^33.____________^ Freitag, 8. Februar 1889. ^ 108. Iahrgan». Mbacher Zeitung. ^___ _ <°»« 3ni««.^.l^'N ' be» Sonn« nnb ffeiertaze, I>l« Ub«»». nicht »nzenom««« unb Vtanusc^ipte n!ch»»iisl!^^t ^"' ^ b- M.. nachmittags um 4 Uhr k 5o^ i" !"^'^^ Leichenbcaängnis weiland Sr. t. und Nudnlf ^lrchlauchtiqsten Kronprinzen Erzherzogs Ee k >, . ^" vorgeschriebenen Zeremoniell statt. der K«„ Apostolische Majestät. Ihre Majestäten Piinl n "". b'e Königin der Belgier. S<>. lön. Hoheit die k..^? """ Baiern. Ihre l. und l. Hoheiten Ettber,? ^lM" Herren Erzherzoge und Frauen Fed2"""' Karl Ludwig. Marie Therese. Franz 3 aM, "?! Österreichs. Otto. Maria Io"pha! b'Nllnk m ?°^"' Ferdinand. Ludwig Victor. Fer-LeovM ^^'^ierzog von Toscaua, Karl Salvator. Franz Salvator. Carolina Maria El'saX ^'. brecht Saloator. Johann. Albrecht. Wilhelm U"br'ch. Isabella. Karl Stephan. Eugen, lnund «>^otllde. Maria Dorothea. Ernst. Si'gis-^in'von N ^°"'' Heisch' Adelgnnde. Her-Theodor 3"°dena; Ihre kön. Hoheiten Herzog Karl Etnanue/ ^"Vin Maria Iosepha und Herzog Max Ee. 5,^-/" Malern. Prinz Valduin von Belgien. Ee.^" der (z^prinz von Sachsen-Meiningen, zessils 9' i^""z Philipp und Ihre lön. Hoheit Prin-der dlirck <^ ^" Sachsen-Coburg-Gotha. wohntln > Nien ^' ^""""'^ be" Cardinal Fürst Erzbischof '^Nlina >> *"- Ganglbauer vollzogenen feierlichen Ein-Kitche hei ^" Leiche im Schiffe der Kapuziner. die durchlauchtigsten Frauen und k s»?^"'" Annnnciata nnd Elisabeth; Ihre ^Mbera'^f?" ,°le ^" Herzogin Thcrese von Würl-^^ Pri'nH'« ^"' H^eiten Herzog von Cumberland ^,Herzog" ^""/ von Hannover, der Herzog und Cleans kp. m - ^^^"" und Prinzessin Louise von ^"Nür'tt°mf. ^""z "on Braganza. Herzog Wilhelm ^bllrq-G^^und Prinzessin Clemei'tine von Sachsen-Kitnar K?^^ Höhnt der Prinz Gustav vun Sachsen-^^ ' ^'- Durchlaucht Prinz ssranz von und zu Liech. lenstein, Se. Durchlaucht Prinz Heinrich IV. von Reuß uud Sr. Durchlaucht Prinz zu Lippe'Schaumburg waren im Oratorium anwesend. Ihre Excellenzen: der Apostolische Nuntius Msgr. Galimberti. die außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter Prinz Reuß. Fürst Lobanow. Sadoullah Pascha. Sir Augustus BeitVley Paget. Graf Nigra. Albert Declais. Don R. Merry be Val sowie der außerordentliche Gesandte uud bevollmächtigte Minister. Vicomte de Valmör. als Specialvertretcr Ihrer Souveräne, beziehungsweise Regierung; serner der kö'n. groß-britannische Militär-Attache' General-Major Keilh-Fraser. als Vertreter Sr. lön. Hoheit des Prinzen von Wales; die vier obersten Hofämter, die Gardecapitäne und der Generaladjutaut Sr. Majestät, der Obersthof-meister und die Obersthofmeisterin Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin, der Obersthofmeistcr des Höchst' verblichenen Vice-Admiral Graf Bombellee, der Flügeladjutant Sr. Majestät Oberstlieutenant Graf Rosenberg und der Ordon»anzofficier Sr. Majestät Haupt-mann Freiherr von Giesl, welche weiland Sr. l. und k. Hoheit zugetheilt waren, der Commandant und die Deputatiouen der den Namen des Höchstvrrblichenen führenden Regimenter: nämlich des k. k. Infanterieregiments Nr. 19. des l. k. Uhlanenregiments Nr. 1, des k. k. Corpsartillerie-Regiments Nr. 10. ferner der Commandant und die Deputation des k. k. Infanterieregiments Nr. 36 hatten sich im Schisie der Kirche eingefuudcn. Die fremdländischen Regimenter, deren Inhaber weiland Se. k. nnd k. Hoheit war. wurden durch die be« treffenden Regiments-Commandrure vertreten, und zwar: das lön. preußische 2. brandenburgische Uhlanen.Regiment Nr. 11 durch Oberstlieutenant v. Rothtirch und Pantheu und den Lieutenant und Adjutanten v. Rauch I.. das kön. bairische schwere Reiter.Regiment Nr. 2durch Oberstlieutenant Herman; der Vertreter des kais. russischen Infantcrie-Regimlnts «Sevsly» Nr. 34, Oberst Rojnov. traf erst am 6. d. M. morgens in Wien ein und war daher verhindert, an dem Leichenbegängnisse theil-zunshmeu; das kön. preußische Kaiser-Franz.Garde» Grenadierregiment Nr. 2, dem weiland Se. k. und k. Hoheit mit dem Range eines Generalmajors k !a »uil? angehörte, war durch genannt Se. Hoheit den Erbprinzen von SachseN'Meiningen, mit dem Adjutanten Rittmeister v. Berger. vertreten. Der Hofstaat, die gemeinsamen Minister, die Ministerpräsidentsn und die Minister beider Reichs» Hälften, die Generalität, die Präsidien und Mitglieder beider Häuser des ungarischen Reichstages und d>s österreichischen Reichsralhes, der Landmarschall und Mit« qliedcr des niederösterreichischen Landesausschusses. der Oberbürgermeister von Budapest und der Bürgermeister von Wien mit den Deputationen der beiden Hauptstädte lc. lc. hatten sich im Schiffe der Kirche versammelt. Die Mitglieder des diplomatischen Corps waren auf dem für sie reservierten Chor erschienen. Die Stabs-und Oberofficiere waren am Haupteingange der Kirche versammmelt. Nachdem die feierliche Einsegnung in der Kirche vollzogen war. wurde die höchste Leiche erhoben und in die Gruft hinabgetragen. Se. l. und k. Npostölifche Majestät. Ihre k. und k. Hoheiten die durchlauchtigsten Herren Erzherzoge Karl Ludwig. Franz Ferdinand von Oesterreich.Este. Ludwig Victor. Franz Salvator und Friedrich. Se. lön. Hoheit Prinz Leopold von Baiern sowie Se. k. Hoheit Prinz Philipp von Sachsen-Coburg folgten der höchsten Leiche in die Gruft nach, wo die nochmalige Einsegnung derselben durch den Cardinal Fürst - Grzbischof vor sich gieng. __________ Der Iustizminister hat den Staatsanwalt bei dem Kreisqerichte in Cattaro Jakob Salvi zum Landes» gerichtsrathe daselbst ernannt. Wchtamtlicher Weil. Das forstliche Versuchswesen. Vom l. l. Foistinspections'Abjuncten Vl. Vuberl. II. In Oesterreich wurde eine forstliche Versuchs-leilung durch die Allerhöchste Entschließung vom 8ten Juli 1875 ins Leben gerufen, und steht das dies« bezüglich eingeführte Statut feit 1. August desselben Jahres in Kraft. An der Spitze dieser Anstalt steht der forstliche Versuchsleiter, dem wieder mit Rücksicht auf einzelne Zweige des Versuchswejens bis vier Ad-junctm zugetheilt werden können. Feuilleton. Nie b' ^" ^' ^ssionelle^m^ ^" N"f? Wir meinen nicht den A"' Vialer ?>V'."^ Mannes, der. sei er Advocat. >" concH N7 °der Sportsman, von be- ' "gently " jungen abhängt. Wir haben Ruf im Siune der ve^ch' ge M^l/'"7 iwu das Prädicat als schön, ""ht °der nimm?.' '""gebend, menschenfreundlich M^in"vie7en^.^" ^s Rufes. der. wie ich .6>, Niom^^Nw von ungefähr, von einem E «,> der S ' "häugt. Es ist insbesondere ge-5nt. ? i" Salon ^ "^"" d" Eindruck der ersten «?W °n K' b'e Wirkung der Neugierdc. des We? hat. H?" ""d Sachen sich bereits abge- und socialen Ereig-"et^ uien stnd. dass sich diese Art von Ruf 3Z^' k^istK ^'^"' h" die Soire'e bereits ^iick,^^ sind m.r^!"""" "^ ächtet sich der ^V'ben. und nm, ."'