Vereinigte L a t b a ch e r Z e i t u MH^ F r, e i t a g d e n 22. O ct.o b e r 181g., I n l a ll d. L a i b a ch. ^^ achdem: Seme kaiserliche königliche M a iestcl t> lmser allergnädigster Landesfiirst, den Postulaten Landtag fär das Jahr 1820 in denr Hcrzogihume-Kraiil. anznordnelt geruhet hatrrn, wurde derselbe der. allerhöchsten Entschließung zufolge am ig., bicses Monats, hier feyerlichst abgöhalceti.. Es versammelten sich. an, diese.n Tag.e u:n 5>4, «llf g Uhr oie landtagsfahigen standischen, Mitglieder in,der hiesigen Domtirche, wohin sich auch° I e l n s' Exzeblenz der, Herr Landes- G 0 nu e, r'n e nr Gr af S w e e r. t 5 - S p 0 r k als l^ndesf.n-li!' Her Eommissar.-aus- der Burg, m ftstliche;» Zi,gs, in^ Begleitung mehrerer. Herren- Stände. , unter-Vortrettnng einer zahlroichell Dienövschafr in Ga.la-Livree. und der. Haus,-Ofsizierc^ zu, beiden'Soirei! des Wügens, begeben, haben/. lvelH.'.u dcr Präsidial-S?< b'eiau i,s eiirem: dcsoH>d.ern' Wagen, folgie. ^>er Zug^ Ü?en^ durch di^Herru^ Guss^,. über dcn neuen Martc, wü-oor denv Landhause eilie. Konipagr.ie deb- h'ier in Gavniion' liegenden b. b., Linien .- Infanterie - Regi-Muus. Fitt-st Reich Planen. Nr. 17 mit siieg?nder. F,chne aufgestellt war;, von, da über die Schnster-brück^,, und den' Plal^ nach der, Dombirche, vor welcher, ein, Baiaillon des bcwbten, Ncgjinencs mir, klingendem' Spiele paradirte. Andem Haupt -Eingänge der Kirche wurdew Vei n,e Ix ce l l c nz.mit den gewöhnlichen Zeremo-Zien von der Geistlichkeit und den. Herren, Stälchek empfangen/ und dlirck/ die vo»r dem k.k. Militclrge.--bildeten Reihen auf den. in der Mitte de-r Kirche^ dein Hochaltäre- gegenüber,, sur H 0 chdieselb e'^ bereüeteil Platz gcfuhret. Die Herren Stande nah« men. die, Bänke, zu bei.deN' Seiten ein'^ Während des von dem H^chlvnrdigen Herrn Bif schofe ooir Laibach gehaltenes Hochamtes, wurden von de.:n k< k.. Militär, und dem. auf dcm C°»stelle K.lf^eftftanzlen^ Geschiltze die gewöhnlichem Salven Hege bei:.. It>ach beendigtem feierlichen^ Gottesdienste fuhren, Sein e E,r ce lle nz, der Herr Land e s-G>o u-^ 0 er >t.e ll r in voriger Or.dnung.''undBegleitung übev die.- Spualhr.lu.^e in^ die -Burg, zurück.. Indessen versammelten- sich die Herren Stande in dem großen Sa.Ue des Land, ? Hauses / wohin sich, SeineEx c e! l en z nach erhaltener ?tachvicht> daß alle Herren Stande bereits versammelt scyrn, -in denl nämlichen feierlichen Zuge, von cincr Abtheilung des hiesigen Büvgerrorps'begleitet, begaben. A',lf der Treppe iviuden Sie von- den sämmtlichen, Herren Ständelr, geziemend empfangen, unter Trompeten und Pau5cnschall, und untcr dem-Vortrine der beydem Landtags-Actuarie:»!,. welche das allerhöchst»' Rescript auf einem sammteneN'Polster'trugen , auf Ihren- Piatz geführt,. w-orauf auch die Herren Scän-de Ihre Sitze einnahmen.. S ei n e'E'Zc el l'.e n ss eröffneten nuninchr in einer gehaltvollen- Rede, den. Zweck dieses Landtages,' und lieften durch den Präsidial - Selrrtäv das allerhöchste Rescrwt vom 7. d.M. über die von Sei. ner Maiesiäh für diesePrnmz, allergnädWaus- 532 gesprochenen Postulaten des Militär Jahres. 