LMllcherWMtung. ^HsH» ?5>tz^ si- ll, halbj. fl. 5.50. Mr die Zustelln»« ins Haul! VH-P. l^^?«F. halbj.5»tr. MitderPost!,c»izj.fi.l5,hatbj.fi.?.50. Dienstag, 11. December Ins«»tion«a«büy» hi« lN Z«iI»n: Imaloul,., -« tDF»/? »m.80l,.,,m.i sl.; sonst pl.Zcill lm. 6ll.,^m.8l»., > ^«HffH »m. 10 l». u. s. w. Insertion«stc»!p«l ledesm. 30 ll. ^ ^vvss« Ämtlicher Theil. Sc. l. l. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 27. November d. I. an dein Kathcdralcapitel von Sebcnico dcn Cüinnncu« ,>>cnio,-dieses Capitels Anton Carminati zun, Domdechaut, dcu Pfarrcr nl»l'<' lici Sebenico, Ehren» eanoniens Anton FaSco znm Domherrn, dann den Katecheten und Director der Elemcntarjchulen in Sebe-uico Johann Bclamaric zuin Ehrcncanonicuö aller« gnädigst zu ernennen geruht. Se. t. l. Apostolische Majcstät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. November d. I. dcm bisherigen Director am RzcSzowcr Gymnasium Thomas Pollinöki die an dcm Przemyslcr Gymnasium erledigte Directorstclle allcrgnädigst zu verleihen geruht. Richlamllicher Theil. Laibach, 11. December. Die Wochenschrift „Reform" bringt unter der Uebcrschrift „Die Zeit drängt" eine Mahnung an Oesterreichs Völker, die wir nachstehend folgen lassen: Die Beziehungen zwischen Oesterreich und Rußland mögen ganz correct und alle Gerüchte über gegenseitige Truppenhäusungen gänzlich aus der Lust gegriffen sein, so liegt dennoch die Besorgniß vor nenen Vcr-Wickelungen gleichsam in der Lnft, uud iustinltarlig blickt man nach Norden und riecht gleichsam einen aufbrechen, dcn Brand und mochte mit dem Propheten ausrufen: „Bon Mitternacht kommt ein Rauch!" Aber man soll deswegen nicht schreien und heulen, damit nicht auch das nndere Prophctcnwort zutreffe, „Ganz Philislcrland ist feige." Die Zeit drängt, daß wir uns maunhaft fertig machen. Keine Zeit mehr verlieren! Dieser Ruf ergeht jetzt zuuNchst an die Ungarn. Sie keimen die Gefahr, und wenn sie ausmerlfam sind, können sie in ihrem Lande dcn Ranch spüren, der von Millernacht tommt. Mögen daher die Vertreter Ungarns die Aus« l'rcitung dcs Redestroms mäßigen und bald ihre Bc. schlüssc verkünden, damit die anderen Völker Oestcrrcichs erfahren, wie sic mil Ungarn daran sind. Nachdem unö der Fcind nenn Monate der für den coustituircndcn Ausgleich bestimmte" Zeit geraubt hat, muß die Action jetzt im vollsten Sinne des Wortes beschleunigt werden, damit wir nicht ctwa im Frühling unfertig von Ermugsscn überrascht werden. Die Session der diesseitigen Landtage kann nnr eine kurze sein, dann müssen sofort die Neuwahlen vorgenommen werden, und die drängende Nothwendigkeit wird auch einen bcschlcu. nigeu den Moduo dcrVerhaudlung des Ausgleiches fordern. Die „Reform" k,klärt es nun für ein unverant» wörtliches "Wagniß, die k'bcnbediugcndc Verhandlung zn zersplittern und zu verschleppen. Die ucucn Land. tage müßten behufs der AnSgUichöfrage sofort zusam-men tommcu und da dies nach A,isicht der „Reform" nicht i» cori'M'c' gcschchcn könne, so wcrden Dclcgatio« nen für eine außerordentliche Generalversammlung gc-wählt werden müssen. Die zunächst nothwendig Action, — so fährt die „Reform" fort, — wird jedenfalls noch von dcm jetzigen Ministerium vorgenommen werden müssen. Ein Mini« stcrwcchscl wäre in dcm unmittelbar drängenden Mo-Mentc verderblich. Dics ergibt sich schon daraus, weil sich die Parteien schroff gegenüber stehen. Eine Partei Will ein ncueS Ministerinn,, nm dcn Ungarn alles zn bewilligen, waS der Zerreißung dcS Reiches gleichkäme; die andere Pculci will die Fcvruaristcnverfassung auf. recht erhalten, was einer Kriegserklärung an dic Ungarn Nlich?. DaS Ministerium Velcrcdi hat die AuSglcichs-angelgenhcit bis zu dem jetzigen entscheidenden Stadium geführt Mit dem Resultate muß es vor die Vertreter dcr Völker treten. Dann wcrden dic Würfel fallen. Man bedenke aber, daß eS sich bei diesem hohen Spiele "icht um dicse oder jene Ministcrpcrsönlichkcit handelt, sondern um daS Reich und um die Völker, die nach allgemeiner Ucberzcugnng nur in einem fiel organisittcu Oesterreich ihrc Selbständigkeit erhallen können. Da-rmn ergeht an alle Völker Oesterreichs der Ruf: „Klam-wert euch nicht starrsinnig an das Alte, sondern pflüget etwas Neues, damit nicht das Prophctcnwort in Er< füllung gehe: Siehe, so will ich ausschicken und lom-weil lassen alle Völker auö Mitternacht uud will sie bringen über das Land und über die, so dämmen wohnen." Gedanken über Landcsangclcgenhcilcn. I. Zur Grulldsteucrüberbllrdmlg. Dic Klage übcr die Höhe dcr Grundsteuer in Kram datirt sich nicht ans der neuesten Zeit. Schon in frühe» reu Jahrhunderten haben die Stände Krams mehr alö einmal ziffermäßig nachgewiesen, daß sie im Verhältnisse zu dcu Nachbarländern Küritteu uud Stcicrmart einen zu hohen Beitrag zu den Rcichslasten leisteten. In der That erschöpfte sich das trcuc Land Krain in dcm Jahr-huuderte laug daucrudru Vcrthcidigungsslande gegen dcu Erbfeind. Dcn Unterthan drücklcu die bcsouoerS in Unlcrlraiu (mau denke an dcn Baucrutricg von 1511 und spätel) unerschwinglichen gruudhcrrlichcu Lasten, dcn Gruudhcrrn