Macher W Mum. Ni. 73. Pliinum«l»tion«ple>»: Im somptoil z«nzj. fi l,, halbj, fi, z»u, ssi!^ die Zustellung in» Hau« halbj, «»lr. Mit b« Po« »anzj fi, ,5>, halbj, 7 50, Samstag, 89. März. Inl«ition»,,bilri lfül lltint Inselalt bi« ,u < Zeilen «5 ll.. «rohere pn Zeile s lr,: bei «ftrren llllebevbolunaen ver >l'g ^"" das XVI, Stück des Reichssslschlilallss. ^»^ Widt't, '" °" driitschen Än«gabe. ausgeben und ver» I87'^"°ldmmss des handllsministeriums vom 21. März tclm>.'^3^"'t> die Einjnhliinss des WorltariscS siir den T>eu!lchl ? ^"^l)r ziliischcn Oesterreich Ungarn nnd "ijche. "utt^c^ ^°Uc wurden dis italienischs, bolimischc. pol 8«l»e ds^ «,, ! "'^' slovenischs. liunlischl und romanische ?lus ^gabe ^ ^^rmbrr 18?« vorlnusiss blos in drr deutschrn ^ebtii >...>.."/""' I'lV. Stückes des Äeichsgesetzblatt« au«, «no verendet. >^.^^ l.,Wr. Ztg." Nr, 7l von, 27. März 1879) Nichtamtlicher Theil. Der Staatsvoranschlag pro 1879. östetrei^c^sichl des Budgctausschusses über deu a»n!i^ ^^'/ Staatevoranschlag pro 1879 gelangte ^selben s!' ''" öligemdneteichause zur Verlheilung. Na6 i! '"' Wesentlichen folgendes zu entnehmen: ^9 ,n? ,. ^ergleichung des Staatshaushaltes pro 1878 I,, ^lu für 1878 ist nur eine Besserung gegen gaben in, Einnahmen eingetreten, bei den Ans-We„ : ganzen nicht, ja die Steigerung der Aus. ^'s>vande s" ^"' Kapiteln „Beitragslc'istnng znm !» „Sts.^!^ die gemeinsamen Angelegenheiten" nnd 'lt so eM"?"' speziell „Zinsen der Staatsschuld", Nchten ist K ^"^ ^"^ Aufmerkfamkeit darauf zu sehr in ^' ^'l! gemeinsamen Auslagen sind nicht so werben ki «' "^" Veranschlagung bedenklich hoch, sie ^ au« ^ "^ ^'"ch ble Nachtragskredite, welche für den Nachtragstrcditcn für 1878 ganz anßer- ordentlich groß, in der Summe von 6.137,546 fi. nothwendig wurden. Die größere Hälfte dieses Be-träges wird wol durch die w sehr gestiegenen Restitutionen verursacht, und es findet diese Änsgabe ihren wenn auch nicht vollen Ersatz in der gestiegenen Ver-zehrungssteuer für Zucker, es bleiben aber immer noch über 2.600,000 fl. Nachtragsforderungcn für die ge-meinsamcn Auslagen, welche die gewiß auch schon drückende präliininierle Belastung der Staatsfinanzcn zu einer sehr empfindlichen machen. Die zweite noch bedenklichere Steigernng betrifft die Zinsen der Staats' schnld. Für das Jahr 1878 waren dieselben, den Münzvrrwst von 5 Perzent inbegrifscn, mit 93.224,325 Gulden eingestellt, für 1879 sind dieselben, mit einem Münzvcrlnst von 1 Pcrzent, mit 90.887,855 fl., daher um 3.663,530 fl. höher angenommen. Sicht man jedoch von dem Münzverlustc ab, so betragen die Staatsschuldzinsen im Jahre 1878 90.036.565 fl., dagegen im Jahre 1879 94.564,54! st., sonach um 4.527,976 fl. mehr im Jahre 1879. Wenn nun zu dieser Snmine noch die Zinsen derjenigen Schuld hinzukommen, welche im laufenden Iah»e anfgenommen werden muß, welche mindestens den Betrag von vier Millionen Gulden Gold erreichen werden, so erscheint die finanzielle Lage als eine ernste. Der Vndgclausschuh erlaubt sich, auf das im vorjährigen Berichte in dieser Beziehmig Ausgesprochene zn verweisen, und mußte sich wiederum wie alljährlich verpflichtet fühleu, die größte Sparsamkeit bei seinen Berathungen walten zu lassen. Trotz aller Bemühung ist es aber dem Budget-ausschussc nicht möglich geworden, dem hohen Hause eineu güustigercu Staatsvoranschlag zu unterbreiten, als den von der kaiserlichen Negiernng vorgrl^ten. (tin namhaft höherer unbedeckter Abgang geht vielmehr ails dcn Berathungen des Buda/tmlsschusfrs hervor, denn nach denselben erreichen die Ausgaben die Höhe von 418.4I6.83l! st., und stellm sich die Einnahmen auf 392.565,144 fl., so daß rm Abgang von 25 Ml« liunen 851,692 st. vorhanden ist, Dabei siüd aber noch nicht.alle Aus^bsbennllignngsn der hohen Dele-gationcn in Rechnung gebracht, sondern blos die im ersten Sessionsabschnitte votierten Summen eiugcstellt. welche die Allerhöchste Sanction erhalten haben. Die ans die Occupation Bosniens sich beziehenden Ausgaben sind noch nicht inbegrifseu. Wenn währcud der Berathung des Staatsvoranschlages diese AnsaM'n von der k. l. Regierung in -incr Rrgierui ,l' nicht eingebracht werden, um dieselben in dc:. _..... ^ Voranschlag mit cinzublziehcn, wird wol dieser Theil des Staatscrfordernisscs dnrch sin besonderes Gesetz zu behandeln sein. Bei den Verathungen des Budgelansschusses gelang es wol, bei den Ausgaben zahlreiche mehr oder minder bedeutende Abstriche vornehmen zu können, wie denn Kapitel Ministerralh um circa 14,000 fl., Landes-Vertheidigung um cina 90,000 fl., Handel um circa 566,000 fl., Ackerbau um circa 195,000 fl., Justiz um circa 113,000 fl., Pensionsetat um circa 28,000 Gulden, Subventionen und Dotationen um circa 