Prii«u«»r»»i,»S- Preise: Kür Laibach: •eiqjMrtg . . 8 fl. 40 tr. HalbjSbrig . . 4 „ 80 , fltrtelWrtg . 2 „ 10 „ Monatlich ... — » 70 , M; t der Post G»«,t»hrtg...........18 fU Haldjthrig........... 6 „ vierteljithrig........3 „ Laibacher Kür Zustellung in« Hau« viertelt- 86 kr., «onetl. 9 kr. «meine ftnamern < kr. Nr. 242. TJ * Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht |Utü4gtjtnbtt. Redactt«»: vabnbosgaffe Vir. 15. Er»r-iti««S- Jk Juser«t«u-Bnrea»: jkongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Klein« mayr A Fe». Bamberg.) Juiertt-nSvreife: Kür die einspaltige Petit,eile £ 4 Ir, bei wiederholter Einschaltung ä 3 kr. Anzeigen bi« 5 geilen 80 kr. Bei größeren Jnser« Öfterer einschaltung/i;^ Araber Rabatt, Sät compliererten btrt Betgiltn: Samstag, 20. Oktober,11877. Morgen: Ursula. Montag : Kordula. 10. Jahrgang. Das treulose Serbien. Serbien Peht im Begriffe, zum zweitrnmalr den Lockrufen Rußland« zu folgen und die Waffen gegen seinen rechtmäßigen Oberherrn, den Sultan, zu ergreifen, um an der Seite Rußland- an dem Kriege gegen die Türkei theilzunehmen. Ein eigen-händige« Schreiben de« Zaren und die klingenden Goldmünzen, die von Petersburg nach Belgrad »an« betten, reizten da« serbische Fürstchen und Volk zur neuen Aktion, verleiteten Serbiens Fürsten und Volk zum Treubruch. Bor fech« Monaten richtete das russische Sabinen an Fürst Milan die Mahnung, sich ruhig »u verhalten; nur durch ruhige» Verhalten könne sich Serbien einen Anspruch erwerben bei der bevor-stehenden Thrilung der — türkischen Vasallen-lünder, ein selbständige« Einschreiten Serbien« würde unliebsame Situationen herbeisühren und Serbien schädigen. Dem Fürsten von Serbien wurde von russischer Seite nahegeleg», daß Rußland revolutionäre Elemente verschmähe (?). Und heute, nach sechs Monaten, wie sieht e« aus? Der im heurigen Frühjahre vom Zaren gleich einem vorwitzigen Änabm behandelte Serbe n f fl r ft ist heute ein gefeierter Bundesgenosse, ein .guter Freund und Alliierter" Rußland« geworden, Milan und sein Volk wurde seinem rechtmäßigen Oberherrn untreu, Milan sieht sich im Traume bereit« auf dem südslavischm — groß-serbischen — Königsthron, diese Hoffnung erfährt von Rußland auS Nahrung, Milan warf den Halbmond in den Staub unb will mit dem russischen Doppelaar gegen die Fahne des Profeten zu Felde ziehen. Fürst Milan ist treulo« gegen seinen Ober-Herrn, ist treulo« gegen sein Volk, er vergißt seine Vasallenpflicht gegenüber dem Sultan unb unterläßt e«, die Zustimmung de« serbischen Volke« zur Theil. nähme an dem Kriege gegen die Türkei einzuholen, er vergißt die Satzungen der serbischen Verfassung, er läßt die serbischen Truppen gegen den rechtmäßigen Oberherrscher Serbien« gegen den Willen der serbischen Volksvertretung In den Krieg ziehen, Fürst Milan hat da« Staat«- und Völkerrecht verletzt, er brach die Treue gegen den Sultan, gegen sein Volk. Die Hohe Pforte wäre im vollen Rechte, wenn sie zur Absetzung de« treulosen Milan schreiten würde. Die serbische Nation wäre eben auch berechtigt, die Leistung der Gut- unb Blutsteuer zur Theilnahme an dem Kriege gegen die Türkei zu verweigern. Der Pariser Vertrag vom Jahre 1856 wies Serbien feine Stellung zur Türkei an, Serbiens Fürst jedoch verletzte diesen Vertrag, und der Theilnahme diese« hochpolitischen Verbrechen« machte sich Rußland schuldig, indem e« Serbien zum Kriege gegen die Türkei aufforderte. Auf Serbien lastet da« Verbrechen der Felonie. Die Pforte hat niemals Anlaß zu diesem Treubruche gegeben, die Pforte mischte sich niemals in die innere Verwaltung Serbiens, die Pforte hat Serbien niemals bedrückt, die Pforte hat die Entwicklung de« Wohlstandes Serbien« niemals gehemmt, die Pforte hat die Regierung und das Volk Serbiens niemals mißachtet, die Pforte gab Serbien niemals Anlaß zu einer gerechten Beschwerde, im ©egentheil, die Pforte nahm mit Befriedigung wahr, daß der Wohlstand Serbien« aufblüht, daß Serbien die Schuldenlast abwälzt, baß die Landwirthfchaft Serbien« gedeiht, daß da« Gewerbe in Serbien sich aufichwingt; die serbische Nationalkirche war autonom, unabhängig, die Skupschtina war ungehindert thötig, da« Verhältnis Serbien« zur Pforte war ein freundliche». Serbien« Fürst und mit ihm da« Land Ser-bien hatten bereite Im Vorjahre ihre autonomen Sieflungen verwirkt, Serbien flehte bei den Großmächten um Hilfe und die Pforte verzieh in gtne« rösester Weife dem treulosen, abtrünnigen Vasallen und dem irregeführten Serbien, die Pforte übte gegenüber den Rebellen alle mögliche Nachsicht, bie Pforte nahm Abstanb von den an Serbien gestellten Bedingungen inbetrefs Erneuerung der Huldigung, Besetzung von Festungen, Reduktion der Armee unb Erhöhung be« Tribut«. Und welcher Lohn wurde der Pforte für alle diese Humanität-acte zutheik ? Serbien verhält sich feinem Oberherrn gegenüber nicht nur nicht neutral, sondern rüstet sich in ausgiebigster Weise, um mit Rußland gegen die Türkei zu kämpfen. Die Geduld der Pforte dürfte nun endlich erschöpft sein, die Pfortenregierung dürfte sich jetzt bestimmt finden, die Absetzung >c« treulosen Vasallen zu beschließen, und keine Macht dürfte gegen diese Maßregel einen Protest erheben. Ganz Europa, alle Leute, denen Staat«, und Völkerrecht heilig, müssen da« treulose und züch* tigungswerthe Vorgehen Milans verurteilen. Ganz Europa — Rußland, der Verführer Serbien«, au«» Feuilleton. Die Herrin von Kirdy. Roman von Ed. Wagner. (Fortsetzung.) Buonarotti rückte einen Stuhl an da« Feuer and setzte sich. „Ich glaube, e« würde gut fein, wenn wir den Kellner fortschicken, sobald er ausgelragen hat, denn er möchte ein Polizeispion sein und ein achtsamere» Auge aus mich werfen, al« mir lieb ist. Ich weiß, daß die Polizei gerade die Hotel« und Gasthäuser mit ihren Agenten versieht, da sich hier das fruchtbarste Feld für sie bietet. Ich habe um so mehr Ursache, auf meiner Hut zu fein, da ich gestern Abenb, wenn ich nicht sehr irre, die Physiognomie eine« alten Bekannten gesehen habe, mit dem am allerwenigsten ich wieder zusammentreffen möchte." „Sie sehen, wie e« scheint, in jedem Menschen einen Polizei-Agenien," bemerkte Helene spottend. „Vorsicht ist zu allen Dingen nütze I" erwiderte Buonarotti. „Wir gebrauchen aber den Kellner zum Auf* warten.