Nr. 353. Freitag. 5. November 1886. lN5. Jahrgang. Mibacher Zeitung. ««n^"."^"bh>r«l«: Mit P«st»ell«nbung: ganzjiihll, fl. 15, halbjährig »l. 7.50. Im «omploir: ll«!», ^ .^ "' H"lbj5hrig 5,50. «Nr bic Zustellung in« Hau« ganMrig'll. l. — Inftrtlonsnebiir: ssür ^ ° ^N«td«t«»» Wlenerftiaße i». — Unfrankierte Vrie^« Amtlicher Theil. ^ ^ l. und l. Apostolische Majestät haben mit 3lrH "lMr Entschliehuug vom 2tt. Oktober d. I. dem ^Möadjulltten im Reichs ^Fiuanzmiuistsrium Emil vieli"^- ^^" Salnmonfa in Anerkenuilng seiner dei?.'""'' s^r ersprießlicheu Dienstleistuug' taxfrei ossisi l - ""^ kaiserlichen Rathes und dem Archivs-ilne s '" ^'"' Ministerium Franz Krcyczi iu be«? w "'.'9 ^'"" vorzüglichen Dieustleistuug das gul--uerdienstkrellz allerguädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Russland und Bulgarien. Wien, A. Noucmbrr. sier,. - Petersburger Amtsblatt, veröffentlichte ge-!u„« >)k «ach ihren Sympathien in die Ereignisse helfen. ! ^ ^beli - ^"" also immerhin der Fall sich zugetragen heirs', "ass rnssische Unterthanen in Collision mit der bas V'^ Bevölleruug gerathen sind und vielleicht auch ^btn '?^kiten von Regicrungsorgaueu herbeigeführt liii. ' ^ ^^ bisher von einer systematischen Ver< ^^^der Rechte russischer Unterthanen durch die bulgarischen Behörden dem übrigen Europa noch nichts! bekannt geworden. Hätten wirklich die Bulgarei, sich zu Gcwaltaeten nnd zu ungesetzlichen Vcrhastuugeu rus« sischer Staatsangehörigen fortreißen lassen, dann hätte diese Thorheit eine schwere Verantwortlichkeit ihnen aufgeladen, welche sie jetzt zu tragen bemüssigt wären. Die Nichtigkeit und die Tragweite dieser Vorfälle außerhalb Bulgariens festzustellen, ist nicht leicht, wenn nicht geradezu nmnöglich, und so bleibt uns vorderhand nichts übrig, als uns an die Thatsache zu halten, dass General Kaulbars energische Abhilfe verlangt hat. Auf die Antwort des Ministers Naceuic. es möchten jene Pcrjomn angeführt werden, -an denen Acte ungesetz» licher Gewalt ausgeübt wurden, erklärte der General, auf diese Erörterung nicht einzugehen. Die bulgarischen Behörden müssten diese Fälle sennen, bei denen ja ihre Agenten alä Theilnchmer mitgewirkt haben. Der General könne nur wiederholen, dass er bei der ersten Vergewaltigung, welche auf bulgarischem Territorium vorkommen sollte, sammt allen russischen Agenten Bulgarien verlassen müsste. Das erwähnte Regicrungs-orgau schließt an seiuc Mittheilungen die scywrrwie^ gende Aemetfung, diese Antwort des Generals habe die Approbation des Kaisers Alexander III. erhalten. Das Gewicht dieser Versicherung wird überall, zuerst jedoch in Bulgarien, empfunden werden. Das Vorgehen des Generals Kaulbars ist demnach, insoweit wenigstens seine letzten Schritte in Betracht kommen, zngleich das Vorgehen des rujsischcn Kaiserreiches. Jede > Vermuthung, als würde General Kanlbars nach seinem eigenen Ermessen gehandelt haben, ist von heute an! unberechtigt und wäre eine Verletzung declarierter Thatsachen. Für die bulgarische Regierung erwächst nun, wenn sie einen Bruch zwischen Russland nnd Bulgarie« ve» meiden will. die Aufgabe, jede Vergewaltigung und jedwede Beleidigung eines russischen Uuterthans unmöglich zn machen. Sie ist damit vor eine Aufgabe gestellt, deren Erfüllung die denkbar schwersten Anfor-deruugen an sie stellt. Denn vor allem ist es für eine jede Regierung sehr schwierig, für all ihre Organe zn , haften, noch schwieriger jedoch, eine jede Ausschreitung auf ihrem Boden hintanzuhalten. Selbst trefflich organisierte Verwaltungen könnten leine Bürgschaft für die Lösuug eines solchen Problems für die Dauer über^ nehmen. General Kanlbars hat ja seine letzte Erklä« rnng nicht auf dcu Fall eiugeschränkt, dass eine Vergewaltigung durch bulgarische Regicruugsorganc ver» übt würde, sondern für die Eventualität abgegeben, wenn überhaupt eine Vergewaltigung sich ereignen sollte. In einem Lande, in dem es möglich geworden ist, den Fürsten selbst zum Opfer einer Gewaltthat zu machen, deren Urheber übrigens frei umherwandeln, ist es wohl sehr schwer, eine solche in dem ganzen Territorium des von tiefer Agitation durchwühlten Landes für immer auszuschließen. Schon wird aus Tirnovu eine Beschwerde des Generals Kaulbars über eine Beleidigung gemeldet, die ein in bulgarischen Diensten strhender russischer Unterthan vom Präfecteu von Sofia erfahren haben soll und welcher Abbitte hiefür verlangt. Sicherlich wird die bulgarische Regierung an alle ihre Organe und an den Patriotismus der Bevölkerung appellieren, jede Veranlassung zu eimr Recrimination seitens der russischen Regierung zu vermeide». Die russischen Uuterthaneu stehen in Bulgarien in diesem Augenblicke unter einem Schutze, den selten noch Na» tionale im Auslande gefunden haben. Ein jeder ist nnumehr durch die Macht Russlande gedeckt, und das Bewusstsein dieser Thatsache wird melü'icht dazu beitragen, jede Reibung zu vermeiden, welche so schwer Consequenzen im Gefolge habe» könnte. Dass durch diese Erklärungen das Verhältnis zwischen Rllssland nnd der bulgarischen Regierung nur an Spannung zugenommen hat. ist wohl selbstverständlich, nnd sie bekunden keineswegs den Eintritt irgend einer Veränderung in den bisherigen Dispositionen des Petersburger Cabinets. Der zweifellose Entschluss der Regentschaft, von der Eandidatur des Prinzen Battenberg abzusehen, und den Prinzen Waldemar zum Fürsten auszurufen, hat jene principielle Gegnerschaft nicht zu milder»! vermocht, welche Russlaud gegen die Regierung und gegen das Sobranjc eingenommen hat. Ebenso scheint die nach langem Widerstreben verfügte EntHaftung der Urheber der an dem Fürsten begangenen Vergewaltigung nach dieser Richtung ohne Einfluss geblieben zu sein. Was wird unter dem Eindrnck dieser Erscheinungen das Sobranje nunmehr unternehmen? In welcher Weise werden diese ans die Stimmung in Tirnovo wirken? So schwer es auch fällt, diesbezüglich eine Vorhersage auszusprechen, so kann doch nur gewünscht werden, dass Bulgarien seinerseits alles vermeidet, was den Verdacht erwecken tonnte, als würden Jeuisseton. Aus der Mappe eines Idealisten. sich ^°" tadelt einen Erzähler mit Recht. wenn er zu lg,,, Milderung der Charaktere dadurch erleichtern ^tson/^ Nlanbt, dass er schon im Eigennamen der seht t? ben Charakter andeutet. Es ist gewiss ein halz z A lmd rein äußerliches Verfahren, einen Geiz-'^llsa.H 'Glulchenputzer» oder einen Trunkenbold ^lich 's"'2' zn taufen. Für ebenso bedenklich, wenn "ieblj^" lecht bequem, hält man es. den Personen Ü^ ss» "^ensarten in den Mnnd zn legen, an denen ^ zn ^'k an einem «Leitmotiv» erkennt. Werden Bracht garten """" ^'"^ ^ «an» i-ainun an-, brills/"" "'l