Nr. 1^6. Samstag, 3. August 1907. 126. Jahrgang, Mbacher Zeitung ^ Tio «Lail'llchsr Zciluüg» rrjchsiut täglich, mit Ausnahme bcr äo»n !!»d stcierta„e. Dir Abminiftration befindet ^ sick jionssre^pllltz Äir, 2, die Medallion Dalnmtiiigasse V,r, 10, Sprechsliindri! der Ncdalüu» vo» « l>i« !U Uhr vor» ^ mittag«. Unslanlieill' Brirfe werben nicht angenomnlc». Mmmjlripte »ich! zuriictgesteM. Amtlicher Geil. Den 1. August 1907 wurde ,n der l. l. Hof- und Staats 6M" des Neichsgesetzbiattes w deutsch r "usgaoe ausgegeben und ver>cndet. 1907^!Ä b'm Amtsblatte zur «Wiener Zeitung, wm 1. August '" Wetterverbreiwng folgender P?eß'^ Nr. 47 «Xomuua» voiu 27. Juli 1901. Nichtamtlicher Geil. Monarchcnbcgnungcn. Mehrere Blätter befasseil sich init der bevor^ stehcilden Zlisauliuenknnft des Kaisers Wilhelnl nlit dem 5taiser Nikolaus in Swinelnünde. In eiiler weiter allsgreifenden Betrachtlillg der „N^euen Freien Presse" lvird betoilt, die Reibe der Zusainlnenkillifte von ^ionarchen nnd Staats-Nlällnern, die dlirch die Begegnung von Desio eiil-geleitet lvnrden, lverde es Eliropa zu delitlichereill Benuißtseiu briilgen, daß die Ära der Verstimmungen nnd Beklemmungen, die die ansivärtige Po litik seit einer Reihe von Jahren gebracht hat, einer freundlicheren Titnation gewichen ist. Alis den Begegnnngen der Herrscher von Deutschland und England ist zn schließen, daß die Beziehungen zwi-schen den beiden Staaten viel besser geworden sind alo sie waren, Für jetzt will das englische Volt in seiner großen Mehrheii von einem Naffengang ganz entschieden nichts lvissen, und augenblicklich ist sogar eine Neignng zll einem guten Einver- nehmen mit Dentschland erkennbar. Die Znsam-menklinft der Baiser Wilhelm und Nikolaus sei eiu erfreliliches 3ympto,n besserer Aspekte für das deutsch-russische Verhältnis Ans dieser Begegnung läßt sich folgern, daß die neuen russischenglischeu Abmachungen die Interessen Deutschlands nicht verletzen. Es sei klar, daß Rußland sich jetzt noch weniger als früher gegen Dentschland gebranchen lassen will, daß es vielmehr, lim der englisch japanisch-französischen Gruppe eiu (Gegengewicht zu bieteil, Teutschland näherrlicken wird als vorher. Bündnis mit Frankreich, Verständigung mit England, gütliche Auseinandersetzung mit Japan — all das hindert nicht, daß Rnßland ein Dominieren dieser Gruppe uicht wünschen kann. Schließlich be tont das Blatt, ein sehr bernhigendes Moment für die Beurteilung der europäischen Lage sei der Ver^ lauf der Besuche ill Tesio und Raeconigi, dnrch welche die Bedentnng des Dreibundes wieder in den Vordergruud geschoben nnd die Übercinstim ulung Österreich - Ungarns nnd Italiens in den fragen, die ihnen nahegehen, bekräftigt oder hergestellt wurde. Die zweijährige Dienstpflicht in Frankreich. Man schreibt aus Paris: Der Rücktritt der Geniale Hagron, Metzinger und Michal wnrde begreiflicherweise gegeil das Gesetz, das die Dienst-Pflicht anf zwei Jahre herabgesetzt hat, ansgebentet. diesen abfälligeil Kritiken gegeliüber ist zunächst daran zu erinnern, das; das Gesetz vom Lande aufs dringendste verlangt wordeil war und iu Kammer nnd ^enat eiile erdrückende Majorität gefuudeu hattd. Die Kritik richtete fich übrigeus lveiligpr liegen das Gesch sclbst als gegeil seine Anwendnng bei der Entlassling der blasse li)08 und der bevorstehenden Heimschicknng der blasse 1!)<)4. Die Schwierigkeiten rühreil daher, daß man sich in einer Übergangsperiode befindet. Es ist bis jetzt noch nicht gelungen, anf dem Wege des Wicder-engagements von Soldaten, die freiwillig weiter dienen wollen, ein genügendes Kadre alter Soldaten zn schaffen. Die zweijährge Dienstpflicht bleibt für die militärische Ausbilduug mir unter der Voraussetzuug ohne Nachteil, daß die Rekruten, weuil sie in die Kaserne kommen, dort erfahrene Iustruktoreu in hinreichellder ^ahl finden, die nnr ans länger diellendeil Korporaleil und Unteroffizieren bestehen können. Nnn soll wohl die Zahl dieser Wiederengagements die Schätzungen sogar überschreiten, aber sie ist trotzdem zn, goring, da das Gesetz erst seit knrzer Zeit in Kraft steht. Es handelt sich jedoch lim einen bloß vorübergehenden Überstand, der sich von Jahr zu Jahr abschwächen liild mit der Zeit ganz verschwinden wird. Es ist nicht anzlmehmen, daß das Parlament dnrch die ungünstige Kritik, die das Gesetz jetzt gefunden hat, sich zu dessen Underling bewegen lasseu wird; dateu Zu schaffeil. Die zweijährige Dienstpflicht nicht gerührt werden. Die Frage, ob der Kriegsminister von seinem Recht, die Klasse von 1!)M bis zum Jänner !!)()!-> nnter den Fahnen zn halten, statt sie Ende Oktober zn entlassen, Gebrauch machen wird, ,'st wohl zn verneineil. Er müßte dazu einen Kredit von der Kammer verlangen. Da aber die Regierung weder den gegenwärtigen, Zu> stand der Armee als ungünstig, noch die europäische Lage als besorgniserregend ansehe, wird sie diesen Kredit kau ill beanspruchen. Feuilleton. Die Garderobenmarke. Großstadtskizze von O<,on McMer. (Schluß.) ! „Das war doch ein großes Glück," ließ sich cme der hübschen Znhörcrinnen vernehmen. . „O, oh -^!" drohte ihr der Erzähler, „welch cme korrupte Ansicht! Es ist uiemals ein Glück, wenn das Schicksal eine Übertretuug der Gesetze' begünstigt." „Ja aber — die arme Frida wäre doch bla miert gewesen, wenn--------" „Ich sehe schon, ich kann Ihnen meine Ge schichte ruhig zum besten geben," sagte der Dichter lächelnd. „Sie haben das richtige Verständnis für d" Verirrnngen der Liebe." Mit glntroten Köpfchen saßen die Mädchen nmhcr. "Also," fuhr der Erzähler fort, „wie eiu rich-V^5 junges Fräulein stolzierte Frida au der ^eite ih^H Kavaliers die Straßen entlang, ein uenlg befangen anfangs, in einiger Gewissensnot, ^U'nahlu'h aber das Naschen immer höher reckend. ^" glauben gar nicht, meine Damen, wie leicht bei "l'"' Mädchen alls dein Volke die liebe Eitelkeit uucr alle anderen Gefühle triumphiert. In Ihren ""yen weiß Ulan natürlich nichts von Eitelkeit." ^n fröhliches Kichern lohnte diesen Witz. .„Die Eitelkeit ist nämlich eil, Laster nnd hat lU5 lolches die perfide Eigenschaft, eine besonders nngoilclMe Empfiuduug ansznlösen. Zu Ihrer 'Uifklärung, meiue Damen, schalte ich hier ein, daß sUc Laster lediglich voll dieser perfiden Eigenschaft '"'"'. Es ist also nnr nötig, die Wirkungen auf 'Uyebcn. um die Ursache zu beseitigeil. Furchtbar "'Nach — nicht wahr?" .