“ „Was da« betrifft, so könnte mein Dienet Filipp da« Amt eint« Aufwärters versehen. Da« würde übrigen« noch da« Gute haben, daß dadurch der Bursche verhindert wird, während meiner Abwesenheit die Gaststube zu besuchen, in der er sonst mit ganz besonderer Vorliebe weilen mag. Wie leicht könnte er bort einen Rausch bekommen und infolge dessen in Streit gerathen, und was dann geschieht oder geschehen kann, werden Sie selbst einfehen; ich sowol, wie Sie —" „Schon gut," unterbrach ihn Helene mit einer abwehrenden Bewegung, da sie schon wußte, wa« er sagen wollte. „Ihr Bursche mag un« aufwarten." Buonarotti lächelte triumphierend. „Wie lange beabsichtigen Sie hier zu verweilen, Helene?" fragte er nach iintr Weile. „Ich weiß r« selbst noch nicht," entgegnete diese. „Obwol ich weiß, daß Lady Olla sich unter Freunden befindet, bin ich ihretwegen doch besorgt und möchte ihr diesen Morgen noch einen Besuch ob-statten." „Und riskieren, daß ich inzwischen verrathen oder entdeckt werde!" rief Buonarotti. „Wie unbedacht Sie doch sind, Helene. Bedenken Sie doch, welche Gefahren mir in einer Stadt wie Dublin drohen! Wir dürfen un« feinen Augenblick länger, al« unumgänglich nöthig ist, auf holten." „Sie können jo so lange hier im Hotel ver- weilen, bi« ich zurückkomme." ,Bin ich etwa hier sicher? Eben habe ich gesagt, daß die allmächtige Polizei ihre Arme vorzugsweise in die Hotel» auflftreckt, und wer weiß, ob nicht unser Zimmerwärter in ihrem Dienste steht. Ich denke, wir reisen mit dem nächsten Zug weiter, und habe zu dieser Zeit einen Wagen bestellt." Lady Helene mochte ein mißvergnügte» Gesicht; e« schien ihr, al« habe e« Buonarotti darauf ab. gesehen, immer mehr die Herrschaft über sie zu ge« »innen. „Wenn Sie bedenken,* fuhr dieser fort, „daß eine ansehnliche Belohnung für meine Gefangen- nahme au«gesetzt ist, werden Sie wol begreifen, daß ich Grund zur Aengstlichkeit und Vorsicht habe. Freilich habe ich mich ziemlich unkenntlich gemacht, aber die Detektive« haben scharfe Augen, und wenn einer von ihnen nach mir sucht, wird er mich unter irgend einer Verstellung suchen. Sie wissen, daß ich au« Australien entkommen bin, unb sie wissen, daß fix genommen — kann über das treulose Serbien in der Folge eine schützende Hand nicht mehr erheben, denn ein Land, das sich gegen seinen Oberherrn auflehnt, da« sich unberufen in den Kampf mengt, Gut und Blut für fremde Zwecke opfert, seinen eigenen Wohlstand vernichtet, hat kein Recht auf Schutz seitens der europäischen Mächte, Milan stürzt sich selbst und sein Volk ins Verderben. Wenn Serbien von der russischen Oberherrschaft eine autonomere Stellung erwartet, als eine solche derzeit die türkische Oberherrlichkeit gewährt, so dürfte Serbien sich auf schiefen Wegen befinden; falls auch Rußland aus dem Kriege mit der Türkei als Sieger hervorgehen sollte, so würde die orientalische Frage nicht durch Rußland allein, sondern durch alle interessierten europäischen Mächte erledigt werden. Serbien steht am Wendepunkte. Mögen Fürst und Volk von den Vorspiegelungen und Versprechungen Rußlands sich nicht verführen taffen! Die fremden Leuten geleisteten guten Dienste werden feiten nach Wunsch und Gtbür entlohnt. Die serbische Regierung möge in elfter Stunde überlegen, ob fie das fruchtbare Land neuerlich dem Jammer und Elend preisgeben, ob sie den Boden Serbiens mit dem Blute seiner eigenen Kinder, mit der Asche von seinen eigenen in Rauch aufgegangenen Häusern und Gehöften düngen will. Fürst Milan spielt va bauquo, er möge bedenken, daß die Nemesis den muthwillig unternommenen Krieg an dem Urheber und Mitgenoffen desselben heute ober morgen, ob früher ober später, rächen wird. Serbien und fein Fürst haben noch Zeit, ihre Treulosigkeit zu bereuen und auf die Bahn der Ordnung und des Rechtes zurllckzukehren. Zur Friedeusverunttlungsfrage. Auch in Berliner diplomatischen Kreisen gibt man den in Umlauf gefetzten Gerüchten Gehör, daß sowol Rußland al« auch die Hohe Pforte von dem sehnlichsten Wunsche durchdrungen sein sollen, den blutigen Waffentanz noch im Verlaufe dieses Jahres zu beenden. In erster Reihe soll England bemüht sein, einen friedlichen Abschluß des Kriege» anzubahnen; England war febon vor Beginn der Kriegscampagne ohne Unterlaß bemüht, durch freund liche, wohlgemeinte Vorstellungen und Rathschläge be der oSmanischen Regierung zu verhüten, daß der durch die türkischen Waffenerfolge aufgeloderte und hitzige Fanatismus der muselmanischen Bevölkerung die Entschließungen der Pfortenregieruug beeinflusse und sie gegen bie berechtigten Forderungen Europa'« unempfindlich mache. Wie Berliner Blätter erfahren haben wollen sollen bie Bemühungen der englischen Diplomatie in dieser Angelegenheit nicht ohne Erfolg gewesen sein, denn der Padischah und das Pfottenmirnftcnum haben zu wiebcrholttnmaltn die Beisicherung abgegeben, daß es ihr aufrich er Wunjch und Wille sei, nach Abschluß des Friedens die bereite in den Grundzügen vorliegenden und versprochenen Reformen getreu zur Ausführung zu bringen und hiedurch einerseits den Wünschen und Beschwerden der Völker gerecht zu werden, andererseits den europäischen Mächten klarzustellen, daß e« der Pfortenregierung mit der Durchführung von Reformen im türkischen Reiche voller Ernst ist. ES verlautet, daß der Beendigung des Krieges ein Hindernis nicht im Wege liegen würde, wenn ee ich im Hinblick auf die Ziele Rußlands nur darum tändeln würde, den im türkischen Reiche domicilitren-den christlichen Völkerstämmen ein befielt«, humane» Los zu bereiten. DaS russische Kabinett zeichnete ’id) von jeher durch zugeknöpfte, reservierte, zweideutige und schlaue Politik auS Die Aciion des russischen Staatskanzlers düllt sich inbetreff des eigentlichen Zweckes und Zieles des mit der Türkei angezettelten Krieges in tiefes Schweigen. Ungeachtet dieser orakelhaften, unklaren und versteckten Haltung Rußlands liegt denn doch heute schon so viel offm vor, daß das ursprüngliche Programm Rußland« in Bezug auf die Erledigung der orientalischen Frage und in Bezug auf bie in dieser Frage einzuhaltende Politik Rußlands bereits längst zu den Acten gelegt wurde. DaS auswärtige Amt an den Ufern der Newa gab im Verlaufe beS Vorjahres die Erklärung ab, der Pfortenregierung die Durchführung der als noih wendig erkannten und öffentlich signalisierten Re formen überlassen zu wollen. Rußland blieb feinen anfänglichen Kundgebungen nicht getreu, es zog das Wiener Kabinett in feine Netze, eS trat mit übermüthigen Forderungen an die Pfortenregierung heran, dahin ausgehend, sich auch in die inneren Angelegenheiten des türkischen Reiches einzumischen und auf die Pfortenregierung perma nenten Druck auSzuübett. Rußland ging in feinen kühnen Forderungen so weit, daß es sofort nach Au-bruch des ConflicteS mit der Türkei die gänzliche Beseitigung der Herrschaft des Divans in den türkischen Donauländern verlangte. Die europäischen Mächte, die britische Diplo matie in erster Linie, wußten es wol, daß Rußland auf feine unberechtigten Forderungen nicht verzichten werde, fo lange ihm nur ein Strahl der Hoffnung leuchtet, den Sieg über