(Poütnina placana v gotovini.) Mm Zeitung - Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag und Sonntag früh. -l.___ •chtistlritvag «t CfTwaltuBfl: girier» or» ulica Ät. 5. Telephon II. - Killikigugei wilden la bet 3;roa!ta*fl gege, «o^uiq billtggn »«bahren entgtseitflnum« * «,,»g«V»,tse. Für da» I»land oirTtciid&TiQ Dia 10.—, halbjährig Dia 10.—. omzjShris Dinio.—. güt das HiiUmb «tfp»«5t*be Erhöh«»«. — iiaitlne ffu**«tn Dia —.->» Stummer 79 || Sonnrag den 1. Oktober 1922 || 4.147.] Iavrl>ull« Gründung Drs Politischen und mirtschasttichen Urrriiitö der Deutschen in Ltolvenien. Wie wir schon in unserer letzten Sonntag-nuwmer meldeten, ist ein langgehegter Wunsch der deutschen Bevölkerung in Slowenien nun tu Er-fülluog gegangen. Die Landesregierung in Ljublana hat das Ansuchen einer Zahl von in ganz Slowenien bekannten deutschen Männern zur Grün« dung eines deutschen Vereines für Slowenien genehmigt. Der Name drs Vereines lautet statutengemäß .Politischer und wirtschastlicher Berein der Deutschen in Slowenien.' Der Sitz des Vereines ist Maribor. Statuten-gemäß verfolgt der Verein den Zweck, die Deutschen > Sloweniens in politischen, nationalen und wirt-schaftlichen Fragen aufzuklären und deren völkische und wirtschaftliche Richte nach dem Grundsatze .Staatstreu und vollstreu" zu wahren. Der Berein «ird auch den wirtschaftlichen Fortschritt aller Stände zu sichern trachten, wie überhaupt die Hebung des Wohlergehens der Deutschen Sloweniens einen der Hauptzwecke des neuen BereineS bildet. Die endgültige Gründung des Vereines findet heute, Sonntag, statt. Die Schwaben zur wirtschaftlich-politischen Weltgründung der Deutschen in Slowenien. DaS Neusatzer Deutsche Volksblatt, bekanntlich die führende Tageszeitung der deutschen Minderheit im SHS-staate, Hut in einer seiner letzten Folgen zur Genehmigung »er Satzungen des „Polnischen und wirtschaftlichen Vereines der Deutschen in Slowenien' durch die Landesregierung in Ljubljana, mithin zu seiner Gründung. Stellung genommen. ES wird unsere Leser interessieren, wie unsere zahl» reicheren LandSleute in der Woiwodina über diese hochdedeuisame Tatsache denken. Indem wir daher i» folgenden die sympathischen Ausführungen des Deutsche» Bolksblaties in ihrem Wortlaute wieder-geben, erwidern wir die brüderlichen Glückwünsche und'betonen die wechselseitige Treue, die uns in all unserer Arbeit mit unseren schwäbischen Brüde-n fest verbindet. Das Deutsche BolkSblait schreibt: Ein magyarisch'S Blatt in der Woiwodina hatte vor einiger Zeit die politische Organisation der Deutschen in Südslawien einer ausführlichen Besprechung unterzogen und nebst manchen schmeichil-haften Worten auch kritische Bemerkungen über die bisherige Tätigkeit der Partei der Deutsch-.« in seine Auslassungen eingeflochten. Als eine der größten Mängel hatte das Blait die Tatsache bezeichnet, daß die politische Organisation der deutschen Bevölkerung sich in der Hauptsache bloß aus die Woiwodina er-strecke und die deutschen StammeSgenossen in den übrigen Teilen des Staates anscheinend ganz außeracht lasse. Insbesondere wurde der Partei der Deutschen vorgehalten, daß sie bisher »och nicht den Verbuch gemacht habe, auch die Deutschen ia S!o-wenien, die doch eine reiche politische Erfahrung ge» sammelt und stetS Verständnis für die Notwendigkeit eines politisch™ Zusammenschlusses bekundet haben, in die neugegründete politische Organisation einzu-beziehen. Wir haben eS seinerzeit unterlassen, gegen diese Ausführungen des magyarischen Blattes in einer Zeitungsnotiz Stellung zu nehmen, weil wir im Zunersten überzeugt waren, die Widerlegung der Kritik binnen kurzer Frist durch den Hinweis aus Tatsachen erbringen zu können. Es lag gar nicht in unserer Absicht, uns mit einem teilweise» Gegenbeweis zu beicheiden und mit der Feststellung zu antworten, daß eine politische Organisation unserer deutschen Brüder im Goltscheer Ländchen bereits seit Jahr und Tag unter dem Namen „Gottschcer Bauernpartei' bestehe, die, wie wir zu wiederholten Malen in den Spalten dieses Blattes berichten konnten, sogar schon vor der Gründung der Partei der Deutschen in ihrem AibeitSgebiete eine ebenso rege wie erfolgreiche VersammluvgStätigkeit entfaltet ha». ES mag ja sein, daß die deutsche Bewegung in Südslawien nicht jenes einheitliche Tempo ausweist, da« außenstehende Beobachter, die bloß nach Aeußer-lichkeiten zu urteilen vermögen, von ihr im einen oder dem anderen Falle erwarten. Wer aber die verschiedenen polnischen Verhältnisse in Erwägung zieht, die in den einzelnen Teilen deS Staatsgebietes herrschen, der wird sich nicht wundern, daß die Bor-auSsetzungen sür die Organisation der deutschen Be« völkerung nicht überall die nämlichen sind. Im be-sonderen die Deutschen in der ehemaligen Südstlier« mark, die seit den Tagen deS Umsturzes einem be-sonders starken Druckt ausgesetzt sind, hatten mit Schwierigkeiten zu kämpfen, die von der breiteren Oeffentlichleit in Südslawien oft gar nicht richtig beurteilt oder nach Gebühr eingeschätzt wurden. Aber der Umstand, daß die Deutschen im füdsteirischen mich und löste den einzigen Knopf, der Gott sei Dank mein« Niederschuhe hält und kroch dann, in Strümpfen, in da» Gemach. Der Leser begreift nun, warum man tadellose Strümpfe haben muß. Wie eine Frau europäischen Umfang« mit Mieder und hohen Schuhen diese Klippe umschiffen würde, weiß ich nicht. Wahrscheinlich ebenso schwer wie da« Fahren in der Rik«ha, wo fie den Wagenlenker samt Gefährt fast zum Kentern bringe». Einmal wieder in Menschenhaltung auf den weichen weißen Matten wurde ich mit Graf L. bekannt gemacht und durfte dann die künstlerischen Matten bewundern, die unter seiner Leitung von Japanerinnen angefertigt werden und die halb polnisch, halb japanisch gehalten waren und eine Auffrischung einstiger Smyrnateppich-kunst sein sollten. Die satten und doch nicht grellen Farben, die wunderbaren Muster und da« sachte Ver» schmelzen östlicher und westlicher Kunst erweckten Er-staunen. Bor jedem Webstuhle kauerte eine Japanerin mit stillem Lächeln, wie immer tn ihrem dunkelblauen Kimono und da« bui^te breite Obi gehüllt und arbeitete. Durch die Ocffnungen, die bet un« Fenster heißen würden, aber weder Scheiben noch Gesimse habe», nickten die Föhren. — Bon diesen unteren Gemächern, die außer den schönen Matten und den drei Webstühlen gar keine Einrichtung hatten, führte mich Gräfin L. über eine enge, herrlich polierte und sehr gewundene Treppe in den ersten Stock und ich freute mich wieder, daß ich nur Strümpfe hatte, denn der bloße Gedanke, über so eine Treppe mit hohen Absätzen zu gehen, war genug, um da« Bild von zwanzig gebrochenen Knochen auf« steigen zu lassen. Selbst so versuchte ich. mich nach Art mcin?r Urvorfahren mit den Hintcrz?h-o anzullam« Aeisesktzzen- Bon Alma M. Karlin, Tokyo. Dritter Teil der Weltumseglung. — Im fernen Osten. T. Ein japanischer Tee. »Kommen Sie doch Freitag zum Tee,' hatte Gräfin L. geschrieben und hinzugefügt: — „Ich erwarte Sie an der Au«gang«treppe des EbisubahnhofeS um drei Uhr." Alle« in französischer Sprache. So weit war die Geschichte ganz einfach, sebst da« gegenseitige Erkennen, denn Europäerinnen sind selten, aber japanische Züge sind unsicher wie die himmlische Seligkeit und außerdem muß man, al« Ausländerin, ia mehr al« einen Zug springen und »uterweg« herautfinden, ob der Zug nun auch der richtige ist. Natürlich ist er dreimal in vier der un-richtige und al« ich in Shinggawa, der Kreuzunj. wo ich endlich den richtigen Zug bestiegen, einen Blick auf die Uhr warf, bemerkte ich zu meinem Entsetzen, daß der Zeiger bi« zum Viertel nach drei