Nr. 92. Mittwoch, 22. April 1908. 127. Jahrgang. MibllcherM Zeitung PlH»u«ers> «, Im Kontor: ganzMrig « ii, halbMril, " ll Mr blc Zustellung in« Ha»« ganzjühria 2 X. — Insertlvnsnrbiilir: ssilr lleinr Inserale b!« zu 4 Zeilen 50 k, gröhere per Zeile lll b; bei 0sterrn Wieoerholunns» prr Zeilr « d. Die «Lalbacher Zeituna» ersckrlnt tssslicli, mii Uusnahme der Lonn und ssrierwlle. Die Ndminiftiatlo« befinde» sich trongrehplllh Nr. L, die Mebaltion lalmaiinaasse Nr, ^0, Lp^lchstlindsn der Nedaltion vo» x l,ie U» Uhr vor mittagl. Unfrankierte ittriefe werben nicht angenommen, Manullri^te nich! zurüelgsstellt. l«l«ph»n»«r. »er »edalti«» 258. Amtlicher Geil. Seine k. lll?d k. Apostolisch».' Majestät haben mit Allerhöchstem Halldschreiben vom Kl. April d- I. dein Feldmarschall-Leutiiaiit Nikolaus Ritter lwn W u i ch , Präsidenten dos Technischen Militär Komitees, anläßlich der ans sein Ansuchen erfolgten Übernahme in deit Nuhestaud tarfrei den Frei-l)errnstand allergnä'digst zu verleihen geniht. Seiile k. und k. Apostolische Majestät geruhten allerqnädissst anzuordnen!: die liberimhme des Feldmarschall-Lelltnants ^'kolaus bitter von Wnich, Präsidenten des ^l,'chnischen Militär ^ouiitees, ans sein Ansuchen in ^'n Ruhestand, sowie zu erueunen: den Generalmajor Viktor Z e d il i k Edieil von ^el yegg, Commandanten der lU. Artillerie-Brigade, zum Präsidenten des Technischen Militär Komitees-, den Obersten Eugen Tartori, Konnnan «anten des Feldhaubitzreginieilts Erzherzog Nil-belm Nr. ,i. znu, Kommandanten der l 4. Artillerie-Brigade, und den Oberstleutnant Ferdinand >t o m m . des neldhaubitzreginients Erzherzog Wilhelni illr. .^, ^!M Commandanten dieses Negiinents' den Obersten Franz Georgi, Konlinandail ten des k. k. Landlvehr Infanterieregiments Kralmi "l. lil, zuni >tominandanten der 5>7. Infanterie Brigade. . Den 18. April 1908 wurde in der l. l. Hof. und Staat«. Druckerei das XXXVII. Stllck des Reichsgesehblattes in deutscher «usgabe ausgegeben und versendet. Den 18. April 1W8 wurde in der l. l. Hof. und Staats» druclerei das XXVII. Stück der slovenischcn. das XXIX. Stück der böhmischen und das XXXII. Stück dcr böhmischen, italic. Nischen und kroatischen Ausgabe des Rcichsgesetzblattes des Jahrganges 1K08 ausgegeben und versendet. Nachdem Amtsblatte^zur «Wiener Zeitung» vom 18. und 19. April 1908 (Nr. 91 und 92) wurde die Weiterverbreitung folgender Preherzeugnisse verboten: Nr. 32-83 .6x» vom 15. April 1908. Nr. 1« .^oullll? I.i»t» vom 16. April 1908. Nr. 16 «KtrüH ?nji2vr6» vom 17. April 1908. Druckschrift: «!im!»ovulölc? ciölmeil^ mlkävio» öi». 1. Nr. 2« «ttromadnll)') dow8» vom 14. April 1908. Nr. 82 «Dito» vom 13. April 1908. Nichtamtlicher Heil. Handelsvertrag zwischen Österreich-Ungarn und Serbien. Der Bericht des ^'Manzausschusses der Skup Ktina über den Handelsvertrag zwischen Serbien und Oesterr. lingarn spricht sich, lvie man aus Bel-grad schreibt, über ixn Tarif ^ «Zollsätze für die Einfuhr nacl» Terbieu) äußerst günstig aus, besonders glücklich seien in Schutz genonnnen die HauptMeige der serbischen Industrie, welche in inniger Vezichung zur ^audwirtschaft stehen: Gucker, Vier, Mehl, Zeiueut, Vauniaterialien, Lederindustrie .'li. Weitcrs seien auch die Erzeugnisse aus Stein, Ton, Glas und Eiseu iu einem Mas;e geschützt, lvelches eine erfolgreiche >tonlurreuz er^ nwglicht. Diese Errungenschaft sei um so beiner-t'en5werter, als sie d<>r serbischen Industrie die Möglichkeit der Entwicklung bietet, was für ein ^and, das fich bisher fast ausschliesslich mit der Produktion von landwirtschaftlichen Artikeln befaßte, von großer Bedeutung für die Zukunft sei. In dem neuen Vertrage werden auch die Interessen des serbischen l^ewerbes gewährt. Nährend nn abgelaufenen Pertrage der Zoll für gewerbliäie Erzeugnisse 5l) Prozent des Nohmaterial-Zolles betrug, wurde er im neuen Vertrage auf ?s) Pro-zeut erhöbt. E5 fei klar. daß nur für jene Zlveige der Industrie und des (Gewerbes ein Schutzzoll verlangt wurde, welche entwicklungsfähig und für den gesamten wirtschaftlichen fortschritt des Law des teilweise von eminenter Pedeutuug seien. Ebenso natürlich sei. daß die hohe Verzollung für die Artikel iener Indnsiriozweige, welche sich im eigenen l>lande nicht erhalten können, eine überflüssige Belastung wäre, wenngleich solchen Zöllen, wenn sie nicht übertrieben sind, eine fiolalische Be^ dentuug zukomme. Bei der Ueberprüfuno, des Tarifs ^ wurde indessen festgestellt, daß keine überflüssige Belastung erfolgt sei. Es war von hervorragender Wichtigkeit, den eigenen Tarif entsprechend den geänderten handelspolitischen Per^ Hältnissen in Europa zusammenzusetzen. Man müsse betonen, daß dies vollkommen gelungen sei. Nachdem sich nämlich dao neue Zollsystem Haupt-^sächlich gegen die Einfuhr von landwirtschaftlichen Produkten richtet, stellte sich von selbst die Not wendigkeit ein. den Ausfuhrzoll für Getreide und Vieh. welcher in Serbien bestand und welcher dem Staate im Durchschnitt eine Iahreseinnahme von 1.7»l»l».<«»<> Dinar einbrachte, aufzuheben. Dnrch die Belassung dieses Zolles im Augenblicke, wo im Auslande hohe Schutzzölle für die Einfuhr von agrarischen Produkten eingehoben werden, würdc nur die eigene Ausfuhr erschwert. Hingegen konnt< der Ausfall an Zöllen, welche bekanntlich verpfändet find. nicht ungedeckt bleiben- er mußtl Feuilleton. Der Ausflug. Eine Nubengeschichte von Adolf Stark. Manenbad. (Schluß.) ^llso, wir kamen in Grün an- aber dann war es noch eine gnte halbe Stunde bis ins Dorf. ^n Jahrmarkt war lange nicht so schön, wie die ')'aN'ly ^.^^ ^t>. Die Schießbude war das NM, was uns Freude machte, nnd dann ein ^'!ch mit lauter Nummern, nnd wer mit zehn blatten eine Nummer zudeckte, bekam einen Ge ""^' Das kostete immer zehn Pfennig. Wir "arfon jeder fünfmal: aber der Fischer gewann ^" "mual und ich überhaupt uicht. Er hatte eine ei !n ^'wlmuen und kanfte sich im nächsten Laden w''l -^ ^"^^- ^b>r l'v konnte nicht rauchen, kudf ^N'M' zerbrochen N,iar und der Porzellan „^ unten ein großes Loch hatte. Wir gingen noch ^. " zu dem Manne zurück und saften cs ihm', kr, ^ lvurde grob und jagte uns davon. So ein swindler! Die Pfeife war zu uichts zu bralichen f.'" liatte cine Mark gekostet fiirs Werfen uud >N Pfennig für den Tabak noch ertra, den wir ""1 nicht zu brauchen wußten. > . "^ann loar da noch eine Dame ohne Unter h.^'^welcho auf einem llntersatz stand nnd jedein .'.k ^liklinft lrahrsagte. Fischer aber meinte, das " "ur ein Schun'ndel gewesen, und er habe dent-''? gesehen, lvie sie Beine gehabt habe, nnd die '^'" rückwä'rts auf einem Brette anfgelcgen. So was könnte ich auch, das ist gar keiue Kunst, u'w dafür lassen sich die Leute 20 Pfennig Entroe ^U)loi, Nachher, loie lvir alles zur (Genüge gesehen hatten uud von den 2l) Mark auch schon die Hälfte ausgegeben war, gingen lvir ins (^asthansl das einzige, welches in dem kleinen Dorfe war. Wir bestellten uns jeder eiue Maß Bier lind zündeten die Zigarren an, welche wir vorhin beim Krämer gelauft hatteu. Sie kosteten fünf Pfennig das Stück, uud für so einen Preis kann man doch schon etwas C»'Utes verlangen. Aber ich glaube, er hat nns beschwindelt nnd uns eiuo billigere Sorte ae-geben; denn die Zigarren rochen gar nicht gut. uud zwei ^räuleiu, welche am Tische daneben saßeil, hielten sich die Nasen zu und die eine — sie war scholl etwas ältlich — sagte, es sei schreck lich uud so etwas sollte polizeilich verboten werdeu. Worauf der Fischer keck autwortele, in ^>asthäusern gebe es keiue Extraableilnugen für Nichtraucher. Darauf sagte die ältliche, es sei schrecklich, wie ver derbt heutzutage die Jugend sei, und >tarl repli zierte, er hoffe sich zu bessern, bis er ein so hohes Alter erreicht habe wie das Fräulein. Da wurde sie rot und blaß nnd stotterte etwas, wie arrogante Lansbubcn". Aber gesagt hat sie nichts mehr. Alif einmal schreit die Jüngere - und die war ein ganz patentes Mädel und hatte vorhin immerzu ins Taschentuch gelacht, wie der >larl sich mit der anderen herumstritt — auf einmal also schreit die anf: „Da ist ja der- Fritz!" nnd lvie wir Hinschanen, wer kommt zur Tür hereiu? Der Herr Doktor Preipe, unser (^eschichtsprofessor! Und die andere war seine Brant, das sahen lvir gleich aus dcr Art, wie sie sich anguckten, lind sie drückten einander auch unter dem Tische die Hand; ich sah es genau von meinem Platze. Am liebstell hätte ich mich auf und davongemacht, sofort auf der Stelle-, aber das ging nicht, weil lvir die Zeche noch nicht bezahlt hatten und der Wirt sonst geglaubt hätte, wir wollen durch brennen. Anch dem !visä>er war nicht recht wohl zumute, und lvir beide ließen die Zigarren rasch verschwinden, was mir gar nicht leid tat, denn es begann mir schon ein wenig übel zu werden. Vielleicht wäre auch alles gut gegangen, und der Preipe hätte uns gar nicht gesehen, wenn nicht die alte Schachtel zu erzählen angefangen hätte. Da schante er zn uns herüber lind machte große Augen und zog die Stirne in böse Falten. ?sber die hübsche Junge fuhr ihm mit der Hand dar-über und saa,te etwas, und da sah er gleich gcmz freuudlich aus uud mußte lachen und schaute gar nicht mehr ans lins hin. Karl sagte, es gehe alles famos: aber mir war doch ban^e, wegeil morgen. Er würde es jedenfalls melden, daß wir die Schnle geschwänzt hatten und daß wir geraucht hatten und im Wirtshaus saßen, was streng verboten ist. Wenn wir nicht überhaupt hinansgeschmissen wurden, Karzer und eine schlechte Sittennote waren uns gewiß. Am liebsten wäre ich fortgegangen-, aber die Kellnerin ließ sich nirgends sehen, und außerdem hatte es angefangen in Strömen zu regnen. Endlich kam die Kellnerin und wir zahlten, und dann ging sie an den Nebentisch und rechnete znsammen, was dort verzehrt worden war, und das war gewiß nicht wenig, denn die alte Schachtel hatte immerzu gegessen, und es war wirklich ein Nätsel, wohin alle die Sachen kamen, denn sie war dabei so dünn und lana. wie eine Bohnenstange. Anf einmal wurde der Preipe ganz blaß imd begann in alleil Taschen herumzusuchen. und die Kellnerin wurde ungeduldig, weil schon andere nach ihr riefen, denn es war Zeit zum Zuqe. Der Preipe aber durchwühlte fortwährend seine Tasä>en Laibacher Zeitung Nr. 92. 