die türkischen Waffen davon zu tragen. In Erwägung dieser Haltung Rußlands unterließen e« die Mächte, belehrt durch die zwecklos gepflogenen diplomatischen Konferenzen im Vorjahre, mit neuen Mediationsversuchen hervorzutreten, die Mächte wollten nicht ein zweite- Fiasco erleben. Dir europäische Diplomatie gelangte zur Ueber-ieugung, daß alle von ihr in Antrag gebrachten Frieden».Vermittlungsvorschläge abgelehnt werben würden und abzuwarten sei, bis ein oder der andere der kriegführenden Theile die „guten Dienste" der neutralen Mächte in Anspruch nehmen würde. Für jetzt ist noch keine Aussicht vorhanden, daß da« mörderische Bluibab auf dem Kriegsschauplätze ein Ende nehme; die Diplomatie dürfte erst den» zur neuerlichen friedensvermittelnden Action berufen werden, bl« der Fortsetzung des gräßlichen Kriege» durch die Macht der Elemente ein „Halt" zugerufen worden fein wird. Vom Kriegsschauplätze. Mukhtar Pascha schreibt seine Schlappe den zahlreichen Verstärkungen der Russen, die 200 Kanonen in den Kampf führten, sowie dem Abgänge mehrerer höheren türkischen Offiziere zu, die in den vorhergehenden Kämpfen getödtet oder verwundet worden waren. Es verlautet, daß Schefket Pascha zum Kommandanten der türkischen Armee ernannt wurde, welche von Sofia aus gegen Serbien in Bewegung gesetzt werden soll. Diese- Heer soll auf 40,000 Mann gebracht werben. Infolge der rauhen Witterung ist die Eventualität der Verlegung de- Hauptquartier» de- Kaisers Alexander nähet gerückt. Ueber den Ort ist noch nichts bestimmt. Augenblicklich hat da« gefammte Gefolge des Kaiser« nur Zelte zum Obdach. Die Verstärkungen, welche die russische Armee in letzter Zeit erhalten hat, gibt eine Korrespondenz de« ..GoloS" vom 3. Oktober auf 87,000 Mann an, 24 Garde-Batterien nicht mitgerechnet. Diese Gesammtzahl bilden die drei Divisionen der Garde - Infanterie (48,000 Mann), acht Garde-Kavallerieregimenter (5000 Mann), die zweite und dritte Garde-Grenadierdivifion (24,000 Mann) und die 24. Division (10,000 Mann). Mit den angelangten und noch erwarteten Reserven, die schon in Bulgarien stunden, kann man die Stärke der russischen Armee in Bulgarien zum wenigsten auf 260,000 Mann angeben. Politische Rundschau. Laibach, 20. Oktober. Inland. ES verlautet, daß da- November« Avancement sehr mager auefallcn werde; insbesondere wa» die hohen Chargen anbelangt. In Fortsetzung in der Beilage. es mit einem Manne zu thun haben, ber mit allen Hunden gehetzt ist; darum werden fie nicht erwarten, daß ich im Lande umherziehe in derselben Gestalt, wie baS Signalement mich beschreibt. Allerdings werden sie nicht erwarten," fügte er mit pfiffigem Lächeln hinzu, „den Vogel, nach dem sie ihre Netze ausgestellt haben, in dem Gemal der stolzesten und schönsten Frau Irlands zu finden. Diese« Bewußtsein beruhigt mich einigermaßen." In diesem Augenblicke trat der Kellner ein. Buonarotti erhob sich, trat an« Fenster und sah auf die Straße hinab, während der Kellner den Tisch deckte; al« er damit fertig war, fagte Buonarotti, indem er sich ihm näherte: „Du brauchst nicht zu warten. Schicke meinen Burschen hierher. Da, nimm da« für dich." Dabei warf er dem Kellner ein Geldstück zu, welches dieser mit großer Geschicklichkeit auffing nnd sich mit einer dankbaren Verbeugung entfernte. Buonarotti setzte sich bann an den Tisch, der Lady Helene gegenüber, welche sich bereit« mit dem Kaffeegeschirr zu schaffen machte. Auf ihrem Gesicht lag ein so tiefer Ernst, eine solche Kälte, daß selbst ihr rücksichtsloser Gatte nicht wagte, ein neue« Gespräch mit ihr anzuknüpfen, aber feine Blicke ruhten oft und lange auf Ihren schönen, stolzen Zügen mit einem Ausdruck, welcher seltsame Empfindungen seines Herzens verrieth. Endlich erschien Filipp, Buonarotti's Diener, welcher verlegen an der Thier stehen blieb. Lady Helene sah ihn jetzt zum erstenmaie und betrachtete ihn mit unverkennbarer Neugierde. Er war ein Mann von mittelgroßer, kräftiger Statur, mit einfältigem Gesicht von bräunlicher Farbe; ein struppiges schwarzes Haar hing über die niedrige, in schräger Linie nach dem Scheitel laufende Stirn und bedeckte zum Theil eine bis über da» rechte Auge sich herabsetzende Narbe. Seine ganze Erscheinung machte einen unheimlichen Eindruck, und Lady Helene schauderte unwillkürlich, als der starre Blick feiner grauen Augen den ihrigen begegnete. Sie wunderte sich, daß Buonarotti mit einem solchen Manne intimeren Umgang pflegen konnte, obwol sie sich sagen mußte, daß dieser von Natur nicht besser war als jener. „Komme her, Filipp, und bediene un«," sprach Buonarotti. „Bleibe nicht an der Thür stehen, wie der Ochse am Berge. Lady Helene, dies ist mein Bursche Filipp, ein ganz guter Diener, aber ein wenig wunderlich. Komme her, Bursche, und paffe auf den Dienst I" Filipp trat einen Schritt näher, zögernd und unsicher, dann blieb er wieder stehen. „Bist du unten in der Gaststube gewesen? ' herrschte ihn Buonarotti an. Der Mann wurde bleich und zitterte, als ob er von einem Fieber befallen wäre. Nach einigem Zögern schwankte er näher und blieb schweigend hinter Helene flehen. „Wenn du das Trinken nicht läßt, Filipp," tief Buonarotti ärgerlich und drohend, „werde ich dich fortjagen. Ich habe nicht Lust, einen Menschen in Schutz zu nehmen, der sein Möglichstes thut, sich selbst und mich dazu zu verderben. Ich habe dich bei mir Gehalten, weil wir Reisegefährten waren und ich dich nicht aus den Augen verlieren wollte; aber ich werde nach dein Kontinent gehen und dich im Stiche taffen. Ich will deinetwegen nicht in beständiger Furcht leben.* „Ich habe nicht getrunken," stammelte Filipp-.Ich ging nach dem Telegraphrnamte, um da« Telegramm nach dem Gute der Lady Helene befördern zu laffen, wie fie mir befohlen hatten, und Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Skr. 242 vom 2«. Oktober 1877. Militärkreisen will man wissen, daß in den höheren Graden diesmal nicht mehr als drei Beförderungen bevorstehen. Die in Budapest versammelte Konferenz der unabhängigen liberalen Partei beschloß einstimmig, das Auckergesetz nicht anzumhmen, indem sie e» schon aus formellen Gründen mißbilligt, daß dir Vorlage über das ungarische und österreichische Erträgnis der Zuckersteuer verfügt; weil ferner der Gesetzentwurf die Frage des gemeinsamen Verzeh-rungsiieuer-Gebirte» schon im vorhinein entscheidet und die Regierung der Restitulionsfrage präjudiciert, noch ehe dieselbe prinzipiell erörtert wurde; weil endlich der Gesetzentwurf den speziellen Interessen der ungarischen Zucker-Industrie keine Rücksicht widmet und jede Besserung derselben auf zehn Jahre unmöglich macht. Ein ähnlicher Beschluß ist auch von dem conftrpaiioen Klub zu gewärtigen. Die