Laibacher Seituna. .M «. Vamstag am 3. Jänner »8K« Dle Lail'acher Ieitnna" erscheint, mit Ansnahmc der Smin- und Feiertage tagllch, und lostet sammt den Veilagen im Comptoir ganzjährig ll jl.. halbjährig 5 fl. 30 lr, mit Kren, band im '(5o»N'toir ganzjährig 12 ft., Hal fahrig N ft Fnr d>c Zustellung in's HailS sind halbjährig 30 kr. mehr z„ entricht.». Mit der Post Porto-frei aanij ährin nnter Kreuzband und gedruckter Ädrcsje li) st., halbjährig 7 fl. 30 kr. — In serati onSg ebn h r fnr eine Spaltenzeile oder den Naum derselben, snr einmalige (sixschaltnnq^ fr., fnr zweimalige ^ kr., snr dreimalige 5 sr. (5. M. Inserate bis 12 Zeilen losten 1 fl. für 3 Mal, 50 lr. fnr 2 Mal nnd 40 lr. fiir 1 Mal einzuschalten. Zu diesen Gebühren ist nach dein „provisorischen Gesche vom «l. November l. I. fur I»,n't,onSstä»,pcl" noch IN lr. für eine jedesmalige Einschaltung hinzu zn rechne». Amtlicher Theil. ZWir Franz Joseph der Erstr, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich; König von Ungarn nnd Böhmen, König der Lombardei nnd Venedigs, von Dalmatian :c. lc. :c. In Folge Unserer Anordnungen vom 2t). Au-gnst 18/>l haben eindringende Untersuchuugeu der Ver-fassuugs - Urkunde vom 4. März 1«49 in Unserem Minister- und in Unserem Reichsrathe Statt gefunden. Da nach dein Ergebnisse der gepflogenen Berathungen die bezogene Verfassungs - Urkunde weder in ihren Grundlagen den Verhältnissen des österreichischen Kaiserstaates angemessen, noch in dem Zusammenhange ihrer Bestimmungen ausführbar sich darstellt, so fiudeu Wir Uns nach sorgfaltiger Erwägung aller Gründe durch Unsere Regeutenpflicht gedrungen, die erwähnte Verfassuugs - Urkuudc vom 4. März 1tt4!) hiermit außer Kraft und gesetzliche Wirksamkeit zu erklären. Die Gleichheit aller Staatsangehörigen vor dem Gesetze, sowie die Uuzulässigkeit und die durch besondere Gesetze gegen billige Entschädignng der früher Berechtigten erfolgte Abstellung jedes bäncrlichen Uu-terthäuigkeits - oder Hörigkeits-Verbandes und der damit verbundenen Leistungen werden ausdrücklich bestätiget. Um zn denjenigen Einrichtungen zu gelangen, welche geeignet sind, den Bedürfnissen Unserer verschiedenen Völker, sowie den Vedinguugen der Wohlfahrt aller Schichten derselben zu entsprechen nnd die Stärke Unserer Regiernng zur Befestignng der äu-siereu und iunercn Sicherheit, Einheit nnd Macht des Staates zn kräftigen, werden die Wege der Erfahrung und der sorgfältigen Prüfung aller Verhältnisse eingehalten nnd die daraus abgeleiteten organischen Gesetze fortschreitend zu Stande gebracht werden. Wir haben auf dem Grunde dleser Betrachtung nach Anhörung Unseres Minister- und Unseres Reichsrathes gleich dermalen in den zunächst wichtigsten nnd dringendsten Richtungen der organischen Gesetzgcbuug eine Reihe von Grundsätze» festgestellt und die entsprechenden Befehle ertheilt, damit solche zur öffent-licheu Kenntnis; gebracht, nnd uuverzüglich zu den Arbeiten ihrer Ausführung geschritteu werde. Dic nachfolgenden besonderen Gesetze werden die genaueren verbindlichen Bestimmungen und Einrichtungen enthalten; bis dahin sind die dermaleu in Wirksamkeit bestehenden Gesetze zu beobachten. Gegeben in Unserer Haupt- nnd Residenzstadt Wien am Ein nnd dreißigsten December im Acht-zehuhnndert Ein nnd fünfzigsten — Unserer Reiche l>n vierten Jahre. 5>anz Joseph m. p. F. Schwarzenberg m. i». Auf Allerhöchste Anordnung: N ansonnet, Kanzlei - Director des Ministerrathes. Wir Franz Joseph der Erste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich; König von Un« gärn und Böhmen, König der Lombardei nnd Ve> »edigs, von Dalmatien :c. lc. :c. In dein Patente von, 4. März 1849 wnrden fnr die nachbenannten Kronländer, nämlich: für das Erzherzogthum Oesterreich ob nnd nnter der Enns, b'w Herzogthum Salzbnrg, das Herzogthnm Steier- mark, das Königreich Illyrien, bestehend aus den Herzogthnmern Kärnten und Kraiu, der gefürsteten Grafschaft Görz und Gradisca, der Markgrafschaft Istrien uud der Stadt Triest mit ihrem Gebiete, — für die gefürstete Grafschaft Tirol nnd Vorarlberg, das Königreich Böhmen, die Markgrafschaft Mähren, das Herzogthum Ober- und Nieder-Schlesien, die Königreiche Galizien nnd Lodomerien mit den Herzogthümeru Auschwitz und Zator, dem Großher-zogthume Krakau nnd dem Herzogthume Bukowina, endlich das Königreich Dalmatien, — bestimmte politische Rechte verkündet, welche mit der gleichzeitig kundgemachten Verfassnngs - Urknnde einer sorgfältigen Prüfnng nnterzogen wnrden. In Folge der Gründe, welche Uns durch Vernehmung des Minister > und des Reichsratheo. rorge-trageu wurdeu, sehen Wir Uns bestimmt, das erwähnte Patent vom 4. März t«4l1 und die darin für die bezeichneten Krouländer verkündeten Grundrechte hiermit anßer Kraft und gesetzliche Wirksamkeit zn setzen. In so ferne über die einzelnen Puucte jener Grnndrechte nicht bereits besondere Bestimmungen erfolgt sind, behalten Wir Uns cs vor, solche durch eigene Gesetze zn regeln. Wir erklären jedoch dnrch gegenwärtiges Patent ausdrücklich, daß Wir jede in den Eingangs erwähnten Kronländern gesetzlich anerkannte- Kirche und Re-ligionögesellschaft in dem Rechte der gemeiusame» öffentlichen Religlonsübnng, dann in der selbstständigen Verwaltung ihrer Angelegenheiten, ferner im Besitze und Genusse der für ihre Cultus-, Unterrichtsund Wohlthätigkeits-Zwecke bestimmten Anstalten, Stiftuugen nnd Fonde erhalten nnd schützen wollen, wobei dieselben den allgemeinen Staatsgesetzen unterworfen bleiben. Gegeben in nnserer Haupt' nnd Residenzstadt Wien, am Ein nnd dreißigsten December im Achtzehnhundert Ein und fünfzigsten — Unserer Reiche im vierten Jahre- Franz Joseph m. j». F. Schwarzenberg »». <». Anf Allerhöchste Anordnung: Ransonnet ",. l'., Kanzlei-Director deS Ministerrathcs. Allerhöchstes CabinetSschreiben Seiner Majestät des Kaisers an den Ministerpräsidenten: „Lieber Fürst Schw arzeu berg!" „Mit Beziehung auf das Patent vom heutigen Tage erhalten Sie in der Beilage die von Mir nach Anhörnng Meines Minister- nnd Meines Rcichsra-thes in den zunächst wichtigsten und dringendsten Rlchtuugen der organischen Gesetzgebung festgestellten Grundsätze, mit dem Anftrag«, dafür zu sorgen, daß ohne alle Verzögeruug von den Ministerien, die es betrifft, zu den Arbeiten der Ausführung in angemessener Weise geschritten, nnd die Resultate Mir vorgelegt werdeu." Wien am 31. December 1«l»t. Franz Joseph m/l». Beilage. Grundsätze für organische Einrichtungen in den Kronländern des österreichischen Kaiserstaates. 1. Die unter den alten historischen oder nenen Titeln mit dem österreichischen Kaiserstaate vereinig- en Länder bilden die untrennbaren Bestandtheile der österreichischen kaiserlichen Erb-Monarchie. 2. Der Name „Kronländer" soll in der amtlichen Sprache nur als allgemeine Bezeichnung gebraucht, bei besonderer Benennung eines Landes aber stets die demselben znkommende eigene Titelbezeich-nnng ausgedrückt werden. 