»xi«mmmitt»uS - Preise gür Laibach: »arizjShrig .. 8 fl 40 fl. Halbjährig... 4 „ 20 „ VtrrteljLhrig . 2 „ 10 „ Monatlich . . . — „ 70 „ Mit der Post: Ba»zjLhrig.............12 fl. HalbMig................ 6 „ «rrteljShrig............3 „ Gür Zustellung in* Hau» »trrlelj. 25 kr., monat!. 9 kr. Muzrlm Wmranem 6 kr. Laibachtl TJ tagblatt Anonyme Mittheilungen werden nicht berüikfichtigt; Manuskripte nicht zurttckgefendet. Uedacti«!- Bahnhosgaffe v. '.32. Expedition- & Jnferaten- Bureau: Longreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von 39n D Äietti-mahr & $ed. Bamderg ) Jnsertionspretse: Für die einspaltige ^ctt^rtte » 4 ft., bei zweimaliger Ci.t» sLaltnng ä 7 tr.. dreimaliger i 10 kr. Jnsertionsstcmpel iebe3m :dge-stickten Kragen ducken müssen, sonst wäre er ine# Lebens nimmer froh geworden. Damals v.v.r so ein k. k. Bezirkspascha, ja nicht selten auch sein Büttel, ein allgewaltiger Diktator, dessen Wort den Gemeindevertretern imponiert hat. Jetzt aber seien die Gemeindevertretungen unabhängig von den Regierungsvertretern, und dennoch tanzt man daselbst an gar vielen Orten nach der Pfeife des Bezirks» pascha oder eines ändern Regierungsgewaltigen. Die Leute haben noch immer nicht den Mu:h, vor einen solchen Machthaber hinzutreten und ihm entschlossen ins Gesicht zu sagen, daß er nichts darein zu reden habe in den Gemeindeangelegenheiten. Und wieder die Gemeindevertretung der Lon» deshauptstadt Laibach ist es, die den ander« Gemeinden das schlechte Beispiel des Servilismus gibt; denn man denke nur, sie wählt sich einen pensionierten k. k. Beamten zum Bürgermeister, einen Menschen, der ganz sicher der Regierung genehm sein muß. Und daß er dies ist, hat der Vertreter der Regierung, Fürst Metternich, eclatant bewiesen, da er ihn wegen seiner eminenten Befähigung aus vollem Hälfe gelobt. Ist das nicht der Gipfc'punkt Jeuilleton. Die Gesundheitspflege und der Schlas. Dr. Heinrich Oidtmann, praktischer Arzt und Professor am Polytechnikum zu Aachen und Verfasser der Gesundheitsbriefe in der »Kölnischen Ztg." hat in einet Flugschrift seine Gedanken über die Frage: „Wie schlafen wir und wie sollen wir schlafen" virbergelegt. Dir Aufmerksamkeit, welche sich der Gesund. heitSlehre mehr und mehr zuwendet, rechtfertigt es, d>enn hier ein Auszug aus dieser Schrift mitaclhtiU dird; Oidtmann sagt u. A.: , Das Terrain, welche- ich bei meiner heutigen öffentlichen Anklage im Auge habe, ist nichts gerin-fittts, als der gesummte nächtliche Schlafboden des Volkes. Er umfaßt gewiß viele Hundert Quadrat« Stilen und leidet an einer Übervölkerung, von sicher die Schlafenden selbst sich nichts träumen Waffen. Auf diesem riesigen nächtlichen Schlafboden lagert permanent eine Atmosphäre, welche zum größten Theile den Kloakendünsten an Fäule nicht noch« >"ht, ja dieselben noch übertrifft. Diese riesige Pest« Atmosphäre cvncurrirrt mit der Stinkatmosphäre unserer Kirchen, Schulen und anderer Versammlungsräume, um ein ausgiebiges Keimlager für Blattern und andere Epidemien fertig zu halten; der faule, feuchte Nebel der unventilierten Schlafstuben wetteifert mit dem nächtlichen Luftqualm unserer Vichställe, um das Blut aller domestizierten Warmblüter, des Menschen wie der Haushiere, langsam zu durchseuchen. Gesetzt, meine Leser, bei heiterem Himmel und frischer Luftbewegung träten Sie eines schönen Nachmittags ahnungslos aus Ihrer Wohnung hinaus, und es käme Ihnen auf der offenen Straße, auf den hellen Plätzen Ihres Wohnortes am hellen Tage unverhofft dieselbe Atmosphäre, derselbe Qualm entgegen, den jeder Arzt in seiner Praxis mehr oder weniger in jeder nächtlichen Schlafstube des vornehmen wie de« sogen, gemeinen Volkes vorfindet: ich bin überzeugt, Sie alle würden gewaltig er« schrecken vor dieser plötzlichen Verpestung der Straßen-luft; Sie würden die Taschentücher vor die Nasen halten, und die ganze Stadt würde sich nach Des« insectionSrnitteln umschauen. So, meine Leser, würden Sie sich geberden, wenn diese AtmoSphärenfäule, welche doch, eingesperrt, allnächtlich im ganzen Lande wirklich besteht, wenn diese Nachtsfäule plötzlich zu einer TageSfäule, wenn das stinkende, endemische NachlmiaSma plötzlich zu einem riechbaren Tages« miasmo würde. Summieren wir millionenfach die mitternächtlichen Schlafstubenkloaken des ganz.s Lan» des und versetzen diese stinkende Pestluft in Gedanken auf den offenen Markt und an das Licht des Tages, dann würden taufend geschäftige Hände von Chemikern und ändern Naturforschern über das unge* wöhnliche Phänomen herfallen und unheilverkündend die Schreckensatmosphäre untersuchen. Wer freilich als Nichlarzt nie Gelegenheit ge» habt hat, aus der belebenden Irische der freien Nacht« oder Morgenluft io irgend ein beliebiger Schlafzimmer einzutreten und die Duftgemenge der schlafenden Menschen mit frischer Nase aufzuschlürfen, oder derjenige, dessen Geruchssinn abgestumpft ist, der besitzt über diese hygienische Nothsrage kein Ur-theil. ' Seit Jahrhunderten lastet ein traditionelle» Vorurtheil nicht zwar auf dem Gewissen, wohl aber leider wie ein Alp auf den Lungen der Menschheit-ES ist dies der Köhlerglaube, daß eine eingesperrte., stinkende, faule Nachtluft (wie auch eine warm und feucht stinkende Kuhstallluft) sehr gesund und heilsam, dagegen eine reine äußere RachtatmvSphäre im höchsten Grade ungesund und gefährlich fei. — Der ärztliche Stand ist es, welcher »or vielen Jahrhun- bet Niedertracht und des Knechtsinns, einen solchen Mann zum Bürgermeister zu wählen? Als die unerreichten Vorbilder wahren Mannes« rnuthe» und echter Freisinnigkeit schweben der altersschwachen „Novice" wohl jene klericalen Spießgesellen de- Grafen Hohenwart vor, die, weil ihnen ihr Wille nicht erfüllt ward, weil sie die confefsio-nellen Gesetze nicht zu Falle bringen konnten, die Immunität des Abgeordneten im Parlamente mis-brauchten und in ohnmächtiger Wuth in allen Tonarten mit Aufruhr, offener Rebellion, Recrutenver-weigerung u. dgl. drohten. Das war einmal ungefälschter „Patriotismus" und „echtes Oesterreicherthum"; das die ungeschminkte Kaisertreue und die Reichstreue der Klericalen. Im Staube liegen vor dem „Unfehlbaren" und demüthig den Pantoffel küssen, die Fußtritte, die er menschlichem Wissen und Denken versetzt, dankbar hinnehmen, selbst vor dem Opfer der eigenen Vernunft nicht zurückschrecken, sich urtheilsloS und blind wahnwitzigen Glaubenssätzen unterwerfen, das ist wahrer ManneSmulh und ungefälschte Freisinnigkeit. Befindet sich aber das „Tagblatt" in Uebereinstimmung mit den vom «euen Bürgermeister oder vom Regierungsleiter ausgesprochenen fortschrittsfreundlichen Grundsätzen, so ist dieS nichts als Lobhudelei und gemeine Kriecherei. Eintreten für die Volksrechte, für die Freiheit der Schule und der Gewissen, innige« Zusammenwirken zwischen Regierung und Parlamentsmajorität, gemeinsame Arbeit im Ausbaue