nrfzeLPRe»t wmiwiiiHP w y Saeietsg-Sooatag ff HM latbtttgtr 3tttuna Amtliches Organ d • s Verlag und Schriffleltuns; Mifburg «. d, Dnu, Badgaitc Nr. 6, Femrut: 25-fi7, 3S-68, 35-00. — Ab It Uhr (0 Uhr abendi) Ist die Scbriftleitung nur auf Femrut Nr. 38-67 erreichbar. » Unverlangte Zuschriften werden nicht rflckgeeandi — Bei Aafragea Rflckporto beilegen. — Poeticheckiconto Wien Nr. 54.008. St«irisch«n Heimatbundat Ervcheint wOchentücb techamtl als Morgenieitung (mit Auanahm« der ümßr «. Feiertage). Bezugspreit (im voraus zahlbar) monatlich RM 3.10 daschL ZaiMtt* gebühr; bei Ünerung im Streifband zuzfigUch Porto; bei Abholen in der Q*-schlftaetelle RM 2.—s — Ajneigea- und Bezugsbestellungen fai der Verwaltung. 300 TRarburg a. Drau, 2>onntr«tao^4.2>esMn6«r I94i Si. 3dl>roono Australischer Kreuzer versenkt An dar Front von Moskau nouor Bodongewinn trotz zShen folndiichon Widerstandos Nenseelliiillsclie Divistoi Mdgerieben GrQts«r sowl^tischsr Transpoit^r im Finnltchan M#«rbuim gMunkm Aus dem fUhrerhauptquartier, 3. Dc;:embcr. üis ObcrkoouMiido der Wehrmacht gibt bekannt: A« der Fronl vor Moskau gewannen die von etarken Kampf- und Stiirzkampf- ^ fUegermblnden imterattititen Angriffe unaerer Infanterie- und Panzerverbände : ten Schlacht im Atlantik, gemacht, tlr be-iroii sähen Widerstände« und örtlicher Gegenstöße des Feindes weiter an Boden. Bei diesen Kämpfen wurden gestern Inegesamt 20 feindliche Panzer vernichtet 2)er ^ampf unterer il-Soote Esflands Tonnageverlnste bereits s^röfier als im Weltkriesr Von Konteradmiral Tägert Ciiurchill hat vor Icurzcm im Unterhaus die lange erwarteten Angaben über den Stand des Handelslcrieges, der sogenann- !m Finnischen MeertMieen ist ein gro-Qer fiowfetlsolier Transporter auf eine deutsch-finnische Mfaiensperro gelaufen und gesunken. Im Seegebiet um Enghind wurde ein größeres Handelsschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt In der ^cht zum 3. Dezember boml>ardierte die Luftwaffe eine llafenaniaie an der engilsctien Südwestküsie. In einem Geleckt mit britischen Schnellbooten im Kanal erzielten Minenräumboote melirere ArtMerletref-ler aul feindlichen Elnlielten. Dor Qei^ brach darauf das Gefecht ab. Vor der austraHscken Küste kam es zu ehiem Seegefecht zwlsclien dem deutschen HlHskreuzea »Cormoran« und dem australsclien Kreuaer »Sydney«. Unter dem Kommando des Fregattenkapitäns Detmers hat der deutsche Itllfskreiizer den an Bewaffnung und Geschwindigkeit weit Überlegenen Gegner niedergekämpft und versenict. Der 6830 Tonnen groBe Kreuzer »Sydney« Ist mit der gesamten Besatzung von 42 Offizieren und 603 Mann untorgegangen. Infoige der Beschädigungen, die das deutsche Schiff in dem schweren Kampf orUtten hatte, muBte es nach siexreichem Kampf auf-xcgebcn werden. Fin Krofier ToM d^ Besatzung wurde gerottet und erreichte die australische Küste. Der Hilfskreuzer »Cormoran« hat im KreuzerkHeg in ülicr$eeit»chen Gewässern unter seinem tapferen Kommandanten eine große Anzahl feindlicher Handelsschiffe versenict In Nordafrfka wurden die sUdostwärts von Tobruk elngeschloSBenen britischen Kräfte — die Masse einer neuseeländischen Division — teils vernichtet, teils gefangengenommen. Der Ring um Un-igiad Schiffahl tsweg nach Kronstadt unter ständiger Kontrolle deutscher Artihcnc Berlin, 3. l>ezember. Der SchiffahrisweK zwischen Len.n->;rad und Kronstadt, der nur noch uurch liinsalz von liisbrechern aulrechicrhaiten werden kann, ist für die üolschewisten nur noch unter uroßen Verlusten betalir-bar. Schwere ArtiKerie der deutschen Heeres kontrolliert standi« die bolsche-wistit^chen Versuch^, diese Strecke zu befahren und Kriejismaierial oder Soldaten von Leningrad nach Kronstadt zu befördern. Auch am 2. Dezember wurde ein bolschewistischer Frachtclumpfer. der sich trot4 der zunehnienden Vcreisun« erei-tung an. Trotz der großen Kälte, des Schnees und des Glatteises arbeiteten sich dl« deutschen Soldaten an die bolsche-wiitischen Stellungen heran. Um die zahlreichen Widerstandsnester und vor allem um den flesitz der von den Bolschewisten befestigten Dörfer entwickelten sich zähe und hartnäckige Einzelkämpfe, in denen sich die deutschen Infanteristen und Pioniere wiederum den Bolschewisten kämpferisch weit ül^rlegen zeigten. anderen ausgeräuchert. Bereits in den Mittagsstunden war klar erkennbar, daß der deutsche Einbruch in die bolschewistischen Stellungen auf breiter Front gelungen war. An einzelnen Stellen des Kampfgebietes waren von den deutschen Soldaten Minenfelder zu überwinden, die von den Bolschewisten mit allen Mitteln der Sprngtcchnik angelegt worden waren. Die Truppen eines deutschen Armeekorps drangen gegen heftigen bolschewistischen Widerstand und unter Abwehr mehrerer wirkungsloser Gegenangriffe In kühnen Vorstößen tief In die bolschewistischen Stellungen ein. Im Rücken der Bolschewisten nahmen sie mehrere kleinere Ortschaften. Der kühne Vorstoß dieses Armeekorps bedeutete für die frontal an- greifenden deutschen Truppen eine spür-are Entlastung. Die blutigen Verluste der Bolschewisten waren außerordentlich hoch. Ein Maßstab für die Schwere der bolschewistischen Verluste In diesem Kampfabschnitt gibt die Tatsache, daß ein einziges deutsches Armeekorps in der Zeit zwischen dem 27. und 29. November nach erfolgreichem Angriff außer zahlreichen Gefangenen tiber 3000 gefallene Unter schweren bolschewistischen Ver-1 Bolschewisten auf dem Kampffeld fest-lusten wurde ein Stützpunkt nach dem'stellte. Kriegsflotte der deutschen, wie auch feindliche Kritiker oft resigniert hervorheben, zahlenmäßig weit mehr überlegen als damals. Der Führung unseres Jetzigen Handelskrieges kommen besonders die hohe Beteiligung der Luftwaffe und die strategisch so günstigen Ausgangsstellen der Lmterseeboote in Norwegen und besonders in Frankreich zu statten. Die Hoffnung unserer Feinde, durch starke Flugzeugangriffe die Tätigkeit unserer Unterseeboote zu lähmen, hat sich nicht erfüllt. Die neuen Stützpunkte sind durch vorzügliche Luftschutzmaßnahmen, starke Befestigungen und gute Überwachung der Einfahrten gegen Angriffe aller Art gedeckt. Die Luftwaffe ergänzt die Tätigkeit der Unterseeboote auf das vorteilhafteste durch Angriffe bis in den weiten Ozean hinaus. Ihre Meldungen über das Sichten von Feinden auf große Entfernungen erleichtern den Booten das Auffinden der Beute. Die stets wachsende Anzahl der Unterseeboote macht ihre Verwendung in größeren Gruppen möglich. Und hat eine solche Gruppe erst Fühlung mit einem Geleitzug genommen, dann Kommt es zu tagelangen Verfolgungen, zu unausge-seFzten Angriffen, die gelegentlich zur vollständigen Vernichtung des ganzen Konvois führen. Churchill wies freudig darauf hin, daß die Versenkungen in den Sommermonaten abgenommen haben. Kenner der Verhältnisse wissen, daß die kurzen Sommernächte die Tätigkeit der Boote erschweren müssen. Sobald diesen die längeren Nächte bessere Möglichkeit gaben zum Aufladen ihrer Batterien, zum Einnehmen günstigerer Angriffspositionen über Wasser, sind auch die Versenkungen prompt angestiegen. Die Aussichten sind noch besser, wenn der Winter die feindlichen Geleitzüge durch die Eisgefahr zu mehr südlichen Kursen nötigt. Im übrigen waren selbst die niedrigeren Versenkungsziffern der Hochsommermonate noch weit größer, als die Neubautätigkeit der englischen und amerikanischen Werften. Auf 1 : 3 habe sich das Verhältnis vom Neubau zum Ausfall im ersten Halbjahr 1941 gestaltet, mußte der amerikanische Marineminister Knox zugeben. Die englischen Werften, behindert durch die Verheerungen der deutschen Luhangriffc, durch Mangel an Facharbeitern und an Rohstoffen, sind längst nicht mehr imstande, die Scharen beschädigter Schiffe zu reparieren. »Wir sind verloren, wenn Ihr uns nicht helft«, erklärte der britische Botschafter Lord Lothian schon im Herbst 1940 den Amerikanern. Die Vereinigten Staaten suchen wie Im Weltkriege mit allen Mitteln durch Neubauten zu helfen, durch Schifsstypen oft anerkannt primitivster Art. Aber auch sie werden" kein Mittel finden können gegen die Angst vor der »Todesfahrt nach England«. Seit langem hat sich herausgestellt, daß die Bedeckungsfahrzeuge der englischen Geleltzüge den Besatzungen der versenkten Schiffe nicht genügend Beistand gewähren. Immer wieder hört man vom Auffischen oder Antreiben von Rettungsbooten mit halb verhungerten oder erfrorenen Mannschaften. Kein Wunder, daß auf den nach England bestimmten Schiffen Desertionen einsetzen, sobald ein Hafen der Gefahrenzone wie Lissaboa an- SeHc 2 >Marburger Zeltung« 4. Dezember 1Ö41 Nummer 309 gelaufen wird. In England selbst sind die Methoden zur »Anheuerung« von Seeleuten schon sehr fragwürdig geworden. Welche Sorgen die deutschen Unterseeboote im Weltkriege drüben gemacht haben, ging aus dem nachträglichen Geständnis des Ministerpräsidenten Lloyd George hervor: »Hätten die Deutschen die Kraft ihrer Unterseeboote etwas eher auszunutzen begonnen, wer weiß, ob das britische Reich jetzt noch bestände.« Dabei stand damals fast die ganze Welt auf Kngiands Seite. Man kann sich vorstellen, wie heute die wirkliche Stimmung in den verantwortlichen Regierungskreisen ist. Bliickwiinsrlie dtis Führers Qeburtstaic des siMiiilschen Staatschefs Berlin, 3. Dezember. Der Tülirer lint dem spanischen Staatschef General Franco zum Geburtstag drahtlich seine Glückwünsche übermittelt. Heldenlod eines RiHerhreazlrflgen B e r Ii n, 3. Dezember. Bei den Kämpfeti um Rostow fiel am 17. Novetrmber 1941 der Kompaniechef d-er 1. Kompanie der Leibstandarte »Adolf Hitler«, Ritterkreuzträger ff-Haupt-sturmführer Gerd Pleiß. Er hatte erst ein Alter von 26 Jaliren erreicht. Wo bleibt Ciinrchills „Blitzkilert Londoner Widersprüche zur Libyen-Schlacht Berlin, 3. Dezember. Der Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht meldet wieder von aJlen Fronten heftige Kämpfe, bei denen dem Heinde schwere Verluste beigebracht wurden. Die im Räume von Moskau operierenden deutschen Divisionen gewannen, wie betont wird, auch weiter an Boden. Die f^eststellung des Oberkommandos der Wehrmacht wird im übrigen durch einen Lagebericht des Londoner Rundfunks bestätigt, der die Lage vor Moskau als »immer noch ernst« bezeichnet. Der Druck des Feindes sei äußerst stark. Es wird vor allem auf »gefährliche deutsche Vorstöße« im Norden und Süden der sowjetischen Hauptstadt hingewiesen. Im Südabschnitt der Ostfront, bei Rostow und im Doneabo-gen wurden erneut schwere Gegenangriffe des I-'eindes erfolgreich zurückgewiesen. Bei diesen Angriffen konzentrieren die Sowjets offenbar aile in diesem Räume noch voriiandenen Streitkräfte, um koste, was es wolle, einen Scheinerfolg zu erringen. Die sowjetischen Vorstöße am Donez können nicht ohne Zusammenhang mit der britischen Offensive in Libyen gesehen werden. Stalin handelt offensichtlich im Auftrage Londons, wenn er die Reste seiner Armeen in nutzlosen und blutigen Kämpfen, die an der Gesamtlage auch nicht das geringste ändern können, opfert. Auch i-n Nordafrika gehen die schweren Kämpfe weiter, ohne daß bisher, wie der britische Rundfunk eingesteht, »eine Entscheidung gefallen wäre«. »Es ist ganz klar«, erklärt ebenfalls Reuter, »daß noch heftige Käm^pfe folgen werden; denn es liegt bisher nooh kein Zeichen für eine Schwächung des Widerstandes der Truppen Rommels vor«. Die britischen Lageberichte versuchen sich in gewundenen Erklärimgen aus der Affäre zu ziehen, wobei man sich in den tollsten Widersprüchen verstrickt. Einmal wird die angebliche Vereinigung der angreifenden britischen Truppen mit der Besatzung von Tobnik behauptet und im liäohsten Augenblick hinzugefügt, daß