Nr. 89!). Pr«nu««l«»l°»»pr«»«: Im «»«Ptolr ,»»,». fi, 11, halbj. fi. 5 »a. A«i die Anstellung ln« p»u« halbj. «> tt. Vlit ber Post ,«n,j. fi. i», Yalbj. 7 « Mittwoch, 31. Dezember. « Z«ll«« « lr., größere pn Zeil« « l»., b^ »ft««» Wiederholung« >« Zeile > lt. 1879. >Mf" Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer Freitag den 2. Jänner. Mit 1. Jänner beginnt ein neues Abonnement auf die „Kulmchcr Zeitung". Die Pränumeration» - Bedingungen bleiben unverändert und betragen: Ganzjährig: Mit Post unter Schleifen . ... 15 ft. — kr. Für Laibach ins Haus zugestellt . . . 15! „ — » Im Comptoir abgeholt......11« — „ Halbjährig: Mit Post unter Schleifen..... 7 fi. 50 kr. Für Laibach ins Haus zugestellt . . . ü „ — „ Im Comptoir abgeholt...... 5 „ 50 „ UM" Tie Priinumeratisnb-Veträge »allen P«rt»lrel z«geseudet werden. Laibach im Dezember 1879. Jg. v. Mcinmayr K Jed. Vamberg. Nichtamtlicher Theil. Die Zollverhandlungen mit Deutschland. Mit berechtigter Spannung sehen unsere industriellen und commerciellen Kreise dem Ergebnisse der Verhandlungen entgegen, die zwischen unserer Mon-archie und dem deutschen Reiche betreffs der Regelung der gegenseitigen Verlehrsbeziehungen in der Schwebe sind. Mit dem heutigen Tage läuft der bestehende Meistbegünstigungsvertrag ab, und falls bis dahin eine Vereinbarung nicht zustande tame, würden beiderseits die Sähe des autonomen Zolltarifes in Kraft treten. Was das zu bedeuten hat. vermag nur derjenige voll zu crmessen, der die überaus zahlreichen und mannigfach verschlungenen Fäden kennt, mit wel. chen unser gesammtes Verkehrsleben an Deutschland geknüpft ist, und umgekehrt. War doch seit dem Jahre 1853, zu welcher Zeit mit Preußen der bekannte Februarvertrag geschlossen wurde, unsere ganze Zoll-Politik vorwiegend dahin gerichtet, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ländern des deutschen Reiches immer enger zu knüpfen, um mit der Zeit zu einer vollständigen Zolleinigung zu gelangen. In Consequenz dessen entstanden überall in den an Deutschland an-grenzenden Gegenden unserer Monarchie zahlreiche Etablissements und Handelsunternehmungen, deren ganze Anlage und Velriebsweisc ausschließlich auf den Verkehr mit Deutschland berechnet war. In gleichem Mähe wuchs von Jahr zu Jahr der Export unserer Bodenproducte nach Deutschland, so dass sich unsere Producenten schließlich daran gewöhnt hatten, den deutschen Marlt als ihr wichtigstes und sicherstes Absatzgebiet zu betrachten. Welchen Umfang diese Verlehrsbeziehunaen im Laufe der Zeit angenommen haben, dafür liefern die Tabellen unserer Zollämter interessante Belege. So giengen von den ^.064,970 Meterzentnern Getreide, welche im Jahre 1878 aus Oesterreich.Una.arn exportiert wurden, 5.102.958 Meterzentner nach Süddeutschland. 1.645.843 Meterzentner nach Sachsen und 1.188,200 Meterzentner nach Preußen. Von den 892,924 Stück Schlacht« und Zugvieh, welche in dem genannten Jahre aus unserer Monarchie ausgeführt wurden, giengen 560.130 Stück nach Süd- und 165.2K7 Stück nach Norddeutschland. Von dem Gesammtquantum des aus Oesterreich ausgeführten Rapssamens wurden mehr als vier Fünftel nach Deutschland vertauft, und von den 29.213,003 Meterzentnern Kohle, welche aus un< seren Grubm nach dem Auslande abgesetzt wurden, blieben mehr als 22 Millionen in Sachsen und über 4'/, Millionen in Süddeutschland. Auch von unseren Industrie.Artileln, die exportfähig sind, gieng und geht noch immer ein großer Theil nach Deutschland, namentlich Zucker, Leinen, Gluö- und Glaswarcn, Papier, Schafwullwaren ic. Umgekehrt fällt auch der Löwen-anthcil unserer Einfuhr aus dem Auslande auf Deutschland, welches un» mit Baumwollwaien, Eisen- und Eisenwaren. Galanterie'Artrteln und noch einer ganzen Menge anderer Erzeuanisse, wenn nicht ausschUehllch, so doch zum großen Theile versieht. Bei einem so bedeutenden Wechselverkehre ist es begreiflich, dass den beiderseitigen Industriellen und Kaufleuten sehr viel daran gelegen sein muss, dass das bestehende handelspolitische Einvernehmen nicht gestört, namentlich nicht allen jenen Zufällen preisgegeben werde, welche ein sogenannter Zollkrieg mit sich bringt. Aus diesem Grunde hat unser Abgeordnetenhaus noch kurz vor seiner Vertagung der Negierung die Ermächtigung ertheilt, eventuell selbst im Verorduungswege jene Verfügungen zu treffen, welche behufs Verlängerung des Handelsvertrages mit Deutschland, beziehungsweise Re« gelung unserer handelspolitischen Beziehungen zu die« sem Nachbarstaate nothwendig erscheinen. In ähnlicher Weise mehren sich im deutschen Reiche die Stimmen, welche die Nothwendigkeit einer Verständigung mit Oesterreich betonen, selbst wenn dies nur durch Wieder« Herstellung des freien Rohleincnverlchrs zu erzielen wäre. Es scheint demnach, dass trotz der Schwierig» leiten, welche noch zu überwinden sind, doch endlich eine Vereinbarung zustande kommen werde, welche beiden Theilen für eine weitere Frist wenigstens jene Vegünstigungen des bisherigen Sertrages sichert, bezüglich deren grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten nicht bestehen. In der That melden gleichzeitige Nach. richten aus Wien und Berlin, dass sich die Aus' sichten auf eine halbjährige Verlängerung des bisherigen Meistbegiinstigungsvertragetz, mit Ausschluss einzelner noch strittiger Punkte, derart gebessert haben, dass man stündlich die Meldung von dem Zustandekommen einer hierauf bezüglichen Convention erwarten dürfe. Als diejenigen strittigen Punkte, welche aus dem neuen Vertrage ausgeschieden und auf autonomem Wege geregelt werden sollen, bezeichnet man den Roh. leinenverkehr und das Appreturverfahren. An der Erhaltung des ersteren ist Oesterreich, an jener des letz« teren Deutschland viel gclegen; trotzdem ist e« bisher nicht gelungen, in diesen beiden Fragen eine Art wechselseitiger Compensation zustande zu bringen. Welchen Nutzen das deutsche Reich aus dem Appreturverfahren bisher gezogen hat, erhellt am besten aus der Thatsache, dass nach den Ausweisen der t. k. statistischen Centralcommission im vorigen Jahre allein Webe- und Willwaren