Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68, 25-69, Maribor. Kopališka ul. 6. Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Abholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, tür das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.5C und Din 2.—. Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegen. Poštnina plačana v gotovini Preis Din T50 Mariborer fteituitn Auch Italien verkündet die totale Blockade Englands E'E amtliche Mitteilung an die neutralen Staaten / Die Gefahrenzonen für die neutrale Schiffahrt im Mittelländischen und im Quoten Meer ber:°hm’ 21- August. (Avala.) Stefani den 6t: ^ie italienische Regierung hat Sta ,Seeschiffahrt treibenden neutralen in w e'ne Mitteilung zugehen lassen, her •fic*1Cr daran erinnert wird, daß sie 2„s am 15. Juni eine Mitteilung im ge ammenhange mit der von England ge-hab ’en verhängten Blockade erhalten nun n ^*e italienische Regierung erklärt müs -daFj sie sich zu der Erklärung be->n iühle, daß Handelsschiffe, die sich bef e .^0 Meilen von englischen Küsten ^onen begeben, auf ihr elge-KiSiko fahren, da die italienische Re-Sch'ff1^ folgen, die sich für solche neu - ^araus ergeben könnten, ableh-nen inasse" Oie betreffenden Gefahrenzo-se,. ^Ziehen sich auf die Küstengewäs-clai ic Kolonien, Protektorate und Man-AeJ er Großbritanniens, u. a. auch auf eApten. Dasselbe gilt für die britischen Küstengewässer im Mittelländischen und im Roten Meer, für die Bucht von Aden sowie für die afrikanischen Küstengewässer Aegyptens und des Sudans. Alle Schiffe, die in diesen Zonen fahren, sind der Gefahr ausgesetzt, durch Minen oder Torpedos versenkt zu werden. Um die Vernichtung solcher Art zu vermeiden, schlägt die italienische Regierung den neu traten Regierungen vor, die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und ihre Schiffe und Mannschaften vor dem Einlaufen in solche Zonen zu verhindern. Rom, 21. August. (Avala.) Stefani berichtet: In römischen verantwortlichen Kreisen wird im Zusammenhänge mit der an die neutralen Staaten gerichteten Mitteilung betont, daß Italien dadurch die totale und bedingungslose Blockade der Küsten der britischen Kolonien Aegyptens, des Sudans usw. verhängt habe. Italien so heißt es weiter — hat gleich zu Beginn seines Eingreifens in den Krieg die neutralen Staaten dahin verständigt, daß sie ihren Schiffen die Schiffahrt in den Seeküstenzonen der feindlichen Länder nicht gestatten sollen. Diese Maßnahme wurde als Repressalie gegen die Piratenakte der Engländer angewendet, die jeden Schiffsverkehr der Neutralen nach Italien unterbinden sollten. Diese Bosheit Englands hat Italien mit Maßnahmen beantwortet, die jeden Seeverkehr mit den englischen Ländereien unterbinden. In diesen Küstenzonen wird in Hinkunft kein neutrales Schiff einlaufen können, ohne sich der Gefahr der Vernichtung auszusetzen. Im Falle der Versenkung des einen oder anderen Schiffes wird die italienische Regierung von jeglicher Verantwortung frei sein. Italien hat somit die restlose Unterbrechung jeglichen Schiffs- verkehrs zwischen dem neutralen Ausland und den britischen Kolonien in den von Italien als Operationszone bezeichnten Seegebieten eingeleitet. Die britischen Kolonialhäfen sind demnach für die Versorgung aus neutralen Ländern abgeriegelt. In italienischen maßgeblichen Kreisen wird damit im Zusammenhänge erklärt, daß diese Maßnahme zu einer raschen Beendigung des Krieges wesentlich beitragen werde. Diese Maßnahme Italiens berücksichtigt aber auch die Interessen der neutralen Staaten, die kein Interesse daran haben, ihre Schiffe und Mannschaften der Vernichtung auszusetzen und die Engländer zu versorgen, da der Krieg auf diese Weise nur verlängert wird. Die amerikanische Regierung hat ihren Schiffen das Befahren der Gewässer des Mittelländischen und des Roten Meeres bereits untersagt. Mordanschlag auf Leo Trotz» Der befannie KommumsienfüHrer Von einem französischen Kommunisten Durch mehrere Hammerschläge tödlich Verletzt / LrotzW Zustand hoffnungslos DNB^a ° ° City’ 21 - Aug" (Avala — j •) Auf den bekannten, im Exil leben- Gegner Stalins, Leo T r o t z k i-y 0 n s t e i n, ist gestern nachmittags in o en Wohnung ein Mordanschlag be-nn< n w°rden. Einem Manne gelang es, nun r ^a*sc^er Namensangabe in die Woh könf ^otzkis Eingang zu finden. Der An schritt auf Trotzki zu und ver. Schi" '*lm Einern Hammer mehrere (je auf den Kopf. Der Attentäter wur Es nach seiner Tat festgenommen, dies der französische Kommunist Frank j a q u e s. Trotzki wurde sofort in eine Klinik gebracht, wo an ihm eine Ope ration vorgenommen wurde. Sein Zustand ist bei der Einbringung sehr schwer gewesen. Mexico City, 21. Aug. (Avala.) Wie festgestellt wurde, erhielt Trotzki vom Attentäter mehrere wuchtige Hammerschläge auf Kopf und Schulter. Trotzki wurde in fast hoffnungslosem Zustand zur Klinik gebracht. Sein Zustand ist äußerst kritisch. Die Aerzte erklären, daß die Katastrophe jeden Augenblick eintre-ten könne. Der französische Attentäter ist erst kürzlich in Mexiko eingetroffen. Mexico City, 21. Aug. (Avala — Reuter.) Im Zusammenhang mit dem Anschlag auf Trotzki erfährt man, daß der Attentäter Frank Jaques ein Jude aus Frankreich ist, der erst kürzlich nach Mexiko gekommen war, wobei es ihm gelang, sich bei Trotzki einzuschleichen. Die Tat wurde während des Mittagessens ver übt. Wird Der Lustkrieg gegen England erst jetzt beginnen... Der Rahmen Der dWHermen „Ermndungsoffenffve" noch nicht überschritten / Zwe brügche Annahmen, Die beide nach der Agenzia Stefani in der deutschen Avion vorhanden find o m. Offen--'1’ 2!- August. (Stefani). Die erst m ti0n c*cr deutschen Luftwaffe ist griff ^Vorbereitung für den großen Anrichte^' ^nZiand. Wie der Berliner Be-Wirn . Eer der Stefani meldet, *eForv\ deutechen amtlichen Kreisen ka-lios, 1 behauptet, daß die deutsche Ak-Nahmen der bisherigen Erkun-Schrp,' 0' aC!ebungen noch nicht über-tcidicr Cn k3*56- G'iwohi das britische Ver-schänUng5SyStem Echon beträchtlich be-air unc^ der Widerstand der Royal den ^ schon merklich geschwächt wor r V5d1"e und eigentliche Gioß-Mitk-- We::"8 We bisherigen deutschen 3.V;,-,"."-*2 we;t überflügeln und in den Tv-en stellen. „enie gl?iche Agentur verzeichnet in ei-nXJ^ht aus San Sebastian die An-veifP8n (*ei" Englischen Blätter über die ,erea Absichten Deutschlands. Hiebei England nicht voraussehen könne, was Hitler im Schilde führe, man dürfe jedoch nicht vergessen, daß die Kriegstechnik der deutschen Heeresleitung alle bisherigen Gegner, die Deutschland ankämpften, überrascht und verwirrt hat. Aus diesem Grunde stellt man sich in London folgende Frage: Wird Deutschland die Landung vornehmen, wenn die deutsche Luftwaffe die britische Verteidigung und die Royal Air Force paralysiert hat? Oder aber: werden sich alle deutschen Bemühungen auf die totale Blockade Englands konzentrieren? Der Berichterstatter der Agenzia Stefani ist der Ansicht, daß die Aktion Deutschlands beide Annahmen enthält. Viele Anzeichen deuten daraufhin, daß die große Offensive gegen die britischen schlossenen Operationen lediglich den Charakter der taktischen und strategischen Vorbereitungen für den Schlußangriff. Das Echo der Rede Churchills Deutsche und ausländische Kommentare — Der Ausklang der gestrigen Unterhaus Sitzung Berlin, 21. August. (Avala — DNB.) In ihren Kommentaren der Unterhausrede Churchills stellt die deutsche Presse fest, daß diese Rede das Gemisch einer fast paralytischen Angst und einer verzweifel ;en Lobhudelei sei. Die »Berliner Börsen Wi Vl) Fachmannes Inseln mit progressiver Geschwindigkeit j "eitung« schreibt, Churchill habe wieder und Kraft erfolgen wird, bis London Fall einmal versucht, Schwarz als Weiß hinzustellen und große Mißerfolge in Erfolge zu verwandeln. »In einer Zeit«, so e Me.nim.g e'nes englischen Mili- | erzwungen ist. Aus diesem Grande hafte herangezogen, derzufo ge 1 die erste Phase der am 17. d. M. abge- schreibt das Blatt, »in der deutsche Flugzeuge ununterbrochen über England schwärmen und die Bomben ihre vorgedachten Ziele treffen, in einer Zeit, in der britische Truppen kopflos aus Somalien flüchten, hält der britische Premier eine Rede, in der u. a. gesagt wird, daß sich Großbritannien heute mächtiger fühle als je zuvor. Churchill hat in einem Ton gesprochen, als ob überhaupt nicht von England die Rede wäre, dessen Fundamente im Wanken begriffen sind. Nach Churchills Ansicht ist Großbritannien stärker als je zuvor. Aber dieses gleiche Eng land' hat in Europa alle seine Positionen und 'in Afrika einen seiner wichtigsten Stützpunkte verloren.« Mexico City, 21. August. (DNB.) Die Rede Churchills fand in der mexikanischen Presse große Aufmachung. »Ulti-mas Noticias« überschreibt sie mit »London fordert Washingtons Hilfe«. Der Untertitel lautet »Churchill anerkennt die Ueberlegenheit der deutschen Luftwaffe«. »Universal Grafico« hat die Schlagzeile »Churchill droht«. Weiter heißt es: »Eine prahlerische Rede« und »England läßt Lebensmittelsendungen nicht zU-x London, 21. August. (Avala. — Reuter.) Anschließend an die gestrige Unterhau srede Churchills fand eine Debatte statt, in der u. a. der ehemalige Kriegsminister Hör e-B e I i s h a Churchill zu seiner Rede beglückwünschte. — Redner brachte seine Befriedigung darüber zum Ausdruck, daß Churchill ule Hoffnung befestigt habe, daß die Produktion an Flugzeugen die baldige Beherrschung des Luftraumes durch England ermögliche. Sodann sprach Luftfahrtminister Sir Archibald Sinclair, der u. a. sagte: »Zahlreiche Parlamentsmitglie der befürworteten die Anwendung des Offensivgeistes zwecks Schaffung einer großen Armee und die ständige Konzentration von Industriemitteln, die für den totalen Krieg bestimmt sind. Die Regierung geht diesen Weg und ist von der Not-wendgkeit überzeugt,, daß der Krieg zunächst zu Wasser und in der Luft und dann auf feindlichem Gebiet geführt werden muß.« Zürich, 21. Aug. Devisen: Paris 9.325. London 17.675, Newyork 439, Mailand 22.185, Madrid 40, Berlin 175.40, Buenos Aires 99.50. Einzug der Italiener in Berbera BMsch-GomaManö dem iiaUmischen Imperium einberleibt / Mussolinis Tagesbefehl an die Wehrmacht / Mtiffo tn$ Bankdepesche an Hitler z Wie Briiifch-GomaU eingenommen wurde Irgendwo in Italien, 21. August. (Avala.) Stefani berichtet: Der Be- richt Nr. 73 des italienischen Hauptquartiers lautet: »Nach Niederringung des letz ten britischen Widerstandes sind unsere Truppen am 19. d. M. nachmittags in Berbera, der Hauptstadt Britisch-Somalilan-des, eingezogen. Die Engländer haben vor ihrer Flucht auf Schiffen einen Teil der Stadt eingeäschert. Eine gut ausgerüstete und bewaffnete englische Truppe übergab sich unseren Kommandostellen in Hargeis. In Galabat wurden mehrere englische Abteilungen von einem unserer Bataillone an gegriffen und geschlagen. Eine größere Anzahl Engländer wurde gefangengenommen. Zahlreiche Munition und Vieh wurde beschlagnahmt. Feindliche Fiegerangriffe auf Nekneli, Mogadiscio, Barrida und Dje-nale haben weder Sachschaden noch Menschenopfer zur Folge gehabt. In Nord afrika bombardierte der Feind das Hospital in Dermi. Eine Person wurde getötet, 22 weitere Personen wurden verletzt. Ein unbekanntes Tauchboot geriet in unsere Minenfelder in den Gewässern des Dodekanesos. Ein großer Oelflecken auf dem Wasserspiegel begründet unsere Annahme, daß das U-Boot gesunken ist.