^-»»merationS-Prrisr: Kür 8oi6o »: ^»rizjährig . . 8 fl. 40 kr. ö»ldjShrig • 4 „ 20 „ ^rrirljähng • 2 „ 10 „ Akil der Pvfl: ^»zjähng...............12 st ^lh^hrig............... 6 * ^»«eljLhrig........... 3 " Ute Zostell»ng ins Ha»S *5 tt., monatr. S fr. «nmmerii 6 kr. lET 86. Laibacher Ncdaction «ahnhosgaffe Nr. 132. TJ 'agblait Anonyme Mitrbeilungen roerbrn nidht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Expedition- & Inseraten-Bureau: Eongreßplatz Nr. 81 (Buch-Handlung von Jg. v. Älein-mayr & Fed. Bamberg.) Insertionspreise: Für die einspaltige Petitzeile L 4 kr., bei wiederholter Anschüttung L 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten öfterer Einschaltung »endet Raba ftito complicierten Sa . dere Vergütung. ' Lamstag, 17. April 1875. Morgen: Apollonia. Montag: Kreszentia. 8. Jahrgang. Das Evangelium der Klerikalen. i. Die katholisch-politischen Volksvereine, die sich ntbartiQ über die Monarchie verbreiten, haben erst *Cbkserta9e bewiesen, daß Artender Factor in unserem öffmtl^m Lebm g-. Wrh,n ß«b Die Ergebnisse der Gemeinderaths-Clen im dritten Wahlkörper in Laibach und JnnS-Sd haben bewiesen, daß d.e Ultramontanen noch Vmtr in gewissen Kreisen d.e politische Memung CjU» blcllcrra. Um >° Qtbottn, den Anschauungen und 2d«n. die sie dem ^vike einimvfen, aus die Spur zu gehen. Es durfte ärmlich sehr fraglich sein, ob schlichte Männer aus Me welche katholischen Vereinen beitreten, ^ind untttschiedlichen Bruderschaften e.n,chre.ben Qtn aM wis en. zu welcher Fahne ste ge chworen; Vift ber Zweifel wohl erlaubt, ob alle einverstan. fil mte bin st»««-" S-Mdl-«-» d.° SÄr »ßfirrr |>n Herde, wofern ihnen diese IN ihren «ÄolM- für »°- ttee-Hl- «-n tte °°r En aestellt würden. ES ist neml.ch e.ne unbestreit-Tbatsache daß sehr viele Mitglieder dieser Eon-Ätikel ihren Beitritt bloS deshalb erklärt haben, Ä sie den häuslichen Frieden lieben und weil sie ^ Geschäftsrücksichten sich nicht mit gewissen Herren ^fetaben wollen, die in Stadt und Land einen T als maßgebenden Einfluß besitzen. Es ist bekannt, welch sonderbare Bluten die ^hlbewegung bei unS in der Regel zutage fördert. Jeuilleton. Ueber sas Kochen. Die ErNärung des einfachen Wörtchens Kochen *btr Sieden ist nicht so einfach, als man vielleicht N"tmyÄÄ.m S.« Ift Si-d-n oder Wochen nicht» anderes, als da« Verwandeln einer Uüssiakeit in Dampf. Wir wenden, um unsere Reffen mürbe zu machen, das in Dampfform auf-Önbe Wasser an. Nicht alle Flüssigkeiten begin. aber bei gleicher Hitze zu verdampfen; Schwe-krläther verdampft schon bei 37 Grad des lOOthn* tWn (LelsiuS'fchen) Thermometers. Alkohol bei 80 t&8,ad (welche Hitze noch nicht genügen würde un-ft-, Speisen mürbe zu machen), unser Wasser bei ^oO Grad, Terpentinöl bei 157, Schwefelsäure bei ^Yo Leinöl, Schmalz, Butter und die sonstigen Ekelte ungefähr bei 316 Grad Celsius ober etwa ^49 Grad unseres Thermometers von Reaumur Die Kenntnis des Siedepunkte« ist nicht gleich, vittig. Es ist bekannt, daß beim Kochen der Butter ^dcr des Schmalzes luftfürmige Dämpfe sich entwickeln; werden diese von der Flamme ersaßt, so entzünden sie sich, schlagen in die kochende Mafie Noch jedesmal bei den in den letzten Jahren statt-gefundenen Wahlen, bei den Reichöraths-, Landtags-Handelskammer- wie GemeinderathSwahlen gehörte es zu der am meisten geübten und in den national« klerikalen Organen mit wahrer Wollust gehanb-hablen Tactik unserer Gegner, aus die niedrigsten menschlichen Triebe und Leidenschaften, auf den gemeinen Brodneid zu specnlieren. Nach der polizeiwidrigen Ansicht ehrlicher Leute ist der erbärmlichste aller Neide der Brodneid. und daö kläglichste aller Rachegefühle spricht sich in der barbarischen Feindschaft gegen den politischen Gegner aus, die heimtückisch den Nächsten, dem nicht anders beizukommen, im Erwerb zu schädigen sucht. Blätter, die von Priestern geleitet, größtentheilS von Priestern gezahlt und gehalten, von Verkündigern der Religion Jesu dem Volke als die ungefälschten Verdolmetscher der Tagesereignisse gepriesen werden, finden es nicht unter ihrer Würde, ehrliche Industrielle und Ge-werbsleute öffentlich und mit Namennennung zu vervehmen und dem Volke als solche zu bezeichnen, die in ihrem ehrlichen Broderwerb gestört und womöglich ruiniert werden müssen, warum? Ja. weil sie nicht zur Fahne der katholisch-politischen Hetzapostel schwören. Wem unsere Worte etwa zu hart oder unglaublich scheinen, ber lese solgenbeS Sendschreiben «Mehrerer laibacher Frauen und Mädchen" (!) das in der letzten „Novice"nummer an hervorragender Stelle abgedruckt ist. Dasselbe lautet in wortgetreuer Urbersetzung: „Als die „Nooke" in ihrer 9. Nummer zurück und alles geht in Flammen auf. Da gilt es denn vor allem, kein Wasser zum Löschen hineinzugießen ; denn Wasser, daS schon bei 80 Grad Reaumur siedet, wird sofort zu Wasserdampf, der eine ungeheuere Spannkraft besitzt unb bie ganze kochende Masse zum Schornstein hinausschleudert. Am einfachsten ist in solchem Falle, schnell eine Stürze aufzulegen, damit die Luft, die Bedingung des Brennens, fehle. Alles Gesagte gilt aber nur bei gewöhnlichem Luftbruck und bei Wasier nur, wenn es reine« Wasser ist. Ist letzteres z. B. mit Kochsalz vermischt, so hält das Salz eS so lange zurück, daß es erst bei 108 V* Grad Celsius in Dampfform entweicht. Dieser Umstand bittet ein günstiges Mittel, um baS Wasser heißer zu machen, als es gewöhn, lich werben kann; ber Zusatz von Salz gibt somit auch bie Möglichkeit, zähes Bouillonfleisch boch noch mürbe zu machen. EmpsehlenSwerth ist auch ber Zusatz von Salpeter, der zugleich dem Fleische die frische rothe Farbe verleiht und das Waffer erst bei 11Ö 8/t Grad ins Wallen gerathen läßt. Diese Zusätze helfen dem kochenden Wasser eine höhere Temperatur erreichen, doch ist dabei noth-wendig, daß es sich unter gewöhnlichem Luftdruck befinde. uns einen national-gesinnten laibacher Kaufmann empfohlen, auf daß unsere Leute bei ihm einkaufen gehen und die Kaufläden der nationalen Gegner meiden sollten, hat uns der patriotische Aufruf der „Novice" den Anlaß zu gegenwärtigem Sendschreiben geboten, mit welchem wir unseren Weibern und Jungfrauen, unseren Frauen unb Fräulein kund und zu wissen thun, daß eine Anzahl Frauen sich zu dem Zwecke geeinigt hat, alle ihre Bedürfnisse künftighin ausschließlich nur bei national-gesinnten Handelsleuten zu decken; denn es ist nicht