Nl. 153 P»änum«l»t0 Frau Marie Krebel........' — l>0 „ Maria Tschemascher...... 1 '— Herr Jakob Matjan ... ._ >jO ,. Caspar Achtschin......' ' 2 — Frl. Johanna Schrcitter .... ' i ___ ., Iosefa Schnitter . . ' i _ Herr Carl Luschin.....'.'.'' 1 __ .. Baron Mac°Neven O'Kclli . . ' ' 2 — orau Maria Drcnit . . — 50 Herr Josef Bischoff.....!.''.'.- 50 ., Anton Burger........— 50 « Svoboda...... — 50 .. Ferdinand Bilina.......1 — Frau Jeanette Recher ......5 __ Herr Josef Mateusche........1 __ Frau Fanny Kuttnik........^ „ H)r. Josef Sajovic 2 — " Ai^lf Baron Prandau' ' ' ' ' ' 2 - „ Michael Lentsche . 1 __ „ Heinrich Maurer ....... 2 — " Carl Leskovic . . . . . '.^ ' ^ 1 ___ (Fortsehunl, folgt.) Zeitungsschan. Wir lesen in der „Monlags-Revue": „In einer Note zu dem Artikel eines Provinzblattcs über das neue Cabinet bemerkt die „Neue freie Presse", Graf Taasfe habe sich, als er von Innsbruck nach Wien kam, nicht nur zur Verfassungspartei gezählt, sondern auch die Bildung eines Cabinets gegen den Willen der Verfassungspartei entschieden abgelehnt. Allerdings hat er bald darauf seine Ansichten gründlich geändert." Die Thatsache, dass Gras Taaffe, der nach einem achtjährigen Aufenthalte in Innsbruck die Verhältnisse in Wien nur zum Theile teunen konnte und den ihm gewordenen Auftrag, ein Cabinet zu bilden, so auffasste, dass er sich zunächst an die Verfassuugsparlei wandte, reicht nicht hin, um die von der „Nenen freien Presse" daran geknüpfte Unterstellung, der Minister» Präsident habe bald darauf seine Ansichten geändert, zu motivieren. Graf Taaffe konnte in der Ferne „ver-fassuugstreu" und „Vcrfassuugspartei" für identisch halten; in der Nähe überzeugte er sich gar bald, dass sich diese beiden Begriffe nichts weniger als decken, uud dass wohl eine verfassungstreue Rcgiernng, nicht aber ein Ministerium der Vcrfassungspartei möglich sei. Der Ministerpräsident betrachtet sich als den Chef eines verfassnngstrcnen Cabinets, und nur einem solchen wird er Vorsitzen, aber er hat kann, Ursache, sich mit der Verfassungspartei zu »dentificicren, um au ihren Fehlern Antheil zu haben." Zum jüngste» Ministcrwechsel schreibt die „Beamten-Zeitung": „Von den neucrnannten vier Ministern sind drei nicht aus dem Parlamente, sondern aus dem Bureau zu ihrer hohen Stellung aufgestiegen. Es zeigte sich denn wieder einmal mit überwältigender Deutlichkeit, dass mitten in den Parteiwirrcn des Parlamentarismus der Staat zur verlässlichen Besorgung der öffentlichen Geschäfte nicht selten direct an jenen Kreis zu appellieren gezwungen ist, in welchem sich das Gegentheil von dem sindei, was den, Staate in der Regel in dieser Hinsicht sonst zugcbote steht: also volle Sachkenntnis mit politischer Unparteilichkeit. Es ist dies ganz besonders wichtig bei den sogenannten Ressortministerlen, bei denen sicherlich auch die enra« gierteste Anlhciluahmc «n den Bestrebungeu einer politischen Partei für mangelnde Sachkenntnis keinen Ersatz zu bieten vermag." Auf die Anerkennung übergehend, welche die scheidenden wie die ihr Amt antretenden Minister dem Beamtenstande gespendet, bemerkt das Blatt: „Wenn das alles kein leerer Schall ist, so stehen wir da vor der Aeußerung eiucs sehr erfreulichen Verhältnisses. Es wird endlich einmal anerkannt, dafs die Beamten, schaft eine Macht ist, welche die wahre Grundlage einer geordneten Führuug der Staatsgeschäste bildet. Nahezu umgekehrt hat sich das Verhältnis seit etwa einem Jahrzehnt. Damals erklärte ein geistreicher Minister — er ruht schon im Grabe, — er könne nur Beamte brauchen, die nnbcdingt seinem Impulse folgen. Er wollte nicht zugeben, dass der Beamlenstand der Träger der Staatsadministration sei. Nach seiner Meinung war dies der Minister, und der ganze Organismus der Beamtenschaft war ihm nur die sinn» uud willenlose Maschine, die von dem Minister gehandhabt werden müsse. „Wie anders heule! Heute halten die Minister Ansprachen an die Beamten, ans denen die Ueberzeugung hervorleuchtet, dass das Hauptverdienst an der Bewältigung der Staatsgeschäfte eben den Beamten zugeschrieben werden müsse, dass in den Traditionen des Beamtenstandes die Bürgschaft für die Ordnung und die gedeihliche Entwicklung des Staatswesens gelegen sei, dass der Minister an sich säst machtlos da» stehe, wenn ihm nicht die Unterstützung, die Cooperation seiner Beamten zur Seite steht. Diese Anschauungen sind in der That aus den praktischen Erfahrungen der Minister sowohl wie der Parlamentsmitglieder hervorgegangen, und wir möchten sie nicht nur für die höchstgestcllten Beamten, für die sogenannten „Referenten" acceptieren, sondern auch für die große Gemeinde der Beamten des executive« Dienstes, von welcher Branche immer. Diese haben die gleichen Traditionen, auch sie sind geziert dnrch unbedingte Pflichttreue, durch unwandelbare Ergebenheit für Kaiser und Reich, sowie durch selbstlose Ausopferuug der besten Kräfte für das Wohl der Gesammtheit. In dem Herzen jedes Beamten haben die erwähnten Ansprachen scheidender und kommender Minister ganz gewiss freudigste Zustim» mung gefunden. Sie haben aber darin zugleich — man darf dies wohl hervorheben — die Ueberzeugung wachgerufen, dass Männer, welche eine so hohe Mei-nnng von den Verdiensten und der staatlichen Stelluug des österreichischen Bcamtenstandes haben, gewiss nichts unterlassen, werden, um den oft geäußerten Wünschen dieses Standes gerecht zu werden." Vorgänge in Frankreich. Die samstägige Abstimmung des französischen Senats über die Amne stie-Vorlage wird selbst von den gemäßigten republikanischen Journalen mit großem Beoaueiu aufgenommen. Das „Journal des Dcbats" macht es der Regierung zum Vorwurfe, dass sie nicht für das Amendement Labiche einaetrelen ist und dadurch wenigstens die indirecte Amnestie gerettet hat. Nun, da der Antrag Bozcrians von dem Senate angenommen worden, räth das «Journal des Dcbats" der Regierung, denselben in der Depuliertentammer zu vertreten. Dagegen ist der „Temps" der Ansicht, Iieuilleton. Aus dem Triglavgebiete.* (Fortsetzung.) dl^ ?""k Wäre ich hier ein wenig länger verweilt, "cy hente ist keine Zeit zu verlieren, auch wird in "emgen Stunden die Nacht die Herrschaft antreten, lo oa wollen wir doch wenigstens schon hoch droben wandeln. Weiter denn also wieder! llekl ^"^'6 ber kraterartigen Umrahmung des Sees U-,,>>" U"b; heute heißt es. einen steil zur Tiefe bot/.. " Schxeehang traversiercn. Vorsicht ist ge-^l". wollen wir nicht eine unfreiwillige Fahrt zur voll k""//" oder nicht gar in einer der qeheimnis-"l herausschillernden Wasseradern ein kaltes Bad eiW^^ ""l Nimmerwiederkehr. Fest den Fuß H'M"d und den Stock bergwärts gestemmt, ist "'cht d.ese bedenkliche Stelle übcrwnnden Etei,.. .""'"