Intelligenzbltttt zur g.aibacher - Zeitung 5sw. 5^ Kurrende DeS k. k. INynscken General, Gouyernements. Die Einbrillgung feindlicher Kriegs «Gefangenen betlcffend. Snne Majestät bähen allergnädigst zu bewilligen geruhet, daß jenen Personen aus t>em Cwil'Stande, die feindlibe Kriegsstefangene ergreifen / und eindling''N, diese mögen nun de» Mililärhaft.entwichen seon, oder s,ch im Gebirge und Schluchten verborgen haben, und ünstall herum irren, eine Ta>llia yy^ 6 Omden für jeden Kopf verabrelcht werde. In Folg? dcssen werden sammNkch? Landes - Einwohner zur Ergreifung und Embtin» sung herulnirrender Ksl'cgsgcfanZ'ene-l „nler Zusicherurig ob'^.cr Belohnung aufgemuntert; und si»an verstehet sich um st» mebr von dieser Auimnnlerung < und din, gutrn Geiste det Einwsh« ner eines guten? Erfolges . als solche Kriegsgefangenen znglcich der persönlichen Sichelhe!«» der Cilllvohuer gnährltch welden können. ^albach den 25. Ocwber i2,Z. Freyherr s: Lattelmann, Ftldzeugn.'n Patenlal ,:nd Persociulsieuer Frank aber 6 kr. fallen, so werden sammt« llchx steuerpft«chtig?n Gemeindglieder et innert, die er eine adscklä^ig? Antwort erhalten haben, werden nachdrücklichst angewiesen, ihre Ausstände ohne Zeitverlust zu delichtiaen. Zuqleich wilden afle d ejenigen, welche noch nickt liquidirle bis zum Zl. d. M. batikte Requisljionsanmisüngen in Hände» haben, oder in die Hände bekommen, ersucht dieselbel» so gewiß b,s 5^-n k. M. zu/Liq,zidisltnq vorz.lllgcn, als sie sich »m »iorlgen die Vellsge-lung der Zahlung selbst zuzuschreiben haben werden« Laidach am 29. October igiZ. >-, , , Pachtungen in Sleyermark zu vergeben. . Es s,nv mehrere theils kleine, theils „»mlere, und ldrlls große und ansehnliche Hers«, schaflen und Landgüter n, Sleyermark, mit allen ihren Herrllchketten, u»st Ellrägnißimei«, »en und zwar sowohl in der O^er als in der Uniresteyermack in die Pachtung auf mehrere ^ahre zu erhallen. Unlezzichneler ertheilt die Anschlage uno Nubkünfte, und leitet die Unter« Pgndlungen ein; wesdald ftd oie Herrn PachtlitbyHbcr an denselben zu wenden belieben, Glatz den 20. Oktober iZiZ. M'chael Kunilsch k. k. pei,slontrler Professor, !^ »d Ageut, lvo.)«hasl im Nca Sacke im 2len Hlocfe, Nt. 219. U ^Seltschaftet,. La^bWer^ TtletMtlen, Häuser mit Gärten, und Häuser nut Hünd, M lullgsgerechlsalnen, un3 andern Oewerben in chleyermark zu verkaufe«. Dieft sind von verschiedener Grösse, und «n verschiedenen Gegenden der Ober. und Unter« sieyermark, zum Theile in der Hauplliadl Gräß, znm Theile in kleinern und größera Enlftr« Zungen von derselben. Liebhaber des einen oder des andern, belieben sich an den Unterzeichn s «elen Corps von Pegau über Zwickau in' der Richtung von Konnewitz, der General tcr Cavallerie, Graf Wwgenst in, mi't dem Corps des G- L> v. Kleist, und des Generals der Cavallcrie, Grafen Klenau, aus seiner Stellung über Gröbern und Gossa gegen Llbcnwolk» chitz» Der Angriff der Hauptarmec begann um 8 Uhr ftüh^ Der Feind enwickcite eine Sneit-kraft von !4a-bis l^o/icio Mann; er schien besonders unsern rechten Flügel deportiren zn sollen, und zeigte ben Libertwolkwitz sehr große Cavallerie - Massen. Die Scklacht begann auf allc'n Punkten mit einer äußerst heftig n Kanonade;, mehr als »ooo Feuerschlunde spielten gegen einander. , , , . Der