Nr. 24. Samstag, 3tt. Jänner 1886. 105. Jahrgang. Mbacher Zeitung. üonzläwq g°n,jähr,ss fl, ,5. balbjähli» fl. 7.50. I», Lomvtoif'. »rll.« ^nicrate bi« ,. ^ ^ .?''"^ '^^ "^ Z»sltN»nn in« H,,»« l,an^iihr>g st, ». - Insertlonsyedür: Flil Die „Laibachtl Zeitung'' «scheint täglich mit Nusnahml d« Gönn, und Feiertag«. Dic Abminiftratio« befindet sich Vahnbofstraßc l!i, die «tdac ,^6 Nochnichtdagewesenes zu erzählen; neu sind b^ - U"'w" Kinderworte nur insoferne. als sie vlsycr mrgends veröffentlicht wurde», abgesehen von einigen, die ich aus dem Zusammenhange größerer literarischer Publicatioucu heraushebe, in dcucn sie sonst ziemlich unbemerkt verschwinden. In der Regel sind cs Bücher von Damcnhand. in denen sich für diesen Zweck etwas findet. Ossip Schub in lässt in dem Roman «Unter uns. das Töchterchcn der Freifrau von Garziu sagen, nachdem sie sich mit ciucm Lettcrn-splele die Zeit vertrieben hat: «Mama. die Buchstaben M.,..!."^' A <"°""l schlafen gehen.. Und nachdem Mama den Rath ertheilt hat: -So leg' sie iu ihr M.s l?"- °" kleine das wirklich, indem sie dem AN?s <>"' """ Schachtel ein Ruhelager bereitet... 4)asMe Fränlein erkundigt sich bei Mama, wozu man lew' lerne. Um ein kluges Mädchen zu werden, /.^"'"a. kann der liebe Gott auch lesen?» — «Der Nebe Gott kaun alles, was er will. - «Alles? Auch oa,s aus dem Fido (cin Bulldoaq. des Kiudes Lieb-lmg) eme Kuh wird?. Um gleich «och eine Lesefrucht zu cmeren. sei erwähnt, dass Madame Alfonse Daudet. m "^" Kraft einen Lichtschimmer, der durch cine Rltze der Jalousie auf die Mauer fällt. «Was machst du da/. — «Ich nM den Sonnenstrahl glänzen machen.» Es ist eine bekannte Sache, dass das Ehclebcn die Kindcrköpfe start beschäftigt. und dass diese sich über die Beziehungen vo» Mama uud Papa oft die komischsten Vorstellungen machen. Ich kenne eine vierjährige Dame. die nnt ihrer Mutter schmollt, weil sie bei der Hochzeit der Mutter nicht «Kranzeljungfer» gewesen. Es bedürfte eines bedeutenden Aufwandes mütterlicher Beredsamkeit und wohlschmeckender Vonbons, um sie zu beruhigen und zu versöhnen. Auf dasselbe Gebiet gehört ein Dialog zwischen einer reizenden jungen Frau nnd ihrer neunjährigen Betty. Betty: Nama, wie lange bist du verheiratet? Mama: Neun Jahre. — Schade, dass ich erst acht Jahre alt bin. — Warum ? - - Wenn ich um ein Jahr älter wäre, bätte ich bei deiner Hochzeit sein können. — Die dreijährige Tochter eines in Wien lebenden Lustspieldichters hörte, ihr Onkel habe sich verlobt. Auf diese Kunde hin brach sie in den Iubelruf aus: «Onkel Karl ist ein Prinz geworden.» Von dieser Meinung war sie nicht mehr abzubringen; vielleicht hatte sich irgend eine Variation des Märchens von Dornröschen in ihrem Kopfe festgesetzt. .. Manchmal erscheint den Kindern — o ahnende Gemüther! — das Heiraten als etwas Traurige«. Der sechsjährige Rudolf wohnt der Trammg seiner Tante bei uud zeigt sich sehr melancholisch. Nachdem der «ct vorüber ist, geht er auf die Neuvermählte zu uno »agi ihr weiucnd: «Nicht wahr. wenn du w'eder heiratM dann heiratest du uns?» Tante Katinka machte e ne Hochzeitsreise nach Italien. Als sie von d.eser zurückkam trat Rudolf ihr etwas scheu entgegen. «Kennst du die Tante Katinka nicht?, fragte manch«. «O ,a. ich war bei ihrer Leich'-- Ms r.chtlger Mener sagte er statt .Beerdigung. — «2e,ch.. Laibacher Zeitung Nr. 24 200 30. Jänner 1886. die Angriffe der Opposition machtlos abprallen und jeder Versuch zur Verhinderung oder Verschleppung der parlamentarischen Arbeiten an der Energie der ziel-bewussten, einheitlichen Majorität Schiffbruch erleiden. Die oppositionelle Presse meint eine «stürmische Reichsrathssession' verkünden zn können, und ergeht sich dabei auch in allerlei schadenfrohen Hoffnungen über angebliche Zwiespältigkeiten zwischen Regierung und Parlamentsmajorität. Dieser Jubel ist aber jedenfalls zn früh. Die «Stürme» dürften allerdings durch die Opposition in gewohnter Weise versucht werden, aber gerade ihre Regelmäßigkeit drückt ihnen zngleich den Stempel der Äbsichtlichkeit auf und benimmt diesen obligaten Wortkämpfen ohne sachliche Unterlage jedwede weitere Bedeutung. Das Volk hat sich an derlei Phrasenlärm ziemlich gewöhnt. Dafs zwischen Regiernng nnd Reichsrathsmajorität in manchen Fragen Differenzen bestehen, will kein Verständiger leugnen. Solche Verschiedenheiten sind aber nur vortheilhaft zur besseren Erwägung und Klärung jeder Frage. Oesterreichs Regierung ist eben kein blindes Parteigeschöpf, sondern die verantwortliche Staatsregierung Sr. Majestät, welche stets das Ganze des Staates zu bedenken hat und darum nicht auf die Zinne einer Partei herabsteigen darf. Die Reichsrathsmajorität hinwiederum ist keine Partei willenloser Mameluken, welche ein ministerieller Wille hierher uud dorthill eommandieren kann. Darum siud jederzeit Verständigung, Ausgleichung, Uebereinkunft nothwendig. Diese finden sich aber mn so eher, weil Regierung und Majorität vom österreichischen Patriotismns beseelt sind und von der besten Absicht für das Wohl des Staates und seiner Bürger ohne Unterschied der Nationalität, Confession oder politischen Parteistellung geleitet werden. In dieser einigen Erkenntnis, und durchdrungen von gemeinsamer Pflicht und Staatsbewusstsein, werd eil sich alle auftauchenden Schwierigkeiten auf friedliche Weise überwinden lassen.