^15.____________________Montag, 2«. Jänner 1890. 1ft9. Jahrgang. aanMiw n 1^,"^ NMizMnn fl, ,5. hnll'Mnn st, 7 5.0. Im Comptoir: 1 Dil> .Lllil.achrr Zs.tmic,. erscheint iässlich mi! Äusülllime der Conn !l»b sseiertasse. Die Admiüislraiion ,Ie /c <>,^!/ ^ '^///' ^ X befinde! sich Connressplcch ^, die Mrdalis z» 4 Zeile» ^ü lr,, grösicre per Zeile »; lr.; be, üstcreii Wiederl,ul!!„ne» per Zeile ii lr. V l<» his Ili Uhr lmrimttllg«, — Uüfranlierte Vliese werden mcht angenommen und Manuskripte „ich! z»rncll,sslelll. Umtlicher Hheil. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 11. Jänner d. I. dem ^berforstralhe Albert Do mm es in Weyer taxfrei den Orden der eisernen Krone dritter Classe aller« gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit ^UerhÜchster Entschließung vom 5. Jänner d. I. dem ^anldiener an der Akademie der bildenden Künste in ^U'en Johann Kornhuber das silberne Verdienst, "euz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Weil. Die Encytlilll über die Pflichten. Unter dem Datum des 10. Jänner wurde am vergangenen Donnerstag abends die bereits früher angekündigte Encytlika des Heiligen Vaters über die Wichten der Katholiken ausgegeben. Der Heilige Vater richtet am Schlüsse derselben an die Bischöfe die Auf. Forderung ihren Inhalt möglichst bekanntzumachen ^b^V?' ^ das Oberhaupt der Kirche ihr ?«,, .^Ugle,t bemliset. Die Encyklika ist sehr um-au??H ^?,k?" beginnt mit dem Hinwei e dar-satze de ^s^l vm'. dem Vergessen auf die Grund-.22"^" herstammen und dass es und i ^'^g. sei. dass die Völker in ihrem Lebe» lurück s,r^'!n,^^""^^'^en zu diesen Grmksätzen "^ bren. Man gehe zu sehr den Genüssen dieses Gebens nach und man vergesse die höheren Güter der Seele. Die Katholiken hätten aber die besondere Pflicht dahm zu wirken, dass das christliche Leben wieder ausblühe. Der Papst empfiehlt hierauf die Liebe zum Vater-ande, fur welches man sogar sein Leben geben dürfe, N gt aber hinz», dass die Christen eine noch höhere MM^S ^". "'ussten für die Kirche, welche ihr Mllches Vaterland hlenieden sei und welche ihnen U 5 "nÄ^sk gegen Gott, die viel heiliger seien "s d>e Pflichten gege» die Menfchen. Sobald zwischen °en Forderungen des Staates und den Rechten der ««che stch Conflicte erheben, so zieme es sich mehr. ^t zu gehorchen als dm Menschen. Nur eiu guter Jeuilleton. Ortssinn in der Thierwelt. tt-l ^^ zielbewussten alljährlichen Wanderungen der «Mgelten Touristen aus dem Reiche der Ornis. welche l"esrlben von Nord nach Süd und umgekehrt über die ^wältigen Wälle der Hochgebirge hinweg und über «rette Meeresflächen unternehmen, zwingen nns geradezu, ^n Orts- lind Orientierungssinn zu bewundern, wel' Her solche Wanderungen leitet. Diese Skizze soll indes jenen Wanderzügen aus oen Sümpfen des Nordens zum griechischen Archipel und den Ufern des Nil. aus den Niederungen der -Itarcnta zum lurischen Haff diesmal nicht dienstbar ttn; ste soll durch einfache Schildening von That-lachen die hohe, schier unfassbare Entwicklung der Sinne Mbst bei jenen Thieren argumenlieren, welche dem ab-Mimpsende», die Eigenarten nivellierenden Einflüsse der Domestication unterworfen sind. Ich besah einen DaclMmld edler Zucht, welchen 'H speciell zur Rehjagd in eiuem weitgedchnten Waldrevier mit start conpiertem Terrain und dichten Nadel-ymzscholiungen verwendete. Natürliche Anlagen und die "llsdlldung derselben durch Dressur und jener Schatz, Men die praktische Erfahrung sammeln hilft, ge« "am en den wackeren krummlieinigen Gesellen zum Kleister, und er war auf Meilenrunde unter dem geschäm 'Professur- in Iägerkreiseu gekannt und er ^A'^ch auf Rehe nnd Füchse eingejagt, beachtete mil k I"^"^ ^"ster Lampes kaum, folgte aber jenen ""l yeuem Laut und einem Maß von Klugheit und Christ ist auch ein gnter Bürger, denn er achtet in religiöser Weise den Begriff der Macht, uud selbst weun diese ausgeübt wird von einem unwürdigen Träger, so erblickt der Christ auch iu diesem Falle eiuen Wiederschein Gottes. Aber der Christ kann nur uutergeben und gehorsam sein für ein gutes Werk. denn das Gesetz Gottes geht dem Gesetze der Menschen voraus. Die Gegner Gottes trachten darnach, sich die Macht zu verschaffen, um ihre Principien triumphieren zu machen, lind in vielen Gegenden haben sie den Katholicismus angegriffen. Jeder Katholik soll sein Apostolat haben, aber die Privatpersonen dürfen sich nicht auswerfen zn Gelehrten, sondern sie sollen nur predigen dnrch ihr Beispiel und sollen insbesondere einig und unterwürfig sein nicht bloß. was die Dogmen betrifft, sondern auch in der Disciplin. Der Papst hat das Recht, mit Autorität zu entscheiden über die Dogmen uud die Moral sowie über die Mittel, welche nothwendig sind. um zum Heile zu gelangen. Die Kirche beherrscht verschiedene Völker, welche unter verschiedenen Regierungen leben. Deshalb bedarf es einer Abgren» znng der Rechte und der Pflichten, und die Kirche nnterstützt den Staat in der Achtung vor den Gesetzen. Aber die Kirche unterwirft sich nicht einer bestimmten politischen Partei und billigt alle Systeme der Regierung, welche die Religion und die christliche Disciplin der Sitten achten. Diejenigen, welche die Kirche in die Streitigkeiten der Parteien verwickeln wollen treiben Missbrauch mit der Religion. Alle Parteien sollen die Religion achten nnd schützen, und die Katholiken sollen vor allem dar auf bedacht sein, derselben ersprießlich zu dienen, und Men ihre Guust nicht Menschen zuwenden, welche den Rechten der Kirche feindlich gegenüberstehen; sie sollen vielmehr in den öffentlichen Angelegenheiten die rechtschaffenen Menschen unterstützen, welche fähig sind. der katholischen Sache einen Dienst zu erweisen. Der Papst besteht auf der Vereinigung der Katholiken nnd saqt. dass die Meinungsverschiedenheiten mid die Zerwürfnisse im Innern den Widersachern zum Uebergewichte verholfm haben. Die Katholiken sollen weder furchtsam noch nnbe-snnnen sein. Die Furchtsamen bezeigen eine maßlose Nachsicht und eine verderbliche Verstellung. Die Nn» besonnenen nehmen eine Rolle auf sich. welche ihnen nicht zusteht. Sie wollen die Angelegenheiten d»r Kirche Beharrlichkeit, welche die schlanesten Niedergänge des verfolgten Wildes zu paralysieren u»d dasselbe endlich zum Verlassen des schirmenden Dickichts zu zwingen und zu Schllss zu bringen verstand. Gelang dies alles, dann wedelte der «Professor» selbstgefällig und beäugte die Schützen mit verständnisinnigen Blicken, als wollte er sagen: «Nun, wir Haben's gut gemacht!» Gab's aber einen Fehlschuss. dann brach der erfahrene Hund sofort die weitere nutzlose Verfolgung des Wildes ab; undefinierbar war der scheele Seitenblick, mit welchem der indignierte «Professor» stumme '.tritik übte. Merkwürdig w.,r sein Ortssinn. Wenn es mit-nnter geschah, dass das angejagte Wild seitwärts aus dem Triebe brach, dieser somit misslimgen war, dann verfügte sich der trummbeiuige Waidgeselle stets genau an jene Stelle, an welcher ihn der Jäger