Marwor. Donnerstag, den 20 Ottober tS24. < TliGhW M .. v. «« « W Kr. 249 ^ 64. Jahrg. azoLrrrrrrrO o o ui»il^>>>>>^7 Wegen des Feiertages erscheint die SninS-tagnummer der „Marburger Zeitung" acht Seiten park. Die GonntagSnummer entsallt. Die P. T. Inserenten werden ersucht, die Inserate siir de« „Kleinen Anzeiger" fiir die Gamstagnummer bis spätestens Donnerstag abends 5 Uhr, die gröheren Inserate aber bis längstens Freitag S Uhr vormittags ab« zuq-ben. j Die Redaktio» und die Verwaltung der ^ „Marburger Zeitung". ci»ilAXMrv 0 0 ptul. Gedanke« zu den Gemeinderatswahlen. PtuI, 27. Oktober. Die Wahlfchlacht ist vorbei. Nur lnnMm !ftaut die gewaltige Lpannung, mit der der Ausgang der letzten Gemeinderatsmat^len in allen Bevölkerungsschichten erwartet wurde, nnl, da? große Interesse, welche? man für dieses große Ereignis in unserer Stadt an den Tag legte, ab. ^ Zweifellos bedeutet der Sonntag, an dem 1>ie Wahlen in unseren Gemeinderat vorgenommen wurden, einen nicht zu unterschätzen den Wendepunkt in der Geschichte unserer Stadt. Denn nach dem großen, fünf Jahre ^ähli'nden Völkerringen geschah es zum ernsten Male, daß alle Bürger unserer Stadt ir.hne Unterschied der Nation zur Wahlurne schritten, um einer neuen Gemeindevertretung, der die hohe Aufgabe zuteil werden soll, unserer im großen arg hergenvm» Tnene Gemeindewirtschaft auf die Beine zu helfen und auf diesem Wege unser öffentliches Leben allmählich N>icder in die alten Bahnen zu lenken, das Leben zu schenken. Für die Wahlen herrschte umso größeres Interesse, da sich diesmal die deutschen ger unserer Stadt zum ersten Male nach Kriegsende an den Wahlen beteiligten. Da aber Ptuj als deutscheste Stadt unter allcn Städten Sloweniens betrachtet werden kann, ist eS leicht begreiflich, daß hier di^ Spannung "ntk'r der Bevölkerung, mst ^ler die Wahlen erwartete, viel größere Dimen-sionen annahm, als in den anderen Städten Sloweniens oder, besser gesagt, der gewcs> nen Untersteiermark, wo das deutsche Element in mehr oder minder großer Stär?^ anzutreffen ist. Eine?^?lge davon war auc^, daß die Wahlschsncklt bier viel erbitterter ae-führt wurde und daß die natlonalen Gegensätze in unserer Stadt mit in den lchten Jahren noch nie geseliener Stärke zutage traten. Lteine von den beiden Parteien, die bezüglich des der Waiuen ernstli«^ in Be- track't gezogen werden konnten, also weder der slowenische Block noch die heimische Wirt-schaftspartel (die Deutschen) konnten mit einem sicheren Siege rechnen, eine Tatsache, die geeignet war, die Gemüter noch mehr zu erregen. Die Wahlen brachten den Sieg des slowenischen Blocks und dessen absolute Mehrheit im Gemeinderabe. Eine neue Aera scheinen die Wahlen der Weiterentwicklung unserer Stadt eröffnet zu haben, wenn es die Gc-meinderäte verstehen und den guten Willen haben werden, mit der traurigen Vergangen Keit voHlommM.^u brechen, um einer Wnc- sine neue Wendung. Der De molrot Kofta Timotijevit mit der Dlldung einer Koallllonsregierung betraut. ' oßeS Interesse am der Mission des Herrn TimotijeviL. — Die Radikalen für den Eintritt in ein "^"n^entrationskabineit Ti.uotijeviö. — Das cue Komluu-uil^uee des demokratischen Klubs. — Kosta Timoti^ viL sür die Berstänb?gung mit den Kroaten. ZM. Beograd, 29. Oktober. Währe»id man mit Rttlksicht auf die Abwesenheit des Mint-sterpriisideuten Davidoviö sllr den gestriger Tag keiue besonderen Ereignisse erwartete, berief der König den DavidomL-Temokraten Kosta TimotijeviL zu sich und betraute il)tt mit der Bildung einer Konzentrationsregie, rung. Diese Entscheidung des Königs hat »n allen politischen Kreisen das größte Aussehen erregt. ZM. Beograd, 29. Oktober. Die Betrauung des Abgeordneten Timotijevio mit der Bildung eines Konzentrationskabinetts wur^ de heute in politischen Kreisen allseits b:-sprochen. Das Interesse am Gelingen der Mission des Herrn TimotijeviL im Sinne seines Mandates ist sehr groß. Der Schtt'^r-Punkt der Lage ist beute in die Clupschlin^ verlegt wordeil, wo sich alle Klubs eingefunden haben, um über die neugcschasfene politische Lage zu beraten. Während die Vertreter der Blockparteien, speziell die Muselnia-nen und die Slolv. Voltspartei, sich sehr reserviert verhalten, erklären die Sladikaleu ossen, daß sie willens seieir, an dem Konzen-tratt<'nskt?binett Timotijeviö teilzunehmen. Selbstverständlich gilt als Borbedingllng zur Bildung eines Konzentrationskabinetts n?it TimotijeviL, daß dieser ^n der Bsrftandi-gungspolitik mit den Krl'liten arbeite und dok? auch ein diszipliniertes Mitglied der demokratis^^ Partei verbleibe — eine Forderung, mit der sich Timotijc-viL vollkommen einverstanden erklärt hat. Der deinokratische Kllib hat nach seiner Vormittagskonferenz folgendes offizielle Kom-muniquee erlassen: „Der Klub hat den Bericht des Ab. Timotijeviö iiber die Bildung einer breiteren Konzentr^itslinsregierung v r Kenntnis genommen und verlangt, das^ sich Timotijeviö in feinen Verhandlungen in erster Linie mit den Chefs d,«? Blockparteien berate." Timotijeviö erschien bereits um i) Uhr im Regierungspräsidium, wo er bis 8 Uhr mehrere Schreiben verfaßte. Um 8 Uhr begaben sich die Herren Davii)oviö, Korok^cc, ren Zukunft das Tor zu öffnen. Die schweren nationalen Kämpfe, die immer und liberal? lnit den schädlichsten Wirkungen für unsere gesamte Bevölkerung verbunden ws^ren, müssen endlich doch einmal einer friedlichen, aus wirtschaftlichen Prinzipien ansgebauten Arbeit das sveld räumen. Soll aber eine sols';^' Tätigkeit des Gemeinderates erleichtert od^'r nberbaupt ermöglirbt werden, dann mus; an die Spitze unserer Gemeinde ein Mann tte-ten, der bei allen Parteiell die notwendige Achtung genießt und jene Eigenschaften besitzt, ohne die er nicht iinstande sein !vür0', unser Geineindeschisslein iu einen sicheren Hafen zu steuern. Beiden in der zukünftigen l??ntwicklung unserer Stadt in Betracht "'mmenden Parteien ist es sichtlich daran gelegen, unsere Gemeindewirtschaft von den sl^'weren Schäden der langen Kriegsjahre zu heilen. Eine crspri«^ß-liche Tätigkeit des neuen GeineinderateZ lail.' lnan jedoch auch nur dann erwarten, wenn sich die beiden größeren ^.'^ir^'-ien — die Slc' wenell, die die Majorität besitzen, und die Delltschell, die in wirtschaftlicher Beziebnng in nnserer Sladt den ^nächtigsten Faktor dar-Lürer..WiedLi^c^ljlhauarbcit. die Spaho, Petroviö und EemoviL dorthin und konferierten mit ihm bis 9 Uhr. In diejer ^tonferenz machte Timotijeviö die Parteichefs mit seinein Mandat und seinein Pro-grainnl bekannt, lvelches er im Falle des '.^Belingens seiner Mission durchzusiihren gedenkt. Die Parteichess haben sich mit Rücksicht aus den Umstand, daß Timoti!evioer I'ournali'sten, wie sich die .H^'rren Korod^ec und Spaho zn seinem Man« dci't? stellen, erklärte er: „Sie Häven di(-se Lö'nng schon vor zwei Ta-gen geailin:. Zil: Billd-ung «einer Konzentrationsregierung ist überhaupt eine derartige Persbnllch?eit erforderlich, die mit keiner Partei in gespannten Beziehungen steht. Was die Kroaten betrifft, war ich inuner sür die Ber» ständigung, nur stehe ich auf dem Standpunkte, daß man hierin mit größter Vorsicht vorgel/cn müsse. Ich habe heute niit Davidoviö^, Koro^ec, Spaho unh den ParteicheiS des engeren Blocks Konferenzen al>gek>alten, weil ich als AnhälMr dcs engeren Äl-icks nichts unternehmen will, bevor ich die Entscheid?'niien des elvgeren Blocks angehl>rt und 'c>ie .Zustimmung meiner Frellnde und des demokratischen Klubs erhalten habe/' Herren Dmid^oviL, KoroSec, Spalho „nd P^'-trovi^ setzten die beigonnenen ^^on'ereuzcn eine halbe Stunde fort, worauf Davidoiii,^ der Konferenz des dc'mvkratischen .l^fluos beiwohnte. Dieser Konferenz wird in allen .'»^reisen hinsichtlich 'der Entmirrlmg der .^,rise ssrös^te Bedeutung beigemessen. Als erster ergriff in dieser Konferenz das Wort Herr Tiinotijevie, der in einer länge« .Hand reichen. Ein solches Zusammengehen hat auch noch diesen Vorteil, daß die wirt--schastliche Zusammenarbeit des deutschen und des slowenischen Elements viel zunl gegenseitigen Verständnis nnd zur schließlichen lie-berbrückung der bisherigen, oft ganz nnge^ rechtsertigten Gegensätze beitragen wird. Sind die nelien Geuleinderäte bestrebt, unserer auf strebenden Stadt eine nngehemnlte Entwickr lung zu sichern, so sei ihneil ans .'(>erz gelegt, fern von Nationalhaß lind Parteipolitik einzig und allein die wirtschaftliche .