__________________________ Verhandlungen des Reichsrathcs. — Wien, 28. Jänner. Die Abgeordneten des Reichsrathes haben sich heute im Prachtbaue an: Franzensring versammelt, um ihre parlamentarische Thätigkeit wieder aufzunehmen. Das Haus war sehr gut besucht. Der neue Unterrichtsminister, Herr von Gautsch, der heute zum ersten» male im Parlamente erschien, nahm seinen Platz auf der Ministerbank neben dem Landesvertheidigungs-Minister. Herr von Gantsch wurde vom Ministerpräsidenten mehreren hervorragenden Parlamentsmitgliedern vorgestellt. Auf der Miuisterbank sind sämmtliche Minister mit Ausnahme des unwohl gemeldeten Grafen Falkenhayn. Der Präsident Dr. Smolka widmet den jüngst verstorbenen Abgeordneten Iaros, Wickhof und Wrann warme Nachrnfe. Die neugewählten Abgeordneten Dr. Ritter von Hochhauser, von Pohnert, Ritter von Zotta, Dr. Rapoport, Ouklje sind im Hause erschienen uud leisten die Angclobnng. Die gegen die Wahl des Abg. Ouklje eingelaufenen Proteste werden dem Legitimations-ausschusse zugewiesen. Dem Abg. Dr. von Eigner wird ein vierzehntägiger Urlaub, dem Abg. Dr. Klaic ein Urlaub bis 5. Februar bewilligt. Ferner werden auf kürzere Zeit beurlaubt: die Abgeordneten Dr. Ritter von Grocholski, Bromovsky, Graf Kinsky und Dr. To-maszezuk. Der Abg. Hausner hat aus Gesundheitsrücksichten die Stelle eines Obmannes des Gewerbe-Ausschusses niedergelegt. An Regierungsvorlagen werden eingebracht: die Gencralacte der Berliner Conferenz vom 25. Febrnar 1885, betreffend den Congostaat; die Vorlage, betreff fend den gegenseitigen Schutz der Urheber von Werken der Literatur oder Kunst und der Rechtsnachfolger derselben; eine Vorlage, betreffend die Abändernng der Executionsordnung; ein Entwurf, betreffend eine Aenderung der Statuten der Allgemeinen Versorgungsanstalt in Wien; ein Gesehentwurf, enthaltend Bestimmungen über die Abschreibung an der Grundsteuer wegen Elementarschäden; eine Vorlage, betreffend die Erwerb- nnd Einkommenstenerpflicht der Staatseisen-bahnen; eine Vorlage über die Normierung der Besteuerung der Kaschau-Oderberger Eisenbahn; eine Zuschrift des Finanzministers, worin auf Grundlage der Delegationsbeschlüsse die provisorisch eingestellte Post für die Veitragsleistung zu den gemeinsamen Angelegenheiten richtiggestellt wird, uud ein Gesetzentwurf, be« treffend die Unfallversicherung der Arbeiter. Nach Verlesung der Petitionen theilt Se. Excellenz der Ministerpräsident Graf Taaffe mit, dass Se. Majestät der Kaiser den Hofrath Dr. v. Gantsch zum Cultus- uud Uuterrichtsminister ernannt haben, und stellt den neuen Minister dem Hause vor. Das Haus schreitet zur Tagesordnung. In erster Lesung wird die Vorlage, betreffend die Abänderung des Gesetzes über die Besorgung des Religionsunterrichtes in den öffentlichen Volks- und Mittelschulen sowie in den LehrerbUduugs-Anstalten, einem aus vierundzwanzig Mitgliedern bestehenden, aus dem ganzen Hause zu wählenden Schul-Ausschusse znzuwcisen beschlossen. Der Antrag des Abg. Dr. Keil, betreffend die Verpflichtung des Staates zur Entrichtung selbstständiger Landes- und Gemeiude-Abqaben vom Eisenbahnbetriebe, wird vom Antragsteller begründe uud hierauf dem Steuer-Ausschusse zugewiesen. Abg. Kreuzig motiviert seineu Antrag inbetreff der Aufhebnng der Vertrctungskosten im Vagatellver-fahren. Er erinnert an die Bestrebungen des ehemali' gen Iustizministers Dr. Glaser, die Iustizpflege zu einer raschen und billigen zu machen, weist auf die große Vermehrung der Zahl der Bagatellklagen hin und führt aus, dass die Wohlthat des Vagatellverfahrens nnr dann dem armen Manne vollkommen zutheil werden könne, wenn die Zucrkennuug der Vertretungskosten von Amtswegen aufgehoben wl'rd. Abg. Wrabetz ist wohl mit der Beseitigung von Missbräuchen einverstanden, glaubt jedoch, dass mit dem Antrage das Kind mit dem Bade ausgeschüttet würde; er wendet sich insbesondere gegen das Umsichgreifen des Ratengeschäftes, das er vom volkswirtschaftlichen Standpunkte beklagt. Abg. Friedrich Sueß spricht sich gegen den Antrag Kreuzig aus, da die Vertretung im Bagatellverfahren für den Geschäfts- nnd Gewerbemann eine Nothwendigkeit sei. Mit Rücksicht auf den Zeitverlust seien die Vertretnngskosteu das kleinere Uebel. Abg. Dr. Kroua« Wetter tritt für den Antrag ein und spricht sich auch inbetreff der übrigen Zweige der Rechtspflege gegen den Advocatenzwang aus. Er findet es den Rechten des Staatsbürgers nicht entsprechend, dass derselbe nicht mit den Gerichtsbehörden ohne Advocaten verkehren solle. Der Antrag möge angefeindet werden, allein er fei ein guter. (Beifall links.) Abg. St räche hält es für sehr zweifelhast, ob überhaupt durch den Antrag die Interessen des kleinen Mannes gefördert, die Verbesserung, Verwohlfeiluug und Beschlennigung des Gerichtsverfahrens erreicht werden würde, und wünscht deshalb eine gründliche Prüfung des Antrages durch den Ausschuss. — Nachdem noch die Abgeordneten Kreuzig nnd Kronawetter repliciert, wird der Antrag dein Iustizausschusse zugewiesen. Abg. Ritter von Wiedersperg begründet semen Antrag, betreffend Vegünstignngen für jene Mediciner, welche als Doctoren der Medicin den Einjährig-Frei-willigcudienst im Militär Sanitätsdienste ableisten wollen. Er erörtert dic ärztlichen Verhältnisse iu der Armee und hält die von ihm vorgeschlagene Begünstigung der Studierenden der Medicin im Interesse des sanitäre» Dienstes in der Armee für nothwendig. - - Der Antrag wird dem Wehransschusfe zugewiesen. Nächste Sitzung Montag. Politische Ueberficht. Inland. (Parlamentarisches.) Der Präsident des Abgeordnetenhauses, Dr. Smolka, hat die Leitung der Geschäfte des Abgeordnetenhauses übernommen. Der Deutsche Club war am 27. d. M. abends versammelt, nm die Tagesordnung der ersten Haussitzu >g zu berathen. Von der Neuwahl des Clubvorstandes wurde Umgaug genominen, da nnr zwanzig Mitglieder zur Sitzung erschienen waren. (Ungarn,) Im Sinne des Gesetzes über die Reform des Magnatenhanses ist die ungarische NegierM ermächtigt, im Laufe dieses Jahres der Krone die ^ nennung von fünf neuen Mitgliedern des Magnates Hauses vorzuschlagen. Der Minister-Präsident hat fnl jetzt nicht die Absicht, von diesem Rechte Gebrauch Z" machen, so dass diese Ernennungen erst nach Schlnss der jetzigen Session erfolgen dürfteu. Für das verstorbene Mitglied Ordody kauu außer jenen fünf nicht noch ein sechstes Mitglied ernannt werden. (Die kroatische Regnicolar-Deputa« tion) hat bereits klar zum Gefecht gemacht. Bei der Stimmung, welche nach glaubwürdigen Angaben '" derselben herrscht, ist jedoch anznnchmen, dass es /hl ernstlich darum zu thuu ist, mit ihrem Elaborat einel definitiven, den thatsächlichen Verhältnissen Rechnnng tragende« und genau auf die durch das Gesetz gezogenen Grenzen beschränkten Verständigung die Wege z" bahnen. _____ Ausland. (Bulgarien und die Türkei.) Der >N Constantnwvcl riugetroffene Herr Canov hat seitens d^ Fürsten Alexander wile Vullmacht. das Einvevstä/^ mit der Pforte zu Ende zu führen. Vt'i seinen« ^ trittsbesuche machte ihm der Großvezier die AeußenM' er hoffe, dass sie zu einem baldigeu befriedigende" Abkommen gelangen. Die principiellen Punkte d" türkisch-bulgarischen Verständigung gelten als gen'lpt; die noch vorhandenen Schwierigkeiten liegen in Fraqe" administrativer Natur und in Verfassnngsfragcn. ^" Fürst verlangt eine Art gemeinsamer Vertretung beides Länder und gewisse Gem Einsamkeit des Heeres Für,' Alexander wird zum Muschir ernannt, wird den Pasai^ titel führeu, eine Huldigimgsreise nach Constantin"!