, gen. ni,d links e.ne Gruppe von zum Teile schon ver-ui)nu, ^uhrern und verführerischen Fühierimicn. ^a) drucke lmch an ihnen vorbei und trete in dcn Saal. ', ..Ä^ ^ Dunlel umfängt mich, und ich kann nichts niü)elden. Nach und nach tauchen einzelne Gegenstände u. aver unmcr noch habe ich das Gefühl eines auf den ^l 'm !^"s b" Umgebung liegenden Nebels. Trotzdem 'ri ck. 5 /^" !" lein müssen, so hört man doch nur unter-^ucttes, leises Sprechen. ^n^??'" ^"'^ lch vorwärts. — Aus dem Duntel ° n stch deutlich die liebvertrauten Umrisse der Vaumbach-M e ab und. w,e ich unwillkürlich eine Bewegung nach der ^ n ^'.^ !" stolze ..Dreitopf" sein Haupt emporhebt. N '^^'"!' "u Ausruf der Ueberrafchung. ,iä't/r ^'s s^ ^^ " "°' "ül' die Spitze umwallt von n.n i.. -r ^ "'^ ringsumher beginnen bekannte For-e ossp ^^?' ^°^ ^" Eisgrat, wo des „Zlatorog" Vlut um? !' b'uben die Stelle, wo der Jäger die Triglavrose äck i^c' "ub letztenmale erschaute; zu meinen Fühen d e 'racht.g Halde, deren Grün stets willkommene Rast geboten, ocnn ^ 5N) "!. ^"sk" liegt ein matter Silberschein, wie beigen "" ^°"'" ^^"' " "" märchenhaftes °as M ^?.^"^ ^ bem Atem der Natur. - Horch, »cm Vem?n, '"'nt und rauscht, es lockt und spottet aus >u ^ und Kichern antwortet es 'n mr a'ut^ ^?^.^" ^bel beginnt sich zu verziehen; inemnml. -r? ."' ^ sseheimnisvollen Stimmen. Mit ^ und in bezaubernder Au d^n 3 i!' ^"'^chaft '°r dem Auge. neu. 5?obolde Aromen zahllose Gno- men, die h nie de,?V"^' ""' ^) '"it den Elfen und °sem Tan, a.f >1 Strauchern hervorkommen, zu Wesen- '"' um die Tanzende z^! üilen. ""' ^"'""" "'" ""' 'Nd wi" bm/^?°?' ^°". "nem Donnerschlage gefolqt -"ftpe empor ^'"erhand gehoben, flattert die letzte Nebel- eiche^Ä be' Ochsten Spitze steht der König des Alpen-- "«x I ri^invi, in ewiger Jugend und Schöne, um- geben von glänzendem Gefolge, von Prinzen und Prinzessinnen, von Rittern und Rittersfrauen, von Eiskönigen und Gletscherfräulein, von Moosweibchen und Nixen, von Wald-srauen und Wetterhexen . . . Auf den Felsgraten und Kämmen erscheinen schmucke Jäger und Iägerinnen, Bursche und Diandln, Senner und Sennerinnen — allüberall lautloses Leben und Weben. — Plötzlich schlägt ein leises Klingen an mein Ohr: es ist der Sang der sich im Reigen schwingenden Elfen. Der König nickt zufrieden. Seinen Eisstab streckt er wir segnend über die Seinen, dann kommt er langsam den Hang herab. Alles neigt, alles beugt sich vor der hehren Majestät; di«' Elflein aber singen leise, leise: Wir grüßen dich zur nächt'gen Stunde, wir preisen dich mit Herz und Munde. Elfen schwingen sich im Reihen, deine Gegenwart zu weihen: Tanzen, singen, schwingen! — Ein neuerlicher Donnerschlag kündet die Ankunft der Windsbraut, die allnächtlich ihren Liebsten holt — noch ein Gruß, ein Winken, und der König verläßt sein Reich... „Iuhuhuhu!" ruft der Senner der Sennerin zu, und hundertfach hallt es wieber . . . Der Bann ist gebrochen. Statt des sanften Mondenlichtes strahlen mir unzählige elektrische Lichter entgegen; die geisterhafte Stille ist einem ohrenbetäubenden Lärm gewichen. Johlend umfassen die Vursche die Dirnen und fchwingen sie, dah die Zöpfe fliegen; die Iägerinnen springen über den gähenden Abgrund, die Ritter flüstern ihren Frauen süße Worte zu, die Elfen werden von Berggeistern entführt und die Blumen schmücken die Brust so manches Unholdes. Vor der Schutzhütte steht ein weinseliges Männlein und ruft: „Kimt's eini, Laitln, die Knödeln san just firti!" — Aus einer Saalecke tönt das nervenberuhigende Geräusch des Faßanschlagens; hier klappern Teller und Gläser, dort knallt ein Champagner-Pfropfen, in der Ferne wird der feine Rauch eines Teekessels sichtbar. Vor der Felsenhöhle sitze» die niedlichsten Kobolde und lassen jeden, dem es danach gelüstet, einen Griff in den reichen Vergschatz tun. Vom Schicßstande hört man die ersten Schüsse, auf dem Tanzboden drehen sich die ersten, Paare und aus feucht-fröhlicher Kehle klingt es jubelnd: „Fröhliche Äergfa h r t !" Rudolf Helling. — (Reichsrat.) Die