Dienswss, 6. Mai 1890. 109. Jahrgang. Zeitung. «»»,iä^ n °"6p"i5: Mit Posluc rsendun 8 ! aailzMri,, f!, >5. hnlWlirl,, fl, ?'ü!>. ImLompIoir: l,»,,'"^, II. !»iil,jühlin s> 5 5». Filr die ZustcNunn in« Hau« „aüziählin st, l, - InsrrtionOnebUr.- ^>>r Dis »Lllibacher Zeituiiss» erlchriitt »änlich m!< «»«nah»!? der Honn» >md sseierlage. D> !>!rbnrl!on Bahichosnalss i!4, Sprechstunden der Redaction »üblich uu» l» bii 12 U!,r vormittag« — Uülmülieitt' «risse loelbe» nicht angeiwmme» u,ib Maliujcripje nicht zilruclgeslellt Amtlicher Weil NU-'A'^ ""b t. Apostolische Majestät habe,, mit Tec i N" Entschließung vom 27. April d. I. dem Nans » ^ '"' itteichs.Finanzministerium Maximilian zn«,<'/^witsch taxfrei die Würde eines geheimen ^^huldreichst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Weil. Die Unterlraiuer Bahnen. Zll.,,3". haben berrits den Gesetzentwurf übl>r die linttt. ''^ ""^ Bedingungen für den Van der denG s < l ^"huen mitgeteilt. Die Regierung hat Unter d"""^ '"'l folgender Begründung einbegleitet: ^chtg »!' ^ucalliah>,ftrl)jecteli, oeren Realisierung an« ^ Gew'? ^'ä"länglichteit der den Unternehmern nnd ^glickt "^ einer ausreichenden Staatsbeihilfe er-^h'nen k ?"' ^""' "lcheint namentlich das Unter-kl"er Tll f genannten Unterkrainer Bahnen, nämlich ^litilfll h" """ ^"lbach nach Rudolfswert und schce ,„;. N«?lraza M't einer Abzweigung nach Gott-^lttlch.lss ^"">'cht auf deren im Folgenden zn erörternde "^d ^,1"'^ und staatliche Bedeutung der Förderung ^'derz ^ l '^"^ durch die Staatsverwaltung in be- Der?? ^"be würdig. ^egene n s^ch """ °" Landeshauptstadt Laibach gliche,, m bereit Ullterkrain, dessen Verkehr der "'Mt'>^.c '"'k" "' s'ch ziehen nnd beleben sullen, don n,ps?. ' Gerichtsbezirke mit einer Einwohnerzahl dich« H- °ls 200.000 Seelen. Der südliche Theil V'lnlte l>llV s^ welcher die Stadt Gottschee zum Mittel. lNlichti^, '^"ksttzt lkiche, natürliche Hilfsquellen in den ^ qerin^"""^^"'lagern, welche gegenwärtig nur ?" Ären«,?' ? theile behufs Deckung des Localbe'darfes !" ljroße.'"^'al erschlossen sind, binnen lurzem aber 'n dri, >, /-""he ansgebeutet werden sollen, ferner erzen. ^^ ^"^""' bedeutenden Lagern von Eisen. !'°"eUe N '" ausgedehnten Waldbeständm. deren ra-n^Ulia?"""schast"ng wegen der bedeutenden Ent. ""betra^Ü aufnahmsfähigen Absahstätten sowie in »nögiich^ der kostspieligen Achsfracht bis heute nicht "»ich di^N^" ^^ burch die projectierten Bahnlinien ^^n Tb^^^^'hnng geschaffen werden, die im nörd- ^^ ^ue des fraglichen Verkehrsgebietes unter giin- stigeren Bedingungen betriebene Landwirtschaft und Viehzucht, welche schon derzeit ungeachtet der schwierigen Verkehrsverhältuisse die Beförderung namhafter Sendungen von Mastvieh (Hornvieh nnd Schweine), dann von Geflügel nnd Eiern nach Laibach nnd von da in das Ausland ermöglicht, sowie den in einzelnen Be-zirlen erfolgreich gepflegten Weinban ertragsfähiger zu gestalten, wie denn überhanpt der baldige Ausbau der projectierten Bahnen als das wirksamste Mittel anerkannt werden muss, um dem schon seit Jahren in Unterkrain bestehenden, immer weiter um sich greifenden Nothstande mit Erfolg zu begegnen. Im Falle der Realisiernng des in Frage stehen-den Bahnprojectes ist ferner im Hinblicke auf die bestehenden günstigen Productionsbedingungen und das Vorhandensein einer arbeitssreudigen und wenig an» spruchsvollen Bevölkerung das Entstehen und die rasche Entwicklung der industriellen Erwerbsthätigkeit im berührten Land^stheile zu gewärtigen, welche nicht nur der einheimischen Bevölkerung, sondern insbesondere auch dem Handel und Verkehre Trirsts, welches bisher den Mangel eines indnstriellen Hinterlandes schwer empfindet, in hohem Maß? zugute kommen wird. Die projectierten Bahnen Unterlrains besitzen außerdem eine über den örtlichen Bereich hinausreichcnde verkehrspolitische und gesammtstaatliche Bedeutung, indem die Hauptlinie Laivach'Rudolsswert das Mittelstück eines militärisch wichtig?» directcn Schienenweges aus Nieder» Ungarn gegen die westliche Reichsgrenze darstellt und überdies in die Richtung der längstangestrebten Haupt« bahn fällt, deren Ziel znnächst der Anschluss an die kroatischen Bahnen bildet, mittels welcher sodann in weiterer Folge vielleicht deieinst auch eine Verbindung mit den Dalmatiner Bahnen erfolgen könnte, wofür bekanntlich schr gewichtige commercielle und politische Gründe geltend gemacht werden. Die intendierten Unterkrainer Bahnen wurden be« reits im November 1886 der Tracenrevision unter, zogen und wurde hierbei für die von der Südbahn« station Laibach ausgehende, als Hauptbahn zweiten Ranges auszuführende Hauptlinie iu der Länge von rund 82-5 Kilometern die Tracenführuug von Laibach über Großlnpp, Weixelburg. Pösendorf und Treffen nach Rudolfswert, eventuell bis Straza in Aussicht genommen. Für die bei Grohlupp abzweigende, als Locolbahn auszuführende, rund 49 Kilometer lange Seitenlinie nach Gottschee wurde bei der obgedachten Amtshandlung die Trace über Reifnitz als die zweckmäßigste erkannt. ___________ In Absicht auf die Realisiernng des fraglichen Aahnprojectes hat sich ein aus Vertretern der Interessenten im Lande Krain zusammengesetztes Consortium gebildet, welches nach länger fortgesetzten Bemühnnge», eiue geeignete Basii für die Financiernng des Unter« nehmens zu gewinnen, schließlich ein concretes, von der Regierung als annehmbar befundenes Programm für Ausbrmgnng der erforderlichen Geldmittel in Antrag gebracht hat. Diesem Programm zufolge hätte die Staats» Verwaltung sich an der Beschaffung des mit dem Ma« ximalbetrag von 10 Millionen Gulden veranschlagten effective« Baucapitals mit einer gegen Uebernahme von Stammaclien in mehrjährigen Raten zahlbaren Ea« pitalssllboention im Betrag von 2'/« Millionen Gulden zu betheiligen. Der durch die erbetene Staalssuboention nicht bedeckte Rest des Baucapitals im effectiven Ma« ximalbetrag von 7'/^ Millionen Gulden soll durch Ausgabe weiterer, von den Interessenten und eventuell vom Lande Kram zn übernchmender Stammactien, dann unter erst später festzusetzenden Modalitäten dnrch Emission von Prioritätslitres unter Heranziehung des Geldmarktes aufgebracht werden. Die bereits gesicherten, gegen Uebernahme von Stammactien zu bewirkenden Beitragsleistungen der Interessenten erreichen derzeit schon den Efsectivbetrag von 550.000 fl.. welcher bei Fortsetzung der Verhand-lungen voraussichtlich noch eine namhafte Erhöhung erfahren wird. Der lrainische Landtag hat in seiner Sitzung vom 19. October 1888 auf Grund einer eingehenden Würdigung der wirtschaftlichen Bedeutung und der Ertragsfähigkeit der projectierten Bahnen den Beschluss gefasst, Stammactien in einem weiteren, in mehreren Jahresraten einzuzahlenden Betrag von 500.000 fl. zu übernehmen. Es wird jedoch von Seite der krainifchen Landes» Vertretung auch die Eventualität ins Auge gefasst, das« an Stelle der gedachten Landessubvention vom Lande Krain die Garantie für die vierprocentige Verzinsung und Tilgung der auszugebenden Prioritätstitres übernommen werde, wodurch die Begebung dieser Wertpapiere zu einem beträchtlich höherem Course ermöglicht und die Aussicht auf eine baldige ausreichende Verzinsung des gesummten im Bahnbaue zu investierenden Nnlagecapitales, somit auch der vom Staate zu übernehmenden Slammactien aus den Erträgnissen der Bahnen wesentlich gebessert würde. Jeuill'eton. Die Partner. Aus dem Englischen. b°t. tH^5"m kamen in Iackaß Gnlly so häufig ^ttbra^ " Goldgräber nicht einmal ihre Arbeit ^wl A"' um sjch beim Auttick derselben zu er-e>ne ll,,p. 5^ dortigen Begriffen waren Prügeleien U"d wer " - ^l'che Würze des menschlichen Lebens, ^leide^l, . " ^'""' Gefallen fand, galt als bc. l grükl«^" Sonderling, denn er entbehrte einen 5 Als „5 "ssr. de"n man theilhaftig werden kaun. ^ lind m "'e berühmte Schlägerei zwischen Balltet ?Uy sen..