^ antreten und bei diesen. Anlasse die Kopfbedeckung d^ türkischen Neitergencrals tragen, die dem bnlgarisch" Kalpak völlig gleicht. In Nurgas wird eine unter dw Befehl des Fürsten zu stellende türkische Garnison lMA' halten werden. Es heißt ferner. Bulgarien verpfliA sich. dem Sultan auf Verlangen ein militärisches HiV' Eine der hauptfächlichen Gelegenheiten, bei denen der Kindermuud sich offenbart, ist das Beten... Otto wird zu Bette gebracht, uud Mama befiehlt ihm, vor dem Einschlafen zu beten. «Aber was?» fragt er. «Was das Herz dir sagt.» — Die Mutter eutferut sich, kommt aber nach einer Weile wieder, um nach ihm zu scheu, uud Otto sitzt nach wie vor aufrecht im Bette und beugt sein Köpfchen nach vorne. «Mama?» ruft er. «jetzt horche ich fchun fo lange, und mein Herz sagt mir noch immer nichts»... Heinrich ist zu seiuem Geburtstage reichlich beschenkt worden. Nachdem die Aufregungen des Festes vorüber sind, legt er sich zur Ruhe. Da bemerkt der Vater, dass Heinrich sein Nachtgcbet, nachdem er es zu Ende gesprochen, noch einmal beginnt. «Warum wiederholst du dein Gebet?» fragt der Vater. «Ich habe heute so viele Ueberraschuugeu gehabt, dass ich dem lieben Gott auch eine bereiten möchte». .. Nachdem Heinrich übrigens ein neues Nachtgebet gelerut hat, wendet er sich zn seinem jüngeren Bruder Arthur: «Ich scheute dir etwas.» — «Was denn?» — «Mein altes Nacht- gebet.' Manche gesellschaftliche Einrichtung macht den Kindern viel Kopfzerbrechen, so z. B. die Institution der Eigennamen. Ein anonymer Freund berichtet mir, er habe eines Tages seineu nennjährigen Bruder Fritz bei aufmerksamer Lektüre des Kalenders angetroffen. «Was suchst du in dem Kalender?» — .Ich möchte so gerne den Namenstag meines Lehrers wissen, und liin nicht imstande, den Namen — Schmidt zu finden» ... Der vierjährige Ernst erfährt, dafs feine Gefpielin Nelly nach Mcntone reifen wird. »Wie heißt das Land, wohin Nelly fährt?» — «Frankreich.» — «Aber mit dem Vornamen?» Darauf wusste man ihm allerdings nichts zu erwidern. Bekanntlich kann ein Kind mehr frageu, als zehn Erwachsene zu antworten vermögen. Was fragen Kinder nicht alles! Ob die Spatzen wissen, dass sie Spatzen sind — ob Schauspieler frei auf der Straße Herunigehen dürfen — ob die Feuerlöschmänner es aus den Zeitungen erfahren, wenn irgendwo ein Brand ausbricht — und so fort ins Unendliche! Im Gegensatze zn diesen Frage-Virtuosen stehen die frühreifen Kinder, welche einen durch ihre Antworten verblüffen. Wenn ich nicht aus persönlichem Umgänge den erst im dritten Lebensjahre stehenden Hans kennte, so würde ich nicht glauben, was ich selbst mitangehört: dass das Knirpschen nämlich ein Tausendkünstler im — Reimen ist. Er findet einen Reim auf jedes gangbare Wort und hält mit deil Proben seiner Knnst nicht hinter dem Berge. Zu seinen Gewohnheiten gehört es, jedermann nach seinem Namen zn befragen. Neulich kommt ein Herr Namens Vogel zu Besuch. Haus inquiriert ihn sofort: «Wie heißest dn?» — «Vogel.» — «Wo hast du deiue Federn?» In der Schule wird ein Mädchen geprüft. Lehrerin: Wie viel ist zweimal 2. — Schülerin: Vier. — Und dreimal 3? ^ Neun. — Und viermal 4? — Sie wissen es ja ohnehin, Fräulein, wozu fragen Sie mich? Der jugendliche Held eines Hoftheaters fragt das Söhnchen feines Directors, das eine Aufführung ^ «Räuber» besucht hat: «Wer hat dir am besten l!^ fallen?» — «Haben Sie mitgespielt, Herr K.?'» "^ «Jawohl, den Karl Moor.» — «,Der Karl Moor h"' mir am besten gefallen'». . . Derselbe geistig weit u^l geschrittene Knabe durfte auch den Generalproben ^ «Fanst» (ersten und zweiten Theiles) beiwohnen. >'' Salon seines Papas erkundigt sich jemand: «Hast ^ alles verstanden?» — «,De'n ersten Theil nicht g^ den zweiten aber vollkommen/» Die Zuhörer ^" ,,f Papa jedoch meinte: «Wenn ich das mit Bezug " den zweiten Theil nnr auch behaupten könnte!» ^ Gar lustige Blüteu treibt Kinderart dort, wo "^ Kleinen zwanglos unter einander verkehren. Auf e^ Spielplatze balgen eine Menge Jungen sich nnter sI lichem Geschrei. In der Hitze des Gefechtes '".H Ednard die Mütze vom Kopfe. Karl bemächtigt.''^ ihrer, scheudert sie in die Höhe. und sie bleibt an e>" Baumaste hängen. «Jetzt wirst du mir die ^H herunterholen», ruft Eduard entrüstet. «Wenn ichH nicht will?» — «Dann klettereich selbst hinauf; ^ ich aber und breche ein Bein. so geht es '"^ nichts an...» Arthur hat Otto geprügelt.. "^ Strafe musste er bei Tische fastend znschen, w»e . anderen zu Mittag aßen. Otto sagt nach Tiscl^H ihm.' «Du wirst mich dsch wieder' hauen.» 77 H werde dich nicht hanen.» — «O ja, du wirst '^. hauen.» — Arthur (indem er ihn von neuem p^'^ltet «Nein, ich werde dich nicht hancn.» — Einmal ^^, Arthur seinen lieben Otto sogar, er möge a". Lnilmcher Zeitung Nr. 24 201 W. Jänner 1886. ^'^?" ^""'' "bcr dessen Höhe die Allgabcn zwischen (Dle Ausweisungen aus Preußen.) 5"s prmwsche Abgeordneteuhans beqaun vorgestern dic Berathung des Antrages Acheubach. I.u Laufe der ^eoattc legte Bismarck das staatsfeindliche Verhalten oer Men dar. welches ihn veranlasste, mit Rnssland ,MYlung zu gewinnen und zu erhalten. Der Fürst be-tr.tt dc',l Zusammenhang der Confession ,nit den Ans-wechmgen; da es nicht gelungen sei. die Polen durch '^' ">ä" gewinnen, müsse das poluische Element hungert, das deutsche ver.nehrt werden. Dies sei der ml!^ ^ ^ü^"lu«gcn. Die Regierung werde niemals dce Wiederherstellung Polens zugestehen, k...'// 6l""0') Aus Loudou liegt noch keine Mel-^..^s^^ bie Demission des Cabinets als voll-m K^ ^I"^/^cheiueu ließe, weun dieselbe anch s/ ^?w ^ Eabiuetes defiuitiv beschlossen worden ^. « > ^'^"' ber vorgestern iu. Auftrage des Ca-^ " )ell Demissionsbeschluss der Königin überbriu-.^n jollte, wurde telegraphisch augcwieseu,'seiue Abreise «wegen der vorgerückte« Stuude-' zu verschieben. Die Ub ralen Iouruale erklären mittlerweile mit größter Hchmimthett, Gladstone fühle sich vollkommeu iu der ^age. ein e,mges und starkes Cabinet zu bildeu. n«'..