3. Der Umfang der Kronländer soll mit Vorbehalt der aus Verwaltuugsrücksichten begründeten Veränderungen beobachtet werden. 4. In jedem Kronlande sind landesfürstliche Bezirksämter (nnter den üblichen Landesbenennnngen) in angemessenen Bereichen anfzustellen, uud in denselben so viel möglich die verschiedenen Verwaltuugs-zwcige inner bestimmten Gränzen der Wirksamkeit zu vereinigen. 6. Ueber die Bezirksämter werden unter den üblichen Landesbenennungen in administrativer Hinsicht Kreiobehörden (tzomitate, Delegationen u. dgl.) aufgestellt. Der räumliche Umfang derselben wird mit Rücksicht auf die in früherer Zeit bestandenen Eintheilnngen und mit Beachtung der gegenwärtigen Bedürfnisse zn bestimmen seyn. In kleinen Kronländern, so wie überhaupt, wo kcin Bedürfniß znr Anfstellnng von Kreisbehörden eintreten sollte, werdeu solche entfallen. Die Kreisbehörden sind der Landeestelle (Pnnct tt) untergeordnet, nnd haben theils einen überwachenden, theils einen ausübenden und administrativen Wirkungskreis. l>. Ueber den Kreisbehörden steht in den Kronländern die Statthalterei nnd der Landeschef. Besondere Vestimmnngen werden die Geschäftsbehandlung, den Wirkungskreis der Statthalterei, die Stel-lnng uud die Vollmachten des Landeschefs nnd die Unterordnung uuter die höchsten Autoritäten festsetzen. 7. Als Ortsgemeinden werden dle factisch bestandenen oder bestehenden Gemeinden angesehen, ohne deren Vereinignng da, wo sie nothwendig ist, oder begründet gewünscht wird, nach Maßgabe der Bedürfnisse nnd Interessen auszuschließen. 8. Bei der Organisirnng der Ortsgemeinden ist der Unterschied zwischen Land- und Stadtgemeinden, besonders in Ansehuug der letzteren die frühere Eigenschaft und besondere Stellnng der königlichen nnd landesfürstlichen Städte zu berücksichtigen. 9. Bei der Bestimmung der Landgemeinden kann der vormals herrschaftliche große Gruudbesitz unter bestimmten, in jedem Lande näher zn bezeichnenden Bedingungen von dem Verbände der OrtSgemeinden ausgeschieden und unmittelbar den Bezirksämtern mv tergeordnet werden. Mehrere vormals herrschaftliche, unmittelbar anstoßende Gebiete können sich für diesen 3weck ve> einigen. 10. Die Gemeinde-Vorstände der Land- und Stadtgemeinden sollen der Bestätigung und nach Umständen selbst der Ernennnng der Regiernng vor-behalten werden. Es soll deren Beeidigung für Treue und Gehorsam an den Monarchen nnd gewissenhafte Erfüllung ihrer sonstigen Pflichten Statt finden. Auch sollen da, wo die Gemeinde-Verhältnisse es räthlich machen, höhere Kategorien von Gemein-debeamten der Bestätignng der Regierung unterzogen werden. ft 11. Die Wahl der Gemeinde-Vorstände und Gemeinde-Ausschüsse wird nach zu bestimmenden Wahl - Ordnungen den Gemeinden mit dem gesetzlichen Vorbehalten zugestanden. 12. Die Tltel-Namen der Gemeinde-Vorstande und der Grmeinde - Ausschüsse fiud nach den früher bestandenen landesüblichen Gewohnheiten zn bestimmen. 13. Der Wirkungskreis der Gemeinden soll sich im Allgemeinen anf ihre Gemeinde - Angelegenheiten beschränken, jedoch mit der Verbindlichkeit für die Gemeinden uud deren Vorstände, der vorgeseNten landesfürstlichen Behörde in allen öffentlichen Angelegenheiten die dnrch allgemeine oder besondere Anordnungen bestimmte und in Anspruch genommene Mitwirkung zu leisten. Auch in den eigenen Gemeinde-Angelegenheiten sollen wichtigere, in den Gemeinde-Ordnungen näher zu bestimmende Acte uud Beschlüsse der Gemeinden der Prüfnng und Bestätigung der landesfürstlichen Behörden vorbehalten werden. 14. Die Oeffeutlichkeit der Gemeindeverhandluu-gen, mit Ausnahme besonderer feierlicher Acte, ist! abzustellen, ohne für die betheiligten Gemeindemit-glieder die Einsichtnahme besonderer Gegenstände zn beseitigen. I.». Die Gemeinden werden in der Regel den Bezirksämtern und nur ausnahmsweise nach Verhältniß ihrer besonderen Eigenthümlichkeiten den Kreiöhehörden oder den Statthaltereien numittelbar untergeordnet. 16. Nach diesen GrnndsälM sind für jedes Land den besonderen Verhältnissen desselben entsprechende Ordnungen für die Landgemeinden und für die Städte zu bearbeiten. Es ist bei diesen Arbeiten ferner von dem Gesichtspuncte auszugehen, dasi den überwiegenden Interessen auch ein überwiegender Einfluß zugestanden, und sowohl bei den Activ- und Passivwahlen für die Bestallung der Gemeindevorstände und Ausschüsse als in den Gemeindeangelegenheiten dem Grundbesitze nach Maßgabe seiner in den Gemeindeverband einbezogenen Ausdehnung und seines Stenerwerthes, dem Gewerbebetriebe aber iu dem Verhältnisse zn dem Gesammtgrundbesine — in den Ctadtgemeinden insbesondere dem Hausbesitzer — dann so viel möglich den Korporationen für geistige und materielle Zwecke das entscheidende Uebergewicht gesichert werde. Im lombardisch-venetianischen Königreiche ist die daselbst bestehende Gemeinde-Ordnnng mit dem Vorbehalte allfälliger durch Erfahrung hervorgerufene Verbesserungen aufrecht zu crhalteu. 17. Das Richteramt wird im ganzen Reiche von den dazn bestellten Behörden nnd Gerichten nach den bestehenden Gesetzen im Namen Seiner kaiserlichen königliche,, apostolischen Majestät ausgeübt. 18. Die Instizbeamten und Nichter find mit WalMng ihrer Selbstständigkeir bei der gesetzlichen Ausübung des Nichteramtes in Absicht auf ihre sonstigen persönlichen Dienstbeziehungen nach den für die Staatsbeamten bestehenden Vorschriften zn be-handeln. 18. Die Trennnng der Iustizpflege vou den Verwaltungsbehörden soll bei den Justiz - Collegialge-richteu, dann den zweiten nud dritten Instanzen all-mein, bei den ersten Instanzen aber im lombardisch-venetianischcn Königreiche und dort, wo es als unerläßlich anerkannt wird, Statt finden. Sonst ist bei den Emzelngerichteu als ersteu Instanzen die Vereinigung mit der Verwaltung im Bezirksamts anzuuehmeu. In der inneren Einrichtung dieser Vezirksbeam-ten (siehe Pnnct 4) kann aber nach Umständen ein eigener Gerichts- oder politischer Beamte zugetheilt werdeu, je nachdem die Verhältnisse es erfordern. 20. Sowohl in streitigen als nicht streitigen (5ivil- wie in Strafsachen sollen drei Instanzen be, stehen. 21. Die rein juristischen, so wie die mit der politischen Verwaltnug als Bezirksämter fungirendeu ersten Instanzen sind für Civilangelegenheiten inner zu bestimmenden Gränzen, — für Uebertretuugeu nud besonders zu bezeichnende Vergehen, — für Er-heblmgcll des Thatbestandes und alle Hilfeleistungen zum Behufe und zur Unterstützung der Strafgerichte berufen. 22. Iu angemessenen Districten, so viel thnn-lich mit Rücksicht anf die politische Eincheilnng der Länder, werden Collegialgerichte als erste Instanzen für das Nichteramt über Verbrechen nnd besonders bezeichnete Vergehen, — dann für alle solche Rechts-angclegenheiten, welche die Gränzen der Wirksamkeit der Bezirksämter übersteigen, eingesetzt. 