Schnstleitung: RathhauSaass» Str.» (#mnRrr'to»»»,! r»»nch <«li Uiniw J« C»a> a. Jan-M*-) »,» 11—11 a»< ««m. ■Rhg nist |:rUJgcücttr, oinalak *11-IfBtSBgea -ich» latlattg« tg.*» tr.tj Hl Watgfl ftt> ti;n «i. Htrn tntaegca. - -?-! SM«4*Utin «n» M: Daich Sie V»ft frvei leibhaftige Brüder in nicht mehr zu jungen Jahren. Sie waren alle beide ein wenig Sonderling geworden. Beide leiteten in brüderlicher Eintracht die solide Fouragefirma Treumann & Söhne, die sie von ihrem Vater ererbt hatten; in brüderlicher Eintracht rad» eilen sie jeden Morgen per Tandem in« Geschäft, und jeden Mittag und Abend dito in da« kleine Landhau« vor dem Thore der Stadt, wo sie in brüderlicher Eintracht mit einem allen weiblichen Faclotum. da« Köchin, Wirtschafterin und Dienst-mädchen in einer Person war, hauSten. Sonntag« und wenn die Abende regnerisch waren, rollten sie einträglich beim Löwenwirt vor, tranken jeder drei Schoppen, nicht mehr und nicht weniger, droschen ihren Scat bis Punkt zehn Uhr, und tandemten dann ebenso einträglich, wie sie gekommen, wieder nach Hause. Da» Tandem war eigentlich das Symbol ihrer Zusammengehörigkeit, nicht bloß der äußerlichen, sondern auch d«r innerlichen Zusammengehörigkeit. Sie halten nur einen Willen, einen Wunsch, und beide zusauimen nur eine Liebe, und diese galt eben ihrem Tandem. Sonst waren sie überhaupt nicht verliebt; so wa» gab'« nicht, und unbeweidt wollten sie durch» Leben radeln, das war ihr Gelübde. Alle Frauen und Mädchen der Erde zusammen sollten sie, die Unzertrennlichen, sammt ihrem Tandem nicht auseinanderreißen. deutsche Nationalfahne eine politische Bedeutung besitze, und dass diese politische Bedeutung zum Beispiele der panslavistischen Tricolore abgesprochen werden könne. Graf Clary hat e» mit leichtem Herzen aus-gesprochen, mit leichterem, al» man von ihm er« warten zu können glaubt«. Gras Clary hat nicht den geringsten Grund für feine Annahme angeführt, und er könnte einen solchen Grund auch niemal« finden, zumal er seiner JnterpellationS-Beanttvortung in diesem Punkte eine doch wohl nicht ganz unbewusSt falsche Auslegung zugrunde legt. E» kann doch unmöglich die volle Ueberzeugung eine» so einsichtsvollen Mannes fein, wenn er dem durch die fchwarz-roth-goldene Fahne auSg?« drückten deutschnationalen Idealismus eine politische Bedeutung unterschiebt. Denn die Farben schwarz»roth«gold stehen zu dem deutschen Reich« in gar keiner Beziehung, eS gibt kein politisches Gebilde der Zukunft, da» Nachweis-bar mit diesen Farben überhaupt angedeutet werden soll. ES liegt daher in der Behauptung deS Grafen Clary eine bedauerliche Verdächtigung der deutsch-nationalen Gesinnung, welche umsomehr auffallen mus», al» ja in den letzten Tagen sogar der Ministerpräsident Körb er ausdrücklich erklärte, das» gegen die Beflaggung mit schwarz-roth« gold zur Begrüßung de» Kaiser» kein Bedenken und keine Einwendung erhoben werden könne. Will also Graf Clary österreichischer sein al» Oesterreich? Höchst unbegreiflich ist die Verbeugung, welche der Gras Clary vor dem PanslaviSmuS und Irre» dentiSmuS gemacht hat, deren Tricoloren nach der Viele Jahre hatte diese» brüderliche Idyll ge» dauert. Mit einemmale schien ein Wolkenschatten in die sonnig« Heiterkeit dieses Junggesellen Himmel» gefallen zu s«in. Bob, der ältere, hatte wohl be» merkt, das« irgend etwa» auf der Seele feine» kleinen Bruder», der beiläufig die Dreißig bereits überschritten Halle, lasten musste. Sepp war wort-karg, zerstreut, scheu geworden. Bob fieng an, an irgend eine geheime Blutschuld feines kleinen Bruder« zu glauben, und doch zerbrach er sich den Kopf dar-über, wie und wann Sepp dazu gekommen fein sollte, da er ihn ja doch immer nur auf wenige Minuten au« den Augen gelassen hatte. Auf einer Tandemtour war es. Sie bum-melien die Landstraße entlang, als Bob feinen Bruder hinter sich sagen hörte: „Bob, jetzi kann ich's nimmer aushalten! Ich muss Dir ein Geständnis machen". Bob zitterte am ganzen Leib ob des Schreck» lichtn, das jetzt kommen musste. Er dreht« sich um, sah feinen Bruder mit ängstlichen Blicken an und sagte: .Sprich Sepp!" »Nein, nein! So nicht! Dreh' Dich um, sieh aus die Lenkstange! Du darfst mich nicht anschauen dabei, Bod'. .O Gott, o Gott, wa» werde ich hören muffen!" murmelte Bob „Bob", stöhnte Sepp hinter ihm, „sei mir nicht böse! Ich weiß ja auch nichi, wie es so ge« komme» ist; aber . . . weißt Du .... ich kann doch nicht anders .. .. ich werde.... heiraten!" Bob knick.e zusammen. Seine Hände sanken von der Lenkstange, seine Füße von oen Pedalen und — bumslegte sich das zweigesattelte Stahl-ros« an die Seite. Beide Brüder fanden sich auf dem Rasen der den Chausseegraben ausfüllte, mit heiler Haut wieder. Seile 2 Ansicht de« Grafen Clary im Gegensatze zur schwarz-roth-goldenen Fahne keine politische Bedeutung besitzen. C« liegt un« jede Angeberei ferne, allein Gra Clary würde gewis« auf interessante Ueber» raschungen stoßen, wenn er ei» wenig jenen Fäden nachgienge, von welchen da« große Gesüge de« PanflaviSmu« geleitet wird. Da würde er zu seinem Staunen bemerken, das« überall in de« ungeheueren Gebiete, wo die weiß»blau«rothe Fahne al« Zeichen nationaler Zusammengehörigkeit angesehen wird, vom Norden Sibirien« bi« zu den Gestaden de« Jsonzo, von Astrachan bi« in die Heimat Hussen«, unser Oesterreich nur al« die böse Stiefmutter (,ma2eh&*) angesehen wird, im Gegensatze zur Mutter Slavia. Wenn wir schon bei diesem dichterischen Bilde bleiben, so möchten wir den Herrn Statthalter daran erinnern, in welch sinniger Weise der größte Dichter de« deutschnationalen Jdeali«-mu«, der auf dem österreichischen Parnas« die höchste Stufe erklommen hat, unser Robert Hamerling, da« Verhaltn!« Oesterreich« zum großen idealen deutschen Vaterlande kennzeichnete. Er sagte: „Deutschland ist mein Vaterland Und Oesterreich mein Mutterland. Ich liebe sie alle beide.* Der Deutschösterreicher denkt an keine böse Stiefmutter, wenn er an Oesterreich denkt, allein wenn er Feste feiert, und wenn sein Herz in voller Lebensfreude für seine Mutter schlägt, dann will er auch de« Vater« gedenken und dessen Zeichen sehen: die heiligen Farben schwarz» roth-goldl „patriotische" Zntriguanten. Ein pensionierter Hofsecrelär unsere« auswärtigen Amte«, Rimler ist sein Name, hat au« gekränktem Ehrgeiz einige Enthüllungen über die Quertreibereien gegen den Dreibund gemacht. Die Enthüllungen kehren sich hauptsächlich gegen den Führer der au« zehn Mann bestehenden 43er Partei im ungarischen Reichstag», Gabriel Ugron, obwohl Ugron nach all' den zutage tretenden Einzelheiten auch im auswärtigen Ministerium wohlwollende Unterstützung gefunden haben dürfte. „Hast Du Dir Schaden gethan, Sepp?" „Nein? Du etwa, Bod?" „Nein, Sepp". Eine lange Pause entstand. „Und ist die Sache nicht rückgängig zu machen?" fragte Bob endlich. Sepp schüttelte den Kopf. „Auch nicht mit Reugeld?" Verstärktes Schütteln des Kopfe«. Bob feufzte und Sepp spielte den Zerknirschten; beide aber schwangen sich wieder aus de« Stahlrof« und — ein« — zwei. — ein» — zwei — gieng'« die Landstraße dahin. Sepp hörte feinen Bruder ein paarmal herzzerbrechend seufzen. .Bob*, tröstete er, »sei doch nicht böse! Ich hab' ja auch «in« Schwiegermutter!" „Armer Sepp! Aber da« geschieht Dir schon recht!" Merkwürdig, während Bob an da« auSein-andergerissene Tandem darbte und immer schwer-«üthiger wurde, fieng Sepp« Gesicht vergnügter an zu strahlen, wie da« Gesicht eine«, der ein schwere« Stück Arbeit hinter sich hat. Auf dem Heimwege fragte Bob wieder: »Wirst Du mich in der Familie Deiner Braut einführen, Sepp? Ich mus« selber sehen und Dich nöthigenfall« retten!" »Aber selbstverständlich, Bob" „Noch ein«, Sepp! — Radelt „sie* auch?" „Ja. Bob". „So wird sie meinen Platz aus diesem Tandem einnehmen. Aber wo bleib' ich?" Sepp schwieg eine Weile. „Ich schenk' Dir zum Geburtstage ein neue«, Bob", sagte er dann. Darauf wurde da» Thema mit keiner Silbe mehr berührt. • • * „?ruts*/ Wacht" Nach Rimler hat Ugron nicht allein für ein russifch-österreichisch-französifche» Bündni» sich ein» setzen wollen und dafür von dem französischen Minister des Auswärtigen eine materielle Unter» stützung seiner Partei, sowie die Gründung einer sranzösisch-unnarischen Bank in Osen-Pest zugesichert erhalten, sondern auch die Unterstützung deS Vatikan« für feine Pläne in Aussicht gestellt erkalten. Die Intriguen gegen den Dreibund, dessen Frieden«» aufgabe die clericalen Heuchler mit fromm ver» drehten Augen betonen, haben damit die richtige Begründung gefunden. Rom ist e«, das e« nicht verwinden kann, das« »in von dem römischen Bischof unabhängiger Staat, das« da« protestantische Deutschland zum Machtfaktor in Europa und damit aus der ganzen Welt geworden ist. Mit grimmigem Hasse versolgen die Schergen Rom« den ungeahn» ten Aufschwung, den Deutschland in den letzten Jahrzehnten nimmt und der gar nicht zu dem Fluche passen will, den die katholischen Päpste gegen daS Deutsche Reich geschleudert haben. Die Segnungen des Friedens sind den Römlingen ein Greuel, weil davon die ketzerischen Deutschen eben-sallS betroffen werden, und so sehen wir die Söld» linge Roms an hoher und niederer Stelle gegen den Schutzwall de« Frieden«, gegen den Dreibund, wühlen und Hetzen. Al« ein Werkzeug in der Hand der Jesuiten war auch Ugron