^W^ Samstag, 3. September 1898. Jahrgang 117. Laibacher W Mmg. °"N?^ F' N^lm!5/if.?^«, ^° stveisenb >, „ g: ganzjährig fl. lb, halbjährig fl. 7 50. Im Comvtoir: ^ Die «Laib, Zta,. ersckelnt täglich, mit «lusnahme der Tonn- und Feiertage. Die «bmwlftiation befindet stch '""e Inserate b « . / //', ^'^' ^ür die ftustelluna. in« Hau« aanzjährig fl. 1. — Insertionöyebllr: Für X Eongielsplah «r. 2, die Medactiun Varmherzigergasfe Nr, 15. Sprechstunden der Redaction von 8 bi« 11 Uhr vor. zu 4 Heilen 25 lr., größere per Zeile L tr.; be> öfteren Wiederholungen per geile 3 lr. ^ mittags. Unfranlierlc Ärirfe werben nicht angenommen, Manuscripte nicht zurüllgestellt. ! Amtlicher Theil. "euernm!^ ^ "^ k. Apostolische Majestät habe» den Hvtsch^"' außerordentlichen und bevollmächtigten Epanie, ^^y^'r Majestät der Königin-Regentin von 29.U ' "v" Jose Gutierrez de Aguiirra am uch defs^ ^' I- ül feierlicher Audienz zu empfangen aus seinen Hän-uruenzunehmen geruht. ^tthüH^,/ "nd k. Apostolische Majestät haben mit MdiG,. Schließung vom 2. August d. I. aller- .' Karl 9 '""^"e Propst und mährische Landesprälat "euz des c^s^lner i„ Nikolsburg das Comthur-. de ^^"'s vom heiligen Grabe; Mann w , !""th der Statthalterei in Lemberg ^r-Ord^. ^"> ^" königlich preußischen rothen 3°sef ^.^""domherr, Hofkaplan ,lnd Stadtpfarrer ^"ischrn >> ^" ^^en das Ritterkreuz des königlich tt r der N'"s Isabella der Katholischen; ^us un^ "'^"l-Secretär im Ministerium für ^ ^lrchi^i^"krricht Dr. Heinrich Heidlmair und ^N den f - "' ^esem Ministerium Dr. Wilhelm ^gen U:^";sllch baierischen Verdienst-Orden vom ., derV"" Gitter Classe; »^r-Ord"iz ^' Vrauhausverwaltcr des deutschen änlich "Eduard Cach^e in Langendorf den Q der ^,''cheu St. Annen-Orden dritter Classe; Deuter <, "^ctalrath nnd Chef des Speditionshauses Mich ^-^lnp- in Wien Gottfried Schenker den ^ dritter Ä«" ^"dienst-Orden vom heiligen Milk ^ ^rns s?^' ^chldeb^Ml am Staatsgymnasium im achten ^"lreu?? '" Wien Dr. Julius Keyzlar das Elchen ^"ter Classe des fürstlich Schaumburg-„ , der UH""s-Ordens; M Unte"r?3U"ftist im Ministerium für Cultus ?Mch ba,.^ Wilhelm Ritter v. Ambros den ^ viertem Ä^n Verdienst-Orden vom heiligen Mi-k "kr in ,. !>^ ? v^'tHn"?"W Woldemar Ho lain in Graz Manien K ^^ toniglich niederländischen Ordens ^ der ^n u^"' L^Etel!"" ber österreichischen Staatsbahnen ^^ermwn " ^^« das Donatkreuz erster Classe ^^«'«^^^ohaimiter-Ordens; der Postofficial Benedict Woldan in Wien das Ritterkreuz des päpstlichen St. Gregor-Ordens; der Curarzt Dr. Alexander Wettendorfer in Baden bei Wien das Officierskreuz des königlichen Ordens «Krone von Rumänien»; der Rentmeister des deutschen Ritter-Ordens Karl Schiebet in Langendorf den kaiserlich russischen St. Stanislaus-Orden dritter Classe; der Oberinspector der priv. Südbahn-Gesellschaft und Verkehrschef in Trieft Gottlieb Lieske den königlich serbischen Takovo-Orden dritter Classe; der Inspector der österreichischen Staatsbahnen und Stationsvorstand in Wels Julius Ritter von Guttenberg das Ehrenkreuz vierter Classe des fürstlich Schaumburg-Lippe'scheu Haus-Ordens; der kaiserliche Rath und großherzoglich toscanische Hof-Zahnarzt Eduard Michael Thomas-Steuernagel fowie der Commercialrath und Hof«Steinmctzmeister Eduard Hauser in Wien den kaiserlich russischen St. Stanislaus-Orden dritter Classe; der Inspector der priv. Südbahn-Gesellschaft und Stationschef in Trieft Friedrich Mahoröic den königlich serbischen Takovv'Orden vierter Classe; der Secretär der Landwirtschafts - Gesellschaft in Wien Karl Metzl den königlich serbischen St. Sava-Orden vierter Classe; der Stationschef der privilegierten Südbahn-Ge-sellschafl in Ala Josef Nosek das Nitterkrenz zweiter Classe des herzoglich Sachsen-Ernestinischen Haus-Ordens ; der Ingenieur beim böhmischen Landesausschusse iu Prag Josef Iezek den fürstlich bulgarischen Sanct Alexander-Orden vierter Classe; der Hof- und Kammer-Juwelier und Chef der Firma C. F. Rothe und Neffe in Wien Otto Gerbitz den fürstlich bulgarischen Civil-Verdienst-Orden vierter Classe; der Gesellschafter dieser Firma Emil Rothe in Wien den fürstlich bulgarischen St.-Alexander-Orden fünfter Classe; der Schiffsofficier erster Classe des österreichischen Lloyd in Trieft Franz Nasso das fürstlich bulgarische Erinnernngskreuz; der Hotelbesitzer Karl Land see in Innsbruck das Ritterkreuz des Ordens vom heiligen Grabe; der Locomotivführer der priv. österreichischen Nordwestbahn in Wien Josef Schubert die dem königlich preußischen Kronen-Orden affiliierte Medaille annehmen und tragen dürfen. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. August d. I. den Privatdocenten an der Universität in Wien Dr. Johann Rille zum außerordentlichen Professor für Dermatologie und Syphilis an der Universität in Innsbruck allergnädigst zu ernennen geruht. __________Bylandt m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. August d. I. den Professor am zweiten Staatsgymnasium in Graz Franz Lang zum Director des Staatsgymnasiums in Leobcn allergnädigst zu ernennen geruht. Bylandt ui. p. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 28. August d. I. dem Landcsregiernngs-Secretär Dr. Heinrich Edlen von Cron in Laibach und dem mit der Leitung der Ae-zirkshauptmannschaft in Tschernembl betrauten Bezirks-Obercommissär Josef Oresek den Titel und Charakter eines Bezirlshauptmannes allergnädigst zu verleihen geruht. ^_________Thun iu. p. Seine k. und k. Apostolifche Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2«. August d. I. dem österreichischen Staatsangehörigen, praktischen Arzt«' Dr. Josef Zalrzewsli in Äleppo den Titel eines kaiserlichen Rathes mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 26. August d. I. dem in der Baumwollspinnerei und Weberei Liebauthal, Ginsberg H. Stoß in Königsberg bediensteten Arbeiter Anton Vurkl in Anerkennung seiner mehr als fünfzigjährigen, einem und demselben Unternehmen zugewendeten treuen und belobten Berufsthätigkeit das silberne Verdienstkreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Aus Macedonien. Der «P. C.» wird ans Co nstantinopel geschrieben: Die Haltung des ökumenischen Patriarchates gegenüber den in der Türkei lebenden Serben gibt Feuilleton. Verrücktheit bei Thieren. Ill V°" Dr. N. «anglavel. » d'f Nei d^ M) I. <» ^ ^ häufig "^M bilden die Sinnestäuschungen /« st^ ^alen l,?5 ^kommenden Abweichungen von j« ^ ^, 5'1°la M'" Thätigkeit in krankhaften Zu- »l ^,^eiven ^ °" ^steigerten Reizbarkeit des cen- >'l ^"üende U's'"s erlangen subjective, im Gedächtnis M ^len. Wdruck, "'"gen die Stärke unmittelbarer, U >tt,, Halluc„? ""be" als solche nach außen H ^l ^ aufta ^"lonen). "der starke, in der Er- H Vßtte V'"^ Vorstellungen sind die Ursache, H l^''angede^^"^'ucke, die schwächer sind, ver-lMeli). '" und ersteren selbst angeähnelt werden ^ 3^° "i?nÄ^ hört der Mensch Stimmen und i i>Ä'' dic7n Hncht' "der er sieht Gestalten /!? ? ew" der 3läk°V""klichkeit nicht vorhanden oder Ü."^,Zolle?, ^ Im zweiten Falle erblickt er . vollständige Ge. ' !!^>t > °der sfsU^ "iagcll und dergleichen mehr; ein ?i<^ ^e^^")"fter Gegenstand wird zum Ge- ^' h^t ^ des Windes und im Rauschen der e> "> Herl,i?-'"We Milsik oder unheimliche /H ^isH^den 3n.