Mlmcher Nr. 241. Pr«nuu!.'ral« lr. M». Freitag, 2«. Oktober. 3nfelti!»»»»rbiib«: FÜ? Neine Inserate bl» ,n < i^eiien »ll ll,, grvhere pi. Zn!« « lr., b«i öft«e« Wiedeiholun.-en pl. Zeile » l». 187«. Aiutlicher Theil. «5e. l. nnd t. Apostolische Majestät geruhte» aller-«"adlgst Allerhöchslihvrm Herrn Sohne. Sr. t. und l. vfHeit dem Kronprinzen Erzherzog Rudolf die Be-w'Ulguna zur Annahme und zum Tragen des Höchst-^ I ." "Eichenen Grosikrcuzes des königlich sächsischen ^ ?o""r Nautenlronc zu ertheilen (Allerh. Entschl. von, l6. Oltüber 1870)- ferners: ^Uebernahme des Generalmajors Ferdinand Wo->?'lda, Commandanten der 55i. Infantcricbrigade, auf >eln Hn,uchcn in den wohlverdiente,'. Rnhcstand anzuordnen und den Obersten Leo Ritter v. Schauer, Eonnnan-oanlen des Geniercgiments Kaiser Franz Joseph Nr. l, zum Commandanten der 5)5. Infanlerirbrigade, mit vorläufiger Belassung in seiner dcrmaligcn Charge, zu er-nmnen (Allcrh. Entfchl. vom 12. Oktober 1876). «s.. ^' l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1 >. Oktober d. I. dem ^lelch8.Fi,^nzuunister Leopold Friedrich Freiherr,, von Hofmann die Bewilligung zur Annahme nnd zum ^agcn des Großkreuzes des königlich belgischen Leopold Erdens und des Großlreuzes des herzoglich braunschweig-schcn Ordens Heinrichs des Löwen allcrgnädigst zu cr-lheilcn geruht. ____ Ätt ^' l. und t. Apostolische Majestät haben mit "llcrhöchst unterzeichnetem Diplome dem l. l. ordcnt-^" öffentlichen Univcrsitätsprofcssor Dr. Karl Heine l"v Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse 'n Anwendung der Ordensstaluten den Ritterstand allcr-«»adigst z„ verleihen geruht. ^ Sc. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Merhöchster Entschließung vom 5. Oktober d. I. dcm "tligionsprofessor am Staatsgymnasimn lu Lcillnrritz 3rc,nz Demcl in Anerkennung scincö vlcljäyiigcn, lie» ^'»fstrcucn nnd erfolgreichen Wirkens im Lehramt das goldene Verdienstlrenz mit der Krone allcrgnädigst zn verleihen geruht.__________ Der Minister des Innern hat den Bczirkscom-missär Friedrich P f e f f e r e r zum Ncgicrungssccrctäv in Krain ernannt. Der Minister des Innern hat den Bauadjuncten Wilhelm Kraupa zum Ingenieur für den Staats-baudienst in Kratn ernannt. Verordnung des l. l. Ackerbanministerinms vom 13. Oltober ,^?tt^ woinit die Einsetzung einer Central Pscvdczuchtcommissicm als fachlicher Beirath des Ackcrbauministcrs lnndgrmacht wird. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit der Allerhöchsten Entschließung vom 19. September d I. die Einsetznng einer Central - Pferdezuchlcommission als fachlicher Bcirath des Ackerballininisters im Sinne der unten folgenden organischen Bestimmungen allergnädigst zu genehmigen geruht. Organische Bestimmungen über die Bestellung und den Wirkungskreis der Central- Pfcrdezuchlcommission. ß 1. Als fachlicher Bciralh des Ackerbauministcrs für die oberste Leitnng der Staatögeslüte nnd für alle sonstigen Angelegenheiten der Pferdezucht, welche die Interessen mehrerer ndcr sämmtlicher im Rcichsralhe vertretenen Königreiche und Länder berühren, wird eine ständige Commission, welche den Namen „Central-Pferdc-znchtcommission" führt, im Ackerbanministerinm eingesetzt. F 2. Die Wirlsamleit der Eenlral-Pfcrdczuchtcom-mission nmfaßt insbesondere: 1. Die Erstattung von Borschlägen über die in den Slaatsgcslüten einzuhaltende Zuchlnchlung, über den hicnach festzustellenden Znchtplan nnd über das in diesen Anstalten in hippologischer Beziehung einzuhaltende Gebaren ; 2. die Erstattung von Vorschlägen k) über den Anlauf von Zuchtmalcrial für die Gestüte, sowie 1>) über die Vcrlheiluug der aus den Gestüten und Fohlenhöfm abzugebenden Zuchthengste in die einzelnen Länder; 3. die Erstattung von Vorschlügen über die Art und Weise der Deckung des Abganges von Zuchthengsten für die einzelnen Länder, soweit dieser Abgang nicht seitens der Landescommissioncn aus der Privalzucht der betreffenden Länder gedeckt wird, daher auch bezüglich des Ankaufes von Zlichlhennften im Auölande; 4. dic Begulachtllng wlchligcr, auf dic Landcspfcrdc» zucht bezüglicher Nm'maliumaßvegcln. 8 Ü. Dem Ackcrbaumiiuster bleibt es vorbehalten, nach seinem Ermessen über alle Fragen der Pferdezucht das Gutachten der Eentral-Pfcroezuchlcommijsion cinzU' holen; dieselbe hat. andererseits das Recht, aus eigener Initiative Vorschlüge und Antrüge in Angelegenheit der Pferdezucht dcm AÄerbauminislcr zu erstatten. 8 4. Um sich über den jeweiligen Stand des Znchl-betriebes in den Staatögestütöanstalten und über deren Gebaren in hippologischcr Beziehung informieren zu * Enthullm ill dnn am 18. Oltobcr 1876 »usaracliencn XXXIII. StUllc dc« N. G. Vl. uutcr Nr. 124. können, wird die Central'Pferdezuchtcommission, so oft es derselben nöthig erscheint, oder über Aufforderung deS Nckerbmiministcrs, sei es durch Entsendung einzelner Mit» glieder, sei es iu coi-pors, die Gestüte, Fohlenhöfe und Staats Hengstendepots ciner genauen Besichtigung unter» ziehen. Ueber ihre Wahrnehmungen wird die Central-commission dem Ackerbauminister berichten. H 5. Ebenso werden der Central-Pferdezuchtcommis» sion alle die Pferdezucht betreffenden Acten und andere Behelfe des Ackerbaumimstcriums, insbesondere die Ve-richtc der Geftütsdirectoren nach Zulaß deS eigenen Dienstesbedarfs des Ministeriums zugänglich gemacht, und steht die Einsichtnahme in die Acten des Pferde-zuchtdcpartcmenls den Mitgliedern der Central-Pferde-zuchttommission jederzeit frei. ß 0. Die Ceiltral-Pferdezuchtcommission besteht aus fünf vom Ackcrbauminister ohne Beschränkung auf eine bestimmte Zeitdauer ernannten Mitgliedern. Die Zahl der Commissionsmitglieder lann vom Ackerbau minister bis auf sieben erhöht werden. § 7. In, Falle als eines oder mehrere Mitglieder der Ccnlral-Pferdczuchttommission, sei es durch Ableben oder Austritt, ausscheiden, wird der Ackerbauminifter die Ccntral-Pfcrdrzuchtcommission ersuchen, für die Wieder-besltznng der auf diese Art erledigten Stellen einen Vorschlag zu erstatten. 