abgekoppelt hatte und gab so lange Laut. bis man ihn von dort abznholcn kam. Sein b vorzngter Aufenthalt war der Pfcrdestall. mit dcssen Insassen er auf dem intimsten Fuße stand und thronte würdevoll auf dem Rücken eines der Pferde, auf welchen ihn der Stallwärter placiert halte. Lange bevor noch das Rollen der Wa-genräder am Partweg oder der Tritt des Pferdes ver nehmbar war, wurde der «Professor», welcher mir sehr anhänglich war, nnrichig, uud verrieth den Bediensteten — als wäre er ein Hellseher — meine baldige Ankunft. Eine dreifarbige Hauskatze, welche, in einem Korbe verwahrt, eine Strecke von sieben Stunden zn Wa^en transportiert worden war, entkam ihrem Gefängnis nnd fand sich am früheu Morgen des folgenden Tages wieder in ihrer früheren Behausung ein, welche sie vorher nie verlassen hatte. Als ich einst an einem neb« ligen Winterabend von einem Herrenhause, wo ich zu nach ihrem eigenen Willen und nach ihren besonderen Ansichten lenken und befreunden sich nicht leicht mit dem, was ihrem Gedankengange nicht entspricht. So handeln, heißt, sich ein gesetzliches Ansehen anmaßen. Man soll sich dem Papste und den Bischöfen unterordnen und mit Klugheit handeln, weil selbst die po» litische Klngheit des Papstes sich nur nach Maßgabe der weltlichen Actionen bethätigen darf. Die Laien sollen unterwürfig die Bischöse verehren, und die Ideen und das Verhalten eines Bischofs dürfen von ihnen keiner Kritik unterzogen werden. Die Völker werden nur dann stark sein, wenn sie die christlichen Tugenden in thätige Uebung umsetzen. Die Familienväter sollen die Erziehung ihrer Kinder nach den christlichen Vorschriften regeln und mit Strenge alle widerrechtliche Auflehnung gegen ihren Einfluss auf diefelbe zurückweisen. An dieser Stelle erwähnt der Papst lobend die Katholiken aller Nationen, welche Schulen ins Leben rufen, uud fchlirßt mit der Bemerkung, dass das Heil der Gesellschaft von der wirk« lichen Ausübung der christlichen Tugenden am häuslichen Herde abhänge. Aus dem Kim-Gebiet. Per Wiener Correspondent der «Kölnischen Volks« zeitung» erzählt, dass er in den letzten Tagen die Briefe eines höheren Officiers, welcher zwei Jahre in Sarajevo war und jetzt im Lim-Gebiet stationiert ist, gelesen habe. Gei der Lecture habe er an die Berichte russischer Blätter über die Zustände in Bosnien denken müssen, von welchen derzeit viel in deutschen und französischen Zeitungen die Rede ist. Zusammengehalten mit den durchaus thatsächli» chen, ohne jeden tendelüiösen Nebengedanken niedergeschrie» benen Mittheilungen des österreichifchen Osficiers. erschei« nen die russischen Angaben als dreiste, absichtliche Er-finbungen, deren Zweck wahrscheinlich darauf hinausläuft, eine «bosnische Frage» auszuwerfen und in der inter» nationalen Politik zur Geltung zu bringen. Der Correspondent fährt dann fort: «In Bosnien erfreut sich die Bevölkerung eines tiefen Friedens; sie hat sich thatsächlich hineingelebt in die ungewohnten, ruhigen und friedlichen Verhältnisse, die sie in früheren Zeiten nicht gekannt hat. In jedem Orte wird geschafft und gearbeitet, um die gebesserten Verbindungen auszunützen. Nach jedem Orte, in welchem Nefuch war. heimritt, verirrte ich mich in der weiten Ebene infolge des dichten Schneegestöbers derart, dass ich nach Verlauf von etwa zwei Stunden genau an einer dem Ausgangsort nahen Baumgruppe angelom» men und förmlich in weitem Bogen statt in gerader Richtung geritten war. Die Nacht war inzwischen weit vorgerückt, der Nebel und das Schneegestöber hatten eher zu- als abgenommen, und da ich überdies nicht ortskundig — war gnter RUH theuer. Da gab's kein umständliches Ueberlcgei,; ich ließ meinem Pferde die Zügel, und nach einem scharfen fimsvieltelstmidigen Trabe yielt mein dampfender Schimmel vor dem Gehöfte, in welchem ich einquartiert war. Wer wies dem Pferde bei dichtem Nebel und Schneegestöber den Weq, welchen es vorher nur einmal am hellen Tage zurückgelegt hatte? Es sind überdies mehrfach ähnliche verbürgte Fälle bekannt, wo das Pferd in finsterer Nacht sicher den Weg fand und einhielt, von welchem der Reiter vorher abgeirrt war. Ein bekannter General, welchen einst gelegentlich einer dienstlichen Infpectionsreife. die er im eigenen Waaen zurücklegte, die Nacht auf einer „naalijchm Pllszta überrascht hatte, verfehlte die N'cl,tu,'g ganzllch und hielt endlich sein Gespann, welches er persönlich lenkte ziemlich rathlos an. In diesem Dilemma be-sann'sich sein Diener, dass sich in der Handtasche eine Generalstabskarte befinde, entnahm sie derselben nnd bemühte sich. dieselbe mit Beihilfe einiger Streich« Hölzchen zu beleuchten . . . Herzlich lachend belegte der General das geniale Beginnen seines Begleiters mit einem zutreffenden, nicht ganz salonfähigen Epitheton, und die Pferde griffen inzwischen aus eigener Initiative wacker aus, bogen von der Stelle sofort in scharfem Winkel von Laibachcr Zeitung Nr. 15. 118 20. Jänner 1890. größere oder kleinere Garnisonen liegen, führen jetzt Straßen. Die Saumpfade und Karawanenwege, auch im Lim «Gebiete, haben guten Straßen weichen müssen, auf welchen Fuhrwerk sich bewegen lann. In jedem Orte, auch in dem kleinsten, welcher Soldaten beherbergt, werden Häuser gebaut. In den größeren Orten zählt man 20 und 30 Neubauten; in den kleinsten bis zu zehn, die aber verschieden sind von den herkömm» lichen Hütten und Baracken der Eingebornen. Zuerst bauten die Genie-Officiere die Häuser für die Truppen; dann fiengen die Bosnjaken an, die Häuser aus Speculation zu bauen. Dieselben werden an die Officiere, Neamten und wohlhabenderen Einwohner vermietet. Das Fundamentieren der Häuser, Aufrichtung solider Mauern und die rationelle Bedachung erlernten die Nosnjalen und die Bewohner der Hercegovina erst seit der Occupation. In Bosnien war die Ernte in den letzten Jahren nicht schlecht; nur einige Theile der Hercegovina machten eine Ausnahme. Der Absah der Früchte gieng auf den gebesserten Wegen leichter vonstalten. Die Serben besonders, als die intelligenteren, wufsten sich die neuen Verhältnisse bald zunutz zu machen. Nur mit den Verbesserungen im Ackerbau geht es langsam. Die in den abgelegenen GebirgSwinkeln hausenden Clanschaften wollen von der uralten herkömmlichen Methode, ihre steinigen armseligen Aecker zu bebauen, nicht lassen. Im oberen Limgebiete, in welchem auf mancher Höhe noch im Mai der Schnee liegt, wird fast nur Hafer bebaut. In den unteren Thälern ist stellenweise große Fruchtbarkeit. Nur langsam gelangen die Handelsartikel aus Sarajevo und von Salonich her in diese Gegend. Die ungarische Eisenbahn» Politik, welche den Ausbau der kroatisch. bosnischen und dalmatinischen Bahnen so lange zu hintertreiben wusste, trägt die Schuld, dass englische und französische Waren, vom Meere herkommend, noch immer einen Vorsprung haben. Manche Gegenstände für das Haus, den Acker und Stall sind englischen Ursprungs. Der Wein kommt häufig aus Albanien und aus Griechenland. Die