ii t$nM' Preis Din 1*50 71. Jahrgang ®rieh*l«t wdehentllch siebenmal Sehrtltleltaeg (Tel ktenirb. Nr. 21701 «Weitung g. Buchdruckerel (Tel Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul.* ' Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht retumieit Nr. 202 Freitag, den 31. ?uli 1931 Inseraten- * Abonnements-Annahme ln Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl. 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Bnzelnummer i bis 2 DI» nribom’ Rcitu 46 Stunden im Nebel „Graf Zeppelin" aus der Rückfahrt — Zn Leningrad bereits eingetroffen — Bedeutende Forschungsergebnisse „Zrredenta" Die widerlegte Fabel. .r e‘r X* veröffentlichte der Belann« GamiL y'lchiraniöfiide Politiker Jahr- i,,1!1« t, ein Mann, der vor dem - mannhaft die Forderungen der feite ar?m putschen Reichstag vertrat und m .^kler noch immer als „ausge-s o^nde Frankreichs", als „antina-frftb fo »f des elsässMen Volkes t,'6 Au|n>,X utIichen Heimatrechte und um eitiPT^n. bat m'f einem Verlangen Jochen Wiedervereinigung mit dem d?8^'chen nichts zu tun. Die leiden- I«1 lle lm ®'"6 ti n ^nttnrvr, ^ ^0n dald nach den politi» he?eHt haben ? }*? Rachkriegszeii ein ttQqii($Pn n m der Hauptsache auf tz.^°lk mit Q?8"*2®^ Lurückzuführen. daß )!„ olltät . geprägter partikularistischer bi n Und'n,;?x doriikularistischen Bedürfet 0§ unser? ?°rtikularlstischer Erfahrung fJ^ditionenp Staate, zu dem es ei- alle^P^'6 ^n8°9, bie aen‘ 'Utnr 6 zuqleiF, Verfaffungen vorgefunden h "ontesteu au" m " engherzigsten und Sitzet staatsbürap^r-^^^""'dsbegriffe, der 9öL ' sondern n r 'v,et Loyalität nicht Be» % >es n"'» b£n Elsässern die Aufing Schliche »TI”* Volkstums und Kl dem Fm -rkulturelle Verschmel» 61,61 «>, X?°dlet __ero^un9" — schreibt Ca» Stn r 1 ®terrP"?l'.^ie idb schon einmal ^tbp eines hp5tIe die natürl'cke 916« ^ij ^,s°ll, der ab» me.rIt' daß er gelressen nich nnr nt* gefressen werden ^l!,ps' 9ern bat der ihn zum '' den bie'-xr». '/l derlelbe Abwehr- ""*n lm BenachBoHen Bel Leningrad, 30. Juli. DaS Luftschiff „Graf Zeppelin" ist gestern um 21.28 Uhr mitteleuropäischer Zeit über dem Onega.See gesichtet war. den. Das Luftschiff nahm mit großer Ge. schwindigkeit Kurs auf Leningrad. Da die Strecke Onega-See-Lemngrad etwa ein Drittel der Strecke Archangelsk-Leningrad aus macht, dürfte der Luftriese inzwischen bereits in Leningrad eingelangt sein. Wenn günstiges Flugwetter vorherrscht, (Siehe zunächst Seite 3). b. H. wenn „Graf Zeppelin" Rückenwind erhält, so dürste das Luftschiff bereits heute abends in Berlin eintresfen. * Moskau, 30. Juli. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist aus seinem Fluge über den Onega-See heute um 6 Uhr früh im Flughafen von Leningrad eingetrosfcn. An Bord befindet sich alles wohl. Dr. Eckener entschloß sich zur Rückfahrt mit Rücksicht darauf, daß äu- ßerst ungünstiges Wetter eintrat und ein dichter Nebel, in dem sich „Graf Zeppelin" volle 46 Stunden befand, sich einstellte, so daß die weiteren wissenschaftlichen Forschungen und Untersuchungen ohnedies ergebnislos gewesen wären. Zu Beginn der Expedition konnten hingegen bedeutende Forschungsergebnisse, namentlich auf geographischem Gebiete, erzielt werden. Diplomatische Hochkonjunktur Vor dem französischen Ministerbesuch in Rom und Berlin -Brüning und Curtins fahren nach Italien — Zufriedenheit in Paris Berlin, 30. Juli. Die Regierung trat gestern spätnachmittags zu einer Sitzung zusammen, die über Mitternacht hinaus andauerte und in der die Lage Deutschlands mit besonderer Berücksichtigung der englischen und amerikanischen Staatsmännerbesuche behandelt wurde. Wie aus einer kurzen amtlichen Mitteilung ersichtlich ist, soll die Reichsregierung sich bei dieser Gelegenheit ein klares Bild der Situation gemacht haben, worauf ihr die Beschlußfassung über die zu unternehmenden Schritte leichter fiel. Die Berliner Besprechungen haben unzweifelhaft zur Ueberzeugung geführt, daß ein engeres diplomatisches Zusammenarbeiten der Großmächte unumgänglich notwendig sei. Aus diesem Grunde sei es auch notwendig, daß die in Paris und London begonnenen und in Berlin fortgesetzten Verhandlungen in beschleunigtem Tempo weiter fortgeführt werden. In hiesigen politischen Kreisen glaubt man, daß die deutschen und französischen Staatsmänner schon in Bälde zu einer me» ritorischen Aussprache sich zusammensinden werden, da man allenthalben Wert daraus« legt, gewisse politische. Fragen noch vor der Genfer Völkerbundversammlung im Septem ber geklärt zu wissen. B e r l i n, 30. Juli. Wie aus wohlinformierter Quelle verlautet, wurde in der gestern abgehaltenen Nacht sitzung des Kabinetts beschlossen, daß sowohl Reichskanzler Dr. Brüning als auch Außenminister Dr. Curtius in Bälde nach Italien reisen werden, um mit Mussolini und Grandi zusammettzutresfen. Die diplomatischen Vorbesprechungen zu dieser Entrevue wurden bereits ausgenommen. Die Zusammenkunft wird zweifelsohne in einer norditalienischen Stadt oder in einem italienischen Bad statt» finde». In deutschen politischen Kreisen wird dieser bevorstehenden Aussprache mit den italienischen Ministern schon deshalb Bedeutung beigemefsen, als man sich von einer eventuellen Verständigung mit Italien ein brauchbares diplomatisches Gegengewicht ge gen gewisse Forderungen der Franzosen erhofft. P aris, 30. Juli. Zu gleicher Zeit, da zwischen Berlin und Rom Verhandlungen über eine Zusammenkunft Brüning-Mussolini in Schwebe sind, trifft auch Ministerpräsident Laval seine Vorbereitungen, um gemeinsam mit Briand nach Rom zu reisen. Wie nun verlautet, soll der Plan einer solchen Entrevue bereits in London grundsätzlich aufgestellt worden sein. ES handelt sich in erster Linie um die Liquidierung des Marinekonfliktes zwisaM Frankreich und Italien, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, daß gerade von englischer Seite der Wunsch nach Beilegung die-Streitfalles nachdrücklichst betont wurde, weil man in England damit eine Gefährdung der im Feber stattfindenden Abrüstungskonferenz zu vermeiden trachtet. Außerdem wird darauf hingewiesen, daß dieser Konflikt in der gegenwärtigen Atmosphäre einer allgemeinen diplomatischen Betriebsam keit und Verhandlungsbereitschaft leichter beilegen können, als dies vorher der Fall war. Frankreich andererseits will sich die Zustimmung Italiens zu seinem Deutsch-landhilfe-Konzept gewinnen. P a r i s, 30. Juli. Die sran'ösische Presse behandelt die Besprechungen der europäischen Saatsmänner mit einem gewissen Wohlwollen und stellt mit Befriedigung fest, daß diesmal in Berlin die gemäßigte Strömung Oberhand behielt. Wie die Blätter ferner wissen wollen, wird die nächste Zusammenkunft der französischen und deutschen Minister gleich nach der Aussprache zwischen Laval und Mussolini erfolgen, was etwa in der ersten Hälfe des Monats August erfolgen dürfte Auch fr«n-zösischerseits macht sich der Wunsch nach Bereinigung sämtlicher politischer Fragenkomplexe geltend, da man auch in Paris noch jedenfalls vor der Genfer Tagung reinen Tisch haben wolle. Vroiest gegen die ioo-Marktoxe Jugoslawien an der diplomatischen Aktion beteiligt. Berlin, 30. Juli. Gestern haben sich diplomatische Vertreter von fünf Staaten, und zwar Oesterreichs, Jugoslawiens, Italiens, der Schweiz und der Tschechoslowakei im Auswärtigen Amt eingefunden, um gegen die Notverordnung der Reichsregierung Bezüglich Einführung einer 100-Mark-GrenzüBertrittstaxe für deutsche Staatsbürger Protest zu erheben. Im auswärtigen Amt wurde den Vertreter" erklärt, daß der Protest an die Reichsregierung weitergeleitet werden würde. Kurze Nachrichten London, 30. Juli. Von den amerikanischen Ozeanfliegern fehlt noch immer jegliche Nachricht, so oaß über ihr Schicksal bereits Besorgnisse entstanden sind. Budapest, 30. Juli Die Notverordnungen hinsichtlich der Devisen- und Geldverkehrs in Ungarn dürften nach allem Dafürhalten bis Mitte August aufrechterhalten bleiben. London, 30. Juli In City-Kreisen herrscht die Auffassung vor, daß man trotz der Besserung des Pfundkurses dennoch mit einer Erhöhung des Bankdiskonts zu rechnen habe, und zwar von Zy, auf 4 Prozent. Börsenbericht Z ü r i ch, 30. Juli. Devisen: Beograd 9.095, Paris 20.10, London 24.89, Netoyork 612.75, Mailand 26.835, Prag 15.20, Wien 72.125, Budapest 90.025, Berlin —. Z a g r e b, 30. Juli. Devisen: Wien 791.72-793.82, Budapest —, Berlin —, Mailand 294.70—295.60, London 273.67— 274.49, Newyork 56.2676—56.4376, Paris 220.95—221.61, Prag 166.82—167.32, Zürich 1098.45—1101.75. L j u b l j a n a, 30. Juli. Devisen: Berlin —, Budapest —, Zürich 1098.75--1102.05, Wien 791.63—794.03, London 273.47—274.29, Newyork 56.2412—56.4112, Paris 220.79—221.45, Prag 166.90—167.40, Triest 294.67—295.57. g>en der gleichen Assimilierungsanmaßung gegenüber siegreich durchgefochten haben und der andererseits unseren glücklichen französischen Stammesbrüdern in der Schweiz erspart geblieben ist. Das Problem, das sich im Elsaß stellt, ist übrigens nur die lokale Auswirkung eines allgemeinen Zeitgeistes, der, aus den Wehen des Weltkrieges geboren, sich heule in Europa allenthalben Bemerkbar macht und die Zukunftshofinung von 30 bis 40 Millionen Europäern bildet, die in ihren respektiven Staaten durch die gleiche assimilatorische Staatsraifon bedrängt werden,« welche das mittelalterliche »Cuius eius religio<- in »Cuius regio, eius lingua« verwandelt hat. Dichtet spricht am Schlüsse seiner Ausführungen trotzdem die Hoffnung aus, daß auch in Frantrt’ch, das vor 140 Jahren der Welt die Proklamation der Bürgerrechte gegeben hat, mit der Z-it das LerstLnkniL für die Z-idiag, ÖeU 31. ijtut il/3x LSWWWLLSWLWM B8m2225>iSrJ Bedürfnisse und für die Heimatforderungen des elsässischen Volkes heranreifen werde. Die Elsässer wünschen nur, daß Deutschland die Politik des Dr. S t r e s e m a n n fortsetze und das deutsche Volk jeden Versuch, das elsässische Problem neuerdings als Zank apfel zwischen die beiden Völker zu werfen, zurückweisen möge. Elsaß-Lothringen bekam me nach Dahlet jede Verschlechterung der deutsch-französischen Beziehungen zu spüren. Es geht ihm wie dem Kind zweier Ehegatten. Wenn es beim Vater ist, soll es die Mut ter hassen, und wenn es bei der Mütter ist, den Vater. Es soll immer dem recht geben, dem es im letzten Ehescheidungsprozeß zugesprochen wurde. Im Grunde fühlt das Kind, daß beide Unrecht haben, wenn sie sich zanken. Aber die beste Lösung wäre doch_ die, daß sich beide wieder vertrügen und einen gemeinsamen Haushalt bildeten, meintwe-gen" — sagt Dahlet — „im Hause Paneu-ropa," Erdrutsch an der jugoslawisch-albanischen Grenze A t h e n, 29. Juli. An