^' N°'^ '"time Personen die V"t zu werden ? ^«'"" ^ie Unterhaltuuq erst "ch b «," ^rtgcga7''^'n man spricht über diejenigen. "k?e 2 ?"ncher R /'"b- D°s ist die Stuude. wo Ich^"^" wird l ^"ltört. sondern auch mancher 3ati°'n?"ich «3^' k'^^c ""b °hne die Prä-^»lich s w schildert "^" ^in. eine jener Con-?' «ne ?"z"ft'.den"',s^' W in solchen Fällen ge< ^phie s,""arisch^Hg'n . Es soll das nicht so irin. "roe,t. sondern mehr bloße Steno. «Frau von X. war heute abends wieder sehr schön,» bemerkt die Hausfrau. Alsbald regt sich der Widerspruch: «Ich habe das nicht gefunden.» entgegnet jemand darauf. Die Hausfrau wendet sich um nach einer anderen Seite. «Sagen Sie doch Ihre Meinung. Heir 3).. Sie sind immer gerecht.» «O, ich, gnädige Frau, ich habe sie nie hübsch gefunden» ... Nun mischt sich eine Frauenstimme in das Gespräch: «Wenn ich ein Mann wäre, so weiß ich. dass sie mir nie gefallen würde.» Hierauf ergeht man sich in unterschiedliche Details der angeblichen Beautö. Der eine bewuudert dies, der andere etwas anderes, der Dritte findet die Nase zu stumpf und nicht gerade genug, die Vierte ist der An sicht. dass das Gesicht weit hübscher wäre. wenn die Unterlippe nicht so auf den Zähnen säße. und eine fünfte hat gar die ingeniöse Idee. den Kopf der Frau X. auf den Körper der Frau Y. zu setzen, während wieder andere behaupten, dass diese Combination ihnen durchaus nicht gefallen würde. Man kann sich nicht vorstelle», wie der classische Kopf der ersteren auf dem zierlichen Leibe der letzteren aussehen würde, und endlich einigt sich die Mehrzahl der Anwesenden, welchen sich dann auch die übrigen anschließen, dass Frau 5. so am schönsten ist. wie sie wirklich ist. dass sie. alles in allem genommen, als eine wirtliche Veaut<5 betrachtet werden muss. an der nur Neid oder Unempfindlichst für die Schönheit etwas auszusehen finden kann. Wenn der Salon, wo diese Conversation gepflogen wird. ein vornehmer, gesellschaftlich hervorragender ist. fo ist der Ruf der Frau v. X. als Beaute' von diesem Tage an festgegründet, und man wird sie bald m sämmtlichen Salons ebenso beurtheilen. Und das hat sie lediglich dem Umstände zu verdanken, dass die Haus» frau ihre Freundin ist, die ihre Sache so tapfer ge. führt hat. In Bezug auf den Geist hängt der Ruf ebenso ausschließlich vom Zufalle ab. Man ist noch ganz ent. zückt von den geistreichen Einfällen eines Abwesenden, und schon nimmt einer der Anwesenden mit einer fehr gutmüthigen Miene das Wort und sagt: «Es ist nur die Frage, ob das auch wirklich Geist ist?» Und nun beginnt jeder seine Ansicht darüber zu äußern, was es deuu sonst sein könnte... Der eine meint, es sei mehr Wissen, der andere hält es für Keckheit, ein Dritter für Bosheit, der Vierte meint, es sei mehr die Frucht des Gedächtnisfes, während andere es wieder für Cynismus, für einen Aus« fluss der strotzenden Kraft und endlich einer für eine Folge des galligen Temperaments des Betreffenden erklärt. Endlich fasst ein Kritiker die Stimmen zusammen und spricht die Sentenz aus: «Ich glaube, dass er die Tragweite seiner Sätze gar nicht ermisst und dass seine Sicherheit eigentlich eine Folge großer Naivetät ist.» Und der Mann ist geliefert. Ich bezweifle übrigens, dass auch der am festesten gegründete Ruf geistiger Begabung bei einem solchen kritischen Slatarialoerfahren unbefchädigt davonkäme. Nachdem man weiß. dass der gesellschaftliche Ruf an solchen Orten und zu solcher Stunde gebildet oder vernichtet wird. so sollte ein kluger Mann unb noch mehr eine kluge Frau. einen Salon nie verlassen, so lange noch jemand außer den Hausleuten du ist; es heißt das so viel. als sich eimr vielzüngigen Anklage ansschen. ohne das Mittel, sich zu vertheidigen, und es ist unter solchen Umständen immer der bloße c,lück« liche Zufall, wenn sich die Sache zum Guten wendet. Ist man aber doch gezwungen, den Salon zu verlassen, so lange sich noch drei Gäste daselbst befinden, so empfiehlt sich. um zu erfahren, was über einen gesprochen wurde, das Mittel, welches einer meiner Freunde stets mit Erfola anzuwenden Mat. Wenn er nämlictl Laibacher Zeitung Nr. 32. 254 8. Februar 1889. Die Versuche und Untersuchungen werden vorgenommen: von bleibend angestellten Organen (Versuchsleiter und Adjuncten). von vorübergehend, jedoch ausschließlich zu Versuchszwecken verwendeten Arbeits« kräften und schließlich von anderen Personen, welche neben ihrem sonstigen Verufe für die Durchführung einzelner Versuchsarbeiten gewonnen werden (Lehrkräfte an Hochschulen. Mitglieder sonstiger wissenschaftlicher Forschungsanstalten und geeignete Organe des Staatsund Privatforstdieiistei). Behufs Heranziehung aller verfügbaren Kräfte und Berücksichtigung der einzelnen Länder und Länderqruppen Oesterreichs wurden, be» ziehnngsweise werden successive noch folgende Stellen ins Leben zu rufen, beziehungsweise Verfügungen zu treffen fein: 1.) Jährliche Fachconferenzen, vom Herrn Ackerbau-minister nach angemessenen Zeiträumen einberufen und vorwiegend aus den Vertretern der Forstvereine bestehend. Die Verathungen diefer Conferenzen haben zum Gegenstande: Bericht des Versuchsleiters über die laufenden und vorangegangenen und Antrag über fortzufetzende oder neu aufzunehmende Arbeiten, Dis» cussion hierüber sowie über die eventuell von der Konferenz zu stellenden Anträge und endlich zusammen» fassendes, dem Ackerbauminister vorzulegendes Votum dieses Beirathes. 2.) Ein ständiges Comites dessen sich das t. k. Ackerbauministerium zur fachlichen und administrativen Leitung des forstlichen Versuchswesens bedient, und welches besteht aus drei dem genannten Ministerium ungehörigen Fachbeamten, und zwar in Vertretung des forstlichen Versuchswesens als solchen, der Staats-forstpolizei und der Staatsforstverwaltung, endlich aus dem Leiter der forstlichen Verfuchsanstalt in Wien. Dieses Comites hat über die jeweiligen Anträge der Fachconferenz zu berathen, dem Ackerbauminister Durch-fü'hrungsoorschläge zu erstatten, die Ausführung der genehmigten Versuchsarbeiten im Auge zu behalten und die Mitwirkung der forstpolizeilichen und Staatsforstorgane, privater Waldbesitzer und einzelner Fachmänner zu sichern. 3.) Die Versuchsstellen in einzelnen Ländern oder Ländergruppen als Versuchsgebieten, welche das Ackerbau» Ministerium unter besonderer Berücksichtigung der Landes-forstvereine und der aus diesen Kreisen verfügbaren und geeigneten Kräften zusammensetzt. Unter diese Kategorie fällt auch die nunmehr ins Leben gerufene forstliche Landesver-suchs stelle für Krain. Diese Stellen haben das Interesse für das forstliche Versuchswesen zu erwecken, die allgemeine Betheiligung der geeigneten Kräfte anzubahnen und den geschäftlichen Verkehr zwischen der t. k. Versuchsleitung und dem Versuchs» ansteller zu vermitteln. 