in »militärischen Kreisen noch nteht von einer Aufhebung der Belagerung To-bruks« gesprochen werde. Ebenso wird in den britischen Berichten am. Tage inindestens zehnmal die Einkreisung der Streitkräfte Rommels behauptet, oime Rücksicht darauf, daß diese Lügen durch die eigenen Darstellungen mindestens ebenso oft widerlegt werden. Der ^n-der New York kommt daher zu der ebenso drastischen wie nüchternen Feststellung. »die Kriegslage in Nordafrika ist heute noch genau so verwirrt wie sie vor 24 Stunden war. Auf Grund der vorliegenden Nachrichten scheint es so, als ob Rommel sich gar keine Gedanken über eine Einkreisung macht, sein Ziel scheint vielmehr zu sein, soviel englische Truppen wie nur möglich zu vernichten«. Diese Feststellung bedeutet nur eine klare Bestätigimg der nüchternen Mitteilung des Oberkommandos der Wehrmacht: »In Nordafrika setzten die deutsch-italienischen Truppen ihre Odt gtsnangriffe fort. Dabei wurd'Mi weitere feindliche Panzer vernichtet«. Der siegreiche „Cormoran" Ein« cl«r ruhmvolltt^n Waff«nlatm d«r S««kri«gtgaschichte —> Erfolg von sooslratogischor Bodoutung — Krouzor »tSydnoy" oln Kriogsschlff modernstor Bauart Berlin, 3. Dezember. Die Verseinkung des australischen Kreuzers »Sydney« durch den deutschen Hilfskreuzer »Cormoran« gehört zu den ruhmvollsten Waffentaten der Seekriegsgeschichte. Hilfskreuzer sind ehemalige Handelsschiffe, die für Kriegszwecke bewaffnet werden. Handelsschiffe, selbst schnelle Passagierdampfer, bleiben in ihrer Geschwindigkeit weit hinter den Spitzengeschwindigkeiten moderner Kriegsschiffe zurück. Handelsschiffe haben keinen Panzerschutz und die Bewaffnung für Kriegszwecke reicht selbstverständlich nicht an die Bewaffnung eines regulären Kreuzers heran. Ein solches ehemaliges Handelsschiff war auch der »Cormoran«. Ein zum Hilfskreuzer umgebautes Handelsschiff hat, darin liegt die besondere Größe dieser einmaligenWaffentat, ein australisches Kriegsschiff modernster Bauart versenkt. Der Kreuzer »Sydney«, der Ende 1934 vom Stapel lief, war erst 1936 in Dienst gestellt worden. Bei einer Wasserverdrängung von 6830 Tonnen hatte er eine Geschwindigkeli von 32.5 Seemeilen. Seine Bewaffnung bestand aus acht Geschützen von 15.2 cm, acht Geschützen von 10.2 cm, einer Luftabwehrartillerie von vier mittleren und zwölf leichten Geschützen und acht Torpedorohren. Zwei Katapultflugzeuge befanden sich an Bord. Maschinen von 72.000 PS gaben dem auf einer englischen Werft gebauten Schiff den ^trieb. Die friedensmäßige Besatzung von 550 Mann trifft die kleine australische Marine umso schwerer, als diese Schlachtschiffe überhaupt nicht besetzt und jetzt nur noch aus fünf Kreuzern, fünf Zerstörern, einigen Schnellbooten und Spezialfahrzeugen besteht. Der Untergang des Kreuzers »Sydney« ist daher von Bedeutung für die seestrategische Lage im Pazifik. Der Hilfskreuzer »Cormoran« hat eine erfolgreiche Laufbahn im Kreuzerkrieg in überseeischen Gewässern hinter sich. Von seinen Erfolgen ist in den Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht wiederholt berichtet worden. Monatelange Fahrten führten den Hilfskreuzer in die verschiedensten Seegebiete. Überall hat er der britischen Versorgungs- Fortgang der Rümpfe In der Mamarlca Zahlroicho brltitcho Panzor und Flugiougo v^rnlchtot Rom. 3. Dezember. Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: In der Marmarica nahmen die Kämpfe trotz örtlicher schlechter Wetterlage ihren Fortgang. In Tobruk Artillerietätig'keit und Aktionen unserer vorgeschobenen Abteilungen. Im Zentralabschnitt einige Zusammenstöße, wobei feindliche Kampfmittel vernichtet und ein britisches Flugzeu« durch die Bodenabwehr abgeschossen wurde. An der Sollum-iFront wurde das Artilleriefeuer des Feindes eeeen die befestigten Stellungen von Bardia erwidert. Die Flak schoß ein feindliches Flugzeug brennend ab. Weiteren Ermittlungen zufolge vernichteten unsere die Stellung von Sidi Omarwerteidigenden VeilDände 17 Panzer, fünf Kampf- untJ 20 Kraftwagen des Feindes. Britische Flugzeuge warfen Bomben auf Bengasi.^erna und andere Ortschaften der Cyrenaika ab. Eines der Flugzeuge wurde getroffen und zur Landung gezwungen. Die Besatzung? wurde ge- fangengenommen. Ein weiteres Flgzeu^ wurde von der Bodenabwehr Derna abgeschossen. Italienische Jagdflugzeuge schössen im Luftkampf fünf feindliche und die deutschen Jagdflugzeuge zwei feindliche Flugzeuge ab. Im Verlauf einer nächtlichen Aktion über dem Gebiet von Marsa Matruk wurde ein feindliches lagdflug-zeug von italienischen Bombern abgeschossen. . Die Fhigzeu^rftihrer der Torpedmlug-zeuge, die. wie im gestrigen Wehr-niachtbericht gemeldet, den feindlichen Kreuzer versenkten, sind Fliegerhauptmann Giulio Marin! und die Flingerleut-nants Allgl Strani und Giuseppe Cocci. Neon InrricaM abiesclosstii R o m , 3. Dezember. ItaHenische Ia«;dflugzeuge schössen, wie ergänzend zum italienischen Wehrmachtbericht gemeldet wird, in gleichzeitigen Luftkämpfen mit etwa 40 englischen Flugzeugen in Noro'afrrka neun Hurricane ab. Der Abschuß von weiteren drei ist wahrscheinlich, während weitere sieben sichtbare Beschädigungen davontrugen. Am Ende steht ein nenes OsliBien „lapan hat Gaduld, Ist aber avch auft Vunant« vofbwaltot" Tokio, 3. Dezember. Anläßlich des Jahrestages des Paktes zwischen Jaipan, China und Mandschu-kuo fand am Dienstag in der Hibiyahalle eine von 5000 Personen besuchte Versammlung statt, an der Vertreter^ aller nationalen Verbände der drei Länder, des diplomatischen Korps, der Regierung und der Wehrmacht teilnahmen. Generai Kisaburo Ando wies als Vizepräsident der Taisei Yokusan auf das gemeinsame Ziel der Neuordnung im Fernen Osten hin, dem die ABCD-Front noch feindlich gegenüberstehe. Tschung-king und Niederländisch-Indien seien in gleicherweise abhängig von England und den USA, wobei England auf die Hilfe der USA angewiesen sei. Hauptverantwortlich seien die USA für die Störung des Friedens, und Japan warte mit grenzenloser Geduld auf das Ergebnis in Washington, sei aber gleichzeitig aufs äußerste vorbereitet. Ando wies sodann auf den Dreierpakt mit Deutscliland und Italien, auf den Pakt zwischen China, Japan und Mand-schukuo und die Verlängerung des Antikominternpaktes, dem auch China angehöre, hin und erklärte, daß unter diesen Voraussetzungen die drei Länder in Ostasien ihren Willen zur Zusammenarbeit für den Aufbau einer neuen Ordnung im Fernen Osten erneuW bekundeten. Im Zusammenhang mit den Feiern am vergangenen Sonntag schreiben die Zeitungen. daß die bisherigen politischen Entscheidungen, die von Ostasien auf Euroipa und die mit Japan verbündeten Mächte ührrlciteten und die besonders verdeutlicht werden durch die Verlän- gerung des Antikominternpaktes, eine historische Entwicklung bedeuteten, an deren Abschluß ,ein neues Ostasien in einem großen gemeinsamen Wirtschaftsgebiet stehen werde. Der bekannte Publizist Yoshitano Chi-mizu mahnt in der Zeitung »Hotschd Sohimbun«, daß Japan sk:h eng an den Dreierpakt halten und nicht den großen Gesi(^tspunkt außer Acht lassen solle. HSA nMdwn SchwieriikeiteN Der japanische Außenminister zur Lage Tokio, 3. Dezember. Außenminister Togo erklärte amläßlich eines Empfanges zum Jahrestag des Paktes Japan-Mandschukuo-China, die drei Länder mußten auf der Basis gleicher Lebensbedingungen die neue Ordnung Ostasiens herstellen. »In unseren Verhandlungen mit den USA«, so betonte der japanische Außen-minrister weiter, bC'harren wir auf diesem Grundsatz. Aber die Vereinigten Staaten scheinen die aktuelle Lage in Femost nicht verstehen zu wollen; sie versuchen, geradezu phantastische Grundsätze in Anwendung zu brmgen, die miit der gegenwärtigen Weltlage nicht übereinstimmen. Gleichzeitig neigen die USA dazu, die feste Einrichtung einer neuen Ordnung zu behindern, was wir sehr bedauern. Um unser erhabenes Ziel zu erreichen, müssen wir fest entschlossen sein, allen wachsenden Schwierigkeiten und Hindernissen zu begegnen.« Abschiießend fordert Togo, daß die drei Mächte Ostasiens sich immer fester zusammenschließen, um hei wachsender Verantwortlichkeit die Bewegunc: zum Aufbau Ostasiens solidarisch zu fördern. Schiffahrt heftig zugesetzt und durch sein Auftreten Unruhe verbreitet. Die Engländer haben die Laufbahn dieses Schiffes an Hand der vielen Schiffsversenkungen zu verfolgen gesucht. Sie glauben heute, eine ganze Anzahl namentlich genannter Schiffe auf das Erfolgskonto dieses Hilfskreuzers setzen zu können und veröffentlichen darüber eine Liste. Obwohl diese Liste weder auf Vollständigkeit Anspruch erheben kann, noch in Einzelheiten zu-, trifft, gibt sie doch eine Vorstellung von der weitverzweigten Tätigkeit eines Hilfskreuzers in überseeischen Gewässern. Unter diesem Gesichtspunkt ist die folgende britische Darstellung zu werten. Auf das Konto dieses Hilfskreuzers stellt die britische Liste zunächst die Versenkung der drei Schiffe »Antonia«, »British Union« und »African Star«. Später habe er den »Eurylochus« versenkt Dann tauchte er im Südatlantik auf und versenkte im Frühjahr dieses Jahres die Dampfer »Agaita« und »Craftsman«. hn Juni operierte er dann immer — nach dieser britischen Darstellung — zwischen Ceylon und Sumatra, wo er die Dampfer »Feledit« und »Mareeba« versenkte. Ende. September habe er schließlich das von England übernommene griechische Schiff »Gembicicos« versenkt. Es ist 2tu berückstohtigen, daß der Gegner mit sokihen Darst^lungen versucht, der deutschen HÜfskreuzertätigkeK auf die Spur zu kommen. Die Veröffentlichung der tatsächlichen Kriegserfolge des »Cormoran« bleibt desihaft einer späteren Zeit vorbehalten. Der deutsche Sieg in diesem ungleichen Gefecht wird noch dadurch unterstrichen, daß der Kreitzer »Sydney« mit der gesamten Besatzung vertoren ging, während ein großer Teil der Hilfskreuzer-Besatzung in Booten die Küste er-retehen konnte. Der Kreuzer »Sydney« war bereits sechs Tage überfäiNig. Die australische Regierung hatte, wie der Marineminister jetzt nnitteilt, Suchflugzeuge bis zur äußersten Grenze des Aktkmsradhis ans-geschidkt, aber keine Spur mn dem Kreuzer wair zu entdecken. Der Premierministef Curthi behaut^ tet, die Veröffentlichung: über den Verlust verzögert zu haben, weil man die Hoffnung noch nteht aufgegeben hätte, über das Schicksal der »Sydney« etwas zu erfahren. Tatsache ist, daß der Feind den Verlust erst zugab, nachdem die deutschen Schiffsboote an der austraii-sehen Kü9te gelandet waren. So erst wurde der Untergang des Kreuzers »Syd* ney« in der austraHischen Bevölkerung bekannt. Die Veröffentlichung erfolgte, als der Verhist nicht mehr ▼efhehtfHcht werden konnte. Aiiso „PamnNa" pwrtiwi Ein modernes OeteksoMtt Berlin, Dezember, der Versenkung des australischen Kreuzers »Sydney« wird auch zugleich die Vernichtung des australischen Avisos »Paramatta« gemeldet. Der australische Premiermhiister CurDin ist gezwungen, am 2. Dezember mit dem Verlust der »Sydney« auch denjenigen der »(Paramatta« bekanntzugeben. Die »Paramatta« wurde 1940 fertiggestellt und als Geleitschiff (Esoort Vessel) in Dienst gestellt. Die versenkte »Paramatta« gehörte wie die »Sydney« der australischen Marine an und hatte eine Wasserverdrängung von 1060 Tonnen. Die vollständige Besatzung betrug 161 Mann. Davon werden 141 Offiziere und Mannschaften vermlftt, die wahrscheinlich ums Leben gekommen shvd. Brifische ScMflsnrlnsle N e w y o r k, 3. Dezember Wie Newyorker Schiffahrtskreise bekanntgeben, wurde der britische Frachter »Jessniore« (4099 brt) vernichtet. Bei dem Dampfer »Meriones« (7557 brt), der gleichfalls versenkt wurde, handelt es sich um ein wertvolles Kühlschiff. Seinen