ElNZEtPREIS: wocbentefi 10 ßpt »fllpl larburgtr ötuung Amtliches Organ des Verlag und Schriitleitung: Marburg a. d. Drau, Badgassc Nr. 6, Femnif: 25-67, 25-68, 25^9. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) ist die Schriftleitung nur auf Femruf Nr. 28*67 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht riickgesandt. Bei Anfragen Rflckporto beilegen. — Postscheckkonto Wien m. 541008. Steirischen Helmatbandes Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzcttong (mit Ausnahme d«r Sooft- u. Fdertflgs). Bexugsp'eis (im voraus zahtbar) monatlich RM 2.10 elnachl ZusCtll-gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der Oe-schiHastelle RM 2.—. — Anzeig«n- und E^ogsbesteliungen m der VerwaKmg. Olr. 167 TRarbum a. 2>rau, Oltpntag, 14.3ull I04i Si. 3o|yroono Die Stalin-Linie durcht>rochen Unsere Truppen dicht vor Kiew — Nördlich der PripetsUmpfe die starke Befestigimgszone am Dnjepr bezwungen — Witebsk seit drei Tagen in deutscher Hand Im Vorgehen gegen Leningrail Die Mitte der deutachen Angrifftfront steht bereits sQdlich Smolensk Aus d»tii F ührerbauptquartidf, 13. JuH. Das Oberkomitiifido dar Wehrmacht sibt bekaimt: Wie bereits durch SondermelduiiK bekanntgegeben. Ist die Stalbi'LInle In kUhnein Anftturm an allen entscheidenden Stellen durchbrochen. • Dte aits der Moklau heraus angetretenen deutsch-rumflnischen Armeen haben den Feind in breiter Front auf und Uber den Dnjestr geworfen. Aus Qailxlen heraus verfolgen deutsch-slowaklsch-ungarlsche Tru|)pen den fliehenden Feind. Nordostwärts des Dnjestr stehen deutsche Truppen dicht voir Kiew. NördHch der Pripet-SÜmpfo Ist die starke Befestlgungszone am Dnlepr be* zwungen. Damit Ist die Mitte unserer Angriffsfront Uber 200 Kilometer ostwärts von Minsk vorgetragen. Witebsk Ist seit dem 11. Juli In unserer Hand. Ostwärts des Pelpus-Sees sind deutsche Panzerverbände Im Vorgehen auf Leningrad. Unsere Luftwaffe hat durch Zerstö-1 glauben —, sie als die »verheerendste rung des feindlichen Eisenbahnnetzes I Durchbruchsaktkm der modernen Kriegs-dem üegner schon letzt iede wettere! geschlchte« anzusprechen sei. Möglichkeit einer Qecenoperation gröBe-1 Ualin« nnimolsniol ren StHs genommen. Bei zahheichen »lalin» UUppünpiVI ielndllchen Verbänden zeigen sich Ver-1 Verrat schon am Tage des Vertrag^^- lalts- imd Aullösungserscheinungen. Die fUr die Fortführung der Operationen unserer Panzerarmeen erforderlichen Nach- abschlusses mit Deutschland Genf, 13. Juli. Das verräterische Doippelspiel Stalins schubbaMn sind l^eits bis ^cht an die j[^ einiem »Zwei Dokumente« über- frUhere StaHn-Linle vorgeschoben. Ein Schnellboot torpedierte in der östlichen Ostsee ein Sowlethandelsschlff schrieibciien Arti'kcl des »Journal de Ge-iK've« festgestellt. Danach hat Stalin am 19. August 1939, (Dorden, 3er{tören, in Scherben fc^lagen' Von Karlheinz Rüdiger Die in den letzten Tagen der deutschen Ocffentlichkeit mitgeteilten Verbrechen im „Paradies des Arbeiters" reden eine elndriiigliclic Sprachcj sie dokumentieren die ratsaci^e einer unge-iieuren, in der CJcschichtc bisher un-gekanntcn menschlichen Verworfenheit. Sloch heute leben die »owictJschon Machthaber in dem gleichen Blutrausch wie vor 24 Jnbren, üIk sie die Macht an sich rissen. Dieser moskowisierte Mar-xismuM hat zur Verwirkhchung des jüdischen Welteroberungsplanes ein S^'-stein der Grausamkeiten, VerMcrflich-kciten und Niedrigkeiten errichtet, das nur in diesem rasscn^crmischten Haum des Ostens, der eine jabrlnindcrtcalte Tatarisierung und Mongolisierung hinter sich hatte, so wirksam werden konnte. Dem l>oischewistisebensordnung, sondern um eine /ortrüniinerung jeder auf Hcrsönlic'ikeitswert aufgebauten >Velt. Es war niemals konstruktiv, sondern stets destruktiv. Das hat seinen Grund nicht allein nur in den Verfalls-ersclHMnungen des östliciien Raumes, der für menscblirlie und iMjlitiscIie Außenseiter schon immer das grolio Versuchs- von 3500 hrt. mit dessen Unterging zu «n dem Tage also, als das deutsch-sow-rechnen ist. ' jetlsche Abkommen abgeschlossen wurde, In Nwdalrlka wurde ein vot einer Oehetoisltzung vor Mitgliedern rsm ArtlHerleleuer vOTlieraUeter nä^t-1 Politbüros geAuBert, daß es lür dis «eher Auslailsversuch der Briten aus To-; ^^SSR wesentlich sei, daß dieser Krteg "'tu 1 u ■ solange wie möglich dauere. Deutsche Kampfflugzeuge warfen Mu-, nltlonslager bei Marsa Matnik in Brand, kämpften fn Tobruk Flakbatterien aus der Luft nieder und vernichteten Munitionslager durch Bombenwurl. Im Kampf gegen die britische Versor- gunpschlffahrt vernichtete die Luft-1147 Sowieiftiiffzeuffe vernichtet, .77 Panzer, 400 Lastkraftwagen waffe In der letzten Nacht vor der brl- 15a tischen SUdostküste einen Frachter von I beschütze zerstört Die Luftwaffe lieini Durehbruch 4000 brt. Kampfflugzeuge bombardierten Berlin, 13. JuJi. Halenanlagen an der Themse-Münditng ] i>ie deutsche Luftwaffe unterstützte im und Ini Südwes eil der Inwl. , Verlauf des 12. Juli mit starken Kräften An der Kanaikjjste verlor der Feind Durchbruch de« deutschen Heeres «Stern drei Jagdllugzeuge Im Lu tkampf.i durch die Stalin-Linie. In aufeinander- hI? durch Luftabwehr 1 {olgenden Wellen wuixlen ' Truppenaii- * Sammlungen und rückwftrUge Bewcgun- der Kriegsmarine. Der Feind warf in der verKangeneTi 1 g^n der Bolschewisten mit Eiömlien belegt Nacht mit schwachen Kräften Bomben — - - - -im nordwestdeutschen Küstengebiet, ohne nennenswerte Schäden anzurichten. Naclitiäiier scliosscn zwei der anstreifenden Kampfflugzeuge ab. KorvettenkaDitän Schütze hat bisher Insgesamt 37 Schiffe und damit als siebenter Unterseebootskommandant über 200.000 brt vernichtet „Vertieerendite Onrchbruchahtloi der Kriegsgeschichte" Größte Unruhe in London — USA stark beeindruckt Newyork. 13. JuH. Die Newyorker Sonntagspresse bringt in größter Aufmachung dio Meldung des deutschen Durchbruchs durch die StaHn-Llnlc, die trotz gleichzeitiger widersprechender bnlschewlsllscher Meldungen sichtlich stark nnd unangenehm b^ln-druckte Einer Uniled-Preü-Meldung aus London zufolge hat dort der Durehbruch und im Tiefangriff mit Bordwaffen unter Feuer genommen. Altein im Räume um Smolensk wurden von deutschen Flugzeugen 77 Sow|et- panzer, 400 Lastkraftwagen, mehrere Transportzüge und 34 Geschütze vernichtet. Diese Operationen wurden ohne Verluste der deutschen Luftwaffe durchgeführt. Am 12. Juh wurden 147 sowjetische Flugzeuge vernichtet. Davon wurden 88 Maschinen im Luftkampf a*jgschossen, 59 am Boden zerstört. Die deutschen Verluste betragen im gleichen Zeitraum 9 Flu|;zeuge. Neue Luftansriffe auf Cypem Schwerste feindliche Verluste bei Tobruk Rom, 13. Juli. Der itallejilsclro Wchrmachts-bcricht vom Sonnitag hat folgenden Wortlaut; Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Im örtlichen Mittelmeer haben Verbände unserer Luftwaffe zu wiederholten Malen den feindlichen Stützpunkt von Famago«ta (Cypem) angegriffen. • In NordaWka wurden im Abschnitt von Tobruk feindliche mit Panzerwagen unternommene und mit starker Artlllerie-unterstützung ausgeführte Aniiriffc untei stärkste Unruhe ausgelttst. Es wird be- i schweren Verlusten für den Gegner zu-«ont, dnß, wenn sich die deutschen Er- rückgewiesen. Unsere Kampfnuezeugc ha folge hewphrhciten gollten — man kann 4ind will in London offenbar nicht daran beti vorgeschobene fe'ndllche Stützpunkts in der ägyptischen Wüste sowie Steilungen und Nachschubanlagen in Marsa Matruk angegriffen, wo Brennstofflager in Brand geworfen wurden. Jagdflugzeuge haben zwischen Sidi el Barani und Bugbug britische Kraftfahrzeuge mit Maschinengewehrfeuer t)elegt und dabei verschiedene Straüenpanzerkraftwagen zum Stehen gebracht unq zerstört. Der Feind hat Luftangriffe geffcn Ben-ga^si und Dorna gerichtet. In Dorna wurde ein Militärlazaratt getrr^ffen. in Ostafrika Regcnscitige ArtillerictätiÄ-keit im Abschnitt von Wolchcflt (Gon-rtar). Bei den letzten feindlichen Luftangriffen auf Tripolis gab es 22 Tote, davon 14 Italiener, imtl 54 Verli»lztc, darunter 34 Italiener. feld g«\ve«ien ist, sondern im weaentli-chen In dem Durchbruch der vorder-usiaLiscIien AlassenLnstLnkte, die diesen Osten benutzen, um Rache zu neiunen für die ,»Pogrome", die einst ein aHes Regime an ihnen vollzog, um rücksichtslos alle jene zu vertolgen, die ihre Racheinsünkte durchschaut haben. So ist dieses Sowjctrcich ein Ausfliifi clc) ver Nerven und ra'iselo^n Charakten» der iemah in der Gescliicli^ der Ä'Ienschbeit ^virksam war, das Lroebnis und der Höhepunkt jener die Völker nun schon l.SO Jahre bedrohenden, auf-lösend<>n roclenzen des Libesalismus. Darum steht am Ende der Lehre des Marxismus nicht die Herrschaft der .,ar'' bcitenden Klasfie", sondern die Diktatur des Abschaums der Menschheit, die Tyrannei einiger weniger. „Was ist kommunistisclie Moral?"' fragten einst einige Parteigänger l^nin. Er antwortete: „Morden, zerstören, in Scherben schlagen, Mcnn es der Revolution nützt Das ist also das „Sittengesetz" der Diktatur des Proletariats, über die Lenin ein andermal sagte: „Diktatur bedeutet nichts anderes als die durch nichts eingeschränkte, durch kein Gesetz, al>M>-lut durch keine Regel geliemmte, sich unmittelbar auf die Gewalt und nicht auf das Recht stützende Macht." Mit dieser anarchistischen Parole \\urde die Diktatur in der Sowjetunion errichtet, und Mord und Terror haben in den 24 Jahren bolschewistischer Herrschaft alle gesunden und lebensfähigen Keime dieses großen Völkerrau-nies zum gröliten Teil ausgerottet oder do< h so stark entnervt und niedergedrückt, daß man im Lager Stalins glaubt, nunmehr unumschränkt und absolut die Herrschaft über diesen Teil der Erde innezuhaben. Schon 1926 hatte man in Rußland über 11,5 Millionen Bauern und Handwerker hingerichtet, waren 6 Millionen zu Zwangsarbeit verurteilt und deportiert worden. Seitdem ist die Zahl der Ermordeten und nach Sibirien Ver-iKirmtcn nicht geringer geworden, sondern stets %-on Jahr zu .lahr gewachsen. l>or Sowjetbürger, den Stalin heute mit „Bruder" und „Schwester" anredet, wurde mit Gewalt gehindert, einen Blick über die Grenzen seines Paradieses hki-auB zu tun, um einen Vergleich apivi-schen den nerrlichcn Zuständen seines l andes und jenseits der Crenien anzustellen. Die Gewinnung Bessarabiens und der Nordbukowina, die Eingliederung der baltischen Staaten haben die Zuversicht der Führerciique des Bolschewismus auf die siegreiclic Weiterentwicklung ihrer Weltrevolutlon gestärkt Allzu st^hnell haben sie die großen Rückschläge ver-gesNen, die man ihnen bei ihren verschiedenen Aufstandsversuchen in den europäisrhon Ländern, am stärksten im spanisfben lltirgerkrieg, bereitete. Allzu loicblgläubig ineinten sie, durch die ge-s< liickte Ausweichtaktik eines Vertrages mit dem immer als Hauptfeind angese-liciien Deutschland sich in diesem kapi-lalistisclien Ivrieg der Großmacht« der Seite 2 »Marburger Zeltuns:« 1'4. Juli 1941 Num^r tG7 Welt jene Basis schaffen zu können, von der aus sie mit Erfolg die Weltrevolution Heitertragen können. Mit Aufmrrksamkeit haben wir seit dem deutsch - russischen Vertrag jene Aeußerungen Acrfolgt, aus denen immer deutlicher hervorging, wie sehr die Bol-üchewisten mit dem Zusammenbruch DeutsdUands rechneten. Manche dieser triumpliiercnden Haßdiktatoren konnten ül^r ihre Pläne nicht lange genug schweigen. Sie taten schon so^ als ob sie vor vollendeten Tatsachen standen. Dabei waren das alles HirMC-spinste, die heute uner dem harten Zugriff der deutschen Wehrmacht in ein Nichts zerflattern. Die bolscliewLstischen Zeitungen wurden zum Sprachrohr politischer Ehrgeizlinge, die schncll bei der Hand^ waren, um die große „Zukunft" des Sowjetreiches, die vor der Türe stehe, zu prophezeien. Sie hoben uns interessante und uufschlußreiclie Be-Mcisiuatcriulien in die Hände gespielt. An der Spitze dieser „Weltbefreier" stellt aber wie immer der Jude. Ej glaubt, den Sieg sicher in der Hand zu haben, und wieder einmal, wie so oft, muß er erleben, daß er auf der llölie seines sclieinbaren Triumphes in den Abgrund seiner VerwerflicJhkcit sinkt. 