Mittheilungen bes lijlsr^ Persies fir Srsie^ f lias Nebitsch, emerit. k. k. Gymnasial -Präfecte, prov. Secretär und Geschästsleitcr des Vereins und Besitzer der großen golbenen. Civil - Ehren - Medaille. Dreizehnter Jahrgang. — Laibach, L8S8. Druck von Ignaz v. Kleinmnyr & Fedor Bamberg. 0hO02181( J n h a s t. If Skit, Sieber beit Gott Lalovius, von Dav. Terstenjak . 1 Statistik des Laibacher Gymnasiums vom I. 1661 bis 1670, vom Director Necäsck........................8 Ehrenhalle berühmter Krainer: 16. Rudolf Freth. v. Apfalterer ... 10 17. Dr. Johann Bleiweis................10 XX. Monatsversammlung und Bibliographia Carniolica sammt dem Verzeichnisse der Vereinserwcrbungen . 11 Vereins - Nachrichten................................12 Ehrenhalle berühmter Krainer: 18. Thomas Chrön...........................13 Das Archiv von Duino (Triester Ztg.).............18 Verzeichniß der Vereinsermerbungen und Vereins- Nachrichten .........................................20 Michael Tiffernus, vom correspondirenden Mitgliede Ignaz Oroöen.........................................21 Geschichte der sloven. Liturgie, vom Prof. Metelko 22 Die bisherigen Arbeiten zur Ordnung des hiesigen histor. Archivs, von Germonig................................23 Zur Lösung der Frage über den Erzbischof Andreas von Kram, von Hitzinger..............................24 Der Grabstein der Herzogin Viridis in Sittich, von Hitzinger............................................26 Literaturberichte, von Dr. E. H. Costa . . . . 26 Seite Die stoven. Liturgie im Küstcnlande, vom Professor Metelko VTÄ. ZI.-................................... ......................40 Das Neueste über die glagolit. Schrift, von Hitzinger 42 Verzcichniß der Vereinserwerbungen.....................43 Vereins - Nachrichten..................................44 Historische Nachrichten über die Laibacher bisthümliche Patronats- und Stadtpfarrc von St. Peter, von Anton Jellouschck...................................45 Die Ruinen unterhalb Kerško ...........................48 Zu dem Aufsatze über die Ruinen bei Kerško, von Leinmüller..........................................49 Literarische Anzeige, Kram betreffend .... XXIII. und XXIV. Monatsversammlung . . . Verzeichniß der Vereinserwerbungen.............. Bitte, vom Dr. H. Costa ........................ Si 50 50 51 52 Die älteste Geschichte Krain's und der Gebiete von Görz und Triest bis auf die Zeiten des Caj. Jul. Cäs. Octav. August, um das I. 13 v. Chr. Geb., vom Präs. Rebitsch ................................54 Erwiderung des Dr. Prinzinger auf die Kritik des Dr. Jlwof .........................................56 Berichtigung..........................................60 Beiträge zur Geschichte des Landhauses in Laibach,/ - von Anton Jellouschck..............................61 Verzcichniß der Vereinscrwerbnngen und Vereins- Nachrichten .......................................28 Protocoll der Generalversammlung am 15. April . 29 Verzeichniß der Vereinscrwerbnngen.....................35 Vereins - Nachricht....................................36 Verzeichniß aller in Krain gebornen oder sonst in irgend etitcni Verhältnisse zu unserem Vatcrlandc stehenden Mitglieder aus der Gesellschaft Jesu ..... 37 Zwei mittelalterliche Grabdenkmale an der Kathedral-kirchc zu Laibach, vom Dr. H. Costa (aus den Mittheilungen der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Vaudenkmale) ... 62 Nekrolog des k. k. Feldzeugmeisters Gustav W o ch e r (ans der Militär-Zeitung)..........................64 Klage der öffentlichen Blätter über das traurige Los der Archive in unseren Tagen, vom Präs. Rebitsch 66 sil I Die Regenten - Namen der Wenden in alten und in unseren Zeiten, vom Präs. Ncbitsch .... 67 Verzeichnis; der Vercinserwerbungen.....................68 Beiträge znr Geschichte der vormaligen Jesuiten dermal. St. Jacobi - Stadtpfarrkirche in Laibach,. von Anton Jellouschek.............................69 Wohnsitze und Thaten der Scnoncn, eines Zweiges des gallisch-ccltischen Stammvolkes, in Italien und besonders in den Gegenden des heutigen Krain's, vom Präs. Rcbitsch ...............................73 Verzeichniß der Vereinscrwerbnngcn...................73 Zur Nachricht ...................................... . 76 Schicksale Krain's unter seinen beiden ersten römischen Kaisern Augustns und Tiberius seit 30 Jahren vor Chr. Geb. bis 37 n. Chr. ©., vom Präs. Nebitsch 77 Genesis des histor. Vereins für Krain................79; Verzeichniß der bei dem in Laibach im I. 1821 abgehaltenen Kongresse anwesend gewesenen Allerhöchsten und hohen Personen, nebst ihrer damal. Wohnung Berichtigung......................................... Fernere Schicksale unseres heutigen Krain's unter den römischen Kaisern, und zwar seit dem Tode des Kaisers Tiberius bis zum Regier.-Antritte Antonins des Frommen v. 1.37 bis zum 1.138 n. Chr. Geb., vom Präf. Rebitsch ............................... Ein früherer Versuch, einen histor. Verein für Krain zu bilden,, von Hitzinger......................... Fortsetzung der Laibacher Kongreß-Angelegenheit . . Eben diese........................................... Kurze Biografie des Laibacher Gymnasial - Präfecten Jnnocenz Freiherrn v. Taufferer, von Ne case k . Vcrzcichniß der Vereinserwcrbnngcn................... 81 84 86 87 90 93 97 98 Verzeichnis der Mitglieder des historifchell Vereins für Kram zu Anfang des Jahres 1858* Protector: Seine kaiserliche Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Johann Baptist. Director: Herr Anton Codelli Freiherr v. Fahnenfeld, ständischer Verordneter und Franz-Josef-Ordens. Ritter. Secretär und Geschastsleiter: Herr Dr. Ethbin Heinrich C o st a. Ausschüsse: Herr Johann Poklukar, Professor der Theologie. „ Elias Rebitsch, cmeritirter Gymnastal-Präfcct. „ Dr. Med. Ritter v. Stockt. Mandatare: Herr Josef Burger, Dechant in St. Martin bei Littai. „ Georg Grabrijan, Dechant in Wippach. „ Anton Graschitz, Dechant in Dorncgg. „ Flor. Gregor its ch, Gymnastal-Professor in Triest. „ Peter Hitzi n ger, Curat in Podlippa. „ Franz J e l l o u s ch e k, Canonicus in Neustadt!. „ Caspar K a nkl, Cooperator zu Altcnmarkt. „ Joh. Kapelle, Comniende-Verwalter in Möttling. „ Florian K o n s ch e gg, Bezirksvorsteher in Stein. „ Franz Kramer, Dechant in Altlack. ,, Anton Kurz, Dechant in Adelsberg. Vereins - Cnstos: Herr Anton Jellousch ek, k. k. Staatsbuchh.-Beamte. Herr Franz Legat, Wundarzt in Weixelburg. „ Konrad Locker, Bürgermeister in Krainburg. „ Thomas Pauker, k. k. Statthaltereirath in Laibach. ,, Johann Re sch, Dechant in Jdria. „ Josef R o s m an, Dechant in Treffen. „ Dr. Adolf Schmidi, Actuar der kaiserl. Akademie in Wien. „ Johann S u p p a nz, Bezirksvorsteher in Gurkfcld. „ Johann Tho m a n n, Dechant in Moräutsch. „ Hieronymus Ulrich, fürstbischöflicher Verwalter in Veldes. Vereins - Archivar: Herr Ludwig Germonig, k. k. Bibliotheks-Beamte. Ehrenmitglieder: Herr Gottlieb Freiherr v. A n k e r s h o s e n, Director des histor. Vereins für Kärnten. ■ „ Alois Ritter v. A net, Director der kaiserl. Hof-itttb Staatsdruckerei. „ Johann Freiherr v. Aufseß, Vorstand des germanischen Museums in Nürnberg. Seine Excellenz Herr Alexander Freiherr v. B a ch, k. k. Minister des Innern Seine Excellenz Herr Andreas Freiherr v. B a u m g a r t e n, Präsident der kaiserl. Akademie in Wien. „ Excellenz Herr Baron v. Bruck, k. k. Finanz-minister. Herr Josef Chmel, Vicedirector des kaiserl. Hans-, Hof-itnb Staatsarchivs in Wien. Seine Excellenz Herr Gustav Graf Chorinsky, k. k. Statthalter in Kram. bischöfl. Gnaden Herr Friedrich Baraga, Bischof Herr Ludwig Crophius Edler v. Kaiserssieg, Stists-von Amyzenia in Nordamerika. Abt in Rein. Herr Carl Freiherr o. Czöruig, Präses der k. k. Central-Commission für Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale in Wien. „ Dr. Beda Dudik, Historiograph für Mähren. v Heinrich Freyer, Conservator des zoologischen Museums in Triest. Seine fürsterzbischöfl. Gnaden Herr Andreas G o l l m a y e r, Fürsterzbischof in Görz. Herr Wilhelm H a i d i n g e r, k. k. Sectionsrath in Wien. „ Dr. I. A. Freiherr v. geifert, Unterstaats-Secretär im k. k. Ministerium des Cultus und Unterrichts. » Andreas Graf v. Hohenwart, I. k. Hof- und Statthaltercirath in Laibach. „ Theol. Dr. Fried, v. Hurt er, Reichshistoriograph in Wien. Seine Excellenz Herr Alexander Freiherr y. Humboldt in Berlin. Herr Dr. Albert Jäger, k. k. Professor in Wien. „ Dr. Peter Kandier, Alterthumsforscher und Advocat in Triest. „ Theodor v. Karajan, Präsident der historisch-filosofischen Classe der kaiserl. Akademie in Wien. „ Dr. Gustav Klemm, Hofrath und Bibliothekar in Dresden. „ Richard Knabl, Pfarrer in Graz. „ Theol. Dr. Ignaz K noblecher, apostol. Provicar zu Chartum in Centralafrika. „ Johann K u k ulj e v ic, Präsident der Gesellschaft für südslavische Geschichte in Agram. Seine bischöfl. Gnaden Herr Barthelmä Legat, Bischof in Triest. Herr Dr. Rudolf Puff, k. k. Professor in Marburg. Seine Excellenz Herr Leo Graf v. Thun, k. k. Minister des Cultus und Unterrichts in Wien. „ Excellenz Herr Georg Ritter v. Toggenburg, k. k. Minister des Handels in Wien. ,, fürstbischöfl. Gnaden Herr Anton Alois Wolf, Fürstbischof von Laibach. Herr Dr. Ferdinand Wolf, Scriptor der k. k. Hofbiblio-thek in Wien. Correspondirende Mitglieder: Herr Josef B a b n i gg, Privatagent in Laibach. „ Dr. Ethbin Heinrich Costa, Vereins-Secrctär. „ Dr. Carl F r o m m an, Vorstand des Archivs und der Bibliothek am german. Museum in Nürnberg. „ Lorenz G a b r i e l, k. k. Universitäts-Professor in Graz. „ Anton Graschitz, Dechant in Dornegg, zugleich Mandatar. „ Franz v. Hermann sthal, k. k. Ministerial-Secretär in Wien. „ Johann Kapelle, Commende-Verwalter in Mottling, zugleich Mandatar. Herr Dr. Vincenz F. Klun, k. k. Professor in Wien. ,, Franz Kramer, Dechant in Altlack, zugleich Mandatar. ,, Anton Löwe, Professor in Dresden. ,, Jakob Löwenthal, Redacteur in Wien. « Ignaz Droschen, Pfarrer in Praßberg. ,, Thomas Pauker, k. k. Statthaltereirath in Laibach, zugleich Mandatar. „ Johann R e sch, Dechant in Jdria, zugleich Mandatar. „ Dr. Adolf Schmidt, Actuar der kaiserl. Akademie in Wien. » Dr. Friedrich Schweitzer, Numismatiker in Triest. „ Friedrich Simo n y, k. k. Universitäts - Professor in Wien. „ Davorin Terstenjak, k. k. Gymnasial - Professor in Marburg. » Johann Thomann, Dechant in Moräutsch, zugleich Mandatar. „ Johann Befiel, k. k. Finanzrath in Triest. „ Dr. Const. Wurzbach Edler v. Tannenberg, k. k. Bibliothekar im Ministerium des Innern in Wien. Wirkliche Mitglieder: Herr Ach tu er, Michael, k.k.Gymnasial-Lehrer in Laibach. „ Achatschitsch, Carl Anthar, Doctor der Rechte in Laibach. „ Achatschitsch, Johann, Doctor der Rechte und Gemeinderath in Laibach. ,, A i ch e l b n r g, Carl Freiherr v., k. k. Bezirks-Vorsteher in Reumarktl. „ A i ch h o l z e r, Adalbert, Localkaplan in Tschudenberg. „ Ambrosch, Michael, Hausbesitzer in Laibach. „ A n k e m i u s, Fried., Werksverwalter in Reumarktl. ,, Arcari, Johann, k. k. Ober-Ingenieur in Laibach. ,, Arco, Barthelmä, infulirter Probst in Reustadtl. ,, Auersperg, Anton Alexander Graf v., Herrschafts-Inhaber in Thurn am Hart. „ A ufi e n ek, Carl, k. k. Bezirksamts - Actuar in Landstraß. „ Bamberg, Fedor, Buch-, Kunst- und Musikalienhändler in Laibach. „ Barta, Anton, Forstmeister in Pölland. „ Basilides, Franz, k. k. Polizei - Obercommissär in Wien. „ Bayr, Alois, k. k. Staatsbuchh.-Jngrossist in Laibach. „ Vergant, Josef, Pfarrer in Koschana. ,, Bezdek, Leopold, k. k. Rcgierungsrath und Polizei-Director in Laibach. „ Vlasnik, Josef, Buchdruckerci- und Hausbesitzer in Laibach. „ B l e i w e i s, Dr. Johann, k. k. Professor in Laibach. „ Bohinz, Andreas. Pfarrer in Zirklach. Herr B r e inl Ritter v. W a l l e r st e r n, Anton Wilhelm, k. k. Landesregierungs-Concipist in Laibach. „ Brodnik, Anton, k. k. Gymnasial - Professor in Agram. „ Bucar, Dr. Johann, Advocat in Adelsberg. „ Burger, Josef, Pfarrer und Dechant in St. Martin bei Littai. „ Cantoni, Alois, Handelsmann in Laibach. Casino-Verein in Laibach. Herr Chertek, Emil, Präsidial-Concipient bei der k. k. Finanz-Landcs-Direction in Graz. „ Codelli, Anton Freiherr o., Vereins - Director in Laibach. „ Codelli, Carl Freiherr o„ k. k. Oberlandesgerichts-Rath in Triest. „ Co r on in i, Michael Graf v., k. k. Kämmerer in Laibach. « Costa, vr. Heinrich, k. k. Gefällen - Oberamts-Director in Laibach. * Debeuz, Josef, Handelsmann und Hausbesitzer in Laibach. * Derb it sch, Josef, k.k.Bezirks-Vorsteher inKrainburg. ,, Deschmann, Carl, Museal-Cnftos in Laibach. » Seit, Josef, Ledcrfabrikant in Ncumarktl. „ Dietzgen, A., Zuckerfabriks-Beamte in Laibach. „ Dimitz, August, k. k. Finanz-Concipist in Laibach. „ Dobrilla, Georg, Doctor der Theologie und Bischof von Parenzo. „ Dolnitscher, vr. Josef, Stadtpbysikcr in Triest. ,, Dornik, Joh., Pfarrer in St. Gotthard bei Trojana. „ Duller, Josef, Realitäten-Besitzer in Lerchendorf bei Neustadt!. „ Dworski, vr. Josef, k. k. Stabsarzt in Verona. „ Edelmann, Franz, k. k. Straßen-Assistent in Neu-marktl. „ Eder, Franz, Bürger in Laibach. „ Eger, Franz, Buchdruckerei-Besitzer in Laibach. * Egger, Alois, k. k. Gymüasial-Lehrer in Wien. » Elsner, Gustav, k. k. Bezirks - Actuar in Groß- laschitsch. ,, Elze, Theodor Ludiv., evangel. Pfarrer in Laibach. „ Elze, Theodor, Musiklehrcr in Laibach. „ Feldbacher, Josef, Magister der Chirurgie und Zahnarzt in Laibach. „ Sen tief, Carl Bor., Dr. Med. in Adelsberg. „ gin j, Matthäus, Stadtwundarzt in Laibach. „ Fischer Edler v. W i l d e n s e e, Carl, k. k. Major in Pension, in Laibach. „ Fleischmann, Andreas, Kunst < und botanischer Gärtner in Laibach. „ F l ö d n i g, Eduard Freiherr v., pens. k. k. Rittmeister in Allatyan in Ungarn. „ Fontaine v. F e I s e n b r u n n, Carl, k. k. Finanzratb in Laibach. Herr Frauendorf, Josef v., k. k. Staatsanwalt in Klagenfurt. » Friedrich, Jakob, Handelsmann in Laibach. » Fröhlich, Anton, Hausbesitzer in Laibach. „ Furmacher, Anton, Pfarrer in Lengenfeld. ,, Fux, Franz, Doctor der Medicin und Operateur in Laibach. v G a ggl, Adolf, Doctor der Rechte in Klagenfurt. ,, Gallant, Mathias, k. k. Gymn.