Nr. 4. ?.". h"bl st!»zo. ss/r bl« Zu"«V MtttwoH. 7 Gauner. ..^«»«-ilr.'g.»^«»«^««.,, b„„..^n 1885. Amtlicher Theil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Hauplmanne eister Classe des Infanterit regiments Leopold II., König der Belgier, Nr. 27. Ernst Schüßler als Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Classe in Ge-mcihheit der Orde„sstaluten den Nilterstand allergnä» digst zu verleihen geruht. Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den Gerichtsadjunclen bei dem Landesgerichte in Graz Joseph Wurmbrand zum Bezirksrichter in Neumurlt ernannt. Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den SlaManwalts'Substituten Heinrich Crusiz uuf sein Ansuchen von Rovigno nach Trieft versetzt u"d zu Staatsanwalts'Substltuten den Gerichlsadjunc« ten b,., dem Kreisgerichte in Görz Karl Defacis surTriest, dann den Gerichlsadjuncten bei dem Landes» ger.chte m Trieft Emil Nadamlenzli für Rovigno ernannt. Nichtamtlicher^heil. Trieft und die deutsche Dampfervorlage. Mit der Inaugurietung einer energischen und zlelbeniusste», Colomal-Polilik hat der deutsche Reich«, lanzler auch der Handelsmarine des deutschen Reiches s?ine Aufmerksamkeit zugewendet und ist. wie immer und überall, so auch diesmal von der theoretischen Er« kenntnis der Dinge unverzüglich zur praktischen That übergegangen. Die Dampfervorlage, welche dem deut» schen Reichstage bei seinem jüngsten Zusammentritte zugegangen ist und sich jetzt in commissionell-r Be> rathung befindet, hat, wie begreiflich, in den politischen und wirtschaftliche» Kreisen DeutschlundL eine lebhafte und eingehende Discussion provociert, in welcher die verschiedenartigen Interessen aneinander prallten; sie wird aber auch außerhalb des deutschen Reiches, und zwar namentlich in Oesterreich und Italien, mit der gespanntesten Aufmerksamkeit verfolgt. Es wird dies krklällich, wenn man sich vor Augen hält, dass in der Dampfervorlage Trieft, eventuell Genua, als Kopf. stalim, für eine Schiffahrtslinie nach Alexandria, beziehungsweise die Verbindung mit Ostasien und Au« stralien in Aussicht genommen sind. Zumal von Seite Ilaliens werden, während man in Oesterreich die Dinge an sich herankommen lässt, krampfhafte An« strengungen gemacht, um die deutsche Regierung sin Genua zu gewinnen; doch scheinen du je Bemühungen keinen Erfolg gehabt zu haben; denn wen:» die jünsjsteu aus Rom vorliegenden Meldungen richtig sind, hat der deutsche Botschafter im Quirinal der italienischen Regierung eröffnet, dass Fürst Bismarck sich definitiv für Trieft entschieden habe. Es war dies auch vorauszusehen. Die Italiener sind von der ganz irrigen Voraussetzung ausgegangen, dass Deutschland, welches sich an dem Baue der Gott» hardbahn finanziell hervorragend betheiligt hat und welches damals in der That ein vitales Interesse an dem raschen Zustandekommen dieser großen Exportbahn gehabt hat, auch heute noch denselben Standpunkt einnehme, dass auch heute noch jene Verkehrsinteressen mit der Elöllerung des Hafens von Genua zusammenfallen. Es wird aber hiebci übeisrhen, dass, seitdem die Arl' bergbahn vollendet wurde, deren Herstellung zur Zeit, als der Bau der Votthardbahn in Angriff genommen wurde, noch sehr in Flage stand, diese österreichische Linie für den rheinisch'süddeulschen Verkehr von emi« mnter Wichtigkeit ist. Hiemit hat aber Trieft in dem Kampfe gegen Genua so viel an Terrain gewonnen, dass die deutsche Regierung in Würdigung der ansehnlichen deutschen Verkehlsinteressen, welche mit Vollendung der Arlbergbahn nach T'iest gravitieren, sich für die Wahl letzterwähnten Hafens als Kopsstation für die neu zu errichtende Schiffahrtslinie nach dem Osten entschieden hat. Was Oesterreich betrifft, so kann es von dem Entschlüsse der deutschen Regierung vom Gesichtspunkte der wirtschaftlichen Bedeutung desselben nur befriedigt sein. Wenn die Bestrebungen der österreichischen Regierung dahin gerichtet sind, Trieft, unser einziges See-Emporium, zu hebcl,, wenn die Maßnahmen, welche sie seit einem Luftrum ergriffen hat, um dieses Ziel zu erreichen, in der That Erfolge erzielt haben, welche angesichts der Ungunst der Verhältnisse nicht zu unterschätzen find, so kann es nur erfreulich sein, wenn die Bedeutung Triests für den Welthandel auch von Seite des Auslands anerkannt und diese Anerken« nung durch die Errichtung einer Schisfahrtsstalion praktisch zum Ausdrucke gebracht wird, zumal die Nctivierung dieser Schisfahrlsstalion den Inleressen Triests und dem Scehandel der Monarchie nur för- derlich sein kann. Schon jetzt haben englische und amerikanische Schiffahrts-Gesellschaften die Concession, in Trieft anzulegen, dort Waren zu löschen und aufzunehmen, und wenn nun auch die deutsche Regierung Dampfer-Unternehmungen subventioniert unter der Bedingung , dass sie Trieft zum Ausgangspunkte einer hochwichtigen internationalen Communicationslinie machen, so ist dies für Trieft und für Oesterreich nicht nur ehrenvoll, fondern auch von hohem materiellen Werte, und zwar umsomehr, als die Absicht Deutschlands mit der Aufhebung des Triefter Freihafens zusammenfällt , mit welcher Maßnahme ja ohnehin ein radicaler Umschwung in den wirtschaftlichen Verhältnissen der Seestadt sich vollziehen wird, welche die freie Concurrenz an Stelle des Privilegiums zu sehen berufen ist. Trieft kann also nur mit den besten Hoffnungen der Verwirklichung der deutschen Dampfer-Vorlage entgegensehen. Der Kampf gegen Genua und Venedig, die empfindliche Concurrenz der Nord- und Ostseehäfen, sie werden durch die Etablierung der deutschen