.^« «8«. Donnerstag an» V December R8K« ^^ ' , , ,, «s,.,,.^,ms dcr Sonn- m,d F.icrtaqe. taqlich. und kossct sammt dcn Beilagen im Comptoir «fan,jährig ll «.. l».,lb,zhrlg » il. 3tt lr, „>>t Dle „«ail'achcr Zntnim" crschm't. "»t ,^'''" ^, . halbjährig <'. st- ^ M'r c»'c Zustfllimg in's Hans Ünd halbiäl.iig 30 lr. mehr zi, „itncht.n. Mit d,r Post Porto- Kreuzband im ^mnvto.r ga''N^' ' ^ '^. ^ . ,. ^ h al l','ä hri q 7 fl. 30 sr. — In serati o»sgel'ü h r snr nin Spallcn^il, ober den Raum derselb,». fur e.»- frei ga,.^c.hrig. unter '?"" ^'.^ ^ s, ^ drmm.liqe ! f,/^ ^. Inserate bil ,2 Zeilen tosten l st. ,'i.r 3 Mal, 5N fr. fnr 2 Mal »nd 40 fr. snr , Mal einzuschalten. malige Kimchnttuxa, .4 ^''. '^/ ,„»visor,sche» Geschc vc»n tt. Noveml'er l85() für I»s.rt!>n>,stä»!pe!" »och lO lr. für eine jeb.Sm>i> ganzjährig im Comptoir unter Couvcrt . . 12 » — » halbjährig » >> ' ' " " " " ganzjährig sur valdacy ms Haus zugestellt 12 st. — kr. halbjährig » » . <; ^ __ ^ ganzjährig im Comptoir offen . . ll » — „ halbjährig » . . . 5 » 3U » TZ' Die Pränumcrationsbeträge wollen portofrei zugesandt werden. "HH Die Insertionsacbührcn in das Intclligenzdlatt der Laibacher Zeitung betragen für eine Spaltenzeile oder den Raum derselben, für einmalige Einschaltung 3 kr., für zweimalige 4 kr. und für dreimalige 5 kr. Inserate bis zu 12 Zeilen kosten , fl. für 3 Mal, 50 kr. für 2 Mal und 40 kr für 1 Mal. Zu diesen Gebühren sind noch 10 kr. für eine jedesmalige Einschaltung hmzu zu rechnen. Rückständige Pränumerationsbeträge und Insertionögebühren wollen kostenfrei berichtiget werden. Laibach im December 1852. ^ ^ 5» , Ign v. Alcmmayr k Fedor Damberg. Amtlicher Theil. I^as k. k. FmmMnMerium hat den Posten eines Finanzsecretürö bei dem Gebilhreubemesslmgs-amte zu Viceuza dem Vlce-Secretär bei dem Ve-messmigSamte zu Tveoiso, A,igelus Turra, jene bei dem gleichen Amte zn Vassano dem Commlssuratore in Schio, Hieronymns Noßi, verliehen. Am 16. d. M. um ^0 Uhr Vormittags wird in dem fur die Verlosnngen bestimmten Locale im Banco-Hanse in der Singerstraße eine Verlosung der Münz-schein-Serien vorgenon»men werden. Am !>. December 13^2 wird in der k. k. Hof-und Staatsdvuckerei in Wien das I.XX. Stück des allgemeinen Neichögesch- und Regierungsblattes, und zwar vorlänsig nnr in der deutschen Meinansgabe, m den nenn Doppelausgaden aber am Dinstag den 7. December 1862 ausgegeben und versendet werden. Dasselbe enthält unter Nr. 246. Das kaiserliche Patent vom 29. November 18K2, wirksam fnr die Königreiche Ungarn, Kroatien und Slavonien, die Wojwodschaft Serbien und das Temeser Vanat, wodnrch fnr diese Kronländer das allgemeine bürgerliche Gesetzbuch vom 1. Juni 1811 mit mehreren Beschränkungen und näheren Bestimmungen cingefichrt, und vom I.Mai 18!)3 angefangen in Wirksamkeit geseht wird. Nr. 247. Das kaiserliche Patent vom 20. November 18!i2, wirksam für die Königreiche Ungarn, Croa^ tien und Slavonien, die Wojwodschaft Serbien und das Temeser Vanat, wodurch die in diesen Kronländern bisher bestehenden geschlichen Einrichtungen, in Bezug auf die Erwerbung und Ans-llbung heg Eigenthumsrcchtes auf liegende Güter, deren Belastung und Verpfändung, so wie in Bezug auf dle Aviricilät abgeändert werden. ^om k. k. Redact.onsbureau des allgemeinen Reichs-aesey- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Thoik. O c st c r r e i ch Trieft, 6. December. Der päpstliche Prälat, Prinz Gustav von Ho hen lohe, ist heute auf seiner Reise nach Rom hier angekommen. Um seine Gesnndheit wieder herzustellen, hatte er die Erlaubniß zn einem längeren Aufenthalte in Deutschland erhalten, und kehrt nun gestärkt in seine ehrenvolle Stellung in der unmittelbaren Nähe