Nr. 275. Freitag, 30. November 1906. 125. Jahrgang, MtUM Vr«n»«tratton0Preiö: Vlt Puftv eisen bung: „anzjährig 3« ll, halbiährlg ,5 l<. Im »ontor: ganzjährig « ll,, halbjährig 11 X. Für die Zustellung u!ul,gen per Zeile 8 l». Die «iiaibacher Zeitung» erlchclnt läglich, niit Ausnahme der Vv»n- und ft«>,,^age. Die «lbminiftratlon best«b, sich ltongreßplatz Nr, li, die Medaltlou Talmnliugllssc Nr. 1». El'rechstunde,', drr '«edalliun von 8 bis 10 Uhr vu, mittagl, Uiifranlieite Uriefe werben nicht angenommen. Mawülr^ne nicht ^iiiiclgestellt Amtlicher Teil. Seme k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25>. November d. I. dem Präsidenten des Zentralverbandes der Industriellen Österreichs, Hofrate Dr. Hermann Hallwich in Wien das Koiuturtreuz des Franz Iosepl>-Ordens nut dein Sterne allergnädigst zu verleihen geruht. Nach deu, Nmtsblatle zur ym war, wle wenn er nach einer berauschenden Karnevalsnacht das romantische MaHlengewand ausziehen sollte, um wieder in den simplen, nüchternen Alltagsanzug hinein-zu schlüpfen. Aber das allein war es nicht, was ihm das Scheideil so schwer machte, denn er liebte seinen Beruf, er arbeitete gern, trotzdem ihm das Schaffen nicht allzu reicheil Gewinn abwarf. Nein, nein, ganz etwas anderes war es, das ihm die Wehmut ins Herz trieb. Er blickte hinunter in den kleinen Garten, der die Pellsion umschloß. Da promenierte sie be reits, die schlanke graziöse Berlinerin, frisch und dnftig, wie der junge Frühlingsmorgen, der anf der spiegelglatteil, lichlblaueu Fläche des Genfer Sees lag. Des jnngen Anwalts Herz pochte in stürmischen Schlägen. Eine Minute später war Steincke an der Seite des jungen Mädchens. Margot Feierabend begrüßte ihn herzlich. „Wie wär's mit einer Dampferfahrt uach Ter-ritet?" schlug sie vor. „Sie Barbar haben ja noch nicht einmal die Muße gefunden, das berühmte Ehateau de Ehillou zu besuchen, das seit Byrous Sang jeder zivilisierte Mensch, der etwas auf sich hält, gesehen haben muß!" Gern willigle der Anwalt ein, und bald saßen sie auf dem Dampfer, der sie uach Territet führte. Ein lärmendes Leben herrschte auf dem Schiff. Schwatzende Menschen, die sich harmlos amüsierten, nnd italienische Fiedler, die mit schrecklichen Stimmen unverständliche Lieder saugen und dafür zehn Eentimes einkassierten. A'och einmal sog Steincke das köstliche Landschaftsbild in sich ein. Sanftgewellte Hügel auf der einen Seite, und auf der anderen die Riesen der Savover Alpen, der Grammont lind die schnee- bedeckten Felder der Dent dn Midi; dann wieder zerstrente kleine Ortschaften, die in sattem Grün verschwanden. Und über all den Herrlichkeiten wol kenloser, tiefblauer Himmel. Das trnntene Herz des Anwalts aus der kleineil Provinzstadt feierte einen Festtag. Seine Stimmung hob sich, vergessen waren alle trüben Gedanken. Nur dem Augenblick gab er sich hin, Scherzworte flogen ihm über die ^ivpen, die die Gefährtin munter anfnahm. Sie besichtigten die Schloßrnine, doch Steiuckes Augeu ruhten häufiger auf dem schöllen Mädchen, als anf dem alteil Gemäuer. So geschah es, daß er, als sie Schloß Ehillon verlassen hatten, den Mut fand, der Pen^ sionsgenossin Herz nnd Hand anzubieteu. Margot Feierabend war überrascht, das halle sie denn doch nicht erwartet; der charmante Flirt war ihr zwar recht willkommen gewesen, aber ernst hatte sie ihn uicht genommen. Fräulein Feierabend war ein praktisches Mädchen, das für ideale Gefühle nicht viel übrig hatte. Sie überlegte: ihre Eltern hatten, nur eiu kleines Vermögen, nnd so war sie darauf angewiesen, die berühmte gute Partie zu machen. Würde ihr auch uicht schwer falleil, denn sie wußte, welchen Zaubec sie alls die Mäuuer ausübte. Daße dieser juuge Herr vor ihr sich keiner großeil Praris erfreute, war ihr bekaullt, hatte er ihr selbst alisgeplaudert. Aber er war eiu kluger, intelligenter und sympathischer Mensch. Wenn er nach Berlin käme und sich dort niederließ — vielleicht würde er dann Karriere ina^ cheu. Nur eiu kleines bißcholl Glück gehörte dazu! Es müßte ja knrios zugehen, wenn ein so fewer Kopf, wie dieser Günter Steincke, nicht seinen Weg in der Weltstadt machen sollte, in der so viel min derwertige Menschen ihr gntes Auskommen fandcn. (Schluh folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 275. 2578 30. November 1906. dor Botschafter dem Sultan seine Begleiter vor. Hierauf begab sich der ganze Zug mit dem gleichen Zeremoniell wie früher nach der Pfock. Auch hier wurde der Botschafter von einem Truppendeta' chement begrüßt, dessen Kapelle bei seinem Erscheinen die österreichische Hymne anstimmte. Der (^roßwesir und der Minister des Äußern cr-warteien den Botschafter in großer Uniform. Nach der Vorstellnng der Begleitung des Botschafters fuhr der Zug nach der Votschaft in Pera zurück. Der Großwesir und der Minister des Äußern erwiderten in großer Uniform den Besuch des Bot-schafter-5 nach an demselben Tage. Politische Ueberficht. Laib ach, 29. November. In einer Besprechung über die von den Tele-gationen bcansprnchten Militärkredite spricht das „Fremdenblatt" die Hoffnung aus, daß die Annahme sowohl dcs Heeres- als des Marine-budget?« erfolgen werde. Sei doch dieses Budget nichts anderes als das naturgemäße Ergebnis der Entwicklung der militärischen Verhältnisse der letzten Jahre, und man würde nicht verstehen, aus welchem Grunde die eine oder die andere Delegation eine ablehnende Haltung einnehmen könnte. Es sei auch zu erwarten, daß die Armecfrage in den Delegationen nicht wieder aufgerollt wird. Wir seien jetzt in einer Periode wichtiger, wirtschaftlicher Verhandlungen, die zwischen beiden Neichshälften geführt werden, und man brauche den Wunsch nicht zu begründen, daß sie nicht durch neuerliche Auf-wühlling der Leidenschaften gestört werden mögen, daß nicht auf dem Umwege über militärische Fragen, denen eine Aktualität nicht zukommt, neuer-dings beiderseits eine Erbitterung erzeugt werde. Aus Wien, 38. November, wird gemeldet: In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses ist seitens der Regierung der Entwurf