das vielfach in den dramatifchen , "»en l " sogenannter «Possendichtcr» beobachten "'en 's,,!? ""l diese Kennzeichnung eines Charakters ^""q 35"' Wert als jene signifieante Namen« n^s Wili s kann aber die Charakterisierung durch ^bliua«"",psychologisch verfeinern, indem mau die ?" H'lmt? l ben betreffend ll Personen nur dann iu ) "l ari,v ^' wenn sie dieselbe auch im wirtlichen 5" solche "ll)e" würden. Merkwürdigerweise wendet u -Wenlck ""rr. der Hrrrschaft einer Redensart stehen-tn- ^licl^/«, ^ seme Redensart bei scheinbar ganz an. nnd gerade deshalb k. '"au i"^ "ll so verblüffend oder'so belustigend, wanden r, "''t Necht als charakteristisch für den lt, " darf Zeichnen nnd auch in der Knust ver- ' dazu I"' bie« mit Schick »nd Ockonomie zu gehurt freilich sorgfältiges Studium und scharfe Beobachtuug des Meuscheu. So kannte ich eiueu alten, originellen Arzt. der es sich augewöhut hatte., ganz überraschend die Phrase «wenn Sie gütigst er-, lanben» anzuwenden. Eines Tages saßen wir vor der Mittagsmahlzeit bei einem Glase leichten Ungarweincs. lind der alte Herr erzählte uns auf seine lebhafte Weise das Missgeschick, das eben einen unglücklichen, Maurcrgchllen betroffen hatte. Er schilderte uns, wie j der Geselle über mehrere Leitern nach dem obersten Stockwerk eines Gerüstes emporsteigt, und schloss seinen Bericht mit den Worten: .Und'— denken Sie — oben kaum angelangt, wird der Mensch schwindlig, verliert den Halt und stürzt, wenn Sie gütigst erlauben, die drei Stockwerke herunter auf das Straßenpflaster!> So traurig das geschilderte Ereignis war, der brave Medicus wurde trotzdem für die Art und Weise, wie er es gerade vortrug, mit kaum unter» drücktem Gelächter belohnt. ch Sehr treffend sagt Schopenhauer: «Das Leben ist n i e schön, sondern nur die Bilder des Lebens stnd es. nämlich im verklärenden Spiegel der Kunst oder der Poesie.. Man stelle sich mm, Lügner. Verleumder oder irgcud einen Lump irgend welcher Qualltat vor und vergegenwärtige sich, dass soich widerlicher Bursch unser Menschl-ubruder ist, nud mau wird eincu Ekel vor drm Menschen, vor dem Milroiuöuios mit seinen Nichtigkeiten und Niedrigkeiten empfinden. Nun lasse man solchen subtilen Brandstifter nnd Giftmörder etwa durch den Pinsel eines Paul Meyerheim. der m der kuust-lcrischeu Wiedergabe vo» Bestien aller Art ein Meister ist, auf die Leinwand bringen und m>t allen Kennzeichen seiner Verrohung glücklich ausstatten, und wir ^ haben das schönste, packendste, interessanteste Gemälde vor nns. in dessen wunschlose Anschauung wir uns be« l glückt versenken. Deshalb ist die Kunst eine Erlöserin von jedem Leid, auch von der Absurdität des Pessimismus. Das Erlösungsmoment der Kunst ist aber ein lurzwährendes, es ist eben nur ein Moment; in den langen Pansen, iu denen wir uns unterhalb des Höhe« Punktes der begierdefreien Anschauung bewegen, tritt die größere Schwester, die Religion, an die Vtelle der Kunst. Die Religiou gewährt die im reinen Glauben wurzelnde, idealistische Erlösung; die Kunst nur die durch Anschauung vermittelte, realistische. Man muss in die gesegnete Schule der Schmerzen eintreten, um zu lernen, dass es noch gute, liebeus-werte Meuschen gibt. Im Glücke, iu der Fülle der Gesundheit und des Besitzes umgibt nns ein Schwärm von Freunden und Bekannten. mit denen wir nicht einmal gemeinschaftlich beten könnten. Lieber Menschenbruder, gehe hin und werde krank an Leib und Seele; dulde, darbe, sorge dich, krümme dich unter den Oeihel-hieben der Pein; dann wird deine Freundschaft und Nckauutschast zerstiebe,, wie Spreu im Winde, und schaudernd wirst du gewahr werden, dass du aNein bist. Aber nicht lunge. Bald wirst du einen Samariter finden, der dich tröstet; bald eine Huldiu, die dich pflegt nud wartet; bald neue Freunde, die treu bei dir aushalten und in deine verschmachtete Seele die lebt>»-digen Wasser nenen Muthes, neuer Hoffmina leiten. Oft erst im Unglücke werden wir glücklich und m der Pein schmerzfrei. Und wir, die wir in den guten Tagen an der Menschheit zweifeln und verzweifeln wollten, lernen sie in den schlimmen Tagen liebgewinnen und dankbar und hossnungzfroh erkeuuen w,r ihre Gott- Llliblichei Zeitung Nr. 253 2074 5. Novenlber 1886< dessen Regenten den Conflict verschärfen wollen. Die Regierung und die Nationalversammlung halten an der Absicht fest. znr Fürsteuwahl zu schreiten. Zwar ist der praktische Erfolg der Nominierung eines Nachfolgers auf dem Throne Bulgariens insoweit fraglich, als Russland denselben nicht anerkennen kann, wenn es bei seinem Proteste gegen die Legalität des So« branje beharrt, aber Bulgarien wird damit wenigstens in möglichst feierlicher Weise erklärt haben, dass es an eine Rüclberufnng des Prinzen Alexander von Batteuberg nicht mehr denkt und nach dieser Richtung wenigstens dem Wunsche des Zaren in voller Weise entgegenzukommen entschlossen ist. Denn noch immer scheint man in Petersburg Grund zur Vermuthung zu haben, es würde die Wiederwahl des Fiirsteu Alexander die geheime Endabsicht der Regenten bilden. Vielleicht wird Russland, wenn einmal dieser Verdacht beseitigt ist, doch einer Verständigung mit Bul< garien zugänglicher nnd erleichtert seinerseits den Ausweg aus der prekären Lage des Landes in geordnetere Verhältnisse, bei welchem Streben Russland sowohl als Bulgarien auf die Mitwirkung der Mächte zählen können, welche den ihnen durch die Verträge eingeräumten Einfluss in der Richtung nach einer friedlichen und allen Theilen gerechten Entwirrung der Schwierigkeiten aufzuwenden stets bereit sein werden. Politische Ueberlicht. (Parlamentarisches.) Mit der Nachwahl eines Abgeordneten der Landgemeinden Gradiska ist das Abgeordnetenhans wieder nahezu comftlet; es stehen nur noch die zwei Ergänzungswahlen in den Landgemeinden-Bezirken Feldbach in Steiermark und Adelsberg aus. deren Mandate durch die Resignation des Fürsten Alfred Liechtenstein und das Ableben des Abgeordneten Obresa erledigt sind. Es sei bei dieser Gelegenheit anf die bemerkenswerte Erscheinung hingewiesen, dass in der Zusammensetzung des im Sommer 1885 gewählten Abgeordnetenhauses während eines Zeitraumes von kaum anderthalb Jahren eine Verhältnis» mäßig große Zahl von Veränderungen eingetreten ist. Wenn wir davon absehen, dass vier Abgeordnete ihre Mandate niedergelegt haben, seither aber wiedergewählt wurden (die Abgeordneten Graf Goluchowski, Dr. Kopy-cinski. Dr. Rapaport und Auklje), so beläuft sich die Gesammtzahl der bisher eingetretenen Personalveränderungen, auf 21. Ihre Mandate haben nämlich niedergelegt die früheren Abgeordneten: Dr. Banhans und dessen Nachfolger Dr. von Pohnert, Fürst Alfred