Ptannmttalim - Prrise Fttr Laibach «an,jahrig . . . « ft. — Haldjahrig . . . 3 „ — „ Bierleljahrig. . . 1 „ 50 „ Wonatlitf) . . . _ „ 50 „ Mil ter Post: *»»zjahrig . . . 9 P. — Tt. Halbjahrig . . .. t „ 50 „ vierteljiihrig. . . 2 „ 25 „ W* SuftcQung in« HauS viertel. jte4cnbet IHaBatt. 1869. Die Beziehungen des Sichelburger Mililiirgrenzbezirkes zu Krain. Rach citiem Telegramme bet „Presse" bcabsich-tigen die an Krain angrenzenbcn Militargrenzer des Sichelburger BezirkeS in einer Massenpctition an Se. Majestiit die Bitte zu stellen, dah ihr Bc-zirk bci der Anflosung deS GrenzverbandeS nicht in Provinzialkroaticn, sondern in Krain einverleibt werden moge. Bisher waren wir gewohnt, von Seite unserer siidlichen Nachbarn nur gegentheilige Kundgebungen territorialer AnnexionSgcliiste wahrzunehmen, im Agramer Landtage wurden bereits zu wiederholten Malen Wunsche wegen Jnkorporirnng der kraini-schen Bezirke Mottling unb Tschernembl in bas dreieiniqe Konigreich laut, roobci weniger das histo-rische Recht, als der Drang, bas inner schmalen Landesgrenzen eingeengte, langgezogenc Territvrium der Krone,ZwonimirS auch in die Breite zu er-weitern, matzgebend gewefen sein mochte, ja einige feurige kroatische Rationale gingen im Jahre 1861 so wcit, ganz Nntcrkrain bis zum „Geweihten Brun-nen" als kroatischen Boben zu erklaren und die Landcsgrenze bis in die Nahe von Laibach zu oer-rucken. Bci solchen Antezedentien kommen jene fiir Krain simpathischen Kunbgebungen des gebachten Grenzbezirkes jebenfalls sehr unerwartet, erwiigt man jedoch die Ursachen, welche sie veranlaht haben moch-ten, so erscheinen bieselben keineSwegs als Refultat nner kiinstlichcn Agitation, sonbcrn burch das prak-tische Bedurfnih hervorgerufen. Der Sichelburger Militarbezirk umfaht zwei Kom-pagnien deS Sluiner Grenzregimentcs, er dehnt sich fiber den Riicken und die fiiblichen Abhange des ^vrjanzgebirgeS anS, das die Grenzscheide zwi-schen Krain und Kroatien bildet. Im 16. Jahr-hunberte wurbe daS Gebiet von Sichelburg nebst einigen ausgeschiedenen Landereien der Herrschasten Plettriach und Preitzeck den aus Bosnien gekom-menen Ueberlaufcrn (Uskokcn) zur Ansiedlung uber-lassen. Die Sichelburger gehorten zur „krabatischen Granitz," welche nebst der „Meergra»itz" von inner« osterreichischen Landern als Schutzwchr gegen die Ansalle ber Tiirkcn ei richtet unb besonbers von bem Lande Krain, dessen Adel ein bcbeutenbcs Kontingent zu ben Grenzkommanbanten unb Grenzhaupt-leuten lieferte, mit grvhen Opfern an Gelb unb Blut erhalten wurbe. Die Uskoken bes Sichelburger Bezirkes gehii-ren bem serbischcn Volkerstamme an, sie haben ihre alten Gebranche nod) bis heutzutage erhalten, unb tucichcn in Sitten und Dialekt von den Gren-zern des Georgner- unb Kreuzer-Regimentes, welche bem ftoDcnifchcn VolkSstamme zunachst kommen, we-sentlich ob. Nicht aus nationalen Sirnpathien wunschen sie in Krain einverleibt zu werben, denn als Angehorige Kroatiens fanden sie eine besiere Gewahr fiir ihre Nationalitat, da im kroatischen Landtag der serbische VolkSstarnrn burch bie Ver-treter bes Likaner unb deS slavonischen Grenzge-bietes einen bedeutenden Znwachs erlangen wirb. Auch ist nicht anzunehmen, batz die historischen Er-inncrungcn an jene Zeiten, da die Sichelburger zu Krain gehSrten, linker derm Nachkommen wieder so lebhaft geworden seien, um den einstigen Ver-banb wieder hergcstellt zu sehen. Eine Wahrnehmung jedoch drangt sich bem Besucher ber Militargreuze unwillkiirlich aus, batz namlich ber Grenzer nicht jene Sympalhien fiir Provinzialkroaticn hegt, als man es vermuthen sollte. Der Komitatswirthschast daselbst konnte er nie einen Gcschrnack abgewinncn, er bctrachtete den Provinzialkroaten als „Baucr," scin Land als ..Bauernland," wahrenb er sich fiir besser hielt, namlich alS „Herrn," als ..Helden," und eS offen aussprach, eS sei ..ruhmvoll, als Grenzer zu dieneu." Der Sichelburger Grenzer hat antzerdem einen weit lebhasteren Verkchr mit Krain als mit bem benachbarten kroatischen Provinziale. Seine Wein-garten, die sein werchvollstes Besitzthum bilden, tie-gen ineist in ben Bezirkcn Lanbstratz unb Mottling, seine ausgebehnten Bergwicscn find ben am Weideland armen MLttlinger SBauern verpachtet. Bei ben Gerichtsbezirken Landstratz und Mottling rourben sett jehcr viele Streitjgkeiten, die jenen Real-besitz betrasen , ausgetragen, und eS hatte hiebei ber Grenzer Gelegenheit, die evidenten Vortheile ber in Krain obwaltendm osterreichischen GerichtS-pflege gcgcnuber ben verrotteten nngarischen Jnsiiz-znstanben im benachbarten Kroatien aus eigener Anschaunng fenncit zu lernen. Demnach find bie Wunsche ber Sichelburger nach einer Annexion zu Krain sehr wohl erflarlich. Wir zweiseln gar nicht, datz ber frainische Lanbtag von biesem Appell Gebranch machen werbe, um, wo nicht die Reinkorporirung bes cinft krainischen Sichelburger GebieteS, so doch eine entsprechendere Abgrenznng gegen Kroatien zu verlangen, als bies bisher der Fall war. Ein Blick auf die Karte Kraius bringt unS den unnatiirlichen Berlauf der Landesgrenze gegen das benachbarte Sichelburger Militargrenzgebiet zur Anschauung. Nicht ber Gebirgsfamm des Gorjanz bildet bie Lanbesgrenze, sondern in mannigfochen AuSbuchtungen schneibet biese an mehreren Stellen, zumal im Mtitttinger Bezirke, in die gegen Krain absallenden Gebirgsabhange sehr ties ein. Endlose Grenzstreitigkeiten und Grenzreguliruugen waren die Folge dieser