eines Gesetzes eingebracht worden, durch welches sie ermächtigt werden soll, die Handelsbeziehungen mit dem A n slande für die Zeit vom 1. Jänner bio 31. Dezember l!)0? provisorisch zu regeln. Diese Maßnahme erschien mit Rücksicht auf den Um-stand erforderlich, daß die mit den geltenden Ermächtigungsgesetze der Regierung erteilte Befugnis am !N. Dezember d. I. endet, während die Handels-politischen Beziehungen zu einer Reihe von Staaten noch nicht definitiv geregelt sind, so daß einerseits bereits getroffene provisorische Verfügungen aufrecht zu erhalten sein werden, anderseits die Erlas-snng neuer provisorischer Vorkehrungen notwendig werden taun. Bekanntlich sind die Verträge bisher mit dem Deutschen Reiche, mit Italien, Serbien, Nußland und der Schweiz abgeschlossen worden. Ein wesentlicher Teil der handelspolitischen Aufgaben, nämlich die definitive Stabilifieruug ,der kommerziellen Beziehungen zu den Balkanstaaten sowie zu Portugal, Spanien und Mexiko harrt noch der Erledigung. Diese Sachlage weist auf die Mög lichkeit hin, daß provisorische Übergangsvorkehrun gen erforderlich werden köunteu, für welche durch das erwähute Ermächtigungsgesetz die legale Vor-aussetzuug getroffen werden foll. — Ein analoger Gesetzentwurf wurde heute auch im ungarischen Abgeordnetenhause vorgelegt. Acht englische Schiffbaufirmen haben, wie aus Glasgow berichtet wird, die Aufforderung crhalteu, sich um den Ban des einzigen minien schiffes, das nach dem diesjährigen Programme an eine Privatfirma vergeben wird, zu bewerben. Das neue Schiff wird ein Schwesterschiff der Schiffe sein, die in Portsmouth und in Devonport gebaut, werden sollen, mit dem einzigen Unterschiede, daß es etwas mehr Deplacement und Tiefgang haben wird. In jeder, anderen Beziehung wird man an dein „Dreaduought"-Typ festhalten. Die zwölfzölligen Geschütze erhalten zur Verminderung der Spannung, die die Schiffshülle bei dem Ab« feueru einer Breitseite auszuhalten hat, eine etwas andere Verteilung. Trotz des vergrößerten Deplacements soll dnrch Turbinen eine Geschwindigkeit von 20 Knoten gesichert werden. Da die Firmeu, die für die Admiralität liefern, ihre Arbeiten für die Flotte erledigt haben, wird der Wettbewerb vermutlich sehr scharf werden und das Linienschiff dürfte deshalb verhältnismäßig billig zu stehen kommen. Mit Bezug ans die Nachrichten, welchen zu folge ein Angriff der marokkanischen Stäm m e im Gebiete von Südoran zu befürchten sei, wird nach einer Meldung aus Paris dort er-t'lärt, daß man keinen Anlaß habe, einen solchen Angriff als unmittelbar bevorstehend anzusehen. Es sei zwar noch nicht jede Gefahr geschwunden, aber es scheint, daß es trotz Aufreizungen zum Aufruhr uud Predigten, über den heiligen K'rieq bisher nicht gelungen ist, den Fanatismus und die kriegerischen Instinkte dieser Stämme bis zu eiuem Grade zu erhitzen, daß feindselige Unternehmungen derselben im bezeichneten Gebiete unmittelbar zu besorgen wären. Tagesneuigleiteu. (Der Kinematograph in der Me-dizi n.) Professor Walter Chase, Mitglied der Medizinisch-chirurgischen Gesellschaft von Edinburgh, hat den glücklichen Gedanken, den Kinematograph im Dienste des Unterrichtes zu verwenden, weiter ausgebildet. Das bloße Wort, ja selbst die Abbildung sin^i ja viel zu schwach, um dem Studierenden von gewis° sen krankhaften Vewegungsphänomeu eine lebendige Vorstellung zu geben. Chase hat daher kinematographische Vilder hergestellt, die einen vollständigen Über» blick über die krankhaften Bewegungen geben, aus denen man gewisse Erkrankungen diagnostizieren kann. So sind z. B. alle Formen epileptischer Zuckungen dargestellt und sie allein erfordern 500 Meter Films, die 22.500 mit größter Sorgfalt hergestellter Aufnahmen epileptischer Erkrankung enthalten. So bildet diese kinematographische Methode, obwohl sn sehr kostspielig ist, doch für den Unterricht eine so außerordentliche Anschaulichkeit, daß sie wohl noch eine sehr große Zukunft vor sich hat. — (Selbstmo r dalsNetl a m e.) Auf dem Gipfel des fenerftx'ienden Verges Nangitoto. einer hohen Veraspitze auf oiner im Hafen von Waitemata bei Auckland liegenden Insel, hat sich, wie Neuseelan. der Zeitungen melden, der aus Belfast in Irland ge» bürtige junge Schriftsteller Charles Pollard entleibt, um für ein von ihm geschriebenes Vuch Reklame zu machon. Am Kl, Oktober d. I. erhielt die Polizei von Auckland auf geheimnisvolle Weise einen Vrief folgenden Inhalts zugestellt: „Auf dem Gipfel des Nangitoto werdet Ihr meine Leiche finden. Tut damit nach den Vorschriften Cures Gesetzes; Charles Pollard, be. kannt als Charles Lcitch." Zlvei Schutzleute fuhren in einer Ölbarkasse nach der Insel und bestiegen den Vulkan. Auf der Aergeshöhe fanden sic- ein roh gezim« inertes, fünf Fuß sechs Zoll hohes Kreuz, aus dem eine Zeile aus einem wohlbekannten Kirchenlied emge-schnitten war. Am Fuß des mit Vlut beschmierten Kreuzes lag Pollards Leiche. Vom Kreuz herab hing ein Stück Seil, in dessen Schleife Pollard fich augenscheinlich hatte aufknüpfen wollen. Ta ihm dies nicht gelang, schnitt er sich mit einem Nasiermesser den Hals ab. Neben der Leiche lag ein Schraubenzieher, den er augenscheinlich beim Zusammenfügen des Kreuzes und zum Einschneiden der Inschrift gebraucht hatte. An Pollard? Westentasche war ein Vrief geheftet, der die Gründe enthielt, welche den Schriftsteller in den Too getrieben hatten. Er hatte, so lautet der Vrief, viel Zeit auf die Abfassung eines Werkes verwandt' das sich mit der Förderung der Wohlfahrt des Men jchengeschlechts befaßte. In drei Abschnitten dieses halb wissenschaftlichen Vuches hatte er die Menschenuatur vom körperlichen und seelischen Gesichtspunkt aus be< handelt und die Verbindung der beiden Naturen g!e-schildert. Amerikanische und europäische Verleger, de nen Pollard das tiefsinnige Werk zur Veröffentlichung anbot, hatten 'es abgelehnt, fo daß der Verfasser den ungewöhnlichen Weg der Selbstentleibung einschlug, um die Aufmerksamkeit des Publikums auf seine Er-örterungen zu lenken und deren Drncklegung zu