8 8. Das Amt eines Mitgliedes der Central» Pfcrdezuchtcommission ist ein Ehrenamt. Die Reife- und andere bare Auslagen werden aus der Dotation des Ackerbauministeriums bestritlen. § 9. Die Ccntral-Pscrdezuchtcommission tritt nach Maßgabe des vorhandenen Bcrathungsstoffes über jedcS» maUge Berufung des Ackerbanministers oder über den dem Ackerbauminister kundgegebenen Wunsch von mindestens drei Mitgliedern im tüterbauministerium zu» sammen. tz 10. Den Vorsitz bei den Berathungen der Central» Pferdczllchtcommiffion führt der Ackerbauminister oder der von demselben hiezu bestimmte Stellvertreter. Zur Beschlnßfäliiatcil ist die Anwesenheit von min» bestens drei Commissionsmitgliedern erforderlich. Ueber die Berathungen wird Protokoll geführt. Nichtamtlicher Theil. Dic Bilanz unserer Wehrlraft. i. Biimen wenigen Tagen werben die jungen Soldaten aus allen Gegcnd:n der Monarchie zu den Fahnen eilen, um jenen Grad militärischer Ausbildung zu erlangen, Feuilleton. Ver Teufels-Cllpitan. Noman von I. Sltiumllin,. (Fortsch,,„2-> < Ein dunkles Feuer brannte plötzlich in den Augen ^Zigeunerin. Sie fragte langfam und mit dumpfer ^tllnme: . »Sie lieben ihn also auch, mein Fräulciu? Sie "Mmen seinetwegen zu mir?" «Von wem sprichst du?" p.l, "^"" Manuel, den» mein Herz, meine Seele, mein "en gehört, den Sie mir geraubt, den Sie ins Ver. ^lbcn gestürzt haben!" ^ «Schweig, Unglückliche!" rief Anna von Favcn- vull M'^ 5""sm Mädchen sahen sich einige Augenblicke dak H..!°""""l an. Anna schien empört darüber zu sein, waatp ' ^" l° "cf unter ihr stand, Manuel zu lieben W^.' "ud in Zilla's Brust öffneten sich die allen in il'v..,' ? b" Flammen der Eifersucht loderten wieder zu denlm ^^ ^^"^ verhinderte sie nicht, an Manuel "«"U'Mckliche lebt also noch?" fragte Zilla. nicht?.. " erwiderte Anna. ..Weißt du das l'ch rasch !!b^I «^licher Strahl des Glückes verbreitete l!' be.n sie lb«v w^ ^ügc. In dcu, ersten Augenblicke, slch nur an lb« ^ , ^l"in gtgcuübcrstand, hatte sie 'yn vttlanntc ^iiebe erinmrt und zu fraaen vergessen, ob der Gegenstand derselben noch am Leben sei. Jetzt aber, von Anna von Faventinrs aufgeklart, überließ sie sich wieder ganz den Rathschlägen, die ihre wilde Natur ihr eingab. ..Sie, Sie lieben Manuel?" wiederholte sie heftig. Anna fah sie stolz an. «Und Sie rechnen dabei auf mich?" Warum sollte ich das nicht? Ich weiß, du hassest mich, weil Manuel mich liebt. Wenn er frei wird. so wird er zu mir und nicht zu dlr zurückkehren Gib mir. was ich von dir verlange. Bm ich emmal todt so lann dir niemand mehr deinen Geliebten entreißen." Sie flüsterte der Zigeunerin etwas ms Ohr, was diese erbeben ließ. . <^ .. Der böse Dämon der Eifersucht schwang aufs ncuc feine schwarzen Flügel siegreich in ihrer Seek. Während Zilla den Kopf senkte, daß lhrc dunklen Locken über ihr Antlitz fielen, und sich ihren schwarzen Gedanken überließ, stand Anna von Faucntincs cine Weile rllhig da, Zilla's Antwort erwartend. Als diese aber stumm blieb, legte die junge Dame ihre Hand sanft anf die Schulter ihrer Nebenbuhlerin. Zilla zuckte bei dieser Berührung zusammen. Sie hob den Kopf. Ein Blick des Haffes glühte in ihren Augen. Der Dämon hatte vollständig Macht über sie gewonnen. Aber ihre Gefühle bekämpfend, wandte sie sich Anna zu und versetzte lalt: ..Sie haben recht und sehen mich bereit, Ihnen zu dienen." Sie öffnete ein Kästchen, das auf einem Seiten-tische stand, und nahm eine Schnur von Amvraperlen heraus. ..Hier. dies Collier wird Ihrem Wunsche cnl^ sprechen." „Ah, diese Perlen sind —" „Vergiftet," ergänzte Zilla. „Und wie muß man —" „Sie zerschmelzen im Wasser, ohne eine Spur zu» rückzulasscn, und bewirken nach wenigen Uugenblicltn den Tod — einen schmerzlosen Tod," fügte die Zigeunerin hinzu. Anna ergriff ihre Hand. „Ich danke dir, Zilla, du hast mich verstanden. Wenn ich sterbe, hast du dir nicht« vorzuwerfen. E« war so meine Bestimmung. Und wenn Manuel dir seine Zärtlichkeit weiht, sü glücklich und sprich manchmal von mir mit ihm. Im Tode beneidet man seine Nebenbuh. lerin nicht mehr." Düse Worte, die Anna sanft, mit zitternder Stimme sprach, machten das jmige Mädchen erbeben. Sie fühlte sich gerührt, erschüttert. Sie tilgten wie mit Zauber» gewalt de„ Hah aus ihrer Seele. Das Verbrechen, wel» ches sie begehen wollte, stand auf einmal in schrecken-vollster Gestalt vor ihr, und mit einem heftigen Auf. schrei stürzle sie auf Anna zu. ,Hall! halt!" rief sie, ..ich bln eine Rufende! Ocbe" Sie mir das Collier zurück! geben Sie e« mir zurück!" „Nein. Zilla," versetzte die junge Dame, „dies winde meimn Entschluß nicht ändern, dae hieße nur mich einem schitckenvolicren, langsameren Tode übergeben. Lebe wohl! Ich befehle meine Seele dem Gott der Varm» Herzigkeit." Sie wandte sich der Thür zu. Aber Zilla hielt ihren Arm sest. „Nein, nein! Sie weiden nicht so von hier gehen. Ich will, ich muß das Collier zurückhaben!" (F,riseh»>« solzt.) 1912 welcher dei, Rekruten erst zum Soldaten weiht und diese» ovll befähig, den so hochwichtigen, ja hehren, Pflichten seines Berufs auch in kommend ernster Zeit mit sichcrem Vertrauen auf glücklichen Erfolg gerecht zu werden. Ermuntert durch Beispiel und Belehrung, werden )ie Rekruten gewiß ihr Heftes einsetzen, um einst — als höchsten Lohn regen StrebinS — des Kriegsherrn Anerkennung, der Mitbürger Achtung und das Bewußtsein gesteigerten eigenen Werthes in das bürgerliche Leoen milzl'.nchmen, wie dies jenen vergönnt war, welche vor kurzem erst nach erfüllter Wasfenpfticht in den Kreis der Ihren heimkehrten. Der Zeitpunkt, in welchem der Ausgleich der Kräfte sich vollzieht und neue, frische Elemente in des Heeres Pulse strömen, eignet sich wol am bcsten zum Abschlüsse tinec militärische!« Bilanz, wie solche aus den beendeten Naffenübungen resultiert. Aber auch die hochernste Lage des Welttheiles ssibt umsomchr zu einer Würdigung der Wehrtraft der Monarchie Hnrcgung, ulö gerade Oesterreich'Ungarn berufen scheint, die Geschicke der nächsten Zukunft Europa's zu entscheiden und auf die Lösung von Fragen direclen Einfluß zu nehmen, deren gcwaluge Bedeutung für die Förderung der kulturellen Entwicklung großer Pölkcrstiimme wol erst keiner besonderen Erörterung bedarf. Das politische Ansehen eines Staates steht mit dcr Fähigkeit seiner Kraftentwicklung immer im geraden Verhältnisse; es ist somit aus der erhöhten Achtung und Aufmerksamkeit, welche das Ausland den Entschlüssen Oestcrrnch-Ul.galni! thatsachlich widmet, der Schluß vielleicht nicht unberechtigt, daß die Resultate der letzten großen Manöver, bei welchen das militärische Ausland durch Autocitäm, ersten Ranges vertreten war, mit diesen Disposi,,ioien der fremden Mächte in unmittelbarem Zusmmnerhänge stehen. Mit richtigem Verständnisse für den ganz untaxier» baren Werth eines tüchtig geschulten und gut geführten Heeres ist sowol Bevölkerung als Presse den Waffen-nbungcn der vaterländischen Armee mit außerordentlicher, nach allen Richtungen sehr anregend wirkender Aufmert-simleit gefolgt, welches Interesse die in folgendem versuchte Skizze emer militärischen Rohbilanz, die