gestrige „Wiener Zeitung" veröffentlicht das Allerhöchste Handschreiben, mit welchem der Neichsrat auf den 15. b. M. zur Wiederaufnahme seiner Tätigkeit einberufen wird. Die Tagesordnung der ersten Sitzung umfaßt: 1.) Erste Lesung der Regierungsvorlage, betreffend den am 5. März zu Brüssel abgeschlossenen Vertrag bezüglich der Zuckergesetzgebung und den Entwurf eines Gesetzes, betreffend einige Abänderungen und Ergänzungen der Acstimmungen über die Zuckerbesteucrung; 2.) erste Lesung der Regierungsvorlage eines Gesetzes, womit die zur Erhältung des Heeres und der Kriegsmarine, dann der Landwehr erforderlichen Rekruten - Kontingente für das Jahr 1903 bestimmt und die Aushebung derselben, dann die Heranziehung von Ersatzreservistcn des Stellungsjahrganges N)02 zur aktiven Dienstleistung bewilligt werden: 3.) erste Lesung der Regierungsvorlage, betreffend den Entwurf des Finanzgesetzcs und den Staatsboranschlag für das Jahr 1!)03; 4.) erste Lesung der Regierungsvorlage eines Preßgesetzes. — (Entscheidung in Expropriations-a l, ge le ge n h e i t e n.) Ueber eine einschlägige Beschwerde hat der t, l. Verwaltungsgerichtshof folgende Entscheidung getroffen: „Ob im konkreten Falle den Bedürfnissen des Ver» tehres nur durch die Expropriation Rechnung getragen werden könne, haben die politischen Behörden nach freiem Ermessen zu beurteilen." —o. — (Die Nerufungslom mission fü« K r a i n) ist für Montag, den 12. d. M., zur tzitzung einberufen, um über die eingelangten Rechtsmittel gegen die Bemessung der Personaleinlommensteuer Beschlüsse zu fassen. — (Qeffentlichc Arbeiten.) Die letzten vier Wochen ermöglichten die Unterdachbringung der neuen Villa Mayer an der Lcvstitstraße. Längs des Bauplatzes des Dr. V. Gregoriö wurde der restliche Teil der neuen Millo-^iüstraße entsprechend erweitert und beschottert. Für daZ neue Gebäude der Gewerbeschule ist der in der Vrühl liegeirde Bauplatz definitiv bestimmt; im heurigen Jahre soll der Bau in Angriff genommen werden. Zum genannten Gebäude soll hierauf eine neue Straße angelegt weiden. Die jetzige Witterung ermöglicht das Verführen der verschiedenen Baumaterialien zu Wasser und zu Land, womit die Bauplätze derzeit schon versorgt werden. Es sind dies: Ziegel, Steine, Holz und Sand. Die Mehrzahl hicvon gelangt zu Wasser aus Podpec: und Oberlaibach Hieher. Die Iwänglinge sind derzeit beim demolierten Lyzealgebäude mit bemNiederreihen der unteren Mauerwände beschäftigt und die Fuhrleute sorgen für das möglichst rasche Verschwinden des Ziegel-, Stein-und Schutt-, bezw. des größtenteils bereits morschen Holz-materials. Die Relonstruttionsarbeiten im Hause Nr. 5 am Nathausplatze dürften alsbald beendigt sein. Der Stadt-Magistrat ließ diesertage alle die unzicrlichen Kioske in den verschiedenen Stadtteilen abtragen. x. — (Ke h r i ch t sa m m e l w a ge n.) Die Zahl der Kchrichtsammelwagen in Laibach wird um zwei vermehrt werden. Es gelangen solche nach dem Agramer Modell zur Verwendung, deren praktische Seite die bisherigen weit übertrifft, i. — (V e re i ns we se n.) Heute abends hält der Verein „Dolcnjsli Sotol" in den Restaurationslolalitäten „Zur Linde" (Pri Lipi) in Kandia bei Rudolfswert seine ordent» liche Iahres-Gcneralversammlung ab. Sollte diese Versamm» lung nicht beschlußfähig sein, so findet unmittelbar eine halbe Stunde später eine zweite Versammlung statt. — Der Verein HIov^n«1^ .^""' wo ich längere Zeit blieb. Der "Nie ^ ^ ^' Tante (llisabeth, die liebevolle t'winevoroins'. ! ^^' ^^n mich mein Leid nnd rwpsinden W> " ^ellnng im Lebrn weniger schwer "lnigebuna foss^" ' "b"' am meisten an meine nene Hineissmw f , n '"" ^dmfalls die tiefe nnd inniqe ''"'rdil l'oit im^ ^""' N""' ^sm Li.bens-lllim^' inen ,^< '^'''" b" aros;en körperlichen Vor-^ ^ ^hi no!l'?"! ^"^"ck "uf ""in Herz machte, "Vn nnt N^s' ? aesprochen hatte. Knrts Eltern diese Neigung keimen und 'Nd endlick w ^"'5^"" '«''" ""ch )n lieben -"U'bli a w. "" ^M. War es doch stets der ''lwoiq?d 7 ^' .!'"