.«fttihri«, Wohtll-»», Zildiig str M " s. 'W «r. t». T»««tag A«. J«»n-r I«?«. >» Jahrgang Die „Marburger Äeiwn^." erscheint jede,, Sonntag, Mi »woch und Kreit.'tj. Pieise — für Marburg: ganzjähria L fi.. h,ilbiö»,:ia SA. viertelmbria lf> ü0 fr k,.r in» Hau» ^ mit Postversendung: sianzjSH^^^^ >< fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fi. Di« ei« Mal gespaltene Garm'ondzeile wird bei einmaliger Einschaltung __mit l0, be» zwe»val,ger m,t lS. bei drem,aiiger m t 20 kr. berechnet, wozu fiir jede»malige Einschaltung 30 kr. Jnseraten-Stempelgebühr kommen. Zur Geschichte des Tages. In der M i n i ste r t r i s i s.' diesem schon so lanfle stehenden Attikel unserer inneren Politik, ist di» jetzt nur so viel gclviß. daß Herr v. HaS-uer. der bisherige Unterricht»minislcr. PrSfir^ent wird. Am meisten schwankt man noch mit der Besetzung de» Ackerbauministeriums. seit Kaiserseld dasselbe abgelehnt ; so nennt man jetzt den Abgeordneten von Eichboff und den auch in Marburg als Prüses der Jury bei der hiefi-aeu Ausstellung bektmnten Bcfitzer von Pöls, greiherrn v. Washington, doch dürste» für Letzteren die vhaneen nicht sehr groß sein, da er noch oldeuburgischer Staatsbürger ist. Das Austreten der deutschen Tiroler Abgeordneten aus dem Reichsrathe, die durch eine Aeußerung d-s Bericht erftatters der Majorität. Baron Tinti. sich verletzt fühlten, erregt ge-relhtes Anstehen; »venn auch diese schwarzen Ezechen. die nach Tinti's Ausspruche im Papste ihre»» Kaiser s hen. zum Aufbaue unseres Staats« zebäudes nichts beigetr^en. sondern nur zu häufig mit ihren oft lächer« jchen Einwürfen die Debatte hemmten, so ist doch der Zwischenfall in o ferne wieder eine BerzSgerung indem angestrebten BcrsöhnungSwerke. zu dem die Regierung sich bekannt. al< dieselbe nun jedenfalls den Ti« roler Landtag auflösen und Reuwahlen ausschreiben muß Die Aortsetzung der Adreßdebatte im Abgr ordneteuhause sührte apßer dem Zwischenfalle mit den Tirolern nichts besonderes vor. Die An-trüge der Majorität werden durchaus mit großer Mehrheit angenommen. Aus Baieru erfahreu wir, daß dort gegen das Ministerium Hohenlohe mit aller Gewalt gearbeitet wird ; die Abgeordnetenkammer hat einen Adreßentwurf angenommen, tvelcher sagt: Die Verträge mit Prenßkn find erfahrungsgemäß immer einrr Deutung fähig Die Mög lichkeit eiuer Deutung verbreitet aber Beängstigung im Volte. Daraus entspringe unwillkürlich das Verlangen nach einem Leiter der auSivartigen Angelegenheiten, dem das Vertrauen des Landes enlgegengetragen lvürde. Der König Viktor Emanuel will bekanntlich Wien besuchen. Nun heißt eS. daß es keinessallS unmöglich erscheine. Viktor Emanuel werde, wenn er einmal iu Wien ist, sich die Gelegenheit nicht entgchen lassen, auch seinem „Waffen Verbündeten'' in Berlin einen Besuch abzustatten. Wie e« beliebt! Vom Konzile lauten die Nachrichten selbst für die Klerikalen nicht sehr glänzend, wenn sie überhaupt eine Uebereinstimmung in wich' tigcn Beschlüssen erzielen wollen, denn. lvaS die große Frage der Unfehlbarkeit betrifft, so find unter den Bischüftn immer noch vier Klassen zu unterscheiden. Die Einen nehmen die Vorlage blindlings an, Andere wollen die Ausdrücke über die Unsehltiarkeit noch verstärken. Andere ent halten fich und ivieder Andere bleiben in der Opposition. Die Ttolagebiihre« und die tiesbezügliche Petition de» pol. volk»w. vereine» in Feldbach. Hohes Ministerium für Kultus und Unterricht! Wenn die anzuhoffende Allerhöchste Sanktionirung des vom hohen steiermärkischen Landtage angenommenen Gtsetzks über die Ablösung der a.i Pfarren und Schulen zu leistenden Giebigkeiten da» Werk der lSnt-lastung von Gritnd und Boden vollenden, einem lebhaft gkfühlten Be-dürfnisse des Volkes Rechnung gelragen wird, so ist e» doch nur die VerlMnißmäßig wohlhabende Bevölkerung, auf welcher gegenwärtig die Verpflichtung dir Glebigkeilcn lastet, »vährend die Bevölkerung die Stola-gebühren um so empfindlicher fühlt, al» von selben diese in chrer Ge-sammtheit bis in die mindest wohlhabenden Schichten betroffen lvird, und eS gar keine Leistung gibt, bci welcher in gleicher Weise der Ver-pfllchtele der Wlllkühr drS Berechtigten preisgegeben ist. 5^je Gesetze und Verordnungen über die Stolagebühren stützen sich auf einen Unterschied dcr Stände, welcher theils gar nicht mehr. theilS in dieser Anffaffung nicht mehr bestellt, sich auch thatjächlich an die ver-schledenen Abstufungen der Leistung entweder gar nicht oder oft zum Schaden der Berpfsichteteu von den Berechtigten gehalten wird. So kommt e» häufig vor. daß für Bet^räbnisse derselben Klasse verschiedene, mitunter um da» Doppelte verschiedene Beträge gefordert werden; so ist «ine WeflpMsche AauernhochM. von I. D. H. temme. (4. Sortsttzung.) Der Bräutigam hatte unterdeß einen Blick nach dem Heck geworfen Er antwortete der keifenden Frau freundlich: „Sehet nur dorthin. Mutter Auch die Braut, die heute auf den Hof kommt, will den guten Brauch wahren. Da kommt fie schon". Alle sahen nach dem Heck. Mit vergnügtem Blick aber nur der Bräutigam. Die B^j^der Anderen wurden unzufriedener.