die übcrmäßigcu Eoutliuulioneu und Steuern, uud dazu kam dcr in Bezug auf die Bodcucultur entscheidende Umstand, daß sich „och um die Mitte des 1«. Jahrhunderts uach actcnmäßigcu Angaben die Hälfte des Landes in todter Hand, d. i. im Besitze dcr Geistlichkeit befand. Wie sollte unler so ungünstigen Bedingungen die Äodeucultur gedeihen? Die große Revolution des 18. Iahrhuudcrts, welche iu mauchcn Beziehungen schon vor dcm Jahre 1789 tiefgreifende Veräudcrungcu, so durch die Klostcrauf« Hebung und die Einführung eines gerechteren Steuersystems, hervorrief, mußle auch in unserem Vatcrlünde ihrc wohlthätigen Wirkuugen langsam aber sicher äußern. Dic llosterlicheu Latifundien Hollen auf, dcr Druck auf dcn Unterlhan wurde durch dic zur Vertrelnug sci-ner Rechte eingeführten Krcisämtcr gemäßigt und die Aufhebung dcr die Bodcnzerslückuug bcschräukeudcu Gesetze durch die französische Zwischcurcgicruna, entfernte dit letzten Schranken, welche den Aufschwung dcS Acker-baueS eiugccugt halten. Allem, jahrhundettlauge Uebel werden nicht in einigen Menschcnaltcrn geheilt. Nnr langfam arbeitete sich dcr krainische Bauer empor; so lange das UntelthanSband ihn unter die freien Staatsbürger hcrabdrnckte, konnte er tcinen frischen Muth zum Emporstreben schöpfen, eingedenk des fatalen: 8il) vos noli vi5 mlüiliclili'i lip^s ^ic vo,^ »on vnm',^ iixÜliclil!^ <»vc^. Auch diese Fcsscl fiel i>, dem Nettelsturm des Iah. rcS 1818, und nun wäre anscheinend dic Hoffnung bc» rechligt gcwefen, einen wohlhabenden, gebildeten, freien Bauernstand sich bilden zu scheu; allein seit dem Jahre 1848 sind fast zwei Deccnnicn verflossen, und die alte Klage lönt noch immer zn unseren Ohren. Was ist ihr Grund? Wie läßt sie sich im legalen Wege bcsci. ligen? Dies zu erörtern, sci die Anfgabc nachstehender Zeilen, welche außer einer zuverlässigen statistischen Grnud-lage nur das Verdienst redlicher patriotischer Absichten beanspruche« wollcu. Fragen wir uach dem Grunde dcr Klagen übcr Grnndsleucrübcrbürdullg, so müssen wir einen kleinen Rückblick auf dcu Hergang dcr Grundstcuerrcaulirung wcrfcu. Iu dieser Hinsicht bieten nnS die vom Herrn Fi< nauzdircctor v. Felsen bruuu vor Kurzem heraus-gegebenen „Statistischen Tabcllcu übcr dic dirccten Steucru im Herzogthum Krain" dic zuverlässigste Grundlage. Vor der Besitznahme dcS LandcS Krain durch die Franzosen im Jahre 1809 stand daselbst die in Folge des Patentes vom 20. April 1785 bewerkstelligte Jose-phinische Gruudsteuerrcgulirung ill Wirksamkeit. Die französische Regierung bcuütztc dic vorhande-nen Ioscphinischcn Operate nnd ließ daraus Grundstcncr. Matrikel anfertigen. Wo sich die Ioscphinischcn Operale nicht vorgefunden haben, wurden Fassionen abverlangt, Parifica» lioucn uud Abschätzuugcu veranlaßt, welche durch cigcuc Commissioncn nach dem ncnestcn Thatbestände vcrificirt und berichtigt wurden. Dicse Matrikel dienten anch nach der Wicderbcsitz. nahmc des Landes Krain von dcr österreichischen Ncaie-rung zum Maßstabe der Besteuerung dcS Grundes und Bodens, bann der Nutzungen dcr Häuser. Erst im Jahre 1844 trat in Krain der im Grunde deS Gesetzes vom 23. December 1817 bewerkstelligte stabile Grnudsteucrlatastcr in Wirksamkeit. Bei Einführnug des Gruudstcucr.KatastcrS war dcr Flächcuraum mit 1,732.000 Joch 425°«/,<><, Quadrat-llaflcr uud der Reinertrag mit 3,838.130 fl. 39'/» lr. CM. ermittelt, wornach sich dic 17"/^pcrc. Grundsteuer auf 082.547 fl. 34 lr. EM., dahcr um 140,816 Gulden 22'/. lr. EM. höher bezifferte, als das Grund» steucr.Postulat dcS Jahres 1843 pr. 535.731 Gulden 11'. lr, EM. Dies veranlaßte dic Stände Krain's im Jahre 1844 bei Scincr Apostolischen Majestät eine Petition einzubringen, in Folge welcher eine neuerliche Revision des G rnn dstcu cr-Kata sters in Krain vorgenommen nnd im Jahre 1849 beendet wurde. Das Ergebniß dieser Revision bestand darin, daß dcr auö 15 Stcuerbczirkcn mit 364 Gemeinden bestehende Neustadtlcr Kreis bezüglich sämmtlicher Kultur-Gatiungen neu geschätzt und dcr Reinertrag um 450.285 Guldeu 22'/, lr. herabgemindert wurdc. Im Adelsbcrger Kreise wurdc dcr Reinertrag um 6213 fl. 3'/z kr. CM.; im Laib ach er Kreise um 7586 fl. 28 kr. CM. vermindert. Wir scheu also, daß die Klage wegen Ucbcrbilr-duug mit dcr Grundstcner nicht in allen Thcilcn dcS Landes eine gleich berechtigte sein lauu, weil sie in einigen Thcilcn schon in Folge deS MajsstälsgcsuchcS vom Jahre 1844 Erhöruug gefunden hat. Um indessen vollständige Einsicht in diese Frage zu erlangen, müssen wir 1. dcn Natural-Bruttoertrag, 2. dcn Gcldbruttoertrag, 3. dcu Gcldreinertrag dcr einzelnen Cultur-gallnugcu uub Bodencrzeuguissc, wie cr dcm stabilen Kataster zu Grunde liegt, inS Auge fassen. Aus dcn vom l. k. Finanzministerinm im Jahre 1858 herausgegebenen „Tafeln zur Statistik des Stcncr» wcfcus" ergibt es sich, daß dcr N a t u r a l « A r u t t o« Ertrag Eines n. 0. IocheS iu Krain jcucm der anderen Kionländer. mit Ausnahme deS Küstenlandes uud Dal-matitn, fast bei allen Bodcncrzcugnisseu nachstehe, daß der G c s ammtdurchsch u it t S - G e ld b ru tt o cr -trag aller