7f. MrgMig EmMiI weelHBlbefc ■■ntanl (aH Ammimt der Feiartage). SctarUt-1^08, VerwaltuD« und Bichdruckerd Tel. 2M7, aiMK imd »m. ■■•fcui. RoprfUk« altca Manutkrlple werdea «Mit Mtoarakft Nr. TS DoHMralaOi dM 30. Mfirz 1959 •Annihme in M«rih«»r, Ropali^ka ulica 6 (Vemraltinu). Bezugspreise; Abholen monatlich 23 Din^ zuslollcn 21 Diu, dureli dit nMl monatlich 23 Din, für da^ Ausland monatlich 35 L)in. BloMlnaMMr tdO und 2 Din. ^rm!» Din 1*50 larilioitr ämiiii Daily Telegraph« berichtet, hat die englische Regierung den sowjefrussi?chen Komm ssar für den Außenhandel Mikojan zu einer Be-' sprechung nach London eingeladen. I London, 29. März. Kriegsminister 'Höre Bel.sha machte gestern Mitteilungen über den Stand des br tischn Heeres. Darnach zählt die regelmäßige Armee rund 400,000 und die Territorialarmee 140.000 wohlausgerUstete Kämpfer. Der AVnster erklärte, die Regierung werde gewisse Vorschläge bezügl'ch der Verstärkung 'der Territorialarmee prüfen. London, 29, März. In den Kreisen der Opposition mehren sich immer mehr Stimmen, die eine Umb Idung der Regierung auf breiter Grundlage fordern. Sie verlangt, daß die englische Aufrüstung beschleunigt werde, London, 29. März. In London ereigneten sich in der vergangenen Nacht wieder zwei Explosionen, die bedeutenden Sachschaden verursachten. Man versuchte, eine Themjebrücke in die Luft sprengen. 7.V Zürich, den 29. Milrz, Dcvisetx; Bcograd 10, Paris U.78'/j, London 20.81, New York 445, Brüssel 71.S7, Mailand 23 12. Amstcrdnm 2:16.25, Berlin 178.50, Slockholm 107 10, Oslo 104.727», Kopenhagen Ü3.2',, Sofia 5.10, Warschan 83.50, Budapest 87.30, Alhcn 3.90, Istanbul 3.60, BuUarcsl 3.37, Hr!-«ioJki Bueiuia Airsfi 103V» >Mariborer Zeitung« Nummer 73. 2 Donnerstag, den 30, März 1939. OTloDriö Dot fid^ ergeben <9rii(rol 9ranco toirft am eom^too feirrlicl^rn (Sinjug (galten Madrid, 29. März. (Avala). Reuter meldet: Nach fast zwelelnhalbjihr'gsr Helagerting hat sich Spaniens Hauptstadt ricstem um 11 Uhr vormittags Druck üeneral Francos ergeben. Die Belagerang Madrids begann bekanntlich am 6. Novem her 1936. Die Nachricht von der Übergabe der Stadt hat bei der Bevölkerung gro fJc Begeisterung ausgelöst» und zwar umso mehr, als dieSe Bevölkerung in den letzten Monaten größtem seelischen Druck und materieller Not ausgeliefert war. Sämtliche rotspanischen Formationen hatten sich um die Mittagsstunde zurückgezogen. Der Kommissar für Außen-Angelegenheiten des Verteidigungsrates hielt im Rundfunk eine Rede, in der er erklärte, der Krieg sei beendet, Madrid er-i{ebe sich General Franco ohne Kampf, da mit unnützes Blutvergießen verminen werde. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, an ihr Arbeitsplätze zurückzukehren. Es wurde femer mitgeteilt, das alle politischen Häftlinge freigelassen werden. Um Mittag begann der Einmarsch der Truppen Francos. General Franco selbst wird am Samstag feierlichen Einzug halten. Die Truppen Francos haben bereits die meisten Stadtteile besetzt. Der Einmarsch vollzog sich unter unbeschreiblichem Jubel der Bevölkerung. Die Soldaten, die bis jetzt auf der Seite der Roten gekämpft hatten, gehen zu den Truppen Francos über und legen ihre Waffen ab. Die ganze Stcdt Madrid hat die siegreichen Farben Francos, die rot-goldenen Fahnen des nationalen Spanien gehißt. Die Menschen grüßen die Truppen mit cr-hobcrer Hand. Das rotspanische Geld wird nirpTcnds mehr anr^enommen. Im VerJaufe des Einmarsches ist es nirgends zu Zwischenfällen gekommen. Die Anarcho-Kommunisten haben sich in der Richtung gegen Valencia zurückgezogen. Valencia, 20. März. Die Generäle Miaja und Matalana s'nd in Valencia eingetroffen, um die Ül3ergabe der übrigen Teile Mittelspan'ens an General Franco zu organisieren. Das Hauptquartier der rotspan'schen Truppen hat bereits einen Aufruf an d!e MiKzformationen ! sondere in der Alcala-Straße sowie in der Puerta del Sol. Die Kaufleute schlössen sofort ihre Läden, damit die Angestellten der Begrüßung der nationalen Truppen beiwohnen konnten. Um 15 Uhr waren bereits die großen Lebensmitteltranspor-I te in Madrid. Die alte Falange von Ma-I drid bildete sofort den provis'orfschen j Stadtrat. Die rotspanischen Kundgebungs I plakate wurden überklebt, die Straßen I erhielten ihre alten Namen zurück. Um (15 Uhr meldete sich Innenminister Ser-I rano S u n e r, der Chef der spanisch-I faschistischen Falange, am Mikrofon des I Madrider Senders, der als erster Über-^ nommen worden war. Suner erklärte, daß , 200.000 Mann Madrid besetzt haben. Das I freie Spanien werde seine Unabhängigkeit zu verteidigen wissen. B u r g 0 s, 29. März. Die Nachricht von der Uebergabe Madrids hat im ganzen nationalen Spanien ungeheure Begeiste- rung ausgelöst. Die Menschen sammelten sich sofort in den Straßen an, wobei es wiederholt zu stürmischen Kundgebungen für General Franco kam. R 0 m, 29. März. Die aus Spanien einge langten Meldungen von der Uebergabe J\Aadrids haben in Rom große Kundgebun gen für das faschistische Spanien zur Fol ge gehabt. Eine viele Zehntausende zählende Menschenmenge zog auf den Platz vor dem Venezianischen Palast, wo neuerliche Kundgebungen für den Duce und seine Spanien-Politik stattfanden. Um 19.40 Uhr erschien Mussolini am Bai kon und hielt unter stürmischen Ovationen der Menge eine kurze Ansprache. Der Duce schloß mit den Worten: »Spanien das als Grabmal des Faschismus bestimmt war, ist nun das Grab des Kommunismus geworden. Dieses Schicksal werden alle Gegner des Faschismus erle-bcn4^. fdr £ri6r0funur UMBAU DES MINISTERIUMS FÜR PHYSISCHE ERZIEHUNG. B c 0 g r a d, 29. März. Der Minister für physische Erziehung hat ein Dekret erlassen, wonach auf Grund der Ermächtigung des Finanzgesetzes behn genannten Ministerium noch zwei Abteilungen errichtet werden: Die Abteilung für allgemeine körperliche Ertüchtigung des Vol- kes und die Sportabteilung. Gleichzeitig wird in Beograd eine Hochschale fCr Leibeskultur gegründet, die unter der unmittelbaren Aufsicht des genannten Ministeriums stehen und alle Zweige des Sports und der Leichtathletik pflegen wird. DeutfcDe TRaDnung an lüokn EINE BEMERKENSWERTE FESTSTELLUNG DER »DEUTSCHEN DIPLOMATISCHEN KORRESPONDENZ« IM ZUSAMMENHANGE MIT DEN DEUTSCHFEIND LICHEN KUNDGEBUNGEN IN POLEN Berlin, 29. März. (Avala). Das DNß berichtet: Dit der Wilhelmstraße nahestehende 5>Deutsche dipioma-tisch-politischc Korre» s p 0 n d e n z« befaßt sich mit den jüngsten deutschfeindrchen Kundgebungen in polnischen Städten. Das genannte Blatt der^Estremadura.Front gerichtet, in dem'schreibt: »Obwohl die deutsche Presse es heißt, sie möcren sich zurückziehen und d;ese Vorgänge n cht viel berichtete, iedes unnütze Blutverjrfeßen vermelden, möge doch niemand glauben wollen, daß Dem Aufruf wurde stattgegeben. Die rot- sich Deutschland daran uninteressiert spanische Front befindet sich jetzt in völ- ^ühlt. Für die deutsche Zurückhaltung Rger Auflösung. lediglich der Wunsch und d e Hoft- Madrid, 29. März. Die 15., 16. und "ung maßgeblich, d. diese Ereignisse nur Hl. Division rUcl(te unter dem Befehl des'ci'it Übergangswelle des Chauvin smus Obersten Riosa Capape-Loia um 12.30 darstellen, die durch Vernunft und Gefühl Uhr in Madrid ein. Zu gleicher Zeit be- noch immer in die aktuelle Richtung ge- ;^ann das Einrücken der LebensmHtel-kolonnen auf den Straßen und die Einfahrt der niiterzUge, die wochenlang mit Proviant für die Bevölkerung gewartet hatten. Beim Einmarsch sammelte sich eine hegeisterte Menschenmenge, insbe- bracht werden könnte, an die s'ch der verstorbene Marschall Pilsudski gehalten hat. Die deutschen Erwartungen haben sich leider nicht erfüllt. Es scheint — zur Freude derjen'gen, d^e an der Schwächung der deutsch-polnischen Beziehun- S>ie feierlie^^e tSröffnuno ber neuen 9af(|yillit(Den und korporativen Pommer in 9iom 4 gen interessiert sind —, daß es in Polen keinen Widerstand gegen d'e deutschfeindliche Propaganda gibt, als ob man schon keine Wichtigkeit mehr auf die Beziehungen des vollen Vertrauens zum deutschen Volke legen würde.