^mißmuthiger. alte finstre LeWtchter fuhr sogar zornig auf. „Was ist denu da» tvieder? Kommt eine Braut so auf den Aus deu Brauttvagen gehört sie. Dies ist zu arg". „Ich tveiß nicht, ivas Ihr »vollt, Schulze,,, sagte boShast die züchterin zu ihrem Manne, nach alter Sitte ihn „Schnlze" und »euuend. „Ich »veiß nicht, was Ihr wollt, mit solchen Ehren ist noch feine Bauerntochter als Braut auf einen Bauernhof gekommen". Ein dürrer Nachbar mit einer langen Nase und einer langen Pfeife sagte Mit bedenklichem Gesichte: „Das ist eine Neuerung, die man nich! sollte auskommen lassen. Daraus könnten gefährliche Präjudizien und neue „Hofrechte" entstehen". Der Bräutigam hatte sich um daS Gerede nicht »veiter bekümmert. Er war zu dem Heck geeilt. Die Braut fuhr auf den Hof. Aber sie fuhr in der That nich» auf den Hof, wie die Sitte es wollte, nämlich vorn oben auf dem Brautwagen. Sie kam gar ohne diesen, in einer vornehmen Equipage, die Schläge deS Wagen» mit gräflichen Wappen geziert; vor dem Waaen zwei glän. ende Rappen, in noch glänzenderes Silber geschirrt; auf vem Bocke ein Der Hof? Leib-.Ihr" reich gallonirter Kutscher; hinten auf dem Tritte ein nicht minder reich betreßter Bedienter. Die Gräfin Lehnhausen hatte fie gebeten, in der gräflichen Equipage so zu fahren; Lotte Sudhos h^itte es nicht abschlagen können. Sie saß auf dem Ehrenplatze in dem Wagen; ihr zur Seite ihre erste Brautjungfer. Mamsell Therese Böhmker; ihr gegenüber die ztveite, eine Nachbarin, eine Vollerbentochter aus der Bauerjchaft Sudhof. Die Braut in der glänzenden gräflichen Equipage zeichnete fich durch ihre Kleidung in nichts von irgend einer anderen Bauerntochter auS. Sie trug den feingefoltelten Rock von rothem. das enge WammS von blauem Tuche. Zwickelftrümpfe. Schuhe mit hohen Absätzen. Sie trug das Alles sein, aber nicht feiner wie jede andere reiche Lchulzeirtochter an ihrem Ehrentage. Ihr Kopf war unbedeckt; sie war noch nicht Frau „die Mütze war ihr noch nicht aufgetanzt". Ein einfacher Myrtenkranz zierte ihr Haar, vus in zwei langen, dicken Flechten um den Kopf geschlungen war. Sie ivar schön und reizend. Aber sie saß etlvaS an,östlich i»» dcr vornehmen Equipage. Sie hatte die Hände der VerlvalterStochter tjefaßt und sali dieser in das Gesicht, als »Venn sie auS den immer klaren tlu^^en und muthij^en Auqen der hül)schen Mamsell Therese einen Mritl) holen wolle, dessen sie sehr be-i)ürftig zn s'in schien. Die Freundin lächelte ihr frohen Muth zu. Der W^igen hielt der Sitte gemäß am Heck. Auch die gräftiche Equipage mußte sich der Sitte fügen. Der Bräutigam trat an ihn her.ni. Der betreßte Bediente spranq vor. um Braut u»d Brauijungfern auS dem Wagen zu heben. Der jltnge Schulze Asseln schob ihn lächelnd zurück. „Das ist heute mein Amt hier-. Er tvollte zuerst die Mamsell Therese auS den» Wagen beben. Aber di'se schob ihn zurück. „O, Schulze, müssen Sie heute '^hre Gäste bedienc«. so ist dafür Jh,e Braut der vornehmste Gast, und wenn die gnädige Komteß bei uns wäre, die vielleicht nachkommen »vird. «mch sie müßte heute der Braut nschstelien". Die kluge Therese sollte indrß diesmal Unrecht haben. Während sie sprach, hatte die erröthende Braut selbst und rasch auf der anderen cs mit der jetzigen Zeit nicht in Einklang zu btingen. daß tin Geselle, weil er von Adel, die höhere Klasse zahlen muh. für den Hausbesitzer ohne Rücksicht, ob das Haus groß oder Nein, eine hö^re Gebüljr fsst-gestellt ist. ganz abgesehen dnvon, daß sich in manchen gällkN die Geist-tichteit für kirchliche Gegenstände welche d,e Kirche gar nicht beigestellt hat. bezahlen läßt. Es erscheint schwer begreiflich, daß ein Landmann, ivenn er zufällig einer Pfarre angehört, deren Airche in einem Markte gelegen ist. im Ge-gensatze der für Dorftirchen bestimmten 45 kr. für das Grabgeläute 3 fl 30 kr. zahlen soll, ganz abgesehen davon, daß die hiefür bemessene ganze Stunde m den seltensten Füllen geläutet weiden dürfte. Ebenso wenig wird bü der. dem^Todtengräber zu leistenden Zahlung der im Gesetze vorgesehene Unterschied zwischen gefrorenen und nicht gefrorenen Boden, die von 1 fl 30 bis 4b kr. resp. l fl. 10 bis 18 kr. wechselnde Skala je beobachtet, sondern stets ohne Riickstcht aus die Vcrmögrnsverhältnisse 1 fl. für ein Grab verlangt und von minder Bemittelten oft exekutive hereingrbracht. Ist aus diese Weise die Bevölkerung bei Bezahlung der Stolage. bühren schutzlos einer grenzenlosen Willkühr preisgegeben, so wird anderer-seit« der A. 24 des Gesetzes über die Stolagebühr, in welche n es hcißt: „Armen Personen, welche außer einem geringen HauSgeräthe nichts hinter-lassen und deren Mittellosigkeit durch ein obrigkeltliches Zeugniß bestätwet wird, sie mögen höheren oder niederen Standes sein, dürfen keine Ge« biihren abgefordert werden, sondern die nöthigen Funktionen müffen aus christlicher Liebe umsonst verrichtet werden", in den verschwindend seltensten Fällen beobachtet; im Gegrntheile werdtn Leichen Armer nur zu häufig ohne Geläute und ohne geistliche Begleitung zur letzten Ruhestätte gebracht, was das religiöse Gefühl verletzt und schon oft zu Aeußerungen lauten Un-willens Anlaß gegeben hat; es haben sieb sogar in verschiedenen Gegenden SteikrmarkS Fälle ereignet, daß die Geistlichkeit, uneint^edenk ihres heiligen Berufs, das Leichenbegängniß gänzlich verweigerte, in so lange nicht sicher-gestellt war. von wo die Gebühren ihre Deckung finden werden. Solche Borgänge können nul dazu dicnen. daS christliche Grsühl auf das Tiefste zu tränken, wenn nicht gänzlich zu untergraben. Der politisch-volkSwirthjchaftliche Berein zu Feldbach hält eS für seine Pflicht, cn ein hohes Ministerium die ehrfurchtsvolle Bitte zu stellen um die gesetzliche Revision von Borschriften, welche einerseits, geringe Ausnahmsfälle abgerechnet, nur dazu dienen, das Volk willkürlich, und dort, wo es sich nm deffen heiligste Gefühle handelt, schonungslos auS-zubeuten. Der politisch - volkSwirthschaftliche Berein zu geldbach stellt die ehrfurchtsvolle Bitte: Ein hoheS Ministerium wolle gütigst im Wege der Gesetzgebung die Borschriften über die Stolagebühren dem Geiste der Gegenwart entsprechende Leistung uud Gegenleistung genau abgrenzend, gütigst einer Revifton unterziehen, in dicselbe aber jedenfalls die Beftim» mung aufnehmen, daß Armen ein anständiges Begräbniß nach der niedersten Klasse soivohi von Seite drr Geistlichkeit als des Meßnkrs und Todteu-grSbers unentgeltlich zu leisten sei. Feldbach am 16. Jänner 1870. Lermischte Nachrichten. (Zeiten politischen Rückgangs) sind meist begleitet von Berirrungen des Gcschmackes, wie fie wunderlicher kaum vorgekommen sind, als «gerade jetzt. Haarbeutel von abentheuerlichster Gestalt und Seite den Schlag geöffnet und war aus dem Wagen gesprungen. Der Bräutigam konnte nur die Brautjungfern herausheben. Als er dies geihan hatte, stand