Deutsche Macht , ... - ■""" "> h«rt "k ««" «" in'« ».., Konatlift (L -M. «Rtdjglrig I. UM. »alWftttg f. ,-. *. R„ T.f,,^,,, »teWlUMt M* toIWtrl« I I.JO, gasjiätng f. «40. D» llnjflnt Rammn 1 h. 3minaU nach t«rlf; kri »ftcrr* Bit*ttV(«a|C* Rabatt. fatMIrt« luftucn 3nfIi sie auch viel schneller ein. Was mich selber im, so ziehe ich die Zeit, in der ich lebe, anderen vor, weil mir dieser sonnige Tag tet, mich mit einem getrüffelten Kapaun einem sehr ge streichen Burgunder zu unter-tat. Die Vergangenheit läßt mich kalt, und die Zukunn zu glauben kann ich mich nicht schließen. Ich habe darum auch nie eine ge-ichliche Spekulation gemacht, so sehr mir auch im meinen Freunden nahegelegt wurde, für 'i* Jhcatcr ein 3tücf mit abendfüllenden Tan-Meii zu schreiben. Der gestrige wie der mor-\ Tag sind die jüngsten meiner Sorgen, liebe nur die Gegenwart. wählt werden, um den alten Kohl minder un-genießbar zu machen, und ist nur in Einem Punkte mit dem Mäntelchen der Wahrscheinlichkeit aufgeputzt, dort nämlich, wo der Erfinder, seiner innersten Natur entsprechend, erzählt, er habe seine Gesinnung nicht sogleich verrathen, sondern dem Lehrer erst die Würmer aus der Nase ziehen wollen, um zu hiiren, „welche weiteren Actionen in Aussicht genommen seien." Die Antwort aus diese Frage zeigt uns so recht, daß die ganze Geschichte erfunden ist. WaS verrieth der Lehrer? Daß der Schulverein den ganzen Boden der unteren Steiermark der deutschen Zunge zurückerobern wolle! Also dieses dem Deutschen Schulverein schon seit Jahren bis zum Ueberdruß unterschobene Ziel seiner Bestrebungen ist das große, schlau entdeckte Geheimnis seiner künftigen „Actionen" ? Entweder die ganze Ge-schichte ist eine ungeschickte Stylfigur, oder der Erzähler ist einen, Spaßvogel, der ihn sogleich durchschaute, gründlich aufgesessen. Das gibt ihm aber gewiß kein Recht, den Schulverein und uns, die wir uns in dieser Hinsicht mit ihm voll-ständig identifizireu,^ landeSverrätherischer Tendenzen anzuklagen. Selbst wenn unser Sinn da-nach strebte, das ganze Unterland zu germanisiren, kämen wir nur der Pflicht der Selbsterhaltung nach, denn mit solchen bösen Nachbarn, wie es die Pervakeu sind, friedsam zusammen zu leben, ist unmöglich: da wir nun aber aus unserem angestammten Boden bleiben und deutsch bleiben wollen, bliebe uns ja gar nichts übrig, als zur Abwehr bfr Angriffe auf unsere male-rielle und nationale Existenz offensiv vorzugehen. Solche Hetzartikel, wie der von unS besprochene, welche die Ausrodung deS DeutschthumS mit Stumpf und Stiel predigen, zwingen uns geradezu, ebenso radicale Heilmittel in Aussicht zu nehmen. Wir haben durch Jahrhunderte friedsam neben unseren slavischeil Nachbarn gelebt, wir haben sie nicht germanisirt, wie Aigura zeigt, wir haben also den Beweis bereits erbracht, daß wir nicht agressiv vorgehen. Wirft man uns aber Wegen dieser rein persönlichen Mittheilung bitte ich vielmals um Entschuldigung. Sie sollte lediglich darthun, daß ich nicht als geschworener Feind meiner Zeit gegenüberstehe, wie dies leider von vielen Moralisten, Aphoristen, Plauderern, Beobachtern. Philosophen und anderen Denkern beliebt wird. Ich hege die unerschütterliche Ansicht, daß Alles immer so war und immer so sein wird, wie es zur jetzigen Stunde ist. Mit Einem eisernen Inventar von Thorheit behelfen sich alle Jahrhunderte. Wie Obst in Essig, findet man in den Schriften uralter Satiriker Narr-heiten aufbewahrt, die denen vom Tage ver-blüffend gleichen. Wir haben gar keinen Grnnd, stolz oder beschämt zu sein — es war immer so. Wenn ich nun sage: man ist heutzutage mit zwanzig Jahren blafirt, so will ich damit den jungen Leuten, die sich in dieser erfreulichen Lage befinden, nichts Unangenehmeres gesagt haben, als wenn ich beispielsweise constatirte, daß man die Leibröcke jetzt wieder länger und die Westen tiefer ausgeschnitten trägt. Blafirt-heit und lange Schöße, Beides gehört zur Gar-derobe. über Beides kann man scherzen oder ernsthaft reden. Die Schneiderseelen werden immerdar über die Seelenschneider lachen, und umgekehrt. Auf nichts blicken wir hochmüthiger vor. wir schleichen uns wie eine „Schlange" an unsere Landesbrüder heran, um sie für uns zu gewinnen, dann zwingt man uns, auch unser Gedächtnis aufzufrischen und uns der Schlange zu erinnern, die wir an der deutschen Mutter-brüst genährt haben, und die al» Lohn dafür die Nährmutter mit ihrem Gifthauche bedroht. Die Bibel spricht, welches Schicksal solches Ge-zücht verdient! Und wie da« zischt! Man höre nur: der heil. Glaube wird wieder in's Treffen geführt, er sei bei uns Deutschen bedroht. Und das wagen dieselben Ereaturen zu sagen, deren gleichwerthige Genossen wenige Tage vorher das Eingeständnis machten, im Abfall von der Kirche der Vater allein erblickten sie daS Mittel zur Verwirklichung der panrussischen Idee! Verwerflicher Mittel zur Heranziehung slove-nischer Kinder wird der Schulverein beschuldigt. Welche diese Mittel sein sollen, wird weislich verschwiegen. Ist das nicht niederträchtige ver-werfliche Verdächtigung? Wir wollen aber unseren Gegnern da« Mittel verrathen, welches die Entsetzen erregende Wirkung hat. Es ist nur Eines: der gesunde Sinn der Bevölkerung, welche die Vortheile deutscher Bildung zu schien weiß. Abermals wird der Schulverein politischer Tendenzen geziehen und die Polizei gegen ihn aufg rufen. Der Evril- und Methudverein aber soll ungeschmälert sein Unwesen treiben dürfen, eine förmliche Verschwörung zur Austreibung des DeutschthumS soll ungestraft organisirt werden. Nebenbei läuft das etwas unvor-sichtige Geständnis, daß auch die Vorschuß-cassen nur nationa len Zwecken zu dienen haben. Uns war das von allem Anfang an kein Geheimnis; kennen wir doch nicht erst seit der letzten Reichsrathswahl den Druck, welchen die Vorschnßcassen auf die politische Haltung der Wähler ausüben. Dann, wenn der Deutsche Schulverein ver-nichtet ist. wird Ruhe herrschen, ruft der Per-vaken - Apostel. Ja, es wäre die Ruhe des herab, als auf daS, waS wir nicht verstehen. Vielleicht läßt sich hieraus die Thatsache erklären, daß man umso stiller, bescheidener und demüthiger wird, je mehr Dinge man verstehen gelernt hat. So habe auch ich eines Tages die Blasirt-fiett der Jünglinge von zwanzig Jahren ver-stehen gelernt — und zwar in einem Zeitpunkte, wo ich selbst schon aufgehört hatte, ein Zwanzig-jähriger zu sein. Es war das nach einer län-geren Reise, von der ich eben heimgekehrt war. Aus diese Reise hatte ich mich begeben, weil ich die langweiligen oder widerwärtigen Gesichter meiner Bekannten schon auswendig wußte und nach sremden Gesichtern lechzte. Ich war dann nach Monaten zurückgekehrt, weil ich die Frem-den nachgerade ebenso satt bekam, wie vorher die Bekannten. Es gibt vielleicht nichts Köst-sicheres. als die Heimkedr, wenn die Ausfahrt nicht doch noch schöner ist. Die Dinge, die wir zurückließen, gewinnen, während wir unterwegs sind. Wenn Einer sich auf die Wanderschaft ausläßt, so thut er eS eigentlich gar nicht für sich, sondern für eine Menge gleichgiltiger ^eute, welche dadurch interessant werdW Erstes, als ich ankam, war^ daß ich eine Ge-sellschaft besuchte. ZeM oder zwölf Personen