^ beg'""! eine Wanderung über endloses Vea-U' ""',"" und ausgewaschene Karrenfelder; die sind w"".^l U""zlich auf, und doch noch immer holt «^'"^ aus dem Bereiche alles Lebens, wieder-3leck^. "c""ch "" geschützteren Punkten kleine grüne linn? ".f. ""'"lich deutet Hest ans einen Fels-'st' bann, so sagt er, sind ^Mlch beim obersten See. . * Veral, Nr 15,, z. m, Auf dem erwähnten Felswall angelangt, umstarrt uns nichts als Schnee uno wieder Schnee; es ist ein Bild strengster winterlicher Starre. Jetzt betreten wir einen mäßig großen, vollständig ebenen Plan. Der Führer hat nicht nöthig zu melden, dass dies der See ist, die oberste der reizenden Zierden des Triglav-gebietes. Später werden wir auch ihn in heller Schöne einmal sehen, hente ist er bis zum Grunde zu Eis erstarrt, uud uur an seiner den tieferen Purlieu zugekehrten Seite ist eine kaum 2 bis 4 Quadratmeter große Lache seichten Schnecwassers, welche aber anch schon wieder eine dünne Eisschichte trägt. Es ist kalt geworden, seitdem die Sonne hinter der Felsenbank nnlergesuuken, welche den See nach Norden begrenzt. Schnell nehmen wir einen Schluck Wein uud steigen weiter. Jetzt heißt es streng aufsteigen, es ist der steilste uud längste Hang der ganzen Strecke zurückzulegen. Im Spätsommer ist die ganze Halde mit todtem Ge-stein, welches allerorten herabstürzt, bedeckt und der Aufstieg mühfamer noch als heute, wo der Schnee, wenn auch uicht überall, ttägt. — Wir sind eingedrungen in die Felsenwildnis des Triglav, das Lrben liegt hinter uns, hier ist alles todt; Stein nnd Schnee nmgeben uns. Könnte ich doch alle, so da empfänglichen Sinnes für erhabene Naturftencrien sind. heranf zu mir jetzt rufen, damit sie, gleich mir, ein Bild zu schauen vermöchten, wie es gewaltiger uud großartiger nimmer denkbar. Fern im Westen, da stand der Fcuerball tier glühenden Sonne; der Monte Eanin ragt majestätisch in den gelbroth angehauchten Luft-Ocean, seine unbestimmten Linien lassen ihn noch gewaltiger erschei. nen, denn sonst bei Tage, und um uns her erstrahlte noch einmal in zarten Tinten der Schneehang. auf welchem wir standen, und drüben noch einer und wieder einer, alles im langsam ersterbenden Lichte des Tages anflenchtend und dann im fahlen Geisterschimmei der kommenden Nacht doppelte Dimensionen annehmend. Wer solch' ein Landschaftsbild nicht erschaut, er ver« mag nicht zn ermessen den Jubel, so unsere Seele erfüllt, wenn wir hoch droben einsam und wrltverlassen wandeln nnd staunend schancn die Wunder der Schöpfung. Bis uns nicht der Frostschauer durch Mark und Bein gefahren, treten wir nicht neuerdings die Wanderimg an; Kest erfreute mich recht herzlich durch einige Worte: „So schön habe ich's noch nie untergehen sehen; es ist doch nicht gefehlt gewesen, dass wir aufstiegen." Wahrlich nicht!— ..Doch noch haben wir vier Stunden bis znr Hütte!" Das waren bitlere Worte. Es ist ein eigen Ding um eine Wegstrecke — wenn von einer solchen überhaupt in Schnee- uud Steiuwüstcn die Rede sein kann — falls man sie nicht kennt; der. so sie früher zurückgelegt hat, er weih. was ihm bevorsteht. Doch nicht so jener, der da« erstemal den Pfad wandelt. Und heute ist's Nacht um uns her in einer halben Stunde. Doch Arst sagt vertrauensvoll: „Ich finde bestimmt, ich führe Sie sicher." Hurtig stiegen wir, oft und oft tief einbrechend, den Hang aufwärts. Weiter gegen die Höhe ward der 129N dass der Autrag Bozirians amendiert werden müsse, da man doch unmöglich Mitglieder der Commune, die ihrer Theilnahme an gewissen Beschlüssen wegen oder für ihre journalistische Thätigkeit verurtheilt wurden, gleich jenen gemeinen Verbrechern behandeln könne, welche jede Emeute benutzen, um zu rauben und zu plündern. Der „Temps" wünscht daher, dass nur die rückfälligen Mörder und Alandleger von der Amnestie ausgeschlossen werden sollen. T>a endlich selbst das Organ Gambettas, die „Republique Fran^aise", erklärt, dass die Mehrheit der Deputiertentammer nicht absolut auf ihrem früheren Votum bestehen, sondern sich mit dem Amendemcnt Labiche oder einem ähnlichen Compromise begnügen könnte, so erscheint es beinahe als gewiss, dass die eingeleiteten Unterhandlungen zum Ziele führen werden. Allerdings dürfte daun in der Deputiertenkammer eine Verschiebung der Majorität von links nach rechts eintreten. Die Intransigents werden entschieden gegen das einschränkende Compro« miss stimmen, welches die Regierung beantragen soll, dafür wird das Cabinet viele Mitglieder des linken Centrums, welche gegen die allgemeine Amnestie waren, für den neuen Antrag gewinnen. In einer Zuschrift an die radicale „Justice" protestieren elf in Paris sich aufhaltende R u s s e n gegen die Verhaftung zweier ihrer Landsleutc, welche am letzten Samstag um 4 Uhr morgens aus ihrer Wohnung abgeholt worden sind, und gegen ihre Ausweisung aus Frankreich. „Wir glauben zu wissen", sagt der „TempH", „dass diese Ausweisung, die dritte, welche scit fünf Wochen verfügt worden ist, sich alls sieben Fremde erstreckt. Sie hängt durchaus nicht nnt der Kundmachung vom 23. Mai (auf dem Bastille« platz) zusammen. Auf die hervorragende Rolle, welche die Fremden in der socialistischen Agitation spielen, aufmerksam geworden, hat die Regierung sie überwachen lafse» und weist jetzt alle diejenigen aus, deren Umtriebe ihr gefährlich scheinen. Diese Ueberwachung dehnt sich auf alle Arbeitercentren aus, in welchen socialistische Agenten auftauchen. So wurden in Reims zwei Fremde ausgewiesen, und anch in Roubaix haben Ausweisungen stattgefunden." Die Jesuiten von Lille haben, indem sie sich auf den Artikel 3 der Strafprocessordnung stützten, nach welchem außer der öffentlichen anch eine Civil-klage angestrengt werden kann, gegen den Präfecten des Norddepartements einen Ersatz von 10,000 Francs für den ihnen durch die Verletzung ihres Hausrechtes und durch die Vertreibung ans ihrer Wohnung zu» gefügten Schaden eingeklagt. Dieser Process wird nächsten Freitag vor dem Civilgerichte zur Verhandlung gelangen. — Die Zahl der aus Trotz gegen die Märzdecrete aus dem Staatsdienste getretenen A^ amteu der Staatsanwaltfchaften beläuft sich schon auf 110. Zur Orientfrage. Wie aus Konstantinopel gemeldet wird, erwartet man, dass noch im Laufe diefcr Woche die Collectiv note der Signatarmächte des Berliner Vertrages in der griechischen Frage durch den Doyen der dortigen Botschafter, Herrn v. Novikoff, der Pforte übergeben werden wird. Nach einer aus Athen kommenden Meldung ist die griechische Regierung, welche der officiellen Noti-ficierung der Berliner Conferenzbeschlüsse in den nächsten Tagen entgegensieht, entschlossen, jede