prattumerattoits - prctsc: Fiir Laibach: Gaiizjahvig . . . 6 fl. — ft. Halbjiihrig . . . 3 „ — „ Vierlcljahrig. . . l „ 50 „ Moilattich . . . — „ 50 „ 'iDiit der Poft: Sanzjiihrig . . . 9 (1. — Ir. Halbjiihrig . . . 4 „ 50 „ viertetjiihrig. . . 2 „ 25 „ Fiir S'lfledung ins HauS viertel-jiihrig 85 Ir., monatlich S ft. ■’ Einzelne Nummerii 5 tv. Laibacher Tagblatt. Anonymc Mittheilungen werdeu nicht berucksichtigt: Matinskripte nicht zuruckgesendet. ttrbitklion: Bahnhosgastc Nr. 132. Ekpcdilion uni 3nfcrntcn-Surcnu: KongretzPlay 91r.8i (Buchhandlu^ von 3. V. IVieiuntaev St F.Bamberg^ 3nfcilii)ti9|)icift: '■tir tic cmlt)altige Pctitjeile 3 tr 6ci zwcimaliger Einschalning it r, tv. treimal ii 7 tr. 3n|evti lodlbjettbe Theil bed Landed mutzte also — ohtic batz tijm babci eitt Lan-bedDcnitbgcn zu Hilfe fame — antzcr bett I. s. Steucrn nod) alle bic obcu crwahnten Lasten fiir fid; allein tiagcn. Eine Lattbedtimlage von 35 Krcuzern toiirbe baher gewitz nicht attdreicheti. JnSbesouberc gchett bem fiiblichctt Thcilc ber Stcicrmark bind) seine historische nnb staatdrechtlidjc Stellung mi Lattbc, in Bczng nur die žlbtragntig nnb Berzinsnng der Grnttbetttlaslitttgosd)uld, Ur-theilc zn, welche bcrselbc burd) cinc 'Ansschcibnng and bem t'anbeduerbanbe verlicrcn loiirbe. Fast die Halste bed fiir bic chemaligcn Dominie,, audgemittclteu Entschabigtings-Kapitaled fallt anf bic slvvenische Stcicrmark, nnb eitt sc hr bebcu« tender Theil bed com Lattbc zu trageubcu Sritteld ati Zittfcn nnb Amortisation ber Grunbcntla-stungssd)ulb, ber auf bic fiiblidje Steiermark fallen miirbe, wirb mittclst ber tiatibcettmlagc in ber That von bent ilontrctum bed Lanbcd gctragen. Ed lafet sich zifferntahig nachmciscn, bati bie fiiblidje Steiermark mit ber gefammtcn Latibcdum« lagc von 35 Krenzcrn nicht citmtal uollftanbig jette Zahlnngdverpflid)ttt»gett and ber ©runbentlastuttg Ccctt, welche bci einer Ablosung vott bett bcutfchcn Theilen bed Lanbcd auf bicfelbc cntfnllcn wiirbcn. Die materiellen Nad)thcilc einer Trctttiling bed Lanbcd roarcn baher ganz auf Seiten bed sloveni-fchett Stcuertragcrd. Wenn aber and) babitrd) einige (šrleichterung bem beutfcheu Theile bed Lanbcd zn-gcheu wiirbc, so konnten uno burften both solche Riicksichlen niinmermehr bestimmenb fur bic Fragc feitt: ob cinc Zerftiicfung unscrcd Batcrlanbed zu-zngebcn, ober iiberhaupt ftatthaft fei? (Sben so nachtheilig fiir ben fteicrmarfifchcn Slovencn wiirbc bic Bcrcinignng mit bent Nach-barlonbc train fein, auf welche man cd cigciitlich abgefchcit hat. Dicsclbc wiirbc in ber That ttur bic-fem Lanbc zu Gute konimcu. Ed ware died cine Verschmelzung mit eittem Lanbc, bad in seiner griitzeren Aiidbehnung von ber Natur schr ftiefmiittcrlich bebadjt ift nnb bad cinen grohen Theil seiner Lebendbebiirfnissc and anbercn Lanbcrn bczichcu muh. ohne babci einc uamend-iDerthe Jnbustrie zu bcsitzcu, ober iiber cinc namenS-werthe getverbliche Probuktiou zu verfiigeti. Srnin hot cinc hohcrc i'aubcdumlagc old Stcicrmark, ohne mit bcrfelbeti and) nur aunohernb bad fiir ben Wohlstonb und die Bildnng bed Bol-fed, sur bie Uitterstiitzung ber Gemeinben tttib Be-zirke u. s. w. Icisten zu konncn, wad in Steiermark mit einer gcringeren Umlagc gclcistet wirb. Hohcrc Umlogen und geringerc Leistungcn, Gesehgebung und Besteneruug vom Laudtagc zu Loibod) and nnb zu Zwcckcu dcd Lanbcd train, Regieruug burch die k. k. Statthaltcrci in Laibach, und Bcrwoltung bed Bertnvgend nnb ber Um-lagen ber stcicrischcn Slovencn burch einen Lanbcd- audschufj in Laibach it. s. w., bad marc also ber Lorlhcil, wclchcr voraudfichtlid) bem slovcnischen Steicrmarker and ber Vereittigting mit bem gebach-tcn Nachbarlatibc ertuachfen miirbe. Der Laitbedaudschuh Hofft, ba§ biefc ruhige, bett wirklid)ett Thaksachcn nnb Berholtnissen entspre-djeubc Dorstcllung gccignet fcitx wcrbc, bic Beun-ruhigutigeit, welche fiittstlich hcruorgcrufen wcrbcn, zn zersttcuen, bic Eiitftellutigen nnb Uebertreibutv gen, zu wclchctt cin niipraftifchcr Eiscr trcibt, auf bic niichtenic Betrochtitng ber wirtlidjcn Lage zuriick-zn fiihrcn itttb bett Friedcu ittib bic Eintrod>t zu crhaltcn, in wclchcr bic Bcrnohncr Stcicrmorkd ohne Unterschieb ber Sprochc feit cinent halben Jaht" tauscnb ihr getticiitsamed Gcschick gctragen unb bad genieittsamc Zid bed LonbcdivohlcS atigcstrebt haben. Reichsmths-Berhandlungen. Wien, 12. November. Dcr Schwcrpunkt dcr gcstrigcn Sitzung bed Ab-georbnctenhaused lag in ben bier Ministcrredeu, weld)e zur Vercheibiguug bed Wehrgesctzcutwurses am Schlutz ber ©eneralbebatte gehalteit wurben. Die fiihtte ititb wirknngdvolle Aktion ber Opposition am bcrgeftrigen Tage, bic Mattheit ber Rcbner ber Majoritcit inujjte bic Regiernng bazu briitgen, alle ihre Krciste ittd Felb zn stellen. Unb so trat aid erfter Redner fiir die Regierungsvorlage ber Reichdkanzlcr v. Benst fetbft in bic Schrattfett. Er Icitcte seine Rebc in ber befaitiitcu scherzhaftcn Weise cin, tnbettt er sich bcfchcibcii bed heroftratischen Rnhnics eutflcibete, wclchcn Skene ihtu vinbizirt hattc, unb wonbte sich bnmt gegen ben Vonvnrf, bad