Angriff von Konnew?ss wM en Fronte nicht ausführbar, weil der Feind die Blöcke Mld den Dalnm mit viel G.schütz und Infanterie verlheidigle, und das Terrain es unmöglich «liachte, Geschütz dagegen aufzuführen. Sobald man sah, daß derselbe mehrere grosse 3lN« g-risss ° Colocinen gegen das Zentrum und den äussersten rechten Flügel in Bewegung sehte, Ueß der en Chef commandierende F. M. Fürst v. Schwarzenberg , das ganze Oesterr/ichische Reserve .Corps, umcr dem Generale der Cavalwie, Erbprinzen v. Hessen.Hofburg. über Gaschwitz und Druden auf Va5 rechte Ufer der Pleisse übersetzen, Und vor Gtöbcln ausmar« schirm» , , . Der General der C'ivallerie , Graf Witlgensiein, der G. L. v^ Kleist, und der Oeneral ser Caoallerie, Graf von Klenau, wiesen alle Angüsse des Feindes zurück. Der General en Chef Barclay de Tollp unterstützte das Zentrum mit den Grenadier . Corps und einigen Cavallerie . Regimentern der Garde. Bey dieser Gelegenheit eroberte daS Kleisi'sche CorpS 5 Kanonen. , . , In den Äugenbllcke, äls die Tete bee Oesterttichischen Reserve. Caoall'erie unler dem F. M L. Graf Nostiy auS Gröbern debouchirte, war eS dem Feinde gelungen, an den linken Flügel mil einer großen Cavallerie.Masse, unterstützt von mehreren Corps Infanterie, biS «ahe an Gröbern vorzudringen. Der F. M. L. Graf Nostih verlor keinen Augenblick, stürzte sich mit seiner Cavallerie auf die feindliche,, warf sie über den Haufen, hieb im mehrere Üuarres ein, und zersprengte sie gänzlich« Der Erbprinz vou Hessen- Homburg rückte Mit der Division des F. M. L. Bianchy, welche gleick nack der C^va^crie aus Gröbern dcbouchirt War, bis auf oie Höhe'von Ma»kt° Klarberg vor. Der F, M. L - BiaNchy dirigirle das Feuer Olnek Nrlltterie in' die Klanke der feindlichen Linie ^ schlug: sie zurück, und eroberte 5- Ka» ÄHnel^. M Der Feind llltternahlN nun mlt ein?r ausserordelitlichen Köhnheit e,nen Angriff auf dcn M rechten Flügel; ftine Absicht war ihn oom Celürnm z,: trennen. Der General der Caoallerie, M Graf Wülgenstein, und der Gt^eral der C^allerie Graf Klenau empfingen ihn abermals mil der größten Kaltblütigkeit, und sclost^ als e? mit seiner Cavallelie' Colonne bis nahe vsr G> ssa ' vorgedrungen war,.behauplelcn dic Russischen Gl?nüdicre ihre Slcüung uuerschülterlich. Das wohl diriglrlö Fruer der Arlill^ic und eine glanzende Attaque des Garde . Cosackenregi-melitS unter Anführung dcs General-Adjutanlen Sr. Majestät des Kaisers aller Reußkn, Generals Grafen Olloff« Denisoff, zwang den Feind wieder zum Rückzüge bis hinter Wa, chau. Her en Chef com'nandircnde Feldmarschail befahl nun eine allgcmline Vorrlickung ^. um ganz Meister des Plateau von Mackan zu werden. « Die Russischen Oarden uud die Oesterreichische G^nMer» Division Wc'ssenwolf wurdcll ^ gur Unterstüßuilg dlrscs Angliffs bestimmt, wodurch der Heind über s in.