^^.^^ll^ Winter,) Der heurige Winter, der K^.'"^ c/". ^"^« ""l'«s Erdtheiles mit großer 3 .^e auftritt und de« Bewohueru Siiditalieus und ae l ^ ^ "u dm. der jetzigen Geueratiou noch nicht w i ^3"^" ^'?^ Schneefälle bietet, hat sowohl d bn an ^s!" leeren Jahrhunderten Vorgänger, u serer «^ ?""' '"" "reffen. Im Jahre 1400 Äke ^5 ?'"'^.'"" ^e Kälte in Europa eine so grH da,s a.umt.che Nordu.eere zufroren. Im Jahre M. lror in Oberitalien die Tinte in den Tinten-n?5?/.^ ^""' Thiere des Waldes kamen in die nenMchen Wohnungen, Schuh vor der Kälte zu suchen; ln tfrallkreich war im selbeu Jahre der Wein im Keller Mroren, so dass er stückweise nach dem Gewichte verlauft werden musste. Dein strengen Wiuter des Jahres l7U9 gebürt wohl die Palme unter seinen Nebenbuhlern. Nmperaturen von — 23 bis — 27 Grad waren in Mitteleuropa leine Seltenheit. Die Mensche» erfroren zu Huu« derten, die Glocken zersprangen, sobald der Hammer sie berührte. Die Kälte im Jahre 1795 ermöglichte die in der Kriegsgeschichte einzig dastehende Thatsache, dass lmge französische Cavallerie-Escadroueu die bei Texel gefrorene holländische Flotte gefangennehmeu konnten. ^ ^u«!^ I"brhunderte siud die Jahre 1830, 1870 u^,.. ^'- /"5" ^ das Jahr 1886 auschließen zu wollen schaut durch ungewöhnliche Kälte hervorragend. !U«r ^ .V ^°ll lethargischen Schlafes.) ^^7' "urde der Petersburger Arzt Dr. M. F. Entbi du" / „^ j?'« 3rau gerufeu, die ihrer in einem s.ttm,s?'" ""^ ^ bereits seit fünf Tagen elan es ^"H schlafe befand. Dem Arzte darauf A. .^, ^ zu wecken. Dieselbe gebar bald der ^ ^lnudes Kind, verfiel aber nach sckeu ^ s.«' .^^' ^" löcheren Zustaud deslethargi-biel? M. ^ ' ^"cher diesmal vierzchn Tage laug an-war sie .^/'^"'" "er zum AewMseiu kam, ^ 7... ? "^^ lich mit ihrer Umgebung zu verständigen, denn ste vergaß während des vierz hntägigen lethargischen Schlafes alle drei Sprachen (nämlich die russische, die deutsche und die französische), welcher sie früher ganz mächtig war. Nun lernt die bedaucruswerte Frau ihre russische Muttersprache sehr mühsam, Wort für Wort, von ihren eigcueu Kiudcrn, auf die Wicdcrerlau-guug der Kcuutnisse der beiden auoereu Sprachen, dereu sie vor ihrem lethargische» Schlafe mächtig war, wird sie aber verzichten müssen. Dr. M. F. Krasilmtov demonstrierte dicsertage über diesen uud zwei ebenso sonderbare Fälle von Scheintod in der Versammlung des Vereins der Petersburger praktischen Aerzte. — (Wie in Paris der Schnee weggeräumt wirb.) Am letzten Donnerstag war in Paris großer Schueefall, so dass biuneu kurzem die Straßen in einer Höhe vou etwa 7 Centimeter bedeckt waren und die Wageu kaum vorwärts tonnten. Einige Stunden darauf war ganz Paris reiugefegt. Diese rasche und gründliche Fortschaffuug des Schnees erzielte man mit Hilfe des Scesalzcs. Mit dem Salz vermeugt, schmilzt der Schnee rasch uud wird zu einer dicken Flüssigkeit, die theils fortgelehrt wird, theils in die Canallöcher rinnt. Iu den städtischen Magazinen finden sich stets große Quantitäten dieses Salzes aufgespeichert, von dem die Tonne auf 31 Fraucs zu stehen tommt. Sobald es zu schueicn beginnt, verfügen sich städtische Arbeiter ohne weitere Ordre mit ihreu Karren in die Magaziue, überuehmcu das Salz uud streuen es auf; übrigens besorgen dieses Geschäft auch Straßcustreumaschinen im großen Stile. Lediglich auf dem Macadam wird das Salz nicht angewendet, da es hier leicht zur Glatteisbildung führt. — (Eiu Advocat als Scharfrichter.) Dass ein Vertheidiger in Strafsachen — Scharfrichter wird, das ist sicherlich ein so completer Rolleuwcchscl, wie er nicht leicht vorausgesetzt wcrdeu tanu. Und doch wird cm solcher vou dem «Tygoduik-Rzeszowsti» gemeldet. Der in Galizieu betauutc Vertheidiger in Strafsachen Dr. Czu« berka, der lange Zeit iu Rzeszow und Kolomea als Coucipicut thätig war, ist nach Chicago ausgewaudert, hat daselbst die Tochter des Scharfrichters geheiratet uud schließlich auch dessc» Würde überuommeu. Das einzig Tröstliche hiebci ist uur, dass Czuberka uicht leicht in die Lage kommen lauu, seiucu cigcucu einstigen Clieutcu dcu Strick un» den Hals zu schlingen. — (Im Salon.) Die Gräfin: «Licbeu Sie das Clavierspicl, Herr Oberst?. — Der Oberst (die Augen rollend): «Ich fürchte es nicht'.. Aphorismen. Mm, jemandrm eine Wunde ucrbuildcn wird, rrncucrt sich gwchsam scin Schmerz, doch nur. um raschrr z» hnlsn: also wirll mich der Trust von jenr«, die »uir ln-ke». Eülvöi«. Die Liebe des Weibes ist das Hcidcitthum des Herzens, ei« erschafft selbst be» Glorienschein um das Haupt des Ideales, dem es huldigt. Rache inaq silsz sein, aber sie ist ein süßes Gift. Wir befindeil uns nicht leicht in Gesellschaft, ohne zu den-keu, der Zufall, der so uielc zusaimncubrinat, sollte uns auch unsere Freunde hrlbeisühren. Goethe. Wie in Rom außer den Romern noch ei» Voll von Statuen war, so »st außer dieser realen Welt noch eine Welt des Wahns, viel mächtiger beinahe, in der die meiste» leben. Goethe. Im Schweinen des Nachdenkens leimen und wachsen die Erinnerungen. Fcuchterslcben. Wenn Wünsche Pferde wären, würden Bettler reiten. Amerikanisches Sprichwort. . 6s ist nicht so schwer, filr einen Freund zu sterben, als einen Freund zu finden, der wert ist, dass man für ihn stirbt. Die Liebe ist eine Oase in der Wüste des Lebens. Bücher sind Brillen, durch welche die Welt betrachtet wird, schwachen Aua.cn freilich nöthig zur Stütze, zur Erhaltung; ab» der freie Blick ins Leben erhält das Auge gesünder. Feuchtersleben. Wir ertragen nichts schwerer, als verdiente Verachtung. Eötvös. Nicht nach dem, was du wert bist, sondern nach dem, was du zu scheinen vermagst, wird dein Wert bestimmt. Eötvös. Local- und Proliinzial-Nachlichten. — (Todesfall.) Vorgestern abends ist der hiesige Knnstgärtner Herr Josef Ermacora gestorben. Der Verblichene war in seinem Fache hervorragend ausgebildet uud hat als Mitglied des bestandenen Gartenbauvereins viel zur Vcrcdluug des Geschmackes bei der Bewirtschaftung der Gärten und für die Pflege des Blumenschmuckes in dcufelbcn beigetragen. Die Stadtgemeinde Laibach ist dem Verstorbenen zu großem Danke verpflichtet, denn Ermacora war es, der in uneigennützigster Weise der gemeinderäthlicheu Stadtoerschöncrungs - Commission stets mit Rath und That an die Hand