des heiligen VaterS zurück- Das kais. Transportschiff „Dromedar" ist, aus Alerandrien kommend, gestern in unserm Hafen ein-gelanfen. Es bringt die für die taiserl. Menagerie bestimmte, vom Hrn. Viceconsnl Dr. Neiy gesammelte Thiere, von denen jedoch während der Reise mehrere gestorben sind. Der „Tr. Ztg." wird von Peirul 22. November geschrieben: Aus auchentßcher Quelle wurden mir die von den Lateinern aMellten Forderungen iu Betreff der heiligen Orte mitgetheilt. Die Lateiner verlangen: 1) allein das Recht zn haben, am Grabe des Heilands den Gottesdienst abzuhalten, wie es bis znm Jahre 1808 gehalten war, dem Zeitpuncte, da die Grabesknppel abbrannte. 2) das heilige Grab znrück zn erhalten, und die Knppel erbanen zu konneu; 3) den Tanfstein zurück zu erhalten, der jept in Gemeinschaft mit den Schismatikern benüftt wird; 4) die 7 sogenannten Arche» (»''"«>) der heil. Jungfrau znrück zu erhalten, die einen Theil der heil. Grabeskirche ausmachen; 5) die große Kirche von Bethlehem wieder zurück zu bekommen, die ihnen im I. 1767 abgenommen worden war, so wie 6) die beiden in der Nähe der Kirche gelegenen Gärten; 7) in den Besiy der im Jahre 17K7 geraubten Kirche wieder zu gelangen, in der sich die Graber der h. Jungfrau Maria, des h. Joachim, der heil. Anna, des h. Joseph und des h. Simeon befinden; l «) wieder in den Besip der ihnen im I. 182» abgenommenen Schüfergrotte (<^<,l,u ,l,, p^loi,) zu kommen, und endlich 9) den vom katholischen Altar der Gebort (»I-!!,,-<> <1<>IIn „ltti'vilü) unterm 30. October 1847 grie> chischer SeitS gestohlenen Stern wieder anzubringrn. Wien, 4. December. Der Entwurf für ein neues Börsengesey ist, wie man vernimmt, neuestens Gegen« stand der Verhandlung im Ministerium geworden, die durch Abwesenheit mehrerer Commissionsmitglieder unterbrochen war. So viel über den Entwurf bereits verlautete, wurde im selben eine strenge Scheidelinie zwischen Börsengeschäften und den sogenannten Börse-specnlationen gezogen. Während den ersteren genügende Freiheit zugestanden ist, werden letztere nicht leicht mehr den Gegenstand eineS Erwerbes bilden können. Der Borsebesuch wurde ganz, und dem Zwecke einer Börse vollkommen entsprechend, geregelt. — Die Berufung des Herrn v. Brück nach Wien hat, nach der Angabe eines fleißigen Zeitnngs-lesers, in deutschen, italienischen und französischen Zeitungen nicht weniger als 93 verschiedene Versionen hervorgerufen. — Es wird beabsichtigt, in Wien eine Lichtbilderfabrik für gewerbliche Zwecke zu errichten; ein Unter-nehmen, welches nicht folgenlos bleiben dürfte. — Als Beweis, mit welcher Schnelligkeit jeht Nachrichten erpedirt werden, dürfte zu erwähnen sein, daß die telegraphische Staatsdepesche über Proclami-rung des Kaiserreichs in Paris schon zwei Stunden nach dem Acte in Wien war. Die zweite Depesche war noch vor Mitternacht in den Händen des Herrn Ministers deS Aeußern. Die Privat-Depeschen trafen aber in Folge des Andrangs der StaatSdepeschen verspätet ein. — Die sämmtlichen Tabakfabriken sind mit Erzeugung von Cigarren in solcher Weise beschäftigt, dasi sie den Bedarf nur mit größter Anstrengung decken können und das Ministerium die Errichtung einer neuen Cigarrenfabrik bereits für nothwendig erkannte. Seit Einführung des Tabakmonopols m Un» 1206 gärn hat sich der Cigarrenbedarf im Vergleiche zn den früheren Iahreu beinahe um das Doppelte gehoben. — Der z»m k. k. österr. Gesandten am Höft zu Berlin ernannte Herr Graf Friedrich Thun-Ho-heilstem wird sich im Laufe der nächsten Tage nach Berlin begeben, wohin dessen Familie und Dienerschaft bereits vorausgegangen ist. — Nach den neuesten Sprachforschungen zählt die deutsche Sprache 100.000 Wörter, (nach