^"^ebnug unserer Stadt und die Wohlfahrt ihrer Bürger iln Auge zu behalten. Nur dieser Weg fi'ihrt zur langersehnten Beruhigung der Geinüt<'r und zllr Ailssl)hnung der Geister. Dem Gemeinderat als solchem lvare aber anheimgestellt, seine ganze Tätigkeit darauf zu richten, daß dem össentlichen Wohle vollauf entsprochen wird, und alle notwendiqeil Maßnahmen niit niögsics,st.'r Berncksicsltignng der Bedürfnisse und Wünsche des Einzelnen durchzufül^ren. Strengste Gereclitigkeit, Unbefangenheit und Unparteilichkeit 'sind die Grlmdsätze. nach welchen der Genieinderat die Gesäncle der Stadt b-^stimulen soll. ren Rede das Programm der zu VU^endell Regierung, an deren ^vihe er stünde, darlegte. Er akzeptierte die Deklaration des Kabinetts Tavidovie, die ihm als Basis zu seinem Programm dient. Er befaßte sich auch init denl Problem der Verständigung mit den ^troaten. Es gilt als charakteristisch und wurde vom delnokratischen Klub mit größter Befriedigung entgegengenommen, dad Tiulotijeviö offen bekennt, daß er früher bezug auf die Beziehungen der demokratischen Partei znr Radiöpartei ganz andere!? Meinung gewesen sei, zu welch letzterer er kein Vertrauen gehabt habe. Heute anerkenne er, daß Radic durch Taten bewiesen hat, daß er aufrichtig an der Verst:"ndigung mit den Serlien und an der Konsolidierung der Verhiiltnisse mitzuarbeit^i? wünscht. Nun müsse er erklären, daß er seine Meinung geändert Hab- und die Vi kt'.'ndigungspolitit des Herrn Davidoviö billige. Fransreich anerkennt die Sowjet Regierung. Paris, 28. Oktober. Die sranzösischs Regierung verständigte heute nachmittags auf drahtlosem Wege die Sowjetregierung, daß sie sie osfizicll anerkenne. WKB. Paris, 28. Ostc>l>er. s.Havas). Die Re'gienlng veröffentlichte das Telegramm, betreffend die Anerkennung der Sowjetregie-ning. zugleich mit ^üer Äutivort der Moskauer Negierung. WKB. Moslau, ?Z. Oktober. lRnss. Tel.-Ag.) In dem an die französische Regierung gerichteten Antworttolegramm begrüßt das Zentralerekutivkomitt! der Zvwjets den Vorschlag der sran.zösischen Regierllng auf völlige Wiederherstellung normaler diplonrati-sc^r Beziehungen und bringt die Ueberzeu-gllng zum Aus^druck, daß in allen Fragen bei gutem Willen und bei nnbc'dingtcr Ächtung der beiderseitigen Iuteressen ein völligeZ Einverständnis zuin höchsten Vorteile der Völker Riißlaudö und Frankreichs erzielt werden kann. Es betont insbesondere !oi'n bedentenden Vorteil, der sich für beide Teile ans der Hecstelluiig eiiger nnd fester wirtschaftlicher Ve'^iehungen ergebe. Gleich der franMschen Regienmg h'-ält da? Zentral-ei^ekiltivloniite die beiderseitige Nichteinini-lchnng in die inneren An>gelegenheiten dcr beiden Länder fiir notwendil^ Vorbedingungen für die V«^il.<)ttng>en zn anderen Ländern überhaupt uiid sp.'ziell zil Frankreich lm's begrüßt 'oie diesbezn-gliche l5r^länmg d^-r sranzösi-scheu Regierung. -HZ- Abbruch der dinlomatifch-n Beziehungen zwischen Beograd und Konstantinopel. ZM. Beograd, ?8. Oktober. Amtlich wird b^^stäti'gt, daß 't^ie tiu'^i'säie Regierung llnse-ren dortigen Gesaiidten 7unkovit5 die Weisung zulouinien ließ, seinen Geslandsch^ftsvoit^'n zll verlassen, da Jugoslawien bis heute noch nicht dl'n Laiisaniler Friedenc^vert'.'^^g unter-^^ichilet lM. DörZtvberKdt Aürich, S9.(!)f^obe''. sSchlnf^knrse Lig. a)klober i5chlußk»rse. «i. aenb-ucht.) Paris .337 50 bis 562 50, Schweiz 1326 - bis 1356»—, tondo» 311- bis 314—, Ivien 0'09Si» bi» 0 0'.>85', Prag 2s)5'10 bis 207 10, A?ail«nd 2!)7'K0 bis S0lZ'L0. k« 17»^ ^M«eb«rsee Sttlmmer 219 von ö^. ,,i70/ittnsnta2^'-L^o/t/'stdmaso/itns, ^^^slnvST'^ai^/>1^7'. AL/O. L^2ov6,ls/ta u^loa 7, 76^. ^00 Die «rise ovne Ende. Jedes Land und jedes Volk hat seine bes>-'n-deren Eigenheiten, seine Spezialitäten. Auch das Volk der Serben, Kroaten und Slowenen, so jung es in seinem gemeinsamen Leben auch ist, so hat es doch auch schon seine Spezialität, gemeint sind seine Krisen, ihre Häufik^-keit und Dauer. Der Unterschied zwischen den anderen und unserer Spezialität ist aber der, daß die anderen volkstümlich sind, während «nsere nur dem Parlamente eigentümlich ist und vom Bolle mit einer beispiellosen Geduld ertragen wird. Dieser Mißklnnq ist um» so auffaNender, als im Parlamente eigentlich n'ir des Volkes Wille zum qelanqen sollte. Auch eine von den Unzulänglichkeit^ 1 unseres Parlamentarismus. Die Schwierisikeiten bei der ftegenwärtilien Krise, wie sie der Außenwelt dargestellt -Verden, scheinen sich nur um P"rsonalf'-agen zu drehen. Um 8 Uhr früh ist Davidovic^ der Mann, zu Mittag ^0'.-^-!''^^!^ und lim Abend Pa^iL und Pribiöevie, un^ so aebt cs ssl''"' seit Wochen Tag auf <'b, und nur wie zur Abwechslung taucht hier und da auch der Name '"""nd eines '' ' auf. Die .^-'it vergeht und das Volk, die Invaliden, die vmten. die Pensionisten, die Wirtschattskreise und Steuerträger — sie alle können wart.'ln vremena. Sie warten auch tatsächlich, nnt nervös''? Resignation, doch eine s^raqe bleibt es, ob es nicht die Pflicht all dieser Kreise wäre, die itl ihrer Sumnie das Volk auSn^achen, sich zil-sammenzuschlieszen und in Pretestversaniin-lungen mahnend ihre Stimu'e zu erheben, dem bösen Spiele ein rasches Ende zu .in-c' Personalfragen dürfen nicht zum Anlas; für die Arbeitsunfähigkeit des Parlauientes wer--den. Dem Volke ist es ganz gleichgültig, wer an der Spitze der Regierung steht, aber es braucht eine verantwortliche Regierung. .H.'u-te kann es die eine sein und morgen eine an-^ dere. Das Negieren ist ja kein Privileginni. .^landelt es sich aber um prinzipielle Fragen, in welchen ein Einvernehmen nicht erzielt werden kann, dann darf dauiit kein Versteck:^ spiel getrieben werden. Die Entscheidung mus; dem Volke überlassen werden. Man sagt, jedes Volk hat die Regierung, die es verdient, und so hat Rus'.land l'ine Sowjetregierung, Italien eine fascistisch.'. England eine Arbeiterregiernng,' in Ungarn herrschen die Aristokraten und in Oesterreich die Christlichsozialen, und bei nns sind die Negierungen in einer ewigenKrise. Diese Krisen vertragen nicht die Invaliden, die Veani-ten und Pensionisten, die Hausherren nnd die Mieter, die Arbeiter ebcnson>enig wie die unter einer i'lberspannteu, systenllosen nnd deshalb ungerechten Besteuerung leidenden Wirt schaftskreise, alle diese 5!reise sind organisiert, nnd doch wagt keiner von ihnen den Versuch, im Namen der Organisation gegen einen Mis^ brauch zu Protestieren, der allen am Lebensnerv zehrt. So Pslauzt sich die Krise der Regierung und des Parlamentes anch in diese Kreise fort und sie haben das, was sie verdienen — die Krise als Spezialität — und den Ruf, das Volk wäre eine Masse, der man auch von oben aus den Willen aufdräugen W 8«ii> »tt ÄliUil. Ein Nomon aus Norwegen von Anny Wothe. Amerikanisches Copyright 1913 by Anny Wothe. Leipzig. A (Nachdruck verboten.) Die Hochzeitsgäste wollten den Neuuer-mählten bis zum Flagenlwf das (i;?leit geben, aber 5)enrik hatte sich diese Ehre ganz energisä' verbeten. So schaukelten nnr zn>ei geschuiückte Boot? auf dem Sund. In dem ersten nahm das junge Paar Platz, in deui zweiten Mutter Cbe und auf ihren ganz bcsonoeren Wunsch Tcrz'e Moe, ihr Sohn. Er hatte gemeint, an dem Hochzeitsiag? sei nes Bruders im Flagenhos sehr liberflüssig zu sein, aber die Mutter hatte ihn so dringlich >gebeten, mitzukommen, daß er ihren Wunsch erfüllte. Eine stille, loeisje Dämniernacht war's, in der sie, vom Hochzeitsmalsie konnnend, über den Sund fuhren. Die Schiffer die die Boote führten, sangen so ernste, schwermütige Lieder, nnd Terje Moe sah Vorghild in ihrem weiszen Braut-gewand und der schimmernden Krone über der weißen Stirn unbeiveglich im Boot vor ^hm und Henrik gegenübersj^<>en und in die Mitternacktssonne starreir 8cl^ic>»t Ist «II« l.lsdllng»»s!f« srjsr spsrssmsn Ilsusfrau. Lekt nur mit äem klamoa LLNILUr uack lAarkv «IllküLIt" ! und mit der man machen kann, was man will. Wer zweifelt daran, das; die einzige und beste Arznei gegen unsere, nnr im Ueberninte wurzelnden Krisen die Arbeit wäre, und dasz es in der 5i)and des Volkes liegt, sein Parlament znr Arbeit zu zwingen. Die Kur scheint eines Versuches wert. Was Franzosen in Deutsch-land faden. vr. Paris, Ende Oktob. Im großen 5>i)rsaal der Socit^tes Savan« tes hatten die Herren Buisson, Präsident der französischen Liga für Meuschenrechte r.nd Veteran der Vi^Ukerverständigungsidee, Bäsch. Professor für Aeftlietik an der Sorbonne, 'Au--lard, Ordinarius für Geschichte ebeudas.'lüst, eine Volksversaniuilung einberufen i'iber das Thenia: „DaS Deutschland von heute. Was wir sahen und hörten." Der ungeheure Saal war lange schon vor Beginn bi-' ans den ten Platz gefüllt. Plöftlich erhob sich draußen am Eingang in der rue Danton ein nngeheu-rer Lärm: Pfeifen, Johlen, unverständliches Brüllen. Man sab einen Wald von Stöcken auf eiueu aruien Menschen niedersausen. S')-dann grisf die Polizei ein, die, erst in 0'r Minderzahl, ebenfalls übel zuge''i'htet wurde. Von der nahen Wache trafen Verslärkun-gen eiu, und set)t erst gel-ing es, der fanatischen Bande Herr zu werden und die Rädels^ s. " in f^^e'.''abisam zu bringen: „CamelM du roi", die nach .^vi^lkistliem" Muster ihren Rowdiesgefühlen Ausdruck verleihen . . . Dann sprach Bäsch. Er l'iat Deutschland kreuz nnd quer durchreist. Er ist .^euge aller Manifestationen deS Politischen Lebens ae-wese?^. Er konnte die Wesensgleichbeit feststellen zwischen den Nationalisten hiiben und drüben. Sie bilden beute eine geschlossene Front, weil sie den Boden wanken fühlen, anf den sich ihre Maclit aufbaute. Er hat nichr überall sprechen dürft'n: nicht in Bavern, nicht einmal iin „geuiütlichen Stuttgart", l'.w der Negierunasnräsl'ocnt ihn: heut.