Zeitung. Nr. 338. Pränumtration »preis: Im Comptoir ganzi. st. 1l, halb«. 0.50. Nür b lr. Mil d« Post ganzj. ft. lb, halbj. fi. ?.bo. Mittwoch, I.Oktober Instltionsglbilhr: Ftir Neine Inserate «» »» 4 geiln, lt» lt.. »rohe« p». Zeile « k.; bei öft^ ren »!itdnl)0l»n»en pr Zeile » tt. l8?4. Nichtamtlicher Theil. Iournalstimmen vom Tage. „Narodnt «isty' veröffentlichen einen Vrlef aus Wlen, in welchem berichtet wird, es sei sowohl bei dcr Verlassungspaltei als auch ln Regierungolreisen da« Gerücht aufgetreten und werdi als bestimmt bezeichnet, duß dte allczechischen Abgeordneten entschlossen seien, den Boden der passiven Opposition gegen Wien aufzugeben und den Retchsrath zu beschicken. Vor allem sei es Graf Harrach, der ocn Altczechen eifrig zuspreche, und werde zwischen ihm, Ricgec m,d Hohenwart eifrti) unterhandelt. Hohcnwart trachte m,l selmm ganzm Einflüsse die Altczechen zum Eintritte in den Reichs, rath zu vermögen, denn cr fürchte, daß, wenn die Czechs in pttfsiver Opposition verharren, die RtichSrathsgruppe dlr Rechlsparltl ganz gewiß zerfallen und sich au« chi tine neue Partei bilden würde. Und diese „neue M«l-telpartel" wäre rein conservatio llerlcal und dürfte sich ther an den Club dlr Glvßgrundbcsitzer als an die sözeraiistische Rechte arer Regieluna. 2. von Seiten der I»inst»cl,onen und G mclr>d pZl. der Gejörblrunaelofteli, von Uaftenlransporlen 2 pH«.; 8) auf Dampp. von l>ll, ftlllchtgeblrn ein und liefern die Vettel an die betrlffcnde Staatsfusse nb. Aus dlefer Sleucr hbffl der slnanzminister — außer der vercilS beftehenden stnhr« dlUet.Stcuer — auf eine neue Einnahme oou 2 400.000 Gulden. Der Enlwulf über die Wein- und Fleisch. Verzehrungsfteuei bezw.ckl w 6 Paraalnphen ote lurchführun« jel,er belannlel. Enthülse, welaie berells der flühere Fli,an,mil.>stcr vor dem N Ulier-Sudcom,<6 dargelegt hat. Dieseloen bezuhen ftch auf d»e von der Welnsteulr blfrellen Ausnahmen und auf die ptlzenlmlle Äblüjung, welche j tzt den Gemeinden zukommt, jolv»e auf die Festsllllullg der Quanlilüt de» Wem» und Hlelschconjums. «feuillewll Leibeigen.* vllginalnovell« von Walburgi« Henrichs. (Fortsetzung.) IV. In der NewSly Perspective, nahe der lasan'schen Glücke, liegt daS stattliche Hau« des ln der ganzen Stadt wohlbekannten und geacht ringe und Marmelade, Mclh u^d Fischthran, Schlcid-Papier und eiserne Kochlöpfe, lur^, die heterogensten Dinge, die nur denkbar sind. Peter Iuloff faß mit feinlm Millhsmanue, einm, 3ranzosen. in eiue Partie Schach vertieft, obwohl es noch früher Morgen war, denn da« Schach« oder Damen-brett ist ein unentbehrlichlS Gerälh. zu dem der Russe »"ist. sobald er des Morgens erwacht, um, oft schon im Gelte, eine Partie zu stmlen. ^ ..Dieser Zug war falsch. Vater Iuloss," rief der «ranzose. ein ehemaliger Ojfizier, der Mit Napoleon nach Rußland gekommen und als Gefangener dort zurückgeblieben war. „Wie kom.tlst du auch den Vauern wtllzlehen." fuhr Monsieur Gardieu fort; „nun steht "in «öni« ungedeckt — lein Wunder, wenn er fällt." «U" doch «in Vauer im Tchachspitl für eine wich- *) Vergl. «r. 38S h. yl. t!ge Pe'son ist." saute Iuloff, „bei uns ist und bleibt er do« nur eine Null." „Es w'rd auch bald ander« werden, Freund," meinte der Franzose, „man spricht schon häufig von einer Emancipation der Leibeigenen." O. daß ich lS r,och erlebte!" seufzte Iukoff. „allein ich jürchle, wir find lange noch nicht re»f dazu." „Freilich." versetzte Gardieu. „gut Ding will Weile haben, so schnell wird's wohl nicht gehen." „Ich wüsche nicht iür m,ch die Freiheit, denn dieser alle Nacken ist deS Joches schon gewohnt, aber für mein Kind, meine Nadejcha. Nenn lch an ihr Schicksal denke, daS ein herzloser Tyrann in Händen hat. so möchte ich wünscht», st, wäre nie geboren. Na-bescha — fürchte ich. Mit ih^n Gefühlen, mit ihren Grundsätzen — muh ihre Sklaverei unerträglich finden, sobald sie zur Einftcht darüber aelangt." „Wir müssen auf ihre Rettung sinnen, armer Vater," sagte Gardieu; sie darf nicht h,er ln Petei«. vurg blelden. Iwan «llxi,witsch möchte eines Tages die Gemertung machen, daß Nadescha schön ist, und man sagt — er liebe schöne Stlaomnen." ,ha! woran erinnern Sie miH!" rief Iuloff gelsterbleich und faßte krampfhaft an seine Vruft. „Ich weiß, ich kenne ja den Tiger — aber er soll auch in mir den Väcen kennen lernen, dem man sein Junge« raubt." Gardieu wich erstaunt von seinem Freunde zurück, den er nie in solcher Aufregung gesehen halte. „Verzeihen Sie mir. lb/uerer Freund." sagte Iu. loss, nachdem er sich gefußt hatte. „Sie