^N W. 8anlslag am l8. ÄlWlsi i860 Die „Laibacher Zeltnng" crsch.int. mit vlliluahm, der Son»» und Feiertage, täglich, und kostet saminl be» Äeilagen in» (lliülptoir ganzjährig N ft., halbjährig.^ fl. 5» tr., uiit K r r u < l' a n o im Coml" tl'ir >, anzj. 12 sl., hall'j. ll. u. s. w. Zu eiese» »Äil'ührc» ist noch der Insertions-slempel per 30 lr. für eine jedrslnali^e lHinschaltung hinzu zu rechnen. Inserate l'is 10 Zeile» ll'sle» 1 ft. VU lr. für 3 Mal, 1 fl. 40 lr. für 2 Mal «nd W tr. für l Mal (mit Inl'egviff ?es Iusertionsstempcls.) Amtlicher Theil. <^3e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2ten August d. I. dcn geistlichen Rath, Dechant mid Pfarrcr zn Sankt Marein. Ferdinand Feichtinger. zum El'rcndom-herrn am Lavanler Domkapitel allergnäoigst zu cr-liennen geruht. Das Finanzministcrinm hat die Wiederwahl des Josef v. Moll zum Präsident«-,,, und des Wilhelm v. Gosznoviczer zun, Vize-Präsidenten der Hau« dels- und Gewerbekamincr in Kaschan bestätigt. Heule wird in deutschem uud zugleich sloueuisch.m Tcrte ausgegeben uud versendet: Verordnungen dcr k. k. La n d esbcliör-den für das Herzogt hum Kraiu. Jahr-gaug l«l>0. ll. Stück. Inhalts «Uebersicht: 4. Erlaß dcr k. k. Landrsrcgiclung für Krain vom ll). Jänner I860, Nr. 237, womit tiu Formular für die Verfassung von Schulcinlünsten-Fassioneu vorgeschrieben wird. !!. Erlag der f. k. Landesrcgicrung für Krain vom 20. Iäuuer 18L0. Nr. l>3U. <>, Vclrcff dcr Ueberwcisung dcs bisher auf Staalskosten geschehcueu Baues uud dcr Erballung der Stations-Zufahrtsstraßen zu den nnnmchr in die Hände vou Privatgesellschaftcn nbcrgcbeutn Staatöliscnbahncn au dic vorschriflmaßigc Kon« lurrenz. 6. Erlaß der k. l. Landesregierung für Krain vom 6. Februar I860, Nr. 31ll. mit eiuer Erläuterung zu dcr Ministerial« Verordnung vom 27. Oktober 18K!). Nr. 1!17 des Reichs-Geseh-Blattes, über deu Vctrag bcr Vcr-pfiegskostcuucrgütung uou Scitcu der Sträflinge. 7. Ellaß der l. k. Laudcörcgicruug für Krain vom ll). Februar 1800, Nr. 1790. womit bekannt gegeben wird, daß die Vchandluug kranker Hufe eiue Beschäftigung ist. auf welche das Geweil'sgessh keine Amveudung findet- der Hllll'cschl.ig l)i»g.'gs». wie das Ge-lvtilieglsey uorschrlil't. ein freies Gewerbe zu verbleiben hat. Vom k. k. Ncdaklious»Bureau dcr Verordnungen dcr ^'andcöl'lhördcn für Krain. Laibach dcn 18. August I860. Nichtamtlicher Theil. Lnibach, 17. August. Die Berichte nl'cr die Erofflmugs-Feierllchlcllcn rer Wcstbayn fillttn alle lnlä»oi'schc» I>?lirnal,. Die Nldlll uuo Toaste, welche t>ci den F.i.rlichsrilcu gc-splocheu wurdru, hal'lu ihrcn Wicdcryali iu Deutschland gefunden. Sic habcn ihre i>l>c Vc^culllug, denil sie si»o Kundgebungen des Geists, dcr alle deutsche» Gaucu dlirchweht. Einheit uud Eimgktit, oas si»d t>ic Schlagworte. I>, t>i,s,er B^iehuug vcidient dcr Toast, dcu der Freiherr u. ^crchcnfclo bei dcm Ban-let in Salzburg auöbrachlc. dcr Elwähuung. Er lautete im Wesentlichen: „Mcinc Herren! Die ncue Verbindung Baierus mit Oesterreich wird ihre segens-reichcu Folgeu breiten über bcirc Länder, jcnen Segen, dcr daS Wcik bcr wabrczi delilscheu Propaganda ist. Die Deutschen haben st,tö uur gestrebt, die Früchte ihres Fleißes auf allen Gebieten der Arbeit, in F«ld und Flur. in Gewerbe und Vettchr. in Kunst und Wissenschaft zu verbreiten, und d.U'ei stets sorgfältig dic Elglnlhüinlichklltcu jcc>lü Volkes gcwahit. Wir rühmen uns vor Allem, d.is Recht eines Jedweden anzuerlenncu, um so höher ist aber auch der Werth, dcu wir auf die eigene Freiheit und Unabhängigkeit lcgeu, um so lauterer die Begeisterung, mil welcher wir für sie erglühen. ^ Wohl ist sg l'ci rlöylichciu Ucbcrfall dcm Feilte öflelö gelnngen, bis ins Herz ocs zcrrisscncn Dentschlands voizlidringcu. aber ras einige hat stcls blutige Sühnc d^ifür genommen, und dilscr deutsche FrciUcitSsinn. hoch wie die Alpen, un- erschütterlich wie deren Gr>lndv,Nen. er ist's, der uns mit dem großcu Oesterreich verbindet. Das Pand, das heute gckuüpft. sch!i,ßt auf immcr das Donau« Hochland an das Douau-Niederland. Was uuö auch droheu mag. was man auch da, wo man deu» Volle den Schallen der Hellschaft über fremde Nalionlu vcrhciüt, um deu Sch nerz über den Verlust der eige-ncn Freiheit zu übcrtäi ben, a/gen uns aufbicte» mag, wir dürfeu fcstcn Mulhcs und voll Vertraue» jedweder Gefahr culgegeuscbcu. Wir stchcu Hinsort an ein« ander dicht glschaart. und der Schlachlrnf vom Nheln wird längs bcr Donau wiederhatten wie der vo» dcu Alpen bis zur Eifel und dem Hundslück. und von der Aoria bis zum uordischeu Meer. Wir werden siegen, dcnn das 3iecht ist mii uns. und ein allmächtiger Gott lenkt die Geschicke dcS Menschengeschlechts, auf dab Rlcht immerdar Recht bleibe. Dem inuigcn ?lerein Oesterreichs mit Deutschland, i„ Glanz und Freude n.'ie