^. zehn Tage uach seiner Abreise, das Verbot zustellt: Aucli die Adiuinistrationen gleichen 'ich in ihrer Langsanikeit überall! Bäsch stellt die 'Fra-gc: Waruul kebrt sich der Haß der Nationalisten in Deutschland sogar gegen nus, die Män uer des Fricdeus. die wir alles das bekämpft haben, was Deutschland durch die Ekiauvini-sten nnd Rachepolitiker in Frankreich Böses getan worden ist? Wir hal'en den Poincaris-mus bekämpft, die Haswolitik, den Ruhreinmarsch, das Verbrechen des Separatismus: Sollten nns nicht gerade die Pangermanisten mit ossenen Arinen ausnehmeil? Victor Bäsch analysiert in meisterhafter Weise das deutsche Volksempsinden. Zum ersten Mal seit dem Kriege wird dem groszen französischen Publikum die Seele des ceut« jchen Volkes enthlillt — mit aller Liebe, vollendeter Erkenntnis. Atemlos lauschte der Saal; so hatte man nie über Deutschland sprechen gehört. Nicht kühl zusehen uud streng urteilen — verstehen soll das französische Volk das deutsche. Wie alles kam, seit wo es keinen Haß gab gegen Frankreich; wie 1O23 noch die französischen Redner unangefochten in Deutschland sprechen durften; nüe dann die Ruhrbesetzung die Milch in gärend Drachengift verwandelte . . . „Die Tat war nngerecht und nngefet^lich", rief Bäsch mit erhobener Stimme; „sie wurde vollends zum Verbrechen in der Art, wie sie ausgeführt wurde. Nie wird man alles Unheil ermefsm können, das sie im (befolge gehabt. Sie ist eine Schande für das wahre Fraukreich; in nichts unterscheidet sie sich von deli Gewalltaten während des Krieges — mitten im Frieden! ausgewiesene Arbeiter und Beamte, unschuldige Leute, deren einziges Verbrechen war, ihrer rechtmässigen Negie-ruug gehorcht zn haben; zahllose Einkerkerungen, uleist ohne einen Schein von Recht; Blnt i'iber Blut, sadistische t^lrausaiukeit, unverzeihliche Verbrechen. Und nun das Schlimni-ste: Die separatistische Untat. Wir allein haben den Separatisnlus geznclüet, finanziert, großgezogen; ohne nns ist das Rheinland deutsch, ganz dentscb, rückbaltslos deutsch! Wir baben nach München einen Gesandten geschickt, im Dienste des Separatismus; wir haben init Spever und Landan verhandelt — wie wenn das Deutsche Reich eines Tages einen Vertreter nach Marseille, Ltion oder Toulouse schickte. Das Schlimmste aber fiir das Volkseuipfinden waren vielleicht nicht die selnveren. blutigen Schläge — es waren v'"l-niehr die nnausgesetüen kleinen Nadelstiche, die besonders in den beseiten Gebieren das Leben zn einer wahren'Hi^lle machten. Alle Schikanen, alle kleinen Bedrückungen und (^)rausamkeiten verständnisloser Beamten nnd chauvinistischer Offiziere fielen auf d'n Rücken der unglücklichen Bevölkerung. ,.Wir werden verrückt, wir werden einfach oer' rückt!" gestanden mir ehrenwerte, rnhige Bürger aus Trier. Vergegenwärtigen wir nns das alles, fühlen wir es den Aernisten nach^ und wir werden alle?, alles verstehen, .^"^aß und Raclisurht und Ehauvinismus. Wir Vierden verstehen, daß man uns als Franzosen nicht überall mit offenen Armen anf-nimmt. Daß man einfach nicht glauben kann, wir seien nun auf einmal friedliche und gerechte Menschen geworden, die sich mit den, deutschen Volke verständigen wollen. Glücklicherweise können wir durch die Tat beweisen, daß das neue Fraukreich von dem alten grund sätzlich verschieden ist. Nach dem ll. Mai kam London, nach London Gens, die Ruhr «oird gerälnnt, das Unrecht, soweit es in unseren Ürästen steht, wieder gut gemacht. Wir wolle« friedlich an der Seite eines friedlichen Volkes leben, mit dem uns alles verbindet, von oem uns ni6)^^ brennt. Es bleibt die Frage der Reparationen. Ich sjtzbe keinsn einzigen Deutschen gesunden, der grnndsa'ttlich die Pslicht^ines Landes, die Neparatik?nss<^äden des M ersetzen, geleugnet hätte. Uneinigkeit herrscht nur l« der N!ethvde, wie die . lizahlung erfolgen soli. Man hat mir gesagt: Warum hat Fran?r.'ich seinerzeit den Plan der deutscbe^ Syndikate nicht angenommen? Warum sabotierte es die Abkouunen zwischen Loucheur und Rathen-lu, zwischen Lnbersac und Stinnes, zwischen sc-vielen Genossenschaften hüben nnd drüb::n? Warum begebrte eS immer nur das, was cvir nicht geben konnten, nnd verfchmähte, was wir leisten konnten? Warum? — Wir konnten nur zur Autwort geben: Es war der industrielle Egoismus, der die Sachlieferung^n zurückwies. Man wollte kein' Konkurrenz, Ulan wollte hohe Preise und ein monop'olisi>?r tes Lieferungsgebiet. Wäre nicht unsere In-dllstrie gewesen, der zertrümmerte Nordc?n wäre längst wieder aufgebaut! Wir s?abcn nun in aller Loyalität einen neuen Vertrc>g angenommen; in Berlin wie in Paris zeigt man den besten Willen, ihn auszuführiin und so den beiden Völkern eine besiere Zukunft zu sichern. Gehen wir auf das territoriale Gebket über, so müssen wir feststellen: Deutschland beschäftigt sich weiter nicht mit den neuen Grenzen des Westens, nmso mehr aber mit denen des Ostens. Und hier wiederunl bezichtigt die öffentliche Meinnng in Frankv'ich, fchlecht unterrichtet, als Pangermanismns, was nur berechtigter Anspruch auf die Wie-derherftellllng der Volksgemeinschaft ift. Rein deutsche Städte nnd Provinze:! sind abtie« trennt oder neutralisiert, worden; uin t?on Königsberg nach Berlin zn gelangen, M'iß man sich allen Schikanen eines lächerlichen Korridors aussetzen. Nein, nein, das Werk von Versailles ist kein definitives Merk. Deutschland muß Gelegenheit erhalten, ol)ne des Nationalisinus beschuldigt werden zu können, die Revision mancher seiner Bestimmungen verlangen zn dürfen. Der Völkerbnud bietet dazu eine .Hadbabe; nur muf^ die Neuordnung aus friedlichem Wege geschehen — und das scheidet uns von den Chauvinisten. Die fernen Schueeberge trugen leichte, blaue ^'Fleier, und ' ' ^ - t.gvldeueil Säunlen lagerten die duuklen Felsen vor den bläulich schillernden Gletscherwänden in dieser eis?'''^ nordilis-"!, Nacht. Und Terje Moe dachte, da nun dieses herrliche, blond ' '"'"ib sei"''m Bruder ganz zu eigen sei. das? Henrik Flaae es an sich reis^-'n uud küsseu könnte, wenn es ihn gelüstete, nnd ' Henrik das .....würde, ganz gewiß, heute noch! Eine ohnn,ächtige Wnt überkam da den Kapitän, das; er über sich selber erschrak. Gönnte er dem Bruder nicht die blonde Frau? !Z^>ar der alte .Has; noch immer nicht begraben? Die Mutter sah beunruhigt in des Sohnes verstörtes Gesicht. ^ „Ii!h muß Ulit dir reden, Terje", begann sie leise. „Alles niuß klar werden zwischen uns." ,.Nicht Iieute, Mutter, und nicht morgen. Laß nns lieber die Gegenwart geui^'sjen. Sieh, lvie schön sie ist. Nie habe ich die Heimat so herrlich gesehen wie gerade heute au Heuriks Hochzeitstage." „Du zi'lrust ihiu nicht mehr, deinem Bruder?" Der Kapitän sah in die Ferne, ties hinein in das Trouisdal. „Er nmr damals ein Kuabe, Mutter — icl, l)as'.te ihn. weil du ihn liebtest — ,veil er Nlir deine Liebe nahm." Frau Ebe atmete schwer. Scheu sah sie zn dein stattlichen Sohne ank. „Ich habe nie ausgehört, dich zu lieben, uieiu Sohn — aber glaube unr, ich habe unendlich gelitten, und ich — leide heute noch." „Mutter!" bat der Kapitän. „Laß es mich doch ein einziges Mal sag:n. Terje, ein einziges Mal!" Die Augen des Seemann^'s wurden finster. „Du hast iminer ^^enrik Flage gehabt, Mutter, warum sprichst du dich zu ihul nicht aus? Er, der doch dein liebster Sohn war?" Ebe Flage senkte tief den Kopf mit dem schwarzen Schleier. „Seitdein ich Witwe geworden, niein Sohn, ist alles um mich her in tiefe Nacht gesunken." „So sehr hast du ijzn geliebt, den fremden Mann, der meines toten Vaters Stelle einnahm, Mutter?" fragte der Sohn leise. Frau Ebe s '^zwieg. „Ich möchte weit u'anderu", fuhr sie danu gehcilnnisvoll fort, „weit fort aus dem Lan'<>, das mich gefesselt hält." Verständnislos sah der Sohn in das ver-gräinte Gesicht seiner Mutter. „Welches Land uleiust dli, Mutter? Ge» fällt dir ilnsere schöne Heiinat nicht mehr?" Die sast geschlossenen Augeu der Frau schweiften zu den weißen Gletscherbergen hin. Sie lagen jetzt in eitlem kalten, blatten Ne-belflor. „Ich lneine: das Laud der Tränen, mein Sohn." „Mutter!" bat Terje erschüttert. „Die Liebe ist der Tränen Land", sprach Ebe Flage, mit leeren Augen in die Ferne starrelld. „Hüte dich, Terje, daß dich die Lie--be nicht Packt. Seligkeit und Flnch ist ihr Geleit. Ich wollte, ich hätte nie geliebt." Sie Iiatten leise gesprochen, so daß die Schiffer sie itickt verstehen konnten. Gleichniütig klang das Eintalichen der Ruder. Schwermütig tönte der Schiffer Sang: „Des Hintmels Licht zn schanen — 0 Lust .^nr Dälntnerzeit! Doch süs;e ist es, an der Liebsteil Brtist sZu ruh'n in Welt- und Selbstvergessenbeit. Gur wonnig schtneclt des V?eteS süßer Trank .^,nr Abendstnnd'!" Doch wär' inir selbst vor Tod und HöN'*) nicht bang, Rcicht mir die Lielche ibren süßen Mnnd.