haben einen Oe>ft in mir htraufbeichworen, der m ch seit meiner Jugend stetS verlolgl; Sie sprachen ein Woit aus, das mich rasend macht. Doch lch bln ein Thor — auj meine Nadescha kann es nicht Nnwendung finden. Die Natur selbst hat eine Schlacke gezogen — ,m ouhtlslen Fall habe ich ein Mi.lll, daß seme Wtltung nlchl verfehlen foll." „Geruhige dich, armer Freund," bat Gardleu, „wlr find ja doch zwei alle, «fahlene Männer, wir nehwen es wohl selbst mit dem Teufel auf. wenn e« »ill, unfern Kltblilig vor feinen Vcrjuchun^en zu bewahlen." Wahrend die Manner sich zu einer neuen Partie rüsten, wollen wir nach Nabcscha sehen, die im ersten Slocklvert ihr Z mmer halte, und noch im sanften Mor-genjchlummer lug. Einfach und fchmuckloS Kar dak Schlasgemach der Jungfrau. Der tMjtye Schmuck bann war eine bwue Glanztllpkte. Dem blüih-nweihen. züchllg verhangenen ^aiitt ßegcnubtl, stand em Altar mei lln Tcauau«." iagft Der Gchhmtwurf betreffs der Kapltals^ins« und Reut: nfteuer enthüll 8 Paragraphen. Im Ilen wild ausgesprochm, daß Gegenstand dleser Steuer alle« Vermögen bildet, w'lch s nicht direct oder indirect durch die Gcund-, Haus» und Erwerdfteuer belastet ist. Den Gegenstand dechlbet, o,ld«n besonders alle Zmsen. Dioi, dlnden und Bezug:, welche irgend ein La^oesbewohlier ^ (Individuum oder moralische Perso") aus den im Ocsetze! aufgewühlten Emlommls quellen bezicht. ^ Von Leih. und Iahiesrenten bls zur Höh« von 600 fl. sind 5 pZt.. von Renten, die über 600 si be« tragen, sowie von jedem anderen in diese Katcgorle fal« lenden Einlommm siül» 10 pZt. al« KapitalSzinS» und Rentenftiuer zu entrichten. Düse Steuer wird auf Vasts! der von den Kapllalsblstyecn uad Rentlcrs zu machen- ^ den Fasstonen. oüer »enn diese zu falieren verabsäumen! sollten, ron amtswegen ftftgesttllt. , Der Steutlgtsthcntlvul-f üver die zur öffentlichen Rechnuliu.Slea.una. ve, pflichteten Unternehmungen und Vereine besteht aus 15 Paragraphen und umschreibt den^ Gtgel'stand dlefer Steuer fol^endetmaßen: ^Nach dem OcschüftScrträgnlsse sind von den im Ge« setze präcisierten Prinzipien' und normengemäh zu besteuern: alle auf dem Tlrrilr"ium der ungarischen Krone durch In» oder Ausländer zu industri«llcn, H^noels-, Oeltv.rlthrs», Transport- oder sonstigen nutzblmgenoen Zwecken gegründeten und im Großbetrlcd« wirtenden Unternehmungen und Vereine, welche zur öffentlichen siechnunksllguna verpftlchlet find." Als fteuerpfllchllaes Erträgnis wird jener Theil de« lltzljährigen Oesawmteinlommens belsachet, welcher nach Abzug der Verwaltung«- und Ocschüitsregitspesen Verbleibt und zur Vermehrung dts Rcs«roc,onds oder zur Bezahlung der Dlvldendln und Suprdivldenden an die Aclionüre oder e'nem andern ähmlcheu Tltel derthtllt oder zur Vermehrung dcs Gtsellschafleoer« »s^ens vlrwendtl wird. Vom steuerpflichtigen Einkommen find 10"/, als Steuern zu entrichten. Davon entfallen 70"/^ al« Steuer- und 30°/<, als Grund'Entlaftungszuschlä^e. Der Gesetzentwurf üder dle Erwerb st euer liegt, wie wir bereit« gemeldet hat,««, nur erst in semen Grundzügen vor. Nach demselben w,rd die Eiwerdsteuer in vier Klassen eingelheilt. D,e I. Klasse befteuelt den aus der Hand« oder ähnlicher Albeit flllßmden Ertrag mit einem gewissen fix-n S.he. In die II. Klasse gehört die laut Ges «nrt. VIII: 1873 bestimmt« Perso« nalerwerbsreuer der Grund-, Kapital« und Hausbesitzer. Die III Klasse bezeichnet die Elwtldsteuer der Päcbler, Vewerdetreibenden und Kaufleute, und die IV. Klasse endlich die mit fixem Gehalt« angestellten öffentlichen oder Prlvatbeamten und die Steuern der blos von geistiger Beschäftigung Leoenden. Dle strafe dec Einjützruriq der ullgemeinen Eiu-lomwenfleuer wird vorläufig öffn belassen. GlchcH wild sich nach dem Maße dcs zu üedcckcnocn Dlft.lis zu einem diesbezüglichen Antrage oder zu einer Erhöhung der directen Steuern nur danu entfchlilßen, Wenn das Budget endgttl^ festgestellt und dle Hteuer-gesctze angenommen sein werdm. Von den Vorschlägen des Neunercomilss acccptiert der Flnanzmilnfter schr wcsenlliche Momente. Da« Neuner.Subcom'ls besp iElwerbsteuer zwlckmaßig zu ersetzen. DaS Neuner-Subcormlö befülworlet die radl-cale Reform der erlvählilen zwei Stcuer,,allungeu, doch machte dasselbe leine Vorschlage, wie dieselben zu ersetzen wären. Diesbezüglich gibt Koloman Gl.yc,y sich nicht mit kleinlichen Vcrb'sscrungen zusrleden, sondern initiiert eine rad'cale UmatMtung, urigeführ auf der Basis, welche die früher« Regierung in ihren Steuerreform» Entwürfen dcm 21cr-tlu0schuß unterbreitete. Das Ein« nahmeplus