LaibatherIe itunH. .^ »«». Donnerstag am HO. Juli «OKK. Die „Laibachcr Zcituxq" erscheint mit Alismihmc d.-r Tom,- iind Feiertag, täglich, und kost.! sammt dm Beilagen im lHomplolr g'niiährg il st., halbjählig 5ft. W lr., mtt Kreuzband im Comptoir'aanzjährig «2 ss., halbjährig 6 fi. ^k^ die Zu^-llmu; in's H.nl^ si'id hal dja hci g .il) lr. mchr ;>l rntrichlcü. Mit der P»!« Porto-!rci gan,i^hric, untn Krcuib.nid u»o gedruckter ?loresse 1', fi., halbjährig 7 st. 3l) kr. — In sera tionsgel'iihr silr eine Sv,ilt.,:^ilc c>pcr dcn N^nim d.rscll'tti, sur einmalige Einschaltung 3 fr., für zweinuilige ^ lr.. für dreimalige 5 lr. <3, M. Inserate bis li 3cilcn so,'».-,! l il. für 3 Mal, 59 fr. sVir 2 Mal nnd 11» kr. filr l M,il cinjuschiltcn. 3>l dirftn O>cbührsn ist nach d,m „provi/orischen Gcsrhc vom 6. November milian von Este den aus Anlaß der dogmatischen Entscheidung über die uubefieckte Empfängniß Maria abgehaltenen Feierlichkeiten, und zwar Früh um 9 Uhr dem Hochamte und Nachmittags um 4 Uhr dcr feierlichen Vesper in dcr St. Stcfans«Metropolitan« kirche, dann der Prozession zur festlich geschmückten Marien-Säule am Hof und zum Schlüsse dem 'lV> I)0mn und Segen in dcr obgenanntcn Domkirche un« ter Bciziehuug des k. k. Hofstaats und der k. k. Leib» garden bei. Auf allen Plätzen und in allen Straßen, wo dcr Zng den Weg nahm, war ein Militärspalicr auf« gestellt. Am Hof paradirtc ein Bataillon, an dessen rechtem Flügel die Generalität und das dienstfreie Offizicrkorps dcr Garnison versammelt war. Ein anderes Bataillon feuerte auf dem hohen Markte bri Intonirung des 'I'o Dcum eine dreimalige Salve ab. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchstnntcrzcichnetcm Diplome den Podcstü zu Mai-land, Anton Pestalozza, als Ritter des kaiserlich österreichischen Ordens der eisernen Krone lll. Klasse, den Statuten dieses Ordens gemäß, in den Ritter, stand des österreichischen Kaiserreiches allergnä'bigst zu erheben geruht. Veränderungen in der k. k. Armee. Beförderungen: Dcr Oberstlieutenant Vasil Mankosch, des Infanterie «Regiments Prinz Gustav Wasa Nr. 6(1, zum Obersten und Kommandanten des Infanterie' Regiments Kaiser Alexander I. von Rnßland Nr. 2. Zu Oberstlicutcnantcn die Majore: Franz Jan» kovskv v. May eu horst, des 1., znin Komman-dantcn des 8. Gendarmerie«Regiments; Peter Eolcn v. Pitting er des Artillerie-Zeugs« Vcrwaltungsdi-strikts zu Lcmbcrg; Basilins Polloviua des In« fantcric'Regimcnts Kaiser Alexander 1. von Rußland Nr. 2; Johann Supanchich v. Habcrkorn, Korps'Adiutalltcn beim 9., Johann Morhammcr, Korps «Adjutanten beim 11. und Johann Schmutz, Korps «Adjutanten beim 12. Infanterie «Armeekorps. Zu Majoren die Hauptleutc: Gnstav Edler v. Mikessich, Korps «Adjutant beim 10. Infanterie-Armee-Korps, und Gedcon Zastavnikov ic, Flü< gel. Adjutant beim Vanus, Fcldzcugmeister Grafen Icllacic. Zum Oberstlieutenant »Auditor und Justiz > Nefc» reuten beim Rcscrvc.Truppen.Kommando der >V. Armee : der Major«Anditor Anton Wallanschck des Landcs.Milltärgerichtcö zu Prag; zu Major.Auditorcn: dcr Titular-Major-Auditor Josef Franz. des Invalidenhauses zu Prag. als Justiz'Referent beim Zivil« und Militär«Gouvcrnc' meut für Ungarn, nnd dcr Rittmeister'Auditor Josef Schönt»ach, des den Allerhöchsten Namen Sr. Majestät führenden «. Uhlancn-Regiments, mit der Bestimmung zum Landcs'Mllitärgelichte zu Tcmeövar. Der Rittmeister 1. Klasse, Norbert Lernet, des 3., wurde mit den Stabsossizicrö'Funktioncn beim 4. Gendarmcrir'Negimcntc betraut. Q u i t t i l u n g: Der Major Karl Perceval dcs Armecstandcs. ohne Beibehaltung des bekleidenden Militär«(5ha« rakters. AichlllllMiM Chl?il Vom südöstlichen Kriegsschauplätze. Nach allen Nachrichten ans der Krim boten die Trauerfcierlichkciten. mit welchen die Ueberrestc, des englischen Oberkommandanten am Bord des ,,Ca« radoc" in der Kazatschbucht gebracht wurden. ein Schauspiel, welches selbst ein an massenhaftes Ge> prange gewohntes Auge überraschte. Am 3. Juli um 3 Uhr wareil die Truppen vom Hanse des Verstorbenen an zn beiden Seiten des Weges, welchen der Trancrzng uahin, in Reih und Glied aufgestellt. Bis zum französischen Hauptquartier standen die Eng» länder, von da an die Franzosen bis auf die letzten Höhen der Bucht, den Schluß bildete die prachtvolle englische Marineinfanterie. Um halb 4 Uhr begab sich der General on cw's in Begleitung der beiden Korpskommandanten und gcsolgt von ihrem ganzen Stab. zum Trancrhaus, wo ihn Omcr Pascha, l'a Marmora und der englische General Simpson, umge« ben von einem glänzenden Gefolge, mit einer Abthei» lling englischer Garden erwarteten. Wenige Augen« blicke nach dcr Ankunft Pelissiers wurde dcr Sarg auf eine mit 8 Pfcrdeu bespannte Kanone gelegt. Die Stelle des Bahrtuches vertrat eine riesige englische Fahne deren Enden die 4 kommandircndcn Generale zn Pferd hielten. Dcr Sarg selbst war mit dem Hute, dem Degen des Verstorbenen und cinem Im« llwrtsllenzkranz geschmückt, welchen Pelissiers Freundeshand