wir dem „Pester Lkyd" entnehmen, motiviert erscheinen laßt. Letztere wird jedoch von dem commerciellen Formular insoweit abweichen, als „Activa" und „Passiva" nicht in gesonderten Rubriken, sondern neben einander gestellt er« scheinen, gleichwie Wirkung und Ursache in der Regel gleichzeitig beurtheilt sein sollten. Wo immer Truppen zur Action kamen, zeigte sich in der Detailausdildung sämmtlicher Waffengattungen ein fehr entschiedener Fortschritt. Besonders auffällig war der frische Hauch, der — in wohlthuender Weise gegen früher abstechend — die Leistungen der Truppen durch« wchte und selbst hochgradige Anforderungen an die Ausdauer mii jener f> eudigen Hingebung erfüllen machte, die stets das Symptom trefflichen Geistes ist. Gab noch vor wenig Jahren einc gewisse Leichtigkeit und Ungleichmäßig« leit in der Ausführung der Bewegungen und Griffe, sowie eine lheilweise lockere Marschordnung fremden Beobachtern Gelegenheit zu ungünstigen Schlüssen auf die Schulung und dic bei dcn Truppen herrschende Disciplin, so ist auch in dieser Richtung ein sehr bedeutender Fort» schritt zn constaticren. Die fremden Offiziere, welche vielleicht mit manchen Vorurtheilen gekommen sein mochten, gaben rückhallslos ihrer Ueberraschung Ausdruck, eine — nach ihrer Ansicht — wahrhaft staunenswerlhe Ruhe und Sicherheit in der Front und im Schwarmgefechte wahrzunehmen, welche im Vereine mit strammer geschlossener Ordnung während des Marsches auf eine strenge und richtig geübte Disciplin berechtigte Schliisse ziehen läßt uni, das fremde Urlheil von früher wesentlich modificieren wird. Infanterie und Jäger bewiesen vor allem mit Rücksicht auf die wie bekannt mangelhafte Ernährung des Mannes eine geradezu bewunderungswürdige Ausdauer. Der Sicherheitsdienst zeuate im allgemeinen von Scharfblick, Routine und Aufmerksamkeit, doch wäre es wünfchenswerth, daß das noch hie und da wahrnehmbare Festhalten an Formen gänzlich vermieden und namentlich den Führern von selbständigen und Vorhutpatrouillen klar würde, daß der Stcheihlilildienst bei Manövern ganz dem Ernstfalle an-gepatzt werden, somit «uch der leiseste Anklang an die ..Production" verschwinden müsse. "er Ueber gang aus der Marsch- in die Gefechts-^«i?! ., ,^"ls rnsch, ruhig, mit Benützung der die Befehle M'.d Zurnfe er Commandanten herrschte war dagegen W den m,zel.m> Mißlungen jene gew e Unnchc bemerkbar, welche m der Schule als ..Schwätzen" aerüat wird. . Die äußere FeuerdisclpUu muh im allgemeinen fast ideal-vortrefflich ge''a""t werdm. Mmen w heftigsten Schnellfeuer erfolgte der Abbruch desselben ans das betr " Pfcifchensig'ml fast w.e ans Commando und würd d e Sa o nf uer trotz der Au regung emes harten U,l°uovertag^ nit eincr Präcision abgegeben welche bei seMchcn Gelegenheiten nicht besser market Werder lonntc. Dle innrne Führung des Feuergefechtes forderi aber noch manche Verbesserungen. Vor allem werden dl Distanzen fehr willkürlich geschätzt, viele einzelne Leute unterlassen das Einstellen des Visieraussatzes und bringen das Gewehr häufig gar nicht in Anschlag, knallen d'rauf los, ohne zu zielen. Das Feuer wird im allgemeinen auf viel zu große Distanzen eröffnet und mit dein Salvenfeuer häufig geradezu Mißbrauch getrieben, denn ein olcher ist es, wenn auf augenblicklich 700 Schritte auf eine am AbHange zu dreiviertel gedeckte Schwarmlinic des Gegners mit Salven agiert wird, welche Munitions« Vergeudung und Störung der Unterrichts-Nesultate selbst nicht als Präcisionsübuug gerechtfertiget werden kann. Ein weiterer, fast überall wahrgenommener Fehler ist die auf die physische Kraft des einzelnen Mannes viel zu wenig Rücksicht nehmende häufige Anwendung des LauftritleS, sowie das allzu nahe Heranziehen der UnterstützungslAblheilungen an die Schwarmlinien, wodurch es leicht geschieht, daß deren Zweck und Wirten ganz illusorisch wird. Bei Cavalleric'Angriffen wurde vielfach eine gute Deckung verlassen, um — einer Form zu genügen und „Klumpen" zu formieren, gleichwie die Bildung von Quarr6s nicht immer zu rechtfertigen war. Die Bewegung der Eolonnen war stets sicher, ruhig und fest und in allen Fällen mit viel Geschick dem Terrain angepaßt. Die Entwicklung erfolgte präcis und sprach für gutes Commando und Disciplin. Der Angriff mit dem Bajonett kam, entsprechend der neuen Taktik, zwar seltener zur Geltung, doch ist die Scheu vor diesem ofl einzigen Mittel zur Herbeiführung der Entscheidung eincr richtigen Benützung dieser „ultimu ratio", d. h. eincr entsprechenden Vorbereitung durch Feuergefecht und Combination der Slreitträfte gewichen. Zur Friedensaction der Mächte. Angesichts der Weigerung Rußlands, den sechsmonatlichen Waffenstillstand anzunehmen, hat, wie in gut unterrichteten Kreifen verlautet, die Diplomatie die Waffenstillstandsfrage fallen gelassen und wendet ihre Aufmerksamkeit wieder der Frage der Friedcns-bedin gun gen zu. Die Großmächte beabsichtigen von der Pforte jene Bedingungen zu verlangen, welche vor allem die Pacification der insurgierlen Provinzen bewert, stelligen könnten. Es würde sich vor allem also darum handeln, jene Garantie, die schon einmal von der tür. tischen Regierung gefordert wurde, neuerdings kategorisch zu begehren. Diese Wendung läßt aber umsoweniger Aussicht auf Erfolg, als die Pforte ja in einem früheren Stadium der Frage rundheraus erklärt hat, daß sie die Erfüllung des diesbezüglichen Verlangen« einer Abdication des Sultans auf seine SouveranelätSrechte gleich er-achten müsse. Wie die Dinge in Konstaütlnopcl liegen, würden, so wird dem „N. Wr. Tagblatl" mitgetheilt, der Sultan und seine Regierung unter leinen Umständen diese Concession machen können. Die orientalische Frage ist daher, wo möglich, noch in ein acutercs Stadium getreten. In Bezug auf die augenblickliche Stellung der Mächte in den orientalischen Angelegenheiten gehen der „Tagespresse" aus diplomatischen Kreisen nachstehende Mittheilungen zu. Zunächst inbetress Italiens, das sich in neuester Zeit besonders interessant zu machen gewußt. Die Regierung des Königs Victor Emanuel hat inso-ferne Position gefaßt, als dieselbe in mündlichem Wrge den Cabinetten zu wissen that, sie finde den sechsmonatlichen Waffenstillstand „inconvenable" und für Serbien mit Nachtheilen verbunden. Anknüpfend an diese allgemein gehaltene Eröffnung stellte das Cabinet von Rom noch eine umfassende Motivierung seines Standpunktes mittelst einer Circularnote ill Aussicht, nicht ohne jedoch schon im voraus die Bereitwilligkeit auszudrücken, die angedeutete Auffassung der Dinge einer etwa