au«ersehen und nur der Wachsam« keit der Bedrohten ist e« zu danken, das« der schlau au«geheckte Plan, für den man auch an höherer Stelle den Boden vorbereitet hatte, bei Zeiten entdeckt und, um die übrigen „Verschworenen" zu retten, schnell Herr Ugron herhalten musste, der ohnehin au« seiner Gegnerschaft gegen den Dreibund kein Hehl machte. E« ist aber Grund anzunehmen, das« in de« österreichischen Ministerien und selbst im österreichischen Parlamente noch sehr viele Ugron« sitzen, die nur auf den Augenblick lauern, dem verbündeten Deutschen Reiche ein Bein zu stellen und ihrer „christliche Nächstenliebe" gegen den protestantischen Verbündeten die Zügel schießen zu lassen. So arbeitet Rom hinter den Koulissen gegen den Dreibund und damit gegen da« Leben«» interesse unsere« Staate«, während aus der öffent» lichtn Schaubühne die klerikalen Kampfhähne von patriotischen Betheuerungen überfließen und ihre feigen Denunciationen gegen diejenigen richten, die in der Wahrung der deutschen Interessen und dem Anstreben der deutschen Vorherrschaft in diese« Staate den Ltaat selbst erhallen wollen. Wa« un« aber in dem zu Tage geförderten Jntriguenfpiel sogenannter österreichischer Patrioten besonder« wertvoll erscheint, da« ist die Rolle, welche die „patriotischen" Tschechen in der ganzen Sache spielen. Der Brief de« alten Rieger, der für Eine Reihe von Wochen war vergangen. Bob und Sepp befanden sich wieder auf einer Tandem» tour. Beim Ausbruch von der ersten Erfrischung«» station sagte Bob, der schon während der ganzen Fahrt einen recht gedrückten Eindruck gemacht hatte: „Sepp. möchtest Du nicht einmal die Führung übernehmen?" »Sehr gtrn! Aber da« ist so sonderbar! Weshalb ....?" »Mag ja sein! Aber erst 'rausl So. nun lo«, Sepp! Weißt Du, ich möchte Dir etwa« sage» und . . . . hätte nicht gern, das« Du mich dabei sehen könntest. Weißt Du .... mit dem Fahrrad neu» lich . . . . wovon wir sprachen. ... Du wolltest mir doch ein« zum Geburt«tag schenken .... nicht wahr, Sepp?" »Ganz gewis«. Bob!" „Nu, sieh Sepp, da möcht' ich Dich bitten .... wenn Du schon ein Rad taufst, dann einen .... Zweisitzer!" »Ja. aber um Himmelswillen, Bob was willst Du denn mit einem Zweisitzer machen? Du kannst ') nicht quatre rnains . . . ." «Nein Sepp, aber weißt Du .... ich will . . . . auch heiraten!" »Du, Bob?... Ich hätte Dich eigentlich .. Er vollendet nicht----„für verständiger ge» n". wollte er sagen, besann sich noch rechtzeitig. »Nur für Dich, Sepp? nur für Dich", beeilte 'ich Bob zu versichern. »Ich konnte Dich doch nicht allein lassen!' „Aber ich werde doch gar nicht allein fein „Nein. daS wirst Du nicht' denn wir werden zusammenbleiben. Meine Zukünftige radelt auch!" »Ah so, darum den Zweisitzer I" »Ja Sepp! Und e» bleibt in der Familie!" „DaS versteht ich nicht!" 1 Nummer 52 seinen Patriotismus sogar geadelt wurde, ist ei» Document, das wir sorgsam aufbewahren müsst». Wenn der anerkannte Führer tintS VolktS. al» wtlchtr Rieger durch fast ein Menschenalter bt-tracht« werden muss, sich nicht scheut, die Int«, vention ein«s fremden Souveräns, als welcher i» diesem Falle der Czar herhalten mus«. gegen die innere Politik in Oesterreich anzurufen u»b nicht davor zurückbebt, von einem fremden So«» verän ein Einschreiten gegen die unter dem Szepter der Hab«burger stehende« Deutschen in Oesterreich, Hilfe zu erwarten und zu erbitten, dann hat dies« Volk wahrlich da« Recht vtrwirkt. sich zu jeder Gtltgtnheit mit einem denunciatorischen Seittnblick auf die „hochverrätherischen" Deutsche« al« die um eigennützigen Patrioten und die ^verläßlichsten Stütze» de« Staate« aufzuspielen. Da« Schreiben Riegn» ist ein weittrt« wertvolle« Blatt in de« schier uo erschöpflichtn tschechischen Loyalität«kranze. jfk Mo«kaupilger und Verfasser de« Memorandum» l» Napoleon haben sich nun direct al« Agenten Riß. land« gegen den Großtheil der österreichischen Unter« thantn entpuppt. Die »patriotischen" Tschechen habe» allt Ursache, mit der Verdächtigung de« SchUlra» und Echau»n« der Deutschen nach Berlin hübsch stille zu sein. Ein Volk» dessen Führer nicht »n nach Mo«kau schielen, sondern bittend dahin pilger» und selbst thätige Hilfe eine« fremden Herrscher» für ihre innerpolitischen Forderungen anrufen, hat da« Recht verwirkt, einem für feine berechtigte» Forderungen eintretenden anderen Volke, da« zude» vor den tschechischen Denuncianten da« vorau« hat, das« e« in der Reihe der Culturvölker an der Spitz« marschiert. Hoch- und Lande«verralh, Illoyalität und wie die schmeichelhaften Kosenamen noch lautti mögtn, vorzuwerfen. Die Lehre, welche wir Deutschen au» dn Affaire Rimler-Ugron ziehen müssen, ist eine recht beherzigenswerte. Sie ist aber für die am Staat»« rüder befindlichen Männer noch weit beachte»»« werter. Sie hat nämlich die römischen null tschechischen Patrioten in ihrrm wahren Lichte gt« zeigt. Die Mahnung, die aus den zutage getretene» Intriguen Roms und de« Schreiben RiegerS de» verantwortlichen Leitern unserer inneren und äußer» Politik entgegentritt, «öge wohl beachtet werde». Die Regierung weiß nun, wie echt der „Patriot,««»»" jener Parteien ist, die damit prunken und ihn wie eine Marktware öffentlich anpreisen und zur Scha» stellen. Wir verstehen allerding» unter Pitri»« ti«mu» etwa» andere«. „Nun, Sepp, weißt Du — ich werde die Mutter von Deiner Li»beth heiraten . . . !" »Bob, bist Du toll? Meine Schwiegermutter?" „Darf ich etwa nicht?" wandte Bob gekräikt ein. »Und warum nicht? Sie ist in meinem Alter, sie ist eine hübsche, elegante. lieben»würdige Fr« — gibst Du mir nicht recht?" »Ja. ja, tausendmal! E» ist Alle», wie sagst! Und ihr versteht euch also?" .Au«gez«ichnrll Und dann . . . . si« radelt doch auch, und ist sehr chic auf dem Rade!" „Immerhin; aber doch .... «eine Schwieget» «utter!" Sepp dachte nach. »Da hat man nun einmal eine wahre Perl« von Schwiegermutter gefunden, und dann komia der Bruder und nimmt sie eiuem weg", meinte «r dann mit komischer Betrübnis. „Aber, Sepp. sie bleibt Dir ja doch!" „Nein, sit bleibt mir nicht! Sie wird jetzt meine — Schwägerin! . . ." »Wahrhaftig, Sepp! Daran hab' ich nicht ae» dacht!" Plötzlich fuhr e« wie ein Blitzstrahl über fei, Gesicht. „Aber Sepp .... mein Gott, tröste Dich doch! Du bekommst ja Ersatz: Ich bin dann dich Dein .... Schwiegervater!" Jetzt aber war« Zeit, das« beide absprang«», sonst hätten sie doch noch im Chausseegraben gelegt». Sprachlo« starrtm die beiden Brüder einander an und brachen dann in ein unbändige« Gelächter au«. Aber e« musste nun schon einmal dabei »er« bleiben und in Zukunft gab e« zwei Tandem», die fast so unzertrennlich waren, wie Bob und Eep? auf dem ersten Tandem. 9iunin.tr 52 „A»«tlche Wacht' Seit« 3 politische Rundschau. I« pienlte 3Ums. Da« clericale »Linzer Volk«dlatt" veröffentlichte seit dem 14. d. M. eine Reihe von Aussätzen, die Angriffe gegen den Pro» testantismu« enthielten, und blieb vom Staat«» anmalte unbehelligt. Die socialdemokratische Linzer „Wahrheit" druckte die Aufsätze wörtlich ab, ersetzte aber da« Wort „Protestanti«mu«" durch ,Cleri-cali«mu»" und wurde — beschlagnahmt. O, bu «ein Oesterreich! La» von Halizien! Die Volkszählung in Galizien ergab 7,317.023 Einwohner. Lesen und schreiben können 2,210.453, bloß lesen 446.154. Vollständige Analphabeten sind 4,660.416 Einwohner, da« heißt 63 Procent der Gesammt« beoölkerung. Für ein solche« Land, dessen Cultur^ stufe von dm sibirischen Steppen und der Türkei übertroffen wird, müssen die deutschen, d. i. steuer» leistenden Länder Millionen ausbringen, damit die Schlachta ihre Steuergulden in der Tasche behalten kann. Lo« von Galizien! Kode des ZtureuKrieges I Von der Brüsseler Tran«oaalgeselljchast nahestehender Seile wird ver« sichert, das« gegenwärtig so wichtige, die unmitiel-bare Lösung de« südafrikanischen Kriege« betreffende Fragen den Tran«vaalgesandten Dr. Leqd« und die ^esandlschast«milglieder beschäftigen, das« Dr. Leyd« keinerlei Besuch« empfängt. Zwischen dem Gesandten und den kämpfenden Buren findet ein lebhafter Depeschenwechsel statt. E« wird trotz aller officiösen Ableugnungen bestimmt versichert, das« Gras Bülow jetzt eine burensreundlichere Stellung einnimmt. Die nächsten Tage dürsten wichtige, auf die Beendigung de« Kriege« abzielende Entscheidungen bringen. Stadt und Land. ^arkiest des^erschöueruugsvereiue». Immer näher rückt der Tag des Festes und in der Kelle all der Vorbereitungen reiht sich, von geschickten und eifrigen Händen gefügt. Glied an Glied. Nur noch wenige Tage und die Männer und Frauen deS Fest-<»*fchufie« werden sagen können: Wir sind parat! An der festfreudigen und für die Verschönerung der Eannthalperle Cilli so fehr eingenommenen deutschen Bevölkerung des ganzen steirischen Unterlandes aber wird es gelegen sein, den Festausschuß, der diesmal mehr bieten wird, als jemals geboten wurde, durch reichen und kräftigen Zuspruch zu bedanken. Wird ja doch schon in musikalischer Beziehung das Fest ein glänzendes Gepräge erhalten, indem nicht nur unsere über die Gemarkungen des Unterlandes hinaus so gut angeschriebene Musikvereinscapelle, sondern auch die »oll st indige Capelle deS 87. Infanterieregimentes aus Pola be! dem Feste mitwirken werden. Was sonst an Einzeln- i ausführungen, wie Circus, Hippodrom, Drahtseilbahn, an Vorträgen und Darstellungen