albane-sischen Stämme, voran die Katholiken, streifen allmählich etwas von ihrer Ursprünglichst ab und öffnen der lang« sam vordringenden Civilisation ihre bisher vollständig abgeschlossenen Thäler. Aber überall, wo die Türken sind, ist Stagnation. Die Kaimakams sind unglücklicherweise fast immer Asiaten, welche das europäische Wesen hassen oder wenigstens mit Misstrauen betrachten. Sie leben in ihrer herkömmlichen Paschawirtschast in den Tag hinein. Was in der jüngsten Zeit. namentlich seit dem Besuche des deutschen Kaisers in Constantinopel, von dem schönen türkischen Militär gesagt wurde, kann doch nur für das Militär in der türkischen Hauptstadt gelten. Vs sind dort die Elite-Regimenter vorgeführt worden, die allerdings sich sehen lassen können. Dort, wo die Trupen sich selbst und ihren Führern überlassen sind, ist alles mehr oder weniger beim alten geblieben. Die Leute sind zwar durchwegs gut, willig, ausdauernd, nüch« tern; aber sie erhalten keine regelmäßige Besoldung, sie er« halten leine regelmäßige Menage und Uniformierung, sie gehen zerlumpt herum und machen einen kläglichen Eindruck. Bei den unaufhörlichen Kämpfen zwischen den Montenegri» nern und den Albanesen greift das türkische Militär nicht sofort ein. Per Kaimakam meldet an das Pa< schalat, dieses lässt die Meldung tagelang liegen; bis die Meldung nach Stambul dringt und die Antwort der früher eingehaltenen Richtung ab, und da ihnen der Lenker die Zügel ließ — gelangte er ohn»! weitere Irrfahrt an sein Reiseziel. Einen geradezu erstaunlichen Beweis von Orien» tierungsvermögen lieferte ein englischer Vorstehhund. Er war, ferm dressiert, etwa seit drei Monaten in meinem Besitz; ich beschloss, ihn gelegentlich einer mehrtägigen Jagd bei Graf S. meinem Nachbarn vor« zuführen, und fuhr an einem Spätherbstabend bei strömendem Regen meinem zweieinhalb Stunden entfernten Reiseziele zu. Der Hund war am Kutschbock meines Iagdwagens unter dem Sprihleder geborgen, und es war ihm somit — was ich gleich im vorhinein hervorheben will — die Möglichkeit benommen, sich über die gänzlich fremde Reiseroute zu orientieren. Eine Hundin im Zwinger des gräflichen Schlosses hatte es ihm angethan, und er hatte sich, wie mir mein Jäger mittheilte, so intensiv um die Gunst der< selben beworben, dass er in besonderen Gewahrsam gebracht werden musste. Spät am Abend des letzten Iagdtages fuhr ich heim, und diesmal lag der Hnnd am Riemen im Fond des Wagens zu meinen Füßen. Als ich daheim angekommen war. vom Wagen stieg, koppelte ich dm Hund ab. und — in der nächsten Minute war derselbe verschwunden. Der Pfiff des Jägers blieb ebenso erfolglos, wie eine sofortige Strei-flmg durch den Park mit Beihilfe einiger Laternen; der Hund war nicht zu finden. Am nächsten Vormittage traf ein Vote vom gräflich S.'schen Schlosse ein, brachte den Flüchtling am Riemen, und ein Schreiben meines Freundes, welches die unerwartete Rückkunft des heißblütigen Liebeswerbers und seines Mmneliedes, mit welchem er die Nachtruhe sämmtlicher Bewohner des Schlöffe« und zurück ist, sind die wilden Stämme längst mit ihrer Auseinandersetzung fertig. Auf der österreichischen Seite sind die Garnisons-punlte durch Telephone (abgesehen vom Telegraphen) ver< bunden und bei dem leisesten Anzeichen von Gefahr ist die Bereitschaft commandiert.. Aber es können Monate vergehen, ohne dass irgend ein aufregender Zwischenfall sich ereignet.» Politische Uebersicht. (Von der Friedensconferenz) wird uns unterm Vorgestrigen aus Wien telegraphiert: Die heutige Sitzuug der Conferenz begann um 1 Uhr mit« tags. Die Berathung über die Errichtung nationaler Curien im böhmischen Landtage und über eine Revision der Landtags-Wahlordnnng wurde fortgesetzt und beendet. Morgen (Sonntag) findet um halb 11 Uhr vormittags die Schlusssitzung der Conferenz zum Zwecke der Redaction der getroffenen Vereinbarungen statt. Die heutige Sitzung endete um 5'/. Uhr. (Zur Lage Triests.) In der vorgestrigen Plenarsitzung der Triester Handelskammer wurde beschlossen, an das Handelsministerium und den Reichsrath einen mit statistischen Belegen versehenen ausführ» lichen Bericht der Eisenbahn-Commission zu richten, iu welchem auf die dem Handel der Stadt Trieft und des Reiches drohenden Gefahren mit Bezug auf die Cou-currenz der nordischen Häfen, der Balkanbahnen, der Gotthardbahn und der Städte Venedig. Genua und Fiume sowie auf die Aufhebung des Freihafens hin« gewiesen und dringendste Abhilfe gebeten wird. Letztere wird in dem Siune gewünscht, dass entsprechende Tarif-Ermäßigungen (namentlich auch für Zucker) auf den interessierten Linieu eingeführt, andere Erleichteruugen für den Seeverkehr gewährt, die Parität mit Fiume hergestellt und außer der ohnedies unumgänglich nothwendigen Verbindung der Istrianer mit der Rudolfsbahn via Divaca-Lack hauptsächlich der möglichst rasche Ausbau der Tauernbahn beschlossen und durchgefühlt werde. (Demissionsgerüchte.) Die «Presse» bezeichnet die Gerüchte von dem bevorstehenden Rücktritte des Finanzministers Ritter v. Dunajewski und des Acker-bauministers Grafen Falkenhayn als durchaus erfunden; desgleichen sei das Gerücht vou dem bevorstehenden Rücktritte des Statthalters von Böhmen völlig grundlos. Graf Thun werde berufen sein, die bei den Con« ferenzen getroffenen Vereinbarungen im Rahmen seiner amtlichen Comvetenz in Böhmen auszuführen. (Der Minister für Cultus und Unter-richt) hat der Privatlehranstalt der Gesellschaft Jesu in Bakowice bei Chyrbw für die erste und zweite Classe auf die Dauer des Schuljahres 1889/90 das Recht zur Führung des Namens von Gyrnnasialclassen und das Oeffentlichkeitsrecht verliehen. (Die Ausgleichsconferenzen) nahen ihrem Ende. Uebereinstimmend wird gemeldet, dass auch in der Sprachenfrage ein Einvernehmen erzielt wurde und dass somit die Conferenzen von einem günstigen Erfolge begleitet fein werden. Mit diefem erfreulichen Resultate, welches von der öffentlichen Meinung mit Befriedigung im Interesse des Staates begrüßt wird, wird auch die Verschiebung des deutschböhmischen Parteitages iu Zusammenhang gebracht. des neuen Hundezwingers gründlichst gestört hatte — in launiger Weise schilderte. Der Hund war um 2 Uhr nacht« dortselbst ein< getroffen, und da ich nach Mitternacht heimgekommen war, hatte er den ihm gänzlich unbekannten Weg in kaum zwei Stunden zurückgelegt. Er musste demselben demnach in vollem Laufe gefolgt sein und tonnte erst den letzten Drittheil der Strecke querfeldein abkürzen, da sich die Straße fast in gerader Linie hinzog, zwei Brücken zu paisiere» waren und erst die letzte drei' viertelstündige Strecke in einen Landweg abbog. Wie der Flüchtling den Mg — welchen'er tour und retour im Wagen geborgen zurückgelegt hatte, in finsterer Nacht zu findeu und ohne Fehl in raschem Laufe einzuhalten imstande war. ist ein Räthsel, dess»'» Lösung ich zunächst allen jenen «Herren der Schöpfung» überlassen möchte, welche die erstaunliche Entwicklung der Sinne der Thierwelt