begrüßten miH überrascht und liebenswürdig 2 .Deutsche Wacht ' 1887 Leichenackers, wenn es so weil käme, denn in richtiger Erkenntnis ahn» seine Seele, daß der Teutsche Schulverein bestehen wird, so oder so. so lauge noch ein deutscher Mann in Oesterreichs Gauen lebt. Bis zum letzten Mann werden wir unser VolkSthum vertheidigen, und noch am Grabe würde der letzte Deutsche die Fahne des Deutsche» Schulvereines auspflanzen als Mahnung für künftige Geschlechter. — DaS sei Euch ge-sagt, damit Ihr wisset, mit welcher Zähigkeit und mit welchem Vertrauen wir fitr ^nsere Sache einstehen. Und uoch etwatz laßt Euch ^»agt sein: so weit ist es denn doch noch nich^^'ommen, daß man bei Euch anfragt, was ein „wirklicher Deutscher" ist; die Ihr aber als solche bezeichnet, die gesinnungslosen Streber, die es mir Euch halten, die könnet Ihr auch unbeneidel als die Eurigen behalten; beschimpfet aber nicht uns. indem Ihr auch diese Deutsche nennt. ?r. tzuutschnr und die slovenische Herichtslprache. Bekanntlich findet am Iff. d. M. vor dem Landcsgerichtshofe in Laibach die Hauptverhand-lung gegen den Advocaten Dr. Ivan Tautschar's statt, und wird uns auS Laibach berichtet, daß Herr Dr. Neumeyer aus Graz die Vertheidigung übernommen hat. Wir wollen hier nicht über das Delict sprechen, dessen der Führer der extrem-nationalen Slovenen-Partei in Kram angeklagt ist, sondern nur unserer Verwunderung Ausdruck geben, daß sich Dr. Tautschar eines deutschen Vertheidigers bedient, daß somit gegen ihn die Verhandlung in deutscher Sprache durch-geführt wird. In allen Tonarten schreien täglich die slowenischen Blätter, das Organ Ivan Tautschar mid Dr. Voönjak's, der „Slovenski Narod", am lautesten, nach slovenischer Amtirung bei den Gerichten, alle slovenischen Abgeordneten haben diesen slovenischen „lieben August" schon zum Ueberdruße vor dem Reichsrathe abgeleiert; den exaltirren Schreiern zu Liebe mußten slovenische Anklageschriften verfaßt, mußte slovenisch ver-handelt werden, denn daS slovenische Volk habe daS Recht aus slovenische Gerichtsverhandlungen u. s. w. Wen» es nach dem Sinne Dr. Tau--tschars & Genossen ginge, müßte schon jetzt die russische Sprache als Gerichtssprache im Ober--landesgerichtssprengel Graz eingeführt sein. Und nun erwählt sich Herr Dr. Tautschar einen deuischeit Vertheidiger und zieht die deutsche Gerichtsverhandlung einer slovenischen vor! Wir hätten wahrhastig eher erwartet, daß er sich einen Vertheidiger aus Moskau bestellen würde. Im äußersten Falle hätten es wohl auch die slovenischen Advocaten, Dr. Mosche, der Herausgeber des „Slovenski praunik", Dr. Stcmpiliar. Dr. Josip Sernec :c. gerichtet. Es mit den gleichen Worten: „Ah, da sind Sie ja! ... Wo haben Sie so lange gesteckt?" Worauf ich zehn- oder zwölfmal die gleiche Antwort gab: „Im Süden!" und ein paar Städtenamen nannte. Dann hatte ich den Reiz der Neuheit bei diesen Freunden wieder ein-gebüßt und lungerte als ein Mensch, der nicht tanzt und den Tauten nichts zu sagen hat, be-schästiguugslos in den Ecken herum. Ab und zu erhäschte ich, ohne es zu beabsichtigen, einige Ge'prachssetzen: Klatsch, Verlobung»- oder Ehe» scheidungsgerüchte: „wohin gehen Sie morgen?" oder „Fräulein, wie Sie heute wieder reizend aussehen!" und dergleichen. Wie oft hatte ich das Alles schon gehört, selber gesagt... In dem Augenblicke, wo meine Selbster-kenntnis bis zu dieser Tiefe vordrang, h-n* ich hinter mir Jemanden sagen: „Ja, ich bin bla-sirt!" ... Das Zusammentreffen war komisch. Ich wandte mich halb um und schielte nach dem Lorecher. Und ich hätte beinahe ausgelacht. Das war ein hübscher, junger Mensch mit rothen Wangen und glänzenden Augen, der einem gläubigen Backsischcheu seine Blasirtheit vortrug. Sie ginnen Beide daran. Zum Glücke ent-tlen sie den Horcher nicht und ich konnte ..m drolligen BekeuuQns weiter lauschen. Er theilte ttu- ausführlich mu, was Mes in der wiederholt sich hier aber immer wieder die alte Geschichte : kür den Bauer die einfache Kost, für die Herren Pervaken die Ertrawurst. Für den Bauern ist die im Entstehen begriffene, wortarme unfertige slovenische Gerichtssprache gut genug ; er soll gezwungen sein, sich der slovenischen Advo-ca»en als Vertheidiger zu bedienen. Wenn aber ein Herr Pervak auf der Anklagebank sitzt, dann herbei die besten deutschen Vertheidiger, herbei die deutsche Gerichtssprache! Der Fall Tautschar steht nicht vereinzelt da; wir haben auch vor dem Gerichtshöfe in Eilli wiederholt die Erfahrung gemacht, dan angeklagte Pervaken sich bestrenommirter deuts Vertheidiger bedienten, wenngleich ihnen chic slovenischen Parteigenossen uud Advocaten mit Freuden gedient hätten. Im Stande der Noth sehen eben diese Herren ein, daß die slovenische als Gerichtssprache lange noch nicht fertig ist. Für Herrn Dr. Neumeyer ist die Wahl schmeichelhaft : dagegen hat Tautschar - Aksakov seilten slovenischen Kollegen ein eclatantes Armuths-zeugnis ausgestellt. Correspondenzeu. Madrrnbcrg. lt.November.(Orig.-Bencht.) [Die Ortsgruppe Mahrenberg des Deutschen Schulvereinesj hatte aus Anlaß einer vorzunehmenden Außichuß-Ergün-zungwahl, gestern in den GasthanSlocalitäten „zum Mohuit" eine außerordentliche Hauptversammlung. welche gut besucht war. Dieselbe wurde durch den Obmann-Stellvertreter Herrn Hirsch, Besitzer in Mahrenberg, welcher zur Pflege seiner angegriffenen Gesundheit derzeit hier domizilirt, mit einer herzlichen Ansprache, in welcher er die anwesenden Vereinsmitglieder sowie die Gäste ans Fresen, Wuchern und Hohen-niauthen begrüßte, eröffnet. Vor der Wahl der Vereinsleitung, welche der erste Punkt der Tagesordnung war, theilte der Vorsitzende mit. daß es ihm gelungen sei, mit den hie-sigen Antisemiten, hochachtungSwerthe Männer mit makelreiner deutscher Gesinnung, ein Ueberein-kontinen zu treffen, nach welchen« dieselbe» unter Wahrung ihrer bisherigen Anschauung in der Semitensrage der Ortsgruppe beitreten und ihr ihre Unterstützung und Arbeitkraft leihen wer-den. Hierauf erfolgte die Wahl, welche folgendes Resultat ergab : Herr Joses Hirsch, Obmann. Herr Franz Azler Obmann-Stellvertreter, die Herren Maier nnd Rudel, Schriftführer, die Herren Johann Bauer und Flucher Eafsire. Herr Otto Erber, Gewerksherr in Hohen» authen, beglück-wünschte die Versammlung zu der gelungenen Wahl und unterstützte lebhast einen Antrag, daß öfter gesellige VereinSabende abgehalten werden sollen, welcher Antrag denn auch einstimmig angenommen wurde. Mit dem Danke an die erschienenen VeretnSmitglieder und Gäste schloß « der Vorsitzende die Versammlung. Charakteristisch ist der Umstand, daß ein kürzlich hier ansässig gewordener Bürger, welcher kein Wort oemsch versteht, bei der Versammlung anwesend war, und. befragt, ob er wobl wisse, was die Ver-sammlung zu bedeuten habe und ivaS sie be-zwecke, zur Antwort gab, er wünsche nichts leb-hafter, als daß seine» Kind.'rn Gelegenheit werde, die deutsche Sprache zu erlernen. Schulvereine Wien. 13. November. Die Kanzlei des Deu-llchen schuloereines befindet sich seil l 2. d. M. int I. Bezirke, Braunerstraße Nr. !