nnnatiirlichen Abgrenzung. Eine noch grotzere Abnormitat war der bis-herige Bestanb bes Marienthaler KompagniebczirkeS, welcher als ein zur MilitSrgrenze gehorige Enklave vom Tscherncbler Gebiete rings umschlosscn ist. Wenn je, so bietet sich eben jetzt, bei ben sich kundgebenden Simpathien der aus bem Militarver- IeuMon. Ein Vortrag ittier das Liischwesen. Im zweiten Theile seines Vortrages fuhr Herr ^ergitsch sort: In ber geehrten Versammlung hat ein Bor-redner tin Wort bes Dichterfiirsten gebraucht und selbeS im heiteren Sinne verwerthet. Jch sehe in dieser Versammlung so Diet Gemiithlichkeit, auf \oU chem Boden ist gut saen, unb bei gehobener Stim-mung, wo die Herzen gelockert find, mutz der Same Stbeihen, Sie haben foeben das Milde hervorge-«hrt, ertauben Sie mir, bah ouch ich auf des Dich-jers Wort mich berufe, wenn ich das Harte zu be-Iprechen tomnte, denn wo Hartes sich mit Mildem ^oart, da gibt es einen guten Along. Jch hobe im erften Theile rneines Vortrages ben alten Stftbteordnungen gesprochen, in der That haben wir beispielsweise eine solche Ordnung von Frankfurt aus bem Jahre 1450, welche be-ftimmt, wo sich die Kiiffer mit ihren GerSthen bei ueutrsgefohr aufzustellen haben unb auch bie onbe-ren Gewerbe. Dirse alten LSschvrdnungen find heut- zutage in Statute,, der sreiwilligen Feuerwehren umgewandelt, mit bem Zwecke, bem vom Itn-gliick betroffenen Mitbiirger bei Feuersgesahr Hilse zu bringen. Das Prinzip gegenseitiger Hilfe-Icistung ist ein naturliches. Denken Sie sich zwei Menschen allein, verlassen in oder, einfamer Gegenb, gctrennt von jeber menschlichen Hilse. Nichts ist noturlicher, als bah sich biese zwei Menschen ge-loben, sich gegenseitig beizustehen, jo sie werben bozu kommen, selbst wenn sie nicht dieselbe Sproche sprechen, sie wiirden sich schlietzlich durch Zeicheu zu verstehen geben, ich diirste, gib mir Wasser, ich Hun-gere, gib mir ©rot, eS brennt mein Hans, hilf mir; wenn bu bttrstest, wenn bu hungers!, wenn es bei btr brennt, so werbe ich dir ebenfalls hetfen. Denken Sie sich nun statt bieser zwei Menschen eine roohlgeglieberte Stootenfomilie, eine Stabt, wie sie sich burch Johrhunderte aufgebout hat, soli da bie Zivilisation, die vorgeschrittene Kultur nicht auch sprechen: Mitbiirger! wir molten uns gegenseitig beistehen gegen die Clemente, bie uns bebro- hen. DoS Feuer ist heutzutage nur fetten ein bSS-willig gelegtes, eS lommt ohne Menschenwollen, wir mLssen gegen ben gtmeinfamtn Feinb uns waffnen, uns oereinigcn. Der nachftliegcnbe Gedanke, dev auch sicher seine Berechtigung hat, ist wohl ber, die gefammte Bevolkerung der Stadt heranzuziehen zur Rettungspflicht, allein in einer Stadt, wo stets eine Anzahl vorgeschrittener Geifter sich befiubet nnb ein gesunber Gcist zumeist auch in gcsundem KLrprr wohnt, bilben sich Vereine znm besten ber Gesammt* bevolkerung, eine Wohlthat fiir bit Stabt. Solche Vereine nun bilben sich aus Freiwilli-gen; es ist tine erwicsene Erfahrung, batz freiwiCtge Feuerwehren tiichtigtr find als gtzwungene, fie find besser, ootlkommener, weil ba Ehrgeiz, Frenbe zur Socht ins Spitl tommt, Foktortn, wtlcht mthr wirken, als bos thttnt Muh. Auch in Otsttrrtich nimmt bos Sistem ber sreiwilligen Ftutrwthrtn btrtits tintn btochtungs-werthen Bobcn ein, in kurzem wirb in Klagenfnrt ein Ssterreichischer Feuerwehrtog zusammentreten, zu wet-chtm 180 Vereine aus alien Lfinbern Otsttrrtich«: Sttitrmork, Poltn, Bohmtn, Mahrtn, Ungorn, Krootitn sich ongemctbet haben. Der Socht ist in Oesterreich Bohn gebrochen. Wenn Stcidte Feuerwehren bilben, so ist daS Augenmerk zunachst auf tintn tiichtigtn Kvmman- bandc schcidenden ©reuzbctmlfcrung die bcftc Gelc-gcnheit bar, cine enisprechendc Arronbirung an ber ©flbgrenze Krains vorzunehmen. Abgesehen bacon, bah cs cin groheS Unrccht ware, cine Grenzbcvolkcrung, bie durch viclfaltige Vcrkehrsbezichungen feit jehcr zu Krain sehr nahe ftanb, wider itjvcn Willen in »cue, ihr vollig frcmdc staatliche Berhaltnisse zu brangen, erheischt cs auch bad Jntercssc deS Landes Krain, cinen Distrikt, ber einst krainisches Gcbiet war, ber mittclft eineS nicht unbebcutcnben in Stain gclegcncn BesitzcS zu ben hiesigen Stcuent unb LanbeSnmlagen fcit jeher kon-furrirtc, als zu Krain gchoiig zu retlamiren. Ans bctt Delegations. Die Souutagssitzung der Tclcgationen. Sonntag hielt die osterreichische Delegation ihre 15. die ungarische ihre 13. Sitzung. Es wurde iibcr die noch bestehenden Disserenzen in beiden Bersamrn-timgen verhanbelt. Nachdem die ungarische Delegation bet Titel 2, 3 unb 4 des. Ordinarinms des Mi-litarbndgets die Beschliisse der reichsrathlichen Delegation angenommen, so blieb eiite Differenz nur mehr in Bezng aus die Einkommeusteuer deS osterreichischen Lloyd in Triest, in Bezug aus die Festungsmerke in Komorn, stir welche die ungarische Delegation urn 100.000 si. mehr bewilligen wollte, als die osterreichische, endlich in Bezug aus beu Posten sur die Monitors, welchen die osterreichische Delegation gestrichen hatte, wcihrenv die ungarische Delegation dasiir 400.000 ft. einstellen wollte. Die gemeinschaftlichen Sitzungen beider Delegatioueu. Nachdem in der Sitzung der osterreichischen Delegation am Montag von Seite der nngarischen Delegation das Nnntium eingelangt, datz fie sich in Bezug ans die Festung Komorn ben diesseitigen Be-schltisscn anschlietze, in dem nndern Punkt aber aus ihrem ffiihercn Botnm verharre, theilte der Prasideut v. Hopsen