81. lahrgcng Erscheint' wöchentlich sechsiv.. Cmlt Aa«o«l»ni€ der Fetertagc, ScWiftleitana. Verwaltuna und BurhdLnK-ker«! Tel. 25-67, 25-68 23-M. MMibor. Kop«iMko al. 6 Nr. 67 Freitag, den 21. März 1941 useratcn- and Abonnements- \nn«hmc In der Vcrwaltunj* B e i a r » p i e i s ; tbholen oder durch die Post monntlUh üin 26.— bei ZustellunR Oin 27.—. flr das Aasland monntllrh l)ln 40.— Einzelnummer Din 1.50 und DIn 2.—. >1aaii9luif>te werden nicht retonmlert Bei Anfraaen Röckoorto beließen. ^•«fnhia nMan« f sotovini Preis Oln V50 ÜBaritortr iWttiift UnauflDörlic^t Suftangriffe im 'Befien Slud^ btrganonie 0>la((K 6ro4rte Itine Unterbrtctiuno grfitigtilni Sufitriegee BcrHfl, 21. mrz. (Avaia-DNB) Wie xIm Deutsche NadirichierAjtiro eirttlhrt, haben deutaclie Kanipflliifzeufe in der verffaf^eneti N«cM eitteti neoerlicken Angriff auf Hmfenattlaifefi und wichtige Plug plitze in England durchgeführt. Es wurde eine große AnzaM von Spreng- u. Brandbomben abgeworfen, die zahlreiche Brände zur Folge hatlftn. Ehi größeres Handelsschiff, welches im Hafen lag, wurde durch Bomben getroffen.^ Außerdem un-temahmeii deutsche Kampfflufzeuge im Laufe der Nacht ttim 21. d. M. Angriffe anf London und auf mehrere f^gplitze in England. Berlin, 21. März. (Avaia-DNB) Wie das Den^he Nachilchtenbflro erflhrt, haben gestern Pemaufklftrungsfkigzeage auf bewaffneter Ericundung ein schwer bewaffnetes und voll beladenes britisches HandelsscMTf von etwa MOO Tonnen in der Kühe der biHÜchtn sadoetidWe aus geringer Höhe angegriffen. Dem Schiff wurden mehrere Bombentreffer beigebracht Nach den an Bord erfolgten Ex-p!oslotien versanit das Schiff nach acht Minuten in den Fluten. London, 21. März. {Avala — Reuter.) D*s britische Luttfaitrttiiihisterium teilt mft: Britische Flugzeuge haben in der Nacht zum Freitag einen Atigriff auf eine U-Boot-Basis im besetzten Frankre'ch aus geführt. Die Angriffe der deutschen Luftwaffe waren in der Nacht zum Freitag von gerlntferem Umfang als in den Tagen zuvor. Die Angriffe richteten sich hauptsftch lieh auf ehie Stadt in Südwestengland u. auf LoiKlon. Der Angriff auf die Stadt im Südwesten Englands war von kurzer Dau er, doch wurden mehrere Brände hervor, gerufen, unter denen e'ntge sehr beträcht l!ch waren. Mettschenopfer wurden nicht verzeichnet. In */ondon war die Zahl der Menschenopfer gering, ebenso der Mate- I rialschaden. Der Angriff der britischen 'L^iftwaffe in der Nacht zum Freitag rich-! tete sich auf L o r 1 e n t in Nordfrankreich P l y m 0 u t h, 21. März. (Avala Reu ter.) König Georg und Königin Elisabeth besuchten gestern die Stadt Plymouth. Der König besichtigte bei d'eser Gelegen heit einen kürzlich atis Amerika eingelang ten Zerstörer. Berlin, 21. März. (Avala-DNB). In den ersten Stunden der Nacht vom 20. ^ zum 21. März sind neuerdings starke Verbände der deutschen Luftwaffe zum An ' griff auf militärische und wehrw rt ' schaftiiche Ziele der britischen Insel gestartet. Wie das Deutsche Nachrichten-' twro erfährt, war die Wetter1a«je günstig, ' sodaß bei guter Sicht der Z?e!e s cherc ! Treffer erzielt wcrdeti konnten. Es wurden j zahlreiche Bomben aller Kalit)er und ein: I jjroße Anzahl von Brandbomben abge- worfen. »Das Ziel befindet sich im Flammen«, lautete die Meldung einer Fiug-zeugmannschaft, die zum ersten Angriff gestartet war. Ebenso wurde auch an anderen Stellen e'ne ganze Reihe von größeren und kleineren Bränden gesichtet. Die weiteren Einzelheiten dieses erfolgreichen Angriffes sind bis zur Stunde noch nicht bekannt, Berlin, 21. März. (Avala-DNB). Die Bemannungen der deutschen Kampfflugzeuge, die '.m Laufe der Nacht zum Freitag London und andere Inselziele angegriffen hatten, meldeten u. a., daß in London der Schein der Brände, die in der vorvorigen Nacht ausgelöst worden waren, noch zu sehen sei. Den Londoner Feuerwehren und dem britischen Hilfsdienst ist es demnach nicht gelungen, d cse Brände zu lokalisieren und einzudämmen, damit sie neuen deutschen Angriffen keine Ziele abgeben. 3ni)anifn-£aae unDrrdnöert Athen, 21. März. (Avala - Agencc d'Athenes). Der Bericht Nr. 145 des griechischen Armeestabes vom 20. März lautet: Tagsüber gab es beschränkte Späh- trupp- und Artillerletätigke^t. Feindliche Fhjgzeuge warfen Bomben auf Korfu ab. Menschenopfer sind n cht zu verzck:hnen. Der Materialschaden ist gering. ^Imtrifo ©^lacMfchlffe bie Ml 65.000 Xcnnrn ^u^rnminiftrr :8or&o|ty tn 2)ruif(f)lanö Berlin, 21. März. (Avala — DNB.) Gestern um 11^ Uhr ist der ungarische Außenmiaister Laszlo v. Bardossy m München eingetroffen. Den ungarischen Außenminister begrüßten am Bahnhof Reichsminister des Aeußeren von Ribben-trop und der Chef des Protokolls v. Döm berg. Die beiden Außenminister schritten lie aufgestellte Ehrenformation ab und begaben sich sodann in die Stadt. Heute vormittags legte der ungarische Außenminister einen Kranz in den ungarischen Farben auf die letzte Ruhestätte der Toten des 9. November nieder. 2)'.e fanaöifdDr (S^ffreiöe-audfuDr aefdOr^et EINE FOLGE DER BRITISCHEN BLOCKADEPOLITIK — KANADA VERFÜGT ÜBER 863 MILLIONEN BUSHEL GETREIDE — NUR 235 MILLIONEN BUSHEL KÖNNEN JETZT ABGESETZT WERDEN Newyork, 21. März. (Avala-DNB) Wie die Associated Press aus Ottawa berichtet, befindet sich Kanada vor dem schweren Problem der Getreideausfuhr. Die kanadischen Farm<»r sind infolge der britischen Blockade und der dadurch bewirkten Beschränikung der kanadischen GetreWeausfuhr In eine sehr schwierige Lage gebracht worden, da außerdem auch der Schiffsraum fehlt, der für die Ausfuhr erforderlich ist. Nach den eingelangten Daten verftlgt Kanada Uber 853 Millionen Bushel Getreide, welches für die Ausfuhr bestimint Ist. Die kanadische Regierung ist bemüht, diesbezüglich eine I.ftsung zu finden. Die Käufe kanadischen Getreides simi derzeit auf 235 Mill. Bushel beechränkt. Es ist anzunehmen, daß die Erzeugerprämien abgeschafft werden. Saradschoglu wieder in Ankara Ankara, 21. März. (Avala-Rtuter). Außenminister Saradschoglu und der britische Botschafter Knatchbul! Hugessen sind aus Cypern, wo eine Zusammenkunft mit dem englischen Außenmin ster Eden stattfand, nach Ankara itirückgekehrt. Dk Parljj^r Metro wird um drei Linien vcrlänt»eft. Paris. 21 (Avnia DNR^ Di • P'itM i, iin;itv>'in wird nni d'i'i L ;iMi F.Ii Teil ilor Slrcckc, die durch den Pariser Norden ging und deren Bau bereits 1936 begann, wird noch im Laufe des heurigen Jahres dem Verkehr Ubergeben werden. Br^'vttolov zum ^Botschafter in Vichy ernannt Moskau, 21. März. (Avala-Tass) Der bisherige sowjctrussische Geschäfts-tr,* Ministerpräsident Graf Paul Telek' hie't gestern in einer Konferenz der Regierungs parte e'ne Rede Über die gegenwärtige ' Aktiv'tär der ungarischen Reglerunc un"^ f'*klärte im Zusammenhanc mit de*" ncutsrh'and-Reisp des AnRfnin'nis'pi-! 1 Bardossy. daß man dieser Reise keinen Fanzösische Oewerkscltaftsvertreter nach Deutschland Paris, 21 März. (Avala DNB.) Ueber Einladung der Deutschen Arbe ts-front wird sich eine Delegation französischer Gewerkschafts - Vertreter nach Deutschland begeben, um die im Reiche beschäftigten Arbeiter und die sozialen Einrichtungen des Reiches zu besuchen. Die Delegation steht unter der Führung Dumoulins. (inter'^tijt/et die ^ntitiihprL-iiinspn'ina' K# i^^linirorfr Zcitunji Kummn: ^^7 Freitag, den 21 März ICU. Berlin: „Die kizK Prflfuns ffli dm Balkan, da die gil(chiscb( frage $ch«n $el$$i isi" 3n Serlincr streiten ift firr 39cogra6(r „Drtme" }ufo!se eint }ufrie6enfteHen5e £6lung aller fragen stirifcDen 2>eutf(i&lan&, iSugotiotoim und Oer Xdrtei gefunden toorden / 'i)le ITIteinung deei „SMenft aus i)eu()(Dtand" / ilngaritcOt QluffoHungen B ü 0 i; r a 21. Alärz. Die .A' r c jii veröffentlicht einen Bericht ihres Berliner Korrespondcnlcn über die Lage Jugoslawiens und iibci das Verhältnis Jugoslawiens zu Deulsctiland. Das Blatt -chrcibt: »Auch heule ibt die \veitere lintwick-lung dci europäischen Südostlage Gegenstand der größten Aufmerksamkeit in di-ploniatiscncii, poiitlschon und journalistischen Kreisen der Hauptstaat. In diesen lirwägungen stehen Jugoslawien und die Türkei am ersten P1 a t z, da zu erwarten ist, daß die Lage sowohl des einen wie des anderen Staates in Bälde iler breiteren Oeffentlichkeit bekannt sein wird. Wir haben bereits den Eindruck, (.laß für beide Staaten trotz der beunruhigenden Nachrichten alle Fragen, die sich auf Jugoslawien und aui die Türkei beziehen, eine zufriedenstellende Lösung ge funden wurde, die weder die Ehre noch die Unabhängigkeit der beiden Staaten tangieren wird, was übrigens auch die Absicht Deutschlands war. Anderseits haben die Kriegsbedürfnisse Deutschlands für die Fortsetzung des Krieges sowohl in Jugoslawien als auch in der Türkei Ver sländnis gefunden, und zwar so, daß diese Erfordernisse keine Bedrohung der bei den Staaten bilden. In Berlin verfolgt man die Berichte der amerikanischen Rundfunksender, der eng lischen Presse oder der von England finanzierten Blätter mit vollständiger Ru-he, aber man mißt ihnen keine Bedeutung hei, da man weiß, daß Jugoslawien und die Türkei es verstanden haben, daß I3eutschland gegen die staatliche Unabhängigkeit Jugoslawiens und der Türkei nichts zu tun beabsichtigt. Die Hetze, die Erregung in dieses Gebiet brachte^ ist vom Wunsche dieser beiden Völker zerstreut worden, außerhalb des Kriegsge. schehens zu bleiben. Man glaubt hier in Berlin, daß dies die letzte Prüfung für den Balkan ist, da die Frage Griechenlands bereits gelöst ist. Es bedarf nur noch einiger Zeit für die Löschung dieses Brandes, der auch die übrigen Balkanvölkcr zu erfassen drohte. Berlin. 