>, 2. Stiege, I. S ock. Aseine Ctironik. jD i e Laudtagej sind mittels kaiserlichen Patentes auf den 24. d. M. einberufen. [Gegen die Wei »fälschnn g.) I.» Deutschland solle» gegen die Weinsälscher besond rs scharfe Maßr >>ln bevorstehe». Es wird »ie Weiufälschung nach allen Richtnngen hin nnmSg-lich gemacht werden; nicht nur der Verkehr mit präparirte» Weinen, sondern auch die Herstellung letzterer durch Anwendung der Stoffe, welche im Gesetz angeführt sind, soll verboten werden. sCorruption in R u s s l a n dj. Ja Petersburg ist »tan dahintergekommen, daß die Genehmigung zur Herausgabe einer Zeitung nur gegen Entrichtung eines regelmäßigen „Trink-geldes an den wirklichen Staatsrath Adikajew?ki, den Vorstand der Kanzlei der Ober-Preßvcrwal-tung, ertheilt wurde. Dieses Tieiben ist durch eine» Journalisten, der dem Genannten in geschickter Weise eine Falle gestellt zu habm scheint, an das Tageslicht gezogen worden. Es ist <>e-zeichnend für die in der russischen Verwaltung eingeriffene Entsittlichung, daß die Stellung des in mehr als einer Beziehung verdächtigen Herrn Feoktistow. des EhesS der O ber-Preßverw altung, durch dieses Vorkommen nicht erschüttert ist. * * • ^Bergsteigen im Z i in in t r.] Es kein Witz, sondern völliger Ernst. Ein deutscher Ärzt hat einen Apparat eonstruirt, der eS ermöglicht, Bergsteigen in freier Luft so gut wie möglich im Zimmer zu ersetzen. Ter «teigapparat besteht im Wesentlichen au« zwei nebeneinander liegenden Stufen, die derartig funclioniren, daß die eine sich l'ebt, während die andere niedergetreten wird. Unter jeder Stufe ist ein Blasebalg angebracht, der daS Nieder» treten der Stufen entsprechend erschwert. Ob ein steiler oder weniger steiler Berg nachgeahml werde« soll, wird in der Weise erzielt, daß man die ISem hebe Stufe nur bis zur Halste oder bis zur vollen liefe niedertritt, und weiter dadurch, daß man die entsprechende Belastung hinzufügt. Eine besondere Sorgfall hat der Erfinder aus die Zufuhr frischer Außenluft verwendet. Mittelst der zwei Blasebälge, bie durch Welt ihn nicht mehr imeressire: Tanz. Theater, Gesellschaften — nichts, nichts mehr! Es war zu traurig. Er war von Allem enttäuscht. Ent—täuscht! Mit welcher Grabesstimme er das vorbrachte! Und wie interessant er ihr und sich selbst vorkant! Das war ergreifend komisch und dabei lächerlich rührend. Rührend, wie ein plär- 1 render Refrain, wie ein verschollenes Kinderlied, daS plötzlich ausklingt. Wie oft hatte ich das Alles schon gehör«, und — und selber gesagt!... Die beiden Leutchen hinter mir hopsten dann zu Tode bekümmert im Walzertakte sott und unterhielten sich königlich weiter. . . . DaS ist sie, die rothbäckige und elegische Zeit! Ich finde sie sehr, sehr liebenswürdig, ob-wohl ich sie um keinen Preis der Welt_ noch einmal durchlebe» wollte. Und die Blasirtheit der Zwanzigjährigen finde ich auch liebens-würdig, reizend, bezaubernd. Daß es eine Pose ist. verstimmt mich gar nicht, denn es ist keine der schlimmsten. Es ist keine jener infamen Posen, die aus Gewinn abzielen. Die Leute, die sich begeistert stellen, sind nänilich viel widerwärtiger, als Diejenigen, welche Scevtizismus heucheln ... Was sagt denn der „blasine" junge Mensch Er sagt: „Die Welt, die ich soeben kennen lerne, gefällt mir nicht. Es gibt in ihr keine Riesen und Zwerge, keine Gespenster und keine ' Feen. Das heroische oder romantische Ideal ist in der Wirklichkeit ebensowenig zu finde», wie jene Gestalten des Kindermärchens. Die Welt ist nicht so farbig, wie ich mir sie gedacht, sie ist grau, nüchtern, abstoßend. Ich will von ihr nichts mehr wissen. Ich bin blafirt..." Unv darum gefällt mir die Blasirtheit der Zwanzig-jährigen so gut, wenn auch Viele sie als eine unausstehliche Affectirtheit ansehen wollen. Nein, sie zeigt von vorhergegangenen farbigeren Träumen, deren nur die Bessere» sähig sind. Die Träume zerfließen. Aber auch die junge Blasirtheit vergeht. Wie AlleS, was man oft sagt, wird sie endlich unwahr. Denn ich spreche nur von derjenigen Blasirtheit, die ursprünglich ausrichtig gemeint gewesen. Ter dumme Junge, der aus einem Balle nicht tanzt, um sich dadurch größer >u machen, er intereffirt mich gar nicht. Et ist innerlich entweder einfältig, schüchtern oder ganz einfach bornirt. Es verlchnt sich nicht der Mühe, von ihm zu reden. Seine „Blasirtheit" ist reine Albernheit. Nur scheinbar gleicht seine gelang-weilte Geberde der müden meines gekränkten kleinen Idealsuchers, der jungen Mädchen sein Weltleid klagt. Jener ist eine groteske Charge, die mit einem einzigen Federstrich erschöpfend charakterisirt ist, Dieser dagegen ein. wahrh * ait 1887 einen Schlauch mit der Freiluft in Perbindung steh«», wird stets frische Außenluft angesaugt, und diese streicht, ehe sie den Zimmerberzsteiger anwebt, noch durch Wolle und über Chlorkalk, um sie staubfrei und trocken zu machen; auch kann die Wolle mit Waldbaumextracten u. dgl. versehen werden. Weiler ist gesorgt, daß die Luft entsprechend abgekühlt oder erwärmt, verdicktet oder verdünnt eingeathmet werden kann. Unzweifelhaft dürfte e« bei etwa« Nachdenken au» noch gelingen, als angenehme Sinnestäuschung da» Geläute deS Kuhreigens, die Klänge des Alphorns etc. anzubringen. Die Rundschau kann man sich ja auch durch Aufhängen von Photographien, Panoramen u. s. w. vorspiegeln. sU n g e m e i n v e r g n A g t] muß e« dieser Tage bei einer Hochzeit in Falkenau bei Grottkau zugegangen sein. Als einer der HochzeitSgäste gegen Morgen nach Hause kam und zwei Treppen zu seiner Wohnung in die Höhe gestiegen war, kletterte er, m dem Glauben, sein Bett vor sich zu haben, in den Kamin und segelte mit riesigem Gepolter bis in das Parterregelab hinunter. Pon dem Gepolter waren die übrigen Hausbewohner erwacht, die mit allem Möglichen bewassnet gegen den vermeintlichen Einbrecher zu Felde zogen. Zu ihrem Erstaunen fanden sie statt dessen ihren treuen Hausgenossen, wenn auck in etwas verzweifelter Versassung, im ftamine, aus welchem sie denselben mit Mühe und Noth besreiten. Dem Hochzeitsgaste war merkwürdiger Weise kein besonderer Schaden geschehen, er kam mit einigen Abschürfungen im Gesicht und einigen Kreuzsckmerzen, sowie mit dem Schreck, der Sn übrigens etwas ernüchtert hatte, davon. jHöch ster Humbug.1 In den vereinigten Staaten will man eine Quelle entdeckt haben, ivelche | »eritable Lßmonade liefert. Tiefe Quelle entspringt -in Fuße eine« in der Nähe der Stadt Meridian, Ms,. gelegenen Hügels. Ihr Wasser, welches nach Zitronensäure schmeckt und einen geringen Bei-: »ttchinack von Eisen hat, soll durch Zusatz von Zucker in die schönste Limonade verwandelt werden können. ♦ » * sN u r i m m e r p r a k t i s ch.1 Ein Engländer ! htz in einem Eoup5 erster Elasse des Zuges nach . Köln. Entgegen der nationalen Gepflogenheit der l »eisten seine« Stammes, welch« mit stoischer Ruhe | t» „Bädeker" studiren, sich aber um die Gegend nicht zu kümmern pflegen, steckte dieser jedenfalls abnorm angelegte Sobn AlbionS bei jedem hübschen Knickte den Kopf zum Fenster hinaus. Da der Zug i Ithr rasch ging und außerdem ein ziemlich heftiger A:nd wehte, so mußte ihm daS Malheur passiven, tafe sein Hut wegflog. Sofort griff er nach der Hitschachtel und wars sie hinterher, lehnte kalt-tiüliz in die Kissen zurück und blickte