Action bis zu der zu gewärtigenden Aeußerung der Pforte auf die Collectivnote der Mächte zu vertagen. Einstweilen trifft die Regierung alle Vorkehrungen, um die mobile Schnee fester und das Gehen weniger beschwerlich. — Kaum eine Stunde ist seit dem Verlassen des obersten Sees verstrichen, der Hang ist gewonnen, wir passieren gerade wieder eine, von zwei riesigen Felsblöcken gebildete Pforte, ähnlich jener am zweithöchst gelegenen See, da zeigt sich uns ein weites, fast vollständig mit mächtigen Schneelagern ausgefülltes Hochthal von großartigstem Charakter, es sind die Hribarce. Der Mond ist aufgegangen. In eine neue Welt, noch eigenartiger, zauberischer, denn die vorher durch« wanderten Partien sich zeigten, sind wir eingedrungen. Geisterhaft recken die dieses weite Hochthal nmstchen« den Berge ihre Gipfel und Zackenkämme in den Nachthimmel und erscheinen in der unbestimmten Beleuchtung des Mondes um so ungeheuerlicher, je tief-schwärzer der Schlagschatten an ihren Flanken herabzieht. Uns zur Linken, fast fchon im Rücken, steigt noch immer beträchtlich der Gipfel des unten vom See aus als ein Berg von erdrückender Mächtigkeit erscheinenden Kau empor, ihm gegenüber steht der Konjavc, von den Einheimischen kurzweg Knjavs geheißen; gerade vor uns — die Richtung andeutend, die wir einzuschlagen haben — steigt ein massig Haupt emvor, es ist die „Smrtnja glava", von hier ans unstreitig das imponierendste Felsgebilde der Umgebung. Von den writers in großem Bogen das Riesenbecken dieses Hochthales umstehenden Höhen sollen zwei die Bezeichnung Adam und Eva tragen, doch konnte ich bis nun nicht eruieren, welche dies sind. (Fortsetzung folgt.) Armee auf den Stand von 45>,000 Mann zu bringen. Für die eventuelle Einberufung der Territorialarmee, welche 20,000 Mann zählt, werden vorerst nur Vorbereitungen getroffen. Die Zeitungen discntieren nun, da die Berliner Conferenz ihre Arbeiten beendet hat, hauptsächlich das eventuelle Verhalten der Pforte und Griechenlands den Conferenzbeschlüssen gegenüber. Die Meinungen laufen stark auseinander. Während von der einen Seite eine nachgiebige Politik der Pforte prognosticiert wird, hält man von anderer Seite für das Wahrscheinlichste, dass dieselbe zunächst alles versuchen werde, um die Sache in die Länge zu ziehen, nnd dass auf eine rasche und gütliche Beilegung der türkischgriechischen Differenzen schwer zu hoffen sei, so lange Abeddin Pascha an der Spitze des auswärtigen Amtes in Konstantinopel stehe. Diese Anschauung ist nach einem Pariser Telegramme der „Kölnischen Zeitung" in dortigen griechischen Kreisen die vorherrschende, und es wird hinzugefügt, Herr von Freycinet betrachte eine Flottendemonstration für den Fall einer Weigerung der Türkei als das wahrscheinlichste Mittel, einen Druck auszuüben. Frankreich und England würden die Initiative dazu ergreifen. Von einer Meinungsverschiedenheit zwischen England und Frankreich sei keine Rede. Aus Konstantinopel, den 3. d. M., wird den „Times" von ihrem Correspondents berichtet: „Die Nachrichten, welche der türkischen Regierung aus amtlichen und nichtamtlichen Quellen über die Conferenz zugekommen sind, haben Erstaunen und Erbitterung in den amtlichen Kreisen wie in den oberen Schichten der muhamcdanischen Bevölkerung erregt, und man kann jetzt in den Konaks von Stambul recht trotzige Reden hören nicht nur über den festen Entschluss, dem Willen Europas Widerstand zu leisten, sondern auch über mögliche Scenen von Mord und Brand. „Die christlichen Mächte — sagen die Leute — wollen uns augenscheinlich aus Europa vertreiben, aber wir werden ein Zeichen von uns zurücklassen, wenn wir über den Bosporus setzen. Beim Schlüsse des letzten Krieges ließen wir geduldig das Los der Besiegten über uns ergchen und traten das Gebiet ab, welches uns entrissen wurde, aber wir sind nicht gesonnen, zwei unserer reichsten Provinzen an unsere frühere Najah, die Griechen, wegzugeben." Die türkische halbamtliche Presse spricht in demselben Sinne, nur in mehr refer-, vierter Weise. Der „Vakit" hofft, dass, da Griechen-! land eine Armee von 30.000 Mann aufzustellen sich! anschicke, wenigstens nichts geschehe, um die Türkei an! ähnlichen Rüstungen zu hindern. Die Aufregung unter der muhamedanischen Bevölkerung ruft Besorgnisse in den europäischen Stadttheilen wach, wo es viele Leute, gibt, die bei jedem Sensationsgerüchte in Angst und> Schrecken verfallen. Ich glanbc indessen nicht, dass > Grund zu ernstlichen Besorgnissen vorliege. Wir haben ^ in den letzten vier Jahren gesehen, wie resigniert und theilnahsmlos die Mnhamedaner von Stambul sind, und man kann zuversichtlich voraussagen, dass sie sicr/ nicht rühren werden, wenn sie nicht von den Behör-, den aufgestachelt wurden. Da diese aber sehr wohl wissen, dass jede ernstliche Ruhestörung in der Haupt- > staot sofort das active Einschreiten Europas zur Folge haben würde, welches sie so sehr zu vermeiden trach« ten, so ist kaum anzunehmen, dass sie freiwillig jenes Vorgehen einschlagen werden. Dennoch muss zugestanden werden, dass die Gefahr bis zu einem gewissen Grade besteht. Die Regierung sucht augenschein-lich Enropa zn erschrecken; sie kann sich in den Mitteln zu diesem Zwecke unabsichtlich vergreifen und so eine unvorhergesehene Katastrophe herbeiführen, obschon sie weiß, dass sie zu allererst unter derselben zu leiden haben würde." Hagesneuisskeiten. — (Grillftarzer« Denkmal.) Das in Wien zu errichtende Grillparzer-Monument soll, wie es heißt, im Volksgarten seinen Platz finden. Die Statue, die von Professor Kundtmann in weißem Marmor ausgeführt wird, soll derart postiert werden, dass das Gesicht Grillparzers dem neuen Burglhcater zugewendet erscheint. Die Ausführung der Reliefs hat der Bildhauer Weyr übernommen. — (Der letzte der Grafen Moor.) Am Sonntag ist in Iimsbrnck ?. Carl Moor. Nl'ctor des dortigen Iesuitencollegiums. verschieden. Derselbe entstammte der gräflichen Familie Moor und war zu Latsch im Jahre 1824 geboren. Nach Absolvierung der Gymnasial- und juridischen Studien trat er in Staatsdienst und lebte dann auf seinen Gütern bei Meran. Nach dem Tode seiner Gemahlin, gebornen Gräfin Sarnthein, fasste er den Entschlnss, die Welt zu verlassen und trotz des vorgerückten Alters als Noviz in die Gesellschaft Jesu einzutreten. Sein einziges Töchtcrlein, Comtesse Marie, übergab er seinem intimen Freunde Paul Giova» nelli. Alle die Beschwerden, welche die strenge Lebensweise und das Studium verlangten, drohten seine Gesundheit zu untergraben und er musste die Studien auf eine Zeitlang unterbrechen. Im Jahre 1863 feierte er in Meran seine Primiz. Seine Tochter war die Braut des