kann nicht mlt den Berechnungen des Aus» sckusseS ubeleivslimmcli, wlll diese blos das Plus nach-wcisln. llnlche« bet elnz?lnen V^rdlsserungen zu erreichlN wärt. Das z>ffermllßige Resultat der vom Finanzminster diesbezüglich geplagten Reformen laim mlt dem Reln» ertrage der jehgen Einlommens» und Pllsonal-Erwitb« steuer uicht verglichen werden, weil einzllne Glieder dicseS Stluercompllfis. die Berz fteuer, die Elwilbstlmr, uoch nickt Mchch feslgtstellt ftnd." Ueber die spanische Frage erführt die „Inlernalionale Corrtlpondenz" ausBerlln nachfolgendes: „In pariser d'pomatischen Kreisen hat man, wie ein neues Sel,satl0l>S!elegcamm meldet, eine ganz un« > erwartete Vösung der spanischen Thronfolae g«< funden. Danach soll bereits süc den nächsten Monat die Proclamicrung des Prinzen Alfon« vonÄsturien zum Küolge bevoistehcri, und zwar dergestalt, daß Mar« schall Serrano, welcher in eigener Person die Ausführung des ProjcclS betreibt, einftlvellen die Regenlschajl sllr den „M>nocljährigen" Prirzcn übirnchmen würde. — Wir w'sscn n,a>t, auf wessen Uelchtgläublgte't jme angeblichen pariser Kreise jp culleren, lünuln aber m«l» lhcilen, daß das gal>ze Gciüchl hier be» Pelsul,en, wclchc den ipaulschcn VeibMmsscn ,ehr nahe stehen, nichls als ein sücheln hervorruft. Mügen die vcljönliHen Nclgun» gen Sclrano's uer>Htet sein, wohin sie wollen, nachdem er seil,« Hauptstütze an Deulschlant» gejunoeu, wäre die Gegüllstlgung emes bourbonitchen Pllnzen durch ihn geradezu «ine poliilsche Un^eheuclllchllit. AußerdlM über ist Pririz Allons von «lsturlen bereits sett zwei Jahren vulljährig. so daß jlne Nachricht auch an emer thaljach« „Es itt ja heut« dein Namenstaq. und dazu schenkt dir der Vater alle diese nltdl.chen Sachen," sagte die Amme. ..Mein Namenstag! DaS hätte ich lald vergessen." rief Nadescha. «Tu hättest mich früher w ckcn sollen, Mütterchen, ich muß ja in die Klrche — du begleites, mich doch?" ..Herzlich gern", sagte die Amme. „Während du dich ankleidest, will ich dein Frühstüll bch^gei, es bleibt un« noch Zeit genug." Nadlscha hatte in größter Elle >hre httsoliden Lo> cken losgelamml, die gleick flüssigem Goldc au dll» schl««. igen Hals niedcrwalltin. Das Hinteihaupl uuilvand eine Krone von Flechte,. Ein schwarzes T^ff-lll» d umschloß die zarte Ta»l!e, ü^er die fie eine Mant'lle von schwarzen Spitzen warf, welche die Umrisse lhl lt, du waist auch eine Leibelgene, sprich, wodurch wulbest du frei?" fragte Nadtscha rasch. „Indem ich einem Soldaten Mline Hand gab", sprach die Amme. „Denn diesca Gesltz gab einst der qroßt Czar Peter, um den Soldatcnstand zu hebm. E,ni Sllavil,. die einen Soldaten heiratet, ist frei; sie aehürt dem Kaiser, »ie ihre Söhne, die ihm wieder als soldattn dienen müssm." «Höre, Ngavia", sprach Nrdescka, „auch icl, will frei wcrden, gib mir deinen Sohn Wafili zum Manne — ich wlll uicht länger dem Fürsten Prelucki, ich will dem Ka>ser angehören." «Mit Freuden, theures Kind. wollte ich auch meinen Seütn dazu veben, aber mein Sohn Wafili. wo ist er? Kot er noch? Du weißt," fuhr Ugavla fort, „daß er in der Mililärschule erzogen wurde, von dort entfloh er und ist seitdem spurlos velschwunden. Ach, gewiß lebt er nicht mehr, sonst wmde er seine alte Muller aufge sucht haben, die sich beinahe die Nugen um ihn ausgeweint." (Fortsetzung folgt.) sächlich ganz falschen Voraussehuna. lelbtr. UesnlatnS theilt man uns bei dnser Gelegenheit mit, daß türzl ch ein alfonsistlsHes Blatt, welcke« bei dem Empfang des Pri" zen von Nstulitn in London Bltracktungen über die Anwartschaft desselben auf den Thron anaesteNt hatte, von der Regierung sofort mlt einer Strafe vor, 3000 Pesetas belegt wurde, ein Beweis, wie wenig man in madrider Kreisen im Nugenbliecke an irgend welche Restauration«' Pläne denkt." Politische Uebersicht. «atbnch, 6. Ottober. Ein am 3. d. in Pest slaltaefundener una.ar>sÜmmung zu dessen Vorlagen erlhellt. «UiS jctzl sil.d in FlalillNch m.ae!