der Vereine, an Gaben für Gaumen und Kehle geboten werden wird, muß aller Erwartung nach den prächtigen Untergrund zu einem in Cilli noch nie gesehenen Feftdilde abgeben. Niemand wird den Feftplatz ohne die freudig,e Erwartung betreten, dass er da so vieles findem werde, was nicht nur seine Begeisterung für eine guüe Sache, fondern auch seine Festfreudig-keit lebhaft ansprechen muss. Darum richten wir an alle Bewolhner Cillis, an alle Freunde unserer deutschen Sannstadt die herzliche Einladung: Eilt am 7. Julli in hellen Scharen zum Parkfeste des VerschöneruingsvereineS und Ihr werdet in freuden-vollen Sturnden ein edles, ein schönes Werk segens-reich gefördert haben. Knaufgetischer Jamitienabend. Der am Mittwoch docn 26. d. M. abgehaltene letzte Familien-abend in I diesem Sommer nahm bei zahlreicher Be-theiligung , einen überaus erfreulichen Verlaus. Gleich zu Beginn, ertönten stürmische Hcilrufe, als Herr Kurator Riifchlawy eine Depesche verlas, worin Superinten'ndent Schak die endliche Genehmigung der mit sso vieler, selbstloser Mühe angestrebten Constituiruung der bisherigen Tochtergemeinde Cilli zur selbftftständigen Pfarrgemeinde mittheilte. Vicar Mtay würdigte zunächst in begeisternden Worten t die historische Bedeutung des Tages f für die Cillier Gemeinde und beschloß hierauf dieie Reihe seiner schönen, mächtig fesselnden Vorträge über die Märtyrerkirche Frankreichs mit der Vorstellung des Lebensbildes Paul Rabaut's. Der Vortragende schloß mit dem Hinweis auf die wunderbare Thatsache, daß heute aus dem Samen des Huqenottenblutes neueS evangelisches Leben in Frankreich erblühe. Schon seien dem Dränge heiliger Erkenntniß folgend, dreihundert katholische Priester übergetreten. Und unaufhaltsam schreite die .Los von Rom-Bewegung" im Frankenlande vorwärts, gerade so wie hierzulande, wo auch nach jahrhundertlanger furchtbarer Bedrängniß eine herrliche Blüthezeit für die Sache des Evangeliums gekommen feil Alle Guten mögen ihr Theil dazu beitragen, daß das Evangelium nicht ein Schatten sei, sondern eine wahre Lebenskraft werde und bleibe. — Nach Absingung deS deutschen Weihe-liedes erfolgte die Wahl des Ausschusses für den behördlich endlich genehmigten „Verein zur Erbauung einer evangelischen Kirche in Cilli." Zunächst gab Herr PreSbyter Fritz Wehrban einen Ueberblick über die bisher einge-lanfenen Beiträge zum Bausonde. An Bargeld seien rund 1500 K da Namhafte Spenden feien zugesichert vom Hallenfifchen HilfSverein für Cilli, sowie von einem zweiten Verein in der Lutherstadt Halle, ferner vom Gustav-Adol f«V er ein. Die evangelifche Gemeinde Wien H. C. habe eine große Orgel der Gemeinde Cilli fchtnkungSweise überlassen. Dichter Rosegger, der edle Förderer der Los von Rom-Bewegung. Frau Elly Stärk und Opernsängerin Frau IanuschovSky haben Vortragsabende zu Gunsten des Fondes in Aussicht gestellt. Pastor Skog, — der kürz ich hier weilte, — werde das Interesse der evangelischen Kirche Schwedens für den Kirchenbau zu gewinnen trachten. Auch sei ein Kirchenconcert geplant. Er selbst (Wehrhan) verspreche, 40.000 Ziegel zum Baue beizusteuern. (Heilrufe). — Die durch Zuruf vorgenommene Ausschnßwahl hatte folgendes Ergebniß Vorsitzender: Herr Vicar Fritz May, — Vors.-Stellver» treter: Herr Dr. Eugen Negri, — Schriftführer: Herr Dr. Fritz Zangger, — Schatz-meister: Herr Bergingenieur Fritz Wehrhan, Beisitzer: die Herren Dr. Mravlag, Jng H Gutmann, Jng. Lindauer, Rischlavv und* Jicha. Ersatzmann: Schriftleiter A in drosch itsch.— Dera» hoch erfreuliche!! Ergebnissen für die so kräftig emporstrebende evangelische Gemeinde Cilli so reiche Abend hielt die Anwesenden noch lange beim Klänge völkischer Lieder beisammen. Aus der evangelischen Gemeinde. Die im Jahre 1853 gegründete Filialgemeinde Cilli, welche bisher der evangelischen Luthergemeinde Laibach ein gegliedert und von deren Pfarrern treu bedient worden war, ist am 36. Juni vom k. k. Ober kirchenrathe in Wien im Einverftändniß mit der k, k. Statthalterei in Graz zur selbst ständigen Pfarrgemeinde erhoben worden. Da bereits in der kürzesten ftrist zur Presbyter- und Psarrerwähl geschritten werden wird, wird für Dienstag den 2. Juli eine Gemeindeversammlung ausgeschrieben werden. Die Liste der nach § 23 der Kirchenverfassung stimmberechtigten Mitglieder wird zur allgemeinen Einsichtnahme am schwarzen Brette im Psarrhause ausgehängt sein. Diejenigen unserer Glaubensgenossen, welche meinen sollten, bei der Aufstellung dieser Liste irrthümlicherweise übergangen worden zu sein, können ihr Wahlrecht bis längstens Freitag, den 5. Juli, schriftlich beim Presbyterium reklamieren. — Sonntag den 30. Juni findet im AndreaSkirchlei» um >0 Uhr Vormittags ein ösfent l ich er Got! esdienst statt. Kruennungen. Der LandeSregierungsrath und Leiter der Bezirkshauptmannschast in Gottfchee Dr. Ludwig Thoman Edler von Montalmar wurde zur Dienstleistung bei der Landesregierung in L a i b a ch einberufen Die Leitung der genannten Bezirkshauptmannschast übernimmt der Landesre gierungsrath Dr. Michael Gftettenhofer. Dem Professor am Staatsgymnasium in Rudolfs werth Herrn Dr. Rudolf Ager wurde eine wirkliche Lehrstelle am Eommunal - Obergymnasium in Bregenz verliehen. Interessanter Besuch. Der auch al« Schrist steller bekannte französische Gesandte a. D.. Herr Albert L e s a i v r e, welcher schon in früheren Jahren wiederholt in Cilli weilte, ist neuerding« hier angekommen und im Hotel Erzh. Johann abgestiegen. Aanvereiu für ßilli und Umgebung. Der vorbereitende Au«schuj« diese« Vereine« entwickelt eine rege Thätigkeit und hat schon mehrere Projecie in« Auge gesas«t, welche für die Wirksamkeit de« Bauvereiue« eine günstige Basi« abgeben können. Schon beute kann man dem für unsere Stadt und deren Entwicklung so bedeutungsvollen Vereine eine segensreiche Zukunft vorau«sagen. Gehören ja doch dem vorbereitenden Ausschüsse außer den in der letzten Nummer der „Deutschen Wacht" genannten Aemiersührern auch drei Männer an, deren au«» gezeichnete Sachkenntnis, dem neuen Unternehmen ebenso zustatten kommen wird, wie die überragende Bedeutung, die sie bei allem, wa» im deutschen Cilli geschaffen wird, einnehmen — wir meinen Herrn Bürgermeister Gustav S t i g e r, Herrn Vicebürgermeister Julius R a k u s ch und den Direktor unserer Gemeindesparcasse Herrn kais. Rath Carl Traun. HiMer deutscher Hewerveöuud. Mittwoch fand zur Fortsetzung der in der letzten Versamm» lung eingeleiteten Erörterung über die Postierung de« Deutschen Hause« eine allgemein zugängliche Vollversammlung deS Cillier deutschen Gewerbe-bunde« statt. Der Obmann Herr Karl M ö r t l begrüßte vor Allem die zahlreich Erschienenen, namentlich Herrn Vicebürgermeister R a k u s ch und Herrn Karl T e p p e i, woraus er de« diesertage verstorbenen Gewerbebund«mitgliede« Herrn Karl W a tz e k mit pietätvollen Worten gedachte. Weiter« berichtigt» Herr Mörtl die in der letzten Versamm-lung gefallene Behauptung, das« beim Winzerhau«» baue de« Herrn Alvi« W a l l a n d der slovenische Schlossermeister Redek eine Arbeit erhalten habe. Dies« Behauptung sei ganz unrichtig, indem der Bauunternehmer Gologranzvon Herrn Walland contractlich verpflichtet sei, nur deutsche Gewerbe» treibende zu verwenden. Weiter« macht Herr Mörtl Mittheilung von der Aemteroertheilung im vor-bereitenden Comuö de« BauvereineS sür Cilli und Umgebung, woraus er unter lebhaftem Beifalle auch daraus hinnmst, das« die Herren Stiger, Rakusch und Traun ebenfalls diesem Comit6 angehören. Nachdem der Schriftführer Herr Otto Küster die Verhandlung«schnft über die letzte Versammlung verlesen halte, wurde zur Tage«» ordnung übergegangen. Herr Franz Pacchiaffo hatte nämlich in der letzten Versammlung den An-trag eingebracht, den Gemeinderath aufzufordern, das» er den Verkauf der .Gugenmoß-Realität' an den Verein „Deutsche« Hau«' rückgängig mache. Herr Pacchiaffo hatte diesen Antrag damit de» gründet, das« nach seiner Ansicht mit diesem Ver» kaufe von der Gemeinde ein zu große« finanzielle« Opfer gebracht werde und man trachten solle, einen geeigneteren und billigeren Platz ausfindig zu machen. Herr Otto Küster verwies dem gegenüber darauf, das« Herr Juliu« Rakusch in der letzten Versammlung ausdrücklich erklärt habe, das« die Finanzlage der Stadt die Durch» sührung de« erwähnten Verkaufe« gestatte. Die Gugenmoß-Realität sei im Jahre 1891 durch die Gemeinde Cilli um 82.000 fl. angekauft worden. Schon im Jahre 1898 sei beschlossen worden, den für da« Deutsche Haus auSersehenen Theil der Realität dem Vereine »Deutsche« Hau«" um 30.000 fl. zu verkaufen. Außerdem sind noch 10, seither schon theilweise verkaufte Bauplätze übrig geblieben, welche einen Wert von 40.000 fl. reprä-sentieren. Der Rest, der von der ursprünglichen AnkausSsumme von 82.000 fl. noch erübrigt, nämlich 12.000 fl.. werde aber durch die Anlage der verlängerten Ringstraße reichlich aufgewogen. Der Redner legt noch dar, das« der Platz für da« Deutsche Hau« der geeignetste sei, zumal der ehe-mal« Bontempellische Grund für die Schulen refer» viert bleiben müsse. Herr Pacchiaffo beharrte auf seinem Standpunkte, das« der Bau auf dem BiSmarckplatze zu kostspielig sein werde und warnte in eindringlichen Worten vor dieser Durchführung des Plane«, indem er zugleich die Nothwendigkeit der Errichtung eine« Deuischen Hause« voll aner» kannte. 