PrSumveratiou» - Preise: Kür Lai bach: «anAhrig . . 8 fl. 40 lt. HalbjShrig . . 4 „ 20 „ 8t«tti|e»rtfl . 2 „ io , Aouatlich... - , 70 , Mlt btt Post •»Wifi............IS fl. 6 „ *««iiihrig........ 3 , 8®r Zustellung in» Hau» **ettrt|- 26 tr., monotl. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher TJ ^gblntt. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zuriickgesendet. Redaction: vahnbofgaffe Nr. 15. Srprdtttons- A Jnferate«- ’Burroa: Kongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. «lei», mayr & Fed. Bamberg.) Jnfertion-preifer gilt die einspaltige ä 4 kr , bei wiederholter schaltung 4 S kr. Anzeigen bi» 5 Zeilen vei größeren Inseraten u öfterer Einschaltung tntfprr chender Rabatt. Kür complicierten Satz Besen der, Vergütung. Nr. 148. Montag, 2. Juli 1877. — Morgen: Heliodor. io, Jahrgang. National-klerikaler Griindnngs-ichwilidel in Krain und deffen Krach. m. Facta loquuntur. Gkhen wir nun über zu jenen Unternehmung gen, welche von unseren Gegnern in daS Leben Stufen wurden. ES find deren nur zwei — die „Narodna tietarna" und die „Banka Slovenija," jj'so nicht bedeutend der Zahl nach, aber von unheilvoller Bedeutung für ihre empfindlich geschädigten Theilnehmer. Bestand denn ein wirkliche« Bedürfnis nach kinnn dieser Institute? Man wird dies kaum im «rnste bejahen können. Es gab genug Buchdruckereien in Laibach, auch solche, welche sich vorzugsweise mit slovenischer Literatur befaßten, und daß an Versicherungsgesellschaften kein Mangel war, brauchen wir wol nicht erst zu erwähnen, und nach-dem sich unter den letzteren auch die seit Jahrzehnten vollkommen eingelebte, auf Wechselseitigkeit beruhende und keinen Gewinn anstrebende innerösterreichische Assekuranzanstalt befand, so konnte man auch über den vorgeschützten Grund, man wolle die bezahlten Prämien im Lande erhalten — nur die Achsel zucken. Wohin übrigens die der „Banka Slovenija" gezahlten Prämien und mit ihnen auch das Aktienkapital gekommen find — werden wir später sehen. Betrachten wir zuerst die am 1. Februar 1873 protokollierte „Narodna tiskarna" mit ihrem kleinen Aktienkapital e von 50,000 fl., von welchen aber auch Iemlleton. Die Erbin von Thorncombe. A>»n,n nach dem Englischen, frei bearbeitet von Herminr Frankenstein. (Fortsetzung.) toj Dalyell benahm sich in den nächsten Tagen so, eb n P* tS vorgeschrieben hatte. Er war sehr n»k *et*9 und aufmerksam gegen Lady Redmond 6 spielte ni: aus die Vergangenheit an, selbst htStf waren, und Diana behandelte ihn Aber sie vergaß nie auch für einen Augen. lang, daß sie auf einem Vulkan stand und daß Itt!t Minute ihr die Vernichtung bringen konnte. So vergingen mehrere Tage. Lerd Thorncombe hatte erkannt, daß Lady Red-">onds Geist, Gemüth und Feinheit ihrer Schön-'C.U gleichkamen, daß sie wohlerzogen, geistvoll und ffiM 0 toat' und er betrachtete sie mit einem Ge->uhl sehnsüchtiger Zärtlichkeit, das er sich wol zu-jjjltand, welches er sich aber nicht zu erklären vermochte. Eine« Abend« nach dem Speisen saß Lady Ntdmond allein in ihrem Musikzimmer, wie damals, nur 47,000 fl. aufgebracht wurden. Das Motiv für diese Gründung möchten wir zwar nicht im Eigennutze suchen, sondern darin, daß man auf diesem Wege den Fond beschaffen wollte, um ein slovenischeS Tagesjournal zu erhalten, nachdem der Globus SlovenienS zu klein ist, um durch die Abonnementsgelder die Kosten zu decken. Wenn den Aclienzeichnern dieser Grund mitgetheilt wurde, wenn sie demnach auf jede Hoffnung eines Erträgnisses verzichteten, so läßt sich auch gegen jenes Vorgehen eigentlich nichts einwenden, aber die Resultate, die uns aus den bisherigen Bilanzen entgegentreten, lassen doch immerhin einen Theil jener Fehler erkennen, welche wir eingangs hervorgehoben haben. Man ließ es sich nicht an dem Etabliffement in Laibach genügen, man mußte auch eine Filiale in Marburg errichten; man verausgabte dafür 20.000 fl. und verkaufte fit bald darauf um 12.000 fl., man wieS nach ei-em 1%jährigen Bestände ein Defizit von 17,600 fl., also mehr als de» dritten TheileS des Actienkapital« nach, welcher doch nicht allein der Herausgabe des WellblatteS „Slovenski Narod" zur Last fallen kann. Doch hier haben die Aktionäre vielleicht das herannahende Ende vom Beginnen vorauSgesehen, und um sich das Ende weniger schmerzvoll zu machen, haben sie in der letzten Generalversammlung vorläufig nur die Abstempelung von 40 Perzent de« Actienkapitales beschlossen, was einen Verlust von nahezu der Hälfte des letzteren bedeutet. Daß diese Nationaldruckerei heute nur mehr den Zweck hat, einigen verunglückten Studenten als Dalyell -»«gekommen war. Sir Hugh und ihre Gäste waren im Salon. Diana hatte ihnen, wie jeden Abend, lange vorgespielt und war jetzt im Begriffe, vom «lavier aufzustehen, als Dalyell ins Zimmer trat. Er trat mit ruhiger Sicherheit auf sie zu und bemerkte: „Die Herren sind inmitten einer politischen Abhandlung. Miß Edgely stickt wie gewöhnlich, und ich bin nun auf