in Kampf uud Gefahr, gilt dieses Hoch!" Ans der i.'e vaute sind Nachrichten in Triest eingelroffl'n. welche bis zum 11. d. M. reicheu und von der «Triesler Z.ilung" mitgetlieilt werden, wie folgt: Der Sullan machte bei der Pforte einen Vesuch. um nach dem im Monat Muhariem üblichen Branche den Vorsil) im Ministerrathe zu führen. Bei dieser Gelegenheit sprach cr seinen Entschluß aus. die Ucbcl-lhätcr in Syrien auf das Strengste zu bestrafen, eine Reihe von hohen Sinekuren abzuschaffen und iu al< leu Zweigen die möglichste Sparsamkeit durchznfüdren. Ferner wird er nächstens wieder ein eigenhändiges Schreiben cm den Kaiser drr Franzosen mid die Ki> uigiu von England richte». und darin den Wnnsch aliSdrücken, daß dic Bestrafung dcr Uebellbättr i» Lylicn ihm allein übcrlasscn werde. Von Seite der Pforte wird in diesen T<'geu ein Zirkular über die syrischen Angclcgenhrileu a» dic fremden G.sandtschaf« lcu crl^sseu wcrdcn. In Konst'Niliiiopcl wurde mit dcu Bestrafungen bereits der Anfang gemacht. Ach-met Pascha, der frührre Oberbefcblehabrr der Armee von Arabistau und Gcncralgouucrncur von Damas-kuS. wllrde. bevor er an Bord der Schraudcnlor-uctle nTouua" nach Beirut zurückgeschickt wurde . im Feuilleton. Eröffnung der Westbahn. (Schluß.) Es war am Abend des 12. d. M.. als wir i» der Isarstadt eintrafen. Troh rcs grostcn Gedränges, das sich um so mchr steigern mnßle, als zugkich eine überaus zahlreiche Volksmenge sich aus rcr Stadt eingeslindcu balle, um die Mijsstälcn zn bcgrüßcn. sal) sich ein Jeder im Nu im Bcsit/e seiner Effekten, einer Quarlieranwcismig und einrr Droschke, die ih» in die für ihn bcslimmle Wohnung fnbrle. Mein ehr-lichcr-Droschkcnlcnktr, dem ich eine Belohnung gcbc» wollte, wieö dieselbe mit deu Worten zurück: „Wir dürfti, nichts aunehmcn. dcr Magistrat hat uns bc-reits bezahlt, und auf die Frage, wie viel er anspre» che. um für den folgenden Tag zn meiner Verfügung zu sein. sprach ,r: „Sie zahleu nach dem Tarif, den wir nicht ül'crschrcilcu dürfen, denn dic Polizei steht daranf mit der äußersten Strenge." Als wir gcgcn 10 Uhr vor cincm unansehnlichen, von Nacht umhüllten Gcbändc. lcm Ralbhause. anlangten, ahnte uns nicht, daß in seinem Innern uns ciu mächtig großer Saal eutgcgcnlcuchtcn werde, über ten sich ein walireö Lichtmeer ergoß. Dcr Pl.nond desselben ist blau, mit Arabcökcu verziert; zwischen dcn Statuen ringsumher waren baicrischc und österrei- chische Wappcuschilde und Flaggen angebracht. An langen Tafeln, die dcn ganzc» S.ial ausfüllten, sa-ßeu Fcstgästc aus W>cu und München traulich bei-lammen, genossen ihr frn^'lcs Abendbrot, das aus kalten Fleischspeisen u»d Bier bestand, ranchten ihre Pfeife oder Zigarre, tanschtcn ihrr Meinnngen ungc-zwungcu aus oder liN'schtcn dcn Mnsikstückcn, dic gc-spielt oder gesung/n klirren. Urplöplich vernähn» man das Pfeifen cincr i.'oll,'molivc, die auf ds,n Oichestcr. ranm bis an dic Mimdnng dcsscll>cn cinherfuhr. lind ihrem Innern entstieg ei» etwa fünfjähriges Mädchen, als Münchner Kellnerin gekleidet, mit der Ringclhanbe geschmückt, im silbernen Mieder einen llcincn ^ösf'l. als Sinnbild ihres Äerufts. zwei Körbe pläsenlirelid. von denen der cinc dic Verbrüdcrling>?lolardc ans schw.n'zgslbcn nnd wcißblnd dic Kunst im All,,emci« nen gslh.n, liat. Zweier Bilder in dcr Pinakoibck soll ftcoch E'wähnüng glsHelien. welche d.,s mcnscl.'-lichc N.uurcll niit ciner überraschendcn Vollendung c>a!stellen, wic es in allen und ncneu Glinäldln schivlilich so markant hsro^rlritt: dic Inrilh und cine 'Maneseriu von I. Ricdcl in Rom. Dcr Glanzpunkt dcr Flslltchlcilcn i» München war das große Bank.lt im Glaspalastc. Dieser hcrr-liche Ban. der seinem Londoner Verbilde, menn anch im Umfange, doch in architcktonischer Beziehung nicht nachsttbt. war ursprünglich für dic denlschc Indnstlic-Ansstcllnn,', bestimmt. Später ward l)icr anch cine baierische Gcwcrbcauöstellnng abgcballcn. nnd gegenwärtig wird er bei verschiedenen Anlässen, wie neu-lich zu cincr großartigen Blnmenausslcllnii.i. von der sehr vicl NübmlichcS erzählt wird. bcns>l)l. Der l^anze innere Nanm. mit dcn Delorirnngen. dem Springbrunnen, den Damengalcrien. den ans zwei Mlisillaplllen zusamiuc»gescl)!en Oichlst^r. t,n reich dcseyten nnd gcschmackooll ucrzicrlcn Tischen ul,d ver< ciilt mit dcm slöhlichcn und rcgeu Treiben dcr vielen Auwescudcn. dic sich in ihrcu Gala.Anzügen und V 54 Hofe des Scrasleriats. emcm grol'bcrilichcu Irrt's gemäß, feierlich lind öffentlich dcgradirl. Man riß ihm die Zcichcu seiner Muschirewürde. sowie seine Dekorationen ad. nahm ihm sein Schwer: und verkündete hieianf. daß er allcr seiner Ehren ul>d Acm-ter enlftht sli. Den Gonvcruenr von Beirut. Khur« schid Pascha, der bereits hier eingetl offen ist lind nn. verznglich wieder znr Aburtbeilnug „ach Smien zurückgeschickt