Adelung 65.000, nach Campe 141.000); die spanische Sprache besteht aus 30.000 Wörtern; die französische nach dem Wörterbuche der Acadenue aus 32.000 Wörtern; die englische nach Johnson'S Wörterbuch aus 40.000 Wörtern; das serbische Wdrterbnch zahlt über 30.000 Wörter. — Um die von Privaten bei Vergwerksunter-nehmungen angelegten Capitalien nach Möglichkeit zu sichern, ist die Auordnung erflossen, daß im Falle eines AufgebeuS des Bergbaues die sämmtlichen Gläubiger davon zu verständigen sind, um denselbeu Gelegenheit zu bieten, den Bau unter Veobachtuug der dießfalls bestehenden weiteren Bestimmungen selbst betreiben zu köunen. — Zu keiner Zeit sollen in London für die Hauptstadt und die Provinz so viele Zeitungsuum-mern als in vergangener Woche verkauft worden sein. Es wnrden im Stämpelamt 2 Mill. Zeituugsstämpel ansgegeben; dazu kamen die ungestämpelten Blätter, die ebenfalls einen enormen Absatz hatten. Grund dafür war das Verlangen nach den Beschreibungen der Leichenfeier für den Herzog v. Wellington. * Wien, 6. Decewber. Die Bewohner der Neichshaupt- und Residenzstadt Wien wurden in letzterer Zeit durch ein allgemein verbreitetes Gerücht über das Bestehen gefahrlicher Räuber- und DiebS-banden beunruhigt. Wir sind im Stande aus verläßlichster Quelle zu erklären, daß jenes Gerücht jedes Grundes entbehrt, dasi die Sicherheit von Personen und Sachen keine Störung erlitten hat, und daß durchaus nichts vorliegt, woraus auf die Gefahr einer solchen Störung geschlossen werden könnte. (Oest. Correspdz.) " Das k. k. FmanzministerillM hat der Ansicht beigestimmt, dasi die Quittungen der Bezirks-Ingenieure hinsichtlich der Straßen- und Flußpauschalieu stämpel-frei zu behandeln sind. " Zufolge Mittheilung des königl. preußischen Handelsministeriums vom 16. November 1882 sind die königl. belgischen Telegraphen-Bureaur mit den zu St. Etienne und Mühlhansen errichteten franz. Telegrapheu-Bureaur, vom 10. Nov. 1862 augefangen, in Verbindung getreten. B e u l j ch l a n d. Berlin, 2. December. Se. köuigl. Hoheit der Prinz Carl hat den ersten Theil der vergangenen Nacht etwas unruhig, den letzten sehr rnhig zugebracht; das Fieber ist mäßig, die örtlichen Beschwerden sind noch belästigend. In der zweiten Kammer wird von mehreren Abgeordneten, so bald als thunlich, ein Antrag auf Emanation eines allgemeinen preußischen Handelsgesetzbuches eingebracht werden. Als besonders vernachlässigte Puncte des gegenwärtig bestehenden Handelsrechts ist das Flnßschifffahrt« und Versicheruugsweseu vorzugsweise anzusehen. Unter den mancherlei Differenzen mit den katholischen Kirchenbehörden, die wahrscheinlich auch in den Kammern Hur Erörterung gelangen werden, nimmt die wegen Benutzung katholischer Kirchhöfe zur Ve< stattung anderer Confessionsverwandten eine Stelle ein. Die Cablnetsordre vom 1ü. März 1847, welche diese Angelegenheit regelte, hat bei den becheillgten Prälaten, insbesondere bei dem Bischöfe von Paderborn, niemals Anerkennung gefuuden. In nenestcr Zeit siud die Polizeibehörden angewiesen worden, auf strengste Ansführuug der köuigl. Ordre zu halteu. DaS bischöfliche Generalvicariat zu Paderborn hat in Folge dessen die Geistlichen angewiesen, „geschehen zu lassen, was sie nicht hindern können," jedesmal aber eine schriftliche Verwahrung durch den gesammten Kirchenvorstand uuterzeichneu zu lassen nnd einzureicheu. Die Polizeibehörden siud von dem Oberpräsidenten hiervon mit der Weisung in Kenntniß gesetzt worden, keinen Protest anznnehmen. Dieß ist dem „C. B." zufolge in Kürze der Thatbestand des schwebenden Streites. ^ .s>.Io ^l>i»<)l<><»!> znr Annahme vorschlagen, — Die „l,'i»x< ll,., ?>!