2820, sy wie das höchste Hofdekret vom 2g. September 1619 durch' welches Seine Excellenz zum Vortrag dißfes Postulatenrescripts bevollmächtigt wurden, wörtlich ablesen, worauf der Herr Bischof, im^,Nahmen der versammelten Herren Stande eine Gegein'ede^hielt, worin Er nach dem Wunsche Aller Ihre Bereitwilligkeit zur Annahme der aller-gnadest ausgesprochenen Postulaten zu erkennen gab. Die von Seine^rExce llenz bey Beantwortung dieser Rede gesprochenen Worts „Lange und glücklich herrsche Kaiser Franz I. der a n-gebethete Vater seiner Underthauen" wurden mit allgemeinen Enthusiasmus ron den Anwesenden, unrer Trompeten und Paukenschall wiederhohlt. Hierauf trugen Seine Bischöfliche Hochwürden noch den Wunsch der Herren Stande wegen Verleihung des Inkolats an Seine Excellenz den Herrn L a n d e s ' G 0 u r> e r n e u r Grafen Sweerrs« Spork vor, und machten zugleich den Antrag, daß dieser Wunsch minelst des Landtags - Prorokolls Seiner Majestät vorgelegt werden wollte, wo?, über Seine Excellenz Ihre innige Erkenntlichkeit auszudrucken geruhecen. S eine Excellcn z erklärten sonach die Land-tagsversanimlimg für geschlossen, und kehrten in dem vorheschricbenen feyerlichen Zuge zur Burg zurück. Um 3 Uhr Nachmittags ?var bey Seiner Excellenz große Tafel von cuva 5c» Gedecken, welcher sämmtliche Herren Stands und DeplNirre, so wie die hohen Zivil -und Militär-Personen beywohnten. Bey dem während der T^fel von S> in er Excellenz dem H e r r n V a n'd e i-G 0 uverneu lv auf das Wohl allerhöchst Seiner Majestät aus« gebrachten Toast wurde das Geschütz auf dem Kastelle gelost, und es ertönte in der Burg die wohl besetzte Musik des k. k. Infanterie Regiments Fürs^ Reuß-Plauen. .Zur Feyer dieses Tages wurde am Abende das Schauspielhaus, in welchem „der Erbprinz, oder das große Geheimniß gegeben wlh'de," festlich erleuchtet. Angekommene Schisse in Ttiest vom i.bis 4. Oktober. Die^östevr. Brigantine, der Englischeren 129 T-, Eapit. Cucurgnani, von Venediq mit P^p',>r, auf eigene Rechnung. Die ottoman. Br^anr. ^ele- ne, von 260 T,, von Messina mir Limonie/und andern W.al.'n, auf R. von A. di M. Paximadi. Hle schwed. Brisant., MarieSophie, «on i5o^, aus Norwegen, mit Stockfisch, «nf R. von Re^'5 und^chlcck. Die ö'st-rr. Brigant., der Aufricb,- ge, von -94 T., Capit.H. Sbutega, von Genua ic nähere Bestimmung ihres Wirkungstreises, und ihrer Geschäfr.öführung „Bezug bat, in den ihnen von ihrer-obersten Staatsbehörde zu ertheilenden Inst^ictionen, niic Rücksicht auf bie Umstände, durch welche die Ernennung dieser bevollmächtigten veranlaßt worden ist,, sy genau als möglich festgesetzt werden. §.5.