2I. Zur Behandlnng der Civil- uud Sttaf-Angelegenheiten in 2. Instanz sind Oberlandesgerichte mit Rücksicht uud Beschränkung anf das strengste Bedürfniß zu bestelleu. 24. Der oberste Gerichtshof hat als :l. Iu« stanz zu bestehen. 2i. Bei Uebertretungen und Vergehen, in so ferne die letzteren den Bezirksämtern zugewiesen sind, findet das inquisitorische Verfahre« iu möglichst einfacher Form Statt. 26. In den Strafsachen, welche von den Vol-legialgerichten zn verhandeln sind, ist der Grundsatz der Anklage, der Bestellung eines Vertheidigers für den Angeklagten nnd der Mündlichkeit im Schlußverfahlen zu beobachten. 27. Das Verfahren ist nicht öffentlich, es wird aber bei der mündlichen Verhandlung in erster Instanz dem Angeklagten mit Bewilliguug des Präsideuten, so wie dem Letzteren das Recht eingeräumt, Zuhörer bis auf eine bestimmte Zahl zuznlassen. 28. Die Anklage ist durch die Staatsanwaltschaft zn vermitteln, deren Wirknngskreis anf den Strafprozeß zu beschränken ist. 29. Die Schwurgerichte sind zn beseitigen. lw. Die Urtheile sind nur von geprüften Richtern zu schöpfeu. Die Urtheilsformeu in Strafsachen sind „schuldig", „schuldlos", „Freisprechung von der Anklage." !!1. Das Verfahren lxi den Oberlandesgerichten und dem obersten Gerichtshofe ist nur schriftlich. 32. Die näheren Bestimmungen der Wirksamkeit der Gerichtsbehörden werden die hierüber zn erlassenden Gesetze enthalten. AA. Das allgemeine bürgerliche OjeseHbuch soll als das gemeinsame Recht für alle Angehörige des österr. Staates auch in jenen Ländern, in welchen eS dermalen noch nicht Geltuug hat, nach und mit den angemessenen Vorbereitungen, dann mit Beach-tnng der eigenthümlichen Verhältnisse derselben, eingeführt, und eben so das Strafgesetz für den ganzen Umfang des Reiches in Wirksamkeit gesetzt werden. A4. In den Kronländern werden eigene Statute über deu ständischen oder den mit einem zn bestimmenden Grundbesitze versehenen Erbadel, seine Vorzüge und Wichten errichtet, insbesondere demselben alle thnnliche Erleichterung zur Errichtuug von Majoraten und Fideicommissen zugestanden werden. Bei der Bauernschaft sind dort, wo besondere Vorschriften zur Erhaltung ihrer Gütercomplere bestehen, solche aufrecht zn erhalten. A.'i. Den Kreisbehörden und Statthaltereien werdeu berathende Ausschüsse aus dem besitzenden Erbadel, dem großen nnd kleinen Grundbesitze uud der Industrie mit gehöriger Vezeichnnng der Objecte uud des Umfanges ihrer Wirksamkeit an die Seite gestellt- Insofern noch andere Factoren znr Beizie-huug iu die Ausschüsse sich als wünschenswerth darstellen, ist nach Umständen darauf Rücksicht zu uehmen. D>e näheren Vestimmnngen darüber werden besonderen Anordnungen vorbehalten. 36. Bei den landesfürstlichen Bezirksämtern sollen Vorstande der einbezirkten Gemeinden uud Eigenthümer des außer dem Gemeindeverbande stehenden gloßen Grundbesitzes oder deren Bevollmächtigte für Zusammenlretungeu in ihren Angelegenheiten von Zeit zn Zeit einberufen werden. Nichtamtlicher Theil. Rückblick auf das Jahr 185,. ^ Wie«, 3l. December. Das Jahr, welches sich heute zum Abschlüsse neigt, bietet reichlichen Anlaß zu belehrenden Rückblicken verschiedener Alt. Im Ganzen genommen können wir dessen Ergebnisse als befriedigend ansehen, lind namentlich mehrere i>, letz. ter Zcil im Auslande tinget,«tene Ereignisse berech' tigen alle Valcrlandsfreunde zu Men Erwartungen. Oesterreich hat die Wahrnehmung machen können, das jene Grundsätze, von welchen es jederzeit ausging und die namentlich im Verlause dieses Jahres zu scharfer Ausprägung gelangt sind, immer allge. meiner nicht nur im Lande selbst, sonder», auch außcrhall) seiner Gränzen, als die einzig richtigen und zu einem gedeihlichen politischen Ziele führenden mehr und mehr anerkannt werden. Oesterreich hat mit unwandelda» rcm Ernste der Aufrcchthaltung der Ordnung sich ge, widmet; es hat nicht gezögert, sich von abstracten und ideologischen Systcmcn los zu machen, um den wahr, haft placiischti, Bedürfnissen seiner Völker zu 5 her-vorgetreten; der große belebende monarchische Gc» danke, durch die vergangenen Ereignisse bloß vorüber« gehend verdunkelt, hat wieder Naum gewonnen in den Geister», und drn Gemüthern. Klarer und un« wioeistehlicher als jemals bricht sich jetzt die An» schaumig Bahn, daß Oesterreichs Wohl nur unter dem Schirme seines mächtigen Kaifcrthroncs dauernd verbürgt sey Was Oesterreichs Verhältniß zum Auslande betrifft, so hat das Jahr mit dcr Wicderher» stcllung dcr rechtsoegründeten Ordnung d. v. M. rückte wieder eine Compagnie, Infanterie unter Begleitung eines politischen Beamten nach Jell ab, um von dort aus das Gebirge bis an die steierische Gränze zu durchstreifen, so wie auch am 2!i. v. M. eine halbe (5ompagnie unter der Führung eines Gensd'armcric-Wachtmeisters, zu gleichein Zwecke abmarschirt ist. Im Ganzen sind nun beiläufig bei !iW Maun in Kärnten zur Aufsuchung der Verbrecher thätig. -"" Wien, 31. December. Die Frist zur Einwechslung der in Umlauf befindlichen zertheilten Münzscheine in jenen Krouläudern, wo keine besonderen dlesifalligen Verlängerungen ertheilt wurden, ist mit heutigem Tage abgelaufen. Die vermehrte Herausgabe der Kupftrkreuzer wird fortan dem Bedürfnisse einer Theilung dieser Papiergeldsorte begegnen. '"" Se. Majestät der Kaiser hat auf den k. k. Familiengütern drei Kirchen erbauen lassen, und zwvr zn Kuklow, Bur und Ezbelt in Ungarn. ^ Die Obligationen der älteren Staatsschuld, welche im Jahre Mli durch dcn Tilgungofond eingelöset wurden, erreichen den Betrag von fünf Millionen Gulden. Sie werden im i/aufe des nächsten Monates im Verbrennhause am Glacis öffentlich verbrannt. "" Die k. k. Postdirettion inacht eben bekannt, daß, nachdem die, großherzoglich lurembnrg'sche Post-verwaltung dem österreichisch-deutschen Postvereine bei-getreten ist, von morgen an sämmtliche Brief- und Fahrpostsendnngen «ach den für diesen Postvcrein bestehende« Bestimmungen behandelt werden. Fahrpost» scndungen dürfen jedoch vorläufig uur unfrankirt aufgenommen werden. "- Nach einer Äuorbuung dcS Directors des k. k. allgemeinen Kraukeuhauses, Hrn. Dr. Hamdl, haben die sämmtlichen, im Spitalsdieuste verwendet«« Aerzte, welche die sogenannten Heckcr- oder Kossuch-Kinnbärte trugcu, selbe wegnehmen lassen. "* Dem Vernehmen „ach ist im h. Iustiznüui-sterium eine eigene Commission ernannt worden, welche Schlußberathungen über den Entwurf der neucn Strafgesetze für Ungarn abhalt. ** Der Herr FZM. und Banu« von Croatieu Freiherr v. Ielariä hat gestern Alands dic Rückreise nach Agraln angetreten. "" Bei dcr h. k. k. Statthalterei steht eine Commission itt Thätigkeit, welche mit Verfassung des Entwurfes für em neues Strompolizeigesetz betraut ist. ^" Von Feldmarschall Nadetzky's