Nr. IW. Prnnu »icratiottspr,:!«': ^ni Comptoir g.,üz>. f>. N, l'^Nlj N. 5.50. stiir bi« ZusteNilül! in» ^'liu« hnlbj. 5>0 lr. Mit dcr Post M>zj. st- >^ h»ll'j. fl. 7.5,0, Samstüss, 2U feilen : imal^o lr., iü». Xl> lr., ^l!«. ^ sl.; r>. In!cliiV,!»stcmpcl jcbc«m. »O li. ^l871. Aintlicher Theil. e§c. k. uud l. Apostolische Majestät habe» mit Aller--höchster Entschließung vom 10. Analst l. I. über Antrag des Reichskanzlers, ViinistcrS des kaiserlichen Hauses und des Acußcrn, dem b?i dem k. und f. Consulate in Mailand verwendeten Houorartanzler Dr. Wilhelm Mühlb erg - Schack den Titel eines ViceconsulS allcr-gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 10. August d. I. über Antrag des Reichskanzlers, Ministers des laiscrl. Hauses und des Acußcrn, dem Banquier David Weiswciller die Annahme uno Bekleidung des ihm verlichcncu Postens eines t. spanischen Consuls in Wien allergnädigst zu gestalten und dem bezüglichen Bcstallungsdiplomc dcS-selben das Allerhöchste Exequatur zu crlhcilcu geruht. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den provisorischen Adjuncten an dem neu errichteten chemischen Vaboralmium der Universität zu Wien, Privat-Doccntcn Dr. Eduard Schwarz zum wirklichen Ad-jnnctcn an diesem Laboratorium ernannt. Der Minister sür Cultus und Unterricht hat dein Professor am Staatsgyninasium zu ^inz Thomas Hohe n -»varter und den Lehrern am Vandcs-Ncnl.ni'nnasinm zu Leobcn Michael Petschcnig und Jakob Rappold Lehrstellen am Staatsgymnasium zu Klagenfurl verliehen. Nichtamtlicher Theil. Zur Ullhlbwlgullg. Wirn, 24. August. Durch die in jüngster Zeit erfolgte Auflösung einiger Vandtagc und die Ausschreibung der betreffenden Neuwahlen ist einc Wahlbcwegnng hervorgerufen wurden, lvllche um so lebhafter sich gestaltet, als in ihr die verschiedenen, zum Theile schroffe» Gegensätze unserer politische« Verhältnisse neuerdings zinn Ausdruck kommen lil^d nach Geltung ringen. Eö fchlcn auch die gewöhnlichen Mittel und Manöver nicht, die bei Wahlen vorzukommen pfkgm, und wcnn die gea/nwärli^e Wahlbewc-guug von früheren sich untcrsäicidct. so dürfte der Unterschied hauftlsächlich in der gvößcrcn ^cidcnschaftlichlcit zu finden sein, wclch.: diesmal schon bci den ersten Vorbereitungen und Einleitungen zu Tage tritt, und die sogar so weit reicht, daß selbst die Eorrcctheit der jüngsten Ncglcrungsmaßrcgel in Zweifel, ja in Abrede gestellt worsen ist. Wir hallen einen solchen Zweifel für vollkommen unbegründet, und lein Unbefangener wird in Abrede stellen können, daß das Ministerium, als es zur Auflösung einiger Landtage schritt, nur von cincm durchaus constitutioucllen Mittel Gebrauch gemacht habe. Die Regierung will, wie sie dies wicdciholt erklärt hat, die Herstellung des innern Friedens, die allseitige Anerlcnnnng und Uebung der Verfassnng. — Dnscs Stnbcn der Regierung hat bekanntlich bei jenem Theile des RcichsrathcS, d.r die Vcrsassungsparlci s.rnamit wird, heftigen Wiederstand, ja offene Zniück^cisung Munden. (5g isz »ahcr ebcuso natürlich, cils streng cou-U>l»tio»cll, weun die Rel,icrn»g durch Auflösung jener ^"dtassc. dcrer Vertreter hauplsächlich die obenerwähnte "pposition bildeten, direkt an die Bevölkerung appcllirl uno dci, Mhlcrn Gelegenheit gibt, sich darüber auszu-lplcchen, öl, sic der AuSglcichspolitik der Rcgieiung sich ""ichlicßen, oder ob sie die Widcrstandspolilit ihrer blShcngcn Vertreter fortgcsttzt wissen wollen. I" jedem anderen Staate würde ein solcher Schritt, n wemicr Absicht immcr unternommen, von den consti' utloncllen Fractmncn mit Genugthuuug begrüßt werden. N'' '^ °u' ihm das lebendige Verfassungsrecht, '- V« ^^d/" präcisesten Ausdruck für die Conti-nuttllt des constttnt.onellen Princips, blicht so in Oestcr. re.ch Hier wo eln lahrelangcr. erbitterter Parlcicnlampf has pM.sch^ Vorurlhc.l großgezogen, hier bedarf cs numenll,ch Vcllcus leucr Partei, die sich «ls den alleiu crccht.gten I"tcrpre en des Verfassm.gsgedankenS be. trachtet und d,e sich d,e Vcrkörperuug des Liberalismus dnntt, zur Ncchtscrtigung einer Ausschreibung von Neu« wahlcn ganz anderer Momente, als der einzig naturgemäßen. Im Kampfe ergraut, vermag dicsc Partei sclbst in einem solchen Acte nur ein Kampfobjcct einc gegen sie gcrichlcle Waffe zu erblicken, und stürzt blindlings gegen etwas los, was doch gerade ihr gcgmübcr den Fricdcnsrnf, dic Mahnung zur Versöhnung und Verständigung, zur Erkenntniß und Umkehr bedeutet. Die Parteieu in Oestcricich haben viel geqcn ein. ander gefehlt, am meisten vull^icht lmtcr Allen aber dil „VelsassungSpaitei." Wir haben sie Jahre lang am StaalSrudcr, ein Dcccnnium lang im Besitze dcr pir« lamcnlarischcn Herrschaft gesehen;' ihre Erfolge — wir wollen sie nicht ausinalcn, die Situation, in der Graf Hohcnwart das konstitutionell«: Vcbcn in Oesterreich vorfand, die trostlose Situation, sagen wir, spricht einc gar zu klare Sprache. Anch dic lctztabgclaufenc Session sah die „Veisassungspartei" „och im Besitze der parlamen-tarisäicn Herrschaft. Wie sie gebraucht worden, wie dicsc Partei anch in dieser letzten Phase ihre reichen Kräfte in ohnmächtiger Negation der an sie immer gebieterischer herantretenden Nnfc nach cincr Vcrfassuugs-rcform zersplitterte, und schließlich erschöpft in einem kaum für möglich gehaltenen Fatalismus dic Hände sinken ließ, auch dies ist noch in frischer Erinnerung. Wer aus einem sclbstgcwolltcn Kampfe so geschlagen hcrvorgcht, der, sollten wir meinen, müßte über die Ur< sachc seiner Niederlage, über die begangenen Fehler und verübten Mißgriffe zum Nachtanken geführt werden, der müßte dic Gelegenheit, sich politisch zu rshabilitircn, freudig begrüßen, umsomchr in einem Kampfe, der für den Staat gekämpft werden soll, in dem als schönster Knmpfprcis die endliche Consolidirung desselben auf con-slitutioncttcr Basis winkt. Ist düS aber die Hallung, welche die „Vcrfafsungöpartci" den bevorstehenden Neuwahlen gegenüber einnimmt? Verrath bisher auch nur eine Erscheinung, daß man sich im Schoße dieser Pa'tei darüber klar geworden, daß die Herrschaft der Phrase den liberalen, ja sclbst dcn conslilutioncUll, Gedanken dem Ruine unaufhaltsam zuführen muß? Nichts von alledcm. Der alte Kampf wird mit den alten Waffen geführt, und wc, man wenigstens frische, vom Vornrthcile frei,,', sür dcu Gedanken dei Versöhnung empfängliche Elemente in die KampfeSreihen eintreten zu sehen hosflc, dort drängen sich wieder jcnc Elemente in den Vordergrund, die durch 10 Jahre dic Völker Oesterreichs die große, wcrlhvolle Wahrheit lehrten, wie eine Verfassung nicht gsf-äftiyt wird, nicht cickräftin,! werden kann. Der Gedanke der Versöhnnu^, die Erkenntniß der Nothwendigkeit, daß dic Verfassung, um Allen zu genü« gcu, verfassungsmäßig geändert werden müssc, mit einem Wolle: dic Politik des Ausgleiches, ist nicht von heute, ihr habe» sich Männer, wie Gistra und Hafner nicht entziehen tö»n>n, sie hat im Grafen Potocki schon ihren beredten Anwalt gefunden. Wenn die „Verfassun^par-tci" auch heule noch mit der schroffen Abweisung dcS VcrsöhnnngsgcdanlenS an die Wahlurne tritt, dann muß sie fich dcsscn bewußt scin, daß sie damit nur dic Verewigung ihrer Mißerfolge anstrebt und die Unfruchtbarkeit ihrer Bestrebungen als ihr politisches Ideal hinstellt. Die Neuerung kaun es nur beklage,', bei jenem constitntioncllen Werke der ausgleichenden, vermittelnden Stütze jcncr Partei zu