Primizianten. Vor einigen Jahren segnete er deu Ehebund seiner Tochter mit Josef Freiherrn v. Giovanelli in Meran ein. Seit etwa zwei Jahren war Graf Moor Rector des Iesuitencollegiums. lkr war in den letzten Jahren etwas kränklich, besonders fußleidend. Seine hervorragenden Eigenschaften waren seine Frömmigkeit und Bescheidenheit, sowie seine Bil-, dung und Weltkenntnis. Mit diesem Todesfalle ist del ^ letzte aus dem Geschlechte der Grafen Moor verschieden., — (Englische Kunst beg eiste rung.) In die. Pfarrkirche zu Niederdorf im Pusterthale kam jüngst ein Engländer und bewunderte daselbst die drei Altarblättel > von Martin Knoller, einem der besten Tiroler Künstler.» Besonders gefiel ihm das Hochaltarblatt, die „Steinigung! des heiligen Stcphanns" darstellend, und auf diesen^ wieder die rechte Hand des Heiligen, die sich von dein' Hintergrunde derart plastisch abhebt, als ob sie aus den«' Bilde herausgreifen würde. Der Engländer wendete sich an den Pfarrer Koflcr und bot ihm die Summe von 4000 st,, wenn cr zugestehen würde, dass die, „rechte Hand" des heiligen Stevhanus aus dem Altarblatte' herausgeschnitten nnd durch einen unkenntlich hergestellten Einsatz erseht würde. Der Pfarrer erschrak nicht wenig über eine solche Zumuthung, die er als ein Sacri-leg, als einen Kirchenfreucl erklärte, und der hl. St-fthan blieb vor der Amputation bewahrt. Derartige Fälle von vaudalischem Kunstenthllsiasmus sind bekanntlich nichts Neues. Ein Engländer war es auch, der einst in Harlem viel Geld dafür bot, wenn man ihm gestatten würde, von einem der Bilder, welche die alten Grafen von Holland darstellen, einen Fuß, der sein Entzücken wachgerufen hatte, herauszuschneiden. Auch sind derartige Bilder- > Verstümmelungen, wie mau weiß, schon oft thatsächlich vorgekommen. Locales. Brainischer Landtag. 9. Sitzung. ' 5! a^ bach, 7. Juli. Vorsitzender: Landeshauptmann Dr. Ritter voll Kalten egg er; Vertreter der Regierung: der k. l-Landespräsident Winkler. Anwesend 34 Abgeordnete- I. Das Protokoll der letzten Sitzung wird in deutscher Sprache verlesen. Abg. Dr. Ritter v. Vesteneck bemerkt, er wal während der Verlesung des Protokolles nicht anwesend. In den Zcitnnqsberichlen habe er gelesen, dass der Abgeordnete Dr. Voönjat gegenüber einer von ihm als Referenten gethanen Behauptung den Aus' rnf: „Das ist eine Lüge!" gebraucht habensoll. Redner hat diesen Ausruf nicht gehört, denn fönst hätte ^ er unbedingt den Ordnungsruf verlangt. Sollte die bezügliche Aeußerung im Protokolle enthalten fein, so müsste er um eine Rectificierung derselben ersuchen. Der Landeshauptmann erklärt hierauf, dass die bezügliche Aeußerung im Protokolle nicht enthalten sei, , II. Mittheilungen des Landtagspräsidiums. Der Landeshauptmann gibt den EinlaUi ^mehrerer Petitionen bekannt, welche den zugehörigen Ausschüssen überwiesen werden. Bezüglich der vom Straßenausschusse Radmannsdorf überreichten Petition, auf der nach Veldes führen-' !dcn Brücke eine Maut errichten zu dürfen, beantragt , Abgeordneter Dr. Pollukar. dieselbe wegen Kürze , der Zeit dem Landesausschusse zur Erhebung und , ^Berichterstattung in der nächsten Session des Landtages abzutreten. Abg. Graf Thür n constatiert, dass der Bezirl Radmannsdorf ein vitales Interesse an der Erledigung dieser Angelegenheit habe, und unterstützt diesen Antrag-Abg. Luck mann bemerkt, er habe schon in del vorigen Session seinen Standpunkt bezüglich der Maute" definiert. Die Angelegenheit könne noch ganz gut iü dieser Session ansa.etragen werden, daher beantrage l er die Zuweisung des Gegenstandes an den volkswirtschaftlichen Ausschuss. Bei der Alistimmnng wird der Antrag des Abgeordneten Luckmann abgelehnt und jener des Abgeordneten Dr. Poklnkar angenommen. Abg. Dr. Vleiweis'und Genossen überreichen einen Antrag auf Abänderung des Gemeindegcsctzes, dahin zielend, die Erfolgung der Ehemeldzettel s" übel beleumundeten Individuen zu verweigern. III. Abg. Dr. Ritter v. Besten eck referiert namens des Verwaltungsausschusses und stellt folgende Anträge: 1.) Der Landesausschnss wird beauftragt, die t. k. Regierung unter nochmaliger Darlegung des volN Landesansschnsse in der Klage vor dem k.'k. Reichs' gerichte bereits geltend gemachten Standpunktes UlN Rücknahme des Normalerlasses vom 3 l. Juli 18?4, Z. 10,620 (nach welchem die Repartition und E'N-Hebung der Umlage der Schulgemeinden nach Art del Einhcbung des Schulgeldes durch den Gemeindc-Aol' stand und nicht durch die k. t. Steuerämter zu erfolge'' habe) zu ersuchen und über den Erfolg dieses Ersuche'" dem Landtage in der nächsten Session zu berichten- 2.) Der Landesausschuss wird beauftragt, ""' ' allem Nachdrucke auf die endliche Durchführung d" I2V1 Asches vom 2. Jänner 1869 (L. G. Bl. Ns. 5) über o»e Hlldung von Hauptgemeinden hinzuwirken und auch emer successiven Durchführung desselben zuzustimmen. 6.) Der Landesausschuss wird beauftragt, die im Anne des Gesetzes vom 3. Dezember 1868 (L. G. "M. vtr. 17) bisher bestimmten Taxen sowie künftig-ym von Fall zu Fall die noch zu bestimmenden Taxen den betreffenden k. k. Bezirkshaufttmannschaften mit dem ^suchen um thunlichste Ueberwächung der richtigen Emhebung derselben mitzutheilen. 4.) Der Laudesausschuss wird beauftragt, darüber strenge zu wachen, dass in allen Gemeinden die vor- geMievenen Präliminarien und 3technuua.cn alljähr- mn İ^ ^^«^"lt werden (8 00 G. O.) und zum Zwecke der Überwachung eventuell die Hilfe der i. t. Äeznlshauvtmannschaften in Anspruch zu nehmen. M° M'.«f"^?e"eraldebatte ergreift das Wort Redner sagt. die Vertheilung s ^^ ^ em Mchtige'r factor zur Hebung '" Krain. Gegen die ku?m U.,"!^" ""r die größeren Besitzer, die da-A Z<^,")"l von den kleineren Besitzern ziehen. ^ tbei.n. ^'^^"°''"scher Veziehuilg sei die Nicht- Real red f 3 ^""^ ""'^"lt' dann werde sich der M m Kra,n um ein Bedeutendes heben Vedülk.rn.' ^ '""c"" ""^ Warans hin, dass die G sek i ? l^m^ .^ Jahren mit Sehnsucht ein ^i^. ^^ Vertheilung der Hutweiden erwarte. lH«n ^.' Sessionen des Landtages bildete diese Frage des^z^ der Verhandluna, und der Lan- e^n ^'^ """de ln der vorigen Sesson beauftragt, m n Gesetzentwurf darüber vorzulegen. Es seien di.s n, V?