unserer Verfassung, oder gar harmonisches Zusammenwirken von Gemeindevertretungen und Regierungsorganen zum besten von Stadt und Land, das ist erbärmliche Niedertracht, gemeiner Servilismus. Wir haben im Laufe der Zeit zwar schon vielfach Gelegenheit gehabt, die absonderlichen GeisteS-sprünge unserer alternden Collegin zu verfolgen, auf die Originalität ihrer jüngsten Auslassungen kann sie unbedingt rin Patent nehmen. Wir dürften aber kaum fehl gehen, wenn wir der tropischen Sonnenhitze, welche das Blut in Wallung bringt und das schaffende Gehirn mitunter aus den gewohnten Bahnen schleuvert, einigen Einfluß aus den specifischen Charakter des mehrerwähnten Artikels zugestehen._________________ Politische Rundschau. Laidach, 13. Juni. Inland. Ueber den Zweck der Anwesenheit mehrerer Länder*tf8 in Wien sind die verschiedensten Versionen verbreitet. Dieselbe wird theils mit den Vorbereitungen für die Landtags-srssion. theils mit der Wiederbesetznng des vacanten krainer Postens in Verbindung gebracht. Rück- derten dieses falsche, wahnsinnige Dogma aufgestellt hat und es seitdem bis vor wenigen Dezennien verkündete ; er hat im guten Glauben, nach den kümmerlichen Kenntnissen der damaligen Zeit, das Elend verschuldet, welches im Gefolge dieses hygienischen Wahnes einherschreitet. So darf denn auch die geläuterte ärztliche Wissenschaft vor dem lauten Widerruf des eingewurzelten JrnhumS nicht zurückschrecken. Die einfachen Landärzte welche die endemische Pest der Schlafstubenzone stets vor Augen oder vielmehr vor Nasen haben, besitzen nicht die nöthige Autorität, um im Einzelkamps den alten hygienischen Aberglauben des Volkes zu erschüttern, seine ther-rnodiätischen Wahnbegriffe in bezug auf die ver« schrieene NachtatmoSphäre aus Grotten. — Hier ist weder Zeit iioch Ort, durch Krankheitsstatistik nachzuweisen, daß die endemische Pestatmo-phäre unserer gewöhnlichen Schlasräume der große, breite Äeimboden verheerender Epidemien ist, daß in diesen meilengroßen, nächtlichen, faulen Luflschich'en unserer Nachtlager die ansteckenden Krankheiten gebrütet, geboren nnd fortgepflanzt werden. — In jeder Nacht wird in den unventilirrten Schlafzimmern daS Blut des Volke« von vielen Millionen Kubikfuß eines sauren, faulen Qualmes gefüttert, mit welchem man Thierr tödtlich vergiften könnte. sichtlich des wiener Aufenthaltes des Baron Koller insbesondere wird gemeldet, daß der böhmische Statthalter wegen der Vorbereitung für die im Herbste in Böhmen stattfindenden Manöver, zu denen der Besuch des Kaisers in Aussicht gestillt wird, nach Wien berufen wurde. Auch wird angebeutet, daß die Anwesenheit der Länderchefs mit der Verfassung der Durchführungsverordnungen für die konfessionellen Gesetze im Zusammenhange stehe. Daö ReichSgesetzblalt enthält zwei Kundmachungen des Gesammtministeriums, welche bekanntgeben, daß die infolge der Krise auf Grund des § 14 der Staatsgrundgesetze erlassenen beiden kaiserlichen Verordnungen vom 21. Juni 1873 über die Auflösung von Actiengefellschasten und vom 23. September 1873 wegen zeitweiliger Aufhebung der Eingangszölle für Getreide und Hülsenfrüchte die verfassungsmäßige Genehmigung des ReichsratheS erhalten haben. Die ertheilte Indemnität hat bekanntlich zur Folge, daß die provisorische Gesetzeskraft dieser Verordnungen fortdauert. AuS Ungarn kommt die Nachricht, daß die Berathung des Mittelschul-GesetzentwurseS einem Beschlüsse des Minifterrathes zufolge vertagt werden soll. In der Verwaltung dauern die „asiatischen Zustände" noch immer an. In einer ComitatS-sitzung zu Preßburg führte letzthin der Vicegespan Paul v. Vacsak Beschwerde gegen den ihm Vorgesetzten Obergespan Johann Grafen Palffy, mit dessen Anordnungen er sich nicht einverstanden erklärte. Die Sitzung verlief sehr stürmisch, Ausdrücke wie „Unverschämtheit" wurden häufig gebraucht, die Fäuste drohend geballt; schließlich erklärte sich die Mehrzahl der Versammelten für den Vicegespan, was aber den Obergespan nicht verhindert. nach wie vor zu amtieren. Auch dieDeut -schenHetze wurde nicht sistiert; ohne jede Sachkenntnis wird sie fortgesetzt. Mit Recht macht sich die „Hermannstädter Ztg." darüber lustig, daß der „Ungarische Lloyd" das oberalbenser Comiiat wegen seiner achtzehn Enclaven mit dem Königsboden verwechselt und derart in gründlicher Geographie den Franzosen Concurrenz macht. AnSland. Die ministerielle preußische „Pro-vinzialcorrespondenz" fordert die Bischöfe noch einmal zur Unterwerfung unter die Maigesetze auf. und zwar in einem Tone, der einige Hoffnung auf die Wirksamkeit dieser Aufforderung verräth. Einen größern Nachdruck erhält dieselbe zugleich durch die Meldung, daß die Verhaftung des Bischofs von Paderborn noch in dieser Woche stattfiudet. Bischof Martin hat zunächst nur die erste rechtskräftig gewordene Strafe von sechs Wochen abzusitzen, doch kommen noch so viele andere Strafen hin- Ich bin mir bewußt, in obigen Zeilen eine Forderung aufgestellt zu haben, welche dem oberflächlich denkenden Troß des Publicum« von untergeordneter Bedeutung scheint und vielleicht vielerseitS belächelt wird. Es kommt aber die Zelt, und fit ist nicht mehr fern, daß von dem Nachtschlaf unseres Volkes wie überhaupt aller cioilisierten Völker der alte, dunstige Giftschleier weggenommen, und daß das Volk in seiner Gesammtheit zum ersten male nach Jahrtausenden endlich einmal buchstäblich frei aufathmen wird in gut ventilierten Schlafstuben, wo jeder Athemzug Gesundheit. Kraft und Leben er-zeugt. Heute sinkt der civilisierte Mensch in dem Augenblick, da er sich ins Bett legt, noch in einer erträglich reinen Atmosphäre in den allnächtlichen Schlaf Zwei drei Stunden später schon aihmet er den faulen Qualm der eigenen Stoffwechselgasr. Was er in seinem Bette nach Mitternacht noch ein-schlürft, ist vom Utbtl. (Darauf mag denn auch wohl die allseits bekannte Annahme fußen, daß eine Stunde Schlaf vor Mitternacht mehr stärkt, als zwei j Stunden Schlaf nach Mitternacht.) Progressiv bis; in die späten Morgenstunden hinein steigert sich die aaßhaste Qualität dieser nächtlichen Zimmerlüfte, so daß die am längsten schlafenden Kinder dem Ueber- j sättigungsgrabe am meisten auSgefetzt sind. Räum« terher, baß er, einmal im Sichern, nicht sobald wie« ber herauskommen wird. — In Posen fand die Regierung als Besitzthum des bischöflichen Stuhle» außer den Liegenschaften das hübsche Sümmchen von 123,000 Thalern in barem vor. Entweder hat da» Domcapitel die Beschlagnahme erst nach zehn Tagen erwartet und ist überrascht worden, oder es hat, indem es diese große Summe nicht beiseite schaffte, ein Zeichen seiner Willigkeit zur Unterwerfung unter das Gesetz geben wollen. Zum Unglück für die Klerisei ist eben in der Provinz Posen die Ablösung sämmtlicher zu gunsten der Kirche hypothekarisch versicherter Reallasten in vollem Gange. Die meisten Verpflichteten, größtentheils