vorgerückt war. Ein Amerikaner hätte den Säumling nun schon in den tiefsten Höhlen schlund verdammt — dafür haben aber auch Züge eine größere Vorliebe fahrplanmäßig einzutrcsfen al« hier. Nichtsdestoweniger studierte ich eine lange EnlschuldigungSrede ein, während der Zug durch die verschiedenen Voistädte fuhr, eine jener hüb-scheu und geistreichen Reden, die ich wunderbar au»> arbeite und nie sage. Im Gegenteile l Je schöner die vorbereitete Rede, umso kürzer später die wenigen Worte, die ich äußere und natürlich sagte ich fie diesmal auch nicht, au« dem einfachen Grunde weil man bet dem Heidenlärm der fahrenden und einlaufenden Zügr, dem Geplaudcr und Sandalenklappcrn der Eingeborenen in dem Straßenlärm Lungen wie ein Hochofenblasebalg haben müßte, um dagegen siegreich aufzukommen. Al« ich au« dem Zuge sprang, sah ich auf dem Bahnsteige eine sehr hübsche junge Dame mit fliegendem Blondhaar, um das malerisch ein schwarzer Schleier geschlungen, auf die ich sofort zuging und die mich sehr freundlich begrüßte. Hierauf geleitete mich meine Führerin die Treppe hinab und durch ein« Unzahl kleiner krummer Gassen, wo vambu» und Pinie, die beiden Unzertrennlichen, in den kleinen Gärtchen Wache hielten. Dabei hatte ich Gelegenheit zu bemerken, daß die junge Dame die japanischen Tabi, die Zehenstrümpfe, und echt japanische Sandalen trug und gleichzeitig erzählte sie mir, daß sie nach japanischer Art lebte. Da dankte ich innerlich Gott, daß ich meine Strümpfe erst vor einer Stunde von der Leine genommen. Besuchsstunden und Besuchsart weichen nämlich beide von Europa ab. Man besucht seine Bekannten oft um acht Uhr früh und noch früher und im Grunde ist keine Tageszeit unerlaubt. Selbst großartige Kleider sind nicht notwendig in einem Lande und zu einer Zeit, wo die Hitze erdrückend ist und die Pein der Hand-schuhe kann wegfallen, obschon ein Fächer angezeigt ist oder von der Hausfrau sofort gereicht wird, aber tadel-lose Strümpfe find unerläßlich. Man tritt in daS Häuschen durch eine äußere Schiebetür au« Holz, die ringS um den Bau gehl und abends geschlossen wird, so daß daS Hau« nachtS einer Holzschachl.l gleicht, während bei Tage alle oder viele Fächer zusammengeschoben sind. Da die Türen nicht immer wunderbar in da» Fach laufen, siel die Tür auf un« und erschlug unS beinahe. Nachdem wir dieleS Hindernis bewältigt, trat ich tn eine win,ize Borhalle, die eine schmale, polierte Schwelle zu einem höheren Gemach zelg'e. Auf diese Schwelle setzte ich Otue 2 Ctllter Zettuug Hummer 79 Gebiete aus eine jahrzehntelange politische Tätigkeit zurückblicken, mußt« für jeden Beobachter ein Finger-zeig sein, daß gerade sie, trotz aller Widerstände, auf einen politischen Zusammenschluß aller Gleich, gesinnten niemals würden verzichten können oder wollen. Ja, es dürfte angenommen werden, daß die Deutschen in Slowenien, sobald sie einmal da« Wahlrecht erhalten haben, zur Wahlzeit eine emheit-licht Parole befolgt hätten, auch wenn ihnen die Gründung eine« politischen Bereines oder der An-schluß an die Partei der Deutschen von behördlicher Seite noch längere Zeit wäre verwehrt worden. Die Stärke der deutschen Organisation liegt ja nicht in der äußeren Form, in der die deutschen Mitbürger zusammengefaßt werden, sondern in dem Geiste, der sie alle beseelt und der sich zur richtigen Stunde auch in Taten umfetzt.x Die Durchführung der Oc« ganisation ist bloß dort unumgänglich erforderlich, wo die deutsche Bevölkerung, wie z B. vor allem ia der Batschka, bisher politisch noch nicht sonderlich hervorgetreten ist. Freilich muß all die geleistete organisatorische Arbeit zur Zeit der Wahlen in straffe Disziplin umgemünzt weiden, sollen die in die OrtSverbandSgründungen gesetzten Hoffnungen schon bei der ersten Abstimmung in Erfüllung gehen. Von diesem Gesichtspunkte au» betrachtet, ist der Erfolg, den unsere deutschen Mitbürger im slo-wenlschen Gebiete dank ihrer Zähigkeit und Ausdauer nun auch nach außenhin auszuweisen haben, ebenso al» moralischer wie als tatsächlicher Gewinn einzu> schätzen. Sie hatten die Satzungen ihrei politischen Berein»», die sie in getreuer Anlehnung an dir gleich-lau!endea Bestimmungen de» slowenischen politischen Vereinet in Lärmen schon im April deS lausenden Jahre« bei der L>ubljanaer Landesregierung ringe-reicht und haben sich nicht entmutigen lassen, alS die behördliche Genehmigung au« formelle» Gründen mehrere Male verweigert wurde. Nun ist auch ihnen die Möglichkeit geboten, alle Gesinnungsfreunde in diesem Vereine zu organisieren und das Bewußtsein der Zusammengehörigkeit auch bei den Versprengten und Eingeschüchterten i» den abgelegenen Ortschaften neu zu beleben und zu vertiefen. ES werden gewiß keine überspannten Erwartungen ausgesprochen, wenn die Vermutung gewagt wird, daß es speziell den Deutschen in UntersteierMark gelinge» werde, bei den bevorstehenden Skupstiuawahlen ihren eigenen Ver. treter in die Belgrader Nationalversammlung zu entsenden. Diese Möglichkeit haben slawische Blätter schon lange vor der Genehmigung des politischen Vereine» der Deutschen in Slowenien in ihre Be-rechnung gestellt und e» würde den Deutschen schlecht anstehen, wenn sie ihre eigenen AuSsichien für un-günstiger halten wollten als es von slawischer Seite au« geschieht. Wir Deutsche ia der Woiwodina beglückwünschen unsere Freunde an der nördlichen Sprachgrenze aus aufrichtigem Herzen zur geplanten VereinSgründung. Ihr Beispiel wird zweifellos auch unsere Brüder in Eyrmien und im übrigen Slawonien anspornen, mern, da ich Rutschbahnen zwar lieb«, aber nicht, wenn ich im Sonntagsstaat bin, der schwächlichen Körperbau hat. Geländer gibt e« keine. „Par la grüce de Dieu" wie e» in amtlichen Schriftstücken heißt, erreichte ich glücklich einen reitenden Ganz oder Balkon oder offenen Teil der Hau»schachtel, von dem au» man an klaren Tagen — der Sage nach — Fuji sehen soll, aber wenn der „hochgeehrte Herr Fujt Berg" auch nicht sichtbar war, so sah man doch Störche oder eher Flamingos im Nachbargarten, Schwäne auf einem winzigen Teich«, die zitternden Bambusrohre tn einiger Entfernung und durch die Öffnungen herein-nickend die lieblichen krummästigen Föhren, die lange» Leben bedeuten. Bon diesem Gange au» betrat man ein sehr schöne» und große» Zimmer ohne Einrichtung, da» in der rechten Ecke eine polierte Vertiefung — die einstige HauSaltarecke — hatte und im Hintergrunde eine Art Auswuchs trug, der wie ein Balkon wirkte, der gleich-zeitig ein europäisch veranlagte» Sofa war, auf da» ich — tn Strümpfen — zuwanderte, wa» sich anfühlt, al« ging« man im Nachthemde in den äillier Stadt-park.