^^ Scott stattfand, da warf ganz Iackaß Me sj^ "e gewohnte Gleichgiltigkeit ab. und alles be< tt^" War/n'^?"' A"blick zu genießen. Denn die Mnng ^"F"t"". d,e zwei Jahre her. die seit Er-'>n. c^l Goldgruben von Iackaß Gully verflossen fbschon ^ "?"ndschaft 9°" als recht idyllisch, uud ^""le. das« "nem der beiden Freunde nachsagen M der n,, s/ "was Poetisches an sich hatte, so war Fhrr ilz,","'^ud. dass es während der ganzen zwei «s "lt. ar, "'Hl z>l Thätlichkeiten gekommen war. ls <2teru' ^ "'" lie am Horizonte von Iackaß Gnlly ^se„. von außergewöhnlichem Glänze gelten zu A.'' Ke ^? d'" Ursache des Streites und der Schlä- Mt t^ ^'terem auf dem Fuße folgte, bekannt wurde. ^acye ^nen gewissen komischen Anstrich. Es verlautete nämlich, dass sich das Ganze nm eine Frau drehte. Vallaret war als Weiberfeind von reinstem Wasser bekannt. Bei der bloßen Erwähnung des schönen Geschlechtes wurde er ungeduldig und zornig, und stieß Vcrwünschnngen gegen alle Weiber aus. Man glaubte allgemein, dass er mit den Frauen nichts weniger als angenehme Erfahrnngen gemacht, und einzelne Winke, die er von Znt zu Zelt falk» ließ. schienen diese Meinung zu bestärken. Poggy Scott aber, der bedenleud jünger war, als sein Partner, war kein solcher Pessimist "nd fand Vergnügen mit den Frauenzimmern, die ihren Weg in die Einsamkeit von Iackaß Gully g'filuden hatten. Der Weiberfeind Ballaret hatte dicftu jugendlichen Hang seines Partners längst mit MissbetMen gesehen, und als letzterer eine mehr als vorübergehende Neigung sür das Schcnklnädchen d,s Wirtshauses «Melbourne» bekundete, da kam sein lang verhaltener Groll zum Auibruch. Rasch entschlossen, wie alle Goldgräber, ergnff er die, erste Gelegenheit, um Poggy Scott Vorstellungen zu machen, die wenia/r zart als energisch waren. «Schau 'mal her. Dieses Herumscharwenzeln gefällt mir nicht,» so brummte er und schlug mit dcr Faust aus den Tisch. «Wer den Weibern nachlauft, den kaun ich nicht als Partner brauchen. Unsereins muss sich von ihnen fernhalten. Meide alle Weibecröcke. sag' ich dir. sonst sind wir geschiedene Leute. Merk dir das ein» für alle-mal. Am Ende willst du das Mädel gar Hieher brin. gen nnd dann» — vor Entrüstung und Zorn verlor der Sprechende den Faden seiner Rede. Leiber haten die beiden Männer kurz vor dieser Unterredung tief in die Gläfer geguckt. Poggy's Ant< wort war durchaus uicht geeignet, Ballaret zu besänf. tigen. so entspann sich ein heftiger Wortwechsel und nach kaum 5 Minuten rangen die beiden in verzwei. seltem Kampfe miteinander. Die Schlägerei zog eine völlige Separierung nach sich. Poggy verließ für immer die gemeinsame Hütte und rammelte susort Pflöcke für eine neue Wohnung ein. Seine Liebhaberei für die massive Abigail, die Aulass zum Bruche gegeben hatte, sollte übrigens zu keiuem erfreulichen Ende führen. Eines schönen Morgens machte man die Wahrnehmung, dass die Jung« srau mit einer verwandten männlichen Seele verschwun« den war, und zwei Pferde, sowie der Inhalt der Wirts-hauscasse mit ihnen. Ob nun diese unerwartete Lösung ihm nahe gieng, oder ob ihn der Bruch mit seinem früheren Partner betrübte, genug, er gieug von da an traurig und niedergeschlagen herum nnd verdichtete seine Arbeit wie geistesabwesend: es w^r ihm, wie die Leute sich ausdrückten, «etwas über die Leber gekrochen.» So standen die Sachen in Iackah Gully, und alles sah gespannt der weiteren Entwicklung der Angelegenheit entgegen, als Plötzlich ein unerwartetes Er« eignis das allgemeine Interesse für sich in Anspruch nahm. Eines Morgens, als Poggy mit männlicher Krast ans ein Stück Eisenerz losschlug, gieng seine hacke plötzlich sehl, bohrte sich in st in Bem und verwundete Laibachcr Zeitung Nr. 103. 840 6. Mai M0. Verhandlungen des Reichsrathes. - Wien, 3. Mai. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Debatte über den Etat des Finanzministeriums fortgesetzt. Vei Capitel «Steuerexecutions'Gebüren» beklagte Abg. Garnhaft die traurige Lage der Landwirt« fchaft und die außerordentliche Höhe der Steuerexecutions-Gebiiren. Er bat den Minister, ein neues Executions-verfahren einzuführen. Regierungsvertreter Pr. R. von Bohm wandte sich gegen die von einigen Rednern geüble Kritik der österreichischen Steuerverhällnisse, die zu düster geschildert wurden. Mit dem Abg. Neuwirth polemisierend erklärte er, dass gewisse Erleichterungen in den Executions« gebüren aus administrativem Wege in letzter Ieit schon eingeführt wurden und dass sich hiedurch ein Minus von 600.000 fl, an Steuereingängen ergeben habe. Dieser Velrag komme nur der armen Bevölkerung zugute. Außer diesem Sinken der Cxecutionsgebüren sei auch ein solches der Verzugszinsen, der Veräußerungsacte und des Rück« standsprocents sowie ein Plus der Einnahmen aus der Einkommensteuer zu constatieren, und es könne daher von «Fiscalismus» und «Steuerschraube» leine Rede sein. Schließlich versprach der Regierungsvertreter, dass die Finanzverwaltung gerügte Uebelstände nach Möglichkeit beseitigen werde. Abg. Dr. Koloschinegg forderte eine Ermäßigung des Zinsfußes für Steuerrückstände. Nbg. Friedrich Sueß weist auf Grund eines reichen statistischen Materiales nach, dass die bisher' befolgte Zollpolitik trotz der dem Staate erwachsenen Mehreinnahmen weder der Landwirt» schaft noch der Industrie einen Schaden gebracht habe. Es wäre wünschenswert, wenn die Verhandlungen, die zwischen Deutschland und Oesterreich bevorstehen, zu einem günstigen Resultate führen würden. Abg. Dr. Steinwender besprach die ungünstige Lage der landwirtschaftlichen Brennereien in Kärnten und betonte, dass das Contin« gent zu hoch angesetzt sei. Die Brenner werden dadurch gezwungen, auch ohne Nutzen zu brennen, damit sie ihr Contingent bei der nächsten Vertheilung nicht verlieren. Es müsse hier deshalb eine gründliche Aenderung ein' treten. Die den Brennern zugestandene Rasfineri« und Lagerschwendung sei ungenügend. Redner kam nun auf die Strafen zu sprechen, welche bei der Nichtbeachtung der Vorschriften über den Hausbrauch verhängt werden. Hier sollten nun Ordnungsstrafen eintreten. Abg. Rutowsti wandte sich zunächst gegen die Ausführungen des Nbg. Neuwirth, welcher die Nrant« weinsteuer eine scandalöse und antisociale genannt habe. Man könne wohl gegen die Härten des Aranlweinsteuer-gesetzes ankämpfen, dürfe aber die Berechtigung dieser Stcuer nicht bestreiten. Der Standpunkt Neuwirths sei ein socialistischer. Es sei von demselben nicht oportun gewesen, ein solches Wort in die Massen zu werfen, um zu sagen, die Regierung treibe eine antisociale Politik. Die Regierung sei vor einem Jahre in die Nothwendig« leit versetzt gewesen, die Branlweinsteuer zu erhöhen, denn zu jener Zeit seien drohende Kriegswollen am Horizonte aufgezogen und man konnte damals die Produc« tion nicht bis aufs äußerste vertheidigen. Fehler habe das Gesetz, Ein solchcr sei die falsche arithmetische Ver« anlagung desselben. Cs seien die Productions- und Con» sumverhältnisse beider Reichshälften unrichtig berechnet. Die hiesige Production ist um 300.000 bis 400.000 Hektoliter zu niedrig angenommen, die ungarische Production aber sogar zu hoch geschätzt worden. Dieser Um« stand hat einen Preisfall verursacht, der die Production beider Reichshälften schädige. Vor allem sei eine Revision des ungarischen Contingents nothwendig. Der Redner wies sodann auf die Mängel der Vollzugsverordnung hin. Er hofft, dass die Regierung in kürzester Zeit an die Sanierung dieser Zustände schreiten werde. Sections-Chef v. Naumgartner gab die Versicherung, dass die Regierung alles, was von sachkundiger Seite über die Vrantweinsteuer vorgebracht werde, einer ernsten Würdigung unterziehen werde. Abg. Freiherr v. Spens erörterte ebenfalls die Situation der landwirtschaftlichen Brennereien. Er glaubt, dass bei der