.^ »K8. Freitag am R3. Juli «8HH. Dit ..Laibacher Zeitung" erscheint, mit Aufnahme der Zonn- »no Feiertage, täglich, und kostet sammt den Acilage» i,n (5o,»ploir ganzjährg ll st., ha!diä!,rig >'» fi. ^) fr., mil Kreuzband im Comptoir ganzjährig l2 ss., l,a lbj äl,rig k ss. Hnr die 3»stellnng in's öanj sin? l, a l b j ä I, ci ^l0 fr. >ne!,r zn entrichten. Mit der Post porto-jrci ganzjährig, untel Kreuzbailv und ^cdrn^tcr Adresse l'» ss.. halbjährig 7 ,1. 3l) lr. — Inseration.'gebühr für eine Z.',ilten,eilc o?er dcn Nanin derselben, fnr einmalige Einschaltung 3 kr., snr zweimalige 4 fr., fnr oreim.ilige 5 kr. C. M. Inserate bis l2 3rilcn foslcn l ss. fnr 3 Mal. 5t) lr. snr 2 Mal »nd ^0 fr. sin l Mil cinzuschaltcn. 3u diesen Gebnhlcn ist »ach dein provisorische» Gesetze uom 6. November l850 für InserationsüämVel" noch l() lr. für eine jedesmali^c Einschaltung hin,n "'s""" provisorischen Di> sUlktskommlstar Emmerich Daniel de Varayas und den Kre^kommissar dritter Klasse. Stefan Fer-dmaud H,r,ch. zn Bczirksvorstehcrn. ferner den ae^ wcscncn provisorischen Uuter>Bezirksko,nmissär Georg ^'.^.".^ ^" VeMsadinnkten bei dcu'gemisch! tcn Vezlrlöamtcrn im Großfürstenthnme Siebenbü ^ geil ernannt. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen Mit dem Instizministcr den Bezirksamts > Aktuar Josef Schmid zum Adjunkten cmes gemischten Vezlrksam» tcs in Obcr'Ocstcrrcich ernannt. Dcr Instizministcr hat eine bei dein Komitatsge» richte in Szathmar-Nemcti erledigte Komitats-Gcrichts' rathsstcllc dem Rathssekrctär n>id Staatöanwaltö'Snb' stitnten alldort, Johann H<^dcr, verliehen. Richtamtlicher Theil Politische Nlmdschau. Laibach, am ^2. Inli. K . - Nebst dcn in dcr letzten „Rundschan« er« wähnten politischen Aktenstücken, welche einiges Licht über die gegenwärtige Situation verbreiten, verdient noch eine im „Monitrnr" veröffentlichte lange Korrespondenz Vcachtnng. Es ist jene Korrespondenz, die zwischen dem Varon von Brctcu'l, dcr im Jahre 1783 Botschafter Lndwigs XVI. am Wiener Hofe gewesen, nnd dem damaligen französischen Minister des Answätti. yen. Hcnn v. Vergcnncs, gcpfiogcn wurde. Dieser wcuschwrifigcn Korrespondenz scndct der „Mouitcur" ^Ul, 3lcsum<> und die Grunde der Vcröffcntlichnng vor> "»'s, und wenn wir Alles in möglichst wenige ^ortc fassen wollen, so mochten wir sagen: die Vcröffcntlichnng dieser Korrespondenz soll beweisen, wie die Politik dcr kaiserlichen Ncgiernng keine ncne. son> dcrn nur einen vorzugsweise' französischen Gedanken zn verwirklichen bestrcl't ist. Seit dcr ersten Entwick' lung der russischen Macht hatten Frankreichs Könige niemals aufgehört, ihre aunnrrksamftcn Blicke gegen Norden zn richten. nnd nachdem die Krim und der Kuban dem russischen Reiche einverleibt worden wa< rcn. ließ dcr König von Frankreich bei Kaiser Io> scph II. insinuivcn. Letzterer möge sich an ihn anschließen, um Rußland das Recht zn untersagen, eine Kriegs' marine im schwarzen Meere zn hallen, oder es wenigstens dahin zu vermögen, daß es daselbst kcmc Fahrzeuge unterhalte, die über 20 Kanonen fnhren. Das Versaillcr Kal'inet halle schon den Gedanken jener fnrchlban'n Miau; zwischen Frankreich und England gehabt, um cinc Gefahr zu beschwören. wcl> che dcr politische Gcnius unseres Vatrrlandeö (Frank, reich) zu allererst zn bezeichnen die Ehre halte. Die Ansznge aus dcr diplomatischen Korrcspoi,dl-nz des aMzchtttcn Iahrlmndcrls sollen nun die Thatsache crhel. len, daß jene Politik, welche Frnntrcichö Adler nach dcr Krim und Frankreichs Flaggen bls znm asow'schen Meere getragen, eine echt französische sei, daß Frank-reich vor allen andern Mächten im vorigen Jahr-hnndcrtc schon die Nothwendigkeit einer Beschränkung des russischcu Ucbergcwichtes im schwarzen Meere vor« ausgesehen hatte, nnd daß England selbst daznmal lange Zeit zögerte, Frankreich anf jene Vahn zu folgen, anf die es eiugeladen war, um sich mit Frank' reich zn verbinden. Dieß ist dcr Grundgedanke, dcr sich durch die ganze Korrespondenz zieht, nnd eben Grund der Vcr' öffcutlichung war. Nach diesem übersichtlichen Ans» zngc scheint es nns überflüssig, die lange Korrespon» denz dcm vollcn Inhalte nach mitzutheilen. Nebst den berührten Aktenstücken bildet dcr g?> gcnwärtigc Stand dcr Verhandlungen zwischen Ocstcr> reich nnd Preußen dcn Gcgcnstaud der lebhaftesten, vielseitigsten Debatten in dcn Ionrnalcn. Es wäre cinc Sisiphns'Arbcit, die Wortfechtcrclen aus dc,l norddeutschen Iourualen in dieser Frage zu erzcrpircu; wir konstatircn einfach das Faktum, daß Oesterreich seine Vorlagen nicht, wie man früher wissen wollte, unmittelbar dein Bundestage durch Herrn v. Prokesch zur Berathung und Abstünmnng vorlegen werde. Der in Aussicht genommene Geschäftsgang wird vielmehr oer sein, sagt die „Donall", daß nach erzielter Ver-ständignng zwischen Oesterreich nnd Preußen das Re> sultat derselben znvörderst dcn deutschen Regierungen in cincr Zirkularnotc mitgetheilt werden soll, worauf erst die gemeinschaftlichen Anträge der dentschen Groß» mächte in dcr Vnndcsvcrsammlung erfolgen würden. So viel verlautet über den Modus dcr Vorlage- der Inhalt selbst ist in ein noch undurchdringliches Geheimniß gehüllt. Untcr dcn Tagöercignisscu drängt sich der spani' fche Aufstand in dcn Vordcrgrnnd. Sind anch bis> her alle Anfstandsvcrsnchc bei dem ersten energischen Auftreten dcr Regierung in Nichts zerstoben, so wäre es, wie dcr „Wanderer" richtig bemerkt, nicht nnr unklug, sondern sogar unvorsichtig, demselben keine Bedeutung zn schenken. Ucberhaupt aber bietet das unglückliche ^!and ein trauriges Bild innerer Zcrris» scichcit. Nördlicher Kriegsschauplatz. Den „Hamb. Nachr." entnehmen wir folgende, von dcr Kronstädtcr Nhede, 2ii. Iuui, datirtc Korrespondenz: „Gestern Abend um 9 Uhr kam ich hicr z»l An« kcr. Die Flotte liegt seit dem l!