/^ ^'^^" ^"ur. dass der Landesausschuss diesem Auftrage mcht entsprechen konnte, nämlich der !" ^lchsrathe erst ,n Verhandlung kommende Gesetz, entwurf über die Commassation. Redner wünscht je-doch nachdrücklichst, dass in dieser Frage so rasch als möglich etwas geschehen möge. dahe/ stellt e? den "ntrag die Regierung zu ersuchen, dem Landtage in oer nächsten Session einen Gesetzentwurf liber die Ver-thelluug der Hutweiden und Wechselgründe vorzulegen Der Landesfträsident bezeichnet diese An' gelegenheit als eine Frage von größter Wichtigkeit Durch Vertheilung derHutweiden sei von den betreffenden Gründen ein bedeutend höherer Ertrag zu erwarten Der Uandesprästdent bemerkt, er habe sich bereits in frühe-Angelegenheit sehr eingehend beschaft,gt Im Görzer Landtage sei diese Frage be-re>ts nu Jahre 1863 verhandelt worden. In diesem ^ayre habe Redner einen Gesetzentwurf über die Ver-lyellung der Hutweiden vorgelegt. Demselben wurde zwar nicht die Allerhöchste Sanction zutheil, doch nicht aus dem Grunde, als ob die Regierung mi' den -prmclpien des Gesetzentwurfes nicht einverstanden ge-^«11 "!?"' s""b"" "ur deshalb, weil die Regierung N^,V «^"'"keunt. dass nicht überall die gleichen V K"^ ^"lchen. Was der einen Gemeinde oft ki?wl: °"W"che der andern nicht. Darum habe d e Reg.ernng dem Görzer Landtage bedeutet, von Fall R "^<"'^,^s Ml Gemcindegesetze bereits enthalten ckli.^^/ber Vcrtheilung der Hutweiden zu be-Hl.eßen. Es werde daher auch hierzulande leichter Nk' ? emzelne Gemeinden Gesetzentwürfe über die 2 ""6,5" beschließen, als ein Formulare festzustellen, welches allen Gemeinden entspricht, da weder me Regierung noch der Landtag imstande sein lat^/^«^"' Verhältnissen entsprechendes Negu. Uw festzustellen. Der Landespräsident verspricht, die »rung werde sich eingehend mit dieser Frage be-2^' "Ä ^'^ ^ Klingen, allgemein entspre-^"e Grundsätze festzustellen, so werde sie nicht er-ab/r "'c. Men dem Landtage vorzulegen. Vishin tl??. ^pfehle es sich unter allen Umständen, die Ver-")ellung von Fall zu Fall einzuleiten. (Bravo.) d?« n, 6- Pfe> fer erblickt iu den Anträgen 3 und 4 c» Ausschusses die Tendenz, dass die einzelnen Ge-^.Ven noch mehr als bis jetzt uuter die Polizei-Uwcht der k. l. Vezirkshaufttleute gestellt werden ' "e„ und ihnen so der letzte Rest der Äutouomie ent-tN '""^" lolle. Sollten die Ausschussauträge fac. b f«^ Durchführung gelangen, so werde sich jeder Wgte und unabhängige Mann hüten, das Bürger-eramt zu übernehmen. Gegen nachlässige Ge. "den könne man anf Grund der 88 U8 und 89 «entsprechend einschreiten. Ebenso biete, was die ^ MelndehauKhaltung betrifft, der 8 60 des Gemeinde. Nu> ^? gemlgenden Anhalt, den Vorstand zur Rech. zu2^"^< ^ veranlassen. Was die Gemeinde. 2 ^)^W' so müsse der Gemeindevorstand die-Nb.!^ ^?. gütlich kundmachen, der k. k. Be. dN^'"°""lH"lt "dann die Bitte vorlegen, dass >ve de,' ^' ?' '" ^ '' Steuerämtern eingehoben Nach L?^. und stnd erstere höher, so muss des L«.,^^?c^^'""^'gesetzes "och die Zustimmung die G' > "^^usses eingeholt werden. N.cht allein "anns^ ' '"' ü"de"' «uch manche Aezirkshaupt« Pa M ^ welche öffentliche Angelegenheilen vom -p uelstandpunkte ent cheiden und anf diese Weis. lii. Autorität der Gemeinde untergraben, verdienen gerügt zu werden. Redner erklärt, als wahrer Freund der Autonomie gegcn die beiden letzten Anträge stimmen zu müssen, damit den Wunsch verbindend, es möge den autonomen Gemeinden eine längere Lebensdauer beschert sein, als den Bezirtshauptmannschaften in ihrer jetzigen Organisation. Abg. Graf Thurn verfpricht sich von der Bit-dung der Hauptgemeinden zwar nicht goldene Berge, doch findet auch er es hoch an der Zeit, dass zur Bildung derselben endlich geschritten werde. Größere Gemeinden werden ihre Secretäre besser entlohnen, daher auch sähigere Individuen hiezu anstellen können. Die Localpolizci werde dann gleichfalls besser besorat werden, mnsomchr, als nach dem neuen Polizeistraf' gcsetze ein bedeutender Theil der Agenden der Iudi-catur der Gerichte zugewiesen wird. Die Auslagen werden sich verringern und die Gemeinden hiedurch wieder zn Kräften gelangen. Redner spricht sich gegen die Einführung der Bezirkscummissariate aus. denn diese würden durch Polizeichicanen die Gemeinde« Autonomie, welche nach mühevollen Kämpfen errungen wnrde. ernstlich schädigen. Die Autonomie aber müsse man doch unversehrt dem Naterlande und der Nach» Welt erhalten. Abg. Dr. Schaf fer weist darauf hin. dafs der Gesetzentwurf über die Hutweideuvcrtheiluug im Landes-anöschusse schon vorbereitet war, als seitens des Acker-baulnlnisteriums die Mittheilung kam, dass dem Reichsrathe ein Gesetz in dieser Angelegenheit werde vorgelegt werden. Ein Landesgesetz hätte früher, bevor die Reichsvcrtretung die allgemeinen Principien festgestellt habe. keine Aussicht, sanctionicrt zu werden. Redner empfiehlt, die Gemeinden mögen die Beschlußfassung darüber durch Petitionen an die hohe Reichs-Vertretung urgieren. Abg. Dr. Poklukar constatiert. dass die Frage der Vertheilung der Hutweiden in jedem Landtage und in jeder Generalversammluug der Lanowirlschafts-gescllschaft zur Sprache gekommen fei und wiederholt auf die endliche Lösung derselben bezügliche Anträge gestellt wurden. Zwei Millionen Mehrerträgnis würden die Hutwciden abwerfen, wenn sie in Wiesen, Aecker und Gärteu umgewandelt würden. Redner glaubt aber, es sei denn doch nöthig, die Beschluss^ fassung der Rrichsvertretung abzuwarten, auf Grundlage welcher dann, wie der Herr Landespräsident ganz richtig bemerkt habe, ein Landesgesetz werde erfliehen können. Abg. Baron APfaltrern bemerkt, die Ansichten der Commissionen der Reichsvertretung seien bis nun uoch sehr von einander abweichende, man sei nicht einmal über die wesentlichsten Principien einig. Jedenfalls aber werde die Commassation, so lange die Frei-theilbarkeit des Grundes und Bodens wie in Krain noch besteht, ihre Wirluugen,schr bald verlieren. Hiemit ist die Generaldebatte geschlossen. In der Specialdebatte zum Antrag 1 des Ausschusses spricht Abgeordneter Svetec. Redner kann sich mit dem Operate, welches der Landesausschuss über die künftige Zusammenlegung der Gemeinden vorgelegt hat, nicht befreunden. Das Gesetz vom Jahre 180<.) bestimmt, es sollen Hauptgemeinden mit 3000 Seelen gebildet werden, und wo größere Gemeinden bestehen, solche nur in besonders berücksichtigungswerten Fällen ausnahmsweise getrennt werden. In dem Operate des Landesausschnsses sei nun gerade das Entgegengesetzte der Fall. Es werde darin ein Unterschied gemacht zwischen den Interessen der Stadt- und Marktgemeinden und jenen der Landgemeinden, obwohl dieselben identisch seien. Man habe überhaupt in ganz Europa nirgends mehr den Euriemmterschieo. selbst in Ungarn nicht, nur in Eisleilhanien werde er noch gepflegt. Die großen Gemeinden, welche seit mehr als 30 Jahren zusammengehören, sollen nun Plötzlich zer» stückelt werden, und insbesondere sind es Stadt- und Malktgemeinden, welche anf eine sehr geringe Seelen« zahl nach dem neuen Operate reduciert werden sollen. Wenn mau nun klagt, dass die jetzigen Gemeinden für die Erfüllung ihrer