- cri?e'Aufstcllu?g /,u- : »ückgedrängt wurde. Der General dcr Caoallcrie Graf Mervcl^ daü.' den Anstoss, den Ueber, i gang über die Pleiße i weichen. Das Pferd des Generalen Grasen Meervcld wurde gelödo let, er selbst erhielt eine !ei tlc Schußwunde, und wurde ssefangen. Der F. M. L- Fül'st Aloys Lichtenstein behauptett den ganzen Tag mit einem Tbeile des ! Mcerveldlschcn Corps seine Stellung gegen die heftigsten Angrisie Der F. Z. M. Graf Giu!aq drang bis Lindcnau, wo dcr Feind dl!rch das Terrain begünstigt, den hartnäckigste!! Widerstand leistete/ vor/ und eroberte hiebcy 2 Kanonen. Der General der Cavallci'ic v. Blücher schlug ftinerftits den Feind/ vertrieb henselbcn aüs Möckern, eroberte ! sidler von der Marine Garde liüd Zo Klinomüi, und machle 200^ Gc<» ' fangenc. Die Nacht machte dcr Scl-lacht an d.cseüi Tage ein Ende. Der General der Cavaslcrie, Freyherr v. Vcunigse'i, welchel' nach Hinterlassüüg ci^es hinlänglichen Armee - Corps vor Dresden zur Hanptarmee im Anmärsche war, ronnle der grüßten Anstrengung ungeachtet am folgenden Tage, den >7ten ,nM weirer als b.s Kostil^, lind der F. Z. M. Graf Eolloredv/ dcr den Weg über Frcybcrg nnd Ehcmmtz gcnommeil h^tte nur his Vorna koinmcn. ! Der Kronprinz von Schweben, welcher bey Köthcn stand, überzeugte sich, baß die Vewe» gungen des Generals Aeynier bloße Demonstrationen waren; er einschloß sich daher, sich mit dem General v. Blücher zu vereinigen, um entweder dicscs feindliche Co^ps abzuschliciden, oder ,m Falle es sich mit dcr französischen Haupt-Armee vereinigen soitte, selb.l an dem al!,^cmei' ^ nen Angriff in den Ebenen wn Leipzig, Theil zu nehmen, und rückte zu diesem Ende noch ^ «n diesem Tage bls in dic Gegend von Halle vor ! Der Umstand, das am ' '/ten die Armee des Kronprinzen von Schweden, 5as Armee- 1 Corps des Generals Bennigstn, und die ? rmee .Abtheilung des F.^ Z. N. Grafen Collorcdo ^ noch so weit von dcr vaup! - >rmce entfernt waren, daß sie unnwgkch zur rechten Zeit ein« treffen konnten, um an der Schlacht cmen thätigen Antheil zlr nehmcn, be'Innmte den cn Chef -commandireüden Feldmarschali/den folgenden Tag zum crneuerttn ?ingrifj abzuwarten ^ Am Abend des l/lcn trafen Sc. kön. Hobcil der «^onpüs-z ron Schw.den in Taucka, « der General der Cavallerie 0. Bennigsen in Naunhof, und der F. Z. M. Graf Colloredo bey , der Haupt-Armee selbst ein. ^ Am iZten »ruh lpar die feindliche Haup^m ickt bey Konnewitz /,bcr Dosen vorwärts Wa, ,^ ckiau, gegen Fnchsheim und Seiffellsheiln ii> Schlachlord?iln?li aüfmarschill, ,i»d balle Asme», Corps gegen den Gcnerall'n v, Blücher und den Kronprinz?« ^^z Schweden aufgestflv. Lcir« zig hielt dcr Feind fortan stat? beftyt. Nn, 8 Uhr flüh begann dcr Angriff der Haupt - Ann-'s in 5 Colo.'incn; die Abttchl war den Feind a/gcn Leipzig zu drangen, zu we!H?m Ende der en Ebtt commandirende Feldmar. schall die rechlS gehende Colonne der VlN'ei>-.C"rps dcs Generals der C.ivallene Frephrrrn v. BennigKn und des Generalen der C^palie!,? Grasen Klcn ni destimmle. Vie zweple Colpnne, unttr defth< d?s Genial cn Chef, Grafen Barclap de ToNn, wurde ans den Corps des Getieres dc. Ca^^f^t, Gra^!« v. Wnlglnstein, u-nd ^des G. L. v. Kleist gebildet, und hcUte zur Reserve die gcsammten Russischen und Preussischen Gaidcll^ Die drille Colanne uliker dcm Geners.le der Caoallerie, Erbpril'zen von Hessen. Homburg, fVlwirlen die Vivist^cn Bianchi, Fürst Nlois Lichlenstein, Graf Weisscnwolff und Gras Nosntz, Als Rcstloc dieser Colonncn folgle der F. Z. M. Graf CoNoredo niit seiner .Armee- Adlheilutlg. Die elste Colonne lücktt oon Seiffertsheim m der Richtung gegen Holzhausen, die zw-yte von Gossa gegen die Höhen von Wachan, während die drille das Plateau zwischen Bosre? und LeSwig lxsetzl hielt. Dcr