>. hicr, vorher bei Scskär, cincr Insel, etwa 8 Meilen von hicr cnt> fcrnt- nach Allem zu schließen, dürfte dcr Aufenthalt kein temporärer fein, denn täglich werden hicr von Farösnnd nnd Nargcn Kohlcnschiffc hcrgcschleppt. Die Flotte liegt theils in dcr Bncht links von Kronstadt, theils gerade vor, unweit vom ^cnchtfener Tollbnchin; dieser ^euchtthurm, der als stark befestigt angegeben wird. ist es keineswegs, und die Russen haben dcn> selben bereits geräumt. Ich war diesen Morgen mit englischen Offizieren dort, um vom Thnrm ans dlc vergoldeten Kuppeln von Pctersbnrg zn schcn; wir sind Kronstadt so nahe. daß man mit bloßen Augen die Flaggen anf dcn Kriegsschiffen lind Forts erkennen kann. Dcr ganze Kronstäolcr Kriegshafcn liegt voll von Kriegsschiffen, die indeß nnr thcilwcisc anf. getakelt sind/es scheint drinnen sowohl wie hicr au> üen ein regcs ^cbcn zn herrschen, denn den ganzen Tag sieht man Dampfschiffe hin und her gehen. Vor ocm Haupthasen rechts vom Tollbnchin liegen fünf Linienschiffe, 4 englische und l französisches, die andern ncbst den beiden Admiral schiffen liegen in dcr Bucht links vom Fort Alcrandcr, oic 8 anniesenden Kano-ncnbootc bilden die erste Linie und fcucrn dann und wann nach Fort Alexander, nm Distanzen zn messen. Die Rnssen, welche in den let/tcn Tagen Iäng(< »cn finnischen Küsten »ach einer n. ö'stl. von Kronstadt be> legencu Stadt (Systcrbeck) eine regelmäßige Fabn mit kleinen Schiffen unterhielten, wurden diesen Mor. gen darin gestört, indem mehrere Kanonenboote Owre erhielten, dieselben anfznbrinacn; mehrere Fahl^uae wnrdcn genommen (die Russen sehten dieselbe ans Grund, wurden aber von den Dampfschiffen abgc< bracht). Bei Nargen (Reval) liegen nur wenige Schiffe, eben so bei Barösnnd; im Ganzen liegen dort wohl gegen 8 Schiffe. darnnter 2 Linienschiffe. Wir haben hier schönes Wetter." Oesterreich. Wien, ll. Juli Sc. Majestät der Kaiser ha« bcn ^nr Erhaltung dcr Forstschule zu Wcißwasser in Böhmen einen Aerarialbcitrag von 1400 Gulden Konucntionsmnnze jährlich auf die Dauer von 2 Iah« rcn bewilligt. — II. kaiftrl. Hoheiten Herr Erzherzog Franz Karl und Frau Erzherzogin Sophie werden die Reise nach Ischl am 26. Juli antreten. — Se. kaiserliche Hoheit Herr Erzherzog Io» haun wird eine Reise nach Tirol machen, nm die von dem Ueberschwemmungsunglückc heimgesuchteu Gegen« dcn zn bchlchen. -- Daß Sc. kaiserliche Hoheit Herr Erzherzog Wilhelm nach Paris zur Industrieansstelllmg. reisen werde, wie einige Zeitungen meldeten, erscheint unbegründet. Es verlautet über ciue derartige Reise gar nichts. — Die Zahl dcr. Garnisonsbatailloue, deren Auftösuug in Folge der Armcercduzirung angeordnet wurde, beläuft sich auf vier. Das erste Bataillon steht in Mantua, das 2. in Arab, das '.t. in Ehioggia, nnd das 4. in Sebenil'o. — Die Dampfwaschanstalt in der Lcopoldstadt wird muthmaßlich schon im August nnd sogleich mit 60 Waschständcn in Wirksamkeit treten. — Die Häuserballtei, anf dcm Glacisgrmlde vor dem Fischerthorc schreiten nnr sehr langsam vor. Bis zur Stuudc haben die Vorarbeiten für den Häu» scrban erst anf zwei Bauplätzen begonnen. ^Für weitere Banten bemerkt man durchans keine An« stalten. -- Die h. Staatsverwaltung hat den sämmtli» chcn Beamten der k. k. priv. Staatseiscnbahn dcn Nebcrtritt in dcn Dienst dcr uencn Gesellschaft, oder das Verbleiben im Staatsdienste freigestellt. Die im Staatsdienste Verbleibenden werden so viel als thun« lich anf andere Staatsdicnstpostcn nntcrgcbracht wer« dcn. Die Erklärungen der Beamten müssen bis Ende d. I. eingebracht sein. — Die Zufuhrcu an Brennholz sind heuer so bedeutend, daß mün mit Recht ein Hcrabgehen der Holzprcise im Winter erwartet. Am Schlüsse der vcr« flossenen Woche belief sich der Brcnnbolzvorraty anf 78.472 Klafter. — Im hohen Anftrage werden von sämmtlichen Gemeinden der Monarchie Berichte über dcn Aus« schlag dcr dicßjährigcn Ernte cvstattct. um solche in einc Ucbcrsicht bringen zu k>nmcu, die zugleich An« haltspnnkte über die vorhandenen Getrcidcvorräthe liefern wird. Wien, IN. Juli. Die „Wr. Ztg.« enthält: A. pr. Kaiser Ferdinands Nordbahn. Bei dcr hcntc stattgcfundcncn außerordentlichen Generalversammlung, bei welcher sich 3'.i stimmfähige Aktionäre cingefnnden hatten, erstattete die Direktion nuter Vorlage des gerichtlichen Schähungsbcfundes, dann dcr betreffcndcn Pläne, Rechnungsausweisc nnd sonstigen Dokninente dcn Bcricht übcr die uutcr Vor« behalt der Znstimmnng dieser Generalversammlung, von den Herren Gebrndcin Klein erkauften Kohlen« grnbcn bei Ostran, Przivos llnd Hruschau uebst al< len Einrichtungen und Beständen und dem gcsammtcn dazu gchörigrn Rcal« und Mobilar>Eigcnlhnm um dcn Preis von N.'M.lM) fi. V. V. Dieser Abschluß wm'dc von d?r Versammlung einstimmig ratifizirt. nnd der Direktion für diese im unverkennbaren Inttrcsse der Unlcrnrbmung gelegene Akguisition dcr Dank ocr Glsellschaft ausgesprochen. Zur Mnfcrngnng dcs Prolololl?, welches dem» nächst dnrch den Drnck bekannt gegeben >vcri?cu wird. K84 sind dic Hcrren I. K on i gs wa rte r', I. M. Mil-Icr und Dr. Franz Schmitt erwählt worocn. Wien, ain 9. Juli ltt^.'i. Von der Dircktioll der a. pr. Kaiser Ferdinands N'ordbahn. Wicu, 10. Juli. Dic Aknonäre der Nord» bahn versanuuelten sich gestern früh 9 Uhr zu einer Generalversammlung wegen Akqniriruug eigener an der Nordbabn nächst Hruschan gelegcnen Kohlengruben. Es wurde der Anlauf der Koblenwerke uni dell Kauf-preis von I).')0,l)0l) fi. gruchmigt, wovon !l<» ft. aus dem Neservefoud bcstritten, uud die Aufbringung des Ueberrestrs dein Beschluß der nächsten .General-Versammlung vorbehalten wird. ^" Dic „Salzb. Ztg." enthält folgende Anzeige i Das Mozartellm in Salzburg veranstaltet zur Säku-lar-Zeicr dcr Geburt Mozart's iin Sepleinber 1t>>. mit Ton-werten verschiedener Meister, abgchaltcn >verden. Hr. Franz Lachner, köulgl. baierischrr Gencralmnsikdirek-tor zu Müucheu, hat die Leitung übernommen. Alle Musikkünstler von na!) und fern werden hiemit frennd-liehst zur Tbeiluahmc eingeladen nnd ersncht, ihr Erscheinen, so wie die Art und Weise ihrer Mitwirkung an das Eomit«'' des Mozarteum's iu Salzburg längstens bis Ende Mai ittüU bekannt zu geben. Spezielle Einladungen werden uicht ergehen. Die Programme der Mnfil'auffübruugen uud anderer Festlichkeiten werden später bekannt gegeben. Das Eomit6 des. Mozarteums iu Salzburg. — In Folge hohen Ministerialerlasses wird an der k. k. Franzeus-Uuiverfität in Graz ntit dcm Beginne dcs nächsten Schuljahres nicht nur die Aufnahme iu den ersten, souderu auch in den zweiten Jabrgang des pharmaeeutischeu Studiums statthaben. Das für den praktischen Unterricht den Pharmaceuten bestimmte Laboratorium ist bereits hergestellt. — (Programm) der zwei und dreißigsten Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte in Wien im Jahre Itt.^i. Dic Vcrsammluug beginnt am 17. September und endigt am 22,, sie besteht aus Mitgliedern und Thcilnehmcrn. Mitglied kann uur der Schriftsteller im naturwissenschaftlichen oder ärztlichen Fache, Theilnehmcr kann Jeder sein, der sich mit den gcnauuteu Fächern wissenschaftlich beschäftigt. I» des Mitglied sowohl als jcdcr'Theilnchmer erlegt beim Empfang der Ansuahmskartc fünf Gnldcn. Die Be.-theilignng auch uichtdeutschcr Gelehrteu au der Ver-sammluug ist i>u bohen Grade willkommen. Tic all-gemeiucn Sitznngcn^ deren Besuch auch Persoucu, welche weder Mitglieder uoch Thciluchmer siud, ge-geu besondere Eiutritlvkarteu gestattet wird, finden am 17., 1!). und 22. Statt, uud beginnen um ll) Uhr. Zu deren Abhaltung sind von Sr. Majestät dic Ncdouteusäle in der k. k. Hofbnrg allcrgnädigst zur Verfügnng gestellt worden. Dic Eintrittskarten dcr Mitglleoer und Theiluehincr siud giltig auch für den Vefuch öffentlicher'Anstalten und Sammlungen; sie gcltcn ferner als taxfreie Auseuthaltskarteu für Inländer. Das Aufnahms- und Auskunfts-Bureau so wie sämmtliche Lokalitäten für dic Sektious - Sitzungen befinden sich im k. k. polytechnischen Institute. Dic Eröffnnug dcr Versammlung geschieht durch den ersten Geschäftsführer iu der ersten öffentlichen Sitznug. In dcr zweiten öffcutlichcu Sitzung findet zuerst die Wahl des Ortes der nächsten Zusammenkunft Statt, dic Wahl geschieht durch absolute Stimmenmehrheit. Iu dcr dritten öffentlichen Sitzung wird nach Been-dignng der angekündigten Vortrage die Vcrsaminluug durch den crstcu Geschäftsführer geschlossen. Die Ver-sammlnng theilt sich iu folgende Sektionen: 1) Mi-ueralogie, Geoguosic und Paläontologie. 2) Botanik uud Pflauzeuphysiologie. 3) Zoologic und vergleichende Anatomic. 4) Physik, tt) Ehemic. 0) Erdki^dc uud Mctcorologic. 7)'Hl'athcmatik uud Astronomie. 8) Anatomie uud Physiologie. !') Medizin. 10) Chirurgie, Ophtalmiatrik uud Geburtshilfe. Dic Scktionssitzun-gen beginnen um !^ Ubr. Dic Thcilnehmer haben das R'echt, den öffentlichen uud Scktioussitzliugen beizuwohnen. Das Programm über die Reihenfolge der allgemcincn Versaminlnngen und der Sektions-sitzuugen, so wic dcr Festlichkeiten uud geselligen Ver-gnügllngcn wird später kund gemacht wcrdcn; für letztere sind besondere Karten bestimmt. W icn, ll. Juli. Der Herr Armceoberkomman-dant FZM. Baron v. Hcß wird mit seinem Haupt» quartier morgen hicr eintreffen. — Die Traun'schen Häuscr, welche um den An. kaufspreis von 730.000 fi. (5M. in das Eigenthimi dcr Vank übergingen, wcrdcn, wic wir weiter veriieh» mcn, abgetragen und ueuc aufgebaut; der größere Theil wird von dcr Nationalbank, dcrcn Räumlichkeiten, ungeachtet des crst vor cinigcn Jahren akqui-rirteu ncbcnanstoßeuden Hauses zuiu schwarzen Tlwre. bei Der täglich sich mehrenden Ausdehnung ihres Ge-schäftsbemebcs nicht alisrcichen, zum eigenen Vedarfe verwendet; in deni andern Theile soll ein dcm Be-dürfnissc dcr Zrit entsprechendes Vörsengebändc hcrge» stellt u:w für dic Daner dieses U-ubalics das ehema» ligc Uiiivcrsitätsgcbäl'.^c provisorisch dazll bcilützt wer-den. Da inzlvischen dcr Umbau des Fischhofcs nnd der daran stoßcndcn, nach längerer Verhandlung cnd> lich cbci^falls dcm Bauführcr dcs Fischhofcs überlassenen Nebengebäude vollendet sein wird, so dürfte die innere Wtadt in knrzcr Zeit durch einige großartige N'cubantcn verschönert werden. — Dic Kosten, welche dic f. f. privilegirtc Na> tionalbank in dcr ersten Hälfte d. I. für Vanknotcn' fabrikatiou bestrilten hat, belaufen sich anf 137.0 l8 fi. E. M. — Untcr dcn )lclicrungen. welche auf deu k. k. priv. Staatsbahnen unlcr dcr Vcrivaltung dcr französischen Gcscllsch.ift ciiigcführt ivcrdcn sollen, ist anch die, daß die Anschaffung von Privatciscnbahnwaggons gestattet werden soll, welche von den Eigenthümern bei ihren Reisen benutzt werden können. ^- Das hohe k. l. Ministerinm des Innern hat in Berücksichtigung des großen Brandunglüclcs in St. Johann vcrfügt, daß in sännntlichen Provinzen des Kaiserreiches, nut Ansnahiuc des lomb.