>v»!jäl)rter dynastischer Anspruch, der eine Beleidigung für den gesunden Verstand und die Wahrheit wäre. Er ist vielmehr eine Huldigung gegen ein Gouvernement, daS ein legitimes war, nnd dem wir die schönsten Blätter unserer neuern Geschichte verdanken. Meine. Herrschaft datirt nicht von 181.^ an, sü» beginnt nur von dem Momente, wo Sie mir die Abstimmuug der Nation mittheilen. Empfangen Sie daher meinen Dank, meine Herren Depulirten, für den Glanz, mit dm, Sie die Kundgebungen deS Nationalwillens umgeben, indem Sie dieselbe durch Ihre Controlle um so unbestrittener und durch Ihre Erklärung um so eindringlich" g''-macht. Ich danke anch Ihnen, meine Herren Senatoren, dafür, daß Sie die Ersten haben sein wollen, welche mir Ilxe Glückwünsche darbringen, gleich wie Sie auch die Ersten ware», »m de» Volköwunsch zn formulnen. Helfen Sie mir Alle auf diesem, durch so viele Revolutionen erschütterten Boden ein dauerhaftes Gouvernement zn begründen, das zu Grundlagen die Religion, Gerechtigkeit, Rechtlichkeit uud Liebe zu den leidenden Classen beswt. Empfangen Sie hi<>r d«« Schwur, daß mir nichts zu schwer fallen wird, gilt eS die Wohlfahrt des Vaterlandes sicher zn stellen, uud dasi ich, indem ich den Frieden aufrecht halte, nichts von dem Preis gcbeu werde, was die Ehre und Würde Frankreichs berührl." Sohin begab sich der Kaiser mit dem Gefolge in seine Appartements zurück. Im Hi»tel de Ville fand heilte die Proclamation des Kaiserreiches um 10 Morgens Statt. Eine große Menge Menschen hatte sich zn diesem Acte eingefnnden. Nach 2 Uhr erschien Hr. Persigny auf dem Platze de la Concorde in der großen Minister-Uniform und verlas in Mitte der militärisch aufgestellt"!, Nationalgarde mit lauter Stimme das Plebiscit, welches der allgemeinen Abstimmung zu Grunde lag, worauf er das Kaiserthum proclamirte. Die Nationalgarde begrüßte diesen Act mit lautem Zurufe. Der „Moniteur" bringt eine lange Reihe von Decreten. Das erste derselben enthält folgende zwei Artikel: 1. Das Senatusconsult vom 7. November 18!!2, ratificirt durch das Plebiscit vom 21. und 22. Nov., wird promulgirt und ist Staatsgesetz. 2. Louis Napoleon Bonaparte ist Kaiser der Franzosen, unter dem Namen Napoleon III. Ein weiteres Decret enthält die Ernennung der DivivisionSgeneräle St. Arnaud, Kriegsminister, Mag' uan, Commandanten der Pariser Armee, de Cast^ lane, Comm. der Lyoner Armee, zu Marschälleu. Andere Decrcte regeln die künftige Fo"" ^"' Scuatusconsulce, Gesetze uud Decrete. In der Einleitung werden Senat""c>nsnlte den Ertract des entsprechenden Si<).'"gsp>otocolleS des Senates. Gesetze den kurzen Bericht über d.e Berathung des legislativen K^pcrS enthalten. Hinauf folgen die Worte: „W"..I<.n. .'!<..' scö Emblem wird auch in die Siegel der Scaatskör- A 207 per, Ministerien, der Ehrenlegionskanzlei, der Gerichte uud aller BeHorden aufgenommen werden. Ein vollkommener Strafnachlaß ist vom heuti-gen Tage ertheilt für alle dnrch die periodische Presse begangenen Vergehen nnd Uebertretungen, eben so für alle Bergehen in Druckereiangelegenheiten. Alle bis zum hentigen Tage periodischen Blattern in Paris und in den Departements, in Folge des Decretes vom 17. Februar 1862 ertheilten Verwarnungen sind für nichtig und zurückgenommrn erklart. Eben so ist Erlas; für alle in ganz Frankreich bei den Nationalgardekörper» verhängten Strafen zugestanden und findet auch keine Untersuchung wegen in diese Categoric fallender, bis zum heutigen Tage begangener Uebertretungen Statt. Die zweite Section des obersten Gcneralstabes der Armee (der Reserve), welche durch daS Gesetz vom 4. August 1839 eingeführt, durch jeues vom 11. April 1848 abgeschafft wurde, ist wieder hergestellt. Die Divisionsgeneräle gehen