nächsten Anwesenheit der ungarischen Minister in Wien diesbezüglich Verhandlungen stattfinden werden. Er erörtert hierauf den Steuersatz, die Contingen-tierung. die Nachversteuerung und führte aus, dass die Größe der aus dem Vorjahre übernommenen Quanti« täten den Preissturz herbeigeführt haben. Abgeordneter Dr. Menger entwarf ein Bild von den Leiden der Industrie und von den Schäden, welche die Landwirtschaft in den letzten Jahren durch die Brantweinbesteuerung gelitten habe. Eine Aenderung sei hier unbedingt nothwendig. Nach einer thatsächlichen Berichtigung des Abge-ordneten Steinwender und dem Schlussworte des Referenten v. Abrahamowicz wurde Titel «Vrantweinsteuer» angenommen. Der Vorsitzende Freiherr v. Chlumecly wollte nun (3 Uhr) zum Schlüsse der Sitzung schreiten. Abg. Steinwender beantragte Forlsetzung der Sitzung. Vei der hierüber erfolgten Abstimmung wurde der An« trag Steinwenders abgelehnt. Die Abg. Prade und Genossen interpellierten den Handelsmimster wegen angeblich ungerechtfeltigter Pensionierung von Beamten der öster« reichisch ungarischen Staatseisenbahn«Gesellschaft und fragen, ob die Regierung die Interessen dieser Beamten und die des Pensionsfonds der genannten Gesellschaft schützen wolle. In der Abendsitzung wurde der Titel »Control-gebür für die Denaturierung des Brantweins» angenommen. Bei Titel «Wein- und Moststeuer» verlangt Abgeordneter Fürnkranz eine Reform der Verzehrungssteuer und des Aufschlages auf Wein, insbesondere die Abschaffung des Pachtsystems, Herabsetzung des Tarifs und veränderte Auftheilung bezüglich der Abgrenzung der Bezirke. Der Titel wurde schließlich angenommen, ebenso die Titel 5 bis inclusive 12 ohne Debatte. Vei Capitel 21 «Salz» wurde die Debatte abgebrochen. Nächste Sitzung Montag. Politische Aeverficht. (Zur Situation.) Das österreichische Abgeordnetenhaus setzt die Budgetdebatte fort und wird in dieser Woche damit fertig werden. Der böhmische Landlag wird den Ausgleich in der zweiten Hälfte des Monates Mai zu perfectionieren haben, und am 4ten Juni treten die Delegationen zur Berathung des gemeinsamen Staatshaushaltes zusammen. Im Juli end« lich wird die parlamentarische Maschine ruhen. Dann werden die Vlicke der Oesterreicher nach dem reizenden Älpeliflecken gerichtet sein, in dessen Mauern die Kaiserstochter zum Altare schreitet. Die Völker des Reiches werden ergriffene», Herzens wünschen, dass das Glück und die Ruhe wieder einziehen in das Herz des edlen Kaisers, der heldenhaften Kaiserin. (Aus Böhmen.) Die versammelte Bezirke Vertretung von Eiseubrod sendete an Dr. Rieger eine Vertrauenskundgebnng, in welcher sie ihm den Dank für seine unvcrsesslicheu Thaten so wie die Zustimmung zn allen seinen Schritten ausspricht und gegen die Aus' legung protestiert, als ob das veröffentlichte 3M' traucüsvotum von der Mehrheit seines WahlbeM« au5gea.augen wäre. (Sanctiuniertes Gesetz.) Der vom Oorzer Landlage beschlossene Entwurf eines Landesgesehes, ^ mit der § 5 des Landesgesehes vom 29. NovenM 1863, L. G. Bl. Nr. 2, ex 1864, betreffend die Ät' streitung der Kosten der Herstellung und Erhaltung ^ katholischen Kirchen nnd Pfrünoengebäude, dann 0" Beischaffuuq dcr Kirchenparamenle. EiurichtnnaUiw anderer Erfordernisse abgeändert wird, hat die ia>>^' liche Sanction erhalten. (Ans Dalmatie n.) Die Regierung hat eme." Gesetzentwurf dem NeichLrathe vorgelegt, womit mc Einstellung der Geschwurnengelicht" für den Krw' gerichtssprengel Caltaw auf ein weiteres Jahr (24!tt> Juni 1891) verlängert wird. In den Motiven "'l° ausgeführt, dass die Reactivierung der Geschworn^ gerichle sofort die noch in Montenegro weilenden Fl"^ linqe znr massenhaften Rückkehr in die Heimat veran lassen würde und eine Vernrtheilung selbst der Yln viertesten Individuen vor dem Geschwornengerichte n>) zn erwarten wäre. ^ (Aus dem Occnpationsgebiete.) ^ Nachricht, dass eine Deputation von aus AlMe emigrierten Mnhamedanern sich an die Regierung!» Signatarmächte m!t der Bitte wenden wolle. dlese> mögen das Occupation«.Mandat Oesterreich Unga" für erloschen erklären, ist falsch. Solch eine Deputat" hätte auch keine Aussicht in London, Berlin, Ron» "' Paris empfangen zu werden. «,„, (Ans dem Vatican.) Der «Osservatore ^ mano> widmet dem 1. Mai einen Artikel nut Ueberschrift: «Zwischen Licht nnd Finsternis', welchem gesagt wird: «Um die sociale Frage z» ^ müsse man znr Religion und zum Papste ^ine «9 flucht nehmen. Die Freimaurerei todte das Voll, Katholicismus werde es retten.» «<^ (Arbeitermeeting in London) . ^ London wird unterm Vorgestrigen gemeldet: ^Hsi, tia.e Arbeiterkundgebuna. zu Gunsten der aM ^ Einführung der achtstündigen Arbeitszeit war "^,„, posanteste, welche London jemals qeseheu. Etwa y » dert Gewerkuereine marschierten um 3 Uhr nachnw ^ mit Musik nnd Bannern nach dem Hyde-Parl.^ 16 Redner-Tribünen errichtet waren. Die sH^^l, trrung lockte eine enorme Menschenmasse in den ^ ^ wo einschließlich von hlmderttailsend DemonM^ wohl gegen 500.000 Personen anwesend waren. M„ Kundgebung, an welcher anch die hiesiqen ^ ,,.hete theilnahmen, verlies in größter Ordnung und '^, ohue Stornna.. nachdem eine zweckentsprechend solution angenommen wurde. «itti^ (In den Kohlengruben von 2 »l l , nnd Umg'l^nd ist ein theilweiser Streik aMeo ^ In der Kohlengrube «Patience, haben sa"'" he« Bergleute die Arbeit eingestellt; dieselben ford"' achtstündigen Arblitttaq. . „^»s' (Der russische Reichsrath) w'" "" ^e sichtlich noch während der a/genwürtia/n ^>' cM". Berathung der Regierungsvorlage zu ^"de > ^z-welche eine sehr bedentende Beschränkung o" W herigen Selbstverwaltung der Zemstvos beMn ^ j„ nnterliesst kann, einem Zweifel, dass die wor^ ^ allen Hauptzügen so angenommen werden '" ^M sie vom Minister des Innern der eine der Hauptschlagadern. Er hielt die Sache im ersten Momente für unbedeutend und begab sich auf den Heimweg. Er dachte gar nicht daran, die Blutung zu stillen. Er war aber kaum einige Schritte gegangen, als er mit einem dumpfen Schrei hinsiel. Da lag er nun blutend, hilftos, nicht imstande, sich zu rühren. Die in der Nähe beschäftigten Arbeiter, die auf sein Stöhnen herbeikamen, bemerkten kanm. dass Nallaret, der Feind, einer der ersten auf dem Platze war und dass er — wenn anch halb widerwillig — das meiste für den Verwundeten leistete. Man bemerkte es nicht, weil Ballaret sich zurückzog, als Poggy in seine Hütte gebracht und die Wunde halbwegs verbunden war. Er überließ anderen die Sorge um den Verwundeten. Gleich darauf erschien er aber mit einem gesät« telten Pferd, rieb sich die Nase und sagte: «Ich denk', ich hol' den Doctor.» Es siel nicht auf, dass niemand anderer auf diesen Gedanken gekommen war. Auffälliger war es schon, dass er seinem Pseide die Sporen gab und in rasendem Galopp über den holperigen Boden davonjagte. Schneller, als man erwarten konnte, sah man ihn mit dem Arzte zurückkehren. Es schien, dass er nun seine Pflicht für erfüllt hielt; er schlich noch verstohlen um Pogqy's Hütte herum, dann zog er sich in die seinige zurück. Es z?igte sich bald, dass die Wunde nicht ge< fährlich war. und als der Doctor nach Anlegung des Verbandes den Ort verließ, nahmen alle wieder die gcwohute Arbeit auf. Als aber der Doctor am zweiten Tage wiederkehrte, fand er den Patienten durch heftigen Blutverlust nngemem geschwächt. Cr fand, dass der Verband verschoben ward nnd dass die Wnnde hiedurch neuerdings zu bluten begonnen. «Ihr Dickschädel, Ihr Möroesgesnidel.» so zürnte er. «Ihr würdet ja einen Menschen verbluten lassen, ohue ihm beizustehen! Ihr tödtet ihu ja absichtlich! Schert Euch zum Teufel, nicht einmal das Leben einer Katze würde ich Euch anvertrauen . .. Wie es dann kam, dass Vallaret als einziger Krankenpfleger bei seinem früheren Partner angestellt wurde, das erzählte er selbst etwas verlegen dem