-vcnctianischcn Königreiches, Ungarns, Kroatiens, dcr scrbischcil Noj-wodschaft, dcs tcmcschcr Banats, Sicbenbürgens und der Militärgrcnzc, einc Sainmlnug milder Gaben sür die Verunglückten unverzüglich eingeleitet, und die cingegangencu Vcträge durch das Laudespräsidium mög' lichst schnell ihrer Vcstimmnng zngcführt wcrdcn. — Ein hiesiges Großhaildlnugshans hat cii^ Geschäftsschrcibcn ans Konstantinopel erhalten, das unlcr Anderem auch dic Anzeige cnthält, daß cine Gesellschaft cuglischcr Kapitalisten Schritte gemacht, um dic Bewilligung zur Unterhaltung cincr regelmä« ßigcn Dampsschifffahrt zwifchen Ibraila und Konstan-tinopel in der Donau auf dcr türkischen Seite zu cr> lange». Dic Schifffahrt foll gleich nach Herstellung dcs Fricdcns in Wirksamkeit treten. — Der Fcstzug dcr Handwerker, dcr an« 2. d, mit dcu Innungsgcjchenken vor dcm König nnd der Königin von Baiern iu Nürnberg aufzog, bot ein sehr hübsches Bild. Es währte drei Etnudcn, bis sich allc Gcwerbc aufgestellt, ihre Reime gcfprocheu und über« reicht, ihrc Gcfchcukc dargcbracht hatten. Einige dic-scr Geschcickc warcu scbr cigcuthümlich; die Garkoche z. B. trllgcn ihrc Fabrikate in Form eines dein Gott Bacchns geweihten Teiiipcls, dic Säulen warcn Sa-lami, die Knppcl ans ^cbcrivürstcn zierlich geformt. Die Weber hatten ihre Tücher in dic Form von Schwänen und Pfauen gclcgt. — Am 13. Mai d. I. wurde in St. Lotiis dic ncucrbantc böhmische Kirche ciugcwriht, die erste böh-mische Kirche in dcn nordamerikauischen Vcreinsstaa' ten. Sic ist dem heiligen Johann v. Nepomnk gc> weibt. Die böhmische Gemeinde iu St. Louis zählt etwa 10W Angehörige. Pfarrer ist P. Heinrich Li» powsky, ans dem Gcschlcchic Lipow^ky Ritter v. Li-powin. Er war österreichischer Militär, und uahin an dcn Kämpfen in Italien Thcil, crst spätcr ver< tauschte er die Soldatcnuuiform mit dem Priestergc» wand, ging nach Amerika, erhielt dort 18Ü4 die Priesterweihe und ward dcr crstc böhm. Pfarrer in den Vercinssiaatcn. W i c u. Die am 2. d. M. aus Tirol hicr cingctroffcncn ncuen Mitglieder der katholischen Mission für Zentral «Afrika (drei Priester uud zchn Laien) sind mit uoch zwei Laien, die sich ihnen iu Wien angeschlossen haben, am 6. d. M. Abends von hier nach Triest abgereist. — Wir haben seiner Zeit gemeloet, daß Sc. k. k. Apostolische Majestät' die nöthigen Kosten für die Herstellung der mit.dem Einsturz drohenden katholischen Kirche in Krajova zn spenden allergnädigst geruht haben. Die „Triusv. Ztg." erfährt nun, daß dieser Beitrag dnrch ein namhaftes Allerhöchstes Geschenk, welches sür die in der Walachei befindlichen katholischen Missionäre bestimmt war, vermehrt wor-dcu sei. Es scicu nämlich durch Sc. Erzcllcuz den FML. Grafen Korouini, 120 ft., die Sc. Majestät dazn zu bestimmen geruhtcu, jc uach dcm Bedürfnisse dcr einzelnen Missionäre unter ihnen vertheilt worden, wobei der betreffende Bischof von Nicopolis iu i'ln-ii-Iu,5 mit 4W ft. bedacht wurde. Die Missiouäre seien voll des Dankes gegen dcn erlauchten Enkel Rndolph des Habsonrgs. Von demselben Gefüblc seien Jene durchdrungen, für deren geistliche Bedürfnisse diese Missionäre sorgen — znmeist österreichische Unterthanen, welche sich zeitlich in dcr Walachei aufhaltcu uud dcrcn Vcrmögeusverhä'ltniffc zu gering sind. um dcu Bedürfnissen der auf ein jährliches Firum von nur 20 Dukaten Angewiesenen durch milde Spenden beispringen zu können. Trieft, 10. Juli. Das Präsidinm der Tricsier Börsedeputalioi! ist im Besinc verschiedener, in Marocco cinheinnschcr Argannüsse, die bisher in Europa wenig bekannt waren, oder noch nicht vorgckommcn sind. Es hat ciuigc Exemplare dcm StatthaltercipräMUlN iu Zara mit dcr Einladung zukommcn lassen, mit Alt' Pflanzung derselben in Dalmalicn sowohl in wisse!'« schaftlichcr Beziehung, als iu Berücksichtigung dcö daraus für daö Land vielleicht crwachscnocn Nnt/cns Versuche anstellen zll lassen, indem diese Nüsse, al'gc« scheu vom iDclgehalte, sich auch zur Vichnahrung cig« nen dürsten. Das Statthaltcreivräswiniu in Zara l'at dcr Dalmatiner Ackcrbangcscllschaft eine hiorei' cheildc Mengc übergeben, um sic untcr die Gntsbesiz» zer zu vertheilen und diese zu dcrcn Anban zu vcr« aiilassen. G ö r z. Iin Taubstuimneninslitut ztl Gör; befindet sich ein Knabc, dcr vor ctwa drei Jahren von zwei Gcnvd'armcn iu deu Istrianer Wäldern gefuudeu wurde. Als ihu damals dic Gensd'armen ganz nackt anf Händen und Füßen kriechen saben. ivnßtcn sie auf deu erstcu Blick uicht, was für ein Wcfcn das sci; dcr Knabe verkroch sich wie ein scheues Thier vor ihueu im Gestrüpp. Die Gensd'armcn zogen ihn hervor, und als sie sahen, daß es cm Mensch sci, sandtcn sie ihn in's Spital. Er hatte damals lange Krallen uud nährte sich vom Grase, das er eutweder mit den Händen oder geradezu mit deu Zäbneu ausriß. Später kam er iu's Tanbstnmmeniustitut. Jetzt hat er bereits gelernt auf dcu Füßen gehen nud sich reinlich zn halten, anch genießt er die Institntskost mit den übrigcn Zöglingen, und zwar gern; doch ißt cr anch uoch immer gern Gras, wo cr dcsscn babhaft wcrden kaun. Obwohl schon ll) oder 11 Jahre alt, spricht er noch immer nicht, bort aber ziemlich und versreht es, wenn der Institutsdirektor slovcnisch ihm etwas zuruft oder befiehlt. Er scheint somit von slovcnischen Eltern zu sein. Wie lange sich dcr Knabc in dcn Wäldcrn herumtrieb, läßt sich nicht angcben, der Direktor meint, ein Jahr lang, und ist weiter der Ansicht, daß dcr Knabe uicht böswilliger Wcisc verlassen wnrde, sondern sich im Walde verirrt habe. Bisher gclang es nicht, scine Eltern aufzufinden. Ucbrigens ist der Knabe Haut uud Knochen, dic gc^ wohnliche Kost gedeiht ihm nicht, nnd deutlich sieht mau es, daß cr uicht lauge lebeu werdc. Deutschland. Berlin, 9. Juli. Kürzlich machte ein Blatt die'Mitthcilnng, daß zwischen Preußen und Ocstcr° reich ein die zwei ersten Garanticpnnkte umfassender Zusatzartikel zu dein Aprilvcrtragc vorbcrcitct werde und brachtc spätcr dic erläuternde Angabe: „cs vcr-lautc, daü dic dicßfäüigcn Anträge von Prrups,, in cincr vom 3. Juni datirtcu Notc ausgegangen scicn.", Die „Pr. Korresp." ist ermächtigt, dicsc Angabe, als unbegründet zu erklären und sie thut dieß mit folgen« der Mittheilung: Die zwischen Preußen und Oesterreich schweben« deu Verhandluugcu beziehen sich nicht auf einen zwei' ten, dcm Aprilvcrtragc anzufügcndcn Znsatzartikel, nnd cs sind von Prenßcn in dicscr Bczichung kcinc Anträge ansgegangen. Eben so wenig cMirt rinc prcnßische Note vom A. Inni d. I. Der Stand der Sache ist einfach folgender -. Oesterreich hat dcu Ent« wurf cincr Vorlagc, die es der Bundesversammlung zll machcn beabsichtigt, dem preußischen Kabinet mit< getheilt uud dasselbe ersucht, ihm seine Bemerkungen darüber zukommen zn lassen. Dieß hat das prenßi' sche Kabinet in Form eines nutcr dem !