4.) Die vorübergehende Zuweisung jüngerer Kräfte aus dem Staats« und Privatforstdienste zur k. k. forstlichen Versuchsleitung, welche an Ort und Stelle unter fachmännischer Leitung in die einzelnen Versuchsarbeiten eingeführt werden, sodann in ihrem sonstigen Wir» lllngskreise als Anreger und Berather zu wirken haben und eventuell auch mit der Einrichtung der Versuchsarbeiten betraut werden können. nach einem oder zwei Tagen einem derjenigen begegnet, die an diesem Abend anwesend waren, so tritt er auf ihn zu und sagt ihm: «Sagen Sie einmal, ich habe schöne Dinge von ihnen gehört; Sie haben sich mir gegenüber in einer Weise benommen, die ich nicht verdient zu haben glaube. Was haben Sie vorgestern bei N. für Dinge über mich erzählt, nachdem ich fort war?» — «O. mein Lieber,» entgegnet er mit einiger Ver« wirrung ... «nicht ich habe das gesagt.» Oder er spricht: «Man hat sie falsch berichtet; ich habe bloß gesagt.... Wenn man logisch ist, so sollte man seine Gegner hassen, deren hartnäckige Schwahhastigkeit einen daran hindert, als letzter auf dem Terrain der Conversation auszuharren; allein alles wohl erwogen, gelangt man schließlich zur Ueberzeugung, dass der gesellschaftliche Ruf fast nur theoretische, aber sehr wenig praktische Fulgen hat. Die Leute unserer Bekanntschaft, welche auf Grund dessen, dass sie eine zweite Tasfe Thee genommen haben, als Schmarotzer, als Einfaltspinsel, als Ausstattungs» jäa/r, als unanständige M»nschen und als noch Aerqeres erklärt wurden, werden nach wie vor von den Leuten, welche dieses strenge Verdict über sie gefällt haben, mit größter Freundlichkeit aufgenommen. Das Eigenthümlichste an der Sache aber ist, dass diese strengen Sittenrichter gegen anständige Leute ge» wohnlich von einer unbegreiflichen Nachsicht gegen wirt^ liche moralische Gebrechen sind und sich zum Anspiel in Gegenwart des Gatten einer Frau von zweifelhaftem Rufe hüten werden, von einer ausgelasfenen Frau zu sprechen. Vielleicht we»l Ihnen ihr Instinct sagt, dass man am empfindlichsten für den Ruf ist, wenn er begründet und verdient erscheint. Paul Hervieu. 5.) Die Schaffung von Musterversuchsflächen für einzelne Verfuchreihen an geeigneten Orten, welche den Versuchsanstellern in diesen Versuchsgebieten als Weiser dienen können. 6.) Die anzustrebende Aufnahme des Themas «Mittheilungen aus dem forstlichen Versuchswesen» in die Tagesordnung der periodisch stattfindenden Versammlungen der einzelnen Lanoesforstvereine. In diesen Auseinandersetzungen dürfte das Gefüge des Apparates des forstlichen Versuchswrsens vollkommen vor Augen liegen und auch die Gewähr klar hervortreten, dass sich dieser wichtigste Zweig forstlicher Theorie und Praxis von Eeite des Staates, des berufensten Förderers aller Wissenszweige, der vollständig' sten Würdigung erfreut. Es bedarf nur der kräftigen und hingebungsvollen Unterstützung der in Aussicht genommenen Versuchsansteller sowie der conseqeuenten Durchführung der einmal ins Leben gerufenen In-stitutionen, um dem angestrebten Ziele nahezukommen und dasselbe schließlich zu erreichen. Etwas verschieden von den österreichischen Einrichtungen ist das forstliche Versuchswesen in Deutschland organisiert. Dort bestehen nämlich gegenwärtig neun Versuchsanstalten, und zwar in Preußen, Vaiern. Sachsen. Württemberg, Baden, Hessen. Thüringen, Braunschweig und Elsaß-Lothringen, von denen die ersten fünf mit forstlichen Unterrichtsanstalten in Ver. bindung stehen und von denselben geleitet werden, während die Versuchsarbeiten in Baden und Braunschweig den obersten Forstbehörden und in Elsaß-Loth ringen unmittelbar der betreffenden Abtheilung des Ministeriums zufallen. Diese neun V^rsuchsst.llen traten im Jahre 1872 zum «Vereine deutscher forstlicher Versuchsanstalten» zusammen, welcher unter Berücksichtigung der Verschiedenheit der einzelnen Ver» suchsgebiete nach dem Principe der vollsten Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung der einzelnen Mit° glieder die Directive« zur Durchführung der Versuche gibt. Die Leitung der Vereinsgeschäfte besorgt die preußische Hauptstation für forstliches Versuchswesen in Eberswalde. Auch Frankreich besitzt seit dem Jahre 1882 eine forstliche Versuchsanstalt in Verbindung mit der Aka-demie in Nancy, während die Errichtung einer gleichen Anstalt in der Schweiz im Zuge ist. Aus der Handelslammer. IV. Vlll. Herr Kammerrath Varthelmä Zitnik be. richtete, dass die k. k. Landesregierung der Kammer einen ihr von der k. k. Bezirlshauptmannschaft in Adelsberg vorgelegten Bericht inbetreff des territorialen Umfanges der gebildeten Gewerbegenossenschaften im Adels» berger Gerichtsbezirke zur Aeußerung übermittelt hat. Am 6 September v. I. einigten sich Gewerbs-und Kaufleute in Aoelöberg dahin, dass zwei Genossenschaften gebildet werden, welche den ganzen Gericht«-bezirk Ndelsberg umfassen follten. Die eine würde sämmtliche handwerksmäßigen Gewerbe umfassen, mit Ausnahme des Fleischhauergewcrbes und mit Einschluss nachstehender concessionierteu Gewerbe: des Baumeister', Brunnenmeister-. Maurer«. Steinmetz, und Zimmermannsgewerbes, des Rauchfangkehrergeweroes, des Gewerbes der Verfertigung und des Verkaufes von Waffen und Munitionsgegenständen, des Gewerbes der Verfertigung und des Verkaufes von F uerwertsmateriale, Feuerwerkskörpern und Sprengpräparaten aller Art, der Ausführung von Gasrohrleitungen. BeleuchtungsEin-richtungen und Wasserleitungen, der Erzeugung und Reparatur von Dampfkesseln, der Spielkarten-Erzeu. gung. der Ausübung des Hufbeschlages, dann aller Gewerbe, welche auf mechanischem oder chemischem Wege die Vervielfältigung von literarischen oder artistischen Erzeugnissen oder den Handel mit denselben zum Gegenstande haben und endlich mit Einschluss des Gewerbes der Photographie. Die zweite Genossenschaft würde fämmtliche Gast- und Schankgewerbe. ferner das Flrischhauergewerbe sowie Handels» und sonstigen freien und concessionierten Gewerbe umfassen. Da nachstehende Gewerbe im Gerichtsbezirke Adelsberg uicht bestehen, nämlich: Das Baumeister- und Steiumehgewerbe. das Canalräumerqewerbe, das Gewerbe der Velfertigung und des Verlaufes von Waffen und Munitionsgegenständen, der Verfertigung und drs Verkaufes von Feuer-wertsmateriale, Feuerwerlskörpern und Sprengpräparaten aller Art, der Ausführung von Gasrohrleitungen, Veleuchtungs-Einrichtungen und Wasserleitungen, der Erzeugung und Reparatur von Dampfkesseln und der Spielkarten-Erzeugung, so wäre bei der Verfassung der Statuten darauf Rücksicht zu nehmen. Von den in die zweite Genossenschaft eingereihten concessionierten Gewerben bestehen gegenwärtig nur folgende: Unternehmungen Periodischer Personentransporte. Gast- und Schankgewerbe und das Abdecker-Gewerbe. Aus diesem Grunde könnte man diese Genossenschaft bezeichnen: Die Eenofsenfchaft der Gast. und Schankgewerbe aller Art, der Frachter, Fleischhauer und aller Handels- und unter 1 nicht benannten freien Gewerbe. In diesem Falle könnte die erste Genossen schaft heißen: Gelmrbe, mit Ausschluss des Fleischhauergewerbes, o«» der Photographie und aller anderen unter 2 luG zeichneten concessiouierten Gewerbe. Diese BemerkM wären bei der Verfassung der Statuten in BelM zu ziehe,:. Betreffend die Bildung und den territory Umfang der zweiten Genossenschaft, bemerkt die Sttli"' dass die in der zweiten Genossenschaft eingerew Fleischhauer, deren es acht gibt. mit den ^ „^ ulid Schankgewerbetreibeuden eine Genossenschaft die 23 Müller und Säger mit den 137 HandelsaM ben eine zweite Genossenschaft hätten bilden lo""' so dass im Gerichtsbezirle Adelsberg drei GelW,^ schuften gewefen