entbehren, wclche mit ihr den Anwalt der Vcrfassang den Rechtsansprüchen der König-reiche und Bänder gegenüber zu bilden berufen wäre. Noch selten ward dcr ..Verfassungsparlei" einc größere Aufgabe zu Theil, als jetzt, und noch selten sahen wir sie kleinlicher aufgefaßt, wic in dcr bereits begonnenen Wahlagitation. Man wittert überall Feinde, nur nicht dort. wo sie eigentlich ;u finden sind; und das sind im Schoße dcr eigenen Pa,lci Icnc, die heutc wic immer noch lcinc andcrc Vosung kennen al?: Kampf, und zwar Kampf um jeden Pr^is! Diesc Parole, wir können nicht glauben, daß sie die Dculsch-Ocstcrrcichcr zu dcr ihrcu machcu sollten. Wir si>,d überzeugt, das? in dem großen, bedeutungsvollen Momeiüc, in welchem dic vcr< söhnicn und bcfricdiglcn 'Nationalitäten zum »cucn con stilulioncllcn Bnndc sich die Hände reichen werden, dic deutsch-österreichische Partei nicht durch Männer vertreten sein wird, welche in ohnmächtigem Grollen gegen eigenes Mißgeschick sich weigern lönntcn, die ehrliche Rechte dcu andcrn Nationen zu rlichcn. Dic Dchttchungcn in Vastcm Gewisse Iomnalc glauben odcr scheinen zu glauben, daß die hohe Politik heutzutage iu cincr Weise unt> unter Formen sich vollzieh.', wie z. B. untcr Mlirenden Privallcnlcu Conttattc untcr Zu;ichnng uou Zeigen, Benützung vorschriftsmäßiger Sttmpel, unter Bcidrückung dcr resp. Sicgcl abgeschlossen werden. Diesen Eindruck machen unbedingt all' die bunten Gerüchte, welchen man über die Resultate dcr Gastciner Zusammenkunft in den Journalen begegnet und die beweisen, daß einem Theile der Publicistit über dem Bedürfnisse, pikant zu sein. das Verständniß für die Art, wic eigentlich die große Politik getrieben und gemacht wird, ganz abhanden gekommen ist. Welch' bunte Menge von Gerüchten, die sich an dic läppischesten Aeußerlichlciten, sogar an die Miene anklammern, die Graf Bcust bei der Abreise von Gastcin gemacht habcn soll! Da wird in den Spalten dcr Journale Hohcnwurt gcacn Gcust, Bcust gegen Hoheuwarl in's Treffen geführt, dcr Umstand, daß dcr Kaiser vor dcr Ankunft dcs Grasen Bcust in Ischl sich nach Wien begibt, zu einem Ereignisse aufgebauscht, und dic Sachc so dargestellt, als bringe Graf Bcust von Gastcin cinen paraphntcn Vertrag in seiner Tasche mit, von dessen Annahme odcr Nichtannahme cr scin Bleiben odcr Gchcn abhängig macht. Für crnste Politiker bedarf cS keines Beweises, daß solche Darstcllungcn dcr Situation, wic sic die Blätter bclicbcn, einfach lächerlich sind; für sie bedarf es, um die Bedeutung dcr Gastcincr Eon-fcrcnzcn z« crulrsscn, nicht dcr Gerüchte von paraphirtcn Verträgen und dgl., denn ernste Politiker wisscn schon genugsam den Werth zu würdigen, dcr untcr den heutigen Verhältnissen aus politischen Confercnzen rcsnltirt, bei dcncn die Repräsentanten zweier großer Staaten, wic in diesem Falle Oesterreich und Deutschland, Gelegenheit habcn. sich tagelang ungestört über die schwebenden Fragcn auszusprcchcn. Daß dics nicht zu dem Zwccke geschieht, um Differenzen zwischen ihren beiderseitigen Anschauungen zu schasfm, sondern diesc, falls sic bcstchcn, zu beseitigen, ist cbcn so klar, wie, daß es leincr protokollarischen Feststellung dieser sscmeinsamcn Anschauungen bedarf, um für dic Zukunft cin gcwisseS Zusammengehen von Wicn nnd Bcrliu zur Folgc zu habcn. Und darauf — so wird ans Wicn von rompctenler Seile geschrieben — ist daS Rcsnllat der Gasteiner Confcrcnzen zurückzuführen. So bescheiden cs auch in dieser nüchternen Darstellung el-schcinl, so wcrdcu, wie bcmcrlt, crnftc Politiker slinc liohe Bcdenlung leicht herausfinden. Die europäische Diplomatic hat in dicscr Beziehung cin richtiges Verständniß und ist anch, wic man hört, durch Gastcin aus ihicr sommerlichen Siesta in unbccMmcr Wcisc aufgescheucht worden. Die Conversation in Ga-slciu entzieht sich selbstverständlich jcdcr Combination, doch ist cö als wahrscheinlich zu betrachten, daß u. A. anch dic Frage dcr Stellung Oesterreichs zu Nußland in Discnssion kam. Für die Richtung, in der sich diesfalls dic diplo^ malische Eonvcrsalion bcwcgt habcn mag, ist vielleicht dcr Umstand ein Fingerzeig, daß Graf Gcust in dem lctztcn der jüngsten Delegation gegebenen Efpos6 als eine besonders wcithoollc Conscqncnz dcr Annäherung an Deutschland die Möglichkeit andeutete, durch Deutschland sür Oesterreich die Brücke zu besseren Beziehungen zu Rußland zu finden. Es isl sehr wahrscheinlich, daß dicsc Auffassung auch in Gastciu ihren Ausdruck fand, denn cin Fricdensprogramm — und nur ein solches wurde in Gastcin diSculirt — schließt auch dic Erhaltung leidlich guter Beziehungen zwischen Oesterreich und Ruhland in sich. Wic man jedoch all' dies mil dcr innern Frage in Zusammenhang bringen und glauben machen kann. baß sich innere und auswärtige Politik gegenwärtig aus-chlicßcn, ist vollends unverständlich. Die auswärtige Politik, welche Graf Vcust verfolgt und für dercn Richlnng di- Oastciucr Confcrenze» cmcn erfreulichen Fingerzeig bicttn, betreibt doch Graf Veu,t nicht au eigene Faust! Diese Politik wurde schon m.t der Dcccml'cr - Dcpcschc angebahnt, und so lme d.ese. wurde auch die ictz» Haltung dcS Grafen Bcust m Gastcin von Sr, Majestät dem Kaiser gut yehclßen. wenn nicht anbefohlen. Auch da bcl^rf es leincr besonderen Combinationen, denn die Herzlichkeit dcr Kaiser-Entrevue in Wels und Ischl spricht doch einc genugsam klare Sprache. Andererseits kann man abcr doch annehmen, daß die Polilit dcs Friedens und der Versöhnung, dic Graf Hohcnwart im Innern anslrcbt, ebenso cincn kaiserlichen Willen ocllörpcrt. wie dic vom Grnfcn Bcust angestrebte Politik dcr Freundschaft mit Deutschland. Wie t^nn man abcr da glauben wollen, d°ß cin und derselbe Wille sich in scincn Aeußerungen wcrdc acacn-scitig paralysircn lassen wollcn! Schon von diesem eiucn Gcsichtspunllc aus müssen die Bcmiihu»«"'. ^' gensützc zwischen dcr iuncrn und äußeren Pol.l'l /'""" zu wollen, fruchtlos bleiben, ganz abgesehen davon, ou» 1426 die Journale kaum dm Bcweis zu führeu vermögen werden, daß die Herstellung dcö inneren Friedens, die Verallgemeinerung der Verfassung und die Schaffung eines vollständigen Reichsrathes eine Feindseligkeit gegen das Deutschthum in Oesterreich bedeuten sollte. (T. Z. apolitische Uebersicht. Laibach, 20. August. Der gestern in telegraphischem Auszüge gebrachte Artikel der „W. Alidpst." bezüglich des Verhaltens der Blätter gegenüber den Schrillen des Ministeriums, den Ausgleich zu erreichen, lautet vollinhaltlich: „Die Bespre-chung, welche die ministerielle Verordnung über die Ein-rechnung der Steucrzuschläge bei Verfassung der Land-tagSwählerlistcn in den meisten Wicncr Müttern gesunden hat, bietet eine so auffallende und unsere gegenwärtigen Preßzuslände so sehr charafterisirendc Erscheinung, daß wir dieselbe nicht mit Stillschweigen übergehen können. „Eine Woche beiläufig debattirtcn Blätter und Vlätt-chcn diese Verordnung, alle möglichen Motive werdcn der Regierung unterschoben, Gesetzwidrigkeit und Vcr-fassungsbruch wird ihr zum Vorwurfe gemacht, und nachdem endlich der ganze Vorrath von Gehässigkeiten erschöpft ist, kommt ein Blatt von dem Range der ..N. Fr. Pr." in einer seiner letzten Nummern mit dem Geständnisse, daß Allee, was cS bisher hierüber geschrieben hatte, der Grundlage entbehrte, daß ihm erst jetzt der Wo rtlant dieser Verordnung bekannt wurde und daß derselbe leine