^ Ein ballges Erschanern ging durch des Seemallns Brnst bei detn alten Sang des Isländers Bovnjnlsason. Das alte Lied, c^uch er batte es einst gesungen, als er vor langer Zeit iiu Maietlscheine der Jitgeud über den Sund ruderte, als seine junge Seele noch anbetend zn Borghilds Mntter aufgeblickt, che sie des reichet! Botters Weib geworden, zn Astrid Botters. die fchon so lange tot wzr. Und ihr Kind, ihr süßes Kiitd, das führte ein anderer heiin. Dort dent blonden ^Nesen vor ihm mit der harten Faust war sie nun ganz eigetl. ^Fortsetzung folgt.) Die Todesgöttitl, SM?»«' M» «lav >^' »»rF-tUMp/tato,«' '-A«ok«n»oiso/»tns, ^22slnvs,'t7'lsv ^7'. Al70. «/1A/S0A, NU?- S2ovsns^a ll2loa 7. T's^. 200. Eme Frage, die heikel ist wie keine ander;, die alle Gemüter beschäftigt, ist die der Kriegsschuld. Wer das Problem der deutsch« französischen Beziehungen studiert, darf an ihr nicht vorbeigehen. Sie drängt sich auf mit aller Wucht, sie läßt sich gar nicht mehr beiseite schieben. Aber es war — und hier gehen wir mit den ersten Forschern Deutschlands, Grafen Mengelas, Professor Schücking, Paul Rohrbach, vollständig einig — eine Psychologische Ungeschicklichkeit ohnegleichen, sie während den Londoner Besprechungen in die Debatte zu werfen. Dagegen fordern wir: Lefk-aung aNer Archive, ein unparteiisches und gründliches Studium durch erste Forscher, die Untcrbreitung des Ergebnisses dem ersten tichtshof der Welt: im Haag. Dort wird in letzter Instanz der Spruch gefällt werden, nachdem sich jede Macht verpflichtet hat, lhn anzunehmen. Mit der Reparationssrage hat dies nicht das mindeste zu tun. Was auch die i drei „Unverantwortlichen" in Versailles b>! schlössen haben: Sie beruht nicht auf der an- ^ geblichen deutschen Alleinschuld am Kriege., Sie ist ein rein praktisches und juridisches Problem, das mit dem historischen des Kriegs beginnes nichts gemein hat. Auch in diejer Hinsicht — wir zweifeln nicht daran — wird der Tag kommen, wo sich das deutsche und das französische Volk zu ehrlicher Forschung die Hand reichen werden. Don Schluß der großangelegten Rede b'l'' bete die Prophezeiung einer deutschen Link?» mehrheit im neuen Reichstag. Gegen dm anwesenden deutschen Abgeordneten Kuczins-ki selber, der skeptischer urteilte, erhob sich Nasch in schier seherhafter Sprache: „Ich versichere es und verbürge mich dafilr. Ich kenne das deutche Volk. Es wird im Dezember de-mokratisck) und republikanisch wählen. Die genauen Ziffern weiß ich nicht. Aber der neile Reichstag wird eine Mehrheit besitzen ohne Kommunisten, ohne Volkspartei, ohne Deurfch nationale, ohne Völkische. Dann erst wird das göttliche Wort „Friede" seinen vollm Sinn erhalten . . -cn- volMsche Rotizev. — Neue Sowjetrepubliken im Süden und iDsten. Die Sowjetregierung plcnt e^ne Neugliederung der zentralasiatischen Provinzen; dies stellt eine Berfassungsrevision von größter außen!politischcr Traigweite ducharei, noch immer die Einteilung in eine transkaspische Provinz, dos eigentliche Tur-kcstvn, Chiwa un't» Buchava, sowie Ge-nerallqouvcrncment der Steppen. Nun sollen im Westen, wo zwischen dem '^aspisee >und Aralsee die no-madischen Turktataren streifen, unter Hinzuzichung Ehiwas «und dem ivestlichen Teil von Bllrchava eine Sowjetrepublik TurkmenenlmVd un>v im Osten eine Solv^jeltrepuAit der U..Oeken entstehen. Da anl Oberlcruif des Annl-darja die boden-ständigen Abköin'mlinge eines ailtpersischen Stammes nwhnen, wird ihr auch der autonome Bezirk Tadschik unterstellt. Das nör'c»-liche Generaligouvernement der Steppt'n sällt hinzogen Nnstig als autonomer Distrikt Tie französischen Vesatzungstruppen von Dortmund begeben sich zum Bahnhof. der ^arakioiisen direkt zur russischen Republik. Diese Einteilung wird erst verständlich, wenn die geographische Lage Tlirkestans zwischen Afghanistcin llnd ^dem Tariinbecken, der so^nannlen „Kleinen Bucharei", borüeknch-ti^ wir? bivgs^zuges von Tienischan siedeln di.? ti:rki-schen Volksstämme der U,^lbeken. Vs handelt sich um einen ernst zu nehmenden imperialistischen Schachzu'g, den Sowjet über die gegenwärtigen Grenzen hinweg gegen Tüden unl» Osten zu tragen. Allerlei exotische s^c-stalten, darunter Sultc-n Kari und Ata Tscha now avs Chiwa und eine Kirgis^nhovde fanden sich im Kreml ein. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissäre TilrkestanS, Ru-sban Scha JÄmnow, hielt eine nicht für eng^ lische Ohren bestim-mte Rede nnh d-er Armenier Galustlfan schrieb in lü^'riedens ^z/^oischen den drei Parteien sowie dnrch eine Verbin'dnng der Reichslisten die Grim>0lage für eine repllbli-kanische Union zu schaffen. a o LIIIIXIDllZLZOriir^ N^ItlöOIt» XoroZIl» ee8ta Hr. 19 TageschrmM. t. Eine Forderung der slowenischen Advo-katenkammer. Wie nmn erfährt, stellte die Advokatenkammer in Lfublfana dem Instiz-minifter Dr. .Hrasnica in einem Memorandum die Forderung anf, daß zum Vkzevrä-fidenten der Septemviraltafel in ^'.igreb, Ä'bteilung für Slowenien, ein Slowene ernannt werden. Nach einem vor einigen Iahren Mischen den politischen Paneien erfolgten Einvernehmen müssen mit derAusübung dieser Funktion dalmatinische und slowenische Richter abu>eckselnd betraut wer-->oen. t. Tie amerikanische Flotte in SM. Vergangenen Sams4ag ist in Split eine Abteilung >der amerikanischen Flotte eingetragen, die von Admiral Andrews befehligt wird. Admiral Andrews erfreut sich in Split großer Syinpachien nnd vor Kurzem wurde er auch zum Ehrenbürger von Split aeioählt. Die amerikanische Flotte wurde von einer großen Menschenmenge mit den Remäsen-tanten «der Behörden an der spitze stürmisch begrüßt. Nach dem Empfang begab üch der auierikanilche Adunral mit seiner Familie m das Viischofpalais, wo er während der Dauer seines Aufenthalte? Wobnung ueb-men wird. SamStag abends gab die ^tadt Split zu Ehren der GiVte ein Fe'tdiner. Tie anwritaurscl>en Schlachtschi^'e werden in Split voraussichtlich bis znm Oktober venveilen. Am Freitag, den ZI. d. M. begibt sich 'au' Flotte zur Feier der jugoslawischen Kriegsmarine nach kibenik und wird am N^emb>'r die jugoslawischen Gewäsier verlassen. Die Stadt Tvlit tränt Fahnensch'.nnck, auch haben alle im Hasen befindlichen Schiffe Flaagengala angelegt. t. Der erste Schnee in Beograd. Wie ans Beograd berichtet wird, fiel vergangenen Samstag in Beograd und Umgebung der er-ste Schnee und es trat eine empfindliche Kal- > te ein. Auch aus Bosnien werden Schnee-' fälle gemeldet. Die Gebirge sind schon größtenteils verschneit. t. 1V.0V0 Dinar für die Eruierung 5eD Mörder des Kaufmannes Pipan in Ljublana. Bekanntlich wurde vergangenen Sonntag in Ljublana der Kaufmann Ferdinand! Pipan von einem unbekannten Manne erschossen. Beim Landgericht in Ljubllana wur.de 'oer Betrag von 1V.0M Dinar als Prämie für denjenigen hinterlegt, der Angaben über den Mörder geben kann, die zu dessen Festnahme führen konnten. Die Angaben sin>d schriftlich oder mündlich an den Untersuchungsrichter Dr. Graduik zu richten. t. (:aruga im Gefängnisse. Blüttermcldun-geu zufolge geht es dem zum Tode verurteilten Näüberlhau.ptmann ^aruga gauz y-nt. l^r ist von >der letzten Krankheit zwar noch ziemlich schuxich, «doch bessert sich sein Gesundheitszustand zusehends. Er geniest nur Milch und Weißbrot. Der Gefängnisarzt hat ihm auch Tee mit einem Kognak verschrieben, da La-ruga auch an einer schlechten Vertonung zu leiden hat. Cr erhielt einen Strclhsack und ist alsa voin harten Lager, über da5 er ständig klagte, erlöst, ^aruga iuterefsiert sich lebhaft für die Politik, spriclft viel von der jetzigen Regierungskrise und ist noch immer fest über-Mgt, daß er bald feine Freiheit wiedererlangt. Die Haare läßt er sich nicht mehr schneiden, obwohl er sonst viel auf sein Aeu-ßereS gibt, Seine Frau sandte ihm vor Kurzem einen Korb Aepfel. öarwga ruhrre sie jedoch nicht an nnd ließ den Korb der Fran zurücksenden, da er sich, wie bekannt, von ihr scheiden lassen will. t. Ein Stationsvorstand vom Zufle überführt. In der Eisenbahnstation Martinci ans der strecke Zagreb—Vinkomi wurde der Stationsvorstaud Iovo Ka^taravec von einem einfahrenden Personenzug erfaßt und zirka Meter weit gefchleP, bis der Lokomotivführer den Zug zum Stehen brachte. Kabtaravec blieb auf der Stelle tot. t. Kongreß der christlichen Eisen bahnerge-werkschast in Wien. Der zweite Kongreß de? internationalen Bundes der christlichen Eisenbahner» und Straßenbahuergewerkschaft wurde am Donnerstag durch eine Ansprache des Stadtrates Niward (Rotterdam) eingeleitet. Nach Begrüßungsansprachen n. a. des Generalsekretärs Serrarents (Utrecht) namens der christlichen Gewerkschastsinterna-tiouale wurde der Bericht des Sekretärs zur Kenntnis genommen. Bei der Wahl deK Vorstandes des Bundes wmden gewählt: Niward zum Borsitzenden, Brune (Dendsch-land). Garnier (Frankreich) und Kenner-kmxht (Oesterreich) zn Stellvertretern. Der Delegierte Garnier begrüßte den Beschluß des Kongresses, die näMe Konferenz in Deutschland, die übernächste in Frankreich abzuhalten. Damit sei der Beweis für die gute Gesinnung zwischen Deutschland und Frankreich erbracht. Die Beratungen wurden mit der Behandlung d?s Problems de6 Achtstundentages bei den Eisenbahnen in den verschiedenen Ländern fortsetzt. t. Die s.'icrliche Veisej'.nng Leos XIII. m der lateranensischen Basilika. Montag den L7. d. fand die feierliche Beisetzung des im Jahre ZWA verstorbenen Papstes Leo Xlll. FeuMetou. I: .in Cankar: TraumbNder. Uebeltragung von Sylvester Skerl (Maribor). Z. Der Herr Hauptmann. Es ist schon läugere Zeit her, daß meine Träume, und gewiß eines jeden Menschen Träume, ein ganz neues, ein ganz besonderes (Besicht angenommen haben. Sie find nicht mehr wüste Irrungen, fliehende Nebel, die sich finn- und grundlos ineinander ergießen und am Ende in Nichts verschwinden. Es sind nicht mehr jene Träume, die der Meusch morgens stierend erblickt, dabei halb lächelnd, halb zornig, mit der .