« In dem Artikel heißt es weiter, der Führer des deutschen Volkes habe systematisch daran gearbe'tet, daß man Deutschland polnischerseits als mächtigen Nachbarn anerkenne. Im Osten sei eine bestimmte Ordnung notwendig, deshalb müsse Deutschland m't Polen in freund-schaftrchen Beziehungen leben. Wenn aber von polnischer Seite die Lebensrechte und die Ehre des deutschen Volkes nicht mehr respektiert würden, so würde d es einerseits die Behinderung einer harmonischen Entwicklung im europäischen Räume darstellen, anderseits würde es dem polnischen Volke schaden. Denn dies köpnte nichts anderes sein als das Beharren be m Versailler Vertrag. Polen selbst müsse es am besten wissen, welche Erfolge es auf Grund seiner bisherigen Politik erzielt hat und um wieviel s'ch das Ansehen und die Unabhängigkeit Polens In dieser Zeit erhöht habe. Es sei eine große Frage, ob es für Polen nützlich sei, von diesem Wege abzugehen. König und Kaiser Viktor Emanuel III. begibt sich in seiner Galakutsche, die von Kürassieren eskortiert wird, zur Eröffnung der Kammer, wo er eine feierL Thronrede hielt ^Rumänien^ militärifc^e ^JJJa^nalinien Ministerpräsident Calinescu über die Auswirkung der ungarischen Mobllmachungs-maßnahmen. Bukarest, 29. März. Am 27. d. M. hielt Ministerpräsident Calinescu im Rat der Nationalen Front eine Rede, in der er bedeutsame Erklärungen über die Motive der rumänischen militärischen Maßnahmen abgab. Anläßlich der Ereignisse in der Tschecho-Slowakei sei die ungarische Armee zu Okkupationszwecken in die Karpatho-Ukraine eingedrungen. Auf eine Budapester Anfrage, ob Rumänien an dieser Aktion teilnehmen würde, habe die rumänische Regierung negativ mit dem Hinweis darauf geantwortet, daß es nicht gegen einen verbündeten Staat vorgehen könne. Ungarn sei nicht behindert worden, sein Territorium zu ver- größern, wobei auch die nationale Struktur des ungarischen Staates verändert wurde. Trotz der loyalen Haltung Rumäniens Ungarn gegenüber konnte die rumänische Regierung bereits am 14. d. in Erfahrung bringen, daß Ungarn an der rumänischen Grenze fünf Divisionen zusammengezogen liatte. Um durch etwa'ge Ereignisse nicht überrascht zu werden und die Grenzen und die Integrität Rumäniens verteidigen zu können, habe Rumänien mehrere Jahrgänge einberufen. Hiebe! habe man feststellen können, daß sich die Reservisten in größerer Anzahl meldeten, als sie einberufen worden waren. Die utiqariK^-fiotDaNfd^iii Budapest, 29. März. Die gemischte ungarisch-slowakische Kommission zur Festlegung der slowakisch—karpatho-ukrainischen Grenze ist gestern um I Uhr vormittags im großen Sitzunga--saale des ungariscfien Außenministeriums zu ihrer ersten meritorischcn Sitzung zusammengetreten. ainOdtttniDt flolDonMI^ ungariMle Kfimo'e Die Lage nach ungarischer DarsteOung. Budapest, 39. März. MTI berichtet: Die slowakischen Truppen setzen ihre Grenzverletzungsakte fort, in Fortsetzung der Operationen bei Kinskolona, die am 27. März begonnen haben, wurde dieser Ort gestern von slowakischer Artillerie unter Feuer genommen. Auf ungarischer Seite wurde ein Toter und ein Schwerverletzter verzeichnet. Die ungarische Artillerie erwiderte das Feuer so lange, bis die slowakischen Batterien zum Schweigen gebracht wurden. Am 28. d. M. um 5.30 Uhr erfolgte ein slowakischer Angriff auf Bunkos. Der Angriff wurde abgewiesen. Um 6.45 Uhr wurde Bunkos von ött slowakischen Artillerie beschossen. Zwei Häuser wurden durch das Feuer in Brand gesetzt. Die ungarische Artillfric erwidei^ te das Feuer. Um 7.15 Uhr v/urdc did Kampfhandlung eingestellt. Adolf Hitler in Berchtesgaden. München, 29.'März. (Avala.) Die Agenzia Stefani berichtet; Der Führer und Reichskanzler ist gestern aus München nach Berchtesgaden abgereist, wo er einige Tage der Erholung verbringen wird. Der Prozeß gegen Dr. Dragdjub Jova-novü. Beograd, 29. A^rz, Für gestern war vor dem Staatsgerichtshof zum Schutze des Staates der Prozeß gegen Dr. Drago-Ijub Jovanovie anberaumt, der auf Grund des Staatsschutzgesetzes für sieben Delikte angeklagt worden war. Zur Verhandlung erschien Dr. Tomo J a n e i k o-V i ö aus Zagreb, der a. Wunsch von Dr. Vladko Matek die Verteidigung des Angeklagten übernommen hat. Dem genann ten Verteidiger wurde jedoch mitgeteilt, daß die Verhandlung am 17. April stattfinden wird. Die Anklageschrift ist sehr umfangreich und man glaubt, daß die Verhandlung deshalb zwei Tage in Anspruch nehmen werde. (Sigentümlitfier Stellet» ronton S a n t a F e, im März. Ein eigentümlicher Liebesroman, der weite Kreise in Amerika amüsiert und interessiert hat, fand nun durch eine Heirat sein Happy end. Es war ein richtiger Kampf um ein Frauenherz, der jahrelang dauerte. Jemmy Cole bemühte sich um Marion Yuong, als sie noch ein junges Mädchen war. Sie aber entschloß sich, einen anderen zu hefraten, und Jemmy Cole war vernünftig genug, seine Pläne, wenigstens vorläufig, aufzugeben. Er wartete, bis eines Tages der Gatte def Marion Voung starb. Zu dessen Begräbnis aber sendete Jemmy Cole einen so großen Kranz, wie man noch nie einen in Santa F6, wo diese Geschichte spielt, gesehen hatte. Die ganze Stadt horchte auf, denn man wußte, wenn jemmy Cole so viel Geld für Blumen ausgab, mußte das seinen Grund haben. Schon nach wenigen Wochen begann er, der trauernden Witwe den DoMiffftac, dm 30. Min tOW. I« machcn. Aber Mirion war bOcbtt miA-Irauisch und wolltt ilch durchaus nicht von dem erstbesten Mann trfisten lasten. Sie war vielmehr der Ansicht, Jemmy Cole habe es auf Ihr Geld abgesehtn, nm in den Besiti der ihr gehörenden Oullivtr» Ranth zu kommen. Dieter Ansicht gab sie auch in sehr deutlichen Worten Aus-drucici ui^ Jemmy Cole mußte zum zweitenmal eine Enttäuschung buchen. Der Freier war aber nicht der Mann, seine Situation schon verToren zu get>en. So zerbrach er sich den Kopf, wie er der auf ihr Geld stolzen Frau imponieren kftnntö. Da er selbst durchaus nkht arm war, konnte er schließlich an die Verwirk üchung eines abenteuerlichen Planes gehen. Hinter der Oulliver-Ranch erhob sich ein Berg, der den Namen Mystlc« Mountain fflhrt. An der Westseite des Berges gab es ein verlassenes Silberberg« werk. In dieser Oegend befand sich eiii Flußlauf, der von dort aus seine Richtung auf die Ranch nahm. Gelang es, den Ptufi abzuleiten oder zum Versiegen zu bringen, mußte das darunterliegende Out wegen Waseermangels zagrunde gehen. Zuerst setzte Jemmy Cole alles daran, den Berg in seinen Besitz zu bekommen. MH vieler Mühe und noch mehr Oeld gelang es ihm schließlich, den Kauf durchzusetzen. Eines Nachts hörte man gewaltige Explosionen in Mystlc-Mountaln. Bafd stellte sich heraus, daß der Schacht zerstört war, in den das Wasser floB. Schon am nächsten Tag litt die Ranch der Marion Young an Watsermangel. Wohl versuchte man, ilte Brunnen wieder in Betrieb zu setzen, doch diese waten, nicht ausreichend. Die OulllTer-Ranch erlebte schwere Zeiten.^ Jemmy Colt hielt tun den richtigen Augenblick fttr gekommen, sich wieder bei Marion zu melden. Er machte ihr seinen zwanzigsten Hei-ratsantrag und erzählte dabei, er l)ohre in Mystic-Mountain nach Silber und sei darum gezwungen gewesen, den Wasserach aft zu sprengen. Doch habe er keine Ahnung gehabt, daß er damit die Oulliver-Ranch des Zuflusses beraube. Aber auch diese Ausführungen machten auf Marlon Young keinen Eindruck. Ein großer Prozeß wurde in die Wege geleitet, denn es gibt In Amerika strenge Gesetze zum Schutze der Wasserrechte, aber auch solche zum Schutze von Bergwerksanlagen. Die juristischen Auseinandersetzungen waren also unabsehbar. Vor dem (srsten Verhandlungstag kam es nun zu einer Aussprache zwischen den beiden Prozeßgegnern, und dabei stellte es sich heraus, daß es Jemmy Cole endlich gelungen war, der Frau zu hnponieren. Sie erklärte ihm nämlich, daß sie vor seiner Gerissenheit und Tüchtigkeit kapituliere. Am Tage der Trauung wurden die Ar-ibeiten in Mystic-Mountaln aufgenommen, um den zerstörten Wasserschicht herzustellen und dcf Oulliver-Ranch wieder Wasser zukommen zu lassen. "T^eSche^To5Sc^5"Äi^St^* niit unregehnäßlgeB Entleeronfen zu tcftmpfen haben, bietet oft schon der durch acht Tage fortgesetzte Genuß von tägHch etwa 3—4 Eßlöffeln natürlichen »Franz-Jo8ef«-Bitterwassers die erwünschte Lei-besöffnung und damit bleibende Erleichterung. Man verlange überall das echte Franz'Joaef-Wassert Reg. S^_br^j0474g^ Tatit)€a verhüten Bnndkatastrophe. Durch das Geschnatter von Gänsen soll einmal das alte Rom gerettet worden sein. In Bukarest retteten jetzt Tauben ein Theater vor der Vernichtung durch eine Feuerbrunst, Gegen Mitternacht brach im Komedia-Theater ein Brand aus. Die in dem Fassadenstuck des Theaters nistenden Tauben wurden darüber derartig unruhig, daß sie einen in einem benachbarten Haus