VrSnnmerationS-Preise: Für Laibach: «anzjShrig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 , 20 „ Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich . 70 „ Laiöacher Mit der Post: ^»nzjährig.................12 fl. Halbjährig 6 . dimeljährig 3 „ 8iir Zustellung inS HauS viMelj. 25 kr., monatl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Tagblatt Snonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurtickgesendkt. Redactton Bahnhosgaffe Nr. IS. Er-edtti«us-L J«ser«te»-Burea«: Loügreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. «lei», mayr L Ked. Bamberg.) JusertiouSHreise: Für dir einspaltige Petitzrile t 4 kr, bei wiederholter «in» sckaltung L S kr. Anzeigen bis S Zeilen SO kr. «ei größeren Inseraten und Öfterer Einschaltung entspre» chender Rabatt. Für complicrerten Satz besondere Vergütung. Nr. 277. Samstag, 2. Dezember 1876. Morgen: Franz Lav. Montag: Barbara. 9. Jahrgang. Ein diplomatischer 6ommi8 voyagsui-. Lord Salisbury macht soeben eine Rund« reise durch die politische Welt. Der außerordentliche Botschafter des britischen Reiches ist, wie die ..Times" schreiben, nicht nach Wien gekommen, um das österreichische Cabinet über die eigentlichen Ab-Ntten Rußlands auszuklären, sondern um sich bk' kh'en ,u lassen, und zwar über jen? Auffassungen und Absichten der großmüchtlichen Regierungen, welche den Ministern Englands nicht vollständig klar und Überzeugend mitge'heilt worden sind. Die sehr geehrten „Times' wollen wissen, daß diese Spazierfahrt des ,ehr verehrten LordS recht ersprießlich ausgefallen sei. Ueb:r die pass-ve Haltung Frankreichs die angebliche Neutralität Italiens sei Lord r im Reinen gewesen; Fürst Bismarck soll erklärt haben, daß er einer Occupatio» Bulgariens gleichgiliig zusehen würde; minder kaltblütig I°ll sich Oesterreich gezeigt und milderen AuSkunft«-mit>eln bas Wort geredet, schließlich die Bemerkung fallen gelassen haben, daß man sich vollendeten That-sachen fügen würde. Die „Times" bemühen sich nachzuweisen, daß die Occupation Bulgariens nothwendig sei; denn, wolle man dort an da« Werk der Civilisativn schreiten, so müsse die Bevölkerung eniwasfnet wer-den; wolle man dort entwaffnen, so müsse da« Land wilitSrisch besetzt werden, und alle Freunde der Ge-wlssen-freiheit und Autonomie müßten einer russischen Okkupation (?) dankend zustimmen. Die „Times," welche den angeblich „gewerbs mäßig organisierten HumanilätSschwiudel zugunsten Rußlands" unterstützen, erfahren vonjeite wiener Blätter arge Kritik, namentlich bezeichnet die „Deutsche Ztg." die Aeußerung Bismarcks und die betonte Neutralität Italiens als ein Product ten-dentiöser Dichtung. Lord Salisbury soll, wie man in Petersburger Kreisen annimmt, in Berlin und in Wien die Ueber-zeugung auf die Weiterreise genommen haben, daß in den gerühmten intimen Beziehungen der drei Kaiser eine Aenderung nicht eingetreten sei. Rußland habe, wie von der Newa au« telegraphiert wird, nicht als Hauptverlangen eine Okkupation bei der Conferenz zu vertreten, sondern bestimmt zu erklären, daß die Autonomien sicherzustellen seien und daß für deren Sicherung al« Mittel zum Zwecke eine Okkupation erforderlich erscheine. Wollen die anderen Mächte sich an dieser Occupatio» betheiligen, so wünsche Rußland nicht« bessere«; wenn nicht, müßte Rußland zur Erreichung desselben Zwecke-, welcher im berliner Memorandum genehmigt wurde, allein executive Vorgehen. Die ersten vier Wochen des Waffenstillstandes find soeben abgelaufen, und obgleich der Tag der Conferenzeröffnung nahe bevorsteht, will man nicht recht an den Frieden glauben. Ganz Europa ist neugierig, was wieder an dem kranken Friedens-körper geflickt und gepflastert werden wird. Die Grundlagen der Conferenz wurden angenommen, und doch gibt sich im Schöße der Einzelnmächte ein Mißtrauen gegen das Gelingen der Conferenz kund. — Lord Salisbury wird ohne Zweifel Sorge tragen, daß auch England seinen Preis erhalte. Die Lage ist ernst, im Osten und Westen Europa'« wird eifrigst gerüstet. Thatfache ist, daß Rußland gegen die Türkei und ihre Bundesgenossen auftritt. Eng. land rüstet, wie eben auch bekannt, f ü r die Türkei, eventuell aber auch gegen sie; England bereitet fich auf zwei Seiten vor. Lord Salisbury hatte, so kündigt es der Gesang aller Vögel vom Dache an, die Aufgabe, Oesterreich über die Absichten Rußland« aufzuklären und die Ansichten der englischen Regierung über den Bruch de« Weltfriedens durch Rußland den leitenden Staatsmännern in Wien mitzutheilen. Den Enthüllungen der ..Times« entgegen soll der außer, ordentliche diplomatische Agent Britanniens bei der am 12. d. beginnenden großen Conferenz dir Occ«. pation Bulgarien» al« nicht zulässig erkläre« und mit Vorsicht und unter Wahrung de« britischen Confessions-Standpunkte« dafür Sorge tragen» daß Rußland in dem Augenblicke, wenn e« den Pruth überschreitet, als Störer de- europäischen Frieden« vor ganz Europa dastehe. Darin besteht nach authentischen Quellen die Aufgabe des reifenden britischen Friedensapostels. v Der Besuch de« englischen Agenten am wiener Hofe hat wieder den Ruf nach.der Neutralität Oesterreichs wachgerufen; in Wien und Pest liebt und lobt man einmal die Politik der Enthaltsamkeit und Sparsamkeit; man verwahrt Jeuilleton. Schloß Dorneck. Eriminal-Novelle von Theobald König. (Fortsetzung.) Nachdem diese Thatsachen zu Protokoll gegeben setzte der Arzt seine Nachforschungen fort, ° das Resultat war ein durchaus günstiges, brävnii^ ^ Bette lag ein Teppich, dessen schmutzig rübr,» ^ Farbe von dem abgewafchenen Blut her-so >>' L ^ Fußboden war gereinigt, doch nicht Doctors Blutspuren dem scharfen Auge de« di» sah man, daß die Blutspur bis an ° «-hur des Nebenzimmers führte. *)er Polizeirath schritt auf die Thür zu. bem»,? ^igte auf den Drücker, und der Doctor ronnenes Blm Schlüsselloch ge- °nst°2'G°mach" ^ ^ dieselbe^i»,"^« diese dunkle Stelle, Doctor, sollte f aa e aÄ ?' !'