Ihre Barmherzigkeit angewiesen, Lady Redmond." „Ich bin im Begriffe, zu den ändern hinauszugehen," sagte Diana, welche Dalyell nach Möglichkeit auswich. „Sie werden mich entschuldigen." »Nein, das werde ich nicht," sagte Dalyell, sie heftig bei der Hand foffend. „Ich habe die Rolle des gewöhnlichen Gastes lange genug gespielt, Diana. Ich habe dir etwas zu sagen." Sie bemühte sich, ihm ihre Hand zu entziehen, aber er hielt sie fest. »Ich hoffe, du vergißt nicht, wer du bist," flüsterte er ihr im zischenden Tone zu: „Du lebst unter Sir Hugh Redmonds Dach, bist als Lady Redmond bekannt, bist aber in Wahrheit und Wirklichkeit meine Frau." ihre Existenz zu ermöglichen, und daß sie ihr Dasein nur von einem Prolongationstermine zum an» dern fristet, ist ohnehin allgemein bekannt. Anders war dies jedenfalls bei der „Banka Slovenija." Welche Hoffnungen knüpften nicht die Leiter und VerwaltungSrälhe für ihre Person an dies Institut, deren jeder sich einer fetten Jahre«» rcoenue sicher glaubte, und vollends da« Präsidium, welches sich in den Statuten eine Extra-Tantidme von drei Perzent reserviert hatte, die wol dem Herrn Vizepräsidenten allein zugefallen wäre, nachdem die an der Spitze stehende Durchlaucht ohne Zweifel sich mit der ihr dadurch gewordenen Ehre begnügt haben würde. Allein „doppelt genäht, hält besser", dachten fich die Herren Gründer, und suchten daher einen erklecklichen Theil schon in vorhinein sich zu sichern. E« wurden daher laut der ersten Bilanz an Grün-dungSkosten 56,852 fl. 57 kr., und weil das ihnen nicht genügte, bei der etwa« später errichteten Ab» theilung für Lebensversicherung weitere 14,157 fl. 19 fr., zusammen daher 71,009 fl. 76 kr., also nahezu der dritte Theil de« eingezahlten «ctien-kapitales verrechnet I lieber dir Verwendung dieser Beträge find allerdings keine verläßlichen näheren Detail« in die Oeffentlichkeit gedrungen und mit den citculierenden Gerüchten wollen wir uns nicht befaffen, allein es kann sich wol jedermann dies Räthsel unschwer selbst lösen, wenn er sich berechnet, wie viel davon auf den Druck der Aktien und die Stempelgebür entfallen fein konnte, und erwägt, daß die Organisationskosten laut derselben Bi» „Ich habe es nicht geleugnet. Ich kann das verhaßte Band nie vergessen, das mich an Sie fettet.“ »Beim Himmel! Trotzest du mit ? Wird keine Ueberredung dich zu mir führen ? Dann will ich es mit Gewalt versuchen I" „Ich werde mich an Lord Thorncombe wenden und ihm sagen, wer Sie find — ein Fälscher — ein Verbrecher — der bereits einen Selbstmord versuchte!" „Thur da«," sagte Dalyell, alles auf einen Wurf setzend, „und ich will erklären, daß du meine rechtmäßige Frau und die Tochter eines Mörder» bist." Diana war zum Schweigen gebracht. „Das Ende ist gekommen," fuhr der Schurke fort, welcher feinen Triumph bevorstehend wähnte. „Wenn Sir Hugh wüßte, wer und was du bist, würde er dich aus feinem Haufe stoßen. Wenn du feinem Zorne und feinen Anklagen, der Ver» achtung Lord Thorncombe'S und dem Spotte Miß Edgely'« entgehen willst, gieb lieber gleich nach. ES ist jetzt zehn Uhr. Um Mitternacht will ich dich im Park erwarten. Wirst du dort sein?" „Nein, da« werde ich nicht! Mag da« »ergste geschehen I Ich will mich lieber wie eine Verfluchte verstoßen lassen. — Ich kann es leichter ertragen, lanz separat ln der enormen Höhe von 45,647 fl. 33 kr. verrechnet wurden. lieber da« wahre Motiv dieser Gründung dürste man daher kaum im Zweifel sein können. Allerdings versprach man auch den Actionären goldene Berge, ja man suchte sie sogar mit einem anlecipierten Kapiialsgewinne zu ködern, indem man für 80 fl. nominal nur 68 fl. bar verlangte und sie sfl zum Glauben brachte, daß jeder schon von vorneherein einen Gewinn von 12 fl. in der Tasche habe — ein Borgang, der nicht nur etwas ganz Neues bei Acticnunternehmungen war, sondern sich auch mit den Bestimmungen des Handelsgesetzes nicht vereinigen läßt. Doch dies lockte die Leute, und die hochwürdigen Herren, welche im VerwaltungSrathe saßen und so» lidarisch eimraten für alle jene Profezeihungen des reichen Ertrages, riffen ihre Beichtstuhl-Clientel mit sich fort, noch fungierende und bereits emeritierte Dienstbolen stürmten die Sparkasse um ihre dort hint«legten Groschen und eilten damit zur „Banka Slovenij,', um die Gründung«, und Organisationskosten damit zu decken. (Fortsetzung folgt.)