deutsche Gutsbesitzer, haben der Kirche gekündigt und die Ablösung beantragt. Um die Gelder in Empfang nehmen zu können, bedarf jeder Propst der Erlaubnis des Vorgesetzten Diöcesanabministrators. und dieser wird jetzt der Staatscommissär. ES bleibt den Geistlichen die Alternative, sich vor dem Gesetze zu beugen und ihre bisher genossenen Emolumente auch fernerhin zu beziehen, oder sich ein Land aufzusuchen, in welchem sie der Regierung ihre Gesetze ausnöthigen können. Der Cultusminister Falk fährt inzwischen fort nach allen Seiten hin gegen religiöse Intoleranz und Verketzerungssucht zu wirken. In Königsberg war für einen Altkatholiken das Begräbnis in „geweihter Erde" verweigert und der Verbrecher-winkel des Kirchhofs als Grab angewiesen worden. Der Minister hat die dagegen von der Familie erhobene Beschwerde auf Grund des Landrechtes für begründet erklärt. Außerdem hat er die an einigen Universitäten noch bestehende Bestimmung, daß nur ein Christ zur Habilitation als Privat-Docent zugelassen werden könne, als mit der Versaffungs Urkunde in Widerspruch stehend, aufgehoben. Die ultramontanen Heißsporne in D e u t s ch l a u d bringen es nicht zu Stande, was die „Germania", was Windhorst und Andere mit so großem Lärm an-kündigten, nemlich durch consequente Verachtung der Mai-Gesetze eine allgemeine Kirchensperre, einen allgemeinen Nothstand herbeizuführen, bei welchem Taufende von Pfarren gesperrt wären, Tausende von Geistlichen, obwohl verbannt, doch mit Aufopferung ihres ganzen Se.bst heimlich und öffentlich als römische Apostel der deutschen Regierung entgegenzuwirken fortführen. Die Bischöfe von Breslau und Culm geben bereits klein bei. In Posen warnen die liberal-polnischen Organe ihre Sprachgenossen, sich nicht von den Klericalen misbrauchen zu lassen, und alle Anzeichen sprechen dafür, daß die Verwaltung des erledigten Bislhums weit weniger schwierig sein MT Fortsetzung in der Beilage. "W> liches Mißverhältnis zwischen den Lungen ber Athmek unb ber Luftgröße ber Schlafstube läßt schon heute sich statistisch als ein Maaßstab ber Seuchensterblichkeit unb bes Famtliensiechlhums Nachweisen. Der Aaßgeruch und die Äaßwirkungen der Mo.genlust in bet noch für reinlich gellenden Schlafzone de» Volkes werden aber auch nach Jahreszeiten gesteigert mit den Temperaturgraden üver 0. so daß die sommerliche Schlafstube nach Umständen das fünf« zehnfache der winterlichen an e;c,ementellen Haut» gasen bis zu ihrer Sättigung zu fassen vermag, während indes die winterliche Kälte einen Bruch" theil, aber auch nur einen Bruchtheil dieser Jauche aus Wände und Festerscheiben niederschlägt und da' durch vorübergehend unschädlich macht. Die Toleranz gegen die alloerbreit,te Atmo-sphärenfäule ber geschlossenen Sch afzimmer t)at schon gar zu lange gebauert, sie m ß endlich getilgt werden. Jeder Athen,,ug ist ja buchstäblich gleich' wenhig mit einer Blutimpfung großen MaßstabeS-| <56 ist biese Behauptung eine physiologische $W' ; heit, zu deren Eikenntnis und Beherzigung wir mehr als volle sieben Dezennien nach der Entdeckung des atmoiphäiischen Sauerstoffs gebraucht haben, i Run aber, nachdem wir daS Lungenblut als lebett' I digen, srlbstsaugenden Jmpfplatz größten StyleS e - «-Nage sä» ULakVachtt Tagblatt" wirb . als man annahm. Jetzt kommen auch Nachrichten aus bcn Rhein.Provinzen, welche eine Edimg ankündige». I» Düren und ebenso in haben mehrere gesperrte Geistliche der „Köln. ■iWi;' »usolge, sich gefügt und aufgehört, die ihnen verbotenen Amtshandlungen vorzunehmen. Wir wollen nur hoffen, daß die Regierung Bismarcks nicht mit einer halben Nachgiebigkeit zufrieden sein wird. Die Gazzetta d'Jtalia, welche in Beziehungen zum italienischen Ministerium steht, enthält folgende Erklärung: „Ein berliner Correspondent der „Kölnischen Zeitung" versichert, daß der Fürst Bismarck den italienischen Ministern vergangenen Herbst in Berlin gesagt habe, daß nach seinem Dafürhalten die italienische Regierung nichlS besseres thuu könnte, als ihre Finanzen zu ordnen und fid) mit einem fluten, wenn auchnicht sehr zahlreichen Heere ju begnügen. Und diese Ansicht hat er auch neuerdings wieper der italienischen Regierung zu verstehen geben lassen. Wir sind in den Stand gesetzt, ganz bestimmt erklären zu können, daß diese berliner Korrespondenz der „Kölnischen Zeitung" vollkommen wahrheitsgetreu ist." Die letzte Hoffnung der Versailler Monarchisten ist geschwunden. Die Dotierung «neS sogenannten „guten Wahlgesetzes" sollte der Auflösung ber Nationalversammlung vorangehen und mit Hilfe desselben sowie durch die Thätigkeit der Regierungsorgane dann eine neue monarchisch gesinnte Kammer möglich gemacht werben. In ihrer Sitzung vom 10. b. hat jeboch bie Nationalversammlung auf Antrag Lafayette's von der Linken nach längerer heftiger Debatte mit 348 gegen 337 Stimmen bas erforberliche Alter ber Wähler für den Municipal-rath auf 21 Jahre festgesetzt. Allerbings muß bie Kammer biesen Beschluß bei ber Debatte beS politischen Wahlgesetzes wieberholen, doch ist eS nicht wahrscheinlich, baß man zwischen Wählern für bie Municipal-Lertrelungen unb ben Wählern für die Volksvertretung eine Unterscheibung machen werbe. Für bie Municipalwahlen wäre somit baS allgemeine Stimmrecht gerettet, und hat bie Regierung Mac Mahon's nun bie britte Niederlage innerhalb weniger Tage zu verzeichnen. Der 10. Juni reiht sich würdig an ben 16. unb 30. Mai an. Die Vorschläge, welche bie russische Regierung dem von ihr angeregten internatiolen C o n g r e s s e in Brüssel i’J machen gedenkt, sinb in Form eines Bertragsentwurses ben betreffenden Regierungen bereits unterbreitet worben. Derselbe besteht aus 76 Artikeln in vier Hauptabteilungen unb einer Vorrede, welche im allgemeinen bie Grunbzügc bar« legt, von benen man bei Abfassung beS Entwurfes kannt haben, kann die öffentliche Gesundheitspolizei es vor ber Wissenschaft unb bem Privatrecht nicht verantworten, baß allnächtlich bas Blut ber Nation noch mit bem aaßhaften ©tubenqualm ber Schlafräume burchimpft werde. Man vttroenbe von staats-wegen auf bie Säuberung ber Sch aflüfte nur einen Bruchtheil ber ängstlichen, ja pedantischen Sorgfalt, welche auf bie Handhabung der Kuhpockenimpfung vergeudet wirb: unb ganze Reihen von Seuchen werben alsbalb nur noch historisch bekannt sein, wie die Pest es heute ist. Versetzen wir, ich wieberhole es, ben Aaßgestank unserer Schlafstuben auf ben Offerten Markt, von unseren schlasenben Nasen in unsere wachen Nasen, so werben uns alle Räthfel über bie Eutstehungsursachen ber heccfchenben Volks-seuchtn mit einem Male gelöst erscheinen ; wir werden uns sagen: wer kann in solchem Klima gef unb bleiben ? Welches Volk vermag in solchen schmutzigen Luftzonen 50% ber Jünglinge als werthfähige Männer auf beit Beinen zu erhalten! Die Lnftpest ber Schlafstuben sitzt unseren civilisicrten