wohnenden Schauspieler aus dem Schlaf weckten. Er benachrichtige sofort die Feuerwehr, die in kurzer Zeit den Brand eindämmen konnte. »Marlbortr Zeltungt Nummer 73. dtoUenifd^ ffir onaöame Xo^ouid DER >«NaMOOeROc OBHt DR JUOO SLAWISCH - rrALKNBCHE PREUNO- SCHAFT UND OEOEN OK PARISER INTRIOEN — »DIE JUOOSLAWISCH-ITA-LIENHCHE PREUNDfiCHArr BT EINE ORUNDLAOE DER ITAUENISCHEN AUSSENPOLITIK«. ^ Rom, 29. März. (Avala). Die Agenzla Stefan! berichtet; Der »Mesaagge-r oc veröffentHcht einen ArHkel, in dem es u. a. heißt; »Wir bedauern es, gegen eine Frau unangnehme Worte anwenden zu müssen, und zwar wegen eines Artikels, den Madame Tabouis vor zwei Tagen im »Oeuvre« veröffentlichte. Frau Tabouia schrieb diesen Auftatz, um zwischen ItaHen und Jugoslawien Zwietracht zu Sien. Et sei zu bemerken, daß am gleichen Tage towohl hi Beograd, ala auch in Rom mit bekannter Herzlichkeit der zwotte Jahrestag des italo-Jugoslawi-schen Paktes gefeiert wurde. Fr. Tabouis meint, Italien habe Jugoslawien gegenüber agresaive Absichten. Diese Frau aet schon lange ohne JournaHstische Auffassung von Ehre und Würde. Dteses infame Weib behauptet, von gewissen mflitäri-schen Vorbereitungen sprechen zu könne«. Bei dieser Gelegenheit — schreibt der »Messaggero« welter — njuß festgestellt werden, daß in einem Teil der französischen Presse Inhliche widerliche Dinge avfgetaiieM sind zum Zweck der Ver- schlechterung des Vertrauens in den internationalen Beziehungen, Wir s'nd gezwungen, diesen neuen Fall der Niederträchtigkeit als Werk des bösen Willens und der moraPschen Perversität zu stempeln. Die Freundschaft zwischen Jugoslawien und Italien Ist für Rom eine der Grundlagen der HaUenÜchen Außenpolitik. Daß diese Freundschaft — meint der »Messaggero« — manchmal für eine Zeitlang abgekühlt wurde, so einzig deshalb, well die französische Diplomatie mit der Absicht intervenierte, ItaHen in der Adria zu blockieren. Es Ist selbstverständlich, daß die italo-Jugoslawtschc Freundschaft In Par's nicht gefällt, da man darin die starke Grundlage für eine loyale Solidarität in der polltischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Nationen sieht. Das alles kann man wohl verstehen, man kann es at>er nicht zulassen, daß infolge Prestigeverlustes Manöver sujyr^e-riert werden, wie sie Frau Tabouis in Sze> ne setzt Elefnntenfriedhof im Kongo gefunden. Die Eingeborenen Afrikas haben europäischen Forschern oftmals von den sogenannten »Elefanten-Friedhöfen« erzählt. Darunter versteht man solche Plätze im Urwald, zu denen sich die Elefanten zurückziehen, wenn sie den Tod nahen fühlen. In Bclgisch-Kongo wurde jetzt ein Sumpt erv^deckt, in dem zahllose ElefantcnKerippe lagen. Die Sa^e von den Elefanten-Prieclhöfen scheint alss doch mtbr alt tUi Sage i« Nia. 3mio ano snt oim «»foicur EnglMMit Greise vertragen sich gat mM Jungen Ehefrauen. Eine Londoner Zeihing hat ala Erholung von den Fehlschlägen der britischen Politik eine Untersuchung Ub^r die Frage angestellt, ob große Altersunterschiede sich als Störungsquellen im Ehegifick aus wirken können. Die Antwort lautet: Neinl In England fanden kürzlich einige Heiraten gesellschaftlich bekannter Persönlichkeiten statt, die einiges Aufsehen In der OeffentHchkeit erregten. Das lag darin begründet, daß die Altersunterschiede zwischen Ehemann und Ehefrau rtäu&trpro)(| DitilarlS-jloörr 18 ANGEKLAGTE VOR DEN GERICHTS SCHRANKEN. — GROSSES INTERESSE DER ÖFFENTLICHKEIT FÜR DEN AUSGANG DER VERHANDLUNG. Vor dem großen Senat des Mariborer Kreisgerichtes begann heute, Mittwoch, vormittags die Hauptverhandlung gegen 18 Angeklagte, die sich wegen Raubes, Einbruches, Diebstahls und sogar wegen des größten Verbrechens, das das Strafgesetz kennt, der Tötung, ferner wegen körperlicher Verletzung, der Mithilfe, Vorschubleistung usw. zu verantworten hatten. Es handelt sich um die Räuberbande K o d c r - P i n t c r 1 d, die im vorigen Sommer in Maribor und Umgebung so viel von sich reden machte und mehrere Monate die Bevölkerung in größ ler Aufregung hielt. Es ist deshalb ver-??tänd!ich, daß diesem Prozeß großes Interesse entgegengebracht wird und daß man das Urteil mit Spannung erwartet. Die Rädelsführer dieser Räuber- und Diebsbande sind der 30-jährige stellenlose Arbeiter Melchior P i n t a r i ä aus Dolnj'a Bistrica bei Strigova in Prekmurje und der gleichaltrige Mechaniker J o-s e f K 0 d e r aus Maribor, der sich jedoch größtenteils bei seinen Verwandten in Race aufhielt. Auf der Anklagebank ■sitzen ferner der 26-jährige Arbeiter Martin M a j e r i c aus Sv. Tomaz bei Or-moz, ferner Ludwig K e I c aus Rogoz-nica, der Arbeiter Jakob J u h a r t aus Visole bei Slovenska Bistrica, Rudolf M a g 1 i c a a aus Skoke, der 30-jährige Anstreichergehilfe Karl R a p aus Sv, Vid bei Ptcj, der 28-jährige Dreher Edwin Köder aus Dobrovcl, der 34-iährige Arbeiter M a r t i n M a g I i c a und der 25-jöhrige Tischlergehilfe j o s e f M a-g 1 i c a, dann der 37-jährlge Arbeiter AntonGodec, der 28-jährige Arbeiter JohannGodec und die 50-iährifje L u c i a M a g I i c a, alle aus Skoke, sowie der 32-jährige Schuhma-chörgehilfe j o s e f K c, die 24-jährige SlavkaKac und die 34-jahrige Besitzerin Maria P 1 a n i n S e k, alle drei aus Jcsence bei Fram, schließlich die 32-jährige Arbeiterin Maria K o r o t a j aus Race und die 30-jährige Arbeiterin Maria Adam aus Rogoza. Mit der Angelegenheit befaßten wir uns seinerzeit ausfDhrlich, deshalb wollen wir uns im nachfolgenden auf die hauntsächlichsfen Momente der recht ansehnlichen Anklage-■^chrift beschränken: Die meisten Angeklagten erscheinen wegen Diebstahls und anderer Delikte schon mehrfach vorbestraft. Im Frühjahr 1938 kam P i n t a r i ö nach abgebüßter Strafe nach Hause und lernte in dem be-rüchtigten Walde von Betnava, wo sich allerhand lichtscheues Gesindel verbirgt, J u h a r t und K e 1 c kennen, mit denen er verschiedene Streifrüge in die Umgebung unternahm und Einbrüche und Dieb stähle verübte. Zu ihnen stießen bald auch M a j e r i c und R a p. Von den größeren Schandtaten wären zu erwähnen der Einbruch bei dem aus Amerika heimgekehrten Besitzer H e r g u 1 a, wobei den Tätern eine Beute von fast einer Viertelmillion Dinar in die Hände fiel, größtenteils Wertpapiere, die jedoch, da sie für die Diebe keinen Wert besaßeti, vernichtet wurden, dann der Einbruch beim Besitzer Franz G r c i f in Duplek, wo sie mit Pistolen in der Hand die Herausgabe des Geldes forderten, aber keines fanden. Auf der Rückkehr nach Betnava wurden noch einige Verbrechen begangen, wobei Majeric und Juhart festgenommen wurden. Inzwischen war der zweite Hauptangeklagte, Josef K 0 d c r, in Erscheinung getreten. Er hatte PintariC in der Strafanstalt kennengelernt. Auf eigene Faust brach Köder beim Besitzer Franz Greif in Trniöe ein und raubte ihm 26.000 Dinar, die als Mitgift für die Tochter bt-reitlafi:en. Der Burscht: verübte noch einige Einbrüche und Diebstähle, doch liegt die Angelegenheit noch reichlich im Dunkel. Köder und Pintaric vereinigten sich nun und setzten neue Bande zusammen. Sie wollten unbedingt zu viel Geld kommen, auch auf Kosten von Menschenleben. Die Führung übernahm Köder, der intelligenter ist als Pintaric und auch verschlagener. Die Bande überfiel im Mai die Gastwirtin Z c I in Zrkovci und verletzte sie, doch war die Beute minimal. Nach einer Reihe von Verbrechen am i Draufelde drangen Köder und Pintaric ^ am 25. Juni abends in das Haus des Be- ^ sitzers Roman A f k o in KalSe bei Sv. Martin am Bachern ein, da sie in Erfahrung gebracht hatten, daß 7000 Di- j nar Bargeld im Hause aufbewahrt wurden. Sie entwendeten zunächst einige Ge- 9RittlooiO. den 20. Otlfiri genstflnde in der Kammer und betraten dann mit Revolvern in der Hand das Schalfzimmer. Sie forderten die Herausgabe des Geldes, widrigenfalls der Besitzer und seine Angehörigen erschossen und das Haus In Brand gesteckt werden würde. Atko erklärte, er besässe kein Geld im Hause, and sprang schließlich aus dem Fenster, holte den Knecht aus dem Stall und kehrte dann mit einer Mistgabel bewaffnet zurück. Er forderte durch das Fenster die Räuber auf, sich zu entfernen. Da krachte ein Schuß und Ac-ko sank, in die Stirn getroffen, tot zu Boden. Da Nachbarn -herbeieilten, ver schwanden die beiden Räuber im Dunkel der Nacht. Den tödlichen Schuß soll nach Angaben Plntarlö' Köder abgegeben haben. Die Verbrecher begaben sich dann ge-' gen