-- Auf d«m Sofa lagen sehr schöne japanische Pölster und Fächer; auf dem Boden nicht« al« die schönen Matten und die Kunstteppiche, die bald zur Ausstellung gelangen sollten und tn einiger Entfernung vom Sofa einige Album« — anstatt auf einem Tisch eben auf den weichen Matten. Nachdem Gräfin L. mir die Zeichnungen der schönen Matte gezeigt, die al« Erschrak Ihrer gött-lichtn Majestät, der Kaiserin vo» Japan übergebe» die bereit» erfolgreichZbegonnene Organisation au»zu-bauen und die tn ihnen aufgespeicherten Kräfte zu einer geschlossenen Einheit zusammenzufassen. Der südslawische Staat hat die Grenzen niedergerissen, die un« Söhne de« gleichen Blute« vorher vonein« ander getrennt hatten. Uns Schwaben in der Ebene und die Deutschen in den Bergen Slowenien» eint aber nicht bloß daS gleiche Schicksal und die gleiche Sorge. Heute eint un? auch die gleiche Freude, eine Freude nach langer Trübsal. Aa, und so fort... Die Verwirrung, in die die Mächte Europa« durch die türkischen Erfolge geraten find und ouS der sie nur die bevorstehende Einwilligung ia die Forderungen der Angoraregierung anscheinend heraus-zuführen vermag, veranlaßt die Frankfurter Zeitung zu folgende« Bemerkungen: Wenn die neue Orientkrise nicht so verdammt ernst wäre, könnte man versucht sein, den entstan» denen und sich noch weiter steigernden Kuddelmuddel äußerst komisch zu finden. AlS der große Krieg sein Ende erreicht hatte, di siig daS große Ausplündern an. Zuerst kam Deutschland an die Reihe, bei dem eS am gründlichsten besorgt würd«, dann Oesterreich, Ungarn, Bulgarien, der letzte der Delinquenten war die Türkei. Diese war von dem ersten Nikolaus schon vor siebzig Jahren alS kranker Manu be-zeichnet worden. NikclauS wurde damals schwer ge> schlagen und starb au» Gram darüber. Die Türkei lebt heute noch. Sie wehrte sich gegen die Befehle der Entente, und der letzte in der Liste der Frieden»« schlüge blieb wirklich ein «crap of paper, ein Fetzen Papier. Die Kugel ist nicht bis ans Ziel gerollt oder vielmehr, sie ist auf eine Wand gestoßen und sängt an, zurückzurollen, und nun gibt «S unter d5nen, die sie haben lausen lassen, ein große« Durch« einander, wenigstens dort im Orient, wo sie zum Slillstai<»e gekommen ist. Man denke nur: England, ins im W?steu und in der Mitte Europa« so etwa« wie Katzenjammer über die Friedensschlüsse Modell Versailles zu spüreu ansängt, will im nahen Orient möglichst wenig von den Bedingungen von EvvreS ablassen, Frankreich dagegen, daS am Rhein, wie Shqlock, da» Pfund Fleisch dicht am Herzen Deutschland« haben will, tritt an den Dardanellen gegen seinen BunirSgenossen alS Porzia auf, und Italien, das anderSwo den Franzosen möglichst unangenehm zu werden sucht, welleifert mit ihm in der Liebe zur Türkei. Aber weiter: Bulgarien, daS zwar ein sogenannter „Erb-feind* der Türken war, so lange noch Bulgaren unter dem Türkensäbel lebten, da« aber im Welt« kriege mit der Türkei verbündet war. beginnt sich gegen da« niedergeworfene Griechenland zu rühren und strebt darnach, ihm thrazischeS G:biet bi« an die Aegäische Küste abzunehmen. Da« aber wollen wieder Rumänen und Südslawen nicht dulden, denn sie sürchten ein erwachende« Bulgarien. Sie halten worden war, und ich Gelegenheit gehabt hatte zu sehen, daß die Japaner in jedem Zimmer Schicblüren haben, die dahinter enge Schränke verbergen und auch wahrgenommen, daß man da« Hau» ganz, halb oder gar nicht öffnen konnte, je nach dein W«tter und gleich« zeitig erfahren, daß bei Wind gerne da« Dach, die Balken und da» Hau» davonflogen, wenn man die gute HolzhauSschachtel nicht geschloffen hielt, erschien etne Dienerin, die vor mir niederkntete, den Bod.'n mit d«r Stirne berührte und mtr eine Menge Artig-ketten sagte, die mich in Verzweiflung versetzten, da ich kein Wort verstand und nicht wußte, ob ich nun auch auf den Boden kriechen sollte und meine Stirne auf den Matten wischen. So lächelte ich nur und sagte „Arigato", froh doch ein paffende» Wort zu wissen und unglücklich in meiner bcstrumpften, steif dasitzenden Herrlichkeit. Wa» mtr in einer dunklen Taffe gereicht wurde, sah nach nicht« au», wa» ich je genossen und halte al» Boote zwei Siksiücke darausschwimmen, aber mulig ergriff ich die iri«geschmückte, henkellose große Por« zellantasie und führte sie an die Lippen. Da» zeigte mir, daß der Inhalt eitgekühltcr, gutgezuckerter Kaffee war. Auf einer kleinen weißblauen Taffe lagen reizende kleine Fächer — blau, rosa, gelb oder weiß mit einem japanischen Schriftlichen und einer Blume; da» wär Backwerk, ein Waffclteig, und meine Gastgeberin legte mir mit den Eßstäbchen mehrere auf den Teller. Auch japanische Bonbon« in Silberhülle. Diese» vac/werk, da« manchmal auch tiefgrün ist (eine Farbe, di« ich lieber mit Kohl al« Zuckerw«rk Zwiesprache und setzen sich für die Friedensverträge em. Indem sie da« aber tun. müssen sie wieder ihrem Patron Frankreich entgegentreten, da« nun zwischen ihnen und den Türken optieren muß. In Rom aber, wo man kein Großgriechenland will, aber auch Süd. slawien» Erstarken mit einiger Besorgnis sieht, horcht man schon argwöhnisch auf jedes Geräusch au« dem Balkan. Und auZ weiter Ferne ruft das botsche-wikische Rußland in die aufgeregte Unterhaltung hinein: „Ich bin auch noch da l" Es meldet seine Forderungen an die „Masse' an, und wenn kein Akkord zustande komm«, redet eS vielleicht sogar sehr ernstlich mit. Wird e« dabei an der Seite PoincarüS steh», der in Genua und im Haag aus ein baldiges Ende des Sowjetstaates spekulierte? Wunderliche Welt l Alle schielen sie nach rechtS und link« gleich« zeitig. Wer wird auS diesem Dschungel herausfinden? Wer weiß überhaupt noch, wo Freund und Feind steht, und wer, bis wohin die zurückgeprallte Kugel lausen wird? Sind einmal Rumänien und Südsla-wien losgelassen, dann werden auch die Ungarn mit« reden wollen. Wenn aber dies, dann würden auch die Tschechen nicht still bleiben. Na, und so fort... Die Durchführungsverordnung juni Gesetze über die Bekämpfung der Teuerung. (TcgovSki List.) (Fortsetzung.) Der nächste Artikel bestimmt hinsichtlich der PreiSrreiberei, daß sich dagegen alle di« verfehlen, die sür die Ware einen höheren Preis verlangen als der ist, welcher ihnen den gewöhnlichen und er« laubten kausmännischen Nutzen abwirft. Dieser darf niemals höher sein als 2i)%, muß aber dem üblichen kaufmännischen Gewinne auch baun entsprechen, fall« er niedriger ist al« 25 %. Welcher Prozentsatz deS kaufmännischen Reingewinne« für einzelne Waren-sorten in diesem Rahmen erlaubt ist. entscheidet der Richter nach Einholung von sachmänrischen Urteilen nach eigenem Ermessen, indem er die Art der Ware, den Umfang des Unternehmens (Umsatz) und den Ort drS Geschäftsbetriebe« in Erwägung zieh». Al« Grundlage sür den AnschasfuugepreiS einer Ware werden bei der Errechnung der Prozente deS Reingewinne« der Preis des Rohmaterial«, des Halbfabrikates und Fabrikates, die AnkaufSspefen, der Zoll, die Zufuhrkosten, Verpackungsauslagen, Bermittlerprvvisionen usw., serner allgemeine und Geschäftskosten, Kalo. Vertreterprovisionen, Kosten sür Bearbeitung, Gehälter und Taglöhne für Angestellte und Arbeiter, Ausgaben für soziale Ver« sicherungen, Versicherung deS Unternehmens, Miete, Post« und Reklamekosten, Amortisierungen usw. angenommen. verbinde), schmeckt nicht wunderbar, aber ist so wunder« hübsch, daß man da» Kunstwerk ißt und nicht den Inhalt, und jeder Waffelfächer hat einen winzigen Holzhälter, so daß man sich nicht die Finger klebrig macht. Wieder erschien die Dienerin und stellte auf den j«hn Zentimeter hohen lackierten Tisch (vor dem wir eigentlich hätten kauern sollen) zu meinen Füßen eine sehr schöne, alte Lacktass? und darauf, au» japanischem Porzellan, ein Fruchlgefäß mit Kirschen und Nekrarinea (eine Kreuzung zwischen Pfirsich und Pflaume), während Gräfin L. Jngwerbier ia klein« kelchartige Gläser goß und mir mit lackierten und verzierte» Stäbchen Lecker« bissen auf den Teller häuft«. Nach dem Tr« kam «in Besuch, etne Japanerin mit ihrem fünfjährigen Kinde und während sich beide Damen, die Europäerin und die Japanerin, auf d«a Boden warfen und mit der Stirne den Boden wieder und immer wieder in großer Höflichkeit berührten, saß ich ungemütlich auf meinem «ist und hatte große Lust, auch aus die Matte zu fallen und mit autgestrecklea Armen HöfltchkettSschwimmbewegungen zu machen. Wieder kam die Dienerin und bracht« Erfrischungen und e» war ergötzlich zu beobachten, wie steif und still und würdevoll die klein« Tuziko auf ihrem Polster saß und ernsthaft die Fächerwaffeln einpackte, denn «ach japanischer Sitte nimmt man immer von dem Ange« botenen im