JÄriftWinnfl : I,tHtzau«gaff» Nr. > . »»,i«i>»->« iZsiia <«»» Hutiu In ««»». s. Im) »tu U— 1t ant »trm. , _____l'ttn »tilca »ich! PÜflgifCbra. «1D- It»! KtÄfffliStiat. Ht Bnaaltaag Kl hDIgfl f«->> CNfrUIfillTig . . . «. > «o Haldjätrig . . . «. *10 «on«! «,n-»«ch .... |t. —-&4 8kntdj|SI|itg . . . jl. |'H HalbitdNß . . . . K. »— •onuaöitg ; . . fi. «• — Ktli'l t««ton» etftDttn ftch » , ClqagHrbtflitr» um lie hthcr«» »crlcatsujl-^tbuliTin. SiRflflritftf >d»n»emrnl> trfita ti» int »bd«il>«ll»ag. HiM, Donnerstag, 15. Juni 1899. 24. Jahrgang. Z>er Sumpf des Friedens. Tkr Haager AUsriedenSraih wetteifert an ahetrvcknetster Langweiligkeit bedenklich mit ta ®rof Thun'schen Friedenspolitik an der Donau, der Prager „Deutsche VoltSbote* ernstlich «mmhet. die hartnäckige Wiener Stuhl» und Ickuikennerstopfung werde sich noch einmal dadurch Kr« muffen, daß Graf Thun al« außerordentli Vertreter deS Reicht» nach dem Haag geschickt mde, um mit der Erzlangweile seiner „immer-Hrenden" Ministerräthe alle betheiligten Mächte ■ doi Zustand unheilbarer Unentschiedenheit, That chmacht und allgemeinster Wehrlosigkeit zu ver> wodurch der ewige Friede gesichert würde, den Donauländern selbst ist dieses hohe Ziel tauh« schon erreicht. Da« öffentliche politische tck» unter Thun und Genossen wird immer , öder, ungenießbarer, geschmack« und geist-W«. Gras Thun gewöhnt den Leuten mit der da« politische Denken vollends ab. Reden, iben, beschließen u. s. w. dürfen sie nach ihrem Mrfniffe ohnehin schon lange nicht mehr. Die BerusSabgeordneten der älteren Schule sich still und nur die schärfstdeutschen plagen 4»och al« ungeschickte Idealisten mit Versamm. und Abwehrarbeiten. Närrische, romantische lityft da«! Die moderne Culturmehrheit will den Frieden in allem um „jeden Preis' haben! tch die Socialisten hatten jüngst nach langem r eine allerding« egoistisch-idealistische An-ldling. Sie wähnten mit einem sogenannten »dmitn „DemonstrationS'-Ausmarsch von einigen W»I> .NichtWählern' gegen die neue christlich-mle LandtagSwahlordnung unter Thun-KielmannS« dm Machthabern etwa« beweisen zu können! Wollten die Arbeiter ernsthast für die Volk«-lt< auftreten, müßte die« ganz ander« und nicht Sonnwendfeier. Schaart ö«ch um die Lpsergluthen, Die dem Lichl« sind geweiht Schleudert in die Uammnifliuhm Alle Schlasiheii unsrer geil! schwört beim Loh'n der Balderijeuer Turch de» Abends sanften Hauch, Treu ju wahren, was uns theuer, All' voran der Väter Brauch! Im ganzen weiten deutschen Vaterlande, von t Niederungen an der Nord- und Ostsee bi« an Iahten FelSabhänge an der Adrta wird da« 1 der Sommer-Sonnenwende in der Zeit vom . Ml 25. Brachmond« gefeiert. — Dieser schöne ' der Sonnwendfeier stammt auS der ältesten d»fiigen Vorzeit de« Volke«, und die Freude il-uischen an den altgewohnten Naturfesten hat '(Kille, trotz wiederholter Anfeindungen römischer nie, durch zwei Jahrtausende bis in« Volk«-der Gegenwart frisch erhallen. Ei» sinniger Grundgedanke wohnt der Sonn-öf«'« inne. SUmutttt Sonne, unter deren belebenden hltii Anger, Wald und Feld grünt und ge-hat den Höhepunkt ihrer Himmelswanderung h. Was sie im jungen Frühling zu neuem i (leroeit und erstarkt hat, das steht nun in Mlmur in größler Entwicklung. — Mit Hoffnung«« lira Herzen bedenken die deutschen Erdenkinder tobenden reichen Ernte und in freudiger Lust i Listehenden und Kommenden, wohl auch im au« der besondersten Kleinwinkelpolilik herau« ge-schehen! Mit solchen Straßen-MassenunterhaltungS-spielen, bei welchen einige ungeschickte Leute den jetzt modernen Fußball darstellen müssen, der mit den Füßen hin- und hergestoßen wird, ver« treibt sich uns.re Höchstcullurmenschheit die Zeit! Die Obersten lächeln blasiert darüber. Da« ist die „große FriedenSsthnsucht", flüstern die Jünger der FriedenSbertha. Die Menschheit will nur noch den Frieden und opfert den letzten avitischen Krieg«-gelüsten nur noch mit den KriegSspielen de« Sports, bei dem nicht scharf geschossen werden darf. Dem Welthandel«srieden«zuge der Zeit brachte auch die reichSdeutfche Politik ein neue«, äugen-fällige« Opfer. Im deutschen ReichSlage vom 6. Brachmonds erklärte der Staatssecretär von Bülow: „Zur Ausgestaltung der deutschen Besitzungen im großen Ocean, wie im Hinblicke auf die seit langem auf den Karolineninseln bestehenden deutschen Han-del«inter«ssen haben wir e« sür unsere Pflicht g». halten, dafür zu sorgen, daß diese Inselgruppen bei einem Besitzwechsel sür Deutschland nicht ver-loren giengen." Eodann theilt er den Wortlaut der mit den Spaniern am 12.HornungS 1899 getroffenen Abmachung mit, derzusolge Spanien die Karo-lineninseln mit den PaloS- und den Mariannen-inseln gegen eine Geldentschädigung von 25 Millio-neu Peseta» an Deutschland abtritt. — Also ein rechte« Länderverkaus«- und Kaufgeschäft zwischen den Staaten! Die Erwerbung neuer Machtstützpunkte für Deutschland an sich ist von jedem Deutschen mit Freuden zu begrüßen. Auch an der Form läßt sich füglich nichts aussetzen. Da« Deutsche Reich er. weitert seine Grenzen und Seestützpunkte durch Pacht und Kauf (China, Kiaotfchau und Karolineninseln). ES will der hervorragendste Rechtsstaat bleiben, um dauernd einmal der von allen willig anerkannte G«fühle heiver Dankbarkeit, entflammen sie in der milde», klaren Juninacht die himmelanlodernden Sonnwendfeuer auf den Höhen. Dieses bedeulungSvolle Fest wurde von den Germanen, als einem ernsten GemüthSoolke, auch gleichzeitig aus Anlaß eine« neuen Zeitabschnitte« gefeiert, und eS war demnach voll und ganz ein Sonnensest, mithin den Lichtgöltern Baldur und Freyr geweiht. — Baldur, OdinS Sohn, der Lenz, gott, der Gott de« aufsteigenden Lichte«, muß daher sterben, wenn Allmutter Sonne ihren höchsten Punkt erreicht und die Nacht sich wieder über den Tag Gewalt zu erringen beginnt: Also zur Zeit der Sommer-Sonnenwende wird Baldur von seinem blinden Bruder Hödur auf Drängen de« verderben-schaffenden Loki getödtet. Freyr, gleich schön und mächtig wie sein Bruder Baldur, ist der Wachs-thum fördernde Sonnengott, deshalb der Gott der Fruchtbarkeit und de» Äntefegens. Die Bedeutung dieser beiden Sonnengötter, vereint in da» Fest der Sommersonnenwende, die den Blick von dem sterbenden Baldur auf eine reichgesegnete Zukunft lenkt, und von dem Bewußtsein getröstet, daß Baldur nicht auf ewig scheiden werde, sondern zur Zeit der Winter-Sonnenwende, am Julseste, nach erfochtenem Siege über den frostigen Riesen zu neuem Leben und Schaffen wieder erstehen werde, machte das Fest von einer Trauer- zu einer Freuden-seier. Vielerlei Sitte und mancher Aberglaube, der mit diesen Festen verknüpft ward, klingt Märchen-haft in unsere Zeit; jedoch, mag e» sein, was e» auch will, so zeigen un« doch diese Naturfeste den erste Welt Handelsstaat zu werden, vielleicht auch seinen germanischen Vettern, dem Engländer und Amerikaner, die gerade in der Neuzeit wieder stark mit gewaltsamen Eroberungen arbeiteten, »in ein-dämmendes Gegenbeispiel geben. Solche Friedens-geschäste und HandelSgewinnste sind insolange ge-wiß gut, als sie nicht an Friedensschwäche streifen und nicht die Allherrschaft de» Geldsacke» zu allen Zwecken vorbereiten und nicht den „Frieden um jeden Prei«" bedeuten! Denn in diesem Falle würde die moderne Zersetzung durch die Vorherr-schast deSMassencapitali«mu« undMafsenmaterialiS-muS auch im Deutschen Reiche böse, bedenkliche Vorschubleistung erhalten und da» Volk der Dich-ter, Denker, Schlachtenlenker und Culturanführer bald genug aus die Tiefen der geschichtlichen Ver-fall»völker herabbringen, die, wie einst die Spät-römer und Byzantiner und neuerlich die Franzosen sammt Vettern, in Geld« und Friedensüberfluß trotz aller Handelsblüthe vollends verkommen. Wie theuer das moderne Frankreich seinen Handels- und Genußsrieden bezahlen muß, beweist seine Geschichte seit 1871. Frankreich» Volk»cultur ist bösartigsten Wucherungen verfallen; es entartet im besten Frieden immer erschreckender. Wie stin-kende Geschwüre brechen immer neue Scandal-Processe in seinem StaatSleben hervor. Wo und wie wäre es möglich, daß in einem wirklich ge-sunden, friedenSglücklichen Staatskörper eine Pa-nama- und Dreyfuß-Massenschandgeschichte an die andere sich reiht?' Jahrelang dauerten die Pa-namaproceffe, um schließlich gesährlichst zu ver« sumpfen, und jahrelang schon besudelt auch der noch ärger verlotterte Dreysußproceß die Oeffent-lichkeit. Zahlreiche Ossiciere, Dichter, Politiker, von der untersten bi« zur höchsten Stufe, verur-theilten den jüdischen Hauptmann Dreysuß al» Spion und Verräth«. E» ist geradezu blöde, an- tiefen Sinn, die innige Freude an der Natur und da« reine, religiöse Gefühl im Wesen der deutschen Volksseele, welcher heute leider durch viele volks-fremde Elemente mit allerlei Tingeltangel betrogen und entartet wird. — Als nach der Niederwerfung der römischen Zwingherrschast durch deutscheSHelden-thum auf offenem Helde römische Abgesandte bar-fuß und verkleidet, in Kapuze und Bettlerkittel, mit dem Krummstab in der Hand, in die deutschen Gefilde eingezogen, um eine neue Heil«lehre, die Christuslehr,, zu verkünden, da setzten sie an Stelle BaldurS, Johannes den Täufer, sowie sie auf ähnliche Weise dem Julsest, dem Ostarasest u. s. w. andere Gestalten und Namen ausdrängten, so daß auS der Sonnwendfeier eine Johannisfeier wurde, welche selbstverständlich nicht jene sinnliche Bedeutung haben konnte, als dies bei den Sonnwendfesten unserer Altvordern der Fall war und auch that-sächlich, als sie in fremdem Geiste abgehalten wurde, an Bedeutung und Allgemeinheit einbüßte. Darum frei von fremdem Geiste und auf zur Erhaltung deutscher Eigenart und Sitte! Denn nur aus der VolkSthümlichkeit, aus der Liebe zum angestammten deutschen Edeloolke, das Lichtgestalten wie kein zweites Volk der Erde besitzt, kann nur die Kraft, die Widerstandsfähigkeit und der Opfer-muth im Kampfe für deutsches VolkSrecht und Ehre geschöpft werden. Nicht allein deutschvölkische Vereine, sondern jede Gesellschaft und besonder« einflußreiche Person» lichkeilen, wie Gemeindevorsteher u. s. w. sollen trachten, daß bald wieder von jedem Hügel hell- 2 nehmen zu wollen, daß alle und alle bi» zu den Kriegsministern und Präsidenten hinauf, ungerechter Weise nur ihr Müthchen an einem sonst ja unbe-deutenden Capitän kühlen wollten, blo» etwa, weil er ein Jude war!!! Also ein gewisser Schuldan-theil muß, sollen nicht alle Leitenden in Frankreich schon Blödliage oder