werden soll. wird wahrschcinlich das glei-che Schicksal iressen. Echnkri P.'scha. Dwisionsgcnc-ral „nd Präsident dcö Kricgsraihes rer Armee von Arabistan. wurde abgesetzt uud vcihaflct, statt seiucr erhielt Scharr Pascha, von der anatolischcn Armee, den bezeichneten Posten. Auf den Vorschlag Fuad Pascha's l,at die Regierung beschlossen, alle Offiziere der arabischen Armee durch solche von dcr anatoli-schen z» ersehn, vorbehaltlich der Bestrafung allcr Derer, die l'ei den letzten Ereignissen sich loprom>t> tirlen. — Dcr Gencralgonuerncur Mustapha Pascha ist mit 2 BataiUous nach Beirut abgegangen." Die serbische Depntalion halte beim Sullau ihre Abschicdsandicnz. Die Pforte lehnte die Anerkcnnnng des Erbrechts in der Familie Obrenowilsch ab, will jedoch die Nachfolge des Fülste» Michael bcim Tode seineö Paters genehmigen. Was den Alifcnthall ron türkischen Muselmännern in Serbien alißerhalb der dnrch die Verträge vorgeschriebenen Grenzen belriffl. so luili die Pforte die bestehenden Slipulalioncn dem Vnchstaben und Geist nach strenge beobachten. Die erbetene Erlanbniß, die in Kraft bestehende Vcrfas-snng abzuschaffen und eine andere dnrch die Skup-tschina angenommene an die Stelle zn sehen, wird zwar nicht ertheilt, jedoch soll ein großhcrrlicher Kommissar nach Serbien gehen und die Zweckmäßigkeit einer solchen Aendernog prüfen, die Dauer seiner Mission sich aber anf ll Monate beschränken. Die Nachrichten ans Damaskus reichen bis zum 6. d. M. Fuad Pascha halle den Libanon mit Trnp-pcn umringt, und Zerstörung mit Fener und Schwert gedroht, wenn die Drnscnscheichö sich nicht binnen 2 Tagen ergebe» würden. Zwanzig warcn bereits fcst. genommen und 800 andere wich-igc Verhaftungen vorgenomme,,. Das Kriegsgericht ist i» Permanenz und die gefälUen Urtheile sollen sogleich vollzogen werden. Gegen 1000 Kamehlladuugen mit geplünderter Habe wurden den Rändern abgenommen. — Das Gerücht von cn,cm Gcmehcl in Baalbcc b, können glanbl: «Dic Flüchtlinge, welche als Kandidaten auftreten, find»!» den Vorzng. In den Wahlbezirken dcr Hanpl-stadt Neapel ist der auserschcue Kandidat dcr Oberst Cosenz. Garibaldi's Adjntant. der ein Korps auf Si< zilien kommandirt. Diese Wahlbezilke sprechen sich entschieden für die Einverleibung aus." Korrespondenzen. Klageufurt, 14. August. i^ Sc. Erz. der Herr k. k. Statthalter Freiherr u. Schloißnigg ist vor beiläufig ».'icvzchn Tagen voll seiner Ullaubörcise hieher zurückgckchrl lind wnrde. in Ancrkcnnlnig der uirlseilige» Verdienste, welche sich der hohe Hcrr während seiner Amtsihäligkcit nm Kärntcn erworben hat, von dem Geincinoeralhe Klagcnfnrls znm Ehrenbürger der Stadt ernannt. Se. E^ell.nz nahm nut Worten herzlichen Dankes die ilnn ange» iragcne Anszeichnung an. welche ihm drr Gcntclndc-rath in c-l»!'^)»'. unter Vortritt ocs k. Rathes Hnru Vürglrmeistlrs Hallscr, überbrachtc. Unser (beiläufig gesagt, schr vorgcrücltcs) Asso-ziationslcbrn hat sich abermals um ein schähcnswcr' lhcs humanitäres Institut bcrcichctt. wclchcm dic wci» teste Verbreitung in dem Heimailande u»d vielscilige Nuchahmnng alißcr dcmselbcn von Herzen zn wünschen ist. Es ist dicß ein «Kärntner hehrer- u u c> ^le hr erwitw e n < und W a i se n - U n t e r st üz -zu n go v e re i n." — Schon im Jahre ltj.'iii wnroe bei Gelegenheit der Lehrer-Konferenzen des Schul» distrikles Unter-Gaillhal die Gründling ei» nchmers gcbilrcl; lind das Maß ver Pension richte! sich nach dcr Dauer dcr Theilnahme an dem V>rcine, sowic nach der Summe dcr cingezahltcu Jahresbeiträge, so zwar. daß dieselbe im ersten I^hrc mit >0. im zweiten mit 20, in, dritten mit A0 Pcrzcnt u, s. n). dcr gemachten Einzahlungen (oic Glündungsbciträge nicht gerechnet) bemessen uno in l/albjährigell Raten ausgezahlt wird. — Ich habe mir erlaubt, das nny< llchc Unternehmen in flüchtigen Zügen zu slizzircu. weil ich glaube, daß dasselbe alich für dcn Krcis dcr Schulmäirner nnler Ihren ^scrn nicht ganz ohl»c In. ttlcssc seil« dürfte. Die bedrängte ^agc w manchir betagten und dienstunfähigen Lehrer n»o ihrer Ang» hörigen ist ja cine überall mil der höchstcn Thcil° nähme voll den Menschenfrellnocn beobachtete Erscheinung, lind daher mnß es erfreulich genannt werrcn, wenn in der Mitte dieser um das Wohl des Volles verdienter Männer znr Abhilfe derselben der Grund» say dcr Gegenseitigkeit in Anwcndnng gebracht wir?, so lange leider Staat und Gemeinde nicht in der 5!age zn scin scheinen, nnterslühen!) einznschreilcn. — Ucber-hanpt entlvickelt sich in dem Kärntner Volk>3schulwcscn ein sthr reger Geist, waö wohl zrim größicn Theil der Anrcgnng nnscres thäligen lind umsichtigen ^ndes« Schulraiycs Dr. A. Cäsar Paoissich zn danken isl. Dieser hat sich. als das zweckmäßigste Mittel znr He-buug der Volksschulen, die Hcranbilouug tüchtiger schrei an der