Bodenerzcugnisse in Kram per 3 fl, 55 kr. gleichfalls uud meist bedeutend geringer ist, als in den anderen Kronländern, mit Ausuahmc von Salzburg (2 fl. 28 lr.), Kärntcn (2 fl. 55 lr.), Küstenland (3 fi. 48 kr.) und Dalmatieu (1 fl. 32 kr.). AuderS gestaltet sich die Sache, wenu wir den Gesammtdurchschni tls. Geldrciucrtrag ins Auge fassen. Da stoßen wir auf die gewiß befremdende Erschcinuug, daß derselbe in ssraiu (2 fl. 2 lr.) mit jcncm von Sleicrmart gauz glcich ist. Wenn man aber dic Durchschnitts.Reinerträge der einzelnen Cu lt urg attun g cn ins Ange faßt, so sieht man, daß der Reinertrag bei mehreren Cultu rgat t u nge n in Krain, als: bei reinen Aeckcrn, Gürten, Eg gärten, Hntweideu mit O b st b a u m c n höher ist, als in vicleil andern, insbesondere den Nachbarlän. dcrn Steiermarl und Kürntcn. Bei dcn reinen Aeckcru, welche vorzüglich bcachtungswerth stud, steht dcr Geldrcincrtrag in Krain per 7 fl. 22 kr. nur jcncm in Böh m c u (7 ft, 49 lr.) nach, ist adcr be« deutend htjhcr als iu allen andern dculsch - slavifchcn Kronländeru, iu welchcu aber, Küsleuland, Kärntcn und Stcicrmart ausgenommen, niraendS eine zweite Frucht gebaut wird. Auch in den genannten drei Ländern findet dcr Anbau einer zweiten Frucht iu eiucr weit geringeren Auödehnnng Statt, als in Kram. Der Gcldrciucrtrag dcr Hoch- uud Nieder« Walduugeu i» Kram beziffert sich gleichfalls höher, als iu Salzburg und Steicrmarl, jedoch nur um 2, beziehungsweise 3 Kreuzer bei Hochwaldnngcn und um 6 lr., beziehungsweise 7 kr. bei Nicdciwaldungcn. Herr Finanzdircctor v. Fclscubrunn führt übcr dcn Grund dcr höheren Veranschlagung der Geldrcincrlrägc bci mchrcreu Eullurgattungcn in Krain verschiedene Vcr-muthuugeu au, vou dcuen jcnc dcS Anbaues einer zweiten Frucht und höherer Productcn-preisc zur Zeit der Schätzung noch als die plausibelsten gelten lünucn. Allein die zwcitc Frucht anbelangend, so mißräth dieselbe öfter, als sie aeräth, und es bleibt noch immer ein nicht erklärbares Plus gegenüber anderen Kronländern. Herr v. Fclsenbrunn neigt sich daher zu dcr Ansicht hin, daß die Schätzung in Kram bei einigen Eultur-gattuugcu, namentlich den Aeckcrn, wenigstens gegenüber dcn Nachbarländern etwas zn hoch sein dürfte. Einen beachtenSwcrthen Fingerzeig bietet in dieser Beziehung schou die Thatsache, daß die Grundsteuer nach dcm slabiltn Kataster in Stelermark nnd Kärntcn geringer ist, «ls daS frühere Grundstelierposlulat; in Kraiu findet aber daS entgegengesetzte Verhältniß statt. DaS Gruudstcnerpostulat Krains betrug im Jahre 184I 1880 535.731 ft. 11^ lr., die Grundsteuervorschreibnng nach dem stabilen Kataster aber 082.547 si. 34 kr. CM. Dürfen wir-nnn aünchlncn, daß ciuc Grnudstcuer-ilbcrbnrdung in Kram wirklich besteht, so fragt cs sich zmlächst: 1. Trifft dieselbe das ganze Land? 2. Wie ist dieselbe im legalen Wege zn beseitigen? Wa« die erste Frage betrifft, so kann wohl als unzweifelhaft angenommen werden, daß nicht alle Theile des LandcS an der Ucbcibürdnug participircn. Dicsc Annahme scheint mit dcm VoranSgchcndcn im Widcrsprnchc zn stehen, stellt sich abcr bei näherer Ansicht doch als richtig heraus. Zur Erläutcrnng diene dcr Bezirk Scnosctsch. In diesem Bezirke steht der Kaufschilling sehr häufig lintcr dcni Hundcrtfachcu dcr ordentlichen Grundsteuer, die Grundbesitzer können factisch die Steuer nicht mehr zahlen, Executionen sind an dcr Tagesordnung und eS mußten bereits in Folge wiederholter allcrh. Gnadcnacte selbst bcdcnlcude Sumlncu all uunultclbarcn(RcchtS') Gc> dühren in Abschreibung gebracht werde,!, weil dicsclbc», obwohl bei Grnndbesitzcrn an»?hastend, sich iu Folge dcr Ucbcrschulduug nnd volltommcncn Vtangcl« au Fährnissen als nucinbringlich da>stellten. Alle diese Umstände be> weisen nnwiderlcglich, daß im Bezirke Scnosctsch eine Slenernberbürdnng besteht, welche freilich eist in den . letzten Dcccunien fühlbarer geworden ist, weil sich seit' dem die NahrungSvcrhällnissc des Bezirkes vollkommen geändert haben. Früher hatte der Bauer iu dem Fuh-rcngcwerbe einen leichten nnd rentablen Nebenerwerb, die Einfnhrnng dcr Eisenbahn hat ihm diesen vollslän-dig cnlzogcn. Jetzt ist er ganz auf den Ertrag ocS kargen Bodens angewiesen, dcr noch dazu von häufigen Elcmentarnnfüllcn heimgesucht wird. Manche glauben, daß die Stencrübcrbürdung des Bezirkes Scüosctjch durch zn hohe Ertrag^schätzuugS« angaben der Grundbesitzer selbst sich erkläre, welche einen gewissen Stolz darein setzten, ihre Besitzungen in einem höheren Werthe zn wissen, nnd wclchc zur Zcil dcr Kataslralschätzuugsvornahmc noch so reichliche Nc° dcueiunaH m c n außer dcr Grundrente hatten, daß sie die Höhe der Steuer nicht oder doch weniger empfanden. Fragen wir nach dcr Ziffer der Ucbcrbürdung, so betreten wir allerdings ein schwieriges Gebiet, allein rs liegen doch hinlängliche Anhaltöpunlte vor, um eine annähernd richtige, weder den Interessen des Landes, noch jenen dcS Staatsschatzes zn nahe tretende Ziffer zu ermitteln. Vergleichen wir das Ergebniß deS stabilen Katasters vom Jahre 1844 pr. 682.547 fl. 34 lr. mit dem Gnmdstcucrpostulllte