würdevoll feine Mitfahrenden an, welch« natürlich hell auf-latfiten. Einer derselben, ein Kölner, konnte sich natürlich nicht enthalten, eine Bemerkung zu machen. glättet wal, Här, dat die Holschachtel hinger tan Hot herläuf un en apportert, we der Hungk U Hast.' „I nix versteh", sagte der Englishman, ler wohl vermuthete, daß jener sein Erstaunen auS- iforatoriftifciie Figur, die eine liebevolle und ein-ßchende Schilderung verdient und verlangt, ^ener findet die Trauben, die zu hvch hängen, sauer. Tiefer beklagt, daß die sauren Trauben nW hoch genug hängen; man könnte sich dann immerdar enreden, sie wären süß. Jener ist der flimfle und gemeine Philister; dieser der Poet. ! such wenn er merkwürdiger Weise keine Ge- i dichte macht. Jener ist mit einem spöttischen Ächeln vollständig abgethan, Diesen bringt nnS uicr gerührtes Lächeln näher. Die Pose des Msren hat keine Milderungögründe für sich, bi< Pose des Letzteren beruht auf einem edlen Cchmerz, den si« falsch ausdrückt. Es ist der Cchmerz der Poeten. La poesie passe. Mit ihren Freuden ver-lassen uns, wie sich's gebührt, auch ihre Schmerzen. Dir kleine Zwanzigjährige wird älter. Seine großen Erwartungen hat er gänzlich ausgegeben — wenigstens bildet er fiel) das ein. Er wünscht nicht mehr das Unmögliche und kränkt sich darum auch nicht, wenn eS ausbleibt. Er sor-tat nicht vom unfruchtbaren Meere, daß es Sioien hervorbringe: er wirft ganz einfach seine ' Maische» Netze aus, wie die Anderen es thun, I tder sahmit seiner Schiffsladung von jlüste | 5» Küste. Er beginnt zu arbeiten. Nnd allgemach Deutsche Wacht" gedrückt haben mochte. „Aber thWe kein nn Name auf die Hut, aber Name und Adress' auf der Hut-bor. Man will sind beide» an selben Stelle und senden zuruck." — „Die Engländer sin doch schlaue KählS," lautete daS Endurtheil des kölnischen Mit-reisend?«. lE i n bekannter Geizhals sitzt ge-radr bei einer leckeren Mahlzeit, als «r den Besuch eines armen Freund«« erhält, dessen Auge sehnsüchtig auf den auf dem Tische stehenden kalten Kapaun ruht. Lächelnd bemerkt der Geizhal«: „Lieben Sie kalten Kapaun?" — „O, für mein Leben!" — »Ei, mein Freund," erwidert der Andere trocken, „dann müssen Sie ihn Tags vorher braten lasten!" [Beim Doctor-Examen.s Professor: »An welchen Symptomen erkennen Sie, daß eS sich um einen schweren Fall handelt?' — Student: .Wenn der Kranke stirbt." lG a r zu d e u 111 ch.] „Mein Fräulein, ich fiinn eS nicht länger ertragen, Sie so allein dasitzen zu sehen, ich will mich zu Ihnen setzen." — „O bitte, bemühen Sie sich nicht, ich langweile mich allein besser." Fötales und Arovinciales. Cilli, 16. November. sStei er märkisch es LandeSbud-g e t.j Nach dem Antrage des Landesausschuffes beträgt der Voranschlag des Landesfondes 4,524.771 fl. von denen 3,718.925 fl. bedeckt sind. sDer Cillier Renn verein^ hielt letztes Samstag im Löwen - Gasthos eine Ver-sammlung ab, die von dem Obmanne des Vereines.Herrn Oberstlieutenant Anton Mark a, mit einer Ansprache eröffnet wurde, in welcher er über die Thätigkeit des Ausschusses seit der letzten Versammlung berichtete. Trotz der für das das Trabwettfahren gewährten hohen Preise, und trotzdem der regen Betheiligung wegen für das Jnländerfahren sowohl als auch fürdasZuchtfahren je ein Preis mehr ausgesetzt wurde, sei der Verein doch nur um eine geringfügige Summe passiv, l»id die Bilanz des nächsten Jahres werde aller Wahrscheinlichkeit nach activ sein. Der Ausschuß werde toi der Regierung und beim steierm. Pferdezucht verein um Subventionen einschreiten, uud es sei nicht zu zweifeln, daß man sie be-willigen werde. Was den Erfolg des ve^anstal-teten Rennen« anbelangt, so könne man mit demselben wohl zufrieden sein, da die Betheiligung eine viel regere gewesen, als matt erwartet habe. Hieraus referirte der Schriftführer 'und Kassier, Herr Dr. Schnrbi. Der Verein zähle gegen-wärtig 101 Mitglieder, darunter 36 Gründer. Um das gute Gelingen des Trabrennens haben sich besonders die Herren Stallner. Lutz und Stiger verdient gemacht. Betreffend die Renn-bahn berichtete Herr Dr. Schnrbi, daß ein kleines, dem Herrn Rates gehöriges Grundstück gepachtet werden müsse. Herr Josef R a k u s ch stellt die kommt eine unerwartete, räthselhafte Seligkeit über ihn: das Glück der Arbeit! . . . Mit dreißig Jahren ist man nicht mehr blasirt. Nur schade, daß man nicht immer arbeiten kann. Man wird von der Arbeit ebensalls müde, wie vom Müssiggaug. wen» auch viel später. Oder wenn man noch nicht müde ist. so hat mau doch schon genug. Das Erwerben mitß auch einmal ein Ende nehmen, damit man sich des Erworbenen freue. Wenn aber das Hervorbringen so beglückend war. wie muß es erst das Hervorgebrachte sein. Schwerer Irrthum ! Jedes Werk hat Fehler, die nur sein Erzeuger kennt! jeder Reichthum hat Lücken, die nur sein Besitzer sieht. Schwerer ist diese Erfahrung, als es jene jugendliche war. Denn damals wurden die Träume von der Wirklichkeit umgebracht und es gab noch eine Zuflucht: zur Arbeit. Jetzt wird die Arbeit von ihrem eigenen Er-gebnis Lügen gestraft, aber es sind keine rosigen Träume mehr vorhanden, von denen man sich trösten lassen könnte. Und jetzt erst ist man blasirt. Ohne Pose, ohne überschivängliche Geberde — wortlos, still, kalt... „N. P. I." 3 Anfrage, ob die in der Harfe an der Rennbahn aufbewahrten Gegenstände wohl auch assecurin seien, was vom Schriftführer bejaht wird. Herr tt l a b u t f ch a r spricht sich dahin aus. daß die Bahn zu erhalten sei uud daß über die in der-selben vorkommenden Gräben Brücken gelegt werden mögen. Herr Dr. Schurbi wünscht die Ermächtigung. dort wo die Lösch geschadet, ini Frühjahre Heublumen aufstreuen lassen zu dürfen; den Antrag wegen der Brücken hält er für verfrüht. Herr Stiger ist der Ansicht, daß das Aufftreueu von Heublumen unnütz sei, da auf Lösch ohnehin nichts wachse, und stellt den Antrag, die lleberbrückung der Gräben dem neuen Ausschüsse zu überlassen, welcher Antrag angenommen wird. — Der zweite Punkt der Tagesordnung ist die Wahl der Rechnungs-Re-visoren. Ueber Vorschlag des Herrn Josef Ra-kusch werden die Herren Traun und M a r e ck gewählt. Hieraus erhält das Wort Herr L u tz, welcher hervorhebt, daß gelegentlich des Trab-rennens der Obmann uud der Schriftführer fast die ganze Arbeit allein gemacht, und daß sie Anspruch auf den Dank des Vereines haben. Der bezügliche Antrag wird einstimuiig ange-nommen. Herr S k o b e r n e spricht den Wunsch aus, der Verein möge im Laufe des Winters auf der Rennbahn ein Gaßlfahren veranstalten, und gibt damit den Anlaß zu einer längeren Debatte, die mit der Annahme eines Antrages des Herrn Lutz endet, welcher Antrag dahin lautet, die Versammlung begrüße mit Vergnügen die Anregung des Herrn Skoberne, es möge ein Eomit^ gebildet werden, welches ein Gaßl fahren zu veranstalten und zu financiren habe, und der Verein stelle zn diesem Zwecke die Renn-bahn gerne zur Verfügung. — Der nächste Punkt der Tagesordnung, Festsetzung der Mitglieder-beitrage wurde über Antrag des Hr. Dr. Schurbi dahin erledigt, daß es bei dem bisherigen Bei-trage zn verbleiben habe. — Weiters wurden im Sinne der Statuten drei Mitglieder des Ausschusses ausgelost, welche von der Pereins-leitung zurückzutreten haben. Da dieselben jedoch sogleich wiedergewählt wurden, so bleibt der Ausschuß vollzählig beisammen, nur daß an Stelle des Herrn Barons Hackelberg, der seinen Austritt angemeldet hat. Herr Max S i m a gewählt wurde. Räch einer Anregung des Herrn ^ n tz wurde beschlossen, daß beim nächsten Rennen im Herrenfahren nur jene Pkerdebesitzer concuriren dürfen, denen die fraglichen Pferde bereits feit zwei Monaten gehören. Endlich machte Herr Lutz als Obmann der landwirtschaftlichen Filiale Eilli die Mittheilung von der Abhaltung einer Regionalausstcllung in Eilli im nächsten Jahre, worauf beschlossen wurde, dahin zu wirken, daß in den Tagen dieser Ausstellung gleichzeitig auch die Pscideausftellung, respective die Prämiirung und das Rennen abgehalten werden. sW a r n u u g v o r A u s w a n d e r u n g.j Wir werden seitens der Behörde um Veröffeut-lichung de« Folgenden ersucht: „Aus den ämtlichen Berichten der Eonsularämter geht hervor, daß die Einwanderung österr.