^" ^r gewesen, die beiden """^'"u durch eine Heirat zu "" 'agst /^ Stamme zu vereinen. Du liebst, wie "ll di! di.!"^"p"<"^ Leidenschaft, deshalb brauche '^'ate, al^ wi> Ä".'^/7^'''^'"' t^ mein Herz 6w-t ^."" ^ ^ Verlobungsringe tauschten, und ^"ich d"5?^.^u "npfinden. Vielleicht liebte ' '"" ll^"v ",ch ,n der Tat, da jene Dritte noch ""end zwischen uns getreten war. .Mein Aruder Wolfram, der sich ungefähr zur selben Zeit mil deiner guten Mutter versprochen halte, tam zur Verloöungsfeier nach Landslron uuo wir verlebten daselbst unvergeßlich schöneTage. Da starb Plötzlich die ältliche Gesellschafterin und Vorleserin nnserer Tante Elisabeth und nach längerem Besinnen wählte sie als Ersatz für die Verstorbene eine ihr warm empfohlene junge Engländerin. Miß Stanton langte im Schlosse, ^andükrou an und mit ihr kam das Unheil, der Nn> friede in den glücklichen Familienkreis. Die junge Gesellschafterin war weder schön noch besondere geistig begabt, aber sie besaß die seltene Gabe, sich die Herzen zu gewinnen. Mit ihrer Sanftmnt, der wohllautenden Stimme, ihrer Fertigkeit in der Musik — denn man konnte sie eine Virtnosin ans dcm Pianoforte nennen dem sentimentalen Augenanfschlage erregte sie zu-erst die Teilnahme, dann dao Interesse der Personen, mit denen sie in Berührung kam. Ich mochte sie von Anfang an nicht leiden, als wenn ich geahnt hätte, welch bitteres Leid mir von ihr kommen sollte. Die Tante jedoch war ihres Lobes voll, der Onkel konnie ihr stundenlang zuhören, wenn sie Chopin oder Mo-zart spielte, und endlich gar Kurt war bezaubcrt von ihr, und sein ganzes Wesen veränderte sich in der Nähe dieses Mädchens, das ihm stets mit angenschein» Iicher Beklommenheit gegenübertrat. Wieviel daran studiert, wieviel wahre Empfindung gewesen ist, kann ich nicht sagen; ich gab mir nicht die Mühe, in den Eharakter dieser mir Fremden einzudringen; hatte ich doch genug zu tun, die Veränderung in dem Benehmen meines Verlobten zu beobachten. Was ich damals gelitten habe, ich vermag es nicht zn schildern. Ich lebte in einem wahren Fegefeuer und schwankte stets zwischen Hoffnung und Verzweiflung, denn zu» weilen wollte es mir scheinen, als wenn Knrt von seiner Verblendung zurückkäme und sich mir wieder zuneigen wolle. Dann ritt er mit mir aus, wir spra^ chen von der gemeinsamen Zukunft, »nachten Reise» Pläne, und er vermied es, das Musikzimmer zu betreten oder im Park mit der Vorleserin seiner Mutter zusammenzutreffen. Ich war besonnen genug go Wesen, mir es niemals merken zu lassen, waö ich heim, lich litt nnd daß ich überhanpt eine Ahnung von der Gefühlsverirrung meines Verlobten habe. Jetzt bo gnnn ich wieder zu hoffen. Ich dankte Gott auf nieinen Knien, daß er mir das Herz dos Bräutigams zurück» gegeben. Doch Täuschung war's, elendes Gaukelspiel! Der Verräter, längst einig mit der Schlange, die sich in nnser Paradies geschlichen, hatte nur eine verächt-liche Komödie gespielt, nm Zeit zu gewinnen und uns alle zu hintergehen. Es hatte nämlich auch mein Oheim Verdacht geschöpft und er drang darauf, daß unsere Hochzeit baldigst stattfinden solle. Mrr schien damit einverstanden zu sein, der Tag wurde, bestimmt, wir waren alle znfrieden und glücklich, wie erlöst von schwerem Bann — da trat die Katastrophe ein, uner-wartet und um so uiederschmetternder. Zwei Tage vor der Hochzeit hatte Kurt das Schloß heimlich verlassen, während ein ältlicher Herr, der sich als einen. Ver» wandten von Miß Stanton vorstellte, im Schlosse an-langte und die Vorleserin mit sich fortnahm. Dw von Kurt für seine Eltern nnd für mich hinterlassenen Briefe ließen keinen Zweifel über ihre Absichten. Ich mag dir nicht wiederholen, was er schrieb — hohle Phrasen, schöne Nedensarten,. die seinen feigen Verrat lnmänieln sollten. Dem von Leidenschaft Verblendeten hätte ich den Treubruch vergeben können, doch nie das schnöde Spiel, welches er mit meinem vertrauenden Herzen getrieben hatte nnd durch welches er mich dem Gespötte der Welt preisgab. Ich war dadurch zu emem Gegenstande des Mitleids geworden, das oft schwerer zu 'tragen ist, als der wildste Haß. Eme Braut die kurz vor der Hochzeit von dem Araut.gam verlassen wird der sich nach London begibt, nm eme hennl^ Ehe mit der Vorleserin seiner Mutter einzugchen, das war ein prächtiger Stoff, zumal die Verratene sich Isabella Landskron nannte und einem der stolzesten Geschlechter des Landes angehörte!" (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 7. 