« R o m, 21. August. (Avala.) Stefani berichtet: Mussolini richtete an den Vizekönig von Aethiopicn, den Herzog von Aosta, folgende Depesche: »Da durch die Einnahme Berberas die Unterwerfung Britisch-Somatiis zur Tatsache geworden ist, spreche ich ihnen die Anerkennung des italienischen Volkes aus, welches mit : unerschütterlichem Vertrauen in den Kampf gezogen war und begeistert alle Phasen der erbitterten Kämpfe verfolgte. Entbieten Sie meinen Dank den Generalen, Kommandanten, Offizieren, Unteroffizieren wie auch den nationalen und eingeborenen Truppen. Sie alle haben den Beweis ihrer Waffenkundigkeit geliefert, die würdig ist der Soldaten des faschistischen Italien. Nach der notwendigen Erholung werden sie diese Truppen anderen Zielen entgegenführen. Sie werden auch in dieser Richtung den harten und' festen Willen der Truppen ausrichten, die für das Imperium kämpfen, indem sie seine Grenzen mehren.« Irgendwo in Italien, 21. August. (Avala.) Stefani berichtet: Auf die Glückwünsche Adolf Hitlers anläßlich der Einnahme Britisch-Somalilandes richtete Mussolini an Hitler die nachstehende Antwort: »Im Namen der Truppen, wie im eigenen Namen danke ich Ihnen für die Glückwünsche anläßlich des Sieges der italienischen Waffen über die Engländer in Ostafrika. Mit Kameradschaftsgruß — Mussolini.« Irgendwo in Italien, 21. August. (Avala.) Wie aus einem Bericht des Sonderkorrespondenten der Agenzia S t e f a-n i hervorgeht, hatten die italienischen Luftstreitkräfte bei der Eroberung Bri-tisch-Somaliens großen Anteil. Die Erkundungsflüge der italienischen Luft^af-. fe ermöglichten dem italienischen Oberkommando eine genaue Einsicht in das englische Verteidigungssystem in ganz Somalien. Trotz der großen Anzahl der englischen Flugabwehrbatterien entwik-kelten die italienischen Bomber eine ungeheure Tätigkeit, indem sie engstens mit den Truppen des Landheeres kooperierten. Die italienischen Bomber belegten den Feind aus geringen Höhen mit ihren Bomben und vernichteten feindliche Luftstützpunkte und Flugzeuge, die sich auf dem Boden befanden. Anderseits verhinderten die italienischen Jäger die Operationen der englischen Bomber und erwiesen sich hiebei den Engländern gegenüber als überlegen. Ganze Tonnen | von Sprengstoffen wurden aus geringe11 Höhen auf Schiffe und Truppen abgevvor-fen, die auf die Einschiffung warteten. Schließlich nötigten die italienischen Bomber die Engländer zur Zurücklassung großer Mengen an Kriegsmaterial und Proviant. Berlin, 20. August. (Avala—DNB) Die deutsche Presse unterstreicht die italienischen Erfolge in Afrika und kommen' tiert ironisch die englische Mitteilung, der es heißt, daß der Rückzug aus Br>-tisch-Somaliland erfolgreich durchg6' führt wurde. Die Blätter verweisen aU ähnliche »Erfolge« in Andalsnes, Narnso5 und Dünkirchen. Die »Berliner B ö r-s e n z e i t u n g« verweist auf die ununterbrochenen Mißerfolge britischer Expeditionskorps, d. i. jener Korps, die dazu bestimmt waren, Deutschland einzunehmen. Das Blatt verweist auf die unzeitgemäße Organisation britischer Expedition3 truppen. Die Engländer hätten Britisch' Somalien unter schweren Verlusten Sf' räumt. Von Erfolgen können Churchil und ihm ähnliche britische Politiker sprechen. Iatlienisch-Ostafrika sei nunmehr von jeder Möglichkeit einer britischen Invasion befreit. Somali sei endgiltig dem Italienischen Imperium einverleibt. EHuechill über die Lage Englands DER ENGLISCHE PREMIERMINISTER ERWARTET EINEN LANGEN KRIEG —DIE BEGRÜNDUNG DES RÜCKZUGES AUS BRITISCH-SOMALILAND — »WIR KÖNNEN NOCH NICHT SEHEN, WAS UNS DER MORGIGE TAG BRINGT« London, 21. August. Premierminister Churchill hielt gestern nachmittags eine Rede im Unterhaus. In dieser Rede berichtete Churchill über die Kriegslage. Churchill verglich eingangs den Weltkrieg 1914-18 mit, dem gegenwärtigen Kriege, den er als eine Fortsetzung des ersteren Ringens bezeichnete. Das englische Volk werde sich auf eine Kriegs kampagne in den Jahren 1941—1942 vorbereiten müssen. Zwei, drei Jahre — sagte Churchill — seien nichts im Leben der Menschheit. »Unsere Energien werden sich in. den bevorstehenden Jahren nicht nur auf die Verteidigung beschränken. Wir müssen Deutschland durch Taten überzeugen, daß wir auch zuschlagen können. Der Weg zum Siege ist vielleicht nicht so weit, als viele denken. Möge er aber noch so schwierig oder schlimm sein — wir werden bis zum Ende aushalten.« Churchill erklärte sodann, daß England bei der vollständigen Blockade Deutschlands, Italiens und jener Staaten verharren müsse, die unter deutsche Herrschaft gekommen seien. Den okkupierten Staa- . ten werde nach dem Siege über Deutschland Hilfe gebracht werden. In der Welt würden große Lebensmittelreserven aufge speichert werden, die man den Völkern schicken werde, sobald sie von der deutschen Okkupation befreit werden würden. Der Premierminister kam sodann auf die Luftangriffe der Deutschen auf England zu sprechen und sagte u. a., daß diese Angriffe dem Umfang nach noch nicht ihren Höhepunkt erreicht hätten. Deutschland werde seine Fliegertätigkeit immer mehr entwickeln. Der bisherige Verlauf der Kämpfe habe für England günstige Ergebnisse gezeitigt. Churchill sagte wörtlich: »Die Zahl der britischen Verluste ist verhältnismäßig gering. Ein erfolgreiches Reparatursystem ermöglicht den chebaldigsten Einsatz beschädigter Flugzeuge. Von der Uebermacht in der Fliegerei wird die Entscheidung im gegenwärtigen Kriege wahrscheinlich ab-hängen.« Churchill kam auch auf die Lage in Afrika zu sprechen. Die Lage in Afrika habe sich infolge der Kapitulation Frankreichs verschlechtert. England habe auf die französische Hilfe in Dschibuti gerechnet, ebenso auf die französischen Sec- und Luststützpunkte sowie auf die französische Flotte. »Als Frankreich besaut worden war«, sagte Churchill, »gab es keinen Grund, der die französischen Streitkräfte in der Uebersee hätte von der Fortsetzung der Feindseligkeiten abhalten können. Daß Frankreich vernichtet wurde, ist nicht die Schuld des französischen Volkes, sondern der sogenannten Männer in Vichy«. Es sei bereits vor Beginn des Krieges beschlossen worden. Britisch-Somali nicht zu verteidigen. Es sei richtig gewesen, die englischen Truppen fast unberührt aus Somaliland zurückzuziehen, da man sie anderwärts werde verv/enden können. Im Nahen Osten seien noch viel größere Operationen zu erwarten. Man könne jetzt nichts prophezeien, doch müsse gesagt werden, daß England im östlichen Mittelmeer eine starke Armee versammelt habe. Der Premierminister ging sodann zur Politik der Regierung über und' teilte dem Unterhaus mit, daß die britische Regierung in der letzten Zeit die selbständige tschechische Regierung des Dr. Benes an erkannt habe, ebenso auch das französische Nationalkomitee des Generals de Gaulle, welches für die Erneuerung Frank reichs kämpfe. Hinsichtlich der Zukunftspläne erklärte R o m, 21. August. Die »A g e n z i ä Stefani« registriert einen Artikel der Moskauer »K r a s n a j a Zvezda«. In diesem Artikel macht das Organ der Roten Armee auf die bisherigen italienischen Aktionen in Afrika aufmerksam u. gelangt hiebei zu den nachstehenden Feststellungen: Ein beträchtlicher Teil der britischen Flotte ist in einer Zeit im Mittelmeer beschäftigt, in welcher die britische Metropole gefährdet ist. Es ist der englischen Flotte nicht gelungen, die Verbindung zw! sehen Italien und Afrika zu durchbrechen, wo durch die tapfere Haltung der italienischen Truppen zehn britische Divisionen und eine beträchtliche Anzahl von Flugzeugen engagiert wurden. Die italienischen Luftstreitkräffe dominieren in Afrika und haben viel zu den Erfolgen der Italiener auf sämtlichen afrikanischen Churchill, es wäre keineswegs klug, jetzt, wo der Krieg im vollen Gange sei, detailliert über die künftige Form Europas zu spekulieren oder über die wirksamen Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung eines neučn Krieges zu sprechen. »Bevor wir den Neubau aufführen«,i sagte Churchill, »müssen wir zuerst siegen. Wir»sind jetzt noch nicht auf dem Höhepunkt unseres Weges angelangt und wir können noch nicht sehen, was der morgige Tag uns bringt. Die unmittelbare Aufgabe ist vorderhand viel praktischer und einfacher.« Am Schluß seines Berichtes machte Churchill die Mitteilung, daß die britische Regierung auf Wunsch .des Präsidenten Roosevelt den Vereinigten Staaten auf Neufundland und in Westindien Luft- und Seestützpunkte auf die Zeitdauer von 99 Jahren verpachtet habe. Damit sei am besten englischen, amerikanischen und kolonialen Interessen gedient. Zweifellos würden dadurch die beiden englisch sprechenden Demokratien ihre Annäherung zum eigenen und gemeinsamen Nutzen finden. Kriegsschauplätzen beigetragen. Italien hat an der libyschen Front so starke Trup penkontingente konzentriert, daß jede Mög iichlkeit eines englischen Angriffes auf dieser Front ausgeschlossen erscheint. An der Ostgrenze des englisch-ägyptischen Sudans haben die Italiener durch die Okkupation Kassalas die Eisenbahnverbindung durchtrennt, die das Rote Meer mit dem Sudan verbindet. Diese Bahn war für England von größter Bedeutung. Das Vorgehen der italienischen Truppen in Kenya hat die Engländer schließlich gezwungen, das Dreieck, welches zwi sehen Italienisch-Somali und Abessinien entstanden war, vollkommen zu räumen. Die Okkupation Zeilas und Berberas stellt eine ernstliche Gefahr für die britische Festungsbasis Aden dar. Die weiteren italienischen Erfolge in Britisch-Somali — besonders aber die Einnahme Berberas — i sind geeignet, die Seeverbindungen Großbritanniens mit den überseeischen Besitzungen schwer zu kompromittieren urm zu gefährden.« „Gie TodesZuckungen des bürgerlichen Finnland" Schwierige Lage der finnischen Reg,e‘ rung. — Kuusinens Einfluß in Finnland wächst. — Wird Finnland das Schicksa der baltischen Staaten erleben? Z ü r i c h, 21. August. Wie die Schweizer Blätter aus Stockholm berichten^ 15 man in schwedischen Regierungskreisel1 auf Grund neuer Nachrichten über das Schicksal Finnlands außerordentlich beunruhigt. ln zahlreichen Bezirken wurde'1 vom linken Flügel der finnischen Sozia' demokratie gemeinsam mit den Kommu' nisten große Demonstrationen unter de Parole veranstaltet: »Sofort weitgehendste Einigung mit der Sowjetunion!