-Katechet in Triest. » Galle, Anton, Herrschafts-Besitzer in Laibach. „ Gerkmanu, Franz, Hanptschnl-Lchrer in Wippach. „ G e r m o n ig, Ludwig, k. k. Bibliotheks - Beamte in Laibach. „ Gestrin, Carl, Hörer der Rechte in Wien. „ Gestrin, Leopold, Cooperator in Obcrlaibach. ,, Gintl, Eduard, k. k. Bandirector in Laibach. „ G l a n t s ch n i g g, Eduard, Hörer der Rechte in Wien. » Gla n t s ch n i gg, Thomas, k. k. Bezirkshauptmann und Bezirks-Vorsteher in Laibach. „ Glo b o t s ch n ig, Anton, k. k. Gymnasial-Professor und Katechet in Laibach. „ Globotschnig, Anton, Sensengewerk inNeumarktl. ,, Globotschnig, Franz, k. k. Notar in Krainburg. ,, Gogala, Johann, Theol. Dr., Cooperator in Oberlaibach. ,, G o l l o b, Carl Josef, Magistratsrath in Triest. „ Gollob, Math., Realitäten-Besitzer in St. Georgen im Felde. ,, Grabrijan, Georg, Pfarrer und Dechant in Wippach. „ Gregoritsch, Andreas, erster Stadtwundarzt in Laibach. „ Greg orit sch. Florian, I. k. Professor in Triest. „ Guldenprein, Paul, k. k. Steuereinnehmer in Neumarktl. „ Günzler, Wolfgang, Graveur und Hausbesitzer in Laibach. ,, Gussitsch, Eduard Freiherr v., Hörer der Rechte in Graz. „ Habe, Johann, Localkaplan in Sauraz. „ H amp l, Franz, k. k. Bezirkamts -Kanzcllist in Planina. „ Hausenplas, Franz, k. k. Major in Laibach. „ H e i m a n n, Gustav, Handelsmann und Hausbesitzer in Laibach. „ H e i m a n n, Simon, Privatier in Wien. ,, Heller, Alfons, Zuckerfabriks-Beamte in Laibach. „ Herr, Gustav, k. k. Professor in Triest. „ Herrel, Carl, k. k. Gefällen-Oberamts-Offizial in Laibach. „ H i tz i n ger, Peter, Localkaplan in Podlippa. „ H ok, Dr. Carl Ritter v„ k.k. Ministerial-Rath in Wien. „ Hohn, Eduard, Kunst - und Musikalienhändler in Laibach. Herr Holzer, Johann, Handelsmann in Krainburg. » Homann, Friedrich, Handelsmann und Realitäten-Besitzer in Radmannsdorf. „ Hozhevar, Mathias, Ursulinerinnen - Mädchenschul-Katechet in Laibach. „ Hudoverni g, Seraphin, Handelsmann und Realitäten-Besitzer in Radmannsdorf. „ Hueber, Cajetan, Pfarrvieär in Altoßlitz. „ Jagritsch, Heinrich, Hörer der Rechte in Graz. „ Ja innig, Johann, k. k. Steueramts - Kontrollor in Stein. ,, J a b or n e g u. 9Uteufe IS, Albert, k. k. Bezirks-Actuar in Littai. „ Jaborn eg v. Altcnfels, Stanislaus, Stahl-geiverk in Renmarktl. „ Ja ne sch, Johann, Realitäten-Besitzer in Laibach. „ Je glitsch, Franz, k. k. Artillerie-Oberlientenant in Laibach. „ Jelcnz, Johann, Präfcct am t. k. Theresianum in Wien. „ J e l l o n s ch e k, Anton, l. f. Staatsbuchh.-Jngrosstst und Vereins-Custos in Laibach. „ Jellouschck, Franz R., Canonicus in Rcnstadtl. „ J entl, Josef,!. k. Bezirks-Actuar in Radmannsdorf. „ Je unit er, Anton, Revisions-Assistent bei der k. t. Bandirection in Laibach. „ Jeuniker, Vinccnz, k. k. Bezirks>Vorsteher in Wippach. „ Jlwof, Dr. Franz, Realschul-Lehrer in Graz. „ Jppavitz, Franz, Kreiswundarzt in Reustadtl. „ Ißleib, Ludwig, Doctor der Philosophie, in Laibach. „ Karinger Josef, Handelsmann in Laibach. „ Kalchbcrg, Franz Ritter o., I. k. Ministerial-Rath in Wien. „ Kalma n n, Carl, krain. ftänd. Realitätcn-Jnspcctor in Laibach. „ K a n k e l, Caspar, Cooperator in Altenmarkt b. Laas. „ Kautsch it sch, Matthäus, Doctor der Rechte, Hof-und Gerichts-Adoocat in Laibach. w Khern, Carl, Sccretär bei der k. k. Stener-Dircction in Laibach. „ Klebel, Johann, Handelsmann in Laibach. „ Kleinmayr, Ignaz Alois v., Buch-, Kunst- und Musikalienhändler in Laibach. „ Klementschitsch, Josef, Katechet an der Normal-Hauptschule in Laibach. „ Knaus, Johann, Coopcrator in Wippach. „ Koder, Matthäus, Curat in Slapp. „ Kogej, Josef, Gymnasial-Supplent in Laibach. „ Konschegg, Florian, k.k. Bezirks-Vorsteher in Stein. „ Konschegg, Valentin, k. k. Gymn..Lehrer in Laibach. „ Kopitar, Michael, Curat in Ersell. „ Ko schier, Alois, Pfarrer in Renmarktl. „ K o s chie r, Jakob, Pfarrvieär in St. Veit b. Sittich. Herr K o s ch i e r, Joh. Carl, Realitäten-Besitzer in Laibach. ,, Ko schlich, Matthäus, Pfarrcooperator in Wippach. „ Koslcr, Peter, k. k. Notar in Sessana. „ Kottn ig, Josef, Realitäten-Besitzer in Oberlaibach. „ K o v a c ic, Josef, Domherr in Triest. ,, Kočevar, Franz, k.k. Bezirkamts-Actuar in Egg. „ Kozina, Georg, Candidnt des Gymnasial-Lehramtes in Wien. „ K r a i n z, Leopold Martin, k. k. landesgerichtlicher Grundbuchs-Actuar in Agram. „ Kranz, Carl, Zuckerfabriks - Director in Laibach. „ K r a s ch o v iz, Josef, Pfarrvieär in Zirkle. „ Krisper, Anton, Handelsmann in Laibach. ,, Kuknla, Wilhelm, k. k. Professor in Laibach. ,, Kur alt, Johann, Pfarrer in Mannsburg. „ Kurz, Anton, Pfarrer und Dechant in Adelsberg. „ Laufen st ein, Anton v., jnbil. k. k. Gnbernial-Rath in Laibach. » L a z a r i iri, Franz Freiherr v., Herrschafts-Inhaber in Flödnig. „ Leben, Mathias, Doctor und Professor der Theologie in Laibach. „ Led euig, Leopold, I. k. Landcsgerichts - Adjunct in Agram. „ Legat, Franz, Wundarzt in Weichselburg. „ Lein in ü Her, Josef, k. k. Ingenieur-Assistent in Gurkfeld. „ Lenzhek, Barthelmä, Cooperator in Sairach. „ Leßjak, Franz, Coopcrator in Wippach. „ Leßjak, Josef, Pfarrvieär in Soderschitz. „ Levitschnig, Josef, Besitzer in Eisncrn. „ Leyrer, Friedrich, k.k. Rechnimgsrath in Laibach. „ Locker, Conrad, Bürgermeister in Krainburg. „ Locker, Rudolf, Handelsmann in Krainburg. „ Lodron. Alois Graf v., Gutsbesitzer in Großdorf. ,, L u sch i n, Franz 3E„ k. k. Staatsbuchhalter in Laibach. „ Maier, Leopold, Hörer der Medicin in Wien. „ Mack, Wilhelm, k. k. Landesgerichts-Rath in Agram. „ M a c - N e v e n, Ludwig Freiherr v., k. k. Gubernial-Rath in Laibach. ,, Mahr, Ferdinand, Vorsteher der Handels-Lehranstalt in Laibach. ,, M a l l n e r, Andreas. Handelsmann in Laibach. ,, Mally, Franz, Lederfabrikant in Nenmarktl. „ Wally, Dr.Ignaz,Districts-PhystkerinTschernembl. „ Wally, Peter, Lcderfabrikant in Nenmarktl. „ M a r t i n a k, Dr. Heinrich, Rathssecretär und Staatsanwalt-Substitut in Laibach. ,, Martinak, Josef, Hörer der Rechte in Wien. „ Marn sch itz, Andr., Rcligionslehrcr am Gymnasium in Görz. ,, M a s ch e k, Camillo, Lehrer an der k. k. Musikschule in Laibach. „ M e b n s, August, Candidalus Theologiac in Laibach. ü Herr Meden, Johann, Polytcchniker in Wien. „ Melzer, Carl, k. k. Gymnasial-Lehxer in Laibach. „ Menztnger. Johann, Candidat des Gymnasial-Lehramtes in Wien. ,, M e r ch e r, Johann, k. k. Staatsbnchhalt.-Rcchnungs-Offizial in Laibach. ,, Merschol, Matthäus, Seminars-Vice-Director in Laibach. „ M e r v i g, Michael, Pfarrer und Dechant in Czcrnizza bei Görz. „ Meöeßneu, Josef, Bergakademiker in Wien. „ Mihailovič, Mladen, Doctorand der Chemie in Graz. „ Miku sch, Lorenz, Hausbesitzer in Laibach. ,, Millitz, Josef Rudolf, Buchdrucker in Laibach. „ Mlaker, Anton, Pfarrvicär in Sagnrje. „ Mn i s cz eh, Alfons, Graf v., Herrschafts-Besitzer in Wien. „ M u r, Johann, Supplent am k. k. Gymnasium in Laibach. „ Nagy, Ludwig v., Landcs-Medicinalrath in Laibach. „ N a ku s, Josef, Localkaplan in Planina bci Wippach. „ N a p reth, Theodor, k. k. Landesgerichts - Rath in Triest. ,, Nathan, Dr. Leopold, Primär - Wundarzt und k. k. Professor in Laibach. „ N e c ä s e k, Joh., k. k. Gymnasial-Director in Laibach. „ Novak, Joh. , Domherr und Seminars - Director in Laibach. „ Oberrcßel, Franz, k. I. Gensd'arnierie - Wachtmeister in Jdria. „ Oblak, Joachim, Lehrer an der k. k. Unter-Realschule in Laibach. „ Olipizh, Johann, Pfarrer in Nessclthal. „ Ores ch c k, Johann, k. k. Gymnasial-Lehrer in Cilli. „ O r e s ch n i k, Josef, Localkaplan in Maichau. „ Ott, Eduard, k. k. Gymnasial-Lehrer in Triest. „ Pachncr, Bernhard Ritter v., Doctor der Medicin und Primär-Arzt in Wien. „ Pachncr, Carl, Handelsmann in Laibach. ,, P a e u e r, Barthelmä, k. k. Bezirks-Vorsteher in Jdria. » P a s ch itsch, Johann, Pfarrer in Senosetsch. „ Pauschler, Josef, Domherr in Laibach. „ Peharz, Josef, Kattundruck-Fabrikant in Ncumarktl. „ Pelikan, Wilhelm, Gutsbesitzer in Rothenbüchel. „ Petritsch, Johann, k. k. Landcsgcrichts-Secrctär in Laibach. „ Petteneg, Carl Freiherr v., jubil. k. k. Landcs-gcrichts-Präsident in Wien, „ P e z h a r. Andr., Pfarrer und Dechant in Oberlaibach. „ P e z har, Johann, Localkaplan in Ustje. „ Pizck, Georg L., fürstlich Anersperg'scher Magazineur zu Hof in Utttcrkrain. , „ P losch ko, Carl, k. k. Bezirkamts-Actuar in Littai. Herr P o d k r a i sch e g, Anton, niagistratl. ökonomischer Rath in Laibach. „ Pogazher, Dr. Johann, Domherr in Laibach. „ Pogazher, Martin, fürstbischöflicher Hofkaplan in Laibach. „ Pogazhnik, Johann, Rentmeister in Neumarktl. ,, Poklukar, Johann, k. k. Professor in Laibach. „ Poklukar, Josef, Pfarrer in St. Veit bei Sittich. „ Pokorn, Anton, Pfarrer in Slavina. „ Pollak, Eduard, Pfarrer und Dechant in Haselbach. „ Pollak, Johann, Doctor der Rechte in Laibach. » Pollak, Caspar, Bürgermeister und Kattundrnck-Fabrikant in Neumarktl. „ P o t o z h n i k, Blasius, Pfarrer in St. Veit b. Laibach. „ P o t o z h n i k, Johann, Gewerk in Kropp. „ P o t o z h n i k, Michael, Klosterbeichtvater in Laibach. ,, Praprotnik, Andreas, Musterlehrer kn Dobrova. ,, Prescha, Josef, Theolog in Laibach. ,, Preschern, Franz, Realitäten-Besitzer in Veldes. • » P r eschl, Matthäus, Pfarrvicär in Prem. „ Prcttner, Carl, Apotheker in Laibach. „ Prcuz, Valentin, Doctor der Rechte in Laibach. ,, Prußnig, Franz, Pfarrer in Jgg. „ Raab, Carl v., k. k. Regiernngsrath in Laibach. „ Raab, Ferdinand v., k. k. Postbeamte in Laibach. „ R a k, Dr. Ant., Hof- und Gcrichts-Advocat in Laibach. „ R a d i t s ch, Peter v., Doctorand der Philosophie in Wien. ,, R a m m, Albert, Apotheker in Laibach. „ Rautner, Joh., f.k.Catastral-Jnspector in Laibach. ,, Rebitsch, Elias, emerit. k. k. Gymnasial-Prnfect in Laibach. „ Rech er, Johann, k. k. Landesregierungs-Secretar in Laibach. „ R e ch e r, Dr. Niclas, Handelsmann und Hausbesitzer in Laibach. „ Ncdange, Josef v.., Landtafel- und Grundbuchs-Director in Laibach. „ Reich!, Dr. Carl, k. k. Professor in Wien. „ Nemitz, Primus, Localkaplan zu St. Leonhardt. „ Ney er, Ludwig, Privatier in Laibach. „ Ri char, Franz, k. k. Gensd'arnierie-Wachtmeister in Krainburg. „ Rock, Josef, Braumeister in Neumarktl. „ Röder, Willi, v., k. k. Bezirks-Vorsteher in Planina. „ Ros m a n n, Josef, Pfarrer und Dechant in Treffen. „ Roth, Johann, k. k. Bezirks-Vorsteher in Egg. „ Rude sch, Franz, Gutsinhaber in Laibach. „ Rüde sch, Theodor, Hörer der Rechte in Wien. „ RudHolzer, Wilhelm, Uhrmacher in Laibach. „ Rudolph, Dr. Anton, Hof- und Gerichts-Advocat in Laibach. » R u p re ch t, Johann, fürst!. Anerspcrg'schcr Gcwcrks-arzt zu Hof in Unterkraiu. Herr Sajz, Heinrich, k. k. Comitats-Gerichtsrath in Esseg. „ Sajz, Dr. Josef, Adjunct bei der k. k. Finanz-Procnratur in Agram. „ Samassa, Anton, Glockengießer und Hausbesitzer in Laibach. „ S a m e jz, Andreas, k. k. Normal-Hauptschul-Katechct in Laibach. „ (Bauteil, Josef, k.k. Garnisons-Kaplan in Laibach. „ Savers chnig, Franz, Localkaplan in Kopriunik. „ ©capin, Anton, Kanzler und Gymnasial-Katechet in Triest. „ Schaffer, Adolf, Hörer der Rechte in Wien. „ Schaffer, Johann, Gutsinhabcr in Weinbüchel. „ Schaffer, Josef, k. k. Militär-Vcrpflegs-Ober> vermalter in Laibach. „ Schautet, Josef, Handelsmann in Laibach. „ Schelesnikar, Anton, k. k. Gerichtsbeamte in Reuinarktl. „ Schcrantz, Franz, Advocaturs-Concipient in Laibach. ,, Scherautz, Peter, k. k. General-Procurator in Mailand. « Scheuche n st u e l, Josef Ritter v., k. k. Oberlandes-gerichtS-Rath u. Krcisgcrichts-Präsidcnt in Renstadtl. „ Schiffer, Dr. Franz, k. k. Professor in Laibach. „ Schlegl, Philipp. Gewerk in Fuschine. „ Schmidburg, Victor Freiherr v., k. k. Statt-halterei-Vice-Präsident in Tcmesvar. ,, Schonta, Eduard, k. k. Postoffizial in Rabresina. „ Schonta, Ignaz, Lehramts-Candidat in Wien. ,, ' Schrey. Raimund, k. k. Staatsbuchh. - Jngrossist in Laibach. ,, Schubitz, Josef, Doctor der Medicin in Cilli. ,, Schusterschitsch, Alex., Localkaplan in Draschgosche. Schützen-Verein in Laibach. Herr Schwab. Michael, Weltpricster und Director der Normal-Hauptschule in Triest. ,, S ch w e n t n e r. Josef, bürgt. Schuhmachermeister in Laibach. „ Škarja, Victor, Doctor der Rechte in Laibach. „ Smolej, Math., Cooperator in Egg ob Podpctsch. „ S m o l l e, Michael, Handelsmann und Realitaten-Besitzer in Laibach. ,, Souvan, Franz, Handelsmann in Laibach. „ Sterle, Simon, k. k. Bczirkamts-Kanzellist in Krainbnrg. ,, Steßka, Johann, k. k. Staatsbuchh. -Rcchnungs-rath in Laibach. „ S t ib il, Martin, k. k. Stcueramtsbcamte in Laibach. „ S t i m pcl, Anton, k. k. Gymnasial - Director in Triest. „ Stöckl, Emil Ritter v., Doctor der Medicin und Stadtphysicns in Laibach. „ Stöckl, Gustav Ritter v., Oberförster in Loitsch. Herr Strahl, Eduard v., k. k. Landesgerichts - Rath in Laibach. „ Strittar, Joh., Stadtpfarr-Cooperator in Laibach. „ Strobach, Josef, k. k. Regierungsrath und Polizei-Director in Linz. „ Strzelba, Josef, Bürger in Laibach. ,, Svetličič, Matthäus, Canonicus in Neustadt!. » S u p an, Lucas, Gutsbesitzer in Auritzhof. „ ©upon, Valentin, Handelsmann in Laibach. ,, S u p p a n t s ch i t s ch, Dr. Franz, Hof- und Gerichts-Advocat in Laibach. » ©uppnn5, Dr. Bartlmä, k. k. Notar in Laibach. ,, Tamer, Marc, v., Concipist bei dem k. k. Finanz-Ministerium in Wien. ,, Tautscher, Georg, akadem. Maler in Laibach. ,, Terpin, Eduard, Handelsmann in Laibach. ,, Terpinz, Fidelis, Präsident der k. k. Landwirth-schaft-Gesellschaft in Laibach. „ Teubel, Carl, Sprachlehrer in Laibach. „ Toman, Dr. Lovro, Advocat in Radmannsdorf. „ To mann, Ignaz, Hanseigenthümer und Steinmetz in Laibach. „ Tom5, Franz, I.k.Steucramts-ControllorinFeistriz. „ Trinker, Albert, Handelsmann in Laibach. „ T s ch i ck, Alois, k. k. Landesregicrungs - Concipist in Laibach. „ Ullepitsch, Dr. Carl v., k. k. Ministerial - Rath in Agram. „ Ullepitsch, Josef, k. k. Landesmünz-Probieramts-Controllor in Laibach. „ Ulrich, Hieronymus, fürstbischöfl. Brixen'scher Verwalter in Veldes. „ Uranitsch, Dr. Anton Ignaz, Secretär der Handels- und Gcwerbekammer in Laibach. „ Uran itsch, Ignaz, Oberlandcsgerichts-Rnth in Graz. „ Urbanija, Lorenz, Theolog in Laibach. „ Urbas, Wilhelm, Privat-Lehrer in Laibach. „ Urch, Peter, Schuldircctor in Adelsberg. ,, V e l k a v e r ch, Casp., fürstbischöfl. Kanzler in Laibach. „ Verbnjak, Weltpricster in Fürstenfcld. ,, Verne, Michael, Domprobst in Triest. „ Veßel, Dr. Carl, Vezirksarzt in Laibach. „ Viditz, Augustin, k. k. Zahlmeister in Prag. „ Viditz, Josef, magistrati. Secretär in Laibach. „ Viditz, Raimund, k. k. Polizci-Commissär in Laibach. „ Vogl, Josef, Amtsvorstanv der Bankfiliale in Laibach. „ Bolz. Georg, Spiritual in Laibach. „ V o u z h izb, Josef, Pfarrer und Dechant in Duiiw. „ W a ll c n s b e r g, Jgn.Ritter v., Privatier in Laibach. „ We n z o v ski, Johann, f. k. Bezirks - Vorsteher in Reifniz. „ Wilfan, Simon, Pfarrer in Kronau. „ Wo blf a rth, Ferd. Edler v., Doctor der Rechte in Wien. Herr Wo n z h i n a, Leo. Doctor und Professor der Theo- Herr logic in Laibach. ,, Wurzbach, Dr. Carl o., Gutsbesitzer in Laibach. » Zahn, I.. Zögling des Instituts für österr. Geschichte in Wien. „ Zeschko, Valentin, Hausbesitzer in Laibach. Z h e s n i k, Dr. Ant., k.k.Districts-Physiker in Gottschee. Zentrich, Franz, k. k. Normal-Hauptschul-Lchrer in Laibach. Z h ibaschek, Thomas, k. k. Feldkaplan in Marburg. Zois, Anton Freih.v., Herrschafts-Jnhaber in Laibach. Z hub er, Johann, Med. Dr. in Laibach. Vereins-Mandatare.........................20 Ehrenmitglieder...........................32 Corresp. Mitglieder.......................21 Wirkliche Mitglieder . . . . . . . 340 Summe der Mitglieder . . 393 Verzeichniß der verbundenen Bereine und Anstalten. 1) Historischer Verein für Obcrfranken zu Bamberg (seit 1846). 2) Historischer Verein für das Großherzogthum Hessen zu Darmstadt (seit 1846). 3) Geschichts > und alterthumsforschende Gesellschaft des Osterlandes zu Alten bürg (seit 1846). 4) Histor. Verein von und für Oberbaiern zn M ü n ch e n (seit 1846). 5) Histor. Verein der Pfalz zu Speyer (seit 1847). 6) Gesellschaft zur Erforschung der vaterländischen Denk- male Der Vorzeit zu Sinsheim (seit 1847). 7) Histor. Verein von Unterfranken und Aschaffenburg zu Würzburg (seit 1847). 8) Voigtländischer alterthumsforsch. Verein zu Hohen - tauben (seit 1847). 9) Academia electoral!« Moguntina zu Erfurt (seit 1847). 10) Ateneo di Treviso (seit 1847). 11) Museum Francisco-Carolinum zu Linz (seit 1847). 12) König!. Societät der Wissenschaften zu Göttingen (seit 1847). 13) Schleswig - Holstein > Lauenburg'sche Gesellschaft für vaterländische Geschichte zu Kiel (seit 1847). 14) Academia scientifico - letteraria dei Concordi zu Ro v i go (seit 1847). 15) Verein für mecklenburg'sche Geschichte und Alterthums- kunde zu Schwerin (seit 1847). 16) Historisch - antiquarischer Verein für die Städte Saar- brücken und St. Johann, und deren Umgebung zu Saarbrücken (seit 1847). 17) Gesellschaft für Pommcr'sche Geschichte und Alterthums- kunde zu Stettin (seit 1847). 18) Caes. reg. Museo d’Antichitä in S palato (seit 1847). 19) Ferdinandeum zu Innsbruck (seit 1847). 20) Gesellschaft für vaterländische Alterthümer zn Z ü r i ch (seit 1847). 21) Histor. Verein der Oberpfalz und von Regensburg zu Regensburg (seit 1847). 22) Gelehrte Esthnische Gesellschaft zu D o r p a t (seit 1847). 23) Alterthums-Verein für das Großherzogthum Baden zu Baden-Baden, dann dessen historische Section für Geschichte und Naturgeschichte zu Donau-eschingen (seit 1847). 24) Verein zur Erforschung der rheinischen Geschichte und Alterthümer in Mainz (seit 1847). 25) Gesellschaft für Frankfurt's Geschichte und Kunst zu Frankfurt a. M. (seit 1847). 26) Württembcrg'scher Alterthums-Verein zu Stuttgart (seit 1847). 27) Historischer Verein für Niederbaiern zu Land shut (seit 1847). 28) Verein für hessische Geschichte und Landeskunde zu Cassel (seit 1847). 29) Histor. Verein für den Regierungsbezirk von Schwaben und Neuburg zu Augsburg (seit 1847). 30) König!, sächsischer Verein für Erforschung und Erhaltung der vaterländ. Alterthümer zu D r e s d e n (seit 1847). 31) Verein von Alterthumsfreunden im Rheinlandc zu Bonn (seit 1847). 32) Historischer Verein für Niedcrsachscn zu Hannover (seit 1848). 33) Historischer Verein der fünf Orte Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden und Zug zu Luzern (seit 1848). 34) Schlesische Gesellschaft für vaterländische Cultur zu Breslau (seit 1848). 38) Verein für Hamburg'sche Geschichte zu Hamburg (seit 1848). 36) Heuueberg'scher alterthumsforscheuder Verein tu Met n in gen (seit 1848). 37) Thüringisch-sächsischer Verein für Erforschung des vater- ländischen Alterthums und Erhaltung seiner Denkmale zu Halle (seit 1848). 38) Historischer Verein1 für Mittelfranken zu A n s b a ch (seit 1848). 39) Wcstphälischc Gesellschaft zur Beförderung vaterlän- discher Cultur zu Minden (seit 1848). 40) Kaiserlich bestätigte archäologische numismatische Gesell- schaft zu St. Petersburg (seit 1848). 41) Deutsche Gesellschaft zur Erforschung vaterländischer Sprache. und Alterthümer tu L e i pzig (seit 1849). 42) Societe des Antiquaires ä Paris (seit 1849). 43) Verein für Lübeck'sche Geschichte zu Lüde ek (seit 1849), 44) Schweizerische geschichtsforschende Gesellschaft zu B a f e l (seit 1880). 45) Histor.Verein für Kärnten zu K l a g e n f n r t (seit 1850). 46) Histor. Verein für Steiermark zu Graz (feit 1850). 47) Gesellschaft f. südslav. Geschichte zu Agra m (seit 1851). 48) Kais. Akademie der Wissenschaften in W i e n (seit 1851). 49) Historischer Verein für das württemberg'sche Franken zu Mergentheim (seit 1851). 50) K. k. mährisch-schlesische Gesellschaft des Ackerbaues, der Natur- und Landeskunde (eigentlich die historisch-statistische Section derselben) zu Brünn (seit 1852). 51) Numismatische Gesellschaft zu Berlin (seit 1853). 52) Oberlausitz'sche Gesellschaft der Wissenschaften zu Gör- litz (seit 1853). 53) Museum Caroline - Augusteum in Salzburg (seit 1853).; 54) Verein für siebenbürg'sche Landeskunde zu Hermann- stadt (seit 1853). 55) Germanisches Museum zu Nürnberg (seit 1854). 56) K. k. Central-Commission für Erforschung und Erhal- tung der Vaudenkmale zu Wien (seit 1854). 57) Gesellschaft für vaterländische Alterthümer zu Basel (seit 1854). 58) Gestimmt-Verein der deutschen Geschichts- und Alter- thUms-Vereine zu Dresden (seit 1854). 59) Alterthums-Verein in Wien (seit 1855). 60) Alterthums-Verein für das Großherzogthum Baden in Carlsruhe (seit 1855). 61) Museum der niederländ. Alterthumskunde zu Leiden (seit 1856). 62) König!, böhm. Gesellschaft der Wissenschaften in Prag (seit 1856). 63) K. k. geografische Gesellschaft in Wien (feit 1856). 64) Verein für Geschichte der Mark Brandenburg in B e r l i n (seit 1856). 65) Direction für administrative Statistik im k. k. Handels-Ministerium in Wie n (seit 1857). 66) Verein für deutsche Culturgeschichte in Weimar (seit 1857). 67) Römisch - germanisches Central-Museum in Mainz (seit 1858). 68) Montanistisch - geognostischcr Verein für Steiermark in Graz (feit 1858). Der historische Verein für Kram wurde im I. 1844 gegründet und verfolgt den Zweck, alles auf Geschichte und Landeskunde Krain's Bezügliche aufzufinden, zu sammeln und bekannt zu geben. Zu diesem Ende sucht der Verein die bereits bekannten Quellen auszubeuten, neue zu eröffnen, alles Erworbene in geordneten Sammlungen niederzulegen und so für die künftige Bearbeitung vorzubereiten. Die Sammlungen des Vereins find: A. Das Archiv, Originalien und Abschriften von Urkunden enthaltend; mit einem in der Arbeit begriffenen chronologisch geordneten Zettelkatalog. Die Autographen-Sammlung berühmter Personen. Die Vereins-Registratur, mit dem Inder. —• B. Die Bibliothek: I. Schriften verbundener Vereine. II. Carniolica und Slovenian. III. Histor. Werke. IV. Geografie, Statistik und Reisen. V. Jurisprudenz. VI. Miscellen. VII. Flugschriften. VIII. Landkarten, Lithografien, Porträts rc. — C. Das Antiquarium: I. Münzen. II. Siegel. III. Gegenstände alterthümlichcr Funde rc. Eine weitere Thätigkeif entfaltet der histor. Verein durch Abhaltung monatlicher wissenschaftlicher Versammlungen am ersten Donnerstage jedes Monats, wobei der Zutritt jedem Freunde der Wissenschaft freisteht. Hiebei werden von verschiedenen Personen längere oder kürzere Vorträge gehalten, aus dem Gebiete der vaterländischen oder allgem. Geschichte, der Philologie, Geografie und Statistik. Neue Literatur-Erscheinungen werden kritisch besprochen; oft geben Streitfragen zu höchst interessanten und spannenden Discusfionen Anlaß, die nicht selten tioji Seiner Excellenz dem meistens anwesenden Herrn Statthalter Grafen Chorinsky mit feinem Tacte hervorgerufen und durch Hochdenselben geleitet werden. Auswärtige Mitglieder schicken ihre Abhandlungen an den Gefertigten, der sie unverkürzt vorliest. Solcher Versammlungen wurden in'den Jahreti 1856 und 1857 XIX gehalten. — Auch beruft der Vereins-Director alljährlich eine General-Versammlung sämmtlicher Mitglieder zur Besprechung der innern Angelegenheiten des Vereins, zur Prüfung der Geldrechnungen, Vornahme der Ausschußwahlen rc. —Der dritte Wirkungskreis des Vereins endlich sind seine liter. Publicationen, nämlich 1. die Vereins-Mitthejlungen, welche monatlich 1—1V2 Bogen stark an alle Vereins-Mitglieder unentgeltlich vertheilt werden, und in den bisher abgeschlossenen 12 Jahrgängen eine Fülle des reichsten Stoffes für die Geschichte und Geografie Krain's enthalten. 2. Das »Diplomatarimn Carniolicum,« dessen erstes Heft ein für sich abgeschlossenes Ganze bildet, indem es erstens vollständige, chronologisch geordnete Regesten aller in den ersten 10 Jahrgängen der Mittheilungen abgedruckten Urkunden und zweitens einen genauen Abdruck des höchst interessanten LaibacherPrivilegienbuches enthält. 3. Das Archiv für Landes-geschichte Krain's, bisher 3 Hefte, 23 Bogen Octav, mit 7 lithogr. Tafeln. Inhalt: Annalen Krain's, von Kaiser Carl M. bis 1800; die Reihenfolge der trohi. Landeshauptleute, der La sb ach e r Bischöfe, der train. Landes-Vicedoinc, der Richter und Bürgermeister von Laibach, der Liebte von Sittich; Regesten für die Geschichte Krain's; Krain's Münzwesen im Mittelalter. Kirchliche Eintheilung Krain's seit Einführung des Christenthums bis auf die Gegenwart; Geschichte des Karthäuserstifts Freu-' denthal; Geschichte von Laibach. -- Das Archiv kostet 1 fl,; für Vereins-Mitglieder 30 kr. C. M. Mittheilungen d e s historischen Vereines für Strahi im Januar 18L8. Redigirt vom Vereins - Secretär und Geschäftsleiter EtlaMia Zfieim-Icli Costa, Doctor der Filofosie und der Rechte. Inhalt: Ueber den Gott Latovius, voll D. Terstenjak. — Statistik des Laibachcr Gymnasiums vou 1661 — 1670, vom Director Johann NevSftk. — Ehrenhalle berühmter Krainer: 16) Rudolf Freiherr v. Apfaltern; 17) Johann Bl-iwcis. — XX. Monats-Versammlung. — Bibliographia Carniolioa Nr. 519 — 526. — Verzeichniß der erworbenen Gegenstände. — Vereins-Nachricht. Neber den Gott Ziatovitis. Aus dem slovcnischen Manuscripte mitgetheilt vom corresp. Mitgliede Davorin Terstenjak. eber die Vorstellung, welche sich die alten Slaven von der Gestalt der Unterwelt machten, und von dem Thun und Treiben der Seelen daselbst, haben wir zwar nicht reichliche, aber immerhin einige Nachrichten. Daß sie ihnen traurig war, und ein schauerliches Nachtgebiet, das geht ans den Todtengebräuchen und Allem, was den Tod betrifft, hervor. War die Mutter Erde, mati črna zemlja, i n deren Tiefen sich die Unterwelt befand, die wahre Herrin derselben, so war doch neben i h r auch ein H e r r sch e r der T o d t e n, der oerjchicdene Namen führte. Dem slovenischen Alterthume war aber der Tod kein tövtendes Wesen, sondern bloß ein in die Unterwelt abholendes, geleitendes. »Smrt je po njega prišla" — Der Tod ist ihn holen gekommen, ist noch heut zu Tage eine gewöhnliche Redeweise. Der Tod, trat also als Bote der Unterweltsgottheit auf, der derselben die Seelen der Abge-fchiedenen zuführte. Das slavische Volk dachte sich den Tod — smrt — weiblich; ein eigener Zug ist, daß er auch zu Pferde gedacht wird. Im Morgen- oder Abendzwiclicht sicht ihn noch jetzt manches abergläubische Mütterchen auf einem weißen Rosse reiten. Auch in den Volkssagen und Volksliedern wird der Tod stets „bela žena nevsmilena smrt« genannt, so wie die T r a n e r f a r b e bei den Slaven die weiße ist. Die Seele des Abgeschiedenen galt für einen Vogel, der aus dem Munde des Sterbenden aufflog. Diese Vor- stellung herrschte auch bei den alten Indern und Aegyptern '). Insbesondere waren es die Taube und der Sperber, in deren Gestalt die Seele ans dem Munde des Sterbenden aufflog. Die Seelen lasterhafter Menschen flogen in Kukuksgestalt auf * 2 *). Der Gott, der die Seelen der Abgeschiedenen in die Unterwelt führte, hieß Marot *) oder Merot. (Dr. Hanusch, Wissenschaft des slavischen Mythus, S. 411.) Wenn wir den Namen in die Sanskritform übertragen, so bekämen wir Maranta oder Manila. In der v e d i s ch en Mythologie ist aber Manila der Wi n d g ot t. Und welcher Gott wäre geeigneter gewesen, die in Vogelgestalt aus dem Körper geschiedene Seele znm Todten-richter zu bringen, als der Wind- oder Luftgott? Der gelehrte K u h n 4) hat schon früher vermuthet, daß die Manilas — die Winde — nicht die Todte irden , sondern die Sterbenden, respect, die Gestorbenen bedeute, und cs erklärt sich nun zur Genüge, die sonst so befremdende, innige Verbindung des Todes und der Manen mit dem Winde, und respect, des Repräsentanten und Namensvetter, dem Hund e. In den vedischen Hymnen heißt nämlich der Windgott Vaju häufig Kunah, der Hund. In den Vedas kommen zwei Hunde vor, von denen erzählt wird, daß sie den Pfad zu Jama’s Hause hüten, und daß alle Todten bei ihnen vorbei müssen, bevor sie zn Jama und den Vätern gelangen 5). Jama wird ein Sohn Vivasvat’s genannt, welcher Zuname für mehrere göttliche Persönlichkeiten gebraucht wird; z. B. für das Feuer, die Morgenröthe und die Sonne. Ueber Jama’s Wesen, so wie über die G r u n d b e d e u t u n g des Namens sind die Gelehrten nicht *) Woycicky, Klechdy. 