Schiffahrtslinien in Verbindung mit einer richtigen Tarispolitik der großen am Triefter Verkehr interessierten Eisenbahnlinien, wenn nicht zu Gunsten Triests entschieden, so doch wesentlich zu Gunsten unseres See«Emporiums gewendet weiden. Es ist begreiflich, dass man in Norddeutschland im Hinblicke auf die den deutschen Nordseehäfen drohende Einbuße gegen die in Rede stehende Bestimmung der Dampfer-Vorlage Front macht. All die Argumente aber, welche von dieser Seite gegen die Vorlage ins Treffen geführt werden, sind ebenso viele und ebenso gewichtige Beweisgründe für die Bedeutung, welche die Absicht der deutschen Regierung für Trieft hat. Wir theilen die Befürchtungen nicht, welche man in Trieft rücksichtlich des öftelleichisch'UNgarijchen Lloyd hegt. Hat die Concurrenz sich noch immer von belebendem Effect erwiesen, hat sie noch immer frisch pulsierendes Blut in die durch die Ruhe steif gewordenen Organieme», gelrieben, so wird dies auch hier der Fall sein. Und es scheint unb ein glückliches Zusammen, treffen, das« auch die Regielungen Oesterreich-Ungarns der Frage der Hebung unserer Handelsmarine seit einiger Zeit eine elhöhte Aufmerksamkeit zuwenden. Trieft kann mit den besten Hoffnungen der Zukunft entgegenblicken. Es ist nur zu erwarten, das« seine Bevölkerung, und fprciell feine Kaufmannschaft, auch ihrerfeits die Hände nicht m den Schoß legt oder sich Feuilleton. Fasching. Heute ist er glücklich eingetroffen, der vielfach Erwartete, der in der Zeitung Prinz Carneval und wa vier oder fünf Monate wenigstens. Dunn sollen aber auch Papa und Mama einsehen, dass ein junges Mädchen doch mindestens zwei odcr drei Bälle in der Woche be« suchen muss. Die übrige Zeit gehört für Kräxzchkn. Hauöbälle und zur Ausübung des Dienstes als Kränzt-jui'gfer bei Fieundinnen, welch? henale». Dann — das geht wieder Papa und Mama und die Schneiderin an — muss das Ballkleid jrdesmal das schönste unter allen sein, denn Mimi hat ihre Schwestern und Freundinnen gewiss innig lieb, aber wenn eine von ,hnen wirtlich ein schöneres Ballkleid zur Schuu trüge, ich glaube, Mimi würde so krank Werden, dass sie wenig, stens zwei Tage lang keinen Ball besuchen könnte. Aber das kommt zum Glücke gar nicht vor. So oft Mimi auf einem Balle war, hatte sie immer das schönste Kleid im ganzen Saale, und wenn sie noch zwanzig Jahre hindurch Bälle besucht, wird ihr Kleid immer das schönste scin unter allen. Das merkt euch. Und bei der Melanie. der Emma und der Mizi ist's gerade so. Dann wünscht Mimi — das geht wieder den Carneval an — dass die Nächte doch nicht gar so kurz seien, denn kaum ist sie so recht im Ball-Vergnügen d'lin, so geht es schon wieder zu Ende. Papa drängt schon nach Hülse und Mama — grass-lich, unglaublich! — Mama gähnt jetzt schon das zwcitcmal hinter dem Fächer! Dann wünscht Mimi, diesen Fasching hindurch mindestens — abil anch schon mindestens! — auf jedem zweiten Bulle als Ball- lönigin anerkannt zu werden. Wenn es eine Gerechtigkeit gibt im Reiche des Earnevals, muss ihr dieser Wunsch erfüllt werden, das sagtIhr der Spiegel und daher weiß sie es l Dann hat Mimi noch einen Wunsch. Den sagt sie aber nicht. Nicht einmal der Melanie und der Mizi. Eigentlich könnte Mimi diesen Wunsch laum aussprechen, denn sie weiß es nicht so recht, was sie sich da wünscht. Aber wenn Mimi um ein oder zwei Jahre älter ist und wieder dem Nahen des Fasching« entgegenhofft, da hat der Wunsch bereits eine be< stimmte Gestalt angenommen, und Mimi könnte jetzt dem Fasching schon sagen, was sie von ihm wünscht; aber das schickl sich nicht. Mimi schreibt den Wunsch nicht einmal in ihr Tagebuch, Mimi träumt ihn nur. wenn sie zuweilen den Roman und den Strickstrumpf — o, über dieses hässliche Wort mitten in süßen Träumen! — aus der Hand legt. Da träumt Mimi. sie werde im heurigen Fasching einen jungen, schönen Grafen kennen lernen, es kann aber auch ein Fürst sein, oder ein Herzog — mit dem werbe sie tanzen, viel tanzen, und dann werde er vor ihr hinknien, sie werde daiob sehr erschrecken und über diese Frechheit böse sein. Dann werde sie «rothen und lispeln: ..Reden Sie mit Papa!" Der Graf muss aber jung. schön und re,ch sem und vor allem ein guter Tänzer. Dann w,rd Vi,mi Frau Gräfin oder gar Herzogin und wird »m Sommer auf ihren schönen großen Gütern wohnen und nur im Fasching in die Stadt kommen, um hier zu tanzen und wieder zu tanzen. Das wird eine Wonne werden ! Und was Melanie und Ida dazu sagen werden, wenn ihnen Mimi ihr Glück mittheilt! Sie müssen beide als Kranzeljungfern zur gräslichen Hochzeit lom« men. Mlanie kleidet himmelblau nicht übel, Ina muss aber in Weiß erscheinen! Laibacher Zeitung Nr. 4 28 7. Jänner 1885. gar ablehnend verhält den Bestrebungen gegenüber, welche von Seite der Staatsverwaltung bethätigt werden, um unserem See-Emporium jene Entwicklung zu sichern, welche seiner Bedeutung entspricht, und speciell einer Maßnahme gegenüber, welche, wenn sie auch in erster Lienie die Förderung des deutschen Seehandels bezweckt, doch auch Trieft zustatten lommt. Inland. (Parlamentarisches.) Bald wird eil in den parlamentarischen Werkstätten sich zu regen beginne». Am 20. d. M. versammelt sich das Abgeordnetenhaus. Da« Schwergewicht seiner Arbeiten dürfte sich zunächst im Budget-Ausschusse concentneren, welcher die Berathungen über den Voranschlag durchzuführen hat. Im vorigen Sessionsabschmtte, in welchem der Reichsrath unter den gleichen äußeren Bedingungen arbeitete wie diesmal, beendigte der Audget-Ausschuss erst anfangs März seine Verhandlungen; ein schleunigerer Vang der