die Braut vor ihm. Sie stand vor ihm schön, blühend, verschämt, liebend. Sie sahen einander an. ver-schämt erröthend, und doch glühend in dem keuschen Verlangen drr Liebe. Wie gern hätten sie stch um den Hals fallen mögen. Aber der „Brauch" erlaubte es nicht. Der Rachi»ar mit der langen Rase hätte es für eine gefährliche Reu-eruug erklärt, und die Leibzüchterin hätte über ein großes Unglück gejammert. Sie reichten einander die Hände. „Guten Tag!" „Guten Tag!" Das war Alles. Nicht einmal ein Name, eine zärtliche Bezeichnung durfte ausgesprochen werden. Dann aber, nachdem dem kalten Brauche Genüge geschehen^ ivandte die Braut sich zutraulicher, lvenn auch nicht ohne neue Aengstlichkeit, an den Bräutigam. „Dn bist mir doch nicht böse. Christoph?" „Worüber böse. Lotte?" „Daß ich in dem vornehmen Wagen gekommen bin. Ich habe mich genug gewehr!. Aber sie wollten es Alle haben". „Mache Dir keine Sorgen darüber. Die Alien ztvar »Verden Dir einige böse Worte sagrn. und das wird mich ärgern, da ich Dich nicht Veriheidigen kann; daS Herz ist den armen Leuten schwer, besonders heute. Aber die Worte gehen vorüber, nrld von morgen an sollst Du. so Gott will, auf diesem Hofe nur gute und freundliche Worte hören". Die Braut drückte ihm liebend uird dankbar die Hand. Dennoch waren ihre Augen feucht geworden. Sie wurden feuchter, als sie sich auf dem Hofe umsah, auf den sie eingetreten ivar. auf dem sie von nun an Herrin sein sollte. War sie auch Herrin über ihre Zukunft, über ihre Geschicke auf diesem Hofe? Der Bräutigam sah die Thräne. die auS dem hübschen Auge schlich. „Du weinst. Lotte?^' Ausdehnung bedecken die Hinterköpfe der Damen in geschmacklosester Weise. Frauen, die sich sonst scheuen würden, ein unwahres Wort zu sagen, schämln sich nieht. offen alle Welt durch Aufweisung eines Schmuckes zu belügen, der von anderen Köpfen, ja sogar von Leiche» entlehnt ist. Was — wenn ivir anders Rabeners öatyren glauben sollen — früher für die größte Schande galt, wird heute o^en aeÜbt.— Roch eine Stufe, namentlich in sittlicher Beziehung tiefer, steht das Schminken, welches in so großem Umfange getrieben wird, daß ^er Absatz an diesem BerschönevingS oder Belügsmittel ein sehr bedelitender ge-ivorden ist. Schlninken wird sogar künstlerisch betrieben mit Pastellfarben und Stiften, deren Fabrikation «ach der Oel- und Fett Zeitung einen großen Umfang erreicht haben soll. (3 um ökonomischen Konzil.) Ein Opfer der Priester, herrfchaft^von Jakob Benedey. Die Anzahl der gekannten und unge-kannten Opfer päpstlicher Fehlbarteit ist Legion. EineS der hervorragend' steu ist Fra Girolano Savanarola, der auf dem Platze der Signoria in Florenz auf Befthl Papst Alexander VI. verbrannt wurde, weil er die schmachvoll entortrte Kirche h^nte reformiren wollen. Benedey gibt hier eine Schilderung auS dem Leben Savanarola's, welche in dem soeben erschienenen 5. Heft des „Buch» der Welt" (Verlag von Karl Hoffman« in Stuttgart), Preis 18 kr. per Heft, begonnen ist. (Eine Mutter. die ihren Sohn entfüh r t.) Während der vorjährigen Saison in B. bemühte stch Frau C ihre Z^ährige Tochter an den Mann zu l»ringen und ztvar an den Lljährigen Grafen L- Das junge Gräflein ging in der That nach Anlvendung aller erdenklichen Ber-führungskünste in die Falle und vor wenigen Monaten begab fich das Pärchen in eine hiesige Kirche, um sich ohne weiters dort in aller Stille trauen zu lassen Der Herr Psarrer aber wies die Heiratslustigen in Ermanglung jedweden Dokumentes zurück. Nach vielen vergeblichen Be-mühungen beschloß endlich Frau E. vor einigen Tagen nach K. zu tele-graphieren, um die Einivillit^ung der dort lebenden Mutter des Grafen zu der projektirten Verbindung zu erbitten. Statt der Antwort erschien jedoch die Gräfin Mutter persönlich daselbst, um den Herrn Sohn auszu-suchen, bis es ihr gelang, denselben in der Wohnuna der Frau E. zu finden und ihn mit Hilfe eines Vertrauten seinem Verstecke zu entreißen. Das Resultat dieser Entdeckung war eine Entführnng des Sohnes von Seite der Mntter und die sofortige Abreise beider nach K. Frau E. und deren Fräulein Tochter aber hatten die Rechnung ohne den Wirth gemacht. (Klingelbeutlerei.) Wie die „Daniea" meldet, wird gegen-wärtig in den slovenischen Theilen Krains wieder sehr eifrig für den Papst gesammelt mit dem Hinweis, daß der Papst in großer Geldverle-genheit sei. indem die Herstellung des Konzil Saales ihm allein 300 000 Gulden gekostet und der Lebensunterhalt für die vieleu armen Vischöfe große Auslagen mache n. In der That lassen fich noch immer viele Bauern durch diese Lamentationen berücken und schicken das Geld, welches fie in ihrer Wirthschaft zum Nutzen des eigenen Landes viel bester ver-wenden könnten, in Form von Peters- oder KonzilSpfenige «ach Rom. Wann ivird dieser Klingelbeuterei einmal ein Ende gemacht werden? Marburger Berichte. Marburg. 30. Iä««er. (Spartassa.) Im Monate Ääuner 1S70 tvurden vo« 479 Par-teien eingelegt 81.200 fl 23 kr. und von 302 Parteien herausgenomme« 61,199 fl. 90'/, kr. Wiederum wie gern hätte ?e fich an seinen Hals geworfen. Aber sie durste es nicht vor den Leuten. „Was wird nns hier bevorstehen?" sagte sie leise. (FortseHu«g folgt.) Ein Sequivalent gejuntier Ämmmmitch. «»I, o ««tzt»»?». (Schl»».) Anch das gefährliche, die Butterabscheidung befördernde Rüttel« der luftdichtgeschlossenen, vollen Milchgefäße während der mehrstündigen Fahrt hat man durch eine finnreiche Konstruktion eigens »«« Milch-transporte bestimmter Waggons gründlich beseiligt. Der tägliche Bezug reichlicher Mengen vortrefflicher Kuhmilch ist für die Großstädte somit nur noch eine Frage freier Assoziation der Kapitalien oder, tvenn man lieber will, eine kommunale, administrative Maßregel. Da wir, wie ans dem Vorhergehenden erhellt, auf die Kuhmilch an-geiviefen sind, so handelt eS sich nun zunächst darum, dieselbe in stoff-ltcher Hinficht mit der normalen Frauenmilch zu vergleichen. Die Ehe-mie gibt unS darüber folgenden