nur gegen das christliche Gebot der Nächstenliebe (unsere Leute sind uns doch die nächsten), sondern sogar widersinnig, jene zu unterstützen, die sich bei jeder Gelegenheit als Gegner und Verräther unseres VolkSthurnS erweisen. Darum bitten wir alle unsere Volksgenossinnen um freundliche Beihilfe zu diesem Zwecke und legen ihnen auf« lebhafteste die Erwägung ans Herz „ob es nicht am schönsten gehandelt, wenn wir „unter uns" bleiben." Daß „Novice" ganz entzückt thut über diese Bekenntnisse schöner Seelen und die darin er öffnete Perspective einer ausgiebigen Hetze unb Gewerbsstörung ihren erleuchteten Lesern mit Hochgefühl zur besondetn Beachtung empfiehlt, versteht sich von selbst. Wir aber erlauben uns die Frage: Woher diese brutalen AuSbrüche der Unnatur beim zarten Frauengeschlechte? Woher diese Verkehrung christlicher unb sittlicher Grundsätze in ihr Gegen» theil? Sind es wirklich dem edlen Frauengeschlechte Angehörige, sind cS laibacher Frauen und Mädchen, Die Lust hat nemlich, was man im gewöhn' lichem Leben kaum glaubt, ihr bedeutendes Gewicht; ihre ganze Schicht lastet auf jedem Quadratzoll mit einem Druck von 14 Pfunden. Wenn nun diese Luftschicht mit 14 Pfunden auf jeden Quadratzoll des Inhalte« eines Topfes von gewissem Umfange drückt, so braucht ber Wasserdampf, welcher erzeugt werden soll, eine bedeutende Spannung, um die auf ihm lastende Luftschicht zu heben Um diese hervor» zubringen, wird das Feuer angewandt. Bekanntlich «st Wasser ein sehr schlechter Wärmeleiter; man erkennt dies, wenn man Spiritus auf der Oberfläche desselben anbrennt, und findet, baß da» Wasser am Grunde nicht im geringsten in seiner Temperatur gesteigert worden ist. Hieraus folgt auch, daß man am füglichsten zum • Kochen die Neuerungen unten anbringt, wie dies im Laboratorium bei gläsernen Gesäßen, Retorten und Kolben ja auch stet« geschieht. Es treten dann die bekannten Erscheinungen ein: von der untern erhitzten Fläche steigen kleine silberne Bläschen auf, die, je weiter sie nach oben steigen und sich abkahlen, immer kleiner werden, neue Bläschen folgen, steigen, zerplatzen immer schneller und zuletzt so regelmäßig, daß ein gewisser Ton, ein Singen, entsteht. Allmälig hat daö Wasser so viel Wärme öic mit einer so frechen Verleugnung christlicher Grundwahrheiten an die Öffentlichkeit zu treten wagen? Schwerlich gehören sie zur Zierde ihres Geschlechtes, viel eher zu jenen pfäffisch verschrobenen Geschöpfen, jenen Armen im Geiste, die selbst nicht wissen, was sie thun, die Tragweite ihres unchristlichen Beginnens nicht ermessen können. Wozu — möchten wir uns ferner die Frage erlauben — werden Religionsdiener und Kirchen mit den reichsten Mitteln ausgestattet, von dem Arme weltlicher Macht beschützt, wenn sie nicht einmal die Anfangsgründe der obersten Sittengesetze in ihren Hörigen zu wahren und im lebendigen Bewußtsein zu erhalten verstehen ? Was thun die katholischen Priester für all die schwere Menge von Geld und Gold und PeterSpsennigen, die man dem Volke abschröpft, für die zahllosen Opfer an Vermögen, Macht und Privilegien, wenn sie unsere Frauen und Kindern solche Grundsätze einimpfen und damit öffentlich Staat machen? Ein Blick auf die katholisch-politische Vereins» thätigkeit, in die national - klerikalen Hetzorgane erklärt alles. Da werden die Vereins- und Volksgenossen in eineinfort aufmerksam gemacht, sich ja nur an solche Kaufleute, Geschäsls- und Gewerbetreibende zu halten, deren Gesinnung erprobt und die ihnen von den geistlichen Leitern als solche empfohlen werden. „Volkögenosien! Glaubensgenossen!* ruft man ihnen zu: „Haltet zusammen! stellt euch selbst einen Grenzcordon auf! Betrachtet die Ware des politischen Gegners als eine Art Schmuggelware! Schwärzet nicht liberales Tuch, liberalen Kattun, liberalen Trunk, schwärzet nicht liberale Ware in euer Haus ! Lasset nur Leuten eurer Partei und eurer Gesinnung eure Kundschaft zukommen. Bleibet euren Gesinnungsgenossen getreu! Haltet ParteidiSciplin auch im socialen Verkehr!" Da- ist doch deutlich, ja fast zu deutlich gesprochen. Man scheint das im Lager der pfäffischrn Hetzbolde, welche die Parole ausgegeben, selbst zu fühlen. Damit die gelehrigen Schüler und Schülerinnen aus dem Volke aber nicht stutzig werden, wird hie und da in augenverdrehender Heuchelei dem Volke haarklein bewiesen, daß man sich gegen die christ-katholische Sittenlehre nicht im mindesten vergehe, wenn man solchen Grundsätzen huldige. DaS christliche Gebot der Nächstenliebe lautet ja: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selb st. Es ist demnach keine Uebertretung dieses göttlichen Gebotes — so lautet die saubere von den vorgenannten Frauen und Mädchen tiefempfundene Moral — es ist die geordnete, disdplinierte Liebe (!!), welche in erster Reihe die Selbstliebe stellt. Es ist das ungefähr dieselbe abgefeimte Spitzfindigkeit, womit die Jesuiten seinerzeit den Königsmord und andere erlangt, daß die Dämpfe die ganz: Luftschichte heben können und es entsteht die Welle, von welcher der Ausdruck .Wallen" hergekommen ist. Das Wallen, das Zeichen des Siedens irilt am MeereSufer, unter mittlerem Barometerdrucke bei 100 Grad ein; Berlin, 120—130 Fuß über dem Meere, hat mit Rom, am Ausfluß der Tiber gleichen Kochpunkt von 99 3/10 Grad; in Wien, 400 Fuß über dem Meere, siedet das Wasser erst bei 99'/» Grad; in Moskau, 900 Fuß hoch, bei 99 Grad ; im Hospiz für verunglückte Reifende auf dem St. Bernhard, 7000 Fuß hoch, bei 92 Grad und auf der Meierei Antifaria in Südamerika, 13,000 Fuß hoch, schon bei 86 Grad des lOOtheiligen Thermometers. Die zuletzt angegebene Temperatur übersteigt nur wenig die Wärme des heißen Kaffees und nach dem Kochpunkt des St. Bernhard würden bei un-dte Eier nur schlüpfrig geronnen sein. Je höher man steigt, desto dünner wird die Luft, und desto leichter dasjenige Kochen des Wassers, welches wir „Aufwallen" desselben nennen, aber desto schwieriger dasjenige Kochen, bei welchem unsere Speisen mürbe werden; denn die obere Luftschicht wird dünner und der Luftdruck geringer, je höher wir steigen. (Schluß folgt.) Verbrechen und Schändlichkeilen als erlaubt zu beweisen versucht haben. 