- Die Bundesregierungen verpachten sich gegen nnander, Universitat-s^ und andere öffentliche öehrsr,^ )ie durch erweisliche Abweichung von ihrer Pflicht, »dtr Überschreitung der Grenzen ihres Berufes, burchß Mißbrauch ihres rechtmäßigen Einflusses auf die Ge-' mürher der Jugend, durch Verbreitung verderblicherer öffentlichen Ordnung und Ruhe feindseliger / ödes 5ie Grundlagen der bestehenden Staatseinrichtlui-» gen untergrabender Lehren, ihre Unfähigkeit zub Verivaltung des ihnen anvertrauten wichtigen 'Amtes unverkennbar an den Tag gelegt haben, vow den Universitäten und sonstigen Lehranstalten zu enr» fernen, ohne das; ihnen hiebei, so lange der gegen« wärnge Beschluß in Wirksamkeit bleibt und bis übes diesen Punit definitive Anordnungen ausgcsp'.'ochet» seyn werden, irgend cin Hinderniß im Wege stehe» t^üic., Jedoch soli eine Maaßregel dieser Art nie anders a!s auf den vollständig mocwirtcn Antra.a des der Universität vorgesetzten Rcgierungs - Bevollmächtigten , oder, von demselben vorher eingeforderte.? Bericht, beschlossen werden. Ein auf solche Wem abgeschlossener Lehrer darf in keinem anderen Bundeöstaate bei irgend einem öffentlichen Lehr - Institut wieder angestellt werden. §.I. Die seit -langer Zeit bestehenden Gesetze gegen geheime, oder nicht autorisirte Verbindungen auf den Universitäten, sollen in ihrer Zanzen Kraft und Str»nge aufrecht erhallen und insbesondere auf den seit einigen Jahren gestifteten/ unter dem Namen der Allgemeinen Burschenschaft bekannten Verein um so bestimn,ter ausgedehnt werden, als diesen» Verein die schlechterdings unzulässige Voraussetzung einer fortdauernder Gemeinschaft und Correspondenz zwischen den verschiedenen Universitäten zum Grunde liegt. Den Regicrungsbevollmächligten soll in An-, schung dieses Punktes eil?e vorzügliche Wachsamkeit zur Pflicht gemacht werden. Die Regierungen vereinigen sich darüber, daß Individuen, die nach Bekanntmachung des gegen-wärtigen Beschlusses erweislich in geheimen oder nicht autovisirten Verbindungen geblieben, oder in solchs getrecten sind, bei ceineiu osseiulichen Amte zuge-lassen werden sollen. §.^. Kein Studierender, d.r durch einen V0U dem oder auf 354 vessert Antrag erfolgten Beschluß ei'ncä acidcm'.schcn Senates, von einer Universität, verwiesen worinn ist, oder der, um einem solchen, Beschlusse z.u entgehen^ sich von der Universität entfernt hat, soll auf einer andern Universität zugelassen,, auch ub.e,rha-upt kc:u Studiere-lder, obne ein befriedigendes Zeugnis sei-Mi Wohloerhalren.s auf der vou ihm verlassenen Uni-persitat, von lrgend einer andere Univ^rsuat. aufge-, ublnmen werdeu. E n tw u r f «in es provisorischen Be sä)! u sse >, zu r verhüt u ug de s Vi iß b r a uch c ü d e r D r u ck- p r e s s e,, i n B e z u'g a,u f Z,e i t i: n g e n, Z e i, l- u n d. F.l lt-g sch rifte n. §/x. So lange als der gegenwal'liae B,'schl!iß in Kl'>N't bleiben »yird,. dürftii. Schriften/, die in- der, Form, täglicher Blatter oder Heflweise erscheinen, deßgleichen solche die nicht über 20. Bogon ini. Drilck ßarli sii^d, in keinem dl>r Biuldesnaaten, ohne V«r-wUen llnd vorgangige Gen^hnihaltllng, der Lcmdes^ iehörde»^ .^:m Dru^k Gefordert werden., Schriften ,, die nicht, ia, eine hier nahmhaft ge-M^chten Klassen gchör,en,, werden fernerhin, nach, den^ in den einzelnen Bundessta-aten erlassenen oder noch M erlassenden Gesetzen behandelt.. Wenn kerglricheil. Schuifreir abev irgend einem-Bundesstaate-Anlaß zur Klage-geben, so soll diese >^Klage im, Nutten der Regierung, an welche sie, gerichtet ist, nach den, in dcti'einz^lnenBundes^aaten be-Eehenden Formen^ gegen, die Verfasser oder V^leger d««' dadurch betroffenen Schrift, erledigt werde,'.., §.. 