deutschen Ursprungs im Wette von über 14 Millionen Gulden dem Appreturverlehre unterzogen wurden, während umgekehrt österreichische Artikel dieser Art nur im Werte von nicht ganz fünf Millionen dem Nppreturoerfahren unterlagen. Es llegt daher auf der Hand, dass Oesterreich, welches seine eigene Industrie zu schützen die Pflicht hat, nicht so glatterdings eine Institution fortbestehen lassen kann, welche vorwiegend dem ausländischen Gewerbfleihe zu gute lommt, vollends wenn dies ohne eine gleich» wertige Gcgenconcession geschehen soll, wie von deutscher Seite noch vor kurzem gefordert wurde. Unter alle: Umständen — so schließt da» «Prager Abenoblatt seine vorstehende Auseinandersetzung — dürfen unsere industriellen und kaufmännischen Kreise darüber beruhigt sein, dass die Regierung bei allem ernstlichen Bestreben, mit Deutschland ein neues Vertragsverhaltnis anzubahnen, doch die Rücksichten nicht uußeracht lassen wird. auf die unser Gewerbfleiß und unser Handel begründeten Anspruch machen dürfen und welche durch die nahezu einhelligen Voten der meisten Handelskammern der westlichen Rcichshälfte einen so unzwei» deutigen Ausdruck gefunden haben. Die CabinetskisiS in Frankreich. Die Mimsterlrise in Frankreich ist diesmal sehr hartnäckiger Art. Challemcl-Lacour hat das ihm angebotene Portefeuille des Innern definitiv zurückgewiesen, und für Freicynet Uegt in diefem Umstände eine erhebliche Vermehrung der Schwierigleiten bei Feuilleton. Was die siebe vermag. «»man. frei nach dem Englischen bearbeitet von w. » « gn tr (Verfasser der „Alcxa"). (Forlselfuna..) «Das ist eine fchwere Anklage," sagte der Graf entsetzt. .Allerdinas, und Sie bezweifeln, wie rch sehe, meine Worte Aber ich kann Ihnen die Versicherung «eben, dass es leine Einbildung, sondern meine feste Ueberzeugung ist Mein Hauptverdacht ruht auf Els-beth Thompson und ihr Benehmen nach dem Unglücks-fall hat denselben noch verstärkt. Ich will ste mcht wiedersehen und habe auch deshalb in Edinburg den Vesuch ihrer Eltern nicht angenommen. Der Zweck meines Hierseins ist, einen hiesigen Arzt zu consul-Ueren und mit Ihnen Rücksprache wegen der Aen-derung meines Testaments zu nehmen." «Ich erinnere mich noch sehr wohl der VestlM-"lunge,,, die Sie darin getroffen haben," fagte der Graf ernst. „Wollen Sie Elsbeth Thompson vollständig enterben?" „Sie sowohl als auch Martin Clifford," ant-wortete die Gefragte entschieden. ..Beide sind hab» gierig und erwarten mit Ungeduld meinen Tod." Sie wiederholte nun das zwischen Elsbeth Thompson und Martin Clifford geführte Gespräch, welches Ne auf Schloss Winham belauscht hatte. „Wer soll Ihr Erbe sein?" fragte der Graf, nachdem sie qeendet hatte. „Lebte Ihr Sohn noch. Mylord, so würde ich ihn zum Universalerben ernennen aus Liebe zu seiner Mutter und Großmutter, aber Sie haben leider weder Kind noch Enkel. Ich lebte immer sehr zurückgezogen so dass ich nur wenige Freunde habe. Meine Diener sind treu und anhänglich, und Miss Gloom, meine junge Gesellschafterin, ist mir aufrichtig zugethan. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin endlich zu folgendem Eutschlusse gekommen. Clifford und Miss Thompson erhalten nur den gesetzlichen Pstichtlhcil, meine anderen entfernten Verwandten ebeufalls. das Waisenhaus erhält eine bedeutende Summe, meine Diener werden lebenslänglich versorgt, und der Rest meines Varvermögens soll Miss Gloom zufallen." „Ist das die junge Dame, der Sie mich oeben vorstellten?" Miss Winham bejahte. „S,e ist sehr schön; ist sie eine Verwandte von Ihnen?" »Nein, sie ist meine Gesellschafterin, die mir ein mir befreundeter Geistlicher empfahl. Sie ist verwaist und steht allein in der Welt. Ich habe sie sehr lieb gewonnen und halte es fm meine Pflicht, für sie zu sorgen. Ich bin überzeugt,'"oass Valerie an mir hängt, trotzdem ich alt bin und lein einnehmendes Aeußere besitze." „Aber bevor Sie ihr einen Theil Ihres Vermögens vermachen, sollten Sie sich doch genau nach ihrer Herkunft erkundigen", bemerkte der Vraf, „denn Sie müssen doch wissen, wem Ihr Reichthum zugute kommt." „Ich weiß alles", autwortete die Matrone, die ihrem gegebenen Versprechen getreu blieb und sogar ihrem bewährten Freunde nichts von der Geschichte ihres Schützlings mittheilte. »Ich kenne die Verhältnisse uon Miss Gloom so genau, wie sie dieselben selbst kennt." „Sie hat ganz entschieden ein feines, vornehmes Aeuhere und verdient gewiss Ihre Neigung urid Liebe, aber trotzdem ist mir der Gedanke peinlich, dass Clifford, dem ich es nicht zutrauen kann. dass er Sie töoten wollte, in Ihrem Testamente unbedacht bleiben sollte. Ich kaun sein Benehmen Ihnen gegenüber nicht entschuldigen, aber für einen Heuchler kann ich ihn nicht halten, da er nie vorgab, Sie zu lieben. Sie begegneten ihm auch immer mit Misstrauen und zeigten ihm nur wenig Wohlwollen. Verzeihen Sie mir diese offene Sprache, alirr da Clifford Ihr nächster Verwandter ist. hat er doch mehr Ansprüche an Ihr Vermögen als eine Fremde." Sie sprachen noch mancherlei. Aber der Verstand der Matrone lieh sie Cliffords Handlungsweise richtig beurtheilen, und ihr klares Urtheil überzeugte den Vra-fen, fo dass er es aufgab, noch ferner für das Interesse Cliffords einzutreten. „Sie muffen Miss Gloom noch öfter sehen. Mylord; ich möchte, dass Sie ihr Freund würden. Sie steht allein in der Welt und hat niemanden als «582 seiner Mission, ein neues Cabinet zu bilden. Ueber-Haupt scheint man in den gambettistischen Kreisen zur Reconstruction des Cabinets eine befremdliche Zurück» Haltung beobachten zu wollen, wie aus einigen Bemerkungen der „Republique FramMe" hervorgeht, welche nock am 27. d. M. schrieb, es sei offenbar noch nichts gethan, vielleicht noch nichts angefangen, sicherlich noch nichts vollendet. Wenn es gelte, ein Ministerium aufzulösen, um ein anderes zu bilden, dränge sich gar manches Problem auf. Es genüge nicht, einen Conseilsprüsidenten zu haben, der entschlossen ist, die Führung der Geschäfte zu übernehmen; es genüge nicht einmal die Aussicht auf eine Majorität, die gewillt ist, das neue Cabinet zu