ühr 1?0O, ^'U' und Bordeaux wurden Republikaner gewählt. Z^ reiche konservative wurden in den Departtmenlo ^'' ronde, SeineIn^rieure una Haule-Garonue glU^H"' Das Wahlergebnis aus den Landbezlrken ist noH "^ bekannt. Anläßlich der Ueber»elchung der Credilioe hielt der franzöfische Bolfchafler Graf Ch«udo^dy an S^' rano eine Vniprache, in welchtr er dem Wunsche " französischen Regierung Nuedruck oerlich, daß dle g'^n Biziehuligen ^wl>chen Spanlen und Franlcll«» sich erhalten und die vorübelgchenden Schwier^ll'lell' welche diese Beziehungen uulclbrachen, v.rjlyw^" mögen. In seiner Antwort erkannte Serrano die V'^ tigleit der E> Haltung und Er»lw ck^Ulig der gulen ß° gewalt" an. ,, DaS Decret über dle Auflösung der italie»' schen Abgeordnetenkammer und der Neuwahl ist erschienen. Dle Hauplwahlen finden am So"'^" den 8, die etwa l>0lh,g werdenden engeren ^'"^,' l>aS sogenannte BaUoltugg»o, am Sonntag den 15. ^ o.mder, dec Zusammentritt der Kammern am ^' ^ vcmber statt Bezüglich der Wahllisten hat st" ' s tlewer Eo> ftict ergeoen ; das Upp^llutiol Sgerichl »> '^ «p hat nemllch ein l'ecret des Plasecten von »vcUlno v worsen, das über die Aufnahme der Beamten i« Wahlerli'ie dieselben Bestimmungen enthält, t>'« » Prafect Gadda in Rom slsts tzte und wogegen oo<" oer Oip sit^'., p'otts:il:t wu>^.'. <, Die Nuchlicht von dem Aufstand« in V"^.,^ie Ayres unter M.tre wird bestä'lgl; die Flotte "" fich für Mitte, ocr sich bei Chivvy und Sau M'' z concenlrlert. EorrlenteS proclamle«!. __^ Zum Zollverfahren. ^^ Die n. ö. Handels, und Gewe,l,tlammer gab l" zug der auf Erle.chterungen des Zollverfahrens >M , leichischen Eifenbahnvrrlchr gerichletc" Wunsllie del ^ leichischen (öisenbahnverwaltungen in einer Ei^ ^ daS Handelsministerium folgende Aeußerung av: ^, wichtigsten Puült bilden die Beschwerden üder d" g n dingte Verpjllchlung der Eisenbahnen zu einer ll" ' ^e und vollständig tarifmäßmen Walenertlärung u" ^ur ilbh.lfe gtstllllen «nl.äge. ^lt ES muß wohl zugegeben werden, daß die " .^0ßcrn AujmcitsllMteit veranlaßt, gewähre nicht nur den Bahnet, einen wesentlichen Gcwinn an Zeit und Ardeitsllästll', spndern es werde dadurch möglich, die Lieserzelt adzu« lürzen. well die sonst unberechlnbare Zeit einer speciellen Zollrevision sich dann hsglenzm muß. Der Handels» stand erlange hierdurch dcn Vortheil, den größten Theil seiner Ware unberührt vom Abjendungsortibtszur Nitder-lage zu erhalien, und die zahllosen Klagen über Be» schädigung, Manco u. s. w. müßten verstummen. Dle Kammer lann nicht umhm, sich diesen Gründen «lNzuschlithen und die Einführung der Proberlvlsion und Problvorwitgung auch bei u„s zu bevorworlen. Wal» die übr««cn Anliegen dir Bahnen bltsifft, so find d»e geltend gemaerten Motive an sich sprechend genug, um auch dle Ul,tcrslützuug dieser Wünsche zu rechtfertigen. Nur zu einer uubedm^lt« Empfehlung dls deutschen Zoll-gefetzes vom 1. Juli 1869 »m gaxzen vermag sich die Kammer rucht zu verstsycn; es würoe eme solche Em-pfehung eine glündl'che Plüiung voraussetzen, ov da« elwäynle Gesetz in allm Th.ilen sofort uno ohne jede Aenoerung auf unscrc V rizältnisse anmeuobar set, line Unteisuchung umfassender Art, in welche dle Kammer anläßlich dcr Vcuurwortung der Eingabe der Elsendahnm Nicht eingehen lonnle. Gestützt auf das Gcfagte, erlaubt sich die Kammer, die von den Bahnen dem Ministerium Überreichte Eingabe mit allem Nachdruck zu unlcrstütztn. Die erbetenen Erltlchteiungen im Zollveifahien des Elsmbahi'verlehres, aus deren Gewährung dem l. t- Fmanzärar lein Nach' theil erwachsen dülfte, werden für die Sahnen blhusS der raschen Abwicklung des Verkehres höchst erwünscht sein; ste würoen ablr auch dtl» Publicum, dessen Interessen hier mit jenen der Bahnen zusammenfallen, »m hohen Grade zugute tommeu. Die Kammer entspricht demnach nur chrer Pflicht, we^n sie dle Anliegen der Bahnen auch von ihrm Standpunkte aus bejürwortet und der geeigneten Würdigung und Unterstützung des hohen Ministeriums tmpfiehlt, Zugleich kommt die Kammer auf eine mit dem vorliegenden Gegenstand im Zusammenhange stehende Änge« ltgenheit zurück: eS ist dik« die von der Staatsverwaltung in Aussicht gestillte osterreichlsch.ungarisch Zoll-"nferenz behufs einer umfassenden Rcv'ston der oieUach veralteten und den gegenwärtigen Bellehrevtlhällnissen "icht mehr genügenden Vorschriften über da« Zollverfahren. Die Kammer lM die Dringlichkeit des Gegenstandes hervor und stellt die Bitte: Das Mimsttrium wöge genelgtlst seinen Einfluß verwenden, daß d,e ei' wähnte Conferenz baldigst emberufen werde, damit auf Grund ihrer Adhaltul.g die nöthigen Gef'tz^voilagen 'Ur die Vertretungslöipcr beider Reichehälslen vorbereitet und noch im Lau»e der gegenwältlgen Session zur ver-lUliungemäßigeu Behandlung eingebracht werden können. Hagesnemgkeiten. ,^^l«o« » h. H,f, ) Ge. ,^ ^ t. Vposto-A MaieftNt find mit Sr. kois. Hoheit dem durch. b d ^O^!,« ?'