würdigen Pogqy. als dirser auf dem Wege der Besserung war. «Siehst du,» sagte er, wobei er nach der anderen Seite schaute und sich mit der Hand über die Stirne fuhr, was immer ein Zeichen der Verlegenheit bei ihm war, «der Doctor war fo wüthend über die Kerls. Ich war ganz zufällig da in der Nähe und der Doctor spricht mich an: ,Hört — fagte er — ich kann Euch! brauchen, wenn Ihr kein Mörder seid.' — ,Ein Mörder bin ich grad nicht, sag' ich'. — ,Dann schaut Euch nach dem Mann da um', sagt er. ,Ich hab's natürlich gethan. So kam's ganz zufällig, und ich sag' ihm noch: ,Doctor. er und ich, wir vertragen uns nicht gut, deun er ist juug und steigt gern den Weibern nach'. — Er aber sagt: ,Schweigt und thut Eure Pflicht.' Wie er nun wiederkommt — fuhr Ballaret in noch peinlicherer Verlegenheit fort — da sag' ich: Mir scheint, er kommt um, Weil's ihm an Blut fehlt. Ich hab' so viel Mut, dass es mir bei der Nase herauskommt, da könnt' ich doch ein. zwei Halbe davon l abgeben. Da gibt mir der Doctor hier einen Stich — ! Ballaret deutete auf seinen Arm — und so hast du dann Blut bekommen. ,Das wird ihn retten, iH^. Für mich war das qar uichts. Ich hab' so "el ^ Eine ungestüme Bewegung des Kranken ") ^ ^^ Schwall seiner Beredsamkeit Einhalt. «Aber!' '^chte indem er sich voll seinem Lager erhob und o ^jsi seines Freundes mit be,den Händen drückte, ^ ^„s»! ganz gnt, was du gethan hast. Du blst /l> . „»id alten Partner gekommen, du hast mich gem H^ch hast mir von deinem Herzblut a/geben. wie '")' > ^l, und elend war. Gib mir die Hand! IH h^.^ss' ^ Alter, dass du ein treuer Kerl bist. 3H """ das nie!» . gM"' «Das würd' ich für jedeu thun.» M^ ^cl-«ja. für jeden folchen Weiberjäger, wie on. ^„i-holte er etwas verächtlich. Dann nahm er "' ^po" pen Tab«! aus der Tafche. schnitt sich e>u ^ ab und steckte es in den Mund. . ^ Datil^ Obwohl Vallaret auf solche W"se 1^^ bezeiguna. zurückwies, so war doch d^e -" seines ^ alteu Freundschaft die besdienstes. Es war augenscheinlich, dass ^ M zarteren Regnngen nur deshalb "^rdrH OM lächerlich zu machen. Die Leute "/" h sie >I waren nämlich durchaus nicht sentimental "^, ^ ten über alles, was nicht irgend emen pra" '" ° ^ Aaltaret leugnete sozusagen seine SelbstFP, A-Nichtsdestoweniger fuhr er fort, ftm" f" ^ ^.O gen und alle Arbeiten des genmnschas"'«^^ v" tes zu verrichten, bis endlich Poggy s " geheilt war. ^aibllcher Zeitung Nr. 103._________ 841 6. Mai 1890. ^'W lMr^. Die neue gemstvo«Ordnung dürfte r W d^sen Sommer in Kraft treten, vielleicht gleich-° ,a nut der am 1. Juli erfolgenden Einführung der , "ufMorstanbe. "llbmmi^^"".^^lche Abgeordnetenhaus) ^.?'t überwiegender Majorität den Gesetzentwurf b^ <^e .Organisation der königlichen Tafel an, nach-«^"'.uzmlnistrr Szilagyi die Einwürfe der Oppo-u^ ""^rlrgt und einzelne persönliche Insinuationen nuag?wlchn halte. Vei Ausarbeitung der Vorlage, vl,,. < - Münster, hübe er sich von dem Gesich'ts-Li^ l ^'^" l"ssen. das mündliche Verfahren auf das ein, l? s" übertragen, aber anch beim Appellformu eian-i ^"' ^" Strafsachen halte er es nicht für ge-den s c^^ Schwurgerichtssystem einzuführen, weil er tick»^ ^"" "langten nngarischen Charakter der Oe-f^"ya''olungen nicht gefährden möchte. Bei Ein-den «^ Geschwornengcrichte aber vermöchte unter di' Aebenen Verhältnissen ein Theil der Bevölkerung !ei ,ei m" ^^ nicht auszuüben. Der Gesetzentwurf »e 3i./"^^ Panica.) Vorgestern fand in Sofia Panic« "lung ber Mitglieder des in der Affaire d>e N,„ ""^sitzten Kriegsgerichtes statt und beschloss, am 15. Mai zu eröffnen, so ^ist jln- y!'^klagten die vom Orschc vorgeschriebene isl. Pj/ 5n "lbcreitilng für ihre Vertheidigung gegeben . "erhaüdlungen werden öffentlich statifii'den. l>tt «M " l»e n.) «ach einer telegraphischen Meldung ^"ugenlemkl, Zeitung, aus Rom soll die italio cilz die ss^c""^ i»»r vollständigen Decknng des Defi-sichtwk'. ^'"'ühruug dei Zündhölzchenmonopols beah. dor d ' U"d soll der betreffende G setzeutwurf noch werden, ^"merferien in der Kammer eingebracht IlMi/ltan Abdul Hamid) hat aus eigener Aschen I, Errichtung eines für alle nolhleidenden oder d„« ^'^rthanen ohne Unterfchied der Nationalität ^"stanti..^, """'lses zugänglichen grow Asyls in Nchne d°« I °"lleordnet. Diefe philanthropische Maß-wacht. Sultans hat einen tiefen Eindruck ge lmier «,s?? englische Unterhaus) völwarf in ?' AlUmI^" ^'b""g mit 256 gegen 218 Stimmen «irchs "u^amorons auf Entstaatlichung der schottischen Tagesneuigleiten. 'hss^' Testat der Kaiser haben, wie der bester« > "'estino» mittheilt, den barmherzigen Hteui Np '" ^ä zur Erbauuug einer Kapelle in i'l spe>,^. "^lrscentenhause und Frauellspital 300 fl. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das ungarische Amtsblatt meldet, fiir den Bau der griechisch-katholischen Kirche in Eszte^iy und für die griechisch-katholische Kirche iu SHäraz.Wa je 100 fl. zu spenden geruht. — (FZM. Naron Scudier.) Das militärische Ehrengericht, welches eingesetzt wurde, um zu untersuchen, mwieserne die vom «Vaterland» aufgesprochene Anschuldigung: FZM. Varon Scudier sei bei der Verpachtung des Vades Mehadia von dem verstorbenen Director Tatartzl) bestochen worden, auf Wahrheit beruhe — er« kannte durch einstimmigen Beschluss, dass Scudiers Ehrenhaftigkeit vollkommen außer Zweifel gest»Nt sei. Der Ehrenbeleidigungs Process des Varon Sludier gegen das «Vaterland» findet am 19. Mai statt. — (Amerikanische Zeitungs'Industrie.) Die Osternummer des in San-Francisco erscheinenden «Examiner» ist eine wahrhast vcrblilffcnbe Leistung der amerikanischen Zeilungs'Industrie. Diese Nummer hat einen Umsang von 50 Seiten Großformat und enthält neben einer Ueberfülle von Lesestoff jeder Art eine Un» masse von Text-Illustrationen und eine wahre Sintflut von Inseraten. An der Spitze des Blattes wird über eine originelle Reclame berichtet. Die Redaction setzt einen in Grundstücken, Vieh, Mobiliar. Ackergeräth und so weiter bestehenden Preis von 75.000 Dollars dem» jenigen Abonennten aus, der mit seiner Schätzung der Ergebnisse der am 1. Juni 1890 erfolgenden Vollszäh» lung der Vereinigten Staaten eine der wirklichen Ziffern trifft. Jeder Iahresabonnent hat das Recht, zwanzig Schätzungen von zwanzig verschiedenen Städten oder Staaten einzusenden. Gleichzeitig führt das Blatt den «Svrcialblihzug» im Vilde vor, der, von ihm arran« giert, die beweglichen Gegenstände des Preises: den Viehbestand, die Möbel u. s. w., durch Ealifornien führen und den staunenden Blicken der Bevölkerung zur Schau stellen wird. — (Von der russischen National« Kapelle.) Die russische National-Voralkapelle des Herrn Dimitrij Slavjansli d'Agrenjev, welche am vergangenen Samstag im Stefanie-Saale zu Graz ein Con» cert veranstalte, errang auch diesmal einen glänzenden Erfolg. Und Nadine? Die nicht nur durch ihren Sang zu europäischer Berühmtheit gewordene schöne Nadine Slavjansli, deren Solo man den Grazern versprochen hatte, war gar nicht nach Graz gekommen. Es saß wohl ein lieblich Mädchen unter den anderen, von dem man glauben lonnte, es sei Nadine gewesen. Aber sie war es nicht, und wer jene bewunderte, der war in einem großen Irrthum befangen. — (Vom «Lottoprofessor» Orlice.) Vor drei Jahren erschien in mehreren Journalen in Preußisch« Schlesien die folgende Annonce: «Jeder, der seine Adresse po8t.o rv3wnt« Prag unter der Chiffre Wilhelm 123 ein« sendet, erhält postwendend eine Mittheilung über eine reiche Quelle von Nebeneinnahmen. Mittheilung umsonst.» Auf diefes verlockende Inserat giengen im ganzen 123 Zuschriften mit kleineren Geldbeträgen ein, wofür Herr Orlice den Einsendern Anleitungen zum gewinnbrin» genden Lottospiel verehrte. Die meisten sahen sich durch einen solchen «Nebenverdienst» angeführt und wurden gegen Herrn Orlice klagbar. Die Verhandlung fand vor einem ErlenntniSsenate