«lutlache herrühren können?" fragte aufgeregt der Polizeirath. „Ohne Zweifel," erwiderte der Arzt bereits nach einer oberflächlichen Besichtigung. Dann besah er alle Gegenstände genau, und schon nach wenigen Minuten gewann er die Ueberzeugung, daß hier, vor dem Schreibtisch, der Mord geschehen sei, und er theilte diese Ansicht dem Polizeirath, der gleiche Gedanken zu haben schien, mit. „Doctor, wir haben einen starken Anhaltspunkt j gefunden," sagte der Rath befriedigt. „Man hat dem Pfarrer und dem Doctor Barten« gesagt, der Graf habe sich in seinem Schlafzimmer erschossen — wozu diese Lüge? Wozu diese Verheimlichung der Wahrheit? Es ist das ein Beweis, daß eine etwaige Nachforschung auf eine Unrechte Spuk leiten sollte. Ist die Leichenschau beendet?" „Sie könnte es sein, allein ich möchte noch weitere Thatsachen feststellen," erwiderte der Arzt. „Es steht fest, daß der Ermordete keinen Halt gehabt, welchen Selbstmörder immer zu fassen pflegen, auch scheint der Graf im Fallen irgend etwa- ergriffen zu haben. Dir Beule am Hinterkopf sowie die stark beschädigte rechte Schulter schlirßen die Annahme gänzlich au», daß Graf Robert auf sein Bett niedergefunken. In dem Moment, als der Todeskampf rintrat, befand sich der Todte in einer ganz ändern Lage als jetzt. E» steht Ihnen nicht« mehr im Wege, das Verhör zu beginnen, die verschiedenen Aussagen werden dann wol Licht in die Sache bringen.'* „Sei es," sagte der Polizeirath. „Einer oder der andere wird sich doch verrathen. Die größten Schurken find immer die größten Feiglinge. Ich werde zunächst bei dem Kammerdiener des Grafen anfangen." Er ergriff die silberne Handglocke und klingelte. Ein Lakai erschien — Furcht und Angst prägten fich in seinem Gesichte au». Der Polizeirath zeigte de» Diener seine Vollmacht und befahl ihm kurz und streng, auf alle Fragrn genaue Auskunft zu geben. .Versuchen Sie nicht, mich zu tauschen. Sie werden Ihre Aussagen nicht allein vor Gericht be-schwören müssen, sondern jede Unwahrheit zieht ihre Strafe nach fich.' Der Diener zitterte »nd bebte wie Espenlaub. Er niar kaum noch seiner Sinne mächtig. Im nächsten Augenblick lag er vor dem Polizeirath auf den Knieen. l „Barmherzigkeit, Herr l Ich bin an allem unschuldig! Ich will gewiß keine Unwahrheit aus-sprechen, aber nehmen Sie mir nicht meine Freiheit — ich bin an allem unschuldig." fich gegrn die Aufstellung von Observationscorps an der russischen Grenze, man spricht sich gegen die Mobilisierung der österreichisch-ungarischen Armee au». Ein großer Theil der Blätter, namentlich die „Deutsche Ztg.,' bezeichnet da- Prinzip der Neu» tralität als eine Gefahr für Oesterreich und den Weltfrieden und würde eine wahrhafte Neutralität Oesterreich« nur darin erkennen, wenn e» dem lSndergierigen Rußland mit dem kategorischen Imperativ „Halt!- entgrgendonnern und für Yen Handel Oesterreich-Uugarns die Donau offen hatten würde. Nebst Rußland, England und der Türkei rüsten sich auch Serbien, Rumänien, Montenegro, Griechenland, Bulgarien und Armenien; eine furcht-bare Katastrophe naht heran. Wird die Lon-ferenz zur Folge haben, daß das am politischen Horizonte drohend aussteigende schwarze, gewitter-schwangere Gewölle ohne Entladung sich verzieht und aus dem heitern, blauen Himmel den heiß-ersehnten, wahren, ungestörten Frieden bringt? Liegt in der bevorstehenden Conferenz das Mit. tel, um die verschiedenartigen Interessen der allsei. ligen Befriedigung zuzuführen? Jnsolange Rußland und die Türkei auf dem Terrain des Zweikämpfe» stehen, ist dir Gefahr eine minder große; treten jedoch in da« blutige Concert noch dritte, andere Mächte, ein was dann? Gelingt es dem außerordentlichen diplomatischen Aiwwis vo^LZsur, auf den Zinnen der türkischen Moscheen in Lvnstantinoprl die Fahne des Friedens aufzupflanzen, so kann er des Dankes von ganz Europa sicher sein I Zum Ausgleich mit Ungarn. In der am 30. v. M. abgehaltenen Conferenz der liberalen Partei de» ungarischen Abgeordnetenhauses richtete Wahrmann folgende Fragen an den un. -arischen Ministerpräsidenten, beziehungsweise an die Regierung: „1. Ist seit 11. Mai zwischen beiden Regie-rungen irgend eine neue Vereinbarung getroffen worden, welche die bezüglich der Lösung der Bank. Krage gemeinsam und solidarisch feftgestellten Grundprinzipien alteriert hat, oder betrachtet die ungarisch« Regierung auch jetzt noch jene Grundprinzipien als unabänderliche Grundlage zur Lösung, der Bankfrage durch die Errichtung einer österreichisch-ungarischen Bank, als Grundlage, woran sie auch weiterhin vnbedilLt festhält? 2. Hätz dir Regierung auch weiterhin an dem am 4. Oktober im Abgeordnrtenhause ausgesprochenen „Hm!" rLuspnte fich der Rath, und ein be-iMigendeS Lächeln glitt über sein strenge« Gesicht. „Wenn Ihr unschuldig seid, so habt Ihr gewiß nichts zu befürchten. Ihr wißt also um das Vrr-hxechen?" „Nein, gnädiger Herr, gewiß nicht — ich habe allerdings wol so etwa» gedacht, aber — aber — ach lieber Goit, ich konnte ja nichts machen, ich lonnle pnsern Herrn ja nicht warnen, denn er haßte uns — weil der alte Herr Graf uns in Pienst genommen." Der Rath horchte hoch auf. „Der alte Gras, sagt Ihr? Wa» hat denn det mit der Sache zu thun? Ich war der Mei- nung, daß er mit sänrm Sohn im besten Einvernehmen gestanden?" „Da- war wolnichkder Fall» gnädiger Herr — ich^laüb« es wenigsten« nicht. Gestern kam es noch zu einer heftigen Scene zwischen dem Grasen Ro-bM und /ekum Vater, und ich htzrte noch, daß zu in» letztere« sagt«, nur UW seinen eigenen Namen M schnien, wofte «x kinen Prozeß über die schlechte Verwaltung anfangen, doch den H»«valtkr mitsalSWt -ex «Men Di,««Mast wolle «r ÄmHmkr schicken, er We e» sW, von Schurken nR-ebe» zu sei«." Der Dienv sch«ieg, auch der Rath. Grundsatz« fest, daß die einzelnen Theile des Ausgleiche-, die Bar.k-Angelegenhril mit inbegriffen, ein untrennbares Ganzes bilden und nur zusammen der allerhöchsten Sanktion unterbreitet werden können? 