unterstützen; auch dann bleibe noch die Frage der Personen, die man verabschieden, und die Frage derjenigen, welche man an ihre Stelle setzen solle. In den parlamentarischen Län« dern, deren politische Sitten längst ausgebildet und fest gegründet sind, herrsche der strenge Gebrauch, dass die Mitglieder eines Cabinets, welches fällt oder in dic Brüche geht, sich sämmtlich zurückziehen, um noch in eineni letzten Collectivacte die Zusammengehörigkeit zu bethätigen, welche während ihrer amtlichen Wirksamkeit zwischen ihnen unausgesetzt bestanden hat. Sie, die „Republique Fran^aise", habe keine Ahnung von dem, was vorgehe; aber es würde sie nicht wundern, wenn in Frankreich, wo die parlamentarischen Gewohnheiten eine mehr als dreißigjährige Unterbrechung erfahren hätten, der Rückzug des Cabinets nicht in so guter Ordnung vor sich gienge. Cs müsse da noch allerlei Geziere vorkommen. Man sehe es nicht, aber man fühle es. Ueber die Gesichtspunkte, unter denen die Reconstruction des Ministeriums stattfinden dürfte, geht der «Augsd. Mg. Ztg." folgende Mittheilung zu: „Grcvy. de Freycinet, Waddington und L. Say find über die Nothwendigkeit einig, dem neuen Cabtnet eine zuverlässige Parlamentsmehrheit auf Grund der Vereinigung der Union Ncpublicainc mit der Gauche Mpubli-caine zu geben. Gs scheint dies nicht so leicht zu sein. als man es sich vorstellte. Werden der fortschrittlichen Union Republicaine zu große Zugestündnisse gemacht, so läuft man Gefahr, die Abgeordnetengruppe der Gauche Ncpublicaine abzustoßen, ohne deren ge-mäßigt»' Mitglieder auch die Senatsmehrheit zweifelhaft wäre. Macht man der Union Rcpul'licainc ungenügende Zugeständnisse, so läuft man Gefahr, die Mitglieder dieser Gruppe abzustoßen, die bisher die Fühlung mit der äußersten Linken bewahrten. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Grcvy und de Frey» cinet beziehen sich darauf, dass ersterer auf die Gauche Republicaine in der Kammer und im Semite, letzierer auf die Union Republicaine in beiden Häuscrn überwiegende Rücksicht nimmt, Herr Grcvy berechnet die Elemente und die Zuverlässigkeit der Parlamentsmehrheit anders als Herr de Freycinet. Was Grundsätze und Tendenzen anbelangt, also bezüglich eines Regierungsprogramms, gehen die Ansichten mcht mehr auseinander, seitdem die Amnestiefragc zurückgesetzt wurde." Für die europäischen Mächte kommt bei der Erledigung dieser Krisis zunächst der Umstand in Betracht, dass Waddington Minister des Auswärtigen bleibt. Danlit ist für die auswärtige Politik Flaut« reichs eine verständliche Directive gewonnen. Dieselbe wird sich in den bisherigen Geleisen bewegen und jede Störung des Weltfriedens vermeiden. Auch der Ge-sammtcharakter des in Aussicht stehenden neuen Cabinets lässt darauf schließen, dass die Partei der Besonnenen noch die Oberhand jenseits der Vogesen be halten werde. Freilich muss man dabei immer fragen: Auf wie lange? Die Dinge nehmen eben in Frankreich einen solchen Verlauf, dafs keinem Ministerium eine übermäßig große Lebensdauer in Aussicht gestellt werden kann. Noch ist von den Streitfragen, welche die gemäßigten von den liberalen Republikanern trennen, keine einzige gelöst. Noch hat vor allem Gambetta sich nicht entschieden für das projectierte neue Cabinet ausgesprochen. Gründe genug, um nur mit größter Vorficht an die Beurtheilung seiner Lebensfähigkeit heranzutreten. Zur Situation im Orient. Die Vorgänge im Orient beanspruchen uilaus-gefetzt die Aufmerksamkeit der europäischen Diplomatie. Die Nachwirkungen des russisch'türkischen Krieges machen sich nach wie vor an allen Ecken und Enden des osmanischen Reiches bemerkbar. Bald Wetter« leuchtet es über den Schwarzen Bergen, bald über dem Bosporus; es gährt und brodelt in den selbständig gewordenen Fürstenthümern Rumänien und Serbien so gut wie iu dem neuen suceränen Fürsten-thum Bulgarien und der autonomen Provinz Ost-Rumelien. So sehr die Luft indessen mit Elektricität überladen ist, deuten die Wetterzeichen doch nicht auf neu zu erwartende große Eruptionen hin. Es sind eben nur Complication"!» von vorwiegend localem Charakter, die, wenn nicht schwere Fehler gemacht werden, keine allgemeine Conflagration befürchten lassen. Auch die jüngste englisch'tiirkische Streitfrage wird trotz des acuten Charakters, den sie sofort angenommen hat, schwerlich zu ernsten Weiterungen führen. Es ist vielmehr alle Wahrscheinlichkeit vorhanden, dass sie eine Episode bleiben wird, die freilich von hohem symptomatischem Interesse ist, aber doch keineswegs ein Aufrollen der gesammten orientalischen Frage veranlassen wird. Allerdings besagt eine Constantinopeler Depesche, dass die Pforte nicht daran denke, die Forderung Englands zu erfüllen; ein Telegramm neiieren Datums deutet jedoch darauf hin, dass man zu Stambul bereits ein Mittel gefunden hat, um sich in einer Weise, welche der Souveränetät des Sultans keine directe Demüthigung bereitet, aus der Affaire zu ziehen. Statt die Forderung Englands zu erfüllen, macht man dieselbe, wenigstens in der Hauptsache, gegenstandslos. Unter Zustimmung des Schcith-ül-Islam wird Achmed Tnifik zwar nicht freigelassen, sondern verbannt werden. Hoffentlich wird man sich hiemit in London zufriedeu geben und die Frage der dem Missionär Rocle abgenommenen Bibeln und Tractätchen im aewöhnlichen diplomatischen Wege ohne das Brillantfeuer eines Ultimatums zu regeln suchen. Wir wissen nicht — so äußert sich mit Bezug hierauf das „Fremdenblatt", — welche Haltung die übrigen Signatarmächte in dieser speciellen Streitfrage eingenommen haben. Was uns jedoch bekannt ist, sind die gegenseitigen internationalen Beziehungen der Signatarmächte, und diese Kenntnis lässt uns dem weiteren Verlauf dieses Zwisckienfalles mit größte, Ruhe entgegensehen. Die gegenwärtige Gruppierung der Mächte bietet genügende Gewähr dagegen, dass sicb an dem hie und da aufflackernden Zündhölzchen ein Weltbrand entwickelt. Die Hauptbürgschaft für eine friedliche Entwicklung aber bietet nach wie vor das innige Einvernehmen unferer Monarchic m>t dem deutschen Reiche. So lange die