^^' Kronprinz« «udolf °« ' ^ "°° «"MV in Hchvnblnun angekommen. — (Heeres.Uvancement»-Gesetz.) Vine , Elrcularverordnung Sr. Exc. des Herrn Klleg«»iniftels gibt bekannt, daß Se. Majestät der Kaiser d,e Ausarbei-lung neuer Normen für das Heeres'Uoancemenl anvldnel«. Das ministerielle Rescript laulel: ^Se. l. »nd k. Npofto» j llsche Majestät qeluhlen Hlleignädigft oie Nusalbettunq neu« Normeu jül lic Aesüld^ung der Pellolien des Soldaten» ftandes im t. l. Heere anzubefehlen und beten baldlge Vor» läge anzuordnen. Außenourliche Oelölderungen duifen, der Ullerhöchften Enlschluhung vom 2, Ollob« 1874 gemäß, bis zum Inslebenlrelen der neuen Nvlwen nur dann in Anliag gebracht me»ten, sol^ld der Belnssense nach vollständiger Eiiüllung aller Veblugungen, bereu« seiner slang«, slcllung nach, in die ranMllere Halste der sür die belref» sende Charge Wemisiertcn Anzahl iw Concrclualstande vor» gerückt lft, wenn ferner die VolzUglichlelt in jeder Beziehung sowohl von den Verfassern oer Quallfica ionsliste als den Vegutachlcnden einftimm^ conftallerl erschnnt. — (Zur Einberufung des Reicherathes.) Nus Anlaß der Einberufung der beiden Häuser des Reichsralhe« bemerkt das „Pr. A : „Für Böhmen ift del Wiedelzusau.mel»:nu bl!S Rcichölaihiö «il dem speciellen Interesse verknüpft, fc>ft glelcdzeilig mit dem Neglnne der Session eine Relhe von Nachwahlen fllr den Relchs. rath an Stelle jener 33 Abgeordneten aus Böhmen, welche wegen Nichterscheinens im Abgeordnülenhaufe ihrer Man, dale verluftiq ertlärt wurden, vornehmen zu müssen. An der czecho-flavlschen Bevölkerung Böhmens wird es nun-mehr gelegen sein, selbst zu entscheiden, ob ste noch ferner-hin vollkommen isoliert dastehen und jeder Vertretung im Reichsparlamente entbehren soll oder od sie endlich mit der Abftmenzpoluit ein für allemal brechen wolle." — ( Personalnachricht.) Der österreichische Botschafter Graf Zichy wurde vom Sultan in sunsvierlel« ftundlger Nudienz empfangen. Der Sultan legte großes Icileresse sür die Nordpolfahrer an den Tag, fo daß der Botschafter ihm einen umfassenden Vorlrag über die Expedition halten mußle. — (Von der grazer Universität.) Wie dle ,Med. Wochenschrift" meldet, ift Professor Dr. Heschl m Graz »unmehr zur Uebernahme der Lehrkanzel für pathologische Anatomie in Wien an Stelle Roluansly',? bestimmt. — (Thurmfeuer.) In Klagensurt signalisirle am 2. d. abends der Thürmer auf dem Sladlpfarrlhurme einen Brand am Thurme der Domtirche; glücklicher Weise wurde die Gefahr bald beseitigt. — (Großer Brand.) Die Stadt Gorlice in Galizien ist gänzlich niedergebrannl. Viertausend Familien sind obdachlos. Der Schaden beträgt mehr als eine MllUon. Locales. Gesetzentwurf betreffend den Schutz des Feld-yutes. (Forlieyully.) IV. Von dem Verfahren und den zu dessen Durchführung berufenen Behörden. § 30. Die DurcMhrung des Verfahrens aus Anlaß vorloiumender Felofrevcl, b,!ehung«we»fe die Unlc.fuchung und Bestrafung de.felden st.hl dem Gemeindevorsteher jener Gemeinde zu, in deren Gebiele d,e Ge,ctzeeüo«llelung be« gangen wurde. Dieses Strafrecht wird nach Vorschrift der Gemeinde, vldnung vom Gcme»ndemfteher w lZeuielnschafl mil zwei Be.sitzern (Hemeiuderälhen) im übertragenen Wtllun^tleise au«gtUbt. Sind jedoch die vrguue einer Gemeinde des Feld. frevel« zum Nachtheile einer anderen Gememde beschuld,«». oder handelt eS sich überhaupt um einen Feldfrevel, rück» sichtlich dessen dei nach obiger Rc^el compelenlc Gemeinde» voistand befangen erscheint, so fleht das Strafverfahren in erster Instanz der polmscheu Behölde zu. § 31. Dle Elnleilung des Slrafoerfahreus findet nur auf Verlangen des durch den Feldfrevel Befchädt^en ober Gefährdeten oder über die unmittelbare ««zeige des beeide-,en Feldhüters statt. § 32. Der Gemeindevorsteher ist vnpftlchlel, von allen zu semer Kenntnis gebrachten Verletzungen der S»che,he»l des Feldgmes den Vefchäo,glea ungesäumt in Kennlnls zu feyen und insbesonoere diejenigen veil^hungen, welche der Behandlung nach dem allgemeinen Slrafges»tze unterliegen, ohne Verzug der Strasbehörde zur weUtlen üwlehandlung anzuzeigen. Z 33. Der Gemeindevorfteher hat die ihm nach § 28 vom Feldhüter ubergebenen, von einem Feldfrevel herrufen» drn Sachen, wenn der I^fchüdigle lllgeulhümer derselben bekannt ift, diesem letzteren auszufolgen. Ift der Beschädigte nich, bekannt, so hat der Gemeinde. Vorsteher wegen dessen Ermullung das Elfelderliche zu ver-anlassin und die gedachten Gegenstände ewftweilen zu ver-wahren, oder fall« diefelben dem Verderben unterliegen, zu Gunsten des nicht belannlen Beschädigten zu verfteigeru oder sonft entsprechend zu verwerthen. Wenn der Beschäolglr, ungeachtet dessen Ermilllung eingeleitet worden ist, sich z«? Uebernahme der Sachen beziehungsweise deren Wenhe« b linen