4ufo die christliche Nächstenliebe, ihr Frauen und Mädchen Laibachs, fängt ins künftige bei den echten und ungefälschten Katholiken und Nationalen bei sich selbst an; das halten unsere Gegner für das probateste Mittel, die Liberalen entweder zu bekehren oder unschädlich zu machen. Die Sache bedarf zwar für einen Menschen mit gesunden Sinnen keiner weiteren Aufklärung. ES ist aber doch mitunter gut, wenn man den augenverdrehenden Heuchlern die gleißnerische Larve herunterreißt. Wir geben den laibacher Handels- und M-werbSleuten jährlich Tausende zu verdienen, es ist uns aber noch nie im Traume eingefallen, nach der politisch-religiösen Gesinnung unseres Schusters, Schneiders, Tischlers, Schlossers oder Fleischhauers zu fragen. Man hat uns eben in der altkatholischen Volksschule gelehrt und wir haben das Evangelium Christi immer so verstanden, daß die christliche Nächstenliebe das gerade Widerspiel der Eigenliebe, des selbstsüchtigen Egoismus und Nationalismus sei. Ja, letzteren hielten wir stets für etwas unchristliches, weil sündhaftes. Christus der Herr, meinen wir, erläutert im Evangelium das Gebot der Nächstenliebe wohl in hinlänglich deutlicher, auch dem einfachsten Verstände von Mädchen und Frauen zugänglicher Weise, durch die schöne Parabel vom barmherzigen Samaritan und dem stolzen, selbstsüchtigen und herzlosen Levitenpsas» seit! Der Herr macht da keinen Unterschied in der Liebe zwischen sich und dem Nächsten ; ja er verbietet ausdrücklich, einen Unterschied zu machen zwischen Freund und Feind. Es ist uns nicht bekannt, daß er für gewisse Baalspfaffen, ja für gewisse laibacher Frauen und Mädchen eine Ausnahme von den allgemeinen Satzungen festgesetzt; sie mögen gefälligst die Stelle im Evangelium Luc. 10. 30— 38 mit unseren Worten vergleichen und bann ur-theilen. Wir sind überzeugt, es wird nicht gar viele Mädchen und Frauen unter uns geben, mögen sie was immer für einer politischen Gesinnung angehören, die falls sie die ungefälschten Worte Christi auf sich wirken lassen, es noch übers Herz bringen, ihren Nebenmenschen deßhalb zu schädigen und zu Grunde zu richten, weil er einer anderen politischen Ue-berzeugung huldigt, oder weil er andere Mittel und Wege vorschlägt, das Beste seiner Heimat zu fördern als die nationalen Bolksverhetzer.________________________ Politische Rundschau. Laibach, 17. April. Jvlaud Die Abreise des Kaisers von Zara erfolgte am Donnerstag. Der Monarch begab sich zunächst nach Sebenico und wird von dort aus längs der dalmatinischen Küste die übrigen größeren Orte des Landes besuchen. Die letzten Tage über gestaltete sich die Fahrt des Kaisers zu einer sehr beschwer-liehen, da die Bora mit ungewöhnlicher „Heftigkeit wüthetc, durch welche sowohl Land- als Seereisen in Dalmatien mit großen Strapazen verbunden sind. Trotzdem hatte der Kaiser programmäßig einen Ausflug nach Benkovac und Obrovazzo unter' nommen, überall von der Bevölkerung mit Jubel und Begeisterung empfangen. Die wälsch-tirojischen Abgeordneten des tiroler Landtages haben nunmehr den Anschluß an die beiden bestehenden Landtagsclubs vollzogen. Die klerikalen südtirolischen Abgeordneten haben sich dem Club der Majorität angeschlofsen, die zwei anderen Fraktionen derselben, nemlich die National-Liberalen und die Gemäßigten, dem Club der liberalen Minorität, nachdem vorher das Compromiß geschloffen worden ist, die wälschtirolische Frage nicht zu berühren. Der bekannte Professor an der pester Universität Dr. Peter Hatala, der infolge feiner Ansichten vom UnfehlbarkeitSdogma eine Lehrkanzel an der theologischen Facultüt mit einer solchen an der philosophischen vertauscht hatte» und sodann von der katholischen Kirche zur unitarischen übergetreten war, hat soeben in Pest eine größere Schrift ver. öffentlicht, in welcher er seinen Schritt erklärt, ml gleichzeitig seine Ansichten über die christliche Lehn ausführlich auseinandersetzt. Die ungarischen Steuergesetze liegen nunmehr dem Oberhause zur Berathung vor, und bet Finanzausschuß dieses Hauses hat auch bereit- da Gesetzentwurf über die Transporisteuer erledigt. I» ungarischen Abgeordnetenhause wurden am 14. b. die Berichte deS Steuerausschusses über die behilft Neutextierung an ihn zurückgewiesenen Paragraph der Steuervorlagen verhandelt, der Bericht btt Schlußrechnungscommission über die 1869er Schloß« rechnungen accepticrt und die Wahlen in den Föns-zehner-Ausschuß zur Revision der Hausordnung 60» genommen. Ausland. In dem preußischen Herren« hause, welches am 14. d. trotz des Widerspruchs seiner reaktionären Mitglieder in pleno über bd Sperrgesetz berieth, versuchte es Fürst Bi» marck, gegen seine einstmaligen GesinnungSgenoss» unter den Junkern einen cordialen Ton anzufchlaga. Nicht ohne einige Wehmuth gedachte er der Kränkungen, welche er von den pommer'fchen und ntket« märkischen Sodalen erfahren, und die alte Lieb schien eine Weile in ihm aufzuflackern, als Freiherr v. M a l z a h n die Erklärung abgab, man müfsi vom konservativen Standpunkte die Kirchenpolilik des Kanzlers gutheißen. Daß aus dieser momtc tanen Anwandlung aber die Sehnsucht nach cintr neuen Verbindung mit den Reaktionären sich tti# entwickeln wird, dafür darf man getrost die Kleist« Retzow und Lippe sorgen lassen. Sie haben den« auch gestern das ihrige geihatt, um die Kluft, weicht sie von Bismarck trennt, recht augenscheinlich z> machen. Der ehemalige Staatsanwalt Graf z« Lippe konnte das Denuncieren nicht lassen uni warf der Regierung vor, sie stelle die Majestät bei Gesetzes über diejenige des Königs. Er wurde vo» Falk gründlich abgeführt, der sich nich scheute, ihn kurz und recht einen „Denuncianten" zu nennet Dem verbissenen Kleist-Retzow heimzuleuchten, blM sich der Kanzler selbst vor. Er stellte sichdaba'^ und fest auf den evangelischen Standpunkt, den aui) jener für sich reklamiert hatte. Die katholische Nicht sei der Papst, und diesem gegenüber müffe der Staat sein gutes Recht wahren; wer ihn daran hinbert, sage sich von der evangelischen Kirche und von still» Bürgerpflichten los. Dem katholischen Grafen Brühl versicherte Bismarck, daß er kein Feind der Äircht sondern des unfehlbaren Papstes sei, der auf dir Vernichtung des preußischen Staates und deS Ev» geliums logsteuere. Nach dem Ergebnisse der GcneraldiScusflon »uttt das Sperrgesetz auch von dem Herrenhause mit 91 gegen 29 Stimmen genehmigt. In einem französischen MinisterconftE soll auch die auswärtige Lage zur Sprach« gekommen sein, doch habe man, wie der „Moniteur' meldet, dieselbe durchaus nicht gefahrdrohend gefui' den. Als eine Folge dieser günstigen Auffassung