685,000 st. und Cultus und Unterricht um circa 176,000 st. niedriger erscheinen, diese Ermäßigungen aber wurden mehr als ausgewogen cinestheils dadurch, daß die Einnahmen sich bei den Ministerien des Han-dels, des Ackerbaues und ganz besonders der Finanzen (in der Verzehrungssteuer und im Lotto) als zu hoch angenommen erwiesen und deshalb circa 3.882,0)0 st. entfielen, anderntheils aber hat der Audgelausschuß, wie schou in dem Berichte über das Gesetz, betreffend die Fortcrhrbnng der Steuern während des Monates April, ausgeführt wuidc, im Einvernehmen mit der Regierung für nothwendig erachtet, die halbjährigen Zinsen für das mit erwähntem Gesetze bewilligte An-lehen und die Restitutionsansglcichung an Ungarn infolge des ncncn Theilungsschlüsscls zur Aufnahme in dcn Staativoranschlag zu beantragen. Diese beiden AnsgabKposten erhöhen das Deficit um 4.860,000 fl. Es ist seither nicht üblich gewesen, die Zinsen des für deu Abgaug des Präliininarjlchres aufzunehmenden Anlchens in den Voranschlag aufzunehmen. Da aber in biefem Jahre dieselben einen zu bedeutenden Betrag ausmachen, war die Aufnahme geboten, damit die budgetmäßige Deckung geschaffen werden kann. Ist es mm, wie schon erwähnt, nicht gelungen, an den Verwaltungsauslagen ausgiebige Ermäßigungen zu erziele«, welche zur Höhe des Deficits im Verhältnisse stehen, so liegt der Grund, wenn auch nicht in der Unmöglichkeit, diese Auslagen herabzudrücken, viel^ mehr in dem Umstände, daß die Ersparungen nur sehr langsam zu machen sind und öfter durch unvorhergesehene, mcht abweisbarc Bedürfnisse illusorisch gemacht werden. Die zeitherigen Bemühungen der Volts, Vertretung in dieser ^' ' legen hinreichendes Zengnis dafür ab. T>. lausschuß kann daher nur wiederholen, was in den Berichten zu dem Staatshaushalt für die Jahre 1876. 1877 und 1878 ausgedrückt wurde, und das hohe Haus dringend aufmerksam machen, die größte Sparsamkeit walten zu lassen und unter gleichzeitiger Reduction der Ausgaben für Erhöhnng der Staatseinnahmen Vorsorgen zu wollen. Die bei Gelegenheit des ungarischen Ans» gleiches beschlossene Erhöhung einiger indirekter Ab-gaben verstärkt wol die Einnahmen, jedoch beiweitem noch nicht in der Höhe, als es zu wünschen und nothwendig ist. Feuilleton. ^lera oder nus dunklen Wegen. Roman von Ed. Uagner, Hi.s (Fortsehnna.) Z. nieil s'^" Worte verstand der Marqnis dent-'Msl'yte. behandelten, was seine Gedanken be- s^ ''Si?isi'',^e er, ..sie hat es mir versprochen." !> dem m! ^ »nnerhalb dieser Manern gewesen sz gestsr ^gen nach dem Mord," bemerkte Mrs. , sich', ''^ ist rin schweres Unternehmen, welches d alle/K h". ^" kaun sie es ertragen - und ^land. ^''cn/ Sie mnß dir sehr zugethan sein, l VrriH °^kr, daß lhr Kommen ein Zeichen ^" ^ontn«' '^ h°ssc «'s!" erwiderte der Marquis N". ."Du l^tt'/. ""der uuruhigcr werdend, ^"dm. W't es?" fragte Mrs. Jugestre ver-c,5 AbweH - Erscheinen in diesem Schlosse nach Ei^rNän ^" von achtzehn Iahreu läßt keine te ..^ld "ls zulüusligc Herrin! 3tn gewes.» l' 6 'ch keine unwürdige Stellvcrtre-'Maiid?..'"' b'n. W„„, >^o die Hochzeit sein, ^?""er^"? wurde die Nothwendigkeit einer röscher, 'z?" durch das Eintreten einiger Gäste, Er h.., sHo" wochenlang in seinem Hause "e dieselben, unter denen sich auch Lord Kingscourt befaud, kaum begrüßt, als das lange er wartete Geräusch herannahender Wagen m der Ferne vernehmbar wnrde. Ein paar Minuten später hielten die Wagen vor den Stuf.il des Portals, die Insassen stiegen aus und wurden in die Gardcrobezimmer geführt. Der Marquis von Montheron stand wie auf glühenden Kohlen, als die Gäste von Elyffebourne in den Salon traten nnd er Lady Wolga nicht unter ihnen fand. Sein bleiches Gesicht nnd seine ängstlich suchenden Augcu zeigten deutlich semr Enttäuschung. Schon wollte er Lady Marlham nach Lady Wolqa fragen, als diese und Miß Strange angemeldet wnr-den. Gleich daranf traten beide ein, beide todtenbleich. Der Ausdruck in ihren Augen war ein gänzlich im« gleicher: Lady Wolga halte geweint. Ihre Angcn sahen trübe und matt aus, während in Alexa's Augen eine fieberhafte Glut branute. Endlich war sie uu-erkannt auf dem Schanplahe der blutigen Famil,eu-tragödie, deren dnnlle Räthsel sie lösen wollte. — Das erste Ziel war erreicht. — Lady Wolga war bezaubernd schön, und ebenso schön war Alexa. Imponierte die eine dnrch ihre majestätische Gestalt, so fesselte die andere durch ihre jngendliche Frische und Zmtheit. Der Marqnis von Montheron bewillkommnete Lady Wolga mit unverhehlter Freude, und Alexa wurde von Lord Kingscourt in Beschlag genommen, sobald sie mit Mrs. Ingcstre Grüße ausgetauscht hatte. „Ich kaun Ihnen nicht genug danken, Wolga, für Ihre Güte, mich heute mit Ihrem Besuch zu