I^hressrift vom Zru-punl« des begaugeuen Feldfrevels mchl gemeldet Hai. so lft der Erlvs der zu ve»fteige,nden kach", wenn er süns Gulden nicht übersteigt, an den Nrmensond des Ortes, 'gegen Haftung der Vemeinde für die de« GigenlhUm« der Sachen innerhalb der Veljährnngszeit etwa z«stehenbe» Ansprüche, abzugeben; übersteigt der Erlös diesen Betrag, so lft er an die politische Bezirlsbehöede zur »eueren ver-sügung ein^ujenden. § 34 «us Adlllh der nach § 28 «folgten Uebergabe der gepfänoeien VuhllUckc an den «Oemeinbevolsteyer hat der-!elbe hieron sowohl den l^rgenihumer des gtpjandelen Viehes, wenn dieser belalM ift, als auch den Beschädiglen und blesen letzteren insdefondere mit der Aufforderung sogleich zu delliänbigen, daß er seinen Anspruch auf den Schadenersatz längstens binnen ach» Tagen von der Pfändung gellend zu machen habe, widrigenfalls baS gepfändete Bieh rrm sich meldenden Eigenthümer zurtlck^eftelll werben muh«. Wurde dies« Anspruch vonseue des Beschädigten inn«-hillb der drzlichuelen Frist gellend gemacht, so hat der Ge« «eindevorfteher über die Höhe der Entschädigung zwischen tem Beschädigten und de« Eigenthümer des gepfändeten Viehes ein gütliches Uebereinlommen zu velwUleln, »nd i» Falle leine Hdsinduug zu ftande kommt, wohl aber von oem Beschädigten die Klage nach § 1321 allg. bürg. Ge« slhbuches vor den Richter gebracht ift, zur SicherftellunH des Schadtnersahes den Betrug festzusetzen, gegen btssen Erlag das gepiüudlle vith dem Eigenthümer noch vor rechts» lräfliger Beendigung de« Perfahlens über den Feldfrevel auezusolgen ift. (§ 1322 allg bürg. Gesetzbuches). § 35. Die oeftiwwung de« § 34 und das daselbst geregelte <6,«schreiten de« Vemeindevvlfteher« finden auch auf den Fall Anwenduna, wenn die Pfändung zuguuften e»nes befchädigten Dieuftherrn durch dessen beeidigten Feldhüter erfolg, »ft. § 36. Der Gemeindevorsteher hat über jeden einzel« nen nach § 31 zur Unlerfuchuna. gelangenden Fall eines Feldfrevel« ohne Verzug die Sichel ftcllung des Thlllbeftcm« tes und die Aufnahme ter Beweismittel durchzuführen und, jalls zwischen dem Beschädigten und dem Beschuldigten ein Vergleich über den Scdadcuelsah nicht zu ftande tomm», zugleich auch den Belrag des letz'.eren um Rücksicht auf die an den Beschädigten nach § 33 ausgefolgten, vom Feld, srevel herrührenden Sachen mnlelft Schätzung festzustellen. 8 37. Zur Schätzung des durch emen Feldfrevel oer« «sachten Schadens ift zunächst das beeidete Feloschutzperso-nale berufen. Ueberfteigt aber der Schade nach de» Dafürhalten des Feldhüters füi f Gulden, so hat der Gemeindevorsteher die Abfchätzung dksfelben durch einen deetdeten Schatzmann vhae Berzug zu veranlassen. Die Vornahme der Schätzung de« Schadens durch einen beeideten Schutzmann lann auch sonft w allen Feld. frevelsällen sowohl von de» Beschädigten als auch vo» Ersatzpflichtigen bei« Vememdevoifteher begehrt werben. tz 38. Insoweit die Schätzung nicht nach ß 37 durch das beeidete Feldschuhpersonale vorgenommen nnro, hat sich der Gemeindeovlfteher hlezu der für Geilchlszw.cke bestellten und beeeldelen Schutzmänner zu bedienen; sind solche Schutzmänner nichl vorhanden, so hat die polulfche Beztlls» behöldc Über Elfuchen der Gemeinde Schütz«änner sür Flevelangelegenhellen besonder« zu befttllen und dlelelben enlweder selbst zu beeiden oder durch einen eigenen Abgeordneten beeiden zu lossen. (Fortsetzung folgt.) — (Klainer Landtag.) Tagesordnunz für die achte Sitzung de« lrainischln Randlage« um 8. Ollober vormlltag« iu llhr: 1. Lesung de« P.olvloUe« der siebenten Sitzung. 2. il1ii..he»lungen de« ^andlaMlasibium«. 3 E'fte Vesung oer R^leiung«oollage einer Bauordnung. 4. Bericht des vollewlllhschanllchen Abschusses üoer die Regle-rungsoorlage de« Frldjch^y^ef.tzc«. b. »Veiichl des Fwanz» aue>chuss<« über die Rlchi.uugsablchlbsje des ^avbrejon-des sammt Eubfouben plv 1873. 6. Bericht de« Fl-nan^auefchusse» über den Borunlchlag be« ^nbeslultur» foudcc plo 1875. 7. Bericht des FiouNjauelch^sst» «-betreff der Rückstände von verlehrungefteuerumlagei, jUc den Lands' uno Glunoenllastunge>0l,d 8 Bclich» des Finanzausschusses inbell'ff der ^unc>e«umlage von Bier und. Blllnoweln. 