vom Jahre 1843 pr. 535.731 fl. 11'/, kr., so zeigt sich ein Unterschied uon 146.816 fl. 22'/. lr. CM. Dieser Betrag entspricht fast dcr Snmmc dcr für daS VerwaltnngSjahr 1805 wegen Uneinbringlichkcit znr Abschreibung beantragten Grnndslcncr. ES wäre also eine fixe Quote gefunden, welche von dcr Grnnd» stcucrschuld KrainS uneinbringlich ist. Allein wenn aller Grund znr Beschwerde beseitigt werden, wenn die Er-lcichtcrnng wirklich demjenigen zn Theil werden soll, dem sie gebührt, wenn die Nachsicht dcr hohen StaatS-verwallnng leine Prämie für sänmige Steuerzahler sein, wenn endlich das Staats» cbcn so wie das LaudcSbudgcl auf ciucr sicheren Grundlage rnhen soll, so erscheint es als unerläßlich, daß die Quote der Ucbc'.bürdung ein für allemal (natürlich mit dem nöthigen Vorbehalte einer Revision dcS Katasters für die Staatsrcgicrnng) festgestellt, deren Bert Heilung ans das Land abcr dcr La»dcsvcrtretnug im Einvernehmen mit den Gemeinde« (nnd allfälligcn Bezirks») Vertretungen nbcrlasseu wcrdc. Von dem bisherigen Vorgänge abzuweichen, liegt für die Staatsrcgicrung kein Anlaß vor, cö wäre daher Sache der LandcSvcilrctuug, mit der Staatsregicrnng einen Modus zu vereinbaren, nach welchem die Grund« stcucrübcrbnrduug in Krain in dauernder Wcisc ermittelt nnd fixirt nud dadurch beiden Theilen die Mög« lichtcit dcr cnrrenlcn Einbringuug dcr wirklichen Schuldigkeit eröffnet würde. Die gesteigerten Anforderungen an den Staatsschatz einerseits nnd die dnrch die Landcöucrlrctungcn angebahnte Selbstverwaltung andererseits erheischen bedcnlcudc Geldmittel. Dicsc müssen regelmäßig cmflicßcn, wenn die Vcrwaltnngs-maschine nicht ins Stocken gerathen soll. Ein regelmäßiges Einstießen dir Stcucrn kann aber nach dcr Ucbcrzcngnug aller verständigen Patrioten nur auf dem. oben angedeuteten Wege erwirkt werden. Freilich wird, dabei von den E l c m en t ar uu f äl l eu abgesehen, allein die Ziffer der wcgcn solcher Unfälle in Abfchrei-bung kommenden Steucrcmotc ist doch zn unbedeutend, um hier in Anschlag gebracht werden zn können. 9. Sitzung des krainischcn Landtages am 10. December. Beginn um halb 11 Uhr. Dem Hause präsidirt dcr Herr Landeshauptmann Karl v. Würz bach. Seitens der Regierung anwesend: Se. Excellenz der Herr Statthalter Ednard Freiherr o. Bach und der Herr LandeSralh Ioscf Noth. Dcr ncugcwähltc LandtagSabgeordnctc Albin Gra Margheri legt das Gclöbniß ab. Der Hcrr Präfidcnt theilt mit eine an daS LandtagSpräsioium gerichtete Zuschrift Sr. Ezccllenz dcS Herrn SlatthalterS, worin das Anfnchcu gestellt wird, ciucn Gesetzentwurf, die Wascmneistcrögcliührcu in Krain betreffend, als Regierungsvorlage dem Landtage zu übergeben. Dem Abg, Otto Frciherrn u. Apfaltrcrn wird ein weiterer Urlaub von 14 Tagen bewilliget. Der Hcrr Präsident verliest nachstehende Petitionen : 1. Die Gemeinde Dolle im Bezirke Idria wegen Erwirkung eines Landcsgcsctzcs znr Abgabe der Gebühr uon 5 kr. ö. W. in die Gemcindccassc für jedes Schaf, welches auö den Karslcr und Poiler Gegenden in den Rayon dcr Gemeinde Dole zur Weide getrieben wird. — Wird dem PctitiousauSschussc zugewiesen. 2. Die Stadtgemcindcvorstchnng Rudolföwcrth nm Durchführung dcr Straßci'ucrbindung von RndolfSwcrth über Mcrtf^ctschcndorf ilach Gurtfcld. — Wild dcm Finanzausschüsse zugewiesen. 3. Gemcindevorstände dcS Bezirkes Itcifniz um Wiedereinführung der Taglia für erlegte Raubihicrc. — Wird dcm PclitionSauSschussc zugewiesen. Der Herr Präsident verliest die ihm überreichte Interpellation mehrerer Abgeordneten an die k. k. Laudcs-bchörde, betreffend die Regelung des slovenischen Sprach» Unterrichtes. ES wird darin die Frage gestellt, ob die Landes-behördc gewillt sei, mit aller Energie dahin zu wirken: 1. Daß der slovcnischcu Sprache als Lehrgegenstand die ihr nach dcm OrgauisalionScntwnrfc als Mutlersprache zustchcudcn Rechte vollständig eingeräumt werden; 2. daß die Erlässe des Unterrichtsministeriums vom 11. Jänner und 22. Juli 1.860 hinsichtlich dcr Vercini» guug deö Sprachcnnntcrrichtcö uamcnllich am Untcrgym-nasinm iu einer Hand, sowie die Anwendung dcr slovc-nischeu Sprache zur Nachhilfe beim Unterrichte dcr deut« schcn Sprache znm Vollzüge gebracht und dic zn die» scm Zwecke allenfalls nothwendigen Pcrsoualündcrungcn vorgenommen werden; 3. daß dcr slovcnische Unterricht überall durch gc^ prüfte Lehrer ertheilt und siir die hierzu uölhigcn Lchr> lräfte Sorge getragen werde; 4. daß in Betreff dcö auf Grnnd des Ministerial' Erlasses vom 9. Juni l. I. zn errichtenden besonderen LchrcnrscS für Nichlflovencn u) die Nationalität dcr Schüler nach objectiven Merk» malen durch den Lehrkörper, nicht abcr dnrch die Eltern und noch weniger dnrch die Schüler selbst bestimmt wcrdc; Ii) daß dcr Unterricht dcr slovcuischcn Sprache in Ge-mäscheit dcS Erlasses dcS Unterrichtsministeriums vom 3. August 1800, Z 10319, auch für die Nicht-flovcucu obligat sei, und daß die dieSfäliigc Prü» fungSclassc ihre volle Wirksamkeit fowohl nach dcr günstigen als nugünstigcn Seite anSübe, und e) daß jene Schüler, wclchc anf Grnnd ciucr unrichtigen Angabc ihrer Nationalität in den »eu errichteten Lehrcurs eingetreten oder allenfalls von dcm flovcnifcheu Unterrichte ganz weggeblieben sind, zu ihrer Pflicht zurückgeführt werden. Sc. Excellenz dcr Herr Statthalter fagt die Erwiderung auf riefe Interpellation in einer der nächsten Sitzungen zn. Hierauf ergreift dcr Abg, Dcschmann daö Wort und stellt als Referent dcö Landeöauöschusscs in dessen Namcn zwei Dringlichkeit-Anträge. 