be- ehren." sprach der Marquis, so leise, daß es von den anderen nicht vernommen werden konnte. „Lassen Sie mich Sie willkommen heißen in Ihrer alten Heimat, wo Sie einst als Herrin herrschten. — in der Heimat, in die Sie jeden Tag als rechtmäßige nnd geehrte Hrrrin eniziehm können. Willkommen! Wolga, tau-sendmal willkommen!" Lady Wola.a's Augen durchschwciften das große Gemach. Ihre Lippen zitterten einen Moment, aber sie hatte sich gestählt zu der Aufgabe, die sie übernommen hatte, und kein anderes Zeichen der Erregung wurde an ihr bemerkbar. „Tälischen Sie sich nicht, Roland," sagte sie frenndlich. „Ich kam nicht nur deswegen, weil Sie mich nöihigten, sondern weil ich mich sehnte, die alten liebe» Ränme einmal wiederzusehen und einige Andenlrn an mein Kind zu erlangen. Sie dürfen Ihr Verfprcchen nicht vergessen, sie mir zu zeigen." ..Gewiß nicht," versetzte der Marquis „Es ist alles in Ihren früheren Zimmern ' ^"^ vorbereitet, und niemand wird Ihre .. , l)<''l hier bemerken." Die Anmeldunq des Essens s^e der we.teren Unterhalwng ein vorläufig^ Ende. Der Marqusbo Lady Wolga seinen Arm. ^,d Kmascourt führte Alexa, und die übriqen folgte",!'"«'"" r- Das Spe,>zlmmrr bot emen brillanten Anblick. Palmen aller Art füllte,, die N'schen. Blumen zierten die Tafeln und Krystall und Silber strahlten das Licht der zahlreichen Eandelaber zurück. «Oft Die Stadtrathswahlen in Trieft. Bei der am 26. d. M. m Trieft stattgefundenen Stadtrathswahl des zweiten Wahlkörpers sind, wie vorausgesehen wurde, die Kandidaten der „Progresso"-Partei mit ls8 bis 235 von 244 abgegebenen Stim-men gewählt worden. Tie Betheiligung war im Vcv Hältnisse zu den anderen Wahlkörpern geringer, indem in diesem Wahlkörper bei 3l0 Personen mit der Wahllegitimation uusaerüstet waren. Ernsthafte Gegenlisten waren nicht aufgestellt, da ein Erfolg derselben a priori sehr zweifelhaft erschien. Im Laufe des gestrigen Tages schritten die Wähler des ersten Wahl-körperS zur Stimmabgabe. Das Resultat dieser Wahl ist uns zur Stunde noch nicht bekannt, doch gilt den bisher vorliegenden Berichten nach der Sieg der regierungsfreundlichen Partei als voraussichtlich. Morgen Wahlen sodann die sechs Bezirke des Triester Terri-toriums, von denen fünf gleichfalls im österreichischen Sinne wählen dürften. Es erscheint demnach die Hoffnung sehr begründet, daß der in Kürze neu zusammentretende Triester Stadtrath seiner Majorität nach aus ant österreichisch-patriotischen Mitgliedern zusammengesetzt sein werde, was vor allein im Inter» esse der Stadt Trieft selbst sehr zu wünschen wäre. Ill gleicher Weise äußert daher auch der größte Theil der österreichischen Presse seine unverholene und lebhafte Befriedigung über den Sieg des österreichischen Staatsgedankens in Trieft, indem er der Regierung zugleich dringend kräftige Energie empfiehlt, um den errungenen Erfolg auch für die Zukunft zu sichern. Speziell die „N. fr. Pr." betont in einem, dem er» freulichen Ausfalle der Wahlen des dritten Wahl« körpers gewidmeten Leitartikel, daß es für das Reich und die Stadt gleich vortheilhaft fein werde, daß endlich wieder Oesterreicher in Trieft eine österreichische Stadt verwalten werden. Die Stadt werde nach einiger Zeit zu vergleichen in der Lage sein, wer mehr für sie geleistet haben werde, das Mnnicipium von der Gnade der «Italia irredenta", oder das zu erwartende. Nachstehend lassen wir die bemerkenswerthen Ausführungen des genannten Blattes in ihren prägnantesten Stellen folgen: Die neu gewählten Vertreter des dritten Wahl» kölpers in Trieft haben sich offen und rückhaltslos als gute Oesterreicher bekannt. Diese Bezeichnung will in anderen Städten der Monarchie wenig bedeuten; in Trieft sagt und bedeutet sie alles. Leider war es durch das Zusammenwirken ungünstiger Umstände dahin gekommen, daß sich Trieft durch seine offizielle Ver« tietung wie eine zum Königreiche Italien gehörige, nur noch nicht „erlöste" Stadt geberdete, daß der Vertretung der ersten österreichischen See^ und Handelsstadt jedes österreichische Bewußtsein abhanden zu koin« men schien. Auf die mannigfaltigste Weise wurde von dem Municipium der Stadt selbst die Agitation für einen Anschluß an das Königreich Italien genährt. Die tausendfältigen Erscheinungen, welche die Bevölkerung mit dem Gedanken mehr und mehr vertraut machen sollten, daß Trieft nur mehr zeitweilig der österreichischen Herrschaft angehöre und früher oder fpäter naturgemäß an Italien fallen muffe, wurden von dem Municipium aus geweckt oder gefördert. In der Schule wurden italianisierende Lehrer angestellt und italianisierende Bücher verwendet oder zu verwenden gesucht; in der Verwaltung wurde das annexionistische Element ausschließlich begünstigt; bei