und ihre unglaubliche Leistungsfähigkeit mit dem schier verächtlich bctonteu, über alle tiefer forschende Reflexion bequem hinweg« helfenden Epitheton «Thierische Iustmcte» bezeichne». Obwohl ich keineswegs jener extremen Fraction angehöre, welche die vorangeführten, ebenfo interessanten als schwierigen Probleme der Forschung in sogenauut popularisierender Form mit Beihilfe eines lläuklichen Idealismus und einer wenig scrupulosen Phantasie zu lösen bestrebt sind, vermag ich anderseits ebensowenig jener am grünen Tische gebornen theoretischen Stubengelehrsamkeit zu folgen, welche argumentierende Thatsachen einfach ignoriert. Diese, gewissenhaft gesammelt und in ihren Ursachen und Wirkungen nicht minder gewissenhaft er« wogen, liefern dem Forscher Perspective», deren Begrenzung sich nicht absehen lässt. li. v. I). (Reichsrathswahl.) Die Ergänznngßwuhl einel Reichsrathsabueordneten an Stelle des verstorbenen M> Fritz Weuzliczke im Städtewahlvezirke Mährisch-Trüba» findet am 25. Februar statt. (Böhmischer Landtag.) Der Eintritt del Deutschen in den böhmischen Landtag ist beschlosst Thatsache. Die Nachseffion des böhmischen Landtagel soll bereits im Laufe diefer Woche. Dienstag uder Mt' woch, beginnen. (Im ungarischen A vgeordneten ha use) wird die Debatte über deu Staatsvoranschlag sort' gesetzt. Inbetreff des Gesetzentwurfes über dieKuB' w infabrication, welche» der voltswirtschaftliche Alls' schnss des Abgeordnetenhauses i» der vorige» ScW verhandelt uud bei welchem eil vornehmlich dariibel eingehende Debatte» gea/be» hat, ob der Gesetzentwurf der heimischen Weinproduction ge»üge»den Schuh biete, wird — wie «Nemzet» meldet — der AckeltM minister dem Hause den Antrag stelle», dass dec Gesetzentwurf zur neuerlichen Berathung uud U>l>' arlieitung an den volkswirtschaftliche» Aukschuss zurück' geleitet werde. (Dem deutschen Bundesrathe) ist ei» Gcse^ntwurf für Elfass-Lothriugen zugeqaugen, betreffet die Zwangserziehung. Der Entwurf umfasst neu» Pal»' graphe. In der Begründung wird ausgeführt, dass die Erkenntnis des Nichtgenügeus der Maßregeln zur M' beugung der Zunahme des Verbrecherthnms Veranlassung gewesen sei. die Fürsorge für die Erziehuug sittlich verwahrloster jugendlicher Personen als eine Nufg^ der staatlichen Obrigkeit zu behandeln. Es wird dc»N» die einschlägige Gesetzgebung des deutscheu Reiches el' örtert uud schließlich betont, dass für die Gestalt^ des Eutwurfes in wesentlichen Punkten der EntnM eiues bürgerliche» Gesetzbuches für das deutsche Rel» als Muster genommen werden konnte, welcher die Fragl der Zwangserziehung unter dem civilrechtlichen Gesicht punkte regelt. (Das bulgarische Anlehen.) Das «^ voje Vremja» behauptet, die Türkei hätte »icht bloß das Recht, sonder» die Pflicht, gegen das bulgarische Anlehen zu protestiere». Unterlasse sie dies. so weldl Russland die Türkei direct für seine Occupations^ d^ungen an Bulgarie» verantwortlich macheu, «>"! zwar in sehr peremptorischer Weise. Russland wolle d<"« bulgarische Anleheu nicht zum Vorwaude nehmen. l""l den europäischen Friede» zu stören, es werde ab Lionel ließ verzweifelt ab und ergriff Adrienttt''5 Hand; diese war eiskalt, «Mr. Egerto».» sagte sie. während ihre Fingt krampfhaft die sei»e» umklammerte», «wenn es U" nicht geliugt, eine dieser Thüren zu öffuen. dann s^,! wir verloren, den» niemandem wird es einfalle». ^ ^ hier zu suchen!» Es waren seme eigeuen Gedaule». die sie da a^ sprach. Ein Aechze» entrang sich seiueu Lippen. «, «Lady Lynwoud. was ka»n ich Ihnen sage" rief er ueszweifllmgsuoll. «Ich gäbe zehn -^ l, zwanzig Jahre meines Lebens dafür. Sie im geg!" , wärtia/n Augenblick »icht hier zu wifsen. Ich h/^ überlegter sei» müssen und Sie nicht dieser O^ aussetzen dürfen.» ^,, «Aber Sie wussten ja selbst nicht, dass eine ^ fahr damit verbünde» sei,» erwiderte sie. «Hätten A es gemusst, dann hätten Sie mich sicher nicht hiery geführt.» ,. «Fürwahr nicht; der Himmel ist mein Ze"A Es war die volle Erkennt»is der Gefahr, in ^ cher sie schwebten, »ber sie gekommen. Er hatte "^ Hoffnung, eme der belden Thüren öffnen zu kö>"^ und das Mauerwerk war ri»gs»m viel z» dick, ^ hoffe» lassen z» kö»nen. dass selbst das lauteste ^, rausch draußen gehört werden köunte, wie auch ^ ma»d in Ki»gs-De»e etwas vm, ei»em Eing"»l! ^ diese unterirdischen Gewölbe ahnte. Ein zerschmettel' Gedanke? j ! wacher Zeitung' Nr. 15. 119 20. Männer 1890. Lissabon, in Portugal den größten Gefahren ausgesetzt Ware. (General Strecker Pascha,) ehemaliger Commandant der Miliz Ostrumeliens. seit 1854 ' in - V'" Diensten, der sich um die Organisation der lurl'schen Artillerie sehr verdient a/macht' hat und der deutschen Kaiserin während ihres Constantinopler Be. suches zngeihM war. ist gestorben. (Iu der belgischen Kammer) brachte der Hmanzmunster anlässllch des Köingtzjubiläums einen Gesetzentwurf zur Errichtung einer Hilfscasse fiir die Upfer der Arbeit ein uud beantragte einen Grundstock von zwei Millionen. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben a»f die Bitte des Vorstand.s des Wiener Zweigvereines der deutschen Schiller. Stiftung so wie in den vergangenen Jahren auch heuer 500 Gulden zu spenden geruht. — (Der Herzog von Aost a f.) In Turin ist vorgestern abends der Herzag von No st a gestorben, Amadeus Ferdinand Maria, Herzog von Aosta, wurde am 30. Mai 1845 als zweiter Sohn Victor Emanuels geboren, vermählte sich 1867 mit der 1876 verstorbenen Prinzessin Maria dal Pozzo della Cisterna, focht 1866 bei Custozza. ward von den Cortes am 16. November l870 zum Könige von Spanien gewählt, behauptete sich ledoch nur mit Mühe auf dem Throne und legte am N. Februar 1873 die Regierung nieder. Er lehrte über .Mtugal nach Italien zurück und war seither Geueral-lnspector der italieuischen Cavallerie. Vor lurzem hatte er sich zum zweitenmale vermählt. — (In der Kiste nach Paris.) In origi» neller Weise hat ein armer Schneider die Reise von Wten nach Paris in einer Kiste gemacht. Der Damenschneider Hermann Zeitung hatte sich in Wien nicht erhalten können und war auf den Einfall gelommen, sich als Ellgut nach Paris zu schicken, da er glaubte, dort eher seme Existenz fristen zu lönnen. Er ließ sich eine elgene K.ste anfertigen, der er die Adresse «Hermann ?^7°"2 "2^°'' gab, sie mit «sehr gebrechlich., «n cht stürzen, bezeichnete und in die er sich dann hin» "legte, nachdem er zuvor einem Dienstmann den Auf. Nn^^ " 5°"°' bie Kiste in seiner Wohnung abzu-U" "'? °uf die Nahn zu befördern. Der Dienstmann ab di.5 '^" ^getragen war, holte Dienstag die Kiste av d.e dann Donnerstag früh in Paris eintraf. Da die ! „/ ?. . '" Paris von niemandem abgeholt wurde so N^^'"s.^?^ werden. Dabei bemerkten die Nahnbedlensteten. dass ein Deckel in der Kiste geschoben °^ ""^°"^ ^sinnig zeigte sich der Kopf eim's senden Menschen des Herrn Herrmann Zeitung, der stch selbst nach Pans spediert hatte. In der Kiste, die und K^°5^" ""'^ Zeitung Vrot. Wasser ^n ^"?5 ^ brei Tage. so dass er nicht Hunger le'den musste und durch Luftlöcher hatte er dafür gesorgt, dass chm das Athmen nicht zu schwer wurde, a .