Untersuchung gegen die wegen des Sie. benbürger Putsche« Inhaftierten wird nach § 92 de« in Siebenbürgen geltenden österreichischen SirasgesetzeS wegen Verbrechen» der Falschwerbung geführt. AvSlaud. „Stolle Belge" erwähnt eines diplomatischen Gerüchtes, wonach Bismarck dem Fürsten Hohenlohe einen längeren Urlaub in Aussicht gestellt hätte, sofern Mac Mahon sich dem Na-tionalwillen nicht unterwerfe. Der preußische Minister des Innern, Graf zu Eulenburg, welcher leidend ist und bereits seit längerer Zeit mit der Absicht umging, stch von den Geschäften zurückzuziehen, hat in voriger Woche den Kaiser um seinen Abschied gebeten. Se. Majestät haben jedoch in den Rücktritt des Ministers nicht gewiäigt, demselben vielmehr im Einverständnisse mit d;m M nisterpräfidenten Fürsten Bismarck einen srchsnionallichen Urlaub behufs Wiederherstellung seiner Gesundheit erlheilt. Der bleibende Ausschuß des d e ut sch e n H a n. delstage» sprach sich dahin aus, eS sei durch die Interessen de« Lande» geboten, die ReichSregierung aufzufordern, eine Enquete übet die Lage der wichtigeren ProductionS- und Fabricationszweige Deutschlands und die Mittel zu deren Aufbesserung zu veranlagen, fall» der neue Handelsvertrag mit Oesterreich nicht bis zum 31. Dezember d. I. zu stände gekommen fein sollte. D«e Wahlen in Frankreich ergaben folgendes genaues Resultat: Bon den 533 Wahlbezirken Frankreichs haben 515 eine positive Wahl ergeben. Es sind 314 Abgeordnete der Opposition und 201 konservative Abgeordnete gewählt. Für die fehlenden 18 Bezirke sind 14 engere Wahlen vorzunehmen, und 4 Abgeordnete gehören den Colonien an. auf dem Rückwege ging ich einmal in die Gaststube unten." „Das ist es gerade, was du nicht sollst!" rief Buonarotti, in nur ärgerlicher werdend. „Mußt du denn stets betrunken fein?" „Ich bin nicht betrunken," erklärte Filipp in etwa» trotzigem Tone. .Ich ließ mir ein Gla« Brandy geben, und als ich da an der Schänke stand und einen Schluck getrunken hatte, kam ein anderer Kunde und forderte ein Glas Ale. Er warf mir einen flüchtigen Blick zu, bann aber sah er mich scharf an und ich sah ihn an — ich glaubte, der Teufel fasse mich beim Kragen — ich erkannte ihn —" „Du erkanntest ihn?" unterbrach ihn Buonarotti hastig. „Wer war er? ' „Wir lernten ihn in Australien kennen, wohin er wegen Verkaufes von Urlaubspäfsen geschickt worden war —" .Wie heißt er?" drängte Buonarotti ungeduldig. „Können Sie es nicht rathen, Herr?" „Willst du mich zum Besten haben!" rief Buonarotti. „Wer ist der Mann?" „Es ist der lahme Smith." (Fortsetzung folgt.) Ein Brief der „Jnd6pendance" meldet, Mae Mahon wolle demissionieren. Im Elysöe hat man den Kopf verloren. Die Ministerien vernichten und beseitigen compromittieiende Aktenstücke. Einige Pariser Blätter bestätigen, daß der Marschall Mac Mahon seine politische Linie nicht ändern und da» Kabinett nicht entlassen wolle. Die „Assemblöe Nationale" meldet, daß viele politische Persönlichkeiten eS für nothwendig erachten, ein parlamentarisches Centrum zu bilden, welches von den Extremen auf der rechten und linken Seite gleich entfernt und au» den Gemäßigten aller Parteien zusammengesetzt wäre. Wie die „Allg. Ztg." erfährt, hat die türkische Regierung bei dem französischen Geschäft», träger in Konstantinopel, Herrn Mouy, ungefragt, ob vielleicht Frankreich geneigt wäre, den Frieden zwischen Rußland und der Türkei zu vermitteln. Zunächst wäre eine Auiwort au» Pari» abzuwarten; >m Falle dieselbe zustimmend lautet, dürfte wahrscheinlich Edhem Pascha von seinem Posten als Großvezier abtreten und Saufet Pascha an dessen Stelle kommen, da derselbe bei den bisher gepflogenen diplomatischen Verhandlungen versöhnlichere Gesinnungen an den Tag gelegt hat. Der persische Gesandte in Konstantinopel überreichte dem Sultan ein eigenhändige» Schreiben de» Schah, welche» dem Wunsche Ausdruck gib!, die zwischen der Türkei und Persien bestehenden Bande enger zu knüpfen. Zur Tagesgeschichte. — Schloß M i r a m a r t. Der kaiserliche Obetst-Hos» meister Fürst Hohenlohe hat den Hosgebänbe-RechnungS-führ», Linienschiffs-Fähnrich in der Reserve Eduard Orel — den bekannten Nordpolsahrer, — zum Schloßverwaltet in Miramare ernannt. — Das ComitL für das Tegetthoss-Monu-m e n t hat aus Vorschlag seines Mitgliedes Grafen Julius Andraffy den Beschluß gefaßt, Professor Äunbmatin zur Ausarbeitung und Borlage einer zweiten Mobellskizze ein-zuladen. — Witterung. Nach den neuesten im Wiener meteorologischen Observatorium eingelangten Berichten ist infolge des außerordentlichen raschen Steigens des Luftdruckes abermal» ein sehr empfindlicher Rückschlag in der Temperatur allenthalben zu verzeichnen und haben sich wieder häufig Schneesälle eingestellt; so wurden aus allen Alpen-Rationen Schnee und starker Frost gemeldet; zu «lagensurt betrug die Morgentemperatur sogar — 2 8 Grab Eelstns; zu Ischl und »aschau Schneesall. — Krieg und Poesie. Bor einiger Zeit fand in Aonstantinopel ein Konzert statt, bei welchem eine Dame in grüner Toilette und die türkische Standarte in der rechten Hand haltend, folgende Strophe vertrug: „Plevna, aoia tiöre de tea h6roa, Oeman Pacha a’y couvre de gloire, Lea Ruaaea y trouvent leura tombeaux, Plevna celöbre notre victoirel“ Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. Wrisinal-Lorrrspondeiq. St. Martin bei Littai, 18. Oktober. Wenn man die nationalen Blätter lieft, ersieht man ohne viele Mühe, daß sich unsere slooenischeu Kosaken einbilden, es werde mit der endlichen Besiegung (?) der Türkei auch den'!liberalen Prinzipien nicht nur in Slovenien, sondern auch in ganz Oesterreich der Aaraus gemacht werden. Obige Hoffnung spricht auch eine Korrespondenz im russisch.slovenischen Leib-journale unserer Nationalen vom 17. Oktober auS, welche in unsetm Dorfe bas Licht der Welt erblickt hat. Ldle Thaten haben wir von dem Blatte, welches in einer dumpfen SchnapSboutique erscheinen könnte, so nie verlangt. Verleumdung ist sein Prinzip, schaden, wo eS kann, sein größte» Vergnügen. In der Nummer vom 17. Oktober kehrt einer seiner Mitarbeiter die Waffe gegen einen Mann, der nahe an die dreißig Jahre in unserer Pfarre als Lehrer wirkt, einen Mann, den die Mehrzahl »er Insassen dankbar ihren ehemaligen Lehrer nennt. Wenn wir nach der Ursache diese» rohen Angriffe» forschen, so können wir keine, nicht die ge» ringste finden. Lästerzunge« kommen nie in Verlegenheit, wenn eS gilt, in Schmähungen und Verleumdungen (großes zu leisten, fr nimmt tZ dem im Dienste ergrauten Lehrer übel, daß er den moralischen Werth de» nationalen ffie» lichterS rechtzeitig durchschaut hat und e» verschmäht, feinen Zwecken zu bienen. Der edle Korrespondent