-, "Ach, Sie halten uuö ja zum Narren!" '^uwllte Fräulein ,5ella. „Haben Sie mich nicht daranf vereidigt, daß ich moralisch erzählen soll?" verteidigte sich der Dichter. „Das kann ich nnr, wenn ich philosophiere. Das Reale an sich ist ganz ohne Bioral. Frida hatte keinerlei böse Absichten, das glauben Sie doch? Sie folgte einfach dem natürlichen Instinkt ihrer Ingend, als fie ill den Ballfaal hineinging, als sie sich von dem netten jungen Mann den Hof machen ließ nnd als fie vor der Entdeckung ihrer medrigen Herknnft sich ängstigte. Da legte, ihr das Schicksal eiile Schlinge in Gestalt dieser Garde^ robenmarke vor die Füße. Sie haben das soeben ein großes Glück genannt, mein Fränlein. Damit sind wir bei dem angekommen, was ich Ihnen beweisen wollte. Merkeil Sie wohl alls: wir wüßten gar nichts von der Eristenz des Unglücks, wenn es nicht i,l der Maske eines Glücks uuo beschliche. >>edes Leid entwickelt sich ans dem Nährboden der ^reude. Das Böse bedarf immer einer lächelnden Larve. Wir würden doch niemals danach greifen, wenn wir ihm gleich in das häßliche Gesicht sehen könnten. Und es darf doch nicht verkümmern, da eo einmal in die Welt gesent ist. Deshalb diese Schliche nnd Ränke." „Ja, was geschieht denn nun?" fragte eines der Mädchen nngeduldig. „Das will ich Ihnen sagen. Frida ist am Ziel. Sie verabschiedet fich sittfam von ihrem Begleiter an der Hanstür, schleicht die Treppen hinauf und katzensohlig in ihr Stübchen, damit die Mutter nicht erwache. Dann erst stellt sich das, Geschehnis deutlich und grinsend vor sie hin nnd sagt: „Ich bin kein dnmmer Streich, ich bin ein Diebstahl! Ich habe dich vor einer kleinen De müligung bewahrt. Hüte dich, daß ich dich nicht vernichte." Zitternd verbirgt Frida das gestohlene Gllt im tiefsteil Gruud ihres Koffers. Die ganze Nacht wälzt sie sich schlaflos auf ihrem Lager. Klopfenden Herzens geht sie am Morgen zur Arbeit, fortwährend den. rohen Schutzmannsgriff erwartend, der sie zum Picmger zerren soll. Nach einigen Wochen meint sie. weil das Verhängnis so lange schläft, es sei tot. Und eines Sonntags reizt ^es sie, mit dein hübschen Hnt nnd dem noch hüb? schereil Jackett nur ein Viertclstündchen weit in den Friedrichshain hineinzngehen. Diese kurze Promenade aber, zur Erholung gedacht, war von der Vorsehung eigens dazn bestimmt worden, eine schwere Schnld zu rächeil." „Schuld?!" unterbrach ihn Hella voll revoltierenden Mitleids. „Das ist gar keine Schuld — Leichtsinn, Torheit — was Sie wollen!" „Ist das auch Ihre 'Ansicht?" wandte sich der Dichter an die anderen Mädchen. „Es fehlt doch die Absicht, die Überlegnng, die Vorbereitnng," erklärte Elfriede. „Das arme Ding hat doch liilter dem Druck eiues gauz natürlichen Reizes gehandelt," sagte Martha. „Sie ist einfach einer Vcrsuchuug unterlegen," bestätigte Earola. „Sehr gnt, sehr gut!" stimmte der Dichter bei. „Ich bin mit dem Erfolg meiuer Erzählung durchlaus zufrieden. Nnn hören Sie aber weiter. Frida läuft der rechtmäßige»! Eigentümerin ill den Weg. Ein Blick, ein Erkennen, Lärm. Polizei — zur Wache — grüner Wagen — Haft — zwei Monate Gefängnis -^ eine unbarmherzige Mntter — Er-ziehuugshaus. Ah, Sie wissen nicht, meine Damen, wie erzieherisch diese Anstalten anf jnnge Mädchen wirken. Es ist da eine nette Gesellschaft beisammen. Die Zöglinge sind aufs äußerste bestrebt, au ihrer gegenseitigen Fortbildung zu arbeiten. Die enge Gemeinschaft mit diesem Volk ist fehr dazu angetan, die Selbstachtung nnd Selbstzucht, zu heben. Frida verließ das Haus mit der unerschütterlichen Nberzeuguug, daß ein hübsches Mädchen nichts Blöderes auf der Welt beginnen könne, als zu arbeiten. Dieser Ansicht ist sie anch hente noch. Sie behanptet, es dieser Anficht zn verdanken, daß sie jetzt eilt Breitfchwailz-Iackett und einen Straußen-federnhnt trägt, die beide nicht gestohleil sind. Aber das verstehen Sie nicht, meine Damm." üaibacher Zeiwng Nr. 176. 1638 3. August 1907. England und Frankreich. Man schreibt aus London: Vor kurzer Zeit machte die Nachricht die Runde, das; eine Gruppe englischer Journalisten einer Einladung nach der Provinz Posen gefolgt sei, um dort an dem Toin-merfest eines polnischen Magnaten teilzunehmen. In den Vordergruud soll hiebei ein Journalist getreten sein, der als Vertreter der „Daily Mail" und der „Westminster Gazette" bezeichnet wurde. Da dieser Vorgang als ein eigenartiges Gegenstück zu dem kürzlichen Besuch englischer Jour., nalisten in Deutschland erscheinen mußte, so kann es nicht verwundern, das', er an einigen Stellen eine gelvisse Empfindlichkeit weckte. Man warf die Frage auf, welchen Eindruck es in England machen würde, wenn eine Mordnung deutscher Journalisten einen Besuch in Irland abstattete. Eo läßt sich jedoch auf Grund durchaus zuverlässiger Aufklärungen versichern, das; die erwähnte Nachricht unzutreffend ist. In London ist von einem solchen Besuch einer Abordnung oder einer Gruppe englischer Journalisten in Posen nichts bekannt. Der erwähnte englische Berichterstatter mag ein Vertreter dor „Daily Mail" sein, mit der „Westminster Gazette" steht er aber, wie vom Chefredakteur die scs hoch augeseheueu Blattes erklärt wird, in keinem Znsammenhang. Einer der Herren, welcher zn dein Komitee der englischen Journalisten gehörte, die Deutschland besuchten, und dnrch seine umfassenden Beziehungen zu alleu Blätteru in der Lage ist, als berufener Sprecher der Presse aufzutreten, erklärte, er halte die ganze erwähnte Erzählung für eine finnlose Erfindung. Es sei zu bedauern, das; in der kontinentalen Presse den englischen Journalisten, die eben erst als Gäste auf deutschem Bodeu geweilt hatteu, eine solche Taktlosigkeit zugemntet wurde. _______ Politische Uebersicht. Laib ach. 2. August. Die Neise E l 6 m enceau s uach K a r l s -bad bietet der „Neuen Freien Presse" Anlas;, die Ergebnisse der Tätigkeit des französischen Ministerpräsidenten zn würdigen. Das Blatt meint, daß ihn das Gefühl froher Geuugtuuug erfüllen mag, wenn er das verflossene Jahr überblickt. So reich dasselbe an Kämpfen für ihn war, so reich ist es anch an Erfolgen. Den Kampf nm die Durch führung des Teparationsgesetzes habe er mit Energie und vorausblickender Klngheit geführt. Das religiöse Leben Frankreichs ist hicbei mv geschädigt geblieben. Ebenso bewährte er seine staatsmäunische Knnst gegenüber dem Streikrecht der Staatsbeamten sowie gegenüber dem Winzeraufstand im Süden. Ein neuer Erfolg für El^men ceau und eine starke moralische Unterstützung seiner Politik sei der Ausfall der Gcneralratswahlcn/ deren Ergebnis besasst, daß die Majorität der Wähler »licht nnr mit den reaktionären Parteien, sondern auch mit den lanen Republikanern, den .