^"ll^täuschungen kamen auch bcl ^ >^ "Nd^'nern häufig vor, dann auch vei l ^'"ed L>lmen', ^Z/u Derwischen, körperlich ganz l ^^is n. Ätzern, Fakire.l n. s. w. Mn- k ""' und Hallucinationen. Napoleon 1. glaubte an einen besonderen ihn begleitenden Schutzgeist. Der General Rapp erzählte, dass er 1806 einmal unangemeldet in des Kaisers Zimmer trat. Napoleon saß unbeweglich da, ergriff endlich deffcn Arm und fragte, ob er auch die Gestalt sähe. Als der das verneinte, erklärte ihm der Kaiser, dieser Schutzgeist habe ihn nie verlassen, er zeige sich ihm vor allen großen Ereinisfen und sei ihm ein beständiges Zeichen des Glückes. Sind nnn der Wahn in seinen vielen Abstufungen und der Blödsinn nur ein Vorzug des Menschen? Ist er es nur allem, der, abgesehen von seinen vielen körperlichen Gebrechen und Krankheiten, auch den fragwürdigen Vorzug besitzt, geistig zu ertranken, verrückt zu werden? Nein, denn dann wäre er sicher von allen Geschöpfen das unglücklichste. Was aber Nerven besitzt, das Wesen kann auch in ihnen krank werden, und bei genaueren Beobachtungen zeigt es sich wirtlich, dass Thiere aus höher und nieder stehenden Classen gerade so wie der Mensch, «der Herr der Schöpfung», verrückt werden. Von unseren cultivierten Hunden, die toll werden, fprcche ich nicht. Wo sich niemand um sie vckümnu'rt, wo sie keinen «Herrn» haben, werden sic nicht oder nur selten wie der Wolf toll. Bei einer Löwin, die einst dem zoologischen Garten in Berlin angchurte, veränderten sich nach und nach die sto verfiel in Zerstörungswahnsinn und fraß stch selber aus. In wochenlangen Zwischenpausen verzehrte fte ihren Schweif mit Haaren, Haut und Knochen, bls derselbe zum Abbeißen nichts mchr darbot. Nach einem Monate begann sie das gleiche Verfahren mit einem Vorder« fuß, bis auch davon nichts mehr übrig war. Während der ganzen Zeit befand sie sich in vollkommener physischer Gesundheit; Leibesbeschaffenheit und Hant waren im besten Zustande, aber alle Veränderungen im Futter blieben ohne Erfolg, man musste sie endlich erschießen. Von einem verrückten Cavalleriepferde erzählt Rodet, dass es beim Anblick eines ungewohnten Gegenstandes, bei der Misshandlung eines anderen Pferdes zuerst am ganzen Leibe zitterte, dann in einen Zustand äußerster Wuth verfiel, dem Zuckungen folgten und endlich jene Art Stumpfsinn, welche man bei Pferden «dumm. zu nennen pflegt. Solche Pferde haben stundenlang ihr Futter im Maule, ohne es zu kauen oder zu verschlucken. Ich sebe nicht ein, schrieb emst Professor W.Marshall, weshalb nicht auch cm Thier aeistiaen Störungen unterworfen fein könnte Hunde bekommen, ganz abgesehen von der Tottwuth, bisweilen ^ einen unerklärlichen Raptus, bei dem sic dcn eigenen Herrn zerfleische» können. Ueber Wuthanfälle des Obl-Lemming berichtete v. Middendorf. Verrückte Elefanten sind auch bckannt, und Jäger kcnnen den Bericht über cincn bravcn Zchnender, der zwischen Braun-lagc und Clausthal lebend gefesselt und schwer gehirn-trmlk war, desgleichen über jene verrückten Hlrsche bei Kladow (Mecklenburg) und bei dem «Franzosen« liichl». Professor Alb. Heine besaß einen Neufundländer, in dessen Geist wie bei vielen Inzuchtmenschen Genie, Irrsinn und Verbrecherthum sich berührten. Er besah überraschende Intelligenz, Gewandtheit, Liebenswürdigkeit und daneben Kleptomanie. Er stahl und verbarg Laibacher Zeitung Nr. 200. 1608 3. September 1698^ hen interessierten Kreisen fortwährend Anlass zu Beschwerden. So haben die Einwohner von Doiran ; (Vilajet Salonichi) am 1. Inli d. I. an das ökumenische Patriarchat eine Eingabe mit der Bitte gerichtet, es möge in der Kirche der genannten Stadt die Hälfte der Messe in griechischer und die andere Halste in slavischer Sprache cclebriert werden, damit nicht nur die Griechen, sondern auch die Serben, welche die Majorität Doirans bilden, dem Gottesdienste folgen können. In der Eingabe betonen die Serben ihre unerschütterliche Anhänglichkeit an die große orthodoxe Kirche und heben hervor, dass sie der schismatischen bnlgarischen Kirche in die Arme> getrieben würden, falls das Patriarchat ihr gerechtfertigtes Verlangen nicht berücksichtigen sollte. Im entgegengesetzten Falle würde das Patriarchat es sogar vielen Slaven, die 5 jetzt der schismatischen Kirche angehören, ermöglichen, « wieder in den Schoß der großen orthodoxen Kirche zurückzukehren. Die heilige Synode hat jedoch das erwähnte Ansuchen zurückgewiesen und angeordnet, dass in der Kirche von Doiran der Gottesdienst nach wie vor ausschließlich in griechischer Sprache abgehalten werden soll. Ueber die Ursachen dieser Entscheidung befragt, erwiderte der Patriarch, Msgr. Konstantin, es sei hiefür die Erfahrung maßgebend gewesen, dass die Serben, so oft man ihnen gestattete, einen Theil der Messe in slavischer Sprache zu celebrieren, schließlich die griechische Liturgie gänzlich unterdrückt hätten. Aehnliche Fälle, wie jener von Doiran, ereignen sich übrigens jedes Jahr zu wiederholtenmalen. In den slavischen Eparchien von Südmacedonien wollen die griechischen Prälaten niemals von einer anderen als von der griechischen Gemeinde etwas wissen. Damit hängt es auch zusammen, dass die Behörden der Patriarchatskirche in den Vilajets von Salonichi und Monastir die Eröffnung serbischer Schulen verbieten. Erst jüngst hat der griechische Metropolit von Ochrida den orthodoxen Priestern untersagt, ihres Amtes in jenen serbischen Familien zn walten, deren Kinder serbische Schulen besnchen. Trotz wiederholter Vorstellungen von serbischer Seite beharrt das ökumenische Patriarchat schon seit vielen Jahren in dieser ! serbenfeindlichen Haltung. Als der Sultan im vorigen ^ Jahre die Ermächtigung zur Eröffnung serbischer Schulen in den Vilajets von Salonichi und Monastir ertheilte, konnte das Patriarchat nichts dagegen thun, aber vor einigen Monaten ist es auf die Angelegenheit zurückgekommen und hat beim Cultusministerium einen Schritt behnfs Schließung der bereits eröffueteu serbischen Schulen unternommen. Selbstverständlich gestattet das Patriarchat auch nicht, dass die orthodoxen Priester in den serbischen Schulen irgend eine kirchliche Function verrichten. In serbischen Kreisen, die über diese Vorgänge sehr verstimmt sind, wird betont, dass das ökumenische Patriarchat mit dieser nationalgriechischen Kirchenpolitik der schismatischen bulgarischen Kirche ill die Hände arbeite und sich damit die Serben entfremde. Politische Uebersicht. Laibach, 2. September. Vorgestern nachmittags fand unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Grafen T h n n ein M in1 ster-rath von längerer Dauer statt. In Budapest hat vorgestern gleichfalls ein Ministerrath stattgefunden. Der «Magyar Ujsäg » fpricht sich über das Resultat der Wiener Verhandlungen folgendermaßen aus: Durch die Wiener Verhandlungen ist der Ausgleich wieder iu das ordentliche Geleise gekommen. Es kann keine Rede davon sein, dass die Ungarn über die Oesterrcicher den Sieg davongetragen haben, sondern die Entscheidung der Krone bedeutet eben nur die Restitution der verfassungsmäßigen Auffassung in in-tLAi'um. Ohne befangen zu sein, können wir mit Befriedigung eonstaticren, dass sich neben der unverbrüchlichen constitutionellen Treue für den gekrönten König die constitutionelle Auffassung des ungarischen Staatsrechtes auf ungarischer Seite ill unzweifelhafter Weise manifestiert hat. Es muss die Ueberzeugung sich Bahn brechen, dass Ungarn in der Frage des volkswirtschaftlichen Ausgleiches sich nicht vom knauserigen Gesichtspunkte leiten ließ. Der Schwerpunkt der politischen Situation muss naturgemäß iu deu Bemühungen gesucht werden, die, wie naheliegend, die österreichische Regierung in der nächsten Zeit unternehmen dürfte, um den Reichsrath wieder actionsfähig zu machen. Bisher fehlt jeder Anhaltspunkt über die Richtung, in der sich diese Bemühuugen bewegen sollen. Die Stimmen, die bisher laut wurden, äußern sich über die Möglichkeit eiuer Vereinbarung in der Sprachenfrage sehr skeptisch. Polnische Blätter wollen erfahren haben, dass Graf Thun demnächst ein Einvernehmen mit den Parteien auf Grund der beabsichtigten Modification seiner «Grundzüge für die Regelung der Sprachcnverhält-nisse» zu erzielen suchen werde und die Zustimmung der gemäßigten Czechen zu dieser Modification bereits erlangt habe. Der Thronbesteigung der Königin With elm ine von Holland widmet die «Wiener Abendpost» folgende Begrüßung: «Bedeutungsvoll ist diefes Ereignis für das königliche Haus, wie für feine treuen Unterthanen, uud entsprechend feiner Bedeutung wollen es die Holländer feiern, mn ihre Ergebenheit für die jugendliche Herrscherin, die sie mit fast schwärmerischer Liebe verehren, wie ihre Anhänglichkeit an das Haus Nassau-Oranien, das seit drei Jahrhunderten die Geschicke des Landes ruhmvoll geleitet hat, zu bekunden . . . Gestern hat Königin-Regentin Emma ihre Functionen niedergelegt und nnn übernimmt die jugendliche Königiu