Hcer tonne cin Werk-zcng ehrgcizigcr Diplomaten wcrbcn. Der Rcichskanzlcr hattc abcr feineit gutett Tag gefterit. Seine $d)crze icareit Don iiblcr Wirkung in einer so michtigeu nnb folgenschweren Berhanblnug, unb bie Art, tuic cr bic Argumente ber Gegner bed Ge-setzed zu entkriiftcn |"itd)tc, war feittc gllictlichc. Jus befoitberc rnachte feitt stolzer Hinweid auf bie Beflisseu-heit bed Ministerinmd, bie konfcssioncllen Gesctze im Hcrrenhausc zu Dcrtheibigen unb ber allcrhbchften Sank-tion zn mtterbreitcn, feineit Einbruck. Jebcrniann cr-inttert sich ber langeit Zeit, wo wir batnad in fteter Pein um bicfer Gesctze milieu schwebten, jebcrniann we is;, mie filmmerlid) jene Gesctze sich jetzt gegen ihre Wibcrsachcr behaitpteu. Der letztc Trumps, melcheu ber Reichdkanzlcr fiir bad Wehrgesctz andspielte, batz namlich burch Annahme bcdsclbeu itnfer Bcrsassungdlcben sichergestellt wcrbe, murbc ihnt Don bem Berichterstattcr ber Minoritcit sosort abgeftod)en. Die meitigeu, ticfetitfchneibenben Bemerknngen, luelche Dr. 9?ed)bancr an bic Rebe bed Reichdkanzlerd aitfnliste, wogen bcsscn Rebc Dollkomnicn auf. Schr matz-voll beiilitztc ber fteierifche Abgeorducte bie Waffeu, welche ber gcnicinsantc iihef bed Kabinetd ihtu in bie Hanb gab. Er Dersck)mahte cd, bie Derstcckte Drohung, welche in ber Benst'schcii Schlujjtirabc, batz „burch bie Botirnug bicsed Gesetzes bic ruhige unb friebtiche Fort-eittmicflung unferer Berfassuug gesichert mcrbc," lag, zu Dcrwcrthen. Er roicd auf bie gtinzlichc Aufhebuug bed KonkorbatcS unb bic cbligatorifche Jivilehe hin, roelche nod) eincit sehr roeiteit Witknngskteis fiir das Ministetinm bilbett, imb nahm ironisch Akt von ber Erklarung, bah 800.000 Mann nvthwenbig feien zur Entwicklung unserer Berfassung. Einigermahen iiberraschenb rnuhte bie Erklitrung be« Regierungsvertreters v. Horst fein, ba| bie Armcc bas bemokratische Prinzip mit Ansrichkigveit bcgrithe. Er meinte abet offenbat nur das Prinzip ber allge-meinen Wehrpflicht. Gliicklicher a 16 ber ReichSlanzlet roW ber Minister ohne Portefeuillc. Dr. Mgcr lehntt it* ber an ihm gewohnten Beschcidcnhcit bie Ehre sines „Sprechministers" ab, unb roahtscheinlich, um btefe seine Ablehnnng zn befraftigen, hielt er etne tange Rebe. Mr miiffeit iibrigens gestehen, dah Herr Berger geftern ganz rnahvoll, bafiiv aber auch mit cinent reichlichen Aufwanbe jener bialekiischen Knnst sprach, die hart an bie Sofistik ftreift mtb bie an eiuem SBMateu, welcher eincit vcrzweifelten Fall zu ver-thtidigen hat, so sehr bemmtbert roirb. Er stellte ber osterreichischen Ionrnalistik vorerst ein glanzenbes Zeng-nih aus unb versicherte bann, bah in ihm ber alte Abgeorbnete bet Paulskirche nvch lebe. Am besrie-bigenbsteit wirkte bie Bersicherung Dr. Berger's, batz bie grotzte Rache gegeniiber jenem, gegen ben roir Rache-gebanfen haben konnten, sei ein sreieS, ein retched, ein geistig gehobenes Oesterreich. Datz aber bie Re-gienmgSvorlage ber Weg baju sei, bas roagte er nicht grradezn zu behanpien. Er beutete es blos an. Prinzipielle Unterschiede zwischen iRegiermtg unb den Antragen ber Minoritat bes Ansschusses, meinte ber Minister, sinb nicht vorhanden, sic rebujiren fid) baraus ob 600.000 obet 800.000 Mann, ob 3 ober 2 Jahre Dienstzeit in ber i'inie. Solche Fragen icerbcn uach ben Regeln ber Zweckrnatzigkeit entschieben. Der Vorwurf, bah ein Militcirgesetz feinc Freiheit bringe, ist ein ungerechter. Freiheit verlangt man von eiiter Bersassung, von eiuem Wehrgesetz verlangt man Macht. Ungerecht ist es, bas Wehrgesetz bas milttarisdje Konkorbat zu nennen. Nun, Miter fretitben Macht roirb in bentselben Einslnh eingeriiuint. Much bte Rechte bes parlamente« roerbeit nicht geschmalert. Die Regiernng hat die atlgemeine Wehrpflicht and) als ein demokratisches Prinzip augenoimuen, aber deshalb ist es noch kein sreiheitliches. Es hat jeboch ben grohen Borzug, feah eS der Forbevung ber G letch-heit entspricht. Ein Rebuer hat gesagt, dieses Prinzip iverbe nicht blos bie Gleidcheit, soubern and) die Freiheit sordern, roenn es aus das Milizsystent angeroen-bet roirb. Ein anberer Rebuer hat gesagt, bah es die Freiheit niemals sordern fimnte, unb ein brittcv uinimt bie Mitte ein unb nieiut gar, bah bie Freiheit erst ba fein roiirbe, menu bie ©tellnertietung ein-gesiihrt roiirbe. Wahrlich, sonberbare Meiiiung6tiersd)ie= benhciteu imterhalb ber Opposition. Wenn aber ein Rebuer sogar iit geroissent Eiuue ben Zasarismus ge-feiert unb ben Nameu Haynau zitirt hat, so vermag ich ihm ba nicht zu solgeu, benn ich uerabscheue ben Zasarismus unb es regt sich in mir ber Abgeorbnete aus bent Jahre 1848. Die Behauptung, bas Wehrgesetz roerbe Oesterreich politisch, sinanziell mtb volksroirthschaftlich ruiui-ren, schieht roeit iiber ihr Ziel hiimits; Baron Beust hat bargelegt, bah OesterreichS Politik eitte friebliche fein luiisse, unb berselbe Gedauke leitet auch bie zis-leithanische Regierung. Die Attsbilbung ber materiel-ten Jnteresien, bie Bertiefung ber .geistigen Kultur, die Einreihuug atter Nationalitciten unter bent Priu-zipe ber ©leichberechtignng