>. d. M. an dcu königlichen Gesandten in Wien gerichteten Er« lasses gethan. Eine Rücläußcnmg hierauf ist uoch uicht erfolgt. Die „Preuß. Korrcsp." schrcibt: „Nach den getroffenen Bestimmungen sollte Sc. k-. Hoheit der Prinz von Preußen am Abcud dcö 7. d. uach St. Petersburg abreisen, um Ihrer Ma< jcstät dcr Kaiseriu Mutter zu Höchstocrcn Gcbnrtötag am 13. d. M. die Glückwünsche Ihrer k. Geschwistcr darzubringen. Diese Reise, welche in Folge Able« bens Sr. Majestät dcs Kaisers Nikolaus uon Sr. k. Hoheit dem Prinzen längst beabsichtigt war und stets nur durch vorübergehendes Unwohlsein verschoben wcrdcn mußtc. ist jcdcm politis ch c u Z w e ck e dlirchalls fremd und erfüllt viclmcbr nur einen längst gehegten Herzenswunsch Ihrer, Majestät der Kaiserin Mittler, den geliebten königlichen Brndcr in den Tagen gerechten Schmerzes über den hohen Vtr» blichenen tröstend bei sich zn scheu. Se. k. Hobcit wird unr von einem Adjutanten, seinem Leibärzte, dem gchcimen Sanitätsralh Laucr, und ci,iem Korrc« spondcnz« Sekretär bcglcitct, die Rückkchr dcö Prin« zcil dürste in ctwa vicrzchn Tagen zu erwarte!! scln." Die Nummer der „Times" vom 30. v. M., die in Berlin wegen Schmähungen gegen Seine Majestät den König konfiszirt worden war, ist auf ausdrücklichen Befehl Seiner Majestät wieder freigegeben worden und soll ungehinderte Verbreitung finden. Das Befinden Ihrer k. Hoheit der Herzogin voll Orleans, welche unwohl von ihrer Rcise nach Drc^ dcu und der sächsischen Schweiz zurückgekommen, hat sich in der Ichten Zeit mehr verschlimmert, wem! O»K auch keine ernste Gefahr für die hohe P,iticntiu vor> Handen. Ncichenberg. 4. Juli. Das h. k. k, Han-delsministcrium hat mit Erlaß vo>n 24. v. M. untcr Zlisti,nmung dcs k. k. 3^'inistcrinms des Innern und dcs h. k. k. Armcc-Oberkommando der Zittan-Rcichcn-bevger Eisenbahngestllschaft die pr. Bewilligung znm unaufgehaltenen Beginne des fraglichen Baues auf österreichischem Gebiete und zwar mit Dem im j^. tt des Ucbcrcinkommcuö mit Sachsen vom 24. April 18ü3 zugesicherten Erpropriationsrechte ertheilt. Diese pr. Baubewilligllng erstreckt sich anf die ganze anf österreichischem Gebiete aliszuführende ^inie der Zittau-Reichenbcrger Eisenbahn nach den von dem königlich sächsischen Finanz-Ministerinm dem hohen k. k. Handelsministcriilm vorgelegten Grundrisse und Län< gciwrofilc mit dem Vorbehalte die Wahl der Bahn-hossanlagc zu Rcichcnberg, für lvelche zwei Projekte, neulich am „Keilsbergc" und am sogenannten Kra> nich im Neißetbalc vorgrschlaacn wurden, erst nachtraglich festzusenen. Bei der am 2l>. Ilini begangenen Stiftungs» ftlcr der Hoä'schulc in München wurde der Glanzpunkt fe,tlicheu Humors dnrch ein altebrwnrdigcs aka-demiiches ^rinkgcfäß angeregt, das sogenannte «goldene Schlff", welches Erzherzog Ferdinand von Oesterreich, dcr nachlnaligc Baiser Ferdinand i!.. im ^ahrc 1.^4 dcr Univcrsilät geschenkt. Ferdinand hat M's dic,er Hochschlilc. damals noch in Ingolstadt, ^mc wlstcn,el,aftlichc Allsbildnng erbalten. Hier war os. wo er, namentlich auch im Verkehr mit Herzog Wilhelm uon Baicrn, die Grnndlagc fand zu seiner ipatcr so entschieden allsgesprochenen staatsmännisä'cn und rcllgiosen Richtung. Aus Dankbarkeit stiftete er den Professoren das goldene Schiff, cin eben so ^ ' 'Ä,"" !.">>' gearbeitetes silbernes und vergol-vb n ^ ^""^ "uf dem Sockel lagert cm Del-ab r'liä , i/"/7'" ""l dem Nückc.i trägt, dieser r^U N'me vollc Befrachtung. So bat es denn 'nctts sctt mehr als zwei Jahrhunderten seme Fabr-nn um die ,^afel der Ingolstädtcr, Landshuter und Münchener Professoren gemacht, und mancher gelehrte Muud, der längst verstummt ist, hollc sich einen frischen Trilnk ans dem Schnabel des Schiffes. Das goldcnc Säuft' ward nun dieser Tage der Anlaß zu einer eigenthümlichen Prcisanfgabc. Man fand nämlich, daß die feierliche Rnndfabrt des Schiffes eigentlich unter Anstimmung eines cutsprechenden Rundgc-sanges vor sich gehen müssc. Da cs an ciucm solchen fehlte, so stellte dcr Professor Pcttenkofer den Antrag, in Betracht der zahlreichen dichterischen Krastc, dic Mcnwärtig an dcr Münchener Hochschule verjammclt ,eicn, cincn Preis auszusetzen für dcn bc,tcn Rundgesang übcr, das «goldene Schiff der Universität München." Dcr Vorschlag ward mit allgemeinem Jubel angenommen und man schritt alsbald zur Feststellung dcr näheren Bestimmungen. Mitwcrbcr kann jeder Professor oder Docent der Universität scin. Als Preis für den siegenden Poeten ist ausgesät: eine galvanoplastischc Kopic des golocncu Schiffes, cin natürlicher Lorbcrkvanz auf das Haupt mw rinc Nosc in das Knopfloch dcs Sä'ngcrs, cud-uch noch cine unbestimmte Snmmc Champagners zur ^Machtnng dcs Fahrzeuges, wenn ain nächsten Stif-a ?^. ^ ^"' ^^tröntc Rnndgcsang zum crstcn ?Nal >ite, /"^ ""0- Der lehterc soll dann zu allen I'unqen n,pv^"' Zierlichen Allsfahrt des Schiffes ge-nää niisn '' 3" Preisrichtern wnrden, anßer dem 7^U'M bettor der Universität, mit cinsmmni-v ''a^u? ^'.' ."""mt: dic Professoren v. Ringcis, au5e n ^'^ u,ld Barriere, als Männcr, die a w v.^ .