8. Mundlöcher Veilchl des ^lnc»lzc,usjchusse« über die Unle,ftutz«ng der dulch Hagelfchlag defchabi^len VemeindlN Ul.leilrall.S pr. 5000 si. 10 Mündlicher Bericht des voltewlllhschllfllichcn Auozchusse« Über Subven» »ionierung süc o»e Slrohe von Blrsla polica nach R^lel, 11. Belicht des L.Nlbesaueschufl.ee wegen Bewilligung eines Laudeebeuragee fUr oic Saoeregulieruug bei Gull,el.o. — (Herr Dr. Andreas Veljat). de,zeu l. l. Miltäl-Afslftel'zmten Rangsllosse deim un-milltloaren Ueberlrule e,ne« Ossizier« in den Elvilftaals« dienst auch die bei« Miluäl in der gleichen Diäientlusse zugebrachte (active) Dlenftznt in »nlchlag zu brlngen lft. — (Nalionulba nt.) Der Monalsuuswel« der Nationalbaul pro September 1874 verzeiHnef an eecomp. lierlen Wechseln und Effecten folqende Su»men bei den Filialen in Laidach: 1118.329 ft. bO kr.; w G«z 2^lr.^W. ^ "'' ^° ""«t 1.73I^b st 188« — (gur Begrüßung der Nordpolsahrer.) »us Gr«nd einer w der vorgestrigen „Trieft« Z-itung" erschienenen und auch in unser gestrige« Vlait aufgenom« »enen Nachricht, dah h«rr Weyprecht am 6. d. von Wien nach Inest abregt und nnt dem gestrigen wiener Schnellzuge die Slalion Lachach passleren durfte, fand fich ein sehr zahlreiches, alle Gesellschaflstreise vertretende« Public»» »N die gestrige sechste Avendftunoe am Perron de« hiesigen Guobahnhose«, auch der Herr Vürgermeifter der Lanoeshauplftalll au der Spitze de« Gememderathe«, ein, um den Chef der Österreichlschen Nordpol^peoition. Herrn Weyprecht, zu begrüßen und ihm den lauten A««druck der Bewunderung darzubringen. Obgleich ein gestern nachmilla^s um 2 Uhr hier eingelangtes wiener Plioamlegramm die Nbreise de« Herrn Wyprccht von Wien nach Tnest neuerlich meldete, befand sich der gefeierte Held de« Tage« nicht unlcr den Passagieren de« von Wien nach Trieft gestern abgegangenen Schnellzuge« Wir be» dauern, jenen luhnen Mann, der Oesterreich« Fahnen auf den feinsten Vpiyen de« eisigen Norden« «„'gepflanzt, den «hmreichen Entdecker de« Kaiser Flanz-I3seph«.Lmves, nicht gesehen zu haben. Tr wäre gestern Ie»ge gewesen, daß a«lch Laib ach ihm volle und gerechte Bewunderung zolll. — (gu Ehren des sloveni^chen Dichtere S. Ienlo) wird am 11. d. in Slidenj bei Trieft eine Feftteseda arrangiert. — (Vedenltafel.) Die femliche Enthüllung der Eedenllafel für Walt her von der Vogelweide in Laycn fand a« 3. d. statt. Derfelben wohnten auch die Herren o. Ra d ic« und Germ onil bei; elfteter loastierte auf die Resultate oer deutschen Lueralurforschung Oesterreich«, letzterer auf die Dichter und Künstler Tirol«. — (Nummer 10 de« „ Vertec" ) bringt recht nette Gedichle, V^zahlunssen, »ntelhallende und beehrende Ausätze, auch Nii.hsel, Nebu« un^ Richnungsaufgahen. — (Von der Südbahn.) Die neuerer I:it auf der Südbahn auffallend häufig volloalmeoden unlichtigen Naren'Declarationen, offenbar in Tendenz der Erlangung günstigerer Tarifsätze, haben die Sücdahn.Ner. Wallung veranlaßt, die Stationen mit Hinweisung auf ten H 80 des Vetriebsreqlemenls zu beauftragen, der Prüfung der Wareudeclarationen überhaupt d,e glotzte Sorgfall zu« zuwenden und bei Newnd einer Unriclüigt'il ohne weileis reglementgemäß das Strafoeriahren einzuleiten. Diese Mit« «Heilung wolle den Empfängern der Waren zur Aufklärung der häufigen Slra,gebühr«« Aufrechnungen dienen. — (Blitzschlag.) Am 2 d. gegen 5 Uhr nach. «ittag« fuhr der Blitz auf der Reicheftraße in den Rlithen gegen Udelsberg, eine halbe Stunde von Planina »mfernt, nieder, als der Knecht der Wi«we und Olunbdesitzerin In. Hanna Godtöa in Oberplanina mit vier Ochsen ou« dem Valde fahren wollte. Die O.Uuluulaubant bar m den Filialen «2 979.774 ft. 63 'lr., zusammen 12^.266,932 ft 92 'tr. Dallehen gegen Handpsaud i» Wien 13.300.300 st,, Darlehen gegen Haildpfand in den Filialen 22.326.70" ft., zusammen 35 62?.« 00 ft Tlaatsnoten, wcl6)e oer Hanl gehören, 7.109.382 ft. Darlehen au den Staat für die Dauer de« Vant-Pnvilegiunle 80.0<<».000 ft. Hypolhetar-Darlehen »5.8tt7.878 ft. 79 » tr. «ür-seumilülg angelaufle Pfandbriefe der Aalionalliaul 5.094.508 ft. 50 tr. Effecten des Reserve-Fonds nach dem llurswcrthe o, 30. Juni 1874 4.284.0i<5 ft. 52 »tl. Effecten deS Pensious-Fonds nach dem Curswerlhe vom 30. Juni 1874 2.286.4' 2 ft. 95 lr. Gebäude in Wie,, uno Vuda.Pcst, dann a.csamniler l''!i,«iu,'« iiu.li-m.lu»2.802,934ft. I? ' lr. Saldi laufender Rechnungen 129.337 fl. 13 ^tr. Zusammen 493.564,14» ft. 85-'kr. — Passiva: «anlFondS 90.0.10.000 ft. , Neserve-Foubs l8.000."00 ft. Vanknoten-Umlanf 294.143,720 ß ! Unbehobene Kapltlilsrllckzlllilungn, 96,2'<5 ft. Einzulösende vanl Anweisungen 2.500,530 st. 21-'tr. Giro-Guthllben 368,4^ st 37 kr, Unbehobene Dividendcu 202,434 si. — lr. Pfandbriefe lin Um> laufe 85 663,465 ft Anlaste, noch nicht eingelüStc Pfandbrufs ' 197.650 ft Unbchnb.ne Pfandbrief- Hinsen 100,14^ st. 62 u. Pensions-Fonds 2.286,476 si. 65 lr. Zusammen 493.564,140 fi 85>' tr. Mudolfswerth, ü. Oltobcr. Die Durchschnitt«-Prer» flvllten ftch auf dem heutigen Martte, wie folgt: Weizen per Mehen b — Eier ftr. Gtllck . . - !,! Korn „ 4 — Milch pr. Maß . ^ .