abweichenden Meinung Europa's unterzuordnen, da Italien im Grunde sich bei dein Endentscheid „der obschwebenden Fragen nur im geringen Maße interessiert" fühlen könne. Von Frankreich kann es als bestimmt angesehen werden, daß sich dasselbe über die Präpositionen der Pforte noch gar nicht geäußert hat und fortan ängstlich sich hütet, aus der stricten Reserve herauszutreten, die es bislang beobachtet. Das einzige, was von Paris her infolge des türkischen Waffenstillstands-Anerbietens geschehen, beschränkt sich auf die Weisung an die französische Botschaft in Konstantinopel, für den Fall, als die Mächte die Feststellung der Waffenruhe w die Hand nehmen, refp. die Commission zur Bezeichnung der De-marcationsline aussenden sollten, den Militär«Aitach6 der Botschaft in die Commission zu delegieren. England hat, wie bereits seinerzeit gemeldet, seine Zustimmung zu den Vorschlägen der Pforte fofort zur Kenntnis gebracht. Nichtsdestoweniger gibt das Cabinet von St. James den Versuch nicht auf, seinen Standpunkt mit der bekanntlich schroff gegensätzlichen Position Rußlands in Einklang zu bringeil. England ist bemüht, die Pforte zur Einräumung des voll Rußland gewünschten kürzeren Waffenstillstands-Termines zu bewegen, und soll begründete Aussicht vorhanden sein, daß die Pforte diesem Ansinnen entspricht. Die militärisch,: Situation der Tüllen. kab ^? klugen Ta^en werden es drei Wochen sein, terbr^n, T. fischen Kriegsschauplätze nahezu unun-terbrochene Waffenruhe geherrscht hat. Anfänglich war »lese zwar nicht vertragsmäßig, aber praktisch festgestellte Ruhe ein Ergebnis der physischen Ermattung beider Heere; dann scheinen politische Einflüsse besonders maß-gebend geworden sein, und heute stchen die Dinge so, daß die türkische Armee, trotz der moralischen Ecfolgt in den Schlachten vom 28. und 30. September, fast allein die üblen Folgen jener äußerlich aufgedrungenen Waffenruhe zu tragen hat. Die erste Schwächung, welche die tür li sche Ope-rationsarmec gegen Serbien erfuhr, bestand in der Do tachierung unsehnlicher Truppenlinpcr gegen GoSuie» und Monlelicgro. Die Pforte war zwar bemüht, diesen Ausfall durch Nachschübe aus Sofia und Konstantinopel zu decken, doch waren diese keineswegs ausreichend genug, um mit Uebermacht eine Offensive gegen die Fronten Kruäevac-Deligrad-Alei.'inac zu unternehmen. Die Nach' schübe hörten auch bald ans, nicht so sehr deshalb, »veil nichts mehr nachzuschieben war, als vielmehr aus del« Grunde, weil die Pforte infolge der letzten politischen Constellalionen und Anzeichen gezwungen war, Truppen auch nach anderen Punlccn des vielumstürmlcu Reiches vorsichtshalber zu dislocieren. Nach den Berichten der letzten Tage wurden alle noch verfügbaren Kräfte nach Theffalicn, noch n«^ aber nach Do naU'Bu lgari en geworfen. Die Volls» Versammlungen in Griechenland und die „Herbstmal'ö< ver" in Rumänien längs der Donau wollen auch mil»' türisch beobachtet sein, und es ist die Frage, ob nicht sinnverwandte Reflexionen die Pforte zwingen tönnle", ihre Armee an der Morava noch weiter zu schwäch^' Alles dies selbstverständlich vorausgesetzt, daß nicht ei" Waffenstillstand alle Truppenverfchiebungen der Pforte erfpart. Das serbische Heer hat aus der Waffenruhe en^ schieden nur Vortheile gezogen. Die theilweise dcroullerle und enlmuthigte Armee hat sich einigermaßen wieder el' holt; ihre Cantonnements sind jedenfalls denen der litt' tischen Armee vorzuziehen, und während diese kaum erhebliche Verstärkung erhielt, wurde der Armee Tscher" najeffs ein Zuwachs durch die russischen Zuzüge, welcher heute nur zu sehr inS Gewicht fällt. Wir glaube" — fchreibt die „Presse", der wir diesen Artikel extueh' men — deren Zahl nicht zu übertreiben, wenn wir a«' nehmen, daß die Russen in der serbische« Armee berell eine wohlorganisierte Armeedivision bilden tönnlcn. Auch die territoriale Situation ocr türkische" Armee hat sich seit drei Wochen an der Moraua ebe^ sowenig wie an den montenegrinischen Grenzen gebessert» In Serbien stehen die Truppen Abdul KcrimS wtt vor zwei Monaten in einer jedenfalls unbequemen CoN-centrierung am linken Ufer der Morava. Mulhtal Pascha steht bereits seit fünf Wochen wie festgenage" an der Nordgrenze Montenegro's zwischen Klobul""" Grahovo, und Derwisch Pascha, der in der"«" Woche kleine Vortheile zwischen Spuj und Danilov^ errang, entwickelt wieder mehr Vorsichl als Mulhi"^ Verfolgung seiner Siege. Derwisch Pascha hat eben ^ fahrungen gemacht, daß die reguläre Kriegführung ^8^ ein so behendes und streitbares Bergvolt wie die O^ tenegrlncr nur dann rasch zum Ziele führen kann, ^e" dem Angreifer umfassende Operationen und mit lvel aus überwiegenden Slreitlräftcn möglich sind. . . Die Scharmützel und Plänkeleien in BoStill haben in der letzten Zeit abermals zugcüommcu. "^ Insurgenten sind eben nach einer gewissen Richtung s. Gegner von potencierter Unfahbarleit. Sie haben " Stadt, leine Straße, kurz lein strategisch oder lall«!" wichtiges Object zu decken oder nolhwenoigerlueise a'^ greifen. Der Infurgent ist heule da, morgen dort; ^" plündert er und sengt, wo man ihn am wenigsten " mulhet; belästigt oder überfällt unvorhergesehen die c^läre Truppe, oder ist die Situation nicht recht S heuer, so weicht die Insurgentcnbandc dein ^^"^ aus und schlügt sich seitwärts in die Wälder Schluchten. ^, Wie günstig man auch die heutige militärisch"' ^. luation der Türken beurtheilen mag, keinesfalls bel tigt sie zu entscheidenden Siegen, selbst wenn zu ^ bisherigen Gegnern, den Serben, Montenegriner" ^s<. Insurgenlen, lein neuer, etwa der — Winter z^gli' Ein Waffenstillstand ist demnach nicht nur ei«" ^ tische, sondern auch eine militärische Nothwendig!" die Pforte. Politische Uebersicht. Uaidach, 1<1. Ollober. . ^ Das gestern ausgegebene Reichsgesetzb^. yM hält eine Verordnung des Ackcrbaumi,listerl"w ^, 13. d., womit dic Einsetzung einer Central-Pi" ,'^e-Commission als fachlicher Vciralh dcs Ackerba"' ^, riums kundgemacht wird. Zu Mitgliedern b^^rre"' mission hat der Ackerbauminister ernannt ^..^hicr" Dr. August Ambrccht, Professor am k. t. ^"a^ ^ arznei-Iustitutc in Wien; Graf Julius ^Pferde-Präsident der galizischen LandcScommission ^" Oraf zucht-Angelegenheiten; Graf Dominil Ha"/"."'^ und Nikolaus Pejacsevics, t. l. Feldniarschall-Llentelm ^ Cavallerle.Inspector, und Graf Georg Stockau, 4" des mährischen Pferdezucht-Vereins. ^..l^ruM Der .Nationalzeitung" zufolge ist die Embc"' ^. des deutschen Reichstages zum 30. Oktober er. 1913 ^le Publication der betreffenden kaiserlichen Verordnung lteht unmittelbar bevor. .. 