1. Uüteliu 6. d. M., Z. 10212, Übermächte die k. k- LandcSbchördc daö Bau-Elaborat dcr nmzulegen« den Bcznksstraße zwischen Katzendorf und Nördl wc« gcn Znwcndnng einer Subvention ans dcm LandcSfonde. Da dic angcsnchtc Subvcutiou ciuc Strecke dcr Rudolfswcrth-Mcllschetschcudorf-Gnrkfcldcr Straße bildet, bezüglich welcher Straße in dcr Strecke dcS Kra» kau^r Walddurchbl'nchcS dem Finanzausschüsse dic uähcrc Prüfung und Antragstcllnng wegen dcr Höhe dcr zu bewilligenden Snbvention obliegt, so wird beantragt: Der Landtag wolle anch diesen Gegenstand dcm Finanzausschusse zur Vorbcrathung und Antragstcl« lung znweiscn. 2. Das k. k. LcmdcSprüsidium Übermächte unterm 6. v. M., Z. 3705, das technische Project dcr k. l. Van« expositnr in Gnrkfcld in Betreff dcr Vcrbcsfcrnngsarbcitcn an dcr Ncuriugstrußc behufs Erwirkuug einer Bau-subvcutiou beim Landtage. Der LaudeSauöschuß hat schou bei Gelegenheit des von ihm in der lctztcu Session eingebrachten Gesetz. cntwurfcS über die Kalegorisirnng der Straßen die Bedeutung dcr Neuring. Großlack-Savensteiner Straße für die Industrie und den Handel cincS großen Theiles von Untcrkrain hervorgehoben. Die von der l. l. LandcS-rcgicrung hervorgehobenen Mängel deS jetzigen Straßen» zuges längs dcr Ncuring erheischen eine driugcnde Abhilfe und könncu durch die Concnrrcnz des Bezirkes Ralschach nnmöglich behoben werden, daher nach dcm Straßcuconcurrcnzgesctzc vum 14, April 1864 cin Beitrag ans dem LandcSfoudc im Sinne des § 10 gerecht» fertiget erscheint. Da jedoch die Bcstimmuug dcr Höhe desselben nur mit gleichzeitiger Berücksichtigung der im Jahre 1807 znr VeranSgabimg gelangenden Straßen, snbventionen geschehen taun, uud da bereits zwei derartige Ansuchen dem Finanzausschüsse znr näheren Prü< fung zugcwicsc» worden sind, so stcllt der LandcSanSschuß unter Befürwortung dcr für die Ncuringstraßc angc-fnchten Subvention dcn Antrag: Es wcrdc dieser Gegenstand dem FinauzanSschussc zur weiteren Berathung und Antragstclluog zugewiesen. — Wird angenommen. Sohin tritt daS Haus in die Tagesordnung, an wclchcr folgeude GcschäftSstücke stehen: l. Bericht des PclitionSauSschusses übcr die ihm zugewiesenen Petitionen. Der PctitiouSauöschuß beautragt über die Eingabe der Insassen vou Koritllica, Knezat und Bcc: 1. Der Landtag wolle beschließen: !>)Die k. k. Landesregierung werde ersucht, auf möglichste Bcschlcuniguug dcr Durchführung dcr Grnndlaslcn« Ablösung uud Rcguliruug bezüglich dcr Ortschaften Koritnic^, Knczak und B:c einerseits uud der Herrschaft Schncebcig aildcrcrscitS hiuzuwirlcn: l») daö Bezirt^nnl Laa? beauftragen zu wollcu, daß es die mit Vcscheid vom 17. November l. I,, Z. 880, aiMorduele Tagfatznug nicht weiter erstrecke nud die Sache, wo immer möglich, zur cud-giltigcn AnStragnng bringe. 2. Dcr LaudcöauSschuß werde beauftragt, diefen Beschluß dcr t. k. Landesregierung unter Auschlnß dcr belegten Petition zur Weilern Verfügung mitznthcilcn. An dcr darüber cröffuctcn Dcbatlc bcthciligcn sich die Ab.i. Kromcr, Dr. Eosta, Brolich, Dr. Vlciwcis, Dr. Snftan uud Dr. Toman. Sc. Excellenz dcr Herr Statthalter bedauert, daß ihm dcr Inhalt dcr Petiliou nicht früher bekannt geworden fei, wcil er soust hierüber sachgemäße Aufklärungen hätte geben können, doch löunc er dcn Landtag durch die Versicherung beruhigen, daß dic Localcommission in Adclöbcrg, in dcrcn Ressort die Angelegenheit gehört, die gemessene Weisung habe, dic Grundlastcuablösnng nud Rcgulirnnq im Gcbictc dcr ehemaligen Herrschaft Schnccbcrg schlcnnigst zu Ende zu bringen. Im Laufc des Sommers sei daselbst eine VcrgleichSvcrhandluna gepflogen worden, in wclchc wahrscheinlich anch die An-gclcgciihcit der pctitiouircudcn Gemciudcu cinbczogcu werden sollte, worin mit dcr Grund dcr obbcrührtcn durch daS Bezirksamt LaaS gcschchcucu Tagsatzuugöcrstrcckuug gclcgcn sein mochte. Bei der daranf folgenden Abstimmung wird dcr Antrag ml l, und Antrag 2 angenommen, Antrag » wird vom Ansschussc zurückgezogen, ES beautragt der PctiticmSansschus; übcr die Eiu< gabc dcr Gemeinde Grafcubrnnn, dcr Laudcsausschuß soll daS Gesuch dcr Gemeinde Grafenbrnnn bezüglich dcr Exccuti on öfäh igkeit freiwilliger Vergleiche, wie solche im §. 