fans die Thatsache genannt werden, daß der Minist« des Aeußern, Duc D6cazes, nach dem ®ironbP departement abgereist ist. Die monarchischen Parteien beginn* bereits ihre Kandidaten für den künftigen Senej zu bezeichnen. Wie nemlich die ..Agence £>aöai mittheilt, hätte die legitimistifche Partei im Sarth^ Departement den Duc Larochefoucauld-Bisaccia um die bonapartistifche in der Gironde den Baron I» tömt David und im Var — Emile Oll tot ei als Kandidaten aufgestellt. In der Mtuft wirb, w Ernest Picard abgelehnt hat, Salmon als Senntt-candidat genannt. Die Bonapartisten dürften übrt« gen« ihre Rechnungen auf den Senat ohne bo Wirth gemacht haben, denn die Spaltung Ms»» Jungen und Alten wird nun au* von ihren L ' flonen, wie Gaulois und Ordre, tugtgeben. Man kennt nun den Wortlaut de« Protette* den eine Anzahl spanischer Universität«-^^. HE" Fortsetzung in der Beilage. "SE Beilage zum „Laivacher Tagblatt" Rr. 86 vom 17. April 1875. Seine letzte Zuflucht zum ersten und zweiten Finger währte nur zwei Monate, alsdann waren auch diese geläbmt. chließlich zum Handgelenke übergehend, wurde auch dieses in kurzer Zeit arbeitsunfähig. Wenn er sich zwang, seine Hand zu gebrauchen, zitterten Hand und Arm heftig und Aufregung des Rückenmarks folgte. < r11iim Otett gegen das alle Unterrichts, und Lehrfreiheit ^rnichtende Rundschreiben des Ministers Orovio er» 8e§cn ließ. Die Excellenz wird in diesem Proteste ^khst ergötzlich ad absurdum geführt. Der Minier hMe unter anderm befohlen, es dürften von Gittern Katheder Sätze gelehrt werden, die gegen die gesunde Moral" verstießen. Darauf antworteten «rofefforen: man dürfe also nicht mehr gegen Hazardspiel sprechen, denn es sei in Spanien Nu Staate anerkannt; nicht gegen die Prostitution, von ihr gelte dasselbe. Was die „unseligen Wa(tn Jrrthümer" betreffe, so wird der Minister Mich gebeten, dieselben näher bezeichnen zu wollen. MtTt Ironie hat wahrscheinlich die Regierung so S&ttnt, daß sie mit Gendarmen, Verhaftung und ^ttbannung antwortete. gm Vaterland" finden wir einen kostbaren $titf aus Vera. Der Verfasser hat die merkwür-iöt Entdeckung gemacht, daß Cabrera — ein ^»issär Bismarcks sei und mit preußischem (Selbe Er habe der Sache des Kalholicismus schon den Rücken gedreht und sei nun das Werkzeug, S eine hohenzollern'sche Candidatur in Spanien ^„bereiten. Gewiß gehörte ein eigener Geschmack um sich aus den Thron zu setzen, von dem ■Sabto freiwillig Herabstieg und Alfonso XII. eines herabplumpsen wird. Aber das „Vaterland ^ seine Partei sehen überall die gespenstige Pickel. sie fragen immer: „Ou est le Bismarck ? % sie schweigen von der empörenden Barbare,, Ndie die Carlisten neuerdings begangen haben, uv Si sie am 7. b. M. in Estella acht Gefangene gossen Zur Tagesgeschichte. - Drc englische Nordpol-E.. $ag an welchem die englische Nordpol-Exped.twn ans-. JL man mamt ICDOCD m, an wercyem dic - - vT^en soll, ist zwar noch nicht bestimmt, man macht jedoch VlWa Anstrengungen, um die Ausrüstung der be.den ^isseund „Discovery" mbezug aus Maschinerie, Ultimi und Vorräthe bis 24. April, dem vom Mar.ne. vorgeschriebenen Tage, zum Abschluß zu bnn* K 16 Boot- find für die Expedition gebaut worden _ und Stils in Portsmouth angekommen. Auch die Schlitten, f? im ganzen, find schon fertig. Der größte derselben ist ^ 12 Mann und Vorräthe siir sieben Wochen^ Die klein-IS find für vier Mann bestimmt. Daü Geivicht der Aus. Xna, Boote, Vorräthe u. s. w. ist aus das genaueste be-£%t worden. Der „Alert" wird o Tonnen W-mgeist. zehn aXm »tob, 85 Tonnen Rindfleisch, «>chwe,nefleisch. Speck. un Fleischpräserve,. mit sich führen. Das Totalst °n Bord wird ungefähr 540 Tonnen betragen und S Tiefgang ist auf 15' 6" 3°« vorne und 17 hinten ge. dir Discovery", das kleinere etitff, 1011:6 nur Aonn-nE-sammtgewicht an Bord haben und der Tief. Sg derselben daher etwas geringer sein. Schwerlich w.rd ^ Expedition vor Ende Mai ausbrechen. . — EinmerkwürdigerErzbischof. Der Erz iHof von Avignon hat in dem dortigen Pfandhause alle drei Jahren versetzten Gegenständ- m.t Ausnahme von Nmutf: und Goldsach-n auSlösen lassen. Dieser Prälat Htt zu d-n w-nig-n in Frankr-ich, die sich von,-d-r ^tischen Tätigkeit fernhalten und nur chr-6 g-.stl.ch-. ^itä walten. Man erinnert fi», wie er vor ewiger Ze. Lölestin«-Patres -in- Lection gab, als dieselben auf «irchenfeste weiße, mit goldenen Lilien bestickte Banner b* fick beitrugen. Der Bischof kehrte sogleich der Kirche tS dem Feste mit dem Bemerken den «ü*n, -r e. zu Ä religiösen Feierlichkeit und nicht zu -'»er politischen 'ÄÄ- — - !• '»"« ISv öraphic" - mit Besorgnis von einer ieleg.aph.schen W ^tnunq hören, ein neues liebet, von dem ein französischer bSt jüngst der Akademie der Wifsei.schas.en Mittheilung %S«te Ein Telrgraphenbeamier wurde nach neunjähriger ^tiakcit in einer Telegraphenstation gewahr, daß er die ^«staben U, I und S nickt deu.lich zu bilden vermockte. Versuch, die Buchstaben zu zeichnen, wurde seine Hand * und krampfhaft- Dann versuchte er de., Daumen all-in ^ gebrauchen, und in dieser Weise arbeitete et zwei weitere als f-in Daumen in ähnlicher Weise asficieri umrd- Nt Local- und Provinzial-Angelegenheiten. — (Tagesordnung für die dritte Landtagssitzung) am 19. April 10 Uhr vormittags : 1. Lesung des Protokolls der 2. Sitzung 2. Miltheilungen des Landtags» Präsidiums. 3. Bericht des Landesausschuffes über die Wahl eines Laudtagsabgeordueteu des Laudgemeiudcu-WahlbezirkeS Adelsbcrg-Tenosetsch-Feistriz-Plauina-Laas. 4. Regierungsvorlage eines Gesetzentwurfes, betreffend die Umwandlung der in den gegenwärtig bestehenden Landesgesetzen vorkommenden Maß- und Gewichtssätze in metrisches Maß und Gewicht. 5. Bericht des LandesauSschnfses wegen Erwirkung eines Rachtragscredites aus dem Land-Ssonde pro 1874 anläßlich der Aeuderuilg der Regie- uud Speisenvergütniig im hiesigen Civ.lspitale K. Bericht des Finanzausschusses über de» Lvrauschlag der Slaper Obst- und Weinbauschule für das Jahr 1876. 7. Bericht des Finanzausschusses über de« Rechnungsabschluß der Slaper Obst- und Weinbauschule für da« Jahr 1874. 8. Bericht des Finanzausschusses über den Lvrauschlag des Landeslnlturfondes für das Jahr 1876. 9. Bericht des Lanüeöausschiisses. betreffend den Bau einer neuen Irrenanstalt. 10. Bericht des Finanzausschusses Über die Boranschläge de» Kranken-, Gebär-, Findel- und Irren-hauSsoudeS für das Jahr 1876. 