des Landes- und Strafgerichtes statt, und wurde Herr Orlice, dessen Lebenslauf unseren Lesern ja zur Genüge bekannt ist, zum Arrest in der Dauer von sechs Wochen verurtheilt. ___________ — (Die Araber Weinberge.) Dem «Sz-Naplb» wird berichtet, dass es heuer weder in Gyorol noch in Mnes eine Weinlese geben werbe, da die Phylloxera alles vernichtet hat; um das Unglück noch größer zu machen, werden heuer auch die Obstbäume infolge der in riesiger Menge auftretenden Raupen leinen Ertrag liefern. — (Verunglückte Thi er bä n di ge rin.) Eine aufregende Scene spielte sich liirzlich, wie aus London berichtet wird, in Wvmbwells Menagerie in Taunlon ab. Eine Thierbäxdigerin brachte ihre Vorfiel» lung im Tigerläfig zum Abschluss, Wäh>e„d sie den Thieren den Rücken drehte, griff der größte Tiger st, an, warf sie nieder und fügte ihr zwei schwere Wunden zu. Einige Augenblicke lang war die Frau (eine Negerin) sasslmgeloil, aber es gelang ihr, den Käfig zu verlassen, worauf ihre Wunden von einem Arzte verbunden wurden. — (Ein sonderbares Schauspiel) bot sich vorige Woche den Passanten der Kaiserstrahe in Frankfurt a. M. Drei mit Frack, Cylinder, weißen Hand« schuhen und weißer Binde angethane Herren trugen zwei groß.' Koffer vom Erntralbahnhofe nach einem Hotel in der Nähe des Theaters, woselbst sie mit asla/meinem Bravo empsangen wurden. Es galt eine Wette um 500 Mark, die zu Gunsten der Armencasse gewonnen wurde. — (Schuh den — Alligatoren.) In Pla« guemmes, einer Ortschaft in Louisiana, haben die Local-beholden beschluss^n, auf das Tobten von Alligatoren nne Strafe von 25 Dollars, respective Gefängnis zu schen. Der Grund für diesen Schritt ist, dass die Alligatoren entschlossene Feinde der Bisamratte sind. welche seit der beständigen Erlegung von Alligatoren sich rasch vermehrt und die Saaten ernstlich beschädigt hat. — (Der Verein «Grazer Turnerscha st») begeht am 1«. d. M. die Feier seines sechsjährigen Be« stanbes und der Uebergabe eines VereinSbanners. Am Nachmittage findet in der LanbesTurnanstalt ein Schau« turnen und abends ein Commers in der Industrie« halle statt. — (Internationaler israelitischer Congress.) Einem französische» Blatte zufolge beschäftigt man sich in hervorragenden jüdischen Kreisen Englands mit der Idee, im Lause des Sommers einen internationalen jüdischen Congress einzuberufen, dessen Aufgabe es Wäre, gegen die in neuerer Zeit wider das Iudenthum aufgetauchten Vorurtheile Stellung zu nehmen. — (Kindermund.) «Aber Kinder! Ihr seid ja heute ganz außer Rand und Band! Könnt Ihr denn nicht etwas ruhiger und artiger sein!?» — «Groß« mama, gegen uns musst du schon rücksichtsvoller sein — uns darfst du nicht so schelten!» — «So! warum denn „icht?» — «Nun — ohne unS wärst du ja gar leine Großmama!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem Reichsrathe.) jIn Fortsetzung der Budgetdebatte erklärte gestern Regierungsvertreter Ott, die Regierung sei dermalen nicht in der Lage, die Salzpreise herabzusehen, da sie diesbezüglich durch die ungarische Regierung gebunden sei. Wegen der Wieder« einführung billigen Viehsalzes richtete die Regierung bereits eine Anfrage an die ungarische Regierung, Ge« genüber dem Abg. Groß. welcher die traurige Lage der in den Tabalsabriken beschäftigten 33.000 Arbeiter schil- Nachdruck »rrboten. Vevstoßon «nö verlctffen. Noman von Emile «ichebour«. (1i). Fortschung.) ,H°»n ^H"ll unrecht, dort zu bleiben.» sprach der l't nicht sM" leine Fran Karl nannte, «jene Gegend l 6 Mer x ^ sind der Stadt um ein Bedeuten-.be» ,n ^"? würden eS trotzdem vorziehen, in der-Usf wär ^""' "enn wir nicht überhaupt im Be« i7"uer unl "bzureisen. Vorgestern hat man die ?."" ae^"2 Gartens erklommen und allerlei von !,"del 2 '; es soll, wie ich höre. sich hier Go '^'g ist!. ^""'be". welches jedes Schurkenstreiches lellen Hele erbebte. Gehörte ihr Gatte nicht auch zu ^ifelloz. >!"""" Menschen, von welchen der Mann ^ ihn swlV"^ Und war es vielleicht die Scham, ^ ihn?^!"' ließ, dass sie ihn durchschallen könnte, Cie,ü^l fern hielt? ^iesenp Vc sich und dankte dem Ehepaar für die '^d'lfeleistung. T^Nn. «Q^"be Ihnen das Geleite geben,, sprach dcr b Aabrils r.^k" nicht allein gehen.» worauf er sll« N ''ch "'tfernten. er ^. ue eme Strecke Weges gegangen waren, hob ^ u " swd einander nicht fremd, gnte Frau; wir 3. "08. lll«'^" einmal am Hafen begegnet, eines " Ki,b « !" scharfer Wind wehte, dem Sie und ""sgesetzt waren.» Er war so zartfühlend, auf die Einzelheiten diefer Begegnung nicht weiter hinzuweisen, und Gabriele sprach gerührt: «Ich habe Sie erkannt, mein Herr; damals wie heute waren Sie so sehr gütig a/gen mich. Sie erweckten die Hoffnung in mir, dass das Ende memer Prüfungen gekommen sei!. Schluchzend hielt sie inne, er aber begriff uur zu gut. dafs ihre tiefe Bewegung in dem Umstände zu suchm sei. dass ste stch noch immer sehr unglücklich fühle, und ihren Schmerz schonend, schritt er schweigend an ihrer Seite dahm und betrat endlich mit ihr das Haus. welches sie vor kur-zem verlassen hatte, um den Gatten zu semer Pflicht zurückzufuhren. Alles sprach in demselben beredt von einem jener häuslichen Dramas, die sich scheu den Blicken der Allgemeinheit verbergen. Der Manu sprach w:nig; er dachte übcr die seltsame UngerechtiaM des Schicksals uach. tms d?n eium mit allen Glücksgütern segnet, dcin anheren aber das kleinste Glück selbst ab« geizt, uud er slüsteite leise: «Arme Frau! Armes Kind!» Er wusste so gut wie nichts von d'.eser Unglück« lichen nnd empfand doch die lebhafteste Sympathie für sie. «Ich kann Ihnen gar nilpt sagen, welches In« tercsse Ihr Schicksal mir einflößt.» sprach er ehe er sich wieder entfernte, «wenn ich irgend etwas für Sie zu thun vermag, so reden Sie unumwunden; liegt es im Bereich des möglichen, fo soll es geschehen; leider sind meine Geschäfte hier in Marseille beendet und lch reise morgen mit meiner Frau nach Algier ab.» Gabriele dankte ihm; was hätte sie von ihm erbitten sollen? Nichts! Bevor er sich entfernte, legte er drei Goldstücke auf den Tisch. Gabriele sah es, aber sie fühlte sich nicht gedemülhigt. Ein Almosen kann uns trösten oder verletzen, je nachdem, aus welcher Hand uns dasselbe gereicht wirb. Zehn Mmuten waren vergangen nach Karls Besuch, als die Thür des Zimmers, in welchem die junge Frau sich befand, heftig aufgestoßen wurde. Gabriele erbleichte, als fie ihren Gatten erkannte. Seine Cravatte war aufgegangen, seine Haare hiengen ihm in die Stirn, seine Augen leuchteten, und es ließ sich nur zu deutlich erkennen, dass der Absinth seine unheilvollen Folgen bei dem Manne wieder einmal zur Geltung brachte. Gabriele stand unbeweglich; sie erwartete, dass er sie anreden werde, und gerade ihre Ruhe war es. die ihn um alle Fassung brachte. «Ein Mann hat das Haus verlassen!» herrschte er sie an. «Ja, und was weiter?» «Ah, ich dachte nicht, dass du es mit solcher Kühnheit cingestchen würbest!» Und er lachte seiner Frau aus beleidigende Weise ins Gesicht. «Wie heißt jener Mensch?» herrschte er sie an. «Ich wriß es nicht!» «Wie. du weißt es nicht? Und du glaubst, ich werde mich mit dieser Antwort zufrieden geben? Den Namen dieses Menschen will ich wissen, sage ich dir!» (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 103. 