2" Frankreich treten dic Kammern m den nach. ien ^gen zusammen und werden wahrscheinlich nut emer Votschaft des Präsidenten Mac Mahon eröffnet ?3- .^ ^'" ^^ten Ministcrrathe wurde hierüber eine oeinmmtc Entscheidung nicht gefaßt. Von einigen Mini-»! "m"^ c""""^lich hervorgehoben, daß, wenn in !.l m !^'l nicht mit klarer, unzweideutiger Sprache me Angelegenheiten des Orients berührt und Frankreichs ^ieuung dazu dargelegt werden könne, es bcsfcr sei, uverhaupt leine Botschaft an die Kammern zu erlassen. 4)as englische Parlament wird aUem Anscheine m>. ,l" einer Herhstscssion nicht einberufen werden. Das Ministerium Disraeli. Derby leistete bis jetzt allem "rangen der Entrüstungsmectinas auf Einberufung des Parlaments entschiedenen Widerstand. — Es wird in ,l"U'°"d sehr bemerkt, daß innerhalb der letzten vier-U.t.> 5,'. '^m der russische Vorschlag. Bulgarien zu an cb n.n l.7'"^lischc Frage einen gefährlichen Aspect stbr « " llcß, Mundvorräthe und Kriegsmaterial in den «"^"llchm Quantitäten nach Malta verschifft wor-Navlrr n ^^"tsam ist auch der Umstand, daß ttord Wil,s tt ^n^dala, der ncuernannte Gouverneur von ^ ,« ' '^ etliche Wochen eher auf seinen Posten be. s°b. als er beabsichtigt hatte. . ^" „Budapester Corrcspondcnz" wird gemeldet, 9l« >., ^ werde spätestens Ende dieser Woche von vttbl^/,°^?^ersburg zurückkehren. Ignalieff «rolelbc in Rußland. Daß der russische Botschafter nicht ül«. x""^ Künstantinopel zurückkehren würde, als bis trntt ! WaffenstlUstandSfrage eine Verständigung ge. rossen ist, ließ sich übrigens voraussehen. Aus Rumänien wird gemeldet, daß das Mini. >«num Bratiano sich in russischem Fahrwasser bewege, "lan ftndct in Bukarest, daß im Falle der serbische ^'"Mitel Realität annehmen sollte, Rumänien nicht zurück-> ye» liwnle und ebenfalls zu einem Königreiche erhoben z/.^n müßte. — Die Vereinbarungen über ein mill» in! k Angehen Rumäniens gegen die Türken beruhen Vn^ ^ "°^en Gerüchten. Dagegen ist lhatfächlich eine Konvention Rußlands mil den rumänischen Eisenbahnen H". eventuellem Truppen.Transporte im Abschlüsse hl<.^ .Griechenland wurde der ministerielle Can-^-olnmis mit 75 von 129 Stimmen zum Kammcr-^"noenten wiedergewählt. — Die Meetings in den "°vmzen dauern fort. tw «" ^"sächlichen Meldungen zur «age liegt nicht« 5.." Bedeutung vor. Was über die erneuten Schritte der ^'l"°"atle in Konstant in opel, wie über die Hal-'ung Englands erzühlt wird, dürfte nur auf Eonjectur oeruhen, wenn sich auch voraussetzen läßt, daß die Ac. "on von Cabinet zu Cabinet jetzt lebhafter denn je be-lrikben wird. Ein Waffenstillstand von sechs Wochen oder längstens bls Ende Dezember — das ist das Neueste Vermitllunasproject; Lord Derby ist geneigt, der Pforte zu diesem AuSlunftSmittel zu rathen, das nach der russischen Depesche über die Ablehnuug der seche« monatlichen Waffenruhe auch von dem Petersburger Ca-binet gebilligt werden dürfte. In Paris wollte man wissen, die Pforte hätte auf eine nichtossicielle Anregung sich bereits dem Plane geneigt erklärt. Die „Times" er« klären sich für die neue Frist und rathen der Pforte ernst« lich ab, einen übereilten Schritt zu thun. Die Meldung ungarischer Blätter, daß die Verhandlungen nun abge« brochen seien, und alle damit zusammenhängenden Allarm-serüchte sind deshalb unbegründet. — Telegramme aus ^elgrad melden die Ankunft von 12,000 uniformieren Russen in Serbien. Hagesnemgkeiten. Die Glasindustrie Oesterreichs. . Die Glasindustrie Oesterreichs nimmt auf .^ Weltmärkte bekanntlich eine hervorragende Stellung .'", sie ist in vielen Zweigen sogar tonangebend und tritt <" allen übrigen als gewichtiger Concurrent auf. Im llenx ^^ btll"ll. die Gesammlzahl der Glas erzeu. Anden Unternehmungen 228; davon sind als allein Mlglas erzeugend ausgewiesen 54. als Tafelglashütten ^. Stangenglashütten 9, Compositionsbrennereien 58. wlr,li ^ ^M auf solche Etablissements, die entweder bet/^ch hohl« und Taftlglas.Fabrication gemeinschaftlich bins^"' °b" bel welchen eine Klarstellung in dieser r>ebm. ^ möglich ist. Zu letzteren gehören die Unter. "° Zahl der wirklich Hohl-btträat y0 s-Fab^"w" gemeinsam betreibenden Hütten Nlas.Aal, l , Productionswerth der Hohl- und Tafel« Mit N y!^?" """ s"l das genannte ErhrbungSjahr ""hezu 'i3 m»'^"^" angegeben, dürfte sich jedoch auf Vm. Klonen belaufen. Die Ver.i, " Bedcutuug ist die Glasraffineric. "b" weißen?? ^^ '" ^" H""' ^"^'" ^^""cn bur feinst? 3,?^cs, von gewöhnlicher Schleif, bis VoUeren M«! ^"U""re, durch Schleifen, Gravieren, ^ üsterrelcktti" ^'^ vergolden ist cS gerade, welche >t'K^ zu so hohem Nnfe ge^ ^Raffination D ^'" Hohlglas- uud eine Spiegel-^ " zwei Gruppen^'^sche Hohlglasraffinerie zer> ""^r. Im Iabre 1 ü ^ordbühuien und die übrigen " ^kj^ bestanden im reichcnberger Kammcrbezirke Böhmens 2255 Kugle», Schleifer, Schneider, Maler- und Vergoldcrwcrlstätten, die li512 männliche, 945 weibliche Individuen und 557 Kinder beschäftigten. Selbständige Hohlglasraffincricn mit fabrils-mäßigcm Betriebe bcstandcn in den Handelskammer« bczirlcn Prag, Budwcis nnd Pilsen !i3. In den übrigcu Ländern der dicösciligcn Nrichöhälftc bestanden 24 Eta< blisscmcnls sür Hohlglabrassincrie. Der Gcsammtwcrth des von selbständigen Raffinerien erzeugten raffinierten Huhlglascs bctrng 9.920,000 fi. Das Schleifen, Polieren ?c. der rohen Spiegelplatten ist als selbständige GewerbSunternchmung nur in Böhmen vertreten, welches ^and über 38 Raffinerien zählte, von dencn 37 auf den pilsner, 1 auf den rci-chcnbcrgcr Handelstammerbczirt, dann noch vereinzelte, kaum dem Namen nach bekannte Unternehmungen auf den egerer District kamen. Der Gesammlwerlh der geschlissenen und polierten Spiegel stellt sich auf 1-3 Mill. Gulden. Eine Specialität Oesterreichs ist die Erzeugung von Stangen-, Prismen, und CompositionSglaS und dessen Verfeinerung, gewöhnlich .Masquincaillerle-Industrie" genannt. Dieselbe hat vorzüglich ihren Sitz in Böhmen und zwar im reicheubcrgcr Handclslammeibezirle. Zur Erzeugung des Rohstoffes für die Olasquincailleric be-stchen 9 Etablissements mi: 301 männlichen und 35 weiblichen Arbeitskräften. Glasdruckhüttcn gibt eS 160 mit 1032 Arbeitern, Pcrlenbläjercien 87 mit 438 männlichen und 172 weiblichen Arbeitern und endlich Schlcifwcrlställen 268. Der Werth der gesummten GlllSquincaillcrie betrug auf Grund der verläßlichsten Schätzungen mindestens 2 Mill. Gulden. (Die Pro-duction der 31 Unternehmungen in Niederösterreich belief sich auf 87,000 fl.) Will man den ProduclionSwcrlh der Glasindustrie im ganzen