'Nachdem noch die Herren U r s ch k o , Kuhlich und Rakusch gegen und Herr A l t-jiebler für den Antrag Pacchiaffo ge» sprachen hatten, wurde derselbe mit großer Mehr» heit abgelehnt. Herr B e r n a führt« nun au«, wie schwer bi« Gewerbetreibenden durch die Verfugung de» Schulausschusses der gewerblichen Fortbildung«» schule getroffen werden, wonach die Lehrlinge am Sonniag Nachmittag frei sein müssen und die dadurch entfallenden Schulstunden an einem Wochen« tage eingebracht werden müssen. Herr A ltzie b ler bemerkt, das« dem Schulau«schusse diese Verfügung von der Regierung dekretiert worden sei, widrigen« die Staat«subvention entzogen würde. Nun brauche man allerdings auf diese Subvention nicht so erpicht zu sein — allein im Schulau«- Seite 4 schuss« säßen nur zwei Vertreter bei Gewerbe-stände», für den die Vertreter de» Handel«stande« kein Herz haben. (Herr Altziebler hat mit dieser frivolen und ganz unbegründeten Behauptung in unverantwortlicher Weise zwischen dem Handels-stände und dem Gewerbestand« einen in Cilli nicht bestehenden Gegensatz aufgerollt. Die allgemeine Entrüstung der Versammlung wird H-rrn Al!-ziebler wohl aufgeklärt haben, das» er mit feinem neuesten Evangelium in Cilli kein Glück haben wird. E» wäre nur interessant zu erfahren, od der Handelsmann Altzi«bler dem Gewerb«mann Ali-ziebler auch soviel Concurrenz macht al« den anderen Gewerbetreibenden mit seiner — Universal« grei«lerei. Anm. d. Schriftl.) In der von Herrn B e r n a angeregten Angelegenheit wird nach kurzer Debatte über Antrag de« Herrn Pacchiaffo beschlossen, das« sich der Ausschus« an kompetenter Stelle erkundigen möge, ob in der Sache etwa» erreicht werden könne, und in der nächsten Ver-sammlung darüber Bericht erstatte. Ferner wurde »in Antrag de« Htm, Riegerfperger angenommen, wonach sich der Geiverbebund mit den Brudervereinen in Marburg und Pettau z» gf meinsamem Vorgeben in der Schulsrage in« Ein« vernehmen setzen möge. Herr Rieg«rfperger regt an. das« heuer wieder ein Ausflug de« Gr werbebunde« veranstaltet werde. Der Obmann ver-sprich», dieser Anregung Rechnung tragen zu woll.n. Herr «tuä. Petrus chek «rörierte hierauf in ge> wandter Rede die Frage, welche« heimische Tagblatt der Cillier deutsche Gew->rbelr?i?ende unterstütze» folle. Er verwies darauf, dass da« „Grazer Tagblatt" al« socialreform»torische» Blatt für die Interessen der arbeitende» Stände eintrete uns nicht wie die „Tagespost" für die Interessen de« Adel« und der Juden. Die „Tagespost" sei da» Organ der gewerbefeindlichen Parteien, welche sich so sehr gegen die Abänderung der §§ 59 und 60 der Gewerbeordnung eingesetzt hätte»" im Gegen sahe zur Deutschen Volk«partei und namentlich unserem Abgeordneten Herrn Dr. Pommer. Der Redner führte auch eine Reihe von Fallen a», in welchen die „Tagespost" in jüngster Zeit den nationalen Standpunkt gänzlich verleugnet habe. Au« diesen Gründen fordert Herr Petritschek die Anwesenden auf, überall da« „Grazer Tagblair zu verlangen und es nach Kräften zu fördern. Diese Anregung findet in der überwiegende» Mehr» heit der Versammelten lebhaften, freudigen Wider-hall, und nach einer kurzen, recht lebhaften Wechsel-rede dankte Herr Mörtl dem Herrn Petritschek für seine Anregung, die in Cilli auf sehr guiin Boden gefallen ist. Südmark Aotksvücherei. Am 1. März d. I. wurde die hiesige Südmart-Volksbücherei. welche die Werke der besten und beliebtesten Autoren in 1500 Bänden umfaf«t, eröffnet. Die Bücherei ist im Siadiamte (Casse) untergebracht. Die AuSleiu-stunde ist vorläufig auf jeden Montag zwischen I und 2 Uhr nachmittag festgesetzt. Jeder Entlehner hat monatlich den Beirag von 10 Hellern und außerdem für jede« entlehnte Buch einen Beirag von 2 Hellern zu btzahlen. Die Bücher muffen innerhalb 14 Tagen zurückgestellt werden. TaS ausführliche Bücherverzeichnis ist zum Preise von 4 Hellern erhältlich. Die Bücherei kann von jedem Deutschen benützt werde». Infolge de« großen Zu dränge» wird nun auch an jedem Freilag nach-mittag« zwischen 1 und 2 Uhr eine AuSleihstunde abgehalten. Hefundeu wurde vor einigen Tagen im Stat iparke ein H a n d t ü s ch ch e n. in dem sich ein Taschentuch und ein kleiner japanischer Fächer vorfände». Der Verlusttiäger möge da« Täschchen in der Buchhandlung de» Herrn Fritz Rasch abholen. ßillier Mäituergesangsverei«. Die nächste Probe findet Freitag den ö. Zum statt. ßircus Zavatta. Der bekannte Circu» Zavatta wird von heute. Sam»tag, an hier mehrere Vor» stellungen geben, deren Besuch nach dn vorliegenden Zeitung»b«nchken besten» empföhle« '.erden kann. ZtezirKsvertretuug Ausser. Im letzten Be» richte über die Wahhn in die BezirkSvertrciung wurde nrthümlicherweife in der Gruppe für Städte und Märkte Herr Josef Drolz. Realitätenblsitzer in Tüffer. au»gelasfen, wa« hiemit nachgetragen wird. Markt Küster, 26. Juni 1901. (Fluer» wehr.) Bet der am 23. d. M. flaun ^ ti Hauptversammlung der Freiw. Feuerwehr in Tüffer wurd« Herr Georg Benedek. Kamiiisegermeister, ^ zum Haupimann und Herr Carl Hermann, j HandelSmann in Tüffer. al» dessen Stellvertreter ' gewählt. Deutscher u Hesterr. Alpen Hkerein, Section Krain. Sonntag, den 14. Juli 1901 findet die Eröffnung der Bov Hütte (1523 Meter Seehöhe) am Mojstrovka Passe in den Julischen Alpen in folgender Weise statt: Samstag, den 13. Juli, nachmittags 4 Uhr Abmarsch von der Eisenbahnstation Kronau (Staatsbahnlinie Laibach-Travis) durch das Pischtnca-Thal und Ausstieg zur Hütte. — Wegdauer 3 ivtunden. Sonntag, den 14. Juli, früh. Besteigung der Mojstrovka (2332 Meter). — Vormittags 11 Uhr Eröffnung der Hütte. — Nachmittags Abstieg durch daS Planica-Thal nach Kronau oder Ratschach. Im Anschluss« an die Hütten-Eröffnung wird am 15. und >0. Juli ein Ausflug über die Baumbach-Hütte — Trentathal — Lukna-Pafs — Deschmannhaus auf den Triglav unternommen, um das von der alpinen Gesellschaft „Krummholz" für das Gipfelkästchen am Triglav in liebenswürdiger Weife gewidmete Fremden-buch an feinen Bestimmungsort zu bringen. Theil-iichmerkarten zu 5 Kronen, welche zur freien Ver-pflegung in der Hütte berechtigen, wollen bis 8. Juli 1. I. beim Zahlmeister Herr Otto Fischer, Laibach, Congressplatz, gelöst werde». Hraz. Am Sonntag fand in Graz der au» Anlas« deS 25jährigen Jubiläum» der Bayreu.her Büyniii-Festspiele veranstaltete Wagner-Cyclu», welcher am 29. Mai d. I. begann und »Rienzi", „Holländer", „Tannhäuser", „Lohengrin", „Die Meistersinger von Nürnberg", „Tristan und Jsolee", »DaS Rheingold", „Die Walküre", »Siegfried" und „Götterdämmerung" umfasste, feine» Abschluss. E« verdient hervorgehoben zu werden, das« aus der Grazer Bühne zum erstenmale sämmtliche Hauptwerke des Meisters in chronologischer Reihen« folge zur Darstellung gelangten. Sämmtliche Vor-stellungen de« Cyclu« fanden bei stet« au«verkaus ein Hause statt und erweckten jubelnde Ovationen, welche am Sonntag ihren Höhepunkt erreichten; Direcior Purschian, Kapellmeister Weißleder und alle Hauptdarsteller waren Gegenstand begeist-rter Kundgebungen. Bemerkenswert ist, das« „Die Meistersinger von Nürnberg", »Der Ring de« Nibelungen" und »Tristan und Isolde" hier zum erstenmale ungeftrichen in Scene giengen, ebenso wie eS der Direction Purfchian vorbehalten war, die Werke Richard Wagner« zum erstenmale in cyklifcher Vorführung gebracht zu haben. Aa« dreier großer Älpcntunuels. Mit i»em Baue der drei großen Tunnel« sür die Kara» wanken-, Pyhrn- und Tauernbahn wurde beieit« begonnen. Der erste Spatenstich am Karawanken-tunnel fand Freitag, am Pyhrntunnel SamSiag statt; am Tauerntunnel wurde am letzen Moniag mit der Arbeit begonnen. — Der Karawankentuunel wird 8016 Meter, der Pyhcntunnel 4340 Meter und der Tauernbahntunnel 8470 Meter lang sein. Der Tauerntunnel wird zweigeleisig und in ge>ader Linie gebaut und durchbricht den Hauptstock der Tauern unter der GamSlaarfpitze in der R'chiung von Norden nach Sük'en. Er beginnt unmittelbar hinler der Station Böckstein oberhalb von Bad Gastein in der Seehöhe von 1172 Metern: die Bahn steigt dann bi» zur Mitte de» Tunnel», wo sie eine Seehöhe von 1225-2 Metern erreicht, und fällt dann zu einer Seedöhe von 1216-8 M.tern am Südau»gange de« Tunnel« ab. Der Tunnel wird durch Centralgnei« und Gn?i«granit gebohrt. Beim Bau diese« Tunnel« ist eine GesteinSwarme von 26 bi« 27 Grad Celsiu« zu gewärtigen. Der Bohrbetried, die Lüftung und elektrische B-l uch-lung wird um Hilfe der an beiden Tunnel-Ein« gangen vorhandenen Wasserkräfte erfolgen. Für den Bau de« Tauerntunnel« ist die Zeit von 2150 Arbeit«! igen oder rund 71/« Jahren in Alissicht genommen. — Der 8016 Meter lange Karaw uken-iunuel beginnt nach Vereinigung der beiden von Villach und Klageniurl kommenden Bahnlinien in der 613'6 Meter hoch gelegenen Station Bären-graben und endigt nächst dem Orte Birnbaum im Thal« der Wurzener Saoe. Der Tunnel wird zwei-geleisig angelegt und soll in vi«r Jahren und zwei Monaten vollendet werden, wobei für die Hcrftel-lung de« Richtstolll.'NS maschinelle Arbeit in Au»-ficht genommen ist. Dabei muffen 4126 Met r de» Stollen» durch Gestein von ungünstiger Beschaffen-heit gebohrt werden. Der erste Spatenstich au der Kaueruöah« wurde am Montag im Anlaufthale bti Bad Gastein ' in weihevollster Weife vollzogen. Sectionschef W u r m b brachte ein Hoch aus das Land