Berathungen ist diesmal mit Rücksicht auf die kurze Sessionsdauer zu gewärtigen. Dem Herren ha use liegt derzeit die Nrbeiterordnung vor, deren Erledigung in der Gewerbe'Commission sich jedoch noch in einem sehr primitiven Stadium befinden soll. (Die neuesten Tarifänderungen.) Die „Wiener Landwirtschaftliche Zeitung" bespricht mit lebhafter Anerkennung die neuesten Tarifänderungen auf den im Staatsbetriebe befindlichen Eisenbahnen, insbesondere die Frachtermäßigung für Zuchtvieh und die unentgeltliche Beförderung des Vegleitungsper-sonales. Sie schreibt: „Sind die bewilligten Fracht« sähe in ihrer Billigkeit schon anerkennenswert, so ist dies noch weit mehr der Fall bei einer anderen tiefeingreifenden Concession, welche die Staatsbahnen den Landwirten machten; es dies die unentgeltliche Be> förderung des Begleitungspersonales. . . Das Ein. gehen der österreichischen Staatsbahnen auf die Wünsche der Landwirte erfreut uns, und wir stehen nicht an, zu erklären, dass die Staatsbahnen einen großen Theil derselben erfüllt haben, da sie nun wenigstens der An« fordlrung nach „billiger Fahrt" entsprechen. . . Das Staatöbahnsystem erweist ja dadurch seine Berech« tigung, wenn es dem Fiscalismus nicht einen unberechtigt großen Antheil an den Verwaltungsgrund, sähen einräumt, wenn es im Gegentheile dem Vednrf. nisse der Bevölkerung mindestens ebensoviel Gewicht beilegt, wie der Rücksicht auf die Verzinsung des An-lagecapitales des Bauunternehmens. Mit besagtem Erlasse nun wird eine Form der Resactie geschaffen, wie wir sie immer wünschten. . . Ist im Erlasse auch von ..Refactie" leine Rede, so ist doch durch die von vorn-herein gewährte Frachtermäh gung dasselbe bewirkt, nur mit dem Unterschiede gegen früher, dass man die Wege der Bewerbung um Refactie nicht mehr zu b> treten braucht, denn die Preisermäßigung wird jedem gewährt, der überhaupt nachweinn tan«, da^s er die Thiere als Iuchtthiere zu eigenem Gebrauche beziehen will. (Tirol.) Der vom Tiroler Landtage in der letzten Session beschlossene Gesetzentwurf, betreffend die Bestimmungen zum Schutze der Fischerei in den Binnen« gewässern, mit Ausnahme des Gardasees. hat die Aller« höchste Sanction nicht erhalten. Die Regierung wird ^ dem nächsten Landtage selbst eine diesbezügliche Vorlage unterbreiten. (Galizien.) Die aus den im Laufe dieses Sommers inundierten Bezirken Galiziens vorliegenden Berichte über die Ernteergebnisse lauten weder günstiger noch trauriger, als von den Landesbehörden vorhergesehen wurde. Von den vom Hochwasser ver« wüsteten 56 Bezirken ist es nur zweien geglückt, durch nachträgliche Aussaaten den Schaden wettzumachen. In der Mehrzahl der inundierten Bezirke ist das Ernle-Ergebni» mit 50 bis 100 Procent unter dem durchschnittlichen Resultate einer Mittelernte zurück-geblieben. Westgalizien hat in jeder Hinsicht mehr gelitten als Ostgalizien. In zwei durch die Weichsel inundierten westgalizischen Ve-irken ist das Ernte-Ergebnis so ungünstig ausgefallen, dass das Schlimmste zu befürchten ist, zumal auch die Fechsung in Kartoffeln , dem Hauptnahrungs-Artikel des Landvolkes, in allen inundierlen Bezirken nahezu mit 50 Procent unter der Mittelernte zurückgeblieben ist. In vielen Bezirken werden im Frühjahre die aus Staatsmitteln zu subventionierenden Wasserbauten aufgeführt werden, wodurch die bedrängte Landbevölkerung eine sehr erwünschte Erwerbsquelle erlangt. (Ungarn.) Der Eommunicationsausschuss des ungarischen Abgeordnetenhauses hat sich am 3. d. M. bei der Berathung über den Gesetzentwurf, betreffend die Regulierung der oberen Donau, auch mit den wichtigen Fragen der Einrichtung der Kettenschiffahrt, der Stellung der Donaudampsschiffahrls - Gesellschaft in Ungarn und der Bedeckung der Regulierungskosten beschäftigt, über welche Fragen die Regierung wichtige Aufklärungen gab. Danach bildet die Einführung der Kettenschiffahrt den Gegenstand eingehenden Studiums seitens der Regierung, die Verwirklichung der Errichtung wird aber erst möglich sein, bis längere St«ecken der Donau reguliert sind; schon jetzt ist man aber im Princip darüber einig, dass die Regierung sich auf diesel wichtige Verkehrsmittel einen dominierenden Einfluss sichern müsse. Der Donaudampfschiffahrts< Gesellschaft gegenüber, die ein wenn auch nicht juristi-sches. so doch factisches Monopol besitzt, bewahrt die Regierung eine Politik der vollkommen freien Hand. Der Eommunicationsausschuss hat in seinem Berichte auch der Ueberzeugung Ausdruck gegeben, dass die Regulierung der oberen Donau im Zusammenhange mit dem Kettenrechte ein witksames Mittel zur Einschränkung dieses Monopols und zur Ermöglichung einer entsprechenden Concurrenz sein werbe. Die Frage, ob zur Deckung eine« Theiles der Regulierungbkosten auf der oberen Donau Schiffahrtsgebüren einzuheben seien, wurde aus völkerrechtlichen und Volkswirtschaft-lichen Motiven verneint. Ausland. (Deutschland.) Die Einberufung des preu-ßischen Staatsrathes ist für den 12. d. M. erfolgt. Demselben werden die dem Landtage zu unterbreiten» den Gesetzentwürfe zur Begutachtung vorgelegt werden. Für drn Zusammentritt des Landtages selbst lst ein Termin blicher endgiltig nicht festgesetzt; doch dürst me Einberufung desselben, dem genannten Blatte zu-folg?, für den 15. d. M. erfolgen. (Die Anarchisten in Frankreich.) Am 4. d. M. fand am Grabe Vlanquis eine Manifestat»-von 500 Anarchisten statt. Es wurden die gewöhu> lichen heftigen Reden gegen die Vourgeosie gehalten, sonst ereignete sich kein Zwischenfall. (In der serbisch-bulgarischen Con -flictsfrage) steht nach Berichten