meint, man solle dem „slovenischen Volke" alle» gewähren lassen, wenn man sein „Brvd ißt*. Ja, ist beim Herr Juriii unb feine Trabanten — ist sein Blatt baS „slovenische Volk?" Ist « beim ein so ebler Mann, so ein eilet Charakter, daß man ihm über Stock unb Stein nachsolgen könnte? Wie bie Leute, bie sich Nationale zu nennen belieben, ihre Nation lieben, ist ja zur Genüge bekannt. Man schaue nur nach z. V., welch' große Summen ein Sofia, ein Toman zur Unterstützung von Schulen, zur Stundung von Stipendien u. s. w. hinterlassen haben. Es ist ja gar kein vergleich, wenn man bie winzigen zehn Stipendien & 280 ft. des seligen Dr. Rlun, dem die Nationalen noch in» Grab ihren giftigen ftoth nachgeworsen haben, ins Auge faßt. Ja, man soll sich für Prinzipien begeistern, deren Träger Männer sind, die nur ihren Bauch zum Gott haben, Männer, bie es über ihr Gewissen bringen können, ba» ersparte Gelb armer Dienstboten unb (ungernbet Bauern mitteiß einet nationalen Schwinbelbank zu verschlingen. Man soll stch, mit Weib unb Kind, für ein Vaterland begeistern, von dem man nur eine elende Bettelhaut hat, die noch von den vater» landSliebenden Nationalen einem armen Teufel hinunter» gezogen werden möchte I Wir kennen euch, Spiegelbetge, darum vetlenmbet und schmähet, uns kann es nur zur Ehre gereichen. Schauet aus euer eigenes Gewissen — wenn ihr Überhaupt noch eins habt! Jene, die eure schmutzige Gesellschaft meibtn, werden ihre Sünden schon vor den Ihrigen verantworten können. Fürchtet euch nicht, waS die „atmen Schlucket" anfangen werden, wenn der Russe siegt — wa» nach so vielen Prügeln, die et auf feinem Rücken trägt, nur eine Heine Entschädigung wäre, — glaubt nicht, die Regierung wird mit Sack und Pack in das verpönte „Reich" marschieren und euch in unsetm schönen Lande freien Spielraum laffenl Das find Illusionen, die nur ein hirnverbrannter Kops fich machen kann, gepaart mit Bosheit unb Schabenfreude 1 Der Mann, den stch bet saubere Kotrefponbent zur Zielscheibe seiner Gehässigkeit auserwählt, wird sich durch bie rohen Angriffe bet slovenischen Revolverpresse nicht beirren lassen. Hätte er auch nur ein Zehntel seiner jetzigen Vaterlandsliebe, jo könnte er noch immer allen Fteunben unb Mitarbeitern beS „Slov, Natob“ — lucug a non lucendo gelten. Er hat das größte Verdienst, daß wir eint Biet« (lässige Volksschule bekamen, bie et mit fachmännischer Einsicht leitet. Unsere Kinder lernen viel Nützliches, unb wir find Überzeugt, daß sie nicht zu jenen gehören werben, welche glauben, alle Naturerscheinungen hingen nur von btt Laune der Hexen ab. Ja, die Dummheit wird schwinden, unb die» eben schmerzt tue Volksbeglücket. Und St. Martin wird einstenS wenigstens einen Bürgermeister haben, bet seinen Kamen wirb unterschreiben können unb bet wissen wirb, baß «an ein Atmitthszeugnis nicht behufs Verkaufe» einer Kuh haben will; St. Martin wird Gemeiuderäthe haben, die fich nicht fco» auf »aS Trocknen des Hen's verstehen unb bie nicht zur Gemeindestude marschieren werben mit Gesichtern, baß man glauben muß, man sehe jene sieben Schwaben, bie stch zum Lnspießen bet Sonne anschicken. Also, Tinte gespart, Herr Rorrefponbent I „Natob" braucht seine Spalten so zu imaginären russische» Siegen unb zu in bet Äebaction gebornen Siegcetelegrammen, bie den Stempel der Parteilichkeit auf ber Stirne tragen. Er wird ohne deine Verleumdungen auch vegetieren können, wie bi» jetzt. Der Angegriffene möge stch jenen groben Anfall bet nationalen Razzia zur Ehre gereichen laffen, denn: conscia mens recti famae mendaci» ridet. -f. - (Zur Aufklärung) Die „Laib. Ztg.« bringt in bem heutigen lokalen Theile unter brm Stichworte „Zur Geschichte bet philharmonischen Gesellschaft- folgenbt», ihr von einem „Wahrheitsfreunbe" eingesenbetes Schreiben: .Nicht Herrn Peter von R a d i c« gebürt der Ruhm, b e r erste ein Lebenszeichen ber philharmonischen Gesellschaft aus dem 18. Jahrhunderte gesunden zu haben, denn schon Herr August Dimitz sagt in seiner „Geschichte Ktain««. vierter Thell, pag. 193, gestützt auf P. Marc, S. 54: »Selbst eine Spur von der fast erloschenen Thiiligknt der Philharmonischen Gesellschaft finden wir in einer vierstimmigen Lantate: U giubilo dell’ incoronazione dell' Augustissima Regina d’Ongeria, incoronata Regina di Boemia, welche im bischöflichen Palaste zur Feier der Installation de« Bi» schof« Ernst AmadeuS Trafen von Stiem« (1742) ausgesührl wurde und (1743) im Drucke erschien.« — (Der Landesschulrath für Srain) beschäftigte sich in seiner am 6. d. stattgesundenen Sitzung mit der Besetzung von Lehrstellen, Verleihung von Proseffor-titeln, Einführung des halbtägigen Unterrichtes in der Volksschule Tommenda St. Peter, Gestattung einet Klaffenwieder-holung, Anweisung von Quinquennalzulagen, Erledigung einer Eingabe, betreffend die Schulbauconcurrenz, Honorierung des Religionsunterrichtes an einer vierllasfigen Volks-schule, Feststellung der Lehrergehalte an der Volksschule in Sittoi, Erledigung einiger Recurse und Besuche, betreffend die Nachficht von Schulstrafgeldern und die Bewilligung von Gehaltsvorschüssen, Remunerationen und AuShilsen. — (Born Tage.) Dir heutige »Laibacher Zeitung" bringt in ihrem nichtamtlichen Theile das von der Krone sanktionierte Landesgesetz vom 23. August 1877 für Ärain, betreffend die Kultur des Laibacher MoorgrundeS, bestehend aus 48 Paragraphen. — Morgen um 10 Uhr vormittags findet im hiesigen RalhauSsaale die Generalversammlung des hiesigen städtischen M u s i k v e r e t n e 8 statt. In der Erwägung, als in dieser Versammlung über daS weitere Schicksal dieses Vereines Beschluß gefaßt werden soll, wird aus ein zahlreiche- Erscheinen der vereinSmit-glieder gerechnet. — Morgen wird der neu and elegant hergerichtete Wintersalon in der Schreiner'schen Bierhalle (PeterSstraße) eröffnet. Es werden zwei Konzerte der Regiments - Musikkapelle stattfinden: Frllh-konzert um 10 Uhr und Abendkonzert um 5 Uhr. — Morgen um 10 Uhr vormittags wird die Pariser G l a s p h o t o -graphien-KunstauSstellung (erste Serie: Reise durch Nordamerika und Kalifornien) im Gebäude der Mahr'schen Handelslehranstalt, Kaiser JosesSplatz Nr. 12, eröffnet. — (Hohes Alter.) 