^ompromißvarteien, nichte zn tun habeil, will. Sie Null eine kräftige, entschiedene, unzweideutige republikanische Politik, nicht die Politik Doumero oder Nibots, sondern jene Cl^meueeaus. — Das „Fremdenblatt" sagt, El^memean reise mit leichterem Gepäck politischer Sorgen, als man noch vor kurzem gedacht hätte. Der französifche Premierminister hat sich aus vielen Schwierigkeiten vor dem Sommer geschickt herausgearbeitet, und es hat seht nicht den Anschein, als ob in den Ferien die Hoffnungen derjenigen reifen sollten, die auf seinen Sturz warten. Die Beruhigung iu den weinbautreibenden Departements im S ü d e n F r ankrei ch s macht derartige Fortschritte, daß znr Besorgnis der Mög/ lichkeit einco Nückfalls kein Anlaß vorliegt. Die Provisorische Freilassung des Dr. Ferronl und des „Erlösers" Mareelin Albert wird^in neues Mo ment für die Förderung dieser ^timmnng und für die Rückkehr aller Kreise der Bevölkerung zu vollständiger Gesetzlichkeit bilden. Im Hinblick auf diese beträchtliche Besserung der Instände trägt die Negierung kein Bedenken, mit der Zurückziehung der während der aufständischen Beweguug nach den Hanpthcrdcu derselben entsendeten Truppen fortzufahren. König Eduard wird aus Eowes nach der Hauptstadt kommen, nm einer Sitzung des Geheimen Raieo zu präsidieren, in welcher die vor der Abreise des Souveräns nach dem Auslande zu entscheidenden Angelegenheiten erledigt werden sollen. Zu deuselben gehört die Unterzeichnung des königlichen Erlasses, duch deu die Vertaguug d e s Parla m e u t v verfügt wird, die im Laufe des August stattfiuden soll. Die „Neue Freie Presse" veröffentlicht Äußerungen des griechischen Gesandten in Wien, Herrn Manos, über den von der P fort e in A t h e n unternommenen Schritt. Es sei begreiflich, sagte der Gesandte, daß die türkische Necu'crung alle Mittel anwendet, um dein Bandenunwesen iu Mazedonien ein Ende zn setzen. Es wäre nnr wün-säien5wert gewesen, wenn die Pforte schon von allem Anfang an, als das Treiben der bulga rischeu Bauden begann, dagegen energischer, aufgetreten wäre uud uicht geduldet hätte, daß es so lange gedauert und so große Dimensionen angenommen hat, daß das griechische Element endlich nach jahrelangem Leiden sich znr Abwehr gedrängt sah. Indem die griechische Regierung die Bildung von Banden auf ihrem Territoriuni lind deren Übertritt nach Mazedonien verhindert, tut sie zur Unterdrückung des Bandennnwcsens alles, was in ihrer Macht steht. Sie wird das anch in Zukunft tuii, uud das nicht nur, nm ihrer internationalen Pflicht gegenüber dem Nachbarreiche zu geuügeu, mit dem Griechenland die besten Beziehungen zu unterhalten aufrichtig wünscht, nicht nur aiis Achtung für die Ratschläge und Wünsche der Groß-mächte, besonders der beiden Ententemächte, die das Reformwerk in Mazedonien übernommen haben, sondern auch weil sie die Überzeugung hat, daß aus der Pazifikation von Mazedonien das zahlreiche griechische Element, das dort der Hauptträger der Kultur ist, und keine Umsturzgedanken hegt, den meisteil Nichen ziehen wird. Mit Bezug auf die bereits dementierten Gerüchte über den Ausbruch eiuer Kabinett s -t risei n P o r t n g a l wird alls Lissabon gemel det, daß man an den maßgebenden Stellen gegenwärtig weniger als je seit der Anflöstmg der Kammer Anlaß habe, an einschneidende Änderuugeu iu der politischeil Situation zn denken. Es herrscht zurzeit politische Windstille, Handel uud Wandel nehmen einen völlig normalen Lauf, der von den vereinzelten Kuudgebungen oppositioneller Gruppen uicht berührt wird. Dem Ministerpräsidenten sind neuerdings voll einer Reihe von Gemeinden >iundgcbunge!l der Zustimmuug zur, Politik des >iabiuetts zngegaugen. EZ ist voranszusehen, das; vor dem Spätherbst kaum eine wichtigere Aktion der Regierung erfolgeil wird. Tagesneuigteiten. — (Wie m uß ei n e w e ibli ch e S ch ö n -holt ans sehen?) Iünast wurde gemeldet, daß eine Berlinerin, Fräulein Schmidt, ill Wien den Tchönheitspreis erhalten hat. Im Anschlich daran dürften die Auslassungen eines französischen Blattes interessieren, wie die Schönheit der Frau beschaffen seiu muß, um auf das Prädikat „Vollendet" Anspruch iuacheu zu köunen. Zunächst wird darauf him gewiesen, daß der Begriff der Schönheit ja eigentlich ein relativer ist und daß das Schönheitsideal je nach Sitten und Gmioh>nheiten, ja auch nach dein verschiedenen Klima der einzelnen Länder ein verschiedene^ ist. Weun man sich aber gewissermaßen auf einer niittk'.rcu Linie einigt, meint dor Franzose, sc> könne man folgende Normen aufstellen: Die Wangen dürfen nicht breiter sein. als das fünffache Maß der Augen beträgt. Das Auge soll aenau zwei Drittel von der Breite des Mundes messen. Die Ohrmuschel Der Fall Vasilijev. Roman von Paul Dslar Höcker. (32. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Frau Winter erzählte der jungen Dame nämlich, daß in Sölll'uaM, dem Dorf, aus dein sie stammte, morgen Kirchweih sei; da die beideu Dienstboten von Speners gleichfalls in der Gegend daheim wären, hätten sie die jungen Leute gern eiugeladen, mit ihnen dahin zu fahren. Der Krankheit des jungen Herrn halber seien sie dock) so wenig herausgekommen seit dem Dienstantritt. Natürlich wollte sie sich aber nnt Fräulein Speuer zuerst darüber verständigen, bevor sie in den Leuten Hoffnungen erweckte. Die Dienstboten!... dah die bei der Abfahrt zugegen seien ging doch nicht an. Martha hatte aber die Leute ebenso vergessen wie Johannes. „Ich gebe den Mädchen gern Urlaub, Frau Winter," sagte sie nun nach kurzem Besinnen. „Ist es denn eine lange Fahrt?" „Gar nicht," erwiderte die gemütliche Alte, „meiu Mann hat das Korbwänelchen voin Gasthof bestellt — wir fahren um sechs Uhr, wcnn's Ihnen zu früh ist, auch erst um sieben, morgen abend hier ab, in kaum zwanzig Minuten sind wir da, das junge Volk tanzt ein bißchen — uo uud zwischen elf und zwölf sind wir dann wieder auf dem Wege hierher." „Es ist so nett von Ihnen, Frau Winter, daß Sie sich der Leute annehmen. Es geht in unserem Hanse ja jetzt wirklich gar zu traurig zu." „Hm, noch immer keine Ändernna. mit dem Kranken?" Martha verneinte seufzend. Taun verabschiedete sie sich uud teilte droben den beiden Mädchen die freudig? Votschaft mit. Sie wareil beide mla,emeiu glücklich üdcr dias dn nicht be^ greifen kannst. Seine großen, glanzlosen Augen irrten wie rm Fieber, als suchte ihr Blick einen Halt im leeren Naum. „Das ist es, Martha: zwischen Gabriel lind Sonja besteht eine Verbindung, die nicht einmal der Tod stören konnte. Es ist etlvas Übersinulichcs, er sieht Dinae, Martha, di? wir nicht sehen. Er ist ein Auserwählter. Damals' — ent-sinnst dn dich noch, als das Unglück geschah? - er bat es geahnt, und noch bevor das Telearamm da war, da fühlte er's, da wußte er'Z, daß etwas Gräßliches mit Sonja geschehen war ... „Aber das sind Phantasien, Bruder, das ist krankhaft!" Erlist, fast drohend richtete er seinen Blick anf Mnrtba. „Vasilijev ist ein Auserwählter!" wieder« holte er mit Bedeutung. „Er gebietet über die Seelen derer, die an ihn glauben." Martha fuhr zufammen. Wieder überlief sic jener fröstelnde Schauer. „Schweig, Justus," sagte sie gequält und geängstigt, „das will ich nicht höreil, denn es ist verbrecherisch, lästerisch — ja. das überlege dir nur recht genau, Justus, — es ist irreligiös!" Ganz fassungslos darüber, den Bruder nicht überzeugen zu können, verließ sie endlich das Zimmer, Johannes war inzwischen gekommen. Sie bat ihn, in ihre Wohnstube einzutreten. Im Flüsterton besprachen sie nun ihre Pläne. Johannes Nxir, als er die Grüude der Geliebten hörte, mit der Verschiebuua, der Abi-cise um einen Tag einverstanden: auf keinen Fall aber wollte er dulden, daß Martha noch eine Nacht hier zubrächte. Sein Vorschlag war also dcri Martha sollte für die nächste Nacht die Gastfreundschaft der Frau Win« ter in Anspruch nelsmen. „Uud wer bleibt bei dem Kranken?" Laibacher Zeitung Nr. 17«. 