11. Bericht des LandeS- ausschuffeS wegen PeiisiouSerhöhuug für den gewesenen BolkSschnllehrer Joh Puft. IV. Wahl des SchulausschusieS von 7 Mitgliedern. — (M-dizinisch-R-clamen sür dieMut-t e v Gottes.) Das klericale Blatt „Danica" v-röffentlicht seit einiger Zeit eine Reihe gelungener übernatürlicher Huren aus Ärain, welch- infolge inbrünstiger Fürbitte an die zu LourdeS in Frankreich gefeierte Mutter Gottes vom aller-heiligsten Herzen stattgefunden haben sollen. Das eigen-thümliche dieser Kuren liegt darin, daß die Patienten ihren Stoßseufzern um himmlische Beihilfe stets den Zusatz beifügen müssen, daß sie im Falle der Genesung die erfolgte Wunderkur durch die Zeitungen pnblicieren werben. Es ist dies -in- neue Methode, die Guust der Heiligen zu cap-tivieren und nach den vielen von der „Danica" bisher pu-bliciert-n Wunderkuren aus Ätain zu schließen, scheint die R-clame des slooenischen klericalen Blattes im Himmel viel Anwerth zu haben. „Danica" ist auch nickt wenig stolz ans ihre Erfolge, in der letzten Rummer fordert sie die „fleischlichen Ungläubigen" auf, ähnliche Fälle aufzuweisen, wo ihr Abgott der Natur derartige frappante Äureu zustande gebracht hätte. — (Di- laibacht t Sparkasse u n d der Realer edit.) Die Summe der zugunsten der laibacher Sparkasse ai.s Realitäten sichergeslellteu Forderungen erreichte mit Ende 1874 d.e Höhe von 5.432,785 fl. 65 kr. Für die beteiligte» Kreise dürste es nicht uninteressant sei», zu wisse», auf welche Weise sich diese Summe nach der Höhe der dar-gelieheuen einzelnen Kapitalien verthetll. Um dem zu ent sprechen, dringen wir nachstehend die Reparation der Darlehens-kapitalicti, welche um einer von der Sparkasse zu Regit-rungszwecken gelieferten statistische» Tabelle entnehmen. Im ganzen waren Ende 1874 2498 Realitäten belastet, davon 1007 mit Darlehen bis 300 fl., 839 von 300 fl. bis 1000 fl., 387 von 1000 fl. bi« 5000 fl., 157 von 5000 fl. bis 10.000 fl., 69 von 10,000 fl. bi, 2",000 fl., 22 von 20,000 fl. bis 30,000 fl., 6 von 30,000 fl. bis 40,000 fl.. 4 von 40.0>0 fl. bi« 50,000 fl , 1 vo» 50,000 fl, 3 von 60,000 fl. bis 70,000fl., 1 von 80,000 fl., 1 von 100,000 fl., 1 mit Darlehen von 200.000 fl. Au« dieser Darstellung erhellt auch, daß die Wohl thai deS Realcredite« insbesondere dem kleinen Grundbesitze zittheil wird. — (Die Ausstellung der Kunststücke) b-s hiesigen Galanterie. önchbii.berS Herr.. Karl Eisert wirb vom Montag den 19. d. M an in den Vormittagsstunden von 9 bis 11 und in den Rachmittagsstunden von 2 bis 5 Uhr in dessen Wohnung, Grad.schavorstadt, Triesterstraße Haus>Nr 53 gegen ein Eintrittsgeld von 20 kr. statlftnden. Die Hälfte der eingegangenen Beträge wird dem biesig-1. Feuerwehrsonde gewidmet — ( W a l b b r a n d.) Im fürstlich Windischgräz'schen Walbe zu St. Peter, Bezirk Rann, würbe von einem Raub-ckittze» Fetter gelegt und brannten binnen sechs Stunden drei Joch des bestgepstegten Forstes ab. Ohne die Hilfe der Gendarmerie und der Bevölkerung wäre noch größerer Schaden verursacht worben. Am nächsten Tage brach das Feuer wieder aus und würben sieben Joch zerstört. — (Di- Einstellung der Steuere xecution bis nach der Ernte) ist eine Angelegenheit, welch- die Landwirth- in hohem Grade interessiert. Im kärntner Landtag wurde deshalb die Regierung interpelliert. Die Antwort auf die betreffenbe Frage wurde bereits ertheilt. Die Regierung verkennt nicht die ungünstigen Zeitverhältniffe, will aber nicht unbedingt „Ja" sagen und erklärt nur, die nöthige Rücksicht nehmen und Auflistungen gewähren zu wollen nach freiem Ermessen. Die Gemeindevorsteher find angewiesen, Fälle der Dringlichkeit zur Kenntnis der Behörde zu bringen. — (Tag der Industriellen aus Inner* Österreich.) Der Ausschuß des Vereines der Kaufleute und Industriellen in Graz hat, wie die „Gr. Tagespost" meldet, den Beschluß gefaßt, der nächsten Bereinsversammlung daS Programm für einen im Laufe biefes Sommers in Graz abzuhaltenden allgemeinen Tag der Kaufleute und Industriellen der Steiermark (eventuell auch Kärnten und Krain) zur B-rathung vorzulegen. Dieser Handels-tag wird vorzüglich die durch die Einführung des metrischen Maßes und Gewichtes nothwendig werdenden neuen Bestimmungen nnd Usancen für den allgemeinen Verkehr zu berathen haben, unb ist biefe Jbee umsomehr als eine glückliche zu begrüßen, als tatsächlich die meisten Branchen der HandelSwell bestimmter Normen, besonders für ben Öffentlichen Verkehr, noch immer entbehren. Auch dürfte di-fer ‘ Handelstag Gelegenbeit haben, sich über jene witthschaftlichen Fragen auszusprechen, welche von einschneidendem Interesse für unsere Handelsweli sind. Diesem zeitgemäßen Unternehmen d's Vereines der Kaufleute und Industriellen ist das beste Gedeihen und eine lebhafte Beschickung des Handelstages ans allen Theilen des Landes zu wünschen. (P o n t - b q b a h n.) Die Pourparlers über btt Pon-iebabahn gelegentlich ber Kaiserreise haben, wie bie „Montags-Revue" zu wissen glaubt, zu der Abmachung geführt, daß Oesterreich den Ban dieser Linie dann beginnt, wenn Italien die letzte zum Anschlüsse nothwenige Strecke — eine Poststation in Angriff nimmt. — (Waffenübungen der Res«rvisten.) Aus Grund der vom Generalcommando mit den politischen San-d-sst-ll-n erzielte.. Vereinbarungen sind für die Vornahme der periodischen Waffenübungen der Reservisten ein- für allemal folgende Perioden festgestellt worden: In Steiermark: im 27. Ergänzungsbezirke vom 1. bis 28. Juni und vom 1. bis 28. September; im 47. Ergänzungsbezirke vom 15. Mai bis 11. Juni und vom 15. August bis Ilten September In Kärnten vom 15.Mai bis 11. Juni und vom 1. bis 28. September. In Krain vom 15. Mai bi« 11. Juni unb vom 15. August bis 11. September. Bei ber Bestimmung dieser Frühjahrs- und Herbstperioben wurde ans die Unterkunftsverhältnisfe und auch daraus Rücksicht genommen, daß der ÄregSftand der Compagnien zum Nachtheile des Uebungsersolges nicht zu sehr überschritten werbe. Enblich trug man nationalökonomischen Rücksichten Rechnung, damit die Entziehung der Arbeitskräfte nicht im ganzen Lande zu derselben Zeit unb in gleicher Zahl wie bisher platzgreife. — (Folgen ber Entwaldung.) In dem interessanten Werke „Ueber die Wafferabnahme in den Quellen Flüssen und Strömen bei gleichzeitiger Steigerung der Hvchwäffer in den Kulturländern" (Wien, 1873) bespricht ber Oberbauleiter der