Wilhelmine, getragen von der Liebe ihres Volkes und begleitet voll deu Sympathien Europas, selbst das schwere und verantwortungsvolle Amt der Herrscherin. Möge sie es zum Segen ihres Reiches und zum Wohle ihrer Unterthanen ausüben! Möge ihr Thron — wie Königin Emma in ihrer Proclamation bei Uebernahme der Regentschaft gewünscht hatte — eine feste Stütze finden ill der Treue und Ergebenheit des Volkes für das Haus Oranien und der Allmächtige die Gebete für die ueue Königin erhören uud sie unter seinen heiligen Schutz nehmen!» Der Abrüstungsvorschlag des Zaren beschäftigt die Presse noch immer ill der lebhaftesten Weise. Das «Neue Wiener Tagblatt» legt besonderen Nachdruck darauf, dass die Staaten des Dreibundes ohne Rückhalt offen und warm das «Evangelium echter Menschenliebe» begrüße». Deutschlauo uud Oester- reich seieu uatürliche Träger der Defensive in b Weltpolitik. Speciell voll Oesterreich-Ungarn wird 3 sagt, es sei über alleu Zweifel erhabeu, dass dl^ Staat uiemals der Idee einer reinen Defenswp^ untreu geworden ist. Es ist auf der Rennbahn", Kriegsrüstungcn nur so weit mitgegaugen, als cs Gebote des modernen Fortschrittes und der eige> Sicherung dringend forderten. Es hat nie dcumch ^ geizt, bahnbrechend voranzuschreiten; aber es dUI. nicht allzuweit zurückbleiben hinter denen, die es la^ überholt hatten. ^ Das ^Vaterland» macht auf die Uebels stimmnng aufmerksam, die zwischeu einem S^e ^ Rundschreibens des Grafen Murawiew und . hochbedeutsamcn Schreiben besteht, das P„^ Leo XIII. am 20. Juni 1894 an «alle F^ und Völker» gerichtet hat. Der Unterschied se« 1^ darin gelegen, dass der Papst als Vorbedingung ,^ allgemeinen Friedens die Einheit der Voller Glaubeu hiugestcllt hat. . ^ Wie man aus London berichtet, hat »n dortigen maßgebenden Kreisen der Abrüstung. Vorschlag des Kaisers Nikolaus N> ",^ Aufnahme gefunden und es werden die PhilantroPl!^, Intentionen des Zaren vollständig gewürdigt. ,„ Beschickung der Confercnz seitens Englands 1 ^, keinerlei grundsätzliche Bedenken entgegen. ^" M , stellung des Conferenzprogrammes, der Formal", ^ des Zeltpunktes und des Ortes der Confcrenz W <^ späterhin den Gegenstand von Verhandlungen ZM ^ den Mächten bilden. , A Wie man der «P. C.» aus Madrid sa)l hofft die Negierung in der bevorstehenden ^^.^ Session eine schleunige Erledigung der einzu^H den Vorlagen durchsetzen zn können. Sie bw^i^ während sich der Senat mit der Angclegcnyei .^ l Friedensschlusses mit den Vereinigten ^"^ l befassen wird, im Deputicrtencongrcsse die I'^M» ! für die zeitweilige Aufhebung der verfassungsMP" > Freiheiten berathen zu lassen. '.-^' > Gegenüber einzelnen Vorkommnissen, die aus ^,< > listische Versuche zu Ruhestörungen^ > deuten, wird in Regierungstreiseu neuerding" ,^ > sichert, dass man zn ernsten Besorgnissen ^'ge»' ^ l Umsichgreifens dieser Bewegung durchaus leinen k habe. . ,: Ff Nach einer der «P. C.» aus Saloi'ltY^l gehenden Melduug hat die Pforte infolge^ ^,> B Berana neuerdings entstandenen ^w"^' p^ ^ weitere Verstärkung'des dort dislocierten ^'h t^k contingents um ein Tabor Nizams angeordnet " ^ « Kaimatam angewiesen, die größte Wachsamtclt ^, l" Grenze zu entwickeln, um den Uebertritt "^.^e"' k viduen, die agitatorischer Absichten verdächtig M / ^ ^ zu verhindern. Die Regierung sei übcrl«. si>l l^ schlössen, Vorkehrungen zu treffen, um den ^, ^ l« langer Zeit so oft wiederholenden Beunruhigung » bezeichneten Gegend wirksamer als bisher vorzl ^» »^ Nach einer der «P. C.» aus Rom ^,^, U Meldung wird dort vorausgesehen, dass '' Hill' r^ nach der Bestätigung der kriegsgerichtlichen "^„l" ^ über die an den letzten Unruhen bethciligten ^ .^ l^ durch den Cassationshof, der Versuch 9"""^ ^M l' dürfte, eiuc Bewegung zn Gunsten der M'g F^ der namhaftesten unter diesen VerurthM''^^^ besondere der Deputierten Turati, DeA^< H' Essbares und Ungenießbares mit durchtriebener Schlauheit, und keine Strafe, keine Erziehung vermochte daran zu ändern, während er in allein anderen zu erziehen und zu lenken war. Der zwölfjährige, verhätschelte Mops einer Freifran S. in Schlesien war so kindisch geworden, wie alte Frauen, die wieder mit Puppen spieleil. Er erhielt außer den obligaten Würstchen am Christbaume auch eiue Maus aus Papier mit Uhrwerk zum Laufen. Er wurde uicht müde, ihr nach-zulanfen, stürzte auf dem glatten Parquetboden fortwährend hin, keuchte, blieb vor Erschöpfung schließlich liegen, begann aber nach einer Stunde dasselbe Spiel. Ans den Untersuchungen Fritz Schnltzcs (vcr. gleichende Scclenkunde 1., 1) hat sich ergeben, dass nach Wegnahme des Hinterhauptlappens des Gehirns eine Veränderung der Gemüthsart eintritt. Werden 'die Stirnlappen genommen, so werden die Thiere aufgeregt und jähzornig, bei den ersteren dagegen tritt das Gegentheil ein, sie werden langsam, rnhig, bedächtig; man kann ihnen den Knochen fortnehmen, ohne dass sie knurren. Bei Misshaudlullgeu rühren sie sich nicht. Einen tückischeil, bissigen Hund kann man streicheln; er ist fromm und zutraulich geworden. Die durch Inzucht (Verwandtschaftsehen) erzeugten Jungen verlieren öfters den Trieb zum Saugeu. Bei solchen Schafen tritt öfter die Traberkrankheit auf, bei Pferden sind Störungen der Sinne und Intelligenz nicht aus^ichlvsscn, also ähnlich wie iu solchen mensch-ncheu Fmmwu. Edelwild und Schwarzwild iu Wild-parwl ze,gm durch sorlgchtztc Inzucht auch unzwei-dcuNa.c Mnahmc an Grchr. Der Gra«tN votn Oolöe. Roman von vrmanos Vandor. (94. Fortsetzung.) Hilda hatte noch nicht lange anf der Bank gesessen, als eine größere, offenbar fehr distinguierte Gesellschaft voll Touristen, Herren nno Damen, des Weges daherkam nnd an ihr vorübergieng. In einiger Entfernung folgte langfamen Schrittes ein einzelner Herr. Hilda hatte die Vorübergehenden kaum beachtet. Gedantenverlorcu blickte sie in die Ferne. Erst ein halberstickter Ausruf in ihrer unmittelbaren Nähe verursachte, dafs sie erschrocken zusammenfuhr und sich dein mit verschränkten Armen regungslos vor ihr stehenden Herrn zuwandte. Beinahe entsetzt, als ob ein Geist vor ihr dem Erdboden entstiege» sei, starrte sie ihn au, desscu Augeu sie anglühten, dass ihr alles Blnt, feuriger Lava gleich, zum Herzeil drängte - versengend, erstickend. Alle Selbstbeherrschuug hatte Hilda nöthig, ihre Fassung zu behauptcu. «Graf Iukay!» presste sie hervor. «Graf Iokay Raczenzi! Ich habe nicht geglaubt, dafs wir einander je wieder begegnen würden!» «Und auch wohl nicht gehofft, Fränlein Hilda», entgegnete er ihr. «Seien wir aufrichtig! Ich traue Ihnen immerhin so viel moralisches Selbstgefühl zu, um anzunehmen, dass Sie sich Ihrer Handlungsweise gegen mich nicht ohne Erröthen erinnern!» Hilda erschreckte unwillkürlich vor dem seind- seligen, verächtlichen Ton ihres ehemaligen "" F l^ aus dcsseu Munde sie niemals andere als .< F ^ Worte vernommen hatte. Er sah furchtbar /n^ l^ Zoruig und höhnifch blitzten feine Augen »^ :, s^l ü «Ich verstehe Sie nicht, Graf NaczeNs I^ ^ sie ruhig. «Ich wusste nicht, inwiefern '^F l Gelegenheit gegeben hätte, fchlecht von mir z" ,« Der Graf lachte schneidend auf. ^^ «^W «Recht so! Geben Sie sich den M"^» Naiven, Nichtsahnenden!» Er rang ""A, i'i^M «O, Hilda», setzte er nach einigen Secu"^^^ ändertem Tone hinzu, «Sie haben mir de' H^R an die Menschheit genommen! Eher lM ss A l», Undenkbarste für möglich gehalten, als ^M l klaren Augen lügen und hinter Ihren '!.'^» Zügen, Ihrer reinen Stirn so viel Falschhe"^ l und eine so niedrige Dentungsart M ^ l p könnten l. he" ^1 >,, fchuldigcndcn Worten des Grafen tief el^,, > ,. stolzer, empörter Blick aus ihren blauen " ^! >!, den zornbebenden Mann. c^iB^ '^ «Ich verlange eine Erklärung von U' ^/ ^' Naczenzi, aus welchem Grunde Sie s^cs"/ ^ glauben, mir solche Beleidigungen ins ^, ^, h schleudern l» sagte sie, «Sie wissen selber ^^ >,, dass ich mich dereinst Ihnen nicht «ls H,i^ ^ drängte, sondern dass ich nur mit Widcrjt iH^ l « und meines Vaters Wünschen nachgab. ^ ^< l ^ am Hochzeitstage znr festgesetzte!! StuN^.^l ^ lM meinen Bräutigam erwartete und statt i.