Bestien sein, auf alle Fälle aus diesem höchsten Reclamejuden lasten. Der trau-rigste Beleg sür die Verkommenheit französischer Zustände ist e» aber, daß diese Angelegenheit so oft und so lange und so schändlich verwirrt und zum Hazardkampfe zwischen JudencapitaliSmu«, Heer und christlichem Bürgerthum werden konnte. Die jüdischen Banknermillionen de» jüdischen Herr-schaftS-„W«lt"°BundeS haben zur Zeit augenschein» lich wieder über Frankreich gesiegt. Der unselige schmähliche Dreifußproceß ist abermal» und aber-mal» neu aufgerollt worden und mit geradezu jauchzenden Jerichotrompeten verkündet die allstaat-liche Judenpresse schon jetzt den gänzlichen Frei-spruch de» Dreysuß seilen» de» neuen, kommenden Kriegsgerichte» von Renne» !!! Der höchste Reklame» jude wird von der Teufelsinsel zurückgeholt und daS eckle Spiel der Ränke, des Goldes und aller bösen Leidenschaften beginnt aus» neue l! Ein Theil des alten Adel» Frankreich», der noch nicht ganz die Scham abgelegt hat, beantwor» tete diese That der jetzigen französischen Regierung damit, daß sie den Vorsitzenden de» Senate», Herrn Loubet, öffentlich bei einem Wettrennen prügelten. Wenn sich Recht und Wahrheit schon gar nicht ander» mehr in Frankreich helfen können, al» so, dann muß eS erschreckend schlimm damit stehen! Dem frechen Jubelgeheul der jüdischen DreysuSpresse und deren Genossen wird eS nicht gelingen, die christliche öffentliche Meinung zu verwirren! Sollte dieser DreyfuS in Renne» wirklich nun freigesprochen werden, so beweist uns das für seine Unschuld heute nicht daS mindeste mehr! Wir haben gesehen, welche Verlotterung in Frankreich herrscht, waS jüdische» Geld, Geschrei und Ränkethum dort ver-mag. Wir haben somit allen Grund zu dem Glauben, daß, nachdem ja gerade die jüdische Presse die Faulheit der Leitkreise Frankreich» so oft behauptet hat, diesmal noch mehr als je jüdische» Geld und jüdischer Einfluß die sogenannte „Revision" durch» gesetzt haben. Wenn da» Gericht in RenneS unter dem Zwange der Pariser bestochenen Kreise den DreysuS nun freisprechen müßte, nachdem man unterdessen Beweist und Zeugen stumm gemacht, wer wird an d«n Sieg der Wahrheit und Gerech- lodernde Sonnwendbränbe durch die Nacht in die Ebenen und Thäler hinauSleuchten, denen wir alle Fremdthümelei, jede Halbheit und Scheinhelligkeit überweisen, auf daß sie solche Auswüchse verzehren und in die deutschen Lande wieder die künstlich unterdrückte Ehrbarkeit und der biedere, deutsche Volkscharakter in seiner ganzen Reinheit Einzug hält. Hermann. Z>ie Wallfahrt. Ein« Erzählung aus den Bergen. Vorferten im Winter — eS war am Stephanie-tag — hat mir mei Großmualta a lustige G'schicht verzählt au» der guaten alten Zeit. Au» der guaten allen Zeit, wo die Großmuatta noch a jung« Men» schin war. Damal» soll'» viel schöner und besser g'wesen sein. Die Lern' waren viel frömmer, sie ha'm fleißig gebelet, heunt wird nur fleißig g'wet-tet, sie ha'm mehr g'wallsahrt, heunt werd alli Sunntag in die Stadt und zu die Wahlen g'sahrn, sie waren fleißig mit die Processionen, heunt hört ma bloß von de Processen. Und doch waren die Leut' a viel lustiger wia hiazt; wenn a Kirchtag war, war halt doch immer a bißl a Raserei, daß die Fetzen lei so g'flogen san. Es war in die Vierzigerjahr, hat die Adla (Großmutter) verzählt, uma Johanne umar, grad in der gnetigsten Zeit, da i» damal» a tamische Trickne (Trockenheit) g'wesen. E» hat halt nit tigkeit in diesem bodenlosen französischen Sumpft noch glauben!!! Der üppige Friede ist Frankreich zum Fluche geworden; e» droht daran elend zugrunde zu gehen. Werden andere daran ein heilsame» Beispiel finden? politische Kund schau. Z>ie Slovenen spielen immer, wenn sie etwas brauchen, die Unterdrückten. E» ist ihnen sehr pein» lich, daß sie durch die bekannten Schacherkünste im Parlament gegenwärtig nicht» ergattern können. Warum? „Sloo. Narod": „Die slovenischen Vertreter gehören zwar zur Rechten, der Mehrheit de» Parlamente», doch die Regierung, die sich beson-der» sorglich um jeden Wunsch der Polen und Deutsch clericalen kümmert, beachtet die Wünsche des „a Herunterdrückte st en" der österreichischen Völker, der Slovenen. nicht im geringsten. Alle», was in den „slovenischen Landen", insbesondere aber im Küflenlande geschieht, erfüllt un» mit der Furcht, daß die Regierung über un» zur Tage»-Ordnung übergehen will, und deshalb bedauern wir eS, daß die Tagung des Parlamente« unmöglich ist. Nun, früher over später wird der ReichSrath doch einberufen werden müssen, und wenn der mit dem § 14 eingeführte Ausgleich zur Abstimmung kommt, dann werden wir mit dem Ministerium ab» rechnen." Wie weit die Unterdrückung der Slovenen geht, davon können wir Deutsche in Unlersteiermark ein Lied singen. Da« nun vollzogene Ausgleichs-compromiß zwischen Szell und Thun, daS bekannt» lich einen vollen Sieg Ungarn« bedeutet, stimmt den „Slovenen" sehr melancholisch: «Höhere Rück-sichten haben zum Schaden der österreichischen Steuerzahler gesiegt, die nun mit blutendem Herzen sehen müssen, wie ihnen ein harte« Urtheil die letzten Hoffnungen benahm, die sich an die Er-neuerung des Ausgleiche« knüpften." Beide Blätter-stimmen sind natürlich nur als berechnete Comödie aufzufassen — die Herren wollen eben etwas haben. Hottesdienst im — Fnrnsaale. Die Kinder der deutschen Schule in den „Königlichen Wein-bergen" in Prag müssen in einem Turnsaale den Gottesdienst seiern und die heilige Communion em-psangen, weil die tschechische Geistlichkeit sie in die katholische Kirche nicht einläßt. Los von Mon»! Z>er WilitSkschulverei» kommt nicht zustande und in den Satzungen de» statt seiner zu gründen» den MilitärschulsondSvereine« ist von der deutschen Sprache keine Rede. Nach den vorletzten strategi» schen Erfahrungen scheint daher die Nothwendigkeit, für die Gnheit des Heeres zu sorgen, in den Hin» tergrund getreten zu sein. Kreisen, denen die Tsche-chen höher stehen als der Siaat, ist e« nicht zu verargen, wenn sie darauf verzichten, Großmacht zu — werden. Z>r. podlipny und die Auschkin-Seier in St. Petersburg. In der Hauptstadt des Zaren» reiche« findet zur Erinnerung an den Dichter Pusch» g'regnet und hat nit g'regnet. Auf die Roan (Reine) uma feind die Wiesen schon ganz au«gebrennt g'wesen. Beim Tag hat immer die Sunn herze» brennt, und bei der Nacht war'« G'wölk am Him-mel, daß in der Früha nit amal a Thau war. Die Blümlan aus der staubigen Wiesen ha'm vor Durst traurig die Köpflan hängen lassen und 'S Trad (Getreide) i» gelb wur'n und ka Kern drinn in die Aher (Aehren). Der Boden war schon g'sprungen vor lauter Truckenheit und niem'den hat mehr 's Arbaten g'freut. Da hat mei Vater g'sagt, Hot die Adla verzählt, sogt sie: „DöS, Buaman und Diandlan", sogt er, „da» geht nit a so weiter,' hat er g'sogt, „mir müssen um Regen bitten gehn. ES nutzt sunst nix. '« Arbaten i« umasunst. wenn Gottvater sei Honb von un« abziagt, der Hochwürden Herr Pfar-rer hat'« a g'sogt." Da« war un« halt sreili wohl rechl, denn g'freut hob' i mi dechta schon immer auf so recht a große Wallfahrt. So Homer un« halt mit die Nachbarn z'jammg'redt und sein in einer Procession auf Maria-Saal. DaS hat aber gar nix g'nutzt. E« hat wohl Opfergelder g'regnet, aber af'n Himmel hat si nit amal a Wölkle gezagt. „I hab'S enk eh g'sagt," hat der Leitenbauer von der Haberleilen auf der Schattseiten g'moant, „i hab'« immer g'sagt, die Maria-Saalerin i« nix sür'» Wetter, die i« «ehr für'« Innerliche, die Freudenberger Muttergotte» iS schon mehr zum anrathen. aber sie versteht si a nur mehr aus'a Hausstand und auf Viehangelegenheiten. Aber in der Witterung i» sie '» reinste Hascherle gegen die 1899 kin ein Fest statt, zu welchem der Stadlrath von Petersburg an den von Prag eine Einladung er-gehen ließ. Der sattsam bekannte Bürgermeister Podlipny konnle diese schöne Gelegenheit nicht vor-übergehen lassen, ohne zu zeigen, welch GeisteSkind er ist. Er sandte an den Stadtrath von PclerS-bürg ein Schreiben, worin er sich enischuldigt. daß die Kürze der Zeit eS unmöglich gemacht habe, persönlich an dem Feste theilzunehmen: zugleich sandte er einen silbernen Lindenzweig. der an ge-tignetem Orte niedergelegt werden solle. Nicht genug an dieser Demonstration drahtete er an Ge» neral Komaroff, den von der Palacky-Feier in Prag bekannten allslavischen TollhäuSler, folgende Sätze: „Wir wissen Ihre Einladung umsomehr hochzuschätzen, al» wir Ihre» klangvollen Na-mcn» noch lebhaft au» dem vorjährigen persönlichen Verkehr eingedenk sind .... Wir haben der Stadtvertretung von Petersburg einen silberne» Lindenzweig übergeben und bitten ergebenst, de» großen slavischen Zweiges im äußersten Westen eingedenk zu sein, welcher die eminent culturellea und blutsverwandten Sympathien anstrebt, die un» mit Ihnen verbinden." — Hiezu bemerkt die Budweiser .Deutsche VolkSwehr*: Wir fragen an-gesicht« dieser neuen Heldenthat de» bestätigten, in Audienz empfangenen Bürgermeister» von Prag; angesichl» dieser offen allslavischen Kundgebung, die sich würdig an die Turnfahrt Podlipny» nach Nancy und an die Palacky-Feier anreiht; angesichl» alle« dessen fragen wir, wa» wohl einem deutschen Bür» germeister, einem deutschen Abgeordneten, >a dem unbedeutendsten Manne von deutscher Gesinnung geschähe, ließe er sich einfallen, eine ähnliche Kund-gebung in'» große Deutsche Reich zu erlassen! „Preußtnseuchelei', „Hochoerrath" wäre da» Min» beste, da» man ihm vorwerft«, ein Dutzend Gen» darmen da» kleinst« Aufgebot an „Staatsgewalt", das man ausmarschieren ließe. ReichSdeursche, die in Oesterreich sprechen w»llen, weiSt man über die Grenzen; den Tschechen ist Alle« gestaltet. Und warum? Nicht au« Kurzsichtigkeit, nicht au« traditioneller Borniertheit, sondern weil man plan» gemäß da« Deutschthum vernichten, »hm die Hände binden und seinen Feinden freie« Spiel lassen will! Weil Oesterreich aufgehört hat, die deutsche Ostmark zu sein, weil man e« zur slavischen Weftmark um» schaffen will; und dazu braucht man sanctionierte Agitatoren, wie Podlipny, Herold usw. Caveant cousules! Aus Stadt und Land. Z)er Landesschutrath hatt beschlassen, dem Fabriksbesitzer Franz Fretberger in Trosaiach sür feine durch mehr alS zwei FunctionSperioden fort» gesetzte eifrige und ersprießliche Thätigkeit im Bezirksschulrathe Leoben, dann dem Kaufmann und Obmann de« OrtSschulrathe« in Kraubath, Josef Feitscher, anläßlich seine« Scheiden« au« dem Ort»» schulrathe, dem er seit