im letzten Augenblicke niedergelegt. Um 4 Uhr setzte sich dcr Zug unter den Klängen der Trauer« musik und dem Donner der Geschähe, welche längs den Höhen aufgestellt waren und von Minute zn Minute einen Schuß abfeuerten, in Bewegung. Den Zng eröffnete eine Abthcilnng englischer Gendarmerie; dieser folgte ein englisches und ein piemontesischcs Feuillel o n. Zur Belehrung und Beruhigung. (Fortsetzung.) ^Tm Schlüsse dieser Erörternng will ich noch mit einigen Worten dcr Präservative gegen die Cholera erwähnen. So natürlich der Wnnsch ist. solche zu besitzen, so muß ich doch versichern, day es keine gibt. Ich will zugestehen, dast für äußerst ängstliche Men< scheu einiger Nutzen daraus erwachsen kann, wenn sie sich beim Gebrauche irgend eines Präservativs go sichert halten; ich habe aher anf der anderen Seitc bemerkt, daß leichtgläubige Menschen, im Wahne dcr Zuverlässigkeit ihreö Präservativs, jich Diätfehlcr erlaubten, in Folge deren sie zu Gnmdc gingen. Anpreisungen von elektrischen Ketten und anderem U». sinne sind nur Spekulationen auf den Geldbeutel Vcthörtcr, die sich lieber von Marktschreiern, alö von vernünftigen Leuten bestimmen lassen. Gewöhnlich sind solche Lügen durch den Namen eines Arztes beglaubigt, wclcheu man auch bei genauester Nachfrage entweder nirgends auffinden kann. oder von dem man bei Erkundigling an seinem Aufenthaltsorte erfahrt, daß es irgend ein verkommenes Subjekt ist, welches um ein Paar Gulden Alles bezeugt, was man von ihm verlangt. Verständige Lebensweise ist das ein zigc Präservativ gegen die Cholera. Eine solche ist aber nicht für alle Stände, nicht für den Einzelnen zu jeder Zeit gleicherweise möglich. Es werden daher während der Herrschaft der Cho» lera viele Menschen von Diarrhöe befallen. Hiebei ist nnn die Thatsache sehr hervorzuheben, daß die in Folge grober Diätfchlcr als: Trunkenheit, über« mäßigen Genusses von Pflaumen, Gurken ?c. entstan-dene Diarrhöe in der Regel sehr rasch in die eigentliche Cholera, und zwar in die gefährlichsten Formen derselben übergehe; da hingegen Diarrhöen, welche auf lciclitc Erkältnngen, unbedeutendere Diätfehler folgen . nur langjam sich znr Cholera steigern, also der ärztlichen Knust hinlängliche Zeit zu ihrer Beseitigung lassen, und selbst im ungünstigeren Falle weniger rasch verlaufende, also leichter heilbare Fälle nach sich zu ziehen pftcgen. Ist man während .der Cho-lcrazeit von einer Diarrhöe befallen, so muß man sich ja nicht einbilden. schon die Cholera zu haben nnd so durch große Angst dic Gefahr vermehren; denn Hnnderttausendc von Menschen hatten schon solche Diarrhöen, ohne daß sie in die Cholera verfielen; man muß sich aber auch, nnd zwar zu seinem cigc' neu Besten, versichert halten, daß diese Diarrhöe, wenn sie vernachlässigt wird, leicht in die wahre Cholera übergeheu kann. Man hat also dieselbe nicht etwa für eine lebensgefährliche Krankheit, wohl aber als eine ernste Mahnung anzusehen, sich vor einer le-benögefärhlichcn Krankheit zn bewahren. Unzählige Menschen, die diese Warnung befolgt habe», sind oon der Cholera verschont geblieben. In München allein sind während der Cholera nach dem amtliche» Berichte über 12.000 Diarrhöen behandelt worden, welche nicht in die Cholera übergingen. Es ist also dringend nöthig, zu wissen, was man. von dcr Diarr« hoc befallen, zn thnn hat. Dieß ist mm sehr einfach: Man lcgc sich zu Bette, genieße durchaus nichts Kaltes und keine fc° ste» Speisen, sebst bei dem besten Appetite; am be> sten nichts anderes, als Schleim, entweder mit Was« scr oder Kalbsbrühc gekochte Gerste. Reis ?c. Sollte der Durst heftig sein, was wohl selten vorkommt, so löse man entweder ctwas arabischen Gummi in war« inen Wasser auf. oder man lassc 3 — 4 Löffel Reis mit 1 Schoppen Wasser zu einem ganz dünnen Schleim (Reiswasscr) verkochen, welchen, man ctwas Zucker zusetzen kann. Man trinke außerdem sehr heiße» Chamillenthec und unterlmltc den ausbrcchenden Schweiü. welcher sehr wol'lthälig ist. Man schicke zil einem Arzte, dessen Ankunft man ganz rulx'g, ohne Gefahr abwarten kann, wenn die obigen Vor« sichte-maßregeln ergriffen sind. Man darf sich nicht einbilden, der Arzt müsse schon im nächsten Augenblicke, wenn man ihn beschickt hat, im Zimmer stehen; die Aerzte sind in solchen Zeiten sehr in Anspruch genom» men. und man braucht sich dnrchans nicht zn ängsti« gen, wenn auch mehrere Stunden bis zu seiner An« knnft verstreichen. Seinen Anordnungen ist dann pünktliche Folge zn leisten. Nnr für den Fall, daß man von ärztlicher Hilfe weit entfernt wohnt, wie es auf den, Lande vorkomme» kann. ist auch für den Laien eine eigentliche n,cdizi»iftl,c Behandlung der Diarrhöe räthlich, die ma» in Städle» unc> größeren Orten, wo ärztliche Hilfe in wenigen Slimden zn erlangen ist. zn unternehme» keine'Ursache hat. In solchen isolirt liegenden Orten ist eö zweckmäßig, sich mit Brechpulvern durch seinen Arzt versehen zu lassen, bestehend ans 10—1ü Gran Vrcchwurzel. In dem 5Hs ^anzierregiment, sodann