Bescheid: 1. Die normale Frauenmilch ist reicher an Milchzucker, einem stickstofffreiem Respirationsmittel oder Fettbilder; 2. die normale Frauen-milch ist «ntschieden reicher an Kali, dessen Galze auf die Vildu^ und Weiterentwilklunt^ von Zellen und Fasern, also auf die Plastik deS Wachs-tizums einen entscheidenden Einfiuß üben. Dte Diätetik lehrt Nun. daß das Berhältniß der plastischen Stoffe zu den Fettbitdern. welches zwar innerhalb gewisser Grenzen ungestraft flnktniren kann, über diese Grenzen hinaus nicht verletzt »Verden dürfe, ohne ivesentliche Störungen der Ge-sundheit. ^rkute oder chronische Krankheiten zu bewirken. Die Diätetik lehrt serner. daß die Aneignung der organischen Rah-rung an die Gegenwart gewiffer unorganischer Salze gebnnde« ist, oh»e (Vom Ve«mteN'Vereine.) Per Berwaltungsrath des all aeVtmen Beamtenvenln» hat durch sein Mitglied. MinisterialRath Dr. Kl»n. dem Abgeorduetenhause des Reichsrathes eine Petition übelreicht, in welcher unter ausführlicher Darlegung der bestehenden Berliäitnijse und der in den l,pten Dezennien ftattgesundknen allgemeinen Preistrhöhung die Bitte gestellt wird, daß in das Budget pro 1870 ein angemessener Betrag für Theuerungszuschüffe aufgenommen und die Gehalte der Staatsbeamten überhaupt, sowie die Gclsorgung der Witwen und Wai-sen einer Regelung unterzogen werden. (Bom ^afinv'Berein.) Die für vorgestern nusgeschriebenc Versammlung des Theater« und Kastnovereines wurde nicht beschlußfähig und die zweite Teneral-Versammlung aus über acht Tage verschoben. (Der MSunergesangver ein) hält seine in Aussicht ge-uommene gaschingsliedertafel nunmehr bestimmt am 12. Februar ab.— Das Programm für diese Liedertafel wurde folgenderm'hen f^sti^cftrllt: 1.! „Das neue Wehrgesetz" von Dr. Pohlik»al; 2. „WaS ist da» für »in dllrstig Jahr" von Kreutzer; 3 Soloquartelt ; 4. „Die alle Leycr" von Koch v. Langentreu; 5. «. „steierisches ^". b. „tärntnelischeS Volkslied"; 6. „Halsbrecherisches BiolinSolo" von Dürft; 7. ..Tutti frutti'Quadrille" von Brixner; 8. ..Deutsche Tänze" von Schubert. Kla. vierpieee; L. „Inkognito oder gürft wider Willen", komische Operette von Kipper. — In der am 28. stattgefundenen GeNtralvcrsammluna wurde die Ergänzungswahl der Bereinsleitung vorgenommen und cr^eint Herr Ruhr» mit 22 von 26 Stimmen gewählt. Bezüglich deS für die ga-schinasliedertafel gewählten Programmes können wir dem Vereine nur Wlüct wünschen, da die Pieeen andern Orts säst dulchgehends mit großem Erfolge aufgeführt wurden und heben in textlicher Hinsicht besonders die Nummer Eins als dem jetzigen Zeitpunkte ganz anpassend hervor. (verein Merkur.) Heute hält Herr Prosessor K. R. Rieck eweu wiffenschastlichen Bortrag um sünf Uhr Rachmittags. (Turnverein.) Der hiestge Turnverein hält sein FaschingSkränz. iheu am nächsten Samstage, d. i. am b. Februars die TheilnahMt an dem selben war alljährlich eine so bedeutende, daß sich auch Heuer wieder eine große Betheiligung erwarten läßt. (A ushilfskassa Berein). Die Einnahme im Jänner 1870 beträgt 2624 k. 68 kr., der Kafsarest mit Ende Dezember 1869 323 fl. so kr., zusammen 2S48 fl. 28 kr. Ausgegeben wurden im 3än. 1870 2875 p. SS kr., verbleibt Kaffarest mit Ende Äänner 1970 72 fl. 63 kr. — Es wurden im Monate Jänner Darleihen auf 12 Wechsel im Be-trage vou 2700 fl. ausgeliehen. 11 Wechsel zusammen mit 1970 fl. wurden prolongirt. 6 Wechsel pcr 860 fl. aber an den Berein rückbeznhlt. Die Mitglieder^ahl vermehrte sich «m 6 Theilnehmer. (Der Llchtmeßmarkt) fiel so schlecht aus. wie noch nie; der Viehmarkt war wahrscheinlich wegen des kalten Wetters (es hatte gestern die größte Kälte, nämlich an der freien Lust zugänglich,n Orten —17-R.) ei» sehr spärlich besuchter, und der Markt auf dem Hauptplatze zeigte Hur drei eigentliche Markthütten, sonst nur KrätnerstSnde; wir be^,reisen «uch. daß bei der Zunahme der KomunikationSmittel und der nur eiu-tüglicheu Dauer unserrr Märkte die Verkäufer stch nicht angelockt suhlen, hieher zu kommen. (W iesthaler's 4Bortrag über die Teschichte der «llgemeiueu Konzilien) war zahlreicher besucht als die frü« Herr». Gegeustand dieses Vortrages war die stebente aU ^emeiue Kirche«' Versammlung, welche im Jahre 787 zu Nicäa in Bithynien abgehalten »ordeu. Der Redner schilderte den laugen, blutigen Bilderstreit. welcher trotz alle» Bemühungen der Befferdenkenden, ungeachtet aller Anftrengun-gen der Kaiser: Leo der Jsaurier. Konstantin Koprouymus und Leo IV. dennoch mtt Anerkennung und Einführung des Bild.'rdienstes schloß. Die stebente allgemeine Kirchenversammlung wurde von der Kaiserin Jreu^ einberufen und von dieser beherrsch», nachdem sie. durch fanatische Mönche aufgZktzt. ihren eigenen Vemal. den Kciiser Leo lV.. vergiftet, weil er ein Gegner des Bilderdienstes war. Auf einer Synode z» Konstami-nopel. 754 auf Befehl des Kaisers Konstantin KopronymuS abgehalten war von 330 Bischöfen der Bilderdienst als unchristlich bezeichnet worden — dremnddreißig Jahre später erklärte die siebente allgemeine Kirchen-Versammlung das gerade Gegentheil und verfluchte Alle, die jemals gegen den Bilderdienst geeifert, verfluchte nammtlich die Kirchenversammluna von 754. MeS geschah auf Befehl der Kaiserin Irene, die jedem Ueber-lauser den Be„tz seiner Stelle zugesichert. DaS siebente allgemeine Konnl glich, wie der berühmte deutsche Teschichtsschrecher Gsrörer s.,gt „cinem Jahrmarkte, wo daS Gewissen seil^eboten und die verkäufliche Waare mit Biöthümerii bezahlt wurde." Im Abendland? siegte vam'^lA auf kurze Zeit noch die Vernunft. Karl der Große und die fränkischen Bischöfe verwarfen die Beschlüsse der stebeiiteu allgemeinen Kirchenversammlung und erklärten nch gegen den Bilderdienst. Während aber die griechischen Bilderfeinde von Rom als Ketzer verdammt wurden, zeigte sich dieses gegen die Franken in ganz anderem Lichte. Karl der Große wurde nicht verflucht, sondern virlmehr vom römischen Vischos Leo III. am Cchrist-feste des Jalires 800 als römischer