58 10. Jänner 1903. . — (Vom Artillerie-Schießplätze bc Gurlfeld.) Die eisten Schießübungen der Probebatteri, werben in der Zeit vom 17. bis 21. d. M. vorgenommei werden. Geschossen wird voraussichtlich am 17., 19., 20. uni 21. d. M. von 7 Uhr früh bis Mittag. Während dieser Zei ist das Betreten des Schießrayons verboten. Das Arbeitt dctachement, welches die Aufstellung der Scheiben und di, Herrichtung des Schießplatzes zu besorgen hat, ist bereits is Gurlfeld eingetroffen. —«. — (Die Lolalgruftpe des Reichsvereinei der Post- und Telegravhenbedien stetes OesterreichsinLaibach) verunstaltet am 31. d. M ein Tanzlränzchen im i^asino-Glassalon unter Mitwirlunc der hiesigen Vereinstapelle. " (Zum Rauban falle auf dem „Ewigen N> ege") wird uns noch berichtet: Die Schauspielerin Frl Iosefine Kreis lam, als sie auf der Straße hinter der Schießstätte überfallen wurde, von Oberrosenbach und war unter-Wegs mit dem Rollenlernen beschäftigt. Das Individuuni packte die Schauspielerin an beiden Händen und rang längere Zeit mit ihr, bis es ihm gelang, dieselbe zu Boden zu werfen, Am Boden liegend, rang Frl. Kreis noch mutig mit dem Strolche, kratzte ihn ihm Gesichte und zerriß ihm das Hemd, Der Strolch brachte dem Fräulein an der rechten Wange unweit des Auges eine 2 «m lange und 2 inni breite Hautab-scknirfung und an der rechten Nackenseite eine leichte Vlut-unterlaüfung bei. Der Attentäter wurde durch einen Bauer, der mit einem Wagen daherkam, und mit der Peitfche schnalzte, verscheucht, nahm jedoch ein Ohrgehänge, das Frl. Kreis beim Ringen verloren hatte, mit und hatte noch Zeit, von Frl. Kreis das Geld — vier Kronen — das sie bei sich hatte, abzuverlangen. Dann verschwand er im Walde. Fräulein Kreis wurde nicht bewußtlos, wie wir gestern berichteten, wohl aber so erschreckt, daß sie den Weg nicht weiter fortsetzen konnte. Der Bauer lud das Frl. Kreis auf den Wagen und führte sie nach Koseze, wo sie im Hause Nr, 16 bis 3 Uhr nachmittags verblieb. In der Stadt erfuhr man von dem Ueberfalle erst gegen Abend. Frl Kreis ist infolge ausgestandenen heftigenSchreclens und Erschütterung des ganzen Körpers durch das Auffallen auf den harten Boden genötigt, das Bett zu hüten. Der Strolch wurde gestern vormittags von der Gendarmerie in 6i«ka in der Person des beschäftigungslosen Knechtes Anton Aagar ausgeforscht und verhaftet, 2agar ging nach der Tat nach Oberrosenbach und trank dortselbst. Von Qberrosenbach begab sich ^agar nach Ober-5i«la und verkaufte dort einem Arbeiter das Ohrgehänge um 2 lv. Nagar ist ein übclbcleumunbetes Individuum und erscheint schon öfters wegen Diebstahlcs abgestraft. Er ist im Jahre 1876 in Medno, Gemeinde St. Veit. geboren und dahin zuständig. Der Verhaftete, der der Tat geständig ist, wurde dem Lanbesgerichte eingeliefert. — (Bei der gestrigen Jahresversammlung des Laibacher deutschen Turnvereines) im Kasino-Glassalon waren 137 Mitglieder anwesend. Der aus der Feder des zweiten Schriftwartes stammende Bericht des Turnrates über das abgelaufene Jahr, der Bericht des Turnwartes, des Sangwartes und endlich jener des Säclelwartes wurden beifällig zur Kenntnis genommen. Auf Antrag des Turnrates beschloß die Versammlung, daß im Laufe des Sommers der 40jährige Bestand des Turnvereines in geeigneter Weise gefeiert werde, und bewilligte zu dem Fonde eine entsprechende Summe. Der Krainischen Sparlasse, und namentlich deren Präsidenten Herrn Josef Luck in ann ward in besonders anerkennender Weise für ihr dem Turnvereine stets betätigtes Wohlwollen, ebenso dem Kasinovercine und der deutschen Tagespresse der Dank ausgesprochen. Die