_____________________ Vom Kriegsschauplätze. Die Russen, 30,000 Mann an der Zahl, überschritten am 28. v. M. die Donau bei S ist ovo, wo ein blutiger Kampf stattfand. An der Donau ist die Action in energischer Weise eröffnet. Der Gesqützkampf wüthet auf der ganzen Linie. In der Umgebung von Sistovo wird fortgesetzt gekämpft. Ein Zusammenstoß in der Dobrudscha wird signali. fiert. Der Donau.Uebergang der rumänischen Armee wird wahrscheinlich heute von Girla nach Radujevac über serbisches Territorium erfolgen. Mahmud Dam ad und Redif Pascha tmwickeln die äußerste Energie in der Schaffung einer neuen Reserve-Armee, Konstantinopel ist neuerdings voll von Soldaten,. Kurden, Tscherkesien, Zeibeks, Freiwilligen, Mustahasiz rc. Am 30. v. M. ging ein großer Truppen-Transport nach Asten ab. Die Russen, welche die Umgegend von Ala sch g erd occupierten, wurden geschlagen und in die Flucht gejagt. In Asien bewerkstelligen die Russen an mehreren Punkten ihren Rückzug. Eine aus Batum datierte Depesche Derwisch Pascha- meldet, daß sich die Türken der Höhen von Samia und Khufsuban bemächtigten, nachdem sie die Rusfen aus ihrer dortigen befestigten Stellung vertriebt» halten. Auch Tschuruk Su ist von den Türken besetzt. als ein Leben mit Ihnen. Ich werde nicht gehen. Thun Sie Ihr Schlimmste», Filipp Ryve. Ich trotze Ihnen.' Sie stand vor ihm stolz und drohend wie eine Rachegöltin, mit bleichem Gesicht und funkelnden Augen. In diesem Augenblicke trat, ehe Dalhell noch etwas erwidern konnte, Sir Hugh Redmond ins Mustkzimmer, um seine junge Frau zu suchen. Der Baronett trat einige Schritte vor und blieb ganz erstaunt über Diana'S Aufregung stehen und schaute die beiden abwechselnd mit fragendem Blicke an. „Kommen Sie näher, Sir Hugh," sagte Diana in klarem, kaltem Tone. „Es ist Zeit, daß Sie alle-erfahren." „Diana!" flüsterte Dalyekl rasch. „Möge da- Ängste kommen!" sagte die junge Frau. „Warum klagen Sie mich nicht an? Sir Hugh, die- ist derselbe Mann, der mich zur nächtlichen Stunde in meinen Gemächern besuchte!" „Was? Dalyell?" „Die- ist der Mann, der, weil er mich in feiner Gewalt hatte, mich dazu zwang, ihm von Zeit zu Zelt bedeutende Summen Geldes zu zahlen, Politische Rundschau. Laibach, 2. Juli. Inland. Die beiden Parlamente werden im Berlaufe dieser Tage die Delegationswahlen vornehmen. Den Delegationen soll ein Rothbuch vorgelegt werden. Die ,Wr. Ztg." veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Bereinigung der Brünn-Rassitzer Bahn mit den Linien der Staatsbahn, sowie die zwischen der österreichischen und italienischen Regierung gewechselte Erklärung, betreffend die Verlängerung des Handelsvertrages bis 31. De-Mb er 1877. Die Vertreter des deutschen Reiches sollen in den nächsten Tagen zur Wiederaufnahme der Zoll-Verhandlungen in Wien eintreffen. Dem Ausgleichsausschusse wurde folgende Resolution vorgelegt: „Die Regierung wird aufgefordert: 1.) durch ein Übereinkommen mit der königlich ungarischen Regierung ehestens das Verhältnis festzustellen, in welchem beide ReichStheile zu der gemeinsamen schwebenden Schuld per 312 Millionen Gulden (§ 5 des Gesetzes vom 24. Dezember 1867 über die Beitragsleistung der Länder der ungarischen Krone zu den Lasten der allgemeinen Staatsschuld) bei der Amortisation, beziehungsweise Fundierung derselben werden beizutragen haben; 2.) die betreffenden Vorlagen rechtzeitig zur verfassungsmäßigen Behandlung einzubringen, um bei der bevorstehenden Erneuerung des Zoll- und Han-delsbündniffes diese Angelegenheit zugleich mit den übrigen Theilen des Ausgleiches zur Erledigung führen zu können." Ausland. Sämmtliche österreichische Konsuln in den vom Kriege bedrohten Städten wurden von ihrer Regierung aufgefordert, unter allen Umständen auch beim Herannahen des Feindes auf ihren Posten so lange auSzuharren, als österreichisch-ungarische Unterthanen in ihrem Leben und ihrem Eigen-thum des Schutzes her Konsuln bedürfen können. Baiern soll nicht abgeneigt sein, einer längst geplanten Verstärkung der elsaß-lothringischen Garnison durch Truppen der deutschen Mittelstädten zuzustimmen. Sachsen und Württemberg werden eine Brigade und Baiern eine Division stellen. Der Vali von Bosnien hat eine weitere und schleunige Aushebung von Mustahasiz (Landsturm) in Bosnien und der Herzegowina angeordnet, um den wieder auftauchenden Jnsurgentenbanden zu begegnen und deren Vereinigung mit den Montenegrinern zu verhindern. Die russische Regierung hat auf diplomatischem Wege die Bedingungen bekanntgegeben, unter welchen sie bereit sein würde, mit der Türkei Frie- weon er es verlangte. Dir- ist der Mann, der Sir im Gehölz zu Boden schlug." Lord Thorncombe und Mr. Paulet erschienen jetzt auf der Thürschwelle, und der letztere zitterte bei dem Gedanken, Diana könnte da- Geheimnis ihrer Geburt verrathen. Dir junge Frau erblickte sie. „Kommen Sie in den Salon," sagte sie, ihnen zuwinkend. „Kommen Sie, Filipp, jetzt soll alles an den Tag kommen/ Sie ergriff den Arm Dalyells, der wie erstarrt dastand, und die Gesellschaft kehrte in den Salon zurück. »Jctzt erzählen Sie Ihre Geschichte," sagte Diana, den strengen, entsetzten Blicken Sir Hughs ausweichend. „Sagen Sie, wer Sir sind, Filipp Ryve, und dann werde ich sagen, wer ich bin." Aber Dalyell, in seinem eigenen Netze gefangen, stand stumm vor der Kaiastrophe, die er selbst über sich gebracht hatte. Inmitten des tödtlich bangen Schweigens, da-nun folgte, -öffnete sich die Thür, und rin Diener meldete: „Mr. Keene und MrS. PierS Dalyell." (Fortsetzung folgt.) den zu