^i» DW Vater bei mir eintrat und mir in bele» ^ 200. ___________________1607_______________________________ 3. September 1898. rd f ? Hesei s^ / '"ehrerer Journalisten hervor- dik!" ?'^ Vieim ^ dürfte jedoch vorläufig in der polil'l ^chnif^l. ' "Z wenig Anklang finden und es '" ^ ^ liii ein sV "lüge Zeit verstreichen inüssen, cs d"' Here Aussig?^ ^mnestieverlaugen einigermaßen ige"" ^^eine 7> ' ?bffnen. ch t ^ «us m ^° "do ner Meldung constatieren dM > diesem w^/Ulen, dass die in einigen lii'B ^»wachse „.I"""! entstandene Gährnng immer ^^ u"o die ernstesten Besorgnisse hervor- "^ ^°'ser ha t//"^ ' Dncaten.) Seme Majestät j^^ ^"Ilenf?" ""f eine Bitte des Clubs der Münz- " i3 ^^^ng^u^ bass anlässlich des Aller- ' e. " Wien ^ ^""'s durch das k. k. Haupt- ... «< Titel w.?"^" mit den. Allerhöchsten Bild- ' 5 ^''«ttzeit' a" ^ "bnchin der vom Münzgraveur < ^^IaVerttgte Prägch^^ vorhanden ist. < I^dH/öahlen 1848 bis einschließlich 1851 'E ^^«' VD^7"'"'^pus ausgeprägt werden. .3 ^ - '"rllich, ""en gleichzeitig auch die Jahres-'K ^"' "H Ausprägung 1898 ersichtlich zn N ^ "" eiqc siK ^^' ^ucaten als Jubiläums- Has/^ ^"s mit der Fertigstellung der ^ 3 ^ttde?K? beschäftigt. Diese Jubiläums- ... t , "°8 des M.!. ^er k- t. Münze von jedermann < < kr .^"tes bezogen werden können und es ^ ^'>n ^ "" Kitung. seinerzeit vcrlautbart H ^"k. "" der Ausfolgung derselben begonnen ^ .3 ^!>: gro/. ^ H/ rbst inode n.) Die Saison-" tV^? endmmgen vor. Mäntel, Paletots '' ' P ' ^lock ? ^l" sind in neuer origineller, sehr ^ Die englischen Meider ..l< Mtich ^ Aeide ^p"'genverschlüsse u.ld Schöße ^i»'W»^«. und ..?? ll"ziösen, echt wienerischen L k^>"ellen A,, >^ die Kleider frai/zösifcher Fa^on 5 ^^trau^puh. Bei den Hüten dominiett die U'^ 23 ^S sehr kleid^ k^^l" Neuk^ ""' ^°de. bringt eine große L lU>> b i^^''" » liegt auch eine /iß l ^)"r de„'^Wne Schulkleider und vielerlei !„>' r'ü, l!die ^"bst bietet. ,,^^ ^^^' Glocke des Erfurter >'l ^H>yl7"^ severe ll^? ^ Etellel, gegenwärtig in ihrer Lage >' t üol^/nschlägt' d^'7^ der Klöppel nun genau V l?° ^?^ bersten ^ "" ausgehämmert siud, dass !^'^^>3ichen As^körpers zu befürchten V't statt. Zum ^L^sten Gi^^ Luftschiffer eine Ballonfahrt ^M?l«2^ Lufts^sf schweizer Alpen unternehmen. '^ ^esM"^^^^^^ gegenwärtig der ^M^^ einen, 'cv^' ^" s'"" Jahren in Zürich U ',,^^^'l'' " gemeinsam mit Professor ^M-K^ .' "üss t>ic>^^ "'«»»», «,»»'»»«„......> ^V!" !^ohl ebI?i"!l"g nicht stattfinden werde, ^Wi^l'g ^ gelrä flache gehabt, mich conipro- ^^^.""cs G^-^u ühlen. Ich habe diese ^l^Z^Ung Kcks ab.r als die Wendung einer '^l^^5Zuld q^^^' Ich bin mir nicht der ^^ bewusst. Deshalb sollen „l» ^i> ^ de> "''' Erklärung Ihres sonderbaren ^l3l^3' welch^^^fen arbeitete es gewaltig, ^l V'd^ durchbohrend anf das lieb- 3«^ t ^lü "e" d b?"'nde Antlitz der jnngen Frau 3l ^e ^ ltreif / " Wsteren, gehässigen Aus-3l^,'^^,Hand ^ '""e Blicke den Trauring an ) l '^lt sn ^"2^ "' staunend. «Seit i^i'is^llo.'"^u Gatten sehr gern.', erwiderte '^>kr > ""d verw^!. "'"nes Vaters Tode stand ' °> n^unes !" ^'ben mit dem eines mir . ^fr3^ Uebrigens hinter- 'H>. 1'" Niora ^'"Wes Vermögen. Während ^> ?' ich ^ blf in die Nacht angestrengt >> 'n '"^z «e. ' ^'- Wilson zu den Schan. ^^n> Ä)^' wurde, rMet/ er im Ver- ^>>ne, ','oi>>d , ,Aer ^'l" Hülle nnd Fülle hätten l ^»t^I^N- C^ "les bringt uns von dem l "l^g ""terung ab. Ich warte auf » ^ '"' Frage!» Heim, einem anerkannten Meteorologen, und anderen Gelehrten, zum Zwecke wissenschaftlicher Studien, namentlich auch meteorologischer Beobachtungen, diese kühne Alpen-luftballonfahrt beschlossen und in Paris sofort den Bau des großen Ballons begonnen. Der Ballon — er ist auf den Namen «Vega» getauft — ist vorgestern in Zürich angekommen. Seine Dimensionen übertreffen die aller früheren von Spclterini oder anderen Luftschiffern be-nützten Ballons. Seine Oberfläche beträgt bei 58 Meter Umfang 1065 Quadratmeter. Der Ballon vermag 3268 Kubikmeter Gas aufzunehmen. Seine Tragkraft wird auf 110.000 Kilo geschätzt. Sein eigenes Gewicht sammt Korb beträgt rund 1000 Kilo, die Insassen sowie die mitzunehmenden Instrumente, Messapparate und Werk-zeuge werden auf 400 Kilo veranschlagt, wozu uoch mindestens 2000 Kilo Ballast kommen. Bei Anfertigung des Ballons wurde in sorgfältigster Weise vorgegangen. Als Material wurde der beste Seidenstoff verwendet. Es wurden zu demselben 63A 6 einzelne Seidenstücke verbraucht, deren Nähte eine Gesanimtlänge von 4400 Metern haben. Durch wiederholtes Firnissen ist die Seide möglichst luftdicht gemacht worden. Der Ballon bleibt zehn Tage in Zürich zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt und wird dann nach Sitten (Canton Wallis) transportiert, wo die letzten Vorbereitungen getroffen werden und der Aufstieg Speltcrinis und seiner Gefährten auf eiue Höhe von 5000 Metern — sobald die Witterung für den Flug über die Alpen nach dem Süden günstig ist — er-folgen soll. — (Frieoensversammlung 18 9 8.) Der ursprünglich für Lissabon bestimmte IX. Weltfriedens-Congress ist infolge des spanifch - amerikanifchen Krieges, der die Vorarbeiten gehindert hat, in Ausfall gekommen. Statt dessen wird nach Mittheilung der österreichifchen Gesellschaft der Friedensfreunde eine große Kundgebung der Friedensvercine, verbunden mit der Generalversammlung des Acrner Internationalen Centralbureaus und mit der ^hundertjährigen Sclopis-Feier am 26., 27. und 28. Sep-^ tember in Turin abgehalten werden. Graf Federigo Sclopis di Salerano war 1798 zu Turin geboren, italienischer Rechtsgelehrter, 1848 sardinischer Iustiz-! minister, Präsident der Akademie der Wissenschaften, und 'starb 1878. Er war ein hervorragender Apostel internationaler Rechtsordnung und war der Vorsitzende des , denkwürdigen Alabama-Schiedsgerichtes zu Genf. Gleichzeitig tagt in Turin der Congress der «^.uuoomtiou intsruktionais litt^rairs» und die Turiner Ausstellung ' wird um diese Zeit noch offen stehen. Die Mitglieder der Oesterreichischen Gesellschaft der Friedensfreunde wollen ihre Theilnahme im Bureau, Wien, 1., Dorotheergasse 12, anmelden. ! —(Interessante Telephonverbindung.) Ein interessanter Versuch wurde vor kurzem mit einer Telephonverbindung gemacht, bei welcher thcilweise Lano-und Sccdrähte verwendet wurden. Es handelte sich nämlich um eine Verbindung zwischen Manchester und Brüssel. ^ Die Versuche sind sehr gut ausgefallen und die Gespräche waren genau verständlich. Die Strecke Calais-Dover wurde mittelst Kabel hergestellt. j — (Eine interessante Geige.) Der Violinvirtuose Bela Kiraly concertierte jüngst in Salz-bürg auf einer merkwürdigen Geige. Dieselbe gehörte einst dem weltberühmten Ole Bull, der sie wieder von Vioti erhielt. Vioti lag am Sterbebett in Paris. In , seiner letzten Stunde wünschte er noch einmal seine Amati !zu hören. Seine Hände waren kraftlos, da kam der i damals noch junge Ole Bull und entzückte den alten ! Meister durch fein Spiel. Sterbend fchcnkte er ihm diese 'Geige. Eine vermoderte Urkunde ist ihr beigefügt, in ^welcher die bisherigen Besitzer verzeichnet sind. Sie ist jetzt 200 Jahre alt. Nach der Urkunde hatte sie während dieser Zeit 21 Eigenthümer, darunter 8 Künstler, 2 Herzoge (Herzog von Parma, der zweite unlesbar), 3 Dorfschulmeister, 6 Zigeuner u. s. w. Die Geige wurde schon zwölfmal von den verschiedenen Künstlern und Zigeunern um die Erde geschleppt. In Indien löste sich von der Feuchtigkeit der Luft zweimal der Lelm und die obere Decke fiel herab. Die Geige Hai trotz der vielen Strapazen ihren gefunden, weichen Klang behalten. — (Das große Fernrohr für die Pariser Ausstellung.) Herr Gautier, der bekannte Erzeuger astronomischer Apparate, arbeitet gegenwärtig an der Herstellung eines Fernrohrs für die Weltausstellung vom Jahre 1900, welches in der Welt seinesgleichen nicht hat. Dieses Fernrohr wird 60 Meter lang werden, seine Ocffnung beträgt 1,'25 Meter Durchmesser, die Herstellungskosten belaufen sich auf 1^/, Mill. Francs. Eine große Schwierigkeit stellte sich schon bei der Projectieruug heraus. Wie sollte mau dieses ungeheure Nohr beweglich machen und welcher Art musste der