gieng, vieles anregte uud zu mannigfachen Verschönerungen selbst die Hand bot, wofür ihm auch seitens des Herrn Bürgermeisters Gras-selli in den Gemeinderathssitzungen wiederholt der Dank ausgesprochen wurde. — (Für Waldbesitzer.) Wie alljährlich, gelan-gen auch in diesem Frühjahre aus der k. l, Centralsaat-und Pflanzschule zu No sen bach 2870000 Stück dreijährige Fichten und 151000 Stück dreijährige Lärchen-Pflanzen zu dem Preife von 2 fl. pro Mille in Partien zu 1000 Stück, und zwar zunächst an solche Waldbesiher zur Abgabe, welche den Mangel an Pflanzenmaterial als Grund der uuterlassencn oder mangelhaft ausgeführten, behördlich angeordneten Aufforstungen angeben. Weiters gelangen aus der gedachten Saat- und Pflanzschule 620000 Stück Schwarzföhren-, 79 000 Stück Weihmuts» liefern-, 38 000 Stück Tannen«, 63 700 Stück Eschen-, 50 000 Stück Weißbuchen-, 18 000 Stück Weißdorn-, 800 Stück Rosskastanicn-, 342 000 Stück Akazienpflanzen; 421 700 Stück Stecklinge von verschiedenartigen Korbweiden, 1640 Stück Walnuss- und 5020 Stück Eoel-tastanicn-Bäumchen zunächst an minder bemittelte und in der Förderung der Forstcultur strebsame Gemeinden und Private unentgeltlich zur Vcrtheilung. Die Gesuche um entgeltliche Abgabe oder uuentgeltliche Betheilung, erstere unter Anschluss des auf die Fichten- und Lä'rchenpslanzen entfallenden Geldbetrages, sind bis längstens 1. März bei der betreffenden k. k. Bezirlshauptmannschaft, beziehungsweise beim Laibacher Stadtmagistrate einzubringen. — (Turnertränzchen.) Die umfassenden Vorbereitungen für das Moutag den 1. Februar in den Sälen der alten Schicßstätte stattfindende Turnerkränzchen nähern sich, wie uns mitgetheilt wird, ihrem Abschlüsse, und nnch dcnfelbcn zu urtheilen, dürfte sich das Kränzchen zu einem zahlreich besuchten, glanzvollen Ballseste gestalten, welches dem Anastasius-Grün-Denkmalfonde einen ansehnlichen Reinertrag zuführen dürfte. Der Ausschmückung der Räumlichkeiten wurde die größte Sorgfalt gewidmet, wodurch sich dieselbe» äußerst glauzvoll präsentieren wer« dcu. Die Tanzmusik besorgt die k. k. Rcgimentskapelle des 17. Infanterie-Regiments. Den Vorverkauf der Eintrittskarten haben aus Gefälligkeit die Herreu C. Ka ringer uud Kleinmayr & Bamberg übernommen. — (Allgemeines trainisches Militär-Veteranen-Corps.) Die diesjährige Generalversammlung des unter dem Allerhöchsten Protectorate Sr. k. l. bV.„?" "-"b b"'n geigst herabfallen; er. Arthur. A,^, H'", '"'""den emen Fuß b'recheu qesehen . . ! Auch ui Verkehre nut deu Elteru geratheu Kiuder auf a «H ^" ?^"' 2°llo. die weibliche Miniaturausgabe emes bekannten Dorfgeschichien-ErMlers hat zahlen gehört dass ihr Vater ich n..r schw r z „ Arbctten e.ttschl.che, uud deshalb'er.uahut si ihu h" l>ud da: «Herr Doctor, geh' schreibe.... Des Morae s ^""'^ ^"lst du Kaffee habe» Wohler als in irgend welcher menschlicher Gesell« schaft fühlen fast alle Kinder sich in der Intimität mit jeglichem Gcthier. Klara und Josef gehen im Parke auf und ab. Klara zeigt anf den Storch, der am Ufer! des Teiches nachdenklich anf eine m Beiue steht. «Siehst on. der hat dich gebracht.» — «Ja», ruft Josef überglücklich, «er muss mich erkannt haben, denn er hat Mir zugeuickt.. Ida's vielgeliebter Kater hat das Zeit-l'che gcseguct. Ida weint Tag nnd Nacht. Man spricht lyr Trust zu. ^ ""de nie jemand anderen heiraten, als ^""'^enageriebesiher. meldet eines Morgens entrüstet. Ci.H '^H"'"e im Hühnerstalle habe zwei winzige «da« ,^l- «Der Mühe wert., bemerte sie spöttisch, lieben s«s!" n 'ch " " ch.. Anßer Huude. Katzeu u. s. w. ans Tlv!r, / ?'"der, d" ^ Soldaleu. wohl weniger "-"Mrlett, denn aus Freude an den Uniformen. Nelly steht am Fenster, während uuteu Soldaten vor-bmnarfchlcren. «Mama», fraat sie. «müssen die jetzt in ihre Schachtel zurück?» Man käme nicht zu Eude. wollte man all' die Kiudcrwortc verzeichuen. iu deueu sich die Herrschsucht der Kleiueu gcgeuübcr uns Großen äußert. Wenn ihre Mutter sich verstimmt zeigt, droht Nelly ihr: «Ich werde unr ciuc Mama kaufen, die nicht so schlecht gc-lauut ist . » Vcrtha tyrannisiert gern ihre qanze Umgebung Emes Abends bringt man sie zn Bette; sie ^ "'""'"erl'ch zu schnieu, da aber niemand sich darum bekümmert, hält sie im Schreien inne uud sagt: ^ 5"'ü ^"'a.l mau nicht, dass ich aufhöre,, soll, oanlit ich dauu sageu kaun: ich will nicht aufhö'reu?' .,lildcrmund ^t eben uncrfchöpflich: das beweist er wohl am emdriuglichsten, wenn er sich einen Gennss N"Wn '.?- Mama briuqt Nelly Bonbous mit, be° 2 ?" ^bvch. s'e vorderhand nicht zn berühren, U^ ^ '?^'u anfznbewahreu. Trotz dieses Ver-bo es na ch Nelly von den SMsieiten. Hierüber zur '^.gestellt, rechtfertigt sie sich damit, dass sie wisseu wolte wie dlc Bonbons morgen schmecken Schlau siud die Kinder in ihrem engen Kreise von Gedanken und Meinnnqen. aber eine geschlossene Ag'k darf man uicht immer vou ihueu forderu. Pauls Mutter beschert ihrem Gatte» nene Vaterfrcudeu. «Hast du eiu Schwesterchen oder ein Brüderchen bekommen?» fragt man Paul. «Es ist uoch uicht grtanft, man kann also noch nichts wissen.» Seinem Lehrer bringt Paul als Zeicheu der Verehruug ein Slräußchen Älnmeu, die er selbst im Walde gepflückt hat. «Wo wachsen diese schönen Blumen?» fragt der Lehrer erfreut. «Wozu soll ich dir's sagen! Du fiudcst sie ja doch uicht...» Mit sciucr Großmütter geht Alfred, der lciuc Mutter mehr hat, luauchmal zu der letztereu Grab. Er hat den «Struwwelpeter» sehr aufmerksam gelesen uud es wohl im Gedächtnisse behalten, dass der Suppenkasper elend nnikaui und dass auf defscn Grabmal eine Suppenschüssel als Ursache seiues Todes abgebildet ist. Auf dem Friedhofc sieht er an einem Monument eine Urne angebracht. «Nicht wahr», erkundigte er sich bei der Großmutter, «da ist jemand au Milch gestorben, deun mau hat ihm ciueu Milchtopf auf das Grab gesetzt.» Mit dieser Auslcguug einer alten Sitte schließe ich für heute. Aber ein anderesmal bringe ich wieder allerlei Neues vom Kindermnnde, nnd wollen Leserinnen und Leser mir etwas dazu beisteuern, so dürfeu sie anf meine Dankbarkeit rechnen. Die Kinderstube ist eine unerschöpfliche Fundgrube von köstlichen Episoden, manchmal von solchen, iu deueu uicht Kiudcr, sondern Erwachseuc als handelnd auftreteu. So z. B. schreibt cmr Dame mir. sie sei bei den Eltern von Otto »md «r« thur zu Besuche geweseu, als sie zuerst einander prügelte» uud baun. als sie dessen müde waren, '"" zoologischen Schimpfnamen nm sich warfen. Da ,el ou Bonne, eine Genferin. hinzugekommen, habe ^ sl"aoe t dass die Knaben das alles - deutsch besorgte,,, und ihueu zugerufen: «I^i« s^.