mit vollendetem 6ll. Lebensjahre aus dem Stande der Activitat in die Reserve über. Den Unteroffizieren, Korporalen und dem gemeinen Manne der Land- und Seearmee ist eine ltägige Gratiolöhnnug ans Anlaß der Gründung des Kaiserreiches ertheilt worden. Gestern Abends wnrden die Redacteure sämmtlicher Journale in das Polizei-Minislerinm berufen und denselben eröffnet, daß die bloße Znlassung fremder Journale, darunter anch der belgischen, noch nicht das Nicht gebe, Stellen daraus mitzutheilen. Auch hätten sie sich aller gegen die Sittlichkeit oder den Anstand gerichteten Anoncen zn enthalten. GrolN'ntannien und Irland London, 30. November. Die „Times" bespricht die von der Regierung bereits in Angriff genommene Verstärkung des englischen Artillcriewesens nnd die Nothwendigkeit, die Küsten des Landes in bessern Vertheidigungszustand zn setzen. Es sei das Artilleric-wesen immer die schwache Seite der englische» Streit-kräfte gewesen; ohne irgendwie feindliche Absichten zu hegen oder eine etwaige Störuug des Friedeus zu befürchten, sei es Pflicht der Regierung, diesem Uebel' stände baldigst in durchgreifender Weise abzuhelfen; ein bedeutender Schritt hierzu sei gemacht; es seien nämlich Befehle gegeben worden, die Artillerie nm 2000 Mann zu verstärke», 1000 Pferde für dieselbe auzukaufen und 200 Stück nene Feldgeschütze längstens bis zum Frühjahre iu Vereitschaft zu seyen. Vsmanijchcs Ncich. " Gonstantinuftel, 27. November. Das größte Erstaunen verursacht ein im hentigen „Journal de Coustantinople" enthaltener Aufsatz , wonach die Negierung der h. Pforte den festen Entschluß gefaßt hatte, die Fahrten aller europäische» Dampfschiffe im Bosporus und lau go der hiesigen Küste n gegen den glattweg zu verbieten. Wie auch das halbamtliche Blatt sich abmüht, die Nothwendigkeit uud Nützlichkeit ei-ues Mouopols der türkischen Dampfschifffahrt darzuthun, so schüttelt doch alle Welt den Kopf über eine Maßregel, welche zahlreiche und machtige Prioatin-teressen tief verletzt, und der materiellen Wohlfahrt der Türkei selbst in letzter Analyse nur Abbruch thnn wird. — Said Pascha, der bekanntlich mit seinem Bruder, dem Vicekönige von Aegypten, uicht im besten Einvernehmen lebte, hat Constantinopel verlassen und sich nach Alerandrien eingeschifft. Er hat von Seite der Pforte die wärmsten und dringlichsten Empfehlungen mitgenommen. Aeg y p te n. Beirut, 22. November. Einem von Damascus unterm IU. d. M- eingetroffenen Berichte zn ^ae, hatte wenige Tage vorher ein heftiges Tref-a"nt^^" ^" kaiserlichen Truppen und den Insur-erstere/""^""^"' '" welchem letztere siegreich die sition mit^7'/"' bei Erza genommene feste Po< nition und 2^ ."°" 2 Kanonen, ziemlich viel VW —^le" aufzugeben und sich zmückzn- zichen. Türkischer Seits war das Treffen von Mu-stapha Pascha und Feyzi Bey (Oberst Kollmann) befehligt. Letzterer entwickelte große Tapferketl, wagte sich in der Hitze des Gefechtes zn weil vor, uud entging nur durch ein Wunder den ihn verfolgenden Drusen, die kaum 20 Schritte von ihm eutferut, ihm einen Hagel von Kugeln nachsandten, von denen aber auch keine einzige traf. Die erbeutete» Kanonen wnrden auf der von den türkischen Truppeu verlasse« nen Position bei Erza anfgepssanzt; tagtäglich feueru die Druseu bei Sonnen-Auf - und Untergang einen Kanonenschuß ab. um ironisch das System des Lagers nachzuahmen. Diese Niederlage der türkischen Truppen hat die Drusen noch übermüthiger und jc-dem Vergleich unzugänglicher gemacht. Denke» Sie sich hiezu noch die Unannehmlichkeiten, welche die Truppen im Lager durch den seit mehreren Tagen sich in Strömen ergießenden Regen zu ertragen ha; ben, die Schwierigkeit, auf den durch die Regengüsse