VerlBlznmen «rIaiM Berli n. 3. Dezember. Seinen bei den Kämpfen im Osten erlittenen schweren Verletzungen erlegen ist der Ritterkreuzträ^r Erwin Roßtier, #f-Unterscharführer in einer ■ Panzeriä-gerabteiluhg. Er erreichte ein Alter von kaimi 23 Jahren. Numttief 30«» »Marburger ZeUimf:« 4. Deremher 1041 Die »Deutschen Nachrichten« Ein Abschi«dtwort fUr •In um iint^r Volkstum verdle.ites Kampfblatt Marburg, 3, Dezember Selten hat wohl ein kleines Wochenblatt so eindringlich auf das Denken und die Haltung einer Volksgruppe eingewirkt, selten wohl auch so uneinj^e-schränkte Anerkennung gefunden wie ti'C »Dfcutschen Nachrichten«. Sie konnten ^Mch infolge der so plötzlich gekommenen Befreiung von ihren Lesern nicht verabschieden. Das soll nun heute nachgeholt v/erden. Die Cilliier »Deutsche Zeitung« hatte zu bestehen aufgehört, dadurch witr die deutsche Volksgruppe im ehemaligen Drauibanat ohne Sprachrohr, was umso unerträglicher war, als auch keine einzige Kulturbundsortsgruppe bestand und so jede Verbindung unter den Volksgenossen fehlte. Man war sich im klaren, daß dieser Zustand nicht bestehen bleiben konnte, und machte verschiedene Versuche, das damals zu Verkauf stehende »Agramer Morgenblatt« zu erwerben, die aber fehlschlugen. Als man sah, daß man auf diesem Wege nicht zum Ziele kommen könne, wurde im Auftrage des Volksgruppenführers die Herausgabe eines eigenen Blattes beschlossen. Mit der Durchführung dieser Aufgabe wurdeji die Volksgenossen Dr. Bad l, Dr. B l a n-k e, Dr. B r a n d s t e 11 c r, Dr. G o z a n i und Dipl. Ing. Mi glitsch betraut, die auch im wesentlichen die Zeitung bis zum Schluß geschrieben haben. Als Grundsatz galt, daß das zu grfln-dende Blatt ein Blatt der deutschen Volksgemeinschaft werden und daß es daher jeder Volksgenosse, gleichviel ob er es bezahlen könne oder nicht, bekommen müsse. Man bedenke: In einigen Monaten, am 24. Dezember 1938, sollte die erste Nummer erscheinen, es fehlte aber noch alles, was zur Herausgabe einer Zeitung notwendig war. Es war noch keine Druk-Iierei gefunden, in der die Zeitung gedruckt werden sollte, es war kein Pfennig Geld vorhanden. Von Haus aus stand fest, daß die Zeitung in Agram erscheinen müsse, weil jeder slowenische Staatsanwalt das neue Blatt ebenso zugrunde zensuriert haben würde, wie dies mit der Cillier Zeitung geschehen war. Die Verwaltung wurde Dr. Badl übertragen, als Schriftleiter wurde Otto Koschitz gewonnen. Die Leitung und die Beschaffung des Grün-dungskapitals übernahm Dipl. Ing. Mi-glitsch, der diese schwierige Aufgabe glänzend löste. In kürzester Frist konnte er melden, daß er den notwendigen Betrag bei Volksgenossen In Marburg, Pet-tau und Cilli aufgebracht habe. Hier soll gleich betont werden; Die »Deutschen Nachrichten« haben sich selbst erhalten und weder aus dem Reich, noch vom Kulturbund einen Zuschuß je erhalten oder beansprucht. Bei der Herausgabe Zeltung waltete strengste Sparsamkeit. Beiträge wurden von den Mifarbeitern durchwegs unentgeltlich geliefert. Außer den notwendigsten Verwaltungskosten wurde kein Heller ausgegeben. Am schwierigsten war die Adressenbeschaffung. Die Anschriften der Volksgenossen mußten vollkommen neu beschafft werden. Verhältnismäßig leicht war dies rh den kleineren Ortschaften zu bewerkstelligen, wo unsere Vertrauensmänner ihre Leute ja kannten. Fast unlösbar schien diese Frage jedoch in Marburg und seinen Vororten, wo unter rund 60.000 Einwohnern die Anschriften der Volksdeutschen zu ermitteln waren. Diese Aufgabe wurde dem Volksgenossen Rudi H o I z e r übertragen, der sie in kurzer Zeit mit seinen Mitarbeitern trotz der großen Schwierigkeiten in aufopfernder Arbeit gelöst hat. Anscheinend Unmögliches war also ße-Icistet und am Weihnachtstag 1938 war die erste Nummer in den Händen der Bezieher. Die »Deutschen Nachrichten« riefen ihren Lesern zu: »Wir werben nicht um einzelne Bezieher, sondern wollen als das derzeit einzige Band, das sich um alle Deutschen unseres Gebietes schlingt, das Blatt aller jener sein, die sich ihrer deutschen Volkszugehörigkeit bewußt sind, in unseren Spalten soll sich das Schicksal unserer Volksgruppe spiegeln.« Ein Volksgenosse gab nun das Blatt dem anderen weiter, und zu Hunderten kamen Bestellungen, selbst aus den kleinsten Siedlungen der ganzen Untersteiermark. So wurden die »Deutschen Nachrichten« wirklich ein Band um alle Deutschen. Nicht nur jene wurden erfaßt, die in größeren Siedlungen lebten, sondern auch jene, die ganz allein irgendwo in slawischer Umgebung wohnten. Es war dies eine machtvolle Demonstration der schon tot gesagten Deutschen und ein Beweis der mustergültigen Organisation, von der die Gegenseite nichts ahnte. Die Reaktion bei den Gegnern blieb freilich nicht aus. Durch Monate kamen viele Hunderte von Exemplaren als »unbestellbar« zurück. Die Post, die Briefträger und andere Behörden sabotierten nach Leibeskräften. Alle zurückgesandten Exemplare kamen mit den Vermerken »Unbekannt«, »Abgereist« oder »Gestorben« zurück. Ein Großteil der Unbekannten, Abgereisten und selbst Gestorbenen erschien jedoch in der Verwaltung des Blattes und beschwerte sich, daß sie das Blatt nicht erhalten. Die Gegner forderten die Bezieher auf, das Blatt abzubestellen, da sie sonst von der Behörde Schwierigkeiten haben würden; den Pensionisten vvurde gedroht, daß man ihnen die Pension entziehen würde. In einigen Orten des Drautales wurden alle für den einzelnen Ort bestimmten Exemplare durch die Gendarmerie oder die Lehrer beschlagnahmt. Jeder Bezieher der »Deutschen Nachrichten« galt als staatsgeftihrliches Element. Trot*(tem war inzwischen der Ausbau des Blattes immer weiter fortgeschritten. Laufend wurden weltanschauliche Aufsätze gebracht, die den Volksgenossen das Wesen des Nationalsozialismus näher brachten. Die Ereignisse im Reich wurden eingehend besprochen, die Reden des Führers im Wortlaut gebracht. Anderseits wurde scharf gegen alle Angriffe der slowenischen Presse reagiert und die Lügen, die über die deutsche Volksgruppe gebracht wurden, scharf zurückgewiesen. Eine große Aufgabe erwuchs dem Blatt seit Kriegsbeginn. Die ausschließlich deutschfeindlich eingestellte slowenische Presse brachte mit Begeisterung alle f'alschnieldungen der l'eindpresse unter Riesenaufschrilten auf der ersten Seite. L^m der »Neutralität« Genüge zu leisten, wurden zwar auch die deutschen Berichte gebracht, aber irgendwo an versteckten Stellen in der kleinsten Schrift. Alle m('tglichen Schwindelmanöver wurden gemacht. Falls kein englisches Bildmaterial zur Hand war, wurde einfach deutsches genommen und mit falschen Unterschriften versehen. Ein Beispiel: In der »Tagespost« war ein Bild erschienen, dasT pausbackige. Butterbrot essende und Milch trinkende Kinder darstellte. Die Erklärung sagte, daß-dies Kinder in eiiK'm deutschen Erntekindergarten seien. Einige Tage später brachte der »Slovenski gospodar« dasselbe Bild, jedoch mit der Erklärung »So leben die aus London evakuierten Kinder«. Die »Deutschen Nachrichten« photokopierten Original und Fälschung und veröffentlichten beides. Daß unter diesen Umständen der Zorn der slowenischen Intelligenz gegen das Blatt immer weiter anstieg, ist begreiflich. Ununterbrochen wurde v on nationalen Vereinen gegen das Blatt Sturm gelaufen und in Agram dessen Einstellung verlangt. Schon im März 1939, also bafd nach der Gründung, beschäftigte sich dia »Narodna odbrana« in Marburg damit. Nach der Befreiung fiel unter vielen anderen interessanten Schriften auch das Protokollbuch dieses Vereines in unsere Hände. Da heißt es im Protokoll vom 18. März 1939: »Das neue deutsche Blatt, die „Deutschen Nachrichten", schreiben rein im Geiste des Nationalsozialismus und veröffentlichen tendenziöse und provozierende Artikel. Die Redaktion befindet sich in Marburg, das Blatt erscheint aber in Agram, um der slowenischen Zensur zu entgehen. Wir werden das Zentral-Preß-büro. das Justizministerium und die Staatsanwaltschaft in Agram von diesem IDKrtegeRe deutsche Infanterie Wi# d«r Krimhaf^n Karisch ganomman wurda In ateuuaubenden Vervolgungsmär-sclien haben deutsche und rumänische 1 ruppen die Kcüte der Krim-/\rnKe zusammen mit den irisch ge.andeten Divi-SiOnen uuich Uie ganze Ha.binsel gejagt. Weder Kcgcn nocn Schneestürme, weder die zu zähem Morast aulgeweich-len. laM Wege noch die lest- ^^drort'ueu üek'iso und i'urthen, die bei ,.-.Otzlic!R-iii \V eUv.iumscijliig an die Stt-'lle .L's !Jü ticlen. kounien sie und ihre 1 r.us'.:>;uo von Frauen hatten die Sow-iw-is ijiouiüsiert, um kiloineterlange Pan--.cigräben und Erdbefestigungen auszu-ichanzen. Gleichzeitig mit den zurückweichenden Sowjetarmisten kamen unsere Truppen in dit-'sen vorbereiteten Auffangsstellungen an und eroberten sie in Zerreibung tmd Vernichtung geteilt haben, Singend marschieren die Kompanien, in ihre Zeltbahnen gehüllt durch Reden und Nässe, Im Sciirteestuim ziehen sie die Fcldmüt/.en über die Ohi-':i. In dem unerschütterliclien ('berlegenheitsgefühl des deutschen Soldalen rollen einzelne Infanteristen fanze Gruhert mit Handgranaten und iMaschii-n-iipif^tolon auf, überraschen bei f^ichtM.'^n Vor^-'iößen 30 bis 40 Mann starke Kjruofgruppen deö Feindes und nehmen sij gelangen. Ein neuer Typ des deutschen Soldaten — der Ostfront-Kämpfer — hat sich in diesen Wochen und Monaten der Angriffs- und Stellungskänipfe, der Märsche und des Verzichtes auf alle Kulturansprüchc geformt. Eine Infanterie-Division ist weit in den Beginnen verständigen und die schärfste Anwendung der Zensur verlangen.«^ Über Intervention jugoslawischer Kreise beschäftigte sich plötzlich sogar der Hetzsender Straßburu mit den .^Deutschen Nachrichten«, in der dejtlichen .Absicht, das Kampfblatt zur Einstellunu zu bringen, und auch die »neutralen« Schweizjr Blätter »Züricher Zeitung« und »Baseler Zeitung« widmeten den »Deutschen Nachrichten« ihre alles andere als freundschaftliche .Aufnierksanikei!. Plöizlich wurden nun Kigoslawische Min'sterieii und Banusse und Konsulale »demokratischer« Staaten besonders interessierte Bezieher des Blattes, um die Stimmung der deutchen Volksgruppe kennen zu lernen. An die Anrainer Behörde aber wurde die Anzeige erstattet, daß die Verwaltung des Blattes in Marburg eine deutsche Nachrichtenzentrale und der Schriftleiter, der iedc Woche nach .Marburg fahre, Kurier dieser Zentrale sei. Die Agramer Polizei konnte jedoch bald überzeugt werden, daß diese Fahrten des Schriftleiters nur deslialb notwendisr waren, um von Marburjf Beitr^ige für .uie nächste Nummer zu holen, da es sich ae-zeigt hatte, daß die slowenische Post al'e Briefe öffnete und nur ienc weiterhef()r-derte, die ihr zu Gesicht standen. .Aber alle Schwierijikeiten. die die Herausgeber hatten, wurden durch die Dankbarkeit der Leser reichlich belohnt. Immer und immer wurde mündlich und schriltlich erklärt man sei oft werrfn der Lügenmeldungen der slowenischen Presse ganz verzweifelt und werde üurcli die »Deutschen Nachrichten« immer wieder aufgerichtet und bekomme wieder Mut und Selbstbewußtsein. Rührend war vielfach die Oplerfreudiü-keit der unbemittelten Volksgenossen, Obwohl etwa ein Drittel der .\uHaL'e unentgeltlich verscnclet wurde, und obwolil dies ia allgemein bekannt war, setzten viele ihre Ehre darein, das Blatt zu bezahlen. Pünktlich am Monatsersien kamen kleine Weif^näherinnen, .Arbeiter und Pensionisten und zahlten den Bezugspreis. Und durch diese braven Volksgenossen, denen heute nochmals gedankt werden soll, wurde es mösiich c..macht, daß sich das Blatt aus eigenen Kräften erhalten und daß es trotz der stetig ansteigenden Kosten stetig ausgebaut werden konnte. Ohne jede Unterstützung von auswärts hat die Zeitunii ihre .Aufgabe bis zum letzten Tacf — die letzte Nummer erschien am 5. April, also noch einen Tag vor Kriegsbeginn — erfüllt. Eine besondere Genugtuung war es für den .