Macher W Zeitma. Nr. 56. Pl ä !> u U! c l« l i o »? prt > e I Im l. halbj, sl, 5 5<», st, haldj 7 KU Samstag, tt. März. Insei?.. 3^ ^chizunuistfr l)at den Gerichtsadjunctcn bei ll n ^"^"ichte in Eilli Antun Edlen v. Wnrmser «"'N ^eznksrichter in Schönstem ernannt. Kundmachung. lro.ls^"! telegrafischer Mittheilung der tiwiglich h!,. ^"^ilavunischen Landesregicrnn'g in Agraiu ist z>s„^!"delprst im Orte Herne'lii nächst Karlstadt in ""azttu constatiert worden. 2q ^. ^"be daher auf Grund des Gesetzes vom '^um ,8^8 Folgendes zu verordnen: '^ Haschiere aller Art mit Ausnahme von d Ä,!^ Borstenvieh; fliiclr, "'^ Wollstoffe "un diesen Thieren im ist m» //' gelrucklieten Zustande; ausgenominen hievo» l»!te^ ' '"klche ei»er Fablitswäsche nachweislich 'Men worden ist. und calciniertc Wolle; ^ Vm, Grummet und Stroh; g^^uulchtc Stallgcräthe und Rindvieh-Anspann-„„^.^' für den Handel bestimmte, getragene Kleider l>»d L?^/^^ gebrauchtes Schnhwert; soweit Heu ^sirlÜ 1 "^ Verpackungsmittel benutzt wurde, ist tm >,,/ ^'dl'ilfalls nach Ankunft des verpackt.-» Gegcu- ^i'forl zu verbrennen; "chmw's^^m^' von denen brtan»! ooer anzu-lnit Tbi ^^ ^ '" verseuchten Orten gewesen oder ^lllliiel!?^ "^ ucrsenchtcn Orten in Berührung ge« nieiiz n ^^ scuchcnsreicn Orten Kroaziens, Slavo« ^oll °^! Aiiluärgrenzc, sowic den, Gonverneineut zuhl)!?,,!!^, ^clden unr über oon Fall zu Fall em-regier/. ,'p^iclle Bewilligung der l. t. Landes-des H,^ '" ^raill unter deu Bedingnngen des i) s> iMas e. """ 2V. Juni 1tt0tj (R. G. Bl. 118) d) Abspürte von Schlachtvieh; lilch A,>«?^lle voil volltomiucil trockenen Häuten ^ndsdlli ' ^^nspitzen, gesalzenen oder getrockneten ^sser,, 78 »ul dein Betrage von l> Millionen vorgenommen, ist tagsdaraus e»ue Rcdmliou au den» Erfordcr uisse sür das lailfcllde Jahr iu fast gleicher Höhe nachgefolgt. Die betreffende Ausschußsitzung verlies im ganzen sehr ruhig. Die drei Auträge, beziehungsweise Resolutionen, welche Dr. Sturm zur Occupations-Vorlage pro 1^7'.' stellte, wurdeu von uns bereits vor-gcsteru detailliert mitgelyeilt. Der Referent motivierte dieselben ausschließlich mu finanziclleu Gründen, wobei er zu dem Resultate gclanate, daß eine Reductiou des außerordentlichen Heerescrsordrrnisses für die Occupation im Jahre I87l> iu der Höhe von 5'/, Millionen möglich sei. Vergebens erklärte der Kriegsmiuisler nachdrücklich, daß er ohnehin uur das Nothwendigste verausgabe, und daß er mit dem Krcdüc für 187i) nur dauu das 'Auslaugen finden tonne, wenn ihm derselbe uuverlürzt bewilligt wird. Die Ausschuh-majurilät schloß sich trotz der ciiidringllcheu Vmslel« lnngen des Kriegsministers der Auffassung des Referenten Dr. Stnrm an, dessen erster Antrag bekanntlich mit eilf gegeil zwei Stimmen augeuommeu wnrdc. Von Wichtigkeit und allgemeinem Interesse waren in dieser Sitznng die Erklärungen des Grasen An^ drassy. Auf einige Aufragcu des Resrreutcu ver- sicherte uämlich der Minister des Aeuhern, daß es sich nicht um die Occupation des Sandschals Novi bazar handle. Diese Aufgabe sei zwar Oester« reich zugemnthet, aber entschieden abgelehnt worden. Die Occupation des Gebietes von Novibazar sei ein Rcchl Oesterreichs, aucr die Regierung fühle sich nicht veranlaßt, in diesem Momente die Ausübung dieses Rechtes zu beschleunige». Die Frage der staatsrechtlichen Stellung der occupierlcn Provinzen, fügte Gras Andrafsl) im weiteren Verlause semer Bemerkungen bei, werde seinerzeit von den Legislativen entschieden werden; sie heute disc»!"'"" n,i,,l>,> m,r neue Schwie-rigleileu hervorrufen. Der Ausschuß nahio ^'mmi, ou' Resolution, welche Dr. Sturm iubelreff der Hera bsetzung dcsTrup-Penstandes beantragt hatte, gleichfalls an, Der Debatte über die zweite, gegen alle Administrations-und Iuvestilionsauslagcn gerichtete Resolution schickte Minister Baron Hof manu eiuc eingehende Darstellung des Zustandes der occupicrlcu Provinzen voraus, um zu begründen, daß eine möglichst Mectmäßige Admnllstratwn unbedingt eingeführt lr^rdrii müsse, wenn überhaupt einmal die Einum >i dieser Länder erschlossen werdru sollen. ^.. ...zlimmullg über die zweite Resolution, über welche noch eine längere Debatte sich cnliplnnei, dürfte, erfolgte an diesem Tage noch nicht, da nach der Rede Baron Hofmanus die Sitzung geschlossen wurde. Ill der vorgestern, den 6. d. M., abgehaltenen Sitzung eudlich uahm der Äudgctausschuß eine Resolution au, wonach die für die Occupation bewilligten Gelder nicht sür die Administrations- oder Inve» stitionsauslagen zu verwenden sind. Dcr zweite Theil der Slurm'schru Resolution, bctressend Nlchtrrsolguug von Staatsvorschüsseu sür Aomiüistralious- oder In-vestitiouszwcäc, wurde salleu gelassen. Graf Au-drassy erklärte, beide Regieruugeu seien einig, ent« weder durch formelle Erklärungen oder durch eine Vill na Iwc d,c provisorische Lösung dcr noch offenen Fragen in Angelegenheiten Bosniens vorznichlagen. Minister Hosmauu demeutiertr, daß die voiöUl^che Koiumisswu aufgehört und er die Kompetenzen der-felbcu überuommcll hätte. Iu der am ^l. d. M. abgehaltenen Sitzuug des nugarl scheu Heeresa uSs chu jses, iu welcher dcr Reichs Kriegsminister sich in gleicher Weise wie im österreichischen Budgetausschusse über die Occupation verbreitete, fragte der Delegierte Ivaula, ob der Minister den Ausban der nach Noldost suhlenden Eisenbahnen, namentlich der Szigelh^Suczawcier Linie, Jeuilleton. Wiener Skizzen. , Der >, - . 