Gesetzwidrigkeit und noch viel wcnigcr einen Verfassungsbruch enthalte. „Wir kannten zwar daS genannte Blatt aufmerksam machen, daß auch dieses Naisonncmcnt noch immer einige wesentliche Punkte ignorirt odcr nicht kennt; wir verzichten jedoch auf eine solche Nachweisung und begnügen unS damit, das lesende Publicum erneut ans die Nothwendigkeit aufmerksam zu machcu, die Urtheile der Presse mit Vorsicht aufzunehmen. „Namentlich scheint nns dies im gegenwärtigen Augen blicke geboten, in welchem die Presse mit gleicher Gründlichkeit den sogenannten Ausgleich mit Böhmen bespricht, ohne von dcsscn Inhalt irgend welche Kenntniß zu besitzen. ..Wlr tonnen diesen', Treiben gegenüber die vollste Beruhigung qcwälircn, bag durch diesen Ausgleich weder die nothwendige Einheit der Monarchie, noch der Aus gleich nut Ungarn gefährdet, weder die Nechlc der Deutschen in Oesterreich, noch die bürgerliche Freiheit geschmälert werdcn." Die „Weser-Ztg.," bekanntlich ein Organ, das von Berlin her öfters vorzügliche Informationen erhält, kaun nicht glauben, daß in G a st c i n die rumänische Angelegenheit den Hauptgegcnstand der Verhandlungen go bildet. „D>e Vukarcslcr Verhältnisse." meint das Blatt, „werden allerdings höchst wahrschclnlich in Gaslcin besprochen werden, a^cr gan; gewiß nicht in dem Sinne, in welchem die Opfer des Dr. Slro»ßbe,g sich schmci-chelu. An der unteren Donau haben Deutschland und Oesterreich polit,schc Interessen zn wahren, welche mit den protestirten Coupons in nur sehr mittelbarer Beziehung stehen, und diese Interessen reichen völlig auS, eine Verständigung zwischen den beiden Reichskanzlern wünschenswert« erscheinen zu lassen. Wenn bei der Gelegenheit nebenher etwas für die Gläubiger abfällt, so mögen sie dem Himmel für diese völlig unverdiente Gnade danken." Die Berliner „Tribüne" schreibt: Herr Stiebcr ist gleichfalls, einer höheren Aufforderung Folgc leistend, nach Gastein abgereist. Ob derselbe nur zur polizeilichen Ueberwachung oder als Sachverständiger für gewisse zwischen dem Fürsten Bismarck und dem österreichischen Reichskanzler stattfindende Vereinbarungen in Gastein fungiren soll, ist zweifelhaft. Vielleicht glaubt man nämlich, daß eine Verabredung gemeinschaftlicher Grundsätze über das Verfahren gegen die propagandistische Thätig lcit der Internationalen ebenfalls zwischen den beiden Reichskanzlern beabsichtigt wird. In Preußen wächst die Sorge, mit welcher man die Arbeiterbewegung betrachtet. Der Berliner Strikes haben wir schon gedacht. Doch auch anderwärts wird man ängstlich. Aas Köln wird in diesem Sinne berichtet: «Das Vorgehen der Arbeiter in Paris, Berlin und anderen O^len scheint nicht spurlos an unseren Socialdemokraten vorübergegangen zn sein; dcnn jetzt reiht sich allwöchentlich eine Versammlung ai, die andetc." Bezüglich des ncucn baierischcn Ministeriums liegen zwei interessante Nachrichten vor, Die ..Provinzialcorresonden;" gibt ihren Erwartungen mit folgenden Worten Anednick: Nach den baierischen Blät> tern hat das neue Ministerium als Grundsatz seiner Politik die treue uud gewissenhafte Erfüllung der Pflichten gegen das deutsche Reich aufgestellt. Man darf hoffen, daß die ernste Verwirklichung dieser Absichten beitragen wird. die geachtete Stellung Baicrns im dcutschm Reiche zu wahren und die nationale Entwickln!,.) dcs Gesammt-Vatcrlandcs kräftig zu fördern. Und das „Wr. TM." läßt sich auS München berichten, in unterrichteten Kreise,, werde versichert. V)crr v. Lutz habe vor der dlsiüiliveu Eonstituirung de'ö Ca-bincts bei einer vertraulichen Besprechung der Minister bestimmt erklärt, daß cr es nicht verantworten könne, in dem Sinne für ein Vo^ehen der Nehrung gegen die Kirche zn Plaidiren, wie die liberale Presse es fordere. Der Staat könne der Kirche das Recht, die im Glauben Fehlenden zu strafen, ebenso wenig streitig machen, wie die Kirche dem Staate das Recht, nach den weltlichen Gesetzen Fehlende zu richten, bestreitcn dürfte. Bisher habe die Kirche nur durch die Verhängn^ der Excommunication und Entziehung der Gnadciispcndcn der Bakiamente von ih>cm Richtcramte in Glaubens-fachen Gebrauch gemacht; hicdurch würden dic bürgerlichen Winden nnd Rechte der Bctioffcncn in keiner Weise al-terirl. Die Regierung könne nach der Verfassung den Geanern der Infallibililät. den sogenannten Alttalhol,-^? 'Ä' ^uanissc ci'nülunen. als allen von ihr geduldeten Glaubenöaenosftnschastcn, Partei für decoder l"!^ cn?". """^"' s" ""U S«che der Regierung, nicht der Wille dcS Monarchen, dessen Princip cö ist über den Parteien zu stehen. ' In der französische,, N at i on a l-V c r-sa mm lung wurde am 2Z. d. der Gesetzentwurf über d.c neuen Steuern angenommen. Es folgte sodann die Bcra.hung über den Gesetzentwurf betreffs Erlwbuna der Postgebühren. Ärt.kel >. Ascher das Po 7 Briefe nut 2-) Cent. Mlsetzt. ward angenommen und c n Amcndcment Wolowsl.'« wnffs Einführung vo-^orr! spondcn^arten m Erwägung ^, ^,ehen beschlossen Zum vielnmstllltcncn Nlvcl'schm Antraq ist noch e.n neues Amendcment gekommen, dessen Tendenz dahin ?^/.^F?"^ der Nationalvcrsammlnng bis zum 1. Mal 1872, und zwar bis zur definitiven Beschluß-nähme über die M.ltel und Wege zur Ausführuna des 5riedenSvertrages, bis zur vollzogenen Neorganisaiion der Armee und der Promul^irung eines Wahlgcsches zu limitiren. Dieser Antrag soll dem Inhalt des Pastes von Bordeaux besser entsprechen, ihm ist als Zusatz noch beigefügt, daß im Falle des Adlcbcns odcr der Verhinderung des Herrn Thiers, der so lange Präsident bliebe/, der Präsident der Nationalversammlung i>>«c» lucw sein Nachfolger werde. Der Antrag geht ebenfalls v^n der linken, und zwar vom Deputirten Eymard-Dnpcrnal) (Ijere) ans. Man sieht deutlich, daß es der Linten um Herrn Thiers, der Rechten nur um die Versammlung, d. h. um sich sclbst zu thun ist. Wenigstens aM aber aus dielem Antrage hervor, daß man doch die Möglich» tcit einsieht, jene wichtigen Fragen bis zum Mai 1^ erledigt zu haben. In allen übrigen Punkten schließt sich sonst dieser Antrag dem Rivet'schen an. In Süd frank reich circuliren massenhaft Petitionen, in denen um Auflösung der Nationalvclsamm-lnng gebeten wird, da deren Mandat schon erloschen sei. Aus Versailles berichtet die „France," daß das Verhör der angeklagten Führer der Commune mit der Bernchunmg Rastoul's und Parent's beendet ist; auf Mlen lastet schwere Verantwortlichkeit; der Einzige, der frei ausgehen dürfte, sei Ulyssc Parent. Alle übrigen Angeklagten suchten die Verantwortlichkeit für die begangenen Verbrechen von sich ab uud auf Naoul Niganlt, der todt ist, und auf Protot, der sich auf der Flucht befindet, zu wälzen, Sobald da« Urlheil gefällt sein wird, kommen am Donnerstag Ncchcfon uud Rössel an die Reihe dcö Erscheinens vor dem Kricgögcricl t. Nach diesen werden die übrigen verhafteten Milglicder der Commune und die Chefs der Nationalszardc folgen. Die Pariser ..Verix-' klagt in einem längeren Artikel über die auch dem Ullausmerksamstcn in die Augen springende Desorganisation der siai^ösischcn Armce. Bezeichnend sind folgende Stellen des belegten Artikeln ..Die Desorganisation der Armee springt auch dein Un-aufmerlsamstcn in die Augen. Es genüg!, wenn »'an i» den Straßen odcr auf den Boulevards diese Soldaten sieht in nachlässigen Umformen, mlvorschriftsmäßincm Anzüge, die sich da und dort herumlrcibcn. leine E»t< schlosscnlieil im