^ (Todesfälle.) Der verdienstvolle mährische Uandes.Hlswriograph r. Veda Dudil starb in Brunn lm Alter von 74 Jahren im Benedictinerstiste Raigern. ^-Im Brünner Krankenhause ist vorgestern der czechische Schriftsteller 1'. Slorpik gestorben. Am Sterbebette Aber derselbe stählte auch Lionels Besonnenheit; vorsichtig tastete er sich durch die Fiusteruis nach der . oder mich mindesten« bemühe», es zu werden.. ,. ^."suchenSie. zu schlafen.» sagte Lionel. «Viel< lk'cyt dringt bei Tagesanbruch ira/nd wo ein Licht-Mmmer herein, so dass ich imstande bin, etwas zu unserer Befreiung zu thun.. wurde ihm das von Sr. Majestät jüngst verliehene Ritter-kreuz des Franz.Iosef-Oroens übergeben. — (Ein Parlaments-Mitglied ohne Hände und Füße.) In dem gewesenen Parlaments» mitgliede Arthur Kavanagh, der kürzlich gestorben ist, verliert die englische Politik einen ihrer merkwürdig« sten Vertreter. Er war ein vollständiger Krüppel, kam ohne Arme und Veine auf die Welt, und doch gelangte er zu einer hervorragenden Stellung, wurde ins Par» lament gewählt, machte Fuchshehen mit und war seines schönen Kopfes und seiner angenehmen und geistreichen Unterhaltung wegen ein erklärter Liebling der Damen. Für sein Reitverqnügen hatte er sich einen besonderen Sattel bauen lassen, von welchem er sein Ross mit dem Zügel im Munde lentle. Ebenso unterzeichnete er seinen Namen mit der Feder im Munde. Sein Eintritt ins Unterhaus machte ein Ausnahmegesetz für ihn nothwendig. Da kein Fremder das Haus selbst während der Sitzun» gen betreten darf und Kavanagh anderseits nur in einem Rollstuhle oder huckepack seinen Sitz erreichen konnte, so wurde schließlich seinem Diener die besondere Erlaubnis gegeben, ihn auf dem Rücken hineinzutragen — (Der gekündigte Theater.Director.) Aus Olmütz wird berichtet: Nach vorhergegangenen zwei Verwarnungen an den hiesigen Theater Director Karl Stick wegen gänzlich unzulänglicher Leistungen, welche die Missslimmung der Theater-Abonnenten hervorriefen, und um den Ruf des Olmüher Theaters nicht noch tiefer sinken zu lassen, beschloss das Stadtuerordneten-Collegium. Director Stick zu kündigen und die Theater-Directorsstelle auszuschreiben. Es ist dies der erste Fall, dass in Olmütz einem Theater-Director gekündigt wurde. — (Taufe mit Hindernissen.) Aus Frankfurt a. M. wird berichtet: Um seinen jüngsten Sprossen taufen zu lassen, fuhr in Memmingen ein glücklicher Vater mit Pathe und Pathin nach der Marcuskirche. Als jedoch die Taufe vorgenommen werden sollte, stellte sich heraus, dass man den — Täufling vergessen hatte l — (Aus Pola.) Wie man uns aus Pola schreibt, ist daselbst Samstag nachmittags Herr Peter Eiscutti, Erbauer und Eigenthümer des nach ihm benannten Theaters, nach langen Leiden gestorben. Herr Ciscutti, welcher sich allenthalben großer Wertschätzung erfreute, war auch in Marinekreifen eine sehr beliebte Person» lichteit. -^ (Wölfe und Vären) sind im rufsifchen Gouvernement Orel bei Beginn des Frostwetters in solcher Menge aufgetreten, dass die Bevölkerung außer-ordentliche Maßregeln ergreifen musste, um ihre Haus-th'ere zu schützen. Bemerkenswert ist, dass im Laufe dteses Jahrhunderts im Gouvernement Orel Wölfe sehr selten, Bären hingegen fast gar nicht bemerkt wurden. — (Vanderbilt jun.) Einer der Söhne des amerikanischen Krösus Vunderbill, George Vander. bilt. wird sich in kurzem in Charleston)« mit der Toch» ter eines Millionärs, Miss Mary Iohn st one, ver> mahlen. Der Bräutigam, der ein Privatvermögen von hundert Millionen Dollars besitzt, ist von Beruf Iour. nalist, — (Gräfin Hartenau.) Aus Graz wirb vom Gestrigen gemeldet: Gräfin Hartenau, die Gemahlin des Prinzen Alexander von Vattenberg, wurde gestern nachts von einem kräftigen Knaben entbunden. Mutter und Kind befinden sich wohl. «Halten Sie das für wahrscheinlich?» rief sie mit der Angst eines Ertrinkenden, der sich an einen Strohhalm klammert. «Ich halte es für sehr wahrscheinlich.» entgegnete er, bemüht, im Toue fester Ueberzeugung zu sprechen, obwohl er dieselbe keineswegs empfand. «Und Sie werden mich nicht verlassen?» «Nein; dessen können Sie sicher sein!» Und sie ließ ihren Kopf auf seine Schulter sinken wie ein vertrauensuolles Kind; seine Nähe beruhigte sie selbst in dieser schrecklichen Lage. Uud so schlichen die Stunden dahin, eine nach der andern, in qualvoller Langsamkeit.. .. 41. Capitel. Sehr zeitig an dem Morgen, welcher der Nacht folgt?, da Healp die Schritte der sonderbaren Kammerfrau Warreu Übermacht hatte, begab sich d^r Detectin iu das von Hugh bewohnte Zimmer uud erlheilte dem jnugeu Manu einige W»is>ingen. welche derselbe getreu zu bcfolgeu veisprach. Nachdem er hierauf in aller Eile ein frühstück eingcwlmnm hatte, v^ifügte der Detectiv sich in eincm Wagen nach der Bahnstation, von wo aus er deu erstru nach der Hauptstadt fahrenden Zug benutzte. Es war 9 Uhr morgens, als er daselbst eintraf. Er nahm einen Wagen uud fuhr nach der in Warrens Brief bezeichnen'Adresse. Vur ciuen, schmutzig nnd ärmlich aussehenden Hmise hielt der Wage». Healp sti'.'g aus. zahlte nnd schickte ihn fort; dann klopfte er an die Hausthür. ^ (Fortschung folgt.) — (Solide Bauart.) Vorige Woche wurde eine Mauer der neuen Presbyterianerkirche in Newyorl« Vrooklin durch den starken Wind umgeweht. Sie stürzte auf ein anstoßendes Haus, deren Insassen, neun an der Zahl, im Schlafe lagen. Zwei wurden gelödtet und vier tödtlich verletzt, — (Entgegenkommend.) Gast: «Aber hören Sie mal, Herr Wirt, der Braten ist ja vollständig un-genirßbar!» — Wirt (begütigend): «Dafür haben Euer Gnaden auch eine größere Portion bekommen.» Prof. Strakosch in Laibach. Professor Alexander Strato sch, von dessen glänzenden Erfolgen in Amerika auch wir unseren Lesern des öftern Kenntnis gegeben, hatte nach seiner Rücklehr aus Amerika in Ischl die Ehre. dem Allerhöchsten Hofe mehrere dramatische Werke und mehrere Ordichte vorlesen zu dürfen. Ueber dieses sensationelle Ereignis wirb uns der nachstehende Bericht zur Verfügung gestellt: Herrn Professor Alexander Strakosch wurde die Ehre zutheil, in der kaiserlichen Villa vor dem Kaiser, der Kaiserin, der Erzherzogin Marie Valerie, dem Prinzen Leopold von Vaiern u»b der Prinzessin Gisela sowie deren Kindern einen dramatischen Vortrug zu halten, dem auch die Obersthofmeifterin Gräfin Kurnis und die Hofdame Fräulein von Majlalh beiwohnten. Die erlauchten Zuhörer bewiesen dem Künstler ihre Anerlrn» nung in der auszeichxendften Weife, und nach dem Vortrage wurde Professor Slralosch eingeladen, an demselben Tische mit dem Kaiserpaare den Kaffee zu nehmen. Zum Vortrage hatte er die Forumsscenen au« Shakespeare's «Cäsar», mehrere Scenen aus «Uriel Acosta». ferner mit Rücksicht auf die Vorliebe ber Kaiserin für Heine «Die Wallfahrt nach Kevelaar» nnd «Die beiden Grena' diere», auf den Wunsch ber Erzherzogin Mari? Valerie