Liechtenstein, von Pacher, Skene und Strache. An deren Stelle wurden gewählt: Dr. Pichler, Freiherr von Dumreicher. Dr. Habermann und Dr. Stingl (für den Fürsten Alfred Liechtenstein ist noch kein Nachfolger gewählt worden). Gestorben sind die Abgeordneten : Graf Ciurletti, Ritter von Hoppen, Iarosch, Ritter von Kallir, Klima, Dr. Kusy, Obresa, Raic, Schürer. Graf Starzenski. Wickhoff, Dr. Wrann und Dr. Ritter von Zaturski. An deren Stelle wurden gewählt: Graf Alberti, Ritter von Szczepanowski, Vay-hinger, Dr. Rosenstock, Vrany. Dr. Mathon, Dr. Gre-gorec, Fürnkranz. Szerwatowski. Dr. Hochhauser. Ghon und Dr. Machalski. Das durch das Ableben Obresa's erledigte Mandat ist noch nicht wieder besetzt, (Die Delegationen.) In der ungarischen Hauptstadt nahmen gestern die Delegationen ihre Arbeit auf. Schon vorgestern übersiedelte ein guter Theil unserer politischen Welt in die jenseitige Reichshälfte. In der gestrigen Eröffnnnqssitzung der Delegationen wurde das Budget vorgelegt, das bekanntlich eine Forderuug für die Anschaffung von RPetierqewehren und für Aufbesserung der Mannschaftskost enthält. (Kroatien.) Wie uns ein Agramer Aries meldet, hat Baron Zivkovic an Herrn L. von Vuko« tinovic ein Schreiben gerichtet, in welchem er um Ent« schuldigung bittet, an den Berathungen der Regnicolar« Deplltation aus Gesundheitsrücksichten nicht theilnehmen zu könueu. Baron Hivkovit erklärt ferner, dass er angesichts der Schwierigkeiten der Situation bereit sei, den in einem eigenen Elaborate manifestierten Standpunkt aufzugeben und sich der Majorität der kroatischen Regnicolar-Deputation anzuschließen, falls diese bei ihren im ersten Nuntium ausgesprochenen Anschaunngen verharrt. Diese Aeußerung des Barons Zivkovic hat bei der Majorität der Deputation große und gerechte Ueber-raschung hervorgerufen. (Zur Situation in Bulgarien.) Das von Kaulbars überreichte Ullimatnm erhält eine wnn< derbare Illustratiou durch ein Telegramm aus Varna. welches meldet, dass anderthalbhnnoert Matrosen der daselbst ankernden beiden Schiffe, geführt vom Kawassen des russischen Consulats, lärmend durch die Straßen der Stadt znm Gefängnisse gezogen sind und den daselbst wegen Excessen gefangengehaltenen Anhängern der russischen Partei zugerufen haben, binnen drei Tagen werde man sie befreien. Hätte bei dieser Ausschreitung die bnlgarische Polizei gethan, was eigentlich ihres Amtes gewesen, hätte sie nämlich den Verkehr zwischen den Matrosen und den Gefangenen verhindert, so wäre damit die im Ultimatum vorgesehene Eventualität ein» getreten, welche den Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Folge haben soll. Man nimmt sich, wie diese Mittheilung aus Varna beweist, russischerseits nicht einmal mehr die Mühe, den Schein zu wahren. (England.) Wie der «Manchester Gnardian» erfährt, wird das nächste englische Budget bedeutende Mehrforderuugen für Heer und Flotte stellen, weil die Regierung entschlossen ist, die größten Opfer vom Volke zu fordern, um die Kriegsrüstungen zu verstärken und die Armee sowie die Marine aus der Desorganisation herauszureißen, in der sie sich befinden. (Oesterreichisch -italienischer Handelsvertrag.) Der «Presse, zufolge wird der italienisch-österreichische Handelsvertrag wahrscheinlich zu Ende dieses Jahres beiderseits gekündigt werden. Man will dadurch freie Hand für neue Vereinbarn,»» gen erhalten. (Gladstone's) Aufmerksamkeit wurde jüngst auf einen Paragraph in einer Tageszeitung gelenkt, worin es hieß, Mr. Gladstone's Privatvermögen hätte sich während der letzten Jahre bedeutend vermindert uud er wäre jetzt auf dem Puukte, sich um eine Pension zu bewerben. Der Ex-Premier antwortete: «Da ich seit eilf Jahren die Gelegenheit hatte, eine Pension zu beziehen, wird man einsehen, dass ich meine Sinnesart nicht ändern dürfte. In Wahrheit hat die Erfahrnng mich nicht sehr freundlich gegen politische Pensionen gestimmt. Der erwähnte Paragraph hat nichts Boshaftes an sick,, aber er bernht auf einem INN)!!M.. y < (Unter den Muhamedanern '"»"' cigno) tritt gegenwärtig eine starke Auswa>lde"W« bcwegung zutage.' Unausgesetzt treffe« Schiffe nut ! chen Emigranten in Oboti ein, wo sie die ^"", taine durchzumacheu haben. Die Auswanderer eryeo die lebhaftesten Beschwerden gegen die montenegn', schen Behörden nnd jubeln geradezu darüber, dajs! dieses Joch abgeschüttelt haben. Tagesnemgleitcu. Se. Majestät derKaiser haben, wie die «Klag"' furter Zeitung, mittheilt, der Kirchenvorstchmg » Feistritz an der Gail zum Wiederaufbaue der 0"" Feuersbrunst zerstörten Pfarrkirche nnd des Pfa".V z 400 fl., ferner, wie das «Präger Abendblatt» beNM. dein Militär-Veteranenvereine zu Preunet zur AlW > fulig einer Fahne 80 st. zu spenden geruht. — (DerVeamtenkörper derCisenbahne^ Das statistische Departement des Handelsministeriums iiffciltlicht eine detaillierte Statistik der Eisenbahnen ^N reich Ungarns, das einzige Operat, das von den t»e seitigen Regierungen gemeinsam gearbeitet und pu . wird. Die Zahl der bei sämmtlich cis- und transleitha"^ und gemeinsamen Eisenbahnen stabil angestellten ^. ^ betrug 13 602 Personen, der nur zeitlich A"^e ^ 344«, die Zahl der zeitlich nnd stabil angestellten "> 45i1!11 und die Zahl der Arbeiter 82 201, 3"^.^ 145 242 Personen, also ein ganz imposantes Heer- ^ Heer hat auch sein stattliches Budget; die ^h"^ „ Einnahmen der stabil angestellten Beamten "" " i 20 652 747 fl., der zeitlich angestellten Beamten 1 <"< Gulden, der Diener 24 847 546 fl. und der ^ ^ 26 476 764 fl., zusammen 73 814 728 fl., f">t '^t, als die Erhaltung der ganzen österreichischen Arinee ^ Im Laufe des Jahres kamen unter den Be<""le"' ^ ^ nern und Arbeitern 47 733 Krankheitsfälle vor, ^ also. dass mehr als der dritte Theil derselben "" ^ Verletzungen in« Dienste kamen 4363, außer den« ^ 2551. Todesfälle 683 und l0 Selbstmorde ""''"'lü 80 Erkrankungen entfällt ein Arzt. Die Z"hl ° „,,d Pension befindlichen invalide» Eisenbahn' Vca"'^ ^ Diener betrug 2825, deren Pensionsetat ebensa" hoher ist. ' ^ - (Nach dem Trauerjahr.) A"s " "« wird geschrieben: Am Jahrestage des Hl>M ^ Alfons' Xll. wird Königin Christine, dem Wn"!^^ Umgebung folgend, die äußerlichen Zeichen der ^ ablegen. Die Madrider Damen haben nun "" ^ B laubnis gebeten, der Königin das erste lichte ^ ^ Geschenk überreichen zu dürfen. Die Monarch" 9 ^ Bitte Folge, und in einem ersten Salon wird "^. ,^rk» Toilette vollendet, die bestimmt erscheint, ^" »Did Witwenlleider der Königin-Regentin abzulösen. 2)a ^.