Papiersacktuch nachhause mit. Auch zu Be» suchen nimmt die Japanerin keinen Hut und ver-schwendet kein« GalalchuHe, denn ihre Alltagssandalen bleiben doch geduldig in der äußersten Borhalle. Nur der Kimono und da« schönere Obi, vielleicht eine be« sonder« schöne Haarnadel, verrate« größere Vorbereitung Nummer 79 Cilllct Zeitung «eile 3 Ver de» Gewerbetreibenden wird jener Preis als übertrieben betrachtet, der höher ist alS der an-gemessene Verdienst deS betreffenden Handiverkers im Hinblick auf die Teuerung in der «ladt, wo sich seine Werk,lütte befindet. Der Preistreiberei schuldig machen sich auch jene, die betrügerisch wägen und die LebtnSmittelporlionen beim Verkaufe verkleinern. Bei diesem Artikel, tn dem sich daS Ministerium für soziale Fürsorge in etwas emlüß-, waS eS nicht versteht und wofür e« nicht im geringsten kompetent ist, muß vor allem daS eine festgenagelt werden, daß nämlich die KalkulationSposten die daS Mini-sterium als Beispiele anführt, fegt unvollständig sind und daß die heuligen Verhältnisse des Geldmarktes dabei überhaupt nicht berücksichtigt wurden. ES ist bekannt, daß der ganze Handel hauptsächlich mit Bankkredit arbeitet, sür den er hohe Zinsen, die unter die effektiven Ausgaben gerechnet werden müssen, zahlen muß SS ist auch bekannt, daß es bei dem heutigen Schwanken der Preise nicht möglich ist, alle einzelnen Sendungen besonders zu kalkulieren, sondern d>ß sich der Kaufmann den allge-meinen Marktve» Hältnissen anpassen und die Waren durchschnittlich kalkulieren muß, d. h. eine mit Ver-tust, dte andere mit angemessenem Gewinne, in der Hauptache so. daß er im Stande ist, mit dem Er-trag deS Verkaufe« sich wenigstens wieder jene Waren-menge einzuschaffen, die er vorher aus Lager hatte. All da« hat die DurchsührnngSverordnung außeracht gelassen, obwohl da« Ministerium sür soziale Für» sorge von unseren Organisationen genügend und rechtzeitig ausmerksam gemacht wurde, daß diese Frage ia der Durchführungsverordnung klar gelöst werden müsse. (Fiktsetzung folgt ) Politische Runöschau Inland. Die Haltung des Prinzen Georg ein Vorzeichen schwerer Erschütterungen? DaS Neusatzer Deutsche Volksblatt veröffentlicht ein Beograder Telegramm dcr Telegraphenagentur Expreß, worin gemeldet wird, daß die Angelegenheit de« Prinzen Georg, der ein schlechtes Beispiel der Nichtachtung der Entscheidungen der höchsten Stellen im Staate gegeben habe, in ein ernste« Stadium getreten sei. Sie trägt nicht mehr ein persönliches Gepräge, sondern hat politischen Charakter an-genommen; eS wird schon öffentlich von gewiffen Verwicklungen gesprochen, die zu ein»r schweren Erschütterung führen können. Die Regierung hat dem Könige die Einberufung eines Kronrale» vorgeschlagen. Die abwesenden Mitglieder deS königlichen Hauses wurden telegraphisch nach Beograd berufen. An dem Kronrate werden, wie verlautet, der König, die Königin, Prinz Georg, Prinz Arsen, Prinzessin Jelena, Prinz Paul, der Patriarch, Ministerpräsident Paiii, der Justizminister, der Präsident deS Staat« rate« und des KaffationSgerichte« teilnehmen. und der Puder und die Schminke, natürlich, denn e» gilt al« ungezogen, sich ungepudert den Männern »u »eigen. Nach einer geraumen Weile und vielen Ver-beugungen, die mir Anlaß »um Studium menschlicher Biegsamkeit gaben, schied der Besuch und dcr Better Gräfin L.'S erschien in einem weißblaue» Kimono mit rotem Gürtel und — und, ja nichts sonst. Auch nicht Strümpfe. Wenn man japanisch lebt, kostet da» Leben wenig. Er saß auf den Matten mit gekreuzten Beinen wie eine echte Daibutsastatue und Ich bewunderte die Gelenkigkeit seiner Knochen. Ich bewunderte indessen nicht nur da», denn er war nicht nur ein auffallend schöner, sondern auch sehr höflicher und vorurteilsfreier Mann; er war Franzose und sprach mich dennoch in meiner Muttersprache an, denn die zu verleugnen ist mir noch nie einzefallen. Ich selbst kenne keine Vor-urteile, mir sind alle Sprache», all« Völker lieb, aber wem meine Sprache nicht paßt, der braucht mich auch nicht einzuladen. Im übrigen spreche ich selbstredend immer in der Sprache, die im Hause üblich. AuS-genommen japanisch I Diese meine Sprachsüße sind den» doch zu rachitisch. vor meinem Weggehen lud mich Gräfin L. zu einem Abendbrot (japanischer Art) ein, da« nächste Woche einigen Freunden gegeben werden sollte und obschon ich mit Freuden annahm, kostet mich da« doch nicht geringe Schmerzen, denn da sie mir lachend er» zählte, wie ein Herr von der Gesandtschaft mit langen Reglerungsveränderungen in Sicht? Der seinerzeit stattgefundene Besuch des Athener Gesandten Balugd^ii in VeldeS scheint nicht ohne Folgen geblieben zu sein. Wenigstens wird in der Umgebung des Führers dcr demokratischen Partei, Herrn Ljnba Davidovii', mit Bestimmtheit behauptet, daß er das Mandat zur Auflösung der National-Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen erhalten werde. Ljuba Davidoviö hatte Herrn BaluMii, welcher der Trauung des Königs nicht persönlich beiwohnen konnte, dringend ausgesordert, dem Könige seine Glückwünsche zu überbringen und sich ihm vorzustellen. DaS war nach außenhin der Grund feines Besuches; inzwischen ersährt man, daß andere Absichten vorwiegend waren, die in den nächsten Tagen der Oeffentlichkeit mitgeteilt werden sollen. terr Davidoviö ist, wie seine Freunde mit aller ntschiedenheit behaupten, durchaus Herr der Lage. Die zukünftige Regierung soll zum großen Teile aus Demokraten und zwar ausschließlich aus Mitgliedern der Davidovii-Gruppe gebildet werden. Hiezu trägt noch der Umstand bei, daß die Radikalen der Ansicht sind, die Aufrechterhaltung der gegenwärtigen Regie-rnngskoalitton sei unmöglich und eS müsse daher zu einer Spaltung kommen. Die Radikalen setzen sich dafür ein, daß die Wahlregierung ein durchaus parteimäßiges Gepräge haben müsse und daß daS Mandat dazu entweder sie selber oder die Demokraten erhalten sollen. Im allgemeinen macht sich das Ansehen deS Herrn Ljuba Davidovii geltend, da er auch von jener Seite unterstützt wird, auf die er sich vor drei Jahren stiitz'e, als er die Regierung aus den Reihen der Demokraten und Sozialisten entnahm. Das wird auch für feine Stellung in dcr Partei, in der bekanntlich infolge feines Auftretens auf dem Kongreß dcr Intellektuellen in Zagreb der Zwist zwischen ihm und Pribiöevik, der wahrscheinlich außerhalb der Regierung bleiben wird, anSgebrochen ist, entscheidend sein. In daS Kabinett Davidovit würden auch gewisse Kroaten und Slowenen, die gegenwärtig nicht im Parlamente sind, eintreten. Ablehnung der Kredite für das Kriegs-Ministerium durch die Nationalbank Wie dem Ljnbljanaer Slovenski Narod aus Beograd gemeldet wird, hqt die Nationalbank die Forderung der Regierung, es wöge für daS Heer ein Kredit von 100 Millionen Dinar eröffnet werden, abgelehnt. Dieser Beschluß deS VerwaltungSrateS hat in den Kreisen der Industrie und der Finanz allgemeine Befriedigung hervorgerufen. Die Nationalbank strebt die Stabilisierung deS Dinar« au und lehnt grnndsätzlich Kredite ab, welche die Staat«-finanzen verschlechtern und die Inflation de« Papier-geldeS zu vergrößern geeignet sind. In der gleichen Sitzung wurde ein Kredit von 70 Millionen Dinar für die Versorgung dcr passiven Gebiete bewilligt. Moskau an Beograd. In Beograd ist eine Note der Moskauer Regierung eingelangt, in der darauf hingewiesen wird, daß keine einzige Westmacht entsprechende Schritte zur Beseitigung der Kriegsgefahr im nahen Beinen nicht gewußt, wa» er mit seinen Beinen beginnen sollte, trachte ich die meinen, die wahrlich nicht lang sind, einzuüben und ich kann sagen, daß lang oder kurz, Beine, auf