1921 glaubten die Juden, sich völlig frei in Deutschland bewegen zu können und die Herrschaft über das deutsche Volk innezuhaben. Damals tagte in Karlsbad der Zionistenkongreß, und der Jude Artliur Holitscher schrieb darüber: „Wem das Glück zuteil geworden war, das elementare Erlebnis Sowjetrußland mit dem Herzen und Hirn aufzunehmen, dem mußte in Karlsbad die überraschende Parallele Moskau—Zion zwin^nd zum Bewußtsein kommen. An der Spitze der Bewegung sehen wir die genialen, befreiten Ostjuden ungestüm vorwärtsdrängen." Diese ungestüm vorwärtsdrängenden Ostjuden stellen in der lieutigen Sowjetarmee den größten Prozentsatz der polnischen Kommissare, die mit grausamen Verbrechen an wehrlosen Oprfem sich hervortun, an aussichtslosen militärischen Stellen zu Hunderten Sowjetsoldaten in das Feuer der angreifenden deutsclien Armeen jagen und deren Terror und Schikane so groß ist, daß di« völlig hoffnungslos gewordenen Sowjetsoldaten trotz der ihnen vorgelogenen drohenden Erschießungen in der Gefangenschaft lieber ihre Peiniger er-{«chießen und in gewaltiger Zahl überlaufen, als sich von ilinen zu Tode quälen zu lassen. Diese Welt der Versklavung und des Chaos muß endgültig ausgerottet werden. Wir sehen lieute, daß es nicht mehr aUein möglich ist, sich >-or diesem Massenterror zu bewahren, indem man ihn aus dem eigenen Lande mit aller Härte verbannt, sondern man muß ihn aus der Welt scliaffen .Das Sowjetparadies muß ein Ende finden, so wie jedci Krankheit überwunden werden muß, soll der Körper wieder leistungs- und einsatzfähig für die ihm gestellten großen Arbeiten sein. Brltlsclies U-Boot versenkt .^us dem Führerhaupt.uartier, 12. Juli. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: »Die Operationen der verbündeten Truppen an der Ostfront verlaufen planmäßig. Bei bewaffneter Aufklärung gegen Großbritannien versenkte die Luftwaffe südwestlich Plymouth ete Unterseeboot und westlich Portreath einen Frachter von 2000 brt. Im Alittelmeerrauffl griffen deutsch« Kmnirfflugzeage militärische Anlagen in Tofanüc wirksam an. In der letzten Nacht vmtöt der britische Stützpunkt Port Said asfi Suezkanal bombardiert In LufittEflinpfen an der KanalkUste verlor äer Feind zwölf Jagdflugzeuge vom Muster Spitfirc. Einzelne britische Kampfflugzeuge warfen in der vergangenen Nacht im nordwestdeutschen Küstengebiet eine geringe Zahl von Bomben. Die Schäden sind unerheblich.« Segen den Sueskanl B erl'ifl, 12. Juli Nach dem vernichtenden Schlag deutscher Kampfflugzeuge auf den britischen Sammelflugplatz Abu Sueir am Suezkanal, wobei über einhundert britische Maschinen am Boden vernichtet wurden, war am II. Juli Port Said das Ziel eines deutschen AVigriffs. Die Hafenanlagen dieses Tores zum Suezkanal erlitten durch schwere Bombenreffer an verschiedenen Stellen umfangreiche Schäden, Stalin braucht rasch« Hilfe DER JUDE MAISKY WENDET SICH AN DIE BRITISCHEN GEWERKSCHAFTEN Stockholm, 13. Juli. Nach einer Londoner MeMunK von »Aftonbladet« übersandte der ^wiet-botschafter in London, Maisky, dem Vorsitzenden des britischen Gewerkschaftskongresses ein Tefegramm« in dem er an die britische Gewerkschaftsbewegung appelliert und den Wunsch äußert, es möge dafür gesorgt werden, daß der Sowjetunion »Maxlmalhille in mög-Hchst schneHem Tempo« geleistet werde. Der schwedische Korrespondent bemerkt liierzu, es sei kaum mögHch, daß die Frage der militärischen und Industriellen Unterstützung der Sowletunion auf die Dauer von der politischen Unterstützung der Sowjets werde getrennt werden können. Aus der Tatsache der für einen souveränen Staat unvorstellbaren Einmischung in innerenglische Angelegenheiten, wie sie der Vorstoß des Juden Maisky darstellt, der sich an die britischen Gewerkschaften wendet, geht abermals hervor, wie eng das Plutokraten- und das Sow-jet-Paradies aufeinander eingespielt sind. Der Jude Maisky betrachtet bereits die englischen Gewerkschaften als sein Hilfsmittel. Das Sprichwort, daß die ganze Hand dessen genommen wird, der dem Teufel den kleinen Finger reicht, dürfte nicht nur für die Briten zutreffen. SimowHsch mMhl dch starh Cr verspridit der Sowjetunion Hilfe Stockholm, 13. Juli Der nach London emigrierte frühere jugoslawische Ministerpräsident General Simowitsch gab eine Erklärung ab, in der es in schwülstigen Worten heißt: »Der britische Ministerpräsident und der britische Außenminister haben erklärt, daß die britische Regierung der in den Krieg gegen unseren gemeinsamen Feind verwickelten Sowjetunion jede mögliche Hilfe leisten werde. Im Namen der jugoslawischen Regierung erkläre ich, daß dieselbe mit der Haltung der britischen F?egicrung vollkommen einig geht und daß sie dieselbe Haltung einnehmen wird.« »Wundervoll« hat Herr Simowitsch hier nachgebetet, was sein Brotgeber Churchill ihm vorsprach. Die Welt allerdings wird sich amüsieren, daß dieser Putschist von Englands Gnaden sich erdreistet, aus London im Namen der jugoslawischen Regierung Erklärungen abzugeben. Es wäre besser gewesen, dieser Volksverräter, der durch seinen Putsch sein in Versailles künstlich konstruiertes Land ins Verderben trieb, hätte den Mund gehalten. So wird die Öffentlichkeit nur abermals daran erinnert, daß Jugoslawien nicht mehr besteht und darum auch keinerlei Hilfe leisten kann. Rataslrapliale Minenverliste BHglanis EIN GEHEIMNIS DER BRITISCHEN ADMIRALITÄT GELÜFTET Genf, 13. Juli. Über die Mimengefahr an der englischen Küste wird amtlich sehr wenig bekannt, weil die britische Admiralität Nachrichten über Schiffsverluste durch Minen auf das strengste geheimzuhalten sucht. Die Wirkung der ständiger. Verniinung der englischen Küstengewässer läßt sich aber aus dem soeben vorgelegten Bericht der britischen Rettuingsgesellschaft unschwer ablesen. Nach Angaben des »Daily Expreß« ist dieser mindestens halbamtlichen Quelle zu entnehmen, daß die Rettungsboote Im ersten Halbjahr 1941 nicht weniger al& 4i9 mal ausgelaufen shid, sodaß also im Tagesdurchschnitt sich mehr als zwei Ausfahrten ereigneten. Dabei wurden 783 Schiffbrüchige In Sicherheit gebracht, was einer Durchschnittsziffer von ziemlich genau 30 in der Woche entspricht. Diese Ziffer liegt um mehr als 50% über dem Durchschnitt des Weltkrieges auf dem gleichen Gebiete. Das heißt'nichts anderes, als daß sich immer wieder zahlreiche Schiffskatastro-phen in unmittelbarer Nähe der englischen Küste vollziehen, die jedenfalls zum größten Teil auf die Verminung der Kü-stengewässer zurückzuführen sind. Uubhingiikeitserkläning Monteiegros EINTRITT IN DEN BANNKREIS DES RÖMISCHEN IMPERIUMS Rom, 13. Juli. Montenegro hat seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt und seinen Eintritt in den Bannkreis des Römischen Imperiums angemeldet. Diese Tatsache beschäftigt die römische Sonntagspresse lebhaft. »Auch Montenegro ist ein Opfer des von den Pariser Vorortverträgen gehätschelten serbischen Imperialismus geworden«, schreibt Gayda in der Sonntagsausgabe des »Giomale d' Italia«. In zwanzig Jahren lernte Montenegro die Unerträglich-keit des serbischen Jochnes kennen, das ihm der traditionsniäßig nahestende ehemalige serbische Waffenbruder auferlegte. Immer stärker wurde der Drang nach Befreiung, der schließlich mit dem Sieg der Achsenmächte Wirklichkeit wurde. Die schnelle Umformung des Bal-kanraunies nach Abschluß des Balkan-feWzuges ließ Kroatien selbständig werden, vergrößerte Albanien und führte schließlich zur Wiederherstellung der Autonomie Montenegros. Der Lebensraum der stolzen montenegrinischen Rasse wird, so schreibt Gayda, vor allem in dem Gebirge zwischen Albanien und dem neuen Kroatien bestehen. Das italienische Volk begrübt den freiwillig zum Ausdruck gebrachten Eintritt Montenegros in den Bannkreis Roms. Wie das albanische Volk, habe es auch das montenegrinische Volk mit sei- nem ausgesprochenen Unabhängigkeitssinn verstanden, sich mit tiefem Instinkt gegen die Überlagerung der vorrückenden Rassen zu wehren. Im Bannkreis Roms werde Montenegro, so bemerkt Gayda abschließend, alle äußeren und Inneren Elemente finden, die für einen schnellen Aufstieg erforderlich sind. Monienegro feiert seine Delreinng R 0 m, 13. Juli. Das geschichtliche Ereignis der Ausrufung der montenegrinischen Freiheit und Unabhängigkeit wurde in Cetinje in Volkskundgebungen und festlichen Veranstaltungen gefeiert. Den Mitgliedern der verfassunggebenden montenegrinischen Nationalversammlung» in der die Proklamation des unabhängigen Montenegros verlesen wurde, ist von der Stadtverwaltung Cetinjes ein Empfang gegeben worden, wobei die tiefe Dankbarkeit der Montenegriner Italien gegenüber für die Wiederaufrichtung des sotiveränen und unabhängigen Staates zum Ausdruck kam. Der italienische Oberkoniimissar empfing am Sonnabend alle nach Cetinje zusammengekommenen montenegrinischen Amtsträger, mit denen er sich lange und herzlich unterhielt. Allen Kundgebungen wohnten die Führer der orthodoxen, der muselmanischen und der römisch-katholischen Kirche in Monienegro bei. Bessanbien nnd die BiiImwIm PROFESSOR ANTONESCU ÜBER DEN WIEDERAUFBAU DER ZURÜCKEROBERTEN PROVINZEN Bukarest, 13. Juli. Vor dem letzten Ministerrat erläuterte der stellvertretende Ministerpräsident Professor Michael Antonescu die Grundsätze des Wiederaufbaues der zurückeroberten Gebiete Bessarabiens und der Bukowina, für die Verwirklichung der ■Ziele der Regierung werde eine kurze vorbereitende Zeit die Isolierung der wiedergewonnenen Provinzen vom Kernlandc notwen-dig machen. Bis zum Ende der Feindieligkelten, an dem ein Dekret die Angliederun^; verkün- den werde, würden die Militärbehörden die einzige gesetzmäßige Verwaltung der Gebiete sein. Bis zu diesem Zeilpunkt werde auch kein Flüchtling dieser Gebiete zurück-keh jn und kein Besitz zurückgegeben werden können. Es werde aber dennoch die Neuordnung dieser Gebiete auch in dieser Zeit bereits begonnen werden. Zu diesem Zweck würden zunächst die Wurzeln der twischewl-slischen Herrschaft beseitigt. Eine weitere wichtige Aufgabe werde das Einbringen der Ennte s^n. Ebenso sei es notwendig, die Sowjetwährung schnelH aus dem Verkehr zti'^ziehen, uim den natürlichen wirtschaftlichen Umlauf in diesen Gebieten wieder in Gang zu bringen. Nach der Zeit der Kokhosenwirtschalt sei eine. QesatntrevisiOfl der BeiitzvertUIltnisse no.twen.diig. Erst dann