passenden und unpassenden Gelegenheiten wurden auf denselben Effect losgehende Demonstrationen in Szene gesetzt, um nach außen den Schein zu erwecken, als ob schon ganz Trieft der italienischen Partei — dieselbe nicht als sprachliche, sondern nls politisch nationale Partei aufgefaßt — verfallen sei. Da der ganze Communal-apparat in den Händen der italienischen „Progressisten" war. so ist es begreiflich, daß von Jahr zu Jahr die Hinneigung zu Italien anscheinend wuchs; daß die Partei imm>'i mächtiger, selbstbewußter, ja trotziger hervortrat; daß sie die schwankenden Elemente gewinnen oder einschüchtern mußte, so daß Trieft zur reifen Frucht zu welden schien, welche bei guter Gelegenheit vou dem Stamme der Austria abfallen würde. Freilich, wer geschichtliche Bewegungen aus großen Gesichtspunkten zu beurtheilen versteht, der durfte diefen Bestrebungen gegenüber sich mit einem kühlen Lächeln begnügen. Diese Handelsstadt, welche sicy nicht rasch genug verhandeln zu können glaubte, ist mit tausend unzerstörbaren Klammern an ihr österreichisches Vaterland gefesselt. Es gibt heute keine Macht, welche das Trieft Oesterreichs den Oesterreichern entreißen könnte. Ja, wenn eine Volksabstimmung in Trieft selbst diese Stadt zu einer italienischen proclamieren wollte: das Königreich Italien müßte das Geschenk zurückweisen, weil der große mitteleuropäische Machtfactor, welchen die in Freundschaft verbundenen Reiche Oesterreich und Deutschland repräsentieren, eine Absperrung des Hinterlandes der Adriaküste von der See nimmermehr dulden könnte. So gering daher für die Geschichtsentwickluna. im großen die Bedeutung des Majoritätswillens von Trieft sein mag. so ist es doch nichtsdestoweniger für die Art dieser Entwicklung von großem Belange, daß die Majorität der Bevölkerung von Trieft selbst zur Erkenntnis gelangt, daß diese Stadt zu Oesterreich nicht blos gehört habe, sondern gehöre und gehören werde, und day sie dieser Erkenntnis auch durch ihre gewählte legale Vertretung unumwunden Ausdruck gebe. Das ist nicht gleichgiltig, nicht für Trieft und nicht für Oesterreich, ob jene Stadt widerwillig, durch die bloße Macht genöthigt, sich in dem Nahmen des Reiches einfüge, oder ob sie freiwillig, aus Ueberzeugung zu dem Reiche zu halten erkläre. Für Stadt und Reich wird es vortheilhaft sein, daß ein anderes Regiment ans Ruder kommt, daß wieder Oesterreicher eine österreichische Stadt verwalten werden. Mit Recht hat das Programm der nen gewühlten Männer den Satz aufgestellt: „Je größer die Sympathien des Reiches für Trieft seien, desto wahrscheinlicher sei der Erfolg der Bemühuugen um die Interessen Triests." Für eine Verwaltung, welche das gute Oesterreicherthum, die Reichstreue in ihr Programm stellt, kann sich das Reich erwärmen. Dieser gegenüber wird nicht immer und immer wieder auf jede Regung des Entgegenkommens die erkältende Er-wäßung folgen, es gäbe keinen Preis, mit dem die Retchstreue der in Trieft herrschenden Partei zu erkaufen wäre. Dieses Bedenken wird behoben sein. wenn die Verwaltung der Stadt Trieft durct» ein österreichisch denkendes Municipium im österreichischen Geiste geleitet sein wird. Wenn dann von solcher Seite für die Interessen der Stadt gekäinpft wird, wenn von dieser Seite die Forderung erhoben wird, daß der Staat bezüglich der Schulen die Parität der Rechte und Pflichteil üben solle, so wird dieses Wort einen ganz anderen Klang haben. Einer sistematischen Verletzung der österreichischen Interessen gegenüber konnte der Staat nicht mehr als eben das unbedingt Nöthige thun. Der Staat muhte seinerzeit dafür Vorsorgen, daß das deutsche Element in Trieft ebenfalls Bildungsstätten finde, sonst hätte dieses vergebens danach ausgeblickt. Wenn nun die Consequcnz dieser Fürsorge Lady Wolga war während des Essens sehr heiter, heiterer, als der Marquis sie je gesehen hatte; aber er ahnte, daß ihre Fröhlichkeit nur eine erzwungene war. dazu dienend, ihre Aufregung zu verdecken. Nach dem Essen kehrten die Damen in den Salon zurück, während die Herren noch dem Weine zusprachen. Die Damen vertrieben sich die Zeit so gut sie konnten. Mrs. Ingestre sehte sich in einen Schaukelstuhl und schloß die Augen, da sie sich mehr als je ..schwach und angegriffen" fühlte». Lady Marlham hatte in mißvergnügter Stimmung mit mehreren Damen eine Unterhaltung angeknüpft, deren Gegen« stand Alexa war. Ein Paar junge Damen spcelten und fangen zusammen, während andere in den, Winter-garten umherspazierten. Lady Wolga hielt jetzt ihre Zeit für gekommen; sie näherte sich Alexa. welche allein in einer Fenster-Nische saß. " „Alexa, kommen Sie mit mir in das Garderobezimmer.'" sagte fte leife. Alexa erhob sich und folgte Lady Wolga. Sie