Feind boih alics möglich? ai,f, um dem Vorrücken unserer Angriffs - Colonnen Schra«« ken z>l stycn; doch nichlS konnte der Tapferkeit der Alllirlen widerstehen. Cr wurde aus einer Stellung in die andere zurückgedrängt, so daß er n»il einbrechender Nacht auf dle Stellung von Konliewitz über Prsosthapda gegen Zween. Naumdorf beschränkt wurde. Der Feind wurde von dem rechten Flügel der AMirlen sehr gedrängt, wobey ihm 7 Kanonen abgenom, men wurden. Der Kronprinz vsn Schweden vertrieb den vor ihm stehende« Feind, und rückte bis Paasdotf vor, wahrend dcr General der Caoallerie 0. Blücher, mit mehreren Abtheilungen seiner Urmce über die Pascha setzte. Zwey Würlembcrg'sche Cavallerie. Regimenter, unler dem Gcüela^ v Normann, zwey Sächsische Cavallerie' Reßtmeltter. und 7 Sächsische Füse» Ue? .Baiailloüs mit 4 Batterien zu 26 Feuerschlimden, unter den Befehlen des Generals 0. Rüssel, traten aa diestm Tage aus den feindlichen Reihen, und schlössen sich ganz ausgerü» stet an die Armee der Mimen an, um^emeinschaftlich mit ihnen die Sache Deutschlands zu verfechten. Bcrnl's gegen 10 tthv früh begann die ftanzösisch? slrmee ihm, Nückzng auf dcn Stras« scn von Mcrscburg und Weissenftls, dc>i sic biefen Tag lind die folgende Nacht uiuiiu erb rochen fortsttzte. Da es nicht möglich war emf.das linke Ufer der Elster so viele Truppen zu bringen als nöthig gewesen wären, um dcn Feind bey seinem Debouschircn aus Lindeiun, mit gutem Erfolge anzugreifen, so erhielt der F. Z. M. Graf Giulay den Befehl, sich mit seiner Armee« Abthei» 'lling gegen Pegau zu ziehen, und den Feind bloß mit seinen leichten Truppen harzeliren z.n ^ssen. - Am 19. mit T^ges Anblllcl) behauptete der Feind mir noch Zween - Nmundorf unt die Windmühle von Sttassenhäusmi gegen Konnewitz. Der allgemeine Angriff wlirde um 7 Uhr früh erneuert, und der Feind nach Leiuzig geworfen. Hier suchte er Zeit zu gewinnen, um seine Truppen, Artillerie und Armee, Gepäcke zu retten, zu welchem Enie er Parlamentärs schickte, und den Antrag machte, den Rest der sächsischen Truppen unter der Bedingung zu überliefern/ daß die Stadt mit der Veschiessung verschont, und der frauzösischen Garniftn mit Mem in derselben befindlichen Französischen Armee»Gut freyer Abzug gestattet würde- Dieser Antrag wurde abgeschlagen. Die Allnrten hatten sich inzwischen bereits dcr Vorsiädt: bemächtigt, der Feind wollte jedoch fortan die Süidt vertheidigen; die Alliirten trangen trotz seines Feuers in selbe ein,- die auf dem Platze uhl. Bem Generalen der Caoallerie v. Blücher, welcher durch seine im Laufe des gegenwärtigen Feldzuges mit seltener Klugheil und EntichlosMheit gileilettn seh, beschwelliHeil' Hperalisnen so viel zu de« glücklichen Resultalet, dieser Gelacht bcigelragel, hat, haben Se. f. f«,Majeßäl ebenfalls das Großkrcuh des Marien-Thereslen-Ordens, und dessen G?« »c»al-Quartiermrister Generalen 0» Gneiseuau, das Commandeutk^euz- desselben Ordens zu verleiden geruht. Diejenigen Herreu Generale, Stabs-und Oberoffiziere welche sich in diesen glorreichen' Tagen besonders ausgezeichnet haben, behalt der en Chef komMandircnde Feldmarschall s,H-»or, Sr. k. k» Majestät noch vor Sinreichung der ausführlichen Relation nahmhaft zn> machen. Sämmtüchl Armeen ßnd in Bewegung, uM' de« Feinde aufdeM' Fuße zn folgn