1, 16. 1, 180. 1, 209. Rukopis Kralodvorsk. edit. Svoboda. S. 88, 106. 2) Sieh History of,- ane. Hindu. II, 370. s) Familien, Namens Marant und Marot, leben noch in der Pfarre Altenmarkt bei Windischgratz und in der Pfarre Fraßlau. Sie führen den Vulgarnamen Mrakovnik, von mrak, die Finsterniß. 4) Kuhn in Haupt'S Zeitschrift für deutsches Alterthum. VI, 130; Bergt. Weber, indische Studien. 2, 229. 5) Big. X, 1. 14. 9. einig. Dcr gelehrte Roth 8) meint: „Jama bedeute Zivil- Frühlings-Sonnengott Lala — Kama — mit dem Pfluge ling und sei der erste Ankömmling im Reiche der Unsterb- durchpflügt, deßhalb er Hala — Phala — Kalindikaršana lichen, das natürliche Hetupt derer, welche bestimmt sind, ein Jeder in seiner Reihe ihm dorthin zu folgen." Ich halte den Jama für cine S o n n e n in c a r n a -ti on. Ein Blick ans alle Sonnenincarnatiölien, sagt der gelehrte Creuzer, zeigt uns im Wesentlichen einen Haupt-begriff: Jede ist Ausfluß aus einer höher» Potenz, und jede wird in die Quelle, wovon sie ausgegangen, wieder a u s g e n o m m e n. Allenthalben offenbart sich auch das göttliche W e s e u , hauptsächlich in der Sonne, und die Epiphanie ist nichts anderes als Entwickelung des S o n n e n j a h r c s. Hieran knüpft sich der Gedanke aller Wohlthaten, die der Mensch der Natur verdankt. Auch ging vom Sonne njahrc alleZeitein theil ung und bürgerliche Ordnung aus. Daher jeder dieser Sonnengötter seinem Volke das verkörperte Jahr, J a h r e s w o h l t h a t, Jahres-regent und großer König ist; eben dadurch aber auch natürliches Vorbild und genealogisch gefaßt: S t a m m h c rr der nationalen Königreiche 6 7). Zwar ist in jedem einzelnen Cult das körperliche Sonncnjahr in einem verschiedenen Moment ergriffen, dcr dann im Festgebrauch, im Lied, Gebet, Symbol und Mythus vorherrscht; doch bricht der Grundbegriff allenthalben wieder hervor. So ist der phrygische Atys. die unreife, schwache Sonne, und daher e r st e r G a l l o s, E u n u ch. Das Nämliche ist dcr ägyptische Harpocvatcs — Phochrat „claudicans pede« 8 * *) unter dem Embleme eines n e u g e b o r n e n Kindes, weil die neugeborne Sonne nach dem Wintcrsolstitinni noch schwach ist. Auch den Jama, der den Beinamen Qirnapadas — Kernonog, „mit krummen Füßen," Kanka, der Hinkende, sloven. Cank, Cankar ®) führt, halte ich für die schwache Sonne nach dem W intersolstitium. Deßwegen heißt Jamuna, auch Kälindi genannt, seine Schwester. Da Kälindi der sloven. Koleda I") dcr W i n t e r s o n n e n Iv e n d e entspricht, die der 6) Roth, die Sage son Džemšid, in der Zeitschrift der deutsch- morgcnl. Gesellschaft. IV. S. 425, 426. ’) Creuzer, Symbolik. II, 657. 3. Anstage. *) Jabionski bei Prichard: Darstellung der ägyptischen Mythologie, deutsch von Kaiman, p. 72. ♦) An den Cultus des hinkenden Sonnengottes Jama — Kanka — Canka — erinnern die stoven. Dörfer Cankova, in deren Nähe Čagova und Bringova liegt, an Čaga und Bringn gemahnend. t0) Kälindi bedeutet Zeitfinderin, von kal, numerare, käla, tempus, und ind, invenire, confer. Govinda, Knhstndcr. Im Slovenischcn haben wir kala und cala, eine bestimmte Zeit; vielleicht gehört hicher das deutsche: Zahl. Zwar sollte, wie deutsche Philologen behaupten, nach dem Laute-Vcrschicbungsgesctze das z dem ursprünglichen t entsprechen, aber dieß ist nicht immer der Fall, wie es nachfolgende Beispiele darthun: Sloven, ccsra, deutsch zaser; stoven, čeber, litth. Kibbiras, deutsch Zuber; stoven, soha, deutsch zoch, Zinke, Saite; fanff. canka — flohen, česati, deutsch zausen; heißt, so ist Kälindi — Koleda — die Scheidezeit zwischen Winter und Sommer, daher heißt sie Tochter des Surja, der Sonne, von der die Zeiteintheilung ausgeht. Jamuna — Kälindi’s Geliebter — wird der Sonnengott Krišna genannt, und es heißt von ihm, daß er sic am U n t e r w e l t s f l u s s e Jamuna kennen gelernt habe. Krišna ist die Sonne in ihrer vollen Kraft zur Zeit des S o u n e n so l st iti u m s im Namen und Wesen, ähnlich dem slavischen Chers, Kers, Kres, Kresnik, Kresimir. Dieser Sonnenheros wird im Winter in der Unterwelt gedacht, daher die Bekanntschaft mit Jamuna — Kälindi am Jamuna. Er ist, wie jeder Sonnengott, um diese Zeit Todte urschter, deßhalb haben die alten Slaven int nördlichen Deutschland den christlichen Missionären zu erzählen gewußt, daß Plins (was nichts anderes als eine Verdeutschung des slavischen Kres ist ll) die Todten richte und sie einst auferwecken werde. Der Sonncnheld hat seinen Jahreslauf durchgemacht, im Winter ist er also nicht mehr im Alter der vollkommene» Mannbarkeit, wie im Sommersolstitinm, sondern schon ein alter, hinfälliger Mann; deßhalb ward auch Plins — Kres — in Gestalt eines alten, hagern Mannes dargestellt, der seinen Löwen auf dem Rücken tragen muß, zum Zeichen der gehemmten und gelähmten @oti = n e n kr a f t. Krišna s Stiefbruder heißt Lala — Rama, Bäla-bhädra — „der durch seine Kraft Erfreuende," im slav. Mythos Radogost Boleslav, Bolebud, Jarobud. Dieser Sonncnheros ist wieder kein anderer, als die personifizirte Sonne beim Jrühlings-Aequinoctium, dargestellt in der Gestalt eines kräftigen Jünglings. Rechter, ebenbürtiger Bruder des Krišna kann er unmöglich heißen, weil es nicht zwei Sonnen zur Zeit des Sommersolstitiums gibt. Jama fing also beit Jahreslauf an und eröffnete die neue Zeit, deßhalb heißt er auch Käla zz tempus, und wenn er den Lauf vollendet hatte, stieg er wieder in die Unterwelt hinab. Dcr Sonnengott, als Führer der Sonne, wird aber, wie mir oben an Krišna — Kres — gesehen haben, zum Seelenführer, zum Herrn des Lebens und des Todes erhöht, daher Jama auch in der vedischen Mythologie als Fürst der Seligen erscheint. Für den Inder war aber das Reich des Todes niemals eine unbehagliche Wohnung ohne Genüsse und Freuden, sie war stoven, čara zz bcutfcf) Zeile; deutsch Ziege, Zaget — sloven, koza, coga, cogel; sloven, ham zz tilth. Kamanas, gricch. Kemos zz deutsch Zaum, tat. camus, stoven. Komora zz tat. camera zz deutsch Zimmer, Kammer u. s. Iv. “) Die Uebersetzung ist cine nngetrene. Der Ucbersetzer dachte an das aus gleicher Wurzel stammende Wort: Kres, kresalo, kresati, aus dem Flins, d. i. Kieselstein, Feuer schlagen, statt an kresnuti, kersnuti, leuchten, fanff. criš, cliš, urere, ?lesman, flamraa, persisch karš, brillant, irländisch crios, soleil, criosuidh, charbons ardents; litih, kerszas, brillant, multicolor. im Gegentheil begabt und versehen mit allem Schönsten und Herrlichsten; es war eine Lust, dorthin zu gelangen, deßwegen heißt in den vedischen Hymnen, „daß bei Jama der Wünsche Genüge sind." Die S o n n e n g ö t t e r hatten aber auch auf E r d e n ihre Repräsentanten und gaben K ö n i g s g e s ch l e ch -tern oft in langer Zeitfolge Vorbild und Namen. So hatte A t y s in Lydien seine Atyaden, Mithras hatte Gesetzgeber in Aethiopien zum Abbilde. Die Bels in Babylon hatten den Bel des Himmels zum Abbilde. Ormuzd, der Lichtgott, ward in der ganzen Kanjaniden-Reihe abgestrahlt. Der Herakliden war die größte Zahl in Aegypten, Lydien, Hellas, Italien, jener sogenannten indischen und skythischen gar nicht zu gedenken. Wollten doch auch noch in der neuen Welt Peru's Könige Sonne n k i n d e r sein. Der Sonnenhervs ward nun zum ersten Menschen und zum ersten König, Lehrer und Gesetzgeber, und unter ihm war dann ganz natürlich das goldene Zeitalter. Deßwegen erscheint der iranische Jima (Džiin), Džem, Džemšid auch wie Jama, tin Sohn Vivaghat’s, als Lehrer und Träger Or-mazd’s heiligen Wortes, als Bewahrer, Beschützer und Herr s ch c r von Aliuramazda’s Welten, der mit goldenem Pfluge und mit einem von Gold gemachten Stachel die Erde fruchtbar machte. So lange nach der iranischen Vorstellung Jima herrschte, und das war durch einen Zeitraum von Tausend Jahren, wehte kein heißer und kein kalter Wind, es gab keine Hitze, keine Kälte, die Jahreszeiten waren stets mild und freundlich. Die Menschen hatten kein leibliches Bedürfniß, sie litten weder Hunger noch Durst; denn die Speise, die ihnen gegeben war, wurde nicht weniger, die fruchttragenden Bäume verwelkten nicht. Jima ist also d i e sinnbildliche Vorstellung des goldenen Zeitalters, die s y m b o l i s ch e D a r st e l l u n g für die g l ü ck -liehste Zeit des Menschen und den lichtesten Z u st a II b des Lebens. Wir sehen hier, wie der J r a -ui er mehr seine Gedanken auf diese Welt heftete, weil er Jima gänzlich mit dem dicßscitigen Leben verknüpfte, während der Inder, der mit einem tiefen Sinne und seiner ernsten Denkweise die Vergänglichkeit des irdischen Lebens einsah, und sich daher auch weniger von den Freuden dieser Welt bestricken ließ, den Jama mit d e in Leben jenseits des Todes verknüpfte 12). Jama wird der Bruder Harm's genannt. Manu ist aber der Mond und heißt ursprünglich der messende, theils nämlich in geistiger Beziehung, also der denkende — weise — der Mensch, theils in physischer Hinsicht, also der Z c i t m e s s e n d e — der M o n d. Schön bemerkt l2) Vcrgl. hiezu Cvcuzer Symbolik. 11, 658, und Wcstergäard's vortreffliche Worte, die hier au vielen Stellen wiedergegeben sind, über Jima in der Oversigt af. des. kgl. danske Vidensk, Selsk. Ferhond. — linger. November 1852. der gelehrte Weber: „Der regelnde Mond und der d e n k e n d e M e n s ch sind in der Mythe zu einem regelnden König geworden, der als der Urquell alles menschlichen Rechtes, aller stattlichen Ordnung gilt, und als Vater und Lehrer der Menschen, die nach ihm mä-nava, manusa genannt sind. Zu ihm, dem Monde, steigen die Seelen der Abgeschiedenen hinauf, er ist der Richter über ihre Thaten — der Minos der Griechen." (Weber, indische Studien. 1, 194.) Wie Jama — Jima — als Urbild des ersten Königs und Lehrers erscheinen, so auch Manu als Urbild eines gottbcgcistcrtcn Gesetzgebers, Ordners des menschlichen Lebens und als Stammvater der indischen Königsgeschlechter. Sonne und Mond sind also die Prototypen des menschlichen Glückes und Rechtes und die Prot opla sten in den Religionen der alten Völker 13). Run wird uns die Bedeutung des Namens Jama klarer. Jam bedeutet capere, prehendere, aber gewiß bedeutete auch diese Wurzel incipere, und findet ihr Analogon in capere und incipere, in fange n und anfangen, und int sloven, jamem, jeti, in der doppelten Bedeutung capere und incipere. Jama ist also der den Jahrcslanf anfangende, oder aber der alle Menschen als Todtenrichter und Herr über die Lebenden und Todten fangende Sonnengott. Letztere Bedeutung scheint die richtigere zu sein, da auch der Sonnengott Radogost auf einer Prilvitzer Bronzestatue den Beinamen Radogost Imar, von imam, habere und capere, führte. (Sieh V, Krolmus, posledni božište Crnoboha, pag. 18.) Zum Todtcnrichter und Belohner der Thaten geleiteten also, wie wir oben gehört haben, zwei Hunde die Seelen der Abgeschiedenen. Der eine hieß Qarvara, auch Qabala, der andere Qiama, beide zusammen aber Sara-meyau, die Brut des Särama, des Windgottcs. Qarvara bedeutet Dunkel, wie es ans einer Stelle des Rigveda zu ersehen ist, wo es heißt 14): Te syandrasah na ultsa-nah, ati skandanti parvarih. Da hier gärvari Nacht bedeutet, welche die Marut's bespringen wie befruchtende Stiere, so kann die Grundbedeutung von garvätra nur „Dunkel" fein. Daß Qarvara in griechischer Form als Kerberos vorkomme, haben schon Weber und Max. Müller gesagt. Weniger bekannt ist cs, daß Qabala der sloven. Bezeichnung für „Hund": Kabal, Kobal, Kobel, Kopov entspricht. Gewöhnlich bezeichnet man damit den W i n d -Hund, den Rüden 15). Die vedischen Hunde sind vier- IS) Hiebei erinnere ich an den ägyptischen Osirismythos, dir ebenfalls Sonnengott und erster Gründer und Cultivateur des ägyptischen Reiches war. Den Manu scheint auch die älteste deutsche Ueberlieferung zu kennen. Tacitus (germ. cap. 2) meldet: »Celebrant carminibus antiquis Tuisconem Deum, terra editum et filium Manum, originem gentis conditoresque.