Kaiser gekrönt! DaS macht: Rom hatte Furcht, ja sogar Achtung vor der Kraft und der Entschiedenheit der granfe». eS hatte ja die Hilfe derselben kurzvorher zu seinem Schutze angeru^'u »ind zwar mit bestem Erfolge. — Der nächste Vortrag findet heute Abends 5 Uhr in der GambrinuShalle statt. (Theater.) Mittwoch „Die Waise aus Lowood". Krau Treu-mailn legte in der Darstellung der Jean Eyre ihre ganze DarstellungS-traft ^r. und schuf damit eine wirtlich schöne Leistung, ivelche für die lehte Wahrfcheinlichkeit, die durch die AlterSverschiedenheit arg mitgenom men wurde, wieder einigcn Ersatz gab. Herr Grün zeigte als Rochester wieder manche seiner Mängel, die schon Köster bemerkbar waren, nämlich er spielt stets sich sellist und das soll ein Charakterdarsteller nicht thuni « beeinträchtigte dadurch anch. diesmal die gute Wirkung des Stückes. Besitzung war gut. nur ivar der Schluß etwas gekürzt und ^ßhalb erwartete daS Publikum daS Ende noch dann, als schon der Vorhang gefallen ivar. — Donnerstag: „Tante und Nichte" von Görner gefiel sehr, grau Treumann. Frl. von Radler und Herr Rotter jun. verdienten den Beifall, der ihnen gespendet ivurde; erstere als Benefli« ziantin erhielt überdies BouquttS und Kranze; Herr Grün (Burkha'd) wrach manchmal zu leise: Herr Roszay (Rath) spielte brav, doch ist seiue Stimme besonders im Asfekte ihrer hohen Laqe ivegen unangenehm — überhaupt paßte er seinem Aeußeren nach nicht für die Rolle, die einem älteren Manne entspricht. — Ein wahrer Geniiß. wir möchten sagen die beste Borstellung der heurigen Saison ivar ..Ka.serin Maria Theresia und .der letzte Jesuit" von Langer, eines der besten Produkte dieses Schrift-stellerS. daS auch darum dtsonderS ansprach, weil so viele Anklänge an unstre polilischen und religiösen Verhältnisse die Handlung illustriren. Manche Aussprüche, wie: „der Papst in nicht unfehlbar " u. dgl. ivurden mit einem wahren Beifallsstürme aufgenommen. DaS Stück ivar sehr gut studirt und die einzelnen Rollen in den besten Händen; so bewährte sich grau vurmont (Kaiserin) besonders in gemüthlichen JargonsteUen als geübte Künstlerin. Herr Rotter sen. gab den ehrlichen, geraden Schmied mit einer großen Raturivahrheit. Herr Holzgärtiier den Jesuiten in Maske und Spi,l vorzüglich, Herr Zöllner den MüllerSsohn mit drastischer Komik. Herr Rotter jun. den an den Hofma,schal Kalb erinnern-den Baron in gelungener Weise; auch grl. v. Radler spielte ihre Partie Heren Intervention die üppigste Nahrung zwar verdaut, aber nicht in »ormales Meisch und Vlut umgetvandelt werden kann Unsere Aufgabe ist uns daher klar vorgezeichnet. Um aus guter Kuhmilch ein Aequi tzalent der Ammenmilch herzustellen, müssen wir ihren Käsestoff Gehalt Verringern, ihre» Milchzucker- uud Kaligehalt ethöheu. Versetzt man drei Settel guter Eutermilch der Kuh mit einem Settel guten Trinkwassers, «orin ma» drei Loth Milchzucker und dreißig Gran oder '/. Quentchen doppeltkohlensaures Kali aufgelöst hat. so äquivalirt das Gemisch (bei 80—40^, Eelstus) vollkommen einer Maß gesunder Ammenmilch. Den Milchzucker, welcher in den Bezirken fabriksmäßiger Käsebereitung in reichliche» Menge» abfüllt, liefern die Droauerien im Zustande chemischer Reinheit zu billigen Preisen. Die reinste Sorte, in sogenannten Trauben tristalliftrt, kostet im Detail Verkaufe per Pfund 90 kr. Das doppelt-kohlensaure Kali, für welches man auf keinen gall das gebräuchliche doppelt-koblensaure Natron nehmen darf, wird gleichfalls von den chemi-schen Aabrike^a chemisch reinem Zustande bereitet; zum Unterschiede vom doppelt kohlendem Natron, welches ein weißes Mehl darstellt, erscheint das doppelt kohlensaure Kali in durchsichtigen. sragmentarischenKrystallen. ^ie Droguerien liefern ein Pfund des reinen Präparates um fi. 1.30 dfterr. Währung. Man kann den Milchzucker in Geipentin-. GlaS- oder Porzellan-Reibschalen fein pulverisiren, das doppelt kohlensaure Kali eben so behandeln, beide Stoffe in dem Verhältniffe mengen, daß auf je sechs Lothe Milchzucker ein Quentchen doppelt-kohlensauren Kalis entfällt, und das innig verriebene Gemenge in Schachteln oder Glasern zum bequemen augenblicklichen Gebrauche vorräthig halten. Die im Vorstehenden entwickelte chemische Theorie ist durch die praktische Ersahrung .m zahlreichen Säuglin-aeu auf das Glänzendste erprobt und beivährt gefunden ivorden. 2m Interesse der AeseUschast und der Familie wäre eS m ivünschen. daß diese Zeilen in weitesten Kreisen Berücksichtigung säiiven und daß das Gemens von Milchzucker und doppel kohlensau em Kalt an der Wiege keines Säugliu^ fehle, dem die Ungunst der Verhältnisse den Lebens-born gesunder Muttermilch versiegen ließ. Lttterarisches Grazer Urse« «»d Geschilsts-Zeituug. Durch den gewaltigen Aufschwung des Börsenlebens und dessen weite Verbreitung in Oesterreich seit dem letzten Jahre, werden nicht nur in Wien, sondern auch in den Provinzen neue Blätter in's Lebeu gerufen, die sich die finanziellen und wirt!»schaftlichen Verhältnisse zur Aufgabe setzen. Graz, als ylNiptstadt von Steiermark und als Wohnsitz vieler Kapitalisten, erscheint vorzugsiveise ein geeigneter Platz zur Gründung eines solchen Unternehmens. Di, uns vorliegende Nummer von Neumann's „Börsen u. Geschäfts-Zeitung" liefert den Beweis, daß dieses neue Blatt unter sachkundiger Leitung stiht und läßt vermuthen. daß eS bald feste Wurzel fasse und Ansehen auch in «»eiteren Kreisen sinden werde. Ueder Frauenemancipatiott Eine kurze, lebenswahr grschriet>ene Novelle unter dem Titel: „Eine Alltagsgeschichte" in dem neuen Blatte „DaS Neue Blatt" von Clara Nebe, enthält eine Menge klarer Sentenzen über die heutige Richtung emaneipationSsilchtigcr grauen, die der Beherzigung sehr werth sind. „Viele jener Frauen." lieißt eS j. P.. „di? gewiß in der besten Absicht die Welt init Broichüren und meden die Lösung der grauensrage betreffend — ülierschtvemmen. scheinen mir nicht im richtigen g.chrmasscr zu bleiben; im eigenen Redefluß