Polskava und gaben unterwegs wiederholt Schüsse ab. um die Verfolger vom Leibe zu halten. Sie tiberfielen mehrere Personen und mißhandelten sie. Auf einer Wiese neben der Straße stießen sie — es war inzwischen Tag «geworden — auf eine Gruppe von Mähern, die sie mit Pistolen in der Hand zu allerlei Exerzler-flbuncjen zwangen. Als einer der Arbeiter. Martin F i d e r s e k, aufmuckte, erhielt er eine Kuf*el in die Wange. Daraufhin verschwanden die beiden. Nun wurde der gesamte Gendarmerleapparat eingesetzt. Köder und Pintariö wurden Überall umhergehetzt. Da die Komplizen, die an den Verbrechen entweder mitgewirkt oder den Burschen Unterschlupf oder Helfersdienste geleistet hatten, nun fast alle hinter Schtoß und Riedel saßen, waren die Rädelsführer nun auf sich selbst angewiesen. Sie wandten sich gegen Ptui, verübten aber unterwegs wieder Einbrüche und Diebstähle. In Skorba betrafen sie das Gasthaus Z a j-§ e k und rand^illerten, da sie sich gern? dem Trünke hingaben. Sie wurden erkannt, fluchteten jedoch vor der herbeigeeilten Gendarmerie. In Ptujska gora wiederholte sich am 30. Juni die S^'ene in einem Buschenschank, wo sie den Gästen erklärten, wer sie seien. Auch- diesmal wurde die Gendarmerie geholt. Es gehnr» ihr, Pintaric festzunehmen, während Kode'' entifommen konnte. Der Bursche wandte sich, überall von Gendarmen und der Zivilbevölkerung gehetzt, nach Unterkrain und verübte dort neue Verbrechen. Ende Iiili beraubte er eine alte Besitzerin in Ralant?? vas, dann zwei Bauern in Dobrnice. Am 18. Auf>u''t Überfiel er den Besitzer E r-z e n in St!§ica und verletzte ihn mit der Pistole, worauf er mit leeren Händen flochten mußte. Im Laden des Kaufmann nes b r e g a r in Sv. Lovrenc erbeutete er Waren im Werte von 20.000 Dinar. 'Als er verfolgt wurde, schoß er aul den I Besitzer Franz 0 s t a n e k und verletzte .hn am Unterleibe. Toder vollführte .noch einige Räubereien und brach auch in die Pfarrhäuser in Catei und Primskovo eiO) doch war die Beute gering. SchlieBlidi ereilte auch ihm das Schicksal und Köder wurde am 20. September bei Primskovo in Unterkrain festgenommen. Für die heutige Hauptverhandlung herrschte außerordentlich großes Interesse. Mehrere Hundert Personen wollten der Verhandlung beiwohnen, doch wurden sie vom verstärkten Wacheaufgebot zurückgehalten. Nur eine kleine Zahl von Zuhörern wurde in den Saal gelassen. Den Vorsitz des Senats führte Krei»* gerichtsrichter Dr. T u r a t o, Beisitzer sind die Kreisgerichtsrichter Dr. L e S n.i k, Dr. C e m e r, L e C n i k und Dr. G er-m 0 V § e k. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Dev. Die Verteidigung Hegt in den Händen der Rechtsanwälte Dr. Bergoö, Dr. Jan, Dr. Gozani und Dr. Ro6in a. Vormittags wurdfe die Verhandlung durch die Verlesung der uni^e* wöhnlich langen Anklageschrift und das V(>rhör einiger Angeklagten ausgefällt Im letzten Augenblick wurde die Verhandlung noch auf einen 19. Angeklagten ausgedehnt. Es ist dies der Schahmacher-gehilfe Karl H o i k e r aus Ptuf. der sich zusammen mit PintariS am' 2. Mal v, J. an pinem Einbruch beteiligt hatte, nie Verhandlung dauert zur Stande noch an. Das Urteil wird für die Ahendr stunden oder vieileleht erst fOr morgen erwartet. Ein Vortrag von Dr. DragoHo Cvefko» Professor am Ljabljanaer Kom^rvatorltmi, In der VolksanlversittU. Aus einer Kritik der alten und veralterten Ansichten, daß man ,um n^usikallsch zu sein, unbedingt ein Gehör brauche, ausgehend, entwickelte der Vortragende den Begriff einer latenten oder rezeptiven Musikalität und stellte fest, daß es absolut unmusikalische Leute, außer einer kleinen Anzahl von Ausnahmen, überhaupt nicht gibt. Musik ist eine soziale Funktion und als solche ein Teil der menschlichen Kultur; sie entsteht aus einer Notwendigkeit und muß lebensnahe wirken. Das Prinzip des L'art-pour-rartismus, der nur den ästhetischen Wert der Musik gegenüber dem Inhalte unterstrich, ist schon längst überwunden. Das Prinzip der allgemeinen Musikalität gibt der Musik die Möglichkeit, auf alle soziale Schichten einzuwirken. Eine wichtige Aufgabe der Musikpädagogen ist, bei dem Volke den Shin für Musik zu fördern und es zum Genuß einer höheren qualitativen Musik zu erziehen. Die Möglichkeit und Notwendig- Äonäfri ÄQjde—ISoIionfc— 2)r. ^laflnc 7,U IHREM AM 22. III. 1939 IM SAAL DER »ZADRU2NA GOSPODARSKA BAN-KA« VERANSTALTETEN KONZERT. Hb ist nicht zum erstenmal, daß sich die drei Künstler zusammentaten, um Zeugnis dafür zu geben, daß das musikalische Leben in unserer Stadt noch nicht völlig erstorben ist, daß es vielmehr noch Menschen gibt, die in der Musik nicht nur eine willkommene Sorgenbrecherin, eine nicht leicht zu vermissende Unterhaltungsniöglichkeit. sondern eine Art religiösen Kult sehen, der dazu ausersehen ist, uns Menschen zu erbauen, unserem Innenleben Nahrung zu geben und uns mit jenen Werten zu versorgen, die jä in Leben erst lebenswert machen. Die zwar nicht qualitativ, wohl aber quantitativ sehr dürftige Konzertsaison iy'^8—1939 hat durch diesen Abend eine willkommene Bereicherun.n; erfahren, um Iii' wir den Künstlern dankbar sein müssen. Es war diesmal kein Trioabend, Otto B a j d e und Taras P o 1 i a n e c haben vielmehr jeder für sich ihre Kunst gezeigt. Die von ihnen gespielten Kompositionen gehören zu den schönsten Perlen der Violin- und Celloliteratur, die zu hören, man nie satt werden kann, besonders wenn sie so vollendet, wie von den beiden Künstlern, wiedergegeben werden. Dr. Roman K 1 a s i n c beschränkte sich offiziell auf die Begleitung, wenn sein Part auch in manchen Werken ebenbürtig dem des Solisten an die Seite trat. Sein künstlerisches Empfinden, sein ausgeprägter musikalischer Instinkt hat es nicht ein einzigesmal übersehen, in die Bresche zu springen, wenn es galt, die Rolle des Begleiters mit der des Solisten 7.U tauschen oder Lücken zu füllen, die vom Komponisten zu diesem Zweck für Hi" Rf'T'leitunn' offen pelasscn wurden. Es dürfte sich diesmal erübrigen, über die zum Vortrag gebrachten Kompositio- nen und deren Schöpfer viel Worte zu verHeren. Fräu Dr. E I f r i e d e K I a-s I n c, unsere geschätzte Musikschriftstellerin, hat es in einem Einführungsaufsatz, den wir einige Tage vor dem Konzert zum Abdruck brachten, verstanden, alles wissenswerte darüber, denen die sich dafür interessieren und für die ja auch diese Besprechung bestimmt Ist, in klarer und prägnanter Form zur Kenntnis zu bringen. Wir wollen uns diesmal also nur mit einer kritischen Betrachtung der künstlerischen Leistung als solcher, die uns geboten'wurde, befassen. Taras P o 1 j a n e c hat die Dvofaks Sonatine op. 100 und Lalos :>Symphonie espagnole« ausgewählt D V 0 r a k s Sonatine ist Überreich, ja geradezu überquellend an packenden, leicht faßbaren Melodien. Ihre Schwierigkeit liegt daher nicht auf der technischen,^ sondern auf der vom Gefühl dirigierten Seite der Aufgabe, die sie dem Vortragenden stellt Taras Poljanec hat das auch richtig erfaßt Er hat aus seiner Geige s e i n e Gefühle herausfrelockt er hat den Melodien jene persönliche Note aufgeprägt die ihnen heisch und Blut gibt die ihnen die Tür zu den Herzen der Zuhörer öffnet Hiebei hat er die klanglichen Eigenschaften der einzelnen Saiten restlos susnrenützt Es war für jeden Kenner ein Genuß zU hörenj wie die leidenschafts durchglühte G-Saite oder die elegisch, oft schmerzvoll klingende D-Saite Im gegebenen Augenblick in Funktion traten, um die hell aufjubelnde, gleichsam den jungen Frühling verkörpernde E-Saite oder die nüchterne, mehr der epischen Erzählung als der Aufwühlung der Gefühle dienende A-Saite abzulösen. Das an Grieg erinnernde Larghetto wurde dadurch äusserst wirkungsvoll empfunden. Dem leicht tändelndem Scherzo wurde ein leichter, fliegender Strich, der auch Im mezza voce den Ton nichts an Fülle und Schönheit elnbüssen ließ, gerecht Ein Virtuosenstock war Lalos »Spanische Symphonie«. FOr sie gilt gerade das Gegenteil, was oben von Dvofaks Sonatine gesagt wurde. Die Technik der linken Hand war besonders bestechend. Das Tonvolumen der G-Saite wurde restlos erschöpft. Das Andante, einem Trauer marsch ähnlich beginnend, wurde bald lebhafter und gab dem Künstler Gele»»en-helt in den zwar nicht so leicht faßlichen, darum aber nicht minder ausdrncks vollen Melodien zu schwelT^n. Das Rondo war eine Revue technischer Kunststücke. das Pizzikato der Unken Hand und die