Drehthurm sein, der cs aufnahm? Da fand sich eine glückliche Lösung, das Nohr bleibt unbeweglich und wird horizontal auf festes Mauerwcrk gelagert, das Bild der Sterne erhält es durch einen beweglichen Plan-Spiegel uon zwei Metern Durchmesser. Das für diesen Spiegel benöthigtc Traggerüst hat eine Höhe von 10 Metern, der Spiegel selbst wiegt 3U00 Kilogramm und man ist eben mit der umständlichen Polierarbcit, die selbst- verständlich die größte Sorgfalt erheischt, beschäftigt. Man glaubte schon die Anwendung des Projectes, welches die Herstellung dieses Spiegels bedingt, ganz aufgeben zu müssen, nachdem der Director der größten Glas-schmelzerei Frankreichs diese Herstellung als zu schwierig ablehute, doch faud sich eine unter der Leitung des Herrn M. Desftret stehende Fabrik in Zeumont, welche die Anfertigung des Spiegels unternahm. Zwölf Platten wurden gegossen, vvli denen eine entsprach. Der Schliff nnd die Glättung diefes Spiegels werden mittelst Maschinen durchgeführt; da die Arbeiten die größte Genauigkeit erfordern, geht alles nur langsam vor sich, so dass Glättung und Schliff des Spiegels circa ein halbes Jahr beanspruchen. Auch die Objective werden mechanisch bearbeitet, das eine der beiden Flintgläser wiegt 360 Kilogramm und kostet 75.000 Fraucs. Die Chromgläser wiegen je 200 Kilogramm, alle diese Gläser zusammen kosten 600.000 Francs. Die Vergrößerung dieses Fern-rohrs wird 6000 betragen und kann auf 10.000 gebracht werden, während die Vergrößerung der gegenwärtig mächtigsten Fernrohre 4000 beträgt. Man könnte mit oiefem Fernrohr in der Entfernung der Erde vom Monde die Bewegungen eines Armeecorps oder eines großen Occandampfers verfolgen. Das 20. Jahrhundert wird durch dieses Werk eine große Bereicherung seiner astro-nomischen Kenntnisse erfahren. — (Eine Bibliothek im Harem.) Der Emir von Afghanistan, Abdnrrahman Khan hat vor kurzem, wie persische Blätter berichten, in seinem Harem eine Bibliothek errichtet, die jetzt schon über 5000 Bände zählt. Die Bibliothek enthält nicht nur die Werke arabischer, persischer, türkischer uud indischer, sondern auch die europäischer Schriftsteller, als: Paul de Kock, Alexander Dumas, Eugen Sue lc. Letztere natürlich in irgend eine orientalische Sprache übersetzt. Das bekannte arabische Werk <^.Is I^jil vpn-l^ilnli» («Tausend und eine Nacht») findet sich in nicht weniger als 280 Exemplaren vor. Der Emir gibt für diefe Bibliothek, die unter der Aufsicht zweier Eunuchen steht, jährlich 3000 Rupien aus. Local- und Plovinzial-Nachrichten. — (Militärisches.) Wie uns mitgetheilt wird, werden nach Schlnss der in Inncrkrain statt-findenden Waffcnnbungcn am 13. d. M. in Laibach eintreffen: das 1., 2. und 4. Bataillon des Infanterie-Regiments König der Belgier Nr. 27, das Divisions-Artillerie - Regiment Nr. 7, welches die neue Kaserne beziehen wird, uud die 3. Escadron des Dragoner-Regiments Nr. 5, letztere auf dem Durchmarsche nach Windisch-Feistritz. —o. -—(Von der Oberlaibacher Localbahn.) , Einer uns zugehenden Nachricht zufolge hat das k. k. Eifenbahnministerium das Anstichen der Gemeinde- vorstehung in Oberlaibach um Verschiebung der im 1cm 11 "/^ vorgesehenen Rampe zur Verbindung der , rechts und links des Stationsftlateaus Obcrlaibach pro- ! jecticrten Parallelwegc in der Richtung gegen die Locomotiv- remise, wodurch das verlängerte Auszugsgeleise im Niveau überseht wird, genehmigt. —0. — (Aus dein Vere in sl eb en.) Der Verein 'der slovenischen Maurer und Zimmerleute («kiovonska 2iäa,i'8i(0 in ts8:lr8lco äruZtvo») in Laibach wird das ! fünfzigjährige Regierungsjubiläum Sr. Majestät des Kaisers durch ein Fahncnweihfcst begehen. Aus diesem Anlasse wird heute abends um 8, beziehungsweise 9 Uhr der Fahncnmutter Frau Perdan und dem hochwürdigen Pfarrer von St. Peter, Herrn Malens ek, eine Serenade mit Fackelzug dargebracht werden; morgen nach 11 Uhr findet nach einer in der Peterskirche celebrierten heiligen Messe die Fahnenweihe statt. Um 1 Uhr versammeln sich die Theilnehmcr zu einem Festbankett im Gasthofe des Herrn Ferlinz; endlich wird um 4 Uhr nachmittags im Koslergarten ein Volksfest veranstaltet, an welchem Gefangsnummern und Musikstücke zum Vortrage gelangen werden. Eutröe zum Concerte 50 kr. — (Ein heimisches Kunstwerk.) Es wird für alle Freunde der fchönen Künste gewiss von großem Interesse sein, wenn wir sie auf die nur noch kurze Zeit, nämlich bis 3. September, im Colifeum stattfindende Ausstellung einer für den Verein «Zlovonsko ^clarslco in wsarsko ärustvo» bestimmten, wahrhaft prachtvollen Fahne aufmerksam machen, — Diese Fahne wurde nach den Entwürfen des akademischen Historienmalers Herrn Jg. Zeplichal, Lehrers an der t. k. Fachschule für Kunststickerei in Laibach, im Atelier dieser Fachschule unter der Leitung der Fachlehrerin Fräulein Anna Schmied von Absowentmnen dieser Anstalt in künstlerisch vollendeter Weise hergestellt. Anf der einen Seite der Fahne erblicken wir auf blauem Scidenstoffgrunde im mittleren Theil die Wappen der Maurer und Zimmcr-lcute, über welchen das Wappen der bildenden Künstler (Maler, Bildhaner und Architekten) angebracht ist, gewissermaßen versinnbildlichend, dass diese edlen Künste die Maurer und Zimmerlcute bei ihren Arbeiten leiten mögen. Das Wappen der bildenden Künstler umgeben zwei Palmenzweige, das Symbol des Triumphes; die Wappen der Maurer und Zimmcrleute sind mit einer sehr schüu erdachten Ornamentik von Laibacher Zeitung Nr. 200. 1608 3. SepM^>l stilisierten Blumen und Früchten umgeben, so wieder symbolisch ausdrückend, dass der tüchtigen Arbeit die ihr gebürende Anerkennung und Lohn werde. Ober dcn Wappen erblicken wir mit Goldbuchstaben den Namen des Vereines «81ovsn8ko Lläärsko iu tsgarsico äruNvo». Der Nand und die Ecken dieser Seite sind mit einer farbenprächtigen Bordüre und schöner Ornamentik umsäumt. Die andere Seite der Fahne ist weißer Seidenstoff. Hier fällt dem Beschauer sogleich die auf einer Art Postament sitzende ! majestätische Gestalt der Architektur ans. Die rechte ! Hand derselben hält einen Zirkel, während von der linken Hand ein Reißbrett gehalten wird, auf welchem sich der Plan einer Kirche im romanischen Stile befindet. Der rechte Fuß stützt sich auf ein Säulcncavitäl. Die ruhige, monumentale Haltung der Gestalt, der feierliche Ernst, der aus den schönen und geistvollen Zügen der Gestalt spricht, verkörpert uns, der Allegorie ganz entsprechend, so recht in idealer Auffassung die edle Baukunst. Anf einem Täfelchcn des Postamentes erblickt man in goldenen Buchstaben den Wahlspruch des Vereines: «ktuvd« lopa «dliku, ullj dc»ä«2 uaäu. äik»!» Zur Rechten der Gestalt ist die Jahreszahl der Gründung des Vereines 1897 angebracht und an der linken Seite das Jahr der Fahnenweihe 1898. Auch diese Seite der Fahne ist mit einer Bordüre umsäumt und mit sehr schön compo-nierten Ecken ausgestattet, welche durch eine sehr Vortheil-Hafte Verbindung von Gold- und farbenprächtiger Seidenstickerei den günstigsten Eindruck hervorrufen. Auch die Gürtlerarbeiten sind heimische Erzeugnisse und wnrden in trefflicher Weise von der renommierten Firma Leopold Tratnik hergestellt. Die Fahnenstange ist eine vorzügliche Leistuug des Herrn Josef Stirn, Werkmeister an der k. k. Fachschule in Laibach. Auch zu dicscu Arbeiten wurden die Entwürfe von Herrn Zeplichal gemacht. Das Kunstwerk gereicht sowohl seinem geistigen Urheber, Historienmaler Zcplichal, als auch den unter der Leitung des Herrn Directors Aubic stehenden Fachschulen zur Ehre. — (Die k. k. gewerblichen Fachschulen in Laib ach) veröffentlichen soeben ihren Bericht über das Schuljahr 1897/98. Demselbeu entuchmcn wir, dass die Fachschule für Holzbearbeitung (bestehend aus den Abtheilungen für Bau- und Möbeltischlerei, für Drechslerei, für figurale Bildhauerei mit besonderer Berücksichtigung der kirchlichen Richtung, für Korbflcchterei mit einem offenen Zeichensaal) am Schlüsse des vergangenen Schuljahres 69 ordentliche Schüler, 10 Hospitanten und 103 Frequentanten des offenen Zeichensaales, somit 194 Schüler auswies. Unter den ordentlichen Schülern