836 22. April 1908. durch andere steuern erseht werden. Es war des-halb notwendig, beinl Abschlüsse nener Verträge daraus bedacht zu sein, daß die bisherigen Zoll eingänge gesichert und der durch die Aufhebulig der Ausfuhrzollsätze Herbeigeführte Ausfall durch eine Erhöhung der Einfuhrzollsätze wettgemacht werde. Dies wurde denn auch erreicht. Die Ein-beziehung der Obrtsteucr in die Zölle hat eine Erhöhung derselben gegenüber den früheren bewirkt. Außerdem wurden mit Rücksicht auf die allgemeine Steigeruug der Zölle für serbische Ausfuhrartikel auch die Zölle für die Einfuhr des Auslandes erhöht. Vei der Beurteilung des Tarifs I! (Zollsätze für die Einfuhr nach Oesterreich-Ungarn» bespricht der Finanzausschuß vorwiegend die durch diesen Tarif geschaffene ueue Konstellation für die Ausfuhr der serbischen Zerealien. Im Majoritäts-berichte wird zuuächst der irrtümlichen Anschauung entgegengetreten, das; für die Ausfuhr ausschließlich die Höhe der Zölle maßgebend sei. Hauptsache sei vielmehr, daß die Zölle nicht prohibitiv wirken, das heißt, daß sie nicht jede >tonknrrenz ausschließen. Nach dem Tarif I! beträgt der neue Zoll auf Weizen. Noggen nnd Hafer bis zn 40 Prozent des Wertes- es ist demnach prohibits. Dagegen ist der Maiszoll von 20 bis 23 Prozent des Wertes zwar hoch, aber erträglich, Für Weizen und die übrigen Zerealien hat indessen Serbien bereits neue Absatzmärkte erobert- da anf denselben das serbische Getreide gute Preise errang, braucht der Verlust des österreichisch - ungarischen bietreidemarktes nicht bedauert zu werden. Ander setts dürfe man nicht außeracht lassen, daß jede Konzession für die Ausfuhr mit einer (^egenkon-zession für die Einfuhr erkauft werden mnß- es war daher wichtig, nur für jene Artikel Zollermäßigungen anzustreben, welche im Vertragsstaate Absatz finden. Der etwas ungewöhnlich hohen Zoll-delastung für Pflaumen kommt daher keine beson dere Bedentung zu, denn Oesterreich Ungarn ist kein Konsument der serbischen Pflaumen. Durch die serbischen Handelsverträge mit den fremden Staaten sind der serbischeil Ausfuhr mehrere Märkte gesichert. Es ist nur natürlich, daß die einzelnen Artikel jene Märkte aufsuchen werden, auf welchen die serbische Ware die giiustigsteu Preise erlaugt. Tarin liegt die Bedeutnng der neuen serbischen Handelsverträge- man kann daher den Vertrag mit Oesterreich-Ungarn nicht mehr von dem Standpunkte beurteilen, daß Serbien nnr einen Absatzmarkt habe. Tas Schwergewicht der ser^ bischen Handelspolitik ist daranf gerichtet gewesen durch wohlbedachte Maßnahmen die Qualität und die Quantität der heimischen Prodnktion zn heben uud derselben Absatzmärkte zu sichern'. es ist völlig gleichgültig, ob diese Absatzmärkte sich in Oester reich-Ungarn oder in einem anderen Staate befinden werden. Vom Standpnnkte der serbischeu Ans fuhr ist der Abschluß eines Handelsvertrages mit der österrcichisch-nngarischen Monarchie wichtig, weil er Serbien auch diesen Markt — insoferne er die serbischen Ausfuhrartikel aufnehmen kann — eröffnet nnd den Transitverkehr durch den Nachbarstaat sichert' darin liegt die große Bedeutung dieses Vertrages für Serbien. In bezng anf die Zölle für die serbische Ausfuhr hat Serbien von Oesterreich-Ungarn dasselbe erhalten, wie die anderen Staaten. Im Interesse des freien nnd unabhängigen wirtschaftlichen Fortschrittes war es gelegen, daß fich Serbien von jenen besonderen .Concessionen befreie, welche ihm zwar den Balkan-markt unter sehr günstigen Verhältnissen eröffne-ten, dafür aber die serbische Ausfuhr auf der pri mitivsten Stnfe hielten. Dadurch erhielt die serbische Ausfuhr einen stationären Eharakter. Politische Uebersicht. Laib ach. 21. April. Alls Konstantinopel wird gemeldet, daß drei Ingenieure der Orientalischen Eisenbahnen mit ihren (Gehilfen und zwei Ingenieure des Mini steriums der öffentlichen Arbeiten vor einigen Tagen abgereist sind, nm das Slndinm der Trasse der Tands ch a k b a h n in Angriff zu nehmen. Zwei hohe Offiziere des türkischen (Generalstabs sind ihnen in Begleitung von vier anderen Ossi zieren zu dem gleichen Zwecke bald nachgefolgt. Es wird angenommen, daß diese Studieu mehrere Monate dauern dürften. Ans Sofia wird berichtet: Nach Mitteilungen, welche den maßgebenden .^reisen ans >lonstan-tinopel zugekommeu sind, ist die Angelegenheit der Anschlußbahn N u m a n o v o - >l ü stendiI ins Stocken geraten und läßt sich vor den griechischen Osterfeiertagen (2ij. April a. St.> kanm eine Aenderung dieses Standes der Dinge erwarlen. ferner glaubt man Anhaltspnnkte dafür zn haben, daß sich die Pforte gegenüber dem serbischen Bahn Projekt D o n a n - A dria entschieden ablehnend verhält. Wie ans Petersburg gemeldet wird, findet die .'lieoe des Ministers des Aeußern, Herrn I z -volskij, in den politischen kreisen fast allge mein vorbehaltlose Zustimmung. Es wird dem Minister die Anerkennung gezollt, daß er in be'.ug auf die Balkanangelegeuheiten eine von maßvollen (^rnndsätzen geleitete Politik befolge, die daranf gerichtet sei, die Interessen Rußlands im Südosten ohne jede Spitze gegen irgendeine der europäischen Mächte mit Besonnenheit und in würdiger Weist ',ur (Geltung zu bringen. Von dieser Auffassung abweichende Urteile seien bloß ans den ,'iicihen der kadettischen (Gruppe Miljukov zn vernehmen. Man schreibt ans >tonstantinopel: Das in türkischen kreisen verbreitete e>'»erücht. daß die Pforte in den Besitz eines von einem früheren bul garischen Miuister unterzeichneten Schriftstücken gelangt sei, das kompromittierende Beziehnngen znr m azedonis ch e n B a n d e n b e N,i e g n n g erkennen lasse, hat bisher keine authentische Be slätiguug erhalteu. llnter allen Umständen ist nwn aber überzeugt, daß das Vorhandensein eineo solchen Dokuments anf die Beziehungen zwischen der Pforte nnd dein jetzigen bulgarischen Kabinett, das der Türkei gegenüber durchaus loyale und freundschaftliche (Besinnungen bekundet, keine un-günstige ^'ückwirknng auszuübeil vermöchte. Der griechische Ministerpräsident Theotokio hat in seiner letzten >taminerrede gelegentlich der Berührnng der mazedonischen 'Angelegenheit aus-geführt, es fei von den Berliner Vertragsmächten anerkannt worden, daß der E p i r n s in die gri?' chische Sphäre falle. (Griechenland dnrfte daher vom Standpunkte seiner Interessen nicht die For^ derung erheben, daß das mazedonische Neforn^ progrannn anf den Epirus ansgedehilt werde. In tiirkischen Kreisen haben, wie man ans Konstantinopel berichtet, diese Aenßernngen des griechistben Ministerpräsidenten unangenehme Empfindungen hervorgerufen, und man hält es für nicht unwahr scheinlich, daß die Pforte sich bestimmt finde" wird, in dieser Angelegenheit beim Athener .^a binett Vorstellungen erheben zu lassen. Ueber die Personalverändernngen. die sieb b^ der italienisch e n Bot s ch a f t in Wien. voll ziehen, wird aus Nom gemeldet: Botschaftsrat Baron Fasl'iotti wurde ms Ministerium des Aeußeru als Ehef einer Sektion in der (^enerc,^ direktion für politische Angelegenheiteil bernfen. Der erste Sekretär. Herr Eatalani. wnrde ',ur C'^'' sandtschaft i,n Haag versetzt, Sekretär Prin'> Alliatn di Montereale zur Botschaft in Madrid- an iln^ Stelle Iverden zur Botschaft in Wien die ^eaolion^ setretäre Tommassini mW Depretis entsendet. TlMsneuiqleiten. — (Die eigenartigste Operation,) ^' jemals einem Zahnarzt zugemutet wurde, sollte vorige Woche ein bekannter Petersburger Zahnarzt aufführen, 3» uud sah ganz erschrocken aus, und die Magere sagte spw, er solle sich keine Mühe geben, sie wolle schon selbst bezahlen, und es sei freilich fatal, daß so ein Fest gerade zwei Tage vor Monatsschluß seiu müsse nnd man wisse schon, daß es da bei vielen sehr knapp herzugehen pflege. Und daß er seine Börfe verloren habe, das sei nur eine Ausrede- sie habe noch nie ihre Börse verloren. Dem armen Preipe standen die Schweißtropfen anf der Stirne, und auch feine Braut sah gan', traurig ans. Da sprang anf einmal der Fischer auf, trat an den Tisch, machte cine höfliche Verbeugung uud fragte, ob der Herr Professor nicht diesen (^eld-bentel verloren habe? Und