fluthen sie weit ab vom rettenden Ha-sen. Daß die heutige Zeit gesteigerte Erwerbthätigkeit der grauen ersor-dert, ist ohne alle grage; aber warum so iveni,i Aesthetik und so viel poesielose« Jagen und Ringen, so viel Stellen- und GeschästSivuth? Möch-ten die grauen doch niemals die hohe, reine Majestät der Liebe des Herrscherthrones entsetzen, der ihr gebül,rt. ihn im Gegentheil befestigen durch edle, zarte Weiblichkeit an«rtcnnenswerth; furz wir müßten, um Allen qerecht zu werden. Alle speziell anführen, und bemerkkn nur. daß die Kleidung deS Frl. von Bu-liowßky durchaus nicht einer Hofdame des 18. Jahrhundertes entsprach. Die Direktion wird mit diesem Stücke noch mnnche» volle Haus erzielen. Eingesandt. Herr Redakteur! Es wäre im allgemeinen Interesse wohl sehr wünschenswerth. wenn das löbl. Stadtomt endlich mit allrr Strenge gegen alle Jene vorginge, welche da» Bestreuen der Gehwege außer Acht lassen.. Kann denn nicht ein Hausherr so gut wie der Ainszc^hlende stillen und s,ch beschädigen?' Also Haushtrren geht ins Gewissen! Einer, dem seine geraden Glieder lieb sind! Der BolkSbildungSverein in Graz hat sich am 21. d. konfiitnirt und in die Vereinsleitung nachfolgende Herren gewählt: Dr. Altmann. Landtags-Abgeordneter; Dr. ftleckh. Landes AuS schuß; von Franck, Bürgermeister; G. Eisfeld; Dr. Hiebler; H. Huber; Prof. Dr. Jlwof; Dr. Kosjek; Dr. Lipp; Dr. Unger, Hofrath. Nachdem eine namhafte Zahl von Marburgern den Beitritt zu diesem gemeinnützigen Vereine bereits erklärt haben, so ergeht hiemit das freundliche Ersuchen, weitere Beitritts Erklärunt^en möglichst bald bei Herrn A. TombaSko abzugeben, um durch die schleunige Einsendung einer zahlreichen Mitglieder Liste von hier einen neuerlichen Beweis der lebhaften Unterstützung jedes freiheitsfreundlichen Unternehmens durch die Bürger der verfassungstreuen Stadt Marburg geben zu können. «l» höchst b-acht-«Swerth ««P wichtig!! «! S ^ IIUS sü^-^merilc» (kr^x-öentos) A «Zer l.i«Iiig'8 flvisoli-Lxti'stt Lompsini«, I.on6<»>. ^ äeUt, venu ^säsr'Iopk mit äs» Ilvtsrgvtuit'ton ävr Herren ?rofessorva 5. v. I^iedi? UQÄ v. ?sttvnlcvksr vorssksn ist als sg vürxsodrckt iür äis xute unä autkentisvt»e (Qualität. Dieser Extrakte darAefteU« au« dem riinsten und frischeste» .. Rindfleisch^ ist frei von Fett und Lcinsloff. und -nthält in einem ^ Psnnde alle in heißem Wasser löslichen Bestandthkile von 34 lb^ S z z reinem MuSkelfleisch oder 45 Ib. Fleisch vom gleischladen (ein schließlich Fett. Membranen und Knochen). Alle vtgelMische» Nahrungsmittel (Erbsen. Bohnen. Linsen. Brod, Kartosfell'. Reis. Mai«. Hirse), gewinnen durch Hinzu-fügung von Fleisch-Extrakt, den eiaenthümlichen Ernährungswerth des frischen Fleisches oder der animalische» Nahrung. Der Extrakt (mit oder ohne Wein) ist daS wirksamste Stärkungsmittel für Ara«ke, Ge«tst»he und Geschwächte. Als Arzneimittel für Militär- und Mari»e-Hospit»ler und Lazarethe. überhaupt für Kra»kt«-Hüaser, für die »erproviaati- M r»«g von feste« Plätze«, und Schiffe«, für «eise«de, «estaaraats, ^ für »arköche und /a«ilie« ans dem za«de, ist der^eischertrakt ein unersetzbares Produkt; so wie auch für die Colo«it«, wo frisches Fleisch kaum haltbar und theuer ist. (75b Gebraucds'Anweisung. Sin viertel Theelöffel voN aufgelöst in einer «roßen Tasse heißen Wassers mit entsprechendem SusaP von Salz ist hinreichend um anaendlicklich kräftige Bouillon zu bereiten. . . ? Die Farbe der Bouillon soU dunkel gelb, nicht braun fem, mmmt S man mehr Extrakt, so wird der aromatische Geschmack de» Bouillon für viele zu stark und unangenehm. . ^ ^ 3 Man erlangt eine ausgezeichnete Suppe, wenn man einfach Suppen- W aemüse (Sellerie. Wurzeln. Lauch. Zwiebeln. Kartoffeln, n. s. w.) ohne oder « besser mit etwas Speck oder Kettzusatz, in Wasser kocht, und die erforderliche ^ Menge von Sztrakt und Salz hinzufügt. ^ ^ S» Der Kleischeztrakt enthält im konzentrir testen Zustande alle V Bestandtheile der Saucen, und ist darum als Basis für die Zubereitung s aller Kleischspelsen von besonders hohem Werthe; sehr wenig Extrakt reicht »Z hin. um die «rast und den Geschmack der Speisen, namentlich der gewöhnlichen HanSmannSsuppen angenblicklich zu verbessern. » relSgetrönt .0 L » K 3 K K Seit 3V Jahren litt ich an dem fürchterlichsten Husten und Brust leiden, wovon mich von den vielen dagegen angewandten Mitteln keine» befreien konnte. «ttk Anempfehlung kaufte ich in Dre»den einige Ala schen de» beriihmten G. A. W.Mayer'schen «rnft Syrup au» Breslau, welcher mich meinem grösite» Erstaunen in kurzer Zeit wieder l)rrstellte. und empfehle ich daher nur den M.ffA. W.Mayer'schenMrnst Tyrup. Niederbobrih bei Freiberg (Sachsen), April Nottsried Mitller, Brettschneider. Depot in bei Bor Fälschung und Nachahmung gefichert dnrch Schutzmarke lnnt K. K. Patent vom 7. Derbr. ISbtt Z. lSVMb. (v 3 si' ^ N ^ i» o S. Z Z. 5?> L X»is. üstorr. uu6 Icöu. uox. xsdr räino xeruodloio »«»oklieisUok privitessirt« uuü W » I-eckoi'latt-Sollwlor«. ^nvssuäbar Mr ^säos I^v6sr, msokt Äa» Irkßsea vov Lumwi»odudsa slltbskriiok, verÄoppvIt ctis V^uerkaftixkvit ctvr Noktvv. K»is. käu. O privilsx. siur Vvrtilßsuuz^ «elireli>is«»s«»«lttel, »mÄbvrtreKiod. Klvevrin-iSvits u«ck KIzlevria-Lröme Feß^eu ÜautuQrvivdeit» oKsuv Soduppev Ävr ltopid»ut. - Lrauntiveiii. las »vkaollste UQÜ «iekerste Heilmittel ssseea «Ii« me^toa Itr»»ll»«it«» /ervuQäuueeu »11er Xrt üurvd Lolluss-, Msl)- uaü 8tioI»-^»L«n, ILopt» »vä /aimsovmer-, »Ite Lvbkäea uvä okeve ^unävi», Xr«dssot»i^ea, Lr»vä, vnt-iinävte Xuxev, I^Skmunxen uvÄ Ver1vt«u»?en »Uer ^rt Ttsii'isokvp KeZVtspsstt tür kruitleiäevä«. x«F«n ^ussedruvA UQÜ I^uvKvQlei6«v. ^eg^«» Türmer d«i Xiväern. /ristkilrii- »od Micniigti-Zitdt, vor-üßslivd iu it»?«? >Vir1ruvx. irientalisches Masser von Dr. Walker in Londoi tür Oivdt, kkeum», Xervenleiäov, XoxL«okmvr-ea ckv. cko. ltitlikeliiz Nmr V0Q ävm i»!te»t«v Vestillirer v'Nr'ti»«» lof-I.iokor»nt I. I. »l. I«. rrieärivk >ViIko1m lV., liöms vov ?r«u»>«v.