der albanisch-jugoslawischen Grenze werden zurzeit Befestigungsarbeiten unter Leitung von italienischen Ingenieuren aus-geführt. Dabei entstand an einer steilen Stel le aus noch unbekannter Ursache ein gewal-tider Erdrutsch, der plötzlich zahlreiche Arüei ter mit sich riß und unter den Erdmassen begrub. Die Bergungsarbeiten wurden sofort augenommen, doch konnte« 47 Arbeiter, lau ter Albaner, nur mehr als Leichen geborgen werden. Amu John oiiß In Berlin bereits eingetroffen. — Start nach Königsberg. L o n d o n, 29. Juli. Die bekannte englische Fliegerin Miß Amt) Johnson ist gestern auf dem Flugplätze von Lympne zu einem Rekordflug nach Japan gestartet. Ihre Maschine führt den Namen „Jason II." Die Fliegerin wird von, einem Mechaniker begleitet. Miß Johnson will' über Moskau, Sibirien und Korea nach Tokio und von dort nach einem kurzen Aufenthalt wieder zurück nach London fliegen. Miß Johnson ist gestern Vormittag bereits auf dem Berliner Flugplatz gelandet und nach einem kurzen Aufenthalt zum Weiterflug nach Königsberg gestartet. Der „SSönig der Bettler' Morden L o n d o n. In der Nacht auf Dienstag ist der bekannte britische Philanthrop und Viscount K n u t s f o rd plötzlich gestorben. Er starb, 76 Jahre alt, in dem Krankenhaus, für dessen Aufschwung er sein ganzes Leben gearbeitet hatte uno für das er in der britischen Oefsentlichkeit außerordentlich h"° he Summen gesammelt hatte. Viscount Knutsford war zu Lebzeiten „Fürst der Bettler" genannt worden, durch welchen Ehrennamen seine geradezu an das Wunderbare grenzende Fähigkeit charakterisiert werden Stallen gegen die Zollunion Alle sind um Oesterreichs Unabhängigkeit besorgt H a a g, 29. Juli, gefährden könnte. Noch klarer seien die Bestimmungen des Genfer Protokolls vom Jahre 1922, die Oesterreich jede Gefährdung seiner wirtschaftlichen und politischen Unabhängigkeit untersagen. Die Aushebung der Grenzen zwischen Deutschland und Oesterreich sei unbedingt ein Vorteil für Deutschland. Wenn demgegenüber vor gehalten werde, daß dem Wiener Vertrag auch andere Staaten beitreten können, so seien dieselben über nicht gezwungen, durch ihren Beitritt zu diesem speziellen Vertrag einen allgemeinen Vertrag abzu-schließen. Die nächste Sitzung findet am Freitag um 16 Uhr statt. In dieser Sitzung werden die Repliken erfolgen. In der heutigen Verhandlungssitzung des Internationalen Schiedsgerichtshofes erklärte der italienische Agent P i l o t t i. daß Oesterreich mit Zustimmung des Völkerbundes wohl eine Zollunion abschließen könne. Niemand, auch in Italien, wolle den guten Glauben der beiden Regierungen von Deutschland und Oesterreich in Zweifel ziehen, aber Italien erblicke in der Zollunion eine Schwächung des Widerstandes gegen die Anschlußide«, die sich dann doch durchsetzen könnte. S c i a l o j a, der hierauf das Wort ergriff, erklärte, daß die Worte des Artikels 88 des Vertrages von St. Germain sehr klar seien und Oesterreich jede Handlung untersagen, die seine Unabhängigkeit Der Ruf nach Abrüstung Das Programm der Labour Party — Vom Kongreß der zweiten Internationale in Wien W i e n, 28. Juli. Der Kongreß der sozialistischen Jnternatio nale setzte heute seine Beratungen über die vorgelegten Resolutionsentwürfe fort. Zunächst ergriff der parlamentarische Sekretär des britischen Außenministeriums, Professor B a k e r, das Wort und bemerkte einleitend, daß der Ruf für die Abrüstung und gegen die Kriegsgefahr vor allem an die Jugend gehe. Im Aufträge der britischen Arbeiterpartei erklärte er dann: Es ist unsere Aufgabe, das Programm zu erfüllen, das bereits die Internationale im Jahre 1928 in Brüssel auf-stellte, und wir dürfen nicht länger zögern, uns an die Regierungen zu wenden, die den Kriegsächtungspakt unterzeichnet haben, daß sie den Krieg nicht mehr als Mittel nationaler Politik betrachten werden. Wir werden von diesen Regierungen verlangen, daß sie die Waffen, die nunmehr nutzlos geworden sind, strecken. Baker erklärte ferner, daß auch die britische Arbeiterpartei für eine Kontrolle der Munitionswerkstätten sei. Wir wissen und haben es erst jüngst bei den Lustmanövern in London gesehen, als die große Ministerkonferenz tagte, daß die heutigen Rüstungen gefährlicher seien als je zuvor. Es wäre ein furchtbarer Bankerott für die ganze Welt, wenn die Abrüstung nicht gelingen sollte. Englands Kredit Schatzkanzler Snowden gegen französische Gewährung von Rediskontkreoiten Der „Daily Telegraph" will wissen, daß die englisch-französischen Kreditverhandlungen infolge des Widerstandes des ’ Schatzkanzlers Snowden zum Stillstand ge Zum Stillstand der englisch-französischen Kreditverhandlungen 2 o n d o n, 29. Juli. Der „Daily Herold", das Organ der Arbeiterpartei bezeichnet die Pariser Meldungen, wonach die Bank von England die Banque de France um finanzielle Hilfe et- kommen sind. Snowden soll sich im Gegen- sucht habe, als völlig unwahr. Das Blatt satz zum Gouverneur der Bank von England Montagu Norman auf den Standpunkt gestellt haben, daß ein solcher Kredit überflüssig sei. sollte, für wohltätige Zwecke, hauptsächlich für private Krankenhäuser Gelder aufzubrin gen. Man schätzt, daß Viscount Knutsford während der letzten 30 Jahre mehr als 6 Millionen Pfund Sterling für seine hohen philantropischen Zwecke „erbettelt" hat. ,r - * ' ■ ^v.........................................* • ... -x ... « ■'Y”'' verweist auf die verschiedenen, aus Paris stammenden. Berichte über Englands Finanz läge und erklärt, daß es sich dabei um bewußte Versuche interessierter französischer Kreise handle, um den englischen Kredit auf dem Kontinent zu untergraben. Man wolle Deutschland und überhaupt allen Völkern Mittel- und Osteuropas zeigen, daß sie nur von Paris Hilfe erwarten können uüd alle politischen und finanziellen Bedingungen annehmen müßten. Die Pariser Blätter sind über den AbbruG der Kreditverhandlungen sehr erstaunt, weil sie annehmen, daß die City einen Kredit nicht nur zur Stützung der englischen Währung, sondern auch zur Stabilisierung der kurzfristigen, in Deutschland angelegten Kredite braucht. Lloyd George operiert. L o n d o n, 29. Juli. Lloyd George wurde heute an der Harnblase operiert. Er überstand die Operation gut, doch fürchtet man für sein Leben mit Rücksicht auf sein hohes Alter. Außenminister Dr. C u r t i u s empfing seine englischen Gäste im Garten seiner Villa in Berlin-Dahlem. Von links: Frau Cur- tius. tius, die Gattin des Reichsaußenministers — Henderson — Sir Horace Rumbold, der englische Botschafter in Berlin — Dr. Cur- Die Tochter nach 22 Äahren gesunden Aus Srem. Mitroviča wird berichtet: Der hiesige Tischler Sava B i ž i č heiratete im Jahre 1906 die Antonie Mandl aus Petro-varadin. Der Ehe entprang eine Tochter namens Nevenka. Im dritten Jahre der Ehe, als die Kleine 18 Monate alt war, gingen die Eltern auseinander und Nevenka kam in das Elternhaus ihrer Mutter nach Petrovaradin. Zu dieser Zeit gab eine Novi-sader Dame ihr neugeborenes Töchterchen namens Katica, für das der Vater, ein jun- ger Baron, sorgte, der Antonia Mandl i11 Pflege. Im Jahre 1912 übersiedelte Anto® Bižič geb. Mandl mit den beiden Kindes nach Albanien und eröffnet« in Drcw e® Kaffeehaus. Hier wuchsen , die beiden chen auf. Kürzlich ist Antonia Bižič Ben. Nevenka wollte heiraten und verlang-daher vor einiger Zeit vom Mitrowtae Magistrat ihren Heimatschein, wo ihr ®a,e. zuständig war. Ein städtischer Beamte machte Sava Bižič, der noch immer Srem. Mitroviča lebt, auf dieses Gei111; aufmerksam und stellte an ihn die Frage, » Nevenka Bižič nicht mit ihm verwandt iel-Bižič, der schon längst auf seine Tochter n“ erster Ehe vergessen hatte — er heirate wieder und ist Familienvater erinnert sich an die Zusammenhänge, schrieb nach banien und erhielt von Nevenka einen ^ sichtlichen Brief, in welchem sie ihre gaM Lebensgeschichte erzählt. Daraus geht hervor, daß Sava Bižič der Vater der ™' venka ist und nun nach 22 Jahren d>M e-ne sonderbare Verkettung von Umstände seine Tochter wiedergefunden hat. Das Mädchen kam nach Mitroviča, ?! ein rührendes Wiedersehen gab. Nevenka in Tirana verlobt. Katica, die mit Neuem, aufgewachsen ist und weder Vater Mutter kennt — wuchs sie doch unter ^ Fürsorge der Mutter der Nevenka auf “T lebt noch immer in Albanien. Nevenka ® žič besuchte kürzlich die Mutter der in Novisad, die aber von dieser nichts will Nevenka ist nun nach Tirana . gekehrt, wo dieser Tage Hochzeit g«fctf. wird. Der ganze Fall bildet in Mitr^' das Tagesgespräch. Irische Gagenerzähler Eine Expedition des britischen MustM begab sich nach der irischen Insel Blasket, um die alten Dolkssagen aus mophon-Platten aufzunehmen. Great-i ket ist eine kleine Insel mit nur 190 wohnern. Es sind meistens alte Leute, ihre Scholle nicht verlassen wollen. In 1,1 „ chen Familien dieser Inselbewohner ®et ^ alte irische Legenden heilig aufbewahrt, im Laufe der Jahrhunderte von eine® ^ schlecht dem anderen überliefert wurden- t Expedition nahm bereits 200 Sagen . die meistens aus dem achten und neu . t Jahrhundert stammen. Unter diesen befand sich auch die Erzählung Über ^ „Kaufmann von Venedig." Mit ®e®u ut, rung stellen die Expeditionsmitglieder daß der Inhalt dieser aus dem FLjP Jahrhundert stammenden Sage ganz y dem berühmten Schauspiel von Shakefp entspricht. Die Einwohner der Insel ® y B-lasket, die in einer Entfernung von j, Seemeilen von der irischen Nordküste y fuhren ein primitives Leben. Sie \#ti nicht nur keinen Radio-Apparat, 1°, jck auch kein Grammophon gesehen. 2m Insel gibt es weder ein Kino, noch bliothek. Die einzige Zerstreuung der y wohnet besteht darin, daß sie sich ö° $ zu Zeit versammeln und sich die Sag?, hören, die die Aeltesten der Insel erz Ein ftllfomer Zu den verschiedenartigen amerika^ ^ Wettbewerben ist noch eine Konkurre ^ treten, und zwar in der Kunst des ^ yt* Ablesens. Die Teilnehmer an dieser y kurrenz sind fast ausschließlich tau y schwerhörig. Bekanntlich vermögen 5 J 6en Menschen, aus den Lippenbeweg m den Sinn der Worte zu verstehen. - f erreichen dabei eine Vollkommenes' if für normale Menschen fast umnögttaW Als amerikanischer Champion in der y des „von den Lippcn-Lesens" gilt e> Pery. Sie hat im Alter von 13 Gehör verloren und ist trotzdem ” men berufsfähig. Frl. Pery ist als S pistin in der Zentralverwaltung der amerikanischen Automobilfirma _ „ 6č Motors" angestellt. Beim Diktier j Briefe braucht ihr Chef nie ein & y F' wiederholen. Die junge Dame verf I , fort jedes gesprochene Wort und ' s nicht, auch wenn es in fließendem # läufigen Tempo gesprochen wird. M (jir die von ihrem Fehler nicht unterem y t wollen gar nicht glauben, daß ste M e' ner Tauben zu tun haben. Frl- * steht ausgezeichnet, nicht nur, was „ii Tonfilmen gesprochen wird, font>er die Worte, die die Darsteller der 1 yt Filme lautlos, nur mit ren Lipp Kurs auf Leningrad "Graf Zeppelin" kehrt wegen ungünstiger WetterverhällNiffe vorzeitig zurück „Malygin" berichtet über die Begegnung mit dem Luftriesen Amerika - S' ^Uli- Wie die Hamburg, schiff *? ?