Schillers «Taucher» und endlich Coppe's «Strandgut» gewählt. Für diese Vorträge hätte sich der Künstler keine aufmerksamere und verständnisvollere Zuhörerschaft wünschen lönnen, als die hohen Persönlichkeiten, vor denen er las. und es lag schon darin die schmeichelhafteste Anerkennung für ihn. Der Kaiser empfteng ihn gleich bei seinem Erscheinen in der huldvollsten Weise und erkundigte sich nach der Kunstreise, die Stralosch nach den Vereinigten Staaten gemacht und nach den Erfolgen, die er dort errungen. Man hatte ferner erwartet, dass der Monarch nur die Scenen aus «Cäsar» anhören und sich dann zurückziehen werde. Umso bezeichnender für den Erfolg, dessen sich Stralosch zu erfreuen hatte, war es, dass der Kaiser während der ganzen Vorlesung blieb und nach Schluss derselben den Künstler nochmals in's Gespräch zog und ihm sein Lob in den schmeichelhaftesten Worten ausdrückte. Die Kaiserin gab ihren Beifall mit einer Huld zu erkennen, die den Künstler ungemein glücklich gemacht haben muss und die ihm zugleich bewies, mit welcher Aufmerksamkeit die hohe Frau feinen Vorträgen gefolgt war. So hatte unter anderm Strakosch «Die Wallfahrt nach Kevelaar» mit Auslassung der letzten Strophe gesprochen, die bekanntlich lautet: Nach Kevclaar giena. mancher aus Krücken. Der jetzo geht auf dem Seil; Gar mancher spielt jetzt die Vratfche, Dem bort lein Finger war heil. Alsbald fragte die Kaiserin nach dem Grunde, warum Stralosch diese Strophe nicht gelesen, worauf er erwiderte, dass er durch den ironischen Ton dieser Schlussstrophe die sanft elegische Stimmung der ganzen Dichtung nicht habe stören wollen. «Die beiden Grenadiere« trug er auf den besonderen Wunsch ber Kaiserin vor, wofür ihm diese in der freundlichsten Weise dankte. Nach dem Schlüsse der Vortrage versicherte die Kaiserin dem Künstler, sie habe viel erwartet, aber ihre Erwartungen seien noch weit übertroffen worden; er stelle alles so Plastisch bar, dass man es geradezu zu sehen vermeine. Und als Professor Strakofch sein Bedenken äußerte, ob er nicht zu lange gesprochen habe, erklärte Ihre Majestät: «Ich könnte die ganze Nacht zuhören.» In dem weiteren Gespräch, durch welches er ausgezeichnet wurde, hatte Professor Strakosch Gelegenheit, zu erfahren, wie genau die Kaiserin Heine's Werke kennt und welche Wertschätzung sie für den Dichter hegt. den sie für den bedeutendsten Lyriker hält. Erzherzogin Marie Valerie sprach Herrn Professor Strakosch in liebenswürdigster Weise ihren Dank für den Vortrug des «Tauchers» aus, den er auf besonderen Wunsch der Erzherzogin einstudiert hatte. Im weiteren Verlause d.s Gespräches hatte Professor Slralosch die Ehre. dem Kaiserpaare Mittheilungen über seine Erlebnisse in Amerika zu machen, die mit lebhaftem Interesse ausgenommen wurden. Mit Theilnahme hörte ferner die Kaiserin zu, als er über Laube's inniges Freundschaftsverhältnis zuj Heine und über >n inter« essanten Ärirfwrchfel beider erzählte. Auch vom Burgtheater war viel die Rede, und Stralosch hatte abermals Gelegenheit, das feinsinnige und zutreffende künstlerische Urtheil d?r Kaiserin zu bewundern. Professor Strakosch kann stolz auf die Auszeichnung sein, die er im Kreise der kaiserlichen Familie erfahren hat und die gewiss unter den zahlreichen ruhmvollen Ersolgen, die er schon errungen, stets den ersten Platz in seiner Erinnerung einnehmen wird. Laibacher Zeitung Nr. 15._______________________________________120_______________________ 20. Jänner 1890. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachricht.) Herr Landespräsident Baron Winkler ist an einem leichten Anfalle von Influenza erkrankt und muss auf ärztliche Anordnung durch einige Tage da« Bett hüten. — (Der Laibacher deutsche Turnverein) hielt am verflossenen Freitag in der Casino - Glashalle seine diesjährige Hauptversammlung in Anwesenheit von 90 stimmberechtigten Mitgliedern ab. Der Sprechwart Herr Arthur Mahr als Vorsitzender begrüßte die An» wesenden und eröffnete die Versammlung. Der erste Punkt der Tagesordnung war der Rechenschaftsbericht über das Jahr 1889. aus welchem ersichtlich ist, dass der Verein bei einer Einnahme von 1426 fl. 16 kr. und einer Ausgabe von 1097 fl. einen Ueberschuss von 326 fl. 16 kr. zu verzeichnen hat, mit welchem das Vereinsvermögen sich nunmehr auf 3229 fl. 2b kr. beläuft; ferner ist aus dem Berichte zu ersehen, dafs von sechs Riegen in 369 Stunden geturnt und der Turnplatz zusammen von 3372 Turnenden besucht worden ist; weiters, dass fünf Fa-milien'Abende, ein Sommerfest, ein Koschat-Abend und ein Volksliederabend veranstaltet wurden, und endlich, dass der Mitgliederstand nunmehr 327 Personen zählt. So» dann wurde die Neuwahl des Turnrathes vorgenommen, und erscheinen gewählt die Herren: Arthur Mahr (Sprechwart), Dr. I. Vinder (Stellvertreter). Dr. Otto Wallentschag (Schriftwart). Franz Bersin (Stell« Vertreter), Wilhelm Oettwert (Turnwart), Adalbert Damasko (Stellvertreter), Alois Dzimsli (Säckel« wart), PH. Uhl (Stellvertreter), Victor Ranth (Kneip, wart), Johann Somnitz (Kneipwart) und Franz Meiseh (Zeugwart). Nachdem noch beim dritten Punkte der Tagesordnung dem bisherigen 22 Jahre unermüdlich thätig gewesenen Säckelwarte Herrn Alois Cantoni, welcher krankheitshalber auf eine Wiederwahl verzichtete, der Dank der Versammlung ausgesprochen worden war, wurde die Versammlung geschlossen. — (Englische Kriegsschiffe bei Fiume.) Aus Fiume wird berichtet: Das Municipium der Stadt Fiume bringt dem Officierscorps und der Mannschaft der im hiesigen Hafen weilenden Kriegsschiffe große Aufmerksamkeit entgegen. Fast jeden Tag finden zu Ehren der bri» tischen Gäste Festlichkeiten statt. Der englische Consul gab zwei Soireen, auf welchen auch Gouverneur Graf Zichy erfchien. Samstag bewirteten die Arbeiter der Whitehead-schen Torpedofabrik die Mannschaft der Kriegsschiffe, eine Unterhaltung, an welcher mehr als 800 Personen theil« nahmen. Gouverneur Graf August Zichy wurde bei seinem Erscheinen mit brausenden «Eviva» «Rufen begrüßt, worauf die Musikkapelle die «Hymne» executierte. Ein englisches Kriegsschiff unternahm mit vier Torpedobooten einen Ausflug nach Scutari. — (Deutsches Theater.) Heute findet der angekündigte dramatische Vortrug des berühmten Recitators Prof. Strakosch mit nachfolgendem Programme statt: 1.) Demetrius (Reichstag von Polen) von Schiller. 2.) Erlkönig, Ballade von Goethe. 3.) Belsazar von Hein« rich Heine. 