Fcld-Instruc« tion für Infanterie, Cavallerie und Artillerie erscheint in Teudler's Buchhandlung im Monat Jänner eme dritte Auflage. Die „Allgemeine österr. Gerichtszeitung" nimmt mit i. Iäuner eine veränderte Richtuug an. Sie wirb d«e VlUsl^'idungen des Cassationshofes vollständig, von den übrigen Genchtsverhaudlungen a^ nur die interessanteste« mittheilen; dangen aber der wissenschaftlichen Behandlung wichtiger Rechtsfragen ein ausgedehntes Feld öffnen. Der Herr Oberlan-desgenclMatl) v. Würth ist der Redaction dieses BlattcS beig«treten. -' Der ftanzösist-he Gesnndtschafts-Courier Herr Chalot ist mit Depeschen für den Präsidenten von hier nach Paris abgesendet worden. ^" Wie versichert wird, sind verschärfte, die Zollgränzbewachung betreffende Maßregeln von Sci^e des h. Finanzministeriums bevorstehend. "" Zwischen der österr. und sardin. Regierung sind Verhandlungen in Betreff des Ausschlusses d>r beiderseitigen Telegraphenlimeu schwebend. "5 Die zwischen Oesterreich und Serbien bestandenen, vor Kurzem abgelaufenen Salzlieferuiigsver-lrage sind auf Grundlage der früheren Bestimmungen wieder abgeschlossen worden. Wegen Verschiffung dieser Salzquantitäten ist so eben eine Versteigerung der beizustellenden Schiffsgelegenheit angeordnet worden. "" Der Herr Minister des Innern übersendete in den letzten Tagen dem Doctoren-Collegium der medicinischen Facultät Dr. Jörg's Werk: „die Krankheiten der Tropenländer" zur Begutachtung und znr Abgabe eines Urtheils, ob das Werk Auswanderern nach Afrika zn empfehlen sen, ba in demselben diäti-sche Regeln, sich vor den Krankheiten der Tropenländer zu bewahren, angegeben sind. —' In Betreff des judiciellen Organisations-Statutes für das lombardisch-venetianische Königreich sind, wie man vernimmt, von Seite des h. Justizministeriums neue Verhandlungen eröffnet worden. « Aus einem, der Zeitschrift für die österr. Gymnasien beigegebenen statistischen Ausweise befinden sich im lombardisch.venttianischen Königreiche l>7 Gymnasien und Convicte. I„ :;<) derselben weiset die Uebersicht 167 Lehrer mit «1.^ Schülern nach; die übrigen 37 Gymnasien sind nur namentlich angeführt. -* Herr Finanzdirector v. Arnöburg ist als Bevollmächtigter Braunschw,'igs für die Anfangs Jänner zu eröffnende Zoll-Confcrenz hiute hier eingetroffen. — Die Necrutenstellung für das Jahr 1852 ist bereits ausgeschrieben, und wird das bei selber zu beobachtende Verfahren ehestens kundgemacht werden. Wie mau vernimmt, ist die Zahl der Recruten, welche zur Deckung des Abganges im Armeestande erfordert wird, in diesem Jahre eine sehr geringe. ** Vom 1. Jänner an tritt der neue Personen-Fahrtarif der Oedenburg-Wien >Neustädter Bahu in ^ Wirksamkeit, nach welchen« die Fahrpreise pr. Person! und Meile auf 24, 8 und 12 Kreuzer Conv. Münze I erhöht worden sind. 5* Auf Befchl Sr. Majestät des Kaisers wer> den von der nächsten Recrutirung an die Nccruten aus den Iazygier- und Kumanier-Districten mm in die ungarischen Regimenter allein eingereiht. " - Der hier eingetroffene, zum außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister au den hessischen Höfen, Graf v. Ingelheim, hat sein Beglaubigungsschreiben heute übernommen, und wird sich nächstens an den Ort seiner neuen Bestimmung be> geben. " Glaubwürdig wird versichert, dasi der Bun-desrath an die betheiligten Regierungen die Versicherung gelangen liesi, es seien bereits Maßregeln vorbereitet, um in Betreff der Flüchtlinge, welche sich in der Schweiz aufhalten, jeder Beschwerde den Grund zn uehmen. Wie man vernimmt, ist ein Bundesbeschlusi die Aus- und Einwanderung betreffend, in Aussicht Diese Verordnung wurde durch die traurigen Erfahrungen der v. I. motivirt, indem Leute ohne Sul'-sistenzmittel und ohne bestimmte Verträge sich auf's Geradewohl zur Ueberfahrt nach Amerika anschickten und im elendesten Znstande wieder zuriictkehrlen. "" Durch die competenten Behörden werden jetzt sehr häufig Bestrafungen wegen unbefugtem Haudel uud Hausiren vollzogen. Der HandelsgrcmialcBericht von gestern weiset eine lange Reihe von derlei im abgewichenen Monate in Wien vorgekommenen Fälle nach. "* Bei der Anfangs Jänner zu eröffnenden Zoll-Confereuz wird der Herr Ritter v. Baumgartuer den Vorsitz selbst führen. W.trieb gesetzt werden. Durch vielfach vorgenommene Forschungen liegt vor, dafi die Vörös--pataker-Gebirge reiche Goldminen bergen. "" D,e Dampfschifffahrtgesellschaft des österr. Lloyd läßt in englischen Fabriken fünf nene Dampfschiffe anfertigen. ' - Die k. k. österr. Inlernuntiatur in Constan-tinopel hat von Neujahr an dle G,'schas>. der tos-canischen Gesandtschaft znr Besorgung übernommen. "" Die englischen Gesandtschaften an den auswärtigen Höfen sind verständigt worden, dasi der neue Minister der auswärtigen Angelegenheiten, ^ord Granville, als solcher den Diensteid abgelegt, die Amtssiegel aus den Händen der Königm erhalten und am 27. dem Cavinetsrathe beigewohnt hat. "" Das Kronland Mähren hat gegen das Kronland Schlesien einen Feldzug eröffnet, indem der von seiner Reise aus Schweden zurückgekehrte Dr. Dlmdluk durch den mährischen Landesausschnß beauftragt wurde, aus den Archiven und sonstigen Docnmenten daö Recht Mährens auf die Fürstenthümer Tropau und Iäger,,-dorf nachzuweisen, damit diesifalls die weiteren Schritte eingeleitet werden können. > " Ein GlaSfabrikant aus Mähren l,al ein Pri- ^vilegillln auf die Verfertigung von Dachziegeln aus 8 Glas angesucht. Durch dieselbe» werdeu die bisherige» Bodenfenster an den Häusern beseitigt, ohne daß eine Vertheuerung des Banmateriales eintrete. "" Nach Briefen aus Galizien ist der Organisationsentwurf dieses Kronlandes, welcher in letzter Zeit bedeutend abgeändert wurde, Sr. Majestät dem Kaiser zur Genehmigung vorgelegt worden. Der Herr Ministerialrath Stroyanowsky, Präsident der juridischen Organisirungs - Commission geht zu Anfang Jänner von Lemberg nach Wien, um die dießfälligen schon zum Abschlüsse gebrachten Arbeiten dem hohen Ministerrathe vorzulegen, und es wird dann die Gerichtsorganisation mit der politischen zugleich in das Leben treten. Wien, 1. Jänner. Se. M. der Kaiser hat mit a. h. Entschließung vom 21. November 1861 zu genehmigen geruht, daß die Geueral - D irectio-nen für den Eisenbahnbetrieb und das Post we sen, so wie die Direction der Telegraphen, welche bisher die, dem Ministerium untergeordnete Generaldirection der Commnnicatiouen ausgemacht haben, in ihrem dermaligen Bestände aufgelöset und an die Stelle derselben eine Generaldirection der Com municatio nen eingesetzt werde. Diese hat als eine Section des Ministeriums für Handel, Gewerbe und öffentliche Bauten einen selbstständigen aber integrirenden Theil desselben zu bilden, und an deren Spitze ist der mit den Func-tionen eines Generaldirectors betraute Sectionsleiter gestellt. Diese Gcneraldirection