« “) Rigveda. 5, 32, 3. I3) Nun wird es verständlich, warum auf Römerstcinc», die im ehemaligen Noricum aufgefunden werden, der Windhund in Gesell- äugig, auch die sloven. Volkssage schreibt dem Hunde Geister-sichtigkeit zu und stellt sich ihn mit vier Augen vor. Nun wird uns klar, warum die Todtengöttcr, Crnobog und Mital, im nordslavischen Mythos in Hunds gest alt erscheinen. Crnobog ist entweder die winterliche Sonne oder aber die nächtliche, von der man glaubte, sie steige in die Unterwelt hinab und halte da Gericht. Der Mital entspricht aber wieder dem indischen Mätäri oder Matäli, dem Windgotte (confer, russisch mateli, der Wind) — dem ipvyo7zofj,7iog. An den Cultus des Matäli — Mital ■— erinnert noch der Name der Thalschlucht an der Save Mitalo. Mital ist aus matäli durch Lautwandel entstanden, wie mike aus rnakhavan, der Opferet1 2 * * *, und somit ist die Grundbedeutung des slav. Oberpricsters Mike die des Opferers. An Sarameya, dem griechischen 'En/islag ^v/ono^noe, erinnert das sloven. Solomec ober Solomek. Es ist dieß eine Bezeichnung für den bellenden Hund, der den Tod zum Hause reiten sieht. Wenn Jemand längere Zeit im Hause krank liegt, und irgend ein Hund wild heult, so sagen die Slowenen: Že mu Solomec (dialektisch 8'löm'c) laja. Schon bellt ihm der S’Iom’c, der Todtenhund 1B). Auf den norischen Römersteincn finden wir oft einen oder zwei Hunde, die mit den Psotcn eine umgestürzte Todtenurne 17) berühren. Ober dem Eiugangsthore des Hauses, das dem Hammerwerkbesitzer Obersteiner au der Kainach, unweit des Oswaldsgrabens, gehört, fand ich zwei geflügelte Hunde, die, statt der Schnauze, Vogclschnabeln haben. Inmitten steht eine Urne. Muchar ließ bei seiner Abbildung, wahrscheinlich aus Versehen, die Flügel weg, und erklärte aus einem mir unbegreiflichen Grunde die beiden Thiere für Sphynxe ls). Ich halte dieses Denkmal für ein Todtendenkmal unv die geflügelten und beschnäbelten Hunde für ein Sinnbild des sloven. Hermes psychopompos, der in Hnndsgcstalt die in Vogelgestalt auffliegende Seele zum Todtenrichter führte. Daß der Todtenrichter im sloven. Mythos ein Sonnengott (vergl. oben das über Flins — Kres — Gesagte) war, bezeugt ein anderes Denkmal: An schaft des Rosses und des Löwen — den Sinnbildern des Sonnengottes — öfters vorkommt, und warum männliche nnd weibliche Personen-Namen COVNA so beliebt waren. Familien, Namens Kunej, leben noch heut zu Tage in der sloven. Steiermark. ") Unser hochgefeierte Schriftsteller, Fürstbischof Slomšek, kennt ebenfalls noch das Wort Slomek in der Bedeutung diabolus. (Drob-tince, 1857. S. 148.) Aber seine Schreibweise Aomek ist unrichtig. Wahrscheinlich dachte er an zlo, woraus aber slom unerklärbar bliebe, da m zum Stamm gehört. ,7) Die Copic von einem solchen Denkmal befindet fich in meiner Mappe. Das Denkmal selbst ist jetzt im Gange des Kadetten-Jnstituts-Gebäudes zu Straß an der Mur aufbewahrt. Ober der Urne ruhen zwei brüllende Löwen — Sinnbilder des Sonnengottes Radogost. Unter der Todtenurne sind wieder zwei beflügelte und beschnabcltc Hunde angebracht. In der Inschrift kommt der sloven. Name Jantumar vor. Sich die Erklärung des Namens weiter unten. IS) Sieh Muchar, Geschichte der Steiermark. I. B. Abbild. Tafel VIII. Fig. 17. Nr. 3. der Wand der Kaplanei zu Tüffer an der Sann ist eine m ä n n l i ch e Gestalt mit einer Schlinge zu sehen, zu ihren Füßen steht ein Hund und rückwärts die Sonnenblume. Au den Sonnencultus erinnert auch ein anderes Tüfferer Denkmal — ein gekrauster Manns-kopf, ans dem zwei Schwäne ruhen I9). Daß der uordslavische Sonnengott Radogost unter seinen Attributen auch den Schwan habe, ist bekannt. Die Schlinge ist aber ein allgemein übliches Attribut der Todten-g ö t i e r. Wie wir in der deutschen Mythe den Glauben finden, daß die Seelen in das Gebiet der Unterwelt durch einen Strom, der das Reich der lebenden Menschen von dem der Todten trennt, überfahren müssen, so auch in der slavischen. Nach Strausky und Meletius hatte man bei den alten Cechen die Leiche gesalbt, mit dem besten Kleide angethan und in den Sarg gelegt. Dann wurden ihr in die Linke fünf Goldmünzen für den unbekannten Gott gegeben, in die Rechte zwei Silbermünzen, von denen eine dem Wegweiser, die zweite dem Fährmann zukam 20). Den Namen des Fährmanns haben sie uns nicht aufbewahrt. Bei den ungarischen Slovenen heißt nach der Volkssage der Seclcnfährmanu Lalonja 21). Im Serbischen bedeutet Latov der Aufseher bei einer Ucberfuhr (Vuk Rečnik s. v.). Dörfer, die an einer Ueber fuhr liegen, heißen Letuš (an der Sann), Letenje (an der Mnr). Dlugosz 22) erwähnt eines unterweltlichen Gottes Lacton, den er dem Pluto gleichsetzt. »Praeterea (Poloni divino cultu prosequeban(ur) Jovem, quem illi Jessam, Plutonem, quem Lac tonem, Cererem, quam Nijam etc. gentili lingua appellabant.« Schon unser hochgefeierte Schaffarik $s) hat über die polnischen Chronisten geklagt, daß sic der Geist des echt Slavischen verlassen und das Latein ihn verscheucht habe; es ist daher nicht zu wundern, wenn wir Lacton für Laton geschrieben finden. Wie entstellten sie nicht den uralten Namen Kosciuszko in Chostisko, sogar in Cohosticio!!! Da Laton geradezu mit Pluto identifizirt wird, so war der Latov der norischen Slaven der Aufseher und Wächter an dem trüben und pfuhlartigen S ch e i d e st r o m e z w i sch e n d e r O b e r - und Unterwelt,-— was a u ch sein Name ausdrückt. Die Suffixe sind in den indo-europäischen Sprachen nicht immer identisch, sondern schon in einer Sprache stehen oft verschiedene Formen desselben Suffixes nebeneinander, z. B. althochd. podam für podmem. Es dürfen uns daher die Formen Latonja, Laton und Latov nicht beirren; Latov hat an den nominibus: mazgov, čelov, lopov, žernov it. s. w. seine Analogien. Die Grundbedeutung von Latov “)' Sich Muchar, libr. cit. Tafel XVIII. fig. 26. Nr. 1, 2. 2°) Strausky bei Schwenk. Mythologie der Slaven. <&. 301. 21) Novice, Jahrg 1857. S. 144. **) Historia Poloniae. I. fol. 37. 2B) Schaffarzik, Slav. Alterth. II. 352, 353 ist »der am Wasser Beschäftigte." Noch haben wir Fluß-namen Latorca, Lala (Laitha); ferner cechisch latovisko, Sumpf, keltisch leath, Sumpf, deutsch Letten, lettig = sumpfig 24). Die Wurzel dieser Wörter ist sanskr. art, ire, fluere. Daß eie alten Slaven den S trasz ust and der Seelen in einen Pfuhl setzten, erficht man schon aus der Bezeichnung pekel, die Hölle, sanskr. patala (k und t, wechseln, confer, sanskr. patta, Felsen, sloven, paka, peka) und im Lettischen bedeutet pekel geradezu Sumps. Der Denkstein, dem Latov geweiht, wurde zu St. Paul in Kärnten aufgcsunden. Die ganze Inschrift lautet nach Schönleben 25): LATOBIO augusto sacrum pro salute Nam. Sabinae et Juliae Basilie Undonia Vera mater, v. s. I. m. Die slavische Form war also Latov, und im Namen Latobius ist b mit v verwechselt, was häufig vorkommt 2e). Plinius hat den Namen der pannonischen Völkerschaft, die wahrscheinlich nach dem Cultus des Latov ihre Bezeichnung erhalten hat, ganz richtig Latovici 27) geschrieben 2S). Auch das antoninische Itinerarium hat Praetorium Latovicorum, das unser gelehrte Hitzinger mit.allem Fug in Treffen sucht. Wir hätten somit neue Beweise für die S l a v i c i t ä t der Noriker und P a n n o n i e r zu Tage gefördert, wollen aber noch einige Personen-Namen berühren, die ebenfalls ans die Unterwelt und den slavischen Mythos Bezug haben. Jeder Mythos weist neben dem U n t e r w e l t s g o t t e und der Untcrweltsgöttin auch noch rächende und strafende Mächte auf. Im sloven. Mythos haben diese Mächte verschiedene Namen, die aber alle aus den Begriff »Stoßen, Stechen" u. dgl. zurückführen. So heißen unter Andern die Nachegeister bei den Cechen Tasani, von tasat, stoßen; die infernalische Bestie, der Drache, unter den obotritischen Denkmälern hat die Aufschrift: Pia für Piga, cechisch piham, sich stechen, klein, pungo, sloven, pikam. Die ursprüngliche Form ist pikam nach dem Lautübergang pigam. Da aber die Elbeslaven das g zu j schwächten (vergleiche Moimar für Mogimar), so entstand pisarn, piam, litth. piausu, verwunden, verletzen, für pi-gaju, russisch pichaju, sanskr. pidž, verwunden, pindžat, schädlich, goth. fijands. Auch die Aufschrift: Gilt findet sich auf diesem Drachen, confer, litth. gilti, stechen, Giltine, die Todcsgöttin. Bei den Polen hieß dieser strafende RachegottBoda, von bodem, stechen. 2‘) Sicherlich sind die bcgriffsvertoanbtcu Wörter: litth. Iotas, Kahn, russisch totale, Mulde, sloven. latov, latva, uns gleicher Wurzel und bezeichnen das am Wasser brauch- und verwendbare Gefäß. as) Scheinleben Apparat. I. 93. Beispiele von solchen Verwechslungen führt unter Andern Carl Zell in seinem Handbuche der Epigrafik an. 1. Thl. S. 63. »») Ich weiß cs nicht, was für Gründe einige neuere Herausgeber des Cäsar, als Hofmann, Krahner u. f. to., bestimmt haben mochten, im lib. I, 28, die Lesart Latovicos und I, 29, Latovicorum statt Latobrigos und Latobrigorum einzuführen, die bisher allgemein üblich war. s») Plinius, Hist. Natur. 3, 28. Wir werden uns weiter nuten überzeugen, daß ihn auch die Slovenen unter diesem Namen gekannt haben. Ein zu Scckau unweit Leibniz in der untern Steiermark aufbewahrter römisch-slavischer Denkstein hat uns auch die Bildnisse der slavischen Rache- und Strafgötter überliefert. Die männliche Gestalt hat einen Schnurbart, in der Rechten die gewaltige Keule und in der Linken ein Schild. Rückwärts sind die Stech Werkzeuge, eine dreizackige Gabel und ein H a n d z a r (langes Messer), zu scheu. Zu Füßen der Hund als Seelenzuführer. Die weibliche Figur trägt ebenfalls die Keule und einen Ring, das Zeichen der Kraft, Macht und Gewalt 29). Auch die indische Bhavani trägt als Kali, was sowohl die Zänkerin 30) als auch die Schwarze bedeuten kann, eine Keule, Schwert und Strick. Jedoch darüber an einem andern Orte ein Mehrcres. Hier nur noch über den Personen-Namen Butto, der aus einem zu Friesach in Kärnten aufgefundenen Römer-steine vorkommt. Die ganze Inschrift lautet: Yetroni But-tonis filio et Tettae Adnomati filiae vivae uxori Butto paren-tibus suis 31). Hier sind alle Namen echt slavisch. Vetron, auf einem Seckauerstcine in der Form Vetranius, kommt auch auf uorischen Steinen als latinisirter Turbonius vor, von veter, Wind, Sturmwind, turbo. Wegen der Form vetro und Vetran vergleiche die Personen-Namen Liijo, Rajo, Milan, Radovan u. s. w. Teta ist ans der historischen Zeit bekannt, und zwar hieß eine Schwester Libušas Teta, diminutiv Tetka; ferner kennen wir Personen-Namen nordslavischer Fürsten: Tetimar, Tetislav, Tatimar, Tatislav 32)_ G r u t er (p. 746) hat unrichtig Tetiae statt Tettae, am unrichtigsten aber findet sich diese Inschrift bei Hohen-rain; auch Muchar (Noricum I, 419) hat aus Megiser diese Inschrift falsch abgeschrieben. Adnomat bedeutet das, was das latcin. Simplicius, von aden, eden und dem Suffix mat. Das Suffix mat entspricht dem Suffixe vat, da die Labialen m und v wechseln ; vergleiche mnogo und vnogo, sanskr. agnimat und sloven, ognjevat; ferner Udmat, Name einer wässerigen Gegend bei Laibach, aus der Wurzel: und zr and, öd, ") Die Copic befindet sich in meiner Moppe. Eine andere Copie, entlehnt aus einem zu Sissek aufgefundenen Römersteine mit der Aufschrift: Nemesi augustae sacrum, — die pannonisch-slavische Rachcgöttin Mešisla ir Mestisla — Mescisla — vorstellend, befindet stch ebenfalls in meiner Mappe. Sie hat die Geisel, das Rad, den Schild und Dreizack als Attribute. Nebst diesen Attributen kommt auch auf dem Bildmale der Drache vor, den man bisher als Attribut der gricch. Nemesis nicht entdeckt hat. Bergl. oben den Drachen der slavischen Rachcgöttin Giltine. **) Im nordslavischen Mythos heißt sic Jaga Baba. laga bedeutet nach Bulgarin zanksüchtig, contentiosus. *') Sich Schönleben, Antiq. Carniol. Apparat. I, 220, der statt Yetroni — Veitroni hat. Somit stünde Veitroni für Yetroni dialcc-tisch, da e im Munde der Slovenen noch heut zu Tage tote ei lautet, j. B. leipi, belli, sveiti, für lepi, beli, sveti. '-) Sich Schaffarzik, Slav. Alterth. II. 157, 196, 225, 421. JUiere, daher slavische Flurnamen: Andrica, die Andriz bei Graz; Odra, Flüßchen in Kroatien. Die Pcrsonen-Namen Adnomat, Adnamat, kommen häufig auf römisch-slavischen Denksteinen vor; darunter steht der Name Adnomat auf einem zu Altenmarkt bei Furstcn-feld aufbewahrten Römersteine in Gesellschaft dreier anderer slavischen Pcrsonen-Namen, die Ressimarus, Ressila und Jantumarus lauten 13). Resimar bedeutet barba clarus, vom sloven, resa, Bart, pcrs. ris, barba, osetisch ribi, barba, san skr. rli, crescere 34). Resilla ist die latinisirte Diminutivform des sloven. Namens Reška, Resica, Resilka n. s. m. Die vielen Bar-bins und Barbia, die auf norisch-pannouischcu Denksteinen vorkommen, sind sicherlich Uebcrsetzuugcn des slavischen Namens Resimar. Vom hohen Interesse ist der Name Jantumar. Er wurde auch im altnorischeu Hochlande im heutigen Städtchen Rottemnann gelesen33). Rottenmann, richtiger Rothen -mann, kommt noch in mittelalterlichen Urkunden mit der slovcnischen Bezeichnung Cirminah (sloven. Localendung von cerven, cermen, dialcctisch cirven, cirmen, roth) vor 3G). Ein drittes Monument mit diesem Familien - Namen, und zwar weiblich Jantumara, traf man in einem bisher unbekannten Orte. Ferner las der Verfasser dieser Abhandlung diesen Namen auf einem in Skommcrn ober Weitenstein, am südlichen Abhänge des Pachergebirgcs, aufgefundenen Römersteine. Dieser Name kommt auch in der Form Jentumar, und zwar auf einem zu Gmund im oberkärnt-nischen Lisarthale aufgefundenen Römersteine, vor. In Jentumar sehen wir das a zu e geschwächt, was im Slove-nischeu so häufig geschieht; vergleiche jasen zz jesen, Esche, jaz — jez, ich; jad, jesti, essen; janka unb jenka u. s. w. Was bedeutet nun der Name Jantumar, Jentumar? So viel als „Schaar, Truppenbcrühmt," grcge clarus. Jato, ältere Form Janto, Jento, dialectisch Jantu, Jen tu; vergleiche delu für delo, rebru für rebro, ■—■ bedeutet nicht bloß eine Schaar von Hornvieh und Vogeln3''), sondern auch eine Schaar von Männern, die sich verbrüdern. Ein Mitglied einer solchen bewaffneten Bruderschaft heißt noch heut zu Tage bei den Cernogorcen: Jatnik3S). Die Wurzel ist jam, jem, sanskr. jam, coercere. Jantu - a - o ist particip. perf. passiv, für janty — jamty; folgltd) janto, etwas „Gebundenes, Gefangenes, Gebändigtes, Bezähmtes." Ein Analogon finden wir im litth. banda, Vieh, im altpreuß. peku, lat. peons, ss) Muchar, Geschichte der Steiermark. I, 340. *■*) P. Boetticher Arica. S. 69. M u ch a r, altröm. Noricum. I, 275. 