1639 __________________________3. August 1907. darf micht länger sein c-lo das zw^che Man des Auges, ui,d der Zwisäiein-anm zwischeli den beitx'n Augen endlich muß .genau so lanZ sein wie das «uge. Ganz abgesehen idavon, daß alle diese Maße und Merkmale wohl tanm einem, bildenden, Künstler Zur Richtschnur dieneii I^öiiiien, weu.^ er die Figur oer Schönheit darstellen null, sind d>> Angaben auch mir rem älißerlich nnd erzählen nichts von' Wert nnd Ad^et! der Seele der Schönheit. ' (Eine Demonstration der Ab-Nlugten.) Aus Stockholm wird berichw: Tie Mweüischc Hauptstadt war am Eolmtag der Schau-Platz einer Temonstrnticm, wie sie Stockholm viel° K'icht noch nie so großartig eschen. Mehr als seck>zig. 5^!""' Abstinenten veranstalteten anläßlich des znr ^n b^cr tagenden rntmnationalen Antialtoholkon-Messes «inen Temonstrationszng durch die Straßen ocr Swdt, der sich zu einer mächtigen Knndgebling graen !x>n Alkoholi^uus gestaltete. 500 Abstinenz-l^l^ne schritten in diesem Zuge einher, über 4lX) ^mmen und Standarten wurden im Zuge getragen -i'on 40'Musikkapellen begleitet, durchzogen die De-nwnftrmtten voin Walhallc,wege aus sänuliche Strafn der Ttadt bis zu dem schluedisch^i Volt'spark ^mijen. Auf Skauseu ftmd ein grosses Volksfest Ucm, an tuelcheul sich die bereit» hier anwesenden ^Unehmer des internationalen Antialkoholkoligresses vollzählig b^eiligten. ^ -^-. ^'" verhängnisvolles Wechsel-?i,?/"!^ ?" b'^Wi Tagen trug sich in München "n rag,tolni^.es Vorkommnis zu. Ter erste Akt B.s, s/'f "'"7' Wechselgeschäfte in einer nahe dem ^alinhofe gelegnen Straße. Eine feingekleidete ^mcbttrttt das Geschäft nnd ersucht, ihr eine Ba^ "ok> nber ilXX) Mark deutsche Michswähruna zu Ne^Ma^'^ '">^u ^rei/nnd'fö!^ ^ ^ m ^? "'"' '"^'" " ft" leine Provision, b w. Nen.nhnnn ein. Mark rechnet. Tie Tame be-O 5; U' wolle diese Mark nicht zahlen, ein solches ^ N nk e7? ?' «"gkeitssache. Hiemnf gab M Ein^ 1 ^"'"! "" ^"'ln't' Zurück. Zweiter ^ f,-i?/ ^''^'.U'äter. In das gleiche Bank-E i^ n /'"' ^"bnbediensteter mit dem höflichei, ^Mchen ie,tens en,es Sckialterbeamten der Staats. '"^ lo gut sein und ei TauiendMark-Note lvechseln. Ter Bankier sah die 3r das Lunch, das ihm ferviert wurde, und auch auf dem Parkctt zeigte er sich zu Hause. — (Ter Sommer.) Ein philosophisch an-liclegter Leser der „V. B.«Z.", der seit einigen Wochen in einer „nngemein frischen" Sommerfrische seinen Urlaub verlebt, hat seine Wetterschmerzen in folgende Saison-Sprichwörter gefaßt: Wer den Negen hat, darf für den Spott nicht forgeu. Wa5 anf Reisen gehen will, friert beizeiten. Wo bist dn, Sonne, geblieben? . Wo,;n in die Ferne schweifen, auch zu Haufe regnet's Streifen. Wo man heizt, da laß dich rnhig nieder, in der Lnft erfrieren dir die Glieder. Schlußieufzer: Mich ergreift, ich weiß nicht wie, himmlisches Behagen, morgen kommt der lchte vou meinen UrlaubZtagen. . . Lmier^ssM^ ^'^"" "'"g sickTimTKo'rridor eiu ^nger aufschlagen. Du jagst einfach zu ssran Winter ^nw^nheit der Frmude.l in Ver Wohnnn i in dick .' ^ ^ "''^ ^' U"'""'"^ mcht weiter SM^ m.''""' "'^ ^' da. Gastftübchen neben ihre.n ^ aszmuner anwe.ien. Du bedarfst auch wirklich der "ul^denu emc anstrengende Zeit begwnt für dich " .^ch werde ja so crlöst anfat.nen, wenn wir end- v^tm '7/ !°" ^'^'" ^°'"'" N-antc dann nnrnhig NaM^ ,"Und we.in nun Vasilijev in der nächsten "acht wieder hier erscheint?" .Tann werde ich ihin kein Hehl daraus machen w'c ,ch uder das niystische Dunkel, mit dem er sich zu umgeben wiebt. denke." „,;,^" "'hob zitternd die Händ<' zn ihm. „Dn ^ 3" keiner häßlichen Szene kommen lassen " inn^s? ^"'^' l"" ^"'^ "'chl' saa"', alc' wa5 meine wir? ü .^'upfindnng nur anf die Lippen drängen di«>f^ " "' '"'^ ^" Gesundheit, ja, unt deni Lebeu trc ki "'glücklichen Äiienschen ein sreventlicheo Spiel latan l"'l! -^ ^' ^" ^'"' "'^'" ^'fährlichen Char- d" NA""^' ^'^^'' ^'' ^^d darmls wieder, um auf stellen "/s. ^'"'.^ U'r den nächsten Tag zu be-Wärtcr,, v ^ ^u'uckkaiu, befprach er fich >nit den war . ^ stch - da ihre Ablösnugsstunde gerade ^, beide zur Stelle befanden. V^^ "'""reu einfache, rnhige, aber ganz intelligente lMvoaen?" ^ ^"^'"^ s^ beide nicht fonderlich Nenn - "^"' ^?"^ menschenscheuer, finsterer Art. sie do„ "> ^m Hospital alles verabredet ''ei, würden ken n. !s ,'"'sport uud die Begleitung des Krau-Wrach ^ " ^"^'" ^"'" übernehmeii. Martha ver-^aae n? ^'l'^u, dafür zu sorgen, daß sie eiuige c,^ /"'laub bekämen, nm sich anf der Heimreise U)m>l ^"' ^lug linifchanon zn können, und sicherte llnw - -" Geldgeschenk zn. Die Kosten der Übe!sied-we, ^'^lten ja keine Nolle — si<> war ,'a so glücklich, lln sic d,^ Mauken „,„, ^,^sjch ^,^, ^,^. ^or '""'s hatte. Nachdem alles verabredet war, begab fich Johannes zum Krankeu, ohne sich bei ihin anmelden zu lassen. Justus musterte ihu erstauut. Seine Überraschung wnchs, als er deii Schwarzwälder, der bisher immer so herzlich und bescheiden gewesen war, in grollendem, vorwurfsvollem, ja empörtem Tone zn ihm reden hörte. „Sie siud ein Kind, Herr Spener, daß Sie Ihrer Umgebung für nichw nnd wieder nichts solche Unge» legenheiten schaffen?" fchloß er seine Nede, ,.SK verweigern es, Nahrnng zu sich zu nehmen. Was bezwecken Sie damit? Sie Wolleu sich noch kränker, noch schwächer macheu? Haben Sie nicht so viel Erbarmen mit Ihrer unglücklichen Schwester, daß ^ie ihr wenigstens diese nene Sorge ersparen? Denn Wa5 follte aus Ihnen norden.? Bisher hatten Sie noch dnrch eine leidlich ansreichende Ernährung Kräfte. Geflissentlich sich zngrnnde richten wollen -das ist doch eines Mannes von Geist nno Nildung uicht würdig. Und bedenken Sie: Sie haben die hei-ÜM Pflicht, Ihre Schwester vor der Verzweiflnng zu schützen, iu die sw Ihr Znstaud so wie so schon zu treiben droht!" Martha war bestürzt hinzugekommen. Denn so energisch hatte selbst der Medizinalrat noch nicht zn dem Kranken gesprochen. Wie würde vs Justus aufnehmen. Es hatte Johannes sichtliche überwiuduug gekostet, dein hilflosen, matten Kranken gegenüber fo schroff alifzntreten, Aber da alle Bitten vergeblich gewesen waren, versnchte er es mm einmal mit Strenge. , Inst'ns rang nach Fassung. Er faud zuerst kaum Worte, um ihm zu erwidern. Das Nächste war denn anch, daß er Martha bitterliche Vorwürfe machte, deu ihm verhaßten Fremden eingelassen zn haben. „Ich dulde e5 nicht, daß er zn nur spricht ich will ihn nicht hören, uicht sehen . . ." (Fortsetzung folgt.) Lolal- und Provinzial-Nachrichten. — (Beförderungen im Schuldienste.) Seine Erzelleuz der Minister für Kultus und Unterricht hat folgende Professoren in die VIII. Nango-klassc befördert: Dr. Franz Kropivnik am II, Staatögymnasinm in Laibach, Michael Mars' i <"- am Staatsglunnasinm in Nndolfswert, Dr. Gre-gor Peöjat am II. Staat5gymuasinm in Laibach, Dr. Franz Perne am StaatsMnnasinm in Kraiu-bürg, Aliton Pet erlin am Staatsgymnafium in Krainbnrg, Dr. Josef Pipenbacher am Is. Staatsglimnasium iu Laibach, Dr, Iofef To-in i n l^ e k am I. Staatvgymnasinm in Laibach, Dr. Jakob 55 m a v e an« I. Staatsgymnasium in Laibach nnd Jakob Z n p a n ö i ö an der Staatsrealschule in GörZ. — Weiters hat Seine Erzelleuz der Minister für Kultus und Unterricht