Völkern tief Blut und Knochen infolge jener erzieherischen Verwahrlosung, in welche man den Gesunbhcitesinn der großen Menge hat versinken lassen. So stehen die Sachen heute. Ausrottung btr Schlaf, stubenmiasmen muß bie Losung ber GesunbheitS« wüchter sein. - 9lr. ISS vo« 13. Ztttti 1874. sich hauptsächlich habe leiten lassen. Die erste der vier Abheilungen handelt von den gegenseitigen Rechten kriegführender 9)t ' ; ott zweite von dem Verkehre feindlicher Heere uiu den Bewohnern occu pierten Gebietes; bie dritte von ben Beziehungen ber kriegführenden Mächte zu einander und bie vierte endlich von dem Repressalienrechte. China rüstet gegen Kaschgar, welches mehrere Provinzen des himmlischen Reiches annectiert hat. Um Kaschgars Liebe werben Rußlanb unb England, unb als echter Asiat kokettiert dessen Herrscher, ber Khan, mit diesen beiden Bewerbern. Muthmaß-lich zu dem Zwecke, den üble« hinauszuschieben, wo beibe wegen bes Einflusses in Central-Asien einander in bie Haare fallen müssen unb werden, wirb ber Plan ventiliert, an China eine gemeinsame russischenglische Note gelangen zu lassen, in welcher bem chinesischen Kaiser geboten werden soll, Ruhe zu halten Dieses Projet finbet aber wenig Befürwortung in ber englischen Presse. „Wenn wir Rußland auch nur im geringsten trauen könnten, bürste ohne unsere gemeinsame Erlaubnis kein Schuß in Asien abgeseuert werden; aber bas Resultat jebes Übereinkommens ist immer, bas Rußland thut wie ihm beliebt, und daß wir es uns gefallen lassen." So schreibt der Spectator, noch ehe bie Festschüsseln kalt geworden, bie man bem Czar, als Englands Gaste, aufgetischt hatte. Zur Tagesgerichte. — Aus Görz schreibt man, daß in dem beuach-barten C i v i d a l e bie mit ber Anlegung einer Wasserleitung beschäftigten Arbeiter auf bem Platze in ber Tiefe von etwa 3 Metern auf eine Steinplatte trafen, unter welcher em Grabmal bloßgelegt würbe. Dasselbe enthielt die spärliche» Ueberreste eines Kriegers, bet, nach -den Waffen unb Schrnuckgegenstänben zu urtheilen, hohen Stanbes gewesen fein mußte. Man sanb einen Speer, ein Schwert, Helm uno Sporen, eine goldene Schnalle unb einen goldenen Ring, ein großes griechisches Kreuz aus Gold, mit 9 Edelsteinen besetzt, bann ein Fläschchen sehr reinen Wassers. Am 2. b. entdeckte man unter ber Kalkschichte bei Grabsteines die Schriftzeichen „Gisvl“, unb nun warb es klar, baß man die sterblichen Ueberreste de» Loago-bardsnherzogS Gisuls, eine» Reffen des König» Alboin, gefunden habe, ber im Beginne des 7. Jahrhunderts als elfter Herzog bet lougobatbifchen Ostmark Ftiaul im Kampfe gegen bte eindtmgenben Avaten gefallen ist. — Der Schah von Perfien hat auf feiner Reise burch Europa ein Tagebuch gefühlt, dessen auf Oesterteich bezüglicher Theil gegenwättig in deutscher Wir verlangen eine Bauorbmmg, welche es sanitätspolizeilich verbiet, in unventilierten Stuben zu schlafen; welche bie Ventilationsgröße, bie Luftwechselgröße feststellt nach ben Athrnungsbedürsnissen ber Schlasenben. Wir verlangen ein Gefunbheits-gesetz, welches mit einem Schlage die tausendjährigen Gesundheitsversündigungen des nächtlichen Völkerschlafes zu beseitigen geeignet ist. Bis zum Erlaß einer hygienischen Bauordnung, die bas ganze Volk mit einem Schlage au« bem nächtlichen Elende befreit, bleibt es bem einzelnen unbenommen, schon jetzt auf bem Wege ber Selbsthilfe sich eine gesunde Schlafluft zu verschaffen. Man öffne nur ein Fenster ober wenigstens das Oberlicht ober einen Fensterflügel, unb bem Hebet« stände ist zum Theil wenigstens abgeholfen. Wer sich gar zu sehr an die warme feuchte Nachtluft im geschloffenen Schlafzimmer gewohnt hat unb sich vor bem frischen Luftzüge von draußen fürchtet, der thut am besten, vor dem geöffneten Fenster einen Vorhang herabzulassen. So viel aber steht fest, wer die Wohlthat, in frischer Nachtluft zu schlafen, erst an sich selbst erfahren hat, der wird sich nie mehr zum Schlafen einschachteln. Daß übrigens jede Uebertrei« bung bei einem verweichlichten Körper schädlich sein tarnt, darf nicht vergessen werden. (Schluß folgt.) Uebetfetzuttg ben bet wiener „Abendpoft* veröfsentlt wird. ÄuS den Aufzeichnungen des „Sohnes bet Sonne" geht hervor, daß der morgeniändlfche Tyrann alles mit Oen äugen der Unkultur, mit der Natoetät eines Kindes anjah, insofern er eben geruhte, bie europäische Welt eines Blickes zu würdigen. Am öftesten erwähnt er, daß er eingeschlafen sei. ES kommt dies innerhalb eines Raumes von 10 Zeilen dreimal vor. Franzensfeste ist ihm eine unüberwindliche Festung, die Gegend von Rosenheim „eine paradiesische Ebene", Füist Hohenlohe „bie erste Person des Reiches", Ischl „ein kühlet Du". Die Wasser, fünfte in Hellbraun bei Salzburg scheinen diesem großen Kinde unter allen Sehenswürdigkeiten Europa'» am meisten gefallen zu haben. Aus bem WeltauS-stellungSplatze angelangt, bewundert bet große Beherrschet eines ganzen BolkeS bie Menge ber Sessel und Gaslaternen! — Eine Statistik der Selbstmotbe in ber Armee. Der „Spektawt" bringt einige statistisch- Notizen über die Seldstmotdfälle in den Der« fchiedeucn europäischen Armeen. In ber englischen Ärmee verlangt ber Selbstmord dreimal mehr Opfer als unter der übrigen Bevölkerung; in ber belgischen Armee tritt er um ein Viertheil häufiger auf, als in ber englischen; in der französischen Lrmee ein Drittel mehr unb in der preußischen nicht ganz zweimal fo häufig auf; in bet österreichisch - ungarischen Armee mehr als zweimal fo häufig. Selbst unter ben in Indien stationierten Truppen kommen die Selbstmorde nicht ganz fo häufig vor als in Belgien. Der „Spek. tawr" glaubt, daß diese Zahlen ben Beweis liefern, baß die englische Armee, welche keine Couscriptions. Armee ist, aus diesem «Stunde weniger hart betroffen witb, als Armeen, wo ber Dienst Pflichtfach- ist; ganz abgesehen davon, baß unsere Soldaten über« Haupt nicht zum Trübsinn geneigt sinb unb eine geringere Betanttcottlichkeit aus ihnen ruht, als auf ben Soldaten bet übrigen Armeen. Das häufige Vorkommen beS Selbstmordes in ber preußische Armee erklärte sich burch bie hochgegriffenen ConsctiptionS-Änjorderungen an Die Population unb den strengen Dienst. Das noch häufigere Auftreten der Selbstmorde in bet österreichisch-ungarischen Armee komme wohl theilweife auch daher, baß bie Slavcn überhaupt viel mehr zu demselben geneigt sind, als bte indo-germanischen Ra« etn; sie besitzen bie orientalische Geringschätzung beS Lebens unb gleichzeitig bie den Bewohnern des We» stens eigene „moralische Feigheit", das Unglück gefaßt hinzunehmen. — Sie fitzen im Kühlen. Die englischen PatlamenlSmugliebet wissen bekanntlich für ihre persönliche Bequemlichkeit wohl zu sorgen. DaS Unter» hauS ist wohl klein, aber feht zweckmäßig eingerichtet. Die Beleuchtung durch das Milchglas in ber Decke ist angenehm unb bie Ventilation vortrefflich. Wenn bie