aus Sofia eine Wendung zum Besseren bevor, indem zwischen dem Fürsten Alexander und der bulgarischen Regierung eine Einigung über neue Vorschläge erzielt worden sein soll, mit welchen bulgarischerscits demnächst neuerlich an Serbien herangetreten werden dürste. Man hofft, dass die Verständigung, die ja von allen Mächten so sehnlichst gewünscht wird, nun zustande kommen werde, nachdem die Ursachen, welche dem Scheitern des letzten Verständigungsversuchrs zugrunde lagen, nämlich die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Fürsten Alexander und seiner Regierung, als beseitigt bezeichnet werden. (England.) Der Beginn des neuen Jahres bildete für die „Times" zugleich den Gedenktag ihre« hundertjährigen Bestandes. Dieser Thatsache widmet das Blatt die folgenden, stolz bescheidenen Zeilen: „Der Beginn des Jahres 1885 hat ein besonderes Interesse für uns selber, da wir an eine Verbindung mit öffentlichen Angelegenheiten erinnert werden, die Ministerien, Parteien und jede Art Politik überdauert hat. Das Journal hat das hundertste Jahr seines Bestehens hinter sich, obgleich nur das siebenundneun-igste unter seinem gegenwärtigen Namen. Die „Times" schreiben ihre eigene Geschichte Tag für Tag in Gemeinschaft mit der Geschichte der Welt, und es ist nicht nöthig, dass wir jetzt auf irgend eine Weise ver« suchen sollten, den Charakter ihrer langen Beziehungen mit dem Publicum und ihren beständigen Einfluss auf öffentliche Angelegenheiten ins Gedächtnis zuriickzuru« fen. Aber wir dürfen fagen, dass, welche Verfehen auch gemacht worden sein mögen, und welche Mängel wir auch zu bedauern haben dürften — und alle Journale wie Individuen sind Irrthümern unterworfen — wir haben stets nach dem Princip gehandelt, uns von Regierungsgunst und Partei.Einfluss unabhängig zu halten, und werden uns bemühen, dieses Princip bis zum Ende hochzuhalten." (Türlei und Montenegro.) Nach jahrelangem Unterhandeln wurde endlich die Grenzregu-lierungs'Convention zwifchen der Türlei und Montenegro von dem montenegrinischen Geschäftsträger Vukoviö und zwei Maischällen und einem General des Sultans im Mdiz«Kioel unterzeichnet. Nachdem es offenbar geworden, dass die Pforte den Abschluss der Verhandlungen verzögere, nahm der Sultan die Sache selbst in die Hand, und dieser Umstand verleiht dem Papiere einen gewissen Wert, da sonst in der Türkei die praktische Verwertung den theoretischen Abmachung gen nicht auf dem Fuße zn folge,, pflegt. (Der neue Congostaat.) Ganz Europa ist versammelt, um den neuen Congostaat aus der Wiege zu heben. Wie einst Dornröschen, liegt das junge Sl.-latswesen in den Armen der in Berlin versammelten Diplomaten, und kein Staat ist abgeneigt, die Rolle Das ist so der letzte Wunsch, dessen Erfüllung Mimi vom Fasching hofft. Man sieht, Mimi stellt größere Ansprüche an den Fasching als die männliche Jugend. Ob sie sich alle erfüllen? Du lieber Him« mel, der lustige und leichtfertige Prinz Carneval kann es ja nicht allen recht thun. Es ist wahr, Tante Rosa lächelt immer so eigenthümlich und schmerzlich, wenn Mimi von Bällen spricht — und von was sonst spricht man denn um diese Zeit? Tante Rosa hat nie einen Mann gehabt, und wenn Mimi fragt, wieso dies komme, lächelt Tante Rosa sanft und zuckt mit den Schultern. Aber Mimi hat darüber nachgedacht und weiß es wohl. Tante Rofa wird vielleicht nicht auf so viele Bälle gekommen sein wie Mimi, und wird nicht immer das schönste Kleid angehabt haben Wie Mimi, und nicht so gut getanzt haben wie Mimi. Und darum ist auch der schöne, reiche, junge Graf oder Herzog nicht gekommen, um Tante Rosa zu heiraten. Du süßes, kleines Mädchenherz, wir wollen allen Ernstes hoffen, dass der heurige Carneval seine Pflicht thut und spornstreich» deinen ganz berechtigten Wunsch erfüllt. Geschieht es aber heuer nicht, so mus« es aanz gewiss im nächsten Fasching geschehen. Wenn sich dann auch just der junge, schöne Graf oder Herzog nickt findet, so thut es ein Baron auch. Aaroue sind manchmal auch nicht übel, und einige von ihnen tanzen ^°M " und Melanie ^ ^^^ sch°" geheiratet! Wer hätte das geglaubt? Das dumme, einfältige Ding! Aber Mimi wird in diesem Faschmg auch unter die Haube kommen. Sie welß zetzt jchon be-stimmt, was sie wünscht. Einen Mann namllch. Papa sagt, Mimi sei jetzt neunzehn Jahre alt und da könne ein Mädel schon heiraten. Es braucht nicht gerade ein Baron zu sein, ein reicher Fabrikant oder ein höherer Beamter sind auch nicht so ohne, und was das Tanzen anbelangt, nun man tanzt ja nicht ewig; in diesem Punkte hätte also auch ein schwächerer Tänzer gar leinen Grund, mit Papa nicht zu sprechen! Denn eigentlich ist es doch besser, wenn der Mann ein schlechter Tänzer ist. als wenn es Mimi etwa gar ergehen sollte, wie Tante Rosa. Schrecklich! ^ e» r^.- Aber das wird nicht geschehen, und der Fasching, der nun ins Land gezogen, wird ganz gewiss seme Pflicht thun und M'mis Wünsche erfüllen. Das wollen wir für sie und lausend so herzige Mädchen, wie sie ist, innigst hoffen, und schon in dieser seiner Eigen» schaft fei er un« willkommen, und wir begrüßen chn mit einem lebhaften Vivat, Prinz Carneval. rsew der Fafching! __________ Huiäkiu. Erniedrigte und Beleidigte. Roman von Theodor Dostojewski. (3. Fortschttnn.) Ich weiß nicht mehr. was ich noch gesagt. Er wollte sich erheben, fiel aber gleich wieder hin und murmelte etwas vor sich hin mit heiserer, erstickter Stimme. Ich beugte mich liefer zu 'hm herab, um besser zu hören. — Auf Wassili. Oftrom — vernahm ich — sechste Linie.... sechs—te Linie.... Er verstummte. — Sie wohnen auf Wassili-Ostrow? Aber dann haben Sie einen falschen Weg eingeschlagen. Sie hätten links und nicht rech's gehen müssen. Ich bringe Sie hin.... Der Alte regte sich nicht. Ich ergriff seine Hand; die Hand fiel nieder. Ich blickte ihm ins Antlitz, ich berührte ihn — er war todt. Mir schien es, als wär' alles ein Traum! Dieses Abenteuer machte mir viel zu schaffen, und iü der Aufregung schwand mein Fieber. Dic ^"""^° ?