Klagenfurler zweijährigen Präparanoen-Anstall glänzenden Uniformen rechl stallllch auSnahmen, bot tin höchst inlercssaxtcs Ensemble. Troß der großen Z<»hl der Gäste war nirgends eine Ueberfüllung wahrzunehmen . und man bewegte sich hier ungezwungen wie in einem befreundeten Kreise. Vor Beginn des Mahles wurden die Anwcsencen durch dcn Besuch dcr Majestäten angenehm überrascht. Sic wnrdeu mil einem emhelligcn Inbelrnse begrüßt, der sich wieder« boltc. als der mit dcn eingcsiochlencn österreichischen nuo baierischcn Volkobymneu ertönte. Der Kaiser uud dcr König weilten im Glaöpalaste beinahe einc Slunde, iräh» rend wclchcr mehrere Persönlichkeiten die Ehre halten, ihnen vorgesttllt zu wrrrcn; sie schieden eben so enthusiastisch begrüßt wie bei ihrem Eintritts. Das Diner war splcndid. Die ungezwn>'gc»ste Heiterkeit dlledte die Unterhaltung und in Toasten fanccn die innigen Gefühle, welche die Ocstcneichcr uud V^iern beseelten. Ausdruck. Vcimrkenswerlh ist die wirklich nlnsterhafte Ordnung, welche sowohl iul Innern des Glaspalastes. als beim Eingänge zu demselben herrschte. Troy der großen Mensch,umasse. die vor demselbe» staud. fiel auch nicht die geringste Störung vor. Ein einziger Gendarm genügte, nm in deren Mitte einen freien Raum zur nngehindcilcn Passage der Ein- u. YWSlreltnden zn erhallen. Em jeder dec Gäste erhielt eine Eintlitl4k.m» nebst einem Sihc für die Feslvorstellung im königlichen Huf. und Nationallyea-ler. welchem ancl^ der Kaiser n„d dic Kaiserin. der Kö'iig und die Königin beiwohnten. Die Majcsläleu wurden beim Eiutrille in die i!oge mit rem freudigsten Zurufe bewilikommt. Die königliche Hofschau' spielerin Frau Straßmann trug mit innigem Gefühle einen von Dr. Hermann Schmio gedlchteten Prolog vor. dein die Oper «Oberon" von Weber mit Ballet folgte. Mit dem frühen Morgen des 14. uerlicßen die Wicuer Gäste vereint mit dcu nach Wieu gtll,deuen Baicrn die schöne Isarstuot. an die sich so vicle und angcnchmc Erillneruugcu knüpfeu. und n^ch cincr nnr dnrch den nöthigen Anfcnlhalt in verschicrenen Sla» lionen, dag Dcjeuncr in Salzbnrg „no oas Diner in i!inz. wie endlich durch die Beschädigung eines Wag^ gonS unterbrochc»en sicbcnzchnstünelgen Fahit. langlc man gegen Mitternacht iu dem glä»zcno c,lenchlett!, Wiener Westbciynhofe an. Die Fahit war vom Wet< ter nicht sehr begünstigt. Wie am Vorlage crdob sich Nachmittag ein Gewittcrilurm. der bis »aye an Wien chilli. Desto lnehr frcnen wir uns. daß es nnscrcn werthen baierischeu Gästen vergölliit ist, die von o,r Nainr so wahrhaft müitcrlich bedachte, uou der hcr» lichstsn Sommcrsonne beschienene reize»!)!: Umgegend uuscrcr Rcsidcnz in ihrer vollcn Pcachl ill Allgcii-schciu nehmen. Vörsenwitz. Folgendes tranliche Gespräch wnrde auf der Do»aulm-Plomeuade erlalischt: Värel. Hast Dll gchFt? Beim Augarlcnfest sind falsche Gerüchte ausg,schrieen worden. S ch m u c l. Falsche Gerüchte? Wieso? Haimlich? In dcr Still? Värcl. Na, ganz laut geschrieen. Ich hab's gcbörl: «Deutschland hoch !" Und yente kommt Deulsch. land (Frankfurt und Verlin) um ein ganz Prozent niedriger. zur besonderen Aufgabe gemacht und deßhalb seit dem November res vorigen I^dres, mit Gcnchmignng dcr Landesregierung eine Sammlung milder Beiträge für dieses Institut vtranstallet. welche von dem bestell Erfolge begleitet war. — Nack cincm hierüber dcr Ocffcnllichkcil vorgelegten Berichte (wclchcr für dc» wohlthätigen Zweck nm !l Nkr. vcrkalift wird) habcn dicsc Bcürägc bcreits cine Sllmme ergeben, dcrc» Interessen c>ic Z^HInng von drei Hand-Stipcndicn zu zc dreißig Gnlocn jährlich an ebenso viele Volküschul-^chranilsalcn, uuo anßerdcn» die Vcrwciirliug von nahczl! !)00 fi. zur Anschaffnng cincr nellen Orgcl, eines neucn Klaviers, für Mnsikalicn u. s. w. crmög< Iichcn. Zügllich wnrden auch dcr Anstalt ein Kl.ivicr, eine Violine »nd Mnsikalicn von u»tcrstüt)endeil Frcun-ocn des VolkeschlllwcscnS geschcnkt. — Dcr Gcsainml-betrag der Sammlungen bc^ffcrt sich im baren Nenn-wcrthe mit 2988 ft,, wovon 7ül fi. durch den Verkauf dcs von Dr. Pauissich hcrausgcgcbcnen «Kärntncr Volksschnlen-ftalenotrü" gelost wurde». — Da ricses erfreuliche Resultat dir öffenilichen Theilnahme an dcr Erziehung dcs Volkes vorzugsweise uou dem Kion-lande Kärnleu bewiesen wllrdc, schlägt Dr. Pavljsich in seinem Antrage an die ^andcsrcgicrnng vor. dcr Stislnng drr Namen: «St'pendicn ans dcr Kariüthia-«Stiftung für würdige Volksschnlcn^'ehlamts-Kandi-«datcn an der k. k. Klagenfnrter zwcijähligen Präp.i-«randen-Anstalt" zll verleihen. — Möge das Unternehmen anch ferner sich dcr thätigsten Uutcrstüynng erfrcncn! — Die heurige Fcicr des Gcburlsfcsteö Sr. k. k. Apostolischen Majestät verspricht in nnscler Stadt schr glänzend zn werden. Am Vorabende fi»dct im ständischen Schauspielhausc cm znm Brsten dcr