842 tt. Mai 1890^ dert, erklärt Regierungsoertreter Krickl, dass die Tabak« fabriken ein wahres Asyl siir arbeitslose Frauen sind. Entlassungen kommen selten vor; die Arbeiter betrachten ihre Anstellung als eine lebenslängliche Versorgung. — (Vom lrainischen Musealverein.) In der Samstag abgehaltenen Versammlung des lrainischen Musealvereines sprach Herr V. Pecnit aus Drnovo über «die archäologischen Ausgrabungen in Krain». Von der Thatsache ausgehend, dass in der vorrömischen Zeit die gesammte Nevöllerung Krains einer Nationalität angehört?, besprach der Vortragende in schlichten Worten seiner Muttersprache das Vorkommen der Hügelgräber, die Art und Weise der Leichenbestattung und die Gräberfunde in den verschiedenen Theilen des Landes. Besonders dicht besiedelt waren, wie die zahlreichen Gräber beweisen, Watsch, St. Margarethen, Nassenfuß, Drnovo und Krizja» vas, wo Hügelgräber von beträchtlicher Ausdehnung und Höh? auf ein wohlhabendes und mächtiges Volk schließen lassen. Eine auffallende Erscheinung, welche wohl mit dem Gange der Eroberung durch die Römer zusammenhängt, ist, dass in Unterlrain in Gräbern einer bestimmten Periode keine römischen Münzen vorkommen, während man solche in Innellrain in Gräbern derselben Zeit findet. Der Vortragende kam auch auf die Lage der römischen Stadt Emona zu sprechen und bemerkte, dass sich auf das mehr trockene Terrain von Igg die Pfahlbautenbewohner zurückzogen; unmöglich könne man dahin die römische Stadt Cmona verlegen, da man daselbst nur vorrö mische, in Laibach aber nur römische Mauern findet. Hiermit fällt die bekannte Hypothese Müllners in Nichts zusammen. Am ausführlichsten sprach Herr Pecnil über die von den Römern begründete Stadt Neviodunum (Drnovo), die am Kreuzungspunkte wich« tiger Verlehrsstraßen lag. Sie hatte Bäder mit Mosaik« boden, eine 11.200 Schritt lange Wasserleitung und viele schön angelegte Grabkapellen. Vorgewiesene Abbildungen und archäologische Karten veranschaulichten das Vorgetragene. Die Zuhörer entnahmen aus dem ganzen Vortrage, dass Herr Pecnil für die Lösung archäologischer Fragen großes Geschick besitzt und auch das wichtigste Resultat der prähistorischen Ausgrabungen in Krain wohl kennt. So betonte er wiederholt, dass in den der römischen Herrschast vorangehenden Jahrhunderten in Krain ein und dasselbe Volk in verschiedenen Culturepochen gelebt und dass eine Einwanderung von diversen Himmelsgegenden, wie sie von anderer Seite irrthümlich angenommen wurde, nicht stattgefunden hat. Wir können nicht umhin, mit der Bemerkung zu schließen, dass unter den Vorträgen, welche im lausenden Vereinsjahre über archäologische Funde in Krain gehalten wurden, der des Herrn Pecnil relativ das Instructivste geboten hat. -r- — (Todesfall.) Das Infanterie-Regiment 2>lilan I. König von Serbien Nr. 97 hat einen fchweren Verlust erlitten. Samstag ist nämlich der Oberstlieutenant Albert Strohma yer, ein hochverdienter und in allen Gesellschaftskreisen beliebter Osficier, der sich während des bosnischen Feldzuges und namentlich bei den blutigen Kämpfen um Livno vom 26. bis 26. September 1878 ausgezeichnet hatte, im Alter von 58 Jahren einem Schlagflusse erlegen. Für seine hervorragenden Leistungen bei der Occupation von Bosnien war Oberstlieutenant Strohmayer mit dem Orden der eisernen Krone III. Classe mit der Kriegsdecoration ausgezeichnet worden. Oberstlieutenant Strohmayer hinterlässt eine Witwe und drei unmündige Kinder. — (Der neue Abt von Cilli) hielt vor-gestern in der dortigen deutschen Kirche seine erste Predigt, in welcher er u. a. erwähnte, dass er seines Amtes in Frieden walten und beiden Nationalitäten gleich ge« recht werden wolle. Nachmittags traf, von einer sehr großen Menschenmenge empfangen, mit dem Eilzug Fürst» bischof Napotnik ein, der sich sofort nach der deutschen Kirche begab. Auf dem Bahnhof war der Fürstbischof von einer großen Menschenmenge und den Spitzen der Behörden erwartet worden. Gestern fand die feierliche Installation des neuen Abtes statt. — (Der Laibacher Gemeinderath) hält heute abends 6 Uhr eine öffentliche Sitzung ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. der Bericht über die jüngst vorgenommenen Ergänzungswahlen. Wahl des Vicebür« germeisters und der ständigen Ausschüsse. — (Leichenbegängnis.) Vom Trauerhause Vahnhofgasse Nr. 15 aus wurde gestern nachmittags die irdische Hülle der am Sonntag früh im jugendlichen Alter von nicht ganz 14 Jahren verstorbenen Paula Vamberg zur letzten Ruhestätte geführt. Außer den Angehörigen haben sich zahlreiche Freunde und Bekannte des tiefgebeugten Elternpaares, dem binnen wenigen Jahren nun das zweite Töchterchen durch den Tod entrissen worden, an dem Leichenbegängnisse betheiligt und ihre Theilnahme durch prachtvolle Kränze bethätigt. Die Angestellten und Arbeiter der Bamberg'schen Etablissements sowie das Institut Hut gaben der Verblichenen corporativ das letzte Geleite. — (Die ungarische « Magnaten »« Kapelle) concertierte am 2. und 3. d. M. abends in der Restauration «Europa», am 4. d. M. nachmittags beim Schweizerhause im Tiooliparke und am 4. und 5. abends i» der Glashalle der Casinorestauration. Jede Nummer wurde mit virtuoser Präcision vorgetragen; der erste Geiger und der Limbalspieler zählen zu den hervorragendsten Mitgliedern dieser trefflichen Musikgesellschaft. Die Kapelle ist für die restliche Frühjahrs- und Sommersaison in Luzern engagiert und begibt sich nach Ablauf derselben nach Amerika. — (Aus Krapina-Töplitz) berichtet man uns: Seit 1. Mai sind an der Zagorianer Bahn zwei neue Localzilge eingeschaltet worden, welche von den aus Steiermark, Kärnten, Krain und deren Hinterländern nach Kraftina«Töplih reisenden Curgästen mit Freude begrüßt werden dürften, indem dadurch ein directer Anschluss an die von Steinbrück nach Agram und von dort nach Steinbrück verkehrenden Südbahnzüge Nr. 501 und 512 in ZapreZi^ hergestellt worden ist. Die Fahrordnung dieser Üocalzüge ist folgende: Abfahrt von Steinbrück 5 Uhr 10 Minuten früh, Ankunft in Zapresic 7 Uhr 42 Minuten; Abfahrt von ZapreZi«! 7 Uhr 52 Minuten, An< kunft in gabok (Krapina-Töplih) 8 Uhr 49 Minuten früh. In der Gegenrichtung: Abfahrt von Zabol (Krapina-Töplitz) 6 Uhr 41 Minuten früh, Ankunft in ga-presic 7 Uhr 39 Minuten; Abfahrt von Zapresic 8 Uhr 44 Minuten früh, Ankunft in Steinbrück 10 Uhr 47 Minuten vormittags. — (K. und k. Kriegsmarine.) Laut telegraphischer Meldung ist Sr. Majestät Schiff «Aurora» gestern, nach Beendigung der am 8. August v. I. angetre« tenen Missionsreise nach Ostafrika und Ostindien, in Pola eingelaufen. An Bord ist alles wohl. — (Promenade-Concerte im Mai.) Wie man uns mittheilt, sind für den Monat Mai an folgenden Tagen Promenade>Concerte in Aussicht genommen, und zwar Donnerstag den 8., 15., 22. und 29. und Sonntag den 11. und 18. Die Concerte, welche in der Sternallee abgehalten werden, beginnen an Donnerstagen um halb 5 Uhr nachmittags und an Sonnlagen um halb 12 Uhr vormittags. — (Wieder genesen.) Der Pfarrer von Bresnitz, Herr Vincenz Mayr, welcher bekanntlich vor einigen Monaten von einem bisher nicht eruierten Attentäter in seiner Wohnung schwer verletzt worden war, ist nun so weit hergestellt, dass er vorgestern wieder die hl. Messe lesen konnte. ' — ( SüdbaHn.) Wie aus Marburg gemeldet wird, haben sämmtliche Arbeiter der dortigen Südbahn«Werl« statte gestern früh 7 Uhr die Arbeit wieder ordnungsgemäß aufgenommen._________________________________ Ueneste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 5. Mai. Präsident T>r. Smolka wurde nachts von einem mehrstündigen ruhigen Schlaf erquickt. Der Allgemeinznstand ist recht befriedigend. — Der Streik der Arbeiter der Staatsbahngesellschaft ist infolge der Lohnerhöhung beendet. Nom, 5. Mai. Anlässlich der Berathung des Gesetzentwurfs, betreffend die frommen Stiftungen, verwarf der Senat mit 93 gegen 76 Stimmen das dringende Verlangen Crispi's, einen von der Commission verworfenen Gesetzartitel wieder herzustellen. Crispi erbat sodann Unterbrechung der Berathung, um Weisungen des Königs einzuholen. Paris, 5. Mai. Die Zahl der Streikenden des Districted Tonrcoing-Roubaix ist auf 100.000 ange^ wachsen. Auch in Puy de»Dome dauert die Erregung fort. Der Streik ist allgemein. Der partielle Ausstand der Pariser Gasarbeiter ist anhaltend. Barcelona, 5. Mai. Das Standcecht wurde auf ganz Catalonien ausgedehnt. Vorgestern fanden neuerliche Arbeiter-Zusammenrottungen statt; das Militär schoss und zerstreute die Menge, niemand wurde verwunde^________________________________________ Angelommene^Fremde. Am 4. Mai. Hotel Stadt Wien. Reichenberger, Paulin, Gerstenberg, Milliner, Kaiser, Thieben, Terpinz und Steinbück, Wien. — Namberg, l. und l. Hauptmann, Tarvis. — Pollak, Kaufm., und MaNy, Äealitätenbesitzer, Neumarktl. — von Lenk, Sccretiir; Krainz und Kramer, Graz. — Vrotau, Ingenieur, Villach. — Sonnenschein, Weinhändler, ssünflirchen. — Mayri, Kauf»»., Pressburg. — von Vestenegg, Privatier, Oberlrain. — Truden, Kaufn,., Trieft. Hotel Elefant. Adclmann de Calisfi. Trieft. — Ialsiö, Priva« tier, Budapest. — Haberncck. Asvillc und Eisler, Wien. — Stern, Weinhändler, und Heimer, Agram. — Stibec, /p — Lusec. Nudolfswert. — Iellenz, Weißgärber, 6'"-Kmndl, Sierning. — Dcjal, t. und l. Rittmeister i.N.. Gottschrr. ^ Hotel Siidlüllinhof. Schmidt, Reisender. Wien. - MaßaM" ' Monfalcone. — Mosel, Neudors, — Cerne, Krainburg^.