cin französisches Regiment Kürassiere; eine reitende Batterie voil dcr französischen Garde und eine reitende englische B.itteric gingen, znr Erinnerllng an dic Würde des Verstorbenen als Feld» zeugmeister, dem Sarge uninittelbar voran. Diesem schlössen sich die glänzenden Generalstabc, ft wie die Deputationen aller Waffen zn Pferde an. Das herrlichste Wetter begünstigte die Feierlichkeit, deren Ernst das ferne Grollen der mörderischen Geschosse in und um Sevastopol erhöhte. Gegen' 7 Uhr am Landnngs' plat) in der Bucht angelegt, änderte sich der Eharal. ter der imposanten Szene. Still und ruhig, wie das Meer selbst, lag mit halbgeseukter Flagge die Flotte da. Von dem düsteren Hintergrund der Kriegsschiffe mit den Matrosen in den Raen hoben sich gefällig die meisten Kähne mit den weiß gekleideten Malrosen ab, welche das letzte Geleite zu geben hatten. Schweigend übernehmen die Deputationen der englischen und französischen Marine den Sarg, schweigend wird dieser zu dem großen Voote gebracht, da erdröhnt plötzlich ein Kanonenschuß zum Zeichen, daß der Sarg übergeben worden, alle Truppen präsentiren das Gewehr, langsam entfernen sich die Voote, und das Geleite tritt den Rückweg ins Lager an. .Besterreich. W i e n, 28. Juli. Der k. k. österreichische Ge« neral Graf v. Erenncville ist vorgestern (Sonntag) nn't dein Frübznge der Nordbahn von Paris zurück» gekchrt und bat Mittags bei Sr. Exzellenz dem Hrn. Minister des Aeußern, Grafen u. Vnol, einen Vesuch abgestattet. Am 18. Juli hatte General Graf Ereu> neville die Ehre, von Sr. M. dem Kaiser Napoleon in Pliris empfangen zn werden. — Durch eine Ministerialverordnung wird be» kannl. gegeben, daß die Entlassung der noch in akti> ver Milttärdienstleislung stehenden Militäraspiranten für Zivilbedicnstungcn aus dem Militä'rdicnstverbaude nach den bestehenden Vorschriften nnr vom k. k. Ar> meeoderkommando bewilligt werden kann, daher jede Verleihung von Zivilbedicnslungcu an Militärs im Wege des ^andeschcfs ohne Verzug znr Kenntniß des Armeeoberkommando's zu bringen ist, welches so-dann hinsichtlich der Entlassung oder Transferirung der Patentali,ivaliden in den Vorbehaltsstand das Weitere verfügen wird, damit die Ernannten, falls sie sich zur Annahme der ilmcn zugedachten Bedien-stnng bereit erklären, unverzögert dieser neuen Bc< stimmung folgen. — Aus Paris meldet man das Eintreffen des Herrn Varon v. Rothschild von Wien. Dic Reise l>at bekanntlich Besprechungen in Angelegenheiten der Uc» bcrnahme der italienischen Staatsbahnen zum Zwecke. Von Paris geht Hr. B. v. Rothschild, dem Vcrnch» men nach, nach Karlsbad. — Das Handelsministerium hat die Umlegung der Untcr«Drauburgcr Straße genehmigt. Die Kosten sind mit eirca 80.000 fi. C. M. veranschlagt. Die Offcrtvcrhandlnng finoct am 9. Anglist durch die k. k. Landeöbaudircltion in Kärntcn liei dem Bezirks» amte zu Völkermarkt Statt. — Der Korrespondent der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnclismus wurde bei der Auf- und Abgabe der Portofreiheit zugestanden. Dic gleiche Freiheit kommt auch deu in den Kronländcrn befindlichen Beobachlungs»Stationen dieses Institutes zu. — Die Lemberger Handelskammer hat, vereint mit der ^emberger Staatsrepräsentanz, die Bitte an den Stufen des Allerhöchsten Thrones niedergelegt, daß bei der Entscheidung über den weiteren Zug der galizischcn Eisenbahn dic speziellen Interessen des Verkehrs und das Wohl der Hauptstadt Weinberg in Erwägung gezogen und vorzugsweise gewürdigt werden. — Eine Rückschau auf die Cholcravorkommmssc im Verlaufe der letzten Wochen gewährt die Bern-higung, daß die Krankheit auch in der Vorstadt Wic-den, die dicßmal am meisten heimgesucht crschieu, bereits erfreuliche Rückschritte macht. In der innern Stadt, den andern Vorstädten und selbst auf dem stachen Lande sind meistens nur vereinzelte Erkrankungen vorgekommen, die in den der Donau nahe gelegenen Gründen ebenfalls bereits wieder vcr> schwinden. — Die „^ombardo-Vencla", einc iu Mailand iu Bildung begriffene Aktien > Gesellschaft beabsichtigt mit einem Kapital von einer halben Million Lire Gasbeleuchtung lind Kohlelifchülfung in der Lombar-dic um ein Drittel billiger, als dieß bis jeht der Fall ist, herzustellen. — In Trie st sind vom 22. Inli Abends um 8 Uhr bis zum 23. Abends um 8 Uhr. in der Stadt 39, in vorstädtischen Straßen 26, iu den Dorfschaf' ten des Gebietes ^2, im Spitalc 3l, zusammen 108 Personen au der Cholera erkrankt, 44 genesen und 25 gestorben. — In Behandlung 467. Das Verhältniß in der Zahl der Genesenen und Verstorbenen zu jener dcr Erkrankungen ist fortwäl> rend als günstig zu betrachten, und taun jedenfalls zur Beruhigung dienen. — An der Vrechrnhr sind erkrankt genesen gestorbeil in Venedig am 21. 7 2 1 « ' . 22. 8 3 4 „ Verona „ 2l. 19 lj ill „ Padua „ 20. .1 ? ? „ ,, « 21. tl ? ? — In Vlcenza am 2l. 16 Fälle. — In Vrescia vom 18.—19. in der Stadt 29, in den Bezirken 100, vom l9.