4.) König L?ar von Shalefpeare. Der Vor« verlauf für diesen interessanten Vortrag ist ein sehr reger und die meisten Sitze bereits genommen. — Unermüdlich bestrebt, dem Publicum Abwechslung zu bieten, hat Di« rector Freund mit Fräulein 2. Albrecht, der ersten Liebhaberin des deutschen Volkstheaters in Wien, ein nur dreimaliges Gastspiel abgeschlossen, und wird die Künstlerin, welche durch mehrere Jahre der Liebling des Grazer Publicums war, morgen in Duma's geistvollstem Stücke «Die Fremde» als Herzogin zum erstenmale auftreten. Die Preise der Sitze find nicht erhöht — (Heimische Kunst.) Das im Wiener Künstlerhause ausgestellte Bild «Cypressen an der Straße bei Görz» des Herrn Prof. Sturm in Rudolfswert wurde vom durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ludwig Victor käuflich erworben. — (Die Deschmann-Hütte) war im Jahre 1889 von 82 Personen besucht gegen 68 im Jahre vorher. Davon entfielen auf Kram 19, auf Wien 17, auf Steiermarl 22, auf das deutsche Reich 17. auf Kärnten, Küstenland und Böhmen je 2. auf Linz 1 Be-sucher. In das Fremdenbuch der Hütte zeichneten sich 8 Damen und 74 Herren ein. Infolge des großen Be» suches war das Hüttenerträgnis ein größeres; der Ueberschuss wurde zur Ausbesserung des Weges, zur Anschaffung zweier Eispickel und zur Anbringung des Vereins» schlosses verwendet. — (Ernennung) Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Fabriksdirector in Hrastnigg, Herrn Georg Ritter Gossleth von Werkstätten, zum Präses'Stellvertreter der zweiten Staatsprüfungs'Com« mission für das chemisch.technische Fach an der technischen Hochschule in Graz ernannt. — (Zwei Brüder an der Influenza ge« st or ben.) Von einem schweren Schicksalsschlage ist die Familie des Telegraphenbeamten von Comelli in Trieft heimgesucht worden; nach kurzem Krankenlager starb nämlich vorgestern der Handelsagent M. Adolf von Co-melli, ein 28jähriger Mann, an den Folgen der Influenza, vier Stunden darauf folgte der Telegraphen« Assistent Friedrich von Eomelli, im Alter von 34 Jahren, dem Bruder in den Tod. Der ältere Bruder hatte in einem noch sehr jugendlichen Alter an dem Aufstande der Hercegovcen gegen die Türlei als Adjutant Hubmayers, des Generalstabschefs der Insurgenten, theilgenommen. — (Duell.) In der Marburger Cavalleriekaserne fand Freitag nachmittags ein Säbelduell zwischen einem Dragonerlieutenant und einem Infanterie-Oberlieutenant statt. Letzterer erhielt eine schwere Kopfwunde. Ursache des Duells war ein Wortwechsel im Kaffeehause. — (Unglücksfall.) Samstag nachts ist in der Station Trifail beim Verschieben des Zuges der Bremser Josef Kramberger aus Marburg infolge eigener Unvorsichtigkeit zwischen die Puffer gerathen, und wurde der bedauernswerte junge Mann förmlich zerquetscht und blieb auf der Stelle todt. — (Todesfall.) Wie man uns aus Graz meldet, ist am 16. Jänner dortselbst die Ober-Postverwalterswitwe Frau Eleonore Riedl, Mutter der Frau Oberfinanzrath Edle v. Luschan in Laibach, infolge Influenza im Alter von 79 Jahren gestorben. — (Tod durch Erfrieren.) Aus Tschernembl berichtet man uns: Am vergangenen Montag begab sich die Häuslersgattin Maria Kozan aus Tribuce angeblich nach Paka in Kroatien, um dort für ihre erkrankte Schwester Arzneien zu holen. Dienstag abends war Maria Kozan noch nicht zurück, undoes begaben sich daher der Gatte und der Bruder derselben auf die Suche; sie fanden die Gesuchte in einem Walde nächst Griblje am Boden liegend im Schnee erfroren als Leiche auf. Spuren einer Gewaltthat wurden nicht wahrgenommen. — (Verkehr mit den occupierten Län» dern.) Im kommenden Monate tritt auf Grund eines Uebereinkommens der österrreichifchen Regierung mit dem Reichs-Kriegslninisterium eine derartige Ermäßigung des Briefportos und der Postanweisungsgebüren ein, wie sie derzeit bereits im inländischen Verkehre bestehen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 19. Jänner. Wie wir vernehmen, wird der vertagte böhmische Landtag für den 23. Jänner zur Wiederaufnahme seiner Thätigkeit einbernfen werden. — In der heutigen Ansgleichöconferenz. welche von 10 V2 bis 12'/« Uhr dauerte, wurden die getroffenen Vereinbarungen in protokollarische Form gebracht und das Protokoll von den Conferenzmitgliedern gefertigt. Graf Taaffe dankte sodann sämmtlichen Theilnehmen,, insbesondere dem Fürsten Schönburg. in warmen Worten für die Mitwirkung und erklärte die Conferenz für geschlossen. Die Mittheilung der Vereinbarungen an die in der Eonferenz vertretenen Landtagsclubs erfolgt in Prag am 26. Jänner, die Verlantbarung durch die öffentlichen Blätter am 27. Jänner. Agram, 19. Jänner. Dr. Frank hat seine Candida-tnr auf den Bürgermeisterposten zurückgezogen; die Wahl Dr. AmruZ ist gesichert. Turin, 19. Jänner. Die Leichenfeier nach dem verstorbenen Herzog von Aosta findet Mittwoch statt. König Humbert war sofort an das Krankenlager seinei Bruders geeilt. Der Begegnung wohnten die Prinzessinnen Lätitia und Clotilde, der Herzog von Genua und die Söhne des Herzogs von Aosta bei. Die Begegnung war tiefeischütternd. Der Herzog, welcher bei vollem Bewusstsein war, wollte, unter Anspielung auf sein nahendes Ende, allen Anwesenden die Hände drücken. Der König wird den Leichnam bis zur Gruft außerhalb Turins begleiten. Rom, 18. Jänner. Die «Agenzia Stefani» meldet.der Sultan wünsche lebhaft, dass der Kroliprmz vun Italien in Salonichi und Constantinopel sein Gast sei. Der Sultan hat den Befehl ertheilt, die Appartements in Mdiz-Kiosk für den Kronprinzen vorzubereiten. Auch der griechifche und der rumänische König baten dringend, der Kronprinz möge deren Gastfreundschaft im königlichen Palais annehmen. Luzern, 18. Jänner. Das Dampfschiff «Stadt Basel' durchschnitt heute früh ein »'on Weggis kommendes Marktschiff, welches trotz des Nebels keine Laterne führte; vierzehn in den See gefallene Personen wnrden gerettet. Petersburg, 19. Jänner. Auf Befehl des Kaisers wurden zwei temporäre Commissionen eingesetzt, um Maßnahmen zu einer erfolgreiche» Neubewaffnung der Armee zu treffen. Angekommene Fremde. Am 18. Jänner. Hotel Stadt Wien. Leidmayer, Adler, Lieber und Oaringer. Kaufleute, Wien. — Pfeifer, Djalovar. — Winterhalter, Pri< vatier. Budapest. Hotel Elefant. Nagy, Kaiser, Monti und Klug. Kaufleute; Spieler, Wien. — Kuh und Reich, Reisende, Sissek. — Rosenberg, Bischoflack. — Kaindl, Liesing. — Ral, Manne-Unter< officier. Pola. Hotel Sü'dblllinhof. Kersic, Gärjach. — Vidmar, Iwischenwässern. — Zuan, Veldes, — Hausla, Krainburg. Velftür5cul. Den 16, Jänner. Johann Vom. Arbeiter, 52 I., P" lancidamm 50, Emphysem. — Maria Crrne, Inwohnerin, 71 I>, Hradehlydorf 35, Herzschlag. Den 17, Jänner. Maria Cerar, Inwohnerin, 66 I>, Knhlhal 11, Marasmus. Den 18. Jänner. Maria Mejac, Handlungscommi«' Gatti», 26 I., Domplatz 22, Pleuritis. — Marjcla Tabernil, Arbritcrs-Gattin, 45 I,, Auftrag, Lima/nentzündmia.. — Emil Vudopivc, Amtsdieners-Sohn, Emonastraßc 13, LungenentM dung. Im Spitale: Den 16, Jänner. Theresia Tonton!, Inwohnerin, 62 I-, Den 17. Jänner. Anton Potocnil, Inwohner. 70 I-, Wassersucht. — Josef Gricar, Arbeiter, 62 I., chron. Lungenemphysem. Lalliach, 18. Jänner. Auf dem hmtigen Marlte s«»d crschil-nen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu und Stroh und 22 Wagen und 1 Schiff mit Holz. Durchschnitts-Preise. W.iz>>!i pr. Hcltolit. 6 66 7 30 Butter pr. Kilo . . — 90 — - Nmn » 5—5 75 Eier pr. Stück . . -! 2 - - Oeche . 4 55 5 70 Milch pr. Liter . . i 9 - ^ Hafer » 3 10 3 20 Rindfleisch pr. Kilo -^6------' Halbfruch» .