Aufgabe nicht geeignet feien, wie können es dann noch kleinere werden? Man hat das Gesetz eben auf deu Kopf gestellt und die gestattete Ausnahme zum Grundsatze gemacht. Große Gemein» den, wie es die Mairien waren, oder die Gemeinden mit Oberlichtern, solche strebte das Gesetz vom Jahre 1869 an. Die Petitionen mehrerer Stadtgemeinden um Trennung von den Landgemeinden seien von Laibach aus provociert worden, überhaupt blicke aus dem Operate sehr der Parteistandpuutt hervor. Redner ersucht schließlich, die Regierung möge dem ungesetzlichen Operale, welches den Interessen der Gemeinden entgegenstehe, ihre Zustimmung versagen. Abg. Deschmann constntiert die Wandlungen des Herrn Abgeordneten Svetec, der in einer Session etwas filr weiß erkläre, was er schon in der nächsten als schwarz bezeichne. Die dem Abg. Svetcc zugerufenen „Dobro"-Rufe haben den Redner staunen gemacht, da der Abgeordnete doch für Hauptgemeinden eintrat, von denen die Herren der Gegenpartei bekanntlich jahrelang nichts wissen wollten. Ein Mitglied der wegenparlei, Herr Lavreniit, habe noch vor kurzem in beredter Weise dcr Trennung der Gemeinde Over- sell» von Wippach das Wort gesprochen, heute scheinen plötzlich andere Anschauungen bei der Gegenpartei eingekehrt zu sein. Die meisten Zuschriften der Gemeinden in dieser Angelegenheit sprechen sich dahin aus. sie hätten mit den Städtern nichts Gemeinsames; heute nnn behaupte Herr Svetec gerade das Entgegengesetzte. Redner nennt sich als den Verfasser des Operates und versichert, in demselben den Wünschen der Landgemeinden, die doch sonst die Herren der andern Partei allein zu vertreten für sih beanspruchen. in liberalster Weise Rechnung getragen zu haben. Sagen doch die Landgemeinden immer, s»e seien die Besitzenden und die Städter und Märkller seien Bettler, daraus erkläre sich auch di? jahrelang gehegte Sehnsucht, aus diesen Verbänden endlich herauszukommen. Selbst die Landgemeinden GottscheeL, rbenfo wie die Stadtgemeinde Gottschee, wollen absolut von einer Vereinigung nichts wissen, da die Stadlgcmeindc Gottschre bcfmchtet, sie könnte von den auswärtigen Gemeinden majorisiert werden, so dass es eines schönen Tages dahin kommen könnte, dass der Bürgermeister von Gottschee etwa zwei Stunden weit weg in einer Landgemeinde wohnen würde. Gegen die Behauptung des Abgeordneten Svetec endlich, als seien Petionen auf Trennung von Gemeinden von Laibach ans „bestellt" worden, verwahrt sich Redner aufs entschiedenste. Abg. Lavrenöiö bemerkt, für die Scheidung der Gemeinde Oberfeld von Wippach feien besondere Verhältnisse maßgebend und beide Theile damit ein-verstanden gewesen, um gegenseitig die Kosten zu verringern. Doch will die Gemeinde Oberfeld durchaus nicht, wie dies im Operate bestimmt ist, mit der Ve» meinde Poljane vereinigt werden. (Schluss folgt.) — (Aus dem Landtage.) Das Ergebnis der gestrigen Landtagssitzung, deren detaillierten Bericht wir in unserer morgigen Nummer zu Ende führen, war die nach mehrstündiger, sehr bewegter Debatte erfolgte Annahme aller vier obenangefilhrten, vom Referenten des Verwaltungsausschusses Dr, Ritter v, Vesteneck im Namen desselben gestellten Anträge, Außerdem wurden noch die Voranschläge der Landesstiftungsfonde pro 1880 und 1881 genehmigt und über mehrere Petitionen Beschluss gefasst. T>ie weiteren Punkte der Tagesordnung können nicht mehr erledigt werden und mussten auf die heutige Sihnng verschoben werden, nachdem die Debatte über die Anträge des VerwallilngsauKschusses so große Dimensionen angenommen hatte, dass die Zeit inzwischen allzu vorgerückt war. Um 3 Uhr wurde die öffentliche Sitzung geschlossen ; ihr folgte noch eine kurze vertrauliche Sitzung. — M>t Bezug auf den Bericht über die montägige LcmdtagKoeihandlung ersucht uns der Herr Abgeordnete Dr. Voönjal, seiner Erklärung Raum zu geben, dass er dem stenographischen Protokolle zufolge bestimmt erklärt habe, in der Sitzung des Finanzausschusses, in welcher das Danlesvotum an den Herrn Landeshauptmann besprochen wurde, zugegen gewesen zu sein und gegen den Antrag gestimmt zu haben. — (Aus der Handelskammer-Sitzung.) Die krainische Handels- und Gewerbelammer hat in ihrer gestern abends abgehaltenen Sitzung ihrem Prä« sidenten Herrn Alexander Dreo für die Errichtung eines einmaligen Stipendiums von 300 fl. am technologischen Gewerbcmuseum in Wien den verbindlichsten Dank votiert und überdies folgende Beschlüsse gefasst: a) Die Genehmigung des Tarifes der Waganstalt in Reifniz zu befürworten; 1)) die Betriebsverwaltung der Kronprinz» Nudolfbahn zu ersuchen, dass die Züge Nr. 703 und 704 bis Laibach, beziehungsweise Tarvis ausgedehnt werden, und dass die Station Ratschach den Namen Weißenfel erhalte; c) dahin zu wirken, dass daS Postamt Weihen-fels auch Packele bis !) Kilo aufnehmen und auch telegraphische Postanweisungen befördern oürfl; ä) die Gesuche um Wiedererrichtung des Postamtes Würzen befürwoi-tend dem l. l. Handelsministerium vorzulegen; ^) das Gesuch um Mautbesrciung der Fuhren vom Bahnhofe in die Stadt Krainburg beim l. l. Finanzministerium zu be« fürwortcn; s) der t. l. Landesregierung die erbetene Aeußerung dahin abzugeben, dass sich die Kammer gegen die MarktconcessionS'Erthcilung an die Ortsvermdgens« Verwaltung Ebcnthal aussprrche. — (Philharmonische Liedertafel.) Die philharmonische Gesellschaft veranstaltet nächsten Montag im Casinogarten ihre statutenmäßige Sommer-Liedertafel, Obwohl dieselbe srit jeher zu den beliebtesten und besuchtesten UnterhaltungSabenden der jeweiligen Sommersaison zählt, verspricht sie heuer überdies noch dadurch ein erhöhtes Interesse zu gewinnen, da es der Direction der Gesellschaft gelungen ist, das renommierte Schautel'sche Waldhornquartett dcr Wiener Hofoprr zur Mitwirkung an diesem einen Abende zu gewinnen. Das genannte, aus durchwegs virtuosen Musikern bestehende Quartett wird sich hiebei theils in Solopiecen. theils in Begleitmusik vroducieren und durch seine Mitwirkung dem Männerchor ermöglichen, einige der schönsten deutschen Chöre, die speciell für Waldhornbegleitung com« poniert sind, bisher jedoch in Laibach unserer trübseligen musikalischen Verhaltn,ssc wegen in dieser Vollkommen. heit noch nicht vorgeführt werden konnten, vorzutragen. 