^land abweh--rend, sagt: „Der Teufel hole euch, von wo er euch gebracht!" und die darauf lächerlichgrauslich in den Abgrund sich trollen, wie sich if frühen Morgenrot die Zwerge im Walde verstecken. Die Träume, die ich jetzt träume, die du träuulst, sind der Wahrheit Schatten; es sind zwar die Gestalten fürchterlich ver« größert, überaus wunderlich zerquetscht und verbogen, doch Wahrheit blei^n sie doch, du erkennst sie sofort und dein Herz wird trau» rig. Es war ein kalter Herbstmorgen. Nebel wälzten sich durchs Tal und stiegen die steilen Hänge der Berge hinan, aus den Gipfeln er- glänzte in den Strahlen des frühen Morgenrots der erste Schnee, der in der Nacht gefallen war. Der i^immel war klar; noch in der Erinnerung an den Schneefall in der Nacht und an die kalten Morgensterne, doch lag er schon in der Erwartung der Sonne. Ich schaute durchs Fenster; das Fenster ist nie geputzt worden nnd ich schaute darmn wie durch einen Schleier, jedoch unterschied ich genau alleS, was vor mir geschah; auch die Stinttuen waren in der klaren Morgenluft so hell, daß ick) jedes Wort horte und verstand. Der .'^of war eine Elle hoch mit fchwärzlichem Staube bedeckt, der fich über Nacht in fetten Kot verwandelt hatte; mit dem gleichen Staube waren auch die niedrigen Dächer der Baracke bedeckt, und das welke Laub eiues Nußbaumes, der einsam Ulitten inl Hofe stand. Unter dem Nußbäume hielt ein Soldat ein gesatteltes Roß am Zügel, das vor Frost und Unruhe scharrte und ^bte. In einer langen, geraden Reihe stand die Kompagnie, bereit, sich noch in derselben Stunde ans den Kampfplatz zu begeben. Da standen sie wie von Stein, kein Auge zuckte; die fchlanken Körper waren unter der Last der Nucksäcke etioas gebeugt. Nie vorher hatte ich an einem so engen Orte soviel junge Schönheit gesehen. Alle Gesichter waren noch sehr jugendlich, fast kindlich, nnd alle waren frisch, gleichsam im Tau und Morgenrot gebadet; auch in den Augen stand Heller Tau, sie schauten wie aus fernen (legenden, wie aus schönen Träumen; alle waren aber un-verwaildt auf deu Herrn Hauptmann gerichtet, der nnt langsamen, nnbekümmerten Schritten vor der stummen Reihe aus nnd ab ging. - Der Hauptmann war von ük»eraus hoher Gestalt, unl einen vollen Kopf war er größer als die ganze Konipagnie; er war in einen langen, weiten, schwarzen Mantel gehüllt. nnten aber schonten zwei sehr lange und dünne Beine I^ervor; in der 57>and, die sogar durch die Handschuhe hindurch knochig nnd krallenartig war, hielt er einen Stock, ans den er sich unterwegs stützte. Sein Antlitz tonnte ich nicht selben, denn es war die ganze Zeit gegen die Reihe gerichtet. Einen Schritt nach ihn? lnarschierte ein junger Soldat, der sich znnx'ilen angstvoll nmsab, wie sich vielleicht ein Mensch unischaut, der entfliehe« möchte, der aber fühlt, daß er erbarmungslos angekettet ist. Nochnmls begann der Herr Hanplnmnn seine Besichtigung von Anfang an. Cr blieb vor der ersten Nnmn:er in der Reihe stehen, vor einem hohen, schlanken Jüngling, der ihn mit schwarzen, dnnlvfen Augen anstarrte. Der 5)ailptniann trat dicht an il)n heran. „Wie heißt du?" Ter Iüugling nanute seinen Nanieu, und da durchfuhr es nieine Seele: Ich kenne dich ja, du schöner, juuger Mann! Du in Gedanken Versunkener, mit vollem .Herzen in die gros;e Zukunft Blickender! (^in Mann nnter Kalneradeu, ein .höriges Kiud uuter weisen Greisen! Ein lebendiger Ast am Baume; schlüge man ihn ab, wäre der Baum selber verwuudet! Der HauPtuiann fragte weiter: „Hast du einell Vater zu Hause?" „Ich Halle ihn nicht mehr!" „Und N'ieviel Brüder nnd Schwestern?'' „Ich hatv keine!" „Lebt wenigstens deine Mutter noch?^ „Ja, die Mutter habe ich noch!" Und ei,i Licht tat sich in den dumpfen Augen auf. Da erhob der Hauptmann deli Stock, be^ rührte mit dem beschlagenen (^'nde des Jünglings Brust und gab dem Soldaten, der hinter ihm stand, ein Zeichen. Dieser zog aus deni Aermel ein Notizbuch nnd schrieb mit zitternder Haild des Iiinglings Namen aus^ Und der Jüngling erl.>leichte. Ter Hauptniann ging am Zweiten vor-ülvr, ohne ihn anznsehen; er trat vor deu Dritten hin nnd beschaute ihn sorgfältig. Dieser war ein fröhlicher, redelustiger und lauter Jüngling, ein bekannter Sänger und Liebling der ?.^'ädchen. Er hatte ein gesundes, rundliches Antlitz, an den winzigen Ohren bogen sich einige ährenblonde Locken, die blanen Angen sangen lant, die tiefroten Lippen l'ewegten sich al>er in einem gesälligen L.'ächeln. „Hast dn eine Geliebte daheim?* fragte der Hanptnuinn. I „Ich hal>e eine, .Herr Hauptmann!" i e«U. e Z-sroikg^. 2III vom Ili. i^rrov'.'r statt. In Bertrewng des Papstes Plus XI. waren anwesend der Major domus, der Maestro di camera u. a. Zuslec^en waren ferner zahlreiche Kardinale, sowie sämtliche Mitglieder des diplomatischen Korps. Der ErzPriester der Lateranbasilika hielt den Trauergottesdienst. Hierauf erfolqte die Ne-Verführung der Leiche Leos XIII. und die Beisetzung derselben in der (^^ruft unter dem heruichen Monumente Leos XIII., das von Todolini hergestellt worden war. Ltardinäle, Bischöfe, Diplomaten, viele Trauergäste begleiteten den toten Poutifer. Bei dieser leqenheit leisteten die Nobelgardeu zum ersten Male seit dem Jahre 187(1 die Ehrenbezeigung ausserhalb des Vatikans. t. Eine neue Lichttheorie. Wie der „^ent--lchcn Tages.z/eitunss" aus Kopenlh^g^'n berichtet wird, hg den ^ceulschen Professoren Geiger und Bothe gesandt, die sich gegenwärtig mit dem Ztutilum des>selben befassen. behauptet Bohr, da^ der Sah über die f .istan^-te Energie nicht zutreffe. t. Ein neues Serum gegen Scharlach. Wie ^er „Lokalanzeiger" zu berichten weist, i?t es denl Direktor der Universitätsklinik in Nom Professor Caronia und seinem Mitarbeiter Prozessor C^hriistia gelungen, aus dem Blute von Schcirl<^chkranken 'oen 5trankhei!serre-ger in Reinkultur zu züchten und daraus ein Eerum zu c^ewinnen, das den Kindern eingespritzt wurt^, um sie vor Scharlacherkraukini ^en zu schütten. Iin ganzen wnrlden Kinder mit dc»m neuen Terum behandelt; nu^r bei sieben blieb!c>er Erfolg aus. t. Ermordung des Polizeiprü'fekten von Iassy. Wie aus Bukarest gemeldet wird, wurde vergangenen Sauistalg der '^-olizci-präfekt von Iassy durch 'den antisenütisch'.'n Studenten Zelea Cedreauu errnordet. Dc)s Attentat, welches gelegentlich einer ?jerichts-Verhandlung versit't wurde, wird als Ergebnis eines Komplotts betrachtet, dem uiehrere politische Persönlichkeiten zum Opfer lallen sossden. Eo'dreaun war l>erei1s vor eini^^^en Monaten mit mehreren anderen antisemitischen Ttulventen wegen eines rechtzeitig ent^-deckten Komplotts verhaftet worden, wurde daimals jedoch von den (^escs^üvorenen jreiae-sprochen. Der Poli^^eiprä'kekt Manciii war wogen seiner energk'schen Mai;na'?nien ^egen cutilenntische Unrulien bekanitt. Iustiziiiini-ster Mrrzeiscu begab sich nach Jassy, inn Ord-»iungsni'af;nahmen zu treffen. t. Mit dem Fahrrad um die Welt. In Vl-chy ist der Nadfoikirer Menret an!gekonuu>en, der im Jahre von t^k'nf aus auf seinem Fahrraide abgereist ist, lml eine Neife um die Welt per s^ahrrad zu unternehnien. Er hat bis jetzt 47 St<^aten durchreist uno 7<;.0(l()0 Kiloineter zuri'lckgelegt. Nach der, tvr Reise zu'grundelii'i^enden Welle ulusz er am l. Ianuer in Bern einget'.offen »ein. Die Prä.mie für diese Weltreise üelaust slch auf 275.zinati'?nen und Kränilpsen, die die Anwenldunq der ,^iwangsjacke ersor'cierlich machten, bis ihn der Tod von seinen Leiden erlöste. Ein anderer bedrohte in seinen Wahnsiunsanfällen seine Mitarbeiter in !o geWrlicher Weise, das^ Polizei zu ibrem Schutze herbeigerufen wer^-deu mns^tei. Man benöti>gte drei Mann, um ihn: die Zwangsjacke an^'.ulegen. Aus den Körpern der Tuil^esopfer entströmten noch nacb di''Ni Tode stundenlang verpestende l'^.'a-fe. Medizin'fche Untersuchungen wnrden sofort angestellt, haben a'ber biGer zu keinem Erstel'nis gerj'ilhvt. Die Verwendung des betreffenden (^jafes ist zunächst eingestellt wor^ 'öen. t. Ein merlwiirdiger Selbstmord im amerikanischen Nrwalde. Wie amerikanische Blätter berichten, hat sich der 2^^^ Jahre alte Student der Universität ?)lae Ricl^iard Mac Henry, So^bn des Präsidenten der N?w Ha-wen-Eisenba.hnge'ellschaft, aiNlf ganz inige-wökinliche Art ^oas Leben genomnien. Der Student, der nach Angaben seines Baters an nervösen Zuständen litt, beigab sich in ei-n^n dichten Wald in Penw'vlvanien, schlang eine schlivere Eisenkette mit einend En^' nui einen Baumstamm, mit dem anderen Ende um seinen Hals und wars, nach>^>em er sich so an den Banm gekesselt hlatte, den Schlüssel des Sickx'rbeits^'chlosses der Kette weg. Auf diese Weise ist der junge Selbstmörder in? Urwalde buchstäblich verhungert. Vorübergehende Iäaer saneen durch Zufall den an--gekettteten Leichnam ungefähr zwei Monate nachdeni der Sell'stmo?d verübt worden war. t. Im Flugsand versunken. Ein gewisser Anthony Antanartis.ivar nahe dem Orte 'Sawtiervolle sPennsvlvanien) ank dein .Heimweg in 'i>ie Wlgsanddüuen, die sich dicht bei seinem Hause befanden, geraten nnd versank vor den Augen seiner ?vwn und den Kindern trotz aller Anstrengungen im>mer tiefer in den tslckischen Sond. Seine nnd die Hilferufe seiner ^^-aniilie riefen 'die ??i,ch5^irn herbei, die mit Scs)-aufeln nnd .