in bie Bersassung, bas muh ijsterreichische Politik [ein, unb bie beste Rache jenem Rachbarn gegeniiber, gegen ben roir Rache-gebanteu haben konnten, ist ein sriebliches, freies, retches, geistig sich crhebenbes Oesterreid). (Beisall.) Aber roir teben nicht in eiiter ibealeit Welt, roir konnen uits nicht ben Arbeitcit bes Friebeus hingeben, ohne uns mit eiuem ©d)ittz zu umgeben. Es gibt atterlei Teitbeuzen in Entopa. Ftauk-reich will iiber ben Rhein, Preuhen iiber ben Main, Ruhlaub iiber ben Pruth (Hciterfeit), Jtalien mochte ein Stiick bed Trentiuo unb Jstrieu , unb selbst bas roinantische Rumdnieu mit feiuen staatenbitbenbeu Teubenzeu roirft begehrtiche Slide uach Oesterreich. Es kanu nicht gleichgiltig fein fiir Oesterreich, bah es voin Rhein bis Betgrab Don Preuhen urnspannt roirb. Man roeist aus LllliaNzen hin. AVer will man einen Alliirten haben, so muh man bentselben auch etroas bieteu konnen. Man spricht obit 9ieutratittit, aber um fte zu erhalten, muh man start fein. Sinb roir nicht geriiftet, banu roirb Oesterreich eiit TheilnngSobjeft siir bie strcitenbcn Mdchtc. (Beroegung.) Daztt barf es nicht fommeit. (Beisall.) Das Wehrgesetz ist burch bie augenblttfliche I'age EnVopa's geboten. Ich sag* „tiuchluh zn vollziehen. Gcfetzt jeboch, es ware der Fall, so fattn id) nicht sagen, was id) thim roiirbe, roenn morgen obcr ubcrmor-gcit bic Frage zur Cntscheibung an unS herantretčn solite. Morgen obcr iibennorgen komicn bie Pcr-haltuisse nnbers licgcn. Aber roenn ich hcntc unb unter dcn hentigcu Berhaltnisscn zn sprechen Haile, so roiirbe id) nicht anstehcn, die Zuriickivcisung deS AnschlnsseS zur Bebingung meines BerblcibetiS im Amte zu ntachen." Im Kongreh-Poleu gcht cs redjt lustig zu. Die pulizeiliche Versvlgung jener Pcrso-nen, bic ohnc Erlanlmitz ber russischcn fflehbrbcn gelcgcntlich ber projektirt gerocsenen Ankunst bes Kaisers Franz Joseph injSfrafan nach bicfcr Stabt ge-rcist sinb, hat noch imtner nicht ihr Enbc erreicht. Wie namlich ans Gabomsk trout 4. d. gcschricbctt roirb, sinb boil erst neucrbings 14Pcifottcn — zumcist begiitei'te EbeUeute — wegen jener ohnc Bcwilli-guug ber russischcn Polizei untcrnommcnen Rcisc zu 100 bis 350 Rubcln Gelbstrase verurthcilt Worden. Auch bie Diencrfchaft, roelche bie nun Bcrur-theilten anf ihrer Rcise nach Krakau begleitete, rcarb scilens ber Polizei mit Arrest strafe belegt, bie indeh in eine Gelbbuhe umgewanbett lucrben fontite, falls namlich ber betreffenbe Dienstherr zur Zahlnng ber lctztcren sich ticrftanb. Im Gouvcrnemcnt Kielce find schon vor niehreren Wochcn dhnlidjc Bcrurtheilun-gcn crsolgt. In ben Sngl isch-amerikanischcn Slrcit-fragen, wcniffstcuS in ciner berfclbcn, ist nun both ber Konssg von Prcuhcn als Schicbsrichtcr ge* wahlt worbcni Seincm Urtheile wirb bic Alabama« stage untersteflt rotrbcn, ivahrcnb ber schrocizerische BnnbcSprasibSnk niit bem sdjifbsrichtcrlicheu Spruche in ber JnMsragc bctraut wurbe. Der neiiernanntc G c net a 1 k a pi l d n Prim hat ein Zirfular an bie Armcc erlassen, woriu er ben Solbaten fategorisch bas Politikmacheu verbir-tct. Er erinnert bie Armce baran, bah sic feinc an* be re morclische unb matcrictle Macht Habe, als jene, roelche aus ber Grin heit beS Geistcs unb ber Hand-lungcn resultirt, bic sich burch DiSziplin ossenbart, unb bah eigenmachtige Kunbgcbungcn nub Akte ein-zeluer cine vollstdnbigc Reflation feien, roelche ben mdchtigen Arm ber Ration ben Partei-Einflusterun-gen prciSgcbcii. Mititars bitrscn roeber folleftiv uoch cinzcin an irgeub ciner uichr ober rocuigcr offcnt-lichcn Assoziation ober Bersammfung sich bctheilU gen, bie bestimmt ist, ciucn politischcn Gebanken ober irgeub rocld)cit politischcn Zweck zum Ausbrucfe zu bringcn. Die ..Gazetta be Mabrib" vcroffentlicht end-lid) baS crroartete Wahlg esetz fur bic spanischen Korte«. Die Wahl roirb zwischen bent 15. unb 25. November ftattfiuben unb bic Gesammtzahl ber Deputirtcn 350 bctragcn. Zur Tagesgeschichte. — Den > Handclsfamiiiern von Czernoroitz, Eger mtb Briinn sinb nod) aitbere, barunter Pilsen unb Roveredo, ntit bet Vorstellting gefolgt, bas Handels-miitifterium mbge aufVetmiitdetnug derFeiet-tage hiuroirten. Das Handelsmiiiisterittm vertritt bent Betnehmen nach in Betiicksichtigttug ber Botstel-luttgen ‘eine rabifale Rebuktion. Das Acketbanmini-sterium hat ein Votum fiir eine invdisizirte Rebuftion burch Absdjafsuitg bet abuftoen Feicrtage abgegeben. Dein jetzt zn envartenden Botuin des Kultusministe-riuins bars titan bet biefer Meimmgsuerschiebenheit ztvisd)eu Handels- unb Acferbaitminiftcriiim mit ©pan-nung cittgcgcnfchen. — Die Bessettmg in bent Besiubeu des Biitger-meisters von Wien, Dt. A. Z e l i n f a , i|t nun eine battcrnbe. Obroohl noch iinnter Bulletins aus-gegebeit roetdeu, erachtet man jebod) jede Gesaht als bescitigt. — Die f. f. nieberbfterreichifche Statthalterci hat bie beabfichtigte Bilbtmg eiites Wiener Wehr-V ere ins verboteu. Diese Untersagiuig roirb bamit begrilnbet, das es aus hbheren ftaatlichen Riicksichten nicht zutassig erfcheint, roenn sich aus ber Basis bes