^ silcolkus I., X»isvr »Her Aeuiseu, Vilctori», XüaiIiv von Lo^lAv^ leilt okne läeäioin »ood Losteu »Ue Vt»eon-, X«rv»Q-, vru»t-^ ^«d«^ vä!?ervvo1«iü«v, 8o»N»Qa«uea- um Küsten, Ilvverü»u1iodlrsit U«»»« 8sMvri>«' von Viäier rsssev Iit»eov»obmer«eu, Iä»I«vlrr»mvk, svdleollt« Ver6»uu»», Xri^mpk«, I^«-derisias», LIsduvgs, ^urmlerAnIcnoitev» Xolilc, Vorstopmvx Univtrsal'Sptistpvlvtr »on Kr. Villi». Lmptiaäet iQ»v vkdrsQä äes Lssevs oäer 6»rv»od, evtveä«!' v«i. Il^Uxsvsodvkvke, oäer vsssev Havermügsen äie Speisen «u Ir»uan. oäer ve-^on äer (Zuklität oäer yuantitkt äer xenossensv, vss immer tür I^smev kükrsn6sn Speisen, «ins vom Untvrloide ausxodsnäv lIndek»L^IivdIevit^ ^ut» ^reiduns? o6sr ISazs«näruvk, ssures oäer ran-ises Xukitossev, lökluv^ßsrimmen, Ilobliolilcvit, örsvl^rei«, unlii m»n nimmt einen Kebäuktvl» KktkvolöA'el ivvnn svldkr sedr lcisin ist evei) von äiesem ?ulvvr troolc«, NN Zllor (»nßstzuvkmer) mit Aevsssertem oüer purem ^eine binkl). unü trinlc^ sin UIks vnN naod, sv sinü in venißssn >linllt»n »Ue ^sne Lesokvvräei ^olllcommön vvrsvbvunÄon unü ttn «leren Stelle tritt lileibenü ü»s »o b« t»a«lioliv vekiilil äor SkttiKunx. ^em äer tto»ol»m»vlc äos ?ulv«r» niodt »äuskp^t, nvlime ^»ssvllie einsenüllt in l)vteuolltvten Ol)lktvn. öesonlleri ^vmerlcsnsv^ortb ist, llsss allen l>li»l»e!»ovoll kaäet am Sovatax 6s» 80. 6. lil. Is». vis Vvrdliodo»« v»rä irommon Xuäsnicen vmpfokivn. bl»rb«rx »m 28. ^knvsr 1870. KIl»»dEtd Xrvdsili »1» Ickuttvr. vvrsdvl KU», ^«»ekn« vorvdsl »1» SodMvitoni. >it», II»»äs1»m»vn, I«Itvb pvternvll, IIau6vl8m»vu, »I» Lodväxsr. 102 Vou äsr II. «tsionQ. I^siodvvsutdadruvx uuck öosräjxuog^».^v8t»It. Dank und Anempfehlnng. Am Pfarrkirchthurme zu Hörberg, welcher im Jahre 1862 mit Weißblech neu eingedeckt wllrde, ist d^iS Regen« und Schneewasser troh vorgenommener Nachreparatur mittelst Berlöthung deS Blechdaches be« reitS durch 6'/, Jahre hindurch auf mehreren Stellen auf daS Thurm-geriist eingeronnen, bis endlich durch Zufl^ll und gute Anempfehlung der Herr M'i'tti»» Spenglermeister von Marburg, in unsere Pfarrgemeinde berufen wurde, welcher uns im Monate Mai d. I. durch die Berlöthung deS Blechdaches auf dem Pfarrkirchthurme sammt An-streichen desselben auf eine staunende Prax und Schnelligkeit zur vollsten Zufriedenheit der Pfarrgemeinde hergestellt hat. Da nach dieser vollendeten Arbeit eine Zeit von 8 Monaten bereits verstrichen, und während dieser Zeit Regen und Schnee im Ueberstuße gefallen ist. und am Kirchthurmgeritste nicht die mindeste Spur vom Elnrinnkn fich nun merken läßt, so filhlen sich die Gefertigten im Namen der ganzen Pfarrgemeinde verpflichtet, dem Herrn Franz Kaspariö str die Umsicht und den Fleiß, womit er seiner Aufgabe nachgekommen ist. zu danken, und ihn dem Vertrauen aller Baulustigen, besonders aber den Kirchenkonkurrenz Borstkhungen hiermit bestens anzuempfehlen. Hörbcrg am 31. Dezember 18K9. (101 Math. Kuney. Gem.Rath. Franz PreSkar, Franz Leuftig. Gem.'Rath. Kirchenkonkurenz Obmann und Lukas DebeuK. Kirchenpropst. Gemeindevorsteher. «W' ver 5I»rl»iii'j;vi' Vuravvrvin dvvkrt »ivk kiemit «u »vinvm in 7b. Litl/Zs l.olt»Iittlvn am i. keißtAKr »tkttLn^vnckvn »n ein lödl. le. le. äe» nietivvn unck keusions- »tAvckel», NN äiv Herren ZeäMten »Her kivr deünckliokvn Oivil- nnä HilitNrdelivrcken, äer Lisvnbnkn, 6es l'vIe^rA-pdenH^esen» etc. seine er^edenste Linls^nn^ LU mneken. Lintntt tur Vvrvin8MitsIis6sr tiei, Xivktmit-Lxlioävr: äiv sin-vlno ?srson 1 N., Ar k'kmilivn 60 Icr. » ?orsvu. 100) ^ntanz NM 8 Ildr. väs Vomile. W^sselilnM« >ir»vL«n TNUllvIi empfiehlt Neiekmever, 2l) Eondilor, „Hslel Mohr." Wmaschivm aller 8Mems skr Zch»eider, Zchihmacher vud /ß«ilit»^ Ziu Iisradxssvtütsll ?rvi8vu untor Ottrantiv. Handmaschinen voll 2b bis vl> ü. »U^»rt8. «IltrAtt str chiit« ia ^Ü88tor .^usvkkl 2u dilljgs8tsl» ?roi8vn. lllustrirto I'rsiidlRttvi' vsrÄsQ aus Vvrlan^sQ krsQlec» ui»urw>tr»»8S U^r. 81. I^ar'i»dilfsr»tr'as8v 91. (Z0ttvrx»88v, Lole I''1»8advtl»-?latL. 724 (lrösstv I^is6or1aKS allvr Lortvv von ^ s. l» m a 8 c Ii i u s v. vvrÄon vorlanAt.^^W littalsllek prva»»l«eli»r i>oiUervr«nt. «. K08c>17«»l.'8 «isnsr GllWsrw > kisM«ltllTNSUr vololtsr laut (Autaol»t«u Äoi Herren klosriitds unä ?roks8»orva vspol»Or uncl Skl»«», (lv8 lc. lc. !^Is^2maIratlie8 u. smsi'. Vo>r»v8 äsr m«, unä vr. Itllvk. (Nauaarst ävs t'ür8toll SolivarevQdsrK) v>sleb»aebi, »«ßsrmutU, ÜntkrttNanA, kr»u«nkr»nkkeit«»n u kiir Uee«nv«le»«v«« »v evvsQäot uvä «rprodt vuräv, ist dsi II. I^osentk«! ?r»tvi'«tra8so 24, uacl ka8t in allen Dsrö8-8vrQ Xpotltslcon äer österreiclliseken ^onarvliiv 2U dvLietzvo. vis xro88v k'la8ebs a 2 tl., cliv Irlvinv » t N. 5!^ kr. (!lismi8oli nvtsrsuol»t vuräs ^»8 Präparat voa avn UorrsQ ?rofo8»orsu UsIIer, lilvrlnslti u. m. Depots in allen Apotheken der Monarchie. Depot in Marburg bei D'. It»II«tnißt, Materialwaaren-Handlung. Klagenfnrt: Dr. Paul Hauser. Graz: I. Purg. leitner, „Zum goldeue» Hirschen", Johann Sichler. „Zum acuten Hirten", Cilli: Franz Rauscher. „Zun, schwarzen Adler", Laibach: Wilhelm Mayer, „Zum goldenen Hirschen", Albert Ramm, „Zum goldenen Einhorn". 81 Bewurzelte Weinreben: Mosler, Wälsch-Risling, Gutedel, Braneek find bei dem Gefertiftten zu haben. 90 ^KKtoUK Marburg. Das EckgewSlbe in der Viktringhofgasse ist vom l. April an zu vergeben. — Näheres beim HauScigcnthümer Franz Pichler. heilt brtesit«h d«r Speetalarzt für Epilepsie Dokior 0. Ililli80l> i« Berlin. Miticlftraß« Bereits über Hundert geheilt. (Ä? Als S Aisltilliiigtl prii«iirt. Nach k. k. Prof. HM« an der Wiener Klinik allein echt. Gegen Schwäche, Brust-, Lunge«« und Halsletden. (Preise: '/, Glä« 7S kr. '^^GlaS S0 kr.) Anerkennung. „Da mir Ihr concentrirte» Malzextrakt sehr gut thut, so ic.