wird mit 1. Jänner 18li2 in Wirksamkeit treten und der Herr Ministe-rialrath Franz Ritter von Kalchberg ist mit den Fuuctiouen des Generaldirectors der Communicatio-nen betraut worden. * Vriinn. Mit lobenswerther Sorgfalt siud die Geusd'armeu-Posteu an vielen Orten in Mähren bemüht, die Bäcker zu controUiren, und wahrgenommene Uebervortheilungen den Behörden zur Abstellung zur Kenntniß zu bringen; so in Steinitz, Lispitz u. a. Orten. Iu Llttau, Wischau u. a. Orten leisteten sie der revidircndeu Behörde Assistenz. Prag. Dem Vernehmen nach ist das Gutachten der Prager Handelskammer über die Regelung der großen österreichischen, insbesondere dcr Vrünner Märkte, vollendet. Wegen des innigen Zusammenhanges dieser Manufacturmärkte mit den Pesther Productenmärkten, dann wegen der Wichtigkeit der letztern, sind diese zum Regulator der Zeit des Ab-Haltens der Manufacturmärkte beantragt worden; damit ferner das zu häufige Abhalten der Märkte die entfernteren Kronländer an der Nealisirung der Geschäfte nicht mehr hindere, soll auch eine Verminderung der Zahl der Märkte proponirt worden seyn. Ve u t sch la n d. Die Oberbefehlshaberstelle des Vundesschutzcorps bei Frankfurt wird, falls Generallieuteuant von Schreckenstein zum Kriegsminister in Berlin ernannt werdeu sollte, vorläufig gar nicht besetzt werdeu. Nöthigen Falles würde der mit den Militärangelegenheiten beauftragte Ausschuß der Bundesversammlung das sofortige Aufgebot des Corps verfügcu und der Commandant der zur Garuisou Frankfurts zahlenden Buudestruppen, der österreichische Generalmajor von Schmerling, den Oberbefehl über das gesammte Corps führen. Schweif " Es scheint immerhin beachtenswert!), daß seit dem Bekanntwerden der Pariser Ereignisse in der Schweiz der Ton der radicalen Blätter und Sprecher sich theilweise auffallend geändert hat. Wie der „(^iui^ rie mittelst Decrets dem Prinzen Murat zurückgegeben werden soll. Das Elyfte wird von Bittstellern aller Art bestürmt. Am meisten drängen sich die sogenannten Republikaner hinzn, die Alles aufbieten, um einen Strahl der imperialistischen Gunst auf sich zu lenken. Mehr als 17.000 Gesuche sind bereits eiugelaufen, in denen man sich um Senatorsstelleu bewirbt. Der Seiue - Präfect wird dieser Tage zu Ehreu des Präsideuten der Republik im Namen der Stadt Paris ein glänzendes Fest in den Räumen des Stadthauses veraustalten. Auf Befehl des Polizeipräfecteu wurden in Vclle-ville und la Chapelle St- Denis mehrere öffentliche Locale gesperrt, weil die Behörde Nachricht erhalten, daß daselbst Demagogen der schlimmsten Art Zusammenkünfte abhalten. Zugleich werdeu die Eigenthümer vou Kaffehhäusern und Schenken gewarnt, solchen Mißbrauch in ihren Localcn zu dulden, da die Regierung fest entschlösse»; sey, die öffentliche Ruhe aufrecht zu erhalten lind alle Organisatoren von Handstreichen aus Paris zu entfernen. Vrsßbritanniell und Irland. Ueber den Austritt des Üord Palmcrston aus dem englischen Cadinete sagt die „Times" unterm 24. December, daß st in längeres Verharren im Amte von seinen (Zollegen als unvereinbar mit den wahren Interessen Englands und zwar nicht nur nach Außen, sondern auch nach Iimm hin erachtet worden sey. Die Wichtigkeit dieses Ereignisses könne an sich, namentlich aber in Hinblick auf die gegenwärtigen eU' ropäischen Verhältnisse nicht hoch genug angeschlagen werden. Das Vertrauen der Minister zum Staats-secretä'r des Auswärtigen sey, und zwar seil langer Zeit schon, erschüttert gewesen. Doch seyen sie ihm zur Seite geblieben, bis sich die peinlichen Folgen seiner Tact- und Maßlosigkeit, die ihn aller europäischen Sympathien, besonders in Folge gewisser, neuerliche, officicllcr Aeußerungen beraubte, nicht mehr mit ihrer Verantwortlichkeit Angesichts der Krone und des Staates in Einklang bringen ließen; in diesem Momente hätten sie gefühlt, daß die Zeit gekommen sey, in der Lord Palmerstun die Siegel des Auswärtigen nicht mehr führen dürfte und ihm ein Nach-iolgcr gcgcben werden müsse. Dieser Wechsel sey nicht von Partcirücksichten, sondern von einem gebieterischen Gefühle dcr Pflicht und Nothwendigkeit dictirt worden. — Ueber den Nachfolger Palmerstons, den Carl von Granville, heißt es weiter: »Ohne Zweifel mußten unter allen Umständen die Verlegenheiten und Unschlüssigkeiten, welche einem solchen Schritte, ehe er unwiderrusilich beschlossen wurde, natürlich vorhergingen, bedeutend erhöht werden durch die Nothwendigkeit, einen Nachfolger für cinen Minister zu finden, dem die Erfahrung von vierzig im Amte zugebrachten Jahren zu Gebote stand und dessen Thätigkeit alle Geschäfte seines Departements in sich aufgenommen hatte. Wir hadcn aber Grund, zu glaudcn, daß das Siegel einem Edelmann angeboten, wenn nicht schon von ihm angenommen worden ist, welcher, wiewohl vergleichsweise noch ein Neuling im politischen Leben, sich in allen bisher von ihm eingenommenen Stellungen das Lob und die Achtung des Landes erworben hat. Wir glauben, daß ein solcher Mann, der eine dcr schwierigsten und wichtigsten Stellen nicht nur in England, sondern in der ganzen Welt antritt, vertrauensvoll auf die Un terstützung jener Nation, deren Interesscn zn schützen und zu vertreten seine erste Wicht ist, rechnen kann, und nicht weniger auf die freundschaftliche Gesinnung jener fremden Staaten, denen an dcr Vertheidigung der allgemeinen Prinzipien der Legalität und des Fric. drns eben so viel gelegen seyn muß, wie uns. Diesen so bedeutenden Wechsel haben weder persönliche, noch Partei. Rücksichten veranlaßt, — sprachen diese Rücksichten doch alle gegen denselben—, sondern ein gebieterisches Gefühl der Pflicht und Nothwendigkeit, und wir bezweifeln nicht, daß das Land ihn als ein dem öffentlichen Besten dargebrachtes Opfer, und zwar als ein weder leichtsinnig noch unüberlegt dargebracht tes Opfer, betrachten wird.« Neues und Neuestes. Telegraphische Depeschen. * Florenz, 28. Dec. Der königl. preußische Gesandte, Hr. v. Reumout, hat dem Großherzoge im Veiseyn des Ministerpräsidenten seine Beglaubigungsschreiben überreicht, und ist später im großherzoglichen Familienkreise empfangen worden. ' Turin, 29. Dec. Die Abgeordnetenkammer hat das Postgesel; angenommen, worin das Postre-gale ausdrücklich anerkannt wlrd. Der Gesandte Piemonts zn Paris, Graf Gallina, hat dem Ver« nehmen nach seine Abdankung eingereicht; weiterem Vernehmen nach soll der Marchese d'Azeglio, Gesandter zu London, an seine Stelle treten. - Genua, 28. Dec. Der hiesige Syndicus hat seine Entlassung eingereicht. ' Modena, :l1. Dec. Morgen wird die hie^ sige Telegraphenleitung mit den österreichischen Linien in Verbindung gesent. Paris, 31. December. Mit Ausnahme der Armee Algerien's und des Departements der Nie-deralpen sind bis jetzt 7 Millionen Ja bekannt. Victor Hugo ist wegen Führung eincs falsche» Na mens zu Brüssel verhaftet worden, und wird von dcr franzosischen Regierung gerichtlich verfolgt, -^.ige Rente 101.90; :i"/..ige l>7.20. London, :l0. Dec. Consols "7^-97^; Wien 12.1.'i. l Liverpool, 30. December. 