und Hospitanten waren der Muttersprache uach 6 Deutsche, 81 Slovenen, 3 Kroaten und 1 Italicner; der Confession nach gehörten sämmtliche der römisch - katholischen Religion an. Der Untcrrichtserfolg war bei 52 Schülern entsprechend, bei 3 nicht entsprechend, 5 erhielten eine Wiederholungsprüfung, und sämmtlichen Frcqnentanten des vierten Jahrganges wurde ein Abgangszeugnis zugesprochen. An der Anstalt wirkten nebst den: Director Oubic 11 Lehrkräfte. — Die Fachschule für Kunststickerei und Spitzcnarbeitcn wurde am Schlüsse des Schuljahres von 90 Schülerinnen besucht, von denen 16 der deutschen, 70 der slovenischcn, 1 der kroatischen, 2 der czechischen uud 1 der italienischen Nationalität angehörten. Der Religion nach bekannten sich 89 Frequen-tantinnen zur römisch-katholischen, 1 zur israelitischen Con-feffion. Der Fortgang war bei 51 Schülerinnen entsprechend, bei 2 nicht entsprechend; 1 Schülerin blieb un-classificiert. An der Anstalt wirkten nebst dein Director 6 Lehrkräfte. — (Personalnachricht.) Professor Dr. Alfred Edler von Valenta hat am 2. d. M. einen zwölf» tägigen Urlaub angetreten. — (Genossenschaftliches. In Sanct Jakob an der Save, Bezirk Laibach - Umgebnng, wurde eine Spar- und Vorschusscassc «llr^niinicu, in pogajilnic.^» mit nnbcfchränkter Haftung gegründet, deren Ausschuss aus vier Mitgliedern besteht. Derzeit fungiert als Obmann dieser neuen Gcnosseuschaftscasse der dortige Pfarrer Herr Gregor Iakelj. —o. — (K. k. Handels- und nautische Aka-demie in Trieft.) An der k. k. Handels- und nautischen Akademie beginnt das nächste Schuljahr mit dem 16. d. M., wozu die Einschreibungen am 13., 14. und 15. d.M. von 9 bis 12 Uhr vormittags stattfinden. Zur Aufnahme in die Handels-Section ist die mit gutem Erfolge zurückgelegte Untcrrealfchule oder das vollständige Unter-gymnasium nöthig, beziehungsweise das volleudete vierzehnte Lebensjahr nnd eine Aufnahmsprnfnng; zur Aufnahme in die Vorbcreitnngsclasse der nautischen Section wird das vollendete 12. Lebensjahr und eine Prüfung gefordert, welche die nothwendige Sprachkenntnis und die Lehrzeit einer fünften Volksschnlclasse'nachweist; zur Aufnahme in die erste Classe des technischen Cnrses die physische Tauglichkeit, das 14. Lebensjahr, die Absolvierung des Vorbereitungscnrses, der Untcrclassen einer Mittelschule oder einer Bürgerschule. Anßcrdem wird ein Svccialcnrs für Osficierc der Handelsmarine abgehalten, in welchem die Vortrage am 22. d. M. beginnen. Zur Auwcchmc. welche jederzeit erfolgen kann, sind die vorgeschriebenen Praktischen Echiffahrtslcistnngen nothwendig. Am 1. October beginnt ferner der außerordentliche Curs für Staatsrech.mugswifsenschaft, wozu die Anmeldungeu u-.m 26. d. M. bis 1. October täglich von 5 bis halb 7 Uhr abends entgegengenommen werden; für diesen Curs ist eine Einschreibgebür von 3 fl. und ein Schulgeld von 6 si. 30 kr. per Semester festgesetzt. — (Telegraphen verkehr mit Porto-rico.) Telegramme für alle Nationen anf Portorico (außer Poucc) sind der Censur der spanischen Verwaltung unterworfen und nur auf Gefahr des Absenders zulässig. — (Telegraphieren vom rollenden Znge.) Die «Reichswehr» berichtet über eine Erfindung, welche die Herren Hauptmann Stefan Rendulic, Baron Alexander Defsewffy. Baron Wilhelm Cnobloch und Baron Wilhelm Offermann durch das Patcntbureau Victor Tischler bei dem Patentamt eingereicht haben. Dieselbe ist «eine Vorrichtung für das Telegraphieren zwischen den Eiscnbahnzügcn anf der Strecke untereinander und mit den Stationen» und ermöglicht den telegraphischen Verkehr aller entgegenkommenden oder hintereinander fahrenden Eifcnbahnzüge, so dass ein Zusammenstoß derselben nnbedingt hintangehaltcn werden kann. Durch die Erfindung wird ermöglicht, vom Conpe" aus Depeschen nach jedem beliebigen Orte zu befördern. Man bleibt also auch im Eiscnbahnzuge iu Verbindung mit der ganzen Welt, während dies bisher nicht gut möglich war, da gerade jeue Züge, welche Personen befördern, die hierauf Wert legen, lange Strecken durchrasen, ohne anzuhalten. Hanptmann Renduliä hat noch eine zweite Erfindung nahczn vollendet, welche für die Schiffahrt dieselbe Vedcntuug besitzen wird, wie die oben erwähnte für die Eisenbahnen. — (Steigerung der Reiseinfuhr.) Im Monat Juli d. I. hat fich die Neiseinfuhr der österreichisch - ungarischen Monarchie gegenüber dem Vorjahre mehr als verdoppelt; sie umfasste nämlich 56.100 Meter-centner gegen 25.089 Meterccntner im Jahre 1897; davon stammten 50.335 Metcrcentner, das ist 89'7 pCt., aus Brittisch-Indien. Seit Jahresbeginn wurden 627.120 Meterccntner im Werte von 7098.032 fl. eingeführt gegen 473.827 Metercentner im Werte von 4,515.346 fl. im Vorjahre, wovon aus Brittisch-Indien 521.069 Metercentner stammten. Die Zahlungsverpflichtungen der Monarchie, die aus diesen Bezügen entstanden, wurden zumeist durch den Export von Rohzucker ausgeglichen,! wovon in der letzten Campagne 482.670 Metercentner Raffinade und 3728 Metcrccntner Rohzucker gegen 129.148, respective 500 Metercentner im Vorjahre, nach Brittisch-Indicn giengen. Während der Preis von rohem Reis infolge des starken Imports um circa 1 si. per Metercentner gesunken ist, hat sich der Preis der geschälten Ware nm fast 3 fl. (von 13 fl. 90 kr. auf 16 fl. 60 kr.) gesteigert. Dieses Factum erklärt wohl die in letzter Zeit häufiger durchgeführte Gründung von Rcisschälfabriken. * (Diebstahl.) In der Nacht vom 24. auf den 25. v. M. wurden mehreren Besitzern in Kaltcnfeld Kleidungsstücke und Esswaren im Gesammtwerte von 30 st. entwendet. Des Diebstahls dringend verdächtig erscheinen zwei unbekannte Zigenncr, die in derselben Nacht in Kaltenfeld gesehen wurden. Die eingeleitete Invigilie-rung hat jedoch wenig Aussicht auf Erfolg, da eine genauere Personsbeschreibung nicht gegeben werden konnte. —r. * (Ertrunken.) Aus Adclsberg wird uns mitgetheilt: Am 27. v. M. badeten mehrere Soldaten des k. und k. Infanterie-Regiments Nr. 47 in der Poik nächst Grobisce. Einer der Soldaten Namens Johann Fleischhackcr folgte einer Bicgnng des Baches nnd gerieth hicbei in eine Untiefe, in welcher er, ohne dafs ihn seine Kameraden gesehen hätten, versank. Als man seine Abwesenheit endlich bemerkte, wurde der Bach sofort durchsucht, doch gelang es erst nach mehreren Stunden, den Leichnam des Ertrunkenen zu bergen. —r. — (Die ncnsystemisierte Apotheke) in Nenmarktl wurde von der k. k. Landesregierung dem Na,A. pliarin. Vincenz Eggen berger verliehen. — (In Krapina-Töftlitz) sind in der Zeit vom 24. bis 29. August 83 Gäste zum Curgebrauche eiugetroffen. Illusion, »».or».. Sonntag, den 4. September (Grützen gel fest) Hochamt in der Domkirche nm 10 Uhr: Schutzengelmesse von Johann Schweitzer; Graduate von Dr. Fr. Witt; Offertorium von A. Nieder. In der Stadtpfarrkirche zu St. Jakob am 4. September Hochamt um 9 Uhr: Nissa in Iionorein 88. ^.uFyIonun Oustoäum von I. Singen-bcrger; Graduale von A. Foerster; Offertorium von Ioh. Bapt. Tresch. Neueste Nachrichten. Seine Majestät der Kaiser bei den Manövern in Ungarn. Buzias, 2. September. Seine Majestät der Kaiser ist mit den Erzherzogen Franz Ferdinand nnd Franz Salva to r um 5 Uhr 12 Min. hier angekommen. Die Bevölkerung ä» Monarchen bei der Ankunft und bel oeHl dem Allerhöchsten Hoflager begeisterte^,^« Buzias, 2. September. Die S" ,^ Festschmuck. Der Weg vom Bahuho ^l ist mit Triumphpforten geschmückt, wM M Fahnen tragen. Zu beiden Seiten V^'H Deputierte sämmtlicher Gemeinden dcs ^iH gestellt gewesen. Der Kaiser wurde ve>^l mit brausenden Eljenrufen begrüßt.""