mit, datz er in Uebereinstimmung mil dem PrasidkNteu der nngarischen Delegation eine ge-meinschastliche Sitzung anberaumt Habe. Dieselbe sand Montag Mittags im grohen Saale der Akademie der Wissenschasten statt unb hatte sich dazn cin sehr zahlrciches Publikum eingesuuden, das die riickwcirtigen Bankreihen sUllte. Die vorderen nah-men die Delegirten in Anspruch, unb zwar satzen die osterreichischen links (bom Presidium), bie nngarischen rechts. Ans der Miuisterbank sahen: Graf Beu ft, Freiherr v. B e ck e, Freiherr v. Kuhn unb tnehrere Regiernngsvertreter. Zum Prasibenten wurde durch's Los Graf M a j l a h t bestimmt, welcher bie Sitzung sosort in nngarischer Sprache erossnete. bantcn zu richtcn, cs wiissen baiut brci Abtheilnn-gen gebilbct werben. Wcr Kraft gcuug in feint it airmen suhlt, rciht sich in bie Spritzcnmannschast cin, wcr trastig ist unb fchwinbelfrei, ber wild Steiger, attere Manner lassen sich als Schutzinann-fchaft vetwendcn, bcrcn Wichtigkeit jeder siihlt, ber cs weih, wclchcu Vorthcil cs bietct, aus ruhigem Platze manoDeriren zu kouncn. Ein jeber niltzt eben in seiner Art. Die so eingerichtetc Wchruiannschaft wahlt nun ihre Ob-manncr, auch Leitmanncr genannt, welche bie noth-wenbigen Ucbungcn einberufeu, abhaltcn unb leiten. Solche Ucbungcn finb unerlahlich unb monatlich ein- bis zwcimal cine Gesammtubuug eine Nothwcu-digkeit. Ich will bei dicser Gclcgcnhcit noch auf cinen Punkt aufmertfam machen. Es ist ncimlich nicht nothwenbig, bah sich bet Bilbung einer frciwilligen Fcucrwehr glcich huubcrte von Mitglicbcrn ein« zcichncn. In Klagcnsurt fanbett sich bei ber ©tun-bung der Fcucrwehr nur 16 Mann unb btieben diese durch 4 Monate ohnc Zuwachs. Hcute ziihll Klagenfurt 230 Feuerwehrmanner. Das Aufstcigcn der Mitglieberzahl von 16 bis zu 100 gcschah seht Es tarn zunachst bie Lloydfrage zur Abstimmung uud ftimmten die Zisleithanicr znerst. Mit Nein stimmten hievon 35, mit Ja 14. Die ungarische Delegation ftimmte wie ein Mann mit Nein. Die Lloydfrage ist daher zu Gmtsten der Ungarn ent-schieden. Sodann tarn die Frage iibcr die Donau-Moui-tors zur Abstimmung. Die osterreichische Delegation stimmte mit 39 gegeit 10 ©tinmen gegett bie Be-willigung, bagegeit sammtliche ungarische Delegate stir bie Bewilliguug, unb es ist soinit auch diese Frage im Sinne ber nngarischen Delegation entschiebeu unb werben bie 400.000 sl. ins Budget eingestellt. Es stimmten 59 Delegirte mit Ja, 39 mit Nein. Schluh der Sitzung Halb 1 Uhr. Die Delegirten uerblieben im Saale tmb es wurde vom Schriftstihrer jeder Delegatiou das Pro-tokoll uerfajjt, unb iiber Wunsch der uugarischen De-Itgation trat sodann in einer jeden Ecke deS Saalcs jebe Delegation abgcsonbert zur Authentizinmg bes betreffenben Protokolts ziifanunen. Nad) einer Halb-stiinbigcit Uitterbrechung wurde darnach die zweite ge-meinfchaftliche Sitzung, wobei Bizeprasibent v. H o-ps en ben Borsitz suhrte, zu bent Behuse erossnet, bah bie beiden Protokolle, uud zwar zuerst das ungarische unb baun das dentsche, zur Kenntuihnahrne der Ber-sammluug mitgetheilt wurben unb barans diese zweite Sitzung als geschlossen erklart. Die Schlichsitzunft der Delegationen. Die osterreichische Delegation hielt vorgestern um 4 Uhr noch cine Sitzung. Generalbcrichterstatler Ritter v. W i n t e r st e i n verliest das Finanzgesetz. 9Žach demselden stellt sich die Hohe des Gesammterfordernisses auf 79.459.695 fl. Hievon entfallen auf die dieSseitige Reichshcilfte zu 70 pEt. 55,621.786 fl. 85 kr. Das Finanzgesetz wird ohne Debatte angenommen. Derselbe Berichterftatter verliest sodann die bei den eiitzelnen Theilen des Budgets gcsahten Resoln-tionen uitb den Schluhbericht liber die NachtragS-fredite. Die Delegation stimmt beiden Berichten ohne Debatte bei. Nachdem die Tagesorduuug erschbpst ist, schlieht Bizeprcisident Ritter v. H o p s e n die Sitzung unt 3/44 Uhr mit dem Bemerken, datz die Schlnhsitznng um 5 Uhr stattsinden werde. Unt 5 Uhr 15 Biinuten wird die Sitzung wie-der aufgenontnten. Auf der Minifterbant: Reich«-kanzler Graf Beuft, Reichsfinanzminister Baron Becke. Nach Verlefnng unb Geuehmigung des Protokolls ber letzteu Sitzung ergreift das Wort Reichskanzler Graf B e u st: Der h. Versamni-luug Habe ich zu erossuen, datz die gemeinsamen Be- langsam uud brauchte fast 2 Jahte, bann erst gittg es rascher. Wenn man bedctift, datz autzerbem in der Zeit bes BestandeS ber bortigcn Fcucrwehr 230 Eingetrctene theils in Folgc Todcsfallcs, DoniizilS-oeranbmmg u. f. w. wieber auegetrcten find, so habcii 4- bis 500 Mcnschcn an bem Institute ber Fcucrwehr theilgenommett. Eine tleine Zahl tiichtiger unb eifriger Mit-gtieber gcniigt fur eine Stadt mittlercr G>vtze, es mutzte benn fein, bah ein riefiges Ungliick iiber fclbe hereinbricht; die Fcucrwehr hat bann genug Mannfchaft, wenn sic fammtliches corhanbcne Net-tungsgerathe in Aktion zu fctzen in der Lage ist, im Falle cines so ricfigen Ungliicks witrbc auch bas gewohnlich corhanbcne (Seralhe nicht geuugett. Es durfte Sic vielleicht intereffiren, auch die Gefchichtc ber ncuen Fcuerwehren kennen zu lernen. Es war in den ersten vieryger Jahren, datz im westlichsten Theile Dcutschtanvs ein Mann sich zur Vcbcusausgabe gcstetlt hat, die Voschapparate zu vcr-vollkoinmncn. Es ist dies ber von alien Feucrwchr-mdnttern hocbgeseicrtc Batcr Metz a»S Heidelberg. Er hat die Liischmaschine auf eine Stufc ber VoU endung, gebracht, wie fie nirgenbs so crrcicht