Arm^n von Dilettanten ueranNaltctcs Thc.Ucr par».' Stalt, wobei Baiimann's niedliches illistspicl „Eine l'icbschafl in Bricfcn" nnd G'saugs« Produkiionen nach Einlci-tnng durch einen «Fcst»Proiog- (welchen cinc Dame spricht) zilr Aufführung lommcil. Am Alllrhöchsttn ^ Wicgcilfcstc selbst versammelt cin glänzender Ball, zn welchem in dcn ständischen Sälen scho» die elegante- ^ stcn Anordnungen getroffen werden. Allcs, w.is durch Ingen», Bildung. Schönheit. Rcichthnm n»d Lebens- ! stellling Ausprlich anf dic gesellige Freude dieses Tages hat, und gleichzeitig beginnt in, ständischl» Schieß-hause ein großartiges Fest'Schicßcn, wozu dic Stände fünf reiche Bcste ansgcscpt habcn. Trieft, 14. Inli. -r- Gi„c cig,„thü,nlichc Erscheinung, wllche N»i' mcnllich im verflösse,,-,, Monat sich bill zcigtc. ,v^ oic ungewöhnliche Anzahl von thcll6 vlrsnchtr„/ll)c<^ luirklich ailsgeführtcn Seibstniorven. Währcnd circa !l Wochen uclfioß beinahe kein Tag. an dem nicht ci» ncncr F.ill zu rcgistrircn war. und circa <0 bis 12 Pcisonen ucrlorcu auf diese traurige Wcise das ^ebcu. Sich erhängen oder aus dcm Fenster stürzc» w.n die gewöhnliche Art, in der dicsc Selbstmoldc versucht würdcn. G>,r traurig war der Scü'stlnorl) cines jnngcn Mädchen«, die, von ihrem Geliebten vcrl.isscn. sich ans Vcrzwciftnng in einen Binm"» stürzle. D>e übergroße Hiße. welche in» v.rflosscnc» Jahr einige WahnsinnSfällc znr Folge halte, lonnle heuer wahrlich nicht die Ursache eincr Ncrl)cnn-mcl llno die Hil)c schcint sich nun auch einzustellen. Auf die Vegetation hat übrigens die heurige Witterung rcn besten Einfiiiß gehabt' unscr zn dicser Zeit sonst ausgebrannter nno verdorrter Karst grünt mit eincr ungcwohnlcn Ueppigkeit, nnd anch in Fclo uno Wcmberg si.ht es heuer »licht ganz übcl a»s. Nach langen Jahren scheint es endlich für dic Weinl'erg-^csiher etwas besser sich gestalten zn wollcil, Dic Krankheit ist zwar nicht ausgeblieben, al'cr doch l'ti wcilcm nicht so stark aufgetreten als in den vcrftossc-»cn Iahrcn, so daß auf etwas Wein heuer geicchuet wndlll kanu. Unsere Umgegcno erzeugte bekanntlich ziemlich viel Wein und darnulcr einige vorzügliche» Sorten; die schlimmen Jahre wurden daher sehr l>ilt gefühlt, uud wäre es sehr zu wünschen. wc>'N die ;nn, Thci! ganz zu Grund gerichlctcn Wcmbcrg-M-sißer sich »ach und nach wieder erholen könnten. Die Straße welche längs dcs Mccres von l)ill nach Barcola führte, ist nun vollendet und liöff"^ worden, nil» findet ihre Fortsetzung in der schl)" sl^" dcr beendigten Strecke von Varcola uach Ml»'»"""^ so daß nun von unserer Stadt bis zu dem erzb^ zoglichen Lustschloß ci» schöner. hart am Mccr g^-bahntcr Weg führt, der jedenfalls cine weiicre ^l'^ nehmlichkeit für unsere Stadt ist. Auch nnscr lw'gl Molo S. Carlo-Ban scheint seine Vollendung '' nähere Aussicht zu stclicn. und die Damm-Arbcltc" 755 cm dm zu crwlilelilden Qnai's werden elw^s cuergi-schcr betriebe», Dagege» hat die Prioat-va»!nst ganz anfgeböst. Tie schlechien Geschäfi^jabie habo, eine E»twc'.ll,'nng der Hällser uno Gliindc bcrbcigcfnhrt, die vo:> Iabr zil Iabr größer will'. Die Miethen schlagen il, Folge dessen vo» Jahr zu Jahr ab; Woh-uungcl', »amliillich größere, nnd Magazine stehcil in Meng? leer, nnd liachdem i» Folge der durch ge,> riugerc Verdicuste »o'lh'g gewordenen Sparsanileit sehr viele Familiel. die umliegellden «H.impagnen-Häli« ser fur's gan^c Jahr bewohnen, sieht es für Hans-Pesiper iiumcr trauriger ans, denn anf der cine» Seiie wachs >l die Stell!»», wabreui? alls der a»rcr» der ^u?ns abnimmt. Ibrcr Wohnllngsnolh könnten wir nun recht gut abhelfe». In nnseriu Vörsensaal war Iä»gere Zeit eii, grol)cs v^'ii Schiavoni gemaltes Aüarl'latl ansg.stelli, lvelchcs für Vic H. Giacl'mo-Kilche best im int ist. Es stellt (ibristus im Garlen Gelhfei»a»e vor, >var sehr tüchtig gclnall, mW clficülc sich auch allgc,l>cincn ÄeifaUö. Zur die Kapelle iil Miramar beschäfligel sich nns>r wackerer Heinrich, ein sll?r talenlvoller Hi-sloricninaler. Seine I.hie Arbeil für die erwähnte Kapelle »uaren die 12 Apostel anf Goldgrnnd, die sich des Vcifalls des hohen Bestellers sebr erfrelit haben sollen. Äcilänsig gesagt. wn:de diese Arbeit ill Ihrer Stadt vollendet. Anß rl?cm hat Heinrich noch ciü h. Abendmahl ebenfalls auf Goldgrund zu male». rcss,n Zeichunng wir zu sehen Gelegenheit hatten, lmo wclches ebenfalls für die erwähnte Ka« pelle bestimmt ist. für welche derselbe mich einige Dcckcngeinälde zn verfertigen hat. so lap dem Gan« zcn der harmonische Guß gewiß nicht feble» wird. Eine Anzahl Verehrer des veistorbcne» Konipo« nisten N l c c i gedenkc» dem seiden im Foyer deö gio-ßcn Thealeiö eine Vnslc zu criichte». nnd waidc uon llnsercni Magistral dic hiezn lwll)ia,e Ellanl'N'ü anch crlhlilt. Von der »uahihasl lindischcn Demonstralion im