? ^> die Ansprache des Obergespans mit l«"^l die herzliche Begrüßung sowie die Kun^'l treuen Anhänglichkeit. Während dtt 6 ^l Stadt wurde Se. Majestät mit liegelst"" begrüßt. ^/ Buzias, 2. September. H^ ^ Anwesenheit Seiner Majestät des Mse" F< zwischen dem 7. und 12. Corps. Tüe "^ der Manöver ist vollkommen freiM'^ Commandanten und Stäbe sind analog!" ^ falle zusammengesetzt. Die Ausrüstung M körper sind wie im Felde, Verpflegung«' ^ erwerb wie im Kriege. Bei der ^"' ^1 rauchschwaches Pulver in dieuste werden radfahrende Officiere, ^^M Soldaten eingetheilt. Für den ^/HM jedem Corps eine Ballon- und eine Tele^ > bcigegebeu. Zur inneren Lage. „s'^D ^ Wien, 2. September. Das.P"'^ geordnetenhauses theilt mit, dass die lF",> ^ am 26. September um 11 Uhr vormM«^» Prag, 2. September. Das ^ ^ blatt. veröffentlicht eine Wiener Corre^ M ausgeführt wird, dass die Ministers Z> Ergebnis von fundamentaler Bedeutung^'^ Die Aufrechthaltung der wirtschaftliche" hl/, Monarchie. Im sonstigen allgemeinen " ^, politischen Lebens sei diese Thatsache r> . ^ Infolge der Berathungen der Regierung ^ wenigstens wieder ein sicherer Calcul, ^> wirtschaftliche Thätigkeit möglich uud "^5 i brauche nicht zu besorgen, dass ihr ^? MK schwankenden Entschließungen des p"^, SP geistes abhängig gemacht und daher i ^' gemacht werde. Die Stabilität der "" ^ ^, essen wird gewahrt werden, gewahrt I ^ Das sei das trostreiche Resultat der Ww'^^' Einen besonders klaren Ausdruck si"""^/. in dem Umstand, dass in den Confer 5^p meinsamkeit der Geld- und CreditverlM O' langen Zeitraum festgelegt wordeu !e> .^, dankenswerter Geist fürsorglicher .^^l ^ die Regierungen der Dauerhaftigkeit . ^ ^ ein besonderes Augenmerk zugewendet u' ^',. zum Iudifferenzpunkt gemacht lMN. ^ h^ Kreise des ganzen Reiches würden ").'' p. wissen. Bei dem engen Connex M,',^ »H schaftlicheu Gedeihen beider ReiM^M darauf beruhenden politischen und umu" ^ stellung der Monarchie habe die Reg^" 5' Sicherung der Stabilität der »mte^ j dem Reiche eiueu wichtigen Dienst g^' Die Affaire Dreyf"» ^ (vligwal Telegramme.' .^ !iA« Paris, 2. September. Kriegs"'".' a< empfieng heute den der Nationalen ^, Deputierten Lasies und erklärte 'y^,, h^ Ueberzeugung von der Schuld Dr")p'^c^^ Kriegsminister versicherte überdies, ^Wich^-l sei, alle diejenigeu zu treffen, die ih" ^ ,' füllten oder Verantwortlichkeiten auf i^ ^, ,^! Lasies hegt die Ueberzeugung, da!» ^B ! Cavaignac Kriegsminister ist, zu eine ^ Processes Dreyfus nicht kommen w"^' ^.^ Paris, 2. September. Der <^ ^ ^ dass im gestrigen Ministerrath uud ' U Confercuz zwischen den Ministern .^ > ^ ^,, und Sarien die Frage der RemP" ; B',, Dreyfus eingehend geprüft wordeu ^, ^ Meinungsdifferenzen ergeben Meu- B i' Miuistcrrathes stände der gegenüber, weil die von dem ^^^'^!'^ begangene Fälschung in die Zeit nach. , ^ , Dreyfus' falle und dem ActenmüteN"^ ^ ^ die Richter ihre Ueberzeugung s^Mt, .xl>> Kriegsminister Cavaignac hätte ^H/> absolute Ueberzeugung von der ^^.F^ durch die letzten Ereignisse keineswegs.^ ^ti^ sei, da dieselbe auf das über den Verrath begründet sei- zMl!^ hätten dagegen eingewendet, dass ^ >.' Henry im Processe vom Jahre I^ hM^ worden sei, dass seine ZeugenaussH! ^jO^ ihm begangenen Fälschungen verdächH ^ dass die Revision das einzige M" ^*g^8eitmta Wt. 200.____________________ _____1609 3. »»tantcr 1898. '«en aus ,. c "eullruhigullg zu heben. Die Minister ^ssm, ^hergegangen, ohne einen Beschluss zu l " Norsi/m^^'lcheinlich, b"ss sie sich heute unter ,',! z ^cliiä ^"^ ""^ "eue versammeln werden. « >f den l5,,.s September. Der Cassationshof ver- ' l ^klaqekam,. ^"'^ P'^uarts gegen den Beschluss der «l'gnuicsen '?/ ^lche seine Anklage gegen Eszterhazy t^ i^lle,/ster W./^'September. (Orig.-Tel.) Die «West- ^ ""cktc der c^ "^det: «Der englische Botschafter Whie Constn.^ ^"^" ^rsichern. H ^!"te lwt "?p", 2. Septeinber. (Orig. -Tel.) Die >« ?" berats^ü^^'den, dass ein serbischer Delegierter 's Corsas' "' ^^'"me an der Untersuchung über ff '!^ Gel...^" ^lajet Uesküb theilnehme. Der scr- « bischen u-'.,s ^ 3iovakovic hat der Pforte den ser- U ^enb 'M "°" Prischtina, Stanlovic, als Dele- « ""d dürst, !.' Saad-Eddin-Pascha weilt in Prischtina I '!<. nach'11' ^? der Zwischenfall in Berana beigelegt > . C,»s/ .. zurückkehren. > !' Vors ?"""p", 2- September, (Orig.-Tel.) Auf > "'r Pfurtp -^"' ^ armenischen Patriarchats richtete l Etcher die m"^ ^rculardepeschc au alle Valis, in , "lligllna s., ^lchutzung der Armenier gegen jede Be-» ^^^rengstens angeordnet wird. A^lUskeiten ^g^ Büchermarkte. C?"' st! 3^' ^le Alpeupslanzen in der Gartencultur der Tief- 'Ueber die Grundlage« des ^ ?wck^rFeldartill^ I., fl. 1-8U. - Atlan-ü^us. 2^? l» den Zukunftsstaat, 90 kr. - Vere< 83 >^ lr _?«^le katholische Belletristik auf der Höhe der ^m^'Wlr « lr. - Manchot, Der Christus Michel- ^5"ncr' t>m,^^^' ^°^ jüdische Haus, I. Nd.,fl. 2-40. h° .^'8 in '<^"'dbuch sur Amateur°Astronomen, geb. fl. 6. — l"ng i^"' Meinmayr k Fed. Vambergs Buch- Angekommene Fremde. Am 1 ss Hotel Stadt Wien. i!ik. u^>Uli ^.^^lber. Listner, Kfm., s. Sohn, Knittelseld. «' ^H)3«/ Vrünn. 2 ^rnsel' Kfm., Nazareth.' -hfn^>. Echlosler^"' ^"lnih. - Felle, Schcllander, Kslte.; «l« Trieft ^'""elstcr, Graz. - Cautey, Private Margotti, bH'.""5iubz N.Ä'"^ Kfm., Nenmarltl. - Fürth, Kfm., l!u3 ' ^ittlli ""M°ndler, Stuttgart. — Koprivnitar, Grund, ^il ^beizy/ s?.^tcim, Kfm., Petersburg. — Michalup, 3t.h ^'! Ullman?^"' Kahn,«Hut Palda, Herling, Sinreich, H>^ "lialbura , ^awngartncr, Reisende; iiinde, Ingenieur; "- "' l- u. l. Lieutenant; Doctor Schuster, s. Frau, ^5^"30 ys, botel Elefant. heim Weif- 3»^ 6"s<. Graf Thurn, Gutsbesitzer, Vreitenau. bill^' ^>äss F.^ Beamter; Wengraf, Privat; Wärmer, Wert- Eisenhofer, Glliner, Polatzct, V°k> ^lm,. N^"«' Chalupa, Stirler, Schnelzer, Kflte., Wien. — ^e, l^.^m,. D° Anheim. — Stafermo, Kfm., München. — !'G^' ^fm? "'' ^ Mendl, Privat, Tabor, Böhmen.-^d^lin;^'^"aödin.-Cantley, Prof.; Macerata, Privat. y,?est. ^.«"ncr, kf,„. priest. - v. Sarhady, Privat, s. Sohn, 9w^' ^Karit^ "' Kaufmann, Rcichenburg. — Köhler, Kauf. 5t k l- Genial"' Ks"'., Krapina.Töplitz. - Milloviö, Büchel, ^0ti"p!ch.t.u s ^^°^' Kflte.; Ielinla, l. u. k. Oberlieuteuant; ^etii«' l> t. Lel,'v° ^"bsarzt; Edcr, l. k. Steuereinnehmers Witwe; ^r Ernft ^' ^"^ ^ ^r. Benda; Taen Hee Ssen, Kfm., t°tl> l"" ^vll »'. ^3^ ^leu-Kanizsa. — Kcrsovaui, Doctors-Gattin, jhutn'^ ^Mllh ' A"". Idria. - Czennack, l. l. Commcrzial» '' V°Wcn. - Sonnenbcrg, Kfm., Csala-hiislei« ^ bauw^' ^"ppe, Private, Trseö. — Troftpe. Privat, >"m. " uptMlln, Pruster, Altcnmarlt. - Golf, Priester,, Aieik^ I K l.ii »Fein.'^ It ember. Gräfin Vlagay, Baronin Lauer. "- i^. ^bsnr^V^' l. u. l. Oberst, Pola. — Dr. Schiffrer, ^>R "l. K 'va?/"^"ltadt. - Dr. Tozzi,,. Familie. Venedig, - Burgstaller. Privat, s, ^N°e?i ^Plies', ^^"""ns.Gattin; Millisich, Sigmund. Kflte., be°n, ' Etaatg^' ^"est. - Scherer. Obercontrowr. f. Fanulie; ^ei^' Vra„>,°"Uer;Prcylailer, Fabrikant; Suchy, Magistrats. ^°e^> Äianb. . )"' Ioach'n,, Gellis. Eder, Kflt«-,. Wien. - 3 1,sK°nizsa. - Schilsty, Kfm., Schollste.n - ^le?'!' !.^,.^en. Schweiz. - Bauer. Kfm.; Eyssen, ' b'">. 3'"u>. Budapest. - Weizen. Kfm,. Fmme. - "Udweis. -. Antes. Kfm., Prag. Verstorbene. Am 31. August. Agnes Iakopiö, Landesproducten» händlers'Gattin, 69 I., An der Römermauer 4. I^äru^n ^cito«. Am 1. September, Maria Sterle, Dirnstmannstochter, 1 I., Kaiser Iosefs.Plah 2, Darmkatarrh. Am 1. September. Franz Mese, Verzchrungssteuer-Einnehlner 51 I., Polanastrasse li4 Lungenödem. Im Siechenhause. Am 30. August. Marcus Slrabar, Tischler, 26 I. Ileopäoüen lul)er<:ul086. — Franz Ofovnik, Vahnwächter, 61 I., ('.Ä,ri«8 et neer«8i8 c»88pLivi8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe 306 2 m. ^ ^Mt^ M^^^'^MiÖ^'mäßlg^theilw. bew. "^" ^' ^b.^ 742^12 ^___N^mäßig^ M heiter_____ 3. > 7 U. Mg., 745' 1! '6-8 , Ö. schwach , Nebel > 0 0^ Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 13 5 °, um 3-2° unter dem Normale. Monatliche Uebersicht. Der verflossene Monat August war trocken und heiß. -^ Die Beobachtungen am Thermometer geben durchschnittlich in Celsiusgraden: um ? Uhr früh 15>'0°, um 2 Uhr nachmittags 24-8°, um 9 Uhr abends l8 8", so dass das Monatsmittel der Lufttemperatur 19-5° beträgt, um 0-8° über dem Normale. — Die Beobachtungen am Barometer liefern 73? 9 mm als mittleren Luftdruck dieses Monats, — Regnerische Tage gab es im ganzen 10, der Niederschlag betrug 52-9 mm Regen. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wissehrad. (HHH;>) 2—1 2) grief erliegt poste restante « U-—"^aniniBvnm als Heilquelle seit hunderten von Jahren bewährt in allen Krankheiten der Athmungs- und Verdauungsorgane, hei Gicht, Magen- und Blasenkatarrh. Vor-züglich für Kinder, Reconvalescenten und während (I.) der Gravidität. (357) 6 ___________Bestes diätetisches nid Erfriscmmgs-HetränK.__________ Heinrich Mattoni in Giesshübl Sauerbrunn. In Laibach zu Leziohon durch alle Apothokcn, grössoron Spezcrei-,Wein-und Uolicatossen-Handlungen etc. Im Hause Nr. 1 der tfubiogasse ist eine >Voluiunff mit vier Zimmern im III. Stockwerke sofort und eine mit vier Zimmern im II. Stockwerke mit 1. November zu vermieten. (3329) 3—2 Erwähnt wird, dass das Haus verzehrungssteuerfrei ist, Nähere Auskunft hei Philipp Supanöiö, Römer-strasse Nr. 16. Die jüngsten Eisenbahnunfälle beweisen neuerlich die Wichtigkeit der Unfallversicherung und insbesondere der (3180) 3—3 Lebenslänglichen Eisenbahn - Unfall - Versicherung giltig für alle Länder der Erde. / fl. 10.000, einmal. Prämie f. d. ganze Leben fl. 30 /6r" » 25.000, > » » > > » » 76 sicüeruugs- „ 50 000> , » , > > » , iöO summe {, xoo.ooo, * » » » » » » 300 Erste österr. allgem. Unfall-Versicherungs-Gesellschaft, Wien, I., Bauernmarkt Nr. 2. Haupkgentur in Laibach bei J. C. MAYER. Professor (3361) Dr. Alfred von Valenta verreist his 13. September 1898. JO:*». IE$oc3k verreist <3368> 2-> vom 5. bis 19. September. Heinrich Kenda, Laibach gröastea Lager und Sortiment aller Cravatten-Specialitäten. (2539) 10 Fortwährend Cravatten - Neuheiten. Unterricht im Radfahren wird auf der neuerrichteten schattigen Fahrschule im Garten des alten Spitales (Wienerstrasse) ertheilt. Anzufragen hei Bohineo & Majoen, Fahrrad-Niederlage, Wienerstrasse Nr. 5. (1888; 34 » Vom tiefsten Schmerze erfiillt geben wir die trän« D> > rigc Nachricht, dass es deni Allmächtigen gefallen hat, » > nnserc innigstgeliebte Mutter, beziehungsweise Groft» l» > mutter, Urgroßinlttter und Schwiegermutter, die W» > wohlgeborene Frau ^ > IlohannaLukesch geb. Hölzer » D l. l. Obcr.Rechnungsrevideuteus Witwe Ml W heute um 12'/< Uhr mittags im 80. Lebensjahre nach M W kurzem schweren Leiden und Empfang der heil. Sterbe- lM > sacramente in ein besseres Leben abzuberufen. ^ W Das Leichenbegängnis findet Sonntag den 4. Scp- ^D > tember d. I. um 4 Uhr nachmittags vom Trailer- « > hause Polanastraßc Nr. 35 aus auf de« Friedhof zu ^ > St. Christoph statt. M > Die heil. Seelenmesse wird in der Pfarrkirche W W zu St. Peter gelesen werden. W Die theure Verblichene wird dem frommen An- W > denken ihrer Verwandten und Freunde empfohlen. D Laibach am 2. September 1898. M > Marl, «ötz ^eb, Lulesch, k. k. Obergeometers Witwe; W > Heinrich Lutesch, Controlor der train. Sparcasse; W > Wilhelm Lulesch, Controlor des k. k. Landeszahl- M > amt'.'s in Laibach, Kinder. — Ida Lulesch geb. W > Pejsiack, «malie Lnlesch geb. Iallitsch. M > Marietta Lulesch geb. Tamburin, Schwicger- W > töchter. — Vammtliche Enkel und Urenkel. W > Danksagung. M > Iin tiefsten Schlncrze über den bitteren Verlust Wl > meines geliebten Gatten W > Antou Mersol « » spreche ich hiemit in meinem uud im Namen meiner W > Töchter allen lieben Verwandten, Freundcu und Belann- W > ten für die so wohlwollende Theilnahme während der U W Krankheit uud bei dem Hinscheiden, wie nicht minder M W snr die prachtvollen Kranzspenden nnd die zahlreiche, M ! > sehr ehrende Begleitung des zn früh Dahingeschiedenen H« > der P. T. Geistlichkeit fowie dem geehrten Gesang- W W vereine Laibach am 2. September 1898. M D Die trauernde Gattin. W -------— m XTT IV O 1 "1 st A. Alleinvertreter für Krain: jj ^. ¦ Waffenfabnk Steyr ssr i \ | uarlaX^^Btra..o Waffen« und Opel - W&fov H | *Jgažr_ Präcisionstticate L Hanges. 1 Laibacher Zeitung Nr. 200._________________________________1610 3 Septemwl^l^! Course an der Wiener Börse vom 2. September 1898. ^ wn 0^^ 3°^ _. . ^, , . «eld Ware StaalS'BnIehen. »«/„ L!»lin!liche Rente !n Nlll<>!' verz. Mni November . . . 10180 102 — In Nolen verz.Febrnar-Annilst 101 «0 lNi-80 „Silber vrrz. Jänner I»l! 10155 10175 ., ., ,, Vlpril-Ottul'l'r 101 55 101-75 l854er 4°/, Staatslose 2'.0 fl. l>>4 50 I65l,0 l»6Uer b°/„ „ ganze 500 st. 1409U I4l 70 1860er 5°/« .. Fünftel 100 ss, l l>9 50 1«0 50 l8l!lcr Staatslose . . ioa st. 184 — 195 — dto, ,. . . 50 st, 193 75 184 50 5°/» Dom..Pfa»bbr, «^ i»0 st. 158 - 1b2 70 »°/„ Oesterr, Goldrente, steuerfr«» 121 5b 121 75 4«/„ dto. Ncitte i» Kroneüwähr., steuerfrei süiLoo it ronen No«. 10155 I0I75 dto. bto. per Ultimo . . iui 55 101 75 «V,°/n österr. Iiwestltion»-Rente für 200 Krone» Nom. . . 82 25 »2 45 «lsenbahN'Staatsschuldv«» schleilmngen. «lisabethbahü in G., steuerfrei (div. St.). für 10« fl. ». 4«/<> »20 ?d - -Frauz-Josef-Vahn ln Silber (div. St.) f. ion fl. Nam. ü'/<°/» >28 >0 129 10 Nudolfsbahu 4°/„ in Kconenw. steuerf. (dlv. St.), sür 200 «r. Nom.........9985 100-35 Vorarlucrgbllhn 4°/, i. Krouei»»' steuerf., 400 u. »000 Kr. ». 200 Kr. Nom..... 98 3b »00 35 tlu Staatöschulbvelschreibun« lltnabyestemP.Elstnb.'Actien. ' Ellsabethbahn 200 si. TM, ü'/,»/, von li000fl. ö. W. pl. Llüll . 250 — 852 — dto. Llnz-Vudwel« 200 si. l>. W. bV/Zn........ »81'5UL32- bto, Salzb.°Tlr. 200 fl. 0, W. 5°/, — - -- « Veld Ware »«» «t«att zu» üaylun« »bernomment Elsenb.'Prlor.' Obligatlonen. «llfabetlibah!« 600 u. 3"0o M. ,.,^,. ,^ 4»/. ab lO°/, »,,75 4°/„ dto. dto. per Ultimo , . 88 55 98 75 btoSt.«. Al.V°lb10Ufl,,4'/,"/, 11» 70 I20-7>' bto, bto, Silber 100 fl., 4'/,°/, 100-. 10a 9« bto. Staats-Oblig. (Ung. Oslb.) V, I. 187», 5°/<,..... 120- 121- dto.4>/,°/oSchanrreaal^lbI.«Obl. ,»0-10 lNlio bto. Prüm.-Anl, k 100 fl, ». W. lUl — ,62 - bto, bto, ll bO fl, ü, W, ,60 50 ,6^-50 lheih-«t«,.L°le <°/. »00 fl. . ,40 50 1412b Hnmdtntl.' Gbllgatione» 0»l loo fl. 97 25 « tro«tilche unb stavonlsch« . »7-25 »8 25 A»d»n Hffentl. Anlehen. D«nau»«tg>Lost kl»/,. . . , iW-zi3l- bt». .Uulelht 1873 . . ll>8 50i lI0-ü>> '2() 101-20 Lparcasse, i.üst,. 3UI, 5>/,°/«VI, lo55U — - ßrioritälü'Vbligation«« (für 100 fl.). «tlblnandsMorbbllbn »«, !8« 10050 101-5» Oesterr, Norbluestliahn . . . 1l0»!5!!1^ 8taatsbah!i3«/„»ssrc«.5U0p,Et. 225-75 226 75 Gübbahn »"/« i»Frc«, 500 p, St. !i8>,, 6(,!i8l-«ü dto. 5°/„N.200fl, p, iv0fl. l27-l0 128-40 Ung,'8ll>iz, Änl)»..... 108-30 109 30 «°/, Unterllainer Nahnn» . . 88 50 l»n - Dank'Actit« (per Stück). «lnglo«Oest. Van! 200sl.SV»/,«. 15? t»0 158 — Vanluerein. Wiener, 100 fl. . 267 25 207 75 Vodcr.°«nst.,Oest,.200fl.S,4«°^ 445 — 44? - Lrot,.«nfl. f. Hand, u, V. 160 ss7 —-— —-- dto. dto. per Ultimo Scstbr. 359 50 »60 - Treditbanl, Nllg,»»«.. 200». . »<,l-ö0!395 50 Depositenbank, «lllg,, 200 ft. . 2li2 75 225 — V«compte5- Viro U. . 80? — 8>0 — Untonbanl 200 fl.....^ 295 — 295 5<> »«l«hl»b»»l. «l«.. X» >. « 17150 «73 50 «eld Ware Actien vo» tlanllporl» Unternehmungen (per Etütl). Nlissia.IrVl, Eise»!). 300 sl . 1L22 1N0sl s. 72-50 78 50 Ferbinanbz Nordb, l000sl,VÄ, H3U5- l»400-Lemb,-Czer»ow,«Iassy ltiseüd,. Gesellschaft 200 fl, T, , , 283 75 W4 7!, Lloyb, Ocst,, Trieft, 5»o slVM 4<» —^444,- vesterr, Nordwestb, ^0« fl, ». ^,6-24? — dto. dto. (lit, U) 800 fl, 3. 2U4 75 2S!> 2^, Praa-Duxer Eiseub, 150 fl. __ 34 .. »senbahnw, Leihg,, Erste, 80 fl. 137^. 139. „«llbemühl", Papierf. u. «. G 91 ^ »» _ Liesinger Brauerei 100 sl. . , ,5»;>f>o ik>? - Montan-Oesell!ch,, Oest,"alpine iü4>8a ISV.'K» Plager ltise,! I»d, (^es, 200 sl. 73^-. 73^— SalgoTarj, Steinlolileu 60 s> <-,2U-—«25 — „SchlKglmühl". Papiers, 200fl >ig_» ^ !»"^ wasfens,.V..Oest,i>! WienM' ^ Waa«,o!l.Le!ha!lst,,«l>g.s" l s Divers« Lose l (per Gtllck). ,^s «ubapest.Nastllca (Dombau) ist^^ «redltlose 100 fl. . . - ' «l->'P «lary.Lose 40 sl. ',s vfener Lofe 40 fl, . - - ' «z<> ,il P°M.«ose 40 fl, TM, - -„ «««« H «uthen Kreuz, Oest. Oes,»., l« ^^ „s «othen Kreuz, U»n, Ges. v., bs>- ^ ' l «nbolph'Lose 10 fl, . - - ' «, ^ ? l «alm^Lose 40 fl, °A« London......« ' <7»?!''l Pari« ........*> ^ j b». P«t»i«bm, . . . ' ' > ! Valuten. ^1 Duraten.......' «l,!,^ »o.ffrnncl.Llücke .... ' l«'s»>^' Deutsche Neichsbanlnot«, . ' '^«i>,^ Italienische Äanlnoten . > ' ,H>' V«pl«>«ub«l ...:>' 'V^