er-zwingen. — Pollard ist nicht der erste Schriftsteller, der durch Selbstmord für ein unveröffentlichtes Vuch Reklame gemacht hat. Vor Jahr und Tag hat in AI-bany in England eine aus Lancaster gebürtige Lehrerin ein Fläschche» Karbolsäure ausgctrnnkon, weil sie für ihren Noman mit dem vielsagenden Titel „Er-füllung" keinen Verleger finden konnte. Neben ihrer Leickx! lag ein Zettel mit den Worten: „Ieht, wo ich Unrecht Gut. Nomau von N. «torony. (7. FvrlsehUttss,) (Nachdiuck ucll'uten,) Erst nach geraumer Zeit trat der Gerufene ein und mißfiel Martin Huber entschieden. Dieses Kinder-antlit,' zeigte einen Ausdruck perverser Frühreife. Die listigen, blinzelnden Augen des Knaben starrten den fremden Mann mit zudringlicher Neugierde cm. Seine Kleider waren schmutzig und zerrissen. „Das sind die beiden Kinder", unterbrach Madeleine Francois das drückende Stillschweigen. „Ich kann sie nicht länger auf meine Kosten ernähren." „Ja, wo finde ich denn die Beweise, daß Jean Bumeau überhaupt vermählt getoesen ist?" fragte Huber. In der Kirche St. Germain des pres. Dort wurde er vor zwölf Jahren mit Anna Steudel, einer Deut» schen ans dem Elsaß, getraut, welche ein Icchr nach Arsenas Geburt starb." „Sie scheinen gut unterrichtet zu sein." „Ich diente bei Vumeaus. Der Herr hat damals eine Kunsthandlung übernommen, aber die Einnahmen waren schlecht und er mußte bald nach dem Tode seiner Frau etwas anderes anfangen." „Was denn?" „Er gründete ein Nückkaufsgefchäft, wie es deren hier viele gibt." „Aber es brachte ihm nichts ein." „Gott — manche behaupten, er wäre ein reicher Mann dabei geworden." „Diese täuschte sich natürlich." „Wer weiß?" „Denken Sie nicht so?" „Je nun, ich diente bis zu Arsenas sechstem Fahre ber er war weg, die auf den Hausflur mündende Tür unverschlossen, kein einziger Gegenstand von Wert in der Wohnung zu entdecken. Niemand wußte, was ans dem Verschwundenen geworden war. Wieder zu Hause angelangt, fand ich einen ani Abend vorher abgeschickten Vrief von ihm vor." „Welchen Inhaltes?" fragte Huber rasch. Ein lauernder Blick ging über ihn, dann erwiderte Madeleine „O, nichts weiter, als daß er nur das Geld von Deutschland schicken wurde." „Zeigen Sie mir den Vrief!" „Ich muß ihn irgendwo verkramt haben," „Was stand denn weiter darinnen?" „Nichts von Belang, daß ich wüßte. — Drei Mo< nate wartete ich vergebens auf Nachrichten und erließ endlich den Aufruf, der Ihnen auch vor Augen kam. Können Sic mir vielleicht von dem Vater der beiden, Nachricht geben?" „Ja. Er bettelte sich durch bis Luisental uud starb dort in den erbärmlichsten Verhältnissen. Was er Ihnen schuldet, will ich bezahlen und die Kinder von hier fortnehmen." „Wer sind Sie denn?" fragte Madeleine miß» trauisch. „Martin Huber, Bruder des Verstorbenen. Ich gehe jeht zur Polizei, um meine Legitimationspapiere vorzuzeigen, und komme dann wieder." „Ich meinte iminer, Bnmean könne nicht so arm soil,, wie or scheinen wollte." Wieder glitt ihr Blick lauernd über Huber hin. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 275. 2577 30. November 1906. tot bin, werden die Leute mein Buch wohl 'ernst neh inen." — Da hat es ein in Neuseeland wohlbekannter Schriftsteller nanlens Lionel Terry doch klüger an. gestellt. Als die ^icute in Wellington seine über Die „Gelbe Gefahr" und „den Schatten des Reiches" geschriebenen Bücher, welche die britische Nation vor den aus China drohenden Gefahren warnten, nicht lesen wollten, schoß er in einer Straße von Wellington einen alten Cinescn über den Hansen, dessen Tod als Re tlame für seine Erörterungen dienen sollte. - (Dc r Bumera ng a ls Zi ni in e r s p i e l-zeug.) Die Australier besitzen ein Wnrfholz, Vnlnc rang genannt, in dessen Handhabung sie eine überraschende Gcschicklichleit betnnden. Mit frappanter Si» cherheit loerfen sie das flache, etlvas gebogene Holz 50, 60 Meter weit in die Luft, dort dreht es von selbst in elegantem Bogen mn und kehrt zu seinem Ausgangs-punkte zurück, nachdem es eine birnenförmige Kurve beschrieben hat. Der Flug wirkt ganz unfaßbar anf jeden, der den Wurf zum erstenmal sieht, und regt zu lebhaftem Denken über die Physikalischen Ursachen an. die sich aus der Form des Holzes und der Wirkung des Luftwiderstandes, der Geschwindigkeit d<'ö gewor-fenen Bumerang und der Erdanziehung ergeben. Die Vorführung iim physitalifchcn Uuterricht unterbleibt meistens, weil es an einen, genügend großen Platze im Freien fehlt, wo derselbe geworfen Norden kann. Pfanndler hat deshalb versucht, das Erperiment in kleinerem Maßstabe auszuführeu lindes ist ihm geluu gen, einen kleinen Bunierang ans Aluminium nebst 'eiuer Wi,rfvorrichtu,ng zu konstruieren, mittelst welcher man in einem Hörsaal von mäßigen Dimensionen das Erperiment sicher anstellen kann. Die Bumkrain traten Vertreter von .^nochenmehi-Iabriken heran, welche die Absicht äußerten, mit den niedrigsten Preisen den Kampf gegen das ThomaHmehl auf' nehmen zn wollen; sie boten der Gesellschaft die wei> geheudsteu Begünstigungen und mir persönlich be sondere materielle Vorteile an. Ich habe sowohl meine Hände als auch mein fachliches Gewissen rein behalten! Selbst in jenem Jahre, wo nahezu sämtliche landwirtschaftliche Haupttorporationen Österreichs die wegen ihrer unerhörten Preistreiberei boykottierten, waren wir nicht in der Lage, die Empfehlung des Ersatzes des Thomasmehles durch das Knochenmehl mit unseren« fachlichen Gewissen zn vereinbaren, wiewohl dies be» sonders in Krain in jeder Hinsicht für nns das be' quemste gewesen wäre. Es wird behauptet, jeder Stand habe seine eigene Moral. Ähnliches könnte manchmal anch von den agriknltnrchemisäien Ansichten der Kunstdüngersabri-kanten behauptet weroeu. Geschäftlich ist ja dies erklärlich, doch dürfen sich denkende Landwirte nicht dadnrch beirren lassen und die Pflicht aller berufenen Kreise ist es, diesbezüglich aufklärend und nicht ver wirrend einzugreifen. Die Phosphorsäure als Nährstoff der Pflanzen ist im Boden vielfach anderen Gesetzen unterworfen als mancher andere Nährstoff- fie geht mit