— 20. d. in der Stadt 67. in den Bezirken 119 Fälle. — Auch in Mailand und Bergamo ist die asiatische Krankheit aufgetreten. Deutschland. In der Vnndeölagssitzung am 19. d. M. wurde zunächst von Oesterreich eine ausführliche Mittheilung über den Stand der orientalischen Frage gemacht. Iu dieser Mitthei« lung wurde der Bundesversammlung der Verlauf dcr stattgehabten Friedenskonferenzen und sonstigen diplo» malischen Vcrhandluugcn zur Kenntniß gebracht und die Stellung Oesterreichs sowohl zu den Westmäch» ten, wie Rußland gegenüber klar dargelegt, sodann aber der deutsche Bund eingeladen, die Stellung ftr» ner zn behaupten, dic er durch die Beschlüsse vom b. Dezember v. I. und 8 Februar d. I. eingenommen habe. Es wurde beschlossen, über die Angelegenheit in nächster Sitznng abzustimmen. Aus Berlin schreibt man der „N. M. Z." : Nicht uninteressant ist die von Hambnrg hier eingegangene Nachricht, daß verschiedene dortige Schiffs-rhcdcr, welche deu Bau von ueneu Transportschiffen für Auswanderer eingeleitet hatten, das betreffende Projekt wieder gänzlich aufgegeben haben, und zwar aus dem einfachen Grunde, weil dic Auswanderung so nachgelassen hat, daß es nicht nnr keiner neuen Transportmittel bedarf, sondern daß auch dic alten das Maß des Nöthigen bereits ziemlich überschreiten. Ucbcrdicß mahnen auch die amerikanischen Agenten dieser Rheder von allen neuen Unternehmungen in Vezng auf die vereinigten Staaten aufs Entschiedenste ab. Sie schildern die dortigen Verhältnisse so, daß an eine Zunahme der Auswanderung nach Nord» amerika gar nicht zu denken ist, wohl aber kann cine fortgesetzte stetige Abnahme derselben in den nächsten Jahren als unzweifelhaft betrachtet werden. Die Entschließung dcr deutschen Bundcsversamm« lung, den deutschen Mächten dcn Plau des Ankaufs eines dcutscheu Hospitals zu Konstantinopel znr Unterstützung zu empfehlen, hat dort, nach Meldung eines Korrespondenten der „Tricst. Ztg.", einen höchst erfreulichen Eindruck gemacht. So wären dcnu die leidigen partiknlaristischen Rücksichten, welche einer Erledigung dieser Angelegenheit bisher lm Wege stau« den, auf ein Mal beseitigt. Sr. Erzellenz dein jetzi« gen Finanzministtr Hrn. Baron v. Brück gebührt der Ruhm, sciucr Zeit alleiu seinen Einfluß aufgeboten zu haben, um die Finanzkräftc der deutschen Einzel« Vertretungen sür diesen humanen Zweck zu vereinigen. Nachdem die Sachc nun cinc endliche Feststellung gc< funden, hat sich alls dcr Mitte der Deutschen in Kon- FaUc, daß die Diarrhöe die Folge von Zorn, von Eckel oder vou einer Magenüberladung ist-, nimmt man von diesen Brechpulvcrn eines, und wenn darnach nicht reichliches Erbrechen kommt, in einer Vier. tclünnde wieder eines und so fort, bis die Ursache des Unwohlseins aus dem Magen eittscrnt ist; c6 werden dazu im höchsten Falle 3 — 4 dcr obigen Pulver erfordert werden. Die Wirkung derselben unterstützt mau durch lauru Chamillcntdcc nnd wartet den nach dem Erbrechen eintretenden Schweiß ab. Für den Fall, daß eine Erkältung die Ursache der Diarrhöe ist, kann sie einfach, wie oben angegeben, durch warmes Getränke, heiße, in Tücher cingeschla» gene Steine, welche man auf den i^cib legt, lind Genuß von Schleim beseitigt werden; währt es aber bis znr Anknnft des unter allen Umständen zn beschickenden Arztes zn lang, weicht die Diarrhöe ails die angegebene Weise nicht, so nehme man von dm Hoffmann'schen Tropfen, welche man sich im Vorrathc hält. alle Slnndcn t^. Es ist aber von großem Belange, sich hinsichtlich der Krankheitsursache nicht zu irren. Denn die Hoffmann'schen Tropfen würden da, wo die Diarrhöe durch Magenüberla» dung oder dnrch Zorn entstanden ist, ein sehr verkehrtes Mittel sein. Es ist überhaupt mit solchen Mitteln in dcr Hand der Laien immer etwas Mißliches, weil sie sich leicht in der Natur dcr Krankheit täuschen, uud das Mittel dann am unrechten Platze anwenden. Die Hoffmann'fchen Tropfen sind nur dann olmc Gefahr anzuwenden, wenn eine nach Er-kältnng cinl die Entzündung leicht auf eine tödtlichc Höhe. Die Aerzte, in dcr Erinnerung an solchc Fälle, enm »nr irgend etwas geschieht, und mau übersieht dann sehr leicht die Wirkungslosigkcit. ja Schädlichkeit c>' »es solchen Mittels in den mlistcn Fällen, wen» »><>' da und dort ein Mensch während seines Gebrauchs geneset. Und dieß wird bci jldcm Arzcucimittcl öfter 73» stantinapcl ci>, Eoinit«' gebildet, dessen Schritte von Seiten der k. k. Intcrnulltiatur die nachdrücklichste Unterstützung zn gcgcmv.wigcn haben. Das Hospi' tal soll kein partikularistisch.dcnjschcs, sondern ein all-gcmciwnationales sein, und alle Deutsche, ohne Unter» schied der Landsmannschaft odcr Konfession, im Falle dcr Noth sollen da Aufnahme finden. Das von Seilen dcr preussischen Negierung begründete und von evangelischen Diakonissinnen geleitete Hospital besteht bekanntlich seit geraumer Zeit. eben so wic das österreichische Nationalspital. welches besonders von dcr Trie-ster Handelskammer durch namhafte Beiträge unter« stützt wird. Italien. Ans Rom wird der „Gazz. di Venez.