** mttteUt' befand sich das Lust fiLx1 Kr^lin" in den Vormittags. Nach.;»? ^ Juli über Nowaja Semlja. tiko.pj , r älteren bei der Hamburg-Ame-2uf«rf,itte ^"üetroffenen Meldung hat das gtnh ' i "®mf Zeppelin" Kurs auf Lenin. . 9 nonnnen, wo es morgen rintreffen wird. Fr i setzet"drichßh^fen, 29. Juli. Abge-dix m„r , . kurzen Funkmeldungen, die tjabej, iVv* «>Un6 bie '£>aP°8 ausgenommen Friedrichshasen des von »nix ? wieder ohne direkte Nachricht aus de» * "®r0f Zeppelin", was durch, spricht getroffenen Vereinbarungen ent« i°che q,h £?* ^rdstation sich in der Haupt »on d-» °?u Empfang d-r Wetterberichte Mctt b-is. ^ ^chlungsstationen im Polar-$tiebtiS{n!en «ruf;. Man nimmt in «ach her % an' bah „Graf Zeppelin" "Nialna!» / rgegnung mit dem Eisbrecher 9ut n;!«' te Weiterfahrt zu dem noch so vaja ^,„,?rrsorschten Nordlang (Sen»er-U'rstwärt« 1 lortgefeht und sich dann direkt »ott 3j0müifleEitbct hat, «m die Nordspitze lang d», j ^mlja zu erreichen und, ent-ftonin an, ».^klreckten Doppelinsel, Kap fahrt über l n‘ $on hier dürfte die Rück folgen. Archangelsk nach Leningrad er- veMchjUuf dem Hinflug haben die Wetter-» > die „Graf Zeppelin" in der Arktis fand, Dr. Ecken« zu gewissen Abwei- Gruß erwiderte. Die Begegnung der „Ma-chungen von dem ursprünglich angesetzte» lygin" mit dem „Graf Zeppelin" erfolgte Kurs veranlaßt, ohne daß jedoch dadurch das in der ersten Polarsiedlung der in der Ark- Fahrt- und wissenschaftliche Programm der Expedition im ganzen geändert oder beeinträchtigt ist. So hat „Gras Zeppelin" nach seiner Abfahrt von Leningrad zunächst direkten Nordostkurs auf Kanin Rotz, das nördliche Kap der großen Halbinsel Kanin, gehalten und dabei in den ersten zwölf Stunden 1100 Kilometer zurückgelegt. Die Rei. segeschwindigkeit betrug bis dahin 99.2 Kilometerständen. Bon Kanin Roß schwenkte das Luftschiff auf Nordostnord ein, steuerte Nowaja Semlja nicht an, sondern nahm direkte Richtung auf Franz-Josef-Land. * « • Moskau, 29. Juli. Der Korrespondent der Telegraphenagentur der Sowjetunion an Bord des Eisbrechers „Malygin" berichtet über die Begegnung des „Graf Zeppelin" mit dem „Malygin": Am 27. d. M. um 20 Uhr 10 Minuten tauchte über den blauen Gletscherhängen bei der Brookinsel «in schwarzer Punkt auf. Aus dem Deck des Eisbrechers erscholl der Ruf: „Zeppelin!" Der schwarze Punkt wurde immer größer und alsbald erblickte man den in der Sonne silbern glänzenden Leib des Riesenluftschiffes. Die Sirene des „Malygin" grüßte den „Graf Zeppelin", der mit ein« Fahne den tis überwinterten Sowjetexpedition. Der „Graf Zeppelin" überflog die Bucht und begann in der Melenius-Straße niederzugehen. Ohne das Gleichgewicht zu verlieren, näherte sich „Graf Zeppelin" vorsichtig im Laus einer Stunde dem Wasserspiegel. Langsam neigte sich die „Zeppelin"-Gondel aus das Wasier neben die treibenden Eisschollen. Die „Malygin"-Mannschaft tauschte mündlich Grüße mit der „Zeppelins-Mannschaft und den Sowjetgelehrten an Bord des Luftschiffes aus. Plötzlich begann der „Gras Zeppelin" wieder zu steigen, ohne die Post vom „Malygin" ausgenommen zu haben. Der ,Malygin" ließ ein Boot mit der Post und einem Filmoperateur hinab. Zehn Minuten später erfolgte der Postaustausch. Hierauf stieg „Graf Zeppelin" weiter in die Höhe und verschwand hinter dem Sedowkap. Professor W i e s «, der wisienschaftliche Leiter der „Malygin"-Expedition, erklärte dem Berichterstatter, es sei zu bedauern, daß Dr. Ecken« die außerordentlich günstigen Verhältnisse wegen des Kleineises, das di« Bucht bedeckte, nicht ausnützen konnte. Der „Graf Zeppelin" ging an einer Stelle nieder, wo Mreresströmmungen treiben. Einzelne Eisschollen drängten sich gegen die Gondel, so daß das Luftschiff vorzeitig aufsteigen mußte. tfjeir, H , ütoei smpnrVn Girier bedeutenden Entfernung fehlten ' Zen ^ flüsternd miteinander un-^'ebette'c^ H Pery Bescheid. Berge _e‘eftib=Süro§ haben ihr aünstt- n>3, bo&e6;tte gemacht, in richtiger Erkennt. Nchunoe» ®a6e für kriminalistische Nach. ^nne. ^ ,Ootl unschätzbarem Wert sein geböte Qfi lUr,9e Dame lehnte alle diese Anröchte. m °Jic ihre Firma nicht verlassen "boit ben “shbem sie im Wettbewerb dti w°°tttten ^Pen-Lesens" den ersten Pret: "einen Hut, erhielt sie von der Jury einen "en itolih^v” unb von ihrer Firma ei ^wöchigen Urlaub. ik Trommeifprache der %r, . Neger jell-Ohrmalige Afrikareisende kennt (trt. \ .ctDi9e dumpfe Trommelgetöse, »tl AJh f ’e Eingeborenen des schwarzen ? ."t üiJ0 m kalten Zeiten bedienen und Jlcbi» Nachrichtenvermittlung. Merl-i. . qebn, * eigenartige Sprache der Pri-i? ieitte», .Trommel, allen Schwarzen ."'gekehrt s ^en verständlich, genau wie r fcn b0 b!!n Weißen allein die Funkspruch Kap iert sind, dem Schwarzen sinn' iSZn^imlb H°s°lda n, der iQHite Hje 8e des Britischen Museums, ei. " war JV6**1 bemerkenswertes Erlebnis: lltb QrKt iten aus o‘ i.; ; r ZUU-UUU Einwoy u;.°6te ane J Landkarten verzeichnet ist, die • an f)Qfpf^nmtiitien Negersiedlungen. Ka- 'Ü’i’fhnnfihrf tovrbe durch das ew'ge Nacht ^,rtx!n trommeln bei Tag fit eilten’ ganz nervös. Er hielt es Neligwnsbrauch. Eines tte foX« er istnes morgens btt*8 lebhE f^toarzen Diener auf-bs betn ©ri/'s und erkundigte sich k'?chiff Einer sagte ihm: „©U ®e,6e Männer ? Wcim gElnnken! Bte-. tteodioiv inner ertrimfattf" nzp. U-g^eit unb prrneltn,Infcn!" Es war zur n e*’ft bje . . erhielt mehrere Tage spät tzy °"gang bet Mitteilung von to ^e Nach . i'ianla". Er ging der E?°ch-!ch, •SU* Onj- den ganzen Osl Eairo aus unmittelbar iborJ3900 KiloTMP?r ol hinweg nach Iba. Vc*en Und Z u^tlinie) getrommelt (A die rwar durch Stämme bin- h' onm u. 44 'oi um me nm •MI' teilweise sogar Sprachen spre >°gar miteinander Krieg führ- öps^'e habend ®r,elenSSifter. bet2 Gegner 3 8^"' ^uge. daß die ^iex 8°n. Hgz ' v«' Stühlen aufeinan-enn nic6t öe«' 6ln b9C;R getan, aber es war Neues Wettfliegen rund um die Wett Transatlantikstart zweier amerikanischer Flugzeuge nach Licoskau und nach Konstantinopel N e w y o r k, 29. Juli Zwei- amerikanische Flugzeuge sind gestern zu einem Wettrennen rund um die Welt gestartet. Vom Flugplätze in Brooklyn sind die Boston« Flieger Boardmann und Bola n-d o, die bereits einmal bei einem Startversuch infolge Motordefektes wieder zurückkehren mußten, sind um 6 Uhr früh ostamerik Zeit von Brooklyn gestartet. Sie wollen oh- ne Zwischenlandung Konstantinopel erreichen. 15 Minuten später starteten von dem gleichen Flugplätze die amerikanischen Flieger Pangborn und H e r n d o n. Diese wollen den jüngst aufgestellten Rekord von Post und Gatty schlagen. Als erste Etappe ihres Weltfluges wollen sie Moskau ohne Zwischenlandung erreichen. Furchtbare Kainstat Brudermord aus politischem Haß - Die Folgen wahnwitziger Verhetzung Aus Siegendorf im Burgenland wird gemeldet: In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag wurde hier ein furchtbares Verbrechen, ein grauenvoller Brudermord, verübt. Der Schuhmacher Soldatitsch hat seinen Bruder Stephan Soldatitsch, einen Landarbeiter, der einem katholischen Burschenverein angehört, aus politischem Haß förmlich abgeschlachtet. Die Tat spielte sich folgendermaßen ab: Stephan Soldatitsch, ein großer, starker Bursche, schlief auf dem Dachboden oberhalb der Wohnung. In der Samstagnacht schlich sich der Schuhmacher auf den Dachboden und schlug dem Stephan mit einem Schusterhammer den Schädel ein. Nicht genug damit, stach er mit einem Messer rechts und links, in den Kops bei Opfers, durchschnitt hierauf dem Bruder die Halsader und trennte den Kopf fast vollständig vom Rumpf. Die fürchterliche Tat wurde erst am Sonn tag vormittag entdeckt. Die Mutter des Ermordeten rief ihren Sohn. Als sich dieser nicht meldete, hielt sie am Dachboden Nachschau und sah, daß die Füße Bei der Boden-«.it heraushingen. Sie kletterte nun ganz auf den Dachboden und da bot sich ihren entsetzten Blicken «ingrauenvolles Bild. Sie sah ihren braven Sohn in. einer großen Blutlache tot liegen. Sofort wurde die Gendarmerie berufen, die den Bruder, den Schuhmacher, unter dem Verdachte des Brudermordes verhaftete, weil man an seinem Anzug Blutflecken feststellte. Er leugnete aber die Tot. Erst unmittelbar 0Ct dem Lei- 93 i e n, 29. Juli, chenbegängnis, das gestern stattfand, gestand er die Tat und gab an, daß er den Hammer und das Messer, mit welchem er den Mord vollbracht hatte, beim Haus vergraben habe. Als man Nachschau hielt, fand man an der angegebenen Stelle tatsächlich die Mordinstrumente. Herbert Hoover privat Hinter den Kulissen des Weißen Hauses. Vor kurzem noch schien der Stern des Präsidenten Hoover zu verblassen. Die große Popularität, der sich Herbert -Hoover während seiner Wahl zum ersten : Bürger der U. S. A. im amerikanischen Volke, erfreute, schwand, als das Land,nach ein« Glanzperiode der „Prosperity" in die schwere Krisenzeit eintrat. Wie oft würde der höchste Träger der Staatsgewalt^ für die schweren Rückschläge und deren verhängnisvollen Aus Wirkungen persönlich verantwortlich- gemacht. Allgemein war in den letzten Mona--ten die Ansicht verbreitet, daß Hoover nach Ablauf seiner Amtsperiode das Weiße Haus sang- und klanglos verlassen und in Vergessenheit geraten würde. Der Präsident hat es aber verstanden, die verlorenen Sympathien mit einem-Schlage zurückzuerobern und seinem Namen neuen Glanz zu verleihen. Seit Wochen ist der Name Hoover in der Neuen und Alten Welt in allen Munden. Ditz Öffentlichkeit zeigt für seine Person wiederum das größte teresse. Die amerikanischen Zeitungen verfolgen mit Spannung alle Aeußerungen des Präsidenten und bringen ausführliche Mitteilungen nicht nur über seine politischen Pläne, sondern gleichzeitig über seine Lebens weise, Gewohnheiten und sein Familien« milieu. Nicht nur der Staatsmann Hoover, sondern auch Hoover als Privatmann steht heute im Zentrum allgemeiner Aufmerksamkeit. Das Gehalt des amerikanischen Präsidenten beträgt etwa 30 Millionen Dinar jährlich. Davon sind für seinen persönlichen Gebrauch nur etwa 8 Millionen Din bestimmt, den Rest verschlingt das Weiße Haus und die Präsidenten-Kanzlei. Im Gegepsay zu Frankreich, wo der Präsident aus' eigener Tasche sein ganzes Personal bis auf die Chauffeure und Köche bezahlen muß, werden in Amerika