-ungar. Staats-angehöriger in einzelnen Gegenden Nordamerikas im Jahre 1886 abermals wesentlich zugenommen hat. So landeten im vorigen Jahre in New-Jork allein >9.994 Angehörige der diesseitigen Reichs-bälste, welche zum größten Theile in der Industrie ihr Fortkommen suchten. JndesS hat der, noch vor wenigen Jahren in den größereren Städten Rordamerika's bestandene Mangel an ArbeitS-krästen seither ausgehört, alle Branchen sind über-füllt, nnd es fällt fremden Arbeitern ungemein schwer, Beschäftigung zu bekommen, umsomehr als die dort bestehenden Arbeiter-Associationen eingewanderten Berufsgenossen in jeder Art und Weise hinderlich sind. Die zahlreichen Einwanderer tragen unter diesen Umständen nur dazu bei. ie Schwierigkeit der Arbeiterfrage in Amerika zu vermehren, so daß die Amerikaner in der Einwanderung bereits eine Gesahr für ihr Land erblicken, und wird die Frage der Beschränkung der Einwanderung daselbst wahrscheinlich in kurzer Zeit zur öffentlichen Erörterung gelangen. Es ist daher dringend geboten, mittellosen Leuten in ihrem eigenen Jnteresse vor der Auswanderung nach Nordamerika abzuratben, und hat sich auch das Ministerium des Innern veranlaßt gefunden. 4 aus die für Auswanderer so ungünstigen Aus-sichten auf Verdienst und Fortkommen neuerlich hinzuweisen und vor deu solchen Vorspiegelungen der Aiiswandernngs - Agenten nachdrücklichst zu warnen." IZwei slovenische geistliche Kampfhähnes sind eben daran, vor dem slovenischen Lcsepublitum in slovenisch-origineller Weise mit einander zu rechten. Herr Canonicus Klun. der Spiritus ivctor des „Slovenec" und Laibacher Korrespondent deS ..Vaterland", und Herr EanonicusDr. Gregorec bieten das erhebende Schauspiel einer „Keilerei", wie sie sonst ge-wohnlich nur bei der Straßenjugend gebildeter Nationen vorzukommen pflegt. Die hochwürdigen Herren führen einen Kampf, in welchem Lüge. Verleumdung, Verdrehung. Liebäugeln mit der russischen Staatskirche u. dgl. vorläufig die ersten Rollen spielen. Ein schönes Eulturbild. >E r d b e b e n.I Vorgestern, Montag, wurde um 10 Uhr 25 Minuten Abends in Eilli eine wellenförmige, von unterirdischem Getöse be-gleitete Erderschütterung in der Dauer von drei Secunden und in der Richtung von West »ach Ost wahrgenommen. Die Bewegung war stark genug, um Uhren zum Stehen, und Gläser in ihren Schränken zum Klirre» zu bringen. Wie uns erzählt wird, wurde nach zwei Uhr Nachts eine zweite, sehr schwache Erschütterung verspürt. Von Auswärts sind uns über da» Erdbeben ziemlich zahlreiche Berichte zugekommen. Unter Anderen schreibt uns Herr Baron Hackelberg ans Pragwald, daß er deutlich zwei wellenartige Erdstöße von Ost-Südost gegen West-Nordwest in der Dauer von zwei Secunden wahrgenommen habe. Besonders stark ist die Bewegung in Saldenhosen a. d. Kärnmerbahn und zwar von Ost gegen West gefühlt worden. Dort war die Erschütterung eine solche, daß. man befürchtete, am Morgen zahlreiche Beschädigungen an Ge-bänden zu «decken, was sich jedoch, da uns nichts derartiges berichtet worden, nicht bestätigt zu haben scheint. sAnszeichnung.s Herr Franz Stampsl in Marburg wurde mit dem goldenen Verdienst-kreuze mit der Krone ausgezeichnet. Der Decorirte ist eine in weiteren Kreisen bekannte und sehr geachtete Persönlichkeit, deren entschiedenes Deutschthum vor Allem hervorgehoben sei. Herr Stampfl war durch eine lauge Reihe von Jahren Vicebürgermeister der Stadt Marburg, ist seit fün'zehn Jahren Obmann des dortigen Spar-cassa Ausschusses, und seit zwei Jahren Director dieser Anstalt. Auch um das Schulwesen hat er sich hervorragende Verdienste erworben. Seine ausblühende Vaterstadt Marburg hat ihm vor Kurzem das Ehrenbürgerrecht verliehen. sJn Sauerbrun nj ist dieser Tage die Wahl des OrtSschulrathes vorgenommen wor-de», nnd siel dieselbe im deutschfreundlichen Sinne aus; fünf der Gewählten sind Teutsche, einer ist farblos. Herr Dr. Hoisel, welcher sich um das Schulwesen in jener Gegend schon so große Verdienste erworben hat. ist Schul-aufscher. sE n Urtheil über den „Slo-venski GoSpodar",] welchem Urtheile wir unsere Zustimmung nicht versagen, fällt die „Südst. Post" in ihrer letzten Ausgabe. Den Anlaß bot eine Notiz, welche im „Slov. Gosp." thatsächlich gestanden hatte, und welche sich gegen das Deutschthum in der unflätigsten Weise er-ging. ES wurde behauptet, diese Notiz sei von der „Südst. Post" gebracht worden, und die Tartüffe - Zeitung weist nun diese B hauptung zurück, indem sie den Inhalt der Notiz als „allergemeinste Deutschenhetze und plumpe, ge-meine Lügt, für welche man nur das Gefühl der tiefsten Verachtung haben könne" bezeichnet. Damit daS Revolverjournal nicht etwa zu un-verdienten Ehren komme, wollen wir nur bei-fügen, daß die tüchtige Leitung desselben nur in erheiternder Unkenntnis der uns sehr gut be-kannten Sachlage so ehrenhaft auftritt. sJ v a n T a v c er,J gegen welchen nächsten Freitag in Laibach ein Betrugproceß durchgeführt wird, gilt in der krainifchen Hauptstadt als das Haupt der panslavistischen Partei, und als das bewegende Element der nationalen Agitation. Jedenfalls ist er, obfchon selbst deu- „Deutsche Macht" tscher Abstammung, einer der ärgsten Hasser des Deutschthums. Tav^er (reet« Dütscher) ist Advocat, Mitglied des krainischen Landtages, des Laibacher Gemeinder tthes und Preßleiter deS „Slovenski Narod." Er wurde früher unter den Slooenen allgemein als hervorragender Redner und Literat gerühmt, und thatsächlich hat er sich als^ slovenischer Romanschriststeller versucht. Sein Jugendfreund, Professor Schukele, spielte ihm jedoch hart und unbarmherzig niit. weil Tavcer es gewagt hatte. Schukele in seinem Streberlause aufhalte» zu wollen. Schukele stellte seinen früheren Busenfreund im „LjnbljanSki List' als Phraseur ohne Talent hin, schüttete mit seltenen, Raffinement eine Fluth der beißendsten Schelt-worte über den Gegner nnd versuchte schließlich, durch Veröffentlichung einer Gerichtsverhandlung Tavker contra Schukele, in welcher ersterer die Klägerrolle kläglich spielte, seinen Freund und Gesinnunggenoffen dem öffentlichen Gelächter preiszugebe». Seither ist der Stern Tavcers für einige Slovenen blässer