Donpelgriffe in ihm besonders bc achtenswert Suk-Kocia iis L'»*bpslied formt seinen Gefr«hls(»eha1t mit Hilfe von Vorhalten, in denen sich Schmerz und Ent- Donnerstag, den 30. Marz 1939. s »Martborer Zdtung« Nummer 73. keit einer Musikerziehung Ist atso diirch die neue Theorie der Musikalität, den sozialen Wert der Musik, die erfolgreiche Entwicklung der Musik, die Notwendigkeit einer völkischen Musikkultur und die Idee einer allgemeinen Erziehung be-gründet. \ Im zweiten, praktischen Teil des Vortrags sprach sich der Vortragende für eine Reform der Musikerziehung' auf unseren Volks- und Mittelschulen aus. Das Studium der Musik Ist genau so wie alte anderen Gegenstände ein Teil der allgemeinen Bildung und sollte nicht mehr vernachlässigt werden. III. Todesfall. Ganz unerwartet ist in Sarajevo die diolomierte Krankenschwester Frl. Resi Ehrlich aus Studenci im jugendlichen Alter von 23 Jahren gestorben. Die Verblichene, die sich aueh in unserer Stadt großer Wertschätzung erfreute, wurde nach Studenci OberfOhrt, wo heute nachm't+ai's die Beisetzung statt-ülnden wird. Friede ihrer Asche! Der srhwereetroffenen Familie unser innigstes Beileid! j n1. Die Volksbfilifle (»Ljudski oder<:) bringt am Samstag, den 1. d. M. um 2Ö;Uhr im Saale der s>Zadru^a gospodar-ska banka« das VolksstOck »Izgubljena pofa«, ein Werk des hiesigen jugendlichen Schrifstellers France FilipiC, zur AuffOhrung. Die Reprise findet am Sonntag um 17 Uhr statt. m. fezno ffir den netiea Friedhof. Dieser Tage fand im Gasthaus Sabeder eine Versammlung der Gemeindebewohner von Tezno statt, die sich mit der Frage der Regelung des Friedhofproblems befaßte. Die Versammlung, an der sich auch Bürgermeister S t r 2 i n a (Pobrezje) beteiligte, sprach sich mit großer Mehrheit dafUr aus, daß der bereits 1914 angelegte bzw. projektierte Friedhof seiner Bestimmung zugeführt werde. Auch Bürgermeister S t r ^ i n a gab die Erklärung ab, daß der Errichtung eines selbständigen Friedhofes in Tezno grundsätzlich nicht widersprochen werden könne. ni. »Afghanistan, das Herz Asiens« lautet die Anschrift des landschaftlich ein zigartigen Filmes, der am Freitag, den 31. d. in der Volksuniversität gezeigt wer den wird. Die einleitenden Worte spricht Prof. Bogomir S t u p a n. — Sonntag, den 2. April findet um halb 11 Uhr eine Schü-leraufftihrung statt. m. Wiedergutmacfning eines Unrechtes. Die Fachlehrerinnen für weibliche Arbeiten wurden stets als Beamtinnen angesehen, was sie ja auch sind. Im Jahre ld35 wurde jedoch den Altpenslonistinnen dieser Kategorie des Lehrerstandes der Beamtenrang abgesprochen und sie wurden in den Rang der Unterbeamten eingereiht. Der Jugoslawische Lehrerverband,'Sektion Ljubijana, nahm sich der betroffenen Altpenslonistinnen an und erwirkte jetzt, daß ihnen der Beamtenrang wieder zuerkannt wurde. Es liandclt sich hier nicht etwa nur um den Titel und "die gesellschaftliche Stellung, Rondem durch die Anerkennung des früheren ZuStandes wurden den nach den früheren Bestimmungen in den Ruhestand versetzten Handarbeitenlehrerinnen auch die für die pensionierten Beamten gütigen höheren Teuerungszulagen zuerkannt. Aus den Kreisen dieser Pensionistinnen ergeht nun an alle Kolleginnen die Aufforderong. zum Zeichen der Dankbarkeit für die erwirkte Wiedergutmachung eines Unrechtes dem UnterstQtzungsfond des Lehrer Verbandes, Sektion Ljubijana, FranClSkan-ska u1. 6, ausnahmslos beizutreten. m. Oensral Pavlovic gestortsen. In B e 0 gr a d ist der ehemalige Mariborer Stadtkommandant Brigadegeneral 1. R. Dragomir D. Paviovid Im Alter von 57 Jahren gestorben. General Pavlovi6, einer der tapfersten und fälligsten Offiziere der früheren serbischen und fetzigen Jugoslawischen Armee, wurde 1931 \zum Adiiitärkommandanten von Maribor ernannt, in welcher Eigenschaft er sich ob seines vornehmen, korrekten und zuvorkommenden Wesens in aflen Kreisen größter Wertschätzung erfreute. Krankheitshalber trat er vor einigen Jahren In den Ruhestand, den er in Beograd verbrachte, wo ihn jetzt der Tod ereilte. R. i. p.! m. In der Volkse,nfversität in Studenci findet Donnerstag, den 30. d. der letzte Vortragsabend der Vortragssaison 1938-39 statt. Am Vortragspult erscheint Schriftleiter Dr. Fr. V a t o v e c, der sich mit dem Thema »Individuum und Masse« auseinandersetzen wh-d. Anschließend folgt die Jahreshauptversammlung, m. Bergstelgertagung. Die Filiale Maribor des Slow. Alpenvereines hält Donnerstag, den 30. d. um 20 Uhr im Jagdsalon des Hotels 3>0rek ihre ordentHrhe Jahreshauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. m. Tagung des Photoklubs. Die Jahres hauptversammlung des Mariborer Photoklubs findet heute, Mittwoch, um 20 Uhr I in der Knaben-Bürgerschule I in der Kre-kova ülica statt, worauf alle Mitfjlieder und Freunde der Lichtbildnerei aufmerksam gemacht werden. I m. Der Amfstag der Handelskammer findet diesmal nicht M'ttwoch, sondern amDonerstag, den 30. d. in den Räumen der Mariborer Kaufleuteinnung l (Jurdieeva ulica 8) statt. m. In Gomllsko ist d'e Schulverwaiters-witwe Frau Karoline Zotter, geb. Bauerheim, gestorben. R. i. p.l m. Orgelkonzert. Die Zögl'nge der fürstbischöflichen Musikschule in Maribor bereiten für den 1. April ein Orgelkonzert vor, das in der Dom- und Stadt-pfarrk'rche stattfinden wird. m. Der Verein der vereinigten Privat-und Handelsangestellten, Filiale Maribor hellt heute, Mittwoch, um 20 Uhr im Saal der »Zadruzna gospc^arska banka«; seine sagung mit Glück und Lebensfreude einen unentschiedenen Kampf liefern. Die reinen Oktavengänge und die dynamisch gut schattierten Doppelgriffe zeugten von virhjosern Können. P a g a n i n i s e-moll Sonate fordert vom Spieler das, was Paganini selbst hatte: Eine vollendete Technik, die alle Probleme des Geigenspieles zu lösen imstande ist. Was das bedeutet, wird jeder Gelger verstehen, einem Laien dies zu erläutern, wäre fruchtloses Beginnen. Aufgefällen sind uns die Sextendoppelgriffe im zartesten. Pianissimo. Otto B a j d e ließ auf seinem Cello zuörst M a r c e 1 I 0 s Sonate I hören. Dieses zweisätzipfe Werk klassischer Form wurde meisterhaft wiedergegeben. Die klare Dik^'nn fand eine #^benso!ohp Wif^dergabc. Ein warmer,* fölliger Ton gab dem Wollen des ?chö»ifers die Ihm zugedachte Wlrkuncr. Die Triller waren von franz besonderer Schönheit. Glazunovs »Cliant du Menestrak mit seinen bre't ausholenden melodischen Themen fand -n Otto Bf>?dc einen knuni zu tibertreffenden Interpreten. Se'n Cello t^'urdc im wahrsten S'tine des Wortes zum Dolmetpch seiner Gefühle, d'e d'e Komnos'^'on in jeder emnf'ndspm^n Seele mehr oder wen'q:er weckcn Der t'e-ifc Eindruck, den dieses Werk bei den Zu- hörern Wnteriieß, zeugte dafür, daß Baj-de dem Willen des Meisters in jeder Be Ziehung gerecht wurde. Es war sehr interessant wieder einmal etwas von Cui Cesar Antonovic zu hören, jenem Mann, der nicht nur als Generalleutnant der russischen Armee durch militärwissenschaftl'che Publikationen, sondern auch als Komponist, als welcher er Moniusko und Balakirew zum Lehrer hatte, Lorbeeren in Fülle erntete. Sein durchaus modern empfundenes Scherzando op. 36, welches Otto Bajds lebendig werden l'eß, zeugt von unver wüstl'cher Lebenskraft und würde mit einer Reihe anderer, gleichwertiger Kompositionen, d e wir ihm zu verdanken haben Anlaß sein müssen, das Spinngewebe, das die alles vergessenlassende Zeit um seinen Namen gewoben hat, zu entfernen. Die Klarheit und le'chte Faßbarkeit, mit der Cui Empfindungen in Töne zu bringen wußte, würden, wie uns Otto Bajde durch seinen vorzüglichen Vortrag bewiesen hat, d'eses Beginnen rechtfertigen. Nur einen Tadel muß sich der Abend gefalleln lassen. Er gilt nicht den Künstlern, deren Kunst uns vielmehr zu Dank verpflichtet, sondern denjenigen, die es nicht der Mühe wert gefunden haben, ihn mitzuerleben und eben deshalb. Dr. E. B MHa / ISO VJiiisf ScßüAikcM., Sc^Mikt Peli/zciyH,äeH TuMoJkJi vm fwfuüi -kdi-VaC(k OPM mui Ali// Jahreshauptversammlung ab, in deren Gahmen auch der Vorsitzende des Zentral Verbandes Abgeordneter Rudolf S m e r -su einen ausführlichen Bericht erstatten wifd. m. Der Kinderchor aus Rade, der schon wiederholt mit größtem Erfolg vor die OeffentHchkeit getreten ist, absolviert Montag, den 3. April in der hiesigen Volksuniversität einen Konzertabend, in dessen Rahmen eine bunte Auswahl slowenischer Jugendlieder zum Vortrag gebracht wird. ni. IVlit