« Die finnische Regierung befindet sich daft® in einer schwierigen Lage. In Kreisen, dt* Otto Kuusinen nahe stehen, der bekanntlich eine starke Position in der SSSR b® sitzt, wird versichert, daß das »bürgen1 che Finnland im Todeszucken liege 1111 sich umsonst bemühe, seinem »gerechte Schicksal« zu entgehen. Es herrscht da her die Befürchtung vor, daß angeelc» der latenten Spannung zwischen Moska und Helsinki Finnland eines Tages da gleiche Schicksal erleben könnte wie d> baltischen Staaten. Japanische Urteile über das amerikanisch-kanadische Abkommen Tokio, 20. August. (Avala — ONB>) »Tokio Asahi Schinbun« schreibt zu de vielbeachteten kanadisch-amerikanischen Einigung, daß dieser Pakt erst dann von Bedeutung sein werde, wenn sich die b° tische Regierung gezwungen sehen wil de, nach Kanada zu übersiedeln. »Hotsc Schinbun« erwartet von diesem Abko® men große Reperkussionen im Fernen Osten und verweist auf gewisse Gefahren, die sich für Japan aus diesem Abkommen ergeben. »Jomijuri Schinbun« meint, diese Einigung sei die erste amtliche Dek 3 ration der Vereinigten Staaten für de Krieg zwecks Verhinderung eines den -sehen Sieges. Amerikanische Zerstörer für kanadische11 Küstenschutz Newyork, 20. August. (Avala DNB.) In amerikanischen diplomatische Kreisen glaubt man annehmen zu dürfen, daß auf Grund des amerikanisch-kana 1 sehen Abkommens eine gewisse Anza amerikanischer Zerstörer zum Schutz6 der kanadischen Küste in die kanadische" Gewässer entsendet werden könne. Italiens Verbindung mit Afrika nicht durchbrochen INTERESSANTE FESTSTELLUNGEN DER »KRASNAJA ZVEZDA«. — DAS MOSKAUER BLATT ÜBER DIE SCHWIERIGE LAGE ENGLANDS UND SEINE VERBINDUNGEN MIT DEN WICHTIGSTEN KOLONIEN. Hauptmerkmale der neuen Wirtschaftsordnung *n einer Zeit, wo auch bei uns nicht ttur in unzähligen Zeitungsartikeln, son-ern sogar von berufenster Seite Reformen jm ziele einer neuen europäischen Wirtschaftsordnung als Folge der umwäl zenden historischen Ereignisse auf den chlachtfeldern angekündigt werden, soll auch unsere Leser über diese Fragen allseitig unterrichtet werden und über ie$elben nachdenken. Darum wollen wir eu_te einen kurzen Auszug aus einem |echt belehrenden Artikel des Hauptsekre J*rs der Zagreber Kaufleutevereinigung r- Bogat bringen, welcher Artikel in er bekannten wirtschaftlichen Tageszei- Ung »Jugoslovenski Lloyd« veröffentlicht wurde. Ber Autor meint vor allem, daß zwar ;r Kampf um die neue wirtschaftlich-soziale Weltanschauung noch nicht zu Ende , ’ daß aber diesbezüglich bei allen Völ-. rn grundlegende Veränderungen der isfZl^en Mentalität eintreten werden. So auch in Jugoslawien vor allem die affung ein. obersten Wirt schafts „ates und die Einführung der di'ri-s1 erten Wirtschaft eine erste Not Wendigkeit. S' .s wäre unsinnig, Prophezeiungen hin-sch der künftigen politischen, wirt-aftlichen und sozialen Neuordnung Eu w i auszusprechen. Mit den Tatsachen, Q Cne die Hauptmerkmale dieser Neu-nung bilden werden, müssen wir aber °n heute rechnen: . - Statt der bisherigen liberalistischen ^achauung und an Stelle der freien O^schaftspoHtik wird stufenweise das Sanisationssystem, das System der 9n" bzw. dirigierten Wirtschaft treten. Om ^'e Umrisse einer neuen sozialen nung sind schon jetzt sichtbar. Sie auf atl^ c*er Arbeitspflicht und ve.,ticr obligaten Regelung der Arbeits. \y- ,a^n'sSe im Rahmen der allgemeinen 2 s-baftsreformen aufgebaut sein. Stell ^8S Oo!d hat seine dominierende Vy Un8 verloren und wird sowohl in der len ySnP°ütik als auch im intemationa-^ . yarenaustausch durch die produktive Sp< ’tskraft der Volksgemeinschaft er. Cl2t werden. ne R^er anonyme Weltmarkt hat sei le edeutung verloren und an seine Stelle 6 Erden abgerundete Wirtschaftsgebic-gp ?r einzelnen Völker treten, welche zu QISSen Zentren gravitieren. Qro.as. völlige Fehlen der Disziplin und über fSat:°n b^t den Zusammenbruch der liihrt n Wirtschaftsordnung herbeige-der * *n seine Stelle wird das System °dei. ^.'rtschaftsorganisation, der Plan-griff gierten Wirtschaft treten. Die Be einer solchen Wirtschaft sind theo- retisch zwar noch nicht völlig geklärt. Jedenfalls wird ihr Hauptmerkmal darin bestehen, daß die Wirtschaftspolitik den Bedürfnissen des Volksganz®n angepaßt werden muß und nicht nur einzelnen Pro. fitsuchenden zu dienen hat. Im Zusammenhang damit muß auch der Begriff der Arbeit revidiert werden. Die Arbeit darf nicht nur als ein Mittel zum Erwerb angesehen werden, sondern als eine Pflicht gegen die Volksgemeinschaft. Geistige sowie physische Arbeit ist nicht nur ein Recht eines jeden Mitgliedes der Volksgemeinschaft, sondern auch eine Pflicht gegenüber derselben. Daraus resultiert aber auch, daß ein jeder Arbeitende das Recht hat, den Schutz für seine Arbeit zu fordern. In wei terer Folge resultieren daraus soziale Reformen, welche das Bestehen der Arbeits losigkeit unmöglich machen, wie dies in Rußland und in Deutschland schon der Fall ist. In noch weiterer Folge resultiert daraus die Erhöhung der Produktion, damit aber auch die Erhöhung der Löhne, Kürzung der Arbeitszeit und Schaffung eines anständigen Lebensstandards der arbeitenden Bevölkerung. Im Zusammenhang mit allen diesen teils schon eingetretenen, teils sich vorbereitenden Umwälzungen steht auch die neue Anschauung über den Wert des Gol des. Tatsache ist, daß das Gold schon heute nicht mehr als Maßstab der wirtschaftlichen Kraft eines Staates angesehen wird. Der Grundsatz, daß der Geldwert in erster Linie auf der Arbeits. und Produktionsfähigkeit eines Volkes beruht, bricht sich Bahn. So sehen wir z. B. in der Schweiz und in Schweden, daß dort nicht mehr die Devisen in Gold umgewan delt werden, sondern daß die beiden Staaten umgekehrt einen Großteil ihrer Goldreserven in Devisen umwandeln. Es ist sogar zu erwarten, daß die USA/welche vier Fünftel des Goldes aller Emissionsbanken besitzen, aufhören werden, das Gold aufzukaufen. Schließlich ist schon jetzt auch das Eintreten des vierten oben angeführten Hauptmerkmales der neuen Wirtschaftsordnung sichtbar: die »Weltwirt- schaft« und der »W e 11 m a r k t« als absolute Begriffe haben aufgehört zu existieret. An ihre Stelle und an Stelle der mit ihnen eng verknüpften freien Wirtschaft und des Freihandels tritt allmählich der Warenaustausch auf dem Aber die Mitgift seiner Frau gab ihm 1497 die Möglichkeit, sich selbständig zu machen. Schon im folgenden Jahr ging er zur weiteren Ausbildung nach Venedig. Eine jetzt in Dresden befindliche Muttergottes mit dem Kinde läßt den Einfluß Mategraas erkennen. Das italienische Problem der vollkommenen Proportion hat ihn sein ganzes Leben lang beschäftigt, und mit wissenschaftlicher Gründlichkeit studierte er gerade den menschlichen Körper. 1506—07 hielt er sich zum zweiten Mal in Italien auf, vielleicht mit aus wirtschaftlichen Gründen. Der Absatz seiner vielen graphischen Arbeiten war keineswegs immer einfach und das Honorar ließ nur zu oft auf sich warten, auch wenn Kaiser Maximilian selbst der Auftraggeber war, der ihn hoch schätzte und wiederholt beschäftigte. Bei seinem zweiten Aufenthalt in Venedig malte Dürer sein herrliches Rosenkranzbild (jetzt in Prag), in dem er nunmehr ganz seine eigene Art zum Ausdruck brachte. Heimgekehrt, konnte er am Tiergärtner Tor in Nürnberg das stattliche Haus erwerben, das als Beispiel hervorragender Wohnkultur seiner Zeit eine ähnliche Aufgabe erfüllt wie das Goethehaus in Frankfurt am Main. 1520-21 machte er noch eine große Reise in die Niederlande, auf der er wie ein Fürst geehrt wurde. Sie ist durch sein Tage- und Skizzenbuch in die Vorstellung der Nach weit besonders deutlich eingegangen, Prinzip der Kompensation, auf Grundlage der Kontingente und der bilateralen und sonstigen Zahlungssysteme. Also: Kom-pensierung der Aus- und Einfuhr. Im Zusammenhang damit wird natürlich auch eine Reform des Clearingsystems auf Grund der bisherigen Erfahrungen durchgeführt werden müssen. Somit werden an Stelle des bisherigen Weltmarktes und seines Diktats abgerundete Wirtschaftsgebiete treten, innerhalb deren es möglich sein wird, eine möglichst große Selbständigkeit und Unabhängigkeit derselben anderen solchen Gebieten gegenüber durchzuführen. So der Autor des Artikels im »Jugoslov. Lloyd«. In seinen Ausführungen liegt jedenfalls sehr viel Wahrheit, obzwar es natürlich ist, daß nicht alles schon als Tatsache angesehen werden darf. Der Ljubljanaer »Trgovski list« bemerkt zu diesen Ausführungen, daß sie eine logische Schlußfolgerung" der bisherigen Ereignisse sind, daß aber auch noch neue Ereignisse eintreten können, welche zu noch viel ernsteren Konklusionen führen könnten. Jedenfalls aber bereiten sich große Veränderungen auf allen Gebieten und im Leben aller Völker vor. legte aber auch den Keim zu einer Krankheit, der er am 6. April 1528 vor der Zeit erlag. Wir wissen von Albrecht Dürer mehr als von irgend einem anderen deutschen Künstler seiner Zeit: durch seine vielen Selbstbildnisse, die — von der hohen Kunst abgesehen — einen ernsten, klugen, sympathischen, gut aussehenden und stets sorgfältig gekleideten Mann zeigen, durch die Familienchronik, die er zu schreiben begann und durch seine Briefe und Tagebücher. Auch darum, weil er als Mensch so plastisch vor uns steht, sehen wir ihn am Anfang einer neuen Zeit, die noch immer die unsrige ist. Aber das alles entscheidet nicht. Entscheidend ist allein, daß sein Werk getragen ist von der inneren Notwendigkeit wahrhaft großer Kunst. Schöpfungen wie die berühmten Kupferstiche »Ritter, Tod und Teufel«, »Die Melancholie« und »Der hl. Hieronymus im Gehäus«, wie die Apokalypse und das Marienleben, die Bilder der Mutter mit dem Kinde und der hl. Geburt und vor allem die Apostel in der Münchener Alten Pinakothek, nicht zuletzt auch die Bildnisse, die in der getreuesten Wiedergabe des Aeußeren zugleich das Wesen des Dargestellten erfassen und steigern behalten über Zeit und Zeitströmungen hinweg ihren starken Klang als ein Höhepunkt deutscher und europäischer Kunst. ©er Gchlachipian gegen England ist noch Geheimnis „Nur Zehn Menschen wissen, was sich gegen England vorbereitet" / Ein italienischer Fachmann über den Gmn der bisher gen Luftangriffe auf England Rom, 21. August. Der Militärfachmann des »P o p o 1 o d’I t a 1 i a«, Mario A p -p e 1 i u s, befaßt sich in einem Aufsatz mit der großen Luftschlacht, die am 5. d. M. über England begonnen hat. »Die Schlacht war am 17. d. M. noch nicht beendigt, obwohl sie einigermassen nachließ. Sie war jedoch nach Appelius eine Generalpr ob e, die der deutschen Heeresleitung zur Ueberprüfung der Stärke des englischen Verteidigungssystems diente. Den Deutschen ist die Feststellung der Tatsache gelungen, daß die Engländer nicht einmal ihre größten maritimen Stütz punkte wie Portsmouth und ihre größten Luftstützpunkte wie Croydon, zu halten vermögen. Auch die bekannten Ballonsper ren um London haben sich als ungenügend erwiesen. Die deutschen Fiiegerformatio-nen konnten diese Sperren ohne große Ver luste durchbrechen. Obwohl die Engländer noch -so tapfer kämpften, zeigte es sich doch, daß ihnen die Deutschen weitaus überlegen sind. Die Deutschen haben auch ohne weiteres die englischen Verteidigungsanlagen bei Dover zerstört. — Schließlich konnte die englische Flotte nichts gegen die deutsche Luftwaffe aus-richten. Am wenigsten aber gelang ihr die Verteidigung ihrer eigenen Stützpunkte. — Aus alldem — so schreibt Mario Appelius — kann jetzt die deutsche Heeres- leitung ihre Schlüsse darüber ziehen, mit welchen eigenen Kräften der vollständige Sieg erzielt werden kann. Die Achisenmäch te haben ihren Plan, der aber noch ein Geheimnis ist. Vielleicht sind es nur zehn Menschen, die es wissen, was Deutschland und Italien im Kampfe gegen England eigentlich vorbereitet haben. Berlin meldet neue Erfolge der öeutfchen Tauchboote DER GESTRIGE OKW-BERICHT. — PLANMÄSSIGE FORTSETZUNG BOMBARDIERUNG ENGLISCHER MILITÄRZIELE. DER Berlin, 21. August. (DNB.) — Der Bericht des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht vom 20. d. M. trägt folgenden Wortlaut: »Die Unterseebootwaffe hat neue Erfolge erzielt. Ein Boot versenkte den 4578 brt. großen bewaffneten britischen Han-(Fortsetzung Seite 4.) 