nachstehende Lehr° kräfte an den Lehrer nnd LehrerinnenbildnngH° anstalten iii die IX. Rangsklasse befördert: au der Lehrerbildnngsanstalt in Marburg die Übuugsschall° lchrer Gabriel Majcen uud Jakob Mariu: au der Lehrerbildlmgsaustalt in Laibach die Übungs-schnllehrer Johann Ianeili<>, Josef Kostauje-vec, Johann K r u l e e und Anton M a i e r: an der Lehrerinnenbildungsanstalt in Laibach die Üvungs« schullehreriuueu Paula Edle von Renzenberg, Marie Schulz uud Juliane Su Ppa n tsch itsch sowie die Kindergärtnerin Wilhelmine Iosin- an der Lehrerbildungsanstalt in Capodistria den Übungsschullehrer Josef Pich und den Musiklehrer Johanu Sokoll; au der Lehrerinnenbildnngsanstalt in Görz die Übuugsschnllehrer Josef Cnfnlin, Mat-thäno ,<,i ailte, Johann Mercina, Franz Sivec und Karl Travan, den Turnlehrer Josef Ia-novsky und die Übungsfchnllehrerin Einina To» m an. — (Fackelzug uud Serenade.) Zur Vorfeier der heutigen Installation des Herrn Bürgermeisters Ivan Hribar fand gestern abends oin Fackelzng mit Serenade statt, woran sich nntcr Vorantritt del' Laibacher Vereinskapelle der Laibacher Turnverein „Sokol" nebst dem Sokolvereine ans >li5ka, der sloveuifche Maurer- und Zimmermcmn» verein mit Fahne, ferner der Laibacher Feuerwehr« uud Nettungsverein nebst den Feuerwehren ans .^i«ta und Wnilsch beteiligten. Der lauge Zug passierte verschiedene Straßenteile und lockte überall eine ansehnliche Schar von Zuschauern henbci, wäh-reuo die Volksmenge, die sich auf dem Auersperg-plahe versammelte, nach Tausenden zählte. Vor der Wohnung des Herrn Bürgermeisters brachte ein Chor von Sängern, die dem Verbände der slovenischen Gesangvereine angehören, unter Leitung des Herru VeniHek drei Lieder, uud zwar Hajd>ri,hs „Ia-dransko morje", Hajdrihs „Hercegovska" und Gerbi^' „Slovaiiski brod", znni Vortrage. Nach der ersten Gesangsnummcr begab sich eine Deputation, be-steheiid aus Vertretern sänrtlicher Laibacher Wahlkreise, in die Wohnung des Herrn Bürgermeisters, und Herr Dr. Ora/en als Sprecher der Abordnung lieh seiner Freude darüber Ausdruck, daß er den Herrn Bürgermeister als den verdienstvollsten und fleißigsten Mitbürger begrüßen könne. Die Lm» bacher Bürgerfchaft habe stets Glauben in die Tüchtigkeit des Herrn Bürgermeisters gesetzt: hente bringe sie ihm auch ihre Liebe entgegen. Herr Bürgermeister Hribar dankte der Deputation uud bat um tat" kräftige Uuterstützung der Bürgerschaft bei seinem schwierigen Amte. Anch ergriff der Herr Bürgermeister fpärer noch einmal das Wort, um dmxhs Fenster den Veranstaltern des Fackelzuges zu danken, der uicht so sehr seiner Person als der Stadt Laibach gelte. Er wolle nach wie vor stets seine Prinzipien hochhalten uud erbitte sich hiebei die Mithilfe der Bürgerschaft zum Woble der Stadt, anf die er ein herzliches „Aivela!" ausbringen wolle. Die Ansprache des Herrn Bürgermeisters wurde mit lebhaften Zu-rufeu anfg'enommen, die sich erneuerten, als sich der Zug wieder in Bewegung setzte. Ein zahlreiches Publikum beseßte hierauf den Garten des „Narodni Tom", wo die Laibacher Vereinskapette fleißig anst fpielte. - Das Laibachcr Kastellgebände war anläh« lich der Ehrung des Herrn Bürgermeisters in seiner ganzen Front sowie im Turme reich illuminiert. s^ur Frage der Ke l l n e r le h r< ling e) komint uus aus Facht',reisen folgendo An-negung zn: Anknüpfend an die Notiz „Zum drohen-den Kellnerausstande in Qaibach" sei noch ein Postu^ lat berührt, womit die hiesige Kcllnerschast bereits an die Genossenschaft der Gastwirte und Kaffeesieder herangetreten ist. Es ist dies die Kellnorlehrlings^ frage. I>, ganz Krain sind etwa 27 junge Leute, Kellnerlohrjungen oder Piccolos, angestellt. Wie viele von diesen aber bei der Gewerbebelwrde als Lehrlinge angemeldet sind. ferner ob fie die gesetzlich vorgeschrre- Laibacher Zeitung Nr. 176. 1640 3. August 1907. bene Lehrzeit mitmachen und ob sic die Eignnng haibcn, freigesprocheil zu worden, dies ist sehr nn-klar. Und dann sagt man: Kelllier, die nicht eiunlal die Proveuieuz des ClMck-Weiues keilneil, sollen die künftigeu Nepräfciltauteu des Gasthos- und Hotel-luefens sein^ — Dies ist ein rein sachlicher Grnild, der eine Kellnerlehrliligsfachschule driligeud erheischt. Eigeue Fachkräfte wäreu übrigeus auch für da.5 Land selbst von eminent volkswirtschaftlicher Vedcntllng. Die, bekallnte Autorität auf dem Gebiete der Volks-wirtschaftlichen Politik, Universitätsprosessor nnd Hcrrellhausmitglied Dr. Vruf, schrieb einst: „Es ist widersinnig, gegen die fremdsprachigen Hotelange-stellten loszlizieheu, solange wir au eigenen Ki'äften Mangel leiden. Da sich l^tauntlich Holeldirektoren. Hoteliere sowie Oberkellner ans Piccolos herans^ bilden müssen, empfehle ich, der Kellnerjugend das lveitgehendsle Allgeumerk zuzuwenden." Das wirkte Vald wurde in Prag eine KeNuerschule errichtet, die heute die zweitgrößte in Qsterreich-Ungaru ist. Til.' au5 der Schule scheidenden Kellner gingen nach Rußland, Frankreich, England,- um Sprachcu zu erlernen, und heute besiudeu sich fast alle besseren Posten in Böhmen, die früher fremde Kellner innehatten, in heimischen Händen. Aber nicht nur in Böhmen, auch iu allen größeren Städten des Kontigents findet man böhmische Kellner - ein Beweis, daß sie durch Schulung zur Genüge konkurrenzfähig geworden sind. — (V 0 u deu H e r b st m a u ö v e r n.) Zu den Negunentsiiblnlgen des Infanterieregiments Nr. 17 traf gesterll der Ergänzungslx'zirkskommandant von Laibach. Herr Major Autou Tischiua. in Klagenfurt ein. — Da die Tlwhusertrankungsfätte unter der Mannschaft des ersten Bataillons des Infanterieregiments Nr. 17 (27 Erkrankungen) leichte wann und bereits geheilt sind, so trifft das erste Bataillon am 10. d, M. von Laibach zu den Negimentsübungen iu Klagenfurt ein. - lM ilitä r m ä r s ch e.) Am (,., 7., 8. nnd 9. d. werden drei Batterien des 3. Korps-Artillerieregi-meilts auf dem Durchmärsche mit eiuem Stande von 12 Offizieren, 223 Mann und l54 Pferden in Nat-schach, St. Margareten und Savenstein eintreffen, dort nächtigen mid Nast halten. -^ (Aus Weißen fel s) wird uns geschrieben: Am 27. Juli gab die Militärkapelle des Tarviser Fel diägerbataillons anläßlich der Anwesenheit der zum Sommeranfenthalte hier weilenden Offiziere nnd deren Frauen, so u. n. Sr. Erzell. Nitt. v. Vrud ermann, Geneials der Kavallerie lc. aus Wieu. von 6 bis,halb 8 Uhr abends beim ersten Weißenfelser See und von ^ bis halb 11 Uhr nachts in der Werts-restaurntiou ein Konzert, das hauptsächlich von Offiziersfamilien und Sommergästeu besucht war. Zum Schlüsse wurde auf dem elektrisch beleuchteten Platze unter den mächtigen Linden eine Quadrille veranstaltet, die Linienschiffslentnant Zeno von Schonta geschickt nnd präzis leitete. Die Gäste unterhielten sich vorzüglich, die Musik spielte sehr bmv. — Am 31. Juli gab der Wiener Gesangskomiter Karl Low on in, Gasthofe Martinschitz „Zur Post" einen Unterhaltnngsabeud, welcher von Sommergästen und Einheimischen gnt besncht war. Die Vorführnngen des Komikers fanden allseits vollen Beifall. — Alle für Fremde zur Verfügung stehenden Sommerwoh-nungen sind gegenwärtig vollständig besetzt. — (Zum Fremdenverkehre in Lai-b a ch.) Im Monate Juli sind in Laibach 470i) Fremd? abgestiegen (um 592 mehr als im, Vor» monate uud um "111 mehr als im gleichen Monate des Vorjahres). Vou diesen entfallen auf die Hotels „Uuiou" WN, „Elefant" 853, „Stadt Wien" 113. „Lloyd" 470. „Ilirijn" 302. „Südbahnhos" 240, „Kaiser von Österreich" 219, „Ktrukelj" 145, „Graj-zer" 113, „Bayrischer Hof" 98, aus die übrigen Gast-Höfe uud Überuachtuugsstätten W1. x. —- (Der Gesangsverein „Ljubljanski Zv 0 n") hält heute abends uiu ^9 Uhr in der Ne-stauratiou des „Narodni Dour" eiue außerordentliche Hauptversammlung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Äuderung der Vereinsstatuteu. 