raschen Schritten naht der Beginn der neuen Spielrunde der staatlichen Klassenlotterie, deren Spielplan neuerdings sehr zugunsten der Spielteilnehmer verbessert wurde. Wer noch kein Los besitzt, wende sich so rasch als möglich an unsere bestbekannte Glücksstelle und bevollmächtigte Hauptkollektur der Staatsklassenlotterie Bankgeschäft B e z-jak, Maribor, Gosposka ulica 25 (Tel. 20-97), wo noch neue Klassenlose aufliegen. Das Glück ruft, entschließt Euch rasch! m. Mariborer Dilettantin zum Film. Frl. Karia Pevec, die seinerzeit bei Dilettan-tenauffUhrungen in Tezno die allseitige Aufmerksamkeit auf sich lenkte, machte in Bled die Bekanntschaft mit Vertretern einer englischen Filmfirma, die sie nun nach London verpflichtete. Die junge Schauspielerin hat das Angebot natüriich mit Freude sofort aufgenommen. m. Der Konkurs für die Ausarbeihing des Werbeplakats ffir die Mariborer Festwoche geht am 31. d. zuende, worauf die Interessenten nochmals aufmerksam gemacht werden. Für die besten Entwürfe sind vier Preise im Gesamtbetrag von 3800 Dinar ausgesetzt. Informationen und Einzelheiten sind in allen Geschäftsstellen des Reisebüros »Putnik« erh^iltHch. m. Frecher Elnbmchsdiebstahl in Ko-§akL In KoSaki sind in der Nacht zum 28. d. M. unbekannte Einbrecher in den Weinkeller der Gutsbesitzerin Frau R a-d i c s eingedrungen, indem sie das Gitter des Kellerfensters buchstäbrch ausgehoben hatten. Die Einbrecher entwendeten eine Menge von Wein, wobei sie zwei Fässer bis zu einem beträchtlichen Maße leerten. Auch Flaschen ließen die Langfinger mitgehen. Die Gendarmerie fahndet jetzt nach den Tätern, die hoffentlich sehr bald eruiert sein werden. m. Abgängig ist seit mehreren Tagen die 14jährige Weberstochter Mira Pukl, Zweckdienliche Angaben über ihren Verbleib mögen der Polizei initj^eteilt w<»r-den. m. Drei Fahrräder gestohlen. Dem Maschinisten Anton P o z u n kam gestern vor einem Gasthof in Studenci ein Fatir-rad abhanden. Ein Fahrrad wurde ferner dem Geschätfsdiener Franz Dobaj aus dem Flur der Be^irkshauptmannschaft gestohlen. Ein drittes Fahrrad wurde dem Schlnsseriehrling Ivan P o t o ä n i k vor einem Geschäft in der JuröiCeva ulica entwendet. * Tausende können sich irren, Millio-nen aber nicht! Das ist die Erklärung dafür, daß heute Millionen täglich Chloro-dont-Zahnpasta benutzen und schöne weiße Zähne haben. Chlorodont ist ein Begriff für Qualität und Preiswürdigkeit. Ohne Beschwerden wirkt Darmol. Dabei die Annehmlichkeit im Gebrauch: kein Teekochen, kein Pillenschlucken, ksine bitteren Salze. Darmol schmeckt so gut wie Schokolade. Machen Sic keine V^er-suche mit unerprobten Präparaten. Regeln Sie Ihre Verdauung mit dem beliebten Abführmittel Darmol. In allen Apotheken erhältlich. Reg. 25,801-37. m. Jene Person, die aus dem Foyer der »Mariborska tiskarna« (Kopaliska ul. 6) einen Damen-Regenschirm mit sich nahm, wird ersucht, den Schirm unverzüglich in der Administration der ^^Mariborer Zeitung« abzugeben. m. Unfälle. In Pobrezje fiel die 12jäh-rige Vekoslava C v i I a k beim Turnen von einem Gerät und trug hiebci innere Verletzungen davon. — In Podvelka fiel dem 29jährigen Besitzerssohn Richard Praznic ein Topf mit siedendem Was ser aus den Händen, wobei er schwere Verbrühungen an beiden Füssen erlitt. —-in Cirkovce stürzte die löiährige Besitzerstochter Aloisic K r a j n c von einer xMariborer ZtHimgc Ifmniitr IJ. Oomierstas, den 30. MBn 1,030^ Leiter und zog sich schwere innenveriet-Zungen zu. — Die Verletzen wurden ins Krankenhaus Qberführt. ftUMictet UeaUt llAfLALtM» Mt* MtP REPERTOIRE. Mittwoch, 29. März: Geschlossen. Donnerstag, 30. März um 20 Uhr: «Nr. 72«. Ab. D. Premiere. Freitag, 31. März: Geschlossen. Samsta^f, I. April um 20 Uhr: »Pygmalion«. Ab. A. Freitag^, 31. März; Afghanistan, das Herz Asiens. Filmvorführung. Einleitende Worte spricht Prof. B. Stupan. Sonntag, 2. April Um 10.30 Uhr Afghanistan, das Herz Asiens. Matinee. Montag, 2. April: Vokalkonzert des Kindcrchores aus Rafe. ßurg-Tonküio. Bis einschließlich Freitag der deutschsprachige amerikanische Standardfilm »San Franzlsco« mit Jeanette Macdonald und Clark Gable. — Ab Samstag das große Gesellschaftsdrama »Frau Sylvelin« nach dem gleichnamigen bekannten Roman von Franz Hans von Schönthan. In den Hautprollen Maria von Tasnady, Paul Richter, Heinrich George, Carla Rust und Alfred Abel, Ein Hohelied auf die Liebe. Esplanade-Tonklno. Heute, Mittwoch, unwiderruflich zum letzten Mal der erste Teil des größten Filmes aller Zeiten: Die olympischen Spiele lOP/ö in Wort und Bild. Ein Hohelied auf die olympische Idee, auf die Schönheit u. Kraft des menschlichen Körpers. In Fesselnden, zeitweise atemraubenden Szenen wickeln sich die aufregenden Phasen der einzelnen Kämpfe und in Imponierender Weise erscheinen die Weltbesten der Leichtathletik auf der tönenden Leinwand. Ein Filmtriumph, der für jedermann ein einmaliges Erlebnis bedeutet, — Am Donnerstag folgt der zweite, noch weit spannendere Teil des grandiosen Filmwerkes. Union-Tonkino. Bis einschließlich Frei laj» »Die achtc Frau«, ein reizendes Lustspiel mit Claudette Colbert und Gary Conpcr in den Hauptrollen. Luxus und Glanz der französischen Riviera — ein geistreicher Humor und unterhaltender Inhalt — ein unerwartetes, vergnügliches happy end . . . Es folgt: Der Abenteurer schlai^ter »Die Sklaven der Freiheitc mit Warner Baxter. »OU&raOröanrinfllltfOflMiarl«""'"/"'»- DI« ersten verkaufe setz- I ten Ende August ein, wobei für das Kilo-hp. C e I j e, 29. März. | gramm anfänglich nur 25 Dinar geboten Durch einen schauerlichen Raubmord. wurden. Spftter allerdings stiegen die wurden die Bewohner von St. Peter im . Preise auf 30 und mehr Dinar. Durch Be-Sanntale und seiner weiteren Umgebung ^ mühungen der Genossenschaft bekom-in große Aufregung versetzt. In einem ,nien ihre Mitglieder aus den Kohle^nberg- Hause in SeSCe nächst Sv. Pavel bei Pre-bold wurden gestern früh der 78 Jahre alte Müller, Sägemeister und Landwirt Franz J a n S e und seine Frau Juliane auf dem Fußboden des Schlafzimmers liegend mit zertrümmerten Schädeln tot aufgefunden. Alle Wände waren mit Blut be-sprizt, die Köpfe der beiden Ermordeten sind bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Sofort wurde die Gendarmerie In St. Pavel verständigt. Der Lokalaugenschein und die gerichtsärztlichen Leichenöffnungen, die nachmittags vorgenommen wurden, ergaben, daß die beiden Alten mit einem Hammer erschlagen wurden. Als Tatzeit kommt wahrscheinlich die erste Stunde nach Mittemacht In Betracht. Das Ehepaar JanSe war vor dreißig Jahren mit seinen Kindern aus Amerika In die alte Heimat zurückgekehrt, lebte hier sehr sparsam und galt als wohlhabend. Nach den polizeilichen Ermittlungen liegt wahrscheinlich Raubmord vor, da in der ganzen Wohnung alle Kasten geöffnet waren und alles drunter und drüber gebracht war. Die Polizei aus Celje und Marlbor bemüht sich fieberhaft, den Mördern auf die Spur zu kommen. Donnerstag, 30. Mftrz. Ljubljana, 12 PI. 18 RO. 18.40 Richtig slowenisch. 19 Nachr., Nationalvortrag. 20 Zitherkonzert. — Beograd, 18.30 Gesang. in PI. 10.30 Nationalvortrag. JO.'^O Sinfoniekonzert. — Budapest, 18.30 Zigeunermusik. 19.30 »Tiefland«, Ooer von d'Albert. — London, 18 Gesang, 20 Mi-litäfkonzcrt. 21.15 Hörspiel. — Paris, 19 Gcsnn!?. 19,30 Orgelkonzert. 20.30 Händel-Sonate. — Straßburg, 19.30 Konzert. 20.30 Bunte Musik. — Mailand, 19.20 Konzert. 21 Haydn: »Die vier Jahreszeiten«. — Rom, 10.20 Konzert. 21 Sinfoniekonzert. — Sofia, 19.30 Sinfnniekonzert. 21.30 el.cihte Musik. — Wien, 18 Lustspiel. 19.30 »Die lustigen Weiber von Windsor«, Oper von Nicolai. — Berlin, 18 Konzert. 19 PI. 20.10 Militärkonzert.— Lefpziflf, 18 Hörspiel. 18.30 Schallplatten-bretll. 20,10 Wunschkonzert. — Mtlnchcn, 18 Konzert. 10.15 Wunschkonzert. 