dabei hielt er feinr eigene Börse hin. Der Preipe machte anfangs große Augen: aber er nahm das (^eld und bezahlte die Kellnerin, und die Alte war auf einmal ganz kleinlaut, weil Fischer mit großer (Gewandtheit log, er habe gesehen, wie dein Herrn Professor die Börse ans der Tasche gefallen sei. Am anderen Morgen hatten wir (^eschichts-stnnde, gleich früh von ,8 bis !). Und war beiden nicht recht wohl zumute, als der Preipe lins nach Schluß auf den (>wng hinaus rief. Er wollte anch ein böses (Besicht machen, aber es gelang ihm doch nicht recht. Nnd dann sagte er nur, wir wären ein paar Lairsbubeu. nnd wenn wir es noch einmal täten, würde er uns unfehlbar anzeigen. Im übri gen aber danke er für die Hilfe lind da sei das Geld lind die Börse wieder. Ich atmete freudig auf: der Karl aber fagte. da sei gar nichts dabei, das sei er uns schuldig, als Revanche, weil wir ihm anch ans der Patsche geholfen. Nnd für das (^eld wolle er seincr Braut ein Bukett kanfen. Aber dann tat er es doch nicht, weil wir fürchteteu, der Preipe köuute eifersüchtig werden. Bei uns in Amerika. Von Kate van Neeler. (39, Fortsetzung.) lMchdrucl Verbote,!,) Aber für eine solche Frau kouute man das auch — ja, mau konnte es. Schließlich hatte er das Iunggesellenleben auch schon reichlich satt. Und im Hintergrunde stand immer noch die tröstliche Aussicht auf das Majorat. Es war zwar nicht sehr groß, und sein jetziger Besitzer ersrentc sich einer tadellosen (Gesundheit, aber er war wenigstens Junggeselle, und mit scchsundsechzig Jahren 5enkt man nicht mehr ans Heiraten, eher schon an den Tod. Das tat der Onkel zwar auch nichi, und X'r Neffe wünschte es ihm anch nicht — nein, ehrlich, uicht - aber immerhin kann doch keiner ewig leben, und er als Jüngerer hatte entschieden mehr Ehancen für die Zukunft. >lurz. es würde schou gehen. Aber dann sollte und mnßte es anch schnell gehen, gan', schnell, damit diese intrigante, unverschämte Person noch ihren Wohlbeinessenen Denkzettel bekäme. Das war er sich und auch Dilianna schuldig. Die Leute könnten denkeil, er habe sich bci der Millionendame einen 5lorb geholt und nehm^e nun par depit die Erste, Beste. Scheußlich — wenn er vor sich und sei nein Gewissen das Ding ernsthaft besah, war eo kaum anders. Obgleich er Dilianna liebte, hatte er doch mit der anderen nnd dcren angeblichen Millionen geliebäugelt, und wenn nicht das liebe, mutige, kleine Ding mit seiner Offenbarung gekommen wäre, wer weiß, was er dann heute in seinem Lebeilsbuch^u verzeichnen hätte! Seilt ^tolz und sein (Gewissen wanden sich iii Zorn nnd Scham. Wütend biß er auf seine Zigarre lind starrte mit so finsterer Miene vor sich hin, daß der (General Wodeten, der eben zu einer Skatpartie antretend an ihm vorüberkam, ihn kopfschüttelnd auf die Schulter schlug. „Was machon Sie oenn für ein Unwetter gesicht? Das l'ommt von der Dunstatmosphäre hie>' in die Sic nicht gehören. Machen Sie, daß Sie in den Tanzsaal kommen, da jauchzen die (beigen und blühen die Nosen- nntzen Sie die schöne Iugc'N^ zeit! Zum Skattisch und der Zigarre kommen 3n' als alter Ehekrüppel noch immer früh gcnua. Wahrhaftig, der alte Herr hatte recht. <^' wollte seine Zeit nützen. An den leidigen Tatsm'hcn d'.'s (Geschehenen war doch nichts mehr zu ändern, liber an sich lind seiner Zukunft konnle er '.null ändern, und das wollte er! Er hatte ein untrügliches (befühl in sich, ^' Dilianna ihm verzeihen würde - alle?. Das heißl. wenn er es ihr späterhin sagte, nnd auch dan" mit weiser Beschränkung sagte. Schweigen ist ein/' große Klugheit, und wenn man alles wüßte, wu' es wirklich ist, verlöre man vielleicht oft an seinen größten Freuden die svrende. Man soll nicht zu subtil seiu. Irreu ist lnens'lr lich, uud er hatte sich jetzt zurechtgefunden - ^ basta. Die Zigarre flog in den Äschenbecher, V"U rend dort ihre Mut langsam in grauer, klilt" Asche erstarb, raug sich drill im Tanzsaal aus d^ granen, lalten Asche lebensklnger Überlegungen dn' warme, rotc (Ml,t einer erobernden ^iebe llln schmolz zwei Herzen zusammen, die sich so lansl< äußerlich stolz uud ablehnend voneinander gehaltn hatten. Die (^eneralin zerbrach sich den >lopf dlN'i'ib"'. weshalb Edgar sie für morgen früh um "in' UN-terreduug unter vier Augen gebeten hatte. ^, es mit Diliauna zum klappen gekommen'^ ^u'. aiina hatte eben jeht in der Garderobe wie "'n Königin ausgesehen, mit einem Ansdrnck so lem < ienden Glücks in dem schöneil Besicht, wie ^ Tante ihn nicht an ihr kannte nnd eigentlich nnn dem Einfluß von Edgaro Werbnng auch u>"U.^ wartet hatte. Aber es war doch die einzige .'^n lichkeit, daß Edgar ihr als Taute morgen pm. die Sache zuerst mitteilen wollte. (Forts, folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 92. 839 22. April 1908. ihm lam der 20jährige Arbeiter Wollov und bat ihn, ihm einen Zahn aus der Nase zu ziehen. Der Zahnarzt hielt das für cinen Aprilscherz und wollte den jungen Mann wegschicken. Nollov bestand aber darauf, daß er untersucht werbe. Der Zahnarzt entdeckte dann zu seinem Erstaunen, baß der Patient tatsächlich in der rechten Nasenhöhle auf dem Knorpel des Nasenbeines einen Zahn von stattlicher Größe beherbergte. Dagegen fehlte schon von Jugend an der linke Schneidczahn. Da dieser Patient cinen der interessantesten medizinischen Fälle bildete, so führte ihn der Zahnarzt in der Universität vor. wo an ihm eine Operation vorgenommen werden mußte. Dem Chirurgen Professor Pavlov gelang es auch, den Zahn aus der Nase zu entfernen. -- (Wie Vögel verunglücken.) Dem soeben im Verlage der Stuttgarter „Kosmos"-Gescllschaft erschienenen ..Jahrbuch der Vogelkunde" von Dr, Kurt Floerickc entnehmen wir folgende interessante Notizen über die Art und Weise, wie Vögel in freier Natur verunglücken: In einer Dezcmbernacht ertranken in einem offenen Wirts' Hansbrunnen bei Frcicnwaldc viele Hunderte von Gold. Hähnchen. Sie waren wohl auf dem Zuge gewesen und lwn dem im Mondlicht oder bei der Wirtshaus bclcuchtung blinkenden Wasserspiegel geblendet worden. In ^uttlingcn machte man die Entdeckung, dah die hohlen Ständer der elektrischen Leitung vielfach mit Vogellcichcn angefüllt waren. In einer einzigen solchen Nöhre befanden slch außer mehreren Skeletten über 80 frischere Kadaver. Die auf der Suchc nach einem Schlaf- oder Nistplahe begriffenen Vögel waren offenbar durch die nicht anschlie-ßcndc Nerschlußllappc eingedrungen. Ein Auffliegen in der engen Röhre ist dann nicht mehr möglich, sie wird den armen Tieren zum Grab, Zahllosen Gefahren sind die Vogelnester besonders in der Nähe von Großstädten aus-gesetzt. So wurden von 40 Vogelnestern, die ein Beobachter bei München unter Kontrolle hielt, 37 zerstört! Ein Wasserläufer trat in Kroatien mit dem Laufe in eine "sfcnstehcnde Teichmuschel, die sich so fest schloß, daß er sie nicht abstreifen konnte „nd das Vein brack,. Der bedauernswerte Vogel strich mehrere Tage mit der schweren Muschel an dem gebrochenen Fuße ruhelos umher, konnte beim Einfallen nicht auftreten und wurde schließlich durch emen Schuft von seinem qualvollen Dasein erlöst. Ein auf einem Maulwursshaufen sitzender, wahrscheinlich voll-gekröpfter Bussard wurde von einem ostprenßischen Guts. bentzer überritten und mit der Reitgerte erschlagen. Und damit auch das ganz Moderne nicht fehle: In Tirol wurdA eine Schwalbe, in Bayern eine gerade gierig am Wege Messende Krähe überradclt. Ein verliebter Auerhahn wollte den Hühnern des Försters einen galanten Besuch abhatten, blieb aber dabei elend im Zaume hängen und lMict so in Gefangenschaft. Auf ebenso tragikomische Meise erlitt ein Sperber das gleiche Schicksal. Er war nämlich im Winter mit seinem eigenen, an den Unter^ schwanzdeckcn haften gebliebenen Not an einem Aste fest-Nefroren und wurde so ergriffen. -^ (Die PrügcIstrafe in England.) Von ^e«t zu Zcit wird man durch richterliche Urteile wieder ein- ">al daran erinnert, daß in England die Prügelstrafe noch Erhängt werden kann. Ein besonderer Freund dieser straft scheint Mr. Justice A. T, Lawrence zu sein. Er ''"t während der diesjährigen Assisen in Cardiff elf Leute ^l Prügelstrafen verurteilt. Die letzte Verurteilung fand "" einigen Tagen statt. Einer der Verurteilten lachte. °'s er das Urteil hörte, laut auf. Das Lächeln dürfte ihm > ergehen, wenn die neunschwänzige .Nahe ihre Arbeit beginnt. . ^ Nichter Lawrence wendet die Prügelstrafe im An- '?. b an schwere Gefängnisstrafen nur in Fällen gewalt- ""gen Raubes an. Diese Fälle sind in der Hafenstadt ^ardlff besonders häufig. Ihre Opfer sind in der Regel Seeleute. Mr. Lawrence ist der Ansicht, daß Prügelstrafe l, !>'" ^ Besserung der Verhältnisse herlxifiihrcn kann, "° er äußerte sich dahin, daß er den räuberischen Anfällen " er allen Umständen ein Ende machen werde. ^. 7" (D i e Farbenskala der V ü h n e.) Die ^ ei vieler Vühnenerzcugnissc schwelgen in bunten Farben- hc,/"' '.'^" der ..Roten Nobe" und der „Roten Gred" sern" ^ ^^ "W"ßc Dame", einen „Schwarzen Domino", ^."kr einen „Grünen Kakadu" und eine „Gelbe Nachtigall": H erfreuen uns einiger „Rosa^Dominos" und einer >. '^ Maus". Bleiben also nur noch die gebrochenen . en braun und grau unterzubringen. Auch dafür ist ' la,l. Die Klassiker lassen Braun niemals im Stich, Da ^. Killer: „Die braune Liese kenn' ich am Geläut'". ^ Goethe vertröstet und belehrt uns mit der Fauststellc: " l°U' teurer Freund, ist alle Theorie". ei,, ^V.