ausdrückeu, fo muß wol bedacht werden, daß der Werth dee raffinierten Glases auch jenen des seiner Fabrication zugrunde gelegten RohglaseS mit enthält, welch letzterer zum gro^n Theile schon in der Werthangabc der Rohglasproduction inbegriffcn ist. Beiläufig kann man den Produclionswerlh der gesummten Glasindustrie auf 25.311,000 fl veranschlagen, wovon l.2.000,000 fl. auf das Hohl- und Tafelglas, 9.920,000 Gulden auf die Hohlglasraffincric, 1.300,000 ft. auf die TafclglaSraffinerie und 2.091,000 fi. auf die Glas-quincaillerie entfallen. — („Dir Nothschild'scheu D amps m ü hl e n.") Vor einigen Tagen lam in Tlme«var ein gutltnbrunner Vauer in «in Wirthshaus der ilincrcn Stadt, luß sich zwei Deciliter Wein grben und Überreichte jodaun einer dortselbst befindliche» Ktll. ncrill zur Zahlung cine Zrhngulden'siote, indem er ihr mil einem frrundllchrn Kniff in die Wangen faglc, sie solle da« Übrige Geld nur behalten. Da« Mädchen war Über dirse soliderbare Frei» gebigleil ganz ocldntzl und theilte die Geschichte ihrem Herrn mit, welcher dc» Gasl beoliachlclc und sah. daß derselbe auch an aildrrc Personen Geld verschcnlle. Da mehrere kaudslcule des Acttcffcllden dasclbsl euillelchrt n^rm, machte der Wlrth diese aus die Streiche ihrcS Genosseil aufinerlsam. die dcnselbeu über sein Benehmeil zur Rede stellten, wobei sich herausstellte, daß der Geldspender wllhnswlig geworden sei und an der fixen Idee leibe, er sei der Compagnou Rothschild« aus bessm „sämmlllchm Dlimpfmllhlcn." Der Unglückliche, drr cin wolilhabrudrr V°uer sein soll, wurde von seinen LandSlcutcn, die zuvor das uou demselben vcrschciiltc Gcld wieder einsammelten, unter sicherer Bewachung nach House gebracht. — (Strampfer.Theater.) Por lurzem fand in Wien dir executive Fcilbictung des Strampfer-Thraters sammt dcm Anbau „zum rothen Igel" statt. E« faudrn sich so wenige Kauflustige bei derselben ein, daß die sraulsurtcr HypothelenbanI Käuf^riu werden mußte, um den darauf lustendeu Saypostcn von 170.0U0 fi. zu retten. Die frankfurter Hypothekenbank erstand das Haus filr oi, Summe von 101,000 st. — (Friedrich V ra n 0 st ctter), dessen Gattin uud drei Kinder auf Besuch bei ihm weilen, dürfte bereits diesertage nach Karlau llberbracht werden, — (Ndele SPiheder), die Gründerin der Dachauer-ban,, hat sich zum bleibenden Aufenthalte in Salzburg nieder. gelassen. — (Straßenbildcr an« K onstantln 0 p el.) Au« Konstautinopcl wird der „Köln. Zig." geschncbm: Da« Cri-Eri hat nunmehr auch seinen Einzug in die Siebenhligelstadt am Vosporne c,ehi>Ilcn u»d clsreul sich rwr zuuchmeudeu Popularität. Auf allen Dampsbooteu, in allen Straßen, iu allen Easüs ertönen mit stauuenswlllhrr Beharrlichkeit die entsetzlichen Lame. ES herrscht lbru eine wahre Vianic. wobei sich wieder die schon oft von mir gemachte Beobachtung bestätigt, daß dergleichen Sachen in der Residenz des OsmanenveicheS erst dann un vo^u« lommrn. wenn sie in Europa ihre Zuglrall scho" verloren haben. So sind die hiesigen Toiletten stet« um eine Mode im Rltsstonbc. so treten in den hiesigen Theatern und sonstigen Kunsthallcn durchweg nur solche Sänger und Sängerinnen auf. welche an einem an. deren Orte schon völlig unmöglich wären u. s. w. Überhaupt ficht mau bei längerem Nnfenthalte je mehr je grllnd. llchcr ein, daß Koustantmopel kaum eine europäische Stadt genannt werden kaun. Hier sind einzelne Sachen verboten, die au jedem anderen Orte der Well zu den erlaubten ge, hilren, uud umgekehrt lommcu hier Geschichten vor, die man in der Heimat sUr unglaublich hallen wurde. So wandelt hier z, B. schon Jahre lang ein Tllrle. „Del, Mustafa", täglich splitternackt durch die bclcbtestcu Straßen, bettelt die Vorübergehenden ohne Unterschied des Gcschlcchleö unter lautem Geschrei an, verschenkt da» so Gewonnene in der nächsten Minute an einen andern Vett» ler, tritt uugenierl iu jede« Spcis?h»u«, um seinen Hunger zn befriedigen, selbstverständlich ohne zu bezalilcn. u. s. w. Die V«, Hürde legt seinem Treiben leine Hindernisse in den Weg, die gewöhnlichen Tilrlen halten ihu sogar sUr heilig, lassen ftch von ihm Stirn und Muud segnend berilhren und verehren in ihm einen Propheten. Nlle Beschwerden einzelner Franken bei den tlir» lischen Vrhoibr» zu dem Zwecke, dem Heiligen da« scandalüse Umherwandelu zn verbieten, haben bis jetzt nicht« geiruchtet. — (Folgen eines albernen Spaßes.) Durch einen schlechten Witz wäre lllrzlich beinahe der Kassediener eines berliner Haust« ums Leben gekommen. Derselbe hatte große Summen Geldes an verschiedene Ndressen zu spedieren, unter andern auch einen Beutel mit 17,000 Marl in Gold. Mit einem Freunde betrat er einen Refianralionsleller und lranl eine Weiße. Nach Verlauf einer Viertelstunde verliehen beide Männer dos Lolal. Der Wirth, ein guter Velannter deS Kassedienns, sah sosort, baß letzterer den Beutel auf dem Tische hatte stehen lassen. Cr nahm das Geld nnd verschloß es sorgsam in seinem Ladentische. Kaum zehn Minuten später stürzte der Kasse«bole in den Keller und fragte mit verstörter Miene und in der größten Nnfregunz nach seinem Gelde. Drr Wirth sagte mit ganz ernsthafter Mene: „Hier bei mir ist nichts stehen geblieben." Diesen Scherz beantwortete der geängstigt» Kassenbotc damit, daß er ein auf dem Ladentische liegendes Vrodmefser ergriff und fch, ehe jemand imstande war, es zu verhüten, domil eine Schnittwunde am Halse beibrachte. In größter Vujrtgung schritten die Gäste jetzt ein, der Wirth zog, so schnell er nur konnte, den Beutel hervor und überreichte ihn mit den erschreckt hervorgestoßenen Worten: „Sind Sie denn verrUckt?" dem Voten. Dieser ergrisj krampfhaft da» Geld, lachte laut auf vor Freude und sank dann vor Erregung zur Erde. Ein zur Stelle geschaffter Arzt brachte ihn zu fich und erklärte die Halswunde fllr nicht gefährlich. Nachdem dieselbe verbunden war, fuhr der Bote mit den Geldern zu seinem Thes zurilck und lieferte sie, die Uffaire erzählend, ob; dann begab er sich nach Haufe und wirb längere Zeit brauchen, bis er seine DicuNthäliglcit wieder aufnehmen kann. fokales. — (utbelsehung.) Der l. t. Vergralh Adolf Eleli in Ibria wurde von dorl nach Pizibram und an dessen Stelle der Vcrgralh Joses Ccrmal von Przibram nach Idria überseht. — (Pensionierung.) Der Hauplmann I. Klasse Heinrich Jordan, des Feldarlillerie-Regiments Nr. 12, wurde al« zum Truppendienste untauglich, zu Lolalbienften geeignet, unter Vormeiluug für letztere und sür die Verwendung bei Montur»-VeiwaltungsanftaUen im Mobilisieiung«salll, mit 1.November d.I. in Ruhestand verseht, — (Vom