2.) Nachträg-Iick)e Wahl in den Vereinsausschuß. 3.) Anträge und Interpellationen. — (Gartenfe st.) Auf das große Gartenfest, das morgen vom Gesangsvereinc „Slavec" auf Ober-Rofcubach veranstaltet wird, sei hiemit nochmals auf» merksam gemacht. — (Schwerer E i sen b a h n u u fa l l bei Littai.) Aus Littai wird uns im Nachhange zu dem bereits gesteru mitgeteilten Eisenbahnunfall nach° stehendes berichtet: Auf der Strecke Littai—-Kreßnw stehen dern,alen außer heimischen Bahnarbeitern auä, eNva hnndert kroatische Arbeiter aus der Umgebnng vou Varaüdiu, deren Beschüftigullg die Schwellen- leguug und -Aushebung bildet, in Verwendung. Als vorgestern eine Partie von vier Bahnarbeitern einem aus Kreßnitz herankommeudeu, um halb 11 Uhr vormittags die Ortschaft Oberlog passierenden Güterzuge ausweichen wollte, kam von der Station Littai eine Lokomotive am anderen Geleise, auf dem die vier Arbeiter ausgewicheu siud, heraugefahreu, erfaßte sie hinterrücks und warf sie teils unter den Güterzug, teils auf die Vabuböschung. Hicbei wurde der 52 Jahre alte Landwirt Blasius Baksa ans Tvoriüöe bei Vara/din sofort getötet, während der 13 Ialue alte Keufchlcr Thomas Pofavec aus Tekanovac durch dcu Unfall schwer verletzt und in das Stationsgebäude nach Littai transportiert wnrde, wo er um < Uhr nachmittags den Verletzungen erlag. Beide Verunglückte sind verheiratet uud hinterlassen iu ihrer Heimat ersterer sieben, letzterer vier unversorgte Kinder. Von den ^beiden Arbeitsgenossen der Getöteten erlitten Alerander Verbanec, 41 Jahre alt, aus dem Komitate Perlak stammeud, uud der 58 Jahre alte Imre Vaksa aus Gardinovec bei Vara/din mehrere Verletzungen, doch dürften sie laut ärztlichen Ausspruches mit dem Leben davonkommen. —ik. — (Beim Zi th erspielen plötzlich gestorben.) Am 1. d. M. abends weilte der ledige Schuhmacher und Zitherspieler Martin Adami-iö im Gasthausc des Herru Iohanu Wakonigg in St. Martin bei Littai und spielte auf seinem Zitheriustru-mente. Während des Spieles fiel er Plötzlich vom Stuhle nnd blieb auf der Stelle tot liegen. Adam5i5, der stark dem Nrauntweiutrunke ergeben war nnd lurz vorher ^ Liter Spiritus ausgetrunken haben soll, dürfte au Herzschlag gestorben seil,. - ik. - (Tödli ch v e r ungl ü ck t.) Am 31. v. M. war der l)3jährige Zimmermeister Jakob Verbajs aus Nassenfuß mit drei Gehilfen in dcr in der Nabe vou Nassenfuß gelegenen Waldung mit der Bohrung einiger Fichteiistämme beschäftigt. Gegen 3 Uhr nachmittags, als Verbajs mit zwei Gehilfen einen Fichteustamm auf den Platz trug, wo die Voln'uug vorgenommen werden sollte, machte sich oberhalb dieser Stelle eiu Stamm los und rollte bergab. Verbajs wnrde vom Fichtenstamm erfaßt, zu Boden gerissen und so schwer verletzt, daß er anf der Stelle tot liegen blieb. —5— - - lTvP h u s epide m i e.) Iu der Ortschaft Sittich der Ortsgemeinde St. Veit im Gerichtsbezirke Weichselburg ist der Typhus epidemisch aufgetreten, hat aber bisher noch kein Opfer gefordert. —ik. - (E i n K 0 n z v r t i n I d r i a.) Das Konzert, das der Arbeiterverein in Idria am 28. v. M. nachmittags im Garten des Herrn Jan Gruden in Je-li^ni Vrh veranstaltete, nahm, begünstigt vom schönsten Wetter, einen glänzenden Verlauf. Die Gesangs-pi^cen, ausgeführt vom Vel-einsgesaugschor, sowie die Musikuummern, vorgetragen vom Studentenorchester „Ttrnna". fanden beim Pnbliknm, das den Garten bis zum letzteu Plätzchen besetzt hatte, verdieutcu Beifall. Mit befonderer Begeisterung wnrden die „serbischen Volkslieder" (St. Mokranjac) und da« uuten Begleitung des Orchesters vorgetragene Frauenduett „Pevska radost" (Ignaz Hladnik) aufgenoM' men, in welchem sich Fräulein Anna kinkovec mit ihrer hellen Sopraustimme auszeichnete. Die Leitung des Orchesters sowie des Gesangschores lag iu den bewälft'wn Händen des Herrn Zorko Prc-lovec, den anch das bei dieser Gelegenheit vorge» tragene hübsche Musikstück, betitelt „Veue« Oi'c-,^s>i'öi^cvili ,isslli«d^uill pp»mi" zum Verfasser hat. Das Konzert beehrten u. a. Herr Karl Svo-boda, k. k. Bergrat, Herr Josef Kepetavcc, Biirgerlneister der Stadt Idria, und die Operilsäuge-riu Fräulein Mava Ullrich mit ihrem Besuche. — (Die Wallfahrtskirche Zaplaz.) die in ihrem Nenbaue bis zum Dachstuhle gedieheu ist, gelaugt erst im kommenden Jahre znr Volleuduug, da die Mittel zum Fortbaue erschöpft siud. Am 5. d. M. findet daselbst eiu großes Wallfahrtsfest statt, zu dem mehrere Wallfahvtsprozessionen aus ganz Unterkraiu erscheinen werden. —ik. — (Der Schnelläufer Aute Nu/il-, ails Spa la to) wird sich morgen abends um sji/> Uhr iu dcr Sternallee produzieren. Er legt per Stunde 20 Kilometer zurück, ist also fast imstande, illit einem gewöhnlichen Porsoucnzuge Schritt zu halten. * (Verschollen) ist seit 23. Juni der etwas geistesschwache Johann Skraba, Knecht bei Anton Strle in Mateuia, * (Ein Eiu schleich er.) Vorgestern schlich sich ein unbekauuter Dieb iu das Haus Nr. 30 iu der Stadtwaldstraße ciu und entwendete der Lehre» rin Marie Levec einen Koffer mit Wäsche, zwei Gebetbücher und alle ihre Dokumente. Sollteu letztere jemandem iu die Hand kommen, so möge er sie iu der Polizeiwachtstube abgebcu. — (K. k. P 0 stsparka s s e.) Im Monate Juli betrugen iu Kraiu die Einlagen im Sparverkehre !»7.222 Iv 60 li, iill Scheckverkeh.re 7,0l>2,450 K, 82 d. die Nückzahluugeu im Sparverkehre 720, ^ 5 l>, im Scheckverkehre 3,988.123 Iv 31 II. " (Vou einem Huude au gefalle»» wlirde gesteril der Kuecht Franz Augui^tiu, als, ^>r auf seinen, Fahrrade in der Maria-Theresia-Ttraße au> Hause Nr. 2 vorbeifuhr. Der Hund biß ihn in dn' linke Hand lind zerriß ihm die Weste. * (Z u g e l a u f e n) ist eine schwarze Hündin. Sie kauu iu der Seilergasse Nr. 3 abgeholt werden. * (Verloreu) wurdeu eine Zwanzig.» und ein»-' Zehnlrouen-Note. ^» -------------- « Illusio». »».or». W i« der Zon^kirche. Sonntag den 4. August (Domiuik) u»l 10 Uhr Hochamt: Prcismesse ^:i1v^ It^um von G. Ed. Stehle, Graduate .Iu«t,i8 nt z»:iliiiu llo- , i'<^»it voil Autoll Foerster, Offertoriulu Veritn» ^ m^:l voil Dr. Frauz Witt. In der Stadlpfarrkirche Si. Jakob. Soniltag deil 4. Augnst (heil, Toniinik, Be» kenner, Primiz des Hcrril Miroslav Cepuder) nin 9 Uhr „Xovoi!l:^ni1< dod' l»<)/.