dem Regenwasser oder mit der Bodenfeuchtigkeit den Pflanzenwurzeln nicht entgegen, diese müssen sie vielmehr auffuchen und mit ihrem sauren Taft nnd mit Zuhilfenahme der Bodenbakterien erst lösen. Die Wirkung eines jeden Phosphatdüngcrs ist nebst von einem genügend großen Vorrate an Phosphorsäure im Boden anch vom Löslichkeitsgrade dieser Säure abhängig. In der Löslichkeit der Phosphorsäure in einem Phosphatdüng>-r liegt demnach der Schwerpunkt znr Beurteilung des Gebrauches und dessen Handels wertes. Zweifellos ist die Phosphorsäure des Knochenmehles sehr schwer löslich, daher zieht die weite landwirtschaftliche Praris andere Phosphatdünger dem ztnochemnehle vor, und zwar nicht nnr anf Grund von praktischen Erfahrungen, fondern auch unterstützt dnrch Anssprüche von Koryphäen auf dem Gebiete der Agrikulturchemie, Es gibt wohl Momente, welche die leichtere Aufnahme einer fchwer löslichen Phosphorfä'ure unterstützen (intensive Bearbeitung, Düngnng und Lüftung des Badens), doch sind dies? für mich in diesem Falle und bei der gegebenen Richtung dieser Entgegnung von geringem Belange, weil das gesamte Thomasmehl in Kram mit ver-schwindend tleinen Ausnahmen nur zur Wiesen-düngung verwendet wird und bei Wiesen von eiuer derartigen intensiven Bearbeitung keine Rede sein kann. Der berufenste Fachmann, Geheim rat Professor Dr. Paul Wagner, Vorstand der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Darmstadt, sayt in seinem Buche „Anwendung künstlicher Düngemittel" folgendes: „Schon vor vierzehn Jahren habe ich einige von uns ausgeführte Versuche veröffentlicht, aus denen fich ergab, daß im Vergleich zum Superphosphat uuo Thomasmehl die Knochenmehl-Phosphorsäure anf. fallend langsam wirkt, nnd ick) empfahl, anstatt der erheblich teueren ,wiochenniehl Phosphorsäure das billige Thomasmehl zu kaufen. Mein Urteil wurde vielfach mit Befremden aufgenommen: man ver-snchte dessen Unrichtigkeit zu beweisen, a^ber es gelang nicht. Anch die Arbeiten anderer Forscher, namentlich Maerckers Versuche, bestätigen die langsame Wirkung der Kiwchenmehl-Phosphorsäure, nnd die Fortsetzung unserer hierauf bezüglichen Arbeiten hat ergeben, daß das Thomasmehl überall schneller wirkt als selbst das bcstbeschaffene Knochenmehl. Nnr auf ge- wissen Wiesenböoen wirlt das Knochenmehl schnell, und überall da, wo man sehr geringe Anforderungen an die Phosphate des Bodens stellt, wo die Erträge gering sein dürfen, wo die Pflanzen wenig Phosphor säure vom Hektar aufzunehmen haben, da wird auch das Knochenmehl auspichen, den Bedarf zu deckeu." Und an anderer Stelle: „Niemals wird man einen phosphorfänrearmen Boden zu Höchsterträgnissen bringen, wenn man ihm keine schneller wirkende Phosphorsänre znführt, als das Knochenmehl sie bietet." — Zu diesen Thesen hätte ich beizufügen: Dr. Wagner rechnet mit reellen Preisen des Knochen inehles. Die kartellierten Fabriken Österreichs bieten heute das Kj5 L? wasserlöslicher Phosphorsänre in Su perPlMphateu zum Kartellpreise von zirka 50 li aus; wie steht der Preis zu dem von ^ I» pro kg en Fi gnreu der die Landschaft belebendeil Menge mmlchen interessanten Beitrag für die Kostümkuude liefern. Ihr Meister ist Andreas Herrlein, ein Mitglied der .Vclxlcmi:, <»!»<->'<»!-!,>i',!u>, der in Laibach geboren, da^ hier als Zeichenlehrer am t. k. Lyzenm im Jahre l«1^ gestorben ist. - (Die Eig e n t ü m e r d e r G r ü f l e a u f d e n! Friedhofe zu S t. C h ii ft o p li) ,m,rden infolge Kundmachung des Stadtmagistrates behufs Festsetzung einer angemessenen längeren Übergangs-frist für die Weiterbenütznng der lloch nicht vollbelog^ ten Grüfte und angelanften Gräber anf de>i 5. De° zember vormittags un, ll) Uhr in oen große» Saal des Mestni Dolll" eingeladen. Au.s Interessententrei« sen komnit nns nun in dieser Angelegenheit folgende Zuschrift zn: Auf diefe Besprechung werdeil die Eigen' tümer von Grüften, die bereits ihre Rechte seit Inli l!»0l dnrch Eingaben lind Proteste dargetau Halx'u, be° sonders aufmerksam gemacht und zu einer recht zahl reichen Beteiligung eingeladen, damit sie ihre Wünsche wegen Weiterbenütznng der mit großen Kosten und Taren erbanten Grüfte geltend mache». Wenn dlV' Schließung des Friedhofes bei St. Christoph in einer raschen Weise erfolgte, weil das Erdreich angeblich mit orgailifchen Substanzen größteneils gesättigt war, fo geschah die Verlegung in einem viel zn kurzen Über gailgsstadinm und war zumindest für jene Grüfte nnd angekauften Gräber nicht zutreffend, dre den sani täreu lllld bantechnischeu Vorschriften noch zur Genüge, entsprechen Die Eigentümer dieser Grabstätten er hoffen für fich jene Rücksicht wie sie ill andereil Städten, wo Friedhöfe anfgelaffen wurden, in Übung war, zumal die Pietät oer den bestenGesellschaftskrelsen a» gehörigeil Familien und Bürger berührt ist. Wie bei Neuerung wäre auch hier ein sutzessiver Übergang aus VilligkeitS' und Gerechtigteitsriicksichten am Platze: zumindest sollte ein entsprechend größerer Zeit. räum für die Nenütznng gestattet werden. Der evangelischen Kirchengemeinde wnrde der unmittelbar ue ben dem Friedhofe von St. Christoph liegende Fried Hof mit der Begründnng. daß sich oie Stadt in dieser Laibacher Zeitung Nr. 275. ____________________________2578 30. November 1906. Richtung nicht ausbreiten dürfte, weiterhin zur Beerdigung rechtskräftig belassen; wenn nun diese Ver» fügung für den evangelischeil Friedhof Geltung hat, muß aus dem angeführten Grnnde das gleiche für oie nicht vollbclegten Grüfte bei St. Christoph zulässig feiu. Die Eigeittümer dieser Begräbnisstätten begrüßen daher die vom Stadtumgistrate ergriffene Initia-tive mit Genugtuung und erhoffen davon eine befriedigende Lösung dieser Frage. - (Beim k. k. Vcrwaltungsgerichts« Hofe) wird am (>. Dezember eine öffentliche münd-liche Verhandlung über eine Beschwerde des trains schen Landesansschusses wider das k. k. Finanzmini-sterium wegen Landesznschlägen zur Erwerbsteuer stattfinden. — (S ch w nrgericht s verhandlunge ll.) Gestern fanden unter dem Vorsitze des Herrn