^. "^ «,)km,. .^,. lrmi^i... Ob die Kinder sich d,eser Aufforderung filgteu, das hat meine Gewährsmann!« m,r lnder mcht gemeldet. F-Groh. Laibacher Zeitung Nr. 24 202 30. Jänner 1886.^ Apostolischen Majestät des Kaisers Franz Josef I. stehenden allgemeinen kramischen Militär«Veteranen-Corps wird Dienstag, den 2. Februar, vormittags halb U Uhr im Rachhaussaale stattfinden. Das Programm ist folgendes : 1.) Begrüßung durch den Corpscommandanten. 2.) Bericht über die Geschäftsthätigkeit im Jahre 1885. 3.) Vericht über den Rechnungsabschluss pro 1885. 4.) Aenderung der Corpsadjustierung. 5.) Wahlen der Corpsfunctionäre für die dreijährige Functionsperiode. 8.) Separatanträge, welche im Sinne des H 24 alt (H 15 neu) der Corps-ftawten eingebracht werden. 7.) Bericht betreffs Gründung einer Corps-Musikkapelle. — Die Herren Corftsmitglieder werden höflichst eingeladen, vollzählig zu erscheinen. — (Das Vereinsweseu in Krain.) Im verflossenen Jahre haben sich in Kram 28 neue Vereine gebildet, 3 haben sich freiwillig aufgelöst. Die neu entstandenen Vereine vertheilen sich nach den einzelnen Kategorien folgendermaßen: 8 Lesevereine sdralna dniätva), und zwar: in Assling, Großlaschiz, Lozice, Eisnern, Grafen-brunn, Lustthal, Mottling und St. Marein; 6 Feuerwehr-Vereine, und zwar: in Franzdorf, Veldes, Verd, St. Martin bei Littai, Weixelburg und Presser; eine Ortsgruppe des deutschen Schulvereins in Neumarktl und eine Frauen-Ortsgruppe in Laibach; ein Turnverein; ein Zweigverein des patriotischen Frauen - HilfsVereins und ein Lehrerverein in Gottschec; ferner ein Bicycle-Club, ein Reitschul-Verein, der Verein des heil. Cyrill und Method und die Bundesgruppe «Laibach» des deutschen Böhmer-Waldbundes; dann die Section «Innerkrain» des österreichischen Touristl'nclubs, Adelsbergcr Musitverein in Adelsberg, der Militär-Veteranenverein in Stein und endlich die Actiengcsellschaft 1'ivi uuroäni äom in Rudolfswert. Gegenüber dem Vorjahre hat sich die Zahl der neu entstandenen Vereine um 12 vermehrt, jene der aufgelösten hingegen um 4 vermindert. — (Aus dem Kanterthale) schreibt man uns: Der von Sr. Excellenz Baron Schwegel im Landtage am 20. d. M. eingebrachte und einstimmig angenommene Dringlichkeitsantrag hat die Bewohner des Kankerthales, Seelands, Vellachs bis Eisenkappel und Völkermarkt auf das schmerzlichste aus dem Grunde berührt, da es nach dem Wortlaute desselben scheint, eine Bahn Divaca«Lack lünne nur durch den Loibl weitergeführt werden. Unmöglich kann man annehmen, es sei der Umstand, dass der hohen Regierung ein ausgearbeitetes Project für eine Seeberg-Bahn bereits vorliegt, vergesseu worden, und man wisse nicht, dass die Ueberschienung des Seebergs ver-hältnismäßig weit leichter und billiger herzustellen sei, als der Loibl-Bau, dass ferner die Seeberg-Linie einen die Loibl-Linie wohl übertreffenden, bedeutenden Local-verkehr zu besorgen hätte. — (M. Ionko contra «Slovenski Narod».) Gestern wurde beim obersten Gerichts- als Cassations-hofe die Nichtigkeitsbeschwerde, welche der Görzer Landtagsabgeordnete Mathias Ionko gegen den Urtheilsspruch inl bekannten Processe gegen den Redacteur des «Slovenski Narod», Herrn Zeleznikar, eingebracht hatte, verhandelt. Der oberste Gerichtshof hat die Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet zurückgewiesen. — (Vermählung.) Im Prälatensaale bei den r. ?. Schotten in Wien fand vorgestern nachmittags um halb 1 Uhr die Trauung des Ministerial-Concipisten im Ministerium des Innern, Sisinio Freiherrn v. Pretis-Cagnodo, Sohn des Statthalters des Küstenlandes, Freiherrn v. Pretis, mit Fräulein Zdenka Freiin v. Rumers kirch statt. Dem Trauungsacte, den der Schottenprälat Dr. Ernest Hauswirth vollzog, wohnten nebst den Familienmitgliedern des Brautpaares zahlreiche Mitglieder der Aristokratie und viele hohe Staatsbeamte bei. Das neuvermählte Paar hat nachmittags die Hochzeitsreise angetreten. — (AuS Klagenfurt) wird telegraphiert: Namens des conservativen Wahlcomite's veröffentlicht Baron Reyer den Wahlaufruf für Einspieler, worin betont wird, dass der liberale Gegencandidat GH on ein Vahnproject vertritt, durch welches die Orte Rosenthal und Ferlach vom Bahnvertehre ausgeschlossen würden. — Der Landesvcrthcidigungs - Minister hat die Heranziehung der vierten Altersclasse für die heurige Militärstellung in Kärnten angeordnet. — (Polizeiliches.) Der 1865 in Töpliz bei Sagor geborne Kaspar Pecnik, unehelicher Sohn der Apolloma Pecnik, von mittelgroßer Statur, blöde» Gesichtsausdruckes, mit breiter Nase, sehr großem Munde, grauen Augen uud lichtbraunen Haaren, bartlos und nur slovenisch sprechend und meistens kindische Geberden annehmend, hat schon wiederholt seine Heimatsgemeinde Sagor verlassen und dadurch, dass er stets falsche Angaben über seine Generalien machte, die BeHürden zu vielfachen Schreibereien veranlasst und der Zuständigkeitsgemeinde ungcbürlich hohe Verpssegstosten verursacht. Da zu befürchten ist, dass Pecnik den nächsten unbewachten Moment wieder zur Flucht benutzen könnte, sind die politischen Bezirksbchörden, die Gemeindevorstehungen und die Gendarmcricpostcn des Landes Krain sowie auch der benachbarten Länder Stcicrmark, Kärnten, Küstenland und Kroatien auf obgeschildertes Individuum aufmerksam gemacht worden Aunst und Literatur. — (Landschaftliches Theater.) Nicht immer gilt das geflügelte Wort «Itonm loeuw S8t», ganz besonders aber im vorliegenden Falle, wo das neueste Product G. v. Mosers, «Der Bureaukrat», von der Wiener Kritik entschieden abgelehnt wurde. Allerdings will das Stück nicht nach der vornehmen Titulatur «Lustspiel», sondern als flott abzuspielender Schwank ohne große Prätensionen aufgefafst sein. Die Fabel der Komödie sehen wir angesichts des von der Kritik vielbesprochenen Themas uorans, und vindi» cieren wir den: Stücke selbst einen, obzwar oft verwendeten, doch geschickt modulierten Grundgedanken: «Das vermeintliche Gefühl der Liebe ist oft nur