6' März. 5" ^laett^^"^"liche Niederschlag" gehört wol zu ^'"ick l V" der nördlichen gemäßigten Zone, M jctz^ f" /?"i Anuchinlichteiten derselben, wie wir !^"3sel u , M verspüren. Das nnangenehme Ge^ .^Nlicks.^'^ ""biegen, welches der mit großer e'b: und ^^)"lde Nur'dwcst dnrch uusere Straßeu ^or,l,,^U'" ms Angesicht schleudert, mag seine Mrlbril a 1? ^^pündung haben, die Nothwendigkeit !v ^ da>.^ ^^n wir nicht ein. Seit Ende voriger !5 ..Hundewetter" an und hat alle 1^"^r?. 'llone.l zerstört, denen wir uns in ^' und S?^igkeit bere.ts hingaben. Die Veil-Mr^,, ^aiNtt^ijckäM, welche unsere Alnmen-Ei.Ü'" Glal,,., '!'"!"'""dchen '"are zu euphemistisch m ^ „»"'' ""kauften, der grünende Rase,, nn i ."^chrä,^"'^"^ dic schwellenden Knospe» l, >. "' Eckm ?".' ""b "ur allem die Frühjahrsinoden w,^ in N'^"'' der Confect.onärc hatten uns 2" derma, ^ u'^lräu.ue ^w'c.st. die grausam N/^ss' ' 3^"' ""d. W.r „patschen" wieder ^ ^ und sj ,^ 7"U), tmnpsci, mit Schiiiipfen und bchs,^ Aii lie ,. 1' """l wir uns nach des Tages tiiii.^chen Tz,., '' '""»leu Ofen daheiiu oder am dir" "' Wir s i^ ^^ "n Stainmbeisel niederlassen 'vür"i7l'" ^""«' ,,n l« !"""" ""^ besser daran, als 5" w?,'^'l Müss,. ' ^'l"lgc>. die jeden Augenblick ge. ^lw>. '"' Der ^!, ' einer Schneclawiue begraben " "s ,i,/ Februar hat sich in dieser Äe- ^iondkier Uuglücksüiouat erwiesen. aus allen Alpenländcrn kommen Nachrichten über, Lawinenstürze, nnd immer war der schreckliche Beisatz, daß fo nnd so viel Menschenleben dabei zugrunde gegangen seien. Der größte, durch eine Lawine herbe,-geführte Unglüclssall ist jener vou Blciberg, der hier auch die me'iste Theilnahme erregt hat. Viele Wiener kennen den reizend gelegenen Flecken mit seinen reichen Bleibergwerken, viele Wirner haben den Dobratsch besucht.' diesen aussichtsreichen Kärntner Rigi. von dem die verderbenbringende Lawine niederging; manche habe» anch dc» allen beschwerlichen Aufstieg durch den „Lahner" gemacht, der seit der Eröffnung des ueue» Weges uicht mehr beliebt wird. Daher auch die rege Theilnahme, welche iu zahlreiche» Spenden für die Hinterbliebenen der VelMiglüäteu ihre» Ausdruck fiudel. Weun man den Aufstieg durch den „Lahner" nahm, kam mau nach wenigen Minuten iu einen reizenden Lärchenwald — ob der wol vo» der Lawine verschont worden ist? Von Lawine» habe» wir i» Wie» uichts zu be-sorgeu, die zerstöre» uxserc Gärten u»d Parianlngen nicht, aber die Gärtner sind zu fürchte». Unser Stadt-Part ist als ei» wahres Aijou der Gartculuust bc taunt, seine Blumenterrassc», seine Bosquets, seine Banmgrupvr», seiue Rasenplätze, seine lauschige,, Plätzchen mit Ruhebänke» waren die Wonne aller Wiener. Der Schöpfer dieser reizende» Parkanlage, dcr vor kurzem iu Graz verstorbene Stadtgärtner Dr. Siebcck, hat, solange er die Aussicht über die städtischen Anlagen hatte, es me über sich vermocht, dem hie n»d da allzu üppig wuchernde» Baumwuchse mit Messer uud Säge entgegenzutreten, es that ihm leid nm jeden Zweig, obgleich er recht gilt erkannte, daß eine Äe-schneidung in diesem Falle vorlheilhast sei. Sem Nach flilger, Herr Maly ans Praq, hat nichts von diesem Gefühle der Schonung, er weiß auch nichts von der Vorliebe dcr Wiener für den Stadtpart, er leunt nur seine Grund- und Lehrsätze der Hortikultur und hat den Sladtparl derartig zugerichtet, daß ein Schrei der Entrüstlmg durch ga»z Wien gmg. Die herrlichen Syri»ge»büsche, die prächtige» Zierbäumc, die zierlichen Sträucher, sie wurdeu nach dem Meter abgejagt uud abgesäbelt, uud wo bisher die schattigsten -,'" standen, da sieht mau nur noch turzes Gesti, dem die armdicke» Snünle der Stämme dei Zier-bäume wie die Stelzfüße ciues Invalide» hcrvorragsn. Die Fachgenossen des Herrn Maly sagen, prinzipiell habe er gnt gehandelt, aber er sei auf eiuinal zu weit gegangen, er halle mehr schone» solle». Was hilft dal jetzt uuserem arme» verschandelte» Studlpart? Zu deu Ilnglückssällc» gehört der Fall des Silbcrkulscs zwar nicht, aber er hat auch seiu Un angenehmes, den» er bringt uns mannigfaltigen Schaden, Daß das Papiergeld jenes Metall, welches es r^ ' im Werthe übc,'- eiu t>> ,'llöaiiw höchstens das hätte ftch vor wenigen Jahren noch niemali, träumen lassen. Jetzt ist dieser Fall eingetreten; di> Bank fordert '/^. Pcrzent, wenn Silber als Giro Einlage gegeben, nnd '/4 Perzcnt, wenn Silber geqr» Papier migewechselt wird. Das Beispiel hat sofort Nachahmung gesunde», und die tleinen u"b Händler, die Greisler und Hausierer, j:, ,^'"' Silbcrgulden nicht für glcichwerthig mit dem Pupier-gulden ansehen, sie r ' ei» Agio. I» dem Lager eines jüdischen „ers passierte es sogar diefertage. daß ein L u ""' f" ^ lr. an« genomme» wurde. ^ ^ s« verwundern ist, daß das Silber weiß geblieben und über die durch jüdische Habgier ihm niiaethaue Schmach lncht loch 47« nicht für cbenso'nothwendig erachte, wie die nach Bo3 nien führenden, nachdem solche Eisenbahnen im Modi lisiernngsfalle ebenso wichtig seien, wie die erwähnten befestigten Grenz zu diesem in Spanien bekanntlich nicht ganz uüg^^ lichen Ereiglllsse boten Differenzen zwische" Gouuerneur-Generalkapilän von Euba, I ^c^l-Eampos, uud dem Ministerium. Martinez-H,^. pos, welcher betanullich als siegreicher H^' W zur Restauration des Königthums in Spa»!^ . ^ Anstoß gab und im vongen'Jahre dem nelil'l"" ",H Ausstaube iu Cuba mehr durch Milde alö ^ Waffengewalt ein Ende geinacht hat, war in ^r .