schließen. Diese Bedingungen sind folgende: Die Uebergabe von Batum und eines Distriktes einschließlich deS Hafens und der Stadt; die Erhebung Bulgariens zu einem unabhängigen Staate nördlich vom Balkan; die Regelung der freien Fahrt durch die Dardanellen seitens der europäischen Mächte. Die „Agence Russe" bezeichnet es als falsch, daß Rußland irgend welche Verbindlichkeiten mit Serbien und Rumänien wegen einer militärischen Cooperation eingegangen sei. ES habe denselben vielmehr die strikteste Defensive angerathen und ihnen die Verantwortlichkeit überlassen, wenn sie diesen Rath nicht befolgen. Die Session der türkischen Kammer wurde nicht weiter verlängert, sondern geschloffen. Der Präsident resümierte in seiner Schlußrede die Arbeiten der Kammer und bat Gott, der Armee den Sieg zu verleihen. Zur Tagesgeschichte. — ©in Erdbeben erschütterte am 24. v. M. die Stadt Köln. Dasselbe hat sich über die ganze nördlich« Hälfte der Rheinprovinz erstreckt. Es liegen Berichte darüber aus Solingen, Köln, Stolberg, Eschweiler, Jülich, Aachen, Herzogenrath und Wesel vor. Es wurde kurz vor 9 Uhr morgens als ein heftiger, mehrere Sekunden andauernder Erdstoß wahrgenommen. Die Hausglocken begannen zu läuten. Plafonds und Wände wurden vielfach beschädigt, und die Stubenböden und Möbel waren mit Mörtel und «vyps bedeckt, auch sind einige Kamine eingestürzt. In de« Kirchen herrschte große Bestürzung und es kamen einige Ohnmächten vor. Sonst ist kein Unglück vorgelommen. — Jubiläen. Zum bevorstehenden 400jährigen 3U‘ biläum der Universität Tübingen werden die Professoren Heine und Linker als Deputation der Prager Universität nach Tübingen gehen. Die Universität Upsala feiert i® September d. I. ihr 300jähriges Jubiläum. Der Profefsok der Theologie Dr. Peter, der schon einigemale Schwede» bereiste, und Professor Dr. Klebs werden die Prager Universität bei dieser Feier vertreten. „ — Die vatikanische Armee. Die törnifK Curie organisiert eine „Miliz Christi", welche bereits e'«1 Million Mitglieder zählen soll — die meisten in Spanien, Frankreich und Belgien. Das Programm trägt die Aufschrift : „Katholischer Kreuzzug." Die Mitglieder werden in drei Klassen eingetheilt, nämlich in Kreuzfahrer des Gebetes, de? Wortes und der Schrift, der Baben. Die erste Äl»ffe hat nur fleißig zu beten, die zweite die Werke der katho-lischen Presse zu verbreiten, die dritte jeden Monat wenig' stens 1 Frc. nach Rom zu senden und für den Peters-Pfennig zu wirken. An der Thätigkeit der dritten fftoii1 wird der Vatikan ein besonderes Wohlgefall-n haben. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteo- Berichtigung. Löbliche Redaction I Mit Berufung auf den § 19 des Preßgesetzes «su*1 ich Sie Nachstehender in das „Laibacher Tagblatt* auf}“' nehmen: . In Nr. 140 der .Laibacher Tagblatt" vom 91. befindet sich eine Korrespondenz aus Neumarkll, datiert 18. Juni, durch welche meine Ehre empfindlich verletzt den ist. — In dem vorletzten Satze derselben wird nämlich das Verbrechen imputiert, daß ich die Droh»"? ausgesprochen habe: „9Benn die Neumarktler aus A«>^° des Papstjubiläums ihre Häuser nicht beleuchten, so dürft« sich Leute finden, die diese Häuser anzünden würden." Behauptung deS Korrespondenten ist vollständig aus J' Luft gegriffen, in allen ihren Theilen unwahr und ein williger Angriff auf meine Ehre, den ich mit aller »n schiedenheit zurückweise. Neumarltl am 24. Juni 1877. Johann 8 o l o b, Kapl»»' Die Landtagskandidaten für die Landes Hauptstadt Laibach. Die Probewahl behufs Ausstellung der Landtagsk«"^ baten für die Stadt Laibach fand Samstag abends im kl«£ Kasinosaale statt. Die außerordentlich zahlreich besuchte ^ sammlung wurde vom ReichSrathsabgeordneten Deschw» ^ im Namen deS CeotralwahlcomitiS eröffnet, und nachdem *> * ( mit Acclamation zum Vorsitzenden gewählt werden et in einer kurzen Ansprache die Bedeutung des Wahl-acl>s in der Landeshauptstadt auseinander und gab der Hoffnung Ausdruck, daß, wie seit so vielen Jahre», auch diesmal die Wählerschaft Laibachs ein glänzendes Beispiel geben und eit Kandidaten der liberalen Partei mit einer eminenten Mehrheit zu ihren Vertretern wählen werde. Aus Nt Anfrage des Vorsitzenden, ob einer der Anwesenden selbst kandidieren oder eine geeignete Persönlichkeit in Vorschlag Gingen wolle, nahm zunächst, allseitig mit dem lebhaftesten begrüßt, Landeshauptmann Dr. v. K a l t e n e g g er dos ta0rt Derselbe betont seine zehnjährige Wirksamkeit im Land-zu der ihn daS wiederholte Vertrauen seiner Wähler ^"usen habe, und erklärt, fttr den Fall, als die nun bevvr» P*6enbe Wahl ihn abermals mit diesem Vertrauen beehren Mt», diese Wahl annehmen und feine Thätigkeit sowie Wnen besten Willen den Interessen der Stadt Laibach sowie des Landes widmen zu wollen. (Beifall.) Er sei sich der — togar erhöhten — Schwere solcher Aufgabe bewußt, er habe diese Erklärung nicht in einem leicht genommenen Ehrgeize, so hoch er auch solche Ehre halte, sondern