^"cl?"^ b°l° gefunden. Er wohnte zedoch nlcht auf Wassili-Ostrow, fondern zwei Schritte von dem Ort wo er gestorben, im Hause Klugens, ganz oben unter'm Dach, in einer besonderen Wohnung, d,e aus emem kleinen Vorzimmer und einem großen, aber sehr medngen Gemach mit drei fensterähnlichen Spalten bestand. Es haschte bei ihm die größte Armut. Das ganze Ameublement bestand aus e.nem T, ch, zwel Stühlen und einem uralten stein-hartenDivan, aus welchem überall der Bast mim er gepolstert war, hervorlugte. Und auch diese paar Möbel gehörten mcht ihm. sondern dem Hauswirt. Der Ofen war offenbar fchon lange nicht mehr geheizt worden, em Licht war auch nicht zu finden 'g iül politischen Bezirke Korneuburg in Niedeösterrreich zum Schulbaue eine Unterstützung von 200 st. aus dcr Allerhöchsten Privatcassc allergnädigst zu bewillig«» geruht. — (DaS Jahr der Vergnügungszüge.) Da bekanntlich Doppelfeiertage wie Ostern und Pfingsten gerne zur Veranstaltung von Vergnügungszügen oder größeren Vereins-Auöflügen benutzt werden, so hat das Jahr 1885 alle Aussicht, so ein recht eigentliche» Jahr für Vergnügungszüge zu werden; es kommen außer Ostern, Pfingsten und dem (dreitägigen) Weihnachtsfefte noch Doppelfeiertage vor: 1. und 2. Februar, 28. und 29. Juni, dann 15, und 16. August. — (DieWeiSheit derAerzte) Vor einigen Tagen wurde die Festschrift des Vereins der Aerzte des zweite» Bezirks in Wien veröffentlicht, die vielfaches Interesse erregte. Der in dieser Festschrift enthaltene Vlussftruch: „Nichts ist schwerer zu ertragen — als ei» schlechter Magen", hat de» Berliner „Ulk" zu einigen Sentenzen gereizt, vou denen die nachfolgenden hier wiedergegeben seien: Gefährlich ist's, den Leu zu wecke», Schlimm ist der Mensch in seinem Wahn; Jedoch dcr schrecklichste dcr Schrecken Ist unbedingt ein hohler Zahn. Nicht an die Güter hänge dein herz. Die das Leben vergänglich zieren; Was hilft der Reichthum, wenn lrant die Nieren, Gold und Silber betäubt nicht den Schmerz. Meine Nuh ist hin! — seufzt Gretchcn beklommen, Hätt' sie nur Chloralhydrat genommen. Kurz ist dcr Schmerz und cwin sind die Freuden — Chloroformiert verspürst du leius von beiden. Naum ist in dcr kleinsten Hütte Für ein glücklich licbcnd Panr; Doch in svlchcm Raume wohnen, Wäre Leichtsinn offenbar. Das Leben ist dcr Güter gröhtcs nicht — Der Uebrl größtes aber ist die üli ch t. — (General G r a n t.) In der »ordamerilaui-schen Union ift nun der längst angekündigte Bankerott des Generals und vormaligen Präsidenten Vrant un» liermeiblich. Die Zahlungseinstellung wurde durch große geschäftliche Speculatloneu herbeigeführt. Der Eisenbahn« lüuig Banderbilt hat auf Zahlung jener 150000 Dol-lar.3 bestanden, welche Grant von ihm für die Firma Graut und Ward kurz vor deren Bankerott geborgt hat. und Grant hat alles hingegeben, was er besitzt, um dem Gläubiger gerecht zu werden. Sogar die persönlichen Effecten des Cxpräsidenten hat Vanderbilt mit Beschlag belegt, und sie kommen unter den Hammer, wenn die Schuld nicht auf andere Weise beglichen wird. Seine Schweltcr, seine Andenken, seine Geschenke, alles hat Grant opfern müssen. Der General erträgt sein Geschick ohne Murren. Er hat mit dem „llentury Magazine" ein Abkommen getroffen und wird fur dasselbe Artikel schreiben, die er freilich so anständig bezahlt bekommen wird, dass er recht gemächlich zu leben vermag. Außerdem haben seine Freunde General Sherman. Eyrus Field, Hamilton Fish und andere bereits die einleitenden Schritte gethan, um Vanderbilt. der sich. wie es heißt, mit 100000 Dollars begnügen will. abzufinden. — (Schlechte Zeiten) «Was die Zeiten jetzt schlecht sind! Will ich mir neulich auf der Bank ein Zehnguldenfiück wechseln lassen — glauben Sie. ich hätte ein's g'habt?!" Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ernennung.) Der Oberingenieur Herr Franz Iiegler wurde zum Vaurathe und Vorstände deS technischen Departements bei der lrainischtn Landesregierung ernannt, — (Die Consecration des Bischofs von Parenzo-Pola) fand am 4. d. Vl in der Dom« lirche zu Görz durch den Fürst-Erzbischof von Gärz uuter Assistenz der Bischöfe von Trieft und Veglia und des Fürstbischofs von Laibach statt. Der Kirchenfeier wohnten Statthalter Baron Pietis. die Spitzen der Be-hvrden. Deputationen auS Parenzo und Pola und sehr viele Andächtige bei. Nachmittags fand im erzbischüflichen Palais ein Diner zu 30 Gedecken statt, an welchem der Statthalter, der Landeshauptmann und die anwesenden Prälaten theilnahmen. Es wurden Toaste ausgebracht auf Se. Majestät den Kaiser, den Papst, den ueuen Bischof, den Statthalter, den Erzbischof und den Vlerus. Abends fand im (üreolo cattulioo eine Feslsoiree statt, welcher alle Honoratioren beiwohnten. — (Iu den Adelstand erhoben.) Dem in-futterten Abt. Dechant und Stadtpfarrer in Eilli. Anton Wretschko. wurde als Ritter deS Ordens der eisernen Krone dritter Classe in Gemähheit der Ordensstatuten der Ritterftand verliehen. — (Effecten - Lott erie zu Gunsten des ..Narooni Dom") Vorgestern wurde die am 31sten Dezember 1884 begonnene Losziehung dieser Lotterie beendet, und fielen die Haupttreffer aus folgende