^ gen Woche nach Spanien zurückgekommen, a»n ^ ^» u. M. aus Cadix iu Madrid eingetroffen '"'" H, deu Ministern wie vom Könige mit großer ^.":M nung empfangen worden. Es hieß früher, baß M das Kriegsportefeuille vorbehalten sei. Der ^"s^he „Iinparcial" versichert aber, der Gcneralkapitän ? ^ cmc hohe politische Stellung in Madrid gar ulHl,^ sondern wolle blos die Genchmignng der von ^ »orgeichlagenen politischen uud finanziellen ^wl, ,'c sür Euba durchsetze» uud dann bald wieder ans ^ Insel zurückkehren; in diesem Si»n- habe er M ^ dem Ministerpräsidenten nnd dem KolonialN"' '^ gegenüber ausgesprochen. Nun scheinen aber edw finanziellen Reformen einen Stein des Anstop^H> bilden; denn der Generaltapitän verlangt ^^,,ha, lionen Pesetas oder Francs znr Verwendung für ^, und der Regierung erscheint diese Summe viel zu 1 ^ Da Martlnez-Camvos auf femer Forderung ^! ,^ überreichte der Ministerpräsident Eanovas del "" ^„ an, 4. d. M. dem Könige die Demission des gch"" ^l Kabinets. Wie nun aus Madrid gemeldet ""'0, ,^ der König dieselbe zwar angenommen, jedoch 9 , ^ zellig Eanovas del Eastillo mit der Bildung neuen Kabinets beauftragt. Die Vorgänge in Kiew. Ueber die bereits gemeldeten blutigen ^ ^, gauge in Kiew enthält ein polnisches Ma ^, genoc nähere Mittheilungen: Die Polizelbehoror ^. benachrichtigt worden, daß an zwei Orten, ^ '^ Kleinen Wladimir- nnd der Ritarstischen StrM'^i rathnngen der Nihilisten stattfinden füllte», welH ^,,-deu letzten Tag des Karnevals benutzen wollten.^ folge oefsen brachte die Polizei in den bcuaai ^„i Häusern eine Kompagnie Militär unter; " die drangen Gendarmen in das Lokal, in "lA ^iiB" Berathungen stattfanden. Anf dcr Kleinen U"^el>. straße waren Ili Nihilisten, daruuter "'er l) ^' versammelt. In dem Angenblicke, in w"U ü- d" der erste Gendarm eintrat, fiel ein Revolvers"" ^' Kugel traf den Geudarmen an der Brust, p"u ^, am Panzerhemde ab nnd drang von da in "^. ,^ fo daß der Getroffene sofort todt hinfiel. ^ mit dem St. Georgstrcuze geschmückt und ha" ^ Vertheidigung des Schipta-Passes theilgenol»"ll,e"^o!' auf gaben die Gendarmen Feiler, welches «" ^M verschlissen beantwortet wurde; es fielen »^ ^hr^ Schüsse, durch welche fünf Verschwörer n"0 ^ ^ Gendarmen verwundet wurden. Das """' M' stellte das Haus, nnd schließlich wurden " ^ ^ schwörer mit Ausnahme von vieren, dene« ^de> lungen war, zu entkommen, verhaftet; au") ^ die vorgefundenen Papiere mit Beschlag ve u^ bl^ Verschwörer, welche nicht Studenten find, ^" ^o ^ her ihre Namen »licht nennen wollen. I" " ^ M auf der Ritarskischen Straße wurden nur ^ v^ schwörer allgetroffen, welche jedoch gleMcw" ^ il' theidigten. Der ganze Vorfall rief "l sslew .„ M gehenre Erregung wach u»d machte z"^" ^eh'"!/,! gierungskreisen den peinlichsten 6lndruct, ^cl^ deswegen, weil von dort zuvur ein "Ntl'"^M nach Petersburg abgegangen war, des o " es keine Nihilisten mehr in Kiew gebe- 179 N f^6wtuer Pgsi^ ^.^,^ eili^ Mittheilung der j!,,.''"p'' ' zllfol^' von eluem geheimen Plane be-^'l"'""g d« am 24. Februar ver-t^s ' ^'l)'listen. weshalb letztere nach einer Festnnq ,'"'" wurden. Die Schriften der entdeckten M?''' Druckerei ergaben das Vorhandensein eines M !^?l" KiN"". shallower nnd Petersbl.rger N "l behufs Unlstnrzes der staatlichen und gesell-'M^chen Verhältnisse. Unruhen in Kairo. M?f?" begras hat in den letzten Wochen mehrfach ttt?., n ^" "ltlasscncn Offizieren in Kairo angestif-s"«', '.?chen berichtet, welche nicht nur eine Mini-!i»Vs ''^ "iEgypt en herbeigeführt, sondern auch den^^-^ Frankreich zu Maßregeln gegen de F?'"g veranlaßt haben. Der Berichterstatter l!6 ''3,'!'Ztg." m Ägypten gibt nun eine aussühr-nll n^^"'"ng der Vorgäuge. denen der Vizekönig aut ä .5"'^""^ '"ch näher gestanden hat, als für ein y ^„.vernehmen mit den Schutzmä'chten erforderlich ^"""wähnte, ans Kairo, N). v. M., datierte Be- p. /'^"^ Intrigueuspiel des Khedive gegen die nene 3st> > ^"'^ verantwortlicheil Ministeriums ist 3^rn >„^ der gewaltthatigen Kundgebung entlassener « ?' "^^^ b" Telegraf bereits mitgetheilt hat, versii. ^" ^öene geseht worden. Der Ministerrath we t, ' b"b gegen 1600 Offiziere jeden Ranges ohne-DieM ^ü ''"^lassen seien. Eine ganze Neihe alter, im und'" «es Landes ergrauter europäischer Generale au^A s^" '^ gleichfalls durch Ministerbeschlnß llend, c^ '^^'^ ""d pensioniert worden. Uin so drin-des 1 ' ^"' ""^ Berichtigung des rückständigen Sol^ N ''^eigl, welcher eine Summe von gegen 25)0,000 U " ^lcrllng beträgt. Allein den Ministern in ihrem !'"" '^ dcr Äevölternug noch wenig bo befrag , so mag die Angabe, daß sein Kutscher, "''Wer "^ ^" He" s"' "b es etwa der Finanz ^ufilia, ' du' Antwort gegeben habe, es fei ein lrvffe,, ''', der zufällig dcu Ministerpräsidenten gc-"klcirel, , ^^"hällnismäßig glimpfliche Äehandlnng Whril '>., ^^ Herrn Wilson von der erregten Menge mile.,! I "ck "^ "' "'^"' dieselbe Schläge mit l^ ^ b^'s l ^' ^theilen begann. Immerhin ward '>» lvM' l.u ^^"^l nnd geschnltclt. daß er dabei ^"dreii i"^"^enbart "nbüßle und zahlreiche Püffe ^ 2)i>ni,,^'' ^"uf erhielt. Es gelang ihn, indeß, w^lfen "plasldrnlcn in seine,» Wagen hinein-"'stenll, '"" dlescm das nahe gelegene Finanz« ^"" zu erreiss,». ^'chfalls'^,""''''^^'''''''^'' M Milbarek erging es sichte er Z '^"- Anfänglich sich vcrleilgnei'ld, vcr-"Neg^ '^ oen Zudringlichlcilen dcr in alle Theile N ^vehrei. ^drs "»dringenden Offiziere nicht lange V'N'Pfu .-.. ^ 2)i,nister ward unter den gröbsteil M" uüdvl, / c '""" "n O.ieilt kennt, unter Bart-V?^igt >>.,? ^" " ""' leu""! ga"zeu Amlspcrsonal d,. '^'h E c/c^' ^^'^l' des'Wagens genöthigt. c,lls.