-------610 Kalbfleisch . -56------- Heiden » 5—5 70 Schweinefleisch » — 58 — — Hirse . 4 55 5 70 Schöpsenfleisch » -82------' Kntnrnz . 4 50 4 90 Händel pr. Stück . — 50------' Erdapfel 100 Kilo 3 30------- Tauben » — 18------' Linsen pr. Hl ltolit, 12------------ Heu pr. M.-Ctr. . 2 32 — -" Erbsen » 10----------- Stroh . . . 2 50 — - Fisolen » »------------ Holz. hartes, pr. Nindsschmalz Kilo 15------- Klafter ?!i5 —-" Schweineschmalz » — 64-------— weiches, > 4 30___- Speck, frisch, . - 54------- Wein, roth. 100Lit.____28 - — geräuchert» -. 64^— — weißer. » ____30 — 5!llttozichllM!i vom 18. Jänner. Wien: 47 87 1 18 46. Graz: 14 81 76 26 74. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. 3 3Z ! 5Zt- 3Z Wink . -l"s"» ?"s ^A7Mg7"^42 2"i ^4^8 "^MstM'^^Nebe^"""^' 18. 2» N. 740 2—2 6 windstill! Nebel 0 0s 9 » Ab. 738 8 i —5 5 windstill Nebel 7 N. Mg 737 9 - - 8' 8 NO. schwa ch " Nebel " 19. 2 . N. 736 2 —0 8 I W. schwach heiter 0-^ 9 , Ab. 736 3 l 26 NO. schwach bewölkt Am 18. stark nässender Nebel, den ganzen Tag anhaltend' — Am 19. Morgennebel, starler Hühenrcif; nachmittags Wittb' drchung von NW nach TW; Thauwetter, abends benMtt. ^ Das TagrSlmttel der Temperatur an de>, beiden Tagen —4'3 , und —2-3", beziehungsweise um 2 3" und 03" unter de«l> Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. Cäcilie Vergant gibt in ihrem sowie im > Namen sämmtlicher Anverwandten die betrübende > Nachricht von dem Ableben der Frau > Helene Fajenc neb. Ciglcr D Hausbesitzerin und Grundbuchsführers-Witwe M welche, versehen mit den heil. Slerbesacramcnten, in« M Alter von 81 Jahren am 18, d. M. um halb 10 Uhr D abends selig im Herrn entschlafen ist. W Die Hülle der theuren Verblichenen wird Diens» W tag, den 21. d. M., um 10 Uhr vormittags im W Trauerhausc Hauptplah. in Stein eingesegnet und W auf dem Friedhofe in Zalna zur ewigen Ruhe be« W stattet werden. W Die heil. Seelenmessen werden in mehreren Kir- W chen gelesen werden. > Um stilles Beileid wird gebeten. M Stein am 10. Jänner 1890. R > Für die Theilnahme während der Kranlheit D > sowie für die überaus zahlreiche Netheiligung am > > Begräbnisse unseres uiivergesslichen Gatten, beziehungs- > > weise Vaters, Sohnes, Schwiegersohnes, Schwagers, > > des Herrn > l Mathias Burger jun. > > sprechen wir allen, insbesondere der lübl. freiwillige" > > Feuerwehr für die Kranzsfteude, den innigsten Danl > > aus. > ! Adelsberg, 18. Jänner 1890. ! ! Zie trauernden KnssehöriM. > 121 Course an der Wiener Börse vom 18. Jänner 1890. N°ch dem °ffmellen Tour«««»«« Geld Ware Stllllts-Aulehen. ^/„einheitliche Rente in Noten 88'- 88 20 «'Iberrcnte..... yy.^ ««4« l«b4sl 4«/s, Staoislose , 250 fl! I»»—134 — !««!!"'^" ' ??,"^ "'"sl 141 50 14L50 «l>0cr . . ssuntil,N0fi. i4«'-ll4«75 >«64er SwaMose . . i.m'ff. 1755« ,76 5.a 5°/„ Dom.-Pfbbr. z^ 120 st, ''" ^! ü^n '^.'ü ^,^°sl Guldrenie, steuersiei . 100 55 lug 75 c>eslcrr,Nu»cni!!,le. steuerfrei . 101 65 101 85 Garantierte Giscndah». Schuldverschreibungen. Wjllbethbalm i» V. fteuersrei . I20I" ,L0 70 ^«»z-InIcvl! Valin in Eilber . ,14 75,15 25 ^""b"nor Na„» w Silber io3 - ,04 - detto Liü^ Budweis 20» st. ü. W. 2I7'f,0 —'- VM^^?',^i«l 200 st. ü, W. 2,1'50 2,2 5" W'llbe i,bahn für 200 Marl . 110 ?y 111-30 detto sur 20« Marl 4",„. . . i,6 7bl17?" 3r°nz-Io,eph-Vah„ (in.? 1884 . «7" «» . «orarlbergcr Nahn Em!ss, 1884 95-75 38.75 "'^«"ldrentt^ .... il.i'5s. l<„"?s, UN«,E,lml>. «l„I.,!j.,fi «M.S. ,,z.^. ^5.^, °.,° ^üni.^lnl. il l<><> st. ü. W. 186 ,',0 ,»7-. tl>9/,"/n - - . iai'25 10«-75 bto, » 4°/„ . . . 9X85 9875 dto, Prüm.-Ochuldverschr, 8"/„ lnu 25 1U8 75 Och. i>»,potheleubanl I«j. b<>"/„ 101 5N — — Oest. ung, Uanl verl, 4'/,°/» . il„ 75 ,„» 25 dctto » 4"/^ . . Sl»'8N >0»'2<> dttto kojHhr, » 4°/n . . S9'8l1 I«»' 2U Prioritats-Obliglltionen (sür KW st.). Ferbiuciüd« ilturbbah» ltm. 1886 9U'.»l» l0<>'4» Gallz>!che Karl» Ludwig-Bahn »M. 1881 «lXI fl, O. 4'/,°/» . 9» «0 INN 5l> Gelb Ware Veslerr. Norbwestbahn . . , 107 — iu? 4« Vtaatsbahn....... 183 75 —- Lübbahn il «"/„..... ,47 _ 148- - » k 5",^..... 117 - II!» - Una.^gaKz. «ahn..... l<»2 li5 10275 Diverse Lose (per Etücl). lrebitlose 100 st...... l», s.n 18» — Vlart,.L°,e 40 ft......58 üN ^9 2!i 4°/„ Donau-Dllmpssch. K»o fl. . ,,?" 1«. Laibacher Prüm-Änleh. 20 sl. 24 — 2>. >-,,> vsener Lose 4<» st, . . «,, ««/ Palfft».Lose 4« fi.....^ ^.'^ °°.^ N°> Nrniz, üst. «es. »,. ,0 fl. ,«, <«,.<, «udolphLoje 10 fl.....Z".^ ,"" SI, «riwil! liule 40 fi, , . ' ^.71 °'.„ Waldsl.i»Lu!c 20 fi.....^."' " "' «ew,.Gch,b,3«/,Prüm..'3chulb-ncrsch d, «odcncreditanstalt , ,7,^. ,«,^. Vanl' Ättien (per Etüll). «naloOest. «anl 200 fi, «»"/, E. ,«, 7^ ,«, 2>> Vauluerri», Wicncr 10» st. ,z^ ,1, ,^4 5,0 Ädücr.Vlust, «st. 200 fi. E, 40"/. «i?^^ »1? ?>0 ürbt, «„st. !, Haub, u. «, I!«,fl. »24 — 324'^ Lrcbübanl. AN„. lüiz. 200 fi. 347-— 347 5" DcpoNteubanl, «llg. 200 fi. «N4-40 L04-50 ltecuinl'tr «cI.,Nbrüsl, 50», st, 59g. _ 592 _ Giro »,lt°sw!v,. Wn'»rr20»fl' „8'— »19-Hupothelrnb., ösl, »l«)N. i!b°/„ll ?» ül» — — Gelb Ware «änberbanl. öst, 200 fi, V, , , »34 «0 254-8« Orsterr, unssar. Nanl »0» fl. . 934 —»8« - Unionbllnl 200 fl...... »56 ?ü «5? 25 Versehrlbant, «lllg. 140 fi. . , ISO'- 1S1 . Ncticn von Transport-Unternehmungen. (per Stück). Albrecht.Vahn 2»0 fl. Silber . 60-- «l — NNölb-ffiuman, Nahn »00 st. T. «02bu «l«l'!,0 Vühm. Nordbahn 150 fl. . . . Ll9 — «L!> — ' Westbahn 2M> fl.. . . — — — — Vulchtiehrader Eis. 500 fl, «M. 103» '«45 dto. llit. »,) »uufi. . «0 — 4l3-— Donau - Dampfschiffahrt > Ves., 0esterl.b00fl.LW., . . »7!» - 88» Drau-ltis. s«. Db..Z,) »00 fl, N, 199 50 200 50 DufNodrnb, «!!,«, 2NN fl. E. —- — — ,^l rUnalib« Norbb. 1000 fl, «M, 2597 2!>0N «al, larl-Ludw,'«. 20!» fl, «M. 187 — l8» — Lemb, Czrrnow,. Iassy - Eisen» bahn Verlisch, 200 fl, T. , . L35 75 ll»<> «5 Lloyd.üst,-una,,Tr!est500st, 50 2»2 — Prag^üuler lüenb, 150fl.Sllb. 68,5 S3 7!» Rudolph Bah» 200 fi, Eilt>er , ------— - Llaalzsijrübahu 200 fi, N.lber L33 — L«3 «5 , Subbah» 2»« st. Eilber . . . l87'25!l37 7!» Nüb Norbb,!ljs!-b,:V,2»0N,llVl. 169 75 l?v — Iramwau VeI.,Wr,.170st.t>. W. ^. — ...'- ' »rue Wr,, Priorität«. Nctien 10« fl...... 9» k>0 «8 — Ung.-gali,. ltisenb. »00 fi. Silber «s^—i 195 50 Velb Ware Una, NorboNbahn 200 fi. Gilber 19, 75 19, 2^ Una,WeNb,s«allb-Graz)»OOss.V lvl 75 l98 i>0 IndustrieActien sper Glück), Nauaes., «llg. Oest. 100 st. . 83 50 84 50 «gybier ltilen. und Btahl'Inb. in Wien 100 fl...... 1«»z —zyz._. Eisenbahnw'Leihg, erste, 8Uff. 9^— »4 — ««lbemühl., Papiers, u. «.,«. 59— ßO — Liestnger Vrauerei 100 fl. . . 97 - 97 50 Montan°Gesell,, «sterr..alpine 109 ».'. 109 75 Präger Eisen^nb.Ves, »00 fl. 41« —42,— V»lgo°Iar>, Steinlohlen »0 fl. 4»u - 482 — «Vchloglmühl». Papiers. »00 fl. »03 50 »»4 — «Vtehiermühl»,Pap 4« «l Valuten. Ducaten........ z-5« li58 20-ssranc»Vtücke..... »84 »»5. Deutsche Reichibanlnoten , . 57 75 s»? »1 Papier iXubtl...... l'L9„ l »0 Italienische «anlnoten (lOO «.) « 8». « »2,