^"^'^ stünden. jemals sclbcr Dichter werden ^ '"" ^"' ^^ ^"""t Jahresfrist noch zu »,.!..,., ' dcnen mau dagegen cin nm so schärferes Italien. ri,-' ^^ päpstliche Finanzministcr, Monsignorc Fer-lii''. ^"'^ im „Giornalc dc Noma" die Bildung ^^'^Päpstlichen Bank" für dic 4 Negationen ,nil ^>t;c in Bologna an. ^ . Vari s, »l. Ilili. 'Der Baiser hat befahlen, ^llß auf sciue Kosten den, Gefährten der lehtcu Lc> ^»sjaln'e Napoleons ^., dein im Jahre li-^K zli ^au Autouio dc (5uba gestorbcueu Dr. Antomarchi daselbst ein Denkiual errichtet wcrdc. — Vorgcslern ^ar dcr Kaiser zu Vimcrcnr. wo cr Manöver aus- fnbrcil licß und den Vcrsnchcn mit ciuer neuen Kanone beiwohnte, die am Bodenstnck geladen wird.— Der spanische Gesandte Olozaga ist vorgestern nach den südlichen Provinzen abgereist, angeblich aus Ge> snndheitszwect'en; man darf aber wohl annehmen, daß dic spanischcn Angelegenheiten und die Seitens nn-sever Äicgiernng uo'thigen Falles zll crwartcndc Ein-schreitung die Hanptnrsachen sind, dic ihn in dic Näbc der Pyrenäen führen. — In Folge dcs Beginnens dcr Erntc im Sndcn sind dort dic Gctrcidcprcisc auf allen Märkten bcdcutcnd gewichen. — Von ,Toulon sind in dcn lkhtcn Tagen wicocr vier Kanouierscha-luppen nach dem Orient abgegangen. — Es ist wieder cinc ucuc Broschüre über die orientalischen Angc-lcgcuhcitcn iii Brüssel crsä). d. M. ist der „Köl< ncr Ztg." entnommen: Mr. Gibson verlangt Aufklärungen darüber, wic es sich mit der Opposition der Minister gcgcn dic Ansichten ihres Kollegen, dcs ehcmaligcu britischcn Bevollmächtigten bei dcn Wiener Konferenzen, in Bezng anf dcn Plan verhalte, welchen Oesterreich RuLlaud habe vorlegen wollen, um dem russischen Uebergewichte im schwarzen Meere ein Ende zn machen, ^'ord I. Russell findet, daß M. Gibson cin vl'Urs Nccht habe, Aufklärungen zu verlangen, und erklärt sich mil Frcndcn dcrcit, diesclben zn geben. Der Zwcck des Kric^cs sei keineswegs su unklar, wic c>cr Vorredner zn glauben scheine. Selbst dcr gewöhnlichste Arbeiter in England bcgrcifc diesen Zweck sehr gut. Das Endc dcs Krieges dürfc nicht durch cinen bloßen Vertrag zwischen dcn Vcrbünoctcn und Rnßland herbeigeführt wcrocn. Es sei vielmehr cin allgemeiner Vertrag nothwendig, durch welchen sich sämmtliche europäische Mächte verpflichteten, die In> tcgrität und Unabhängigkeit dcr Türkei aufrecht zn erhalten. Lord John Russell geht sodann näher auf die zn Wien hinsichtlich der ^ösnng des dritten Pnnk-t.'s gepflogenen Berathungen ein. Graf Buol. bemerkt er, habe eingeräumt, daß dic beste Art, diese Zrage zu erledigen, in cincr Beschränkung dcr rnssi» schcn Seemacht im schwarzen Mecrc bcstchen würde. Doch habe er auch noch cines anderen, ihm annehmbar scheinenden Auökuustsmittcls crwähut, welches dariu bestehen würdc. daß mau die Türkei stärktc, anstatt Rußland zu schwächcn. Schließlich habc cr cincn auf cinc Art von Gegengewicht abziclcndcn Borschlag gemacht, in Gemäßheit dessen, wenn Rnß. land seiuc Seemacht im schivarzcn Meere vergrößere, England, Frankreich, Oesterreich und die Türkei ein Gleiches thun würocn. Anßerdem würdcu Ei'gland, Frankreich, Oesterreich und Rußland dic Unabhän. gigkeit und Integrität der Türkei dnrch cincu Vcr» lrag zu garantiren haben. Ihm (Russell) habc cs damals geschienen, daß in,diesen Bestimmuugeu cinc Sicherheit sür die TürÜi enthalten sei und seitdem habe sich seine Ansicht nicht geändert. Dic österreichische Regierung habc sich erboten, Nußlaud als Ul-timatum dic Alt'crnativc zn stellen, ob es in diesen Vorschlag willigen oder scinc Sccmacht im schwarzen Meere beschränken wollte. Wenn rnssischer Scits auf Beiges cin abschlägiger Bescheid erfolgte, so sollte der österreichische Gesandte St. Petersburg in acht Stnnden verlassen, die Militärkonvention nut Frankreich sollte uutcrzcichnct uud das österreichische Heer sollte konzentrirt nnd ausgestellt werden, daß es je-deu Augenblick den Krieg beginnen könnte. Die österrei« ehische R'egierung habc uicht vcrsprochen, cinc sofortige Kriegserklärung zu crlasscu; ooch habc sie cr-klärt. daß sic die Verwerfung ihres Vorschlages als einen l.!l>>^»,!-l l»>lli bcirachtsn werde. Dcr österreichische Minister habc geäußert, daß oieft Verwerfung zum Kriege führen wer^c, uud er (Nusscll) zwciftc gar nicht, daß cs. die Unuachgiebig-lcit vou Seiten Rußlands angenommen, in diesem ^alle wirklich zmn Kriege zwischen Oesterreich und Rußland gekommen sein würde. Die in der mehren wähnten Notc ocs Grafen Vnol cnlh.iltenen Angaben über den Sachvcrhalt seien jedenfalls richtig. Seine Kolleqcn im englischen Ministerium nun scicn zn oem 'Echlnsse gelangt, daß der österreichische Vor< schlag keine sichere Basis für die Fortsetzung der Un-tcrbandlungcll gewähre. Wenn ihn M. Gibson frage, weßhalb er, nachdem dicscr Mcinnngsun!erschied hervorgetreten, nicht ,inö dem Ministerium ausgeschieden sei, so antwortet cr, daß er in dicscm Falle seinen allgemeinen Grnndsäßen zuwider gchauoelt haben ».'