dem Jahre 1873 al« Mit» glitt), Orl«schulausseher und Vorsitzender angehört Luschari." „Ja, ja, auf Luschari geh'n mer," ham alle g'sogt. S' war auf an Sunntag nach'» Hochamt, da hob'n si die Bauern vor der Kirchen herraußen be» sprachen, — a jeder mit sein Pfeiflein >m Maul — daß morgen in aller Frnha as'n heiiligen Berg 'gangen wird. Drauf sein die Bauern noch zu« „Lackenwirt" auf der Tratten 'gangen «auf a paar Seidl'n wegen der großen Trickne und !haben durt weiterdischkeriert. „I aber," Hot die Adla verzählt, sagt sie — „bin üdern Leitenbuuern hamgaugen mnd hob i» Lenz, in Maren von Leitenhof. no. Demi Großvater halt, in alten Bauer, — Gott hob ihn selig — g'sogt. daß mer morgen aus'a heiligen Berg geh'n und daß i dabei bin. — Da Hot er sremndli g'lacht, mei Lenz, und Hot g'sogt, er werd' a klemmen, er hält bei der Luschan no an extrane Bittt', und Hot mi dabei so g'passig ang'schaut — mnd i eah« holt a so. wia'« mer von Herzen kummern i«. A«ol hat er g'sogt, wegen meiner riklaten Kculbin, die i zu Micheli gekäst und beim Bauer einW'stellt hob, und nachher holt noch wa«," sagt er mnd hat mi zu eahm zubigedruckl. „I waß schon mvo», Lenz,' hab » g'sogt, hob «ahm die Hand drucckt und bin davong'rennt '« wi a Wiesele. In nächsten Tag seimer holt z'sammkemman alle bei der Kirchen droben, die Bauern, ddie Bäuerin« nen. die Knecht und die Menscherleut. ZA jed'« ho« a Binkele g'habt mit Brot und Speck uund an Pfiff Schnap» und in Rosenkranz im Sack,, damit ma »Deutsche de» Borjahre« steht in unauslöschlicher Erinnerung; möge auch Heuer das deutscht Fest sich feinem Bor-ganger würdig anreihen. ZSusikverei«. Am 18., 25. und 29. Juni, sowie am 2. Juli l. I. vormittag« findtn im Probe« zimmer de« Mufikvereine« die Schlußprüfungtn für Biolin. Klavier und Theorie statt. Da« Schüler-Concert wurde sür Sonntag den 9. Juli l. I. vormittag« 10 Uhr im großen Casinosaale anbe-räumt und wäre e« nur wünschenSwerth, wenn von Seite der Angehörigen der Zöglinge unserer Musik» schule, über deren Erfolge wir berichten werden, diese Gelegenheit benützt würde, um sich durch eigene Wahrnehmung von den Fortschritten in allen Zwei» gen deS Musikunterrichtes zu überzeugen. ßilNer Lawn Keunis ßluv. Samstag, den 1V. d. M. fand im Gesangszimmer des Casino» Vereines die ziemlich gut besuchte gründende Ber-sammlung statt, bei welcher vorerst Herr Dr. Edwin Ambrvsitsch im Namen de« gründenden Au«-schusseS Bericht erstattete. AuS diesem erwähnen wir kurz, daß die Satzungen des ClubS von der t. k. Statthaltern bereits genehmigt sind, daß der Stadt-verschönerungsverein in entgegenkommenfter Weise im Sladtparke einen sehr günstig gelegenen Raum, der sür zwei Spielplätze genügt, zur Verfügung gestellt hat und daß nach den Kostenvoranschläge» die Errichtung de« ersten Platze« — allerdings in bester und dauerhaftester Ausstattung — auf etwa 359 fl. kommen wird. Die Wahlen in den Aus-schuß hatien nachstehendes Ergebnis: Obmann, Dr. Edwin Ambrositsch; Ausschüsse, die Fräulein Emilie Haussen büchl und Helena Stiger, Herr Dr. Emanuel Bayer. Bon den wichtig» sten Beschlüssen, die inderBersammlunggefaßtwurden, wären anzuführen, daß von einem Jahresbeitrag« der ordentlichen Mitglieder abzusehen wäre, selbe sonach nur eine EintriltSgebühr, die mit 5 fl. be» stimmt wurde, zu entrichten haben. Der Jahre«» beitrag der nichtständigen Mitglieder beträgt 2 fl. Orde ntliche und nichtständige Mitglieder entrichten für jede Spiklstunde den Betrag von 19 kr., Gäste für die Stunde 29 kr. Außerdem werden Monat«-karten zu l fl. ausgegeben, denen die verminderte Spielgedühr zugute kommt. Für den Anfang werden die Spielstunden für die Mitglieder durch den Au«-schuß bestimmt. Wenn keine weiteren Hindernisse eintreten, kann mit dem Spiele in allernächster Zeit begonnen werben und ersucht der Ausschuß daher, Anmeldungen dem Obmanne Dr. Edwin A m b r o» sitfch zukommen zu lassen. Kine »ernüuflige Verfügung. Ein Mini« sterial-Erlaß macht jetzt die Runde bei den ver-schiedenen Aemtern, der von den Betheiligten ge-wiß gern zur Kenntnis genommen werden wird. In diesem Circulare heißt «S, e« fei allgemein die Wahrnehmung gemacht worden, daß die Beamten ihren Vorgesetzten bei Beförderungen und Aller» höchsten Auszeichnungen entweder schriftlich oder persönlich gratulieren. Besonder« in der letzten Zeit hatten diese Gratulationen und Vorstellungen so große Dimensionen angenommen, daß durch die» 3 selben viele Bemühung und Zeit in Anspruch ge-nommen worden sei. Dieses Vorgehen sei „dienst, lich nicht erwünscht" und eS haben in Hinkunft sowohl die persönlichen Vorstellungen als auch das Aufzeichnen von Namen in Bogen au« solchen An-lassen zu unterbleiben. Eine Au«nahme sei nur bei den Beförderten oder Ausgezeichneten selbst zu machen, welche auch in Hinkunft sich bei ihren Vor-gesetzten dienstlich vorzustellen haben werden. Mit dem Automobil. Montag Nachmittag erregte ein auS Laibach angekommenes Automobil, welche» Herrn Baron Cobelli von Fahnenfeld nach Wien führen sollte, großes Aufsehen. Infolge eine« maschinellen Gebrechen« mußte daS Automobil, welche« den Weg von Laibach nach Cilli in drei Stunden zurückgelegt hatte, hier zurückvleiben, und sein Eigner war gezwungen, die Reise nach Wien mit Hilfe der weniger gebrechlichen Eisenbahn-Maschine fortzusetzen. Die Wiederbelebungsversuche, welche an der Straßenkreuzung beim Cas6 Mercur mit vorübergehendem Erfolge eingeleitet wurden, hatien eine große Menschenmenge herangelockt. Kiu listiger Ztebelstaud. Wer von erhöhtem Punkte einen Autdlick auf unsere schmucke Stadt genießen will, sieht hausig da« sonst so schöne Bild durch eine schier undurchdringliche Rauchhülle ver-deckt. E« wird nämlich beim Verschieben der Züge am Bahnhof« zum Anheizen eine besonder« viel Rauch erzeugende Kohle verwendet, wodurch na» mentlich bei Ostwinden die ganze Stadt geradezu verpestet wird. Dieser Uebelstanb, der auch in sanitärer Richtung zu beklagen ist, wurde schon einmal vorübergehend abgestellt und wir sind über« zeug», daß die maßgebenden Factoren der Südbahn in loyaler Weife zur endgiltigen Beseitigung diese« lästigen UebelstandeS beitragen werden, wofür die Bewohner Cilli« Dank wissen werben. Zum Kapitel Korkauf. E« mehren sich wieder die Klagen, daß am Markte das Unwesen des Vorkaufe« in höchster Blüthe stehe. Wenn die« auch an den eigentlichen Wochenmarkttagen nicht mehr der Fall ist. fo sieht man doch an den übrigen Tagen die Händler in den Morgenstunden alle Erdbeeren, Eier, Gemüse u. dgl. aufkaufen, um dann eine bedeutende Preissteigerung hervorzurufen. Dies macht sich besonders bei den Erdbeeren be« merkbar. Ein auswärtiger Händler lauert am Rann den Erddeerweibern, welche aus dem Petschou-nikgebiete kommen, auf und kauft die köstliche Frucht in Massen auf. Wir möchten — von dem letzt-erwähnten Falle abgesehen — dem löblichen Ge« meinberathe die Frage de« Vorkause« nochmal» dringend an'« Herz legen. Vielleicht ließe sich die Sache so regeln, daß im Sommer jeden Tag Wochenmarkt stattfindet und das Verbot des Vor» kaufe» vor 19 Uhr auf jeden Tag der Woche au»-gedehnt wird. Ivan Zle?. Hosar und Aranjo Koflaj»5ek vor dem hiesige« Areisgerichte. Diese zwei Opfer der slavischen Größenwaynpolitik hatten sich am 5. Juni l. I. vor dem Kreis- als Erkenntnisgerichte in Cilli zu verantworten. AIS Vorsitzender des Erkenntnisgerichtes sungierteHerrLandeSgerichlS- 1899 ____ bar, jür seine vieljährige, verdienstliche und da« Schulwesen fördernde Thätigkeit, und dem Obmanne bri OrtSschulrathe« St. Barbara in der Kolo«, Andreas Kokol, sür seine aufopfernd« und mühe-volle Thätigkeit anläßlich de« SchulhauSbaueS bort-selbst die dankende Anerkennung ou«zufprechen. Ferner hat der LandeSfchulrath dem Kindergarten-vereine in Windifchgraz die Errichtung und Eröffnung eine« deutschen Privat-Kindergarten« in Windifchgraz unter Genehmigung de» vorgelegten Statute» und Beschäftigung»planeS bewilligt und die Bestellung der Philomene Karmarsch, geborene Heine, al» Leiterin diese» Kindergartens genehmigend jir Kenntniß genommen; die Erweiterung der beiden keiclassigen Volksschulen in Heilenstein, Bezirk Franz. imd Gonobitz (Markt) zu vierclafsigen angeordnet, ttjiehungSweife bewilligt; dann dem definitiven Zedrer Emil Döpper in GroßS». Florian und dem definitiven Unterlehrer an der Volksschule dc» Grazer Echxtzoereine» in Waltendorf. Johann Probst jun., de» erbetenen gegenseitigen Diensttausch bewilligt. Kür das KUlier Deutsche Studentenheim. Da» am vorigen Sonntage zu Gunsten de» Cillier Deutschen Studentenheims in W a r t b «r g, dem Atze de» strammen Abgeordneten Walz, abge» bastene Concert de» Wiener akademisch-technischen Gesangvereine» hat einen glänzenden Verlauf ge-«mmen und dem Deutschen Studentenheim den «mhasten Ertrag von 266 Kronen zugeführt. Heil Walz l Zur 'Regulierung der Lehrergehalte. Wie «r erfuhren, hat der Lande»fchulrath in der Bor-atsitzung. daß der in der letzten Tagung deS keiermärkischen Landtages beschlossene Gesetzentwurf, dftreffend die Neureg«lung der Gehalte und Be->ige de» LehrperfonaleS an den öffentlichen allge-»nnen Volks» und Bürgerschulen, die landeSfürst-!4)t Genehmigung erhalten werde, bereit» die er» suderlichen Verfügungen getroffen, damit die Durch-sihrung diese» Gesetzes fo rasch als möglich ersol-s» könne. Zu diesem Zwecke wurden die Bezirks-ad Etabischulräthe beauftrag», längstens bis Ende Zilili d. I. genaue Ausweise über den derzeitigen Sund (Anzahl) der im betreffenden Schulbezirke ii Verwendung befindlichen Lehrpersonen mit den ichrderlichen Daten über deren DienfteSeigenschast, Hrdesähigung, erste Anstellung in provisorischer -»n definitiver Eigenschaft, allsällige DiensteSunter-dnchungen, über die gegenwärtigen und zukünftigen fyilfle und Gehaltszulagen u. s. w. dem Lande», stzilraihe vorzulegen. Für die genaue und richtige Änsassung dieser Nachweisung wurden die betref-senden t. k. Bezirk»schulinfpectoren, denen die Ar-teil zu übertragen ist, persönlich verantworlich Macht. Sonnwendfeier in KUli. Die deutschvölkischen Sntine unserer Stadt werden auch Heuer die Son-»«wende festlich begehen. Aus diesem Anlasse wird e« 23. d. M. im Waldhause ein Festabend mit fflnfik und Gesang stattfinden und in begeisternden ©orten der Sinn der Volksgenossen für die uralt» »eiligen Bräuche der Deutschen neu aufgerufen wer-teil. Tie herrlich schön verlaufene Sonnwendfeier MtRiger verirrt beim Beten, no ja, weil man «t«bfi a auf was z'denken hat. — Der Leiten-kirr hat vorgebeiet, und fo feimer halt gangen m @oit'4 Nam'. Mit di Glocken ham's g'läutet, »ia si'» gehört. So feimer halt gangen, schön g'rad uch der Siraßen, g'stabt hat'», daß ma auf zehn 6d)ri!t nix mehr g'segen hat, und die Sunn hat kigedrennt. daß un» der Schwitz lei so aberge-topft ist. Nach a zehn Stunden mi' mer in Sas» q und hoben in heiligen Berg vor un» g'segen. !a hamer a wenig g'rastet. dann i» es bergauf Mzeii — ivor wohl oft feintla (sehr) sper und sitrisch stücklan. Anige ham si noch Sond in die dchih geben zum Sünden abbüßen und a jed'» Im a Scheit Holz mitg'nommen, um früher im hi»«el z'kumman. Der Herr Pfarrer droben hatzt «Winter damit ein und verbrennt damit alle |pta. Ter Lenz aber, der nach« enker Großvater wra i«, Hai g'sagt, sagt er: „I nimm koa Scheit. > »mm mei Hauskreuz aus mi; verwischt mi bei >n Hand und ziagt mi hinter sei nach, daß mer t« Aihem auSg'angen iS." I bin eam aber nix Wdig geblieben und hab g'sagt: „Wenn i Di W', brauch i a kan Holzklotz nit mitz'trogen." Nach a Stund a dreie seimer aufi kemman. He mer auSg'rostet hom g'hobt, hat der Pfarrer >» der Kirchen drin a Meß g'lefen und gepredigt W er so schön, daß olle geklärt ham, die nit toia emg'schlosen san. Zum Schluß war an Opfe-n>g und a Rosenkranz i» gebetet worn in der Nanuog auf an baldigen Regen, den uns die Lu» schari-Multergoite» erwirken sollte. Noch de hei-l>gen Verrichiungen sein die Leut außi vor die Kirchen zu die Siänd, zu die Budnen und Wirth»-Häuser. Wer noch a b'snndere» Anliegen an die Muttergotte» g'habt Hot, i» no in der Kirchen ge» blieben, so a i und der Lenz. Wia mer auße kum» man sein, haben die Burschen schon g'sungen und getrunken und kreuzfidel i» zugangen, daß mer gar nit vermerkt haben, wia a kohlrodenschwarzes Wet-ter aufg'stiegen is. Da hören mir auf amol von der andern Sei» ten, von der windischen her, Stimmen und immer deutlicher hört ma singen: ,8vet, svet!» (heilig, heilig!) und mit der Zeit kumman Fahnen und a ganze Procession zum Vurschein. Tie Glocken fangen z' läuten an, und sie ziagen in die Kirchen ein. Wia die Leui' dann aus der Kirchen außer kummen und die fremden Burschen si zu unsere herstellen, geht der Lenz auf an zua und fragt ihn: „Wer feid'S denn dös und was wolll'S denn?" — „Kraner feimer," sagt der, „und schön'S Wei-ter bitten seimer kummen zu der Luschari, weit'S schon so lang regnen thut in Kran drin!* — „WaS!* schreit der Lenz, „dö» woll,'S schon'» Wetter bitten, und wir brauchen an Regen, weil sunst alleS hin wird bei uns daham vor lauter Trickne. Die Luschari i» z'erscht für uns da, daß eS wißt'», und mir brauchen an Regen, und bös wolll'S ihn wieder wegbitten, daß leid' mer nit; die Lufchari-Muttergottes g'hört nach Karnten einer und sie werd auf uns liSnan (hören) und nit auf enk. Wer feid'S denn dös eigentli, döS Wetter« fchieber, Habt'S in Regen allen in Kran drin g'hol» ten, daß mir verschmachten kinnan." .Die MuttergvtteS versteht windisch a," sagt der Kraner drauf, „und sie g'hert uns grad a fo gut 'S wia enk." — „WaS!" schreit der Lenz, „döS wollt'S unS unsern Bittgang verdirben, dö» Kraner döS." Da schreit von rückwäri» der Lei« kamwirth-Jakele: „A Kraner und no aner ham an todten Hund verschlagen." Aus da» fein die fremden Burschen auf die unseren lo»gangen. Der Lenz aber hat glei an gepackt und über die Jaxen (Achseln) hintersche aus'n Bod'n g'schmissen, daß lei so g'hallt ha». Da i» nocher die Raserei lo»-gangen. Von aner Holztriften beim Pfarrhaus ham sie alle g'weichten Prügel erwischt und aufanander losgedroschen. ES ist alleS drunter und drüber gangen. As'n Boden ham sie si g'walgen und g'haut, daß die Fetzen davong'flogen sein. Mir Weiber hamer g'want, g'schrieren und sein in die Kirchen beten gangen. Derweil is aber der Himmel immer finsterer worn. Geblitzt und gedundert hotS und af amol is eS niedergangen, als wann der Himmel offen wär. So Hat'S gegossen, daß alle pudelnaß fein worn. Schläg ham unsere Buaben kriagt, weil die anderen die mehreren waren, aber recht g'habt hamer do mir, denn g'regent Hot'S nocher urntlich. Gregent ho»'«, daß mer in acht Tagen wieder noch Mariahilf ham wallfahrten müassen, daß wieder aufhört. Die Luschari hat'S halt gar z'guat g'mant." 4 rath Reitter, öffentlicher Ankläger war Herr Staats-anwaltsubstitut Dr. v. Koceoar. Die Anklage besagt in ihrem Eingänge, daß Ivan Nep. Gosar sich anfangs 1897 in Cilli niederließ und am 3. April desselben Jahre» von Anna Dobida die Realität E.-Z. 104 C.-G. LeiSberg um 3500 fl. käuflich erwarb, aber auf Rechnung deS Kaufschillings nur 1000 fl. baar erlegte, während er die Summe von 7600 fl. in jährlichen Raten von 1000 fl. zu tilgen versprach. Anfangs 1397 eröffnete Ivan Gasor, wie er angibt, nur auf Drängen der hiesigen slavischen Matadore, im „Narodni Dom" in Cilli ein Handelsgeschäft mit Kerzen und Farb> waaren, obwohl er nach eigener Angabe nicht die leiseste Ahnung von einem derartigen Gewerbe hatte. Er behauptet, damals einen Fond von 700 fl., später wieder, einen solchen von 1100 fl. besessen zu haben. Nach eigener Angabe de» Gosar kam er mit diesem Geschäfte aus keinen grünen Zweig, so daß er „au» Eigenem" Zuschüsse in das Geschäft machen mußte, und als der gute Mann sah, daß er den Cillier „VolkSsreunden" gründlich aufgesessen sei, beschloß er, sich de« Geschäftes auf jede Weise zu entledigen. Am 2. April 1393 fand der An-geklagte in Laibach zufällig den Franz Kostajnöek. feine« Zeichen« ehrsamer Bäckergeselle, welcher auf gut Deutsch gesagt, den ..Hops" abgeben und da« gänzlich überschuldete Waarenlager de« Gosar „übernehmen" sollte. Sei e« nun das Vertrauen auf feine „Fachkenntnisse" oder auf feine „Geld-Mittel' gewesen — Kostajnsek befaß nämlich weniger als nichts, indem er sich noch am selben Tage 2 fl. für ein Nachtmahl und Nachtherberg« von Gosar auSlieh — genug an dem, er »übernahm" daS daS Geschäft mit Kaufvertrag vom 9. April 1393 um den Preis von 6000 fl., während das ganze Waarenlager einen Werth von 2000 fl. repräsentierte, ohne jede Inventur, angeblich, weil da« „zu theuer" gekommen wäre. KostajnKek war naiv genug, vor dem Gerichtshof« zu behaupten, er habe geglaubt, daß ihm Gosar da« ganze Waarenlager schenke. Ende April 1893 war auch Hpstajnöek'S Herrlich-keit zu Ende, er bekam, wie daS bei Geschäftsleuten deS „Narodni Dom' Mode ist, die „Reifefucht", indem er spurlos aus Cilli verschwand. DaS ConcurS-verfahren ergab, daß ein Waarenlager im Werthe von 1165 fl. 45 kr. nebst der obenerwähnten Realität deS Gosar, im Werthe von 5650 fl., zu-fammen 6815 fl. 45 kr. als Activvermögen vor-Handen war, welchem nach GosarS eigener Angabe ein Schuldenstand von l 1.005 fl. 27 kr. entsprach, weshalb «in Deficit von 4189 fl. 82 kr. vorhanden ist, hinsichtlich dessen die Gläubiger das leere Nachsehen hatten.Trotzdem meldete Gosar keineswegs den ConcurS bei Gericht an, sondern conlrahierte neue Schulden und befriedigte die andrängenden Gläubiger flove-nifcher Nation. Nach eigener Angabe Gosar'S waren eS nämlich gerade die Slovenen, welche am meisten auf Zahlung drängten, und der „große" Mann des Volkes, Dr. Hrasovec, war einer der ersten, der für sein Expensar Deckung suchte. Gosar und Kostajnöek wurden wegen Vergehens der Crida zu je einem Monate strengen Arrestes, ver» schärst durch eine Faste wöchentlich und zum Ko-stenerfatze verurtheilt; Gosar wurde von zwei An-klagefakten, wegen Verbrechen» des Betruges und der Veruntreuung freigesprochen. „Slovenci 8° izkoriScali,* (Die Slovenen haben mich nur au»-gebeulet), sagte in seiner Verantwortung Gosar, der durchaus keinen Hehl daraus macht«, daß «r zu Concurrenzzwecken nach Cilli eingeladtn wordtn fei. Ein Opfer umS andere, und wie viel« werden noch folgen!! — Slovenifche Gewerbtreibende, wirft euch das! Von der künstlerischen Bedeutung de» akademischen Malers und Seifensieder» weiß übrigens auch die gothische Caprlle in der Pfarrkirche zu erzählen, deren schönes Innere er durch eine barbarische WirthShauSmalerei ver-fchandelt hat. Hli/c Deutsch in — Warburg. E» giebt heute noch deutsche Politiker, die wir ob ihrer per-soiilichen Hochanständigkeit achten und ehren, die jedoch dem wahren Wesen deS nationalen Kampfes so verständnislos ferne stehen, daß wir in den schwerwiegendsten völkischen Angelegenheiten ihre Mitwirkung zu vermissen gezwungen sind. DaS sind die «Illiberalen Politiker, die in der alten Staats-Weisheit fortträumen, sich ängstlich scheuen, ihre Volksangehörigkeit laut zu betonen, und keinen Sinn für die völkische Noth der schweren Zeit besitzen. In Marburg machten sich die Deutschbewußten daran, den Casino- und Theaterverein zu einem ausgesprochenen Mittelpunkte der deutsch fühlenden Gesellschaft zu machen. Die Nothwendigkeit dieser Aenderung erklärte sich nicht nur auS dem Geiste einer vom nationalen Kampfe durchtobten Zeit, W»cht- sie erwieS sich als unabweiSliche Ehrenfolge eines sehr lrauugen Ereignisses, welche im Vorjahre auf die gesammt« Bevölkerung von Marburg erschüt-ternd eingewirkt hatte. Allein auch kurz« Zeiträume bringen in gewissen Köpfen daS Traurigste in Ver-gessenheit. In der vorigen Woche wurde in einer Generalversammlung deS Marburger Casino vereine» über die von den Deutschnationalen angeregten Satzungsänderungen Beschluß gesaßt. Die Teutsch-nationalen beantragten, daß der Verein den Namen „Deutscher Theater- und Casinoverein" erhalte und daß nur Deutsche Mitglieder sein könnten. Beide Anträge erlangten nicht die satzung»gemäße Stimmenanzahl und wurden abgelehnt. Wir müssen die hier zum Durchbruche gelangte Anschauung der Marburger Altliberalrn für sehr bedenklich und be-dauernSwerth erklären. Muß denn ein deutsches Heimwesen wirklich schon in seinen Grundsesten krachen, damit der Michel erwache und die einge-schlichen«» Fr«mdgtist«r von ihr«m ZerstörungSwerke vertreibe? Marburg steht heute mit feiner mächti-gen deutschen Besatzung schier unüberwindlich da und gar viele deutschbewußte Männer arbeiten mit rüstiger, zielbewußter That an der Kräftigung deS Marburger DeutfchthumS. ES wäre jedoch Selbst-betrug, wollte man die vielen offenen und verdeck-ten slovenischen Kampfstellungen übersehen, die gleich Pilzen in der größten deutschen Stadt des Unter-landeS aufgeschossen sind, Kampfstellungen, deren UnheilSwirkungen vielleicht auch die Herren Ko-kofchinegg und v. Gasteiger nur zu bald aus einem schweren Traume aufrütteln