Blick, leine feste, geschlossene E,schcinnng. noch das Alifticlcn eines an körperliche Uebung gewöhnten Mannes, vom Soldaten nur die Beklciduug. die nnr zu sehr der Verbesserung bedarf. Und wenn man sich nicht davor fürchtet, kann man den Vergnügungen der Armee auf dcu Barriered Bällen beiwohnen. Nicht selten sieht man dort in derselben Quadrille den Infanteristen oder Reitern als vi«-ü-vi« Officiere aegeüüber. die nicht einmal so viel Schamgefühl gehabt haben, ihre Epauletten und Dccoralioncn abzulegen. Wie will diese ^lrmce d,c sich seiM so ^nig achtet, von der dil'gcrli' chen Bevölkerung geachtet werden! Man hört auch nur "on ^ctvaltthätiacn Zusammenstößen zwischen Bürgin und Soldaten in Aayonnc. Rcnn.s. Besagn. Toulouse u. s. w.; s'.wn weiß das Publicum nicht mehr, wo eiuenllich die preußische Occupation anfhört. Und angesichts solcher Elemente wagen einige verblendete Patrio-° man die Entwaffnung rr< wartet, wird kein Anzeichen irgend eines Widerstandes gemeldet. " Nach wie vor sind gewisse Pariser Blätter, wie ..Nbert«. ..Figaro" und ..Gaulois," unablässig bemüht, Ueber den Mond. Von Heinrich v. Uittrmo. (Fortsetzung.) Die großen Revolutionen, die in der Vorzeit auf dem Monde stattgefunden haben, setzen die Wirkungen dcS Feuers voraus, und dieses bedingt die Luft. wenigstens eine feine Luft, oduc die unser Feuer nicht bestehen kann. Man war also mit dem armen Monde trotz aller genauen, mühsamen, bcwunderungSwürdigeu Bcobachtuu-gen nicht im Reinen, cr lag zwischen Leben und Tod, und dic Astronomen umstanden ihn wie die rathloscn Aerzte eines Consiliums am Krankenbette. Der Eine hatte ihn aufgegebn, und behandelte ihn als Leiche, der Andere fühlte seinen Puls und sein Leben, glücklicher Weise hatte man ihm leine Medicin verschrieben, und cr wanderte unbekümmert fort am Himmelszelte, tanzte todt oder lebendig immer treu um unsere liebe Erde. Dcr Vollsabcrglaubc verehrt den Mond immer noch als das einflußreichste Gestirn: die Wetterpropheten benoten .hn. um sich Credit bei der Masse zu ver- ^I7'.r/!n. !' ^ ^" Krakel zusammenstellen, dcr . s^ tt ^ ; ^ ""' "e Phase, bevor er die Reben beschnitt odcr den Samen der Erde anvertraute die M^ scher befragten ihn, um einen ihres F.schzuges zu werfen, der Matrose, der ih,' v - Mich alS Leuchte auf der See begrüßt, citirte seine alten Sprichwörter, um das Wetter zu errathen, und be. fragte thu nber Ebbe nud Flut, ja sogar die Schatz, graber z.eheu chn zu Rathe und hoffen viel von ftiner günstigen Phase. An dcr ilüslc von Peru behauptet man daß das Bambusrohr, bei Neuuwnd gefällt j^ Zeit fanl werde und Capita Walfh (emer dcr westlichen Inseln) einen Hufschmied gekannt haben, der dem Trunlc ergeben, zuwclien iu Stral des Vollmondes eiuschluf, dann imnur mit nem 2 verzogenen Oeychte erwachte, das einige Taae in diese., Zustande blieb und erst mit dem abnehmende M w.edcr d.c gcwohnl.chc Form annahm. Der Mond belnel also trotz aller Zweifel über sein organisches Wesen noä "nmer setnen Clnfluß auf die Gemüther. Die En stt ung. Versch .mmernng und Verbesserung aewiss r K a heitcn, d,c einem Laufe ähnlichen mi, ^ '' nannten Warzen, Alles das u m z lig nd tK bestr.ltene, theils kaum zu nomcne wurden mid werden uoch dem armeu Monde zu-geschrlebcn, obwohl sie sich vielfach nicht bewährten und ^ mancher der z B. sm, Haar bei zunehmendem Monde ngelmaß.g stutzte, um dessen Wachsthum zu be. fordern, fpäter e.ncn Kahllopf w,c der Vollmond davon trug, odcr sich um theures Geld am Ende der sympathetischen Cur elne Perrücke lanfen mußte. Diese Annahme eincr ursächlichen Beziehung des Mondes zu dcn organischen Vorgängen unseres Lebens, wenn man sie auch nicht bis in das Einzelne verfolgen kann, wird sich »m Allgemeinen doch erhalten. Der Somnambulismus, dessen stärkere Paroxismen gewöhnlich zur Zeit des Mondwechsels anfllctcn. und ocr u, 6-olgc dieser Beobachtung in dcr deutschen Sprache ogar den Namen „Mondsucht" erhalten hat, wird noch lange m.t tmsem unschuldigen freundlichen Gestirne in ^'^'"« «bracht werden. m,d von der Medicin, rn r^i/tt!7 l""' der Mond nicht erhellt, anch noch «gebracht! °°"' """"^" "^' °"f ^e Ankla.c^ ,.H„, Kleiden der geistreiche Humorist, macht sich schon z> r G^.gc nbcr alle die Wirtunacn lnstia die Mellm? 7^'^"l' "" N°'"e zuschreibt nö^ und I .^ '^'.'!!'''?^''' ^b das Moudlicht erwärme; Z n edcscht erm.ttelle ogar, daß die Mimos n oder se'" tt.ven Pflanzen E.ndrucke von dcr Mondwärme cmv u'-den und daß d.c Ze.t des Vollmondes d.'rch ihr Licht das Wachschum der Pflanzen beschleunigt ^ " stekl^B^^^.^ ?°"^ °"f Ebbe und Flut Nir^uf^ icWol^ besteht: ..der Mond frißt u naib 7^, ^'^"" d.° Atmosphäre, die unsere Erde l ä n. 1. '""' °!" ^"' ein Luftmeer, iu dem wir n t la ^ "'^"' S°ll dieses Luslmeer, das un- 2. s^' ^°^" Wasserflächen b rührt ganz uu< "psu'dlicl) se.n gegen Störungen, gegen Ebbe und Flut, diesen ausgedehnten Oceancn vortommcn^ Wic bekannt. g,bt es Stellen auf der Erde, wo die Flut crXaunenswnrdige Höhen erreicht. Am Texel in Holland, lm Canal La Manche gibt es Fluten von ^, m 1427 den Deutschenhaß in Frankreich zu schüren, und in diesen Bemühungen werden sie wesentlich von zwei in neuerer Zeit vielgenannten Gesellschaften, „Liguc de la D6livrance d'Alsace-Lorraine" und „Ligue llnti>nssiennc." unterstützt. Jene verfolgt den Zweck, eine permanente Aufregung in den von Deutschland eroberten Provinzen hervorzurufen, diesc, deren Or»ian das Wochenblatt ,.L' Antiprussien" ist, richtet ihre Tendenz vorzugsweise auf Verhinderung der Beschäftigung deutscher Arbeiter in Frankreich und auf Hemmung dcr cominerziellcn Bc-ziehungcn zwischen den bezüglichen Kreisen. Die „Köln. Ztg." bemerkt dazu: Man kann die Franzosen nicht zwingen, Dculschc zu beschäftigen und mit Deutschen in Geschäftsverbindung zn treten. Der in Paris schon recht fühlbare Arbcitcrmangel und die Nothwendigkeit, den Austausch der Producle Deutschlands und Frankreichs wie früher wieder herzustellen, werden diesen Zwang schon üben und zum Erfolge führen. Wohl aber möchten die französilchcn Localliehörden sich überlegen, ob es nicht aus polizeilichen Gründen gcbotcn ist, einzuschreiten, wcnn das letztgenannte Blatt den Berkchr stört und zu Gewaltthaten auch gegen Franzosen verführt, welche Deutsche wieder anstellen oder in deutschen Läden Einlaufe machen, indem es dieselben seinem Publicum als schlechte Patrioten dcnuncirt." Die Journale von Lyon veröffentlichen die Proclamation der dortigen Municipalität, welche bie Berichte dcr Blätter über die Schulfcsllichlcit als verleumderisch dementirt und ertlärt, die Municipalität wolle lein Gesetz mißachten, aber sie werde ihr Mög» lichstes thun, um die republikanischen Principien mit und durch die Gesetzlichkeit zum Siege zu bringen. Sie fügt hinzu, dies sei dcr Grund des Zornes gewisser Verschwörer, welche sich heute darauf verlegen, das Land aufzuregen, um zum Sturze dcr Republik zn gelangen. Die conservative,! Ionrnalc von Lyon halten ihre Achauptuna.cn bezüglich dcr Schulfcstc aufrecht, die Pari» scr aber tadeln größlentheils den Protest. Das Centralcomit<' dcr schweizerischen liberale» Katholiken beschloß, im Monnle September einen (5 o n g r c ß nacy Solothurn zusammenzuvcrufen, auf welchem folgende Fragen erörtert werden sollen: 1. Trennung des Staates von dcr Kirche. 