Salzburg Nummer 52 aus und Abg. Dr. Sylvester würdigte die gtojt Bedeutung der Tauernbahn. Aahr- und Piehmärkte i« Steiermart. it 5. Juli: Graz. Stechviehmarkt nächst dem Schllchl> Hause. — Uiiterpulsgau, Bez. Windisch ^tistch, Schweinemarkt- Am 6. Juli: Graz, ©ctreäe^i Heu- und Strohmarkt am Gries. Holzmarkt , Holzmarkt am Dietrichsteinplaye. — Pöltschach, Sa. Windisch-Feistriy, I. u. V. — Marburg, B. -Am 11. Juli: Graz, Hornviehmarkt nächst ta Schlachthause. — Rann. Bez. Pettau. Schweinemc^ deutsche Gewerdeschulr Hohenstadt. O effe» 11 ich ke i l » r ech t. Einjädrige» Freiwillige »recht. Die Zeugnisse 9er Anstalt besitze» volle Staaisgiltigkeii. Im Schuljahre 1901/2 wird in der roll ständigen höheren Gewerbeschule me !.anisch, tich> nischer Richtung Unterricht ertheilt. Die AnfnahmSprüsun en werken am 15. Jaii und i7. Seplemb-r abgebalten Die Anmeldungen hiezu sind bi« 13. Jak, bezw. 15. September einzubringen. Zur etsten Ausnahmsprüfung kann die Zu-Meldung aus Grund de» letzten Semcstralzeugtiiffe! «folgen. Der Lehrplan ist dem der k. k. Staaitg" werbeschulen gleich Der Besuch der Anstalt kann besten« empfodl«' werden. Dieselbe ist nach den neuesten Ersahruigti eingerichtet und wurden sür den Lehrkörper lüchlißi Kräfte gewonnen. Der Lehrerfolg ist ein gut«. Die Schüler sind in der kleineren Stadt leicht«'j> überwachen und zur Erfüllung ihrer Pflicht a»j»> halten. Nähere« ersieht man au« dem Prospect, welcher von der Direction aus Verlangen koste»sti zugesendet wird. Die Direktion ist zu Au4tü«'»ü jed«rz«it gerne bereit. Für den Verein »Teutsche Gewerbefchllll' Hohenstadt Hermann Praß. Weaterbries aus Hteicheußerg. G l e i ch e n b e r g, 25. Juni 1901. Der Theaterdirector Herr Leopold Schmiß schwingt mit gewohnter Sicherheit sein Scepter leitet da« TespiSkarren in bekannt bester Wni-. Wir anerkennen den Fleiß, wie auch die Rührtzle. die er an den Tag legt, um da« Publicum für t -Vorstellungen zu gewinnen. Diese« bringt jeJci leider dem Unternehmen nicht jene« Interesse ki» gegen, da» unbedingt erforderlich ist. um die sellschast aufzumuntern, die guten Leistungen an*» erkennen und den Säckel de« Direktor» nicht iü schmälern. Der Besuch der Vorstellungen ist in > meisten Fällen schlecht. Da» ist ein Unrecht, i i unsere Pflicht mus« e« sein, die wahren Thaisach > zu konstatieren. Hätten wir kn niedrigen Stufe, und wir befürchten ein Sinken frt sich eine« guten Rufe« erfreuenden Theater», we» die eingetretene Ebbe noch längere Zeit foriba» r« wird. Da» Publikum unterstützt also da» ebtlii' Streben der Theaterdirectiou nicht. Di« Gesellstaj: müht sich sichtlich ab, täglich neue Rolle» zu studieren, sie nach Maßgabe ihrer Kräfte wie-: t-zugeben und so anständige Aufführungen zu t-stelligen. Wir freuten un» über die Wiedtt^ •'"» Sudermann» „Heimat", die mit dem Gaste Kr-« Frida Kreith-LaniuS zur Darstellung kam. ö« ein genus«reicher A^end, sür den wir k>er T>rcct» besonderen Dank wissen. Das Publicum eint C»rorte« in dem Grade Gleichenderg« ist für »ch -> I Nummer 52 spiele schwerer empfänglich, al« für andere Stücke erheiternden Inhalte«. Allein nach leichterer Kost mundet befamulid) eine sein«? Sveise, und so de-gruß'en wir auch die „H>imat" mit besonderer Warn?. Frau fianiu« ist für un« keine Nov:ce «ehr; schon öfter« beehrte sie un« und stet« be-grüßte sie die Zuhörerschaft in herznquickender An. So war e« auch gistern, als der Gast als Magda ausgetreten war. Frau Laniu« begeist rt« »ns neuerding« in dieser so ,arben> und sormenreich durchgeführten Partie. Ihr seeleuvolle« Spiel, in dem sie alle R,gifl>r ihrc« umfangreichen künst» lerischen Können» zur Verwirklichung brachte, ihre gtwählte, fein poimicrt«? Sprache, ihre Komik und Wärme, mit der sie diese schwere Rolle durchführt«, alle« entzückte und begeisterte die Anwesenden. Ein Blumenregen und Beifall waren die Begleiter-sch-inun^en ihr?« ersten diesjährigen Auftrelen«. Frau Laniu« hat diese Rolle di« aus« kleinste Detail herrlich und erstaun.nSwert sicher auSge-arbeitet und wiedergeaeben. Die Begeisterung sür die Kunst, die heizerfrischeade Jnnipkeii und An-Häßlichkeit zur Heimat, der seste, unerschütterliche Wille, mit dem sie siegreich alle Phasen de« so schön ausgebauten Werke« durchkämpfte, erregten Sensation, und ist daher der srenetische Applau« gani logisch die Folge ihrer kunstvollen Farben-malere» gewesen. Wenn schon der Gast die Palme de« Abende« errang, können wir doch auch unserem beimischen Ensemble volle« Lob sür den an den Tag gel'girn Fleiß bei der Ausarbeitung ttnzelner Partt n und ihrer Darstellung zollen. Den Vater Magda« hat z. B. Herr Friedrich ganz angem«ssen verkörpert. Wir bewundert«» seine Ruhe und sreuien un« in mehreren Scenen mit seiner Tochter Magda ob der ausgeglichenen Spielweise. Frl. Kübnau war seine liebenswürdige Galtin und eme gutmüthg« Sliesmulter, an der wir Freude hatte. Eine hervorragende Rolle schuf der Dichter mit dem Pfarrer, der die priesterliche Obliegenheit in schönen Züa.n zeichnet«. Herr Werner» Eu;«n hatte dieser ernsten, aber doch dankbar«» Partie Lichtseiten ab-gewonnen. Dir Lieutenant de« Herrn Goldbach und der Regierung«roth de« Herrn Schneider, wie auch die Maria de« Frl. Gärtner und die Fanny der Frau Köstler waren hübsche Figuren und «nt-b«hrten nicht de« Vorzüge«, gut zu sein. Nett sah Frl. Rös«ler al« Dienstmädchen au«. Frau Laniu« dürfte ihr Gastspiel noch an zwei Abenden sorts> tz«n. Wir sehen ihrem ferneren Auftreten mit großem Interesse entgegen. — Ein f,hr beachten«werte« Gailfpiel hat Frl. Brion kürzlich beendet. Im ,SW, al» „Zoza" und al« Heimchen, dem Noth« standtkinde, im „Johann>«feuer" zeigte sich die wahrt Künstlerin. Und wenn man bedenkt, das« bei so interessanten Gastspielen mit hübsch inscenierten und wirksamen Stücken ein leere« Hau« nach dem andern zu treffen ist, da mul« man wirklich stutzig werden und fragen: Wie wird die ganze Geschichte mit unserem Musentempel enden? Wenn e« so sortgehl, und wenn die Oper«tt« im Juli nicht bessere Häuser bringt, dann könnte wirklich der Theaterdirector au«rusen: „VereinStheattr, mir graut vor dir!' Deutsche Mturienlen! E» naht die Zeit, in der Ihr, den engen Grenzen der Mittelschule entrückt, den so wichtige« Schritt de« Eintrittes in die Hochschulstudien zu machen haben werdet, und 'daß dieser Schritt wohl gelingen möge, ist unser auf-richtigster Wunsch. Mit freudigen Hoff-minzen erfüllt, werdet Ihr den Boden der Vorbereitung zu Eurem künftigen Berufe betreten, und die in Eurer Brust schlummernden Ideale werden Gelegenheit haben, frei und kräftiig fich >u entfalten. Wir, di« wir mitten im Getriebe de« Hochschul-lebend stehen, treten nun in diesem bedeutenden Augen-blicke vor Eui!ch in der festen Ueberzeugung. daß Ihr die Pflichten «eine» deutschen Studenten voll und ganz erfüllen werde«!; und unter diesen Pflichten nimmt nicht die letztte Stelle ein — die Bethätigung de» Nationalbewußtseins I Ihr werdet e« daran nicht fehlen lassen. Deutsche Abiturienten! Viele von Euch werden die Hochschulen inn Wien besuchen. Die deutschnational« Studentenschaft hat sich hier in dem Lese- und Rede> verein der deuutichen Hochschüler in Wien .Germania", 8/1 Iosefstädteterftraße 9, geeint. Die „Germania* ist daher der Milittelxuiikt der Bestrebungen, welche darauf gerichtet sind,?, der deutschnationalen Studentenschaft Wien» in ihm« Gesammtheit nach Außen hin die ihr gebührende Geltung zu schaffen, im Innern arbeitet sie rastlos an > der nationalen Ausbildung und Charakter« festigung ihrer» Mitglied«. Welcher deutsche Student, der e» mit den Heilig-thümern seine» Volke» redlich Ilneint, wird e» nicht mit Freude begrüßen, diesem Vereine angehören zu dürfen, ihm feine zträste weihen zu können? Ferner wird durch eine immer mehr und mehr anwachsende Bücherei, durch da« Aufliegen einer Menge von Zeitungen und Zeitschriften, durch wissenschaftliche und nationale Vortrage in der Redehalle, durch die Veran-staltung von Commersen und großen Unterhaltungen bei einem geringfügigen Semestralbeitraz de» Guten und Anregenden so viel geboten, daß jeder auch in dieser Beziehung sich im Schoße der „Germania" wohl fühlen muß. Um nun diese wichtige Stellung der .Germania" dauernd aufrecht zu erhalten und zu befestigen, geht an diejenigen von Euch, die sich nach Wien wenden werden, die dringende Aufforderung, sofort zu Beginn de» Wintersemester» der „Germania" beizutreten. Wahrlich, die« ist tla» kleinste Opfer, welche» man sich selbst, und der nationalen Sache bringt I Auch ergeht an Euch da» Ersuchen, besonder» in der Redehalle gleich von allem Anfange Euch durch Borträge hervorzuthun, wozu jeder sich einen Stoff, der feinen Fähigkeiten und Neigungen am besten entspricht, beliebig auswählen kann. Ist ja doch die Entwicklung der nationalen Beredsamkeit einer von den Haupt-zwecken der „Germania"! Ist dieser wohlgemeinte Ausruf an jeden von Euch gleichmäßig gerichtet, so ergeht derselbe Haupt« sächlich an diejenigen von Euch, welche keiner Ver-bindung angehören werden. Denn für die Finkenschaft ist die „Germania" geradezu der Urquell, au» wtlchem jeder nationale Begeisterung trinken und sich stet» neu erquickt fühlen wird. Helft Ihr alle mitbauen an dem so bedeutung»-vollen Gebäude und unsere Zukunft wird eine glänzende sein. Hoch rage die „Germania", eine unbezwingliche Felsenburg, zu Trutz und Hohn gegen alle Feinde unsere» geliebten Volke»! Mit treudeutschem Gruße Der Ausschuß. Vermischtes. „pu soll» nicht stehlen!