21. AAärz. Wie die offiziöse Zeitschrift »Dienst aus Deutschland« berichtet, ist der Friede, den Deutschland im Hinblick auf verschiedene ausländische Kombinationen hinsichtlich Jugoslawiens aufrecht erhielt, in erster Linie darauf b^?-rechnet gewesen, keinen Beweggrund lür die Auffassung zu geben, daß Deutschland sich in irgendeiner Weise in die inneren Angelegenheiten Jugoslawiens oder in dessen Haltung einzumengen wünscht. Außerdem ist das deutsche Verhalten Jugoslawien gegenüber schon geklärt, da der Kontakt z\MSLhcn den deutschen und den jugoslawischen Staats.Tiännern in der letzten Zeit lür beide Teile zufricdt'nr.tt'i-iende Ergebnisse lieiertc. in Berlin we'-den daher alle - Kombiriat:onen — vor allem jene au.^ englischen und anierikait'.-schen Quellen — mit größler Ruhe und Kiltbliitigkeit enigegcngenonimen. Wie aus der Sehreibweiso der genannten deutschen Zeitschrift die hinsichtlich der Halhjng der maßgeblichen deutschen Kreise immer sehr gut unterrichtet war, zu erkennen ist, besieht kein Grund füi irgendeine Beunruhigung, Die ganze Erregung und Angst war demnach vfillig un notwendig. Beograd, 21. März. Wie der BeiTi-ner Korrespondent der »V rem ex u, a. mitteilt, interessiert Ungarn vor allem die Haltung Jugoslawiens gegenüber den Signataren des Drei-m ä ch t e p a k t e s. In gut unterrichteten Kreisen ist man überzeugt, daß die nächste Zukunft die vollständige Klärung dieser Beziehungen bringen wird. In Ungarn erwartet man aufrichtig, daß das befreun dete Jugoslawien in Hinkunft seine Beziehungen zu den benachbarten Großmächten positiv entwickeln werde. Es wird auch betont, daß die ungarisch-jugoslawische Freundschaft eines der konstruktiven Elemente der europäischen Politik darstelle. Die Bedeutung der ungarisch-jugoslawischen Zusammenarbeit werde erst in der Zukunft in vollem Maße zum Ausdruck gelangen. In Budapest — so berichtet der Korrespondent der »Vre-me«_ wird erklärt, daß eine engere Zusammenarbeit Südosteuropas mit den be- nachbarten Großmächten keineswegs eine Bedrohung der Unabhängigkeit und Souveränität dieser Staaten darstelle, son-dem im Gegenteil: sie verleihe ihnen erst die Garantien. Eine derartige Zusammenarbeit bringe nur Vorteile, die man in den tangierten Staaten nicht übersehen könne. Als besonders charakteristisch wird '.n Budapest die Tatsache betont, daß sich große übcrsecische Staaten auf alle Weise bemühen, diese Zusammenarbeit zu kompromittieren. Diese Mächte sind jedoch nach Auffassung der Budapester Kreise keinesfalls befähigt, die Freiheit und Souveränität der Südostvölker zu beschirmen. Diesen Schutz und diese Garan tle könne den Südostvölkem nur die voH-ständige und enge Ztisammenarbeit mit den Nachbarstaaten bringen. 'Bernf^tenDe £uftfi1eg^ergebniffe S>er Slmfang i>er öeuIfcOen £uftangri{fe auf £on&on unö andere 3iele in enokmö / (Snglifdbe :9i>mt)en auf 3efi(>euif(Dlan& und ^Rand / 3lmeiHmilKbe aieTkftterfQiiing Uber &en Suftlrieg Im QDeflen B e r 1 i n, 21. A\ärz. (Avala) DNB niol-dct; Das Oberkommando d^r Wohrniaeht gab gestern bekannt: I :;Unlcrseeboote versenkten auo einem gul.c^esicherten Gol'itzug heraus 5S.5Ü0 Brt. feindliehen Handelsschiffsraumes. Darunter befand sieh auch ein Mutterschiff für Wal fischfänger von Uber 20.000 Brt. Weitere Mandelsehiffe mit insgesamt 21.(XK) Brt. wurdtn staik hcsehädigt. Starke Kampfverbändc der Luftwaffe führten in der vergangenen Nacht bei guter Sicht erfolgreiche Angriffe auf kriegswichtige Objekte dei britischen Haupt-ötadi durch. Hiebei wurden vor allem Hafenanlagen und Docks mit Sprengbomben aller Kaliber und Brandbomben belegt. Die wellenförmigen Angriffe, die C Stunden dauerten, verursachten die größten Verwüstungen in den Royal-Victoria-1 wa 7000 Brt. Zwei Schrffe mit in-sgesaant 10.000 Brt. wurden durch Bombentreffer stark beschädigt. Bei einem Vorstoß deutscher Jäger gegen die Südküste Englands verlor der Feind in Luftkämpfen drei Flugzeuge des Typs »Spitfire«. In Nordafrika schoß die deutsche Flak eine britische Kampfmaschine ab. Der Feind flog in der Nacht auf den 20. März nur mit schwachen Kräften in West deufschland ein. Eine geringe Zahl von Spreng- und Brandboiivben verursachten lediglich Gebäudeschaden in einem Wo-hnvieTtel. Die Verluste des Gegners im Laufe des gestrigen Tages betragen vier Flugzeuge. Die deutsche Luftwaffe hatte keine Verluste.« Berlin, 20. März. (Avala) Stefani Docks, den Royal-Albcrt-Docks, den | berichtet: Kriegsberichter, die aji der Ak-King George V-Doeks sowie an den Ha-1 tion gegen London teilnahmen, erklären fen-Anlagcn an der Themse. Die großen Brände und Explosionen konnten bereits aus weiter Ferne beobachtet werden. übereinstimmend, daß der in der vergangenen Nacht ujitcrnommene Angriff einer der heftigsten war, den die deutsche Luft- gewoTfen. Aufklärungsflugzeuge griffen ei(tierung 6eis $afend öon ^apftaOl r Dnser Bild zeigt die Hafeneinfahrt von Kapstadt mit einer Si>erre aus Baumstämmen. Am MoU'nUopf sind Sandf»ack stcllunc;cn und ein Oeschütz zu erkennen Bombenvolltreffer wurden auch an Fa- vvaffe bisher ausgeführt hat. Zwei große briksanlagen nordöstlich der Themse-' Gasometer und mehrere Rüstungsfabri-niündung erzielt. Auf der Themse schwim||endis und dauerte ununterbrochen mehrere Stimden. I'rst nach Mitternacht verließen die deutschen Bomberwellen die britische Hauptstadt. Di'e deutschen Flugzeuge ließen einen Haigel von Brand- untd Sprengbomben auf London heraibprasseln. Nach englischen amtlichen Angaben wurden allein an Brandbomben mehrere Zehntausende abgeworfen. Den Brandbomben folgten Sprengbomben aller Kaliber, die die Zer-•^törungen nach den Bränden noch vermehrten. Im Londoner Gebiet brachen so zahlreiche Brände aus, daß die Feuerwehren nicht alle zugleich in Angriff nehmen konnten. Erst gestern vorm-ittags konnten zahlreiche Brände un-ter Kontrolle gestellt werden. Besonders schlimm wurden einige äu-Vorstädte mitgenommen, denen die deutsche buftoü^nsvve bis ji^i ehuger-maßen Ruhe ließ. Da. und dort wurden ganze Häuserbk>cki> zerstört UUter den Trümmern fand eine beträdhtHdie Amzaihl der Bevölkerung den Tod. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß die Zahl der Menschenopfer viel größer sein wild, ^ nach den ersten Angaben in den gestrjgen Morgenstunden zu urteHen war, Vwfe Menschen liegen noch unter den Trümmern und werden dSe Bergunigsart)erten fortgesetzt. Manche Straßen sind n»t HäusertrUmmem, Ziegeln und Glasscherben vollkonwneji vertagt. Die Rahmen der Fenster und Türen liegen in den Straßen utnber. An vielen Stellen haben die Sprengbomben die Strom-kabel. und Gjsrobre zerrissen, ehen so auch die Wasserleitung. Von den öffentlichen Gebfludci wurden o. X auch vier Kratrkenhäuser, eine Schtilc osw. getroffen. Eine große Anzahl von BontblEii fiel auf Industrieanlagen uud Hafen^nla-gen, wo empfindlicher Schäden verursacht wurde. Der An^nif hat LonJon derart betroffen, daß der Schaden zur CMnse unübersehbar ist. Auch die Zahl der Men schenopfer ist noch nicht festgestellt. London, 21. März. (Reuter.) I>3s Luftfahrtministerium gab gastecn abends bekannt; Die Bomber der britischen Luftwaffe un ternahmen in der vergangenen Nacht einen heftigen Angriff auf K ö 1 n. Die Wetterlage war günstig, so da6 die Ergebnisse des Angriffs klar zu erketinen waren. Die Hauptziele des Angriffs waren die Verkehrsanlagen und Industrieobjekte am Ostufer des Rheins. Mehrere FabrFken wurden direkt getroffen. Ein großer Bau wurde im Einsturzmoment geskhtet Zwei andere Fabriken wurden durch Bomben in Brand gesteckt. Auch entlang der Bahn strecke entstanden Brände. Die englischen Flugzeuge bombardierten neuerdings Benzintanks in Rotterdam. Erfolgreich wurden auch drei feindliche Lufi-angriffc in Holland durchgeführt. Mysteriöse Ex|>losionen in den Bostoner ^Wffswerften N e w y o r ik, 21. März. (Avala-DNB) In den Bostoner Schiffswerften entstanden aus bisher noch nicht geklärten Ursachen Expk>sionen, aus denen sich Groß brände entwickelten, die zahlreiche Werft anlagen vernichteten, so daß rund 6000 Arbeiter beschäftigungslos geworden sind Der Umfang des Sachschadens konnte noch nicht festgestellt werden. decenfei Oer "reitag, dfii 21. März 10-11 3 »Marlborer Zeitungc Nummer 67 Die [^riegsoperationen in Rfrika Sittgf Xfiifgleit Ccr t>riHt(I)rn SufnoalTt In (SruiOrfla unö in Xripolltanirn / 2>ie 3tal{rner da&en bei tt .iairo, 21. März. (Avala) Reuter berichtet: In einer Mitteilunij des britischen Luftfahftkommandos heißt es, die rege Täti|[keit der Royal Air Force gehe in ganz Eritrea weiter, besonders in den Gebieten von Cheren und Asmara. Die feindlichen Stellungen in der Umgebung von Cheren seien wiederholt mi-t Bomben Ober schüttet und mit M. 0. Feuer angegriffen worden. Auf der Straße von Cheren nach Asmara seien motorisierte Transportko-lonnen angegriffen worden. In Awnara seren das Telegraphenamt und Fiat-Werkstätten mit Bomben belehrt worden. Gleichzeitig sei der Bahnhof bombardiert. In Dessie ist durch Bomben viel Schaden angerichtet worden. In Trtpolitan^en se<-en feindliche Flugplätze das Ziel von Angriffen gewesen. Im Hafen von Tripolis seien dort verankerte Schiffe bombardiert und zahlreiche Explos^ionen hervorgerufen ferner Hafenanlagen und MHitärmagazine erheblich beschädigt worden. All« britischen Flugzeuge seien unversehrt zurückgekehrt. Irgendwo in Italien, 21. März. (Avala) Stefani berichtet: Der 286. Bericht des Oberkommandos der italienischen Wehrmacht lautet: . In Nordafrika eröffnete unsere Artillerie vor Giara'bub das Feuer gegen feindliche Streitkräfte, die sich unseren Stellungen zu nähern versuchten. Unsere Luftwaffe bombardierte feindliche Luftstützpunkte bei Berka in Ben-ghasl. Formationen 'der deutschen Luftwaffe belegten verschiedene Stellungen und feindliche Anlagen mit Bomben. In der Nacht auf den 19. Marz unternahm die feindliche Luftwaffe einen Angriff auf Tripolis, wobei einige Tote und Verwundete sowie eln'ge Materialschäden zu verzeichnen waren. Ein feindliches Flugzeug wurde von der Flak in Brand gcschossen und zum Absturz gebracht. Ein weiteres feindliches Flugzeug wurde von der deutschen Luftabwehr bei einem Angriff in der Gegend von Nufill abgeschossen. Der Pilot wurde gefangengenommen. Über dem Ägäischen Meer stießen unsere Flugzeuge auf eine feindliche Jägerformation. Das Ergebnis war der Abschuß einer feindlichen Maschine des Typs »Hurricane«. Eines unserer Bomben flugzeuge wird vermißt. In Ostafrika dauern die Kämpfe bei Cheren an. Trotz der Verluste und der intensiven feindlichen Lufttätigkeit unternahmen unsere Truppen an mehreren Punken Gegenangriffe. Es zeichnete sich besonders unsere Luftwaffe aus, die die felndHchen Artilleriestellungen und motorisierte Truppenteile mit kleinen Bomben belegte und unter MaschInen^ewehrfeuer nahm. Formationen unserer Bombenfiieger erzielten Treffer auf einem feindlichen Luftstützpunkt in Agordat, wobei große Brände entstanden. Ausser jenen feindlichen Flugzeugen deren Vernichtung im gestrigen Be-1 richte des Oberkommandos der italienischen Wehrmacht genannt worden war, wurden weitere vier Feindflug- zeuge abgeschossen. In der Zone von Djicijiga leisten unsere Truppen den feindlichen Bemühungen, den Durch-lass bei Narie (nordöstlich von Dji-djiga) zu erzwingen, heftigen Widerstand. Addis Abeba, 21. März. (Avala) Ein Kriegsberichterslatter Siefanis berichtet vom ostafrikanischen Kriegsschauplatz Einzelheiten über den Heldentod des Generals Lorenzini. Am 17. März übernahm General Lo-renzini den Oberbefehl über einen besonders wichtigen Abschnitt Während eines heftigen Angriffs dos Feindes den die Italicner zum Stehen bringen konnten, wurde der General in dem Augenblick als er Befehle ausgab, von einer Granate gelötet. Die von General Lorenzini geführte Brigade warf sich, als die Soldaten von dem Tode , des Kommandanlen erfuhren, mil grösstem Ungestüm auf den Feind. Der gefallene General wurde mit allen Ehren beigesetzt. ^mrrira berfäQt übrr örri 'Sirrtel &rr (doltborräte örr QSßrlt '33or Ixr 3rieöeng()0tj(Dafi DIE BOTSCHAFT SOLL ZU OSTERN ERFOLGEN, WENN DIE UMSTÄNDE ES ERLAUBEN WERDEN — DER BEVORSTEHENDEN AUDIENZ DES JAPANISCHEN AUSSENMINISTERS MATSUOKA BEI PAPST PIUS XII. WIRD GROSSE BEDEUTUNG BEIGEMESSEN Lyon, 21. März. (Havas.) Nach Meldungen aus vatikanischen Kreisen wird Papst Pius XII. zu Ostern eine w'chtige Rede .halten. Im Vatikan verfolgt man aufmerksam die weitere Entwicklung der internationalen Lage. Sollten es die Umstände erlauben, so wird der Heilige Vater bei d eser Grelegenheit auch eine Friedensbotschaft ergehen lassen. In vatikanischen Kreisen wird hervorgehoben, es sei einstweilen nicht möglich, die Entwicklung der internationalen Lage abzusehen, da beide kriegführende Parteien den festen Wiüen bekunden, bis zum endgültigen Sieg zu kämpfen. Trotz'em wird im Vatikan eine vertrauensvolle Haltung eingenommen. Es be<;tätigt sich d'e Meldung, daß der japanische AuRenminister Matsuoka an- Bcrlin, 21. März. (Avala-DNB). Wie das Deutsche Nachr chtenbUro von f^^ch-männischer Seite erfährt, läßt sich das Luftflottenverhältnis zwischen Deutsch land und England in Zahlen mit 15:1 zum Ausdruck bringen. Auch dies sei kein all zu hohes Verhältnfs mit Rücksicht auf den jetzigen Stand des Luftkr eges und mit Rücksicht auf die großen deutschen Luft angriffe auf England in der letzten Zei'. 3Iu'{>:(ljn(i einer Sabotoge-Uittüre in 3)u ar en . Sofia, 21. März. (Avila.) DNB meldet' im Zusammenhange mit der Mitteilung der Polizeidirektion in Sofia Uber du Auideckung e nes englischen Spionagenetzes erfährt man folgende Einzelheiten In der Nähe des Sofioter Wasserwerke bei Bojana, wurden am 23. Februar groß Mengen von Hxpiosivstofien. Brandbom ben Zündschnüren sow e .Ampullen m\ Exp.osivsioliep auherord-'ntl'ch starke' Wi kur«' luiiielun icn l.)ic Untersuchunt» die von Snrhvors' rdiü;en 'ler Sofiotr I Polize t'cfl^Mrt wurde daß d'e a'r gefiiiV'iH vnipcivrgii-t'frt fremder Her kunft sind "'ni v ie di«'? litHigens m Ru läßlich seines Verwcilens in Rom auch vom Papst in Audienz empfangen wird. Der Hl. Vater ird auch diese. Gelegenheit nicht unbenutzt lassen un 1 für den Friedensschluß plädieren. Nach seiner geographischen Lage — so wird hervorgehoben — spielt Japan im Drelcrpakt und im G'eichgewicht der Kräfte zwischen den kriegführenden Parteien eine wichtige Rolle und genießt Sympathien in beiden Lagern. Die Bez'eliungen zwischen Japan und dem Hl, Stuhl sind sehr gut, insbesondere seit der Anerkennung der Mandschurei seitens des Papstes. Man glaubt 'aher, daß es sehr leicht mög I'ch sei, daß der Papst Japan für seine Fr'edensarbe't gewinnen werde, aber auch alle an 'eren, d'e s'ch dem Friedenswerk anzuschließen wünschen. Das Verhältnis der abgeworfenen Bombenlast ist für die britische Royal Air Force noch ungünstiger. In diesem Zu^am menhange wird in Berlin betont, daß auf diese Wese die rauhe Wirklichkeit de qualitativen und quantitativen Uebe.-macht der deutschen Luftwaffe hervor-'Jieht, was selbst der englische Luftfahrtminister Sinclair kürzlich in seiner Unterhausrede erklären mußte. mänien, in Holland und in Norwegen der Fall war, zu Sabotageakten bestimmt wa ren. Die Untersuchung wird fortgesetzt. In der gleichen Mitte hing heißt es weiter, daß auch der S'tz einer illegalen aus ländischen Propagandaorganisation auf-Tpdfckt worden sei und mehrere Personen festgenommen worden se'en. Dies«-hätten als Söldlinge illegale Literatur HroschUren, Flugblätter, usw., was alle«: von einem aus!fchen Propaganda l'enst herrührte, verbreitet. Diese illega 'en Schriften seien namentlich im Bereich 1er Stadt Burgo^ verbreitet worden. D'e ^e*t<^cnommenen Personen hatten ein *'ollf«; OestSndnl«; «iich m't i'l^ualer Pro-naganda befaßt zu haben, abgelegt. Washington, 21. Mürz. (Reuter) In den Tresors des amerikanischen Finanz ministeriuinis für Fmanzen im Fort Knox (Kentucky) liegen augenblicklich Goldbarrun im Werte von 14 M lliarden 579 Millionen 591.000 Dollar. Es ist dies beiläufig die Hälft des Goldes der izen Weit. Die Tresors sind derart fest, daß a« £uflflollent)rr|)ä ini« 3)eulf(Man{) un6 (f^ro^brilannlrr BERLIN ERKLÄRT OFFIZIELL, DASS DAS VERHÄLTNIS DER LUFTFLOT-TENSTÄRKE WIE 15:1 ZUGUNSTEN DEUTSCHLANDS STEHE. >Maritwrer Zeihingr^: Nummer 67 4 Freitag, den 21. März 1941 lichcr Bedeutung; isr^ daß im Jahre 1040 /alilreichc Fabriken des Vierjahresplanes i:i Betrieb genommen werden konnten, die .seit 1036 in Bau waren. Neuartige Rohstoffe sind dadurch in den Verkehr gelangt und oitiiials an die Stelle der »klas-sichcn« Werkstoffe getreten. Die Lager-Vorräte in Buntmetallen scheinen beträcht lieh zu. sein. Jedenfalls ist bisher die kriegswichtige Versorgung mit ihnen an allen Punkten gewährleistet gewesen. Allerdings mögen die Einfuhren aus europäischen Ländern hierbei eine gewisse RoIIel gespielt haben. Es ist eine Tatsache, daß auch mit Produkten, die in Europa nicht erzeugt werden, die Kriegsund Expartindustrie bisher gut versorgt worden ist. Die Industriecr/ccugung schließlich liegt durch die deutschen Exportmöglichkeiten offen zutage. Allerdings wäre