8000 Ballen verkauft. Locales. Laiback, 2. Jänner. Heute Morgens versammelten sich fortwährend Gruppen, die vor der Handlung des Herrn Äloyo Kaisell das aufgestellte Vildniß des greisen Sie-gers von Custnzza und Novarra, F. M Grafen von Nadetzky, mit Theilnahme betrachteten. Der geachtete Handelsmann hatte beim allverehrten Heldengreise die Erlaubniß nachgesucht, mit dessen Bild? nisse die Firma-Tafel seiner Handlung schmückeu zu dürfeu, was wohlwollend bewilliget wurde. — Der Künstler Nauziin Wien verfertigte nun zur vollen Zufriedenheit aller Kunstkenner das mit vielem Fleiße gearbeitete, wohlgetrossene Vildniß' des allverehrten „Vaters der österreich'schen Armee. " Bei dieser Gelegenheit konnten wir neuerdings beobachten, mit welch' inniger Theilnahme und wahrhafter Verehruug jeder Moment von den Bewohnern Laibach's aufgegriffen wird, der in irgend einer Verbindung mit dcm geliebten Heldengreise steht- Möge bald der Zeitpunct wiederkehren, in dein wir nicht nur dessen Bildnisi, sondern Ihn selbst in unserer Mitte herzlich begrüßen , Ihm die Gefühle unbe-gränzter Hochachtung durch Wort und That darbriu; , gen, und Seine Lebenstage, die Er zeitweise in , der mit so viel Treue und Anhänglichkeit an dcm > Kaiserthrone und dessen festester Stüye haltenden ! Stadt Laibach zuzubringen gesonnen wäre, nach , Kräften erheitern und verschönern können! >>>-. «. Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedor Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ign. v. Kleinmayr. AHmH ^ur Iaillac^erSeitutta. Telegraphischer <5o,,rs«Bericht der Staatöpapiele vom 2. Jänner 1852 Etaatsschulbverschrelbungen zu 5 M. li» lkM.) 95 5/8 d'tto ..^,/2 .. .. «5 detto „ 4 ., ., /5 F/4 Staatsschnldvcrsch. v. Jahre 185tt mit NückMung ., ^ « ' ^" « Stacltsschulbvrrschrcibnngen „ .'l „ ., ' < ^ Darlehen >»lt Verlosung v. I. '8^. sür> 500 N. 1"'' dctw detto 183!>.für250fi. 2W»----- Wechsel-löonrö vom 2. Jänner »852 ^ «mftlrdam. s,,r NW Thaler lKm»a»t. 3it!)l, 1«8 Bs. 2 Monat. Augsburg, für 1«»0 («»»«den (iur., Gul('. 120 Uso. zfla»sj>nt a.M., ( für 120 sl. s»dd. Vcr- eiüs-Vähr. il»!N ^/2 ft. ss»ft,G»!d.) 11» 2 V'ouat. Haiübur«. für 100 Thaler Äanco, »lthl. 177 l Muuat- tiuorno. für »<>0 Toscanische Lire. Oulo. 1171^ 2 Mmiat. London, für 1 Psmw Slerlinc,, Wülde» 11-^l» »Monat. Vyon, für 300 Frankc», . . G»>d. 1^0 3/^ 2 Monat. Mailand, für:!00 Oesterreich. Lire, Guld. »19 .M 2 Monat- Marseille, für ^lttO Frans.,,. . Gnld. 1401'./'' 2 Mon.-t. Varis, für 300 Fransn . . O»ld. 140,:/4 2 Monat. K. K, Mimz-Dncatcn.....2«! l/4 pr. ^ent Agio. Gold- und Sil dlr-(5 onrse von» 31. December 1851. Urles. Geld. Kais. Münz-Ducatcn Agio.....— 2.44 Fricdrichsd'or ^ .....__ Y.20 Engl. Soveraing« ," ^ . . ' ^ — 11 48 Sllbtragio .........— il»:l/4 ck. O. Lotto.;iehungen. In Gratz am 31. December 185 l: 58 7. 4» 21 l) Die nä»l»»>c Zichun^ wir»' l>m 14. Jänner l852 >n (Äratz gchalte« >r»roe'l. I„ Wie» am »H. December l85! -l2. litt. 27. 4. 4U. Die „ächjle Ziehung wird um l4 Iaxner 1852 in W'l'n gchalt.'n ,verd^ll. "^X^«^Ve^eichN^" der in Folqc Anfrufcs des Hcrrn Statthalters vom »8. ^ioo. l»5,l — (Laid. Ztg. Nr. 2«? vom 20. d. M.) eingelangten milde,, Beiträge für die durch wiederholte verheerende Hagelschlage und Mißernte in Nochstand versetzten und von Hun-gerSuotl) bedrohten Insassen des Tscheruemulcr uno Möttlinger Bodens. (Eingegangen bei den, k. t. SlattYalterei.Plasidium.) v. der Oltsgemeinde Zarz ein Samu,- lung^-Erlos pr . .3 fi. 28 kr. « Blacnabresonza dto . . 15 .^ 53 ,> « Unlerschischka dto . .8 « d3 <, v. Hin. Ioh. Ritter von kuschln, t. k. Hoftath.....ll) ^, _. ^ v. der Redaction der „Novice« an dort ei»a/gal!ge«el,, bereits einzeln von 0er^ selben v.li?fte»t>. SamillllingSbeillcigen 55 « 10 « v. Hrn. Ioh. Hchuller, t. k. St.'l,elein- nehmer in Wartenberg . . l « — » « Ig'wz Zirei-, k. t. Steueramts- candidat i» Moiaizh . . — « l0 « « )llbl„ Ramxkar, Diurnist das. . — . l2 « « Wilhelm Dollhopf, t. k. Bezliks-/ Illgenienr in Neustadt! . - 3 <, 9 „ « Heinrich Pllz, t. t. Baueleve . „ » 30 « » Fr. Stola, Strasienassistent . — » 2^> « « Valentin Hostmg, Einraumer . — » 20 <, » ^olehki)^ k. t. Straszencümmissä: l .. . . « « ^'anz Schugel, k. k. Ball-Assistent — » 3b « « .ilntol, Böhm, t. k. Ingelnelir.'Assi- st."ti.,Ra^,ch . . .»«-.< » Leopold Ec,ge.,berc;cr, k. k. Weg" Meister m Savenstein . . - » 20 « « Flanz Hust, Stra^naufseyer das. — » 20 « » Max Stola, t. r. Strolnansseher in Ratschach . . . . — >> 20 .> ^' Navigationsamte in Natschach den »hin vo>, den Arbeitern bei dcr ?ll!öz^hlung üb,llassene Betrag pr. . . . l.'l >, 5 ., v. ^'ln. Ios, Wieland, t. t. SlioM' aufseher ,n Littai . . . » 20 ,. (Z. i?aib. Zeit. 9t>. 2 v. 3. Jänner 4852.) v. Hrn. Franz SettinM, in Prußnik . — fi. 40 tr „ Ancon Böhm, k. t. Iugenieul-Assi- steut in Litiai . . . . l »> — „ ,< Call v. Andricli, Ingen, >lll. Assistent l „ — „ „ Schreiber.....— ,> 40 ^ „ A, Gun scher . . . . — „ 30 „ ^ Johann Namor . . . — . 30 » ! » Thomas ?. Damazctavich, k t. Str^euassuient . . . — » ^0 , ^ MathiaS Windemscheg in ?lich . — ., 30 », v. den Straßeneinraumer», des Baubezir» ke< ^aibach . . . . 3 ^ ^. ^ ,) permanenten Hilfsarbeitern das. . l « 24 „ » Straßenalbeitern das. . . 8 > 22 » v. Hrn. Nicolaus Schemerl, k. k. Bez.- Ingenieur in Krainbuig . . 3 » — » ! » F V. Ziegler, Baueleoe . . l „ 30 ,> „ Simon Prerner, W<>gmeister . I ,> — „ 0. 4Einläumern u. »Hilfsarbeitern il20 kr. 3 ,> — „ 0. Hrn. Franz Edelmann, Wegmeister >n Neumarttl . . l » — » 0. 3 2>tras;encinraumern u. 2 per.m. Hilfsarbeitern das.....2 ,) 40 >, 0. Hrn. Ioh. Nep. Kätner, k. l. ?lssi- stent in Oltok . . . . l „ — ») v 3 Straßeneinlaulnern und 5 perm. Hilfsarbeitern . . . l ,> 20 „ v. Hin. Martin Sktsgemei»re Mustc . . . 10 « 12 « « Pfaiie Sostru, durch den Hr>>. Pfarroicär . . . . 8 ,> !/8 « « Ortsgemeinde Presser . . . 22 „ 54 « 0. Hrn. Carl Perti, k. t. Bez.'Commissär in z,a',zdcrf . . . . 2 « — « « N. Wiordain, Cioil - Ingenieur . l <. - « » Fr. BoSma, ?lssistnu . . — » 3<» « « B. Gasparini, Ba>,.,»,ternehmer n. Klinstlischlei . . . . _ ^ ^N _ <, M. Iaiieii«: . . . . — « 3>» <. <( B. Zu>halet, CivilIügeüicul' . 2 « - <. « F'-. Bracha, Assistent . . , « — .< v, Hauolungshause Dornig . . . 2 <. — „ ^'. Hrn. Johann Barll, t. b. BauleilllllgS- Ingemciu' . . . - 2 „ — » » Richard ^l>,dti, t. k. IngeiüeinS' Praclil-aot . . . . l » — » „ Fral,^ Nippel, k. t. Ingenieul- As!'>ü",t . . ^. . , ^ .__ .^ „ G. dossier tto. . . .,»_., » F Kaindl . . . . i », -- .. » Enianuel Handler, Civl^eichuer . - „ 40 „ Aus Freudenthal: v. der Unternehmung Johann Aicaii . 