könne sowohl den alten Eigentümern ihr Besitz rückerstattet, wie auch düe Verteilung des Besitzes festgelegt werden, der im AugenbJidk herrenlos sei Durch eine geschlossene Kotonisatloa werde die Baimbevölkerung des Alt-reiches und vor allem die Frontkämpfer neue ExistenzmöglicMceiten auf dem Boden Bessarabiens und der Bukowina finden. Die Verwaltung dieser Provinzen werde auf vollkommen neue Grundlagen gestellt. Sie würden eine funiktionelle Autonomie erhalten, und für ihre Verwaltung und Führung seien aus dem ganzen Staats-apiparat die besten Elemente ausgewählt worden. Die zerbrodieiie Stalbi-llnie Marburg, 13. Juli. Der Wehrmachtbericht meldet die siegreiche Durchbrechung der »Stalin-Linie« an den wichtigsten Stellen. Damit sind wieder einmal die Lorbeeren; die sich unsere Gegner schon auf Vorschuß geflochten hatten, jäh verwelkt'. Die britischen und die sowjetischen Nachrichten konnten sich bis in die letzten Tage nicht genug tun an Versicherungen, wie undurchdringlich diese mächtige Verteidigungszone sei und wie sicher an ihr der^ deutsche Ansturm zum Scheitern kommen werde. Sie begnügten sich nicht nur mit der Prophezeiung, daß hier der deutsche Vormarsch ein plötzliches Ende finden werde, sondern sie setzten von London aus der Welt sogar die erlogene Meldung vor, daß nach dem Stillstahd der deutschen Operationen bereits eine Gegenoffensive der Sowjettruppen begonnen habe. Wie der Wunsch oft der Vater des Gedankens ist, so wird er bei Churchills Nachrichtenpolitik schon seit Jahr und Tag immer der Vater dummdreister Lügen. Die ungezählten schweren Mißerfolge, die die großbritannische Armee und ihre Verbündeten im Lauf dieses Krieges erlitten haben und die wiederholt in einem militärischen Debakel endeten, wurden so regelmäßig durch eine Flut hochtönender Siegesmeldungen eingeleitet, daß man wahrlich über dje Geduld oder den Stumpfsinn der britischen Untertanen staunen muß, die sich diese andauernden Lügenserien ihrer amtlichen Nachrichtenstellen gefallen lassen, die dann immer wieder durch die unleugbaren Tatsachen ein schmerzvolles Dementi erfahren. Auch der Feldzug im Osten bietet wieder dasselbe üble Bild eines großangelegten Volksbeiruges: Bombastische englische Schilderungen voii der Größe, Ausrüstung und Kriegsbegeisterung der Sowjetarmee sollten die wahrscheinlich schon stark abgeflaute Stimmung im eigenen Land wieder beleben und die letzten Mißerfolge im Südosten Europas vergessen lassen. Nun kommt — so wurde versichert — der letzte und ganz große Schlag gegen die Deutschen, der den Endsieg bedeutet. Und als in den ersten Tagen das Oberkommando der deutschen Wehrmacht in weiser Zurückhaltung nur meldete, daß die Operationen im Osten planmäßig weitergehen, da triumphierte der britische Nachrichtendienst, daß der Blitzkrieg gegen die rus-sisdie Dampfwalze erfolglos sei. Ebenso schnell hatten sich die Lügner in London und auch in Moskau wieder gefaßt, als dann das deutsche Oberkommando sein Schweigen mit der Meldung von veniichtenden Niederlagen der Sowjettruppen brach. Weil man diese Niederlagen und das siegreiche Vordringen der deutschen Truppen doch nicht ganz ableugnen konnte, erklärte man die bisherigen Kriegshandlungen nur als ein unbedeutsames Vorspiel, während der wirkliche Krieg erst an der Stalin-Linie beginnen werde. Die aber sei, so versicherte man inuiier wieder, unbezwing-lich und hier werde die große Wende einsetzen. Und das Oberkommando der Wehrmacht schwieg wieder und redete erst, als die Linie an allen jenen Stellen durchbrochen war. an dunen es für die deutsche Strategie wichtig war. So antworten immer deutsche Taten auf die gegnerischen Lü.^en. Churchill und sein neuer Freund mögen sich nun den Kopf zerbrcchen, wohin sie jetzt den neuen Wall des Widerstandes verlegen sollen. Nummer 167 »MarUurger Zeituns?« 14. Juli 1941 Seite .3 Sturm auf die Stalin-Linie am Dnlepr Wir sind am MmiMl AugonzeugM •Ines Grossangriffes im Osten .Von Kriegsberichter Werner Kark PK.... r3. Ml Am Vorabenid schon hat^e uns der Staffel!k!W>itän zu einer bedeutsamen nti£best)r€chung zusammengerufen. Ein halbes Hundert Kilometer etwa trennte unseren Feldflugplatz noch vom Dniej>r. Wer Tag um Tag mit unseren Nahaufklärern den breiten Raum von der Be-resina bis zu dieser Wasserscheide durchstreifen konnte, ahnte bereits, Welche militärische Entscheidung heranreifte. Am großen Strom des Ostens würde der Feind sich wieder stellen; dafür waren die neuauflebende hartnäckige Albwehr in der Luft und seine von uns längst sorgsam erkundeten neuen Feldbefestigungen am Ufer unwiderlegbare Zeugnisse. Die sowjetische Agitation siirach seit langem pralilerisch von einer Stalin-Linie, die dem ungestümen deutsdien Vomnrscli endgUitlg Halt gebieten würde. Wir sind auf jeden Widerstand gefaßt gewesen, auf der Rrde und in der Luft; die bisherigen Erfolge aber schenkten unseren Soldaten aller Waffengattungen auch vor diesen bolschewistischen Bastionen unerschütterliche Siegeszuversicht. Mit Spannung sahen wir deshalb unseren Aufträgen entgegen, da wir im bisherigen Verlauf des Feldzuges einen gewichtigen Teil am Gelingen cter Operationen beitragen sollten. Wer einen Blick auf die Landkarte warf, konnte rasch ermessen, welche strategischen Vorteile mit dem reibungslosen Abiauf dieser Aktion verbunden sind. Die mittlere Angrlflsfront stand wieder im Schwerpiinict groBcr Ereig-lisse. Nur Stunden noch trennten uns von einem neuen entscheidungsreichen Qroß-angriff im Ostfeidzug. Wir waren sicher, daß im Morgengraijen des 11. Juii sich vor unseren Augen ehi Bild entrotten würde, das nur noch mit den Stahlgewittern des ersten Kriegstages im Osten verglidien werden konnte. Es ist 43) Uhr in der Frühe, wieder jener zauberhafte Sommertag, wie er uns am 22. Juni geschenkt wurde. Die wind lose Stille der weilen Ebene wird mit einem Schkge von den aufheu4en^n Motoren unserer Flugzeuge zerrissen. Rasch hebt sich die Maschine vom Boden, kreist noch einmal elegant um den Platz und stürmt dann gegen Osten. Wir fliegen dem roten Sonnenball zu, der sich glühend aus den Dunstschlefcm am Horizont erhebt. In tiefem Schlaf scheinen Erde und Menschen noch versunken zu sein. Wir aber wissen, daß dort vorn am Dnjeipr tausende deutsche Soldaten mit pochen-dcn Herzen auf die Sekunde des Angriffs warten. Flüsternd werden sie an ihren ücschützen stehen. Schweigend, mit an-;:chaltenem Atem liegen andere in der Fiereitschaft am Flußufer in der Nähe iiircr Sturm- und Schlauchboote. Die Panzerlcute werden jetzt wohl die Tarnung von schweren Stahlkolossen entfernen. Pak- und Flakmänner sind auf dem Posten. BaW wird der Feuerorkan entfesselt. Im gleichen Augenblick sind unsere Gedanken bei den Kameraden der operativen Luftwaffe. Hintereinander fliegen sie in Ketten, Staffeln und Geschwadern — starke Kräfte unserer Kampfverbände. von Jä-ccrn und Zerstörern gesichert. Wenige Minuten vor der Artillerie sollen sie das Vorfeld am jenseitigen Ufer bombardieren. Nun kreisen wir schon über dem Strom. Deutlich zeicimon sich die lustigen, zum Teil unvollendet gebliebenen Vorarbeiten des Gegners ab: frisch aufgeworfene TankfaHen, Schützengräben und BuiAer. Ülicr sie hinweg soll der Stunn deutscher I ruppen gehen. Die feindliche Seite .vchwcigt, Sie muß sich im klaren sein, welchc Entscheidung am Dnjepr fällt. Über den Verteidigern aber lastet das Bewiißtsf?in, ohnmächtig zu sein gegen die Wucht des deutschen Angriffes, Puiiki X Uhr luorgens, am 11. Juli: der Nahnufklärcr ist schon tief In den feindlichen Kaum oinRcdruiigen und hat die erste Aulinarsclistrnßc der goßnerischen Vcihrindr erkundigt. Üa stolkn plötzlich, vom Westen her kommend, deutsche Kampfflug- zeuge vor. Ein Zauberschlag scheint Himmel und Erde verwandelt zu haben. Zur Linken und zur Rechten stürzen Stukas in die Tiefe, Zerstörer fegen in Ketten über die Straße hinweg, Jtor sichern am Strom. Immer neue Bomber aller Typen ziehen in geschlossenen Verbänden heran. Deutsche Maschinen sind überall, sio stürzen sich auf den •entsetzten Gegner. Riesenpilzo aus Rauch und Feuer steigen geisterhaft empor. Brände flackcrn auf und Leuchtspurfäden aus ungezählten Maschinellgewehren sprühen hinunter. Wir schweben allein, ganz im Banne dieses einzigartigen Kriegsschatispiels. Noch stürzen und steigen um uns herum die Stukas, und wieder marschieren andere Formationen deutscher Kampfgeschwader heran. Da beginnt schon der neue Akt »des Dramas an dem Djepr«. in riesiger Frontbreite eröffnet unsere Artillerie aller Kaliber das Vernichtungsfeuer. Mündungsfeucr blitzt auf am Strom, schwerc und schwerste Brocken iiculcii über das Wasser. Wie ein Leichentuch breilen sich am Ufer der Snwjetarmej Staub und Rauch aus. Hin und wieder, aber kaum planvoll antworten die Bol-schewisten, wenn unter uns ihre Kanonen schleßcn, registriert unser Beobachter seelenruhig in der Karte ihre Stellungen ein. Einmal scheint die feindliche Flak auch unsere Gegenwart als lästig zu empfinden. Wütend schickt sie ihre Granaten hoch. Weiße und schwarze Wolkenbäll-fmem Marsch nach Osten. chen tanzen eregt um die Maschine. Der, Flugzeugführer kurbelt geschickt und bringt den Aufklärer rasch aus ihrem Feuerbereich heraus. Unser Auftrag geht zu Ende. Der Aufenthaltsort, Bestand der Artillerie des Feindes und verschiedener Kolonnen sind die Ausbeute der morgendlichen Erkundung. Der Gegner selbst aber beschleunigt überraschend unsere Heimkehr. Aus der strahlenden Sonne heraus schießen plötzlich drei Jäger auf uns zu. Ratas! Noch im rasenden Abschwung nach unten sprühen ihnen aus der Kanzel der Fokke-Wulf MG-Garben entgegen. Mit Höchstgeschwindigkeit, die kaum von den feindlichen Jagdmaschinen erreicht wird, brausen wir zurück über den Dnjepr. Glatt hängt der Flugzeugführer die Maschinen ab und dreht seine Kurve am diesseitigen Ufer. Noch einmal schauen wir herab auf die entfesselte Schlacht am Strom. Ein Ruf der Überraschung: Da bewegen sich auf der glitzernden Wasserflüche schwarze Punkte auf die Stellungen des Feindes zu. Hurra! Unsere Boote setzen über! Es wimmelt am Fluß von deutschen Soldaten. Im Nahkampf werden sie jetzt den Bolschev/isten zu Leibe gehen. Die Brückenköpfe sind gebildet, hinter ihnen kommen unsere Pioniere, und wenn der letzte Hammerschlag getan ist, wälzt sich aufs neue das Heer der nationalsozialistischen Revolution in unaufhaltsa- bevöUcerung vorzubeugen, hat schließlich General Dentz angesichts einer militärischen Aaißichtaloisi^eit, den Widerstand fortzusesfczen, um Wafftinistill-stand nach-•^esucht. Churchrlls Diktat lautete: Frankreich solle nicht mit den Engländern, sondern mit dem Verräter de Gaulle v^handeln. Die syrischen Truppen sollten künftig unter de Gaulle weiterkämpfen. Wer das nicht wolle, könne auf »Amnestie« hoffen. Zynischer ist wohl noch niemals un{:r Ausnütizung eiiner momentanen glimstigon nriintärischen Lage vinem tapferen, abc* untcrJegenen Feind gegenüberp^etreten worden. Selibstverständlich haben die Franzosen unter Fortsetzung ihrer ehrc:i-h^ten Haltung üs abgelehnt, mit den eigenen Landesverrätern zu verhandeln OKier gar die widerliche Konstruktion eine »Amnestie« hti'nzu'nehmen. Aligelehnl Vieh y, 13. Juli. Frankreich hat die von England gestellten Waffenstillstandsbcdingungen als mit der Ehre Frankreichs nicht vereinbar abgelehnt. 