U30. Dienstag, 10. Inm 1902^ 121. Jahrgang. !kaiblllher Zeitum. l ^halb^' ^it Postvelssüdu!!,,: ganzjährig 3N «, halbiähr!« ,5 K, In, Kontor: ganz-«^ ^>e bl» , " ^ ""'' l>'° il'lstcllliüu ms Hauü ganzjährig !i K. — I»sertlonill,cbül,r: Für »eine ^ Tic .«aibachcr Zeitung, erscheint tiialich, mit Ausnahme der Vom,- und Feiertage. Die «bminlftration befinde» ! sich ttongrekplah ^r, ^, die Nedaltlon Dalnia!,».Gasse Nr.«. Sprechstunde» der «ebaltio» von » bi« 10 Uhr » Uurnitttaaö. Unlranlirile Äilele werde» niclit aiweuomme», Maiiiill,,»t!> n!ck! »,!^>i^,n»ss» ^ Anülicher Teil. '2j ^' "Ud k. Apostolische Majestät haben mit ^'.' Entschließung voin l'>. Inni d. I. deni i^! U'^Millislerililii fill- .^llltus und Unter- .^ '^ Ttndle r von Wolffe r s a r u e n ^lii^ ^^"l der eisernen Krone zweiter blasse i^ U't zu verleihen geruht. '^ l' und f. Apostolische Majestät haben mit ", K»tschließnug vom ^, ^.»iai d. I. den i u>!!''"'''' Nndols Grafen Margheri in ^"^ ^ Ministerial-Sekretär im Ministerium ">^)r>?"'.^"" '""l Üulavicv zu Landes^ ^^ "leu ili, Stande der Landesregierung in ^ U'^nädigft zu ernennen geruht. ! Koerber m. 9. kll^v^ /'^02 wurde in der k. k. Hof. und Staats M d- ,' "",b XXXl. Stück der italienischen, das lii,t> v^^^nischcu, lroatischen und slovenijchen, das '-IX Q^^ll. S«ück der italienische», das XXXVIII. .»,!> 'c.^us. der sloven,schell, das XI.I. Stuck der l>UH. ->>lll der. .''^"' b"s xi^I V. Stück der b^hiuische», das i/^!., ^ , bkl bühlnischen Anögabe des ReichsssesetMattes l " "ersendet. !^.^"/m"glatte zur «Wiener Zeitnna. vom 7. und l^l Viek." ^ "ud 130) wurde die Meiterverbreitung ^'izz^uMse verboten: »^^ '.^'lonzer Tagblatt» vom I. Inm 1W2. H Hs^ii, "Austern. Ta,l»walder Nachrichten" von, ^^^ «>V?^" dvttl 2b. Mai 1902. N '^ .1) '^ ^m 24. Mai 19U2. N^u«t>'^°«'^ M"i1902. l!i, 'Ans,/. , «^»I«^I.. / '3u 3"' vom 29. Mai 1902. . l.^ '^ul/lche Wacht, vom ^1. Mai 1902. ^ 'Ü b'i T^^'t'llln» ^in 2l. Mai 1W2. . '.!? <^>!ü ""i Monti in Volonna „edrnckle Gedichte-'! ^II^' >Ns>! ^'"/6M,'. »tuäw«ll it,illi»u<-l (!<,!!' ^»»trm — 5 !, ^^ian! 1 '"^t««dli 0 Ml'lutll)! — .'l«n7il ^ ^^ppelstädter in Wilten-Inusbruck gedruckte: ^ V^ '5li.^ >'""" l?''l^^» vom 30. Mai 190i^._______________ Nichtamtlicher Teil. Österreichische Delegation. Budapest, 7. Inm. In der heutigen Sitzung der österreichischen Delegation wieö Neichstriegslliinister Freiherr v. K r ieg ^ l, a ni m e r die l,om Del. Lnlsch gegen die Organe der ^erpflegöbrauche vorgebrachten Verdächtiguilgen z',', riick und behandelte sodann die Frage der Getreide-liefernngen für die Armee, wobei er die Maßverhält nisse eingeliend erörterte. Bezüglich der Crntenrlaude erliärte der Älilnster, er tonne leinen 'iwang auf die Soldaten autzüben, das; sie nm solche Urlaube a,^ suchen. Bezüglich der sseldschäden bemerkte der Minister, daß volle Bergntnng golnstet wurde. Die Strafe des Schließeus in Spangen und des Anbin-oens werde in einer der Gesnndhelt mcht schädlichen Weise, ansgeführt. Wenn Ueberschreituugen der be-;üglichen Vorschriften vm-kmnmen, werdm sie alc> '.".'iszbraiich gealmdet. Gegeniiber dem Del. «usterzi^ der die. Verbrechens beschuldigt, indem die an der Affäre Taccoli nno ^edochoUisti be tätigten Offiziere ihrer Chargen verlllstig erklärt nnd entliobeu N'urdeu, stellte der Munster fest, das; die Behörden il,re Pflicht erfüllt haben und mit ruhigem Gewissen dem Beweise eines angeblich begangene,! Verbrechen- entgegensehen, Wc>5 die Duellfrage i.u allgemeinen betrifft, so seien keine neuen Anstande vorgebracht worden, und auch der Munster sei nicht in derX'age, Neues zu sagen. Der Offiziersstand habe seine eigenen Elnbegriffe, ebenso wie die Advokaten« oder Aerztelammern nach ihrcr Neberzeugung das Nichteramt ausüben. Der Minister glaubt, durch den !>> den 'Mungen allerdings unrichtig anogelegten Erlah bewiesen zu haben, dah er kein Förderer deZ ^nells ist und daß man ihm nicht vorwerfen konnc. das Duell zu unterstützen. Der Minister besprach weiter? das Vorspannwesen sowie eme Ne>he der von, Del. Varwinski angeregten Fragen und bemertt bezüglich des ueucn Gebändes in Wien, daß die Knea^-Verwaltung gern bereit sei, in neue Verhandlunge., mit der Commune einzntreten. ,. . Bezüglich der Ncform der Ä».il,tarjtr>nproze^ ordnung berief sich der Minister auf seme im Au> 'chusse abgegebenen Erklärungen. Er erörterte die Frage, der Vermehrung der Gestütsbranchemann» schaften sowie die Neuwntenfrage und erklärte i:< Betreff der Konservenfabritation, dah die bezüglichen, von der Heeresverwaltung abgeschlossenen Verträge vorteilhaft seien. Die Pflege der Negimentssprache werde mit aller Energie betrieben. Unsere Soldaten sind froh, wenn man mit ihnen in ihrer Muttersprache spricht und den guteu Willen in dieser Beziehung be« tundet. Die vom Del. Dr. Herold vorgebrachten Vor« würfe bezüglich der falfclM Namensschreibweisr tonnen nicht zutreffeu, da fie fich auf die Matrilen» auszüge gründen. Was die Frage der Demolieruug?» reverse betrifft, verwies der Minister darauf, daß ein bezüglicher Gesetzentwurf den beiderseitigen Regie« rnngen schon im Jahre l8!)7 zugegangen ist. Zur Frage der Soldatenmißhandlung übergehend, be» merkte der Minister, daß von den diesbezüglichen Er-zäblungeu nur ein kleiner Bruchteil der Wahrheit entspreche, während der Nest entweder ganz aus der ^uft geriffen oder stark übertrieben ist. Die gerechte l ud humane Behandlung der Soldaten und die strengste Almduug von Mißhandlungen ist eine For» derung, die oon den militärischen Organen als selbstverständlich angesehen wird, da nur durch eine gute Bchaudlung das Vertrauen des Soldaten zu seineil Vorgesetzten, Gehorsam und Disziplin erzielt werden tonnen. Jeder Mißbrauch der bezüglichen Vorschriften wird strenge bestraft, doch tonne die Delegation ver-sichert sein, daß der Fall, daß gegenüber widerspenstig gen oder störrischen Elementen die Geduld von Offizieren oder Unteroffizieren reißt, nur manchmal dmlommt. Im allgemeinen ist die Behandlung wohl-tuend, human und schouuugsvoll, da das Offiziers lorps für die Soldaten sorgt, wie es in keiner an-dl.reu Armee mchr der Fall ist, was auch die beson« dere Fürsorge in der Verpflegung beweift. Der Mi-nijter wiederholte, wenn Ausschreirnugen hie und da vorkommen, werden dieselben unuachsichtlich und sirenge bestraft. (Beifall.) Das Ertraordiuarium mit den Nachtragskredite»! wl'rde angenommen. Das Erfordernis von W Millw-neu für Haubitzen wurde in namentlicher Abstimmung mit !.l8 gegen, 17 Stimmen bewilligt. Feuilleton. Der Schmarotzer. ,^l^ (Schluß.) >5 ^lohliche Nächte wir verbrachten! Neiner M5 fl^, leimte schlafeil. Schon um fünf Uhr ^"lin. "" "User ^iager. Meine Mutter und " '^ckl''^ Arbeitszimmer geflüchtet und saßen !, ,„^ '">"- Niedergeschlagenheit; mein Vat»r ^.^zci-s" '^^ gefurchten, Mienen und irrem ^ 5i».ü^ ,".^ sich den .Uopf darüber, wie er einen ^'6'e fm ^""^' ' - - Die Stunde der Post kam 5>. ^.? "''s voll Furcht: Wa5 konnte»? wir >!l„,^' flechte Nachnchten? Ein Diener k^dbri^ .'u^ldete die Antnnft des Briefträgers. '3 vi< - "!^ ^ ""ige der kleinen Zahluw ^ .^ mn > ^au'ä' einzulaufen Pflegten, uud ^!c>f '^ iiss ""' ^u untln-schreiben . .'. Doch V Ni>n ,^"!tMen tx'sah, ward er totenbleich. '^ Hänk.'"'?^' schultern und sah in seinen ^ ^.. Ul drei Geldbriefe mit je zelmwusend ^»lnn'» ^' ^lNmgen war, fanden wir keiile ^>ch^ ^ der unverhofft eingetreten wäre, „^os^,"u^daß uns ein schreckliches lw- >Ei>. ^^u Vater hatte sich gesetzt und "t!- "nne stainmelte ei>: „Ach, nleiu Gott, '^'!>'d^^ "' bie Umschläge, legte dreißig <""msuoten auf seinen Schreibtisch und entfaltete das kleine Begleitbriefcheu, das nu, drei ^eileu enthielt: Ein Mann, der unbedingte» Vertraiwil zu Ihnen hat, leiht Ihuen diese Kninme. In einem Jahre wird er kommen, um sie von ^huen zilruckzuvei. ""^Die Schrift war uns nicht bekannt. Mein Vater drehte das Zettelchen hin nnd her und sprach, die Augen voll Tränen: „., ^ . . „Es gibt doch noch brave MeusckM aus der Welt!" ,,Wie ich gesagt hatte, näherte sich die Krise ihren, Ende. Die dreißigtausend Franks hatten genügt, um uns zu retten. Die Geschäfte nahmen wieder emen glänzenden Auffchwung: die Bestellnngen liefen un>. 'n- Outhaben, die wir verloren geglaubt, wurden üus ehrlich bezahlt. Nach Verlauf von sechs Monaten blühte uns' r Geschäft wieder und uach emcm Iabre hatten wir beinahe unser Malheur vergessen. Uus'r Wohltäter aber blieb unbekannt. Vergebens wandte mein Vater allen Scharfsinn anf, um chu unter den. l.nigen, nnt denen er in Geschäftsverbindung Wn.d oder die zu uus ills Haus kainen, herausznfmden: er stieß a,lf ein undurchdringliches Geheimilic,. E<> blieb also nichts übrig, als darauf zu wm'ten, dm; der Maiin an dem von ihm bezeichneten Tage ?ich seldsl zu erken.ieli gab. Wir erwarteten d,esen Taz mit größter Ungeduld. Endlich kam er heran. Es war ein "'.'ittwoch Den ganzen Morgen lebten wir in de.-größten Anfregung: mein Vater war incht imstande, einen Bissen hinunterzuschlucken. Dann kam der Nach-mittag nnd verlief, ohne daß sich etwa» ereignet hätte Wir waren ganz verzweifelt - wlr wollten diesem Manne übel, der uns gerettet hatte, waren entrüstet, daß er sich unserer Dankbarkeit entzog. ./Das heißt Geringschätzuug!" rief mein Vater aus. „Das bedeutet Mißachtung!" Wir gaben an jenem Abend eil: Diner. Der ersie Gast, der erschien, war nnser alter Schmarotzer. Meine Mutter empfing ihn, voreingeuommen wie sie von dieser Sache war, sehr kühl. Er aber trug eine der-legene, eine unglückliche Miene zur Schau, di« meinem Vater aufftel. „Was haben Sie, mein lieber Gu6roult?" saa/e er ihm. „Es ist Ihnen doch hoffentlich nicht Uncmae-nehlues begegnet?" „Nein, nichts", stotterte der Alte. „Aber . . . ent-schuldigen Sie . . . ich möchte Sie fragen aber bitte, halten Sie mich nicht für indiskret ' ' ob eS Ihnen jetzt wieder ganz gut geht . . ." Mein Vater glaubte, daß er ihn um einen Dienst angehen werde, und, bereit, ihn zu gewähren, ant-wortete er: „Niemals waren meine Geschäfte so blühend. Was w,r anrühren, wird zu Gold!" „Wl'nn dem so ist", flüsterte der Mann und nahm seine demütigste Miene an, „so darf ich Sie ja dara'l ermnern, daß . . c's jetzt gerade ein Jahr ist. . daß . . . daß Sie drei Briefe erhalten haben . . . die. welche... Das war alles, was ich... das ich .." -'lber ichon war ihm mein Vater um den Hals gefallen und umarmte ihn stürmisch, währeud meine .'.'.utter und ich, in Erinnerung unserer Spötteleien und nusere5 Uebelwolleus, beschämt und verlegen daneben standen. Und da ist es wohl nicht zu venuundern, daß ick seitdem für die Schmarotzer im allgemeinen und sär die bescheidensten, unscheinbarste, unbedeutendsten insbesondere tiefe Sympathie uud iunige Liebe emp» finde. („Fremdenblatt.")> Lmbacher Zeitung Nr. 130. __________________1100____________________________ I0^mn^/ Dann wurde der Bericht über die Schlußrechnung ohne Debatte genehmigt. Die Kapitel „Gemeinsames ^inanzministerinn!" und „Oberster Rechnungshof" wnrden ohne Debatte ^ngenomlnen. Politische Uolierficht. Laibach, 9. Juni. Das „ssremdenblatt" gibt seiner Befriedigung über die Erklärung des K ri e g s m iuift e r s Ans^ druck, aus der zu entnehmen sei, daß es gelungen ist. einen spreng sich eron Kanouenstahl in Oesterreich zu eräugen. Damit sei die ganze Rohrmaterialfrage in ein neues Stadiuln getreten, denn nunmehr stehe inländischer Stahl der inlandischen Bronze gegenüber, und ^'s werdril diesinal in erster Linie militärische Grüude die Wahl entscheiden, dann aber auch wirtschaftliche, zu denen gehört, daß das zur Bronze-Erzengnng nötige Kupfer und Zum auch aus dem Auslande bezogen werden müßte, Es werden demnach bei der Lösung dieser ?>rage die mi!i' tärischen Interessen nlit den industriellen in Einklang gebracht. Die der (Aefchützbeschaffuug zu bringenden Opfer lmirdeil durch Deckung des Bedarfes im In-lande wenigstens teillveise nüeder wettgemacht. In diesem dichte betrachtet, verlieren die Opfer numches Drückende, sie tragen vielmehr zur Hebung und Ent wickelnng der Industrie im allgemeinen bei. Es werde eine (Ehrenpflicht nnferer Industrie feiil muffen, ihre volle Leistungsfähigkeit in diesem ^alle ^n ben^eisen. Man dürfe nach den Aufklärungen des Kriegsmini' slors an diefer Cnvartllng festhalten. Das „Deutsche Volksblatt" widerspricht der Auf-fassung des „Vaterland" vom st aatsrech tI ichen Charakter d e rDel e gati o n e u und loeist anf die Erklärungen des Ministerpräsidenten v. Tz>^ll aus Anlaß des ^»oischenfalles über die Ooffentlichkeit der Ausfchußsitzuligen hin, aus denen hervorgehe, daß die Delegationen leine selbständige parlamentarisch Körperschaft, mithin auch staatsrechtlich nicht eiu Körper seien. Wenn es nun znr Erneuerung des Alis-gleiches komme, müsse dafür vorgesorgt werden, daß nicht nur die wirtschaftlichen Interessen der die>> seitigen Neichshülfte gewahrt werden, sondern daß anch das „Schattenspiel der Delegationen" einer wir!'-lichen parlamentarischen Vertretung der gemeinsame:! Interessen weiche, in der verantwortliche Minister einer mit allen Attributen einer gesetzgebend^,, Körperschaft ausgestatteten Repräsentanz gegenüberstellen. „Narodni Listy" behaichten, die Negiernng lrei gere sich, Biirgschaft dafür zu bieten, daß das Ertrag ms der ^- ahrkarte n st e u e r ausfchließlich sozial humailitäreu Zlvecken zugedacht sei; dm Iungczechen tonne daher nicht mit Recht vorgelvorfon lverden, fie feien fchuld daran, daß die Erhöhung der Tiurniften-bezüge uud der Witwenpenfioiu'n foUiie die Au'-Hebung der Mauten bisher nicht durchgeführt wurden. Dc» der konservative Adel wie in vielen anderen fragen so auch ill der Angelegenheit del- Fahrkarten-stener seine eigenen Wege wandle, könne von einem einheitlichen Vorgehen der Iungczechm nnt ihm, keine Rede sein. — Die „Politik" erklärt neuerlich, daß si>' sich mit der Taktik der Iungczechen gegenüber der ^ahrkartenstcner-Vorlage nicht befreunden könne. Als Mittel, die Rcgiernng zu bindenden Zusagen über die Verwendung der neuen Steller zu zwingen, möge die Obstruktiousdrohung immerhin geeignet sein; sei aber dieser Zweck erreicht, dann könnten die Iungczechen ihren diesbezüglichen Beschluß ohne Einbuße an Ansehen fallen lassen. Die Probe für seine staats« mäunische Befähigung werde der Klub doch erst boi der Parlanlentarischen Erledigung des ungarischen Ansgleiches abzulegen haben, — „Hlas 1>iaroda" b2-merkt, es sei ein Zeichen politischer Raison, daß der Bejchlnß, gegen die Fahrlartensteuer Stellung zil nehmen, nur mit drei Stimmen Majorität gefaßt wnrde. Offenbar sei ein Teil der Klubmitglieder von der richtigen Ansicht ausgegangen, daß die angedrohte Obstruktion nur ein Schlag ins Wasser wäre. Wie man der „Pol. Korr." an» Petersburg meldet, dürfte fich Baiser Nikolaus 11. nach den neuesten Dispositionen zu Beginn des Monats August nach Reval begeben, nm den Kaiser W! l > Helm II., der am l. August dort eintreffen foll, zn empfangen und mit ihm den rnfsifchen Ä>l'a ri nein a n ö v e r n beiznlvohnen. Baiser ^iikolaus 11. kehrt danu nach Peterhof zurück, um bei der Kaiserin zu bleiben, die ihrer Niederkunft entgegensieht. Hieranf wird fich der Kaifer zn den großen Manövern ii>! Gouvernement Kursk begeben, die am 2^. Allgusi a. St. abgehalten werden. Im Herbst wird die kaiserliche Fannlie einen längeren Aufenthalt iu Livadia in der ^lrini nelnnen. Bei deil Knrsker Manövern iverden zlvei Armeen einander gegenüberstehen. Znm Commandanten der einen Armee, die aus 40.00^1 Mann nnd 1^2 ^tanonei: bestehen wird, ist der Ge-neralgouverneur von Moskau, Großfürst Sergius zum Kommandanten der anderen Arnlee, mit 48.<^>> Mann und äl»! Kanonen, der Kriegsminister General >luropatkiu destiinmt. Das Amt dl>s Schiedsrichters uird dem ^eldinarfchall Großfürsten Michael Niko-l^witsch bertrageu werden. Tagesneuigleiten. — (K aiser und Trompete r.) Die in Frank« fürt a. M. erscheinende „Sonne" erzählt: Bei seinein jüngsten Aufenthalt anf der Saalburg wurde Kaiser Wilhelm oom Baurat Iacobi die Mitteilung gemacht, daß die Ans-giabungeil ein altrömisches Horn zutage gefördert hätten, das noch recht gut erhalten sei. Der Monarch lieh sich den seltenen Fundgegcnstand zeigen, betrachtete ihn mit größter Aufmcrlsam'leit und fragte dann lächelnd: „Iacobi, tonnen Sie blasen?" — „Nein, Majestät!" — „Ich auck nicht", be-mcrlte er und wendete sich an seine Umgebung milder Frage, oo einer der Herren in den Künsten des Trompeters von Jericho oder Sältingen erfahren sei. Die Herren vom Militär sowohl, als auch die vom Zivil verneintes, worauf Bau-rot Iacobi auf einen Saalburg-Arbeiter hinwies, der beim Militär Trompeter gewesen. Man zitierte den Mann, der in feinem Arbeitskittel mit großer Schnelligkeit heransaustc und sich bolzcngcrade vor dem Monarchen aufpflanzte. „Sie lcnnen blasen?" — „Zu Befehl, Majestät!" — „Na, dann blasen Sie 'mal auf diesem altrömischen Horn!" — Der Arbeiter setzte das Instrument an den Mund und entlockte ihm einige grunzende Töne, während er es zu ^ '^5 Fanfare nicht bringen konnte, so sehr er ^ !?. ?.^ Kaiser Wilhelm sah den Bestrebungen des """ !' mit Humor zu, und als eine harmonische '^ '^> Fundstück'5. aller Versuche ungeachtet, nichi ä" ^^ nahm er dein Manne das Horn wieder ab uud > ^ was von den Zengen der Szene lebhaft bemel ^. ohne es abzuwischen, an die Lippen und 71,,^ ^ Kaiser brachte es aber auch über einige fu^ ^, ^ nanzen nicht hinaus. Er gab das Horn au ^,,^, Iacobi Zurück und schenkte dem Arbeiter eWH^, dieser sorgfältig in seinem Kittel verbarg. H^ nicht rauchen?"'fragte der Kaiser. — „Nein. ^/^ „Warnm nicht?" — „Die heb' ich mir auf «'" ^ die mnß ich meiner Fran und meinen Kindern Ze^/ stät." — „So", erwiderte der Kaiser, ,.da w",.^ draus, mein Junge; die Zigarre steckst dn ^ ^Mi<'. einer der Herren Fener?" (Das ganze ^'f"lg^l ^ Tasche, nnd ein General entzündet ein „Schl^ ^,,' er dem Arbeiter reicht.) „So, fo, sie brennt I" «^ und hier hast du eine zweite, die kannst du ^" ^ Andenken aufbewahren." Sprach's und vcraM/ dankend von dem über die Freundlichkeit des >"< ^ rührteu Arbeitsmaunc. . P!-, — (Der Schah in Hemdärmels ./^ Ztg." wird über die Abreise des Schahs vo"^>, Karlsbad vom 4. b. M. aus Leipzig berichtet! ^.^ Hitze des gestrigen Tages hatte selbst dem Sch^' ^ dieser Neziehnng weit weniger empfindlich ist, , ^t^ Europäer, gehörig zugesetzt. Als er, znr Abfahl' Z^, bad bereit, seinen Salonwagen auf dem bairiM^ bestiegen hatte, machte er sich'ö bequem, fetzte se'" ^, mutze ab, knöpfte den Hemdkragen ab, zog ^D^ und streifte die Hemdärmel auf. Und das "^M/',', nicrt ^.>!':nu i>ul>1i(!<>. Dann lehnte er sich zu«' ^,'>? heraus und genoß sichtlich befriedigt eine halbe ^ — um fo viel war er zu früh gekommen ^" -",, ^'>'< Vorher hatte er sich nach der Fahrgeschwindigl^H erkundigt, und erst als er erfuhr, daß sie w>l ^i> in der Stunde betragen werde, war er beruhig ^?'^ land ist er zwölf Tage und zwölf Nächte !^^, Schah, der ein Freund der Amateur Photog"^ ^ sich bei seinem Vesnche alls Schloß Knallt^^^, Gräfin Hohenthal mehrfach photographieren ^" M'' Ansichtspostkarten hat er eine große Vorliebe; 3 l ^ er «,-ine ganze Zahl. ^^e"^ — (Verschwiegenheit ist 6Y'M Eine kleine nautische Humoreske findet sich in ^/'ioiegen^',F/ sl'che". Es war vor jetzt etwa siinfunddreißl^^!/' eine deutsche sog. gedeckte Korvette im Haftn " ^> z l Ailler lag. Damals war es sehr üblich, 3^^. Bord kamen, Seeladetten als Führer durch b^> ^' zugeben. Dicfer Gebrauch hat auch viel f"^ h"!<'.,!' lanbnis bat, das Schiff sich ansehen zu du^^,^/ kadett H. wurde als Cicerone kommandiert ^>"/ listiger Bruder und entledigte sich seiner Äw. ?''.;'' merkwürdiger Weise. Dem still lächelnden " ,^/ klärte er in einem geradezu erschütternden ^^ ^ Ncscrvcmarsstangen Fernrohre wären, mit ^s!^ Gestirne beobachte; daß das Gangspill ewc ^slil^ Vrreinignng von Brieflasten und^KaffeeMÜyl ^ Herb der Kombüse (Küche) eine ganz >n^^s Der Schwiegersohn auf probe. humoristischer Roman von Gustav Nehfeld. (27. Fortsetzung.) Nach feiner Rückkehr von Aerlin hielt Amandns Himmel es für nötig, feine Tochter auf da,v Kommende vorzubereiten. „Denu sie ist doch immerhin diejenige welcl)e!" sagte er sich. „Sieh mal, mein ktind", begann er salbungsvoll, „du weißt, welche ^iebe wir, die Mutter und ich, für dich in unseren Herzen tragen! Diese ^iebe macbte lins unsere Arbeit, schwer wie sie war, leicht und er» möglichte es uns, die Kosten deiner Erziehung zu bestreiten, so daß du ein hübsches, feingetleidctes, gebil-detes Mädchen, werden tonntest. Unser größtes Glück wäre es, dich immer bei uns zu behalten, doch selbst» süchtig sind wir nie gewesen, wir wollen dein Glück, wir opfern uns von neuem, wir wünschen, daß ou einen Gatteu wählst!" „Ist es möglich? O, Papa, dann —" „Ja, mein Kind, einen Gatten! Allein diese Wahl ist nicht leicht, nicht einfach, sie darf nicht übereilt werden— mau muß-prüfen, ehe, man sich bindet! v,ch habe freunde, an verschiedenen Orten, gute freunde, die auch Kiuder haben, nämlich Söhne! Einer derselben — du tennst ihn nicht - lündigt mir den Äesnch seines Sohnes an. Wann er, kommen wird, ist vorlänfig noch unbestimmt — nächstens! Aber weshalb er uns aufsucht, erraten wir leicht, deine Mutter und ich! Welches wäre die Triebfeder, wenn nicht du? 1'lber nun höre mich: Was er dir sagt, was er tut, welchen Eindruck er im Anfange auf dich macht — sei tlug, fei reserviert! ^aß dich auf nichts ein, verliebe dich nicht in ihn, bevor du uns gefragt haft, ob es uus recht ist, wenn er dir t'onveniert! Wenn wir fehen, daß er die erforderlichen Eigenschafton eines Schwiegerfohnes, wie wir ihn verlangen und verlangen dürfen, besitzt, wenn wir nils vergewissert haben, daß seine Lebensstellnng, sein Vermögen ihn nns^'r würdig machen, dann werden wir ihm die Arme öffnen — im anderen Ialle öffnest du sie ihm auch nicht!" „Aber, Papa", sagte Anna mutlos, eiue Traue in den herzigen Vlanaugen, „du weißt doch, daß mein Herz —" „Dein Herz, dein Herz — Anna, laß mich mit deinem Herzen zufrieden, wenn dn mich nicht böfe machen willst! Das Herz ist ein schlechter Ratgeber! Weißt dn, wieviel Ehen ich kenneil gelernt habe^ Hunderte, nein, lausende, zehntansende, in denen man vom Herzen fafeltc! Und das war im Anfange ganz schön. Bis zur Hochzeit betete man sich an, da sehte es Küsse, da wollte man fich vor Liebe auffressen! Und drei Wochen nach der Hochzeit, da setzte es Schmisse, daß es nnr so rauchte! ^'ein, nein, das Herz, das ist ein Unglück! Zn einer glücklichen Ehe gehört vor allen Dingen Geld! Reiche Leute sind glücklich, gebildet, verliebt, vornehm, distinguiert, geachtet, ehrenwert' So liegt die Sache!" Gesenkten Hauptes und znm ^ode betrübt, schlich die Kleine hinaus. Was blieb ihr übrig, als sich in den Willen ihres weltweisen Papas zu fügen? Vorläinig wenigstens! Denn einen anderen als ihren Rudolf zn nehmen sollte niemand fie bewegen, das stand in ihr fest. 9. Im Empfangszimmer der ^-rau Nofalinde Liebe in Berlin faß ein schlanker, nicht häßlicher Mann mi5 rötlich l'Iondeiii Haar nnd flottem Schnnrrbarte, d'.e etwas kurzsichtigen Augen mit eim'M l'^/ >,enez bewaffnet, feingekleidet und von ^,i^ ,7 nehmen — der Mitinhaber eines ^ ,^^ geschäfts der Hauptstadt, das noch voro^ >,< sollte. M „Ich habe Sie zu mir gebeten, H?,M^^ Sache wird sich machen lassen!" hatte dle ^ ,>> soeben mit ihrem wohlwollendsten ^^ / gchigt. ,.;, ,/< „In der Tat? Habeil Sie etwas p^/^ den?" fragte der Pincenezbeloaffnete 6 ,c,'i^' wüuscht^ Er wohut in der Provinz ^ "' ich Ihnen später!" l^e/V „Kann ich das jnnge Mädchen !^ jst ^, „Gewiß, sobald Sie daß Sie Ihr Haar färben. Die ^mniln'^,^ Blondin, fondern einen brünett» " ^, Welches ist Ihr Maß?" ^ '<,,'>ta> unter Gentlemen ist Verschwiegenheit Ehren- lds^, plinst liche Diamanten,) Professor G. 'üften "versendete der Wiener Akademie der Wissen-!!ll,l,„. ^!.'^ Mitteilung über ein neues Verfahren der Her-ll^^msUicher Diamanten vom Studiosus N. v. Haß-^a»is^^ ^nannten ist es gelungen, aus einer dem süd-^!i>c>! t ^u^ergesteine analog zusammengesetzten Mass'' t»lHsH ^ iu erhalten. Die neuen Diamanten sind von txr 'U, ^'^uchen Größe 0'05 nnn. vollkommen durchsichtig ^'llick ^"^"u ausgebildete Oktaeder dar. Die neuesten ^fn > ""'"nnten. die zweifellos theoretisches Interne ^sjellt^^".'' ^"^" ^" Praktischen Fehler aller bisher e» Diamanten: sie sind winzig klein. d>i„^ ^°n einer sensationellen Er sin- ttüie^ ^> '"knn sich die Mitteilung bewahrheitet, von un- ''"delt -^ ^^"'tung wäre, berichtet „Daily Mail": EZ ">°svl,'' "'^ ^''"l Apparat znr Aufsaugung der in d^^^leltriler erfreut. Der Apparat, dessen Van geheim ^'chttt °'^^' ^"nnelt nicht nur die Elektrizität, sondern !"Zuu k "uch aus, um sie dann zu dynamischen Zwecken liberf!^"' ^" Apparat würde demnach Dynanwmaschi- ,^, ^'Mss machen. Eisenbahnen. Fabriten u. s. w. könn- dleil/!''.^^arate betrieben werden. Die einzelnen V> ^^stcll» Apparates wurden in Paris und in Berlin " "> i s nitn "'"ltl'rs der Konlurrenzzeitung „El Comercio" ^!kl der"s^"""" ^"""- He"^ ^ouis Miro Quesada. der ^ ^r,n n " beleidigten jungen Leute, sandte daraufhin Kf"' s." ^">is Tassaro, dem Herausgeber der „Freien 'ber'ruf nk ^"^ellträger, um diesen entweder Zu einem ^'ngen (?i su einer „Rcparierung mit den Waffen" zu >iZ !N.,'"l der Kartellträger war der junge, 21jährige 's peruan 7< "l"> ^" früher in Buenos Ayres Attach^ pochen sick ^" Gesandtschaft war und erst vor wenigen Mge n,^."^ ^''"" zurückbegeben hatte. Er wie der andere lc" auf?" ^ °lso nach der Nedaltionsstube der „Idea ^iel^ .,' ^" Weg. und hier angekommen und vorgelassen, f"» -Herr, c! -.' ^"'" daß sie ihren Auftrag erwähnt hatten. ^ ^amii ?""° w einen heftigen Wortwechsel, der schließ- stauch ^^' ^^ Tassaro von dem „Nedaltionsrevolvcr" ^lierlc ^^^' "^ ^urz hintereinander mehrere Schüsse 'ltndk,, ^./^gtc eine Balgerei Körper an Körper, um den ^ Nack>>> "^bmitor vor allem einmal zu entwaffnen, ^'lon,l ^'^ ""'ch^ "ud er der Polizei überliefert übersehen. Der junge Louis Varela lag tot am Boden, der andere Zeuge war schwer verletzt worden, und ebenso hatte auch uoch ein anderer junger Mann einige bedenkliche Schuhwunden davongetragen; also ein Toter und zwei Verwundete. Hinzugefügt wird, daß dies nicht der erste „peinliche Vorfall" ini Zusammenhange mi: derselben Polemik gewesen, indem Louis Miro Quesaba schon am Abende uocher einen Redakteur der „Idea Libre" mit einem Knüppel verprügelt hatte. - Die ganze Geschichte erinnert übrigens an die nicht minder blutig verlaufene Zurückweisung, die der damalige Prinz Peter Napoleon im Jahre 1870 den Zeugen Rocyefortö hatte zu teil werben lassen. Letzterer hatte dem Prinzen seine Kartellträger zu-geschickt, unter denen sich auch der Journalist Viktor Noir befand, und dieser wurde von dem Prinzen, so wie dieser den, Zweck des Besuches vernahm, einfach niedergeschossen/ — (Der Tod e i nes S ä u fers.) Ein abschreckendes Bild von einem notorischen Säufer wurde jüngst in den, Berichte eines Leichenbeschancrö in GrimZby. England, cut-rcllt. Ein dortiger Einwohner namcnü M. Vinnic hatte dic Angewohnheit, nicht, wie eö gir mancher im verwerflichen Leichtsinne liebt, eine brennende Zigarre oder Zigarette, son-dern mehrere Flaschen Bier ins Bett zu nehmen, die er vor dem Einnicken bis auf den letzten Tropfen leerte. Er schien es auch diesmal bis zur letzten Flasche gebracht zu habcn, doch in seinem Vorhaben, sie zu leeren, hatte ihn der Tod ereilt. Krampfhaft hielt sie der Verstorbene in der Hand, und es war nicht leicht, sie ihm zu cutwinden. Im Bette selbst aber lagen in bunter Unordnung andere zwanzig geleert? Bierflaschen. — (Die neueste Pariser Sensation) heißl 0blrly Groß ounU:, Edmund 3tostand, Die Pariser Presse, wclche bisher für dic Entscheidung des obersten Gerichts' hcfeä der Vereinigten Staaten, wonach „Eyrano von Ber-gerac" al2 Plagiat begangen an einem Werke des Ehicagocr Schriftstellerü Eberly Groß, zu betrachten sei, so daß alle Aufführungen von Nostands „Eyrano" m Amerika inhibiert werden mußten, nur ironische Bemerkungen hatte, beginnt die Angelegenheit ernst zu nehmen. „Le Francis" publi. zicrt aus den Urteilsgriinden einige Dutzend Analogien der Szenenführung, darunter einige wahrhaft frappante. Diese Analogien finden sich in allen Akten, ausgenommen dem lchten, welcher auch oon Eberly Groß als Rostands Eigen, tun. anerkannt wird. Rostand gestand, daß ihm bei der Ausführung des Wertes Eoquclins Ratschläge von großem Nutzen waren. Darauf basierte Eberly Groß seine Anklage. Zwei n-al und zwar als Manuskript wie als gedruckte Broschüre (!890 und 18!)7). überreichte er sein Stück ..Der Großlcuch mann von Eorncville" Herrn Eoquelin. welcher das Werk mit Komplimenten zurückwies, Rostand versicherte, unter s.'mcn Eyrano" 1896 das ii.n^ gesetzt zu haben; als wahrscheinlich gilt daß Rostand das Stück des Amerikaners nicht ar'lesen daß aber im Gedächtnisse Eoquelins manche auii dem „Großtanfmann" haften blieb, das sich in seinen Rat schlagen an Rostand wiederfand. Lokal- und Provinzial-Nachrichtell. — lEr nennung im F i n a n >> b i c n st e.) Das Piäsidium der Finanzdirektion in Laibach hat den absol vurtcn ReclMörer Max Ritter Laschan von Moor l. nd zum Konzeptsprattilanten ernannt. — ^Vostdicnst.) Der StcuermannSmaat Matthias Svetli^ wnrdc znm'l. l. Postassistenten in Neumarttl und der Postmanipulationsdiurnist Franz Pretner in Abba ia zum l, l, Postmeister li. Klasse. 2. Stufe, mit den Dienstorte in Mojstrana ernannt -Am 1. d. M trat zwi-sck'cn Delnice-Vrod an der Kulpa-Osstunitz-Ple^e-l'abar'' Prezid eine tägliche zweispännige Postbotenfahrt in Wirksamkeit, während die Fußbotenvvst Osstunch-Ple,^e ^gelassen wurde. ^ jiis^ H<^^ schütwlw rrstmmt das Haupt, ^'»i'l'i^ ^"lmllU ja n!('l,t>oiirdigc' Tillgc in dieser ^rii'^?/ !"mn liob^r Hl'rr Zoidlor", ^luidoric.' di^ ^ii ^ "'"I achs^l^lckcnd, „Nx'nn Sic dmkon, das; ">it ^^ Punctes, l'ildhiibschc'ö, miständiaco ?^ädchon ^^r !> "- ^'mwlicn v>.>» srchzi^taiisc'nd Ä'.'avl und ?^a'>^"'"' ^lnosicht stchc'udoi, halln'ii Milli^l. ^ sicl! ' ^'^'^ ^"U>l irron Si>! Und dann brauchen ^>N^ '1,'^ ^l^lch ,;n l,'ntschlichen, Sie können die ^l>5 .^" ihre ivmnill0 l'c,r!n'r sllldicr^n, denn, das; '» Icri,. '"/' -'-''">' 'oiinscht Sic cixnfallo crsi tcnncn "^"^' !nid^ ich ganz natiirlich!" ^'^" ^ater hat nach uin cinm Schluwsscrsohn ^sf ' ^ Nlrich scincr Tochtcr iibor scchzisstansond ^>>l. lul..^'^^' ^'^uiac' N'cniaor wiirdc lcin Hindcriii^ ^ "u rr nur allcrM? ^cfättt! nncrläßllch ist "'" angcsolMlo, solide Swllnng!" ^>c>! s«^"5 bac^ mibeianat — lnir haben oino der ^^'chaft^ unserer Branche am Platze!" ,.W^ 'lt aber noch nicht alle^!" ^"-' donn noch?" "^tl^" ^'«ter stellt die Äedinqunss, das; ineine Ver-->,)lch s'"^ ^l)ei,unk' bleibt!" ^i '" ^- ich soll niich stellen, al5 wenn ich —" u ^'niM''"''' ^" "'"'^' '^ l'5 "icht, so ullpraktisch ''"'Nnl> ^" ^ll"l sicl) bei ilnn. aber bei ihül '^o di>r ^'" ^"rren einsiihren i ,^ch konune iin Aus-,„ ..?)n. ^!?" "'^e!' — Tann weist er Bescheid!" '^'ltr x.'" nett! Ein famoser SchN'iel!ervater!^' "Howi'k "v"^ ^""u belnstiat. '«' aas ist l'1-. Und dann wünschi er, daß der ^tltilnftigo seiner Tochter ach bis o,erzehn ^aac bei ihm bleibt - ans Vesnch be, ihn, un ^>an e! Bonner nnd Toria, wa^' bedeutet dac^ '!^,n qanz einfach, daß die Eltern, ehc sie ihre Zustimmung A'b^"' Ihrel' Character ^ll e.fmiaM ,oiiuschen, wie Sie ^hreneüc' den deo iu»ge>i Nad, cheno studieren können!" ^a-'' ist doch aber nmwtig! Dte keilte lonn»'n sich ja^einjach nach n>ir erkundigen - ich bin bekannt ""'"^a>' aeniigt ihlien ic'denfali^ nicht! Also — entscheiden Sie sich! Wollen Sie, oder wollen Sk- ""' Wie uom Hinmicl geschneit, soll ich also diesen mir ganz fremden .^rn auffmlM?" Das letztere allerdings das erstere durchauc. nicht?'Er Will Sie vielmehr seiner Familie alo den Sohn eines ^renndeo vorstellen, der ihn auf einige "' ^ ^enn ich je so etwas gehört habe, will ich mich hänget lassen!" rief der Heirat^kandidat aufspringend aus. >.,,, .., , ^enten Sie an die Mtglst, an dao zu enuar-tendc (irbe! Uud das junge ü'.'ädcheu ist nach der Beschreibung allerliebst!" Mein (.^ott, wenu es emmal nicht andei^ gelst, so muß ich mich notgedrungen ja fügen! Aber ein son-dcrbarer ^lanz scheint der Vater .'>u s^>in, oas nehuieu Sie mir nicht iibel!" ^rau Liebe gab dem lungeu '.'.><'anne die Adresse Ämaiidus ^iinlnel und.eutließ ihn danu, worauf s,e dem Neutier den'Besuch dec- ^utiinftigen Ichwieger' sohne> anti'mdigte. (Fortsetzung folgt.) — (Effekten i om bola.) Der Filiale der l. l. Landwirtschaftögesellschast in Vigaun, politischer Bezirt RadmannZdorf, und dem dortortigen freiwilligen Feuerwehrvereine wnrde für das laufende Jahr die Veranstaltung je, einer Effeltentombola bei Ausschluß von Gewinsten in Geld, Geldeffeltcn oder Monopolsgegenständen bewilligt. Die Reinerträge werden den betreffenden Vcreinsfonden zugeführt werden. —o. — (Von der A r m ee - S ch i e ß schu le.) Vor einigen Tagen wurde in Brück an der Leita der erste Lchr^ kurs der Armee-Schießschule nach einer Dauer von fünf Wochen beendigt. Unter anderen absolvierten diesen Kurs fclgende Herren Oberleutnante: Adolf Ritter von T h a > vonat (7. JR.), Josef R a n t (17. JR.), Philipp R u -5 iöi 6 Edler von Sanodol (27. JR.) und Josef Edler von Jäger (97. JR.). An dem Kurse, den Generalmajor A, Edler von Lanbe kommandierte, nahmen Offiziere aus c.llen Regimentern der Monarchie teil. — (Die Handels- und Gewerbelamm er in Laibach) wird Freitag, den 13. d. M.. um ^.6 Uhr nachmittags im städtischen Magistratssaale eine außerordentliche Sitzung abhalten. Auf der Tagesordnung ist die Wahl eines L a n d t a g s a b ge o r d n e t e n. — (Zur Bautätigkeit in L a i b a ch,) Iü der vorgestern abgehaltenen Versammlung der hiesigen „Narodna Tistarna" wurde dcr Beschluß gefaßt, in der Knafflgasse auf dem hiezu angekauften Baugrunde ein eigenes Haus aufzuführen, — (Eisenbahnunfall.) Voroestern entgleiste außerhalb der Station Podnart ein Waggon erster .Masse de5 ersten Abendzuges und wurde arg beschädigt. Der Zug erlitt hiedurch eine Verspätung von zwei Stunden. Ein weiterer Unfall ereignete sich nicht. — (S ch wu rgeri ch t 6 - V e r ha n dlu ng.) AlN 7. d. M. fand unter dem Vorsitze des Herrn t. l. Oberlandesgerichtsrates Guido Schneditz eine Verhandlung gegen den 22 Jahre alten, ledigen Eisenbahnarbeiter uud Bcsitzer Franz Pavlal aus Vrinje in Kroatien, zuletzt in WockMer Feistritz, wegen Totschlages statt. Als Anlläger fungierte Herr Staa^sanwaltö-Stellvertreter Viktor Ver-dcrbe r. Der Tatbestand ist folgender: Am 18. Mai d. I. abends befanden sich in der Baracke des Johann Savjar in Wocheiner - Feistritz viele Eisenbahnarbeiter, darunter anch Franz Pavlal. Im Vorhause und in der Küche hielten sich einige lrainische Arbeiter auf. Als Pavlal aus dcr Va> racke ins Vorhaus trat, entstand zwischen ihm und den trainischen Arbeitern ein Streit, wobei dein Pavlat durch Franz Beton eine Schneidfcder vom Hute genommen wurde Darüber aufgebracht, zog Pavlal ein großes Messer (einen Hirschfänger) hervor, schlug damit um sich und stieß es schließlich dem Beton in den Bauch, daß dieser der erhaltenen Verletzung erlag. — Pavlat wurde mit 8 gegen 4 Stimmen freigesprochen. — Die Schwurgerichtsverhandlungen sind hicmit beendet. —1. — (Zum Tode durch den Strang v r ru r -t c i I t.) Nie bereits gemeldet, wurde Samstag, den '/. b. M., nach zweitägiger Verhandlnng beim Geschworenengerichte in Rndolfswert die 28 Jahre alte Kaischlersgattin Helena Rajl c.us Untel'snhadol, Gerichtsbezirt Rudolfswert, wegen gemeinen Mordes zum Tode durch den Strang verurteilt. Bei dnscr Verhandlung wurde ein düsteres Familienbild entrollt. Der Ehemann der Verurteilten war bereits vor Jahren nach Amerika abgereist, und hatte seine nun znm Tode verurteil).' Gattin nebst seiner 64 Jahre alten Mutter Maria Rajl allein zurückgelassen. Nicht lange darauf ergab sich die Ehegattin einem zügellosen Leben, weshalb ihr die Schwiegermutter öfters Vorwürfe machte: ja es tam unter beiden Frauen selbst zu Tätsichleiten. Am 2. März d. I. wurde nun die Schwie-gcrmutter in einem ungefähr 300 Schritte von ihrem Wohnhause befindlichen Wassergraben tot aufgefunden. Zufällig:^ wcise lamen fast gleichzeitig an diesem Tage auch je eine Gendarmerie-Patrouille aus Rubolfswert und Weißkirchen in der dortigen Gegend an, und es wurden über Verfügung des Gendarmerie-Postenführers Sim,^ Helena Rajt sowie dc>en Eltern nnd Geschwister sofort verhaftet und dem Kreisgerichte in Rudolfswcrt eingeliefert. Die auf dem Tatorte erschienene Gerichtstommission konstatierte, daß die alle Rajl infolge einer tiefen Schnittwunde am Halse und Zer-tiümmerung des Schädels gestorben war. Das Wohnzimmer erschien frisch ^rieben, auf dem Herde wurden noch Restc von nicht gänzlich verkohlten Kleidungsstücken der Ermorde-ten. weitcrs ein Paar mit Blut befleckte Frauenschuhe und ein Astmesser, welches ebenfalls mit Menschenblut befleckt war. vorgefunden. Weilers wurde festgestellt, daß Ma:ia Rajl bereits am 27. oder 28. Februar ermordet, dann noch vor Eintritt der Tobesstarre gewaschen, frisch angelleidct und von zwei Personen auf den Ort,' woselbst man sie am 2. März auffand, gebracht worden war. Im Laufe der Untersuchung ergab es sich, daß die Eltern und die übrigen Geschwister der Helena Rajt mit Ausnahme ihres 19jährigen Bn,ders Franz an dem Morde nicht beteiligt gewesen waren,' Franz Najl lnnqegen gestand selbst ein. die Leiche mit seiner Schwester Helena Samstag, den 1. März. aus dem Haus-slalle in den erwähnten Wassergraben getragen zu haben. Die Schwester hätte ihn nämlich, als sie die Schwiegermutter im Stalle ermordet vorgefunden, gebeten, ihr die Leiche wegschaffen zu helfen, damit nicht etwa der Verdacht des Mordes auf sie falle. Sie wäre einige Stunden vom Hause abwesend gewesen und habe bei ihrer Heimkehr die Schwiegermutter ermordet aufgefunden. - Beide Angeklagte stellten jede Schuld an der Mordtat vollkommen in Abrede, Sie qabcn nur zu, die Leicye. nachdem .Selena Najl den Mord entdeck', hatte, furtgeschafft zu haben". — Auf Grund des Wahr spruches der Geschworenen (Obmann Gemeindevorsteher .Herr Ianaz Sitar aus Töplitz) wnrde Helena Rast vo:.i Gerichtshofe (Vorsitzender Herr Landcsgerichtsrat G 3 l t a) nun Tode durch den Strang, ihr Bruder Franz Rajl hin-gegen von den' ihm zur Last gelegten Verbrechen freigr< Laibacher Zeiwng Nr. 130. 1102 10. Juni 1902^ sprachen und nur wegen Falschmeldung zu 48 Stunden Arrest verurteilt. Als Verteidiger der Helena Rajl fungierte Herr Dr. Slanc, als jener des Franz Najl Herr Doltor Schegula, beide in Rudolfswert. —t,— — (Päpstliches Konsistorium.) In Nom fand gestern nach dem öffentlichen ein geheimes Konsistorium statt, in welchem mehrere Bischöfe, barunter Jordan für Go'iz und Nagl für Trieft, ernannt wurden, — (Die schriftliche Maturitätsprüfung a m Krainburger G y m n a s i u m) begann mit dem gestrigen Tage. An derselben beteiligen sich 33 Schüler der heurigen VIII. Klasse und znxi Externisten, im ganzen 35 Abiturienten. —in— — (Das We tter schießen.) Die Vorschrift, welche n.betreff des Netterschießens am 5. d. M. in Wirksamkeit trat, enthalt sehr beachtenswerte, zur Vermeidung von Unglücksfällen streng zu beobachtende Anordnungen, von denen wir hier die wichtigsten auszugsweise registrieren, Die Schicßstationen dürfen nur mit Genehmigung der l. l. Be-,;irlshauptmannschaft errichtet und erst eröffnet- werden, wcnn sich diese die Ueberzeugung verschafft hat, daß die Ei»> richtung den Vorschriften genau entspricht. Die HH 2, 3 und 4 enthalten die Bestimmungen über die Einteilung der Räumlichkeiten der Hütte und über das Höchstausmaß des Pulvervorrates; die zu verwendenden Pöller müssen geschmiedet oder in Stahl gebohrt und mit einer deren Erprobung und Eignung beurkundenden Fabrilsmarte verschen sein; die Verwendung gußeiserner Pöller ist untersagt. Die Pöller der Wetterschießstationen dürfen zu anderen Zloeckeu, z. B. zum Schießen bei festlichen Anlässen, nicht verwendet werden. Mit dem Laden und Abfeuern von Pöl-Irrn dürfen nur Personen männlichen Geschlechtes, welche wenigstens das 20. Lebensjahr zurückgelegt haben und überhaupt verläßlich sind, betraut werden; deren Zahl darf drei Mann nicht übersteigen. Unberufene dürfen die Schicßhütie nicht betreten und in deren Umgebung nicht rauchen; ebenso ist der Bedienungsmannschaft das Rauchen in der Hütte ober in deren Nähe strenge verboten, Uebcrtretungcn dieser Vorschriften werden von den politischen Vezirlsbehörde i mit Gelbstrafen von 2 bis 200 Iv und mit Arrest bis zu 14 Tagen geahndet. Einer Ucbertretung macht sich die Bedienungsmannschaft schuldig, wenn sie die genaue Beobachtung der ihr obliegenden Verpflichtungen außer ach! läßt, sowie jedermann, der ungeachtet der von der Bedienungsmannschaft oder einem Organe der öffentlicheil Sicherheit erhaltenen Ermahnung sich in die Bedienung der Pöller einzumengen oder in den Manipulationsraum einzudringen v»-l sucht. —o — (Laibacher Sportverei n.) Gestern fand di? eiste Sitzung des Komitees für das Lawn-Tennis-Turni?r statt. Es wurde beschlossen, mit dem Turnier am 7. Juli ^u beginnen. Nennungsschluß 4. Juli 6 Uhr abends. Anmeldungen nimmt Herr Hamann jun.. Rathausplatz 8, entgegen. — (Der Nordpclfahrer Dr. I u l. Nit ter vonPayer) hielt, wie uns aus Neumarltl berichtet wird, am 7. b, M. im dortigen Hotel Lontschar einen fesselnden Nortrag über feine Nordpolfahrten. Herr Dr. Ritt.',.' von Payer schilderte seine Reisen in einer so klaren, interessanten, und teilweise humoristischen Wcise, daß ihm die recht zal.I-reich erschienenen Zuhörer mit größter Aufmerksamkeit lauschten. — (Tierärztliche W a n d e r v o r t r ä g e) werden für das heurige Jahr im politischen Bezirke Laibach Umgebung an folgenden Orten und Tagen abgehalt'n werden: am 18 Juli in Franzdorf, am 20. Juli in Dobrova, am 27. Juli in Nresowitz und am 3. August in St. Martin unter dem' Hroßgallenberge. —o. " (S e l b st m o r d.) Heute gegen 7 Uhr früh erschoß sich auf dem Friedhofe zu St. Christoph am Grabe seiner Frau der Direktor der Kaltenbrunner Farbhnlzfabrit, Herr Josef Dievol. Das Motiv ist unbekannt. — (Der Laibacher N i c y c l e - K l u b) gibi seinen zweiten Familienabend Samstag, den 14. d. M., im Kasinogurten, bei ungünstiger Witterung in der Glashalle. Wie seit Jahren üblich, sind auch diesmal alle deutschen Vereine zu diesem Familienabende (Gartenfest) eingeladen. D!e vollständige Musikkapelle des 27. Infanterieregiments wird linier persönlicher Leitung ihres Kapellmeisters Herrn Christoph ei» äußerst gewähltes Programm zu Gehör bringen. Beginn 8 Uhr abends. — (Stimme aus bein Publitu m.) Von einem „Bewohner einer Gegend, wo den ganzen Tag Klavier geübt wird", erhalten wir eine Zuschrift, in welcher an alle, die ihre Kluvierübungen bei offenem Fenster vornehmen, d'.c Bitte ergeht, die Ohren ihrer Mitmenschen schonen und die Fenster schließen zu wollen. Es ist unerträglich, besagt die Zuschrift,, Uebungen auf dlei oder vier Klavieren gleichzeitig anhören zu müssen. — (Sanitäres.) Die Masernepidemie, welche i:'> drei Ortschaften der Gemeinde Flödnig herrschend war, ist erloschen; der sistierte Schulunterricht wnrde wieder aufgenommen. Derzeit gibt es in sieben Ortschaften noch zehn Trcchomlranle, sonst ist der ganze politische Bezirk Kram-bürg frei von Infektionskrankheiten. —n. — (Hagelfchlag.) Am 3. d. M. mittags entlud sich über den zur Pfarre 5ate5. Gerichtsbezirl Treffen, gehörigen Ortschaften Nazborje nnd Dolga Njiva und über bei Pfarre Primslovo ein starler Hagelschauer, der an den Obstbäumen. Weinreben und Fcldfrüchten sehr großen Schaden anrichtete. H. — (Heißes Nasser als Heilmittel.) Ein englischer Arzt schreibt: Geringe Kopfschmerzen hören bei gleichzeitiger Applikation von heißem Wasser auf den Nacken und die Füße bald auf. Eine in heißes Wasser getauchte, rasch ausgewundene Serviette auf den Magen gelegt, wirkt fast augenblicklich gegen Kolik. Nichts kuriert rascher eine Lungentongestion, eine Halsentzündung oder einen Rheu mati'smus.'wie Hcißwasserlompresscn, Eine mehrfach zusammengelegte in heißes Wasser getauchte und bann aus- gewundene Serviette auf die fchmerzhafte Stelle gebracht, ! bringt bei Zahnschmerzen und Neuralgie rasch Erleichterung. — (E i n v c r we ge n er Dieb.) Am 1. b. M. früh vermißte der Besitzer Matthias Sila aus Pristava. Gemeinde Großlack, als er in den Stall trat, seine Stute. So--fcrl vermutete er, daß ihm nur ein Dieb dieselbe entführt haben könnte. In dieser Vermutung wurde Sila bestärk:, als er, aus dem Stalle tretend, auf dem zum nächsten Dorfe Stefan führenden Wiescnstege Hufspnren und Fußtritte eines Mannes bemerkte. Diesen Spuren folgend, holte Sila bei Stefan einen nach Art der Viehhändler gekleideten Mann ein, der dessen Stute an der Halfter mitführte. Entrüstet entriß Sila dem Unbekannten die Stute, wagte jedoch nicht, au die Verhaftung des Pferdediebes zu fchreiteu, da er befürchtete, daß derselbe bewaffnet sein könnte. Als Sila wieder seine Stute eingestallt hatte und sich hierauf znm Gottes dienste nach Treffen begab, lehrte der Dieb zum Hause d^s erwähnten Besitzers zurück und fragte ganz unbefangen die i:n Hofe beschäftigte Magb, ob nicht heute morgens ein Pfcrdediebswhl vorgekommen sei. Die Magd bejahte d^ Frage und zeigte zugleich den Weg, den der Dieb mit der Stute genommen halte. Um nun seine Verfolgung zu erschweren, verwischte der Strolch die Fußspuren, die er am Morgen im taufnschrn Grase zurückgelassen hatte. Dieses ' Gcbahren wnrde von der Kindsmagd beobachtet, die unbemerkt an einein Fenster der Wohnstube stand. Hierauf begob sich der Gauner nach Stefan, fchlich sich in das Wohnhaus der Maria Vim.el ein und entwendete aus einem unver-sperrten Schubladelasten eine Zehntronennolc. ^it diesem Gelde zechte er mehrcre Stunden iii Treffen und entfernte fich endlich in der Richtung gegen Nassenfuß. In Radna bc° Lichtenwald verübte cr einen Einbruchsdiebstahl, fluchtete 'hierauf nach St. Ruprecht, wurde aber dort am 6. d. M. , von der ihn invigilierendcn Gendarmerie verhaftet und drin Bezirksgerichte in Gurlfeld eingeliefert. Martin EimprrMlin -- die» der Name des frechen Diebes — ist aus Iosrsetal bei Laibach gebürtig, ungefähr 40 Jahre alt, und foll vor einiger Zeit einen Viehhandel in Laibach betrieben yaben. 8. — (Aus Treffen) wird uns berichtet- Infolge Gemeindeausschußbeschlusses wird binnen kurzem nut dem Balle eines Meßnergebäudes begonnen und dasselbe noch in diesem Herbste nnter Dach gebracht werden. Dadurch gelangt ein großer Uebclstand zur Beseitigung, denn die Meßnerei war bis jetzt im Schulgebäude untergebracht und hatte leinen separaten Zugang. Den Bau hat im Lizitationswege Herr Ivo Radaj, Mühlen- und Sägebesitzer in Oberponitve, übe',-nommen. 8. — (Ve r m i ß t.) Am 12. Mai verließ der 25 Jahre alte irrsinnige Inwoynerssohn Franz Perai aus Seisenberg ftin Elternhaus und ist bisher nicht heimgelehrt. Perat, der auch an Epilepsie leidet, ist groß, schlank und mager, Hit schwarzes Haar und ebensolche Augenbrauen, graue Augen, geht barfuß und ist sehr defekt gekleidet. Bei Irrsinnanfällen pflegt er im Kreise herumzurennen. —<-— — ^Ertrunle n.) Am 3. d. M. nachmittags ist die V^jährige Tochter des Müllers Michael Gri5ar in Wördl bei Rndolfswert im Gurlflusse ertrunken. —o— " (V e r h a f t u n g.) Die Polizei verhaftete gestern die in. der Ravnitargasse Nr. (> wohnhafte Arbeiterin E. M. l.nd ihren Sohn wegen rines Sittlichleitsdeliltes. Die Verhafteten wurden dem l. l. Landesgcrichte eingeliefert. — (S ch n e e f a l l.) In der Nacht vom 8. auf dc>. 9, d. M. gab es in der Umgebung von Gatschen bei Tschcr-moschnih im Rudolfswerter Gerichtsbezirle einen reichlichen Schneefall, daß noch in den Vormittagsstunden die Gegend mit einer Schneelagr bedeckt war. —ci— — (Warnung für Auswanderer.) Das „I. Zentral-Vureau für landwirtschaftliche Dienstboten" des Anton Peschle in Frankfurt a. M., Paulsplau 19, hat etwc. 100 deutschsprechenbe Personen aus Südungarn nach Frankfurt gelockt, angeblich, nm ihnen lohnende Arbeit zu verschaf-fen. Tatsächlich aber ergab sich nur für vier Personen Ve< schäftigung. während die übrigen in Not gerieten. Es nmßten 70 Perfonen dnrch das t. und l. General-Konfulat in Franl-fl'rt auf Kosten des Ministeriums des Innern nach Budapest repatriiert werden. — Da es nicht ausgeschlossen erscheint, daß das genannte ..Bureau" seine Tätigkeit auch auf Oesterreich ausdehnen würde, werden Auswanderer davor gewarnt. —o— " (Verlorene Gegenstände.) Auf dem Wegr von, Valvasorplatze bis zur Franzislanergasse wurde ein goldener Ring mit einem Brillanten verloren. — Die Besitzerin Josesa Hribar aus Watsch verlor gestern auf dem Wege von Udmat bis zum Poga^-arplatze eine silberne Da-i.ienuhr und eine silberne Damen-Uhrlette mit zwei A'i^ hängseln. — (V e r h a f t u n g e n w e ge n K i n de s m o r b e s.) Die „Triester Zeitung" berichtet: In der Nacht vom 3. zum 4. d. M, wurde in Mattuglie bei Abbazia der Redakteur Dr. Johann K e r st i.'- unter dem Verdachte der Mitschuld am Kindesmorde verhaftet und dem Bezirksgerichte in Vo-lcöka eingeliefert. Den Kindesmord hat ein bei Dr. Kersti.-bcdicnstetes Mädchen, die 21jährige Johanna Go^ar aus dem Bezirke Castelnuovo, am 28. Mai vollbracht, indem sie das neugeborene Kind zerhackte und in den Kanal warf. Die Gerichtölommission hat nach gepflogener Untersuchung außer der Kindesmörderin auch die Verhaftung des Dr. Kersti« als der Anstiftung dringend verdächtig verfügt. Dr. Kerstin, der verehelicht ist.' stellt entschieden in Abrede, mit der Goiar ei» Verhältnis unterhalten zu haben. — (K urlist e.) In Krapina-Töplitz sind in der Zeit vom 1. bis 4. d. M. 171 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. ________________________ Theater, Kunst und Literatur. — (X ,'n I j nn Notai'novi) Ivan Eanlar hat unlängst im Verlage L. Schwentner in Laibach unter obigem Titel ein dreialtiges Drama erscheinen lassen. Wir haben dasselbe aufmerksam gelesen und haben "'^" ^, standen; wir haben es noch einmal und noch aufmerlsa ^ lesen und haben wieder nichts verstanden ... Es ^M die Märe von Einem, der König in seinem feinen ^ Betajnova sein will — der Mann ist seines Zeich"» ^ tant — man entnimmt aus Andeutungen, er lM >^, Cousin aus Habgier ermordet; man erfährt, er W0"l ^, Tochter Nina in ein Kloster stecken, wahrscheinlich, ""' ^ bei ihrem Anblicke an die Mordtat denken zu "U'^"'^ merkt weiters, baß der Mann Abgeordneter zu ^^M-sichiigt, angeblich aus dem Grunde, weil ihm s^' " igchei, reich" zu enge erscheint; man liest, daß cr seinen ^'^^h!" sF raltcr, wer bringt Klarheit auch in die >" ^ Charaktere, bic ungeheuerlich pathetisch deklamier bösen Träumen, von Toten, bie im Hause heniww" ^ . reden, die schemenhaft, wie ohne Fleisch und Alut, a ^, ^ vcrübergleiten? Wen liebt Mats eigentlich, die 3""^, l, die 14jährige (!) Nina. welch letztere ins Kloster lB" ^ s dci' soll? . . . Das ganze Drama ist ein g"hes v,,, zeichen, aber nicht etwa ein Fragezeichen Ibse«'!^ „,, Man versteht es nicht; man wird wahrscheinlich a"" sonderlich darüber nachgrübeln. ^ «! — (Salzburg. Stadt und Üan d>) ^ A,j manach der Kurorte und Sommerfrischen des Lande ^ bürg. Herausgegeben vom Landesverband !"l 3 ^ verkehr in Salzburg. — Redaltion: Hermann "", ^ Dr, Alexander Schulter. — Mitarbeiter: P"l'^if> Karl Demel. — Dr. Johannes Emmer. -- ^ . „,l ^ Freisauff. — Hans Gruber. — Dr. A. P""^ „ ^ >- Ludwig PurtsckMr. — Prof. Dr. Eduard ^K^ Hans Stöckl. — Prof. Dr. Hans Widmann. -^ ^ «hF von E. T. Eompton. — Tony Grubhofer. — Flch ^! barl. — F. Mühlbacher. — Franz von Pausinger. ""^. Rieth. — M. Ruppe. — Hans Wilt. — 12 Aoge" ^g Quart mit Vollbildern, Textillustrationen und ^a"^ gant kartoniert. Preis 2 X. — Es hat bisher "^5! gefchli. bie das Land Salzburg als ein Ganzes g>^ in allen seinen Teilen geschildert hätte. Der """des .< füi Fremdenverkehr in Salzburg hat es daher als ^>, dürfnis erkannt, in einer Publikation das HerzogM.^, bürg mit seiner Hauptstadt in der Ausdehnung!^"^^' wärtigcn politischen Grenzen einheitlich darzustellen ^ der Zlveck. dem dieses Buch entspreche» soll; del ^ .„,i^ daher in demselben kein Reisehandbuch im l?erto> ^ , Sinne, keine Sammlung von ins Einzelne g«.'heilb^,^.ii'-der verschiedenen Orte und ihrer Umgebungen erwal ^ c.ber vermag es burch seine Anlage über alles, was ^> dem flüchtigen Touristen wie dein ständigen S^.' .-^ l ieten kann, ausreichenden Aufschluß zu geben u" .^^n, tierung burch positive A.igabcn wesentlich zu erle'O.^!, — (Ein Drama ohne Name n.) M" ^ 2^ aus London: Die Schwierigkeit für Dramatiker, e'> ^ für ein neues Stück zu finden, der noch nicht benuv ^'l iü. scheint immer größer zu werden. Darauf deutet ^,,' richt, baß ein neues Drama von Van Biene und 5 ^ Grand Theatre zu Birmingham ohne Namen ""> ^ wurde und sich noch immei in diesem namenlosen ^k-befindet. Ein Manager in einer Londoner Vorstad ^ kurzem in einer Annonce um einen Namen ful ^ eiü^ Stück, aber inzwischen wurde sein Geisteslinb " i/, vorläufigen Tilel versehen und war also nicht g"'^ Hi^ hilflosen Lage wie das Stück in Birmingham'. ^^. hatte hundert Mark dem geboten, der ihm eine be>^i^ Lösung aus der Schwierigkeit nachweisen s^^eiü'^ Antworten waren so zahlreich, baß er dem ^gliä' Publikum nur versprechen konnte, sie so bald "^. ^t b^ prüfen und das Ergebnis belanntzumachen. Es s^ ^^ daß Tausende in Birmingham und anderswo diese bearbeitet haben. . ^^^' — (Großes illustriertes KraU'^. mit nach der Natur kolorierten Abbildungen "° s^ Anton. Stahls Verlag. Vollständig in 10 ^ ^ ü 50 Pfennig. Vreslau. — Die beiden ersten -'^5> zu tun haben, dessen Verfasser es versteht, in gew"^^^, zn tun haben, dessen Verfasser es versteht in geluW <,,, >>, siellung eine gründliche Kenntnis über alle F'^ü ^ Früchte zu geben, welche der Gesundheit des M", ^5! ' lich und für den praktischen Haushalt überaus "^v ^ Die beigegebenen malerisch gruppierten ^ q^tül^ zeigen uns die Pflanzen und Früchte in größter ,^, ^,, Wir empfehleil dies Werk allen Freunden der ^ ^ besonders aber allen jenen Wißbegierigen, welche -, ^ hohen Wert der Kräuter im Dienste der MM")" > lernen wollen. Geschäftszeitnng ^! — (Viehmarlt in Laibach.) Auf ^M" > Viehmartt wnrden 830 Pferde und Ochsen. 2^' KO^. 8l Kälber, zusammen 1259 Stück, aufgetrieben, .^!' s, war trotz oes schlechten Wetters ein ziemlich 8"'^ ^sch" besondere wurde, da Käufer auch aus Mäh^ ^^> waren, viel Rindvieh abgesetzt. Telegramme „g. des K.K.Telegraphen, König Albert von Sachsen. ^lK^!""rt. 9. Juni. Um 6 Uhr abends wurde ausgegeben: Während des Tages flicht ysk Unruhe vorherrschend. Im übrigen ist eine ^üe„, °"ung iin Befinden des Königs nicht zu ^ ^" Friedensschluß in Südafrika. ''I, H °"' 9- Juni. Der „Standard" veröffentlicht bii ^uren -'"^ Voischaft Schall-Vurgers und Vothas ^^' ^ wacher es heiht: „Wir raten euch allen, ^" Und >! " ^" schicken, euch ruhig und friedfertig zu ^'sen m ueuen Regierung Gehorsam und Achtung , °l»NM' ^" Vertretern der beiden Staaten wird „ d, fij ''°n ernannt zur Beschaffung von Geldmittel» '''^Lek ^ltwen und Waisen, deren Gatten u,'d '" kei ^'^"' im Kampfe für Freiheit und Necht, »iif . ."^de geschlossen ist. nxnn auch nicht der 'ichen f^ '''!' "sehnten, laßt uns nun einander dk ^ dif '^ ^^" anderen großen Kampf, der vor uns lt'^z ^ geistige und soziale Wohlfahrt des Volles! l?»nd v ^"n Gefühlen entsagen, lasset uns ver- p^!' °"gel>cn. auf daß die tiefen Wunden heilen '^dti^' ^' ^"M- Neuters Bureau bezeichnet die vo>.'. ^dem^^" ^" 5)olland so hartnäckig in Umlauf ^litb,^ s N. ^"b den in London amtl'ich veröffent- irgendein geheime« Protokoll l< cnth s ^'"""'"!N'n beigefügt seien, als jeder Ve< ^^ ----------------- ^>!ctff!!'^, Juni. Der Reichstag hat den Gesehent- »!tt^ «0 ^ Aufhebung des'Diktatur-Paragraphen. ^»n ^ "^'^ Debatte'angenommen. Der Reichstag ""b ni^ Zuclersteuergesetz. Nachdem Graf Posa^ ^iisse^ ^ere andere Redner gesprochen hatten, wurde nj^uni. Neuner. Am.. Klagenfl,rt. - Nabiö, ^' ^.^"l' Kfm,. Stuttgart, - Wols, K1'»., , ^ ^h°fmei^ !"^ spanischer Konsul; Moline, Private. >i,^°ch ""^^'' Stettin, - Gorassi. f. l. Assistent. ^ ' dtokn^ "°tnil, Apotheker. Stein. - Wols. Privat, U"' PrH'7 8"ber. Holzhänbler. s. Frau. Marburg. ,". ksu, «Z '- Frau, Görz. - Orel, Konsul. Ägypten. '?' Privat V' ^ Obleger. Professor. Leobcn. - >,^rilant '«,7"^ ^ Kraus. Kfm.. Romburg. - ^rivnt , ?h'nen. " Adelbert, Kfm.. P'lsen. - '!, ^°K ' ?>"""> Ravenna. — Ofncr. Privat, Frank» cA i'2-^"'""; Schofel. Direktor; Thuruwald. ,n"Nlner «i 5V' Stulbl. Privat; Dominil. Weinwurf. ^der i^„> .'!""". Nahmayer, Dalmbert, Ohrenstein. ^ ^dm, °"°d, Lustig. Steinberg. Dobrauer. Stuler, ^ltmann ?.."?'' ^^"1, Baroggi. Stern, Fischqrund, ',' Vlave'r '-"bermann. Zisarsly. Prasse. Weihmann, , ^blvi^ s' Ausländer, Felix, Lihotzly, Gamsuid. ^bl>us^„„ l)«nfelb. Roth. Blau. Powaucr. Nonuld. '^^flte Wj ^"' Ülas. Essern, Füschl. Singer, )^ 7 Verstorbene. ^astl ^" Iivilspitale. ^^^"t,1"uü F^'"°"b ^^^ Besitzer, bd I., ^>^^ "l- Joses Novinc, Kaischler, 38 I,. pl'tln»!» ^/"Ülsche Beobachtungen in Laibach. ! ^>^^l"- Mitll, Luslbruä 736 0 n>m. '^ ?30 ? ,^ ^ slW. schwach i vewol« ^ ^25^-^ö S. schwach bewültt ^°" ^lsichernngsanstaltcn ein und erst ""y dasnr, wo ich mich versichern solle. Ich bin überzeugt, allcn jenen, die jich vcl,sichclll wollcu, zu nützen, wenn ich sie auf die Versicherungsanstalt «Hie ölutukl ol I^eiv-Vork» ausmerfsam mache. Damit die Ver» hältnisse derselben ihnen zur Kenntnis gelangen, will ich im nach. stehenden dasjenige, was ich in verschiedenen (italienischen und englischen) Blättern bezüglich dieser Versicherungsanstalt gelesen habe, ansühcen. Kaum einen Monat nach Schl»h des Jahres 1901 haben die großen amerikanischen Versichcrungsanstalten bereits dem staat< lichen A.lsicherungs'Bureau ihre Bilanzen vorgelegt und selbe auch veröffentlicht. Solche Schnelligkeit und Genauigkeit bei einem so kolossalen Unternehmen ist schon an und sür sich erstaunlich und im stände, die Augen auf diese Aelsichenmgoanltalten zu lenken; in noch größerem Maße müssen aber die erzielten Resultate unser Stannen erregen. Eine Uebersicht der in der Bilanz der Versicherungsanstalt »Mutual» angeführten Zahlen rechtfertigt in vollem Maße die schmeichelhafte Anerkennung, die das angesehenste englische Fachblatt, die Londoner «kevien», ihr zuteil hat werden lassen. Dieses Blatt sagt, daß die Entwickelung der amerikanischen wechsllscttigcn Versicherungsanstalten das wunderbarste finanzielle Phänomen des neunzehnten Jahrhunderts vorstM. Wohl wahr; ein Unternehmen, wie dir Versicherungsanstalt «Mutual», taun wohl als ein Phänoullnales bezeichnet werden, hat doch diese Versicherungsanstalt durchschnittlich ein Inkasso auszuweisen, das mehr ais eine Million Kronen an jedem Arbeitstage im Jahre licträgt; zahlt sie doch in einein einzigen Jahre den Inhabern i!)rer Polizzen zirln hunderlsünszig MMoncn Kronen; schlicht sie doch in zwanzig Monaten neue Versicherungen um mehr als um eine Milliarde Kionen ab; hat! sie doch ein Vermögen zn verwalten, das mehr «ls tauseudacht-, hundert Millionen Kronen vcttagt. Dnje Versicherungsanstalt wurde ohne einen Kreuzer Kapital gegründet, und jetzt, im 60. Jahre ihres Wirkens, verfügt sie über emrn auhcrordcut. lichen Reservefonds, der mehr als dreihundertvierzchn Millionen! Kronen beträgt und sür alle ihre Vcrdindlichleittn Bürge ist. Wenn man annimmt, daß diese lange Reihe von Millionen ihr Entstehen der Sorgsamleit, Sparsamkeit und Opsenuilligleit der Familienväter zum Besten ihrer Witwen und Kinder verdankt, und daß sie den Zweck hat, diesen dienlich zu ,ein, muß jeder halb-weg« human fühlende Mensch das Land bewundern, wo solche finanzielle Wunder sich ereignen liinnm und deu Männern, die mit ihren administrativen Fähigleiten, lhrcr Ausdauer, ihren Studien und der Reinheit ihres Charakters diesen Erfolg erzielt haben. Lob spenden. ^ «, ^ Was die Menge der gültigen Versicherungen und Fonds für die Bürgschaft der Versicherten betrifft, nimmt diese Ver» sicherungöanstalt den ersten Platz ein, wogegen sie immer weniger Kosten auszuweisen hat. Die Gesamt-Aktiva betragen mehr als ? Kurse an der Wiener Börse vom 9. Juni 1908. «««°° »»'»«'""" Die lwtierten Kurse versiehe» sich in KronenlUlihrun^, Die Notieruna sämlllcher Attirü und der »Diversen Lose» verstellt sich per Stück. ^^>-^-' Dllg.meine Slaalsschuld. ^"' ^" loi l>5 101 85 „S«' l8«0er „ 500 fl. 4"/., 153! 5 154 15 »8N0er „ 100 sl. 5"/„ 1«5-—>187 — l8S4«l ,, 100 sl, . . 252 50 2!>4 5!! btu. „ 50 fl. . . 252- 254 — »0M,°Plll„dbl, ll 120 fl, 5°/« . 297 20 299 20 Klaalvschuld der im ßeich«» rat» verlrelenen Königreiche und Länder. Oesterr. Goldrente, stfr,, 10« sl., per nasse.....4"/„ 120-85 12105 dlo, «ente lüKronrnwahr., stfr., per Kasse.....4°/« 99 80 1»!» — dtv. blo. dto. per Ultimo . 4°/» 99 70 99ÜN Oeslerr.InveslitiunsRcnle.stfr., per Kasse .... 3'/i«/<, 9! >0 <,l 30 EllenbahN'Staatsschuld, verschrtibungen. «tlisabethbahn in G,. steuerfrei, zu 20.000 Kronen . . 4"/° 11875 «1975 ssianz Josef Bahn i» Silver j (div, St.) .... 5'/<"/° l2U'4»'l27 4U Nudolfsbahn i» Kronenwnhr, j slenersrei (div. St.) . . 4"/° 99 50 100 -Üiorarlbergbahn in Kro»enwähr. struerfr., 4U0 Kronen . 4"/« 99 75 100 25 Zu Stllllisschulbverschrtlbun' »eu abgefte«p. sl. CM. k>'/<°/° vuu 2A> sl.......508'— — - dlo. Linz Vubw, 20U sl.».W.S. ü'/.«/<>.....W.- - 4l!4'- --.- dlo.°Lalzl>,'Tir. 20U sl. 0. .S. 5"/«.........458 — 4Kb - «Hl. «arl Ludw. B.2W fl,CM. !»",« vun L!,0 sl......420 — 42» u»> Oeld W,ne >Ul>m Stallte znr Zahlung Uberuummtne Elsend.'Prior. Obligationen. Elisabelhbahn eoo u. 80N0 M. 4°/^ ab IN«/«...... 115-- i,5»?5 Elisabetl)bal,n, 4U0 u. 2000 M. 4"/„......... 119 5U l2<>'— Franz IusesÄ.. Ein. 18«4 > (biv, Tt.)Silb, 4"/„ . - . 9U l"» iW'ü" Vurarlber^er Vahu, Cm. 1884 (biv, St.) Silb, 4"/„ , . . 99 50 100 i.« Slaatsschuld d»r Länder der ungarischen Krone. 4°/„ ung. Guldrentc per N'asje . «20 ?n 1^N'90 bto. dto. per Ultimo .... 120 70 120'<>u 4"/„ dto. Uiente !u Nrunenwahr., stenersrei, per Nasse . . . 9? ü5 «« l5 >»"/c> dto, bto, dto. per Ultimo , 9?-«5 9« 0-> Una., St.-Ei<.°«nl. Gold 10» fl. 119 - lN»«« dto. blo. Silber 100 sl. . . . 100 — lU — 101 - dto, Präm. Ä, il 100 fl. — 200 K i!«4 - 20« — dto, dtu. ü. 5U fl. — 10»Ii Wü 5,0 ÜN5 50 Ilieis,Neti,-Luse 4"/,..... ,«u — ib4- 4«/n Iingar. Grundeutl. Obliss, L770 u« ?(> 4"/» lroal. »lid slavu», deltu 98 — — - Andere üssenll. Anlel)en. b"/„ Donau Ren. Anleihe 1878 . 10?'Ü»1 — — Nnlehr» der Stadt Oürz . . 99>25 --- «nlelieu der Stadt Wien . , . 105'40 10L'40 dto, dtu. (Silber od. Gold) 12»'25 I24'2n dto, dto. (i«9t). . . . vü'50 U7 l>» dto. bto. <1«!1U). . . . »3— 99'- Uürsebau^Anlchnl, verluöb. 5'7„ l00'— Uw 60 4"/„ «raiuer Landes Anlel»en . 97>— U7 l-0 «ileld Ware Mndbriese etc. Äodlr.aNa !»8 20 N..üsterr.La»deö Hl,p.M»st.4°/u 99— 100 - oest.ung. Äanl lo'/^ühr. Verl. 4"/„......... «»0 — »„,' — dtu. dto. üUjälir. Verl. 4"/» i»u — i>l« — Sparlasje, 1. Oft., «0 I., verl. 4"/» ic>0 X5 > > l 2s> Eisenbllhn'Vrioritäto-Gbligatione». sserdiliandiNurdbaliü Ein, 1«8« 99 85 100 85 Oestcrr. Nordweslbab,!, , . . 109'— 110'- Ewatöbahn....... 4»8 - —- Endbah» k 3°/!,verz.Iänn.'Iu» i»9ü ??> — Diverse Lust (per Stüct). Verzlnöllchc llose. ^"/„ Vodenlredil U»ie lim, 1880 >^? ^ >,«!«'. !!"/„ ,, „ Cm, 1K59 8«3'25 2<>37 - St, GenuisLose 40 sl, . . , »Ü4-—274'— Ä3iener Cumm, Lose v. I. 1874 42i»'5N 4iii 50 G'winstsch. d, 3"/»Pr,-Schuldv, d, Aodeulleditanst,,(!-,», 1889 64— »<5'- «ühm, Nordbahn 150 fl, . . N»5'— 4"l - «uschtiehrader Eis. 500 fl. NM, 25^0 !j570 dtu, dlu. (lit. ll) 200 fl. 1002' 1003' DonauDampfschüsahrts-Gesell, Ocstcrr,, 50» fl. NM, , . . 903 - ö<'6'— D»l Bodcnbacher E. Ä, ^00 li 533 539 — sferdiuands Nordb.1000sl,KM. 5820' 5850 Lemb.-Czernow, Iassy-Elsenb,- Gesellfchllst 200 sl. L. . , . 5l>» - 57« - Lloyd.Oesl., Trieft, 500 fl.NM. 8^8 — 832- Oesterr. Nurdweslbahn 200 fl. S. 443 — 445- dtu. dto. (lit. ll)20U fl.O. 452-— 454'- Prass Nnxer Eifenb. iWflabgN. 194 — 194 5>< Llaat<.Graz)200fl.S, 489'— 439'5( Wieuci ^lalbalMU'Alt.Oes. , — - —-- Zanken. AngloOest, Äanl 120 sl. . .273 50 280 2' Vauluerein, Wiener, 200 fl, . 455 50 45>>'5l Uodlr.Änsl., Oest., 200 fl.E, . 955'— »59 - Nrdt.Mnsl. f.Hllnb. u.G. 1-r Ultimo . , l>88'50 U89 5l Nrebilbanl, «llg. UNg,, 200 f>. . ?»,« 50 703 3( Depofiteubanl, 'All,,., 200 fl. . 420 — 421- Wlompte («es., Ndrüs!.. 50» fl. 4««'5N 489 5< Giro.u.Kalsenv., Wiener 200sl. 475 — 481 - Hypolhelb., Oest.. 20U fl.30«/i,w» '>' ^<^^ Uniunbant M» s!. - '«' zi»" «erlehribaul. «l!«,, l«> » Industrie'tlnttl' nehmullge». ^^,- Aaua.es.. "lla. ösl.. N" !>'«„^ !s, ltgydier Eisen »nd «>«>»!''' ,zz^^ in Wien i»0 fl, - /,M, i°»>^iü' Ei,cnbahnw..Ucihss,M"'"^, lib^ ..Clbemühl", Paters. »^« z>,,,,i' Kiesiger Brauerei »<'°'^,.ine ^' Montan GeleUsch., ^«.H,,, >öl Präger Eisen Ind. Oc>, ^ ziv Salao Tarj. Stelniobim »" , "> Wiener AauaeselllchaN ""'^,, «»« l WieilerbergerZieael««,?"" z Devisen. , Kurze Sich!«'»- ^l'il'^ Äiuslerdam ..--''. ^^'j Deutsche Pläve --''.. 'Az ^ Uoubon . . . ' ' . ^^ Paris.....- ' , " ^ Lt. Peteröb»»!, , . > ' glllulen. „^ Vulaten ....>''! 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