20.10 Musikalisches OInmaleins. e. Afitrit des neuen Börgermtietersuiid Stadtratsaltzung. Am Montag um 9 Uhr vormittags hat der bisherige Stadtpräsident von Celje und jetziger Präsidentstell-vertreter der Skupschtina Herr Alois Mibe 1 ö i C d6m' neuernannten Stadtpräsidenten Dr. Alois VorS^ß das Bürgermeisteramt übergeben. Eine Stunde später war im festlich geschmückten Rathaussaale die gesamte städtische Beamtenschaft versammelt, um von ihrem scheidenden Stadtipräsidenten sich zu verabschieden, fn ihrem Namen sprach herzliche Worte des Dankes Herr Magistratsdirektor Ivo S u b 1 c. Am Abend um halb 7 Uhr fand feierlich die erste Stadt-ratsltzung unter dem Vorsitz des neuen Bürgermeisters statt, der seinen Eid ablegte, was auch die neuernannten Stadträte taten. Es sind dies die Herren Dr. Mlinar, MihetCiC, Direktor Cer-neie und Repnik (die Stadträte Dr, HodJar, Vinko Prelog und Franz Leskov- werken von Velenje, Zabukovca, Petrov-Ce und Peiovnlk Kohle zu billigeren Preisen., Bisher haben.die Genossenschaftsmitglleder Insgesamt 1427 Tonnen zu ermäßigten Preisen^bezogen, 1275 Tonnen aus Velenje, 114 Tonnen aus Zabukovca^, 32 Tonnen aus PetrovCe und 6 Tonnen aus PeCovnik. Die Genossenschaft hat eine Mustermesse veranstaltet und eine Studienfahrt durch die ehemalige Tsche-cho-Slowakei unternommen, an der 23 Mitglieder teilgenommen haben. Heuer soll eine Selektionsstelle für den Sanntaler Hopfen geschaffen werden, ähnlich den Baum- und Rebschulen, wie sie bereits überall in Forst- und Weinbauge-bleten üblich sind. Anschließend sprachen noch Banalrat K ti d e r aus Griie und Banalinspektor Ing. Janko D o 1 i-n a r. In den Verwaltungsrat wurden neu gewählt die Herren 0 o 1 e z aus Vojnik, J e 1 0 V § e k aus PetrovCe, T u r n ä e k aus PetrovCe, K u n s t aus Gomilsko, V 0 § n j a k aus BraslovCe und Jan aus Sv. Jurlj ob Taboru. c. Kino Metropot. Bis Donnerstag Hans Jaray und Hans! Stork in dem Oroßfilm nach dem berühmten Roman von Anzen-gruber »Der Pfarrer von Kirchfeld«. An-zengruber. schafft Charaktere und sagt: Ahmt nach! Hütet euch! Bewundert, ver-' achtetl Der Inhalt des Lebens ist Liebe, aber Liebe, die innere Anständigkeit zur Grundlage hat. c. Kino Ufilon. Bis Mittwoch »Der gros se Don Juan«, eine Filmsatire mit Brian Aheme und Olivia de Havilland, in der die Liebesabenteuer des englischen Dramatikers David Garick gezeichnet werden. fioifuiki pb. Albert Koffler f. Am Dienstag verschied in Poljöane der hier im Ruhestände lebende Stationskassier des Grazer Haupt bahnhofes Herr Inspektor Albert Koffler. Der Verstorbene, der ein Alter von 61 Jahren erreichte, war längere Zelt Beamter der hiesigen Bahnstation, war ferner Stationschef in Greifenburg, auch In Maribor versah er seinen Dienst und war zum Schluß Hauptkassier am Grazer Hauptbahnhof, wo er als Inspektor in den wohlverdienten Ruhestand trat, um sodann in PoljCane seinen Lebensabend zu verbringen. Der Verblichene erfreute sich auf allen seinen Dienststellen bei seinen Vorgesetzten, wie auch bei seinen Untergebenen der größten Wertschätzung und Hochachtung und auch hier in PoljCane, wo er sich einen großen Bekannten- und Freundenkreis schuf, war er allgemein beliebt, geachtet und geschätzt. Nur allzu früh raffte ihn der Schnitter Tod hinweg und wir werden den guten Menschen, Kameraden und Freund immer im guten Angedenken behalten. Die Erde sei Ihm leicht! Den Hinterbliebenen unser herzlichstes Beileid! Sport Srgfnn 5er Sinalfämpfr Orr £!Ä»-0«rtflerfcDott CUPTURNIER DER ACHT STÄRKSTEN MANNSCHAFTEN SLOWENIENS. — START AM 2. APRIL. Unter lebhaftestem Interesse der sportlichen öffentlichkeit wurde gestern die Verlosung der Gegner für die Finalspiele der LNP-Meisterschaft vorgenommen. Bekanntlich werden die Spiele von nuu^ai, viimu rrciog una rranz LesKov-!^ ., . ""LT sek sind bekanntlich zurDckgelreten). Der spielstarksten Mannschaften Slowe- neue Bürgermeister übernahm einen Kassenstand von 902.379 Dinar, einen Vermögensstand von 34,866.947 Din und Schulden Im Betrage von 15,524.812 Din. Am Dienstag vormittag unv 10 Uhr hat der neue Stadtpräsident die städtischen Beamten empfangen. c. Feierliche Stadtratsitzung. Montag hat der bisherige Stadtpräsident von Celje und jetziger Präsidentstellvertreter der Skupschtina Alois M i h e 1 C i C im Rathause dem neuernannten Stadtpräsidenten Dr. Alois V o r 8 i C das Bürgermeisteramt übergeben. Gleichzeitig haben auch die neuernannten Stadträte Dr. Mlinar, Alois MihelCiC, Direktor Cernelö und Repnik ihre Aemter übernommen. c. Vom Schachklub. Mittwoch, den 29. März beginnt um 20 Uhr im Klubzimm#r des Hotels »Europa« das aligemeine Blitz turnier des Schachklubs Celje. c. Tagung der Sanntaler Hopfenbauer. In Anwesenheit von etwa 140 Mitgliedern der Hopfenbaugenossenschaft fand am Sonntag in Äalec die Genossenschaftsjahresversammlung statt, an der auch Bezirkshauptmann Dr. Johann Z o b e c aus Celje teilgenommen hat. Der Genossenschaftsobmann Abgeordneter Alois M i-e 1 C i C erstattete den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß das vergangene Hopfenjahr keineswegs zufriedenstellend war. In den Monaten Mai und Juni rich-ete die Hopfenlaus ungeheuren Schaden an, dann herrschte eine das Wachstum der Pflanzen stark behindernde Trockenheit, sodaß nur 14.000 Zentner geerntet werden konnten (gegenüber 23.000 Zentner im Jahre 1937). Die Güte war allerdings sehr gut, das Erzeugnis von blatt- nlens nach dem doppelten Cupsystem bestritten, sodaß nach zwei Spielen (tour-retour) stets eine Mannschaft ausscheidet. Die Kämpfe, die bereits am Sonntag, den 2. April beginnen, werden sich wie folgt abwickeln: Cakovec Celje Athletik Bratstvo Marit>or Hermes !.....l 0 0 0m Kranj 2elezniCar Am kommenden Sonntag spielen somit »Maribor«-»Hermes« in Maribor, «Kranj« —»ZelezniCar« in Kranj, »Athletik«— »Bratstvo« in Celje und »Cakovec«— »Celje« In Cakovec. Gespielt wird stets am Sportplatz des erstgenannten Vereines. XflinM 6ti bm OlqmpifcOen GDlelen pa, Amerika und Japan bezw. Australien, Jedes Land kann bis zu vier Spieler mel-^ ^ , , den. König Faruk I. von Aegypten hat für Bei der Generalversammlung des Welt-j diesen Männer-Wettbewerb einen Pokal tennis-Verbandes wirkte es wie eine Sen- gestiftet, um den die Zonensieger in sation, als der Vertreter Italiens für die Kairo kämpfen sollen. Wiederbeteiligung der Tennissportler bei den Olympischen Spielen eintrat und den Delegierten von 40 Nationen konkrete Vorschläge unterbreitete. Bereits für 1944 soll die Teilnahme der Tennissportler ermöglicht werden. Der Antrag wird bei der nächsten Hauptversammlung behandelt und geht dann zur Genehmigung oder Abweisung an das Internationale Olympische Komitee weiter. 3BrM|>otal Otr fpieltr Auf seiner in Kairo abgehaltenen Jahrestagung hat der Internationale Tischtennis-Verband beschlossen, nach dem Muster der Davispokalspiele zum ersten Male im nächsten Winter 1939/40 einen Länderwettbewerb durchzuführen. Geplant ist die Austragung in drei oder vier verschiedenen Zonen: Orient, Weeteuro- : Besiegter Tischtennismeister. In Ljubljana brachte am vorigen Sonntag' der SK. Korotan ein Tischtetnisturnier zur Durchführung, an dem sich auch Staatsmeister Dolinar beteiiigte. Dolinar wurde jedoch von Marinko in zwei glatten Sätzen mit W:21, 21:17 geschlagen. Allerdings wurde Marinko im Entscheidungsspiel vom Zagreber Blaii mit 21:18, 16:21, 21:13 niedergerungen. Blaii wurde somit Endsieger vor Marinko und Dolinar. Im Mannschaftswettbewerb blieb der Zagreber Tischtennis-Klub siegreich. : Gründung eines Kärtner Radfahr-Un-terverbandes. Sonntag, den 2. April findet in Slovenjgradec die gründende Vollversammlung eines neuen Radfahr-Unter-verbandes statt. Ihren Beitritt haben bereits der SK. Mislinja in Slovenjgradec, der SK. Slavan in Guitanj, der SK. Pre- Donnerstag, den 30. März 1939. »Mariborer Zeitung« Nummer 73. Deutsche Spitzenleistungen der PERSONENKRAFTWAGEN- und MOTORRAD-INDUSTRIE sehen Sie ^«^it der Belgrader Automobil-Ausstellung vertreten durch die ausstellenden Marken: BOROVWD OPEL ZÜNDAPP 1 PAVILI.ON H BEOGRAD 1.4.