^ ist für die Promenade berechnet. Der Rock ist " «arbe weißem Sammt geschnitten, darüber fällt, in /'^5 >^ ist der Halbtrauer, heliotropfarbener Moiröe. Die ^ ^ wieder von weißen, Sammt, glatt und anliegen ' ,^< gleichwie der Saum des Rockes, über und über m tropfarbcncn Chcnillen bestickt. ebenbildlichkeit. Ja, es gibt weit mehr edle, brave, opferfreudige, gnte, liebe Menschen, als wir im Glücke, ahnen! Das ist der Segen des Leidens. Erst das Leid mehrt unsere Erkenntnis; erst im Leid verschönt sich der innere Mensch. Und diese innere Verschönerung tritt auch äußerlich in die Erscheinung; das herrlichste Weib ist erst vollkommen schön, wenn seine Seele vom Schmerz berührt wurde; ohne diese kosmetische Zuthat ist es besten Falles eine lebendige Modepuppe. Der Schmerz ist der Edelrost, der einer Bildsäule erhöhten Wert gibt; er ist der Flaum auf der Wange der reifen Frucht; er ist der Farbenschmelz auf den Flügeln des Schmetterlinges. Gebenedeiet bist du, o Menschenkind, wenn dich ein freundlicher Gott des Segens der Schmerzen theilhaftig werden ließ! In der zahlreichsten und lautesten Gesellschüft be-fäUt uns manchmal plötzlich das Gefühl, als ob wir ganz allein wären. In solchem Falle haben wir leider meistens Ursache, uns zu fragen, ob wir uns iu guter Gesellschaft befinden? Es gibt eiu untrügliches Mittel, dlese Frage zu beantworten. Wenn man jederzeit das Ermtbafteste erzählen, das Heiligste berühren und dabei anf aufmerksame, verständnisvoll, Zuhörer rechnen dürfte dann ist die nns umgebende Gesellschaft eine ante. Dürften wir dies n.cht thun, liefen wir dabei Ge-. fahr, verlacht, vergottet oder überhaupt gar uicht verstanden zu werden, dann mag die Gesellschaft vielleicht ausgesucht, geistreich, ansprnchslus. lebenslustig oder sonst was sein. eine gute ist sie bestimmt nicht. Flügelschlag rauscht durch die Luft; wie ein Kranichzug kommt es näher nnd Näher; ich blicke nach dem Fenster — und vor demselben lassen sich die Luftdurchsegler nieder lind schauen mich mit großen, klugen nnd geheimnisvollen Allgen an. Aber, wunderbar ! die Vögel haben Menscheugesichter — die Federn verschwinden und Menschenleiber kommen zum Vorschein — die geflügelten Wesen sind Geschöpfe wie wir, nnr dass sie sich auf unbegreifliche Weise fortbewegen und aus Regionen kommen, die uns unzugänglich sind. Gern möchte ich die sonderbaren Wesen fragen, wer sie seien und was sie wollen? aber ihr Blick, ihr merk-würdiger, traumverhüllter und doch so gebieterischer Blick macht jede neugierige Frage verstummen, und nachdem sie eine Weile draußen vor dem Fenster ge« richt haben, erheben sie sich wieder in die Lüfte nnd verschwinden bald den ihnen verwundert nachsehenden Augen. Das Traumbild wechselt. Schwarze Schatten gleiten über die helle, sommerlich vergoldete Wolke, die über meinem Haupte hängt. Es sind Schatten von Körpern, die jenseits der Wolke vorüberziehen. Ein paar Menschen schweben daher — jetzt ein riesenhaftes Thicvgebilde — jetzt wieder Menschen, bewaffnet und gerüstet — jetzt Frauen und Kinder — alles schwarz, scharf umrissen, deutlich erkennbar, wie die Figuren in einem Schattenspiel. Wo kommen diese' Wesen her? wo ziehen sie hin? wer lehrte sie fliegen? wie können sie da oben athmen? ist denn die Luft auch bevölkert? gibt es auch im Aether Repräsentanten des Mikrokosmos? Keine Antwort wird diesen Fragen! — aber der Zug der wunderbaren Wesen danert fort — immer neue Gebilde tauchen auf, gleiten fragwürdig vorüber uud verschwinden im ewigen Raume. Ich er-^ wache und besinne mich, ob ich nur geträumt habe.! Im Lauft des Tages erzähle ich von diesen Traum« vildern einem Freunde, der ein Denker ist. lir hört lächelnd zn und gesteht mir endlich ein, dai» ^he, ganz ähnliche Visionen schon als Knabe "M" ,v0-Es scheint also ein uubekauntes Gesetz ö" ge" ' ^st nach sich anch die scheinbar individuellsten A" " „,,d des Traumlebens nach ganz bestimmten 3""!' ^n Schablonen gestalten. Ich bin überzeugt, °"'t hat, Denker und kein Dichter je einen Traum a.ctra ^ den nicht schon ungezählte Wesen vor ihm gM, ;HB geträumt haben und den nugezählte Wesen u^lle" nicht ganz ebenso tränmen werden. Selbst "'.^Mel'' geheimsten und allereigenartigsten DaseinsbetY"» ^, als welche wir das Traumleben zu betrachten ^> sind wir niemals Originale, sondern ""5/scheiß bilder von längst dagewesenen Mustern; da« 'H^l Zufälligste ist stets ein Gesetzmäßiges, ab" L ^r für die ungezählten Möglichkeiten entzieht "", Erkenntnis. ________^^ Ihr Ideal. Nach dcm Dänischen des Carlt Etlar. (17. ssmXchu»«.) ^ fl,el' Acht Tage später, an demselben Tage. ^fe" ch(M die Fregatte unter klingendem SP'" s. hinaussteuerte,' erhielt Marnolf seinen AbA' '^a'>- Gazcla hatte den ganzen Wohllaut 'N«^ dara.lf verwandt, die Theilnahme 'hres 0 .^ schel" fesseln. Hardenberg wiegte sich "ldrs nn ^ y bar giößten Gleichmnth in seinen, Scham .^ eü" und her und zerpflückte dabei die Mm»"'. , Vase neben ihn, standen. , f^, gel'" , Als er Gazela's Blick fragend aus ^^^l»"" sah, wie wenn sie einen Ausbrnch der ^ von ihm erwartete, erhob er sich lachelno. ^ailmchtt Zeitung Nr. 853 2075 5. November 1^8... M5-/^^ Cholera in Trieft.) Vorgestern war Nn tt? ""^ "" Cholerafall zu verzeichnen, ein in der "°r>tadt lvohnhaftcs dreijähriges Kind betreffend, welches Ä^" ^"' Eintreffen des Arztes starb. — Seit dem Wdnich der Epidemie sind 893 Personen erkrankt, von kwM 554 starben, 225 wurden geheilt, 14 befinden °) noch in ärztlicher Behandlung. In das Cholera« h s^öuldan, woselbst sich gegenwärtig 7 Reconvalescenten '"den, wurde seit drei Tagen tein neuer Kranler auf- «'wmmm, und ist Aussicht vorhanden, dass dieses Spital ""t" llirzem wird geschlossen werden können. Der Ma- u "at hat seit vorgestern die Verlautbarung von offi- "ue>, Colerabulletins eingestellt. i)a« ^ (Scheintodt.) Am 29. v. M. erkrankte, wie "° '-«udapesler Tagblatt» meldet, die Gattin des Rab-^ss? ^" israelitischen Gemeinde Trcncin plötzlich und ^ lM ohne vorhergegangenes Unwohlsein alsbald in „!. "'sllusigleit, aus welcher sie innerhalb mehrerer Stunden llä! "wachte. Schließlich, von del, Aerzten für todt er« M ^"^ ^ ^"s der Bestattung für Sonntag vor-tllgs bestimmt, da nach den Gebräuchen der jüdischen Ker P " ^ Beerdigung am Samstag unstatthaft ist. In eine m *"" Freitag auf Samstag hörte aber die in Hin"' . tNM'mer befindliche Todtenwächterin aus dem Vlül^^ ^" loelchenl die Todte aufgebahrt lag, ein schwaches Aerlt b""aen. Sie blickte durch die Thür und bc-^ ^: )vie die todt geglaubte Frau sich auf ihrer Aahre N? ' "'^ ^°^ Leiutuch von sich gestreift hatte. Die >vi>bn ^"""^ schreiend aus dem Zimmer, Die Be-t,^ " ^es Hauses, aus den, Schlafe geweckt, eilten in bei ^ "Zimmer und fanden die vermeintlich Verstorbene ei», s Bewusstsein. Die unglückliche Frau war von lvel^ ,^'"lnvfähnlichen Zustande bcfalkn wordcu, aus sich ? ^ während der Nacht erwachte. Die Frau soll b«?nd °"^ ^'^^ erschüttert, verhältnismäßig wohl en, und man hofft, fie am Leben erhalten zu tonnen, üior^ (Schuhhaus auf dem Monte Mag-schijn/ ^" schreibt aus Abbazia: Die gegenwärtigen oilch '' .