wurde. schliisse der Delegationen die Geuehmigung Sr. k. unb k. apostolischen Majestat erlangt haben. Ich be-ehre mich, das biesbeziigtiche allerhochste Haubschrei-bett hiermit zu itberreichcn. (Ueberreicht basselbe bent Borsitzenden.) Zugleich bin ich von Sr. Majestat beauftragt (bie Versantinlnng erhebt sich) fur ben uuerntiiblichen Eifer, womit die Delegationen ihrem wichtigeu Be-rufe obgelegeit, unb fiir die Bereitwilligkeit, mit welcher fie, unbefchatet einer ftrengen uud gewiffenhaften PrUfuttg der ihneit genmchtcn Borlagen ben Bediirs-nisseu der Gesaniuitmouarchie Rechnung zn trageit ge-wutzt haben, beu Dank Sr. Majestat unb a. h. Ihre Auerfcuuuug anszusprecheu. Dars ich noch im Nantcit des gemeinsamen Mi-nisterinnis einige Worte hiujufi'tgen, so sei ntir geftattet, ber Ueberjeugung Ausdruck zu geben, datz die nun be-enbete britte Session fiir die bei ber gegenwartigen Gestaltuug bes Reiches so wichtige Institution bet Delegation eine ersprietzliche unb heilsame war. Lassen Sie, ttteiite hochgechrten Herreu, schlietzt ber Reichs-kanzler, uns bicse Errungenschast nicht geriug achten. Die Regiening ihrerseits wird bestrebt scin, dieselbe als ein fostbares Kleinod zn hiiten !nnb zn wahrcn. (Bravo!) Bizeprasibent Ritter von Hopsen verliest jetzt zuerst bas von ben Ministern Beust, Becke uud Kuhn kon-trasiguirte allerhochste Haudschreiben mtb stihrt sobann sort: Meine Herreu! Gestatteu Sic mir einent alien Gcbrauchc zu fotgen mid am Schlussc ttusercr Thciiigkeit einige Worte an Sie zu richten. ES ist zmn dritten male, datz die Delegationen der beiberseitigeit Vertretungskorper ihr versassung-tniitziges Recht beziiglich ber gemeinsamen Angelegeiv heilett iibett. Ich spreche bie Hosfnung unb Ueberzeu-guitg aus, bah bie Delegationen ben gesimben Kern einer lebensfahigen parlamentarischen Institution in sich bergett, wenn erst bie butch bie Ersahrung bekannt ge-worbenen Gebrcchen behoben, bie Miingel«6eseitigt sein werben. y Was mich aber in dieser Hosfnung beftarft, das ist das Bcwutztsein, datz tn der ftaatsrechtlichen Neu-gcstaltung unscrcr Monarchic unset erhabener Aionarch Hand in Hand mit ben unter seiucnt Szcptcr vereinig-ten BLlkern geht, unb barum, meine Herreu, etlaube ich mir, Sie anfznforbern, mit mir einzustimmen in ein begeistertes Hoch auf unferen aflcrgniibigften Mon-archeit, auf unferen Kaiser unb Herat! Er lebe hoch! Die Bersammlmig bringt ein breintaliges, begeistertes Hoch ans. Nach ben iiblichen Schlntzreben schlossen die Sitzung uud die Session der Delegation des Reichsrathes unt Halb 6 Uhr Abenbs. Unt 6 Uhr vollzog bie ungarische Delegation bie Fornilichkeiteu ihrer Schlutzsitznng. Doch mit ber vervollkommten Loschinaschine allein war cs noch nicht gcuug, cs ninhte ja auch die Mannschast zur Bcbicnung berselbcn abgeridjtet werben. In Dorlach im Grohhcrzogthum Baben, einem Stadchen von 2- bis 3000 Einwohnctn, Hal er beu Bodeu zur ctsten frciwilligen Fcucrwehr ge-tegt, indent cs ihm gelatig, die dortige Biirgerschaft fur fein Unternehmen zn begeistern, unb so bilbetc er im Jahre 1843 mit Hilse bes schon bestehenden Turnvereines die erste freiwiUigc Fcucrwehr. Es vergingen Jahre, bis die Sache Nachahmuttg sand. In Ettlingen entftanden 1844, in Mannheim 1845 Fencrwehren. Dtetz besuchte Karlsruhe, um daselbst fiir sein Institut zu Witten. Er hatte itn Jahre 1845 bei ber LandesanssteUnng seine persektionirtt Loschmaschinc auSgeftellt. Doch konnte Metz nicht bunhbringen, bas Rcsidcnzvolk waif ihm bei jeder Gclcgcnhcit Prligct vor bie Fiitzc; zwar erhiett er auf der Ausstellung die erste goldenc Mcdaille, doch von der praktischcn Verwerihnng wollte die Stadt nichts wiffen. Er hat ant Theatcrgcbanbc Rcttungs-itbungcn vorgezcigt, boch fchcitcrtc a lies an der klein-lichcn Stiidtc-Eiferfucht, wie felbc eben haufig vor-zukommm pflegt. Da kam im Jahre 1846 der Die Kaiser Ioses-Feier in Mahren. Slawikowitz, 29. August. Schon vor 5 Uhr Morgens zogen Tauseiide von Men-schen untev klingendem Spiele ouf die zum Feslplatze be-stimmte Wiese, die dem Acker gegeniiber liegt, anf dem fid) das von den mcihrischen StLnden im Jahre 1835 errichtete Denkmal zur Eriiinerung an Kaiser Josef II. besindet, und das gesteru von den ankommenden Gcisten bekriinzt wurde. Nicht weniger aid 18 Gesangvereine, wornnter einer aus Wien, zogen am friihen Morgen mit fliegender Fahne zum Feslplatze, der das heitersle Bild eines wahr-hasteu Bolksfestes vol. Zahlreiche Schaubuden, Schauken, Trafiken ware,, eben so wic Anstalten filr die beliebten Lolks-Ipiele erriditet. Oben an deni Feslplatze war ein Altar, an den, eine Messe vom Pater Moriz Dornal, Pfarrer von All-Rautznitz, gelesen wurde; rechtS war das Zelt stir den anwesendcii Erzherzog Karl Ludwig errichtet, der in Beglei-t'ung der Minister Giskra, Potočki, des Statthalters Poche u. s. w. prazise uni ein Biertel anf 12 Uhr eintraf und vom Volke mit taunt enden wollenden Hochrusen empfaugen wurde. Nach abgehaltener Messe wurde vom Prasidenten des Festkomits's, Baron Wydmaun, der Bauer Trnka, der ietzige Eigemhiimer des Ackers, jammt dessen fiiitf Schwe-stern Sr. f. Hoheit vorgestellt, der uach einigen Fragen die Vorgestellten mit silbernen Erinneruugsmedaillen ^de-theiltc. Hieraus lietz sich der Erzherzog den von den Slave" so sehr angeseindeten P. Dornal vorstellen, zn dem der Priuz jiber das Fest sich autzerte, dah es citi dinastisches sci und anlatzlich der jiiugsteu Schmcihuugen, denen