^'"k Verwahrung.) Pierre Loti erzählt .. . Interviewer gelegentlich, daß einer seiner Freunde cmes Tages auf ein Zeitungsinscrat folgenden Inhalts f. '""lsam gemacht: ..Mr. Pierre Loti in Lyon, der Er- ^ °er der automatischen Rattenfalle, bittet, ihn gefälligst Hl mit einem Schriftsteller dieses Namens verwechseln zu "en. da er mit selbigem nichts gemein hat." Lolal- und Provinzial-Nachnchten. Die Generalversammlung der «Aaärniun, 2vv2».» Zur Entgegennahme des Tätigkeitsberichtes über das Geschäftsjahr 1908 und der Programmentfaltung für die Zukunft versammelten sich gestern im großen Saale des Hotels „Union" durch ihre Vertreter 177 Genossenschaften (mit 48 Obmännern) des großen, unser Kronland und die benachbarten Provinzen umspannenden, in Laibach zentralisierten Genossenschaftsverbandcs. Die Versammlung beehrten durch ihre Anwesenheit der Herr Lcmbespräsidcnt Theodor Freiherr von Schwarz und' der Landeshauptmann Hofrat Franz K u l l j e. Außerdem waren erschienen: der LnndesregierungZiat Ritter von Laschan und die Abgeordneten Dem^ar, G o st i n 5 a r, Di. Koro^ec, Landesausschußbeisiher Dr. Lampe und PiZel, ferner der Großgrundbesitzer I. Vrsaloviä und der l. l. Hauptmann i. R. M. K u m P. Der Obmann der „Zadruina zvcza" Dr. I. E. Krel eröffnete als Vorsitzender die Versammlung, begrüßte die Erschienenen und drückte seine Freude aus, dah er den Landespräsidenten als auch den Landeshauptmann in der Mitte der Versammlung begrüßen könne; die entscheidenden Faktoren zeigen dadurch deutlich, dah sie die Intentionen des Verbandes zu würdigen verstünden. (Der Landcsprä-fident und der Landeshauptmann wurden lebhaft alkla-miert.) Nachdem der Vorsitzende auch dem Regierungsratc Ritter von Laschan als Referenten für sein Erscheinen gedankt hatte, fuhr er fort: Von der Dräu und von den fernen dalmatinischen Gestaden seien die Vertreter herbeigeeilt, die alten, treuen Mitarbeiter nnd Freunde. Allen Genossenschaften sei besonders für die stramme Disziplin und das feste Vertrauen der Dank erstattet. Das Vertrauen sei nicht getäuscht worden: denn nach schweren Jahren des Kampfes werde heuer die Versammlung zum erstenmal über die Verwendung eines namhaften Gewinnes zu beschließen haben. Das sei nur der zielbewußten Arbeit zu verdanken und der Begeisterung für die Sache. Als Prinzip bei den Genossenschaftsgrünbungen habe zu gelten, baß nur solche zu gründen seien, die auch prospcriercn; wenn sie aber prospericren, so sollen uns alle willkommen sein. „Jeder, der auf diesem Gebiete arbeitet, ist uns willkommen; ich nenne kl ine Genossenschaft gegnerisch, wenn sie nur gut geleitet ist." Auch Genossenschaften, die aus politischen Gründen geschaffen werben, lassen im Laufe einer gesunden Ent-Wicklung ihre politische Vaterschaft bald ganz vergessen. Das Voll habe feinen Gewinn und das ist die Hauptsache. Die „Zadru/na Zveza" habe sich nie für eine politische Partei engagiert; das einzige Recht für deren Bestand sei ihre ehrliche Arbeit. Auf dieser ehrlichen Arbeit beruhe die Rettung unseres Volles. Nach der beifällig aufgenommenen Ansprache des Vorsitzenden ergriff Landeshauptmann Kullje das Wort. Er begrüßte zunächst die Versammlung im Namen des Landes und gab seiner Freude Ausdruck, daß auch aus den Nachbarländern so viele Mitglieder erschienen seien. Sein Gruh gelte aber nicht so sehr den Personen, als der Idee. die die Personen geeint, das ist der Genosscnschaftsidec. E» sei ein Grundfehler des Liberalismus, daß er einseitig die Rechte der Person betone, zum Schaden der Organisation. Die unmittelbare Konsequenz dieser Anschauung sei die noch größere Stärkung der Starken und die noch größere Erdrückung der Schwachen gewesen; dagegen könne sich der Schwache nur durch Organisation, durch Zusammenschluß schützen und den Starken auch durch wirtschaftliche Kraft das Gegengewicht halten. Auf diesem Gebiete liege echlr patriotische Arbeit, nicht in den Phrase». Und dieser Idee schließe sich. davon sei Redner voll überzeugt, auch der Landcspräsident Freiherr von Schwarz (stürmischer Beifall) an. Der Vorsitzende dankte dem Landeshauptmanne für diese Worte, die um so bedeutungsvoller seien, da wir sie zum erstenmale aus dem Munde eines Landeshauptmannes vernehmen. Zugleich wies er darauf hin, dah für eine gemeinsame Arbeit alles möglich sei: die Gotischen seien zum Beispiel in den Verband aufgenommen, und es ergeben sich daraus wechselseitige Voiteile. Hierauf verlas der Vorsitzende eine Reihe von Begrüßungsschreiben und Telegramme von nah und fern, auch von Belgrad, Eattaro, Wien usw.. und schritt dann an die Erledigung der Tagesordnung. Zuerst verlas der Obcrrcvisor des Verbandes. Herr V. Pu^enjal, das Protokoll der letzten Hauptversamm-lung. Der Vorsitzende bemerkte bei dieser Gelegenheit, daß das verflossene Jahr mit seiner Krisis auf dem Geldmarltr für den Verband die Bedeutung einer Generalprobe gehabt habe. Er habe sie ohne Inanspruchnahme fremder Beihilfe, obwohl eine solche zugesichert war, überstanden. Auch die Erhöhung des Zinsfußes für zwei Monate sei eher eine technische Probe, denn ein Ausfluß der Notlage gewesen. Lieferungen von Vieh an das Militär seien zum Teile schon perfektioniert (nach Pola), sie werden aber bald in gesteigertem Maße erwirkt werden. Nach dieser Bemerkung wurde das Protokoll ohne Widerrede verifiziert. Dann erstattete der Vorstandsdireltor Dr, Vl. Pcgan in eingehender Weise, allen Fragen näher tretend, den Hauptbelicht über das abgelaufene Jahr mit Heranziehung instruktiver Parallele aus den früheren Jahren. Nir heben die Hauptpunkte hervor: Das Genossenschaftswesen befinde sich derzeit auf dem Punkte, baß es nicht bloß der Not gehorche, um sie unmittelbar zu sanieren, sondern an einen positiven Aufbau für die Zukunft denken könne. Die Zahl der inkorporierten Mitglieder sei vom Jahre 1904 bis jetzt um mehr als 100 Prozent gestiegen. Man zähle jetzt deren rund 80.000; sie verteilen sich auf 433 Genossenschaften, davon entfallen auf Krain 228. auf Ifttien 79. auf Dal-matien 53, auf Stciermarl 49, auf Görz-Grabisla 11, auf Trieft 9 und auf Kärnten 4 Genossenschaften. Die meisten sind Spar- und Vorschuhlassen (259), landwirtschaftliche und Konsumvereine (95) und Milchgenossenschaften (54). Die wirtschaftliche Kraft dieser Genossenschaften habe die Verzettelung des Vollsvcrmögens verhindert und schon dadurch dem Volle sicherlich eine Million Kronen gewonnen. — Die organisatorische Tätigkeit des Vorstandes war eine allseitige. Einen besonders dankbaren Boden fand man in Dalmatien, wo die Franziskaner der Sache ebenso viel Eifer als Verständnis entgegenbrachten; hier wurde ein entsprechender Fachbildungskurs errichtet. Aehnliche Kurse wurden auch schon in Steiermarl, in Trieft und Klagenfurt abgehalten. Die Zcntralregierung und die Landesregierung, besonders der Referent R. v. Laschan (Beifall!) stünden diesen Kursen sehr gewogen gegenüber. — Auch mit Ma-schinengenosscnschaften hoffe man gute Erfahrungen zu macl)en: gut entwickeln sich die Milchgenossenschaften. — Um die verderbliche Inanspruchnahme des Hhvothelailrebiies zu unterbinden, wurde die Gründung der „Gemeindespai'-lasse" in Angriff genommen. Auch die „Haussparlassen" finden immer mehr Anklang. Nachdem der Referent noch über die Qualität und Tätigkeit des Kcmzleiversonales des Verbandes (19 Personen) Bericht erstattet hatten, schloß er mit dem Appell, sich an dieselbe stets vertrauensvoll zu wenden, (Lebhafter Beifall.) Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen uno ebenso folgende Anträge und Anregungen des Vorsitzenden angenommen: 1.) Es seien genossenschaftliche Lehrlurse wechselnd in verschiedenen Gegenden abzuhalten, und 2.) genossenschaftliche Versammlungen jedes Jahr in einem anderen Kronlande einzuberufen. 