\rbeits-ausschuß. als zum zweiiährieren Bt-'stand der »Völkische Beobachter« die Le'stung der »Deutschen Nachrichten mit \\'orfcn wäri.istei Anerkennunir uürdiijte und da-1 mit ans rkaniite. daß die Zielsetzunc der j *D'-'""<«;chen Nachrichten« auch außerhalb j lier riren/en des damaligen Staates als j P'enst am deutschen Volk und tapferes ' Durchhalten bewertet wurde. erbitterten Kämpfen. Eine 4 km tiefe Üe- i Feind vorgestoßen und hat sich mit ih- ton-Bunkerlinie mit Panzer- und Drahthindernissen sollte an der schmälsten Stelle der Landeniie von Kertsch die entscheidende Verteidigungsfront biloen und den deutschen Vormarsch vor dieser wichtigen Industrie, und Rüstungsstadt mit ilren kilomcterlangen Molen- und Ha-fenanlagen stoppen. Auch sie wurde völlig überraschend von einer Vorausabteilung angesprungen und von der nachfolgenden Infanterie genommen Noch liegen Haufen sowietischer Leichen — von Schneedecken mitleidie verhüllt — in den Drahthindernissen. Eroberte Geschütze stecken ihre Rohre hilflos in das graue Schneegestöber, das über die Steppe zwischen den Meeren iact Hunderte von Sowietsoldaten haben sich beim Rückzug in Häusern verborgen gehalten und mar-t^chieren nun den deutschen Kolonnen entgegen in die Gefangenschaft. Man kann nicht von diesen Kämpfen sprechen ohne die tiefste Bewunderung für unsere Infanterie. Jeder einzelne dieser Kämpfer hat schon mindestens ein Dutzend Sturmangriffe Auge in Auge mit dem Feind hinter sich, seine Uniform trägt die Spuren der Kämpfe und Märsche, nie ist er abgelöst worden, während vor seiner Division schon zahlreiche Sow-iet-Divisioncn sich in das Schicksal der ren vordersten Teilen in den Vorstädten von Kertsch festgebissen. Im Feuer unserer Artillerie, das auch auf den Hügeln der Stadtmitte liegt, fanden kaukasische Truppen, um die Einschiffung der geschlagenen Reste der Krim-.\rmee zu decken. Einige Bataillone stoßen im Dunkel der Nacht ahnungslos auf eine deutsche vormarschierende Kompanie und werden zerschlagen. Andere kommen in die tiefe Flanke der Division und tauchen plötzlich vor den Batterie-Stellungen auf. Sieben Artilleristen halten in Nacht und Nebel ein ganzes Sowjet-Bataillon auf, bis die .\bteilung Verstärkinvj schicken kann. Während sich die Kämpfe im Bannkreis und In den Vorstädten abspielen, stürzen auf den Hafen von Kertsch unsere Stukas nieder und vernichten die Transporter, riesige Brände der nl- und Benzinlager erhellen den nächtlichen Himmel. Munitionslager gehen in die Luft. Die Sowjetunion hat ein wichtiges Industriezentrum mehr verloren mit Eisen-erzminen. Manganerzlagern, einer Flugzeugfabrik und Kriegsschiffswerft, mit Roheiten und Stahlwerken, chemischen und Lebensmittelindustrien. Kriegsberichter A. Haas. (PK.) Stalin beizt Frauen In den Kampf Stockholm, X Dezember. Der Korresjwndent des Londoner j »Daily Telegraph« in Samara A. T. Cholerton, gibt in seinem letzten Bericht eineu sehr autschlulJreichen Einblick in die rücksichtslosen Methoden, mit denen Stalin die Zivilbevölkerung von Moskau, und zwar vor allem auch die Frauen, in die Kainipflinie wirft. Hunderttausende von Zivilisten seien in die Scluitzengrii-ben .geschickt worden, wo sie die gelichteten Reihen der regulären Truppen ausfüllen müßten. ^ iOO.OOO Moskauer Frauen erhielten, wie Cholerton berichtet, den Befehl, sich sofort zum Wehrdienst zu melden. Sic standen in langen Schlan^cn vor den Musterungsbüros, oft zwei bis drei Tage an, während die Stadt fast stündlich von deutschen Fliegern angegriffen wurde. Jede der Frauen erhielt eine Anweisung auf eine Brotration für die folgende Woche. Andere Nahrung war nicht verfügbar. Mit dieser Aiiweisuns mußten sie sich abermals in langen Schlangen anstellen, um ihre Ration auch wirklich zu erhalten, nami gingen sie an die Front ab. Die meisten von ihnen werden dazu benutzt. Schützengräben auszuwerfen. Sie müssen ferner cr^te Hilfe iti der FeueHinie leisten und vor allem (iräber für die (iefallenen auswerfen. Viele Frauen werden auch direkt in den Kampf eingesetzt. Der Soldat opfert täglich! * Du opferst am kommenden Opf ersonntag, den 7. Dezember 19411 Seite A \ >Marburger Zeitung« 4. Dezember 1041 Nufpmer 309 VOLK und KULTUR ntihiiiiiMiiiitiiiiiiimntiiiimiiiiiiiitmmiiiiiiiinmnittiiiiiiimiittiMiiiiiiiiiiiiiiiitintiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiHiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Zwei einzigartige Konzerte KAmmermusik auf alten Instrumettten — Der Beethoven-Mensch Backhaus spfelt Mozart Wien, J. Dciccmbcr. Wenn die verdunkelten Straßenbahnen und Züge nicht wären und wenn die Prograninie nicht VerhaltunjcsmaßrcKeln für den Fall eines Fliejieraiarnis enthielten, so würde kaum etwas darauf hindeuten, daß die Mozart-Woche de^s Reiches in Wien im dritten Jahre eines Krle-Ris gefeiert wird. Die ungeheure Lebenskraft des neuen Deutschland aber bringt es ferti«, an einer riesenhaften Trent vernichtende SchiäKe zu führen und zuRleich in einer Woche der herrlichsten Darbietunticn des Todestages des Cienius der Musik zu gedenken, bringt es fertig, aus ganz Europa Diplomaten, Künstler und Presse zu einem Ereignis zu lader», das ihnen die Weite der deutschen Welt vor Augen führt. h>lesene Schönheit der Räume, erlesene alte Instrumente und eine erlesene Zuhörerschaft stimmten die Kammermusik auf alten Instrumenten im Palais Palla-vicini zu einem ganz wunderbaren Akkord zusammen, in dem die echt kammermusikalisch gebrachte Musik Mozarts den Hauptklang brachte. i?oland Kaupenstrauch, an einem Flügel aus Mozarts Zeit, spielte das a-moll-Rondo, eines der zartesten und innerlichsten Kieimverkc des Meisters aus den Tagen, die schon die Ahnung des Todes in sich trugen, mit behutsamer Innigkeit. 1.angst vergangener Kiavierklang wurde wieder lebendig und ließ uns mit Überraschung feststellen, wie sehr das instrumentale üenie Mozarts nach der Seele des Instrumentes seine Musik wenn nicht geformt, so doch gefärbt hat. Was wir heute auf unseren modernen Klavieren hören, ist ein anderer Mozart. Roland Rau-penstrauch hat ihn uns hier •SO gespielt, wie er wohl mutmaßlich damals erklungen ist: klar und zart, ohne falsclivcrstandene Romantik. Und man kann wieder einmal feststellen, daß, wo die Rotnantik in dem Einfall selbst liegt, erst eine eigentlich selbstlose Wiedergabe ohne die allzusehr üblich gewordenen Tcinposchwankungen den Schatz wirklich hebt. Das Trio E-dur konnte allerdings dann zeigen, daß die Zeit reif war. dem Klavier zu einem volleren Klang zu verhelfen. Von der Kammermusik her kam der Anstoß. Als gleichberechtigter Partner — wohlgemerkt nicht als Begleitinstrument! — wie als erste Hnvdn und Mozart, später in höherem Maße noch Beethoven das Klavier im Klangkörper behandelte, ist der Klan«^ des alten Flügels neben dem hochentwickelt vollen Ton der alten Streich-instrumenfe nicht stark genug; und man konnte so recht erkennen, daß das neue, volltönende Klavier aus einem dringenden k'histlerischen Bedürfnis entstanden win. Umso deutlicher war dies zu erkennen, als die XN'iedergabe durch Ro- land Raupenstrauch (Klavier), Franz ßruckbauer (Violine) und Wilhelm Winkler (Cello) von makelloser Schönheit und künstlerischer^ (ianzheit war. Unbändi-ge Leidenschaftlichkeit, durch emen gigantischen Oestaltungswillen zur klassischen Form geballt; diese Charakteristik, gilt sie nun dem Künstlertum Beethovens oder der wiedergebenden Oestaltungskraft Wilhelm Backhaus? Über hundert Jahre hinweg haben sich hiqr in wahrhaft einmaliger Kongenialität der schöpierischc und der ausführende Künstler gefunden. In Backhaus, dem Beethoven-Menschen, erstand iener großen Qeistüsspannung des 19. Jahrhunderts, die l>ei Beethoven beginnt, ein Darsteller wie es kaum einen noch gibt. Und dieser Künstler nun hat sich der Mozartsciien Musik bemächtigt und plötzlich sehen wir, wie von der scheinbar göttlichen Abgeklärtheit und überirdischen Heiterkeit zu all dem Drängen und der leidenschaftlichen Tiefe der Beethovenmusik die Fäden hin und her laufen. In der ganz merkwürdig leidenschaftlichen c-moll-Fantasie aus später Zeit, im festlichen (ilanz des Krönungs- konzerts D-dur. dessen Kadenz von Backhaus Selbst ist und eine eigenartige Verschmelzung Mozart-Beethoven mit der Wesenheit des Künstlers selbst gib\ wurde dem Hörer bewußt, daß nicht allein das Tändelnd-Leichte die Domäne Mozarts ist; und nian ahnte den dämonischen Hintergrund seiner Musik, der auch die Heroik durchaus nichts Fremdes ist. Auch dann In der C-dur-Sonate begab sich das große beseligende Wunder: hier blühte unter Backhaus' Händen in schwebender Schwerlosigkeit die klanggewordene Anmut selber auf, sogar im Mittelsatz mit seiner süßen Schwermut kaum getrübt, daß man in den Satzpausen die Zuhörerschaft tief aufatmen liörte. So sehr war sie in Verzauberung versunken Eine beglückende Ciewißhcit nahmen wir als unverlierbaren Gewinn aus diesem Abend mit seinen Zugaben mit, die sich die hingerissenen Zuhörer erstürmt und erbettelt haben; Alle echte Genialität kennt keine Einseitigkeit, sondern sie breitet ihre Schwingen vom einen Pol der Ausdrucksmögilichkeiten der menschlichen Seele zum andern, ob im schöpferischen Akt selbst oder in der Wiedergabe. Das war das unvergeßliche Erlebnis Mozart = Wilhelm Backhaus, bei dem aller (jedanke an Technik müßig war, da sie in souveräner Vollkommenheit nur dazu zu existieren schien, das Werk zum Klingen zu bringen. In außerordentlicher Feinsichtigkeit führte Rudolf Moralt das Orchester: anpassend und doch nicht nur Begleiter, sondern Mitgestalter. Dr. Elfe Klasinc Der fünfte Tag der Reichs-Mozart-Woche Dichter huldieen Mozart Wien. 3. Dezember. , fand nachschaffend die Synthese zwi-hn Spiegelsaal des Schlosscs Schön- 1 sehen der drängenden barocken Polvpho-brunn kamen bei einer Mozart-Feierstunde j nie und ihrer klancUchen Vergeistigung, die Dichter zu Worte. Von loief Wein-1 modellierte er liebevoll die Stimmen des hfber stammt der hvmnischc Proloß in j Solo-Quartetts, das mit Gertruce Eip-^ Stanzen, der den geeierten Genius a!s Vorbild für alles künstlerische Streben, sein Werk a's Maßstab für alle künst'e-rische Vollendung liinstcHt und nusklingt in die Verse: Denn bleiben wird, was nachlebt Deinen Tönen: Das sinnvoll Gute in dem zwecklos Schönen. Franz Karl Ginzkcy ließ in knappen, sicher gezeichneten Umrissen das Bild-n's Mozarts lebend g werden. Ergriffen fo'gten die Zuhörer so sinnvoller Deutung und dankten dem Sprecher mit nachhaltigem Beifall. Die c-non-M«sse lafer ClemMS Kraass Nachdem iler Nachmittag mit einer Kammermusik im Rittersaal der Ho.bürg eine Abschweifung zu Mozarts Vater und zu Zeitgenossen des Meisters gebracht hatte, fand am .Abend als drittes Festkonzert eine Aufführung tier c-moll-Messe statt. Die Wiedergabe erhielt ihre Prägung durch die Dirigentenpersönlichke't von Clemens Krauß. M't dem stimmlich reich ausgestatteten Chor der Wiener Staatsoper und den Philharmonikern meißelte er die hymnische Pracht heraus, perle, Helena Braun, Jul us Patzak und Georg Hann würdig besetzt war. Die Unmittelbarke t des Ausdrucks, den die seelische Erschütterung Mozarts in diesem Werk gefunden hat, übertrug sich auf die Hörergemeinde, die im großen Musikverenssaal den ausführenden Künstlern mit bewegtem Beifall dankte. Johannes Jacobi luoead nlebrinl Mosart So meisterhaft al'es in Mozarts Werken vor sich geht, besitzen diese doch inmier noch ein übriges: das Frühlingshafte der Jugend. Daher gibt es immer einen gesegneten Bund, wo s'ch die Jugend mit Mozart vereinigt. Dies wurde ro schön bei einer theatral schen Matinee, welche die Reichshochschule für Musik 'n Wien auf der Schönbrunner Schloßbühne ze'ebrierte, offenbar. Tänzerisches (Ballett: »Les petits riens«) und Oper, mit Sprechtheater verquickt, (»Der Schauspield'rektor«) wetteiferten miteinander. Jugend hatte den dekorativen Bühnenrahmen geschaffen, lugend führte Regie und Jugend tummelte s'rh tanzend, sp'elerä und singend auf der Bühne. Leopold Re'rhwein sorgte mit (1 mi Wiener Symphonikern für einen sorgfältigen or- riiiiiiiiniiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiij. 1 DIE GELBEN PERLEN! I EIN ABENTEUERLICHER ROMAN | kiiitiiiitiiiiiiiii VON HANS RABL lIllllllllllllHIli« Cppjritht bv \'crlaj Knorr & Ilirth. München I®40 (11 Fortaet/nn g) Sic sprang aui. Ihre kurze lichte iWähne knisterte, ihre Augen schwarz vor zorniger Erregung flammten, als sc. dicht vor ihm, ihn mit ihren \'orwürfcn und Beleidigungen überschüttete, Er nahm sie verblüfft hin. Und dann — dann grinste der Kerl v-ahrhaftig so breit, daß »Froschmaul« wirklich keine unangebrachte Bezeidi-mmg war. »Heiliger Patrick!