uud Ueberschwemmungen ganz uuwegsameu Straßeu Lebeuomittel zu trauspomreu, und Sie werde» die Lage der türkischen Truppeu eben nicht beueide»Swerth finde». All' das U»gemach, das die türkische Negierung bei dem gefährlichen Unternehmen der Unterwerfung des Hauran? zu erleiden hatte, fallt nnu auf die christliche, jüdische und einen Theil der türkischen Bevölkerung, die nur zu gut die Ohnmacht der Regierung kennend all' die traurigen Conseqnen-den der dffenlliche» Unsicherheit zn ertragen haben. Der Nest der türkischen Bevölkerung sieht dagegen mit Freude die Niederlage der türkische» Truppe», iu der thörichten Hoffnung, dadurch vou der Conscription befreit zu sein. (Tr. Ztg.) A m e ri k a. Die Botschaft, mit welcher der Präsident Aristo am l!>. October den Kongreß von Merico eröffnete, beschäftigt sich zunächst mit den in verschiedenen Theilen des Landes ailsgebrcchenen Unruhen. Sie schildert den Aufstand von Rio Bravo als vollständig unterdrückt (derselbe soll indeß bekanntlich nach New-3)cnser Berichte,, „.zwischen wieder ausgebrochen sein); erwart des vergeblichen V^.ches'der .^ai.rnng vou Vera Cruz. die in diesem Sl. März zusammentreten. — Sonstantinopel, 29. November. Dem Vernehmen nach ist eine Erpedition gegen Montenegro beschlossen; Omer Pascha soll an deren Spitze gestellt werden. — Damascus, 18. November. Die Drusen haben versprochen sich im März der Conscription zu fügen; hieranf haben sich die türkischen Truppen ans dem Hanran zurückgezogen, und werden nunmehr bei Tiberias gegen die Beduinen operiren. — Athen. 30. November. Mittelst königl. Decrete sind Marinecorps orgauisirt worden. Locales. Laibach, 9. December. Wir machen auf die heute stattfindende Benefice-Vorstellung des sehr fteißigen und beliebte» GesangS-Comikers, Herrn Nen, aufmerksam, der hierzu die nene Posse von Flerr „Des Teufels Zopf" wählte. Diese Posse wird hier zum ersten Male aufgeführt, weßhalb wir bemerken, daß sie bei ihrem Erscheinen in Wien großes Aufsehen erregte. Da sich überdieß Herr Neu einer großen Theilnahme erfreut, so lst nicht zu zweifeln, daß ein zahlreicher Besuch ihm die A«erke»»uug für seine braven Leistungen thatsächlich beweisen werde. Druck und Verlag^T^---------^"----------------------------------------------------------------—-___________________________-____________________ ^> v. Kleiumayr und F. Bamberg m Laibach. Verantwortliche Herausgeber und Redacteure: Telegraphischer EourS«Vericht der Staatspapiere vom 7. December 1852. StaatSschuIdverschrelbungt« zu 5 M. (in CM.) 94 1l/l6 detto „ 4 ,/2 . , 8't 1/8 dctto „ 't „ ., 75 l/2 Darlehen „>lt Verlosung u. 1.1839, für 2ä0 N. 139 für w<» fl. Neues Anlchcn ^.iUeru H........ 95 5/l6 ö"/« 1852.............943/8 Lombard. Anleheu.......... 1W l/4 ÄanfMctieu. vr. Stück 1343 st. r l2N st. südd. Ver) ei»s-Währ. i>»24 «/2 st. Fuji, Guld.) 1 «5 1/2 Vf. 3 Monat. Hamburg, für 100 Thaler Banco, »lthl. 171 3/4 Äs- 2 Mona». London, für 1 Pfund Stcrli,,, Gulden ^ ^ ^" ^l' ^ M°""^ Mailand, für 30« Oesterreich. Lire, Gnld, 1 l 5 1/4 Bf. 2 Monit, Marseille, sür 300 Franse,!, . Guld. 134 3/4 Vf. 2 Monat. Paris, für 300 Franken . . Guld. 135 3/6 Bf. 2 Monat. K. K. Mlinz-DucattN.....20 3/s pr. Ecnt.Agio. Gold- und Silber-Course vom 7. Dcc. 1852. Brief. Geld. Kais. Münz-Dncaten Aaio .... — 203/8! detto Nand- dto '„....- 201/8 ^ (^ulci »l inareo „ . . . . — 19 3/4 3lap>.'lco»sd'or's „ . . . . — 9.W SonverainSd'or's „ .... — 16,3 ,'^, ) Nuß. Imperial „ . . . . — 9.27 '. FriedrichSd'or's „ . . . . — 9.30 Engl. Soueralngs „ . . . . — l i.28 Silbcragiu !-.ij,i','^'<' Händler; — Hr. Konow, Handelsmann; — Hr. Edward Clack, cngl. Priuatier; —Hr. Zuckermann, — nud Hr. Morandi, beide Privatiers, — u»d Hr. Kieuinger, Tonkünstlerswitwe, alle 8 vo„ Wien nach Trieft.