3S) »Praediolum Rottenmannum dictum, sclavonice etiam Cirminah nominatum.« Monumenta Boica. 29. Band. S. 94. ”) Vergl. das istrianische Volkslied: Tužna ženitva; wo cs steht: Al je golob iza jate ostal? Al so bile v j aticali ovce? in den »Novice,« Jahrg. 1857. S. 316. Vuk, reenik. s. v. goth. faihu, sanskr. pagu, pecus, von der radix, pay, Iigare. Die ältere Form jac, fangen, jato, jeto, lese jane, janto, jento, finden wir noch im Polnischen und Kirchcnslavischen. Jantumar, Jentumar — Jan io mar, Jentomar, drückt also die Begriffe: caterva, clarus, grcge clarus, pecore clarus aus, und der Name kann wieder ein Beiname- des Sonnengottes Svetovit gewesen sein, der eine heilige Kriegerschaar (daher Svatopluk, eine heil. Kricgersckiaar habend) zur Seite hatte, und Eigenthümer und Beschützer der Heerde war 39). — Der oben erwähnte weibliche Name Teta kommt auf norischen Römersteinen auch häufig in der Form Tatuka vor. Tatuka ist die weibliche Diminutivform des männlichen Tatuk. Vergl. den serbischen Frauennamen Raduka *°). In der ursprünglichen Form Tata ist der Name auf einem zu St. Johann bei Herberstein in der mittlern Steiermark aufbewahrten Römersteine in der Gesellschaft des echt slavisdien Namens Maraemus zz Harem zu lesen 41). Marem ist zuglcid) ein mythologischer Name und hat seine weib-lid;e Seite in der Marena der nordslavisd-en Todcsgöttin, in weld)em Namen wir einen Wechsel des m mit n finden. Dieser Lautwedsscl ist im Slavisd-cn sehr üblich, vergleiche restanisd)-sloven, brana, Thor, and) ccd-isd- brana, polnisch brama, woraus litth. bromas, Thor; ferner slavisch nein, stumm, lettisch mems; and; in den übrigen arisä-en Sprad-en ist dieser Wedjsel zu finden, z. B. sanskr. kan und kam, desiderare, armare, woraus das sloven, skomina, das Verlangen nach einer Sache, stammt 4t). Beispiele, wo m z n ist, sind im Ungarisch-Sloven., als din für dim, z dinon für z dinom (Apok. Kuzmič, Nov. Zak. IX, 18), iz dina (Apok. IX, 3), sanskr. dhtima, turnus. — In der indischen Religion hieß diese Todesgöttin Mariina. Tata, Teta, bedeutet ursprünglich die Geliebte, von der Wurzel taj, amare, venerari, tueri. Daraus sind dnrd) Reduplicatiouen gebildet: sanskr. tatas, Vater, tatä, Mutter, slavisd) tata, tataj, Vater, tatica, tetica, matcr-tera, Tante; gricd). rkra, lat. tata, Vater. In dem Worte tata, Vater, Mutter, liegt somit der Begriff „des Liebens-Verehrungswürdigcn" 43). Der Name Tata erinnert uns aber aud) nod) an die Tate — bie weisen Mütter der alten Slovencu. Nicht 39) Dieser Personen-Name ist nicht bloß in Kärnten (zwar schon in schwacher Form .lotmar) noch hent zu Tage ein bekannter Familicn-Name, sondern er ist auch in nordslavischen Ländern bekannt; ein Herr Jetrriar gab im I. 1846 ein Werk heraus, unter dem Titel: „Ueberrcste slavischer Orts- und Volksnamcn der Provinz Brandenburg, ctymolog. und historisch beleuchtet." Potsdam 1846. 40) Im Litthauischcn lautet diese Diminutivform ukas, vergl. broluk-kas, fraterculus; Pott, ctymolog. Forsch. II, 540. 41) Grutcr, p. 1040. Mu char, Geschichte der Steierm. 1, 390. 42) Skomina, dialcctisch Shomina, ist ein neuer Beleg, daß die norischcn Slovencu das Verb kamati, hamati, amati, durch Lautschwächung kemati, hemati, emati, lieben, verlangen, gekannt haben, und Hcmona, Emona “ Ljubljana fei. “) Pott, ctymolog. Forschungen. II, 258; Eichhoff, Europa und Indien. S. 207. bloß in der germanischen Mythologie können wir wahrnehmen, daß tut zweiten Rang der Götter weibliche Wesen vorwalten, deren Geschäft und Vestim-niung es ist, den obern Göttern zu dienen und dem Menschen Heil oder Unheil zu verkündigen, Sieg oder Tod anzusagen und zu bereiten. Um dieses ihr Geschäft zu bewerkstelligen, stehen ihnen Weisheit und übernatürliche Kräfte zn Gebote. Ihre Weisheit erspähte, ja sie lenkte und ordnete die Verflechtungen des menschlichen Geschickes, warnte vor Gefahr und rieth in schwieriger Lage. Bei der Geburt erschienen sic weissagend und begabend, und hießen dann Tate rojnice, in Krankheiten erscheinen sie heilend und helfend 4* *). Das Heilen baben sich aber die arischen Völker vorgestellt als ein Reinigen von der Krankheit, und diese Reinigung wurde sowohl durch Zauber im guten Sinne als auch durch Opfer und religiöse Handlungen erstrebt, daher die dreifache Bedeutung des Arztes, als Reiniger, Opfer er und Zauberer; vergleiche die göttlichen Aerzte riaiwv imb Mayam, ersterer Name aus sanskr. pü, reinigen. Zu Mayam steht das vedische makha, Opfer, und makhavan, Opferer, sloven. Mike, und das armenische mok, Zauberer 45). Daher erscheinen die Tate in der heutigen slovenischen Volkssage als Zauberinnen 46); doch erinnert noch das serb. tetositi, tetosenjc, tatositi, tatošenje, curare, curalio, pflegen, das Pflegen 47), an ihre heilende Kraft. Da die alten Slaven aus dem Ansatz, den das P f c r d über hingelegte Lanzen machte, zu weissagen pflegten, somit dem Pferde Weissagungsgabe 4S) zuschrieben 49), so gehörte auch den Taten zur Enthüllung der Zukunft das Pferd, und wirklich gemahnt noch ein slovakisches Volkslied an ein solches Z aub erröß l ein nach der Tata — Tatosik genannt: Bola (bila) jedna biela, knjažna 50), Velmi peltna a vitažna, Pri tom vieštica velika, Mala konja Tatošika, Lietala snjitn. itd. 51) Diese Tate — Mütter — F rane n — nannte der Römer Matres Panoniorum, wie aus einem Denksteine, der in Gallien aufgefunden wurde, zu ersehen ist. Die Inschrift “) Vcrgt. über tie weisen Frauen: Grimm, deutsche Mythologie, cap. XVI. S. 368 ». s. f., und die ältesten Denkin. der böhmischen Sprache, p. 95. ls) Vergl. etymolvg. Forschungen über die älteste Arzneikunst bei den Indo-Germanen in Kuhn's Zeitschrift. V. Sb. S. 24—25 *•) Ueber die Tate (M; »Novice,« Jahrg. 1856. S. 409 it. s. f. «’) Vuk, serbski Rieenik. S. 737. *s) Daher kob und kobonj, ždreb und ždrehe, ans gleicher Wurzel. ") Dietmar, VI. 17. p. 812. °°) War eine weiße Fürstin, Sehr schön und ritterlich, Zu dem eine große Zauberin, Die hatte ein Roß Tatosik, Flog mit ihm rc. “) Kollar, Zpicwanky. I, 19. 433. lautet: »Pro salute Domini nostri imp era tor is L. Septimii Severi augusti toliusque doinus ejus Aufanis matronis et matribus Panoniorum et Dalmatiarum B2). Bei den Galliern hießen solche weise Frauen matronae aufanae, afliae, hamavehao, vatriae, dervonae, axsingi-nehae 5a); bei den norischen Slaven schlechthin Tate, und ein bei Aquilcja anfgefundener Römerstein, mit der Inschrift: TAT1S augustis sacrum 54), erinnert an die hohe Verehrung derselben iiidjt nur von Seite der einheimischen slavischen Noriker, sondern auch von Seite der Römer. Daß um Aquileja auch Noriker wohnten, bestätigt Strabon (IV, S. 288), wo cs heißt: »Nach diesen (den Likatern), schon in der Nähe des adriatischen Meeres und in der Umgegend von Agnileja, wohnen einige Zweige der Noriker und die Karner. Zu den Norikern gehören auch die Taurisker" 55). Um wieder aus den Namen Buto zurück zu kommen, so haben wir vor Allem zu bemerken, daß Buto an den Cultus der But’s erinnert. But, Butej, Buter, bedeutet im Slovenischen: Dämon, Kobold, Teufel. Da te tri buteri! — daß dich drei Teufel holen mögen, — ist eine häufig gebrauchte Verwünschungs-formet der Slovenen zwischen der Mur und Drave. Auch Familien-Namen But, Butej, kommen int sloven. Theile der Steiermark vor, so wie die assa foetida — Teufcls-drcck — auch butavka heißt. In Urkunden Otto's II. geschieht kärnten'scher Ortschaften ßutigoj, Butanjek — dem deutschen Tcufelswald, Teufclsgraben, Erwähnung 56). Zwischen der Mur und Drave haben wir mehrere Dörfer mit mytholog. Namen, als: Radoslavci, Radomärci, an den Sonnengott Radogost, Radoslav, Radomar, Cizanjevci, an die Erdgöttin Ciza, Godemarci, an den Sonnengott Godemar, Kursanci, an den Sonnengott Kurho erinnernd; — in diesem Gebiete kommen auch Bodislavci, an den stechenden Unterweltsgott Boda (s. oben), Drakonci, Sencak 57), an die infernalischen Bestien, den Drachen, Södinci, an die Eumenis Södica u. s. Iv. gemahnend. In der Nachbarschaft dieser Ortschaften befindet fich auch das Dorf Butkovci, Bötkovci, auf den Cultus des But, Bot, hinweisend. Wie wir mehrere auf norisch-slavischen Römersteinen vorkommende Personen-Namen, als Lutumarus, Magimarus 51) ©tuter, S. 90. Nr. 11. M) Zell, Handbuch der römischen Epigrafik. I, 29. 5‘) Giornale et Biblioth. ital. Tom. XIV. pag. 230. “) Ich hoffe, in meinem Werke genügende Beweise für die Slavieität der Karner und norischen Taurisker vorzubringen, und werde mich bemühen, alle Zweifel zu beheben, die man aus den Clasfikern heraussucht. 5‘) Schaffarzik, Slav. Alterth. II, 344. San, Sen, San’c, Sen’c, heißt im Slavischen hydris. AuchWaeerad überseht es durch liydris, serpens, cerberus und typhon (Mater Verb. s. v.). Da im Alterthum die Flüsse auch mit Drachen und Schlangen verglichen wurden, so führen mehrere slavische Flüsse den Namen San. Auch als Personen-Namen: Saanus, Senus, und ein weiblicher Draconia kommen sie inschriftlich vor. it. s. iv., bei den nördlichen Slaven als historische Namen finden, so auch den Namen Buto. Ein obotritischer Fürst hieß Buta, bei Hclmold: Buthue. „Butliue amicus prin-cipum Germanorurn, apud gentem suam ut proditor Überfalls habefaatur«, 58). Also nomen ltnb omen. Vielleicht erhielt er den Teufelsnamen wegen seiner Verrätherei. Ich habe schon in meiner Abhandlung über den Namen Emona bemerkt, daß die lugischen Butonen nach der Verehrung dieses Dämons, oder aber nach einem Stammhäuptling, der seinen Namen von der Verehrung dieses Namens bekam, erhalten haben konnten. Neben den Butonen nennt Ptolomäos noch bie Mugilonen, Zumer und Sibiner. Mugila war bei den Slaven auch eine böse Gottheit, der die Pest und der Zorn gehörte; bei den Litthauern hieß sic MagiliL Ima ji Magilös! ist eine litih. Verwün-schnngsformel, der slovenischen: Da te buteri! gleichlautend. Zuma könnte für Džuma, Name einer russischen Pcstgöttin, und Sibiner für Siwiner geschrieben stehen, da der Grieche in seinem Bczeichnungssystcm kein dz und v hatte. Den bösen Dämon But, Buto, kennt auch die indische Mythologie 59), und die Erdgöttin Bhaväni führt in ihrer Eigenschaft als Unterweltsgöttin den Beinamen Blmtanä-jaki, SchützeriN der Bhütas. Die alten Inder schrieben dem Bütha die Verursachung der Epilepsie zu, und nannten sie deßhalb bhüta vikrijä. Ja, sogar der iranische Mythos kennt den Daeva Bui ti, den Betrüger der Menschen, wie er im Avesta genannt wird ®°). Die Wurzel von bhüta, buiti, but, ist: bhat, deci-pere, fallere, bhata, bhüta, Kobold, Dämon, böser Geist, bautha, dämonisch, geisterhaft. Da sich aber die Begriffe boshaft und dumm berühren (vergleiche das Sprichwort: Dummer Teufel), so hat der geniale Pietet 01) ganz recht, wenn er zu bhauta das lat. fatuus, dumm, albern, das altirische baith, stultus, neuirisch baotli, erfisch bath, stultus, goth. bauths, surdus, inutus, stultus, setzt. Auch im Slovenischen ist butej in der Bedeutung Tölpel bekannt 62). Meine Abhandlung kann ich nicht schöner schließen, als mit folgenden schönen Worten des großen Gelehrten Jacob Grimm: «Sprachforschung Hai mich nie in der Weise befriedigen können, daß ich nicht immer gern von den Wörtern zu den Sachen gelangt wäre; ich wollte nicht bloß Häuser bauen, sondern auch darin wohnen 83).“ 5S) Raumer Regest. I, 111, Nr. 601. Helmold, Chron. I, cap. 24, 25. 51) Sic sind ©eistet, die in die Körper der Gestorbenen fahren und diesen ein Scheinleben verleihen, sie ermorden aber auch Leben-bitje und haben einen besondern Cultus, wie aus dem Bhagavad-gttam, cap. 9, vers. 25, hervorgeht. °°) Vendidad. XIX, 6, 146. 