^"fe d,. W"' l"lgtc die johlende Schnljngcnd; ?2' 'l)n, dazA??''' darl.nter mehrere zu Pferde, "" ^lmm ,^'" e zu>" F'"a...z.uinister>u.n Erst ^ ^ d-n Vertreter» der Mächte, den Vize > könig zum persönlichen Erscheinen auf dem Platze zu veraulassen. Unter Hurrah- und Hochrufen vonseite der Offiziere wurde der vizetönigliche Wagen anstandslos in den inneren Hofraum eingelassen. Nach fruchtlosen Verhandluugcu fielen Schüsse, die ersten, wie es beißt, aus Revolvern vonseite der Offiziere, die zwei Mann getödtet haben; die Soldaten, alsdann zum Feuern 'kommandiert, haben in die Luft geschossen. Abd-cl-Kader, dem Zeremoniemneister, wurde durch t'iuen Säbelhieb der Zeigefinger dnrchhaue»; auch andere höhere Beamte des Khedive follen Verletzungen davongetragen haben, Sechs dcr Haupt» ädelssührer wnrden in Gewahrsam gebracht, nachdem die Ruhestörer gänzlich zerstreut worden waren." Hagesneuigkeiteu. — (Aus Dux und Teplih.) I„ der Sitzung der geologischen Ncichscmstalt vom l». d. M. berichtete Direktor Hofrath v. Hauer mich den neuesten Mittheilungen über die näheren Details der Wiederauffiniwng des Teplitzer Thermalwassers, Dnß dieselbe genau an der Stelle und in der Tiefe gelungen, welche lwn dein Mitgliede der Anstnlt, Vergrath Wulf. sowie von Professor Dr. Laube zuerst angegeben und von allen späteren Experten bestätigt worden war. bilde einen Triumph der geologischen Wissenschaft nnd tiinne nur mit freudiger Genugthuung erfülle,,. Ano den eingesendeten Karten und Plänen sei ersichtlich, daß der Wasser-einbrnch ain „Dülliugcr"-Schachte in unmittelbarer Nähe des Zusammentreffens zweier Verwerfungsspalteu, an welchen einerseits Brauntohlenforlnatiun und Plänertall, andererseits Porphyr und Plänerkall zusammentreffen, stattfand. Ferner liegen der letzten Sendnng von Bergrath Wolf Nachrichten über die bei der Schachtabteufung bei Teplitz gemachteil Beobachtungen u. s. w. bei. Die wichtigste Arbeit, die denselben gegenwärtig beschäftigt, ist die Erhebung aller jener Daten, deren Kenntnis znr Feststellung eines fortan unerläßlichen rationellen Schntz-rayons für die Qnellrn erforderlich ist, — Dinstag feierte Teplitz die Ansfindnng seiner Quellen durch eine allgemeine Illumination und einen großartigen Fackelzug, An letzterem betheiligten sich alle Feuerwehren und Vereine von Teplitz-Schönan und der Umgebung. Ans dein Vadeplatz wurde der Ehur von ttrentzer: „Das ,st der Tag des Herrn" gesnngen. Von hier bewegte sich der Zug nach dein Hotel „Neptun", wo der Festtommers stattfand Drei Musikkapellen spielten abwechselnd. Der Präses des Männergesangsvereins, Komtnissär Oebhardt, eröffnete den Emnmcrs mit einer die Männer der That und Ansdauer. die Männer der Wissenschaft feiernden Rede. Der Gesangsuerein trug ein eigenes, alls diesem Anlasse gedichtetes Weihelied nach der Melodie eines altniederliindischen Volksliedes vor. Dasselbe wurde (III ci»i><» begehrt. Da betraten Wulf und Ingenieur Siegninnd den Saal. Sofort unterbrach stürmisches Hoch nnd Hnrrilh den Gesang. Es folgten nun ernste und lannige Toaste auf die wiedergefundene Quelle, ans die Quellenkuininission, auf Bergrath Wolf. — (Hundert Dukaten) hat ein Maurer in Marburg, der erst kürzlich aus Bosnien zurückgekehrt ist. auf ein Fünfzig - Kreuzerlos der Wiener Armen-lutterie gewonnen Der Mann will nun mit feinem Gelde uach Gosnien gehen nnd sich dort ankaufen. — (Das abgebrannte Schluß Tervue-ren) ill Belgien, der bisherige Aufenthaltsort der unglücklichen Kaiserin Charlotte, kann sich, wie die „Independence Velge" schreibt, keines hohen Alters rühmen. Der Zeitpuntt seiner Erbauung fällt in da» Jahr I8I5. Es wurde nach dem Entwurf des Architekten van der Stractcn aufgeführt, und «nan be»nertte an demselben vorzüglich die glückliche Einthelluug der Appartements und die Schönheit der Parqnetlen, welche einen Gegenstand der Bewunderung für die Bc-sncher bildeten. Vei der Vereinigung Belgiens mit Holland wurde e3 vom Lande dem Prinzen von Ora-nien, nachmals König Wilhelm II. der Niederlande, zum Geschenl gemacht. Nach 1!>30 kam es traft der Ve» träge an Belgien zurück, nnd 18l>'.'» wurde es zur Suminerresidenz für den Herzog und die Herzogin von Brabant bestimmt. Ei war ein im Viereck gebauter Pavillon, mit der Hauptfa<.ade gegen die Chaussee von Löwen, welche sechs jonische Säulen aufwies, die von einein Fries überragt wurden. Fünf große Thore führten zu demselben, über welche» sich ein Basrelief befand, das eine mythologische Jagd vorstellte und ein Werk Nude's war. Was die Hauptschönheit dieser Nesidenz bildete und von derselben auch jetzt noch bleibt, ist ihr herrlicher, von Mauern umschlossener Part von IttO Hektaren Flächeninhalt. Der Ort Tervueren ist jedoch sehr alt. und die Herzoge von Brabant pflegten dort dem edlen Iagdvergnügen nachzugehen. Sein Name wird in der Geschichte genannt, nnd er war der Lieblingsaufenlhalt Margaretha's von England, dcr Tochter Eduards III. und Gemahlin Johannes ll. Dort wurde auch 13^7 die Hochzeit Ludwigs von Male mit Margarelha von Brabant gefeiert. Die Erzherzoge Albert nnd Isabella datierten von Tervueren mehrere ihrer Politischen Acte. und 17tt() starb durt Carl von Lothringen. Das daselbst bestandene Schloß wnrde 1783 demoliert. Auch dcr heilige Hubert lebte lange Zeit in > Tervueren und starb dort im Jahre 727. — (Ein originelles Testament) hat ein in der vorigen Woche in Berlin verstorbener Junggeselle gemacht und dadurch seineu Verwandten eine recht unangenehme Ueberraschung bereitet. In dem Nachlasse des Manne« fand