« sagte er, »Sie meinen wirklich, ich korn-me, um Sie ein bißchen zu ermorden?« Halbblind starrte sie in das lachende (iesicht. Wandle sich ab, ließ säch aufs Bett fallen und weinte hemmungslos. Es war nicht so? Es war nicht so?! Kaum spürte sie, wie Mike sich neben sie setzte, ganz sanft ihre Schultern umspannte, sie aufrichtete. »Jaiaia«, brummte er, »es ist zwar ziemlich dumm von Ihnen, daß Sie Ray und mir so etwas zutrauen — aber na! Und wie es tut. das weiß ich. Dachte auch mal, ich sollte umgehend an die Wand gestellt werden — kein synrpathi-schcs (ierühlt, ich weiß - Allmählich faßte sie sich. .>Was«. fragte sie inmier iK>ch in Tränen, was «.*r ?* I »Mein Himmel — natürlich war's mir I nicht recht, daß Sie das gesehen hatten, Ich mußte doch Ray Bescheid geben. daß Sie's nun wissen. Aber er meint, es schadet nichts; Sic können ja doch erst fort, wenn wir fertig sind. Und nachher«, er lachte breit, »nachher dürfen Sie's jedem erzählen, der's hören will.« »Aber«, ihre Stimme war ganz hoch mi Schwanken zwischen überwundener Todesangst und maßloser Wißbegier, )»was macht ihr da?« ♦ »Wir fischen Perlen. Wundervolle gelbe Perlen. WHe es sie eigentlich gar nicht gibt. Eine Bank ist da, nicht sehr groß, aber ungeheuer reich. Die fischen wir aus. Wenn sie leer ist, gelieni wir fort.« »Das ist alles?« fragte sie, auf ihr selbst nicht begreifliche Weise ungeheuer enttäuscht. Sie wußte nicht, was sie erwartet hatte; sicherlich aber nicht skriipelarme, nach Reichtümern gierende Geschäftsleute. Mike sah sie an und verstand. »So«, sagte er langsam, »Ist das nun ja auch wieder nicht. Die Perlen, wissen Sie, die sind nicht für uns. Damit finanzieren wir eine große Sache. Eine Sache, die — na, also viel kann ich Ihnen doch nicht erzählen. Danach müssen Sie schon Ray selbst fragen, wenn Siejs wissen wollen.« Er stand auf. »Ist's nun wieder gut?« sagte er leiser. Sie nickte taipfer. »Geht schon wie-. der. Fj&tschUldisreD .^ie» Mike- Es war dumm von mir. Ich bin anscheinend doch noch nicht ganz in Form. Sonst wär's mir nicht passiert.« Sie putzte energisch die Nase. »Sagen Sie, Mike, wie war das vorhin? Sagten Sie nicht, jemand wollte Sic einmal an die Wand stellen —?« Er nickte nur. »Wer?« »Wer? W^enn einer Mike O'Dwyer heißt und so aussieht wie ich«, grinste er, »ist das keine sehr intelligente Frage, Fräulein Swarth. Wer? Die Briten natürlich. Haben Sie noch nie vo\Viencrblut« seinen Jubelabend anläßlich des 3.S-jährigen verdienstvollen Dühnenwirkeiis begelit. Vorausblickend sah ihn unser Zeichner lorbcer-bekränzt am Dirigcntenpult... Gaslspiel ia der Opeietle „Wienerblut" In der heutigen Erstaufführung der Operette »Wienerblut« von Johann Strauß im Stadttheater Marburg wird der Tenor-buffo Keppltnger von den Cirazer Städtischen Bühnen in der Rolle des Joseph gastieren. Ferner wird sich den Besuchern Fräulein Leopoldine Welte von den Stä-l-tischen Bühnen Graz vorstellen. Die Künstlerin, eine Tochtcr des beliebten Komikers Otto Welte vom Stadttheater .Marburg, wird als Einlage die Pizzikato-Polka tanzen. Bailettmeisterin Susanne Ufert tanzt im 2. Akt mit der Tanzgruppe die »Anncnpolka« und im 3. Akt den \\al-zer »Rosen aus dem Süden''. MoiarHeier in lolteniwrg Die Luttenbergcr A^usikgenieinschaft, eine kleine Schar musikliebender Menschen in der Kreisstadt, trat am Tag der ücutschen Hausmusik in einer überaus gut gelungenen Konzertstunde vor die öffentlichkeit. D"c Vortracsauswahl und besonders d'c künstlerische Höhe der Darbietungen bcw'esen damals, daß hier ernste Menschen am Werk sinu', die wertvolle Kulturarbeit leisten. Samstag, den 6. Dezember, veranstaltet die Musikgemeinschaft e'ne Mozartfeier mit einem rc chhalticen und geschmackvoll erwählten Programm. Zur Aufführung gelangen Stre'chouartetts, Iiinze'darbietungen für Geiae und Klavier, vier L'eder, gesungen von Inge Richter aus Graz. Den Abschluß bildet das ».Ave verum* für areistimm'uen Frau-^^nchor mit Begleitung eines Stre'chquartetts. Die Feier findet bei freiem Eintritt statt, freiwillige Spenden werden dem Krleijs-w;nt?rhilfswerk des deutschen Volkes zugeführt. G«rda Lamm«rs sang in Marburg Line musikalische Weihestunde Es hätte ein schlichtcr Liederabend sein sollen, den Gerda L a ni m e r s aus aus Berlin veranstalten wollte. Die überragende Musikalität der Sängerin und ihre verblüffende Stimmtechnik aber machten den Dienstagabend im Marburger großen Götzsaal zu einer musikalischen Weihestunde, zu einer Stunde seelischer Erhebung, die uns nur wirklich Gottbegnadete zu geben vermögen. Nach diesem allgemeinen Hindruck, den wohl ausnahmslos alle Zuhörer von diesem Abend bekommen haben mußten, ist es leicht den Einzelheiten nachzuspüren, denn noch in der Erinnerung blühen sie in aller Pracht, in ihrem unauslöschlichen Glanz vor mir auf. ^ Schon mit den Mozarlliedern hat sich (lerda Lammers in die Herzen der Zuhörer gesungen. Ihre Wahl fiel auf Lieder, die tiefdurchdachtcr und wohlerwogener Interpretation bedürfen, um in ihrer mehr im Verborgenen ruhenden als sich freigebig anbietenden Schönheit aufzustrahlen. Die ^^Abendempl'indung« ist aus dem verlöschenden Feuer der Sonne geboren, in dessen glutrotem Widerschein der Sinn des Gedichtes seinen tönenden Hintergrund findet. Das Lied mit dem ungewöhnlich langem Titel »Als Luise die Briefe ihres ungetreuen Liebhabers verbrannte« ist typischer Mozart, ein Lied in flem die Musik dem Text erst jene Bedeutung oder besser Deutung gibt, die ihm Worte allein nicht zu geben vermögen. Dramatische Untermalung, mit den schlichtesten musikalischen Mitteln, mit denen nur geniale Musiker etwas anzufangen wissen, tritt uns aus dem »Zauberer« entgegen, während die »Verschweigung« wieder lyrische Saiten an-schlägt^ die keiner schöner, edler und stimmungsvoller als Mozart zu rühren wußte. Im »Veilchen« wieder bekommt jene Bescheidenheit, die mit diesem zarten, duftenden Frühlingsboten untrennbar verknüpft ist, ihre aus Tönen gebildete Gestalt. Gerda Lammers hat jedem einzelnen Llede den musikalischen Gehalt restlos abgerungen. Ihre strahlende Stimme ist von einem schmeichelnden Wohllaut, der sich sanft um jedes einzelne Wort schmiegt. Die einzelnen Töne gleichen den glitzernden. In tausendfältigen I'arben schimmernden Edelstemen eines Diadems. Jeder für sich Ist ein kleines, wohlabgerundetes Kunstwerk, das an sich Freude bereitet. Keine Härte, keine l'cke, nicht die leiseste Dissonanz stören diese wundervolle Stimme. Wer Mozart so zu singen versteht, konnte sich bei Schubert, dem unbestrittenen Liederköniii. nur noch selbst übertreffen. h h habe Schubertlieder nie schöner, inniger und wohldurchdachter singen gehört als von Gerda Lammers. Schon das erste »Auf dem See« verriet das hohe Können der Sängerin, die ihre Stimme vollkommen in der Gewalt hat und nüt ihr jenes gedankliche Gebilde formte, das Meister Schubert vorgeschwebt sein mußte, als er das auf munteren Wellen gleichsam schaukelnde Liedchen schuf. Das zweite ».Auf dem Wasser zu singen« mit siner berückend schönen AAelodic, fand bei Gerda Lammers d I e Stimme und d a s Können, die notwendig sind, um die süße Romantik, in die dieses Lied gebettet wurde, aufleuchten zu lassen. Ein schmiegsames, weiches Pianissimo, das dem dunkelschimmernden Glanz der Stimme keinen Abbruch tat, kam hier besonders zustatten. In der »Nachtviole« wieder lag viel Besinnlichkeit und keuscher Liebreiz. Die »Frühlingssehnsucht'* mit ihrer erregten Leidenschaft, die leicht zu Übertreibungen verleitet, ließ auch keinen Wunsch offen, als höchstens den, sie gleich nochmals zu hören. Für den tosenden Beifall dankte die Sängerin mit einer Zugabe: der glitzernden, in tausend Tonfarben schillernden »Forelle«. Von den modernen Liederkomponisten standen Hans Pfitzner una Johannes Brahms auf ilcr Vortragsordnung. Pfitzner hat im allgemeinen eine etwas herbe Art zu komponieren. Um auf den Kern seiner Musik zu kommen, muß man erst eine harte Schale knacken, was musikalisch oberfh'ichlichen Menschen oft zu mühsam ist. Seine Lieder aber sind müheloser zugänglich. Ihre blühende Melodik, die sich nur selten dramatisierender Dissonanzen bedient, an denen schon »Der arme Heinrich« und »Die Rose vom Liebesgartcn« die beiden ersten großen Musikdranicn dieses neben Richard Strauß bedeutendsten Musikdramatike^s Deutschlands, reich sind, hat mehr werbenden, als im Sturm erobernden Charakter. Die »Fischerkinder« und -»{«st der Himmel darum im Lenz so blau?'r stellen daher den Sänger vor schwierige Aufga-I ben, die auf mehrfache Art zu lösen sind, j Gerda Lammers hat die beste Art der Lösung gefunden. Sie stellte die lyrische, I aus der Stimmung des Märchens gebo-i rene Note in den Vordergrund und verzichtete auf jeden billigen Effekt. Im dritten Liede, das sie von Pfitzner sang: »Sonst«, ließ sie wieder die fart unerschöpflichen Möglichkeiten ihrer glockenklaren Stimme zur Geltung kommen. Volkslieder von Brahms bildeten den Abschluß des Abends. Auch diese Lieder, die besser Lieder im Volkston, als Volkslieder heißen sollten, fanden in der Sängerin eine nicht nur wunderbare, sondern auch einzigartige Interpretin. Die Gewänder, In denen sie uns diese Lieder vorführte, waren eigener Art und Uelsen den kostbaren Stoff, aus dem sie bestehen, in semer ganzen Pracht und Schönheit erscheinen. . Ein »Zugabenkonzert«, in dem zwei Lieder von Hugo Wolf (»Der Sch.lfer« und »Gebet«:) und Schuberts «Erlkönig« erklangen, dankte dem vor Begeisterung tobenden Publikum. In Prof. Hermann Frisch, der die Klavierbegleitung besorgte, fand Gerda Lammers einen ebenbürtigen Künstler, der es verstand, ihrer prachtvollen Stimme in allen ihren Einzelheiten einen künstlerisch auf hörhstcr Stufe stehenden Rahmen zu geben. Seiner genialen Beglel- SeHe 6 »Marbarger Zeitung« 4. I>ezember 1941 Nummer 309 MSdel in Meist der Gottsckeer Dusiedling Überall dort, wo es gilt, Opferwillen und Einsatzbereitschaft zu beweisen, ciä ist die Deutsche fügend des Steirlschen Heimatbundes am Platze. Und gerade für den Einsatz bei der Gottscheer Umsiedlung haben sich unsere Jungen und Made! mit Begeisterimg gemeldet. Oilt es doch, djeutschen Menschen die Rückkehr in die große Heimat schön gestalten zu helfen. Den Mädeln kommt hiebei ein croßes Aufgabengebiet zu. So sind 50 Mädel in den Einsatzlagern in Gurkfeld und Lichtenwald unterjrebracht. Im Einsatzlager von Gurkfeld sind' größtenteils Mädel aus dem Kreis Marhurjr-Stadt und -Land, während im Lichtenwalder Lager Mädel aus cl'em Kreis Luttenbercr eingesetzt sind. In iedem Lager arbeitet eine Gruope bei Nacht, die andere bei Tag. Der Nachtdienst ist am Bahnhof beim Empfang der deutschen Volksgenossen eingesetzt. Sie begrüßen sie mit einem Lied und helfen o^en alten Müttern und Frauen iiiit iiiicn Kmuein uc>ni AUobieigen. bic tUhren sie zur Verptlegssteile, tüitem d.c Kiemen und bringen sie in ihre ricrbcr;;e. Am frühen Morgen schon helfen die tm-satzinaiden bei der Volkswoh.fahns-Kü-che beim FrUhslUckkochen und -Austeilen. Frauen und' Kinder brmgen sie dann zu ihren Autobussen, in denen sie auf ihre Höfe gebracht werden. Aber auch die zweite Gruppe Ist mit reichlicher Arbeit bedacht. Sie bereiten die Höfe für den EmofanK der Gottscheer vor. Da wird gerieben, geputzt und gemeinsam mit den luneen alles blank und sauber gemacht. Das ist mit wenigen Worten gesagt, aber jeder weiß, wie viel Fleiß zu solcher Arbeit gehört. Und doch sind sie mit ganzen Herzen bei der Sache. Sie bringen mit ihrem Einsatz unseren Gottscheern die ersten Grüße aus ihrer deutschen Heimat und d'e Begeisterung und Liebe, mit der unsere Deutsche Jugend ihren Einsatz leistet, ist für sie der schönste Willkommengruß. Frauenamt des Steirischen Heimatbundes, i beiden Betriebe auf, ihre Pflicht zu erfül-Insgesamt nahmen 37 Gruppenführerinnen len und damit dem Führer den Dank ab-1 xT Montag fand die > zustatten dafür, daß er sie in diese große w u n 1 ? Es muß die er- Gemeinschaft des deutschen Volkes auf- Haft Sllf ♦ 1 .