5 » — » von N. N......l ,) — ., ., N. N. . . . . . l » — » » N. N......l » -- ^ ,) M. A. . . . . . — ,> 20 ,) » X. Y. - - . . . - .. 20 ., 0. Hin. G. P^zarda . . . __ „ ,0 « ,) Z. Z. - - . . . - » «0 » « M. T. . . . . . 1 ., - » » N. N. - . . . . — ,, 30 >> » Y. .....— » 20 « — » » Martin Trocha, Greisler . . .. . ,0 ., » Johann Kobau, ^ . . __ „ ß „ 0. Theres Tauzher, Hausbesitzerin . — „ 12 „ 0. Hrn. Carl Motschnik, Grelslcr . — „ 40 » » Barthl. Poscheuu, ., . .__ „ 12 .> ., Stephan l'apaine, ,^ . __ ^, ,2 » .> Matthäus Vapaiue, Hausbesitzer. — » 6 ., „ Gregor Winrler, Schustermeister — ., 30 » v. Fr^'u Maria Podobnik. Hausbesitzerin — , 30 ,, r. Hrn. rukaS Tschef,ri„, Bildhauer „. Maler . . . . . _ ^ 40 ., " A. K. . . . . . — .. 30 » v., Frau Agnes Kenda, Kramerin . — » ltt » „ Agnes Pollanz, dlo. . - „ 20 . 0. Hl». Barthl. Koschar . . . - „ i0 „ v. Frau Anna Ru^i.ik . . . — „ ltt » v. H>n, Georg Kotouschel . . - ., 10 » » Joseph Mer . . . . __ ., 5 „ » Anloi, Pi'ch . . . . — ,> 5 „ >> N. N. . . . . . -- » 20 ,> ^ Franz ^apame . . . . — . lU „ 0. Frau Maiia Gregorac . . . — fi. 10 kr. v. Hrn. Johann Grilz . . . - „ 4U ,> „ ?l!>ton Wom-ina . . . l ,> — » » Thomas Wcniina . . . — »40 » » Andi. SeUenz . . . . — „ 20 ., » Ant. Albrecht . . . . l „ — » oon einem Ungenannten . . . — 5 20 5 o.Hlii. Anton Seilenz . . . - „ >0 „ » AndlvaS Beri^i« ' . . - - », 2 ,> " Math. PlMtschnh . . .- « 3 « »> Joseph Hauplmaun . . — „ 40 >, „ Patriz Gang! . . . » » — » « Johann Tautscher . . . — " Itt « " Anton Makuz . . . l ,> — » « Ioh. Kokei) . . . . l " — » Frau Katharina Vidiß . . . -- „ 3l) ^ N. N...... — » 2 . v. Hrn. M. Gnesda . . . 2 " — « ») ?lnton K:enu . . . 2 „ » >, Andreas Kristan ,n Scherounja — „ l5 »> „ Andreas Ganiharz in Biltonze — „ 3st „ , „ Lorenz Sellak in Somz . — „ 20 >, » Franz Kaucschitsch ,n Sairach — »> 20 »> » Georg Kautschitsch « — „ ltt » " Simon Fortuna . — « lft « .. Lukas Kunj . » — » lft ,> » Matthäus Gioftel in Dobracooa 1 >> ^. »> ^ Johann Glicha in Sairach . — ^ 10 >, „ Johann Lasar in Scherolin^a . — » l2 » » Iohami Lestovii-. m UnterkanomIa 2 „ — »> » Franz Wletschina dlo. — » l^ ^ ,) An con Kenda dto. — ,, 30 » » Sebastian Leskori^ dto. — » 30 „ „ Anton Tamsche: in Unteribiia — « 20 » » Mariana Sw.tlüschitsch m Un^ teikaiiomla . . . . l ,> — » " Ignaz Welikoilia dto. . — „ 22 ^ u Simon Schonta in Uilteridria __ ., ls » „ Jak. Pelernel in Untertanomla — » 16 » » Maria Machoritsch das. . - „ «0 « oon einem Ungenannten in Untendria — „ 6 „ v. Hrn. v. M)tenfe!s, k. b. Be-grath in Idi»a . - » > 3 » — » » Ioh. Stauppen, Ve> waller das. l „ — » „ Polllet, k k. Controller das. l « — « „ l)r. Dalliner das. . . l ,, — « ., Tow.Uli dal. . . . l , — „ „ Negl ras..... l " - . » i)»'. Hrlm da!. . . . i » — .. » Ios. Schert das. . . l „ — », " Joseph M'lt'liak das. . . — „ 4l, „ » Joseph Erschcsch dc,»'. . . __ ^ 30 « ., Michel Putiez das. . . ,., — ., » Wariol das. . . . » 40 ., » <3t^!>l das. . . . . — „ 20 »> „ Fiedler das. . - . l »> — » » Fercher in Idria . . . — »40 „ ., ))/. P. das. . . . — „ 30 » » F:'a >z Euetlit^chi'ch, k. k. Bergr Actua.' das. . . . l » — „ » Grübler . . . . l , — , » I^ua^ Kautschitsch das. . . , » — „ .. Podoboik. t. r Controllor das. l ., _^ .» „ Fr. Merlat das. . . . — » 40 » ^ Wall. W'uß das. . . — >> 30 „ >, Ialil/ das . . . - — ,, 20 „ ooil den» ?lufsichlS' u»',' ?lrbeitsperscnal, deS Beraamtes in Idria . ltt .. 47 „ v. Hrn. Johann Le»toviz aus Idria, d«n Ertrag einer unter Mitwirkung n«t>rerer Wohlthäter im Gasthause zur goldene» Kro»e oer« anftiltetcn Tombola dos. . 43 », 3t> » Eumlne: 3?H » zz ^ (Eingegangen bei der Zeitungs-Exped.:) Nr. l74. Von eixei gemüthlichen Syl. resterabend-Gesellschast im öster.' rnchischen Hofe . . . y „ ». „ Hierzu die Summe des XXI. Ver, zeichnisseS .... l 5,702 » 7 ., Totalsumme: l 6,082 ft. 39 kr. Vermchniß der hier Verstorbenen. Den 25. December 185». Helena Silter, Inwohnerswitwe, alt 60 Iahl,, im Civil-Spital Nr. 1, an der pungeulähmunq. Den 26. Theresia Niderle, Faßbindergesellens-Weib, a!t 52 Jahre, im Civil, Spital Nr. l, am Z»hlsiebe>. Den 27. Franz Kosiz. Inwohner alt 50 Iahs<, in. Civil. Svital N>. l , an der i?u"a.ensncht. Herr Joseph May , bürg! Apotheker und Nenlitälen' beslyer, liarb i», i«,ahl«, in der S»t. P<' lers'Voistadl Nr. !, am Schlagsiuss,. 10 Den 28. Franz Meditz, Kupferschmidlehrjung, alt 17 Jahre, in der Stadt Nr. 39, a» den Folgen del Kohlendampfe, und wurde gerichtlich beschaut. Den 29. Anton Urbania, Taglöhner, alt 53 Jahre, im Civil Spital Nr. l, a» der Abzehrung. Magdalena Matikel, Oebstlerswitwe, alt 83 Jahre, in der Polana. Vorstadt Nr. 59, an der allgemeinen Entkräftung. Den 30. Bernhard Anschlovar, Institutsarmer, alt 80 Jahre, im Versorgungshanse Nr. 5, an Altersschwäche. — Dem Andreas Bernart, Taglöhner, sein Kind Anna , alt ll Tage, in der Carlstadter-Vorstadt Nr. lti, an allgemeiner Schwäche. — Dem Matthäus Turschltsch, Taglöhner, sein Kind Barbara, all l Monat, in der Stadt Nr. 84, an inneren Fraisen. Den 3l. AndreaS Indof, Taglöhner, alt 70 Jahre, im Civil-Spital Nr. !, an der Lungensucht. Anmerkung. Im Monate December 185l sind öl Personen gestorben. Z"s (>) ......^ Casino - Nachricht. Den verehrten Mitgliedern des Casino »Ver-eines wird zur Kenntniß gebracht, daß im Laufe der dießjahrigen Faschingszeit am 7., 14. und 21. Jänner, dann 4., 1l. und 24. Februar l. I., die gewöhnlichen Aesellschafts - Unterhaltungen mit Spiel und Tanz Statt finden, für den 28. Jänner und 18. Februar l. I. aber Balle veranstaltet werden, welche Unterhaltungen jedesmal um halb 8 Uhr Abends ihren Anfang nehmen. Von der Direction des Casino - Vereines. Laibach am I. Jänner 1852. 3. »584. (2) Freier Verkauf einer im Gerichtsdezirke Rann gelegenen Realität. Diese liegt in der Gemeinde Hundsdorf, nächst dem Pfarrone Videm, fest an der krainischen Gränze der von Steiniblick nack Agram führende,, Bezirtsstraße und des vmübcrfließlVioen schiffbaren Savestromes, bei welcher auch im nächsten Frühjahre der von Stembrück „ach Agram projectnte Eisenbahnbau in Angriff genommen werden wild, und enthält anAecker,,, Wiese,,. Weingärten, Hoch-und Niederwäldern, Weiden und Gärten von bester, sehr fruchtbarer Gleba, ein Flächenmaß von 36 Joch, »220 ll Klafter. Die dazu gehörigen, im besten Bauzustande befindlichen Wohn- und Wirthschaflsgedäude bestehen in einem gemauerten Wohnhause, 5 Pfcrde- und Hornvieh-, dann zwe« Schweinstallungen , einer Hufschmiede, Branntweinbrennerei mit 2 Kesseln, Dreschböden, Wagenremisen uno in einem, beim Weingarten befindlichen, stockhohen Hermhause. Diese Realität eignet sich zu jedem Geschäfts, betriebe sehr vortheilhast, welche auch ohne Erwir. kung eines politischen Konsenses zerstu'ckt werden kann, weil sie aus mehreren Urbar Nummern besteht. Wahre Kaufsliebhaber belieben sich um die