alle Unkosten dieser Art vom Staat bestritten. Herbert Hoover legt sehr wenig Wert auf die Bequemlichkeiten, die ihm zur Verfügung stehen. Er ist noch bescheidener und anspruchsloser als sein Vorgänger Coolioge. Von Natur aus ist er ein Gegner jedes über flüssigen Luxus. Dieser Charakterzug Hoo-vers ist nicht so sehr auf seine Sparsamkeit, als vielmehr auf sein stetes Bestreben zurück zuführen, möglich unauffällig zu wirken. Auf seinen Wunsch hin wurde das Staatswappen der U. S. A. von allen sieben ihm zur Verfügung stehenden Automobilen entfernt. Hoover begründete diese Anordnung damit, daß er bei seinen Fahrten durch Washington unbemerkt und unbehelligt bleiben möchte. Der Präsident hat Kinder sehr gern und verbringt seine Mußestunden am liebsten mit seinen drei Enkeln, den Kindern seines gelähmten Sohnes Herbert. Als er einmal erfuhr, daß ein Schulknabe durch tapferes Benehmen während eines Schneesturmes im Gebirge einigen seiner kleinen Kameraden das Leben gerettet hatte, lud er den mutigen Jungen ins Weiße Haus ein und verbrachte mit ihm einen halben Tag. Auf seinem kali-fornischen Gut veranstaltete Hoover häufig Kinderfeste. Die amerikanischen Zeitungsreporter ent. deckten auf ihrer eifrigen Suche nach allem, was irgendwie mit der Person des Präsidenten in Zusammenhang gebracht werden könnte, einen Doppelgänger Hoovers, der ihm auffallend ähnlich ist. Es ist ein gewisser Robert Minard aus Boston, Inhaber eines bedeutenden Industrieunternehmens. Als er vor kurzem im Weißen Haus zur Audienz erschien, wurde er sogar von den Beamten für den Präsidenten gehalten, die ihn mit tiefen Verbeugungen begrüßten. Diese verblüffende Ähnlichkeit wurde von sensations lüsternen Blättern ausgenutzt, die die Mitteilung brachten, daß Herr Minard vom Präsidenten Hoover beauftragt worden wäre, ihn bei der ermüdenden Zeremonie des Händedrückens zu vertreten. Viele Personen, die im letzten großen Empfang im Weißen Hause zugegen waren und dem Präsidenten die Hand schütteln durften, waren infolge dieser Mitteilung im Zweifel, ob sie tatsächlich dem Präsidenten vor sich hatten oder seinen Doppelgänger. Als Hoover dies erfuhr, sah man ihm deut lich an, daß seine übliche Kaltblütigkeit ihn diesmal verlassen hatte. Er brachte seinen Unwillen und seine Unzufriedenheit darüber zum Ausdruck, daß verschiedene Einzelheiten aus seiner Amtstätigkeit und seinem privaten Leben von gewisser Seite aufgebauscht oder sogar erfunden werden. So meldete vor kurzem ein großes Washingtoner Blatt, daß ein hoher amerikanischer Marineoffizier während der Unterhaltung mit dem Präsidenten von dessen großem Schäferhund plötzlich in die Wange gebissen worden sei. Diese Nachricht, die mit ergötzlichen Details in die Welt hinausposaunt wurde, war aus der Luft gegriffen. Dem schlichten und bescheidenen Präsidenten^ sind solche Geschichten, die um ihn verbreitet werden, zuwider. Er gab dem Pressechef und den Sekretären des Weißen Hauses die strikte Weisung, sich in keine Gesprächs über ihn Mit. dritten Personen einzulassen und dafür zu sorgen, daß in der Presse keine Nachrichten über sein Privatleben verbreitet werden. Rückständiger Schulunterricht in Madriv. Vor dem spanischen Umsturz behauptete däs spanische Unterrichtsministerium, daß nur ein paar tausend Kinder in Madrid infolge des Mangels an Schulgebäuden keinen Sckiit'-"' -sit erhalten können. Die vor einigen Tagen vorgenommene Rundfrage endete mit dem Ergebnis, daß die Zahl der Schulkinder, die allein in Madrid jeden Unterricht vermissen, 45.000 übersteigt. Die spanische Hauptstadt besitzt 145 staatliche und 18 kommunale Schulen, die von 34.867 Kindern besucht werden. Somit genießt nur die kleinere Hälfte der hauptstädtischen Jugend den Unterricht, die Mehrzahl bleibt dagegen analphabetisch. Die meisten Schulen in Madrid stammen aus dem 19. Jahrhundert. Die Schulg bäude sind eng, uuhygienisch und lassen in jeder Hinsicht viel zu wünschen übrig. Das Unterrichtsministerium der spanischen Republik steht also vor der gewaltigen Aufgabe, die gesamte spanische Jugend zur Schulbildung heranzuziehen. Kultur Dr. gran 3‘ešič — trchzlfMiig Donnerstag feiert einer der hervorragend sten Wissenschaftler des Draubanats, der Zagreber Hochschulprofessor Dr. Fran I [ e-š i č, in vollster geistiger und körperlicher Frische seinen sechzigsten Geburtstag. Heber die Bedeutung dieses Mannes brau chen wir nicht viel Worte verlieren. Am 30. Juli 18yl in Sv. Jurij a. Zč. geboren, ist der Jubilar somit unser engerer Landsmann, als welcher er sich trotz seiner großzügigen und intensiven Tätigkeit für die restlose jugoslawische Idee noch immer fühlt. Er besuchte das Gymnasium in Maribor und promovierte an der Grazer Universität sub auspiciis imperatoris als einer der drei Slowenen, die im alten Oesterreich diese äußerst seltene akademische Auszeichnung erlangten. Hierauf war er bis zum Kriegsausbruch Gymnasiialprofessor in Ljubljana, worauf er, eine Berufung an die Zagreber Universität erhielt, wo er noch heute wirkt. Die wissenschaftliche und publizistische Tä tigkeit Dr. Ilešič' ist äußerst umfangreich, in erster Linie in der Sprachwissenschaft und Literaturgeschichte. Eine ganze Reihe von gründlichen Abhandlungen auf diesem Gebiete erschien in den slowenischen Fachwelken und Publikationen. Insbesondere betätigte sich der Jubilar auf dem Gebiete der Dia- lekt- und Literaturforschung der östlichen Steiermark und der Aera des Jllyrismus. Er befaßte sich auch mit Stanko Vraz und seiner Zeit sowie mit den Einflüssen dieser Männer auf die Entwicklung der jugosla wischen Idee der Vorkriegszeit. Als Profef sor für slowenische Sprache und Literatur ander Zagreber Universität wirkt er in nicht geringem Maße für die Angleichung des Slowenischen und des Serbokroatischen, oh ne jedoch das wesentlich Slowenische aus den Aügen zu lassen. Dr. Ilešič wirkte einige Zeit auch in Polen, wo er das Interesse für jugoslawische Kulturfragen weckte. Sport : „Maribor" mrd „železničar" trugen ge stern ein Wettspiel aus, das nach anregew dem Verlauf 4:3 (1:2) ausging. : KoLeluh besiegt Tilden. In Cleveland siegte wieder einmal Karel KoLeluh über den Weltmeister Tilden mit 3:6, 8:6, 7:5, 6:1. : Beim Stabhochsprung tödlich verunglückt. Bei einem Wettkampf verletzte sich Hamburgs Stabhochsprungineister U n g e r lebensgefährlich, als der Stab brach und Unger unglücklich fiel. Trotz allen von ärztlicher Seite getroffenen Maßnahmen war dem Verunglückten nicht mehr zu helfen, und er starb im Krankenhaus an einem schweren Wirbelsäulenbruch. : Vom Radfahren. Das Radfahren ist eine im großen und ganzen recht gesunde Bewegungsform für den Körper, weil es uns neben dem Ausgleich jener Schädigungen, welche aus einer sitzenden Lebensweise nur zu leicht hervorgehen, auch wieder in enge Fühlung mit der Natur, mit Wald und Feld bringt. Die Ausübung dieses Sportes ist daher empfehlenswert. Freilich gesundheitsförderlich bleibt das Radfahren nur, so lange es in den Grenzen der Vernunft betrieben wird, so lange es nicht zur Uebertreibung ausartet Wer das Radfahren allein dazu verwendet, mit keuchendem Atem fast wag-recht über die Lenkstange gebeugt, in eine Staubwolke gehüllt, den Vordermann zu überholen, der leistet seiner Gesundheit und auch dem Sport einen schlechten Dienst. Radfahrer müssen gesunde Lungen und ein Neue Eigenschaften des FOEP Lastwagens iS Mr.. JMS« Verlangen Sie von den Wiederver-verkäutem Angaben über den Kredit den Ford einräumt. J^IE Fordwerke haben weder mit Mittel noch mit Mühe gespart um dem Ford Lastwagen seine hervorragende Leistungs- und Wiederstandsfähigkeit, seine Kraft, Stabilität und Dauerhaftigkeit zu geben und trotzdem seine Betriebskosten niedrig zu halten. Wir erwähnen auch die doppelten Hinterräder, die Sie aut Ihren Lastwagen, gegen einem minimalen Zuschlag montieren lassen können, Bremsen mit starker Wirkung, stärkere Vorderachse, Getriebe mit vier Geschwindigkeiten, die Ihnen eine sanfte Fahrt versichern. Verlangen Sie eine Vorführung von Ihrem nächsten Ford Wiederverkäufen LINCOLN Fordson, AEROPLANE gesundes Herz haben, sonst sollen sie es fio 6er unterlassen. Ausgesprochen bergauf fal;= ren soll niemand, das Bergauffahren ist be sonders anstrengend und herzschädigend. : Die „Tour de France" wurde beendet. Von den 81 Fahrern, die vor etwa einem Monat Paris verlassen hatten, passierten nur mehr 35 Konkurrenten das Ziel. In Paris hatten sich auf der Prinzenparkbahn Hunderttausende zum Empfang der Wettbewerber eingefunden. Das Ergebnis dieser größten radsportlichen Veranstaltung der Welt war folgendes: Sieger Antonin M a g n e (Frankreich, Zeit 177:10:03), Demuysere (Belgien, 177:22:59) 2, Pesenri (Italien, 177:32:54) 3, Rebry (Belgien, 177:56:43) 4, Dewaele (Belgien, 177:50:49) 5, Vervaecke (Belgien, 178:20:14) 6, Peg-lion (Frankreich, 178:26:36) 7, Metze (Deutschland, 178:30:62) 8, Sucht (Schweiz, 178:38:62) 9, Leducq (Frankreich, 178:40:11) 10, Thierbach (Deutschland, 178:43: 66) 11, Opperman (Australien). Radio Freitag, 31. Juli. Ljubljana 12.15 und 13: Reproduzierte Musik. — 18.30: Konzert. — Beograd 19: Nationallieder. — 20.30: „Gräfin Maritza". — Wien 20.40: Beethoven-Konzert. — 22.25: Kammermusik. — Mäh r i s ch - O st r a u 22.15: Bunte Musik. — Mühlacker 21.15: Sommernachtslieder. — 21.45: Neue Musik der Nationen. — 22.30—24: Tanzmusik. — Toulouse 19.45: Orchesterkonzert. — 23: Populäres Konzert. — 23.30: Operettenschlager. — R 0 m 21: Kammermusik. — Prag 19.30: Volkslieder. — M a i l a n d 21: Operetten abend. — B u d a p e st 21: Großes Orche-sterkonzert. Anschließend Militärmusik — Warschau 20.15: Symphoniekonzert. — 22.30: Leichte und Tanzmusik. — Daven t r Y 19.45: Orchestermusik. _ 21.35: Symphoniekonzert. — 23: Moderne und Tanzmusik. Aus Gelle c. Todesfall. In Gotovlje starb nach langem und schwerem Leiden im Alter von 81 Jahren Frau Margarethe K r a j n c, die Mutter des Sekretärs der „Kmetska Posojilnica" in Celje Herren Kranjc. Unser Beileid! c. Ein lustiges Wochenend veranstaltet der Männergesangverein am Samstag, den 1. August in sämtlichen Räumen des Hotels Skoberne. Die Veranstaltung findet sowohl im Garten wie auch im Saale statt, bei schlechtem Wetter nur im Saale. c. Tragisches Ende eines Invaliden. Der Inhaber der Trafik neben der Voglajna-brücke in der Klavna ulica Ivan Valentinčič war schon seit längerer Zeit sehr niedergeschlagen. Als er am 'Montag einen größeren Zahlungsauftrag erhielt, erklärte er seiner Frau, daß er seinem Leben ein Ende machen werde. Als seine Frau Dienstag früh die Wohnung verließ, um sich in die Trafik zu begeben, schien