in ernstem Streben Wr den Berus eines Landtagsabgeordneten abgegeben. Er kommt nun auf [ein Programm zu sprechen, welches ju vernehmen bei dieser Probewahl die Wählerschaft gewiß formell, hoffentlich nicht materiell, sich berechtigt zu halten habe. Ich will mich nicht damit begnügen, fährt Redner fort, Ihnen zu sagen: Mein Programm ist unser Programm Weifet!); nicht damit begnügen, Sie als Antwort auf Ihre aus dasjenige zn weifen, was aus meinem ganzen öffentlichen Leben Ihnen klar vor Augen liegt; — ich will durch einige, allerdings nur kurze, allgemeine Züge hervor» heben, welche Ueberzeugnng in mir lebt und wirkt. Redner bemerkt nun, daß daS Programm, daS er verfolge, dasselbe geblieben sei im Inhalte und Wesen, wie vor fichs, wie vor zehn Jahren, nur der Schwerpunkt sei etwas Geändert. Damals noch galt es, im Landtage, als der Wahlkam-T** jjj* 6it Reichsvertretung, die Treue zur Reichsverfaffung, ® Bekenntnis, daß Ärain, ein Theil des großen ganzen esterreich, dessen Kraft und Ehre in geschloffener Einigkeit aufrecht halten wolle, zu bethätigen; diese Reichstreue Nicht Mo* Dort hervor,»lehren, wo eS gilt, sich aus ReichS-hilse zu stützen, sondern auch dort, wo es gilt. Sonder» gelüste nicht zur Schädigung und Lockerung de« «anzei. großzuziehen. — Die Frage der Reichsraihswablen könne nun im Landtage nicht mehr gestellt werden; doch wie immer und wo immer nöthig, werden wir unsere Reichstreue zu bethätigen uns stets bereit finden. Jndeß sei die Ausgabe des Landtages wesentlich eine wirthschastliche, eine Frage guter Oekonoinie des Landes. Redner betont die großen Schwierigkeiten, die der Ab» geordnete in den großen Ausgaben gegenüber den schwachen frästen deS Landes findet, und meint, nur weise Sparsam« ,eit' nut langwierige ernste Arbeit in sorgfältiger Prüfung e®et einzelnen Quellen der vielfältigen Ausgaben, nur ein 6on Einseitigkeit, von nationalen und politischen Verein» jj"0WTntnbeiten fich loslvsendes wirtschaftliches Gebaren ne uns nach längerem einträchtigem Zusammenwirken die ""»nie tzifferung bringen. ®ie nun die wirihfchastliche und materielle Kultivie-des Landes-, wie des Gemeindehaushaltes mit fach» * e religiöse Gefühl sittlich rein gehalten — nicht zu “glichen Zwecken mißbraucht werde, auf daß nicht böse kifpiele zum Verderben guter Sitte führen. (Lebhafte Zu» "'«wung.) ^ Redner schließt mit dem Hinweise, daß seine Ivjährige Tätigkeit im Landtage zufällig zusammentreffe mit der vetiodt des Urbergewichtes der Gegenpartei, mit der Periode e lach steriler Kämpfe, und mit dem Wunsche, daß dieser erivde nun endlich das befruchtende Wirken unserer Ptin» n f0,9fn möge. (Lang andauernder, allgemeiner Beifall.) Auf die weitere Anfrage de« Vorsitzenden meldete sich sodann, gleichfalls unter lebhaftem Beifall empfangen, Dr. von Schrey zum Worte. Derselbe verweist aus die von ihm bei der Kandidatur vor drei Jahren entwickelten leitenden Grundsätze. Damals versprach er: „Unbedingte „Hingebung an das konstitutionelle Prinzip, unbedingtes »Hochhalten freiheitlicher Ideen, entschiedenes Eintreten für „alles, was das Wohl des Vaterlandes zu fördern geeignet »ist, unbeugsamer Widerstand gegen alles, was von der „einen Seite wider den berechtigten Einfluß deutscher Kul» „tur, von der anderen wider Fortschritt und Aufklärung „geplant wird." wenn die Wähler der Landeshauptstadt, fein Wirken im Landtage vor Augen habend, anerkennen, daß er diese seine Grundsätze im Landtage zur Geltung brachte, so werden sie ihm ihr Vertrauen durch die Wiederwahl bezeugen, und so erkläre er denn, daß er sich sehr geehrt fühlen werde, die Landeshauptstadt an der Seite des so hoch geachteten Kollegen, welcher sich soeben den Wählern vvrgestellt, im Landtage zu vertreten (Beifall). Wie immer die Entscheidung ausfalle, werde Redner an den von ihm ausgestell en Prinzipien sesthalten und die Interessen des Landes, inner, halb de« Rahmens derselben aber speziell von der Landeshauptstadt, bestens zu vertreten bestrebt sein. Dr. Schrey gibt sodann eine gedrängte Darstellung der Verhandlungen deS Landtages in den letzten drei Jahren, beleuchtet vorerst seine Wirksamkeit in den die Gemeinde Laibach betreffenden Angelegenheiten (Befreiung der ffiom* rnune von der NormalfchulfondSumlage, Realschulconcnrrenz, Bleiweis'sches Realschul-Sprachenzwangsgesetz,Bau-Ordnung, Morastkulturgesetz, Aendetung deS Gemeindestatntes der Stadt Laibach in Bezug auf die Einhebung von Steuer» zufchlägen), erwähnt der über seine Initiative beschlossenen Abtretung eineS Thcilcs des Burggartens zum Zwecke der Straßenerweiterung und feines Eintretens fllr den Schutz der Gewerbslente gegen national-klerikalen Terrorismus. In allen die Stadt Laibach «betreffenden Fragen habe er für das Wohl der Commune zu wirken getrachtet. (Lebhafte Zustimmung) Jnbetreff der anderweitigen Agenden des Landtages verweist Dr. Schrey aus seine Haltung bei den verschiedenen wichtigen Fragen. Er habe jener Partei