- Der Redakteur des in der bischöflichen Druckerei in VeSzprim hergestellten BlatteS der Volkspartei, Pater Kozma, der zugleich Professor am Priesterseminar war, ist mit Hinterlassung bedeutender Schulden und unter Mitnahme von 3000 Kronen, die ihm vom Bischof Bornik anvertraut worden waren, geflohen. Die Affaire erregt groß« Sensation. Hin irrsinniger Knsnr. In der Preßburger Franziskanerkirche zog während der Beichte der plötzlich irrsinnig gewordene Husar Komaron den Säbel, wandte sich geg«n den Geistlichen und ver-wundct« ihn, sowie den einschreitenden Polizisten Schwor. Erst sechs Polizisten konnten mit Beihilfe einiger Kircheitdesucher den Rasenden bändigen und inS Krankenhaus schaffen. Verhaftung und ZSeschlagnahme. Redakteur Kutscher« vom Münchner „Odin" wurde wegen der von ihm neu herausgegebenen „Liguori-Moral" verhaftet. Zugleich wurde die genannt« Schrift beschlagnahmt. Hin Kind von Ameisen getödtet. Be, Treuen (Sachsen) Halle eine Muti«r in einem Wald« gelegentlich «ine» Au«flugt« ihr Kind in d«n Baumschatlen niederg«l«gl und sich «bensall», ein Stück entfernt, aus den Erdboden gesetzt. Durch jämmerliches Schreien d,S »mde« ausmerksam ge-macht, eilt« die Mutter herbei und machte die schreckliche Entdeckung, das« daS arme Kind in einem Ameisenhaufen lag. Die Thiere waren in Rase, Mund und Ohren gekrochen, und da« kleine Wesen starb unler sichtlichen Oualen an den Ver-letzungen, die d e Ameisen ihm außen und innen zugefügt hatten. Viersache Hinrichtung. In Graudenz wurden vier Sträflinge hingerichtet, die den GesängniSaus-seher Faust ermordet hatten. Kie Jeuerspritze an der Hrenje. Eine ganz nnglaubliche Zollgeichichte erzählt da« Pariser „Journal des Deb." von einem nicht genannten österreichischen Dorfe, welche« dicht an der bay-rischen Grenze liegt. In dem Dorfe war ein Brand auSgebrochen, und man weiß, mit welcher unheim-lichen Schnelligkeit ein Feuer sich auf dem Lande, wo die Scheunen voll Heu und Stroh sind, wo die kleinen Holzhäuser mit Schindeln gedeckt sind, ver« breiten kann. Zehn der Baracken waren bereit» ein Raub der Flammen geworben, und immer weiter Seite 5 sraß da« Feuer. Der ganze Himmel war gerölhet und der Wind trug die Funkin weit über die Grenze. Die Bewohner deS bayrischen Dorse« bemerkten a!«bald da« g oge Brandunalück, machten soso« ihre Spritze mil den neuen Schläuchen und neuen Leil?r» fahrbereit und stürmten in Eile der Grenze zu. Tort angelang», hatten sie bei den Zollwächtern einen seltenen Empfang. Die Steuer« beamtet, stellten sich in Reih' und Glied strack« vor ihnen aus, hielten die Pferde an und verweigerten energisch den Eintritt in österreichiiche« Landzebiet. Die Feuerlöschmannschaft konnte reden und drängen, wa« sie wollte, die Bayern zeigten auf die gewal« tige, blutige Röth« de« Nachthimmel«, die Zollde-amien blieben unbeugsam. Ihre Jnstrunio», ihr Reglement in der Hand, beharrten sie auf ihrem Schein. Zuerst müs«len so und so viel Zollgebüren für „Gefährte und industrielle Maschinen" erlegt werden, da e« bei strenger Strafe verboten fei, diefe Positionen au« d-m Register der zollpflichtigen Waaren in Oesterreich „einzuführen*. Die baierische freiwillige Feuerwehr war starr vor Verwunderung, die braven Männer hatten nicht ahnen können, das« man. um den Buchstaben de« Gesetze« zu «spedieren, eine ganze Ortschaft verbrennen läs«>, andererseits wollten sie sich keiner Rechtsverletzung schuldig machen. Aus dem Hügel, der die Grenz« zwischen Briern und dem österrechischen Zollgebäude be-zeichnet, standen sie n«b«n ihrer Spritze, ihren un-"nützen neuen Schläuchen und sahen traurig dem weitergreisenden Brande de« unglücklichen Dorfe« zu. Die größere Häl'tt der Ortschaft ward eingeäschert; aber da« Gesetz war gerettet. — Schad«, bat« da« sranzösische Blatt nicht den Namen der betreffenden Ortschaft angegeben hat. Unglaublich! Wir haben im Interesse unserer P. I. Hau»srauen diese wiederholt aufmerksam gemacht, besonder» beim Einkaufe von LebenSmitteln genau darauf zu achten, das» ihnen auch immer die gewünschte, echte Ware verabfolgt werde. Aber so unglaublich e« ist, e» gelingt gewissen Epeculanten immer wieder auf» neue, minderwertige Nachahmungen zum gleichen Preise wie die echte Ware den P. T. Hausfrauen beim Ein-kaufe unterzuschieben. Die» ist namentlich bei Äa« threiner« Kneipp«Malzkaffee der Fall, der sich al» ein bisher unerreicht vorzügliche» Fabrikat in fast jedem Haushalte eingebürgert hat und sich immer mehr al» ein unentbehrlicher, täglicher Bedarf»-artikel erweist. Er besitzt so eminente Geschmack»vor-»üge, deren sich keine Nachahmung auch nur annähernd rühmen kann, das« e» wirklich im Interesse jeder Hausfrau liegt, nur den echten Sathreiner» Kneipp» Malzkaffee zu verwenden, der zum Schutze de» Publi« turn» nur in verschlossenen Originalpaketen verkauft werden darf, welche allein die Gewähr der echten Ware bieten, und in denen stch auch allein da» feine jkaffeearoma dauernd erhält. Da« Bild „Pfarrer Kneipp" und die charakteristische Umrahmung mit dem Namen .«aihreiner'» Kneipp-Malzkaffee" sichern allein den Läuser vor jeder Täuschung und Benachteiligung. Auch jeder österreichische Deteran sollte Aismarck in ßhren halten. Räch der Schlacht von Königgrätz schlug BiSmark sofort einen Friedens« vertrag vor, der Oesterreich daS Recht einräumte, sich mit Süddeutschland zu verbinden und ihm keinen Kreuzer Kriegsentschädigung auferlegte, gegen die einzige Bedingung, dafs Oesterreich auf die Ver« Mittelung Napoleons verzichte. Dieser Fricdcnsvor-schlag wurde von dem damaligen Präsidenten des Brünner Handelsgerichtes, Baron Herring, dem Kaiser von Oesterreich übermittelt. Obwohl Kaiser Franz Josef diesem Vorschlage freudig zustimmte, wussten die österreichischen Staatslenker ihn dennoch zu verciteln und so kam es, dass die Völker Oesterreichs den grenzenlosen Preußenhaß der österreichischen Regierung mit weiteren schweren Opfern von Geld und Menschen und einer Kriegsentschädigung von 30 Millionen Gulden bezahlen mussten. So sieht der Patriotismus jener aus, die allerdings Grund und Ursache haben, die Wahrheit über BismarckS Wirken zu vertuschen, sonst aber keine Gelegenheit versäumen, sich als das zu zeigen, was sie sind: Volks« und reichsfeindliche Römlinge. Heil und Dank unserem Bismarck! Hin Weiberfeind. Beispiele von außergewöhn» lichem oder übertriebenem Weiberhaß kennt man sehr viele, aber noch kein Mann dürste den Haß gegen die Weiber soweit getrieben haben, wie ein kürzlich in München verstorbener Sonderling, der in seinem Testamente folgende seltsame Verfügungen getroffen hat: „Ich bitte meine Erben, wohl darauf zu achten, wenn ich unter der Erde sein werde, daß man weder zu meiner Rechten, noch zu meiner Linken Frauen begrabe. Sollten die Umstände die« unmöglich machen, so mögen meine Erben drei Plätze auf dem Friedhose kaufen; mich mözen sie Seite 6 ..Drutsche Wacht« in ber Mitte begraben lassen und die beiden anderen Plätze sollen frei bleiben." Während seine« Lebens hat übrigen» dieser unualame Todte stet» alle« mögliche gethan, um zutschen si^ und den Frauen eine Birridre auszurichten. So nahm er z. B., wenn er in« Theater gieng. immer drei Sitzplätze, um nur ja nicht mit Frauen oder Mädchen in Berübrunq zu komme». ghi-rry's Aatsam und ße«tifotienfasße dürfen auf Grund des sehr günstigen Gutachtens d-r L^ols sup^rieuro äs Pharmacie in Paris vom 21. Mai 1897 in Frankreich eingeführt uud direct an Private versendet werden. In Pari« befindet sich daS Centraldepot bei der Pharmacie Normale. Jedoch nicht nur doithin, sondern auch in fast alle Länder der Erde werde» diese Präparate exportiert, und hat der Unternehmer auch in London SW. Brirton-Noad 48, und Glasgow, City. >3 DundaS-Street eine selbständige Filiale gegründet, wohin auch alle seine anderen galeni-schen Erzeugnisse lebhaften Verkehr finden. Die Production findet ausschließlich in Pregrada statt. Apotheker Arady's Magentropfe«, früher auch unier vem N >men Mariazeller Magen« tropfen bekannt, erfreu n sich wegen ihrer er-probten, ooriresflichen, anregenden und kräftigenden Wirkung bei Maaenschwäche und Verdauung«-störungen in allen BevölkerungSclassen großer, stet« wachsender Beliebtheit, sind in allen Apotbekrn vorräthig. Wir empfehlen unseren geehrten Ltfern, bei Bestellungen aus r>ie im Jnseraientveile unsere« Blatte« enthaltene Abbildung der Schutzmarke und Unterschrist zu achten, womit die Verpackung der echten Mariazeller Maginropfen versehen ist. Wir machen unsere geehrten ^eser auf da» Inserat der Uhrenfabrik und Exportfirma Ha»»« St c it r a b in Brüx (Böhmen) aufmerksam und empfehlen den Bezug der von der genannten Firma her-gestellten Waren, deren Güte sowohl durch goldene und silberne AuSstellungSmedaillen als auch durch Verleihung des kaiserliche» Adler» unzweifelhaft dargethan ist. Die Firma, welch« sowohl im In- wie auch im Auslande ein wohlverdientes RenommS genießt, verschickt nur echte vom k. f. Münzamte puncierte Gold- und Silber* uhren und garantiert schriftlich für den Feingehalt de» Golde» und de» Silbers, sowie auch für richtigen und verlasslichen Sang. Reich illustrierte Prei«»Kataloge werden auf Verlangen gratis und franko versandt. Zur Photographie für Amateure! Anerkannt vorzügliche photographische Salon- und Reise-Apparate, neue, unübertroffene Moment - Hand-Apparate, wie alle photographifchen Bedarf» Artikel bei A. Moll, k. u. k. Hof-Lieferant, Wien, Tuchlauben 9. Photographische Maoufactur gegründet 1834. Auf Wunsch große illu strierte Preisliste unberechnet. „Los von Rom" Bewegung! „7kotesta»tifche Kkugblätttr" können von Interessenten kostenfrei bezogen werden durch Karl Arauu's Aerlag, Leipzig. ff föfhrtlhrf des „Deutsche!, Schul- Vereines" und unsere« Schutzvereiues „Südmark" bei Spieles uad Wetten, bei Festlichkeiten u. Testameateo, sowie bei ullverhofftea Gewimlsteu! Ae-ierbitt. Nummer 5? Wo bleibt nur Mama? Sie wollt' uns doch hier erwartenI Kchrifttyum. „Der österreichische Protestant.' Eine Monatsschrift für die evangelische Kirche Oester-reichs. 