hier einzuwenden, daß selbst in der Zeit des Welt, krieges die deutsche Industrie sich zu grossen Leistungen hat aufschwingen können» Es ist nur natürlich, wenn das jetzt unter der straffen staatlichen Lenkung und der besseren Versorgung mit Rohstoffen in einem größeren Ausmaß der Fall ist. Über die deutsche Wirtschaftslage kann zusammenfassend gesagt werden, daß von einer Wirksamkeit der Blockade Englands bisher nichts zu spüren gewesen ist und nach der besten Überzeugung der breiten öffentlichkeit auch in Zukunft nicht zu spüren sein wird. Aus Stadt luifl UnmclNuio i ?Rarlt>or. Srcilog. öen 21. ?ltär} @rttene£i ^onsrrtrreigntö in OTlaribor VOR DEM ERSTEN MARIBORER KONZERT DES GRÖSSTEN KROATISCHEN SXNOERCHORES W'ie bereits berichlvjt, wird sich in dem morgen, Samstag, den 22. d. stattfindenden Konzert im Sckol-Saale der größte Zagreber Gesangschor »Kolo« mit nahezu 100 Sängern und Sängerinnen unter der Chorleitung des berühmten Operndirigenten und Tondichters Boris Pa-pandopulo vorstellen. Das Konzert ist in zwei Teile geteilt: In einen geistlichen und einen weltlichen. Den Auftakt des geistlichen Teiles bildet der Klassiker der russischen kirchlichen Vokalmusik D. Bortjanski, der in der Vortragsfolge mit seinem »Dritten Konzert« vertreten ist. Es folgt eine fiinfstinimige Motette von Lukacic und cm Psahii des jungen kroatischen Komponisten C i p r a. Eine Komposition in fünfstimmigem Stil ist ein weiterer Psalm von I v s i i.\ Den Abschluß des geistlichen Teiles des Konzertes bildet eine Komposition von Boris P a p a n d o p II 1 0. Den weltlichen Teil des Konzerten leitet Ivan Brktnovic mit seiner interessanten Komposition »Hochzeit in Ko-navlje« ein. Die meisterliche Komposition ist in vier Sätzen geschrieben. Von Jo-sip ätolcer stammt eine Paraphrase des Volksliedes, die an den Chor nicht geringe Anforderungen stellt. Diesen Teil des "Konzertes bilden ferner kleinere Tondichtungen der zeitgenössischen jugoslawischen Chormusik von Papando-p u 1 o und M a t7. Chormeister Boris Papandopulo ein gebürtiger Zagreber, vollendete seine musikalischen Studien in Wien. 192Q wurde er m-it der Chorleitung des »Kolo«-Chorcs betraut. Papandopulo ist außerdem ständiger Dirigent der Zagrober Oper. Seine zahlreichen Kompositionen sind auch im Ausland zur Aufführung gebracht worden. Er schrieb zahlreiche Kammer- und Vokalmusikwerke, die Oper »A m f i t r i 0 n«, während seine »S l m-f o n i e 11 a<ü sowohl in Italien als auch in Deutschland von großen Symphonie-nrche!='tern zur Aufführung gebracht wurden. Neben Gofovac, Baranovic u. Lhotka gilt Papandopulo als einer der führenden kroatischen Tondichter. Nahkarapfwaffen der deutschen Infanterie: Maschinenpistole im Hüftanschlag Der Film »Sieg im Westen« läuft in allen großen Moskauer Kinos. Moskau, 21. März. (Avala-Stefani). Gestern wurde in allen großen Kinos der Sowjethauptstadt der deutsche Dokumentarfilm »Sieg im Westenc zur Aufführung gebracht. Das jüngste Ehepaar in Jugoslawien dürfte wohl in Zaividovic in Bosnien leben. Der Ehemann zählt erst 13 Jahre und besuchte noch vor kurzem die Schule. Die Gattin Huso Salkic, Ramiz Bajric, ist ein Jahr jünger und zählt demnach erst 12 Lenze. Beide sind noch halbe Kinder, immerhin schlössen sk eine Ehe. Man sagt, Huso sei jetzt ernst geworden ujid werde, wenn nicht alle Anzeichen noch ein guter Hausvater werden. Itm Schlafe erblindet Kiizevci, 21. März. Seit einigen Mo-natem weilt die 10jährige Vera PeSek aus der Umgebung von Prag in Kri^evcl bei ihren Verwandten, dem Indusriellen He/-man. Das Mädchen, das sonst immer heiter und lebcnsl-ustig war, klagte schon vor einigen Tagen, t;ie hätte unerträgliche ' Kopfschmerzen. Dienstag legte sich da-^ Mädchen nieder, um durch einige Stunden Schlaf ein Nachlassen der Kopfschmerzen zu erreichen. Als sie erwachte, war alles sohwarz um sie. Das Mädchen hatte während dos Schlafes das Augenlicht verloren. Iis wurde unverzüglich nach Zagreb gebracht, um in der dortigen Klinik behanri'elt zu werden. Der Fall fnt in der' «■')ffpnfr<"hkrit hfgrnilli hcrwei-Aiii'st^hon CT.'l't. m. Kaufmann J. PreSern gestorben. Ganz überraschend kommt die Nachricht^ daß gestern der bekannte Marlborer Kaufmann und Mausbesitzer Johann P r e s e ni verschieden ist. Mit Kaufmann Presern ist ein markanter Vertreter unsere Handels-welt ins Gnb gesunken,, der sich überall, wo man ihn kannte, der besten Wcrischäl znng erfreute. Sein rastloses Leben wa'" nur vonArbeit erfüllt, von der er sich auch bis in den späten Lebensabend nicht trennen konnte. Friede seiner Asche! Der geschätzten schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! ni. Evangelisches. Sonntag, den 23. d. wird um 10 Uhr in der Christu>^kirche ein Gemeindegottesdienst stattfinden. Anschließend um 11 Uhr sammelt sich die Schuljugend zum Kindergottesdienst. m. In der Volksuniversitäl spricht kommenden Montag, den 24. d. aer Zagreber Universitätsassistent Dr. ^eljsko J i r o v. §e'k über die italienische illusionistische Barockmalerei. [>ie interessanten Ausführungen werden die Entwicklung des Raum Illusionismus von der Renaissance über den Barock b's Pietro da Cortone aufzeigen. Der Vortrag wird von Lichtbildern begleitet werden. m. Der Mariborer Rundfunksender geht allmählich seiner Fertigstellung entgegen, allerdings nur, was die Baulichkcit betrifft. Dje Apparatur ist noch nicht eingetroffen. Das Postministerium hat sich ent-sthlassen, zwischen Ljubljana und Mari- bor eine besondere Telefonlinie zu 'errichten, die die Darbietungen des Senders in Domiale bis Maribor vermitteln wird. Der Mariborer Sender wird dann die Ljubljanaer Emission ausstrahlen und sie in ganz Slowenien klaglos vernehmlich machen, " optik-fachmann ? nur e. petein m. In der VoiksuniversitÄt spricht heu-te, Freitag der Ljubljanaer Bibliothekar Dr. J. R u s über den Triglav, worauf noch mals aufmerksam gemacht wird, Skiopti-sche Bilder! m. Den 50. Geburtstag feiert morgen der bekannte hiesige Bäckermeister Josef C e b 0 k 1 i, Vizeobmann und langjähriges Vorstandsmitglied der Mariborer Bäckerinnung. Wir gratulieren! m. Altkatholisches. Am Feiertag, den 25. d. entfällt in Maribor der Gottesdienst da an diesem Tag eine kirchliche Andacht in Ptuj stattfindet. m. Der Roienk-Bauer gestorben. Auf seinem hochgelegenen Besitz unterhalb der UrSIja gora ist der Bergbauer und Landwirt Franz Zdovc, vulgo Rozenk, im Alter von 70 Jahren gestorben. Der Verstorbene erfreute sich weithin großer Wertschätzung und genoß auch in den Reihen der Bergsteiger große Popularität. (Sin 33116 öee j)afen0 t>on dtaögoiD Glasgow, das kürzlich schwere Luftangriffe erlebte, ist mit rund 1,088.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Großttritanniens. Die Stadt ist ein wichtiges Zentrum der Eisenindustrie des Schiffbaues, der Textilindustrie und hat chemische, Glaspapier-, Steln-p'ut-, Zucker- und Tabak-Tahriken und Whjsky-Bre i ncreien. Viel tat er für die Instandhaltung der Wallfahrtskirche am Gipfel der »Urälja gora«, deren Besucher bei ihm stets gastfreundliche Aufnahme fanden. Friede seiner Asche! m. Der Zahnärzteverein für das Diau* banat hält Samst^, den 22. d. um 20 Uhr in der Restauration Slamiä in Ljubljana seine Jahrestagung ab. m. In Ljubljana sind die Lehrerin Maria Thum a, der Kaufmann Bogomil B o g o vac und die Schulverwalterswit\ve Lins P i n gestorben. Friede ihrer Asche! m Aus dem Mäniicrgesangvcrciii. Die heutige Probe entfallt. m Der Jugos1a\^ischo Kynolo|(enverband hält Sonntag, den 23, d. in Ljubljana seine Jahreshauptversammlung ab. m Millcilung des slädtischcn Appro-visionicrungsamtes. Jene Inhaber von Lebensmittel karten, die nicht direkt beim Kaufmann einkaufen, sondern in Gaslhäuscrn oder privat verpflegt werden, sind verpflichtet, dass ihre Karten vermittels des Kostgebers von demjenigen Kaufmann abgestempelt werden, bei dem der Kostgeber seine Einkäufe tätigt. Parteien, die kein Mehl, sondern Brot kaufen, legen ihre Karlen dem Kaufmann zur Abstempelung vor, bei dem sie die übrigen Lebensmittel kaufen. m Das Bergheim ,«Kocbekov dorn" auf der KoroSica wird ab Samstag, den 29. d. wieder ständig bewirl-schaflet sein. Der Schnee ist so reichlich aufgelagert, dass man wird bis Mitte Mai den Skisport frönen können. m. Der Verein der bildenden Künstler Sloweniens in Ljubljana hält Samstag, den 5. April um 16 Uhr im Vereinszimmer in der Wolfova ulica lOyHI sefnc Jatores-tagung ab. m. Gefunden wurde gestern an der Straßemkreuzung Jur5i(^eva —• Go&poska ulica eine Geldtasche mit einem Barl>e-trag von 109 Dinar. Der Verlustträger soll sich bei der Polizei melden. m. Diebstähle. Der Hausgehitfin L. J. kam aus der Kredenzlade ein Bartjetrag von 250 Dinar abhanden. Dem Pabri-ks-artjeiter Anton Srol aus Tezno wurde ein Fahrrad, Marke »Barania«, gest(Alen. • Allen Bierfreunden noch ein wenig Geduld! Das neue dunkle Union-Bier wird in kürzester Zeit gut abgelagert und abfüllbereit sein. Es kommt Samstag, den 29. MÄrz d. J, zum Ausschank. 