geworden. Eine Verurtheilung deS Angeklagten würde seinen Einfluß auf das öffentliche Leben in Laibach übrigens nicht sehr beeinträchtigen, weil man es unter den „Slovenen" mit derlei Angelegenheiten nicht genau nimmt. sS l o v e n s k i N a r o d] veröffentlicht seit einiger Zeit ..Briefe aus Russland" die an nationaler Neuheit und furchtbarste Deutschen-Haß wahrhaft Großartiges biete». „Slovenec" deutet nun in nicht mißzuverstehender Weise an, daß diese „Briefe aus Rußland", in welchen auch der Papst und der Katholicismus stark hergenommen werden, in — Laibach sabricirt werden, u. z. aus Grundlage deutscher Blätter, welche die Redaction aus Russland bezieht. sJesuiten in Lai b ach.] Um den Lai-bacher Pervaken die Ankunft der Jesuiten-Eolonie minder unangenehm erscheinen zu lassen, wird von dem Organe der Eleriealen und dem Amtsblatte der Landesregierung mit großer Um-ständlichkeit erzählt, daß die Majorität der Eolonie aus Slovenen bestehe. llebrigenS ist der bekannte Max Edler von Klinkowström, ein Deutscher. Superior, was immerhin noch einigen Unwille» errege» dürste. Die große Rücksichtnahme aus die Nationalität zeigt, wie weit es mit dem so stark gepriesenen Katholicismus der Laibacher Slave» sachlich eigentlich her ist. O * [ Stadtverschönerungverein.s Die Firma Traun & Stiger hat in diesem Jahre schon zum zweiten Male den Inhalt ihrer Sparbüchse dem kassier des StadtverichönerungvereineS, Herrn Schmiedl, abgeliefert. Sie enthielt diesmal den sehr namhaften Bettag von 115 Gulden. DaS läßt sich hören. sEin Winkelschreiber, namens B e n e d i c t Weselys gab sich bei den Bauern in der Gegend von St. Georgen al« SteueramiS-Adjunct aus und drohte denselben mit Execution, wenn ste ihm ihre Steuerrückstände nicht sofort be-gleichen. Die Beträge, tvelche er auf diese Weise hereinbrachte, find bedeutend. Er wurde dem Kreis-geeichte eingeliefert. Weater, Kunst. Literatur. Lillier Stadttgeater. Die Borstellung der Suppe scheu Operette „Fatinitza" war eine der besten Leistungen, welche uns in dieser Saison geboten wurden; eS ist darüber im Publicum nur eine Stimme. Die Zuschauer sprachen sich aber nicht blos nach-träglich über die Aufführung günstig aus, sondern sie hielten auch während derselben nicht an sich. Das Gastspiel des Fräuleins Dumont und die Darstellung des „Nachtlagers in Granada" aus-genommen, haben wir in unserem Theater über-Haupt noch niemals solch geräuschvollen Beifall gehört, als am Samstag. Gnige Nummern der von prikelnd - geistvollen Melodien strotzenden Musik wirkten zündend, und eine derselben, das Terzett im dritten Act. wurde so stürmisch zur Wiederholung verlangt, daß die Sänger da capo beginnen mußten. Sie thaten dies augenscheinlich recht gerne. Ueberbaupt scheint uns die Eisrinde geschmolzen, in welche unser Publicum am Be- 1887 ginne der Saison gehüllt schien. — Eine Besprechung der Operette selbst ist uns wohl erlaffen, da das Werk ja auch für unsere Stadt nicht Novität war. Und was die Aufführung anbelangt, so haben wir uns mit der Feststellung des erfreu-lichen Erfolges das Beste vorweggenommen. Tie Darsteller sowohl als auch die Regie boten Alles auf. um das Werk des beliebte» Maestro würdig vorzuführen. Wie überall kommt eS auch beim Theater vornehmlich auf Fleiß an. Tiefe schöne Tugend in entsprechendem Maße aufgeboten, und man gewinnt auch das wider-fpänstigste Publicum. — Man soll als Referent auch Namen nennen, denn die Darsteller wünichea dies, nnd zwar von ihrem Standpunkte ganz mit Recht. Den Vogel schoß diesmal Herr Renner ab, ein schneidiger, brutaler und doch auch — man sollte eS nicht glauben — iijm« patischer Kantschukoff. Neben den Damen Ealliano und Kukla machte sich abermals Frl. Eastelli angenehm bemerkbar, und neben Herrn König die Darsteller des Paschas < Lerchenfeld». des Haremswächters (Göstlj und des Sergeants (Feuereisen.) Die gelungensten Nummer» waren das Traumlied des Fräuleins Ealliano, daS Reponerlied, in welchem Herr König große Zungensmigkeit entwickelte, dann das sehr schöne Ouartett am Schluß? des ersten Actes, welches von den Damen Ealliano und Kukla. und den Herren König und Renner recht hübsch vorge-tragen wurde, serner das Damen - Duett im zweiten Act. daS Bries-Duettino und das Terzen im dritten Act. Letzteres trug den Sängern die da capo-Rufe ein. welchen sie Folge leisteten. Schließlich sei noch des Herrn Ezernq Erwähnung gethan, der als Bulgare recht anschaulich kroch. Der Sonntag brachte uns die Posse „Wi en bleibt Wien." Es ist herkömmlich, daß Sonntags eine Posse gegeben wird, und die Direktion hängt an diesem Herkommen, trotzdem es bei uns ein eigentliches SonntagS-Publftum nicht gibt, und trotzdem die Besitzer von halbe» Logen klagen, daß Wind und Sonne nicht gleich-mäßig vertheilt seien. Auch wir haben für das Poffen-Genre nicht das richtige Verständniß, wenn wir auch nicht zu Jenen gehören, welche ihm jede Berechtigung absprechen. ..Wien bleibt Wien" ist nicht besser und nicht schlechter al? es die Hunderte bekannter Wiener Localposse» sind. Aus eine vernünftige dramatifche Handluoq kommt es gar nicht a», sondern nur aus „Rollen." Und solcher Rollen hat das Stück sast so viele, als es handelnde Personen gibt. Da ist einmal der Obsthändler Sumsenbacher, der von Herr» Schmidt-Renner mit bedeutendem Lachersolsi gespielt wurde, dann der vielseitige Bursche Lohner, der Herrn Göstl Gelegenheit gab, sich neuerdings als ein für chargirte Rollen gut »er-wendbarer Darsteller zu bethätigen, der Fremden-sührer Biringer. der von Herrn Feuereiseo gemimt ward, die Modistin Adele Eisler, » welche sich Fräulein Ealliano förmlich hinein lebte, u. m. a. Wenig sagte uns daS junge Liebespaar zu. Herr Lerchenfeld fiel häufig £iw seiner Rolle uud erinnerte sich der chronische» Aufgeregtheit, welche sie characterisiren soll. u»r ab und zu, und Fräulein Körner fprach zwar recht lieb, aber sie nickte dazu durch eüuge Scenen mit einer Unverdroffenheit, daß es d<» Zuschauer um ihr Köpschen bange werden muß«. Gestern erfreute uns die Direction mit dem hier bereits bekannten Lustfpiel „Der neue -nfts-arzt". welches, wenn man übersehen will, daß die Handlung auf einer Unwahrheft fußt, als ein gutes Stück bezeichnet werden kann. Bei tot Lustspieldichtern ist die Methode, nach welcher „der StiftSarzt" zugeschnitten wurde, sehr beliebt. Eine bewußte Luge als Grundlage gibt Anlaß, den Helden in eine Reihe von Verlegenheiten;« stürzen, die auf den Zuschauer ungemein er-heiternd wirken und die gewöhnlich sehr leicht beseitigt werden können. Die manchmal schwer zu sindende Lösung ergibt sich dann von ielbn. Die Ansprüche, welche die nach dieser Schablone arbeitenden Bühnendichter an den Zchauspieln stellen, sind aber meist ziemlich groß, oemt e» ist gar nicht leicht, die sich anhäufenden Verlegen-heften drollig darzustellen und die zunedmeiv« Verzweiflung nicht in einer Weife zu verairschuu-lichen, daß sie beängstigend wird. Bukooict i» 1887 n dieser Beziehung Meister. Er ist athemlo«, dn Angstschweiß steht ihm aus der Stirne, er stammelt nur abgebrochene Sätze, und seine Hände üttcrn; aber das Publicum wird trotz Alledeni richt aus der behaglichen Lustspielstimmung gerissen. Das