3. Wa» gedenkt die ungarische Regierung zu thun, um die Lösung der Bankfragc auf Grund der mehrerwähnten Prinzipien zu sichern?" Der Ministerpräsident antwortete so-fort: «Ich halte es zwar nicht für prinzipiell erforderlich, daß eine Interpellation gestellt werde; da es aber bekannt ist, daß von anderer Seite ohnedies interpelliert würde, so möge die Interpellation lieber au« dem Schöße der Partei hervorgeheu. Was die erste Frage des Abgeordneten Wahrmann betrifft, ob seit 11. Mai und respective 4ten Oktober nicht etwas geschah, wa» die Situation zwischen den beiderseitigen Regierungen geändert hätte, so erkläre ich entschieden, daß nicht» derlei geschah, und die Conferenz möge überzeugt sein, daß, falls die Regierung es im Interesse de« Lande« für nothwendig erachtet hätte, an den am 1l. Mai und 4. Oktober skizzierten Vereinbarungen Aende-rungen vorzunehmen, sie nicht gezögert haben wü^de, die Frage mit aller Offenheit der Entscheidung der Partei, respective des Hauses zu unterbreiten. Da ich einmal vorausgesetzt, daß eine Interpellation im Hanse gestellt werden würde, so will ich hier und jetzt nicht in Details eingehen, sondern kurz, präcise und bestimmt folgendes erwidern: Daß die ungarische Regierung erstens nach dem, was zwischen beiden Regierungen geschehen, berechtigt war, die am 11. Mai bezüglich der Vereinbarungen in der Bank-Angelegenheit und am 4. Oktober über die nemliche Frage gemachten Erklärungen abzugeben, in welchen sie aussprach, daß, obschon die einzelnen in den den Ausgleich betreffenden Abmachungen enthaltenen Angelegenheiten juristisch nicht zusammen-hängen, dieselben dennoch politisch derart zusammen» hängen, daß sie nur zusammen der allerhöchsten Sanktion unterbreitet werden können; daß zweiten» die Regierung sowol an der Sr« klärung vom 11. Mai wie auch an der vom 4. Oktober auch heut« vollständig sesthalte. Was die Frage anbelangt, waS die Regierung zu thun beabsichtige, so erwidere ich: Sie wird e« für ihre erste Ausgabe erachten, fich bestimmte, unzweifelhafte Beweise darüber zu verschaffen, ob die österreichische Regierung auf der durch mich am 11. Mat und 4. Oktober gekennzeichneten Bast« stehe oder nicht, und je nachdem die Regierung eine Ueberzeugung gewinnt, wird sie weiter Vorgehen." Dir Mittheilung de« Kammerdiener« warf wiederum «ln ganz neues Licht auf den Mord, machte aber auch die Sache noch verwickelter. ES gab auch so viele Persönlichkeiten in der Umgebung des jungen Grafen, welche an seinem Tode Interesse haben konnten, daß der Polizeirath nicht mehr wußte, auf wen er einen bestimmten Verdacht lenken sollte. Nach kurzem Besinnen sagte er: „Also Graf Robert hielt auch den Verwalter für einen Betrüger?" „Ja Herr. GM nachdem der alte Gras fortgeritten, ließ der junge Herr den Verwalter Wil-raydt rufen. Ich kann es nicht leugnen, Mir DtMx gönnten dem hychmüthigen Mrren, der uu« so schlecht behandelt hatte, -aß wir nur de« guten Lrbrn« willen hier aushielten, etwa-, und daher lauschte ich «n drx Thür, um zu hören. wa« der Grgf mit ihm verhandelte. Doch ich erfuhr nicht viel. Der Verwalter sprach auf qlle Anklagen nur in gedämpftem Tone , ich hörte nur,vpch, wie der Graf ihm zuletzt befahl, sofort dir Bücher z« holen, er «olle ihm seine Schurkerei«» beweisen." „Und später? Habt Ihr nichts weiter gehört, al- der Verwalter dem Grafen dir Bücher brachte?" fragt« hgstig der Polizeirath. Der Diener schwieg, um Ach zu sqffe«. Parlamentarisches. Der Steuerreform-Ausschuß beschäf. tigte fich mit den W 5, 13 bis 17 des Personal-Einkommensteuergesetzes. Der Civilprozeß-Ausschuß debattierte über den Titel „Vernehmung der Parteien als Zeugen." Politische Rundschau. Laibach, 2. Dezember. Inland. Am 30. v. M. fand in Wien ein Ministerrath statt, welcher sich mit der Bank-frage beschäftigte. Die „N. fr. Presse" erfährt über die Hal-tung Oesterreichs in der orientalischen Frage, daß die österreichische Regierung, die bisher auen Vereinbarungen von Berlin und Reichstadt treu nachgekommen, für die weitere Entwicklung der Dinge im Oriente frei von jedem Engagement sei. Der pester Correspondent der „Deutschen Ztg." meldet: „Die Aufregung in den ungarischen Regierung«, und Parlamentskreisen ist eine außerordentliche. Die Erklärungen, welche Minister de Pr et iS in der Conferenz der VersaffungS-Partei gegeben uns die im vollen Widerspruche stehen mit dem von beiden Regierungen sestge-stellten und am 6. Mai d. I. publicierten Com-muniqus, haben eine unüberbrückbare Kluft zwischen den beiden Regierungen geschaffen. In den Mai-Conferenzen haben beide Regierungen ein Programm zur Ausführung der prinzipiellen Abmachungen in der Banksrage bereits formuliert und sich nur „nothwendig erscheinende technische Modifikationen" Vorbehalten, während Minister de Pretis in seiner Auseinandersetzung der prinzipiellen Abmachungen gar nicht gedachte, dagegen von erheblichen Modi« ficakionen sprach. Die ungarische Regierung be- ! trachtet — gelinde bezeichnet — diese Sinnesänderung des cisleithanischen Ministeriums als eine schwere Verletzung der Vertragstreue und hat infolge dessen in einer gestern abgeschickten Note an das cisleithanijche Ministerium in ernster Form bestimmte Erklärungen über die Mittheilungen deS Fiuanzminister de Pretis in der Conferenz der Verfaffungspgrtei verlangt." Anshlyd. Der deutsche „Reichsanzeiger" publi« ciert eine Kaiserliche Verordnung, wonach dieReichS -tag« wahren am 10. Januar 1877 stattfinden. MG" Fortsetzung in der Beilage. "WA Nach «iuigem Nachdenken sagte rr: »Ich glaube nicht, daß er dir Bücher geholt hat, denn ich hörte nach angestrengtem Lauschen doch nichts mehr, als die hastigen Schritte de« Grafen. Etwa eine Viertelstunde später, als ich die Treppe Hinabstieg, um mich in die Gefindestube zu begeben, sah ich, wie der Verwalter fich aus seinen Rappen schwang und den Schloßhof verließ. Ich hätte Drauf schwören wögen, daß rr a« Sattelknopfe zwei große Bücher befestigte, wenig' sten« zeigte das Packet eine solche Form. Der Gifts fr, ' lbstmvrd. Der «N. sr. Pr.' wird auS " a n erzählt: Einer der angesehensten Jünger der Aoeteuschule. der Epiker und Lyriker ult» Ubert,, hat sich hin im Alter von siebzig Jahren daS Leben genommen. Die Lhat geschah unzweifelhaft im Zustande voller geistiger Verwirrung. Erst wenige Tflge vorher war Giulio Uberti auS London heimgekehrt, und seine hier lebenden verwandten, wie seine zahlreichen Freunde konnten sich keinem Zweifel Uber den trostlosen geistigen Zustand deS greisen Dichters hingeben. Sie trafen denn anch alle nöthigen Vorkehrungen, um Uberti in ejner renommierten psychiatrischen Heilanstalt unterzubringen; mittler, weile widmete man dem Pranken zu Hause die sorgfältigste Behandlung und ließ ihn keinen Augenblick auS dem Auge. Er wußte indessen seine Wärter doch zu täuschen, eutsernte sie, und in dem Momente, der ihn sich selbst überlassen sah, bemächtigte er sich eine- verborgen gehaltenen Revolver-, setzte denselben an