1446 m. Wetterbericht vom 21. März, 9 Uhr: Temperatur -\-2A Grad, Luftfeuchtigkeit 05%, Luftdruck 741,2 mm, Südwind. Gestrige Maximaitemperatur -|-10, heutige Mifiimaltemperatur —4 Grad, m Spende. Für den armen Kriegs-invaliden spendete .,Ungcnannt" 20Dinar. Herzlichen Dank! • Hornhaut nnd Hühneraugen entfernt schmerzlos »Bata« Maribor. Aus Ptul p Der Hausbesilzcrverein In PtnJ hielt dieser Tage seine Jahreshaupt-versammhmg ab, in der auch der Verbandsobmann Frelih aus Ljubljana einen umfassenden Bericht vorlegte. Bei den Wahlen wurde die bisherige Vorst and sleitung mit Obmann Rechtsanwalt Dr. Sluga an der Spitze in ihrer Funktion weiterhin bestätigt. p. Viehmarkt. Auf den Rindermarkt am 18. d. wurden aufgetrieben 89 Ochsen, 280 Kühe, 9 Stiere, 28 Jungochsen, 69 Kalbinnen, 3 Kälber, 103 Pferde und 21 Fohlen, zusammen 612 Stück, von denen 274 verkauft wurden. Preise: Ochsen 8— 10.5, Kühe 7—10, Stiere 8—11, Jungochsen 8—9.60, Kalbinnen 8 11.50, iClIber n Dinar pro Kilogramm Lrbrndpru-icht, Fohlen 1200 KXX) und Pferde 1500— !3leue ^{>ga{>rn in |$tui Der Stadtrat von P t u j hielt cl'cser Ta ge eine Vollsitzung ab, in der der Voranschlag der Stadtgemeinde für das neue Finanzjahr, das nur neun Monate vorsieht, verabschiedet wurde. Eingangs hielt Bürgermeister Dr. Remec dem vor ei-nigen Monaten verstorbenen Ehrenbürger der Stadt Ptuj Johann S t e u d t e, der fast ein halbes Jahrhundert dem Stadrat ange hört und längere Zeit die Vizebürgermeisterstelle bekleidet hatte, einen tiefempfundenen Nachruf, den das Haus stehend anhörte. Nach Erledigung der Formalitäten wurde in die Beratung des Voranschlages eingegangen. Der Haushaltplan der Stadtgenieinde Ptuj sieht Ausgaben in der Höhe von 3,024.860 Dinar und ebensoviel Einnahmen vor. Angeschlossen sind auch die Voranschläge des Armenfonds, des Luftschutzfonds, des Fonds für körperliche Er Ziehung, des RegulationsfonJs, des städti sehen Fremdenverkehrsamtes; des Veterinärfonds und der Stadtbetriebe. Im Ver. gleich mit dem laufenden Voranschlag, auf neun Monate umgerechnet, ist der neue Haushaltplan, der derzeitigen inter-naionalen Lage Rechnung tragend, um 597.785 Dinar höher als der laufende. Der Fehlbetrag beläuft sich auf 2,053.780 Din, der durch verstärkte Einnahmen gedeckt werden muß. Die Einnahmen mußten bedeutend erhöht werden, so vor allem die Steuerzuschläge, die Taxen, die Stand-, Markt-, Wäge-, Einfuhr- und Eichgebühren, die Vei1)rauchssteuer auf Wein um 25* und auf Bier um 50 Para pro Liter, auf das eingeführte Frischfleisch um 30 Para und auf Selchfleisch um 2 bis 3 Dinar pro Kilo.,Neu ist die Verbrauchssteuer auf Obst wfcin in der Höhe von 25 Para pro Liter. Die Zuschläge zu den direkten Steuern werden um 5?^ erhöht. Sollten die Aufsichtsbehörden einige Verbrauchssteuern oder andere Abgaben nicht bewilligen, so werden die Steuerzuschläge entsprechend weiterhin hinaufgesetzt werden müssen, um das Auslangen zu finden. Nach einer erschöpfenden Aussprache, in die zahlreiche Redner eingriffen, wurde der Voranschlag angenommen. Der Stadt rat sprach die Erwartung aus, daß die Banatsverwaltung aus dem Banats-Not-standsfond, dem Ptuj jährlich rund 80.000 Dinar beisteuert, heuer jedoch davon nur 5000 Dinar für öffentliche Arbeiten erhalten hat, größere Beträge für die Durchführung dringender Arbeiten anweisen wird. Der Sicherheitsdienst muß modernisiert werden, weshalb es an der Zeit wäre, daß auch Ptuj eine besondere Polizeiabteilung erhält wie Maribor und Ce-Ije. Im weiteren Verlaufe der Sitzung wur den einige Reglements etwas umgeändert, soweit es sich um die Sicherstellung der Einnahmen handelt. Die Gemeinde ist bereit, der Antitubcr-kulosenliga zur Errichtung eines eigenen Ambulatoriums in Ptuj am Adelsberger-Grund eine Parzelle von rund 1800 Quadratmeter unentgeltlich abzutreten, jedoch erst dann, wenn die Bauarbeiten aufgenommen werden. In den Verwaltungsausschuß der Stadtsparkasse werden Primararzt Dr. Kühar, Kaufmann Alois Zoröiö und Zahnarzt Dr. BrenCi^ kooptiert, in den Aufsichtsausschuß hingegen Kaufmann Boris BaCnar. Verschiedenen Institutionen wurden nicht unansehnliche Unterstützungen bewilligt. Die Stadtgemeinde kauft vom Bäckermeister Josef Ramsak in der Ljutomerska cesta dessen Haus im Werte von 170.000 Dinar. Es wurde ein besonderes Arrangement hinsichlich der Abzahlung getroffen. Die Gemeinde übernimmt die Bürgschaft für einen eventuellen Abgang in der Gebarung der Expositur des Fretndenver-kehrsverbandes in Ptuj. SKr Stampf gegen die ISornograpDie in 3agre6 Zagreb, 21, März. Die Polizeidirektion in Zagreb erließ folgende Mitteilung; »Auf dem Zagreber »Büchermarkt« erschienen in der letzten Zeit pornographische Aufsätze mit Bildern und Karikaturen niedrigster Art. Diejenigen, die sich damit befaßten, haben den Beweis erbracht, daß ihnen das elementarste Empfinden der Verantwortlichkeit für die geistige und physische Gesundheit unserer Jugend fehlt, ebenso auch die Verantwortung gegenüber der Einrichtung der Familie, auf deren einzig soliden ethischen Grundlagen allein die glückliche Zukunft eines jeden Volkes beruht. Der Polizei ist es vorderhand gelungen, diese »Literatur^ in der hiesigen Buchhandlung s»Sokok zu beschlagnahmen und zwei Druckereien »Privreda« und »Qa§parovi6«) ausfindig zu machen, aus denen dieses moralische Gift floß. Im Laufe der Untersuchung wurden nachstehende Personen, die mit dieser volksfeindlichen Angelegenheit in Zusam menhang stehen, verhaftet: Ing. Smiljan Sokol, Juraj Boranic, Eigentümer der •^Privredna fiskarna«, Branko DrapCilski, DagutJn Gasparovic, Druckereibesitzer, u. Zvonimir Lenard, Maler und Graphiker. Diese Personen wurden bereits mit Polizeistrafen belegt und werden nach beendeten Formalitäten dem zuständigen Gericht überstellt werden.« rreitag, den 21. März 1941 8000 Dinar pro Stück. Auf den tagsdar-auf stattgefundenen Schweinemarkt belief sich die Zufuhr auf 138 Schweine, wo von 52 Stück verkauft wurden. Jungschweine kosteten 220—300 Dinar pro Stück, Fleischschweine 14_16, Mastschweine 16.75 und Zuchtschweine 12— 14 Dinar pro Kilogramm Lebendgewicht. p Die .,PosojilnIca'' in Pluj wählte in ihrer letzten Jahrestagung an Stelle des krankheitshalber zurückgetretenen Direktor Dr. Komljanec den Grosskaufmann und Realitätenbesitz^r Franz Lenart mm Vorsitzenden. Sein Stellvertreter ist Rechtsanwalt Dr. F e r m e v c. Zum Direktor der Anstalt ^vurde Dr. Milan ZupanöiC ernannt. p Ehibruchsdiebstahl. lu Mestnivrh verübte ein noch unbekannter Täter einen Einbruch in das Haus des Be-silzers J. Plohl und Hess verschiedene Beklcidungsgegcnstände sowie das Kssbesteck mit sich gehen. Aus Cdte c. Evangelisclie Kirchengemeinde. Sonn tag, den 23. März, findet der Gemeindegottesdienst um 10 Uhr in der Christuskirche statt. Der Kindergottesdienst wird um 9 Uhr im Gemeindesaale des Pfarrhauses abgehalten werden. c. Sannregulierung. Die Regulierung der Sann im zweiten Teil des 5. Abschnittes (vom Grenadiersteg bis zur zweiten Eisenbahnbrücke) schreitet vorwärts. Gegenwärtig wird beim Grenadiersteg gearbeitet. Heuer sollte auch noch der sechste Abschnitt (zwischen den beiden Eisenbahnbrücken) unter dem Schloßberg-Knie in Angriff genommen werden. c. Jahresversammlung. Die Vereinigung der Chauffeure In Celje hält Sonntag, den 23. März,' im Gasthaus Branibor ihre Jah-res-Hauptversammlung ai). Beginn um 9 Uhr vormittags. c. Personalnachricht. Zum Stellvertreter des Bezirkshauptmanns in La§ko wurde Herr Dr. Paul Schwab, ein Sohn des verewigten Komponisten und Arztes Dr. Anton Schwab aus Celfe, ernannt. c. Kino Union. Heute, Freitag, zum letz tenmal »Die drei Codonas«, ein deutscher Artistenfilm, in dessen Mittelpunkt die Künste der unsterblichen Codonas stehen, jener »Könige der Luft«, die unerreichte Weltklasse waren. Ihr Fliegen durch die Zirkuskuppel mit dreifachem Salto ist nichts für schwache Nerven. In den Haupt rollen Rene Deltgen, Lena Norman und Ernst von KHpstein. KultHC-airaiilli &rr &rutf(^en ^unfi-auefteflung (Von un^om Fa-Mitarbeltor) München, 17. März. Die zweite während des Krieges veranstaltete Reichsschau der Bildenden Künste in München, die ausschließlich Malerei, Graphik und Plastik lehrender deutscher Künstler zeig te, hat dieser Tage nach einer Ausstellungsdauer von 31 Wochen ihre Pforten geschlossen und durch diese lange Dauer allein schon bewiesen, daß Deutschland nicht gewillt ist, sein kulturelles Leben während des Krieges einschlafen zu lassen. Die Besucherzahl von über 603,000, die um 180.000 höher war als die Besucherzahl der ersten dieser Kriegsausstellungen, rechtfertigte durchaus diese lange Dauer der Ausstellung, wie sie zugleich der beste Beweis für die Anteilnahme ist. die alle Schichten des Volkes der deutschen Kunst entgegeuhringen. Auch die Z '' ' r :r,irj;ilir. üllcs dies ehi