denen man sitzen muß und Stellungen, wo die Fersen zu Polstern werden, weder angenehm sür den keil, dcr Polster ist, noch für dc», der daraufkommt. Selbst fünf Minuten sind Höllenpein und man fitzt bei einem Mahl eine Stunde. So sitze ich nun täglich Probe auf dem Bett. Und, o Leser, zitiere und höre! Nicht da» allein I Man muß auch mit St äbchen essen können und da« erfordert die Geschicklichkcit eine» Taschenspielkünstler«, denn c« ist ungleich leichter, die Speise anderen Leute» damit auf Krawatte. Hosen oder in« Gesicht zu werfe», al» sich selbst in de» Mund zu treffen. So übe ich nun Bohnen auslöse» mit zwei Speisestäbchen, denn obschon es sehr unterhaltend ist, jemand Uneingeweihten mit den Stäbchen esfen zu sehen, möchte ich doch nicht gerne die sei», die dem diplomatischen Korp» Unter» Haltung bietet. Genug find die Uebel, die in Gestalt von rohen Fischen und unbekannten Wundern in die Magentiefen müssen. Ich denke a» die Warnung der japanischen Mütter, die ihren Kindern sagen: „Iß' vorsichtig und lass'de» Rei» nicht auf dein Kleid fallen, damit du nicht zur Kuh wirst." Und obschon ich vielleicht ein Kalb bin, möchte ich nicht gerne Kuh werden. Oriente, in deren Strudel auch viele nicht direkt interessierte Staaten hineingeriffen werden könnten, unternommen babe. Rußland hält es für äußerst wichtig, daß dem türkischen Volke feine Rechte zu-erkannt und feine volle Souv-renität über die Meer-engen und Konstantinopel erneuert werde. Die Sowjet-republik protestiere auf das entschiedenste dagegen, daß Rußland und die ihm verbunden«» Staaten bei der Regelung der Orieutfrage abseits stehen sollten. DaS große Interesse Rußland« sei durch ein Ab-kommen der zaristischen Regierung mit den West, mächten im Jahre 1916, wonach der Bosporus Rußland zugesprochen wurde, bestätigt worden. An der Orientkonferenz müßten alle Uferstaaten des Schwarzen Meeres, also Rußland, die Ukraine, Georgien, Bulgarien, Rumänien — und zwar au ersten Stellen — teilnehmen. Husluno. Die Abdankung König Konstantins von Griechenland. WaS nach den letzten Ereigniffen in Kleinasien und infolge der Fortentwicklung der Orientfrage zu erwarten war, ist eingetroffen: König Konstantin von Güechenland wurde vom Unwillen feines Volkes vom Throne hinweggefegt. Unter der Führung des Obersten GonataS drangen menterifche Truppen in Athen ein und zwangen den König zur Unterfertigung der Abdankungsurkunde zu Gunsten feines Sohnes Georg, der al» GeorgioS II. zum König der Hellenen ausgerufen wurde und bereits den Eid auf die Verfassung abgelegt hat. In Athen wird von den Militärrevolutionären, denen sich die Stadt und die Provinzen angeschlossen haben, die Ruhe aufrecht erhalten. König Konstantin fiel als Opfer der Nieter-lagen eines Krieges, dessen Fortführung ihm geg.n seinen Willen von außen und von den Venizelisten aufgedrungen wurde, die heute nach dem Erlöser VenizeloS schreien. Der junge König Georg ist bekanntlich als Gemahl der Prinzessin Elisabeth von Rumänien der Schwager der Königin Maria von Jugoslawien. Die Gefahren im Osten. Kemal Pascha hat ans die Note dcr Alliierten eine Antwort gegeben, die geeignet ist, neue Ver-Wicklungen hervorznrusen. Seme Bedingungen lauten: 1. Die türkischen Truppen rücken sofort in Adrianopel ein und besetzen Thrazien am rechten Uftr der Maritza; 2. die Konferenz hat aus kleinasiatischem Boden stattzufinden; 3. Teilnahme ver Ruffen und Bulgaren aus der Friedenskonferenz; 4. Ablehnung der Ver-pflichtung, die Dardanellen zu entmilitarisieren. — Aus die Aufforderung des Obersten Kommissärs der Alliierten in Konstantinopel, Kemal Pascha möge Tfchanak räumen, erklärte dieser, daß er keine neu-trale Zone anerkenne. Wie ans Konstantinopel ge> meldet wird, sind zehn Einheiten deS englischen atlantischen Geschwaders unterwegs nach den Darda-nellen. Die Lage hat sich in deu letzten Tagen verschlechtert. Wie dem Beograder Preporod a»rS Paris gemeldet wird, hat Ministerpräsident Paiic vor seiner Abreise von dort erklärt, daß eö von der Haltung Jugoslawiens abhängen werde, ob eS in einen Krieg verwickelt werde, der sich über die ganze Welt ausbreiten und große Anstrengungen und Opfer fordern würde (?). — Die Haltung Kemal« wird offenbar nicht zum geringsten Teile von Frankreich beeinflußt, dem eine englische Niederlage freie Hände in allen möglichen Fragen, Reparationen und dgl., verschaffen würde. Aus ittftflt uns laue. Fritz Rasch f- AuS Graz kommt unS eine traurige Nachricht zu. Der hiesige Buchhändler, Herr Fritz Rasch, Ist am 26. September l. I. in einem dortigen Spitale im Alter von 62 Jahren verschieden, wohin er sich zur Heilung seines Bein-brucheS, den er vor einiger Zeit aus der St'aße erlitten, begeben hatt». Der Dahingeschiedene ist im Sommer 1886 nach Celje gekommen, wo er die Buchhandlung Theophil Drexcl übernahm. Za den 36 Jahren seiner Seßhaftigkeit in unserer Sta»t hat er sich die ungeteilt« Hochachtung und Freund-schaft aller Einwohner erworben. Seine Buchhand, lung hat er durch Fleiß, Umsicht und hervorragendes Können in feinem Fache auf eine breite Basis ge-stellt und derart gehoben, daß sie als kultureller Faktor in der Südsteiermark gelten kann. D,r au» Deuischdöhmcn stammende Mann hat sich natürlich auch außerhalb seine« Berufes mit jener Entschieden-heit auf verschiedenen wirtschaftlichen, kulturellen und Cillier Zeitung Nummer 79 nationalen Gebietn, betätig», die den Deutfchböhmen j? in so hohem Maße eigen ist. Während seiner v eljährigen Tätigkeit olS Gemeinderat hat er an allen sortschriltlichen Aktionen der Stadt mitwirkend teilgenommen Al« Intendant de« vormal« deutschen Stadttlieater» hitte er e« sich angelegen sein lassen, "die Cillier Bühne aus ein hohe« künstlerische« Niveau zu heben. Er war viele Jahre Obmann des Stadlverschön«ung«v«eineS. Bei jedem Giinge vuich unseren Stadipark müssen wir dankbar seiner gedenken, denn um dessen Ausgestaltung und stete Pflege ha» er sich dauernde Verdienste und den Dank vller Naturfreund: für immerwährende Zeiten er-worden. Während der ganzdn Zeit seine« Cillier Leben« hat er sich al« treuer deutscher Manu be-währt. Die tiefempfundene Trauer in alle» Krei'en der deutschen Bürger dieser Stadt um den Ver« blichenen zeigt, in welch großer Hochachtung und Verehrung er bei ihnen stand. Der Name Fritz Rasch bleibt mit der Cillier Geschichte der letzten drei Jahrzehnte untrennbar verbunden. An fein« Bahre trauern neben seinen Angehörigen all->, die ihn nnd die Cchlheit seine« Wesen« kannten. Aus dem Gemeinderate. In de? letzten Sitzung d<« Stadimagistrates wurden folgende Angelegenheiten behandelt: Der KnabenbÜrgnschule wurde ein Beitrag von 15.000 Kronen zur An-schasfung von Lehrbehelfrn bewilligt. — Der Firma Frece & Plahntnik wurde die Konzefswn zur Er« richtung einer Frühftücksstube, Herrn KoroS.c für die Ausübung de« Fiakergewerbe« erieit. — Die Fleischhauer dürfen künftighin nur 20# Knochen al« Zuwnge verkaufe», die sie jedoch uicht m-hr von Selcher» abnehmen dürfen. Der städtische Marktkommissär hat aus die strenge Befolgung diese« Beschlusse« zu sehen. — Den Arbeitern in d^i städtische» Betrieben wird dcr Gehalt um 30# erhöht. — Die Kühlramm« im städtischen Schlacht-Hause wird nicht vergrößert, weil die Kosten zu hoch kämen, Es werden nur dringende Reparaturen im Schlachthause vorgenommen werden. — Um Aufnahme in den HtimalSverband habeu mehrere Bitt, stell« angesucht, einigen wurde die Ausnahme be-willigt, andere wurden abgewiesen. — Die Versicherung aller städtischen Angestellten marke gründ-lätzlich beschlossen, die Ausführung deS Beschlusse« jedoch bi« zum Erscheinen der Dienstpragmatik ver-ichoben. — Die Deputate an Heizmaterialien wurden den städtischen Angestellten entzogen, weil sie hiefür eine Teuerungszulage erhalten haben. Die AuS-zahlung dcr Entschädigung sür Naturalwohnungen an die Leiter der Bürgerschule und der städtisch?