« ,gemeldet, daß das dort garnisonircndc 14. französische Ne. g'tnent bald nach dcr Krim abgehen werde. Dcr in Turin erscheinende „Piemontc" »rill von einem fehlgcschlagcncn Mordanfallc wissen, dcr am «. d. in Rom gegen den hochw. Iesnitengencral Pa> ttr Vrck? gemacht worden sein soll. Großbritannien. London, 18. Juli. In der gestrigen Untcr-haussitzung spricht Layard über die Wiener Konferenzen und die Vcsctzuug der Douaufiirstcnthümcr uud sagt, wie er gehört habe, tage gegenwärtig zu Wien ein Ausschuß zu dem Zwecke, einen Vcrfassungscntc wurf für die Fürstenthümcr auszuarbeiten. Er möchte nur wissen, ob jene Angabe richtig sei, ferner ob Ihrer Majestät Negierung oder Lord Clarendon gegen irgend ein zu Wien von einer Anzahl Moldnu-Wa-lachen beschlossenes Arrangement Protest eingelegt hal'c uud, wenn dieses der Fall. ob dem Hause eine, Abschrift dieses Protestes vorgelegt wcrdm könne, ^ord Palmerston: Gewisse Bestimmungen wurden auf den Wiener Konferenzen vorläufig genehmigt, jedoch unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daß sie Theile des Ganzen bilden und Ihrer Majestät Ncgierung betrachtet sich in Vczug auf diese Theile als durchaus nicht gebunden, so lange nicht dic ganze Frage erledigt ist, obgleich wir natürlich an den Grundsätzen, auf welche sich die vier Punkte stützen, fest. halten werden. Was die Absichten Oesterreichs in Bezug auf die Besetzung der Fürstenthümer betrifft, so ist es dcm chrenwerthcn Mitglicdc, so wie dem Hausc bekannt, daß Oesterreich sich dcr Türkei ge< genübcr vertragsmäßig verpstichtet hat, die Fürsteu» thümcr gegen jeden russischen Angnff zu vertheidigen. So kann also die Occupation, wic sic auch immer l'cschaffen sein möge, nur den Zwcck habcn, cinc neue Invasion der Füstcnthümcr von Seiten Nuß« lands zn verhüten. Von einem in Wien tagenden Ausschüsse ist mir durchaus nichts bekannt. Ein sol cher Ausschuß tami offenbar mit keinerlei Art von Antorität bekleidet sein, da dic Parteien, zwischen welchen ein Abkommen mit Bezug auf dcn Frieden zu treffen wäre, dieselben sind, die einen Friedens-vertrag zu schließen habcn würden, nämlich dic Türkei, England und Frankreich eincrscits, ncbst Ocster-reich, in so weit sich dasselbe auf Verpflichtungen eingelassen hat. und Nußland andererseits. Voll cincm Proteste gegen vorläufig getroffene Arrangements wciß ich nichts. Telegraphische Depeschen. 'Verona, 2:j. Juli. Die „Gazzetta uffizialc" widerlegt in bestimmter Wcisc die von auswärtigen Vlättem und nach ihnen von einem Wiener Platte verbreitete Erfindung von der Scndung von 4(1.Wl) Mann nach dcn italienischen Provinzen; vielmehr gehc dic Rcduknou rasch vor Jedermanns Augen vor sich. ' Gcnua, 22. Inli. Die Dominikarinnen wurden zur Ocffnung der Pforten des Klosters ge« zwungcn, nachdem sic sich in die Uebcrgabe nicht gut« willig fügen wollten. Dic Tclcgraphcnvcrbindung zwischen Sardinien und Nußland ist eröffnet worden. " Florenz, 22. Juli. Auch toskanischc Schiffe können ungehindert Getreide auf der Donau nach lh' reu Häfcn führen, wenn sie gleich österreichischen mit Zertifikat versehen sind. * London. Montag. (Unterseeisch). In dcr Parlamcntssiyung war der Bericht bezüglich dcr türkischen Anleihe nach längerer Disknssion ohne Abstim« mung angenommen. Pecl sagte, die Fremdenlegion sei bereits 40(10 Manu stark, und im raschen Wachs thum begriffen. ' Konstantin opel, 19. Juli. (Ueber Bu> karcst.) Hcrr v. Tlwuvcncl ist vorgestern angelangt und fuhr sogleich nach dem Botschaftspalaste in Thc-rapia. Omcr Pascha traf grstcrn aus der Krim hicr cin und wird muthmaßlich sein Oberkommando nic-dcrlcgcn. Nach dcm asiatischen Kriegsschauplätze gehen fortwährend Verstärkungen ab. " W a r s chau, 22. Juli. Dem Vernehmen nach soll der Mministrationsrath von Polen aufgc> löst und Fik'st Paül'icwitsch in den von ihm selbst gc< wünschtcn Ruhestand vcrsctzt wcl^c»,- für die illncrcn, geistlichen und Finanzangclcgcichcitrii dcs Königreiches» sollen besondere Kommissionen errichtet, und dcn bc-trcffcndcn Ministerirn in St. Petersburg untergeord» net werden. Nährend dcr Dauer des KriegszustaN' des sollcn politischc Vergehen den Kriegsgerichten übw wiesen bleiben. Ans Nlißland ist dic Meldung von cincm kaiserlichen Ukas eingetroffen, des Inhalts, daß oen Israclitcn dic fcrncrc Ansiedelung und die Erwerbung von Grnndcigcnthum in dcn Gouvcrncmcntv Tschcrnigoff und Pultawa untersagt wurde. Lokales. Laibach, 26. Juli. Die vierte allgcmcim- Vlrsammlnng des Forst« vereins dcr österreichischen Alpcülän^-r wir) in Folge dcs von diesem Vereine zu Görz gefaßten Beschlusses in diesem Jahre in drr Stadt Lcobcn in Obcrstciermark abgehalten worden, wozu mit Rücksicht auf dcn H. 20 dcr Vcrcinsstatutcn, dcr (i.. ?. und 8. August l. I. als dcr gccignctstc Zeitpunkt bestimmt wurde, weil in jener Zcit in unserem Alpcnlaudc auf cine konstan-tcrc Witterung zil rechnen, und Berg und Thal cm< ziehend für cinc allfälligc forstliche Elkursion sind. Die Mitglieder dcs