Mammlrr-Theater werden Sic schon ^chört lial'en. Die Sache war eine ebenso cinfälli>ii alc! l>nl»ische Aniilassllüg einer kleinen, sictö zu Skandal und U»-sng l'crcilcn Rolle, wie sie am Ende nderall zn sin« Dln ist. Der Vorfall erregte hilr nur Inoi^n.iüon. dregt. O e st e r r e i ch. Wien, 16. Angnst. Das Äanl^t in, Anmuten, welches die .ttollilnnne ilÜienö den bayrischen Gästen gestern gegeben, nwchle nngcfäbr <>U^1 geladene Oä'le zähle». Eö wlirdc in zwei große» Sälcn nnd zwei lltinercn gespeist. Den Toast anf Le. Majestät den Kaiser brachte oer baierische Minister Frhr. v. Schr.nk "us, del, Toast anf Se. Mairsläl dcn ^önig uon Vaiern der An»germeister uo» Wiei: Fihr. u. SeiUer. Zahlreiche andere Trinlsoniche folgten: die StaDl Wicn. Olslnltichö Volesslämmc. den'sche Einigling »'. s. w. blldtlcn die Thcnlala. D,r baievische Äbge. ordnete Professor Eoel sprach in eincr längeren Rede schwungvoll und grlstreicl) nber ric Stellung und die Vckl'kfnissc Dcntschlandö. Daß die sndrenlschcn Stämme tuarme Sympathien für einander hege», brauche nicht erst gesagt zu werden, die Thaisachc sei bekannt. Was wir anstreben müssen, das sei die Sympathie dcS Nordens von Deutschland. Wir we»0cn zunächst Eisen krauchen znr Vlttheioignng des Vaterlandes, aber wir Iiranchcu auch eiserne Vharaltcre. Die Htnnst dcr Di-plomalie habc Bankerott gemacht, »nr groüc Thaten können Deutschland wieder erheben. Die Freibeit lunsse in ihrem Gefolge gehen. — Wir können ?ic gedan« lenilichc Rrdc des uerehrlcn Gastes in dilsrn lurzen Zcllen nicht wiedergeben, aber ein Vcifallüslnrm be« gleilste sie. DaS Vanket hat gegen sicbc» Uhr be-gonneil und nach li Uhr geendet. Eine heiler,rnste Slimmung war der Grnl>rcharaklcr dc^ftlben. Au da^ Aankct in den Sälen, woran die groLc Zahl der Münchener Gäste cheilgciwmmcn, n»o dae> l"ö 7 Uhr wähne, schloß sich die Produliion dcü Männergesangvereinö, der anf einer in der Seilen. Allee errichteten Tribune unter der trefflichen Teilung Herbect"6 etwa 10 Lieder in gelungener Anöwahl sang. Natürlich waren die patriotischen G>sänge, wic z. Ä. „Daö deulschc Lied". Arndl'vl „Vaterland" uou mächtiger Wivlnng. Sie wurden anch in der Tüat Mit Begeisterung gesnngen. Zu Enrc der Produkiio» wnide den, Gesang^uercine „der Schwesterstadt Wien« uon einem der bäurischen Gäste ein Hoch gebracht, in welches das ganze massenhaft versammelte Piibll, knin aus's lauteste cinstimmle. Hierauf begann die Velruchtung deö Angarlenö. Sie war mit großer G.schicklichkclt arran^iri und machle die prächligllen WlrlunglN. Das den Festakt»!) beschlie^cnde Fenerwc'.k Sin« wcr'ö gelang grö^lenlyclls ganz gnl. Die beiden Tablcalix. das eine die Deoisl ,,E>nigteil >nacht stail" von fenerspeicnden Slrah!el,bnschrln umgeben, und daö Schlllßtablcan. dic )U>>ppen dcü Kaiscrslaalö und Vaiernö in den maleiischstlN Flanünenformen sich be< ivegend. waren wnlück unbifchreiblich schön. Vcsilchl war dc> Gallen, wie er schun seit Jahr« zelicnlen nicht war. ^ebenvi.i.^ogle die Menge Neugieriger Alll-rn anf. Allcen ab und schitn vortrefflicher, erregter Stimmung. Im Vergleich zu oer Erklnswiläl der übrigen stattgehabten Eü'weipimg.'fcstc i» Salzburg Uno München war das Angartenfesl ein Sincl Volks» fest zn »snnen. — Anläßlich des um 11. d. M. elfolglen Fcsl« zngcs nach München ist. wie die «Mil. si»dc». Die ülni^e» sind ^ombaroen. "pesth, 16. Angnst. Der gestern schr späl Abeues an allen Straßenecke» anglschl^genen Knno. machnng des Siallhallcrci.PrasioinmS. welche im gan. zen ^andc Fackelzügc und andere derlei Ovationen bis aus Weiteres unbedingt untersagt, uu» welche Ihnen bereits zngllommen sein dürfte, ist heule Morgens elne andere polizeiliche Vckanntmachling gefolgt. Dic. selbe verbietet das Traglii u»o die Erzcngung dcr Stöcke, welche uach Arl einer alt'linganschen Waffe (ljux>^l!!l>) jl>l)l Cl! ,»ll«80 verfertigt uno gelragen werden. Die Kundmachung raxgirl »eiki Stöcke in die Kalcgl)lic uou Waffc« »nd beruft sich bei den angedrohten Slrasrn a»>f mehrere Paragraphe dco Waffcopatentcs vom Jahre 1862. (Hrosibritamliell. London, lil. August. Dic Königin hat einen Tagsbeflhl erlassen, i» welche,» sie »hle volle Vefric. l,',gn,!g über die ln Eduiburgh abgehalienc Frciwllll. gemcvuc ausspricht. Iu Ir!a»o sind deu^ nenest.ii ^erichliil zufolge abillnals Ali frliwlll'gc Sliciler »ms Ilalien hatt>> vcrhungcll ll»d in ^'llinpen e>ugr Rncklchrendrn mehrt mit jed.,» Tage. so daß die l.'äpsllich'ir>schc Legion, lie so himmelstürmcnd übeiS Wasser gezogen war, bald nur lnehr dem Nameu nach bestehe» würoe. Am erl'iitcrlste» sind dic. w^l-chc den besseren Klasse» angehören. Man halte ihnen Offizicröstellen Vlrsproch.u und sie dann «Is ge» meine Soldaten einkleiden woilc». Viele» von d.n Aerme^cn bleibt j»l)t nichts Anderes übrig, als sich in die englische Ar>uec einleihen zu lass.» »nd die irischen Werbe. Hllgeaulen machen glänzende Ge-schäsle. Moutencgvo. Dcr Mörder de^ Fürsten Dauilo he,ßl Todor Kal'ic von Vielopaolooic'- Er s.'ll l? gen scincr Zeiüdscligkeit geg.