— Hr. Magistl is, Privatier, von Wien nach Udine. Den 7. Hr. Eduard Graf Valentäi«, Particu lier, — u»d Hr. Nobeit Meyer, engl. Povatier, beide von Tiiest nach Wie». — Fr. Johanna o. Kud-ler, Hofralhögatt!!,, — und Fr. Giooamia Tschabusct> nig, k. k. Beanitensg^ttin, beide von Venedig nach Wien. — Hr. v. Perrelli, Jurist, von Görz "ach Wien. — Hr. Silovic, Schiffscapitän. r>o» Siffer nach Trieft, — Hr. Lechleimer, Handelslnann, von Wien nach Trieft. -^, ,Hr/ LusmMl, Privatier, «an Höüiqgratz nach Udine//> , ,> '. '' Z. ,723. (2) '^ K u n V m a ch u n g. Für die kommende Georgizeit wird zur Un^ tclbringimg der Rechnungökanzlei des Infanterie-Regiments Prinz Hohenlohe Nr. 1? ein geräumiges Vocale von 4Zimmern gemiethet, und bemerkt, daß co wünsckenswerth wäre, wenn in demselben Hause auch der Kanzlei - Vorstand Herr Rechnungsführer das Quartier, bestehend in 2 Zimmern, Küche, Boden und Holzlege haben könnte. Die HauScigcnthümer werden ersucht, rück-sichtlich der Vermiethung obiger Localitaten, mit oder ohne Wohnung oes Kanzlei Vorstandes, binnen 14 Tagen bei dem Magistrate entweder mündliche oder schriftliche Meldung zu machen. Stadtmagistrat Laibach am 2 December 1852. Z. ,395. (3) Nr. 3325. Edict. Von dem k k. Bezirksgerichte zu Tschernembl wird dem Johann P.,ngretisch aus Hschöplach erinnert: Es habe Joseph Schleiner, nonnn« seines Weibes Magdalena Schlciner aus Niedermösel, wider ihn, wessen schuldiqen 250 fl c. ». c., die Klage angebracht, und um richterliche Hilfe gebeten. Da der Alifenlhaltsort des beklagten diesem Gciichte unbekannt ist, so wird ihm mittelst dieses Ebictes bekannt gemacht, daß zur Verhandllma, dieser Ncchts l sache die Tagsatznng auf den 23. December I. I., früh 9 Ul)r vor diesem Gerichte angeordnet, und U)m zu sciner Fjcrtretung der Georg Fugina von <>öple aufgestellt worden sei, und er daher aufgefor. dert, zu dieser Tagsatzung entwcd.r selbst zu erschein ncn, oder dem ihm aufgcstcllten Vcltrcter die erforderlichen Behelfe an die Hand zu geben, widrigens dennoch die Verhandlung gepflogen und was 3iech-tens ist, crkannt wurde Tschernembl am 12. August 1852. Z. l?35. (I) Nachricht. Das von dem hiesigen Casino« Vereine in der dießjährigcn Verlosung des österr. Kunstvereines gewonnene Oelgcmälde: Leopold Kuppel wieser's Madonna mit dem Kinde und der heiligen Anna, im Ankaufswerthe von 550 fl. C. M., bleibt bis 20ten dieses Monates im ersten Stocke des Ca-sino-Gebaudcs zur Besichtigung aller Kunstfreunde aufgestellt. Die beständigen Mitglieder des Casino-Verei-ncs werden noch insbesondere aufgefordert, bis zu jenem als Präclusiv - Termin festgesetzten Tage, über die mit jenem Bilde zu treffende Verfügung ihre Willensmeinung in der im Lesezimmer des Vereines zu diesem Behufe aufliegenden Abstim-mungsliste, unter Beifügung ihres Namens, eigen-handig einzuzeichnen. La'bach am 4. December 1852. Von der Direction des Laidachcr Easino-Vereines. '^jUü y IN V I» « >t HV » I« t. Z. »729. (2) ' Bekanntmachung. Die Direction des bürgl. Schü'tzenvereines bringt zur Kenntniß, daß die Wahl der Directionö-Mltglicder für das nächste Solarjahr I85il am nächsten Bonntag?, d. i. am 12. d. M, Abends, in den Schicßsiatt- Localitäten, im Sinne des H. !i9 dir GeseUschafts ° Statuten, vorgenommen werden wird. Die I'. ^l'. V^reinsmitgliedn- werden ersucht, sich an dieser Wahl zahlreich zu behelligen. Laibach den U. December 1852. .