VereinstechteS, uach Art bes stehenbe« Heetes geglie-berte beroaffnete Kotpersd)afteu bilbcn, roetdje sich ber uumittelbareu Einfluhiiahme unb bet Eontrole ber Regierung cntziehen, unb bah bic Bilbnng bcS Weht-veteins mit Artikel 5 bes StaatsgrnnbgesetzeS voin 21. Dezeniber 1867 nicht veteiitbar ist, liad) roelchetn bet Oberbefehl eiiter bcroaffnetcn Macht eiit ansfchlieh-lichcs Recht ber Krone ist. — Das Gtunbttngskoinitee hat gegen biefe Eitlscheibttng ben Rekitrs au bas MU nisterium ergrissen. — Ueber bas Eisenbahnungliicf bet Horowitz erthalt bie „Prager Ztg." solgettdes Tele-gramm: Zroanzig Berwundcte rourbeit nod) unter ben Ttuntnteru gefimben, 13 Perfoncit sinb gestotben, 33 schroer, 14 leicht verrounbet. Bier WaggouS unb 12 Lastroagen rourbeit zertriimmcrt. — Ein Frater bes Znainter Eapnzinetklostets, ber bcrcits bas Getobnih bet Ehelosigkeit abgc-legt hatte unb seines Zeichens ein Seiseusieber war, rourbc von rocltl chen Geliisten aitgestedt, vetlieh bah Kloster ttnb trat zum protestantifchen Glauben iiber, um eiite liber ben Verlnst ihrcs Manne« trailcrube katholische Wittve unb ©eifenfieberin im ehetidjen Dcr-banbe ttosten zu konnen; unb ba bet katholische Ptic- stcr Anstanbc gegen dic Trauuug erhebt, mirb man lit Znaim zum erstenmale cinev Civil - Eheschliehung beiwohnen. — Der Pfarrer A. Z. in Unter-Tamwwitz wurde von seiner Gemeinde wegen Verbrcchens beg Betruqes beim Nikolsburger Bezirksgerichte eingeklagt, Welches »ach erstatteter Anzeige an das k. k. Kreisge-richt Znaim nub nach staatsanwaltlichem Auftrage bie diesscillige Vornntersnchung eingeleitet unb nach erfolgter Einvernahme ber Zeugen ben Pfarrer bereits zweimal verhort hat. — An ber serbisch-osterreichischen Grenze wirb ein lebhafter Schm n g gel getrieben. Oesterreich liefert baS Salz nach Serbien zn ft. 2.70 ben Zentner. Dann wirb es nach Oesterreich hernbergeschmnggelt unb zn 5 fl. verkauft, was noch unmet fltr ben Oesterreicher 2 fl. Profit macht, beitn bent Oesterreicher wirb das Salz zn 7 fl. verkauft — von der Regienmg. So kommt cs, bah in Belgrad das Pfimb Salz 5 kr. kostet unb driiben in Semlin 12 kr. Die Semliner Hansfrau zahlt 15 kr. fitr die Neberfnhrt nach Bel-grad unb kauft sich bort vier ober fiiuf Pfnnb Salz. So hat fie alle Wochen einen Spaziergang gemacht, ihr Salz qekanft unb noch 10 kr. profitirt. Die Snmme bes unter bent Schutz ber Grenzwache von Serbien nach Oesterreich gepaschten bstererreichischen Salzes soll jahrlich 700.000 Centner betragen. — Die Lehrkanzel fur slavische Sprache unb Literatur am College be France in Paris wirb in Hin-kuuft beit Titel fiihren: Lehrkanzel ber Sprachen imb Literatur slavischen Ursprungs. Lokal- uitb Provinzial-Angelegenyeitm. Original-Korrespoudenz. Gorz, 11. November. (Schillerfe ier. — 93cfuch ber Mittelschute.) Gestern wurbe in bent hiesigen Bereinc „ Konkordia," ber anch Slaven nub Jtaliener unter feinctt Mitgliedern zahlt, ber Borabenb von Schillers Gebnrtstag fcfttich be-gaugeu. Eiue Tombola, bereit Gcwinnste aus Gcschenken ber Mitglieber bestanden unb bercn Ertragnitz (37 fl.) fur bas Schillcr-Denkmal in Wien bestimint ist, er-offnete ben Abend. Hieranf hielt Herr Heinrich Penn, Rebacteur ber „Gorzer Zeitung," ben Festprolog, in bcui besonbers betont wurbe, Schiller sei nicht ein beutscher Dichter, er sei ein Dichter ber ganzen Menschheit. Diesem folgten zwei Sopran-Arien, bie Deklamation beg „Handfchnh," cm Duett siir Sopran unb Bariton, Deklamation des „Tancher" unb enblich ein Quartett von Clavier, Violin, Violonccll unb Harmonium. Die Feier bcschloh ein Ball, bet bis gegen ben graucuben Morgen baucrte. Ait beit hiesigeu Mittelschuleu, besouders am Gymnasium zeigt sich heuer in ber Einschreibnng ein bebeutender Aussall gegen sriihere Jahre. Einige wollen dies mit bent Nationalitatenstreitc, aiibere nut bent neueit Wehrgesetze tit Verbindung bringen. Lokal - Chronik. — (Das Praliminare bet ftabtifcheu Ein n ah men unb AnSgabcn fitr das Vet -waltnngsjahr 18 6 9) erliegt zn Jebermanns Einsicht im magistratlichen Expedite, wo anch bie all-faUigeu Bemerkungen zn demselben von jebem Geiiteinde-gliebc eingebracht werbeit konnen. — (Die K onzerts arson) ber philharmo-nischen Gesellschast beginut am kommenden Freitage, ben 20. d. M. Wie wit vetnehmen, bictct das erste Konzett ein sehr interessantes Ptogrciitutt, sowohl in bofaler als inftrumentatcr Hinsicht. — (Maikafer im November.) Gestern wurden aus eiiter Wiese Hiitter St. Krištof zwei lc-bende Maikafer gefunbeit. Der eine, mis lebend vor-gezeigte, wird zwischeit beit Wintersenstern bes Besitzcrs seine Winterherberge fiiibcn. — (SBeranberitttgeit im Kuratklerus.) Herr Anton Lampe, Kurat in Gotsche, int Wippa-cher That, kommt als Pfarrer nach Loitsch; F. Lnn-ber, Expo situs in Prawald, als Kurat nach Pobfraj; Fr. Kepez von Kolovrat als Expositns nach Pra-watb; Heinrich Spatovitz, Koopcrator in Dotnegg nach Pollanb nachst Lack. — (Theater.) „Flotte Bursche" bewahrten sich als eine noch immer zugkraftige Operetta ltub machtcn ein gates Haus. Wir wiinschen sehr, datz Herr Direktor Zvlluer