Forstvcrcins bcr östcrr. A« pcnländcr, dic hochanschnlichcn Zwcigforstvcrcinc und übcrhailpt alle Forstwirthc uud Freunde dcs Forst-wcscns aus Nah und Fern wcrdcn zu zahlreicher Thcil' uahmc an dieser Versammlung eingeladen. Zur Abhaltung der Versammlung ist der Gar-tcnsalon dcs Herrn Joseph Kindlcr sammt Ncbenloka-litäten für die Daucr dcr Versammllmg ansgcmit-tclt worden. Das Ginschrcib- und Empfangs - Bureau befindet sich im Amtsgcbäudc der Gcmeindcvcr' waltnng, wclchcs schon am 5. Angnst früh um 9 Uhr cröffnct wcrdcn >vird. Dieser Salon ist ungefähr l>00 Schritte außerhalb der Stadt gelegen, und bic-tct seiner angenchmcn ruhigen Lage wcgcn cin sehr passcndcs, geräumiges Versammlungslokale dar. Das Programni enthält dic Reihenfolge dcr Vcr-handluugsgcgcnstände, und ist selbes so gcstcllt wor» dcn, daß dcr Zwcck dcr Versammlung möglichst vollkommen crrcicht wird. Obgleich vorherige Anmeldungen nicht absolut nothwendig sind, so wäre cs doch wünschcnsivcrth, wenn dic Hcrrcn Vcsuchcr dicscr Vcrsanunlung ihre cvcntuellc Thcilnahmc frühcr anzcigcn möchten, damit bei allfällig sehr zahlreichem Vcsuchc dic crfor< dcrlichcu Vorkchrungen bezüglich möglichst bequemer Unterkunft getroffen wcrdcn könntcn. Pei dcm mannigfaltigen Interesse, welches dic Umgebung von lcobcn nicht allmi dcm Forstwirthc, dcm Bcrg« und Hüttcnmaunc, sondcrn ailch dcm Oc« konomcn, Natnrfreundc und Techniker überhaupt dar« bietet, dürfte dic Proposition zu cincr Erkursion bci dcr bcvorstchcndcu Versammlung vieleu Anklang fin« den. Mehrere höchst intcrcssantc Punkte und Wan-dcrziclc bieten dic Gelegenheit dar, das in unser Fach einschlagende Nützliche und Bclchrcndc mi> dcn« An« gcnchmcn zu verbinden. Dcr Präsident des Forstvercins der östcrr. Al> pcnländcr sichcrt dcn Bcslichcrn dicscr Vcrsammlung die frcilndlichstc Aufnahme zu, ladct wicdcryolt zu rccht zahlreichem Vcsuchc cin, und vcrwcisct übrigcns auf das reichhaltige Programm dicscr Vcrsamlnlung, zu wclchcm rccht zahlreiche Bciträgc gclicfcrt wcrdcu ^ mögcn. dcr Fall scin. Auch die Cholera kann, wic alle Krankhcitcn. ohne irgcnd cine Behandlung in Gcncsnng nbcrgrhcn; dicß zn crwartcn ist selbst bci dirsem, dcr «rztllchcn Hilfe jo bedürftigen Uebel immcr gcfahrlo->er. als dic nnvorsichiige, von crfahrcncn Acrzten nicht ,'"'"^^ Anwendung cncrgischcr Alzncistoffc. Bci s.'" ^"'^"'ld wird man wohl nur an dcn wc. l'm n, ^" "' eu" ^agc konnncn. wclchc dic Be> ^ d mg dcr Cholera durch ^aicn crfordcrt. Dic ü c> !?i^ '""7 ^lür smgcn, daß ärztlichc Hilfc c,al c.cht zur H«,w ist. Z„dcm ist das Publikum ^nt ume. wemi cs glaubt, cin Paar Stunden. " . bis zmn Erscheinen dcs Arztcs verstreichen, m dein Krankeil vcrdcrblich. Fällc, wclchc in wc-gm Stuildcn in die nnhcilbarc Form übcrgchcn. wcrdcu ."' der Ncgrl a.ch dnrch die ärztlichc ^u„st m")t ausgcl'altcn. Keinesfalls, so wünschenswert!) «uy rcchlzciligc ärztliche Hilfc ist, muß man vcrsu. sch<^,'^ "l'^'l^bcndc durch zwcifclhaftc, vicl häufigcr ^^nchc, als nützliche ^'aicnhilfc zu crsctzcn. In 'ei-ArUc^ - '' ^lfcntlich scltcncn Falle, wo man cincs ,„.^ ^,'"cht glcich habhaft wcrdcn kann, bcschränk! gcnaci ^"""^' wicdcrl'olt Scnftcige auf dic Ma> ds,/^"'^ und dcn Untcrlcib zu legcn; man gcstatlc Wasser " ^ ähnlichst darnach vcrlangrn, kallcs schmcr'l,"' ^"',^^"'' "bcr klcincr Gabc; man rcibc die A^ ,.' ^l" Wadcn odcr übligcu Thcilc mit rauhcm wachl c-^^ dic Klä'mpsc mindert odcr vcrschu'indcn cl'cr ^^^l lain' cin cinzclncr Eholcrakrankcr vicl dcr ^^'^^"' nls bci dc» vcrschicdcu cmpfohlcncn, in drr ^aicn so gtt'ährlichcn Rcizmitlcln. Die Umgcbungcn dcs Kranken müssrn Rnhc und Besonnenheit bcwahrcn, das Wort Eholcra muß inan in seincr Nähe nicht auvsprcchcn mio übcrhaüpt bcdcn-kcn, daß dic Mcistcu bis zum lctzcn Augcnblickc nllco schcu und vcrstchcn, was um sic hcrnm vorgeht. In dcr Krankcnivavt muß, wic schon obcn bcmcrkt, jcdc Ucbcranstrcngung vcrmicdcn wcrdcn,' cö darf nicht eine und dicsclbc Person unuiitcrbrochcu i>n Zimmcr scin, man muß sich Erholnng gestatten, .manchmal in's Frcic gchcn. Im Krankcnzimmcr selbst muß man nicht csscu, licbcr.auf dcm Hausfiur, wcnn man kcincn andcrcn Raum hat. Die Umgcbuügcu dcs Krankcu vcrlicrcn dnrch dic Gcmüth^bcwcgung häufig dcn 3^pctit; Nlail mliß sich yicr nicht zwingrn; ^am bestcn nimmt man untcr solchen Uinttändcu ftüi,igc Nahrungsmittel zu sich, Suppe, Müch, Kaffcl), rt° ivaö Wcin. Wäl'rcild ein Cholcrafall in cincin Hansc ist, wird gewöhnlich cin schr vcrdcrblichcr Fchlcr gc^ macht. Vian denkt nnr an dcn Kranken, nicht an dic Gesunden. Man vernachlässigt dic bishcrigcn Vorsichtsmaßregeln, die Kinder laufcn ohne Aufsichl, oft schlccht gckicidtt umbcr, ivcrdcn hinsichtlich ocr Diät nicht mchr bcaufsichligt. Ticscs, in Vcrbindlliig mit dcr Gcmüthsmifvcgimg, gibt schr häufig Vcran« lassung zn wicdcrholtcn ErkraüklMgsfällcn iu cincr und dcrsclbcn Familic, dic man dann nrlhümlich dcr Anstsckiiüg zuschreibt. Sobald im Hansc Icmand cr-frankt ist. müssen die Gcsundcn nicht oon dcr