^'>acken ausgerüstet, sosort an das Rettuugsiverk c,in-gen. Als sie an Ort unid Stelle kauien, war da? Opfer bereits bis zu d^u Schultern ini Sande begraben. Die Lent-e schauselten irn Schn'eif^e ihres Angesichts; a'ber das Loch, das die ScsMlsel l^einacht hatte, wurde sofort von dein nach'jtürzenden Sand uneder ans gefüllt. Zwei Stunden lan^ dauerte die mühselige Arbeit, die nicl)ts weiter vollbringen konnte, a>ls!t-en Kopf des Mannes sreiznhal-ten. Seine Fran und feiue ^Under st^inden machtlos dabei, schrien und beteten. Die Net-tnngS-mannschaft versuchte schliessiich, den Mann aus aus«ielegten Brettern zu erreichen UN! ihn anzuseilen und herauszuziehen; sie muffte aber itulner wieder den Rückgang antreten, U'm nick)t selbst voln Sand verschüttet zu wer>t>en. Schliesslich ging man daran, rund um die UnglückGelle eine hölzerne Barrikade auszurichten, nm den nachstürzenden Flug^'and aufzuhalten. Mcin nuichte die verziveiselten Anst'lengnngen, u'm schnell ferti!g zll iverden, während Äntanarlis niit ersterbender Stiuinie ^die Leute zur Verdoppelung ihrer MMe anspornte. Aber die Stossirast des Sandes war zu stark und be-grilb das O^>fer Zoll für Zoll. Mit einem .Gebete au1 den Lip^n vevMvand der Kov! des Unglücklichen im Sande, gerade eine Minute bevor die Barrikade, die ihn retten sollte, fertig geworden war. t. Der Ring Elemeneeaus. Elemencean schenkte kürzlich 'oer Stadt Versailles jenen Ning, mit dem Inles s^ivre den Waffenstillstand besiegelte, der den Feindseligkeiten von l871 ein Ende gemacht hat. Ter Bürgermeister von Versailles hat das Kleinod im Jean Koudon-Mnsenm allsgestellt, und zwar neben dem Federhalter und dem Tintenfaß, die für die Unterzeiclmnng des Friedenelver-träges von gedient haben. Am Tage loer Unter^eichnnng dieses Vertrages Hot (-le-mence-an den Ning g-etragen. Beim Waifen-stillstand vmn 28. Januar 1871 hatte ein im letzten Augenblick hin'Mesügter Paraigraph den beiden Bevollmächtigten, Bismarck l?nd Favre, vorgefchrieben, den Akt init i-hrem Stempel zu besiegeln. Inles Favre b-.'inertte, dcif; der StaatAstelnpe'l in Paris geblieben sei, nnd schlug vor, ihn holen zn lassen; Bismarck erwiderte, der Zeiwerlnst sei zu gros;, und erklärte, dasz er sich mit dem Ausdruck des persönlichen Petschafts Favres begnüge Tiefes Petfchaft war eHen der Nilig, den jetzt Elenienceau der Stadt Versailles geschenkt hat. t. Ford und seine Pläne. Die Blätter melden aus Waishin^gton, da^ Henri Ford in eiliem Brief an Coolidge formell seine auf Miiscle Shoals bezüglichen Offerten betreffend Errichtung einer gewaltigen Unternehmung hpdroeMrischer Art am Tenliessee-slich zurückgezogen habe. Wäihrend der langwierigen Unterhandlungen Fords mit den Behörden entstand in Musele Shoals cine s^rlilldstückhausfe, indem der dort gelegene s^rnnd und Bodden, der zli'vor nur wenige Dollar wert gewesen war, für fabelhaste Snntmen an Spekulanten losgeschlagen wurde; arnlie Paiiern wlirden d<^iirch reich. — Die Ford Motoi' Et?, of Eanada hat eine neiie Filialgelellschast iinter dem «Namen Ford Motor Ey. os Australia mit einem Kapital von 5) Millionen Dollar gegründet. Die kanadische Gesellschaft hat 'bereits im Vorjahr in Südafrika einer gleichen Tochter-geselllchnst das Leben gegeben. RsÄrichtea «ms Moribor. Mari bor, 29. Oktober. m. Evangelisches. Anl Freitag, den .'ZI. Oktober um I!) Uhr ail'ends sindet in der Ehristuskirche die 3iesormationsfeier statt, ivobei ein Männerchor si?" u wird. Anschlic-s;end daran wird das hl. Aben^ftniahl gespendet. m. Personalnachrichten. Herr Bezirks-hauptniann Dr. Jpavic hat seinen einino-nntlich<'n Urlaub angetreten un^l» wird vom Herril Bezirks'kommissär Dr. Levienl? vertreten. — Der bislherige Referent des Woh-nnngsaintes bei der Bezir'kKhauptnianuschaft, Herr Robert Pohar, wlirde dem Obergelvan zugeteilt. Die Agenden des?Ä>hnnnzsamtcs hat Herr Bezirkskoiulinisiär Maikart über-noniinen. m. Ein Denkmal sür den verstorbene!, Dr. Rosina. Der Verwaltungsrat der .,Psso?il-iiica" in Maribor, zu dessen Vorsitzenden niininehr Herr Dr. Pipu» gewählt wurde, hat beschlossen, seinein verdienswollen, langjährigen Leiter, dem verstorbenen Dr. Rosina, ein t^ira'bdenkmal zu errichten. m. Verleihung der Staatsbiirgerschast. Dieser Tage wurden auf der Bezir'Gaupt-lilannschast 30 Eisenbalsinbodienstete, denen die jilgo'slmvische StaatsbÄrgerschait verlie^ hen wurde, beeidet. Die nieisten stammen aus Oesterreich, aus der Tschechoftowakei, Polen und I'balien. Tie B.'eidigllnig nahm Herr Be-zirköko^ilimisiar LeviLnik vor. m. Von der landwirtschaftlichen Mittel, schule in Mr.ribor. Znm provisorischel^ Leiter der Anstalt wilrde Herr Ingenieur Sadar ernannt. — Der erst.' Ichrg>ang der am 4. Novein'ber mit dein Unterricht beginnt, wird im Ge'bäude des Staatsghmnajillnis ulitergebracht. Die ilbrigen Mei Jahrgänge sin!c> in der Weinbanschnle nntergebracht und hat der Unterricht bereits am 20. Oktob^'r begoniien. In das StMtsblidget wurde bereits die nötige Siluime slir die Erliaunug eines Schulgebäudes für die Mittelschule ausgenommen. ni. Elcktrisizierung des Pösznit',tales. In St. Ilj ivurde ein ?lusschnß gebildet, der eS sich zur Aufgabe Niachte, die Vorarbeiten ziir Elektrifizierung des PöstnitztaleS diirchzufüh' reil. Der Ausschuß trat l^ereits iuit dein Fa-ler Elektrizitätswerk, bezw. mit dein elektrischen Unternehinen der Etadtgeineinde Maribor in Verbindung uiid werdeu deinnächst die Berhandluiigen einaeleitet. Die Elektrili' Rlestn Lautsprechers Ein acht Meter hoher Lautsprecher mit einem Durchmesser von zwei Mi.t^rn fand in Newtiork anläßlich eines großen Radio-Kon-zertes Ausstellung. zierung des Pößnitztales soll bis zur Staatsgrenze und längs derselben durchgeführt wer den. nl. Vernachlässigung des Domparkes. Der kleine Park am Slomskov trg ist eine der schönsten Zierden unserer Stadt. Doch wurde diese Anlage in den letzten Jahren stark vernachlässigt. Wir haben schön öfters auf notwendige Reparaturen an der Einzäunung hingewiesen, doch hat sich bisher niemand gefunden, der sich der Sache angenommen hätte. Nlln wäre es aber schon höchste Zeit, daß die Umzäunung hergerichtet würde. Besonders an der Kasinofront, wo die jugelidlichen Kinobesucher den Zaun als Bank benutzen, ist das Gitter stark beschädigt. Auch die Wetterstation wäre eines neuen Anstriches der Eisenteile höchst bedürftig. Wir hoffen, daß die Gemeinde ihre Pflicht tun und gemein-smu mit dem Verschönerungsverein bald die notwendigen Reparaturen durchführen lassen wird. m. BolksuniversktLt. Montag, den 3. No- veinber sindet im kleinen Kasinosaale ein Vortrag des Herrn Dr. RobiL über die Geschlechtskrankheiten statt. Beginn Punkt halb 20 llhr. Nur für Erwachlsene! Eintritt frei. m. Der Allerseelentag schulfrei. Der Aller- seelelltag fällt Heuer auf den 3. Noneurber. Von der Schukbehöi'de wurde angeordnet, cxaß dieser Tag an sämtlichen Schulen schulfrei ist. m. Petriheil. Der Fischer Ke'brie fing bei Kamnica gegenüber der Felberinsel eilten kapitalen Hnchen, der ein Gewicht von 16 Ki-lotreisfaclMnosienschast der Friseure iu Maril>or gibt deni P. T. Pltlili-kiml smvie i!bren Mitgliedern in Maribor bekannt, daß die Daiuen- und .Ht'rrensrlst'ur-gescl>tifte in M>n'ibor ain Feiertage der Allerheiligen (ain 1. Noveiiider) biv II» Uhr (1 Uhr iiachinlttags, aiu Vorabend sFreitog) liiie an Salilstagen geö-ffnet bleilien, Sonntag aber wie gewöhnlich geschlossen siild. lu. Geflmden. In der Gosposka ulica wiirde ein kleinerer (^)eldl'e!rag gesunden. Der Verlust träger lann densell'en bei der Firina Mastek liild Ltarnienik ain Glavu> tru abholeiu Anmnner S0. VNobe? 7SSH »WO»b»eßkt A,?s«»g» m. Spende. Unter „?lnk'--^usbrot^ wurden heute 10 Dinar für die arme, in großem 7lc'nd lebende Greifin h'-^ rlefft. m. «leine Polizeichronik. In den letzten ?4 Ztundcn wuvden von !oen Wachorganen 13 AnzeMn echattet und Mor eine weqen Sctruges, eine wegen DicKchls, eine we-gen Beschädigung fremden Eigentums, eine a'^gen Uebeeschreitung der Polizeistunde, 2 M7gcn nächtlicht die l>ei'te Reklame und träqt zur Verbreitung dieser Marke bei. Fragen Sic einen „Conti-nental"-Bcsiher! *Kavarna Jadran. Täglich Konzert. Solide und gute Bedienung. Mäßige Preise. 9110 * Hotel Halbwidl. Heute Donnerstag von 20 bis S4 Uhr Konzert des Quartettes Rich« ter. Spezialität: Hausgemachte Bratwürste. 