österreichisch-deutsche Entente fortdauert, hat Europa nicht zu besorgen, dass sich die einzelnen Krisen in den Balkanländern zu einer deu Frieden des Welttheils gefährdenden all« gemeinen orlentalifchen Krisis auswachsen. Die innige Freundschaft der beiden Kaiserreiche aber besteht in unveränderter Weise fort. Wir betonen das mit besonderem Nachdruck gegenüber den eigenthümlichen Gerüchten, welche von russenfreundlichen Blättern an den Besuch des Grafen Schuwalow in Varziu geknüpft werden. Soll der bisherige russische Botschafter am Hofe von St. James während seines Aufenthaltes beini Fürsten Bismarck doch nichts Geringeres zustande gebracht haben, als die Wiederherstellung der Drei-Kaiser-Allianz! Es fehlt nicht an Pressstimmen, welche der Meinung Ausdruck geben, dass, wenn Graf Schuwaloffs Visite bei dem deutschen Reichskanzler wirklich ein derartiges Resultat gehabt hätte, damit viel mehr Anlass zur allgemeinen Beunruhigung gegeben wäre, als durch alle offenen Fragen in den Äalkanländern. Wir können dieser Ansicht nur rückhaltslos beipflichten; glücklicherweife aber dürfen wir sofort hinzusetzen, dass die Besorgnis, die Drei-Kaiser-Allianz habe in Varzin ihre Auferstehung gefeiert, absolut unbegründet ist. Das Drei-Kaisrr-Vündnis lst ein überwundener Standpunkt, auf den zurückzulchren weder für Deutschland noch für Oesterreich-Ungarn eine Veranlassung vorliegt. Rücken an Rücken gelehnt können die beiden befreundeten Mächte ruhig den Dingen, die da kommen werden, entgegensehen. Sie haben weder eine Bedrohung zu befürchten, noch bedrohen sie eine andere Macht. Graf Schuwaloff brauchte nicht erst nach Varzin zu reisen, um das zu erfahren; er war davon gewiss schon lange vorher unterrichtet. Auch liegt gerade für die friedliebenden russischen Kreise, als deren hervorragendster Repräsentant Graf Schuwaloff gilt, am wenigsten Veranlassung vor, eine Ersetzung der österreichisch-deutschen Entente durch das Drei - Kaiser-Bündnis zu erstreben. Als Fricoeusbürgschaft genügt das innige Einvernehmen Deutschlands und Oesterreich-Ungarns. Der Hinzutritt eines Dritten, heiße er nun Nussland oder wie sonst, würde dem erweiterten Bündnis einen mehr oder weniger offensiven Charakter leihen. T.is aber haben Graf Schuwaloff und seine Fremide am wenigsten zu wimscheu Ursache. In Petersburg ringen augenscheinlich noch immer zwei Strömungen um die Oberhand. Vun dem Ausgang dieses Kampfes ist die ruhige Entwicklung der orientalischen Verhältnisse mindestens ebenso sehr bedingt, wie von den Entschließungen des Sultans. Deutschland uud Oesterreich-Ullgarn haben in Con< stautinopel wie in Petersburg ihr Augenmerk auf dasselbe Ziel zu richten: auf die gewissenhafte Durchführung der im Berliner Vertrag nieoergelegten Be« schlllsse Europas. Ihrer sympathischen Unterstützung sind hier wie dort jeuc Kreise sicher, welche die Europa gegenüber eingegangenen Verpflichtungen ohne Hintergedanken zu erfüllen entschlossen sind. Da jedoch oil beiden verbündeten Mächte keine Intcrvcutionspolitil treiben, können sie nicht verantwortlich gemacht werden, wenn am Bosporus oder an der Newa Vorurtheile und Leidenschaften den Sieg davontragen. Wer sich selbst verderben will, dem kann niemand helfen. D>e österreichisch-deutsche Entente wird ihre Kraft nie an Unmöglichem verschwenden. Sie kann das rollende Rad der Weltgeschichte nicht anfhallcn; aber sie bietet Europa die Bürgschaft, dass, wenn auch hier uud dort zeitweilig die Leidenschaft über die Vernunft triumphs dadurch der Friede deS Welttheils nickt gchöit wild Russische Stimmen über die englische Politik- Die Rede des engliscben Unterstaatssecretär« Äourke ln der Versammlung der Conservative» voll Leeds gibt der russischen Presse wieder einmal ""- mich. Und ich werde nicht mehr lange über sie wachen können; ich fühle meine Kräfte schwinden. Die Er-schütterung von dem Falle, der mich betroffen, war zu groß; eine Wiederherstellung scheint mir unmöglich. Meine Tage sind gezählt. Valerie ist ein argloses Kind; was soll aus ihr werdeu, wenn ich nicht mehr um sie bin? Sie ist so schön und unschuldig!" „Meine liebe Freundin!" „Sie, Graf St. Berry, stehen mit all' Ihren Ehren und Reichthümern ebenso einsam da wie ich. Ihr Sohn ist todt, Sie haben keine Nachkommen, Sie müssen sich oft nach liebevoller Umgebung in Ihrem großen Hause sehnen. Niemand hätte daran gedacht, dass ich auch dieses Sehnen empfinden kölme, aber es war doch so. Valerie jedoch wusste die Leere in meinem Herzen auszufüllen; sie wurde mir, trotz uu« serer kurzen Bekanntschaft, ein Trost und eine Stütze; um so mehr bereitet mir ihre Zukunft Sorge. Wollen Sie ihr ein Beschützer werden, wenn ich aus diesem Leben geschieden bm?" Der Graf vermochte den bittenden Blick Mifs Winhams nicht zu widerstehen, er gab ihr das verlangte Versprechen. Miss Winham setzte eine kleine silberne Handglocke in Bewegung. Valerie trat wieder ein und nahm auf den Wunsch ihrer Herrin auf einem Stuhl Platz. Eortsetzuna. folgt.) Sylvester. Laib ach am 30. Dezember. Das Jahr ist gleich den Schöpfungen und Werken des Menfchen ein Kind der Zeit. die, wie schon der Mythus der Alten so sinnig bemerkt, ihre eigenen Kinder verschlingt. Ein ähnliches Bild bietet das Meer, das durch seine, deu Ursprung der die Erde umschif-senden Wollenmasseil bildende Verdunstung die eigentliche Gcliuttöstätte der Quellen und somit des Stromes ist. Diese Aehulichleit der beiden Bilder ist die Veranlassung zur Mittheilung des nachfolgenden schönen Gedichtes vun E. Tegner, dem Sänger der Frithiof« sage, da die Sonne, die sichtbare Vertreterin der Zeit, das alte Jahr im astronomischen Sinne (21. Dez.) bereits zu Grabe gleitet oder verschllmgen hat. Tcg-ners Dichtung dürfte somit schon wegen einer anderen, in ihr liegende!! Allegorie nicht unpassend gerade am Sylv ester a bend den Lesern des Blattes vorgelegt werden. Der Htrom. Au« dem 3ch»ldisch«n fte< übnsehl durch Tim, Lab Ich sitze an des Strome« Quell' und still betrachte Das Himmelstind, entronnen seiner dunklen haft; Nur schwach sich regt in Vcrgeswieg das erst erwachte, Da Mutter »Wolle" gibt noch wenig Lebenslraft. Doch seht! im Waldo wächst der feuchte Göttersprosfe . Und träumt bereits so schön von Thaten-Nuhm und UM», Die Sonn' cr zieht, den Mond von ihrem hehren Nosse ^ Sie wiegend — treibt ihn fort die Sehnsucht in der Vr«!