da- rechte Ohr an und drückte loS. Dex Tod trat augenblicklich ein. Daß die Trauer über den Unsall in der ganzen literarischen Welt Italien- eine große ist, braucht kaum gesagt zu werden. — Ende der Thierquälerei. Sin madrider Telegramm der „TimeS" meldet, Marqui» von San Larlos werde demnächst im spanischen Eongreffe einen Gesetzentwurf für die Abschaffung von Stterlämpfen einbrtngen. Mal- und Promuzial-Augelegenheite». — (Leopold Ritter von Hös sern- Saal, felk>,) dessen sterbliche Hülle heute der kühlen Erde über, geben wurde, war am 20. November 1824 zu Egg ob Pod» petsch in Srain geboren, trat im Jahre 1850 alS AuScul« tant beim LandeSgerrchte zu «lagenfurt in den Staatsdienst, wurde im Jahre 1851 zum BezirkSgerichts-Adjuncten iu Vurkseld. im Jahre 18^4 zum Bezirksamts-Sctuar in Gurlfeld, im Jahre 1856 alS solcher sür Weixelstein, im Jahie 185S zum Loncipisten bei der krainifchen Landesregierung, im Jahr« 1860 zum Bezirks»orsteher in Lack uuv im Jahre 1870 zum Regierungsrathe ernannt. In Ärundlasten-Ablösung-- und «egulierungsangelegenheitrn, im Justiz« und VerwallungSfache bewährte sich Herr v. Höffern al- eine Lapacität ersten Rauges im Lande Krain. — (Die neuesten Landtagswahlen,) welche in Istrien, Dalmatien, Görz und «alizien vollzogen wurdrn und mehr oder minder im föderalistischen Sinne ausfielen, geben dem «Slo». Nor.? Anlaß, ein Lodlieb auf die Nationalen anzustimmen und der frohen Hoffnung Ausdruck zu verleihen, daß im Verlaufe des künftigen JahreS auch die Landtagswahlen in lirain und in den slovenischen Theilen der Südsteiermark in demselben Sinne auSfallen dürften. Nach Ansicht des nationalen Blattes könne man sich bereit-schön heule daraus Vorderriten, daß der Wahlkampf ein heißer werden wird. Die rührige Thätigkeit der BersassungSpartei in Unterkrain erfüllt den ,Slov. RarvL" und seine Anhänger heute schon mir banger Besorgnis. Dian gibt nicht ohne Berechtigung der Vermuthung Vtaum, daß dernatio -nalejklerul, eingedenk seiner priesterlichen und seelsorger» licheu Pflicht nicht das Evangelium deS Hasse- und der Op-osilion gegen Regierung und ReichSrerf-fsung, sondern jenes de- Friedens und Gehorsam- gegenüber den im Ver» sassungSwege zustande gelommeucn Gesetze zu predigen ->-insolge ihm von competenler Seile zugehenden Weisungen sich diesmal versaffungSseindlichen Wühlereien und Wahl-agitationen fernehalten wird. — (Die „Novice* und die HandelSwelt.) Die „Novice* geben der Judenschast ein rührende« Zeugnis, daß sie ihrem alten Glauben treu bleibt uno von der Strömung der Neuzeit und deS Liberalismus sich nicht fort-reißen läßt. Anlaß zu dieser Hymne aus die Nachkommenschaft deS Stammes Juda gab der „Novice" der Umstand, daß am letzten Samstags-Jahrmarkte (jüdischer Sonntag) kein einziger Israeli» eine Berlaussbude in Laibach ausschlug, während die glaubenslosen, katholischen und liberalen Kausteule an Sonnlagen ihre Lerkaufsläden offen halten. Die gute, alle Mama „Novicr" mag sich bisher noch nilvt bemüht haben, wahrzuuehmen, .daß auf hiesigem Platze durch den Zufluß auswärtiger Bevöllerung gerade an Sonntage» Geschäfte gemacht und die Bedürfnisse der Fremden gedeckt werden. Die Schließung der Kaufläden an Sonnlagen würde einerfeitS den allgemeinen Handels-verkehr hemmen und anderseits den steuerpflichtigen Säckel des Kaufmannes wesentlich beeinträchtigen. Die landeS-sürstliche Steuerkafse kennt keine Feiertage I — (Russische Anleihe.) ,Slov Narod," Rußland- intimster Freund in «rain, läßt seiner Ekstase vollen Laus über da« günstige Resultat der letzte» freiwillige» Nationalanleihe i» Rußland. hebt - de» PatriotiSmu» der Städte Peter-burg »nd Mo-kau hervor und demerkt, daß tif Ueberzrichnung diese- AulehenS Zeugni- gebe über die große Zukunft der russischen Nation. Erblüht vielleicht dem warme» Berthrtdiger Rußland« au» dieser «uleihe eine auSgiebige Rubel-Subveution? — (Bank „elov««ija.") In der letzten «u»»er der »Noviee* richte» einige Aktionäre dieser Baak an da» LiqnidationScomits dir Krage: ,W i e de»» eigentlich dir Liquidation durchgesührt wird? Wie viel de»» die Aetio-näre kinge»ahlt haben?» Wozu s« dringend« Krage» a> da» nervenkranke, d«r Auflösung nahestehende J»ftit»t? — (Spende.) Die Bank ^Slavija" spendete der Gemeinde Bizavik nächst Laibach eine Feuerspritze im Werthe von 700 fl. — (Der Radetzky « Marsch)bewährt »och i««er seine elekttisierende, zündende Wirk»»-. Die «länge de«-selbe» wurden vor kurzem bei einem feierlichen Anlaffe in Belgrad vo» de» Ruffxn mü stürmische« Jichel «nfgevm-men. Wie der belgrader Lorrespondent de- „Slovener" meldet, trug der populärste österreichische Milit-rmarsch der Musikkapelle reiche» Lohn ein. — (Zur Beurlaubung de» Prozessor« Zuklje.) In Ergänzung unserer vorgestrige» Personal-Nachricht theilen wir mit, daß wir die Aeußeruog von dem dem Prof. Auklje in Au-stcht gestellten fünfmonatliche» Urlaub indirect dem genannten Professor selbst verdanken. Indem wir dies ausdrücklich bemerken, verwahren wir un» gegen die »uffafsung. alS hätten wir mit unserer Mit-theilung vom SO. November d. I. bezweckt, Pros. Hnklje in irgend welchen Zusammenhang mit dem Ursprünge der irrige» Notiz der „Novice* zu bringen. — (Die philharmonische Gesellschaft in Laibach,) gegründet am 8. Jänner 170S, feiert am Sten Jänner 1877 den 175jährigen G«b»rt«lag ihre» Bestehe«». Dir genannte Gesellschaft kann fich rühmen, in der Reihe der in Oesterreich, wol anch in Deutschland bestehenden Mufikoereiae den ältesten Rang rinzo»«hm«n n»d wird fich dieselbe die ernste »nsgabe stellen, diesen seltenen Gedenktag in möglichst würdiger Weise zu begehen. Die Dtrectio» der philharmonischen Gesellschaft faßte den löblichen Beschluß, au» Anlaß dieses sür Laibach so wichtige» Ereignisse» am Sonntag den 7. Jänner 1877 im hierlaudschastlichen Redou-tensaale eiu Festconcert und am 8. Jänner 1877 im GlaSsalon der Tafiuo-Restauration ein Festbankett zu veranstalten. DaS Festconcert wird vom GesellschastSdirector Herrn Dr. Leit maier mit einem Prolog eröffnet werden. DaS Loncertprogramm wird durchaus neue, hier noch nicht gehörte Tonstücke, namentlich ein großes Biolinconcert und zwei große Lhöre mit Orchesterbegleitung stgnalisteren. De» Mitgliedern der philharmonische» Gesellschaft steht demnach ein Hochgenuß in