10471 RliAilchte« a«< vtu<. p. StMtheater. Vergangenen Montaq gaistierte im hiesigen Stadttheater ein En^ semble des Nationaltheaters in Maribor nnd brachte das Lilstspiel „Der Abgeordnete" von NuSi<^ zur Ausfi'chrun'g. Die Güste. die ibre Aufgabe glänzend lösten, ernteten von selten der Anscha-uer stürmische Beifallskundgebun» gen. Die Regie hatte Herr Bratina. Direktor des Schäuispierhauses in Manbor, inne. Besonders gut geifielen die Herren Bratina, als Kandidat, ^ko als Gegenkandidat, Kc-viö ast. Denn jedesmal, wenn sie auftauchen, kommen verschiedene Dievstähie vor, die Volke 'oen Zigeunern zur Last gelegt werden, oibwohl es sich auch schon öfters er-wieisen hat. «daß heimische Diebe auf Rechnung der Zigeuner Einbrüche verübten. Auch dieser Tage war in der Umgebung von Prüf eine Zigeunevba!n1>e aufgetaucht, die nnt Kupfevkesseln hausierte. In derselben s^eit verschwanden der Besitzerin Agathe Pernat in Se>vlaSek ziwei grohe Schweine aus einem uMersperrten Stalle. Dieses Diebstaihls werden die Ziyeuner verdSchitigt, besonders noch deÄvegen, weil sie seit diesem Tage auS der Umgebung verschwunden sind und bis heute nicht auZsin'olg gemacht werden konntm. Die Beflörden find bemüht, den D/'li forschen. Nachricht»» ans Seite. c. Todesfall. In Zt. Pavel bei Prebold starb vergangenen DienStag früh die Groß" g!rundbefitzerin Anna Zanier, geb. Jantö im hchen Alter von 87 Jahren. Die Verstorbene genoß allgemeine Mrtschätzung im j;anzen Sannta>le. c. Kostenvoranschlag der Stadtgcmeinde Celje stir das Berwaltungsjahr 1925. Der Stadtmaglistrat verlaubbart: Auf Grund d<'s § S2 des Reichsgesetzes Nr. 7 vom 21. 'Januar 1S67 wird verbautbart, daH vom Die fchvnften INlStn der Welt. <' ' »!c > '!- ''»Ä ' ZL «MI '^'MWWWMW Nationaltheater in Maridor. Mittwoch den 29. Oktober geschlossen. Donnerstag den I0. Oktober: „Ter AbgZ« ordnete", Ab. D. Fveitag den 31. Oktober: Geschlossen. In Newyork hat soeben ein Wettbewerb stattgefunden, um den schönsten Niiclen der Welt festzustellen. — Unser Bild zeigt die drei in engere Wahl gezogenen Bewerbi-rin-nen und die beiden entscheidenden Sachverständigen bei der gewissenhasten Ausübung ihres Amtes. Stadtmagiftrate der Kostenvoranschlaq d.'r Ztte Celje für das Venv.iltnngs-jahr 1925 durch 14 Tage bei der städtischen Buchhaltung zur Einsiäit aufliegt, ausser am 2K. Oktober und 10. November l. I. ^n dieser Zeit sind allsällige Reklamationen und Klagen zulässig. c. Ein höflicher Reisender. Der Z'i ^iahre alte Franz Brecelj. B.'sitvrsso'')n in 'ö.'ii'la Pire?lica, su1?r mn 14. Aiig-ust l. I. auf der Strecke Colse—Dravograit» ohne Fal^irrart-e. Ms ihin in der Station ^alec der üiondnk-teilr eine Fe.'brkarte auWellen und ihn dem Ztationschef i'ibemeben wollte, Vr'n-."'il?en Kreis^-^erichte zn vier ?^.^chen Arrcst.)'5 verurteilt. c. Aus dem Gerichtssaale. Am 27. Iä?iner 1. I. war in dem GaUiause der Maria Mo-lavc in Zgornje PobreZse bei Kokar eine Tanzunterhaltung, in deren Verlaufe unter den schon ziemlich ans^eheiterten Bmiernb'lr-schen ein Streit ausbrach, in welchem der 24 Jahre alte Ber-folger liefen ihün nach. Alls der Stiege warfen sich die GMvirtin und deren Tochter den Verfolgern eut^gegen. Zasc ging mit offenem Messer auf die deiden Frauen los und befahl ihu^n, oen W<'g ^frei^uneben, damit tr zu ^irak gelangen könne. Die Wirtin wollte aber davon nichts wissen, woraus sich Zasc wieder zurück in das Gastzimmer begab, ergriff a>ber dort einen Ttichl und schlug damit deu Joses Matek auf den Kops; dann warf er eine FliMe Franz Dolinar an den Kopf und wollte mit seinem Messer noch einen anderen seiner Zechkumpanen verleben. Bei der Verhandlung leugnete Zajc näckig alles und meint, dies sei nur erfunden. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Woch.'n schweren Kerkers. -rn— Tdeater, Kunst und Literatur. Variser Theater. Die Kurve der Nachkriegsdramatik ging in nahezu gerader Linie von dem Tragischen zum Komischen. Es war wie ein langsames Abklingen all der Gräßlichkeiten — Paris kannte nicht, entgegen der landläufigen Ansicht, die überschäumende Lebenslust uach der langen Lebensnot. Es lag etwas Griechisches in seiner künstlerischen Feier des Friedens — Skeptiker geben allerdings eine andere Erklärung. Dann ging die Linie unanfhalt-sam zum „lustigen Theater" hin. wie nian hier sagt. Die ernstesten Dramatiker entdeckten auf einmal das Lächeln in ihren Mundwinkeln. Ein junges Geschlecht erstand, das nicht einmal den Schützengraben kennt; es beherrscht mit einem Sckilage den Boulevard, und der Streit zwischen den „Alten und den Jungen" nahm erbitterte Formen an. Seltsamerweise gelang es auf den ersten Anhieb nicht, die überkommenen Formen zu brechen; das feste Gerippe blieb, die Mechanik triumphierte, die Tradition rächte sich, indem sie den triumphierenden Jungen ihr Gesetz aufzwang. Sehen wir von den rein artistischen und ist sehr glücklichen Experimenten der „ThealreS d'avant-garde" ab, so läszt sich zum ersten Mal seit dem 1. August 1914 in der nunmehr voll eingesetzten Winterspielzeit 1924 eine Abweichung der mas;gebenden Bühnen von der Tradition feststellen. Und zwar gleich in einer doppelten Beziehung. Die Entwicklung der Dramatik zur leichtesten Komik hin scheint zum Stillstand gekommen zn sein. Das freche Lachen des Boulevards schlügt plötzlich, für Momente, und ganz unversehens, in ernstes Sinnen um. Maurie Donnah schreibt ein Drama, und Henri Duvernois gibt seinen Novellen eine tragische Zuspitzung. Beii)e zusammen schaffen ein Werk, das theoretisch wie künstlerisch von höchster Bedeutung ist für die zukünftige Entwicklung des französischen Theaters überhaupt: „Die Geste", in drei Akten und vier Bildern, vom Nenaissance-theater nrausgefül^t. Was die Charakterzeichnung angelit, so kann man geradezu von einer Erneilerung Par is, Ende Oktober, des naturalistischen Theaters sprechen. Es ist ein modernisierter Ibsenfall niit pathologischem Einschlag, nlit der Logik des unerbitt-licl)en Seelenzergliederers. Ein junges, reines Mädchen ist Zenge der Liebesgeste seiner leichtlebigen Mntter; daraus entsteht bei ihr eine krankhafte Abneigung gegen jede Serua-lität, die uicht einmal mit der Psychoanalti-tischen „Sublimation" der Gefühle verglichen werden kann. Ihr Freund uud Gespiele, der die „tragische Vision" mit ihr erlebt hat, schwört in ihre Hand, das^ ihre Gefühle zueinander nie von einer fleischlichen Regung „besudelt" werden sollen. Aber "ines Tages presjt er sie an sich, halb von Sinnen — und sie erblickt mit Grauen ein ganz anderes Gesicht: reißt sich los, tötet sich . . . Trotzdcnl ist die „Geste" kein Draum im gew(U)nlichen Sinne des Wortes; das Neue liegt eben in einer Verschmelzung der beiden Gattuugen, des Schweren und deS Leicbten, die beide zn ihrem Rechte kommen: Tie Eltern der junge^i Leute, herrlich in ihrer Lebensfreude, unwi--derstehlich in ihrer heitersten Lanne, bestehen mit der gleichen Selbstverständlichkeit neben der tiefen Tragik ihrer Kinder. Es ist gar nicht ansgemaclit, welche Philosophie die beste ist. Jeder erfüllt das Gefetz seiner Persönlichkeit: eine fatalistische Formel, die aber lner mit solch leichter Eleganz durchgesetzt ist, das^ wir ihre Anwendung nicht mit der gleichen trostlosen Unerbittlichkeit enipfinden, wie im eigentlichen Tl?eater des Natnralisnlus. DaS ganze gibt in seiner verschlnngenen Kompliziertheit täuschend den Eindruck des „düjä vn" im Psychologisch-mediziniscl^en Sinne; eine Verdichtung des Lebens in seinen beiden großen AuSdrucksformen, wie sie ini „Melo--dran,a" in stümperhaftester Weise versucht worden ist. Das ist die eine, große Abweichung von der Tradition: in der Gattung. Was die andere, nics>t minder bedeutsanie angeht, die der Forul. so muß zn ibrer Erläuterung die weitere Entwicklung abgewartet werden. A. Putz. -k-l'- Eine russische Anatole ^-ance-Anetv'i?e. Man erinnert sich jet^t eines kuriosen E'«!l:b-nisses, das dem verstorbenen Anatole France in, Rußland der Zarenzeit widerfuhr. französische Dichter kc^nl damals nach Moskau, wo ii^m die literarischen und künstlerischen Kreise am Babnhof einen festlichen Elupfang bereiteten. Tie Ansamnilung ^ahl' reicher.Herren und Danien mit Blumen isl:i. erregte die miß!raniscl>^ '^"^nsnierlsamkeit wachthabenden Gendarmen, wobei daran erinnert sei, daß die Gend- "erie jener Z''! die politische Geheimpolizei bildete. Auf d!'. ' rage dieses Wiirdentrö'^'!'i'°, wer denn .i-gentlich angekomnien sei, sagte ein schel?,lustiger Literat, der „bernl^uite an^'landische Schriftsteller Shakespeare" sei soeben eingetroffen. Mit Amtsnlicne zog der Gcndarnr sein Notizbuch und begann sein Verbör. — „Vornanie?" — „Williani'' N'ar die Antwoit mit dem Zusatz, daß weiteres über die Familienverhältnisse nicht bekannt sei. Der beruhigte Gendarm sah sich nun wohlwollend 'aen Dichter an. Man hat nie erfahren, was seine Vorgesel.tten zu dem Napport über „Siiake-speares Ankunft in Moskau" gesagt haben. Ktno. k. „s'y^ienie der Ehe" im Vurg-5lino verlängert. Damit allen Interessenten Gelegenheit geboten wird, sich di'^ses bochinteresiante Filmwerk anzusehen, so findet morgen Donnerstag UNI 5? Uhr die lct/te Vorstellung für .Herren und um 7 Uhr unwiderruflich die letzte Vorführnug für Damen statt. Vorverkauf der Karten täglich ab Z Uhr. Donnerstag um halb 9 Ubr setzt der herrliche Film-fchlager in 8 Akten „Der Flirt", ein? wahre Pea's ans einem Familienli-ben, ein. Allerlei. t. Nußland verbietet das Liissen. Bläl!!