^ Gerste „ 4 — N'ndfteisch pr. Pfd, ^ " Hafer ^ 1 90 Kalbfleisch „ -» .^ Halbfrucht , - z —,, Schweluefteisch „ "^ Helden „ —!" ! Schopsensteljch « ^ '-- H'rse .. 4 20 Hichnoel pr. ^tilck . " " ituturutz ^ b -! Tauben „ ^ .^ Erdapfel ^ 2 20, Heu pr. Zentner . l ^ ».'injen „ " ^->, slroh „ . ^ ^ Erbsen «---------,, Holz, hartes 32", »lf». 6 ^ ^ Fls^len „ — "!—wtlchc«, ^ ^/" Rindeschmalz pr. Pfd. — 4b Weln. rother, pr. Eimer ll! " Schweineschmalz „ — ^8! - wecher « ^ ^ Spccl, frisch, — 36 i Hasen pr. SlUcl . "!"' Speck, zeriiucher« Pfd. - 40 ^ Leinsamen pr. Mehen " ^ Angekommene Fremde. Nm 6. Ollober. , U«»«^l Ht»«>< »V««,». OrlN> '' Pettii?, Jurist, St. Peter. — Kellner. Kraiudurg. ^»»«»l «„^.»,,».. MajcrZil. «aplau, und Reininger, G"^ - Gall, Forstcomlnissclr, Glaz. — Wliß, Hlsscl. — Tu»"«'' l. l. Oberlleul., Pola. — Schonheinz, Elberfelo. - Rav^ll"' Trieft. Gt«s«^»^t^. Lance, Gendarm. Treffe«. - Ho«»««»«>«' U»l. Predica, Professor, Cillt. .. «4.««»«?«» vu« «»«,»»««'«'»««»>. Saurau, Sllin. - Oo>j«l' Wien. F««»>^«». Kowalsch, Morliulsch. - Eerue uud Dolinal, v" valiers, Sa„or. — Vaiz, Prwatier, Hrastnig. - Mal». ^° v. (lcrlo. Pest. — Tomz, Tlilst. Dergauz. K°>ls>^'" tochler. Tüollz. — Grimschitz, Hottorsgaltlu, M^lllsdu>s^ Meteorologische Beobachtungen in Laibach.^ 6U.Mg.'740« .»."94 O. schwach , trllVe , .^ 6. 2 „ N. ! 740 ?3 4^13 4 O. fchwach thcilw. bew. 0" l0 „ Ab ^ 740 31 > 98 ! O. schwach ganz bew. ^ Morgens trlibe. Nachmittags Sonnenschein. Abend« z""^ mende «ewöllung. Das Tagromltlel der Wilrme -s- 10^," 2 1" unter dem Normale. ^. ^ Verantwortlicher Redactelir^ O t^m^r V^»"m b e^' ^ W Allen thellnehmendm Frennbe» und Vetannl"' > ^ gebe ,ch lieserschlllielt hirmil Viachllcht vo« drm To« » ^ meiner innlgst gellcbien Tochter W > Adele, > W welche heule nachmittags um 2 Uhr im Aller 0°" > M 11 Jahre,, nach lurzcm Leiden der Rachcnbräuue el' » W legeu »st. » ^ Die Leiche der theureu Dlihiugeschiedmen wllv « ^ Mittwoch d,u 7. Ottober nachmittags um 5 Uhr v<"' W M der Todlentupellc zu St, Ehlistuph aus beerdig W W Laibach. am 6. Oliober 1874. D > Felix Ioppitsch, » W k. l. R.tlultlster i. P > NHvi>K,vi ) , .. (.....70 bk ^0«5 fttbrn«.) """ <.....70 55 70 «5 Ilinner.) «u-^^. , . . . 7445 "45b «plil. , ""«"« l ... 74 45 >4 5 «sse, 1828.......270 - .ü7ö Prä«ien»nlthen der Stadt Vien 10> bo 1< 2 - »«n«u.«e,ulienw,«.L,s,. . . 9750 98- U», «islnb«hn.«I»l..... 9775 88- Uu«. Pr«lmitu.»nl...... 84 0 85 « :n»r «c»n^»«c.Nnlehen . . 8950 V97b «ctlen von V«lk«n. »««,«« . Geld Ware l°!^n ' ' ' "«75 '68. «redu«lft«lt , ^ ^ . >47 ?b «4v - Geld War« «ireditanfialt. nng«.....285 - 235.50 !. epcsilenbanl......Z45 — 145 — becoulptelluftalt......315 — — Frauco.Vuvl......«6 25 6675 Handettbanl.......79— 7950 »,ti«n«lbanl......990—992- Oeßerr. »llg. B«»l .... 54 50 5550 Oefterr. ««mlgeftlllch«« . . .195-197- Unl»uz»nl.......159 ?b 180 - V«r>w«l^«ul?.......30 75 21 — ii-rkl'r«z«l.......1<9 50 110b0 Actien von Transport, Unternehmungen. Geld Wan «stlb'Vahn.......— — 141 - z«rl.Lnl>»iz,Vahn. . . . » 842 «5 il42 75 »«n«m.D«llpfschiff..0tf«Mch<»ft 492— 497 — «lisadeli.Neftbahu. . . 7 . 197 50 198 — «lisal,eth.««hn llilu«Vnd»eil>-r ^»^«l,i , . . . —-.- — — ßerdinanbs-No'dbahn. . ISKtt —1?63-Franz-Ioseph-Bahn 191 75 19^25 LtVb.- ^ndelfe.Vahn.....154—1540 - Slaalebahn......«09 50 310 50 j Güdbnhn........14» 50 144 — ' thtiß.Nahn.......L04 . 20'i - Uu,«ilche «ordcst»«d, . 12^,-- 12^50 Ungarisch: vftbabn .... 5l» 50 53 50 D««t««y.Oeftyfch.. , . . .... . ._ BauaeseUschaften. >lt,. »fterr. «an>e1ellfch«ft . . 52-- 58 25 «,«« Vengejellschatt.... 61 75 62 Pfandbriefe. >ll,e«. «st»«. V«b««e«« . . »4 -- 95 - bt«. i» N I«^Nl 87-- 8« — V«rlou«Ub«nt «i. V. . . 9350 9870 Unz. V,l>en^t» . . . 86 . 8«25 Prioritäten. Elisabtth.-V. 1. «m..... -.- -- Fetd..Vi°idb. S. .... 10480 10b 10 ßl«nz Iosrph-V. . . . Ill)25 100 50 Gal. Karl'Ludwig'V, I.E«. . 106— 10«bU Oesttlr. Nordtveft'V. 95 »0 96 — bltdenbllrger t!i 50 8»- Vta»t,b«hn 13V bU 1Ü7 - _____________________________^------Wll ! ^ ,ol^ 3üdl,»hn » »',......K'"^ v4b" « k'/......94 »s .^ Südbahn. Vo<, . ... ^'71 ?« ' Privatlose. «reblt.e.........164 50 lAi «ubolft'L ....... Is ^ Wechsel. ..^, F«n,l«<........"I ^g0 z«ud,l,........1<^^ 4sb" Geldsorten. „ Geld ^n^>' Napoleouöb'or . . 8 ^ 7Uz - ? "ßl^'' Prwß. «»ssmlchlwt 1 .S1«1, ' " ?0 ' «ilb« ... 1