Aussicht und eS kann heute scho» al» sicher angenommen werden, daß an dieser JubiläumSseler sämmtliche ausübende und beitragende Gesellschaft-Mitglieder theilnehmen werden. — DaS dritte Gesellschaft-con-cert findet Sonntag den 10. d. statt; zur Aufführung ge-langt eine Symphonie von Beethoven und Herr Llavjer-meist« Zöhrer spielt ein Loncert von Lhopin. Der Männerchor arrangiert im GlaSsalon der Eastno-Restauration einen Weihnachtsabend. - (Vom heimatlichen Büchertasche.) Dr. v. LeitmaierS „Handbuch für österreichische iSescdw » rn r." in Druck gelegt bei Jg. v. Kleinmayr L F«d. Bamberg in Laibach, nimmt jetzt den Weg in sämmtliche Provinzen der österreichischen Reichshälste. Allen, welche fich für da« Geschworneninstitut interessieren nnd zunächst den «eschwornen selbst ist diese« Buch zu empsehlen, welche« in populärer nnd leichtsaßlicher Weise alle« bespricht, wa« dem österr. Geschwornen, der seine schwierige Ausgabe carrert löse» will, zu wissen nothwendig ist. Zuerst werden dir allgemeinen RechtSgrundsätze de- StrafrechteS behandelt und die für die Subsumption eine« gegebenen Falle- unter da-Strasgesetz ausgestellten Regeln an den wichtigsten und am häufigsten vor daS Forum der Geschwornen kom-wenden Delikten erläutert, und dann in einer korzgesaßten Geschichte deS Geschworneninstit»teS die wesenilichen Grund-sStze der neuen Strafprozeßordnung behandelt. Tin schließlich erzählter SchwurgerichtSfall gibt den Geschwornen rin klare- B»ld von der Hauptverhandlung. — (Schnelle Justiz.) Diesertage erhielt ein hier« ländischer Gericht vom kvnigl. Gerichtshöfe in Temelvar nachstehende Zuschrift; „In Erledigung der Zuschrift vom S. April 1867, g. 8718, beehrt man sich d»< Protokoll über die bei R. R. am S. Dezemder 1868, peto. 38 fl. SO kr. o. , o. vorgenommene executive Mobilar-Psändung und Schätzung ein,»senden. Im Namen de« Serichtlhofe» Lemelvar am 8. Oktober 1876.» — Lin Jahr und acht Monate vergingen, bi» von dem libl. uogarischen Gericht« Hofe der requirierte Lxeeotion-act vorgenommen wurde, und mehr al» «e u u Jahre brauchte dersrlbe, da« Pfändung-Protokoll hieher einjusenden Frage: In wrlcher Zeit darf der Lxerntiontführer im Verfolge der Sxecution auf Befriedigung rechnen? — (Veränderungen im Militärstande.) Uebetsltzt «urdeu: l>er Militärcaplau zweiter Klasse Johann PribosiL von Graz al« Militärcurat zweiter Klasse zum Oaruisourspital Nr. 8 in Laibach, und »er Regimeot«» arzt erster Llaffe Dr. »exander Huber vom Jasauterie-Regimente Freiherr ». »ufsevich Nr SS »um Grg8n^i«g»> Bataillon«.Tabre de« Infanterie-Regiment» Erzherzog Leo» pold Nr. 5». — (Heimatliche Künstlerin.) Fräulein Jda lkühnl hat ihre Malerei-Studien an den Luustakademien tn Wivr nnd München vollendet und wird nun vorläufig in Laibach ihrer Muse leben. >«S der Hand dieser Künstlerin ging in letzter Zeit eine prächtige Lopie von Paolo Veronese'« «Judith' hervor, welche« Bild in Herrn ». Karinger« Handlung am Nathhan«platze znr Befichtigung ausgestellt ist. — (vodnik« Tabakdose) befindet ficb, wie »Slov. Nar»d" erzählt, im Besitze de« Realitätenbefitzer» L. Berhii in Kranzdorf, ist von Silber, inne vergoldet, aus dem Dickel mit Nococo»»rabe«ttn verziert und trägt inmilte dr«srlben eine eingravierte Sylphide. — (Nenigkrite » au « Lilli.) Der Verein der »erzte hält demnächst seine konstituierende Versammlung ab. — Da« steiermärkische Oberlande«gericht hat der vom ver-theidiger Dr. Holzinger ei «gebrachte« «erusung Friedrich Brandstetter« gegen da« Strafurtheil des Krei-gerichte« Lilli dahin Folge gegeben, daß die Strafe auf vier Jahre herabgesetzt wurde. — (P. Rosegger« «Heimgarte n,") Verlagsbuchhandlung Leykam-JosesSlhal tn Graz, 1. Jahrgang, S. Heft, enthält: „Der junge Vetter von V. «. Müller. — Die drei Prinzen von L. Anzengruber. (Schluß). — Schiffbrnch von S. Rauscher. — vom Gabriel dem Schwärmer von P. S Rosegger. — Der Hexenwahn und seine Bekämpser von H. L. Stötzner. - Wenn ich komm, weun ich wiederum komm. — Verse unterm schwarzen kreuz von I. Lalchberg. — WoS Van ana JbarosLung auffa lema kon. Bon Fritz Reuter, in steierische Mundart übertragen von P. lk. Rosegger. - Pflanzen und Thiere im deutsch«« Volksglauben von L. v. Hvrmann. — Bon der Gemüthlich eit der Bauern von P. K. Rosegger. — DaS Peftwännlein von F. I. Lentner. Ferner kleine Laube «.* Preis deS Jahrgangr- von IS Heften 3 fl. 6V kr. Franeo nach »u« wärt« 4 fl. 20 kr. Bestellungen besorgt die hiesige Buch Handlung v. «leinmayr L Bamberg. — (Bolk-schulwesrnin der nachbarlichen Steiermark.) Die grazer „Tagespost" berichtet, daß im abgelausenen Schuljahre von den 710 Sch ul hä usern den gesetzlichen Anforderungen leider nur etwa 430 entspre chen; alle übrigen find entweder zu klein oder sie befinden sich in schlechtem Bauzufiande. UebrigenS find im vorigen Jahre trotz der ziemlich allgemeinen finanziellen Lalamität in mehr als 20 Orten neue Schulbauten entstanden oder wurden bestehende Gebäude erweitert und in vielen Orten find derlei Neu- oder Erweiterungsbauten im Zuge. Von den 6000 fl. betragenden Zinsen jener WidmungSsumme, welche im vorigen Jahre die steiermärkische Sparkasse zur Unterstützung von SchulhouSbauten angelegt hat, wurden bereit- 16 ärmere Schulgemeinden mit Beträgen von 800 - 800 fl. unterstützt. Die .Grazer Zeitung" berichtet auch über die Zahl derBezirk-schulrathS-Sitzun-gen, der JnspectionStage rc., und geht dann aus da« wichtigst« Moment der ganzen LolkSschulsrage über, auf die didaktischen «rsolge. Dem Berichte zufolge war der didaktische Zustaud an »78 Schulen theil- befriedigend, theilS sehr befriedigend, an 1S1 minder »nd an ISS nicht zu- friedeustellend. Hll« Gründe für diese- wenig erfreuliche Resultat werden angegeben: Uebersüllung vieler Schulen, unregelmäßiger Schnlbesuch, 160 unqualificierte Lehriudivi« dnen an den Bolk-schulen, endlich auch, daß sich unter den bloß mit Reifezeugnissen versehenen 287 Lehrindividuen eine erhebliche Anzahl solcher befindet, die nur einen einjährigen Präparandencnr- absolviert und sich wenig sort-gebtldel haben. Steiermark hat 3 BildungSanstalten mit je 4 Jahrgängen für Lehrer und Lehrerinnen, einen Jn-dustriealcurS in Marburg rc. An diesen 3 Präparä»dirn wurden im abgelausenen Jahre bedürftige Zöglinge zusammen mit 29,085 