55. Revision der Bundesverfassung in politischer und religiöser Beziehung. Z. Organisation gegen Uebcrgrisfc dcr römischen Curie. Die officiellc „ Nachrichten aus Algier lauten der Regierung günstig. Es heißt, daß die mcisien Stämme zur Ordnung zurückgekehrt sind und die Truppen den Aufstand bald ganz unterdrückt haben werden. Indeß wurde Achuliches schon so oft gemeldet, tmß einige Vorsicht geboten erscheint. Ein in B i r m iugha m abgehaltenes Meeting zu Gunsten dcr geheimen Abstimmung ftrotcstirtc gegen das Verhalten dcr Lords, welche die Wahlbill verwarfen. Man meldet aus R o m unterm 22. d. : I" mehreren Kirchen werden DantgulleSdicusle jür die glückliche Vollendung des väpstiicheu Jubiläums gefeiert. Tcr Papst befindet sich wodl. -- Am Morgen dco i^;. empfing der P^ipst mchrcre Dcvlilal oncn und Pcrsöiilichleileu, welche ihn anläßlich dcr vollendete > RegicrungSjahrc Pclri bc-Nlückmüi'schtcn u»d ihm reiche Spenden überreichten. Die Gesundheit dcö Papstes ist cinc sehr gute. Mau meldet, daß die spanische Regierung die Freilassung d>'S unlängst in Hucsca verhafteten Mitgliedes dcr „Internationale" Lafarguc angeordnet habe. Der erste allgemeine croatische Lehrertag wurde am 23. d. mit einer Ansprache des Comitumitglie-des Herrn Fabkovic feierlich eröffnet. Derselbe sagte in seiner Begrüßungsrede, der ..Agr. Ztg." zufolge, u. a. Folgendes : „Was hat deuu so viele Lehrer Hieher gebracht? Dic Vernunft, der Geist und die Principien, für welche wir arbeiten und für welche wir uns opfern. Das Central-coulit^ saudlc au Euch, meine Herren, Einladungen zu dieser Versammlung, und Ihr lamet. leine Hindernisse waren Euch im Wege, um mit uns zu berathen über die Bildung der Jugend und über den Zweck dcr Schule - wir wollen also auf die Hohe steigen, um sehen zu können." — Der Ver' treter der Negierung, Herr Iurkovit, freut sich, in seiner amtlichen Eigenschaft ebenfalls die Versammlung begrüßen zu lüunen. „Die Regierung, welche daö Unternehmen bereit' willigst gefördert hat, ist überzeugt, bei den Berathungen ernstes Streben nach Fortschritt zu finden. Die Regierung erwartet, daß Sie, meiue Herren, unter der Fahne der Bildung die nationalen Traditionen nicht außer Acht lassen werden, und so wird es möglich sein, daß diese gemeinschaftliche Arbeit sowohl für die Regierung, als auch für das Lehramt von Nutzen sein werde, namentlich jetzt, wo man die Reorganisation der Volksschulen ins Leben treten zn lasse» beabsichtigt. Sonach Glückauf', meine Herren Lehrer und Lehrerinnen; die große Zahl, in welcher Sie hier versammelt sind, erscheint der Regierung als ein erfreuliche« Symptom. Gebe Gott, daß durch gegenseitige freundliche Hllfe die Besprechung gute Früchte tragen und daß sich die Nation mit Dank an die erste allgemeine croatische Lehrer« Versammlung erinnern lönne." (Stürmische Hivio!) Nach dem Negicruugsvertreler begrüßte dcr Vllrger-mcistcr von Ngram die Gäste im Namen dcr Stadt. Er ist überzeugt, 'daß der Lchrerlag vou bestem Erfolge sein' werde und wünscht schließlich, daß die Stadt Agram bei den jetzt hier weilenden werthen Gästen in angenehmer Erinnerung bleiben möge. Der Vertreter des deutschen Lehrerstandes, Dr. Diltes, Director des Wiener Pädagogiums, kann zwar die College» nicht in der Sprache des Laxdcs begrüßen, allein die Lehrerbilduug ist nicht dle Sache einzelner Nationen, sondern sie ist die Sache der Menschheit, u»d hier begegnen wir uns daher Alle auf demselben Bodeu. „Als sich aus Agram die Nachricht verbreitete, daß man eine Lehrerver-sauimllmg u»d ei»e Lehrunttclausstclluug arraugire, da regte sich eiu Sturm dcr Freude in mir und auf demselbeu Standpunkte wie ich, bcsiudc» sich auch alle Schulmänner Deutschlands. Ich begrüße also im Namen aller deutschen Pädagogen diese Versammlung, Als ich gestern die Ausstellung besuchte, da fand ich die Büste der zwei größten Pädagogen, Pestalozzi und Komcusly, der eine war ein Slave und der andere eiu Deutscher und doch arbeiteten beide i» Eintracht. lLaugdaucrnde Hivio.) Die Lehreruersammlungen haben große Aufgabe», sie bestimme» das Ziel unserer Schulte»de>izc», deshalb rämucn wir alle« Ungehörige weg und betrachlcu wir u»s als Brüder. I» der heilige» Schrift steht es: Lasset uns dcu Menschen schaffe», alsoGolt sagte »icht Slaven oder Dcmsche oder welche andere Nation. Die Missio» dcr Poltöschule ist eine Mission der Me»sch-heit. (Stürmische Beifallsrufe.) Man sagt, es herrschen bei uuS revolutionäre Te»de»zen. Ich prolestire dagcgc». Revolution herrscht uicht, wo Geduld da ist, und wir Lehrer haben, wie überall bcka»»t, die größte Geduld. Wir wolle» keiue Rcooluliou, wir wollen Frieden." (Himo!) Im Namen der Slovene» begrüßte die Versammlung Herr Praprotuik. S. Malo von 45 Fuß Höhe, iu Jersey erreicht sic W bis 4l1 Fuß, Mout S. M>ä,cl hat ciue Flut vou 54, Ehcpnow sogar über 70 Fuß. An dcr Osteinfahrt der Mugellanstraßc crrcicht dic Flut 40 Fuß Höhe. während sic an der Westseite nur 6 Fuß beträgt. Die bci-dcu Pimlte sind aber nur 200 Seemeilen von ciuaudcr eulferut nud innerhalb dieser klcineu Distanz findet dieses auffallende Phänomen stall. Wie also sollen die Luft-!H>chlen durch das Steigen dcö Wassers an einer Seile °ls Lcmals nicht bccioflußt werden? Daö Steigen des Essers ist aber im Ocean immer das Vorzeichen eines Sturmes u„d immer mit dem Fallen dcS Barometers ^undcu. Zwischen dcr Terra dc focgo am Cap Horu uiwl '^" lFaltlauds-Inselu zeigt sich diesc Orschcinuug Nlcichcr Fluten auch sehr dcullich, wie auch im gelben la, >!" ^ "" ^ Küste von Labrador und N.'w-Fouud-des W /ln vielen dieser Stellen tritt das Anschwellen im v°l ^ <>"" sicher Schnelligkeit ein. daß ein Reiter d„ wachsenden Flut Und l " "°" '^' überholt wird. der "nd üblicher Wechsel in Atmosphäre ein > F^ """' ""^"<" ""' die Wass rV oerd^ Steigen des Fall u verdünnte uich S ,'^"' ^t, die durch das uuS umgibt erzeuge,di^O n',!7" !"'. ^tmeere, ^ überhaupt ^ Wetter oder Länder, iu deuen solch' " sÄ."""^" l)°ben? " vorkommt, halten auch eh «iel^ Wind- und Welttr-Re el, si d ..''^>''^'c'!'. ''" "l^ei uns. wo Ebbe ^ Fl7ia2'fühl" s?ud! (FoUschmlli folgt.) Die Stecknadel-Fabrication in den Vereinigten Staaten. Ais zum Jahre 1830 waren Stecknadel» zu theuer für deu allgemeinen Gebrauch. Euglaud tomUe sogar »och 1835 Päcke, die jetzt 15 Cents kosten, »icht uuter eiuem Dollar liefer». Amcrilanifchcr Erfi»du»gsgcist eilte der englische» Fabrication voraus, indeu, er die Herstclwug solider Kopfnadel» aus eine»» u»untcrbroche»c» Messingdraht ersaud u»d zugleich das Eiustccke» derselben auf Papier durch Maschine». Seit vielen Jahre» smd englische Stecknadeln nicht mehr au de» amerikanischen Markt gctommeu. Der Hauptuulerschicd zwischen der englische» und amerikanischen Stecknadel ist der, daß erstere kurze d,cke, währe»d letztere lange Spitzen haben u»d ihre» Zweck besser u»d leichter erfülle», als das englische Fa-bncat. Es gibt vier Sorte» Stecknadel» au« Messing und er»e aus Else». Nr. 1 ist fthr fei» gearbeitet uud düu». Nr. 2 ist ei» schwerer Draht, a» Lauge u»d Fei»heil Nr. 1 ähnlich. Nr. 3 ist eiu sehr leichler Draht. Nr. 4 ist ein leichter Draht, etwas roher gearbeitet als die a», dereu Sorten. Alle Sorten Stecknadel» habe» acht verschiedene Größe». Eiser»e Steck»adeln siud »»gefähr 25 Proceut biNiger als messi»ge»e, und gegenwärtig, wo »»a» ei»e verbesserte VerdU»uu»^,„elhode bei hinreichender Dauerhaftigkeit für kurzen Gebrauch hat, nimmt der Absatz dieser Nadel» jedeS Jahr um 30 Proce»t zu. Es gibt 8 Stecknadel-Fabriken i» dcu Bereinigte» Staaten, derc» Jahres - Productio» zwei Millioucu Pack ist, jeder von 3300 Nadel», also 0720 Milliouc» Stück. Ei» Agent ciues Fabricate» iu Ncw-^ork verkauft alle sechs Mo» nate 700—1000 Kiste», deren jede 672.000 Stecknadeln enthält. Diese Fabrik liefert wöche»llich acht Ton»en Stecknadeln. Ngesnemgkeiten. — Se. l. und t. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst den Generalmajor und Brigadier Nikolaus Grafen Pejacsevich v. Veröcze zu Allerhöchsterem Generaladjutanten zu ernennen (Nllerh. Enlschl. vom 22. August 1671). — Se. l. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ferdinand sind am 21. d. auf der Rückreise aus der Schweiz (Ragatz) i» Salzburg eingetroffen und haben sich von dort nach Gmunden begeben. — (Feld Proviant.) Vom k. l. Kriegsministerium langte dieser Tage eine Sendung von 150 Blechbüchsen (zu circa 3 Pfd.) mit confervirlem australischen Hammelfleisch nebst Probe» von Erbs- und Frankfurter Wurst beim Prager Verpflegsamte an, welche versuchsweise bei der Ver-proviantirung der Truppen während deS bevorstehenden großen Fcldmanövers verwendet werden sollen. Das con-servirte Hammelfleisch soll trotz des weiten Seetransportes billiger geliefert werden, als solches Fleisch aus einheimischen Schlächtereien. — (Post beraub ung.) Die zwischen Vrginmost und Gliua verkehrende Eariol-Post ist am 13. August d. I. bei Tag und in der Nähe von Glina durch 4 unbekannte Thäter angehalten, der Postillion gebunden, der Geldschranl mit Gewalt erbrochen und daraus in Ducalen und Vauk note» circa 19.000 fl. enttragen worden. — (Versaillcr Kriegsgericht.) Collet, Director deS Gefängnisses de la San,6 unter der Commune, sagt aus, daß er am 21. Mai eine» von Ferr« gezeichne. ten Befehl erhalten habe, die im Gefängnisse befindlichen Geiseln erschieße» zu lassen, welcher Befehl aber nicht aus« geführt wurde. Durch die eingehendste, von Pompiersoffi» ciercn durchgeführte E»quele wurde festgestellt, daß die Feuerö-brünste mittelst Petroleun: «»gestiftet und genährt wurden, welches die oftmals als Pompiers verkleidete» Födcrirte» in Anwendung brachte». — (Aus Frankreich.) Der Polizei - Chef, General Valenti», hat gegen die Bettelei die strengste» Maßregeln angeordnet. Mehr als 300 Bettler werde» täglich arretirt und schätzt mau im Seiuedcparlemcnt die Zahl der falsche» Blinden, Einäugigen, Stelzfüße u. f. w., welche sich vou der öffentlichen Mildthätigkeit ernähren lassen, auf 50.000. Die Pcrsailler Berurtheilten werden in zwei Katego, rie» getheilt. Diejenigen, deren Vergehen rein politischer Natur ist, werden nach Neu - Caledouien ttansporlirt, die ehemalige» Sträflinge und diejenige», welche wegen gemeiner Verbrechen verurtheilt wurden, kommen nach Cayenne. — (In der Krim) ist die Cholera ausgebrochen. Von dort eintreffende Schiffe werden einer Quarantaine unterworfen. — (134 Jahre alt geworden.) In Kansas Lily in Amerika starb im Alter vo» hundertvierunddreißig Jahre» Jacob Fouruois, ein französischer Canadier, welcher mehr als ei» halbes Jahrhundert einer französischen Pelz» Händler-Compagnie als Jäger und Fallensteller gedient hat. Er war während seines langen Lebens niemals krank. Am 14. September 1759 halte er, auf eine»! Stück Urland arbeitend, den Tod des Generals Wolf in der Schlacht bei Quebcck gefehe». Sein sehxlichster Wunsch war, einen Eisen-bahuzug zu sehe», und als er in der Nähe von Kansas zum erstenmale eine Locomotive keuchend, brausend und kreischend vor seinem Hause vorbeirollen sah, zitterte er wie ein Kind. ^locales. — Das h. l. l. Handelsministerium hat dem Präsidenten dcr Handels- u»d Gewcrbckammer für Krain, V. C. Supa», und Consorlen die angcsuchte Bewilligung zur Vornahme techmscher Vorarbeiten fUr folgende Eisenbahnen auf die Dauer vo» sechs Monate» ertheilt, und zwar: 1. FUr eine Ciseubah» vo» Trieft über Seivola, Sessana, Präwald nach Lack, und 2. für eine Eisenbahn von Lack über Seeland, Kappel und KühuSdorf nach Lauusdors mit den Zweigbahnen: u) vo» Präwald nach Görz; d) von Präwald »ach St. Peter; r) vou, Scrvola an die Istrianer Bahn »ach Pola; äj von Pöllander Boden nach Ioria und 6) von Lack über Stein und Mötlnig »ach Cilli. — (Aus den» Straf ha use.) Die gestern in der hiesigen Strafanstalt am Caslell in Gegenwart des Herrn StaalsanwallS, derHerren Hausbcamten u»d einiger geladenen Gäste abgehallc»e IahreSprllfimg bot ei» recht erfreuliches Nesulat des dc» Slräflmgc» im Lesen, Schreiben, Rechnen, der ilalicmsche» u»d deutsche» Sprache :c ertheilte» Schulunterrichtes, und die vorgewiesene» Schreibaufgaben und Zeichnungc», »amcnllich vo» folchen, welche ohne jedweden vorherigen Unterricht iu die Anstalt kamen, geben nicht nur das beste Zeugniß vo» dem Fleiße und Talente einzelner Schuler, als auch von der zweckmäßigen Leitung des Unterrichtes. Ei» paar am Schlüsse dcr Prüfung von Straf» lingcn gesungeue Chöre in italienischer Sprache, sowie die mit mehrere» Nlasinstrumenten erecutirte Vvllshymne über^ raschle» durch präcise Ausführung umsomehr als sie das Resultat eines erst dreimonatlichen Musik- und GesangS-cur es waren. Der Herr Slaalsauwalt qab in einer passenden Ansprache der erfreulichen Wahrnehmung des bewiesene.. Fortschrttles im Schulunterrichte Ausdruck und ermunterte dre anwesenden 80 Schüler zur weiteren Ausdauer u"d <"" haltendem Fleiße. 1428 — (Filr die Abgebrannten in ViZmarje) hat der Landesausschuß die Summe vun 500 ft. bewilligt, und zwar mit der Bestimmung, daß von diesem Gelde ein passendes Terrain angekauft werde, auf welchem die bisher ganz gesetzwidrig zu nahe aneinander gelegenen Häuser wieder ausgebaut werden sollen, — (Ausstellung von Aquarellen.) Wir lön-uen heute bereits unseren Lesern die erfreuliche Mittheilung machen, daß die Ausstellung von Aquarellbildern, mehr als 60 der schönsten Ansichten aus unserer Heimat einhaltend, im Laufe der nächsten Woche im Zeichensaale der Realschule im Mahr'schen Hause eröffnet wird. Der Ertrag ist fur alpine Zwecke bestimmt. — (Kunstverein.) Die auf morgen den 27. d. M. anberaumte Verlosung von 10 Gewinnsten ist auf den 3len September verschoben. — (Die freiwillige Feuerwehr) veranstaltet heute Abend 8 Uhr im Clubzimmer des Casino eine gesellige Zusammenkunft. — (Die Erdaushebung beim Baue des neuen Oberrealfchulgebäudes) ist so weit vorgeschritten, daß man die Größe und Gestalt des Grundrisses deutlich erkennen kann. Vei dieser ErdauShebung wurden Verschiedene zum Theil sehr interessante Ueberreste des alten Aemona an das Tageslicht gebracht. Da man solche' Funde schon vor dem Veginne des Baues vermuthete, so wurde bestimmt, daß dieselben für das hiesige Museum gesammelt werden soUcn. Anfangs wurden einige römische Münzen gefunden, später stich man ans alte Fundament' mauern, von denen jetzt mehrere mit ihrem Durchschnitte sichtbar sind. Sehr viel. Interesse erregte ein Mosaitboden, welcher in einer Tiese von drei bis vier-Fuß unter der Oberfläche des Gartens bloßgelegt wurde. Man tonnte ihn im durchschnittenen Erdreiche in einer Ausdehnung von vielleicht zwanzig Quadraltlaflcrn an der noch ziemlich erhalteneu Bettung leicht verfolgen. Diese Bettung oder Unterlage des eigentlichen Mosaiks bestand aus einem mit Mörtel gelegten Steinpflaster uud einer darüber befindlichen