er noch ziemlich gefaßt zu sein. Am Abend kam die Frau nach Hause und als sie ihren Mann nicht in der Wohnung fand, begann sie ihn, nichts Gutes ahnend, zu suchen, bis sie ihn am Dachboden erhängt vorfand. Alle Wiederbelebungsversuche waren erfolglos, Valentinčič dürfte die Tat schon in der Früh, bald nach dem Fortgehen seiner Frau, begangen ha- ben. Valentinčič war 47 Jahre alt und 3rl' valide. c. Eine ganze Familie bei einem Brande schwer verunglückt. Sonntag früh brach i,n Wohngebäude der Besitzerin Amalie Z u, ' f i č in Sv. MiklavL bei Sv. Jurij plötz"^ ein 'Brand aus. Die Bewohner nerfudst611 aus dem brennenden Gebäude zu rettuu was zu retten war und begaben sich zu lulC< verholten Malen in das Haus. Als das ^ bäude schon lichterloh brannte, erinnerte die Besitzerin plötzlich, daß das Bargeld nou) im Hause sei. Mit ihren zwei Söhnen stursi sie sich in das Haus. In diesem Augenblick' stürzte das Dach ein und begrub alle ®r ‘ unter sich. Mit schweren Brandwunden wu^ den die Besitzerin und ihre beiden Sölst nach Eelje ins Allgemeine Krankenhaus 9' bracht. HauswirWaftlltkreö h. Entfernung von Schimmel- und flecken aus der Wäsche. Bei Ausbe.vahru^ der Wäsche in einem feuchten Raum ob unter zu starkem Luftabschluß entstehen j11 unter Schimmel- oder Stockflecke. Sind d>fl einmal zum Vorschein gekommen, so l>lf> nichts anderes übrig, als sie auf fünftlW ^ Wege zu entfernen Zunächst wird das ^ treffende Wäschestück tüchtig in Seife 5enf (chen. Sodann wird es in Wasser, Wasserstoffsuperoxyd (Drogerie!) äu3 wurde, längere Zeit eingeweicht und dadUs gebleicht. Schließlich wird in 1 Liter mit 1 Prozent Schwefelsäurezusatz a»s9 spült. Längeres Einlegen verstockter in saure Buttermilch beseitigt ebenfalls Flecken. Sind die Stockflecken noch TteU'q-, genügt schon ein Eintauchen in Esiig. 0, „„rx..— STOrttt tronensäure ist ebenfalls wirksam. Man . net auf 1 Liter Wasser 20 Gramm fr ista . sterte Zitronensäure. Oder: Weiße Seist 10 > ... „VniAt U‘l mit wenig Regenwasser zu Brei gekocht^ dieser kalt auf die Flecken gestrichen. wird Pottasche darauf gestreut, das Le> einige Stunden der Sonne ausgesetzt, Ü. auf in warmen Wasser abgew lich an der Sonne getrocknet. schließ H. Nutzen des Farnkrautes. Farnkraut deckt in unseren Wäldern oft große % wird aber volkswirtschaftlich kaum beo# d obgleich es sich beim Einpacken von Ede bewährt. Auch beim Einmieten der Kdc'|, feln hat man mit Farnkraut gute rungen gemacht. Die Kartoffeln halten besonders gut und frisch und werden ^ Fäulnis bewahrt bleiben. Die Gründe ^ die erhaltende Kraft des Farnkrautes ^ dürfen noch der Aufklärung Vielleicht gen sie mit seinem bedeutenden Gehmf alkalischen, konservierenden Stoffen men. H. Heiße Sonnenglut ist den Mene« %(, fettig. Wirken die Sonnenstrahlen 'iin,Ifllgsie‘ bar auf die Völker ein, so werden bi< neu untätig, der Wachsbau wird ^ kann unier Umständen zusammen^ - „ 4.WHU UIHU AA lil IIU IIUTII £U|UtVUl* Weit vorspringende Dächer auf dem hause oder die Sonnenglut abhallende ~ me sind gute Schutzmittel. ^ h. Es ist nicht empfehlenswert, SM*!? ^ Br ,hpr Sonne miSiiilphprt schon lUtt Anders sehr der Sonne auszusetzen, schon dann zu stark Algen bilden. aber müssen die Aquarien dem Stckst* %(!( setz: werden, da sich sonst Trübungen e len, die auf Fäulnisbakterien zurückzm sind und die noch schädlicher wirken, .„jtij 'H. Gefräßige Raupen nehmen in ^„id-einzigen Tage durchschnittlich 15» bis " y' so viel Nahrung auf, als ihr Genn^ trägt. BiieniM, MW; 51-I .laia'.. 129-Damen-Pnllswer. weifi 30'-uimap 75 -Leitoi Miatketl. 120.-iotkea.. 7 -1.5 nn breit 15- C. Bfideleldt Maribor Geübte II oder Spinnerinnen werden ausgenommen bei Ivan Braun, Vigogne-Spin-nerei, Maribor. 0346 Garantiert f BruchEif wieder zu haben per »g, -ä Para von der Finna ff raLdin, nur im KÄSEHAUS Gregorčičevo Bei größerer Almab»'- 9166 y tt su’ /' mit Turm und imprägniertem Laufbre1 ß ff ,# chenholz. derzeit r.ubrestcllt im Oasthau j in Pekre, preiswert :tn verkaufen. ^ bgtt'ifJ de« A.-Q.-V. -Frohsinn«. Maribor. Tattei: U ulica 19. süftäll lUUMMMUiUUUMUMaMUi»«' £olcale Cf>ronxk. Donnerstag, den 30. 3uli Mohorko geständig Er ist der alleinige Täter von Jelovec tion der Schuld des berüchtig-li«Sm6rbet5 Rudolf Mohorko intern tmmet mehr und mehr ab von dem ergeh»EL bisherigen Untersuchungs- }oqen . stI? Zusammenhänge mit den Aus-^Geständnissen des Mörders. Pro,e>! " 6,1:11 die Hauptverhandlung im Anfang Mohorko für Ende Juli bzw. tot vJ„ i6?ust angesetzt worden. Wegen ei-8 n j , bi'tangeklagten Friedrich K l a n-dtiTtti b' ^°benen Beschwerde wurde so-taat Je ^Handlung auf September ver-fu*lln der nun offen dem Unter« lie ^ J5!t(fster eingestanden hat, die Fami-beti, ttU" m 'le^oöec allein ermordet zu ha« iom er in keiner Weise mit ihm „gearbeitet" hätte. Zu den bisherigen Geständnissen Mohor« kos gehört aber eine neue Einbekenntnis betreffend einen vor vier Jahren in der Umgebung von Ptuj an einer Besitzerin verübten Raubüberfall. Mohorko ist seiner Zeit wegen dieses Verbrechens in Untersuchungshaft genommen worden, doch konnte er nicht der Schuld überwiesen werden, worauf seine Freilassung erfolgte. Da nun die Untersuchung über diesen Fall einige Zeit in Anspruch nehmen wird und außerdem noch Geständnisse über kleinere Delikte zu erwarten sind, dürfte die Verhandlung erst Ende e außerdem, daß Hriberski voll- September, bzw. Anfang Oktober stattfin- meit unschuldig an der Mordtat sei, da * den $01 Ter König 5er Einbrecher feftgenommen bereits zehn Einbrüche. — Der Großteil der Waren in seiner Raubhöhle am Ochern vorgefunden. — Gesamtwert von mehr als 30.000 Dinar. eCecJPaUzet ist nun wieder ein großer UUty» n Y,“ M* UUU luteuct ein ytuftct. ^tn l Die allabendlich patrouillie- en ^tgonc der Sicherheitswache begeg ^ südlich _______ bin-* v.e^e.tn abends auf. ihrer Streifung »uz bt>n en Stadtteil in der Pohor-5 k. e,t1em Mann, der ihnen verdächtig 0 vt>ÜL e3 ging. Die Wachleute hielten :est„ betn ihn gekannten sofort an und unterzogen Da der Mann er seinen Le- Nicht „em tctichen Verhör. 5en§tt„!,8®Scn konnte, morn; bjeifitt r. bestreitet, wurde er ins Po-tvelch ^ .Ebrach, ohne daß man es ahnte, % k° . Fang damit gelungen war. sich späteren Einvernahme, stellte es «tl(. ^^asthenderweise heraus, daß man cs itiot" ^ Einbrecher von größerem „For-^staud ' t!m‘ dat. Rack längerem Leugnen &e[ttr>ff„et’ duß er der bereits siebenmal vor-b>nderi.'-:??^eik beschäftigungslose Mich« D?t $}L !e Johann Magerte sei ^strbtz, Ttf' dor ständig aus dem Mariborer ^ßierud^^ wisgewieson ist, verließ am 16. «r .eine n- I. die hiesige Strafanstalt, wo rnT‘e von zwei Jahren zu ver- j. ^teilgrr'^e Der Mann trieb sich nach seiner ?°n to0 ^ m Krain und Kroatien umher, ^otidg 0r dch zu Pfingsten wieder nach 6Uften 14 Tage verbrachte er im löstet o» n ’n ^etnava, von wo er dann fielen Der siebente Einbruch folgte dann beim Trafikanten Pirc in der Tržaška cesta in Pobrežje, bei welcher Gelegenheit ihm zwei Silberuhren zum Opfer sielen. Am 12. d. stattete er einen Besuch dem Schuhmachermeister Lorbek in Rova vas ab, wo er mehrere Schuhe und diverse Wertgegenstände im Gesamtwerte von 3318 Dinar ent wendete. Magerle unternahm hierauf einen Streifzug gegen den S. K „železničar", aus dessen Garderobe er fast die ganzen Sportutensilien erbeutete. Der nächste Einbruch folgte' neuerdings beim Trafikanten Pirc in der Tržaška cesta, wo er diesmal größeres Glück hatte. Er erbeutete Manufakturwaren im Gesamtwerte von mehr als 3500 Dinar. Im Laufe der Untersuchung begab sich eine Patrouille zum Fuß des Bachern, wo in der Höhle der Großteil der Waren vorgefunden wurde, während die Eßwaren größ tenteils von Magerle bereits verzehrt worden sind. Mit der Festnahme Magerles dürf ten nun auch die weiteren Einbrüche, die in der letzten Zeit in der Stadt und nächsten Umgebung verübt wurden, aufgeklärt werden. des ^en Bachern zog. Knapp ober-t^!llftirti.6nf,r€n5'endcs Terrains über der ;Mh p* ,1e .ftätte am Fuße des Bachern i»ne diiun klne Höhle, die er für . Hjg,. en Zwecke noch weiter ausbaute. ,elten £ 61,8 wachte Magerle im Laufe der l6 hie gUfv. ^ Wbe Rächt seine Streifzüge auFi, ri’ um> bonn die Beute in der Als ^zustappeln. „ er,eiiit5ns„ Herkunft der gestohlenen 6 4 9j?0o. . ^nctlt feststellen konnte, wurde zehn m' geständig. Er gestand be- t ° Won den'nnur jene Fälle, n im*. .. Ursprung der erbeuteten Wa- 6°chweis° ", lpruw .Den etf, fonnte-:8cht QJ 06 Anbruch verübte er in der 6 et dez o. 6 Juni in das Aerztezim-”Q^en, ^kralambulatoriums der Staats* vej!^ in 60 chirurgische Jnstru- t. ^ben Mona^?^ FieIen- Schon am 25. §k ^ der brach er in die Tabak« r? Ceh ein Uril'^Tau Dencl in der Betnao ^genstz»k . entwendete zahlreiche Wa-In der m Gesamtwerte von 1200 S? « ’m IS® Ä de» 8. Stil =- Miro ©ijanec t Vom Herzschlage gerührt verschied heule nachts der bekannte Pädagoge und DolmetsH Herr Professor Miro 8 i j a n e : im Alter von 62 Jahren. Der Verblichene erfreute sich nicht nur unter seinen vielen Schülern, sondern überall, wo man ihn kannte, der größten Sympathien. Ehre seinem Angedenken! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! terno mmen werden. Alle Touristen und Win tersportler haben die Legitimationen vor« zuweisen. sti^^ufe, m 'ye,chäft PZunder in Spod 5lme Ut,b dihPJr 6er^’*ene Kleidungs- bez I1-. Juli tauch?» *n mif fi* uahm. «eft^Ie,^5oitpra % JT ?er Fleischbank ®efchßft -ubei 5pr2l^!°rin der Radvanjska mb Sr™ "»d -iwas wobei Ei * w^'uden N^. 5otgf etfchHauerT I‘Ndrn* verübte er in cesto, a!?,6 Drofenik in der Po-en Awaren tnft nT desgleichen diverse In Aubrnch fJ M llchen ließ. Den groß« to ■ aus 5 e.0r beim Gastwirt Očko ttol!