fl. unterstützt. — (Aus der Bühnenwelt.) Auf den marbur, ger Brettern erschien vor kurzem Ofsenbach« .Orpheus in der Unterwelt," jedoch tn welcher Gestalt - — Jupiter konnte sich, wie die „Mark. Ztg." berichtet, durchaus nicht in eine Fliege verwandeln, die ganze Scene wurde gekürzt und mit einem «usse abgethan; Jupiter ließ.faule, höchst über, flüssige Witze" lo», uud .OrpheuS" erregte durch schlechte MaSke Ekel; .Pluto" war heiser. Eiue schöne Gegend I — (LandschaftlicheS Lheater.) Der gestrige Abend brachte uns drei neue, recht nette, erheiternde, ein-actige Lustspiele. Im ersten, .Französisch," von«. Görner, entfaltete Herr Direktor Fritz sch» al» .Alexis Tissot" sein reiche» Talent zum Salonmann. .Alexi» Tissot," ein junger, galanter Franzose, lernt gelegentlich einer Reise die junge, hübsche Witwe .ltaroline Ritter" kennen, sucht dieselbe auf ihrem Landgute auf, betäubt fie mit der den Franzosen angebornen Geschwätzigkeit, versucht es, ihre Liebe durch galante Phrasen, Blumenbouquet- uud Basen zu gewinnen, seine versuche mißglücke«; jedoch in letzter Stunde entpuppt sich der geschwätzige, galante Franzose al» Lebe»«-retter deS BruderS .Karolinen«" »nd letztere reicht dem »Tissot" die Hand zum ehelichen Bunde. Herr Fritzsche zeigte sich als Meister in der Zungenfertigkeit und excel-lierte durch künstlerisches .Radebrechen" der deutschen Sprache. Recht lobenswerth spitlten Fräulein SrenSdors anstelle des Fräulein Pischel die Rolle der .«aroline Ritter" und Frau Ströhl jene der Kamuiersrau „Rosa"; Frau .Rosa" charalterifierte mit Glück eine Soldaiennatur. — In der zweiten Piece „Russisch," von Moser, wählt eine begüterte junge Dame von zwei ihrer Vetter jenen an der eisigen Newa domiciliereuderi, dessen edleS, uneigennütziges und ihr treuherzig ergebenes Gemüth sie gelegenhertlich eines Aufenthaltes in Wiesbaden kennen lernte und «eist die Hand deS deutsche» nur nach ihrem Gute schmachtenden Vetters zurück. Fräulein ArenSdorf erledigte auch die Rolle der „Eugenie v. Horst" mit bestem Erfolg; sie gab den Gesühlen der Liebe und der Abneigung getreuen Andruck. Herr Rieger (Konstantin v. Horst) hatte einen guten Tag; obgleich dessen Sprachweise eher daS Gepräge deS ungarischen, als deS russischen AccentS an sich trug, zeichnete daS HauS Herrn Rieger doch mit Hervorruf auS. Minder besriedigte die Darstellung deS „Alfred v. Horst durch Herrn Wal ln er; der junge Mann trat weder rollensicher, noch geschmeidig aus. — In der dritten Piece „Englisch" treten zwei Rollen in den Bordergruud. Ein Arzt heilt., durch seine liebenswürdige Intervention die finanziellen Wunden eineS „gekrachten" Lausmanne» und ein junger Vollblut-Sngländer, der auS Lebensüberdruß und Langweile bis zur Stufe deS Selbstmordes schreitet, findet in der Tochter deS dem Falliment nahen Kaufmannes, wil> chem der edle Gentleman rechtzeitig Hilfe gewährte, daS bereit« verloren geglaubte Glück. DaS Sujet ist nicht uninteressant, jedoch allzubreit auSgesponnen. erzeugt Lang weile «nd verdient zulässigr Vornahme von Kürzungen. Herr Direktor Fritzsche (Derwood) war vom Scheitel bis zur Sohle Lollblut-Engländer, Sprache, MaSke und Bewegung ließen nichts zu wünschen übrig. Herr Ströhl gab den gemüthlichen, den Ausgleich zwischen allen Mit-beschäftigte« vermittelnden Doctor .Darmentier" recht freundlich. Frau Schubert. Barbiert (Madame St. Alban) erwarb sich durch ihr gediegenes Spiel auch gestern beifälligen Heroorrus. Fräulein Weidl war eine überaus sreundliche „Emilie." Der erste Preis deS gestrigen AbendS gebührt dem ersten Lustspiele und den eminenten Leistungen de» Direktors Herrn Fritzsche, obgleich derselbe hierauf zu verzichten schien. Laibach, S. Dezember. Morgen» heiter läm« der Berge, dann zunehmende Bewölkung, schwacher SW. Temperatur: morgen» 7 Uhr > 12». nachmittag« S Uhr -j- 10 6« 6. (187b - 0 8»; 1874 -j- 154» 6.) Barometer im Fallen, 733 70 mm. DaS gestrige Tagesmittel der Temperatur -l- 7 3», um 5-9» über dem Normale. Verstorbene. Den 28. November. Franziska DraSler, Tag-löhnerskind, 6 I., Livilspital, Scrophulose. Den SS. November. Lucia Pautii, Inwohnerin, 77 I., Livilspital, Altersschwäche. — Snton Sprohar. Tag. löhner, 23 I, Livilspital, Lungentuberkulose Den 30. November. Johann tii, Marktaufseher, 55 I., Römerstraße Nr. 43, unterweg» beim Tr. >:«. Porte in» Spital zähe am Schlagfluffe. Den 1. Dezember. Leopolb R. v. Höffern-SM-selb, k. k. «egieronglrath, 5S I., Maria Therestaftraße Nr. 2, Tuberkulose. — Maria Tome, Hau»besitzer». und Lederertkind, Ü I. 8 Mon., Polanastraße Nr. 8, Scharlach. Todtenstatistik. Im Monate Oktober 1876 find 87 Personen gestorben; davon waren 46 männlichen nnd 41 weiblichen Geschlechte». Theater. Heute: Die Fledermau». Komischc Oper iu 3 Acte« nach Meilhac und Halevy'S „Reveillon," bearbeite« von L. Haffner »nd Richard Genüe. Musik oon Johann Strauß. Telegramm. Wien, 1. Dezember. Dem ,N. Wr. Tgblt." wird oon angeblich accreditierter Seite gemeldet, daß Lord Sali«burh in den letzten achtundvierzig Standen die positiv lautende Weisung au- London erhalten hat, gleich in der ersten Sitzung der Eonferenz den Antrag im Namen Großbritannien« zu stellen, daß seine Regierung die Erörterung der Occupatlonsfrage nicht zugeben künnr, d» dieselbe die Souveriinktät der otlomanischen Regierung auf« hebe und überdies den Vertrügen, unter welche auch England seine Unterschrift gesetzt hat, schnurstrack« entgegenlaufe. Sollte jedoch von irgend welcher Seite die Frage auf die Tagesordnung gesetzt werden, so werde er den Conferenzsaal verlassen. Gleichzeitig wird mitgetheilt, daß, nachdem dies: Erklärung abgegeben sein wird, die engli e Flotte in den Bosporus rinlaufen werde. K stantinopel selbst soll von vier englischen Divifio :u besetzt werden. Wiener Börse vom 1. Dezember. »ei» LP-rc. «ente, «0 « dto. dto. öft. i» SÄ. SS «oli »o» .... IV,7S So!« von IW0, gan,«IV8'7S josevon 18«0, F«llft.I>17d PrLmiensch. ». ISS« . liS-SV Llrru»«tsvt.-0KI. kiebenbitrz. llugar» iklalo-Bank .. . lr»tta»ftall . . . Drvofitkubimt . . , <»comvte.loft<>ll »r-nco > Baal . . . Handet«r»uk. . . > Kali«»alba»k . . Liest. Banka es ells. ltniou-Ballt . . . Bertehr«ba»t. . . , »Isöld-Baha . . , tkarl iiudwjgtab» , »ais. «lis.-B-da ^ »als. Sr. Iosestb , kt,a»«bah» . . . küdbahll............ 