angehvrt, welche — leider in der Minorität — gegen die Belastung des Landes mit unerschwinglichen, die Existenzbedingungen des Einzelnen ebensvwol als die Steuerkrast im allgemeinen schädigenden Unternehmungen mit aller Kraft der lieber-zeugung und mit aller Vaterlandsliebe protestierte. Redner erinnert aus die von der Majorität vertretenen kostspieligen Experimente der Ackeibauschule und JrrenhauSanstalt. Es sei zu wundern, daß die Mitglieder der Majorität im letzten Momente ihres Einflusses ein auf den finanziellen Ruin deS Landes gerichtetes Unternehmen zu beschließen wagten — aus die ganz unzegtündete Annahme hin, daß ihnen das Vertrauen ihrer Wähler auch für jene Zeit bewahrt bleibe, in welcher sich die große Verantwortung ergeben werde, welche die Majorität durch diesen Beschluß auf sich nahm. Redner erwähnte weiter! die Angelegenheiten des VvlksschulwesenS. In der Schule bas erste und vorzüglichste Mittel der Aufklärung und Bildung erblickend, habe er, insoweit es hie finanziellen Mittel deS Landes gestalteten, sich allen Bestrebungen, welche die Hebung deS Volksschulwesens betreffen, mit Freude angeschloffen. In der Ueber-zeugung, daß eS vor allem nothwendig sei, der Lehrerschaft eine gesicherte Existenz zu gewähren, habe er die Erhöhung der Lehrergehalte befürwortet und daS sohin angenommene und allerhöchst sanktionierte Gesetz wegen Gleichstellung der Gehalte der Lehrerinnen mit jenen der Lehrer beantragt. Redner erwähnt noch der im nächsten Landtage bevorstehenden wichtigeren Angelegenheiten, der Gemeindegesetzreform, deS Lollectur-AblösungSgesetzeS, constatiert endlich die Richtigkeit der von ihm bei der Kandidatur im Jahre 1874 aufgestellten Behauptung von der Unzuverlässigkeit der seinerzeit der Verfassung sich annähernden sogenannten Jung-slovenen, mit welchen die Landtagsminorität zusammen zu gehen außerstande war, da erstere sich vollkommen dem klerikalen Kommando unterwarfen. Mit dem Hinweise auf die hohe Wichtigkeit der bevorstehenden Wahlen, welche einen Wendepunkt in der Geschichte Krains zu bilden bestimmt seien, und mit dem wiederholten Versprechen mannhaften EinstehenS für die Interessen deS Reiches, für die Verfassung, für die Wohlfahrt des Landes und der (Kommune schließt Redner seine Ansprache (Anteiliger und sehr lebhafter Beifall.) Nachdem sich hierauf niemand mehr zum Worte meldete, wurde mit Abgabe von Stimmzetteln zur Wahlprvbr geschritten, zufolge welcher die bisherigen Vertreter der Stadt Laibach 3)r. flalteneggtr und Dr. v. Schrey mit Stimmeneinhelligkeit neuerdings als die Kandidaten der Verfassnngspartei bei der bevorstehenden Landtagswahl auf» gestellt wurden. Indem der Vorsitzende unter allgemeiner Zustimmung dieses Resultat verkündete, forderte er zugleich alle Anwesenden auf, für diese erprobten Kandidaten mit allem Eifer einzustehen und mit gewohnter Disziplin und Vollzähligkeit sich an der Wahl jtn betheiligen. Mit dem Dank für das zahlreiche Erscheinen schloß sohin der Vorsitzende die Versammlung, die unter gespannter Aufmerksamkeit und in würdigster Stimmung verlaufen war. Griginal-Äorrespon-en?. K. . .. Aus Unterkrain, 29 Juni. Die Finsterlinge haben auf dem Felde der Volksverdummung ihren Schnitt beendet, die Klerisei hat daS leichtgläubige Landvolk wieder einmal ordentlich über den Löffel barbiert, die Landsknechte der Jesuiten bestanden einen siegreichen Kamps. Mit unermüdlicher Ausdauer hat die herrschsüchtige Klerisei ihre Netze über alle Schichten der Landbevölkerung ausgetvorfeit, sie hat auf die leichtgläubige Bolksmasse Hochdruck geübt, sie ließ die Minen des ihr in fo reichlichem Maße innewohnenden Ränkematerials springen, Heuchelei und Gleis-ncrei, Drohungen und Zorn ergossen fich über das arme betörte Landvolk, das gezwungen wurde, nach Psäffischer Vorlage den Wahlzettel zu schreiben. Das atme Landvolk in Kraii, war bisher ein trauriges Opfer der unseligen Pfaffenherrschaft, es muß siL um jeden Preis ein Umschwung vollziehen, der Messias der Freiheit und Aufklärung muß endlich auch in Krain erscheinen, sonst gehen Land und Leute zugrunde. Vor allen anderen obliegt der Lehrerschaft die heilige Pflicht, gegen die unerträglich gewordene Tyrannei der Klerisei, die mit den Waffen der Hölle kämpft, in die Schranken zu treten. Die Lehrerschaft darf es nimmer dulden, baß die hämische Jugend wie bisher nach klerikalem Muster unterrichtet werde; das Wort „Volksverdummung* muß aus der Statistik Krain« gestrichen werden. Die Leh-rerfchafe KrainS muß sich der klerikalen Herrschaft mit aller Kraft entreißen, der Klerisei muß die Maske aus dem ®e« stchte genommen, der Wühlerei der Geistlichkeit muß ein Ende gemacht werden. Die Lehrerschaft Krains erhebe sich auf jenen Standpunkt, der ihr gebürt, und ihr Wort wird ein ebenso williges Gehör finden, wie die Stentorstimme des gesalbten Hetzkaplans. Der BolkSschullehrer darf kein Pfaffen-knecht, er muß ein treuer Diener der neuen Schule sein, er muß