wären, von denen eine 137, dlezw 138 und die dritte 1tt0 Mitglieder gezählt tM. Berücksichtigt man jedoch, dass sehr viele M>^ wirte auch Handelsgewerbe betreiben und dass ein ^ darauf zu legen ist, dass die Gewerbetreibenden Genossenschaften ohne Zwang bilden, fo "^ ^ch dies in Betracht ziehen. Die Section beantragt dem' im Sinne der Wünsche der Gewerbetreibenden ^5' , lichen Bezirkes und des Antrages der k.k.BezirlM^ Mannschaft: Die Kammer wolle sich in ihrer Ae»M an die löbliche k. k. Landesregierung dahin a"Mey dass der territoriale Umfang für die Genossenschal e> Gerichtsbezirke Adelsberg in obgedachter Weise be!"" werde. — Der Antrag wurde angenommen. ^, Politische Uebersicht. (Vom Tage.) Das politische Leben d"^ archie, das seit dem Momente, in welchem d«e ^^ ckenskuude von dem Tode des Kronprinzen ?",^ wurde, vollständig gestockt hat, wird nun allmä'HIla/ ^ der zu pulsieren beginnen. Tief gebeugt nelM^ politischen Parteien wieder ihre Alltagsarbeit aus- ^, Unglück, welches über Oesterreich hereinbrach, . ^ ^ zu riesengroß, als dass die schmerzensreiche ErM" ^ an dasselbe so leicht verwischt werden könnte. ^ herbe Leid, welches alles erfüllt, hat jedoch aW^, läuternde Wirkung hervorgerufen. Die Völker, t"e^ teien. welche sich sonst befehden, sie habm sich.'" ^ sen bösen Tagen zusammengefunden in genieM! ^. Weh. aber auch in dem gemeinsamen Vorsatze, ^ mehr fester als jemals zu Kaiser und Reich zu ^ ^ So wird denn auch allerwärts ein versöhnlichere ^ angeschlagen. Das leitende czechische Blatt p ^ abermals für eine Milderung der Gegensätze. V^, wir, dass es dazu kommen wird. Die czechW ^, kann in dieser Richtung viel thun, und wir!^ Ajte zeugt, dass aufrichtiges Entgegenkommen anf ly^ „^ bei der Gegenpartei keiner starren Negation veu wird. s) Pt (Die Klagenfurter HandelskamM^ .„ beschlossen, sich an dem Atünner Handelslamnier " ^„ betheiligen und mit ihrer Vertretung den Viceprai' L. v. Moro zu betrauen. inns^ (Die parlamentarischen Vertrel" ^c kör per) beider Reichshälften nehmen nunmeyl sichre Thätigkeit auf. Gestern versammelte sich der "jsche Ausschuss des Reichsrathes. während das «W d« Abgeordnetenhaus heute die Special-Debatte Wrhrvorlage beginnen wird. A>^ (Ein Armeebefehl.) Außer delN^^' schroben an den Grafen Taaffe, worin der , hel rung für ihre Theilnahme gedankt wird, e Kaiser auch einen Armeebefehl. nl)^< (Oesterreichisch-ungarische «?"^>' Ergebnis der in der elften Iahressihung der „^ Versammlung der Bank vom 4. Februar l. ^ ^ genommenen Wahl von fünf Rechnunas-Mvli .^L fünf Ersahmännern für das Jahr 1889 nM ' h, des: Zu Rechnungsrevisoren erschienen gew ^M> Herren: Josef Wünsche, Gustav Wagenniann, ^ Hardt. Ferdinand Kitt und Valentin Igler; " ^ satzmännern der Rechnung«°Revisoren ^'^ al^le^ Gustav Figdor. Moriz Pollal Ritter von " ^ Sigmund Ritter von Bauer, I. Medinger UN" Theodor von Roßmanit. ^ «-rW^ (Ministerpräsident Tisza) " D seinen Wicmr Aufenthalt um zwei Tage. U 5^' dass nuu wegen Abänderung de« 814 des ^" , s verhandelt wird. ae) ,si (Aus dem deutschen der dritten Lesung des Etats des ! erörterte der freisinnige Abgeordnete Muuckelo^ ^ Affaire. Die Veröffentlichung der AuklaqescY"^M der ganzen Rechtsordnung unverträglich. ^. MiBs. minister Schelling erwiderte hierauf: D,e I" 1 ^ o» Presse forderte früher die Veröffentlichung' ^gl s urtheile sie dieselbe. Nur durch diese sn ?." Ml,<. weseu. dass zwischen der Auffassung der M" U^ schast und des Reichsgerichtes kein tiefgeye" ^ci, sch.co war. Die Aullageschrift sei "" "" WA Darstellung von Thatsachen. Wenn irgen«? ^, V^ hervorgetreten sei. so liege er darin, da!» ^ho vorhanden ist. um den Angeklagten wegen Vertrauensbruches vor Gericht zu ziehen- jacher Zeitung Nr. 32. ________________________ 255 8. Februar 1>W. °:n,^^°nkreich.) Das Journal «Paris» bringt lv ^ >'^M Artikel gegen die deutsche Botschaft. N,?,. ""? Stabsärzte, der zu seiner sterbenden lvei. "3? Straßburg reisen wollte, den Paß ver-am «« ^" Oberst des Regimentes, dem der Stabs-V°tt2^"' "ließ einen das Vorgehen der deutschen HM i °V"l kritisierenden Tagesbefehl und wird des-" l" Dlsciplinaruntersuchung gezogen, sicher m^"""^el in Serbien.) Ein lö-reick, f ^ ^tlässt. pensioniert und versetzt zahl-^./"l'chrlttliche Beamte, an deren Stelle durch« u uverale und neutrale Beamte ernannt werden. d'We ^'^!iche Kammer.) In der Adress-Nedner "" Crlspi. den Ausführungen mehrerer Kiwi« ^^enüber. der unbewaffnete Frieden fei gegen» Italien """^lich. Es wäre eine kindische Politik, bewaffn ^".entwaffnen, wa^nd alle übrigen Nationen Nüstunn '^hen und ungeheuere Summen auf ihre lnit all. ^rwenden. Die Adresfe wurde schließlich nügt. ^" die Stimmen der Radicalen geneh- ^ (Nusslaud und Deutschland.) Die «Köl-M wel^ F' ^" unlängst einen Artikel veröffentlicht, i" N U >)'? °"^ ben Umschwung hinwies, der sich 'Journals A"°6l'ch Deutschlands vollzogen hat. Das sen U«.j. f St, Pitersbourg» reagiert nun auf die-lnan in ^> ^ ^rzeichnet es mit Genugthuung, dass leg? Nn »and "uf die Meinung Nussland's Wert diel' ,ur s^^"!^'6^"e Sprache in Deutschland würde ben beiden U^"U ^r guten Beziehungen zwischen s^en dächten beitragen, rine «°n/-^ australischen Colonien) richteten tin sie „N^^ Vorstellung an Lord Salisbury, wo-Voraänl c"' ^" betrachteten in schwerer Sorge die HcherU ^^^"°°, dessen Unabhängigkeit für die ^.^lt «ustrallens nnbedinat erforderlich sei. Tagcsneuigleiten. ^'tlln^?°.^ der Kaiser haben, wie die.Vrünner ^ue. dann ^ ' ^ Gemeinde Groß-Bistrih zum Schul- b" Eck»l^ «Gemeinde Stnbenseifen znr Bestreitung ^sellenw. ^" le 100 fi.. ferner dem katholischen Prohnitz für das katholische Ge- ^°us daselbst 300 fl. zu spenden geruht. lilnf Ub/ ^ °. " prinzRudolf.) Vorgestern nachmittags ^Pfarrer w ? ." ^" Hofburg-Pfarrkirche vom Hof-^nz der . ^"aten Dr. Laurenz Mayer unter Assi. ^"ftrin^am""" Hofgeistlichkeit die Vigilien für den ."iser u >. >"b°lf abgehalten. Ihre Majestäten der ^l°"prin^ die belgischen Majestäten. "lerie«"°^'lwe Stefanie. Erzherzogin M a r i e !°" Naiern ^ Leopold und Prinzessin Gisela ^ Klliserba. t ^" "brigen hier weilenden Mitglieder ^"orien a«! ^ ^nten dieser Trauerandacht in den ^rM"I.