-n Danilo sich mis Mouic. »egro eülferüt und »ach Zara begeben halle, wohi» >h'n Kad,c spälcr folgte. Während beide sich dort auf^ dielten, erführen sic. daß ^e^au des Priesters sich von einen» Anfänger des i^ülstlu h.,be vcrl.ilell lassen, einen Andern zu heiraleu. Aus Rache dafür ermordete Kadic in Konstanlinope!. wohin er sich milt« lerweile begeben, ten Vrnder deöjea'gen, den se>»e Schwester in zweiter Ebe glbeiralel. Der Ernwrdete war das Obcrbanpt der 3 — ^000 Moxtencgrlner. die sick in Konstanlinove! als Arbeiter aufbaltei'. Hierauf ging er uach G.'I.ip. wc» ih,, tic Vlattern liefielen, die il»n gan; enistellten. lslnle von dort »ach Eailaro zurück und begab sich. kai'eü'st ausgewiesen, ».ach Scutari. In Catlaro erschien er. um den Mord rcsto Ieicht.r volltübren zu können, als Albanesc verkleidet. — Der Nachfolger Danilo'S ist ungefähr 2l Jahre alt und machte seine Stndie» in Paris, von «ro er vor einige» Monaten nach Cellinje zurückgekehrt ist. — Ans Nicnch wird von einem Konflikte zwischen ten Rajah's und den Türken gemeldet, in dessen Folge die Vcibmbnnge» mit den Voc.hc di Callar» unter« brochlil ivaren. <^Tr. Z ) Ucucjlc Nachrichlell Ulld Tclc^llilline. Wien, 1t). August. Weitere tlll-gsapl'ische Mi!» lhcilnngcu aus Zara melden: Der Mörder des Fürsten Danilo. w.lcher am 12. d. M. um >'»'/« Uhr Nachmillags zu ^'ande vo» Albanien i» Oaltaro angekommen war. wnßle dnrch eine Verkleidung nicht nur rie Anfstcht ler Polizei, so»dern anch jene der treue» Monlenegriner des füist-lichen Gefolges zu lausch.», »velche seine Gegenwart nnler rnisterb,ralhnugen i,i Dresden und Ml'lüche» we,^» Kräflignng der Vu»« dlseliknliv^'lvall belrefflud. gänzlich eifunde» sind. Konftantinopel, 8, Angnst. (Ulber Marseille ) Ein Komploll ist in Vlljnkoere entdeckt worden, wel» ches die Plündcrllng dcr Gesandleu bezilieckle. Mebrere Verhastnngcn murden ans diesem Anlasse voigenoi,,' !»cn. Die MninaliS haben V.'lbck geplündeil »l»b die Christen erniordet. Mailand, 1". August. Der «Perseveranza-wird aus Turin milgetdeilt, da^ kürzlich von« Miüist.r d,s Inneln an die Gonueri'eurö eilassene Rundjchrli' ben sei uorzn^SlVeise eine Knndgl-bung gf^enüber d.iu Auslande. Die Regierung wolle sich nicht die Waffr ans der Hand nehme» lassen: die Erfolge Garibaldi's scheinen ibre Eifersucht erregt zn dabe». Tnrin, 1.'». August. Dlc helltige „Opinione« oeiuenlirl die Nachricht. Oesterreich habe a» das sar« dixische Kabinet eine Note. di.- ^andnug Garibaldi's anf rem »eapolilanischeu F,stla»de betreffend, gelichtet. Turin, 16. August. Galleuga ist l'ier e.ngs. tröffe» llud begibt sich nach Sizilien. Prof,ssor Vrnuo ist hier angekomme». 200 l-'isluonlesische Kalllbiiiierr nnd eine Auzuhl sarlinischer Iaa.er solle» ii» sizilia»,. sche Dienste treten. Hier ben»det sich »och »in I„. fanteuereglnienl. der übrige Tb>>»........ 5 '»'2 5 N8'/.. ,ss.',„........ -t 5» 3 ^«^.. syir'^e........ 2 70 3 ^ »>i, Halbfiilcht....... 3^4.', ^ H Hsidsn........ -, — !j HO Hisst ....... — — 3 22 .Nufüluh....... — — I 80 MlcMogischt Ze«l»ichtu»gci! in Laib ach. T.» „H,^. Wi.,d W <„..„,„,.......^^,. 'li>»^rt V.ilisü t!l!lil» l'> '.'lü.nift ,l llyr >^»q. .l2/,.«? ->^.l Gr. »^V. slill lh.ilw. '.'l.l',1 - Nch>», «.',.27 --2l.^ , "'l>"' !>2 -z.l-».'tt ^r. s^V. ,c1)w<,ch dünn d„vl'lfl >» Net)'", 32l.«7 -'.'».<' .. l'^. ss.isf ts).!w. l<.wl'lst " «>' ,l» Nbr,. :^.', ,07 -l^,7 .. l5>V. still h.jt.s Druck und'Vcrl^^u"Igna;v/K F. Vamberg i,l Laibilch. — Verantwortlicher Redakteur:' F. Va,nberg. ^ Anhang zur AmImHerSeitttttH. ^»Isl^n^sls^^ Wieu, (Mittags l tlhr) (Wr. Zt>,. Nl'dl'l.) Die V^rss, Aufanqs wirdcr sche Utlstimmt, „ahm bci Uügcvx'linlich l.bhaft.'!,! Geschäfte tin,,! qi'insliqerel, Vcrlaüss ^>VV»^»lvlllU/l. N). Ängilst, «achdcll, sich dic Orlindicsigfeit s» vi,lcr Gesichte herausgestellt hatte, welche an dcr Vclschlinnneviiüg i» d>„ lehtc» Tagen weslütliche» Aolheil genommm battcn. Staats- und Spcfulation^pa^icre erholten sich mit wenigen Ausnahmen; fremde Valuten und Ould im Aeginnc hoch gchaltrn, mußten fast um (5>>l Perzent zurüctgehcn, u>n »»gsfähr >»it der vorgestrigen Notiz zu schlicßcü, l?sfl'Mptc für erste Ariefe ü°/„. VessciltliÄie Ichuld. ^. dt« Klaal<« (für Il)l) ft.) Gel» Varc In c'sterr. Währung . zu 5'/. 04.— «4.25 3lusd.Natio»al-?luI.'heu „ 5 „ 7«.:l0 7».4<» Mctalliques . . . „ 5 „ N>.^0 «».50 detto .....4j„ ttl,— «.5<) 12,!?^ „ „ 185^ . . '.»2— 92,50 ., .. l««U . . l),.i'.0 l'2.75 CcmD-Nenteiisch. zu 42 I.. -m-ür. lö,.?U 15.75 L. l»,r Hronländtr (für itt0 ft.) Grundeutlasiungs-Obligatlonen. Nieder-Olsterrtich . . zu 5'/. »3— l13 ä Ungarn .... ,5, 7 l.75 7225 T,m, Van., Kro. «. Slav. „ 5 „ U« 75 70.50 walijitn......, 5 „ a»,2ä 70.75 Vufvwilu, . . . . „ 5 „ ««-- «8,25 ^) tbtnbiirgnl . . . ^ ü , U8.