werden. Die gesunde Nationalpolitik lehrt uns, daß wir sichere Stellun-gen zum Heile der deutschen Zukunft mit aller Kraft ausnützen müssen. Mög« auch in der Schwester-stadt an der Drau dieser Grundsatz allgemeine thatfrische Anerkennung finden! Sodoma und Homorrha. In Laibach haben sich wieder weltbewegend« Ding« ereignet, in deren Mitte die Gloriengestalt des Bürgermeisters Hri» bar gestanden ist. In classischem Russisch hat er e» verstanden, im Namen der slovenischen Nation, „auS dem fernen slavischen Südwesten" dem „Dich-terpropheten" Puschkin, dessen hundertjähriger Ge-burtStag in Petersburg gefeiert worden ist und der „mit so hinreißenden Worten und mit glänzenden Gefühlen den Verläumdern seines Vaterlandes ent-gegengetreten ist", telegraphisch die Reverenz zu machen. Sein „herzinniger Gruß" sollte zeigen, „daß Puschkins Bedeutung verstanden und die Kenntnis der reichen russischen Literatur sich au»-breitet auch bei den entlegensten Ausläufern der allgewaltigen flavischen Welt." Während fo der penflavistifche Weltbürger Ivan Hri bar in den altflavifchen Culturträumen behaglich und ftolzbe-wußt herumplätfcherte, haben die Schattenseiten de« gemeinen Alltagslebens sein welthistorisches Gemüth schnöde verdüstert. DaS Zauberbild der Allmutter Slavia ward in seinem Sinne plötzlich verdrängt von der Muse der Cloaken, von der frechen Venus vulgivaga. Um seinen hohen Sinn für K«ufchh«it zu beweisen, ließ Iwan der Schreckliche den Tem-pel besagter Göttin schließen und sein« radical«n Genossen im Laibacher Gemeinderathe waren dar-über empör«, nicht so sehr als Gegner de» Hribar'-schen Keuschheit»glauben», al» deshalb, weil sie in der Concession an die Keuschheit eine Concession an die clericale Partei erblickten. ES kam so zur lächerlichsten aller Bürgermeisterklisen. Tagelang ließ die Halbwelt ihr Damoklesschwert über dem Haupt Hribar» schweben, bi» endlich die Sitten-reinheit de» „weißen Laibach" strahlend erstand. Nur sechs Gemeinderathe, an ihrer Spitze Dr. Tau-tscher, beharrten verstockt bei der Erhaltung der fani-tären Anstalt, die anderen beharrten, sittlich erleuch-tet, bei der Erhaltung des Bürgermeisters Hribar. Dieser hat sich in der wendischen Sittengeschichte einen gleich ehrenvollen Platz gesichert, wie in der Geschichte der menschlichen Tragikomödien — er hat auch eine» Tugendkranz auf daS Grab deS großen Panflavisten Puschkin zu legen verstanden. Slavischer Z>auk. Am 6. d. M. ist in Agram der Arzt Dr. Fon im Alter von 52 Jahren ge-storben. Sein Vater war Angestellter deS früheren deutschen Notars Sajowitz in Cilli und erwarb sich bei diesem deutschen Manne die Mittel, um seinen Sohn am Cillier Gymnasium studieren lassen zu können. In den slavischen Blättern wird Dr. Fon als fanatischer Agitator des PanslaoiSmuS gepriesen. Slavischer Dank! Paun, 13. Mai 1399. Am Sonntag, den 13. Juni l. I. veranstaltet der steirische Radfahrer-Gauverband eine Wanderversammlung in Rann a. d. Save. Di« Vorb«r«itungen zum würdigen Empfange d«r Gäste sind feiten« des Ranner Rad-fahrerclubS bereit» in Angriff genommen. Beabsichtigt 185S sind ein Frühschoppen um 10 Uhr vormittag», »in Festbankett um 1 Uhr nachmiiiag» uns eine Corsofahrt durch die Stadt um 4 Uhr nachmittag» zum Eichenwäldchen. woselbst unter den Klängen der beftbekannten Capelle au» Windifchland»berg ein Waldfest abgehalten werden foll. E» ergeht daher auch auf diesem Wege an alle Radfahrvereine, Radfahrer und Freunde de» Radsport«» die freund» lich« Einladung zum Erscheinen. Schließlich werden diejenigen, welch« d«m Bankett« thkilzunehmen beabsichtig«», ersucht, die» bi» spätesten» Samstag, den 17. Juni dem Ranner Radfahrerclub bekannt zu geben. Fichtenwald. (Sonnwendfeier.) Der deutsche Lefeoerein hat in seiner letzten Monat»versammlung beschlossen, am 24. d. M. ein« Sonnwendfeier zu veranstalten. Di« Obmannschaft de» zu diesem Zweck« bestellten Ausschusses ha« Herr Endre» Winkle übernommen, wodurch allein schon die Gewähr geboten ist, daß daS uralte, deutsch« Fest der Sonnenwende einen gelungenen Verlauf nehmen werde. Ein mächtiges Feuer wird zum Himmel lohen, unter sinnigen Sprüchen auf Volk und Hei» mat, aus mancherlei Liebes, werden zu flammen, den Feuerballen erglühende Scheiden die Luft durch-fliegen, Pöllerfchüsse werden erdröhnen, ein Feuer-werk wird abgtbrannt werden, deutsche Lieder wer» den erklingen, hierauf ein« gesellige Unterhaltung in der Gastwirthschast Smreker, — wenn un« nicht der Wettergolt zwingt, die Feier an einem anderen Tage abzuhalten. Aichtenwald. (T h i e r s ch u tz v e r e in.) U«b«r Anregung deS Herrn Tomitfch sind dem Cillier Thierschutzoereine bisher 12 Mitglieder beigetreten, doch steh« zu erwarten, daß sich diese Zahl noch vermehren werde. ES gilt in erster Linie, die Zwecke deS Thierschutzoereine« durch Aufstellen von Futter» »ischchen und Au«hängen von Nistkästchen zu fördern. Da sich unter den Mitgliedern mehrere Nimrode befinden, so wird auch den Feinden der Vogelwelt ernstlich an den Leib gerück« werden. Weitere An« Meldungen nimmt Herr Tomitsch gerne entgegen. Der Jahresbeitrag beträgt 1 fl.. wofür die Mit» gtieder die ausgezeichnete, monatlich erscheinende Zeitschrift „Der illustrierte Thierfreund" umsonst erhalten. Tuffer. (Danksagung.) Herr Kausmana Karl Hermann in Tüffer spendete sür den hie» sigen deutschen Kinderganen den Betrag von 20 fl. sür Anschaffung von LeutemannS AnfchauungSbil» dern und anderen BeschästigungSmitteln. Der Gefer» tigte spricht hiemit dem Spender den besten Dank auS. Leitung des deutschen Kindergarten» in Tüffer, am 13. Juni 1399. Valentinitsch, Leiter. Houobitz, den 12. Juni 1399. (Südmark.) Bei der diesjährigen Vollversammlung der Süd» maikorlSgruppe wurden nachstehende Herren in die Vereinsleitung gewählt: als Obmann Oberlehrer AloiS S e i d l e r; als dessen Stellvertreter Josef R e st, Hausbesitzer; zum Schriftführer Hans Bau» mann, Lederfabrikant, und zum Cassier Gottfried Hafenbichet jun. Wir wollen hoffen, daß die neue Vereinsleitung an Rührigkeit der alten, abgetretenen nicht nachstehen wird, und daß eS ihr gelinge» wird, di« Zahl der Mitglieder entsprechend zu ver» mehren. Honobitz, den 12. Juni. (Vom Gesang» vereine.) In unseren Gesangverein schein« neueS Leben eingezogen zu sein. Nach kurzer Pause erfreute er un« Sonntag, den 11. d. M. mit einer Frühling«liedertasel, welche eine ganz hübsche Vor-tragSordnung auswies. Besonders gut gefielen die Vollgefänge „'S Herzklopfen", von Koch v. Lan-gentreu und „Land und Leut", von Blümel. Beide mußten einige Male wiederholt werden. Auch die übrigen Lieder wurden recht gut gesunge» und ver» fetzten die Freunde deutschen Gesanges, welche nicht nur au« Gonobitz zahlreich anwesend waren, son-dern auch au« den benachbarten Orten, Heiligen Geist, Oplotnitz, Retschach und Weitensteein herbei-geeilt waren, in die belte Stimmung. Die Musik wurde von der Windischfeistritzer Siadilkapelle be-sorgt, und man kann derselben da« Lob nicht ver-sagen, daß sie sehr fleißig spielte und außer den angesetzten VortragSnummern noch manch»« fröhlich« Weise einschaltete. Möge «S dem rührigzen Sang» warte Herrn Franz Nechutnq gelingen, seine wackere Sängerschaar recht fest zusammeenzuhalten, damit man sich bei einer Sommerliederttafel recht bald wieder so zusammenfinden könne. Wiudilchgraz (Deutscher Kinderrgarten.) Die VereinSleitung deS Deutschen Kinüdergarten-Vereines in Windifchgraz veranstaltet am« Sonntag, den 13. Juni l. I. in Herrn Lobe« Siartensalon zu Gunsten de« Deutschen KinSergarrten» ein Concert, und ist es ihr gelungen, füvr dasselbe 1899 die Mitwirkung der ersten Grazer Concertkräfte, de» FräuleinS Agnes Krifchey, Pianistin, der Hmen Rudolf Perdacher. Tonkünstler, Michael Weintopf, Solist de« Grazer Männer-Gesangvereine«, nie der Windifchgrazer Liedertafel zu gewinnen. $n nummerierter Sitz 1.—7. Reihe 1 fl. 20 kr., 8.—12. Reihe 80 fr. Kartenvorverkauf am 18. Juni, 3—4 Uhr nachmittag bei Lobe. VortragSordnung: !. Aus, deutsche Sänger, Vollgefang der Windisch- Sljer Liedertafel; 2. Violinconcert, von F. B. endelsohn, Herr R. Perdacher; 3. a) Lied aus dt« .goldenen Kreuz", von Jgn. Brüll, d) Die Jugendzeit, von Erich Mayer-Hellmund, e) Morgen» ftmne, oon Georg Hemschel, Herr M. Weinfopf; 4 a) Nocturne indes, von Fr. Chopin, b) Valse «ncertantes, von Fr. Chopin, Fräulein AgneS ikischey; 5. Adagio und fuge, von Seb. Bach, Hm R. Perdacher; 6. a) Der Schatz im Herzen, von Goltermann, b) 'S Hoamweh, von I. Gauby, Rhein, beim Wein, von RieS, Herr M. Weintopf. 7. Di« Forelle, von Schubert, für Clavier bearbeitet von Stefen-Heller, Fräulein AgneS Snjchty; 8. Sieirifche Weifen, von Eller, Herr $> Perdacher; 9. Links am Zaun, rechts am Zuui, Bollgesang der Windifchgrazer Liedertafel. Äilfang deS Concertes Punkt 8 Uhr. Zlohitlch.Sauervruun. (Schadenfeuer.) Dienstag, den 12. d. M., 2 Uhr nachmittags brach in dem eine halbe Stunde von hier entfernt liegenden Orte Topole beim Besitzer Joh. Hercef im Wohngebäude Feuer auS, daS in furzer Zeit t«s<» Hau» und zwei nahe WirthschastSgebäude, «n denen eines dem Herrn Anton Ogrifef gehört. »Asche le^te. Der Schaden, den die beiden Besitzer aleide», ist für die hiesigen Verhältnisse bedeutend, tenen großen Verlust erleidet Herr Ogrifef, der faxen reichen Wein» und Slivowitzoorrath nicht aus di« Lagerraum bringen sonnte. Ein Löschtrain u[eitc freiwilligen Feuerwehr war am Brandplatze ud es gelang trotz schwerer Wasserbesorgung doch, M Wohnhaus und di« rückwärts gelegenen Haltungen des Herrn Ogrifef zu erhalten. A« Mahrenberg ist die Gründung einer «:imgelischen Gemeinde für daS Drauthal im Zuge, «chdem Fürstbischof Napotnif erklärt hatte, daß «in seiner Diöcefe keinen deutschen Priester habe. Zm Orte Mahrenberg allein sind 25 Personen zum Protestantismus übergetreten. In Mürzzu» schlag wurde eine evangelische Gemeinde für das Kiirztdal gegründet. Sanitäre AerKehrnnge« im Kriseurladen. bm Johann Warmuth hat, wie aus feiner «Mdigun^ im heutigen Blatte ersichtlich ist, in semem Geschäfte erhöhte sanitäre Schutzvorfehrungen Htmffen. Kundmachung. Beim f. u. f. Militär-Ver-Mimagazin m Marburg gelangen circa 1016 q Äoggenfleie sammt den dazugehörigen 202 q t»??ungS-Abfällen im LicitalionSwege zur Ver» Äßerung. Der Versauf findet vom 1. Juli 1899 « bis zum gänzlichen Versaufe der vorbezisserlen Menmeiigen steiS an jedem Samstage als Marft» uz genau um 9 Uhr Vormittag statt, und zwar m ärarifchen