'chlüssflburg ()\^\ j I mmsche>^^ .^-Nowgo^od -W R ß Vj S E Krasn oatfis^ftQC. tinmas •Lea/ ^ ftUfn Aniikü )^4skau \S^fpja-s^ussa %Mkfjk-S/o^odo ^ ici \ g 0 aina^ Pefschtj T,./J . - ' u ch Winoou •Nomt-shew X Opqfsehka Hastnpmtgt, l- IS, Ingen^ Torcpez Mitau HOSi ^ ißobura' et^i mhkijeLuki Sok^niki eikiat Newel "Po/ink Rokiskis^ Welish Schaule • Riehvas m aL,' ÄO.f. J 'i^Sauen *•> j\ •Wioze Witebsk • Lepef D^thtnaw Smorgonie zmiono hatajwifschi onssow Sut¥al Tschaassy Rakow kianow. (^rodtk Horma Bobruis ^Sfuik Ikowysk ranomtSCnt \lecJ hiobm Sfontm mNomyltwor Lubaszewo Gmbe SIjöodo Rjetschf Cfteha, osfrtw •Li+ows Karle: Archiv Englands WafienstllistaMlsbedIngangen fflr Syrien Berlin, 13. Juli. Seit sechs Wochcn führen die Engländer zusamnien nnit den Verrätern des französischen General de Gaulle einen konzentrischen Angriff auf das französische Mandatsgeibiet. Sie Iwiben den Angriff unter der falschen Behauptung von der Anwesenheit deutscher Streitkräfte eröffnet. Scchs Wochen Kainipf haben diese englische Behauptung widerlegt. Auch nicht einen einzigen Soldaten d'Cr deutschen Wehrmacht haben diie englischen Ein-driiTßlinge geilundcn. \yk Engländer erhofften, einen billigK^n Blitzsieg einheimsen zu können, um ihren ramiponierten Ruf nach der Balkanniederlaigii' wiederherzustellen. Statt dessen haben sie sechs Wochen kämpfen und eine Unsumme an Menschen und Maforial an die syrische Front verfrachten müssen. Die Regierung in Vichy unil die französischen Truppen in Syrien unter Führung des Genera'Is Dentz haben auch unter aussichtslosen Voraussetzungen den Kanipf gegen den englischen Einfall aufgenommen. Scchs Wochen haben sie sich der Obermachl erwehrt. Um einem unsinnigen Blutvergießen unter der Zivil- Slaalsprüsident Dr. Hacba 69 iahre all Glückwunsch des Führers P r a g, 13. Juli Der Führer hat dem Staatspräsicientfn Dr. Emil Hacha zum 69. Geburtstag feiegraphisch herzliche Glückwüntxhe übermittelt. Reichsprotektor Reiclisminister Freiherr von Neurath besuchtn den Staatspräsitlr-n-ten Dr. Hacha auf- Schloß Lana, um ihr.i seine Glückwünsche zum 69. Geburtstn;: auszusprechen. Geplanfer Überfall auf iieu!sche imrl schwedisclie Häfen B 'e r 1 i n. 13. juÜ. In dem sowjetischen Kriegshafen Libau wurden bolschewistische Angriffsbefehle für die dort stationierten Sowjefschneil-»joote gefimden, die den Beweis erb Ingen, daß diese Memel, Danzig, Ooten-hafen sowie schwedische Häfen überfallen Sollten. . Der USA-Postminister im Chor der Heizer Stockholm. 13. Juli. Der USA-Postniinister Walker woi'te im Chor der Mctzcr nicht tchleu und bei seinem Herrn und Meister i.ich ein nc.ic» Lob einheimsen. Darum ^.teilte er sicli in Butte (Montana) an den Ruudiuiik und behauDtete. es kötiiie keinen FricJ^ii, keine Sicherheit ^'cben, solaiiKC n Deutschland der Führer regiert. Nachdem Cr die nütige Stimmung unter seinen Landsleuten scücn die bösen Deutschen« iicniaclit hatte, meinte er tiefsinnig. wenn DcutsdihinJ nicht uin\-:!ia'-ten werde, würde dies den l'iUer;:aH.; der amerikanischen Zivilisation bedeutend). Obwohl Walker naiiirlich we^H. daß die USA in keiner Weise von Deutschland bedroht werden, hct/ic er dann zum Kintritt der USA in den Krio,-und erklärte, der Krie^ werde salan^'e von Amerika ferngehalten, solang, tji-,-land und die Sowjets W iderstand leisten könnten. Amerika müsse dalier souoh; England wie auch die Sowiets unterstützen. Also auch Walker b.'Stätii:tL. djll die USA und die Bolschcwisten jet7.t, weil es liegen Deutschland geht, trotz allLr bisherigen Ciegciisätze ein Merz und eine Seele sind. Und um daf> noch unlcr-strelchen. behauntete dieser Mann alkn Ernstes, es sei unchristiicli (!). zuzulassen, daß Dculschland den Kommunismus ausrotte. Der Kommunismus als \ ertei-digcr des Christentums — damit hat Walker 'edenfalls einen Rekord aui'^e-stellt. Der firenzsireil zwischen Peru und Ecuador Neue Zwischenfälle L i m a, 13. Juli Das peruanische AußennilnistiMium veröffentlicht eine Mitteilung über erneuti' Zwischenfälle an der Grenze zwisclien Peru und Ecuador. Das Geni^ralkr-mman io der fünften Militärrcf^ion in Quito hat iler Regierung mitgeteilt, daß am !(^. lul' morgens Ecuador-Truppen auf (Kmu l'i-gre-Fluß erschienen seien und den p ■ ruanischcn Posten bei Ratra an^egriffvii hätten. Gleichzeitig orfolute atn Past'iz 1-Muß ein Angriff auf die peruanische Gt-ni?^nn Soplin. Heide Angriffr seiLMi abgeschlagen worden. Da^ peruanische XuPenministi.Tium er-klärle, es halte einen emcuU n P-'ot(St bei der Regierung von Ecuador für unnütz. Seite 4 ^Marburger Zeitung« 14. Juli 1941 Nummer 167 Bolschewisflscher Blatrausch geoen Gott „Religion ist Opium für das Voile' Die nationalsozialistische Volitsführung hat nie ein Hehl daraus gemacht, daß es iiir den deutsclien Menschen ein Zusammengehen mit der bolschewistischen Weltanschauung nie geben kann. Die dcmokratisch-plutokratische Welt aber, die sich heute als Verteidigerin von h'reilieit, Menschlichkeit und Christentum aufspielt, kann plötzlich niclit genug Lo-be.siiynnien auf den Bolschewismus sin- BHToe CEMEMcrao" Weltbild (M). Die Verbündeten des Bischofs von. Cantcrbury Diis hier ahj^childetc 'I'itclblatt der bol->ciic'\\istisclieii Zeitschrift der (iottloscMi stellt eine einzigartige Verunglimpfung der »Heiligen l-nniilie« dar. Dieselben Wortführer, die in vergangenen Jahren die erbittertsten Feinde des Bolschewismus waren, haben sicli plütz-hcli, wo es gegen Deutschland geht, zusammengefunden. l)ie frömmelnden l'liitokraten, die mit der l»ibel in der Hand umherlaufen, gehen jetzt Arm in Arm mit den Bolschewi-sten, den Zerstörern jeglichen Glaubens und jeglicher Kultur. gen. In den Tagen des großen jugosla-wischüii Verrates an den Aclisenniächteii haben christlich-orthodoxe I'ries4er und Bischöfe unter Leitung des englandhörigen Bischofs Nikolaj sich an bo-lschcwi-stischen Kundgebungen beteiligt. England und Amerika triefen heute von frommen christlichen Sprüchen und gleichzeitig von überströmender Begeisterung für den Bolschewismus^. A\an weiß nicht, ist es mehr Verblendung oder ist es ausschließlich verbrecherische Niedrigkeit, daß die plutokratische Welt heute^ im Bunde mit dem Bolschewisnms das Cliri-stcntum inid die Menschliclikeit verteidi- ^ gen wül. ' j Der Bolschewismus hat ja gerade nach dem Zeugnis der christlichen Theologen! und Literaten das Cliristentum in seinem ] Hereich fast restlos vernichtet. Tausende von Mönchen, Nonnen und Priestern | wurden hingerichtet. ^Allein. 1917 bis 1921 wurden 1343 Priester j^etötet. Zahllose andere Geistliche wurden verbannt und ein-Kelterkert und kamen In Elend und Not um. Der sröBte Teil der Kir-chengebäude wurde gesprenKt und vernlctitet. 1936 waren in Moskau von 430 Kirchen nur noch 53 offen. Die kultischen Geräte wurden vom Staate eingezogen. Von dem einst so blühenden Leben der russischen Kirche blieb fast nichts mehr übrig. Die Ciröße des bolschewistischen Vsmichtungswer-kes wird erst klar, wenn man bedenkt, daß die russische Kirche 1914 bei einem Mitgliederstand von 08..363.874 Gläubigen 54.174 Kirchen. 23.593 Kapellen, 67 residierende Bischöfe, 3246 Erzpriester, 47.859 Priester, 15.035 Diakone, 478 Männerklöster mit 11.845 Mönchen und 9485 Novizen zählte. Die protestantische Kirche, die 1914 in Rußland 230 Priester zählte, besaß 1936 nur noch acht amtierende Priester. Die katholische Kirche, die zu Beginn der Sowjetherrschaft 1.6 Millionen Anhänger zählte, konnte sich zwar in aller Stille einige Bischöfe und Priester zum großen Teil in getarnter Arbeit in Rußland erhalten. Amtlich wurde aber auch sie weitgehend im Sowjetreich ausgeschaltet nnd verfolgt. Die Jesuiten d' Herbigny. Schweig! nnd Nöt-ges haben ausführlich in ihren Schriftcn darüber berichtet. Das gesamte Lebe-n wurde unter der Sowjetherrschaft auf den Kampi gegen die Religion abgestellt. In zahllosen Schriften, Plakaten, Ausstellungen, Versammlungen usw. fand dieser Kampf seinen Niederschlag. Nur ein Dokument aus einer bolschewistiischcn Bauern-Wandzeitung: »Wir haben deine Botschaft gelesen / Im Klub lasen wir abends deine Botschaft. / Dann malten wir dies. / Auf einem großen grauvn Pappkarton malten wir dein Bild: / Eine Gran^ate malten wir dir statt des Kopfes ' Und einen Mund wie einen Rüssel, / Der; giftiges Gas blies. / Und deine Füße roll-1 ten daher / Wie Raupenschlepper eines Tanks, / Dein Bauch war gepanzert wie ein Tresor, / Mit gestapelten Bündein von Baniknoten gefüllt . . . / Und dazu schrieben wir an dich und die deinen folgende Adresse; / »Dem Voliko lehrt ihr duldende Duniiinheit, / Den Reichen aber eifert ihr an: bereichere dich! / Das hysterische Gebrüll eiserner Glocken / Wird uns nicht zu Boden schlagen. / Vorüber ist die Zeit des weihrauchspeiendcn Popen / Und vorüber die Zeit, / Wo wir an Gott gefesselt / Hinter buntgemalten Heiligenfen-1 Stern / Choräle sangen. / Nach dem ver-1 bran'nten Fleisch der Ketzer / Riechen 1 eure Worte, / Und in euren Kirchenhallen dunstet noch heute / der Raueh der Scheiterhaufen, / Ihr Spürhunde Gottes. / Eure Enzykliken und Bannbullen / Verbrennen wir in unseren Hochöfen; / Mitten in eure Messen hinein / Knallt das i Koniinandowort der Roten Armee . . . / So, und damit fertig, / Und mm kommt, wenn ihr wollt, / Und holt euch uns'eren Segen.« In Verfolgung des Satzes von Marx, daß Religion das Opium des Volkes ist, wird vom Bolschewismus jede Religiosität, jede Oottgläubigkeit, ja jeder Idealismus bekämpft. Bucharin und Preo-braskonsiki halben dies in ihrem »AT^C des Kommunismus« ausdrücklich niedergelegt, und Lenin selbst hat gesagt, daß Gott der Erzfeind der kommunistischen Gesellschaft ist. Unmißverständlich schreibt Bucharin: »Alle idealistischen Betrachtungen führen letzten Endes zu einer Art von Gottesbegriff und sind daher in den Augen des Marxisten barer Unsinn. — Die einzigo wissenschaftliche Erklärung für alle Erscheinungen der Welt wird durch den Materialismus geliefert.« Der Nationalsozialismus sttht als Realistische Weltanschauung im schärfsten Gegensalz zu diesem bolschewistischen Materialismus, der Glaube an einen tiefen Sinn dieses Lebens, der Glaube an eine göttliche Kraft, die enge Verbundenheit alles Lehens mit der Gottheit sind unverrückbare Wesensb-estandteile unserer V/eltanschauung. Der germanische Kampf gegen die Sowjetherrschaft ist deshal'b nicht nur eine politische Auseinandersetzung, sondern auch ein religiöser Kampf gegen den gottlosen bolschewistischen Materialismus, Anton Holzner. fei (PK-SchOrer-Scherl-M.) Heckenschützen werden aus den Häusern herausgeholt Bolschewistische 1 leckenschützen, die aus dem Hinterhalt aus Häusern schössen, werden herausgeholt und nach Waffen durchsucht Hinter der Ostfront PK.-Marschnck-wcitbiid (m). Hin Straßenbild von Horoschow kurz nach den Kihnpfen PK.-Mantlicy-Wclibild (M.) Am Wege des Vormarsches Von deutschen Mörsern vernichtet Die schwarzen Pferde Roman von Tarjei Vosaas (42. Fortsetzung) »Die sind beide unterwegs, .Anibros und Leiv.« x>lhr werdet wohl noch andere Wagen haben. Ich will nach Flaa, habe ich gesagt.