PütlamentScommiffion alljährlich vor Eröffnung bet Verhandlungen in die unteren Gewölbe steigt und nach einem eingebilbettn Guy FawkeS sucht, hat sie Gelegenheit, die großartigen Einrichtungen zu besichtigen, welche die hohe Versammlung mit reiner Lust versorgen sollen. Die Lust wird durch Baumwolle gepreßt und bann in ben Sitzungsaal gepumpt, so baß selbst im dichtesten Nebel bte Atmosphäre im Parlament6raum rein unb gefunb bleibt. Durch den Apparat läßt sich auch bie Luft obkühlen, boch hat sich btefe Einrichtung nicht vollkommen bewährt. Es ist daher ein neuer Apparat in Anwendung gekommen und am 5. b. zum etstenmale, anscheinend mit gutem Erfolge, probiert worben. Der Sitzungssaal faßt ungefähr 4000 Kubikmeter Luft, unb bet neue Apparat kann in der Minute 250 bie 400 Kubikmeter kühle Luft liefern, fo daß also selbst bei Oeffnen bet Fenster bie Atmosphäre nicht btückenb werben kann. In biesen heißen Tagen wirb sich gewiß mancher, ber el nicht so gut haben kann, nach einem Sitz in bem „angenehmsten Club Englands" fehnen. Local- und Proviuzial-Augelegeuheile«. Ortgiual-Eorres-oa-euz. Stein, 11. Juni. (Raubmord.) Der k. k. Steuereinnehmer, Herr Matthäus Furlan, ging am 9. d. M. gleich nach 6 Uhr abends nach der eine Viertelstunde von Stein entfernten Ortschaft Neul, um zu baden, und wollte die Badehütte, welche der f. k. Polizeiobercornmifsär in Pension Dr. Matthäus Mau knapp an der Neul (das Wasser hat gleichen Namen mit der Ortschaft) auf eigene Kosten hatte errichten lassen, benützen. Er ging somit in ein Hau«, welches nicht weit von der glitte steht und verlangte den Schlüssel zur Hütte. Die Badehütte hat zwei Kabinen und jede Kabine eine eigene Thür und einen eigenen Schlüssel, über beide Thüren aber läuft eine eiserne Stange querüber. Die eine Kabine benützte Mau für sich, die zweite überließ er feinen Freunden und Be kannten zur Benützung. Als der Steuereinnehmer da« Hängeschlößchen aufgemacht und die eiserne ©lange bei Se«e geschoben, trat er in die Kabine, zog seine Klei der aas und wollte vor dem Bade sich noch etwas ob; kühlen. Da bemerkte er, daß die Thüre der zweiten Kabine nicht versperrt war, auch kein Schlüssel in der selben steckie und drinnen fand er einen Menschen, bekleidet im Blute liegen. 1 Er schlug Lärm und eS kamen alsbald Leute herbei uud die Leiche wurde als die des Herrn Mau erkannt. Dieselbe lag auf der reckten Seite anSgestreckt, im Gesichte entstellt, aufgedunsen, mit vertrocknetem Blute bedeckt, ebenso waren die Kleidungsstücke, beide Hände, Brust und Unterleib mit Blute besudelt, welches schon ganz trocken war. Am Kopse trug die Leiche klaffende Wunden. Daneben lagen tm kleiner und drei größere Steine (der kleine beiläufig */, Psd., der größere 3 bis 4 Pfd. schwer) ebenfalls mit vertrocknetem Blute besudelt. Auch die Wände der Kabine waren mit vertrocknetem Blute beschmiert und et zeigten sich deutlich an der Bank blu tige Fing rabdrUcke. Es mag ein heißer Kampf statt gesunden haben. Der Hut lag auf der Bank, btt au»gkzo.,ene Rock neben der Leiche, mit vertrocknetem Blute beschmiert, der rechte Hosensack war umgedreht, hetvothänjend, ebenso war der linke Rocksack heran« hängend und mit Blut beschmiert. Die Taschenuhr and die Geldbörse, in welcher unter ändern auch ein kleiner Wenhheim'scher Kasseschlüfsel sich befand, fehlten. Auch bet Schlüssel der Kabinethür fehlte. Mau war am 9. Juni früh vor halb 6 Uhr mit einem anständig bekleideten jungen und kräftigen Manne ge« sehen worden. Sie gingen beide der Badehütte zu. In dem etwa 50 Schritte weit entfernten Hause hatte man gleich nach halb 6 Uhr lauten Wortwechsel vernommen, ebenso hörte eine 12jährige ÄinbeSmärterin des neuler YehtetS den Ruf: pomagajte (zu Hilfe!) unb einen Seufzer und erzählte zu Haufe, daß Herr Mau sich raufen müsse. Kein Mensch war jedoch in die Nähe gegangen und so wurde die That am 9>en Juni früh zwischen halb 6 und 6 Uhr mit einet unglaublichen Frechheit vollführt. Die Schläge mit den Steinen mußten mit furchtbarer Kraft geführt worden fein, denn die Schädelknochen wurden bei der Leichen» Besichtigung zertrümmert vorgefunden, ebenso waren Spuren von Gegenwehr an der rechte» Hand sichtbar. — Mau war 79 Jahre alt, mehr kleiner ©tarnt und für sein Alter noch kräftig und gesund. Sein Haupt-vergnügen war das Baden, im Winter badete et zweimal täglich im Hause, sowie e« abec die wärmere Jahreszeit zuließ, badete er zwei- auch dreimal im j Freien und haue sich aus dem Grunde die BadehlUtt an det Neul erbauen lassen. Um dem vielen unnützen Gerede Einhalt zu thun, berichte ich, daß der Thäter , kein Steiner, auch nicht aui der Umgebung ist, fon- j der» es wurde als muihmaßlicher Thäter der Neffe > des Herrn Mau eingezogen, der vor drei Wochen nach j Jslack tn eine ziemlich gute Wirtschaft zugeheiratet j hat und von nicht gar lobenswertem Bot leben ist. j Derselbe hatte schon wiederholt vom Herrn Mau Gelb verlangt; dieser jedoch gab nichts her, fürchtete sich wohl gar vor dem Neffen, versteckte sich und ließ sich verleugnen, so oft es nur anging. Die Besorgnis übrigen», daß nufere Gegend un» sicher geworden, ist eine unbegründete. Der eben ver- übte Raubmord hat feine Motive in bet besonder» Habgier unb Verworfenheit eines Individuum-, davon außen gekommen. Den Steinern darf die scheußliche That durchaus nicht zur Last gelegt werden, ebensowenig als unsere Gegend deshalb etwa in einen schlechten Leumund gerathen könnte. — (Amt-reife des int et im. Lande«» chess.) Fürst Metternich besuchte am 9. d. die Volksschule und da« Realgymnasium in Rudolfs werth, wohnte der Vertheilung von Unter« stützungsgelbem in St. Michel unb Pretschna bei, würbe am 10. b. in Tschernembl von bet !. k. Beamtenschaft, der Geistlichkeit unb vom k. k. Militär» feuchencorbonS - Commanbantm empfangen, und besichtigte die dortigen Schulen. Am 11. d. nahm der Herr Landesregierungsleiter von Möttliug au« die Besichtigung de« Eeuchencordon« vor unb stellte ben Geneinbebeputationen wohl thunlichste Rücksicht inbetreff bet Auflaffung biefe« Eordon« in Aussicht konnte aber letzterem Ansuchen auf Grund de« von» feite be« Herrn LandeSthierarzteS abgegebenen Befunde« und Gutachten« derzeit keine willfahrende Folge geben, — (PapsteSfriet.) Der laibacher Fürst bifchof hat mit Circular allen krainifchen Seelsorgern kundgethan, am 21. Juni die achtundzwanzigste Iahte« seiet der Thronbesteigung de« PapsteS mit einem Hoch amte, mit der Aussetzung be« Hochwütdigsten und der Absingnng be« „Te deum laudamus“ zu begehen — (Neuer slovenischet Berlin.) Dr, VcZnjak und Genossen haben dieser Tage der Lande« regtetung die Statuten eine« neuen slovenischen Ber ein« unter der Benennung .Nationaler Verein" be Huf« Genehmigung derselben überreicht. Zweck biefe« politischen Verein« ist nach bem „Slov. Nat." im Sinne der Freiheit unb be« Fortschritte« politische Bildung