lrainifchen Land'sansschnsse.))» den am 10. und 14. b. M. abgehaltenen Sitzungen des lrai-nischen !?andee»u«schussts wurde — wie wir einer Mittheilung der „Novice" rnluehmen — unter anderm nachstehende« beschlossen: 1. Da« Programm der tanoe« - Obst. und Weinbauschule in Slap nxcd in 500 Exemplaren gebrüllt nnd der lrainischen Landwirthschastegesellschaft zur Vertheiluug an ihre Filialen sowie an sämmtliche Gemeindevorstlhungeu übergeben. — 2. Zu der am 30. l>. M. fiallfiudenben Iahresprüfung in Vl»p wlro ein Vertreter de« LandeSau«fchusses abgeordnet. — 3. Der Bericht dc« Leiter« dieser Schule über die Betheiligung an der marburger Weinbau'Ausstellung, bei welcher die Schule silr ausgestellte Weinbauproducte und Wriubaugerälhe n. s. w. z,ic silberne StaalOmedaille erhielt, wird mit Befriedigung zur Keuutnis genommen. — 4. Die Bitte der Gemcindevosstehung in Podrcie, einige sieche Weiber in daS ueue Siechenhau« auszu, nehmen, wird mit dem abschlägig beantwortet, daß da« laibacher Sicchenhau« leine LandeSaustalt fei, daher dem kaudesausschuff« daö Recht uicht zustehe, dieser Bitte zu willfahren. — 5. Das un« garischc Ministerium wiid ersucht, dahin zu wirlen, daß in Hin» lullst die von ungarischen Aemtern dem lrainischen Laubesausfchusse zugeschickte« Acten in deutscher oder in irgeud einer slavischen Sprache verfaßt werden. — 6. Ueber Aulrag des Bezirks, und Ort«, schulrathcs wird die Oberlehrerstellc zu Weichselburg dem jthigm Oberlehrer zu St. Veit bei Sittich, Johann Slrbinc. verliehen; der IahreSgehalt der Lehrerftclle in Klaren wird von 400 auf 450 fl. erhöht und iu den Überschlag des Normalschulsonde« jür das Jahr 1877/78 werden 700 fl. zur Unterstützung jllr den «au eines Schulhauses in Susice aufgenommen.- 7. In denVezirl,-schlilralh für Umgedung Laibach werden sür dreijährige Dauer von 1877 au ernannt die Herren: Franz «otnil au« Vrd br» Obcrlaibach und Johann Friedlich Seunig aus Strobelhos. — 8. Al« Stellvertreter des Lllndesaueschusse« im neugewählten Ve-zir'«sliabcuc°mi,6 in Liltai wird Herr Gras Karl Pace ernannt. 9. Dem Secundararzle im Landesspitale in Laibach. Dr.Nndreo» Llöial wird diese Stelle noch für weitere zwei Jahre belassen. - 10. Sieben erledigte Wll>seust,peudien im Iahresbetraae o°n 5>0 si.. um welche sich im ganzen 288 Gesuchstellcr beworben, werden verliehen an: Kaspar Rauniher au« Verch bei «"fl", Franz Paulic' au« Kiamburg, Franz Rus au« Retschiz bei «el, dc«, Joses jturrnl, Maria Jäger, Leopold 5r°l,! und I°b«nn Vehovc au« Laibach.- 11. Dem Slad!m°°.iftt°te in Trieft »ltd ein Ausweis der Gerichtsverhandlungen >» ««in "^"'^75 morde und Kindetzwegleauna flir dc» Zeitraum »o« Übermittelt, au« welchem erhelle, daß in 5"in "" °""^ 21 MM" we.u Kinde^ord und ^^^weg.ea.n ; an?ge^^ Ki ldesweale u..g in °"ich.l<^r Un'^such n« gestanden Nnd. »u. diesem Ausweise erhell. «mde«m°rb« n.cht Einhalt thun. d°. ,ci. >" l°'b°cher Fmdelanftall °b,esch°f,t ist, in Krain factisch weniger solch« Fällt vorlommm «ll«frUher j 1914 e« wore daher für unser Land besonders tvltnschtns werth, daß auch die triester Findelanstalt aufgehoben werden würde, welcher jährlich für lrainische Findlinge ein bedeutender Vetrag gezahlt »erden muß. Lben jetzt hat der lrainifchc Landesfond 30.000 fl. der ttiefter Findelanfialt zu entrichten. — lPrlimiierung der SUdbahu.) Die l. l. privi« legierte Südbahngesellschaft wurde für ihre auf der Ausstellung des SanitätscongresseS in VrUssel exponierten HilsSlärbe durch eine ehrenvolle Erwähnung ausgezeichnet. — lGautag.) Sonntag den 22. und Montag den 23. d. findet in der landschaftlichen Turnhalle in Graz der diesjährige Vautag, d. i. die berathende Versammlung der Abgeordneten der deutschen Turnvereine von Steiermarl, Kärnten, Krain und dem Küsteulanoe statt. Auf der Tagesordnung steht nebst Verathung der Gauverbandssahungen und dcn Anträgen der einzelnen Vereine auch die Feststellung des turnerischen Programmes für die nächstjährigen Flllhjahis-Gruppenlurnen, Line Vorbesprechung der Abgeordneten findet Samstag den 21. abends im Hotel „llaiserlrone" (Färbcrgass?) statt. — (Der Verlauf des mUrzthaler Rindviehes,) welche« die lrainische Landwiithschaflsgefellfchaft mit Hilfe von Staatsmitteln in Steiermarl angekauft hat, ging Samstag in Laib ach recht lebhast von stallen. Ausschußmitglied I.Seunig, welchem der Anlauf des Viehes übertragen worden war, brachte 7 Stiere und 33 Ka l bi nne n .»welche von den Anwesenden einstimmig als sehr schöne Exemplare reinster mürzihaler Rasse anerlannt wurden. Die Stiere, von verschiedenem Alter, gingen um deu Preis von 42 bis 102 Gnloen, dii Kalbinnen um 22 bis 74 Gulden fort. — (Gegen daS schnelle Fahren.) Da das schnelle Fahren innerhalb der Stadt im Laufe der letzten Zeit abermals in bedenklicher Weise überhandgenommen hat und von einigen in höchst sicherheitsgefährlicher Weise als eine Art Sport betrieben wird, so hat sich der Stadtmagistrat üaibacb zu einer erneuerten Verweisung auf die diesbezüglich geltenden Strafbestimmungen veranlaßt gesehen. Wir machen daher im Interesse der allgemeinen Sicherheit fowie auch in dem der Fuhrwerlsinhaber und Kutscher hierauf ganz besonders aufmerksam. — (Errungenschaft in der Stenographie.) Der öfterreichiscbe oberste Gerichtshof hat in einer Streitsache, wo eine Urkunde mit stenographischen Schriftzeichen abgefaßt war und deren Veweisfähigleit deshalb von einem der beiden Streittheile angefochten wurde, zugunsten der in stenographischer Schriftart verfaßten Urkunde erkannt. — Diese höchst interessante Entscheidung lautet im wesentlichen :«.... Aus den gesetzlichen Vorschriften muß der Grundsatz gefolgert werden, daß die eigen« händige Unterschrift des Ausstellers den vollen Beweis herstelle, daß die von ihm eigenhändig gefertigte Urkunde ihrem ganzen Inhalte nach seinem Willen gemliß sei. Diese Vlegel erleidet dadurch leine Ausnahme, daß die Urkunde in stenographischer Schrift verfaßt ist, denn einerseits verbietet das Veseh nirgends den Gebrauch ver stenographischen Schriftart und andererseits erfordert es nir» gends bezüglich der in der Schriftart verfaßten Urkunden außer der eigenhändigen Unterschrift des Ausstellers besondere Förmlichkeiten zur Herstellung der vollen Glaubwürdigkeit der Urkunde." — (ZurWarnungfürauswanderlustigeArbeiter.) Nach einem Berichte des l. und l. Generalconsuls in Köln sind feit dem Frühjahre viele österreichische Staatsangehörige, besonders Handwerker, Erd- und Nauai beiler, Kellner und Eommis dort angekommen, welche die Unterstützung des Generalconsulates