7,-— 7,,i war« S0-L0 6« i» Iv» ü» 10» ,L 115 »r l»» 7S'b0 7I-7L rr»«ctkrt«fs. Allg. öst. Bod.-Sredtt. dlo. i» S» I...... Nation, ö. w....... Lug. «od.-LredilLaft. k»toEt»-0k1. yrav, Äos«s»-Bab» . Oeft. Rordwrftbahu . «lebenbürger . . . . Staaltbahll........ Südbahn t L Perj. dto. Boa« KS7H «»- » 7 »4 IS77<> «so - «»-- «» -- «»-— «r«« 77. 7« — »— »«-- ,I>7 « „7 7» iZö — 119 SV ,I»7» 7«- 7S SV Sredtt - Lote ... Rudolf» - Lose . . (8Mo«.> «aglburi l Marl Frankl. 10» Mark. Hamburg, kondrn 10 Pfd. kterl. Pari« 100 Franc« LI um »s. vtünz.Ducalen «n-ffranc«mtS . . . Deutsch« Reichlbanl. Silber . . «eld war« 10S-— 10«.» «9-7S »o:s ss«o »>, -b b6-,5 srro Id« SV 1»7'— »»'»<, R7i I»» - ISO'- i«ba IS 7L rise Li — 1»7 »S »0 5« 5« S0 « — «0« 10 lS 1017 «i «d «,«ll 1117» IIS — rrtesravyticher Tursderichl am 2. Dezember. Papier-Nente 6005 — Stlber-Nente 65 95 — I86>» Staatr-Lnlebe« 108 75. — Vankactie« 822. - Lredit 135 60 — London 128 25. — Silber 116 35 - L. k. Mltnz-d«katen 6 07. — 80-Kraac« Stücke 10 28. — 100 Reichs mark 63 ^ NM«, ^ kvllvriav» ^ru»i>, ^ I-s1»«ovar«ii, Vvppledv, loÜ«L ^ gute (Zll»IitLtW, uoä Kssto, so Isuxs Vorratd verdsnäso ________________________________________________________ («»i5) 3-1 Landwirthfchaftlicher Unterricht. DaS landwirthschastliche Fortbildungswesen will in Oesterreich noch immer nicht recht Wurzel fassen — und gerade dort am wenigsten, wo es am nothwendigsten wäre. Befremden kann die» freilich nicht, wenn man den Stand der bäuerlichen Bildung im allgemeinen betrachtet; «st in der neuesten Zeil ist der Aufschwung im VollS-unterricht erwacht, der allrin eine sichere Grundlage sür die Beurthrilung der Nothwendigkeit einer sachlichen Ausbildung des Landmannes ermöglicht. ES fehlt aber nicht blos noch am Sinne der Bevölkerung siir die letztere, sondern auch an den Lehrern. Was die von der Regierung, mit einigen Unterbrechungen, »eingeleiteten FortbilvungScurse leisten konnten, war sehr wenig im Verhältnis zum Bedarf, und d>k bej Schnllehrer.Präparandien obligatorisch eingesührte ^lscipUn der Bodenkultur ist noch von zu jungem Datum, ajs daß jetzt schon Früchte davon gefordert werden könnten. <00 müssen wir uns denn vorläufig mit der Aussicht auf eine bessere Zukunft begnügen. Etwas beschämend ist aller-°>ngS dieser Trost, wenn wir den Blick nach anderen Ländern richten und gewahren, was in diesen für das land-wirthschaftliche Fortbildungswesen geschehen und geschieht. .. In Baiern gibt es 1123 landwirthschastliche Fort» bildungSfchulen mit 18,087.Schülern! Ungerechnet sind hiebei die Specialcurse sür Schäfer, für Brennerei und Molkerei, welche stark besucht werden und sich trefflich bewähren. Besonderes Gewicht wird dortselbst gelegt auf die Winter-Ichulen, deren Besuch und Erfolg nicht« zu wünschen übrig läßt. Verhältnismäßig noch günstiger gestaltet sich dieüeber-N«t diese« wichtigen Zweckes des BolkSnnterrichteS in dem seinen Württemberg, welche« daS Baterland der «Mdwirthschastlichen Fortbildungsschulen genannt zu werden T^dient. Es bestehen in diesem 143 freiwillige landwirth-Ichastlichk Fortbildungsschulen mit 2906 Schülern; 689 obliga-wrische Winter-Abendschulen für lanbwirthfchaftlichen Unter-Mt mit 13,567 Schülern; landwirthschastliche A'endver-lammlungen wurden in 43 Gemeinden regelmäßig abgehalten und von 1439 Personen besucht; die Zahl der >arid«irthschastlichen Lesevereine beträgt 82 mit 2840 Mit-Snedern; endlich besitzen 620 Gemeinden Ortsbibliotheken zusammen 83,114 Büchern. Im Durchschnitt ist eine Winter-Abendschnle von 19 dis 20 Schülern, ein Leseverein von 8tz Mitgliedern, eine landwirthschastliche Abendversamm->uug von 31 TheilnehmertU frequentiert wvrden. Als Lehrer Wng,eren meistentheilS die Schulmeister, in nicht wenigen ^kmemden aber auch die Pfarrer, «eiche freilich zu diesem mehr gelernt haben müssen, als das Ge-Lchlmzwkrkwd^n Fvrmcnkram». Auch Schultheiß (Bürger, wir ?^Eviersörster, Verwalter, Oekonom finden Ständen der FortbildungSlehrer vertreten, rfrenlich sind die Bemerkungen, daß auch Erwachsene an gebotene» Unterricht theilnehmen, und daß in verschie-venen Gemeinden derselbe auch d,m weiblichen Geschlecht« gewidmet wird. Auch außerdem ist da« landwirthschastliche UnterrichtS-wesen in Württemberg tresslich bestellt. An seiner Spitze steht die altbekannte Akademie für Land- und Forstwirth-jchaft zu Hohenheim, in Verbindung mit einer Ackerbau-Ichule; an der Universität Tübingen besteht eine Lehrkanzel sür Landwirthfchaft; außerdem existieren noch zwei Acker-Bauschulen, eine Weinbaufchule und fünf landwirthlchqstliche Winterschulen. In jedem Landesbezirk ist ein Wanderlehrer "iätlg; in Hohenheim wird jährlich ein Obstbau-LehrcnrsuS, «n der Thierarzneischule in Stuttgart ein Lehrcurs sür .^"iede abgehoben. In jedem Herbst findet ein land-«»e tlicher UpterrrichtScursuS sür Bolksschullehrer statt. ?.,kkr diesen vom Staate ins Leben gerufenen oder unter-vn. »Enstaljkp sind auch noch private in Thätigkeit, so allen das pomologische Institut von Dr. Lukas in «euiltngen. Die sachgemäße Abrundung deS gesammtin landwirth-schaftkichen UnterrichtSwefenS in Württemberg lann daher eine musterhafte genannt, anderen Staaten zur Nachahmung empfohlen werden. ^uk cier klLilaäölxliiA - erranxen äie amsrilcLiiisolisn OrixiLLl äie i»t«riiLti ^ Llnisekvs ^VsrL oruxsodlsii xvsräsa. ! Vorrü-ttü« iQ allsD. viLelidrriiäluQSLir. <544) 7 Allatherin-MlinLlvaflcr * und Zahnpulver von (80) 10-S Ik*Lpkk. ««. Tres- Rodokend°?f Bi?°b«',che Real. Nikolo-, ^siLuLeLts- unL U'sulg.Iirs-SöseLöLLs emxüeklt iMtdLvk, ktntkt>an8p1nt!r, »atv rvtvk Hositiit«» ^ in ^ Lvvrsotton, 1 Ü«n«»-Lokli- < k»««» ^ k»drili!>te. Lnsseräsm veräe» uvei xrosse kürtien LtsiäsrstoSs, «u ds-ieuteoä rsöueierten kreisen verLilukt. Line schöne Wohnung, im schönsten Tbeile der Stadt gilegen, bestehend aus acht Zimmern, Küche, Keller, Speise, Holzlege und Dachkammer, ist von Äeorgi 1877 ab zu vermiethen. Näheres auS «e-fälligleit im Comptoir dieses Blatte». (b52) lO Ulltkrlkibs-Dr«chlkidmdt finden in der durchaus uusekLaUoli wirkende» »«II»« von in !