«e ;0 ’Dn Wertgegenstände im 000 Dinar in die Hände Fahrpreisermäßigung für TourMen Rach langwierigen Verhandlungen konnte nun für Touristen eine Ermäßigung des Fahrpreises an allen Eisenbahnen im Staate erwirkt werden. Die diesbezügliche Verordnung bezieht sich auf Gemeinschaftsreisen von Mitgliedern der Alpenvereine, die dem Verband angegliedert sind, sowie |ür Wintersportler, die im Jugoslawischen Wintersport-Verband organisiert sind. Die Begünstigung sieht eine 50-Prozentige Fahrpreisermäßigung bei Fahrten in Gruppen von sechs Personen vor. Während den Mitgliedern von Alpenvereinen für das ganze Fahr die Ermäßigung gewährt wurde, genießen die Wintersportler dieselbe nur in der Zeit vom 15. November bis 30., April. Es kann hiebei die zweite oder dritte Klasse benützt werden und zwar bei Fahrten über eine Strecke unter 50 Kilometer an Personen- bzw. gemischten Zügen, bei Reisen über eine Entfernung von mehr als 50 Kilometern auch bei Schnellzügen. Bei geringerer (weniger als 6) Anzahl der Reiseteilnehmer können Fahrten bei Entrichtung des ermäßigten Fahrpreises für sechs Personen un- m. Minister Stojadinoviä am Bachern. Der ehemalige Finanzminister Dr. Milan S t o i a d i n o v i e begab sich dieser Tage auf den Bachern, wo er in der „Marib. koča" seinen Sommerurlaub verbringen will. m. Modernisierung der elektrischen Stadtbeleuchtung. Demnächst werden in der verkehrsreichen Gosposka ulica neue moderne elektrische Bogenlampen angebracht werden, die gewiß der Gasse in den Abendstunden ein gefälliges Aeußere verleihen werden. Auch der Slomškov trg wird modern elektrifiziert werden zu welchem Zweck neue große Kandelaber ausgestellt werden. m. In der Angelegenheit des Straßenbaues Nebova — Ložane wird in den nächsten Tagen eine Deputation beim Banus vorsprechen, die ihm die wirtschaftliche Wichtigkeit der neuen Straße für die gesamte 'Umgebung von St. Peter verdolmetschen wird. m. MilitLrdienstpflichtige! Alle nach Ma ribor zuständigen, in den Jahren 1881 bi? einschließlich 1909 geborenen und in Mari box wohnhaften Militärdienstpflichtigen, die an der Militärkontrollversammlung in Tez no am 12. und 19. d. nicht teilgenommen und das Fernbleiben dem städtischen Mili täramt nicht rechtfertigt haben, werden aus gefordert, dies sobald als möglich nachzutra gen, da widrigenfalls alle solche Personen ausnahmslos zu einer vierwöchigen Waffen Übung einberufen werden. Berücksichtigt werden nur begründete Rechtfertigungen, die beim städtischen Militäramt bis 10. August vorgebracht werden. m. Neue Baubewilligungen. Der Stadtrat erteilte in seiner letzten Sitzung mehrere neue Baubewilligungen und zwar der Fa. Doctor i drug für den Zubau eines Fabriks gebäudes, den Eheleuten Jv. und Marie Verbič für den Bau eines einstöckigen Wohn Hauses, der Fa. Zelenka für die Errichtung eines Kesselhauses, den Eheleuten Franz u. Franziska Vilfan für den Bau eines einstöckigen Wohnhauses, den Eheleuten Viktor und Melitta Mošič für den Bau eines ebenerdigen Familienhauses, der Frau Angela Skušek für den Bau einer einstöckigen Villa, den Eheleuten Peter und Franziska Matz für den Zubau eines Stockwerkes und dem Kaufmann Jv. KoraLija für den Bau eines Hofgebäudes. m. Die gestrige Galavorstellung des Zirkus „Autor" war sehr gut besucht und nahm einen recht anregenden Verlauf. Die sensationellen Bravourstücke und Leistungen der Akrobaten, Joungleure und Trapezkünstler, die phänomenalen Dressurakte an Pferden, Hunden, Affen, Kamelen, Tigern, Löwen, Bären und Elefanten sowie noch verschiedene andere Attraktionen erregten allseitiges Aufsehen. Das Interesse für die Zirkusvorstellungen ist um so größer, als wir in Maribor schon seit Jahren etwas derartiges nicht zu sehen bekamen. Tagsüber macht sich aber in der reichhaltigen Menagerie ein reger Besuch bemerkbar. m. Spende. Für den armen kranken Invaliden mit vier kleinen Kindern spendete „Ungenannt" 100 Dinar. Herzlichen Dank! * lieber „Gymnastik als Frauenberuf" schreibt Hilda Senfs-Düsseldorf mit Bildern von der neuartigen Arbeit in ihrer Schule und „Organische Erziehung" bespricht Joachim Tabel-Halle. Grundlegende Aufsätze für die Gymnastik-Bewegung bringt soeben das Auguftheft der „Deutschen Frauenkultur". Die Beiträge, die aus der gymnastischen Arbeit und aus dem eingehenden Studium der daimt verbundenen Fragen entstanden find, geben Laien und Fachleute wertvolle Anregungen und Hinweise und kommen zu dem Ergebnis, daß „Gymnastik, die den Menschen organisch im Zusammenhang mit seinem Organismus bildte, als die Grundlage wahrer Menschenbildung erscheint." — Ein ausführlicher illustrierter Bericht über die große Tagung des Verbandes „Deutsche Frauenkultur", die im Juni in Aachen statt fand, wird in dem gleichen Heft veröffentlicht. So ist die Zeitschrift eine freundliche Gabe für die Ferienreise. Der Kleiderteil bringt Modelle für die Ausstattung einer Bram vom Hochzeitskleid bis zum einfachen Alltagskleid. Auch die mitfeiernden Kinder und Erwachsenen sind bedacht worden. Die Zeitschrift „Deutsche Frauenkultur" (Heraus geber Verband Deutsche Frauenkultur E. V) erscheint im Verlag Otto Bayer, Leipzig. Preis des Einzelheftes 1 Mark. * Sonntag Tanzkonkurrenz und Kabarettabend in der Velika kavarna. 9375 * Der Radfahrerverein „Pašteta 1927" veranstaltet am 2. August im Klublokale bet Lobnik in Radvanje eine N a ch f e i e r des Festes mit folgendem Programm: Bestkegelschieben, Scheibtruhenfahren,. Juxpost, Konfettischlacht usw. Eintritt frei. Um zahlreichen Besuch bittet der Ausschuß. 83 * Die große Tombola der „Svoboda" in Studenci findet Sonntag, den 2. August in der Turnhalle (Gasthaus Mraz) statt. 34 m. Ein bitteres Schicksal ist einem mittellosen, kranken Invaliden beschieden, der lei-der nicht nur für sich allein, sondern noch für Frau und vier kleine Kinder zu sorgen hat. In ihrer großen Rot wendet sich die bedauernswerte Familie an mildtätige Her-zen mit der innigen Bitte, ihr durch kleine-re Spenden das bittere Los lindern zu helfen. Aus Vtuf p. Ivan Peče f. In Ptujska gora verschied der dortige Gemeindevorsteher und Oberoffiziall i. R. Herr Ivan P e ö e. Der Verstorbene war eine markante Persönlichkeit und erfreute sich allseitiger Wertschätzung, wie dies auch der zahlreiche Besuch des Begräbnisses zeigte. Friede seiner Asche! p. Das Streichquartett der „Glasbena Matica" wird am 1. August um 20 Uhr in der Pfarrkirche in Rogatec das Kirchenkonzert wiederholen. Am Programme sind Werke von Haydn, Mozart, Beethoven und Bo-rodin. Abonnenten, Achtung I Im Gasthause „Dravska klet* ab I. August: Abonnement-Mittagessen 6 Din, Mittag-und Abendessen 10 Din. 9359 Stefan u. Lina Glogovčan P. Schwerer Unfall. Dem 26jährigen Arbeiter Jakob Repinc aus žurmanec entglitt beim Behacken von Schwellern die Axt, wobei er eine schwere Verletzung am linken Fuß erlitt. P. Einbruchsversuch. Ein noch unbekannter Täter versuchte in der Nacht das Gasthaus 8 a m p e l in Spuhlje zu erbrechen. Der Strolch kletterte eine Leiter empor und drückte auch bereits mehrere Scheiben ein. Durch das hiedurch verursachte Geräusch wurde aber der Gastwirt wach, der den Täter bald verscheuchte. Die Gendarmerie hat eine Untersuchung eingeleitet. Kino Burg-Tonkiuo. Die schönste hundertprozentige deutsche Sprech- und Tonfilmoperette „Liebeswalzer" mit Lilian H a r w e y, Willy Fritsch und Georg Aleksander. Union-Tonkino. Der hundertprozentige beut sche Sprech- und Tonfilm „Diskretion — Ehrensache" mit Evelin Holt und Walter R i l l a. ÜfidfiS gute Hotel, jedes Ferienheim serviert auf Wunsch den Herz und Nerven schonenden KAFF« KÄS Wirtschaftliche Rundschau Jugoslawien, Deutschland und Defterreich Wirtschaftliche Wechselbeziehungen der drei Staaten — Uebersicht über die Zusammensetzung des Außenhandels „ Da einerseits der deutsch - österreichische 'Zollunionsplan und andererseits der Briand sche Gegenentwurf derzeit alle nur irgendwie wirtschaftlich interessierten Gemüter lebhaft beschäftigt, dürfte es nicht uninteressant sein, den jugoslawischen Außenhandel in bezug auf die Beteiligung der Nachfolgestaaten und Deutschlands einer Irischen Betrachtung zu unterziehen , An der Gesamteinfuhr Jugoslawiens waren die Länder seit 1927 in Prozenten wie folgt beteiligt: Oesterreich im' Jahre 1927 mit 19.5, 1928 17.29, 1929 17.43, 1930 16.8 und 1931 15.32; Deutschland mit 12.34, 13.61, 15.64, 17.5 und 18.05, die Tschecho-slowakei mit 19.2, 17.89, 17.5, 17.6 u. 17-14; Italien mit 12.9, 11.99, 10.84, 11.25 u. 12; Ungarn mit 4.01, 6.63, 6.46, 6 und 4.8. Aus dieser Aufstellung ergibt sich, daß die größte Einbuße an der Belieferung Jugoslawiens Oesterreich erlitten hat und nach ihm in absteigender Reihenfolge die Tschechoslowakei, Italien und Ungarn. Dafür- ist es aber Deutschland gelungen, die Ausfuhr nach Jugoslawien um rund 5.75% hinaufzusetzen. Deutschland ist heute um die Hälfte stärker an der Belieferung Jugoslawiens beteiligt als im Jahre 192-7- Die Einfuhr Frankreichs ist mit rund 4% fast gleich geblieben. Andere Staaten haben schwere Einbußen zu verzeichnen. Während im Jahre 1927 Oesterreich unter den Belieferern Jugoslawiens an erster Stelle stand/ trat es diese Stelle im Jahre 1928 an die Tschechoslowakei ab. Diese behielt die erste Stelle durch die folgenden zwei Jahre, doch war ihr Deutschland schön bedenklich nahegerückt und drückte sie dann im ersten Vierteljahr 1931 an die zweite Stelle. Faßt man dte Beteiligung der Nachfolgestaaten und Deutschlands an der jugoslawischen A u s f-u h r in einer Uebersicht zusammen, so ergibt sich folgendes Bild (in Prozenten des jugoslawischen Außenhandels): Oesterreich im Jahre 1927 mit 22.64, 1928 17.9, 1929 15.63, 1930 17.7 und 1931 14.73; Deutschland mit 10.0, 12.1, 8-52, 11.7 und 13.44; die Tschechoslowakei mit 11.35, 8.99, 5.38, 8.2 und 9.31; Italien mit 24.84, 26.06, 24.88, 28.8 und 27.06; Ungarn mit 7.63, 8.8, 6.8, 7.2 und 6.85. Wieder ist Deutschland der einzige Staat, der seine Bezüge aus Jugoslawien steigert. Zieht man von seiner oben angeführten Mehrlieferung seinen Mehrbezug von 2.64% ab, so ergibt sich immerhin noch ein Mehr von rund 3% zugunsten Deutschlands. Italien war und ist jetzt noch immer der beste Kunde Jugoslawiens, der mehr als ein Vier tel der gesamten jugoslawischen Ausfuhr auf nimmt. Während nun Italien seinen ersten Platz und Oesterreich seinen zweiten Platz unter den Abnehmern Jugoslawiens behaupten konnten, hat im Jahre 1928 die Tschechoslowakei ihren dritten Platz an Deutschland verloren und rückte an die vierte Stelle. Während Italien den ersten, Oesterreich den zweiten und, Deutschland den dritten bei behielten, sank die Tschechoslowakei im Jahre 1929 auf den fünften Platz nach Ungarn, konnte sich jedoch im folgenden Jahre wieder seine alte Stellung in der Ausfuhr Jugoslawiens sichern. Vergleicht man die Veränderungen der Teilnehmerschaft am jugoslawischen Außenhandel, so ergibt sich folgendes abschließende Bild (in Prozenten): Oesterreich: Einfuhr — 4.18%, Ausfuhr — 7.91%, Ausfall 3.73 Prozent; Deutschland + 5.771, + 2.64, Aus fall 3.07%; die Tschechoslowakei — 2.02, — 2.04; Italien — 0.9, — 0.64; Ungarn — 0.11, 0.78. Daraus geht hervor, daß Oesterreich aus Jugoslawien weniger Waren bezieht, dakür aber auch weniger liefert; immerhin aber überwiegt der Einfuhrrückgang Oesterreichs den Ausfuhrrückgang. Bei Deutschland liegt es umgekehrt; es liefert mehr nach Jugo- slawien, bezieht aber nur einen' Bruchteil dieses Mehr aus Jugoslawien. Mitte! und Wege zur Milderung der Wttlschaflö krije Die Landwirte für die Verbilligung der