gc-wolmtcn Vorsicht nachlasftn, sondcrn sic vcrdoppcl» -irgcud cinc znvcrlässigc Person muß besonders dic Kindcr übclluachcn; wo dic Vcrwirrung zu groß. ist cs schr wünschcnswcrth, daß sic aus dcm Hausc cnt< fcrnl wcrdrn. Tritt ein Todcsfall cin, so fordcrt dic Rücksicht auf dic i/cbcndcn, daß dic ^cichc nicht zu lailgc im Halisc blcibc- dcr öftcre Anblick dcrsclbcn ivirkt höchst nicdcrschlagcnd auf die Ocillütbcr dcr Angchörigcn. Für solchc Zcitcn bcdarf man ^richcnhäuscr. nicht zllr Älifcrwcckung dcr Schcintodtcn, wozn man sic crbalit hat, und wozu sic gar nichts taugcn. Scchs Stun« ocn nach ärztlich konstatirtcm Todc solltcn dic ^cichcn in das ^richcnhaus. >vo cs vorhanden, odcr sonst iil cincn passcnocn Raum gcbracht wcrdcn. wclchcn man für diesen Zweck überall leicht crmittcln wird. ( Schlusi folgt.) M i s.; c l l e n (Mittel fiirFrostbeulen.) Professor Vcrthold macht in dcn „Göttingcr gclchrcn Anzcigcil" alif cin Mittel wider Frostbcnlcn aufmcrksa:n, das cbcn so Icicht zu verschaffen ist, als cö sich wirksam bcwä'hrcx soll. Mail läßt A Loth gcstoßcnc Galläpfel mit V-, Pfund Negeuwasscr ciuc Vicrtclstundc in cinrm irde« ncn Topfe kochcn lind scicht nach dcm Elkattcn dic Flüssigkeit durch cincn Icincncn kappen. Dicsc Flunig« tcit gcbralicht man mm täglich zwci bis drrc ^ial znin Battn dcr vom Frost crgnffcncn Thcllc odcr »vcndct sic als Umschlag mittelst ^ä'ppchcn aus dlc. sclbcn a>l. Dic Heilung erfolgt, wic vmichcrt wird, innerhalb wcnigcn Tagcn. Druck uud Verlag von I. vl'^iumayr^ F/Bau.dera'm^awach.^ Vörsenberi ch t aus dem Abci,db!a!te der öster kais. Wiener-Zcilung. Wien 2l. Juli l855, Mittags l Uhr. Wl'chs»l und Naluttil stclltiN sich hcutc wird»' bldrulclid billicici'. ^l,,!!d>,m blieb mit 11.^8 aügcl'otnl und wurde ailch mit'n,47 abssc^cdi». Gold ftllii 3«;'/. , hnllc mit 26 '/. offciirt. T°il S<,ini!!»n^ siir (^fflttcn war im Allgcmcinm ftau. Staatsniliil'dl,,!-Akticu h^b,u sich Anfaugö mit 31 schw.nttlN wii^c zwischll! 202 u»d 202 '/, und ^iiissci, zu'i^t anf 20! '/. zuriitt. ü "/., Mclail. 77 '/, — 78. Nutwual'Anl.'h.n «i — V... V^,>l'Ättinl ^urNl'ti, matt, dags^cn D.nnp,s. issAttirl, fcst. 'Amsicld^m NX».— '^ü^bil!^ !22'/, Vri^i. — Fra»f,»rt 12l'/. Vricf. - Haml'ur^ 88'/, Arils, — ^vmiio -. -^'»dl'ii 11.^8 Bries. — Mailand 120'/, Brief. — Paris 1^1 '/, Bliss. Vtaatsschuldvcrschlcilnm^ll zu 5 '/, 77 '/, - 78 d.t!° ,. 4 7.'/« «7 7,-«? V. dctto . „ 4°/, > ^.»2 Mlil'üal-Aiilfhcl, „ 5"/» «3—8!! 7,. < V, - 7U dttti.' audcrer ^trl'!llä»d>r ü "/^ 6l» 74 MlMinhcl- ^dlig. m. R. ^>, 5"/« i»2-l>2 7. Ocd.nl'lira/r dcttu dcttl.' „ ^»"/, W'^ ^z„> >^ Pl'!,h.r tltto tetto „ 4°/„ l)2-!»2 7, ^ail.iod^r dctto d.ttl,' „ 4 7. 5U'/,-8!>". V<.'tttsic^.'l!l!lh.u vom Iahrc 1834 223-224 dttt» dttto l83v >1!>'/, 120 dctto detto lftü4 I<0 7.-^0«'/, Vai,lo-Ol'ligat!l'N''U z» 2 7, "/« ä6 '/, -ö? Ä.ms-Alli >l pr. Glück »7U-V7« ^slo»U'l!^i»^Altinl 88 '/.—88 '/. «fti.u rn- l. f. priu. ^stcrr. Staats-(zisml'ahu^ssllschast ^ii 200 ft. odcr 500 Fr. .'ll5 7,-315 '/. Wiln-Naal'lr Micn (^ur Konvcrtirunq ail^cmcldcl) — — ^l't'bchn - Altici! lieti, ,»>l 201 '/, —20 l '/. Ä!>rw>'i^'l»j-Äm!md,>cr 237 -^28 Prlsil'urg-Tynl. Eisc»!,', l, Omission 18—20 leltu 2. „ mitPiiorit 2-'»—20 'I'.impschiss ^fli.-n i»2U -528 dttto 12. (Hiüissio» 520 -.^^ dctto dcs Lluyl' 5U0-50Z Wiciicr-Daüipsmiisil-Asticu 10!> -l l0 Pcslli.r K>tfc»l'!i>lt!i!' i'Iltie» 5U - «0 i.'loyd Puor. Ol'li^. (iu Silber) b V« i!4 -U4 7. Norden d.tto H'/« 65-85 7, M<.'>M>l>'r drtlo 5"/« 72-73 D^nail' Dampfschiss'Obli.l. 5'>« «2-82 7, ^omu . lii.nlscyciüt «3 7. -l^i '/, ^stcr!>,.j,) 40 si. 5!l'sc 73'/.—74 7. Wiüdissygväp rosc 2dftc»,'schc ., 25 7,-25'/. K.^lsvich'schc „ 10 7.-10', K. f. vollwichtig, Dusaltli'Ngil. 20 7, —ÄN '/. Telegraphischer Kurs - Bericht der >öt.!<»lSplipttrl' l)^)ln 25 Iull l8o5. St>,.Ussch„Id>.'cr,chrclvu!!gc» . ,»t Verlosung v. I. 1839, sin ,00 si. 1!« l/2 „ « ^ „ 1854, „ »00 ft. l00 !/'^ Mlien dcr k. l. priv. l>>icr. Staat^ciscubahll- gcscllschast zu 200 st., voll einzahlt 29! si. V. H. mitNatc»zahI.lug...... 3l»l/4 fi. V. B OrunbeiiU.-Obligat, anderer Kronländer zu 5 "/^ 72 B.uis-'.'lliien Pl. Stück...... U?2 st in C. M. ^lllicn dlr Kaiscr ^erdlnallds'Nosbbahn zu 1000 st. 6. M. getr.....2012 l/2 st <« (5. M Nfticn dcr östcrr. Donnu-Dainpsschisssahrt zu 500 sl. C. M....... 527 st, iu 6. M, Wechsel-Kurs vom 25. Juli »855. Augsburg, sür XN» Gnldni Cur. Guld. 122 Uso, Franfsurt a. M. (sür 120 fi. südd. i1!cl- eius-Wäl)r.i»i24 >/2,l,^uß.Onld.) 1207/6 3 Monai. Hamburg, ,»r <^l» M.nf ^>>!!,,>,'. ^uldcn 88 1/2 2 Monat Ücmd,,'!!, >i^>>» ^raufru . . Guldcu I4l >/2 2 Monat, Vularcst, sür 1 Guldcn . . . j>»>^ 2245 U.44 Dl'ppie „ .... 353/4 353/4 Sill'cragio.........21 1/2 21 1/4 Z. ll34. (!) ^ Eine halbe Stunde von Laibach, an der Klaqmflitterstl'aße gelegene Realität, bestehend aus: Haus mit 5 Wohnzimmern, Garten, Brunnen und Grundstücken, sowohl zum Betrieb einer Wirthschaft als zum Sommeraufenthalt geeignet, ist au6 freier Hand zu verkaufen. Näheres im Zeituugs-Comptoir. Getreid - Durchschnitts - Preise i» Laib ach am 21. Juli 1855. I Marktpreise Magazins Gin Wiener Vtetzeu ^^^. ^"'" __________________ ft. s kr. st. ^ fr. Nciz!