4lbrec£>t Dürer Von Dr. Erika Altgelt. e*nmal eine Zeit gegeben, die bür„ **brecht Dürer in erster Linie den Tüchr v*1 geruhsamen, durch Fleiß und komm’ zu Wohlstand und Ehren ge-eben h-60 Künstler. Diese Zeit, die den Grüzir-3™3*8 w*ederentdeckten Matthias fen. ewald glaubte höher stellen zu dür- weil seine farbenglühenden Schilder- fordert ^ Emdens zum Mitleiden beraus-den rr>n’- wäkrend man in Dürers Kunst druck'1 re‘*^nden, leidenschaftlichen Aus-den „ v®rm'ßte, ist vorbei. Man erkennt zusa-i n Nürnberger Meister heute so- ten a*s. ^en Mann zwischen den Zei- MaChtnrÜhrt von ücr bezwingenden er italienischen Renaissance, hat ßebro h Ueberlieferungen der Gotik kUnstC len Und> unausgesetzt mit seiner ehenri rmSend’ seine eigene Form su-neuen’ a *n neues Weltbild erschaut, einer wie . uf"abe gedient: die Wirklichkeit, Zu S!e,ist* zu sehen, zu gestalten und Schm0,1 Mag beispielsweise das tsenu':1Zensbild des Gekreuzigten auf dem tipQ,. e!rtler Altar Grünewalds auch mäch-denri d^eifen, vor Dürers Kopf des leien Christus spürt man die Kraft, die sich dem Leiden entgegeilstemmt. ein Ethos, das den Beschauer nicht niederbeugt, sondern erhebt... Albrecht Dürer wurde am 21. Mai 1471 in Nürnberg geboren. Sein Weg war ein für die damaligen engen deutschen Verhältnisse ungewöhnlicher sozialer und wirtschaftlicher Aufstieg. Als Sohn eines Goldschmiedes, der es zu Reichtum nur an Kindern gebracht, und einer Mutter, die uns Dürer selbst in der berühmten Kohlenzeichnung als eine versorgte, verbrauchte, leiderfahrene Arbeitsfrau geschildert hat, wuchs der Junge in gedrück ten Verhältnissen auf, schon mit 13 Jahren ein heimlicher Aristokrat mit feinen Zügen und herzensfreundlichem ernsten Ausdruck, wie sein erstes Selbstbildnis, 1494 in Silberstift, verrät. Er lernte in des Vaters Werkstatt, ging dann zu dem angesehensten Maler der Stadt, Michael Wohlgemut, in die Lehre. Ueber die vier Wanderjahre, die er anschließend am Oberrhein verbrachte, wissen wir kaum etwas. Gleich nach der Rückkehr heiratete er. Die kinderlose, nüchterne Ehe scheint ihm nie etwas bedeutet zu haben. delsdampfer »Ampleforth«, ein zweites 6680 brt. feindlichen Handelsschiffsraum. Ein anderes Unterseeboot unter Führung von Kapitänleutnant Cohauß, von dem be reits ein Teilergebnis von 32.300 brt. gemeldet war, hat insgesamt 41.000 brt. feindlichen Handelsschiffsraum versenkt. Im Zuge der bewaffneten, Aufklärung griff die Luftwaffe Rüstungsfabriken, Be-tricbsstoffiager, Bahnanlagen, Häfen, Flug platze und Truppenlager, insbesondere in den Grafschaften Suffolk, Norfolk und Oxford erfolgreich mit Bomben an. Bei der Nacht richteten sich unsere Angriffe gegen Flugplätze in Südengland, sowie gegen Hafenanlagen und GroB-Taniklagef an der britischen Süd- und Südwestküste. Feindliche Flugzeuge warfen in der Nacht zum 20. August an verschiedenen Stellen Bomben auf Wohnviertel und freies Feld. Einige Zivilpersonen wurden getötet und verletzt, mehrere Häuser zerstört. Dank des tatkräftigen Eingreifens des Sicherheits- und Hilfsdienstes sowie des Selbstschutzes der Bevölkerung konnten an verschiedenen Stellen entstandene Schäden rasch behoben werden. Fünf feindliche Flugzeuge wurden durch Jäger und Flakartillerie abgeschossen. — Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.« Aus Stadt und Umgebung Maribor. Mittwoch. Den 21. August Die Betriebseinschränkungen in Der Textitbmnche DIE LAGE IST IN GANZ SLOWENIEN GLEICH KRITISCH. Die Stockung in den Baumwoll- und Garnzufuhren aus dem Auslande wirkt sich in Slowenien, vor allem aber im Zentrum der jugoslawischen Textilindustrie, in Maribor, immer gefährlicher aus. In den meisten Betrieben gehen die Rohstoffvorräte zur Neige, sodaß, wenn nicht Herrenwäse he fertig und nach Maß Eigene Erzeugung f. Babli Gosposka ulice 24 Gang Durch Das Wiener Monographische Institut Wien, August. Eine Führung durch das Phonographische Institut in Wien lohnt sich wirklich. Was der Leiter des Instituts erklärt, ist mehr als interessant. Diese Anstalt ist nicht allein ein Museum. In einem Museum ruht nur Vergangenes. Hier aber betreibt man lebendige Wissen sohaft, die in der Gegenwart forscht und sich Erwartungen macht von der Zukunft. Der alten Kaiser Aussprüche klingen zwar schon verstaubt, aber wie die Stimmen der alten, großen Schauspieler, das tote Burgtheater, geben sie uns wohl zu denken: Wie doch die Stimme den starren Leib überlebt, in einen schwarzen Trichter eingefangen... Doch wie unwesentlich erscheinen die Stimmen aus dem Jenseits gegenüber dem neune Forschen, gegenüber der Idee, die das Phonogramm-Archiv der Akademie der Wissenschaften ins Leben rief, ins Leben rufen mußte. Denn Edisons Phonograph dient nunmehr der Sprach- und Musikforschung^ die sich auf die entferntesten Teile unseres Erdballes erstreckt. •Bis zur Gründung des Instituts mußte man sich auf die jeweiligen Erzählungen und Aussagen der Reisenden verlassen. Heute aber wird überallhin, gleichsam als Reisepäckchen, ein jetzt nur mehr netto 8G kg schwerer Apparat mitgenommen. In tropensicherer Verpackung folgt der Phonograph dem Botaniker ins Innere Brasiliens, dem Meteorologen nach Indien, dem Ethnographen nach Afrika und Australien. Den Zoologen begleitet er nach Grönland, und von überallher kommen hochinteressante Sprachproben, kommt neues Material, das in ungeahnter Weise die vergleichende Sprachforschung fördert. Der Leiter des Phonographischen Instituts demonstriert eine Stimmenaufnahme. Wenn man neben dem Apparat sitzt und zusieht, wie ein Mensch ein Verslein hineinspricht, wenn dann eine Minute darauf, durch bloßes Auswechseln des schrei benden Stiftes : der Aufnahmeschalldose gegen den abgestumpften Wiedergabestift der Phonograph das Verslein ohne weiteres menschliche Hinzutun wiedergibt — dann überkommt jeden, nicht nur den Wißbegierigen das Gruseln. Der Forscher arbeitet mit einem eigenen phonetischen Alphabet, das 80 Buchstaben umfaßt, so daß eine möglichst genaue Wiedergabe der einzelnen Laute herausgebracht werden kann. Durch die phonetische Wiedergabe des Textes auf jeder Platte ist es selbst dem Ausländer möglich, jeden Dialekt lautähnlich vom Protokoll zu lesen. Das »Plattenprotokoll«, aus dem auch Alter, Geschlecht, Stamm, Beruf und Wohnort des Phonographier-ien ersichtlich sind, auf dem noch außerdem eine Reihe anderer Vermerke über die Art des Sprachvortrages Aufklärung geben, ist fast ebenso wichtig für das Archiv wie die mehr als 3000 Stück der Platten-Negative, der Typen, welche die Eigentliche Sammlung ausmachen. Den interessantesten Teil der Sammlung bilden für den Laien die Proben der exotischen Musik. Auch mittelalterliche Ge- in allernächster Zeit neue Sendungen Eintreffen, die Arbeit wird vollends eingestellt werden müssen. Schon bisher sah sich der Großteil der Mariborcr Textilfabriken genötigt, nur an drei Tagen in der Woche zu arbeiten, um nicht zu Arbeiterentlassungen schreiten zu müssen und die Not der Bevölkerung noch zu vergrößern. Die Unternehmungen sahen sich vor die Alternative gestellt, entweder etwa die Hälfte der Arbeiterschaft zu entlassen, oder aber die Erzeugung nur auf drei Wochentage zu beschränken und dabei an diesen Tagen die meisten Kräfte zu beschäftigen. Die Arbeiter beziehen zwar nur den halben bisherigen Lohn, sie helfen jedoch durch die eigene Einschrän- Stand nach der neunten Runde: š°r' 11 und Berner je 7, šubarič und Jerman ]e 6X-, šiška 5 (1), Gottlieb 5, šmigov66 4K-, Grašič 4'A, Marek 4 (1), Mišu^ kung den Kameraden, da diese sonst samt Familien brotlos wären. Immerhin muß eine stattliche Anzahl von Arbeitskräften, deren Existenz anderwertig halbwegs sichergestellt erscheint, daheim bleiben. Nun sind auch die bisher stets gut gefüllten Lager der größten Mariborcr Textilfabrik, jener der »H u 11 e r & Ko. in Melje«, die etwa 1200 Arbeiter beschäftigt, fast völlig erschöpft. Die Unternehmung muß ebenfalls den Betrieb einschrän ken. In Gefahr sind etwa 350 Arbeiter, denen die Entlassung droht. Auch hier j sind gegenwärtig Verhandlungen im Gan- i ge, um ein ähnliches Arrangement zu treffen wie bei den anderen Unternehmungen, d. h. Arbeit nur an drei Wochentagen. — Die Arbeiterschaft ist begreiflicherweise erregt und sucht anderweitig unterzukommen, um die gegenwärtige schwere Zeit ir gendwie zu übertauchen. Aehnüch ist die Lage auch in den anderen Textilzentren Sloweniens, vor allem I in Celje, Kranj, Kočevje, Litija, Tržič usw. Auch dort droht den meisten Betrieben die völlige Arbeitseinstellung, falls es nicht in kürzester Zeit gelingt, die notwendigen Baumwoll- und Garnmengen aus dem Auslande zu beschaffen. H Mlinar, Majstorovič, Popovič und SavP je 4, Pavlovič 3'A, Medan 2% (1), Gras ner und 2uk je 1 % Punkte. Gestern abends wurde die zehnte R1111' de ausgetragen, deren Ergebnis jedod1 noch aussteht. Ser Konsum tota bedarssartikel gebt DIE DISKREPANZ ZWISCHEN PREISEN UND EINKOMMEN ALS EIN WESENTLICHER FAKTOR DER RÜCKBILDUNG DES VERBRAUCHES. Die noch immer nicht im Abgleiten befindliche Teuerung der wichtigsten Lebensbedarfsartikel hat auch in unserer Stadt zu einer durchaus verständlichen Rückbildung des Konsums geführt. Die Spanne zwischen den aufsteigenden Preisen und den fast durchwegs stehen gebliebenen Gehältern und Löhnen nimmt progreßiv zu und damit auch die Besorgnisse breiter Bevölkerungskreise im Hinblick auf die weitere Gestaltung der Lebenshaltung. Man braucht, um sich ein Bild dieser Lage zu machen, nur einmal unseren immer reich beschickten Gemüsemarkt zu besuchen. In einer Zeit, in der infolge Teuerung und der Einführung der fleischlosen Tage zumindest der Verbrauch an Gemüse zunehmen müßte, muß man die Beobachtung machen, daß selbst die Bulgaren, die auf unserem Gemüsemarkt gewissermassen ein Preisregulator sind, mit ihren Tiefpreisen die auf den Markt gebrachten Mengen nicht oder nur sehr schwer anbringen können. Ein schöner Krautkopf beispielsweise kann wohl nicht billiger zu stehen kommen als um einen Dinar. Wenn sich trotzdem nur wenig Käufer einfinden, so ist dies