Donauregulierung bei Wien, Mini-sterialralh Gustav Wex, in eingehenber Weise die Wasser-staiids-Berhältitisse der fünf Hanptströme Mittel-EuropaS und conliatiert, daß die in den Strömen abfließenben Wassetguantitäten continuierlich abnehmen, ja baß seit den letzten brei Decennien — also seit Beginn des starkem Eisenbahnbaues in Europa — die Abnahme derselben sogar eine raschere geworden ist und viele vor Decennien noch wasserreich gewesene Flüsse und Bäche sich in Wildbäche verwandelten. Von den fünf Hauptströmen wollen wir die sehr beachienSwerthe Thatfache hervorheben, daß beten mittlere Jahres - Wasserstandshöhe in verhältnismäßig kurzer Zeit schon bedeutend abgenommen hat. Demnach hatte der mittlere Jahres - Wasserstaus der Donau bei Alt Orsovci, woselbst sie die Gewässer eines (Gebietes von ciica lj.OOO Quadratmeilen zusammensakt, im Durchschnitte der Jahre 1856 und 1871 jährlich um 11 Zoll abiß die Waldverwüftung in einem großen Tbeile Rußlands noch fortdauert, und „wenn zum Beispiel nt den Weichselprovinzen die Ausholzung der Wälver noch zwanzig Jahre im jetzigen Maßstabe anhält, dieselben eine waldlose Kläche sein werden." — „In Volhynien, wo noch vor kurzer Zeit 42 Percent des Bodens Waldland waren, jind jetzt nur noch 25 Percent bewaldet," LaS heißt, es hatte früher 548 geographische Quadratmeilen Waldungen, jetzt mir mebr 326 Quadratmeilen, daher um 222 Quadratmeilen oder um 40 Percent weniger. „Das Gpuveruewent Pensa, das 35 Percent seines Flächenraumes Waldungui hatte, besitzt deren jetzt nur noch 20 Percent," das heißt, der. Waldbestand dieses Gouvernements ist von 248 geographischen Quadrat* meiten auf 1415 Qnadraltneilen gesunken, , und ähnlich verhält es sich auch in ander» Gouvernements." Wir ver spüren es aber auch, Laß das Klima des übrigen Europa immer russischer wird. — (U e b e r Ausstellung vou 91 i ft f ä st ch e u) schreibt ein Naturfreund in Co- landwirthschastlichen Zeitung der „N. sr. Pr": Hervorragende Naturforscher uiib Ornithologen, als: Dr. (Sieger, v. Tslkudi, v. Tschusi Schmid bösen, Professor J 'itteles, i'eiiz u. s. w , baben vie Ausstellung von künstlichen "Jiiflvomditmigen als ein besonders wirksames Mittel, um der b. Caiicrlitf'en Bei Minderung der nützlichen Vögel abzubelsen, bezeichnet. Es ist nemlich eine bclaunte Lhatfach?, daß durch die Reducierung der Waldstächen und Baumbestände, ferner durch das Abraumen hohler Bäume den für Die Land- nnd Forstwirthschast so überaus michtigen infectenfreffeixtoen Vögeln, welche meist Höhlenbrüter sind, die Ansiedlung nnd Nistgelegenbeil »I der Nahe kultivierten Bodens entzogen wurde, Die künstlichen Nistnoviicbtimgeu bezwecken nun, den Höhlenbrütern einen Ersatz für die ua türliebrn Höhlungen in Bänin. n und Kianenvexken zu hieteii, sie einzulaten, fiel» in imfeien (Mrtat nnd Wäldern bäns lich inederzulafse», eine Familie in gründen liuC unter den den Baiim- und Keldsrüchten iiacblhciligeu Jnjecten gehörig ufviräitmeit Jusbesoudere verdient in diese, Beziehung vervörgehoven zn werden, daß sich kie Anbringung ovn WirtMfldieit tu Wäldern, welche an die vom Borkenkäfer bereits beimgesuchten Bestände grenze», als eiue wichtige Vorkehrung ge.cn dix weitere öttbreitiiim dieses verheeren -e,> Jusectes empfiehlt, weil dadurch Meisen und Hpe-i>te, welche gan; vorzüglich aus den Borkenkäser und seine Larven Jagd mache», in großer Anzahl zum bltilrnoen Aufenthalte herangezogen werden. In Deutschland wurde die Bedeutung der künstlirven Ni|l-Vorrichtungen sü. i« LflNdwirth und für den Forstmann schon lange gewürdigt nnd die Erzeugung nnd Verbreitung derselben auch oonfeite der Behörden ans das nachdrücklichste gefördert So k,un es denn, daß dort die Nistkästchen mm mehr fabrikmäßig und massenhaft hergesteUt werden und eine sehr ausgedehnte und eben deshalb erfolgreiche Ve> wendung gesunden haben, wäbiend unseres Wissens in Oesterreich diese künstlichen Ristvvrrichtnngen in der wün schensweitben Menge weder erzeugt noch verwendet werde», obgleich schon öfter betont worden ist, daß gerade in nnseren holzreicheren Gebirgsgegenden die Fabricalivn derselben zu einem sich lohnenden Envcrbszweige umsomehr ausgebenlet werden könnte, als sich zur Her. elluug von Niftlästche» auch Abf,llholz und Banniriiiden ivohl verwerthen ließen. Sollen die Nistkästchen der Land und Volkswirtschaft einen großen Nutzen gewähren, so ist es nölhig, daß sie »lassen hast in Anwendung gebracht, vaß sie ziveckuiäliig gebaut j | nnd ausgestellt werden nnd zu einem mäßigen Preise zu ! erlangen sind. Es gereift uns nun zum Vergnügen, an ! dieser stelle ans die diessälligeu Bestrebungen des Herr» Fritz Zeller i» Wien Hinweisen zu können, welche um jo anerkennenswerther sind, als sie ohne Rücksicht aus einen Uiiternehmergewinn zunächst nur die Förderung des gemeinnützigen Zweckes im Auge halten und in diesem Liitne auch vvu der Regierung empfohlen worden sind. Nistkäst-che» für Hvhleubrüter sollen ans Holz conflniiett, mit einem wasserdichten Anstriche versehen und durch Bestreuen mit verkleinerten Baumflechteu uud Moos den natürlicheii Brutstätten möglichst a»gepaßt sein. Die innere und äußere Construc-tion dieser üiistkästchcn ist wieder eine verschiedene, je nachdem man Staate, Meisen, Sperlinge, Fliegenschnäpper oder andere Dpecies der nutzbringenden jtlasse der Höhlenbrüter zu hegen beabsichtigt. Mögen die Landwirthe jetzt beim ein-tretendeu Frühjahre für die Pflege und für die Sicherheit ihrer befiederten Freunde ausgiebige Sorge tragen und sich diese Erfahrungen und Einrichtungen anderer in der Landeskultur notorisch weit vorgeschrittenen Staaten rechtzeitig zunutze machen. — („Diene Illustrierte Zeitung" Nr. 15.) Illustrationen: Sr Maj. Jacht „Miramare". (Nach einer Photographie von Roitmatjcr.) — Das Schlafzimmer Sr. Maj., das Arbeitszimmer Sr. Majestät und der Empfangsfalon Sr. Majestät auf dem Schiff „Miramare." (Nach Skizzen von P. Eyb.) — Venetianisches Früchtenbvot. — Die Einweihung der Sigmunds Glocke in Krakau im Beisein des Königs Sigismund vvu Polen. (9tach einem Gemälde opn Stesan Matejtv. - Schluß „Miramare" bei Triest, Riva degli Giavvnl in Venedig (Aus I. Engelhorns Prachtwerk: Italien.) Texte: Heimatlos. Von B. M. Kapri. (Fortsetzung.) — Miramare. Von Dr. Franz Raab. — Das Drama im parterre. Sittenbild aus dem alten Wien. Von Dr. Marzroth. tSajiuß.) - Die kaiserliche Jacht „Miramare." Ein veiietiamsches Früchtenbvot. — Eiu Eapitel vom Trinken. Laruinia Burana. Von Eduard Baiiernseld. — Der Kamps um em Erbe, iliomaii ans dein Englischen, von G.vrge L. Alten. Deutsch von Laver Riedi. (Fortsetzung.) Riva dcgli Giavoni „Einweihung der Sigmunds-Glocke in Krakau," von Matejko. - I Chronik. — Schach. 