«- Denn nicht so recht gedeiht er unter Tannenzweigen, Nicht besser ihm der Berge schroffe Wand behagt; Wie stürmt der tolle Knab' in rasend wildem Reigen. Fort über Thalgestcin und Klippe, wo sie ragt! „Komm mit. lumm mit!" so geht an jedem Äach scm MA'^' „birr brennt die Sonn', hier E»ch. Brüder, lrinft d" n°' ' Durch Feld und Thalgrund wollen wir den Weg uns IiatM" Es geht dahin, wo ich sammt Euch den Ursprung fano. Des Regens munt're Sühne hören das und drängen Dcm jungen Abenteurer freudig murmelnd nach? Ein König jetzt — soll er die Wellen niederzwangen. Da Wald und Felsen stürzen, die sein Toben brach / Der Siegcsheld nun in die Eb'ne schreitet nieder, Gehuldigt wird dem blangelockten überall. .„i-ber: Sein hauch dem sonnverbra.ntten Feld bringt L ben lmeder ^ Er tauft die Flur - und weiter rauscht sem FlutenM. 8» seinem Lobe selbst des Dichters Lieder tönen. Äus seinem Spiegel gleiten Schifte. Manner hm. Er dünlt ein lieber Gast der re.chen Städte Ah"«^ ^. Äunt Wicscnlaud umschlichend - hangt an Stromes n Ach! nichts vermag den «»l'closcu auszuhalten. Er eilt. lässt goldene Thürme, re.ches Feld zuru fragen. Auf einem Ofen wollte man nass gewordenes ^yna,„it trocknen; dasselbe explodierte und der ganze " den Fabnlshos gehende Tract des Gebäudes barst 'nizwe,. Fünf Personen wurden todt aus dem Schutt hervorgeholt, drei Arbeiter und ein Kind sind schwer verletzt. Die Katastrophe wurde durch leichtsinnige Arbeiter herbeigeführt. Dieselben hatten trotz strengen Verbots gefrorene Dynamitpatronen, etwa 4 Kilogramm, auf den Ofen gelegt. Dasselbe explodierte mit furchtbarer Detonation, die in ganz Ofen hörbar gewesen; Feuerwehr und Polizei rückten sofort aus, und wurden die Nettungsarbeiten aufs rascheste vollzogen. — (Ergebnisse des Postverlehrs 1378.) Amtlichem Ausweise in der ..Austria" zufolge wurden im Jahre 1878 in den im Reichsrathe vertretenen Ländern im Briefpostvertehre 192.024.8W frankierte i und 5.389.070 unfrankierte Briefe. 35443.800 Corre-spondenzkarteu. 30.078.860 Stück Drucksachen und 5.318.330 Stück Warenproben, ferner 20.612,370 portofreie Briefe, zusammen also 2V4.867.230 Post. stücke aufgegeben und befördert. Im Fcchrvostvertehre zählte man 3,816,180 ordinäre Pakete im Gewichte von l 1.506.790 Kilogramm. 11.707.500 Geldbriefe mit 3.502.983.200 st.. 9,804.400 Wertsendungen im Betrage von 1.061.771.200 fi.. zusammen also 25.328.080 Stück iln Werte von 4.564.754.400 fl. In den Ländern der ungarischen Krone wurden im Briefpostverkehre befördert 51.058.998 frankierte und 1.744.722 imfran» kirrte Briefe. 10.869.768 Stück Correspondenzlarten. 8.514.648 Stück Drucksachen. 1.617.872 Stück Waren» proben und 15.139,536 portofreie Griefe, zusammen 88.945.544 Stück. Im Fahrpostuerkehre zählte man 382.485 Stück ordinäre Paket? im Gewichte von 1.199.894 Kilogramm. 6.158,620 Stück Geld« und Wertsendungen im Betrage von 758.265.142 si. — (Der Winter in Paris.) Die Reinigung der Pariser Straßen von Schnee und EiS geht nur langsam vorwärts. Obgleich bei dieser Arbeit tägl>ch 17.250 Arbeiter und 3976 Karren mit 7500 Pferden betheiligt sind. so lonnte während 16 Tagen nur ein geringer Theil der Schneemassen hinweggeschafft werden. Man machte Versuche mit verschiedenen Mitteln; doch stellten dieselben sich als unpraktisch heraus, nur das Schmelzen des Schnees durch Salz gelang, man wen« bete es auf den Pferdebahnen an. Dieses Verfahren ist indessen sehr kostspielig. Infolge des schlechten Zustandes der Straßen ist der Verkehr fortwährend äußerst schwierig und die Pariser fangen an, sich in einer ähnlichen, wenn auch nicht so schlimmen Lage zu befinden, wie zur Zeit der Belagerung. Nicht allein der Preis aller Lebens-mittel ist bedeutend gestiegen, sondern das Holz. die Kohlen und der Coaks sind nur mit doppelten und drei» fachen Preisen bei den Kleinhändlern zu haben. Die Regierung, welche von der Ministertrisis in Anspruch ge- ' nommen ist. verhält sich allerdings bis jetzt neutral, dagegen hat die West-Eislnbahngesellschaft zu derartigen , Maßregeln die Initiative ergriffen; sie hat eine größere Unzahl von Personenwagen eingestellt und nimmt vor der Hand nur Lebensmittel. Kohlen und Holz zur Be-förderung' au. Diesettage machte man auf der Seine Verfuche mit dem Spreugen des Eises durch Dynamit. Man gebrauchte Patronen von 400 Gramm, die man durch eine auf dem Quai befindliche elektrische Maschine in Brand steckte. Mau zertrümmerte damit das Eis i:, der Länge von 80 und auf eine Breite von 5 bis 6 Meter. Drei andere Versuche wurden mit Patronen von ebenfalls 400 Gramm gemacht, welche man durch die Leckford'sche Lunte anzüudetc. Das Eiö wurde auf 15 bis 20 Meter auseinander gesprengt. Muu machte diese Versuche, weil man die Brücken freilegen will. ehe Thauwetter eintritt. — (DiphtheritiS in Russland.) In den südlichen Gouvernements des europäischen Nusblands und im Kaukasus grassiert seit mehreren Monaten eine sehr heftige Diphtheritis-Epidemie, welcher namentlich viele Kinder zum Opfer fallen. Die russischen Blatter haben nur unzureichende, mit Zahlen sehr dürftig ausgestattete Notizen darüber gebracht. In deutschen Blättern finden sich die Angaben, dass die Epidemie, von Vessarabien ausgehend, dreizehn Gouvernements ergriffen und allein am Kaukasus 40.000 Kinder gelobtet hat. Ein Plan zur Bekämpfung der Epidemie ist in Petersburg vom Professor Nustrov ausgearbeitet und von einer Commis. sion angenommen worden. Mau beschloss, nicht später als nach drei Wochen 30 Aerzte und 300 Schwestern nach Poltawa zu entsenden. Erstere erhalten je 300 Rubel Reisegelder und 200 Rubel monatliche Gage. diese je 100 Rubel, beziehungsweise, 25 Rubel. Locales. — (Zustimmungsdepeschen.) Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident Graf Taaffe hat in der letzten Zeit neuerdings eine Reihe von Zustimmung«, depcscheil aus Krain erhalten, unter anderen von den Stlldtvcrtrctungc» von Tfcheruembl. Mottling, Laas. Stein, Wippach und Bischoflack, dann von Doruegg und von den Slovenen der Gemeinde Nudolfswert. Alle ZustimmttngSdcpeschen der erwähnten Vertretungen be« glückwülischcn die Regierung zu der von derselben inaugurierten Politil und geben dem lebhaftesten Wunfche Ausdruck, es möge dem Grafen Taaffe gelingen, die Ver« söhnung aller Nationalitäten auf verfassungsmäßigem Wege herbeizuführen. — (Verleihung.) Dem Haufttmaune erster Klasse Franz Kcki des Infanterieregiments Freiherr von Kühn Nr. 17 wurde anlüsslich seiner Uebernahme in den Ruhestand der MajorScharalter uä twiwre» mit Nachsicht der Taxen verliehen. — (Beförderung.) Der Frequentant der Land' wehr-Officiersaspirantenschule Carl Fasan des krainischen Landwehr» Schüheubataillonö Nudolfswert Nr 24 wurde nach der mit gutem Erfolge abgelegten Officiersprüfunz zum Lieutenant im Bataillon befördert. — (Umschlag der Temperatur.) Die biß-herigc abnorme Kälte hat sich mit Schluss des Jahres endlich in radicaler Weise gebrochen. Schon Sonntag abends war in Laibach ein plötzliches Nachlassen der bi» dahin schneidenden Kälte bemerlbar. am Montag betrug das Tagesmittel der Temperatur nur mehr — 5 4 " 0., und gestern stieg das Thermometer sogar schon über Null und zeigte fast constant -j- 1 bis -^- 1 2 " 0. Ein noch weiteres rasches Steigen der Temperatur wäre allerdings von Uebel, da die großen vorhandenen Schneemassen hindurch zu schnell ins Thauen kämm. Wal einerseits in den BergeShöhen gefährliche Lawiuenabstürze und in den Niederungen verheerende Ueb-rschwemmungen befürchten liehe. Hoffen wir. dass der heurige Winter nicht allzu ungestüm abrüsten und wenigstens hierin die glückliche Mittclstrnße einhalten werde. — (Benefizvorstellung.) Den Reigen der heurigen Beurfizvorstellungen eröffnet Frau Anoreä-Kilhn am kommenden Samstag, den 3. Jänner, mit dem ausgezeichneten Lustspiele „Der Kufs" von Ludwig Döczi. >Wir erwähnen nur, dass dieses von der Kritik mit hoher Achtung begrüßte Werk am Wiener Vurgtheater mit zündendem Erfolge gegeben wurde und unstreitig den besten Producten der neueren Vühnenliteratur anzureihen ist. Namentlich wurde an der Novität die schöne poetische Sprache und die vollendet correcte dichterische Form gelobt. Wir glauben, dass es leiner weit»« ren Anpreisung bedarf, dieses mustergiltige Lustspiel dem Publicum anzuempfehlen, befonders da es sich darum handelt, eine im höchsten Grade verdienstvolle Schauspielerin auszuzeichnen, die sich ihrer, bei der herrschen» den Geschmacksrichtung wahrlich nicht leichten Aufgabe jederzeit mit allem Aufwanbe von Fleiß und Eifer entledigte. Frau Andrea-Kühn hat alle in ihr Fach schla-zende Rollen mit unermüdlicher Begeisterung und großer Vegabung durchgeführt und gar oft das meiste zum Velingen der Vorstellungen beigetragen, uebstdcm aber auch wiederholt den Opcrcttenproouctionen durch ihr schätzenswertes Mitwirken erhöhten Reiz verliehen. Es ist demnach nur billig, oass das hiesige Publicum sich ihr für die vielen genussreicheu Abende erlenutlich erweist. — (Novität.) Heute gelangt der „Schütze von der Bertisau", ein dramatisches Gedicht in einem Ncte aus der Feder eines hiesigen angehenden Literaten, zur Ausführung, dessen poetisches Talent sich schon in mehreren schriftstellerischen Arbeiten versucht hat. — (Die Vierindustrie in Krain) Im Jahre 1878 bestanden i» Krain acht Vierbrauereien, welche im ganzen 33,423 Heltoliter Vier erzeugten und hiefür an Steuern den Getrag von 73,481 st. entrichteten. Auf den Kopf der Bevölkerung entfallen von dem in Krain gebrauten Vier je sieben Liter, beziehungsweise je 15 kr. der entrichteten Steuer. Von den drei Provinzen Krain, Steiermarl und Kärnten ist unser Land das weitaus am wenigsten Bier erzeugende. Die Zahl der Brauereien in Stcicrmart belief sich nämlich im gleichen Jahre auf 84 mit 550.942 Heltoliter gebrauten Bieres und in Kärnten, das bekanntlich eine Unzahl lleiner Landbrauercicn besitzt, auf 113 mit 113,964 Heltoliter gebrauten Bieres. Die hiefür entrichtete Steuer belief sich in Steiermarl aus 1,196,749 fi. und in Kiirn-ten auf 223.531 fl. Auf den Kopf der Bevölkerung vertheilt, entfielen von dem im Jahre 1878 erzeugten Biere: in Steiermarl je 48 Liter, beziehungsweise 1 st. 3 kr., und in Kärnten 33 Liter, beziehungsweise 65 kr. Steuergcbür. Mehr als 10,000 Heltoliter Vier erzeugten in sämmtlichen drei Provinzen bloh sieben Brauercicn. Verbraucht wurden in diesen drei Ländern 188,343 Meterzentner Gerste und 1187 Meterzentner Hopfen. In ganz Oeslerrcich.Unssarn betrug im Jahre 1876 die Erzeugung der 2352 Brauereien 11.323,444 Heltoliter Bier mit einer Steurrleistm'g von 21.041.631 Gulden, der Export 214.422 und der Consum 11.111.796 Hektoliter Bier. Die Erzeugung gieng im Jahre 1878 um 215.009 Hektoliter und der Eunsum um 228.131 ! Heltoliter gegen das Vorjahr zurück. Der Steuerrückgang betrug 424.093 Gulden, — (Gemeind ewahl.) Bei der am 18 d.M. in der Gemeinde Kreuz bei Neumarltl vorgenommenen neuen Gcmeindevorstandswahl sind die Grundbesitzer Franz Orantsch aus Kreuz zum Bürgermeister. Johann Nibnilar auS Stenitsche zum ersten Gemeinderathe wieder-und Joses Stuller aus Unterduplach zum zweiten Ge-mcinderathe ncugewühlt worden. — (Vrand einer Schmiede.) Die dem Andreas Mihrlcii in Sagor gehörige, aus Holz erbaute Schmiede in Seuschel im Littaier Bezirle ist am 10. d. M. gegen 10 Uhr abends abgebrannt. DaS Feuer war vermuthlich durch Ueberheizung einetz Ose»S während der Abwesenheit des ledigen Pächters der Schmiede, Martin Peterla, entstände», der den betreffenden Abend in der benachbarten Ortschaft Kostreiinz zubrachte und durch den Vrand um feine sämmtlichen Effecten kam. Der Vesiher erlitt durch den Brand cmen Schaben von 300 ft. 2584 . —6 (Theater.) Obwohl wir mit der Vespre« 1 chung der sonntägigen I av otte« Aufführung schon stark p08t f».'