sich folgende Schrift vor: „Bis vor etwa zehn Jahren war ich ein armer Mann, daher meinen Verwandten eine Last, obwol ich sie niemals in« comnwdierte. Als ich vor vielen Iahreu einmal in großer Noth mich an nahestehende Personen wandte, fand ich nur ein Achselzucken, wiewol ich genau wußte, c>ah die Leute Champagner trunken. Fiemde Menschen haben mir geholfen, viele waren sehr uneigennützig, denn sie haben viele Jahre gewartet, bis ich die Summe zurückzahlen konnte. Da warf mir der Zufall ein kleineK Vermögen in den Schoß. Dasselbe ist heute noch intact und wird es bis zu meinem Tode bleibeil. Ich halte es für gut und willig, daß die tt8,(XX1 Thaler nach meinem Tode meinen Gläubigern zufallen, de» Leuten, die mir einst geholfen haben, als es mir schlecht ging. Ueber die Ver« theilung des Geldes bestimme ich folgendes: (Es folgt hier ein Verzeichnis von Personen, meist auS Schlesien, denen Legate von 15)00 bis 4(XX) Mart ausgesetzt werden.) Meine Verwandten mögen sich, wenn sie wollen, in die Briefe theilen, die sie mir haufenweise zukommen ließen, als sie erfuhren, daß ich wohlhabend sei. und mögen lernen, daß niemand so gering sei, einem einmal zu nützen." — (Erdbeben in Peru.) Arequipa in Peru wurde in der Nacht des !1. Jänner von dem heftigsten Erdstoße heimgesucht, der seit dem Erdbeben, welches die Stadt am 116. August 1hi;8 zerstörte, verspürt wor» den.. Der gegenwärtige Stoß trat kurz vor Mitternacht eill und verursachte allgemeine Bestürzung, Die Einwohner verließen rasch ihre Häuser und flüchteten in die Straßen, eine Wiederholung des Stoßes befürchtend. Ev folgte indeß kein anderer zur Zeit. aber drei Tage später wurde ein langer und heftiger Erdstoß ebenfall» um Mitternacht verspürt. fokales. — (Auszeichn u n g.) Wie die amtliche „Vriinner Zeitung" meldet, hat Se. Majestät der ttaiser die litera-rlschen Pul'licatiuiien vom Nedacteur Heinrich Penn — bclaimtlich ein geborner Laibacher — (darunter „Mara", historisches Trauerspiel) allergnädigst entgegengenommen und dem Verfasser die mit dem Allerhöchsten Wahlspruche geschmückte goldene Medaille verliehen. — (Just izernennun g.) Der Gerichtsaojunct beim Preisgerichte in Cilli, Anton Edler v. Wurmser, wurde zum Bezirlsrichter in Schönstem ernannt. — (Lotalversammlung) Morgen um 10 Uhr vormittags findet im Glatzsalon des Perlel'scheu Brauhauses in der Elcfantengasse die diesjährige ordentliche Lotalversammlung der lrainischen Mitgliedergrnppe des ersten allgemeinen Vcamtenvereins und im Anschlüsse an dieselbe die ordentliche Mitgliederversammlung deS Spar-und Vorschuhconsortiums des Beamtenvereins in Lai-bach statt. — (Sftinnfabril.) Die Actiengesellschaft der t. k. ftriv. Baumwoll'Spinnerei und Weberei in Laibach hält am I U. Upril d.I,, um 6 Uhr abends, im Oesell-schaflslokale in Trieft ihre diesjährige statutenmäßige Generalversammlung ab. -6, (Theater.) Am Dinstagabend wurde zum Vortheile der Schauspielerin Frl, Lonise Binder ein vom hiesige» Tenoristen Herrn ttrenberg sehr hübsch arrangiertes Operetlenqiloolibet unter dem Titel: „Sft a « ziergänge in Laibachs Ope r etten ga rten," in drei Acten, nebst einem Vorspiele.' „In der Theater-kanzlei" gegeben und erzielte bei vollem Hause einen ailßeroldentlich günstigen Erfolg. Die Neneficiantin wurde bei ihrem Erscheinen mit Applaus und Blumensträußen begrüßt und fand für ihren in das Finale des zweiten Actes der „Fledermaus" eingeschalteten Vortrug einer Zitherpicce freundlichen Beifall. Das Vorspiel versetzte das Publikum in die passende heitere Stimmung, die Während des ganzen Abends nicht getrübt, vielmehr durch die vorzüglichen Leistungen sämmtlicher Darsteller der Hauptpartien unausgesetzt gesteigert wurde Namentlich Frl. Masja, unsere Primadonna jm»' cx^ü^nc«, übertraf sich selbst, indem sie die beliebten Pieren aus fast allen in der heurigen Saison aufgeführten Operetten mit immer gleichem Schmelze und Wohlllange der Stimme, sowie mit der ihr eigenen überauv geschmack-und ausdrucksvollen Vortragsweise producierte. Die rei» zend gesungene, von ebenso seiner wie drastischer Vlimil begleitete Arie aus der komischen Oper „Das Glöck-chen des Oremiten" rief einen anhaltenden Beifallssturm als wohlverdiente Anerkennung für die. schr anstrengende, aber auch vullständig gelungene Leistung dcr beliebten Künstlerin hervor. Nächst ihr machten sich die Damen Meyer und Habrich, dann die Herren Direktor Ludwig, Arenberg lnamentlich als Julius von Nachtfalter). Friedmann und Seluö um die äußerst anregende und unterhaltliche Aufführung verdient. Die Chöre hielten sich zumeist gut. und das Orchester executierte alle Ouver. tnren mit überraschender Präcisic,,, E"" Wiederholung der Vorstellnng dürfte mit Necht ,m volles HauS machen. Am Mittwochabend sehte Fräulein Nuschll B utz e sein Gastspiel al» „Minchen" im breiactlgen Lustspiele „Spielt nicht mit dem Feuer" von Gustav zu 480 Putlitz fort und beendete es vorgestern als „Pariser Taugenichts" im gleichnamigen Lustspiele vo» Töpfer. Beide Vorstellungen waren nicht hinreichend vorbereitet und veranlaßten mehrfache Stockungen und Härten im Ensemble. Die erstgenannte Komödie von Putlih ist eine sehr hübsch und fleißig gearbeitete Bühnendichtung, wie die Mehrzahl seiner Werke, welche w unseren Theatern leider nur zu selten aufgeführt werden. Markige Gestalten mit gesnnder. derb gelaunter Komik und ein elegant stilisierter, witziger, reicher Dialog sind ihre zunächst ins Auge fallenden Vorzüge. Sie gingen auch diesmal, trotz