26. Jahrgang. Herausgegeben von Robert Johne, evang. Pfarrer in Klagenfurt und Martin Modl, evang. Pfarrer in Bleich. Preis jährlich 4 Kronen. Berlag von I. & R. Bertfchinger in Klagenfurt. - „Kreie Deutsche Schute", politische» Schul-, volkSthümliche» Erziehung»- und Unterrichtsblatt. Her-auSgeber und Schriftleiter Rudolf Rehling, Wien. 19/3, Blochgassc I. Erscheint am I. und 15. jedeS Monates, mindestens 10 bis 12 Seiten stark. Bezugspreis: Jährlich 2 st., halbjährlich 1 st., im Vorhinein. Ver-Wallung: Heinrich Jäger, Wien, 14/1, Reubaugürtel 40. wohin alle Bestellungen, Ankündigungen und Gelb-sendungen zu richten sind. Von der Wiener Wochenschrift „D i e 3 c U" (Herausgeber Prof. Dr. I. Singer, Dr. Max Burckhard, Dr. Heinrich Kenner, Prof. Dr. Richard Mulher) ist das 352. Heft erschienen. Abonnement» aus diese Wochen-schrift, viertelj. 6 K, nehmen die Post, alle Buchhan -lungen und die Administration, Wien. IX/3, entgegen. — Einzelnummern 60 h. — Probenummer grati» und franko. Au? Aitßerspieler. Die in Deutschland meist-verbreitete und mit Recht LieblingSblatt der Zither» fpieler genannte illustrierte Familienzeitschrift .Echo vom Gebirge' «Verlag von Karl Grüninger in Stuttgart) erscheint feit Anfang letzten Jahre» zweimal im Monat auch in einer Ausgabe für Oesterreich« Ungarn, mit besonderer Berücksichtigung der Wiener Stimmung. Da» hübsch ausgestattete Blatt bringt neben fachwiffenschaftlichen Artikeln eine Fülle unterhaltenden Stoffs in Form von spannenden Erzählungen und Hu-moreSken, Räthsel k , ferner Concert berichte und Pro-gramme, welche über die Thätigkeit in «reisen von Zitherspieleru orientieren. Jede Nummer enthält vier-seitige Musikbeilagen i» Wiener Stimmung, deren Wert allein schon den wirklich billigen Preis von II. 8.— pro ganzes Jahr übersteigt. Probenummern find durch die Venvaltung in Wien VI, 2, Webgasse 9, gebüren-frei erhältlich. Die „Evangelische Kirchenzeitung für Oesterreich-, herausgegeben von vr. tlieol. Arthur Schmidt, evang Pfarrer in Bielitz (Oesterr. Schlesien), die gegenwärtig im 18. Jahrgange erscheint, vertritt mit Entschiedenheit deutfch-protestantische Interessen. Die Kirchenzeitung bringt regelmäßig Aufsätze anregenden Inhalte», zusammenfassende Berichte über die Ueber-trittSbewegung. Nachrichten au» der evangelischen Kirche Oesterreich» und au« dem Auslande, verschiedene Mit-«Heilungen, Gedichte, Bücherbesprechunge», Ankündigungen u. dgl. DaS Blatt erscheint am I. und 15. jeden Monat». Bezugspreis ganzjährig fl. 3, halbjährig fl. 1 50. Zu beziehen durch di« Schriftleitung des Blatte», sowie durch alle Buchhandlungen und Postämter de» In- und Auslandes. — Postzeitungsliste 1272. FRITZ RASCH, mmi»), CILLI. ä de* ßllier Stadtverschöa-. ^ ruugsvereiues bei Spiele«, ZSettm «ud Legate«! Zur HiiImoii ! -_» AlOiS MM, Cilli, RaMriwpise «fMli: das anerkannt kräftige Marfmrger-Dampfmetil OO iprrlell Doppel- ,\ull OO C. Scherbaum 4 Sohne zu Original-Preisen pasteurisierte SiUsrahm - Tbeehntter Sup Cilli. Hauptplatz £Tx. 1©. 3. Stock. | Preisvoranschlsige bereitwilligst. In der heissen Jahreszeit kann als das beste und zuträglichste Erfrischungs- und Tischgetränk | welche« auch zur Mischung mit Wein, Cognac oder Fruchtsästen besonders geeignet ist. MATTONI; alhaliacb» empfohlen werden. Derselbe wirkt kühlend und belebend, —A ■ dauung. lebend, regt den Appetit an und befördert" die V«. Im Sommer ein wahrer Labetrunk. 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Der Weingarten ist sehr gut bestellt, hat eine ser e persönliche Bekanntschaft machen zu können." entgegnete der Grai verbindlich und nöthigte ihn, Platz zu nehmen. „Sie haben kürzlich ein geschnitztes, mit Gold ein-gelegtes Elfenbeinschränkchen gekauft," begann Gundaccar verlegen. „Bei dem Kunsthändler am Quai Voltaire, nicht wahr?" Der Russe blickte ihn überrascht an, antwortete aber höflich: „Jawohl." „Der Kunsthändler hat eS im Verkaufsfaal deS mont-de^piete erstanden,' fuhr Feldau hastig fort, „cS gehörte ursprünglich mir." Eine heiße Blutwelle stieg ihm bei diesem Bekenntniß in die Wangen. „ES ist Ihnen wohl durch die Person, die es ver-setzt hat entwendet lvorden?" kam ihm der Graf zu Hilfe. Einen Moment lang schwankte Gundaccar, ob er dies nicht bejahen sollte, um seine Armuth nicht ein-gestehen zu müssen, aber seine Wahrheitsliebe siegte und er antwortete tapser: „Nein, eS ist mit meinem Wissen unr> Willen verpfändet worden. Ich bin ein armer Teufel. Herr Graf, denn sonst würde ich eS nie und nimmer gestattet haben, dass meine Tochter in dem Hause Ihrer Großmutter die abhängige Stellung einer bezahlten Gesellschaftsdame bekleidet hätte." Seine grenzenlose Verlegenheit verleitete ihn, das heikle Thema zu berühren.» Kaum waren die Worte seinen Lippen entschlüpft, hätte er Vieles darum gegeben, sie nicht gesprochen zu haben, denn die Wirkung, die sie aus den Grafen ausübten, war eine überraschende. Er sprang erregt auf. seine Augen blitzten und sein Athem ging schwer, als er mit trauriger Bitterkeit sagte: „Aber Ihnen, Freiherr v. F ldau. dürfte es bekannt fein, daiS ich die abhängige Stellung Ihrer Tochter in eine vollständig unabhängige verwandeln wollte. Ich liebte und liebe sie »och, wie kein Mann auf Erden sie je lieben kann. Ich würde gern mein halbes Vermögen opjern, wenn ich mir dadurch ihr Jawort erkau en könnte! Ich weiß, dass ich ein Krüppel bin, der kein Recht darauf hat, das Herz eines schönen jungen Mädchens zu gewinnen — —" Seine Stimme zitterte und Thränen füllten feine wundervollen Augen, fo dass er im Sprechen inne- holten imifoic Gundaccar empfand so aufrichtige» Mitleid mit dem Grafen, das» er Jsa Im Stillen Vorwürfe machte, ihn nicht erhört zu haben. „Aber ich sagte mir/' fuhr der junge Mann gebrochen fort, „Jsa sei so engelsgut, so barmherzig, so sanft und wohlthätig dass sie Mitleid mit meinen Qualen haben werde, wenn ich nur geduldig ausharre." „Mein lieber Herr Graf, was denken Sie? Ich versichere Sie, Hundert von Frauen würden sich eine Ehre daraus mache», von Ihnen geliebt zu werden und Sie wiederzuliebeu!" „Mich verlangt aber »ur nach einer Einzigen - nach Jsabella.--— — Könnte» Sie Ihren Ein- fluss nicht gellend machen, um sie zu meinen Gunsten umzustimmen?" Schüchtern wie ei» Bittsteller stand er jetzt vor Feldau^ und sah ihn flehend an. »Ich fürchte, nein. Meine Tochter hat einen festen Charakter und dann ist es auch gegen mein Princip, mich in die Herzensangelegenheiten meiner Kinder zu mengen; ich kann sie bei der Wahl eines Gatten nicht beeinflussen, so gern ich es in diesem besonderen Falle auch thäte!" Pohitonofs fetzte sich wieder und blieb eine Weile in tiefes Nachdenket» versunken. Dann begann er mit v ränderter Stimme: „Wenn ich nicht irre, war der Zweck Ihres Besuches, wieder in den Besitz deS Elfenbeinschränkchens zu gelangen?" »Ja wollen Sie es mir überlassen?" fragte Gun-daccar lebhaft. „Ich bedauere unendlich, dass es nicht mehr in meiner Macht steht." lautete die enttäuschte Antwort, „denn Dr. Koskavitsch, dem ich es geschenkt habe, ist der jetzige Besitzer. Ich habe das Ding eigentlich für meine Großmutter gekauft, die eine wahre Leidenschaft für japanische Euriositäten hat, aber mein Leibarzt Koskavitsch bewunderte es so sehr, dass ich es ihm schenkte." Gundaccar erbleichte und zitterte vor Aufregung am ganzen Körper. „Glauben Sie, dass der Doctor zrr bewegen wäre, es mir zu überlassen? Das Kästchen hatte meiner ersten Frau gehört, es ist daher ein liebes Andenken das zu verliere» mir und den Meinen großen Kummer bereiten würde," sagte Feldau mit heiserer Stimm. „Der Doctor ist momentan nicht zu Hauic, aber wenn Sie vielleicht Montag wieder vorsprechen wollten, wird es mir ein Vergnügen sein, Sie mit ihm bekannt zu machen." „Ich danke. Um welch« Zeit dars ich kommen?" fragte Feldau sich erhebend. „Gegen drei Uhr Nachmittags, wenn es Ihnen paßt. Ich will thun, was in meiner Macht steht, um den Doctor ,u bewegen Ihnen da« «»stchen ,u Ober. lassen. Klauben Sie mir. dass ich es lebhaft beklage. mich des Vergnügens beraubt zu haben. Ihnen einen Dienst erweisen zu können." sagte der Gras seinen Gast zur Thüre begleitend und ihm zu Abschied herzlich die Hand drückend. Die Damen erwarteten mit Ungeduld die Rückkehr deS Familienoberhauptes, und groß war ihr Erstaunen, als sie vernahmen, dass das Kästchen in den Besitz Poh'tonoff's überge. angen war. Namentlich Jsabella berührte es peinlich, dass