^tum kommeu, ist es uns doch unmöglich, dieselbe zu ignorieren. Diese überaus melodiöse und auch bezüglich des Textes bevorzugte Operette erfreute sich seinerzeit auf der hiesigen Bühne ganz tadelloser Aufführungen und steht daher im hiesigen Publicnm bestens angeschrieben. Auch die heurige Scenierung der „Ja» dotte" lann nicht gerade misslungen genannt werden, im Gegentheile, fie verdient größtentheils alles Lob, allein mitunter auch sehr viel Tadel. Um mit ersterem zu beginnen, berichten wir zuerst, dass Frl. Widemann als .Prinz" eine s» reizende Leistung producierte, wie sie hier mit dieser Partie noch niemals geboten wurde-Gesangsvortrag, Spiel und Erscheinung vereinigten sich zu einem Ganzen, dessen Liebenswürdigleit unsere An» erlennung in gleicher Weise hervorruft, als sie das Publicum zu stürmischen Beifallsbezeugungen hinriss. Frl. Heißig (Iavotte) sang die Duette mit „Prinz Edward" jehr hübsch, war aber bei den Solonummern zu sehr zurückhaltend. Die Herren Weiß (Tom) und Weitz (Nick) fassten ihre Aufgabe zu derb auf und gaben ordinäre Späße zum bestes, anstatt die vor« geschriebenen Rollen mit Humor und Exactheit durchzuführen. Herr Mondheim war als „Sir Plumpudding" wieder sehr gelungen. Frl. Wildner (Isabella) und Frl. June (Pamela) genügte». Die Ausstattung zeigte von gutem Willen, ließ aber bezüglich der Kostüme manches zu wünschen übrig, indem nur beispielsweise im letzten Acte der Nachtwächter ganz überflüssigerweise eleganter aussah als der Prinz. Die vorgestrige Neprife der Operette „Mann« schaft an Bord" wurde durchwegs gelungen aufgeführt und vom spärlich versammelten Pnblicum bei» fälligst aufgenommen. Das vorausgegangene Lustspiel „Kau dels Gardinenpredigten" erzielte einen üußerst günstigen Erfolg und bot namentlich Frl. Verthat und Herrn Frederigk Gelegenheit, sich auszuzeichnen. — (Spende.) Herr Josef Zenari hat der Redaction den Betrag von 5 st als ungefähres Spesen-Aeqnivalent für die von ihm heuer unterlassenen schriftlichen Neujahrsgratulationen an Freunde und Bekannte mit dem Ersuchen übersendet, diesen Betrag einem uns passend erscheinenden Wohlthätigkeitszwecke zuzuführen. Indem wir von diesem nachahmenswerten Vorgange Notiz nehmen, bemerken wir zugleich, dass wir die uns zur Herfügung gestellten 5 st. jenem verarmten Ge< werbsmanne zuführen, dessen bedrängter Lage wir dieser» tage in unserem Blatte gedacht haben, — Von einem Un< genannten wieder uns für denselben Zweck 1 st übermittelt. Danksagung. Tas Damcncomite zur Bekleidung arm^r Schulkinder sieht sich angenehm verpflichtet, der löblichen t l a i n i sch c n Sparkasse für die großmüthige und ausgiebige Spende von zweihundert Gulden den verbindlichsten Tank aus zusprechen. tleuefte Post. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Wien, 30. Dezember. Der gestrige Nachmittags-Lourierzug der Nordbahn ist in Süßenbrunn entgleist. Ver Heizer ist todt. fünf Personen des Zugspersonales sind verwundet. Die Passagiere blieben unverletzt. Berlin, 30. Dezember. Der „Reichsanzeiger" pu« bliciert eine kaiserliche Verordnung, nach welcher künftig das Reichskanzleramt den Namen Neichsamt des Innern und der Vorstand des Reichskanzleramtes den Titel Staatssecretär des Innern führen. Berlin, 30. Dezember. Der Botschafter Saint< Ballier reichte gestern seine Entlassung ein. London, 30. Dezember. Das Handelsamt ordnete eine Untersuchung in der Tay-Katastrophe an. Die Zahl der Opfer wird auf 90 Personen geschätzt. Alexandrien, 30. Dezember. Eine ministerielle Entschließung verfügt die ungesäumte Sequestrierung aller dem Exkhedive gehörigen Güter. Berlin. 29. Dezember. (Presse.) Die sechs« monatliche Verlängerung des Meistbegünstigung«' Vertrages mit Oesterreich-Ungarn unter den von der „Presse" gemeldeten Bedingungen ist perfect. Die Unterzeichnung des Vertrages erfolgt morgen. Pari«, 29. Dezember. (Officiell.) Das ncue Ministerium ist in folgender Weise gebildet: Frey» cinet Präsident und Aeußeres, Lepüre Inneres und Eultus, Capot Justiz, Magnin Finanzen, Farre Krieg, Iaureguiberry Marine. Ferry Unterricht, Varroy Arbeiten, Tirard Handel. Cochery Post. — Waddington lehnte den Botschafterposten in London ab. Paris. 29. Dezember. (Presse.) Infolge der Bildung des neuen Ministeriums werden zahlreiche Neilernennungen von Präfecten und Veränderungen in der diplomatischen Vertretung Frankreichs stattfinden. Challemel-Lacour soll ein Votschafterposten zugedacht sein. Man zweifelt im Augenblicke an der Rückkehr St. Valliers nach Berlin und Teisserenc de Borts nach Wien. Paris , 29. Dezember. Die Journale constatieren. dass das neue Cabinet vollkommen homogen sei, da es nur aus Mitgliedern der gemäßigten Linken und der republikanischen Union bestehe. Paris, 29. Dezember. Waddington refusierte das Portefeuille, weil man von ihm einen Beamten« Wechsel in seinem Ressort verlangte. Say ging, weil er ohne Waddington nicht bleiben wollte. London. 29. Dezember. Eine Depesche der „Times" aus Calcutta vom 28. Dezember meldet: General Roberts besetzte die Höhen von Balahissar. Die Truppen der Aufrührer plünderten Herat drei Ta^e lang. Ayub Khan «st nicht gefangen, jedoch ein willenloses Wertzeug in den Händen der Kabulesen. Derselbe sandte seinen Schwiegervater nach Kandahar, um Unterhandlungen mit den britischen Behörden an^ zuknüpfen. Cetlnje. 29. Dezember. (Presse.) Fürst Ni< lola hat den Mächten erklären lassen, dass er angesichts der absichtlichen Verzögerung in der U-ber-gäbe Gusinjes nunmehr nach eigenem Ermessen handeln werde. Für die Rüstungsauslagen, di> Montenegro aus dieser Angelegenheit erwachsen, erhebt es den Anspruch auf eine Entschädigung seitens der Pforte, zu deren Sicherstellung die muhamedlinischen Güler in drn annectierten Gebieten Montenegros sequestriert werden sollen. Cet in je, W.Dezember. (Frdbl.) Aoz» Petrouic berichtet an den Fürsten, dass die ^age der montenegrinischen Truppen um Nndrievka und am Lim infolge der enormen Kälte und der gestörten Communi-cationeu eine sehr ungünstige sei, uud ersucht um Befehl zum Angriff auf Gusinje. — In den nordöstlichen Grenzdistricten Montenegros herrscht Hungersnoth. Telegraphischer Wechselcnrs vom 'i0, Dezember. Papier »Rente 69 05. — Silber » Rente 70 6<), — Gold. 3lente8120. - 1660er Staats-Nnlehen 130—. — Vank.Acticn 837. — Credit»Acticn 29120, — London II680, - Silber --—, K. t. Münz-Ducatell 5 52, — 20«Franken . Stücke 9 31 - 100-Rclchsmarl 57 85. Wien, :i0. Dezember. 