Frucht» und Mehldepot nächst der Hqria-Dampfmühle, Mellingvorstadt. Kriehuber» gaffe. Hierselbst sönnen auch die lagernden Vor» nlh« täglich in der Zeit von 8—11 Uhr Vor» niuag und 1—4 Uhr Nachmittag besichtigt werden. fUhete Auskünfte werden in der Kanzlei des Ver» pjligtmagazinS Eifenstraße Nr. 16, während der chlichm AmtSstunden von 8—12 Uhr Vormittag tmitwilligst ertheilt. Hleichenberg, 10. Juni. (Todesfall.) Wir ^iben einen unserer Besten verloren. Unser Herz trübt sich dagegen und unser Geist, der seine« llifaii heitere Fülle mitanschauend mitgenoß, kann sich noch immer nicht in den Gedanfen finden, daß n heimgegangen, zu seinen und unseren Todten. Hm Gottfried Hölzer ist in ein bessere« Jenseit« abberufen worden. Wir alle betrauern diesen schveren. unersetzlichen Verlust, müssen aber in t»iim Tode, der zwar lange schon vorauszusehen, toch in seinem Abschlüsse so jäh über unS herein» trich, die schönere Seite abzugewinnen suchen, wir müssen zu finden trachten, daß eS auch nach dem Tobe ein Band gibt, welches unS mit dem theuren T^ittgefchiedenen verknüpft. Gottsried Holzer hatte «»edleS Herz, daS für jedermann schlug; seine reicht« weit über daS gewöhnliche Maß de« Alltäglichen und beweisen seine Thaten den überau« «ildthäligen Menschenfreund. Eine große Aufmerk» iamfeil widmete er dem VolfSfchulwesen; Lehrer «td Schule fanden an ihm eine nicht zu unter« schätzende Stütze; im öffentlichen Leben war er einer viserer Tüchtigsten, reich an Geist und Gemüth. Stach seine Schöpfungen fetzte er sich ein Denfmal „Deutsche Wacht" von bleibendem Werthe. Er lebt« für da« öffent-lich« Wohl und fein« Angehörigen, die «r über alle« liebte. Sein Vorbild an Gutherzigfeit, seine Freundschaft, seine Liebe mögen das Band sein, welches uns über das Grab hinaus mit ihm verbindet. Es mußt« dies Leben, wenn es seinen bleibenden Werth sür unS behalten sollte, schnell vergehen, nach dem Gesetze der Natur, nach welchem die schönsten und dustigsten Blüthen nur ganz furze Zeit dauern. Uns darin mögen wir den Trost finden für fein allzufrüh«» Hinscheiden! Und so wollen wir denn fortleben mit einer stillen Trauer, feiner Liebe, feiner Freundschaft, feine» Andenfen» werth. Und so oft sich unser Geist nach Wieder-Vereinigung mit ihm sehnt, so oft unser Herz bei der Erinnerung an ihn, den theuren Heimgegange-nen, mächtiger schlägt, so oft wollen wir an de» Dichter» Worte denken: »Seid ruhig, auch er schlummert nur ein Weilchen!' vermischtes. Z»er Nutzen der Kuhwanderungen. In einem Vortrage über da« Gesundheitliche der Fußwanderung sprach Sanität«raih Adelmann folgende«: Warum erreichen so wenige von un« da« vom Psalmisten al« höchste Lebensdauer bezeichnet« achzigste Jahr, da« eigentlich jeder gesunde Mensch erreichen müßte, wenn er nicht durch einen Unfall um« Leben kommt? Weil wir aus verkehrte, thörichte und meist gesundheitswidrige Weise leben, die Frauen zu viel Kaffee und die Männer zu viel Bier und alko-Holische Getränke zu sich nehmen und dabei schlechte, verdorbene Lust emathmen! Luft uud Licht prie« Dr. Adelmann al« die erste Grundbedingung zum Leben und hob die Sonne ebenso al« Erleuchterin, wie al« große Wärmequelle hervor; sogar am Elektrolicht wußte er dem Körper wohlthuende Eigenschaften zu rühmen. Dabei hob er besonder« die Güte und Reinheit der Nachtluft hervor und bezeichnete da» Schlafen bei verschlossenen Fenstern al» durchaus gesundheitswidrig. Daß wir uns von Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten (Mehl und Zucker), wozu noch gewisse Salze kommen, nähren, setzt« er als bekannt voraus, empfahl aber vor allem leichte, wasserhaltige Nahrung. „L'homme ne meurtpas; il so tue* (Der Mensch stirbt nicht, er bringt sich um) sagt ein französisch«» Sprichwort. und aus die größere Hälfte, besonder« der Wohlhabenden und Unterrichteten findet e« seine ebenso wahre, al» schreckhafte Anwendung. »Ich kenne viele Damen", suhr der Doclor fort, „welche morgen» ihre drei Tassen Kaff«« und nachittag» noch einmal drei n«hm«n und dann . . . begreifen sie nicht, woher eS kommt, wenn sie an Migräne. Verdauungsbeschwerden und Nervosität leiden I Macht der Arzt sie aus die Ungehörigkeit dieser Lebensweise ausmerkjam, so sind sie imstande zu sagen »Da will ich lieber einig« Jahr« früher sterben. alS auf den guten Kaffe verzichten." Ja. von Verzichten ist keine Rede, aber von mäßigem Genuß, eine, höchsten« zwei Tassen täglich, sowie bei den Herren zwei, wenn eS hoch kommt, drei GlaS Bier statt einem halben Dutzend, und dann Bewegung, viel Bewegung jeden Tag. Und nicht blos im Stadtgarten, nicht dlo« bi« zur nächsten Vorstadt und dem dortigen bequemsten Biergarten, nein — hinau», weit hinaus vor die Thore und hinauf zu Bergesgipfeln und in daS Walde»dunkel! Als Getränk bei Fußtouren empfiehlt Dr. Adel-mann vor allen Dingen Wasser und dann auch die Hauptkindernahrung und für die Alten eben-falls di« ersprießlichste gute, frische Milch. Komm» man in eine öde Gegend, wo sein Bach und sein Brünnlein zu finden ist, so sann man als schwachen Ersatz sür die LebenSquelle sich eines mitgebrachten FläschchenS schwarzen Kaffee«, mit etwas Wasser gemischt, bedienen. Ganz beiseite lasse man aber die Cognacflasche oder hole sie höchstens am Schluß der Wanderung hervor. Im schönen, grünen Wald verschmähe man nicht, was er unS bietet, und pflücke Erdbeeren, Himbeeren, Brom- und Heidelbeeren, soviel man findet. Ueberhaupt preist der Redner den Obstgenuß und hält e» sür nicht zu viel, ein ganze« Pfund Kirschen, Pflaumen, Birnen oder Trauben aus einmal zu essen, wenn man Lust hat. Die Kleidung bei größeren Fußwanderungen sei möglichst leicht; bei warmem Wetter geniere man sich ja nicht. Rock und Weste auszuziehen und die herrliche Wald- und Berglust birect auf den blo« noch mit dem Hemd belleideten Oberkörper ein» wirken zu lassen. Dann gehe man langsam und hüt« sich, in Schw«iß zu gerathen; überhaupt wähle man b«i größeren Fußpartien hauptsächlich die Morgenstunde», damit man während der stärksten Hitze sich der wohlverdienten Ruhe hingeben kann. 5 Pie „Dichte«" in den?farrh«fen. Da« tschechische Blatt der Socialdemokraten in Wien meldet, daß der Bischof von St. Pölten, Dr. RoSler, an die Geistlichkeit seiner Diöcese eine Kundmachung erlassen hat. in welcher er den Geistlichen den Besuch der Wirthshäuser verbietet, außer im Falle von Wahlen, denjenigen Geistlichen, welche sich bi«-her in Wirthshäusern verköstigten, anempfiehlt, sich ihr Essen nach Hause zu lassen, und schließ» lich die Geistlichen auffordert, mehr aus da» moralische Leben Rücksicht zu nehmen, da sich die Anzahl der „Nichten* auf den Pfarreien in entsetzlicher Weife vermehrt. /telue Kaubßeit mehr t Au» Paris wird eine Erfindung gemeldet, welche wohl geeignet wäre, viel Leid zu lindern, ein Apparat, welcher Taube hören macht. Ein französischer Ingenieur will durch Zusammenlegen mehrerer Metalle einen coniinuir-lichen elektrischen Strom erzeugt haben. Der Pariser Arzt, welcher diese Erfindung nutzbringend macht, construirte eine kleine, im Innern d«S Ohre« leicht anzubringende Kapsel, welche die Schallbewegungen durch den elektrischen Strom verstärft und so da« Gehör fräftigt oder neu erweckt. Auf dem in Paris befindlichen nationalen Institut für Ohren-leiden soll dieser Apparat sich vielfach schon mit vollständigem Erfolge bewährt haben. Dai Princip der E,findung läßt d«n Erfolg überall da al« möglich erscheinen, wo eine Schwächung der Ge» hörneroen die Ursache der Schwerhörigfeit oder Taubheit bildet. Amerikanisch. „Geschwindigfeit ist feine He-xerei", sagte Richter Olmsted, al« er in wenigen Minuten ein Paar in Hymen« Fesseln schmiedete. Die Eheschließung fam dem Gericht sehr über» raschend. E« war eben 3 Uhr nachmittag«, und da« Aorfviller Polizeigericht sollte geschlossen wer» den. Da fuhr draußen eine Drofchfe erster Güte vor, ein Herr mit Cylinder sprang hetau« und half einer Dame beim AuSsteigen. Der Herr fam in'« Gericht herauf und rief RoundSman Grisfin zu. er wolle heiraten. „Wirflich?" fragte der RoundSman Grisfin. »Gewiß, Herr," erwiderte der Herr, „und zwar rasch. Ich will noch einen Zug der Centralbahn erreichen.' »Ist diese Dame die Beflagte — ah, wollte sagen, die Dame, die Sie heiraten wollen?" fragte Griffin weiter, und al« die« bejah« wurde, fagie er: «Schön, holen Sie die Dame, ich hole den Richter." Dann ging Grisfin in den Gericht«saal und sagte: „Euer Ehren", — »da« Gericht ist geschlossen," sprach Kadi Olmsted. ,,E« ist sein Fall. Euer Ehren, eS ist ein« Hochzeit. Ein vornehmes Paar hier draußen möchte verdun-den sein. Sie wollen einen Zug nehmen, eS ist ein Fall auf Leben und Tod." „Da« ist eine Ehe» fchließung immer," sprach der Richter. Dann führte Griffin da« Paar hinein, Richter Olmsted nahm e« mit den Clerf« und Grifsin als man* in fein Privatzimmer und schloß hier den Ehebund. Ein Reporter erbot sich, al« einer der Zeugen zu fungiren. Die Ceremonie hatte säum sieben Minu-ten gedauert, dann suhr da« junge Paar im Car-rivr, nach dem Bahnhof. »D»e reine Expreßzug«-ehe." sagte Olmsted, al« er nun endgiltig da» Gericht schloß. Merkwürdige Forderungen enthält ein Document, da« man in der Krakauer Bibliothek entdeckt hat. Im Jahre 1640 famen die jungen Mädchen in Lithauen bei dem oon LadiSlauS II. einberufenen Parlament darum ein, daß die Geldheiraten bestraft und die Männer, die einem Mädchen lange den Hof machten ohne die Absicht, sie zu heiraten, zu einer Geldstrafe verurtheilt werden sollten. Sie verlangten ferner, daß in jeder Stadt ein Ort bezeichnet werden sollte» wo di« jungen Leute mit den Mädchen mindesten» viermal jährlich zusammentreffen sollten, damit so di« Anfnüpsungen zwischen den beiden Geschlechtern erleichtert würden. Den über 40 Jahre alten Wittwen sollte da« Heiraten überhaupt verboten werden. Und schließlich wurde verlangt, daß die Schönheitsmittel und alles andere, was zur Verschönerung und zum Schmuck der jungen Mädchen dienen sonnte — zollfrei in da« Land eingeführt werden dürsten. Z»ie gefährliche Ansichtskarte. Vor furzem hatt« in Passau «in Welineisendtr ein junge«, hüb» sche« Weibchen heimgeführt. Nach einigen, im süßen Wonnerausche jungen Eheglücke« verlebten Wochen mußte er wieder aus die Tour. Vor seiner Abreise mußte er seinem Weibchen ein Postfarten» album sausen und ihr versprechen, von jedem Orte, den er berührte und der sich in malerischer oder ges sichtlicher Beziehung hervorthat, eine