28 ^)lr. 12 des GcmeindcgcsetzcS angeführt siud, mit dcr Erledigung zurücksenden, daß nach § 37 desselben GesctzcS diese Angelegenheit cin beson-dercs ReichSgcsetz näher zu bestimmen habe. — Wird angenommen. Ueber dic Petition dcr Gcmciudeuorstchnng Neinitz zur Verhaltnug des gcwcscncu Gemeindcuorslandcö iilinz znr Rcchnnngblcgnng, wird die Ucberwcisung dieser Pe-litiou an dcu LaudcSauöschuß zur Amtshandlung im Sinne dcr §F 60 und 92 der Gemcinde-Ordnuug beantragt nnd angenommen. Der PctilionSanSschuß stcllt den Antrag, dic Pe« lilion dcs GcmcindcvorstaudcS in Wciuitz nul Vcrau-lassuug dcr Vcrlhcilnng oder Ucbcrwachuug ciucr dicser Gemeinde gehörigen Hulhwcide dem LandeSanSschusse znzuwciscn nud dicscu zu beauftragen, dem Gemeinde» Vorstände die augcmcsscnc Belehrung ilbcr sein Ausuchcn zn ertheilen. — Wird angenommen. Der Autrag dcS PctilionSanSschusseS, die Petition dcr Gcmcindc Grafcnbruiui wcgcu Befreiung dcr gemeiubc» ämllicheu E^rrcspoudcuz vom Postporto werde dem LandeSauöschussc mit den« Auftrage zugewicseu, dcr genannten Gemciudc dic angcmcsscue Belehrung zu geben, mird übcr Autrag dcS Dr. Eosta an den Pclilions-auSschuß zur näheren Erwägung zurückgewiesen. Die Petition des UnterstütznugSvcrcincS für Studi» rende der philosophifchcn Facnltät an der Wiener Hoch» schnlc wird über Antrag dcS PetitionSanSfchusfcs dcm Fiuanzauöschnsse zur Berichterstattung zugewiesen. II. Antrag dcS Landcöcmsschnsscs auf Bewilligung ciucr jährlichen Pcrsonalzul^gc von 100 fl. ö. W. sür dcu SpitalSkauzlistcn Johann Smutavcc bis zur Nc-gulirnug der Gehalte bci dcn LaudcswohlthätigkeitSau-slaltcn wird bewilliget. III. Dcr Antrag dcs LandeSauSschusscs anf definitive Anstellung dcS proviforifchcu Kanzlcidicncrs in der Amts-tanzlci der LandeSwohlthätigkeitSanstaltcn mit einer jährlichen Löhnuug voll 172 fl. ö. W. wird angenommen. (Schluß folgt.) Oesterreich. Wien, 9. December. I^I Die politische Windstille der letzten Tage ward durch keine Nachricht von hervorragender Bcdeutnng gc-stört. WcuigstenS gilt dies vou dcn äußeren Angelegenheiten, so weit uns dieselben dnrch den Telegraphen vermittelt wurden. Mit Bezug auf die iunereu Auge- 1881 legcuhcitcn wird der Empfang der Adrcßdcpntation deS n. ö. Landtags dnrch Sc. Majestät den Kaiser in jenen kreisen, in dcncn man bczwcifcltc, daß Se. Majestät diese Adresse überhaupt cntgcgcnnchmcn werden, nicht verfehlen, cine gewisse Sensation hcruorznrnfcn. Jedenfalls wird dicse Sensation cinc sehr srcndigc sein und das Vcrtiaucu dcr Acvölkcruug in glücklichster Weise heben. In diesen Tacten wurde von der kaiserlichen Staats-drucke«ei der jünfzchulc Vand dcö „Viographischcn ^exi-lon des Kuiscrlhnmb Ocstcrrcich, von Dr. Coustanlin von Wurzdach" auc«gcgcbcu. Dcr vorliegende Band dic-scs wahil,aft nationalen, von dcr Nation selbst aber noch nicht ganz gewürdigten Wertes enthalt abermals mehr al5 einen Artikel, wclchcr für die Leser dcr ,,^ai> dacher Zcitnng" von besonderem Interesse sein dürfte. So den biographischen Abriß von Anton Vcßar, gclwrm 1824 zn Suscha, cinem Dorfe im Nibnitcr Thale, der als Schulmann so wie als Förderer dcr sloucnischcn Sprache sich cincn gleich chrcnhllftcn Namen machte; ferner den des Franz Lcuslik, geboren 1833 zu i'aaö, dcr nach einen« uiclbcwcgtcn ^cbcn im Angcnblicke zn den bedeutendsten Linguisten dcr Slaven zählt, ferner den des Josef Calasantz Lilawch, dcr zwar 1773 zn Schinkan in Vöhmcn geboren, doch als vollkommen nalnralisirtcr Kraincr nnd mich einem reichen Nirtcu nls ^iaibachcr Bibliolhctar uud Gymnasial-Dircctor dic^ scr Stadt 185>0 daselbst sein Leben beschloß, endlich — anS den litcrarischcn Kreisen — noch den des Anton Linharl, geboren 1750 zu Nadmannsdolf, gcstorbcu zn Laibach 1795, dcsfcn Hanfttwcrk: „Versuch einer Geschichte von Krain und dcr südlichen Slaven Ocstcr» rcichs" bisher leider nnvollcudct blieb. Ans dcr Mlnstlcrwclt finden wir ncncrdings sicher gcstclltc Notizen über die bcidcn zu Krainbnrg geborenen Maler Leopold nnd Valentin Lcycr, welche bcidc in dcr zweiten Hälfte des vergaugcnen Iahrhnnderlcö geboren, znm Theile in dic Schnle dcr Nazarcncr gchörtsn. Diesen schließt sich die Skizze der Malerin Th.rcse Lippich an, cincr gcborncn Ungarin, deren Talent für Ocl- und Miniatnrmalcrci, dnrch dcn tüchtigcu Maler Laugnv geweckt, z>l Laibach in zahlreichen Portraits nnd vier großen h i st o r i s ch c n Bilde r n mit seinc schönsten Blüthen trieb. Ihr zur Scitc stand damals Franz Wilhelm Lip pich, ihr Binder, dcr, ebenfalls zn Igl<> gcborcn, als Stadtarzt zu Laibach durch die wahrhaft gcniale Weise, in der er seinem Acrnfc oblag und scine Wissenschaft durch seine psychiatrischen Forschungen nnd seine Experimente mit dem «Vthelhoslup erweiterte, cincn sehr ehrenvollen Platz in dcr Geschichte dcr Medicin im allgemeinen nnd dcr Oesterreichs im bcsondcrcn einnimmt, übrigens auch rinc Topogra» phic Laibachs schrieb. Noch sei hier dcr biographi» scheu Andculungcu über dcn Humanisten Nicolauö Ignaz Lippilsch, geboren 1746 zu Laibach, erwähnt, dcn cncv-gischcn Gründer des Cillicr Gymnasiums. Dcr Genealogie dcr Grafen Lichlenbcrgc ist ciu auöführlichtr Artikel gewidmet. Wien, 7. December. Die „Wr. Alidpst." schreibt: Im „Pester Lloyd" begegnen wir seit einigen Tagen dcn Nachrichten cincs Wicncr Corrcspondcnlcn, welche als dic angeblich in Ncgicruugötrciseu herrschenden An-sichten über den zn gcwältigendcn Vcilanf dcr unga. lischcn Angelegenheiten hingestellt werden. Indem dicsc Nachrichten nnn auch in andern Blättcrn ucrbrcilct nnd commcnlnt wcrdcn, schcn wir uns, um