üroe. Er habc cs für scinc Pflicht a/l)altcn, wic auch ilnmer seinc persönlichen Ansichten über dic Kriegsfragc beschaffen sein mochten, das Ministerium Palmerslou, so viel in seiueu Kräften gestanden, zu unterstützen, da er den Sturz dieses Ministeriums als dic größte Gefahr angcschen habc und zugleich der Meinung geweseu sci, daß sein Ansschciocu als ein Zeichen dcr Schwäche dcs Kabincts und als ein Vorbotc seines nahen Falles betrachtet worden scin würde, Spanien. Der gegebenen Depesche ans Paris, bezüglich dcr Vorgängc in Barcelona, lassen wir heute dic drei uachstehcudcu ausführlichcn Dcpcschcn der „In> dep. Bclgc" ans Marseille vom '>. Juli folgen. Erstc Dcpeschc: „Das spanische Packctboot „Balcar" ist von Barcelona eingetroffen, von wo cs am A, abging. Zn Barcelona war allgemeines Fcicrn dcr Arbeiter. Zwci Fabrikantcn waren ermordet irorden; der eine von ihnen, früher Eortesdcpntirlcr, hattc sich stcts als Vertheidiger der Interessen der arbeitenden Klasse crwicsen. Im Augenblicke der Abfahrt des Packet-bootcs ließ der Militär-Gouverneur Zapatcro Gene» ralinarsch schlagen. Dic Hanptlcntc dcr Miliz'KolU> paguicu bürgteu uicht für den Beistand ibrer Leute, Die Truppen dagegen zeigten cinc cutschlossenc Haltung." Zweite Depesche: „Das Packctboot „Eil?" ist in unscru Hafcn cin-gelaufeu; cs bringt Nachrichten aus Bareelona bis zum ^teu Mittags. Sic mclocn, daß Catolonirn sich crhobcn hat. Dic Ermordungen dauertcu zu Barcelona fort. General Zapatcro, General «Kapitän der Pro» vin.z, hat sich mit dcn trcn gcblicbcncn Trnppcu in dic Zitadelle cingcschlosseu. Die Nalionalgari?c ver> weigert, zli marschircu. Dic Rcgicrung hat Vcrmitt« Icr gcsanot, nm dic Mcllterei zll stillen. Der Lo> sui'gsrnf der Aufständischen ii't: Es lcbc Espartero! Dcr Vorwand der Bcwegnng ist rie Unzuläuglichkcit dcr Arbeitslöhne." Dritte Dcpcschc: „Dic Arbeiter, 40.000 au der Zahl, sind Her» rcn uon Barcelona. Sic lassen die Rnfc hören: Es lcbe Espartcro nnd dcr Arbeitcrocrcin! Dic Fabri. kanten habcn sich versteckt, nm sich dcr Wuth dcr Aufstäiwischen zu cutzichcn. Die Arbcitcn habcn al« lenthalben aufgehört. Dcr ermordete Er-Dcpntirtc nannte sich Sol>:)>Fadriz." Dic Empörcr in Barcelona geben die Unznläng« lichkcit des Arbeitslohnes als Beweggrund ihrer Hand« lungen an, während sie durch ihre Exzesse dic Schlic» ßuug ocr Wert stalten veranlassen. Tclcgraphischc Dcpcscheil. Paris, 10. Juli. Dcr „Moniicur" bringt cinc Deplschc des Generals Pclissier vom 8. d., welche jedoch uichtA Neues enthält. Der Verlust an Todten in dcr französischen Armee ftit der ursprünglichen Ausschiffung in dcr Krim wird anf 1li.!i0.'i angegeben. Konstan tinopcl, l>. Juli. (Anf dcm Land« wegc übcr Bukarcst.) 3ord Raglau's Lcichc kam hcntc hier an; sämmtliche Schiffe der befrcuudetcn Flaggcn hattcn die Tralierftagge aufgezogen. Die Gcmalin des verstorbenen Generals Esconrt geht glcichzei« tig nach England. Dic türkischen Konsnln im gric> chischen Köuigrcichc kchrcn allmälig allf ihrc Postcn zurück. Einc ottomanischc Botschaft geht nach Turin. Lokales. Laibach, 12. Juli. Vergangenen Sonntag (am tt. d.) sind dic neuen katholischen Missionäre für Z cn t ra l > A fri ka nach Trieft hier durchgereist. Darunter befanden sich vier Priester, die hochw. Herren Josef S ta ll c r, Michacl W il ruit s ch, Franz N orlang illw Alois P i r ch c r, ans dcr Diözese Bnreu, dcneu sich zwölf Haudwer« kcr aus Tirol angeschlossen hatten. — Es sind durch» weg rüstige Männer/voll Eifer nnd heiliger Vegci« steruug; — Gott geleite sie! Druck und Verlag von I. v. Kleiü'utayr H.- H/Bawberg in Wbach. — Ve^^ ^ ü^«<«"».'''g Börsenbericht aus dem Abendblatt? der ostcr tais. Wiener-Zeitung. Wien i l. Juli 1855, Mittags I Uhr. D o SliinüNlüg war im All^'iiU'i'm» l!istig, l'.'ftndcrs in Vezu^ auf Devisen und Valutc», welche um '/. pCt. billiger i>ng»b!,'tn! war>u. Der ^sftflenniarkt zrigtc sich fest. 5 °/o Metall. ?«'/.. National-Änlcl'el, t<>! '/.. 1»''4rr ^.'ose itt0 '/,. Noidl^hü-Ältilü nfnhren eiu,n wcitcril Nückaanci; sic cwffmtVil 2 -- Hamburg Ü0 >. Brief. — Liv^rno —. — ^l'!,!,!'» 11.5,7 Brief. — Mailand H22'/. Vricf. — Paris 1^3'/. Vr»f. Siaa^schilldverschreibmigsii zu 5»°/^ 78'/.^-^'/, dctlo „ ^'/,'/, U»-«8'/. detto „ 4"/« <:2-<>2'/. detto ., .VV« 47'/.-47'/. dctto ., 2'/,'/, 3»'/,-»«'/. drtto .. t"/o l5^-^5'/. delto 8, I!, , 5"/,. l>5—!)iländer 5 °/„ s,8 74 Gloggnitzcr ^bli,;. »,. 3t. zu 5 "/« lN "/.—i»2 Ocdcnl'nrgcr detlu detto „ 5"/, !><^ 7^ ^«0'/, PM.r retio detto „ 4°/, W'/.-Ul Mailänder deltu dettu „ 4«/, KU'/,-«!»'/. Lolt. rie-^uleh.n vom ^ahre 18!i4 222 ^ 222 '/, detlo dctto l«^> 12N'/. ^l2N'/, detto dctto l«5^ l<,0'/»-i«0'/, Va»fo- Staats' Eisenl'alm^csellscha''t zu 20« ft. oder 50<»^r. 307 '/.- 30? '/, Wicu-Raal>er ''lktie» (zur Koüvcrtiriinss angemeldet) — — Nordbahn - 'Altirü gctn'Mit 202—202 '/. Budwris^iüz-^mlmdiilr 238 -240 Prcßl'uig-Tylu. Eisenb. 1. Cuiiffio» 18-20 letto 2. „ mitPriorit, 25—30 Ocdcnburg-Wicü.-Ncusladtcr °- — Da»ipschisf-','lftif» 524—525, dctto «2. Eniission 520—521 dctto dss Lloyd 4l)2-4!)5 Wiculr-Danlpfnliihl-Aftic» 41! —N2 Pcsth!'r Kl.'!lticn 5«- llt) l^loyd Prior. Oblic;. (in Silbrr) 5»"/, 94 '/.—i)5 viordba!)» dctto 5"/« 8- in ^M. 83 3/lU Dartthl» niit Äcilosnüz) v, ^I. '834. fur 100 ft. 223 „ l83!>, „ U»0 si. 121 „ l854, „ 100 fl. 100!»/lll Astirn dcr s. f. priv. östcr. Elaalsliscnbali»- glftllfchast zu 200 st., voll Mlgczahlt 2!13 fl. V. V. »>it i>tatn>zal)luug...... 30? 3/4 ft. V. V, A.uis.Mlm! pr. Stmt...... W7 ft. in ^Z. M. Alticn dcr ^lisdcröj'lnr. (ZScoiüptr-Gcl stllschast pr. Stück zu 500 >!.... 4N 1/4 ft. in 6. M. Aktien drr .ttaiscr Fcrduiands-Nordbahu zu 1000 ft. lH. M. gclr.....2022 '/2 st m (5. M. Altirn der ösirvr. Donau-Danipfschiffsahrt zu 500 st. (i. ^i....... 525 st. iu C. M, Alticn dl>'!. Guld.) 122 5/8 Vf. 3 Monat. Haml'urg, ,»r 1(10 M.nl Banco, ^nlde!, l)0 2 Monat. London. i»r 1 Pfniid Sllrl!!i<,, (»uldcu 11-5N 3 Monai. M^aü'ind, für 300 O.skrr. ^,'ne. ^'nldn, 122 1/4 2 Monat, M.xs.'ille, für 300 grault!,, Gulden 143 1/s 2 MoinU. Parii«, fur 3U^) Franleu . . Gulden 143 1/4 2Ml'üal. ^V. >'l. vollw. Mimz-Ducatm . . . 27 3/4. pr. <öcnt.'Aglr. Gold- und Silbtr-Kursc vom 11. Juli 1855. Brief. Geld. Kais. Milliz-Dufate» Agio .... 2-i 2? 7/8 detto Raud' dctto „ .... 27 1/ö ^7 3/8 3ccipoIeou»i'l!N' . „ .... l>.4.45 Souvrainöv'or, „ .... 16.45 16,42 Hrildnchöd'cr „ .... U52 '».50 Preußisch« „ „ .... 1<».>8 10.l7 ^ngl. Covereiguc! „ .... 12.tt 12.5 3iufj, Impcriaie „ .... 9,50 l),55 ' Doppic „ . . . . 