Herz und Sinn für Freiheit und Fortschritt besitzen. Das gesetzwidrige Treiben der Klerisei muß um jeden Preis ein Ende nehmen. Damit dies geschehe, dafür möge in erster Linie der Lehrer auf dem Lande sorgen. Wären die Lehrer Eines Sinnes, wie Ein Mann den zügellosen Agitationen des Klerus mulhig entgegengetreten, so Hätten wir endete WaHlmännerresultate zu verzeichnen, als sie sich wirklich ergeben haben. Vielleicht werden wir durch Schaden endlich klug! — (AuS Oberkrain.) Die Seelandschaft Veldes prangt in voller Pracht, leider fehlen Badegäste und Sommerfrischler, es dürste die eigentliche Saisen erst am 15. d. beginnen. Se. k. Hoheit Erzherzog Feldmarschall Al b t echt machte in Begleitung deS FZM. Freiherrn von Kuhn und zweier Stabsoffiziere am Samstag einen Ausflug zum Wocheiner See, nahm bei der Rückfahrt im Hotel Mallnet Absteigequartier, befichtigte gestern Velde« und setzte um 11 Uhr mittags die Reife nach Villach fort. Die Locomotive der Kronprinz Rudolfsbahn führte gestern LOOVergnügungs-zügler nach RadmannSdorf-Lees. Die Gesellschaft theilte fich in Gruppen, ein großer Theil derselben schlug die Route nach Politsch und Vigaun ein, ein Theil setzte sich bei der freundlichen WirtHin Frau Wucherer im Gasthause „zum Lhristos« in Lees fest, andere Gruppen schlugen bei Mallner, Petran und bei Frau Vidiz (Verderber) im Orte Beide« ihre Hütten aus. Leider trat die Locomotive in allzu früher Stunde die Rückfahrt nach Laibach an. — (Die Regiments - Mn f i k k a p e 11 e) konzertiert heute im Garten der Kasinorestautation. — (Ein Tabor.) Seilern wurde auf freiem Felde in Bezovik unter der Firma de» dortigen iitalnicavereineS ein Tabor abgehalten, dem auch die Mitglieder deS hiesigen SokolvereineS beiwohnten. Auch politische Reden sollen in Fluß gekommen sein. — <» nS der Musik«elt.) Bei Eröffnung deS Schloßgarten» in Preßburg erwarb fich Herr Schinzl, Kapellmeister de- Infanterie-Regimentes Ludwig Salvator,' großen «eifall. Die Kritik sagt: „Herr Schinzl vereinigt mit seltener Liebenswürdigkeit lebbafteS Jnlereffe für unsere musikalischen BerhSltnifle und wird fich die allgemeinen Sympathien dauernd sichern." Auch seine Eompositionen erfahren lebhaften UpplauS. — (AuS dem Amtsblatte.) Kundmachungen, betreffend: 1.) die Besetzung zweier Gefangenaufseherstellen in der hiesigen Männer-Strafanstalt; 2.) die preßgerichtliche Bestätigung der Beschlagnahme der Nummer 139 des „Slo-venski Narod» ; 3.) die Besetzung einer Bezirkshebammenstelle in Laserbach; 4.) die Besetzung einer Unterlehrerin, stelle an der Mädchenschule in Laibach; 5.) die Verpachtung der Bemeindejagd in Mittrrdorf; 6.) die Anlegung eines neuen Grundbuche» für die Katastralgemeinde St. Barbara ; 7.) die postamtliche Expedition von Korrespondenzen und Zeitungen nach Brasilien und den portugiesischen Kolonien. — (Biehexport.) Nach Bericht der „Cillier Ztg." werden für Elsaß-Lothringen in der Umgebung von Cilli vielt Rindviehankäufe abgeschlossen und schöne Ware gut bezahlt. — (Eisenbahnverkehr.) Im Monate Mai l. I. wurden 1.) aus der Südbahn befördert: 559,467 Personen und 387,327 Tonnen Frachten; die Einnahmen betrugen 3 Mill. 51,868 fl., während dieselben im Mai 1876: 2.834,708 fl. betrugen; 2.) aus der R u d o l f S b a h n: 120,249 Personen und 76,368 Tonnen Frachten; die Einnahmen beliefen fich auf 393,143 fl. gegen 291,681 fl. im Mai des Vorjahre?. Witterung. Laibach, 2. Juli. Morgens klarer Himmel, nachmittags Haufenwolken längs den Alpen, mäßiger SSW. Wärme: morgens 7 Uhr + 18 0«, nachmittags 2 Uhr + 271« C. (1876 + 21 6»; 1875 + 26-4" C.) Barometer im Fallen, 735°04 mm. Das vorgestrige TageSmittel der Wärme + 17 9°, das gestrige + 210°; beziehungsweise um 11° unter und 21° über dem Normale. Verstorbene. Den 30. 3 u n i. Elisabeth Tischlers ILatlin, 52 I., Zivilspital, Lungentnderkulose. •- Mathilde Balenta geb. von Pilbach, k. k. Gubernial-Expeditsdirekiors Witwe, 69 I., Rain Nr. 10, Leberentartung. — Eugenia Brezina, k. k. ZollamtSoffizials Kind, 31/« Jahre, Stadt Nr. 10, Diphlheri:iS. Todtenstatistik. Im Monate Juni 1877 sind 99 Personen gestorben; davon waren 50 männlichen und 49 weiblichen Geschlechtes. Telegramm. Wien, 1. Juli. Die „Montags-Revue" schreibt: Diplomatisch und militärisch steht die Po-litik Oesterreich-Ungarns noch absolut ungebunden frei da. Der Verlaus der Kriegsereignisse ist ein solcher, wie er den allseitigen Erwägungen zugrunde gelegt wurde. Die sich auf der Balkan-Halbinsel abspielenden Dinge geben fast sichere Gewähr, daß der Krieg lokalisiert bleiben werde. Der wichtigere Theil der Aufgabe beginnt erst nach Beendigung des russisch-türkischen Krieges. Wenn Rußland sein feierlich aufgestelltes Programm festhält, welches nur die Verbesserung des Loses der christlichen Bevölkerung bezweckt, so wäre dies die verhältnismäßig erfreulichste Lösung; die kriegerischen Entscheidungen haben jedoch auch Consequenzen, die oft die bestgemeinten Versprechungen