in Anspruch nahmen, um sich nach Rheinlaud.Wesiphalen, nach Velgien, Holland, Frankreich und England zu begeben, wo sie Arbeit zu finden hofften. Die meisten kehrten nach kurzer Zeit, von allen Hilfsmitteln entblößt, nach Köln zurück und vermochten die Heimreise nur durch Vermittlung des Generalconsulates anzutreten. Es fei der Mittheilung dieses traurigen Mißgeschickes zur Warnung vor Illusionen zugefügt, daß die Arbeitslosigkeit in Nheinland'Westphalen, Holland, Velgien «. namentlich in den Städten große Dimensionen angenommen hat. Die dort einhei» mischen Arbeitskräfte finden schon seit längerer Zeit leine genü' gende Verwendung mehr, und weitere Arbeiterentlassungen stehen noch in Aussicht. — (Vrandst ° tistit.) Für das Jahr 1874 liegen nun ziemlich vollständige Daten zur Brandstatifiil Oesterreichs vor. Denselben ift zu entnehmen, daß im genannten Jahre in Gali-lien, wo da« Feucrwehrwesen noch am weitesten zurück ist (mit Nusnahme einiger wenigen Ortschaften, die treffliche Lüschcorps besitzen), die meisten und verheerendsten, und zwar 1838 Vrände stattfanden, welche 7474 Gebäude beschädigten und einen Schaden von circa sechs Millionen Gulden uellnsachlcu; nicht einmal der sechste Theil war versichert. Vijhmm hatte 1230 Brände, 3N9l> beschädigte Gebäude und einen Schaden vcn 7.113,009 Gulden; durch Nssecuranzcn wurden circa 2.600,000 Gulden vergütet. Mähren hatte 676 Vrände. 2645 beschädigte Gebäude und circa drei Millionen Gulden Schaden, wovon 850,000 Gulden versichert waren. Niederösteneich hatte 357 Brände, 988 beschädigte Gcbäude, 1.725,752 Gulden Schaden, wovon circa eine Million Gulden versichert. Obcrüstcrreich 162 Brände, 517 beschädigte Gebäude, circa zwei Millionen Gulden Schaden, wovon circa eine Million Gulden versichert. In Dalmalieu beschädigten 76 Vrände 96 Gebäude, verursachten einen Schaden von 17,010 Gulden, wovon 1160 <3uld?n versichert waren. In sämmtlichen Ländern Oesterreichs (ohne Ungarn) kamen im Iahrr 1874 nicht weniger als 5244 Vrände zum Nuöbruche. welche 16,823 Gebäude beschädigten, von denen 10.547 mit Slroh, Holz ober Schilf. 5380 mit Schindel», 602 mit Ziegeln, 201 m«t Schiefer und 3 mit Metall gedeckt waren. I« 811, Fällen wurde Brandlegung constatiert. Waldbrände finden 254 statt, wovon 39 nolo-risch durch Brandlegung entstanden; die beschädigte Waldfläche betrug 880-6 Hektaren. — (Strenger Winter in Aussicht.) Aus dem Um< stände, daß die Wildgänse bereit« jetzt nach dem Süden zu ziehen beginne«, schließt man in dcn Kreisen der Jäger und Wetterpropheten allgemein auf einen früh eintretenden llreugcn Winter. Eingesendet. Rettungslos verloren, war die Autwart <ür manche, welch« an Zerrüttung des Nervensystems, au lrülilhasten Schwächc-zuftäuden, au den Folgen früherer Ausschweifungen le. litten, die lhncn bei jeder Frage an die Wissenschalt eutgestenschalltc und jede Hoffnung auf Genesung abschnitt. Fllr solche Leidende bietet sich nun eine sichere und rationelle Hilfe in dem Gebrauch der Ur. «In56 ^1vlll-o/'8CN0» <.'uon l'r:lzml» Reichsmark 61^- Wlen, 19. Oktober. 2 Uyr nachmittags. (Schlußcoürl^ Lreditactien 14480, 1860er Lose 10825. 1864er l.'ose Ii!«^< österreichische Rente m Papier 61 50. Gtaalöliahn 270 —, Nol'd-bahn. 172'. , 20.Fraule»stüt!c 10 08, ungarisch- Lreditacli«' 10975, österreichische ffraucnbanl — —. österreichische AnglobaNl 72-—, Lombarden 74 25, llnioubanl 5150, austro-orientalischt Bank ——, Lloydactlen —---, austro-llltonmmsch? Vaul -'" > tllrlische i.'°sc 12 75. Lommuual-> Aulrhen 93 50. E«Ypt'!cl>l Anstekommeue Fremde. Am 19. Oltober. Hotel Stadt Wien. Pollak. Schuh, Schwarz. Gebrllder s^ singer, Reuschel, Vratenfeld, Sturmhall, Kaufleute; M""' Ellbogen, Neis., und Pull. Wien. — stalle, Rumbulg» ^ Flessar, Gericbtsadjnnct. Pisino. - Nestrany, l. l. Lie"'-Vibenschitz. — Hirschmann, Händler. Sissel. — Lavrii, Neudoll' Hotel «lelant. Schwarz, Graz. — Florio, Kfm,, Trieft. ^ Weßthen. Neuhaus. — Vorzarsi, Nom. Hotel Europa. Novak, Priester, Planina. - Hohenthal, S>"' tionschef, Villach. — Wolfart, Wien. «ohren. Pazeller, Laibach. Theater. Heute: Der Alpenlünig und berMeuschenfein» Romanlisch.lomischcs Mährchen in 8 Acten von Fcro. Rainmül' Mufll von Wenzel Muller. Meteorologie BeolmchtNllfM ill ttaibach.^. Z ^ k^ z: « ^° ^ 7Ü.Mg. 732.7, ,f 12.« NW. schwach bewM 19, 2 „N. 732.«! ^14.4 O. schwach trllbe 0°o 9 „ Nb 732.S« j-l-12.8 windstill < trllbe l Trüber Tag, lein Sonnenblicl. Das TageSmillel der OUr"" 4- 13-3". um 2-4° Über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Number 8- Ä^NVspN^vi^i' Wlen, 18. Oltober. Die Börse befand sich in ftarler Erregung. Nnlagewerlhe fielen ftarl, Spcculationepapiere desgleichen, In Gold und Devisen war der Verlehl ^ ^v«.^nvlN^. bedeutender, der Cours starl schwanlent», schließlich sehr oertheuert. »' "-" ^ ^ ^ «- U° ??^"""°" '< '-^ «^ °°^ "l«' ^........2L6- 2b8 - " i333........10b — 10si b0 «.!Vlluen.Ps°udbrief'e ! ' '. ' l^'H ^^0 Prllmienanlehen der Stadt Wien »v-?b 942b «alizien j ent. i ' ' ^.^ ^-Siebenbürgen « lo.fwng l' ' 72 bo A-N?.«egu«ernn«s.Lo^ ' . 20d-~ ,05^ Ung. Lisenb°hn°«M.....^,^ ^.^ Anzl».««m, . . ^ . 7350 73?b Wauldtttiu . . ' ^ ^- ^» ^ «rebltanfialt........14b - 1452b Cieditauflall, ungar.....111 — 111 25 Depositenbank.......—' — — EScomPleanftalt......68b— 640 - ßrancocBaul.......— — . > Viationalbanl.......Ü30-— 832 — OeNerr. «anlgesellschaft . . . —-- —»— Unlcnbant ........bl 50 b17b Verlehrebaul .......81— 8L-— «etle« von Tr«usv«rt-Uuter»etz-«nuge». «elb V.« «lföld.Bohn........i>6 - 97 — »»rl.Lndwi».Vahn.....202 - 202 50 ' ' "SW 124 50 i'loyd^r^lifch. ..,.,'' ^'^ ^'^ Oefierr. Viordweftbahn . '. ' ' iz°.^ .7^ Mll»ollS.V«ch».......100 _ i3l!l Gelb w«e EtaatSbahn........ 2?l — 272 — Slidbahn.........7550 7575 3heiß-«°hn........ 165— 167 — Ungarische siordoftbahu . . . 9» — 94-- Ungarische Ostbahn.....28 — 2850 lramway-Vcsellsch......— — 97 — »an,efe»sch«fte«. «llg. Vsterr. Vauaesellschaft . . --— —'-Wiener «augesellschaft..... --— — — Pfandbriefe. «ll^. oflerr. Vobencredit . . . loß— 106 50 bto. in 83 Iahnu 89 75 90-— siationalbanl ii. ».....9675 97- Ung. Bodencrebit......85.59 86 — Vri«rlt«te». «lisabeth..«. 1. «m.....«<.^. ßg.zh «erb..st°rdb..T....... iog25 103-75 ifrauz-IoftVY««'.......K,.__ 912h Oal. Karl.kudwig-V., 1. V^. . 977^ gß.^ Oefterr. NordweftrV.....«775 ««.^. Sitbtubltryer.......__.^ hz,.» Staalsbahn........ 555 75 157 «b Vlldbahn z 8'/....... isKß Hgo b«/.......vb-15 s!>5. Slldbahn, Vond«.....—-" ^!zb Ung. Oftaahn......._-«— ^ Vriv«tt«se. ..«_ 90 —, »"» ^'^