>n........ < — 7 40 Kuluruh....... — —, 4 20 Hall'srucht....... .- —. 4 48 Koru........ - ^. 4 40 Ocrftc........ — — 4 « Hirft........ — — 4 12 Hcidm ........ 5 — 4 24 Hascr........ 2 20 !i 20 Fmndm - Anzeige der hier slttftekommenen uud Abgereisten D,l, 23. Juli «855. Hs. Albert Giaf Nugent, k. k. Oberst in Pei>' sion, von Wie» »ach i),'eapel, __ Hr. Wilhelin Ha belsbeige,', k. k. Steuei'-Iiispertoi', oo» Wa>a5dill «ach Adel-beig. — Hr, Josef Pogatscher, k. t. Off'zial, voil Breicia »ach Wie». — Hr. v, Fritze, däm'schcr ^lite»a»t, von We» »ach Venedig. — Hr. Peter Schebait, k. k. Be^'iköAkcuai, voi, Wii!disch.F«istrih »ach V^Ides. — Hr. Gmdo o. Weingartiier, t. t Te!e^raphe».Offijlal, »ach Groz. — Hr. Karl i^ütlier, b. bair. Konsul, l,»d — Hr. He»ry Wilkeö Noima», e»a,I, Priralier, vo» Tnest »ach Wie». — Hr, Ferdi' >,a»d Walther, prellst, Privatier, von Wien »ach Mailand. — Hr. Josef Glibler, belg Privatier, vo» Wie» »ach Triest.—Hr. Ioha»» v. Czorba, Prioatirr, von Debrezin. De» 24- Hr. Llldwig de Holzgetha», k, k. Mi-»istriial.Nath, — H>'- ?l"l0li Schurz, jlibilliter k. k. Hofbilchhalter, — Hr. Josef Khi.sil, Güier.Inspekcor, — H>. Iss»a/i Prosch, k, k. I»gein'cur, u»d — Hr, Sebastiail Tofolalti, Becher, vo» Trieft nach Wie». — Hr. Josef v. Schwarzkoin'^ k, k. Kl'tisger./Adjlm^, ooi, O!>rz nach W«e». — Hr. de Melcher, k. k. Tele, graphe»,Official, o^.'» Zara nach AoUi». — Hr. Ritter v Zahoin) , Glilöbesitzer, von Gö>z nach Oraz. — Hr. Georg Etoyker, k. k. Nechliungs - Offizial, von Mailand nich Wie». — Hr. Dr. Henry Olirri Gocdeoe, ^»gl Piioatier, von Wien nach Venedig.— Hr. Karl Keuhl, Juwelier, von Wien »ach Triest. — Hr Georg Manns'', ^^s'ßer, vcn Gö»; nach Wien Z. «068. (3) """^ Oeffentlicher Da«k, welche» d.r UiUerze'chneti den» Heir» Pau! Voran», Wlindarztc ^u Sl. Kanzian bei OlNtNwerch, sür die übe:'»o>l>»lene Beha»dl»»g »»d gänzliche Heislell»»g seiner lebensgefährlich krank gewesenen Ha»d, hiemit öffentlich alisznsprechen slch verpstichtet f»hlr. Nenstadtl i» Krain am 8. Ilili 1855. Varthelmä Mvssolitsck, Haus- »lid Nealitale» - i^esil)er i» Neniiadtl. K o n k u r 6. DerBezirksh.bammrn.-Posten, mit dem Tihe in Tiebllrio, und mit einer JahreslRennmera-lion von ^» ordnet, daß 0er denannte Ack»r bri dcr I. il»l) 2. Feildiituiig nlir um oder über den Schätziingswcrld, dei der 3. Ftildiltung jcdoch auch unter dem Schätzlingswcllhe an den M^sibictsiidcn hiotal'gc, glden wlide. Der ».'»este Allllldduchs.xlcalt, das Schäz zungspsotokoll, so wie die ttizilalionsl.'edina.mise lie. gen l)iergerichts zur Einsicht bereit. ttaidach am 19. Juni 1855. Z. l»26. (2) Die Teiden ^ Schönfärberei-, da»n Flccknlsbriltgullsss - und Apprc-turs - Anstalt , de5 Maximilian Patat, in der Polana - IlorjiM Nr. 3l)^, gibt »rg'beiist bekannt, daß sie alle Gattungen Waren, so da sind.- DlNldcr, Vlondspihcn, Nmhängtüchrr, Mtttttillcn, Joppcrln, weiße Crepontücher, MMandschuhe, Glace*- als schwedische- und Wasch" Handschuhe, M£tei€ler9 sowohl von Seide, -Halbseide, als auck Schafwolle und Sammet, im «anzen und zertrennten Zustande, Kircheickoffe, alle möglichen Uniformen m,5 Pferde-^chabrakcn^ ferner nllv UiUtungvn tivUL umi Slll»< ¦- ^ putzt, färbt und appretirt. Die ergebenste Anstalt wird stets l^miiht sei», sich l durch reine, danerhastc Arbeit und billige Preise die ! »ollste Zufriedenheit des p. ''l. PnblikumS zn erwerben. Die grösttmöglichsten Bestellnngen weiden binnei! 10 Tagen promptest cffektiiirt 3. lI25. (2) Die Weinhandlmtg des Mathias Skazodouigst A Eomp. ^ hält am Lager nachstehende Weine: Rothe ^stringirende) Weine: Vo,deaux (St Julien) große Bouteilie l si. 45 kr. Menscher Alisbruch kleine Gouleille — fi. 20 kr. St. Geurger AuZdruch tlcine Bouteille — fi. 25 kr. ^öslaucr Ausdllich große Wouteille — fi, 40 kr. ^ Karlovitzer große Bouteille ... — fi. 30 kr. dlllo tleiiie Boul.ille ... — fi. lä sr. Szckszarder große Bmillille ... — fi. 28 kl. dclio tlcinc Voutiille . . . — fl, l4 kl. Ofner, feinste Qualität, große Bouteille — fi, 26 kl. vello cetto ilrine BoittciUe —fl, 13 kr. Ofinr, mittlere Qualität, die Maß — fi. 24 kr. Weiße Weine: Ocstcnlicher, Netzer, große Bouleille — ss. 26 kl. detlo dcllo kleine ÄoulciUe — fi. 13 kr. detlo Vöslauer, große BouleiUe — si. 30 kr. drtto delto tleine Bouteille — fi. l5 kl. delto Mailberger, große iüoul Ge< dündeo »verdeli in der liandesprot'ukten > Hand< lung in der Barmherzige». Gasse enlgegci^ genommen. Die Boultilien werden wieder eingelöst, dit großen zu 3, die kleinen zu 2 kr. Z >l24. (2) Medizin-^CHir.'Dokt. F. Fnx, Augenarzt, Operateur, cmcritirler Assistent der chirurgischen Klinik ^ Graz, ordlnirt in der Iudcngan^ )il. 233,2. Stock, von 12—2 Uhr Nachmittags, besonders in chirurgischen und operativen Fällen. Arme unentgeltlich.