6*3 A. Pietet, die alten Krankheitsnamen bei de» Indo-Germanen in Kuhu's Zeitschrift. V. B. S. 333, 334. ”) Janežič, Slovnik. s. v. “) Grimm, Geschichte der deutschen Sprache. XIII. 5. Statistik des Laibacher Gymnasiums vom Jahre 1661—1670. Vom Director Johann Necäsek. Schuljahr 1661—1663. Am Schlüsse des Jahres 1662 brachte P. Wilibald Koffer die Tragödie: „Maria Stuart, Scotiae regina,« zur Aufführung, und zwar mit Beifall. — Die deutsche Bruderschaft (germanica congregatio) fing an, zu ihren zwei Prozessionen auch andere Studierende bcizuziehen, und zwar zuerst die Rhetoren, dann die Syntaristen, etwa 20 an der Zahl; was die andern Congregationcn, namentlich die lateinische, ungern sahen, weil sich die deutsche Congregation an den Festen anderer Congregationen nicht betheiligte. Schuljahr 1664. 1. Januar: Dewirthung der hohen Stände der Provinz im Refektorium; zum Schlüsse wurde ein kurzes Drama aufgeführt. 14. Januar wurden bei den Hörern der Casnistik, deren es jährlich bei 40 gab, die Circuli, wie sie vor dem Jahre 165V55 stattzufinden pflegten, wieder hergestellt. Als Grund findet sich angemerkt: res eastern saepius repetita inagis haerebil et ipsi (Casistae) inter se conferentes et concer-tantes loquendo de rebus suis frequentius, fructum majo-rem referent. 8. Februar fand die erste Disputation der Casisten statt, unter Betheiligung zweier Franziskaner, Lectorcn der Theologie, über 12 Thesen, mit lobenswcrthem Erfolge, 1% Stunde dauernd. 12. März: Wallfahrt zum hl. Grabe und zur Mutter-gottcskirche bei Kaltenbrunn wegen des Türkcnkricges. 14. März: Location in der Parva, zugleich Aufführung des Drama: Josephus a fratribus venditus. 3. Juli: Wallfahrt der «deutschen Bruderschaft" nach Rosenbach in schöner Ordnung. 3. August: Prozession und Gebet um glückliche Führung des Türkenkrieges. Schuljahr 1665. Präfect war: P. I. Tal lat. Die Eröffnungsrede hielt der Magister Poeseos im Hörsaale und ermunterte die Jugend zum wissenschaftlichen Kampfe, da der Kampf mit den Türken beendet sei. An demselben Tage (4. Nov. 1664) wurden die Professoren vom Magistrate bewirthet; anwesend war auch der Bischof von Pedena. Auf Befehl des P. Provincial begann in diesem Jahre der Präfect für die Casisten die Dialectik zu lehren, und zwar beiläufig zwei Monate hindurch; die Vorträge über Moral-Theologie begannen am 2. Januar durch den P. Aloisius Attimis und P. I. Tallat. 7. Febr. und 14. März: Disputation der Casisten. 12. Juni thaten mehrere Studierende öffentliche Buße wegen nächtlicher Unordnungen. 22. Juni: Feier des hl. Achatius-Festes und zum Andenken an den gegen die Türken erfochtenen Sieg. Am Jahresschlüsse klagt der Prüftet über den Mißbrauch in der eigenmächtigen Verlängerung der Ferien zu Anfang des Schuljahres, zu Weihnachten, Ostern und vor dem Jahresschlüsse, und fugt bei: Nisi ergo his abusibus ob via m eatur, paulo post studia nostra totalster ruinabuntur. SchulMr 1666. Zum Beginn der Studien (3. Nov. 1663) waren in der Rhetorik nur 2 erschiene», in den übrigen Schulen sehr wenige (paucissimi); erst am 12. und 18. Nov. fingen die Schüler an, sich zahlreicher einznfindcn. Die gegen diesen Mißbrauch angewandten Strafen des Zurückbehaltens in den niedern Classen (was für die betreffenden Professoren sehr lästig war) und des Sitzeus auf dem Fußboden re. waren nicht genug wirksam. 18. Nov. 1665: Versammlung aller 3 Kongregationen. 1. Januar 1666: Aufführung des Drama: Salomon's Richterspruch »de infante vivo dividendo.« 4. Januar: Musterung der Schulen. Aus der Syntax wurden 4 in die Grammatik, ans dieser 3 in die Prinzipie und aus dieser 3 in die Parva zurückversetzt; etwa 23 wurden ausgeschlossen oder erhielten das consilium abeundi; am 8. Januar ließ man 3 Schüler ans der Grammatik in die Syntax aufsteigen; am 11., 16., 21. und 23. Januar Ausschließung mehrerer Schüler rc. 29. April 1666. Bewirthung des Herrn Landeshauptmanns sub turri; Aufführung eines Drama. Schutsahr 1667. Prüftet: P. Michael Matfoll; Prof, der Casistcu: P. Christ. Kramar und P. Joannes Cruxilla; der Rhetorik, Poetik n. f. tu.: P. Gregor Meiszieml, P. Fr. Gcntili, M. Piscator, M. Greg. Wcnko, M. Fr. Röringer und M. Sig. Semen. Beim Beginn der Studien klagt der Prüftet abermals, daß wenige Schüler erschienen waren, besonders aus dem Cillier Gebiete — wegen Ueberschwcm-mungen rc. 1. Januar: Bewirthung der Honoratioren: Proceres sumpserunt prandium apud nos. 17. Fcbr.: Feier der glücklichen Rückkunft des Herrn Landeshauptmanns Grafen v. Auersperg aus Wien, durch ein Drama und Gastmahl im Refcctorium. 24. Mürz: Büßgang (disciplina) der Congregatio major. Schuljahr 1668. Prüftet: P. Fr. Harrer. Professoren: Kramer und Cruxilla für die Moral-Theologie; ferner: Grolau, Gailer, Metzger, Röringer, Semen, Piscon. Schlußbemerkungen des Prüfects: 1) Mau möge in Ausfertigung der Zeugnisse für die Abiturienten strenge, vorsichtig feilt, da viele Studierende von Wien und Graz zurückgeschickt werden, die nicht studieren und sich nur vom Betteln ernähren: mittendi ad aratrum et opificiilm; neque enim omnes fieri debent domini vel paroclii etc. —- 2) Klage über den Mißbrauch in der Verlängerung der Ferien. — 3) Unfähige und nachlässige Schüler mögen bei Zeiten fortgeschickt werden. — 4) Klage über den nachlässigen Besuch der Präceptoren (Jnstructoren). Schuljahr 1669. Prüftet: P. Albert Mechtl; Professoren: P. Lin-tschinger, Franst», Steidler, Skerpin, Schweiger, Ivankovič. 16. Nov. 1668: 28 Schüler erhielten die Kost int Collegium. 8. Dec. 1668 feierte die german. Congregation das Fest der unbefleckten Empfängniß Mariä. 18. Nov. 1668: Versetzung eines Schülers in eine höhere und 30. Dec. eines andern tu eine niedere Classe. Schuljahr 1670. 10. Januar: Bestrafung einiger Schüler, die von den Weihnachtsserieu zu spät zurückkehrten. 26. Januar: Acht Schülern wurde die Erlaubniß gegeben „paradisum cxhibendi;« — gesseriuit se satis modcste. 27. Januar: Einige nachlässigere Schüler wurden in die niedere Classe zurückversetzt, auf Fürbitte der Lehrer jedoch wieder in die höhere Classe aufgenommen; drete entlassen, expediti; —■ id quod etiam inposterurn practicari poterit cum fruclu. 6. Febr.: Einigen armen Schülern wurde die Bewilligung ertheilt, »das Paradies« außer der Stadt in der Landessprache darzustellen. 23. Febr.: Ein beabsichtigter Kampf zwischen Studenten und Hutmacheru wurde beigelegt, zwei Rädelsführer jedoch durch ein öffentliches Programm ausgeschlossen. 24. März: Congregatio major habuit processionem flagellantium. 2. Mai: Der P. Rector von Agram besuchte die Schulen. 8. und 13. Mai: Tractatio majalis sub turri (Unter« thurn). 29. Mai: Bewirthung der Lehrer in Kalteubrunu durch den Triester P. Rector. 9. Sept.: Anfang der schriftlichen Verseßprüsungen, und zwar in der Rhetorik, Poetik, Syntax und Grammatik aus der griech. Sprache, um dieselbe bei der Jugend in größere Achtung zu bringen. 16. Sept.: Schluß der Prüfungen, Entlassung der Schüler.-—Die Lehrer waren in diesem Jahre fleißig, eifrig. Schlußbemerkungeu: 1) Die Präceptoren (Jnstructoren) wurden strenger überwacht, damit sich kein Studierender, der die öffentlichen Vorträge nicht besucht, als Privatlebrcr ein« schleiche, wie es sonst häufig nachlässige Studenten thaten, die den Zöglingen mehr schadeten als nützten. — 2) Das Aufsteigen der Rhetoren in die Casuistik oder anderswohin wurde erschwert; ebenso die Versetzung der Schüler in die nächst höher» Classen, und dem Einflüsse und der Fürsprache von Außen, die früher oft mehr Gewicht und Geltung hatten, als die Noten der prüfenden Professoren, wurde kein Gehör gegeben. — 3) Viele Vagabunden und unfähige Schüler wurden entfernt. Auch im nächsten Schuljahre 1671 (Nov. 1670) konnte die schlimme Gewohnheit, spät zu den Studien zurückzukehren, nicht abgeschafft werden, da fast die Hälfte der Schüler nur allmälig sich einfand und kaum bis zur Christi Geburt alle versammelt waren: Turpis ista con-suetudo, tardius ad scholas revertendi, necdum aboleri poterat, cum media paene pars studiosorum sensim ad-ventaverit et vix ad Nativitatem Chr. omnes congregati sint. Ehrenhalle berühmter Krainer *). 16) Rudo ff dreifjevr u. flpfaftevn (Hauptmann im Jnfanteric-Negimente Nr.49, FZM. Heß). Trat als Fähnrich in das genannte Regiment, damals Laugenau, nachdem er in der Wiener-Neustädter Militär-Akademie gebildet worden war. Im I. 1848 begleitete er Se. Majestät den Kaiser Ferdinand im Bataillon nach dem Hoilager in Olmütz. Am 28. October war das Bataillon wieder in Wien und kämpfte im Angarten. Hier zeichnete sich A. bei Einnahme einer Barricade aus, die er im stärksten Kugelregen mit 27 Manu umging, mit Sturm einige hinter ihr gelegene Häuser besetzte und sich drei Stunden lang so tapfer hielt, daß die zahlreichen Gegner zum Abzüge gezwungen wurden. An: 29., bei einer Recognoscirung der Rossau, rettete er eine k. k. Gefällencasse und entwaffnete die Gemeinde. Während des Winterfeldzuges in Ungarn 1849 war er beim Blokadccorps Comorns und zeichnete sich durch tapfere Vertheidigung einer Mörserbatterie aus. Beim Ueberfall der Insurgenten auf Kapovar am 13. Juni war er Bataillons-Adjutant und rettete sein Bataillon vor Gefangenschaft, indem er demselben, sich durch den Insurgenten-Haufen durchschlagend, rechtzeitig die Nachricht vom Rückzüge der übrigen Abtheilungen überbrachte. In der Schlacht am 2. Juli bei Comorn leistete er ersprießliche Dienste durch Führung der im Äcfcr Walde zerstreuten Abtheilungen des Bataillons. 1849 wurde er Hauptmann, 1850 machte er die Expedition nach Cattaro mit. Seltner v. Leitentreu (Th. 3g.), Geschichte der Wiener-Neustädtcr Militär-Akademie U- Bd. Hermannstadt, 2. Bd. Kronstadt 1855), 2.Bd., S. 337. 17) OoOaim 3iCetmets (Doctor der Medicin und k. k. Landesthierarzt, geboren zu Krainbnrg in Krain, 19. Nov. 1808). Sein Vater war Handelsmann. Der Sohn studierte an der Universität zu Wien die Medicin und erhielt daselbst im I. 1832 die *) Die nachstehenden beiden Biograstcn sind dem in diesen Mittheilungen bereits wiederholt erwähnten Lexicon v. Wurzbach'S entnommen. Doctorswürde. Aus Neigung besuchte er nun den thier-ärztlichen Lehrcnrs am k. k. Thicrarznei-Institute, woselbst er im I. 1833 f. k. Pensionär und im I. 1834 Korrepetitor und Assistent der medicinischen Klinik wurde. In dieser Anstellung schrieb er im I. 1838 sein erstes thierärztliches Werk, unter dem Titel: „Praktisches Heilverfahren bei den Krankheiten des Pferdes," welches, trotz der Menge ähnlicher Druckschriften, einen so allgemeinen Beifall fand, daß im 1.1854 bereits die fünfte Auflage erschien. Jm J. 1841 wurde er k. k. Professor der Thierheilknndc in Laibach, und ihm beim Antritte dieser Lehrkanzel zugleich die der gerichtlichen Medicin übergeben. Im I. 1843 zum Secretär der k. k. Landwirthschaft-Gesellschaft von Krain erwählt, erhielt er zu gleicher Zeit die Redaction der von dieser Gesellschaft gegründeten landwirthschaftlich - industriellen Zeitschrift in slovenischer Sprache »Novice,« die Neuigkeiten. Von diesem Standpunkte wirkte er für bte Verbreitung des rationellen landwirthschaftlichcn Betriebes in allen Zweigen und unter Einem für die Bildung der früher wenig gepflegten Landessprache. Als slovenischer Schriftsteller, namentlich in den »Novice« thätig, trug er viel zur Vervollkommnung der sloven. Sprache bei, und wurde vom k. k. Unterrichtsministerium neben Miklošič mit der Abfassung des sloven. Lehrbuches (Slovensko Berilo) für die 3. und 4. Gymnasial-Classe betraut. Auch als Secretär der Landwirthschaft-Gescll-schaft entwickelte B. nach mehreren Seiten hin ersprießliche Thätigkeit, und in Folge seiner Bemühungen wurde int l. 1850 die Hnfbcschlag-Lehranstalt und thierärztliche Schule in Laibach eröffnet, deren Director und Lehrer er wurde. Im I. 1856 wurde B. zum Landesthierarzt von Krain ernannt; mit dem Aufhören der medic.-chirurg. Lehranstalt in Laibach ging aber auch die Lehrkanzel der Veterinär-kunde, welche B. versehen, ein. Seine im Druck erschienenen Schriften sind: »De hirudine medicinali« (1832, Inaugural-Dissertation); — ■ „Praktisches Heilverfahren bei den Krankheiten des Pferdes, nach den Grundsätzen der Wiener thier-ärztlichen Schule" (Wien 1854, Branmüller, in 5 Ausl.); — »Bukve za kmeta, kako se imajo pri kupovanji, pleme-nenji, reji in opravljanji konj sploh obnašati,« d. i. Buch für den Landniann, wie er sich beim Kaufe, in Veredlung, Pflege und Abrichtung der Pferde im Allgemeinen benehmen soll (Laibach 1843); — „Nauk, svilode in mürbe rediti,« d. i. Lehre über die Zucht der Seidenwürmer (ebenda 1847); — »Nauk podkovstva,« d. i, Lehre vom Hufbeschlag (ebenda 1850); — »Nauk, kako se pri porodih domače živine ravnati,« d. i. Unterricht, wie man sich, wenn Hansthiere gebären, zu benehmen hat (ebenda 1851); — »Nauk živinoreje,« d. i. Unterricht über die Pflege der Hansthicrc (ebenda 1855); — „Nauk ogledovanja klavne živine in mesa,« d. i. Unterricht über die Beschau des Schlachtviehes und Fleisches (ebenda 1855); •—■ »Slovensko berilo za tretji gimnazijalni razred,« d. i. Slovenisches Lesebuch für die dritte Gymnasia! - Classe (ebenda 1854); — „Slovensko berilo za ceterti gimnazijalni razred,« b. i. Unterricht für die vierte Gymnasial-Classe (ebenda 1855); — „Historische Skizze der k. k. Landwirthschaft - Gesellschaft von Kram" (ebenda 1854); — Beiträge zur laNdwirthschaftl! Statistik des Herzogthnms Kram" (ebenda 1854); — „Zgodovina c. kr. krajnske kmetijske družbe s statičnim popišem kmetijstva na Krajnskem,« d. i. Jahrbuch der krain. Landwirth-schaft-Gcscllschaft mit einer statistischen Darstellung des Her-zogthums Krain (ebenda 1854); — „Koledarček slovenski,« d. i. Slovenischer Kalender (Jahrg. 