3) Für die genossenschaft» liche Arbeit seien die Frauen zu interessieren und heranzuziehen. Daraufhin erstattete der Kanzleivoistand ^juro R a -5 ica den Kassaberichi, woraus wir nur das Hauptresultat reproduzieren. Das Geschäftsjahr schloß mit einem Reingewinn von 20209 X 2 1». wovon nach Deckung des früheren Defizites und einiger Abschreibungen noch ein Reingewinn von 11.265 X 15 >, verbleibt. Der Geldvertehr erreichte im Jahre 1907 die Höhe von 52,s!57/!73 X, um 8.880,27s; X mehr als im Vorjahre. Im Namen des Auffichtsrates votierte Herr Dechant I. Lavrenl'iö der Verwaltung das Absolutorium und den Dank, empfahl aber zugleich eine häufige und genaue Revision und Vorsicht bei Gewährung des Kredites. Der Rechnungsabschluß wurde hiemit angenommen. Ueber die Verteilung des Gewinnes wurde der Antrag des Dr. Krel. es seien 10.000 X als Reservefonb. der Rest aber als Liquidationsfond anzulegen, zum Beschluß erhoben, mit dem Zusatzantrag des Dr. Koro^ec, es mögen darüber Erhebungen gepflogen werden, wie (nach einem Antrag des Psirrers H l a d n i l) ein Pensionsfond für das Beamtenpersonale zu gründen sei. Bei den hierauf vorgenommenen Ersatzwahlen wurden in den Ausschuß die .Herren I. V r s a l o v i 5 . Abg. Mandelj. Dr. Alfirevi<"', H. Klerl und in den Anfsichtsrat V. Zabret wieder-, bezw. .leugewählt. In fortschreitender Erledigung der Tagesordnung sprach dann Dr. E, Lampe über die „Entwicklung des Genossenschaftswesens". Die Idee der Genossenschaft greife immer tiefer in die gesellschaftliche Or«anisation. Die Konsumvereine waren auf diesem Pfade die ersten Geh» versuche, dienend der Unmittclbnrlrit. den kleinen Bedürfnissen, Jetzt gehen dir Genossenschaften daran, selbst Produktiv zu werden; es wachse der Unternehmungsgeist, es erstehe der Sinn für Handelsverbindungen und industrielle Projekte, Hier — barin gipfeln die Ausführungen des Redners — liege das Hauptfeld der genossenschaftlichen Tätigkeit und da müsse noch viel aesckeben, in Sckm!!' ,s^,,6 Land und Stadt. Die nächste Programmnuinincr war oci Äcrichl ocb Herrn Pu 5 enjal über die Revisionen. Es wurden deren 179 vorgenommen, deren Icchl werde aber mit dem jetzigen Personal bedeutend vermehrt werden; dies sei auch notwendig, da oft viele Mängel zu beheben seien. Uncmgesagtt, Nachrevisioncn und Generalrevisionen werden von großem Nutzen sein; als Auskunftsstelle werde ein Revisionöbureau geschaffen werden und die Revisoren werben von Zeit zu Zeit zu Revisionslonferenzen zusammentreten. Belehrende Kurse werben fakultativ ihre Tätigkeit entfalten. Auch dieser Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Laibacher Zeitung Nr. 92. 840 22. April 1908. Beim letzten Puntte der Tagesordnung („Allfälliges") wünschten im Namen der steilischen Delegierten die Herren Dr. Koro^ec, Gomilöel und Dr. Hohnec die ehebaldige Aktivierung und Mandatierung eines Subaus-schusses der „Zadr. Zveza", speziell für Steiermarl; ein erfolgreiches Arbeiten sei in Ermanglung eines fachmännisch ausgebildeten Personals dortselbst unmöglich. Nach einer längeren Debatte wurde beschlossen, über die Frage sofort im Ausschusse zu beraten. Im Namen der Dalmatiner stellte Fra Vono Karie die Bitte, es möge für Dalmatien ein eigener Revisor bestellt und weiterhin, es möge ein Getreide- und Mehl-magazin geschaffen werden. Bezüglich des ersten Ansuchens meldete der Vorsitzende, daß ein solcher Revisor bereits ernannt sei; über die zweite Nitte brachte aber Dr. Lampe die Aufklärung, daß Aehnliches in Anbetracht der wirtlich verzweifelten Lage der Dalmatiner schon versucht worden sei, daß aber die Durchführung das Vereinsgesetz ausschließe, doch werde auf anderem Wege eine Aushilfe gesucht werden. Hierauf wurde die Versammlung geschloffen, —in— Landcshilfsvcrcin für Lungenkranke in Kram. — Im hiesigen städtischen Nathaussaale fand gestern abend die diesjährige ordentliche Generalversammlung des Landeshilfsvereines für Lungenkranke in Krain statt. Der Vereinspräsident Hofrat Graf Chorinsty eröffnete die Versammlung, begrüßte die Erschienenen in beiden Landessprachen und erteilte sodann dem Generalsekretär das Wort zur Erstattung des Tätigkeitsberichtes für das Jahr 1907. Generalsekretär Dr. D. Ritt. v. A l e i w e i s - T r st e< ni 5 li erklärte, er wolle sich mit Rücksicht darauf, daß den Mitgliedern ein ausführlicher Nericht in Druck vorliege, auf einen kurzen Rückblick beschränken. Die Vereinstätigleit wurde im vergangenen Jahre durch die in Laibach errichtete Hilfsstelle für Lungenkranke beherrscht, über die der Vcreins-arzt Dr. August Levic-nil einen ausführlichen Bericht veröffentlicht hat. Die Hilfsstelle hatte ungesäumt 21 tuberkulöse Familien mit 101 Familienmitgliedern in ständige Obsorge übernommen. Ihre Tätigkeit war in erster Linie eine prophylaktische und bestand in der sogenannten Heimabwehr der Tuberkulose, In jedem einzelnen Falle wurde hinsichtlich der Lebensführung und der Wohnung der Tuberkulösen alles getan und angeordnet, was nötig ist, damit sich die Krankheit nicht weiter ausbreite. Diese Art des Kampfes gegen die Tuberkulose ist die erfolgreichste, auf diese Art gelingt es, die Tuberkulose um mehr als ein Drittel einzuschränken. Was das bedeutet, wird sofort klar, wenn man erwägt, daß die Tuberkulose Zislcithanien allein einen jährlichen Verlust, resp. eine Ausgabe von mindestens 54 Millionen Kronen verursacht und pro Kopf eine Steuer von 2 X. bei einer Familie von fünf Personen demnach eine Steuer von 10 X jährlich erhebt. Selbstverständlich hat der Verein seine Sorge auch den Tuberkulösen selbst zugewendet und auch in dieser Hinsicht schöne Erfolge erzielt. Die Mittel zur Erreichung des erwähnten Zweckes waren: Abgabe des Kranken ins Spital, in eine Tuber-kulosenhcilstätte oder Zuwendung von Unterstützungen zwecks Durchführung einer Kur auf dem Lande- wo dies nicht anging, möglichste Isolierung des Kranken, zu diesem Behufe Anweisung von Geldzubußen behufs Aufnahme einer größeren und gesünderen Wohnung, unentgeltliche Ueberlassung von kompletten Vereinsbetten, Veteilung mit Spucknäpfen. Durchführung von Desinfektionen, genaueste Belehrung und fortwährende strenge Kontrollierung der Familien. Besondere Sorgfalt wurde den bedrohten Familienangehörigen, besonders den Kindern zugewendet; sie erhielten unentgeltliche Anweisungen auf Milch und Brot, wurden alle 14 Tage genau untersucht und gewogen. Der Erfolg zeigte sich darin, daß m sämtlichen Familien kein Fall einer Heiminfeltion, d. h. kein neuer Fall von Tuberkulose vorkam. Das will viel bedeuten, lvenn man erwägt, daß es sich ausnahmslos um schtver bedrohte Familien unter den ungünstigsten sanitären Verhältnissen handelte. Schöne Erfolge wurden auch bei den Kranken selbst erzielt. Zwei Fälle des Anfangsstadiums der Tuberkulose wurden vollkommen geheilt, beide in der Heilstätte Hörgas. In dem einen Falle war der Erfolg ein um so erfreulicher, als es sich um einen Studenten knapp vor der Matura, also vor der Schaffung einer eigenen Lebensstellung handelte, Zwei Fälle des zweiten Stadiums wurden beide nach Durchführung bon Kuren auf dem Lande so weit gebessert, daß die betreffenden wieder arbeits- und erwerbsfähig wurden und noch jetzt — nach zehn Monaten — anstandslos ihren Dienst versehen. Zehn der schwersten Fälle gingen mit Tod ab; in den übrigen Fällen hielt sich die Erkrankung stationär. Im ganzen waren in den 21 Familien 28 Personen an Tuberkulose ertrankt. Die Tätigkeit der Hilfsstelle hat nur zu sehr die Notwendigkeit eines Kinderheimes erwiesen, für welches der Verein den Baugrund bereits erworben, die Bausummc bereits sichergestellt hat, für dessen Betrieb aber einstweilen leine Bedeckung zu finden ist. weshalb mit dem Bau noch nicht begonnen werden konnte. Nur zu oft war es nötig, die Kinder von der gefährlichen Umgebung zu entfernen, um sie vor der Ansteckung zu bewahren; ja in zwei Fällen, in welchen beide Eltern an Tuberkulose gestorben waren, mußten die Vereinsschwestern bei den Kindern durch mehrere Wochen förmlich die Mutterstelle vertreten, bis es gelang, sie anderwärts unterzubringen, teils in Waisenhäusern, teils bei Pflegeeltern. Vor kurzem hat in Laibach die gründende Versammlung des Kinderschutz-vereines für den Gerichtsbezirl Laibach stattgefunden, wobei der verdienstvolle Leiter der Kinderschutzbewegung, Gerichtsselrctar Miläinski. in ergreifender Weise das Elend und die Verwahrlosung schilderte, welche zahlreichen Kindern beschieden sind und sie körperlich und sittlich verfallen lassen. Aber ebenso wie den Kindern, die dem Hunger und dem sittlichen Verfall ausgesetzt sind, muß unsere Sorge jenen unschuldigen Kleinen gelten, welche ein unbarmherziges Geschick in eine Umgebung gesetzt hat, in der jeder Atemhauch, ja jede Lieblosung, jeder Kuß der Mutter verderbenbringend wirken und eine tödliche Krankheit oder langwieriges Siechtum heraufbeschwören können. Tatsächlich haben sich nur zu oft Beziehungen zur Kinderschutzbewc-gung ergeben und wiederholt war es dem Verein nur unter Mitwirkung des Pupillargerichtes möglich, die Kinder in entsprechende Außenftflcge zu bringen. Deshalb bildet die Errichtung eines allen Anforderungen entsprechenden Kinderheimes derzeit die dringendste Aufgabe und größte Sorge des Landeshilfsvereines für Lungenkranke in Krain. Leider reichen die Mittel zum Betriebe und zur Instandhaltung eines solchen noch nicht hin. Der Verein muß sich deshalb neuerdings an die Oeffentlichleit, vor allem aber an unsere Sektionsdamen mit der Bitte um neuerliche Spenden und Sammlungen wenden. Nach diesen Ausführungen beantragte der Generalsekretär den herzlichsten Dank vor allem der l. k. Regierung für die Zuwendung des Zweimillionenfonds, durch welche der Kampf gegen die Tuberkulose auf eine sichere und feste Grundlage gestellt wurde, dann dem trai nischcn Landtage, welcher dem Landeshilfsvereine schon bei dessen Gründung eine Subvention von 1500 X ausgesprochen hatte; leider gelangte diese Subvention infolge Nichtfunktionierens des Landtages bisher nicht zur Auszahlung; Dank ferner dem Gemeinderate der Landeshauptstadt Laibach, welcher dem Vereine für das Jahr 1907 eine Subvention von 1500 X, für heuer einstweilen eine solche von 500 X zusprach, dann der Krainischen Sparkasse, welche auch der Tuberkulosebekämpfung ihre Unterstützung zuwendete, und endlich allen Wohltätern und Mitgliedern, welche größere oder' kleinere Beträge spendeten und so ihr Scherflein zur Lösung der großen sozialen Aufgabe beitrugen. — Der Bericht wurde einstimmig zur Kenntnis genommen und den erwähnten Förderern der Vereinszwecke der Dank der Generalversammlung ausgesprochen. Hierauf erstattete der Vcrmögensverwalter Direktor Artur Mahr dcn Rechenschaftsbericht und Vermögensausweis für das Jahr 1907. Aus diesem Berichte ist zu ersehen, daß der Verein ein Vermögen von 8281 X 12 1i besitzt; 10.000 X sind im Baugründe für das projektierte Kinderheim investiert. Im vergangenen Jahre wurden im Sinne des Vereinszlveckes für Unterstützung von Lungenkranken. Durchführung von Kuren, Heimabwehr der Tuberkulose, Veteilung mit Nahrungsmitteln :c, im ganzen 2493 X 42 k ausgegeben. Rechnungsrevisor Handelsmann Josef Per dan berichtete über die Bücher- und Kasserevision und stellte den Antrag, daß dem Ausschusse das Absolutorium erteilt werde. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Zu Rechnungsrevisoren wurden für das Jahr 1908 Apotheker Josef Mayr und Handelsmann Josef Perdan i^,- li<-<'Il,mutis>l,s>m wiedergewählt und sodann, da die Tagesordnung hiemit erschöpft war, die Generalversammlung geschlossen. * (Postalisches.) Verseht wurde der Postassistent Herr Johann Florijan5i5 von Rudolfswert nach Pola 1 und der Postkontrollor Herr Johann Hafn er von Görz 4 nach Laibach 2. Ernannt wurde zur Postoffiziantin der 8. Dienstllasse die Posterpedientin Frl, Regina V e i f u ß für Reifnitz und zu Postoffiziantinnen der 9. Dienstllasse die Postaspirantinnen Frl. Vrigita Verlan für Sairach und Frl. Amalie Müller für Trieft ". Verliehen wurde die Postcxpedientenstellc in Aßling der Posterpedientin Frl. Marie Hribar in Tupali^, die Postexpedientenstellc in Semi5 dem Postgehilfen Herrn Emanuel Kaftan, die Postexpedientenstelle in Slap der Postcxpedientin Frl. Juliana Richter in Mitterdorf bei Gottschee und die Postexpedientenstelle in Mitterdorf bei Gotisch« der Postexpe-dientin Frl. Mathilde DovZan in Präwald. — Versetz: wurden die Postoffizianten Herr Viktor Erler von Gott-schee nach Laibach 2 und.Herr Anton Boc von Laibach 2 nach Gottfchee. Pensioniert wurde die Postexpedientin Frl. Anna Kaftan in Semic-. — Zur Besetzung gelangen die Postexpedientenstellen in Gallenegg-Islal. politischer Bezirk Littai und in Iessenih a. d. Save, politischer Bezirk Gurl-fcld. Eventuell kann auch die Besorgung der täglich ein. maligen Postbotenfahrt Icssenitz-Samobor gegen das Iahrespaufchale von 1000 X übernommen werden, Vewer-bungstermin drei Wochen, —r. * (P< rsonalve rfügunsse n im Dienstbereiche der Staatseiselübahnverwal-t u n g,) Friedrich Hinterlechner, Oberrevideni der Qesterreichischen Ttaatsbahnen und Vorstandstellvcrtrcter bei der Abteilung für die Einnahmenlontrolle der l. l, Staatsbahndirelti'on Villach, wurde provisorisch mit der Lei tung dieser Abteilung betraut. — Auf dessen bisherigen Posten rückt Karl Luley. Oberrevident der Oesterrci chischen Staatsbahnen und Kassenrcvisor, l. l. Staatsbab» direktion Villach, vor. —''. — (Aus der Diözese.) Vorgestern wurde in der hiesigen Domlirche Herr Matthias Kolar zum Dom-dcchantcn installiert. — Die Pfarre St. Jodoci bei Ober laibach wurde Herrn Josef Nagode, Kaplan in Trc belno. verliehen. — (Lebensrettungstaglie.) Die l, l, Landesregierung hat dem Johann Dujc aus Untei-Ko,^ana für die von ihm mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung des 8^>jährigen Johann Cerkvenil aus Unter-Ko^ana vom Tode des Ertrinkens die gesetzliche Lebensrettungstaglic im Ve-trage von 52 X 50 !i zuerkannt. * (Mitteilungen aus der Praxis.) Der gewerbliche Hilfsarbeiter kann bei grundloser vorzeitiger Entlassung nicht auf Zuhaltung des Dienslvertragcs seitens des Dienstgebers klagen, sondern nur die im 8 84 G- ^' erwähnten Ansprüche stellen. —''. — (Erledigte Stelle.) K a ssenrcvisol stelle bei der l. l. Staatsbahndireltion Villach (7. Dienstllasse). Nachzuweisen ist: praktische Verwendung im Transport- lind kommerziellen Dienste, sowie Kenntnis des Kassen- und Verrechnungswesens. Einreichungstermin 25. April l, I- —r. — (Vereinswesen.) Das l. l. Landcspräsidium für Krain hat die Bildung des Vereines „(I<,«r>cxwr,"l«' in impst^ns' liru^tvs> 7.« 5lmt.i'ul.iu>'' l.i-!ili" mit dem Sitze in Laibach nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kennt' nis genommen. —^- — (Die Gehilfenlranlenkasse der Gast' w i rtegenossen schaft in L a i b a ch) hält heute nachmittag um ?> Uhr im Hotel „Ilirija" eine neuerliche Hauptversammlung ab. Die für letzthin anberaumte Hauptversammlung war nicht beschlußfähig. — (Industrielles.) Ueber Ansuchen des SelckM'-besihers Herrn Franz Golob in Unter-Ki>la bei Laibach «M Bewilligung zur Errichtung einer Selchereianlage aui Maschinenbetrieb mit Benzinmotor, findet am ^0. d, M-um 4 Uhr nachmittags die lommissionelle Verhandlung statt-Hiebei wird ein Staatstechniler intervenieren, —^- — (Aerztliche Nachricht.) Herr Dr. Dimeter Ritter von Vleiweis ist zu dem vom 21. bis 25. d. M' in Wien tagenden internationalen Laryngologen- und Nhinologenlongresse abgereist. — (Trauung.) Herr Oberleutnant Rudolf LU' l a n c Edler von Savcnburg, zugeteilt dem General' stabe. hat sich mit Fräulein Modesta Stra5iribl"> Tochter des Herrn Oberstabsarztes Dr. Stra^iribla >n Cattaro, vermählt. — (Todesfall.) Am 111, d. M, verschied naa) kurzer, schmerzenvoller Krankheit die Schwester Domiin'a Nahovec, Oberin im Siechenhause in der Nadetzlystraß^ Die Verstorbene leitete dieses Haus der Varmherzisslc't durch viele Jahre mit wahrer, christlicher Liebe, groß" Opferwilligleit und Ausdauer zur vollen Zufriedenheit der Vorgesetzten und zum Wohlc der Aermslen unter den Armen. Ehre ihrem Andenken! — (Todesfall.) In Haselbach bei Gurlfeld '!' am 19. d. M. nachmittags der dortige Oberlehrer Herr Johann Rupnil, 57 Jahre alt. Plötzlich gestorben. Da" Leichenbegängnis hat gestern nachmittag stattgefunden. '' — (Todesfall.) In Trieft verschied am 19. d, M^ Freiherr Johann von Albori, eine in kommerziellen un industriellen Kreisen hochgeschätzte Persönlichkeit. Der "^ siorbcne erfreute sich auch ob seines vornehmen Wesens seiner loyalen und echt Patriotinn Haltung, die auch U" ' derholt an Allerhöchster Stelle gewürdigt wurde, der uneingeschränkten Wertschätzung. Die Armen verlieren in den^ selben einen stets warmfühlenden Wohltäter. — (Schadenfeuer und jäher Todesfalls Am 19. d. M. gegen 4 Uhr morgens kam im Haust Krämers Alois Koren^an in Kemrga bei Treffen ein Fe zum Ausbruchc, welches in kurzer Zeit den mit Stroh 6 deckten Dachstuhl einäscherte. Die Wohnräume bliebe^' dank der werttätigen Hilft der Dorfbewohner, vom ^ heerenden Elemente verschont, so baß der Besitzer ein unbedeutenden Schaden, der zudem durch Versicherung N^ deckt ist. erleidet. Das Feuer entstand durch die Unv^ sichtigkeit der schwachsinnigen Mutter des Geschädigten. ^ sich mit offenem Lichte dem niedrigen Dache genähert ha^' Am Löschen dieses Feuers beteiligte sich in hervorrage'^ Weise der 49jährige ledige Besitzer Franz Zuvci'V.scht aus der benannten Ortschaft. Nachdem der Brand geio^ war, ging Zuftan^- nach Hause und setzte ^'^ ^, Klagen über große Müdigkeit zum Tische. Als seine ^ ^ ster aus der Messe zurückgelehrt war, sand sie den ^ Laibacher Zeitung Nr. 92. 841______________________________________________22. April 1908. in derselben Stellung, jedoch tot auf; ein Herzschlag hatte dem lräftiqcn und levngcsunden Manne einen so jähen Tod bereits. N. — (Das Gasthaus auf dem Margarcten-bersse bei Krainburg.) das seit Beginn dieses Jahres geschlossen stand, hat der Verschünerungsverein in Nrainbnrg von dessen Eigentümer Herrn Johann Cos in Pacht genommen und mit der Ausübung der Gasthaus-Wirtschaft Herrn BartholomäuZ Klofic betraut. Der Gipfel des Margarcntcnbcrgcs ist von der Station Krainbura, in m«n schwachen Stunde zu erreichen; der Weg ist sehr gemächlich, meistens in Schatten ausgeführt. Vom Gipfcl ws MargarctcnbcrgeZ bietet sich dem Menschen eine der schönsten und ausgedehntesten Aussichten auf sämtliche Gc birge Nrains, Deswegen bildete schon lange Zeit dieser leicht ersteigbare Nerg einen der beliebtesten Ausflugsorte Der Vcrschüncrungsvcrein in Krainbura. hat wohl den Naqcl auf den Kopf getroffen, dast er die aufgelassene Gastwirtschaft auf dem Margarctenberge in seine Hände genommen. Die Wiedereröffnung des Gasthauses fand am IN d. M, statt. —l?. — („Verkehr und Gasthaus.") Unter diesem vielsagenden Titel gedenkt der Landesverband für fremden-verlchr in Krain ein eigenes Organ in sform einer Monats revue hermiszugsbn. deren 1, Nummer gerade zu den Öfter-feiertagen erschienen ist, Die Publikation führt sich entschieden sehr gut ein. Vor allem scheint uns jene beutlich zutage tretende Tendenz die richtige zu sein. daß sich das Nlatt durchaus nicht mit der bloßen Berichterstattung über die Erfolge und Mißerfolge in der ^remdcnvcrlehrsbewf' gong begnügt, sondern in der richtigen Erwägung, daß hierzulande bezüglich der Aufnahme und Verpflegung der fremden oft gar patriarchalische Zustände herrschen, mit Entschlossenheit darauf hinausgeht, die Leute entsprechend ^u belehren und zu erziehen. Darum die „Studienreise" der Kramer Wirte nach Nien, worüber auch hier berichtet wird, darum die Anlveisung über das Benehmen der Kell-ncr, sss bi'tcl aber das 12 Seiten Großfolio umfassend? Vlatt auch Artikel von allgemeinem Interesse. Erwähnt sc! der Aufsah über den Wintersport (speziell in Obcrlrain), besonders aber der Bericht über das kühne, bis ins Detail bon einem Fachmann ausgearbeitete Projekt einer elektrischen Vahn von Wocheiner Heists auf die Triglavspihe; wir kommen auf das Projekt, dem eine genaue Kartenskizze beigelegt ist, noch zurück. — Weiterhin entnehmen wir dem Vlatte die Kunde, daß der „Landesverband" beim Eisen-bahnministerium für die Zeit vom 1. Mai bis 30. Sep^ tembcr die .Herausgabe von Zeitkarten für gewisse Noutcn, welche Kärnten und das Unterland bis Trieft umspanmn. erwirkt hat, ferner, daß in Bälde mit d«r Versendung eines neuen Albums von Krain begonnen wird. — Wenn wir noch hinzufügen, daß die auf schönem Papier gedruckte Nummer einen, Schmuck von mehr als einem Dutzend Illustrationen ausweist (wir heben namentlich Vcrnelers Modelle „Der Kramer" und „Die Krainerin" hervor), so glauben wir mit der Behauptung schließen zu dürfen, daß das Blatt wohl verdient, um jährlich 5, IX (halbj. 