fanden das Garderobezimmer leer. „Mein liebes Kind", sprach die Lady, ihre Auf-regung jetzt nicht mehr zurückhaltend, „einst war ich Herrin in diesem Schlosse. Ich kam hierher als Braut, und ging — doch ohne Zweifel haben Sie die Geschichte gehört. Es waren Folterqualen für mich, heute Abend mit den fröhlichen Gästen hierher zu kommen; aber ich habe diese Qualen standhaft ertragen in der Voraussicht, meine alten Zimmer einmal wiederzusehen Sie sind nicht in Benützung gewesen, seitdem ich sie verließ. Es sind noch Reliquien von meinem Kinde vorbanden, die ich mir verschaffen möchte. Auch hoffe lch eiuige Reliquien zu finden von Einem, der mir ebenso theuer ist, als mein so schmerz« lich beweintes todtes Kind. Kommen Sie mit mir, Alexa. Sie können vor der Thüre warten; niemand darf diese geheiligten Räume mit mir betreten, aber ich wollte nicht allein fortgehen, denn es hätte bemerkt werden können und einer bösen Zunge Veranlassung gegeben haben zu boshafte» Bemerkungen. Ihre Anwesenheit vor der Thür jener Zimmer wird ein genügender Schutz sein gegen ein etwaiges Ein» dringeu, und ich bleibe unbeachtet. Kommen Sie!" Lady Wolga ging voran durch die Halle, die breite Marmortreppe hinauf in den großen Saal, dann bog sie ab in einen langen Corridor, schritt an der Reihe von Thüren vorüber und blieb endlich vor einer Thüre stehen, die sie zu öffnen versuchte, was ihr nach einigen Augenblicken gelang. „Setzen Sie sich, Alexa," sagte Lady Wolga, auf eine Bank zeigend, „und warten Sie auf mich." Sie öffnete nun die Thüre gauz und trat ei». Alexa konnte nur einen flüchtigen Blick in das prachtvoll ausgestattete Zimmer werfen; dann schloß sich die Thür wieder, uud Alexa war allein. (Fortsetzung folgt,) dahin führen foll, daß der Staat so wie die deutschen Mittelschulen auch die italienischen Mittelschulen " halte, so wird sich der Staat dieser Forderung o°"' nicht entziehen, wenn er weiß. daß er dmml" Interesse einer von Oesterreichcrn geleiteten A« fördere. Der Staat selbst wird von einer M" >"H reael einen moralischen Vortheil haben, denn ",". ^ bei einer unmittelbaren Leitung besser als durcy bloße Medium der staatlichen Oberaufsicht in der H sein, dahin zu wirken, daß der Jugend österrelll)^ denken und fühleil gelehrt werde. ,. .... Auch fönst hat Trieft Wünsche. Die Verbmvu"» der Stadt mit dem Hinterlande wird in T"eit ungenügend angesehen und die Ausführung ber^ tebabahn mit unverholenem Mißtrauen betrachtet. «>^ mm auch heute kaum daran gedacht werden 'ann, > Frage „Predil oder Lack?" wieder aufzunehmen « ueue Schienenwege an die adriatische Küste zu >uy ' so können doch mit der Südbahn Vereinbarungen u^ troffen werden, welche wenigstens mittelbar ben xv schen von Trieft genügeleisten. Wenn solche "" ^ barunqen Opfer erheischen, so wird sic der St^aa , dem Fürworte cincs österreichisch denkenden <^" t piums von Trieft gerne bringen, während er dlis ^ eines „Progresso"-Mnnicipiu'ms achtlos verhalle" ">' müßte. Jedenfalls wird die neue Stadtuertw"» wenn, wie zu hoffen steht, eine österreichische.^ -^ heit, ein österreichischer Geist in ihr walten w'^ ^ Wien für alle berechtigten Wünsche Triests ste",^ geneigtes Ohr finden. Die Stadt wird nach "' ^ Zeit vergleichen können, was ihr das MuniciM«' ^ der Gnade der ..Italia irredenta" und was )". ^ österreichische Municipium geleistet hat. Sie lviro ^ erkennen, daß sie besser berathen war, als i letztere einsetzte. Österreichischer Neichsrath. «6. Vitznng des Herrenhauses' W"N. 27.M^g Vizepräsident Graf Wrbna eröffnet d«e ^ um 1l Uhr 40 Minuten. Nach Mittheilung des ^ lmlfes berichtet Freiherr v. Winterste,» Uvr^ Vorlage, betreffend die Forterhebung der ^ ^ bis Ende April und die Begebung von w" M, lionen Goldrente, und beantragt die unveränder -^ nähme des vom Abgeordnetenhause beschlossenen entwurfes. -^«'" Graf Leo Thun erklärt, bah es 'hn'"^^ den Sinn komme, der Regierung die Forterhev«'" ^ gesetzlichen Steuern zu verweigern, daß er " Hel'l Finanzgebarung des fortwährenden Schuldcnm ^t und der Vergeudung der Mittel des Staates ^ billigen und unterstützen könne und sich desy Abstimmung enthalten werde. «l, Vorsitzender im Ministerrathe, Dr. v. Stre" -^l weist die Vorwürfe des Vrrgeudeus der Sta<" ^, und der zum Ruin führenden Finanzw>rth!cha> ^ gisch zurück; durch solch unmotivierte Anklagen ^ die öffentliche Meinung erschüttert werden, ""l^. nicht wüßte, von welcher Seite die Angriffe .