— N>j.2.'» (^clo Ware Andere .stronländer . . zu 5'/, «?.— !>'l.— VenelianischeS Anl. I8.')l> „ 5 „ 7!).— ?l)5U Aktieu (pr. Stück). Nationülbanl......795.— 798.— ^redit-Nnst. f. Handel u. Gcw. zu 2»0 si. o. W. (ohne Diu.) , l«l,80 18l.8<) ?l. c'. (lScom.-Gcs. z. 5<><> ss, ö. W. 552.— 555.— ,ff. Ferd -'.'.'ordb. z. 1000 st. CM. 1850. 1U52 — ^taatS-Mf.-Ges zu 200 fi. (<. '2'l. lder 5<)i> ,^r......24U.50 250 — Kais. Mis.-Äahu zu 200 fl. (5. M. !<»>.— >i»l 50 Siid-nordd.Vlll'.Ä 200,, „ 1^0.- »20,00 Thcißl'.zu AXl il. ^M.l»!t l00,I. (50°/,) Einzahlung . . . . N7.— N7.— Tüdl, Ttaat^.loml'.-vln u. Cent. ital. Eis. 200 ss ö. W. 50l) Fr. m. l<)0 sl. (50'/.) Einzahlung 11.'!.— l44 — Gaiiz. >starl-Ludw.-Bahnju200st. (5. M. m. «0ff. (40"/,) (iinz. l«1.— l<;l.50 Geld Nar< Graz-.ssöst Gisenb. und Vergb.- Gesellschaft zu 20l> ss. ö. W. —.— !<«.— Ölst. Dl.'»,.'Dampfsch.'Ocs. -^.^ 4lll.— 420.— Oesterreich, öloyd in Triest Z^ 180,— 1'»0,— Wie». Damps,».-?ttt.-O,s. '^, 1857 ;,.>'/« 1»l.— lal.50 l'aülauf 10 „ d,tt^ „5„ l»7.— 97.50 (». M. ucrlosl'are . «5., 90.75 91.25 National!'. ( 12»,l,»at!lch „5 „ IN».— ------- auf öst. W. ( vcrlliöbare „5„ 800st.öst.W.....<<1U,50 «0N.75 Don.-Damvfs.-G. z, loN st.LlM. 9«.— 98 50 Stadtgem. Ofen zu40ft.ö. W. . 37 75 36,2,) Werhazy „ 40 „ (?M. . «0 50 8l.ü<> Salm „ 40.....37 2.', 37.75 Palffy_______i»4<» st. (5M. . 38.50 39,— Welö Ware (5lary „ 40 ., „ . 3« 50 37.— St. <«.noiS „ ^0 „ „ . 3«.25 3»>.75 Windischgrätz , 2<> „ „ . 2.1.75 24.25 Waldstein „ 20 ., „ . ii.>75 2tt.25 Klglevlch „ 0 Marf Vanfo . 97.75 9«— Llindon. für ltt Pf. Sterüng . l3N.<<1 l^025 Pari«, sür 100 Franse . . . «195 52.^ t!souvs der Geldsortc». We!» Ware ,!?, Mnnj-Dnkaten « st. 25 Nlr. U il. 2tt Nf7. Kroncn . . . 1? „ 95 „ l7 „ 97 „ N.N'olevnsd'or . 10 „ '»« „ 10 ., 52 „ Nuss. Impcriale . 10 „ 7!» „ 10 « 72 „ Sill'er-Agio . 29 75 29.75 Effekten- und Wechsel-Kurse an der k. f. öffentlichen Vörse in Wien Dtn 17. Au au st 1ÜU0. Effekte». 5'/. Matalliques «8.30 5'/. 9lat.,?l»l. ^9. Vansastien . . 802. Kr spil^l Nr. 1 , an dcr Gedirnlähmung. Den 12. Michael Bcrht,l. Faliriköarbeiter, all ^6 Iadrc. im Zivilspital Nr. 1. an lcr 3nl,gcntl>dcr. l kulose. —Herr Josef Vmier. Oberbräner. alt 32 Jahre, in der St. Peterö« Vorstadt Nr. 8tt, an der i!lma.el,sl,cht. Den 13. Johann Grafnelicr. gcwcscucr Hand» schllhmacher, all 6(1 Jahre, im Zivilspilal Nr. 1, an der Abzehrung. Drn 16. Anna Faukal, Inlvohnrrslochler. alt 32 Jahre, im Ziuilspital Nr. 1. an der Mzehllmg. — Herr Iranz Xav. ^»lchardt, Palro» der Chnurgic u»d Geburtshilfe, alt 4U Jahre, in der 5lrakan - Vor» stadt Nr. 30. nn der Wassersucht. Z. l44.^. (,) ' Hn dic Vlliulngcr der vereinigten Vcbrüder Stranehkn und K«jetnn Stranetzln/schen Vergleichsmnjsa. Nüchdcm über drei Vicrtheilc der angemeldeten Forderungen für richtig und zi^r 'Anerkennung geeignet befunoen worden sind, so wird nunmehr zur Vergleichsvcrhandlung der Tag auf den 14. September d. I. Vormittags !> Uhr in der Kanzlei des gefertigten Notars be^ stimmt, und hievon die Gläubiger obiger Majscn mit dem in Kenntniß gesetzt, daß sie dabei persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte Theil nehmen wollen. Laibach am l3. August »860. k. k. Notar, als gerichtlicher Kommissar. Z. 2?2." (2) Kuudmachmlg. Von der Hengsten »Depot-Abtheilung z»> Sello werden am 22. August l. I. Vormittags l)'/, Uhr am Hauptwachtplah zu Laibach: 2 Stück schwere Pinzgauer Kastranten, 2 » von großem Schlag, wovon einer kastrirt, l » leichter, ?lraber - Ra^e, gegen bare Bezahlung verkauft, wozu die Kauflustigen zu erscheinen eingeladen werden. Sello den ,4. August 18U0. Voranzeige. Indem der Gefertigte einem P. T. Publikum für den Mlrcichen Mch, mit dem er bei festlichen An-gelegcnhcilen lmher beehrt wurde, seinen innigsten Dank auchricht, benutzt er die Gelegenheit, um dasselbe Mm Huldigungsscstc einMladen, welches M /ei er des allerhöchsten Geburtstages 8r. Kais. kölchl. lljwst. Alajeslat unserem ers)as,enen Monarchen Sonntag. K». August, im Garten des hiesigen Bahnhofes stattfinden wird. Die MMKapcllc des k. k. Eyhcy. /ran.; Karl Insantcric-Ucgimcnls, unter persönlicher sei-tung des Herrn Kapellmeisters /ran.; § lasch ke, wird mit auserwahlten Piepen der berühmtesten Künstler M Zelustigung thatig mitwirken", während eine prachtoollc Illumination unter dem Titel: „Tausend und eine Nacht" ein P. T. Publikum überraschen wird. Seinerseits wird der Gefertigte alles aufbieten, um durch frisches und gutes Vctrank, geschmackvolle Speisen und schnellste Dcdicnung seine hochgeehrten Vesuchcr auss Vollkommenste M befriedigen. Nestaura teur.