der mangelhaften Sze-nierung. nicht ganz verloren, weil sich diese nur auf die Ausführung beschränkte, während die Anlage und Okizzierung der Charaktere allen Darstellern vortrefflich gelang. Trotzdem blieb der ungünstige Eindruck, welchen jede unzureichlnd einstudierte Szenierung hervorbringt, maßgebend, und das Publiknm verhielt sich größtentheils ablehnend. Auch der vorgestrige Abend vermochte nur einen getheilten Erfolg zu erzielen. Fräulein Butze spielte zwar die Paraderolle des „Louis" mit großem Feuer und reizender Lebendigkeit, und die übrigen Kräfte, besonders Fräulein Wilhelmi (Baronin Morin), Fräulein Binder (Elisc) und die Herren Direktor Ludwig (General Morin). Ehrlich (Bizot) nnd Waldburger (Ednard) traten mit gutem Humor nnd richtiger Individualisation in Szene, allein dem Ganzen fehlte der vollendete Schliff, der sich ans der vollständigen Rollensicherheit jedes einzelnen Darstellers ergibt und zur Erzielung einer packenden Gesammtwirtung unuin-gänglich nöthig ist. An beiden Abenden war das Theater nur nläßig gut besucht. — (Selbstmord.) Gestern um 1 Uhr nachmittags stürzte sich vom zweiteil Stockwerte des hiesigen Coliseums der 33 Jahre alte, aus Münster in Ouer-österreich gebürtige, ehemals in der Koöler'schen Bier-fabrit als Oderbinder beschäftigt gewesene Johann Lux-bauer in selbstmörderischer Absicht in den Kasernhof und ist nachmittags gegen 3 Uhr den Folgen der hiebe« erlittenen Gehirnerschütterung erlegen. Das Motiv, das den Unglücklichen zu diesem Schritte veranlaßte, ist nicht conftatiert, doch wird Geistesstörung als solches vermuthet. — (Ein Meteor.) Gestern abends um 6 Uhr 30 Minuten wurde in Laibach ein kugelförmiges Meteor beobachtet, vom Zenith gegen Nordost im Vogen sich verlaufend, zuerst von prachtvoll orangegellicr Färbung, dann in leuchtendes Grün übergehend. Die schöne Lichterscheinung dauerte 3 bis 4 Sekunden. — (Szenen aus der Bleiberger Katastrophe.) Den bereits vorliegenden detaillierten Berichten über die Katastrophe in Bleiberg sind einige wahrhaft entsetzliche Szenen zu entnehmen. Insbesondere eine, die wir nachstehend erzählen wollen, übertrifft an haarsträubender Fürchterlichkeit wol ».lles. was in diesem Genre bereits dagewesen ist. Unter den noch lebend ausgegrabenen Personen befindet sich nämlich auch ein armes Weib, das im Momente der Katastrophe eben in der Küche beschäftigt war und von den plötzlich hereinbringenden steinharten Schneemasscn mit Wllcht znm Herde geschleudert wurde, auf welchem unglückseligerweise ein offenes Feuer loderte. Von der sich ringsnm auftürmenden Schneewand wie von einen« Schraubstocke festgehalten, mnßtc das unglückliche Weib in der ihr gewaltsam aufgezwungenen Stellnng verharren, ohne sich nur zollbreit rühren zu können, und hiebei eine ihrer Hände so lange dem fortbrcnnenden Fener aussehen, bis dieses nach und nach von selbst erlosch, nachdem es die Hand der Unglücklichen vollständig gebraten und bis zum Knochen heruntergebrannt hatte. Das Blut erstarrt einem unwillkürlich in den Adern, wenn man dieser fürchterlichen Situation gedenkt. Trotzdem wurde die Aermstc noch lebend aufgefunden - selbstverständlich mußte ihr die zum gräßlichen Stumpfe abgebrannte Hand sofort amputiert werden. — Der gleichfalls noch lebend ansgegrabene Schneidermeister Schxadl hat. wie die „Klagenfurtcr Zeitung" erzählt, von der Lawine begraben, noch mit seiner Frau und seinem Sohne gesprochen, es konnte sich jedoch keines von der Stelle rühren, weil der hartgcdrückte Schnee sie umschloß und weil alle drei schwer verletzt waren. Vater und Sohn mußten so den letzten schmerzhaften Augenblicken der Frau und Mutter beiwohnen, ohne ihr Hilfe bringen zu können, ja ohne fie zu sehen, denn durch die Massen der Lawine drang kein Licht; sie konnten nur mehr ihre letzten Seufzer hören. Zu diefer wahrhaft erschütternden Situation kam noch der schreckliche Zufall, daß die beiden lebendig Begrabenen, zu welchen fchon das Geräusch der Rettung bringenden Arbeiter drang, so daß sie anch die menschlichen Stimmen unterscheiden konnten, in ihrem Grabe hören mußten, daß an dieser Stelle das Nachgraben aufgegeben werden müsse, weil die Retter daran verzweifelten, dort das Haus und die Verschütteten zu finden. Endlich wurde doch beschlossen, noch vorwärts zu dringen, und die Rettung wurde vollbracht, jedoch vergeblich, denn beide Schnabl, Vater und Sohn. sind bald darauf ihren schweren Verletzungen erlegen. — Die Lehrerin Fräulein Fanny Schitko aus Laibach, welche sich zur Zeit der Katastrophe gemeinschaftlich mit ihrer Collegin Bohuslav5ty in ihrer Wohnung befand, wurde von den zur Hilfeleistung herbeigeeiltcn Leuten gerettet, indem nan die Fenstergitter ihrer Wohnung zerschlug und die beiden gefährdeten Lehrerinnen auf diefem Wege aus lhrer peinlichen Situation befreite. Original - Korrespondenz. —«— Krainburg, 7. März. (Gemeinde-)orstandsw ahl. — Feuerwehr.) In der gestrigen Gemeinde - Ausschuhsitzung sind die Herren Carl Zavnik, Apotheker, zum Bürgermeister, Franz Dolenz, Handelsmann, zum ersten, Thomas Pauschler, Hauslind Realitätenbesitzer, zum zweiten Gemeinderathe wieder und Johann Marenzhizh, Handelsmann, zum dritten Gemeinderathe neu gewählt worden. Den Schluß des Wahlactes verkündeten Pöllerschüsse, und abends durchzog line Musikkapelle die Stadt. Dieses Wahlergebnis wurde von den Stadtbewohnern mit Befriedigung begrüßt, weil dieselben überzeugt sind, daß genannte Männer iu der Folge ebenso wackere Vertreter der