Beweis dafür, daß der vom Führer eingeschlagene Weg sich als richtig erwiesen hat und daß die Au^sstel-lung als ein weiterer Markstein auf diesem weiter zuverfolgcnden Wege angesehen werden muß. Interessant ist auch die regionale Verteilung der Künstler. Norddeutsche einschließlich der Berliner Werke stehen mit 200 erst an zweiter Stelle, während 415 der ausgestellten Werke aus Süddeutschland kame.n, 98 aus Mitteldeutschland und 95 aus Westdeutschland und dem Rheinland. Allerdings bezieht sich das nur auf die Wohn sitze der Künstler, nicht aber auf ihre Abstammung. Am Schluß der AusstellunK gab Direktor Kolh vom Hause der deutschen Kunst eine kurze Vorschau auf die nächste Ausstellung, die schon im Juli dieses Jahres eröffnet werden soll. Auch sie wird wiederum eine Reichsschau lebender deutscher Künstler auf dem Gebiet von Malerei, Graphik und Plastik bieten, deren Durchführung angesichts der Einberufung von Künstlern zum Heeresdienst mancherlei Schwierigkeiten verursacht. die aber auch durch Entgegenkommen der Militärbehörden stet5 über-\\'unden werden können. Diethe bewilligen sowohl Freistelhrngen vom Wehr- machtsJienst für Künstler, die sich auf den .AusstelJungen besonders ausgezeichnet haben, wie auch längere Arbeits urlaube. Ein gleichfalls neiies und fruchtbares Element ist der persönliche Kontakt, den die Leitung des Hauses der Deutschen Kunst mit den Künstlern aufgenommen hat und ständig aufrechterhält bzw. enveitert. * b. NaS rod. Eine kösttlich illustrierte, lebensbejahende Zeitschrift für die Volksschuljugend. Unterhaltende und belehrende Lektüre und eine lustige Rätselecke. Verini' MIadinska Matica, Ljubljana. b. Jugoslavenski tckstilni vjesnlk. Die letzte Nummer der vorliegenden Zeitschritt bietet iedem Textiltechniker eine große Auswahl fachlicher Artikel aus allen einschlägigen Wissensgebieten, außerdem Markt- und Warenberichte, Kurzberichte und praktische Winke. Verlag in Zagreb, Bogovi(?eva ulica 9. Im Jahresbezug hin 4R0.—. b. Die Woche, Bilder zum Zeitgesche-l^e.^, Kriegsiberichte, eine politische Wochenschau, Kurzgeschichten, ein spannender Roman, Humor- und Rätsel-ecke. Ver-la-g Scherl, Berlin. >Marthorer Zeltung« Nummer 67 MaUbccct UmmIr Freitag, 21. März: Geschlossen. Samstag, 22. März um 20 Uhr: »Haba-Ituk«. Ermäßigte Preise. Sonntag, 23. März um 15 Uhr: »Die Am« zonen der Zarin«. Ermäßigte Preise. — Um 20 Uhr: »Ohne den Dritten«. Gastspiel NuCiä-Podgorska. Ab. B. Montag, 24. März um 20 Uhr: »Ohne den Dritten«. Gastspiel NuÖiC-Podgorska. Ab. C. ^Bolf^untöerfität Freitag, 21. März: Dr. J. Rus (LJub-Ijana ^•*richt über den Triglav. Skiopti-sche Bilder. Montag, 24, März um 20 Uhr: Dr. 2elj-ko J i r o v § e k aus Zagreb spricht über »Die illusionistische Barockmalerei Italiens«. Im-Kliie Esplanade-Tookino. Der größte Lachschlager der Saison »7 Jahre Pech« mit Hans Moser, Theo Lingen, Ida Wüst, Oskar Sima, W. A. Retty in den Hauptrollen. Die lustige Geschichte eines Mannes, der sich einbildet, wegen eines zerbrochenen Spiegels 7 Jahre vom Pech verfolgt zu sein. Ein Film von ununterbrocherwr grotesker Situationen und Humor, wie noch in kein\;m Film zuvor. Hans Moser diesmal als weinfroher Tierarzt und Löwenbändiger, Theo Lin-gen als Diener, der viel Verwirrung stiftet. Wer da nicht mitlacht, dem kann nicht mehr geholfen werden! Burg-Tonkino. Der herrliche Großfilin »Bai par6« mit Paul Hartmann, Ilse Werner und Hannes Stelzer. Spielleitung Kart Ritter. Im Faschingstnibel in Alt-München, auf dem »Bai pard«, zwischen Opernhaus und »Simplizissimus« spielt das Schicksal Schabernack und läßt Vater und Sohn um eine Wüine Göttin zH-tem — die Maxi vom BaWett. Paul Hartmann ist, straff, männlich und herzlich, der Herr Papa, der ungestüme Junior »ier sympathische Hannes Stelzer, und »die Maxi« wird von Ilse Werner mit allem Zauber ihrer anmutsvollen Mädchenhaf-tigkeit verkörpert. W«gen des Massenan-dranges mögen die Karten im Vorverkauf gelöst werden. Union-Tonkino. Bis einschließlich Freitag »Zirkus der Brüder Marx« ist nicht nur das größte Unternehmen dieser Art, sondern auch das unterhaltendste der Welt. Treten Sie ein unter das Riesenaelt und schauen Sie sich die glänzende Clown-Nummer der berühmten Brüder Ritz an. Sie werden sich glänzend unterhalten, Sie werden über die großartigsten Einfälle staunen und Sie werden vom Herzen lachen! — Unser nächstes Programm: »Die ?Mndenbrigade«. Tonkino Pobreije. Am 22. und 23. März »Küste Im Nebel«. QIpol^efrnnaiTitMen'l Bis 21. März versieht die Stadtapotheke (Mr. Ph. Minarrik) am Hauptplatz 12, Tel. 25-85, und die S t. Rochus-Apotheke (Mr. Ph. Rems) an der Ecke Aleksandrova-Meljska cesta. Tel. 25-32, den Nachtdienst. :Dad Detter Wettervorhersage für Samstag: Vorwiegend bewölkt und kühl. Niederschläge zu erwarten. Aus allct IDdt Amiens wird aufgebaut Paris, 21. März. (Avala-DNB) Di Jenncwein abgcsrhlos-•«Mi d0^r 'Abfahrt6la>u{ gewann utkI mi ER FIJSSBALLSAISON Und »L e n d a v a« und in Gustan] »S 1 o-V a n«—»S I 0 V e n j g r a d e c«. Die Sieger der sonntägigen Runde ste.gen in die nächste auf, deren Termin noch bestimmt werden wird. Außer den obigen Spielen treffen in der ersten Runde noch aufeinander .«"Celje« —»A t h 1 e t i kfri(Dte Ljubljana, 20. d. Devisen: London 174.57—177.77 (im freien Verkehr 215.90-210.10), Ncwyork 4425—4485 (5480- 5520), Zürich 1028.64—1038.64 (1271.10-1281.10); lieriin (Privatclearing) 1772—1792 Zagreb, 20. d. Staatswerte: 2^/2% Kriegsschaden 477.5fJ—0, 4% Agrar 56-0, 4% Nordagrar 56—0, 6% Begluk 85— 85.50, 6% dalmat. Agrar 79.75-80.50, 6% Forstobligationen 0—78, 7% Stabilisa-tionsanieihe 97—100, 7% Investitionsanleihe 90.50—101, 7% Seligman 101—0, 7% Blair 100—101, H% Blair 104—0; Pri vileg. .^grarbank 207.50—0. X Preisf^t^etzung für einige weitere Artikel. Mit einer neuen Verfügung wurde der Preis für Kupfervitriol festgesetzt. Kupfervitriol kostet fortan im Großhandel 8.50 Dinar pro Kilogramm, franko "Waggon Verladeis^ation, jedoch ohne Umsatzsteuer. — Festgesetzt wurde auch der Preis für Rebstock-Bindfaden aufi Hatif, der fortan je nach Qualität 40 bzw. .53 Dinar, eb^so aus Si-saJ, pro Kilogramm beträ.gt. — Schließlich kosten bis auf weitere? die Stahlbehälter für Gas (Gasflaschen) 1200 und für be.'^onders gefert'gte Erdgasbe-hälter 2000 Dinar pro Stück, alles franko Lager des Verkäufers, ohne Umsatzsteuer. X In Ctearingverkehr mit Italien wurden seitens Jugoslawiens in den letzten Tagen größere Ül>erweisu^Marlhorer Zeltung« Nummer Ö7 @ro0lüirtf(f)Qf(örQum - eine ülopie? Bevlin, März. (UTA.) Die deutsche öffentlichkeit wendet sich gegen die von englischer und amerikanischer Seite verbreitete Behauptung, die Idee des konti. nentaleuropäischen Wirtschaftsraumes sei eine Utopie. Diese Propaganda zweifelt nicht nur den Willen der in Betracht kommenden Länder und Völker an, einen Großwirtschaftsraum zu bilden, sondern auch die objektive Möglichkeit hierfür. Man weist auf die Tatsache hin, daß Kontinen-taleuropa an keiner Stelle über die subtropische Zone hinausreiche und damit als Produzent für alle tropischen Erzeugnisse ausfalle. Die Völker, die bisher mit Ländern alllcr Erdteile im Warenaustausch standen, müßten daher die schwersten Bedenken tragen, sich einsej, tig aufeinander einzustelen und ihre überseeischen Abnehmer und Lieferanten zu verärgern. Tn der Polemik ist es häufig so, daß der Kritiker sich das Objekt, gegen das er sich wendet, künstlich so zurechtmacht, daß es angreifbar ist. Was die Kritiker des europäischen Wirtschaftsraums ablehnen, ist eine lOO^igeSelbstgenügSamkeit inner halb des zur Zusammenarbeit entschlossenen Gebietes, Aber kein Verfechter der Idee von der kontinentaleuropäischen Zusammenarbeit hat je einen solchen 100%-igen Ausgleich für möglich oder auch für wünschenswert erklärt! Es heißt doch die Dinge völlig verkennen, wenn bestritten wird, daß sich die einzelnen Teile dieses Raumes in ihrer Produktion mehr als bisher auf den Gedanken des Partners einstellen können. Wenn auch noch vielfach Bedenken gegen ein allzu enges Zusammengehen der in einem Raum vereinigten Völker bestehen, so hat sich doch die Überzeugung durchgesetzt, daß die bisherige Anarchie in der Produktion für alle Beteiligten schädlich war. Diejenigen Nord- und Nordwestländer, die jetzt eine großszügige Ungestaltung ihrer Wirtschaft vornehmen müssen, machen damit nur einen Fehler gut, den sie seit Jahrzehnten begangen haben. Sie hatten wich tige Teile ihrer Wirtschaft allzu ausschließlich auf überseeische Produktionsmittel und auch auf überseeischen Absatz eingestellt. Wenn auch der Wirtschaftsverkehr dieser Länder mit Lieferanten u. Abnehmern in anderen Erdteilen nicht völlig aufhören wird, so wird er doch auf dasjenige Maß zurückgeführt werden können, das sich mit den Lebensinteressen des Landes verträgt. Wendet n^an diese theoretischen Feststellungen auf die Praxis an, so ergeben sich folgende Forderungen: 1. Die Abhängigkeit von der Laufenden Zufuhr, etwa von Kraftfuttermittel für die dänische und niederländische Landwirtschaft, darf nicht so weit gehen, daß eine UnterbfOchung der Verbindung auch nur aut die Dauer von einigen Monaten eine akute Erzeugungskrise hervorruft. 