^. ,722, (2) Nicht M übersehen ist, oaß Nl!ll»lll0 Nlll'it; II>lll«v«rnl^, Doctors Witwe, derzeit Modistin, so eb.n aus Wien an-glkomwen ist, und empfiehlt sich dah.r ergebenst m't sehr g.schmackvoll.n, Damen-Pastor-, Lcder-und Seiden-Hüten, nach den neusten Pari-scr-Iuulnalen, zu d^n äußerst bllligstcn Preisn, so wie auch mlt Co ffuren von Band, Sammet, CheniUe, Blumen u. Chcmis.ten all.r Art, zu sehr b>Uia/n Preisen. Auch wnoen Commissionen, um Hüte dlrecte aus W:cn zu lekom' mcn, allsogleich effectuirt. Das Nir^ilxin tili-nuxl« befindet sich in der Iudengasse Nr. 2l4. Um gütigen Zuspruch bittet daher die ergebenste ___________________Modistin. Z. «727. In 0e> Fr.Hu rter' schen Buchhandlnxg iu Hchaff» Hansen erschien so eb. n u. ist bei «. 1^,»,'«»«,. in «aibach Masfl, «)l. X., Fest- und (Vcleaeil- heitö-Predigten. Erst.t Thcil. Zweite durchgesehene Änfiasse. 2 ft, 54 kr. Stait aller Ailprcisuxa erlalibe» wir u»ö auf de oicsein Vaode vola»qei".-l!ckte!! Ncze»sio»en zu verwl-i' se». — V>>»d N. u. l^ll. dieser Sainmlling s>»d nicht >ü ncuer ?N>fi^ge ersch>e»cl>! Terlassv, B (<»;. von, die (Vlau benslehre der heiligen katholischen Kirche. Zum Gebrauche bei academischcn Vorlesungen, so wie zum Selbstunterrichte für gebildete Christen bearbeitet. Zwei Band»'. 2 fi. 42 kr. Katholische (Erzählungen für die rei fere Ingend. ^t und Ew gkc,t. l fi. li kr. Für die V>?rtt',fflichlcit dieser ssr^ähllil'q«'!! bi'n-qt die E'l'pflhllnia des Hrn. ^ l> >; s ch >v e r t , deö l> c r i> I, m» te » Verfc> ssers d e s it a l e » d e r S f » r Zeit u » d Ewig lcil! Hchels, V., die christkatholifche ^ehre i«l Frühprcdigten auf alle Sonn- und Fasttage' eines dreifach en Kirchcnja h r e S. Vrstcr Band : Wahr-heilen, die LUle glauben mli^en, oder: Dic Lehre lwm Vlnuben. l si, 4.^ kr. I. Nnnestlnn's allgemeine Weltgeschichte für die katholische Jugend und für E r-w a ch s e n e. Vierte Ausgabe, abermals bcden-tend erweitert nnd vermehrt von Heinrich Ovcrhasse, Pfa^r - D»cka>tt zu W.rne. Acht Bände in 8" (246^ ^^gen.) Wc„>, ftlcich diese vierte Aüsqabe um N/, V o a, e n stärser qewors'e» ist, als die dritte, so l'at die Verlag-haildllinq deiüiuch ^e>i beilpicllos bill>a,e>, Sudscripiioils» Preiö uu» 5 fi, 2ä l!r. »och d i ö z u »> Schlüsse die» ses Jahres bestchei, lassen. Z. ^37. (7) . NH^ Nadicale Vehandlung und verbürgte Heilunq aller durch den Mißbrauch des Mercu,s und - d»'r Gesundheit schädlichen Ärz» ne,eii entstandenen schmerzhafte» und l'ngwicriqen F lgel!ra,lthc>te», als: schweres H^rnen. Knochenschmerzen, Echlailosigüeit, Kratz,», Fleä'len. Gedächtnißschwache, tranr>a,e Geniüthssiininnniq, barüeibiqkeit u. s. w,, n^>'l)t auf lan^jah ic,e (5>f'hrung i>, den Hauptspitälern dcö I»- »nd Auslandes durch dc„ Gcferligtcn welcher qrundl ch abqef'sjle Kraüsengeschlchien nnt An^'de des Alters, Constitution, leiupcran'entes u>ld ubcr^andcner Krankheiten l>l!l»<:<> eillgeschickt, czchöng würdigt, nnd jeden auswärtigen jtraol'en nn (iiorrespondenzwcsse zu heilen iin Stande ist. E. S e l i n <^, pens. k. k, Berqw rköarzt ,n>e>ilirter Assistent der Gebut»l)i!fe und Secundar des allgeineiuen Krankenhauses zu Member«,, qeivesener Ehcfarzl iu, Militarsp ta!e zu Brzezan, dann KreiSliezirks» Arzt zil Neumarrt u. Coniuiuaz-Direct^r zu Nai'ziivil. Wohnt Wien, Stadt. Annagasse Nr. 1000. 3. !453. <5) Umsonst sind zu haben die neuen Kaiser >^»'«TU« .?o8<5l T. Silber-20", nämlich zu jedem :;fi.-3ose der Lotterie vom Ui. December deö <^,,'ü5»>«<«<'»- ^«NUs«"Kla» 8ptt«l8 1 Stück 20' blank bei Gefertigtem, der sich auch empfiehlt für den 2. November mit »5<5A««;vji<5»,- U> fl. Losen (Haupttreffer dießmal ausnahmsweise 14000 fl.); für den 1!>. December mit 358^«-«,«»H?- ^<> fl> ^'"' für den 2. Jänner mit C'om«> - Rentenscheinen u ^ fl.; für den 1". Jänner mit H^nNI-»t«in - 20 fl. Losen :c. :c. :c. ^, ^ ^^^ ^_^ ! Ioh. Ev. Wntscher, Handelsmann am Marienplatze.