Gemeinde-Interessen sein werden, als welche sie sich während der abgelaufenen Wahlperiode erwiesen haben. Da wir uns zur Ausgabe machten, im Wege der Oeffentlichkcit durch kurze Andeutungen und Winke unfcr Scherslein zum Grmeinwuhle beizutragen, fei nns für heute gestattet, dem neu gewählten Gemeindcvorstande die ebenso wichtige als dringende Frage des Feuerlöschwesens ans Herz zu legen nnd hicbei auf den nahenden Jahrestag zu erinnern, an welchem unsere Stadt durch die große Feucrsbrnnst von Klanc-Hnje in so äugen« scheiulicher Gefahr schwebte, — Wir sind mit den Lokalverhältnissen Krainburgs wohl vertraut und verkennen nicht die möglicherweise doch nur scheinbaren Schwierigkeiten, welche sich der Gründung einer „freiwilligen Feuerwehr" hinderlich in den Weg legen, glauben aber denxoch. daß es vereinten Kräften gelingen tonnte, dieses so allseitig gewünschte Institut ins Leben zu rufen. Wir wissen, daß es an diesbezüglicher Opferwilligkeit bei uusercr Stadtbewohnerschaft — vielleicht einzelne Personen ansgenommen — nicht fehlt, und glanben, daß durch zu veranstaltende gemeinsame Unterhaltungen, Vcsl-lcgelscheiben u. s. w, von denen sich beifpiclswcife das im Vorjahre für Rcservistenfamilien veranstaltete so glänzend bewährte, der zur Anschaffung von nöthigen 3teqnisiten erforderliche Fond bald aufgebracht werden würde; ebenso sind wir überzeugt, daß sich über einen zu erlassenden Aufrnf eiuc genügenoe Anzahl ansübendcr Kräfte sowie untcrstützcnder Mitglieder melden dürfte, Wir rathen deshalb dringend, daß znr Lösung diefer Frage aus dem bei der heurigen Wahl ohnehin start vermehrten Gemeinde-Ausschüsse ein Comitc constituiert werde, und daß iu dasselbe auch andere Persönlicheiten, welche sich für die gute Sache interessieren, einberufen würden. Mittlerweile aber empfehlen wir der städtischen Polizeisection, den vorhandenen, wenngleich minder geeigneten Feuerlöschrequisitcn ihre volle Aufmerksameit zu widmen und unter andern keineswegs zn dulden, daß das zweite Thor beim Depositurium mit verschiedenen Wagentheilen, Holzwerl und Steinen verrammelt werde, umsomehr, als diese Gegenstände auch zur Verschönerung der betreffenden Gasse durchaus nicht beitragen. Neueste Post. (Ol igil, al - Telegram >ne der „Laib. Zeitung.") Berlin, 7. März. Der Reichstag verwarf in zweiter Lesung das Stvafgewaltsgesetz und nahm den Antrag Staufenbergö an, daß die Geschäftsordnnngs« lommission prüfe, ob Aenderungen der Geschäftsordnung nothwendig feien. Paris, 7. März. Trotz der Erklärung der Minister, daß das Cabinet die In-Anklagestands-Versetzung der Minister von» !<). Mai zurückweise, beschloß die Kommission niit 2l gegen 7 Stimmen, die In-Antlagestands'Versetzllng jenes Kabinetts zu beantragen. Neapel, 7. März. Im Prozesse Passanante lantet das Verdict der Geschwornen ans schuldig ohne Zn« lasslmg von Mlderungsgründen. Passanante wurde zum Tode verurtheilt. P e st, 6. März. Die Ionrnale enthalten folgende Depeschen ans Szegcdin vom henligcn Datum: Gc stern abcilds um !0 Uhr ist die Katastrophe am obeien Percsoraer Damme bei Petres erfolgt. Das Wasser strömt ^0 Klafter breit in die Niederungen ein nnd dürfte binnen 3 bis 4 Tagen vor unserer Stadt stehen. Die Stadt kann dnrch die Alföldbahn-Dämme gerettet werden. Die Arbeiten an denselben werden energisch betrieben. Heute morgens 7 Uhr wurden die Einwohner dnrch Pollerschnssc allarmiert. Der Wasserstand bei der hiesigen Arückc ist infolge Dammbvuches bei Petres um 12 Zoll gefallen. Die Hochwasser-Kommission hat nm Aeistcllung von 2(XX) Mann Militär znr Verstärkung der Arbeitskräfte angesucht. Die Soldaten treffen wahrscheinlich nachts ein. Nach eingelangten Berichten braust die Flut wasserfallartig an der Ein-brnchsstelle gegen die Felder heran. Beim hiesigen Pegel zeigte sich ein weiterer Rückgang des Wasser standes nm 5 Zoll. London. <;. März. (N. fr. Pr.) Da nun die Details über die Schlacht bei Isandula bekannt sind, und es constatiert ist, daß in derselben über 840 Welße gefallen sind. das ist die dreifache Anzahl der Todten, welche England bei Alma und Inkerman hatte, und da ei klargestellt ist, daß Lord Chelmsforo von oeü Zulus überrascht wurde und daß er an der Niederlage die Hauptschuld trägt, so verlangen sowol del „Standard" als anch die „Daily News" die Erneu' nnng eines nelmi Obergenerals, Aus dem Bericht des „Times"-Korrespondenten. welcher mit Chelmsford alls-rückte, ergibt sich deutlich die Unfähigkeit ChelmOrds. Nnr dnrch einen Zufall erfuhr der General am Nachmittag die Vernichtung des Lagers bei Isandula, son>t wäre er mit seiner ganzen Escorte in das dortige Lager geritten nnd würde ebenfalls massakriert wol" den sein. — Von der angeblichen Cession der In!" Nhodns an Frankreich ist hier in offiziellen Krel»"' nichts bekannt. Tirnovo, 6. März. (N. fr. Pr.) I>, der tM ligen Sitznng der Nationalversammlung wurde 1»? frühere Exarch Anthimos einstimmig znm Präsidente», Ekonomoff, der Schulinspeltor von Varna, ulld K^ raveloff, der Exgoiwerneur von Tirnouo nnd gegs^ wä'rtige Vorsitzende des Distriktsrathes, zn Vizepraff denwl gewählt. Nach einer lebhaften Debatte wies/"' Nationalversammlung die Abstimmnng der türkisch«'« Depnl irrten, als in einer nicht offiziell anerkannte" Sprache geschrieben, mit Majorität zurück. M l^ gegen 102 Stimmen wnrde die bnlgarifche Spracye als einzige Verhandlungssprache erklärt. -^ ^M Aufregung herrscht nbcr die Nachrichten ans MM' liien. Die Bulgaren flüchten von dort Hieher von M Seiten. In Kustcudil. Dnbnica nnd Strandja »W Adrianopel setzten sich die Bulgaren znr Wehr M" die Türken; es kam zum Blutvergießen, nnd ma» l"" schweren Verwicklungen entgegen. Telegrafischer Wechselkurs. vom 7, März ^ >v. Papier-Rente 6^.. — Silber - Rente (N s". ^'7,m Reut!» 7.'