P. Dvr-ual ausgesetzt ist, meinte der Erzherzog: „ES ware ein Gliick fiit Oesterreich, w.'itn die gesammte Geistlichkeit wie der Pater denken wiirde." Pater'Dornal erwiderte mit Beschei-^ denheit: „Dann ware aber auch mehr Frieden im Vande." Nun wurde der Altar zur Neduerbiihue uuigestalret, die Baron Wydmaun bestieg nnd daS Bolk offiziell von dem deMckenden Besnche Sr. k. Hoheit in Keuntuitz jetzte, das »Nt dauernden Hochrusen den hohen Gast begritszte, und die sich wicdcrholten, als Giskra und Potočki den Anwesen den vorqesteUt wnrden, worauf Wydmauu alS Prasiteut des FestkomitS's die Festrcde hielt. In derselben gedachte er der zahlreichen Reformen, die Josef, leider nnr etwaS zn frith fiit die damaligen Generationen, anf jedem Gebiete ein-stihrte nnd einfuhren wollte. Redner meinte: Uns ware es vorbchalten, miter der liberalen Regierung unseicS konstitu-"vuelleu, giitigen Monarclien jene Reformen anznbahnen und anznstreben, die Josef seiner Zeit einsllhren wollte. ».Slava, Hoch.) Dem Redner folgte der Biirgermeister anS Slawikowitz, Franz Thoma, der in bvhmifcher Sprachc den SManett Josefs eine weihevolle Eriiinerung zollte, mid ein Slava anf Josef nnd nnseren kaiser anSvrachte, worauf Statthalter Poche in kraftigen Worten der Handluug Jo-fef'j gedachte, der zeigeu wollte, wic sehr er die Arbeit des Landmannes ehrte. Unler der Fiihrnng des Komitv'S be-Zaben sich die (Stifle zu der, ill den Ranmlichkciten des ^ahnhofes errichteten Festtafel, die fiir 200 Gedecke bestimmt war, und an der nebsl den bereits erwahnten Gcisten die Spitzen nnseres BahnwesenS, ferner die Gemeindevertretnn-Sen BriinnS, Rautznitz's nnd der nmliegenden Ortschasten, fowie die Bertreter der Presse theiluahmen. Der erste Toast, den Baron Hering, President der ^tiinner HandelSkammer, ausbrachtc, gait dem nnvcrgeh-lichen Regenten Ocsterreichs. Redner sagte: Bon dem Banne der Leibeiqenschaft befreit, ist der Bauer hente ein vvllbe-rechtigies Mitglied in der Gefellschaft nnd im Staate. Die Industrie, gleich einem zarten Pstanzchen vom iiaisor Joses Aepflegt, ist hente zum stattlichen Baume erwachseu. Dutch das Toleranz-Patent einander paheu geriickt, ersrcut sich der Aekeuner jedes Glanbens heute voller Gleichberechtignng; d'e Unterrichtspflege, vom Raiser Josef aitgcbahut, erfiillt in ihrer heiitigen Organisation mit gerechtem Stolze; die Berwaltung, in ihren i'ineainenten vom Kaiser Josef vorgezeich-net, sehen wir hente im liberalsten Sinne ausgebaut und durch eine sreisinnige Berfassnng in ihrem Bcstande gesicherl. (Beifall.) So sehen wir das Ideal der svgenannten Jose-finischen Anschauung verwirklicht! So hat unset Monarch die Reformen Kaiser Josefs anfgenommen, in feiitem Geisle weiter gefiihrt nnd sich grotzherzigen Sinnes freiwillig seiner Machtslille bcgebeit, zu Gunsten seines Bolkes. (Beifall.) Die nach Tansenden zahlenden Festgenoffen, wie die Zaiu fende, denen die gewitnschte Theilnqhme an dieser Feier nicht enimglicht werden foimte, sie alle, dnrchdrnngen von diesen Gefiihlen. sie stimmen mit uns ein in den Ruf, der eineit machtigen Widerhall sindet, wo immer ein osterrei-chisches Her; schlagt, in den Ruf, es lebe Se. Majestcit, miser allergywigster Kaiser, I. 3)t. die Kaiserin, das allerh. Kaiserhans; eS lebc der dnrchlanchtigste Stellvertreter allerh. Sr. Majestcit bet dem heiitigen Feste, Se. taif. Hoheit der Herr Erzherzog Karl Ludwig Hoch! Hoch! Hoch! Den zwciten Toast brachte der Erzherzog aus daS Wohl Mahrens nnd Lessen Bewohner aus. Der hohe (Soft sprach mit laitter und vernehmbarer Stimme: Jch bin sehr ersreut, an dieser schiinc« Feier theilneh-men zu fimuett, in diesein Lande, das von jeher dnrch seine Anhanglichkeit an sciiicn Kaiser und das Kaiserhans, sowie durch die Hebung geistiger mid rnaterieller Juteresfen sich stetS ausgezeichnct hat. (Hoch, Slava!) Bou Sent imtigen Wunsche beseelt, datz diese Gesinnnng stets erhalten bleibe nnd die Wohlsahrt des Landes immer segensvoller erbliihen ntiige, crhebe ich das Glas aus das Wohl Mahrens uud seiner biedereu Bewohuer. (Sttirmischer Beifall.) Graf Potocki trank aus das Gedeihen der Lsterreichi-scheit Industrie und anf die Zuknnft der Gejellschaft, die hente in ihrer Strebsamkeit eiitc iteiic Bahn eroffnet. Nachdem noch Biirgermeister v. Ott feinem Borgan-ger, dem jetzigen Minister, einen Toast, der begeifleit anf-genommen wird, ausbringt, schlietzt die Reihe der Toasti-renden Minister Giskra: Als Kind des Landes, das heute dieses fchbuc Fest fciert, lacht fein Herz beim Anbltcke der segenreichen Fluren, der bliihenden Industrie, die Zeugititz dafiir gebeit, ivie tief die Saat des nnvergetzlichen Monar-cheit Wnrzel gefajjt, nnd wie sehr dieselbe geveiht. (Stlir-mische Bravornfe, Giskra Hoch!) Kaiser Jo>ef war es, der das Wohl seines Bolkes tit ganz was auderem, als im Schlagen grotzer Schlachten snchte. (Bravo, Hoch!) Die 'Jia-tiotialttatenfrage berllhrend, fordert der Sprecher znr Ein-tracht nnd zum Frieden aus und hosst, datz der heutige Tag das Endc der altcn Fehde zwischen Slaven mid Denrschen nnd zngleich der erste Tag des brilderlichen Zusammeulebens fein wird. — Als Sohn des Landes erfehne ich aus der Tiefe meiues Herzens Eintracht der Nativnalttciten, mid bringe dem Geveihen derselben ein Hoch! (Uittcr sturmischer Begrlitzung des Redners stinimt die Bersammlnng ein. Um Halb & Uhr, nach Schlutz deS Diners, besichtigten der Erzherzog so wie die uiiistc die