^ ^^ken die bereits hier anwesenden Curgäste ^>n 3. ^ weitere Umgegend, und wird namentlich das km A» "eichischen Touristenclub erbaute Schutzhaus auf tvährt ."^ MlMiorc s^hr start befncht. Dasselbe ge-N^ "ne ganz comfortable Unterkunft, ist mit guten leistun c""^ """ kleinen Restauratiou versehen, die tzch""Mhig ist. Im nächsten Frühjahre wird das öffnet ^' freilich po^t, lost um. in feierlicher Weise er-zün ,' ""^ bürste die Centrale des Clubs einen Separat-l^ '^ Volosca-Abbazia arrangieren. Es dürfte wohl kii,.; ^uemer gelegenes Alpenhaus geben, es ist das "»an i,' welches an einer — Reichsstraße liegt, und kann si^ "equem bis zur Thüre desselben fahren. Die Aus-»eio ^ " ^°" der herrlichen Bergstraße über den Quar-ft^ .""d das entzückende Land ist sicher eine der schön- " ganz Istrien. ^'T'lEin Luftschiffer ins Meer gestürzt.) R °! sck)e Luftschiffer Sachs, der sich in Helsingsors klfaw Luftballon producierte, ist von einem Winde h>Nei„ "'^ '"^ dem Ballon in den finnischen Meerbusen fchly geweht worden. D^ Aeronaut und der Ballon vcr- '^" spurlos in den Mcercswellcn. ^ zw" ^«f der Klinik.) Professor: «Sehen Sie, ^,.?^' 'vas würden Sie in diesem Falle thun?» — __________________ Local- und Provinzial-Nachlichten. A'aibacher Gemeindcrail). (FortsrhlMss und Schluss.) Die Finanzsection stellte folgende Anträge: 1.) Die Rechnungsabschlüsse für das Jahr 1885: :») der Concurreuzfonde mit den Einnahmen ver 5070 fl. 59'2 kr. und den Ausgaben per 4886 fl. 38", kr., daher mit den« Ueberschusse per 182 fl. 21 kr.; d) der Stiftungsfonde mit den Einnahmen per 16 572 st. 26 kr. in Barem und 153 648 fl. 4 kr. in Obligationen und den Ausgaben per 10 217 fl. 51 kr. in Barem und 3050 fl. in Obligationen, daher mit einem Ueberschusse in Barem per 3354 fl. 75 kr. und 150 598 fl. 4 lr. in Obligationen; o) des Vürgerfpitalsfondes mit den Einnahmen in Barem per 12 504 fl. 62'/« kr. und per 50 894 fl, in Obligationen und den Ausgaben per 11146 sl. 68'/., kr,, daher mit dem Ueberschusse in Barem per 1358 fl. 14 kr. und in Obligationen per 50 894 fl.; ch der Depositencasse mit den Einnahmen in Barem per 3195 fl. 36 kr. und in Obligationen per 78 879 fl. 72 kr. und den Ausgaben in Barem 2766 fl. 65 kr, nnd 13 691 fl. in Obligationen, daher mit einem Uebcrschnsfe per 428 fl. 71 kr. in Var?m und 65 188 fl, 72 kr. in Obligationen; o) des Armensondcs mit den Einnahmen in Barem per 31794 fl. 80'/, lr. und 223 705 fl. in Obligationen und mit den Ausgaben per 31 794 fl. 80'/, kr. in Barem und 2200 fl. in Obligationen, daher mit dem Ueberschnsse pcr 221 505 fl. in Obligationen; s) der städtische» Casse mit den ordentlichen Einnahmen per 156 163 fl. 64 lr., den außer» ordentlichen Einnahmen per 32 339 fl. 56 kr. und den ^ wechselnden Einnahmen per 17 782 st. 99'/« kr., im Gesammtbetrage per 206 286 fl. 19'/, kr. und mit dem zugerechneten Casserest aus dem Jahre 1884 im Betrage von 11877 fl. 59 kr., im Gesummten also in der Summe per 218 163 st. 78'/, lr., und den ordentlichen Ausgaben per 142 805 st. 71 kr., den außerordentlichen Ausgaben per 45 277 fl. 83 kr. und den wechselnden Ausgaben per 26 474 fl. 89 kr., daher im Gesammtbetrage per 214 558 fl. 43 kr., sonach mit einem Ueberschusse per 3605 fl. 35'/, kr., — weiters mit den Einnahmen in Obligationen per 11575 fl. und den Ausgaben per 2852 sl. 30 kr,, daher mit einem Ueber-schnsse per 8723 st. 30 kr. in Obligationen, — werden genehmigt. 2.) Der städtischen Rechnungsführung wird das ud-«olutuiium 8ulvo oruru Cklculi Vl?l ommllikioiiiä ertheilt. 3.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, künftighin alle disponiblen Gelder der Stiftungsfonde fofort in der Sparcasse anzulegen. 4.) Der Stadt Magistrat wird beauftragt, alle Rückstände für die Pachtung von städtischen Gebäuden uud Grundstücken strenge einzutreiben. 5.) Der Stadtmagistrat wird neuerlich aufgefordert, die Forderungen der Stadlgcmeinde nach dem verstorbenen städtischen Cassacontrolor Vaclav Denket auf Grund des Schuldscheines der Hausbesitzer Johann und Anna Zupauec ddto. 21. April 1859 einzutreiben. 6.) Der Stadtmagistrat wirb aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Interesse,» von Priuatdarlchen in jenem Jahre eingefordert werden, in welchem fie fällig find. 7.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, fich neuerlich an die t. l. Landesregierung mit der Bitte zu wen- den, dieselbe wolle intervenieren, dass die k. k. Bezirks-hauptmannschaften fo rasch als möglich von den betreffenden Gemeinden die seitens der Laibacher Stadtgemeinde für die Verpflegung der Siechen im Laibacher Siechenhause ausgelegten Kosten retournieren. 8.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, den rückständigen Pachtzins für städtische Lorale und Realitäten einzufordern und die etwa uneinbringlichen Pachtzinfe auszuweisen. 9.) Der Stadtmagistrat wird neuerlich beauftragt, den Beschlnss des Gemeinberathes, den Vermögensstand der Stadtgeml'indc Laibach in activer und passiver Richtung dem Rechnungsabschlüsse beizuschließen und die im städtischen Besitze befindlichen Obligationen mit dem Course anzuführen, welchen dieselben am Tage des Rechnungsabschlusses hatten, auszuführen. In der über diese Anträge eröffneten General- und Specialdcbatte betont GR. Murn i k, die Landgemeinden seien durch Beiträge für die Siechen in Laibach sehr in Anspruch genommen. Manche kleine Gemeinden haben 300 bis 400 fl. an Kosten für die Siechen zu zahlen, mehr als die gefammte ordentliche Vorschreibung ihrer Steuern beträgt. In diesem Falle sei wohl ein milderes Vorgehen an, Platze, daher die strenge Eintreibung der Siechenkosten nicht statthaben möge. Bezüglich des Aus-weifes über das städtische Vermögen bemerkt der Herr Bürgermeister, dass die Zusammenstellung desselben mit Schwierigkeiten verbunden sei, insbesondere aus dem Um» stände, dass das städtische Oekonomat aufgelassen worden und da infolge des großen Wechsels im städtischen Besitze dasselbe nicht leicht genau zu fixieren sei. Bis zum Ende des Jahres aber werden die Arbeiten der damit betrauten Organe des Stadtmagistrates schon soweit gediehen sein, dass ein Ausweis des städtischen Vermögens dem Gemeinderathe wird vorgelegt werden können. — Hierauf wurden sämmtliche Anträge der Finanzsection angenommen. GR. Professor Thomas Zupan interpelliert den Herrn Bürgermeister, wie