. l'ü, I8U0er Staats.Aulehcn II« 20, - Bmil-^w 7W. - Kredit-Actle» 2Ü1 10, — London NtiUü. -^ A" -'—. K, l. Münz - Dnlateu l>54, — 20-Fi ^""^ roli, Sciiosetsch. — (lanawal, KaufniaunSsohu, Villacl). Oitmaycr, Ingenieur, Ried. - Pollal. .Nsm., Vraunnu, Vaierischer Hof. Speranzo», Treviso. — Vencglio, Vlllasram«' üitohren. Conradt, Äaicru. Theater. Heute (ungerader Tag): M o r i l l a, Komische Oper >n bl" Acten, nach einem maurischell Märchen frei bearbeitet. Tel» >" Musil von I, Hopp. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ F ^ P" 3Z ,° 5« ^ » "'s k^ ß« » 3,k ^ ' ^l5Mg?^?4:554^ — ^4 iNW, fchlüilch ^"heiter „ „<1 7. il „ N. 744 02 ^- 9-2 TO. schwach heiter "" 9 „ Ab. 746 75 -s- 3 « N. schwach mondhell Tas herrliche Wetter anhaltend Heute abends halb?H wurde ein hellglänzendes, luaelfiirmia.es Meteor am n"^,^, lichen Himmel gesehen. Das Tagesmiltel der Wärme ^ * Uni 15' über dem Normale. _______^-^ Nerautloortlicher Redacteur: Ottomar Vambers^^. Eingesendet. Die mlsliezeichneten wissenschaftlichen Urtheile und b>e fürworteuden Atteste über drn Nichen von Vergers ^^„ Präparaten bei L»iMN und Halslriden. vuu welchen ^?.^>l eine Anzahl iu diesen Blättern veröffentlicht wurde, e»^ ^, uns der Nothwcndiciseit, dlcse bewälirten Präparate »' ' ^e länfisscr Weise zn empfehlen. Wir föunrn allen. '".^».lil'' vortrefflich wirlendru iheerlurei! gebrauchen »vollen, "'"?..< zll gend nenua. ratheu, sich uur der Bergcr'schen Theelpräpal» ^^, bedienen uud diese in den Apotheken ausdriicllich z" laufen. ^„el Preis eines Flacons Uergers Theerlapfelil I >>!/. .^cht Blechdose Berbers Theerpastille» 5N kr. Uehter« find sr^ verdaulich und jedermann zuträglich. ««absb" Haupldep6t für Krain be« Herrn Apotheker I«^" in ^ailiach. ___^.^-^' W Die verehrte» Stadtbewohner habell '»c»'" l> M »heuere» Nichte W > Theresia Pesjak » M wNhrend ihreS 2ljährigeu Aufenthaltes i,i '."^" D « ^llufc eiuc so freundliche Aufmcrlfamlcit, '"^^^ch W M bei ihrem Tode uno dem ssestrissc» Benräbuisic" »> ^ die zahlreiche Nctheiligung eine so liebevolle ^.^ M M »ahme bewiese», das; ich mich nna,rnchm uerM" ,^. « M fiihle, allen hiemit »leinen innigsten Danl ossc," ^ ^ auszudrüclcn. W M Laibach. ?,Miirz 1879. W W Domplobst^^^^W 451 -------! lll)kllchl. Wien. 6. Milrz li Ubr) Die Börse war im aanzen sehr fest. speziell in Renten und Lolen sehr lauflustlg. Liu,! . ^n, ^"l Tilbemnle........^^li 6345. "°."' N '' ^ -' ^ , , ^.'"° .n i3 l!>w. w^", ' ^, -.....149 75 15,0 2t. »iuboisK.L.........165-165 25 ^"'^^ad.Wien 95 80 96-' ^°Mer ^ '"U''»«'"'',, . . 104 75 105 - 0eslett Z'k?''bbricle . . . 142 75 14X25 ^zahl^^^"" lsSl rück- H^chahscheme 1882 rücl^ Unmilck, i«..........W 25 98 75 «n °N 3?'bre«!c .... 8475 8485 UnMLK^ubahn.A.llcihe , 1^3 25 103 50 ll'.zH?N"'.....' - 10270 10280 UM Ächahallw. vom I. Elchen' >. ' ^......U825 11850 w n in N Z^dt«en.einde «lld Wal« Grundentlattungs Obligationen. Vöhmen......... 102- 103- 'Ilieberösterrelch...... 104 50 105 — Oalizien......... 87 8750 Siebenbürgen....... 7625 7675 Temeser Vnnat...... 7725 78 - Ungarn.......... 8125 82 Actle« vou Vanlen Analo.österr. Banl.....9950 9975 Krcbilansta!» ....... 232 25 232 50 Dcpositcnbnlif....... 160 162 - Kreditanstalt, „»„ai-..... 225 75 226 Ocsterreichisch - ungarische Nanl 790 - 791 - Nnionbanl ........68 50 69- Aerlehrsbanl....... 10850 109'- Wirner Bankverein..... 109 25 109 50 klctien von transport Nnterneh mnngen. V«!d wari Alfülb.Bllhn .......119'- 120 — Velb M»le Ferdinands»Aordbahn . . 2090-2092- ssranz.Iosepl,.«al,n .... 13250 133 Galizische Karl-Undwig« Änhn 222 25 222 50 Kaschau.Odcrberger Vahn . . 103 50 104 - Lembcrg-llzernowitzer Vatni . «22 25 122 75. Lloyd - GeseNschast..... 5l»9 - 600 - veslerr. Norowestbah» . . . l14?5 115 25 Rudolss-Bahn....... 119 50 120- Elaalsdahn........ 246- 24650 Südbahn......... 65 - 6525 Theih.Vahn........ 188 - 189 . Ungar.'galiz Verbindungsbahn 65 - 85 25 Ungarilche ^ordostbahn . . . 116 - 116 50 Wiener Tlamwa^Oesellsch. . 170 - 170 50 Pfandbriefe. Nllg.öft.VobenliebitanstliVd.) 110 75 III - .. .. ^ liV-V.) 97 40 97 60 Oeslerrcichisch'ungarische Banl 100 50 100 75 Ung. Bodenlredit'Inst. (A.-A.) 95 50 95 75 PrloritiitK vbllaationen. Elisabeth.», 1. Em.....93 80 94 - Ferb-Nordb. in S'lbrr . , . 103 60 103 90 Tsn„!^.,l5», »,.«„!,,! ... 88ii0 8840 »eld »,»' Wal. »arl-Lubwi« V. 1 Tm >00 40 100 70 Oesterr. ^ordwest.«nh» . . 8820 8840 Viebenbürger Nahn . . . , 64 - ft4 2ü Vlaalsbahn 1. En, . , . 161— 16150 3ildbab>, » 3«'. ..... ll2S0 113 — 5.',..... V»40 9970 Devilen. Äus delXsche Plätze..... öS 75 57 — Lonboii. lurzr Licht .... 11660 11670 London, lange Sicht , . . IIS 70 116 75 Pari«.......... 4S10 4S 1b Gel><»rie«. »el» «a» Dulaten . . . 5 fl. b0 tr. b fi. 51 tr. Napolconsb'or . 9^29.9,N0 , Deutsche Reich». Noten .... 57 ^ 35 . 57 , 40 . Silbergulden . . 100 ^ — ^ l00 . — . Krainische Vrundentlastungl'Obligationen. Prwatnoticrung: Geld 915^, Ware------- ^^ Lon^?,^.' .?" ^ Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 63 30 bis 63 35. Silberrente 63 95 bis 64 . Äoldrcnle 75 90 bis 76-. Kredit 232' - bis 232 25. Anal» 9» 50 bi» ^ °"°°" l ll,'>0 bis 116 75. Napoleons 9 29 bis 9 30, Silber 100— bis 100 . "