Bcirrungcn vurznbcugen, zu der B.mcrluug vrraulaßt, daß dcr gc. dachle Korrespondent wohl überhaupt nicht berufen und in dcr Lage gcwcscn sein dnrftc, die Ansichten dcr Ne< üicrniigülrcisc mitznthcilcn, insbesondere aber die aus seinen Nachrichten fließende Vermuthung, nls wenn dic Regierung dcn Äodcu des letzten k. Ncscriptcs, wclchcs wir für das Ergebniß eincs reiflich crwogcncn uud fcst° stcheudcn Entschlusses halten, zu ucrlasscu gesonnen wäre, -"kanm cincr „bcstunterrichtcten Qnclle" ihren Urspnng zn verdanken habe. — 7. Dtc^mber. Das heutige „Frcmdcnbwtl" antwortet anf unsere Darlegnng in Äelreff dcr Allarm» gcrnchtc dcr letzten Tage in cincr Wcise, die nns die Pflicht auferlegt, noch ciumol auf dic unerquickliche ^uchc zulückzniommcu. Die Genesis unseres ^trcitts mit dem „Frcmdcnblatt" ist bekannt. Wir hatten wiederholt nnd anf das unzweideutigste die Nichtigkeit aller Angaben über Vcdrohnugcu von Scitc Rußlands, über österreichische Tiuppenscuduugcn uach Galizicn u. s. f. m Abrede gcstcllt, cbcn so oft und eben so unzwcidcu« l'g hatte das „Fmndcublalt" die Nichtiglcit unserer Dc-Mentis bcstri,ten. Es hatte für die Stichhaltigkeit sei-»er Bchauplung nicht cine einzige Thatsache angeführt, dagegen stand ihm die Thatsache mehrerer Erlläruugcn dcr „Wiener Abcndpost", die sich anch äußerlich als Manifestationen dcr östcrrcichischln Ncgiernng anlündig. te», gcgcnübcr. Die Fortführung dieses pnblicistischcn Streites lcnktc die Erörterung zn nnsercm Bedauern auf ciu Gebiet, das wir in dcr Discussion übcrh.nipl vcrmicdeu schcu möchten. Wir sind nns nicht bewußt, daß wir der Ehrc dcö „Frcmdcnblaltcs" und sc,ncr Nc-d"ctiou zn nahe gctretcn, nirgends haben wir nns übcr die Ehrenhaftigkeit oder Nichtchrcnhaftigkcit dcr Moliuc, d>e sciucr Haltung zu Grunde liegen, anch nnr mit cmcin Worte ausgesprochen. Aus dcr Aeußerung: daS „Frcmdenblatt" scheine sich cincr außerösterrcichischen Polilit hinzuneigen, tonnte — so glauben wir gerade von nnscrcm Standtpnntt — das genannte Blatt nm so weniger auf die Alisichl schließen, daß wir sciuc Ehrenhaftigkeit anzweifeln wollten, als cbcn derselbe Borwnrf zn wiederholten malcn nnd bei vcrschicocncn Gclegen-heilen von oppositioneller Seite gegen Mitglieder der österreichischen Regierung erhoben wnrdc. Es hieße die Redefreiheit, die man selbst in so ausgedehntem Maße in Anspruch nimmt, gerade für ein Rcgicruugsjournal in hohem Grcuc beschränken, wollte man ihm wchrcn das znsagen, was wir in dcn beiden lctzcu Tagen gcsagt. Wir nnsercrscits siiid nicht gcsonncn, uns o.ls, w^s wir ale Uiiscr publlcistischcc ^tccht crtcnuen, bcslrcitcn zn lassen, nnd wünschen aufrichtig, daß das „Frcmdcnblall" sich mit der hcnligcn offencn nnd loyalen Erklärung zufriedengeben wolle. Ans Parenzo, wird dem „Offert), tr." geschric-bcn, daß Mons. Dr. Dodrila, Bischof von Parcnzo uud Pola, dcu Landtagsmitglicocrn und anderen ^iola« bllitätcn zu Ehren am 2. d. M. ei» glänzendes Festmahl veranstaltete. Dcu erstcu Trintsprnch brachte der Hr. Bischof auf Se. Maj. deu Kaiser und dic gcsammte Familie anö, den zwcitcu dcr kais. Commissär Statt« hallcrcirath v. Klinlowström anf Istricn uud dessen gc> sctzlichc Vcrtretcr, dcu dritten dcr Podcstü uon Parcnzo, Marchcsc Polcsini, anf Se. Erc. dcn SlattHalter Baron Kellcrspcrg, dcn vierten Dr. Lion, Mitglied dcö Lan-desauöschusses, auf Biceadmiral Tcgctlhofs, dcn fünften dcr Landeshauptmanu auf die drci Herren Bischöfe von Istricu^______________ Locales. — In dcrGrazer K un st aus ste llu n g sind An« jichten aus Kram: Vurg Luegg (dci Adclsberg) und „See Vcldes" von dem vurch sl'ine Lithographic,l steierischer Lanoschastcn bekannten Grazcr Ftüusllcr Carl Reichert ans. gestellt. — (Theater.) Laubes „Graf (5ssex" wurde g^tclll bei lcercm Hause gegeben. Und doch ist dies» Tragödie mit all dcr Faibellfrische und feinen Detailzcichmmg, mit dem dcrbcn Nealisr.mZ lliid der Vühiieutschnik ausgc-slcNtct, welche Laube'» geichichtlichei, Nramcn cinen so wohlucr« dicnlcn Ruf verschafft habcu. Und die Darslelliuig wurde dem Dichter gerecht. Herr Burggraf a!5 Essex brachte die glänzende ritterliche Erscheinung, den leichtlebigen und doch festen Sinn dcs Günstlings, die Nrdergüngc uon der Sprache deö Höflings zu der des gereizten Ehrgeizes in der wirlsmuslcn Wcise zur Anschaining. Vortrejslich war das Epiel dcr Frau Leo, als Elisabeth, nur sckicn sie uns das schlösse, abstoßende Wcsen dcr jungfräulichen Königin etwas zu sentimental zn färben. Frl. Schaffer als Gräfin Nnlland wnfite diese poelisch duftige Gestalt mit allem Äeiz ihres feinen und stets wirksamen Spiele auszustatten u„d erhub sich in der Kcrkerscene zu tragischer Höhe. Herr 5t ruse gab ben Sir Äurleigh mit richtigem Verständnisse. Auch Frl. Eichen see als Lady Nottingham gefiel. Die Nebenrollen genügten. — Nndolfswertl), ü. Deccmbcr. Hcnte Nachts brach in dcr cinc halbe Stunde von hier an dcr Laibacher Neichs« slrahe gelegenen Ortschaft Werschliu Feuer auS, welches, von einem heftigen Winre begünstigt, su schnell um sich griff, das; trotz aller angewendeten schleunigen Hilfe in