10n)u Witterung. Laiba», 17. Morgens ziemlich heiter, vormittags Sonnensö nachm. zunehmende Bewölkung, schwacher NO. Wärl morgens 6 Uhr -(- 3 5°, nachniittags 2 Uhr + ilf (1874, 1873 + 18'2»C.) Barometer 7 Mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s- 64°, um3 unter dem Normale. Angekommene Fremde. * am 17, April. jo Hotel Stnflt Wien Matzel und Just. Reisende, 5 Rischel, Ingenieur und Dr. Clar, Graz. — Skarja, 9 meister, Uiainburg. Hotel (fiefnttr. Snttaiek. — Dolnicar. Apotheker, 5 — Meintinger, Kafilschig und Reiner, Rudolfswe Movrcn. Kern, Ingenieur, Wien. — Üiilaä, Post Sagor. — Turk, Privatier, Obertrain. — — telegraphischer Cursbericht am 17 April. Papier Rente 70 65 — Silbcr^Rtute 7175 Staals-Aiilehen NI 6«> Bankactien 958. Lredil ' London 111-So Silber ()3'50 - K k.: vucaten 5ül. — 20Francs Stücke 8'881/.. — 100 1 mcirf 54 40. Frachtdrirsk i nach Der neuen Vorschrift in der Uudulruilerei v. !tfmimn|jr & Bam^rg. Welt- 1873 ien. mu Frische Füllung Ofner Räköczy-Mineral-Bitiersalz-Que Mineralwasser, wolchos im Laboratorium der königl. ungar. l'niv#ireitut *.oWie «iuroh berühmt** in- und Professoren eheutiHoh t'enau uutvrsucht wurde. i-nliiiill an mimtrnll.snlitm Itestiimit heilen in 1 Pfund a 32 Lotli oder 7080 wiener Uran : j Schwofeisaure Magngpia....................................^69*617 Schwefelsäure Natron ..................... | Schwefelsäure* KaH . . . ........................ | Clöhutriuui ................................ Kohlensäuren Nati i>u ........................... Kohlensaurer KulV................................. Eisenokyd uni Tliouerde........................... I Kieselsäure...................................... Freie und balhgfbundene KohleiiHfcure .... lli-071 1167 18U7S> 44V«; 8‘8f*7 0051 0*1)98 196 Das natürliche Ofner Räköczy-Mineral Bitterwasser ‘ wird von Dr. Walla, rrimurarrf zu St. itochua, und voi Fronrolflz, ofner Stadt-Uherphyt-iouB, mit gM»* ““ folg angewendet: üi 1. hei Vnterleibskrankheiton, nemlich Leher- und MlUw pungon, Iläiuouhoidallvideu, StuhlveihultUög: • ,Jvrj? 2- bei chronischem Magen- und Dtirrnkatarrh, ti6lbSB0ht. 3. bei Liren lat ioitKHtOrungen, A t h um n gebe ec li wenlei, n»ie#i wenn selbe CongeNtionen nach verschiedenen Org&ne» , ( wirken; 4. bei Gicht, um die Aub- und Absondtiruug*'Th»tigmt ^ h io mit den Stoffwechsel zu beschleunigen ; - . I ü. bei chronischen IlautausHchl&gon . leielitflreji^urai« I Skrophulose; l ^vi fütligor Eutaitung den Herzen*; 7. gpgon Fottaiirtammlung überhaupt; jJÖUÖlS bol Krkrankutiiren der n ' * 300 332 j 8. net Krkratikungen der weiblichen Kexunlorganc, ln Aiibolraclit, da»« ilirne» auegoseichnete Miiinrulwaiinr irogoa aeluetn miftbortroffllclion Hclohtbaue »« * .'i1 !?••*) W* all» ,u-^ uuil geelledisehee Hnt..rwanbor weit ülierlrilTt, kann oh eimim leidende* uwl mltef < Die Brunnen-Verwaltung nlol den Publidd»i Weten» nnd geniimnnhalt empfohlen wenlen. 8 Innptdepot )>ei lien Eigenthümern Gebrüder Loser ,1er RäMezy-Quelle in Budapest nad Triest. bei Ofen. llüiiptniedtM liigti für ilits Kronlimd Ix min bei Herrn |>eler Lussitih in Houbt zu haben __________ br und Minlinnl K.1 a< Joh. Bai thelme in «jottocbei ber.liin Herren : Jnhob Schober und Miolinol K.iilnor ln’\.1ul,Tl,'; Jul. plante und notiälbaohVobe en; Eng. Knyv in Wi|rp«uli; J. Xendft m Hud.'H'nwertli; Adolf Johlt, *ll0lbltK Verstorbene. Den 15. April. Kaspar Woiska, gtro Hausmeister. » «apuzinervorstadt Nr. 73, Brustwassersucht. Den 16 April. Maria Mikiltfck, Tigarrenfabriks. w.-,th>rSfm6 2*U 3'- Stadt. Wasserkops. — Johann Seifer, iSSSSltot 28 3-, St. Petersvarstadt Nr. 109. Lungen- SStonfl - Anton Slatik. ?•*•■*» ** .... Nr. 51. Lunqenlähmung. Telegramme. Sebenico, 16. April. Der Kaiser drückte auf hi„ Ansprache des Bürgermeisters seine Freude über di-Kundgebungen der Loyalität aus; er hofft eme tbatiae Mitwirkung der Gemeinde zur werteren Äaltima der Stadt, deren Wohl ihm am Herzen nJL Dem Generalvicar gegenüber betonte der Str seine Fürsorge sei stets dem Klerus der *3* Seb-nico zugewendet, überzeugt, der Klerus r.* stets derselben würdig erweisen. Der Snfer besuchte die Kaserne. Kathedrale, die öffentlichen t n und wohnte den. slavischen Volksfeste bei. 16 April. Das Abgeordnetenhaus tätigte die 'Verfassungsänderuugsvorlage in erster ,mc;ter Berathung unter lebhaften Debatten, M-m°rck md der C^ltuöministcr b-. tk-iliaten Erstercr rechtfertigte btt Vorlage Mlt der A bem teile total gcä.lderten Machtstellung des Papstes. Die Vorlage wnrde fchlt« »nt allen 2 ie Cenlrumsstimmen in der F°ffu"g: d.e Nssungsartikel fünfzehn, sechszehn und achtzehn Txnb °us>l,oben ^."U8^ie Interpellationen be-der Minister be- Aeußern die bekannte deutsch-belgische Note und kündigte an. baß qeftern abenbs die brutsche Antwortnote auf bie belgische Note vom 26. Februar eingegangen ist. baß die Regierung daher ihre Erklärungen einige Zeit verschieben müsse. Das neueste deutsche Acten-stück bringe übrigens keine neuen Thatsachen vor, erörtere blos bie weiters infrage kommenden Pcinci-pien des internationalen Rechtes. Der Minister citiert einen Passus des Aktenstücke-, die Anschauungen als grundlos erklärenb, wornach Deutschland bie Freiheit ber belgischen Presse anzutasten beabsichtige. Der Minister betont schließlich den aufrichtigen Wunsch der Regierung, bie guten Bezieh ungen zu Deutschland zu erhalten und zu befestigen. Der Interpellant erklärt sich zufriedengestellt und mit der Vertagung der Jnterpcllationsdebatte einverstanden. Die krainische Baunesellschaft hat im Jahre 1873 den Neubau des Gymnasiums in Äottschee übernommen und denselben im verflossenen Herbste nach den von ihren Baumeister Herrn Wilh. Treo angefertigten Bauplänen in anerkannt befriedigender Weise zu Ende geführt, so daß das in jeder Beziehung zweckentsprechende und geschmackvolle Gebäude bereits seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Das gefertigte Bancomitö macht es sich daher zur angenehmen Pflicht, der krainischen Ballgesellschaft, so wie ihrem Baumeister Herrn Wilh. Treo für die correcte