« Volksschule» wird mit 1. Oktober eingestellt, weil diese in die Kategorie der Staatsbeamten zählen. — In die Kommission znr Feststellung der Tcu-erungSverhältnisse und der diesen angemrssenen Löhne der städiijchen Angestellten wurden die Stadt-räte Stiupi und LcSkovsck entsendet. — E« wurde die Aufstellung eine« Konsortium« verschiedener wtrtschasilicher Genossenschaften in Celje beschlossen, an dem sich dcr Stadimagistrat mit gleichem Anteile beteiligen wird. Diese« Konsortium wird in kürzest« Zeit eine Fleischbank errichten «nd im allgemeinen »ie städtische Bevölkerung »it den notwendigsten Lebensmitteln, wie Fett, Kraut, Kartoffeln usw. versorgen. — ES wurden die Preise und die Be schaffung von Holz auS den städtischen Wäldern ge-regelt. — Die notwendigen Reparaturen an der Volksschule, dem Theaiergebäude »nd dem Herren-bade wrrrden genehmigt. — Der Antrag de« Stadt-rate» Beruardi die nächtlichen Kopfsteuern mögen pauschaliert werden, wurde dem Finanzausschüsse zum Studium überwiesen. — Nach einer kurzen Verhandlung über AllsälligeS wurde die Sitzung geschlossen. - ' x Der Herbst ist eingezogen. Die Hofs, nung, daß »er fo lange erwartete Regen, dcr anfangs dieses Monate« eintrat, vur eine vorüber-gehend« Erscheinung bleiben und nicht über da« Maß andauern werde, hat sich nicht erfüllt. Seither regnet eS fast täglich, die Temperatur ist andauernd niedrig und umso empfindlicher, a'S die Kühle un-mittelbar an die große Hitze ansch'oß. Nur selten bricht die Sonne sür einige Stunden durch düs graue Gcwötk. Der Herbst ist da! Nicht allmählich zog er inS Land, wie e« sich für eine gesittete Jahre«-zeit geziemt, besonders für ihn, der doch nicht fo jung wie der sprühende L.uz und älter als der reife Sommer ist, also tn einem Alter steht, daS zu einer gewissen Lolidität verpflichtet. UebersallSauig und unangemeldet, in düsteren Farben und r-genverhüllt, patschte er in die schöne Steierwar!, Da« allmähliche, sUohlend bunte Färben der Wälder vollzog sich nicht in jene» reinen, weiten, sonnigen Herbsttagen, die sonst unsere Gebiete in unsagba>e schönh it tauchen und den edlen Wrin zur Reife bringen. Schädel Durch sein tolpatschigcS Erscheinen droht er, uns um den Genuß seiner Schönheiten und um die Freude an seinem färbigen Erntereichinm zu bringen. Der Herbst ist so recht die Zeit des Genießen« der Natur, denn der heiße Somm«, der kalte Winter und der wetterweudige Frühling haben für uns ver-weichlichte Menschen Begleiterscheinungen, die ein volle« Genießen der göttlichen Natur eigentlich nicht zulassen. Da lobt man sich einen richtigen Herbst mit feinen reinen Lüften, seiner für da« Wohlbefinden gerade richtigen Temperatur, der wunderbaren Farbenpracht der Gärten und Wälder, der hellilaren Atmosphäre für weitferne Ausblick« vo.« Berge«-höhen und die nur dem Herbste eigenen wunder-farbigen Sonnenuntergänge. So aber regnet e« fast jeglichen Tag: die Ueberzieh« sind schon längst in Dienst gestellt worden und wenn die regnerische Witterung noch lange anhält, wird man bald zum Winterrocke greisen müssen. Evangelische Gemeinde. Der Gottesdienst der Erwachsenen am Sonntag, dcm I.Oktober, findet um 10 Uhr vormittags in der Christuskirche statt. Dabei gedenkt Vikar May zu predigen über .Wa« ist der Mensch?" Anschließend KindergolteSdienst. Pfarrer Schumacher evangelischer Senior von Kroatien Slawonien Der auch in den Kreise» der deut scheu Ges-kllschast unserer Stadt wohlbekannte und hochgeachtete Pfarrer Sa-muel Schumacher in Semlm wur>e am 31. September dortselbst feierlich in da« Amt de« SeuiorS deS kroatisch slawonischen evangelischen SeniorateS eingeführt. Gebaudeankauf für die Gebietsoer-waitung in Maribor. Der Ankauf von drei Gebäuden tn Maribor für die Zwecke der Gebiet«» Verwaltung, dejfcn Abschluß wir schon vor einig« Zeit berichteten, ist trotz der Dementi« einiger jlo« wenisch« Blätter, z B. de« Ljabljina« Jutro, tat-sächl ch erfolgt. Die Häuser wurden vcu Herrn Ko-koschinegg um den Betrag voi sechs Millionen Kronen abgegeben. Die VerkausSangelegenheit hat zwischen dem Ljudljana« Slov.'nLki Narod, der darin eine Manipulation eines bekannten demokratischen Führer« «blicken zu müssen glaubt, nnd dem der-selben Partei dienstbaren Jntro den Peginn ein« peinlichen Polemik veranlaßt. ES ist in der Tal richtig: in d« slowenischen Oessentlichkeit kanu nichi« geschehen, auch nicht die harmloseste Sache, daß dahinter nicht irgendeine parteipolitische Unsaubnkrit von irgendeiner Seite vermutet wird. Ist e» doch schon sow:it gekommen, daß ein gewöhnliche« Verbrechen, so vor kurzem ein Mordf.Ul, den Anhängern der einen oder der anderen Partei, einem döiflichen Orel oder einem Sokol, in die Schuhe geschoben wird, wobei vor allem das Oceltum eine starte Be-tonung «fährt. Erhöhung der Post und Telegramm gebühren. Mir 25. September wurden die Post-und Telegrammgebühre» für das Inland folgender-maße» «höhl: jede« Wort von 30 auf 50 Para, da« Blanlctt von 20 auf 50 Para. — Briespost-gebühren: Briefe bi« zu 20 Gramm 1 Dinar, für je weitere 20 Gramm 50 Para, eine gewöhnliche Korrespondenzkarte 50 Para, mit Antwortkarte 1 Dinar. Druckjorlen sür je 50 Gramm 20 Para, Blindendrucksorten für je 500 Gramm 10 Para. Muster ohne Wert für je 50 Gramm 20 Para, mindesten« aber 1 Dinar. RekommandationSgebühr 2 Dinar. Wertbriefe neben der Gebühr für einen rekommandierten Brief von derselben Schwere noch eine Wertgebühr, und zwar bi« zu 100 Dinar 1 Dinar, von 100 bi« 500 Dinar 2 Dinar, von 500 bis 1000 Dinar 5 Dinar, von 1000 bi« 5000 Dinar 10 Dinar, für jede wüleren 1000 Dinar 1 Dinar «ehr. Verstäildigungsgebühr 30 Para, Zustellung 2 Dinar. Postanweisungen bis 25 Dinar 1 Dinar, von 25 bis 50 Dinar 1 Dinar 50 Para, von 50 bis 100 Dinar 2 Dinar, vo-r 100 bi« 800 Dinar 3 Dinar, von 300 bis 500 Dinar 4 Dinar und von 500 bis luOO Dinar 5 Dinar. Für Nachnahmesendungen, die bis zu 5000 Dinar zulässig sind, beträgt die Gebühr bi« zu 2000 Dinar 5 Dinar, von 2000 bis 3000 Dinar 7 Dinar, von 3000 bi« 4000 Dinar 9 Dinar «nd vo» 4000 bi« 5000 Dinar 12 Dinar. Die Aus^ zahluiigS^bühr beträgt bis zu 50 Dinar 20 Para, von 50 bi« 1000 Dinar 50 Para, von 100(5 bis 5000 Dinar 1 Dinar. Die Expreßgebühr sür Brief sendnngen, Wertbriefe und Anweisungen beträgt 2 Dinar, für Pakete 5 Dinar. Zeitungen per Stück 5 Para für je 100 Gramm, die Paketgebühic» bleiben unve,ändert. Die Zollämter und die Ratten. Auf dem Zollamte in Maribor liegen beiläufig 20 000 unv«zollte Postpakete. Dies« Tage «hielt ein Mar-burger Einwohner ein Paket au« Deutschland, das sechs Monate auf dem Zollamte gelegen war. AIS er eS öffnete, sah er, daß sich darin eine Ratten-samilie angesiedelt hatte. Der Ljubljanaer Slovenec. dem wir diese Meldung entnehmen, meint, eS würd« nicht schaden, wenn sich in unseren Zollämtern soviel Ratten ansammelten, daß sie die Zöllner nach allen vier Enden d« Welt auSeinauderscheuchien. Der Grenzdienst in den Händen der Finanzkontrolle. Einer Anordnung des Kriegs-ministcrium« zufolge w«den die biShnigen Grenz-truppen endgültig abgeschafft und der Grenzdienst den Organen der Finanzkontrolle übergeben. Die Uebergabe muß bis Ende Oktob« l. I. durch-geführt sein. > Endgültige Regelung der Grenzver-hSltnisse zwischen Jugoslawien und Oester-reich. Die jugoslawisch-österreichisch« Grenze ist nuumehr endgültig festgesetzt und die jugoslawisch, österreichische AbgreuzungSkommission