2. Für den Absatz dürfen nicht überwiegend Märkte in Betracht kommen, die durch das Dazu'ischentreten einer dritten Macht abgeschnitttn oder doch auf ande- re Liefcrquellen verwiesen werden können. 3. Die einzelnen Glieder des gemeinsamen Wirtschaftsraumes müssen sich mehr darum kümmern, was ihre Partner und Nachbarn brauchen, und müssen ihre Pro duktion entsprechend verlagern. Aus dieser engen Zusammenarbeit und aus diesem Ausgleich auf wichtigen Gebieten ergibt sich dann von selbst ein ein- heitliches Auftreten gegenüber Lieferanten und Abnehmern in überseeischen Ländern. Die Kritik am Plan der europäischen Großraumwirtschaft ist nach deutscher Überzeugung wohl nicht so sehr das Ergebnis sachlicher Wirtschaftsbetrachtung, als des Konkurrenzneides und der Sorge, daß sich die Länder des europäischen Kon tirrents einmal von der Bevormundung durcfi die angelsächsischen Mächte befreien könnten. GeneraHeldmarschall List besichtigt die deutschen Trappen in Bulgarien. S)er Segranörr der mo&rrnen 3lorifuitur Wien, März, (UTA) Durch einen Vortrag des bekannten Professors Doktor E, Späth im großen Hörsaal dc^ Wiener Universitätslaboratoriums ehrte die im Zeichen der Landwirtschalt stehende Wiener Frühjahrsmesse das Werk Justus v. L i eb i g' s, des Begründers der modernen Agrikultur. Im Jahre 1798 hatte der englische Volks Wirtschaftler Thomas Robert M a 11 h u s sein aufsehenerregendes Buch über die Grundlagen der Bevölkerung der Erde geschriöben. Er führte dort aus, daß die Menschheit sich weitaus schneller vermehre, als sie die Möglichkeit erlange, ihre Nahrungsmittelquellen zu vennehren, so daß in absehbarer Zeit eine Uebervöl-kerung von anderer Seite gesehen: ein Nahrungsmittelmangel eintreten müBtj. Dieses Buch, das von Malthus einige Jahre später durch die Studienergebnisse, die er in ganz Europa ge^iammelt hatte, bereichert wurde, erregte viel Widerspruch, aber auch viel Zustimmung. Fünf Jahre nach dem Erscheinen dieses Buches wurde in Darmstadt ein Knabe geboren, der vom Schicksal dazu bestimmt war, den Malthusianismus, wie dieses Lehre des Malthus genannt wurde ne studierte, diskutierte man dort sehr lebhaft über den Malthusianismus, so daß er über die damit in Zusammenhang stehenden Fragen sehr genau unterrichtet war. Liebig entpuppte sich bald als ein Gelehrter von glänzenden Cbben. Schon im Alter von 21 Jahren wurde er Professor der Chemie an der Universität von Gießen und gründete das erste Muster-laboratorium in Deutschland. Liebig war aber nicht nur Wissenschafter, sondern auch ein Mann von leidenschaftlichem Temperament. Da sich die Zustände in Oesterreich und Preußen hinsichtlich der Chemie an den Hochschulen nicht änderten, schrieb er nacheinander wahre Brand artikel in den Zeitungen dagegen und bewirkte, daß man in den beiden Ländern tatsächlich daranging, Wandel zu schaffen. (Wie es damab um die Chemie stand zeigt, daß Liobig im Jahre 1850 vor Gericht als Sachverständiger darüber vernommen wurde, ob es möjjlich sei, daß lebende oder tote Menschen von selbst Feuer fangen könnten!) Später wendete sich Liebig — vornehmlich angeregt durch den Streit um die Lehre des Malthus — den Fragen der Ernährung der Pflanzen und Tiere scA\'ie von einer nie vermuteten Seite, nämlich acn der Stoffwechse.lvorgänge zwischen von der Chemie her zu widerlegten. Als ^ Erdreich und Pflanze zu. Es i:>t nun ge- Justus Lieb ig an der Pariser Sorben- ^uf einem liCtgtd^en SeiOfluoDafen Hin letchit's Hemd, Tropetihelm und die unerläßliche Schutzbrille geben den dort eingesetzten deutschen FHcg'^m ein neues Aussehen. racle hundert Jahre hvr, daß sein epochemachendes Hauptwerk ^'^ie organische Chemie in ihrer Anwendung auf .\grikul-turchemie und Physiologien erschien, das die bisher geltenden Anschauungen über die Möglichkeiten der Nahrung?mitteler-ztfupung völlig Über den Haufen warf. Denn bis dahin galt es aU feststehend, Qaß man nach der .Aberntung eine^ Getreidefeldes dieses eine gewisse Zeit brarhiiegen lassen müsse, da die Erfahrung gelehrt hatt^.^ daß die Ackererde nach einer bestimmten Anzahl von Ernten die Pflanzen nicht mehr ernähren könne. Zu d'eser Zeit herrschte die Humustheorie, das heißt man glaubte, daß die Pflanzen sich von dem im Humus enthaltenen Kohlenstoff nährten und ciaß der Hutt^us eben nach und nach an Kohlen-Moff verarme, so daß man auf den betref-Feldern nicht mehr anbauen könne. Liebigs Untersuchungen ergaben aber, v.-is heute Gemeingut aller landwirt-^'diafttreibenden ist, daß d-e Pflanzen nir'-* nur Koh'cnsitoff und l nft. sondern we4cr Stickstoff. Kali. Kalk und Phos-phorsÄure benötiii^rn. Die Foltren waren un '"^ure. F'ne f'e'^erhafte Forsr'^crtl-h'gkeit begann, um herauszubringen, wie man alle diese Düngstoffe fabrikmäßig erzeugvin könne. Die »Brachec, die unt)c-baut zum Ausruhen liegenden Ackerfel-oer, kam fast völlig in Fortfall. Und der deutschen Chemie gelang es, die Voraussetzungen de»- Kunstdüngererzeugung zu schaffen. fojiale tiund (^uropa^ (Von unserem Fa.-Mitarbeiter.) Berlin, März. Die wirtschaftliche Neuordnung Europas verlangt als Ergänzung gebieterisch die soziale Neugestaltung des Kontinents. Denn nicht die Steigerung der Unternehmergewinne, sondern die Hebung der Lebenslage der breiten Massen, die soziale Höherentwicklung der Völker in ihrer Gesamtheit ist das Ziel, das sich die um die Neuordnung Europas bemühten Achsenmächte gesteckt haben. Diese Höherentwicklung hat trotz der durch den Krieg bedingten Hemmungen u. Rückschläge bereits in all den Ländern eingesetzt, die in den deutschen Wirkungs bereich miteinbezogen worden sind. Ganz besonders zeigt sich die soziale Besserung in der Abnahme der Arbeitslosigkeit, die teils durch die Aufnahme von rund i Million ausländischer Arbeitskräfte durch das Reich, teils durch die Produktionsbe-lebung in den übrigen Ländern bedingt ist, die wiederum zum größten Teil auf die Uebertragung von Lohnerspamissen der in Deutschland erwerbstätigen Ar-berts-kräfte in ihre Heimat zurückgeführt werden kann. So ging z. B. die Arbeitslosigkeit in Belgien nach der Besetzung durch die deutschen Truppen von 387.931 (ohne die noch nicht zurOckgekehrte« Flüchtlinge) Anfang Juli 1940 auf 199.881 am 21. Dezember 1940 zurück und sank damit trotz der winterlichen Einflüsse annähernd auf den besonders günstigen Stand des Monats August 1939 (188.700) In den Niederlanden konnte dank der Errichtung staatlicher Arbeitsämter der hohe Stand vom Juli 1940 (256,778) auf 146.654 am 14, Dezember 1940 verringert und damit die letzte Ziffer aus der Vorkriegszeit (191.308 im August 1939) bereits beträchtlich unterschritten werden. In Norwegen wurden infolge der wachsenden Aufnahme norwegischer Atbeits-kräfte durch das Reich am 30. November 1940 nur noch 37.270 Arbeitslose gezählt, ein weit rascherer Rückgang ist für die kommenden Monate der frühjahrlichen Ar beitsbelebung zu erwarten. Dasselbe gilt für Dänemark, wo im November 129.951 Arbeitslose gezählt wurden. In Frankreich, das erst in der letzten Zeit seinen Arbeitsnachweis verstaatlicht und damit einen zwischenbezirklichen Arbeits nachweis ermöglicht hat, wurden am 14. Dezember 1940 834.000 Arbeitslose gezählt gegen 1 Million im Oktober 1940, wovon mehr als die Hälfte allein auf den Pariser Bezirk entfallen. Auch hier hat also ein Rückgang trotz der Wintermo. nate stattgefunden. In den südosteuropäi-ßchen Staaten schließlich kann, ebenso wie im Protektorat, von einer Massenar. beitslosigkeit schon seit dem Frühjahr 1940 nicht mehr die Rede sein. Die wenigen Tausende, die dort noch als Arbeitslos gezählt werden, sind größtenteils fluk filierende oder nicht voll einsatzfähige Arbeitskräfte. Wie im Sektor des Arbeitisein'sa.tJzes hat die in Fluß gebrachte europäische Zu-sammenafbeit auch im Bereich der Lo-lm-politBk nur Vorteile gebracht. In der Mehr zahl der europäischen Staaten ist die Lohnfin-'-ng und Lohnfestset-'ung nach deutschem Vorbild heute Sache autoritärer staatlicher Diensstellen, die zwar die Beteiligten vor ihrer Entscheidung gutachtlich hören, i^hnen aber kleine maßgebliche Mitwirkung bei der Lohnfestsetzung und der Fixierung der sonstigen Arbeitsbedingungen mehr zugestehen. Der Übergang der Lohnipolitik an den Staat ist für die Neugestaltung Europas deshalb von entscheidender Wichtigkeit, weil nur eine autoritäre Lohnipolitiik jene Stetigkeit der Arbeitsverhältnisse verbürgt, ohne die keine Arbeitsteilung unter den Völkern f^öglich ist. Besondere Förderung im Zuge der Neuordnung Europas hat auch die Sozialversicherung erfahren. Teils durch zwischen-stattliehe Abkommen, teils durch nationa- »Muriborfj- Zei^unn« Vummer CT FrcifsR, den 21 194. le Gcst'tze ist ein« weitgehende Anglei-chung der Sorialversichernng i-m curc>pä-ischen Raum erfolgt, de anfjc^ichts d«r unifar ^-e cljsjn Binnenwanderungen von !