ß^n'ächt werden,'genommen hat, in der jedem Schaffen-c5o «a 4 Kursteilnehmermnen auf alle an' den die Sorge um Arbeit und Brot für ♦ Fachfragen sofort erschöp-1 alle Zeiten genommen ist. Freudig stimm-1 beredtes, ten alle Teilnehmer in den Gruß an den großes und reges Führer ein, mit dem die beiden Betriebs- Interesse für die Betreuung der leidenden Volksgenossen unter unserer Frauenschaft herrscht. — Sonntag nachmittag trafen von der Landesstelle XVill des Deutschen Roten Kreuzes Oberfeldführerin Sturm und Oberfeldführerin T a z o 11 aus Salzburg sowie die Hauptführerinnen Baldauf und Frau Costenza, Berlin, zum,, x i c , .. Besuch der untersteirischen Kreisstellen des '""KSleiter Josef Kos cli u ta aus Mar-Deutschen Roten Kreuzes ein. Sonntag I geleitet wurde, fand am 26. Novem-abend fand ein Abschiedsabend für die' im festlich geschmückten Vöreins- appelle ihren Abschluß fanden. AbscUndsier ii Marimllmi Die von 61 Gewerbetreibenden der Ortsgruppe Margarethen bei Pettau besuchte Lehrgemeinschaft »Buchhaltung I für den Elnzelhündler«. die vom Schu- Gäste statt. Den Höhepunkt dieses Abends bildete ein Vortrag der Oberfeldführerin Sturm aus Salzburg Über »Einsatzmög- saale der OrtSRruppe ihren Abschluß. Der (lewerbcreferent der Ortsgruppe Margarethen. Franz S c h u r a n. konnte zu lichkeiten der Helferinnen des Deutschen Nieser Abschlußfeier, den Leiter des Be-Roten Kreuzes«. Die Vortragende erntete! rufscrziehungswerkes in der Bundesfüh für ihre tiefgeschöpften warmen Beifall. Ausführungen BelfMnppilte hi Trüiil Am 29. November 1941 fanden bei den Baustellen der Betriebe Dipl. Ing. Da-*c h o w s k y und Baumeister B o-schitsch in T rifail Betriebsappelle statt, bei denen der Leiter des Arbeitspolitischen Amtes der Kreisführung Tri-fail, Pg. F a b s c h i t z, zu den Bauarbeitern sprach. j Die vollzählig angetretenen Gefolgschaftsmitglieder folgten den Ausführungen des Redners mit großem Interesse. Pg. Fabschitz zeigte den Arbeitskameraden das frühere Elend der Schaffenden im jugoslawischen Staate und verglich die Bautätigkeit des nationalsozialistischen Deutschland, das den Bauarbeitern auch über die Wintermonate Arbeit und Brot gibt, mit der Bautätigkeit im früheren Staat, der die Im Baugewerbe Beschäftigten in jedem Winter der Not der Arbeitslosigkeit preisgab. Der Kreisamtsleiter forderte die Gefolgschaftsmitglieder der rung, Folger, den Kreiskominissar des Arbeit&politischen Amtes in Pettau, Lenz und den Leiter des Amtes Volk-bildunjr Pettau, R i b i t s c h . als Qäste begrüßen. Nach der Verteilung der Zeugnisse durch den Schulungs-Ieiter S'prachen Pg. Folger und Pg. Lenz über Sinn und Zweck des Berufserzichungswerkes. Rimeii sie raln? Preisausschreiben des ReiclisSenders Wien Mancher traut sich das Raten zu, doch oft treffen gerade die das Richtige, die es am wenigsten erwartet hatten. Der Reichssender Wien gibt nun Gelegenheit, das diesbezügliche Talent auf die Probe zu stellen. Er veranstaltet zweimal monatlich zugimsten des Kriegswinterhilfswerks unter dem Titel »Servus, Kameraden«, Konzerte, die mit einem Preisausschreiben verbunden sind. Die Preise können von jenen Volksgenossen gewonnen werden, die von dreien der dargebotenen Kompositionen Titel und Komponistennamen erraten. Den Ein- sendetennin zu jeder Veranstaltung gibt der Reichssender bekannt. Den sang- und klanfffrohen ünterstei-rern wird es nicht viel Mühe machen, sich die schönsten Preise heimzuholen. Um aber auch das Winterhilfswerk zu fördern, haben die Teilnehmer des Preisausschreibens an den Relchssender Wien IV, Argentinierstraße 30. mit dem Ergebnis Ihres Ratens entweder eine Spendenquittung einzusenden, die sie von ihrem Ortsbeauftragten für das Winterhilfswerk erhalten, oder einen vom Postamt gestempelten Zahlkartenabriß über die Einzahlung eines Betrages mit dem Vermerk »Preisausschreiben des RS Wien«, An jedem zweiten SoniituK nach der Veranstaltung wird der Reichssender 10 Volksgenossen und 10 Betriebsführer. Firmeninhaber usw. namhaft machen, die die höchsten Beitrüge gespendet haben. Schon nächsten Sonntag, also am 7. Dezember, crf. 'srt die erste Nennung der Spender. Können Sie raten? Das werden wir hörenf * Kletm Chrmiih m. Heldentod eines Orazer Universt* täts-Assisten'en. Das Pharmakoloßische Institut aer Universität Graz hat mit Dr. Ewald Grase nick, der im hohen Norden den Heldentod starb, einen hochbegabten jungen Nachwuchsgelehrten verloren, der zu den schönsten Hoff-nijngen berechtigte. Trotz Wehrdienst widmete er sich auch in den letzten |ah-ren seinen wissenschaftlichen Arbe ten und ergänzte sein medizinisches Wissen durch chemische Studien, um mit diesem erweiterten Rüstzeue eine Forschunßs-arbeit zu beginnen, die das Wirken der Arzneimittel im menschlichen Körper und ihre Beeinflußung durch die Hormone zum Gegenstand hatte Seinem kämpferischen Leben entsprach es, daß Dr. Grasenick sich schon als blutiunger Student während der österreich'schen Systemzeit für die illegale nationalsozialistische Bewegung tatkräftigst einsetzte. m. Todesfille. In Brunndorf bei Marburg verschied in ihrem Heim die 64-iährifl:e Besitzersgattin Antonie K a I-loch. Einem Unfall fiel der 58-jährige Franz Bäk aus Kartschowln bei Marburg, Valentin-Schäffergasse 8. zum Opfer Ferner starb in Marburg. Banca-larigasse 6 die 7l-.jähri)?e Zimmermannsgattin Rosalie S t u p a n. m. Ernennung im Samariterdienst. Der Kreisführer des Deutschen Roten Kreuzes in Marburg, Primararzt Dr. Ernst B o u-vier, wurde zum Landesstellenarzt für die neuangegliederte Untersteiermark ernannt. Die Kreisstelle in Marburg des Deutschen Roten Kreuzes übernimmt Landrat, Oberfeldführer Fritz Knaus. Die feierliche Übergabe wird demnächst erfolgen. Wie schon seinerzeit in unserem Blatte erwähnt, hat sich Primararzt Dr. Bouvier, der den Ruf eines ausgezeichnet ten Chirurgen genießt, um den Aufbau des Samariterwesens und vor allem des Deutschen Roten Kreuzes in der Untersteiermark große Verdienste erworben. Wir sprechen wohl aus dem Herzen aller, wenn wir hoffen, daß dieser ausgezeich- fintoilir Dr. ■bmeHlwr htia MPiU Ihr finnr StainrinsciMtl Zefm-Jahresfeier der Ortsgruppe Ober-w«rt — Barbarafeier in Schaben Im Rahmen eines Appells der Studentenschaft der steirischen Hoch- und Fachschulen, der am Samstag, den 6. Dezember (11 Uhr) im Stephaniensaal in Graz stattfindet, werden den Studenten, die während der Ferien einen Arbeits- und Rüstungseinsatz geleistet haben, durch den Gauleiter Dr. uiberreither die Urkunden überreicht. Im Mittelpunkt des Appells steht eine Rede des Gauleiters. Am Samstagabend wird der Gauleiter der zehnjährigen Gründungsfeier der Ortsgruppe Oberwart beiwohnen. — Am Sonntag, den 7. Dezember findet in Seegraben eine Barbarafeier statt. Tpfalitit der lugendenielinm Aus der Bundesjugendführung des Steirischen Ifeimatbundes Freitag und Samstag, den 28. und 2Ö. November führte die Abteilung Leibeser-ziehtjng in der Bundesjugendführung des Steirischen Heimatbundes eine Arbeitstagung für sämtliche Hauptstellenleiter und Hauptstellenleiterinnen für Leibeserziehung in den untersteirischen Bannen und Untergauen durch. Es wurde die gesamte Winterarbeit, im besonderen die Bann-und Untergauwettkämpfe Im Skilauf, die Winterkampfspiele der Deutschen Jugend und die Teilnahme an den Winterkampfspielen der Hitlerjugend des Gebietes Steiermark in Schladming besprochen. Zu den Verantwortlichen für die Jugendsportarbeit in der Untersteiermark sprachen der Führer der Deutschen Jugend, Obestammföhrer S c h i 1 c h e r, der Leiter des Hauptarbeitsgebietes Propaganda in der Bundesführung, Pg. T u 11 e r und Kam. P e t e 1 n. Oberstammführer Sturm und Mädel-gruppenführerin Schein gaben Richtlinien und Anweisungen für die Winterarbeit im allgemeinen sowie für die gesamte große Aufgabe, die einem jeden Verantwortlichen für die körperliche Erziehung in der Jugend gestellt ist. Die Hitler-Jugend und mit ihr die Deutsche Jugend steht auf dem Standpunkt der Totalität in der weltanschaulichen, charakterlichen und auch der körperlichen Erziehung. OnMeaKbreriiiMii-ScIiiliHHi des Dciilscliefl Rofee Rieaies In den Räumen der Kreisstelle Marburg des Deutschen Roten Kreuzes, Kärntnerstraße, wurde vom 29. November bis I. Dezember eine Gruppenführerinnen-Schulung für den Bereich der angeschlossenen Untersteiermark abgehalten. Vertreten waren fünf Kreisstellen, und zwar Marburg mit den Untergruppen Windisch-feistritz und Windischgraz (Marburg 9, Windischfeistritz 1 und Windischgraz 1), Cilli mit den Untergruppen Rohitsch, Schönstein und Oberburg (Cilli 8, Rohitsch 5, Schönstein 3 und Oberburg 2), Pettau (4), Trifail (3) und Rann (1). Geleitet wurde die Schulung von den Oberwachtführerinnen Mohr und G r e i 1 e aus Graz. Es wurden interessante und fesselnde Vorträge gehalten, darunter von Stabsarzt Dr. A u s w a 1 d und von Frl. Annemarie Putz vom tung war es daher nicht in letzter Linie zu danken, daß der Liederabend zu einer echten musikalischen Feierstunde wurde, die noch lange in den Herzen der. Zuhö-' rer nachklingen wird. Dr. Eduard Butschar Vom Hirtenknaben, der König wurde Ein Märchen von Karl Haiding . .\n einem Wintertage war es, da reiste der König allein übers Land. Er ritt lange durch einen verschneiten Wald, und es brach schon die Nacht herein, als er end-" lieh auf das freie Feld kam, wo er in einem kleinen Gehöfte Unterkunft fand. Die Frau des Bauern sollte in dieselr Nacht ein Kindlein gebären. Darum war nahe dem Herd ein Tisch gedeckt für die Schicksalsfrauen, die von weiter kommen, wenn ein Kind geboren wird. Auf dem Tisch standen drei Schüsseln mit Brei und drei Becher mit Trank, wie sie auch die Bergbauern am Perchtelabend herrichten für die Frauen, die in den Weihenächten durch das Land ziehen. Die Frauen verleihen das Leben und die Gaben, die der gewinnen mag, der stark genug ist. Der König schaute von seinem Winkel auf den wundersamen Gabentisch und konnte keinen Schlaf finden. Um Mitternacht hörte er im Nebenraum ein Kindlein schreien. Da tat sich die Tür auf und drei^ wundai;«a9^ dt«' ersten ging ein milder Glanz aus, denn auf dem Haupte trug sie einen Kranz aus Tannenreisig, mit brennenden Kerzen bc-steckt. »Schwestern, laßt uns speisen«, sagte sie, »wir sind weit gereist.