1292 — (Waffenübungen.) Im Gailthale finden gegenwärtig Waffeuübungen der Landwehr statt, zu welchen der Herr Landescommandierende FZM. Freiherr v. Kühn aus Graz bereits eingetroffen ist. Der Landwehr-Obercommandant. Se. k. k. Hoheit Herr Erzherzog Rainer, wird dort ebenfalls erwartet. — (Personalveränderungen im Laibacher Diöcesan-Clerus.) Dem Herrn Anton Hgur wurde die von ihm administrierte Pfarre Prem, dem Herrn Ludwig Atufca die ebenfalls von ihm administrierte Pfarre Leslowiz ob Bischoflack und dem Herrn Anton Trepal, Pfarradministrator in Sela bei Schum-berg, die Pfarre Koftanje verliehen. Herr Josef Regen, Pfarrcooperator in Mariathal, wurde in gleicher Eigenschaft nach Franzdorf übersetzt. — (Aus dem ärztlichen Vereine.) Der hiesige Verein der Aerzte in Krain hält am nächsten Mittwoch, den 14. d. M., um 6 Uhr abends eine Vereinssitzung ab mit folgendem Programme: H..) Innere Angelegenheiten: 1.) Wahl eines Delegierten und dessen Stellvertreters für den IV. österreichischen Aerzte«Ver« einstag; 2.) allfällige Anträge der Mitglieder für den Aerztevereinstag. L.) Wissenschaftliche Vorträge: 1.) Prof. Valenta: Mittheilung einer Ovariotomie; 2.) Secundar« arzt Dr. Iuftanc: Ophthalmologifche Mittheilungen. — Zur Beschlussfassung ist laut Statuten die Gegenwart von mindestens 12 Mitgliedern erforderlich, worauf bei der Wichtigkeit der Tagesordnung fpeciell aufmerksam gemacht wird. — (Schwurgericht.) Für die beim Laibacher Landes-, beziehungsweise Rudolfswerter Kreisgerichte Montag, den 16. August, beginnende dritte diesjährige Schwurgerichtssession wurden vom Oberlandesgerichtspräsidium in Graz wie bisher die Herren: Landes-gerichtsvrä'sident Anton Gertscher. Oberlandesgerichtsrath Johann Kaftreh und Landesgerichtsrath Raimund Ihuber von Olrog. beziehungsweise die Herren: Kreisgerichtspräsident Vincenz Ieuniker und Landesgerichtsrath Dr. Andreas Vojsla zu Vorsitzenden bestimmt. — (Laibacher Schillerst iftung.) Der vor kurzem erschienene zwanzigste Jahresbericht über den Stand und die Wirksamkeit der deutscheu Schillerstiftung im gegenwärtigen Vororte Weimar weist unter anderem auch darauf hin, dass sich im Vermögensstande der Centralkasse ein Laibacher Stiftungsvermögen im derzeitigen Betrage von 554 Mark 76 Pfennig befindet, das jedoch insoferne verwaist erscheint, als die ehemalige Zweig-Schillerstiftung in Laibach schon seit Jahren nicht mehr besteht oder wenigstens kein Lebens» zeichen von sich gibt. — Im Jahre 1879 wurden durch die deutsche Schillerstiftung im ganzen 41,557 Mark verausgabt, darunter über 12.000 Mark für lebenslang« liche Pensionen. In der Reihe der 24 Zweig-Schillerstiftungen erscheint Graz mit einem Vermögen von 1834 st. 64 lr. und einem Jahresbeiträge von 80 sl., Vrünn mit 8850 fl. und 226 si.. Linz mit 987 si. und 54 fl,. Salzburg mit 3120 st. und 58 st. und hervorstechend die alte Kaiserstadt Wien mit einem Vermögen von 70.800 st. und einem Jahresbeiträge au die Centrallasse von 2700 fl. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 7. Juli. Die „Pol. Corr." meldet aus Bukarest: In Thessalien lebende Kuzowalachen verlangten von Rumänien Geldsubsidien zur Vorbereitung des Widerstandes gegen Annexion an Griechenland. Die rumänische Regierung lehnte das Ansinnen ab. Die rumänische Regierung erachtete einige militärische Vorsichtsmaßregeln für nothwendig und erhöhte einstweilen den Stand der Infanterie von zwei auf drei Bataillone. Paris, 7. Juli. Kammer, Amnestiedebatte. Nach Erklärungen Freycinets erklärten die bonapartistischen Deputierten, für den Commissionsautrag zu stimmen, die Kammer nahm den Eommissionsantrag, welcher in dem von Labiche gestellten Ameudement besteht, an. Konftantinopel, 7. Juli. Die internationale Reformcommission nahm einstimmig die Organisation der Provinzial-Administrationsräthe an. Prag. 6. Juli. (N. fr. Pr.) Die heutige Soirie beim Oberstlandmarschall fand auf dem in der Nähe des Kinsky'schen Gartens gelegenen Sommersitze des Fürsten Auersperg statt. Die zahlreichen Gäste wurden im Garten, der festlich beleuchtet war, empfangen. Alle Parteien des Landtages waren zahlreich vertreten, sämmtliche Parteiführer anwesend und das politische Gespräch herrschte vor. Nach Andeutungen, die den Abgeordneten zutheil wurden, wird der Landtag Freitag geschlossen werden. Prag, 7. Juli. (Wr. Allg. Ztg.) In versierten Kreisen verlautet, die Sprachenverordnung komme gegen alles Erwarten morgen zur Debatte. Nach deren Beendigung erfolgt unmittelbar der Landtagsschluss. Deutsche Abgeordnete berathen hierüber nachmittags. Teplitz, 6. Juli. (Frdbl.) Der bis auf eine Teufe von 30 Meter niedergebrachte Nmschacht Berg-werkers Iansen, vom inundierten Fortschrittschacht 800 Meter westlich entfernt, stürzte infolge Schwimmsand ein. Krakau, 6. Juli. (Presse.) Anlässlich der An-Wesenheit des Ministers Dunajewski veranstaltete die hiesige Universitätsjugend heute einen großartigen Fackelzug, der mit Musik zur Wohnung Dunajewskis zog, worauf sich eine Deputation der Akademiker zu dem Minister begab, ihm wärmstens gratulierend. Eine ungeheuere Menschenmenge begrüßte den Minister bei seinem Erscheinen mit Hochrufen. Paris. 7. Juli. (Wr. Allg. Ztg.) Der König von Griechenland reist heute abends nach Berlin und macht vielleicht morgen dem deutschen Kaiser einen Besuch in Ems. Der König drückt seine feste Ueberzeugung aus, dass die Pforte sich der Entscheidung Europas fügen werde. Paris. 6. Juli. (Köln. Ztg.) Der Tribunals-Präsident von Avignon hat sich für competent erklärt, die Wiedereröffnung der geschlossenen Kapelle vorzunehmen und die Jesuiten in die Anstalten zurückzu» führen. — In der Deputiertenkammer wurde der Credit von 500,000 Francs für das Nationalfest am l4. Juli mit 400 Stimmen angenommen; weiter über die Unentgeltlichkeit des Volksschulunterrichtes verhan-delt. Die allgemeine Discussion darüber war ohne Bedeutung. Die Amnestiefrage kam nicht in Verhand» lung, aber die Kammer hat beschlossen, morgen eine anßerordentliche Sitzung zu halten. — Heute wurden jene Personen, welche am 30. Juni bei der Austreibung der Jesuiten in der Rue de Sövres „Nieder mit der Republik!" gerufen, und zwar: O. Callaghau, Beamter im Justizministerium, zu !00 Francs ; Ärtil-lerie-Reservelieutenant Heandenom de Lemaze zu 150 Francs ; der Heiligenbildschnitzer Leverre zu 50 Franc« Geldstrafe verurtheilt. Brüssel. 