unter dem slovenischen Volke zu verbreiten, bie nationalen unb bie staatsbürgerlichen Rechte be« slovenischen Solle« z» schützen und die ver fassung-mäßige Entwicklung des österreichischen Staate« zu s-rdern. Die Motive zur Gründung de- neuen Verein- liegen in dem Umstände, daß die .Sloveoija sich in einen katholischen Verein umgewandelt und bie Slovenen daher keine »stional-politische Gesellschaft mehr besaßen. — ( Re ligi on«leh te unb Natutwif1 se ns (ha ft.) Unter dieser Aufschrift beginnt die „Laib. Schulzeituug" eine Reihe von Artikeln, welche ein neue- sottschtittseindliche- klerikale- Manöver zum Gegenstände haben, nemlich die Art und Weise, wie man an unsere» Mittelschulen und Lehrerbildung« anstalten den Geist der Jugend zu vergiften und ihr die Wiffenfchaf«, insbesondere die Naturwissenschaft und deren hervorragendste Vertreter lächerlich zu machen sucht. Al« paffendet Leitfaden zu diesem edlen Zwecke dient ihnen Wappler'« „Lehrbuch der katholische» Re ligion für die oberen Klaffen der Gytnasien", da- an den meisten heimischen Mittelschulen bem Religion-unterrichte al« Grundlage dient. Diese« Buch soll an» geblich ein Lehrbuch btt „katholischen Religion" fein, feine Hsuplendenz liegt aber darin, dje Ergebnisse ber heutigen Natnrforfchung al« vernunftwidrig, absurd und lächerlich hiozustelleu und alle jene Heroen, deren Name» in btt Geschichte btt Wissenschaft unvergeßlich bleiben uub welche die ganze ctvilifierle Welt nur mit Hochachtung nennt, zu beschimpfen und in de» Koih zu ziehe». Wir hatten schon einmal Gelegenheit, diese« von nicht gewöhnlicher Gemeinheit der Gesinnung und geistigen Rohheit zeugende Verfahren unserer ultramontanen Klopffechter gebührend zu züchtigen. In Wapplet'« Buch haben wir nunmehr die Quellt jener giftge fchwollenen Auslastungen. Daher mag e« wohl kom men, daß Leute von einer erschreckenden Unwissenheit in natürlichen Dingen, wie beispielsweise Katechet FlieS, mit Namen herumwerstn, wie Humboldt, Lammt, Darwin, Vogt, Lttbig u. f. w., unverdaute Brocken daraus citiren unb über die Gefammtrefultatt von Wissenschaften aburtheilen, wovon sie nicht einmal den Namen verstehen. Wenn nun die ReligionSlehtt an unseren Mittelschulen aus dieser Grundlage behandelt wird, daun ist ein Eonsttrt mit ben Lehrer» btt No» turwiffenschaft unausbleiblich, namentlich wernt b« Lehret die Naturwissenschaft für feinen Gegenstand warm eintritt und klerikale Alfanzereien gebührend zurückweiSt. Für die Demoralisation der Schüler, welche die notwendige Folge dieses Widerstreites zwischen Religion-lehre unb Wissenschaft sein wirb, sind diejenigen verantwortlich, welche ihn so muthtoiUig hervorrufen. WaS die Religionslehrer den Schülern al« unwahr, al« lächerlichen Schwindel hinstellev, wird ein pflichteifriger Lehrer der Naturwissenschaften al« Wahrheit, al« Ergebnis jahrelanger Beobachtungen und Forschungen hervorheben und seine Worte nöthigensall« durch da« Experiment unterstützen. Dieselben Männer, die der ReligiooSlehtet den Schülern al« «wissende Hohlköpft geschildert, wird der Lehret der Naturwissenschaften als Leuchten der Wiffenfchaft, als Männer hinstellk» müssen, die sich um die Menschheit unsterblich verdient gemacht. Indem der Religion-lehrer auf Grundlage de« erwähnten Lehrbuch«« alle« verdreht, entstellt und bettc{!i'!, n?fl® h,m ®*UIet nrnüea unb erhabene« in den Naturwissenschaften ' gelehrt worden, erschüttert er iti dem jugendlichen Herzen den Glauben an jede Autorität, verschafft dem Zweifel Eingang und bereitet den Nihilismus vor, dem der größte Theil der Jugend bei solchem Gebaren unrettbar verfallen muß Die Ultramontanen ergehen sich ji selbst fortwährend in bitteren Klagen darüber, daß bet heutigen Jugend fein Ideal im Hetzen lebt, daß sie gtcithgiüig ist gegen alle religiösen Dinge, daß sich mit einem Worte in ihren Kreisen ein bedenklicher Nihilismus breit zu machen beginnt. Gewiß dürfen für diese betrübende Erscheinung nicht unsere Schulgesetze, nicht die häuS-l'che Erziehung, nicht der Geist unserer Zeit, am aller-wenigsten das Studium der Naturwissenschaften ver. antwortlich gemacht werde», wie e» klericalerfeitS gewöhnlich geschieht, sondern die Schuld trägt nicht zum mindesten Theile die ganz kopflost Methode de» Religionsunterrichtes und die Lehrbücher dazu, die ein wahrtr Hohn sind auf dit Wifftnfchaft und den gefunden Menschenverstand. — (Ein Btstktgtlfchitbtn) zum Vorthtilt de» Arbeiter-Kranken» und Jnvaliden-UnterstützungS-vereine« beginnt morgen am 14. d. im GasthauSgartcn „zur Sternwarte" (bei Birant) und wird am 29. b. abenb« geschlossen. Bei bemfelben können Beste zu 4 Dukaten, 10, 6 unb 4 Gulden gewonnen werben. Der humane Zweck läßt einen recht zahlreichen Besuch bei Kegelbahn, eine recht lebhafte Beteiligung an bim Wettkampfe erwarten. — (Zither unb Hackbret.) Gebichte in obetfhietifcher Munbart von P. K. Rosegger Zweite vermehrte unb verbesserte Auflage. Graz in «erlag von Ljeser ein kleiueS Jdiokikou hinzuzefligt. Sal ete Bervoüständigung betrifft, (o hat derselbe die erste Auflage zu ergänzen und adzuruadea gesucht und über zwanzig ganz neuer Bedichle hlnzuzesüzr. WiS die Ein« lheilung betrifft, so sind die einzelnen Gedichte, obwohl sie von einander ganz unabhängig find, doch in einen gewissen natürlichen Zusammenhang gebracht. So schwebte tut ersten Theile derselben, der .Zither«", de« Sänger ein Menschenleben vor, daß durch unglückliche Liede zur Todessehnsucht gebracht, in der Hingabe an die Natur miedet auflebt. Beim Ordnen der zweiten Abtheilung „Hackbrett" dachte derselbe an derbe, kecke Ursprünglichkeit. Unschuld und Schönheit geht voraus, es er. wacht die sinnliche v'iebc. sie klopft an und findet Erwiderung. Rasch folgt Liebe und Lust, Vergesse« und vergehen auf einander. Die Folgen bleiben nicht auS; Untreue, Vorwurf, Bitterkeit und Spott schrillen durch die Saiten. Da» LebenSglück ist verscherzt, aber nicht ganz abhanden gekommen der Humor. Im dritte« Ab-schnut „die Zithern und 'S Hickbretl mitanonb" hatte der Dichter eia harmonische» Leben vor Äugen. Häuslicher Sinn, Liebe, Vereinigung, die Liebe zum traulichen Heim, Ausgabe und Befriedigung in der Arbeit bilden den Grundton. So mögen denn diese Lieder, die durchgehend» den lieblichen Walde-duft de» steierischen Oberlandes athmen, ihren Weg finden. Zu beziehen durch Kleinmayr & Bambergs Buchhandlung in Laibach. — (Der Polizeidirector von Triest versetzt.) D-r Polizeidirector von Triest. Herr Gartup, ein geborner Krainer, wurde vor ein paar Tagen nach Brünn versetzt. Üßte man der „Nr. fr. Pr." schreibt, kam diese Versetzung nicht blos Herrn Gariup sondern überhaupt allen trieft« Kreisen, die Statthaltern nicht ausgenommen, ziemlich unerwartet. Herr Gariup wollte anfangs gar nicht an die ihm mündlich gemachte Nachricht von feiner Lerfetzung nach Brünn glauben, „da er eine solche nicht