2'/, Uhr nachmittag«. (Tchlxsscurse,) Creditactien ?90 50. 1360er Lose 130 —. l»U4er Lose 15« 50. österreichische Reut« in Papier 69—, Staatsbahn 274 75. Nordbal»; 2:;2 50. 20.Frankenstiicke 9 31. türkische Lose 15 8», ungarische Cre^ttactien 2»is 75, Llnudaclien 62s—, österreichische Anglol'.iul 14^ , Vomdarden 62 . Unionbank 99 -. Com» munalaülehen 118 80, Eauvtische —. Goldreute 81 2). ungarische Ooldrente 97 2,'.. Schwächer. Tkeater. heute (Anfang 6 Uhr): Der Schütze von der Ver» tisau. Dramatische« Gedicht in 1 Act. Diesem folgt: Ein Narrenabcnd im Salon Pihelberger. Morgen: Der Zauberschleier. Angekommene Fremde. Am 29. Dezember. Hotel Stadt Wien. v. Kiesewetter, Oberlieut.. Karlstadt. -Baron Tchönbcrger. t. l. Conceptspralticant, Laibach. — hertle, Director. Trisail - Koch Dora, Weycr. — Ostertag, Ad« vocat, Scssana. Hotel Elephant. Tischler, Obcringenieur, sammt Frau, TarviS. — Derbitsch, k. k. Vezirlshaufttmann, Kramburg, — ssumel. l. k, Stcucramtsadjunci, Nr. >Neustad!. - Samolar, Haus« bcsiher, Trieft. Kaiser von Oesterreich. Dermel^ Oberlehrer. Zirlniz. — Ber-ger. Oelonom, Villach. — Ncrilö, Lehrer, Krainburg — Mesarii Albcrtiue, Agram — Zvoll, Oberlehrer. Gurtfeld. Verstorbene. Den 29. Dezember. Anna Waller. Hausbesitzerin, 48 I, Castellgassc Nr. 7, hcrzschlag. Im Civilspitale: Den 28. Dezember. Theresia Hitejc, Inwohnerin, 81 I. Kliu-ilginu« «omli». Den 29, Dezember. Robert Stajer, Arbeiterssohn. 9 Mon., acuter Darmkatarrh. - Maria Rihar, Arbeitersweib, 60 I., rechtsseitige Lungenentzündung. Den 30. Dezember, Michael Kotar. Inwohner, 67 I., chronischer Darmlatarrh. Meteorologische Beobachtungen iu Laibach.^ ^ -Z in U - ^ Ä F "ö ^ «^ « ?^ ^Z _______^,^ ^ _________n ^ _^^ 7U.Mg. ?'4I 31'> I I NW.schwachl trübe ......... 30. 2 . N. 740 8! ^- 12 SO. schwach trübe 0 00 9 , Ab. 739 73 — 0 4 i windstill trübe Abends seiner, dünner Regen. Das Tagesmittel der TeM' peratur -p- 0 9. um 38" über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Otto mar Namberg. Vlngesendet. Frcithuin am 25. August. Euer Wohlgeborcu! Sic haben mir auf Verlangen Ihre prächtigen Gastls Blutrcinigungspillcu gesandt. Da sich dic Wirkung derselben nicht nur bei mir, sondern auch bei mehreren Leideudeu so ausgczcichnct bewährt hat, so ersuche nochmals um Einsendung von ftchö Schachteln. Franz Iaburel. ^u beziehen durch das Central Depot: Apotheke „zum llbclisl" in Klagenfurt-, ferner m Laibach bei Herrn Ap»' thetcr V. v. Trnröczy. in Ndclöocra, bei Herrn Apothcler Ä. Leban, in .^trainburg bci Herrn Upolhcler K. Scha«' 1, if. in Loitsch bei Herrn Apotheker A. Olala W Fill, dic vicleu Vcwcise herzlicher Theilnahme M ^> während drr Krankheit und nach dem Hinscheiden W ^> unserer iuma.slg!-liclitcn Tchwlslcr W » Zrancisca Mmitz. > W scrner sill die vielen schöllen Kranzspenden und das W M freundliche zahlreiche («cleitc zur lchteu Ruhestätte W ^ sagrn den tiesgcfilhlteslen Danl W W die trauernden Hinterbliebenen. W W Ticf gerührten Herzens danken wir allen den» M M jenigen. welche uns aus Aulass des uncrschlichen W M Verlustes unseres innigstgeliebten und unvcra.es'>) W ^ lichen Gatten, Vaters und Schwiegervaters, Herrn M > Lukas Polc, > W ihr innigstes Veilcid bezeugt und dem allzufrüh M ^ Verblichenen das letzte Geleite gegeben haben. Ins« ^ ^ besondere sind wir aber dcm hochgrehrten Personale M M der Jg. v,Kl«inmayr.ck Fcd Namberg'schcn Druckerei M M und den Mitgliedern des löbl. Äuchdruckeruereins sin M ^ die dcn Verstorbenen chrcndcn Kranzspenden sowie ^ M den Herren Sängern für den erhebenden Gral'gcfang M ^ zum größte» Danke verpflichtet. W W Die trauernden Hinterbliebenen. W ^l^s^^^^i^^ ^,!"l' 29 Dezember <1 Uhr ) In Credilaelien und cinigrn anderen Epcculationspapieren haben die hohen Culsc viel Ware auf den Markt gl'locll, wclchc hcu0 Lose. 1854........ 125- 12550 . 18s0........ 13050 131 . I860 (zu 100 fl.) . 134 ^ 134 50 , 1864........ 166 75 167- Ung. Prämien»««!..... 107 50 108 «redit-L.......... 17650 177 «udolfs.L......... 18— 18 50 Prämienanl. der Btadt Wien 118 25 11350 Tonau'Regulierungs-Lose . . 112 75 113 — »omäntn - Pfandbriefe ... 144 - 144 50 Oesterr. Echahscheine 1881 rücl» zahlbar......... 101— 102 Vesterr. Schatzscheine 1882 rück« zahlbar......... 101 102 — Ungarische Goldrente .... 9725 9730 Ungarische Eisenbalin.Anleihe . 115 75 11625 Ungarische Eisenbahn^Anleih«, Humulativstücle...... 114 2b 114^0 Ungarische Schatzanw. vom I. 1874.......... - - — — Nnlehen der Stadtgemeinde Nien «» «. V...... 100 75 101 25 » 103 75 Niederösterreich......104 75 105 2l. Galizien.........95 75 96 50 Viebenbiirgen.......85- 86 - lemes« Vanat......8? - 83 - Ungarn..........88 - 89 - llctlen v«» yanl,u «ilb «Kare Anglo.österr. Vanl.....14l 50 l41 75 Treditanstal: .......290^0 29075 Depositenbank.......228-50 229 - Creditanstalt. ungar.....268 25 268 50 Oesterreichisch, ungarische Vank 8:!7 838 — llnionbanl ........98.^0 9875 Verkehrsbank.......132 25 122 75 Wiener Vankoerein.....146 146 50 «ctlen »on Tr«n»>«rt Unterneh- Alsöld.Vahn .......14450 14°>'- Donau.Dampfschiff..Gesellschaft 589 590 Hlisabeth-Nestbahn.....18025 18075 »lld war« Ferdinands — ssranz.Iosevh-Nahn . . . .15750 158' («alizische Carl-Ludwig . Nahn 25150 251 Kaschau-Ooerberger Äahn . . 114 75 1l5-Lemberg'Czernowitz« Vahu . 147 25 147 50 Lloyd - Gesellschaft.....62 7- «2^j - Oesterr. Nordwestbahn ... 14? — 14? 25 Rudolfs-Bahn.......147 75 148 - Ttaatsbahn........2?4 — 274 50 Ziidbahn.........8250 83 - Thtih-Nahn........215 25 21575 llngar-galiz Verbindungsbahn 117 - 117 50 Ungarifchc Nordostbahn . . . 135 50 136 -Niener Tramwa,,.Gesellschaft 207 — 20? 50 V»«udbrle»e. Mg.öst.Vodencreditanstli.Vd.) 118 - 113 5^ . ^ . )60 bi« 70 70 »aldrente «140 bi» 81 b0 «rebil 29150 b,« 29^75 nn^l« .,. 141. 75 London 116 90 5i« 117 Ii Napoleons 9»0», ^i« 9 81 Mlb« - - di» — -.