-^ Przyblirßty, k. k. Ainanzrath zu Mnnkaes." HDepvt Mr bei I'. I^ollvtvix, Voxettkotkstr»«»«. WilhelmSdorfer Mah»nd»ktt»-/i>»rik »«» A«g. Jos. Aifferle » C«. (Wien.) Indem wir auf die Aussprüche der k. k. Prof. Ox,x>«»Ksisi7 und an der Wiener Klinik in unserem Eingesandt ddo. 24. Dezember )1869 hinweisen, ersuchen wir, unsere echten Malzextrakt Fabrikate nicht mit "»er Hoff'schen Charlatanerie zu verwechseln. « so« Centner Heu " find zu verkaufe«. Näheres iin Comptoir dieses Blattes. für 779 NSH«aschi«e«ha«dler «. B«d«ftrieVe. Ausschlteslich alleiniger SU Stroi-Verkauf aller Systeme der anerkant besten RSHmafchinen. Bei einem kleinen Versuch wird sich jeder Käufer bald die Ueberzeugung verschaffen, daß der Unterzeichnete, soivohl waS Lei' stunttsfähigteit der Maschinen, als deren Preise anbelangt, jeder Konkurrenz die Spitze bieten kann. Außer meinem Fabrikat vertr tc ich die ersten und größten A Fabriken Europa s und Amerikas, unterhalte stets ein Lager vonZ vielen tausend Maschinen, so daß jeder Auftrag augenblicklich effektuirt iverden kann. Jeder Wiederverkäufer ist durch Bezug meiner Maschinen in der Lage, seine Detailpreise bedeutend zu ermäßigen, und tvird trotzdem denselben Verdienst haben, den er scithkr bei theuren Preisen hatte. Issustrirte Prei8 - Courants gratis. Lv äetail wird nichts Verkauft und finden demnach Anfragen von Privaten keine Berücksichtigung. Ulbert U. HVI«», Mariahilfcrstraße Rr. 70. «. Ä. 22S. Edikt. (Sö im Tanze üftetischer Gymnastik im vierwöchentlichen billigen Abonnements Kurse eröffnet fich für ältere ^nd jün^re Schüler weiblichen und männl^en Geschlechts im eigene» Salon Montag den 31. Jänner. Nebst Anstandsweisen besserer sellschaften werden in dieser Zeit alle modernen Gesellschafts' und tional Tänze, auch neueste und zeitgemäße „Schützenfahne". oder: Qna-drille „la kamero äeg tirsm^g" genannt, vollkommen Noch für diese» Carneval profitirt. Jede geehrte Theilnahme hiezu, um geordnete Eia-theilnng zu treffen, »volle gefälligst bis zur obbesagten Zeit täglich von 9 bis 12 Uhr Bormittags in der Wohnung, Herrengasse, Qnandeft'sches Haus Nr. 102 im 2. Stock rechtzeitig mitgetheilt werden. Extra-Stunden zur Erlernung einzelner Tänze können täglich ge« nommen werden. ütvKlV? ZR»» » diplomirter Lehrer der Tamkunft und gewesener Metftee im vormals k. t. Kadeten Institut zu Marburg. VI Schon am IS. erfolgt die Atehnng der St»n IslAll-U.«»« welche 4 Mal im Jahre spielen, mit fl. Oewi«« Votirt, wobei in Summa nur 25.000 Stück nistiren und jedes Los ohne Unter» schied llezogeu werden muß, sohin die Einlage nie verloren ist und von dem Königreiche Galizien und dem Herzogthunie Krakau garantirt find. Sin Los kostet mit der Verpsiichtnng des jltückk««fes 28 ß. ohne Rückkanfsverpßichtnng L7 fi. Das gefertigte Wechseihaus verpflichtet fich nämlich, alle bei ihm i« Einzelnen »o» jetzt <» bis 1. /tl»r>ar gkkanften derartigen Lose «it d» vsllt» «ivl^aiflprtist nach erfolgten 4 Ziehungen u. z. vom IS. bis lS. gebruar 1871 zurückzukaufen, wodurch es möglich, umsonst in vier Ziehungen ans 47,S00 fl., vertheilt in Gewinne von s««0, «wo» G«I»e« Je. zu spielen. Derartige Lose werden auch auf zeSnmonatliche Raten «tt >»r S ß. Augalßt, womit man schon auf alle Treffer und de» ganze» Gewi»» i» nächster Ziehung spielt, verkauft bei ^«I». r. S»tl»«u, Vroßhäadltr «d Wechiltt, Wien, Graben 13. Bei geneigten auswärtigen Aufträgen wird um Einsendung des Betrages, svwie um »eischließung von 20 kr. für Ausendung der Siehungßnfte s. S. ersu«^. Gefertigter emMhlt noch seine Vermittlung zum Sin« und Berkaufe aller Rat tungen Et.mtß. und Privatpapiere, Gold« und Silbvmünzen «. Lvvv» <^«plare <« Z»» «»» Soeben erschi,« dritte sehr vermehrte Auflage mit l0 AbdIIdilage»: Die ttschmOchlt dere» Ursache« «ad Heilmg. Dargestellt vo« V». »I»««», Mitglied der «ed. gakoltit I» Wie». Preit fl. S, mit Aranco Post fl. 2.80. «aftal, f»r gthtiM Ar«>t»lMt> I>r^ Stssl»«. GßOtzt, Zn haben in der Ordinations (besonders TchVäche) des Enrrentgaffe Nr. ». Stock. — Tägliche Ordination von 11—4Nhr. Auch wird durch A»rrefpo«deWz behandelt und werden Veedi?«»se«tO besorgt. Mit Postnachnahme wird nichts «»ersendet. sj Mit Bescheid des kk. Bezirks Gerichtes in Marburg ddo. 20. De Ein Lehrjunae 4 (»o zember 1869. Z. 19885 wurde die Einberufung der Berlasses Gläubigeri^Uß Hause, der slovenischen Sprache mächtig, findet Aufnahme i« nach dem am 27. November 1868 zu Wurmberg verstorbenen Gutsver-^^jnxm Landesprobntte»- und SPezeretvaRre« - Geschäft, Näheres im Walter Herrn Franz Ramuttia zum Behufe der Llquldirung des Passiv- Eomvtoir dieses Blattes standeS bewilliget, und zu deren Bornahme der gefertigte kk. Notar als Gerichts Kommiffär bestellt. Es werden demnach Diejenigen, »velche an den Nachlaß des obge nannten Erblassers als Gläubiger eine Forderung zu stellen haben, hiemit aufgefordert, bei dem gefertigten kk. Notare als Gerichts Kommissär am Eisenbahn-Fahrordnung fllr Marburg. Vilzüge. ^ . Vers»«e»zaO». «!>sn!ü.? r » I i^' ! ^ ^^"'^ «nkunft 1 Uhr 59 Min. «achmittag. Ankunft 8 U. 8 M. Früh. 8 U. 44«. Abends. Anbruche eutlveder persönlich zu erschetncn. oder c,ncn geliöna Bevoll-lUhfahrt s Uhr 3 Min. Nachmittag. Abfahrt 8so „ mächtlgtcn zu senden, oder aber bishin ihre Ansprüche schriftlich daselbst anzumelden, widrigens denselben an die Verlttssenschaft. wenn sie durch die angemeldeten Forderungen erschöpft erscheint, nur insoferne ein Anspruch zustände, als ihnen ein gesetzliches Psnndrecht hieraus gebührt. Marburg am 13. Jänner 1870. Lud. Nitterl. k. k. Notar als GericdtS Komtnissar. Vont» vllck Vdoor werden abgegeben in der (Nk SS „ Bon Trieft nach Wien: Ankunft 2 Uhr S7 Min. «achmittag. AnkunftS U. lS M.SnIH. S U. b5«. Abends. Abfahrt 2 Uhr 4V Min. Nachmittag. Abfahrt 6,»S1„„7,»7^ ^ Gemischte Ailge. Bon Marzzuschlag Adelsbeea nach «delsberg: nach Mllr^znschtag: Ankunft 1 Uhr 6 Min. Rachmittag. Znkunft 12 Uhr 20 Mtn. Nachmittag. Abfahrt t Nhr »tt Min. Nachmittag- Abfahrt 1Z Uhr 40 «in. «achmtttag. Hiälr«t»e»»g»ge. .Personen. «emischte. Nach «illach Abfahrt 8 tt. 4ö M. Arllh. Nach Villach Abfahrt S U. ö0 «. Nach«, von BillachZiAnkunft 6 U. SS M. Abends. Kon Villach Ankunft l1 U. SS «. »or«.