landwirthschaftliche Aus-stcllnng nnd hier selbstverstaiidlich mit grLhtem Jnteresse den historijchcn Pflng, worauf nach Abbrenuung cities Fener-werkeS der Riickweg zum Bahnhofe angetreten wurde. Uuter Jubel der Bevoltentug fctztc dec Zug mit den Gcisten sich m Bewegnng. Erwahnt moge noch werden, datz trotz Agitation der Briinner Slaven, die auch dem Feste feme blicben, die gauze jlavijche Bevolkernng der Uittgebmtg beim Feste sich vethciligtc. Ueber 200 Begttitzungs-Telegramme laugten ein. Politische Rundschau. Laibach, 1. September. Die „Norddeutsche Allgeincine Zeilung" schreibt: Es beflatigt fid), datz nut der Mgsien Depesche bes Grafen B e u ft Ver diploinalische Meinungs- auStausch zwischen dem preutzischen und dem oster, reichischen Kabinete seinen Abschlutz crreicbte; wie verlautet, beabsichtigt die preutzische Regierung nicht, den vom Reichskanzler angeregten Schriftenwechsel fortzusetzen. Eine allgcmeine Abstimmung ohne be-hordliche Auffordcrung unter der danisch - gesinntcn Bevolkerung N o r d s ch l e s w i g s, das Preuhen noch immer nicht an Danemark zuriickgegeben hat, schcint jetzt wirklich in Szene gesetzt werden zu sollen. „Dybbolposteil" enthalt eine von vierzehn Mitglie-dern der danischen Partei nnterschriebene Aufforde-rung zu bent Zwecke, welche bereits den Abstimmungs-modus detaillirt. Als Thro »kandidaten fjirSpanien nennt man jetzt wieder den Prinzcn August von Portugal, den Bruder des regierenben Kvnigs, dcr mit einer Tochter des Herzogs von Montpensier sich vermalen foil. Der Furft von R u m a n i e n erhielt den russischen Alexauder-Newsky-Orden und der Mini-sterprasibent Fiirst Demcter G h y k a ben St. An-nen-Orden. Der Fiirst ist in's Uebungslager nach Foltischeni bei Tckusch abgcreist nnd wird Sams-tag zuriickcrwartct. Dersclbe tritt bie Reisc nach dem Anslande Dienstag an. Ion Ionescu wurde zum rumanischen Delegirten beim interna« tionalen statistischcn Kongrch im Hag crnannt. Zur Tagesgeschichte. Wegen der vorjcihrigen Juli-Eretgnisse in Triest wurden bie Handelscigenten G r n s o vin ttnb S olderer, unb zwar erfterer zn einjcihrigem, letzlerer zn etithalbjahrigem, verschcirftem, schroerem Kerker; ferner M a t t i a s s i unb Petsch ko wegeu Ablegung eines falfcheit Zeugnisses vor Gericht, erste-rer zu sechsmonatlichem, letzterer zn einumnatlichem Kerker verurlhcilt. Zwei Angeklagle wurden freige-sprochen. — Einem ungarischen Blatte wird ein Klo ster-skandal aus bent Servitenkloster in Frakno (Oeben-burger Komitat) berichtet. Dort set ein stockungari-scher Ktosterbruber, ber von feiiten beutschen Kollegen beftanbig sehr intolerant behanbelt wurbe, am 8. b. M. in Folge eines tuiihrenb bes Mittagmils ent-stanbenen Wortwechsels von einem ber letzleren, Am-brosius Eisenkolb, einem robusten 9Jiamt, zu ©oben geroorseit, brutal mijjhattbelt unb beiitahe ermtirgt wor-bcit, roiihrenb bie Utrtgen ruhige Znschauer abgaben ober noch hetzten. Der Einsenber, gleichfalls ein Or-bensbntber, siigt htnzu: „Wer ba glauben roiirbe, datz bent Beletbigten eiite gcniigenbe Satissaktion gebotett loerbcit wird, ber kennt bats Klosterleben nicht. Wer einmat Gegenstand ber Bersolgung ist, ber ist uurett-bar verlorcn. Dort, im verfallcnben Pester Seroilen-gebattbe, teibet gleichfalls ein Priester schon seit 20 Jahren, ben seine riicksichtslosen Kollegen bis zum Wahnsinn gequatt habeit unb ber jetzt in bedauerns-wurbiger Sage feiiten Tob emartet. Bewahre uns alle ber Herr vor einem solchen Klosterleben, ober viel-mehr vor ben Klbstern. O, bah boch Kaiser Josef II. nur anf kurze Zeit con ben Tobten auserstehen fbnnte!" Lolal- unb Provinzial-Angelegenheiteu. i'ofal - Chronik. — (N e uwa hlen.) Bei ber geftrigen Kon-stituirmtg ber hiesigen Handels- unb ©emerbefammer wurden bie Herat B. ©up an zmn Kaminerprasiben-ten uitb Johann H o ra t zum Vizeprcisibenten geroahtt. Die burch beit Austritt Dr. Tomans erlebigte Sekre-tarsstelle wurbe beffen bi/jherigeit ©ubstituten Johann M nmik, ber zngleich Rebakteur ber „Novice" ist, verliehen. — (Konzessionsgesuche.) Unter ben in ben letzten Wochen beim Ministerium bed Jnnem ein-gereichlen Konzessionsgesuchen befinbet sich auch das ber Iosessthaler Papierfabriks- unb Jnbustrie-Aktien-Ge-feUfchaft in Laibach. Konzeffionare: K. @atte V. ®att6, Dr. Oskar Pongratz, Fibelis Terpinz. Aktien-Kapital 3 Millionen Gulden in 15.000 Aktien mit 40 Prozent Einzahluug. v"ha»gnijzvolle ‘28. Februar iibcr Karlsruhe, ber surchtbare Theaterbranb, bei welchcm 52 Mensclien den ctenbeften Flammentob erleiben mutztcn. Zwar N man zur Deschwichtiguug der aufgevegten offent-lichcn Meinuug in offijiellcn Berichtcn bchauplet, die Menschcn ,'eien durch ben Qualm erstickt warden und erst hinterher verbrannt, boch wenn man Weitz. bafe Menschen mit dem tibrper am Fen fur eingezwangt hi"gen und der Fuh allein verbrannt erichcint, so ba§ der Ungluckliche vou uuten heraus fleftoibcn ist, so fann fein Zweisel fein, batz bie Menschen nicht erstickt, foitbern veibrannt find, jrau-= r*8e Opfer der Kleinstadterei. Zwei Stunden nach dem Beginn des Bran-des kamen bie Feuerwehren bon Dorlach unb Ettlilt-8ctt herbeigeeilt und uerhiiteten durch ihr Einfchrei-ten weiteres Ungliick. Der Brand in Karlsruhe war am 28. Februar, am 1. Marz hatte Karlsruhe eine sreiwillige Feuerwehr. Dies Ereignih war der Mahn-ruf' war das Feuersignal fiir Deutschland. Nach Oesterreich drang die Sache erst spater ein. Im An->ange ber 60er Jahre bildeten