8m 15. d. starb in Laibach Maria «ernot im selten hohen Alter von 102Jahren. — (Aus der Bühnenwelt.) Herr Wurm, dessen schauspielerisches Talent, Gefühls- und Wärme-AuSdruck derzeit noch leicht in die Wagschale fällt, hat unsere Bühne verlassen und debütiert in Marburg als „Liebhaber." Die Kritik sagt, Herr Wurm sei den anderen Schauspielern nicht ebenbürtig und zeige zu wenig Wärme und Gefühl. Das Geschwisterpaar T h a l l e r, hier in bester Erinnerung stehend, zeichnet sich auf der Olmützer Bühne auS, Herr Thaller als Komiker und Fräulein Thaller als naive Liebhaberin ; letzterem wird eine außergewöhnlich günstige Bühnen» cartiett in Aussicht gestellt. — (Landschaftliches Theater.) Während „Das Blitzmädel" beim Grazer Publikum Gnade und Beifall gefunden, obgleich Fräulein B o k lobenSwcrth be> müht war, diese auf vielen Bühnen beifällig begrüßte und mit einem hohen Aufführungshonorare taxierte Novität auch auf unserer Bühne zur Geltung zu dringen, blieb Ute mag netische, elektrische »traft des „Blitzmädel" in ihren Wirkungen in unseren Mauern ohne nachhaltige Erfolge, die dritte Aufführung dieser Novität zog gestern nur ein kleine« Pnblikum an. Der Dritte und vierte Act, in erster Reihe von Fräulein Bok, den Herren Alberti und Otto prächtig DargefleÜt, verliefen animierend. — Heute beginnen die neu engagierten Operngefangskräfte Fräulein S i p e k (Sopran) und Herr Kalme) (Tenor), erstere eine Schülerin der berühmten Pafsy-Lornet und letzterer vom Hof» ttjcater in Sonderkäufen, ihr erstes Operndebut in Verdi'S „Troudabour." Fräulein S i P e k singt den Part der „Leonote" und Herr Kalmes jenen bes „Manric»die Generalprobe siel sicherem Vernehmen nach gut anS. — (Aus den Nachbarprovinzen.) Dir BezirkShauptmannschaften in Kärnten richteten an die Gemeindevorsteher im Aufträge der Kärntner Landesregierung einen Erlaß, der folgende Einleitung enthält: „Der sittliche Versal! de« Familienlebens, dann der häufige Mangel an Zucht und Ordnung, namentlich unter dem jüngeren Theile der Landbevölkerung, haben schon zu vielfachen Klagen En« laß gegeben, und es wird der nicht mit gehörigem Nach- drucke geübten Handhabung der Sittlichkeitspolizei hieran in nicht geringem Maße ein verschulden betgelegt." Die Gemeindevorsteher erhalten die Weisung, die bestehenden Eoncubinate allsogleich abzustellen, die Einhaltung der Polizeistunde genau zu überwachen, die Tanzmusik-Licenzrn ihunlichst zu beschränken und die pachtweise Ausübung von Schankbesngniffen durch ledige, sittlich anrüchige Weibspersonen zu verhindern. Endlich wird noch bemerkt, daß die Bürgermeister in Handhabung' der Sittlichkeitspolizei jederzeit auch seitens des Seelsorge-KleruS eine kräftige moralische Unterstützung finden werden. — Die Cilliet Sparkasse veröffentlichte, wie die „Eill. Ztg." meldet, folgende« Reglement bei Jnkaffo von Wechseln: § 1. Neue Wechsel «erden infolge Directionrbeschluffes vom 5. September 1877 vorläufig nicht escomptiett. § 2. Alte, re-spective zur Prolongation zugelaffene Wechsel haben immer die frühem Firmen zu tragen. § 3. Prolongationswechsel mit neuen Firmen sind acht Tage vor der Fälligkeit der frühem Wechsel zum Behuf« der Sensor bei der Spatkafsediteclion einzureichen. § 4. Die Amortisation ist zufolge Sparkaffe-AuSschußbeschlnsses vom 14ten Jnni 1876 stets von dem ursprünglichen Betrage zu rechnen. § 5. Alle am Verfallstage nicht eingelösten, respeclive prolongiertem Wechsel werden ohne Rücksicht aus die Respekt-tage an dem nächstfolgenden Werktage zur Protestleviemng dem k. k. Notar übergeben. § 6. Die Beamten der Sparkasse haben sich jeder Intervention in Wechselallgelegenheiten zu enthalten. Aus den slovenischen Blättern. „Slov. Nat." artikelt über die „deutschen Katholiken nnb das Slaventhnm" wie folgt: „Unter den Deutschen dürfen wir keine Freunde suchen. ES gab bei uu« und unter uns Politiker, die für eine vetfchmelzung unserer nationalen Partei mit den deutschen Eonsetvaliven oder mit den deutschen Katholiken in Wien das Wort ergriffen; aber wir sagten: glaubt den ver deutschen Rechtspartei Angehörigen nicht, auch diese mögen den ©lauen nicht gut leiden, sie beuten denselben nur zu Ihren Zwecken au«. Der misisHe Krieg war der Probierstein für die deutschen «onservativen. und wie wir sahen, erwiesen sie sich als Feinde der Russen, der Kämpfer für das Kreuz und das Shristenlhuin. Denken wir daran, daß es deutsche Bifchöfe, deutsche Zungen waren, welche die Slavenapostel Ehrill und Method in Rom anschwärzten. Die deutschen Lonservativen sind Nachfolger dieser germanischen Renegaten. Der Deutsche bleibt Deutscher, mag er liberal oder konservativ sein!" „Natotr läßt sich aus « ischoflack folgendes berichten : „8n der letzten Unterhaltung, die nufere Sitalutca veranstaltete, beteiligten sich auch viele unserer politischen Gegner. DaS ist uns ein Beweis, daß daS Deutschthum für sich allein bei uns nicht« auSzurichten vermag, denn oer junge Nachwuchs steht hinter uns. Die Litalnica ist der Mittelpunkt de: Unterhaltung in unserer Stadt, was auch die „Nemiurji" anerkennen muffen. Die Idee des Slvoenen» thurn» breitet sich auch unter den Frauen mehr und mehr au». Recht so! Da« nationale Frauenthum ist uns noty wendig, denn dann brauchen wir uuS weniger um unsere Zukunft zu fütaten." Die Scrlbler und Korrespondenten des „Narod" mögen die Vorstellungen der deutschen Bühne in Laidach noch niemals besucht haben, denn hätten sie in unsttm LandfchaftStheater Umschau gehalten, so hätten sie. wenn sie nicht mit totaler Blindheit geschlagen sind, wahr nehmen müssen, daß das Siovenenthum in den Logen, im Parterre und auf der Gallerte bei deutschen Theatervorstel-lungen zahlreicher vertreten ist, al« bei den Vorstellungen der flovenifchen Bühne. Eben auch ein erfreuliches Zeichen, worauf wir ganz besonderen Werth legen. Dag die Idee de« SlovenenthumS auch unter den grauen Wurzel faßt, ist kein Wunder der Neuzeit; stehen ja dir gefalbten Scrlbler deS „ Slovenec" mit den Kerzelweibern in permanenter Verbindung. Auch die „Rovice" blafen in daS verstimmte, falsche Töne von sich gebende Horn de« Bauern-Salonjoumalet „Slovtnec". Die „Rovice" besudeln die Schulen deS Lande-, in nruester Zeit fallen sie über daS Gymnasium in Gotischer her und versuchen «8, diese Anstalt lächerlich zu machen Die „Rovice" haben durch die perfide, Haß und Verachtung erzeugende Beleuchtung deS Gurkfelder Schulfeste» das Gefühl dr« echten Patriotismus, da« Gefühl drS »nstandeS arg verletzt. Die „Rovice" sagen nämlich: „DaS Fest der Eröffnung der Bürgerschule in Gurkseld war eine Komödie von Morgen bis Abend, und selbst der Minister Sttemayr eilte anS Wien herbei, um Herrn Hotschewar einen Orden zu bringen." Dadurch, daß dir „Rovice" einen hervorragen-den Act deS eminentesten Patriotismus, der im Lande Krai, einzig dasteht, der von der obersten Schulbehörde des Reiches, von den eigenen Landes- und BezirkSschuldehörden, von der Gemeinde und von der gesammten Bevölkerung des Bezirke» Gnrkfeld in würdigster Weife gefeiert wurde, in den Augen feiner Gesinnungsgenossen herabwürdigen wollen und be-fabelt haben, gaben fie sich der Verachtung aller Gesellschaft«, kreise in beiden Lagern prei« „Rooice" find nicht nur alt, fie sind auch böse, ganz Lantippe, geworden. „Slovenec» leitartikelt über die „natürlichen und uu-natürlichen Bündnisse" wie folgt: „Bismarck ist ein „ab-gedrehter" Mann. Da Oesterreich feinen Kulturkampf nicht nachahmen will, verbindet er sich mit Italien. Der Prä-sident der italienischen Kammer kam sogar zu Bismarck; dort wurde festgesetzt, daß der Kulturkampf beiden Staaten nicht zusage (?), und Deutschland und Italien daS Ableben PiuS IX. kaum erwarten können, um eine gute Ausrede zu finden. Aber, was PiuS IX fordert, wird auch jeder seiner Nachfolger fordern. Italien ist ein gewalttätig und ungerecht zusammengesetzte« Reich und wird der Strafe Gottes nicht entgehen und auch feine Verbündeten nicht (?). Die Einigkeit Italien- kann st« nur auf den Papst (?) stützen, und diefe Verbindung ist die einzig natürliche.