« Und sie kosteten von dem Brei und tranken dazu. Dann hub die erste wieder an: »Was sollen wir dem Knaben geben, der heute geboren wurde?« »Ich bestimme ihm, daß sein Leben von Anfang an von Gefahren bedroht ist«, antwortete die zweite. »Und ich gebe ihm Mut und Glück, diese Gefahren zu überwinden«, sagte die dritte. Da sprach die erste: »Und ich bestimme ihm, daß er die Königstochter dieses Landes freit und König wird.« Dann schritten sie zur Tür hinaus. Der König saß auf seinem Lanier und dachte Q'arüber nach, wie er das Geschick wenden könne denn es ßinc ihm wider den Sinn, daß dieser armen Leute Kind an seine Stelle treten solle. Er snh nur seine Würde und bedachte nicht, daß allein Taten das Anrecht auf ein Königsanit begründen. Am Morgen trat der Bauer zu ihm und sagte, daß seine Frau das zehnte Kind geboren habe und er nun nicht wüßte, w'e er auch noch für dieses aufkommen könnte. Da erbot sich der Kön-g. das Neugeborene mit sich zu nehmen und es wie seinen Sohn auf/u-^iehc" S'e t^ten es Iii ein Körbchen und rie«- König nahm Ari^i und ritt fort. Er war noch nicht lange geritten, als er zu einer Brücke kam, die über einen Fluß führte. Da warf er das Körbchen mit dem Knaben ins Wasser und ritt weiter, froh, den Widersacher so rasch los geworden zu sein. Das Körbchen aber, in dem der Knabe lag. einer nicht unter; CS trieb den Fluß hinab und wurde schließlich ans Ufer f»eschweninit. Kaum war das Körbchen am Land, als ringsum der Schnee schmolz, Buschwerk und Blumen erblühten und die Vöglein sangen. Mitten im kalten Winter, umgeben von Schnee und Frost, war auf einem kleinen Flecken Frühling geworden. Da kam ein alter Hirte des Weges und wunderte sich nicht wenig, daß die Blumen blühten, er trat näher und nahm das Körbchen an sich. Da merkte er, daß ein Kind darinnen lag. Er nahm es mit he m zu seinen Schafen. Aber was sollte er in seiner winterlichen Einsamkeit mit dem Kindlein anfangen und wie sollte er es nähren? Fs fei ihm nichts anderes ein, als den Knaben an einem seiner Schafe trinken zu lassen. Bald hatte er »sich an das Kind gewöhnt, und als der Sommer kam, nahm er es mit auf die Weide, und allmählich wuchs es Im Kreise der Hirten heran. Der Knabe erlangte bald großes Ansehen, den er war tapfer und gut. Als er zu einem stattlichen Jüngling geworden war. ritt eines Tages de»" König vorüber. Der junge H'rt gefiel ihm , ?:fhr und er sprach ihn an. Da erfuh** de'* 1 König, wie der JiM»ßlinß hierher gekom- men sei, und er erschrak heftig. Er erkannte, daß der Knabe damals nicht ertrunken sei, und sann nach, wie er Ihn sich vom Halse schaffen könnte, »Du kannst dein Glück machen«, sprach der König. »Wenn du bis morgen früh die Burg erreichst, in der mein».' Tochter wohnt, so will ich sie dir zur Frau geben«. Die Königstochter wohnte aber auf einem Berge, um den brannte ein Feuer, so daß sich niemand nähern konnte. Der junge Hirt machte sich gleich aui den Weg, nur mit seinem Stabe bewaffnet, Er kam erst beim Morgengrauen an den Berg. Als er ihn hinanschritt, da brannte das Feuer nieder, denn er war der auserwählte Freier. Die Königstoc'i-ter hieß ihn liebreich willkommen und sie hielten Hochzelt. Weil er aber solange als Hirte gelebt hatte, war er ein gorechter und gütiger König. f^elterf (Stfe Auch oin VorzuK Ein juiiRcs Mädchen bewirbt sich um die StelluiiK einer KinderpfleKcrin. I">ie Miuisfrau blickt sie prüfend an und saut: »Ich weiß nicht recht, ob Sie sich für diese Stellung eignen, denn Sie sind ja unge-Avöhnllch klein —« «Ach, das macht nichts*, (neitit die Bewerberin. bedenken Sie. weim ich dann das Baliy ab und zu fallen lasse, dann maciit das wenifistens uictit soviel.« Nummer 30§ »MarliBfgef Zelfünj?« 4. Dwember 104t 7 iiete Arrt und Menschenfreund wie bisher auch fürderhin dem Ausbau unsere?! Samariterwesens alle seine Kräfte zur Verfügung stell«! wird. m. Konzert für das Kriegswinterttilfs-werk in CilH. Im großen' Saal des »Deutschen Hauses« kommt am Samstag abend seitens eines Musikkorps der Wehrmacht ein Konzert zugunsten des Kriegswinter-hilfswerkcs zur Durchführung, das bei der Cillier Einwohnerschaft wieder großen Beifall finden wird. Die reiche und auserlesene Vortragsfolge verspricht einen besonderen musikalischen Genuß, m. Führungsappell in der Ortsgruppe Rast. Am Sonntag fand im kleinen Saal des Himatbundhauses in Rast der monatliche Dienstappell statt, an dem sich außer den Amtsleitern die Zellen- und Blockführer und deren Helfer und Helferinnen beteiligten. In Vertretung des am Erscheinen verhinderten Ortsgruppenführers sprach der Leiter des Führungsamtes I und anschließend die Leiter der einzelnen Führungsämter über laufende Angelegenheiten. m. Fred von Bohlen sprach In Trlfail. Donnerstag, den 27. November sprach auf Einladung des Steiri^chen Heimatbundes, Amt Volkbildung, in Trifail der weitbekannte Reiseschriftsteller und Orientforscher Fred von Bohlen, Berlin, zu seinem Film »Schleier, Fez und Turban«. In humorvoll frischer Art führte der Vortragende die gespannte lauschende Zuhörerschaft an Hand des Filmstreifens nach Sarajewo, Uber Skoplje und Mostar nach Kalabaka, dem Hort der frauenfeindlich gesinnten griechischen Mönche. Von dort ging es mitten hinein in die bunte Märchenwelt der Islamgläubigen, in Harun al Raschids Zauberland. Bis an das Kaspische Meer über schneebedeckte Gebirgszüge von 5000 m Höhe führte die Reise, die bei ihrem Abschluß eine Fülle interessanter und neuartiger Eindrücke bei ihren Schau-Teilnehmern hinterließ, was diese mit dankbarem Beifall quittierten. m. Orazer Herbstausstellung 1941 im Rundfunk. Im Rahmen der Senderreihe »Zeitgeschehen« bringt der Reichssender Wien Freitag, den 5. Dezember in der Zeit von 10.40 bis 11.30 Uhr eine Rundfunksendung aus Q'er Grazer Herbstausstellung 1941 der Kameradschaft steiri-scher Künstler und Kunstfreunde, Die Sendung wird von allen Sendern ü'er, Ostmark und dem Reichssender Alpen, Übernommen. in. E^n Sonderpostamit Im Saizburger Mozarteum. Zur 150. Wiederkehr des Todestages Wolfganc Amadeus Mozarts am 5. Dezember wird in Salzburg, Schwarzstraße 6. im Vorraum des Großen Saales des Mozarteums ein Sonderpostamt mit der amtlichen Bezeichnung »Satzburg, Mozarts Qeburtsstätte, zum 150. Todestag« eingerichtet. Es wird am 5. Dezember von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 20 Uhr geöffnet sein. Das Soin-derpostamt verwendet einen eigenen Stenroel mit der angeführten amtlichen Bezeichnung, der Tagesausgabe Dezember 1941 und der bildlichen Darstellung einer Leier mit Mozarts Naniens-zug. o. Deutsdie Verwundete als QMste In Kroatien. Die 110 verwundeten deutschen Sol« daten und Offiziere, die Gäste der kroatischen Regieruns: sind, trafen zur Erholunj; in dem bekannten Bad Varasdin ein, wo sie von der Bevölkerunf und den Behörden herzlichst empfanden wurden. 0. Deutsche DichterlesunE in Sofia. Auf Einladuns des Deutschen Wissenschaftlichen Instituts in Sofia fand am Montag eine Dichterlesung statt, und zwar las der hranden-burgische Dichter Hans Künkcl aus eigenen Werken. Unter den Zuhörern befanden sich namhafte Vertreter des bulgarischen literarischen und Geistesleben. Die DichterlesunR fand überaus beifällige Aufnahme. 0. Rumänisches Antlkorruptlons-Gesetz. In Rumänieil wurde ein Pekretgesetz erlassen, das Gefängnisstrafen bzw. hohe Geldstrafen für diejenigen vorsieht, die eine Bestechung von öffentliclien Beamten versuchen. o. Die »Antibolschowlstische Ausstellung« In Budapest. Die große »Antlbolschewistische Ausstellung« in Budapest wird am Donnerstag vormittag der Öffentlichkeit übergeben. o. Neue Eisenhahnverbindung zwischen Altbulgarien und Thrazien. Nach Mitteilung der Generaldirektion der liulgarischen Eisenbahn wurde am Samstag der Eisenbahnverkehr auf der neuen 16 km langen Bahnlinie Kulata~r>einir/Hissar aufgenommen, die über den i^uppelpaß führt. Die neue fUsen-halinlinie verbindet den l'ndpunkt der Eisenbahnlinie Sofia—Siinitli—Kulata mit der Eisenbahnlinie, die von Dedcaiiatsch über Se-res nach Westen führt. Mit der Inbetrieh-nahnie dieser neuen Strecke, die ebenso,wie die iJnie Simitli—Kulata als Schmalspurbahn gebaut ist, ist die erste direkte Eisenbahnverbindung zwischen \Itbulgarien und Thra-eien hergestellt worden. WIRTSCHAFT iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiittiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiniiimiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiHiinniuNiiiiiiiiimiiiiiinnniiinnniiiinininnninnininNiui Zaummenarbelt des europäischen Handwerks In Kürze wird eine in deutscher und italienischer Sprache erscheinende Zeitschrift »Artifex« herauskommen, deren Hauptaufgabe CS ist, die Zusammenarbeit des euro-päischen Handwerks zu fördern. Die Zeitschrift wird 'Jas regelmäßig erscheinende Sprachrohr der Internationalen Handwerkszentrale sein. Erst vor fünf Jahren in Rom als »Cen-tro Internazionale dell' Artigianto« (CIA) gegründet, sind die Bestrebungen der Internationalen Handwerkszentrale vor allem vom deutschen Handwerk lebhaft unterstützt worden. 1938 eröffnete das deutsche Handwerk in Verbindung mit der CIA die Erste Internationale Handwerks-ausstellung, an der dreißig Länder teilnahmen und dort eine Schau ihres handwerklichen Könnens darboten. Der Krieg hat die Verbindungen, die damals geknüpft wurden, zwar teilweise zerstört; die Arbeit der CIA aber wurde fortgesetzt und hat kürzlich durch neue Satzungen eine festere Fundierung erfahren. Nach den Satzungen bezweckt die CIA die Förderung und Pflege der kulturellen, wirtsciiaftl'ichen und sozialen Beziehungen der Handwerkerverbände der verschiedenen Länder untereinander. In erster Linie handelt es sich dabei um die handwerkliche Zusammenarbeit der Länder, die am Aufbau des neuen Europa mitwirken wollen. In def Praxis wird diese Zusammenarbeit hauptsächlich erfolgen durch regelmäßige Konferenzen, internationale Ausstellungen, Junghand-werkeraustausch, wirtschaftliche Studienfahrten, eigene wissenschaftliche Institute, Vorträge, Berufsausschiisse und 'den Austausch von Handwerkserzeugnissen. In den alljährlichen Konferenzen werden die grundsätzlichen Fragen der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit des Handwerks geklärt. Die internationalen Ausstellungen sollen einen Einblick in die handwerkliche Arbeit 'der einzelnen Länder geben und Anregungen vermitteln. Durch den Austausch tüchtiger Junghandwerker von Land zu Land soll das Verständnis für die handwerklichen Eigenarten des Nachbarlandes vertieft und das berufliche Können erweitert werden. Die Fachverbände des Handwerks sollen in einem Berufsausschuß zusammengefaßt werden, der die fachlichen Beziehungen untereinander zu vertiefen hat. Hasenfrass am Sbslliaan Landwirte, Siedler und Kleingärtner treffen jetzt allerlei Vorbereitungen für die Winterzeit, um ihre Gärten gut in das Frühjahr hineinzubringen. Ihre besondere Fürsorge gilt auch den Obstbäumen. Laufe des Winters awf faule Stetten durchgesehen werden. Kranke Kartoffeln sind zu entfernen, sonst breiten sich die Fäulnisherde schnell aus. Wenn Schnee und Kälte die Nahrungssuche der Hasen erschweren, dringen diese gern in die Gärten ein und machen sich ans Abnagen der unteren Stammteile der Obstbäume, wodurch sie viel Schaden anrichten können. Wo nur immer Hasenfraß zu befürchten ist, müssen die Bäume daher nach Möglichkeit geschützt werden, und zwar dadurch, daß