Einbildung; doch entsteht mit Umstellung des Satzes aus der Eiu-bildung oft auch Liebe.» Die logische Conscquenz lassen wir aus dein Spiele. Genug, das Stück hat sehr gut gefallen, wurde viel belacht und applaudiert, und man vergaß über dieser Stimmung, dass der Bureaukrat trotz des vielen Sprechens nicht einmal eine so wesentlich nothwendige Figur sei. Herr Gilziuger hat dieselbe unübertrefflich gegeben: die obligate Rauschscene hat namentlich angesprochen. Die nächsthöhere bureaukratische Potenz, Ministcrial-beamter Rosen, hat Herr Weißmüller mit den nöthigen Schlaglichtern wirksam als Contrast der erstgenannten Basis gegenübergestellt. Die Leistung des Liebespaares Ella und Eberhard Graf Meng durch Frl. Mondthal und Herrn Sprinz fand rauschenden Beifall, und hat namentlich erstere für ihre schalthafte, ungemein frische Behandlung der Rolle diese Anerkennung im vollsten Maße verdient. Die kleineren Rollen waren durch die Herren Jarno (Sebald), Saalborn »Graf Meng), Ditrichsteiu !Mu filer Leo), die Damen Charles (Frau Lemle), Lauius (Gertrud) und Dowsky (Anna) sehr gut vertreten. Auch die Leistung des Frl. Telmar (Soubrette Charlotte, ist lobenswert anzuerkennen. Wir hoffen demnach, dass entgegen der ungerecht vcrurtheilenden Wiener Kritik die hübsche «Komödie» uns noch einige vergnügte Abende bereiten werde. Das Haus war gut besucht. —ll. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 29. Jänner. Der gestrige Hofball trug das gewohnte glänzende Gepräge. Der herrlich abschmückte Cen'moim'nsaal der Hofburg war schou um 8 Uhr gedrängt voll. Um 9 Uhr erschien der gesammte Hof. Nachdem das Kaiserpaar vorher zahlreiche Vorstellungen entgegengenommen hatte, wurde alsbald der Vall eröffnet. Ihre k. k. Hoheit, die zum erstenmale auf einem Hofball erschienene Erzherzogin Marie Valerie betheiligte sich mit Erzherzog Franz Salvator am Tanze. Se. Majestät der Kaiser zog mehrere Persönlichkeiten ins Gespräch, darunter Mi< Nisterpräsidenten Grafen Taaffe und Statthalter Freiherrn v. Kraus. Nach der ersten Quadrille zog sich der Hof zurück. Das glänzende Fest wurde erst kurz vor Mitternacht beendigt. Wien, 29. Jänner. Die Slovene« erhalten die angestrebte besondere Vertretung im Schoße des Exe-cutiv-Comite's der Rechten, verbleiben aber im Hohen-wart-Club, wenn auch als eine geschlossene la,ldsmaml-fchaftliche Gruppe. Agram, 29. Jänner. (Landtag.) Nach Authenticie-rung des letzten Sitzungsprotokolles theilt der Präsident die Ernennung Svevec' zum Sectionschef der Abtheilung für Culws und Unterricht in it. Ferner theilt der Präsident mit, dass das Gericht zu Pakrac die Auslieferung Dereucins und der Agramcr Gerichtshof die Auslieferung Obads und Grzanic' verlange. Der Präsident gedenkt fodann in warmen Worten des verstorbenen Abgeordneten Sub otic und beantragt, das Haus solle zum Zeichen der Traner heute keine Sitzung halten. (Zustimmung.) Die nächste Sitzung findet morgen statt. Paris, 29. Jänner. Der Agence Havas wird aus Canea vom Heutigen gemeldet, dafs am Sonntag vier italienische Panzerschiffe mit dem Admiral Martini dafelbst erwartet werden. London, 29. Jänner. Marquis of Salisbury kehrt hellte nach London zurück. Gleichzeitig dürfte jener Staatsmann nach Osborne berufen werden, der das neue Cabinet bilden soll. Den «Times» zufolge kann dies nur Gladstone sein. Die Berufung Salisbury's nach Osborne scheine anzudeuten, dass die Demission des Cabinetes nicht ohne Einwendungen angenommen worden sei. Athen, 29. Jänner. Die von der Pariser Agence Havas verbreitete Meldung, wonach die griechische Regierung ihre Haltung geändert und beschlossen hätte, den Wünschen der Mächte zu entsprechen, ist vollständig erfunden; die vom Könige und von der öffentlichen Meinung unterstützte griechische Negierung that nichts, was auf eine Aenderung ihrer Politik hindeuten täunte. Landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag): DieRäuber. Trauerspiel in 5 Acten von Friedrich v. Schiller. Verstorbene. Den 2 8. Iänner. Josef Ermacora, Knnstgärtner, 48 I, Vulssstallaasse Nr. 10, Lungenblutung. — Anna Pech. Loco-motivführers, Oeclemu pulmonum. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. t! 3,— ?> „ >" ' 7 Ü. Mss. 733,8? s" ^s^^VMiff""^"WN"'" 800 29.2. N. 733. l5 4,8 NO. schwach Nebel «'<,«, 9 . Ab. 733.03 2.6 windstill Nebel " Nebel, abwechselnd Regen. Das Tagesmittel der Warn« 3,0°, um 4,3" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit. Weiße und cremo seidene faillo sran» y2l8s,Surah, 8atin mo^voilleux, Damaste, Nipse, Taffete U.Atlasse, 75 kr. per Meter bis fl. 10,05, versendet in einzelne» Noben und ktllckln zollfrei in« Hau« das Seidtnfabril.Devot O. Hrnneberg (l. und l. Hoflieferant) Zürich. Mllfter um^ehenb. Nricjc toste» 10 tr, Porto, (»5«) ?—l Herrn Oabriel Pieeoli, Apotheker in Uaibacl, Ueber Ersuchen bestätige ich. das« ich Ihre Maa.e>>' Essenz, deren Vestandthelle mir belannt sind. «n viel«" Fällen von Magen- u»b Hämorlholdal'üeiden als hcilllM erprobt habe. Dr. Emil «ilttr v. Hlöckl. l. l. Regierungsrath und Landes" SanitätSreserent in Laibach- D!e vorzügliche Wirkung der Piccoli's Magt'',' Essenz bestäüg»» a»ct> die berühmten Triesicr Aerzte. °> Herren: Dr. D'Agsftini, Dr. llambon, Dr. Ritter v. »"" cucchi und Dr. Pardo. i4275» >6^^ Herrn Julius Tchauman«, Aftothelcr in Stoclecau. A»ls Mitgefühl für Leidensgefährten sehe ich mich 5" A Erklärung veranlasst, baft mrw Magenleiben, welches vor "" Jahren so schlimm war, dass ich jeden Tag die genossen«' ^«n rung wieder erbrechen musste, durch Ihr Magensalz ft/°I ganz verloren hat, so zwar, dass jetzt ein Löffelchen des S"N welches bei mir nie ausgehen darf, genügt, um etwaige ^ schwerden nach der Mahlzeit sofort zu beseitigen. Bühm.'Aicha, den 5. Juli 1884. Hermann Stöhr m. P-. Procurist bei T. Schm'»'', Zu haben beim Erzeuger Apotheker Schau mann '" Stockerau und in allen Apotheken Oesterreich.Ungarn <. Preis einer Schachtel 75 lr. /,< Versandt von mindeste») zwei Schachteln per Post""" nähme. (434b) Die günstigen Erfolge meines Präparates bei MA lrantheiten halien Unberufene zn Nachahmungen veranlasst! ° p. t. Pllblicum wolle daher nur das echte, von Iul. Sch""^ mann erzeugte Magensalz verlauqen. und bitte ich. darausH achten, dass jede Schachtel mit meinem Namenszuge versehen^, Vrustleidende sowie Kehllopflraule fühlen sich, wie ^ lannt, am wohlstcn in einem Nadelwald. Durch den Oebla" des echten Vittners Coniferen-Sprit erzeugt man in der MA. stube den unverfälschten Nadelwaldgeruch und bringt den bele»^ den Sauerstoff sowie die balsanlischharzigen. älherisch.iMeN ^, standthelle in dieselbe. Der Gebrauch dirseS Artikels kann t»»v solchen «eidenben nicht dringend genug anempsohlen w"^ Blttners Coniferen.Sprit wurde mit vielen Preisen und be!"