« (?) Slovenec", du magst ruhig fein! Der magere Empfang, der dem Herrn von «ri-pi in Wien zutheil wurde, gab demselben doch daS Biaticnm zur Rückreise nach Rom: daß Italien einen österreichischen Kreuzzug zur Wiedereinsetzung der weltlichen Herrschaft des Papstes nicht zu besorgen hat. Telegramme. Konstantinopel, 19. Oktober, „HavaS". Meldung: Die Russen sollen KarS theilweise ein-geschlossen haben und dasselbe beschießen. Die telt> grafischen Berbindungen mit KarS sind unterbrochen. Mukhtar soll jetzt die Position Khizardere zwischen KarS und dein Soghanlidagh occupieren. Die ganze am Karadjadagh gebliebene Division wurde gefangen. Wiener Börse vom 19. Oktober. f«4nU. Papierrente .... fctibemnte .... Goldrente............ 6taut«iofc, 188». . 1854. . „ 1860. . „ 186l)(6tel 1864. . •rendenlkaftumy». •tligalionen. Galizien............. Sleoenvürgen . . . lernet« Banat , . Ungarn............... JUilet« Sffeatkidi« AnMicn. Donau-Regul.-Losc Ung. Pramienanleh, Wiener Anlehen . . fldi«n e. Santen. S«compte-Ges., n.ö. Nationalbanl. . . . Unter nefcmimgeii. «lsöld-Bah» .... Donau - Dampfschiss «Nsabeth-Westbahn 8etbmanb«=?lotbb. Kran, Joseph-Bahn fflali,. Aarl-Lubwigb Lemberg-Szernowitz rioyb-Eesellschaft . Geld Stare 64-15 66*70 74;55 315 — 10650 i»o-— 11925 133 75 64-25 6680 7465 317 -10. — 110-85 119*75 134X5 85-25 74 — - 75 -76 75 85*75 74 50 76-7785 . 103 »5 7- — . 98- 103-75 79 50 9850 . 810- 21025 ' 831 -* 83fr— - 116 — 341-- 173 — . 1940 . 18s’50 . 245 25 121 — . 398 — 116 50 343-174 — 1945 133 — 245-50 122— 394 — Norbwestbahn . . . >»ubols».«ahn. . . etnatetabn .... Sübbahn............. Ung. Norbostbah» . Pfandbrief«. Bobcnlrediianstalt in Silber........ in osterr. Währ. . Nationalbanl.... Ungar, Oobcntrebit» jPtiorilbl»-®Mtg. Slifabethbahn, l.öm. Serb-Norbb. i. Silber Kranz.Soseph-Bahn. Gali,.«°i!udwigb,l.E. Oest. Norb«est-«ahn Siebenbllrger Bahn Staatsbahn, I. 6m. Eiibbahn 4 s Perz. r *5 „ . Prioatkaf«. «rebitanstalt . . . . Donau-Regul.-Lose . Rubolftstistung. . . . ®toiftn. Sonbon ........... •«Mfotitn. Dukaten........... 20 Franc» .... 100 b. «eichsmark Silber............ Geld lit— 115— 861-50 70 112 Ware 112-50 115-50 261-75 Te- il!)-— 104 — 88-50 97-40 90-70 92— 104 50 ►6 80 99-50 86-25 66 15 — 104-75 90— 161— l'S-25 13-25 118-70 5-67 9'51'/, 58-70 10*85 104-50 88-76 97-60 91— 92-50 105— 87— 100— 86-50 66-25 5 50 105— 90-25 161-50 103-75 13*60 118-80 6-68 9 sy, 58-75 105— Telegrafischer Kursbericht am 20 Oktober. Papier-Rente 64 20. — Silber-Rente 66 95. — «old- Rente 74.60. — 1860er StaatS-Anlehen 110’—. ttank- «tien 887. — ÄreUitectien 214 —. — London 118 26 — Silber 104 66. - « k. Münzdukaten 566. - LO-Kranc« Stücke 948»/,. - 100 Reichsmark 68-40. — (Bei der Thierschau inRudolsSwerth) »urden 150 Rinderstück« ausgestellt und 26 StaatSpreise «««heilt. — (Aus dem tfl m t S 6 ta 11 e.) Kundmachungen, ^treffend 1.) die Besetzung der Postexpedienteuftelle in Se-Mletsch; 2.) die Verleihung der Franz Demstar'schen Stu-^»tenstiftuug; 3.) die preßgerichtliche BestLliaung der Be-1*laguabme der Nummer 233 des .Slov. Narod'; 4.) die Verpachtung von Verzebrungssteuer-SefLllen in mehreren Steuerbejirten KrainS; 5.) die Anlegung neuer Srund-6ü4« in den Katastralgemeinden Werch, Bolaule; 6.) die Eröffnung einer Einlage über einige Bahngrundstücke der Kronprinz Rudolldahn; 7.) die Besetzung einer Steuer-Einnehmersstelle in »rain; 8.) die Besetzung einer Lehrer. in Jauchen; 9.) einer solchen in Poliz; 10.) die Bel-trndmachuiig von Tigentbumsansprüchen auf einige aus ^rasgerichilichen Untersuchungen herrllhrende und beim hie-fiflen Landesgerick>te deposiiierte GegenstLnde; 11.) die Besetzung einer Oberlebrerstelle in Treffen. — (Deutsche Turnhalle.) Die mit Erlaß deS i k. Finanzministeriums vom 27. Dezember 1876, y. 32,304, flntetimigte Lotterie zur Erbauung einer deutschen Turnhalle t# Prag besteht aus 100,000 Losen & 1 fl. ö. W. «uS-Vlpielt werden 6000 Bewinste im (üefammtroerthe von 20,000 fl. ß W. Die drei Haupttreffer im Werthe von 3000 fl. bestehen in: 1.) einem echten Wiener Flügel mit englischer Patentconstruction; 2) einem S>lber-Tase!service fflt zwölf Personen; 3.) einer prachtvollen Kammuhr mit •itenbolen und Zugehör. Sine Anzahl weiterer Treffer «PrLsentiert Werthe von je 100 bis 150 fl., die übrigen dewinste Werthe von 100 fl. abwärts. Der Werth des »«ingsten Treffers beträgt 2 fl. ö. W. Die Verlosung findet «**• 1. Mai 1878 unter landesfürstlicher Aussicht statt. — Ueber Ersuchen des bezüglichen Somitf’s theilen wir särnmt l*4tti in Krain domicilierenden Freunden des Turnwesens toit. daß der Kassier des deutschen Turnvereine« in Prag, 4«r Wilhelm B r e i t f e l d in Prag, Tannengafse 4, mit teem Losverschleiße betraut ist und der genannte Verein auch an die opferwillige Beisteuer der Turnsceunde in Krain appelliert. Heute (gerader Tag): Der Troubadour. Oper in 4 Ablhkilung'ii »ach Um Italienischen des ®. Lam-merann von Heiniich Plvch. Musik von @. Vcrdi. Morgen (ungerader Tag): Der Verschwender. Original-Zaubcrmährchen in 3 Selen von Ferd. Raimund. Montag (gerader Tag): Zum jtueitenmole: D i e Fremde. Schauspiel in 5 Auszügen von Alex. Dumas Sohn. Das Hasthaus „zur Vereinigung" i„ Sdufcftka vormals „beim Zigur“ hat Gefertigte übernommen und beehrt sich zu recht regem Zuspruch ergebenst einzuladen. Sehr guter Uuterkraiuer Wein. Kosler Märzenbier. Alle Samstag Blut- nud Leberwürste. Sonntags Spietzbrateu. Die höflichste Einladung wiederholend, achtungsvoll Anna Lorenz. Vingesendet Ein Näthsrl Voltaire'« aus seinem Roman „ Zadig." Quelle eat de tonte» les choses Du monde la plus longue et la plus courte, La plus prompte et la plus lente, La plus divisible et la plus 6tendue, La plus n6gligee et la plus regrett6e Sans qui rien ne se peut faire, Qui dövore tout ce qui est petit et