nachgesucht habe." @m Blick in da« Amtsblatt belehrte ihn freilich eines ändern. Die Gerüchte über Veränderungen in der gewonnen und gegenwärtig ©teile des Barons C-Schi in aller Munde. Such der bisherige Hofrath Jenny geht nach vollendetem 40stcn Dienstjahre in Pension; al« fein Nachfolger wird Baron R-chbach (Görz) genannt. Diese Veränderungen sind, wie ich glaube, durch die politischen Verhältnisse hier geboten. Ja allen Kreisen der Bevölkerung tritt nemlich dem unbefangenen Beobachter die Thttfache entgegen, als sei hier alle» von dem Gefühle beherrscht, es werde — sit venia verbo — zu wenig oder, was noch ärger ist. gar nicht regiert. — (Jstrianer Bahnen) Man schreibt dar-über aut Pola unterm 8 Jum: „Nachdem der Ban-dienst für diese Buhn bereit» vollständig organisiert und da» Personale complett beisammen ist, konnten die Arbeiten auf allen ©etuoneu io vollen Gang gesetzt werden. Für die Tunnelarbeiten nächst Borai werden soeben die restlichen Instrumente an Ort und Stelle beschafft und werden daher auch diese fchwierigen Ar» betien bald energisch geführt werde» köunea. Die T-eil-strecke Divazza-Vorutto ist emschied-n die schwierigste der ganzen Buhn. Die Strecke geht von der Aaschluß-siation Dtvazza der Südbahn m sotwahrender «n|tei-gung über Caccig, Roo.g, C siaa, B^eß.i>yä aus und Übeischreiiei mittels eines Q u|«aitte» oie !Ü)affei|cheide von Rachiivoich, um auf den Tichttichea »Öooen zu gelangen. Eine zweite Wasserscheide wird nächst Borat oberhalb von Ptsiao erstiegen uub mittelst eine« 260 Pieter langen Tunnels durchbrochen. Von hier aus führt die Itate ohne besondere letramichnmtgfetien übet Pi-sino, Canfanaro — wo sich etne L-oetgdahn «ach Ra. Vigno adzweigi — nach Pota, de> Endstation der Bahn. Die ganze Strecke ist ui folgende drei Sectivoen em» geiheilt: Divazza-Lupo^lova, vnpoglooa Eanfaaaro und Eansanaio-Pola. Der Amissitz der Bauleitung ist Pifino." — (Vertrag zurFürderungder Rechtspflege.) Dem „Pcster Lltys" e«i ehmen wir fol-gende Miiihetlung: Bereits im Jihre 1844 muife zwischen der lö iglich preußischen und der dam ilige« österreichische« Regierung zur Förderung der Recht»- i pfUji im Iatetesse bet gegenseitige« Uaterlhi«:» ein Übereinkommen adgeschloffen, welche» unter ändern B-reinbarungen auch die Bestimmung enthält, daß da» in dem einen der contrahierenden Staate« befindliche bewegliche Vermögen eine» de« ändern Staate aogehörigea und in diese« letz et« in CaacatS ge-rathenen Schuldner» auf Requisition de» ausländischen ConcurSgericht» auszuanlworten fei, ohne daß darüber zuvor ein SpecialconcurS im Inland eingeleitet werde; ferner daß diese AuSautwortuag de» beweglichen Vermögen» an das ConcurSgericht de» ändern Staate» auch dann stattzufiaren habe, wen« auf da» ganze oder einen Theil de» au»zuantworteadea Vermögen» bereit» ein gerichtliche» Verbot gelegt ist, mit den Beifügen jedoch, daß bic auf diese» bewegliche Vermögen vor AuSbruch de» Concurse» durch richterliche Verfügung erworbenen Pfand- und Retentionsrechte aufrechterhalten bleiben müssen, und endlich, wenn der in Concut» geratene Staatsangehörige de» anderen Staate» unbe wegliche» Vermögen besitzt, die Uafllieserung desselben nicht stattzufinden hat, sondern auf Verlangen der Gläubiger ein besonderer Concor» seiten» der Concnr» behöcde, in deren Bezirk da» unbewegliche Vermöge« sich befindet, eröffnet werden muß. Bei dem Umstande nun, als diese auch gegenwärtig nrch in Kraft bestehen den Bestimmungen sich weder auf die Einwohner der königlich preußischen Rheinptovinzen, noch die de» Königreich» Ungarn und Siebenbürgen erstrecken, fo sind feiten» der Regierung Unterhandlungen eingeleitet worden, welche den Zweck haben, obige Vereinbarungen auch auf Cie nicht inbegriffenen und in letzter Znt zu Preuße« einverleibten Länder sowie auf da» König reich Ungarn und desien Nebenländet aulzudchnen. Konstitutioneller Herein in Laibach. Der Ausschuß beehrt sij> htemit die Herren Ver einSmitglieber zur 52. Versammlung einzuladen, Leitung der Statthalterei haben an Confistenz welch- Samstag de» 13. Z»Ni l. Z., abends tn und gegenwärtig ist der Name Pino an^ Casiuoklulizlmmer ftaitfiudet. 3 3 3 -• Tagesordnung. 1. Bortrag übet Schwurgerichte. 2. Bericht des Abgeordneten Dt. Schaffer Über die abgelaufene Session des Reichsrathe» und der Delegation. Witterung. Laibach, 13 Juni. Trübe, Ostwind. Wärme: metgenS 6 Ubt + 142 nachmittags i Uhr f 114' C (1373 + 14 6'. 1872 -I- 221 C.) Barometer im Steigen 736'33 Millimeter Da» gestrige TageSmiltel der 48 St me 20-1*, um 17' über dem Normale; der gestrige Niederschlag 1330 Millimeter Regen. (Komfponticn; btr Redartion. H A. hier: Nicht geeig net. Telegramme. Paris. 12. Juni. Heute wurden am Bahnhofe außer dem Grafen la Croix nach zehn andere Individuen verhaftet. Die Blätter „Payr", „Rappel", 19. Siede“ wurden auf die Diuer von vierzehn Tagen suspendiert. Lelegraphiscker Cnrtbericht am 13. Juni. Papier-Nente 69 45 — Silber-Rente 74-70 — 1860« KtaatS-Anlehen 103 Banketten 888 — Lrevit 220 — — London 11175 — Silber 105 80 — üO» Franc»» Stücke 8-93 t Für die vielfachen Beweise der Theilnahme und für die so zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte unserer geliebten Stiefmutter, Schwie germutter, Schwester und Tante, der Frau Maria Laßitik, Gasthaus^ und Realitätenbesttzerswitwe tu Schischka, fühlen wir uns verpflichtet, allen Betreffenden hiemit den aufrichtigsten Dank auszusprechen. Laibach, am 12. Juni 1874. Für die trauernden Verwandten P. Latznik. MEYERS M fikt in tinem Hände A Jsdtn 0 tg instand d*r JtmnIUU und auf jtdt / «•U-. Samum, J*r*md *4**, mnsr Zahl odt muQtnMieklichm Beuc lhu kl. «i*r SU, mH wialm, lirl«, IV* W »V, nür.. fc Ktfcl» l. »dt ushmft Über TU-iMchlicÄ*H Vup« nach iffprt, ir ThaUoeh* hfiid. Auf OlW Artihd, 1 Lazrkommrn: Fremde. Am 13. Juni. Hotel Stadt Wien. (Scutisld), Triest. — Mau-riüji, Kfm., Pergle« und Sturjti«, Reisende, Wien. — Tschampa, Mediziner, RubolOwftth. — Staue mit Frau, Pciv.^ Stein. — Pommer, Pnv.. Agram. Hotel Klefwnt. XttDdar uni) Maisch, 5i BartholmL. — Bo;on, Kfm., Lyon. — Äreun. Äfm. und Ziinn-schirm, Gra,. — (Sinter, Reis, und Edelmann. Mi-nisterialrath, Wien. — Reic. Inspektor, Triest. -Rooffch. »rainburg. — R>ig, Äansrn, Manheim. — Ärenner, Marburg — Florian. Äörz. — Dflritii, k. k. Haupimailn, Loitsch S> uonctii, mit Familie. Bologna. Hotel Kuropa. Baton 1B ontzrymq Äurlfiutt — Sroeiim, Äaufmaim und Schrolkiifux, Triest. — Wal,>. ®caj. Bwl'-lNrHrrllof. Pa»« und Bodopia, Besitzer, Pola. — He ene Hoteoar, tiUi. Es wird darauf aufmerksam gemicht, daß alle jene ausländischen Lotterien, welche der betreffende Staat nicht garantiert — bei uns Verbote« sind! So sind die verschiedenen auswärtigen Älassen-Lotterien (sogenannte Hamburger Lose) — obwohl die betreffenden Absatzorgane in unseren Blättern zur Abnahme eintaden — verboten. Nachdem Vas t. t öftecr. Promessengesetz und besonders unsere StaatS.Wohlthä>igkelts-Lotterien mit kleinem Einsätze grefte Treffer ermöglichen, fo erlaube ich es mir, alle Jene, welche mit einem kleinen Einsätze einen Glück» versuch mache« wollen, höflichst einziliden, sich an meine Wechselstube zu wenden. Für Die kurz bevorstehenden Ziehungen empfeble ich: Lose der grossen IV. Staats-Lotterie iutä.