Mörtelschichlc. Nur an einer Stelle fand mau neben einander zwei Streifen gut erhaltener Mosaik in der Länge von etwa einer Klafter und in der Breite von je drei Fuß. Durch schwarze Würfelsteinchcn wurden im weißen Grunde kleinere Felder in der Form von Quadraten und Rechlecken abgegrenzt, und in diesen Feldern waren verschiedene ornamentale Zeichnungen durch schwarze Steinchen ausgeführt. Ta der ganze Boden ein kleines Gefalle gegen die Straße zeigte, und da ferner in demselben alte Bleiröhren gesundeu wurden, so dürfte man hier den Fußboden eines Badezimmers von einem römischen Hause vor sich haben. Obwohl man die Hoffnung hegte, diesen Mosaitboden ganz herausheben zu können, um ihn im Museum aufzubewahren, so zeigte cS sich doch bei der Arbeit, daß der Mörtel seine Bindckraft bereits verloren hatte, und daß es nicht möglich war, nur halbwegs größere Stücke unbeschädigt herauszubringen. Der ganze Boden ging in Trümmer, von denen die größte» kaum 1'^ Quadratfuß habcn. Diese Stücke lassen sich schwerlich mehr zusammensetzen, es wäre daher gut gewesen, wenn eine Zeichnung von dem gefundenen, Mosaitboden augefertigt worden wäre. — (Die sogenannten Wiener Schwarz-blattln) sind hier angekommen und werden einige Unter-haltungsatiendc veranstalten. Die Schwarzblaltln, ein paar Mädchen noch unter 10 Jahren, mit ihrem Vater, erfreuen sich eines sehr guten Rufes, in deu Zeitungen wird ihrer öfters lobend gedacht, und so dürfen wir hoffen, daß die kleinen Sänger anch hier beifällig anfgenommen werden. —(An der niederen Forstschule i n S ch n e e-berg) werden am 2i). und 30. d. M. die Prüfungen vorgenommen, zu welchen der Landeöausschuß zwei Vertreter sendet, die sich von dem Fortschritte, dcu die Schüler in ihrem zweijährigen Schulcurse gemacht, zu überzeugen und darüber Bericht zu erstatten haben. — (Aus dem Amtsblatte.) Pferdelicitation in den lön. ungarischen Staatsgestüten zu Kizbur, Mbolna und Mezöhegyes am 4., 5. und 11. September. — Be- ^zirlssecretärsstelle im Bereiche der politischen Verwaltung von Kram zu besetzen. Gehalt 600 fl. Bewerl'nngen l, s 10. k. M. an das Landespräsidium. --Eine Nail^secretärs-stelle beim Klagenfurter Landesgerichte erledigt. Bewerber haben ihre Gesuche bis 6. l. M. einzureichen. — (Journalistisches.) Vom 1. September ab wird statt der in Sissel erschienenen „Südslavischen Zeitung" eine „Elidslavische Correspondent erscheinen, welche als clsten Punkt ihres Programms die Vereinigung der südslavischeu Länder aufgestellt hat. (5inssese,,0et. Die delicate Hcilnahrung I>ov.'>!,:8<',>m'<: ,!u I^xrv lmeingl alle Kranthelten, die dcr Medicin widerstehen; nämlich Ma^n-, Nerven-, Brust-, Lnnqm-, i'rber, Drusen-, Schleimhaut.-. Alhnn-, Blasn,- nnd Nierenleiden, Tnbercnlose, Diarrhöe», Ecl'w!,ttil,chi. Asthma, Husten. Unvcrdanlichtcit, Verstuvsnna,, Fieber. 2chü,,>!>-del, Blnlaussttigeii. Ohrensausen. Uebelleii >md Erbrechen j,,>N'st in der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Äl?,iwgel»n^, NhenmalismnS. Gicht, Bleichsucht. — Ans;uci ans 72,0 »> l<^ tificaten über Genesungen, die allcr Wcdicin getrotzt' Certificat Nr. 68471. Prnnctto l.bei Mondovi). den 26. October 16»>9. Mein Herr! Ich taun Hie versichern, das; seit ich von der wundervollen liovkiesciöro »w i^rr) Gebranch machte, d>^ hch';» seit zwei Jahren, fühle ich dic Beschwerlichkeiten meinec« Alters nicht mehr, noch die Last meiner 84 Jahre. Meine Beine sind wieder schlank geworden; un'i» G.ficht ist so c>»t, dasj ich feiner Brille bedarf: mein Man/n ist start, aw wäre ich 30 Jahre alt. Kurz, ich fühle mich ucrjiiiilU; ich predige, ich höre Beichte, ich besuche ilrante. ich mnchc ziemlich lanc,c Reisen zn Fnsi. ich fühle nieiiien Verstand llar mid mein Gedächtnis erfrischt. Ich echiche Sie, dicfc Crllärung zu vüiofsmllichen. »vc, und wie Zu e<< w!uz<,i.!,^ bei Eiwach-sencn nnd Kindern 50 Mal ihren Preis in Arzneien. In Blechbüchsen von > Pfnnd si 1.50, 1 Pfimd fl 2 50 2 Psnnd fl. 4.50. 5, Pfnnd fl l0, 12 Pfnnd st. 20. ^1 Psnnd fl. 36. N«vü!».>8<,i(>!'c! <'I>ci!.>iI,,^',! in Pulver und in Tabletten für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tassen sl, 2 50, 48 Tassen fl. 4 5<», in Pulver für 120 Tuffen sl. 10, jiir 28« Tassen sl. 2»», für 576 Tassen fl. 8«. Zn beziehen durch Barry dn Barry H Comp. in ^Vieu, ^aUÜ80UeH85lo Ilr. g, in I.HidHok Cd M aHr. i,i Marburg F. .^olleting, in Klagenfnrt P. Birnbacher. in Graz Geliriider Oberr a nzinay r, in Innsbruck Dicchtl ^ Frank, in ^inz Haselmayrr. in Pest Törul. in Prag F. Fürst, in Brünil ss. Cder, sowie in allen Städten bei Men Apmhelern nnd Specneihändlern; anch versendet da8 Wiener Hai,S nach allen Gegenden gegen Postanweisung oder Nachnahme, Ncncstc Post. Wien, 25. August. Vcust lehnt jcdc ^undlasss° candidatur ad. Iournalge-üchtc übcr dic Gastcinev Äc-sprechnnncn constatircn ein Zlisammengehen Italiens mit Oesterreich und Deutschland. Dic „W. Abcndpost" weiöt dic Gnüchtc von cinc finanziellen Mchrbelastuna durch den Ausgleich mit Böhmen zurück. Die «Krcll;zeituna/ cmpiai,gt Mittheilungen aus Wicn, welche ulli Comliiuntioncn iiuer eiuc angeblich in den Verhandlungen plülMi cingetrelcne ungilnstilic Wc»-blma. als vollkommen uudcrechligt bczcichuc». Die Cor° ,lcsftündenz der „Kreuzzeilulig" glaubt schon jetzt nach-ldlllcklich sage» zu töimm, das) dic al/ssememe ^age und dic aus ihr abzuleltcndm allgemeinen Iülcrcsscn zur Sprache gebracht wurden und eine erfieuliche Uebereinstimmung in den Änschnmmffcn und Grundsätzen zu Tage getreten ist. FolMlm,M in Gestalt allgemeiner oder specieller Abmachungen seien nicht in Aussicht ge> nommen worden. Paris, 25. August. Ea wird versichert, Prcnhcn und Frankreich elkünntcn dic Unzulöillmlichlcit doppelter Verhandlungen in Compl'cgiic und Frantsutt an und beschlossen dic Verhandlungen nach Versailles zu vcrlc-gen. ^incm Vüvscngeruchtc zlisolste fand ein Attentat auf dcu König vc», Spanicl, statt, wclchcv l,i,vc,lctzt dlicl'. Kcincrlei Madrider Dcpcsche bestätigt diesc Nach. richt. In der Nationalucrsammluna schr hejligc Dcbaltc über unmittelbare Auflusultg der Nationalgardc. Thiers hält cinc längere Rede gegen diese Maßregel, w'elchc das ^and beun,uhigci,. den Credit beschranken könnte. Er er- klärt für dic materielle Ordnung einzustehen und ant wortet auf Unterbrechung seitens dcr Rechten, cr wlsse die ihm gebol'Ne EnlschlicßlUisi, welche ihm dliräi dael crschilllcrtc Vcltrauen auferlegt winde. — Dm'rot dean' tragt als Amcndemeltt die Aufiösung der Nalio»algarde nach Hiasigllbc dcr fortschreitenden Armee-NcovglNtiscUioli und die AllSführunc, dicscr Ätaßlcgel durch die Ncgic-smig unter ihrer Veiantmortlichleil in tiii^csler Fl>s!. Nachdcill dic Negicvuxg sich mit diesem Amcudcmci't citivclstandcn erklärt, wird dasselbe mit 488 Stimllnn gegen 154 angenommen. Vitet wuroe zum Äerichterstatt^r übcr den G^'h« eutwulf betreffs Thiere' Ge wal l v e rlä n ge r li u g gewählt. Sein Bericht schlägt, wie nach dem Compromise >u erwallcn war, uor, daß ThiclS zulli Ptäsidenicii de^ Republik cruannt werde und die Machtdaucr Thicrö' jener dcr zlammer entspreche. Das Ministerium wird verantwortlich sciu und wic Thiers mit der Kammer durch Golschasten lielkehrcn, jedoch wenn die Kammer es wünscht, oder auf eigenes Verlangn,, wenn die Kammer c'nwilllgt, vor der Nationalversammlung erscheinen, Telegraphischer Weckselcour« vom 25. AiMst. 