Neuwahl des Turnratcs ergab nur insoferne eine Aenderung, als der frühere langjährige Km-ip-wait Somnitz, der im vorigen Jahre zurückgetreten war, diesmal fast einstimmig wieder in den Turnrat berufen wurde. Erwähnt sei, daß drei Mitglieder, die an der im Jahre 1863 stattgehabten Gründung des Turnvereines teilgenommen haben, der gestrigen Jahresversammlung beiwohnten; ebenso waren die vier Ehrenmitglieder des Vereines anwesend, " (Oeffentliche V e r e i n s v e r s a m m l u n g/! Der Verein der Buchbinder und Buchdrucker veranstaltet heute abends um 8 Uhr im Gasthausc „Zum Steirer" an der Nesselstrahe eine öffentliche Vereinsversammlung. — (De r Tou r i ste n b all), den der slovcnische Al-ftenverein am 1. Februar veranstaltet, verspricht, nach dem großen Interesse zu schließen, das man demselben in allen slovenischen Kreisen entgegenbringt, eine der schönsten Festlichkeiten im laufenden Fasching zu werden. Vorgestern konstituierte sich ein Damen - Agitationslomitec, in welches 25 Damen aus Touristenlreisen und aus den besten floveni-schen Familien eintraten. An Mitglieder werden die Einladungen mit der nächsten Nummer des 1'Ilnni^Iii V^tnik ergehen. — (Mordversuch.) Wie bereits gemeldet, wurde am 30. v. M. abends auf die 60 Jahre alte Keuschlerin Franzisla Tomaöw aus Klofeljca ein Revolverschuß abgegeben. Tatverdächtig erscheint der 48 Jahre alte vazierende Tischlergehilfe Josef Florjan5i5 vulgo Sitar aus Perovo. weil er der TomaLic» wegen einer Zeugenaussage bei einem im Jahre 1895 verübten Diebstahle, für den er 7 Jahre schweren Kerlers erhalten hatte, aufsässig war. Florjanöiö war erst am 28. November 1902 aus der Haft entlassen worden und hatte von Diebslahlen gelebt. Er ist flüchtig. _i * (Eine Kuh vom Zuge überfahren.) Gestern früh wurde zwischen den Stationen Tarvis nnd Kronau vom Personenzuge Nr. 1720 eine Kuh überfahren. Infolgedessen entgleisten zwei Wagen. Ein Unfall ereignete sich nicht. * (Angeschossen.) Der Faßbinderlehrling Philipp Nernot wurde vom Fleischhauerlehrling Franz Logar in der Reitschulgasse mit einer Flaubert-Pistole angeschossen und im Gesichte verletzt. x '11' an » ki / vu i>.) Diese Monatsschrift ist mit der zu Beginn dieses Monates herausgegebenen Nummer in ihren 23. Jahrgang getreten, ist also die älteste slovcnische Zeitschrift auf belletristischem Gebiete. Die erste Nummer bringt Gedichte von A. Aßlerc, Kasimir Radio, A. Gradnil. Otto Z u p a n ö i <", N a t a 5 a, - Vlda, Fr. B a I e n ö i ö. Märica II., E. Gaul! - B. Vaebler. Demeter und N. P., weiter die Now 0 „Geschichte von einer anderen" von Ivo ßorli, die Sliz - „Verbrechen" von Sophie Kveder, eine „Erdbebenerza - lung" von Podlimbarsli, endlich den Artikel „Ma" 1 in, Hagenbunde" von I. V a v p o t i ö und einen „Brief al 0 Agram" von Dr. Iv. Prijatelj. In den RubB - „Aüchcrneuheiten", „Musit", „Slovenisches Theater", „^ - dcnde Kunst" und „Allgemeine Umschau" sind Beiträge vl Dr. Fr. Z b a « n i l, R. Peru^el. Fr. Komata^ , Dr. Fr. Ile5iö. Dr. Vl. Foerster, Sophie Kveb« z u. a. enthalten. ) — (81uven«ili rlöitoi^j.) Inhalt ^ - 1. Nummer: 1.) Blick in die Vergangenheit und in die 3^ , lunft, 2.) Phrafen. 3.) Noch einige Stundenbilder. 4.) ^.< e responbenzen. 5.) Literatur. 6.) Schulnachrichten. 7.) V^t - zellen. n 1------------------ 1 l IVIu3iaa sacra a in dev V^tnkircHe ß ' Sonntag, den 11. Jänner, Hochamt ^ ^ 10 Uhr: ^li^n ii> lunioi-Oin 8an«ti I'i'iclcii-iei von I^ Nc^vera, Graduate I? obangcführten Termine täglich vormittags in der Kas!