Landes-gerichtsvizepräsidenteu Josef Pajk zwei Verhand-Inngen statt, bei deneil Herr Staatsanwalts'Sub» stitut Dr. Anton K r e m ^ ar als Ankläger fungierte. Die erste betraf den 20 Jahre alten Grundbesitzers' söhn Josef Nozman aus Podreöe, Gerickitsbozirk Krainbnrg, wegen Totschlages und Übertretnng ge-gen die körperliche Sicherheit. Die Verteidigung führte Herr Advokat Dr. Vladimir N avniha r. Am 2. September l. I. kamen der Grundbesitzer Johann Burger und sein Bruder Franz in Podreüe etwas vor Mitternacht ans Praöe nach Hause. Da es ihnen nicht beliebte, schlafen zu gehen, gingen sie in den Hof Zwetschken abschütteln. Ans einmal hörte Johann Burger den etwas voll ihm entfernten Bruder aus° rufen: „Wärmn stößt du mitt einem Messer gegen mich? Willst dn mich denn erstechen?" Gleich darauf kam Franz Burger zum Bruder und sagte zu ihm, daß ihn Josef Rozman erstechen wolle. Da trat auch schon Nozman zu ihnen und stach, ohne ein Wort zu sagen, mit seinem Messer Johann Nurger in den rechten Arm: hieranf wandte er fich gegen Franz Burger, der die Flucht ergriff. Johann Burger sank infolge der erhaltenen Wunde zu Boden, stand jedoch bald auf und ging nachsehen, wo sich sein Bruder befinde. Da die Nacht mondhell war, be-mertte er ihn bald. Franz Burger lag auf dem Boden; neben ihm kniete Rozman und bearbeitete ihn mit dem Messer. Johann Bnrger rief um Hilfe, worauf die Leute Hinzukamel', doch lag Franz Burger fchon tot anf der Straße. Der Mörder ergriff eiligst die Flucht. Er war am 2. September, das ist am Tage der Mordtat, nach Verbüßnng einer achtmonatlichen Haft, erst aus dem Gefängnisse des Landesgerichtes Laibach nach Hause gekommen, hatte in mehreren Gasthäusern getrunken und sich gegen Mitternacht nach Hause begeben, wo er den Mord ausführte. Rozman wurde zu sieben Jahren schweren Kerkers mit einem Fasttage und hartem Lager jedes Vierteljahr, ferner mit Einzelhaft und dunkler Zelle am 2. September jeden Strafjahres verurteilt. — Die Verhandlung gegen den 34 Jahre alten Arbeiter Io» hann Pretnar ans Nadmannsdorf wegen schwerer kör» perlicher Beschädigung wnrde wegen Vorladung weiterer Heu gen vertagt. —I. — (Vortrag über moderne Erdbebe n» forschn n g.) Der Professor an der hiesigen Staats, oberrealschule und Leiter der Erdbebenwarte, Herr Albin Velar, wird vor den Mitgliedern de5 mi° litärwissen schaftlichen Vereines im Lehrsaal des chemischen Laboratoriums der k. k. Staatsoberreal-schnle zlvei Vorträge über moderne Erdbebenforschung halten. Der erste findet morgen, der letzte am 7. Dezember statt, Beginn beider Vorträge um halb li Uhr nachmittags. ^ (Verein der Arzte in Kra i n.) Die außerordentliche Generalversammlung, anf deren Tagesordnung sich die Wahl des Präsidenten und die ergänzende Wnhl des Ausschusses befindet, wird heute um halb N Uhr abends im kleinen Saale des Hotel „Union" abgehalten werden. — (Evangelisch e r F r auenverein,) Übermorgen, Sonntag, den 2. Dezember, findet die Jubelfeier des 50jährigen Bestandes des hiesigen evangelischen Frauenvereines statt. Zum Festpro gramm gehört ein Festakt in der evangelischen .Arche vormittags um 10'/^ Uhr; hiebei hat der frühere Pfar rer Herr Hans Iacauemar die Festrede über-nommen; Herr Musikdirektor Josef Zöhrer hat seine Mitwirkung als Organist zugesagt. An must, kalischen Darbietungen wird u. a, ein Üiedervortrag der Gattin des Pfarrers, Fran Luisita Hege-in ann, die ihre musikalische Ausbildung in Dresden erhalten hat, eingefügt sein. — Abends 8 Uhr findet in der Glashalle des Kasino ein Familienabend statt mit Vortrag des Herrn Vikars Hickmann: „Amalie Cieveking und der erste evangelisch Francnverein", ferner Lichtbildervortrag ans der Reformations ge schichte. (S e e l e, n a m t.) Die vereinigten Ausschüsse der L^ibacher Filialen des Cyrill- und Methodver eines laden ihre Mitglieder zn denn feierliclien Toten amte ein, das Herr Pfarrer Ivan Vrhovnil morgen um 8 Uhr früh in der Tirnauer Pfarrkirche für das Seelenheil des verstorbenen Dichters Simon Gregor < iö lesen wird. — (Genossenschaft der Ga st w i . te n nd Cafetier s.) Im großen Saale des „Mesrni Dom" fand gestern nachmittags eine außerordentliche Generalversammlung der Genossenschaft der Gast-wirte, Cafetiers, Branntweinschänter und Auskoche in Laibach statt. Die Versammlung war gut besncht; es hallen sich über 200 Mitglieder eingefunden. AIs Vertreter der Aufsichtsbehörde war Konzeptspraltikant Herr Ian<5igaj erschienen! außerdem waren anwesend Genossenschaftbüistruktor Herr Dr. Blodig und der Obmann des Landesverbandes der gewerb-lichen Genossenschaften Herr Engelb. Franchetti. ^)iachdcnl der Obnialln der Genossenschaft Herr Tofti die Versammlnng begrüßt nno seiner Freude über den regen Besnch Ansdrncl gegeben hatte, berichtete Herr Fritz N o v a k über die Regelung der Preise für Spei' sen und Getraute. Er hob die Schwierigkeiten hervor, die sich einem einheitlicheil Tarif für Speisen und Weine entgegenstellen, glaubt aber, daß wenigstens für Bier ein einheitlicher Preis mit 22 1i pro Krügel festgesetzt werden könne. Dieser Preis dürfte seitens der Kousumenteu um so weuiger anf Widerstand stoßen, als er in vielen besseren Gastwirtschaften Laibachs bereits eingeführt sei nnd es sich somit mir darum handle, anch in den kleineren Gasthäusern, wo Bier zumeist noch mit 20 li pro Krügel ansgeschäukt wird, den Preis um 2 n zu erhöhen. Da in Laibach etwa 50.000 Hektoliter Bier jährlich ausgeschänlt werden, dürfte dieser Preisansschlag immerhin ein nettes Sümmchen abwerfen. Herr Augnstin Zajc befür-wortetc die Vorgeschlagelle Preiserhöhung mit Rück-sicht auf die allgemeine Verteuerung der Lebensmittel ill Laibach, lvelche dem Gastwirte das Auskommen er^ schwere. Auch Herr D a ch s trat mit dem Himueise für die beantragte Erhöhung ein, daß bei Speisen ein Pro-fit überhaupt kanni zu erzielen sei, lveshalb der Getränketarif erhöht werden müsse. Herr Vergant trat dafür ein, daß diejenigen Gastwirte, weläie die Erhöhung des Vierpreises uicht einführen sollten, einen Betrag (etwa 5 1<) für die gnossenschaftliche