Lebenshaltung. Im Zuge der Maßnahmen für eine möglichst wirksame Linderung der herrschenden Wirtschaftskrise, die die ganze Welt in ihrem Bann häk, ist von Bedeutung ein Schritt, den die Landwirtschaftsgesellschaft in Ljubljana dieser Tage unternommen hat. Der Vorstand der Gesellschaft wandte sich an den Banus Dr. M ä r u 8 i ö mit einer Eingabe, worin vor allem eine Abhilfe dahin angesucht wird, die horrende Spannung zwischen den Einkaufs- und Verkaufspreisen bezw. zwischen der Roh- und der verarbeiteten Ware auf dem Lebensmittelmarkt so weit als möglich herabzusetzen. In der Eingabe wird darauf hingewiesen, daß infolge dieser unverhältnismäßigen Spannung vor 'allem der Konsum leidet, was nicht nur die minderbemittelten Kresse, sondern vor allem auch der landwirtschaftliche Produzent zu spüren hat. ^ /Die Eingabe der Landwirtschaftsgesellschaft verweist-insbesondere auf die großen Gewinne der Fleischhauer, aber auch der Bäcker, Gastwirte und einiger anderer Ge werbetreibender in der Lebensmittelindustrie. Die Getreide-, Mehl-, Vieh- und Wein preise sind in den letzten Monaten stark zürückgegangen, bei einigen Artikeln um die Hälfte, während vom Preisrückgang beim Fleischhauer, Bäcker, Gastwirt usw. wenig zu spüren ist. In anderen Banaten sahen die Lebensmittel verarbeitenden Kreise das Mißverhältnis zwischen den Einkaufs- und Verkaufspreisen schon ein und setzten die Preise entsprechend herab, wovon im ®rn!J banat jedoch wenig zu sehen sei Die Eingabe der Landwirtschaftsgew' lchaft ersucht den Banus, darauf hinzuww len, daß das Gesetz über die Regulierung Preise für die wichtigsten Artikel der Leben Haltung streng gehandhabt werde. Die Lan wirte bezw. deren Genossenschaften i°p5 das Recht erlangen, in den Sädten, iNär' ten und Jndustrieorten nach Belieben ducgi gewerblich geschulte Personen ihre eigen01 Fleischerzeugnisse auf Ständen abzustl511. Dasselbe soll auch für die Weinbautreibfjst den gelten, die in allen Gegenden, die f10' nicht mit dem Weinbau belassen, ihre zeugnisse ohne Entrichtung der Verzehrung steuer feilbieten könnten. Rur durch P-f Maßnahmen ist es möglich, die Lebend ‘ tung zu verbilligen und dadurch die sehende Krise erträglich zu gestalten. Eine russische Zeppettn-Mptte WS die anläßlich des Volarfluges des „Graf Zeppelin" und seines Zusammentreffens mit dem ins fischen Eisbrecher „Malhgin" bei Franz-J»s«fs-Land von der sowjetrussischen Post herausgegeben wurde. X Bestätigter Ausgleich. Das Gericht °e' stätigte den Ausgleich, den der Kaufman Josef K r e m p l in Maribor, Meljska cf' sta 9, mit seinen Gläubigern getroffen Üatt 1 Die Quote beträgt 40%. X Getreidemonopol und Getreidehändl^ Da in den Kreisen der Getreidehändler die Bestimmungen des neuen Gesetzes das Getreidemonopol vielfach Unklarb^ herrscht, wird von maßgebender Stelle 6^ auf verwiesen, daß die Getreideerporte'1 ihre Auslandkunden auch weiterhin 6er, ten können. Nötig ist nur, daß sie sich der Privilegierten Exportgesellschaft in grad, wo alle einschlägigen Information erteilt werden, als solche eintragen lasst11, X Die diesjährige jugoslawische und Obstbautagung findet am 20 Sepst. ber in Beograd statt. Gleichzeitig wird e> Wein- und Obstschau veranstaltet, für bereits die umfangreichsten Vorbereitung getroffen werden. Das Verkehrsministerg hat für die Beförderung des Ausstell'Mg gutes und der Besucher FahrpreiserMg gungen bewilligt, während das LandM1 schaftsministerium für die besten Erst11®, von Wein und Obst Prämien bewilligt ” X Fakturieren der gemeinsamen Umsatzsteuer. Im Sinne einer Mitteng 0* verpflichtete Partei berechtigt, dem Kung des Finanzministeriums ist die zur En/r1 tung der gemeinsamen Warenumsatzstg„ . „ , .„[< in der Rechnung zum Warenpreis die richtete gemeinsame Warenumsatzsteuer te;]1 weise oder gänzlich zuzuschlagen oder i« % Preis einzukalkulieren. Dasselbe gilt au bei Lieferungen an den Staat. Lieber nicht. Herr Pinke befindet sich mit Herrn fg, auf einem Ball. Vorbei tanzt ein ent#' des junges Mädchen. „Die kenn' ick", sagt Penke. u Pinke ist begeistert. „Willst du Dame nicht vorstellen?" „Nee, nee", sagt Penke, „bet is die H, tographin, die auf'm Präsidium die Aus11 men fürs Verbrecheralbum macht!" Der falsche Lreund Roman von Th. 2. Gottlieb (38. Fortsetzung.) Copyright by Marie Brügmann, München. Nachdem dies gelungen, betrachtete er das wächserne, durchsichtige, Helle Gebilde unter dem scharfen Vergrößerungsglas, und lächelte. Fünf Minuten darauf verlöschte Döberitz das Licht und legte sich hin, um bald in einem traumlosen Schlaf zu verfallen. Kräftig, ausgeruht erhob er sich am Morgen. Noch einmal überdachte er gründlich seine gestrige Arbeit. Er war damit zufrieden. Diese Zufriedenheit äußerte sich in einer guten Laune und in einem vortrefflichen Appetit, mit dem er sich sein Frühstück schmecken ließ. Eine halbe Stunde später war er schon im Amte. Dort war eine kleine Revolution ausgebrochen. Die Beamten standen rund im Kreise und lasen, aufgeregt dazwischen debattierend, die Zeitung. Der Polizeidirektor ließ Döberitz sofort zu sich rufen. In seinen Mienen spiegelte sich ein Gemisch von Verwunderung, Erregung und Zorn. Vor ihm auf dem breiten Schreibtisch lag ausgebreitet die Zeitung mit dem bewußten Artikel. Morgen, Döberitz!" sagte er kurz. „Sätzen Sie mir doch um Gottes willen: kommen die Leute von der Zeitung zu einem derartigen Geschreibsel?" Döberitz lächelte fein. „Ist doch gut, das, nicht wahr,, Herr Direktor? Die Herren Journalisten sind doch spitzfindige Kerle!" „Nanu! Sie scheinen diese Schreiberei auch noch zu verteidigen?" brach der Polizeidirektor unwillig los. „Die pfuschen uns ja, und speziell Ihnen, ins Handwerk! Wenn es wenigstens die Wahrheit wäre! Aber so ein Bluff — —" Jetzt ließ Döberitz den aufgebrachten Chef nicht weiter wettern. „Herr Direktor, diesen Bluff habe ich geschrieben!" Dr. Kürthal sperrte den Mund weit auf. „Sie — Döberitz — Sie? Ja, sind Sie denn unter die Journalisten gegangen?" „Ja, Herr Direktor — heute nacht, auf eine halbe Stunde! Zu besonderem Zweck." „Ich verstehe Sie noch immer nicht, Döberitz." „Sie werden es aber bald, Herr Direktor." Und nun entwickelte er seinem Chef in einem längeren Vortrag seinen Plan, der bei Doktor Kurkhal ein williges Ohr fand. Berichtete ihm ausführlich über seine gestrige Tätigkeit und ihre Resultate »Ja, ja — ich Hab' es immer gesagt: Sie I sind ein Tausendsassa! Na, hoffentlich gelingt Ihnen aber Ihr Plan auch." „Ich glaube mit Bestimmtheit daran, Herr Direktor. — Und nun sehen Sie sich, bitte, dies hier an." Er legte die starre Masse, die er gestern auf der Hand getragen hatte, auf den Schreibtisch. Einer der ,Beamten brachte aus Döberitz' Aufforderung eine Photographie der. Fingerabdrücke von dem Briefbeschwerer und nun wurden diese mittels der vorhandenen Gläser Mit-jenen auf der schillernden Masse verglichen und genau gemessen Und siehe da, sie stimmten haarscharf überein! „Mensch, Döberitz — ein Genie sind Sie! Daß Ihnen das so glänzend gelang! Das ge nügt ja vollkommen, um den Mann auf Nummer Sicher zu setzen!" „Ja, es genügt. Aber er hat vorläufig nicht die mindeste Ahnung, daß er sich mit seinem gestrigen Händedruck, den er mir so nachdrücklich gab, zugleich die Handschellen selbst anlegte. Mich interessiert jetzt an der Sache nur noch das eine: ob ein gewisser Herr auf die von mir ausgeworfene Lockspeise anbeißen wird. Deskalb die kleine Komödie." „Nun bin ich im Klaren, Döberitz, und tch] wünsche nur sehnlichst, daß alles so gelingt, wie Sie es sich erhoffen, damit der Fall möglichst bald erledigt ist." ♦ Tiefe Dunkelheit lag über dem Grüne-Wald-Villenviertel. Ein ziemlich heftiger s Wind jagte Wolkenfetzen am Himmel Lj pfiff heulend durch die Bäume und w/I ^ sich im Geäst, eine wenig erbauliche. 3,1 erzeugend. j Da kletterte, in der Dunkelheit * j| einem grauen Schatten ähnlich, eine Egn mit katzenartiger Behendigkeit über y Einfriedungszaun der Villa Wilberk verschwand in der gähnenden Finstern^ kleinen Vorparks. Einige Sekunden später folgte auf selben Wege eine zweite Gestalt. ^ Die erste schien ihren Weg genau nett. Vorsichtig im Dunkeln bleibend, I gt sich der Mann bis an die vorspr/üü Terrasse, und kletterte hier im Nu mit i.^ Hafter Geschicklichkeit an dem Blitzt* ei empor. Oben angekommen, verschwand kriechend auf dem glatten Dach. Als der zweite Mann mit dem Ko>mpöt' dem Dachvorsprung anlangte — das Erklettern auf diesem halsbrecherischen > hatte ihm große Schwierigkeiten beregn konnte er gerade noch bemerken, mt' Vorgänger plötzlich verschwunden ma ■ tt wartete einige Sekunden, dann sich ebenfalls hinauf Mit ein vaar .pl war der Verfolger an der in der Dum 0 kaum wahrnehmbaren Oeffnung, 0*irr a schnell hinein und zog ein dünne-' J zähes Seil heraus, an dem sich der 0 Angekommene in das dunkel gähmmg^ i» hinabgelassen hatte. Er warf das den Garten. rrsts-l-Lck- Denksportaufgabe fig. Gz .®’lb ist zeichnerisch nicht ganz rich-ffätti)e teftjufteHen, 1 welche vier Gegen n0'°-fommeTt' 2. welche vier Dar- falsch gezeichnet sind. vier Buchstabenfälfel t'n§ — zwei — drei unentbehrlich dir, ohne zwei wird's flink andres Ding, ist dir nützlich sicherlich, ^°ch ohne Feuer tötet's dich. „8ti Gegenfatzaufgabe der folgenden Wörter: Zwerg, tiotj,, k Helligkeit, Anfang, Kürze, Steuer. ^0tt m rln^' 5r°ft' Tag suche man ein » ■ den entsprechenden Gegensatz ^nfanQg,' richtiger Lösung nennen die Setu ', achllaben eine non groß und klein wie Anlage für den Wintersport. Kreuzrätfel 1—2 Märchengestalt, 1—4 Türsicherung. 2—1 Reihenfolge, 2—4 Schiffsteil, 3—2 Gesichtsteil, 3-4 Metallstift, 5—1 kunstvoller Gesang, 5—2 Gottheit, 5—6 Getränk, fr—2 Nachernte, 6—3 Fluß »llBmatfel « ^ovfmceee ©ilbenrällfl tad bie Mu» i^Cn a* am Qu dach ben bi 5u b»i, k; e,s -- -- -- h°> ,' tent res rn^ met ni nor nos phrat , >wd iz.®. ^ iaal schang fee spey ta tri zu Endbuchstllb^ iu deren Anfangs. 91 °us D°n °ben gelesen, ein l D. . auenstein nennen. J „'“tobt in „ ... (u i'’u. 2757V ^ Bayern, 2. sächs. Schlachtort Landscha, 4. Stadt ?d St°dt7^^Stadt in Holstein, 7. pfäl II l Land ^ ?iem- 8- brasilianische Jn- Krei^^gruinr -n !° ^ Bayern. 1| ,3 F^^urmgen, 12. ostpreuß. 