^. Abteilung des Finanzministeriums in Belgrad eingese^ werden. Telegramme ^ des k. k. Helegraphen-Korrespondenz-Durrau^ Die Haudclsvcrträssc. F V e r l i n, 9. Jänner. Gegenüber der ZeitungsmelbU daß seitens Deutschlands Einladungen zur Einleitung l» Hanbelsvertragsverhandlungen ergangen seien, teilt ^ Wolffsche Bureau mit, daß hievon in Berlin bis jetzt ni^ bekannt sei. Brennende Pltrolenmgruben. Lemberg, 9. Jänner. In den Petroleumgruben y Boryslav ist heute nachts wieder Feuer ausgebrochen, wel> -^ eine große Ausdehnung angenommen hat. Es sollen nach' bisherigen Nachrichten mehr als 20 Schächte :nlt den Ä" türmen, den Werkzeugen und dem Rohöl verbrannt s<«: Viele Häuser in der Votolerstraße sind dem Brande — Opfer gefallen. Heute früh wurde der Brand lokalisiert. Lemberg, 9. Jänner. Beim Grubenbrande in > ryslav wurden zusammen ungefähr 27 Schächte eingeäs^"-In mehreren Schächten dauert der Brand noch fort. ^ Häuser in der Voiolerstrahe sind niedergebrannt. Aus V hcbycz wurde die Feuerwehr requiriert. Lemberg, 9. Jänner. Nach übereinstimmen^ Meldungen sind in Voryslav 32 Schächte und 23 Häusel!"«» gebrannt. Das Feuer entstand in einem seit längerer Hm nicht mehr im Betriebe gestandenen Schachte der Duczy"^ Grube. Die Entstchungsursache ist noch nicht bekannt. .S, brennen noch vier Eruptivschächte. Ein Verlust an Mens^»«' leben ist nicht zu beklagen. A ----------------- Kr Typhus-Epidemie in Prass. n..^ Prag, 9. Jänner. Seit 19. Dezember v. I. herrs^nl, Prag und in den Vororten eine Typhus-Epidemie. ^»Ul diesem Tage ois zum 3. d. sind in Prag 95 Personen krankt. Gestern standen in den Prager Krankenhäusern ^r Typhuslranle in Behandlung. Aus Karolinental wird «, richtet, daß dort in den letzten sechs Wochen 20 Persone"'^ Typhus erkrankt sind. In Smichow kamen bisher nur ^err Erkrankungen vor. " ^ ___________ »ls« Neuerliches Erdbeben in Audisha«. ^ Aschabad, 9. Jänner. In Andishan fand am "H um 11 Uhr vormittags ein neuerliches Erdbeben statt, ^s sich besonders in einem heftigen vertikalen Stoße äuß^ Menschen sind nicht verunglückt. l»ue, Marokko. Z Tanger, 9. Jänner. Ein aus Fez kommender ^"^ respondent erklärt, im ganzen Lande herrsche volllom^»'/^/ Ruhe. Die früheren Nachrichten seien übertrieben gc>^,i°^" die Autorität des Sultans sei unbestritten. Der Korresl^k, dent passierte unter Bedeckung alle Stämme und es siel "^ gar nichts auf, was die Gerüchte, die ihm in Tana/l^ Ohren gekommen waren, rechtfertigen könnte. London, 9. Jänner. Das an der hiesigen nnl. ^ auswärtigen Börsen verbreitete Gerücht von einem gegc»,,^ Kolonicnminister Chamberlain verübten Anschlage ist ^' unbegründet. Weder im Kolonialamte, noch an som^ maßgebenden Stellen ist hievo» etwas bekannt. Laibacher Heilung Nr. 7. 59 w. Jänner 1903. I g^ ^ ^ ^^^ ^ bis st. 11-35 p. Met. — sowie stets das Neueste in schwarzer, Weiher u. farbiger «Heuneberg'Veide» ,^M >> ^^ » > vml 60 Kreuz, bis sl, 11-35 p. Met. — glatt, gestreift, karricrt, gemustert, Damaste etc. liMF^VV M»^^»M>M^ 8elllWll2M38t8 v. 85 l(sM.—l!. N8ll182ll-8ellje d. Lll Xi"M.—ll. n 35 z°U»M >> ^ H » >W >> 5eil«en-828t!ile!lle!' p. Nobe . l!. 3 gll—l«. 43 25 L^ut-Zeille ' Lll Xseul.—fl. 1135 ""MF« > >"»M W^ V > l! W^ /^/^ ^s^ foulai-lj 3Lllls bedruckt . 80 lttm.—ll. 3 ?ll ^ Llou8en-8Lllle » 60 ltteu?.—ll. 1135 aM> »>> »M»>»»«^» M^> > »U 1/^^11 ^ p- Met. Franko u. schon verzollt ins Haus. Mnster umgehend. — Doppeltes Briefporto nach cilUW^>> d.Schweiz. (W) 4-1 ^ Neuigkeiten vom Büchermarkte. b ?^^m,°'? N- b' Phlisit, 1. Mechanik. Akustik, X 6, ^u's.^3 ^"^°"" ^ich. Hern,.. Die Sternkunde, li 6. ^.«s, ^.°"l ^'- Die Philosophie der Nhagauad Gita. ^de Kr'äste^lc N°/n" ^ r. Mysterien, Symbole und geistig ne/m^n.: ^ ^' "Whitman Sidnel-, Persönliche 's b ?in!. ?,^"^" Bismarck. K 8 40. -VölscheW!. Ilme!mn/ ^ ' 3"«. ^ - Pasig P^the llienlrant^l ^ ^/ ^ Glehrl Emmy, Em bunter erall^ ^"c " ^e Kunst des Jahres 1902, X 5-40. »Kunft ^'^ A" ^^erschnitt als Kunsthandwert und haus« ^°hie mt n<^^' 17 Eder. Dr. I., Die Praxis der PlM. ;oyie mtt Ge atine-Emul ioncn, X 8 60. - Flörle G. ?oH" n"^ X7.'20. - Wolff. Z. Baron ^ n und U'beglnter für Rom. K 3. - Adolph Vayersdorfers ,nen m.>^' "'/ ^^0. - Hausbrand F., Das Hn» d"'3 und Dampf, K 4-80. - Ischerarnack L,. Ä 2, 5 ^"^ " ben ersten Jahrhunderten der christ-^in n^ur N '^ -, Nachtweh Alw., Die Geräte und ^schük/^ ^"bmrbeüung, K --90, - Wendel Dr.. eN.