rnbti* cinmol mit ein paar itvueit, a ber fl u t r it Operctte hervor-trate, ein guter Besuch wiirbe groifi nicht fehlen. Man mimfclt etwas von einev ..Grotzherzogin von Gewlstkin," von „Pariser Leben" :c„ aber es zeiflt sich nichts. Hofsent-lich werben wir baraus nicht niehr gar zn lange marten. Uni noch die Anssiihrung der „Flytten Bursche" zu erwali lien, so war dieselbe, wie bei der giiten Besetzuug vorauszn-setzeu war, fine lobenswerthe. Frl. Jessika sang unb spielte den Friuke recht brav; Frl. Pi chon enthnsiasmirte das Publikum durch einen eiugelegten Bravour - Walzer; die Frl. Jelliuck nub Weih hiclten sich ebensalls wacker. Herr Mii ll er cnitctc siir seiue bekanute, gute Leistung unb siir sei,i iieues, gelungeueS, biplomatischeS Exposv stiirmi-scheit Beisall. Da anch die Herren Moser imb Mahr be sriebigten, so klappte bie gauze Anffiihrniig unb bas Publikum amilsirle sich bei ber alien Operette recht gut. Weniger war dies bei ben btibcit vo> hergeheubeu Lustspieleu ber Fall. „Salz ber Ehe" ist keiu iibles Stuck, aber gar zu bekanut; „Fiir nervose Francu" gefiel das erste mal nicht so sehr, inn cine so schnelle Wieberholuug zu rechtfertigeu. Ans bent Gerichtssaale. Laibach, 13. diovember. (Die Affaire bei Jeschza.) [Fortse^ung.] Ueber Antrag bes Joh. Resmann waten bie Stubenten Theodor Toman, Anbreas S ch u m nt e r, Gabriel Weih, Franz P e z h n t g unb Johann Tschadesch als Entlastnngszengcn vorgelaben worben, welche ait« geben, das; sic sich iiber sriihere Vcrnbtebuitg ant 17ten 3)?ai b. I. in ber Sternallee uersamniclt unb mit Ausnahme bes Theobor Toman, ivelcher znrlickblieb, in bas Atefch’sche Wirthshaus nach Jeschza begeben haben. Dort hatten bie Bnrschen unb bie Stubenten sich gc-genscitig zugetrunktn, es seien zwei Trinkspruche aus-gebtacht worben, unb chevor fie wegsuhren, Habe Johann Resmann, zn den Bnrschen geiuenbet, gesprochen: sie sollen jetzt schlasen gehen unb bie aitberit Lente anch in Rnhe lassen; fie seien banit lueggefahreit unb beim „Russischeu Kaiser" mit bent Rnse: „Wackere Turner, bleibt stehen," aiisgehalteit worden, icorauf Johann Resmann geantroortct Habe: „Wir fiitb keine Turner, wit fiitb Slooenen." Letzteres bestcitiget anch Ferbinanb Resmann, ber anf ben Jnhalt ber Trinkspriiche beshalb nicht acht gegeben haben will, weil sie ihitt zn butitm vorgekomnten seien. Agnes Sajoviz, Wirthin in Jeschza, unb bereit Tochtet Theresia geben gleichsalls an, batz Joh. Resmann vor seinem Weggehen ben Bnrschen gefagt Habe, fie sollen bie Lente in Rnhe lassen. Der Schnbfiihrer Peter M i lek war vent Herrn Bezirkshanptmann aitf Patrouille ausgefenbet worben unb setzte sich vor beut Alesch'schcit Wirthshausc in Jeschza nieber. Da seien bie Stubenten gekommen unb sogleich in die WirthSstubc gegangeit; die Bauern-burschen hatten sich jedoch vor dent Hanse befuubeit unb ein Student ha be sie banu hineiit gerufen. Er Habe barciuf slovenische Licber fiitgeit unb rcbeit gehort, von beit Reben aber nut bie Worte verstanben: „Wir Slovenen inllfseit znsammenhalien." Als die Studen-tcn dann zurucksuhreu, Habe sie Val. Sajoviz eine Strecke begleiiet, unb als er den Wagen verlies, Habe ihm Jemanb zugcrufcn: „le nabite jih,“„ wotanf Sajoviz geantwottel Habe: ,,bomo Že naredili, kar se bo dalo, per moji duši." Albin Orecheg, jener Turner, ber die Banent-bntschen in der Frnh aufgeforbert haben foil, Abends zu kommen, roeitit sie Kourage haben, stellt diefe Aenhe-rmtg in Abrede uitb gibt bagegen an, batz er mit Val. Sajoviz uitb Frifchkoiiz, die er feit Iditgerer Zeit faitntc, weil feine Mutter tit jener Gegcub eine Rea-litat besitze, sich freunbschaftlich befptocheu uitb sie ab-gcmahnt Habe, ant Abenbe itgenb ciiicit Konflikt zn provoziren. Jofef P i r z, Stratzeneinranmer in Jeschza, hotte schon ant Nachmittage int Alesch'schen Wirths- hause von ben Angrifsen auf bic Turner reben, unb rieth beit Banetnbutschen bacon ab, indent er ihnen sagte, es seien sehr starke Lente darnnter, worans aber bie Bnrschen ihn selbst zn priigeln brohten, roeitit er' nicht still sein toiirbe. Als er bas Wirthshaus verlieh, bemetkte er, datz bei ber in ber Ndhe befinblicheit Brucke ber Oner-balken bes Gclanbcrs abgeriffcti unb iiber bic Brucke selbst getegt war, ofseitbar zu bent Zwecke, bamit bie Pferbc bort stolpern uitb st Ur zen. Diesen Ouerbalkcn Habe er befeitiget unb beit Wcg so wicdcr srci ge macht. Franz D c b c n z, Hntinacher von Laibach, nnb seine Gattin Fraitziska kamen beildusig mn 10 Uhr Abcnbs beim Alesch'schen Wirthshanse an, wo bie Stubenten gerabc im Bcgrissc roareit, wegznsahrcn. Als er in bic WirthSstnbc trat, ties gleich ein Baucru bursche: „Da ist schon so ein verfluchtcr Dcntfchcr," worans Franz Debeuz sagte: „Jch bin kein Dcntschcr, sonbern citt Krainer, unb jene, bie nach MannSburg gingen, sinb auch Kramer." Um bie Bnrschen zn be-sanstigen, Habe er ihneu eine Matz Wein gezahlt, ein Bursche aber sagte ihm: „per moji duši, če so nemec. ne bomo bili,“ uitb bicfem entgegnete er, er wcrbe both an seiner Sprache erkennen, bah er eitt Krainer sei. Die beibeit