hat die Ueber-gäbe bezw. Uebernahme jcn« Gebiete angeordnet, die nach der Abgrenzung an Jugoslawien bezw. an Deutschösterreich sallen, soweit dieSnochnicht durchgeführt wurde. Grenzbewohner^die-ihren Wohnsitz auf dem Gebiete haben, das dem a»d«en Staate übergeben . w«den muß, können bis spätestens 31. Dezember mit all ihr« beweglichen Hab« auf da» Gebiet jene« Staate« übersiedeln, unt« dessen Verwaltung sie vor der Uebergabe standen, ohne daß sie irgend-welche Gebühren dafür zu bezahlen hätten. Zu diesem Zwecke haben sie sich bis zum 30. September l. I. mit einer AuSjuhrbestätigung zu versehen, die von der Gemeinde und Bezirksbehird« jenes Llaate« ausgestellt wird, unter dessen Verwaltung sie bi« zur Zeit der Uebngab« lebten. Die Krönung des rumänischen Königs Ferdinand findet am 15. Oktob« in Karlsburg in Siebenbürgen statt. An den Feierlichkeiten wnden Vertreter aller europäischen Staaten teilnehmen. Jugoslawien wird durch König Alexand« und Königin Maria vertreten sein. Tod durch Einatmen von Leuchtgas. Am Samstag abends befand sich «in Dienstmädchen deS Marburg« Advokaten Dr. Serncc allein ra der Wohnung. Die Zeit der Abwesenheit der Familie wollte sie u. a. dazu benutzen, daß sie sich ein Bad anrichtete. Sie öffnete also den GaShahn, zündrte den GaSherd an, ließ aber spät« den GaShahu offen stehen. Nach einig« Zeit scheint sie bemerkt zu haben, daß GaS ausströmte, sie wollte auS dem Badezimmer hinan«, wurde ab« früh« ohnmächtig. Montag früh fand man sie tot bei der Tür liegen. Also sogar eine gute Ernt«. DaS Acker-bauministerium verlautbart amtlich, daß nach den Berichten d« Kommission, welch« die Aufgabe hatte, den wahren Stand d« Ernte zu «heben, diese gut sei und nirgends Mangel herrschen werde. Die Woiwodina wird alle passiven Gebiete versorg?». AuS unserem Staate werden 100.000 Waggon LebenSmittel ausgeführt werden können. Ob man nicht, waS die 100.000 Waggon anbelangt, da von einem Extrem — die angeblich schlechte — in da» andere — die kommissionell festgestellte gute Ernte—verfällt? Beide» läßt sich zu Spekulationen gut ver-wenden. Unglückssälle auf dem Neusatzer Flugselde. Am 25. September stürzte aus dem Flugfelde von Neusatz der Flicgeroffizi« Hauptmann Anton Povrzanooi! au? einer Höhe von 50 Metern ab. Seine Leiche wurde auS den Trümmern des gänzlich zerstörten Apparates hervorgeholt. Am Samstag vormittags geriet die vom Hauptmann Huput geführte Maschine in Brand. Der Pilot konnte sich jedoch retten. In drei Tagen «eigneten sich also zwei Unglücke, die ein Menschenleben uud uugiheure Materialwerte forderten. Spvrl. Sonntag, den 1. Oktob« 1922, um 4 Uhr nachmittag« findet am Sportplatze Felfenk-ll« dai «st« Meisterschaftsspiel der Herbstsaison statt, u. zw. treffen al« erste Mannschaften gleich die zwei stärksten Gegner, der ^poctniklub CUje gegen den Athletik-sportklud Celje, auseinander. Dem Spiele, das sür beide Berlin« entscheidend ist, wer in der ersten Klasse ver-bleibt, wird daher sehr viel Interesse entgegengebracht, llmsomehr al« in der vergangenen Saison da« Wett-spiel nicht auSgetragen wurde. Die Athletik« w«den alles daransetzen müssen, wenn sie sich in der bi«her innegehabten Stellung halten wollen, jedcnfall« müssen sie auf eine eventuelle Ueberrafchung gefaßt fein. Nummer 79 Cillier Zeitung Stile 5 Eingesendet. sAjjr Form und Inhalt dc? in dieser Rubrik Enthaltenen übernimmt die «chnftleitung keine Verantwortung.! Die Geschichte einer Sequestrierung. Im Herbst 1920 erschien eines Tages der zweite Sequester ; ich habe ihn. als er mir durch Hern, Stopar vor-gefallt wurde, dem Aussehen nach für einen Taxameter-Chauffeur gehalten und stand in dieser Auffassung nicht vereinzelt da. denn dai ganjt Volk nannte diesen Herrn glattweg.Loser". Saum war die Vorstellung vorüber, bei ivclcher der neue Mann Namens Janlo Dolinar sein« Machtvollkommenheit unter glei^eitigen Androhungen erklärt hatte, so berief Tconomo du beiden GagernS zu sich und sagte wortwörtlich: „91a, wie gefällt euch der neue Sequester? Ich höre, er soll sehr tüchtig sein, aber ein wilder Mensch, pr bat ja qleich beim Eintntte ins Schloß gesagt, er möchte die gan»e Äeschlchte am liebsten in die Lust sprengen oder einige Bomben hineinwerfen! Ich glaube, vor diesem innren w,r un» in Acht nehmen. Der hat den Auftrag, uns all« hinaitSzuschmeißen. Dolinar ist, im« ich in Ljublana hörte, ei« wirklicher Agraringenieur, er soll hier «ine Musterwirtschaft einfuhren und hiezu keine Mittel scheuen. Er wird uns alle Einkünfte streichen. T« wird's uns aber schlecht gehen!- Ter Zweck dieler Darftellungen war jiemlich durchsichtig. Aber gar so unrecht hatte Economo nicht. Unwahr war nur der „Agraringenieur", denn Herr Dolinar war alles eher als ein Fachmann im Landbau und vom Walde verstand er überhmwt nichts. Er überbot in seiner anderthalbjährigen Tätigkeit so ziemlich alles, was aus diesem Gebiete an Miß griffen, Deterionerung uud boshafter Schädigung geboten werden kann. Seme erste Auswirkung begann er niit der obligaten Inventur, bei welcher Geleaenheit seine vollkom-mene Kennttiislokigkcit der Materien, Bewertung von Bieh, von Vorräten usw. sofort deutlich zu Tag« trat. Gelegentlich dieser Inventur wurden alle Vorräte — viel hatte Stovar allerding« nicht mehr hinterlassen — noch unterschädt. besonders aber vor- und grundsätzlich alles das disqualifiziert und lächerlich gemacht, was von den Pächtern geschaffen worden war. Die Brüder Gagern baten nochmals, man möge ihnen doch wenigstens ihr privatestes Eigentum zurück stellen. Seinerzeit halte die Herrschaft Mokritz ca. ein Hektar Grund an das Land zur Errichtung einer Obstbauimchule verpachtet. Nach einigen Iahren verlauste das Land diese Baumschule d. h. den ganzen darin stockenden Baumvorrat. den Zaun, die Hütte und Werkzeuge an die Brüder Gagern. die sie rationell iveiterffihrten und sich dadurch nichl nur Klbit ein gutes Einkommen schufen, sondern der gesamten mgeaend. die keine große Baumschule besitzt, einen großen wirtschaftlichen Dienst erwiesen. Als Privateigentum konnte diese Baumschule nicht seqneftriert werden, im schlechtesten Falle hätte der Sequester eine angemessene Pachtsmnme sür den in Anspruch genommenen Grund verlangen können. Dolinar machte es aber ganz anders. Er zwang die beiden GagernS, die Baumschule, die noch einige unreife Jahrgänge enthielt, innerhalb einer bestimmlen Frist vollkommen zu räumen, damit er dort auch „rationell wirtschaften" oder, wie Ecvnomo eS bezeichnete, die „Musterwirtschaft aus Ber langen der Regierung" einführen könne. Die ..rationelle Wirtschaft" bestand aus dieser Fläche nun darin, datz er Hirse anbaute und für deren Iätung so viel verausgabte, daß er um dieses Geld allein die sechsfache Fechfung hätte kaufen können. Durch Tage hindurch standen bis zu 2» und 80 Weiber mit zwei Aufsehern auf diesem Fleckchen Erde, trieben Allotria und iahen lachend dem Herrn Sequester zu, der unterdessen mit einem Himmel schreienden Kostenaufwand das von chm bezogene Forsthaus — 40 Schritte davon entfernt — mit einem sinnlosen Zaun umgab uud sich eine grob« Hühnersteig« errichtet«. Nota bene, fertigte er den Zaun aus ungeichälten Fichten-stammen von über 14 Zentimeter Stärke, aus denen, wie heule noch fichtbar. eine Unmenge don Borkenkäfern auSflog. Musterwirtschaft! Die gezwungenermaben aufae-lassen« Baumschule bedeutete für die Gagern einen Verlust von vielen hunderttausend Kronen und für die ganze Gegend einen wirtschastlichen Entgang, der sich ziffernmäßig kaum ausdrücken ließe. Der Zweck der Uebung war klar: Die GagernS sollten nichts in Handen haben, ivas ihnen irgend eme Rente abwarf. Dolinar schien dazu berufen dahin zu arbeiten, daß die gewesenen Pächter — und zugleich doch Eigentümer der Hälfte — so lange autgehungert und in jeder Richtung vexiert werden sollten, bi» sie überdrüssig und desperat ihre GutShÄfte an Economo verkaufen wirrden. Bad Algen m Bayern, am 2». August 1922. Nikolaus Gagern. 