ist ein Kunststückchen, welches Herr Zdalmann noch nicht weg hat. und welches er überhaupt nicht leicht erlernen wird. Immerhin war seine Leistung beachtenswerth. weil er die Sympathie des Zuschauers festzuhalten wußte. Fräulein Körner unterstützte den Helden auf das ?este. denn sie steuerte als Meta in ihrem eigentlichen Fahrwasser. Ein Theil des Publicums war von Dem. was die junge Dame gestern tot, überrascht. Wer sie jedoch im ..Deficit" ge-sehen, der konnte nicht zweifeln, daß sie für das fach der Naiven gute Anlagen hat. Nachhaltiges Studium und gute Führung, welche das Haupt-avflcnmerk gewissen kleinen Unarten zuwenden maa. werden Fräulein Körner bald zu einem schonen Ziele bringen. Der äußere Erfolg, welchen da? Lustspiel errang, war ein bedeutender. * Von der Direktion unseres CtadttheaterS erhalten wir folgende Zuschrift: „Nachdem vielseitig das Verlangen nach einen, Schauspiele kundgegeben wurde, hat sich die Direction ent-schloffen, morgen. Donnerstag, Udo Brachvogels berühmten „N streife" zur Darstellung zu kingen. und sie gibt sich der Hoffnung hin. daß idrc Bereitwilligkeit, den Wünschen des Publicums Rechnung zu tragen, durch zahlreichen ?esuch erwiedert werden wird. Für Samstag vird „B o c c a c c i o" vorbereitet, welche Vorstellung nicht wiederholt werden wird. Nächsten Zicnstag beginnt der bereits angekündigte 5 5 senbach - CyclnS und zwar mit der Lverette „S ch ö n r ö s ch e n". Ter CycluS mrd die reizendsten älteren Operetten des ge-lialen Componiften umfassen. „Das Mädchen »o» Elisonzo', „Meister Fortunio und sein Liebeslied", „Daphnis und Chloe" u. s. w." * * * Collectiv», Otto Jause. „Nichts !raurige S." Humoresken von E. v. W a l d-Ze d t w i tz. Preis I Mark. Werthvolle Beiträge iid es. welche die gediegenst redigierte und best-Mmmmgeftellte „Collectiv» Otto Janke" in Berlin, die ihrem Leserkreise ausnahmslos Erzeugnisse erster Autoren bringt, der Feder eines idrn Hauptmitarbeiter, des allbelietten Roman» nert und Humoristen E. v. Wald-Zedtwitz, ver-dankt. So fanden wir neueftens zwei prachtvolle Stomane des genannten Schriftstellers: „Aus dem grünen Winkel" und „Die Töchter der Epione" als ebenso empsehlenswerth nach Inhalt »ad Form, und heute liegt uns ein Band Humor-essen unter dem glücklich gewählten Gesammt-mel: „Nichts Trauriges" vor, welche köstlichen Histörchen den, Erzähler wohl allseitigen Beifall eintragen werden. Der Band enthält sechs Bei-träge: „Eine wahre Geschichte," „Der vor-theildafte Waffenrock' , Eadett Kaldaunen-schlucke?", „Meine schöne Erna", „Ein Marsch-lag", „Ein Bruchstück aus des Thalers Lebens-Im." Als eine der lustigsten Geschichten nennen kot die zweite Piece, in welcher das Genie eines LfsicierSbnrschen die Hauptrolle spielt; aber auch die erste dieser Humoresken wird den ernstesten tiefer zum Lachen bringen. Am Inhaltreichsten S" altet sich die Schlußgeschichte „aus des Thalers enSlaus", die manches Körnchen Lebensweisheit enthält, und sehr hübsch geschrieben ist. Der Erfasser hat diese Humoresken seinem Freunde, dem in Deutschland so rasch populär gewordenen 5chriftsteller Hermann Heiberg, gewidmet, dessen sämmtliche Schriften bei Wilhelm Friedrich in Äipjig erschienen sind. Der unübertreffliche Humor Kald-Zedtwiy's gewann ihm die ausrichtige Ver-chrung seines Dichter«Kollegen, sowie er ihm emen sehr großen Freundeskreis ini deutschen Lesepublicuni erwarb. II. v. R. MtKswirthlchatt. [Die Vertragsverhandlungen mit Italien] schreiten rasch vorwärts und glaubt man, daß der Abschluß des Vertrages schon in dieser Woche bevorsteht. Zu den noch strittigen Punkten gehört u. A. auch der Zoll ..Peutsche Wacht" für Pferde. Die italienischen Vertreter hatten den-selben mit 30 Lire per Stück angesetzt, während die Vertreter Ungarns Zollfreiheit verlangten. Man glaubt, daß die Italiener sich schließlich mit einer sogenannten statistischen Gebühr zufrieden geben werden. Jtalienischerseits hält man dafür, daß auch die Einigung rücksichtlich des Hornviehes und Holzes leicht erreicht werden wird. [D i e r u s s i s ch en W e r t h ej sind seitens des Präsidiums der Deutschen Reichsbank von der Lombardirung durch diese Bank ausgeschloffen worden. Die Maßregel macht in der politischen wie in der HandelSwelt ungeheures Aufsehen, und Rußland fühlt sich umso schwerer getroffen, als der französische Geldmarkt infolge der Un« sicherheit der Pariser Verhältnisse nicht im Stande ist, Hilfe zu leisten. Gelegentlich deS Zarenbesuches in Berlin dürften denn auch Verfuche gemacht werden, die Rücknahme dieser Maßregel zu erwirken. Haus- und Landwirtschaft Iie diesjährige Hopfenernte. Die Saison hat in jüngster Zeit einen ganz unerwarteten Verlauf genommen. Obgleich die diesjährige Hopfenernte dem Jahresbedars der Bierbrauerei nicht entspricht, sind die Preise doch wieder zurückgegangen, und fast von allen Handels- und Productionsplätzeu wird über Geschästsstille geklagt. Diese für die Producenten beklagenswerthe Thatfache ist nur dadurch zu erklären, daß die Ueberproduction der letzten Jahre nachwirkt. Offenbar sind viele Händler und viele Brßucr mit großen Mengen billigen conservirte» Hopfens versehen und sind daher vorerst nicht geneigt, ansehnliche Preise für neuen Hopfen minderer Oualitüt anzulegen. Die Zeit der Hopfentheuerungen scheint überhaupt vorüber zu sein uud wird umso weniger wiederkehren, je größere Fortschritte man aus dem Gebiete der HopfencoNservirung macht, d. h. je besser es ge-ling». die Ueberschüsse „fetter Jahre" für „magere Jahre" aufzubewahren. Da sich die Eonservirung des Hopfens für längere Zeit nmfo besser rentirt, je werthvoller derselbe ist, werden bessere Qualitäten in Zukunft immer mehr begehrt und verhältnismäßig höher bezahlt werden als geringere Sorten. Immer und immer muß daher dringend angerathen werden, womöglich nur bessere Sorten zu produciren und die größte Sorgfalt aus Pflücke. Sortirung und Trocknung des Ernteproductes zu verweudeu. Ueber die Hopsen - Produktion und den Verbrauch liegen folgende Daten vor: Hopfenernte Länder im Jahre 1887 Einheim. Verbrauch Ztr. » 50 «lg. Ztr. » 50 «lg. Bayern 240,700 108,000 Württemberg 79,100 24,000 Elsaß-Lothringen 73,100 7,000 Preußen 60,800 140,000 Baden 57,400 11,000 Großherzogthum Hesse» 650 8,000 «önigreich Sachsen 300 30,000 UebrigenS Deutschland (Sachsen Mei-ningm u. Coburg-Gotha, Braunschweig, Oldenburg, Anhalt?c.) 1000 20,<>00 Deutsche« Reich im Ganzen 519,050 Ztr. 300,000 Ztr. Oesterreich-Ung. 137,000 „ 97,000 „ Belgien 90,000 „ 90,000 „ Frankreich 71,000 „ 80,000 „ Holland 4,400 „ 15,000 Dänemark 2,400 „ 10,000 „ Schweden nud Norwegen 1,000 „ 9,000 „ Rußland 32.000 „ 26,000 Schweiz 600 „ 8,000 „ England 425,000 „ 700,000 „ Nordamerika 330,000 „ 270,000 „ Australien 12,000 » 16,000 „ Italien — 1,000 „ Uebrige» Europa — 3,000 „ Uebrige Länder 10,000 „ 30,000 „ Die Gefammtproduction im Jahre 1887 beziffert sich hienach auf 1,640,450 Ztr., welchem 5 Betrag eine Verbrauchtziffer von 1.721,000 Ztr. gegenübersteht. Wir hätten hienach im Jahre 1887 eine Unterproduktion von 80,550 Ztr. oder von 4,7 pCl., während bei einer Mittelernte um 08,250 Ztr. oder 3,90 pCt. zu viel producirt werde», und im Jahre 1886 eine Ueberprodtictian von 302,41» Ztr. oder >7,5 pCt. refultirte. Die große» Restbestände vorjähriger Hopsen, welche di? englischen Händler und Brauer sehr billig in Händen haben, sind Schuld daran, daß bis jetzt kein reger Import nach England zu Stande kam. Der Rückgang der Preise sür alle gewöhnlichen Sorten, die nur deßhalb vorübergehend höher «otirt waren, weil viele Producenten zu niedrige Ernteangaben verlautbarten, ist ein ganz natür» licher. Es könne» und werden sich in nächster Zeit nur sür bessere Sorte» die Preise halten, vielleicht sogar wieder etwas steigen, denn diese sind aus allen Märkten der Welt nach wie vor gesucht. » [11 tu Hopfenstangen z n Draht-anlagen haltbar zn machen] stellt man sie. so weit sie in den Boden komme», in Kupfer-löfung (3 kg, Kupfervitriol auf den hl) wenn sie uoch frisch sind; sind sie trocken, so ist die gleiche Behandlung mit Kreosot vorzuziehen. sH o l z w o l l e] eignet sich vorzüglich zur Streu, weil sie billig ist, guten Dünger, daS wärmste und gesündeste Lager für die Thiere gibt, rasch und leicht fault (wenn von weichem Holz), in beliebiger Dicke, je nach Bedarf und Wunsch der gestellt werden kann, die größte Ausnahmsfähigkeit für Jauche hat und im gepreßten Zustand überall hin versendet werden kann und nicht viel Lagerraum erfordert. Für ein Stück Rindvieh berechnet man jährlich Raummeter billigen Hol eS als Bedarf. Die neueren Holzwollemaschinen machen eS möglich, mit zwei Pferden und einem Arbeiter täglich die Streu für8<^ Stihf Rindvieh zu liefern. Die Holzwell/MD^tenthatbkn an die Stelle der Wald-streu treten, so ~Tafi deren Fabrikation zweifachen Nutzen schasst: Gewinn aus billigem Holz und Er-baltung und Schonung der Wälder. jReinigen und Auffrischen von Pelzwaaren.j Bei Beginn de« Winter» dürfte die Mittheilung von folgendem bewährten Verfahren manchem Leser willkommen sein. ,Man nimmt Roggenkleie, macht sie in einem Topf, gleichviel ob in einem irdenen oder eisernen, unter stetem Um-rühren so heiß, ats es die Hand erleiden kann, schüttet die so erhitzte «leie auf den Pelz, und reibt letzteren damit nach «rasten ein; hierauf bürstet man denselben mit einer reinen Bürste auS, oder besser man klopft ihn so lange, bis alle Theile der «leie entfernt sind; der Pelz erhält dadurch seinen früheren natürlichen Glanz und werden selbst weiße Pelze wie'neu." Dieses Verfahren, welche» in Stuß-land gebräuchlich ist, verdankt die „Fundgrube" der Mittheilung eines Ingenieurs, welcher längere Zeit dort gelebt H .h sS ch n h w e r kj, welches außer Gebrauch an einem feuchten Orte aufbewahn wird, überzieht sich gewöhnlich mit einem grünen Schimmel (Fadenpilz), der die Dauerhaftigkeit des Leders schädigt, wäbrend eS wiederum an einem trockenen Orte einschrumpft und Hort wird. Beide Uebelstände lassen sich ver-hindern, wenn man etwa? Terpentinöl auf einen wollenen Lappen träufelt und damit da« Schubwerk überfährt. Dadurch werben zugleich Mäuse und Ratten von dem Benagen des Leders abgehalten. Wenn dieses einfache Verfahren den verspr ochenen Erfolg hat, worüber eine kleine Probe leicht Gewißheit gewähren kann, so sollte man auch Pferd« geschirre und Ledertheile an Geräthen und Maschinen, die im landwirthschaftlichen Betriebe verwendet werden, in gleicher Weise bebandeln. (Markt-Vnrch chni'lsprei t.) Im Monate October 1887 kostete der Hektoliter Weizen auf hiesigem Platze durchschnittlich fl. ö.'io, Korn fl. 5.40, Gerste fl. 4.50, Hafer fl. 3.—, «ukuruz ff. 4.40, Hirse fl. 4.15, Heiden fl. 5.75, Erbäpfel fl. 2.50, per Meter - Zentner Heu kostete fl. 2.10, «ornstroh fl. 2.— Weizenstroh fl. 1.45, Streustroh fl. 1.30 Haferstrvh fl. 1.50. Im Monate November 1887 : per Kilogramm Rindfleisch (ohne Zuwage) kr. 4", 44, 48, 50 und 52, «albfleisch kr. 50, 52, 56 und 60, Schweinfleisch kr. 52, 56 und 60, Schöpsenfleisch kr. 36. Deutsche Zvacht" 1887 4*,«0 W m an Z%u. ,e«»i ftelio. Seit Jahrzehnten hnt sich hie ,I!Iuslrirle Welt" als ein treuer und lieber freund der Familie l'ewähri und sie war immer bestrebt, den fortschreitenden Ansprüchen der Zeit gerecht zu werden. Ter weben beginnende neue Iahraung wird von zwei spannenden, umfangreichen Romanen elösfnet: „Tik Tichtkr drS ttapitius" von H. Rofciitbal'voiiin und „Das ti»jamt Hans" von Adolf Sireckfuß. Tiefen groben foutaufcnde.l Romanen wird sich eine reiche Auswahl interessanter Novellen und humoristischer Erzählungen anreihen uukcr-dem eine Fülle nützlicher und belehrender Artikel aus allen Gedielen deS Leben», der Wisfeuschasi und Technil, über Hauswirthschaft. Küche, Keller. Karlen, je »er für die Jugend >»adsche «spiele, sowie Räthsel, Rebu». Schach:c Ein« grob« Zahl prächliger Jllustralionen wird da» Journal schmücken und d«r Preis bleibt v«r leitherige. nämlich nur 3i> Pfennig pro Heft «also wöchentlich eine Ausgab« von nur 1*> Pfennig) Jedem Lesefreund sei daher die Anschaffung der „Illufirirten Welt" angeleljentlichst empfohlen. - 21 l» o n 1» e m e tt t 0 - täglich bei allen Buchhandlungen Journal.Expeditionen u. Poitanstallen. GKROSSE Geld-Lotterie von der hohen Regierung in Hmiihiirjr gesetzlich garantirt. 500,000 iVl » r k »l» iriaaln Gt«i*n blrlal im clQrk-llrhsten lalle dir iieuralr (ri»>r vom fitaale Hamburg (aranlirtr tfld • Ullrrir. Speciell »dar: I ciOOOOO I» 200000 2IOOOOO 1» soooo 1» 70000 2s liOOOO I« 44000 I» 40000 1» 'iOOOO |K soooo äs I «>000 2fi» IOOOO ;«» ,>ooo lOtt» iOOO 24«s 2000 812» lOOO 739» üOO 2SSOO- 171.) 15989 » 300, 200, 150, 124, 100, 94, t>7, 40, 20. Die neaefte.»«« der haben St«al»re>iernnali> ll»mbarK acBCdmifltr nnd mit itm ,an>en Etaatirermdgen garanlitit «ettlcturie out«« 93.000 Umtä "fl« ßialfe ftfl« ' j 1 ganzes Originalloos ö. W. fl. 3.50 kr. 1 halbes ........1.75 1 viertel » W f> >» ff f — .90 „ •it ttbllt Jeder die mit dem €tiut»»fl»dtn »ersehene» Origiiialioose in Hjnden nnd ;u gleicher Zcit den amtlieben Verloosongsplnn. an» welchem alle« führn ,a ersetzen i8. Stiert »ach .Sieliu*.) ttdalt jeder ZHeiinedmer die amtliche, «il dem ®taat«iM>>t«n »ersebene Gewlnn-liate. (>ie Annzalilnnc der iiewlnae searhleht plaaiaXw>le prompt nnler Ktaat>Knrnntie. Sollte wider Erwarten eiaem iisrltager der Serloesnas,«rl»a nicht conveairea, jo find wir gerne dereii, die nicht eon» »enirenden Looie »er »ichnng wieder ui,&nie« and den dafür erdaitnten Aelrag ,»rkdp-erSatten. »ns Wnasch wird der «»tliche Verl-X>»»ne»pi»a >ar Siafichtnadme im ^era»« arali» versandt. Um alle $eft«l]tingen mit CiMTilfalt auofiifren zu filmen. Mttrn wir dikleide» bald mldensali» «der der dem uO. lovciiiber IS8T un« angehen xa lassen. Valentin & Co. Baiikcearliiift, 01'. Sf/iBnirtt'M fceirn/ir(r* Hühneraugen-Pflaster wird Mit vieli-n Derennien al> r c li m •* r z I <> s und i-icher wirkend«'* Mittel zar volUtän-digen Entfernung der Hüliner- aug.?n Angewendet. _ Die Wirkung dieses Dr. schütz-mamu 8chmidt«clien Hühnerangen - I'(la»t.r» i«t natiru öberrascheod, dü n«tch mehrmaligem Gebrauch» jedes Hohuerange ohne jegliehe Operation entfern' werden kann. Preis einer Sehachtel mit 15 Pfli-sterehen und einer Homspntel zum Herao*zieh>'T der Hühneraugen 23 lir. st. 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