8 10 prnnumcriert zu werden. —in— — ('10!) Damen an der Wiener Universität) Der soeben ausgegebene Leltionslatalog für das Tommersemestcr an der Wiener Universität enthält die »Summarische Uebersicht" der im verflossenen Winter, semester an der hiesigen Universität instribievtcn Hörer und Hörerinnen. Es ergibt sich, daß in diesem Semester die größte Anzahl von Damen bisher inskribiert war, nämlich 4W. Dieselben verteilen sich auf die drei Fakultäten wie ^lgt: Juristische Fakultät 5 Hospitantinnen:, medizinische 3allllta't 58 ordentliche. 1 außerordentliche, 6 Frcqucntan-t'nnen, I Hospitantin; philosophische Fakultät 131 ordentliche, 247 außerordentliche, ?> Pharmazeutinncn. 47 Hospitantinnen, zusammen 4W. Es befinden sich sonach unter 19W Medizinern r.« Studentinnen und unter Ü012 Philo^ sophcn 428 Studentinnen, sowie unter 3569 Juristen !"> Studentinnen. Ein halbes Tausend Studentinnen bevölkert gegenwärtig die Universität, die dal)er an den beiden von °ln Damen vornehmlich besuchten Fakultäten von 4517 Mälern und 4!)4 Hörerinnen, demnach von 10'!) Prozent! ^nmen frequentiert wird. ! , '"' sFe i e ri a gsch r o n i t,) An den beiden Feier-"Nn wurde» von der Sichcrheitswache acht Personen vcr-)aftet. Der 4?.jährigc Vagant Michael Kmnar aus Laibach. /l die Qslerfeicrtagc in Trieft verbringen wollte, hatte das ^'Kgeschiü. auf die Lösung eines Fahrbillctts zu vergessen, Uegen seiner Gedächtnisschwäche wurde er einem Sicher ^''lswachmannc übergeben. — Drei beschäftigungslose Urschen wurden wegen Mittellosigkeit iu Hast genommen, ^ Vier exzedierende Burschen wurden behufs Abkühlung '" den kühlen Arrest gebracht. — Um Südbahnhofe ging ^"> berauschter Knecht über einen Fiakerwagcn los. Er Erbrach die Peitsch, ergriff das Pferd bei den Zügeln "nd lief; kl, Fiaker nicht weiter fahren. Gin Sicherheits-^ach-mann entfernte den Trunkenbold. — „Blut muß fließen!" schrie am Ostersonntag vormittags ein beirun ltuer Tischlcrgchilfe in einem Gasthause in der Tirnoucr "orsladt. Er cxzedierte so lauge, den Gästen Ohrfeigen "»steilend, bis ein« Sicherheitswachmann erschien und ihnj aus dem Lolal entfernte. Nachmittags lehrte er ins Gasthaus zurück und schrie fortwährend, daß Blut fließen müsse. Es erschienen nun zwei Sichcrhcitswachmänncr, die den .heißblütigen abführten. Als sie ihn auf die Ziegel-straße brachten, riß er sich los und entfloh in den Stadt Wald. * (Wem gehört das Eßbesteck?) Am Kar-samstag verhoftcte die Sicl)erheitsNX!ck)< den 32jährigcn be> kannten Dieb und Zimmcrmaler Franz Plebel aus Kra^na bei Stein, der dem Malermeister Franz Stare beim Baue seines Hauses in der Gcrichtsgasse Farben und Werkzeuge gestohlen hatte. Die Werkzeuge wurden in einem Gasthause in Untcr-Ki^la vorgefunden, wo Plevel ein Zimmer ausmalte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fand die Polizei zwei Paar Värcnborfer Eßbestecke, gezeichnet mit den Buchstaben C. K,. und ein blaues gestricktes Umhängtuch vor. Die Eigentümer wollen sich bei dem städtischen Polizcidepartement, Zimmer Nr. 5, melden. — (Ein roher Scherz.) Vor einigen Tagen erhielt der in Treffen wohnhaste Gemcindedicner Franz Travnil einen Brief aus Laibach, worin ihm mitgeteilt wurde, daß sich sein beim Landwchrinfanteriercgiment in Laibach dienender Sohn erschossen habe und daß er zum Begräbnis, welches am Karfreiiag um 6 Uhr abends stattfinden lvcrde. erscheinen soll. Die Unterschrift lautete Andreas Priden. k. l. Korporal. Selbstverständlich geriet dir ganze Familie in große Aufregung und der Vater fuhr unverzüglich mit einer Tochter nach Laibach ab. Als er sich in die Kaserne begab, fand er seinen Sohn wohlauf und soeben im Tagdicnste. Wer sich diesen „Scherz" erlaubte, ist bis jetzt nicht bekannt, aber es wäre nur erwünscht, den Vriefschreibcr auszuforschen, um ihn der verdienten Strafe zuzuführen. 5. — (Für künftige Missionäre.) d. h. brav? Knaben von 12 bis 16 Jahren, welche als Priester und Missionäre sich beruftn fühlen. wurde eim Vorbereitung^ schule mit sehr günstigen Bedingungen gegründet. Gesuche an: Dr. thcol. Koch, Nolhusen, Luzern. Schweiz. — (Die freiwillige Feuerwehr in Neif-nitz) veranstaltet am 26. b. M. in den Salonräumlich-leiten des Herrn A. Arlo eine Tanzunterhaltung. Die Musik besorgt eine Abteilung der Militärkapelle aus Laibach. Eintrittsgebühr 1 X. — (Die Vuchdruckerc!) des Herrn Franz Vlc>5 in Laibach hat der Schriftsetzer Herr Max H r o v a t i n um 4570 K anlsklauft. ^> Telegramme des k. k. Telegraphen.Korrespondenz-Bureaus. W^ien, 21. April. Dem heute ausgegebenen offiziellen Programme für den Aufenthalt des deutschen Kaiscrpaarcs und der Vundesfürsten in Wien zufolge erfolgt die Ankunft des Kaiserpaares Donnerstag den 7. Mai um 10 Uhr vormittags mittels Hofsonderzuges im Bahnhöfe Penzing, woselbst der Empfang durch Seme Majestät den Kaiser, die Erzherzoge, die Erzherzoginnen und die Behörden stal!. findet. Zu Mittag findet die Gratulation in Echönbrunn, um halb 1 Uhr ein Dejeuner, nachmittags Visiten, um 7 Uhr abends ein Galadincr und hierauf eine Sänger Huldigung, sodann die Abreis« des KaiserpaareZ statt, D>c Bundosfürstcn treffen am 6. Mai ein. Venedig. 21. April. Fürst Nikolaus von Montenegro, der auf seiner Nücklehr hier eingetroffen ist, hat die Kommentare, die italienische und ausländische Blätter an seinen dem Kaiser Wilhelm angeblich abgesiaitelen Besuch geknüpft haben, zum Anlaß genommen, die „Agenzia Stefani" zur Erklärung zu ermächtigen, daß dieser Besuch niemals stattgefunden hat. Der Fürst wußte zwar bei seiner Ankunft in Venedig von der Amvesenheit des deutschen Kaisers, da aber leine Begegnung zwischen den beiden Herr^ schern ins Auge gefaßt war, hat er es nicht für angezeigt gehalten, eine solche herbeizuführen, da er den Kaiser in seiner Erholung nicht stören wollte. Paris, 21. April. Die französischen Verluste in dem Kampfe bei Meneda werden amtlich auf ?>0 Tote und 28 Verwundete angegeben. Verstorbene. Am 1», April. Maria Mauser, Arbeitcrm, 26 I., ZicaMraße 35. 'lubercul. r>ulm. — Nugustina Vlaz. Arbeiterin' 19 I., Polanastraße 41. Tubcrlulofe, Am IN. April. Franz Icnlo, Taglöhncr, «0 I,. Hradehludorf 25, Vil,ium cariü». Am 20. April. Antonia Vrantar, hafnelStochter, .'j Mon., Rosena.asse 13. ^rnuoinpnluimcnn^. - Antonia Ko' matar. Arbeiterin. 60 I., Polanastrafzc bli, Carcinoma. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehilhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. L L V z« °w. ..'i!w...W y, ! ll U. «. ! 725 5 s ^Os^S^nsMg^ bewM 2! 9U.Nb. 727 0! 5 0^ SO. schwach " Regen_______ 22> 7 Ü. ss^ 730-2 > 3 Z.WSN.schwllch halb bewölkt! 7 7 Das Tagesmitte! der gestrigen Temperatur 5 1", Not» male 10-7".____ _______ _____ Wettervoraussage für den 22. April für Steiermarl und Kärnten: Trübe, kühl, gleichmäßig anhaltend, unbeständig; für it rain: Größtenteils bewölkt, tühl, gleichmäßig anhaltend, schlechtes Wetter; für da« Küstenland: Trübe, mäßiger Wind, milde, vorerst noch schlecht, dann allmähliche Nessenmg. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte ssssgrlmbrt no« drr Krai». Gparlassc l8!»7>. (Ort: Gebäude der l. t. Staats.Oberrealschule.) iiage: Nörbl. Breite 46°W'; Östl. Länge von Greenwich 14° 31'-herb. AK I«. A3 ßZß z:Z ^ dist°n, -Z zZ Zk RZ° 2Z ß K____^s ^_B_^ Z^ K ^ Km dm» b m > b m « b m » dm ^ 19. 7700 09 09 36 0918 20 09 3113--------------------N Vriest: 19. — 09 10 36------------------------09 34 1b 10 2« 15 l (47) l Bebenbrrichte:" 19. April gegen 1 Uhr 15 Minuten Erdstoß V. Grades in Siena; gegen 9 Uhr If, Minuten Fernbebmaufzeichilungen in Pabua und Moncalieri. V ob enu nruh e: *" 22. April: 4.Srtundenpendel «schwach» bis «mähig stark»; I^.Selundenpenbel und ?>Se» tunbenpenbel «sehr schwach». » i hf wird in solgsndni k<2rlfgrab,n l!«Is!fi,'eit! sl»»!chl bi« zu ^ MiNinirlsr «!ehr schwach', vo« 1 hi« » MiNimetfl »schwach», vo» U di» 4 Millimstsri, »maf,!