83) (Nachdruck verboten.) Das Hrandhotel Wabylon. Koman von Arnold Kennet!. Da« elekrischc Licht strahlte teilnahm»!«? übn Gerechte und Ungerechte, über Narren und Schurken, über Europäer und Asiaten. Wie gewöhnlich nahmen die Frauen die besten Pläpe an den Lpieltischen ein. Da« Bild war Prinz Ariden wohlbekannt, »er e« oft in Monaco beobachtet hatte, doch für Theodor Racksole, der nie einen europäischen Spielsaal betreten hatte, war es ganz neu; er hatte sehr ent-fernte Begriffe von den Spielregeln und war sofort voll Interesse dabei. Eine zeillang beobachteten sie den Gang deS Sp'eleS an einem Tische, der ihnen am nächsten war. Rackiole sprach kein Wort. Die Augen nachlässig aus den Spiellisch gerichtet und die Ohren sür jedes Wort der Spieler und Croupier« gespitzt, nahm er seine erste Lektion im Rouletteipiel. Er sah einen Jüngling, der fast noch ein Lnabe war, sünszehntausenv Frank« gewinnen, und sah wie ein geschminkte« Mädchen. die kaum älter war, al« er selbst, sie ih« in der unvei schämtest?» Weise ent-wendete. Er sah zwei alte Spieler gelassen ihren Einsatz hinlegen, sah wie sie ihn verloren, sich ruhig erhoben und den Saal verließen; er sah die Bank auf einen Streich sünszigtausend Frank« gewinnen und sah noch manche« andere. „Da« ist ein guter Spaß." sagte er schließlich, «doch die Einsätze sind zu niedrig, um cs wirklich aufregend zu machen. Ich will mein Glück versuchen, um auch da« einmal kennen zu lernen. Ich muß \ unbedingt gewinnen." „Warum?" fragte der Prinz. »Weil ich bei Glücksspielen immer gewinne/ sagte Racksole mit fröhlicher Zuverficht. „Da« ist nun mal mein Schicksal, lleberdies bin ich ja hier ein Anfänger, und sie kennen ja da« sprichwörtliche Glück der Neulinge." Zehn Minuten später war der Croupier diese« Tische« gezwungen, da« Spiel aufzuhalten, um auf eine Sendung frischer Gelder zu warten. „Nun, wa« habe ich Ihnen gesagt?" schmun-zelte Racksole. während sie sich zu einem Tische am anderen Ende de« Saale« begaben. Hundert neu-gierige Augen folgten ihnen. Eine alte Frau, deren bunter Putz vergeblich bemüht war, Jugend vorzu- täuschen, bat ihn, ein Füns-Frankstück sür sie zu setzen. Er tat e« und überreichte ihr bald daraus einen Hundert-Frankichein. Sie griff gierig nach dem neuen, raschelnden P ipier und stürzte mit hysterischer Eile an ihren eigenen Tisch zurück. Am nächsten Tische herrschte große Ausregung. Eine Frau in tiesaut-geschnittenem schwarzem Seidenkleid und einem riesigen rolen Federhul bildete hier den Mittelpunkt. Sie schien etwa achtundzwanzig Jahre all zu sein, hatte dunkle Augen, volle, roie Lippen und eine ausgesprochen jüdische Nase. Sie war schön, doch ihre Schönheit war vo» jener drohmd gebieterischen Art, die man junonisch zu nennen pflegi. Man munkelte, diese Frau habe bereit» hunderyechzlgtausend Frünk» in einem Zuge gewonnen. „Sie halten rech»/ flüsterte P.inz Aribert Racksole zu. „Da haben wir die Schauspielerin." „Zum Teufel! Hai sie Sie gesehen? Kennt sie Sie?" „Sie würde mich wahrscheinlich erkennen, aber sie hat noch nichl ausgeschaut.' „Halie» Sie sich hinier ihr. Ich will sie ein wenig beschäftigen." Durch geschickte« Manövrieren gelang e« Rack-sole, etnen Platz gegenüber der Dame ltn roten Hut zu ergattern. Der Ruhm, den er om ersten Tnche erworven hatte, war ihm hierher gefolgt, und man hielt ihn für einen ernsten und gefährlichen Spieler. Die Dame legte taufend Franks auf Double Z6 o; Racksole legte hundert auf Nummer neunzehn und tausend aus die ungeraden Zahlen. Neunzehn ge-wann, und Rickole erhielt viertausendvierhundert Franks. Neunmal nacheinander belegte Racksole Nummer neunzehn und die Ungeraden. Neunmal gewann Racksole, und die Dame verlor. Die anderen Spieler, die bemerkten, daß die Sache sörmlich zu« Duell wurde, hätten auf zu spielen un» fahen in-tetefliert zu. Prinz Aribert blieb bewegungslos hinter dem großen roten Hut. Da« Spiel wurde fortgesetzt. Hie und da verlor Racksole eine ttleiniczkcii, doa> da« Glück war aus feiner Seite. Al« e« Mitlernacht schlug, hatte die Dame alle« bis aus tausend Frank« veilorrn. Dann gewann sie eine Zeitlang, doch um ein Uhr waren ihre Geldvorräte erichövjt. Von den tzundeNundfcchzigtaujtnd Frank«, die sie zu Beginn gewonnen haben sollte, waren etwa neunziglausend in Racksole« Besitz übergegangen, der Reit gehörte wieder der Bank. Die Zuno im roten Hut war auger sich. Sie sprang auf. stampfte mit dem Fuji und stürzte aus dem Saal. Racksole und der Prinz folgten ihr in angemessener Entfernung. „E« wird gut sein, ,inq über ihre Schrille zu vergewissern." sagte Racksole. Draußen, i« blendenden Lichte der Bogenlampen. stand Ju^o mit »ein toten Hut, winkte einen Fiaker und sprang hinein. Racksole und der Prinz taten dasselbe. Sie waren jedoch kaum eine halbe Meile gefahren, al« der Prinz den Wagen halten ließ. Racksole anzusteigen bat und den stoischer entlohnte. „Ich weiß bestimmt, wohin sie will," erklärte er. „und e« wird für un« sicherer fein, ihr zu Fuß zu solgen." „Sie meinen, sie begibt sich zum Schauplatz des gestrigen Abenteuer«?" „Sicherlich. Wir werdeo zwei Fliegen mit einem Schlage treffen.' Prinz Aribert hatte sich nicht geirrt. Der Wagen hielt vor dem Hause, in welchem Nella da« Ren-cantre mit Miß Speneer gehabt halte, und die Dame verschwand gerade in dem Augenblicke darin, al« die beiden Herren in die Straße einbogen. Statt aber in der Straße zu bleiben, sührte der Prinz seinen Begleiter zu dem Pfad, der zu den Hinterhäusern leitete. In wenigen Minuten kletterten sie wie Ein-brccher über eine Mauer und krochen mit unendlicher Borsicht zu einem schmalen Grundstück, da« halb Garten, halb gepflasterter Hos war, bi« sie schließlich bei einer GlaSture anlangten. Die Türe war mit Bothängen verhüllt, war aber nicht ganz geschlossen. „Hören Sie," flüstern der Prinz, „sie sprechen drinnen." „Wer?' „Die Schauspielerin und Miß Spencer. Ich etkenne Miß Spencer« Stimme." — Racksole öffnete kühn die Türe noch elwaS mehr. Dann sagte er: „Kommen Sie aus meinen Platz, Prinz. Sie sprechen Deutsch, und Sie werden sie besser verstehen können." Schweigend wechselten sie ihre Plätze, und der Prinz tauschte gespannt. — .Sie weigern sich also?" fragle Miß Spencer« i Gast. Mi« Spencer antwortete nicht. „Nicht einmal tausend Frank«? Ich sage Ihnen doch, ich hade die ganzen fünfunvzwanzigtuusend Frank« verspielt." — Wieder keine Antwort. — „Dann werde ich die ganze Geschichte verraten/ fuhr die Dame in großer Erreguug fort. .Ich tat, wa« ich Ihnen versprochen habe. Ich haoe «hn hierher gelockt, Sie habe» den armen kleine» Kerl sicher in Ihre« elenden Keller, und jetzt wollen Sie mir keine lumpigen tausend Frank« geben?" (Fortsetzung kolgt.) Altes Gusseisen kaufen in jeder Menge Strojne tovarne in livarne d. d. v Ljubljani. Lungenschwindsucht, Dr. Petnik ordiniert für Lungenkranke »unser Dienstags und Freitags tlglich in 8v. Jurij ob j. I. bei Colje. Leset «eine 8 Bücher flber Longen-achwindaunht. Seit dem Jahre 1903 bestehende Korkstoppelerzeugung J. A. Konegger in Studenci pri Maribor liefert Korke in allen Grössen und zu konkurrenzlosen Preisen. Maschinschreibunterricht nach dem Zehnfingersystem, in Slowenisch und Deutsch, erteilt Frau Fannv ßlechinger, Levstikova nl. 1. 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