>«- »I«»'» (Schweiz! ein überraschendes Heilmittel sowol gegen H7n««^I«II»»I»»Q»»»« als IN,,t»«,*v«^r»II«. Zeugnisse und Dankschreiben sind der Gebrauchsanweisung beigefügt. Zu beziehen in Töpfen zu ö. W. fl. S LO sowol durch G. Sturzenegger selbst, als durch die Landschafls apotheke deS Herrn S. « irschitz in Laibach. (574) 12-5 Mit nur so Kr. alS Preis eine» Original Loses find zu gewinnen L««« Dukaten effektiv in Gold. Diese, vom Magistrate der Stadt Wien zum Vesten deS »rmensonteS veranstaltete Lotterie ent-hält Treffer von 1VVV, 2V«, 1 Dukaten 1VV, 1V», 1 «ulden S««, 1VV, 1«« / in »old. 1««, 1V0 / Silber 3 wiener Eom«unal-Lose, deren «' 200,000 si. und viele andere Kunst, und Werthgegenstände in Bold und Silber, zusammen Svvv Treffer " .2"" VOM« fl. Die Ziehung erfolgt nnter Eontrole -es Magistrates am IS. Februar 1877. Bei auswärtigen Aufträgen wird frankierte Einsendung deS Betrage- und Beischluß von 30 kr. sür Francozusendung der Lose und seinerzeit der Ziehungsliste ersucht. Wechselstube -er Union-Lank, «-», «»«<» is, bisher: Wechselstube der k. k. »ritz, wiener Handelsbank, vorm. I. E. Sothen. Diese Lose sind auch loco durch die bisherige» bekannten BerkausSstellen zu beziehen. (662> 12 1 Ueber den antiarthritischen antirheumatischen Blutreinigungs-Thee liegen unS mehrere Stimmen vor, und wir lassen einige derselben zur Orientierung der Leser hier folgen: Dr Rust sagte in öffentlicher Versammlung von diesem Mittel: „Der Wil-helm'sche Blutreinigungs-Thee verdient den Ramen eines Volksmittels, da er jährlich Taufende von Probe« feiner glücklichen Einwirkung bei rheumatische« und gichtischen Leide« liefert — ein Mittel, zu dem der Reiche ebenso gerne wie der arme seine Zuflucht nimmt und sichere Hilse davon erwartet; ein Mittel, welche« die angesehensten Aerzte auS Ueberzeugunq selbst anempfehlen " — Tr. Röder schrieb in der „Medizinische« Wochenschrift" (1871): „Der Wilhelm'fche Vlutreinigungs-Thee ist eine «ach medizinische« «»setzen sehr gelungene Mischung solcher Pflanzenstosie, welche eine specifische Einwirkung aus die serös,» Gebilde der Haut haben, in welcher sich infolge der gestörten und ausgehobenen Har-monie zwischen der Tlektticität der Itmospläre und der Haut Schmerz äußert und sich «st bis zur Unerträglichkeit steigert." - Hofrath und Professor Lppolzer sagte an der Klinik an« Srankeubette eines Mchtische«: „Ter Wtthelm'sche Blut-reinigungS-Thee verdient eine «Shere Beachtung, da viele der «ranken, denen ich anf ihr verlange« de« Gebrauch desselben gestattete, dessen Wir-lobten." kuug sehr (644) 6-2 Bor Verfälschung und Täuschung wird gewarnt. Beim Ankauf wolle daS x. t. Publikum genau auf meine gesetzliche Schutzmarke und Firma sehen, welche an jedem Packet an der äußeren Seite ersichtlich ist, damit es durch Fälschungen nicht getäuscht werden könne. Der echte ^Mrvloa» antiarthritische antirheumatische Blutreinigungs-Thee ist nur zu beziehen aus der ersten interitationalen V1U»«1ia» antiarthritischen anti-rheumatischen BlutreinigungS-Theesabrication in Neunkirchen bei Wien, oder in meinen in den Zeitungen angeführten Niederlagen. Li» ii» S v»d«a nach Vorschrift des Arztes bereitet, sammt Gebrauchsanweisung in diversen Sprachen 1 Dulden, separat für Stempel und Packung 10 kr. » Zur Bequemlichkeit deS x. 1. Publikums ist der echte TVtlkola»« tkrttiovdo auch zu haben ii» AdelSberg: 6»s. Lupkvrsvkmickt, Apotheker -Agram: 8l^. Rlttlduvli, Apotheker; Cilli: »Lumdsek'sche Apotheke und fr»n-kunsvlivr; CormonS: llsrmvs LoÄvIiul, Apotheker; Görz: ^ kruorvoi, Apotheker; Wraz: >s. lturx-lvltuvr, Apotheker; Guttaring: 8. Vllttvr!; Hermagor: ^«8. U. kivlitvr, Apotheker; Karlstadt: L. Latkiö, Apotheker; Klage nsurt: vurl VIvwvn- tsvkitsel, Krainburg: v«rl 8ed»unik, Apotheker; Marburg: ^lois rriduö; Pettan: k. 6ir«6, Apotheker; Rudolfswerth: vom. ««r-vlli, Apotheker; Samobor: k. 8vl>v«rr, Apotheker; Tarvis: ^l«,8 v. l'reuu, Apotheker; Triest: »»v. 8«rav»U«^ Apotheker; «illa «: «Ltd. kt1i-8t; Warasdtu: vr.ä. »Liter, Apotheker; W i nd i s»- Fei st riz: ^oli. F»nv8, Apotheker; dischgraz: S«8. Ii»lllx»rit8«t>, Apothek.r. >inl Kxeisen- uud Geiränie-Tari/e für Gastwirthe, elegant ausgestattet, stets vor-rälhig bei Kleinmayr K Bamberg. <*lpbeuid), bestes wiener »»»fll-Vkk F-bricat.ausgezeichnet durch Schönheit und große Dauerhaftigkeit; von dem echten Silber gar nicht zu unterscheiden: 6 feine Eßlöffel nur S fl., 6 TisLmeffer oder Gabeln fl. S8V. 6 Kaffee- oder Tbeelöffel fl. 15V, Rahmschöpser 8V kr., Suppeuschöpflöffel fl. 2 5V. 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Ich ersuche Sie, mir von Ihrem erfundenen, so vortrefflichen Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zwei Flaschen per Post gegen Nachnahme einzusenden. Achtungsvoll (647) 12-2 Franz Jofef Fiedler, «östelwald Nr. 51. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Unter-Lanzendorf, Post Maria-Lanzendorf, 8. Februar 1876. Ich ersuche Sic, mir so bald als möglich zwei Flaschen von Ihrem berühmten Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop unter meiner Adresse gegen Nachnahme senden zu wollen. Hochachtungsvoll Karl Ma-peS. DE" Diejenigen p. t, Käufer, welche den seit dem Jahre 1855 von mir erzeugten vorzüglichen Schneebergs Kräuterallvp echt zu erhalten wünschen, belieben stets ausdrücklich Wilhelms Schneebergs Kräuter-Allop zu verlangen. Nur dann mein Fas brikat, wen« jede Masche mit diesem Siegel versehen. Fälscher dieser Schutzmarke verfallen den gesetzlichen Strafen. Anweisung wird jeder Ilasche keigegeöen. Eine versiegelte Lriginalflasche kostet 1 fl. SS kr. und ist stets in frischem Zustande zu haben beim alleinigen Erzeuger kr. »A DMr in UMedM. WM»M Die Verpackung wird mit 20 kr. berechnet. Der echte Wilhelms Schneebergs «räuterallop ist nur zu bekommen bei meinen Herren Abnehmern, AdelSberg: F. Lnpk«r«vdmiüt, Apotheker; Agram: 81^. VI1tüd»vk, Apotheker; Cilli: SLQn»d»vI»'sche Apotheke und r. S.»»»vl»vr; Graz: Apotheker; Görz: . rrALLoot, Apotheker; Krainburg: LLsuel SvkLULt^, Apotheker; Marburg: ^loi» yr,iuiü«»t; RudolsSwert h: von». S,t»oU, Apotheker; TarviS: v. rrv»», Apotheker; Triest: v. L»- »«ttt, Apotheker; Villach: Svkolr, Apotheker. Betreffs Uebernahme von Depots wollen sich die Herren Geschäftsfreunde ge> fälligst brieflich an mich wenden. Neunkirchen bei Wien (Niederösterreich). Franz Wilhelm, Apotheker. Druck vo« gg. v. Kleinmavr H Fed. Bamberg. Berleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.