^'"^""^"^"ng? ^^ ^ ^ Gerling R, ^isch/ ^^'""/e.und erblich belastete Kinder, X 2-40. «l I ' D'e En,,tehnng des sozialen Problems, lv 9. » Vamdp " ^« Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H ,^Vllmberg m Lmbach. Kongrehplav 2. ^ Verstorbene. ^. Ei»^3l^sl^' 3r°"zisla Simoneie, Nremsers^attin. Im Siechenhause. /p°«!^Z,^,^^^«.,r«er, ss»,,ch,e.«.°ch.er, 32I,. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^h^^2^^^ ^'0 mm. KZ ßlß M Z'^ Z DZ^ ^3 Wind , Ausicht UZ-Z ^ ' m, 738 I^7.«^N/^V^^en^ 7F^-----7°^,^^—^—'^'3 ! bewölkt "6. 7370! 9 0^ SW. mäßig , veww 0^ ,: _2^,^2esmittel der gestrigen Temperatur 7 3°. Nor-Veraniwortlicher sledalteur: Anton ssuntel. Landestheater m Latbach. 58. Vorstellung. Gerader Tag. Heute samslag, den l<). Jänner Venefiz des Spielleiters und Charalterlomilers Othmar Lang. Zum erstenmale: Er «nd seine Schwester. Posse mit Gesang in vier Vildern von Bernhard Buchbinder. Musik von Rudolf Naimann. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Dlmksaglmg. Anläßlich des 100. Kammermusikabcnbrs der PhillM. monischen Orsellschaft wurden allen Herren der zi'aminermnsi^ Vereinigung von Seite des hochgeschätzten Publilunis so ehrende Ovationen, und insbesoi'drrc niir als Lcilcr dieser Abende nud meinen bescheidenen Bemühungen um die Pflege der Kammer-musit so viele schmeichelhafte Beweife von Wohlwollen. Wert« fchähung und Auilzeichnung entgegengebracht, daß ich, an her stände, jedem einzelnen zn danken, mich tief verpflichtet fnhlc, auf diesem Wege allen verehrten Frcuuden der Kannnerimisit, sowie meinen hochgeschätzten Gönnern nnd insbesondere jenen hochverehrten Damen, welche so liebenswürdig waren, sich um das Gelingen der Feier persönlich zu bemühen, meinen aufrichtigen, herzlichsten Dank auözusprechen. Laib ach, am 10. Jänner 1903. (124) Hans Gerftner Konzertmeister der Philharm. Gesellschaft. Mode»Bericht Winter 1902/03. Die bekannte Seidenfabril Hennebera, Zürich, schreibt uns: Es wird immer schwieriger, cinen Modebericht auszuarbeiten bei der großen Mannigfaltigkeit von Seidenstoffen, die in der gegenwärtigen Zeit in den Handel kommen — das ist eine Folge der nicht mehr zu verdrängenden Bloufen-Mode! Von einer eiuheilücheu «Mode» kann man schon seit Jahren nicht nuhr sprechen; es ist eben alles «Mode»! — Gestreift, larriert, gemustert, einfarbig, Changeant (Schiller), moiriert, Chun!, Foulard, M«,rueilleux, Lonifiue, Tafset, Mas u, s. w. u, s. w. — Am bevorzugtesten von Geweben bleibt wieder: Taffet in weiß, schwarz, farbig, bedruckt nnd gemustert. Daneben: Louisiuc, Chine und die nn-t'rrmeidliche Foulard »Seide! welch entzückend schöne Dessins und FarbeN'Kompositionen bringt uns darin die lominende Fnihjalirs» Saison! — Auch »Schotten», die laum als «abgetan, gegolten, tauchen wieder in ncncn Farl'ensttllungen aus- darunter «blan mit grün», als hochmodern! — Gestreifte Seidenstoffe in uu° gezählten Dessins, ebenso auch Kalos sind von Pans nnd London fürs Frühjahr bestellt worden. Eine Hauptrolle dürften die duftigen Seiden«Musseline, bedruckt, spielen. Für die Reise die Führung übernehmen, da sie sich in der lchten Saison als ungcmein praktisch bewährt haben. — Für Gesrllschaststoiletten im kommenden Winter werden viel die hochfeinen, edlen Cli^cö de Chine bestellt, die feit Jahren vernachlässigt worden sind. In Damasten sind große Dessins auf mattem Fond sowie Moires mit Chinö'Effekte» bevorzugt. — Moderne Farben sind: grau, serpent (grün), fraise, p'aublau, dunkel-violett, electric und braun i,l allen Abstufungen. (94) %J™^^______' aLfcalleclier als Heilquelle seit Hunderten von Jahren bewährt in allen Krankheiten der Atmaugs - und Verdau-nngaorg-ano, bei Gicht, Magen- und Blasenkatarrh. Vorzüglich für Kinder, Rekonvaleszenten und während der Gravidität. (73) Bestes diätetisches und Erfrischungsgetränk. Niederlage bei den Herren Michael Kastner und Peter Lassnik Wie BA|*1A|1 so die A^ Vl M VH schön werden die Zähne, wenn man sie mit Menthol-Zahnpulver (Denton) täglich reinigt! Eine Dose 60 Heller. 