6. Juli. (N. fr. Pr.) Das „Journal de Aruxelles" meldet, der Vatican bereite ein Gegen-memorandnm vor zur Widerlegung des diplomatischen Exposes des Ministers Fröre-Orban. London, 7. Juli. „Daily Telegraph" erfährt, dass der gestrige Cabinetsralh die Haltung der Pforte gegenüber dem Eonferenzbeschlusse erwogen habe. „Stand« ard" hält das Gerücht über eine gemeinsame Action des französisch-englischen Geschwaders für verfrüht. Die „Times" sagen: Die Gebietsabtretung an Grie chenlano und Montenegro müsste die unerlässliche For-deruna Europas bleiben. Wenn der Sultan erst klar versteht, dass nöthigenfalls ohne Zögern stärkere Maßregeln adoptiert würden, werde die Selbste»Haltung allein ihn zur Nachgiebigkeit zwingen. Petersburg, 6. Inli. (Frdbl.) Taschkenter Nachrichten melden, dass General Kaufmann am Iten Juli das Obercommando der Kriegstruppen übernom« men habe und nach Kuldscha abgereist sei. Zum Stabs' chef wurde General Friede ernannt. Die Ueberschrei' tung der chinesischen Grenze wird bald erwartet. ' Konstantinopel, 6. Juli. Die Pforte beantwortete den Armenien betreffenden Theil der identischen Note der Botschafter. Sie erklärte, stets für die im Berliner Vertrage vorgesehenen Verbesserungen vorbereitend gewirkt zu haben. Die armenische Bevölkerung betrage nur 17 Procent der betreffenden Bevölkerung. Mndel und Volkswirtschaftliches. Oesterreichisch-ungarische Vank. In der geit vom 23. bis 30. Inm haben sich in den Hanfttgeschä'ftszweigcn der östcrrei-chisch-ungarischcn Vanl folgende Veränderungen ergeben: Dtl Vantnotcnumlanf hat nin 10.049,300 fl. zugenommen, die Giro' Guthaben vermehrten sich um 615,833 fl. und die anderen sofort fälligen Verbindlichkeiten um 1.239,450 sl. Die im Umlaufe befind lichen Pfandbriefe weisen ein Minus von 31.000 sl, auf. Änbc» langend die Bedeckung, so hat der Mctallschah sich um 552,244 fl,, das Devisen-Portefeuille sich um 12,16'.) fl. vermindert. Dcl Escomptc nahm um 11.224,331 fl,, der Lombard um 1.224.000 st. zu. Der Staatsnotcnvorrath zeigt cinc Zunahme um 748,512 st. Die Notenrcserve beträgt 46 6 Millionen. Laibach, 7. Inli. Auf dem heutigen Marlte sind erschienen: 10 Wagen nlit Getreide, 7 Wagen mit Heil und Stroh, 24 Wagen und 2 Schiffe mit Holz (I« Eubitmcter). Durchschnitt«» Preise. Mlt, Mn.,..^ Vtlt,, Mgl^ Weizen pr. hcttolit 10,56 liziiDntter pr. Kilo . - 70 -!- Korn „ 6 !)9 7!2(Micr pr. Stiicl . . — 2------' Gerste (neu) „ 4 23 4 77Milch pr. Liter . - 8------ Hafer „ 3 W 3 70 Rindfleisch pr. Kilo — 56 - ^- Halbsrucht „ ------«^Kalbfleisch „ —44------ Heiden „ 6 18 5 ^Schweinefleisch „ —64------ Hirse ., 5 85 5 97i!2chöpsenfleisch „ — 36------ Kuluruz „ 6 50 7 — Hähndcl pr. Stück — 80 ----- Erdäpfel 100 Kilo 4-----------Tauben ., — 18 - ^ Linsen pr. Hcltolit, 8-----------Wn 100 Kilo . . 2 14^ Erbsen „ 8 50-------Stroh „ . . 178 - Fisolen „ 9-----------Holz. hart., pr. vier Rindsschmalz Kilo—80------- Q.-Metcr-------6 20 Schweineschmalz „ — 74------— weiches, „ _ ^ 5 — Speck, frisch „ — 70-------Wein. roth,, 100 Lit.-------2N ^ — geräuchert „ — 72-------— weißer „------16 ^ Angekommene Fremde. ?l,n 7. Juli. Hotel Stadt Wien. Schoppell, Reisender; Verta, Vaad, Kauf lenle. und Baron Basclli v. Süszcnbcrg, l. f. Wachtmeister, Wien, — Stern, Kaufm, Prag. — Ritter v. Preschern >m< Sohn, Trieft. — Ungcr. Kaufm,, Stuttgart. — Detcla. Land« lagsabgcordneter, Krainburg. — Ranzinger, Fabrilsbesißtt, Gottschce. Hotel Elephant. Dolcuc, Kaufm,, und Cronnest, Trieft ^ u. Suppcmtschitsch, Nilchhaltcr, Görz', — Fischt. Kauf,,,.. Ullt» Pirch, Handclsm., Karlstadt. — v. Troyer Christine, Oberst' liriitcnllntsgattin, Fiumc. — Iazbec. f. Telegrapheu-Controlol, und Kuralt. Agra,». - Hall, Fnbrilant, Starlenbach. -Pascotini Antoinette, Paclava. Mohren. Fra» Habig. Secbach. — Stella, Trieft. — Queiser, Amstctten. — Kerschih, holzhnndlcr. Tirol. Kaiser von Oesterreich. Schlesiuger, Handelsmann. Graz ^ Benesch, Künstler, Wien. Verstorbene. Den 7. Iuli. David Ianesch, Taglöhnerinssohn, 1 Tag, , Chrüngasse Nr. 15, Lcbcnssch wache. Im Civilsftitale: Denb. Juli. Johann Petermann, Taglöhner, 63 I, Meteorologische " ^ M !: ° -5 -B _______« «2° Z «___________« "_____3Z^ 711. Mg. 739 68 ^-15 2 O. schwach heiter 7. 2 „ N. 736 78 ^-23 4 NW. schwach heiter 0 0t) 9 .. Ab. 734 76 ^-17 2 O. schwach heiter Schönes Wetter anhaltend. Das Tagesmittel der Wärme ^- 186". gleich dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vamberg, Vl)!^k!)(NH5. Wien, 7. Juli. (1 Uhr.) Die Börse verstaute heute stärler. und waren mit nur wenigen Ausnahmen die meisten Speculationspapiere sehr offeriert. Papierrente........7245 7255 Silberrent«........73 40 73 50 Volorente .........87 50 87 60 Lose. 1854........122 50 123 . I860........13325 13350 . 1860 (zu 100 st.) .. 13450 135 - . 1864 ........17250 173- Ung. Prämien.NnI.....114-11425 Lredit-L . .'.......177 — 17750 Theitz.Regulierungs« und Sze- gediner Lose.......108 60 108 80 Ruoolf,.L.........18 25 1850 Prämlenanl. der Gtadl Wien 117 75 118-Honau-Negulierungs.Üose . . 112 - 112 50 Domänen »Pfandbrief« . . . 143 50 144'— Oesterr. Schatzschein« 1881 rücl» zahlbar.........10040 100-70 oefterr. Schatzscheine 1882 rück« zahlbar.........10150 101 75 Ungarische Ooldrente .... 109 - 10s 15 Ungarische Eisenbahn-Nnleihe . 126 75 127-Ungarisch« Eisenbahn-Anleihe, Tumulativstücke......1262b 12650 Anlehen der Ttadtaemeinde Wien in «. «......10225 10275 Gelb Va« «rnnzentl«ftnn«s»vbll«latlsnen. Vöhmen.........10450 - — Niederösterreich......10550 10625 Galizien.........9775 98 — Eiebei'bnrgtN.......9475 95 — Temeser Vanat......94 50 95 Ungarn..........95— 9550 «lctle« v«« V«»l,n Nnglo.österr. Vanl.....132- 13225 Creditanstalt .......27? 60 27? 80 Depositenbank.......—- --. Creditanstalt, ungar.....26225 262 50 Oesterreichisch« ungarische Banl 830— 831 — Unionbanl ........10880 10»-- Verlehrsbank......._..._.-._ Wiener «antverein.....133— 133 25 «ctlen »«n tr«»sv«rt Nnterneb-«nu«en. «elb «L«e «lföld.Bahn .......157— 158 - Donau.Dampsschiff..<»esellschaft 567 - 568 - EUsabeth.Nestbahn.....190- 1902', Ferbmands-Nordbahn. . . .2445-2450 — »eld W«« ssranz-Ioseph.Nahn .... 16i> - 16950 Galizische Larl.üudwiss-Vahn . 27b 50 2/7 — Kaschnu-Uderberger Vahn . . 129- 12!» 50 Lembera. Ungarische Wcstbahn .... 149 2s< 149 75 Wiener Tramwau-Gesellschaft . 242 50 243 - Pfandbriefe. «llg.öst.Vobencreditanst.(i.Vb.) 116 50 117-- ^ . . (i.B.-V.) 10175 102 — Oesterrcichisch < ungarische Banl 103 40 103 f>0 Ung. Vodencredit.Inst. (B.-V.) 102 - 102 25 Prisritstsvbligatlsnen. «lisabeth.B. 1. Cm.....9875 9»- . sserd.-Nordb. in Silber . . . 105 50 106 — «tlb woll Franz.Ioseph.Vahn .... 102' . 10285 Gal. Carl-Uubwig.«,, 1, Em. 105 — 10550 Oesterr. Nordwest.Vahn . . 10150 lUl?^ Siebenbürger Nahn .... 8425 84b0 Staatsbahn 1. lim..... 176 25 176 75 Südbllhn z 3«/....... 12275 123 " i 5«/«...... 112 25 112 ?b V,»l London, lurze Ächt . . . . II? 75 117 sb London, lange Sicht . . . 117 80 117 90 Paris.......... 4655 46S9 »el»s«rteN. »elb Wo» Ducaten .... 5 fl. 56 lr.-st. — lr. Napoleonsb'or . s . 3« . V ^ 3S'/« -Deutsche Reichs- Noten .... 57 . 80 . 57 , 85 - Eilbergnlben .. -^»-^»»'»^- * Krainischt Glundeiltlastunqs-Obligatiolie": G<>ld 101-. Ware 102 —. MIO. H>?5n7 7ü"bl! n?9(f V«n7^i.^ ^^ " ^'" ^^""' "^ bi« 7.'40. Volbrente 87 40 bi« 87 50 «redit 27«90 bl« 27?-. «lnzlo 132- b"