5perc. MetallilNirs 5s<.50 ^. 5perc, Mstalliqiits mit Mai' und Nüvrmbcr-Ziusen 59.50. — s.prrc, Nalional-Aulehen K9 60. - 1860er Slaail<-Aülchm 101.«0. — Banl-i'lVli!» 767. — Ei edit-Act e» 259.40, — London 120,80. - Silber »20 50, - K t Milm-Ducalcil 5.^0. - Napoleond'or 9.07. Handel und "Bolkswtllhj'chastliches. l Wochenautzweis dcr Nationaldaili'. Der znk^t pnblicirte Banfan<ciS ^iqt im Banknoten^llmlaiife smuuhl al(! im Escl'Mplc nud Lombard sehr nuwescnlüche Verändernnsic» ss^!ic!> die Borivochr. Die Vcruuhrunss im Vanlnotm-llmlanfe belrägl im Ganzen IÄ».0^0 fl., jene dcS E«c°mplet> 2I2.2.'j7 fl,, während sich der Lombard um 41,^00 fl. vccmindect hat Veträchllich ist die Permchrnnss deö Metallschatze^. welche sich auf l><;0.7<»!> fl. belänft, nnd die Vermindcrnnss der M'lallwcchsel von 7^l.l!l^sl. Die n>ichlic;sten Daten dc« Ausweises sind: Vanlnoten-Umlcmf ^7,7^!».1l>0 fl., Mctallschaft l2l!.54l 5»^ fl., in Metall zahlbare Wechsel 22.723,83 fl. Eöcompte 108,724.758 fl, Darlehen 37,250.500 sl, Verstorbene. Dcn 1 8. A u c, n st. Dem Herrn Zacharias Icrlini, Con ducteur, sein Kind Maria, alt 2 Ial,rc mid 3 Monate, in der St. Pctersvorstadt Nr. 31 an kroup Dcu 20. Aussns!. Dem Franz Marijan, Bahnhof arbeitcr, sein Kind IolMill, alt 3,^ Jahre, in der Gradischavorstad! Nr. 37, an briaMischcr Nierenentartung. - Antun Alitjch, Straf liiiss, alt 20 Jahre, am Casiellberge ^'r. 57, an der Bungen' tnbercnlosc. D cn 2 1. Äugn st Nlasins Najcicl, Bettler, alt 2« Jahre, nn Civilspital än Murbns Oriczhtii, Dcu ii2. August. Dem Herrn Heinrich Inch. SclM machermeister. sein Kind HrmM', alt 10 Monate nnd 27 Tage, ni der Stadt Nr. <.,4 an, Dnrchfalle. - Dem Herrn B'mccnz Camcrnl ^tclnmctzmeister. seine ssrnn Maria, citt 24 Jahre, u, dcr ^^Petersvorstadt Nr, 21 an der i.'>mqrntnwcnl°se. r ^ ? ^". <; / ^ " a u st- ssran Anna' ^n^el. c^ewese.le W>r thm, alt 7^ ^ahre in der («radischal'mstadt Nr. !l an Entartung der llnterleibsor^ane, - Agnes Aalm l, ssewrsene Köchin, alt 68 Jahre, in dcr Stadt Nr. 78 an dcr Wassersucht. Angekommene Fremde. An, 24 AiWist ! «'.»«'«»«t. Dreger, Mitarbeiter der „Triester ''»cilung." Trieft, .pemnch, Krainbnvg. - Cinlel, jtralieoic ^ Sterlj, Po novltsch. — Cesnouar. ^liitsch. - Gurjlip. Würz. - Sascari, Trieft. - Zcrbi, Mailand. - - ^leqer. Fichtenwald. ..... Var^n Mmutllli), t, t. Aittmeistcr, Triest. -- Bar^t Minnlillo, l. t. ^inieüschiffslicntcnant, Triest. — ^ack, l. l. Hofrath (5illi. — Papitsch, t. t.^iel!lenant, (iilli. — Baraz, Zengc,. — Schcmcrl, Triest. - Thumann, Steilibiicl'l. «<,»«««, HH'««',,. Äiohiiisli, Cilli. — Ritter v. Goßlrt, Hrast' üiq. — 3eisincicr. Pri»at, Lack. — Paver, Privat, rus;, (Hraz. — Dr. Frcndl, Briinn. — ssran Jantot'z. Ääckcimeisters'Oattill, ^tlaliclifurt. «»lv,'lm«'«,«>,» «»<»«'. Mnsqililtcr, .^aniscl!«. »»«»>»,'«,,. Korazia, Pustensiihrer, Nuitsch — Pfaucnthal, Privat. Wien. — kubier. Mnsiter nnd Künstler, Esse!', VerantwmXicln'r Neda,lr»r: Iqna, »,. Klei » m a » r. SlNjrnbmcht. '^«eu 24 Angus!. Einissc Specialitäten ersrenten sich anch hente wieder einer anten Nnchir^ae—Ünter^Üm----------1-----^-------------- ^_______—_________________ «, f.... ., «' . ^ , Banbant Actien (84) durch'Lebhaftizlcit des Conl'sfen^schäftc<« hervor Hkvon abczeseheu war d e'Börse nicht be, 2',^ '^'"' '"'^ ^"^> !,lstnqerlen 6onrc<, mer enöwerthe Nachrichten, noch °n^wärt.c,e Ansträge in größerer Menc,e vorlagen. So war denn der O nndzua der '^'"'"' ^^ f'blte au Aure.^ ,„i. da weder be- n.cht bedentend aber zn den gchngm Conrsen war entschieden mehr Waare al« Geldangeb°t vorhanden. Die Gclbverl^ ,">' ^"den-, Nealisirnuq.lust, Di Conrse wiche» mun« bc!. Dcvlsen nnöqcbottn. Man uotirle schließlich: ""^min,„c waren mcht sch»,- befncdigcnd und trna, dieö znr Unsicherheit d r S iM' Filr 100 sl. Geld «siaar. Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: in Noten verzinSl. Mai-November 59 70 59.85 „ „ „ Februar-August 59 70 59 85 „ Silber „ Iänucr-Iuli . 69 70 U9 80 „ „ „ April-October. 69,70 6'.'.80 Lose V,1.1839..... 300.-302.- « „ 1854 (4 °/,) z,l 850 fl. 94.75 95,25 .. .. 1860 zu 500 fl. . . 102. - 102 25 .. „ I860 zu 100 fl. . . 114 50 115.-^. „ 1864 zu 100 fl. . ,139 50 139.75 ^"«-Domänell-Psandbriefe zu ^0si. d.W. in Silber . . 12«.- 126,25 «. ""«nd«ntlastu„a«-«bllaatiouen. «»l>m-., ^ ^^ sl. Hrld Waare Galwm ' ' ' ' '"üpCt 96.- 97.- Ober-Oefterreich . . " ?, « A— 98.- Siebeubürgen . . . "^" ^ ^'- Stelerm°r' ... „"5" ^^ 7^o Ungarn ......5 „ 80 -. «^ O. Andere öffentliche An.^..^ Donauressiilirungölojc zu 5pHl. 97.Ü0 M^ Una. Eiselibahnalileheu zu 120 fl. if. W. Silber 5"/« Pr. Stllcl 110,- 1,0,50 llna, Priimielianlehen zn 100 fl. » W.l?5ft. Einzahl-) pr. Stück 99.50 99,75 Wiener Commnualanletzen, rilck- Geld Waare! zahlbar 5 pEt. silr 100 si. . . 87,20 87.40 > ». Actien von Manlinstituten. a»eld Wllllre Anglo-ilsterr. «aul.....i>59 — 259.25 Vlllitvereiu.......226.-- 22?.— Bodcn-Crcditaiistalt ....—.— —... Creditanstalt f, Handel n. Gem . 290.50 290 75 Credituilstlllt, llUa.cm.miM'. . , 1l425 11450 Eöcompte-Ocscllschaft, n, ö. . . 938. 942.— Franco-üsterr. Vanl .... 122.50 122.75 Geucralliaul.......—.— --.- Haudclöbanl.......155.- 156,— Nationalbanl.......768.— 769 — lliiioubaul.......370 — 270.20 Veremöliaul.......11550 116.- Verleh rSbaue.......183,5^) 134.- II«:. Actien von Transportunterneh. NlUNgeN. Oe!b Waare Nlfüld-Fiumaner Bahn . . . 180.— 181.— Böhm. Westbahii.....-"." -^.— Earl-Lndwig-Vahn.....253.75 254 — Dm'.au-Dampfschifff. Gcsellsch. . 588.- 590... Elisabcth-Wcstbllhu.....233.50 23^.— Elisabeth-Westbllhu (Linz-Bud- weiser Strelle).....205.— 20<5,- Ferdinands-Nnrdbahn . . . 2145 2150.— Mnttvcchtn-Vllrcilr.Vahll . .--------.. - ,^er^rn.Iassyer.«ahn ' ^ A" S.ebeuhilrger Nahn . 74 " ^1'" Ablialn.......' .iw70!iil Viid.iirrdd, Verbind. Bahn , .178 75 179 — ^Wb-«al)"....... 251,50 252 - Ulissllnsche Nordosibahn . . . 164.-- 1«4 5() llllgarische Ostbahu .... 88 ?5 89 — ^amwlly........210.50 210.75 V'. Pfandbriefe (silr 100 fl,) Mg. ijst, «odl.n-3rcdit'Auslalt Geld Waare verloSbar zu 5 pEt. in Silber 108 — 108 50 'Uu.iil33I.rüch.M5po Ung.Bad.-Cred.-Nust.zu ö'/, pEt. 89.20 89.40 «. ^rioritätsobligaiionen. Geld Waare Äis.-Ncsth, ii: S. ver,.. (I. Emiss.) «5 25 95.75 Herdttiuude-Nordb. in Sild verz. tt'6 15 106 35, Frauz-Iosephs.V^hn .... 99.35 9940 «.Cürl-LndwV.t.G.vcr'.'^n. 106.-. 106 50 6esterr. Nordwcft^»',» '. . 99 90 100 20 2,. . . „. , Gelb Waare viebenb. Bahn :n Silber verz. . 9! — 91 50 LtaatSb. O. -j'7« ^ 500Fr. ,.l. Em. I 500 ssrc. pr. Stltcl 108.90 109 30 vlldb.-G.i. 200 si. z. 5« „ f,ir 100 si. 90 -. 90 25 öildb.-VouS 6"/^ (I87l>...74) ,, " '^3^S pr. Elilcl . 240 50 241,50 lll'g. Ostbahn filr 100 si. . , 57.10 87.4<> »I. Privatlos? iper Glitck) Kreditanstalt f. Handel „. Os^,. O^ld 90a°se zu100st, Ü,W. . . . 185-185 50 Nudolf-Stiftuna zu 10 si. '. ' 15.,_ I5'5l1 Wechsel (3 Mon ) W.-lt. Vaa" NulMurg filr 100 si sildd. 2». 102 40 102,60 Fr°!l,nnt °,M. 100 st. deltc, 102 60 102 75 vamanrg. siir 100 Marl Acn:c° 89 50 8i» 5i) <.°ud°n für 10 Pfund S^liug 120.90 »21 1" Pans, ,ür 100 Francs . . . 47,20 47.30 (Tourö der Gelbst rteu G<>sd Waare K. z<1cili!,-Dilcafe>. . 5 st. 80 tl. 5 fl. 8' l''- lNapolrouüd'or . 9 , 68 « 9 ,. <-sj " Preuß. Casseuscheiue'. 1 .. «11 « 1 - "U " oildcr , . ,20 ,. 25 ,, 150 50 „ Ukrainische Gru^dei.tlastuug« - ObliaMoliM, P"'