Einer Stunde 4 Wohnhäuser sammt dcn dazu gehörigen Wirth-schaflSgcbäuden, Einrichtung, Kleidung, sHmmlliche Futter« uorräthe, dann 3 Stück »iind> und 1 Slüct Borstenvieh ein !)laul) der Flammen wniden. Dcr dcn Vespern daduich verursachte Schade wird auf 6800 fl. geschäht. Die Ge> bäude waren nicht versichert. Die Enlstehungsuisache ist undekannt. Vei den ohnehin so bedrängten Verhältnissen des Grundbesitzes, bei der Armuth Unterlrains überhaupt, welcheä seiinn leidenden Nachbarn daher taum erheblichen Beistand wird leisten tonnen, wenden sich die Blicke der Verunglückten vertrauensvoll auf die Hauptstadt deren Mildthätigkeit schon so manche Thräne getrvclnet. (D>e Redaction ist eidötig, milde Gaben sür die verunglückten Wersch liner zu übernehmen, zu veröffentlichen und ihrer Bestimmung znzuführeii.) Neueste Nachrichten M Telegramme. Berlin, 8. December. Die „Nordd. Allg. Ztg." schrcibi: Dic Zeitungsnachricht von dcr üideöculbilldnua dcr hannovcr'schcn Officicre über Vermittlnug Englands bestätigt sich nicht. Madrid, '.). December. (Wr. Ztg.) Die Königin ist in Bcgleitnng deö ssönias uud ihrer Kiudcr, dcö Priuzcn von Asturicu uud dcr Infautin Isabella, hcutc Morgcnö um halb i) Uhr uach Portugal abgcrciöt. Der- Ministerpräsident uud die Minister des Auswärtigen uud deS Handcls befinden sich cbcn« falls in Beglcuung Ihrer Majestät. London, 8. December. „Daily Ncwö" schreibt: Die französischen Truppen iu M^ico werden wahr» schciulich unverzüglich heimkehren, worauf Sherman und Campbcll dic mcxicauischc Grcnze übcrschrcitcn wcrdcn. Petersburg, l). Dcccmbcr. Daö „Journal de St. Pctcröbonra" sch'cibt: Dcr Kaiser besuchte vor» gestern dcn Ball bei dem franMschcn Botschafter nnd crhiclt dcn telegraphischen Dank dco Kaiscrö Napolcon fnr dicscn Besnch mit dem Aufdrucke cincö frcuudschast» l'chcn Glückwunsches. — Die Hoffnung anf Wieder-Herstellung des StaatssecretürS Millntin befestigt sich.! Telegraphische Wechselcoursc ! vom 10. Dcccmdcr. ^ 5pcrc. Mctalliqucs 5ii>. — 5pnc. NationalAlilehen <:6.55. -> Vaukacticn 708. — Ereditactien 105.90. — l 860er StalUSanIeljel, ^0,70. — Silber 128.50. — London 12!>,W, — K. l.Dueumi «.Kl, Oeffentlicher Dank! Herr Josef Lausch hat mir den von ihm dem Elisabeth.Kindersftitalc und dcr Klcinrindcrbcwahranstalt z gewidmeten ^Itcincrtrag dcr in „Hotcl (5'lcfant" Sonntag ! am 9, Dcccmbcr arrangirtcn Soircc mit 42 fl. 5)0 kr. ö. W, übcrgcdcn. Indcm ich dicsc» Betrag scincr Be» stinlmnng zuführe, halte ich mich für verpflichtet, dem Hcrru Josef Mansch dcu gcbührcndcn Dank öffentlich auözusprccheu. Laibach am 10. December 18(>li Dr. O. .H. (3osta, Vüraermcister. Mildo Gaben für die Abbrändler in Slrasisch nächst Krainbura. sind im Comptoir dcr „Laib. Ztg." eingegangen: Laut letztem Verzeichnis...... fi. 364,40 Von Herrn Ioscf Kordin ..... „ 6.— „ Cder........ „ 1.— „ Fran Maria KoSlcr Witwc . . . „ 0.— „ „ Magdalcna Giinzlcr . . . „ 1.20 „ Hcrrn Ioscf Klcmencic in Oberlaibach „ 10.— „ cincr Ungenauulcn scchS neuc Hcindcn zusammen . . fi, 338.60 Keschäfts-Zeitung. Fiuall^ninisterial-Grlas; wegen Vollziehung des H>l!nclV»lNttvgesetzcs.l Im Rcich^gefttzblatte wurden liereüö in Au^sliyrung des am 1. Jänner 186? in Wirlsmnleit tretenden Pun e irn n q S ^ e s e, tz c ö mehrere Verfiigniuim tnnd gemacht, welche gleichzeitig mit jenem Gesetze in Wirtsainleit zn treten haben. Wir lassen nachstehend die wesentlichsten Bestimmungen dirler neuen Verordnung folgen. Zur Prilfnug und Uederwachnng dei< Feingehaltes d^'r Gold- und Hilberwaareu sind folgende Control'-äniler, berufen: Da^ Hauptpuiieirnngscunt in Wim; Pnnelrnngt«-ämtcr in den einzelnen Ländern, welche in Anonl'nng jener Üon-lvole dem Hanptpnneinuigöamte untergeordnet sind; ^linen'mia.^ ställl'u, welche bei anderen laudeöfin'sllichen Acnuern anfgest'elli sind nnd dein Pnncnnnn,?amte unterstehen, in dessen Bezirle sie sich befinden. Hem Hanptpuneirungöcmile wird der bl^her dem HanpUniinMnte untergeurduele Aerarinl.-Drahlzug in Wieii einverleibt. Die übrigen Puucirnugöämter haben nebst den oben erwähnten Obliegenheiten anch die Einlösung deö Goldes und Silbers uach deu hierüber bestehenden Bestimmungen zu besorgen. Den Pnneirnilgöstätten ist die ^'oiitrole der Gold- nnd Silberge-rälhe, sowie der Gold- und Silbrrdrahtwaenen überwiesen. Die Fem-gchaltöpnilcen silr größere inländische Geräthe enthalten mytolo-gische Figuren, und zwar jene für Goldgerälhe deu Kopf des Phöbn^Apollo mit deu Sonnenstrahlen, und jene für Silberge-rälhe den Kopf der Diana mit der Monoeösichel, nebst der ^l'nm-nier des Feingehaltes der Waare Die Pnneen dcr vsrschirdeiien Feiügehallclgrade unterscheiden sich dnvch die ^eingehalönnmiuer und deren Stellung, soune dnvch die Form der mchern Einfassung. ,.^nr Bezeichnung llriuelee inländischer Gerächt dcr hänfiger uor-lommeiideu niedrigen Feiugehallsgrade dienen Ileinere Pnncen. Dieselben enthalten: süv Gold Nr. 3 deu Kopf einer Gemse, sür >Äold Nr 4 den itopf eines Fuchses, für Silber Nr. 3 den Kopf emee Windspiels, für Silber Nr. 4 deu Kopf eines 5.'öwen, mit der betreffenden Feingehalli