Losnummern: 89205 53852 37883 25727 31253 8642 99503 56036 9907« 50322 58482 91709 10140 13793 46724 67230 84738 754 28754 86967 8991 83073 97125 85134 74616 28073 98976 95946 34846 16991 40114 29028 3563 26490 37007 89036 92428 48243 86026 87322 68113 58753 12125 3283t 75137 87225 93374 51993 41718 15209 17503 55875 77859 89402 96234 62674. — (Die l. l. Landwirtschafts-Gesell. schaft fllr Kraln) hült am 28. d. M. eine all-gemeine Versammlung in Laibach ab. Die Versammlung findet im Magiftratsgebäuoe statt und beginnt um 9 Uhr vormittags. Programm: 1.) Eröffnung der Versammlung durch den Präsidenten; 2.) Rechenschaftsbericht des Eentralausschusses; 3) Vorlage der Ge-sellschaftsrechnung pro 1883 und des Voranschlages pro 1885, Separatabdrücke davon befinden sich bereits in Mieter, hauptsächlich Handwerker und deutsche Zimmervermieterinnen. Der Verwalter des Hauses konnte mir auch nur da» Eine sagen, dass der Verstorbene sechs Rubel monatlich Miete gezahlt, im ganzem vier Monate in der Wohnung gelebt, aber für die lehten zwei Monate nicht einen Heller gezahlt habe, fo dass man ihn hätte ausweisen müssen. Ich fragte, ob ihn jemand besucht? Aber auch hierüber konnte ich keine befriedigende Auskunft erlangen. Das Haus ist groß wie eine Arche Noahs, sagte man, und wer kann alle die Leute kennen, die ein« und ausgehen. Ein Hau«, lnlcht, der iiber fünf Jahre in diesem Hause gedient und der vielleicht irgend etwas hätte aussagen können, war zwei Wochen vor dem Todestage des Alten ins Dorf gefahren und hatte statt seiner einen Neffen angestellt, der kaum die Hälfte der Mieter kannte Ich erinnere mich nicht mehr, was das Endresultat aller dieser Fragen war, aber endlich — wurde der «lte beerdigt. Ich hatte damals auch in die sechste Linie einmal einen Abstecher gemacht und lachte mich schließlich selbst aus: was hätte ich dort finden können außer einer Neihe gewöhnlicher Häuser. ..Aber wes-halb hat dcr Alte sterbend von der sechsten Linie und wn Wassili'Ostrow gesprochen?" — dachte ich. „War «s vielleicht nur eine Fieberphantafie?" Ich besah mir die freigewordene Wohnung SmiitK und sie gefiel mir, so dass ich sie behielt. Ich fand. was ich namentlich fuchte, ein großes Zimmer, obgleich e» lreilich so niedrig war, dass ich in der ersten Zeit immer fürcht, Mit dem Kopfe an die Decke zu stoßen. Uebriczens gewöhnte ich mich daran fehr bald. Für sechs Rubel monatlich hätte ich auch kein besseres Zimmer finden können. Mich zog das Eine an: das« es eine Wohnung war, die ich für mich allein halte; jch musste mich nur nach jemand zur Bedienung um-sehen, da man doch ganz ohne alle Bedienung nicht "ben konnte. In der ersten Zeit wollte der Hausknecht wenigstens einmal im Laufe des Tages heraufkommen. „Wer weiß," dachte ich, „vielleicht kommt noch jemand, um nach dem Alten zu fragen!" Uebrigens waren schon fünf Tage seit seinem Tode vergangen, aber noch hatte sich niemand gezeigt. II. Damals, genau vor einem Jahre, arbeitete ich noch für mehrere Journale, für die ich verschiedene Artikel verfasste; ich glaubte fest daran, dass es mir gelingen würde, irgend etwas Großes, Schönes zu schaffen. Ich war damals mit einem großen Roman beschäftigt; aber das Finale war — das ich jetzt im Hospital sitze und wahrscheinlich bald sterben werde! Wozu denn diese Aufzeichnungen, wenn ich wirklich sterben sollle? Ich weih es selbst nicht. Unwillkürlich musste ich dieses ganzen schweren letzten Jahres meines Lebens gedenken. Ich will jetzt alles niederschreiben; ich denke, ich würde aus Gram sterben, wenn mir nicht dieser Einfall gekommen! Alle die Eindtücke der letzten Zeit regen mich zuweilen bis zmn Wahnsinn auf. Unter der Feder werden sie einen ruhigeren, geordneteren Charakter annehmen, sie werden phantastischen Hirngespinnstcn weniger ähnlich sehen als jetzt. So scheint es mir wenigstens. Wie wirkt schon allein der äußere Vorgang des Schreibens! Er beruhigt, er kühlt das Blut, er weckt in mir alle die sonstigen schriftstellerischen Gewohnheiten, er gibt meinen Erinnerungen und großen Träumen ben Schein der That. der Beschäftigung ... Ja. eS war ein guter Gedanke von mi,! Außerdem hat der Feldscheerer dann auch etwa« zu erben -— er kann mit dem Papier die Ritzen verkleben, wenn er für den Winter die Doppel, fenster vorfeht. Meine Erzählung habe ich übrigens, ich weiß selbst nicht weshalb, in der Mitte begonnen. Wenn nun einmal geschrieben werden soll, so muss man mit dem Anfang beginnen. So fei es denn. Meine Autobiographie wird ja kurz sein. Ich bin nicht hier geboren, sondern in weiter Ferne, im Gouvelnement T. Meine Litern müssen brave Leute gewesen sein, aber ich verwaiste schon in frühester Kindheit und wuchs im Hause von Nikolai Sfer-gejewitsch Ichmenew auf, eines nicht sehr bemittelten Gutsbesitzers, der mich aus Mitleid aufnahm. Er hatte nur eine einzige Tochter Natascha, die drei Jahre jünger war als ich. Wir wuchsen wie Bruder und Schwester auf. O fühe Kindheit! Wie albern ift es, im 25. Lebensjahre um dich zu klagen und sich um dich zu grämen und sterbend nur deiner allein voll Entzücken und Dankbarkeit zu gedenken! Damals leuchtete am Himmel noch eine so helle Petersburger Sonne und unsere kleinen Herzen schlugen so frisch, so lustig. Rings umher waren damals Wiesen und Wälder, nicht aber leblose Steine, wie jetzt. Was das für ein herrlicher Garten und Park in Wassiljewskoje war, das Nikolai Sfergejewitsch verwaltete; in diesem Gart-n bin ich mit Natascha umhergestrichen; hinter dem Garten war ein großer Wald, in welchem wir Kinder uns einmal