« slarl», von 4 ki« ? M!N!ms»frn <«a>l., t'i>» 7 bi? lo Mllliim'ü's» .sfhi ftarl» »üb über 1« Willimrlcr .aüs,»-nidriitüch starl». — »Allsssnisins Bobsminrichs» brbsntft glrichzsir!» miftrrtenb» »«aril'» Unruh«' an! aNen Pendfln Veraulliiortlichcr Ncdnltcur: Anton F u n t c l. I^eudeiten: ^ 8»von Nn „I,11el8 V1n,uc:" pcr °;tUrk......« —40 » ' ..VWIeN« cle Klioe" por ZtUoic ...» — ü« noisier „Styriapllß" BsF Xagengesohwüre und -Krämpfe, i ... . Brlghtsohe Nierenentzündung:, AmllCD Raohen- und Kehlkopfkatarrh«, pmn. Magen- und Darmkatarrhe, . ,. ^. Vorzüff-liche Harnsäure Diathese, 101116111 V orzuglicne Zuokerharnruhr, TTau Arfnl ctp » Hartlelblgkelt, neueriOlge I (U68)4_3 Leberleiden. Dnnksagnng. > Anläßlich des Todes meines innigst« > geliebten, unvergeßlichen Gnnahls, Herrn > »r.Aiw sagr ich hiemit meinen wärmsten Dant der I hochwiirdigen Geistlichkeit, der lübl. Feuer- > wehr, drn Heeren Sängern für die rührenden > Trauerchöre, den Spendern der prachtvollen > Kränze und überhaupt allen, die dem teuren > Verblichenen das letzte Geleite gaben, was > mir zum großen Troste gereichte. > Laibach-Veldes, 21. April 190«. ! Johanna Klinar l (1710) als Gattin ! Die Bor- und Lithium-hältige Heilquelle 2 SÄLYATOR i ktwährt sich bei Nieren- und Blasenleiden, Gicht, 2 Xuckerharnruhr und catarrhalischen Affectionen. ^ Natttrlicher eisenfreier Säuerling. I Hauptniederlagen tn Lalbaoh: Miohael KaBtner und Peter LaBBnik. Laibacher Zeitung Nr. 92. 842 22. April 1908. ^ rFiliale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit-FranK-Joses-1* -A-lctiexLlcapital K 120,000.000*- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. rL$*va»c»M« Mr.9. (171S) Reservefond ZK ©3,000.000"— ¦ Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe-Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube Kurse an der Wiener Oörse (nach dem offiziellen Knrslilatte) vom 21. April 1908. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronmwähnmss. Die Notierung sämtlicher Altieil iiiid der ,.Diversen Lose" versteht sich per Stück. Gelb Ware Allgemeine Staatsschuld. Einheitliche Rente: 4<"a lonver, steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Kllise . . 87 «b 9?-»b betto (Iänn.-Iuli) per Kasse 87 6« 97-80 4-2«/n ü. W. «loten (Febr.-Aug.^ per Kasse......»9 2b SS 4b 4'8«/„ e. W. Silber (Upril-Olt.) per Kasse......ZS 35 99 bb 18ß«er Otaatslose 500 fl. 4«/„<5<) 10154 10 l800er „ lNa fl. 4"/„213'7bü17'7b l864er „ 10» fl. . . 2«2 — !i86 - »8S4er ,, ba fl. , .262—26!,'— Pom. PfllNbbl. k 120 fl. b°/„ 28« 60 290'«0 Staatsschuld b. i. Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder. Österr. Goldrentc steuerfr., Gold per Kasse .... 4°/„He 20116 40 Osterr. Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/» «?'60 S7-80 detto per Ultimo . . . 4°/„ «7 60 S7-80 Ost, Investition«-Rente, stfr., Kr. per Kasse . . 2'/,°/° «7 70 87 90 lisenb»hn.Sl»»l,schnl». »eischltibungen. «llsabeth-Vahn i. G., steueifr., zu lu.ooo fl.....4"/„ —'----------— Franz Iosepb-Bahn in Silbei (biv. St.) .... ü'/4°/nl20'70l2l-7<: Vallz. Karl Ludwig-Nahn (div. Etücle) Kronen , . . 4"/« 96 «b 9? 6b Rudolf-Vahn in Kroncnwähr. steuerfr. (div. Et.) . . 4"/^ «? ^ 27 Sb «orarlberger Uahn, stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4"/„ »7 — 98 — Zu Vt»»t»schuldn«sch«lbnnztN abgesttmptllt GlsenbllhN'Hklitn Vlisabeth-B. 2«0 fl. KM. 52///, von 400 Kr......4S7 — 470'— detto Linz-Vubweis 200 fl. ö. W. S. bV/Vn .... 434 - 43«--detto Salzburg Tlrol 200 fl, ö. W. S. b"/„ ... ,4li2-424 — lkremstal-Vahn 20« u. 2000 Kr. 4"/„.........1U4-50 1!»5'50 Geld Ware Pom Ktllllte M Zahlung üb«» nommen« Eisenbahn »Priorität»- Gliligaiionln. Vöhm. Westbahn, Em, «89K, 400, 200« u. 10.000 Kl. 4"/n 97 30 98 30 ElisllbethVahn 600 u. 3000 Vt. 4 ab 10"/„......11S eb l17-«b Vlisabcth-Vahn 400 u, 2U00 M, 4"/„........114-40 lib'40 Ferdinands-Nordbahn Cm, l»8« 98 «5 »9-05 detto Em. 1904 98 2« 99 2« Franz Ioseph-Nahn Em 1884 (div. Et.) Silb, 4"/« . , - «7 30 98 30 Galizische Karl Lubwis, > Bahn (div. St.) 2ilb. 4"/„ . . . 9« 6b 97 öb Ung.galiz, Nahn 20« sl. S. ü"/„ 104 — 105'— dctw 400 u. 5000 Kr. »'/2"/» 8610 87'10 Vorarlbcrner «ahn lim. 1884 (div, St.) Eilb. 4"/„ . . 9?'0b 98 0b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung, Goldrcnte per Kasse , 111-30,11'50 4"/„ dctto per Ultimo 111-30Nib0 4"/« unssar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 93'b« 93-70 4"/„ deito per Ultimo 93 b« S3 70 b'/,"/„ detto per Kasse 82-»b 83'ib Ungar. Prämien.NnI. il 100 fl. 190 - l S4 — betto k 50 fl 190 — 194 — Theiß Reg.-Lose 4°/n . . . .14«-150--4"/« ungar. Grunbcntl.-Oblia,. 93'b0 94'5« 4"/» lroat, u. slav. Erbentl.-Olil. 94 ?b 9b 7b Andere öffentliche Nnlehen. Nosn, LandeK-Anl. (div.) 4"/„ 9,-öb 92 6c Bosn.-Herccg. Eisenb. -Landes- Änlchen (bw,^ 4'/,"/n . . «»90 99 9« 5"/„ Tonan-Mca.-Anleihe 1878 103 b« — - Wiener Berlchrs-Anl. . . 4"/„ 97 2b 98 25 detto 1900 4,21-7bl22-7b Geld Ware Vlila.. Staat« - Golbanleihe 1907 f. 100 Kl, . . 4>/2"/l> 8660 87 60 Pfandbriefe usw. Nobcnlr,,llll<,.öst,i,50I,vl.4"/l, gb«b 90-65 Vühm. Hnpothelenb. vcrl, 4"/« s« 65 99-65 Zentral Ulld.-Krcd.-Vl., üsterr.. 45I, ucrl.....4>/2^n 102-- — — dctto «5 I. verl. . . . 4«/« 95-- «s--Krcb.Inst., üsterr., f.Verl.-Unt, u. üffentl.Arli. Kat, ^.4«/n 96"?b 97-75 Landcsb, d. Kön, Oalizicn »nd Lobom. 57>/, I, rüclz. 4"/„ 9475 9b-?5 Mähr, Hlipo!Helen«, vcrl, 4"/„ 9775 g« 75 N.-üstcrr, Landes Hnp,-Anst. ^"/» 98'2b 99-25 detto iull. 2"/„ Pr. ucrl. 3>/2"/<> 89- —-- detlo K,-Schuld>ch. verl, 3>/2"/° 88-- S0-— detto verl......4"/» S8-10 ss-10 Ostcrr.-una.ar. Ban! 50 Jahre verl. 4"/n ö. W..... «8-35 89-3b detto 4"/„ Kl......S850 9950 Spar!., Erste öst,,N0I. verl, 4"/„ «g.,z, Uüss. esv . . 5 fl. 28-- 30'— »inbulf-Lose I« fl......68-— 72'— Salm^Lose 40 fl. KM, . . . 229-- 23S — Tiirl, lt,-V,-N!!l, Präm,-Obl2b Gelb Ware Wiener Komm.-Lose v. I. 1874 498'— 50»'-Vew.'Sck- d. .->"/„ Pläm.-Schuld d. «odenlr.-Nnst, Vm. 188» 77-— 8,-— Nltien. ^lllnlpllll'ssnttrnthmnngen. Nüssiss-Tcvliycr Eiscnb, 500 fl. 2490-— 2510- Bülmiischc Norbbahu 1b« sl. , 398-b« 400'50 üuschtichraber Eisb, 5>«0 fl, i— b!>35'— ttaschau - Odcrbcrgcr Eisenbahn 20«fl. S....... 858'— 3«0-- Lemb. -Czcrn,- Iassy-Eisenbahn- Gesellschaft, 200 fl. S. . , 5NN'— 570'- Äoyd. üst., Tricst, 5««fl., KM. 423-— 425'— Östcrr. Nordwcstbahn 200 fl, S, 437— 43«'bO betto (lit. U) 200 fl, S.p. Ult, 430--- 432'— Pran-Duxcr Eisenb. lOO fl.abssst- 22b-— 22«'8N Ltaalseiscnb. ^00 sl. E. per Ult, 687 50 ß88'b„ Siidbah» !i«0 sl, Silbcr per Ult. I3?'b9 138'bU Siidnorddeutschc Verbinbunsssb. 2N0fl, KM...... 404- 405'— Iransport-Ges,, intern., N.-G. 200 Kr........ —— —'— Unaar. Westbahn (Maab-Graz) 200 sl. S....... 405'— 40S'- Wr. Lotalb,-AltienEes. 2N0 sl, 210— 240-— Vanlen. Annlo-Österr. Ban!, 120fl. . 2SS'— 30«-— Uanlverein, Wiener per Kasse —'— —'— detto per Ultimo b26'?5 527'75 Äobcnir,-Ä»st. üst,, 300 Kr. . 1U59-— 1064'— Zentr.-Vod.-Krebbl. öst,, 200 sl. büb'— K42--Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl., per Kasse —'— —-- detto per Ultimo 633 50 ö34'bN ttrcdübanl, nng. allg., 20« fl. 742 — 743'- Dcvositcnbanl, alla., Ü00 fl. , 458'— 459'- Itslumple - Gesellschaft, nieder- üsterr., 400 Nr..... 584'— b88'— Giro- u. Kassenvereiu, Wiener, 200 fl........ 4b?'— 46U-— Hhpothelcubanl, üst. 200 Kr, ü"/<, 289'— 291'— Länbcrbanl, östcrr., 200 fl., per Kasse....... --- --- detto per Ultimo 437-50 438-b« „Merlin", Wcchselstnb,-Al<00 Kr, 1735'— 1744-80 Geld Ware Unionbanl 200 fl...... 542'— b43' - Unionbanl, bühmischc IN« fl. . 244'bU 245'b» Verlehrsbanl, allg., 140 fl.. . 331'— 234'— Indnfllle'Zlniernlhmungt«. ^anncscllsch,, allss. «sl., 100 fl. N6'b0 11»'^ Vl>!xcrKohle»bcrnb,-Oes, 1N0fl. 7>3'— 717''" Eiscnbahnucrlehrs.Anstalt, üst., 100s!........ 38N-— 3»!«'— Eiscnliühnw. Leihl,., crste, 10Ufl, 205'— 207'«< „Elbemiilil", Papiers, u. «,-G. 1«0 fl........ 205'— 80b?o 0 fl. 407'— 40l«'- Eleltr.GcseNsch,, intern. 200 fl. 58«'— b89'^- Eleltr.-GcleNsch,, Wr. in Liau. 22«'- 222^ Hiltenberaer Patr.-, Ziindh. u, Met.-ssabril 40« Kr. . . 9'.»«'-l006— Licsinnrr Vraucrei IN« fl, . , 25>b'— 2n"'7I Montan-Gcs,, öst, alpinc 1«0 sl. «87'9U 6»»'»" „Puldi-Hüttc". Ticnclssnkstahl- ss..A,G. 200 fl..... 46«'— 4«»"^ Pranciltiscii-Industiic-Gcscllsch. 2«Nsl........ 264»'—2Sb»'— Rima- Muillnt! - Salgo-Tarjaner Eiscnw. 100 sl..... bl>6'— bb?'— Salnu-Tarj. Steluluhle» i»«fl, 57»'— bb2'o" „Schlüalmllhl", Papiers,.20afl. 290'— »00--„Schodnica", A.-G, f. Petrol.- Industrie, 5,00 Kr, . , . 480'— 490 — ..Sleurcrmiihl".Papiers.»,V,G. 4ü3'— 4s»^ Trifailer Kuhlc»w,-G, 70 sl. . !i«l'— «so— Tiirl, Tabalrcssie-Ges, 20« Fr. per Kasse...... -'-^ "'71 betto per Ultimo . . . 406— 40»»" Waffcnf. Ges., üsterr., 100 fl. . bb«— b«l °" Wi. Ällnnesellschaft, 10« fl. . . 145— !47— Wicnrrbergc Zicnelf.-VM.-Ges. 71b— 72«" Devisen. Kurze Sichten und Zchtck». Amsterdam....... I88'ü0 Kt. Petcrslmra....... --— "7.77 Zürich und Uascl..... Sb'42° »ö bl> Valuten. Dnlatcn........ K34 N'^ ^oFraülcn-Ktttcle..... ,S 12 l«i^ li«MarlLtücte...... 2»'b2 2^°" Deulschc Mcich«l>anlnoten . . 11757' ^nloii, Brandbriefen, Prioritäten, Aktien, I