2. Die zur Auftechthastili'g dieses Beschlusses er.-H»cderliche^ Mittel und VirkehrunZen, bleiben der nn-hern Bestiinmung d«r Regierungen anHelm ^stellt; ^ müffeii, jedoch von! der A.rt ftyn,< dasi dadurch dem SinN'Und Zweck der Hauptbestimniung des- §. H^ vollständige Genüge geleistet werd?., §,.5. Da der gegenwärtige. Beschluß dlirä> die unter d,en: obwaltenden Umständen, oon dcn Bnnde^re-gin'lmgen anerkannte Nothwendigkeit, por.beügender Maassregeln g^geu den Mißbrauch der Presse veran-Wd worden iil, so, tonnen dic auf gerichtliche Ver--AlMNH und BAr.afui!g, dcr im We^e, de^ Dmckk bereis verwirklichten Mißbi-nuche und V^rgehnngen ab^weckendeil Gesetze', in, so weit sie auf die im §, 1^ bezeichneten Klassen, von Druckschriften anwende bar seyn sollen,, so lange dieser Beschluß in Kraft bleiüt,,, n^ tein,eill.Pundesstaate als zureichend betrach-tcr, wcvden., §. ^. Jeder, Bundessta-üt ist für die unter seiner Oberaufsicht erscheinenden, mithin für sämmtliche lüner der. Hauptbcstinunung ?es §.. 1. begriffenen Druckschriften, m sofern dadurch die Würde oder Eichecheir anderer. BundesstÄacen verletzt,, die Ver-i fassu^g ^,dcr Verwaltung derselben, angegriffen, wird/ nicht uur, den mnniclelb^r. Beleidigten , son^ernZauch der Gesammtheit des Bundes verannuortlich^ §.5. Dainit aber diese, in dein, Wesen des deut--scheu Bimdesoereüi? gegriurdere, von dessen 5oN-> dauer uu^ertre^inliche,^ wechselseitige Vc'.'antwclK lichkcic inchr zu unnützen. Sto.rungcn des zwifch^ de,n^ wundes st.', aten, obwallenden freundschafllich<'>l Verhältnisses, A!',!aß fteben, inöqe, so übcrüehlneit' sa:in>.il,l^).e M,>c^Ii,eder des, deutschen Bundes die f"-örliche Ver,pfiächc«lng gege'i ein.n^cr,. bei- der' Auf^' sicht. über d'.e in ihren wandern erscheil^enden- Zeitun^ cen,, Zeit^und Flugschriflcn, m,it wachsanicn Ernste-zu verfahren, lü.d diese Aufsicht dergestalt handhaben zulassen,- daß dadm'ch gegenseitige:, Klagen unk unangenehmen. Erörterungen, auf, )ede Weise, wog/ lichst vorgebeugt, werde. §,.6., Damit, jedoch, auch. d.ie' durch, gegenwärtigem Beschluß beabsichtigte allgemeine und' wrchselsettigc Gewährleistung der moralischen un!i politischen Iln-verletzlichtelt der G-'sammtheit und aller, Mitglieder des-Bundeä nicht, anf einzelnen Punkten gefährdet wer--den könne, so folk in, jedem, Falle, wo die Regierung eines Bundesstaatcsych' dm'chdie in cmeiu an? dern, Nundessta.n^ erscheinenden- Druckschriften: ver,-.-letzt glaubte^ und durch freundschaftliche' Rücksprache o^er- diplomarische Correftondenz, zu eine-r- vollständigen Befriedigung, und. Abhülfe nicht gelanget könnte, derselben al^drücklich vorbehalten bleiben/ über dergleichen, Schriften Beschwerde bei, dcr Bundesversammlung zu führen, legiere aber sodann gehalten seyn/, die an^biachN' Neschwevd» kominiss»'