sich Feuerwehrrn in Feldkirch, Innsbruck, Warnsbors, Klngenfurt, mcist cbiicten die Turnvereine bett Weg. Auch ber Vai-bacher Turuverein moge sich bie Ansgabe stellen, burch bie (Senteinbe unterstiitzt, eine sreiwillige Feucr-wehr in Laibach ins Lcben zn rufen. In bie Bilbung eines solchen hmnancn Unter-nehmens vermag das Fantom der Gegenwart, der Nationalitaten-Kampf nicht einzubringen, ber Fener-wehrmann fragt nicht nach Grenzmarken unb Getz urtsort, er fragt nicht, bei wem breitnt es, er will helfen, es brennt bet einem Diitbitrger mtb bas ge-ntigt. Es gibt feine nationalen Uitterfchiebe des Feuers, es gibt nur c i n Fener unb nur e i u Mtttel bagegen, uitb dies eine Mittel heiht „der e i n i g e Wille ber Gesarnrntheit. Im ©egentheite fottn gerabe eine so humane Institution ben Soh-uungs- und Beruhruugspuiikt bilden, an welchem sich beffere Gestunuugcn anfriftaUifiren komten, d e un sowenigdieFreiheiteinenUnterschied ber Nationen kennt, ebett fo wenig kennt ihn die H u m a n i t a t. — (933 it man seinMihtraueniiuhert.) Wenn ein hiesiges Stott, iiber bessen politische SRetfc llbrigens die offentliche Meinung bereits auher allem Zweifel steht, ben Votsall, bag ein Liberaler von cincm Strolche aus offener Stratze iiberfallen rourbe, bahin beutet, bah barin ein Mihtrauensvotum bes slovenischen Volkes liege, so protestiren wir im Namen bes slovenischen Volkes gegen eine seiche erniebrigenbe Znmuthnng, batz es mit Strolchen in eine Linie gestellt wirb. Das kann wohl Jantschbergliteraten zugemuthet roerbett, nicht aber bent Volke. Wenn basselbe Blatt in seiner gc-strigen Rummer miter bie Mihttauensvoten bet slovenischen Nation (roijrtlich) Jeschza, St. Veit, Jantsch-berg — unb bie Abresse bet 12 Kammerrathe an Dr. Klun in eine Linie fteflt, so iiberlassen wit es bent Ehtgesiihle bet Genannten selbst, zu protestiren, bah man ihte unschabliche Hetzensetgiehung in gleiche Linie stellt mit vetbtechetischen unb taubetischen Uebet-fallen. Die hochkitchlichen Hetren Kammertathe konnen wohl auch austusen: Gott schutze uns vot mtsetenFteunbcn! — (Auszeichnung.) Dent Ptasibenten bes Kteisgetichtes in Gotz, Katl Freiherrn v. Co belli, Bruber bes gewescnen Lanbeshauptmannes von Kraiu, rourbe bet befsen Uebertritt in ben Ruhestand von Sr. Majestat bet Orben ber eisenten Krone III. Klasse Elefant. Mandart, Ksm. — Charl, GSrz. — Baron John, Graz. — Laudeker, Ksm., Frankfurt a. M. — Scheureau, k. k. Oberlicuteuant, Graz. — Ribar, Rcali-tLtenbesitzer, Untcrkrain. — Lenček, Pfarrer, Rob. — Staitblcr, Kfm., Perona. — Lengyl, Kfm., Kanischa. — Beirer, Privat, U it gam — Licart, Jngenicur, Oberkrain. Witterung. Laibach, 1. September. Gestern Nadmtittag urn 3 Uhr Gewttter mil Platzregen. Hohe des Niederschlages 8.44/" Heute Bonnittag Regett anhalteiid. Storke Abkiihlung der Luft. In den Alpen Sckneefall. Wiirme: Morgens 6 Uhr + 11.0°, Nachtn. 2 Uhr + 9.7". Barometer: 328.31"'. Vom Heittigen Tage St. Egidi gilt der Baneinspruch: Wie St Egidii die Wittcrnng, so soll fie uicr Wocheit bleiben. Marktbrrichtc. Siaibad), 1. September Auf bent heittigen Morkte siud ertoienen: 5 Wagen mit Getretde, 12 Wageu uud 3 Schiffe (26 Staffer) mit Holz. Surchschnills-prcise. Mt.- Ml t.= Mg,.- fl. kr P. fr. fl. it fl. kr. Weizeit pr. Mtz. 5 5 80 Butter, Pfund — 40 — — Korn „ 3 3 25 Eier pr. Stiick — 2 — Gerste „ 2 60 3 6 Milch pr. Motz 10 — Safer „ 1 60 2 — Riiidfleisch, Pfd. — 22 — Halbfrucht „ — 3 80 Kolbfleisck — 22 — Heideu „ 2 8C 3 10 Schweittefletsch „ — 23 — Hirse „ 2 8C 2 94 Schbpsenfleisch „ — 14 — Kuknrutz „ — 3 6 Hahndel pr. St. — 25 — Erdiipfel „ 1 4C — — Tonben „ — 13 — Linsen „ 3 — — Hen pr. Zentuer — 8C — — Erbsen „ 3 2t — — ®troh „ — 7( — — Fisoten „ 4 — — — Holz, har., Klftr. — 6 80 Rludfchrnalz,Pfd. — 4t — — — weich „ — 5 — Schweineschin. „ — 44 - — Wein, rother, pr. Speck, frisch „ — 3i — — Eirner — 9 — — gcrSuch. „ — 4( > — — — weitzer, „ — -10 — Strniitbuca, 30. August. A »s dent heutigeu Morkte siud erfchicncn: 107 Wag eit mit Getreide, 26 Wageu mit Holz, 8 Wageu mit Zwtebeln unb 2 Wagen Kraut, per 100 Stiick 5 fl. Surd)fd)mtt9-$lreife. fl- kr. ft. kr. Weizen pr. Metzen 5 45 Butter pr. Pfund 40 Korn „ 3 — Eter pr. SMck 2 Gerste „ — — Milch pr. MaH 10 Safer „ 1 70 Rtudfleisch pr. Pfd. -r- 21 Halbfrucht „ 3 80 Kolbfleisch „ — 23 Heiden ,, 2 50 Schweinefleisch „ 22 Hirse „ 2 70 Schbpsenfleisch „ : 16 Knkurntz „ 3 20 Hahndel pr. Stuck 27 Erdapset „ — — Tauben , 12 Linsen „ — — Hen pr. Centner . — — Erbsen „ — — Stroh „ — — Sifuten 3 82 Holz, hartes, Pr. jtlft. 5 70 Rindsschrnolzpr.Pfd. — 49 — weiches, ff 3 90 Schweiueschmalz — 39 Wein, rother, pr- Speck, frisch, Tjrj 36 Eitner . . — — Speck, geraudjert, , — - weitzer . - — — Berstorbene. Den 31. August. Mathias Cvetko, Jnquistt, alt 21 Jahre. tin Juquisitioushause Nr. 82, nnd bent Hcrru Johann Roliz, prov. dotanisclieu Gartner, fcitt Kind 'Diaria, alt 31/, Jahre, in ter ©tabt Nr. 64, beide a it ter Ruhr. Gedenktafel iiber die am 3. September 1869 stattfindenden Lizitationen. 2. Feilb., Wilfan'sche Real., Oberfeichliug, BG Kraut-burg. — l.Feilb., Hribar'sche Real., Wurzen 4106 ft., BG. Kroiiau. — 3. Feilb., I'enaffi’fctje Nachlastreal., BG. Adels berg. — 2. Feilb., (Suigct’fctje Real., Senosetsch, BG. Adels-berg. — 1. Feilb., Pestel'sche Real., Podraga, 2530 fl., BG. Wippach — 3. Feilb., Tomsic'sche Real., Grafenbruun. BG. Feistriz. — 3. Feilb., Gradisar'sche Real., Rablek, BG. Laos. — 3. Feilb., Andolsek'sche Real., -iukov, BG. Reifniz. Wiener BSrse bom 31. August. Steatsfondo. Geld Ware Sperc. iisterr. Wabr. . —.