<1inv1^'i!" voll Gregor Rihar uud >'l>ni »niictl> ^pilitu» voll Dr. E. Frey. Nach dcr Predigt beim Hochamt: Sonntags-messe Nr. 3 iu 15-äni- von Fr. Schöpf, Gradnalc .luntn» ut Mlniii Noi'^bit von Antoll Foerster, Offertorinm V^l-it:,^ i>n':l von ^.. B. Tresch. Ziach dem Hochaillte ^1> I>cuin 1n>i<1nm,i!>l von L. Aelar. Telegramme les l. l. TeltMen'VmespMenz'Means. Die Vorgänge in Korea. Söul, 2. August. Ein koreanisches Bataillon hat sich gegen die Eutlassungsorder aufgelehut. Es entspaim sich ein Kampf mit Japanern, der einige Stunden dauerte und bei dem Gewehre und Kanonen verlandet wurden. Der Kampf spielte sich ill de>' Nähe des Kousulatsvlertels ab. Die Zahl dei' Opfer ist unbekannt. S ö u l, 2. Angnst. Bei dem gestern am Westtore dcr Kaserucments stattgefundencll Kampfe zluische» Japailern und entlassenen koreanischen Soldaten wnrden 40 bis 50 Manu getötet, bezw. vet-wuudet. darunter mehrere Japaner. Verschiedene Geschosse trafen das ameritauifche Kousulatsgebäude. Europäer haben keinen Schaden geuommeu. Der Kampf ist jeht beendet uud die Stadt augenblicklich ill Sicherheit. Söul, 2. August. Von zuständiger Seite wird die Zahl der Toten uud Verwundeten beim gestrigen Kampfe anläßlich der Entwaffnung der koreauischen Truppen auf 00 Koreauer und 40 Japaner angegeben. Bei 3000 Mann. denen ie nach Nang 25 bis ^0 ^'i, ausbezahlt wurdeu, vollzog sich die Entlassung ohue Störung. Als bekannt wurde, daß der Kom« mandant des 1. Bataillons des Schimaregiments in der Kaserne Selbstmord verübt habe, griffen die Soldaten diefes Regiments japanische Offiziere an, iil deren Vegleitnng fich nur wenige Soldaten be« fanden, während ein Bataillon nach dein Südtor des Kaserneineuts marschierte, wo dcmn ein heftiger Kampf entbrannte. Voil twu koreanischen Soldaten sind nngefäbr hundert mit ihren Waffen eutkommen und haben sich in kleinere Gruppen aufgelöst, von denen aber uichts zu befürchten ist, zumal Regeil' glisse hemmeud auf etwaige Unternehmungen einwirken. Iu der Verfügung, womit die Eutlasfuug der koreaiiischeil Truppeu augeordnet wird, heißt es im Eingang: Die koreanische Armee besteht aus Söldnern, di? zur Verteidigung des Landes nicht als geeignet angesehen werden können. Die Vorgänge in Marokko. P a ris, 2. August. Wie das „Echo de Paris" vou gut unterrichteter Seite erfährt, ift die Zahl der i,l Cafablauca Getöteten größer, als amtlich gemeldet wurde. Es sollen sieben französische, drei spanische, zwei italienische Arbeiter und außerdem ein Arbeiter, dessen Nationalität nicht festgestellt werden konnte, uiedergemetzelt wordeil sein. Sämtliche Arbeiter standen im Dienste der Firma Schneider, die die Hafenbauten von Casablanca ansführt. Paris, 2. August. Der uachmittag im Mini' sterium des Außc-l-n abgehalteue Miuisterrat beriet über die durch die Ereignisse in Casablanca notwendig gewordenen Maßregeln, welche keinen Aufschnb erleiden dürfen. Die französifche und die fpauifchc ytegieruug lmbeu uach gepflogenem Gedaiikenans" Lülbacher Zeitung Nr. l76. 1641 3. August 1907. tmisch inchrcr^ K^aMiffc Ii^anstraai, sich inich d Elchen von (5asliblancn, schont die Lage m dcn an° oercu Hafenstädten uicht nnailnstig Zil scin, ux'nia-!wnZ wcrdc'u anqenblicklich tt'ine Anzeichen vl.->n Nn "lhcu gcmcldot. (5s bestätigt sich. das; dic französische ."olmne ,n Casablanca sich an Äord eines englischen ^racht'eudampf(,'i-5 gcflnchtct hat. Nur einige Mitgli^ 0l,'r blieben iin frauzösischen Konsulat zurück. , Vcrlin, 2. August. Dw „Norddeutsche Allge-mmw ^^itung" schreibt zur Kmserbegegmmg in ^w'm'nuindr: Tor Zar erwidert den Vcsuch, dcn «cnier Wilhelm im Juli 1M5 dein Herrscher d<^ verwundeten N'achbarivich^s in den finnischen Tchce^ '"' Mwttete. Tic Twinemiiiider Ta,ge dienen vor-ln'lnulich dem persönlichen Verkehrc. Bestimmte Po-nn,ch^ Zwecke veranlassen die Zusammenkunft uicht ^Pezia, 2. August. Gestern abends kam ^ ln^- zu antiklerikalen Kundgebungen. Gegen tauseud ^aiufestaltten ^rsnchk'n, die Kirche der Talefianer zu ftlirineu, bewarfen die .^larabimeri nnt Tteineil und bersuchtcu, sie zu entwaffnen. Die Karabinieri wareu gezwungen, von der Waffe Gebrauch ^n ""cheu. Ein Manifestant wurde getötet, zwei Ma-nneitanwn imd vier Narabinieri verwundet. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Teehöhe 806 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm « 2^l. N. j 7^7 1 > 22 2 NO. mäßig halb bewölkt 9U. Ab. 739 1 16-9 SO. schwach bewölkt j 3 > 7 U. F< ^ 739-8 ! 15 0 ONO. schwach j . > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 18 7". Normale 19'7". Wettervoraussage für den 3. August für Steier» marl und Mrute»: Wechselnd dewdllt, schwache Winde, mähig warm, Gewitterneigung; für ik r a i n und das Küstenland: Meist heiter, schwache Winde, warm, gleich.niihig anhaltend. Verantwortllcher Redalteur: Anton F u n i e l. Heute Samstag den 3. d. M. = bei jeder Witterung = großes Konzert im Hotel Südbahnhof (Seidi). Anfang 8 Uhr abends. Eintritt frei. . ________________________________0-073) Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnalnn? bei,^ '"7^ "°lirmd der 5ttantheit a!s !^ nenn Ve„rabius,e meines unvergeßlichen Gatten, des Josef Taulwr l. u. k. Oberwaffcnmcisters I. Klasse bezeugt wurden, statte ich hicmit allen lieben Freunden N'"3 ,"ub verwandten, den Spendern der '^onen Kranze sow,e überhaupt allen Teilnehmern InsbÄi. ^'^''''^'.""""^ herzlichen Dank ab. ^nsdesoudere ,ci m d,c,en das löbliche Offizlers-des N^<.^""'N°« "^ b'e geehrten Kameraden Versal ^'"" "«bezogen, die den unvergeßlichen "aibach am 3. August 1907. Iosefine Tauber. Bei Nieren- und Blasenleiden, Harngries, Harnbeschwerden, und Gicht, bei Zuckerharnruhr, bei Catarrhen der Athmungs- und Verdamm gs-Organe wird die BOT- und LiÜliOIl-hältige Salvator-Gjuelle mit ausgezeichnetem Krfblg angewendet. #ffifa Harntreibende Wirkung. K:n9 Leicht verdaulich. ffim Angenehmer Geschmack ^^EÄBffik Absolut rein. ^^K^^H^n Constante ^^^^^^^^H Zusammensetzung. ------—2—¦—" Medicinal-Wasser ¦« di^üsche* Üe„-H.,k J&F*ffl$&- ersten Ranges. 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Aktien kapital Iv 120,000.000-- '*^^ Keservefond KL 03,000.000«- i17ih Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits* — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. ___ --------------——^™^"^™"——^^™*"—"^—^—*^———^————^------------ _____ Kurse au der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 2. August 1907. Die notierten «fnrse verstell?» fich n^ kconenwälirnna.. Dle Notierung sämtlicher Vlltien und der „Diversen linse" verfiel,« sich prr Stuck. Geld li-arc Allgemeine Staatsschuld Einheitliche Renten l°nv, sleüersrci, ssroneu (Mai-Nov.) per Nasse. , t« 7b 9« li detto (Iäx-Inli) per Nasse U67. 9öl>0 4 2"/,. 0. W. Note» Fedr.-Aug) per Kasse......W'25 «5 4, 4 2"/„ ö. W, Silber (April'Olt.) per Kasse......9» 2' W « »860 er Etaalslose 500 sl. 4"/„li9-- 151-L8S0er ,. 100 sl. 4"/^2<'3-2«5--18«4tl ,. 100 fl. . , 2<7'5l'25l't>^ 18«4er ., 50 blterr. »irulc in Kvoncnw. stfr., K-. per Kasse. . . 4"/, l« 7b iL 8b oetlo per Ultimo . , 4"/„ 8« ^ !