nä'herei, Bedingungen an den gefertigten Eigenthümer, wohnhaft in Aioem nächst Gmkfeld, zuwenden. Johann Taunig Z. 1585. (3) Pranumerations - Ginladung. Mit 1. Jänner 1NZ2 beginnt das erste Quartal des dritten Jahrganges der Allgemeine« österreichischen Gerichtszeitung. Die unterzeichnete Redaction, welcher sich Herr Oberlandesgerichtsrath v. Wtiirth beigesellt hat, glaubt diesem Blatte vom nächste» Jahre anaefanae» eine etwas veränderte Richtung geben zu müssen. Es wiid daher in Zukunft, außer einer vollständigen Mittheilung der in öffentlicher Sitzung abfallt", Entscheidungen deS CassalionShofes, nur die iliteiessalUesten Gerichtsverhandlungel' in ausführlicher Darstellung bringen, dagegen der Bearbeinmg des bürgerlichen Rechtes und des (5iv i lv erfahrens, so wie überhaupt der wissenschaftlichen Behandlung wichtiger Rechtsfragen und der kritisch,» Besprechung neuer lile? rarlscher Erscheinungen ein ausgedehntes Feld eröffnen. Die allgemeine österreichische Oerichtszeitung erscheint wöchentlich drei Mal: an jedem Dinstag. Ton? ncrstag und Samstag, ju je einem halben Bogen. . Für Wien s Außer Wien Vlerteljahrig . . . . 2 fi. — kr. C. M. Vierteljährig mit Inbegriff der Zusendung durch die Mit der Sendung in das HauS 2 » 20 « ,> Post . . . . 2 fl. 30 tr. C. M. Prannmeration wird nur im Redactions «Vurean in der Stadt, Spenglergasse, neben den, Sparcassegtbäude im 2. Stocke, täglich ron 9 Uhr Früh bis 5 Uhr Abends angenommen. Dorthin sind auch die Pranumerationsbctr^ge pon auswärtigen Pranumeranten unter genauer Angabe des 3? am ens, des Wohnortes und der letzten «poststaei«., einzuseuden. Die Redaction der Allgemeinen österreichischen Genchtszeitung. Nachstehende wünschen zum neuen Jahr 1852 aNen ihren hochverehrten Gönnern und Freunden Glück und Segen von Gott dem Geber alles Guten, und haben sich durch Vösung der Neujahrs-Billeten für die Armcn von allen sonst üblichen Vteujahrowünsehen losgesagt. Anmerkung. Die mit Tternchen Vezeichueten hüben sich durch Abi,ah»,e besonderer Orlaßlarte., auch vo» de» Glückwünschen zu Geburts« und Namensfrsten flir das Jahr «832 losgeiagt. (F o l t s e t z l, n g.) ^ Hr. Anton Pertout. — » Ada», Johann Kappus, k. t. Scaatsanwalts Kanzlist iu Neustadt!. — „ Maximus Ioach. Kappus, k. k. Militär-Ver- pfiegS. Assistent in Ofen. " „ ?llois Traun sanimt Sohn. — » Johann Kledl sammt Gemahlin. " „ Obercommissar Gariupp sammt Frau. " ., ?llbert Ramm. * Fr. Amalia Ramm. * Hr. Gubernialrath Br.indstetter sammt Frau. * « Joseph Viditz, Magistrats - Decretä,', ,. Gattin. — « Johann Pleschko, Siebmach«', sammt Familie. — „ Carl Mallp. — „ Eduard Hohn sammt Gemahl,». * » Wölsting sammt Frau. — ,) Andreas Luscher, pen». Pfarrer. " >> Professor Luscher sammt Familie. — Fr. Amalia Seunig, Witwe. ._ Frl. Marie Deree, Gonoernante. * Hr. Simon Petz, k. t Catasti al - Schätzungs-Com- missar, sammt Familie. * ,) Haupcmanu Nünagl sammt Gemahlin. " ., lir. I. K.'patsch, k. k. Professor der Rechte au der Universität zu Gratz. ^ F>. Josephine Kopatsch, dessen Gelnahlin. * Hr. AndieaS Malilsch, slealitalendesltzer. — » Franz v. Potzenhard. * „ G Wolfgang Graf v, Lichcendelg. * Frl. ?lnna Brettner. — Hr. Ioh. 3lep Supantschitsch. — ,) Anton Herrmann sammt Familie. — ,) R. Vio,ß, t. k. Polizelcommissär. ^ » Franz Draschler, Pfarrvikar in he>l. Kreuz b«i Neumarktl. — Fr. Franziska v. Vest mit Tochter. ^ „ Katharina Kanzian, Handelsmanns.-Witwe. ^ Hr. Anton Ieuniter saniml Genlahlin. ^ », Joseph Luckmaim, Buchhülle, u. Cassier der Laibacher Sparcasse, sammc Gemahlin. 5 » Fldelis Terplnz u. Gemahlin. * Familie Zeschko. " Hr. Paul Herlmami, t. t. Major, s. Gemahlin. — HrAloisHaan, k. k. Landeshauptcassa - Controllor, samnlt Gemahlin. — „ Anton Jenko, k. k. Vezlrtsrichter in Senc>selsch. — » Johann Arco, k. k. Bez. Gerichts.Assessor m Aoelsberg. — ^ Mathias Koren, Hantzelsmann und Realitäten Besitzer in Plaiiina, samnit Frau. — j) Simon Sterle, k. k. Grundbuchführer bei den, l. f. Bezirksgericht Umgebung Laibach, s. Frau. — ,, Jos. Elsner, Registrator u. Erpeditor, s. Familie. — ., Johann Doles, Ingi ossist bei der t. k. Staats- buchhaltung in z>lagenfult. — Frl. Fany v. Slewar. __Hr. Supplent Sorin. « Adolph Eist, l)l-. der Medicin, sammt Gattin. * ^ Franz Hieng sammt Familie. _ „ Simon Vovk, i Pfa>rgeistlichke.t — " Silvester Kesche, ^ in — „ Mathias Ieriha, ) 5?admannsdors. — » Johann Kopetzky, Pfarrer in St. Ve,t be, >» Sittich. __ ^ Franz Xav. Scuvan sammt Familie. — „ Val. Pleiweiß sammt Frau. * » Jacob F>iedr«ch sammt Familie. * „ l)r. Pfeffeler sammt Familie. „ „ Anton Salomon, Gubernial-^ecretar, s. Familie. * k. k. prio. Laibacher Zucker Raffinerie. * Hr. 6arl Kranz, Director der Laibacher und Gratzer Zucker-Raffinerie . * „ Joseph Roth, Elatthalt. Conciplst, <- Gattin. « . Thomas Edler v. Domazetowich. ^ . ^ Fr. Mariana Freiin v.Rechbach, geb. Gräfitt i^tsaßoloo. _ Hr. Professor Heinz. * » Johann Roger sammt Familie. * . Gubernialrath Ritter v Kreizberg mit Gattin. * Frau Mrack sammt Familie. .. H,. Ertl, k. t. Major. * „ ?ludreas Mallner sammt Frau. * » Joseph Potrara samnn Gemahlin. — < Carl Tamboruwo. — Fr. Caroline Tambornino. * Hr. l)s. Vestel. '- » ?lntou Podkra'scheg, Magistrate-Kanzlist. ,) Mar. Gaidich. * Fr. Magdalena Freiin v. Schmidtburg. * F'I. Mathilde Freiin v. Schmidtburg. ^ Hr. Anton Baron v. Codelli. 5 Fr. Antonia Baiolxn v. CodeUi. * Hr. Joseph Graf v. Auerspeig. k. k. Kämmerer. * Fr. Heimiiie Gräfi«, v. Auersperg, geb. Gräfin a Auersperg. * He. Fianz Bail,«", Pfarrer in Tyrnau. ^ n F'anz Karun, Coc>perator in Tyrnau. * Hr. M. Kastcliz, Bibliothekar. ! * » l)l». Math.as Burger, Hof- und Ger.chls Ad. < vocat und Bülgelmeiste,-. ! * Geschwister Glomadzki. * Ungenannt. * Hr. Oberst Anton Edler v. VallentSits und dess,,, Gemahlin ?lnna. ' <* „ Carl Zorn, Domdechant u»d Dompfarrer - » Joseph Supan, Domkaplan. — „ Franz Kosmazh, Domkaplan. — >> Matthäus Merschol, Domkaplan. — .. MatthauS Prescht, Domkaplan. * „ l)s. Ioh. Pölz, Doncherr und k. k. Professor. < * „ Anton Voiska. -— »> Joseph Schager, Maiktcommissär. ^_ ., Constantin Hubei, Stadt Quartiermeister und Vorspanns - Conimissar. — „Franz ^aurin, l Magistrats - Kanzlist. — „ Martin Franz, Quartier?l<„tsbote. — ,, Franz Seinen, AmcSofficia!.. — Fr. Josepha Edle r>. Emberger sammt Töchtern. * Hr. Ioham, Janesch sainint Gattin und Sohn. * » <)>'. ?lhazhizh sammt Familie. * » Johann Nep. Mnhleisen sammt Frau. * u Matthäus Finz, Wundarzt. — " Aiidieas Grabner, Casseofficial der hieslgen k. t. Landes-Hauptcasse. — » Joseph Nol'ack, t. k. Camera!» und Kriegs. zahlmeister sammt Familie. — » Wilhelm Novack, k. k. Landes.Hauplcasse-Beamte. — » ?ll. Bayer, t. k. Buchhaltungs Beamte. — u M. W. Dambi^r, k. k. Militar-Vcrpfiegsnerwalter. — ,, Franz Gregel sammt Familie. » Anton Laschan. (Fortsetzung folgt.)