weit der Bau des städtischen Nothspitals gediehen sei. — Der Herr Bürgermeister erwidert, der Bau sei vollständig hergestellt, nur der AnWurf der äußeren Mauer sei, weil nicht bedungen, noch nicht ausgeführt. Sollte jedoch die Gefahr einer Epidemie im nächsten Frühjahre drohen, so könne das neue Gebäude bereits benützt werden, da für die innere Einrichtung vorgesorgt sei und man bei der ermöglichten Ventilation ohne Schaden für die etwaigen ins Nothspital zu bringenden Kranken dasselbe werde belegen können. GR. Professor Zupan interpelliert weiters, wie weit die Angelegenheit bezüglich der Ausführung der städtischen Wasserleitung gediehen sei — Der Herr Bürgermeister erwidert, er könne zwar nicht den Zeitpunkt des Beginnes bestimmen, wohl aber könne er erklären, dass noch im Laufe dieses Winters der Gemeinderath Gelegenheit haben wird, über das ausgearbeitete Project der Wasserleitung zu berathen und wenn dasselbe genehmigt werden sollte, töune mit dem Baue der städtischen Wasserleitung im nächsten Jahre begonnen werden. Hierauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. — (Personal-Nachrichten.) Der Bezirks-gerichtsadjunct in Gottschee Herr Adolf Pfefferer wurde zum Bczirtsrichter in Nasseusuh eruannt. Weiters wurden ernannt die Herren Steueramts-Controlore Karl ^ltliil erfindungsreich doch die Romanschrcibcr lvieVM find., sagte er. «Stets zeichnen sie Helden. '^'u der wirkliche,, Welt unmöglich sind!» Mig>? """t blickte Gazela zn ihm empor. Seine .?'l Antwort schien ihr alle Illusion zu nehmen, ^eal! der ^arnolf.» brach sie aus. «mein Held. mein ,'it >, erweisen will, thue es im Verborgenen!» wandte er sich und verließ das Zimmer. ^Nmn " ^ ^kln Vetter rnltäufcht nach. seine Er. ?^l bam "'°Hte sie wortlos. Im nächsten Moment Mte i?"^,sich trotzig ihre kleinen Hände. Nein, es '^ ta,^ '"Hl gelingen, ihr Ideal, wie dasselbe vor '°' zu zerstören. n, X. °'"en S«. "Mttn Murqcn entschied Gazela sich für M tow» .-/'a ""ch M'aladelta, emer der wildcstrn Mitz »,"!"'Mm Bergpartien in den Py,cniml Graf ^ ">,r ,s^"ch seiner Tochter nir. »nd Hardenwg 7 tlsff °"z»lw,llig bereit, die nöthigen Anangemeuls Mttiel,' ^M'U waren Führer nnd Maullhicre i," lotben, >"'^ Gazela war ein schmewc'ßeua<>! l '" fühlte fich in der f.ische» Vergluft Me. s °"en „,,d l<,„^ dem Ranschr» d.'r Wald-°,l>" , ni^e ihr Mcmlthier mit frisch gepflückten sie "N. Wie ^"e tcmscndrrüi Frag.n an »hn' Um-'hr aufdrü "bmMligende Scenerie der Umgebung ^Nlchaft"^ '""be der Wrg so steil, dass die kleine """ chren Maulthieren herabsteigen nnb einen Richlwca. zu Fuß zurücklegen musste. Dieser Umstand kam Gazela ein wenia. linoorbereltet; ,hre dünnen Pariser Stiefel eigneten sich eben nicht sonderlich für eine Wanderung über das scharfe FelKgcswn, aber sie fügte sich geduldig darein und stützte sich lächelnd auf Hardcnln'rgs Arm. ^ . «Wie gefällt Ihnm das Wetter?» fragte Harden-berg, eben auf einem freien Ausblicksplatz angelangt, den Führer Ratino. «Es ist leidlich!» antwortete dieser nnt gedämpfter Stimme. «Am Port de Vcuascme lst Schnee gefallen imd er brütet noch mehr Unheil, der Dämon drüben!» «Wen meinen Sie damit?» .Den bösen Geist, den Zauber. Maladetta. den Verdammten.» «Ist das ein Geist?. .Ja! Monseignenr lächeln, aber weilen S,e nur erst so lange wie ich in den Bergen, und S,e werdm ! nichl m.hr lächeln. Anfangs trieb cr sein Unwesen nur in dem alten Castcll, welches wir vor emrr Stunde passierten, indem er die Reisenden, welche fich dayli, verirrten, in den Abgrnnd stnrzte. Darüber erbarmte sich ein alter, frommer Einsiedler von St. Oandens. welcher eines Tages mit Crucifix nnd Weihwasser den bösen Geist aus dem CasteU vertrieb, wlnauf cr heulend anf die höchste Spitze des Berges floh. woselbst er mm znm Verderben der Wanderer haust. Heilige Jungfrau, was ist das?» Dieser Alisruf des Schreckens galt dem dichten Nebel, welcher, während Natim» sprach und dabei Har-^denberg angesehen, sich plötzlich von den Bergen er ! hoben hatte nnd jetzt jeden Blick auf mn a/ringe Entfernung nnmöglich machte. «Was bedeutet das?» rief Gazela bestürzt. «Nichts Gutes!» verfehte Ratino finster, seinen Schritt beschleunigend. «Aber besorgen Sie nichts. St. Venasque ist nicht mehr fern. Treiben Sie nur die Ma»lthiere zur Eile an!» Dieser Weisung bedürfte es nicht. Die Maulthiere trabten bereits in schnellem Tempo und leckten ihre Hälse empor; selbst Carlo, der Hund des Fühlers. schien, was bevorstand, zu ahnen, denn er stieß ein dumpfes Klagegeheul aus und schritt dicht neben seinem Herrn her. «Wird der Schnee uns denn auch St. Venasque , erreichen lassen?» fragte jeyt Hardenberg, einen besorgten Seitenblick auf Gazela richtend. «Ach. das ist nicht das Schlimmste,» antwortete Ratino. «Der Schnee lässt sich verwinden, der ist noch leicht und weich; der Frost beginnt erst nach Sonnen-nntergang, und wir hoben noch den Tag vor uns.» «Worin besteht denn das Schlimmste?» fragte Hardenberg. «Im Wirbelsturm!» antwortete der Führer dumpf. «Das ist der Athemzug des bösen Geistes; ergreist der nns, dann —» Er vollendete seinen Satz nicht, denn ein entsetzliches Pfeifen erscholl plötzlich von den Bergen, ein Windstoß löste in schnellster Reihenfolge bei, andern ab, und es erhob sich ein Getöse nnd ein Krachen, wie beim Entladen schwerer Geschütze. «Steigen Sie ab. steigen Sie ab!» ripun8 adäominali«. — In Großligojna, Gemeinde Oberlaibach, sind 5 verdächtige Fälle, darunter drei mit tödlichem Ausgange, vorgekommen; es wurde das balteriologische Untersuchungsverfahren eingeleitet, dessen Ergebnis noch nicht bekannt ist. — (Todesfall.) Gestern früh starb in Laibach der Sesselflechter Albert Kurnik. Der Verstorbene war ein beliebter Volksdichter; seine Pichtungen wurden zumeist in den von Dr. Johann Bleiweis redigierten «Novice» veröffentlicht. Kurnik war auch ein unermüdlicher Sammler slovenischer Sprichwörter, deren sich eine große Menge in seinem Nachlasse befinden sollen. — (Eine heitere Scene.) In unserer gestrigen Notiz über «eine heitere Scene» ans der jüngsten Sitzung des Laibacher Gcmeinderathes heißt es unter anderem, dass der Bericht der Finanzsection (über die Rechnungsabschlüsse pro 1885) die Mittheilung enthalten habe, ein Gemeindcrath «schulde bereits für drei Jahre den Mietzins für eine Laube im städtischen Bürgerspitale». Wie uns von wohlunterrichteter Seite mitgetheilt wird, entspricht die Darstellung bezüglich des Mietzinses nicht dem wahren Sachverhalte. Selbstverständlich bezog sich nämlich der Rückstandsausweis, welchen der Berichterstatter der Finanzsection detailliert besprach, auf den Bestand vom 31. Dezember v. I., und was speciell den