^ Graf Leo Thun beruft sich auf die ^3^ bei früheren Gelegenheiten ausführlich ^,^iollll Motive. Das Haus nimmt hierauf den Gejep in zweiter und dritter Lesung an. alhän^ Freiherr v. Härdtl referiert über die ^„h, rungen des Gesetzes, betreffs die Regelung d" ^, steuer, und beantragt die Annahme des geordnetenhause beschlossenen Entwurfes. ^ hie Fürst Ez art or y ski bestreitet, daß ^^ Vorlage eine Ersparung des Aufwandes "N" e Ol schleuniqung der Arbeiten erzielt werden tv» ^ die drückt die Hoffnung aus, das Herrenhaus " OeseV' Solidarität und Continuität der Glundjteu gebunq aufrechterhalten. Oill^ chraf Leo Thun bezeichnet die ganze ^ d^ steuerregnlierung als eine verfehlte Operas ^ell. die yeqenwärtig'e, Vorlage nichts bessere. /^ ^n A, daß in der Kürze der Zeit. da die Sitzung erst gestern verschickt wurden, ""Hch " Information über den Gegenstand nicht m u Er stimme deshalb gegen die Verlage. ^eih^" Nach dem Schlußworte des Referenten ^huH v. Härdtl geht das Haus in die SP^^ e-ein. Bei tz 34 beantragt Fürst 6zarto" ^H Erstrecknnq der Fristen auf ein Jahr "ZectionW der Regierung festgesetzten Termme. ^i'>^ R. v. C'hertel verlheidigt gierung. Selbst in den noch weit 5""'^ ^c Ländern kann die Einschätzung schon '»n ^ ^d vollendet werden. Bei der Mt>mmu"U ^ " Antrag des Fürsten Czartoryski abgeie?^ ^" ganze Vorlage, gleichlautend mit der t5a,i ' ^ geordnetenha'uscs, beschlossen , dc", f, io» Ritter v. Arneth referiert uv" Des»''^,,, entwurf, betreffend die Verpflicht'"'". M ^ S/'" l„ ! bei Viehtransporten auf Elsenbahuel' . „^ß' ^ Fürst Schwarzenberg wünscht P"""^. „,^ aegen die Einschleppnng der Th,crseucyr, ^f ^> , spontan in Oesterreich entstanden ,'p'^h,„eN. l mann erörtert die Seuchenvorsalle "' « so» der AÄ"' ^ ^"^^ theilt mit, daß das von Vechii ma ''? ls'"cÄ"" ^'geschlagene Gesetz eine stelle m3 ."^'"lchleftftmlg der Seuche ,u Aussicht iwaswz ...3 ^ Negiermlg gesouueu ist, dasselbe "M er i n.^uV"bcn. Die V.rlage wird hierauf 5cher?.Ä^^^. unverändert beschlossen, über deu l?.^ .^/"^lteln "Wtet den Bericht selbe von 1876. Dcr- '^'rtm j w^'^ü'""^ ^ Antrag des ssiirsteu ^^>'g morgen. 6'V""a. geschlossen. Nächste Zur Situation in Frankreich. !cheiMch,/i7!^^^" Nammern werden aller Wahr-^>H ' "^ b'nnen kurzem ihren Sitz wieder von s'ch w ."^ ^°"s Miickvcrlcgcn. Der Senat hat W die ^ ? !'^ !""ll"" "ud bedeullichciu Schwanken ^lanaen^ ' '^.'?'" ^" ^ehaudli.ug des d,e Rückkehr chul ^s w' Outrages beinahe einstimmig ausgesftro-^n«,rrsi ^ z ^ c-^b in der nächsten Zeit schon ein beiden vi,. ^".^ eme gemeinschaftliche Sitzuna der sche^^eru stattsiudeu, der'über d.ese Frage ent-^Üwiie. ^ ^"'^ichtlich werden die regelmäßigen 'n Akern^ H"?^ abgehalten werden, doch wird man ^,i,„ ""7"llchen Fällen sich das Recht wahren, die U, "lch nach Versailles einzuberufen, die ,3, ^'"Titel: ,Was Herr Grcvy deull" glaubl ^ben , f.,. "l"Zc Aufschlüsse iiber del, Standpunkt !°nlich^ ?"""'' ben der Präsident der Republik per-^t 5>m l« ^'^"' b^ ^"grs eiunimmt. Danach ßttrnN^' y ^"nächst auf das Vcrbleibeu des ^Nh? "'^"' "" der Spitze des Kabmcls großen ^M)aster» >>""^"""' Unterredung mit den fremden ^>gc M, s.^^eb^zcuguug gcwouncu hat, daß der «^"tlich/ '^^>s Acuheru s'« "ner ganz äußerte,. ,fllcbthelt ""d Achtung bei den fremden M qmii ^"!5 . ^" der Uutenichtsfrage theile er !>W ^u,,„ ""sichten des Ministers Jules Ferry, Mettich.'"?, ")"' v,elmehr mit dem Prinzip der 5 ^»d^!? .''^. u'weleinbar fchicneu. Iu Sachen ^"zelia.,,, -'^ ^""^ " überhaupt keiue einseitige ^cih^it e» ^ ^"""'" ""Uc er die Kainmern iu voller °'"eisio,. s " ^^l». Dagegen sei er der Reulcu-ftr auz ^.?Ä"lt abgeneigt ,lud hätte sich nicht "»en Neai/. ' ^ "^ feine Popularität geweigert. >ei,. f^iigsantiitt mit dieser Operation zu bc-^ ei,e w l"''5^cte iu ihr auch, wcuigstens für > seines '.^sahr ^ die Republ.k. Derjemge ^e.hen ^ """"' "l'f den er fiir das friedliche ch ^"t^ u ft?^ ^ größten Hoffnungen fetze, ft. / die dun ' p. F^yciuct, den er auch, wenn . "Ü gebr^?" plojcttlettcn öffentlichen Arbeiten iu ""kunen aed^s!'"'' ^'^ Prastdeuten des Confeil ^"kett^^^er radicalcn Alätter berichten über ein ? «"»er k... V"" die ^ommuueflüchtlinge in Lon-1 lli. M^ " ^^ibc Jules Vales' den Jahrestag kÜ""ds U ^feiert haben. Von namhafteren Com-Mlviegersni,,. «" diesem Festnlahl Longuet, der ^TN'"' ^arl Marx, Pascal ^r'ousset. V andere t^l ^""gevln, Vvursier, Combault, Iosfrin d'l^ede, ^lgenommen. Jules Valks sagte iu seiner ^>NEck.m)^,?'' 6H" gehabt, m Parls in bleicht u n- ?c^" ^ommuue den Vorsitz zu führen, selige Am l° zur bcsouderu Genugthuung, heute !r« ' in w..,/' ^'" "st"l unfercr Bankette zu ver> U'? und N"' "".u vox der Commune mtt Vci> ^helstZ°n"U"g sprechen kann. Ich trinke auf die F die rlvi. U d" suc.ali^scheu Partei, welche alleiu »it, N'^ch'llschaft' Äur». lauft, ohne Nach^ ^F'N hiel ^anlen, ohne Bündnis." Thci^z und lli l!"'ph der l^ '"Us bedell, in welchen fic den bei "l aM ^'"'""lle ankündigten. Dein Äautett gr^ '"ld auf "'")"re ,.Dauleu 'vou der Commune" ^Ctr "l de.u Tische prangte als Aussatz ciu ^^, b Graf ^'""""lten einaegaiigen, W bestätigt ^>W in tb>., "'^' "'" dcil zahlreichen Mcldllngrn ^ "Ü n»,d ^' iwei Kli„zcrtc dera„st»ltet, welche ^>». " Präs,?"'""