1852—1856); dieß ist der erste kleine, doch schon in der Anlage treffliche, slovenische Volkskalender, aus dem sich nach und nach ein ganz gediegenes Volksbuch gestalten laßt; — „Velika pratika« (Titel eines slovenischen Bauernkalenders» der in seiner Form wohl noch ein Uebcrrcst der ältesten sloven. Kalender ist; Jahrg. 1844—1856); — „Novice, gospodarske, oberlnijske in narodske,« d. t. Landwirthschafil.-industrielle und volksihum-liche Neuigkeiten (vom I. 1843—1856), eine periodische Schrift, worin außer jenen Mittheilungen, welche der Titel vermuthen läßt, eine Fülle geschichtlicher, kircheugcschicht-licher, archäologischer und literarischer Mittheilungen, alle in nächster Beziehung auf Krain und die Nachbarländer, enthalten ist. H. Monats-Versammlung. Bei derselben, welche am 7. Januar abgehalten wurde, setzte Herr Director Nečasek seine Mittheilungen zur Geschichte des Laibacher Gymnasiums, umfangreiche Auszüge aus dessen lateinisch geschriebenem Diarium, dicßmal für die I. 1661 bis 1670 enthaltend, fort. Einzelnes hier herauszuheben, wäre Wohl schwer. — Herr Professor Metelko gab im Anschlüsse an Dr. Ginzel's „Geschichte der Slavcn-Apostel Cyrill und Method" (Leitmcritz 1857) einen Beitrag zur Geschichte der slovenischen Liturgie, worin er insbesondere nachwies, daß die von Method gefeierte Liturgie nicht, wie seine Feinde behaupteten, jene der griechischen, sondern vielmehr jene der römischen Kirche sei. — Herr Wilhelm Urbas, in der Fortsetzung seiner Uebersicht der bisherigen Leistungen auf dem Gebiete der Topografie Kr a in's, besprach cine Reihe von Werken des 18. und 19. Jahrh., namentlich von C. Granelli (1766), G. Hoff (1808), I. A. Dcmian (1810), Breton (1812), Lippich (1834), Schmidt (1840), H. Costa (1848). Zn der März-Versammlung wird Herr Urbas die Reihe dieser intet* effantcn Vorträge mit einem Berichte über die Monografien und Karten von Krain schließen. — Schließlich beendete Herr suppl. Professor Joh. Mur seine bereits neulich begonnene Abhandlung über Wallenstein, verbreitete sich dießmal insbesondere über das Verhalten dieses, zwar großen, aber keineswegs schuldlosen Feldhctrn nach der Schlacht bei Lützen, und wies aus demselben, auf die neuesten Resultate wissenschaftlicher Untersuchungen gestützt, nach, daß Wallenstein sich einer Ver-rätherci am Kaiser schuldig gemacht, dieser aber seine Ermordung nicht anbefohlen hat, indem das dießfällige Patent mit dem Datum des 18. Februar 1634 erst im September d. I. erlassen wurde, um die Mörder Wallenstein's vor den Augen der Welt zu rechtfertigen. Bibliographie Caraiiolica. 519. Die blinden Troglodyte» in Krain (Grottenkäfer) schildert Hofrath Reichend ach im Dresdner Journal (Beilage zn Nr. 161 vom 16. Juli 1857), auf Grundlage einer von dem „um deren Kenntniß so hochverdienten" Herrn F. I. Schmidt dem natur-historischen Museum in Dresden verehrten Sammlung derselben. 520. Status der in Oberösterreich, Krain rc. befindlichen Apotheker. Ehrmann's östcrr. Zeitsch. s. Pharmacie 1857. Nr. 18. 521. Mithras-Denkmal in Krain (von Dr. E. H. Costa). Mittheil, der Central-Commission f. Erforschung der Baudenkmale 1857. p. 301. 522. Simony, das nordkrainischc Becken. Mittheil, der k. k. geogr. Gesellschaft 1857. p. 20. 523. Biographie des Bischofes Baraga. „Der JahreSbote, Prager Hauskalcnder pro 1858" und »Poiitnik z Prahy. Kalendar kato-licky za 1858.» 524. Miroslav Wilcher. „Der Karst." Tricster Ztg. 1857. Nr. 277 fg. 525: Dr. C. Stein. Geografische Charakterbilder aus Oesterreich. Wien 1858. „Eine Reise nach Veldes und in die Wochcin," p. 119— 131 (aus Dr. H. Costa's Reiseerinnerungen abgedruckt). 526. »Slovenski Romar« von Lenček. Drugi tečaj 1857. Enthält unter Anderm: fiber Knoblcchcr's Wirken in Afrika; histor.-topogr. Skizze des Morastes von Hitzinger, und der Gegend von Sairach, von Lcnzhck; Auszüge aus dem St. Mareincr Pfarr-buche von L. Doll in er. Verzeichnis der von dem historischen Vereine für Krain int J. 1858 erworbenen Gegenstände: I. Bon der k. k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale: 1) Mittheilungen derselben. Zweiter Jahrgang. December 1857. II. Von: Herrn Hieronymus Ulrich, fürstbischöfl. Brircn'fchcu Verwalter in Veldes, General-Sekretär und Geschäftsleiter des Forstvereins der vsterr. Alpenländcr ac.: 2) Verhandlungen des Forstvcrcins der östcrr. Alpenländcr bei der ersten General-Versammlung vom I. bis 5. Juni 1852 in Klagenfurt. Laibach 1853. 8. 3) Mittheilungen des Forstvercins der vsterr. Alpcnländer. Rcdigirt von Hieronymus Ulrich. Zweiter Jahrgang. Laibach 1853. 4. 4) dto dto. Dritter Jahrgang. Laibach 1854. 4. 5) dto dto. Vierter Jahrgang. Laibach 1855. 4. 6) dto dto. Fünfter Jahrgang. Laibach 1856. 4. III. Vom hochwürd. Herrn Josef Kovačič, Domherrn in Triest: 7) Ein Manuscript des verstorbenen Tricster Bischofes, Matthäus Raunicher, enthaltend eine Uebcrsetznng der Bibel in die krain. Sprache, in zwei Heften, von denen das erste 745 Seiten, das zweite aber 385 Seiten enthält. Die Vereins - Direction sicht sich dem Herrn Geschcnkgeber für dieses so willkommene Geschenk zu einem besondern Danke verpflichtet. IV. Vom Herrn Dr. Carl v. Wurzbach, Gutsbesitzer in Laibach: 8) Ein medizinisches Buch. Augsburg MDXXXI. Titelblatt fehlt. 4. 9) Teutsche und Eraincrische Wehrungs - Veränderung, sambt einem beigefügten ganz ausführlichen Interessen-Entwurf. Verlegt durch Hannß Jacoben v. Kürnburg. Laibach 1701. 12. 10) Carta bianea Pr. 5900 st. D. W., ausgestellt vom Ernest Grafen v. Paradcyftr an Carl Josef Freiherrn v. Valvasor, -Ido. Laibach 6. Juni 1742. Original. 11) Landschadenbündige Carta bianea, ausgestellt von Aloisia, vermalte Gräfin v. Paradeyfer, an Maria Anna, verwitwete Gräfin v. Schal* lcnbcrg, pr. 1000 st., — ddo. Herrschaft Hopfcnbach 7. Mai 1774. Original. 12) Gewährbrief, ausgestellt vom N. Bürgermeister, Richter und Rath der landcsfürstl. Hauptstadt Laibach, an Johann Josef Pelland, ddo. Laibach 25. Mai 1778. Original aus Pergament, mit anhangendem Siegel. 13) Verkaufs- und respect. Kaufvertrag der Herrschaft Hopscnbach, ddo. Hopfenbach 7. Mai 1796. Original. 14) Notariats-Urkunde, vermöge welcher Frau Maria Anna, verwitwete Gräfin t>. Paradeyser, den Josef Wehapp, Handelsmann in Neustadt!, zu ihrem Bevollmächtigten ernennt, ddo. Neustadt! 29, Jänner 1814. Original. V. Vom Herrn Simon Isaak Hei mann. Privat in Wien: 15) Silbermünzc vom Kaiser Vespasianus. Auf der Rückseite eine fitzende Figur, darunter Judäa. 16) Kupfermünze. Auf der einen Seite das Wappen von Jerusalem, auf der andern das französische Wappen. 17) Gebete der deutschen und polnischen Israeliten. Wien 1824. 8. 18) Kalender und Jahrbuch für Israeliten für das I. 5615 (1854— 1855). Neue Folge. Erster Jahrgang. Wien 1854. 8. 19) Jahrbuch für Israeliten 5617 (1856-1857). Wien 1856. 8. 20) Das heilige Land nach seiner ehemaligen und jetzigen geografischen Beschaffenheit. Deutsch bearbeitet von Dr. Israel Schwarz Frankfurt a. M. 1852. 8. 21) Pergamcntrolle, unter dem Namen Megilla, in hebräischer Schrift und Sprache. 22) Formulare des Grabsteines des Großvaters des Herrn Geschenkgebers. 23) Leinene gestickte Mappe des in Laibach seßhaft gewesenen OhcimS des Herrn GeschcnkgcbcrS, Namens Moses Hciman». 24) Dessen Ehccontract in hebräischer Sprache. 25) Des Herrn Geschenkgebers Gcbctriemen. 26) Auszug von Dekreten, das Heimann'sche Etablissement in Laibach betreffend. VI. Vom Herrn Michael Plachuter, k. k. Beamten: 27) Silbermünzc v. 1.1802. Ein halber Siebenzehner, 15 Soldi'. (Billon.) VII. Vom Herrn Andreas Grafen v. Hohenwart, k. k. Kämmerer und Hofrath tit Laibach, folgende Bücher: 28) Napoleon'S I., Kaiser der Franzosen, König von Italien und Protector des Rheinbundes, bürgerliche Gerichtsordnung. Herausgegeben von K. L. M. Müller. Leipzig 1808. In deutscher und französischer Sprache. 8. 29) Statuten der allgemeinen wechselseitigen Capitalien- und Rentcn-Versicherungs-Anstatt. Wien 1848. 8. 30) Gegenstände und Sätze aus allen Theilen der Rechts- und politischen Wissenschaften, welche unter dem allerhöchsten Schutze Seiner k. k. Apostolischen Majestät Ferdinand I. in der k. t. Thercfianischen Ritter-Akademie Carl Graf v. Hohenwart zu Gerlachstein, Ravensberg und Raunach am 21. October 1845, Vormittags um 10 Uhr, zu vertheidigen die Ehre hatte. 31) Leitfaden zu den Evolutioi^n der Nationalgardc von Franz v. Watzl, k. k. Hauptmann in Pension und Garde. Laibach, bei I. Blasnik. 12. 32) Wie muß eine Nationalgarde crcrcirt werden. Erschöpfende Ent- wickelung der Abrichtnng des einzelnen Garden und aller selbstständigen Abtheilungen. Bon SB. Mcssenhauscr, ehemal. f. f. Offizier. Wien 1848. 12. 33) Dienst-Reglement für die Nationalgardc und sämmtliche Chargen. Bon Alois Ant. Freiherr« v. Brandcnstein, ausgetretenem k. k. Offizier, Pens. Staatsbeamten und Nation.ilgardisten der ersten Compagnie. Wien 1848. 12. Ferners: 34) Frühlingsiied bei der allerhöchsten Rückreise Ihrer k. k. Apostol. Majestäten durch Krain von Dr. Heinrich Costa. 35) Choral-Gesang bei Gelegenheit des allerhöchsten Besuches des Kaisers Franz Joses I. und der Kaiserin Elisabeth, unter der Leitung des Dotn-Organistcn Gregor Richar vorgetragen von den Alumnen des Laibachcr Clerical-Seminars am Kalvarieberge der Adelsberger Grotte am 11. März 1857. 36) Der Buchstabe N., als Anfangsbuchstabe des kaiserlichen Namens Napoleon mit der Ueberfchrift: Immortalite. Um dasselbe find in Kränzen, nebst dem Fainilienstande Napoleons, alle damaligen hohen Würdenträger Frankreichs eingetragen. VIII. Bom Herrn k. k. Oberamts- Director Dr. Heinrich Costa: 37) Memorie storiche cronologiche della Basilica di Santa Barbara in Mantova. Mantova 1850. 38) Elegie auf den Tod Kaiser Alexander I. von Rußland, von Josef Schulz (gewesenen f. f. Verpslegs-Beamten in Laibach). Wien 1826. 39) Jahresbericht des Münchener Vereines gegen Thicrquälerei für das I. l 8,45. München 1846. 40) Statuten und Bericht des Görzer Vereines wider Thicrquälcrei. Görz 1846. 41) Abschrift der „Bürgerrechts - Urkunde" der Stadt Laibach für den Genera! - Gouverneur Freiherr« v. LattcrmaNn, ddo. Laibach den 14. März 1815, dann des EinbegleitungSschrcibens des Magistrates und des Danksagungsschreibenö Sr. Excellenz. 42) Beschreibung der Herrschaft Lack vom 30. October 1818, verfaßt vom damaligen Berwalt r Joh. Ncp. Hradcczky. 43) Auszug aus einem Schreiben des verstorbenen k. k. Gubernialrathcs Baron Buftt, ddo. 25. Juli 1827 (damalige Physiognomie der Hauptstadt Laibach). 44) Verzeichniß dee im Jänner 1855 in Laibach bestandenen 20 Vereine und 6 Assecuranzen. 45) Dankrede nach der Miedereroberung der Festung Mantua. Gehalten 1799 in der Metropolita n - Kirche von Josef Pinhak, Pfarrer zu St. Jakob rc. Laibach 1709. 46) Exhortation an die akademischen Jünglinge: über den jugendlichen Frohsinn, von Josef Dagarin. Laibach 1840. 47) Anrede Seiner sürstbischofl. Gnaden Anton Alois Wolf in der Seminar-Kapelic am 9. November 1848. 48) Hirtenbrief der tu Wien versammelt gewesenen Bischöfe, ddo. 17. Juni 1849, an die Diöcesancn; deutsch und slovenisch. 49) Detto Derselben, ddo. 17. Juni 1849, an die Geistlichkeit. 50) Ziveiunddrcißig kleine Druckschriften, die mehr oder weniger Krain betreffen. 51) Drei Verzeichnisse der Mitglieder dxr philharmonischen Gesellschaft in Laibach ans den Jahren 1839, 1841 und 1851, 52) Concert-Zettel der genannten Gesellschaft von 1841, 1818, dann 1850, 1852 und 1853. 53) Mustkalien - Katalog der genannten Gesellschaft. Zum Gebrauche für auswärtige Herren Mitglieder dieser Gesellschaft, Nr. 1, seit 1. November 1791 bis letzten Juni 1804. Mit der Anmerkung: Wird halbjährig fortgesetzt. Druck in Quart, und zwar mit folgenden Rubriken: „Bezeichnung der Musik, nämlich ob Kammer- oder Sing- und Kirchen-Mufik oder Pianofortc-Mufik, mit Anführung der Compositeurc." Die zweite Rubrik: „Anführung des Tonstückes mit den ersten Tacten desselben." Und dritte Rubrik: „Namentliche Anführung des Geschenkgebers." 11 nt« diesen finden wir den Grafen Ferdinand Porzia, den Compositeur Dussik, die Freiherren Carl ZoiS und Alois v. Apfalt.ern; Frau v,Bonaza, geb. Freiin v. Zois; JoscfFrhr. v. Erberg; M. Lcop., verwitwete Frau Churfürsten von Pfälzbaiern, welche damals in Laibach refidirte und jedes Concert mit Hochihrer Gegenwart beehrte. Etidlich die Namen mehr« Beamten und Bürger damaliger Zeit. Der Gescheukgebcr land diesen Katalog am Trödelmarkte zn Laibach und spricht den Wunich aus, daß, mit Zuhilfenahme dies« und der sonstigen, in dem Archive dcS histor. Vereins befinAichen Behelfe und des Archives der philharmon. Gesellschaft, eine Geschichte dieses, schon durch sein Alter ehr- und merkwürdigen Vereines verfaßt werden möchte, wobei dessen Ursprung vielleicht im bürgerlichen Musikchor, den sogenannten Stadt-Thurm« (um 1540), welche „dem ganzen Laudt (litt sondern Zier tintib Khlainot" waren, zu suchen wäre. Vereins = Vach richten. 1) Neu aufgenommene Mitglieder: Herr Carl Josef Gollob, Magi-st.atsrath in Triest; Herr llr.Joscf Dolnitscher, Stadt-Physiker in Triest und Ritter des Franz -Josef- Ordens; Herr I. Zahn, Zögling des Institutes für osterr. Geschichte in Wien; Herr Dr. Theol. Johann Gogala und Herr Leopold Gestrin, Coopcratorcn in Obcrlaibach. — Gestorben Herr Professor G. Lu sch er. — Ausgetreten Herr Martin Suchadobnik in Franzdorf. 2) Gcldempfänge (siehe S. 158 des Jahrg. 1857) werden bestätigt. 23) Obcrlaibach I. Februar 1858, 7 fl. — Druck von Jgn. v Kleinmayr SS Fedor Bamberg in Laibach.