wohl ein Zeichen der Zeit. Wäre der Gehälter- sänge verschiedener Völker machen einen wertvollen Teil der Sammlung aus. Doch viel größer sind die Hoffnungen für die Zukunft — zumal das Phono-grammarchiv in letzter Zeit selbst der medizinischen Wissenschaft schon wertvolle Dienste geleistet hat. So werden die Stimmen von Personen, die an Rachen-Kehlkopf-, Zungen-, Stimmbänderkrankheiten leiden, aufgenommen, sodann die Stimmen derselben Personen nach durchgeführter Behandlung, Operationen usw. werden wieder fixiert, wobei sich ein ebenso interessantes wie wichtiges Studienmaterial ergibt. Immer größer werden die Forschungs-möglichkeiten auf diesem Gebiet. Ein Fremdenbuch führt die Namen der Besucher des Archivs, unter denen wir bekannte Forscher, Musiker und Mediziner finden. und Lohnstandard des größten Teiles unserer Bevölkerung an das Niveau der Preise angeglichen, so würde man sicherlich kein Zurückgehen des Verbrauches feststellen können. So aber muß in vielen hunderten von Haushaltungen selbst an dem gespart werden, was für die Ernährung im Sommer von wesentlicher Bedeutung ist. Unsere reich beschickten Lebensmittelmärkte sind oft schon im Ausland gepriesen worden. Auch die sprichwörtliche Billigkeit des Gemüses usw. wurde vielfach hervorgehoben. Was nützt das alles, wenn alle diese guten Sachen für viele unerschwinglich sind! Es klagen die Fleischhauer über den starken Rückgang des Fleischkonsums. Dasselbe gilt sogar für den Brotkonsum. In der Spezereibranche ist ebenfalls ein merkliches Zurückgehen der Konsummengen zu beobachten. Wenn die in Aussicht gestellten wirtschaftlichen und sozialen Reformen die Hebung des Lebensstandards bewirken sollen, dann muß unbedingt auch die ungesunde Diskrepanz zwischen Preisen und Einkommen beseitigt werden. Das Wie dieser Operation muß selbstverständlich den Nationalükonomen überlassen bleiben, die in der neuesten Zeit über keinen Mangel an Vorbildern für die zeitgemäße Lösung dieses schwierigen Problems zu klagen haben., m. Heute Parkkonzert. Im Falle sonstiger Witterung gibt heute, MIttwoc: < den 21. d. abends von 20.30 bis 22 U*1 die Militärkapelle unter der Leitung de Kapellmeisters Hauptmann Jiranek ei Promenadekonzert im Stadtpark. m. Zweierlei Hochzeit in einer Fam>»^- In Slovenske Konjice wurde dieser Tag^ in einer Familie eine interessante DoP' pelhochzeit gefeiert. Der Schlossermeiste^ und Realitätenbesitzer Heinrich D o t> n i g feierte mit seiner Gattin Frau Va lerie die silberne Hochzeit, während sei^ Sohn mit Frl. Frieda Me r k u h n g6 traut wurde. Dem silbernen und dem gn*' nen Brautpaar unsere herzlichsten Glück' wünsche! m. Letzter Weg der beiden Feuerw^t-männer Studencis. Gestern wurden d>-beiden Feuerwehrkameraden aus Studem ci, über deren tragischen Tod wir bereis berichteten, zu Grabe geleitet. Dem Tra erakf wohnte trotz des ungünstigen We' ters eine große Menschenmenge bei. DJ Feuerwehren Maribor, Pobrežje, Kanin1' ca, Pekre, Radvanje, Bistrica, Ruše U» jene der Staatsbahnwerkstätte Maribc waren durch Abordnugen vertreten. A11' offenen Grabe hielten Bürgermeister Ka' loh und' Gauobmann Klemenčič,6' greifende Nachrufe, während der Oesan-, verein »Enakost« am Grabe Pezdiček-zwei Trauerchöre sang. m. Wetterbericht vom 21. d. 9 U^" Temperatur 16.0, Luftfeuchtigkeit 65A» Barometerstand 734.1 mm, Windrichtung S. Gestrige Maximaltemperatur 15.5, h£l^ ti ge Minimaltemperatur 9.4 Grad. Niede^ schläge 45 mm. Es regnete insgesamt Stunden. Ans Pinl p. Frau Karoline Hoinig gestorben. Alter von 61 Jahren ist Dienstag in im ptui Nationales Schachturnier in Gelse Montag und am gestrigen Dienstag vormittags wurden im Rahmen des 17. Nationalen Schachturniers in Celje die h ä n -g e n d e n Partien zur Austragung gebracht. Šorli konnte im Kampfe mit Majstorovič nur ein Remis verzeichnen. Letzterer unterlag seinem Gegner šubarič. Savič gewann gegen Prof. Grašer. Die Partie šiška : Medan wurde abermals unterbrochen, ebenso werden šmfgovec und Marek ihr Glück nochmals versuchen. Popovič konnte seinen Gegner žuk mattsetzen. Im harten Kampfe gegen šubarič errang Šorli schließlich doch den Sieg. Majstorovič war ausgeblieben, weshalb er zugunsten Berners kontumaziert wurde. die Kaufmannsgattin Frau Karoline H 0 ^ n i g, geb. Sattler gestorben. Die Beis6^ zung erfolgt Donnerstag, den 22. d. uM Uhr vom Trauerhause aus nach dem sta^ tischen Friedhof. Friede ihrer Asche! Der schwergetroffenen Familie unser im1'» stes Beileid! p. Der Amtstag der Handelskammer fd Ptuj, Ormož, Ljutomer, Murska Sobota • Dolnja Lendava wird kommenden Do nerstag, den 22. d. in den Räumen d6^ Kaufleuteeinigung für Ptuj-Stadt (Nai° dni dom) abgehalten werden. p. Nach längerem Leiden ist in Ptuj d*® Geschäftsreisendengattin Frau M,nn Šunko gestorben. — R. i. p.! p. Verhängnisvoller Sturz zu ß°d6i1^ Der 12jährige Mieterssohn Konrad --0' aus Stuka stürzte beim Spielen auf ' Wiese so unglücklich zu Boden, daß ^ 'V ist Sonnenbrand ausgeschlossen! Sie können die Sonne so lange gemessen, wie Sie nur wollen. Nivea-Ultra-Öl absorbiert die hautverbrennenden Strahlen und lässt nur die hautbräunenden Strahlen durch. Ausserdem bräunen Sie schnell und schön gleich-massig. So wirkt NIVEA-ULTRA-ÖL: 223 c= kurzwellige (verbrennende) Strahlen werden zurückgehalten --- langwellige (bräunende) Strahlen werden durchaelassen I Bachern im WW DIE AUFNAHMEN BEGINNEN BEREITS IN DEN NÄCHSTEN TAGEN. — AUCH MARIBOR, RUŠE UND PEKRE WERDEN AM FILMBAND ZU SEHEN SEIN. — (je.en ®ruch des rechten Armes und an-in ’k Verletzungen davontrug. Er mußte Kiankenlvaits untergebracht werden. 4u$ feil® c; Berggottesdienst. Sonntag, den 25. ugUst, früh 9 Uhr, wird auf der Alm von ozirje ein feierlicher Berggottesdienst halten werden. Dc; Groß-Celje und seine Beleuchtung. js)e Bedeutung des Beleuchtungswesens 5^r°ß. Dennoch haben von den rund Familien im Bereich der Stadfgc-^cmde Celje Liber 900 kein elektrisches cht, sondern nur Petroleum- oder Ker-Beleuchtung. Das Stadtinnere. ist 100 ^°n Hundert mit elektrischen Lichtleitungen versehen. Dennoch gebrauchen etwa le v°n Hundert der Stadtbewohner Petro-L,ehlbelcuchtung. In der ehemaligen-Umteil Un^s8emeindc hingegen ist die Ver-s! Un8 des elektrischen Lichtes ganz ver-Vo leden. Am besten ist Breg dran mit 97 (j.n Hundert, dann folgen Spodnja Hula mit 91 o/o, Ložnica mit 90%, Lava 6lo; Zavodna mit 83%, Ostrožno mit m-,0’ Bolüle und Lisce mit 55%, Medlog jJ, Zgornja Hudinja mit 48%, Ni-,, a,hcrg mit 38%, Lopata mit 34%, Za-" mit 29%, Babno, Košnica und Pe-mit je 17%; am schlechtesten sind hab r°Va Uncl Hokrovec dran, denn sie filku überhaupt kein elektrisches Licht, m llsehes Licht aber sollte auf keinem Um °"nh°f khlen, schon allein deshalb, . die Unfallsgefahren zu vermindern. er ..e*ne zuverlässige Arbeitsleistung zu ^^hglichen. Aber auch die Sonderan-acei!!dungen des Lichtes sollten stärker be-‘ C1 werden. In der Hühnerzucht bei-Bel läßt sich durch künstliche Ret“t-Chtung der Nahrungsräume die Le-be ati§I2n herrscht heuer ein starker Mangel an w llpfern«, so daß am Bahnhofe in Celje, »2 Hopfenbauern sehnsüchtig nach tes Pfern« Ausschau halten, ein wahrhafte "Gerisse« um jede einzelne »Zupferin« rscht. Bes;|Auch das heißt noch »Mensch«. Zur bei 'k n Katharina Sternad in Veternik tge ie kam am Abend des Großfrauen Ultj s. Hn taubstummes Weiberl und bat betrein Nachtlager. Die Bäuerin rief den 1(q Ebenen Nachbarssohn Johann Moš-die RUnd gab ihm zu verstehen, daß er Bittende »abwimmeln« solle. Da die sv^himme Obdachlose nicht gleich ver-MoT Was der Bursche meinte, ohrfeigte hefr,1,0? das arme Weib so stark, daß es nen‘u’°.!utete- Nun nahm der Rohling ci. die 1 Higel und schlug die Frau nieder, in ’ ,aui allen Vieren sich fortschleppend, 3beClne Kalkgrube fiel. Dort hieb Moškon lifhenG'-S beliig auf den Kopf der Unglück blut ’t Cm’ die bereits aus vielen Wunden kotTp' ^’n weiter Nachbar namens Ja-lein Besm-k, der dies sah, zog das Weib-Mošv'V’eder aus der Grube, worauf sich stiir t°n n0Ch einmal auf die Wehrlose sie -h’ illr wuchtige Tritte versetzte und te er einen Berghang hinabschleuder-sty^V° am nächsten Morgen die Taub-,Undmc in gräßlichem Zustand tot aufge-Un‘t 6,1. wurde. Woher die Tote stammt MoškWie Sie heißt, ist noch unbekannt. \viiM°n sowie die Sternad und Resnik den verhaftet. fcka ^’ndesmörderin verhaftet. In Grajaj n3s bei Gomilsko wurde die 22 Jahre Ija h auermagd Agnes Golenko aus Kap-Madc' Sv- Jurij ob Taboru verhaftet. Das Mitt ,n’. das sich Mutter fühlte, bezog einen die hiesige Gebärklinik, wo sie Sch.,n kräftigen Knaben das Leben Mutt . Am 29‘ -*uli verlicß die junge 'vklo' ^'eisanstalt und begab sich $ka r zu ihrem Dienstherren nach Graj-vas. Nach dem Verbleib des Kindts Wie schon gestern berichtet, hat sich die Banatsverwaltung entschlossen, zum Besuche unseres Bachern eine neue Propagandaaktion einzuleiten. Zu diesem Zweck wird, einstweilen nur am östlichen Teil des Bergmassivs, ein etwa 300 Meter langer Film gedreht werden, der im Rahmen interessanter Handlungen die schönsten landschaftlichen Reize des grünen Bachern im Bilde festhalten wird. — Nach und nach wird nach Maßgabe der verfügbaren Mittel' der Film durch neue Aufnahmen erweitert werden. Die Ausarbeitung des Filmes wurde dem anerkannten Alpinisten M e t h o d B a d' j u r a, dem Bruder des weit und breit bekannten Propagators unserer Bergwelt Rudolf Badjura, anvertraut. Im Zusammenhänge mit diesem Beschluß wurde im Reisebüro »Putnik« gestern nachmittags eine Konferenz der am Fremdenverkehr interessierten Stellen abgehalten. Der Präses des Mariborer Fremdenverkehrsverbandes Ing. Šlajmer hieß den Leiter der Filmexpedition Bari j u r a herzlich willkommen, der dann in längeren Ausführungen seinen Plan entwickelte, nach dem er an die Durchführung der ihm anvertrauten Aufgabe zu schreiten gedenkt. Die Anwesenden billigten den Plan, der durch einige vorgebrachte Anregungen noch vervptlständigt wird. Alle am Fremdenverkehr interessier ten Stellen gaben durch ihre Vertreter in der Aussprache die Erklärung ab, daß sie die Idee herzlich begrüßen und ihrerseits alles unternehmen werden, um das Gelingen der Propagandaaktion sicherzustellen. befragt, sagte das Mädchen, daß sie es einer Bekannten in Petrovče in Pflege gegeben hätte. In Wirklichkeit aber entledigte sie sich .ihres Kindes auf dem Heimwege, indem sie es erwürgte und am Bache Bolska bei Grajska vas verscharrte. c. Neues Feuerwehrheim. In Slivnica bei Celje wurde am vergangenen Sonntag das neue Feuerwehrheim feierlich eingeweiht. Auch die Feuerwehren in Teharje und Gaberje hatten Vertreter zu dem Feste entsandt. Namens des Feuerwehrgaues Celje sprach Herr Gajšek anerkennende und anfeuernde Worte. c. Kino Metropol. Im Metropolkino werden am Mittwoch und Donnerstag zwei Filme in einer Vorstellung. vorgeführt und zwar »Eine Frau wird verkauft« und »Die Rose aus Rio Grande«, zwei spannende und bildhaft schöne Filmwerke aus Spanien. Während der erste Film den Mädchenhandel beleuchtet, zeigt uns der zweite den Kampf eines Mannes um die schönste Spanierin Mo-vita Carroll. c. Blutiger Streit. In Šmartno im Rosental gerieten in einer der letzten Nächte zwei Bauerburschen auf dem Heimwege in Streit. In dem Handgemenge griff der eine zum Messer. Der andere — es handelt sich um den 27 Jahre alten Jo- Die Filmaufnahmen werden, wie uns versichert wird, schon in den nächsten Tagen einsetzen. Als Ausgangspunkt Ist M a r i b o r gewählt, wo an einem Samstag das rege Treiben anläßlich des Wochenmarktes im Film festgehalten werden soll. Aufnahmen werden auch vom Kalvarienberg aus gemacht werden, desgleichen wird das Leben im Inselbad gekurbelt werden. Die Filmexpedition wird sich sodann auf der neuen Bergstraße nach dem Bachern begeben und unterwegs zahl reiche Aufnahmen von den schönsten Motiven und Aussichtspunkten machen. Alle wichtigen Gegenden, vor allem Š m a r t-n o mit dein dortigen Kinderparadies und die Berghütten, werden am Filmband zu sehen sein. Im Rahmen einer Handlung wird auch das Leben am Bachern im Bilde festgehalten werden, so die Holzer, Köhler, Fuhr leute, Flößer usw. bei ihrer Arbeit, dann Volkstrachten, charakteristische Männerund Frauenköpfe, kurz, alles, was dem Bachern sein charakteristisches Gepräge aufdrückt. Den Abschluß des Filmes werden Aufnahmen von den interessantesten Gegenden des Bachernfusses vor sich gehen, vor allem des Industrieortes Ruše und der Weingärten von Pe kr e.