« stattfinden werden; daS crstc ' v°,' Orl ^"^' das zweite werden die ""gQ lD.e vl'"^ l»'t ihrer Gegenwart beehren. < "''ton ^ r ,.. ten j „ Teplitz.) Die Te.l- ^./^"folqe^."^''''^ '" ^'plitz sind in der >t '^ als a,.s "^l^tt Wasscrcmdrangcs etwas Mpt , "der rr.'M''?^ "uvgeschritten. immcrhiu ver- p'rgel °^> weit.,"!"! i" werdrn. daß dieselben über- !""9 d^""' iUw?,^" werden lijnne.,. Der Wasser- ^'trt "^him'. " !^"^ schall erreicht, die Aeschas- ft,ei' "brr ^^ ^"»'Peil n„d Maschinen war mn- !!", «ine ^nwärtin Erinnerung sein dürfte, befindet sich gegenwärtig nach mehrjähriger Pause aus einer Konzcrt-Rilndreise und gedenkt in der ersten Woche nach Ostern, auch Laibach zu berühren und im Vereine mit dem Pianisten Löwenberg und dem Cellisten de Munl hier ein Konzert zu geben. Das geschäftliche Arrangement desselben hat Herr Karl Till übernommen, in dessen Geschäfte Vormerkungen auf Sitzplätze angenommen werden. — (Ein Erfolg auf dem Gebiete der mylologischcn Forschungen in Krain.) Freunde der heimischen Flora dürfte es interessieren, zu erfahren, daß die „Oesterrrichische botanische Zeitschrist" in ihrer ersten diesjährigen Nummer einen ganz besonderen Erfolg nnseres eifrigen Mylologen. Herrn Oberrealschul-Professors Wilhelm Voß, registriert. Dem genannten Forjchcr. der bereits in seinem ersten Verzeichnisse der Pilze Krams eine Anzahl von 430 Species aufzuführen in der Lage war. ist es nämlich geglückt, zwischen zwei Galtungen der Ustilagmecn ein neues Glied einzufügen, Derselbe fand in der Nähe Laibachs (aus dem Rosrn-bachcr Berge) auf dem Fruchtknoten von Uulini», 1ucu. (einer Graminrr, auf welcher bisher noch kein Brandpilz bekannt war) große, ausgeschwollene, tief schwarzblaue, ziemlich harte Deformationen, meist von der Größe der ausgerciften Samen, zuweilen auch noch einmal so groß. Sie bestehen aus den Sporen, welche ungemein zahlreich vorhanden sind. Ihre Gestalt lft meist regelmäßig elliptisch, znweilcn auch ei- und keulenförmig. An beiden Enden sind sie vrrschmalert abgerundet, nur ausuahmsweisc schwach zugespitzt, schmutzig dnntelbraun und undurchsichtig; ihre Länge beträgt 20 — 40. im Durchschnitte 24 Mm,, ihre Breite 14 —16 Mm. Die sporcntragenden Myrelästchen oder Hyphen sind ziemlich lang. sehr schlank, hin »no her gebogen, farblos und lösen sich nicht wie bei drn Tilletia» Arten noch vor der völligen Sporenreifc auf. sondern bleiben auch noch nach derselben erhnltrn. und bilden um die Sporen herum einen Gallertschlauch oder eine Gallcrihillsc mit einem mehr oder minder langen stiel-artigen Anhängsel, was eben („eben der Entstehung der Sporen an dcn Huphcneiiden) da» Charakteristische dieser neuen Gattlüig der Ustilaginren biloet, deren Unter-suchnng vom Freihrrrn v. Thümen in Wien und Dr. I. Schröter in Rastatt gemeinsam vorgenommen, und die, um dem Entorckcr ei» bleibendes Denkmal zu sitzen, mit dem Namen „Vuakiu. I'^i'm." getauft wurde, Möge dieser Erfolg für deu bisher unermüdlichen Durchforscher unserer Pilzslora ein Sporn zu weiteren Exploratwucn auf dem von ihm liebgewonuenen Gebiete der Pilzkunde sein! (Gastspiel.) Frl. Meyerhoff hat sich von hier direkt nach Klagenfurt begeben, woselbst sie gestern als „Giroslc" ein kurzes Gastspiel eröffnete. — (Krai nische Stistspräbende.) Eine Stistspräbende für adelige lrainische Fräulein mit dem Gennsse jährlicher 210 fl. ist in Erledigung gekommen. Ansprnch anf dieselbe haben jene im Aller von mindestens 15) Jahren stehenden, armen und unbescholtenen Fränlrin aus Krain, deren Väter entweder lramisch» landstä'ndische Mitglieder oder wenigstens vom Ritter-stände sind, Wie auch jene. deren Eltern um das Land oder durch eine zehnjährige Dienstleistung im ^mde sich Verdienste erworben haben und zugleich mit' > Äewerblmgsgesnche um diese Präbende sind bi........'s 20. April d. I. bei der l. l. Landesregierung in Lmbach einzubringen. — (Grundsteinlegung.) Nm 24. «lpril d. I findet in Klagensurt anläßlich der silberne" Hoch^'t Ihrer Majestäten die feierliche Orundsteinlegung zi"» Baue des Landesmuseums statt. ^ ^ ., . — (Ein Vielgereister.) Veim StMrathe m Graz befindet sich gegenwärtig cin gilnzlich «"sweislo er Mann zur Feststsllnng seiner Person in Haft. Derselbe ist circa :l5 I^e ^lt, mittlerer Statur, hat buschlgeK. grau melicrtl t< gestern weitere 2000 Pfd. St. cm den MmMpr^ ftenten Tisza. Der Szrqedinfonds hat die >V"yl,< 8500 Pfd. St. erreicht. Lord und Lady Dudley z^ iieten lliO Pfd. St. ^ ^i Konstant inopel, 27. März. ^3" „Vakit" veröffentlicht einen Anfrnf zur SM"'^ von Unterstiihungsbeiträgen für die Ueberschwem» in Szegedin. ' ^M Pera, 26. März. (Frdbl.) Osman ^ droht, das Kriegsportefeuille niederzulegen, ,>^ ^d Sultan noch fernere Concessionen an Guecy macht.