Krankenkasse zu leisten hätten, worauf der Vertreter der Aufsichtsbehörde erklärte, daß eine solche Beeinflussung der Mitglieder seitens der Genossenschaft nicht statthaft fei nnd als eine Überschreitung ihres Wirkungskreises aufgefaßt werden müßte. Obmann Tosti sprach seine Verwunderung darüber aus, daß den Gastwirten verwehrt lverden solle, was den Fleischhauern gestattet sei und appellierte an die Kollegialität der Genojseilschaftslliltglieder. Bei der Ab-stimmung wurde die beantragte Erhöhung des Bierpreises fast einstimmig angenommen; gegen den Antrag stimmte nur der Pächter des Kolesiabades Herr Matevie. Die Preiserhöhung soll mit Neujahr in Wirksamkeit treten. Über den zweiten Punkt der Tagesordnung: „Negelnng des Zigarrenvert'anfes in Gasthäusern" berichtete Herr I. Dachs, lvelchcr an die diesbezügliche im Vorjahre beschlossene Nesolntion erinnerte nnd den Antrag stellte, daß der Verkauf von Zigarren und Zigaretten in Gast- nnd Kaffee Häusern so lange einzustellen sei, bis für deren Verkauf den Gastwirten nnd Cafetiers nicht entsprechende Pro« zente eingeräumt luerden. Herr Fran ch e t t i unter stützte den Antrag, glaubt jedoch, daß vorerst die Erledigung der vorjährigen Resolution seitens des Finanzministeriums urgiert werden sollte. Der Antrag Dachs wurde sodann mit dem Zusatzantrage ües Herrn Franchetti einstimmig angenommen. Im weiteren Verlaufe der Beratungen wurde 8 4 der Genossenschaftsstatuten in der Weise abgeändert, daß die Bei-trittsgcbühr sür neueintrcteude Genossenschaftsmit glieder von 10 auf 100 X erhöht Wird, wodurch insbesondere dem Pächternnwesen gesteuert werden soll. Über Antrag des Obmannes wurde eine Petition an die k. k. Landesregierung beschlossen, wonach der Laibacher Stadtmagistrat ermächtigt werden solle, für den Weihnachts- und Silvesterabend freie Polizei slnnde zn gewähren. Gleichzeitig soll der Stadtmagi strat ersucht werden, für Überfchreitungen der Polizei stunde Blocks einzuführen, welche von den diensthabenden Polizeiwachmänncrn im Bedarfsfälle gelöst werden könnten. Herr Zajc erörterte in längerer Ans sührung die Notwendigkeit der Veranstaltung eines lrainischen Gastwirtetages in Laibach nnd beantragte die Einberufung desselben für das kommende Frühjahr. Eine festere Organisation des Gastnn'rlegewerbes sei unumgänglich notwendig nnd auch mit Rücksicht auf den zunehmenden Fremdenverkehr im Lande zn empfehlen. Der Antrag wurde angenommen und die Genossenschaftsvorstehnng ermächtigt, die hiezn erfor derliciien Vorkehrungen zu treffen. Inbetreff des Fla> sckienbierhandels machte Obmann Tosti, die Mttei-lung, daß sich die Genossenscl>aft an sämtliche in Be> tracht kommende Bierbrauereien mit dem Ersuchen gewendet habe, den Verlauf von Flaschenbier an Pri-vatpai-teien einzustellen, widrigenfalls die Gastrolle ill it dor Noykottierung folcher Branereien vorgehen würden, welche noch weiterhin ail Privatparteien Flaschenbier abgel>cn. Die meisten Brauereien haben sich angeblich bereit erklärt, dem Verlangen der Genossen» schaft Nechnnng zu tragen. Herr Angustin Zajc lenkte die Aufmerksamkeit der Versammlung auf die Privatau5köche in Laibach. Es komme vor, daß ein-zelne Frauenspersonen an 20 bis :50 Abonnenten Kost verabreichen und den Gastwirten hiedurch empfind» lichen Schaden verursacheil, weshalb der Stadtmagi» strat aufgefordert lverden sollte, in dieser Angelegenheit entsprechende Maßnahmen zn treffen. Redner griff sodann in heftiger Weise eine dalmatinische Firma an, welche den hiesigen Gastwirten unlautere Konkurrenz mache nnd dalmatinische Weine zn unverschämten Preisen ansschänke und polemisierte sodann, gegen die von der krainischen Landwirtschaftsgesell» schaft veranstalteten Weinkostabende, da die Gastwirte deren Vermittlung durchaus nicht nötig hätten. Eil, Vertreter der dalmatinischen Firma Novakovi? protestierte gegen die Anwürfe des Vorredners und erkläi-te, daß die Firma sich hiefür anderwärts Ge« nngtnnng zu verschaffen wifsen werde. Im Saale er hoben sich Rufe „Hinaus mit ihm! Er hat kein Recht, hier zu sprechen!" worauf der Vorfitzende ihm das Wort entzog. Der Vertreter der Aufsichtsbehörde, Herr Iauöigaj, erklärte iu bezng auf die kritisierten Privatausköche, daß der Stadtmagistrat sich strikte all das Gesetz halte und daß derlei Auskoche zwar der Besteuerung unterliegen, jedoch keinerlei >ionzessio,l nötig haben. Schließlich wnrde oem Genossenschafts-obmann Herrn Tosti für seine aufopfernde Tätigleit illi Interesse der Genossenschaft eine Remuneration von (M) l< bewilligt und fodann die Versammlnng nach dreistündiger Daner geschlossen. - (V on derErd b e b e n w a r t c.) Am 2«. o. verzeichneten die photographisch registrierenden Horizontalpendel ein Fernbeben. Die ersten Vorlänfer setzten uni 10 Uhr 20 Minuten l l Sekunden vormittags ein. Die Hauptbcwegnng begann nm 10 Uhr 2<> Mi nuten 42 Sekunden nnd erreichte um 10 Uhr AI Mi nuteu 54 Sekunden das Marimum mit dein Marimal' ausschlag voll l! Millimetern. Ende der sichtbaren Auf-zeichnung gegen l 1 Uhr 28 Minuten. Die Herddistanz wurde auf 5200 Kilometer berechnet. N. * (S a m t Pf erd n n d W a g c n v e r s ch w n n-den.) Vorgestern mittags sandte der Steinkohlen bändler Valentin Knga seinen 28jährigen Knecht Io hann Pototar ans Trebelevo mit einer Fnhr Stein-kohlen ill die Stadt. Der Knecht ist bis hente noch nicht zurückgekehrt. Das Pferd ist schwarz, 15 Jahre alt, der Wagen ist ein gewöhnlicher Steinkohlenwagen mit rückwärtigem Firmaschilde. ' (Ein Wachsdieb.) Gestern nachmittags wnrde der 48jährige Taglöhner Nlasius Faßbinder alls Klein-Liplcin verhaftet, weil er seinem Dienstgeber, dein Fensterreiniger Matelie. mehrere Kilo» gramm Wachs entwendet lmtte nnd sie veräußern wollte. Theater, Kunst und Literatur *" (Deutsch e B ü h n e.) Die neue Zeit hat gründlich mit der veraltete» Anschannug gebrochen, daß die Bühne mir als Vergnügnngsanstalt allgesehen wird, auf der allenfalls noch die ersten Seiten des Menschenlebens dargestellt u>erden können, der es aber verewhrt sein soll, das