5lf{ at9enUntitfi<> £ t drov. Sachsen, ^ ^ Hafenstadt, 15. Fluß in Ergänzungsausgabe Bau, Laub, Mücke, Kette, Lilie, Löffel, Land, Muschel, Schatten, Karte, Band, Wein, Hund, Bischof, Zucht, Bach, Gericht. — Bor jedes Wort ist eines der nachfolgenden zu setzen, so daß neue Hauptwörter entstehen. Die neuen Anfangsbuchstaben, der Reihe nach abgelesen, nennen einen bekannten deutschen Erfinder. Acker, Arm, Auer, Erz, Gras, Leib, Nacht, Ohr, Post, Rhein, Schäfer. Schwert, Tee, Uhr, Ur, Vater, Vieh. Für muffige Urlaub-stunden IT k - drA - jtf§ 10 jw |i$ An verregneten Urlaubstagen fehlt es uns manchmal an Kurzweil. Hier ein kniff« liches Spiel, das viel Zerstreuung bietet: Man schneide die kleinen Figuren vorsichtig aus, so daß der Plan mit seinen Zahlen erhalten bleibt. Dann legt man die Figuren wieder auf ihren alten Platz. Und nun kann das Spiel beginnen. Durch einfaches Hin« und Herrücken sollen in der obersten Reihe die Sterne I, 2, 3, in der zweiten waagerechten Reihe die Sonnen 1, 2, 3, in der dritten Reihe die Monde 1, 2, 3 und in der untersten Reihe die Raketen 1, 2 zu stehen kommen. Feld 12 bleibt dann leer. Welche Züge müssen gemacht werden? Rösselsprung sprich findst «ch gleich te. satz stäud- Jo DU- et- um der wort fftt roor- doch du deutsch V Oft" beut- dos str fremd» so bist wenn deut- HÜ« schätz so- ein welsch sch« rs reich 1 da. mori- sch« du Magisches Quadrat Man ordne die Buchstaben a a e e e e e gkknnnrrfsssttttuu derart in die leeren Felder ein, daß die waagerechten wie die senkrechten Reihen gleichlautende Wörter enthalten: 1. Biegungsfall, 2. Geschäftsvermittler, 3. Religionsgemeinschaft, 4. alter Name einer Spielkarte, 5. Himmels körper. Auflösungen aus der letzten Rätfel-Stke Magisches Quadrat. R U N E U R A L N A B E E L NJ Spiralenkreuzworträtsel. CiHjA'iMil iSjSiO H Ä Ü 5 5 E H.AlMiE !L iN BLÄTnTd R u Rill iE :B: EJl ]E |6iAiN.jT 0 R B E R P E R E T T E Ein unerklärliches Abenteuer. In der Stammtischrunde war betretenes Schweigen eingetreten. Nur sehr unsicher meldeten sich einige zum Wort, erwogen Möglichkeiten, die, genauer besehen, nur Uit* Möglichkeiten waren. Dr.. R. lachte. „Immerhin ein Trost für mich, meine Herren, daß Sie sich im Zeichen Falle nicht viel klüger erwiesen hätten als ich. Nun will ich Sie aber nicht länger auf die Folter spannen. Schon beim V-rlassen des Zimmers, begegnete ich meinen Nachbarinnen. Und schämte mich sogleich meines Mißtrauens. Sie waren beide blind, brauchten daher kein Sicht, auch nicht zum Lesen." Nächstenliebe: Retter. Der geprellte Gläubiger. Hans hat zunächst die Annahme verweigert. Er holt sich später das Geld unter Vorlegung von Ausweispapieren vom Post amt ab. Der Gläubiger hätte diese Möglichkeit in Betracht ziehen und die Pfändung erst vornehmen, lassen müssen, nachdem die Auszahlung erfolgt ist. K reu z w o r i r a r s e l: Von oben nach unten: 1. Rad, 2. Mine, 3. Loch, 4. Alm, 5. Sitz, 6. Naab, 7. Arm. 9. Este, 11. Enak, 13. Post. 14. Mises. 15. Elf. 17. Leo. 18. Lippe, 20. Oer, 21. ten, 23. Minna, 24. Regen, 25. Bern, 26. Wer?, 28. Uri, 30. Onyx, 32. See, 34. Ulm. -Von links nach rechts: 2. Mal, 5. Sidon, 8. Latein. 10. Caesar, 12. Stephan, 14. Metz. 16. Ball. 19. Eile. 20. Ost, 22. Keil, 23. Meter, 26. Wir. 27. neu, 29. Po. 31. Esten, 33. Grün, 35 Erna. 36. Seil, 37. nie, 38. Augen, 39 Max. Schützt euch vor praller Sonne! Als Heilfaktor nimmt die Sonne in der neuzeitlichen Medizin eine wichtige Stellung ein. Was wäre vernünftiger, sich dieser Wunderkräfte erst recht zu versichern, wenn sie von der gütigen Natur in verschwenderischer Fülle ausgcteilt werden! Mir und ohne ärztliche Verordnung werden in der warmen Jahreszeit von jedem, der es nur einigermaßen möglich machen kann, Sonnenbäder genommen, freilich nicht immer zum wirklichen Vorteil. Nicht selten wird das Sonnenbad zu einer recht schmerzhaften Angelegenheit. Diesen Gefahren ist allem der Großstädter ausgesetzt, der zu wenig an die Sonne gewöhnt ist. Wird die Dauer der Sonnenbäder zu lange ausgedehnt, dann kann es zu starken Entzündungen und zur Blasenbildung kommen. Wie sonst überall dte Ueberschreitung schadet, beim Sonnenbrände erst recht. Läßt man die an sich so heilkräftige Sonne auf sich einwirken, dann wird die vom Körper aus den Farbstoffen der Haut geschaffene Schutzwehr von den ultravioletten Strahlen durchbrochen und die Brandwunden können sogar Geschwüre nach sich ziehen. Außerdem pflegen Fieberzustände aufzutreten. Ebenso kann es zu schweren Komplikationen kommen, die den Patienten zwingen, unbedingte Bettruhe cinzuhalten. Der schönste Urlaub kann also verdorben werden, wenn man das Sonnenbad nicht mit Maßen genießt. Sowohl vor wie nach der Bestrahlung muß die Haut mit einer fettreichen Salbe eingerieben werden. Auf keinen Fall darf das erste Sonnenbad länger als zehn bis fünfzehn Minuten dauern. Erst nach und nach darf eine längere Dauer gewählt werden. Während des Sonnenbades ist etwa alle fünf Minuten die Körperlage zu wechseln, damit bestimmte Körperteile nicht zu lange von den Sonnenstrahlen getroffen werden. Zu beachten ist außerdem, daß die dem menschlichen Auge unsichtbaren ultravioletten Strahlen, welche die Braunfär- • bung der Haut hervorrufen und zur Belebung des Blutumlaufes beitragen, in der Zeit von halb zehn bis, halb zwölf Uhr vormittags und von drei bis 5 Uhr nachmittags am wirksamsten sind, während in den übrigen heißen Tagesstunden der sichtbare rote Sonnenstrahl vorherrschend ist, der vornehmlich für die Erzeugung der Hitze in Betracht kommt, als gesundheitsfördernder Faktor aber keine besondere Rolle spielt. Es ist also zwecklos, in diesen Stunden besonders viel Hitze auffangen zu wollen. Die eigentlichen gesundheitlichen Werte sind nur von den Stunden zu erwarten, in denen die ultravioletten Strahlen vorherrschen. Durch die Anwendung von gutem Hautfunktionsöl läßt sich die Bräunung nicht unerheblich fördern. Haut funktionsöl bietet auch einen gewiffen Schutz vor all zu starker Beeinträchtigung des Körpers. Auf alle Fälle muß darauf gesehen werden, daß das Bräunen nur langsam vonstatten geht. Zu vermeiden ist unbedingt e'ne schnelle Rötung. Gefährlich ist es, in der prallen Sonne zu lange unbedeckten Hauptes zu verweilen. Brennt die Sonne auf den ungeschützten Kopf, dann stellt sich nach und nach eine Reizung der Gehirnhaut ein, die als Begleiterscheinung Augenflimmern, Herzklopfen, Kopfweh und Uebelkeit zu haben pflegt. Ist der Sonnenstich auch nur eine leichtere Art des Hitzschlages, so darf er doch keineswegs als unbedenklich hingenommen werden. Ein breikrempiger Hut oder ein umgewundenes Tuch sind sehr einfache Mittel, um die Gefahren des Sonnenstiches fernzuhalten. Beim Hitzschlag handelt es sich um eine Wärmestauung, die eine Lähmung von Herz- und Atmungsmuskulatur hervorruft. Lichtdurchlässige, bequeme, weite und leichte Kleidung hilft am besten dieser schweren Erkrankungsform Vorbeugen. Da durch den Hitzschlag die Wärmcökonvmie des Körpers jählings unterbrochen wird, müssen davon betroffene Personen so rasch wie möglich an einen schattigen Platz gebracht werden. Der Kops des Kranken muß erhöht liegen Bei Pom Hitzschlag getroffenen Personen ist der Mund meistens krampfhaft geschlossen. Deshalb wird das Einflößen von Wasser entweder ganz unmöglich sein oder doch erhebliche Schwierigkeiten bereiten. Läßt sich das Einflößen von Wasser nicht bewerkstelligen, dann müssen vom Arzt Injektionen vorgenommen werden. Eindringlich abzuraten ist auch von langen Märschen an heißen Tagen. Ebenso mute man dem Körper an solchen Tagen sportlich nicht zu viel zu. Immer und immer wie der kommt es aus dieser Veranlassung zu Unglücksfällen, die manchmal eine recht geraume Zeit brauchen, bis ihrx Schäden wieder vollkommen behoben sind. Der Sinn des Sportes, der den Körper verjüngen und stählen soll, wird durch übersteigerte Zumutungen also genau ins Gegenteil verkehrt. Dr. B. M. Selbsthilfe. Patient: „Herr Professor, ich habe gehört, daß Sie eine Provision zahlen, wenn ma» Ihnen einen Kranken bringt." „Jawohl, so ist es." »Schön. Ich bin der Kranke!" Paradox. „Vati, was sin denn das für Leute, dte immer in N a ch t cafes sitzen?" „Tage Liebe." Der berühmte französische gö2i> Zirkus 4 BrüdAmar der größte, schönste und reinste französiche Zirkus hatte bei seiner ersten Vorstellung einen kolossalen Erfolg zu verzeichnen. Dieser Vorstellung wohnte eine Reihe prominenter Persönlichkeiten bei, welche sich alle iibef das Gebotene äußerst anerkennend äußerten. Donnerstag* den 30. Juli zwei Vorstellungen! Ausländer in guter wünscht ehrbare Bekann ^ mit einer jungen, HübW11 intelligenten Äariborerin „t knüvfen. Unter .Ernste ”e „gst schaff an die Verw. HAU? m. Spezereigescn0 und Gasthaus Oberkrain vird verkauf!. Anträge ^ „14" an die Verw. ite’i Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freuit-deri und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihr innigstgeliebter unvergeßlicher Gatte, bezw. guter Väter, Schwiegervater, Schwager und Onkel, Herr lav Sijanec Professor in Ruhe Donnerstag, den 30. Juli 1931 um 5 Uhr früh nach kurzem schweren Leiden und versehen mit den Tröstungen der hl. Religion im 62. Lebensjahre gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis des teuren Dahingeschiedeneu findet Samstag, den 1. August 1931 um 16 Uhr von der städtischen Leichenhalle in Pobrežja aus statt. Die hl. Seelenmesse wird Montag, den 3. August 1931 um 7 Uhr in der Dom- und Stadtpfarrkirche gelesen werden. M a r i b o r, den 30. Juli 1931. 9374 Eliza Sijanec, Gattin. Dr. Franjo Sijanec, Drago Sijanec, Stanko Sijanec, Söhne. Mira Gačnik geb. Sijanec, Töchter. Janko Gačnik. Schwiegersohn. Ludovik Sijanec, Bruder. Marija Sijanec, Schwester. Alle übrigen Verwandten. Eröffnungs-Anzeige! Erlaube mir, dem P. T. Publikum höflichst mitzuteilen, daß ich mit 1. August 1931 in Maribor, Gosposka ulica ll (frühere Eisenhandlung Jeglitsch-Frängesch). eine Parffuipierle-, Chemikalien- und Materlalwaren-Handlung sowie Photomanufaktur eröffne. — Auf Grund meiner langjährigen Tätigkeit und Praxis als Angestellter der Fa. M. Wolfram glaube ich in der Lage zu sein, das hochgeschätzte werte Publikum mit allem meinem Können in solidester und reellster Art in jeder Weise und mit ganz spezieller Aufmerksamkeit entgegehköhimen zu können. — In allen Zweigen der mir zufallenden Branche biete ich meinen ge ehrten Kunden ein reichsortiertes erstklassiges Warenlager und versichere auch den P. T. Photoamateuren prompter Erledigung in Entwicklungen sowie nur tadellos Frisches an Photomaterial zu halten. — Mit billigen Preisen jede werte Kunde aufs Beste zu bedienen, bitte ich um wertgeschätztes, an mich übertragenes Vertrauen und gütigen Zuspruch. — Mit vorzüglicher Hochachtung 9352 Iva Pečar, i. Maribor, Gosposka ulica II ,Chefredakteur und für die Reaktion verantwortlich: Udo KASPER. — Druck der » ^ _ arortilch;; Dii.ck.oi, Stauko DETELA. <*■* »Mariborsta tiskarna« in Maribor. 8e»Le wohoKft ln Maribor, — Für den Herausgeber und den Druck vera