Karte zu schicken. Der junge Mann versprach alle« und reist« ab. Regelmäßig in bestimmten Zeiträumen trafen die Karten «in. Eine« Tage« fam au« 6 Devtkcke Zva«v» 18S9 RüdeSheim eine Karte an. auf die der Gatte den bekannten Ver» geschrieben: „Ja, nur am Rhein, da möcht' ich leben, — nur am Rbein begraben fein." — Darunter mit Blei stand oon Damen» Hand geschrieben: „Ihr Männchen ist ein lieber, prächtiger Kerl. Betty." — Die junge Frau ge-rieth in eine furchtbare Ausregung und sah ihren Mann schon in den Schlingen einer herzlosen Kokette. Alle» Zureden ihrer Mutter und Verwandten, daß sich ganz sicher jemand einen schlechten Scherz er-loubt, half nicht. Sie bestand daraus, sosort zu ihrem Manne zu reisen. E» kam jedoch nicht da-zu; denn am nüchsten Morgen lag die junge Frau im heftigen Fieber. Die Aufregung hatte so schädlich auf sie eingewirkt, daß sie ernstlich an Neroenfieber erkrankte. Der empörte Gatte, dem man davon Nachricht gegeben und die Karte geschickt hatte, forschte sofort nach dem Urheber de« unzeitigen Scherze». Da stellte sich denn heran», daß der Piccolo de» Hotel» der Missethäter gewesen war. Er wurde vom Hotelier sosort weggejagt. Wo ein Härtn» ist, da giebt'» fast immer Erdbeeren. Seit langer Zeit wird die Frage unter den Besitzern von Erdbeerbeeien erwogen, ob t» richtig sei, die Pflanzen adzuranken oder die Ranken wachsen zu lassen. In der neuesten Nummer de» praktischen Rathgeber» im Obst- und Gartenbau berichtet Herr Wilhelm Dürkop in Wolfenbüttel sehr interessant über einen Versuch, den er mit dem Abranken von Erdbeerbeeien gemacht hat. Er ha» 6 gleich große Beete 2 Jahre hindurch insofern verschieden behandelt, al» er da» erste alle Wochen, da« zweite alle 2 Wochen, da» dritte alle 3 Wochen u. s. w. von Ausläufern befreit hat. Dann sind Blätter, Blüthenflände und die Früchte sorgfältig gezählt worden. Da» erste Beet brachte 916, da» zweite 841, da» dritte 860, da» vierte 628, da» 618, da» sechste 482 Früchte. „Dieser Versuch lehrt", schließt der praktische Rathgeber die Mittheilung, „daß eine Pflanze um so mehr Blätter, Blüthen-stände und Früchte lieferte, je früher ihr die Ranken wegefchnillen wurden. Liebwerthe Z>e»tsche Volksgenossen, Landskeule, Firoler! Wir flehen an einem Marksteine der geistigen Entwicklung unseres Landes. Der letzte typische Ver-treter des guten, echten AlttirolerthumS, dessen Scheitel noch die Sonne de« aufgehendcn Jahrhunderts geküßt, ein Mann, der wie kein zweiter in stch die Traditionen der »weiten Heldenzeit unseres Volke» mit den Errungenschaften modernsten FühlenS und Denkens in sich harmonisch vereinigt, zugleich ein Alter und ein Neuer, immer aber ein Bild und eine Verkörperung urwüchst-ger Gesundheit und Kraft: Adolf Pichler begeht Heuer seine» achtzigsten Geburtstag. Tiroler! Unser Adolf Pichler, der wie kein zweiter beitrug zur Ehrung tirolische» Namens und tirolischer Sitte, der mit wuchtiger Faust an die starren Felsen und Schrofcn unseres Landes schlug und sie zum Klingen gebracht, der tie eisumpanzerten Walllhore der abgesperrten Grenze auSeinanderriß und hinaustrat, ein Sänger und ein Held, ein begeisterter Apostel seiner Heimat, in da« große allgermanische Land mit feuriger Zunge, in VerS und Prosa Liebe werbend für unS, sein Bolk und dessen Cultur, wie sie sich im lauten Thal und auf weltabgeschiedener HSh' durchaus eigenartig und selbst-ständig entwickelt, unser Adolf Pichler, der die seit den Tagen deS WolkensteinerS versunkene Leyer wieder her-vorzog auS Blut und Koth, und ihr ein Erster und Meister zugleich Töne entlockte, wie sie feit den Tagen Walther« von der Vogelweide nimmer gehört. Tiroler! Vollbewußt der Größe dieses Mannes und der Dankesschuld unseres Volke« gegen ihn, er-achten c« wir, erachtet eS die „Literatur- und Kunst-Gesellschaft Pan" mit als eine ihrer ersten Aufgaben, diese« Jahr nicht vorübergehen zu lassen, ohne dem Dichter ein kleines Zeichen der Anhänglichkeit und Liebe tu geben. Außer Stande dies aber allein zu bestreite», wenden wir unS an Euch, liebwerthc Volksgenossen, mit der Bitte ihn unS feiern zu helfen, dadurch, daß Ihr uns die Mittel an die Hand gebt, ein Denkmal zu schaffen, Tirols und seines Dichters würdig, einen Lorbeer-Kranz au» Silber, dessen Blätter zu stiften an Euch liegt. Wenn wir die Geringfügigkeit de« Beitrages von 5 fl., den Ihr hiefür beizusteuern hättet, mit der Größe unserer Dankesschuld in Beziehung bringen, so glauben wir keine Fehlbitte zu thun, um so mehr, al« Euer Name al« Stifter in eine Urkunde eingetragen, ver- öffentlich! und mit diesem Kranz« für Kinder und Kindeskinder al« leuchtende« Wahrzeichen hohen Sinne« erhalten bleiben wird. Sollten Körperschaften oder auch einzelne Personen mehrere Blätter stiften und sich daran« oder sonst wie ein Ueberschuß ergeben, so glauben wir am besten im Sinne de» Dichter« zu handeln, wenn wir diesen Ueber» schuß al» Grundstock für eine Adolf Pichler-Stiftung bestimmen zur Unterstützung tirolischer Künstler und Schriftsteller. Liebwerthe deutsche Volksgenossen! Wir bitten Euch, diese« an alle deutschen Gemeinden, Körperschaften, hervorragende Persönlichkeiten Tirol« und auch nach auSwärt« gehende Rundschreiben wenn irgend möglich sofort, längsten« aber bis zum 20. Juni zu beantworten, damit das gestiftete Blatt besorgt und rechtzeitig in den Riesenkranz eingefügt werden könne. Schriftliche Glückwünsche an den Jubilar, welche in einem eigenen Album vereinigt und nach dem Fest-Abende, 8. Juli, dem Gefertigte» übergeben werden sollen, bitten wir in der Größe der Telegramm-Blankette zu halten und wie die Stiftungsbeiträge an die Adresse .Tiroler Literatur- und Kunst-Gesellschaft Pan" in Innsbruck gelangen zu lassen. Innsbruck, an, 1. Juni 1899. Mit treudeutschem Gtuß: Der Ausschuß der Tiroler Literatur- und Kunst-Gesellschaft Pan. Professor Anton Niggl, I. Obmann; Schriftsteller I. C. Platter, II. Obmann; Schriftsteller Rud. Ch. Jenny, l. Schriftführer; Schriftsteller Frz. Kranewiiter, II. Schriftführer; Musik-Director Mart. Spörr, Easfler; Schriftsteller Antou Renk, Bibliothekar; Concerfänger Toni Fischer, Beiralh; Kunstmaler Rudolf Katzung, Beiralh; Mag. Pharm. Karl Swoboda, Beirath. Weingartenßesttzer, achtet auf den Wehlthau der Weinstöcke! Soeben erhalten wir au» dem Saurilfcher Weindaugebiete Rfdentheile, welche bereit» stark vom Oidium-Tuckeri, dem echten Mehlthaue der Reden, befallen find. Sowohl die älteren Blätter, al» auch die Triebspitzen und theilweise die Trauben-stiele sind oon einem feinen, mehlartigen Ueberzuge bedeckt, welcher sich unter dem Mikroskope deutlich al» Oidium zu erkennen gibt. Ohne Zweifel wird also der dös« Gast, der vorige» Jahr in St«i«r-mark m«hr geschadet hat, al» di« starkrn Hagel-schlägt und die Rebkrankheiten jeder Art zusammen, auch Heuer bei un» wieder Einkehr halten und, wie e» scheint, recht heftig. Wollen wir nicht einen vollständigen Verlust der Weinernte zu beklagen haben, so gilt e», ihn gleich bei seinem ersten Auf» treten energisch zu bekämpfen. Glücklicherweise haben wir ja in dem Bestäuben der Reben mit seinge-puloertem Schwefel ein Mittel, welche» zwar da» Auftreten de» Schmarotzer» nicht vollständig hindert, da» e» aber so einschränkt, daß wir immer noch eine gute Ernt« zu «rhoff«n haben. Da» Bestäuben muß thunlichst sosort vorge» nommen werden und sollt« man sich selbst durch da» beginnende Aufblühen nicht beirren lassen, denn erfahrungsgemäß schadet da» Bestäuben, wenn e» richtig durchgeführt wird, der Traub«nblüth« nicht. Da« Schw«s«ln hat mit feknstgepulverlem Schwefel in der Weif« zu «rfolg«n. daß man mit-telst eine» geeigneten Blasebalg«» od«r Rück«n> schwefler» eine fein«, hauchartig« Bestäubung fämmt» licher Rebeniheile vornimmt. Da» dicke Bestäuben, so daß der Schwefel in kleinen Häufchen liegen bleibt, ist schädlich. E» muß an ein«m windstill«», warmen, sonnigen Tag« vorgenommen werden, nach dem Abtrocknen de« Thaue». Kommt kurz nach dem Schwefeln ein R«genwett«r, dann hat man di« Arbeit meist umsonst gethan und muß sie an dem ersten schönen Tage wiederholen. Schwefelstaub ist bei den beiden Lande»oer-fuchsftationen in Graz und Marburg, auf Anord-nung de» steierm. Lande»au»fchusse» in Säcken zu je 50 Kg. um den Prei» von 4 fl. für den Sack zu beziehen und ist bei der Bestellung der Betrag mit einzuftndtn. Die Herren Weingartenbesitzer werden ersucht, über da» Auftreten de» Oidium», besonder» im Anfange, der gefertigten Direktion Mittheilung zu machen, in zweifelhaften Fällen auch Rebentheile einzusenden, um über di« Verbreitung und Heftig-seil der Krankheit ein genau«» Bild zu «rhalttn. — Auskünfte erthtilt st«t» umg«h«nd die Direction d«r landw.-chem. Land«»-V«rsuch»»Statiou in Mar» bürg, Edm. Schmid. Kjh-re Deutsche Hew erveschule in Hobenstadt. (Mechanisch-technische Adthlg.) OeffentlichkeitSrecht laut Ministerial-Erlaß vom 9. Februar 1899, Z. 655. Im Schuljahr« 1899/1900 wird im I., II_ und III. Jahrgang« d«r höheren deutschen Gewerbeschule (mechanisch-technische Abtheilung) Unterricht erthtilt weroen. Die Anmeldung»frist dauert bi» 10. Septem^ ber. Die AufnahmSprüfungen werden am 20. Juli, und 10. September vorgenommen. Der Lehrplan ist dem an den k. k. Staat»» gewerbefchulen gleich. Der Besuch der Anstalt kann besten» empföhle» werden. Die Anstalt ist nach den neuesten Ersah« rungen besten» eingerichtet. Für den Lehrkörper-würben tüchtige Lehrkräfte gewonnen. Die Schüler sind in der kleinen Stadt leicht zu überwachen und zur Erfüllung ihrer Pflichten anzuhalten. Näheres, ersieht man alle» au« dem Projpect« der Anstalt, den di« Direction auf Verlangen zusendet. Die Direction gitt auch auf Anfragen bereitwilligst Auskunft. Für di« Leitung de» Vereine» „Deutsche Gewerbt» schule in Hohenstadt" Hermann Braß m. p., Lbmann. Schristtyum. „pi« Sacket", herausgegeben von Karl Kraus» «in neu erscheinende«, in satirischem Tone und actuell gehaltene« Kampfblalt, da« sich die scharfe Kritik aller politischen, volkSwirthschaftlichen, künstlerischen und socialen Vorkommnisse zur Aufgabe macht, enthält in seiner sechsten Nummer (Ende Mai): Der preßfcindliche Fürst AuerSpcrg. — Brüna. — DaS provisorische Oesterreich. — Patriot Smu« gegen Ungar». — Zur | Gemeindewahlreform. — DaS Dreyfu«martyr!um für den Sonntag. — Nekrologe. — LavidareS. — Die Autoren der Mißhandlung. — Antworten de« Herau«^ geber«. — „Die Fackel' erschein! dreimal im Monat», im Umfange von 16—32 Seiten