Hntmachergesellen Anbreas T s ch e h ou unb Alois Mots chit if waren spat Abends beit Turnem entgegen gegaitgeit, weil sie glaubteit, bah bicse mit Mnsik in Laibach eittriideit werden; in ber Niche bes Pulverthurmcs seien ihnen zwei baurische Manner entgegen gekommen, bic fie roarnten, iveiter zn gchcn, ba hiitter jebem Banrne ein Boiternburfche mit eiitent Holzpriigel ftehc, unb auch sic feiett gefragt worben, ob sic Deutsche ober Slovenen seien, unb erst als sie sagten, sic seien Slovenen, habc titan ihnen bebeutet, dah sic ungefdhrbet iveiter gehen kmtnen. Nun kommen verfchiebcne Zeugenanssagen vor, aus betten hcrvorgcht, batz bic Angrissc auf bic Turner schon feit einiger Zeit Dorbereitet roareit nnb bah bie Anrcgnng bazn chnc Zweiscl von Laibach aus-ging, ohne dah die Uitterfuchuitg jcboch in biefer Be-ziehnng ein bestiinmtes Resnltat erzielt hattc. So gibt Marianna Ju v a n an, bah man schon unter Tags in Jeschza sprach, bah bie Bnrschen beitn Alcsch unb Urbantschck trinkcn, um Abends die Dcntschen zn priigeln, unb man wcrbe bic ©ache so einrichten, bah nichts bafon entbeckt wcrbe. Jakob Sttpan-tschitf ch, Knccht des Hemt Galič, trauk Bormittags beim Rbhlwitth ciit Bier. Dort befanben sich bret Herren, welche bavon sprachen, bah bie diemSkntarje heute noch gcpriigelt werden; er Habe um bic Ursachc gefragt, unb man habc ihm erroibert, er wcrdc es fchoit fchen, menu er babci fein wcrbe. Johann P e r-f chi it gibt an, bah bic Bnrschen von allen untlic gcnbeit Dbrscrn sich VormittagS vor betn Gottesbienste iiber bicse Angriffe uerabrcbetcn, er Habe ihneu gefagt, sic lvcrbcn ivahrfcheinlich bafiir vicl We in zn trinkcn befommen, biefe Achcrung Habe cr aber nur beshalb gethan, weil er wisfc, bah bic Slovenen die Dentschen hasscn unb gcrne cs sich was kosten lictzeit, tvettit bicse gcpriigelt wllrden. Aitbere Bnrschen hatten aber ge gerufen, wir haben schon 3 ©inter; ivieber attbere, wir haben schon 4, 10 (Sinter Wein. Marie T it m a, Kellnerin beim Rotzlwirth, fagt, batz ant 17. Mai Vormittags zwei Banern bic Worte fallen lietzen „bah sic gcpriigelt werben;" fie habc gefragt, wer dies sei, unb znr Antwont erhalten : „jcuc, die nach MannSburg giitgeit." Ebenso fagt Martin La uter, datz Vor-mittags vor der Franziskanerkirche davon gesprochen wurde, unb batz ein Hanbler mit Holzwaaren bamals zitgegen geweseu war, ber sich aiiherte, er habc gehort, man wcrbe bie Dentschen heute priigeln. Frau Entilie Stebry hattc Tags zuvor ben Dienstmann Nr. 17 zum Bodcuwichseu bei sich unb biefer wurbe von einent attbern Diciistmanne cibgehott, ber ihm den Auftrag brachte, nach MannSburg zn gehen. Der Dienstmann 9ir. 17 aiitzcrtc sich baritber sehr nngehalten, unb als Frau Slcdry um bic Ursache sich crkunbigtc, sagte er: „Wisscn Sic noch nicht, was fchoit fast jedes Kind weih, dah die Deutfchen in MannSburg geprugelt tverbcn?“ Franz Storf, Kornniis bei Herrn Wofch- nagg, gab ait, das; Tags darauf iut Gewolbe eine Dame Voit dicsen Vorfallen gefprvchen Habe uttb cm daselbst anwesender Mann, in welchem er spatcr den Schneider Barthelmci Jentl erkannte, Habe darauf ge-auhert: „dies Halle id) Jhnen schvn frit her sagen foitttctt; er wisse, das; die Slovenen sagten: Wir Slovenen werden nicht selbst geheit, die Deutsche« zn priigeln, aber wir werden nnsere i’culc schicken." Barthelma J e ntl lcitgucle nrspriiglich diese Aehernngen, bei der Konfrontation wit Storf gab er jedoch die Mbglichkeil 3«, das; er dies gesprochen Habe, bed) will er fid) uich! erinnern, von went er es frither HLrte. Die Bedienerin Magareth Schager gibt an, das; fie an jeitent Tage in der Frith einen unbekannten Mensd)en in ihrer Wohnnng gefunden Habe, der ihr sagte, er Habe gehLrt, bast die Dentfchen von den Slovenen ge-priigelt werden. Als dieser Mann wnrdc Franz Z i ek ernirt, der aber angibt, dieser Bvrfall Habe adit Tage fpkter ftattgefunden, da er gehorl Habe, datz die Banern fich ciicherten, roeitn die Deutschen ttodi cinmal kommen, so werden fie itod) mehr gepriigell werden. Margareth S d) a g e r bleibt bei der Konfrontation bei der fruhern Llussage. Franz Jantschar gibt an, daf;, als die Turner in der Friih auS der benlfchen Kirche kamen, er von Jcmandem befragt wvrden fei, ob er gesehen Habe, wie diese „imbet“ auSgeriickl seien, und selber Habe dann beigesetzl, „dafl sic bald geprii-gelt wcrden." Barthelma Taschkcr sagt, dah Johann Aufchilfch nctd) der Eutlassnug auS der Uulerfuchuugs-hast ihnen mitthcilte, das; er bcim Urbantschek tratik und das; dort mehrere Settle aus der Schifdjfa gewesen seien, welche die Burfcheu attfreizien, die Deutschen an-znfallen nnd den Turueru die Fahue zu itehmett, nud ihnen dasitr einen Eimer Wein vcrfprachen. Alle diese Faden lichen ftch jebvch nicht weiter versolgen, bet kein Anhaltspunlt gegen irgenb eine be-stimmte Person gewonnen werden kounte. ;---- Die mysterioseste Person in diesein Stiicke spielte aber ein alllicher Herr tnit cinent Zyliudcr am Kopfe. Dieser sticg 9tad)mittagg bcim Hotel Elcsant in den Komfortabel 9if. :15 Hub lies; fid) zum Alcsch'schen WirthShausc in Jeschza