der Graf, dessen glühende Werbung sie so unbarmherzig zurückgewiesen, nun in ihre intimsten Familienangelegenheiten eingeweiht worden war; ja sie betrachtete es als ein böses Omen und sprach dies auch aus. Ihr Vater beruhigte sie jedoch damit, dass er nunm,Hr doch nur mit Koskavitsch zu verhandeln haben werde Montag 2'/, Uhr verließ Feldau daS HauS, um pünktlich zur Stelle zu sein. Er kam nach einer Stunde ohne das Elfenbeinkästchen zurück und sah sehr verstimmt und mißmuthig aus. „Wieder eine Enttäuschung! Ich muss von Pontius zu Pilatus laufen," sagte er als Antwort auf die ftagenden Blicke, welche die Seinen auf ihn richteten. „Der Doclor hat das Schränkchen einer Dame geschenkt und nun muss ich mich an diese wenden. Er sagte mir, dass er nicht wage, es wieder zu verlangen, doch deutete er mir an, dass sie es mir vielleicht geben würde wenn, es ihr lohnte, d. h. wenn ich ihr ein tüchtiges Angebot dafür machte! Vielleicht! Du lieber Gott unsere ganze Zukunft hängt doch jetzt von der Wiedererlangung deS Kästchens ab!" „Wann willst du di- Dame aufsuche», Papa?" fragte Frau v. Feldau. „Es kann nicht vor Donnerstag sei». Sie ist auf das Land gegangen nnd kommt erst Mittwoch Abends zurück Der Doktor hat mir versprochen, sie sofort nach ihrer Anknnft zu besuchen, um mir d-n Weg zu ebnen und mir dann zu schreiben." „Als ob er sie nicht bewegen könnte, ihm das Kästchen herzugeben!" rief Nelly unwillig. «Ich begreife ganz gut, weshalb er vorzieht, dafS ich mich mit der Dame ins Einvernehmen fetze. Sie ist wahrscheinlich eine habsüchtige Person und wird sich ohne entsprechende Entschädigung von dem Kästchen nicht trenne». Sie erwartet, dass ich ihr den Kostenpreis bezahle, d. h. die Lnmme, welche der Gras dafür gegeben, und die beträgt 5-00 Francs.' „Hat ihr denn der Doctor gesagt wa« das Ding gekostet hat?' ftagte Jsabella. ..ES scheint so, denn er deutete mir an, dass sie den Werth des SchränkchcnS kenne. Ich vermuthe sogar, dass er ihr eingeredet hat, es direkt für sie gekauft zu haben." < Fortsetzung folgt.) Belehrendes. Unterhaltendes, Heiteres etc. WKi | Zjir den f eiitfdtrn ®d>nl»*rri«. Wandre. Um« In der Ferne Viel und gerne, Uebe di» Zunge und den Sinn In sremden Sprachen. «4 bringt Gewinn. Aber bleibe in deiner Haul. In deinen Knochen, wie sie gebaut. Sprich, wie ti wahrhaft dir zu Muth Im eignen Fleisch, im eignen Blut, Wie e» die Jungen und die Allen Bei dir zu Lande hielten und halten, Sprich, wie sie sprechen in den trauten Von Urzeit angestammten Lauten. Sprich, wir dein herz mit sich selber spricht, Lasse von deiner Sprache nicht! Friedrich Theod. Bischer. In« Album. ß$a» Geschehene hat aus di« Gemüther der Meisten eine unwiderstehliche Gewalt und was unmöglich schien, nimmt sogleich als e» geschehen ist. neben dem Gemeinen seinen Platz ein ^ Goethe. Wo von zwei Uebeln ein» Ergriffen werden mus», wo sich da» He>z Nicht ganz zurückbringt, au« dem Streit der Pflichten, Da ist es Wohlthat, keine Wahl zu haben. Und eire Gunst ist die Nothwendigkeit. Schiller. * Wohl geht der Jugend Sehnen Nach manchem schönen Traum: Mit Ungestüm und Thränen Stürmt sie den Sternenraum. Dcr Himmel hört ihi Flehen. Und lächelt gnädig: nein! Und lässt vorüber gehen Ten Wunsch zulammt der Pein. Uhland. Der Mann beweist««, Wa» die Jugend begeistert: Er prüst und betrachte«, Wa» sie hasst und verachtet: Denn ihn ziemt, dass er ringe Nach dem Maß der Dinge. Vulpinus. « Nicht» Hai in der Welt Bestand: Was da kommt muss scheiden. Und so reichen sich die Hand Immer Freud und Leiden. v. Fallersieben. Da« Baden. Da» waime Bad soll Bruchflächen und sucht sie durch Ueber- wenig unter der an* K. beitagenden Körper, temperatur liegen, bei Kindern 87—2«, bei Erwachsenen 27—J5* R. warm sein. Dauer 5—10 Minuten. Da» Flussbad. in dem ausgiebig» Körperbewegung mög-tich ist, kann wesentlich kühler sein. Da« Bad ist wirksam, wenn demselben ein be-hagliche» Wärmegesühl solgl. Wer sich nach dem Bade matt und kühl oder gar Übel sühlt, hat zu kalt oder zu lang« ge-badet. Wenn thunlich. toll man ni« versäumen, dem warmen Bade eine kühlere Badedouche solgen zu lassen. Nach dem Bad« mus» die Haut trocken gerieben werden! wenn man angezogen ist. soll «an nicht ruhen, sondern gemüthlich geh«n. Durch regelmäßige« Wiederholen de» Badens wird man die abhärtende Wirkung bald verspüren. Nach längerer Fortsetzung kann man die Auebildung der Wider-standssähigteit de» Körpers dadurch zu heben suchen, das» man nach und nach den Wärmegrad des Waffer» vermindert. Hierbei soll man aber immer Rücksicht nehmen aus das eigen« Gesühl, da die Reizempsindlichkeii der Haut sür Kälte sehr verschieden ist. Um Ledrrsohlen wasserdicht ju machen, thut man in einen glasierten Tops einen gelingen Theil Theer und etwas in dünne Scheiden geschnittene» ^>ummi elasticum. welches man vorher in Dämpsen von kochendem Wasier ausge weicht bat. Nun setzt man den Tops an ein gelindes F«u»r und rührt mit einem hölzernen Löffel die Mischung tüchtig um, wobei Acht gegeben werden mus«. das» der The«r nicht überläuft. Sobald alle» Gummi vollständig gelöst ist. trägt man die Masie mit Hilfe eine» Pinsel» aus die Sohlen aus. bis «ine etwa Messerrücken-dicke Schicht enistand«n ist. Bernstein zu kitten. Nach Mittheilung der ..Antiquitäten-Zeitung" beseuchte man die zusammenzukittenden Stellen mit Aetz-kali und drücke dann beide warm an« einander. Die Verbindung geschieht so vollkommen, dass man nicht einmal eine Spur der Bereinigung sieht. Es dient dazu auch eine koncentrierte alkoholische Auslösung des in Alkohol löslichen Harzes au« dem Bernstein. Ferner eignet sich hiezu eine Lösung von hartem, möglichst seingepulveriem Kopal in reinem Schwesel-äther. Mit dieser Lösung bestreicht «an beide zuvor aus da» sorgsältigste gereinigte binden oder Preffen innig zu vereinigen. Kasernenhofblüte. Unterossicier: .Einjähriger Blind, Sie brauchen sich gar nid* so viel daraus einzubilden, das» Sie Hroieffor sind! Wenn mein Bater seinerzeit meiner Mutter »achgegeben hätte, wäre ich jetzt vielleicht auch so ein Kameel wie Sie!' Die neue Bibel. Der Superin enden! HÜU Schulrevikon in der Septima ab. „ffiii von Euch kann mir sagen, wie da« große, dicke Buch heißt, da» in jeder guten Familie am Morgen und am Abcnd aus geschlagen wird?" — Nach langen» Schweigen erhebt sich ein Säülec der letzten Bank. .Nun?" — „Das Adressbuch I" Schüttelreim. A.: „Ob denn der Maler H. wirklich so prächtig malen kann, wie er sich immer rühmt'" — B.: »Unsinn, der kann nur mächtig prahlen!" Au» dem Freiwilligen - Examen. .In welcher Richtung stießt der Rhein?" — „Abwärt«, immer abwärtS!" Dilemma. Studentin (der ein junger Arzt ein« Liebeserklärung gemacht hat): „Ich weiß nicht, soll ich den Kerl aus Pistolen fordern oder heiraten." Scharfblick. „Mein Mann schickt mir au» Paris di«fes Armband." — Mutter: „Der muss ab«r tolle Sach«n getrieben haben!" Zurückgegeben. Protz: .Sie, junger Mann, dass ich'« nur gleich sag', lassen'« Ihnen nei träumen, mei' Töchter! heiraten z' wollen!" — Junger Mann: „Warum soll ich mir daS nicht träumen lassen, ich bin ja selbst sroh, wenn ich nachher aus» wach', und eS ist nicht wahr!" Sehr geistreich. Dame: ..Schöne» Wetter heute, Herr Baron! — Nun, warum sagen Sie denn heute gar nichts?" — Baron- „Wa» soll ich denn noch sagen, meine Gnädig«? Sie haben mir ja schon da» Wo« au» dem Munde genommen I" Erklärt. Sie: „We»halb schreiben di« Maler immer ihren Namen unier die Bilder?" — Er: „Damit man weiß, wo bei dem Bilde oben und unten ist!" Da« Z ch recken «sind. Mama: „Sei ein gute» Kind, Maud, und gib deiner Tarne Julie einen schönen KusSl" — Maud (weinend): „Nein, nein, wenn ich ihr einen kus» gebe, gibt sie mir eine Ohrfeige, wie gestern dem Papa!» «mmer 52 Deutsche Macht' Seite Volksfest im Stadtparke zu Gunsten des Verschönerungsvereines. Sonntag den 7. Juli! Beginn 3 Uhr nachmittags! WG»G»»»O»G»G»G» i Jäcrerwirt l Herrengasse Nr. 34 per Liter empfiehlt hochfeinen Vinarler 64 vH.«ker A«nrh Kletscher-Schilcher itzberger....... Erdbeer-Bowle oclaJfelnes 3-etr&nlc vom SctLllctier. erkannt vorzügliche warme nnd kalte Küohe. Kleiner, netter Garten. 6131 rgÄ^1" Billardznverkaufen j einem Induatrieorte, in bestem Gange, •fort in Terkansen. 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Der Einlagenstand betrag mit Schluss des Jahres 1900 K 8,833.560-42. 3. Darlehen auf Hypotheken werdon mit 5®/#, Wechsel-Darlehen mit 5'/,«/„ und Pfand-Darlehen gegen 5°/0 Verzinsung gegeben. 4. Die Sparcasse vermietet eiserne Schrankfächer (Safes) unter Verschluss des Miethers und unter Mitsperre der Sparcasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effecten; übernimmt aber auch offene Depots. 5. Zahlungen an die Cillier Gemeinde-Sparcasse können auch mittelst Erlagschein oder Check der Postsparcasse auf Conto Nr. 807.870 geleistet werden. Erlagscheine werden über Verlangen ausgefolgt. 6. Nebenstelle und Giro-Conto der österr.-ung. Rank. 7. Der Credit- und \ orschuss-Verein der Sparcasse der Stadtgemeinde Cilli ertheilt Wechsel-Darlehen gegen ®7i% Verzinsung. 8. Für den Parteien-Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags bis auf Widerruf festgesetzt. Die Direction. 5' Ein ist vom 1. August an zu vergeben. Offlcier bevorzugt. 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