verirrt. . . Goldene, schöne Zeit! Zum erstenmale bot sich uns hier lockend und räthselvoll da« Leben, und es war so süß. es kennen zu lernen. Damals war es, als lebte hinter jedem Strauch, hinter jedem Baum irgend etwas Unbekanntes. Geheimnisvolles; die Märchenwelt verwebte sich mit der Wirklichkeit; und wenn im tlesen Thal der Abendnebel sich erhob und in gewundenen grauen Strichen die Sträucher streifte, die an den fel-sigen Rippen unseres großen Abhänge« klebten. oUs« ten wir mit Natascha, die Hände fest ineinander fügend, mit ängstlicher Unaedulo m dle T'efe und walteten mit gespannter Ungeduld, ob nlcht plötzlich vom Boden des Abhang« jemand auf uns loskommen oder uns zu sich rufen würde und ob nicht die Märchen der alten Kinderwärterin zur echten, naturgemäß-n Wahrheit würden. (Fortsetzung solgt.) Laibacher Zeituna Nr. 4 30 7. Iiinner 1885. Händen der P. T. Herren Mitglieder, das Detail kann aber beliebig in der Gesellschaftökanzlei eingesehen werden; 4.) Berichte und Anträge der Filialen und einzelner Gesellschaftsmitglieder nach Z 19 der Statuten; 5) Wahl eines Mitgliedes des Centralausschusses an Stelle des nach § 22 der Gesellschaftsstatuten ouStre. tenden; 6.) Iuerlennung von AnerlennungS-Diplomen für lobenswerte landwirtschaftliche Verdienste; 7.) allfäl« lige Wahl von Ehren« und correspondierenden Mitgliedern; 8.) Bericht über die Hufbeschlagschule in Laibach. — (Todesfälle.) In Treffen starb am 4ten d, M. der hochwürdige Herr Pfarrdechant Johann Kovakik. — Gestern um 1 Uhr nachts ist die hoch-wohlgeborne Frau Katharina Baronin Zoitz von Edelstein, geborene Schwarzenberg, nach längerem Leiden im 77. Lebensjahre gestorben. Die Einsegnung der Leiche findet morgen, den 8. d, M., um halb 9 Uhr früh im Trauerhause am Nain Nr. 20 statt, worauf dieselbe nach dem Ortsfriedhofe zu Preoassel bei Kram« bürg überführt wird. um daselbst zur ewigen Nuhe be« stattet zu werden. — (Das Liederspiel „Der Monate Wett, streit",) welches bei der Christbaumfeier des Knaben-Waisenhauses „Collegium Marianum" mit großem Bei. fall aufgeführt wurde, wird auf vielseitigen Wunsch Donnerstag, den 8, d. M., um 5 Uhr abends eben daselbst (Polanastraße 36) in sehr gelungener slove-ni scher Uebersetzung (aus der Feder des hochw. Herrn Fr. Krel) wiederholt werden. Das Entree wurde sehr niedrig gestellt: 10 kr. Stehplatz. 30 lr. Sitzplatz. — Den Clavierpart hat aus besonderer Gefälligkeit der städt. Lehrer Herr Josef Maier übernommen, der den» selben auch bei der Christbaumfeier in künstlerischer Weise besorgt hat. — (Krainische Eßcumpte. Gesellschaft.) Wie uns von gut unterrichteter Seite gemeldet wird, ist der Stand der lrainischen Escompte-Gcsellschaft nach der eben in Durchführung begriffenen Bilanz nicht so ungünstig, wie er seinerzeit angenommen wurde und noch jetzt im Publicum befürchtet wird. Denn trotz des defraudlerten Betrages per 110 000 fl und ungeachtet eines Verlustpostens von 20000 fl,, der aber von der gegenwärtigen Katastrophe ganz unabhängig ist und aus dem Concurse einer krainischen Firma der Eisenindustrie herrührt, dürfte bei dem hohen Reserv»'fonde von 89000 fl. nur die Actionäre ein Verlust im Betrage von circa 25 Procent der Actien treffen, wornach die Annahme begründet ist. dass bei einer ruhigen Abwick« lung die Einleger zu ihrem vollen Capitale sammt Zinsen gelangen werden. Es erscheint daher im Interesse der Einleger sehr wünschenswert, dass diejenigen von ihnen, welche bisher noch nicht ihre Zustimmung zu dem erbetenen Moratorium erklärt haben, in dieser Richtung nicht säumen mögen, um dadurch eine gedeihliche Ab-Wickelung wesentlich zu fördern. — (- A 251 000 sl) Silber 12«568000ft.^170000ft.), Gold78822000ft ^2912000») Devisen .'N9 000 fl. ( - 2903000 fl.). Portefeuille 16? 712000 ft (^ 10053000 fl,). Lombard 34220000 ft, ^ 3 03000 ft ) h,p!< thekar-Darlehen 8«76« 000 fl. (^ 289000 ft.) Pfandbrie um auf 83 998 000 fl. (4-362 000 fl.) ' ^' ^'""^riciumiau, Verstorbene. ^- ..?k« ^ ?.'".'."' Varbara äemrod. ?lrbcilersa.attin, 41 I., Emlidaassc Nr. b.. Lum;eutulicrculosc. - Ludwia Eriavc. maai< stratlicher Amtsdiclicrssohn. U Monate. Karlstädtcchwße Nr 111, Bronchitis. , , ,> , Landschaftliches Theater. Heute (unncrader Tan): Mädchens ch w ü r e. Lustspiel in 6 Acten nach dem Polnischen des Grase» von ssredro vl'n G. von Mioscr, Meteorologische BeobaHtuua.cn in Laib ach? ?Ü.Ma.l 742.15 - 4.2 M71^ch"-wuMt------------- 9 " A l A.W - ^ NW. schwach, bewültt 0.00 ___9 ., Ab. 74ä.?0 — 4.4 NO. schwach! brwttllt ^ 3" W 743,40s- 4.2,NW. schwach bewöllt , " a " 3. A2.62 ! - 2.8 .NW. fchwacl, bcwüM 0 00 " . M, 742.18 ! - 4.0 !NO, schwach bewöllt ' n... u?°" ^' ?"? 6.' An beiden Tassen die einförmig düstere A? Taaesmiltel der Warme an Ac. N'"dem3m^ beziehungsweise um 1,1° und 0,9- Verantwortlicher Redacteur: I. Naali s°o°wi7 i^°"d.7"i^"'^.^ ^? be WaX > > Varoni» De Träux de WaN ^' ^"""""' > > Veck, Nachricht von dem sie "?^^?^''^ "°" » W bendcn hinscheiden ihre/in. ^s. tiefste brtrü- W > Mhmtgsweise Großm^ > M Frau ' " huchwchlgeborciicn ^ V !Hem"^de^ ! W sacramenten, im 77 A« s '.v."- ^Sterbe- » W entschlafen ist. "vensMrc ,cmft im Herrn » M Die Einsegnnnq der Leicli? ?!„> . <^ W W den 8. d. Mts," nm halb 9 Nl'"5.^''''''^taa. W W iM'se am Rain Nr. 20 s^ W > dem Ortsfricdhofe zu P. da sel ^^^ > » fiihrt^d, nm d^elbit ^^^3^1 D » kirch^^ Na?'n?1n"de^N',"! '" 3"?' ! W ajscl nelcscn. 'piarrlinhe ,n Prcb^ M W Lail, ach am li. Jänner 1885. ^ W Für die virlcn Aeweise dc>- ^s s ^ ..