Durchführung des Baues wie auch für die folide Abrechnung den Dank öffentlich auszufprechen. (270) Vottfchee, im März 1875. Für daS Baucomitö: der Obmann und Bürgermeister Braune. Verlaufener Hund, schwarzer Rattenfänger, kleine Gattung. Weibchen, Brust weiß, mit Marke Nr. 473, hört auf den Namen „Fltn " Der redliche Finder wird ersucht, denselben Hauptplatz Nr. 6, 2. Stock, gefälligst abzugben. (269) SV (Ein Mimhimmer, nett möbliert, allein oder auch mit einem Herrn zusammen, wird gesucht. Offerte unter Anton 1058 poste restante. (266) 3—2 Metrische Gkwichlt und Maße. Philipp Wiener & Comp, Prag, Rittergasse, ehemals k. k. Mromer Eisen- 1 * werksfactoric, offerieren: amtlich geaicüte Jufo~©cimcfttc gußeiserne 1, 2, 5, 10, 20 Kilo pr. Stück kr. 14 32, 53, fl. 112, S5, 3 60 messingene, 1 Garnitur 12 Stück mit Kästchen, bis 50 Dkg., ft. 3 25, 11 20 .. „ 2-30. Wiederverkäufer erhalten der Abnahme entsprechend $ftr Rabatt. (166) 8—6 ill Taschentuches Handtücher, Kintücher ohne Naht, Wirkwaren, Shirtings etc. unter Garantie der strengsten Solidität, tadelloser Ausführung, zu neuerdings (seit Jänner 1875) über 25 Perzent offerieren wir _ b r ^ , p r e i* e n. herabgesetzten p^ckfrange» der Materialpreise und Arbeitslöhne und unseres grossen Absatzes im In- und Auslande sind wir in Infolge glaublich billigen Preisen reelle Ware zu verkaufen. Dass wir weder österreichische, noch französische, -*och ^gti^he’ Concurrenz zu furchten haben, zeigt ein Blick auf unsere seit acht Jahren im Auslande bestehenden Filialen, unser bedeutendes ®*portg^™denetHosen. Damenhemden, Corsetts. Frisiermäntel, Nachthemden. Negliges, Tischgarnitnren werden auch stückweise, Taschentücher, Herren Handtücher, Servietten, Strümpfe in halben Dutzenden abgelassen. Leintücher, « jjge jftrasche-Fafrrikjs-Hauptiiiederlage Schostal & Härtlein, Wien, Graben 30, „ntr goldenen Krone. 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Muster werden bereitwilligst eingesendet. __________________________ ________________________________________________ «;;meln. jtraaen und Manschetten, au« englischem «hiffon, ÄÄSi ÄlM' »raNstch und bequem, . st. 8, 3 50, .ul «jte» letera i flf’O, 3, »BO, 4, 6 »i« fi. e. Hal«we»e an,„gebe. Alle Gattungen Wäsche werden auch nach Muster, Maß oder «ngabe in kürzester Zeft angef^tiat. auch übernehmen wir da« Namen» oder Monogrammsticken der bei un« geteuften Wäsche, Tisch. zeuge, Leintücher K. __________________________________________________________________________________ 800, 1000, 2000 bi« st. 4000 stet« »er. Complete Helrateaueetattnngren 4 st. 800, 600, wiw o. V___________________________________________ räthig. Ueberfchtäge een Bu«st«ttungen gratl«. P*ei»ooar»nte aller am Lager befindlichen Artikel werden gratis und franco verabfolgt, Gedenktafel über dir am 21. April 18 75 stattfindenden Lici-totionen. 3. Feilb., Jurajefeic'sche Real., Okluz, BG. Möttling. — 3. Stilb., Srebotnak'sche Real., Nußdorf. 50®. Adels-teig. — 3. Feilb, Bobek'sche Real., Neudirndach, BG. Adelsberg. — 3. Feilb., Ver-viscar'sche Real., Dragemeis-fcors, BW. Möttling. — 2. Feilb., tRabii’fdit Real., Radmannsdors, BG. Rad-mannsdorf. — 1. Feilb., Bi-lan'sche Real., Pndob, BG. Laas. — 2. Feilb., Vodnik'sche Real., Lustlhal, BG. Egg. c 3 ' ® lO io o» C/1 F* «« ! s tu S Ä & c £ B I S s 5 3 «B e ’S ■M bv s a I £ S £ a *3 « «0 e «s a — o. -(S "» >8 I £ Der echte ’s Wilhelm antiarthritisckie anthirheiimatische Blntrelnigungi-Thee (blulrrinigevd, gegen Gicht und Rheumatismus) ist als Frühjahrs-Kur (97) 6-2 das irccr.t « Mit Bewilligung der ^ l k. I. Hoskanzlei laut ? Beschluß i Wien, 7. Dez. 1858.( da dieses von den ersten medizinischen Autoritäten i»QK*300verden, Pollutionen, Mannesschwäche, Fluß bei Frauen! u. s. w. Leiden, wie Skropbelkrankheiten, Drüsengeschwulst werden schnell und j gründlich geheilt durch anhaltendes Theetrinken, da derselbe ein mildes Solvens I (auslösendes) und urintreibendes Mittel ist. | Massenhafte Zeugnisse, Anerkennungs- und Belobungsschreiben, welche aus! Verlangen gratis zu gesendet werden, bestätigen der Wahrheit gemäß obige Angaben. I Zum Beweise deö Gesagten führen wir nachstehend eine Reihe anerkennen» I der Zuschriften an : j Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. S P a r n s d o r f bei Aussig a. d. Elbe, den 18. Oktober 1874. | Euer Wohlgeboren! Durch sechs Jahre schon habe ich die empfindlichen J Gichtschmerzen an meinen Beinen erlitten, ohne auch nur an einer Stelle Hilfe! zu finden Als ich Ihren ausgezeichneten Blutreinigungs-Thee durch Zufall erhielt und denselben fleißig getrunken hatte, machte ich die angenehme Ueber-; raschung, indem ich sogleich seine Wirkung verspürte, denn die heftigen Schmerzen Vi ließen soweit nach, daß ich doch freie Bewegung hatte, in meinem Körper aber j® eine solche Gesundheit verspürte, deren ich mich leider schon viele Jahre nicht zu i erfreuen hatte. Da ich der festen Ueberzeugniig bin, daß mich Ihr heilsamer Thee gänzlich \ von meinen Leiden befreien wird, so ersuche ich Sie höflichst, übersenden Sie mir ] durch die Post ein Packet von Ihrem BlutreinigungS-Thee. In der Hoffnung, das Verlangte baldigst zu bekommen, zeichne hochach-1 tungsvoll M. Anna Thiele, Zimmermeistersgattin. Herrn Fra«r Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. Kirchberg am Wagram, den 29. Oktober 1874. ' Senden Sie mir mit Nachnahme ehebaldigst zwei Rollen L acht Portionen 1 Blutreinigungs-Thee, derselbe leistet bei mir vorzügliche Dienste und finde ich I mein Leiden schon bedeutend gebessert. Achtungsvollst AloisFiglmüller. | Herrn Kran» Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. 1*. Ratibor bei Ehischka-Klein bei Tabor, den 20. November 1874. ÄÖ Geehrter Herr! Weil sich der Wilhelm'« Thee bei meiner Frau, die Über IfiBI 20 Jahre krank war, sehr wohl angezeigt hatte, so wende ich mich wieder an Ew. Wohlgeboren, mir wieder drei Packete gegen Postnachnahme einzusenden. Hochachtungsvoll ‘ Josef Heiha 1, Ackcrsmann. Bor Verfälschung und Täuschung wird gewarnt. Der echte Wilhelm1« antiarthritische antirheumatische Blutreinigungs-Thee ist nur zu beziehen aus der ersten internationalen Wilhelm’« antiarthri-tischen antirheumatischen Blutreinigiings-Thce-Fabrication in Neunkirchen bei 5*5 Wien oder in meinen in den Zeitungen angeführten Niederlagen. 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