—. Verstorbene. . ^,. Den 2. Mai, Iuses Mclik, Arbeiter, 23 I„ SW°" dorf 14, Tubcrculosr. - Johann Hohengaßer, Schneider, ^ >>" Polanadam!» 5s), Pneumonic. » ^,», Den 4. Ma i. Paula Vamberg. Buchhändlers'^"' ' 14 I,. Bahnhosgasse 15, Uemnßiti« liäxilkl'!«. ». « Den 5, M a i. Gertraud Papesch. Arbeiters-GaMN, <"^ Petersstraße 44, Herzlähmung. Mlkswirlschasll'iches. Gesterreichisch - ungarische Dank. ^ Der vorgestern ausgegebene Uochenausweis zelsst ^"^„s. Stand der österreichisch l.30^ ^ steuerfreie Vauluoteureserve 43.954.000 fl. (- 4,»49.l)"" > iNudolfswert, 5 Mai. Die Durchschnitt« < Preise stellt" ! auf dem heutigen Jahrmärkte wie folgt: ______^»-^' —— -715 Weizen per Hektoliter 7 4« Vutter pr. Kilo > ' ^ ? Korn » 5 36 Eier 10 Stück . - 8 Gerste . 4 88 Milch pr. Liter - - ' ^. ü2 Hafer , 3 25 Rindsieifch pr, Kilo - ^ ^ Halbsruch' » 5 69 Kalbfleisch ' ^. ^ Heiden » 4 22 Schweinefleisch » ^ ^ Hirse . 4 54 Schöpsenfleisch » ' ^. ö» Kukuruz . 4 88 Hähndel pr. Stück - > ^ i4 Erdäpfel pr.Meter-Ctr. 1 95 Tauben » - ' Z ?l» Fisolen per Hektoliter 5 36 Heu ftr. M.'Ctr. - - ^ B Erbsen . 5 69 Stroh 100 ' - -Linsen » 5 53 H>'lz. hartes, pr. Eulm' ^ 70 Leinsamen » — — Meter. . > » ' Niudsschmalz pr. Kilo — 80 Holz, weiches,pr.Eulnl- ^ ^ Schweineschmalz » — 76 Meter. . - - ' ^. ^ Speck, frisch, » — — Wein, roth., pr.H"tl- ^.^ Speck, geräuchert, » — 72 Wein, weißer, ' , Die Weinprrise variierten zwischen 12 uilb^^'^^ LottozielMgeu vom 3. Mai. Trieft: 85 79 »1 68 27-Linz: 53 70 N1 15 ^.^ Meteorologische BeobachtuM» il^aMl^ ^^u'M'g" 728 2 ' 8 6 windstill , "^imW , ^ 5.2 . ?l. 726-5 ^ 18 8 W. mäßig halb heller ^» 9 . Äb. , 728 2 11 3 O. schwach j ^"'? z f^ Wolken und Sonnenschein >"'"' Gewitter mit geringem Regen und einzelnen Hallel'^' ^l ^ dig. Das Tagesmittel der Wärme 12-9", um 1 " Normale. ^^.___— Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit^^^ ! Unterzeichnete gibt sckmcrzcrsüllt allen MlaM^ I teu und ssreunden die traurige Nachricht > Vlbleben ihres theuren Gatten, d.s Herrn l Karl König > Marqueur ^ > welcher heute nach langem, schwerem Üeldcn 1" > entschlafen ist. , z, ,„c»r- > Die irdische Hülle des Aerbl,chenen "' " ^» > gen Mittwoch, den 7. Mai. nm 6 Uhr "°"' .MN > der Todtenlapelle zu Sl. Christoph aus zui D Ruhe bestattet werden. I L a i b a ch am 5. Mai 1890. > A,..«lie Bö'"' > Gattin. Ar die vielen Beweise herzinniger Theilnahme während der Krankheit un » Anlas« des Hinscheidend unseres theuern guten Kindes > sprechen den tiefgefühlten, herzlichsten Dant aus D Laibach am «. Mai 1890. > Ottomar und Eugenie Mnlierg > ^aibacher Zeitung 3K< 103. 84.^ 6 Mai 1890. Course an der Wiener Dorse vom 5. Mai 1890. ?,°ch b«m 0^^ «,«^1°«.. Geld Ware Ctllllts-Aniehen. 3,ZH""ch° "ente w Noten K9 Ü0 lw?(. >»«0» " ° E'aa>«l°,e . «k« fl. ,31 75 182 50 >i"!Uer . ' A">t "'Osl- 188—,,39 t^" '»«4 l K.««.«." .^'""" '"" si. l43 bu 1<4 - ^/»Dum N»».^ ' - ^si' ,7«'7ü 178 25 °«°M,.Mb,.^iz.u st, . . K9-50 ,b0z!5 ^?m?.°^"""' steuerftel . ios »<> >," w "-«°,eni,nto. steuerfre! , ," ""' st, ü. W. «8 - »,» z» ^'° «r 3<>n ! r "" Marl . ,„ 80 1,2 «f. zran.lv,,"" Mar, 4"/„. . . ,,7 2b,,8 25 "«" ll!°«N «miss, ,8»4 9^l.l» -- ?°P°pN.^/ - ^ ' ".«««W8 50 !'° b?/'"' ^«.fi,«.^. ,8«75 ,«7 «b ^«».L°l, ^ ". fto w, ,86 75 137 »ö ^^"«I» ^" . 'W N, l»« 25 111« 7b sftir inn si, — — >-b"/n Temrlrr ittanai , , , —-, —-— s>'V» »ngartslli».....8« 90 89 30 Alldtlt öffcntl. Anlehrn. Donau Neg,-Luft ü°/„ 10N fi. , ,z, — <2> 50 dtll, «lnlrihe I«?» , . 10« — 1<»7 — llnlebln der Etabl Giirz . . i,U' — — Hnleuen d. Tlabiaemewvt »»leu inz 1,0 ln» - Pläm.-tl»!. d. Otadluem. Wlen ,4z 75, 14« 5l> Vürlenbaü'Äolehc» verlol, b°/, »8 50 39' — Pflllldblicsc (für NX, fi.), Nudemr, all«, »st, 4°/, «, . ,17— ,18- b«o, . 4'/,°/°. . . ,01'—K'l LO bto, > 4°„ . . . 882!» »875 dlo. Pram, Hchuloverschr. 8°/» !N8 Li 108 7!^ Oest. Hypothrlenbanl I0j. l»l»"/» ,01 »» 1»>zt 85 Oejl.°una, Wanl veil. 4'/,"/» . in, 25 1U, 7^ detto . 4"/« , . ,0U LU10N«l, detto 50jilhr, » 4°/„ , , UX! 20 ,00 8!, Priin-lliits-Obligationen (für 100 ft,), ,5srd!!,a»bo Nordbabn N fi, 3, 4'/,°/« . 100— ,00 3N G,ld Ware Oesterr, Norblorftbahn , , l«?'»« in» 4<» Itaatsbahn.......»91 — l»» — Eüdbahn k 8"/i>.....liO'—150 8>> » ^ 5°,„.....^,0^U I», - Unn.'llaliz, «alin l<»2'— 103 - Diverse Lose «lary liosr 4N ft...... ^U — 5» — 4",' Doiiaii'Dampfsch, U>N ss, lgü'ü" >»» - «ll!l»llch<>r Prüm.NnIsb, »« ft 2« ?5 23 — Olener Lose 40 fi. , , ____ »«-— Pllllft, Lose 4N fl...... H75N 1.7 ft,> «othen l^euz. öft. «,, v . ,«'fi ,940 ,»»0 Rudolph Loj, in N..... »05l> ll, Lalm<«o,s 4n fl, , , «2- »2?« Ot..nl!<» Loje 4« „, , «,7ü «züb Walbstei» Lose «a fi <«,_ 4, ._ Windüch-Gräh'Lose 2«, ft, , , hz 5,, b»'50 !»sw.Ech, >>,»°/„PlHm -Vchuld, v,»1 ?i «kl «^ Uanfuerr!», Wiener INN fi, , 1,8 I >8 l»N >Ubncr,.«,!sl. «si, ÜW fl. V. 40"/^ »,9 ^« «2« -Crdt, «»st, >, Hand, u, «. luost, 3U2 — 8<>« 5" otl,el,"b,,»N. »nu». »5°/„«k. 68— 70- LHnberbanl, öft I««» N, », . . «l bu 2ll«— 0esterr,'Ui^!>r, Va»! SNO fi. . »44 - s4? - UnionbllNl 2UN ft...... »44 — 244-Ü0 «erlebrlbaiil, »Ul,, «40 N, , '6UÜ0 ,««— Ältlen von Transport» Uuternehmllllste«. «Ibrech!-«al,n UNO fl. GObei . e» «5 «85 VIlilUd .flumlln, Bah» 200 ft. K, Ä0» «5 XN3' — >l!öl,!», siorbbahn ll>« fl,. . ,2,2 — ^1» — . WeNbahn linn fi.. , . 3»^ - 3»6 - «u!cht!ehradei »ls l»00 ft. ««. »080 ,(,84 bto. slll, U) »0U fl. . »26- - 427 — Donau ' Dll«pfsch. ^,)»c«,fi, 2, »00 - L!»l> 50 »ulÄodeiib. «til.«. ü,»„ ft. S. —-— —-- Ferdinand« Nor!,b, «NNN fl lM. »88o! 268b «lien» bahn «esellsch. li0»> ft. 3. . . 228 — »»3 50 Lloyb.öft,.un«..Trieft5N0fl,«!«, 35z - 357 — Oesterr Nordweslb. »ON fi. 3llb. »nz — »0» — bto, «it. U.) 200 fi, T. , . «,9»52lU b0 tztug Dultr VIsenb, ,5N ft, Nilb. ?, — 72 — ^taatseisrnbahn i!0N fi, Vilber 2I> 75 »»» ^5 üübbaliu l!U,?z l>0 Nud Nordd.«erb,°«,20Ufl, unb 3t»l»l«Hnd. ln i»!eii 100 ss..... 88— »0 — ltifenbahüw »L«ll,g,, er,,,, »0 ft. 9» 5,» »4 h« 'E!l>r,nüh!», Oaplerf. u. s.>». 41 ?z 4? ?» Lleünger Ärauerei 100 ft. . . »»-5 >»8 »^ Montan, «esell.. Usteri,'alpine »«5,» 99^. Pra»er »rermW»,Vapterl u,«,», ,»8 . ,,» . Irifailer Kohlenw.««es. ?0 fi. , ,<«8 — ,40 — «llffenf,°«,,l>st.lnW!tn l<»0ff, 4«3 .. 43? ._ waggon lieihanst.. »ll« in Peft »<> st......... 82 75 8» 7^ i»r. «augslelllckasl 10» ft. . . 7, _ 79 _ lli »8 «2 lionbon l»8 li »l8«5 V»r1» «70». 4? ,<» Valuten. vucalen....... it.» b«l »NFranc» Vtüll,..... 9 4«, »4« Deutsche Nelchlbanlilotei, , , i i8 N5 «1». ßllp!er>«ubel...... ! l,4 , »4, Htalienlsch, «»»lnoten <,00 U ) ! 4» bb 4« b« Js Fatote-Portier HÄb?« }edl&er> *«« Lesen« und ^tera a I kundiger Mann gesetzten -> Anzuf,nurnahltte. (1Ö6Ö) 3—1 Zeitung. gen In der Administration dieser Wohnungsänderung. olier»tel dfo\lli?le macllt hiermit seiner p. 1. *• ¦>. an llche Anzeige, dass er vom W°Kt u tür8Btra8ße Nr- 4 8 bl«Uaam?n 8 bla 9 Uhr früh und von "hr naohmittags ordiniert. ^j**' Jos. Were. **'e' wS ,Wohnhause~Trlester»trasie Wlru der im Hof erbaute ?