innerste Leben des Men» schen, seine Stellnng zur Religion zur Erscheinung zu briugen. Die höchste Weihe erhielt in dieser Hinsicht die Bühne durch Richard Wagners „Parsifal", dem Drama des Mitleids und Erbarmens, in dem „des Mit-leidS höchste Kraft" so überwältigend znm Ansdrncke kommt. Allen neueren Dichtungen des Erbarmens nnd Mitleids lassen sich gewisse Alinäherungspnnkte an den großen Meisters Dichtung nachweisen und auch die Gestalt der sündigen Stine in Engels „Über den Wassern", da sie dem reinen Gottesmann ill herzer-greifender Wahrheit die ganze starrende Leere ihres Elends enthüllt, damit Erbarmen ihn bewege, erin» nert lebhaft an Kundry, der durch Parsifal, dem reinen Toren, der Weg znr ewigen Liebe gewiesen wird. Glenich Knndry strebt Stille dnrch dienende Demut zu sühnen, das Erbarmen zu verdienen, es er» nenert sich die rührende Geschichte des Magdalenen« iums und sein Sieg über Unduldsamkeit, und Erbar° mungslosigkeit: die Läuterung vom ererbten Vorurteil. Stine bat oie Liebe entweiht, der freiwillige Opfertod reinigt das fündige Weib. Mitleid und Sehnfncht finden Erfüllung. In der Innerlichkeit, die das Stück beherrscht, in den feinen psychiologischen Laibacber Neituna Nr. 275. 2579 30. November 1906. Fädon, die (5 durchzu'hoil, gidt sich echter dichterische Geist timd. Echt dichterisch sind auch dio Stilnnnmgs' baltx'r m ilirer trostlosen Tilstert'cit. an IosonM Biihnent^inik niahnt die .^tonzontratwn der Hand-lun« auf einen beschränkten Nanni und eine be-schränkte Zeit; die Menschen sind natürlich, menschlich in ihrem Denken und Fühlen, in ihrem Leid und Eleno charakterisiert. Solchen Vorzügen gegenüber sinken die Fehler des Stückes auf cin Mindestmaß herab; sie werden in einer guten Wiedergabe zudem weniger fühlbar, da das Publikum unter dein Vanne des Stimniungsaehaltes steht. Das traf erfreulicher-lveis< diesmal zu. Die Aufführung war mit liebevollem Fleiße vorbereitet worden; die Spielleitung durch Herrn Weißmüller zeugte wieder von jenem Verständnis, oas auch mit bescheidenen Mitteln dem dichterischen Geöanten gerecht wird. Die Darstellung nmr stimmungsvoll dein Stile der Dichtung angemessen. Besondere indwidnelle Eignnng brachte Herr Weyrich der Rolle des Pastors Holm cntge. gen, dessen an Zelotismus streifendes Vornrteil und dessen Mitleidlosigt'eit er menschlich wahr milderte. Den Übergang bis znin Erwachen des — vielleicht auch durch die Todesfurcht belebten Mitleids — führte n mit inniger Vertiefung in die Absichten des Dichters eindrucksvoll durch; die rührende Gestalt des alten, schwachen, sündigen Pastors gab Herr Na-stars mit schlichter Einfachheit natürlich-sympathisch. Die Vegabnng von Fränlein Nanscher hielt auch der schwierigen Charatterisiernng der lcidenschaftli^ chen Stine stand, deren zwischen Nachsucht, Wildheit, Neue. zwischen Schlichtem und Elementarem schwankende Stimmungen sie eindrucksvoll wiederspiegeln ließ. Vielleicht hätte ein noch leidenschaftlicheres, elementares Drauflosgehen beim Festhalten an den ursprünglichen Neiseplan in der ersten Szene die Wir-kuug gesteigert und gedämpftere Töne der Demnt das Düstere der letzten Szenen gehoben. Die brave alte Wirtschafterin Westphal spielte Frau Urban mit hcrzliechr Gemütlichkeit, die allerdings in den lehten Auftritten mehr von Todesangst getränkt sein soll. Herr Weihmüller gab den alten Küster in derb Polternder Realistik. '1. — (In Neclams U n i ve r s a l b i b l i o-t h e k) sind folgende Vände neu erschienen: Nr. ^41. ^«12. Olga Waldow: Wera. Ein modernes Charakterbild. - Nr. 4843. Wagh: Der Neiseontel. Schwant in drei Aufziigeu. (Teillveise nach einer frein, den Idee.) Vühncneinrichtung nach der Aufführung am Warmbrnnner ^tnrtheater. — Nr. 4844. Mar Moll e r: SchönEdclrot, die Königin vom goldenen Ährenland. Weihnachtsmärchen in fünf Bildern. Mn-sik von Iul. Herni. Matthey. - - Nr. 4845. Iassy Tor-rund: Spätsommer nnd andere Novellen. — Nr. 4846. Erläuterungen zn Meisterwerken der Tonkunst. 10. Vnnd. Richard Wagner: Die Meister° singer von Nürnberg. Handlung in drei Anfzügen. Geschichtlich, szenisch und musikalisch analysiert, mit zahlreichen Notenbeispielen von Mar. Chop. -^ Nr. l.^47. Opernbiicher t)0. Vand. Albert Lortzing: Rolands knappen. Märchenoper in drei Anfzügen frei nach Musäus. Neue Bearbeitung. Vollständiges Buch. Herausgegeben und eingeleitet von Georg Nich. Krufe. Nr. 'M'ltt.Berühmte Kriminalfälle. Nach dein Neuen Pitaval und anderen Quellen. Hcrnusgegebeu von Dr. Mar Mend heim. Zweites Vändchen: Karl Lndwig Sand, der Mörder Kotzebues. ^ 95r. 4849. Georg N e l l y: Monsieur Herkules. Posse in einen, Aufzug. — Nr. 4850. Hans Frauugruber: Aus-seer G'schichtei:. Erzählungen und Schwanke. Zweite, durchgesehene Auflage. Erster Teil.________________ Telegramme ies l. l. leleMltll-smchllnlleilz-Vllttlllls. Rcichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 29. November. In fortgesetzter Debatte über die 9. Grnppe der Wahlreform (Wahlkreiseinteilung für Böhmen, Mähren nnd Schlesien) gedieh die Debatte bis zn den Schlußworten der Minoritäts-berichterswtter. Während der langen Reihe von tatsächlichen Berichtigungen kam es wiederholt durch die übermäßige Ansdehnung der Reden der Abg. Ster n berg und Holansky zn lebhaften Kontroversen zwischen diesen einerseits nnd öem Präsidinm ander seitZ. Die, Sitznng mußte wegen des dadurch hervorgerufenen andauernden Lärmes auf zehn Minnten unterbrochen werden. Schlich der Sitzung um 8 Uhr abends. — Nächste Sitzung morgen. Explosion. Dort m n u d, ^>. November. Die zwischen Wit-ten nnd Annen gelegene Nobnritfabrik flog gestern dlx'nd in die Lust. Kurz nach 8 Uhu und gegen 9 Uhr erfolgte je eine gewaltige Explosion. Der Ort Annen gleiä)t einem Trümmerfoldc. Die Fenstercheiben sind' in weitem Umkreise bls Dortmund zertrümmert. Die Bevölkerung flüchtet ill großer Panik aus dem Er plosionsgebiete. Man spricht von :M) Toten nnd Verwundeten. Bis dalb ^ Uhr nachts wurden . November. Über die Explosion der Roburitfabrik bei Witten (Gesellschaft nnt beschränkter