und Proclamationen um» toßen. Die mit den Erfolgen der russischen Ba-onette wachsenden gewissen Ideen und Großmannsüchteleien müßteOesterreich-Ungarn mit allen Mitteln Mtanzuhalten bestrebt sein. Die Erstarkung Oester-reich-UngarnS, die neue Kräftigung seiner großen mitteleuropäischen Stellung, das allein kann das Resultat aller Handlungen sein, welche der ab;u> schließende Friede den österreichischen Staatsmännern vorschreibt. An der Herstellung der neuen Ordnung der Dinge wird ganz Europa theilnehmen. Wir sind btffen gewiß, daß im Rathe der Mächte nicht« vereinbart werde» wird, wo» Oesterreich-Ungarn nicht zu sanktionieren vermöchte. Die Existenz Oesterreich-Ungarns ist eine so gewaltig zwingende Roth« Wendigkeit, daß es mit Zuversicht auf Bundesgenossen rechnen darf, welche im eigensten Jnlereffe die Interessen Oesterreichs zu fördern gezwungen sind und welche ihm wahrlich nicht in den Arm fallen werden, wenn es, zum Aeußersten gezwungen, an seine tapfere Armee appellieren müßte. Wir werden unsere Interessen in vollem Umfange geltend machen und dafür, wenn nöthig, allerdings auch da» Schwert in die Wagschale werfen. Bukarest, 30. Juni. Bis jetzt haben mehr als 60,000 Russen die Donau überschritten. Die Brücke bei Sistowo ist fertig gestellt. Die Russen, welche sich bei Z'innica einen Uebergang «öffneten, befestigen sich daselbst. Sistowo, RikopoliS und Baba-dagh sollen von den Türken geräumt worden sein. Zwischen den Grenzfestungen dauert die gegenseitige Beschießung noch immer fort. Das russische Hauptquartier wurde in die Umgebung von Sistowo verlegt. Die Türken verstärken die Linie Küstendje-Eernavoda. Rustschuk brennt und stürzt ein. Florcecu ist auf Urlaub gegangen. Fürst Karl wird unter Leitung de» russischen Generalstabes das Kommando eines Armeecorps übernehmen. Wiener Börse vom 30. Juni. Staatsfonds. syei j. Rente, »ft.Pap nie. Mo. «ist. in 6in »cld Gl SO 6660 J-'; acc I Pfandbriefe, j «cll-I Wan •i0 fldfl. 8fl. j8ob.-6tebit. io6 — 106'£0 üiarr 61-! 0' ______________ 66 7 vokat, und Dr. Schurby A , Advok^tiirs-Concipient, SiBi. Pollak, Lcdersabrikant; Mally und Deu, Neumarktl. — Buko, Mostar. — Duimii, Kfm., Fiume. — Se. Excellenj FM L. PaKit, Agram. — Rothschild, itfm , KanisLa. — Zardini, Ponteba. — Mayer. — Bockb, Üt'if., Prag. — Stern, Warasdin. — Viertel, Trodlach. Hotel Europa. Berg, Hauptmann; Dicktl und Roman«, Triest. — ®ri»iiii, Hauptmann, und Hrovat, Pola. -Schuber und Trevifan, Monfalcone. — Mitter, Schann», Oberlieutenante; Karl, le Jeunc, Lieutenants, und von Vetter, Oberst, chte„roald. Lottoziehung vom 30. Juni. Linz: 52 75 80 18 33. Triest: 88 2 6 42 39. Danksagung. Die allseitige herzliche Theilnahme wilhrind dt« langen Schmerzenslager« unserer nun in Sott ruhenden geliebten Mutter, beziehungsweise Schwiegermutter und Großmutter, der Frau Theresia UauüLsch geb. Kleinbus, und das so zahlreiche ehrende Geleite zu deren letzter Ruhestätte verpflichten nn«, allen Betheiligten hiemit öffentlich den tiefgefühltesten Dank zu sagen. Schischka bei Laibach am 2. Juli 1877. Die trauernd Hinterbliebenen. Traiteurie. Die zu den Josessthaler Papierfabriken gehörige Tr»>' teurie in Josefsthal bei Laibach ist vorn 1. Oktober 187' zu verpachten. Bewerber, jedoch nur solche, welche sich il6,t ihre Befähigung zu diesem Geschäfte genügend auSweise" löunen, erfahren Näheres bei der Fabrik- - Directiou *n Josefsthal. (336) 2^4 ZtthnWAht jeder und heftigster ^ »IIIIHW“I1 • beseitigt dauernd das rühmte Pariser Llton, wenn kein anderes Mittel bil“‘ Flacon ä 50 kr. bei Herrn Apotheker BIrücl*Kf (268) 7-6 Gedenttafel über die am 4. Juli 1877 stattfindenden Lici-talionen. 3. Feilb., Dejelan'sche Real., Brusuiz, BG Rudolfs, werth. — 3. Feilb., Korafina-sche Real, Broßbrusniz, BG. RudolfSwerth. — 3. Feilb., Brulziche Real., Großbrus-ni), BG. RudolfSwerth. — Reaff. 3 Feilb., Lehovin'sche Real., Senosetsch, BG. Se« nosetsch. — Reaff. 1. Feilb., Zele'sche Real., St. Peter, «G. Adelsberg— 1. Feilb., Bajc'sche Real., Zagolik, BG. Wippach. — Neuerl. Relic. Smerdu'fcher Real., Sevce, BG. Adelsberg. — Reafs. 1. Feilb., Trost'sche Real., Podraga, BG. Wippach. Im Unterzeichneten Verlage ist soeben erschienen: lättfer-Beryicjjnis der andeshauptftadt £ tu b a oft. 6 Bogen 8°. Deutsch und slovenisch. Preis: vroschlert 50 !rv gebunden 70 kr. Mit dem vom Stadtmagistrate auf Grund der Gemeinderathsbeschlüffe 20. und 22. Juni 1876 neu angefertigten und daselbst ausbewahrten Original®*“’., de« „Häuserverzeichniffe« der Landeshauptstadt Laibach" amtlich verglichen NN» demselben in Worten und Zahle» vollkommen gleichlautend befunden, ® dieser neue Häuserverzeichnis, in welchem die neue Stratzeneiutheilung #rP der alten angeführt erscheint, einem dringenden Bedürfnisse abhelfen. Laibach, 30. Juni 1877. Ig. v. Äleinmayr & Jeb. Lambers« Druck von Jg. v. Äleinmetir & Fed. Bamberg. Verleger: Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz S>! 8 l l e r.