__________ Telegrafischer Wechselkurs. vom 23. März, ^ .„ ^ O^ Papier »Rente 64 40. — Silber - Reute <«'""- M!>t" Rente 77 10. 18U0cr Staats.Anlchcn 117 50. -V"'ZM 8»4. — Kredit»Acticn 243 25. — London 116"b. ^ «D -—. K. l. Münz - Dukaten 5 53 - 20-3"««" 9 31. — 100'Rcichsmarl 57 35. , Wien, 28. März, 2'/, Uhr nachmittags. Echl"U^ Kreditaclicn 94510. 1860er Lose 117 5.0, 1864er ^ ^,ß , österreichische Rente in Papier 64 37. Staa' ^, Nordbahu 213 50, 20 Fraulenstüclc 9 31. "''^^ ,,,,,a,M 234 25. österreichische Francobanl --—. österreichisch«','"^^ 10^80. Lombarden 68 75. Unionbant 75 25. ^"yda"'''.^, türkische Lose 21 —. Commuual Anlehe» I<»?'20. M,p Voldrente7? 05. ungarische lyoldlcnlc 86 25. Gehaim^^ Anstekommene Fremde. Am 28, März. . «,iM""" Hotel Stadt Wien. Urbantschitsch, höslcin. - MadaM^M Paris. — Hirsch. Klua. Popper und Schreier, Ka»'^" ^M>' — Schinl. Hdlsm., Sagor. — Ritter v. >^'ch, 7" »iB^ wraz. — Mcdih, Goltschce. - .Nlantii, Äezinsy^ Stein. qM'lich"^ Mohren. Rrinfeld nnd Rosenbcrgcr, Kärnten. -^ -" Thraterselretär, Marburg. — Vcrstvrbcue. ,. Mn»^' Den 27, März, Enqcllx'N Nauta, l. l, PlMH.^ official, «5 I, Maria-Therrsienstraße Nr. 16, "cy"' ^.^.' Dcn 2 8. März, 60mad «one. s. t. P"M^M^' Pctersstraszc Ar. 24, Luiigcntnbelluloic ^"l>" ^^ 24 I,. Wienerstraftc Nr, !.',. Lungentubcrlulosc. ?!?, ' ,nM^V Aeamtcnstochter, 22 I . Florianigasse '.'.'r. 4»l. ^Ml-'" " - - Felix Toni, Schlosse, .jrscllcns ,Uind. »l Mon., """ . Fraisen. Theater. .^n ^ Heute (ungerader Tag) mil durchaus neuen .^ M^ neuer Ausstattung: Die lebten Mol)isan^' ^^. Operette in 3 Aacn uon F. ,'jell, Musil l'0u Hl>^>^ -----------------------------------------------------------------' .^^ Meteorologische Beobachtungen lll^^ß ------------------------^-------------------------------------^ ^>i .2 «^ 3ä" 5'Z ° "S ^^ " "5 ^ ,-« ^ '3^ -I5 "7Ü.Mg.'?2«l2 ^. l ii NW. schwach ^'0^ o^ 2s. 2 „ N. 728 25 ^. « 6 O. schwach h", „ 9 „ Ab. 729 5U ^. 4 2 O. schwach h«"' g n>ol'; Morgens bewö'llt, dann Aujheitcrung; a" .'/. loser Himmel. Das Tagesmittel der Tempcratl" 12' unter dem Normale. .^__-^""^ca ^. - -------- - _ . «amb'!^< Verantwortlicher Redacteur: Otto mar^^--s^ (kingesendet. Otrgers Thterpastlue«.,,„'' sind von allen Thccrpräparatcn das leicht ^"^les ^">M lästigen weder dcn Daumen noch verursachen sn' ' .„^ vol^ ^> und sie werden von jedermann, .selbst von ^'", ,u>i'lM'^ vertragen. Vergers Thecrpastillen sind dabei " , hs.iltlg,^^' Äronchiallatarrh. Husten. Heiserteit u, s. w, l"">^.^^ '",^' tes Heilmittel und bringen die Wirtung ^ ^/rjoll^M^ gezeichneter Weise zur Geltung. Denjenigen ^ 'MM welche es vorzicben. sich der ThccrtapseM l,^ ^^,^ c^ ^ »Heer in wclaonhülle) zu bedienen, wird 0^ ^ Äergers Thecrlapscln zu gebrauchen "' ^c» Apotyclcn ausdrulllich zu verlangen, ^.«.,, 5l) ^' Preis einer Vlcchoosc Äcrgcrs Tl)celP"!ll^ ^» Flacons Vergers Thccrlapscln 1 jl. ö. W .^ I.

0 Temes« Vanat...... 7825 7875 Ungarn.......... 82 50 33 - Netlen vou Vanlen. Anglo-öslerr. Van!..... 10175 102 25 jtreditanstalt ....... 24125 24150 Depositenbank....... 160 162- Kreditanstalt, ungar..... 233 75 234 — Oesterrcichisch. ungarische Banl 808 - 810 Unionbanl ........ 75- 7525 Perlehrsbant....... 112 50 1l3 — Wieuer Äanlverein..... 11850 119' «clieu v«n transpyrt-Unterneh-«uugen. ««lb waic Älföld'Äahll .......122—12250 Donau.Dampfschisf.Gcsellschaft 540 542 «lisaoeth.Oeslbahn.....17375 17425 «elb war« Ferdinands«Nordbahn . . 2127-2132 — Franz.Ioscph'Vahn .... 13825 13375 walizische Karl. Ludwig. Äahn 22l) - 22!) 50 Kaschau-Odeiberger «ahn . . 108 25 108 75 Lemberg'Czeinowihcr Nahn . 123 50 129 - Lloyd . Gesellschaft.....66s— 669 Oesterr. Nordwestbahn . . . 122'-- 122 50 Rudolfs'Aahn.......132 - 132 50 Staatsbahn........256 50 25? Südbahn.........«jg^o U9._ Thtih.Äahn........193.^ 193 50 Ungar.galiz. Verbindungsbahn 8!)- 89 50 Ungarische Nordostbahn . . . 119 50 120 -Wiener Tramwau-Gesellsch. . 181 50 162- Pfandbriefe. All8.öst.Vodenlreditanst.(i.Gb.) 114- - 114 50 » » , i Aus deutsche Pläye - - ' l'b^ ,l ,^ London, furze V'cht '^^ ^ London, lange Z'chl 4<> Paris ... - Gelvisrle" ^c ,< 5 fl. a^ 9 - Dusaten . . - .>' g!'/"- ^ ' Napoleonsd'or ^ " <,?-'',' Deutsche Reichs- 40 ^ ,^ , Noten - - - ' ,^» " ^ " Silberguldcn , , 1"" " , ^ainisch^^^^ ^. 1^« «achtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 64 30 bis 64 40. Silberreulc 64 50 bis 64 60. Goldrcnte 76'55 bis 76 65.' ltredil 241 50 b's ^^ "" l iu