fuhrcn. Dort rics er itad) Valentin Sajoviz, und als fid) bieser nicht blickcn lies;, snhr er weiter bis zum Dolliuar'schen Wirthshause, wo er ausstieg nnd belt Komfortabel zuruckfchickte. Bei Alefch wollte man in bent Komfortabel fogar zrnei Per-fonen gesehen haben, ber Kutsd)er wollte aber itid)l luiffcn, ob eine zrocitc Person in ben Wagen einge-stiegen fei nnb ob bcim Dollinar zwci Pcrsoncn ben-felben verlaffen haben, ttttb gibt uur ait, vatz ein Herr init eitteut Stocke aus bent Wege ben Wagen ange-halten nnd tdd)etnb gefagt Habe, er folk ben Herat nnr nach Jefdiza fiihrcn. Dieser nltlid)c Herr mil bent Winder snhr dami spater mit belt ©titbeitlcti vont Alesd)'schcn Wirthshanfe nach Vaibad) zuruck. Niemanb weitz, wie er zum Wirthshause bes Alefd) font, nie-ntanb will ihit bort in ber Wirthsstnbe gesehen haben, niemaub will wissen, wie er aus beu Wagen und in die Gescllschast der Studenten gekommcn fei, niemanb will ihn gekannt haben, and) der Student Jlz nid)t, mit dent er in Laibad) bis zur Ecke des Caf^ Elefaut giug; ■—- knrz dieser sehr verdachtige altlid)e Herr ver-dnstctc itctd) der Bemerknng des Herat Borsitzenden wie ein „duh.“ Die sohin einvcrnommencn Zengen (šinit Rak, Franz Schusterschitz,' Franz Slonscha, Johann Janesch, Joh. Jaueschitz, Andreas Hontar, Robert Plantz, Franz Doberlet, Jakob Klancr, Joh. Rcknagcl, Ferdinand Centrich, Joh. Schaffer, Anton Kalin, Marie Perletz, Akartin Koci, Joh. Pedes;, Franz Blasch, Emerid) Maier, Wilhelm Zikmunboffsky, Alois Feraut, Frieb-rich Kautfchitsch, Karl Luckmanu, .Sigmund Wad)tl, Franz Meistinger, Franz Rajakovilsd), Anton Dimz, Alliprando Filippi, Josef Dornik, Alois Luser und Anton Schrei geben ben Sad)verhall in Betresf der cinzeluen Ueberfalle auf bent Riickwege von Manus-burg genau so an, wie er bei ber Anklage entwickelt wnrdc, ohne das; fie jeboch bie Person ber Thaler er-ianut hatten. (Fortsetznng folgt.) Wittcruug. Laibach, 13. 9ioucinbev. Jiachts heiter, schivacher 9iotfcwiitb. Vormittag znneh-nteitbf BewLlkuug. llttterc i'uftflvontimfl and Siidost, obeve aus Rord. Schneeflocken mit schwachem tiiegcit abwechselnd. Morgens starker Reis. Wiirmc urn (I tthr — 1.3°, lags -f- 4.2° (1867 + 5.0°; 180(5 4- 7.8"). Las gcstrige Tagesmiltel der Wcirnie: -f 4.2", uni 0.7° itOcr dem Normale. Angekommene Frcmde. Am 12. November. Hotel Sta«I t Wien, Gotzlek, Hrastnigg. — Munk, fiaufnt., Wien. — Schindler, jrausm., Znaim. — Better, Privalbeantter, Prag. — Shotzina, Private, Agram. — Skarja, Poflmeisler, Kraindurg. HAlel Klel'aoi«. Jot>st, wutdbc)"., jtiinttcu. — Fetz nagg, Gntdves., Karntcn. Blan, Wattfm., Kanisd'a. — Horatschnil, Apowekerdgattiit, Agrain. Berstorbeuc. Den 13. yioucntbcr. Aiaria Merklic/ Tagliihnerin, alt 35 Jahre, iitd ZwWital ait bcv LungenlLhniung ftcr bend ltberbracht. Marktbericht. Slrninbtirfl, 11. November. A »s deni l'eiitigen Markte find erschienen: 70 Wagen mit Getreide, 40 Wagen in it Holz, 420 Stiick Sd'weine von 14 bid 22 kr. pr. Pfnnb, 19 Wagen mit Speck mid 23 Wagen mit Kraut, vttichschiiilts-preisc. fl., fr. fl. kr. Weizeu pr. Metzen 4 I 85 Butter pr. Pfund . — 3i> Korn „ 3 80 Eier pr. Siiick 2 Gerste „ 1 1 , Milch pr. Masj 10 Hafer 1 1 80 diindsleisch pr. Pfd. — 20 £ialbfrud)t „ — — M’albfltijd) „ — 22 Heiden „ 2 45 Schweincfleisch „ — 22 Hirse 2 30 SchLpsenfleisd) „ — If) Kukurutz „ 3 ! - Hcihndel pr. Stuck — 22 Erdapfel „ 1 i ■ Taubeu „ — 10 Linseu „ — 1 — He it pr. Centner . — — Erbsen „ — — stroh „ — — Fisoleu 3 I 84 Holz, bartes, pr. Klft. 0 60 Riudsschmalzpr.Pfv. — 47 - weiches, „ 3 80 Schweiiteschinalz „ -1 «4 Wein, rochcr, pr. Speck, srisch, - 1 30 Eimer . . . . t; — Speck, gerciuchert, „ — ! 38 weitzer . . . Gcdcuktasel iiber die atu 16. November 1868 stattfinbenden Lizitationen. Bersteigernng des StaatSgntes Vctrf. Schviftl. -Cffcvte. lOperz. Angeld. BerwaltungSkanzlei bed Stoatdgntcd Lack. — 3. Fcilb., Oberstar'sche Real., Slalenegg, BA. Reifniz. — Lizit. wegett Abnahme der nnbranchbaren Betten nnd Sacke von der Militarverpflegdvetwaltnngs-Station Laibach, eventnell der anderen Magazindstationcn ded Landedgeiieral' kommando Graz, Agram nnd Zara. 300 fl. Badinm. Miinvl. nnd schriftl. Anbote. Bid 10 Uhr Borm. bei der Mit.-Berpfl. Bez.-Verw. Laibach. (SvIcZiiflimflcii: Lehrerstelle am Gyntnasinm Cilli. 840 (945) fl. Bis 15. Dezetnber bei der steierrn. Statth. fei in ber Bcwillignng ber Kriegsinittel nnb in be. Festsctznng bes FriedensstandeS vollstandig frei’ bie zchnjahrige GcsetzeSbancr fei burch bie von ben Unflnvn angcnommene gleiche Periobe begritnbet. Die zehnjahrige Periobc bernhe auf ber angcnom-mcncn zehnjdhrigcn Dienftzeit. Das Gesetz Habe beit (Stjarakter eine« Berlrages; cs slehe bent ReichS-rathe die iiibirckle Initiative zur Erwirkung etiter Aenbcntng zn, wenn fid) daS Gefetz nidjt nutzlich crroeifen follte. Ungarn fei mit eitteiii gnten Bei-fpiele oorangegangcn. Es fei wichtig, bic Giiiigfcit OeslcrreichS in ber Machlfrage trotz beS Dnalismiis zn beroeifeii. Nach ben Schlnhmorten ber beiben Berichter-ftatter mcvben alle Minovitatcantrage abgelehtit, ber