°" Epistelseite bei. Die übrigen fürstlichen »theilte/ 3° ^Pecial-Gesandten, die Suiten und die ^"gelienseiiV" "°"n in den Oratorien auf der ?5Gali ^"'"l- ^cr apostolische Nuntius Erz-^ und ^« !,^ "" 'm Presbyterium, die Genese. Di° °? . Officierscorps füllten das Schiff der gierte« ^""" ^the. Kämmerer und Truchsessen ^^ Allerhöchsten und höchsten Herrschaften in die Kirche sowie beim Verlassen des Gotteshauses. Die Ehefs der obersten Hofämter, die gemeinsamen Minister, die Ministerpräsidenten beider Rcichshälften mit den Mitgliedern ihrer Cabinete, die Chefs der Verwaltungs-Be> Horden, die Gardc-Capitäne und die Generalität waren bei diesem Traueramle anwesend. Dasselbe dauerte bis nach 0'/< Uhr. Dic Hoftapelle führte das Bcnedictus und zum Schlüsse das Miferere mit Instrumental-Begleitung auf. — (Cur-Stipendien des Veamtenver-eines.) Der erste allgemeine Beamtenverein der öfter» rcichisch-ungarifchen Monarchie hat soeben 5000 st. zu Lur«Stipendien pro 168U für kranke, mittellose Vereinsmitglieder ausgeschrieben. Die Vewerbungsgesuche sind auf oem hiezu vorgeschrieben?» Formulare spätestens bis 15ten März 1889 bei der Centralleitung des Vereines, 9ter Bezirk, Kolingassc Nr. 17, einzubringen und mit dem Anstellungs'Decrete. der Mitgliedskarte und einem ärztlichen Zeugnisse zu belegen. Die näheren Bewerbung« Bedingungen sind der Nr. 4 der «Beamten-Zeitung» zu entnehmen. — (Ein claffifches Nallfest.) Wiegriechische Blätter erzählen, hat Dr. Schliemann kürzlich in seinem schönen trojanischen Hause zu Athen die ganze vor» nehme Gesellschaft Athens zu einem classischen Vallfcst vereinigt. Jeder Gast musste in altgriechischer Tracht erscheinen, und altgriechische Tänze wurden vorgeführt. Die Aallunterhaltung erstreckte sich auf die Erörterung^ wissenschaftlicher Fragen; die jüngere Welt ließ die Vereinigungen der Genossen des Perikles wieder ausleben. Dr. Schliemann geht demnächst nach Kreta, um ein Zeusdenkmal auszugraben. — (Ein Legat für die ungarische Ala» bemie.) Der Csalovaer Arzt und Honorar-Oberphysicus des Temeser Comitates, Dr. Josef Winkler, welcher im 70. Lebensjahre verschieden ist, hat in seinem Testamente die ungarische Akademie der Wissenschaften mit einem Legate von 40.000 st. bedacht. Der Dahingeschiedene, der als Hagestolz gestorben ist, motiviert dieses hochherzige Legat damit, dass er sein Vermögen mit Hilfe der Wissenschaft erworben hat und es fonach seine Pflicht sei, die Wissenfchaft zu unterstützen. — (Das Aufstehen der Genefenden.) Man soll Genesende dann etwas aufstehen lassen, wenn sie kein stärkeres Fieber mehr haben (jedenfalls nicht über 39 Grad), wenn sie felber rin lebhaftes Verlangen nach dem Aufstehen tragen, endlich zu derjenigen Tageszeit, wo sie sich am wohlsten fühlen, was bei manchen gegen Abend, bei manchen vormittags der Fall ist. Beim ersten Versuch bereite man den aus schwerer Krankheit Genesenden darauf vor, dass er sich schwach finden werde, man helfe ihm in die Kleider, lege ihn dann gleich wieder hin, dann soll er es nach einigem Ausruhen versuchen, etwas zu gehen, dann gleich wieder zu Bett. Man gestatte auf Wunfch am gleichen Tage das Aufstehen nochmals, dann wird es schon etwas besser gehen. Hat der Kranke am folgenden Tage wieder Lust, herauszugehen, so ist es gut. Nur nicht lange aufbleiben, lieber öfter aufstehen. Bri Frostigkeit gleich wieder ins Bett. Anfänglich niemals über Tisch aufbleiben; es ist ein großer Fehler, die Kranken «nur übers Essen» aufstehen lassen zu wollen. Sie follen nichts thun, nicht essen, nur etwas herumgehen, Luft fchüpfen, ausruhen, dann wieder zu Bett gehen. Das Aufstehen der Genesenden hat großen gesundheitlichen Wert und ist nach längerem Krankenlager eine Erquickung. — (Ein theuerer Spass) Eine harte Strafe ist unlängst vom Dresdener Schöffengerichte über zwei «Spassmacher», einen Commis und einen Bierverleger, verhängt worden. Dieselben hatten wieberholt zur Nachtzeit aus «Ulk» einen Apotheker herausgeklingelt, der, als cr schließlich die Schuldigen erwischt hatte, Strafantrag stellte. Wegen Ruhestörung und Hausfriedensbruch wurden die Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von acht, respective vierzehn Tagen verurtheilt. — (Selbstmord eines Banquiers.) Aus Paris wird gemeldet: Der Banquier Halphon, ein bekannter Lebemann und Neffe des Grafen Camonbo, hat sich erschossen. Als Motiv werben Kartenschulden und unglückliche Speculationen in Riv'Tintoir angegeben. — (Diphtheritis-Vacillus,) Wie man aus Paris telegraphiert, ist im Institute Pasteurs der Diph» theritis-Bacillus und feine ansteckende giftige Ausscheidung festgestellt worden. Der Missbrauch des Kaffees. Es gibt leine Art des Uebelbefindens, für welche der Kaffee nicht verantwortlich gemacht würde. Eine amerikanische und eine spanische Revue sind es jetzt, welche gleichzeitig ihr Anathema gegen ihn schleudern. Wenn man der «North American Review» Glauben schenken will, macht er uns in der Blüte unserer Jahre blind, und der «Revista Eontemporanea» zufolge würde er uns gar einem schrecklichen Tode in die Arme führen. Der Redacteur der «North American Review», Herr I. M. Holoday, machte die Wahrnehmung, dass sein Sehvermögen abnehme, und es war der Missbrauch des Kaffees, welchem er dieses Gebrechen zuschrieb. Mit einer Energie, die ihm Ehre macht, hat er sich des gefährlichen Getränkes enthalten, und sein Auge gewann seine frühere Schärfe bald wieder, nachdem sein Sehnerv dem täglichen Einflüsse dcs Giftes entzogen war. Aus dieser rein persönlichen Beobachtung zieht Herr Holoday Schlüsse, welchen zufolge, wenn sie sich bewahrheiteten, nach zwei oder drei Generationen, alle Einwohner der Vereinigten Staaten, mit der vollständigsten Blindheit geschlagen fein würden. Wer weiß, ob das nicht fo weit gehen wird, dass dicse Republik von Blinden, Mühe hätte, einen Einäugigen zu finden, um ihn zum Präsidenten zu machen. Gründlicher als der Amerikaner zieht Doctor Don Jose Gonzalez del Valle in der «Revista Contempo« ranea» gegen den Kaffee zu Felde. Die Abhandlung des gelehrten spanischen Arztes ist vielleicht die genaueste, gewissenhafteste und gründlichste Studie, welche bisher über die Eigenschaften des Kaffees veröffentlicht wurde. Der Alloholismus, der Morphinismus, der Aetherismus, der Nikotismus genügten also nicht; Doctor Gonzalez del Valle fügt diefer leider nur allzu langen Liste der auf «ismus» endenden Calamitäten i>och den Kaffeeismus hinzu. Die Erscheinungen, unter welchen diese neuerliche Krankheit auftritt, sind ebenso zahlreich als verschiedenartig : Kopsschmerz, Verlust des Gedächtnisses. Blularmut, Verdauungsbeschwerden. Erstickungsanfälle, Husten, Blutungen, kalter Schweiß, Krämpfe . . . Wir wären versucht, hier innezuhalten, und doch sind wir erst am Beginne. Die Kaffeevergiftung nimmt ihren Verlauf, und ben Schlufs bildet die Eachexie. Mit ihr treten Er- Nachdiuck Verbote». ^ ^ ^eben »nö Aside«. " Pariser Gesellschaft von K. bu Voisgobeh. (22. Fortsetzung.) dan^'ler^^^^!'"^^ d'Artige Andrea im Garten g b >" in demtz"^"' Witt Frau von Listrac ge< °3' °uf und a?"^°"le. w^es zu ihrem Palais ton?' wie mnn -^ war d,es ein kleiner Winter-Nei Hessen A,"'^ ^ '"cht herrlicher träumen die " >tt, S "g^" ^ Dame des Hauses selbst n, rch Wt'°^,^'lchen Pflanzen in ill b^'"en könn,« Tnsculum vereint, und mau d°d> den. so ^'- ""er südlichem Himmelsstrich sich Ma^" dies n U "uchjj und gedieh alles; und ^ ^ ,Die Neap ??^ Resultat kunstverständiger ^l°.^" »roken^ .^'"em Kies bestreut, erinncr-< Aasten V »?""en in der Natur draußen, und «Hs weißH' b"e" sich da zu seligen Trän-^a«°hl. und^^lbrunnen 1"°° ein mächtiger Vhs d Gew^"? in der grünenden, üppigen /«^ ""e groß', von einer ^n vnn ^sem Win/ Vollrre angebracht, bliebt 5 ^n Ait»» rgarten ^""^ Bianca am lirb-t> heut^' bknen Georges sie unbegrenzt ^lil^ Kerz^bie Sonne hell. die Blumen dufteten. Heprä,^rem VesÄ.7!! ^°nca fühlte sich schwer Ihr V. Welcher V ^nd ein Zug von Schmerz ^>/> war ,^en S^,.