« Björnskinns Augen sind böse. Aber es bleibt Viv trotzdem nichts anderes übrig, sie muß Kaue einspannen. Unterwegs erzählt Björnskinn: »Er kriegt heute seinen Denkzettel, dein Vater — das habe ich mir vorgenonmien.« Du bist ein Schaf, Björnskinn!« ver-.»^ucht Viv zu schcrzen. »Der Vater wehrt sich schon seiner Haut. Besser, du kommst ihm gar nicht in die Nähc._ — B'örnskinn, Lieber!« fleht sie ihn schüeR-lii-li an. Scher' mich heute nicht drum, ob die A^äi.Uhen bitten und betteln, hab' mir AUit angetrunken und brauche noch ni"hr. Da schau, willst du einen Mundvoll Iinbon? Hättest du nicht auch gern ein V. in/ig kleines bißchen mehr Mut? — llfute kriegt er seinen Denkzettel!« Viv ist krank vor Grauen. Kurz b-'vor es dunkel wird, klingt von :i Strafte Schellengeläute, und Ambrof. 1 itmiit zu sii'h: Ibt iUib Kan^Vvi: Es ist Kane — und Viv und ein unerwarteter Gast: Björnskinn. Er kommt im Wagen wie ein großer Herr. Salvor geht hinaus und empfängt sie, er sieht, daß Viv unruhig und besorgt ist, wagt aber nicht zu fragen. Björnsinn steigt, aus dem Schlittcn. »Kann ich hier übernachten?« »ja, wird wohl nichts anderes übrigbleiben«, antwortet der Hausherr. »Fährst du gleich wieder zurück, Viv?« »Ja«. Sie wendet Kane. — »Sic sollen wenigstens vcr^suchen, vernünftig zu bleiben, Salvor!« sagt sie im Fortfahren. Sie kennt ihren Vater gut genug, als j daß sie sich noch weiter einmengen' würde. Salvor führt Björnskinn in die Küche. »Da ist es schein warm, Junge.« In Björnskinns Augen glimmt es unheilvoll auf. Die Küche ist für ihn gut genug. An den Herd, um sich zu wärmen. | »Ja, da es ist schön warm. Du scheinst ; Gäste ibei dir in der Stube zu haben, Sal- j vor. Schau her? Willst du einen Suff?« »Nein, Björnskinn, danke vielmals, aber —.« Halvor geht hinein. »Aber ich will."Seit wann ist dein Mann i gar so trocken, Frau Halvor? Willst du einen? Einen für mich — einen für dich — j und wieder einen für mich —.« | »Tu das weg!« sagt die Hniisfrau von . Flaa etwas scharf. Sie ist nicht zum Dummhcitenniachen aufgelegt. Wfnn sie leer ist krirgst du sie. Icti bin heute auf Raufen aub, verstanden? Jetzt komme wieder ich _ jetzt heben die da drinnen auch einen. — Darf ich nuch nicht unterhalten, wenn es auf meine eigenen Kosten geht? Ja, da ist es schön warm.« Es vergeht enie Weile. Wird jene Dämmerstunde, wo der Tag nicht mehr leuchtet und keine Lampe nützt, die blaue Stunde. Da gibt sich Björnskinn plötzlich einen Ruck. »Was willst du da drinnen?« fragt die Hausfrau geschwind. »Die haben genug mit sich allein.« »Jetzt werde ich ihm ein Auge ausstechen —.« Die Worte bleiben gleichsam in der Luft hängen. Die drei Männer am Stammtisch kümmern sich mit keiner Miene um Björnskinn. Sie lassen ihn ganz herankommen, sind ganz versunken in die Gläser und ins Geschichtenerzählen. Hinter der großen Tischplatte, in der Ecke, sitzen Halvor Fha und Prager. Ambros sitzt frei auf der gegenüberliegenden Seite. Björnskinn sct>ct sich ganz unbekümmert neben Ambros. >Ambros! Erinnerst du dich an Dalii-Isvam?« () ja.« Björnskinn kommt näher. »Hast du dafür nicht etwas gut?« Möchtest du wieder was verdienen?'^ fragt Ambros voll Hohn. »Was für einen Dreck hast du denn getrunken? Du riechst ja wie —.« Ambros' Augen sind groß und blutunterlaufen, voller Spott und Hohn. Björnskinn starrt in sie hinein und zielt in Gedanken. Er fährt wie auf ein Pfeil, gibt der schweren Tischplatte einen Schub, daß Halvor und Prager eingeklemmt sind, und dann ist er über Ambros, drängt ihn nach hinten. Ambros schwankt unsicher und fällt dumpf auf die Dielen. Björnskinn hängt ihm an der Brust, mit zitternden Fingern sucht er — dann klingt ein Wahnsinnsschrei auf. Halvor weiß nicht wie, aber plötzlich hat er sich befreit und ist auf der andern Seite des Tisches, packt Björnskinn. — »Gott helfe dir!« _ Das eine Auge von Ambros hängt zerdrückt auf der Wange. Das wird ein Aufsehen geben! Einar eilt in den Stall und schirrt Sankerib an. Prager bemüht sich um den Verletzten. Halvor und seine Frau suchen aufgeregt nach irgendeinem Stück Zeug, um es dem Ambros um den Kopf zu winden. Der Anblick dieses Gesichtes ist nicht zu ertragen. Björnskinn steht in seinen ärmlichen Kleidern da und zittert, .\nibros wendet ich ihm zu: »Ich habe noch eines, Björnskinn.« »Ambros!« ruft Björnskinn berei^'^ reuevoll. »Ambros!« Jetzt ist Sankerib fertig. Anibrns wird in den Schlitten gepackt, es geht in rasender Fahrt zum Arzt in ienem ersten leirhtcn abendlichen Dunkel, in der i blauen Stunde. Nummer >Marb"urc:er J^eituncr« 14. Ttilj 1041 Seite 5 AUS STADT UND LAND nnifniiiiiiiiiiiiniiiiiiiittiiiiiiiiiiimiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiHiii^iHiiiiiiiiiiiiiHiiiitiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Deutsch-ukrainischer Kameradschaftsnachmittag Im stolzen und siegreichen Kampf gegen das bolschewistische Rußlarndf stehen auch dis ukrainischen Studenten der Universität Graz m treuer Waffenbrüderschaft an der Seite ihrer Kameraden. Die Gaureferentin der Arbeitsgemeinschaft na-tionalsozialistiischer Studentinnen, Herma H a l 1 e c'k e r, lud nun alle ukrainischen Studentinnen zu einer gemütlichen Teestunde ein, an der auch Führerinnen der ANSt teilnahimen. Die Gcstaltunp des Nachmitta-gs la^ in den Händen der Außenreferentin Liesl Hoffmann. In regem Oedankeniaustausch erzählten die ukrainischen Kameradinnen aus ihrer Hermat und ihrem meist schon sehr bewegten Schicksal und dankten für die herzliche Aufnahme in die Gemeinschaft der deutschen Studentinnen. Die Gaureferentin Herma Haliecker ga'b der Hoffnung; Ausdruck, daß nach dem siegreichen Ende des gewaltigen Ringens unter unserem Führer Adolf Hitler für beide Völker eine bessere Zukunft in treuer Freundschaft erstehen werde; sie bat die Kame-radininen aus der Ukraine, neben der studienmäßitgen Bereicheruing auch eine persönliche warme Erinnerung an ihren Aufenthalt in der grünen Mark in ihre Heimat mitzunehmen und widmete jedem Gast ein Buch von Graz. Unter fröhlichen Volksliedern der ukrainischen und deutschen Studentinnen klang die vom Geiste besten Einverständnisses getragene Veranstaltung aus. m. 600 Steirer fahren nach Bayreuth. Mitten im Kriege ist das Reich imstande, aus allen (jauen viele Tausend Volks-Kenosseii zu den Festspielen nach Bayreuth, der seistik^cn WelhestUtte des Reiches. zu laden. In cinisren Tajicn werden nun 600 Soldaten, Arbeitsmänner- und Maiden und Oefolgscliaftsanßehörige aus dem Gau Steiermark kostenlos nach Bayreuth fahren, um dort Wasners »Götter-dätnmerung« zu erleben. m. Mitgliedskartenüberreichung in Gü-nobitz. Kürzlich fand im festlich geschmückten Saal der »Deutschen Jugend« die feierliche Überreichung der Mitgliedskarten des Steirischen Heimatbundes an 173 .Mitglieder des ehemaligen Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes statt. Dii-Deutsche Jugend sowie eine Abordnung der Wehrmannschaft standen im Saale Spalier und gaben der Veranstaltung ein feierliches Gepräge. Der Orlsgruppen-fülirer händigte jedem Mitglied die Mitgliedskarte und das Abzeichen des Stci-rlschen Heimatbundes mit Handschlag aus. Anscliließend hielt der Ortsgruppen-führer eine Ansprache, in der er nach einem Überblick allgemeine Richtlinien für die zu leistende Arbeit bekanntgab. Bernfsnachwuchslenkong in iler Untersteiermark Lehrstellenvermittlung und Berufsberatung sind Aufgaben des Arbeitamtes Im früheren jugoslawischen Staate! 1. August 1941 beim zuständigen Arbeits-wurdc die Frage der Berufslenkung'der 1 amt zu melden. Jugendlichen recht stiefmütterlich behan-1 Schüler der Volks-, Haupt- und höhe-delt, wie die serbischen Machthaber für; rcn Schulen, die bis 31. August 1941 aus soziale Angelegenheiten überhaupt fast! der Schule entlassen werden, müssen über kein Verständnis aufbrachten, außer wenn dies dem herrschenden Regime in parteipolitischer Hinsicht in den Kram paßte. Um nun eine geregelte Beruf*>-nachwuchslenkung der Jugendllchtn in der Untersteiermark in die Wege zu leiten, hat der Chef der Zivilverwallung eine Verordnung (Verordnungs- und Amtsblatt Nr. 20) herausgegeben, die unter anderen folgende Bestimmungen enthält; Jugendliche dürfen in Lehr-, Anlern-und sonstigen Berufsausbildungsstellcii nur mit Zustinnnung des für den Ausbildungsplatz zuständigen Arbeitsamtes eingestellt werden. Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung sind Aufgaben des Arbeitsamtes. Berufsausbildungsstellen können nur mit vorheriger Zustimmung des zuständigen Arbeitsamtes verlassen oder gewechselt werden. die Schule bei dem für die Schulanstalt zuständigen Arbeitsamt angemeldet werden. Jugendliche, die in der Zeit vom 1. Jänner 1938 bis zum Inkrafttreten obiger Verordnung von einer Volks-, Hauptoder höheren Schule entlassen wurden und sich weder in einer ordnungsgemäßen Berufsausbildung befinden, noch einer regelmäßigen Beschäftigung nachgehen, haben sich bei dem für ihren Wohnort zuständigen Arbeitsamt zu melden. Gross-Appell der Jugend in St. Lorenzen am Bachern Gestern, Son-ntag, den 13. Juli, fand der erste große .Appell der »Deutschen Jugend« bei starker Beteiligung statt. Zu dieser Kuindgcbung war der Bann-führer erschienen, der nach dem Flaggen-Die Anzahl der Lehrlinge, die eingestelll 1 hissen zu der angetretenen Plinheit sprach werden sollen, ist von den Lehrherren bis j und der Jugend das große, vom Führer Lebhaftes Interesse für die Marburger Schaukarte Die itroße Schaukarte vor dem Ciötz-' saal In der Tegetthoffstralje erregt be-1 sondere Aufmerksamkeit und ist von' Früh bis Abend umladen. Vornehmlich' beim täglichen Aushang des Hcriclitesj des Oberkonmiandos der Wehrnuiclit i herrscht ein großes ( ledränge. Vom Bc-j rieht wandert das Auge zur Riesenkarte. | um sich das Vordringen der deutschen' Aufnahme: Dr. Jiis( Truppen sinnfälliger vorstellen zu können. Die Schaukarte. welche in der Steiermark die einzige dieser Art ist, wurde vom Fiihrungsamt II der Bundesführung des Steirischen Heimatbundes nach einem Rntwurf des Architekten Ing. Duma, Marburg, errichtet. gestellte Ziel aufwies. Am Endt seiner Rede wurden durch den Stan-dortführer in feierlicher Weise die grün-weiß-grüncn Armbinden überreicht. Anschlic&end marschierte die Gefolgschaft Lorenzen zur Schießauwbildung und zum Sport. Für die Jungen bedeutete das Schießen etwas vollkommen Neues, da der größte Teil zum erstenmal ein Gewehr in der Hand hatte. Aber uin so größer war die Begeisterung. Am Ende des dreistündigen Dienstes holte Bannführer Aumayer mit der Gefolgschaft die Flagge ein und jeder der jungen war sich dessen bewußt, daß nun ein neuer Abschnitt in seinemi Leben begonnen habe und daß auch sie von nun an Dienist für Führer und Volk machen. Draugold Von Paul Schlosser, Schon in den ältesten Handschriften wird die Drau /u den goldführenden Gewässern gezählt und Wolfram v. Eschenbach (um 1200) spricht in seinem Parzi-val von der Tra (Drau) als »mit golde ein wazzer«. Im 16. Jahrhundert wird der Goldreichtum der Alpenflüsse Österreichs und besonders der unserer Drau hervorgehoben. 