-and zu Land unabweisbar war. Alles in allem kann die AiiKK»^staitung der europäischen Sozialpolitik als eine der wichtigsten Nebenwirkutigcn der d^^iit sehen Kriegsi"ührupas. Patient: »Sagen Sic mir doch. i?itte, Doktor, u'ie lange dauert es, bis sich jemand von einer Bjitiddarrmxperation erholt?« Arzt: '>Wie meinen Sie: körperlich oder geldlich?« ItHrtifffftum b. Kriegsmethoden und KriejfSverbre-chen. Dokumente über di-e jetzige Kriegführung mit einem Vorwort von Ministerialrat G. W. Müller. Veriag Hans Wilhelm Rödiger, Berlin SW/ll, kartoniert RM 2.80. Dieses Buch gib-t dem Leser durch die Fülle verschiedenartigsten Materials und die einciruckvolle Art der Darstellung einer geschlossenen Überblick über die moderne Kriegführung. b. BcyCfB Mode für Aite. Das neueste Frühjahrshe^t erscheint in siark eru'citcr-t*;T Form und bringt über 80 Mcnlclle, die alle auf dtn beiden großen bcilcegemkn Schnittbogen enthalten sind. Einzelpreis RM —.80. b. Das Porlfät. Eine neue Kamera-Schule von Dr. Otto Croy. Mit 259 .\uf-nahmen und Zeichnungen iks Verfass«;rs. Erschienen im Heering-Verlag in Harzburg. Wemn Dr. Otto Croy, einer der vielseitigsten Bildberichterstatter, ein Meister des lebensnahen Porträts, der alle Fragen der FototechniJt und des Künstliches souverän beherrscht, hier alle Karten aufdeckt, dann scherikt er dem Leser wirklich eine neue Schirle der Porträtfoto-grafie. Alit dem Wissen und Können dieses in jeder Beziehung besonderen Buches wird der mitschaffende Leser zu-nlchNt ein guter PortrMt^st, zugleich aber schlechtihin ein guter Fo"tograf. Hier lernt man das Rezept und bekommt das Fingerspitzengefühl, wie man Lebendigkeit und zugleich vornehme Wirkung in seinen Fotos erhält. b. Oesch' !.hiunß. ;...e^e Zeitschr ft ist als geschfift?ipraktische Zeitschrift seit Jahren in den Kre'sen aller Geschäftsleute sehr beliebt, die sich einjrseits mit der Ab satzfftrderung in irgend einer Form befassen und andfrerseilF sich bemühen, die Innenor^mlsation des Betriebes ru ver-vollkonimen. Im fahresbezu? RM 36.—. Ve'*'''nr Forkc^l ernand an meinem Schreibtisch!« • »Fehlt denn da etwas, mein Süßer?« »Jawohl, jetzt, wo ich mich zur Arbeit trinsctzen will, merke ich, daß der Korkenzieher nicht da ist.« Ktelnet Anwlqet UMB« A.UOTf«« iwin WarsMfM, SM T ii tMitIMM» KnrvnMdm« W« W W>r*> «•<*•?• W«i>i H« f*» ''«•IlnpMrsvfe* «t* M w*ri« Ptai If Im4m «»lnn Mb I«- «n» flkritn k1«t I• l"-, rU/ 4U Inianinvn •an «klMpianra Irtaf«« M «ti* SitOhi t«a l>la •ini 44r»M*p *ti «In» I* yttStUi9ätM6 Bin scUier Kip( nur durch vorrilEliche, haltbare Oauerwedoii! — Hitr- färben usw. — alles zu billi* ßcn Preisen unter Garantie im Salon DrlJevK, Valvaror-Jeva m 1339-1 .fAQDHUND guter Uächter. zu verkaufen Hinko Hadner. Prisoina uU* et 33. 1453-4 2f# Nett möbliertes ZIMMER rr.it separ. Cinjanz vom 1. At-ril an ru vermieten. Stol-na ul- 1-rV H54-5 Ste^tfu HAUSMFlSTCRfN • ARBEIT Mein lieber Mann, unser guter Vater ■wio AS LMmam, MWia Off LflBB, flw<« OM roof zu vergeben, ska 5. Vicel, Gospo-1441-8 msm bei Kranranlösen Vcrgiei cheo un4 i)ini)cli»v AatS«»«« gesehen, und der wundervolle Anblick löste das Verlangen in ihr au«, hier auf diesem satten Mooskissen lang ausgestreckt zu liegen und In (las Rannen u. Rauschcn r ngcum horchen zu dürfen. Vielleicht, wenn sie wochentags sehr f'eißig war. daß sie dann den Feiertag hier verbrachte, mM einem Buch a's Begleiter, oder nur in d'e eigenen Träume eingesponnen. »Rehe!« flüsterte sie. »Du brauchst gar nicht so leise zu sein«, beruhigte sie die alte Frau, »Die Tiere sind durchaus nicht scheu und wissen, daß sie hier ganz sicher sind.. Seit Joachim fort ist, hat niemand mehr einen Schuß abgegeben. Wenn wir wirklich ein imal Wildbret wollen, kaufen wir's. Ich kann dieses Drauflosknallen nicht leiden. 'Aber wenn du einmal einen Hasen heimbringst, habe ich n'chts dagegen. — Jetzt mußt du mehr nach links halten, rechts sind vom letzten Regen her noch Pfützen — da spritzt es dann und der Christian schimpft, wenn der Wagen verdreckt ist. Mit dem Christian mußt du dich verstehen lernen, Johanna. Er ist ein Pünktrch. kei'tsfanatiker! Wenn er sagt, er ist fünf Minuten vor elf auf der Station, ist er's aiTch. Und wenn aüe Wiesen und Felder überschwemmt sind. — Wenn wir durch den hohen Laubgang dort sind, siehst du schon den Fandorhof liegen.« Endl'ch war es soweit. Das Hinsli h'elt unwillkürlich die Zügel an. Eine weite, grüne Ebene in satten Farben im Sonnenglanz, darinnen ein langgestrecktes weisses Gebäude, das nach Sü 'en und Osten von sp'ei^e'nden Fenstern und braunen Altanen e'ngefaftt war, daranschließend die Stallungen, eingefriedet von e'nem Meer von Obstbäumen, die breite Schatten warfen. »Gefällt es dir?« fran:te Frau Emma und lächelte, als von der Nichte nur ein Seufzen kam. Wem hätte auch der Fandorhof nicht gefallen? .,. Und was ''as Hänsli erst für e'nen Seuf zer t'efster Befriedigung ausstieß, als sie in der Mitte des mächtigen Vorraumes standen und die Köchln ihnen beim Ablegen behilflich war. »Das ist d e Jüngste von Klaras Töchtern«, machte Frau Fanik>r bekannt und nickte der Alten zu, die aufmerksam und mit einem Gefühl von Rührung das junge Gesicht betrachtete. Es erinnerte nicht all zuviel an die ehema'ige Tochter des Hauses. Nur der Mund stand ebenso wcich und hingebend darin, wie ihn Klara Fandor gehabt hatte. Und die Augen waren licht und gut; und als Johanna jetzt »Dan ke« sagte, weil ihr der Hut so fürsorglich abgenommen wurde, erschrak die Alte bis ins Herz und sah zu Frau Fandor hinüber Genau so war die Stimme des jungen Herrn, so voll und dunkel. Aber Frau Emma ging schon die Treppe hinauf und n'ckte dem Hänsli zu. »In 'zehn Minuten kommen wir zum Kaffee, Nora! — Komm jetzt, mein Kind, du wirst dich ein wenig frisch machen wollen.« 4. Karl von Hölscher blieb betroffen am Kai von St. Nazaire stehen und starrte lu dem Dampfer »Malente« hinüber. Der sah etwas verwahrlos! aus. Vielleicht war er früher einmal grün gewesen, vielleicht auch schwarz. Jetzt hing ihm die Farbe jedenfalls nur noch in kleinen Fetzen an der Außenhaut. Was sonst noch zU sehen war, schillerte alles in trübem, schmutzigem Rot. Lingam machte er Schritt für Schritt auf das Schiff zu. Schon aus zwanzig Me ter Entfernung war zu sehen, daß das Deck nicht übermäßig sauber war. Von deV Rettungsbooten fehlte eines, und «^'as andere, das am Backbord schaukelte, wies eine eingedrückte Planke auf." Und diesem Mülleimer also sollte er sich anvertrauen! Auf all den anderen Schönen sauberen Dampfern und Schiffen, die zu-g'eich m't der »Malente« im Hafen lagen, hatte er nichts mehr zu suchen! Es war ein namenloses Glück gewesen, daß er überhaupt bis hierher gekommen war. Hungernd, bettelnd und frierend, hatte er sich über die Grenze geschHchen, hatte, ehe er den Fuß auf fremde Erde setzte, noch über eine Stunde im Moos gelegen und mit sich gerungen, ob er der Heimat den Rücken kehren oder sich ihr freiwillig wieder ausliefern sollte. Und nun war er hier. Es roch nach Tee, Küchenfett, süßlichem Dampf und dem Aushauch stehender Gewässer. Er kletterte über eine halsbrecherische Leiter auf Deck und sah ei-nen fetten muskulösen Menschen in rolem Trikot aus einer Türe kommen. Aber der rote Trikot kümmerte sich n'cht im mindesten um ihn. Er mußte schon selber bis ins Innnere vordringen, und das war nicht einmal so übel. Jedenfalls viel wohn licher, als er es eigentlich erwartet hatte. Viellecht stammte die Einrichtung von einem außer Dienst gesetzten Passagier-dampfer; denn das Eichenholz war furniert, die Gardinenstangen bestanden aus Messing und der Türvorhang aus malven farbenem Tuch. Er wurde s'ch nicht recht klar darüber, wie nur das innen und Aus. sen in einem solch krassen Mißverhältnis stehen konnten. Für ihn war es aber schließlich ohne Bedeutung, wollte er docb mit d.esem KU stenfahrer nur den Aermelkanal pase eren Die Fahrkarte war lächerlich billig gewesen, hatte aber trotzdem ein bedenkliches Loch in seinen äußerst bescheidene Barbestand gerisssen. Für den Augenblick fühKe er «ur den einen Wunsch, die »Maiente« möchte den Anker lichten und ihn aus d eser Zone bringen, die ihm immer noch nicht sicher genug ersch'en. Aber erst nach e'ner Slun de war es so weit. Wenigstens tauchte der Kapitän oben auf der Brücke auf, und ein gellendes Sirenengeheul weckte das Uferecho. Nache nander k'etterte die Mannschaft die Strickleiter empor, schwer bezecht, von zwei Gendarmen betreut, tor kelte sie Uber d e Bretter. rhrfrrdaktnir und fOr die Redaktion vrranlworllich UDO KASPER - Druck der „Mariboriska üskarna" In Mflribor. - Für den n.irt DrucU "eranlwnrtlich KAHL I^RIEDRICII. — Fit'id<^ wohnhaft in Maril>»>r.