^?« Meldungen zufolge hat das Volkskomultsia-riat für Htigiene ein allgemeines Kufwerbot 'ür den ganzen Staatsbereich der ^oniset-union erlassen. Das Verbot richtete sich vor allem gegen die bäuerliche Sitte, sich bei ci-ner Begegnung durch einen Kuß auf den Mund zu begrüs',en. Auch der Handkuß wird durch den Erlaß des Vollskomniissariates für Hngicne verboten. Das Verbot wird damit begründet, daß die Sitte des Küssens erstens in! höchsten Grade unhygienisch und zwel-tcns ein Brauch der Bourgeoisie sei. der in einer Proletarischen Republik, wie es die Sowjetrepublik ist, daher keine Eristenzberech tiguug p.abe. a. Moderne Scha^sncher. Der Streit um die Wünichclrnte wo^N noch hin und hei', da hat die Wissenschaft auch schon von sich auS der Cache in bezug ans das Auffinden von Erzlagern ein Ende gemacht. Das nlagneti-Observatorium iu Potsdam hat nämlich Apparate gebaut, mit deren Hilfe sich in schnellster Weife durcli uiagnetifche Mesinn-gen unterirdische Metallsch7''^r0'-lia. — Der Verfasser ist aus seinen früheren erfolgreichen Merken aufs Vorteilh'-sftl'ste bekannt. Er ist nicht üur in den Kreisen des Adels zn Hause, dem er von Abstanlmuug angehört, sondern er weiß auch im hohen Grade sich in die Volksseele einzuleben — wozu ihm sein Beruf als Seelsorger zustatten kommt — nnd ihre Aen-siernngen zu formgewandten Klinftwerken zu gestalte«. Das vorliegende Buch zeigt dies ^nr Klarheit. Eine anheimelnde, warmherzige Erzählung von eiufachen, liebe« Meuchen, die mit ihren sympathis6)cn Eigenschaften, Sondertjun--lichkeiten und unschädlichen Jntriguen, inul tlen ihrer behaglichen Umwelt liebevoll geschildctt werden. Die Gründnng eines Vereins „(5one.>t.-dia" bUdet ven Kernpunkt der originellen .Handlung, um die sich eine "ülle von interefsanien. teils ernsten, teils humoristischen Beiwerks rankt. In anregendster Art sind für den modernen, praktifchen Seelsorger mitten im Rankweg der Erzählung Fingerzeige gegeben. Gemütvoller Einblick in das Leben und Treiben einer Pfarrei nnd in das Verhältnis zwischen fürsichtiqem Pfarrer und stürmendem Kaplan. Anschauliche, lebendige Spra'')«'. geschickter Aufbau, ger'-tne Verteilung von Licht und Schatten sind die Hauptvor^'-'ge des g-schmacnoll ausgcstaneteu das kernsoli'"'? Knltnrdokume-' schcn Bürgen fleißes und echt religiöser '')es!n mug bleibenden Wert behält. b. Die Stürkefabrltation Mld die Fabrikation des Dextrins, deS Stärkezuckers, Sirups nno ver Zuckerconleur. Ein Handbuch für Stärke», Der-trin- nnd Stärkeznckerfabrikanten. Von Felix Rehwald. Mit 9.'! Abbildungen. Fünfte, neu bearbeitete Auflage. 21 Boge». Geh. Gdmk. geb. Gdmk. 7.—. A. .Hartlebens ü^^erlag in Wien und Leipzig. — Das in den -v^k'esten Kreisen bekannte und verbreitete Buch liegt nun in fünfter Auflage vor, was gewiß als ^Beweis für ei. ne Brauchbarkeit gelten kann. In der neuen Auflage wurden alle Abschnitte auf das gründlichste verbessert und ergänzt. Ebenso wurden die Abbildungen ernenert und oermehrt. In seiner gegenwärtigen Gestalt ist Nehwalds Stärkefabri-kation ein umfassendes Handbuch dieser Indn-strie, das allen Interessenten auf dus wärntste empfohlen sei. Anch als Lehrluich ist das Werk geeignet, weil es ebenso die Theorie, wie die Praxis berücksichtigt und nach eder Richtung den modernsten Standpunkt einnimu't. -LZ- Für Haus und Hof. Einloe oute Vutzmiliel. Tintenflecke enl'fcrnt man ans weißen Stoiffen, indem man die b<'!resst'ndc stelle befenckitet, mit kristallisi^rrer ^itto-n^ensälire bostteut, llnd sofort, nachdem ^oiese zergangen ist, niit kaltein Wasser nach'.väscht. Auf Linoleum gibt man Weinsteiniäure, die den Flcc? zuerst rötlich särbt, der aber beim Nachwaschcn niit kaltem Wasser verschwindet. S ch w e i ß f l e ck e- weichen einer Mischung von drei Teilen 'Aether, drei Teilen Alkohol und eineni Teil Snlmicik'.^erst. Schmutz- uno Staubslecke a»»? Wollstoffen ml'lssen norent gut trocknen, nun gut abbürsten, unter den Fleck ein reines Tuch legen und mit einem Ltipp^'n, ini>gllchst lvhnlich dem Stoff, der in warnies Seifen-wasser getaucht wivd, Nla?li der Nichtnng des Stoffes abreiben, ^^nletu nachwaschen und noch feucht von innen lmrsten. Grasflecke lassen sich am besten sofort ans weißem oder ungefärbtem Zeug mit Sipirittls ausreiben und niit Wass.'r un'o ?eise nMzwaschen. .Helle Kleider betupft man auf beiden Seiten nlit einer schwachen Zinnsalzlösung und wäscht dann sorgsam nach. Auch Schwefeln hilft, wenn der Stoif färb-echt ist. Rotweinflccke: Bon gekochten, ae-schälten Salzkartofseln gießt man d.is ko-chcni»c Wasser über die Flecke unid !tülpt erst nach, bis 't'as Wasser fc^'st kalt geworden; der Fleck ist ver'chwunden; a!>er man stellt unter den Fleck einen tiefen Teller nnt lochendem Wasser; die Tänipfe zielten die rote ^c^arbe aus. NackMaicheu. ciuch Einreiben nnd längeres Einwirken von Salz ist erprobt und einfach. Bier flecke entfernt man mit schwachem S'almiakwasser. Harz- und O e lf a r b en sle ck e be» tuvst man mit Terpentin, läßt dies emige Zeit einwirken und entfernt den etwa ent« stan'denen Fettrand ntit Schwes^lko^l^lenstoff. vis Kleiner Anzeiger. Verfchiedrne» Kostplaft wird für befseren "r-b 'ter gesucht. Anträge u die Ve'w^".....' 10l?1 Staatslotterielose für die .Hauvt-ziehuug sind bei der Hauptpost-aintskasse erhältlich. 2 bessere Herren werden für guten Mittag- und Abcndtisä) ab 1. November anfgenommeu. ^.Vä-heres in der Verw. kinderlose (Khelente snchen einen .'^'»ansmeisterposten. Adr. Vernv 10-150 AealMten Ein Haus mit zwei Ziuimern, Küche und Garten zn verkaufen, ^lufr. Stndenci, Krpanova illi-ca 20. 10433 Haus Mitte der Stadt Maribor, mit Wohnnng, zn verkaufen. ^ Adr. Verw. 10^.'i^t .Besiti, bestehend aus N Iocli Grliud. iu der Nähe von St. Ilj j zu verkaufen. Telavc Josef, Eir-> Sek 2«, Post St. Ilj. 10I5i7 Iu mieten gesucht Solider Herr sncht separierte-^ ionnseit'^ie''< Zimuu'r. Auträge unter „L-tändig" an die Verw. t M7' Iu kaufen gesucht Kaufe a!k«» Go!b-, Silber-münzen,SöeMrine auch fals^e ^«hne. M.Ilger, Ahvmacher Sd9^ Zu oerkaufen Smoking. 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Publikum sukm^rkinm, 6»Ü ick.«Smttiedo Lekuk» preise deävuteoä reäuziert dabo. boliül2s ckls lZsIsgenkett un6 ds^ sorxt slck erstlelsssi^e Lekuk^arsn. 10476 Un«l«rAckuke VIn 60 — «ukv. vle de»ie ft»n». Zciiukickeme Uon-?^o!t Bekanntgabe! Für die Kerbst- UNd Wintersaison empfehle ich mein reich sortiertes Lager fertiger Äerre«-. Flv>-bea- ««D Ki«öer«>züqe, W»-AerMglO«»4 Veöerrötke, Ä»-bENUs-AVSakel^ Summimü«-kel sowie Kwder.RRgla«». Fltr Ma^-VestEU»«De« reich sorliert« Voger ««Gltscher und ßschechtfchEr Gsoffe. Für «odern«. erstltlafflkie Au»fßhr>Ng garinliert krM tterll«. MelilLmMr ^arldor» /^lek8sn6rov» cegt» d?r. 28 ZIM« UWIM mit /^nliäNAva^en, Zut erkalten, kskrbereit, tcaukt Oelkabrik /^ldert 3tiß^er, Llovenska-öistrics. ? z U k«i»«kofs«r. 0«m»»cd«ii «. kiick»Hck« In »rover 9848 W MU MMm l. lUlü. M N N ^Vr I^«pl« - ««t I LM»«Mmil»»«« Wjrc! nachweizdar eingetülirter Wk Mskidsf. ?t«j unä «elje samt «-yo» gesucht. Otterte nnter gieichzeiiiger Itngsde von f«ren»en unter „p. g. 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Die Unna Slotar Buvier I» voillU« sucht einen einfachen, energischen, nüchternen Weinberg-Schafftr verlangt wird der Nachweis absoluter Ver-lSI»lichieit nebst einer entsprechenden sachlichen Besühigung. Verheiratete Bewerber haben Vorzuß. Äohnung steht zur Verfügung. Dienstantritt spätestens am 1. Dezember 1924. 104« «»»««tM» » «»«««« Alorstrampfe Dln. ZS W Im Zittliiat. Wiltii das ti« deRtsche Sprache persekt beherrscht, wird zu zwei «»«den (4 «««d l V, Jahre all) soforl aufgenommen. Sidrifttlche Offerte mtt Angode der Referenzen und Gehaltsinfpktlche lind zu richten an .EUolta" Annoncen-Expedition Novt Sad. Fatoeki put Nr. 2. l04SS KeKAnsr 103»! Vewxsrtensrunck in Ledinegg, Kaus u. Wirtschaftsgebäude, neu gebaut, ist samt 3 5 Zoch Grund zu verkaufen^ Anzufragen be. I. I^slli vortland- und Romanzement in Fässer» und Säcken stets lagernd, billiger Vie überall H. 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Z emptiek!t tür äie kernnusken^e tterbst?eit desonäer» ikren xroüen Vorrat sn Voe» mvUß^MGlN, 6er von 6en ^r^ten. tn5de5onäere clen l^elivnvaleszenten anempioklen virä unä sl» ein sllxemeinez 8tArlte- als »uek Nollmlttel jzezen verscklellene innere Krsnkkelten rükml!ck8t bekannt ist. 899! lSlSlSlSlSlNSlS! WM VcltativNb^ unci ZetzmaMn? -betpied-6ter«ot^pie PIchÄierW Thefredatte«^ «nd slir die Ne»»altio« veraiit»ortltch: Udo KaIper.Truck und Pcrlap: MariborSka tt«?arna b. d