Mietzinsrückstand für die fragliche Bürgerspitalslaube, der übrigens schon längst vollständig beglichen ist, betrifft, so reicht derselbe nicht «drei Jahre» zurück. Nach dieser Aufklärung halten wir eine etwaige falsche Auslegung der eingangs bezogenen Notiz für behoben. Bezüglich der Expectorationen des Herrn Gemeinderathes betreffs der beantragten «Belehrung» der «Protokollisten» haben wir dem Referate unseres Berichterstatters nichts hinzuzufügen, — (Taschenbuch für Nlessiertcnträger.) Im Interesse des freiwilligen Sanitäts-Hilfsdienstes hat sich der patriotische Landes-Hilfsverein für Krain bestimmt gefuuden, das deutschsprachige «Taschenbuch für die Blessierteuträger der österreichischen Gesellschaft vom rothen Kreuze» auf seine Kosten in die slovenische Sprache übertragen und in Druck legen zu lassen. Auf dieses Hilfs-buch, wovon ein Exemplar auf 46 kr. zu stehen kommt, werden die dem freiwilligen Sanitäts-Hilfsdienste im Ernstefalle sich widmenden Vereine aufmerksam gemacht. — (Landwirtschaftlicher Wandervortrag.) Herr Gustav Pirc, Secretär der k. k. Laudwirtschafts-Gesellschast für Krain, wird Sonntag den 7. d. M. um 3 Uhr nachmittags in St. Veit ob Laibach einen landwirtschaftlichen Waudervortrag abhalten. ^ (Neues Casino in Agram.) Den aus-°"""nden ""d energischeu Bemühungen einiger der besten Gesellschaft angehörenden Herren in Agram ist es, wie man von dort mittheilt, gelungen, dort ein neues Casino .zu gründen, nachdem das frühere Casino vor mehreren Jahren zugrunde gerichtet worden war. Vorstand des neuen^ Casmos »st der Gutsbesitzer und Kämmerer Julius von ^elacic; tne Direction besteht aus den Herren Ludwia von Vukotinovlc, Obmann des Clubs der Natioualpartei -von Rusnov, Banaltafel-Präsideut. «nd Alexander von Weiß, Großindustrieller. Die gesammte feine Gesellschaft Agrams und Umgebung gehört dem neuen Casino an auch Cardinal Mihawvic und General der Cavalleric Baron Rambcrg, welche am 30. Oktober ihren Beitritt angemeldet haben. Die Anhänger der Starcevic-Partei wurden principiell von der Mitgliedschaft ausgeschlossen. — (Reduction der steierischen Roheisen-Production) Man schreibt ans Vordernuerg: Sonntag hat eine Sitzung der Radmeister-Communität stattgefunden, iu welcher beschlossen wurde, behufs Entlastung des Marktes und zur Erzieluug einer Befestigung der Preise, die Förderung der Roh-Erze und dem entsprechend die Production von Roheisen um 40 Procent, smnit anf ling seiner Liede in einem Mädchenveusionate unter nnd beob» sichtigt, die Jugend-Reminiscenz vollends dadurch aus der Welt zu schaffen, dass er die lebenslustige Lcontine als gestrenger Vor< mund in ein Kloster stecken will. Dieselbe flüchlet jedoch mit dnn Kapellmeister-Stellvertreter Gustav Holberg. Der Ziehvatrr tti„-stavs, der biedere Musiker Seueiin H lberg, segnet das Paar, Doch der Vater verfolgt die Tochter eifrig in ihren Verkleidungen als Thcatcrdebutantin nnd Studentin. Das Polizei-Aufgebot treibt den alten Kapellmeister Holberg, den einstigen plawnisclien Anbeter von Leontinens Mutter, gewaltig in dir E»ge. Der Rector will ihn wegen Verbrechens der Entführung belangen, doch der Kapellmeister produciert die nicht vernichteten Papiere seiner ehemaligen Schülerin Laura, Leonlmens Mutter, nimmt schließlich die Vaterrolle aus sich, nnd so darf sein Iiehsohn seine Tochter ehelichen. Der charakterschwache Rector erklärt sich mit dieser Losung einverstanden. Der scenische Hintergrund der drei Auszüge ist nicht neu: der erste Act erinnert an das Suppe'sche «Pensionat»; der zweite Aufzug schildert in ergötzlicher Weise die EoulisscN'Gchcimnissc des Thcaters, nnd beschließt eine Reminiscenz an die Suppe'schen «Flotten Bursche, selbstverständlich wirkungsvoll das Stuck. Unstreitig das Vcste hat Herr Gveisncgger in der nur als Episode wichligen Rolle des Regisseurs Kühne geleistet! ab-gesehen vuu der charakteristischen Maske uirlteu dcssei, Classilc» Citate mit voller Ursprünglichkeit: das musste man eben alles sehen und hören. Lustige Saiten hat Herr Feuereisen als Kapellmeister Holberg; ja selbst in del effccthaschendrn. Scene, in welcher er in peruonk am Dirigentenpulte M. hielt sich dessen Leistung iu den gehörigen Grenzen. Den faden Rector Magni^ ficus gab Herr Dohrs mit der nöthigen heuchlerischen Salbung , wobei ihm Frau D o u a t o als Peusioii>.^Vmstlherin Gicsbach nicht nachstand. Als grober Pendant des Regisseurs Kühne hat auch Frau Swoboda als Holbergs Haushälterin Thimotea zwerchfellerschütternd gewirkt. Im übrigen hat das zahlreiche, sowohl von der Oper als von der Operette requirierte Darsteller-Personale mit sichtlicher Lust seiner Pflicht Genüge gethan, und wäre bei der Reprise oes Stückes nur das Commersleben der »Amicitia» scenisch nnd lo» stümlich zu completieren. Die Regie des Herrn Greisn egger ließ nichts zu wünschen übrig, sowie auch Herr Swoboda als Dirigent den musikalischen Theil gut besorgte. —lc. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Klagenfurt, 4. November. Die Landesregierung hat die ärztliche Revision beim Wagenwechsel und die sanitäre Revision des Gepäck) von Reisenden alls Italien in Pontafel aufgehoben. Budapest, 4. November. Vcide Delegationen hielten ihre Eröffmmqs-Sitzlmgeu und wählten das Älireau sowie die Ausschüsse. Graf Kälnoly nnterbveiicle die Vorlagen und theilte mit, dass der Kaiser am Zmustag die Tclcgicrten empfangen w^rde. Die östreichische Delegation wählte Smolka zum Präsidenten, Haiiswirch zum Vicevräsidellwl; die ungarische Delegatiu» wählte Ludwig Tisza und Haynalo. In seiner Ansprache wies Smolka auf die Nothwendigkeit hin, die jiir die Armee verlangten Mittel zu bewilligen, da die Frage, ob es möglich sei, den durch die Weisheit des Kaisers bisher erhaltenen Friedm mich in nächster Zukunft zu wahren. angesichts der schwierigen äussren Umstände ernste Aeunruhigilua. wachzurufell geeignet wäre. Es müsse daher gerade jetzt alles geschehen. damit die Monarchie zu erkennen geben tömie. dass dir Völker Oesterreich-Ungarns fest entschlossen seic«, die dcm Reichc gebärende Machtstellung mwertümmert zn cvhaltl l, nnd, wrmi nöthig, bis aufs äußerste zu vertheidign. Den qleichen Gedanken gab Ludwig Tisza in der ungarischen Delegation Ausdruck. Budapest, 4. November. Puklukar wurde das Referat über die Zölle zugewiesen. Nächste Sitzung des Allda/t-Aiisschlissrs am 15. November. ' Budapest, 4. November. In dm letzte» 24 Stunden ist keine einzige Cholcra-lHrkrmlklmq erfolgt; von den friihl'r Ertränkten siud zwei Mürben. Sofia, 4. Nom'mbrr. Gestern nnd heute sind gar keine Nachrichten ans Tiruow cingelanfl'», was Besorgnis nnd Misestimmimg hirr erregte; man tx-! fürchtet die Bestätigung des Gerüchtes von der nahe! bevorstehenden Demission der Regentschaft u»d des! Ministeriums. ! Paris, 4. November. Der «Momte>ir> bchmist die Candidatnr des Prinzen Waldemar. welcher " Stimmen der Großmächte auf sich vereinigt ,md M sich. ob dcr Prinz sein freies, unabhängiges Lebe» !w" eine Existenz voller nnvolhergeschener Sorgen vertanM werde wolle». Der «Mon'iteur» fügt hilM.