14fi8 belehnt der Erzbischof von Salzburg den Hans Stubenberg mit Wurmberg, den Inseln in der Drau und dem »Goldwaschen auf der Traa zwischen Marburg und der Gemarck des landt-gerichts zu Pettau«. Den großen Herrschaften gehörte das Goldregal, das sie entweder durch ihre Untertanen selbst ausübten oder an Dritte verpachteten. Schon damals hatte sich ein eigener Beruf der bürgerlichen Qoldwäscher au*;-gebildet. Von solchen Goldwäschern werden erwähnt 1677 .Wichae! Ranhollcr in Fri'edau; 1692, 1604 Faßer und Zucchi in Marburg. Damals war dieses Gewerbe besonders ergiebig und wurde vom Stadtrichter gefördert. 1706 gab es Streit; der Goldwäscher Georg Matekovitsch vo-m Mur-revier verklagte den bürgerl. Goldwäscher Jörg Fretter und seine drei Gesellen, weil sie sich erdreist hätten, ihn in seinem Geschäfte bei Spielfeld zu stören und sein Waschzeug zu verderben. Für die ältere Zeit ist das Go'ldwaschen auch in Quellen und Bächen, so der Grajena bei Pettau (mündet in die Drau) bezeugt. Waren es noch bis ins 18. Jahrhundert vorwiegend Einheimische, die sich mit der Goldgewinnung hier befaßton, so drangen seit etwa 1750 in diese Tätigkeit immer mehr Fremde ein. Namentlich Ungarn, Kroaten und Zigeuner kamen drau-aufwärts. Besonders den Zigeunern sagte diese Beschäftigung zu; sie waren das Wanderleben bei geringsten .Ansprüchen ja gewohnt. Ihre Zeit war besonders nach Hüchwässern. Drei bis vier Mann mit einer Zille übten das Waschen als wilden Betrieb aus oder auf Rechnung von Juden. Die Betriebscinrichtungen waren sehr primitiv; Kratze, Schaufel, Schöpfquelle und als Waschapparat die Schwammschaufel, die Waschbank oder die sogenannte Wiege. Solche Instrumente bewahrt noch das Landesmuseum in Graz, ■a Der Herr Landrat darf nicht trinken! Von Karl Lütge In N. am Südharz regierte um die Jahrhundertwende, streng und unbeliebt, ein ausnehmend schneidiger Landrat, bis ihn ein besseres Amt von der Stätte seiner Taten lockte. Seine Strenge und Herrsehsucht fanden sichtbarsten .\usdruck in' Dutzenden strengen Verbotstafeln und -schildern. Besonders auf die Gaststätten hatte es der ungastliche Herr abgesehen, und nach sicherem Vernehmen setzte er me den Fuß in ein Wirtshaus seines Kreises. Als der neue Land rat auf einer t)ienst-reise durch sein Herrschbereich begriffen war und — man traute den frischge-^valschenen Augen nicht — am hellen Morgen m das Gemeindegasthaus des Dorfes B. ging, kraulten sich die Bauern die dik-ken Köpfe. Wieder einmal stand es schlimm, und da gab es nichts als neue, scharfe Verordnungen. Der Herr Landrat hatte sich derweil in der dämmernden Wirtsstube niedergelassen und nahm mit sichtlichem Wohlgefallen Kenntnis von der vorherrschende" Saiiberkeit und Ordnung. »r:in frisches Gla<* Bier _ und vorher einen Nordliäuser!«: Der Wirt trat von einetn Bein auf da-^ anliefe nnd maeiite keint' Anstalten. B' und S<'hnnns zu bringen. •^»W.'M'i'ni iii-nn warten'^ Der Wirt ^cllaltte zu den Gevattern hin. die sich neugierig in die Gaslstube geschoben hatten. Dermaßen gestützt, erklärte er, daß er dem Herrn Landrat kein Bier und auch keinen Nordliäuser geben könne. »Warum denn nicht?« »Ich darf das ja nicht bei Ihnen, Herr Landrat! Das wär' nämlich gegen das (ie-selz!« »Gesetz? — Gegen welches (jesetz?« Der Wirt griff zu einem an der Wand hängenden Schriftstück und wies auf eine bestimmte Stelle. t-Da stehts, Herr Landrat!« »Was ist denn das?« »Die Trinkerlistc!« Der Limdrat sprang auf und riß das Schriltstiick an sich. Die Trinkerliste, wie sie sich unmißverständlich bezeichnete. Er las: »Gemäß Verordnung vom 16. Jänner 1014 dürfen an die folgenden Personen alkoholische Getränke nicht verabfolgt werden: Arbeiter Emil Mandel aus Bliemchen-feld, TageliWiner Gottfried Berger aus Wnbbelrlorf. Invalide Karl Birne aus Gä-'='r'bach. Schuhmacher Josef Knonfincb a'K ' l^rnsebergc. Der Landrat.« Der Text der Trinkerliste wurde damals sogleich vom Landrat 7weckvo!l a!)-geändert. Vwr'jmnet Ub«ral* "LEITUNG' Geschichten ohne Politik Die älteste Braut der Welt Im Dorfe Sapulpa in Oklahoma (USA) wurde kürzlich die gauze Nacht hindurch getanzt zu Fhren zweier ziemlich bejahrter Brautleute, welche die Idee hatten, trotz ihrer vorgerückten Jahre noch einen Ehebund zu schlielien. Der Bräutigam ist 77 Jahre alt und einer der ältesten Pioniere des Landes. Er versichert. mit unter den Gründern der Ortscliaft Sapulpa gewesen zu sein. Die Braut ist eine Mestizin (Halbindiancrin) namens Lizzie Deevers, eine populäre F^ersöiilichkeit in der ganzen Umgebung, gemeinhin »Tante Lizzie« genannt. Wenige Tage vor ihrer Hochzeit feierte sie I ihren HO. (Icburtstag. Sie ist ein pracht-j volles Exemplar von Langlebigkeit und I war in ihrer Jugend eine gefeierte I Schönheit. Die Langlebigkeit lag übri-! gens in ihrer Familie. Ihr Vater war ein i Cherokee-Indianer und starb im Alter I von 115 Jahren. Lizzie hat übrigens schon neun Ehen hinter sich._ Ihre Männer -^ind alle gestorben, im Witwcn-sland hielt sie es nie lauge aus. Einer ihrer S()hnc war als Hoclizeitsgast zugegen, er hat immerhin bereits seine so Jalire auf dem Rücken. Somit ergibt sich das Knriosum. daü der Stiefsohn älter ist als der Stiefvater. Die unnatürliche Braut strahlte vor Glück am Arme ihres zehnten Mannes und sie war entzückt. alle ihre Hochzeitswünsche er- ] füllt zu sehen. Sie bekam ein Kapuziner-j äffchen und einen Kanarienvogel, und j aulierdem eine Flugkarte geschenkt. Wie fest übrigens ihre Gesundheit ist. i geht daraus hervor, daß sie in ihrem i Leben sechsmal von giftigen Vipern ge-1 bissen wurde und zweimal von tollen 1 Himden, ohne daß irgendwelche Schäden davon zurückgeblieben wären. Sic ist in ihrem ganzen Leben nie weiter als 10 Meilen von Sapulpa fortgekommen. Noch heute raucht die älteste Braut der Welt gerne ihr Pfeifchen und kaut Tabak, und nicht selten trinkt sie einen über den Durst. Der neueste Stern von Hollywood Adelina de Watt Reynolds ist die neueste Entdeckung von HoMvwood. Sie. die bereits 80 Jahre alt ist, gilt als die Ver. körperung des Begriffes »alte noble Dame«. Das amerikanische Publikum findet sie sehr hübsch, und sie hat unlängst ihr Debüt in einem Film mit dem Titel »Komm und teile mein Leben mit mir*, gefeiert. Es ist nicht das erste Mal, daß ein derart »bejahrter« Stern am amerikanischen Filmhimmel auftaucht. Vor einiger Zeit debütierte auch Emma Calvc auf der Leinwanci', aber obwohl diese bereits 7S Jahre alt war, muß man in Betracht ziehen, daß sie einst eine gefeierte Sän. gerin war, während Frau Reynolds nie in ihrem Leben zuvor mit der Schauspiel, kunst ewas zu tun gehabt hatte. Sic war eine fürsorgende Hausfrau und Mutter, die vier Kinder auf die Welt brachte und (' Seite 6 »Marburger Zeltung« H. Juli 1941 Nummer 167 sie entsfammien aber der Goldwäscherei an der Mur. Als Orte der Goldgewinnung wurden genannt: Garns und Felberinsel, Lem-bach, Marburg (die Und); St. Nikolai, Alten-dorf, Golldorf (um 1320: Goldsdorf, Goldorf, Zlalolitschc; Goldern (?); Wurmberg, Pfttau, Ankenstein, Sauritsch. Groß-Sonn-tag, Friedau und Polstrau. Besonders dort, wo sich die Drau teilt, Inseln unc Arme bildet, sowie an Gefäüsstufen schlug sich in toten Winkeln und an den Gleitseiten des Flußbettes das Schwenimgold nieder. Der Tagesertrag war früher besser, um 1900 aber immer noch 3 bis 5 Kronen wert. Zuletzt wurde nur während der warmen Jahreszeit nach Gold gewaschen und da war ein Jahresertrag von 600 Kr. schon viel. Die Verwertung geschah früher bei den staatlichen Münz- und Einlösestellen, ging aber zuletzt gamz in privato Hände (Goldschmiede und Juweliere) über. Das Draugold entstammt den Zcntral-alf>cn Kärntens und Tirols und nahm von dort aus seinen weiten Weg seit dem jüngeren T^jrtiär bis ins Schwarze Meer: unsere Ooldfunde hier sind nur eine Station. Hat die Goldwäscherei schon in den vergangenen Jahrhunderten nicht viel getragen, so würde selbst bei den hüute bc deutend verbesserten Methoden der Ertrag kauiTi die Mühe lohnen. Das Grazer Joanneum zeigt, was die Goldwäschcrei der Drau einst zutage brachto. Es verwahrt eine aufschlußreiche Sammlung, und zwar gediegene Blättchen und Körnchen, gewonnen bei Pettau 1894; schalige Aggregate, 6—10 Millimeter Durchtnesser, stark verunreinigt, daher unscheinbar, und ein Kügjl-chen, bestehend aus V4 Gold, 34 Silber und V4 Verunreinigungen, gefunden 1827 bei WuiTnberg; stark mit Gotd angewei-cherte SamdkonkTctiönen mit 4—7 ni:ii Durchmesser und Blättchen und Bruchstücke von der Streckc Marburg—Pettau, 1890. Manchc moderne Badenixe, die der DrajU entsteigt oder sich nach dem Sonnenbad aus dem Ufersand erhebt, hat unbewußt Gold gewaschen. Sic kann i^ioher sein, daß auf ihrem Körper oder am Badetrikot auch feinste, kleinste Gold-blätkhen haften geblieben sind. Wirkungsvoller wird aber das Gold ihrer Locken sein. m. r^Upost für deutsche Soldaten in Afrika. Beim Feldrwstverkehr mit deutschen Soldaten in Afrika ist zu unterscheiden zwischen den Angehörigen deutscher Trui>peneinheitcn in Nordafrika (Tripolis, Cyrenarka) und dem Fcl4postverkehr mit deutschen Freiwilli-gn bei den italienischen Truppeneinheiten ui Italienisch-Ostafrika (Abessinien). Zum fcldpostverkehr mit Wehrmachtangehö-rißcn deutscher Truppeneinheiten in Nordafrika sind FeMpostsendungen in der gleichen Weise zugelassen wie auf dem europäischen Fcstlande, d. h. also Postkarten, Briefe bis 100 g und Päck-chcn von lOO bis lono g. Die Anschriften dieser Sendungen dürfen nur Dienstgrad, Vor- und Zuname sowie die FeldT>ostnum-mer. sesrebenenfalls mit dem Unterschei-dnngsbuchstaben. enthalten. Sonstige Zusätze. u-ie Afrikakorps, Nordafrika. Truppenteil oder TruppcnKattung, sind un- statthaft. Bei Sendungen an in Nordafrika stehende Wehrmachtangehörige ist nochmals darauf hinzuweisen, daß leicht verderbliche Lebensmittel infolge der dort herrschenden hohen Temperaturen auch bei guter Verpackung meist verdorben ankommen. Im Feldpostverkehr mit den deutschen Freiwilligen bei italienischen Truppencinheiten in Italienisch-Ostafrika sind nur gewöhnliche Postkarten und Briefe bis zum Gewicht von 5 g zugelassen, die gebührenfrei befördert werden. Die Anschrift dieser Sendungen muß mit lateinischen Buchstaben geschrieben sein. Sie muß enthalten Vor- und Zuname des Empfängers, die Feldpostnummer und die Bezeichnung der Abteilung, bei der sich der Empfänger befindet. Am oberen Rande der An- scliriftseite ist der Vermerk »Feldpost-Posta Militare« und am unteren Rande die Landesbezeichnung »Africa Orientale Italiana« anzugeben. m. Seine Arbeitskameraden bestofalen. Der bei einem hiesigen Sodawassererzeuger bedienstet gewesene Hilfsarbei ter Johann Mesgetz wurde wegen Un regelmäßigkeiten aus dem Dienst entlassen. Nach seinem Weggang bemerk ten zwei Arbeitskameraden, daß sie von Mesgetz bestohlen worden waren, und zwar fehlte dem einen ein Anzug, dem aiKlem ein Hemd. Mesgetz wurde nun durch die Gendarmerie in Brunndorf ausgeforscht und verhaftet. In seinem Besitze fanden sich die gestohlenen Gegenstände. die den Eigentümern bereits wieder rückerstattet werden konnten. ....... RUCH ^ ; ITAtf fÜHßA ALItm. 