- Später werden auch die anderen Teile des Bachern-massivs an die Reihe kommen, sodaß nach und nach ein Film von stattlicher Länge Zustandekommen soll, der die Schönheiten dieses malerischen Stückes unserer engeren Heimat weit über die Grenzen Sloweniens künden wird. erlitt Stichverletzungen am Kopfe und an beiden Armen. Er wurde ins hiesige Krankenhaus eingeliefert. c. Den Brandwunden erlegen. Die Auszüglerin Christine Klančnik, die auf dem Besitz ihres Sohnes in Dobrič bei Velenje in eine Kalkgrube gefallen war, ist im hiesigen Krankenhause ihren schweren Brandwunden erlegen. * Für wohlbeleibte, muskelkräftige Personen, bei denen allerlei Beschwerden der allzureichlichen Vollblütigkeit vorhanden sind, ist eine mehrwöchige Trinkkur mit dem natürlichen »Franz-Jo$ef«-Sitterwas-ser vortrefflich geeignet. Solche Leute kön nen die Entfettungskur mit dem Franz-Josef-Wasser — unter Aufsicht ihres Arztes — auch zuhause durchführen. Reg. S. br. 30.474.35. Fußballspiel in der Tracht des 16. Jahrhunderts. (S.A.P.E.) R o m, August. Unter den altüberlieferten Festen Italiens gehört die historische Nachbildung eines Fußballspieles, das im Jahr 1530 abgehalten wurde (während der Belagerung der Stadt j Florenz). Dem Spiel, dem jedes Jahr ein Trachten vorhergeht, wohnen ge- Wb-KIiw Esplanade-Tonkino. Heute Premiere des großen deutschen Kriminal- und Abenteuer-Film »Im Namen des Gesetzes«. — Ein Film voll Tempo, spannenden Inhalts, fesselnd vom ersten bis zum letzten Bild, dargestellt von den besten deutschen Schauspielern. Nächstes Programm: Der neueste Film der beliebten Künstlerin Franziska Gaal »Der erste Kuß«. Burg-Tonkino. Bis einschließlich Mittwoch der musikalische Strauß-Film »Der große Walzer« mit Luise Rainer in der Hauptrolle. Ab Donnerstag der grandiose Tatsachenbericht »Von Narvik bis Paris«. Erste Vorstellung Donnerstag um 14 Uhr. Das Publikum wird ersucht, sich die Karten im Vorverkauf zu besorgen ur,*? die reservierten Karten bei der Kasse so früh als möglich zu lösen. Die Tageskasse ist täglich von 10 bis 12 und ab 15 Uhr geöffnet. Union-Tonkino. Der berühmte Sacha-Guitry-Film »Auf den Elyseeischen Feldern«. Ein äußerst geistreicher Streifzug durch die Geschichte Frankreichs, die von Sacha Guitry mit Esprit und Humor erläutert und kommentiert wird. Mnarn - DNDMMMML Donnerstag, 22. August Ljubljana: 7.15 Schallpl., 12 Schallpl., 13.02 Mittagskonzert, 20.30 Volkslieder, 21.15 Symphoniemusik auf Schallpl., 22.15 Funkkapelle, — Beograd: 13.50 Salon- quintett, 18.30 Violinkonzert, 21 Volkslieder, 22 Violinkonzert. — Sofia: 18.30 Leichte Musik, 20.50 Unterhaltungsmusik,' 21 Symphoniekonzert, 22 Völkalkonzert. Budapest: 13.30 Zigeunerkapelle, 18.30 Funkkapelle, 22.10 Zigeunerkapelle, 23.25 Schallpl. — Großdeutscher Rundfunk: 9 Kammermusik, 10 Unterhaltungskonzert, 13.15 Musik nach Tisch, 15 Unterhaltungs konzert, 20 Kammermusik, 21.30 Unterhaltungskonzert, 23.15 Nachtkonzert. — Italienische Sender: 18.20 Cellokonzert, Lucia Pasquali. Programm I: 19.30 »Auferstehung« von Alfano, 22 Nachrichten, 2.15 Kleines Orchester. Programm II: 19.30 Leichte Musik mit Gesang, 20.30 Blasorchester, 21.30 Schallplatten. Das Weiter Wettervorhersage für Donnerstag: Veränderlich, bewölkt, windig. Keine Temperaturänderung zu erwarten. wohnlich ein Teil des florentinischen Adels, der Miliz, der Korporationen, sowie die bekanntesten Florentiner Fußballer bei. Die Wiederherstellung des berühmten Glockentunns der »Consolata« in Turin, (S. A. P. E.) Rom, August. Soeben ist der berühmte und tausendjährige Glok-kenturm der »Consolate«-Kirche in Turin endgültig wiederhergestellt worden. Dieser geschichtliche Turm, der eine Höhe von 40 Meter mißt, wurde gegen das Jahr 1000 vom Benediktiner Don Brüning erbaut und später, besonders zu Anfang des 15. Jahrhunderts, zu militärischen Zwecken benützt. Hauptziehunc* der staatl. Klassenlotterie Hauptziehung der 40. Spielrunde. Din 200.000.—: 82198 Din 30.000.—: 73195 Din 16.000.—: 26788 Din 12.000.—: 22868 Din 10.000.— : 28306 48556 80401 Din 8000.—: 5658 17578 18033 25798 26349 28243 29520 35070 45017 60638 67738 Din 6000.—: 15701 20251 31474 38911 41342 55489 59133 73796 89408 Din 5000.—: 156 6491 22354 29754 50603 64421 67413 68467 86757 90555 91578 Din 4000.—: 361 1687 2994 5321 5987 7090 11737 12016 15221 23106 33160 34577 34826 35252 35999 36183 37883 39405 40183 41928 47845 49768 51475 58927 60704 64728 67725 69124 70541 74374 96338 96464 99577 (Ohne Gewähr.) BANKGESCHÄFT BEZJAK, bevotlm. Haupt-kollektur der Staatlichen Klassenlotterie, Maribor, Gosposka ul. 25, Tel. 20.97. Die bei uns gekauften Lose Nr. 26.249 u. 156 gewannen 8.000 bzw. 5.000 Dinar. hann Borčnik aus Slatina bei Šmartno — j Zug in anroBDEOBOBoraHomsniBnaDaciH a a BasaHDKDsoHosDEnBDSDaDKUHOB UlrtsdiaRUd^ Rundsthnu ■BBmzssnssfire' Mi (SelDhorfunci EIN SCHULBEISPIEL, WIE MAN THESAURIERTES GELD ZUR BELEBUNG DER VOLKSWIRTSCHAFT HERANZIEHEN KANN In einem südamerikaniischen Staate, welcher recht fortschrittlich zu nennen ist, und solide Staatsfinanzen hat, wirkte bis vor kurzem ein europäischer Finanz fachmann und brachte die Finanzen dieses Staates voll in Ordnung. Bevor er seine Arbeit begann, war die Situation in diesem Staate folgende: Nach einem Kriege war der Banknotenumlauf so angewachsen, daß die Staatsfinanzen nicht ins Gleichgewicht zu bringen waren. Man ging also mit einer radikalen Maßregel vor: Alle Banknoten muß ten gestempelt werden und verloren von da ab 20% ihres Wertes. Jedoch verloren die Banknoten, welche zur Zeit der Abstempelung sich in Geldinstituten als Einlagen oder auf Kontokorrentrechnungen befanden, nur 10% ihres Wertes. Die Folge war, daß fast das ganze thesaurierte Geld zum Vorschein kam und ein Einla-genrun auf die Geldinstitute brachte diese in Verlegenheit, wohin mit so viel Geld und wie dasseible zu verzinsen. Aus dieser Lage fand man den Ausweg mit einer Verordnung, daß das nach der Publikation der ÄbistempelungsVerordnung in den Geldinstituten angelegte Geld erst nach einem Jahr, und größere Geldsummen erst nach zwei Jahren gekündigt werden konnten. Somit konnten die Geld institute größere Kredite gewähren, und zwar zu niedrigerem Zinsfuß, was wiederum den Unternehmungsgeist zu einem neuen wirtschaftlichen Schaffen anfeuerte. Es war ein erstaunlicher Aufschwung in der gesamten Volkswirtschaft des betreffenden Landes zu verzeichnen. Die Nationalbank ließ den Zinsfuß sinken, der Wert der Banknoten im Verkehr mit dem Auslande stieg, die Einfuhr wurde verbilligt und die Produktionsmittel waren billiger zu kaufen, die Zahl der beschäftigten Arbeiter stieg usw. Der Staat konnte seine Schuld bei der Nationalbank soweit abzahlen, daß das Budget wieder ins Gleichgewicht kam, ohne die Steuern erhöhen und eine Vermögensabgabe durchführen zu müssen. Die Banknotenbesitzer waren anfangs gar nicht erfreut über den Wertverlust von 10% bis 20%, insbesondere jene nicht, welche es versäumten, rechtzeitig das Geld bei Geldinstituten anzulegen. Spre! Internationale Leicht- Als es sich aber heraussteilte, daß die Preise im Lande sich der neuen Situation angepaßt hatten, daß der Wert der Bank ! noten im Verhältnis zum Wertverluste gestiegen war, daß die allgemein günstige Konjunktur sich auf alle Bevölkerungsschichten ausgedehnt hatte, sogar auf die ärmsten, da hörten alle Klagen auf. Das Interessanteste am Ganzen war die Tatsache, daß sogar Leute, die nie ein Vertrauen zu den Geldinstituten hatten, nach Ablauf des einen bzw. der zwei Jahre ihr Geld nicht behoben. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie man mit einer gar nicht komplizierten finanziellen Operation einen ganz respektablen Effekt erzielen kann. Als bei uns vor einiger Zeit Gerüchte über eine Abstempelung von Banknoten auftauchten, war sofort eine Panik bemerkbar und die Regierung beeilte sich mit der Erklärung, daß keine solche Absicht bestehe. Und dennoch: es gibt gewisse Ähnlichkeiten zwischen der finanziellen Lage bei uns und jener im südamerikanischen Staat oder der Banknotenabstempelung. Unsere Regierung wird für die Nichtdurchführung einer radikalen Operation im jetzigen Moment ihre Gründe haben. Daß aber auch bei uns große Geldmengen thesauriert sind, davon zeugen viele recht ernste Abhandlungen in Tages- und Finanzfachzeitschriften. S. X Mit den Ausfuhrgeschäften Kroatiens wird sich eine besondere Gesellschaft befassen, die dort die Rolle der Prizad spielen wird. Es ist dies die »Ermächtigte Wirtschafts-Gesellschaft des Banats Kroatien« (Pogod), die m engster Mitarbeit mit der Prizad Vorgehen wird. Das Aktienkapital beträgt 20 Millionen Dinar, wozu die Hälfte die Banatsverwaltung beigesteuert hat. Die gründende Generalversammlung der neuen Gesellschaft hat bereits dieser Tage in Zagreb stattgefunden. X In der Frage der Gummiversorgung Jugoslawiens fand dieser Tage in Beograd eine Konferenz der Vertreter der interessierten und der amtlichen Kreise statt, in der vor allem die bereits verfügte Einschränkung der Erzeugung einiger Gummiartikel erörtert wurde. Die Frist für die Einstellung der Erzeugung dieser Artikel ist bereits am 19. d. abgelaufen, sie wurde jedoch um fünf weitere Tage, demnach bis 24. d., verlängert. Demnächst wird eine neue Konferenz abgehalten werden, in der alle strittigen Fragen, die sich auf die Versorgung unserer Industrie mit Gummi beziehen, bereinigt werden sollen. X Im Clearingverkehr mit Deutschland ist der jugoslawische Aktivsaldo von 3.26 auf 4.07 Millionen Mark angestiegen, im