^°ÄL.iP.ferd0 sammt ^agen-'' der K;°S!el°h vermietet. - Näheres ?!"«U»owlei d^ kraini.ohen Bau- UiliÄ-_______(18?9) *-X ^ ' Nr. 2420. ^"e exec. Feilbietung. l,n,iy^9. Mai 1890 ^ ^.- ""unittags wird hieraerichts ^L^l'm Feilbittung der walität '«rul!db,,!^rgoc um, Dorn Nr. 51. 5uli »klneitch ^Elnlage Z. N5 der Catastral- K . ^°"' stattfinden, ^fttil iMgericht Adelsberg. am ^^2 "5tr.7126. N^s-4.. ^ecutivc ^alttatcn-Versteigerung. ^'bclch"^' ^- slädt..deleg. Vezirksgerichte . Es sei ^ ^"""t aemachl: ^°c.,^!' "btt Ansuchen der l. k. Finanz. i lleruna ^" ^"'" bie executive Ver-Mer.Q^^kr dem Franz Macek von ^ fl und 3«,al>, .^""' l690, flicht« "tags von 10 bis 12 Uhr ^?> i^l«"" dkm Anhange angeordnet ^" H ?" Pfandrealitälen bei der ^ Eck«^"""!l "ur um oder über bei der zweiten Nltrde^ unter demselben Hinlangegeben ' "nach ?"bok ein ^^ ^'"tant vor gemachtem "Lich ! Wproc. Vadinm zu Handen ?e d>° '^scommission zu erlegln hat. a^ "^l)uH^7°bnnqtzprutololle und die ^tlich^V^tte lönnen in drr dies- ^>bai5 '"^lstratur eingesty.n werden. (1l)29) 3—3 Nr. 3355. Curatorsbestellunst. Vom t. l. Bezirksgerichte Gurlseld wird hiermit bekanntgegeben, dass der Maria Koracin von Auen. derzeit unbekannten Aufenthalt's, zur Wahrung ihrer Interessen in der Executionssache der kraiuischen Sparcasse pt)to. 400 fl. ihr Ehegatte Anton Koracin von Auen zum Curator.16 nc:lum bestellt, decretiert und demselben der diesgenchtliche Real« feilbietunaMscheid vom 7. März 1890, Z. 2333.' zugestellt wurde. K. f. Bezirksgericht Gurlseld, am 4. April 1890. (1742) Z. 8 Nr. 5931, 5938. 7NI6. «894. 925t), 9331. 10.337 und 10.155. Edict. Vom k.l. Bezirksgerichte Loitsch wird: 1.) den uubelaunten Rechtsnachfolgern des Alexander Vilhar von Caber; 2.) des Andreas Cvar von Lipovöic; 3.) dem unbekannt wo befindlichen Jakob Aencur von Scrvola; 4) dem unbekannt wo be^ findlichen Jakob Debevc von Ko^ljek; 5.) dem unbekannt wo befindlichen Josef Tonelli von Trieft; 6.) dem unbekannt wo befindlichen Ignaz Knaflic von Unier-loilsch; 7.) der unbelmmt wo befindlichen Marija Iuvainic von Maunih nnd 8.) den unbl kannten Rechtsnachfolgern der Maria Kapus von Franzdorf — bekannt gemacht, dass denselben Karl Puppis von Oberloitsch als Curator »ä »«tum auf' gesicNt und diesem die für sie bestimmten Gimidbuchöbeschkioe: »6 1.) vom 23. October 1889. Zahl 8539; acl 2.) und a6 8.) vom 14. Mai 1889. Z 3506; a6 3.) vom 10. August 1889, Z. 6320; »ll 4) vom 29. August 1889. Z. 7063; ml 5.) vom 29. Auqust 1889, Z. 7064; ucl 6.) vom 13. Seft tember 1889, Z. 7393; »6 7.) vom 27. September 1889. Z. 7816 — zugestellt worden sind. K. k. Bezirksgericht Loilsch, am 27sten Februar 1890._____________________ (1759) 3—3 St. 4072. Oklic. Na prošnjo Teodorja Trelarja iz Jezera vrftila se bode izvräilna dražba zemljisèa Francetu Jevcu iz Lip last-nega, sedaj v Meslnem Logn šl.. 6, vložna št. 300 katastralnc obèine To-iniselj, cenjenega na 480 gold., dne 1 7. maja in 18. junija 18 90. 1. dopoludne ob 10. uri pri lern sodišèi. Zemljiäce se bode le pri drugi dražbi pod cenitveno vrednostjo oddajalo. Dražbeni pogoji, vsled kalerib je vsak ponudnik dolžan, položili pred ponudbo 10% varSèine, cenilveni za-pisnik in zemljeknjižni izpi.sek so v Lusodni regislraturi na vpogled. C. kr. za meslo deleg. okrajno so-disße v Ljubljani dne 17. marca 1890. (1768) 3—2 Nr. 5295. Executive Realitäten-Versteigerung. Vom l. t. Bezirksgerichte Landstraß wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen des N. Eben-spenger die executive Versteigerung der dem Johann Gliha gehörigen, gerichtlich auf 1925 fl. geschätzten Realitäten Einlagen IZ. 12. 16. 289. 361 der Catastral-gemeinde Landstraß sammt dem auf 21 fl. geschätzten gesetzlichen Zugehör derselben bewilligt nnd hiezu zwei Feilbietung«-Tagsatzungen, und zwar auf den 17. Mai und den 14. Juni 1890 vormittags um 11 Uhr Hiergerichts mit dem Anhange angeordnet worden, dass die Pfandrealitäten sammt Iugehör bei der ersten Fcilbietung nur um oder über dem Schätzungswert, bei der zweiten aber auch unter demselben hintangegeben werden. Die Licitations-Bedingnisfe, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemachtem Anbote ein lOproc. Vadium zu Handen der Licitations'Commission zu erlegen hat. sowie die Schätzungs-Protokolle und die Grundbuchs-Extracte können in der dics-gerichllichrn Registratnr eingesehen werden. K. k. Bezirksgericht Landstrah. am 10. April 189k____________________ (1747) 3—2 bt. ddlü. Razglas. Dne 17. maja 1890. 1. dopoludne od 11. do 12. ure vräila se bode druga eksekutivna dražba Ani in Nikotu Flescu iz Vidošiè šte-vilka 21 ter Markotu Nemaniöu iz liožjakovega St. 16 lastnega, sodno na 978 gold, cenjenega nepremakljivega posestva vložna St. 305, 311, 312 in 1199 katastralne obèine Drašèice s poprejšnjim prisl.avkom. C. kr. okrajno sodišèe v Metliki dne 20. aprila 1890. '{Jmy^ St. 1188. Oglas. S tusodnim odlokom z dne 16ega julija 1887 na 7. oktobra 1887, fite-vilka 3970, odrejena, potem pa ustav-Ijena tretja izvršilna dražba Jože Potoènikovega zemljišèa vložna fil. 17 kalaslralne obèine Trpèane, cenjenega na 523 gold. 90 kr. glasom izjave v zapisniku de praes. 20. oklobra 1888, š( 6500, brez gospodarstvenih polreb-šf-in v zmislu poslave od 10. julija 1887 fit. 74 drž. zak., kot. druga in slcdnja dražba se na proSnjo Frana Tomsièa iz Uirske Uistrice vnoviè na 30. maja 1890 1. dopoludne ob 11. uri s prejšnjim do-stavkom razpiSe. C. kr. okrajno sodišèe v Ilirski Bi-slrici dne 3. marca 1890. (1704) 3-2 St. 1721. Oklic. C. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lašièah naznanja: Na prošnjo go.spoda JosipaScbaule iz Želimelj (po pooblašèeneu go»podu Nikotu Lenèku, c. kr. notarji v Velikih Lasiöah) se z odlokom z dne 15. januvarja 1890, St. 184, na dan 11. aprila in 16. maja 1890 odloèeni izvršilni dražbi zemljisèa Neže Jaköe iz Roba, vpisanega v vlogi ftt. 32 katastralne oböine Selo na dan 2 2. julija in na ddn 26. avgusta 1890 1. dopoludne ob 10. uri s poprejsnjim dostavkom preslavite. G. kr. okrajno sodišèe v Velikih Lasiöah dne 8. aprila 1890. (1693) 3—2 Nr. 1714. Aufforderung zur Erbsertliirung. Vom l. k. Bezirksgerichte Radmannsdorf wird bekannt gemacht: Es sei am I5.Iuli 1889 Georg Globocnil in Vrezje ohne Hinterlassung einer letztwilligen Anordnung gestorben. Da dem Gerichte der Aufenthalt des gefetzlichen Erben Michael Globocnik unbekannt ist, so wirb derselbe aufgefor« dert, sich binnen einem Jahre von dem unten angesetzten Tage an bei diesem Gerichte zu melden und die Erbi» erklärung anzubringen, widrigenfalls die Verlassenschaft mit den sich meldenden Erben und dem für ihn aufgestellten Cu» ralor Johann Azman aus Brezje abgehandelt werden würde. K. k. Bezirksgericht Radmannsdorf, am 15. März 1890. (1506) 3-3 St. 2735. Oklic. C. kr. deželno kot trgovsko so-dišèe v Ljubljani daje na znanje: Kmetska posojilnica LjubJjanske okolice v Ljubljani je proti Janezu Skerjancu menièno tožbo de praes. 22. marca 1890, st. 2393, za 50 gold, pri tem sodiöci vložila. Ker je toženi umrl in ker femu sodisöu ni znano, kdo so njegovi pravni nasledniki, se jim je na njihovo žkodo in njihove troške za lo pravdno reè odvetnik dr. Franc Munda v Ljubljani skrbnikom posfavil in se rnu plaèilno povelje z dn6 25. marca 1890, sle-vilka 2393, izroèi. To se jim v to svrho naznanja, da si bodo mogli v pravem èasu druzega zastopnika izvoliti in temu sodišèu naznaniti ali pa postavljenemu skrbniku vse pripomoèke za svojo obrano zoper tožbo izroèiti, ker bi se sicer le s postavljenim skrbnikom razpravljalo in na podlogi te razprave spoznalo, kar je pravo. V Ljubljani dne 5. aprila 1890.