01. Karte Scherl-BHtferdien&l Die neue Grenze Deutschland ^Italien südtich der Save TURNEN UND SPORT lllllllllllllillllllllllllllHillllllllllllillllllllllllllllllllllllllllllllUIIIIIIIIIIHIIIIIIHIHIIIIIIIIIIIIIililHIIIIIIIIIillHIIIIIIIHIHIIIHIIIIIIItllMttlllinilllll Strassenmeisterschaft der Amateure Bronold (Chemnitz) deutscher StraBenmeIster Die deutsche Straßenmeistcrschaft im Radrennen d^r Amateure vereinte am Sonntag trotz des Krieges 56 Bewerber in dem über ?4\ Kilometer führenden Meisterschaftsrennen. Mit dem Siege des Chemnitzers Franz Bronold in 6:53.55 gab es eine Überraschung; durch einen geschickten Vorstoß kurz vor dem Ziel überraschte Bronold das noch 19 Mann starke Feld und siegte mit 17 Sekunden Vorsprung gegen seinen Landsmann 56 Bewerber über 241 KUometer Preiskeit und den Wiener Valenta. Kitt-steiner hatte in Augsburg einen schweren Sturz. Die Ergebnisse: I. Franz Bronold (Chemnitz) 6:53.55, 2. Hans Preiskeit (Chemnitz) 6:54.12, 3. Valenta (Wien) 6:54.20,4, 4. Wiemer (Berlin). 5. Keßler (Nürnberg), 6. Saager (Berlin), 7. Heuser (Dortmund). 8. Londer (Augsburg), ^ 9. Bühler (Stuttgart), 10. Krähe (Duisburk). mit ihnen recht und schlecht auf dem Lande lebte. Vor 10 Jahren jedoch legte Frau Reynolds eine Prüfung als Lehrerin für die französische Sprache ab. Bis zu ihrer Entdeckung als Filmschauspielerin gab sie Unterricht in einem Kollegium. Ihr Auftreten in dem oben genannten Film hat so sehr den Beifall des Publikums gefunden, daß sie sofort für einen weiteren Film verpflichtet worden ist. Stromstörungen durch Nesterbau Im vergangenen Jahre wurde immer wieder festgestellt, daß die telegrafischen Leitungen in verschiedenen Pazifikstaaten plötzlich nicht mehr funktionierten. A. W. Plannagen, oberster Inspektor für Eisen» bahntelegrafie in den pazifischen Staaten v^n USA, gibt nun bekannt, daß diese Störungen auf Vögel zurückzuführen sind, welche ihre Nester auf Telegrafenstangen hauten. Sie haben dabei oHe Gewohnheit, zum Nestbau nicht nur Stroh, Moos und dergleichen zu verwenden, sondern, wie beobachtet wurde, auch mitunter kleine :?tückchen Draht oder sonstige Metallstücke. Kommen nun diese Metalle auf irgendeine Weise in Berührung mit den Leitungsdrähten, dann gibt es Kurzschluß, was natürlich den Tod der Nest-Insassen zur Folge hat, anderseits aber auch dem Eisenbahnpe.rsonal viel Mühe macht, denn es dauert immer lange, bis eine solche Störungsstelle gefunden ist. Brossdenfsche Meisterschaften im Schwimmen Plath — vierfacher Meister — Inge Schmidt vor Annl Kapelf — Bafke muß kämpfen Am Sonntag naclvmittag wurden bei den zweiten groUdeutsclicn Kriegsmeisterschaften im Schwimmen in Wien die spainiungsreichsten Endkämpfe abgewickelt. Das große Dueil der Brust-schwimmerinncn über 2(X) Meter entschied Inge Schmidt klar zu ihren Qui> sten vor Anni Ka'pell. Der Hitler-Junge Gold setzte Balke über 20ü Meter Brust hart zu, wobei der Meister nur mit ^echs Zehntelsekunden als Sieger anschlagen konnte. Die Kraulstaffel der Frauen über dreimal 100 Meter gewann die ausgeglichene Mannscliaft Scliäferkerdt, Driever, Karnatz für Düsseldorf vor dem Titelverteidiger Spandau. Die beherrschende Figur dieser zweiten Kriegs-meisterschaften war der Berliner Werner Plath. der am Sonntag über 2(X) Meter Kraul seinen dritten Meistertitel erkämpfte. Kaum eine Stunde später vollendete Plath seinen einmaligen Trium'pt; er holte sich über 1500 Meter Kraul seinen vierten Meistertitel. Die Frauenmeisterschaft über 100 Meter Rücken war eine klare Sache für Lisi Weber (Bayreuth). Die wichtigsten Entscheidungen waren: 1500 Meter Kraul: 1. PlaÜi (Berlin) 20:20.5, 2. Arendt (Berlin) 20:,39.2. — 400 Meter Lagenstaffel: 1. Bremischer SV 5j06.9, 2. ASV Breslau 5:12.2. — Turmspringen: 1. Kitzig (Berlin) 132.13, 2. Haase (TB Eilbeck) 122.90. — Frauen 200 Meter Brust: 1. Schmidt (Eimsbüttel) 3.00.0. 2. Kapell (München) 3:01.1. — Frauen 100 Meter Rücken: 1. Weber (Bayreuth) 1:19.9, 2. Kuckertz-Keller-mann (TV Hamm) 1:21.5. — Frauen 3X100 Meter Kraul: 1. SV 98 Düsseldorf .?:46.7, 2. VFL 04 Spandau 3:47.4. — 200 Meter Brust: 1. Balke (Wilhemsha-vcn) 2:45, 2. Gold (Erfurt) 2:45.6. — 200 Meter Kraul; 1. Plath (Berlin) 2:18.3, 2. Schröder (Kiel) 2:26.5. — 4^100 Meter Kraul Männer: 1. Nikar Heidolberg 4:25.5. 2. EWASO Wien 4:27.1. — 100 Meter Kraul Frauen: 1. Pollack (Spandau) 1:10.5, 2. Kaniath (Düsseldorf) 1:12.1. Vienn« als Alpenpreis-Sieqer Noch vor Abschluß der Spiele um den Al-penpreis ist V i e n n a Wien als die beste unter den teilnehmenden zehn Mannschaften der bayrischen und ostmärkischen Spitzenklasse ermittelt worden. In ihrem letzten Spiel des Wettbewerbes kamfin die Wiener in München über »Bayern« mit 1:0 (1:0) allerdings zu einem recht glücklichen Erfolg. Der Linteaußen Rortoli sclKvß in der 17. Minute das einzige Tor. Der Stand ist folgender: 1. Vienna 10:0 Punkte, 2. Austria 9:1, 3. Wiener Sportklub 6:2. 4, Jahn-Regensburg 5:5, 5. Ad-mira 4:4, 6. Wacker-\^Men 4:4 Punkte. Erste Schlussrunde um den Tschammer-Pokal Erstmals zogen die Bereichsmeister in den Kampf um den Tschammer-'l\>kal. Der nordmärkische Meister Hamburger SV w:urde von Holstein-Kiel mit 2:1 aus-ge.schaHet. Tennis Borussia-Berlin fertigte LSV Stettin mit 6:0 ab. Blau-Wciß Ber- Schalke 04 vermochte Rot-Weiß-Essen erst in der Verlängerung mit 2:1 zu besiegen. Die Offenbacher Kickers unterlagen trotz einer 5:1-Führmig mit 9:6 gegen Borussia-Fulda. FV Metz besiegte Ba-'deiis Meister Neckarau mit 4:0. Die Stuttgarter Kickers erledigten mit wenig Mühe den VFB Knielingen mit dem höchsten Ergebnis der ersten Schlußrundc (17:0). r^r I. FC Nürnberg überspielte die Augsburger Schwaben mit 7:0 und in der gleichen Höhe fertigte die SV Fürth den Stuttgarter SC ab. München 1860 übertrumpfte Jahn-Regensburg mit 6:2. Weitere Ergebnisse: TUS Helene Altcnessen gegen Westende 0:0, Vikto-ria-iKöln gegen Fortuna-Düsseldorf 1:0 (abgebrochen), Rot-Weiß-Frankfurt gegen 99 Köln 1:1 und Admira-Wien gegen l^ag 2:1. kajak. Bei den Frauen fielen die ersten Preise an Josefa Lehmkühler und Elisabetii Kropp. : Der deutsche Rollhockeymeisler Post ,SV Nürnberg mußte hei den bayrischen 'Meisterschaften in Nürnberg im Endspiel seitens des 1. FC Nürnberg mii 5:2 eine Niederlage einstecken. : Das »Süöeme Pferd« und die »Goldene Peitsche« hatten am Sonntag Tau-senidc von Zuschauern zum Rennen im Hop-pegarten gelockt. Für das »Si-lbernt» Pferd« mit 40.000 Mark wurden 16 Pferde gesattelt. Es kam zu einem dramatischen Endkamipf, in dem sich Steinbach siegreich durchsetzte. Ihm folgten Janitschar und Gewerke. Das Rennen um die »Goldene Peitsche« gewann Schmidt auf Rexow. : Ein neuer Speerwerfer mit 65.84 Meter. Belm lelchtathlletischen Städtekainpf "Klaigenfurt—Salzburg wurde ein Speer-Avurftalent enitdiockt. Der aus Krainburg heimgekehrte Volksdeutsche Mausser gewann das Speerwerfen mit der ausgezeichneten Leistung von 65.84 Meter. All«! seine Würfe gingen über 62 Meter. : Beim 15-Kih>nieter-Lauf in Berlin ging Borns (Potsdam) in 53:55 als Sieger hervor. Im 20-Kilometer-Wettmarsch war Voß (Frankfurt) in 1:52.13 am schnellten. : Duisburg Waflserballmeist^r. Im Was «ertjallwettbewerb der deutschen Meisterschaften im Schwimmen holte sich SV Duisburg den Titel. Duisburg siegte mi Endkampf gegen SV Magdeburg 06 mit 4:2. — Im Kampfe um den Platz siegle Luftwaffen SV Berlin gegen SV 99 MHn-chen mit 3:2. : Der zweite Teil der »Großen Grünauer Regatta« der Kaniifahrer ging gestern auf der Olympiastrecke vor sich. Im Kajak-riiwr siegte Neih (Berlin) vor dc'in Olympiasieger Hmletzk^'. Ho'n-I.icobit/ lin besiegte Altmeister Hertha mit 2:1. (Berlin') hohe sich den litel im Zweier VOIK und KULTUR Auftakt In Bayreuth Den Auftakt der Kriegsfest&piele in Bayreuth bildete am Samstag die Begrüßung und Einführung der Festspielgäste. Vor der Eröffnung der Festspiele sprach Reiohsorganisationsleiter Dr. Ley übe.' das kulturelle Spitzenerelgnis, Am Abend wurden die Festspiele mit einer Glanzaufführung des »Fliegenden Holländcrsc<, an der auch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley teilnahm, eröffnet. Preisträger In einem Wiener Komponisten-Wettbewerb. Unter dem Vorsitz des Wiener städtischen Musikbeauftragten Dr. Armin Caspar Hoohstctter gaben jetzt die Preisrichter in dem Komponisten-Wettbewerb, der im vergangenen Herbst von der Stadt Wien zur Förderung von zeitgenössischer Musik für Streichorchester ausgeschrieben worden war, die Ergebnisse bekannt. Mit dem ersten Preis wurde eine »Musik für Streichorchester« des Wieners Armin Kaufmann ausgezeichnet, der schon wiederholt erfolgreich als Kontponist hervorgetreten ist und als Geiger im Verband Wiener Sinfoniker wirkt. Den zweiten Preis erhielt der (irazer Max Haager für sein »Konzert für Strcicli-orohester«, schließlich wurde der in Wien schaffende und des öfteren aufg:-führte Komponist Erich Marckhl für eine »Große Fuge für Streichorchester« mit dem dritten Preis bedacht. Das Frauen^ Sinfonieorchester Gau Wien, das unter der künstlerischen Leitung von Franz Litschauer steht, hat beim Ausschreiben des Wettbewerbes die Verpflichtung übernommen, die preisgekrönten Werke zur Aufführung zu bringen. 4 Prinzi-Eugen-Stlftung für Studierende der Südoststaaten, Der neuernannte Präsident der Südost-Europa-üeSfCHschaft Reichslcitcr Baldur v. S c lii-racli teilt mit, daß die genannte Gesellschaft eine Prinz-Eugen-Stiftung für Studierende der Südoststaaten eingerichtet hat. Angehörigen der Südoststaaten, die alle Voraussetzungen zur Einschreibung in einer deutschen Hnciiscliulc ei*-füllen, soll aus dieser Studienstiftung das Studium als ordentliche Hörer einer Wiener Mochschule ermöglicht werden. -l' Uraufführung im Fernsehrundf»ink. Am Sonntag, den 20. Juli, um 19 Uhr, kommt das eigens für den Fernsohrnnd-funk geschriebene Spiel »Kleines Abenteuer« von Dr. Erich Fortner zur Uraufführung. Die Femsehbearbeitun^" hat Ix)re Weth. I>as Spiel um Johann Strauß imthält Kompositionen von Richard Ralf nach Motiven des Wiener Meisters. AÄit-wirkende sind u. a. Ernst (ieorg Helmer, Helena Polewitzkaia, und Alexa von Po-rembski. Die Spielleitung hat Marne.-? Küpper. Die Szenenbilder stammen von Arthur Bemeleit. Die Aufführung wird am Mittwoch, den 23. Juni, um 1^ Uhr vicderliolt. •\~ Der Direktor der Pariser Ooer. I'hilippe (laubcrt, ist plötzlich gr^t'^-bcn. Er hinlerläßl ;iahlreichc p'mv''-: ■'he Werke, unter denen ' -"'j l'nni- mermusik eine bedeutsr.mc Ro'!«: ♦ __»^unimer tß7 >Marburger Zeftunfi:« 14 Tuli 1941 Das deutsche Umsatzsteuerrecht in der Untersteiermark '^urch die Verordnung des Chefs der Zivil-vcrwaltung in des Untersteiermark vom 'J. Alai 1!M1, die am 19. Mai 1941 in Kraft l^'etreten ist, wurden in der Untersteiermark im Rahmen der wirtschaftliciien Ausgleiclnini; an das Reich die Preise und Entgelte für Waren und.Leistungen geregelt. Die Preisregelung erfolgte Jedoch schon unter Berücksichtigung der steuerlichen Belastung durch die Reichsumsatzsteuer. Da die Reichsumsatzsteuer eine Phasensteuer ist und daher jede Wirtschaftsstufe annähernd gleichmäßig belastet, die bisherige Umsatzsteuer aber in den meisten Fällen in einer Wirlschaftsstufe mit einem Hundertsatz erhoben wurde, der unter Zugrundelegung des allgemeinen Steuersatzes und der wahrscheinlichen Zahl aller Umsätze der Ware bei Berücksichtigung der Werterhöhung in jeder Wirtschaftsstufe errechnet war, konnte der Träger des Phasenpauschales mit der ihm zustehenden Gewinnspanne nicht auskommen, während den Unternehmern in den folgenden Wirtschaftsstufen bei voller Ausnützung der zulässigen Aufschläge ein ungerechtfertigter Qewinn verblieb. Iis entspricht daher dem dringenden Bedürfnis der Wirtschaft, daß die Anwendung des deutschen Umsatzsteuergesetzes vom Chef der Zivilverwaltung angeordnet wurde. Außerdem wird, im ganzen gesehen, die deutsche Umsatzsteuer durch die Steuerbegünstigung für den Großhandel, durch die Nichterhebung der Umsatzsteuer bei Unternehmern mit einer Jahressteuer von weniger als RiVl 2Ü.