3uftenden Atem aus dem Munde und einen gesunden Zahnbestand sichert das und erzeugt gesundes, rosarotes Zahnfleisch! Ein Flacon im Karton 1 K. ^ur erhältlich beim Erzeuger Mr. Ph. Mardet-schlägerj Chemiker, Adler-Apotheke, Laibach, Krain. Täghcher Postversand. (3f)lß) 26-14 Kurse an der Wiener Dörse uo,n 9. Jänner 1903. «««d»°W°«»«„r«l>»>° Die notierten Kurse verstehen sich in ssiüncmuährung. Nie Notierung sämtlicher «ltiei, »„d der .Diliersc» Lose. versteht sich per Stuck. >. ^"^ - -Xt.0—Xb5^. 7°»r»«l»n.nKünlLt.lch, e" «ndzänd.l. ",.?V"r°nenwähr,'s^ , !,'.bt°.b«o, der'»'""''" ' ^« ^«)-?o l"!"' "udw.llWfl'. «.'«»'T. "" bN »l4 50 Geld Ware »0» Viaal« zur Zahlung übeinomwene Gisen»..Prior. Obltgatlone». Lüsabcthbahn 600 u. »000 Vl. "^9" 10°/«......1«--ll«lü0 ah», «0 u, »ova M. 4"/».........liy 50 I2l — Yranz Josef.«., «m. l«»4 (blv. _.st,)Eilb,. 4°/».....3U'8b iO08b «lall^scht Karl Ludwig-Ullhn (b.v St.)NiIb, 4°/, . . . ,W-iO0 9u Vorarlberger Bahn, «,n. 1884 ^. —_ dto. bto. Vilb«l i(x, ,l ' ^.^ ^. ^ "b I^I»??"'"' Anwt 2ss»ntl.Anleh»n. b«/» Dona,!.«eZ,.«„leihe 1878 , ine-?!. ---N'llebeil der Stadt «Nrz 9^.1l zoa _ Anlegn dti Etlldt Wien . . ' wn ,» 10? ,n b°' 3»' ff"ber °d, Gold) 128»» lL4 2ü d°. bto, (1894). . . . v7,üu WöN bin. dto, (1898) 100 — 10l — ««r,eha„.«nlehen. verl°«b. 5°/„ «»-85 98 85 »°/° Krainer Lanbe«-«nleh«n . »?-— s? «0 Psandbli»ft »tl. «obll,alla,öst,i!i50I.verl.4°/° W?ü 9375 N.-österr,li«nbesHyp,.«nsl,4°/° ^ 80 10« «> Oeft.-ung, Vllnl 4«'/Mi, verl, 4°/»......... 10U l»U 1U1 50 bto. dt°. 50jähr. Verl. 4°/» 1W l.« iui du Epllrlllsse, i,i>st.,S"I.,verl.4V° l00 4u lui 40 ElstnbahN'Vllorltät»-Pbllgallontn. NerbiimnbH Norbbalin 4°/, Unterrraioer Vahnen , . W-h« iW - glvtls« zoft (per Etilck). «erzlusttch« «os«. »°/<> Äubtnlredlt-Uose «?l> ,, ,, ung. „ „ bfl. l!? «U i!» 60 ^udulf'Uose 10 sl...... ?»'— ?? — 5 alu, Luse 40 fl...... 24U-—244 —! 3.t,-Genoi!!'Ll>se 40 fl, . . . 249 — ^5»- wiener Lomin.-Ilose v. I. 1874 4«? — 441-Gcwinstsch. b. S«/« Pi, ° Schuld». b. Uobenlredltanst., !lm.i889 <«'— 72- «aibacher Uose...... 72-— 7?-—^ > Velb Ware Nllieu. Transport «zlnltl» nehmungen. «Usslg-Ievl. Vistlch. lwo fl. . . Üb58- 2tiUl> Vau- u. Äettes, für stilbt. Stlaheub. w Wlen l!l. /< . 43 — 45- Klo. dto. dtu. lit. v . 43 — <ü-— Vühul, Älurdbahi, 15(1 fl. . . 400 — 4«4'— Vuschtiehraber Eis. 5NN fl. KM. 8470- 2485' btu. bto. (lit. ll) 200 fl. 9UU-— 983' T>o»aU'Dau!pflchlfsahlls> Gesell, Oeslerr., 500 fl. »M. . . . 5 — «li — Dux Vudenbacher E.-U. 400 «. i^>'— 5üH — Yerdlnaiid« Nordb,1»0U fl.KM. 5455 54U0 Lemb.-Czeniow. Iassti-Eisenb.- Gesellschaft »00 fl, S, , . . z«8-- 572 - Uloyd.Oest., Trieft, 500 fl.ttM. »<„-— 8<>5'- vesterr. No' ^oieNdal,!, «<»0 fl. S. 44?> 5» ^47 - dto. dto. (lit. U)2«0fI.O. 4l^'üU ^54 5« Prag'Duxci Eisenb.IMifl.abgsl. i!>>> b„ ,<»?> - Staatseisciibahn «00 fl. 3.. . «93 »u 6>'4 ko Südbahi, i!0U sl. S. . . , 58-b» l>>» 50 Lüdnordd, ^erh,°Ä. ^00 fl TM. 408- - 410'-Tramway Ges., NeueWr.,Prio° lilHt« Allle» 100 sl. . . . 147-- 153'- Ung.-Nali». lzlslüb ^>N sl. silbei 43»'— 4Ü<5 50 Un8.Westb.(«aav-Oraz)200fl.E. 43U- 4»»-- Wiener Uolalbllhnc»° «lt.Ges. . —-— __-^ Kank«n. Nnglo-oeft. Van! l»0 ft. . . 273-50 »74-50 Banlverel», Wiener, 200 fl. . 45« 5« 459-50 «ublr,^lnst,, Oes!., 200 fl.E. . 946-- «4«-- Nrdt.Nnstf Hnnb, u, G. IWfl. 6x9 50 «!10 50 bto, btu. per Ulliiuu . . «9a.'>!> »,>)l'H,» ttrcditbant, «llg. ung., W0 sl, , 7»!-!i5 ?»3 5i, Dcpusttcnbaul, All«.. ^00 fl. . 4ü<>--4»2 - Esluüiple-Gcs., «drös«., 400 fl. b,V — 5ll'- Giro«u.ttasseiw., Wiener »0»fl. 42»- <4N-— Hypothelü., vest., »<« fl.30"/»«, I94-- 1W— («elb Ware tlünberbanl, Oest., 200 fl. . . 3U9 25 400 »5 Orfterr.-unaar. Äanl, 600 fl. . 1555' ahn«..Le!hg,,Hrfte, I0«fl. L3l'— »»5 — ,,Ell'emühI". Papiers, ». V.°«. 103 — nb — Liesin^er «rauerel 100 fl. . . »20 — z«!i'— Montan Gclelllch., Oest.'lllpine 3»8 —»8» — Prc,„er «tuen Ind. Gej. 200 fl. 1545 ,555' Salao-Tarj. Gteintuhlen 100 fl. ^5'— 531'— „Schlöglülülil", Vaptrrf. 200 fl. IW — »01-— „Steurerm,", Papiers, u. V,-G. »50 — «54'— Trifailer llohlenw. Gcscll. 70 sl. ü^O' - 385 50 Waffenf.-G.,Oest.