Kriegsftaiib mit achthunberttaufcnb Mann aitf zehn Jahre mit grofievMajoritat angenommeii. Die Fixi-ruttg bes FriebenSstanbes wurbe abgelehnt. Der § 13, welcher von ber zehnjahrigen Ber-zichtleistnng bes Reick)SratheS auf bie Atninberuug bes Contingents Han belt, wurbe mit 123 gegen 40 •Stimmen angcnommen. Zur Anuohmc biefes Paragraf S war bie Zmeidritkel-Majoritat nothroenbig. Prag, 12. November. Palacfi bezeichnet in cincr Zufchrift an bic „Korrefponbenz" ben @ra< feit Wenkheini alS einen Berleumber, weil bicfer ihn in ber Debatte iiber bas AnSnahinSgefetz einen offent* lichen SanbeSverrather nannte. Theater. Heute: Ein gmiicltfr Kaufmanu. Lustspiel tit 5 91 f to it, von C. A. GSrner. Pcrsoncn: Emannel Rohrbcck, Hr. Moser. — Auguste, seine Fran, Fr. Schmidts. — Meta, Frl. v. Stefani). — Adele, Frl. Konradin. — Hanselmaier, Hr. Stefan. — .Matbtiriita, seine Frau, Frl. Mahr.— Jettchen, Frl 4!agel. — Streichberger, Hr. Miller. — Louis Wille, Hr. Frau-zelius. — Franz, Hr. Parch. — Geheiinrath bon Bilsen-lialm, Hr. Pichon. — Oskar, Hr. Mahr. Morgen r Die „Favoritiit." Teiegeamm. aSicii, 12. November. In ber heiitigcn Si;-zung bes Abgeorbnctenhaufes bat ber Finanziyini-fter Theile bes Budgets fltr 1869 vorgelegt. Die Wehrgefetzbebatte wurde forlgesetzt. Paragraf 10 rourbc augeiiommen mit Hiinveglaffuug ber ©telle: „batz in beu erfteu Jahrgang ber Reserve Eiu-treteube, noch ein vierieS Jahr ini Akkivbieuste zn-rudfgehalten roerbeu kvnnen." Beim Paragraf 11 iiber bic KriegSslarke dcL HeeteS begriiubct Rcch-bauer bic Minoritatetautragc bcziiglid) ber Herab-setzvug ber KriegSslarke aus stchShuubcrltausenb Mann nnb bcziiglid) ciuer sechsjahrigcn Dauer bes Wehrgcsctzes. @d)inb(cr begriiubct beu SIntrag: cs fei bie Friebeusstdrke auf zmcihunbcrltaufcnb Mann seflzusetzcu nub bic Dauer bes Wehrgcsctzes ganzlid) zu flrcid)yt. Benst ucrlheibigt bic Ncgieru ngs-vorlagc, verwciSt ivicbcrholt auf bic eintretcn-ben ernften Bcrhaltniffc bei ber Nichtaunahme bcr-fetben. In ber Abenbfitznng mirb bie Bcrathuug fort* gefetzt. Beim Paragraf 11 fpridjt Skene gegen beit MajoritatSantrag, Stamm fiir benfelbcn. Minister Berger erkldvt, bie Rcgicrting tonne ben Mi-noritatsantragcn nicht zustimmen. Die Delegation Zahnarzt Englander aiw Wraz (oo-u) bechrt fid) beu p. t. Zahnpaticnlen hoflichst auzn-zcigcu, bnj; cr hicr in Laibad) angeloutmeit nnb tit seiner Priuatmohnung tm Heimann'schrn ,<>nufc non 9 Uhr friih bis 5 Uhr Abenbs zn treffeu ift. Wiener Biirse tiom 12. November. StaatiifontiE. Geld i Ware 5perc. oflerr. Wahr. . 55.10 55.20 dto. v. I. 1866 . . 59.80! 59.85 dto. National-Anl. . 63.70‘ 03.80 dto. MetalliqneS 5«.20| 58.30 Dofc von 1854 . . . 81.75 82.25 tufe von 1800, »anze Lose von i860, Flinft. 88.30! 88.50 95.75 96.25 Pramiensch. v. 1864 . 102.70 102.80 Grtmdcntl .-Obi. | Steiermark zn5pCt. 87.50 88.— Karnten, Krarn u. Kiistenland 5 „ 84.— 90.— Ungarn . . zu 5 „ 76.25 76.75 Kroat. u. Slav. 5 „ 77.— 77.50 Siebenbiirg. „ 5 „ 71.25 71.75 Aclien. Nationalbank . . . 828.- 829.- Creditanstalt . . . 224.30 224.40 N. o. CScompte-Ges. 615.— 647.— Analo^oflerr. Bank . Deft. Bodencred.-A. . 169.— 169.50 202.- 204.— Ocft. Hypoth.-Bank . 67.50 68.— Steier. E-?compt. Bk. 217.— 221.— Kais. Ferd. Nordb. . 1937 1940 Sndbahn-Gesellsch. . 186.40:186.60 Kais. Elisabeth-Bahn. Carl-Lndwiq^Bahn 168.— 168.50 209.75 210.— Siebenb. Eisenbahn. 147.— 147.50 Kais. Franz-Iosessb.. 160.501161.— Fiinsk.'-Barcser E.-B. 159.50 159.75 Alsold-Fium. Vahn . 148.75 149.25 Pfandbriefe. Nation. o.W. verlosb. 92.50 92.70 Una. Bod.-Creditanst. 91.— 91.25 Allg.vst.Bod.-Credit. 102.25 102.75 dto. IN 33 I. riickz. i 84.90 85.10 Ocft. Hypolh.'-Aank . Prioritats-Oblig. Siidb.-Ges. zu 500 Fr. dto. BonS (> ptLt. Ncrdb. (100 fl. CM.) Sieb.-B.(200fl. o.W.) 6tudolfSb.(300fl.o.W.) Franz-Ios. (LOO fl.S.) Lose. Credit 100 fl. o. W. . Dvn.-Danlpssch.-Ges. zu 100 fl. CM. . . Triester 100 ft. CM. . bto. 50 fl. o.W. . Ofcncv . 40 fl. 6.W. Ehterhazy fl. 40 CM. Salm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clary . „ 40 „ .Genois„ 40 „ Windischgratz 20 „ Waldstein . 20 „ Keglevich . 10 „ NudolsSstift. lOo.W. Wechael (3 Mon.) AugSb. lOOfl.sitdd.W. Franks. 100 fl. ,, „ London 10 Pf. Sterl. Paris 100 tzrancS . Mtinzen. Kais. Miinz-Ducaten 20-Francsstitck. . BereinSthaler . . Silbcr .... (Mb Ware 96.—, 96.50 101.—{101.25 223.— 224.— 89.50 90.50 81.25 81.50 81.75 82.— 80.25, 86.50 1-12.-142.50 I 92.50 93.— 118.— 120.— 53.— 55.-32.25 32.75 160.— 170.— 41.— : 42.— 32.— 32.50 35.50 36.50 34.—| 34.50 22.50 21.50 14.50 13.50 97.75 98, 116.80 46.40 ,i 5.52 9.33 . 1.72 ,115.- 23.— 22.50 15.50 14.25 98.— 98.20 117.— 46.45 5.52 5 9.33s 1.72s 115.50 Telegrapbischer Wechselconrs voin 13 November. 5perc. Metalliques 58.20. — 5perc. MetalliqueS mit Mai- und November-Zinsen 59 25. — 5pere. National Aitlehen Gil.15.— 18G0er Staatsanleheu 87.80. — Bankaktieu 827. — Kreditaktien 223.50. — London 110.75.— Silbcr 115.—. it. k. Duiaten 5.517,. Berleger und fiir die Redaktion verautworllich: Otto mar Bamberg. Druck von Jgn. v. Kleinmay.r & Fed. Bamberg in Laibach