^ den Anerkennungen ausgezeichnet. Bezugsquellen sind '" /> betreffenden Inserate enthalten. (366^ Zlür Aauüfrauen. In der unsere heutigen 9H mer zugelegten Veilage der ssirma Franc! Söhne in Linz "^ unsere geehrten Hausfrauen vor Anlauf gefälschten ssrancl««^ gewarnt, aus welchen, Grunde wir die Aufmerksamkeit des'"" auf diese Vcilage lenken. (N^ Araneibca Vrmacora, vom Schmerze iief > gebengt, gibt in ihrem, ihrer Kinder und aller Acl< > wandten Namen die betrübende Nachricht von den» > Hinscheiden ihreS unvergesslichen Galten, beS HerrN > ! Zosef heil. Sterbesacramenten nach kurzem Leiben im Älter « l von 4« Jahren selig im Herrn entschlafen ist. > I Das Leichenbegängnis des theueren Verblichene" > , findet Samstag den 30. Jänner, nachmittags uM > 3 Uhr, vom Trauerhause Vurgstallgasse Nr. !" > ^ Die heiligen Seelenmesse« werdcn in mehre"" > Kirchen gelesen werben. > ^ Laibach am 26. Jänner 188«. ! ««ibl«un«««nst!»lt dt« yl»nz Dob«l«l. talbach Laibachcr Zeitung Nr. 24 203 30. Jänner 1886. Course an der Wiener Oörse vom 29. Jänner 1886. N°« dem »Meum Courm^ Geld Ware Stllsits-Anlehe«. LuQ^ - -.....^^ "'? N^^/^lbrcnte, steuerfrei . 112- ,12 4n "sst«l. !)t°lc»rcnte. steuerfrei , 101 25,01 3,. « S>«at«Obl.(Unn.Oslbahnji2i>5!!^7.f>0 -)"/» böhmische . '' /<, ll"Ii,,isch^ ......W?'5N — — ^'"/l> »i/ihiische.......»0.175 104-50 Geld Ware 5"/<, Temcscr Vanat . . . . io5-7510450 5 "'„ ungarische......103 75104 50 Andere öffcntl. Anlehe«. DonaU'Neg.^'osc 5"/„ l!,o fl. . 11« 7511725 dto. Anleihe i!<7«, steuerfrei , W4—104-50 Nnlchen d. Stadtgemeindc Wien 10375104-50 Anlehcn d, Ctadlgemcinbe Wien (Silber und <^olb) .... —'---------'— Präniicn-Änl. d, Stadtgcm. W/,»/„ ino—ioi — dto. in 5« „ „ 4"/« . »«'in »««l> d!o. Pramicn-Schuldverschr.«"/« ^ — W-5.0 Oeft.Hypothelenbanl i«j. 5'/,"/« U»0—101 — Oest.-ung. «ant vcrl. 5"/» - - 1<'^4V 102-80 dto. „ 4'/,"/„ . 10230 102 75 dto. „ 4"/„ . , W?« WIN Nng, aNg. Vodencrcdit»?1c»ic»ges. in Pest in I, I«!,!» Verl. 5'/,"/« 10350 104 — PrioritätsObligationen (für 10« fl.) Elisabeth-Wcsibahn i. Emission H575I1» — Ferdinands-Nordbahn in Cilber l05 7510Nl5 ssranz-Iose^Val,»..... !»3 — !>3 5.« Galizische ^a,I - Ludw,q» Nahn E»!.1U»1 »U0 sl, S. 4>/,"/<, . 100 3010« 80 Ocsterr. Nordwcstbahu . . .104 15104 40 Siebeubürgcr....... »!>-— !»!» 50 Gelb Ware Slaatsbahn 1, Emission . .202 25203 — Sudbahn i^ 3°/n.....158—15»'50 ,. l^ 5"/s>.....180---------'— Una.'galiz. Nahn.....100—100 lö Diverse Lose lpcr Stltck), Crcditlose inn si...... i?« 75177-25 «ilarV-Losc 40 fl...... 41 75 42-25 4"/„ Donau.Dampfsch. ,<»ofl. . 115-N5-50 ^'aibachcr Pramicn-Anleh, 2u ss HU-Kll 21-50 Oscncr ^'osc 40 sl. . 44-75 45-25 Pnlfsy'l'osc ^! f>..... 39-ss« 40-50 Molhcn Äre»,, öst. Gcs.v. U>sl. 13 9« K2N Rudols-Vosc in N. . . 1,.— 18-50 Salm-i!osc 4<» Vanl'Nctien (per Slilcl). Anglo.Ocstcrl. Van! 200 sl. 1148« »15'40 Banlucleiu. Wiener, U»l» fl li«—n»^0 Vbncl.°Änst..Ocft.200fl.S.4/„ 2ü«'50M> — «irdl.'Nnst. f.Hand.u.W. ,,!0s> 2!'»!w üü<»'2« ^rcditbanl, Nll«, Nnq. 80N fl. . .ia<-50..'lN5--Deposilcnbanl, Mla.2cw fl i>>4-—lül: ^-Eecomv!c-Gc!.,Nlcl'cröst,5c»c)fl' 547— 55«-— H»)po!l>clcnl',, öst. l«« sl. L5"/„E. s.n — Kl — i'anrell',, oft, '.'00sl. G.s.yn/^ 0« fl. . . 7« z« ?!> 70 Vcrlchr«b>>nl, Allg. 140 fl. '. ,4> 5« >5« — Geld Na« Actien von Transport» Unternehmungen. (per Stück). Nlbrcchl-Aahn 2«o fl. Silber . —'---------— Nlfölb.stinm-Vahn »0!» fl. Gilb. >8S—18«50 Nussig-Iepl. E>senl>, »00 fl. CVt. «60—N75-— Vöhm. Noldbahn 150 fl. . . 177-5017«0« Westbahn i!0« fl. . , . —------------- Vuschtiehradcr Eifb. 500 fl. 2M. 752—75«! — „ (lit, «> 20« sl, . 1«? - 187-00 Donau < Dampfschiffahrt» » Ges. Oestcrr. 500 sl. LVt. . . , 47«—«7» — Drän-Vif. sVal. Duf Vodendacher E.-V. i!N0 sl.S- -—'— — — u fl. . 215—215 50 „ Sl,l'.-Tir. III. E. I»73 2<»« sl.S. 2"5 — 20«'— Yeldmands'Nordb. 1000 sl. CM, 2«l>5 2»i« siranz-Iofcs.iNahn 200 sl. Silber 211-752,2-25 FunslilchcnH^icserEisb^ousl.S. —'-------— OalizKarl-i'udN'lg.U.lou fl. EM. «l»-50 »1» 75 Ora, «öslachcrE.i'^oofl.ö.W. ' '--------— Hahlenber« Eisenbahn lan fl. . 37 75 3«-50 ssascha» Odeib.Eiscnb. 200 fl. S. I4»25i4z»?b l!cmd«,-rg Czcrnowiy-Iassy «iiscn« bahn Ocscllschaft 2«»0 sl. ö. W. 227 75>»l»-25 Lleyd, ösl. !l„g., T,ics!5«U fl.llM, «,<> — «23 — Oesicrr, Nordwcslb. 20« fl, Silb. iß«-5<»l«i» — bto, -ahn 200 sl. Silber . 188-2 >iuu-5<» Sicbcnbürqer Liscub. 200 fl. . 184 50185-Staateeiscnbahn 2U0 sl. 0. W. . «- 283 b0 Gelb Wa» Sübbahn 200 fl. Silber . , . 132-50 l»z?5 Süd0 fl. Silber I75L5 175«) Ung, Nortostbahn 20« sl. Silbeiii74-Ü(,i?5-— Nng,Wcstb.lMa»b-Giaz)20«fl.S,!i«!)-5u,70 — InbuftrieActien (per Stück). Lgydi und Kindbera. Lifen» und Slahl-Ind, in Wien K'0 fl, . —----------— lliscnbahnw-eeihg, I, »n fl,40"/„io2 —104 — „Eldemühl", Papiers, u. V.-O, 6»b0 69 — Montllü-Mescllsch.. ofterr.-alpine 5280 33-2« Präger (iisen-Ind.-Gcs. 200 sl. l?2 —174 — Salao Illij. «iisenrafs. 100 sl. . 8825 8875 Wafscnf.'O,, Ocst. in W. I«» sl. 158-1 «2 — Trisail« »ohlcnw.-Ges. 70 fl. .-------------— Devisen Deutsche Plätze......«1-l»0 62 10 London.........ILS2012S75 Pari« .........50 «7» 50 12» Petersburg .......—— — — Valuten. Ducalen........5 93 5 95 20-stranc«.Stücke.....10— 1001 Silber.........—---------— Deutsche MeichsbanlnottN . . «1-90 02 — vom VorfttBBor eWm "iUßU!lK Unch», d'"^""«s''lc'dcn.felbi< >">>''^'!'^N Heil- schnäch?,"^ ""^""'N'. wiagi». Nopfcn <3,',il/"«s'»^U'Ie. Herz. "pt der ,in,,i "' ""ch dem Ne» stllllrt. wovon jede l'iinciüc »n^ ,-""^"landes tc° dm «sten Pla^ein.mnm cb,?. ^"/"'« Heilmittel scümia bei dem («^nm,ch der'!',?«.>/ ^^^^''s"'>'Ml-!> Preis- 1 5l. «0 li>, «"^''".slch"eu(tri.ln. ^n^^lU^"" """ ^chna^.",7Hen1Ü ^potllvller t'r. 8el>«I/, Vlilaod Ul'»"", Lasure. 202L2. J. 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