^.^^^ noch erhöhte ""en imm ^" so blendend weiß. ihre """" „och wie einst; bei Abend- beleuchtung und auf der Bühne mufste sie geradezu bezaubernd gewefen fein. Georges schien sein Unrecht eingesehen zu haben, schien sich alle Mühe geben zu wollen, ihre Verzeihung zu verdienen, denn er war die personificierte Aufmerl« samkeit und Zärtlichkeit gegen seine Gemahlin. Seine finanziellen Misshclligkeiten, so behauptete cr wenigstens, würden rasch völlig beseitigt sein, umsomehr, als das Palais der Gräfin unter sehr günstigen Bedingungen verkauft worden war. Die Gräfin hatte von ihrem Notar ein Billet bekommen, worin er ihr mittheilte, dass der Verkauf um fünfhuudertachtzigtaufend Francs, zahlbar in acht Tagen, abgefchlosfen sei. wobei die einzige Bedingung gestellt wäre, das Palais auch nach Ablauf dieser ächt Tage thatsächlich beziehen zu können. Herr Iouin nannte den Käufer nicht, aber er garantierte für desfen Solidität und fandte gleichzeitig den Kaufcontract, welchen Bianca Monti, Gräfin von Listrac, nur zu unterzeichnen brauchte, damit die Sache abgeschlossen sei. Und Bianca hatte unterzeichnet, wenn auch mit schwerem Herzen. Sollte sie doch damit das haus hingeben, in welchem sie die ersten Tage glücklicher Licde zugebracht halte. In dem prächtigen Wintergarten befand sich auch nicht eine einzige Pflanze, die nicht von befonderem Andenken für sie gewesen wäre. Wie oft war sie Hand in Hand mit Owrgek hier auf- und abgewandelt; wie oft hatte sie, das Haupt an seine Schulter gelchnt. dem Gesänge der Vögel gelauscht; wie oft hatte ihr hier Georges zärtliche Worte zugeflüstert; alles freilich einst, in einer lange vergangenen Zeit. aber damals ver» stauben sie sich, redetcn sie beide du> Sprach' drr Lnbe, jene ewige Sprache, die nur Verständnis findet bei jenen, welche in ihre Laute eingeweiht sind. Ach, würden die beseligenden Stunden, welche gewesen, nimmer wiederkehren? Georges bereute offenbar, sie vernachlässigt zu haben; man konnte ihm nichts anderes vorwerfen, als eine allzugroße Dosis leichten Sinnes. Georges war tadellos in ihren Augen, seit er, wie sie wähnte, ihr die Wahrheit rückhalttzlos offenbart hatte; trotzdem verhehlte sie es sich nicht, dass er anders sei, als er einst gewesen war. Es lag in seiner ganzen Art etwas Gezwungenes, in seiner Zärtlichkeit sogar eine Art Uebertreibung, die zu verbergen ihm nicht immer gelingen wollte, und die unwillkürlich den Eindruck hervorrief, als ob er dabei an eine andere denke. So blind sie auch war, vollständig beruhigt fühlte Bianca sich doch nicht; sie hatte zeitweife eigenthümliche Visionen, und oftmals gerade in dem Moment, in welchem die Lipprn Georges' die ihren berühren wollten, war es ihr. als ob ein Schalten zwifchen sie beide trete, und dieser Schatten nahm seltsamerweise immer die Gestalt drr Baronin Aenserrade an. Anch im gegenwärtigen Augenblicke dachte die Gräfin v. Listrac an jene Frau oder, richtiger gesagt, an einen kürzlich erhaltenen Besuch der Marquise von MarvejolS. die darauf beharrte mit dem ganzen Eigen-sinn einer alten Frau, ihren Cousin Georges de Listrac der Untreue zu ziehen. «Hüte dich. meine Liebe.» so sprach sie zu Bianca, «hüte dich! Die Listracs haben immer noch ihre Frauen betrogen und sehr oft sie auch zugrunde gerichtet; es liegt dies in ihrem Blute, und Georges wird von den Traditionen seines Geschlechtes nicht abweichen.» (Forschung solgt.) zkibllchei Zeltuna Nl. 32. 256 8. Februar lM. brechungen, Hallucinationen, Delirien, Lähmungen und endlich der Brand an Händen und Füßen auf. Es ist eine allgemein bekannte Thatsache, dass das Kasseein, das heißt jenes Alcaloid, welches das wirksame Princip des Kaffees bildet, seine Wirkungen auf das Nervensystem, Gehirn und Herz übt. Anderen Gelehrten zufolge soll das Kaffeein jedoch leinen Einfluss auf die Molecularbewegungen äußern, die sich fortwährend in unserem Organismus vollziehen, so dass es wahrschein» lich ist, dass die Entdeckung des gelehrten Dr. Gonzalez del Valle energischem Widerstände begegnen wird. Es dürfte ziemlich lange dauern, bis diese Frage entschieden sein wird; bis dahin aber werden die Liebhaber des Kaffees fortfahren, sich dem Genusse ihres Lieblingsgeträntes hinzugeben und sich mit dem Aus' spruche des französischen Philosophen trösten, der da sagt: «Ihr habt recht: der Kaffee ist ein Gift, aber ein langsam wirkendes; ich bin dabei hundert Jahre alt geworden.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Der Dank des Kaisers.) Mit tiefer Rührung werden die Völker des Reiches die Worte ihres Monarchen vernehmen, dessen Schmerzen sie mitempfunden und zu dem sie während dieser Tage der schwersten Schicksalsschläge bewundernd hinaufgeblickt, als zu dem unerreichbaren Vorbilde der Seelengröße und der Aufopferung für die heilige Bürde seines Herrscheramtes. Der Monarch wendet sich an seine Völker, um ihnen den unversiegbaren Dank für ihre Theilnahme und für ihre pietätvolle Treue auszudrücken. In diesem väterlichen Verkehre mit seinen Nationen sucht und findet der Herrscher zugleich die einzige Linderung seines Grames. «Der schwerste Schlag, welcher Mein Vaterherz treffen konnte» — welches Herz würden diese wenigen Worte nicht erschüttern? Wen erfüllen sie nicht mit unsagbarer Weh-» muth? Doch der Herrscher beugt in Demuth sein erhabenes Haupt vor Gottes unerforschlichem Rathschlusse und ersteht vom Himmel die Gnade, seinen Regentenaufgaben zum Wohle seiner Völker auch fernerhin mit gleicher Kraft nachkommen zu können. In diesem Gebete vereinigen sich mit dem schwergeprüften Kaiser die Millionen seiner Unterthanen. Sie alle senden nur einen Wunsch zum Himmel empor, möchte der Monarch mit gleicher Seelenstärke wie bisher die harten Prüfungen dieser düsteren Tage ertragen und seinen Völkern noch viele, viele Jahre als der Fürst jener unendlichen Herzensgüte und der nie erlahmenden Sorg' fält voranschreiten, als den ihn ganz Europa liebt und bewundert. Es hat der Monarch in den Stunden seines herben Leides wenigstens Erleichterung in der Wahrnehmung gefunden, dass die Hammerschläge des Geschickes das Kaiserhaus mit den Völkern nur fester und inniger zusammenschmiedeu. Auch wir empfinden dies alle; die Größe des Unglückes hat da die Un-erschöpflichleit der Liebe offenbart, mit der Oesterreich-Ungarns Nationen an dem Herrscher hänge,,. Die schweren Stunden haben neuerdings das trostvulle Vild einer großen Familie offenbart, die gemeinsam fühlt die Freude wie den Kummer! Welch schönere Frucht des theilnahmsvollen Mitempfindens konnten die Völker er< warten, als sie ihnen nunmehr offenbar geworden. Der Dank des Kaisers, der Kaiserin und der tiefgebeugten Kronprinzessin-Witwe und die Anerkennung, dass die wahre, aus den Tiefen des Gemüthes hervorbrechende Theilnahme der Völker, der einzige Trost gewesen, welcher dem herben Seelenschmerze des geliebten Monarchen gespendet werden konnte. Gestärkt durch die kaiserlichen Worte, durch den Dank des Herrschers, den wir aufrecht und ungebeugten Muthes auf den Pfaden seiner erhabenen Pflichten wandeln sehen, wollen auch wir seinem Rufe folgen zum ferneren Zusammenwirken mit vereinten Kräften zum Heile des Vaterlandes! — (Der Kaiser und die Presse.) Das «Fremdenblatt» erfährt von berufener Seite, Se. Majestät der Kaiser habe Anlass genommen, sich höchst anerkennend über die Haltung auszusprechen, welche die gesummte heimische Presse in den Tagen der schweren Heimsuchung, von der das Kaiserhaus und das Reich betroffen wurden, eingenommen. — (Patriotische Spende.) Anlässlich des Hinscheiden« Sr. k. und k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Rudolf hat Herr Alfons Freiherr von Wurzbach den Betrag von fünfzig Gulden für dürf» tige Bewohner der Stadt gespendet und Herrn Bürgermeister Grasselli ersucht, dieselben am heutigen Tage vertheilen zu lassen. — («Die österreichisch-ungarische Mon« archie in Wort und Bild».) Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin Stefanie hat vorgestern Moriz Iökai empfangen. Die schmerzerfüllte hohe Frau war tief gebeugt und gab ihrer Trauer rührenden Ausdruck. Sie betrachte es in ihrem Kummer als einen großen Trost, das Kronprinzen » Wert weiter leiten zu dürfen, und sie werde stolz sein, es zu Ende führen zu können. Die Erz-Herzogin pflichtete zugleich dem Antrage bei, dass am 15. Februar neben dem bereits vorbereiteten Hefle noch en, zweites, ausschließlich dem Andenken des unvergess- lichen Initiators gewidmetes, die Thätigkeit des großen Kronprinzen an dem Werke darstellendes Heft ausgegeben werde. — (Gemälde-Ausstellung.) Soeben wird uns mitgetheilt, dass es dem Ausstellungs-Comite gelungen ist, von dem steiermärkischen Kunstvereine in Graz das Kolossalgemälde «Der große Kurfürst tröstet das Landvoll nach dem Schwedenlriege», Historienbild von Fritz Noeber, zur Vervollständigung der Gemälde-Ausstellung zu erhalten. Infolge dessen wird auch die Ausstellung, deren Schluss schon für den kommenden Sonntag in Aussicht genommen war, um weitere acht Tage, also bis inclusive 17. d. M., verlängert, und wäre es sehr wünschenswert, wenn das kunstliebende Publicum Laibachs die löblichen Bemühungen des Comites durch einen sehr regen Besuch der Ausstellung unterstützen würde. Das Kolossalgemälde dürfte schon morgen hier eintreffen, und wird nach dessen Eintreffen Sorge getragen werden, dass es sofort zur Ausstellung gelangt. — (Das Präsidium des Abgeordnetenhauses,) bestehend aus dem Präsidenten Dr. Smolka und den Vice - Präsidenten Ritter v. Chlumecty und Professor Zeit ha mm er, begab sich gestern um 1 Uhr mittags in Audienz zu Sr. Majestät dem Kaiser, um im Namen des Abgeordnetenhauses der Trauer und dem innigsten Mitgefühle des Parlaments ehrfurchtsvollen Ausdruck zu geben. Auf die Ansprache des Präsidenten Doctor Smolka dankte der tief bewegte und zu Thränen gerührte Monarch für die Theilnahme des Abgeordnetenhauses und gab seiner besonderen Befriedigung ob der ihm und dem Kaiserhause aus diesem erschütternden Anlasse abermals gegebenen zahlreichen Beweise der Treue und Anhänglichkeit Ausdruck. Der Monarch reichte noch jedem einzelnen der Herren die Hand und verabschiedete dieselben in huldvollster Weise unter nochmaligen Aeußerungen seines Dankes. — Das Präsidium des Herrenhauses wurde gleichfalls vom Monarchen empfangen. — (Aus dem städtischen Armen ha use.) Am 5. d. M., als dem Tage des Begräbnisses Sr. k. und l. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Rudolf, hat Herr Bürgermeister Grasselli durch den Hausinspector Herrn Lachainer den Netrag von fünfzig Gulden unter die Pfründner vertheilen lassen. — (Trauergottesdienst in der evangelischen Kirche.) Anlässlich des unser ganzes Vaterland in tiefste Trauer versetzenden Hinscheidens Seiner lais. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen Rudolf findet in der evangelischen Kirche allhier Sonntag, den 10. Februar, vormittags 10 Uhr ein feierlicher Trauer« gottesdienst statt. Die officiellen Einladungen an die Spitzen sämmtlicher Behörden wurden durch den Herrn Pfarrer persönlich besorgt. — (Elisabeth-Kinderspital.) Dem Clisa-beth«Kinderspitale haben außer den bereits Genannten noch Gaben zugesendet, und zwar: Frau Antonie Lüh-ner 6 Flaschen Giehhübler; Frau Gabriele Losar 13 Paar Schuhe, 10 Halstüchel und 2 Halsschärpcrl; Frau Cornelia Plachty eine Menge Bäckereien; Frau Eugenie Raspi mehrere Pinza; Frau Leopoldine Vale n t a eine Menge Spielzeug und Puppen; Frau Sera-fine Zeschko eine Menge Bäckereien und schließlich eine Unbekannte eine Schachtel Spielzeug. — (Das Legat eines Selbstmörders.) In Grohlaschitz hat am 4, d. M. der aus Mariafeld gebürtige Gendarm Johann Hribar seinem Leben durch einen Schuss ein Ende gemacht. Der Selbstmörder hinterließ sein gesammtes Vermögen im Betrage von 240 fl. den Armen seiner Heimatsgemeinde. — (Karte von Rudolfswert und Umgebung.) Der durch seine Ausgrabungen von römischen und keltischen Alterthümern bekannte Herr Narthelmä Pecnik in Gurkfeld ist soeben mit der Anfertigung einer Karte von Rudolfswert und Umgebung beschäftigt, in welcher alle dortigen Fundorte verzeichnet sein werden. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 7. Februar. Ein Armeebefehl des Kaisers ddto. Wien, 6. Februar, dankt wärmstens dem Heere, der Kriegsmarine und beiden Landwehren für die neuen Beweife unverbrüchlicher Treue, rührender Anhänglichkeit und pietätvoller Hingebung anlässlich des Hinscheidens Seines theueren Sohnes. Wahrhaft würdig und herzlich drückten die Angehörigen der bewaffneten Macht die Gefühle der Trauer und des Schmerzes aus und manifestierten, dass Leid und Freud Seines Hauses in der bewaffneten Macht allezeit lauten Wiederhall findet. Warm schlage das Herz des Kaisers nach wie vor für jeden Einzelnen, mit Stolz blicke Er auf die bewaffnete Macht, der auch in Zukunft Seine ganze Liebe lind Fürsorge gewahrt bleibt. Wien, 7. Februar. Der Kaiser empfieng heute mittags die Präsidien beider Häuser des Rrichsrathes, deren Veileidsausdruck mit dem Ausdruck des eigenen Danks sowie der Kaiserin und der Schwiegertochter enlgeqennchmend. Smolta schilderte in der Abenositzling des Abgeordnetenhauses den Empfang als tiefergreifend. Der Kaiser sprach schluchzend: «Alls Voller Oesterreichs haben diesanlässlich Mir so viel Liebe u"t> Treue, so viel echt österreichischen Patriotismus, so viel M hänglichkeit au die Dynastie, Ich betone nachdrücklich: °n die Dynastie, bewiesen, dass Mir dies niM dcn> Gedanken an den Allmächtigen der größte Ti^ ,? Meinem schweren Leide ist. Ungeachtet des herben Sch'n' jalsschlages werde Ich meine Regentenpflichten nach w>^ vor treu und gewissenhaft erfüllen. Wie viel Ich in dich" schweren Tagen Meiner innigstgeliebten Frau, derKaiseli», zu danken habe, welch große Stütze sie Mir gewch». kann Ich nicht beschreiben, nicht warm genug aussM chen. "Ich kann dem Himmel nicht genug danken, da, er mir eine solche Lebensgefährtin gegeben hat. Sage Sie dies nur weiter; je mehr Sie es verbreite", um< somehr werde Ich Ihnen danken..