3tt,/H :;<; ,/^ Sllveragio......... 23 1/2 23 l/4 Edikt. Vl,nn t. k. Bczittsgerichlt Lcn's wird kund gemacht : Cs hade M^tt)l>,ö Ecl),ndelsä>iz von Stc>nnz, ,v^cr Malyias Iuvanz v»,, ^avlovz, Matlx^ß Wregar von Großodlak imd Mathias Intihar von ^uscharik, inin lltid'k.nnttln AllfliUhalte?, oder ihrer qleichsalls uiidckaniit^n El5m, die Kl^ge lilif Vcsjahrt^ lind Elloschcllerklänmg ihrer, 8l8 per 670 fl, c. z. c.; des Schuldscheines vom 5, März 1808 per 500 fi. c, 8. c , und des Schuldscheines vcm !2. Ianiler !825 per l80 fi. ^. 8. c:. angebracht, worüber zur Verhandlung die Tagsutzung auf den 2. Oktober I. I. Fi-lU) i) Ilhr vor diesem Gerichte angeordnet wird. Nachdem der Aufenthalt der Geklagten unbekannt, so ist denselben zu ihrer Vertntung Malhias Anselz von i!aas als (^lllallir 2ständiglt, daß sie enlwcder persöiUich zu erscheinen, oder diesem Gerichte einen Sachwalter namhaft zu machen, odcr dem bestellten Kurator ihre Behelfe a» die Hand zu geben, überhaupt abcr ordnungsmäßig einzuschreiten haben, widrigms sich dieselben die Folgen ihrer iUcrabsäumung selbst zuzu^ schreiben hätten, Laas am l. Mai 1855. 3. i024. (2) Verpachtung °d Verkauf. Das Haus Nr. 75 in Unter. Schischk^ in wclchcm seit 23 Jahren das Gasthaus Gewerbe mit dem besten Ersolge betrieben, und welches nebst dem dazu gchöriqci, Gatten, den Kcllern, den zur Einrichtung der Gastzimmer nöthigen Möbeln u. s. w. bei Beginn d»s heurigen Frühjahres vollkommen renovirl und auf das Netteste hergestellt wurde — kann sogleich ans mehrere Jahre in Pacht gcnom. men werden. Dieses, so wie das daneben liegende ein Stock l)ohe Haus Nr. 86. mit Magazin, Kellern und l^tall, ferners lm'cu 6 Joch Aeckcr, 7 Joch Wiesen, l '/2 Joch Weiden, dann 5 ^ Joch Hochwald, wäre Wegen beabsichtigter Aenderung des Domizils unter sehr annehmbaren Zahlungs - Bedingnissen zu ver-kaufen. Das Nähere erfährt man in Unter° Schischsa beim Eigenthümer. Z. lU20. 'l2)"" Gin Verwalter für einen großen Guts-Körper in Kroatien wird gesucht. Demsclben wird ein Gehalt von W0 fi. CM., mit Einrechnung der Naturalien, zugesichert, Ausier einer Natural-Wohnung sammt Garten, werden demselben auch Pcrzente vom jahrlichen Reinerträge zugestanden. Dl^ßfälllge Gesuche sind lana-stcns bls zum 23. Iull d. I. an den Herrn Fran; Prini, Nr. 183 in Agram, portofrei zu leiten, woselbst auch die näheren Auskünfte ertheilt werden. Äußer der für eine solche Stelle erforderlichen Befahlgung, ist auch dle Kenntniß einer südslavischen Mundart nachzuweisen und die Möglichkeit eines baldigen Dienstantrittes darzulegen. Güter - Wcrkauf oder Verpachtung. Es sind zwei Güter in Unterkram, deren Grundstücke mit und ncben einander lieaen, cinm Flachenraum von Ä8 Joch lZK'b'lüKlafter 'Aecker, «8 Joch MlUKlafter Wiescn, 2t Joch 1079^Klafter Wei-oen, 57U Joch IZ^llüKlafter Hocl wald, 2 Joch l^8l^Klafter Wlc-sen mit Obst und 675lH!Klafter Bau-Area haben, 3 Stunden von La:bacl) und '/, Stunde von der nach Agram und Karlstadt führendeu Hauptkommcrzlalstraße entfernt sind, gcqen sehr billige Bedinginsse zu verkaufen, oder auch, von Michaeli l. I. an, auf mehrere Jahre zn verpachten. Nähere Auskunft ertheilt das hiesige Zeitungs-Comptoir. Laibach am 27. Juni 18ZZ. ^____^^_^___^_^_ Z. I0!4. In der I. <3 Oalve'schen -^lichhmdllma, i>, Plag, ?llistadt, kleiner Ring, Nr. ^58, ist so sl^n erschienen ll»d daselbst, sowie in allen Buchhandlungen zu haben, in Laibach bei t«t»ol»ls I^^ollOl': be! alien Aebeits und Materialberechnnnge« im Banfache, mir Beifügung dcr am häufigsten gebrauchten Formeln und anderen technischen Behelfen, nebst Angabe der gegenwärtigen Arbeits- und Materialpreise in der Hauptstadt Prag. Fm' BlNibcMlsclic, A'Nlhcrren, Vuts- und HlNiobcsihcr, sowie sir Jedermann, der Necl),un,gcn, Dcmell'lNlacn und Husweisc ül>cr Inul'estandthcile ^n liefern oder ^n beurtheilen hat. Vcn Anton Wach* Dritte, vollständig «mgearbeitete nud vermehrte Anstaue. 8 drcsch. Pr.'iö 2 si. 20 r>. CM. Clit läliacrer Z"t schon fchltc di.scS Auch '^inzlich im Vnchh.mdcl ,md auch dil> ältcrn ?luss.i^',l dcssclbm w.irfu „»r z, schwcr und ul hohcn Prciftn zu l'ckrmmm. Dcr Onüld davon la^ m dnn ?llu»schc dcs Hrrrn Acchisscrs, das V»ch abermals cl'ni ft' s.hr -u vclvolll>,'MM!nn, als dic>i sch'li fri,hl'r lvi dcr zwcitlN Auflage gl^cn di>- crsic d.r Fall war. Daß dirs) drol 5>,',nl "«^sasscl' vl,l>fl,'mmcl, gclun^ci! ist, wird m, Blick in das Blich sosmt zngri,, Ol'wc'hl dc,»d Ncichlhum dcz 'nihaltcci um nahczu da^ Dappclt^ vcrnnhrt wurdc, fl,'l»!tc doch dmch zwcckm^n^c Drucksinrich un^ und durch die möglichst präcise u»d g.dläi'zi^ Darsi.llun.Mmsc d.^ Hcrrii Vcrf.'sscrs so vicl Rau»! ^wouncn wcrdli,, daß dic Scitcnzahl nlcht schr bcd.utcub lunahm. und da^ fthr dcquciuc ^orinat mn'N'ändn't bl>,l'. Ildcv <5utel'^!l)lr, Hnllscilicuthiimcr, Fnlmlumt, WiXhschnst^'camlc, Licrgwcrkslicfltzcr „. s, w.. überhaupt Irdlr. ds>» dic Lcit!,»l)" t^chiuschcr Ärl'citc» oder dic Vcrwullun» und Ucl,crwnch»U!i uoil Vel'audcn cbli^t, wiid dicftö 'iillch sl'rn s» flhr, ^-r »-iacntlich M'ch bcss>r l'ranchcn föunru, als die Älchit.ttcn vl,'» ssach, Ucl'cr jcdcn i» dicscu Vczisl'ungm vov^'mmcndcil G<,icnstaud fiudtt rr dari» di>- gcxaucstc „nd sich>r'c Auükunft, ^>' lai,n sich danach ftlbst dic Kost.» n^'lhwcudi^sl Ncparatnnm i,'dc" fl.'iu.l.r Äausiihvun^n lunchiun nnd U l'tt'schläa/ für gr^'ßcrc Vaul'jlktc glnau s^ntn'llivsn. Dn' Pr.i6 dr.' Vuch.!? i^ ft ai-rinq daß tr ac.im dic ^r<,'>!ü! Vorthc,ll', dir r6 ^civahrt, ^ar nicht i» Altracht tömint, Vlsl'iidn^ »>nß »l,'ch h!'N'l,'r^l»^l'M wcrd.'n' daß cin ^anz anöfichvlich^ Rcgistcr dic Vcnn!/»n^ dcs Ä»chc6 auch für d»n La.u cl'.ns,.' 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