^ ^ W rend der Krankheit und fi?dk H'^^'^ » > N""N am Leichenbegänan sse mei Ä """' ^"'" » W Tochter «""»">,,c muner unvergcsöllchen M W sowie auch für die vielen schönen ssr«...l^, ^ . W W den inniasten Dant '"^""'Kranzspenden sagt M > « r . Johanna Deller. W M «albach, 6. Jänner 1885. W Laibachcr Zeitung Nr. 4 31 7. Jänner 1885. Course an der Wiener Görse vom 5. Mnner 5 iM. N°« ^ oM^n C°ursbi°tte Geld Ware Staats-Anlehen. Mtenrcutc.......82 40 8255 I«L4« 4«/., StaaMose 85.0 st. 12,-,'— izia-— i««Ncr 5«/„ all,!,,c 5>on „ 13« — 130-5« I8L4cr Staatsloft . . iuo „ 171 25 i?i 75 i»t!4cr „ . . 5l) I7U'— 171 — Como-Nentcnschcinc . per St. — — —>— ä "/„ Ocst. Goldrcntc, Ncucislci . 104 «o iu4-?5 Ocfterr. Notcinentc, stcucrsrci . x? 7I> u? 90 Ung. Golbrcitte c>"/......12315123-20 " ^^^^"/"- - - - »'25 l»1-5!> " ^"^'^'^ ^° fl- ö-W.S, 14« - 14« 5U „ Qstbahn-Pnoritätcn . . »7_ »7^0 „ Staatö-Qbl. (Nng. Ostb.) --____.— " m " "- m . "°"> ^- ^^76 105 50 10«'— Grundentl.-Obligationen (f'lr 1U0 ft, C.M.), °> böhmisch«:......„«.^ ^.^ °A«che......10175 103 25 >'^ N!cdcwst««!chischc . . . i«5 - in« 25 ^"^ °ber"st«rclch! che , . . . i(,4-5u ins— ^^stcmsche.......iu4—i«5-5u «°^° n^'A ^!? slavonische . ion- luv— 0°/» siebenbürglscht.....i<,i__ K,2-_ Gcld wnre 5 o/o Temcsvarer-Vanatcr . .100 75 10150 5/„ . U2-50 »u— dto. Plllmieil.SchuldvciIch.3«/« »N50 «7- Ocst,Hypo«hclcnba»l inj. 5'/,"/<, 100'— 100-^5 Qcst.-ung, Bnnl verl. !>"/« . . 103L0 i«u-?u bto. „ 4 >/,"/« .102'— 102 2s, dto. ., 4"/„ . . »7'7« 97-W Unn, allg, Bodencrcdit-Nclicngcs, in Pcst in 1.183ü vcrl.5> >//'/« 10175 10250 Prioritäts - Obligationen Mr 100 fl.) Elisabcth-Wcstbcchu 1. Emission 11090 111-30 sscrdinanbs-Novdvahn in Silb, 105-40 lU«-— Franz-Ioscs-Vahn.....»!»"?« «0- - Galizische Keil ^ l>udwi<, - «ahn , Em, !8«1 30!» si. S. 4 >/»"/« . 9»-50 100 — Oeftcri. Norwestbahn .... 102-80 iu»-— Siebenbllrgel.......»U'LOj «8-70 Gclb Ware Stalltebahn 1. Emission . . . 190-20 —-— Sildbahn^»^...... I48-—146-50 ^5"/"...... 12425 —.— Ung.'glliz. Bahn..... »9^ U9S0 Diverse Lose (per StUcl) ilrebitlose 10« fl...... ,74.50 ,75.5c, Claiy.Loosc 40 fl...... 4175 4225 <"/„ Donau.Dampssch, i«» fi. , ^4 _ i,5_ Laibachcr Prämicn-Anlehcn LUfl. 23— 24 — Osciicr Vosc40st. . . . . . 4,-25 43.- Palfsy ^'sc 40 st...... 8775 8825 Motycn Krcuz, öst. Ges. v. 10 ft. 12 uu 13-^0 Nlldols-Vosb 10 fl. . . . . iij,2L 18-75 Snlm-tosc 40 fi...... 55.50 57.^ St.-Ociiois-Losc 4U fl. . . . 5075 51-25 Walbs!cin-^>,'sc 20 fi..... 27-75 28-25 Windilchgrälj.Vosc 2,, fl. . . . «L-75 8725 Vant-Actien (per Stuck) Nnglo-Ocslcrr. Banl 200 fl. . . 9725 98 75 Äanl'Gcscllschaft, Wicner i!00 ft, —— — — Nanlvciein, Wiener, ion fl. . „ 10a 5« 101 — Äbncr-'Anft,, Osst.^oofl.S, 40"/. 223-75 224 — <5rdt,-Änft. f. Hand. u. G. luufl. 2U45U 2«5 — , Crbt.-?lnst.. Allg. NNss. 200 fi. . 8UL-5U .'I07- — Dcpl'sitcnb. Allg. 200 ft. ... 203-75 L04-25 Escomptc Gcs., Nicdcröst, liau fl. UU0 — «?» — .Yypoll)clcnb..ös», i!0U fl. «5,>/>E. —-— «y — ^äüdcidanf, oft., 20Ust. G.5«"/.E, 98— 9« 50 Ocstcr.'Unss, Ban!..... 8U4-— 8«7 — Unionbanl lUl) fl...... 74— 74-25 Vcrlchrebanl Allg, 140 fl. 14525 145-75 Gclb Ware Actien v»n Transport-Unternrhmungen. (per Stüs) Nlbrecht-Vahn »00 fi, Silber ' —— ^._ Alföld-ssium-Bahn 200 st. Silb» i?»-?5 l«u 25 Nussig-Tcp. Eisenb, 2<»l»fl, LM. — — ^.^ Vöhm. Nordbah» 150 st, , . . —-— ^..^ „ Wcstbah» wu fi. , , . —-— ^..^ Vuschtiehrad« Eisb. üNo fi.CM. —— —-— (lit.»,) ?00 fi. . —— __.». Donau - Dampfschiffahrt««Ges Ocstcrr. 5.00 fl. CM. . . - 532 — 535— Drau-E!s.sVal,-Dl>,«Z,)ln0fl,S- —— — — Dux-VobcnbachclE,.». zlOUfl.S. —— — — ^lillibcth.Vnhn iü'0 fl. CM, , . 23225 23275 ,, l'inz-Nudii'ci s 200 fl, . . !20« 25 20«-75 „Valb.-Tirol.1II,E,l»?82N0fl,S.!i9«-50 197 — sscrdinanbS-Nordb. 100!) fl, CM, 2337 2345 ssran,-Ioscs Bahn 200 st, Sill>, 207 25 208 — ^ilnflilchcu-Varcscr Eis, !^0<>ss,C, —— — — Oal,,ssal-l'l'ildwil,-V,20!»N, CM, 2«? — 2e?-50 Giaz.Köfiachcr fl. Silber . , 182 — 182L5 Siebcnbi!ia.er Liscnb, üuu fi, . i?«-?«» 18025 Staatscisenbahn 200 fi, ö, W. , 30225 80275 Gelb Ware Slldbahn iino fi, Silber . ,45 — 145 40 Siid-Norbd.-Verb.°V.z.^f,,EM, ^— il.2 50 Theis!«B°hn i!00 fi. ö. W. , .249—249 50 Tlllmway'Ge!.. Nr,170 fi. ö, W. 2,4-25 214-75 „ Wl,, neu 100 fi. 105 — 105 50 Transport-Gesellschaft 100 ff, . — — «8 — Unss,>naliz. Eiscnb, 2l>0 ft, Silber i?3 — i?«-50 Nilss, Nordossbahn l!00 fl, Silbel 170-75 171 — Un8,wessb,lRaab-Grnz)20(!si,E. I?!l?5 174-20 IndnftrieActien sper Stück) Enhbi und Kindberg. Eisen« und Stahl,»Ind. in «Men 100 fi, , ß7— 8« — Eiscnbahnw-Leihg, 180 ". 4« "/„ iuL— 107 — „Elbcmilhl". Papiers, u. 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Verjährung der Fv'deriing ftrr 6 fl 15 kr. aus dem auf der Realität Einl -Nr. 18 l^ä Log pfaudrechtlich sichergestellten Schuldscheine ddto. 25. Jänner ,885 dem Gcttclgtm Johann Selislar und desfen ulibekaiiütei! Rechtsnachfolgern Franz Sell'slar, Bescher uon L»kovica Nr. 17, bestellt und demselben sohin der über die Klage erftosftne Bescheid vom 2. Dezember 1884. Z. 24203, zugestellt. Laibach am 2. Dezember 1864. | L a i b a c h. 1 Möbel aller Art | zu billigstem Preise. I GI-rosB© :F1a"brHLS-2>Tied.erlagre von I M äPvlvIl (1701) 36 j die Rolle von 27 kr. aufwärts. I JlKk Mariazeller Magentropfen, I I JS^fiftlttSäk vorzUSlioh wirkendes Mittel, bei allen Krank- fl H B5Jj^mHk22§B23 8*n(*oc^ zu ^.a^on in iJuibach n u r in don Apotheken der ¦ H HB^BK^a^BH Horron G. Piccoli, Wionorstrassc; Josof S yoboda, ¦ H ^^^^^SB^^^H Proschernplatz; Krainburg: Apothoker E. Savnik; ¦ H ^^^^^^^^^^^H Stein: Apothokor J. 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