Hastung) wurden noch folgende Einzelheiten bekannt: Gestern abend um 8 Uhr brach im Maschinenraum Fener aus. Der Brand pflanzte sich auf den Packraum fort, wo oic erste Erplosion erfolgte. Der Heizer Seiler wnrde durch den Luftdruck gegen das benachbarte Ge-bände geworfen nnd war sofort tot. Der Kessel '«,'r.» plodierte und glühend heißer Dampf strömte cms. Di> ret tor Frank, welcher bei der ersten Erplosion gerade den Lagerraum verließ, erlitt eine Verletzung am >lopf^, konnte aber heute morgen an der Unglücksstätte erscheinen. Der Chemiker Dr, Kimz, der aus dem Laboratorium herauskam, wurde sofort getötet. Verschiedene Feuerwehrleute wurden beim Löschen schwer, mehrere andere Personen leicht verletzt. Berlin, 29. November. Weiter wird berichtet: Im Lagerräume lagerten zur Ait des Brandes un° gefähr lM» Kisten zu vierzig Kilo Roburit. Der Meister dor Wittener Gnßstahlfabrik Viermann, der zur Zeit des Unglückes bei Verwandten zu Besuch war, wurde getötet; ebenso ein Schüler namens Cronfeld. Vom Publikum, das sich beim Brande des Werkes eingefun-den batte, wnrden zahlreiche Personen bei der zweiten Erplosion verleht. Witten, '^9. November. Nach den bnsherigen Feststellungen sind l>ei der Explosion in der Noburit> fabrit 2l Personen getötet nnd !X> schwer verwundet worden. Unter letzteren befinden sich mehrere tödlich Verletzte. Einige Personen wnrden taub. Die Woh» nungen in der Nähe der Fabrit wunden geräumt. Witten, M November. Bei der Explosionskatastrophe in der Robnritfabrit wnrden nach den letz-len Feststellungen W Personeil gelötet, etwa 50 schwer nnd ungefähr 100 leicht verletzt. Kaiser Wilhelm hat für die Hinterbliebenen der Verunglückten 25.lXX1 Mark gespendet. Wien, 29, November. Das t. k. Telegraphen->im-respondenzbnreau ist vom k. und k. Kriegslninistp-rinm ermächtigt worden, im Hinblicke auf eine Notiz eines in Ungarn erfcheinenden Tagesjournals vom 28. d., nach welcher demnächst große Trnpvenverschie-bungen nach dem Süden der Monarchie geplant seien, festzustellen, daß nicht nur keine großen, sondern über Haupt keine Trupvenverschiebungen »ach dem Süden beabsichtigt sind, Vnda p e st , ^>, November. Gegenüber der Mel. dnllg eines Morgenblattes, wonach die Regierung die Erhöhung des Rekrutenkontingents durch nationale Zugeständnisse zn erreichen gedenkt, ist das Una. Telegraphen^torrespondenzbllreall zur Erklärung ermächtigt, daß diese Nachricht vollständig unwahr ist. Der Ministerrat hat sich überhaupt mit der Frage der Erhöhung des Nekrntenkontigents nicht beschäftigt. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Franze, Dr. P. C., Die Behandlung der Herzkrank heilen mittels kohlensauerer und elektrischer Bäder, Massage. Gymnastik uud Diätetik, k 1 92. — Stern berg, Dr. W., itochtuttst uud Heiltuust, K 3 60. — Riezler K,, Über Fi-uanzeu und Monopole im alten Griechenland, X 2 «8. -Nuhland, Dr. G., System der politischen Ökonomie, 2. Vd,: Entwicklungsgeschichte der Völker, li 12. — Robert Friedr., Die Eutstryung des Menschen, li 2 40. — Schmidt, Dr E., Ausfühiliches Lehrbuch der pharmazeutischen Chemie, 1. l( 12. - Werth P., Die Zuhue, li l 80, — Westermeiei, Dr. N,, Die laudwirtschafllichc Vetriebseinrichtuug. l( 7 20. — Haubners landwiltscliaftliche Tierheilkunde, l^ 14 40, — ztluge, Pros Dr H,. Auswahl deutscher Oedichte. K 3 60. ^ H. St. Chamberlain, Die Grundlagen des XIX Jahr« huudens, 2 Bände, broschiert K 7 20; «eb. li 8 64. — Gürtler, Dr. Alfred, Das Problem des Rhythmus des Ar-beitsmarktes und die Methode seiuer Erfassuua, und Darstelluug, K 3 l!0, — Loos, Dr. I., Euzyllopädisches Haudbuch der Erziehungskunde, 1 Band, K 18, Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. KIeinmayi <^Fed. Vambergin Laibach, Kongrehplah 2. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Vom 25. bis 27. November. Noa. Kfm., Berlin. -Flaminger, Kfm.; Lauter, Professorsgattin, Marburg. — Gold-berger, Kfm., Warnsdorf. — Sotac, Kfm.. Iaska. — Makuc. Nfm.; Klebet, Unlerbeamter, Görz. — Dr. Czmiel, Arzt; Goelen, Fabrikant, s. Tochter, Neumarktl. — Krenner, Fabrikant, Bischoflack. — Bernik, Besitzer. St. Peter. — Smole. Private, Krainburg. — Petronio, Finizio, Lubilsch, Luzzatlo. Me.; Dr. Rizzoli, Privat, Trieft. — Dr. Kropsch, k. u. l. Ober» stabsarzt; Kopecly, l. u. t. Major; Urbanek, k. u. t. Hauptmann; Kaldor, Vertreter; Schwarz, Kfm., Graz. — Berbic, Fabrikant, Nistra. — Goldhammer, Kfm., Brunn. — Pinz, l. u. l. Haupt« mann, Pola. — Aicheler, Xfm., Hamburg. — Zaduek. Besitzer, Seuosetsch. — Eger, Prolnrist, Eisnern. — Hecht, Kfm., Prag. - Schttbl, Ingeuieur, Mödling. — Stoeger, Vertreter, Agram. — Schneider, Gutsverwalter, s. Frau, Zaravecchia. ^ Fischer, Privat, Laibach. — Simicich, Privat, s. Frau, Fiume. — v. Czadel, Oberingenieur; Blau, Billardmonteur: Deller, Fischer, Weih, Ieracic, Schaschina, Bereut, Schedilvy, Frommer, Lustist, Pick, Demberger, Stern s. Frau, Nnderhofer, ^'lau, Kapp. Nimhin, Kalmar, Wagner, Fleischmann, Singer, Popper, Katz, Pomeranz, Verger, 3ieumann, Kstte.; Diamant, Thealeragent; Kraus,. Musiker, Wien. Verstorbene. Nm 26. November. Maria Dejak, Aufseherswitwe, 56 I., Salendergasse 3, 1'!i!)«l«ul. pulm. — Matthäus Bajc, Knecht, 68 I,, Nadehkystrahe 11, ^pnpisxl» ««r«dri Am 27. November. Johann Skvarca, Weltpriester, 61 I., Sallocherstrahe 11, ^rt,«riu»c:Iorn«i». — Franzisla Dolenc, Arbeiterin, 36 I., Nadetzkystrahe 11, D^nwntin »«eun 0« Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15°, Nor« male 0 7°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Unferet fjeurtfleu dummer (©efamtauflajje) ließt ein 5ßto« jpeit unserer SBudjtjaiiblung über «9}ü$üd)e ©üd)Ct> bei, worauf tuic unsere V|J. X. iiefet aufmerffam modjen. (5138) \ Krainische Hunstwebcanstalf ^ | w Weihnochts- S Ö I 2S nusstellung. s § IOerhauf zu ermäßigten Preisen in K der Zeit vom 1. bis Zlf. Dezember. K n Geöffnet täglich von 8 bis 1Z und m i oon Z bis S Uhr Sternwortgasse 1. H -.51-44) 8—1 Restaurant Friedl s** Heute Freitag den 30. November 1906, abends: (6146> Me Spanferhelschmous.