Qui vivifie tout ce qui est grand ? Uebersetznng: Wie heißt das Ding vor allen ändern dieser Welt, ■Das längste schier und kurz, wie kein:s leicht, Das schmckenweise schleicht, dabei wie Pfeile schnellt, Das endlos IHeilbar — übers Fernste reicht? Das Ding — zumeist versäumt, wenn fort, zumeist beklagt, Ahn' das wol nie ein Werk eitagt, Das Kleines bald zu Tode nagt und dort nur neues Leben leiht, wo Großes ragt? Tim. Lab. (Anmerkung.) Vier andere Uebersetznngen kann der defer in einem Blatte vergleichen, da« in hiesigen Familien-»eisen einige Verbreitung hat. ES ist dies daS Leipziger Eustr. Familien-Journal „Das neue Blatt", in Al. H Pahue's Verlag. Die Uebersetzungen stehen in Nr. 34. Witterung. Laibach, 20. Oktober. Morgen« Frost, dichter Nebel, dann wolkenloser Himmel, schwacher SO. Temperatur: morgen« 7 Uhr — 4 8*, nachmittags 2 UHv + 8 4« C. (1876 + 9 8'; 1875 + 7 2-0.) Barometer im Fallen, 744 02 mm. DaS gestrige TageS-miltel der Wärme + 16», um 9 3' »nter dem Normale. Theater. Rheumatismus-Aether zur Behebung vou Schmerzen aller Art, ob acut oder chronisch. Dieser Aether ist das beste, reellste und sicherste bis nun bekannte Mittel gegen Rheumatismus (Bliederreißen, Hexenschuß), Gicht, jede Art Lähmung in den Händen und Füßen, Seitenstechen rc. Sehr häufig behebt er genannte Leiden schon nach einmaligem Gebrauch vollkommen. — Preis eine-großen Flacon fammt Anweisung 1 st., eines kleinen Flacon sammt Anweisung 40 kr. Die geringste Postsendung find entweder 1 großes oder 2 kleine FlaconS. Bei Postsendungen entfallen für Emballage und Stempel noch 20 kr. Depot für ff rain: Laibach: Victor r. Trnkoczy, Apotheker „zum goldenen Einhorn", Ralhansplatz Nr. 4: Rudolsswerth: Dom. Rlzzoll, Apotheker. (504)5 -2 £ 3 S 3 Probe-Nummer der „HEIMAT“ dritter Jahrgang, WIEN, VERLAG MAHZ, in allen Buchhandlungen auf Verlangen gratis und franco. Vierteljährig fl. 120 ohne, fl. 145 mit Postversendung._____________ Auch jährlich 24 Hefte ä 20 kr. Prämie allerorts zur Ansicht. 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Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgefiihrt, und erhält jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Lose selbst in die Hände. Den Bestellungen werden die erforderlichen amtlichen Pläne gratis beigefügt, und nach jeder Ziehung senden wir unseren Interessenten unaufgefordert amtliche Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt unter Staatsgarantie und kann durch direkte Zusendungen oder auf Verlangen der Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen Oesterreichs veranlasst werden. (531) 10—1 Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt, und hatte sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direkt ausbezahlt wurden. Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der •olldesten Baele gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden, und bitten wir daher, um alle Aufträge ausführen zu können, uns die Bestellungen baldigst und jedenfalls vor dem fltt. November d. J. zukommen zu lassen. Kaufmann & Simon, Bank- und Wochselgeschftft in Hamburg, Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisen-bahnactien und Anlehenslose. P. 8. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkt* Vertrauen, und indem wir bei Beginn der neuen Verlosung zur Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. x>. O. Pariser Glas-Photographien (Kunst-Ausstellung). «om 21. bi8 27. Oktober ist ausgestellt: I. Serie: Keife durch Nordamerika u. Kalifornien. 2„ sehe« im Hause der Handels-Lehranstalt am Kaiser Josefsplatz Rr. 12. 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Im Kasino-Cafe Zur Decorierung von Sälen, Theatern, Kirchen Fa^aien and Zimmern empfiehlt stch Anempfehlung. Maler. (527) 2-1 Mit außerordentlichem veisall wurden dessen Arbeiten in Dekorationen und Ausstattungen deS StadttheaterS in Marburg, Theatro Aimonia in Triest, Malibran in Venedig, Alfiere in Livorno, Theatro Corea zu Rom und Eremitage in Odessa ausgenommen, und hofft derselbe auch daS hiesige Publikum stets durch elegante, solide und billige Arbeit zufrieden zu stellen. Aufträge und Auskunft nur durch A. Verbllseh, Laibach, Judengasse Nr. 232. find zwölf ergeben. verschiedene Zeitungen aus zweiter Hand zu (632) 3-1 Zahnarzt Dr. Tänzer, Doeent der Iaknkeikkunäe an der Universität in Graz, ordiniert hier in Eaitmdj, „Hotel (Bitfant“, Himmer-Hr. 42 in der (522) 2-2 Baimlmtlmnde und $afmtedkiß bis gegen Ende dieses Monals. Seine k. k. Zalinpriiparate find beim Erfinder selbst wie hier bei den Herren : Jt r i 6 p e r , Apotheker Sir» schitz , E. Mahr und B u I i n a r o zu bekommen. Die itgficdcr der pmm. W|e werden hiemit zu der Sonntag den 28. Oktober d. I. vormittags 10 Uhr im Rathaussaale stallfindende« Ij-MRW«sAMMl«Rß eingeladen. Tagesordnung: 1.) Bericht deS Gesellschaftsdireklors über die Thätigkeit H* Vereins im verflossenen Bereinsjabre 2.) RevifionSbesnud übet die Vereinsrechnung pro 1875/76. 3.) VereinSrechnung pro 1876/77 4.) Präliminare pro 1877/78. 5.) Wahl deS Äesellschasisdireklors und der DirectionSiflll1 glittet pro 1877/78. 6.) Allsällige, gemäß § 24 der Statuten mindestens dl« Tage vor der Plenarversammlung bei der Direktion o" zumeldende Slntrö Laibach am 11. Oktober 1877. (509) 3-* Gedenktafel über die am 23. Oktober 1877 stattfindenden Licitationen. 3. geilt., Srimschek'sche «cal., ©to&tnaitthof, BB. UvelSberg. — Reaff. 3. Feilb., «onc'sche «toi., «-titsche, B». Krainbutg. — 1. Feilb, »arr'scht Fahrnisse, Laibach, LG. Laibach. — 1- Feilb., Lema-'sche «eal., Eile, BB. Uschernembl. -- «taff. 2ter Feilb., Fatut'sLe «eal., Pe-tri int, B AiPuguisse tief unter dem Erzeu»nngSxreife obzugeden. Au«führl,che PrelScou-| rante Wetten auf Verlangen franco zugeschiLt. 6 6t. «affeeKffet. « „ Ereilelöffel 6 „ Taselmefser. 6 „ Tafelgadeln rm&aalgte FreUe: Früher jetzt nur Früher letzt nur ' 8.60 fl. 1.5« 1 et. Butterdose... (I. 6.- ft. 2.- 7.60 „ 3.80 I Paar Leuchter....8.— „ S.— 7.60 „ 2.80 6 et. SKeffercaflel .. „8.— „ 2.70 7.60 „ 2.80 1 „ Hutferjange .. „ *.60 „ 1— Delferlmesser. „ 6.— „ 2.60 6 „ Desserigabeln. „ 6.— „ 2.50 l „ enppenschöpser» 6.— „ 2.80 1 . Milchschöpser. ,, 8.60 . 1.50 ............ 1 et.Zu-erd.m.echlotzfl. 14.-,, 8.- 1 „ eal,fasset ...™ aieuefte ManchettkN-Knopi-Garnltur mit SBiafnine 4 fl .1, Korlstöpfel mit Besen fc 40 tr. 1 61114 Llgareiten-Tabal-Dose fl. 8. Thiertlipsen Ferner prachtvolle raffen, Kaffee^ und Thkelannen, Tasel-Auffütze, (Birati» dolö, Zuckerstreuer.' 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(369) 3—2 Stuck von Jg. v. »ItinmaOi * geb. «omhetg. Verleger: Dttomai Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Kranz M üller.