-8.4.1939 MAYBACH PAVILLON valje aus Prevalje und der SK. Korotan aus Meiica zugesichert. : Der Jugoslawische Eislaufverein hält am 30. April In Zagreb (um 9 Uhr in den Räumen des Jugoslawischen Olympiako-mitees') seine Jahreshauptversammlung mit der üblichen Tagesordnung ab. ; Die nictiste Runde der Nationalliga bringt am 2. April folgende Spiele: BSK —jugoslavija und BASK—jedinstvo in Beograd, Zemun—Oradjanski (Zagreb) in Zemun, HASK—Hajduk in Zagreb, Slavija (Varaidin)—Slavija (Sarajevo) in Varaidln sowie Ljubljana—Gradjanski (Skoplje) in Ljubljana. : In Aaron, dem unweit von Nizza gelegenen französischen Wintersportplatz, kam ein Abfahrtslauf zum Austrag. Die ersten drei Plätze besetzen die deutschen Läufer Oausing, Pertsch und Pfeifer, wor auf die Franzosen Bacci und Broccardl folgten. : Das Endspiel um Englands FuBball-cop, das von Wolverhampton Wanderers und Portsmouth bestritten wird, kommt am 29. d. in Wembley-Stadlon zur Entscheidung. Man rechnet mit einem Rekordbesuch. : In der Bezirksklasse Stid der ostmärkischen Fußballmeisterschaft führt Donawitz mit 28 Punkten. Es folgen Sturm mit 20, KAC mit 17, Rapid mit 17, OAK mit 16, Villacher Sportverein mit 16, Reichsbahn mit 13, Gratkorn mit 13, Kapfenberg mit 12 und Voltsberg mit 2 Punkten. Am vorigen Sonntag spielten GAK—Sturm mit 2 : 0, Villach—Reichsbahn 5 : 3, Grat korn—Voitsberg 2 : 1 und KAC—Kapfenberg 4 : 3. : Das Schneebergrennen um den Goldpokal gewann der Innsbrucker Helmut Larttschner. Bei den Frauen siegte Rosemarie Proxauf (Innsbruck^. : Einen neaen Europarekord über 4x100 Meter Crawl stellte in Bremen die deut-s*che Mannschaft Plath, Lanwltz, Heibel und Fischer in 4:00.5 auf. Den alten Rekord hielt Ungarns Nationalstaffel mit 4:02. : Italiens Hockevmelster Genova wird am kommenden Samstasr und Sonn+ag zwei Gastspiele in Zagreb beltreiten. Den Gegner stellt der Sportklub »Marathon« und eine Zagreber Auswahl. : Der Wiener »Rapid« siegte in Krefeld ßefi[en Union-Edelstahl mit 7:1, unterlaß aber tagsdarauf in Düsseldorf gegen »Fortuna« mit 0:4. Keine Angst Mrs. Smith: »Haben Sie denn keine Angst vor den Fassadenkleltersrn?« Mrs. Pot: »Nein. Wir wohnen ja Parterre!« iltulsiküiltikki JfHkälftltHU S>ie jugofIatDlf$-&?ut[d^rn :3Birtf(Daftö(>e3i(Dunsen IM LAUFE DES NÄCHSTEN MONATS WIRD IN BEOGRAD DER STÄNDIGE JUGOSLAWISCH-DEUTSCHE WIRTSCHAFTSAUSSCHUSS ZUSAMMENTRETEN B e 0 g r a d, 28. März. Wie der »Jugoslawische Kurier« aus gut unterrichteter Quelle erfährt, wird im Laufe des nächsten Monats der jugoslaw'sch- deutsche ständige Wirtschaftsausschuß zusammentreten. Diese Tagung wird in Beograd stattfinden. Nach den vorliegenden Informationen soll auf dieser Zusammenkunft in erster Lin'e die Frage des Handels mit Böhmen und Mähren in Erörterung gezogen werden. Außerdem soll die Frage der Liqui- dierung der jugoslawischen Celaring-schuld gegenüber der Tschechoslowakei erörtert werden. Es ist zu erwarten, daß diese Clearingrechnung auf die Clearingrechnung mit Deutschland übertragen wird. Auf diese We'se würden die jugoslawischen Clearingforderungen stark herabgesetzt werden. Es verlautet ferner, daß auf dieser Zusammenkunft auch die Frage des ständigen Kurses der Relchs-maric auf den jugoslawischen Märkten erörtert werden soll. 96rfendfrl<0te Ljubljana, 28. d. De visen. Berlin 1775.62—1793.38, Zürich 995—1005, London 206.72—209.92, Newyork 4396.75-4456.75, Paris 116.65—118.95, Triest 232.45—235.55; deutsche Clearingschecks 13.80, engl. Pfund 238, im freien Verkehr 258. Zagreb, 28. d. Staatswerte. 2*/^% Kriegsschaden 464—466, 4% Agrar 62— 0, 7% Begluk 89.50—90, 6H dalmatinische Agrar 90—90.50, 7% Stabil'sations-anleihe 89.25—98.50, 7% Investitionsanleihe 100—101, 1% Blair 0-95, 8^ Blair 99—100.50. X Mariborer Rindermarkt vom 28. d. Aufgetriel>en wurden 16 Stiere, 160 Ochsen, 412 Kühe, 9 Kälber und 8 Pferde, zusammen 605 Stück, wovon 277 verkauft wurden. Die Preise beliefen sich: Schlachtmastochsen 3.50—4.75, Halbmast ochsen 3—4, Zuchtochsen 4—5.50, Zuchtkühe 3—4, Schlachtstiere 3—4, Schlachtmastkühe 3.75—4.25. Beinlvleh 2—2.50, Melkkühe 4—5, trächtige Kühe 3.50 bis 4.25. Kalbinnen 3.75 bis 5 und Kälber 4.50 bis 6 Dinar pro Kilogramm Lebendgewicht. X Neue Devisenmaßnahmen. Für die nächsten Tage wird der Zusammentritt des Koordinationsausschusses im Beogra- der Außenministerium erwartet, der alle Fragen des Außenhandels in Erörterung ziehen wird. Vor allem handelt es sich hier um verschiedene Devisenmaßnahmen die mit Rücksicht auf die veränderte Lage in der Weltwirtschaft seit Neujahr notwendig geworden sind. X Mit der Schweiz wird der Olca-r i n g ve rk eh r aufgenommen werden. In Beograd Ist bereits eine schweizerische Delegation eingetroffen, um mit der jugoslawischen Abordnung die entsprechen den Bestimmungen auszuarbeiten. X Die Milliardenanleihe für öffentliche Arbeiten aus dem Jahre 1935 wird dieser Tage zur Gänze begeben werden. Die letzte Tranche In der Höhe von 125 Millionen Dinar wird von den staatlichen Geldinstituten gezeichnet werden. Von den früher gezeichneten Tranchen sind 75 Millionen Dinar bereits amortisiert. X Deutsche Zollgrenze mit dem Protektorat bleibt vorläufig. Im Protektorat Böhmen und Mähren bleiben auf Grund einer Verordnung vom 22. März bis auf weiteres die bisherigen Vorschriften auf dem Gebiet des Zollwesens in Kraft. Die bisherige Zollgrenze zwischen dem Deutschen Reich und dem Gebiet des Protektorates bleibt bis auf weiteres bestehen. Der Reichsminister des Inneren benimmt im Einvernehmen mit den beteiligten Reichsministern den Zeitpunkt, zu ilem die deutschen Zollvorschriften im Protektorat eingeführt werden, und den FortfrJl der bisherigen i£.oIlgrenze. X Frankreichs Wirtschaftsverhandhin-gen mit Rumänien vor dem Abschluß. Der Abschluß der sich schon seit Mona« ten hinziehenden Wirtschaftsverhandlun-gen Rumäniens mit Frankreich steht, wie aus unterrichteten Kreisen verlautet, nunmehr bevor. Die Verhandlungen gestalteten sich sehr schwierig, da Rumänien in letzter Zeit Wert darauf legte, daß die Bestimmungen sich nicht mit denen des neuen deutsch-rumänischen Handelsabkommens kreuzen. X Gründung deutscher Gesellschaften In Griechenland. In Athen wurde eine »Griechisch-Deutsche Aktien-Gesellschaft für Tabak« sowie eine »Griechische Elektrizitätsgesellschaft Sachsenwerk« gegrün det, die zur Aufgabe hat, den Vertrieb von elektrischen Apparaten zu übernehmen sowie die Vertretung von ausländischen Unternehmen, insbesondere der Sachsenwerk-Licht- und Kraftwerke. X Belebte rumänische Welzenausfuhr. In den letzten beiden Monaten gingen 360.000 Tonnen rumänisches Getreide ins Ausland. Davon wurden 60 Prozent nach England transportiert. Derzeit liegen 120 Tausend Waggon Getreide und 40.000 Waggon Mais für den Export bereit. X 1 Lit — 40 Reichspfennige. Dr. Neumann hat eine Verordnung für das Me-melland erlassen, durch die ein vorläufiger Umrechnungskurs 1 Lit — 40 Reichspfennige festgesetzt wird. Alle Preisstel-gerunn:en sind strengstens verboten. X Englands Besorgnisse um seine rumänischen Oelbezüge. Auf eine Anfrage im Londoner Unterhaus wurde jetzt erklärt, daß trotz des deutsch-rumänischen Uebereinkommens die Oelbezüge Englands aus Rumänien auf unveränderter Höhe gehalten werden sollen. Deutschland sei allerdings den sehr weitgesteckten englisch-französischen OelplMnen in Rumänien zuvorgekommen, doch würde eine Umle»?ung der Oelbezüge eine zu Troße SchJIdIgung des englischen Ein-'hicses n^ich sich ziehen. Heller Kopf! Praktischer Sinn? Inserieren bringt Gewinn! ' »Mariborcr Ze^tung^: Nummer 73. Donnerstaf, den 30. MIrz 103^. ygfevtodgMa Raucii Sie billif! Trüscr, Hctoneiscn. 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Ein luzts Idn iln IUI ROMAN VON HANS JOCHEN VON PLEHWE Copyright 1937 bv Aufwärts-Veriag, Berlin SW 68 . 9 Die schwarzen Auj^en sind von hclKTi;':n und kh-.ien Fältchen um^cb^n, ciic Haut des Gcsicths ist hängend, und schlaff. Der weiße Verband bedeckt tias platinfarbcne Haar, nur an den Schlä fcn sind ein paar blonde Locken sichtbar. Sic sehen unnatürlich jung aus neben dem gealterten Gesicht. Der Mund ist rot nach gezogen; andere kosmetische Praktiken scficint die strenge Klinikordnung auch diesem crlauchlen Gast nicht zu gestatten. Hanno war einen Augenblick lang etwas befan,r:en, als er an das Bett der so grausam Vcrclnderten trat. Aber bald wird der enttäuschte Mann im ihm, der einer schönen Frau zu begegnen gehofft hat, von der klaren, kühlen Sachlichkeit des angehenden Arztes abgelöst, Nun sitzt er denn auf dem Stuhl am Bett und Sascha Stein erzilhlt mit ihrer klingenden Altstimme. Sie hat den Kopf In den Kissen zu ihm hingedreht, und ihre grossen Augen betrachten ihn voll Interesse. Zuerst dankt sie natürlich — es scheint ihr gar nicht peinlich zu sein, die doch etwas heikle Angelegenheit zu bertlhren, daß dieser junge Mann hier von seinem Blut gespendet hat, um i'hre eigenen ausgebluteten Adern aufzufüllen. Nein, sie verweilt bei diesem Thema sogar mit einer nicht unbedingt erforderlichen WeH-schweifigkeit. Dann spricht sie von ihren Autounfall, wie die Steuerung des Wagens versa,ifte und dif Mauer am Straßen rand mit unheimlicher Geschwindigkeit ruf sie zuflog. ». . . und gleich darauf krachte es verteufelt, und ich war weg, einfach weg und ausgelöscht. Als ich wieder zu mir l