>6 l<ü t)U Investition«.-Ncnte, stsr., , Nr. per Kasse . »'/,"/«.3»oll!«!!t"!t>' vtllchrelbungtn. Eli sabethbah» in G., steuerfrei, »u 10,000 fl. . . . 4"/., . >- --Franz Ioses-Nahn in Silber (dw. St,) . . , 5'/<."/o>2N'z!e,li1-2,° Val. Karl Ludwig-Vah» (diu. Stücle) Kronen . . 4"/, 86'^ b? 2? Mudolfbahn in kronenwührung, steucrfr. (div. St,) . 4"/„ „«7h »7 7k Vorarlbergcr Vahn, steuersrei, 400 Kronen , , . <°/l> !'5'7,' 9« ?! »l>gtften>ptl>» ßlstNbahN'AklllN » lisabeth-V, 2<>n sl, KM. 5^ //, von 400 Kronen.....le«-- 472 - drtto Linz-Bubweis 2»U fl. ö. W. L. b'/<"/„ . . . -i!ii-- 4«6'-detto Salzburg Tirol 200 . 0. W. E- b«/„ . . . , 4Ll! - 154 - Geld W,re yo« Klonte M Zahlung übel» no«««» Liln,l»ahn. lllwliliit,' ßbl»g»N»n«u. Böhm. Westbahn, Em. 18l!b, l 400 Kronen 4°/„. . . «?»« «l»0ü Vlisabethbahn e«0 und 2000 Vl. 4 ab lu"/c>......lK-^- Nb- ltlisabettibah» 4«o und LU0U M, 4°/l,........ltt 50 lld'b« gränz Joses-Bahn Em, 1884 tdiv. St.) Ellb. 4°/u . . 8« ?b y?'7i Galiz!sche Karl Ludwig - Bahn »2 30 i2 5» 3'/,°/u dclto per ltasse . «1 8.' 8ö il Ung. Prämien-Anl. ä 10U sl, , ,«^5« l«« 50 betlo i^ 50 sl. . 184 5< !>^»> !,> Theil, «cg,-Luft 4"/, . , , 14.» 2si ,4« ^ »°^ uugar, Gnmdrntl.-Oblig 919^ NL-!,<> i"/„ lroat. u. slav. Oruildenll. Obliü.......N»;---------->. Andere öffentliche slnlchen. Ao«n. Lanbeü.«nl, (d!u.) 4"/« 81^ 9^ «!< Boon. - herceg, Eijenb. - Lanbel» Anlehen (div.> 4 >/,"/„ . 97 8< «8-8< 5°/^ DunaU'Reg.'Mnlelhe l87« 10«-- »-. 87-- «»lehcn der Stadt Wien . . 101-1« u>2 l> ditto (S, ob. G,) . . , 1<8 v> !?0 !io detto tt894) . . , , 9» 2 96 25 belto <189«^ , . . . 8b'U' !«l 8<> detto (1900) . , . . 8«'1> 97-!'! bettv Inv,-l>>.) I9UL 87'l!' ^8-2> Börlebau'llnletien verlosb., 0°/< n> 75 v? 7t Bulg. ötaaleelselib. Hl,p. ?lnl, 18»8 Gold , . . . 6"/„ 119-- >20" Nulg. Staat«. Hypothekar Vlnl. 189?.....6«, tül 4,' li<2^!ü Veld Wa'.e Pfandbriefe «. Bodenlr.,allg,öst.in!>vI.»l.4«,o Hü^z »7. Vök«!, Ht»,o!l!llrnbanl Verl. 4"/^ v«l ?l U? 25 Zentral Vod..kled,.«I., österr., 4b I. Verl. 4'/>«/<, . . . I«l H ^ «5 I. verl. 4"/i.....! ?8 - »8 - jlred.-Inst.,üslerl,,s. Verl..Unt,, u.ofleutl.Ulb.Kat.^l!l.4°/2 ö?'2b Ns'25 Landceb. d. kün. Valizien urd Lodom. 57'/, I. ruckz. 4°/° 9ü'- 9«'- Mahr, Hdpothelcnb. vcrl, 4,«/, 95 4,>> 8Pr. Verl. L'-/,"/« 88 °u 89'5c, betto tt..Schuldsch. verl. 5^/,°/<> 88 2n kg-^5 , detto vcrl. 4"/» 86 »0 «7 zo vsterr.'ungar. Ganl 5(- jäht. rerl, 4°/„ L. W..... 97ü^ »s/2d bcllo 4",^ Kr..... 83 9» 9«-9« Epnrl. 1. vst., N0I. »rl, 4°/« !"8'- 10^- Eiscnbahn-Plisritäts. Obligationen. sscrdinllno«'Äoldvahn Ln,. 1886 ^. — — - d.'tto Em, I9l'.t — - —-- Ostrrr. Nvrdwestb, ^00 fl, S, I«Ä 9< 103 üc Htaatsbahn »no Fr..... 39»)'- u?b'- Tiidbnhn ^ L"/n Jänner. Juli 5,00 ssr, !per St.) . , , 296 z»' 298 8> Lnbbahn i» 5"/., . . , : . 121 li 122'2^ Diverse Lose 3°/n Vodenlredit.Lose Em. 1«M 2i»>» - L65 - detto ltm. »889 2U3 75 275 ?b 5", u Donau' Vieaulirrnilgs - Lose 100 fl, 0. W..... 249— 25b - Serb. Prüm.'slnl. v.1i>0Fr.«°/,, 9,i'- l0l - zln«lrzln»llche Zol». Ä«d.ip..Basilila 5- 21!'- Palfftl.Lose 40 fl. N. M. , . 17ö c>^ 1,«t !>>> üirten kreuz, öst. He,', v,, 10 fl. 44 1< 4ü 2^ il, !«udoIf.Lc>le 10 fl..... n« - ?ü - Lalm.Lose 40 fl, k, W. , l»N'— ^5' - Geld Warr liiri. E.^..ÄnI. Präm.^üblta. 4oc> s>r, per Hasse . , . I81 9! 5 l«L 9»'» detto pel M. . . i«i 90 l82 !»0 Wiener ^omm,.tzose v. 1.1874 452 - 458 -Vew..Vch.d. 3°,,Präm...nngtn. «uss'g.Tepl. Eisenb. 5oo fl. . 2^0-— 241» - BAHm. Nordbahn 15» sl. . . 38S>— «41». Vuschtichrader Eisb, 500 sl. KM. iAüa-— 2865 — bettn (lit, U,) » sl. per Ult, «7— yßg ^ Dut.Aobcnbachcr Eisb. 4no Kr, 55?'— 5ü^e>s, sserdluaubs.Nurdb.iMl)fl.KM. 52^>— bzzu-Lemb..«lzern,.Ianl,»Eisei-Hahn» GeieNlä,aft, 2NN N. Z . 553— sßi-- ^!ohd.l!s!«lr,,Trieft.,500jl.KM. 44«— 4»7- vslerr. Nurdwestliahn Ä00 sl. 2. 4i? 5«, 42»- dctto(lit. «,)2»0f!.V.P.Ult, 483.. 484'b!' ^rag'Tuxerltiseub,tWfl.abgst. «16- 218 Ztaateeilb. 20» ,l,E. per Ultimo »5ü ?.'> pH? ?s Lüdb. 20N f>, Silber per Ultimo l5l-»(, >5-<< 50 2Nbnorddeil!^<>r Verbiodungsb, 20« fl, KM...... 385-. ai7-_. Tramway. Ges,, neue Wiener, Priorität^.Altien 100 fl. . ------- —-— Ungar. Westbah» (Raab.Vraz) LNO fl. S....... 408 — 4U4-75 ^ör. L°ialb..Altien.Ves, «00 fl. ö«0 -____ Vanlen. Aüylll.ibslerr. Banl, 120 sl, . . U< 4 50 305 5>' Vaiifverein, Wiener, per Kasse — — deüo pll Ultimo . . . 534 25 555» b ^obenlr,.zlnsl, dstrrr,,200fl.S, I0l6'— 1018». ^s!!tr,.Vod,.Krebb, «st,, 2<)0 fl. 536 — b49--Nreditanst>ill siir Handel nnd Gewerbe, ino fl,, per Kasse —'— —-— dcttll pe> Ultimo 64N ?ü «50 75 ttredltbanl allg, ung., 2!>« fl, . 749 50 ?t>" 5< Deposttenbanl, allg,, 20« fl. . 4^2- 463 — EslonHte. Gesellschaft, nieder» üsterr., 40« Kronen . . . 5^7 — L69 -Kiro> und kasfenverei», Wiener, 2uo sl........ 454 - 45? - Hljputhelenbanl. österreichilche, 20U fl. 30°/u E..... 2»s — 292 - vcindcrbanl, osterr,, 200 fl. per Kaste....... --— — " detlo per Ultimo . . , . 433- 4^4-„Merlur", Wechselst,, «lltien. OescMcliaft, 2ou sl, , . . 604— ü06 - «wld üi'or! Österr.'ung. Vant »400 ltronen '«05 . !8,L: — Nnionbcml 20l> fl......fzq 5,^ K4„ 50 Perlehlibanl, allg.. 140 fl. . 8!)3 - ?2t>, — InHuftiit«ssnl»nl»hmnngln. Baumes,, allss, österr., 10» fl, . 12!- l^-> ^ri^erKohlcnbergli^Gcs.ioofl. 73« — ?3b^ Hise!ibal,n!u.'>,'eil,^,, erste, 10»sl. 2«6— 2>»'<'^ ,,LIbemiihl", Papiers, u. V'G. »94-— 19s — Eleltr,.Oes., allg. ütterr,, 200 fl. 4»3- - 435- — drtto internal., 20« fl. 5»^ — 531- — Hlrtenberger Patr.», Zilndh. u. Met,.<>abril 4«o Kr. . . l««ü - io?alpine 5K7'7» 5!<« 7: ,,Po!oi>Hutte", Tiegelgus,stahl> ^,<Ä,.G, 200 fl. . . . 44H' . 450-Lragcr Eisen.Ind..«es, Em. 1905, 200 fl...... 2800 — ^610 — NimN'Muranu. Ta!go«Tarjaner «öisenw. l«o fl..... k>39 — 540 — Lalgo.Tarj. Stelnlohlen lao fl, 5,3 40 573 ?ü ,,Schl»glmahI".Papicrf..20yfl, 343- k53-„Echodnica", Ä,.G. f. Petrol.. Ind,, 500 »r..... 508 50 5!<- - „Steyrermnhl", Papievfabril und V'G...... 445 - 449- - Trifailer Kohlenw..N, 70 fl. , 250 — 25s -^ lilrl. Tabatregie-Ges. 800 Fr. per Kasse , —-.. — — bett« per Ultimo 417 - 4l8 50 Waffenf.Gel,, österr.. in Wien, 1UU fl........ 495 - o.'ü ^aggon.^eihanNalt, allgem,, i^i Pest. 40N itr..... —-- - ... Wr. Aaugesellschast ioo fl. . . i.-,»-- izs- . Wienerberger Zi?ll.sl','öIlt.>Ves, 72z- 73,- Devisen. Alllze Klchten und 3ch»H». Amsterdam....... 199-52 I^ij??' Deutsche Pläye...... li?l?'ll/n?» tiondon........ 2404,°» ^40-8^) Italienische Ällniplähe , . , >»,!-g5 ^-75 Pari«......... 25 57' 8570 Zürich und Vaiel..... 9557' 95 67» Balnten. <)ulalen ....... ll 85 ii 33 io-ssranlen.Slilcle..... l» <3 >« IS iu.Mart Hlücle...... 3!>-4« ,^« !»4 3i-!lt7 72' 'Ualienische Banlnotün . . 95 8 > 96 — !n!beI^Noten , . « 5 < i-iä" Elaa.- und "Verkauf von Kvntou, lM'iMitlbrlefV'tt, l'riorlitttoii, AKtlon, liONeu etc., Oevlwen und Valuten. (4) Los-Versicherung. Bank* -u.3a.dL TTT'eclxslerg-escl^&ft Iitiil>ii<-Ii. StrUnrnnftse. Privat - Depotis (Safe - Deposits) Verzlniuno von Bareinlage» Im Konto-Korrent und auf Giro-Konto,