°»%at^r~. Ziehung schon arnZU. J««i». o. Haupttr. ö W. fl l00,00). Im Ganzen 632n,000. Preis S. SB. 3.-. Lose der Wiener Silber-Lotterie ä 50 kr. volle Sildetgegenstände. Jeder Promefsentäufer erhält die betreffende Ziebungs'iste seinerzeit gratis. Rudolf Flock. BC Auswärtige Bestellungen »erben Wechselstube. IM" prompt effeetttiert. Grllj, Sackstkatzk Rk. 4. Siugefeodrt. WkU'sche Dreschmaschine«. — Niemals ist «tue Maschine ccnshuiert worden für den Landwirth, welche solch rapid«» Absatz »nd damit so außerordentlichen Beifall gesunden Hot wie diese. — Zahlen als Beleg dafür flnb folgende: 1872—1873 wurden ge» fernst bei der Firma Moriz Weil jun. in Frankfurt a. M. Drei Tausend sechshundert Handdreschmaschinen, Ein Tausend zweihundert Göpel-dresckmaschiuen für 2 Pferde. Eines «eiteren Zeugnisses für diese Maschine bedarf eS nicht. — Bezogen können dieselben werden durch Moriz Weil jun. in Wien, FranzenSbrückenstroße Nr. 13. (142—2) 'l Töpty b,i finbolfsiMtlj Zimmer fammt Bädern von 95 kr. bis 1 fl. 35 kr. täglich; Table d'höte (4 Gänge) 70 kr. Prospekte gratis und franco zu beziehen Bur* (332—1, die Bade-Direction. Wohnungen. Collectiv-Anzciger. Ausgenommen werden: Ankündigungen in alle in« und ausländischen Zeitungen; Köchinnen, Stubenmädchen, Kellnerinnen. Bedienerin, Kostmädchen; Dienst suchen: Handlungs-Commis und Lehrlinge, Haushälterinnen; verkauft wird: eine antike Sesselgarnitur; gekauft wird: ein überspieltes Klavier. Näheres im Aiinoneen-Bureau in Laibach Eürstenhvf 206). (341) ilosNnMnnfls-fofalr in Marburg zu vermiethen. Das seit 50 Jahren unter derielben Firma bestehende bestrenommierte Glasergefchüft ist vom 1. August dieses Jahres fammt vollständigem Geschäftslocal-Mobilar sehr vorteilhaft zu vermiethen. Offerte unter Chiffre A. W. übernimmt die Administration dieses Blattes. (338—1) In der Kanzlei der kraio. IMgkftllschast, Wagensuüerstraße Nr. 82, werden Miethanträge auf die Wohnn itgtn in den neugebauten Häusern entgegengenommen. Kundmachung. Als Freibadeplatz ist für dieses Jahr wie bisher der Gradasca-Bach ober der Kolezjemühle in der Vorstadt Tirnau, an der sogenannten Tala-van^schen Wiese bestimmt. Dieses wird mit dem Beifügen zur Kenntnis gebracht^ daß beim Freibaden der sittliche Anstand zu wahren uud daß dasselbe andernorts innerhalb oder in der nächsten Nähe der Stadt und der Borstädte untersagt ist. Stadtmagistrat Laibach, am 8. Juni 1874. (335—2) P. T. Ich erlaube mir die ergebenste Anzeige, daß ich meine bisherige Wobnnng am Congreßplatz Haus-Nr, 32 verlassen und eine andere im Baron Lazarini'schen Haufe, Herrengaffe Rr. 202, 1. Stock, tjjür 56, bezogen habe. Ich drücke für das mir bisher geschenkte Vertrauen meinen innigsten Dank aus und erbitte mir auch in der Folge recht zahlreichen Zuspruch. Ich werde bestrebt sein, durch prompte, elegante und billige Ausführung von DemenUlelderit-nach neuester Fagon der geehrten Damenwelt zn entsprechen. (322 -3) Hochachtungsvoll Leopoldine Jean. Concurs-Ausschreibung zum Behnse der Besetzung zweier Lehrerstellen, beide im Schulsprengel Landl, Schulbezirk St. Gallen in Steiermark befindlich, neu errichtet und an der k. k. Kronprinz Rudolf bahn gelegen, nemlich: zu Grotzreifling und Laiubach. Mit jeder dieser beiden Lehrerstellen ist der Genuß eines Jahresgehaltes Pr. 600 fl. und eines Freiquartieres verbunden. (339—1) Bewerber um einen oder den ändern der genannten Posten wollen ihre vorschriftsmäßig instruierten Gesuche im Wege ihrer Vorgesetzten Bezirksschulbehörde bei dem Orts-fchulrathe Landl bis 20. Juli d. I. cinbringen. -Ä-lles 27" 3s:r- Nenestes, Echönstes und b'cht. Ausschließlich nur im Mariahilfer Mannfactnrwaren-Bazar, Mariahilserstraßc Nr. 94. Riesenanswabl von */, breiten Schafwollkleiderstoffen, Barege, Gazes, Lustres, Rohfoulards, echtfarbigen Percails, ftanzösischen Brillantins und PIquets, glatten und farbigen Cretons, allen Sorten Leinwandwaren und Bettzeugen, weißen und farbigen Vorhängen, schweren Laufteppichen, feinsten Leinen-Taschentüchern rc. rc. Einheitspreis 27 kr. vr. Elle oder Stück» Wien, Mariahilserstraßc Nr. 94. Aufträge aus der Provinz gegen Nachnahme. Siufter auf Verlangen franco. (331—3) Hamborg-Amerikaii. Packetfahrt-Äctiengesellschaft. Directe Post Dampfschiffahrt zwischen Hamburg und New Bork. Moleatlsu 17. Juni. I Hammonia, 1. 3>uti. I Tliurinici», lö. Juli. Slleela, 24. Juni. | Frlsla, 8. Juli. | Weetplialla, 22. Juli. f I. Kajüte 165 Thlr., 11. Cajüte 100 Thlr., Paffagepre»se: , Zwischendeck nur 45 Thlr. Näher» Auskunft wegen Fracht und Passage ertheilt der Schiffsmakler August Bolten, Wm. Millers Nachfolger, (321—3) 33 34 Admlralltätstrasee, Hamburg. m m des gesauimten Lagers von Ixmifactm-WSschwiinn «nd Nähmaschinen im Woschnagg'schen Gewölbe am Hauptplah «r. 237 beginnt Montag den 15. Juni. Auch ist das Berkanfslocale mit noch Whrigem MiethScontract zu vergeben. fc* v. «let,»»y» 4 ft k. G»« berg in Laibach. Filiale brr3trirrm. Csromptebanh iu Laidach. Die gefertigte Anstalt üiernimmt fleföer zur verzuisuug unter folgenden Bedingungen: a) Im Giro-Conto gegen Ginlags- und Cheques-Büchel, wo jeder beliebige Betrag von 5 fl. aufwärts eingelegt und bis ;um Betrage von 3000 fl. behoben werden kann, und zwar 5 °/„ ohue Kündigung, mit 57*70 gegen 15tügige Kündigung in beliebigen Beträgen; mit 6 °/o gegen Mtägige Kündigung in beliebigen Beträgen. b) Gegen Kassen-Scheine, auf Namen oder Ueberbringer lautend, mit 4Vs0/, ohne Kündigung, mit 5V87„ gegen »«tägige Kündigung. Die Einlagen im (Siro-(Konto gegen Büchel und die im Umlauf befind lichen Kassenscheine genießen diese Verzinsung vom 1. Juli 1873 an. Die Filiale der Steiermärkischen Escompte-Bank escomptiert serners Platzwechsel und l>omlzlle bis 150 läge foufeeit auf «rar, Wien Trieft, «lagensnrt und sonstige inländische Plätze, wofern sich daselbst eine Bank oder Bankfiliale befindet, — sie besorgt den kommissionsweise,! Ein- und Verkauf aller Gattungen Wertpapiere und Effecten zum jeweiligen Course gegen billigste Provision, — übernimmt zum Jucasso Wechsel und Anweisungen auf in- und ausländische Plätze. (248—9) Der selbständige Eredit-Berein der Anstalt gewährt Credite nach den statutenmäßigen Bestimmungen. * Filiale der Steierm. Escompte-Bank in Laibach. * Auszüge aus den Statuten sowie Äesuchsblauquette werden auf mündliches oder schriftliche» Begehren im Bureau der Anstalt gratis verabfolgt. Verleger uud für die «edaction verantwortlich Dttomar Bamberg.