man die Stämme mehrmals während des Winters mit einem Gemenge von Kunmist, Lehm und Kalk bestreicht. Noch besser bewahrt man die Obstbäume vor Schaden, wenn* man sie jetzt schon umzäunt oder die Unterteile der Stämme dicht mit Gestrüpp, dornigem Reisig und drgl. belegt. Wunden, die durch Hasenfraß entstanden, werden mit Baumwachs oder Baumsalbc überstrichen oder mit einem Verband behandelt, der aus zwei Teilen Lehm und einem Teil reinem Kuhdünger besteht und gut vermischt auf die Wundstelle gestrichen wird, worauf man einen Streifen groben Stoff darüberbindet. . . Sind Ifere Rartollela gni eingelagert? SPORT (Zelchnuns v. I.ampe — Scherl-Büdcrdiemt-M,)- Kartoffeln wollen richtig eingelagert sein, sonst entstehen derartige Verluste, das sich das ganze Einlagern nicht lohnt. Ideal ist die sogenannte »Kartoffelfall-kiste«, die aus Latten mit schrägem Boden gebaut wird, so dali man stets die Möglichkeit hat, die unten lagernden Kartoffeln zuerst zu verbrauchen. Doch heute ist der Bau einer solchen Kiste schon mit einigen Schwierigkeiten verbunden. Dagegen steht eine alte Holzkiste wohl jedem zur Verfügung.,Wenn maiii sie auf Mauersteine oder Holz-pflöcke stellt, so daß ein Luhraum von 4 bis 5 Zentimeter Höhe entsteht, ist sie gut brauchbar. Je mehr Luft an die Kartoffeln herankann, um so besser ist es. Wer das nötige Handwerkszeug hat, bohrt in die Kistenwände große Löcher. Selbstverständlich muß die Kar-toffelkiste kühl und trocken stehen und darf nicht etwa an der Zentralheizung oder Warrnwasserleitung untergebracht werden. Die Kartoffeln müssen öher im ocrufscrjicliuitgswcrii Handwerk Das BenifserziehunKSwerk des Handweiks veranstaltet laufend Werkstoffschulun-""u LehrKemeniscIiaften für Meister, Gesefleti, Uhrlinge, AntemUnge imd nilfsaroeiter. ^ur nachstehende Lehrgemeinschaftcn werden noch Anmeldungen entgegen genommen: ^ Werkstoffschtilung für Maler und Anstreicher, Werkstoffschulung für Bau- und Möbeltischler (Kauritleim). Werkstoffschulung für Möbeltischler (Oberflächenbehandlung des Holzes auf schellackfreier Grundlage), Fachzeichnen für Möbeltischler, Fachzeichnen für Stellmacher und Kaiossericbauer, Erzeugung und Reparatur von Skiern für Stellmacher, Elektroschweißen, Grundlehrgänge und Aufbaulehrijänge, Gasschmelzschweißen, Grundlehrgänge und Aufbaulehrgänge, Fachlehrgänge für Autoreparateure, a) Rep. des Motors, b) Rep. des Fahrgestells Werkstoffschulung für das aluniinlimiverarbeitende Handwerk l'achlehrgang übei Härtetechnik l-achlehrgang für Landniaschinenreparateure, Werkstoffschulung für Spengler und Installateure (Blei- und Zinkschweißen, Por-zellanrohrverarbeitung), Ondulieren für Friseure, Grundlehrgänge und Aufbaulehrgänge, Wasserwellen und Dauerwellen, Grundlehrgänge und Aufbaulehrgängc, Werkstoffschulung für Schuhmacher (Ago-Klebeverfahren), ' l'achzeichnen für Schuhmacher, «Individuelle Schuherzeugung und l.eistenrichtcn, Orthopädische Beschuhung, Das Schaumsauerverfahren für Bäcker. Die Handwerker aus den Kreisen Marburg Stadt und -Land gehen Ihre Anmel-.ungen entweder mündlich oder schriftlich an die Dienststelle des Berufserziehungswerkes für das Handwerk Marburg, Domplatz 20-1, ab. Die Handwerker in den übrigen Kreisen melden sich bei Ihrer zuständigen Kreishandwerkerschaft. Diese DienststeTlen erteilen alle weiteren Au&künttc. 9547 FKBbaB !■ Insiaad Italien ; Ambrosiana—Florenz 0:1, Livorno—Lazio 2:1, Modcna—Liguria 1:1, Neapel—Türin 0:0, Bologna—Triesi 2:0, Juventus—Venedig 0:0, Genua—Ata-lanta 1:0, AS Rom—Mailand 2:0, Ungarn: Ujpest—Ferencvaros 6:2, Lampart—VMFC 1:2, MAVAG—FC Sze-ged 1:1, VSE Szeged—Klausenburg 1:2, Salgotarjan—Elektromos 1:1, Gamma— DIMAVAG 1:1, Kispest—Großwardein 1:0, Szolnok—Neusatz 8:0. ^ Slowakei: Lände reif—B-Aus wähl 3:5. • Serbien: Winterpokal: SK l,3~Sla-vija 1:0 abgebr., BSK—Bozac 7:0. Balkan—Sparta 4:0, Radnicki—Palilulac 0:3, Obilitsch gegen Zcleznicar 3:3. * t D4e steiffeche Tiscbtenirfsmeisier-.^haft wurde mit der Begegnung ASV Graz gegen BSö Donawitz begionnen. Die Grazer Akademiker, die den Titel zu verteidigen haben, gewannen mit 4:L : Ragnltild Hvecer kommt Domierstas. Die dänische Schwimmerin Ragnhild Hveger, die ani Wochenende als Gast des EVASC in Wien weilt und m Amalienbad ihr einzigartiges Können zeigen wird, trifft am. Donnerstag in Wien ein. -: Ernst W«'ß konnte in der Berliner Deutschlandhalle gegen den Italiener Abrucciati nur ein Unentschieden davontragen. : Das Zwischenrundenspief um ' den Reichsbundpokal zwischen den Mannschaften von Mitte und Ostmark, das am 14. Dezember in Halle stattfinden sollte, ist um eine Woche verlegt worden. Die Begegnung wird nurmehr erst am 21. Dezember in Halle durchgeführt. : Schweden—Schweiz 6 : 3. Schweden, vertreten durch Hammarby, gewann ein Eishockcyspicl gegen die Schweiz mit 6 : 3. AUS ALLER WELT a. Bergdörfer werden erschlofisen. Trotz des Krieges schreitet der Aufbau in den Kärntner Bergdörfern rüstig * voran. Die abgelegenen HochgebirgscIörfiBr Außer- und Innervillgraten an der italienischen Grenze waren seither nur durch einen schmalen, schlechten Güterweg dem Verkehr erschlossen. Nun ist eine wesentliche Verbreitung und Verbesserung der Straße durchgeführt. Die Gemeinde Innervillgraten, die bisher ohne Wasserleitung war, ist in den letzten Wochen mit einer Wasserleitung versorgt worden. Außerdem wurden in beiden Dörfern je ein neues HHfspostamt eingerichtet, sodaß die früher so abgelegenen Bergdörfer nun auch postinäßig erschlossen sind. Für den Anfang wird die Postzufuhr mit Pferdefuhrwerken erfolgen. Nach detn Krieg ist eine Kraftpostlinie geplant. a. Seltenes Wakliiiaorf*glück. Ungewöhnliches Glück hatte der Förster Gerhard Reetz aus Kipsdorf auf der Saujagd in den Waldungen seiner Gemar-kijng. Als dem Jäger zwei ausgewachsene Tiere ins Visier seiner Flinte kamen, drückte er ab und traute seinen Augen nicht, als die eine Kugel beide Sauen niederstreckte. a. Uin den Cro4dpanzer Gustav Adolf«». Bei Aufräumungsarbeiten im Donje von Strengnaes, westlich von Stockholm, ist der vergoldete Panzer des Königs (ju-stav Adolfs gefunden worden. Es ist damit die hier und dort aufgetauchte Legende, daß ihm dieser in der Schlacht bei Lützen geraubt sei, wiederlegt. Der Panzer selbst ist im Jahre KtJO in der in der Nähe gelegenen Stadt Arboga angefertigt worden. a. Ein »Toter^ er^Hicht um einen H©i- ttiatscheiti. Beim Gemeindeamt der Ortschaft Klem-Lhota bei Pottenstein suchte ein gewisser Josef Benes aus MÜin schriftlich um die Ausstellunjz eines Heimatscheines an. Obwohl in der Ortschaft ein Bürger gleichen Namens vor Jahren eiti Häuschen besaß, konnte sich niemai^d an ihn erinnern, da dieser schon vor vielen lahren das Dorf verlassen haHc und nichts mehr von sich hören ließ. Er wurde daher im Dezember 1938 amtUch für tot erklärt. Nach d^in nunmehrigen Angaben des Oesuchstollers mußte der Bürgermeister feststellen, daß ein lebender, aber amtlich für to4 erklärter Mann um dir AussfcHune seines Heimat-Scheines ersucht. Sctfe 8 »Marhurger Zeitung« 4. Dezember 1941 Nummer 30. 9tadtth««t«r Marburg an dar Drau 4 4 4 M Heute, DonnertUg, den 4. D«ztmbcr, 20 Uhr Erstaufffihrang Ehrenabend des Kapellmelstm Leopold Matüttschtk WIENERBIUT Operette in 3 Akten voa Johann Strtnß Morgen, Freitag, den 5. Dezember, 20 Uhr ErstauffUbruQi mm Sinji^spiel in 3 Akten von W. A. Mourt SaiMiagt v^onlba" Sonntag: Nachmittagsvoratellun »Die lu- stige Witwe«, AbendvorsTetlung »We Enlfiihrtins aus dem Serail« Kleiurlnztiier nnniiniiiiniinin niiniinininniinniiininniii^ |4|| tl |*)«0] UOM Mp*r ßl Mtt«ettiges Zimmer mit oder ohne Verpflegung suchen zwei Schwestern ab sofort. Zuschriften unter »Schwestern« an die Verw. __9536-6 Staatsbeamtin, ganten Taic; abwesend, sucht schön möbliertes, hetzbares Zimmer Im Zentrum, womöglich mit sep. Eingang. Zuschriften * unter inle pünktlich« an die »Za Verw. 9537-6 Sägeweriie zu verpachten tm verkehrsreichen Orte. Adr. Verw. 9527-1 Mittelgroßer eiserner Ofen ztt kaufen gesucht. AntrMce an das ErnÄhrungsamt, Cim. 9486-3 16 mm Schmalfilm-Vorfilh-Tungsgeräfe (Schmalfilmprojektor, Klein-Kino) für Tonoder Stummfilm zu kaufen gesucht, Anträge an das Ertiäh-rungsamt, Cilli. 9487-3 Junges, kräftiges Zugpferd EU kaufen gesucht. Angebote an Standard Vacuum Oil Company, Marburp/Drau, Reiserstraße I6'lf!. 9402-3 Valvasor, .Vischer, Megiser alte Landkarten, Stiche und Drucke wie alles über Steiermark. Krain und Kärnten geschriebenes zu kaufen gesucht. Angebote »nt. »Bibliophil« an die Verw. 9335-3 Schreibmaschine und Rechenmaschine kauft Kowatsch, Marburg, Obere Herrengasse Nr. 14. 9523-3 Zu yfrifcniiffii »Tempo«.Lieferwagen, billig, sparsam, groß, Vertretung für Untersteiermark: Alfons Wresniti, Kraftfahrzeuce, Reiserstraße 24, Ruf 28-50, 9405-4 Alte Betten, Einsätze und Kästen werden verkauft im Altersheim, Marburg, Burggasse 40. am Samstag, den 6. Dezember 1941 um 15 Uhr. 0402-4 Bett and Nachtkasten mit Marmorplatte zu verkaufen. Mozartstraße 74. 9518-4 Verkaufe Kanarienvögel Harzer, sehr gute Sänger, Weibchen auch gute« Brüterinnen. Anfragen Berggasse 12. Parterre, rechts. 9529-4 Großes Ölbild ohne Rahmen, darstellend >das letzte Abendmahl«, zu verkaufen. Uferstraße 23. 9540-4 Zu ¥§9Miiit§k Ehtbettzimmer, möbliert, mit KUchenbenützung im Zentrum an alleinstehende Dame zu vermieten. Adr. Verw. 9545-5 Zweibettzimmer, sonnig, an 2 bessere berufstätige Herren vermiete sofort. Zentruni. Wildenrainergasse 13-111. 9534-5 2ii mllfüi Größeres Geschiftslokal mit Nebenräumen, für Textllwa-renhandel, günstig gelegen, ffesucht, Vermittlung durch Kealitätenbüros erbeten. Zuschriften unter »Bald TO.8i2« an Ala, Graz, Herrengasse 7. 9407-6 SolMtr Herr sucht per sofort mr>hliertes Zimmer. Anträge unter »Einsatz« an die Verw. 9519-6 Gut möbliertes Zimmer zu mieten gesucht. Gerhard Hu-semann, Tappeinerplatz 3. _ _9524J Junges Fräukin sucht Zim* mer für sofort, wenn möglich linkes Drauufer. Antr. unter »Klavierbenützung« an die Verw. 9526-6 Möbl. Wohnung mit Küche von auch ält. Ehepaar ge-sucht, Antr. unter »Ohne An. hang« an die Verw. 9528-6 Altere Frau sucht Kabinett oder Schlafstelle (eigenes Bett), würde auch im Häuslichen mithelfen, Antr. unter »Anständig« an die Verw, 9530-6 Leeres oder möbl. Zimmer wird dringend gcsucht ^m rechten Drauufer. Anträge unter »Ehepaar« an die Verwaltung, 9546-6 Bedienerin möchte gerne nur für Kost und freie Wohnung dienen; ist für jede häusliche btr. Anträge unter »Tüchtig 3930« an die Aripeit verwendi Hausmelstar-Ehepaar, deutsch* sprechend, ordnungsliebend, wird aufgenommen. Luther gasse 5, Scherbaum. 9460-8 Getibte Zablkellnerta, d. detit- Kchen Sprache mächtig, mit längerer Praxi*, nicht unter 25 Jahre alt, wird aiifgenom« .......iffer. mtn. Hotel Henke« TUf 9448.B Ein Lahrjqng« für Elektrotechnik wird aufgenommen. Anzufragen M. Lc^fit Klmt-nerstrsM 28._ 0520-8 Ehrtlehe Bedienerin für Stunden gesucht. Blasnik, Schll« herstraße 26, 9523-9 Ehrliche Bedienerin für Vormittag sofort gesucht. Anzufragen WIndenauerstr. 65-1. 9535-8 BURG-KINO l eninii tHeut* 16,18*^n, 21 Ubi Ein Film der Märkischen-Panorama-Schneider-Südost: Hera ohne Heimat Albrecht Schoenhals, Anneliese Uhlig, Gustav Dietil, Camilla Horn, Sabine Peters, Dorlt Kreysier. Für Jugendliche nicht zugelassen 1 Kulturfilm! Neutste deutsche Wochenschau! SSPLAMAOE hsninit 25-29 Heut« 16.18*30,21 ühi Luise Ullrich, Karl L. DIehl, Werner Krauß Annelie Die Geschichte eines Lebens Der Film erhielt die Prädikate: Staatspolitisch und ktinstleriach besonders wertvoll — Volkstümlich wertvoll Kulturfilm. Ufa-Woche Nr. 585, Jugendliebe unter 14 Jahren nicht zug