^w Waldemar sei indes der Mann, wenn der ^ Enropas anf den, Spiele sei. sich zn opfern w'd e>''l gegenwärtig sicherlich wenig beneidenswerte Stellt anzunehmen. _ WlkswirWMches. Nudolfswert, 2. November. Die Durchschnittspreise stell«"' sich auf dem heutigen Marlte wie folgt: Weizen per Hettoliter 7 ! 32! Eier pr. Stück ..-""> g Korn » 5 8l>! Milch pr. Liter . - "' 44 Gerste . . gg Heiden » 4 N Schöpsenfleisch » - W Hirse » — — Hähndel pr. Stück. - ^ !^ Kukuruz » 4 6 Lauben » . - ^. Erdäpfel pr.Meter-Clr. 2 80 Heu pr. 100 Kilo . - "" .. Linsen pr. Heltolitcr . — — Stroh 100 ». - ^. Erbsen » — — Holz, hartes, pr. Cubil- ^ ^. Fisolen » — — Meter - - .'^ Rindsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches, pr.Cub'l- ^ ^. Schweineschmalz » — 80 Meter. - - '^ ^ Speck, frisch, . - 5« Wein, roth., pr.Heltolit. " ^. Speck, geräuchert, » - 80 Wein, weißer. » Landschaftliches Theater. >. H enle gerader Ta^): Fa u st, (Marstarclhc.) Schlussapot i^ ^ Hotel Stadt Wien. Arlt. Laulncr. Hostnil, Kar»". Pe ,^' Hansel», Schmidt, Wrany und Leidlmaier, Kauflrute, ^^ — Mullei, Privatier, Oberlail'ach. — Fuchs, Privatier," ^ Hotel Elefant. Weiu^nrt, Vahnbeamtcr. sammt Frau, "^h Maria, Modistin; Nn^y, Cz.!ch, Ott, Rosenbau»', «'."H ^ Hcymeier. Kaufleute Wien. — Hladil, Forstmeister, ^'"^ee-Fabcr, Forstinsseuieur, Gottschce. - Bili, Forstassistc''' ^ ,„a, berg. — Globocuik, Lieutenant, Uandstraß. — E'" ^te^e^logilche^ow^ngm^n^^ TA. Mg. '744.8^ 2.0 ' windstill' "' Nebel .^ 4,2»N. ?4l.8ii 4.6 windstill bewölkt !1 . Ab. 740.5,0 4.8 windstill bewölkt ^ Mourns Nebel, tagsüber trübe. Das Tagesn"« Wärme 3,8«, um 2,6° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Farbige seidene ssaille sranyake, Zuray< 8atin merveilleux, Atlasse, Damaste, ^ lind Tasscte fi. 1-35 per Meter ^'.HÄ »!,d Stücken zollfrei ins H,,„« t>a« Scib.'»f.,brll-D>:po» G b.^^r'^ l"h'^ » während der langwierigen Krankheit und ""^ s^ D des Ablebens meiner theuren Mutter, wie "A '^ » die schünen Krauzspeuden „nd für die so cyre.^ » Vetheiligunss an dem Leichenbegängnisse.sp"'A, Danksagung. Für die vielen Beiucise aufrichtiger ^e'l'"^ anläsölich des schmerzlicheil Verlustes unserer "> gessliche» Tochter, resp. Schwester, des ssräule» Rosa Czernich für das ehrende Geleite zur letzten i«'>hest"^' /w'l für die vielen schone» Kranzspenden 'pA^nte" « hiemit allen Verwandten. Freunden und »" « unsern innigen Dank aus. l Die trauernden Eltern nnd Gcschwtsl « Lail> ach , 4. November l 886. ^^^^^ 2077 Course an der Wiener Börse vom 4. November 1886. ?°ch ^m M-i^n Cours«»«- Geld Nare ^ Stantö-Nnlehen. eN'/cn^......."''«"! " Ub '^a <°/ «:....... Ub'"» i<5'30 >ü«s,,>> >;<,/ ^laa!«losc 250 fi, 1»z —!i«2 l,0 ^lc>'r s,»,° l>I"'»c 500 .. ,»»'751.'!» l5 l^n e-.5 ..I^l"llel 1U(1 „ !«ü«4ir "«los« - - ll»o ^, ,7ft-170 l.l, ">«nten>4 40 ' ""en««««, steu«Ir«l . >0l »oioi 50 """ 3°'brente 4«/, , . . . io»n<,,05«5 . r^.""-°»Nl. IlO sl.ö.W.G. !l>I <«1l>1 «0 , i^ü,- /I v°n> I, 18?« . »4 75. 115 «b thH "'^"' l. X,° sl, ö. w, II« 5« I?2 - " «cg.'Los« 4»/« lou sl, . , ,Ll'2s,!i24 ?b ^^^^«uiglschl.....l(»4?ü1<,I>bl» Vcld Wate S,°/„ lemrslr Vanat . . . . ll^^oiok»« 5"^ uussarischc......lOb'ÄUiob'ko Andere öffentl. Nnlehen. Donau ^>n.'l'o dto. Aiüciht 1878, fteuersiei . ink 75 wß !l'. Anleben b. Slablgemnnbe Wien 104 75 in5 2l, Nnlehen d, Etadigemeinde Wien (tzilbcr u,,b Vo!5) . . . . 130 50,»! 50 Psämien'llül. d. E l.idtgem. Wien i?2 40 iz!3 l,o Pfllnbbrilfe (sür lou fi.) Votenci. allg.öftetr,4'/,°/<,«old. l2!,75,»^ ?,' d!o. in l>o „ » 4>/, °/° lOl» ?l>'0i ^5 dlo, in 5« « » 4°/» . »« «n »? — tlo. Prämi,Hypc>thf!cnbl>nl >0j, ^>/,°/° >«»«<>,01 75 Q.<«N8. Bunl verl. 5"/n . . loo bu iuu»« dto. „ 4V,°/, . l01»0I0170 dlc. « <"/» . . 9»«ö SV — Ung. akü, Bl>tencrcdlt»Act!c»gel. ,., Pcsl i« I.i«?» v^rl. b'/,°/<> ^'--------— Piioriläiö'Obligationen (!,w»b»»i»lo»dbahn in Kllbll ^70 z,,,^ !Nanz'^>!,'jl!«^ah!!..... _-— ^ — «tm.lb«! ÄUU ,'s!l'a^!, . . . ,0^70106 2l> ticllnduiLcr.......______,^ Slaatsbahn l. «mission . . —' «l 50 Südbahn k»»/,..... i'8 5«l 5« « ^ »°)°..... l3y- '4„ Ung,»ssaliz. Vahn..... uw'»^!Ni»o Diverse Lose (pll «tüll). Lredillose 100 fl...... i?!»'«'»?? - se <> <°/„ ^onau.Dampssch. loo sl. . 11? ?5 N8 «5 Laü chllPiiimienoNnlth. z fl..... 41,5 4175 Rothen itlcuz, öst.Ges.f.,os!. ,4 «0 ^> yiudcls'üose 10 fl..... l8 75, 19 4l. Ealiu^ose 4« sl...... 5« 70 57 5« Sl.'GcnoiS-Lose 40 fl. . . . 5« 50 57 - Walbsteili'Vosc ^0 sl, . . , U» — "4 — Wint ischglä^ ^'osl üu 10<»^ Vllnl»,trim. Wicnel. i»X) fl. . io!i »>> W3 »<> Nt!l<.r.'Ä!isl,,Qcfl,^ooIl.K.4l/'/» ,3,— «3« -6ib!,-Hlnft,s.Han>.u.H, i«ul. . !i?s. - I7U ^ leiö,l.ü«^ «5^ «« ^ ^anderd., oft. «(»u sl. G. üuv« «7»'^ Unioül'l,«! »uu jl.....zi« I0l1« 50 ^»ltehiobanl. All^,. I lu ,!, ,5» 50 1b4'— v^'?,l von T'lmilpü?t< ! N«>rnclimungen. (per Slülli. «lblccht'Vahn l»0 sl. Silber . — — — -^ Nlsöld.stium.'Vobn »00 fl. S'lb. l8? —188 — ?lusstl,'Tl:;'l. Nfl.50 sl, . , I8l — IZs, — LUeflbahü «0« fl, . . .--------------- «uschtiehrabci «isb, 500 fl. «lM. ?»« — 7»7 — (1dcnl>achel °ltwhn z»UU fl. LW. . l4z5««4<'75 „ vi!!j«Vubweis ^00 fl. . »14—l,4 75 „ Kl»b.'T,r. III. !>i. l»73!l00fl,S. »04 -,04'üU Fesd>nl»!d»-Nolbb. »000 fl. CM. «31? 2x21 ,slan,'Iosel»^ahn ?00 sl. Silber »lii25«i5c Füi,stirchcn.^H7„scli,«.i?. ,W fl. ö.O. ,»5 — i!,S — «abicnbcrg.Elscndahn i»u fl. .------— — Kl>schau>Öber!'. ltisenb. »00 sl. O, i50-»5l50'?.'> i!cmblig'!!> 170 — 171 — dto. (lil.U) ^uu il, Oildci . 1717517« — Prag'Dufer . ^ z>— z« — «ub°ls«^n!>n «00 ,'l, Sllt^i , ,,»» «5191 ?b Sievcuourgl.i lilsenb. zu« jl. , —— — — Htaalecl!^^',^'!, /ni, ,,, r, U Il44 — i<44'30 «el» Wa» Vübbahn »00 fl. Silbe? . , 10« »5 lO« 75 V!ldf!'t'.»e7b.'tj,»!)0sl.n«polt-<»es«llschllft 100 sl. . — - — — Ung.«ü!>l!!N Il»0 fl, , —— —-— H>!enbllbn».. >o ',, — — —'— „«iibemühl", Papicls. u. !«.-O. „,-— «»5« ^lo>,lan»>selellsch., ofterr.»»lpin« i!4'75 >5 »5> piag« !i,sc,!°^»o.'Oc!. ^0» sl. . i«7l,U >«^ ^" Halgo.Illlj, Eilcnrafs. 10U sl. . — — —' — Wüffcns,.^,, Oc,t. in W. l«> fl. — — —'— Irisail« itohIenw.'Vel. 70 fl. , — — —'— Devifen. Deutsche Plähe......«1 ,7^ «> »" London.........l»4!»äl>ü^ pari« .........4, ,0 4» 55 pel»«burg .......__ — — Valuten. Ducalen........ 5 i,o zi>« l«0