Verkehre mit Böhmen-Mähren dagegen von 16.4 auf 9.7 Millionen Kronen abgenommen. Im Verkehr mit Italien ging die jugoslawische Schuldenpost um 2.9 auf 45.8 Millionen Dinar zurück. X Der Banknotenumlauf Jugoslawiens hat sich in der zweiten Augustwoche um 73 abermals auf 12.048.6 Millionen Dinar verringert. Die Goldunterlage beträgt jetzt 2301.9 Millionen Stabildinar, was 3683.2 Millionen Wertdinar entspricht. Die Bedeckung stellt sich gegenwärtig auf 25.91% gegen 25.90% vor einer Woche. X In Dubrovnik begann zu Beginn der laufenden Woche eine Konferenz zwischen Vertretern der jugoslawischen und der deutschen Regierung, in der die Frage der Liquidierung der aus der Vorkriegszeit stammenden österreichischen, ungarischen und gemeinsamen österreichisch-ungarischen (bosnischen) Staatsund Landesschulden, soweit unser Staat daran interessiert ist, bereinigt werden soll. Delegationsleiter sind Sektionschef Dr. Dušan Gjorgjevič und Geheimrat Dr. Scheffner. Die Aussprache wird mehrere Tage in Anspruch nehmen, da ein großer Fragenkomplex zur Verhandlung steht. m Europas Leichtathleten sind auf allen Bahnen bei der Ermittlung ihrer Meister. Und wo die neuen Titelträger schon feststehen, sind es nationale und internationale Feste, in denen die Elite der Länder ihre Kräfte mißt. So wurden am Wochen ende die Meisterschaften von Ungarn in Angriff genommen. Wenig günstiges Wet ter und starker Seitenwind waren die Ursache, daß die Leistungen, besonders in den Lauf bewerben keine überragende Höhe erreichten. Die neuen Meister sind: 10 Meter: Szigetvary in 10,9, 800 Meter: Har-sany in 1:55,9, 5000 Meter: Kelen in 14:35, 110 Meter Hürden: Hidas in 15,1, Weitsprung: Berntes 7,17 Meter, Stabhochsprung: Zsuffka 3,90 und Speerwerfen: Varszegi 56,45 Meter. * Weltrekorde sind in Gefahr! Nach dem erfolgreichen Angriff der beiden schwedischen Läufer Kälerne-Jonsson und Hägg auf die Weltbestleistung im 3000-Meter-Lauf steht jetzt ein weiterer Angriff auch auf den 1500-Meter-Weltrekord zu erwarten, der seit den Olymp. Spielen 1935 in Berlin von dem Neuseeländer Lovelock mit 3:47,8 gehalten wird. Kälarme und Hägg sind die Strecke kürzlich in Göteborg bereits in 3:48,8 gelaufen. Weiter wird aus Amerika gemeldet, daß der ame rikanische 1500-Meter-Meister Mehl, der in diesem Jahre bei den USA.-Meisterschaften eine Zeit von 3:47,9 erreichte, ebenfalls einen Angriff auf den 1500-Me-ter- und den Meiten-Welfrekord unternehmen will. * Bärlund, Finnlands Meister, trat wieder auf den Plan, und erreichte im Kugelstoßen mit 15,11 Meter seine bisher beste Jahresleistung. In Vierumäki gab es einen Kampf der derzeit besten finnischen Hochspringer, wobei Nicklen mit; 1,93 seine Landsleute Peräsato und Ursin, die beide 1,90 übersprangen, klar hinter sich ließ. Finnlands Weitspringer gingen in Salo an den Start, wo Toivonen mit 7,26 vor V. Lehtonen mit 7,20 und Lindberg mit 7.14 gewann. In Kouvo-la versuchte sich der Hürdenspezialist Virta in einem 800-Meter-Lauf. Er kam hinter dem in 1:56,5 siegenden Kainlauri mit 1,1 Sekunden Rückstand als Zweiter ein. * In Helsinki kam es zu einem Zweikampf der führenden Hürdenläufer des Nordens: Storskrubb (Finnland) und Haak.on Lira an (Schweden), der diesmal über die selten gelaufene 200-Meter-Strecke ausge-t ragen wurde. Wider Erwarten zog Finn- Sförfenderiföte Ljubljana, 20. d. Devisen: London 177.26—180.46 (im freien Verkehr 219.22—222.42), Newyork 4425—4485 (5480—5520), Zürich 1010.29—1020.29 (1248.45—! 258.45); deutsche Clearingschecks 14.80. Zagreb, 20. August. Staatswerte: 214% Kriegsschaden 444—0, 4% Agrar 50—0, 4% Nord agrar 50—0, 6% Begluk 77—0, 6% dalmat. Agrar 69—70, 6% Forstobligationen 0—70, 7% Stabilisationsanleihe 94—0, 7% Investitionsanleihe 96—0, 7% Sdigman 100—0, 7% Blair 93—0, 8% Blair 97—0; Priv. Agrarbank 0—185. lands Meister davon und konnte im Ziel mit einer Zehntelsekunde vor dem Schweden einkommen. Die Zeit von Storskrubb (24,6 Sekunden) bedeutet neuen Landesrekord. Bei derselben Veranstaltung setzte Ake Hallgren (Schweden) im Dreisprung über 14,98 Meter und Matti Jär-vinen bewies mit einigen Würfen um die 70-Meter-Grenze, von denen der beste bei 71,70 lag, seine derzeitige beständige Form. Kurz vorher hatte Matti in Pätkäne sogar um 23 Zentimeter weiter geworfen, aber diese Leistung wurde von seinem Landsmann Yrjö Nikkanen noch übertroffen. Der Weitrekordler brachte es sogar auf 73,37 Meter. : Puch wurde deutscher Marathonmeister. Die heurige deutsche Meisterschaft im Marathonlauf über 42,2 Kilometer wur de erstmalig auf einer 4 Kilometer langen Rundstrecke im Treptower Park ausgetra gen, und eine vieltausendköpfige Zuschauermenge verfolgte gespannt den schweren Wettbewerb. Es siegt überraschend Puch (Potsdam) in der ausgezeichneten Zeit von 2:35.04 vor dem Titelverteidiger Unteroffizier Weber (Berlin, 2:35.25) und Jahn (Berlin, 2:41.33). Den vierten Rang erreichte der Wiener Wöber, der jetzt für Berlin startet. : Kmiky tschechischer Fünfkampf meiste r. Die L-e rchtat h k t i kine i st e rech a ftc n des Protektorates wurden am Sonntag im Strahow-er Stadion zu Prag mit dem Fünfkampf der Männer fortgesetzt. Sieger wur de der Titelverteidiger Kratky (Slavia) mit 2915 Punkten vor Bern (NSK.) def zu Beginn in Führung lag, durch s_em sagen im Diskuswerfen aber jede S*-^ chance verlor. An den Kämpfen beteu^ ten sich unter nicht gerade günstigen a Keren Umständen 16 Mann. Die Ergehn ®e: 1. Kratky (Slavia) 2915 P. ( sprurig 6,69 Meter, Speerwerfen 35,47 ter, 200 Meter 24 Sek., Diskus 33,04 M ter, 1500 Meter 4:22,6 Min.); 2. » , (NSK. Prag) 2860 P.; 3. Dr. Hrstka (ur Olmütz) 2838 P.; 4. Fiedler (Sokol Jt% bunzlau) 2690 P.; 5. Rys (Sparta) 201 P.; 6. Mašek (Slavia) 2529 P. : Ingvar Ericsson schwedischer SträßeJ meister. Die Straßenmeisterschaft c schwedischen Amateure wurde auf el ifld 150 km langen Strecke bei Arvika schieden. Der Favorit Sven Johan1 führte fast das ganze Rennen, wurde enk ssoN aber - , im Spurt von Ingvar Ericsson und 1 Seyffarth abgefangen, die knapp vor I das Ziel passierten. Für alle drei wUf eine Zeit von 4:41.21 Stunden noti^ Ericsson gewann damit den Titel bera zum dritten Male. Bemerkenswert ist ä Vorwärtskommen Ale Seyffarths, der 1 vergangenen Winter so sensationelle L stungen als Eisschnelläufer erreichte. : Italiens Radfahrer siegen in Budapp Der in Budapest vorgesehene Radiänd6 kampf zwischen Ungarn und Italien W'-* te in ein Freundschaftstreffen umgeW.a delt werden, da die italienische schaff infolgeReiseschwiwerigkeiten nlC ^ vollzählig eingetroffen war und u. a. a'u Meister Nervi fehlte. Die Gäste geV*'a„|1 nen aber sämtliche Wettbewerbe. i einem Mannschaftsverfolgungsrennen ^ ren sie im Fliegerkampf durch den sC^L len Straßenfahrer Marini erfolgreich, ^ dann auch zusammen mit Bondi das 2 sitzerfahren als Sieger beendigte. : Erfolgreiche Ostmarkboxer. Nach ^ rem zweistelligen Sieg über den Be(e‘x Berlin-Brandenburg und die Slowakei die Boxstaffel der Ostmark jetzt e'fl^ neuen großartigen Erfolg zu verzeichn^ Zu Beginn ihrer Bayernreise schlugen Ostmärker in München eine bayr'se Auswahl mit 9:7 Punkten. Sie wur durch zwei Fehlurteile dabei noch nachteilig! und hätten zahlenmäßig he hehet gewinnen müssen. Bemerkenswert den Ergebnissen waren die Punkts*6” von Weidinger über den Bayernme*5^ Fischer im Schwergewicht und von H*r III über den Wiener Ringfuchs Jaro. : Blitzsieg von Meister Schmidt. den Hamburger Abendboxkämpfen kaif der deutsche Halbschwergewichtsmeu ^ Cirl Schmidt zu einem Blitzsieg, ln e"11^ Einladungskampf schlug er den Luft'A^ fenboxer Lemmertz (Warnemünde) reits in der ersten Runde k. o. Heitere Eclce W. M V ( f " : ■’; 'v > - - »Und da sagt mein Mann, daß ieh diesem Hut eine Vogelscheuche ahn1 sehe!« Minna war mit dem Kohlen träger Keller. im »Der Mann will Sie wohl heiraten--■ ragt die Gnädige, als Minna wieder ihm der Oberwelt erscheint. »Wieso glauben gnä Frau?« »Weil Sie’s schwarz auf weiß von haben.« Endsieg durch Wirtschaftskrieg ? »p ^ a P e s t, Aug. M i 1 e s schreibt im ne^S 61 Lloyd«: Seit dem Weltkrieg ist n„ en der militärischen Kriegsführung ei. p neUe Form von ihr, ein scheinbar neuer y r^r‘L aufgetaucht, der Wirtschafts nür,cS- Der Begriff war neu, eigentlich Uns fe'n ^ame> mit seinem Wesen hat «f,! reits die Kriegsgeschichte bekannt flacht. nii^Cp heutigen Krieg des Dritten Reiches zieh ^'and kann man in mancher Be-mng mit dem Ringen Englands mit Na w*eon ve Enipi; kjjp^hlschaftskrieges, mit der Blockade das "p VerS'eichen. Auch damals wollte h„ :tllPire direkt nur mit den Mitteln ," Win jnj,r ‘“,VÖVV| .... * ^.wvnuuv, am if bluten sollten seie Verbündeten leon o^ünent, wie heute. 1806 hat Napo. seinr,aen Schachzug Englands — als er „;„l Invasionsabsicht gegen das Insel-aufgeben zu müssen glaubte — nur mit den Mitteln des Wirtschafts -S ieren wollen. reich auch lysjSCs> mit der Kontinentalsperre para-«ie Cn. sollen. Diese Defensivmaßnah-crwics sich aber als falsch, weil sie Ocgner die Möglichkeit des Han-s m die Hand gab, statt seine Initia- dern dein: tive zu lS.hr R men. %ki?0'e°n erkannte richtig die Notwen-ischg11" t'Cs Zusammengehens der europä (jie l-'1 Staaten gegen das Empire, auch zUr . 'chtigkeit der Secbcherrschung od. Stattlnclest den Kampf um diese, aber Maß anzuPaeken, griff er zur defensiven se e n3hnic des Boykotts. In genialer Wer hund er schon damals — ein Jahr- ;SSe er* voraussehend' —, daß die Interni 11 c*cs Kontinents und des Inselreiches te h §engesetzte seien. Napoleon crkann a,,f °r aUch, daß dem britischen Re'che lieh pn Weltmeeren nur 'die USA ernst- Ge: -°nkurrenz machen können. njg 6,611 den Boykott konnte Großbritan, diirch seinen Geheimdiens' SC}|i. en seinen Geheimdienst, durch Sch{'rung der Unzufriedenheit, durch lVj,t e’chhandel usw. dennoch aufkommen 1 Se,ner übermächtigen Flotte wendete gegenüber es schwächeren Uferstaats auch Gewalt an, wie z. B. in Kopenhagen 1907. England verstand es, auch Oesterreich, Preußen, Rußland zu gewinnen; so ist dann die Entscheidung auf dem Kontinent schließlich mit der Waffe gefa.’en und nich1". durch die Kontinentalsperre. Diese erste militärische Blockade, die England über sich ergehen lassen mußte, wurde dagegen ein wesentlicher Antrieb für Eng lands zukünftige weltwirtschaftliche Aspi rationen. Es begannen die Gedanken Adam Smiths und Ricardos ihren Siegeslauf. Das große Weltringen 1914—1918 ist bald — nach einigen Monaten — in den Stellungskrieg geraten. Die Ententestaaten wollten die Mittelmächte umzingeln u. hauptsächlich mit den Waffen des Wirtschaftskrieges, in erster Linie durch die Hungerblockade, bezwingen. Das ist ihnen schließlich auch gelungen. Die Westmächte wollten nun 1939 wieder zu dieser Strategie zurückkehren, sich — durch die Maginot-Daladier-Linicn geschützt — defensiv verhalten, weil »d'e Zeit für sie arbeite«. »Neutra>e Staaten« sollten im Norden, Osten und Südosten, diese Blockade vervollständigen. England Me in AftwskmheiS Nwffolmis beenöe! ; ^ . In Anwesenheit des Duce fanden nach dreijähriger Bauzeit die Arbeiten der Tiberregulierung ihren Abschluß. Durch die Ausschachtungen wird eine große Tiberschleife abgekürzt. Trotz des Krieges wurden die Arbeiten planmäßig zu Ende geführt. Die letzte Sprengung nahm der Duce im Rahmen einer Feier selbst vor. — war Hauptanhänger der Blockade, es ließ sich am Kontinent nur durch zehn Divisionen in Frankreich »vertreten«. Das Deutsche Reich hingegen erkannte schon im Weltkrieg, daß es die Entscheidung nur durch die Offensive herbeiführen könne. Es wurden jährlich auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen Offensiven angesetzt, Durchbrüche versucht, die taktisch wohl durchwegs gelungen sind, weil sie aber durch Reserven und Material nicht genährt werden konnten, schließlich hängen blieben. Im jetzigen Krieg dagegen hat sich Deutschland die Mittel zur Ermöglichung des Bewegungskrieges geschaffen: die Flieger und die Panzerwaffe. Am Kontinent ist es bereits mit seinen Gegnern fertig geworden, zum Niederringen des letzten Gegners, des Inselreiches, benützt es neben den militärischen Waffen auch die Mittel des Wirtschaftskrieges, vor allem jene, mit denen England! das Dritte Reich niederkämpfen wollte: die Blockade — zu Wasser und in der Luft. Diesmal — im Feldzuge gegen England —- geht der Wirtschaftskrieg der eigentlichen militärischen Kriegführung voraus; er bereitet diese vor. Sein Ziel ist, die wirtschaftliche und finanzielle Kraft des Gegners möglichst zu schwächen. Dies geschieht bereits, wie bekannt, durch den U-Boot- und Luftkrieg, durch den nicht nur die Verbindungen zur See gestört, sondern auch die Fabriken, die Häfen usw. unbrauchbar gemacht werden England hat bisher außer der Blockade auch andere Mittel des Wirtschaftskrieges gegen Deutschland angewendet, wie Ankauf von Vorräten usw. Deutschland gebraucht schärfere Mittel, es hat den Gegner, seine Schwächen erkannt ... und das heißt fast so viel, wie besiegt... B?r Wetter 6er Äffer 2UM 75. TODESTAGE DES GROSSEN ARZTES IGNAZ SEMMELWEISS Von Dr. Peter Jaspersen Wer derne sorgfältige Arbeit eines mo-Heba,n Arztes oder einer ausgebildeten V°rst T kennt, kann sich kaum eine chCn e nS von der Krankenpflege ma-übt w!e sic noch vor hundert Jahren ge-der e’ che Iganz Semmelweiß, • Ler der Mütter« den Grundsatz der behan^u!*SePs‘s der keimtötenden Wundin die Medizin eingeführt halr** "8, Allein in der Ersten Geburtsklinik des Ai, starbe gemeinen Krankenhauses in Wien rinnc n Jährlich Hunderte von Wöchne-Waren ani Lindbettfieber. In fünf Sälen Nienia f‘e trauen zusammengepfercht, oder - - c*achte an eine Desinfektion i zimnier, der Wäsche auch Ut1(]!Vc'er Krankenzi ke bst™ turnen nen !a§en in eine p. Un(* der Arzt, der soeben noch tersUC[|au^mit einer eiternden Wunde uu- gUng dw‘ nur an eine gründliche Reini- n tag proben.« ,er »Wer lacht da? Wer erlaubt sich den Kulissen zu lachen?« brüllt fhors^ »Wer ist dieser unseriöse Mensch, „ sich einbildet, ich schrei’ mir zum VC8 gen die Lunge aus dem Halse?« Eine junge, elegante, sehr reizende me tritt hervor und lächelt zum ReffeP s herunter. Sie trägt ein tadellos Schneiderkostüm, das die Anmut und ^ kette Geschmeidigkeit ihres Wuchses zur Geltung bringt. Ein blasses, sd>o Gesicht mit großen, dunklen Augen kapriziös von fast weißblondem ^aai^ei, rahmt. Sicher eine ausgezeichnete stung eines erstklassigen Friseurs, rot glüht der Mund im Gesicht, um es nun spöttisch zuckt. »Ich war so frei, Herr Thorsten, ich ^ nämlich gestern um zwei Uhr nach rb gekommen.« ffgS, »Darum hatten Sie vorhin auch ver^ sen, daß Sie zwei Schritte von der Ka tür entfernt zu stehen haben und ni^. die halbe Bühnenbreite, Fräulein ^a \,je Jawohl — die halbe Bühnenbreite. " haben’s dringend nötig, früher in d>e ^ dern zu kriechen! Gerade Sie! Aber sage Ihnen — noch kann ich umbe zen.« . j,t Lena Valetti kraust den Mund. Es 51 neckisch und spöttisch zugleich aus. »Bitte — dann kann ich ja nach 1 al gehen.« - »Ah — endlich ein bißchen Schatten!« Größeres Lokal mit Nebenlokalen zu vergeben. Kmetijska družba, Meljska cesta 12. 6643-5 2 Mansardenzimmer mit Gas herd sofort zu vermieten. An zufragen: Kettejeva ulica 4, Part-, nachmittags. 6676-5 -V — — . _ . L : t * * : - < »Ah — endlich ein bißchen Schatten!« Gold und Silber Brillanten Versatzscheine dringend zu kaufen gesucht M. Peeriev sin Maribor, Gosposka ulica 15. Zs» WMwMk Möbl. Zimmer mit oder ohne Verpflegung zu vergeben. Ciril-Metodova 14-11. rechts. 6680-5 Kanzleien, Magazin und Garage zu vermieten Maribor, Aleksandrova 51. Anzufragen bei der Hausmeisterin oder telefonisch 27-81. 6681-5 Zimmer und Küche ab 1. Sep tember zu vermieten- Frankopanova 39-1. 6682-5 iu nieten ftsudA 5X£sz3E0BS6eeBe*ne3eaeB*M2u«.cx Fräulein, tagsüber nicht zu Hause, sucht Wohnung. Anträge unter »Ruhig« an die Verw. 6665-6 OffiM Mieh Gute Köchin wird per sofort gesucht. Anträge an Ana Mi-klau, Rogaška Slatina. 6568-8 Braves, ehrliches Haus ^ sterehepaar, kinderl., deu ■ sprechend, für ein gro r Stadthaus mit Garten, Mann mit fixer Bescha^ gung, wird auiigenommen- [et Schrifliche Anträge u‘ »Hausmeister« an die ^77.8 Lehrjunge aus gutem Hause wird zur sofortigen Aufnahme in ein Gemichtwarenge-schäft gesucht. Anträge unter »Rogaška Slatina« an die Ver waltung.________________6644-8 Instaüateurgehilie für Wasserleitung, selbständiger ' r beiter, per sofort gesucht. Dittrich, Murska Sobota. Näherinnen zum Pelze s taffj6 ren werden aufgenontt^ K. Gränitz, Gosposka liittmim Bilder und Bilderrahmen sowie Klubgarnitur verkauft Magazineur. Meljska 29. 6660-4 Kislim KKLÄML Kleine Anseigen kosten fiOPara pro Wort, in der Rubrik „Korrespondenz'* 1 Dinar — Die Jnseratenstcuor (2 Dinar bis 40 Worte, 3 Dinar für grössere Anzeigen) wird besonders berechnet — Die Mindesttaxe für eine kleine Anzeige beträgt 10 Dinar -Für die Zusendung von chiffrierten Briefen ist eine Gebühr von 10 Dinar zu erlogen — Bei Anfragen ist eine Gebühr von 3 Dinar in Postmarken beizuschliessen Bauunternehmung Marko Stu hec, behördl. genehm. Maurermeister, Maribor, übernimmt alle in sein Fach gehörenden Arbeiten und Aufsichten. Informationen: Ivanjkovci. 6684-1 Persische Teppiche, original, einige Stücke, sowie »Luxor« sind in der Ausstellung der Sarajevoer Teppichfabrik in der Ljubljanaer Mustermesse zu verkaufen. Teppiche und Perser werden zur fachmännischen Reinigung und Ausbesserung übernommen. 6573-1 Bauparzelle oder Einfamilienhaus, Betnavska—Radvanjska cesta zu kaufen gesucht- Anträge unter »Sogleich« an d. Verw. 6587-2 Bm kaufen gemdd Gebrauchte Säcke zu kaufen gesucht. Kmetijska družba, Maribor, Meljska c. 12. 6642-3 Einlagebücher der Mestna hranilnica Maribor kaufe gegen Ware oder Geld. Offerte an Veletrgovina Trgovski dom. Maribor. 6574-3 Antik! Seltene Gelegenheit! 2 Tabernakelkasten, Eckvitrine, Biedermeierkommode, Truhe, kleiner Kasten mit 6 Laden, Tisch und vier Sessel, alles gut erhalten und reich eingelegt, zu verkaufen bei »Transport«, Meljska cesta 16. 6679-4 Schönes, gut erhaltenes Speisezimmer preiswert zu verkaufen. Adr. Verw. 6534-4 Drechslerei mit elektrischem Betrieb, bester Posten, großer Kundenkreis, wird weg. Todesfalles sehr günstig verkauft. Gefl- Anträge unter »Sogleich« an die Verw. 6687-4 Versicherungspolizze im Wer te von 10.000 Din verkaufe um 2500 Din. Lenošek, Dušanova 12, Maribor. 6528-4 & Zimmer, Küche und Sparherd zimmer sofort zu vermieten. Tržaška c. 5, Kolenc. 6685-5 Separ. Zimmer sofort zu ver mieten. Wildenrainerjeva uli ca 8, Tür 9- 6688-5 UBER DIE HEIDE WEHT DER WIND ROMAN VON PAUL HAIN Urheber-Rechtsschutz: Drei Quellen-Verlag, Königsbrück (Bez. Dresden). Die kräftige, energische Nase, das Lange, Kinn stammen wohl vom Vater. Und ieses ganze Gesicht, Energie und Ver-•äuimtheit gemischt, steht noch einmal 1s vergilbte Photographie hinter einem liasrahmen auf dem großen Schreibtisch, ur daß es von einem grauen Bart umih mt ist. Jochen Friedewalds Großvater. Es kann :hon sein, daß Jochen einmal in späte-;n Jahren genau so wie dieses verklärtersonnene Altmännergesicht aussehen drd. »Ja, ja, alter Herr — die andere Seite«, rüßt Jochen aus dieses Bild.' »Meine allere, vielleicht bessere Seite. Es geht wie-er los, alter Herr. Die Unruhe sitzt ehon lange in mir. Da kann man nichts lachen.« Er wandert, die Hände auf dem Rücken erschränkt, langsam zu dem mächtigen eschnitzten Bibliotheksschrank hinüber nd den Regalen, die fast zwei Wände es großen Zimmers allein ausfüllen, iücherrücken leuchten. Und davon zeigen sechs, acht Bücher, ie in einer Reihe stehen, den gleichen lamen, und der Verfasser ist kein ande-er als — Jochen Friedewald. Sechs Ro-iane — zwei Dramen. Eines davon wur-e vor einem Jahr im Künstler-Theater ufgeführt und ging über eine Anzahl ’rovin^bühnen. Das zweite heißt »Heidevinter« und wird nun also auch wieder eine Erstaufführung in Berlin erleben. Alles Werke, die aus einer tiefen, see- lischen Verbundenheit mit der 'Erde, der Natur und ihren erdverbundenen Gestalten geschaffen worden sind — und auch aus einer unentrinnbaren dichterischen Berufung. Die »andere Seite« des Rechtsanwalts Jochen Friedewald! Schon als Student hat er schreiben und fabulieren müssen, als junger Asisesor hat er den ersten Roman herausgebracht, und immer war nachher, als er sich schon dem Willen des Vaters gemäß der Jurisprudenz verschrieben hatte, dieser Zwiespalt in ihm: Was soll ich tun? Ein kühl wägender, klar-nüchtern die Dinge und Gegebenheiten des Lebens hinnehmender Jurist bleiben, oder — »den Krempel« in die Ecke werfen und sich ganz einer vermeintlichen künstlerischen Berufung hingeben? Es hat manche Konflikte mit dem alten Herrn gebeben. Erbteil der Mutter, die so versonnen und ein zu kurzes Leben dahinträumte, und deren Briefe an den jungen Studenten wie kleine, dichterische Erzählungen und liebevolle Plaudereien waren. Und auch wohl Erbteil des Großvaters, der ein Bauer war und dabei schöne Lieder schrieb. Es schlägt wohl immer wieder — ir-I gendwie — in späteren Generationen durch. »Und es kompromisselt einer so lange herum, bis er selber nicht mehr aus und ein weiß«, brummt Jochen und wendet sch ab und geht zum Schlafzimmer hinüber, um sich umzuziehen. »Hol’s der Einjähriger Handelskurs , vač mit Oeffentlichkeitsr«* Teuerungszulage, Bahnbe stigung. Stellenvermittiu ^ büro. Prospekt kostenlos-Schreibung täglich. MäjL.jl Tvrševa 14. 53»* »> I Tiefbewegt gebe ich Nachricht, daß mich meine liebe Lebenskameradin, Frau Kareliee Helnlfl W. Satter Kaufmannsgattin heute für immer verlassen hat. Das Leichenbegängnis der teuren Entschlafenen findet Donnerstag, den 22. August um 17 Uhr vom Trauerhause, Krekova ulica 4, aus statt. Ptuj, 20. August 1-940. Franz Hoiniß, Batte 6683 Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: UDO KASPER. — Druck der „Mariborska tiskarna“ in Maribor. — Für den Herausgeber und den Druck verantwortlich Direktor STANKO DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor