^scheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage). Schriftleitung fiel. Nr 2670). Verwaltung n. Buchdruckerei (Tel Nr. 2024) Maribor, Jurčičeva a 4- Manuskripte werden nicht retumierL — Anfragen Rückporto beilegen. XXVaWWXv.v ... .^xxXxxXxXXNXxXX XX\V y?äk: BIS Inseraten- u. Abonnements.Annahme in Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen monatl. 23 Din, zustellen 24 Din, durch Post monatl. 23 Din, für das Ausland monatlich 35 Din. Einzelnummer 1 50 und 2 Din. Preis Din V&O Mariborer Heilung it. Licejska knji Ljubljana ^beenspannung in Der Dolkö-front Frankreichs Blum kann sich nicht entscheiden. ™rb der Kongreß zu Pfingsten in Marseille stattsinden? , P c r i s, 22. April. Das Hauptthema der '^"Mischen sozialistischen Presse ist die Fra-oh Hcr angMndigte Parteikongreß in termingemäß zu Pfingsten stattsin ert wird. Es handelt sich jetzt um die Klä-jUrr9 der Konflikte innerhalb der Volksfront “Gltttott. Leon Blum hat lange nach einem ^ uZweg ans der prekären Lage gesucht und selben auch mit dem Hinweis auf die .Ausstellung gefunden. So wird der Kon eB wahrscheinlich am „guatorze jiullet", Jü 14. Juli als Nationalfeiertag der Fran-9 |e«, vor sich gehen. Rechtspresse behauptet, die Soziali-s n könnten — von der äußersten Linken » iu angetrieben — die weitere Nationali-,, §tritt der Radikalsozialisten aus der lf§ftont. v)t(tijeit ist Zählt schon 43 Millionen Einwohner. hl o m, 22. April. (Agence .Hauos). Wie h? "^kzzetta Ufficiale" berichtet, zählt Jta-(* *»t Volkszählung -vom 21. April 1936 43.000 Einwohner. Dr. Schuschnigg in Venedig Feierlicher Empfang des österreichischen Bundeskanzlers durch Mussolini und Graf Eiano / Zweitägiger Verlauf der Besprechungen Venedig,22. April. Der österreichische Bundeskanzler Dr. S c li u s c h-n i g g, der Wien gestern mit dem fahrplanmäßigen Eilzug verlassen hatte, ist heute um 11 Uhr vormittags in Venedig eingetroffen. Ministerpräsident M u s s o lini ist bereits gestern nachmittags mit seinem Flugzeug aus Rom $n Venedig eingetroffen und übernachtete an Bord seiner Jacht »Aurora«. Außenminister Graf Galeazzo C i a n o, der den Beratungen zwischen Mussolini und Dok tor Schuschnigg ebenfalls beiwohnen wird, ist heute um 10 Uhr vormittags aus Rom mit seinem Flugzeug angekommen. Als der Zug in Venedig einiuhr, hatten sich Mussolini, Graf Ciano und die Spitzen der Partei und des Staates versammelt, um den österreichischen Regierungschef feierlich zu empfangen. Die Begrüßung war überaus herzlich, worauf Dr. Schuschnigg unter den Klängen der beiden Staatshymnen die mit Fahne ausgerückte Ehrenkompagnie abschritt. Die Staatsmänner zogen sich nach erfolgter Begrüßung in den Dogenpalast zu rück, wo die Besprechungen über die aktuellen politischen Probleme begannen. Diese Besprechungen werden nach mittags von Mussolini, Dr. Schuschnigg und Graf Ciano fortgesetzt werden. Abends wird Mussolini zu Ehren des österreichischen Bundeskanzlers ein Galasouper gaben, an dem eine ganze Reihe von führenden Persönlichkeiten teilnehmen wird. Die Besprechungen werden morgen be endigt sein, so daß Bundeskanzler Doktor Schuschnigg schon morgen abends die Rückreise nach Wien antreten kann. Palastrevolution gegen Neville Chamberlain Paradoxale Lage im englischen Unterhaus: Labour-Opposition für, Konservative gegen die höhen Steuererhöhungen stüngen alle Reingewinne der Betriebe der Staat auffressen würde. Man rechnet unter Umständen sogar mit der Einstellung der London, 22. April. Die neuen Steuern, die Schatzkanzler Neville E h a m be r-I a i n dem Unterhaus im neuen Budget unterbreitet hat, haben einen unerwarteten Wi- Betriebe. Zu den bisherigen Steuererhöhun derhall gefunden. Während die unter der Führung Attlees stehende Labour-Opposition die Steuererhöhungen billigt, ist in den Reihen der Konservativen eine an Palastrevolution gemahnende Panik entstanden. Neville Chamberlain hat in den konservativen Kreisen größten Widerstand ausgelöft. Besonders heftigen Widerstand leistet die englische Industrie, deren Wortführer erklären, daß durch die ungeheuren fiskalischen Bela- gen von 20 bis 33 Prozent wurde noch eine 2öprozentige Gewinnsteuer neben vielen anderen sozialen Abgaben präliminickk, sodaß die Industrie ohne jeden Gewinn arbeiten müßte. Die Konservativen drohen schon heute, daß sie Neville Chamberlain unter diesen Umständen nicht zum Parteichef wählen würden, wenn Stanley Baldwiwn sein Amt als Premierminister niederlegen würde. P Wt als Nobelpreisträger für Frieden vorgeschlagen. b°n rnung für seine Verdienste zu bet^ Präsidenten Roosevelt zum Zeichen betIci'rtei'^Gmtun3 f'ir stine Verdienste zr bessi>. ' k>e er sich in der Frage der ver Tätz. en. Wirtschaftsbeziehungen zwischen bCh" Unb Nordamerika sowie für den Frie-n rtBotBcn hat. Virginio Gayda über Mitteleuropa Eiu beachtenswerter Aufsatz int „Giornale b> Jtalia" setzt Italien ein umfassenderes, realistischeres und gerechteres System entgegen: Nichts ohne oder g«r gegen Italien und Deutschland, Ausgleich der verschiedenen Interessen und gleichen Bedingungen ohne imperative oder monopolistische Tendenzen. Ausdruck dieser Politik sind ebenso die römischen Protokolle 1 toid das Abkommen vom 11. Juli zwischen Berlin und Wien, aber auch der italienisch-jügoslaw ische Vertrag kann sie in einer gewissen Weise erweitern, da er einerseits Oesterreich eine gewisse Rückversicherung schafft, andererseits Jugoslawien eine Teilnahme am System der Romprotokolle eröffnet. Es ist gewiß, daß heute zwischen Italien, dem Deutschen Reich und Oesterreich kein Konflikt geschaffen werden kann. Oester reich liegt in natürlicher Weise auf der Achse Rom-Berlin und nimmt an ihrer Funktion teil. Zusammen mit den römischen Protokollen, die auch anderen Staaten offen stehen, wirkt diese Achse klärend, ausgleichend und aktivierend auch für die Interessen Mittel- und Donaueuro,pas. Die Zusammenkunft von Venedig" — so schließt Gayda — „wird diese Wahrheiten bekräftigen und eine weitere Etappe in der Verbindung Italiens und Oesterreich? zur Verteidigung ihrer Interessen und der Ordnung Donau-Europas darstellen." R o m, 22. April. Italiens großer Publizist Virginio Gayda veröffentliche im „Giornale d'J t a l'i a" einen Leitartikel, der angesichts der Venediger Zusammenkunft M u s s oli n i— Dr. Schuf ch n i g g größte Beachtung verdient. Gayda schreibt u a.: „Italien hat sich durch seine imperiale Po litik nicht von seinen benachbarten europäischen Interessengebieten entfernt. Das italienische Interesse im Donauraum und m bezug auf Oesterreich ist stets lebendig und gegenwärtig. Den starren Schemen der frau zösischen und der tschechischen Donaupläne Der Jammer mit Der Vesnica-Jleaulierung Fortwährende Ueberschwemmungen als Memento i 3.S L> ste ^ . esn‘ca-Tal ist alljährlich, wenn erfl der ,angen Regentage kommt, bet Wemmungen ausgesetzt, die für Jeb % __________________________ Henetboffene Landbevölkerung unermeß-De ju Schaden bedeuten. Nicht nur, daß • lica in den Niederungen, die die n*chtet durchzieht, fast regelmäßig ver-Woctl w,rd) das Wasser steht auch sonst de- . wng auf den Wiesen, die infolge sin bes/en Gräser, die darauf gedeihen, ftra» en, FaFe ohnehin nur schwachen Res iia^EN- Während jedoch die Pes-‘auf ft, Gnteriauf und teilweise im Ober- \Qr * - ezirk št. Lenart) reguliert ist, konnte sie in ihrem Mittellauf (Mezgovci —Pacinje—Gabernik—Dornava—Mostje), in welchem Ackerland wie Straßen und Wege am meisten gefährdet sind, aus Mitteln der öffentlichen Hand bis jetzt noch nicht reguliert werden, ln diesem Teil ist der Fluß infolge schwachen Gefälles derart verschlängelt, daß bei Hoch wasser von einem rascheren Abfließen der Wassermaßen keine Rede sein kann. Neben den Kulturenschäden ist aber auch eine schwere Schädigung des Viehstandes festzustellen. In den letzten Jahren sind in Dornava, Pacinje und Mostje an der Le- beregel-Krankheit und an der Tuberkulose 214 Rinder und 25 Pferde verendet. Die im Jahre 1934 angeregte und begon nene Pesnica-Regulierungsaktion ist nun energisch angebahnt worden. Geplant ist die Errichtung einer Wassergenossenschaft, die die erste Etappe der Regulierungsarbeiten bei gleichzeitiger Drainage der fortwährend bedrohten Wiesen- und Ackerlandkomplexe durchführen würde. Zu diesem Zweck haben sich die interessierten Landwirte einträchtig zusammen gefunden und ein Vorbereitungskomitee gewählt, welches die Wassergenossenschaft begründen soll. Auch fachwissenschaftliche Vorträge, die Banatsrat Janžekovič und Landwirtschaftsreferent š u s t i č aus Ptuj vor Interessentenkreisen gehalten haben, waren geeignet, das Verständnis für die Selbsthilfe der Bevölkerung zu heben. Marschall Badoglio nach Tripolis. Neapel, 22. April. Der Che des Großen Generalstabes, Marschall Pietro B a-d o g l i o, ist in Begleitung seines Stabes nach Tripolis abgereist. Z ü r i ch, 22. April. Devisen: Beograd 10, Paris 19.41, London 31.585 Neivyork 437.50, Mailand 23.04, Berlin 175.95, Wen 80.20, Prag 15.26. Kurze Nachrichten Unter der Devise „Jedem Ausstellungsbesucher seinen Fallschirm" wird es für die Besucher der Pariser Weltausstellung 1937 eine Attraktion sein, daß cs Neugierigen ermöglicht wird, von einem besonderen Turm mit dem Fallschirm abzuspringen. In Oak Park, Illinois, liegt die 31 jährige Patricia Mc.Guire seit fünf Jahren in ununterbrochenem Schlüfzustand. Sie ist ein Opfer der Schlafkrankheit. In Marseille wurde kürzlich ein „Kranken Haus für Pessimisten" gegründet. Ein Arzt aus Los Angeles heiratete 1935 ein 14 Jahre zählendes Mädchen. In Car-bondale, Illinois, heiratete ein blinder, 45 Jahre alter Pastor ein elfjähriges Mädchen. Und eine Mary Thomson, Birmingham. Ala bama, trat ebenfalls im Alter von 11 Jahren in die Ehe und bekam ein Jahr später r— eine lebende Puppe. Bor Ser Entrebue Muffolini-Dr. Schuschnigg tie&trra'thunotn nicht zu erwarten / Oesterreich als Zwischenglied zwischen Ztaiien und Deutschland / Die künftige Mission Oesterreichs in der italienischen Konzeption MUSSOLINI. R o m, 21. April. Am Vorabend der Zusammenkunft Mussolini — Dr. Schuschnigg werden sowohl in politischen als auch in diplomatischen Kreisen die Möglichkeiten und Aussichten dieser Entrevue erwogen. Nach der Schreibweise der italienischen Blätter zu urteilen, hat es keineswegs den Anschein, daß man italienischerseits dieser Konferenz eine übermäßige Bedeutung zuschrei ben würde. Schon die anstrengenden Vor bereitungen für die Zusammenkunft der beiden Staatsmänner zeigen, daß das Interesse Italiens, Oesterreich irgendwie zu beruhigen, merklich gesunken ist. Man verhehlt es in Rom ganz und gar nicht, daß die italienisch-österreichischen Beziehungen durch die Schaffung der politischen Achse Rom-Berlin eine grundlegende Veränderung gefunden haben. Italiens Interessen liegen heute im Mittelmeer, in Afrika, in den Dardanellen usw. Inzwischen ist auch die Aufteilung des mitteleuropäischen und südosteuropäischen Raumes in die Interessenzonen Italiens und Deutschlands erfolgt. Man hat den Eindruck, daß Mussolini dem österreichischen Bundeskanzler nahelegen wird, Oesterreich möge fürderhin die Rol le einer neutralen Zone zwischen Deutsch land und Italien abgeben. Auch die Frage der Staatsform Oesterreichs ist nach italienischer Ansicht unter den Auspizien des deutsch-italienischen Verhältnisses nicht aktuell. Pari s, 21. April. Der römische Korrespondent des »T e m p s«, Gentison, schreibt, Italien werde sich bemühen, eine engere Freundschaft zwischen Oesterreich und Jugoslawien anzubahnen. Diese Freundschaft soll dann durch einen jugoslawisch-ungarischen Pakt ergänzt werden. Wenn sich irgendjemand darüber ärgert, daß Jugoslawien der Freund ebenso Deutschlands wie Italiens sein muß, dann möge er wissen, daß es keinen SCHUSCHNIGG. einzigen Donaustaat gibt, der eine Politik betreiben könnte, die gegen Deutschland oder gegen Italien gerichtet wäre. Das weitere Ziel Italiens sei der Pakt mit Rumänien, denn Italien strebe darnach, über den Balkan Getreide, Petroleum, Vieh usw. zu beziehen für den Fall, daß die Meerengen von Gibraltar und Suez gesperrt würden. Gentison schließt seine Ausführungen mit dem Hinweis dar auf, daß keinesfalls mit einer Lockerung der politischen Achse Rom-Berlin zu rech nen sei, im Gegenteil mit ihrer Festigung. einer Kammer des Bootes befinden sich v.er Lederkoffer für Kleidung und sonstige Utensilien. In dem Küchenraum des Bootes stutzet man erstklassiges Eßbesteck sowie Tassen aus tschechoslowakischem Porzellan. Das ] Meter lange Motorboot wird in einem Sou derwagen nach, Bukarest befördert. Teilnahme Erzherzog Albrechts am rstw-1 meeting in Südamerika. B u d a p e st, 21. April. Erzherzog Albrecht, von dem bekannt ist, daß er an iter Forschungsexpedition im Amazonas- Stromgebiet teilnehmen wirb, wird sich anfangs Juni nach Südamerika begeben, um auch an dem südamerikanischen Flugmeenug teilzunehmen. Generalprobe der KrönungsfeierUchkciR«- L o n b o n, 21. April. (TR.) Gestern fand in der Westminsterabtei eine Generalprobe für die Krönungsfeierlichkeiten fta^-Die Rolle der Königin übernahm die Schuster des Duke of Norfolk, der mit der Organisation bei: Krönungsfeierlichkeiten betraut wurde. KönigGeorg der Sechste besuchte gestern die alte, bekannte Juwelenfirma Haggard in Bondstreet, die mit der Reparatur der Königskrone betraut wurde. Der König FLl’ biertc die Krone gestern an. Die Gattin erschossen. B u d a p c st, 21. April. (TR.) Aus Ri' regyhaza wird gemeldet, daß dort der 26-jährige stellungslose Beamte Michael Balu leine Frau mit einem Flaubcrtgewchr erschossen hat. Das Projektil drang der Fra" in die Leber. Die. Aerzte versuchten, sie durch eine Bluttransfusion zu retten, doch stari' sie noch während der Behandlung. Balu' stellte sich selbst der Gendarmerie und gestand, den Mord vorbereitet zu haben, weu seine von ihm getrennte Frau beim Gerichf die Erhöhung der Alimentation von 30 a'-st 70 Pengö beantragt hatte. Diesem Anschuai konnte er nicht Folge leisten, daher habe c’ seine Frau lieber umgebracht. .Hauseirrsturz in Budapest. B u d a p e st, 21. April. (TR.) Gestern abends stürzte in einer Borstadt von Budapest der dritte Stock eines im Bau bcsist0' lichen Hauses zusammen. Durch das reicht des herabstürzenden Baumaterial-brachen auch die unteren Stockwerke völlig in sich zusammen, fodaß von dem Haus IlH‘ noch die Mauern des Erdgeschosses stehen, u Arbeiter, die dort beschäftigt waren, konnten sich retten, während ein fünfter mit in Tiefe gerissen und in hoffnungslosem bu' stand ins Spital gebracht wurde. Das kleinste Buch der Welt. B u k a r e st, 21..April. Hier ist ^ kleinste Buch der Welt hergestellt worde-Das Werk mißt 14 Quadratmillimeter, cst.' hält aber trotzdem die gesamte rumänllw Verfassung und ein Bild König Carols Das Buch hat die Größe einer normten Kafeebohne und soll mit anderen rumaU^ schon Erzeugnissen auf der Pariser SSettau-' stellung gezeigt werden. Heilmittel gegen Sitzstreiker. Die „Sitzstreiker", die in Nerhey in sylvania (USA) eine Schokoladefabrifi setzt hielten, erhielten eine handgrwmt Belehrung darüber, daß diese Art, nnngsv erschiödenheiten über das Fr*-!iich Verhältnis auszutragen, volkswirtschall , höchst anfechtbar ist. Die Bauern dw' . -gcgend wurden empfindlich daidurch 9e fen, daß die Schokolatzefabrik ihnen tust des Streiks keine Milch mehr abney- ^ konnte. Sie zogen also geschlossen vor : Fabrik und trieben mit Fäusten und 3 . peln die Sitzstreiker heraus. Das hat 9^ r, fen. Am nächsten Tage wurde der Bc wieder ausgenommen. Leuchtstäbe für Blinde. ^ Der Weltkrieg hak 15.000 _ Kriegsbl"!..' hinterlassen. Damit wurde die Sovge .^^ diese besonders hart Betroffenen ein ~ . gendes Problem. Man isoliert heute ja *‘l mehr den Blinden wie in früheren Sc M sondern man bemüht sich im_ Gegen ic:, r instand zu setzen, daß er seinen norm , Platz im Arbeitsleben und in den IDItll‘b t Beziehungen der Menschen einnehmen ‘ n Der Blinde muß sich dann aber auch den Straßen möglichst sicher bewogen -nat. Wir haben die Blindenhunde, SPSS Vo!msch-sow;sttuMche Spannung Warschau infolge neuer Komintern Umtriebe beunruhigt. W a r s c h a u, 21. April. Wie die poi irischen Blätter berichten, hat die Moskauer Komintern einen neuen Anschlag gegen den polnischen Staat ersonnen, in einer der letzten Sitzungen wurde lämlich beschlossen, große Geldsummen für die Organisation und Bewaffnung kommunistischer Sturmtrupps in polnischen Städten auszugeben. Als Or--anisationszentrum wurde Prag auser-;ehen. Die Prager Filiale der Komintern erhielt ferner den Auftrag, kommunistisches Werbematerial für Polen in grölen Mengen herzustellen. Auch der Schmuggel von Waffen aus der Tschechoslowakei ist in dem Plan vorgese- Um nicht Zeugin zu feilt ♦ . hs einem Brief der Frau Jagodas. — Sie prophezeit den Sturz Stalins. W a r s c h a u, 21. April. Polnischen olitischen Agenten ist der Inhalt des Briefes bekannt geworden, den Katharina A u e r b a c h, die Lebensgefährtin J a g o d a s, vor ihrem Selbstmord geschrieben hat. Die Verfasserin war seinerzeit Staatsanwalt im Tribunal der Sowjetunion. In dem Briefe verweist sie darauf, daß Stalin für die Taten Jagodas längst schon gewußt, sich aber erst jetzt daran erinnert habe. Jagoda habe dies alles getan, um die Verbrechen der Machthaber zu tarnen. Diese Elemente — schreibt sie — haben nur eine Sorge: mit kaltem Zynismus jeden Menschen wegzuräumen, der ihnen gefährlich erscheint. Ihre Stunde wird aber schlagen. Ich nehme mir das Leben, um nicht Zusehen zu müssen, wie alles, woran ich mitgearbeitet habe, in einem Meer von Kot und Blut untergehen wird, damit ich nicht Zeugin des Zusammenbruches des Sowjetsystems sein werde, welches Stalin selbst untergräbt.« Oberst Beck in Bukarest Polen treibt einen Keil zwischen Rumänien und Sowjetrußland Der Zweck des Besuches in Bukarest Bukarest, 21. April. Morgen, Donnerstag, trifft der polnische Außenminister Josef Beck mit Gemahlin zu einem drei Tage dauernden offiziellen Besuch in der rumänischen Hauptstadt ein. Oberst Beck wird vom König in Audienz empfangen werden und Besprechungen mit dem Ministerpräsidenten Tata-resen und dem Außenminister Antone s c u führen. In eingeweihten Kreisen will man wissen, daß dieser Besuch weniger darauf abzielt, die ohnehin bestehenden guten Vwtestbewegung gegen ö;e Streiks in Qimerifß mm ,, * ■ i ^ 0 ^ tL—' m _ WüHfirHEMHEY Beziehungen zwischen Polen und Rumänien zu befestigen, sondern eher darauf gerichtet ist, von der rumänischen Regierung die dauerhafte Zusicherung zu gewinnen, daß Rumänien mit Sowjetrußland keine Bündnisverpflichtungen einge-hen wird. Polen interessiert sich dafür, daß Rumänien für den Fall einer Kon-flagration nicht Uebergangs- und Durchzugsgebiet für die Rote Armee werde. Dasselbe gilt für die Ueberfliegung rumänischen Territoriums. Alle Anzeichen sprechen dafür, daß Beck Glück haben wird, da auch Rumänien — in voller Abkehr von der Politik Titulescus — eine selbständige Politik betreiben will. Abkommen zwischen Türkei und Iran. Anka r a, 21. April. Zwischen der Türkei und Iran ist ein Abkommen zustande gekommen, durch das die beiderseitigen 'Grenzen gesichert werden. Das Abkommen sieht auch Maßnahmen über die gegenseitige Rechtshilfe, den wechselseitigen Aufenthalt der Staatsangehörigen sowie die Errichtung von Eisenbahn- und Zollstationen und gemeinsame Aktionen im Falle der Gefährdung der Grenzen vor. Eine Kundgebung von Streikgegnern in den Straßen von Hershey (USA), die gegen den Streik in einer Schokoladenfabrik protestierten. Dabei kam es zwischen den Streikenden, Farmern und anderen Arbeitswilligen zu blutigen Zusammenstößen. (Scherl-Bilderdienst-M) Dr. HodLa schenkt Kronprinz Michael ein Motorboot. Prag, 21. April. Ministerpräsident Dr. H o d L a hat dem Kronprinzen Michael von Rumänien ein modern ausgestattetes Mo--torboot zum Geschenk gemacht. Das Boot wurde bei den Skodawerken hergestellt. Es besitzt einen Sechszylindermotor, einen Radioapparat mit 6 Röhren und kann eine Stundengeschwindigkeit von 69 km en'wik-fcln. Das Boot fit luxuriös ausgvstattet. In ______________________________________________ 3 Propaganda vorgenommen. Unter den Verhafteten befinden sich Rechtsanwalt Bora Prodanovič, Rechtsanwalt Dr. Radoje Vukčevič, der Schriftsteller Milan B o g d a n o v i č, der Arzt Dr. M i j a t o v i č und der Journalist Dr. Otto Krstanovič. i. Vier amerikanische Farmen und einen Wolkenkratzer in Chicago hat der im Jahre 1912 ausgewanderte und in Amerika verstorbene Stefan B e n a k nach Zeitungsberichten seinen vier Brüdern hin terlassen, die als arme Kleinbauern bei Sombor leben. i. Lebende Fackel. In Zagreb hat die 31jährige Lehrerin Mira Havranek in ihrer Wohnung den Samowar in Aktion gesetzt, um ihrer Freundin eine Schale Tee zu kochen. Hiebei ergoß sich der Brennspiritus auf ihre Kleider und sie stand plötzlich in Flammen. Auf der der- Frekkag, Ben 23. AM 1937 Gin Nationalsozialist in der Wiener Negierung? Sensationelle Ankündigungen der Turiner „Stampa" „Maribover ZeKung" Nummer 92. ELIDA WEISSER FLIEDER berauschend im Duft — schneeweiß in-ider Fathe klugen Gefährten der des Augenlichts Beraubten. Aber man sieht immer wieder auch Minde, die sich aus der Straße mit nachtwandlerischer Sicherheit ohne die Hilfe eines Führerhundes Hindurchtasten, wahrscheinlich allerdings wohl nur auf Wegstrecken, die ihnen vertraut sind. Man hat ihnen vor Jahren bereits einen weißen Stock in die Hand gegeben, der den anderen Straßenbenuhern auffällt und ihnen an» Uigt, daß hier ein besonderer Rücksicht bedürftiger Mensch kommt. In England ist wem jetzt dazu übergegangen, diese Stöcke wit einem phosphoreszierenden Anstrich zu dersehen, sodaß sie in der Dunkelheit leuchten und auch dann als Schutzsignal für den Minden wirken. 4ns Mm Itämä HWIIIW—M—I >. Ministerpräsident Dr. Milan Stojadi- novič hat in seinem Kabinett am 21. d. M. den polnischen Gesandten D e m -b i c k i empfangen. „ >. Hochschulnachricht. Erzbischof Dr. ^nrič hat den Katecheten am Mädchen-Symnasium in Sarajevo, Dr. G r a č a -l1 i n, zum Privatdozenten für Fundamen-faltheorie an der theologischen Fakultät si1 Zagreb vorgeschlagen und damit seine Ernennung erwirkt. , '• Adam Pribičevič bei Dr. Maček. Der bekannte Politiker Adam Pribičevič •fatte am 21. d. M. eine längere Unterre-pvg mit Dr. Vladko Maček. Die Un-®rredung bezog sich auf wichtige Orga-nisationsfragen der Bäuerlich-demokrati-Schen Koalition. '• Adolf Hitlers Geburtstag in Dubrov- J* gefeiert. Die in Dubrovnik weilenden f^ichsdeutschen haben sich am 20. d. M. u einem gemeinsamen Abendessen ein-wunden, in dessen Verlaufe durch eine p6,he von begeisterten Trinksprüchen die ^eude über den Geburtstag des Führers nd Reichskanzlers Hitler zum Ausdruck ^Wommen ist. In Dubrovnik zählt man )Cgenwärtig 200 Reichsdeutsche. kGriechischer Gelehrter in Beograd. jJr Professor der Saloniker Universität (ar- Michael Laskaris wird am Frei-j. 8 im Französischen Klub in Beograd q pr das Thema »Karadjordje und die r'echen« sprechen. v '• 1200 Schulkinder aus der Umgebung tj5|. Zagreb haben dieser Tage auf Ini-jav.[ye des Schulinspeldors Ludwig Kra-einer Sondervorstellung der Oper j^.. rinjski« in Zagreb beigewohnt. Die hört * d‘e zum ers*en Male eine Oper Be ?> waren so begeistert, daß sich die ch^'sterung auf die Solisten, den Chor, Und und den Dirigenten übertrug .»den spontanen Beifall auch auf der äeren Seite« auslöste. Se',.Der älteste Slawonler. In Djakovski 1 bei Djakovo lebt der Landwirt Josef l05en- der bereits das hohe Alter von höm -ren ^reicht hat, in geistiger und s6j^er*icher Frische. Der Mann erzählt gen ^erne‘ aus seinen Jugenderinnerun- ca' )Frem.denverkehrsziffem aus Crikveni- Ausiy Cr,‘kvenica werden schon jetzt 300 2oq nder als Badegäste gezählt, darunter “wchsdeutsche. we|t ^elt0rdfischfang in Dalmatien. Un- fisc^ v°n Split wurden 10 Waggons Edel-Sn h'jefangen. Den größten Anteil dar-K0n„ n die Fischer der Insel Vis. Den Hin 3e'Vcnfabriken wurde "die Ausbeute t)ie Dinar pro Kilogramm verkauft, jafischer versprechen sich heuer mäßige Fischbeuten. S|av ^pubmord in Sibinj. In Sibinj bei L o J °d wurde die 70jährige Juliana War e g o v i č, die einst in Amerika se z nd im Rufe stand, große Ersparnissen] ritzen, in ihrem Kuhstall von Niorfl unbekannten Täter bestialisch ersieh ihre jüngere Verwandte befand Nphr, s? jene kritische Zeit in der Wohnte,!, er Täter fand kein Geld bei der Xj,’,aber auch nicht den Mut, in das Xl p aus einzudringen, da er sich in die laste "lit einem neuen Mord hätte Unter £ uiUssen. Zwei Personen wurden j . utverdacht verhaftet. verbogen kommunistischer Propaganda dunge e • in Beograd wurden Blättermel-tuhgen zufolge zahlreiche Verhaf-Wegen kommunistischer illegaler Rom, 21. April. Die »S t a m p a« veröffentlicht einen aus Wien datierten Bericht über die Entrevue in Venedig. Unter anderem heißt es im Bericht, daß Mussolini und Dr. S c h u s c litt i g g die deutsch-österreichischen Be Ziehungen überprüfen würden, wie sie sich nach dem deutsch-österreichischen Abkommen vom 11. Juni 1936 entwickelten. Die österreichische Regierung steht nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die nationalsozialistische Propaganda in Oesterreich bekämpft werden müsse. Das Wirtschaftsproblem zwischen Berlin und Wien sei gelöst, nicht aber auch SR e b a I, 21. April. Bei Vorführung von Filmen in einer Schule in dem unweit der estnischen und lettischen Grenze gelegenen Flecken Killinginömme (Kreis Pernau), zu der sich etwa 100 Schulkinder emgefunden hatten, sing der Filmstreifen Feuer. Unter den Kindern entstand eine furchtbare Panik. Der Lehrer wies sie an, sich auf den Boden zu werfen. Statt dessen liefen viele Kinder direkt ins Feuer hinein, zumal der Borführungsapparat gerade an der Tür Ausstellung gefunden hatte. Mehrere Kinder sprangen aus dem im zweiten Stockiverk gelegenen Saal auf die Straße. Der ersten Explosion folgten _nach einiger Zeit zwei weitere und der Saal stand bald in Hellen Flammen. • Zwei Mädchen sind verbrannt, zwei weitere Kinder erlagen ihren Verletzungen im Krankenhaus von Pernau, wohin 19 Kinder mit schweren Brandwunden gebracht worden sind; davon schweben zehn in Lebensgefahr. Reval, 21. April. Zu dem entsetzlichen Unglück bei einer Filmvorführung in der Schule vonKillinginömme bei Pernau wird noch gemeldet: Eine Filmrolle geriet in matologischen Klinik wurde ihr zwar sofortige Hilfe zuteil, doch iSt die Frau ihren Verletzungen erlegen. die Probleme der Kulturbeziehungen und des Fremdenverkehrs. Die Wiener Regierung behauptet, man könne sehr schwer unterscheiden zwischen der Tätigkeit der NSDAP und der Reichsregierung. Es bestehe aber die Hoffnung, daß durch die baldige Ernennung eines Nationalsozialisten zum Bundesminister eine Klärung des Horizonts erfolgen werde. Das Blatt spricht schließlich die An sicht aus, daß Bundeskanzler Doktor Schuschnigg in der Frage der österreichischen Staatsform für keine Abenteuerpolitik zu haben sein werde. Brand, weil anscheinend der Borführungsapparat defekt war. Es erfolgte eine Explosion. Eine riesige Stichflamme entzündete sieben andere Filmrollen. Das Feuer sprang schnell auf andere Gegenstände über. Im Nu standen die holzgetäfelten Wände der Aula, in der die Vorführung stattfand, in Flammen. Unter den Kindern, die sich zum einzigen Ausgang des Saales drängten, ent stand ein wilde Panik. Lehrer und Lehrerinnen, die die Kinder zu beruhigen versuchten, wurden von den Schreien der Verletzten übertönt und konnten nicht verhindern, daß zahlreiche Kinder niedergelrampelt wurden. Fünf verkohlte Leichen wurden nach Löschung des Brandes in der Aula geborgen. Unter den achtzig Verletzten befinden sich zehn Schwerversetzte, die kaum mit dem Leben dwvonkommen dürften. Der Bettler. Bor der Tür steht ein Bettler. Die Köchin baut sich breit auf. „Sie kommen, um zu betteln?" — Der Bettler brummt: „Glauben Sie vielleicht, ich will um Ihre Hand anhalten?" Hortenses verschwundenes Diadem Aus W i e n wird berichtet: SchmeicH lerisch tönt der Name Hortense über Jahrhunderte zu uns herüber. Er erinnert an die schöne und galante Hortense Barre, der zu Ehren der französische Forscher Commerson eine von ihm aus China mitgebrachte exotische Pflanze »Hortensia« nannte. Kaum ein Balkon, den das zarte Lila nicht zierte, den Namen seiner Taufpatin hat aber kein heutiger Mensch im Gedächtnis. Aber wissen die Wiener, für die der Prozeß um das Hortensia-Diadem heute das Tagesgespräch bildet, viel mehr von jener nicht minder amoureusen Königin, die den kostbaren Schmuck als erste ihr eigen nannte? Königin Hortense trug das Diadem, das ihr ihr großer Stiefvater Napoleon I. zum Geschenk machte, als er sie durch die Heirat mit seinem Bruder Ludwig zur Landesmutter der Holländer beförderte, ßie schenkte der Welt noch bedeutende Männer, wie den dritten Napoleon und den Herzog von Morny, ohne daß die Frage der Vaterschaft je gelöst worden wäre. Nimmt es da Wunder, daß auch ihr Krönungsdiadem von Geheimnissen umwittert bleibt und bleiben soll? Dieses königliche Stück hat seinen Aufenthalt in höchsten Sphären bewahrt. Durch Erbschaft sind die Habsburger in seinen Besitz gekommen. Erzherzog Rainer schenkte es vor dreißig Jahren dem Erzherzog Leopold Salvator. Damals schätzte der Hofjuwelier Köchert das Diadem, das aus Goldblättern mit SOOkarätigen Diamanten und fünf in Silber gefaßten Hortensien bestand, auf 150.000 Goldkronen. Prozeßgegner sind heute die Witwe des Erzherzogs Leopold Salvator, Erzherzogin-Bianca und ein ehemaliger Hauptmann Josef v. K o r w i n der wahre Hauptgegner ist aber der Finanzmann Sigmund Bose!, Wie in so vielen Pro zessen ist auch hier nicht so sehr das Kriminalistische der eigentliche Reiz, sondern die Persönlichkeiten. Die Erzherzogin ist heute eine Greisin. Eigenartig ist ihre Behandlung vor Gericht. Der Vorsitzende sagt einfach: gnädige Frau, der Staatsanwalt tituliert sie abwechselnd: kaiserliche Hoheit oder Frau Erzherzogin. Leopold Salvator weiland hätte sich ja das Recht auf einen bürgerlichen Namen wohl erworben gehabt. Als Gemüsegroßhändler wird ihn die Wirtschaftsgeschichte des Weltkrieges nennen. Und der Umsturz von 1918 veranlaßte ihn, unter spanischer Sonne das Geschäft wieder aufzunehmen. Hier setzt das Kriminalistische ein. Den der Gemüsehandel der von Barcelona mit der Firma »Omnia« betrieben wurde, zog die anderen Prozeßbeteiligten in den Kreis um das Diadem. Sigmund Bosel war Gesellschafter der Firma. Josef von Korwin ihr Vertreter. Aus Sicherheitsgründen ließ die Erzherzogin den Schmuck durch Korwin im Jahre 1919 von Barcelona nach Wien bringen. Und nun beginnt ein Kapitel, das einem Detektivroman Ehre bereiten würde. Ueberbringer des Diadems war der alte Hauslehrer der erzherzoglichen Familie Stepanek. Er hatte eine schriftliche Vollmacht Biancas, den Schmuck dem Hauptmann a. D. Korwin zu übergeben. Korwin und sein Geschäftsteilha-bfer von Spanien her, der Italiener Daniele, erklärten, daß die »Omnia« geschäftliche Deckung verlange, für die Zwei Milliarden Kursverluste in Vrag Ein schwarzer Tag in der Prager Börse / Ernste Lage / Man erwartet die Intervention der Regierung Pr a g, 21. April. Die rapide Baissebewegung, die vor einigen Tagen eingesetzt hat, wirkte sich auch heute aus. Es ist dies die Folge der spekulativ erhöhten Kurse in den letzten Monaten. Einzelne Kurse sanken um 10 bis 40 Prozent und bei den schweren Papieren war es keine Seltenheit, daß ihr Kurs um 500 Kronen pro Stück sank. Leichtere Papiere konnten überhaupt nicht abgesetzt werden. Noch viel größer sind die Verluste im außerbörslichen Verkehr. Viele Leute, insbesondere kleinere Besitzer von Werten, haben über die Nacht ihr Vermögen ver- loren und sind zu Bettlern geworden. Man rechnet, daß die Kursverluste mehr als 2 Milliarden Tschechokronen ausmachen. Die Börse hat sich heute mittags ein wenig erholt, doch ist der Zustand noch immer ernst und man erwartet die Intervention der Regierung. Wien, 21. April. Die Wiener Börse stand heute unter dem Eindruck der Prager Ereignisse und brachte dies eine Senkung der Kurse bei den meisten Papieren mit sich. Alpine Montan endigten mit 2.30 8 unter dem gestrigen Kurs.. Kinosaal in Flammen Schreckliches Unglück bei einer Filmvorführung in Estland / Zahlreiche Kinder tödlich verunglückt das Diadem herhalten müsse und daß es deshalb beim spanischen Konsulat in Wien (wir sind, wohlgemerkt, noch in der Zeit König Alfonsos von Spanien) hinterlegt werden sollte. Auf einen weiteren Kredit der »Omnia« hin wurde das Diadem im Dorotheum verpfändet und der Versatzschein der »Omnia« übergeben. Der Erzherzogin aber wurde nach Barcelona gemeldet, ihr Eigentum ruhe in sicherer Hut des Beichtvaters der spanischen Botschaft in Wien. Der Padre, Don Diego de Lastras, hatte auch tatsächlich einen Gegenstand in Verwah rung bekommen, nämlich eine mit wertlosen Gegenständen gefüllte, versiegelte Schachtel. Der Versatschein des Doro-theurns hingegen wurde am 17. Juli 1920 präsentiert und das verfallene Pfand versteigert. Aus diesem Grunde richtete sich, als der Betrug mit dem spanischen Priester offenbar wurde, der Verdacht empor, das Ganze wäre eine Schiebung gewesen, um Bosel das Diadem billig zu verschaffen. In der Verhandlung stand Aussage ge gen Aussage. Beteuerte Korwin — der übrigens Jahre hindurch verschollen war und erst im vorigen Jahr in Wien auf der Durchreise verhaftet wurde — einwandfreie Vollmacht des erzherzoglichen Paares besessen zu haben, so erklärte Erzherzogin Bianca vor Gericht, daß der Schmuck als Familienbesitz überhaupt unverkäuflich war und daß sie nie jemanden zum Verkauf oder zur Verpfändung ermächtigt hätte. Erwuchs Korwin eine Helferin in der 75jährigen Markgräfin Pallavicini, die von der Erzherzogin eine Aeußerung mitteilte, die Ko'rwins Angaben bestätigte, so erklärte Bianca das für ein Mißverständnis. Geht aus einer vorgebrachten angeblichen Tagebuchaufzeichnung Leopold Salvators hervor, daß er Korwin und Daniele für ein Gaunerpaar hielt und den Verdacht aussprach, als wäre der bei einer Autofahrt in Italien ums Leben gekommene Daniele Opfer eines Verbre chens geworden, so erinnert sich dafür eine andere Zeugin, höchst anerkennende Worte des alten Erzherzogs über Korwin gehört zu haben. Aber Bosel? Aber das Diadem? Wo ist denn von ihnen die Rede? Der einstmalige Finanzkönig sitzt bekanntlich in Haft wegen falscher Angaben über sein Vermögen. Welche Rolle er gegenüber Korwin gespielt hat, darauf fallen nur spärliche Blitzlichter. So spricht ein Zeuge davon, daß bei einer Besichtigung des der »Omnia« als Deckung für ihre Kredite angebotenen Diadems ein Mann mit gierigen Blicken das wundervolle Schaustück betrachtet hätte. »Das ist der Bosel!« ruft der von seinem eigenen Scharfblick begeisterte Staatsanwalt aus. Oder in irgendwelchen Briefen taucht ein Name »Boselli« auf. Aha, heißt es, die »Tarnung« für Bosel. Man weiß einstweilen nur, daß bei der Versteigerung im Dorotheum ein »jüngerer Mann von südländischem Aussehen«, das Diadem erworben haben soll. Wes Nanu’ und Art er war, darüber existieren keine Aufzeichnungen. Die kostbare Trophäe ist und bleibt verschwunden. Der. Prozeß Korwin dürfte kaum darüber Aufklärung bringen. Aber vielleicht wird er die Bahn freimachen, und weitere Nachforschungen in Sachen »Habsburg contra Bosel« anzustellen. Montag abend wurde das Urteil gesprochen. Der frühere Hauptmann Korwin wurde des Verbrechens der Veruntreuung des Diadems schuldig erkannt und zu einem Jahr einfachen Kerkers verurteilt. Die Urteilsbegründung beruft sich in erster Linie auf die dem Gericht glaubwürdig erschienene Aussage der Erzherzogin Bianca, daß Korwin nicht ermächtigt gewesen sei, das Diadem zu verpfänden. Die persönlichen Ansprüche der Erzherzogin wurden auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Paradox ist ... »citri man feinen eisernen Bestand versilbert; «wenn ein sideles Huhn Hahn im Kordo ist; wenn man von ungetansten Weinen selig wird. Ursache und Wirkung. Sie: „Unglaublich! Aus der Reise lehren Ehering zu verlieren!" — Er: „Das wäre nicht passiert, hättest du das Loch >n der Westentasche zugenäht Aus Stadt mhüUmeCtm HMer-Feier „inoffiziell" m RadkerSdmg Der Sirenenalarm der Radkersburger Nationalsozialisten Die österreichische Grenzstadt R a d -kersburg hatte am 20. d. M., dem Geburtstag des deutschen Reichskanzlers Adolf Hitler, ihre nicht geringe Sensation. Punkt 4 Uhr früh begann die auf dem Rathausturm zu Feueralarmzwecken montierte elektrische Sirene zu heulen. Die Sirene heulte volle 15 Minuten und hatte dieser Alarm zur Folge, daß auch in Gornja Radgona mit der Kirchenglocke das Feuersignal gegeben wurde. Der Grenz bevölkerung bemächtigte sich große Angst wegen eines etwaigen Großfeuers. Die Feuerwehrleute von Gornja Radgona eilten mit ihrem Löschauto über die Grenzbrücke nach Radkersburg, wo sie sehr bald in Erfahrung brachten, worum cs sich eigentlich handelt, da von einem Feuer nirgends etwas zu sehen war. Den Sirenenalarm verursachten nämlich die politischen Anhänger Hitlers, die vom Turm des Stadtkinos gleichzeitig eine riesige Hakenkreuzfahne entrollt hatten aus Anlaß des Geburtstages des deutschen Reichskanzlers. In Radkersburg, Laafeld, Sicheldorf und anderen Umgebungsorten fand man eine Menge von kleinen Hakenkreuzfänchen verstreut. Der »Feueralarm« hat demnach sehr bald seine Klärung gefunden. Die Oesterreichi-schen Organe haben eine Reihe von Verhaf tungen aus den Reihen der Nationalsozialisten vorgenommen. Donnerstag, öen 22. April ter erfolgreich tätige Regisseur und Dw-steller Rade P r e g a r c, der erst kürzlich mit einem Erstlingsdrama auch als Schriftsteller großen Erfolg erzielt hatte, eine ehrende Berufung aus Italien erhielt-Pregare wurde von den Theaterintendah-zen in Rom und Bologna ersucht, die Regie jugoslawischer Autoren, die dort zu Aufführung gelangen sollen, zu übernehmen. Zum ersten Male werden Ivo V o 1" novic und Milan B e g o v i c ah italienischen Bühnen in der Regie eines jugoslawischen Regisseurs als Manifesta tion des jugoslawisch-italienischen Kultur austausches über die Bretter gehen. Rade Pregare war vor Jahren Regi5' s e u r am M a r i b o r e r Theater. Zum Tode des Ehrenbürgers Zedmer Wie bereits kurz erwähnt, ist dieser Tage der seinerzeitige Kellermeister und Gastwirt Herr Johann Z e ch n e r im hohen Alter von 95 Jahren gestorben. Der Dahingeschie-ifcene war neben dem Gründer der Rettungsabteilung unserer Feuerwehr, Sanitätsrat Dr. U r b a e ze k, der älteste Vertreter der Draustadt und mußte wohl als zweitältester Mariborer Bürger angesvrochen werden. Der Verstorbene war aus Politschberg bei Radkersburg gebürtig und kam im Iah re 1860 nach Maribor, wo er sich ständig niederließ. Volle 20 Jahre war er in der Brauerei Tscheligi beschäftigt, zuletzt als Kellermeister. Dann wandte er sich dem Gastgewerbe zu und betätigte sich säst drei Jahrzehnte lang als „Sternwirt" in der Koroška cesta; in hohem Ansehen stand er auch als Sachverständiger in der Weinbran che. Der verstorbene Zechner war ein eifriger Verfechter des Gedankens, als Fortsetzung der Strma ulica einen Steg über die Drau zu bauen, und stiftete einen großen Betrag für diesen Zweck. Der Dahingeschie-beite wirkte viele Jahre auch als Armenvater in der Kärntervorstadt und erhielt un ter Bürgermeister Dr. Nagy im Jahre^895 die Urkunde als Ehrenbürger der Stadt Maribor. Vor 20 Jahren zog sich der .hochbetagte ins Privatleben zurück und verbrachte den Lebensabend größtenteils in seinem Hause in der Orožnova ulica, von seiner Tochter Frau A n n a Hoppe und seiner Enkelin W i I m a Hoppe betreut. Die Bevölkerung der Draustadt wird dem Heimgegangenen Ehrenbürger ein treues Andenken bewahren! Die zugoslawifchen Ochsen weniger intelligent! Mit dieser Behauptung hatte sich dieser Tage ein Bezirksgericht gleich hinter unserer nördlichen Staatsgrenze zu beschäftigen, mit ihr befassen sich auch einige österreichische und auch jugoslawische Blätter, denen wir diese interessante Feststellung entnehmen. Unlängst entdeckte ein öesterretch'.scher Gen darin an der Grenze im frischen Schnee die Spuren von zwei Rindern und eines Treibers. Die Sache kam ihm verdächtig vor, und er witterte gleich Schmuggel. Das Auge des Gesetzes ging den Spuren nach und betrat würdevoll den Stall des Besitzers, wo die Fußstapsen aufhörten. Sofort bezeichnte der Gendarm zwei der dort untergebrachten Ochsen als Diebs.gut und Schmuggelware. Es stimmte zufälligerweise, aber wie kam der Mann darauf? Bei Gericht erklärte der Gendarm, bei seinem nächtlichen Betreten hätten sich alle Ochsen und Kühe sofort erhoben und hätten ihn ehrfurchtsvoll angeglotzt. Nur zwei Ochsten blieben ruhig wciterliegen und kümmer- ten sich gar nicht um die Amtsperson. Nun hätten die vsterrreichischcn Organe jeden Augenblick entlang der Staatsgrenze in den Ställen zu tun, da immer wieder Rinder aus Jugoslawien über die Grenze geschmug gelt werden und sich daunter auch Diebsgut befindet. Die Tiere seien mit dem Erscheinen der Organe bereits vertraut und stehen gewohnheitsmäßig sofort auf, da sie wieder eine genaue Besichtigung vermuten. Die hei mischen Ochsen hätten sich sofort ehrfurchtsvoll . erhoben, als eine uniformierte Person den Stall betrat, außer zweien, die jedenfalls von den Gepflogenheiten in den österreichischen Ställen keine Ahnung hatten und auch mit den ihnen fremden Uniformen nicht vertraut waren. Also waren es Fremde, jugoslawische Vertreter der Ochsenklasse und somit das gesuchte Diebs- und Schmuggelgilt. Der Richter mußte dem Gendärmen recht geben und erachtete den Beweis als erbracht, daß die jugoslawischen Ochsen weniger intelligent sind als die österreichischen, vor allem aber nicht in dem Maße diszipliniert wie ihre Kollegen in der Nachbarrepublik. Lehn Jahre Handelsakademie Jubiläums-Konzertobend im Thcatersaal. Die Mariborer Handelsakademie begeht heuer das Jubiläum ihres zehnjährigen Bestandes. Aus diesem Anlaß veranstalten die Schüler der Anstalt unter der Leitung des Dirigenten Prof. M i r I Montag, den.26. d. M. um 20 Uhr im Thcatersaal einen Kon zertabend. Das Protektorat über die Veranstaltung hat Bürgermeister Dr. J u v a n übernommen. Das reichhaltige Programm sieht Vorträge des Schülerchors vor, ferner Solovorträge der Schülerinnen Karoline Vauda und Olga K o ro 8 ec sowie der Absolventen dieser Anstalt Ladislaus Rakovec und Anna K o p i Č. Die Festrede hält der Schüler Miloš F o cf. Schließlich bringen die Handelsälademiker noch, Öehovs Einakter „Bär" zur Aufführung. Große Ehrung eines ehemaligen Mariborer Theaterregisseurs Rade Pregare nach Rom und Bologna, berufen. — Die jugoslawisch-italienische kulturelle Zusammenarbeit trägt Früchte Wie in unserem Blatte bereits berichtet, gestaltete sich das kürzlich in Zagreb von den dortigen Philharmonikern veranstaltete und von Adriano L u a 1 d i dirigierte Simphoniekonzert zu einer herrlichen Kundgebung jugoslawisch-italienischer kultureller Zusammenarbeit. Maestro Lualdi, nach Toscanini und Sabata Italiens größter Dirigent, dirigierte Werke von Oda k, Gotovac, Verdi und seine eigene A f r i k a-S u i t e. Nun kommt aus Sarajevo die Nachricht, daß der in Banjaluka am dortigen Thea- 6m. Konzert der Graphiker. Der Sänger/ chor des Buchdruckervereincs „Grap v u x a" veranstaltet Sonntag, den ?5. d. halb 16 Uhr im Saale des Gasthauses Rew Leich in Pobrežje ein selbständ ges Konzer. Die überaus abwechslungsreiche Vortrag-folge umfaßt Volkslieder und Kunstlieder jugoslawischer Autoren. nt. An der Volksuniversität spricht Freitag den 23. ö. der bedeutende Gesch'chÄd^ scher Univ.-Prof. Dr. K o s aus Ljubljan« über die geschichtliche«, Gestalten der „Grafen von CM". — Montag, de n26. d. folg ein Vortrag des Pfarrers J. A r n c } c über die Kärntner Slowenen. nt. E>ne Wasserleitung wird Heuer die Bana'«Verwaltung für das Dorf Z g o r n j 11 Ponikva bei Celje bauen. Die Platte sind bereits genehmigt worden. Die Kosten sind auf 208 000 Dinar veranschlagt. m. Nach Graz fährt der neue Luxus-Expreß des „Putnik" wiederum am 2. Mw-Fahrpreis samt Visum 100 Dinar. Annü -düngen im Reisebüro des „Putnik". nt. Heute, Donnerstag abends gibt das bekannte heimische Brandt- Trio, das stm auch außerhalb der Staatsgrenzen bere'-w einen Namen erworben hat, im Theater ew Konzert, dessen Programm Werke von S3ecr' hoven, Brahms und Dvorak ausfüllen. Preise von 22 Dinar abwärts. ui. „Putnik sorgt für alles . ." Während der letzten Grazer Fahrt des „Putnik" nst dem „Blauen Luxus-Expreß" wurde cl kleines krankes Kind von Unwohlsein &efa' len. Als der Autocar an der Staatsgrenp bei Zt. Jlj zwecks Revision Halt maost' mußte, trug der zufällig anwesende DTch tor des Mariborer „Putnik"-Büros Loos in seiner bekannt liebenswürdig^ und stets entgegenkommenden Art dafu-Sorge, daß in der „Putnik"-Expositur h der Staatsgrenze während, der Revision st.1' tens der jugoslawischen sowie der vsterren chischen Grenzorgane ein Tee gekocht war ' der das Kind bald wieder lebendig werde ließ. Die Fahrgäste waren davon aufs °S, genehmste berührt und allgemein hieß c-„Putnik sorgt fürwahr für alles!" m. Psingftausflüge des „Putnik". Das A? sebüro „Putnik" veranstaltet zu den h.cU ‘ gen Pfingstfeiertagen eine Reihe von Au carausflügen und zwar nach Rom (10 -E 2400 Dinar, nach Venedig (1 Tage) nach Paris (15 Tage), nach Crikvenica i Tage) 1200 und nach Rad (11 Tage) IpT Dinar, wobei alle Auslagen inbegrstl sind. Ferner ist auch ein Ausflug nach . Berg (Besichtigung der Grotte) und Görz vorgesehen. Der Fahrpreis stellt I' für diesen Ausflug auf 300 Dstiar. Anw-düngen sind an das Reisebüro „Putnik -ribor-Celje zu richten. m. Gewerbliche Lehrkurfe. Das Maribor^ Gewerbeförderungsreferat veranstaltet * den kommenden Wochen abermals inchr Lehrkurse für Handwerksmeister und Gw. fett, unter anderem einen Kurs für Mo -P ma'tik, getrennt für das Holzbearbeitung^ und Metallgewerbe und für die Bekleidung und Approvisionierungsgewerbe, ferner sterprüfungsvo rträge und mehrere Schn-' kurse für Kleidermacher, hievon zwei KUR mit einwöchiger und ein Kurs nt't fest), chiger Dauer. Die Interessenten wollen 1 unverzüglich beim Gewerbefördcruitgsreb Freitag fen 23. April 1937 „Stmöfrrcr Z-sftung" ühmtmet 36. Rechtzeitig Herz und Nerven schonen! . . darum KAFFEE HAB! Er ist coffeinfrei! tetrten in der hiesigen Bezirkshauptmann-IHast sckn-iftlich oder mündlich (Tel. 27-85) Melden, woselbst auch genauere Ausklärun-6en erteilt werden. Wer sich rechtzeitig an-vteldet, wird vorn Beginn des Kurses schrift ^'ch verständigt werden. . M. Im Burg-Tonkino werden künftighin l&en Samstag (um 14 Uhr) und Sonntag Wtt halb 11 Uhr) auserlesene amerikanische otjttte mit Schauspielern von Weltruf gezeigt werden. Die Vorführungen erfolgen Mm Teil int englischen Originaltext, zum ~e'I in deutscher Fassung. Für diese Vorstellungen wurden die Eintrittspreise auf 4.50, 6.50, 9 und 10 Dinar herabgesetzt, so '°QR sich jedermann die Filmvorführungen Zusehen kann. m. Vortrag für Witurienten der Lehrer-bildungsanstalt. Freitag, den 23. d. um 20 Ar spricht der Lehrer V r a n c im Ge-"Ade der 2. Knaben-Volksschule in der 'Razlagova ulica über die zeitgemäße Lehrer mtigkeit. 11 mvollzähligen Besuch wird gebeten. m. D>e Obduktion der Ktndeslejchc, die iststern vormittags aus einer Senkgrube iit terež:}o gezogen wurde, ergab, daß das Md vorzeitig und tot zur Welt gekommen >v«r. Auch, sind die Sachverständigen der -Meinung, daß die Leiche bereits vor 10 bis ^1 Tagen in die Grube geworfen worden war. Die Nachforschungen der Gendarmerie vach der Mutter blieben bisher ergebnislos. w. Festgenommenex Brandleger. In NemZnix wurde der 30jährige Besitzerssohn Johann Robnik festgenommen, der vor "vigen Tagen das elterliche Haus in Brand istflecft hatte. Robnik ist geständig. ui. Kinder spielen Theater. Sonntag nach uuttags bringen die Schülerinnen der 2. Aädchenvolksschule das Singspiel „Puppen im hiesigen Theater zur Aufführung. plötzlich das Gleichgewicht verlor und kopfüber in die 21h Meter tiefe Grube stürzte. Die Frau, die hiebei erhebliche Kopfverletzungen erlitten hatte, mußte ins Krankenhaus überführt werden. * Ob der Schlaf eine wirkliche Erholung bringt, hängt nicht bloß davon ab, wie lange Sie schlafen, sondern auch davon, wie tief Sie schlafen. Kaffee Hag kann die Schlaf dauer und Schlaftiefe nicht beeinträchtigen. Darum: auf Kaffee Hag umstellen! 3811 Aus PM Ta einzelnen Reigeneinlagen wurden vom ui. Ulf' Mnzmeister •Simončič einstudiert. Der ^samtcrlös der Veranstaltung fließt huma-Uitären Zwecken zu. . Der große Skrfahrerausflug des „Vorauf den Zirbitzkogel findet am 24. und '5- d. statt. Die Schneeverhältnisse sind int Witzen Gebiet um Obdach die denkbar gün-!"llsten, }0 daß man wieder einmal die schön Leit Winterfreuden wird miterleben können. mü1’ Fahrpreis stellt sich für die Hin- und ^vstfahrt samt Visum auf 130 Dinar. Die Mahrt erfolgt um 13.30 Uhr vom Hotel ip re[". Skifahrer, lasset euch diese letzte nährt in die neuerstandene Winterherrlich-Ctt nicht entgehen! m. Wetterbericht vom ,22. d., 8 Uhr früh: Wiperatur 10, Barometerstand 732, Wind-'htung 0, Niederschlag 0. M. Entlassene Sträflinge. Aus der Män-^strasanstalt wurden im Laufe des heuti-■m Vormittags 23 Sträflinge bedingt ent-hen. Darunter befinden sich drei, die zu •> Mslänglichem Kerker und einer, der zum °®e verurteilt worden war. In die Adelsberger Grotte sowie nach t. rS und Triest führt uns zu den Pfingst-^"tagen (16. und 17. Mai) der „Putnik". ^ Gesamtarrangement der Fahrt, die mit . M neuen Autocar unternommen wird, x ^ stch auf 500 Dinar. Anmeldungen an W »Putnik"-Reisebüro Maribor-Celje. \v'U- Zur Budapester Messe veranstaltet der "Mtrnif" in der Zeit vom 2. bis 6. Mai tem ^Mellschaftsfahrt, wobei auch der Plat-^ ,lec besucht werden soll. Näheres über m,e interessante Fahrt, die mit dem blauen ;k.Fus-Expreß unternommen wird, in den ' vtn:k"-Reisebüros in Maribor und Eelje. ■v nft Mit dem „Putnik" an die Adria. Das z^ikbüro „Putnik" untern mmt in der Zeit p. D«s Stadttheater als Tonkino. Zu unserer Notiz „Bekommen wir ein zweites Tonkino?" wird uns aus Ptuj geschrieben: „Ihre Meinungsäußerung über die Beschaffenheit des Stadttheaters in Ptuj und dessen Eignung für ein Kinotheater hat hier all-seitiges Interesse erweckt. Das Stadttheater in Ptus sollte tatsächlich so bald als möglich für ein Lichspieltheater den neuzeitlichen An sorderungen entsprechend adaptiert werben, damit die Einwände der Kinobesucher ein für allemal aus der Welt geschafft werden. Es wäre ixmit auch gar nicht notwendig, einen anderen Saal für unser Tonkino ausfindig zu machen, abgesehen davon daß das Stadttheater wegen seiner zentralen Lage und der geringen, etwa von Fachleuten 'ür notwendig befundenen Adaptierungskosten auch für unser Tonkino wie geschaffen erscheint. Das Tonkino könnte somit ganz gut im Stadttheater verbleiben, vorausgesetzt, daß die maßgebenden Faktoren die sicherlich notwendigen Waptierungsarbeiten durchfüh ren. Am besten wäre, wenn man einige Fach leute in dieser Angelegenheit zu Rate ziehen würde. Was nun die Frage der Errichtung eines zweiten Tonkinos anbelangt, glaube ich nicht fehlzugehen, wenn ich behaupte, das; die Stadt Ptuj mit cinm Tonkino, das wöchentlich ohnehin nur wenige Vorstellungen gibt, vollkommen ihr Auskommen findet. Ein zweites Tonkino wäre für Ptuj ganz überflüssig, —r." _ (Anm. d. Red.: Wir schließen uns obiger Meinung gerne an, zumal auch wir davon überzeugt sind, daß das Stadttheater in Ptuj auch den Ämostml ganz gut abgeben kann, im Falle daß die von maßgebenden Fachleuten vorgeschlagenen Umbauten im Theatergebäude durchgeführt wevden. Wir werden uns in dieser Sache «n einige Fachleute wenden und dann ihre Me: nungsäußerungen in der „Mariborer Zeitung" zum Abdruck bringen. Schließlich sind wir auch der Meinung, daß die Stadt Ptuj mit ihrer verhältnismäßig geringen Einwohnerzahl ein zweites Tonkino ganz und gar nicht vertragen würde. Es verbleibt somit wirklich nur die Frage einer unverzüglichen und zeitgemäßen Umadaptierung des Theatergebäudes, das bann in gleicher Weise dem Theater und dem Kino dienen würde.) Atss MiAŠ&i&Mfk 8. bis 18. Mai zwei Ausflüge zur t!a mit längerem Aufenthalt in Crikoe- bzw Rab Die Gesamtauslagen stellen H für Crikvenica auf 1200 und für Rab tz '1250 Dinar. Anmeldungen bis zum 25. (LJ5 an ds Reisebüro „Putnik". Maribor-ste. [Jst Verhängnisvoller Sturz. In der Tr- ^ stakova ulica iit Melje besichtigte d'e eb^bbesitzerin Rosa A n d r a 8 i 8 eine so-m ausgegrabene Senkgrube, wobei sie lu. Banus Dr. Natlačen empfängt Freitag, den 23. d. keine Parteien, da er dienst lieh abwesend sein wird. lu. Seinen 80. Geburtstag feiert dieser Tage in Podebrad bzw. Prag der dort im Ruhestande lebende Oberbaurat Professor Dr. ing. V. H r a 5 k y, der vor Jahren lange Zeit in Slowenien gewirkt hat. Der Jubilar war in den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts Ingenieur des krainischen Landesausschusses und versah die Bauleitung bei der Aufführung zahlreicher öffentlicher Gebäude oder entwarf die Pläne für diese Bauten, so für das Museum, das Operntheater und das Landhaus (jetzt Universität) in Ljubljana, den Narodni dom in Celje, viele Straßen, Brücken und andere Objekte und Dutzende von Privat häusern. Durch zehn Jahre gehörte er auch dem städtischen Gemeinderat an. lu. Konzert polnischer Musik. Montag, den 26. d. gibt die »Glasbena Matica« in Ljubljana ein intimes Konzert, bei dem Werke von Szymanowski, Kotier, Marek und Perkowski zur Aufführung gelangen, aber auch des argentinischen Komponisten Gianneo. Mitwirkende sind Frau Verbič, Frau Osterc und Prof. Paul š i v i c. lu. In den Ruhestand wurde der Bezirks schulinspektor Raimund G r a d n i k in Radovljica versetzt. lu. Dr. Alois Kraigher — Sechziger. Der in Ljubljana als Arzt wirkende slowenische Schriftsteller Dr. Alois K r a i g -h e r feierte Donnerstag sein 60. Wiegenfest. Der Jubilar ist einer der hervorragendsten Vertreter der Modernen in der slowenischen Literatur. Aus seiner Feder stammen mehrere Romane, Novellen, Essays, usw. Vor Jahren wirkte er einige Jahre auch in Sv. Lenart in den Slow. Büheln, wo er die Eindrücke für sein bekanntestes Werk »Kontrolor škrotiar« sammelte. Nach dem Kriege war er zunächst in Ljubljana tätig, siedelte dann nach Görz über, kehrte jedoch vor einigen Jahren nach Slowenien zurück. lu. Prominenter Gast. Auf seiner Reise durch Europa ist der aus der Tschechoslowakei gebürtige Missionsbischof Nr. A rnož, der in Südafrika wirkt, in Ljubljana eingetroffen und hatte mit verschiedenen kirchlichen Funktionären Konferenzen. Abends wurde ihm zu Ehren von den katholischen Organisationen ein Begrüßungsabend veranstaltet, dem auch Fürstbischof Dr. Rožman beiwohnte. Mittwoch reiste der Gast nach Kärnten weiter. lu. Neue Wasserleitung wird die Banats Verwaltung im Laufe dieses Jahres bauen. In Betracht kommen diesmal Lukovi-c a bei Kamnik (Kostenvoranschlag 95 tausend Dinar), Žirovnica in Ober-krain (169.000 Dinar) und die Verlängerung der Wasserleitung von Zagorje nach Podstrane. lu. Angeschwemmte Leiche. Bei Hotič in der Nähe von Litija wurde von der Save die Leiche eines Mannes angeschwemmt, dessen Identität bisher nicht festgestellt werden konnte. Die Leiche dürfte längere Zeit im Wasser gelegen sein. Anscheinend handelt es sich um einen Wanderburschen oder einen Bettler. * i.Englische Damen an der jugoslawischen Riviera. In Šibenik ist eine Gruppe von zehn Damen der hohen Londoner Gesellschaft eingetroffen. Unter ihnen befindet sich auch die Publizistin Miß Davisom Am 23. d. M. werden die englischen Damen einen Ausflug zu den Plitvicer Seen machen. i. Der Nestor der kroatischen Schauspieler schwer erkrankt. Der in hohem Lebensalter stehende Nestor der kroatischen Schauspieler, Dragutin Freuden reich, ist in besorgniserregender Weise erkrankt. In Zagreber Künstler- und Theaterkreisen wird an seinem Zustand lebhaft Anteil genommen. Jjkßß&ßt REPERTOIRE: Donnerstag, 22. April um 20 Uhr: Konzert Brandl-Trio. Ab. B. Freitag, 23. April: Geschlossen. Samstag, 24. April um 20 Uhr: »DoHar-prinzessin«. Erstaufführung. Sonntag, 25. April um 15 Uhr: »Puppen leben«. Kindervorstellung. Veranstaltung des Frauenvereines. Um 20 Uhr: »Dr.« Ermäßigte Preise. BolksuniversiM 23. April: Univ. Prof. Dr. M. Ktoss spricht über die Geschichte der »Grafen von Cilli«. Montag, 26. April. Pfarrer J. A r n e;st-e spricht über die Kärntner Slowenen. tc Burg-Tonkino. Heute, Dienstag, zum letzten Mal der Liebesschlager »Das Lied ist aus« mit Willi Forst und Liane Haid. — Freitag der langerwartetc Jonny Weffi-müller-Film »Tarzan, der Sieger«. Der neueste und beste Tarzan-Film des famosen Weltmeisterschwimmers Jonny Wekß-müller und dessen Partnerin Moureen O’ Sullivan. Ein atemraubender Abenteuerfilm aus dem Dschungel und der exotischen Tierwelt. Ein Film für jung und alt! — Samstag um 14 und Sonntag um halb 11 Uhr der Lustspielschlager »Die entflohene Braut« bei stark ermäßigten Preisen. — Es folgt Emil Jannings bester Film »Der Herrscher« (Vor Sonnenuntergang). Union-Tonkino. Die Premiere des mysteriösen Abenteuer- und Liebesfilmes »Die ewige Maske« nach dem gleichnamigen Roman mit Olga Čehova, Peter Petersen und Matthias Wiemann. — Aus dem Betriebe einer großen Klinik werden hier Geheimnisse gelüftet, die jeden Zuseher vom Anfang bis zum Ende fesseln. Ein Film, der uns die buntenc Abenteuerlichkeiten einer Welt zeigt, die nicht die unsere ist. Starke Handlung, glänzende schauspielerische Leistungen. In Vorberei tung wieder ein erstklassiger Spitzenfilm »Mädchenjahre einer Königin« mit Jenny Jugo, Otto Trassier, Gustav Waldau u. a. Mancher Mensch hat kein Glück . . . Eine arme Büglerin in einer italienischen Stadt mußte dieser Tage eine trübe und bittere Erfahrung machen. Seit 8 Jahren spielte sie iit der Lotterie, ohne daß das Glück ihr hold war. Die Lotterielose sammelten sich schon zu kleinen Hausen, die von dem kleinen Sohn der Büglerin, ohne daß die Mutter davon wußte, säuberlich in einer Zigarrenkiste aufbewahrt wurden. Bor einiger Zeit fand wieder eine Ziehung statt. Die Frau achtete nicht viel darauf, sah auch die Losnummer nicht nach, weil sie auf keinen Erfolg mehr hoffte. Da fielen ihr beim Aufräumen überraschend die Loszettel in die Hand, die ihr Sohn gesammelt hatte. Auch das letzte Los war darunter. Sie ging spaßhalber zum Losverkänfer und fragte ihn, ob sie etwas gewonnen habe. Und tatsächlich auf das Los waren 30.000 Lwe gefallen. Da aber die Frau sich nicht rechtzeitig gemeldet hatte, war die Behebungsfrist verstrichen. Das Geld war schon zugunsten des Staates eingezogen worden. Nun saß die arme Bügler n da, die Zigarrentiste ihres Jungen in den Händen und — weinte. Apolhekennachlöienst Vom 17. bis 24. April versehen die Stadtapotheke (Mag. Minarik) und die St. Rochus-Apotheke (Mag. Rems) den Nachtdienst. 2Iuloear-2lu6flüge des „Vutnik" Das Reisebüro „Putnik" (Tourist Office) veranstaltet in der nächsten Zeit eine Reihe von Gesellschaftsfahrten, die alle mit modernst ausgestatteten Lurus-Autocars unter nommen werden. Das Programm sieht folgende Fahrten vor: 23. bis 25. April: Nach Wien. Fahrpreis 240 Dinar. 2. bis 6. Mai: Besuch der Budapester Messe. Fahrpreis 500 Dinar. 8. und 9. Mai: Nach Mariazell. Fahrpreis 200 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Adria mir Aufenthalt in Crikvenica. Pauschalpreis 1200 Dinar. 8. bis 18. Mai: Besuch der Adria mit Aufenthalt auf der Insel Rab. Pauschalpreis 1250 Dinar. 13. bis 22. Mai; Pfingftsahrt nach Rom. Gesaintarrangement 2400 Dinar. 14 bis 17. Mai; Pfingstfahrt nach Venedig. Gesamtarrangement 900 Dinar. 15. bis 29. M«i: Gesellschaftsreise zur Pariser Pg-eltausstellupg. Informationen und Anmeldungen im „Pntnik"-Büro, Maribor, Aleksandrova cesta 35, Tel. 21-22 und 21-29. Ausbau der Handelsbeziehungen zu Skandinavien Leider muß die Feststellung geniacht werden, daß Jugoslawien zu den nordischen Staaten, also Schweden, Norwegen, Dänemark und Finnland, noch immer keine geregelten Handelsbeziehungen besitzt. Seit der im Mai des Vorjahres bei uns Ginge-führten Importkontrolle ist auch die Einfuhr aus diesen. Staaten bezüglich einer ganzen Reihe von Artikeln einer vorhergehenden Genehmigung unterworfen, wodurch natürlich die Einfuhr aus genannten Ländern, mit welchen Jugoslawien 'weder eine Clearing- noch eine Zahlunzsverständigung abgeschlossen hat, stark beeinträchtigt wird. Die nordischen Staaten sind also nur auf ein Kompensierungssystein angewiesen und können bis zu einem Drittel unserer Ausfuhr bei uns einführen. Daß ein solches Provisorium -weder für Jugoslawien, noch für die skandinavischen Länder vom Vorteil sein kann, liegt aus der Hand, für Jugoslawien auch aus dem Grunde nicht, weil die skandinavischen Staaten hauptsächlich ein freies Devisenregime besitzen) während unsere offizielle Handelspolitik :n der letzten Zeit immer mehr in der Richtung einer möglichst großen Befreiung aus dem Clearing- und Zahlungsüberein-kommen geführt wird, um womöglich zu einem freien Devisenregime überzugehen. Es besteht also ein beiderseitiges Interesse für eine baldigste Regelung den Handelsbeziehungen zwischen Jugoslawien uno den skandinavischen Staaten. Für die nächste Zeit werden Hä ndelsver t ra g sv erhaNdl u n ge n mit sämtlichen nordischen Staaten anqekün-d'gt. Aus offiziellen Kreisen erführt man daß die Regelung der Handelsbeziehungen Jugo- slawiens zu den genannten Staaten auf der Basis einer Verständigung, ähnlich jener, welche Jugoslawien am 24. November 1936 mit England und dann auch mit Holland abgeschlossen hat, durchgeführt werden wird. Für uns ist vom allergrößtem Interesse Schweden, in bessern Hauptstadt Jugoslawien kürzlich einen Gesandtenposten gegründet hat. Die Hauptfrage ist nicht die des. Placements unserer Produkte, sondern die großen Transportschwierigkeiten. Schweden führt eine Menge unserer Artikel auf indirektem Wege ein. Wir haben bis heute mit Schweden noch keine direkte Schiffahrt--linie. Das Umladen/in Hamburg verteuert den Transport und' hiemit die Ware. Der Transport auf dem Landwege Nach Schweben und den anderen nordischen Ländern ist ebenfalls rech,' kostspielig, sodaß ihn unsere Exporteure für den Großteil unserer Ware ri'cht riskieren können. Alle diese Tatsachen sprechen deutlich für eine möglichst schnelle Regelung der Frage unserer Handelsverträge mit den Staaten Skandinaviens. S. DIE DREI MUSKETIERE ^||f m «W. ,.■ imm -—sfr —th *'s MW v: Baisse am Getteiöemarkt Weshalb sinken auf den Märkten die Weizen- und Maispreise? Die Berichte aus den Weizen- und Mais- n i e n hat genügend in den Mittelmeergegenden der Bereinigten Staaten staaten abgesetzt. In U n g a r n ist der Saa-von Amerika lauten sehr günstig. Die ame- tenstanid nicht so günstig. In Bulgarien titanischen Sachverständigen sind der An- jist nicht genügend Regen gefallen, während sicht, daß die diesjährige Weizenernte und ' in Frankreich große Regengüsse die Anvau-im allgemeinen die Getreideernte noch viel ■ fläche verminder hat. In Rumänien ist der besser ausfallen wird, als vorgesehen tvor- j Stand sehr gut, den ist. Man rechnet bereits mit einer Aus-! In Jugoslawien haben die Saaten fuhrmenge von mindestens 200—250 Mil- j den Winter gut überstanben und sie mŠ lionen Bushel. Newyork und Chicago hoffen j wickeln sich ganz vorteilhaft, große Getreidemengen verkaufen zu können. I Die „Ptizab" hat Montag den Weizen-Der Mai-Mais ist in Chicago um 12 Cents ' Preis um 1500 Dinar Pro Waggon Herungefallen. Die Baisse war noch stärker an den ' tergedrückt. Abends hat sie die Preise wie-kanadischen Märkten. In Winipeg ist drum um 0.50 Dinar pro 100 Kilogramm die Mai-Ware (Weizen) um 14—15 Cents gehoben und Dienstag vormittags die Preise gesunken. Die Preise gehen auch auf den abermals um 5 Dinar erhöht. Die „Prizäd" argentinischen und australischen Märkten hat daraufhin Weizen mit 170—169 und zurück, jedoch in kleinerem Umfange. j 167 Dinar bezahlt. In kaum 24 Stunden Auf dem K o n t i n e n t sind keine grö- . Hut die „Prizäd" somit dreimal den Weißeren Veränderungen zu verzeichnen ge- zenpreis geändert und sich dabei an die wesen. Frankreich braucht keinen Wei- Weltparität gehalten. Dennoch bewegen sich zeit mehr bis zur nächsten Ernte. Rumä- die Preise etwas über der Weltparität. ' Rumänien und P o len haben die W e i z e n a u 5 f u h r verböte n, wäh- rend Bulgarien provisorisch die Expor->te eingestellt hat, um erst feststellen zu'kön-i ne», ob genügend Weizen für den Jnland-! verbrauch vorhanden ist. Die argenstini- > scheu Weizenvorväte sind ziemlich vermindert worden, und zwar aus dem Grunde, : weil, große Weizenmengen nach Italien, «panikn und Deutschland exportiert wor- > den sind. Die argentinische Regierung ist der i Ansicht, daß die Weizenausfuhr wenigstens provisorisch eingestellt werden soll, bis man festsetzen kann, wie die diesjährige Ernte ausfallen wird. ilfcl; j 4Ö6. Königin Henriette bei Mazarin Mit überströmemler Freundlichkeit ging der Kardinal der Königin entgegen. »Herr Kardinal,« sagte die Königin, »ich komme heute in Sachen meines Gemahls, des Königst Karl. Wie Sie vielleicht schon ,wis-sen, herrschen in England zur Zeit große Wirren. Der König steht vor einer Entscheidungsschlacht und hat im Fall der Niederlage keinen anderen Ausweg als das Land zu verlassen. Kann er in diesem Fall mit einem Asyl in Frankreich rechnen?« Mazarin verriet nicht mit dem Zucken einer Wimper, welchen Eindruck die Worte der Königin auf ihn machten. Mit einem verbindlichen Lächeln auf den Lippen antwortete er abweisend: »Glauben Sie wirklich, daß Frankreich unter den jetzigen Unruhen der richtige Platz für einen entthronten König ist? Ja, Sie werden gewiß entschuldigen, daß ich mich erdreiste. Ihnen einen Rat zu geben, aber meiner Meinung nach tut der König nicht klug daran, sein Land zu verlasssen. Er muß aus-halten und bis zum äussersten kämpfen.« »ßauz rscliti. Wenn Sie aber die Sache von dem Standpunkt aus betrachten, werden Sie dem König gewiß die notwendigen Gelder und Hilfstruppen zur Verfügung stellen.« »Majestät, Sie wissen gewiß nicht, um was Sie bitten! An demTage, an dem der König gezwungen ist, bei fremden Mächten Hilfe zu suchen, um seinen Thron wiederzugewinnen, räumt er seinen Untertanen gegenüber ja offen ein, daß -er ohnmächtig ist.« Die Königin ließ sich aber durch die ausweichende Antwort des Kardinals nicht hinters Licht führen, sondern rief ungeduldig aus: »Ich muß endlich aber im Klaren, darüber sein, ob der König mit Ihrer Hilfe rechnen kann oder nicht!« »Aber ich kann doch die Sache unmöglich allein 'abmachen. Ich muß sie erst der Königin Anna vorlegen und dann noch dem Parlament!« »Das sind leere Ausflüchte, Herr Kardinal! Aber machen Sie sich unseretwagen in Zukunft nur keine weiteren Sorgen!« Damit verließ die Königin in hellem Zorn das Gemach und das königliche Schloß. Börsenberichte , Ljublja n a, 2i. d. Devise n. Berlin 1754.52—1708.40, Zürich 996.45— 1003,52, London 214.49—316.54 Newyork 4333.50—4369.82, Paris 194.26—195.70, Prag 152.14—153.24, Triest 228.94—232.03 östen:. Schilling (Privatclearing) 8, engl. , Pfund 238, deutsche Clearingschecks 12.20. j Zagreb, 31. d. S t a a tswe r t e. ;2?4 ............... Sen 2. Mai feilt alljährliches Pfl'-cht-^eeting für Senioren und Junioren. Um Propaganda Rechnung zu tragen, tver--Clt zum Start auch, nichtverifizierte Achlc* zugelassen. Junioren haben den Taus-ichetn vorzuweisen. Anmeldungen sind bis j*111* 29. d. an den SSK. Marathon, Mari-’cv, Koroška c. 1 einzusenden. Jeder ange-WelSctc Athlet, der d-em Start fernbleiot zahlt ein Pönale von 5 Dinar. Die Wett-dnrpje werden ab 9 Uhr auf dem Sportplatz . 5 SSK. Marathon ausgetragen, und zwar '’s nachstehender Folge: Weitsprung für Se-Uloren und Junioren, Stabhochsprung für Pfoten und Junioren, Stabhochsprung mr Senioren und Junioren (£, Kugelstoßen mr Senioren und Junioren M für Junioren C. 1000 iux B, Diskuswer-Jumoren E, louu Meter Laufen Junioren B 1500 Meter Laufen für Junioren E und 800 Meter Laufen für Se-Uivxen. Jugoslawiens Fußballauswahl versagt ^ Äm Mittwoch traten in Beograd die Beb En Garnituren der jugoslawischen Fußball-chwahl wiederum zu einem Probegalopp das am 9. Mai in Budapest stattfindende tchuderspiol gegen Ungarn an. Das B-Team Estll die ersatzgeschwächte Mannschaft des j ESK mit 4:2 (2:0), worauf die 2l-Garni-Segen den Budapester Profiklub „Budai antrat. Zunächst setzte sich die heimische Bannschaft recht vorteilhaft durch, sodaß Js nach Seitenwechsel bereits mit 3:1 in Führung lag. Dann aber folgte ein klägli-„ r Versager, sodaß dir flott spielenden Un n mit 5:3 den Sieg noch an sich rissen. : SK. Rapid. Freitag, den 23. d. um 20 Uhr wichtige Spielersitzung int Klubheun. Zur Diskussion gelangt die Ausstellung für Čakovec bzw. Villach. Der Sekttonsleiter. : „Rapid" nach Čakovec. Kommenden Sonntag absolviert, einer Einladung Folge leistend, die erste Mannschaft „Rapids" m Čakovec ein Fußballmatch gegen den dortigen SK. Čakovec. : Die Jugendmeisterschaft wird nächsten Sonntag mit dem Entscheidungsspiel zwischen „Rapid" und „Železničar" zum Abschluß gebracht. Das Spiel f inbet um 10 Uhr am „Rap!d"-S portplatz statt. : Doppelgastjpiel „Rapids" in V ((ach. Am 1. und 2. Mai wird „Rapid" in Villach gegen den „Villacher Sportverein" zwei Wettspiele zum Austrag bringen. Für das Doppelgastspiel werden schon jetzt Vorbereitungen getroffen, da die Mannschaft i» ihrer bestmöglichsten Aufstellung antreten mR. : Wiederum zwei Finalespiels der Unter-verbandsmeisterschsst. Am '25. d. wird die dritte Finalrunde der LNP.-Meisterschaft zur Entscheidung gebracht, „železničar" fährt nach Trbovlje und trifft dort mit dem SK. „Amateur" zusammen, während in Celje das lokale Treffen „Eelje"-,.Olymp" in Szene geht. : Freitag beginnt das Tennis-Länderspiel Jugoslawen Ungarn in Zagreb. Das Tennis-Länderspiel zwischen Jugoslawien und Ungarn wird am 23., 24. und 25. d. in Ža- gar Autorennen Beograd-Athen Anregung der Griechischen Touring . ubs mird ein Balkan-Autorennen veran-^ :et- Start ist Beograd. Ziel Athen, wo [tc Teilnehmer am 13. Juni eintreffen sol-11 Bisher haben Rumänien, Bulgarien die Türkei die Teilnahme an diesem iWeniten zugesagt, das von der gnechi eg. Und fche U Regierung finanziert wird. Aingkämyfe um die Gtaatö- meifterschaft . Clt to.— Subotica wurden am Sonntag die ^ugkämpfe in den Kategorien: Luftgewicht. rxFeegewicht und Mittelgewicht um b:e tz^atsmeisterschast 1337 ausgetragen. Die -tzjUPfe boten guten und spannenden Sport, tje Meisterschaft in den einzelnen Katego-q n gewannen: Luftgew cht: 1- Schneeber-(Jvgreber Eroatia); Federgewicht: 1. 1 (Suboticaer Hakoah); Mittelgewicht: k ^.pl"r (Somborer Radnikki). Der zwei-fD der Slaa smeisterschaft wird am greb auf dem Mannschaften lung: Imgarn: IKD-Platz ausgetragen. Die in folgender Ausstd-, Gabor v, Dallos, Pe- thö. Jugoslawien: Punčec, Pallada, Kutu-Ijcvie und anstatt Mitič der erkrankt ist, wird Ljubifta Radovanovič spielen. : Die Fußballstams von Berti» und Rom nach Bcvgrad. Der Beograder Fußball-Unterverband steht mit Berlin und Rom in Verhandlungen, denen zufolge schon demnächst die Fußballteams von Rom und Berlin gegen eine Beograder Auswahl antre-Wti sollen. : Abschluß in Neapel. Im Herren-Enizel siegte bei dem großen internationalen Tennisturnier in Neapel Palmieri gegen den Tschechoslowaken Vodička 2:6, 6:0, 6:9 6:1. Die polnische Tennismeisterin Jebrzepimska gewann den Schlußkampf in Neapel gegen die Deutsche Zehden 6:3, 6:3. : „Ehrlsra" nach Zagreb. Der Zagreber -„Gradjanski" hat aus London die Verstän-d'gung erhalten, daß „Ehelkea" damit einverstanden sei, am 27. Mai ein Sp'el mit „Gradjanski" in Zagreb auszutragen. : Der König von Schweden, in Tennis-kreisen als „Mr. G." bekannt, hat bei feiner Abreise aus Nizza erklärt, dies sei sein letztes Turnierjahr. Mit seinem Alter von 79 Jahren fühle er sich doch nicht •mehr ganz den Strapaze» eines Turniers gewachsen. : Die ersten T>avis-Cup-Spicle. Am 30. b. M. beginnen vier Davis-Cup-Spiele der ersten Runde. Belgien gegen Ungarn in Bu dapest, Schweiz gegen Irland in •Genf Süd afrika gegen Holland in Nordwijk und China gegen Neuseeland in Paris. Beweis. „Ich bi» doch der Meinung, daß das Auto noch nicht völlig das Pferd verdrängt hat." — „Inwiefern nicht?" — „Hast du etwa schon mal ein Denkmal gesehen, auf dem jemand am Steuer c. Bestattung. Aus Petrovče schreibt man ■ ns: Eine edle Fran ist hinübergewandert i die ewige Heimat, die Gattin be§ Grund-Zitze rs und Gastwirtes Franz Teržan, Frau Josefine Teržan. Sie war ein Muster und Vollbild einer edlen Hausfrau und gu-, ten Mutter. Keinen Armen wies sie ab. für jeden hatte sie eine Gabe und ein sreund-i liches Wort. Welch großer Beliebtheit sie j sich erfreute, bewies die überaus zahlreiche i Beteiligung an ihrem Leichenbegängnisse. ; Dem Sarge folgten auch Vertreter der Feu ! erwehr, des Sokols, die gesamte Schulju-■ geitb mit Bezirksschulinspektor Riko Pestem j šef ü. v. a. Der Gesangverein „Savinja" I hat unter Führung des Lehrers Pečar vor i dem Trauerhause und am Grabe ergreifen-I de Trauerlieder gesungen. Viele Kränze und I Blumen bildeten bas Symbol lieber Erinnerung. c. Trauungen. In der hiesigen Stadi-1 Pfarrkirche fand dieser Tage 'durch Pfarrer Michael Turk aus Rače die Trauung des Herrn Martin Turk, Kaufmannes und Grundbesitzers in Imeno, mit Fräulein Ma ria Prah aus Imeno statt. — Am Mittwoch vormittag fand in der Pfarrkirche St. Pankratius in Gornja Ponikva die Trauung des Herrn Michael Vasle mit Fräulein Barbika Uranjek durch den Brüder der Braut, Pfarrer Martin Uranjek, statt. c. -B°n der Orgelschule. Die Orgelschute in Celje, die von Herrn Karl Bervar geleitet wird, wird mit Beginn des kommenden Schuljahres nach Maribor verlegt werden. r. Oeffentlichx Kindrr-Jmpfung. Die Rat- IvWMe Gportlenn wurde ein Mann geil ^wenden Sonntag in Zagreb ausgetra- In der Sportwelt ist wieder eine Sensation zu verzeichnen. Die polnische Leichtathletin Sophie Smetkowna (ganz rechts), die man hier im Kreise ihrer Kameradinnen sieht, stellte nach erfolgreicher Operation den Antrag, künftig als Mann leben zu können (Scherl-Bilderdienst-M). hauskorrespondeuz teilt mit: Die diesjährige öffentliche Kinderimpsung (erste Impfung) findet in Eelje am 3. und 4. Mai zwischen 2 und 6 Uhr nachmittags im Sitzungssaale deö Rathauses (l. Stock) statt. Dst ärztliche Untersuchung der Impflinge und Impfung jener Kinder, die an diesen beiden Tagen der Impfung ferngebliebeii waren, wird ebendort ein Woche später, also am 10. und 11. Mai, zur selben Zeit vorgenoininen. Jmpfflichtig sind alle im Jahre 1936 geborenen Kinder sowie alle jene, die bei der vorjährigen oder einer früheren Impfung aus irgendwelchen Gründen nicht zugegen waren. Entschuldigungen für das Fernbleiben von der Impfung sowie Bestätigungen für jene Kinder, die bereits von Privatärzten geimpft wurden, nimmt der Amtsarzt an den Jmpfungstagen und au den Ta gen der Nachuntersuchung im Sitzungssaal des Rathauses entgegen. c. Die Schädlingsbetämplung in den Obst gärten des Sanntales hat eingesetzt und wird eifrig duchgesührt. Es gilt, neben anderen Obftbaumschädlingen besonders der Blutlaus an den Leib zu rücken. Diese Bekämpfung kann aber nur dann Erfolg haben, wenn alle, sie durchführen und dadurch eine neuerliche Verbreitung des Schädlings unmöglich machen. c. Vor dem Richter. Das Arbeiterehepaar Burger, das in. Žtabor Bei Mozirje ein kleines Anwesen besitzt, lag schon seit längerer Zeit int Streit mit den Nachbarsleuten Mohorko. Am 7. März hat Franz Burger seinen Nachbarn Martin Mohorko int Verlauf einer Auseinandersetzung mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. DaZ Kreisgericht Eelje mußte daher Franz Burger wegen Ueberschreitung der Notwehr zu einem Monat Arrest und zur Zahlung von 890 Dinar an Martin Mohorko verurteilen. Den Angeklagten vereidigte Dr. Mejak aus Gornji grad. äas §ßmßIhimm gr. Das Eichamt teilt mit. daß die Aints-tage in. Gornja Radgona am 10., 11. und 12. Mai sowie am 7. und 8. Juni stattsin-den werden. 5to. Bisktm slb. Themeraufsührung. Im Saal des Hotels „Beograd" wurde vergangenen Sonntag von hiesigen Dilettanten das Lustspiel „Doppelhochzeit" zur Aufführung gebracht. Die Vorstellung, die bis zum letzten Plätzchen ausverkauft war, erntete einen durch chlagenden Erfolg. ^äiG'SieoguuHtH Freitag, 23. April. Ljubljana, 11 Schulfunk. 12 Schallpl. 18 Frauenstunde. 18.20 Schallpl. 18.40 Franz. Kurs. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Konzern (aus Zagreb). — Beograd. 18.30 Verschiedene Lieder. 19 Nationalvortrag. 20 Aus Zagreb. — Prag, I7.I0 Konzert. 18.10 Deutsche Sendung. 19.10 Schallpl. 20 On-drieek-Ehrenabend. — Zürich, 18 Konzert. 19.40 Brahms-Konzert. 20.35 Schmelzer Dichter. — Budapest, 18.30 Zigeunermusik. 19.30 „Rheingold", Oper. —' Paris, 18 Cellosoli. 19 Klaviermusik. 20.30 Bunter Abend. — London, 18 Funkorgel. 19.30 Funkvariete. — Mailand, 17.15 Tanzmusik. 21 Sinfoniekonzert. — Wien, 7.10 Schallpl. 12 Mittagskonzert. 16.05 Lehar-Stunde. 17.35 Konzertstunde. 18.30 Bukarest, Vortrag. 19.30 Sinfoniekonzert. 20.50 Hörspiel. — Deutschlomdsender, 18.10 Neue Hausmusik. 19 Feierabendmusik. .20.10 Festkonzert. — Berlin, 18 Konzert. 19 Hörspiel. 20.10 Volksmusik. — Leipzig, 18 Konzert. 19.45 Hörfolge. 20 Sinfoniekonzert. _ München, 18 Bunte Melodien. 19 Hörfolge. 20 „Der Richter von Zalamea", Schauspw dsšvmmd g. Trauungen. Dieser Tage wurde der Eisenbahnpensionist Simon H a v s I mit Frl. Christine R u b 0 l f und der Besitzer Bogomir B u tole it mit Frl. Sabine G r u-b e l n i k getraut. g. Feuerwehrtombola. F1t Sv. Janz bei Dravograd veranstaltete die dortige Frei m. Feuerwehr am vergangenen Sonntag eine Tombola, die sich eines großen Zuspruches erfreute. Die erste Tombola gewann ein Schustergehilfe aus Pameče. po. Todesfall. Am Sonntag starb nach kurzem Leiden in Lusečka vas bei Poljčane der dortige Kaufmann Herr Anton K n a f 1 i č im Aster von 72 Jahren. Der Verstorbene war ob seines bescheidenen und gewinnendene Wesens allgemein beliebt und geachtet. R. i. p.l po. Generalversammlung. Am Sonntag abends fand bei sehr zahlreicher Beteili- gung im Hotel Žumer unter dem Vorsitze des rührigen Obmannes Herrn Dr. Hro-n o v 's k y die 8. Jahreshauptversammlung der hiesigen Filiale des Alpenvereines statt. Den Berichten der einzelnen Funktionäre war zu entnehmen, daß der Verein im Vergangenem Jahre eine vielseitige und aufopferungsvolle Tätigkeit entfaltet hatte. Dank dieser Tätigkeit ist es bis zur Verwirklichung der gesteckten — ein eigenes Bergheim bei St. Nikolai am Boč zu besitzen — nicht mehr weit. Die finanzielle Lage des Vereines ist heute infolge der nimmermüden Arbeit des rührigen Ausschusses derart befriedigend, daß der Beschluß gefaßt werden konnte, heuer ein entsprechendes Grundstück am Boč zu erwerben und im nächsten Jahre mit dem Baue zu beginnen. Als schönste ! Feier des 10jährigen Bestandes des hiesi-[ gen Alpenvereines wäre sicherlich die Eröffnung eines schönen und geräumigen Bergheimes am Boč zu betrachten. Dem rührigen und agilen Vereinsobmann Herrn Dr. Hronovsky wurde am Sonntag anläßlich seiner 7jährigen ununterbrochenen Tä tigkeit als Vorsitzender der Filiale des hie sigen Alpenvereines ein sinnvolles u. schön ausgearbeitetes Diplom überreicht. Büdmsekau b. Ein Arzt erzählt Kulturgeschichte. Von Ralph H. Major, Professor an der Universität von Kansas. Mit 25 Bildbeilagen. Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien, Leipzig. Deutsch von Viktor Polzer. Ein Riesengemälde, dessen Figuren die ganze Menschheit aller Zeiten verkörpert. Diese geniale Geschichte von überwundenen oder überwindbaren Seuchen und Krankheiten ist zugleich eine Geschichte von großen Taten des menschlichen Geistes und Wissens. Wie die Krankheit gerade an den bedeutsamsten Wendepunkten historischen Geschehens entscheidend eingreift, wie durch sie Erdteile den Herrn wechseln und ganze Geschichtsperioden andere Wege nehmen, das zeigt der Verfasser mit bedeutender Erzählungskunst. Antike, Maya-Kultur, Mittelalter, Renaissance und Reformation — alle diese Epochen der Geschichte erstehen vor uns in neuem Licht. b. Gottesstreiter in fernem Land. Roman von Pearl S. Buck. Paul Zsolnay Verlag, Berlin, Wien, Leipzig. Deutsch, von Richard Hoffmann. Das geschehnisreiche Buch ist die ergreifende Geschich- te einer Seele und eines einsamen Helden, der durch das weiträumige China schreitet. Pearl S. Buch ist durch ihre vorzüglichen China-Romane weltbekannt geworden. Sie vermag wie kaum sonst ein Europäer die geistige und seelische Haltung des chinesischen Menschen zu gestalten. b. Nedostaci iskoriščavanja voča u Jugoslaviji. Von Dr. M. Refes-Remizov. Mit mehreren Kunstbeilagen und Abbildungen. Die Obstbehandlung in Jugoslawien und im Auslände und Fingerzeige zur rieh tigen Obstpflege und fachgemäßen Behandlung und Konservierung. b. Zeitschrift für Musik, gegründet 1834 von Robert Schumann, 104. Jahrgang. Kalendarium 1937. Gustav Bosse Verlag, Regensburg. Monatlich erscheint ein Heft mit etwa 100 Seiten Text, regelmäßigen Bilderbeilagen, gelegentlichen Notenbeilagen aus dem Schaffen der lebenden Generation oder aus wertvollen Funden der musikalischen Vergangenhei. Abonnement vierteljährlich 3.60 Mark. b. Mein Sonntagsblatt, Wochenschrift für Haus, Hof, Feld und Garten, praktischer Ratgeber für jedermann. Neutit-schein. Preis vierteljährlich 24 Dinar. b. Mode und Heim. Zeitschrift fstr Mode und weibliche Betätigung im Heim. Heft 5. Mit Schnittbeilagen, zahlreichen Abbildungen und einer Unterhaltungsecke. Vobach-Verlag, Leipzig. b. Sonnenland. Jährlich 24 Hefte. Erscheint am 1. und 15. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 1 Schilling. Tyro-lia-Verlag, Innsbruck. Jdeittec A Ifetsäüedeues Ich widerrufe alles, was ich über die Familie Kozar ge-sproohen habe. Marie Bračko. Sv. Miklavž. 4069 Kleiner Besitz in Sv. Peter, Neuanlage, 75.000. — Schö-ifer Besitz Drautal. Bahnnähe, Villa, 160.000. — Rapidbüro, Gosposka 28. 4071 vetkaufen Wein, Riesling 7-—. Burgunder 9,— Dinar von 5 Liter aufwärts. Baron Twickel, Tomšičeva ul. 1. 4065 Riesling, allseits anerkannt feiner, gutschmeckenderWein verkauft ab 5 Liter aufwärts Liter Din. 7— Dr. Scherbaum, Weingut Meljski hrib. 3338 iu kaufen §es§M Kessel mit einem Inhalt von 4—6 kbm, welcher als Luftbehälter für 6 Atm, gebraucht werden könnte oder darauf umgearbeitet werden kann, wird gesucht. Anbote mit Preisen unt. »Kessel 6 Atm.« an die Verw. Bu veemieUk Wohnung zu jašniška 5. vergeben. Vo-4067 Lokal, geeignet für \Verkstat te oder Magazin, zu vermieten. Wresnig. Taborska S. 4070 ____ Schönes leeres vermieten. Adr. Zimmer Verw. 4061 Offene Steiteu Pensionisten - Ehepaar W Hausmeisterstelle für Villa am Bachern gesucht. Die Frau soll gut kochen können Angebote unter »Bachernbe-sitz« an die Verw. 4064 Gute Weber, guter Verdienst Auf Revölverstühlen vw Schaftmaschinen gut einse-arbeitete Weber finden dauernden und guten Verdienst-Mechanische Weberei Hugo Stern u. Co., Maribor-Pj' brežje. 40m Sind Sie Mitglied der Antifuberkulosenliga? Gut erhaltenes LASTAUTO 4026 2'/- Tonnen Nutzlast , wird gekauft. Offerte unter ,LaStatitO die Verw. des Blattes. an iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiidiiiiiiiiiiiiiiiimiiii""""^!!11 isl dt&tilt&wu dit iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiip Roman von Bernhard Lonzer Copyright by Gustav Neugebauer, Prag 1. 26 „Nicht wahr, boš hast du nicht erwartet? Ich tausche aber auch nicht mit dem reichsten Manne der Welk." 'Langsam gingen sie auf dös Haus zll. Dämmerige 'Kuhle umfing sie, als sie die Diele betraten. „Dies .Haus könnte auch deine Heimat werden, wenn 'du wolltest", dachte Rainer. Aber er schwieg. Irene stand dicht neben ihm, aber die Dämmerung schien ihre Gestalt ins Uitge-«wisse zu entrücken. Mit einem raschen Griff schaltete Rainer die Beleuchtung ein. Im gleichen Augenblick aber hatte er die lieber-zeugung, daß er es nicht hätte tun sollen. In der Tat schien es, als o«b die plötzlich herabstürzende Lichstlut Irenes Stimmung jäh zerrissen hätte. Sie ließ sich nicht etwa gehen, sah sich auch interessiert in dem behaglich ausgestatteten Raum um und sprach auch ein paar Worte über die an -der Mittelwand hängenden prächtigen Hirschgeweihe, aber irgendetwas an ihr war doch anders als eben zuvor. Vielleicht war es die Befürchtung, das; sie zu weit in sich hatte hinein jo’hvlt lassen, die sie Plötzlich wieder die gewohnte leise Zurückhaltung amrehmen ließ. Da öffnete sich eine der Türen. Marie Engelhavdt, die die «beiden hatte kommen sehen, trat heraus. Ihre freundlichen Augen umfaßten voll leiser Spannung Irenes Gesicht. Noch bevor Rainer dazu kam, vorzu- stellen, streckte sie Irene impulsiv die Hand entgegen: „Willkommen in Ihrer zukünftigen Heimat, Fräulein Böllinghaus! Ich freue mich aufrichtig." Zum ersten Mal seit langer Zeit errötete Irene vor Verlegenheit. Sie hatte nicht bedacht, daß dieser Besuch eine so peinliche Situation mit sich bringen würde. Die alte Dame nahm natürlich an, daß alles in bester Ordnung sei. Und man konnte doch nicht — nein, man konnte nicht sagen, daß es leider — leider! — noch lange nicht ■» weit «war. Aber es war doch so grenzenlos schwer, schier beinahe unmöglich, vor den guten herzenwarmen Augen und dem offenen, vertrauenden und Vertrauen erwecken-«den Gesicht dieser Frau Komödie zu spielen. Nein, das hatte man nicht bedacht, oder man hatte es sich leichter vorgestellt. Rainer mochte die Situation mindestens ebenso Pein lich sein. Wer Irene wagte nicht, ihn anzusehen. So entging es ihr, wie er mit einem rvischen, forschenden Blick ihr Gesicht gestreift hatte. Es gelang ihr nicht ganz, ihre Verlegenheit zu überwinden. „Sie sind sehr liebenswürdig. Fräulein Engelhardt", erwiderte sie unsicher. „Auch ich freue mich, Rainers Vaterhaus und Sc als die treue und fürsorgliche Hüterin seiner Häuslichkeit kennenzulernen." Man ließ sich nieder und begann zu plau- dern, aber die Unterhaltung war doch nicht frei von einem gewissen Zwang. Irene war unter dem Druck ihrer inneren Unsicherheit nicht fähig, sich natürlich zu geben, und je mehr sie das fühlte, desto stärker und hemmender wurde diese Unsicherheit. Rainer sah es Irene an. unter welchem Zwang sie litt. Sicher bereute sie, hergekom-imeit zu sein. Und das sprach deutlicher, als es Worte hätten tun können. Eine nese Niedergeschlagenheit nberkam ihn und machte ihn ebenfalls unfrei und sein Wesen steif und ungelenk. Dem alten Fräulein entging der Zustand, in dem sich die beiden befanden, natürlich nicht. Ihre Verwunderung und Bestürzung stieg von Minute zu Minute. Sie verfügte sonst über eine gute Unterhaltungsgabe, aber hier versagte einfach alles. Ratlos hielt sie die Hände im Schoß gefaltet, und je öfter ihr forschender Blick das junge Paar streifte, desto hilfloser wurde sie, desto mehr sank sie in sich zusammen. Nein, so etwas hatte sie noch nicht erlebt! Das junge Mädchen harte im ersten Augenblick doch so einen guten Eindruck gemacht, war ihr sofort sympathisch gewesen, und nun, mit einem Male — ihr Verwalten war ja geradezu verletzend. War sie vielleicht zu stolz, um mit einer einfachen Wirtschafterin über die doch sehr nahe liegenden Dinge zu sprechen? Es «wäre dem alten Fräulein in jedem an deren Falle als eine glatte Unmöglichkeit erschienen, einen Besucher wieder gehen zu lassen, ohne ihm irgendeine Erfrischung an-geboten zu haben, aber heute dachte sie nicht daran. Und sie wollte auch gar nicht. Nem, sie wollte nicht, mochte diese Irene Böllinghaus davon denken, was sie wollte! Mochte sie sich von Leuten bewirten lassen, die sie als Ihresgleichen ansah! Rainer dachte einmal flüchtig daran, daß er zu Irene von einer Tasse Tee gesprochen hatte. Vielleicht hätte das etwas Ablenkung gegeben. Es war vielleicht gut, wenn Marie Engelhardt mal für einen Augenblick in dw Küche verschwand. Aber nein, man sah C‘J Irene ja an, daß sie nur auf eine schickliche «Gelegenheit wartete, um sich wieder verabschieden zu können. In der Tat erhob sich Irene dann auch bald wieder. Ein unsäglich peinliches Gefühl bedrückte sie, als sie dem alten Fräulein zum Abschied die Hand gab. Sie sprach FaflI höfliche Worte, aber sie fühlte selbst nur fi «deutlich, wie leer und nichtssagend l,e waren. „Durchgesallen!" dachte sie, während ijc in Rainers Begleitung das Haus oerl-cs!-Als hätte sie ein schweres, wichtiges Elll< men nicht bestanden. Stumm gingen sie nebeneinander hUL Erst als sie in die Dorfstraße einbogen, 3roan gen sie sich mit Rücksicht auf die Leute, d«e vor den Türen auf den Bänken saßen, 511 einer gleichgültigen Unterhaltung. Als sie dann wieder außerhalb des Dorfes waren, blieb Rainer plötzlich stehen. „Ich glaube, wir sind beide der Ueberzew gung, daß dieser Besuch ein Fehler iMl ' sagte er schweratmend. „Es bleibt danach wohl nur die Frage, ob du unter diesen Fnt ständen noch Wert darauf legst, zu meme11 Freunden zu gehen." Irene sah an ihm vorüber in den AbeuA der seine Schatten über das Feld und d weite, blühende Heide auszubreiten begann Ihre Schultern waren unwillkürlich 6er11 gesunken. , „ „Wenn es dir lieber ist und du es i richtiger höbst, reife ich ab" erwiderte 11 mit müder, klangloser Stimme. (Fortsetzung folgt) Chefredakteur und für die Redaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der »Mariborska tiskarna- in Maribor.— Für den Herausgeber u. den Druck verantwortlich Direktor Stanko DETELA. — Beide wohnhaft in Maribor.