Lctavformat. — Prei« der einzelnen Nummer 10 Kreuzer. — Abonnement April bis Dezember ff. 2.2b. — (Für Deutsch-laud Mk. 4.50, für die Länder des Weltpostvereines Mk. 5.25). — Mau abonniert bei der Geschäftsstelle der „Fackel *: Bcrlagsbuchdrckerei Moritz Frisch, Wien, I., Bauernmarkt 3. Von der Wiener Wochenschrift „Z>ie Seit" ist soeben daS 245. Heft erschiene». AuS dein Inhalte desselben heben wir hervor: Die Zuchthau «vorläge. Von H. v. Gerlach. - - Di« Geschichte einer EonfiS-catio». Von Dr. Iwan Franko. — Sexuale lhik. Von Karl Jentsch. — Angewendete flüssige Luft. Von Le» Gilbert. — Johann Strauß. Bon Richard Wallaschek. — Die Berliner Secession. Von Willy Pastor. — Sekrates. Von Hermann Bahr. — Tie Woche. — Bücher. — Revue der Revue». — Der Schuß. Von Alexander Puschkin. — Abonnement« auf diese Wochenschrift. vierteljährig 3 fl. — 5 Mark, nehmen die Post, alle Buchhandlungen und die Administration, Wien, IX/3, entgegen. Einzelnummer» ä 30 kr. — 50 Pf. — Probrnummer grati» und franco. „pie Z>onau von ?alsau bis zum Schwarze» Meer" ist der Titel eines Reisehandbuches, welche« im Verlage der Ersten k. k. priv. Donau-Dampfschiff-fahrtS-Gesellschaft nun schon seit mehreren Jah»ren regel-mähig zur Reisesaison erscheint. Diese« kleine Büchlein» welche« besonder« eile» Donaureisendcn sehr willkommen sein wird, enthält alle« WissenSwerthe, wa«> zum Be-gin» und zur Durchführung einer Reise auf der .schö» nen blauen Donau' nothwendig ist. Eine Fülle von Illustrationen, verbunden mit einem erkläremden und erläuternden Texte, führt dem Leser die reizendsten Donaugegenden vor Augen, deren Besuch, wie da» dem Donauführer allegierte FahrpreiSverzeichnii« beweist» allen Reisenden sehr leicht gemacht ist. Dem Reisehandbuch« ist weiter« angefügt: der Fahrplarn für alle Strecken, welche von Passa.iierschiffen befahrem werde»; da« Verzeichnis der einzelne» Rundreifeconroonstrecken» welche an der Donau liege» und für welch«« auch die Bahnfahrscheine Geltung haben; da» Verzeiichni« der kombinierten Schiff«- und Bahnkarlen; die Speisen-und Getränke-Tarife ic. — Da« interessante: Werkchen ist bei der Direction der Erste» k. k privv. Donau» Dampfschifffahrt«-Gesellschaft in Wien grati« zu haben und wird über Verlangen Interessenten »wich franc» zugesendet. 1899 »Kzutfche Wacht 7 Hingesendet. (Ein vorzüglich er mtjjjfft Anstrich fit Waschtisch») ist Kei^fnße Glasur. Der Anstrich trocknet sofort^lmnicht und ist vollkom-««n aeruchloS. a 45 lt. sind bei Traun t Ctiger utzd^nVictor Wogg in Cilli erhältlich. ' 8699—2' tff ! i t i i ! z i • i t • Literarischer Verein „Minerva". NAlsnngen! ZweCk* unter dem Protektorate hoher ' Persönlichkeiten im rierten Jahr« belebende Uterarieche Verein „Mmerva" be- aweckt — im Kampf Kl »ist um der Hintertrei eilndnie fttr die gneter) LieblingadiehMF Alter IlliitrierU u. eachl es fordern, und eomil einer beeofldere wol Jedermann ru ermögl Beitritt: "5*ä folgen. Jedei Mit«: Vereineaelchen mit di liUrmritcktM V'rreituX den seraetaenden pnliteratar — du Ver-ehen SchiVpfungen der atloneg durch würdig Ib erläuterte Auegaben ' die Anschaffung seilen Hauebibliothek >r.n Jedermann virdea itl kann iedeneit er-i«A berechtigt, oblgee Umschrift „Mitfiifddtt ri\trvA" au (Obren. Veröffentlichungen: z" fte jl 8e tvn. relob illustriert). Je fcafh Vmtang eige Amahl l«tag>t(e Hefte die jgfctttofe TOlleUhvdiger, in UÄ abge«rhioee#n*r „Klaa-1 e Lach er Mcieterwtfke" bilden. *— Mit dm bitten ErilAfimemgfn dtr neueren und neu-eeten LiUrtUur a ttdtn dir Mt$git*d*r gbick-J&lit durch d*i 14 /ifbv l 'ertfntar£sm Jntrr* HMticnaL« MUratwr bericht*" bekannt ftmuuhL Rpitran* ®*e Mitgliedschaft wtrd durch einen vierteljährlichen Beitrag ron Mk. a,jiO — unter Auaachluaa jeder weiteren Verbindlichkeit — erworben und gewährt daa Hecht auf koetenloaen Beeng aller üb Vereinajahr erscheinenden Publikationen, eineohlieeelich de« Verelneorgana. BflF~ Druck- und Illuetrationiproben der Vereine • Publikationen koetenloe durch die GMchlftMttllt du „L.-V.-M.", Leipzig, r. *7. Beithtte-Anmeldung ebendahin. S ilclituns! Erlaube mir einem geehrten P. T. PubUkum bekannt zucebeD. dass ich jeUt in meinem GeschtfMf'nachfulgende, vonVlp Sanitätsbehörde fttr gut beJ^Rene hygienische Mas srswejn eingeführt habe: l/ti-j Angestellten inflsie^Tch nach der Dediennng eines jede'Ä^puste» die Häude^finigen. 2. Fertigen, die an eimfi Haut- oder Haarkrankheit leiden, dürfen nKJit bedieaT werden. 3. Raaiennciikv. Soneeren, Kämme, Bürsten u. 1. w. mflssen nach jedesrdiiifeni Gebrauche in einer Spercen-tigen Hodalösung gcj^TStt werden. Auch wird die Walz-bürste nur ans besdidereF^erkngen angewendet. 4. Puderqu^cen werdelrtsicht mehr verwendet, sondern es wird \\im reiner Watte^H^arbeitet, welche nach jedesmaligem Gebrauche sofort weggeworfen wird. 5. GenWnsame SchnurrbartbinaS^dttrfcn nicht gebraucht w« Vorl^jende Bestimmungen wurden votir-Uerm Stadt-physiknsJflen sanitären Ansprachen vollkommen entspreche« befunden. Achtungsvoll V J. Waruiuth, 39-s8 Herren- nnd Damen-Friseur. Neu! in Ifa 24 grosse BildeHtfein Eil G«itok-Äl»r (Auszug aus .Unsere er Zusendung nach aus bert Bettel] Philipp Z Bücher-Colp., P Soeben erschien: im* Bild. eibwarcnhttodluntr. liten deutscher Text, oii Fremd«. »rd» fl. 1*80. ckt ohne Porto- ische Apparate Photo 1 st .11 üdfahrer) Preisen. Rannten Moment-Aafnah-;e.iereignis»en sprechen die Qualität unserer f Apparate. Leoflhet oA/( Willi. niiiier) k. und k.^ttüf- ^^^Manufactursllr Photographie. (Kunsttischlerei.y(Constr.-Werkstätte.) 3934-01 \%len, Graben 31. JEWJorT Lebens Versicherungs-Gesellscliaft Aelteste fiten ■ft GfjtiiJtl ia Hire'ttiS. ernationale Lebens-Versichfhini Jcsellschaft der Welt / li Ötswmieli seit 1S78- Im Jahre 1&98 hat die Gesellschaft an ihre Versicherteftjfür Gewinne (Dividenden) einen Betrag von ü/er 13 Million«» Kronen nnd seit Bestand (ft^ O über 269 Millionen Kronen znr Anszahlnn^ gebracht. Eie auf das itflerrelchUfhe Geschäft dem hohen L k. Micisteriam des Innern in pupillarsicherei Werthen Itlaher geleistete ( uutioii belauft sieh auf über 12 Millionen Kronen. ? I —-— § <3-en.e3:a.l - IDIr ectiön für Oesterreich: vJ W i e 11 . 3501 I., Graben 8 (im Palais der Gesellschaft). Geben „Siidmarl" lichfeitrn. ulvereweS tzvcreineS sowie bei Fest-Gewillnsteu. gMuiiini ..........................................................iiiiii ............................................................................................................ < * «: :? 4 •: 4 riiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiG Vereins -Buckdruckerei Qi Cilli^Rathhausgasse 5 5 Rath eingerichtet auf Motorenbetrieb Uebernahme aller\ Geschäflsbriefe, Rechnungen, Quittungen, Courante, Adresskarten, Brief kög/X, Einlat TanzorJnungett, Statuten, Spjßen- und karten, Placate, Sterbepart/, Jahresben Herausgabe und den jßettjpcn Maschinen und modernsten Lettern *i zur 'ruck-Arbeiten, als: ejlen, Circulare, Prospecte, Preis-\gska Programme, Visitkarten ränke-Tarife/^^iobungs- und VermäJtlungs-e etc. Uebernahme WhbBroschiiren und Werken altang des „Deutschen Wacht. ie Buchbinderei. Durch die btdfKende Erweiterung unserer Buchdruckern-Einrichtung sind wir in grössten Druckaufijflge in kürzester Frist Jeriig zu stellen. 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Kataloge an.l Annonren-Knlwflrse gralla nnd sraneo. leeeeeeeeeeeeeel Telephon»,?. ^eegwieeeeeeeeeeeeeo .Deutsche Wacht" 1S99 Das grösste Lager in Falirrtiilerii und ^ültviiascliiiieii hat Frledr. Jahowitsch, Cilli Fahrräder mit den ui rtroflTeiistcn Neuheiten aus den Ganz neue Ft Tlotlell ___ "von II. lOO im f-\vrtrt« J ederzeit wit ysaWtf. Wasserkraft sowie nejfes Hanjf Cilli. CenÄBl-Kfnzlei, III. Meran-3e 9._3947 Ein •TOBmüii S ■wird gesacht. Ad reue unterA. an di« Verwaltung diese» BUtte». 8951*—50 Pfir eine Restanrajtffin wird ein tScliti^' dessen Frau eino gute Küchc zu führen versteht, gesucht; eventuell wird eine Kr Klimmt Ion zn übernehmen gesuchte — Anträge an die Verwaltung der „Deutschen Wacht". 3951—50 Fabrikel? von : Durkopp, Johann Puch, Styria und der llftflTcnfabrili^ ebenso daß gromartigste in Ketten« _^.jseh wende «ich wegen Frachten and Fabrkirten an die 3570—a Hrd 8l«r Linie in Wie®, IV., Wiednergilrtcl 20, JuIIism l'opitcr, üahnstrasse 8 in IutiKbrnck, Anton Krbrlt, Bahnhofs« s?e 29 in Laibach. Karolinengasse Nr. 8 ist eine , knnigL ,Red Star New w und Zu-veiyeTOJ^^Anfrage im tbhaas-392Ö-48 genten, tüchtig -in.lXcdegewandt, djriiiit Prl- r Ten Verkauf ten Medaille .Jalousien __Ion Zuschritten ulrAngabe von münzen an die HobtfwTileanx- nnd Jalousienfabrik Tschauder jun., Brau-nati, Böhmen. 3917—<8 ▼atparteien neuartiger, mit priimiierter Holzroj bei höchster Pr« h von 3 Zimm<*n ^wimer, Küchc uni> Zugehu#fm vom I .in^. J. an zn vergeben. RathhaUfgas'ie L Stack. S9i3-48 Ein wahrer Scha für alle durch; Erkrankt« Dr.Retj 81., es solches das Zu bei My&ifiiiiälMfilg, S« wirkt 5t.21, sowie diutbjefUBuchhandlung sm-i Zu den gleiche» Original-Preisen. wjt in den Expeditionen der Zeitungen selbst, werden JiMate in unterzeichneter Nnnoncen.Expedi'tion entgegeiiMiommen. Bei gröberen Jnsertions - AnftrSgeit Geiv.l^ng höchster Rabattsähe. fkosten» Anschläge. Zklüge kostenfrei. — Originelle Entwürfe für Annone«« Mrden bereitwilligst geliefert. RUDj :n-expedition LFwIOSSE NB. JE 3$ IZ IN j i roroitn Vudltk»m, >«( WftBjntKlt hat. lojnuitutt fliiieifli-n" iivic Scr'fitalnchMtt. n iiü|i«aaiii»ljfii ii.(.ro ) iu ccrolfiBitafsB, tiltt.n ft£b bc(«n»crc t<«ribcll«: ?*,nxtiwn a» einer JJnUt aiit,-«g«dci> ant) Jl«!diri«j riefte Ktt;*U cuit ■Jet«iiflc.i/ft Bf.tailt touiwt. — Di« gtlAime SlifaH»Sfejcräiim>i-.«n u:ir6 fcjrtnjKl aUtniomme«. II«» «Jf S»»sch wwrö-.u di- Zwcck a«> Vor ctilaf gtlitJ<4t. - Ciu wettciM N»nI>«Il cticd?« aultnjjtsmi »on Jumenccn, in b» Hnnonf«»-örp«>»(en als Jl-nul^ftrll« ftit SS« «(nlflul«at*n Offerten kirnt uiW> »on Mt{t« »int« klillc aal di« Jufbibana b*t etagdaafinca Cffuna aaln Hreiigflet liSctttien fifetjt w i E n Lp Seilerstätte 2. Merlin, llrrxlau, Chemuitz. I>r ernten, Frankfurt u. »/., Hamburg. KHhi tt. ISh., Leipzig, Magdeburg, München, Silrnberg, I'rag, Stuttgart, ZilrteJi. 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(chvcb IO (mi J Zitruba wofi ibrh t? ö, riter rUal^&sniass-Jch JtwT 'II ehrend. Bferrc^sant! uerr, Pnrto »se;ne Sea-Koder iJJ?^illiirken.). o. Haniktnri;. SJttUa« und Herausgeber: Acrrm>sbuchdkulterel „