—In derOenMlw' rathssitzung theilte der Vice - Bürgermeister mit: ^ Kaiser empfieng heute mittags den Bürgermeister Uhl m den Stellvertretern, welche Ihm das Beileid der StadtM> darbrachten, und erwiderte mit thränenerstickter St>n^ innigst auch im Namen der Kaiserin und der Schtv>' gertochter dankend: «Mein Sohn war ein guter W^' wir find ja auch ein Volk, eine Familie.» ^ ^ russische Oberst Roznov legte am Sarge des "ton Prinzen namens des Seosky-Regimeuts einen silbe«' Lorbeerkranz mit der Widmung des Regiments n>eo ' — Tisza wutde um 1'/« Uhr iu längerer Aud>^ vom Kaiser empfangen und dinierte heute beim Gca> Kalnoly. ^, Budapest, 7. Februar. Heute wurde Julius »>" hovay, der seinerzeit Franz Gubody. den Bittgernttüi von Czegled, beleidigte, wegen Ehrenbeleidigunss '< sechswöchentlichem Gefängnis und 300 fl. GeldP«, verurtheilt. ^ Beilin, 7. Februar. Der Kaiser empfieng. aus "°> Throne sitzend, von den Ministern. Generalen " Würdenträgern umgeben, die marokkanische ^p^ commission, nahm die vom Botschafter verlesene".^ bische Botschaft entgegen und erwiderte dieM deutscher Sprache. . ^ Nom, 7. Februar. Der nach Sibirien depo" " Bischof von Wilna und drei polnische Priester w" demnächst begnadigt. Der Bischof wird in SlM" land interniert. Die Verhandlungen wegen Nieh . weiterer vier Bischofsstühle in Russland dauern! Bukarest, 7. Februar. In der Kammer bracht« Abgeordnete Blaremberg den Antrag auf VeiM des Ministerium« Vratiano in Anklagestand ein. Madrid, 7. Februar. Der Seuat hat mit b» « gen 33 Stimmen den Antrag auf Erhöhung der ^ fuhrzölle für ausläudisches Getreide und Rmdvley gelehnt. __________________ Angekommene Fremde. Am 6. Februar. ,. , ßa»!' Hottl Stadt Wien. Neauli, Moser, Kohn und Fillnasch"' ^F leutc, Wien. - Menles, Kaufmann, Trieft. - VillM^M, mann, Linz. — Pohlidal, Fabrikant, Lchnih. .^lailB Kaufmann, s. Frau, Graz. — Hein, Teplch. — Seldl" ^zs, Frau, Pola. — Grebenz, Kaufmann, Villach. ^ St. Marein. . ^, ^ Hotel Elefant. Wieser, k. l. Lieutenant. - giealer, F^K Spitzer, Orcschnia und Kais«, Kaufleute, Wien. .^, l, >' Cilli. — Plcntl, Kfm., Graz. — Ritter von Catine"^», Generalmajor. Fiume. — Schauter, Forstmeister >' Hammerstiel. — Hilbebrand, Privat, Tüffer. He>^' Hotel Nairischcr Hof. Kosan, Sgiesl, Nürnberg. /7,. Brauer, Unterarilnbach. — Nößler, Brauer. ModM^^ Lottozichung vom tt. Februar. Brunn: 21 33 39 13 ^^ Meteorologische Beobachtungen in^ackZ'^ ff H^ UA AZ Z SW ^Z «°.«> ..^D 'sÜTMg. 729^ -13 0 windstill slebA o^ 7.2.N. 726-5 —N>4 NO. schwach helt" 9 . Ab. 724-9 0-4 NO. schwach bewöM B Morgennebel, dann heiter, Höhendunst, abends be» Das Tagesmiltel der Temperatur —5-3°, um 4'» ^ Normale. ^^^-^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naalii^^ > Gestern um ii Uhr abends entriss u,'s d" ^. ! > nach langer, schwerer Krankheit unsern gellevm > ziaen Sohn Iranz > im Alter uon .'!'/„ Jahren. , . b^ > Das Leichcnbca.äl,ssms findet Samstass,^„sc > 9. Februar, um !l Uhr nachmittags vom "A^sM > Wienerstraßc Nr. 7 aus den Friedhof zu St. ^^He > statt, woselbst die theure Leiche in, eigem" > bestattet wird. ! Um stilles Beileid bitten: I Iranz und Marie AaW^- ! Lail> ach am 8. Februar 1889. ! I ««ibinunasanstalt de« ssran, 257 Course an der Wiener Börse vom 7. Februar 1889. 3?°« ^ offenen C^bl««,. 5. ^ Oeld Ware z°/ ^'""s-Aulehen. l««0erü„"^°»tslch. ^"fl, »34-50,35 21-. l«6»es ." ' nan^ !>m> st, ,41) 75, 141 2s. '^Lw.,^"''w'.:«.st, .47^,48^. ^^Mbr,.i20st,'"^ N^ 154-^0 ^U^ „,40,.,«0 "Mittüc. steuerfrei , 98 80 <»g- ^ ^V^^^ei. 1.400 125,4. «,?tlbttgtt N.'' 6"ber . „4 2!. 1I4 75 DOW M ^»°lcdl> Ä^I./^" - ' - '22-,22 75 ^ °"/j°h" «tMlss. ,884 93 25 94 25 uM'en^ ' ^ - '"70,0,90 ^^ " ^ 100 fz ^^ Geld Ware Grundtntl.-Obliglltionen (für ,00 si, CM,), 5»/^ galizische..... 104 50 ,05 50 5"/« mährisch»'...... 1U9'— — — .V/„ «rain und Küstenland . . 10» — —-— 5"/., »icdrrosterrcichischs , , , 1N9-5U,,» — 5"/„ stcirischc...... 104'7b — - s»"/u tioalische und slavonische , IU4'— ,05 bu s»"/n slcbenbüraische , . , , 105— ,05,5 5"/,, lemescr Banat .... ,05 — ,05 ,5 5"/n ungarische...... ,05-— ,0515 Andere öffcntl. Anlehen. Dona» Reg, Liisr 5"/„ ,UU si, . ,22-^ ,L2 5>» dto, «»leihe ,»?« . . ,0N,50 l«7'5,0 Anlrheil der Stadt Vörz . . ,10'— —^ Mnleheii d. Vtabta,emeinbt Wien ,05 5<^ 1Us/l»i. Pram. Nnl. d. Sladta.em. Wien ,4325 ,43 75 VörsenbllU'Nülehen verlos, 5"/„ l»4 50 95 50 Pfandbriefe (für 1U0 si). Bodenrr, all«, üst. 4°/„ V. . , I8ü'-,82'liN bto, » 4'/,°/». . . ,00-50 ,<>«'. bto. » 4°/„ . . . 9» 80 U8'»n dto, Pram.'Schnlbverschr, 3«/„ 104 — ,04-50 Oest, btipothelenbanl ,0j. 50"/„ lu, — — — Oeft.unl,. Banl verl, 4>/,"/« . 10175 102 25 betto » 4°/„ . . 9« nn 100 — delto 5Ujäl,r, . 4°/, . . »8'«0 ,00 — Prioritiits-Obliglltionen (für ,0» si,), sserdinanb« Nordliahii (lm, ,»«N ,00 ,«» ,00s>0 Galizische Karl Ludwiss Bahn Vm, ,»«, 300 si, S, 4'/,"/« ' IW-70 ,0, — Velb Ware vesterr, Norbwestbah» , . . ,(X> W ,07 40 Slllllt«l>lll)N....... 200 —?U,— Südbahn ü 3"/„..... ,44 - ,4b — » k 5"/n..... ,Ll! bo ,2, 50 Ung.-galiz, Nahn..... 99»0 ,00 20 Diverse Lose (per Stüll). Crebitlose ,00 st...... igg^z 184.7z TlaiyLose 40 si...... ,;is,„ «250 4"/„ Dona» PllMpfsch, 100 fi. . 183-50 ,34 __ Laibllcher Präm. Vliileh. 2« si. 2375 24 25 Ofener Lose 40 st..... <;z.-^ <^> ^, Palsf» Los,- 40 st...... „,., «1 5y NoNici! >tll>!,,, üst, Gef, V., 10 st, 18-90 ,920 Muoolph Lose ,0 si..... 22— 22 50 2ll!m ^!o!e 40 si.........^. gg.5„ St, (»eoois ^ose 40 si, , , , ^z.^. g4^ Wllldstciii liose 20 st..... 44.75 45,50 W.Msch GM Lose 20fi, . . 57.50 5^ Orw'Tch, d, 3"/„ Präm, Schuld versch. d, Äode»e>cd«anslalt , ,?--. ,8 — Vanl. Actien (per Etllcl), AüssloOest, Vanl 2»u fl, 0U»/„ E, ,28-70 ,87 10 Nantverem, Wiener ,00 st,. . ,(»l>-50 ,07— Nbncr.Änst. üsl. 200 st. E. 4<>»/„ 2N9-50 27050 (lrbt.'Änsl. s,Hand, », O,,l«»ft. 3l, 40 31, 80 Credltba„l, Ällss, una,, 200 fl, . 3,2 25 31275 Depositenbank, «ll«, 200 st. , ,>>, .. ,<», 5«, «tscoiüpte Mes,,Ndrösl, 5lX> fi, . 521! — 527 — Giro n, llassenv,, Wiener 200 ss, ,99 50 200 50 Htipotlirlenl». üsl, 200st, 25"/„<»l» fl, CM, 2497 250, Gal, Carl Lübw, Ä, ^00 st, CM. 238 — «„«-50 iiemb, Czernow. Iasst, dl>aliii lioo st, Silber , , . ,00 75ilU, !^l< 2üb NoidbVerl,, Ä, 2<»0fl,CM. ,«u 25 ,6, 2.'. Tramwau Ves,.Wr,,,7«fi 0, W. 282 — 232 25. ' neue Wr,, Priorität«- Nctien ,0» st...... 99 bU ,00-50 Una, «nliz, >iib, Ves, 2lX, fi, 3,5 25 «,« »» Salgo Tarj, Steinkohlen 80 st, ,«» - UlX) — »Schlönlmühl.. Papiers, 200 st, - >— ... - «Vteyrermühl».Papiers,u,V,'«, ,»7«i 1»» — Irisailer Nohlenw-Ves, 70 fi. .-------—- . Wllffenf,'V,,Otst,inWienlO0st, 8»« — »»» — Wangon Lcihllnst,, Nllg, in Pest 80 fi......... ! 78 50 ?»' — Wr. Vaugesellschaft ,00 st. . , ! 79,50 »0 . Wienerberger Ziegel »lctien «es. 1«5 — lb«- Devifen. Deutsche Plätze......59 ,5 5» 40 London........1»? 75 ,l«, «> Pari«.........47 8«, 47 8,. Valuten. ^ Ducaten........ 5»? 5-e» 2« Franc» Stücke.....9 5«. 95« Deutsche Neichsbantnottn . , ^ü9-<2, 5920 Papier Nübel......> 1 ü?,. l-2'>< It»licnijchc Vantnoten (lO0 L) ! 47 70