— —.— bto. Rente, ijst. Pap. HO.— 00.20 btc. bto. oft.inSill). 69.— «9.20 Lose von 1854 . . . so.— 91.— !>o e eon 1860, ganjc1 94.2.11 94.76 l!ote von 1800, Silnft. 99.60 loo.-Priimiensch. v. 1864 . 117.60 118. Qrundentl.-Obl. . Steiermark ^nSpCt.! 92.75 93.50 86.—I 94. 81.60 81.80 82.25; 82.76 79.25 79.50 itanitcn, Jtram u. Kiistenlanb 5 Ungarn. . ju5 Stoat, u. Slav. 5 Siebenbitrg. „ 5 Action. t Kationalbant . . . 740.-^742.-Lrebitanstalt . . <277.60 878.— B. o. Escomple-Ges. 870.—>80.— Analo-osterr. Banl . 356.- 357.— Oest.Bodencreb.-A. .1275 —1276. Oest. Htwoth.-Bank . -.-106.-Steier. EScompt.-Bk.j-7S. itaif. 8etb.=SHorbb. . 22101 222« Sllbbabn-Geftlllch. . 260,—1250.50 Saif. EMabeth-Bahn. 185.— 187.. Carl-Ludwig-Bahn 251.60 252.60 Siebend. Eisenbahn .1172.- 178,— Kais. Franz-Josessb.. X77.—1178.-Funsk.-Barcscr E.-B. 184.— ,185. AlsSld-Fium. Bahn . 171.75 172. Pfandbrlefo. Nation. o.W. verloSb. ling. Bob.-Crebitanst. Allg.Lfi.Bob.-Crebit. bto. in i S3 J.riickz. 93.75 82.— 108.— 90,— 94. 92.50 109.— Sl.- @tlb 96.— Ware 97.— 159.— 169 50 Oest. Hypoth.-Bank Prloritiite-Obllg, ©tib6.=@cf. an 500 gr. 118.60 119.— bto. BonS 6 Vlit. 244.— 245.— Norbb. (100 fl. CM.) — Sieb.-B.(200fl.°.W.) 90.— 91. R»b°lsSb.(SOOfl.i>.W.) 93.— 94.' Franz-Jos. (200fl.S.) 93.— »4.— Lose. Srebit 100 fl. o. W. Don.-Dai»pssch.-Gc ,» 100 fl. CM. . . Tricster 100 fl. EM. . bto. 50 fl. S.W. . Dfenct . 40 fl. o.W. Salm . „ 40 „ Palssy • , 40 „ Clary . „ 40 „ St.Genoi»„ 40 „ 'winbilchgratz 20 „ Walbstein . 20 „ RuvolsSstisl.' 10 S. SB. Weoh»el(3Mon.) Augsb. ioofl.fiibb.ro. Srankf. 100 fl. „ „ fonbon 10 lif. Sterl. Pari« 100 Franc« . Miinzen. itaij. Milni-Dncaten. 20-FrancSstiick. . . Bereinsthaler > . . 1.79 1.79 Slider . . . . 119.75 120.25 Fiir die grvtze Theilnahme uud zahlreiche Begleituug beim LetcheitbegLngitisse des Herrn Emil Nhomberg, Hauptmann ter Marine - Jnfanterie, sprechen hiemit den inuigsten Dank an5 (272) die Hiiilerbliebenen. Verkaufsgewolbe ber Spitalgasse Nr. 270 tft sogleich zu vergeben. Nayeres im Hause daselbst. (250 - 5) 97.— 98. 185.— 130.— 58.75; 59.25 35.50! 36.50 36.50 33.75 22.50 22 14.50 15.25 101.40 101.50 122.70 48.75 101. 101.70 122.8») 48.80 C. 13 ■Milen empsiehli sich zum SchlagkU ber truHsportablrn Dittjirbrunnrt). Ausweise unb Preiskouranle hiitterliegen zu gesalliger Einsichtnahme bei Hettu Franz Fink in bet Stern-allee, woselbst auch ucihere Aufschliisse ertheilt unb Be< stellungen entgegengenomtneu roerben. (268—2) Es wcrdcn hicr dcui Publikum deu uuserigen nachgemachte Artikel zu billigercit Preiseu empfohlen, welche natiirlich uicht die richtige Wirkmtg habeu konnen; urn Verwechslungen zn vermeiden, bitten wir geitan ouf uitferc Firma zu achleit. Telegraphiscker Wechselkours vom 1. September. 5perz. Rente Dfterr. Papier 60.00. — 5perz. Rente tisterr. Silber 69.70. — 1860er Staatsanlehen 98.—. — Bankaktien 740. — Kreditaktien 2^6.50. — London 122 50. — Silber 120.25. — K. k. Dnkaten 5.81. Gin (265) ber einen griinbltchctt Prioatnnterricht fiir bie zroeite Gim-uaftalklaffc zu ertheilen fdhig ift, wild aitf das Land gejudjt. Nabere Auskunst bei ber Rebaktion dieses Blattes. Lilionese, vom Mi-nisterium gepriift unb konzessionirt, reinigt bie Hant von Leberflecken, Sommcrsprossen, Pockenflcckeit, vertreibt deit gelben Teint uud die Rothe der ‘ Naje, sicheres Mittel fiir fkrofttliife Un-reinheiten ber Haul, erfrischt unb 1 cerjlingt deu Teint- uud macht den-selbcn bieudend weih unb zart. Die Wirkung erfolgt binnen 14 Tageu, mofitr bie Fabrik garontirt, a Fl. 2 fl. 60 Jr. unb 1 fl. 30 kr. SBovter^riioutioS - Pomade a Dose 2 fl. 60 kr. unb 1 fl. 30 kr. Binnen 6 Mvnaten erzeugt dieselbe emeu vollen Bart schon bei jungeit Lenten von 16 Jahrcu, roofiir die Fabrik garontirt. Anch wird dieselbe zum Kopfhaarwuchs angewaudt. (?hi»esiscdeS ©aarfarbmiitd, 2 fl. 10 kr. uud 1 fl. 5 kr., farbt das Haar fofort edit iit blond, branit unto scbwarz unto fallen die Forbeu vorztig-lich schvn aus. OricntalifdbeS EnthaarnnflSmittel, h, Fl. 2 fl. 10 kr., zur ©ntfernuug zu ttef gewach-sener Sdieitelliaare uud.der bei Dameu vorkommeu-den Bartspuren binnen 15 Minuten. Ersinder s3iotl)c 84 (^omp. in Berlin. Die Ntetoerlage besindet sich in Laibach bei Albert TrlnUer. (40—27) Angekommene Fremde. Am 31. August. Sladt Wl«*n. Jaklitsch, Kousm., Wien. — Schuster, taudelsm., Wr.-Nenstadt. — Riiard, Sava. — Aschcr, iontanbeotnte, Sava. — Ketzler, Kaufm., Prag — Reina, Sekretar, Triest. — Globvcnig, Eisnern. — Dettela, Gutsbesitzer, Planina. — Golja. Hofnieister, Oberkrain. — Krausenegg, Fabriks-Direktor, Triest. — Se. Exzellenz Graf Auersperg, Graz. Ronkms-Ausschreibmg. Der Sparkaffe-Verein hat in der heute ftattgefunbenen Generalversammlung beschlossen, eine zwerte Adjunktenstelle mit bern Jahresgehalte von 1200 ft. gegen Kautionsleistung im Gehaltsbetrage zu kreiren urtb ben Konkurs ansznschreiben. Bewerber haben bis zum 8. Septen».ber I. ihre Gesuche ber Amts-vorstehung zu iiberreichen unb ben Nachweis iiber ihre Verwenbung im gerichtlichen Grunbbuchs-, Steuer-, Kasse- unb Verrechmmgs-Fache, so tote iiber ihr Alter unb korperliche Gesunbheit zu liefein. SparftalTc Laibach, am 30. August 1869. (273-1) Verleger unb file bie Rebellion vrrantwortlich: Ottoma t Bamberg. Druck Bon Jgn. v. Kleinmayr & Feb. Bamberg in Laibach.