— und durch den gegenüber dem bisherigen Recht niedrigeren allgemeinen Steuersatz für die Wirtschaft eine wesentliche Minderung der steuerlichen Belastung bedeuten. Überdies fällt bei einer Reihe von Waren die sogenannte Luxussteuer fort, der eine gleichartige Steuer nach dem Reichsrecht nicht gegenübersteht. Das Umsatzsteuergesetz ist bis auf weiteres nur auf Lieferungen und sonstige Leistungen und auf den Eigenverbrauch, also auf alle im umsatzstenerlichen Inland Voi». Steuerinspektor Hans Koblinger steuerlich belasteten Waren auch tatsächlich zum größten Teil in den Monaten Mai und Juni verkauft worden sind. Soweit dies nicht ganz der Fall ist, wird der dadurch entstehende Nachteil durch den Umstand wettgemacht werden, daß nach dem 30, April 1941 bezogene, also mir mit 2 v. H. umsatzsteuerbelastete Waren vielfach noch vor dem 1. Juli 1941 ohne jede steuerliche Belastuncr verkauft wurden. Diese Sonderbestimmung wird sich bei den steuerpflichtigen Unternehmern mit Rück-j ^ ^ Erscheinen der Einführungsver- ordnung erst nach dieser Übergangszeit bei t"u j ^^is 30. Juli 1941 durchzu- fuh^renden Veranlagung (Steuerbemessung) und soweit eine solche durch die Verordnung nicht durchzuführen ist. bei der für die Zeit vom 1. Jänner bis 30. Juni 1041 vom Finanz-amt (Steuerverwaltung) vorzunehmenden restsetzung der Umsatzsteuer auswirken. Soweit für die Übergangszeit bereits Um-^tzsteuern von mehr als 2 v. H. entrichtet worden sind, werden die Überzahlungen auf andere Steuerschulden angerechnet, gutgeschrieben oder bar zurückgezahlt werden. Der Steuersatz von höchstens 2 v. H. ist nicht nur auf die tatsächlich empfangenen oder m Rechnung gestellten Entgelte, sondern auch auf fiktive Entgelte, soweit sie Bc-steuerungsmaßstab sind, anzuwenden. Dies ist bei mehrstufigen Unternehmen der Fall; z. B.: Ein Unternehmer betreibt eine Ledergerberei und ist gleichzeitig Scliuherzeuger. Nach jugoslawischem Recht war für Leder em Phasenpauschale von der Gerberei zu entrichten, das nicht nur die weiteren Umsätze des Leders, sondern auch die Umsätze von aus dem Leder hergestellten Gegenstände decktp. Obwohl der Betrieb Schulierzeußung dem Betrieb Gerberei tatsächlich in der Rc- ; gel keine Zahlungen leistet, sondern die Belastung und Entlastung der beiden Betriebe nur ein rechnungsmäßiger und buchfechni-scher Vorgang sein wird, steht dem Unternehmer trotzdem in der Übergangszeit für die Lieferungen aus der Gerberei in die Schiih-erzeugiing der nach der Verordnung ermäßigte Steuersatz von 2 v. H. zu wie bei Lieferungen an einen anderen Unternehmer. Etwa bereits geleistete Mehrzahlungen werden angerechnet, gutgeschrieben oder erstattet. per Unternehmer soll aber durch diese Ermäßigung nicht einen ungerechtfertigten Gewinn erzielen. Bei der Berechnung des Warenpreises hat er in Unkenntnis dieser über-gangsregelung noch den vollen Steuersatz nach jugoslawischem Recht entweder in den Preis der Ware eingerechnet oder auf den Abnehmer der Ware gesondert überwälzt. In Höhe des 2 v. FL übersteigenden Teils des eingerechneten oder gesondert überwälzten Steuerbetrages hat er deshalb dem Abnehmer nach einer weiteren Bestimmung der Verordnung einen Preisnachlaß zu gewähren. Aber auch der Abnehmer seinerseits ist verpflichtet, seinen Abnehmern einen entsprechenden Nachlaß vom Entgelt zu gewähren, wenn er von seinem Vornamen wegen der Steuerminderung einen Nachlaß vom Enttjelt erhält. Diese Bestimmung entspricht dem § 1, Absatz 2_ der Verordnung über die Preispe-staltung in der Untersteiermark vom 9. Mai 1941 (Verordnungs- und Amtsblatt des CdZ, Seite 41). Durch das Umsatzsteuergeset/. wird jede nachhaltige Tätigkeit, die auf die Erzielung von Einnahmen gerichtet ist, erfaßt. Jeder, der eine solche Tätigkeit ausübt, wird dadurch zum Unternehmer im Sinne dieses Gesetzes. Unternehmer ist daher in der Regel auch der Landwirt. Nach der Anordnung des CdZ zur Durchführung der Verordnung über die Einführung steuerrechtlicher Vorschriften in der Untersteiermark ist die Umsatzsteuer nach den Vorschriften des Reichi- umsatzsteuergesetzes für Lieferungen und den Eigengehrauch von Gegenständen, die innerhalb gnes land- und forstwirtschaftlichen Betriebes in der Untersteiermark erzeugt werden und soweit der Erzeuger diese Gegenstände selbst liefert, bis zum Ende des Jahres 1941 nicht zu erheben. Für die infolge der jugoslawischen Verhältnisse wirtschaftlich schwer kämpfende Land- und Forstwirtschaft wird der Verzicht auf die Erhebung der Umsatzsteuer eine fühlbare Entlastung bedeuten. Alle umsatzsteiierpflichtigen Unternehmer, die die Umsatzsteuer auf Grund ihrer Aufzeichnungen entrichteten, das sind Unternehmer. mit einem Jahresumsatz von über 500.000 Dinar, freiberufliche Unternehmer mit einem Jahresumsatz von über 300.000 Dinar und alle zur öffentlichen Rechnungslegung verpflichteten Unternehmer, müssen für die Zeit vom I. Januar biä 30. Juni 1941 eine nach dem bisher geltenden Muster in deutscher Sprache zu verfassende Steuererklärung bis längstens 20. August 1941 beim zuständigen ; Finanzamt einreichen. Die Vordrucke für die Steuererklärung hat sich jeder Unternehmer heim Finanzamt selbst zu besorgen, sofern ihm dieses nicht den Vordruck übersendet. Bei Unternelimeni, die nach einem vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahr versteuerten, muß die Steuererklärung die Zeit bis zum 30. Juni 1941 umfassen, soweit eine Veranlagung (Steuerbemessung) noch nicht erfolgt ist, z. B.: Ein Unternehmer versteuerte seine Umsätze für ein Geschäftsjahr vom I. August bis 31. Juli. Die letzte Veranlagung wurde für die Zeit vom 1. August 1939 bis 31. Juli 1940 durcltgeführt. Die letzte nach-jugoslawischem Recht bis zum 20.-August 1941 abpigebende Steuererklärung hat daher den Zeitraum vom 1. August 1940 bis 30. Juni 1941 zu enthalten. Alle Unternehmer, die die Umsatzsteuer i bisher auf Grund der Schätzung des Steuerausschusses oder auf Grund eines Übereinkommens mit der Steuerverwaltung entrichteten, brauchen keine Steuererklärung abzugeben. Für sie unterbleibt die formelle Veranlagung der Umsatzsteuer. Die Umsatzsteuer wird in diesen Fällen vom Finanzamt für die Zeit vom 1. Jänner bis 30. Juni 1941 auf Grund des Umsatzes, der für die letzte Steuerbemessitng maßgebend war, festgesetzt. Als Besteuerungsmaßstab gilt die Hälfte des bei der letzten bereits rechtskräftig gewordenen Veranlagung festgesetzten Umsatzes. Auch diese Unternehmer kommen in den Genuß der Begünstigung des allgemein auf höchstens 2 V. H. festgesetzten Steuersatzes in den Monaten Mai und Juni 1941. Beispiel : Umsatz, der vom Steuerausschuß der letzten rechtskräftigen Veranlagung zugrunde gelegt wurde 60.000 Din Besteuerungsniaßstab für die Zeit vom 1. Jänner bis 30. Juni 1941 ;K).000 Din Hievon auf Jänner bis Apdl 1941 entfallend ........ 20.000 Din auf Mai bis Juni 1941 entfallend 10.000 Din Steuersatz nach jugoslawischem Recht, z. B. 6 V. H. Steuersatz nach § 3 der Verordnung 2 v. H. Gemäß der Verordnung ist die erste Voranmeldung (Steueranmeldung) für die in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 1941 vereinnahmten öder vereinbarten Entgelte, je nach der Beseteuerungsart, die für den Unternehmer gilt, heim zuständigen Finanzamt abzugehen und die entsprechende Vorauszahlung zu entrichten. Der Beauftragte für die Finanzverwaltun.i^ (Vorsteher des Finanzamtes) kann Unterneli-nier mit erheblichen steuerpflichtigen Umsätzen verpflichten, die Voranmeldung monatlich einzureichen und die entsprechende Vorauszahlung ebenfalls monatlich zu leisten. Ein Seite 7 Unternehmer ist aber nur dann imstande, eine richtige Voranmeldung abzugeben, wenn er die vorgeschriebenen Aufzeichnungen führt. Nach §§ 15 und 16 der Durchführungsbestimmungen zum Umsatzsteuergesefz in Verbindung mit dem § 161, Absatz 1, Ziff. 2 der Reichsabgabenordnung ist zur Führung von Aufzeichnungen jeder Unternehmer im Sinne des Umsatzsteuer-gesetzes verpflichtet. Der Aufzeichnungspflicht für Umsatzsteuerzwecke ist genügt, wenn sämtliche Entgelte, die der Unternehmer für seine Lieferungen und sonstigen Leistungen erhält, fortlaufend mindestens täglich unter Angabo des Tages aufgezeichnet werden. Die Aufzeichnungen müssen sich auch auf den Eigenverbrauch erstrecken. Sie müssen weiters regelmäßig, mindestens aber am Schluß des Voranmeldungszeitraums, d. i. der Zeitraum, für den der Unternehmer verpflichtet ist, eine Voranmeldung abzugehen und die entsprechende Vorauszahlung zu entrichten, aufgerechnet, d. h. abgeschlossen werden. Führt der Unternehmer keine oder keine vollständigen Aufzeichnungen, so kann das Finanzamt den Umsatz schätzen (§ 217 Reichsabgabenordntmg) und außerdem macht sich der Steuerpflichtige nach § 413 der Reichsabgalxinordnung strafbar. Zunahme der Milchleistungsprüfungen in der SUdmark 1938 10.000, heute 46.000 Kühe unter Kontrolle Schon frühzeitig finden wir In den beiden Gauen der Landesbaucrnschaft Südmark, in Steiermark und Kärnten, die Anfänge der Milchleistungsprüfung. In Kärnten reichen diese auf das Jahr 1894 zurück, wo im Lumfeld und in Feldkirchen mit der Milchkontrolle begonnen wurde. In Steiermark ist im Jahre 1904 in Marburg der erste steirische Miicii-kontrollverein gegründet worden. Aus bescheidenen Anfängen heraus entwik-kelte sich die Milchleistungsprüfung immer mehr und umfaßte zunächst bessere Züchterbetriebe. Bis zum Umbruch wurden sie von den Zuchtverbänden durchgeführt; etwa 10.000 Kühe standen im Jahre 1938 unter Kontrolle. Einen gewaltigen Aufschwung nahm die Milcli-leistungsprüfung nach der Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich. Seit dem 1. Jänner 1939 übernahm der neu-gegründete Landeskontnollverband Südmark die Durchführung der Müchlei-stungsprüfungen und schon am Ende des ersten Jahres konnten 18.518 ganzjährige Abschlüsse erstellt werden. Obwohl die Mitgliedschaft bei der Milchkontrolle noch eine freiwillige ist, brachte das Jahr 1940 abermals einen .gewaltiger Zuwachs. Es standen Ende 1940 in der Laii-desbauemschaft Südmark 6064 Betriebe mit 41.368 Kühen unter Kontrolle, das sind 11.6 V. H. aller vorhandenen Kühe. 11,033 Kühe sind im Herdebuch eingetragen, das sind 26,7 v. H. der kontrollierten Kühe. Im Frühjahr 1941 stunden bereits 45.205 Kühe unter ständiger Milchkontrolle. Die Durchschnittsleistung der ganzjährig kontrollierten Kühe in der Landes-bauernschaft Südmark betrug im Kontrolljahr 1940 2363 kg Milch mit 3.61"^ Fett, das sind 90 kg Jahresfettleistung. Trotz